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Full text of "Christus und die minnende seele, zwei spätmittelhochdentsche mystische gedichte;"

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Christus  und  die  Minnende  Seele 


Dr.  P.  Romuald  Banz 


Germanistische  Abhandlungen 


bagrfindet 


von 


Karl  Weinhold 

herausgegeben 


von 


Friedrich  Vogt 


29.  Heft 

Christus  und  die  Minnende  Seele 

Untersuchungen  und  Texte 

herausgegeben 
von 

Dr.  P.  Romuald  Banz 

Benediktiner 


Breslau 

Verlag  von  M.  &  H.  Marcus 

190S 


Christus 
und  die  Minnende  Seele 

Zwei  spätmittelhochdeutsche  mystische  Gedichte 

Im  Anhang  ein  Prosadisput  verwandten  Intiattes 


Untersuchungen   und   Texte 

herau^egeben 


von 


Dr.  P.  Romuald  Banz 

Bencdiktintr 


Breslau 

Verlag  von  M.  &  H.  Marcus 
1908 


155918 


Seiner  Gnaden 
dem  HochwUrdtgaten  Herrn  Prälaten 

Dr.  P.  Thomas  Bossart 

FUrsUtbt  des  Benediktinerklosters  Maria  •  Binsiedelo 
in  Verehrung  und  Dankbarkeit  gewidmet 


Vorbemerkung 


Möge  es  mir  verstattet  sein,  an  dieser  Stelle  meiner  dankbaren 
Gesinnung  gegenüber  den  Förderern  meines  Buches  Ausdruck  zu 
verleihen.  In  erster  Linie  danke  ich  den  hochwürdigsten  Äbten  des 
Stiftes  Einsiedeln,  Sr.  Gnaden  dem  leider  zu  frUh  hingeschiedenen 
FüTstabt  P.  Columban  Brugger  und  dem  jetzt  regierenden  FUrstabt 
Dr.  F.  Thomas  Bossarl,  die  mir  Mittel  und  Mufle  ftir  mein  Werk 
einräumten. 

Ganz  besondem  Dank  schulde  ich  meinem  verehrten  Lehrer 
Prof.  Dr.  Konrad  Zwitrzina.  Mit  grofler  Hingebung  TUhrte  er  mich 
in  die  Germanistische  Wissenschaft  und  in  das  Methodische  der  Text- 
kritik und  der  grammatikalischen  Arbeit  ein  und  unterzog  diese  Teile 
meiner  Untersuchungen  einer  eingreifenden  DuTchpr(tfung').  Seine 
Textkonjekturen  habe  ich  mit  der  Sigle  Zw  als  ihm  zugehörig  be- 
leichnet  Auch  sonst  unterstützte  er  mich  vielfach  durch  wertvolle 
Anregungen  und  wohlerwogenes  Urteil,  schlieSlich  durch  äuflerst 
sorgfältige  Beihilfe  bei  der  Korrektur  der  Druckbogen. 

Sehr  verpflichtet  fUhle  ich  mich  femer  den  lobt.  Vorständen  der 
Bibliotheken  zu  Basel,  Bern,  Breslau,  Donaueschingen,  Ein- 
siedeln, Engelberg,  Freiburg  in  der  Schweiz,  Karlsruhe, 
München,  Nürnberg,  St.  Gallen,  Stuttgart,  Überlingen  und 
Zürich:  sie  alle  haben  meine  Wünsche  stets  in  freundlichster  und 
sehr  weitgehender  Weise  berücksichtigt  Die  lübl.  Direktionen  der 
Bibliotheken  zu  Breslau,  Donaueschingen,  Karlsruhe,  Mün- 
chen und  St.  Gallen  ermächtigten  mich  femer  zur  VeröfTentlichuDg 
der  betreffenden  Bilder  auf  den  hier  beigegebenen  Tafeln. 

Für  jede  Förderung  sei  den  Genannten,  ebenso  dem  Redaktor 
der  .Germanistischen  Abhandlungen',  Herrn  Geheimrat  Prof.  Dr.  Vogt, 
der  verehrlichen  Verlagsfirma,  sowie  der  Druckerei  für  die  Bereit* 
Willigkeit,  mit  der  sie  auf  meine  Intentionen  eingingen,  der  aufrichtigste 
Dank  ausgesprochen. 

Stift  Einaiedeln,  L  Juni  1908 

Dr.  F.  Romuald  Banz,  O.  S.  B. 


■)  5.  1—88  und  S.  251 — 368  dicfei  Heßei  wurden  auch  alt  Diuertation 
d«  Univenitat  Freiburg  in  der  Schweii  henusgegebes ;  Text  and  Apparat 
weiten  aber  in  dieaer  neuen  Auigabc  mehrere  Verbesset UDgeo  auf. 


Inhaltsverzeichnis 

Mt* 

Vorbemerkiuig TU 

VeneichniB  der  benDtiten  HuidschrifUn  und  Wiegesdnicke     .    .  XI 
Veneichnis  der  Öfter   und  in  abgekflnter  Form  litierten  Werke; 

ingleich  AnflSenng  der  Siglen XI 

A.  Untersuchungen I 

I.  Überilefomr 3 

■)  Übersiebt 3 

b)  Bescbreibong  der  Hbb.  B,  E',  E",  D,  E  und  U       6 

c)  Teit  des  Gedichtes  MS  in  den  Haa.  E,  U,  K,  U 27 

IL  Terfluwr  mi  EatotoksagsMlt 83 

HL  Fom  u4  lakalt  4m  ««dIeUM  M8 36 

IT.  UtcnriKk«  8t«UBBg  4m  fledlektm  HS 42 

A.  Verwandte  mystische  Gedichte 42 

B.  Beiiehungen  lur  mystischen  Proam 52 

t.  Änfiere  Form 52 

2.  Ankltnge  und  Entlehnungen 55 

3.  Hystische  termini 114 

C.  Beiiehungen     tu     literarischen    Werken     nicht    mystischon 
Charakten 124 

1.  Zum  ,Tenfels  Nett- 124 

2.  Zorn  ,Geistlichen  Streit' 141 

3.  Zn  den  Harienklagen  und  8t.  AlGiiua-Logenden     ....  144 

4.  .Parallelen  ans  anderen  Gedichten 147 

5.  Parodie  der  HS  in  Wittenweilera  lEing* 149 

Anhang:  Beiiehungen  der  MS  lur  Bibel 151 

T.  Knmrt  iib4  Spniehe  der  OHlehte  KH  ud  HB 154 

1.  Die  Reimapracho 154 

2.  Die  Beimtechnik 169 

3.  Die  Metrik 171 

4.  Komposition  und  Stil 178 


X 

Seit« 

Tl.  Die  SprMlH  der  S«hrelber IM 

E 184 

D 201 

K 206 

U 2U 

Heimat  der  einieluen  SpraehfonueB 217 

Vn.  Dl«  BUd«r 223 

B.  Texte     25i 

1.  KH  [,Kreuztragende  Hinne*]    H^er  sü  mir  ia  min  rieh  joti  kommen 

etc 255 

2.  MS  [^iODende  Soole']    Difi   iit  von   ünserm    ktrrtn  Iketum   Criil 
Und  von  dir  miimenden  ui  etc 259 

3.  (Anhang)  Ain  Disputieren  twütehent  der  minntnden  itl  und  unserm 
koren 364 

Nacbtr&go  und  Berictitigungen 369 

Namensverzeichniii 315 

Glossar 376 

C  Tafeln 889 


Verzeichnis  der  benutzten  Handschriften 
und  Wiegendrucke 

D  ^  DoDaneschinger  Codex  Ni.  IM. 

E  =  Einsiedler-Codex  Nr.  710. 

E'  -  .  ,364. 

E"  ^  „  „     753;  gelegeotlicb  worden  noch  die  Einsiedlerhss. 

Kr.  283,  285,  288,  648,  715  and  dio  Engolbargerhsii.  148,  155,  339 

beigezogen. 
E  =  KarlarDhcr-Codei  Hr.  89. 
ü  =  Überlinger  Codei  Nr.  22. 

H  128,  .Geistlicbe  Hiono',  Manuskript  von  I'.  O&ll  Morel,  Stiftsbibl.  Gin- 
aiedeln. 

1  =  ,Toti  der  jnaigen  seien  vj  aj  gott  caatejt  umd  im  beweglich  mkoh' 
gedr.  T.  Wolfgang  Schenck  in  Erfurt.  KSnigl.  und  UniTersiUts- 
bibliothek  Breslau;  ca.  1500. 

M  =  EinbUttdrack  III,  52  der  MBnchenor  k.  Hof-  und  StuUbibliotbek  0.  D. 


Verzeichnis  der  After  und  in  abgekürzter  Form 
zitierten  Werke;  zugleich  Auflösung  der  Slglen 

a  3=.  Anieiger  fSr  Knude  dea  deutschen   Mittelalten   Ton   AufseB  u.  Mone 

1833  ff. 
ABl  =  Hanpt  u.  BoSmann,  Attdentscbe  Bl&tter  lS36ff.    2  Bde. 
Adelh.  -^  Die  Chronik  der  Anns  von  ManiiDgen   [Leben  d.  Schwestern  lu 

Adelhansen]  in  FDA  18, 129S. 
AHD  =  J.  W.  Adrians  Mitteilnngeu  aus  Handschriften  n.  seltenen  brück- 

werken.    Frankfurt  a.  M.  1846. 
AL  =  Die   Offenbamngen   der   Adelheid   Langmann,  her.   t.   Ph.  Strauch, 

Straßborg  i.  E.  I87& 


T«.  ■  mn^ii,  Bi.  XXL  ia>fc 

JI«gm«iiBi.  ft, 

I      »es  -  OM  «.  6a*,  M 
F      BUS  «  tut    II        I   Stria  M 
BSP  =  D« 

B«ltr.  —  I»  IUI  In  H  "  iiirihii  4 

T.  fl. 
B«rm»4i.  S,  «r«  ^^a.    M.  WilWn      P»»  183».    S  B4«. 
Bcrtk.  1^  ffiHrtill  w  Bififg.  fcMii^,  V.  Pn.  FMfiH  a.  J.  StroU. 

t  Bi«.  VI«  iKS  «.  isaa 

Berth.CH»«tit}  =  Boti  fi.  Pwt^Hi  ■  hüdbo—  irwmi  ■*  KÜgkwoe 
d  Frt^wri  «•««  ...  id.  FV.  PMr«  4«  Ale  BMtd.  Mo- 
matkü  um. 

8iklM«yef  =>  Berieft  S«MiL  Di^uht  Scfariftcs,  krag.  *.  Di.  K.  BiU- 
MT«     ftlMil  1907   (lieb*  «.  S.  Xn   lan.   ■.  Is  den  Nach- 

BirL  e=  Dia  iliHi^iBtkt  %fMfe  nefcu  4n  Bkaaa  mU  dm   IS.  Jakt- 

BoliB.  »  Z«  OwikMtl«  4er   Mtwniiiliw    »nint   »    ISi  JihiM.   roo 

Baa«T.  =  S.  Bo*Bt«itan>   opatcaU   nru  Utcalagiea.    —    iiiTfti««   in: 

D.  8.  (v.  BoasTcalKTM  ofcn  <«■■»  ad.  rtadio  et  cnni  P.  P.  «oU«gii 

■  8.  BonaTcnUin.    giaraedu.  ton.  T.  18SI   D.  1.  Till,  189«. 
>  Bntii  TDD  äckanebeck  ker.  t.  A.  Fiiekci'.    BibL  d.  liL  Ter.  Stntt- 

gwi,  I9S.  B4.    TgUns«  1893. 
=  E)M  Bo^  Ton  geuUielicr  Annai,   biiker   kokanit    tla   3.  Taolen 

BMUolgnag  Ata  uomb  Lckew  CkräU,  h«r.  t.  Ft.  II.  S^  DcoUl». 

Blbchen  18T7. 
Leb«B  IL  <)«sichtc  daa  Ckcuün«  Ebncria,  h«r.  *.  0.  W.  K.  txttbMvr, 

ÜänAHt  187«. 
■■  CrntnlbUti  n&r  ItibIbtiM-kswMaii   hrag.  t.  0.  Hartwig,    Laipiig. 

(Zitiert  wird  onr  der  XII.  JibtK-  189t^)- 
=9  D*vid  «cm  Angsko^  •-  >•-  Vmt  I. 
e,  P.  B.  $.,  Heister  Eckhirt«  Uüeiiüadio   Sclirift«ii    und  dto  flnind- 

MlBollDiiing  •eiii«r  I.ebn.-.     Arckiv   f.    LiL  u.   KitckengMctiicbt«  2, 

S.  417—616,  I8«6.  -  S.  »uch  Bog«,  Sause,  TB. 
•=  D«iiUdio  Texte   dcu   Hittalalten   hrsg.  you  dor   K.  PmUMkon 

Akademie  der  WiMemtckaflcD.    Bd.  10.    Biuiin  190111. 


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D.  Tk.  -=  Diti  Tbumu  Aqaiuati*:  litii-rt  «erdea  die  SDinnu  Uii!alagl(a, 
ttd.  I'BrJs^  18ä5ff..  8  Ttda. :  OoitimonUrii  in  tibro«  Mnt^nUkrUK,  «d. 
Ftotte  n.  Hmi»,  fuie  1878;  Scrmonos  et  opiucsl*  concion Atari t 
ed.  RmiIi,  I'atU,  1S8I,  S  IMit. ;  Sninn»  contra  (leatos  od.  Utgno 
ItiS;  <4aUHliaiuik  <li«putau«.  Cd.  ■Diist.  Puu..  lUrri-fiDciD  elc. 
1888.     4  tonii. 

Bckli.  Pfaifr.  a.  n.  PDM   II. 

Bckh.  Joit.  =  HeUt^i  »Uuit   nnd   161116  Jftnsor.   her   t.  Ptkiix  JmUi, 

CftllMt.  FribnrK.  IT.    Freibnr);  (Schwdt)  189>. 
Sekh.  SicT.  =  I'redi^nv.lleiii(«i'P.ckiu1  Wr.  r.  F..  SicvenZfdA,  I.S,  87S(r. 
Bkgeltli.  —  I>er  Kunno  tob  Kd^IUijJ  Bücklcin    i«n  <j«r  Unadcn  Überlut 

bar.  V.  K.  SdurMer.  BibL  d.  lÄU  Vor.    StaUgut  1871. 
PDA  ^  FWlbnrK«r  D14t«Mii-ArdiiT.    Orsan  de»  kirdiL-lii«!.   Verain»  ,  .  . 

der  EmMtt»*  FnUmrg.    Cnibnrs  t.  B.,    H«rdar,  ISGStT. 
i'isehflr,  0«of{r.  «^  (loograiihie  der  S<J)«&liiHoli«>n  Mundart  fi>n  H.  l'^ieher. 

Mit  einem  AUm  tmi  38  Kartou.     TUkih^Mi  t8tU. 
Piteher  IL,  ZiuG<)*cliic]it«d«sBlitt«lkoebd«iitacIien.  T&binxar  Cniv^ntUU«- 

prngr.  18119. 
Prkn«i*eii*  <=  Praaciekua  de«  LMUpre«lit  Km  Besmiabiirg  bor.  v.  Woln- 

bold.    Padcrbara  1S80. 
GDM  —  C.  'jreilh.-    Di«  denUdi«  Mjittik   im  Predigftiunlen  IHM-IS^. 

Fr«ibur«  j.  B.  1861. 
OE  xs  8.  Ootnidb  RiercIiU  ipiritukUa  *.  u.  Kerd.  I. 

Oeffckcn  J.,  Vnt  Btldurkatcchismiu  d«a  rSoftohiitun  Jahrbniidf^rU  nnd  die 

catefbctiecbcn    llnQjili-lfipki'    in    itirsrr    '/.til    biü    uaf   I.utlivr     1, 

Lciptig  I869. 
Oermsnia.    Vi«it*Ijftbnaelirifl  Hir  ilenUchr  AltfttiiiiiHkiiBilt,  h»r.  t.  Pfuiffar, 

■pllcr  Itarttidi,  bei.  BuliA^chul. 
Ofrd  <='  Her  OMcbichUtreaml.     MltUilgg.  Heu  lii«t.  Verein*  der  mnr  Urlo. 

EinsinldB  1844  IT..  SUni  IKI4  ff. 

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Gfrdoke  K.,  DntUche  DiclituiiK  im  MittcIolKir  i  Bde.*.     1871. 

.  ,    GmndriD  inr  GotcbieJite  di^r  ilouUclion  DichtiitiK.     I".     1884. 

QHrria,  J.,  DiaeliriillictKiUytttk.  4.  Bde.  ki>){Umburi;uiid  Landsbut.  1836tr. 

Oref.  B  Ori^tjaa  tod  HttTLinanii  Ton  Aue,   berg.   von   F.  Becb  II*.  1873. 

Oregor,  IL  »  S.  üi«gvrii  faptic  I.  cugDomtnt«  liotfiii  vpp.  oiiin,  atudio 
et  l&b«r«  monncharuin  urdinia  S.  B«iiod{eU  u  «ongregatione 
S.  BUqrf.    4  toiui.    Parisiis  1706. 

QStt  •=  ,Dttr  gct*tJlelic  *tiU'  in;  AltilevUche«  Üljungnbucb  tum  öcbritucb 
In  Hoducbnleii  von  Proni  PfitiUor.    Wien  1866,  .S.  141  II. 

0T8  »  J>ie  To«bt«r  Stuu   oder  die  minneDde  äcvlc*  in  K.  (i.  tiralTt  Di«' 

ütU  lii  ^18^9>  s.  i  a. 


UV 


Ha>g,  l>lu  Uuiittarten  dw  obera  Ne«kNr-  niid  nonaiitttlAt  (HMinnünd*rteB>. 

ReuttinRon  I8M. 
H&sak  V..  Per  christlic})»  niAub«  -los  il«att(cbmi  Volke«  b«iiii  ScblosM  io» 

MittelUlera.    HagoBBbiiri!  1868. 
HI)  =  Hor«a  BcIgi^Mt,  X.:  Kit4loTUiiiliBi:h«<  i;viiil1icbc  Uodichto  d(\s  IK.  Jsbr- 

hiiniliTUi,  liprniiig.  von  IlnlTnisnn  von  Falk'ral<>bon.   HannoTcr  1S&4. 
Heinrich  vifn  Ndrdlingcti  >.  ii.  SHI^ 
HerraftiiTi  »un  KriliUr  s.  a.  P[»M  1, 
bp.  Bt.  =  Hi«toriicli-poUtiicb,c    UUttvr    füi   d.    kathoUiehe    DonUchl&Dd. 

Mflnohon. 
RagotiiB  d«  8.  Victore    u]i«rii  uiiiniii.    l<>iiii    tru.i    (Migiit),  Pnlrol.  Ink    U 

175  u.).    FxrU  1879  m. 
In.  =  ThoEuae  a  Kdiu)iis  do  Imitatloue  Chritti  II.  IV,  (Baliabvnau  läU.) 
Jundt  A.,  \.fs  uiiiii  dfl  Dicii  an  XIV.  liüelo.     PNriH  1879. 
JVfNdS  ^  .Tubrlitich  d.  Viin'iiiit  ITiT  iiiodvrrlüulvohi,' Rpraclifoncbtlii^.   1876 IT. 
Katliar.  =  Die    Nounun   v.    M.  KnthariiicntBl    bei    DicUctibofcn,  bcrg-  t. 

A.  Bifliiigpr.     AIm»ania,  15  (1887),  S.  I5Ü-18J. 
Kehr,  =  Kihi^rcbmiiik  hr^.   r.  K.  SEhrTxIur,  lIiuiDuTcr  ISdil  iu  den  H.  ß. 

Ilcattehn  diTDtiikon  L 
Knuffinann  Fr.,  tleschkhU;   der   Hchnäbittrlien  MiiiKlarU    Slraßburif  1890. 

KM  =^  ,KroUEtra|[«Dde  Minne':  wir  beEolcbnon  dtimU  das  orete  der  ioiToit 

vcraiTcntUclit«))  tiodicbt«. 
Krobs  ^  E.  KrcbE,  Mjitik  in  Adulshauatiii.  eine  TcrglcicbeadD  Studie  über 

di«  .Cbri^nili'   der   Annn   t,    Mnittiogan   nnd   Hin  'Thatimato^aph. 

Liloratur  d.  l'd.  und  14.  Jhd.  in  :  Fottiabo  nur  H.  Finkc.    (Münster 

i.  W.  1904,  8.  41-105.) 
KflrscboBr  DNL.  =  l)i-ut«ohij  National- Liloratur.    tlisl.-Krit.  Ausgabo  v. 

J.  Kfirsehntr.     lä.  Rand:  l.ulirliaft^r  I.iUmUir  if.n.  14.  u.  15.  Jahr- 

hundrrta.     11.  Teil:    OetHlliciii»,   big.  v.  F.  Vetter.     Berlin   und 

Stuttgart  (1889). 
Lau  '=  VnkalJMnuH  den  WoHlatlK&iiur  DiaU'ktua  i.  A.  Lau.    Kemiiten.  1908. 
Ltitimann    =  Zur    Laut-    und    Furmcnlohro    rvn    Urinithnbi-'n  rredigl«n, 

V.  Leitimann  in  Hcitr.  1+  (1889).  S,  478-521. 
Magdal.  =  Magdalena   von  Fraibiirg.     Eine   pseudoiuystisclio  Enchi-iniing 

des  spStem    Miltolallurrt.     1407—1458.     Vod   Prof.   W,  .«IcWnaflncr 

(in:  .Der  Katholik.'  /aitjchrift  f.  katb.  Wissunschatl  und  kirchltclx;« 

Üben,  MainK.  Kirrhlifiin,   1907,  S.  15  ff,), 
Hasimaon,  Saucl  Aloiiu«  l.t'boD.    tjiiDdlinbiii)^  and  Loipiig.  IM3. 

Martina  «  Martina  tod  Hugo  reu  Lnngeiisteir,  hrg.  Ton  A.  t.  Koller. 
Bibl.  d.  lit.  V»r.  Stultf^arl,  BJ.  S».     1856. 

Hftyr  8«b.,  Zwoi  Mari  anklagen.  Progr.  de*  K.  K.  GTinnaainmt)  der  Bene- 
diktiner IU  KrtiDsmöntiier  1882. 

MH  =  S.  Mecbtlldl*  (da  Hsckebnm  in  Hetftensi  monai^terio)  Über  ajjäciiJiH 
gratiae  *.  u.  liwol.  II. 


XV 


XH  "  OlEfiibimngen   dift   8cliw«*trr   M>;<hiilil    t^n  MAgilqtHir>;    udir  liu 

lliiftlletid«   liebt   di^r   <iii(Ui«)t.   Iir^jr-  vini  V.  <iM   Mnrtl.     lt«|{<'ii«- 

Inig  1860. 
HcTiwIa  KalmxnD.   Bannerfcll«hldii  b«i  Jimdt,  I.c«  tml«  d«  Dien  (l  o.) 

8.  893  0.     Vcigl  II.  SB,  NF,  Sohtnidt. 
Hickiel  B..  G«Mb.  <1m  dcutHhon  Vi>U.>ii.    3.  IM,   t)«uU«bo  WUMniclurt 

■nd  denUch«  Mystik  w&hrcDd  4m   13.  Jhd.     Fi^iborK  I.  b.  ISOS. 
HiltllL  =  B.  I.  l)oG«ll,    UiH<4.-IUni'<ni  z.  üeaeh.    d.    leattth.   lÄU     i  Bde. 

lULacfao*  1807  [mit  Ztultjcn  (cnutdul  18V»;. 
Xtfli,  Sekkiupiela   de«   i3(4it«eb«it   HitLelülUn.     8   Hd«.     N'«ua    Ao^gabe. 

BlBimliciin  1$S3. 
Hü  =  ginnend»    S*e\o,'    8iglo    flir   4u    iwoitfl    dor    il    ««rQfTcntlicliten 

0«di(ht«. 
KB  ~  Dm  KienltDi   tmi   ßuti  L«bea  nnd  «ntgtwlhlte  SebrifUm,  brg.  t. 

C.  äcbutdl.     Wien    I86C.    (Wir   iitii!r«ii   die   darin   untbilttaen 

Worke    R.  Uerairii»    unter   Berufunic    «uf  Danifle,    bp.  Bl.  15.  18 

Mcli  unter  d«r  onge^benen  Slgk.) 
KT  *  Du  Bnob  tob  iltn  Ntrun  Pvlscu  voa  d«in  SlT«fibuig«r  Bürger  KuIniMiu 

HenwtB  186:2.  big.  *.  C.  SebniidL    Utpiis  18d9. 
Sic*!»»«  von  StrnUburg  a.  n.  PDM,  l. 
Oliab.  »    Die    Stiltaog    dt-a    KIo^Utn    ■'kt«nb«cb    iinil    'Im   LübAn  der  tnl. 

tieb«i)(l«ni  daidbst,  hig.  t.  II.  Zulli>T-Werdinnller  b.  J.  tUcbluld. 

Zflrabcr  Tudionb.  «nf  d.  J.  I$S9,  S.  318  ff. 
'  tos  ■■  DaalMihe  Uj«lU:er    des    14.  JntirhiindfrU.    hrg.   ron    Pri.  Pr«i(r«r. 

3  Bde.     Leit>tiK   1^-^  und   lgA7.     1.  Bd.i  Uennaiin  toii  Fritilar. 

Nieulaue    von    StraBbutg.      Br.  Datid    TOn   Attfibarg.   —    i.  Bd.: 

Heister  Eclhart        s.  auch  üben  £cUi. 
Pllliat  A.,  D«uU«hu  »jttik  und  ilouttche  Kaust.     Strotburg  IS99. 

Pet  B  R.P.  B«rDATdi   Peiii  (0.  S.  B)   Bibliotbeca   aseettos   antiqaa-nmt. 

tom.  Mn.    I{«ti*bonae  ilii. 
fMP  •=  Frodigten  und  SprOeb«  deatuber  H]rtUb«r,  hrg.  v.  Fn.  PfvIBcr  iii 

ZfdAS  (ISil),  S.  309  IT. 
Progor  W^  Oeadiiebt«   der    dvuudiea    Ujmtilt.     3   Bände.     Lel{)iig  1874, 

1881,  1885. 
Bftab  K^  Über  riar  Allsj^orfacbo  Hotire   in   der  latelnisebcn  and  dvutacfac^n 

Litäratuf  dct  MitleialU>rs.    UjmnaHU-rragramm  Leobeii  \6&b. 
l<da  TOB  den  fBafKUbD  Dradm,'  bri;.  i.  lioKel.     Oennanin  ü,   141  ff. 
feg.  -^  8.  PaUU  Benodicti  RuirU.     Einaicdl.   1877. 

fteiaer  ^  R.  B«iaer:  Sngeu,  ijubt&ucbe  und  Spricbv4rtor  dca  AllgHu^ 
in.  Teil:  Volkwimiidart.  S.  443-S&5.    (Kco.plen.  0.  J.  [nacb  1900],) 

Bei«l.  =  U«ieUliMicA  Üerlmdiana«  «e  Heehtlldiaoae,  od.  Suk<anitii«iuiri 
0.  9.fi.  MoB*dioruni  cura.  9  toI.:  1.  Bev.  Gortrudianae;  2.  It«r. 
UMhUldianM.     Pict.  ol  Pari«.  1S75,  1877. 

Kicbat  Ji  a.  8.  Victore  . .  .  opera  oniBiu  «d.  Miipie,  P.  L.  t.  I*J6     Pari«  I8i5. 


I 


Et«4«r  C  HvaÜB^OT  Tnfclat  im  4. 
m  XtkTL  I  (1M»>,  »C 

4.  Bt  T«.  fn  lij    I     iS.  N. 


»«fcillvr 


S«hBUt  C  Die« 

Filw  In      Jm»  IC»:  t^m.S%  Nr. 
•«kSBkMfe  1.  K^  Chr  «■ 

•.S.  19ML 
S«if.  —  Söräc  ■:  S. 

mL  SKI. 
»«•Imsib  T^  4m  Tu  ihn  II  4»  MWlfliliiti  JTlSiS  H  (UM). 
SVE  =  Mm»  Ufa  BkMT    M«   »llBltli    MB  TTl   Wg     . «. 

riilMfc  L  B.  m»  Tll  ■»!■  ML 
Spi*f.tk«<k,  4m.  kcg.  ■-  M.  Kngir.  Cmbb  U  (täTI,. 
SUcL  =c  0.  SüAAmtm:  liBTlAfi  4v  hkm^  lUt.  te  Sla*  St^kT 

Uimm.     DiMOt.  Acna  (18BI). 
Stirk.  B*itr.  ^  H.  SUOalfanw:  CMna«<fMM  <s  Mb.  ««  S<kBff- 


I«  (UMX  SU  C 
S«aa**  Wffkr,  DvBck  «bk 
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8W  = 
$Wb  = 
■B  = 

S««M   ^   Dir 

L  Bl    >Kka  !««>>). 
SBlrUll  SCTvrt  •ya»  ■■    XipM    PitnkfM 

«0.  T»ft 
TB  =  Thiho 


TD  —  Tlifrotagis  devUch,  hrg.  von  Fn.  Prciffer  1951. 

TM>A  ^f  HdnlU   inlniA«,    dnr  Int    Von  Vollkotni»«Bli«it    »llor  Tiig«B(l»n 

[>.  JiNiniiiit  T*ul«ri.     Franckrarl  Im-j  Math.  Hvrian  Se«li);eii  Krbcii 

1672   (ver^  dam  Pr.?tter.   'J.d  >L  Ufit  Hl.  8ftf.     Die    bicr    bo- 

RuUte    Augabc    «lolcbt    rou    der  dort    bespruclMaea    t.   J.  1614 

«ei«nüieh  ab.) 
TPrtd.  -»  JiNUUiii  Taolcri  d«a  Mll|[aii  \enn  f'rcdig  faitt  Trucblbar  na  eiui 

fWlit    slirMlielim    laAmi.     fMnielCt    in    B&tfll     Anno    MDXXII 

(Adam  l'«Ui). 
TV  -  Um   TmhU   Nets,   ktu.    ron    K.  A.  Banek.    Bibl.  d.  Lit    Vor.  in 

StaUfjart,  70.  Jtd.     ät«tlt(.   lw;3. 
TtO  —  Dm  I<ab«a  dar  ScIivxsUitii   cii  TaU,  b>>iiriiHrb«n  von   IQsbot  Stagal, 

brg.  voK  Ferd.  V(>Uar  (6.  Bd.  der  di^iiUdiitD  T«it«  Ann  MitUlalUn). 

Bcriia   1«W. 
TlUL  ■•  UuUfri«!*  ton  Slr^burK  TniiUii,  hrg.  r.  K.  BA«faU»in>.    Luipii« 

1873.    ?  Bde. 
DriBla  '  DnatfaldiU  dti  KUiitnoriiincn    tTmiiU  und   Adclhoid  bei  Jniidt, 

La  amia  de  Dii>u  S-.  3G3tL 
rillgurnera.    Th..    0.  I*.    H.Tstica    TheuUigia   divi    Thoigiae    (IG&i).      Ed. 

kauvB  cur.  .1.  J.  ItorÜifur.  O.  V.     'i  toini.     Aug.  Taur.  1S90. 
« s  Pb.  Wa«k«niB|t«t.    Pa«    dnuUdie    Kircbi'nltcd.      2.  ütl.     Lei]>Eig   IS67. 
VFickarnax'^U  ^-  Kleinere  Sduitleo.    I.    Iroi|)Kig  1S72. 
.  AlldeuUcli«*  L«MebQijb.    -i.  AuK«.    Ua^l  183>l. 

'  .  Oeacblchte  der  dcut«chcn  lät«ralur  P.    Vosd  1879. 

VAG  —  Weinkold,  AleBiauninch«  timutiualik.     Itorlia   ltki3. 
VBH  >^  Bbxo  1.  Uunifurt.  br».  *.  J.  K.  Wa«kämäll     Inn^braeb  1881. 
ITMO  —  WeinWd,  31iU«lbL.vlid«uUclic  OrauiiuaUli.  :t.  AuK.  Päd« rb<*rb  1833, 
VT8  ==  .TucbUf  Siun'  in  Wi-inholds:    L&mpr«>«ht  von  Il«|{eiiatigrK,    Pader- 

b«ni  1890. 
WatDKK,  4.  Jbd.  ff.    »    lli>niiann    WeiH,    K not üiii binde.       tlMrhiehl«    Am 
Tradit    and    den    <ieriUin«    im    UiU«lall«r    looi    1.— U.    JahrhiL 
Statt«.  lt)G4. 
WtilKK,  14.  Jbd.  ff.  -  U.  Weilt.   KovtBmkuade.    Ocadi.  der  Ttaclil  and 
don  tjerUhaa    tum  14.  Jlid.    bü   auf  di«   Q«f«Q*artv    I.  AbUilg. 
SUittgart  1672. 
Videralr.  -~  Der  Sind«»  Wideralroit     Eui«g«iitl.  HicblunK  de«  18.  Jafarfc. 

hrK-  TOD  V.  Znidler.    Grat,  1892. 
■  —  T.  0,   Wcigal  n.  Ad.  ZnaUirtnann,    Die    .infKiigo   dor    Drnckcrttuiat  In 

Bild  rad  Sdirin.    IMpti^;  186$.    :!  Bd«. 
Z  ^  Fakaitnilo  der  Zfiricbcr  Hol  iictuiilt«  ».  b.  S.  44.  Anm. 
ZfdA  <=  ZeltschTfn  nir  dcutscbes  Altcrliun  a.  dcatacbn  Literatur.    Leipiig 

18410.;    HeHm  18670. 
^.fbH  "■  ZeiUchritl  nir  bocbdetiUeli«  Mundarte«.   Iiri;.    v.    O.    Heilig    und 
Flu  Loaa.    B«id«Ib«rei  I90O1T. 
Baal.  Db  MtaaMd*  SmIi.  H 


xvin 

KfGO  —  Zeitschrift  ffir  die  Geachicbte  des  OberrheiDi  hrg.  Tom  (groß- 
henoglieh.  Oeoer»!-}  Luidesvcbiv  lu  Kuhrnhe.  Bd.  1—89. 
Karlsruhe  ISAOff.;  NeueFolge  Bd.  Iff  (der  ganieoReihe  Bd.40ff.) 
Freibnrg  i.  B.  188611. 

Zw  —  Zwienina  E.,  Mittelhochdeutsche  Studien  in  ZfdA  44  u.  45. 

FQr  die  Bibeliitate  werdeu  die  gew&hnlichen  Siglen  rerwendet. 

et  bedeutet:  die  Parallele  stimmt  mit  der  Vorlage  wörtlich  Qbereiu. 

r  bedent«t:  fehlt 


A.  Untersuchungen 


Binz,  Die  miimaade  S««l« 


i 


I.  Überlieferung. 

a)  Übersicht. 

1.  Gedicht  KM.  —  Da»  Gedicht  KM.  das  untea  heratis- 
gegebeo  ircrden  soll,  hesteht  aus  L8  Vierzeilein,  und  ist  über- 
liefert in  der  Eioeiedlerfads.  710  (~-£),  in  der  EioeMlerlid». 
8C4,  17  (=E');  ond  in  der  Überlingerlids.  22  (=  ü).  Aus  der 
leteten  zitiert  Vetter,  Leben  der  Scliwesteni  zu  TCß  von  Fluhet 
StagltD  (Berlin  1906)  S.  X,  Aea  Anfang  und  ScbluU  des  tiedichtes. 

D&s  ganze  Gedicht  i^t  gedruckt  bei  Weigcl  und  Zoster- 
maon,  die  Aor^ioge  der  DnicboHtunst  in  Bild  und  Schrift  l 
fLeipzi^r  1866)  S.  153  T.  aus  »inuni  von  den  Heruu>i^'t>bern  ,1440 
bi»  \ibii'  datierten  Hohschnittblutt  in  Uucbrglioformut  uuter  dem 
Titel:  .Christus  und  die  HooDeS  Der  Text  ist  geschrieben 
und  stimmt,  sowohl  was  die  üchwAbi^ciie  Mundurt  wie  w:if  die 
Lesarten  betrifll,  moist  zu  E'.  Der  Holzschnitt  entspricht  deio 
unt«n  von  lloflniann  ski£itiiirten  Gemiilde  (vgl.  ii.  VII.  ,lJio  Bilder'). 

Die  zehn  letzten  Strophen  des  Gedichtes  Anden  sich  auch  in 
der  Papierlidü.  ii'2f<  zu  Klo»ter-Nenburg  (vom  Gudf!  des  15.  oder 
Anfang  dos  16.  Jhds.),  gedruckt  bei  Pb.  Waekeriiagel,  das 
deutsche  Kirchenlied  II,  Ijüipzig  1807,  no.  848  unter  dem  Titel: 
.Christas  und  die  Seele';  in  der  Anordnung  der  Strophen 
finden  sich  hier  einige  Abweichungen,  8.  u.  Textnuten. 

Kin  engrerwandtes  Gedicht  Tenilfentliclite  lloffmann  von 
Fatlcrsleben  unter  dem  Titel:  ,Von  der  innigen  Seele'  iu 
Au&eß  u.  Mones  Anzeiger  1834  Sp.  27  Cf.  (abgedruckt  bei  Wacker- 


ä 


...■^ 


nagel  a.v.  0/'ttiV;':847;  'Änfaog:  Hfhe  rß  Sin  ertäzt'  tnd  gm^ 
jMGÄ.'.'lwiV'-  odUh-  {laviie  wr,  »>A  colgen  dir;  ,\u  erneueriiiier  Um- 
,  ijfHi'elCu'ng'  steht  dies  Gedicht  bei  J.  P.  H.  Schlosser,  Die  Kirche 
*in  ihren  Liedern.  2,  Bd.  Freibürg  i.  B.  18R3,  Ö.  134  ff.)  Hoffmann 
hatte  es  1821  zu  Koblenz  bei  Kaafmaun  Dictz  auf  der  ßdckseite 
eines  OemUldeK  dos  16.  Jbtls.,  das  aus  dem  Kloster  Camp  bei 
Boppard  stammte,  gefunden.  Die  Vorderseite  zeigt  den  kreuz- 
tragendeD  Christus,  dem  eine  Nonne,  ebenfalls  mit  elnom  Kreuz 
belade.!!,  lolgt.  Ober  die  ahuliche  Dai.^tcllung  am  Kopf  den  Qe- 
dichtes  in  E  ood  bei  Zest.  s.  u.  a.  a.  0.  Das  Gediutit  bat  16 
Stroplien.  die  Verse  5-P,  13,  M,  17— 2"^,  37-4-i,  45— M, 
54-5i>  tindoa  sich  und  ztvar  großenteils  wörtlich  in  unsorm  Ge- 
dicht  KM,  s.  u.  ToxtDotou. 

Dm  tWichl:  i/ti^  vgr  iUm  truist  und  aomtt,  w«iiigitiMiit  miltolbsr,  «nch 
da«  liciiiclit  KM  «clunnt  oiif  oin  niodcrdeittsebmi  Unjtiniil  iiirärkiiigiibn. 
Tidl^ii'iit  auf  'Ins  vun  II.  .Icllinchaus  im  JVfN'dS  T,  3  IT.  nun  Hcm  It^k 
dcf>  kprtüichi'ii  Lcten«  (Biblioüiek  tu  l'uponhagBU ;  datiort  US3)    ««rOlTcot- 

lichU*   (icdichl:    \'me  htrt  leihl:     Urff  Hf  Jf-n   iriur ,    myn  ttutiti  brnl,     X'el^e  my 

Villi.-  g/iMiJt  dy  sfhti  uft.  EU  wiHcbv^ii  <liit  fitttt  würüidi  kUmc.Iio  FsMun^  lu 
bnltf'n  itl.  die  llolTiiinnTi  von  Fallenlebv'U  nuf  *lvr  WuirL-nbütU-lvrbd».  1165 
(ilit,  1473)  im  1.').  Haiid  *}i^r  .UnnnaTiia'  mitRfitcih  b«t:  ll'f  yf  iy»  cftne,  wjmt 
Itvnit  ir&i,  tfrfyf  my  »o  umle  ipmrk  äynfi  tt/ori  Af  üdt.  l.*iki>  obutl  UFwSblltü  inj 
Anxciger  \.  Aufseß  u.  Uone  edi&rte  Stftck  eUllt  nur  cinc'  sehr  freie  hochd. 
Bcarboitnne  oincü  dUstr  niudei'doutsct]<.-ii  Ttfxic  dar  («s  lühlt  auch  xwei 
Sll'i'iihsn  ^onig<!r]  iini;i'gon  repräsf-nticrl  diöri'ii  A.  Uruschka  ZfilÄ  :{2,  TSIT. 
crrulKtc  l'ublikation  an«  iiicbl  iiftlior  bcKeicbnciur  tida.  vom  J.  U7&— 1181 
eine  ).'otr>-U<.'  aber  fnnnlosit^  LbcTSi-lxuat;  Af:ä  von  JolIiiigbAUs  a.  it.  ().  tatt- 
gck'iltcn  H-ust-nicdord.  TcUc«  in«  UochdcnUcbc  Aks  15  Jbds.  Jcllingbaus 
rörwi>i«l  fe.mi^r  h,  a.  0.  S.  h  auf  ciitf  ](ollSniiiach'>  Vi>r«ii>n  «cinM  Tnxt««, 
bCTiU«g.  TifU  Hr>irmanii  ^.  Fnllci-shbcii,  Horiii-  IMgicsc  X,  iio.  Sl,  S.  1G5  IT. 
und  Kuf  i-itii'  MfintliTitcbo  in  H.  Ilülxchvrii  ,Gl^istl.  I.icdftr  ans  di'ni  Münst^r- 
lundf'  Iterliii  l%h\,  <iw.  übrigun»  iii;li:>n  1850  in  dun  .Uoiittl.  Uedvru  mit 
ibrcn  ursprünglichen  Woiiton'.  I'Milnrbom,  orackiencn.  Auch  dm  Wcrdimor 
Üb.  no.  33  icibt  d>iii  1t\i  di'^n  nd.  Liedus  (JYfNdt!  14.  \bt.)  ii.  .nncb  llfilscbcr 
»teilt  ilaü  Liui!  iii  tielpii  kuÜiulisdicn  Giisaugbflchern  SIUtit  und  nöu*irnr 
Zeit  mit  abw(<icticDdein  Tnl,  friurKcili^i.'  Slruplir ;  .('briüt  aiiiitbt  Kiir  Meituclivn 
8«!  vertraut*-  (Jollinghau«  tu  «.  0,}. 

2.  Gedicht  MS.  —  Das  zweite,  viel  längere  Gedicht  unserer 
Ausgabe  findet  sich  ini  unmittelbaren  AuscbluU  an  Gedicht  KM 
in  den  schon  genanuten  Uds.  ¥•  und  U,  luruer,  aber  obno  KM, 
in  der  Hds.  106  der  Fürstlich -Filrstenbergischen  Holbibliothek  zu 


DcniiieKhia^n  (~D)  un<I  im  Codei  89  der  Oroßherzog).  Badiscben 
E(ri-  und  Landesbibliolhek  zu  Karlsruhe  (=^  K). 

AoTaDg  uDd  Schluß  des  Oodichtos  wuril«D  aus  der  letxt- 
enrihoteo  Hda.  K  von  Mone  to  seinem  Anzeif;er  IS34,  Sp.  -10 
sit^tcilt;  der!«lb0  «rwihnt  das  Oedtcht  nuch  io  .Schauspiele  dos 
<IeaUcbeii  Mittelalten'  1.  Neue  Aasg.  1832,  S.  131  f.,  iro  die 
F.  I086-I092  litiert  werden  (vgl.  b.  IV.  Unters.  C,  3b). 

Am  D.  damals  noch  in  LaUbergs  Besitz,  veröffentlichte 
K'.  Wackernagel  ia  der  iwciteD')  Ausgabo  Ans  Altd.  Lescb. 
(1»:)9}  Sp.  $97—300  anter  dem  Titel:  .Aas  dem  Spiegel  der 
Xiooe'  die  V.  858— 9S5.  In  den  späteren  Ausgaben  blieb  das 
Stack  weg.  Aur  die  Existeni  des  Gediclitos  in  den  Uds.  E  utid  U 
macbt  jetzt  auch  (m.  ^^'.  inm  enteDmall  P.  Veiter  a  a.  0.  auf- 
mtitum.  Kr  zitiert  daselbst  aus  D  Anfang  und  ScIiluU  Am  üvAkhtes, 
»*ie  die  Titelverse  seiner  Abschnitt«.  Aus  E  hat  P.  Gall  Morel 
in  einem  Satnmi-dbJliidcliOD  mit  dem  Titel  ,Öeiflliche  Minne'  S.  17 
bis  113  (Stifubibl.  Einsicdelo,  M.  128)  eine  Kopie  der  beiden 
Otdicbte  KM  u.  M8,  sowie  des  Disputes,  von  dem  gleich  die  Bede 
»in  inrd.  bandachriltlicb  binterlassen;  auch  die  Miniaturen  sind 
ilario  mit  BleistifV  hübsch  nachgeseicboet;  eiuige  Korrekturen 
lusea  Tennuten,  daU  er  die  Donaaeschingerhds.  nicht  nur  aas 
Barscics  Katalog  kannte.  Eine  VcröffentlichuDg  war  von  ihm 
jedoch  uicht  beabsichtic^t  (Vorwort  S.  6)  und  konnte  ei  nicht  sein, 
da  der  Tcit  und  durchgftngig  die  Orthographie  witIktirUcbe 
ioderuDgen  aafweisen. 

Dfu  Qedicbt  ,Ghri8tu$  und  die  Seel«'  in  Mones  Anz.  8, 
334  ff.,  aus  einer  pergam.  ßilderhds.  ,dcH  14.  [P]  Jahrhunderts' 
deckt  sieb  mit  den  V.  UOb—lÜi^b  und  1783-186!)  der  M8. 
Die  Lesarten  (in  noseTem  Variantenapparat  tnit  n  beieicbnet) 
ftimmen  meint  in  K.  Diesfn  Fragment  wird  erwähnt  von  Wein- 
bold,  Lamprecht  von  llegeDsburg,  ä.  3U3;  W.  Wackernagel, 
Qmb.  >l.  deuticb,  Lit.*  1,  S.  3tf3  Anm,  7  (seine  frageweise  aus- 
(Csprochene  Vermutung:  .AusrUhtung  der  Sprüche  Sunos  bei  Diepon- 
broek  47*>— 478?'  wird  durch  unsere  Literaturnachweiae  IV.  Onters. 
A.  Usflllig);    K.  Uaab:    Cber    vier   alleg.   Motive    in   der    lat. 


')  aicfat    tu   der   crtton    A.,    wii>  Waekemagel,  Ocacli.  der  deatscben 
U*  I  a.  36ft  Aam.  1  aogibt. 


I 


und  deutsch.  Lit.  des  Mittelalters,  Oymnastalpr.  Leöben  1886, 
S- J«;  F.  Vetter  a.  a.  0.  Änm";  kurz  besprooben  vDn  W.  Preger, 
Oe^ch.  d.  deutscben  Mjätik  2,  ä.  54;  Ton  Oudeke,  Deutsche 
Diclilun^'  im  Mittelalter,  2.  Ausg.  1871,  2.  Bd.,  9S,  l>  uud  wörtlich 
gleicli  im  GrundriB  eur  Gösch.  <].  cleutscli.  Dichtung  1.'  1SS4, 
S.  20fi,  wo,  wie  von  Pr^er,  das  Fragment  als  Ganzes  gefaßt  uud 
bourteilt  wird;  forner  von  Bartsch,  £rlö3DDg,  37.  Bd.  der  Bibl. 
d.  deutsch.  Nat.-Lit.  S.  XXXVt. 

3.  Scholastisch- mjstiscliur  Piuga-Diäput  awisuhen 
der  minneadIeD  Seele  und  unsertn  Herrn. 

Er  folgt  in  K  und  TJ  ohne  Titel  unmittelbar  dem  Gedicht 
MS:  in  der  Einsiedierhds.  752  (=E")  steht  er  mit  eigenem  Tit«l 
unter  andern  Prosatrak tuten  aszeüächen  Inlmlts  (Bl.  334b— 335b). 
Aus  C  teilt  Vetter  a.  a.  O.  S.  XI  den  Anfang  and  Schluß  des 
Disputes  mit. 

b)  Beschreibung  der  Handschriften. 

E 

Die  Hds.  E  —  klein  Folio,  goticche  Minuskel,  durchweg 
von  der  gleichen  Hand  geschrieben  —  ist  trefflich  erhalten. 
Vorn  drei  leeri?,  neuere,  feingerippte  VorsetzblSttcr,  dunen  am 
Ende  des  Buchea  drei  gleiche  entsprechen,  alle  sechs  mit  (fast 
Hleicheu)  Wasserzeiciien ').  Dan»  ein  Pergamuiitblatt.  das  einzige 
im  Codex,  mit  ruter  Aglschritt  vorn  und  einem  Wappenbild  hinten, 
lilrst  mit  dem  vierten  der  nun  folgenden  Bit.  be;(innt  die  Pa^ina- 
tion:  rote,  blau  unterstrichene  römische  ZitVarn  1  —  CCXXXII. ') 
Die  Dogen  sind  in  unj^leich«  Lagen  gefaßt;  die  erste  Lage  zählt 
&  Doppelblütter.  an  deren  erstes  vorn  drei  lose  Hliitter  angeklebt 
sind.  Es  folgen  2wo)  Lagen  zu  6,  zwei  eu  4,  eine  zu  d,  eine  lu  4, 
sechzehn  zu  &,  (>iue  zu  I  und  eine  zu  2  Doppel blitttem.  Kustoden 
fehlen.  —  .Jedes  Blatt  hat  vier  Sp.ilten  7.11  3()  Zeilen,  je  t!,  2  cm 
breit    in    eingerititem    Textrahmcu    zu    13,7  X  20.7  cm,     der 


I 


1 


I)  OftkrÖntvr  DitppvUiUor,  dür  Loib  von  horifS reuigem,  bci<tärä&it4  ein- 
Kcxoftcncm  Sofaild  bi^duckt:  von  den  drcikrttlliitu«  FKiikoii  tragt  der  eine 
«iit  Sebwuti,  der  nndi-rc  «in  Scüjitnr.  bot«.  <))do  Keiüe. 

'^  Fehler  in  iltir  PaKinatiim:  tiadi  1)1.  X.W  folgt  nocbiualn  aia  Bt, 
XXIV.  dniii.  .=r«l  XXVI;  HI.  XXVUl  ist  i^L-imül  gi^iililt:  Ziffer  LV  fetlt, 
ilarür  tr«^«ii  iw^i  Hll-  die  Zahl  LVl.  Mit  di^ti  droi  iiluht  paglaieiteii  Bit. 
«ind  uIko  üST  n rsp Hing li diu  Pii|iiurb]Mtbtir  vurhandeii. 


I 


na  Sebreiber  genau  efngebalton  wird.  Tit«l  and  Cb«rschrifl«n 
t;  AnfangsbuchatabeD  der  (abgesetzten)  Verse,  bei  den  Prosa- 
■tdcken  der  einielnen  Sätee,  rot  eingestrichen.  loitialen  und 
Bilder  je  nach  dviii  Stück  venctiicden,  s-  u.  Inlinlt,  S.  1 1  fT.  Leere 
Hdlea:  nntere  Hälfte  von  Spalte  a  des  dritten  der  niclit  paginiert«!) 
Bbtter:  Sp.  b.  c.  d.  desseltxa  Bl:  Hl.  XXI«  (untere  HaUt«)<>; 
nu»*:  XXVlIi«^  (jede  Spalte  hat  oben  nur  6  liecw.  5  Zeilen); 
LXXVI*':  LSSVII'";  CV'-  (Ranm  einer  Spalte);  CV1<*;  CLVll* 
(utere  Hilft«);  CLXXXIV'  (u.  H.);  CLXXXIV-'.  —  Scbiracli 
aod  reingeripptes  Papier;  7wei  Waftserseichen  ')  Rinband  neuern 
Datnmß,  Decken  (30,9  X  "il.^  cm)  von  Pappe,  Backen  (5  cm  dick) 
und  Ecken  vt}ü  Leder. 

Die  Hds.  befand  sich  TrOher  im  Beslts  eioM  Klosters  8t. 
P«tcr.  Dieser  Name  UlÜt  sieb  noch  ans  der  verstümmelten 
iobohrin  dt;;^  PergameutbULte«  {s.  u-)  entziffern.  Zudem  findet 
tkh  am  oberen  Rand  des  Bl.  II*  von  friiher  üand  die  Homorkang: 
H  Ja  das  Kloster  St.  Peter  gehörig.'  Nauh  einer  Aufzeichnung  von 
P.  Üall  MoreP)  witre  dies  das  Kloster  ät.  Peter  im  Scbvritnvrald; 
ritktiger  werden  wir  die  Hdg.  dein  DominikaneiinoenkUäter  St. 
Piter  an    der  Bheinbrücke   zu  Konstanz*)    ^uweiMOD.      Da- 

»■]  Auf  O.  lOn  BU  :  OrJisüuieh&drl  mit^oQen  Augeii  und  kleinen  Ohren, 
4ue  NSilcm:  auf  «uiuen  aufr^rlit stell eii<Jen  HQmtniiilicii  ruht  uinc  Kioni? 
■it  haben  &!iUnimlailiuis<!ii :  iwitchcn  di«tcn  dttt  mit  Kugi'lo  bi»eUt« 
^Hmb,  die  iniltlerf  «ehr  U^lf•.  Am.  t.  Kiniil«  d.  il^uUi-b.  Vorioit  18£8. 
p- 114  tAQt  An  Ibnltch^e  W.  mit  aus  dem  Jahre  1494.  Hui  Briquül  (,£fi 
/ifbn  tt  tu  jO^gt^Htf  ta  drr  ßttviM  äit  iiA/ioaiftui  1894;,  1'.  Iloitt  (,l*i  /(U- 
ItHfi  äti  piiifim  muttmu  dam  ki  areUvfj  ,1t  la  tiäf  dt  Sfraiiaura.'  Stnuiftirf  190X) 
nid  ¥t.  Keim  (^Ae  W<as<rtHilttif  du  H.  Jh.  i»  Jf»  lldi.  ibr  i,  Mr.  tttf- 
ni  SiaatiiiM*tAiJf .  Ablidl.  Atr  k.  bnirUch.  Akad.  d.  W..  ]>liil<i«,.),liilol. 
KL  1897,  30, 111)  Kode  idi  c*  ob«nxowcnig  vürtrcti-ti.  ol»  d».i  nbcii  Ü.  ''•  Aiim.'] 
itiiiJerU  und  du  tweft«  hier  (auf  n.  :K)  KU.)  vark«iiimoii(]i'  Wii«»(>rtinchen : 
hvchtcriiiBliclicr,  in  eise  Spitiu  aitfUurvndvr  Aufviiti. 
,  »)  Sl  128,  S.U. 

^K  ')  Aach  St.   reter   in   dur  Nicderliurtc.  Si.  P«t«T   «u   der  Pabt 

H  iri)AS.92).  St  Petor  von  HaiUnd  (KDA  13,909  und  213)  gcnannl,  gt- 
ptadet  13«?  (FUA  ti,  196),  aufseboben  17S5  (FDA  13,  805),  -  Dioses,  wf« 
du  spiter  noch  m  mmnende  AltciP  Konstanter  Dooitnikancrinneakloeter  Si. 
Kaihaiina  oder  Zorinnoii,  k'o^ndcl  I3S3,  jttit  MndcbeDScbnlo  (FDA 
R,  186),  wHrcn  ,iiie  d«ra  (Frl^di|■l;r-)  Urden  inkorvt^ri^rt,  haltno  aber  in 
«fleiD  »icb  u)  dcMBB  Ordnaog  nad  iteli«D  unter  dem  l>i')ie»nbi»QhQf 
(FDA  18, «»). 


^ 


8 

für  spricht  schon  die  erwähnte  in  großen  gotischen  Minuskeln 
ausgeführte  Aufdchrift  auf  der  Vorderseite  des  Ptirgumentbiattea: 
Dit  Buock  ffekordt  dem  Got  .  .  .  .  S  ■  Peter  zu  C  .  .  nz. 
Die  punktierten  Stellen  sind  aasgewaschea  und  überkleckst;  die 
fett  gedruckten  laaaen  sich  noch  mit  Muhe  le<ien.  Zwischen 
Cuml  m  ist  ^enau  Elauni  für  die  Buchstaben  oute.  Got  ist  natQriich 
zu  Gotahua  oder  Gotzhus  und  drgl,  zu  er^änzfn.  Sicher  nach 
KoDdtuQz  führt  auch  das  Allianzwappen,  das  die  Schausette  des 
Titelblattes  füllt').  Nach  einer  Mitteilung  des  U.  Eberhard  Uraf 
Zeppelin^)  gehört  das  rechte  Wappen  dem  patriziscben  Konstanzer- 
geschlecbt   der    Ehinger  *)   an,   die    übrigens    auch    in  Ulm  *)   und 

')  KechU  ~  diese  BezeicImangeD  sind  im  Polgettden  wie  auch  oben 
im  Text  immer  heraldisch  in  nehmen  —:  ein  goldener  mit  drei  roten  Rosen 
betugter  Schrägbalkcn  in  achwarzem  Feld;  aU  Hetmiier  ein  ebenso  belegter 
SchrBgbalken  in  schwarzem  Adlerflug;  schwarz  goldene  Uelmdcckcn.  Links: 
goldener  Schild,  in  dem  eine  schwarze  Spitze  von  unten  herauf  geschwungen 
bis  zum  obem  Schildrand  aufragt;  die  beiden  goldenen  Felder  mit  je  einer 
schwarzen  - ,  die  schwarze  Spitze  mit  einer  goldenen  Pilgeminschel  belegt. 
Hüluizier:  rechts  ein  goldenes  mit  drei  schwarzen  Pilgermascheln  auf  der 
rechten  Seite  bestecktes  Büffelhom ;  links  ein  schwarzes  entsprechend  links 
mit  drei  goldenen  Muscheln  bestecktes  Büffelhom:  Uelmdecken  schwarz 
golden,  (s.  Taf.  1.  —  Vorstehende  Beschreibung  ist  wesentlich  einem  Brief 
des  [leraldikers  Dr.  Eberhard  (iraf  Zeppelin  zn  Bbersberg  an  Huchw.  P. 
Gabriel  Meier,  Stiftsbibliuthekar  zu  Einsicdeln,  u.  d.  17.  Juli  1899,  ent- 
nommen, den  mir  der  Adressat  frenndlichst  zur  Verfügung  stellte.) 

')  a.  a.  0. 

^  Siehe  über  diese  Joh.  Müller,  ,Die  Ehinger  von  Konstanz^  in  der 
'MGQb'ä  (1905)  S.  19-41.  Die  Ehinger  haben  .nicht  nur  in  der  mtltel- 
alterlicben  Geschichte  ihrer  Vaterstadt  Konstanz,  sondern  auch  im  Heforma- 
tionszeitalter  teils  als  Vorkämpfer  der  lieformation  teils  als  Groß  kau  Acut«, 
insbesondere  bei  dem  K  olon  i  satt  onsv  er  such  der  Welser  in  Venezuela,  eine 
hervorragende  Rolle  gespielt'  a.  a.  0.  S.  19.  Vcrgl.  ferner  FDA  7,  143:  8,56: 
!),313;  ZfGO  28,  f>ä.  G6;  Kingholz,  Geschichte  dos  fürstl.  Beneiliktinerstiftes 
U.L.F.  V.  Kinsiedeln  1904  1  S.  365:  Gfrd  14,  200.  —  Eine  Anna  E.  ist  Gattin 
des  Rudolf  Bruehli,  der  als  Schultheiß  von  VVinterthur  1450— UT3  urkundet 
Gfrd  14, 217;  noch  ]i}94  erscheint  ein  Baron  Ehinger  als  Verwalter  der 
HauptmHDnschaft  zu  Konstanz  ZfGO  26,327. 

*)  In  ZfGO  32,  76  worden  die  Ehinger  als  reiches  Ulmer-Geschlecht 
bezeichnet:  vielleicht  liegt  aber  eine  Verwechslung  mit  den  Khingem  von 
Konstanz  vor,  von  denen  sich  einige  zeitweilig  in  Ulm  aufhielten,  s.  Müller 
a.  a.  0.  S.  34').  —  Ein  Sigismund  E.  au»  Ulm  ist  Propst  von  Wengen 
von  s  —  1468  FDA  18,224;  1471  wird  ein  Ulrich  Ehinger,  );enannt 
.Ostemurher,-  Altbürgernieister  von  Ulm  bezeugt  ZfGO  31,  Ifiii. 


« 


» 


CberliDgenM  vorkommen:  das  linke  rienen  ron  Kappel,  ebenfalls 
Tonfilme  KonsUozer.*)  Damit  stitniDt  audi  die  Ao^be  im  Ela- 
dtÜttMti  283'(  —  der  du  gleiche  Allianiwappen  enthält  und 
TB,  E  vi.n  der  frl^icben  weihlicben  Hsmi  ges<:Iiri«l>eu  ist  —  wonach 
ibs  ^nuiehiil  und  lA^tfA  maehti  Star^nretha  ron  i'appel  Hainrifh 
EkwyfTt  lätgn  Elieht  mlttr**  (fi.  000),  sowie  die  andere  (p.  6i6); 
,/>u  Am  (?)  ttf  nutrgretftfn  ehtugfrin  am  mefffMalt,'  it,  i.,  DACll 
ZeppirliQ.  ao  der  K»astanier  .Marktatatt«.'  Die  Bcsiehang  der 
Bds.  mit  Kotiütam  flteht  somit  fest.  Der  genannte  Heinrich 
Khiager,  .geb  am  *i4.  April  H8S,  rerhoiratot  am  29.  Juli  U&5, 
lim  mit  17'/,  Jahren,  mit  Margaretha  vod  Kappel,  der  damals 
erst  15'/,  Jahre  allt^o  Tochter  des  Olrich  von  Kappel,  war  im 
Jahre  HT3  Oberbaameisler,  1478  ääckelmeister  von  Konstanz  un<l 


')  So  Dontipii  41«  Urkunden  sns  doi  iwuitcn  HUfLu  i1«b  1&.  Jht.  oft 
»toai  Heinriefa  Ebing^r  »miiöt  unil  Flisinr.  K.  (Elmiffwr.  Khiogsrius} 
IrniW,  Bfln-er  tob  CherlinKc»  FDA  30,^54;  l'i.  147:  ZfUO  39.  3S,  4*.  S06 
■L  ',:  Välli'i  a.  ti.  O.  20.  Sarb  l>.'ti!t(c<:iiannl<-m  iitt  iKich  nifht  aDsiiitntichdn. 
ob  du  Eonttiwiier  i:hinK«r  «un  libüiiintr«'»  "''«)'"  aus  dem  Thurgau  atiunmcn. 
-  Antli  andenvo  guh  t-t  Ekiagor.  Piir  d.  J.  I*J&9  titt  «in  kiidotf  B. 
Kmn  cm  Pral1«D4<jrr  bciciiift  ZDIO  32,  168;  ein  (iroÜEi^bn  uii«cr«« 
Ftlwtfli  Hi«eer-K«pj.cl.  IUilü  K.  geh.  U8T,  lij>B  eich  in  MflmmlngBn 
flieget  'Müllrf  n.  s.  (>.  361.  Jiach  freiinill.  Mitlcüung  Ton  l'tof.  Li;it»uhiih- 
Fwihurit  i-  f*  fiiBttcrt  exne  .Mt-ilaillc  v-n  einem  l'lrich  V..  um  ADK^hiirf 
•■•  A  J.  I43I.  Wahricbeiiilich  ist  «liM  aber  cbrnfallii  «in  Kori>tau»er- 
DdB)[ar.  nlulicb  dct  Brudnr  ^m  obon  gonnnnlun  TIaiu,  der,  mit  Kaiser 
•C»!  V,  «ebr  befrcundcL,  »un  iliesi-iii  152.')  cii  Ti>lrti»  in  den  B»iclisadolBtftD4 
lurd?  (MBlIor  S.  34  ■}    uinl    «irli    mil    liir    Auj^iburger    I'ntmieriTi 

!■  Vfilingvu  am  G.  Juni  1.^30  xu  Aii^vibur^-  viTühalichto.  woselbst  or 
Mck  4aiii  KdchiUff  v*iii  1530  im  iJ^fulgo  des  KuifHT^  vnii  .Anfang  bt«  min 
E»4r  beiwohnt*.     Er  sUrb  lä»7  in  Spanien  (Möller  «.  *.  0.  S.  85). 

1  Ein  lo  L'il[und.-n  der  i.  HAIflc  dcH  13.  Jhit.  uft.  »(uderkchrendcr 
SiBi'  i<|  der  At*  nttigiilut  Helarien*  de  ("bih-IIs,  t'unoii.  ad  St.  JoaQUAm 
"•  '"nrtiotu  Ofrd.  9.  lü;  ZfOO  37.  202  u.  (1.  -  Kin  llfins  v.  Kiiijpol. 
Btr<;(n»i<t.«r  TOB  KonntMx.  enclieint  H3ß  imU-r  den  HsIdnchintriKrm  d« 
■«n?«t«ht*tj  Btscbof«  Hpinrieh  lon  Höwm  KHA  8.  53.  Für  dus  Jahr  1460 
■od  fbi  Hano  tiud  ein  Ulrich  v.  K.  beii-uj;!  FDA  8.  «B.  —  Dm  JinnchlechL 
«r  wdii  patrizucfa:   es  kam  vielloielit  aus  Zöricb  {Zcppdin). 

*)  Vfl  Calalogns  Cudd.  Mh.   qui  m  Bibtiothnin  MuTiaüt.  ßinsidlr-naii 

CtB-B.  «acn-BBtur  Des«-.  P.  iJnhricl  Mni<-r.  18M,    !.  ji,  MK     Hoch   sl*bn 

•litl>ntckrc]il>v  Kotnricli  KlmtKors  tl.  Khin^vr«  u.  mcugslattst.  mergatatt. 


10 


1479  Mitglied  des  OroSen  Kocstanzer  Rates  uud  starb  nls  solche 
noch  JD  demselben  Jaliie'  ('2.  April) '). 

Verschied eno  Gründe,  hcs.  der  Inhalt  IcGDiitc  laicht  tnr  V«r- 
mulung  Püliren,  dat.t  die  Hä«.  ¥..  dem  Dominiken erinnenkloster 
St.  Peter  zu  Konslani  nicht  bloß  ursprünglirli  argeliört  habe, 
sondorn  daselbst  auch  geschrieben  worden  sei.  Das  Buch  inäüte 
in  diesem  Fall  ans  dem  Kloster  an  di<^  Eliiugerin  gekommen  sein, 
die  dann  auf  der  Schauseite  des  Pergamentbl altes,  dessen  Vorder- 
seite das  /j-  libriy  von  St,  Peter  trug,  ihr  Wappen  angebrachi 
liittte.  Wahrscheinlicher  ki  aber  doch  die  gegenteilige  Annahme, 
daLl  sich  namlicli  die  Patrizierin  die  Uds.  von  irgcudwem  habe 
schruibeu  lassen  und  ilalt  sie  aus  ihrem  Hetitz  in  denjenigen  def 
Domin ikaDerlonsD  übei^ing.  Einen  leisen  Fingerzeig  gibt  schon 
das  melirerwahnte  Pergaracntblatt,  Wcs.halb  ein  Perfjamontblatt 
für  d»n  bloßen  Vermerk:  .tiehßri  ins  üotteshaus  St.  Peter'? 
Anders,  nenn  es  von  Anfang  nn  für  die  Aufnahme  des  Pracht- 
Wappens  bestimmt  war.  Zudem  haben  wir  soeben  vernommen, 
dalt  sich  M.  tihinger  auch  andere  Codices  (tiinsiedlerhds.  283) 
,niacben  lassen.'  lu  eiucr  dritten  Handschrift  (Eius-iedlerlids.  752), 
die  der  M.  EUinger  angehörte  —  sie  ist  ebenfalls  mit  dem 
Wappen  der  Ehingiir  gezoiulinet  (Bl.  2')  und  trügt  den  Ver- 
merk: diji  (liich  üf.  tum  jiiaryyftt  ehingiiin  am  nierfftlnft  (Kl. 
;ir)7*)'-')  —  nennt  sich  ausdrücklich  eine  Dorathe, ')  verehlichte 
von  Huf,  als  Schreiberiu.  Dieser  Codex  752  nun  gelangte  später 
in  den  Hesitz  der  Enkelin  der  M.  Eliiiiger-  Kappel,  Anna 
Ottilia  Khingor  tiufl  so  ins  Kloster  St.  Clara  bei  Villingen  (s.  u. 
8.  16];  unsere  Hds.  K  wird  auf  gleiche  Weiss  ins  Kloster  St. 
Peter  gekommen    sein,    nämlich   durch    die  Schwester  der  Anna 


1 


')  Müller  a.  a.  0.  S.  27. 

*)  Rs  kt'iintc  Jioö  freilioli  «ach  ihre  RfiliwinRnrloclitcr  Mnrgarcthn.  eeb. 
Nfitliart,  si'in,  die  ihr  i^iihii  iliiti*  MHü  aU  (iatl.jii  hi^i tiigi-fnlirt  lint  (Müller 
S.  i8),  da-  nm-li  trAgt.  iiilnilipli  du»  M'npjii'n  üt-r  Hhiiiger-Ni^ilhdrt  (».  n. 
S,  1.1).  Doch  stptil  li-Ul^rr«  Im  l'tid.  283  nobiMi  dem  Wniipen  d^r  Kbin({er- 
Kappel,  onti  '1'^  obim  zititrlo  VvruK'rk  M  tdii  der  i^li'icLen  Hand  wiv  lUr- 
jenigo  im  Cud.  2S3.  [>ic  Hdss,  gingen  aoinil  von  ihr  M.  KhirgLT-Kappe!  w 
niLchit  Hilf  iliroii  Snlin  (+  I.W5),  bciw.  ihn- -^rliwioge.rtoc.htnr  fiW. 

*)  Heinrich  timl  Mardonilh»  Fhiiigüt  -  Kuppi^l  linUwi  ■■in«  Tochter 
iiniiiuii*  D'irulhuB  i'Miillur,  Ü.  '27):  ihr  Scfak-ksol  ist  Diir  nicht  bukannt.  lal 
■le  TieUelcht  die  Sclireiberlii  do«  Codci  752? 


u 


I 


k 
I 


Otäli».    Doroth«»    Eliiiiger,    dfe    um    Ift.    Oktober   1503    ids   8t. 

Ptlereklostfir  in  Kon^itinz  trdt>). 

Dt    sioli    Heinricli    ßhioger    und    Margarethn    Kapp«)    1455 

reralilicht^n.  i^bort  4io   Hd».  E.   nicht,    wie   DeniDe   annimmt') 

(Irm  Anfang,  sondern  der  zueiten  Halftö  des  15.  Jahrliunderts, 
j],  wenn  wir  aus  dem  larten  Alt<>r  des  Rhcpaares  nnd  aus  der  Ab- 
l>»aogneit  der  iwei  andern  Ebingerhaudsctirifleo  äi^lQsso  zioben 
dflrfim,  seinem  letiiten  Viert«!  an.  Denn  Codex  'ifili  (von  der 
gl«Kh«n  Hftnd  wie  K!j  i£t  148;!  ^»Itcndof  (lt.  Vermerk  der  Hds. 
S.  660),  Codex  752  Ende  148;}  ,us  gesdi rieben'  worden  (a.  u.  8.  15). 

Inhalt:  .\uf  den  zwei  ersten  nicht  paginierten  Blattern,  die 
auf  dss  Per(raineiitbliitt  folgen,  und  einem  Teil  der  ersten  Spalte  des 
dritten  steht  das  (nicht  vollendet«)  Jnhaltsverzoichnis  von  der 
gleichen  Hand,  die  dtts  ganzu  Buch  gcäctirieben;  jeder  Titel  mit 
üciner  blauer  bez.  roter  Tnitiale;  Blatteahleu:  rot«,  blauuntor- 
(Iriclieoe  ri^ntiüclie  ZtfTern;  an  erster  Steltn  unsere  beiden  Ge- 
richte unter  dem  soni«imamcn  Titel:     Von  d^r  mitinidm  *ef. 

Bl.  1'  —  II*  das  erst«  der  abgedruckten  Oedichtä  [vir  betiteln 
«:  ,Krenztnigende  Minne'.  Sift.  K\f],  unter  lulbüeili^em  Tltel- 
Ud;  ohne  Titel,  Cbdrschriften:  Umer  /unrr  spricht  etc.  rot;  jeder 
tierteiliT  bepinat  ahwerhseind  mit  blauer,  bei.  n>ler  sehr  eiu- 
faeh«  Initial*;  (in  imsorcr  Ausgabe  durch  Kottdruck  liervorgehiib«n). 

Bl.  II*  —  XXI'  das    itweite   der   nnten    folnaiden    Oedicht© 

;  AtS].     Wo   die  CberMbrifWn   ,i'hriaf.ua  tprieht',    ,Üif  gpri^t', 

'dm  Text  gezogen  werden,   sind  nie  nicht  rot^  aber  doch  meist 

nt  luiterülrichen.      Der  errt«  1'eitverit  de«  Gedichte«   h&t   eine 

blue  Initiale.     Pie    Bilder  verteileu  sich  auf  Ul.  U',  XU*,  V»-, 


■}  MBlltf,  a.  *.  0.,  S.  S8>  Dur.tthc»  v«riivQ  »pUvr  <Im  KloaUr  und 
M  mm  ProtcfltanliiniiiiR  fibtr  <cbiniddiiO- 

*)  r.  Pf.  H.  S.  hriiilli.'.  ilif  (lontsehi^  Sr.hriflen  An»  Seligen  Heinrich 
^uo.  I.  Mniinhrii.  DW,  S.  .\XVni.  —  Kfn  Riiiwniia  inniM«,  wkrc  «r  »lieh' 
lullig.  iiipin^r  Dftli^niUK  dun  BiiiIl-d  eiitiidiiMi,  sRuilich:  da»  ornUbnUi 
I^uientblali  wi  erst  mit  dflin  it{iAt«nt  Hinbaiid  j^iißlli^  tor  Hu.  gAkoinnien. 
llltin  lUgeit«!!  sprklil.  abcen«)»!«  vuii  nllvTii  aiiJvrii.  scIjuii  Air  Waliriiailtiriiirig. 
dal  41l>  Wurmlöcher  Im  ItlatW  «ich  duri^linu-H  inll  ili.-iijcrii^<'n  di;rIlai)(l9Ghn(t 
dtetrti,  «Älirend  diä  .■i|>iiu-r  binitigek<>iumi'ii«n  VtjrsatiblGlter  und  tW  Ein- 
kmd  keine  snichän  hsben.  .\uch  die  der  EhinficriD  gisbdrigc  Kiniiodier- 
kud»ekri&  752  liat  »in  {Mi^amMitnM  Vorsetiblatt  (S.  lu  S.  15). 


t 


12 

VI',  vn»,  vm^,  mv,  n«.  xs  xi«.  xn*,  xin»,  xra*.  xir*, 
XV»,  xvi^,  svn«,  xvn-,  xvni",  xvriK  xx*. 

Bl.  XXI '  —  XXr'  dar  unten  an  dritter  Stelle  foljronde  Prosa- 
disput zwischen  Cliristus  iitid  der  Seele.  Ohne  Titel.  Am  Anfang 
rote  einfache  Initiale. 

Bl.  XXIII »  -  CLXXXIV  Hauptteil  der  Handschrift:  H.  Seuses 
, Exemplar',  d.  i.  Auiobiograiihio,  Bflchloin  der  Weisheit.  B.  d. 
Wahrheit  und  Briefbüchlein  '_J.  Jeder  Abschnitt  mit  roter  bea. 
blauer  einfaRher  Initial«.  GrOßere,  surfifältit;  auDgefTihrt«,  tarn  m 
Teil  mit  Kiijuren  aad  Blatt-  und  IHumenranken  geschmOckte 
Initialen    in    Blattgold    und    Farben  8.  131.  XSIII',  XXIVs  LXI«, 

Lxxxixs  cvii',  cnn*,  cuan».  ^LXX^  cijcxnp,  clxxatip-. 

Bilder  mit  Sprfichen')  .'<.  Bl,  XXn«"  (ganEseitig),  XXVUI«*,  XLI1•^ 
XLVU^  Xl^VIUob^  LXXVn'-'  (ganzseitig).  LXXXII^".  LXXXVI«^ 
(gamseitig),  LXXXVIIS  LXXXVB«,  LXXXVIII•^  IXSIIX'" (ganz- 
seitig). CVI'''(ganz5eit.)  CXXIX«^  CXXX'»-:  SchhißviRncttc XXMI^. 
Bl.  CLXXXV«  -  CCXXXIh:  Allgempinc  rhristlidie  Tiiter- 
weisungen;  Ȋzetischi?  und  m^'stiscLe  Traktate;  Gebete  und  Be- 
trachtnngon').     Reichere   Initialen    gleicher    Art   wie   in   Souses 

')  Ich  rerweise  dafllr  >iif  P.  B.  S.  Denlflea  schon  iltlnte  niodemisiRrte 
Ausgilie    der   ,<louU(;h«a  Schrifti-n   dea  äel.  H.  Seu§(^',    wo  un-sera  Uds.  mit 
bctmttt  wurde.     Zu  beachten  sind  dort  S.  303  Änm. 'j  und  S.  623  Antn.  ■). 

'}  Bei  Donifl«  a.  a.  0.  in  den  AnnicTkunKon  hoRchriobcn  (HU  Sprüche 
im  Ori^ualtvit  mitgotcilO' 

■)  Bl.  CLXXXV*  —  CLXXXXVIIIb  Til«l:  0  bone  UieBu  Mto  nobis 
ilifi  O  lichor  ihi-siig  hin  »mikt  i)i)i  Qiii  bnbei  anrcs  audiendi  audiat  M  in- 
l.clIigiLl.  [a  linva:]  IJic  bthet  sich  »n  »un  aänL'ui  cristoiilichcji  IuV>n  wa«  riaraü 
gehSrt  vnd  wan  ainem  ingelichen  me.tiRcheTi  nottürftig  ist  in  ainer  gomaincr 
wiee  etc.  Änrani;:  In  namcn  vnBeirs  lii^bcn  b'>rTen  ihesu  rrieti  itn  m-  Inb 
vnd    ircTco.      So    ist    lotriMcn  . .  .  das    in    ainom    sichcrr    Tnd    grwarlichen 

«ffblecht«n  criitADlichoD  loben  gobArend  dri5  Aig Rndn: vnd    das 

er  rärfcas  fraft  *ei  im  not  mjo  "b  <t  rit  i-wrof-lficb  »'rdirbrn  well    Da  nor 
bfibfit  TOS  iboiti«  fTÜtui  tnarir.n  Kind    Ami. 

BI.CLXXXXVIIIb-  CLXXXXVino.  Titel:  Itom  diß  ist  dieitoMwSK 
der  ewifjen  utat  iLerutaleui  dnii  int  de»  ewigiMi  ribsect,  Anfang:  In  naiSipii 
dtl  herren  ihQ  ii<j  Soltu  von  rrat  wissen  vii  merken  das  dem  altni  Kehligen 
got  Dioinan  wul  geiinllcii  mag  '/n  i\if  gHt-lii-hcn  minn  ..  .  Kndn:  Vud  da* 
iientond  also  ob  dm  «elb  niiiit  ili  dir  gt-brist  Aich  m  nintT  Liiibii'ind  verbindet. 

Bl.  CLXXXXIX« -CLXXXXIXd.  Tiloh  iL  diß  »ind  die  XV  gtuk 
vnd  dio  laicbrn  der  gOtllch<m  liiibi  vn  der  gnade  dea  g&tltchen  llechres  vnd 
dlo  Halben  stuk  «ind  ooh  das  gewig  odar  daa  gewichte  vif  der  goUwa^  dar 


1» 


Mtfiften    ».    Bl.     OLXXXV',    CXail*,    CCXSID'.    CCXXIX*. 
Ohne  Bilder.     (Dieser  letzt«   Teil    deckt   sicli  in  viftleo  Stfleken 


I 


nip«  itAi.  Anfftng:  Dw  erat  »iclien  Tft  du  ent  *Uicli  ial  iitt»  iti 
idUuJtCD  liebi  Iit  gedollig  xtlidcii  . .  .  Endo;  .  .  .  md  Uta  üt  kl*o  offe«- 
Iv  Tsit  alii  sclilntar  al«  die  cltm  wA. 

BL  CUCXXXIXd  -  CC«.  Tit«l:  Von  onlnuui;  iHVUicW  U«bL  Aa- 
fiagi  Dl  mit  ocb  ■erkeu  Tnd  «Imca  von  der  ordnCkg  der  llobi  du  rier 
Hag  liad  .  . .  Ende:  md  Aaa  tflnil  noch  iiiit  bf  Ug  die  froifieo  Tod  toU- 
bnaeu  meoKbes  ei  iit  tbcr  aii  iüi  atbuld. 

BU  CC*  —  CCIa-  TU«I;  Item  dUt  itt  ain  k&rti  rndorwiaimg  Todsin 
krt  «IQ  der  mciiKh  (in  lobiii  uhikcn  Tnd  ikbica  m>1  du  ei  wol  (CC  b) 
Id)  vnd  lieber  al«rb  («t.  ABTang:  Lieber  mciiKb  wiltu  «Ion  ufl  ün«Bi 
(ictaera  cnilCDliebeB  leben  . . .  Bnd«:  ...  ho  aliibtt  du  wol  Tud  ooli  licha 
«  *ll«o  iwivcl  iLh  h«]f  mir  und  dir  tbs  ips  Amen. 

Bl.  CCt«  -  CCIla-  Titel:  lunn  hie  merk  *an  alnm  Kaintlichvn 
diMlcT  wie  md  wa  mit  du  d»«  in  dir  buwcn  rnd  niacbeo  *ult  ti«eb  «Mit 
btnibuts  lero.  Aafau|C:  Ain  fridivn  livrU  Ul  aiii  ifaiitllcb  etosUir  Darin 
pl  atlbcr  der  ttfi  i«l  ...  £ud«:  du  ita»  du  baM:h«li  vnd  irider  nu  dt 
hei!  ta%  Utuui  marlen  tun  Aui«. 

Bl.  cell*  —  CCill^  Ttt«1:  tteiu  dlD  tuh  der  owigon  vi&bait  ge- 
ubclictaairt.  AnTaDg:  Weiber  menacb  mit  litlichet  raordenlicher  tDd 
Uiitier  Uebi  nocb  gebunden  rad  grnuigen  Ist .  .  .  I'^  nd«: .  .  .  Dor  empfindet 
bU  aiier  nä««n  goad  nid  liebi  d»m  du  m«  b«u:h»li  di  hulf  An«  ihi 
ipi  Ahm». 

Bl.  call«  -  CCVIIIi-  [liiv  »irbaniiablj  Hl.  CCIIld-OOlVb 
[fitbfte  n.  a.  mit  der  Siebenikhl]  Bl.  CCIVb-CCVb  Anfang:  Es  ist 
tuviuMi. .  .du  kainb«Mcr. .  .1i«tt  nie  ward  .  . .  donndi  pf  nr . ..  Bnd«: 
■  .  .  t«nMid<ut  alle  sdnd  rnd  rntugend.  Diu  hi^lf  mir  «ct.  [St«hl  lur 
Jlfill*eben  AudrHunK  de«  Vaterun«»T,  liej.  t.  SchOnbacli  ZfdA  IS, 
'19.  1»  keiner  B«iiebun|0.  Bl.  CCVb  -  COVIb  [Lub  deir  Sivbeniahl 
nitparineie]  Anf.:  Nun  »ult  dn  ueh  wiasfln  daa  man  .. .  katn  tal  da  dik 
iadtt  als  «ibMi  . . .  Bnd«  .  .  .  Ttid  uulbrkcbt  werd  nieh  slnem  l«b  rnd  nach 
ilMr«n.  Am.  Bl.  CCVIb— CLTlUa.  Titel:  Hie  toll  du  uiäiken  die  VII 
i«  ft  die  ft«k  die  ÖBicr  liob«r  herr  ibs  xpa  bu  jederivlt  be»ai)d«ir  g«liU«n 
lir.  Anforig:  DiD  iit  die  mettiiit.  (»  tin.:)  Ibdiue  «ard  in  der  naoht  ge- 
Wen  TOD  maricin.  Ksd«:  ....  rnd  atto  «ind  difl  die  rcchtva  sibcn  stund 
nd  iit,  die  man  eipn  iß  bügon  lo)  xö  gedlehtnus  in  lelob  dem  lieben 
kma  daionn  cHomt  UiQ  tpO. 

BL  CCVIII* -CCIXb.  Titel:  Bona  vontura  in  dam  bäcb  du  or 
Bonet  SttmiiliiiB  anwri«  da  ■chribt  <^r  in  rolkounnr  dcmSt  alao.  AnfBDg: 
in  allen  itrlnal  ««leh«r  men«ch  «in  gcbrotten  vnd  lin  dflrdikait  varlieh 
MdM  I>«r  edb  «tiaket  im  Mlber  i«re  ...  E  n  de : ...  der  da  vun  d<r 
•Her  di!ninttijt(i(t«n  mftt«r  g<!baren  Iit  tA  der  darcb  die  dcmfitikalt  dt'i  enitiea 
«rttCchl  ict  über  alle  ding  dieHuit  vru;ui. 


J 


14 


mit    Cgm    509  [519],  8.   Schniellers    Veneichnis  der  MQnchener 
deaUcliQD  Uaudschriften.) 

E'  1 

EüBsiedlerkodex  364 ')  (Fragmente  altdeatscher  HandBchrifteD) 
17.  Stück,  S.  101— 110  des  Pasiikclbaiides.  Papier;  keine 
Wasserzeichen,  Blattgröße  14,  3  X  10,  5cm;  Seiten  eiTispaltig,  tu 
20  Zeilen,  oLne  leeren  Rand.  S.  101—104:  Text  des  Gedichts  _, 
KM,  schlecht  geschrieben,  mit  vielen  Sigeln:  ohne  Titel,  ohne, 
die  Ülicrachrifteu  Er  spricht,  Sie  «pricht.  Die  einzelnen  VierzeilerJ 
durch  Strich  markiert,  Neb&D  Vers  10  and  li>  ist  äni  ikui^om! 
Band  eine  Haud  gezeichnet,  Nach  Vers  S4  und  entoprechend 
nach  V.  36  (in  der  Handachrift  V.  40)  ein  Anschlußzoichen  (8.  u. 
Vers  34'  unter  dem  Text). 

8.   105—110  leer. 


BLCClXb  — CCXXr»  Titel:  Wer  orcn  hab  lehflr^u  der  s.Ä  «i 
leiten  rnd  nbcn  merken  vü  recht  uerston  diO  das  hie  nah  jje&chribcn 
In  ilisoiu  bQi'hli  waA  Hok  ist.  <lio  dllrr  bloß  warhtiU  vnd  di>.-  bowAit  vn- 
namlolbsr  viiKirstilrlicEi  )t:(!»clirifl  iii  wulch^  (hi  nteiner  wi-dor  froin  noch  aftli^ 
nocb  holiiLlteii  mit  nicht,  vtirdtin  muclit  ceX.  Anfang:  Kti  »ind  Hibün  hobt 
siind  tJas  ist  huffart  nid  .  .  .  (BL  CCXIII«;  Hulrrt-it  ej:  Wi«  wüH  vnd  wie 
fruelitbiir  gtidull  »y  <lt  niurk  im  fiirbiU»;  ßl.  CCXV>>:  NO  »ollu  mrrki'n  vnd 
vofiiarini  von  ili'M  i,'Fa(liin  iiid  vuti  (t*>n  «tnflli'ii  diT  (r''<li'lt>  KnOc:  I>arviri 
»jg  «r  gi^lobl  vnii  gt'erl  juiur  »-nd   ji-nicr  vmx  eni-n  »c  pwi'h  tn  und    Auicn. 

BI.  CCXXI«  — CCXXN.  Titel:  mfl  sind  die  nUfftsI  der  deriBlikait 
■lio  Ah  fllrcn  di-u  Uerroii  ffl  dem  mDit  bflcbaten  ucC.  AiifauK:  Sunt  bi'ruhHrt 
spricht  domfitikait  üt  ain  tuget  die  da  ander  tilget  gewynt  ...  h^nde:  .  .  ,. 
djD  ikI,  nnii  den  Wiirteii  uant  ^'re^orii  aller  EDU'b«ii  der  dtimütlkalt  da»  ^n»t. 

BI.  CCXXlo  -CCXXIII»    TitebvongflUicherliehi.   Anfang:  Lieb 
fiber  witjt  alU'  A\ng  m^n  e'i]  lieben  all  sant  ioltnnn«   mit  Aem  guldin  mund 
spriclit . . .  Ende:    Kr   ist   vordrosson   gtit  vA   di'n  iticiisclii^/ Der  nHh  liobj 
nit  *teU  mit  ^i^lioi  gmli-nkcn. 

BI.  CCXXIIU  -  CCXXIX  b  -  ii.  T.  Aiifungr  Ka  ist  ain  grf>»B 
wiuitler  vndur  ilv»  tut»  die  in  ain  aiiuan){  i»iiid  Hiijua  Ktiltvn  K'beii»  -  . .  Endu: 
■  . .  dai  er  niemcr  tag  gelaße  or  dfirchgange  den  himal  mit  bogird  rn  mit 
lcho\«eii  »1b  uil  er  denn  kuud«  Amen, 

BI.  CCXXIX  c  -  CCXXXII »-    o.Haupttiletaiifanga'nte'titei: 
An  dem  uwaUR  so  bcttai-ht  di»  k^  ynibi«  (n  liii:l     W«i    der    berr   sj  Tun 
di^m  du  alle  ding  haal  ...    Ende:  dt  wir  nit  in  dem  ilfich  Dcrderbesd  di 
er  den  bn»en  spricbt  Am  Hm  werd  dnti  war. 

•)  VerKl.  P.  tiabrifll  Ueier,  0.  S.  B.  a.  a.  0.  p.  83i. 


I 


15 


Hio  Blätter  befanden  sicti  früher  in  der  Binsiedler-Inkniiabel 
>V  417  <;Hicb.  de  Hungaria  sermones,  Coloniae  1497.)-  Dia 
Schrift  und  anderes  verweisen  auf  das  Ende  des  15.  b«zw.  Anfang 
des  IC.  Jatirliuiidortä,  diu  Mundart  i»t  achirtlifwh. 


Wir  bezeichneD  damit  die  bcJiod  oben  erwiihnte  Einsiedlerhds. 
Vil  Groäoktar.  BlattgroQe  30,  3  X  U  cm ;  geritstvr  Textralimei) 
liX9,  Sinn  lu  ä7  —  28  Zf U«n.  Leeres  Pergamentbiatt;  dann 
doe  Ton  3pät«rer  Hand  arabiscli  pag.  Lag«  ton  5  Papierbogoo 
Vcrrede  and  InbaltareTzeicbni'i.i,  Am  untern  Rand  dcg  erston 
Fspierblattes  ein  fläcbtig  gemaltes  AUjaoiwappen,  dessen  erstes 
^d  I  beiald.  recht«)  das  Wappen  der  Eliinger  aber  ohne 
Helmiier  z«igt  (s  o.  S.  8):  das  zweit«,  (schwane»  dreiblättriges 
Elc«blntt  auf  äcbwanem  Ureiberg  in  weißem  Feld)  gebort  den 
Neitliart,  ebenrallB  einem  Konstaiizeigescldeelit  an'-  (Zyppelin). 
lof  die  erste  Lage  folgt  wieder  ein  Pergamentbiatt,  mit  tigQr- 
liclier  Miniatur  auf  Goldgrund  und  der  Aurüclirirt  Atio  Salutis 
\m  U«SLP)  Me  fe*.  Folgt  der  Hauptteii  di-»  Buche«  in 
iD  Lagen  Ton  meist  5  Pipjerbogen,  römisch  paginiert  I  —  CCCXLII; 
itiou  von  elfterer  Hand  arabiscli  342—360;  am  Ende  oin  uo- 
Jiginiertes  Blatt;  die  drei  letzten  Bl.  sind  leer.  Sehr  lesbare 
päwhe  Minuskel  durchweg  von  der  gleichen  Hand.  Jeder  Ab- 
xbiiitt  im  Inbatttiverzeichuis  wie  im  Teit  beginnt  mit  flott  ge- 
higeoer,  meist  einfarbiger  Initiale  in  liot  bezw.  Blau.  Wasser- 
uielieD:  Ochsenkopf  u.  a.  Einband  (bescUädigt):  Uolidockel,  mit 
Mem  Leder  Oberzogen.  Lederriemen  mit  lletallscblieUen,  auf 
!'     die  der  Name  Idaria  gestaoit  ist. 

Bl.  3&7*  nennt  atcb  die  Schreiberin:  Ih  man  salt  von  cUr  ^ 
^  itnters    (I)     her^n    ihu     rpi    Itttsent  Jter    hnndirt      »nd    Jm 

I)    Ja     ^eicli«r     AuKnihriiiig     fiiiili>t     »Ich     dnt     Allianxwappi-n      inr 
BÜDgcr-NdthMTt  aafS.  599  doi  «chon  «»«Uiiilrii.  •^bt-nrall«  <l<5r  ÜÄtf.  Rbineer 
■>gtli9rigcii    Codex   t'ini.   383,    Act    iwci    Si^ltcn    «pAtcr    aber   du  Rtiinger' 
'     C^pl*ncba  M'appen  «nfw^l»!  (».  n.  S.  »). 

»*)  Nach  Scbritl-  uti<l  BtUi'i(;«iLtüiiilicIikciteii  Ut  di«seT  Hänali  idenliscL 
Dil  dem  |iresbjt«r  iohu&eii  Sattler,  drii  »ich  (US2}  all  Vorfortiger der 
ICifiütiiren  Itn  Einitiä'Llarkud.  3S3  leiohni't  '.S.  60.  —  Halin,  Goiich.  il.  biM. 
liDnite  t.  d.  Schweif,  S.  707  beieiduet  ihn  irrtümlich  al«  den  Schreiber 


1 


^ 


It) 

drii  und  achtzigosten  jar  an  sant  siloeater  tag  han  ick 
Doralke  von  höf^)  Jis  lück  im  geschrien  (^/^  der  folgeociea  Zeile 
sind  durchstrichen  uod  Dicht  zd  eotsifieToJ  .  .  .  und  bin  da  vor 
zekerpgt  an  aant  /rennen  tag  jvi  zway  und  arktzigoaten  jar  aU  ge- 
ain  ßer  und  zioaintzig  jar  und  ist  gesin  nun  jar  an  sant  Patlus 
bekert  jm  drü  und  achtzigosten  jar,  dwt  Jerg  und  ich  elich  ze- 
aament  kament. 

Lifbe  über  wint 

Alle  alle  ding 

Deo  gratias  frot). 

Item  und  do  ich  alt  bin  gesin  nüntzehen  jar  uf  sant  vrenna  tag,  do 
gieng  ich  uf  des  haiigen  aiUztag  nächst  dar  nach  gen  den  ainsidlen 
uf  ain  engelwiche  (Engel weihe feier  am  14  Sept.  1477,  8.  Ring- 
holz  a.  a.  0.  S.  482)  und  natzt  do  dm  aturtz  uj  und  let  etliche  toelt- 
liclie  claider  und  clainet  hin,  das  ich   i/r  nit  me  trüg. 

Folgt  fandere  Hand  and  TinteJ;  die  buch  ist  min  margreth 
ehingerin  am  mergstat. 

Auf  der  folgenden  Seite  (Bl.  357b)  oben:  ftem  ich  seha'ötttr  Aana  Otilga 
Ehingtritt  im  jn  ds  ilas/tr  kamen  am  näthitcn  la^  nach  Saal  yeh's  baptiilcH  la^, 
ieard  darnach  im  aihitnt  IX  jar  alt,  und  de  ich  all  bin  %tsin  driz'/itn  Jar  darvor  uff 
Sant  Oihmarj  t-tg  awäicfunt  aim  und  zu-aygen  jst  min  liebe  liüwc  miitfer  säl^cti  ufs 
di/scm  til  geschaidm,  ab  i;et  wil  lu  den  Ewigen  fradtn,  jU  jelz  jm  VII  jar  uttä  bin  ick 
jilz  jm  XIX,  und  da  ich  A'f  jar  alt  bin  gesin  darz-or  uf  linstr  /rüuita  lag  ftstum 
niuis  han  iih  profffi  Ion,  jsl  jela  jm  l'  jar.  Diese  ÄniiH  Otilga  Ehingcr  ist  die 
Schwester  der  froher  genannten  apostosiertun  Xonuc  Dorothea  Khinger. 
Nach  MüUera  Angaben  ')  trat  Anna  Otilga  1509  ins  Claraklostor  lu  Villingen. 
Sie  ist  also  im  Advent  1500  geboren,  trat  am  2ö.  Juni  150!)  ein,  legte  ihre 
Gelübde  am  5.  August  1515  ab.  Ihre  Muttor,  Margaretha  Ehingur-Xeithart, 
TOrlor  sie  1513  am  IG.  Kovember.     Aona  Üttilia  blieb  ihren  Ijelöbden  treu. 

Inhalt:  Anfschrift  auf  Bl.  1  von  späterer  Hand:  ,Das  Buch 
der  göttlichen  Liebe  und  Summe  der  Tugenden':  aszetische  Trak- 
tate, kompiliert  aus  Suso,  den  ,'24  goldenen  Harfen',  der  Schwester 
Katrei  und  a.;  Bl.  CCCXXXIV»  -  CCCXXXV" :  Ain  disputieren 
zwüschent  d&'  minnenden  sei  und  unaerm  lierenn  (s.  0.   S.  ti). 


')  ,HeDali'  war  also  (wie  auch  im  Codex  383)  nur  der  Miniator. 
»)  a.  a.  0.  S.  28,  Anui.  3. 


17 


I 
I 


QaartliHDi]:  erster  Teil:  vierzig  iiwb  dem  jMzIgea  ItesUod^' 
niilHIcitilift  iiiiininerierte  hlatlet  Per^'acnt^nl.  UtiiltgrüUe  ItiX^filcin. 
BfL  1, 4,  7  sitiJ  ab]fe«<,'lmiUt.'ii,  licgvn  atwr  noch  vor;  lil.  'i  \«i 
IUI  Rfttito  lo:«gtiltvDnt  unil  liat  ia  ili-r  Mitte  uino  Lficke  vtm  ^cm 
bniJI«:  Hll.  Id,  U,  "ib,  2t;,  W<)  liab«»  Sclinilt«  •luenitircli,  docii 
ist  küiD  Schnitt  an  der  gleichen  ätelle  nio  der  aodete.  Von 
III.«  felilt  dia  uut«re  Hallte;  aach  BI.  2  and  34  feliU  je  «in 
pBKi  HlttU,  tidcii  Bl  31  eine  Lage  vüu  4  Doppel blftttern. 
Bl.  II,  16,  19,  n,  27.  Ml,  34  lubeu  Itlattwemler  von  Tuoti.  SeiUn 
emi^l'altig  XU  '2*J  -'A\  Zeilen;  gerit2t«r  Tcxtralinieo  (c&.  9  X  Ucm; 
ohtit,  DDCen  und  seitwärts  oH  Oberücbriltvn).  —  Der  xivoil«  ^rSUare 
Teil  ilcr  HiiU(t5<;lirin  i Kl.  41  — 1  VI)  in  Laffeu  zu  '.i  iJoppelbl&ttern 
Wtebt  aas  Fapicr.  AüX'Ai  bll.  beincrkto  icli  Wiusencivbeu.') 
Viele  leen>  filattor  sind  aueigcäclinitteD;  auch  aus  dem  bescbriobeaeii 
T(i]  mrden  BiMter  entfernt,  abt-r  bevor  der  Codex  gesclirieben 
«uTde.  Die  Oborscliriflon  sind  luni  Teil  i^anz  rot,  zum  Teil  rot  unler- 
ftrichen.  Die  einzelnen  Absvhuttt«  beginnen  mit  rot«r  Initiale. 
RlMtircndcr  haben  die  Bll,  41 .  44.  65.  6!».  —  Die  Schrift,  sehr  «ier- 
ticlie  gotische  Minu.ikel,  weist  im  ganzen  Codex  auf  die  gleich« 
BmiI;  nur  Bl.  59''  und  t;0»  und  Bl.  119*  — I21*  BÜid  sicher  auf 
ändert  Schreiber  zurückzuführen,  vielleicht  auch  R1.  7()  (mit  der 
Kichricht  nititr  tlie  Schenkung  de»  lluches.)  —  Einband:  Holzdeckel 
(ISx^fScmj  mit  rötlichem  IVrgiimi-ntilbcrzug.  Der  Rflcken 
(4,  Sem.  dick)  trigt  die  Lnübergiecben  Nummern  183.  iA  und  die 
niblintheknummer  H>(!.  Aufschrift  der  mit  Papier  ver- 
n  loncDseitc  des  vordem  DeckeU:  drhÄr*  in  du«  yott- 
^fi  .....  «1  (Raiur).  In  die  gemeiH  Li/mi/.    Dem  Pergameiit- 

')  T^rg).  Dr.  K.  A.  ÖHracli:  Dii-  Hautbcfcrid«!  dw  l''flrallic;h-t'iirsU'ü- 
kririitlieii  U'jaibliulbrk  tu  l><»iatio«nkiiiKun.    Tllbin)t<-'ii  18G^  S.  lOlf.  No.lOti 

'i  Kinniitl  fiiiii(>(  iticb  lU'r  ÜcWtikxpf  «lin>-  A<i)fi>iii  ITmal  i'iiiutiit  i<iii 
}p«ta  Ilu]i|ii-iblatt  d?irdii|ni-r>;nd)  tiun  Klonc;  dir  lleiT  mit  ri\nf  Kroist^ii 
Wtol.  idiTnbvi  fänt  Ahnnv  iHng«  Zinken,  »"Viiii  iler  iiiit-t.K'rv  tiii<l  ilio  bt-iilvii 
'"lltni  tii  L-iu  kJi-i'blitLtrtigirs  Kruui  i<n<ligcij ;  i-ni  lii^n  li-lxlcii  bt-idcu  Kiuuzoii 
*ffttit  iMcli  ubcii  i'iri  li4tlbtiri.<Ufnntiisi^r  kuifi'lbi-st^lxtor  Kutf.  iliinibor  eiuu 
Kvirl  Dnil  anr  dir«fr  ria  Kr^^iu.  .Miiilirlx-  Wiis*i-r;!drhi.iu  s,  Utiilt,  <l  b.  U. 
oD-iSü  bi*  L*;J7  (.l'oiironni'  i>-  Huf-e^:  lUi»,  l'iipi.-ri'ii  *.  J.  l.MM!  -liili;  Jiicll  iiil 
tcinuni  rtcinnr  ltniK|ii(ik  ib'r  nlx-rc  lt»K<D  mi  vi'ii'ni  bnlihkri'i» lärmig  wie 
llni|Ui;L  Ki-iii*  iiiiJ  Kiicbiii'i-  bil-U^ll  uiclil*  Uuti]ir>.'cbL'iiili-k. 


^ 


18 


ü  vono  gehen  zwei  le«rü  Papierblätter;  die  Vorderseite  des 
eriten  hat  ob«D  die  Bemerkutig:  fCr  Jiono  elm'immi  a  ehoi-in- 
nmi  LfiorÜKirdi  Ilwj,  hinfi:  onrnt:  l'ro/:  ordiiiaru  in  atwui 
Alberdna  Friburyi  britgoiae,  Jotephu«  S,lt.f.  LA:  Üatv  de  La»' 
bcry  J792. 

K  A,  ßarack.  ii.  n.  O.  S.  101,  nennt  gemilli  der  Notiz  auf 
Bl.  76b(s.  u.  S. -if.^l  drn  Quartlianil:  ^Der  Arnia  Mumpratin  Hand- 
schrift.' Anna  HumpratiD,  Ttichter  (.'ourad  Mumprat?^,  schonkte 
das  ßoch  durch  ihn-  SL-hwt'.ster  Vemnika  MtiiiipTatin  am  1.  Febr. 
1497  dem  DomitiikuneriDnetiklo^ter  Inziktffe'D  ijiuhenzollem; 
»ufgeh.  1803),  dem  Veronib»  vielleicht  ao^eliörte.  Die  Miinipmt 
geliÄrlen  dem  ICodatanier  Patriziat  an  und  nannten  sich  spater 
auch  nach  der  wich  unhl  ßrh!iltt'nt!tt  Hurg  tit>i  Mantienbiieh  am 
Untersee:     Bdumprat  von  Saleiistein. ') 

Inhalt:  a.  Pergament)  Bl.  i'  —34'' :  das  nute«  vcrofl'ent lichte 
O^dicht,  bei  Daracfc  unter  dem  Titel:    ,lj(>dii'bt  von  Christuü  und 


')  Rin  LiUfriod  Mu[il]irAtit  (Miintikrnt.  Miiiniiml-.  Mumlbrot)  Rürgi-rTon 
XßittLiinx  i:<t  urkundlidi  buzviiifl  i,  .1.  MZli  (/.«iO  -iS,  IU1>,  craL-liviTil  unter 
drrn  DiiMni-liint.rnKttm  doh  Hisi-Imfi  Mcmni'-li  iidifii  Hani-  \.  Ka|>|ii!|  143t! 
(t^DAS,  öDj;  i^iu  l'uiinil  Til.  (Anttnn  Vnlorl')  wird  t:i.-tiutinL  riln  Briri^ur  von  K, 
1448,  14.JT,  imS  (ZfCO  SS.  72:  3i,  HO.  Umg]ii,h,  ».  lu  O.  I.  iÖi.  oii.  .Incub 
M.  al»  Vü|;t  vonEHclinni  und  ))Cirj;erv.K.  HUStKiii^li.  a.a.O.  53€);  8|tUer 
mcheinl  er  «Is  Rßrgvntu'iiiU-r  xu  Konstmiz  und  achrutbt  «Ivb  loii  soinoui 
SohloHse  SaJeiinl.iiiii  n.L'iitvrsecta.  u.  O.  G7<^):  vi>n  iliiii  i^t  ein  Ktibn  i^clijtdliKii 
li6uil|;t  1517  i'KItJgh.  u.  u.  O.  63J).  Als  Al)i,'i't>i<3ii>'leii  de«  HMtv  *.  Ku-nitlaiia 
bagegnen  wir  lim-ni  IHiicb  M.  [Uälj,  Jakob  M.  (I43C),  ItQUnilM. 
(1510,  I5S5,  15i7j  vorgl.  PDA  8,  74.  77.  8U.  85.  87.  Einen  Michel  (?) 
Hfimpral  itf  dorKalicn  erwAlinldaA  SehvciE  :S|)oLUiiMl  .Wohlauf  ihr  tjrbnytsor- 
kimboii'.  Uoebuli;.  l''.iil|(cn,  Liodurplirimik  (H*ni  1835)  S.  355.  NJ4,>  i«t  ein 
Walter  M.  (.wnhricbeiidich  v.  Knnaliuiii-1  fattT  ii8»iriLi;iit  (iLTüixiiiao 
S.  J.  (ZffiO  40,  AJUVj.  In  cin<-tii  Jnbrxcitbii:;))  du  Stirio.<  KiigvIbiTK  niii  doTn 
H.Jhil.  wird  rinc  Amin  MHiitjiTiit  von  Kimulaiit  «1»  Wohltfili-rin  ib-«  Klmlor» 
genannt.  Gtul  9C,  373.  -  V.uu-  Klisnbutb  M.  ti^hmb  diu  St.  (JnUi^r  IM«. 
363;  »tu  war  Finnin-  lu  St..  KnlliaTlna  in  St.  nallen  (Weidmann,  Oescb. 
d.  Stiftsbibl.  St.  (i.  S.  29).  -  Aucb  Miirilprii,  t  v  nu  Lomiiii».  wn  Spi*uel- 
berg  kouimi^n  ror.  Fin  Kunrad  und  >'in  Hans  Ladwiu  M.  tu  Spiegcl- 
berg  sinit  bt.'«i.-ugt  f.  d.  J,  1^37.  (Jfrd  48.  '2'i'i:  Niins  Liulwi^  HL.  tu  Üp. 
erticheint  als  Vogt  dor  KmdcT  de«  Han«  M.  zn  Loimnia  1554  (t'PA 
9,  280)  und  üb  UaU[>liiianniicbartatL'rw alter  |.'itii_)  (1.  c.  8,  98:  9,  818):  «in 
Wnltjiaiig  M.  do  Spi« gclbcrjf  al»  Mönch  lu  KbciiiBU.  Tor  lölü  (KDA  12.387). 
Im.I.  1467  wird  öiu  PoCkt  M..  14S!«  nin  J  »cob  .M.  Iirirg.r  v,  '/.ug.  iiMi&,'i1iX 


19 


äa  niDaeoden  S«ole.'  Es  beginnt  ohne  Titel  gloich  mit  den 
TilelTersei)  iJes  ersten  Absdiiiitts:  IfirufU  (sie)  «i  mhlaffi-n  -/on  Vmt 
*/v  tory  </"H  heire»  hn;  beide  Verse  auf  einer  iCeile,  aber  durcli 
grüÜR  Anfangsbodi^taben  tnarkiert.  I>ics  ist  aucli  bei  deu  iibri){cii 
Titslrerseu  diu  K*gol,  vrihreiid  sanst  joder  Vers  eine  Zeile  bosetzt. 
Auf  die  Titelverse  folgt  jedesmal  d-is  betretVeiide  Bild;  di<>  tioeli 
voTliaDdcnen  Uilder  verteilen  sich  aaf  die  Seiteo  1*  .  4* ,  7* ,  11* , 
W-,  las  17"*  I9V  iO»,  HS-,  24V  261-,  20*,  30\  34'.  SeoJiB 
llilder,  das  4  und  du«  16.  — 20.  Telilen  iDfolge  der  Ausscliuitt« 
it  »,J.  Rot  find  die  genannte»  Bitderuberticiirineii  iimi  die  Itii- 
tiile  eines  jeden  Absvlinittos ;  dio  erston  Bucbstsben  dor  Obrigon 
Vene  liaben  rolen  Kintrag  ,('riMu>r  »prtirh'  ,»//  »ju-icJit  sieht 
immi-i  im  Text;  das  vr»tü  in<jtiit  l'uhlt  zuweilen,  das  letzte  sülir  oft. 
Di«  letzten  Verse  des  Qcdirlitns  lauten  hier:  A/tV  <V  tool  aroiuten 
n)n  'afl.       Du    märvil   nur   uinb    ala   yrf    nü    rait;    das   Übrige   ist 

entfernt,  'j 

Bl.  35«— syb;  [,Cbri8tu8klugö']  (U2  V.)  Titel  Irot):  HU 
'<v^  an  ifs  elot/  |  die  »oU  fii/  t>tm  inn  all  lag.  AiilAlig:  tio  xfi 
"t*  mm  Jttngt'y  aiu  |  fnä  JotnUti'  mir  im  nam  dat  maus  .  .  . 
Schlall:  Ann  ftittend  ffOt/  diitrh  aiiwn  lud  |  ilwf  er  rw  kAß  r$ 
•flo'  nott  j  vnd  dz  ai»  iriK  an  ('»i  erger  \  lif«  Mji  vtw  kuf.t  rml 
/"••r  fiMV.  I  trr  mit  1^,  nü  will  liden  \  dtr  n-irC  das  hivttlrirh 
fmdt».    (DJB  beiden  letzten  Vera«  rotJ*J 


'}  SarMic  %i\t\  n.  H.  ü.  uiirichtii:  lUo  l*rlzt«>i  Vi-ta  der  felgsiidvii 
V.iiivTttilagc  als  Scldutl  dioKC«  Irrclichlci*  an. 

';  Kinc  nich^ti ^ nrandt«  l.'hrUliiiil:ln^«,-  titidit  ildi  bei  I'li.  Wm^k^^^r- 
'•gtl.  Da»  doiittrhc  Kirdietilinl  II.  J^vipAii;  IHGt,  Nu.  Sil,  S.  3.}3  ff.  iiiil«r 
iliwi  ■Rl,.!;  ,V«ii  iindKnt  li^ni-n  liilfii'.  iilvjc^ilriultt  niis  A^r  Papiorhi.  Simp- 
t^-^y  Kmüft.   Augsbiirs   I51i:.   Hl.  ICO«     H.-iaLlbori;.   Ullil.   N'..  109),   eir 

li>^  Rii  fe«)is  IC<-iin|iftai'i'n:  die  \*rw  ^iiid  lu-lit^ilbii!  iiiil  htTimjifpiii 
"^sB.  Jlicics  and  dn*  fulgciid«  I.ieil  |MiiiiiriiktaKi'.  ^  "■  f^-  Ä*;\iiui.]  »i:r- 
tnniliii  mit  ilcr  ycni<'in*nhn(Uirli<'n  l'lii-ntclirifl :  Vuii  UDsorn  hciroii  Icydcii 
"'■'1  Mnriu  klHg,  ila  criil  tuit  seinen  juiiKtTii  afi.  und  \»l  in  dt^iti  th^ii  murin 
tili!  Jh.  »„,■  jib.  S.  3S4>. 

Il<  I>aiiuit!i>«hliii!(T  ('lirixtitiikliiitG  (»1»)  weiat,  nbgoselien  vom  Maugt'l 
*"pki«clu'r  '>ltt'dcnin){,  rolgomli^  AbwiitliiiiiRou  von  ilor  .Viiff^hurgii^clici- 
(-i'l  «nf.  Ge^ciiabi-r:  A  Slf-  1  UA\U;\  1)1  iw  V.  5-S:  A'Slr.  4  M&vn  sich 
»im  ji(>  Verve  iu  'Ut  (.Inlmirij;  .'1 — Vt,  1—4:  ilsran  «dilicUoii  *itli  diu 
Iei)fcad(>D  bei   AI    li^hletid«»  l(ciiii|ja«re:    Dit  n  mim  wini  vmb  ifi.-  hau  trat, 

2" 


•      -  '■     c-'-  .^r  .     Aal*!»:; 
-  -■!  ,.-..     .  -  -■.  .!■*».', 


—  ■        .   .         ■    n-m   t-.  -' 

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:    .      -.1     '-  -V.l.;; 

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=  .i.:     Mt';  l:-  i:...  .lir  !--<;  -I  •' 

;.     '■■  .  .   :■   \r   '■■■  ■.-■     V-.    (<Tilti>:   .1*' 

;.p1  'I.^j-  ^    ,-i:i''-T  !!:■  r:    '  :     -  -  ;'/    .■■■'j.'..-j  ". '" ' 

.  j.i.^!    7      !■,     -I'l-    ::     IT  ""r-limn:;   1"'- 

-r   :;-  V.---.  :    Mtl  R.  11-12  ^ItH- 

;    V    II.   ]l:     >ti.    l.  V.  1.  ■_>  :    W' 

\i'  >'i,  ■..  \,  11.  \-:  :  WIR.  21     aj 


21 


B«i<Ie  Oedklile  bfginnen  mit  roter  Initiale  Z«  Anfang  dor 
Marivnklage  stallt  neben  dem  Text,  p.  37'',  ein  Bild:  Cbristoa 
am  Kreoi.  rechts  lUvon  die  Gottesmutter.  linkn  St  Johannes. 

Bl.  40''.  Oline  Text;  Uild:  iwei  Heilige,  nach  der  Aufschrift 
aber  ihren  Häuptern :  St.  Co)  man  <tric)  und  St-  Damian.  Beide  halten 
io  der  Itectit«D  den  i'alini! »zweig,  der  ervte  (liakti)  in  der  andern 

icbltji  in  Dil:  Wl  R.  24—28  ^nn.    die   nncb   fnlgande    vier  toch  in  All 

fi^hli-ndo  SCfilon  bf^iltgt :  .Vnvi  iki  a»  nirut  krrlitn  ^iit  \'tä  trfii  JU  arxm  maarr 
<iim  kkfmäii  msiHtr  Hl  liith  ^it«r,  Kmammmitk  in  Htm  aaltru  war.  W'  R.  IQ — 43 
=  llll^  VI  R.  43—33  b<ii  im  in  dcT  (>r<lnDn)t  47.  daiin  pin  nene«  R. 
(  =  il<t>tr.  7,  V.  lU  \il.  13.  44.  nun  iwi<i  ocua  K.  {=  AH  SU.  8. 
V.  9-12),  U,  dun  ein  Bmbi|mim  (^  \\\  Str.  »,  V.  7,  8),  49,  50;  di«  Wl- 
Kfimpii.  4&,  4«.  ä1.  b-l  Milcn:   Wl  R  S3    -  60- DU:   danii  fSul  l»!  die 

V,  .  5^  («fi   >'w  at  J/m  trutt   iu-mvn.     Sy  utrlt  im  iit   Jit  irj  Ifgtn.    Sy   uuA  u   litia 

tiMiit^-r^H.  t'il  pvt  Tifji  <io  ir  tb^M.  W*  R.  6i-64  fi-hlwii;  Wl  R,  65.  66 
«litt:  Wl  U67  achlU-Bl  \u.-i  l>n  ilit-  V.  ein:  Dri  warntJ  Jit  si»ni  aSr  /rv, 
<•«»  vä  maur*  trt,iiaiit  if  J»:  W  ■  K-  68.  6q  Imiti-n  in  |l  ■■ :  ftk  Ml  wi  /i^imvi 

''tJ  "A  muir  !r  r'igtmd  An/  tmriKt  .m    t>t    n    i'fi    htlff  fi   oilfr  »•■//  [fnixA   irt  lififa 

timin  ü^.    iiutii.   ~  Auf  Aiv  tafalrvicli«»  kUini'rn  Ahwelühniiften  in  den  I^il. 

kana  irtt    hii-r    «l>vasu«rrDig    uingvken ,    al(    hui    der    torhin    )>ea|>roFheQ(!ii 

<'liii(luiklsj!i>. 

IkiAxlieb  ile«  VdrkEIlMfwti'«  t«b  D"  »iif  K  remumftnatnror  MMrifln- 
Mifii  ■■■TKr>  mnk"  idi  fi>1i^oiiik><i  iin: 

Uttt*  «ilcr  lialbwt^v  filKr<Tini(tiiiiiiivD<l«  V.;  Kr  ),  S  «  DU  I,  3;  Kr  5  bJ4 
M-IHlB-9:  Kr1S-=|)1I  th  KrI5^|)H]3:  Kr  17.  18  =  l>n  18.  U: 
Kril-ii^lin  17—10;  KrS7-30  =  l)'l  S.^-S«:  Kr  31-34  -  H"  i\--U: 
Kr».  aii==|>)>33,  34:  KrS7  +  3U,4n.  41  -  DU  3.^-37;  h'r4a  =  DII3»: 
Kf4»-Jit=IHI  41—44:  Kr  4!l.  W  -  1>11  49,  W»;  Kr  r.»,  M--Hlt«Ä,CT; 
li(6I-fii»llll   lat  bl*   TS:     Kr  !)7      1)11  93:     Kr  l«3.  IM  -  IUI  UU,    Hl; 

iiiiis-ai(«=itn  ii7bi»iiy:  Kr«]-as(;  =  iiii  lis-iss:  Kra-^s-^Ki-iiii 

>-^'-i:i8:  Kr3e.r3r.S=.Utl  7&,  77:  Kt.S30>[iII  W.  Kr  .5!>3,  ■'>!I4  -  Ptl  15.  IS. 
I*f  üWigv  b.1  M«jf  «.  ■.  0„  S.  81, 

IUI  iiininiL  »oiiiit  nino  Aliiilichi!  MitUiirit^iliiiiit;  iwIilIioii  Alt  iiiid  Wl  <iln 
^  I'  lii'i  dem  uiilcu  ti^iuduiilhctiloii  liviliubli::  .«'linalufi  und  dK-  iititiiinnde 
''*^i''  i«i4vl«rn  K  II.  K.  Sic  iial  mit  \"  18  Vithl-  i*i.>^«ij(ibur  Wl  ^(iniiüin, 
Hill  Wl  13  Vvrav  t^rgi'nfibfr  A'';  rnr  A"  hal  ik,  vaa  die  bloße  Zahl  be- 
Irin,  «tiMn  Oborschtilt  von  1i.  vor  Wi  «inen  solch«»  von  G  V«rsen  towi». 

Ab<-r  aqdi  Ki  hat  vinigir  YcrHi:  mit  l>ti  gemein,  diQ  in  W  (Kr  31— 31) 
"■t'r  in  Alt  nnd  \VI  fKriCÜl  fflil-'n;  iiiiilr.Tm-it-ii  slinniit  Kr  in  V.  4».  .iO  mit 
A'iiiml  Wl  ^up.|,  1)11,  in  V.  101,  102  mit  W'  gegen  A't  D"  öbcrcin. 

HtiÜKlicb  der  Iteiiuc  niorkr  idi  an ;  wiji  ;  Iit  A"  Str.  3.  V.  3,  4  =  lit :  Iit 
^"1  xcit:leit  Kr(W  fehll]:  bliit  :  gnuc  AH  Str.  3.  V,  10.  II  =  bint :  gut 
Min  Kr:  -  fo^AoA  f)  V.  5.^  »fi  -tot  :  «ol  Wr;All  Kr  fclill;:  -  c-r|[o : 
m  »1 W  —  erge :  ine  \U  (|HI  Kr  fiihlt):     -  iit ;  bit  (—  warte)  DU  .^3,  54. 


I 


22 


HaD(l  ein  Uriaglas,  der  zweite  (recliU)  einen  Mörser  mit  Stößol. 
Das  Bild  steht  offenbar  in  Beziehung  zum  folgenden  ,Bezept/ 

{b.  Papier.)  Bl.  4i* — j&'i  Geistliches  Rezept;  Gebete  zum 
Antlitz  Christi,  zu  den  hl.  Engeln,  fiir  die  armen  Seelen:  mystisch- 
aszetische  Betrachtungen  und  Belehrungen.')  Bilder:  Blatt  47'' 
(untere  Hälfte):  Krönung  Mariae;  Bl.  64*»  (ganzseitig):  Taufe  Christi; 


"-  zeit :  )icit  W I  (Kr,  AH  ft^hlti;   —   kiiiiiguiii :  sein  (iiif.)  W  i  42  -  küiiigiii ; 
sin  AHDIi. 

Die  ÄbliÄiigig'keilsfrage  kann  Lier  nicht  geln^t  wenlitn. 

')  Bl.  41  *  —4a».  Oll  11  e  'l'it  i-l:  Anfang:  /is  tfi-kkt  am  maitter  MOgrnlirh 
In  !.'is  als  dir  kriiakJioil  ist  in  dtm  lii  .  .  .  I'^nili':  .  ■  .  i/s  ir  i/isc  arizny  werdml 
iiiesttn  in  tili  vuä  in  no^kaitt  Amen. 

Bl.  42  «  loir. 

Bl.  43»  —  43  b.  'l'i  t.  frut  lllltorMlricllrn) :  A>  sind  ,/ie  vitr  fr'aJ  diei'Hstr 
her  Maul  an  dem  haiti^lH  fron  eriitz.  il'tr  iit  der  selben  fröd  ermanol  .  .  eel. 
Anfang:  AV  '■'".''  fi'id  ist  Jik  ermnnen  dieh  lick'  htre  Jhu  .\ß<  der  frod  die  din 
minriekt  sei  em/Jietii;  an  dem  haili^ea  eriitz  d,'  sy  hlikt  in  den  adlir  der  gollhetil.  .  .  . 
hiDiIe...  ■/('  du  siicAt  d:  du  alies  diu  liden  Vnd  diutr  era-iriUgen  mi'iHer  HJen 
liier  -„•iiiidtn  hctiesl.   Amen.     Hie   iintiro   Hftlftu  der  Seite  ist   Icor. 

Bl.  44'  — 47''-  "Ime  Titel.  vVilfalig:  O  du  aller  sussosti  vnit  haehq-:- 
)ifgiwli  eii/ige  JuHgfrow  marin,  l'hlde  (ilii  TtiXt  nut^RTStriubtül) :  Sprich  aif  pr  nr 
•lin  »in^niffieat  [sie]  ain  ghrin  futri  vnd  aiii  suhl  re^na.    Amen. 

Bl.  48'  —  64»'  Titel:  vaser  fraveii  ta^  als  sy  :ii  Atme/ /Hr.  Anfang: 
Dl/  nun  die  iiti  kernen  :<''7S  das  Jhs  sin  mutier  u-elt  tu  im  hau  in  dt  hime/rieh  . .  . 
Ende:  l'nd  also  ■a-ord  maria  eihochl  über  all  ter  der  enget  vnd  ^kroitt  mit  aimr 
häserliehen  krön  geiniltig  jn  himel  vnd  vff  erden.  Amen.  Diu  untere  HMftu  der 
Seite  ist  leer. 

Bl.  65*  —  ÖS*'  Titel  (rot.  nielit  nnterHlrielieti):  Das  ist  alt*  si'itl  gtbeit 
vö  allen  ^lobigi  seien  ,  .\nfang:  Mi  bilt  dieh  her  hiiiitlsektr  vj/ter  durek  dinen 
heihtlen  noiiien  durch  dinen  velterliehrn  ^m-ali .  ,  .  Ende;  Die  seien  der  globige 
durch  die  eibririiih/rtiigkait  ;ifti  ri'i.iicnt  in  dem  j'rid.     Amen, 

Bl.  6q»  —  70b.  OJine  'j'itol.  Anfang:  (iott  grütz  dith  du  fnmillulus 
anntliti  wcliehes  für  vns  vff  dem  altaur  des  eriitz  bist  also  blaieh  -..•orden  ...  K  n  d  e : 
hilß'  uns  tiiil  dinem  ^ebett  du  imitier  .x'/,,  maiäi  '  ain  bellkus  des  ewigen  lebem  vnd 
ain  lieehl  der  himel  amen. 

Bl.  yo''  —  75'''  Ohne  Titel.  .\nt«iif;:  Ihs  sig  iiiill  viin.<  alleziti  amen 
Ain  ifiiiire  spoma  xfi  sol  sin  ganlz  tnller  '.-nd  rai  ....  1"  n  d  e :  .4m  siinnenlai^ 
dye  vrstendy  vnd  alle  die  gütliil  dir  dir  i^olt  je  licthon  (sie)  liaull  in  i^main  vnd  in- 
sunder  vil   ibis  alles  belraeht  mill  ernst   Deo   -^ratiä. 

BI.76»  — yb*"'  Titel:  dis  ■.■eben  ist  vs  der  latin  t^emacht  von  ainfm  hochgelerte 

[sie]  li'kler       Anfang:    Sehik  viis  allmcchli-^er  ^oll  Raffahel  Jen  Engel  des  hails 

Ende:  ...  .  vnd  ly  atttiourllsl  miiiem  Krli-ser   ',   vinerm  herea  yhn.  xf^m  fit  zi'i  he- 
tehvweml  vnd  ik  lobend  Evienclich  on  ciid  Amen. 


Bl- tift*  (giniseitig;:    Versucliung  des  hl.  Aotuniu«;   Bl.  69'  (obere 
HDfte):   Veronika  (?)  mit  dem  ScbweiBtoch  dee  Herrn. 

Bl.  70*"     unten:     Min    hetisUeit  au-Mier  j'mnig/nt    wum/iriiti» 
f  'omrant  mutuyfatit  »tli^m  an  Sont  Poult  t/agttn  EticJff  lifhr  tochltr  \ 
ffk  anna  mHinfMTtifiu  ."^^ftik  riis  bi^rh  VI  htmlifft^i'  trüif  rud  UM 
SM  aitdif fii  diu   ilif  ynad  gotz   durch    mit^  avntfH   nindera  |  dfvi 
finhije»    ijotzhun    Zii    ittl:ik»JirK    Kh    tffffigt   halt    Vml    ick    anna 
mumyrÖtiH   ftetttiT  lUmüUdich    ftfii   r/iV  ttebe  \  enstr«  Aivvm  da«  ir 
d^H    alltiKchiiifen  </olt  jür  |  jnütA  tiiltrnl  |  iVa«  fth   von  Im  nüu»tr  </r- 
»eAaiilfn  tnüy  teeist&it  end  in  AVi^i-A  uvi'd  loben  /»  Ku^iff^i'  ftod 
rrut  Mlufkuit  fnd  in  ili^'t-m  ZiU  lefifn  emt  Mf-htfH  narh  »inem  l«lt  end 
trolt/f/alt/'n     'iim».  f/eiifn  rfi  irnw*'  l  /i-otrr»  atreail  ;«  der  liM-htn^/f 
*■'«    f.XXXXy/l  Jaur\ 
Bl.  77*  —  118"  leer. 

Bl.  iig*—  121"  flbeii:  rBdiTprobe.  Titel:  f<m  dn-  uTdifff(!) 
hmtfisehr  kiuHjm  kh  aller  hilynlen  Jiincli/rottvH  aaiit  ermtla  mit 
j/efcr  Uälgen  yrM-fwUrJtafi  \sic)  ') 

BL  121*  untere  Hälfte  und  ui**  i»t  leer. 

nie  Handsvhrift,  Daudcz,  besU'ht  ms  99  mit  Bleistift  numme* 
ricrtto  Pa)iierblätleni.  in  La^cu  zu  G,  einmal  la  7  Bögohea; 
^tts  letzte  Bliitt  steht  vereinzelt;  die  letzten  Seiten  der  ersteo 
seclit  Lagen  trngeii  Kustoden.  Textrahnieti  teils  eingeritzt,  teils 
mit  BUistift  «ingozeiclinct  zv  ca.  U.4  X  9  cm  (Bl.  99  :  7,  G  X  9,  5 
cm):  die  einspaltigen  Seiten  bis  Rt.  80  zu  16-17,  nachher  za 
1<-I8  üeilen;  llüclitig  gMchrlebetiP,  ibch  »ehr  losbare  gotiscbe 
Utantliel;  die  Schrirt  könnt«  noch  ins  H>.  Jhd.  hi nabreichen. 
Orobgerippte*  Papier;  »eclisundzwaoiig  Blätter  mit  Wagscrzeichcu 


*n*^m.  ^H  im  itt  tni'fi  gfaviii  ätn  <(it  faiiltf  jticA-hrAaffr  ftic]  .  .  .  Ende; 
Ab»- *J  fiti  (»//  Jrr  irrr  ABih  Mtl//:  fijlgl ;  u»/,  boiJoB  ilni'elulfichcn:  ttio 
IviKTTtcn  Stf^ltfn  »iud  in  cIlt  11«.  iinli'ntriclion. 

*)  VieI.  Tli.  I.niitcin:  riuuUcho  FUndvoIir,  i.  Oroßlicrt.  Ritd.  Hof-  und 
r*iJriblWl.,lI»'li.  KsrUriili.-  1  ftfH  fiii :  I>i('  H«nci<ilir.  .Icr  C}.-]t,  Haf-  n. 
Luiile»tiikL  in  KarlMuhe)  S.  S5,  Kn.  89. 


i 


24 


am  innen)  Rand'),  keine  Blattwender.  —  Holzdcckel  (14,  8  cm  X 
11  cm)  mit  rotem  Leder  aberzogen,  stark  beschädigt  Aofsclirift 
der  Rückenetiquette :  Cod.  Papyr.  Qermanic.  XIC.  Bekleidung  der 
Innenseite  des  Deckels  vom:  Bruchstück  eines  Prozessionale 
(PalmsonntagUturgie)  mit  Quadratnoten  (14.  Jhd.j;  hinten:  Bruch- 
stück einer  deutschen  Pergamentarkunde;  oben,  daraof  geklebt, 
ein  roh  gemaltes  Bild:  geblümter  Grund,  links  (schwebend) 
eine  Art  Wiege,  ans  der  ein  Kind  vun  der  Mitte  des  Leibes  weg, 
mit  gekreuzten  Ärmchen,  auf  dem  Kopf  eine  schwarze  Haube, 
hervorragt,  hinter  der  Wiege  zwei  Blnniendolden,  rechts  der 
Je.°usknabe  gegen  das  Kind  gewendet,  einen  Beutel  in  der  Rechten 
haltend,  rings  um  die  Gestalt  Jesu  die  Umschrift:  Ich  bin  Jfi» 
nn'wlin  vfi  brint)  ivk  ei  nacirelin  rol  yfetigelin. 

Der  Codex  gehörte  früher  <Iera  Benediktincrkloster  St.  Georgen 
bei  Villingeu  (18(>(i  aufgehoben). 

Inhalt:  Bt.  i  :>  —  8ob:  Du»  nuten  an  zweiter  f>telle  gedruckte 
Geilicht  MS,  bei  Liiiigin  a.  a.  (>.  als  ,Gcdicht  vun  Christus  und  der 
ininnenden  Seele'  eingetragen  Ohne  Titel  Blatt  1"  trügt  oben 
das  dem  ersten  der  Einsiedler-  und  der  Donaueschinger  Hand- 
si^hrifl  entsprechende  Bild;  über  der  knieeiiden  Frauengestalt  steht 
vuij  ungelenker  Hand:  ,die  inhmeni  «<■/',  über  dem  Engel:  ,<tn<fili\ 
Verse  nur  ausnahmsweise  abgesetzt,  aber  durch  grolie  mit  Bot 
versetzte  Anfan^buchstaben,  oft  auch  durch  einen  Punkt  markiert. 
Der  übliche  Titelvers  fehlt  über  dem  ersten  Abschnitt;  bei  den 
andern  steht  er  von  anderer  Hand  in  zierlicherer  Schrift,  rot, 
über  den  Bildern;  am  unteren  Band  der  betreffenden  Seiten 
finden  sich,  soweit  sie  der  Buchbinder  nicht  abgeschnitten,  die 
Titeltexte  für  den  Miniator  angemerkt.  Jeder  Abschnitt  beginnt 
mit  roter  Initiale:  ,<'fistu8  aprack-  ist  selten  rot  unterstrichen, 
steht  immer  im  Text  und  fehlt  Öfter  als  in  der  Donaueschinger 
Handschrift;  die  ersten  Abschnitte  tragen  dabei  nocJ!  das  Para- 
graphen-Zeichen q:  ,8'I  spi-k-ht'  fehlt  ganz:  nur  einmal  (Ü05)  ,'/« 
"i-l  H/trarh':  in  den  ersten  Abschnitten  steht  dafür  das  Paragraphen- 
zciciien  (]  zu  Anfang  der  Reden;  spätur  feliit  aucli  dieses.  Die 
Bilder  verteilen  sich  auf  folgende  Seiten:    1',  O»»,   iS"».   18%  21», 

';  .\iif  13  ßlBlti-rii:  Säuluiistiiitijir  mit  llasis  -^Viiltit.  stiirh  <'iiisciiiii.'iili-iiili- 
Hiililkehlc,  Kinn):  auf  13  andi-ni  dii'  Fortsut^miij:  d.>r  Sänli-  mit  ruh  aiigf- 
deiitttem  \Vrirfdka|»itSl :  darauf  uiii  Liiiii.>iikrt-u;i,  dt-säcii  Artav.  in  Itingeii  ondöii. 


ia 


ms»*,   3:ifc    3*'fc,   40-,    «',   4«fc,  50«,    54',    5«^    Cl«, 
f«l,  B8k,  71^  7«'.  - 

Bl.  8ot>  -  9Q"-  [,Cliri»U»  mit  den  »iubeti  Lidoii' 
iLingio  a.  a.  0.}]  Prosjilegende:  Ein  Einsiedler  l9Ql  sicli  durch 
EinflQi't«niRg«>n  Satan»  bovrtf;^n.  jus  dor  Kin/Vdo  tin  »inem 
krrn  KaufmauDsstande  zurückzukehren,  um  Geld  und  Uot  t.ü 
gtiinoen  nad  tin  wrrklltigcs  Leiien  zu  fOhreit.  Auf  dem  Weg 
btgr^et  tbin  Cliristua  als  Fuhrmaun  einen  mit  sieben  Ladeo  be- 
Isdenen  Waj;en  lllhreixl.  S\«  bergen  nrundvr»iiioc  Ku^tbarkcitori 
(ilifjjurio  der  ersten  m-ben  voti  den  acht  Keügkeitenj.  Christus 
birtel  sie  dem  t'lfichttgpii  nach  uinander  r.um  Kciuf  au  und  ver- 
anlittt  ihn  durch  die  niy^tisrh-a?zclisi-lie  Grklftrun^  ihrer  Ite- 
ipA^ng  und  ihrcfi  Kuufpreincä  zur  Uuiktdir  in  diu  Eiuännikcit'). 
Die  Legende  —  von  der  gleichen  Hand,  ab«r  flftchtiger  go- 
wlirieWo  —  folgt  unrniHetbar.  ohne  'l'itol,  aber  auf  neuer  I.inio 
unil  mit  roter  Initiale  anhi-bend,  deui  vorausgL'bi'nderv  Oedicht. 
'^nltn{j[:  tCs  »jirir/tt  ilrr  Arf  Jfgiis  t'ri^u/i  in  i/rin  rimiu/rlto  lue*' 
l^itic)  XlffI  ciiyitfi:  Wff  nif  atte»  da«  (81  a)  rp  gif  da»  «r 
ww7*f  /  d^r  tutiij  tili  min  Ji/Hyrr  m'n  /  /h'ii  viui  hrfilirl  iiinrr  att- 
ifi^h^r  lerrr  ....  Kudc:  .  .  dus  '•na  </;  allr  ouch  n-idrr  ear  r» 
itir  itg$  uaefi  frroti/uiil  daa  hMf  rn«  ifof  d'  mf'  en  Hin  kailff  ffaint 
Mnt  (sie).  —  Iru  Tt'Xt«  stülin  adit  A(|Uari!llSilder  ll:  He- 
gwoig,  2— 7;  Vorweisung  des  Inhalts  der  eiluelneii  Laden):  sie 
'«fttilen  Mich  inif  Hl.  9.-i\  84',  «**.•,  88',  DO',  02-.  !t4  »•,  S-l«. 

Bl.  99b:    swci  Üeileu  Pederprotwa. 


I 


U. 

Die  Tiirliegeudi'  Arbeit  w:ir  naliezu  druck r^irUg,  üIh  icli  durdi 
"•tler's  .LcK'n  d.  Sdiwestorii  leu  Tiili"  Kinlellull^,'  ti.  X  fl".  aul 
'it  Glitten!  der  ron    mir   in   <1er  Fulgv  mit  C  ImzoiL-hnuteii  IIa. 


^t  \Mtf)  an«  i-iniT  <n)clit  nftlnr  boit'ii-hnoU'nj  lU.  'irr  V.nrehvr 
KatbtBittbibliothvk  in  KflCfclinci»  l>.  N.-l..  M.l^fi..  s.  «iidi  llnflkiiia  im  ii. 
*l»p«T.  i>eiit«(-lie  Vull[«bf]i.'hvir,  8.2*7(1.:  Km.  n.  Siuioti,  l'b<'rlii'rifniiic 
'nTialt.  .Schvustur  KalK-i'.  11bI1<?  1W6.  8.  S9.  -  ,Chriata*  ntit  daa 
i  L>ilon>  jn  Kri'ilt ei fonti  finifri  eidt  im  ''•i<l,  [i»|i  'mtui,  ti'i.  itfl  ilnr 
*■'  K.  Hnf-  n.  Liniicabibliottick  lü  Kcrhnilii-,  «.  Tli.  l.äntjiti  o.  a.  U.,  S.  \i. 


i 


26 

No  'li   auü    der   Leupold-Sopliien-Bibliotliek   zu    Überlingen   auf- 
inerksam  gemacht  wurde. 

Die  Hs.,  tlcm  Ausgang  des  15.  Jhd.  angehorig,  klein  Fol., 
Papier,  enthält  .320  nicht  pa^nnicrte  Blätter  (nur  die  erste  Seite 
des  Lebens  der  Schw.  in  TöÜ  trögt  die  mit  Bleistift  geschriebene 
Zahl  1*27;  daseibat  beginnt  ferner  eine  Seitenpaginatiun  I  — 39, 
ebenfalls  mit  Bleistift).  Itlnttgrötie  2!i,7  X  'l\,i^  cm.  Die  Seiten 
zweispaltig;  Textralimen  mit  der  Feder  gezogen,  die  Spalte  zn 
6,5  X  -tl  cm;  bis  Bl.  202  zühlt  die  Spalte  42  Zeilen;  von  Bl. 
206-319  aber  .S8-40  Zeilen.  Die  oberste  Zeile  steht  regelmäßig 
über  dem  Textrahmen. 

Bl.  1  —  204  sind  in  21  Lagen  gcfal.lt,  davon  17  zn  5  Doppel- 
biattern;  die  5te  Lage  zählt  6,  die  tite  und  8te  je  4,  die  12te  3  D.- 
KlI.;  sehr  grobgeripptes  Papier;  zwei  Wasserzeichen:  auf  50  BU. 
zwei  zinnengekrönte  Tfirme  mit  Je  einem  Fenster  über  einem  Mauer- 
gurt, die  Türme  stehen  auf  einem  nach  unten  ausgezackten  Feld, 
keine  Steinfugen;  auf  55  Bll.  ein  Oclisenkopf  mit  Augen,  Obren 
und  Nüstern  und  einem  langen  Linienkreuz  zwischen  den  aufrecht 
stehenden  Hörnern.*)  —  Bl.  205  —  320  verteilen  sich  auf  12  Lagen, 
die  4te  zu  4,  die  Sto  zu  6,  die  12te  zu  3,  die  übrigen  zu  5 
Doppelbll.  Sehr  feingeripptes  Papier  ohne  Wasserzeichen ;  nur  in 
der  8.  Lage  ist  das  mittlere  Doppelblatt  aus  mittelstark  geripptem 
Papier  und  hat  ein  verziertes  p  als  Wasserzeichen  '). 

Im  Gedicht  KM  sind  die  Strophen  abgesetzt,  die  Strophen- 
anf^nge  durch  eine  einfache  rote  Initiale  nusgezeiclinet;  ebenso 
der  Anfang  des  Gedichtes  MS  und  des  Prosadisputs.  Die  Verse 
sind  nicht  abgesetzt,  doch  wird  der  Veri^anfang  zuweilen  durch 
einen  rut  eingestrichenen  groUen  Anfangsbuchstaben  markiert;  allein 
solche  stehen  auch  oft  unmotiviert  mitten  im  Vers.  Die  ,inqnit', 
Titel  und  Überschriften  sind  mt'ist  rot,  aber  nicht  unterstrichen, 
wohl  aber  öfter  die  Worte  ci-ücz  u.  a. 

Einband:  Holzdeckel  mit  braunrotem,  geprelitem  Leder  über- 
zogen:   der  scIiDiuckiosc    Lederrücken   ist  neueren  Datums.     Auf 


')  Dur  Uchärnkii]jr  ciitsiiriclit  um  rlirslüii  >\\'\  Fit'-  -3  bi;i  KirohinT 
a.a.O.  {Knd.1  d.  14.  Jhd.),  das  |i  doiii  \Vii,s,s,;ri.  Nu.  ll'JI,  Tat'.  43  bcitlei  1 1. 
a.  »,  0.  auM  der  vuii  l'rüü  j^odriirkteii  Inkiinabi'l  Fttnimhirt:  und  Tntsch 
rctlinrica  (11  v.  ,1.  148(1  ^b.  S.  24  ii.  30),  liic  Tnvitii'  l'niid  icli  in  dirsiT 
Forai  iiirgoiidK  vurtrulisii. 


37 


tvitier  EUquvtU)  <lic  ltil>li<jtli«knuiii[iK-r:  M«cr(>t  XXII.  MuMEiiiig- 
LicUieUeu;  Je  auf  der  Mitte  eines  Ücckeb  oiii  uufgeiiiigcUfir,  ge- 
niter  Meitsinghuckel. 
Aur  il«r  tnnem  Seite  iles  vorderen  Ducketü  nteliL  diu  AuF- 
«hrift:  Uißtß  huofh  ^fUnyt  t»  (dieser  Teil  tat  zwoitrul  »nge- 
Hbt,  das  erste  mal  durchitricUen)  dfß  gozhuß  Xoj  inyen  /  I're- 
Jigfrordftt  m  der  Stai  t'ottfni  t/elgchfftn*).  Das  VonetxblüU 
«DthSlt  neben  einem  fast  gleichlautenden,  von  Vetter  a.  a.  0  mit- 
geteilten ex  libris  eine  9iunniiurisi-li«>  Inhiiltsangabc.  Alles  Dbrigc 
s,  bti  Veltera.  a.  ü.  X— XUI. 


0    Der  Text  des  Gedichte«  MS  in  den  Hs.  E.  D,  K.  U. 

l.  Von  BD&fni  vier  IIa,  »chlieUen  5icli  E,  iiiiii  U  schon 
ünUerlich  aufs  engste  an  einander,  weil  diese  heiiien  nicht,  nur 
tie  H  und  K  das  Uedicht  WS  entlud t»ti,  sundeni  Jieüeai  in  ganz 
ObereiiistimmenJpr  Weiüu  das  Gedicht  KM  voraiisscliickon,  den 
Pn3»:iilis]iut  und  dtinn  Seuüc.^  I'i!ieii)|][ar  ii3i-lifol(reu  la^-ien.  t>ine 
tiilifru  L'ptcrtfuchung  ftihrt  zum  fast  unabweialichcu  ÖchluLl,  daü 
tl  nnil  E,  wenigst«!»  wt»  den  Tuxt  der  beidoii  Gedieht«  und  des 
Unfüia  betrifft,  »ii-h  wie  Original  und  Abschrift  verhalten.  Die 
K-  und  KD-Verse,  die  wir  in  K  vermissen  (s,  n  ).  fehlen  sämtlich 
lUuh  in  U.  I>as  f^initchiebsel  in  K  (70T)  findet  sich  ^'eriau  so  in 
C;  beide  teilen  auch  die  meisten  Kehli-r,  so  im  Oi-diclit  KM  die 
unrictitige  Ordnung  der  Verse  35 — 40,  in  MS  (iiw  Kehler  in 
V.  I,  l-.'ft,  IHl.  JtH),  401,  in.  437,  44«.  J-VJ.  454,  480,  495, 
iSl),  573,  ßla,  620,  6ib.  634,  076,  Wti.  873,  883.  8a7,  J14Ü, 
mo.  lO'JS,  1148,  1107,  1173  1-288,  1411,  1728.  17.>9,  •il05  — 
Kb  hübe  damit  nur  die  wjcliti^teii  geiiunnt :  Irn  Prosulispiit 
eDiIlii.'h  an^i'fiint  st.  tiiunhiftt  u.  «  Hiergegen  lusseii  »iuLi  die 
igen  Obert>iostiminuiigfn  von  l*  mit  K  •jdor  [>  gegen  V.  luiulit 
wklarun,  teils  als  Versuch  den  Ausdruek  ru  vereinfachen  Ciiil.i : 
774:  ä5(i  ef.  737:  I5«3),  »der  ihm  eine  bpsonderc  l'r;igung  ^u 
KeNii  (15?);  teils  als  Flüchtigkeit  im  Lesen  der  Vorlage  (404, 
*»i,  MS,  1081,  127»,  IWÜ),  als  blotW  Voßchreibung,  Laune 
(121,  324,    182ilj,  HJe  sich  dessen  nceh  viel  aiuleres  HnJet,  s.  it , 


>j  i.  o.  S,  7  Auiu.  3. 


i 


^ 


28 

endlich  ah  naheliege  mit;  Korrektur  (lO'i'i).  Düüu  kommpii  ein- 
zelDG  Schreibangeii,  die  wohl  nicht  verstanden  und  deshalb  ein- 
fach nachgemacht  wurden,  so  murfi'i-  (för  marfen-i-  oder  mar(ref) 
491,  miirter  (für  dasselbe)  1920,  heträge»  184  (sonst  in  ü  und  E 
nnr  ä  oder  au!)  und  besonders  das  verschriebene  w  in  rborgen  73 
für  worgeit  in  U  wie  in  E).  Wenn  ich  auch  nicht  evident  nach- 
weisen kann,  daß  E  und  ü  nicht  schlieUlicIi  doch  nur  die  Abschriften 
eines  dritten  Textes  sind,  so  halte  ich  duch  im  Hinblick  auf 
die  erwähnten  Gründe  die  unmittelbare  Abhängigkeit  der  einen 
von  der  andern  fiir  genügend  gesichert. 

Welche  der  beiden  Hss.  unter  dieser  Voraussetzung  die  Vor- 
lage, welche  die  Abschritl  war,  darüber  kann  kein  Zweifel  herrschen. 
Der  Haiidschrift  ü  fehlen  nämlich  .37  E-Verse:  2fii!,  292,  34.3. 
;i44,  470,  55.3.  603.  804,  8.">(i,  8.-.7,  887,  995,  1132,  1194  bis 
1209,  1269,  1394,  1395.  1450,  1451,  Hi2Ö.  1890.  Dann  hat  Ü 
mehrere  Abweichungen  im  Text,  die  !jii;h  nur  als  Korrekturen 
des  nicht  verstandenen  oder  fehleihalten  K-Testes  erklären;  va 
293  (Reim!),  .350,  ()I5.  749  f.,  20S7.  »esondors  maclie  ich  auf 
die  Umwandlung  des  xalimmu  S2t>  (st.  taloinamh-r:  MaInmitH 
schlieUt  hier  die  Zeile,  die  folgende  beginnt  mit  l)rr:  daiier  das 
Versehen  in  E  erklärlich)  in  Saluiniiu  aufmerksam.  Auch  der 
Cmst^and,  dalö  in  C  der  Kaum  für  die  Hilder  <iusges|>nrt .  aber 
nirgends  gefüllt  ist.  wulirend  E  die  Hilder  vollzälilig  bietet,  ferner, 
daU  U  sieh  gegen  Ende  der  Ortlio<,'ni[jlMe  um  V,  enger  ansolilieUt, 
spricht  für  unsere   Iteliauptung. 

Allerdinga  bietet  Ü  drei  Ver,«e,  die  wir  in  E  (und  1),  K)  nicht 
finden,  s.  Textnoten  ku  V.  1317,  1328,  I4S9.  Die  ZuPätze  zu  1317 
und  1489  erweisen  sich  aber  schon  di'shaih  ;ds  SchreiherwillkOrJich- 
keiten.  weil  sie  die  Zwei/eiügkeit  der  Titel  durchbrechen;  bei 
1489  soll  übrigens  ein  Reim  hergestellt  werden.  Solche  Versuche, 
oft  recht  ungeschickte  (etwa  ein  Dreireim  auf  Kosten  eines  zweiten 
Reimpaares)  finden  sich  jahiuifig  in  derHs  ,  s.  zu  V,  12S,  705  f.,  80.^i 
(Herstellung  des  durcii  die  Tils;ung  eines  Verses  gestörten  Reimes), 
1192,  1599;  hesser  gelungen  sind  die  Korrekturen  von  V.  847  f.. 
1825.  Auch  sonst  erlauiit  sich  der  ficlireilier  grolle  Freiheit,  teils 
zur  Verdeutlichung,  ■/..  U.  105.  881.  1089.  1213,  1380,  1421, 
1987  f.,  2004.   2087,    teils  zur   drastischeren    Färbung    des    Aus 


:ks  306,  513,  1.^77,  ■)  teils  aus  MiUvctatlndtiia  l'ticf.  11 
93^.  (Uiiu  aus  LauDc,  so  die  läufigen  Ki  Weiterung«!)  der  .iDtioit* 
H  I.  31.  MS  lOJ.  1802.  2047  u.  0.,  ilt-r  Titel  221.  459.  des 
'«le»a41.  HT.i.  VMU  141*1.  IftSl!;  iiuf  cini- ilcraitige  Schreilwr' 
line  «ird  denu  auch  jene  dügIi  V.  \'i-2'i  eingesi-liubeite  /.i>ile 
»iflckiurolireti  »ein. 

Die  U$.  U  ist  somit,  soweit  die»  die  swei  Oediclite  iiod  den 
lH»put  betrilTt,  ein«  u Diiiiltrlbare,  »her  ie\iT  willkfiilicli  geiiciiri«Li;ne 
Ktpie  von  K.  Icli  bemerke  noch,  dnU  die  Abselirirt  scIiod  früli 
imuclit  wiirdu.  niiiiilirli  üclton  Iwvor  diu  Dtiii(telluog«zciclicii  bei. 
Ksrrehurcn  in  K.  die  von  der  gleichen  lliuid  stamm«!),  die  den 
Luüui  gescjirii-bttn,  i'iugulragcn  war«i).  a.  lu  V.  KM  GH,  MS  1  Uli, 
—  auikr  wir  iiitbnien  nn,  *ie  Kuien  vom  Sclir«il>er  V  igiio- 
ffordeo. 

Fnr  die  Horstulluni;  des  TezUis  iiit  ü  «imit  belunglox.  Audi 
h\  dtr  DUn  folgenden  Fest«t£llung  de»  Verhültniti^oii  iltir  drei  H$. 
b.i'.v  K  brancheo  vir  U  nicht  mehr  zu  borflcksiclitigen. 

2.  Von  dii>sen  Hb.«  1).  F.,  K  hat.  aueh  abgesehen  von  im 
blattvorlusteo  in  l)  (s.  o.  S.  17).  jede  einzelne  einige  ihr  allein 
rijzeiiiiiinlicIiG  Verslflckt-n:  die  meisten  K,  ihr  fühlen  diu  V.  I  f, 
**3.  794,  85Jtr.,  ltHi7-l!>72,  :i067-2074,  ferner  die  reimlose 
Me  IJfi  (itbi>r  andere  aoleh«  Zeilen  *  u  Unter».  V,  2.i  und  aus 
Virncim^n  die  V.  MOit.  1.H4.  livr  H^.  D  fvhKm  die  V.  167,  :j8lf. 
IISL';  der  Hs    K  V.  294,  800,  85A,  1771. 

Her  Vflrs  Ili7  (KK)  i;>l  wohl  echt  und  m-l(>  t>''f.  hat  die  Be- 
Tun  .freiwillig  tuf.  DagcgL-n  Italtc  ich  704'''  DK  für 
K  schliclU  be.-^er  iib  und  DK  hieU-n  mit  diese«  Vcrseu 
Mr  eine  uimQtxe  und  mi|>as^en'lo  Wietlerholung  von  V.  337. 
Ilirr  weisen  alst)  I)  und  K  »sicher  nuf  eine  i;i>mi'iTiiiii>m(^  rohlorhano 
ijuello  ztirüek.  Nun  weist  K  aber  auch  ujuigemali-  {gegenüber 
ED  ein  Mehr  von  Verfleri  auf.  Von  di«scn  Pliisvtrraon  sind  die 
wli  V.  222,  1113,  1153,  20!iS  jK|  sicher  Kinschipbsel,  lie».  vei^ 
Hiieftttjdie  Wiederholungen  tlur  Kiiiielhx. 


ttarUBifr  finden  Mi  Knnjvhtiiren,  die  Jpiliim  i'liili>ltj;;pti  lur  Qira 
on>  »":  KitTtHthil  [ilr  f^rlmhil  3IMJ,  r,vitft    f.  itmfr  ft7Ä.    i^ /n^tit   t.  tif 
|)Tf,    tw/  e**  timi    frttn    f.  Wr/   nm   fekm   '.1W7,    hr^n :  frem  f.  kerm: 
ISE^  lt.  *. 


i 


r 


30 


e  Verse  3IH.  335  K  T«f)leii  EI>).  die  ich  mit 
St«rnclicn  in  den  Text  aufnahm,  scheinen  mir  iriederum  n 
von  K  sulbständig  versuchte  li^rgflnzung  einer  Lüi-ke  de«  Arche- 
typMS  zu  sein,  i  Bemerke  <la<;  rnlt^clif  kirne!»  in  K  und  rleii  Ver- 
such von  t)  «Inrch  himelh»t  Tür  htuu-l  [K]  die  SjicIii;  in  Onlnting 
lU  bringen.  Daia  komnil,  datt  /imei :  Utfrn  [K]  eine  sonst  im 
Qediclit  iD  ihrer  Art  doch  unbolcgui  BuimniiCDnauigkcit  i»t.) 
V.  10i)f.  und  A\^  {aUe  nur  in  K,  fehlen  BD)  jedcdi  machen 
mir  oher  i3cn  l!)in(]ru:>k  dür  Echtlioit.  Oejjenübcr  dor  liewoiskraft 
des  gerotiinsainen  Zusatzes  von  UK  (s.  o.)  kennen  aber  diese 
g^meinsacnmi  Lücken  vtin  ED  nichts  ftlr  die  Qucilt-ngomeinschali 
dieser  Handscliril'ten  beweisen,  Vers  ^18  [\m  Vierreim  tct :  h<f  : 
gtlict:  K  ijeiel)  wilri'  ein  zufällige.«  /usammeiit retten  von  E  und  \) 
in  der  AuelHäsunf;  durch  Abirrc-n  leicht  erklirüch-  Ahnliches 
mßßtH  lind  könnte  man  ineinür  AulTn^suii^  n;ich  .'iiirli  bei  V  199  f. 
für  i!)U  aoaehnien.  JedesfalU  glnubte  ivh  auch  diese  drei  Verse 
durch  teio)  Stuntchcu  als  iiieltt  gotiilgcud  bezeugt  keunzclchneti 
lu  sollen. 

Söwio  der  gcmeiasiime  ZusaU  704"''  die  Hs3  D  und  K 
xusatnmenstollt.  so  erweisen  sie  sich  als  verwandt  aucti  durch 
ihre  Lia.  lu  V.  68»,  10^0.  lOäVi  f.  u.  h.,  die  sich  dur  Lesung  von  E 
gegenüber  nicht  emprulileii  und  durch  zufällige«  }iu:?ainmonlretl'eti 
im  Pthlcr  scliu'cr  erklärbar  waren  An  klciniin  Dehlern  teilen  DK 
etwa  noch  die  Laa.  au  V.  11,  372,  413,  821,  lOGU  u.  a.  Seltener 
als  DK  ättnimen  Rl>  in  Lua.  2UsaMimen,  die  ich  vom  Text  ans- 
51-lilielicn  zu  müssen  glaubte,  so  elwii  V.  301".,  52,  :i83,  311,  :M5. 
1451.  1384,  -*l'04.  noch  seltener  KK,  s.  V.  isr»,  4i0.  Ich  nehme 
hier  wieder  zufallig^os  itusaminmitmlTen  im  Fehler  An,  was  nur 
3S:i  BD  einigermiii.'i;n  autlnnii:  bleibt.  Hat  ancli  iiiiT  vielloiclit 
K  selb$tandi|>  ^■'ebcsserl  und  \;\^  ciu  Fehler  dcä  .Archetypus  var 
{jiiliitin  für  vnclahi  ber.  eticliu  :  niii  [Zw|.  s.  die  Aiim,  üur  Stelle)? 
Solche  Fehler  des  Archetvpii^i  sind  jedesfalls  auch  sonst  zu  kno- 
statieren,  sicherlich  V.  3S4  f.  (s.  oben),  femer  V.  24C  f.  II37, 
1489,  \^b2,  180r-,  1989,  2095  f.;  bei  V.  1059-  lOM  stimmt  der 
Titel  nicht  zum  Text  (der  ursprüngliche  Titelreim  war  jodesfalle 
Inmc  :  tninr  :  Ihr-  ijH  er  ir  am  mmne  Irane,  Dm  »i  gtti  ir  [sc. 
der  minne]  uU  «  ze  kranc-,  vgl.  das  BMS. );  auch  für  die  V.  290, 
639,  705,  781,  785  (s.  Unters.  V,  i.),  930 f..    IU\   scheint  die 


31 


r  dlt»ten  Vertage  »mvrer  Hsv.  nicbt  ganz  in  OnlDung 
genesen  zu  sein. 

Darans  guht  hurvor:   kcitie  der    ilrvi  üt».  geht  unoiittelUir 

Ijnf  titm  (1er  andern  odur  auf  die  erste  Quello  zunick.  D  un<l  K 
«inj  esUernt«  Verwandt«  und  st«lien  F.  ^e^^aüber. 
i.  Als  Orandlag«  fOr  unsere  Aus^gubo  wurde  K  bvnittEt. 
J)  knnote  nicht  in  Krage  kommen;  ihr  Wert  ist  durcli  den  Aus- 
sehnilt  von  -tim  A'ersen  (53-01.  82-90,  101-  IM,  «6-441, 
45U  460.  15M  -  \9i\,  2078  -  it  I"»,  Tgl.  o.  S.  I7f  w^lion  T*.n  vorn- 
hu«in  beeiiitrüchtigl,  der  ll««t  aber  biolol  koiiii)  wesriitiicli»»  Vor- 
züge rur  den  beiden  atidermi  Hss.  K  ist  .wilri  geschrieben'  und 
«Jffllialli  fßr  dir  Spriu-he  des  Sc-Iireibers  sehr  interessnnt.  Allein 
_iv  gegenüber  steht  sie  in  Naclitcil  wegen  ilirer  vielen  Fehler. 
fNeben  recht  naiven  Vergeh reibungen  und  uoderen  Kavhlfl«i»ig- 
ktilen  wie  V.  2-22.  597,  <;94,  108^,  1118.  1150,  1153,  IMbC, 
:20ä8,  H)9S  u.  a  bietet  sie  auch  verstandige  Korrekt» rver^uche  i.  K. 
V105.  172,  19S,  314,  358,  528,  :.59.  fi5I.  659,  663,  706, 
f..  931,  1473,  IWir.  I5S6,  1592.  IiOH,  1728,  1890.  2088, 
lUOgen  au  ulinlicli  u'iederkelirende  Vers«,  s  etwa  462  ^ 
19!(^  1724  u.a.  K  hat  seltener  Lflcli«ii  und  Einscliiebsol, 
•isl  »eoiger  Ffhler  und  stellt  sich  somit  D  und  K  gegenüber  ge- 
viiWfliiatltfn  als  nunual  dar.  Zur  Herstellung  de?i  TexteH  trunlen 
'ttanacfa  ii  und  K.  uuch  no  sk  tibcreiostimmen,  nur  herauge- 
">^a,  «von  E  feltlcrliall  schien. 

\.  Unter  dem  Text  wurdt>n  olle  Vnriuntvii  rorxoichaet,  uus- 
eaioiuin«n  dii>  Abwclehntigen  in  der  Ortliof'niithiL'.  im  Gebniunli 
Atr  Apokope  und  Synkope  u  !).:  diese  sind  für  K  und  1>  in  der 
B«jel  weg  febliebeo,  Dir  K  jcdnch,  wenn  im  Text  eine  Änderung 
gcKbah.  ubgcsehcn  von  den  WorUn'nnuiigen  und  den  AuII<>ifungon 
iei  Sielen,  genau  notiert.  Si>,  wenn  rehlerliafle  Srhreibungcn 
liericliligl  vurden  t.  It.  kumm  .knutn'  in  i-tiin,  in-fl  in  wrft  bz. 
■öK.  Ueii  pr.  rel  in  tfe»  u.  a ,  bä^onder«  aber,  wo  Ueimo  auszu- 
K  ^eidien  wjiren.  Au-^geglichen  wurde  /»  Gunsten  d«r  mehr  miiiid- 
P  'TtllcheD,  d.  h.  also  mehr  plionetiijcli  (geschriebenen  Form,  z.  B. 
'»iir:yier  it.  mir:gier,  tti'irh  : y'ifh  st,  na</t :  ^''icli .  Aber  nicht 
iimner  konnte  man  da  konaeijuerit  sein  ffon,  hn,  hon:  an  mtiUte  zu 
Cunslen  des  a  gebestiert  werden,  da  o  filr  kurzes  »  in  der  H».  fehlt. 
Üeat»  inir : yaf  zu  irar : ifar  mn\  au^  iiliiiUf'hen  iiiüüi\eüMit:f»'jifliii-/u 


i 


32 

zu  nicht  :besehieht;  so  auch  Jvf  :  mir  für  für  :  tur;  gütilHt  Si 
y»i  :  lut.  Die  handscliriftlichen  Lautzeicfaen  wardeD  beibehalten  so- 
weit die  Lettpm  roichten.  Über  die  voi^enoiatiieDen  Vereinfachungeu 
und  leiten  Begelungen  gibt  die  VI.  Unters.,  Orthographie  von  E,  bei 
den  einzelnen  Buchslaben  AufscIiluU.  Dngehfirige  Zusaromeu- 
setzungeD  wurden  getrennt.  Die  ,inqait'  wurden,  wo  sie  febllen, 
eingesetzt.  Sie  stehen  nach  dem  Vorbild  der  Handscbrift  E  ia  der 
Mitte ;  am  Rande  nur,  wenn  sie  m.  E.  zum  folgenden  Vers  ge- 
hören. In  diesem  Fall  ist  die  nächste  Zeile  eingerückt  und  be- 
ginnt mit  kleinem  Anfangsbuchstaben.  In  der  Nütenbeziffcriug 
werden  die  inquit  zum  folgenden  Vers  gerechnet.  —  Die  Inter- 
punktion ist  vom  Herausgeber. 


II.   Verfasser  und  Entstehungszelt. 


r 

■  Die    Verfasserfrage    l&Ut   sich    filr   keines  unserer  leiden 

■  Oedicfate  in  befriedigeoder  Weise  beantn-oiten.  KeinAsralU  kttnncn 
W  sie  iuf  eineo  uDd  denwiben  Autor  zurilckgerulirt  werden,  da,  nie 
r  *patcr  narl)^cwic<i«n  wird,  dii-  Heim^iirachc  des  Gedichlcs  KM  auf 
I  Ii'iif.-'jsterreicliisi'lien,  diejenige  der  MS  auf  oberüvhH'Jkbiitcheo  oder 
I  Wokl   besser   see-allGinnniiiscIien  Urcprting  weist     Docli  mag  die 

VennatODg  Pregers'}.    dnQ   die  mi'i?t«o   namenlosen  inysti9oli«n 

Oedichte  des    14.   und    15.   Jahrliuiulerts  neiblicber  Aulondiafl 

^«ieti,  für  beide  Klaborato  da^  Bichlige  trefTen.    Dnd  wenn  dies, 

*<»  »erden  wir  uns  die  Verfassen niion  wolil  in  klösterlichen  Kreiaoii 

(■m  weitern  Sinne  ^'cfnUt)  zu    denken    Imbeii.    obwohl    KU    keine 

Unmittelbar«  Hinwei^ung  anf  dnn   Klost^rlebcn  entbält,  MS  »her 

»»ur  die  leise  Andouduig   (1643 f.):   .fOuf  it-»Uf»t  df»  «W'/(>ä«i 

^'r>i   nif   an    ,„,;■  UtifH   l'tul  :u^t.  mir   f«  nfß  mit  ;icwalf.     FUt   ilte 

^v cii))ic]|f;    Verfassencbalt    sclieint   sclion    die    Gegen äbcrstollung 

«Obritios*  und  die  ,8eele'  zu  sprechen;   ein  Mann,   Sense  z.  B., 

fnCt  das  gleiche  Thema  anders    an:    auch    er    ,niinBt'    Cbristus; 

^*Jer  Chri?5tu5  Iriti  ihm  entgegen  als  ,die  ewi^'o  Weisheit"),  dfose 

>»t  ibm  ..Minnerin'  and  .holdselige  Liebhaberin'  (SS  lO»  ti.  b.).    Das 

Gedicht  KM  ist  indem  votUllkndig  ron  weiblicher  Anscliauiiog  und 

Ernptiniiung  getragen:  und  <venn  die  Annidimo  nicht  irrig  ift,  daLl 

ttU3  der  ,Seelc'  der  Dichter  i<elber  spricht,  so  kann  man  aus  einür 

■}  A.  «.  *y  U.  JC,.   iAtivt  Aii-tk'ht  trtlt  nucli  I'li.  Slrniidi  1)«i,  AMA 

•i  K''in''t«<^^B  i<lt'iitifiiir''n  Sense,  «»  noni^f  al«  »onat  ein  mir  bekannter 
V<*UkcT,  di«  ,<>vi£e  WcisbuiC  mit  Jdiiria'  «ic  A.  LVItinr:  .Dciibclit!  Mjrntik 
0*1  4«aUc)w  KuBtt'  (Slntßliurg  lft9!).  9.  llS)  <1eii  ,<-kiiUti*iiliiii  Uniichi-ii' 
»««»rliioht- 

Uli«.  Dia  alMM^s  ftcdc  8 


iropne 


>'« 


»a 


tvntf,  tar*.  ^f^^m^cröni:     Wie  hi'VäJ  "•* 
duldfit    ml(JtM   sautih   ctc     (V.  13f)    nur    auf   «ine    Verfii^eriOi 
nicht  auf  einen  Verfasser  so)ilieB«i);  g<iiu  entsprcciicDi)  kennieidiiun 
m.  E.  auch  die  Wwrt«  Clirisli  (V.  41  (TJ:    ,WiU  du  diA  tni  t*-*'« 
;w    iM(V,     Wfnn  dit  tc-U  nicht  itie  hol  iiß  dir.   Cnd  tifl  und  vr*'}'' 
ttaU-  friAi  trorn'  u.  u.  flau  neibliclie  lUrcriii. 

Heim    Getliclit  MS   führt   die  Dnkrsuchung  eu  einem  gr  -^"' 
biircrcn    Bc»u)UL      l^inniül    i»t  die    weibliche   l'rlieberschatt  I      '^'■"^ 

kuuin  nniuzwi'ifelQ.     Die  Sdiildoruiiß   Jor  Klie:    ,Arf/»rf  utn  u ''''' 

tieiirtt  «Min,    Mil  dem   miufiM  taij  nnd  nacht  üfvl  eil   üon*    0.  S.  " 

{ti — !>5).  liie  Worte  CUriSÜ;    ,/<-A  htm  mit  dir  rdn  gaiMUdt  «, 
2)tt  mü«t  rol'jm  diivm  tnitn'  (504,  60"),    der  Abschnitt:    ,//i>  ' 
er  «'/  ttit  Ion  KfitfuteH'-  1 1 73  — 857j,  die  Hetvuoruiig  der  Soule:   .[/S^'"''! 
itÜ  liffier  dir  haften  an.    Denn    dtu    mif    u'iird   mn  laidiif^  wit^^*"" 
.1/«  irh  meniy  Jruiw»  jrtHrtu  »i^h  hri»,   lüf  »ich  mil  grofirr  arh^  ^^ 
mH/Sent  bf^'m'  (I5S0-1&33),  die  Verse;    ^thj!  erat-it  gab  ich  ai-^"' 
aincn  fltlrffer  ijlii,  />r  gtd/  mir  an  dem  tuiäz  m  kohen  taut'  u.  «.  »^ 
(l<>*il  fl-*  sprechen  m.  R.  zu  deutlich,    als    daß    einzelne    Stelks--      ' 
rlic  ^icli  hlr  da«  Gegenteil  anführen   MeSün,    ent»o1ieidcnd  in  dBi 
VVagscIial«  fallen  küiintcD,  wie  z.H.;  Jeh  tcd  divh  ntmen  zu  utHer" 
tüerifr  güf  (488,  Clirislus),  ,Sid  irh.,  tieii,   din  diener  Un  toordct 
(lOll.  diö  Seele),  ,/c7i  a-ird  O'h  ciUtehi  drr  ii<!Miwj''n  diiC  (1449,  di 
Sueli:)  die  Soliilduning  der  Veräui'hnn^  |lÜ34i1.t  ii.  x 

Wiclitigcr  iiüt,  diili  wir  die  MS  wabrschcinli*h  der  gleiche» 
l'or!>6n1irldiijil  ziixinveiH'n  haben,  von  der  ,dc!s  TeuTeU  Nutx' 
in  seiner  nr5|irüngliclien.  durrh  die  Us.  C  (und  U)  repräsentierten 
Fassung  gedichtet  norden  ist.  Den  Nuchweiä  hicrfilr  werden  wir 
»püter  leisleu  (s.  u.  IV.  Unter».  C,  1).  Der  üinBtainI,  daß  wir 
dann  fftlgerichtig  nucli  da^  Teufels-Neti  mit  seiner  ominonten 
Well-  und  MenscHunkeiiuttiis  eiiior  weiblichen  Feder  zuweisen 
tniUsen,  knnn  kaum  ernstlich  gegen  das  vorhin  gewonnene  ite^nltat 
geltend  geinai;lit  w<'rd«n.  Duun  ahgcjülioii  davon,  diiU  die  Frauen 
von  jeher  ^ute  Iti'o bucht erinnen  wart-n,  wissen  wir  ja,  daß  sie 
gci'ft(t(>  im  15.  Jiilirliuudert  eini?  Ijar vorragend«  Rolle  in  der  Scliriffc- 
stoUenvelt  .*(iielten.  Zudem  lagen  bereits  Werke  vor,  ieli  erinnerft 
elwii  iin  Konrads  von  .\nimi'Jitiiisen  Sdiachzabelbudi,  die  den  StofT 
iu  so  reicher  Fülle  bol«u,  JaH  es  sich  bei  der  Abfassung  dus  TN 
nicht  sowohl  um  oitie  Ncuschuplung  aU  viuttneiir  um  eine  (nller- 


i 


:i.') 


sehr  individaelle)  Neabearbeitung  des  schon  Oegebenen 
handelD  konnte,  also  gewiß  nicht  um  etwas,  was  einer  Nonne  oder, 
ffie  hier  ans  anderen  Qriinden  eher  anzanehmen  ist,  einer  Keguine 
nicht  luzutraaen  wäre. 

Cber  die  Entstehungszeit  des  ersten  Gedichtes,  KM,  laßt  sich 
nichts  feststellen,  als  daß  es  jedesfalls  noch  dem  15.  Jahrhundert 
uod  zwar,  wenn  Weigel  und  Zestermanns  Datierung  (s.  o.  S.  3) 
richtig  ist,  seiner  ersten  Hälfte  angehört;  ob  schon  dem  U-,  ist 
nicht  Dichweisbar. 

!dS  ist  nach  dem  TN  entstanden  (s.  n.  a.  a.  0.),  geht  also 
kaum  Aber  den  Anfang  des  15.  Jahrhunderts  zurück.  Da  sie  in 
Heinrich  Wittenwilers  ,Ring'  paroiliert  wird  (s.  o.  IV.  Dnt.  C,  5), 
(lieser  aber  nicht  nach  \45ii  angesetzt  werden  kann,  so  fällt  die 
Ki)tslehuDg  der  MS  i»  die  Zeit  von  1400—1450. 


Form  und  Inhalt  des  Gedichtes  MS. 

Varlieini'tkung:  PAr  «Ikk  (rodirht  KM  b^iehrlnko  irh  mich  im  Polgnnv 
auf  gt'lcgcnllicljt-  »rglcirbiing. 

Das  Qwlicht  MS.  ein  Dialog  zwiscLon  Christus  «nd  (^^" 
luinnenileD  Seele,  zerfallt  in  21  Absclinitte,  deren  Voraiatil  zwiich^  ''^^ 
ß4  und  220  schwankt  Jeder  Abscliiiitt  hat  miü  gereimte  Übe  •^^' 
schrirt    tlii()    über    oder   unter  derselben    ein    alle^orlsclies    RiUI  ^ 

(».  u.  VII.  (ItittTs.)     Dann    folgen    zwei    kurroäpondicreode    Vera 
paare,  wovon  das  erste  in  der  Regel  auf  Christus,  das  zweite  &x^^^ 
die  Seele  entfüil:  nur  Abschnitt  1 1  und  J3  lialien  tlii-  umgekehrt-^ 
Ordnung.     Diese    vier    Eingangsverse  sulieiden  sicli  Vüni  Übriger^ 
immer  scharf  ab,  SKivobl  dem  Inlialt  nocti:  sie  geben  im  ;»(reDf^c:> 
Ansciilnü  an    die  Minislar,    gewöhnlich    in  aii^ßorischer  Fattsung^ 
das  Thema  der  folgendon  Ausföhnjng;   dann  auch  iti  der  Formr 
diese  ist  reiner   als   in  dun   übrigen  Teilen   des   üedichtes.    die 
nräprüngliclicn   vier   bcx.  drei   Hel>uD<;en   im  Vor«  ilnlngcn   Kirii 
sofort  Huf  Qiler   klingen    docli    durdi    späteru  Veriinstiittung    noch 
deutlich  hindurch.     Im  ^l.  '^.  4.  I).  und  1 1.  Ab.iclinitte  sind  die  vier 
ersten  Verse  auch  dadurch  vom  Kolgundcu  gescliicdon,   daß  nnch 
dem  zweiten  Verspaar  sufurt  wiotler  der  erste  Sjirecher  die  Weiter- 
riilining  des  Uiiiloges    (Iherniinmt.     Nur  der  erste  Abschnitt  fallt 
giinz  aus  ilein  Rahmen:   liier  beginnt  die  Seele  gleich  mit  sieben 
Veroen,  worauf  rlic  Antwort  Christi  mit  acht  Verden  folgt.    Nliiures 
Ober  Beimleehiiik  und  Versbau  s.  u.  3'"  Unters.,  'l  wnil  3. 

Das  Gedieht  schihk-rt  in  Itede  und  Gegenrede  Christi  and 
der  Seele  das  mystisclje  Leben.  Eine  Entwickelung,  ein  fort- 
Stihreitendcr  Stufeugani;  ist  gcwili  beabsichtigt;   die  Au«fuhrung 


')  Wie  Hv]i»ii  Vetter  i.  n.  0.  mitwilt,  enthalt  U  kein«  liilder,  IiM  «bor 
dv»  l'Ut/  rinnir  imiKt  (IKiiinlj  iiiityi'<i|>jirl. 


J 


37 


I 


aaBte  aber  aur  Ti«lc  Scbmcrigkeilen  ftuDvn,  weil  ttiiiiiuheH,  dns 
lldi  im  Gedicht  oatürlich  nur  in  zeitlicher  Abfolge  bietßn  lnßi, 
ubeiteinander  gedacht  «erdeu  tnuU,  wie  ja  aach  in  <\ei  kircb- 
liAea  Ablese  die  via  purgativn,  illuminatira  und  unitiva 
■ridit  völlig  gesrhiedeii  sind,  sondern  vlelHicIi  (larallH  Uufeti. 
\>i  die  VcrftuHeriii  auch  äuust  noch  oft  ilon  Fadeu  verliert,  so  ist 
eine  kurz«  InhuItsoDalyse  nicht  äbertlflssig. 

I.  Die  Braut  darf  sicli  der  Nachtruhe  nicht  liiDgebon.  bevor 
si«  DocJi  Christi  WoTt«D  golauscht  bat.  Kr  schildert  ihr  di« 
Tritbfetigkeit  des  weltHclien,  besonders  de:;  Ehetebeiis.  die  Macht 
der  Toa  der  Welt  Terachteten  Uotte^freuiide  und  schliettt  mit  dem 
UV  seiner  itiiwischcD  eDtscblummort(»ii  Dienerin. 

'2.  Christuii  weckt  «ie  vorzeitig,  damit  tiie  üetnes  Leidens 
geiknke.  Dieses  wird  utin  io  d«r  Manier  der  Tagieitengedichte, 
der  Cliristns-  und  Manenklagen,  doch  m.  W.  ohne  bestimmten 
iuchlult  an  eine  derselben,  von  den  beide»  abwechselnd  gc- 
kttldtrt.  Chrietus  lobt  ihre  Teilnahme,  sie  preist  das  Glflck  der 
TWi  Christus  erwählten  Seele. 

'.i.  ChrUtua  verlangt,  ihrer  Klagen  nicht  achtend.  BesehräDkung 
voo  S{ieise  und  Trank  auf  da.'i  dringeudate  Kedürfnis;  am  Nut- 
wiidigen  werde  er  w  ihr  nicht  fehlen  lassen.  Digresäion  über 
ilie  (Jnmäßigkeit. 

4.  Christus  ,ka8teit'  sie,  d.  h.  nimmt  ihr,  wie  die  Erklärung 
tutet,  Ehre  und  Gut  und  verhängt  Krankheiten  und  andere  Leiden 
Aber  He,    verspricht  ihr  aber  auch  seinen  Trost  und  sein«  Hilfe. 

.V  Er  .blendet  und  lüliraf  sie,  um  sie  z\u  Iiinerliclikeit  und 
Htm  Siege  über  ,die  wetUicbe  Natur'  und  .Fleiijch  und  Blut'  zu 
tviogoD. 

fu  CliriBtus  unterweist  sie  im  ehristliehon  Leben;  an  die 
Emhnung  der  hl,  Sakraravnte  knU[»rt  er  eine  energische  Warnueg 
'«Jem  Ehebruch.  Hinweis  auf  ti<tttes  Barmherzigkeit,  ilic  Not- 
*todif;kDit  der  BolJe  nud  den  ewigen  Lobu  für  die  treu«  Ueob- 
ubtDDg  der  Gebote. 

7.  Christas  verwehrt  ihr  das  ,Spinnen'.  die  Sorge  um  das 
uütWnAasfcommen,  damit  sie  nur  seiner  Liebe  lebe.  Sie  schildert 
nit  einem  gewissen  Humor,  wie  er  sie  bald  peinige,  balil  mit 
liianiliscbsr  Tröstung  erijuiiske;  er  betont  die  Notwendigkeit  zu 
I'ideo;  ri«  erkenot  sie  an  und  bittet,  er  loßge  ihr  in  ihrem  Un- 


3« 


vcTmügea    beistehen.      Der    SchluU    ketirt    zum    Anfang    zuri 
Christus  will  ToUkommeDe  Hingabe. 

8.  Er  ,eDtbtOQt'  sie,  d.  h.  nimmt  ihr  die  zeitlicheD  G 
utid  damit  Ehre  und  Ansehen.  Digiession  gegen  die  L 
Mahnun«;  zur  Gelassenheit;  am  Notwendigen  werde  er  es  n 
fehlen  lassen. 

9.  Er  ,bängt'  sie,  damit  sie  seine  Leiden  selber  fahle.     ( 
unter  dem  ,hangen'  zu  verstehen  sei,  wird  nicht  erklärt;  vgl. 
u.  IV.  Unters.  B,  2,  zu  V.  966).     Sie  bittet  um  Brlösnng;  er  er 
sie;   zwischen   hinein   eine   schlecht  motivierte   Digression  g< 
das  Fluchen  {,aicerm*). 

10.  Er  gibt  ihr  den  .Uinnetrank',  der  ihre  Leiblichkeit 
zehrt  und  sie  von  Liebe   trunken,    närrisch   macht.     Digresi 
Die  Gottesknechte   leiden  gerne  Schmach  und  Spott   und  ac 
die  Welt  gering,    während    die    weltlich    Gesinnten,    vom    Ti 
verblendet,  wähnen,  hoßtirtigen  Sinnes  und  mit  ungerechtem 
beladen  zum  Himmel  fahren  zu  kOnnen. 

11.  Christus  Jagt'  der  fliehenden  Seele  nach,  beteuert 
seine  Liehe  und  warnt  sie  vor  seinem  Verlust,  vor  der  List 
Teufels  und  vor  zu  großem  Selbstvertrauen. 

12.  Er  .verbirgt  sich  vor  ihr',  d.  h,  entzieht  ihr  seine  f 
bare  Gegenwart;    sie  sucht  ihn  jammernd,    bereut  ihre  Vern 
lässigungen,  erkennt,  daß  alles  Qnte  an  ihr  nur  seine  Qabe 
und  beschwört  Gott  um  Hilfe,  worauf  sich  Christus  ihr  wieder  z< 

13.  Sie  .schießt  in  sein   Herz'.    Ihr  Verlangen,    ihn 
schließlich   zu    besitzen,    wird   getadelt,    ihre  Kitte  um  liefre 
von  aller  Anfechtung  mit  Hinweis  auf  St.  Paulus  abgelehnt, 
bescheidet  sich  und  preist  begeistert  die  Vorzüge  der  göttlii 
vor  der  weltlichen  Minne. 

14.  Sie  macht  ihn  zu  ihrem  ,Gerangenen'  und  besitzt  da 
wie  sie  meint,  alle  Gewalt.  Lobpreisung  der  ,Ärmen  im  Gl 
die  über  Gott  Gewalt  gewinnen. 

15.  Er  bietet  ihr  Geld  an,  um  von  ihr  loszukommen  (' 
Buchung);  allein  sie  schätzt  ihn  hoch  über  allen  irdischen  Be 
der  ja  keine  wahre  Genüge  gibt,  den  Sinn  betört  und  man< 
in  die  ewige  Pein  bringt. 

10.  Er  spielt  ihr  auf  der  ,Geige'  vor;  sie  klagt,  seine  Gi 
(].  h.  ,die  göttlicho  Süßigkeit'  habe  ihr  alles  abgenommen,  Schi 


UatiUit,  wcItlicbcQ  Kock,  uiid  iJv  tum  Ruigou  tiiit^uriti^oti,  «u  <Iud 
nur  diejenigCD  gelio  können,  die  alles  uro  Oott«swj|)en  .gelnssen' 
hslKn. 

)7.    Rr  {{cstatlct  ihr  den  brautliclitin  .Kult*.     Dieser  ist  ,der 
Welt  uukuuil',    und   nur    den   S«>«leii    vergönnt,    die    sich   jeder 
irdtjchen   Anbünglichkeit   entledigt   haben.     Der   Kuli    i?t  geistig 
^aofiulassen  und  gctrilirt  uuau^'iireeliliulie  Lust. 

IP.  Cr  teilt  ihr  sein  gotieimni$vrilles  Wurt  (=  seine  Qegeo- 
«ift)  mit,  das  sio  mit  olttrn  TD);eiiden  ornitlt.  über  jedes  Leid 
trbtlit  und  von  allen  Kreaturen  !«cbeidet.  Sic  bereat  ilirc  l'rtkhere 
Kille  und  dankt  ihm  fär  leiiie  Wohltaten. 

19.  Die  Cjinbcl  schlitzend  ludet  Christas  sie  zum  ,Tam* 
äf.  sie  cigeht  sich  in  ^fincr  Verherrlichung:  alier  ihr  Wunsch, 
»m  beäeligeDiie  Uegennart  hieoiedcn  sehen  unTeräuUerlich  tu 
liefitieD,  wird  »h  uuL-rnkllbar  znrQckgc wiesen :  vrer  das  Uiramel- 
rtjcb  schon  .hier  be^atie,  tnäUt«  e«  .dort'  lassen. 

iO.    Er  bittet  ihr   eine    inlisehe    Kmoe   .in.    die    sie    tragen 

biDue.    ohne    der  ewige»  Krone  Eintrug  tu  tun:    ihre    Heiligkeit 

*)U  der  Welt   olfenbar   ivordcii.     Allein    f'ie    ivill    keinen    iuiilom 

Loha  ah  ihren  iieliehten ;  außerdem  runlitet  sie  f'wU  i'or  üicli  selbst, 

it*DD  der  Teufel  versucht    die    .gei^tliclien  Leute'    Kcrn,    im  Ver- 

tr:uen  auf  die   rermeintlich   erreichte  Vollkommenheit  nlloD  Be- 

rfierden  naclizugeheu;    und   auch    Oott   ]äüi   es   an  Veniuchiitigen 

jnii-lil  rehleii.  \tirt.  durch  unerwartete  auUere  Schick»alswendangen» 

Lto  iteaea  sich  emt  die  wahre  Tugenil   erprebt. 

iX.  Vereiniguug  Christi  mit  der  Seele  im  Hinioael:  alle 
(Wnuicbe  sind  orfflllt,  ulk»  Opfer  u.  s.  w.  beiohnl.  Sic  stellt  dem 
[Eutrn  hii^r  lallt  diu  Verfasüerin  üUK  der  8itu;itii>n  uml  spricht  im 
[fil^focn  Nameu.i  ihre  kOntligen  Lehenstage  anheim,  bewundeit  die 
I  Vereinigung  Christi  mit  dem  Menticbun  in  der  hl.  Kommunion 
[lliil  bittet  um  die  dereinstige  .Aufnahme  in  Heu   Himmel. 

Wie  so  riele  mysttisclie  Schriften  stollt  «ieh  iim-h  unser  Ge- 
liidit  dar  als  Trager  und  Vertreter  des  höchsten  »sietisch^n  Geistes 
'>ivr,  mit  Sehnjieiiliauer  in  siiri'chen.  der  .Vernciimii^;  des  Willens 
tum  Leben':  allem  wird  abgesagt,  was  wandelbar,  irdisch,  krea- 
Uillich  i«t  Aber  wie  jene,  so  tragt  auch  unser  Gedicht  die  ent- 
pschiedeuste  .Hejahung  ..des  Willens  zum  Leben'  in  sich:  das 
Irdiselie,  Wandelbare,  Dninreicliemle  ^:r>l]  nur  vergeben,  um  dem 


i 


40 

Himmlischea,  Ewigen,  VollkommeneD  FUtz  zu  maclieo ;  nicbt  Tod, 
sondern  Leben,  nicht  Aufgehen  in  nichts,  sondern  vollste  inner- 
lichste Beselignng,  ,niclit  die  Zerstörung,  sondern  das  Vollbringen 
der  Natur' ')  in  der  schon  hienieden  angestrebten  anmittelbaren 
Vereinignng  mit  Gott  ist  ihr  Ziel. 

Zweck  des  Gedichtes  ist  jedesfalls  die  religiöse  Erbauung  and 
Belehrung  und  zwar  nicht  bloß  für  die  engern  mystischen, 
sondern  für  viel  weitere  Kreise:  das  ergibt  sich  aus  dem  Charakter 
seiner  Moralisationen  wie  aus  der  im  AUtagstoii  gehaltenen  Sprache. 
Wenn  Preger  (a.  a.  0.  II,  54,  55)  und  Goedeko  (Deutsche  Dichtung 
im  Mittelalter  "1871,  2.  Buch  No.  98,5)  mit  Beziehung  auf  Bartschs 
Publikation  (Erlösung,  Anhang  No.  11,  s.  u.  IV,  A,  1)  und  auf  das 
Bruchstück  unseres  Gedichtes  in  Mones  Anz.  VIII,  Sp.  334  f.  (s.  u. 
a.  a.  0.)  die  ,Minnende  Seele'  als  tändelnd  und  spielerisch  ab- 
lehnen, so  vermag  sich  dieses  Urteil  dem  Ganzen  gegenüber  nicht 
mehr  zu  halten.  Es  ist  der  Verfasserin  Krost  mit  dem,  was  sie 
sagt.  Die  Allegorie  ist  nur  Leitmotiv  und  Rahmen;  Haupt-sacbe 
sind  ihr  die  Lehre  und  die  religiöse  Empfindung. 

Das  Gedicht  steht  durchaus  auf  kirchlichem  Boden.  Die 
sieben  Sakramente  (V.  728),  unter  diesen  namentlich  die  Beichte 
und  Buße  als  Bedingung  des  Sündennacblasses  (V.  745,  1560) 
und  die  reale  Gegenwart  des  Gottessohnes  im  htst.  Altarssakrament 
(V.  2080  fl'.),  ferner  die  Verehrung  der  Engel  und  Heiligen  als 
unserer  Beschützer  (V.  5,  177,  358  ff.)  und  Vorbilder  (1086  ff., 
1354  11'.)  gelten  als  selbstverständlich.  Der  Papst  wird  in  korrekter 
Weise  erwähnt  (V.  752,  1149,  aus  dem  TN,  s.  u.  IV,  C,  1). 
Nur  scheinbar  wird  der  Quietismus  gestreitl;  (V.  333f.,  1107  ff., 
s.  u.  IV,  B,  2  zu  V.  .S33).  Der  Beghardische  Satz:  tjmd  ieitinare 
non  oportet  hoxntwm  nee  ortire,  />oj<fquam  (fraditm  perfecüonis  huius- 
madi  fuei'it  aeseciittit,  qitia  iunc  sfTKuaUttw  est  ita  per/ecte  apiritui 
et'  ralioni  eubiect-a,  ijuod  honio  potest  li/jcre  corpon'  concedere  quid~ 
qtiid  placet  (Üenzinger,  Enchiridion  Symbol,  et  Definition.  Ed.  4. 
Wirceb.  1874,  p.  145  s.),   den  z.  B.  der  Verfasser  der  ,Schwe3ter 


')  Taulcr  boi  Preger,  Gesdi.  d.  d.  Myst.  3,  1!>8:  Fckliart,  PDM  II. 
18;  SW  H«,  .19»:  NF  51  f.:  Kuga  S.  204  .\iiiii.  zu  25.  Die  Myalikür  folgen 
liiorin  dun  Sdi'ilastikurii,  s.  IViiidi;,  Riiga  a.a.O.;  docli  findet  »ich  der 
Satz  üclioQ  bei  den  KirclienTätum,  z.  B.  S.  Job.  Chrysostomus,  Uom.  in 
pp.  ad  Rom.  XI,  3. 


41 


Kitrei'  acceptiert  (s.  u  IV,  li, -2,  zu  V.  1975  ff. )>  "ird  in  breiter 
Ausführlichkeit  als  tenSische  Versuchung  hingestellt  (V.  1932  fr.). 

Die  Aszese  ist  im  Ganzen  maßvoll.  Von  Selbstpeinigung  ist 
nirgends  ausdrücklich  die  Bede.  Die  zum  Teil  hart  klingenden 
Titel  nnd  Eingangsveree  werden  ron  der  Verfasserin  alsbald  bild- 
lidi  gefaßt  und  auf  von  Gott  geschickte  Prüfungen:  Armut,  Krank- 
heit u.  a.  gedeutet.  Demgemäß  lautet  die  in  den  verschiedensten 
Wendungen  wiederkehrende  Forderung  an  die  minnende  Seele  auf 
Gednld  und  völlige  Ergebenheit  in  Gottes  Willen:  ,geläzenheH^. 

Die  VV.  1514  ff.  bezeugen  die  Übung  der  jetzt  auch  außer- 
halb der  Ordenshäuser  beliebten  drei-  und  mehrtägigen  Betraiten 
(Eierzitien),  die  sich  übrigens  schon  in  früheren  Jahrhunderten 
uachweiaen  läßt. 


IV.  Literarische  Stellung  des  Gedichtes  HS* 
A.    Verwandte  mystische  Gedichte. 

Die  AulTasÄung  der  cliri  st  Hellen,  xumnl  der  jungfraulicli" 
ggttgeweiliteD  Seele  aU  einer  liraut  Cbristi  ist  uDsenn  Ocdi<: 
nirU  nii^aci)  ließt  ich  i'i>;cri.  Der  Gedanke  Ui  vielmehr  eo  ult 
das  ClifJäti'DtDm  selber  und  lobt  in  der  lcatboligi-]>eD  Kirche  liet^ 
iiuL'li  fori,  wie  das  Ofßiiuni  der  lil.  Jiin);rraui}i)  im  Kreviur, 
Ritim  des  Pontitikale  Romiiiium  für  die  Profeß  der  Kloat« 
Trauen  u.  a.  beweist.  Die  lit.  Schrift  selbst  bot  in  dieser  fl 
zitfliuii^',  besonders  hui  Acr  Vorliebe  t'rühL-rfr  Zeit«ti  für  ihre  all 
gorischc  Ausdeutung,  m^n'^lie  Anhaltipunlite,  die  schon  von  d< 
(ilten  Kircbenscliriftstellcrn  aurgeijritVen  wurden').  Bei  St.  Ber 
tiard  uitd  Hu^to  v.  St.  Viktor  tritt  diese  Allegorie  in  vüller  lOntwicIdm 
anf.  ,E3  künn  duher  nicht  überriischou,  wenn  un;  in  ilen  geis 
dent»clicn  Dichtungen  des  11.  und  I'2.  JbJ.  bereits  die  Rinflßä 
dieser  poctiächeu  Gestaltung  einei  tierreligioscn  OedanJceiis  b 
gegiien.  Aber  er^^t  im  IH.  und  14.  Jhd.,  als  die  deutsche  MysI 
«ich  ausge-staltcte.  trat  jene  Trui-htbare  Allegorie  in  der  Poe* 
breiter  und  in  eigenen  üedichteii  heraus'-),  nuide  aber  auch  i 
fort  zum  Liobliivgä^'egcnstand  der  geistlichen  Dichter 'J. 


4 


■)  S.  K.  Itiiiib.  u.  a.  n.,  S.  t'i  IT.;  Woinholi),  ItStaprocJit  tob 
ttiir^',  S.  aOOir.    Di'-  riUU<  Acr  tieiian  lioDüii  «ich  Mwnhl  ah«  der 
wi»'  oiiK  ikii  tJGJirirtai  ilirr  Kirche» Uli nr,  don  MärtvivruUun  u.  a.  stark  ti 
inulilPri.     VrI.  fornur  J.  Snu.r,  S|>o»uliiiu.  ^^.  3311  II,   il)»»  L'iUl  S.  339  j^ 
hOrt   niclit    Ucrlli.   t.  ItiigniiKbiirx«   eiiiidiirn  uiiicin  .Priester  Kotinid'  tit, 
SchStihiidi,  Allil.  Prnl.  ifl.  S.  V.) 

>)  WiMiiliiiliI,  u.H.O,  S.  31)1  f.  Wciubolil  ffelst  sucb  schon  «ur  ( 
VcrvinnilUvhufL  iiiiBcrün  titiil  AbiiÜthui'  Ltedicht«  mit  dfitn  H&Tcliftn  Ata  j^mU. 
mn  Aihiir  uml  I'äichu  liiii. 

*)  Pli.  Stiaiich.  AMA»(1Heö;..  S,  Pil,  r.<.,  7;  Hoffmann  t.  PftUm 
li,4iun.  IIB  X.  Kiiikitiiii^,  S.  1)  IT. 


I.  Von  diesen  Gc4lielit<a  stehen  2um  unsri^on  in  nllerangster 
Boiielmng:  ,liif  mittrt^nftf  S^te'  ii'i2  ZeilenJ  Iiej  [iartscli  a.  a.  0., 
der  Eiobiattdruck  III.  A2  der  Mflnchener  kg).  Uof-  u.  Staats- 
biti1iul)i«k   UD't   <)ie    llrestauür  hmw.   Bcriiacr   Iiikuiiubel, 
tackt  von  Wolfgang  Sclioork  itii  Rrfart:  ,  Tn«  tier  ^imi^n  «etea'. 
Bartsflis  ,ininnMule  ."v-Wf'  —  wir  he^cichnfln  sie  fortin  mit 
•lor  Sigle   HMÜ  — ,    aus   einer   Nllrnbcrg<>r    Hds.   des  14.  Jb'ls 
(Oenl.  VI.  43>,  ist  ubciifAlls  ein  Dialog  luisch^n  Cliristus  und  Seele. 
jBcliun  Bartsch  maolit  (a   a.  O.  Einleit   S.  XXXVI)    auf  dio  naf- 
fitlletidv  Cbürein^litnmunf;  einiger  T^ile  dipse«  OedicIiteB  mit  dem  in 
M«pu  Anz.  8,  3:i4 11'.  gedriit^ktoo  Frugnient  von  MS  aafmcrkt'sm .  Die 
eilt  erin^iffiirlilo  VerpU-irlinitg  von  HMS  mit  d^m  rollstaniligon 
l'fit  vim  MS  hiDt  ilirr  gi'gi-iiseitigrn  Ufiirluiii^rn  hh  \t\s.  Klniieln^te 
vctfi'lgeD.     .Audi  in  KMS  tinden  wir  die  szcnenartigen  Abschiiiltc; 
die  Miniaturen   am    Kopf  eincd  jeden    derselben    in  MS   sind  in 
>%MS  dun:!)  kurze  Vermerk«  an  ibrem  t^ndc  tntiiX.     l>ocb  deckt 
Hieb   die   /alil    div^or   ,Sionen'   In  MS  und  HMS  nicht  gani.     So 
fdilt  in   ItMlS  gleicli  der  er:ito  Abschnitt  vu»  MS;  aodervrsoit»  hat 
tsMS  vier  Abscbniltc  mehr  als  MS:  Jti«  erm-hiM  tr  in  wolkm*;  Jhie 
fwiti  r,-  :uo   im':  ,ai  Irifl  tit-fi';    Mie  IWint  rr  in  <'u-ic  ifbrn''.      Auell 
aIic   Anordnung   der   Ab&cliiiitlc    ist   nicht   die  gl«icbe  auf  beiden 
flilou;   in    HMS  fulgen  sich   die    Stacke,   nach  MS  nummeriort, 
1»:  2,3,  4,  5.  0.  8.  7,  fi,   10,   II.   12,   13.    14.   15,   IS,  17,   M», 
Ifi,  20,  il.      Die  oben   erwähnten   zwei   eräten   Verspaare  je^es 
AWchnilts  in  MS  entsprecbi'n  in  der  Kegel  zwei  Verspaaren,  ge- 
wShnlich    auch   den    er»ten.    in  KMS  <9.  u.  Text,  wa  siu  jedesmal 
beigegeben  sind).     Dit*  Erweiterung,    die   üv\\   \\\    HMS    an  diese 
eialeilenden  Verspaare  knUpft,    übersteigt  aber  im  Gegensatz  zu 
MS  die  Zahl  run  acht  Version  nie  und  steht  zum  Teit  von  MS 
ud  in   keiner   n&beren  Hczielning,    w^nii   sich    schon   dann   und 
*ilna  »in    äbitlichor  Vers   d.ibvi    lindet  (i.  u.  , Anklänge  und  Knt- 
iebDDiigen*).     Sprache  und   Metrik  haben  ein  viel  illteres  lioprago 
all  uiuer  Gedieht     MerkwQnliger   Wviüc  llnilet  fticli   mitteu  in 
IJSS  (nach  V.  170)  eine  Prosastelle.  deren  erste  drei  Zcilm  »ich 
"Wlicli  im  Prosagtspröcli    finden,    das    liier   im  Anhang  aus  den 
Ha,  E,  E"  u.  ü  gedruckt  wird  (s.  u.  Text«,  3).     Dio   erwähnten 
'«merke  am  Schiuli  jedes  Abschiiütos:  ,«'  »Ur/i\  .mrfachefV,  ,er 
Ml*  u  a    :^el■e^  zwar  [tOlineria(iW«i:<ungeii  Kolir  iilinliuli,  »lud  aber 


P?; 


i 


kaum  mit  Utah  (a  a.  U.  S.  18)  flr  Bolcbe  za  halten,  sood^m  geku 
»oht.  «ie  auch  Itartscb  aiizudentan  sclieittt  (a.  a.  0.  8.  Xxkvi], 
den  Inhalt  der  llildcr  an.  die  ncli  in  dar  Vorlu^'C  su  ita  b^ 
ircflbndpn  StellcD  tiDilen. 

])«r  Uäncliner  Eioblattdruck  [s.  n    Taf.  VIII.)  reist  JO 
mit  (1i>o  luodKrliriftliriieD  Rilileni  inlialtlicli  i<)eiiti»che  HoltsdimUe 
aar.    rtller  jedem  ätebt  ein  Vierzeiler,  der  wiedeium  des  antn 
'vier  Versea   der  Absclinitle  in  den  Hbs.  gleicli    ist  (s.  u.  Teit, 
Sigle  .W).    Dir£«  leliten  sind  in  Tolgcoder  Ordnung,  ron  links  iiiiUc 
beginnend,  vertreten:   2,  3.  5,  *.  9,  9.  7.  6,  10.   II.   12,   13,  U. 
lü,  18,  -Jl,  ir,  I<i,  ?0:  die  Anordiioii^  iet  also  ahnlicli  wie  in  BUS 
(■.».).    Di«  hdsclirl.  Abiclinitte  I  o.  17  haben  hier  kein  Anolo^Nn: 
umgokelirt  felilt  in  den  Hss.  die  Darstellung:  die  Seele  sclilafl  auf 
den  Sturen  eines  Altars,  ror  tlir  st«ht  Christus,    mit   deoi  Tat: 
^'icintuiJi  mir  äte  Tochtrr  tcfcA,  /  Oat  man  «#  mir  «i/  enckred- 
M  »eht''_f  £H  dir  in  etft^rluit  («ic)  /  Vnd  tfvk  ;•!  dir  ttt  jnni^iü 
(9K'r  Vierzeiler,  Iiint<-r  6). 

Dieses  Kinblntt  repräsentiert  jedesfalls  das  .altdeutsche  Folio- 
blatl',  ilas  Dozen  im  Au&atx  .Sinnbilder  der  göttlichen  Lieb«' 
(Kunstblatt  zum  Uorgenblatl  1821.  Mo.  104,  S.  414)  folgendei- 
nialleti  beschrieb:  .auf  einer  Seite  etwa  um  15O0  gedruckt,  be- 
stehend aus  SO  gleich  tpx>^en  Holzschnitten  (wolil  zum  Aufkleben 
in  eiuem  Andachtsbuche  und  zum  illuminieren  bestimmt);  aul 
jedem  Uilde  erscheint  Christus  in  völligem  Alter  und  die 
Seele  als  «riirachsvncs  Mädchen;  darunter  jedesmal  vier  Vers«, 
die  als  GesprAch  zwischen  beiden  gar  nicht  einmal  ausgeEeichnet 
sind'^). 


■)  'EiaeXB  äbnlidicn  llinbinlljtnick  »chuincn  aacb  die  viff  KMerpaiMoii 
miUEngeh<>r«n.  die  dorn  von  iinii  bi-tiüuU'uDonaufitcliingvrkudex  (O)  twiliqten. 
tJiti  mUpreclieu  (Im  Nuinuiorii  Itl,  Iti.  rfli.  tX  der  \W>.:  Ober  dein  Bilde 
judosTiml  der  ijniilniin.  [)itr  l'ii|ii«ruiiis<:liln)j.  der  ai«  •.-ntliSlt.  lrX(;t  ilio  Anf- 
ichrifl:  .f'\it  tmUt   ail(ttU<Mer   (»ic}   iekkmtngtn  iwt    //.   i'ikti.      Du  Hdukrift 

atu  der  Jhit  BiMer  ji-nonanTi  lum/.    te«'  i"^  Jrr   C^rrA/rrtm   BiHiftM  t.  Xürick; 

Alf  skk  aktr  iril  tinist»  JnnH  m(ki  »iiAr  wrfindtm  n^kM,   d.  lo*-  Stftirt  i8it.    ' 
/j/tA(r^.     Auch  Bielnu  Nachfrngfn  nach  dlofor  vuo  I.nCburg  orwKhntiiii  lld«. 
|jli<.>bvii  i-rfolglos.    M.  I'i.  kann  m  lich  hi>'V  ritmgons  gar  nicht  tim  cinr  UoikI' 
■clirift  handoln.    solidem  nur  um  uinnn  Itrur.k.     Iiin  nUdoi'] muten,    wie  d[«    \ 
inltiibgc|iauit«n  I^tlfm  «nittoti  iimwnifctlmn  darniir,    (Wiriiiiißtrt)  deno  xn- 
aobMaii,  «H  Ml  nur  ju  der  Ku|'f  Ao*  einaclnvii  Abschniltcs  [Itild  und  lHlol< 


4A 


I 
I 

I 


Uoffmann  von  FallersUbeo,  der  diese  Stelle  in  Moses  Anz.  3, 
183^  8p.  ZG  zitiert,  fugt  bei:  .Aus  dioscm  Koliobof^en  ist  später 
«D  eigenes  ßudielchen  gewordtn;  m  erschten  unter  dem  Titel: 
fem  d(r  ynttige»  i'Un  wn/  ii/  fjott  caate^ft  ttind  im  bthetflich  ntack 
(iic)  16  Bl  4^  Aid  Ende:  gedruckt  zu  ErfTort  durch  Woirfgung 
Scbencken.  Zu  den  Holiecbuittt^D  sind  noch  4  liiuzugekommeii, 
a|{Q  auch  eben  so  viele  Quatraina;  die  Verse  .nind  nur  wenig  ge- 
rudert, folgen  aber  mit  den  Holzschnitten  in  anderer  Ordnung, 
und  jedestnat  i^t  ihnen  in  Prosa  nocti  eine  erbauJicIie  Itetraclitnng, 
gevtisaermaßen  die  Nutzanwendung  beigegeben'  'j.  Er  teilt  so- 
dinn  ilie  Qnatrnins  in  vereinfachter  Sclireibnn^  mit;  liier  stedn 
iit  jfea&n  nacb  dem  Original  unter  dem  Test  (Sigic  l). 


i 


nn«]  jedrucht,  der  T«it  aber  gMcJiricbcn  gewesen.  Ähnlich  wie  in  dum  ton 
Vtigd  n.  Zntvnnitiin  init^Wilt^n  iliiltscbDitIblatt,  t.  n.  ff.  ^>.  Die  Itildcr 
OO^UtSUvt  und  vtviu  Aii>'fii]itli<:li<-i'  in  der  Sehiittiuruiiic  nli  nur  <ii->ii  l'lii^- 
tliil.  im  rpriS  jtdocli  gU-idi;  iIi.t  Ti^il  litt  vAlli^  ili'rBi'lbe,  nb)fi'i«-Jii-ii  thu 
Kitudwt  u.  ÜnhogTaphin.     S.  n.  Tvxt  '.Sigio  Z). 

')  Die  Inltunabd,  <JTu&>Oktav.  nnrdr  mir  von  ili-r  Tit.  Dinitioii  der 
KJiligl.  und  UniTiTsitlLta-Biblinlhck  Bmlsti  fri'undliFliBt  xur  VerRij^ong  ge- 
tdtc  Sil'  b(Mti.-ht  atiJi  4  xweiboic ijcf u  l.ai;<iii  A.  It,  <;,  D.  liicM  Itucbstakon 
HiIm  je  BtiT  'lin  drri  .■mlöii  ÜII.  jt-dor  bagis  Jaau  dio  Ulallijihl  Am  hage. 
<'k  \  H.  |i.  Ittj.  Kiij  <-it.  Rinc  rorllAiifcnilc  l'A;;iiiafi<jii  rohlt:  kfiii  DaIiuil 
tfilit' Wj^sii^tKrtckcn:  für  (illuriiinicrto?)  f-riiUi'  Aijfiiii)*abil(*lir<tiilivii  i»i  iit 
l^tna  Hiien  jeden  Absclmittca  Avi  Hnaui  Hi]»};oa|iarC:  doch  sti^hon  darin  nur 
^ii-  •iiUpTt«licDdni  klt'iniMi  UiKrhitiibfii :  iividiTncr  i'»(>jit)utid.  I'ber  die 
HilmbtiUe  ft.  0.  MI.  L'nt..  li.  I'ic  Inkuimbrl  »U'bt  ftedfiV  in  Tniizprs 
Intiütn  noch  \m  Hsiii»  liopcrl<triiini  v^ri-^ichni-t :  nur  V..  WcIKt,  A'rjirrt. 
'^f^ftutm,  .Viiriir.  /f(V/,  Dotii_Tt  sie  [tlii.  ilt:£j  nncli  Muiiiv)  .inx.  183.1  und 
*"«i*rt»i.-  ,trs  l.iUS'.  Seine  Anjiinbc:  ,I'nlnr  jndmti  d.-r  :?4  Hidfscliiiitli-  vier 
Ttnitilmi'  ist  unrichtig:  dir  \n-st  g^^hcu  ilni  Militi-rii  imim-r  vorAU«.  Noch 
".  i.  <!>>|iin{«rf  Su/Z'Jt'ufM/ /»  llmai  f&fi-  Bihi.  l^imle»  it^ai,  3'.  //.  AJäi- 
'■^  Vri,  II  p.  jj,  iK.jsjj  lituliil  "idi  niii  K>i'ni|dor  (Irr  Inkiinubcl  ancli 
■l^«  Kltnifrl.  BiUiollu-lc  tu  IWlin. 

&  Miitber:  IHv  driiUdii-  liruh'-tillii'ihaLion  di^r  iKilik  ^'  rrnliri^iisiic 
•a«  {Nfiö-IA»).  Uüiich.  [-.iti*.  1884.  H.  W).  no,  CT»  v.-ricichn.-l  di.-  Br.w 
^  lalunabd  a»  Wvllcr.  aWr  nnlcr  dem  in-<.-l^ilin'niIi-ti  Tilt>l:  .Ilfidil>-in 
t«  ä«  S«l*.-. 

l'k  volUländ i^stit  Äufxiblurtu  der  Dnicke  Wn^nf  &*/«*<  lu  Krfnrt  gibl 

"-  nurger:    Tht  friatii-i  mJ  fnHitifri  !•/  tkt  XV  Crnlury  ti-i/i  Um  nf  thrir  ii'iVib. 

''*au  ilu  utfpUner.1  i^  IMm  R.  B.  by  W.  A.  Cxfiiif^i  (!!l  p  .i7/j  aiu  duni 
^Ar  1199  «in,  am  d.  J.  1'>nO  m-lil  Dnickwvrkp,  iliv  niiil<irn  viir  nlitio  Dstum 


4« 


Die  erwähnten  NutxaiiwendtiT)^«n  in  Prosa  haben  mit  dem 
'JVxt  unseres  Opilidites  nichts  gt-moin.  Den  '24  Quatraius  der 
Iiikuuabfl  ont,*iirtchen  20  Vieizeiler  tlcr  Hss.  in  foigcnder  An- 
onlnuDg;  5,  4,  2,  S.  7,  %  Ci.  3.  li,  1 1.  10,  18.  H,  15,  18.  20,  11". 
Ifi,  17,  Ifl.  DtT  erstu  Ab*iliiritt-  flt-r  MS  ist  auch  hier  nichl 
vertraten:  ilein  zelinteii  ent-spHfchon  in  iler  Inkuiisbpl  -i  Vierzftiler 
(a.  u.  Text);  der  K.  H.  u,  Ift.  Vierzeiler  eliT  Iiikuiubel  (hinter  6, 
12,  18  von  MSi  hnt  ioi  hdsl.  liedic-lil  keine  Ktits[>rcdmiig  C«  U- C, 
Anhangt;  dtr  15.  U\  dem  oben  «rwahiitcn  y.  des  Kinblattdrucks 
iiitiiilllich  fjlcich. 

Scliou  «-•iiic  flflf'litigc  Vcrpl*i'-hunß  ■rlieaer  Tvxlt  fillirl  lu  ein«? 
Sclieifliin};  in  zwei  lilasien,  auf  tiei  eition  MS  und  Jor  Kinblall- 
<ii-uck  (Mj,  nur  der  andern  Haitsch  (HMS)  und  die  Si:Iit;nck':>clte 
li;<kini,iticl  (ll.  Dnrnach  i^t  sowohl  'lie  Ansieht  UarUchs  su  korri- 
gieren, (liiU  MS  (er  bezieht  sii'b  auf  diis  Bruch:<lilok  im  Aiix. 
tt,  :t3't  f.)  ;iuä  dein  von  ihm  r<^ri)1Tentlichten  Gedichte  horror- 
gefiBDScn  ¥ci  (a.  a.  0.  XXXVII).  win  auch  iHejtfiiijre  HntTinanns, 
diiH  die  Inkunabel  eine  direkte  Erweiterung  des  Phii^blatt*  darstelle. 
Die  hAii<l;«i:tirilti.  f  bcrücfürung  vun  MS  und  ias  Einblatt  laufen 
viölmelir  parallel  neben  dem  von  Uurlsch  mitgcteiUt!»  Text  und  der 
Inkunabel  und  zwar  nicht  als  vflrscliif-dene  Kopieen  desselben 
(triginaU,    sondern  ;its  «ine  andere,   zum  Teil  bessere  Redaktiun. 

niö  Kr;i(fü,  i>b  die  nackten  Viemt'iler  oder  eine  lungere 
Fassnng  fhv  Urfprünglicho  gewesen  sei,  muß  in.  E  zu  Gunsten 
der  Vierzeiler  entschieden  wenleii.  Diiiso  ■■iiid  mit  den  Bildern 
diis  Konstante,  diu  ICrwtfiterungea  (Ifartsch,  MÜ,  Inkunabel)  jcdc?- 
iiihI  verschieden.  Audi  Est,  uoKcr  Text  jung  (s.  ii.  C,  I),  di« 
Hilder  «her  weisen  auf  hochgotische  Vorlageo  (s.  u.  V(l.  Unters.), 
Wir  haben  es  also  mit  einer  ,Üemalpoesic"  zu  tun,  die  bald 
erweitert,  aber  nebenher  auch  in  der  Ursprung! lohen  kaa|ipcn 
Form  verbreitet  wurde.  —  Nur  den  Hsü.  eigen,  somit  eine 
Zutat  des  Archet}'pus  von  MS  Ist  der  erste  Abselmitt,  der  auch 
si)»st  aus  der  (tenuhiiten  Kurm  fällt,  s.  o.  8.  36:  aucli  die  zu- 
gehörige» liilder  haben  einen  eigenen  ßtll  ($.  u  Vit,  2). 

Mit  Unrecht  wird  von  Barack  a  a,  0  S.  lO-J  der  toii  v.  d. 
Uagoii  u.  Bßsching,  Lit.  Grundriü  zur  Gesch.  d.  deatäcli.  Poesie, 
Rorliii  1812.  S.  445  erwähnte  , Spiegel  der  Minne'  aus  Dozens 
N:icli1;itf  mit  den  btidter  he.'iproclienen  Gedicliten   auf  die  gleiclie 


Utk  pestellt.  Anrunn  tinil  KiiiIh  siitiiinen  ii;n:H~~ricr  AbwlirTfir 
•iw  mir  TOD  der  Tit.  l>iri:ktion  der  K.  H<-l-  ii.  StAat»bit)l.  Mrniulieii 
gütjgit  Qbennittelt  vronle»,  vidtnebr  mit  'lern  boi  Bartsch  ii.  iL  0. 
iM^llr,  S.  24'2fl.  verfiir«ntlicliU-'n  Miiiuvspiegel  iilicrein;  er  geln'irt 
Hinit  zar  rutßendmi  Gruppo. 

t  In  iliestf  Gnipiie  sclilieUe  ich  jene  GüdictilB.  sftweit  sie 
mir  bcJiaimt,  lusammeii,  die  nicht,  wie  die  vurliiu  bcs|michvneii, 
auf  fl^m^RlIien  Oiuiidtoit  aufbauen,  über  dndi  Varintümpn  ilcs- 
wl((*ti  Themas  ilaräU-Ileii,  imicm  auch  sie  dio  Kk-inout«  d.-»  w«It- 
licli«n  Mionelebüiiit  aiir  d.v  g^-ii^tliolic  debiet  übertragen  imil  zwar 
mit  Reibel)»1tung  d«r  Form  des  Diakigg  2ivi»cl)en  Clinstuü  um) 
Swie. 

t>aliifigeliöTt  der  unten  31]  er.-iterätclle  gedruckte  »tropliisclic  Ülii- 
Idjtod  der  «Krenjtragonde  ti  Minne'  (KM),  wio  ich  ihn  betitoll, 
Anlniir:  .\\W  :ü  i»ir  in  min  i-ich  «v/  koi»*n'-.  mit  seinem  strhim 
cmihültfD  niBlirgL»siaIligeii  Dopppigänger  ,Hebe  vlT  ilin  crutic' 
(»fcS.  3f.'.  Er  nimmt  ein  Leitmotiv  der  MS  auf:  den  Widcr- 
tlnit  der  Sedo  gi^n  du»  von  Cliristu»  gefonlorte  I-!nt»agfrn, 
Kmutragon  und  Vorleui^avn  des  eig(.>ut-ii  Wilk-ns.  Furt-bt  vor  der 
■''i^n  Pein.  HoOniing  auf  den  liimmliüi^hi'n  Lt>bii  und  Lit^bo  zutn 
K<:)miugt4!n  UrftuUgain  trugen  scblicßlicli  den  Sieg  über  die 
Mpinle  Natur  davon.  Das  i>t  es  ja,  was,  freilich  in  viel  mininig- 
Wliger«!  Könne«,  uuc-h  die  MS  schildert.  Was  die  beiden  (>e- 
^ieM«  aber  einander  besonders  nalie  bringt,  ist  diu  webtnötige, 
te  aiederge£ctilag«De  Stimmung ,  sind  die  resignierten  Molt- 
itkenle,  di«  beide  gleiclior nullen  durcbiitlcrn  und  die  in  beiil^ii 
Bot  tugfuui  liellt-ni  Klungfri  wi-iclifn.  Wt-iin  sie  der  Sclireiber 
^  Eldsiedleihandschrift  unmittelbar  uufeiDinder  lulgeu  luLlt  und 
«io  in  Inlialtsverjtciclinis  unter  «inen  Titel  inLlI,  so  bat  er  nicht 
bMgttfrilTen :  KM  bildet  in  der  Tat  ein  stimroungsvolles  Fralu- 
<ltuia  zur  MS.  Damit  ist  aui'li  di<^  Krhläning  K^gobeii.  weshalb 
nisere  Textaa$gsbe  bei  dieser  Anordnung  vvrblieb. 

PremdjitiK«r  im  Aufbau  uud  im  Ton  des  Ganzen,  aber  an 
titidiWD  lk<nibruQg8[>a[iktvD  ruiclicr  ist  .Der  Minne  Spiegel': 
•£u  «a  ror  ytit4t  jitzett  lu,-\  Hartacli  a  a.  0.  no.  Iß,  S.  ili  fl'.. 
OMof  iwischen  (jott  ntid  Seele  in  VA't  aehtieiUgoii  Struplien. 
.l>ie  Seele  ringt  dem  Herrn  Vergebuni;  ab,  <;eniel.it  nis  bL'),'nadigtc 
**i>ti  Irciitteiidoit  Nidio.    wird   des    Gcffibleä    dur   Gnade  «;itic  Zeit 


48 

lang  beraabt  (vgl.  MS  V.  1 222  ff.),  um  os  dann  io  erhöhtem 
Maße  zu  besitzcD,  und  aehnfc  sich  zuletzt  nach  dem  Tode,  um 
völlig  vereint  zu  werden  mit  dem,  den  sie  liebt'  (Preger  a.  a.  0. 
II,  S.  62).  Auch  hier  wird  die  Seele  zur  Gemahlin  Christi;  ganz 
besonders  ausgearbeitet  ist  das  Motiv  des  zeitweiligen  Verlustes 
und  des  Wiedergewinnens  der  Gnade;  tinr  vorübergehend  berührt 
wird  die  ,Bute  Gottes'  (vgl.  MS  V.  450  ff.),  der  ,MinDetrank'  (MS 
V.  1059  fF.),  der  ,Schuß  mit  dem  Liebespfeil'  (MS  V.  1316  ff.),  der 
bräutliche  ,Ktiii'  {MS  V.  1682  ff). 

Mehr  das  Suchen  der  Seele  von  selten  des  liebenden  Christus 
betont  die  , Anrede  des  himmlischen  Herrn  an  die  rechte 
minnende  Seele*,  Gödeke,  Mittelalter,  No.  98,  3,  ABl  II,  370 
(bei  Wackernagel  a.  a.  0.,  No.  448:  .Christus  und  die  minnende 
Seele',  bei  Kürschner,  ONL.  12.  Bd.  II,  42  ff.:  ,Cbristas  zu  der 
minnenden  Seele'  betitelt),  57  Verse,  Anfang:  Zu  der  rehf^n 
■mhinenden  ade  ....  In  J.  V.  Adrians  Mitteilungen  aus  IIss.  und 
seltenen  Druckwerken,  Frankf.  1846,  findet  sich  das  gleiche 
Gedicht  nach  einer  Giessner  Us.  mitten  im  Stück:  SalomönU  hiis, 
S.  452-455.  Wegen  seiner  verwahrlosten  Metrik  liielt  und  druckte 
es  Adrian  als  Prosa.  ICs  hat  hier  im  Gegensatz  zur  Fassung  bei 
Gödeke  und  Wackernagel  dialogische  Form  ond  ist  länger. 
Seiner  Reimtechnik  nach  könnte  es  noch  ins  12.  Jhd.  zurQck- 
gclin.  Christus  schildert  der  Seolo  seine  Minne,  wie  sie  sich 
oflenbart  in  der  Menschwerdung,  besonders  in  seinem  Leiden;  sie 
fliehe  vor  ihm  ,mit  all  ihren  Sinnen'  {vgl.  MS  V.  1158  ff.);  er 
warte  auf  sie,  bereit,  ihr  alle  Sunden  zu  verzeihen  und  sich  selbst 
ihr  in  jeder  Lage  zum  Trost  zu  erbieten;  die  Seele  hingegen  be- 
teuert ihm  ihre  Liebe,  Treue  und  vollständige  Hingabe. 

Mehr  mit  dem  cbengenannten  als  mit  der  MS  verwandt  ist 
das  im  JVfNdS  VII,  S.  13  f.  veröffentlichte  nd.  Gedicht:  ,Chri3tu3 
und  die  Seele'.  Die  ersten  fünf  Strophen  wechselt  die  Seele 
mit  dem  hl.  Kreuz,  die  übrigen  neunzehn  mit  Christus:  er  schläft 
am  Kreuzesbaum,  müde  seiner  Pein;  sie  weckt  ihn,  weil  sie  ver- 
loren sei,  wenn  er  nicht  zu  Ihr  spreche.  Er  malmt  sie  nun  mit 
steter  Bezugnahme  auf  seine  Wunden  und  Leitlen  zur  Geduld  in 
der  Prüfung,  zum  Kampf  gegen  die  Sünde,  zur  Retrachtang  seiner 
Schmerzen. 

Kurz  erwühncn  will  ich  auch  das  Gedicht:  ,Gott  und  Seele*, 
Bartsch  a.  a.  0.  No.  10,  S.  214  f.,    Wackernagel  a.  a.  0.  No.  446: 


F 


ji    ,.I«A   äarkff    jfol    wm    hinwU'ich'.      Es    ^firfullt  in    ilrvinial    twei 

Hßttnfiheii.  di9r<n  Jade  mit  ciD«in  Ki-fraiii   schlieUt:   in    4l«r   eräU'ii 

^Isirte  Littet  (Üb  Seulo'    um  vüterti«lieii  Ral,    iiiii  Hilfe    und    um 

Zulfoclit  in  5i>in>-ii  Uumtt-n;  .'i^r  itrciirKUigcii  Hitlu  cnt-'^priclit  in 

ifi>ti  ilrei  tftjtt^n  Strophen  die  Maliimiis  und  das  Eibielen  Christi' 

|EI*i<'m-r  Ji.  a.  O.  11.  S  (II,  C,£).     W'vvü    Wiuk^rm-gel    mit    »«.-iiicr 

^^ArnuluDf;  rt'clit  bat,  iluU  liier  xwi'i  <Jodi«:lilf  vorliegen,  die  mit 

OnreeliL  verkuadea  wordun  (a.  u  0.  S.  28!l).    su  fiillt  der  \i\:i\i>g 

«.wijtclieu  Guit  aml  Seele   und   damit  der  einzig«   ViTsIciebung^- 

|tunkt  mit  MS  vreg. 

^Kiitu  MiltvlülcIluDg  iwiKlu-D   der   diulo^iM'llell    und  der  «in- 
ciieti  didiktisclien   oder   lyrisclien    Iteliandiun};    utLieri.*!)   Tlii-mas 
«i'linn!»    die    b*'ideu    unter   dem    Titel:    ,I)ie   Tuciitor   Syoii' 
^eliendi-n  lie^liclile  ein.     Wie  bei  MS,    m   iic(;t  auc)i    bi^i    iliiiiMi, 
Dhti^t'Q  wir  tiUD  tue  kiimera  :ilvnitiiiiii!4olie'}   «ider  iltc  Jii.sriilirlii:tit:: 
Koisung  des  Lamprocht  von  ßt-gensbu rg '}  lieranxieliini,  ilerOrund- 
iflke    ,im   Gwgfnsati    der  vcrgangliclien  wpltliilifn  (lOter  uncl 
iiguu  irdisclieti  Kreudc»  gfgon   die  Itei^taniliifkeit  der  Ikimni- 
liscfai-n  Wonne;   in  der  Nutirendigkeil  Tür  die  meuHdilidi«  Seele, 
ilie  ciilf  Welt  in  llielicn  und  nncli  dem  ewigen  Heile  zu  trarliteti; 
in  dem  Nacliwei»  der  Mitlcl,    die  en'c'linie  Vereiiiiguii);  mit  Oult 
lU  gi'niDnvii,  widclin  iil»  dem  Ui-nsclien  müglicli  gcscliilduit  ivird'^). 

I  Alltill  die  AuhführuiJi;  dieses  Oediiiiken«  t;elit  gunx  »ndure  Wege, 
jiN  iii  den  liinlit-r  eiwalmteri  (jedicliten.  Dort  li.iltcn  wir  retnoii 
DiuliiV,  liier  eine  Kr^ülilun^.  weiin  aueli  der  DiuUi^  iliiriii  einen 
bmk'D  Raum  beaoi'pruchf ;  durt  waren  Cliristuü  und  die  Seele  die 
nux'cbiieLllicIieD  Sprecher,  hier  sind  e^  eine  Reihe  allegorischer 
(lustallät),  die  ot/nilio,  meJiUifio,  fttift,  nyr»,  mi'ititHa,  rm-ilnt, 
oifßiii  und  andere,  wclelic  iiaelmiiuiidur  zur  Seele  sprechen  uml 
die  Stufen  versinnhilden,  auf  denen  sie  lur  Vereinigung  mit  ihrem 
ßrauti^mn,  dem  liiinmtisclieii  Iv&iii}!  gelangt.  Deslialb  drängt  sieli 
liiar  iLi9  Kro.'<tige  doi  Allegorie  und  de»  iKiktriiiuren  Itirialicli  nur, 
in  der  US  vcr^^LU  mau  sie;   die  Ta  hier  S,von  ist  gedankenvoller 

'y  llei  Kflrachiiur.  I>.  N.-t.  IS.  Dd..  S!  fT.,  [nui:  ^L<^  Mnncli  von 
Hclhttruiift.  Urif,  tun  Th.  Mindutf,  Ikrlin  1S7Ü.]:  Sclmrlu,  IltTliii  I»iU: 
(it'Ipl.-.  a.  n,  l>.  S*.  M.  I,  8.  i45IT.:  »fr*  ff*  OiiilUfcn  3,  SIT, 

*j  Weinbohl,  a.B.n.  S.^JAStr. 

':   W'..inli..l.l,  n.  H.n.  »an«:  vnr((l.   Pr.g.r.  n.  fl.  0.   I.  ä8|  t. 
HtBi.  (Iw  ntuw»4t  irt\r  '1 


i 


50 


und  tiefer,  die  MS  wArmer  und  nnmittelbnrer.  Iiliaigo  Ana- 
logicei)  zu  dieser  tiriüen  «ich  vorzüglich  im  leUt«n  Teil  der 
.Tochter  Syoo':  in  den  Lt-liren  der  MipUnii",  den  ScliitderuBgen 
von  der  Mncbt  der  Minne  und  in  der  Szene  der  Vereinigung  mit 
ilotn  Uerro.  Hier  besonders  der  ScIinU  mit  dem  Liebespleil  (ibn 
mit  wegentliclter  Änderung  des  Motirs,  s.  u.  Anklänge  etc.,  iD  V. 
I31C)  und  der  berauscliende  Minnetrank'}. 

Hierher  gehört  auch  ,da3  hohe  Lied'  des  Ihtin  ctut  Heim' 
iiei-lc,  brg.  VOR  A.  Fischer,  HibliuUink  d.  lit.  Vt'reiu«  in  Slultgnd. 
11)8.  Üd.,  Tübingen  IS9:).  Allein  inhaltlioh  steht  e?  <Ur  MS 
nicht  naiier  at.i  das  hohe  Lied  der  hl.  Schrill,  anf  dessen  späUt 
folgende  Besprechung  ich  verweise.  i 

3.  Dritte  Gruppe:  gleiches  Sdicma  aber  ohne  Dialog. 

Diis  in  hajrrischer  Mundart  get;chriebent>,  in  einer  MüochoQC 
Hb.  des  14.  Jhs.  erhaltene  Oedteht:  ,Sv«r  gern  hiet  ein  gül 
lcl)en'  (Altd.  KU.  II.  359  C;  Qüdrko  a.  a  0.  No.  98,4;  Wacker<| 
iiagcl  n.  a.  0.  Nu.  447;  vergl.  Preger  n.  a.  0.  II,  üS  f.)  kOiinlt;  mal 
mit  Fug  (lio  .Mititu'iidc  Seele  in  nuce'  nennen;  mehr  at.'«  jeded  dej 
genannten  niihert  es  sich  ihr  in  der  Einkloidung  geistiger  Von 
gänge  in  dio  IClmnente  weltlicher  Miniielust.  b)iu  llUcbtigor  Unk 
riU  lies  GediuhteH  in:ig  ilitiä  zeigt*»:  Wer  ein  gutes  Lebe»  führia 
will.  iniiU  die  fluUercn  Sinne  in  Zucht  halten,  wider  die  Sündj 
streiten,  eigenen  NVilk-n  aufgeben  und  Jßsum  suchen,  der  dK 
St'inen  oft  liiiigt'  InirrL'ii  lüUt.  Kbgu  der  suchenden  Seele  (vgl 
MS.  V.  122:!  ff.):  Jesus  erhörL  sie  und  llißt  sich  von  ihr  um;krinei 
und  küssen  (vgl.  MS.  V.  lUS'i  H'.).  Sii;  vcrtsngt  xu  sterben,  ui 
ihn  nicht  mehr  zu  verlieren.  Allein  dies  darl  noch  nicht  gei 
sclich(;ii;  douh  versüßt  ihr  Jusuä  die  WarteKuit  mit  dem  Spiel 
seiner  Fiedel,  das  sie  mit  solcher  Wonne  erfflilt,  daÜ  sie  de! 
Lolio»  (Jottes  nicht  satt  wird  (vgl.  MS.  V.  Iü03  ff.),  Kr  land 
seinen  Itrfluti^n  vor,  sie  tunken  ihm  nach  und  lernen  himmlischl 
Sitte  (vgl.  WS.  V.  1800  fl'O  Dann  beginnt  wieder  der  Gang  auf  d« 
,I:;iendcn  ITad'  in  Ketiächheit,  ÜeiJutd,  Demut,  Sanftmut.  Bi 
schenkt   ihr   den  Cberüuß   seiner  Gnaden,   sie  schielU  deu  Plei 


')  KrR  vcrwnnili  iai  iiuili  Aw  von  K  Ui^dirr  ZfhM  1,  80ir.  vcrCffmtl 
Ikblf  iMVNtiMrhd  T'rnkint  aus  ili'tii  Klu^U'r  UiitiTi'Jirulitti  ;.ii  riilrnjir  j.  B 
.oitii;  uiGtst  wnrllitli''  rbL-i'ü-'Unrij;  iK-*  Inli'iiiibt-'hi'ii  'J'r*kUi)i'«  fib''r  ilin  Tucht« 
Syon'.  Mi.-liH.[.  UI.  S.  liW":  »pikI-  daHi  Klub«  8.89». 


F 


Icr  Liebe    auf  iita   ab  (Tgl.  US.  V.  1316  Q.)    und  nun  wird  in 

ibrL-oi  llertoii  Hochzeit   gclialUn.     Er  iip«n<l«t  ihr  aus  ili'm  v»llßn 

fats«  seiner  Süßigkeit  bis  ihr«  Secl«  trunken  (MS.  V.  lObü  flf.) 

unil  selbst  der  Leib  voll  der  Seligkeit  winl;  iii  iHutem  Jubel  er- 

gieilt  5ie  die  OefUlde  des  Daukes  für  ihre  Auserwühlang  lur  (Jottes- 

braot.    Sie  erhält  ,dcn  innersten  KuU',  wird  zu  Oott  erlioben  und 

ruht    in  ihm,  unfAliig  auseudrückun.  wa^  »te  Tühlt     Jesui  i«t  ibr 

.illoj,    dei    s«i    er    gelubL  —  So    klingen    zahlreiche    Motive   der 

MS  hier   nach.     At»«r  ein  groUcr  Dntencliied  bvsteht,  ganz  aü- 

j'-ehen  von  der  vcr3chiedi*n«n  Form  unri  Ausrielinung,  doch:  hier 

L    :i>[iclil    diu  8wlo,    dl«  da»  Ziel  KChon  »rrcivliL  hat.  in  derun  Rr- 

H  iaoeruDg    deshalb   die  ert n-igenen   Kescliwe misse  zurücktreten    und 

H  Mr  noch  die  Lichtpunkte  hafleii,  in  der  MS  die  Seele,    die  nock 

H  luf  dem  mOhsanion  Aufetieg  begiiffen  uns  all   seine  Kitt^rkeiten 

H  nilfiklen  IDLI;  i«|pr  besser  vicllcii^ht:  hier  rt:det  die  KuehUieorii^ 

■   ia  der  MS   die   lebendige  l'raxie.     Oeshalb  hier  Hmt  beständiges 

p     Jubilitrrvn  mit  leichtern  Hiiitvogbij««lien  llber  die  Leiden  und   Prü- 

L   rnogra,    dort  vorwiegend  Klage,  Wehmut  und  gereizte  Spannung. 

B        Den  eineo  und  andern  Zug  haben  mit  unsorni  (Gedichte  nocil 

Eeineia:  ,der  sele  wirdigkeic.  Wackernngel  n.  a.  O.,  No.  452; 

r|[L  Preger    a  a.  0 ,  U,  57  f.:     die    Verse    schildern    aur  Qruntl 

4t«  Lebens  und  Leideng  Jvüu  »eine  Liebe  zur  Seelv,  seiner  Mraut; 

die.Passio  einer  minnender  nele'  (Mone,  Sclian^p.  d.  Mittet- 

*\\tn  V,  \»L-2.  S.  1-JP  f.i    zeigt.,   wie   <lii5   Oott   liehenla   Seele 

Keiitigerweisti  die  Passion  des  Iltirrn  durchleidet');  ,Wene  lierzo, 

«eaent    oogen'   (ültd.    IUI.    II,    \ii*;     Wackerniigcl    a.  a.  0., 

^'0.-494);    Klage  der  Seele  um  Jesus,  ihr  verlornes  Lieb;  endlich 

ßicilerdeut'>t;lie  Oi-diclit  ,l)ie  niinneiulc  Seele'  aus  der  Hb- 

f*r  Liederhandschrift  Vün  Edw.  Schrüder  im  JVfNJS  XV.  1889. 

R.  ti  L  TerCCTeDtlicht:  die  minnetide  Seele  sucht,  der  Welt  äber- 

den  Oarten  ilirex  Gelielilen,  Jesu,  aur;  da  i^t  sie.  ubwohl 

nicht  nllciu,  denn  ihr  Apostel  und  ihr  Kngol  leiston  ihr 

OcKlIscliaft   zum  ZeiLvertreib;  ilirL<  Mugd  aber,  die  onifio,  bringt 

I  ihr  aus  dem  himmlischen  Heere  noch  herbei,  ven  .«ie  immer  vcr- 
^  DioM  Psssio   ist   im  (Inindo   uiii   iinil   iljutHelbc  wii<  ub.|i.  X.  d.  III. 
Tvili  iltr  OffonbiTViififn    Aur  Si^li«.  Ueclillii  IrJ  v.  MugilebiirK  S.  TI   t.- 
t'tH  iem  pttti^    AtT    minuL-mJtm  ttli  dit  li  rvjt  j^lt  kaf,  tw  ji  i/iltU  «W  m  An 

i* 


52 

langt.  Um  Jesus  xu  gerdllcn,  maU  üie  zuerst  MarU  einladen; 
kuEumt  tlietse,  so  Tolgt  der  gniize  Ujintiilisclie  Hof.  Mit  ilen  lleiligi?n 
(JuKU»  iriril  uiclil  j^eiiannt.  spielt  aucli  nicfat  vor)  ilarr  ^io  Lanzeo 
und  spielen  nach  Herzeiialuit  (s.  u. , Anklänge'  etv.  zu  V.  1800  0'.) 
Gegen  die  Poinde,  die  ihr  du»  Zugang  zum  Gnrteii  vrelitcn  wollen, 
«chlltxt  8i«  dns  Myrrhenbüscliloin,  das  sie.  aus  den  Lei<)«ii  des 
Heim  gabuiiden,  an  der  Bruül  tr^gt.  Üenn  im  Qartcn  stellt  der 
beig  Calvariit  und  am  Kreuieüljauin  hAngt  Jesus.  .Kütiiiti:  ich 
sus  seineo  Wunde»  saugen!  klj  bin  vtin  Sündea  krank,  meine 
Ocbrechou  üind  groß;  er  kann  iiiivh  heilen;  darum  will  ich  mich 
in  £«iii  Ilen  vurSL-nkon.  LaLSt  un^  Illuineit  ])flflckeu  und  sie  dein 
Allerliebsten  zum  Kraiizlein  winden!' *)■ 

II.  BeHehungen  lur  mystischen  Prosa. 

Die  my.itischrn  Gedichte  Kind  gleichsam  das  Wellen^fekrSu^el 
fluf  detn  See  der  ileuUcheii  Mystik.  \\a*  tiboii  glitzert,  i*t  die 
gleirLe  Flut,  die  in  den  Tiefen  wog).  So  müssen  wir  iiebon  jenen 
mei»t  nainenloacn  poetischen  Produkten  auch  die  Prosa  der  M;> 
stiker  in  den  Kreiei  unserer  ItiUraiOitnng  zieheii,  wollen  nir  die 
literarischen  lte»ieliimgen  der  MS  allseitig  er^chöpren. 

1.  Schftn  in  der  äußeren  Form  steht  der  größere  Teil  der 
mystischen  Pro^a-ScIiHnen  uiiserm  Gedicht  nahe.  Sie  bedienen 
sicli  nilmlioli  mit  Vurtiiibe  des  Dialogs.  Was  die  lil.  Gertrud  im 
Jegutu»  divinue  }'iffiiii/i^  selber  erzählt,  gibt  sie  meist  in  der  Form 
von  /wiegospraehcn,  die  sie  mit  Je»u£  und  den  Heiligen  führt. 
Mas  gleiche  finden  wir  im  j/Mfc  sjifiual!^  gratiaf^  der  hl.  Mechlliild 
von  Helftda.  in  ili;n  OfTHnhanmgen  der  Adelhaiil  Langinnnii.  Im 
jli^eniien  lÄekt  d*-i-  Gottheit',  rerfaUt  von  der  Scluv.  Mecbtliild 
von  Magdeburg,  ist  C8  bald  die  Miiinu  und  die  ,Praii  Känigiil' 
(die  Seide),  hahl  (5ott  und  die  Suele,  Bald  tÜi'  Seele  und  die  Sinne, 
dann  wieder  die  Seele  und  tue  ,hi>kantiiu*«e*,  ilir  Seele  und  der 
Leüj.  die  mit  einander  roden.  Seuses  , Büchlein  der  Wcisliftit' 
ist,  abgeselien  von  der  Rinletlnng,  ilem  Lidge<!ergitl.t  auf  die  KJinigin 


')  Nur  fibcrlitttipt  (Jan  TIküiiii  Imbrn  mil.  MS  gi-noin  «lio  nir^krlftmli neben 
Lieder  di-r  iiii  ntu'inliiii  Si'cli'*  HK  im.  4ä-  110,  inil  liiannhitio  rU'K  oben 
S.  4  Ulli!  8.  47  bi.'»|irijtlK'in'n :  //ig,-  .<f  tiljn  irtm  tu.  An  nituvliicii  itlt  dbcf' 
rHichuadt'H  'reiUiikUii^uri  fohlt  4!*  nicht:  «.  ii.  K.  55  IT. 


5S 


di^Himmo1rtic)ic<i(17.c.)und  den  iing;<>liingte»  hundert  ErwUgungen, 
eiii   rurtf^usätzlur  Uiittog    zwischen  d«r  eirjgen  Weisheit  und  dem 
JOfiger.     Selbst  seine  BioKrnplii«  li«w«j;t  s\cU  oH  in  dic»«r  Purm; 
vergl.  c-  'i   ilco  Widerstreit   2irlsL-h«n   dor  Gnadu  und  den  b6sen 
{^inllilit«rungeu  in  der  Seele  des  Dieneri;  o.  4  und  6  die  Gespräche 
lies  [ti«)ief$    mit    der    ewigen   Weislieit;  c.  6,  7,   13.  21,  ii.  24, 
2&  die  U  nUrredungfln    mit  Kngcln,  e.  26    mit  seiner  Sobirester, 
Lc    :tO,  31,  M,  ZB  mit  Gott,  mit  Maria,  c.  2i  mit  dem  Jesuskind; 
■    einigerraaUeti  hierher  gehören  auch  die  cc.  3.5 — 37,  39,  A2,  4!)  — &t>: 
Brie(vecli$'el    und    Oospradie    mit    seiner   gcistl.    Tocht«r    usw. 
Ahnlkb,  trie  Preger  III,  'i68  hervorhebt,  (fulman  Merswins  Ruch 
Tga  den  9  Fel^i-n  u.  u      Au5gen>itnmKn  sind  iiiitiirlich   Predigten 
iml  durchaus    lehrh;ift<  TrakUte.     Aber   wie   oft  It^seu  $kh.  etwa 
tiei  Bckhart    »ogar    die  Predigten    mit   ihrem  regen  Wechsel   ron 
Fngie  and  Antwort,  Einwurf  und  Widerlegung  in  lebendige  Dialoge 
JuT    Und  Seuseü    schwieriges  , Küchlein    der  Waliilieit'   ist   fort- 
g«9tUtes    äefipräch    zwischen    der  .Wahrheit'    und    dem  .Jünger', 
,f«rf  uml  ,Junger',  .Wildes*,  und  .Jünger',  .Frage'  und  .Antarurt-  'j. 
i.  Allein    tiuf    ist    doch    mehr    Nebensache.     Dos    Wichtige 
iit  die  Gleichartigkeit   der  Motive.     Dnd  da  zeigt  ^tch  nun  eine 
FGlle  von  Uerähiungdpunklen,  die  diej«Dige.  welche  die  MiS  und 
die  nivsti^hen  Gedichte    mit  einander  verbindet,  weit  übertrilTt. 
fiue   rticri-inatiuimutig    nicht    bluU    im  Gruticn    uml  Oanscn    der 
ptfüf-eD  Rtditung,  des  ideellen  Gehalt«   —   die  ist  l&ngst  erkannt 
—  »Dllern  sogar  in  der  Kinkleidong  der  Gedanken.     £3  wAre  ja 
auch  wunderbar,  wenn  die  Meister  der  Mystik  beim  Reichtum  der 
Plianlaii»;,  bei  der  *cllcnen  Tiefe  de»  Gemüts  unil  der  Filllo  bild- 
üeherGeftallnngskraft,  wie  sie  die  meisten  unter  ihnen  bekunden, 
•ich   flie   Bilder    und  Oleichnisse,    vor    allem  das  von  dar  Schrift 
frlbst  gebotene  l'rhild  ron  der  hrHutlichen  Liebe  nnd  Verbindung 
.        lar  VfTsiMnlicbuDg  ihres  höclisten  Ziels,  der  Vereiaiguiig  der  Seele 

!"■■  "■"'■■"""  ""■"■""*■ 


k 


*)  ScIhmi  r.  S«l)iin»»e.  (Joch-  rl.  biliUnd.  KüaaUa  i.  UittaUlter,  IV> 
(Dtaddorf  It^Tt)  ijiitdil  8.  !t7  liii'raiir  «nfmorktiAin.  VoranEKi^gaiigcn  im 
(Hrauch  der  Uimpricliarunu  wHrcii  it'ii  doiiUt^lictj  1i«roiU  die  latmnischpn 
)I(«lik(«:  Tsl.  etwa  BouATOiilurn,  RuIUaqiiium  (US.  29ir);  Hugos. 8. 
Victora,  Rolilnij.  it«  archit  «iiimno  (I.  c.)  n.  ■.:  Vorbitd  waren  Jäh«!  dto 
ttoi  hl,  Aiigaatin  isgetchiiebitncu  SalUoquta. 


54 


I 


pielle  von  Ansclilußinomontcn  an  di«  Motive  der  MS  pegeben.  fcT  ee 
AaÜ  man  auf  diu  Scbtlderungen  (los  Hohen  Lie'le^ ')  xurilckging, 
sei  ci  daß  iiiiin  d«n  Blick  aaf  den  weltlichen  Minne  dien  st.  seine 
Formen  und  Phasen  richtete.  Aber  ancli  wo  dies«  Bilder  in  den 
liiiitergrumi  trete«,  deckt  sit;h  der  Ausdruck  des  Gedichts  Obur- 
raschend  oft  mit  dieser  oder  jenen  Stelle  irjf<'ni  eines  Mystikers, 
Die  fol^oDde  Liste  vod  «Anklangeo  und  EntichniingeQ'  mag 
ilii-s  urlidrti;ri.  Sic  ist  lang  g^nug  geraten  und  dacli  wurdun 
manche  Parallel  stellen  niclit  aufgenomtncn.  Oedanlien  irie:  .von 
Qott  geht  der  Zug  der  Gnade  ^us;  ohne  sie  vermag  der  Mensch 
nichts.  Das  Erste  auf  dem  Heilsweg  ist  diu  tliiUc.  dio  Enlla-iJ 
digung  run  der  äündc  durch  eine  reumütige  heiuht.  Die  lluBo* 
darf  nicht  aurgci^cliobL'n  werduu  und  hat  sich  lu  bct&tigen  in  W- 
ständigem  Kampf  gugen  die  Sande  und  die  sUndlialten  Kcgicrden. 
Mittel  daiu  sind  Hut  dt>r  Sinne,  Sthireigen,  Oottesfurdit,  Nacli- 
iiinnung  des  Lebens  und  Leidens  Jesu  in  Demut,  Annat,  ticduld, 
ÜleichförmigU-it  mit  dem  WilJcu  Gottes.  Dadurch  gewinnt  man 
die  Huld  und  lAvho  üuttes;  ihr  Besitz  iüt  diis  griMJto  Olück,  ver- 
silllt  alle  Leidvn,  stärkt  im  Kampf  und  fährt  nns  schließlich  zum 
ewigen  Leben,  wahrend  ein  weltliches  sinnliches  Leben  uns  iloch 
keinß  GenKge  biotot  und  in  ilen  ewigen  Tod  fUhrt':  diese  und 
illmliche  Gedanken  elnd  uicht  ^I>ci(ifi^clu's  Eigeutum  rler  Mystik, 
sondorn  nllgemt-'ines  chriütli'Rlios  Krbgut.  Sie  werden  deshalb  in 
unserer  Zusammenstellung  nicht  berücksiehtigt.  »uüer  wenn  üich. 
Ihre  .sprachliche  Einkleidang  in  MS  in  auifaUendcr  Weise  mit  dem 
Auedruck  eines  anderen  Autors  deckt. 

Aiifgonunimen  wurden  ilagegcii  auch  dio  Pamllelstetlen  aus 
den  frQher  besprodienen  Gedichten.  Femer  machte  ich,  no  ich 
kunnle.  die  Helege  au«  den  Scholastikern,  den  Kirchonvätero,  dor 
hl.  Schrift  nnmhitft,  auf  welche  die  einzelnen  Motive  und  Ideen 
der  MS  in  vroitcrer  oder  letstcr  Linie  zarfickgehen  mögen,  Ds 
vielt!  dieser  Zitate  zugleich  «inen  erklärenden  Kommentar  tum 
Ti-xtu  bieten,  koiinturi  wir  die  Anmürkungdn  unter  deriiselben  naf 
ivoiiige  Ausnalimen  be.sehr:lnken 

')  Bc]«ge  TBt  die  AulTiwsung  dor  DrKut  den  Uubnii  Licdo«  aJi  T,v]>u> 
der  dnüi/lniMi  rliriAiÜrliun  Kcclo  ».  Pisclicr  in  suinur  .4iiiigiih<i  von  Itriiti 
V.  8obi5nb,ri;U  ,HüUi-m  Lid'.  S.  88  f.:  iintnchos  miicIi  b.-i  TiufoiiLluiI  OSB., 
,l>Bs  hohi;  Lied  aiiitKf<l.  l  Tlitiolog^i^i^tudierundH  und  Theologen'.  Kcmpton 
18Ba,  S.  ö— 59. 


AS 


Aoidäng«  and  Entlehnanocn  aos  der  myslitchtn  Literatur. 

(T<rrbttii«rkuiig:  Vijtad  aLdit  üumcr  dju  CiL>!  .tu>  MS  mit  dur  betrcflt-njrn 

Vtnuhi:   in    pctit-Dnick    Mg«   lanHiHelltar   ^i«   tngclK'rigcn    P«rall<il<-a. 

Di«  Anflftsms  <ler  SikIcd  «■  vmik  (jii«ll«B-  iu4  Lit«ntsnonvichni*). 

TM:  Diß  ist  ron  unsertn  barren  iheium  crJst  Und 
ton  der  miDnendeD  sei,  die  »in  gemnhel  iit.  (ef.  Q.  504). 
.I)w  pn<h  Ut  gcjutnt  ton  iler  gimaAt/  Criiti  nnd  der  gcUubigiti  andr^htigi-n 
«W...  Cgm-a»,  il6,51S:  ef.  r^n.  175;  837:  »uücrilwi  Iwi  WTS  S. M4  f. 
Km.  III  V.  ä34  n.  8.  MI  Aniiu  »  V.  4IUT,  r«riior  bei  S1I1-:  S.  :»'J,  Anm. 
»  il.69. 1»  uis«(llirt«aBcl(ccn  ftlchi^  Roek:  nßSS.3IA,40:  KMS  218,&d: 
B:^P  Stil,  b";  PbH  tl,  401, »:  SUE  177,  VI.  Briof,  Atirnii^-,  u.  S.:  ÜB 
»,6J3n.  0.:  ABl  11.  3Iii-.  .L'ns<.<T  Vrowen  Wsuti'-  her.  v.  Milehiirk,  Bciti.  V, 
S.It«f„  V.  I5()-I53,  17S,  182.  TN  V.  2525,  fi533.  fi784  o.  (l.;  CK  S.  37; 
Tl'rol.  4lb,  :«'  a.  It.:  Engvltb. :«.  II:  SWS«.  I6>  O.A.:  rod.  Kins.  ?«3, 
S.412;  (IStr.  V.  8:!1:  L'nnla  Mä,  3Ta  S7I,  577:  Rchlir.  26,  S9:  ,got«ii 
«mMr  rfrtmvnt  (d.  Sode)  er.  7,  lÄ:  10.9:  17.  18:  33.  34:  ^4,  38  II.  ö.; 
.«an  lud  vn">"t'A-(JoMt>)  10,31:  cf.e.3:  15,  3i;:  Ui,  33:  33,18;  33,1»;», 
I;  NFiri:  ZfhSi  1.87.  Die  Ul.  Mjaik.-r  ^U.  briiiirlii^  d»nir  jjwnur 
Wj{fKm--.  I|ut^».S.  Vict.,  Migiiv  Pulrol.  Ul.  l.  176,  eul.  987ft;  Boimv. 
11.  .löin.  i.  8.  1».  6:  7:  39:  81:  «.».  Bunili.  in  CaiiU  8d,  I-J  u.a.:  S.  Tlwuins 
R."!!!««!.  3.  f.  •].  19,  8,  id  ai  Com.  In  II  Cor.  II.  locL  I.  u.  0. 

lOf.  (^'/ifigtui  an  ihrem  fielt'.)  du  redest  gar  recht.  Ich 
"il  erst  mit  dir  haben  ain  eespeclit.    Uli.  ii.  3l'  s,  i«i: ,. . . 

ipftniH  «i  Dominii*  in  ivtte  ttmdidM,  »(.'ilcn*  <«>Mr /a/m«  i]i4iiiK:  i<u|ii;r  vuriisi 
'rjlmlil  intiiba«  ti  infinniUililitiit  giii»  ukiii  iluIcitiTr  conKiilHbiitiir.' 

I8f.  8o  sag  an.  Iicrr,  was  du  wilL  Diii  hailgo  stimm 
lllveg  in  min  or  Iiilt.  IISP  S.  2til,  V.JäOr.:  JiU  aubicr  -^n  i»<u 
"imtiruä.  lü  iniiAii  icli  taon  wai  dn  vUt'. 

iOt.  (Se«It:)  Es  stund  dir  aber  vrol  an,  Das  du  mich 
*in  wil  mSchtist  rQwcn  lan.  SMi:  .S.  9l:  .l»-.  spmcU  loh  m»  imti 
[tio  JitHuliind):   nur  uuib  biKt  ilii  nit  xfililig  niut  la«t-  niicli  iiit  «ulilufTi-irf' 

97  f.  (f.'hrithu:)  ...  So  gab  ich  wunn  und  fröde  dir 
t^Dil  machte  dich  so  vol  gemut,  Üas  du  nit  ncmint  all 
^«' Witt  gut    Für  äi«  minm-  min:   Also   wol  wiird  dir  mit 

Vir  lin.  NH  >S.  'H:  .Ich  gi-loubu  . .  ..  (Ihs  i'iii  viiii^'usUv»  trii[j]>fL<liii  di'f 
VtAm  liurtm  minm  uoRbilannu  dos  nit^iisrhun  herlii!  wc  /riiit  und  /rdidt 
'•'* irttui  pi,  d«jDti  üb  M  miigelicb  wAro,  das  durch  oiiius  inenscbcn  hm'tie 
''^  itt  Ktö  mivu  w/td  frlU*  mtttttinxnder  Hftssc  ....  vanne  giüttt^Hcho  niinnD 
iW»ig„i  und  ubvrtriff«l  »llc  ding':  ci.  Uiili.  a  S.  Viel.  Doiij.  min.  c-  37  n.  «. 


132  f.  fr»»-Hrfiw;>  ia,  die  liebsten  fnind  Riio,    Der  i«ll 
toiid   jj^    f;ar    citn.      Sutiin  t    sy    ain    liber    dn«    feld    odcj 
«iräj  hfr  jian,  [>en  sclirutri  ntü  als  atn  irolf  an.     xus.itii 
.lud  ilu  niiüiU-  üiieli  ilaa <^t  der  ganu-n  tUt  luu  »iioUo  «irt  und  in  (tir  Hau 
(liimi  Iialkfil,   Ulli]  Ca  hMcbwih,   wamini' (!)  <-r  im  i^r  jArurw  hrkaiii,  'Iat  « 
•in  oditcr  schilt  in   oddor  sininveto   ab  imme.   oiMvr  nu'iclii-u-nt  immo  mit] 
gKr  bcrUn  wortui'. 

136  ff.  C^'linttvti:)  .  .  .  [liie  fhind  min],  IXtrch  die  tcli  dto 
fruciit  ussdcreril  loDßon;  Und  söltint  si /</i>  Wtlitu'tuie/ieiiJ 
sieb  ir  gOttät  bogon,  Sy  niQstint  hie  und  ilört  Abel  zit  hnn. 
....  nivman  vol  s»/i'ii  mag.  Wie  vil  si  der  irelt  pnad 
nmb  micb  erwerben,  Icli  lieÜe  si  süss  alle  sterben  Und 
dem  tufrl  setait  werdvn.  AT.  S.  34  (Chrinhi«:)  .tch  lu  .Avr*>M£«T 
frmml  taiUfm  all  /n/U  vakiea.  und  »oll  it'})  diirrl)  iiiuincr  vRiiit  willpn  luicn 
irah*«n:  ca  wfluli«  oft  iiL-iir  ein  wuni^.  —  .!>«&  diu  <>u(tt.'iifti^uiiili-  die  StftLauti 

der   Cliriili-iihoit   ufon, tat  der  rirun<)Kodank(\   der  sicli  «lu  ein  rulur 

Faduii  diircli  allclii«turE«cliiti  T>lc)iluni;ru  Mer»iiins  hindarcliilolit'.  t'onifl« 
in  ZfdA  2Ä.  li.>8:  s.  i-lwa  NK  II J;  ,Ihi  «oIi  wißt'«,  wio  IQcwl  dirre  mcBMiton 
kIiiL,  ü-i  !•>(  <l'>(;li  gi.'L  dio  crlslotilii-it  iillo  iliacn  iiirii«clii-ii  gc«l»i) :  du  skII 
(i€^h  wiüi'ii,  wcrenl'  dicKp  liiceHn  iiK^iitidnii  iiüor  der  cit,  daa  fof  i«!/  irii/tm- 
ktU  OH  itfin  itrti  nmtl.f{fif;  *.  BiitJi  T  IViid.  18!)»:  .Diso  »rj-nd.  noff  d.-n  dit 
hi'ilig  ehristlicli  kiri-h  »Uiet  und  nvrun  df»i-  nitt  in  der  <ri«tciib<jit,  dia 
früünJknt  inAit  mii  huMif:  ib.  12^.:  ,8j  ira^m  alit  tfitt  anti  iiiid  «»iiid  cdid 
/.■ü/  4n-  n-lr.  cf.  ib.  4aa,  «ja,  M4  c,  127 <1:  T  M<nl.  v.  Ht;.  S.  ai>ii.  |i«t  (iudankc 
i>l  iibiM'  »ciiuii  nlli-ri-'H  DaUiiim:  GL  S.  ITS:  .('iiiu  iiiiu  nuiaim  aiijni«  totn 
<'»i'di>  iMiii-i'rLitur  nd  Dutiiiniitii  ...  in  Uiiltiiti  i|i«iiin  |)Ui)ul  (inml  t|ti]utdoi|iii.^ 
u-i-<ma[|Lalvii  /Wim/  Mi  •ihW."  Ähnlich  iia<:li  riuiiifU-  (tli«t.-]j'il.  tili.  7.'>,  IZI) 
hiTi'ita  dir  Vörrassur  dwi  .ojius  tiii|iL'rfocUitii  in  Mattli.'  tind  riol  spSti-T  nocb 
St.  ITiurus»,  Tln>uu»  s  Jmii,  d«r  Tlmiiiiif  Miu(«(iidii*i  i».  «. 

!'!<.)  [Rrl  tioin  i1aH  cnilz  nTr  sivli  und  /f'rN  Jittrlten. 
MM  n'i.M.S,  S.  117;  ,Hii^t  tiiii  wil  ic  dat  "i«i-  i^unntcji  liniJc  iiiii  <?riiitu( 
itervtn  Itrerf;  du.  67.  5.  S.  I4K:  .Dil'  L-rsti.-  luesuii,  dk'  ic  davr  tüuI,  Iial  wm 
ic  aotiiii.-  aCcrvcn  Iurt.'n':  vcri;!.  daa.  na.  IjO,  7,  K  l-rS:  iin.  UD,  8,  S.  I5ü:  nu.  1IU,2. 
S.'JIS;  r..nwr  MW  4a»  f43l>;  SHK,  4l)U.  Ani.i.  m  llrier  G4,  Z.a«:  T  l'rcl. 
■iöii   II,   it. 

177  {ih-intm:)  i>  Gadritl,  uu  «iirt  ir  vast.  .  M.  s,  ai : 
.l'nti-r  hi-'rru  iiiirach  hirit*  dum  uiij^il  Cm^itl-  gu  hur,  ÜHbriul,  du  knmlot 
mich  tiK'incr  miivlor . . . ,  nii  tn/i/iCA  iih  dir  itu^:  vorül.  S.  9,  ib.  ii.  (II,  8.  lUfi:  489. 

17!)    (f'kfistun:)   Miti   vutlcr  ^(•bicrl  inicli   in  ir  iiai:lit 

lind  tag.  (s.  II,  vorlieg.  Uni»n.  3.  t.  v.:  ,Gtrl>urL  doi  gute«  tnno*  in 
il^r  aöli)'.) 


ST 


I 


181  8y  ist  nin  tem^xfl  des  allmäclilisen  goUcs.  fniKl 
V,  fi{H',  IIOO.)  Tl'ritil.  iöl» :  .liisur '/w/.-/ da  '%<•*«,%  in  Jiii'»'!.  <\t  liX  iliaZnv/n- 
w/nüir  lantuTii  tiiwcndigkcit^  iin  dio  f-utt  irii'r  Digiti  Iml  gi'U'gt.  dann  nii 
ille<ri«lur:  IHM  11.  33,^:  .Hirro  /cni///,  dd  ?«/ iiini-  hirKiflicn  wil  .  ,  ., 
lUi  iil  il«!  miaucbvn  itt^;  «.  atidi  CU  !$.  V6  u.  ii.  Diu  Aufftuwiiiig  ]{vlit  bv 
ka;itidkh  auf  I  Cor.  a.  16:  II  Cor.  6.  IS  u.  ».  zarflck. 

t82r.  Sy  IJdct  vil  Hntcerdet  und  iipottes  Von  fnindcn 
Dnij  von  mikgcn,  ün<t  Ut  sicli  iles  nit  bctrngon.  Dimiit^.  \fH: 
.lIii'T  Boili  s»  nÜBKiiil  ■■(■  vil  irau-i(i>iV^i/liilim'  [ilit-  ^ultiiiiniii'iiik'u  munnchiiii] : 
SS  II,  43  (103):  iDiD  Tor  acino  gosdicn  waren,  dii-  fliOicn  von  jm:  an  nrrnt 
M  v/xaieu /rtümita  siiclit,  »ii  kcrkiR  Sil'  Jro  aiitl&ct  tiiwinligkltcli  *un  jiii':  vX. 
Btlil.;  J  S.  1 :  .Auch  (rr»dit\>cl;ct  *,v  g'vij  mit  uiigittiin  vnd  bulriittnill  an 
ain  frtUHiitH  ■ilnr  an  ironi<'ji[''"'''n  li:jr;linmiu,  HU  irom  gute»  giOtfliiiio':  U,  n. ; 
»'rgl,  i.ptlii-gk;nJi;  i:nt.:r».  0,  1  xu  V.  IB'.'II. 

iRd  f    Siecb.   das  ist  ir  ßroßes  frommen,    />>(*  «t  /np 

Ut'Ktm  inne  trail,  Itfnn  atj  ailr  inaiitr-r  niürhliH  grifft». 
I'IHf  il.  8.  i?.  3i^(Rekbsrll:  ,...*»  «irfttl  »icli  itii»  /ä^v/  in  ilic  kri'lli',  riinlf! 
Un  Itt  inunaclx.'  «1«  undcTwIltiiit,  dcnni;  iii  kihiih  ^r.'ir:»  mii^,' ;  ib.  S,  i21l,S-i: 
Jlu  gut  inil  giiidL>n  in  iIiT  siMe  \i\.  Jai  Iriit  m!  liiAltt  in  tkh.  diiii  nilin  v^r- 
nlnMrit  ^rlfl^tcn  inllgu:  ib.  43S.  34:  .\*ls  I(.-nii'l  'k'r  DK'navIii:  in  uiliiv  <iut;cii- 
blit(  nv.  ileniii^  jAV  •»m-ter  goworton  iimgen';  T<1ä«  72,30  ....  A»a  kuini  sy 
M  ^m  <ji/j^  ifo  nuiMAr,  dii'  In  da  van  ^IfriuUmt ;  obonto  dao,  73.  I D :  Kittliar. 
■iDMtTd»  K».  IM.  S.  4S,  :iS  r. :  (gl.  Aiidi  Pn^oi'  a.  a.  ü.  III.  S.  3Ii;,  Mit- 
Ulnng  aua  d),'n  Seliriflvn  de*  jüdUi-KfriMiiidi'»':  An*.  S.  11$  aus  Tuulcn 
PwiiSten:  WTS  Aiim.  i.  V.  2«38,  S.  JiM:  SS  RI.  li»-)b;  T»  S.  li'U;  NU 
S.  ICO:  a.  a,  —  IÜimo  SUllc  geht,  wir  diu  ühtilicÜL-ii  V.  :i'.l  IT.,  1 3G.'.  IT.  im 
Utradc  luf  <lio  I.olirn  dir  Mritlkur  ziirflirk.  duli  xiiui  if\ee**Mt  iiiotilnlix 
Aitt  HibBoi|;vii,  'laTt  ila  -ib  ullvn  wiMou  int  uriil  ••*  'illrr  anhltr  ttiitU  iof 
{SS  IIKb),  WiüJionM-bnn  uml  i'ig<-iiiir  Fli-ill  nielil«  vcriii<'ig<*ii :  vf.  Dcnilla. 
^**Ct  ^' Aiini.  ^,  uu  liit^fTir  vbw  Kt-iho  MyitlikiT  ziliort  «init:  n.  hiicIi  ii.  nii 
'■»Ifl,  1543  ff.  n,  n.SO.  f^nuTps.  118,^9:  Äw/r*-  «-«««  fllwM//i  me  iulfllfjri, 
l"!*  tMihiKiai«  tiia  moAiUtiu  mos  »f. 

MIO.  Icli  Irae  s;  fruntlicli  an  itiinem  htirtnen.  (is 
IILUi  ;3J):  ,lii«!  |«i!l  dl«  dl''ii<ir<j  vfji«  injnnfklidi  äug  itin  ityitn  ^tmii^ii 
M  niil  Meinen  amiim  TuibfHii^iiii  iiiiil  an  'tin  gMiiA  birit  gilruckti':  itti'iiti. 
^iil  :.fciiw.  It^n  t.  Uabtink'l-Hl:  .\k  ein  inutor  Ir  ■-inge|jr>rne.t  kini)  tiefttut 
•nl  hirilir1i«r  lli'bc  und  os  vtrilHAtn  trüttt  an  tr  heri-  iiodi  vÜ  ^ollliduT  Und 
■■■»»Utcber  ufti.-l  und  troiitct  t>ot  ir  aolo*:  TAsk  ^4,;')  T.:  .Utid  unibliong 
•"'«l  (4bmt  hiTj  g»i-  lirplivb  niiil  /<«*/  mieli  gnr  i^i^tlivli  und  li>iiili«di  .i«  «• 
****"  *«*■;  AU  S.  IG:  .Dd  m^igt  sicli  Hiti  *i>I  nT  iiiiMtrit  lurivri  tinil  «r  krgt 
Mbum  nmb  *>.  dn  *\  iNiig  >t»  gi'li^t.  tl<>  liicf.  er  u.k.w.;  Iil.  IV,  c.  Jj9,  ti. -165^ 
1^  lUnd»  aubripi'tn»  iraiii,  iiiliT  siinvu«  iiiii|iluxiiit  Uivi»«  itviti  mo  tum  afflf- 


«f-  '*•  S.  16,  48,  78,  5M:    MH  S.  230;    SfM  8.  7:    CB  8.  IS:    p«.  8, 

437:  II.  n. 

199  Si  ffit  ir  ler  zügnii«t  dik,  Dar  an  menjter  mcnscli 
ertchfikU  SMH  S.  198  (Drtef  d.  Huinr,  v.  NSrdliRK«n):  ,. .  .  wan  «ins  du 
rrnkrtctft  näctt,  »o  idi  li»  die  «msien  wort,  die  do  siiridii»!' :  ib.  242: 
,I>ic«<Tni  ^rit  ftfMgimit  in  der  wArlmit  d«r  rieb  usiltuBi  drr  goUiutigm  red, 
dio  iinii  . . .  Jhcti»  (^iriKtiis  durch  dich  geben  hat'.  ^J 

201    AVan   wer  vil  geler«t  on«  leben.    Der,    etc.    Bniii^ 

73,  24:    ,.\Uv  »iiit  nocli  vtlicbe  inon)t«hi'ii,  die  gir  bcbondu  woH  hHbuiit  und 
ffor  tt<tMis  irtim. .  .',  vargl.  T  I'rcrl.  .Stück prt^(li([L',  16,  U.  18.8läck  lEinleitung). 

205  f.   8y  stand  aTf  ald  .«i  leg  Bfcli  nider.    So  stat  ti 
alweg  ijericht  »»ider  ZU  dem   iniiirechen  miu.     AI.   75.   I7f. 
,Gr  ajimdi  hiiitx  dun  utikqU-ii..  . .:  ir  ȟlt  inaiai.>r  fivundiii  war  ncmcn.  du 
ftll  ir  );i>d«nk  lu  allen  toitun  uf  {trihi  ««in  lu  mir*:  TDM  [l.  lOT,  iA:  ^v\i%     i 
lit  ilw  Dicusctte,    der  d*  HUocIichcii  Iworvl,  wai  jjut  <«  iu/c  »/■■«ir,*   cf,  GL      i 
S.  50;  TBs«  33,  IS:  Kck.  Joul  10.  24;  n,  vorliog.  L'iit.  C,  I  in  V.  SO.V 

211  r.  Sy  merkt  minea  baimtichcn  in/laß  wo).  Recht 
aU  si  bilticll  SOl.  lil.  8.49:  .sie  «duiiUti  mihi  cur  iiiüinN.  i|Uod  riin- 
guli«  tiufia  yulL>iL  iliri-clo  AU»ci|u<ri-  mj^uj-mm  dlvlaitatiH  lueitV'':  of.  Mll  {i.  22: 
Ti'rßl.  u.  vorl.  C'ntisnt.  3)  s.  t.  :  .Inviui'. 

213  Sj  «w^i(-/  mich  als  ain  hund  ain  tcarklltn  tut. 
Hag*  IS3,  lü  f.;  ,l'nd  »o  die  kreflc  [ru/iaittru.  wie  düssc  gwt  iit,  —  und  tob 
der  »ÜMckcit  «urdcnt  nii!  vorlui^lcort.  lint  nie  d«r  iiadi  mc  hII«  itl  gnUc  nach 
luiilTcnl  Ai»ti  DIN  MStAnin  rf^m  tvHdf  nadit'dTvt,  su  er  d«  apiir  bc)(rilTul,  oIm 
loiilTt-iil  ijlc  bnfU'-  alle  in  nie  gevar  wcrtti'n'  ete.:  Bri^r  de«  .(ii^tUüfreiinde»', 
bei  £ic1iiiiidl.  Ootteutreutidc,  S.  12$:  ,Wurc  e»  dor  willc  |[ottea,  »o  wvlu  icb 
da«  ir  iiocti  meiiaeUlicher  art  oltio  «ul  kundeut  ifnr-im  aht  tin  ptgdMait  nMih 
buiidc^nnrt  kan  . . .' 

214  f.  Und  «rirt  ensitni  als  ain  gUt,  Und  «rirt  hrinntH 
Von  UBSDeu  nnd  von  innoD  Vi>&  Tüc)\i9X  yntlicher  mint*eH\ 
cf.  u.  1386f.:  Icl)  brinn  Dach  dir  nacht  and  lag,  Mieman 
mich  erlöichen  mag.  SS  Bl.  12«  (2G);  ,ln  dtu  <elhcn  ieil.>n  ward 
niiiÜAran  viiuiiiiiiiit,'ea/i'M''i'j  in  ^uiii  lul  KMeildet-,  daa  disiu  boivEU  in  güttltuticr 
Biviine  gar /V'fl''^- micliel':  cf.  ib.  lOb,  Ilh;  SW  U»  u.  i5.;  Bmii  S852: 
,Si  <itlrriHm  tiiiiiier  ««  cw  i-/«i-,  UMS  213  Y.  17  f.:  .Sehet  wie  ich  ^hmt  nt 
iOflUArr  Kiümt':  Kck.  Siev.  S9G.  II  f.:  ,D<r  nienseho,  der  «incs  godis  rechte 
f€smfdt(  tuni  iitfrarn  wonlc  fon  dorn  /Art  4tf  minnt,  demc  wert:'  etc.:  cf.  Kck. 
Jost.  4, 17;  ri)M  11.  107,  3(1  [F-ckhArO:  ,l)i»  JiiMa.  diu  d»  gcki^rot  ist  mit  aller 
kiiin.  linder  du  lidlt  gotu«,  diu  wirL  mAisti^  hh^  in/itiri^  in  grtfltkcr  miitnfi 
MM.  V.):  .ich  triniu  uteurfAniuH  in  Hincr  hoiit^n  ininno':  ii.  a.;  v6n  ^rüutat- 
'ft»t  hcn«ii*  redet  die  Nuiine  y.  Eof^dthal  t^.  2,  7:  7,  II;  lö,  18  u. 0.:  cf. 
l-'aitt.  8,  7 :  ,i.quae  luutlae  ncn  potutruitt  txttmgtKrt  duLritatvui'. 


59 


» 


'2Ü3ß.    (Chritltm:)    Du    iDÜsi   dii9   bettlin    rumen.    Der 
fschlnff  will  (liffli   Tcrsumen.    (Sfi'Jf:)  Nietnan  mich  nooli 

imQge,  Ea  ist  nocti  gar  frilee.  Marii;  r.Ucgnü's  Ui  Fregpr  I,  58: 
L,1^ii  Eiii{vl  .  . .  bcilk  aio  ruhen,  wann  >ir  «rKbSpIl  i«t,  tind  «uekl  «ic  wiodar 
»ni4  nalint  *ie  lur  Kirnlio  >ii  Kolin,  w>tin  »i«  kMint  lur  Knh>-  Bieh  nlndcr- 
1  f^üfp-:  vurgl.  &S.  HL  tl»   n.  a:   *.  nuch  Atcti-  (  tilcn.  (',  I,  cu  V.  333. 

2*9  0'.  War  umb  );eiicnkest  Ja  nit,  Dus  icli  20  niottt 
lUÜBreh  dich  wart  s«vangcn,  etc.  Mit  III,29.  ä.ä:t3  rilim- 
tu.:  .Cum  iKlUr/riaM  jTjfnv»  «urTOKTriii,  »b  U't<irpiitiiiiii  illiiia  aumris.  i|a« 
fcrTMrfM  oWÄiS  ia  inannt  impivriiin  itt  ■[uo  fados  .lum  ubi-iliuiiB  usijuv  »A 
MiMm.  (lifponai  in  cunlc  (uu%  ^tc:  Cod.  Knu^Ib.  148.  Bl.  IUI*:  ,Vru«i), 
<V  BMiun  ilicli  'Ich  Ividea  au  du  halutut.  d»  diu  kltit  te  mriii  gr/.%ii  wart*; 
ur^L  Cwl.  ßin»Hll,  788.  8.803:  TOm  3fi. 31  f.:  7'C  aiiicm  ainigcn  mal  «aa 
■f  lUirfTRt  Williii)  vcir  ynra  xilt  iiiiliT  gMn^i>ii.  uml  d«  lo  |iniii  wnril.  d<- 
mal  nncT  Ixrr  vut  ir  nnd  sprairb:  Dir  lit  »tUFnl  ic)i  vor  jciM'icliI :  ■<>  \\>\ 
Jn  W  und  >.-Uaf.-*l':  {cf.  ib.  33,äA(r.  r.l.ftSfT.  M,  l.'fff.):  gaiii  Diidirk 
bUitr,  173:  wrifl.  fornrr  (>L  3M:  filiM  ».  SVÜ;  Bw«  8.  i>:tir.:  SW  31)  C; 
lÜiflb  C:  die  Tajpiuilcat)-«! lebte. 

?37  Ainer  stieß  midi  liin,   der  nniler  her.   (."»d.  VxmMX. 

i&SSS:  ^aDcn  didi  ainur  hin,  itvi  ttiiitor  lier-:  RhnlJch  diu.  8.  3S6. 

Ü4S  H    Die  itiden  btindcnt  micli  50  rast,  /^a«  mir  änH 

iMaj  US  i*epriist  Dnd  zii  den  nntjeln  möclt   u«  «in  gangen 

IM.  BKi.ll.  2SS.  8.  S$l:   ....  tk-r  bi-nvn   tisiid.-ii    inil  ilcn  »j  dtcli  .  .  . 

tndrti.  .iii  Jir  Jat  i/üt  eii  Jia  iK^v/  uf  f/cjirj" ,    fast   ^Ivirlilantcnil   roj.  KinH 

;!ft,BL:;n:  Ma|td.8.  II7(».I37);  ..  .  Aui  ir  uuti  .Aui  Mar  t«  JfH  M^ita  K'tiuoj^. 

349f.  ...Und   dir   suDilorlich,    loinem    lieb,    Das   si 

■ich  ffirtend  alt  aintn  Hieb.  AIIH  S.  15^:  ^i  vingi-n  mich  *ft  lin 
^.  Uli  «rat  mir  xWvi  durdi  ilEcli  liofi':  ttK  S.  i>3ä:  ,(Jitaiir<-iid<)  t<>  patiu- 
Ulis  ••)  m  f«rf».  aj>(.TcbMidl' :  BSP  S.  243,  V-SOUf.:  .Fro*  nelu  ir  w Art  mir 
•  Iwp.  1>L-ich  Kart  gidianitlel  nU  Hn  i^':  n.  >.;  dai  ticranKGiiffurdcn  wie 
«b  ,&f  wird  in  dwi  ind(t«n  ObrUtus-  ii.  HarIvnklattPii  ttc,  liorTurffoliubon; 
d  UaltJi.  äS.  U. 


279  Und  spuicte»  dir  itHr/«r  rf(>  ogen  din,      WK   n».  511 

(llri>tiiili|a^(>j  S.  353,  St*u.  A,i:  ,Vai  jfhtnlni  im  umärr  Jm  m^n  «in'; 
rUflrr,  UariunluKcnik-n  '.StuMii.  181A)  ».  M3,  V.  295:  ./.Wiv  »nini  man  in 
0^.  Cod.  Rngdb.  I4S,  Bl.  1.13:  .S^mwo,  dir  mW//-  «ti'«  .i^«-.'  ubvn«»  und. 
EntUI.  «A3.  S.  378. 

SSO  Di«  elartr  w8r«nt  denn  der  »unnen  »chin.     alt    Hl, 
U  .f**y.:   .H.rr,  diiiiu-  aii);v»  »i-ind  •■*  di-t  ütehtün  lum.tit  gluiii-it*. 


285  f.  O  herr,  irär  ich  by  dir  g^tret^n  (unter  d,  Krev 
Ich  war  bi  dir  gettnrbem  und  geoesen.  sw  32>  (40i):  ,W<= 
got  riifr  dein  anner  dioner  do  Ixim  Ereoie]  ^e^ixirm,  dw  jch  het  tM 
iiicn»cheii  TerwfMn.  dsü  jch  fBr  meinen  horm  do  «är  gestanden  oder  ab- 
mit  meinem  einigen  leib  [lies:  liobl]  in  den  bittren  /c^  war  gegangen':  Ter 
diese  Untersncbnng  1',  4  in  V.  283. 

289  Dich  mdrust  doch  dd  dar  sd  [an  mein  Lttden}  ^^ 

gedenken;   «Igl,   V.  982.     SS21h    ;5i;:    ä»    er   aber    unsers    herre^Ä 
marter  soll  betrachten .  . .,  das  was  jm  schwär  nnd  bitter*. 

301    Ach,    wie    was    ir  [Maria]   die    rarw  so   gar    cer-  — 
blichen    Dnd  ir  kraft  so  gar  eattriehenl     ^«nt  Benthardsklag-i;' 
bei  Bartauh  a.  a.  0.,  S.  234,  V.  258  f.:    .Na  alle  v^irav  ist  da  rmturirkeit,    n'ite 
wenglln  sin  verplüMri^    (mit  Bei.  anf  Christas):    s.  aneh  diese  Unters.  C.  I, 
3  n.  4  iD  V.  SOI. 

311  Sy  kunl  das  blüt  das  von  dir  ran  [sc.  Maria],  sw 
itl.  37^  ''418):  , .  ,  SU  tüiirt  jch  [sc.  Maria]  Jai  flät  das  Ton  seinen  wanden 
d'i  nidur  floß':  cf.  BI.  fi3>  n.  SS  l'3>  :  Cod.  Kinsidl.  388,  S.  58>  :  .Und  <^  Uit 
kuileii,  das  von  sinie  hailigcn  libc  wict':  s.  dicise  Uni.  C,  3  lu  V.  311. 

319  f.  Das  ward  ob  dem  narkt  mal  wol  erzaigt,  Do  er 
[.hlwnnrs  Ec]  sich  uf  din  götlich  bruat  naigt  Uo  soff  er 
088   tiein  rechton  gmod.    Den   er  her  nach  wol  tet  kund 

Mit  Miner  (er,  die  er  uns  het  geben.  GDM  S.  »32  (Schwester 
Klübuth  Huimbnrg,  Katharina  tat):  ,Die  t'fillc  der  Unaden  ward  ihm  lu  Teil, 
als  er  am  AieitdmaUt  au/  Goiles  Hirten  lag'  (vcrgl.  Katkar.  152);  Huga  8.  62 
(auch  V.  Strauch  ME  S.  2D4  zitiert):  .Sanctug  Juhannes  ewangclist.  dor  slief 
uf  doT  lirusi  Jhesu  iristi  Und  'saug  allc  wißhait  dar  uz  und  die  Tcrborgen 
lieiTiilichkuit  gotteii'...:  Cod.  Eins.  283,  S.  253:  , . . .  da.s  du  den  gemintcu 
sant  Juhaiinsen  liest  rüwcn  uß  Jinem  ^itiUthen  heruen  und  liest  in  i^häfiffcH . . 
diu  wishait  und  die  kunst,  mit  der  er  sit  die  cristeiihait  erlüchta  hott'; 
l'IlM  I.  (Hermann  v.  Fritzlar)  37,  3  f :  ,Des  äbondcs,  dö  unser  herre  wolde 
gen  üu  simc  tr^de,  dö  entslif  Johannes  «ffe  der  hratt  «lurs  hfrrtH,  und  ime 
wart  güoffiiibHrt,  wie  der  sjdii  gcbnrn  wCre  von  dem  vaterc':  u.  a.  Gebt  m- 
rück  auf  S,  Augutitiii,  traclatus  36.  in  Joh.:  .Hoc  ruclabat  quod  Hberat;  nun 
onini  Hiiie  causa  de  illo  in  isto  ipso  evangelio  narrstur,  quia  et  in  torwiino 
super  fitdus  Domini  discunibcbat:  de  illo  ergo  pcctore  in  secroto  bibebat: 
Hcd  (|uud  in  secroto  bibil,  in  maTiifcst'i  oructavit,  .  .  .  quod  erat  ante  incar- 
nationem  unicus  l'ntri ,  Verbnm  Patris,  coaetcnius  Ucncranti,  aequalis  oi,  a 
quo  miasuB  est'.  (Brc»ier,  Oktay  des  Festes  des  Heiligen.)  —  Über  die  be- 
sondere Vorohning  des  hl.  Johannes  Erang.  bei  den  Mystikern  bes.  im 
Dominikanerorden  a.  SME  S.  '292  Anm.  zu  22.  8;  cf.  FHA,  13,  173 ff.,  Kathar. 
I.'(3,  163,  l.'iS,  160,  171  ff.  u.  ß.  —  Über  Joh.  Evang.  und  Joh.  Bapt.:  Schür. 


SL.W:  KrvliB  S.  58i  «f.  Iluinxcliii  r.  Kun«liiu>:  V-m  d»»  («vi  S.  Julijuiucn 
Jhir.  T.  K.  l'fcifiT.  i-cipt.  185^;. 

S31  r.   Ich  tai  I  mit  ir  [ihr  Swlf,  die  ufiM  l^ulea  bHraehMj 
tnin  süßikail  Uoü  T«rtrjb  ir  nllea  laid.     iui^a  129. 3;r:  .0» 

«srbrt  liic  rj>-l  (rubt  iJp»  iiJriti  uiiifr«  IirnvB,  die  li-aii-1  in  toi»  sAkM-kuit 
fl«r  ovilnreii  nnd  umbdäwvt  in  mil  gitluher  lAiukta, ...  da  wimUnl  allfl 
blu-to  ilinK«  ■Ami»  inm^:  cf  5W  I  b,  30*  ii.  a. 

333  r.    Ir  [Jer  MS]  sinu  stond  in  dvn  liimtnet:  Ir  Iieml 

mtlUeiit  stille  ligen,  Ir  lib  ir  )iuiH«n  scliaflvii  tut.    Vcr|>l. 

«law  1107  CT.:  Er  (der  von  (ivttetmlHtte  'rruNlmr)  knn  noch  üd- 

CDig  vfirken  nirbt.    Wann   ^[d  ttion   sind   im  unlricIiL   — 

Je^wUU   eise   Anipielung   mt  die   nnr   ltillurii«li   iind    nnklar  Dufgofaßt« 

.twunmjttit»',  dicacbrinbaT  duri-huu  iinUtjg«  und  pauivo  Ruhe  der  S<e\v 

saaUtatttt  fhr«r  kidiitcn  I,i«bi^afAroln)|^n^  mit  linll,  dk-  "ft  mit  l'nn-cht 

*Jt  (dttctinmu  gvdc«t«t  «urdei  trrgl.  iK'niflf  in  Ihiuni  S.  XXIYIT.;  LiciiitlR, 

S«M  515  ADm-  5.     Ith  litiint  AL  S.  47.  16:  M"  l!"iii  <l<-r  iii*n«eh  in  xuur 

omiea  gm  ttundrignud  aiid  ir  wvrdm  bunoincu  alli;  mnrf  -tritt  f^v  tüi^; 

Kofi 80,  28  IT.:  .Uad  ob  er  tj«  [die  nach  anOen  wirfe«iido  Tii|{vndl  iii-rnu  t«t« 

•tu  int  srtn/UM,   rr  tiMMf,    wan    er    tikblt'»   nit   bal   uod  arm  iiL  und  dsnti 

»h  fu  mJ  üt  ftU/f . . .  und  biich  dai  vr  »wai'h    int   an  dt>m  üb.    dai    tr   »il 

fcnlWkal.   dir  lunfrlicli  %asml  ii'i    ■ürckcndo':  Tyl.  das.  S.  101,  IDtf,  ]IU, 

1«  B.  i.:  TU  5«  f.  II.  a. 

838  f.  Sr  (larlf  nit  vil  iebeo:  Ich  weit  gern  in  ticu 
kimtl  i%hea;  Sy  wirt  sin  doch  A*V  nitlntiti  f^tvtrl;  cf.  30*J 
Vann  i)a   t/if    bist,   da   ist   Ai'xi^/WrA.   <s.  u.  zu  V.   1840  tT; 

mi  fL)  SW  I5>  (!U8):  ,l>cr  nii^iiacli.  di^r  tmi  aOciii  «nvn  lirrci  gibL,  d«r 
...Jtfair  kimttrfftA  uitd  dürL  <iwi)(kllch*:  ib.  18«  (iUili:  ,Fiti  mjiiiinndc  (ol 
um  A^4  dticli  fär  dju  timtlrelti,  wnnii  </*<  bi»l  ir  timtlnvlf :  SS  Sb  <'18j:  ,Rr 
•pnrk  daniarh:  iat  -^i  nlt  hmtlrtiik,  ko  itiuaiil  irh  iiit  wa»  binieln'irb  ist;* 
•litlich  g)«-ii-li  llrndor  Albrvcbt  I'M1*S.23?,  Im.  111.59. 1 :  ,tlbi  Lu,  ibicoi-tum'; 
ftp  G2.  X5 :  ,L"nd  »»  daiini^'  »■>"  ist.  da  jat  kimtkkh':  AI,  t,  33:  .81  Hin-adl : 
km.  lat«  inirb  ciriclirboii  [wi  dir  Hi-in,  idi  f^rr  «iidt'rt  himtiriilm  itibt*: 
9, 18:  .Ich  .  . .  rii|ihanl  dur  gunaud  uoil  dor  gi'tiiikait,  daa  mir  wns,  ich 
hrnttrith  u/ frirUk- ;  vi-rgl.  aiu-h  Otonb- ^AT :  Katlmr.  170;  T  Pwd.  ije.  Tij^ 
Vutlle  (In- inclali-ii  diniT  ^trllfii  |tibt<  l'xkli.  .S»v.  417.  KITIT.:  .AiiK'<>ti"u< 
•piatb:  buTI'-.  du  gibia  mir  niidir  «ilin  *<'■  (p'^mir  nfltiLcil,  nb  «i  v»lliii(|U<'-uii', 
U  lit  ntl  kimHilrHk%;  *.!/  liiwciii  iih  wai  hiimtiilrirbi'  UV:  daiiarli  nuoli  T 
l^ed  5»  :  KaÜiar.  I7<X  Erkbiirt  sitiiicivi^itn  «clu-iul  nbor  hin-  nii»  fi.  Th«nia« 
■DO  Afaiti  Ki'irbOjifl  m  liabi'n.  t.  \K  'l'li.  i^i-mi.  in  tiorii,  Si'iiai;,  Hl  iS.  47J: 
Jagnttlnuit :  Inlr(»liii'Ii  ad  mi.'  rKimiiius  alii|iinndi)  <{iiHiidi)]ii  iifii^i»  i^iiam 
^     biwdiaetii,  t|iao  iioifirllur  i»  mt;    iiOKFi«  yatw  lit  vint  aurrm  ti  ilLi  non  üal*. 


I 


jd 


ftS 


St  jüit|itai»d<i  ialrumUtii  dh-  in  tiffectnni  malUini  inasilKtum  Intnmi  li 
in  i|iiiiii  rfulrfitiiifiti,  <|nAc  »i  pirfirUtitr  In  nie,  nMcia  qniil  *ril  i"* 
mAf  tum  rrif. 

850f.  ...   \)Ai   er   si    ilas    vor  bat  gewisset   Ud,  Rat 

Fuiiib  nieiigcr  lio  ganti  iar  gälsDchcu  Hinnan  uml  Uiatz 

^tn  <lrn  alten  bficlieo.    Was  er  biiimliclis  und  güUvonfiul 

find.  Das  rindt  sy  in  <lem  ^nislj/itchivinä.  (vergl  t.  V.  INIft) 

tu  'iC:  ,DA  minKtv  «arbeit,  ilie  ich  da  linti  kcm'Iir»,  ^rln'irct  aii<l  brltttl- 
^AcT  kbIMM  iiüt  <lil  liiitiiitc  wi.4]icil,  illc  in  ili«Mn  i-ilricli  jv  wari  ){oniinnl'. 
Im.  III  43,  S:  .K^i  itiiiii  iibI  liniiiUom  m  ftuttit  eli^vo  )ti«ntcRi.  «L  |iliiw 
ai-li-rtiB-'  ioritatiicapiflt  rntinnr-s.  quam  .hI  ijui»  lin^in aimh  im-müufin  uiviiif. 
I'I>.M  II.  TT,  15:  ,\Va'  m*]i  ^vw<>rU-n  iiiuu,  dat  iai  «lit^kluinr .  JA  tirit  kil  si 
tlit  D«i|{(<  wort  41  nWr  mimiiV'  vurrihtot  . . .  wir . . .  lallc»  lleii  ino  itcr  Mlia«h . 
du  der  heilige  x^äi  IraRinvislor  i»t':  Tor^l,  (il)M  4:^9;  ii.  n. 

355  f.  Ich  lian  tt«BCSflen  ir  IierLz  und  sei:  f>a  mag  :« 
rfeht  i«  tcomtn  nieman  mfr.  Vinlloidit  AiiK]>i«liin|«  auf  Hwt  aai  d« 
ScbuUilik  stflniinrnd«-  Axinni  <1(T  M>itikiT:  ./Uaii  mfnti  tamtmü  jMV  Av". 
Vrrgl.  ß»iiAv.  Ki.HI.»,.  r.  I.  §  2,  S  (t.  VIII.  »1):  ,Iltiibi  cnim  mmti  n«lli 
|ios>ibiU- r»t  niai  «nll  lii-i>,  >|ui  rnm  «TL-avIl.  l|>*t.>  «niin  osl,  qiii  Inlimior  in- 
timu  tnu  i-niti!  jii'thilit-lUT ,  licut  .^uguBliniu  (Cimfi'U.  I.  3,  e.  C.  II:  <t<>  lioa. 
ad  litt.  1.  8,  c.  26,  48}  leitAtDr.  D.  Th.  »lunma  thouL  8.  <[.  64,  Ic;  Cnnl. 
Cent.  t.S.  C.88;    DvVurit.  ij.ZS.S.  *d  8.  it.  ».:    i^tburt..  De  >'U>.  Dm  c  9. 

367  Wo  oder  wie,  der  *tir6t  mol  [«vc  Chritti  I^fi>e  he- 
»iUfJ.  SW  LI*  i,S1B):  ^)ur  mir  «ilcin  <cjn  hcrci  gibt,  di-r  Inbl  wiinni'k- 
Ivth  unil  '/u^  üikniutf. 

384   Wiltu  h»litis  piiitieM  pflegen  ...  (vergl.  4m>,  458, 

fl8if,  143!»,  Itiil7).  Viel.  88  48b  (ll»f.):  ,|>e[ii  lierrn,  [uiiim  nicht  )rv- 
nnnntm  lltltcr,  d«r  gu^i  Seuac  DMiuiiKtiD  iiu»gi>iit(ill«n]  Ist  guaagt,  jr 
[R(>i]84<]  liHbmi  jiii  sftln  toubt^T  all  nach  vi!  atiilcr  itii'nsabcii  Terkerl  in  rin 
aiiiiiinrx  ttlii'ii.  du*  tiiiial  Jor  ^'i^jf.  niiilillc  iii  d(ini>lbi3n  wtriß  «i-lnd,  dlebaisaenl 
IUP  j(.7«lt'r  imnd  ilif  jfpjHUrin.  und  ist  jni  fürgoli'gl  <ias  dx  soi  ds>  alter 
vrrki-rti'st  vrilck*.  ^  l-üno  ICrkllning  biuU'l  etwa  (Jitigoni«  «]ii»l.  miI  Iratrca 
il»M»n(«  Doi  Cintcr  opp,  S.  llombardi,  ¥A.  iUbill  eariii.  16S9.  rnl.  IL  eoL 
43Sr.};  ,lni;i|itonttnin  tiatil«  pi'tdt  diri  aiiiinnlia;  prolir-icntinin  rnlinnsli*: 
ftfftitmiim  iftntitalis  ....  Ciitn  in  nlTi'rlii m  nii-iitiii  tramit  iii'lirjiiitt  rntiotiia  .  ^ 
iniliniii  «"<■  hnminin  *|iirlliiBliii^  |ircifoatiif  •■'m*.  rcvrliit»  liicif  .ijx'L-ulnri  ftln- 
rinni  Poi:  ]iorr<,fiitiii  vi^m,  lr«ii«r'iriTiHri  in  iNiiiidt'iti  iiiiiiu:iti<-ni  it  rlarjtato  in 
clarilitU'lii)  tktU  a  Demim  ^iriiti'.  fcriKT  Dariit  v.  .^ii|^Hburg:  ,dtt  rxterinris 
«t  Inlori'tri«  hnminlK  (?iim]i(i>ilti[inc'  III,  i.  ti.  I  (initKrtrilt  lici  Micliflcl  III 
8.  \Xi);  II-  t'oi.  3.  IS:    v^l.  H>]rtbiki'r  u.  {'lonmatikcr  Avt  iiiii>«tn. 

J)S7  1.  Du  mUtit  betten  und  vustcn,  So  magd«r  liaillg 
gai»!  b.v  dir  rasten.    SUK  :fö.  I  f.:  ,lnli  h»n  auch  »Idfr  ((«nicrkH,  du 


{ 


63 


jcb  nanch  kaia«!»  rtscn  di«  gmad  nio  'gonui  lu  i«4pii  tiodi  u  andern 
jiii)(ifn.  tiiv  ick  Ttir  bi^t,  «io  Iftnvl  miiut  cueni  «iidi  waa*;  Tirritl.  AI.  it.  99: 
SS  Bl.  3S«  IT. :  0.  &. 

389  f.    8ih  an  di«  Helen  ivngtr  iiiin.    Die  mQsteii  ocb 

lU  bttn^rig  sin.  TD  92:  ,Du  itiak  mui  mrrken  bi  dm  «Mm  ^foiitim 
ai  ■rrtcrrfCfi:  div  lidon   willitjlfrlt  und   ^nii^'. 

400  f.  Du  spieest  mich  zemal  cUiae,  Mir  »rhlotref  dim 
livIunA  daM  huine.  NB  181:  .loa  d»  idi  au'>  inio  kam,  do  «ms  nr 
drt  fir  BMtor  nd  dArrr  vnrdcn  aiu-  luo  «ohi^iidi-  [«on  .Atiyajten  ucbanKnn'), 
itt  Im  htt  u/  Jim  ^ifiKf  ttf'-.  l'ronls  ST'c  ,  ...  du  waa  mi  «In  .  .  -  aI»i>  {u;ar 
H|tr  *onli-B.  ah»  da«  ir  tunn-  die  lint  nlie  dom  gfbi'inc  bUip:  dir  ^m 
■M  E(  «v  »■>  tvlrn«!«  a]*«  frrmitttit  ftUi'  hctta  Bit  ain  W  iftnam/t  i<it  Jrm 
I  f*ar  IOC  KchrbctS 

404  f.  Ich  rtlrcbt,  <lu  wUrdist  mir  licht  tt  gaiU,   \)&l 
ith  dir  di«  spis  wolfaile.    Mon«  Am.  s.  sp.  37  (.lUbc  uir  din 

a^MT):  J>ii  «nnlMt  udon  (jar  im  ^-A-.  dodr  ich  de«  nlt,  du  irnHcrt 
■fM  fMiile  lu  dvjlH':  J  S.  3:  .Wena  hu  Am  pftT'll  ({i-fuu-rl  ist,  su  wirdt 
«{7<  ja*  n  der  kositior  nil  . .  .  [I.ftckr]  Ut  viiml  «rlmdrim  ■■ntplu>h>'lh' : 
iß  S)k  {IM):  Mhn  txA  uinvm  ^/rw  nttt  annd  aiiiom  uiilf(irifiiiii.'n  Itiib  »ninutt 
Gtin  *bf  rccbnn'. 

417  Es  sterbent  me   ineoscbea   Y«n  rolle    denn  wer- 

|de>t  ersclllageo.     c(.   Ocli.   ^1.  3i>:    .Mnlu»  i-nim  cilrnninnvit  virjuin'. 

428fr.  Ich  rät  allea   meoschen  gut,    Das  sy  eich  vor 

ri/iait  habint  ID    hfit    Uail  tot  fibrEgon  win.     tjS  a,  a.  0.: 

F4ta  (nt  alrcit  «muh  iiiivabonibn  nirnfhcn  i«t  «irh  wid^r  fraiBliclinjt  [K: 

'A^UmT]  Wklidi    KUm':    Ht^  iH^    :'•!•,:    ,Kr   wa»    vil   teil,    da«   vr  übornl 

hiam  MM  Iruikfl,  ■Unii  allein  an  idm  iii.t<-i1ng;  vorsl.  AI.  UV  Anin.  tu  Ift, 

ii  SKK  a.>2  Aniii.  *a  Ti,  it:  Krvbi  f^.  3'J;  (iörrv*  1.  36Str. 

435(r.    Den   wil  ich  so  gar  tiilr  ietten.    Das  nieinaii 
>«t  sagen   kan,    Was    frünttiehuft    ich    kü    im    vil   han. 

SS  iS^  [fäÖ):  .[^id^iu  »<d  iir  tragen  yiI,  |)ct  ^W/i-i  fi/imtiihiift  halir^n  wil. 
Vtf  «nnderr  li^ib  ron  gi>l  «il  ban,  Der  »A  in  laid  billich  sUn';  \ox^\.  Mli 
114:  .IM  ><«>/«nMi'. 

44'2r.  Ich  iril  mit  Dieman  han  gemain,  Denn  tntl  mi- 
%iin  yiminte»  allain;  cf.  V,  l(i98f.  WK  S.ai7  no.  «C,  Str.  3: 
piU  mbinc.  die  t*t  «1  «ut,  Siu  UOt  »irb  den  iiiL  firidiii,  Dtni  friTiiibdo 
bcacAra  hat..  .  f!ot  wil  die  ti-/  aUiitt  Am',-  l'rHula  ItlKI:  .Kr  «il  i's 
F^  tcnalld)  Wtdiw  im  «m  alle  ^Rinniiiüdiafl  iiiiil  iinc  ullim  iisniwi'iidiKcn 
iMat  audi  b«4»i<ir  in  di>b«aii«r  <rcBtut-i.'n' :  MII  314:  ,|)i.>]icfttn  rnldr  cni  ||iel 
bafliarftai],  Ntr  <rwMiiw  /iMMtr  su]ir&  sc  siit  c^tiain  suuai  oJifm'ä  Ma/vri.  Ip«n 
«!■  Jemm  ..  .   W«rt   unk  rast   aiiiaiitiii«liuiid  ti,  iiitiinu*  rordi  tuo';    Clixab. 


« 


V.  Noii*tii>lt,  PDA  13,  161  <tf.  I>ci8,  *9i}:  OJ«  ipratk  sU 

Kibsrluin  ftU  iiaA<>  |t<>b(iiidcii,  iU<  tf  (g'il)  Ijiliii  irr>lu>,    «r    wnlt«   Jm 

«Ufim  kvfi  liii.  II,  7,  'i:  .Uilucliu  tuiu  talit  csl  nnlvnMr,  ut  «AVmnranrivd;^^ 

njmillttt.   W  W«J  i-M*  rt'i-  tuMv  ha^rf:    v.irjjl.  SMK  V3d.  3.'j  t;    T  PrcJ,  M'*- 

444  r.  Dermacti  ich  \Je>.ut\  kOrtiirM  vil:  '$t^  liugcrtniU^ 
aniler.t  jutitmipit;  s.  liO-i  r.  und  zu  Hi03  0.  .\  in.  ii.  3äi  :  .Ih-n  «ü 

kli  i^i-tion  lAwrijhvr/ojV.  Itajrii.  Inncini,  laiM/n  ifit  [ttpriclil  .>l<-r  li-i<li);  ArluU'j: 
»«r|(l.  WKn«.4t7.  S,  S3(i.  Sir.  St,  4:  Mi'lii  t.  Walt^rih'.f.'ii  FDA  13.  S.  17K. 
■l'J;  ,Vti»er  Ifrfw  oMr.hpin  mir  .  .  oI*  ein  kjnl  »on  VIU  j»Ton  .  .  und  »»tU:  »ich 
lür  mlcli  niid  masliu  utir  tumiailf.  Ks  uuig  uiir  «fl«h'  utt:  El#c  r.  Nllwni- 
alMlt  ib.  178.  &i':  .Fl'  (got)  iiiaGl)i!l  mir  'Im  »U  tmri:  vnd  lAUulii^:  i;L  TSi 
,{i>ci  fruitioj  domtilconv  •iiimi  ti>in<i.  imn  miAvitcr  iinicipnttti  ni«loi)la«  int«l- 
Ici'tlinliiiin  miixic-nriim' .  .  ,:  'L'ß  2't  .  ,l'-r  [<i«tt]  i!|irN<:fa  vr>n  dom  Taal<^r:  irli 
won  in  im  ali  «.'in  «nssiT  itii.itspit  (Vikion  ('liriicUiiRiis;:  t(>rgl.  SS  13*b, 
I41',IA>,41>,  64>,  80b;  SWUb  u.A.:  SMK  :;33,  läT.;  Kngritli.  3i,  8;  0. 

4dl  ff-  [eil  rinil  ain  ander  rQtvu    wul,    Uns    liilticli    s 
rrüchreken  Stil       Itlu   rflt  i*t  tfittfa  t'orcht.     Mll  145:  .Vl<iil  all- 
t|aiiiil<>  l>(iiuintiiri  KtaiiU'in.  mifnm /nif/iuui  hirnu  tuncnt<<iri.  kibii|i|p  minan- 
l.-iH.     Tiinc  illii  ivrruit  In  terra'  .  . ,:  Ol.  ö3:  ,Snb  *|iori«  firidis  virgiu  AtA\A[ 
itiilii  ifiriium  liMfiii  . .  .■:    vijl.  HiiKo  a.  S.  Vict.  Mise.  III,  tlt,  IS. 

45&  r.  Kr  l:it  .tioh  »IIwl'i;  m:isseülich  bAoOgcn,  Dar 
uiiib  iril  icli  im  m'n  HOttürj't  tü<^en  (c(.  V.  892).  ALS4:  ,[ltaj 
Hilt  iiit  iti>r|;vn  lim  gwanl  imdi  um  i>pi.'i»  und  iiiuIikI  ifuU  |;e(ivu.  dci  wil 
ich  ilir/rfi/w  if.in  tufUittt/i:  f$.  S.  7.'>  bei  honifli'  [fohlt  im  UrTiefc):  War  »in 
tichlichkdl  inil  Mri-nijon  wiri^vii  rib<inK<''n  'liUiin  ^i-Uit,  Ifuni  wiit  «on  K<ft 
«rioliet  Rinn  libc«  |itlc^iiii>  iii  ur<l<-ii1uJii'r  innUitilicit-,  ii'I'kI.  (iii'i»c  t'iitvriiiidiuiig 
0,  t,  m  V.  4äA  f.  ■ 

4ö*.tr.  Ili«  wil  i:r  kesitjrn  iren  litt,  Das  sy  iloat  luinürr 

in  tl«r  wolL  liulib.  Sä  a4-  [58;  Titel:  .V'ül  *i«'i««r  *'  ^'^J*  — ^ 
ItiiKu  I.IS, '21  f. ;  ,f()i>t1  (Ahet  in  tni't  Jifi/i\'// in  »lit  iMtcrlioliom  liilcn  und  H 
mit  iniicrliclti'iri  liilin  iitnl  iiiiml  im  iih<-  nllrs  tili  gut.  iliit  'nl  nllen  Ii]!' 
licIiL-n  HolltiHl'  i'tiM  hrri-l.  Srlii'ir.  .'>3.  1:  Ili'tir.  l'J,ti:  IJiu-m  i-nim  diligtl 
llitliiinua  fojiif'/.  ItuKclInt  iiiili:iii  i'iiini'in  Ifliiiiii  iinum  n^ttipit;  et,  l'riit.  S>[l. 
A|mc.  a,  I!';  -  1.  "W.  y,  i7. 

MVi.     Du   «i'/ihrfi»/    mich    nlüü   «qt,     Uli    mng    e^    nit 

liilOQ  incr  MM  H:  ,Pu  hflRl  mir  mjiiiittoii  LiilnnucMu^  gi<>Wii . . .  wird« 
ich  nClt  KctriiijH  Ti'ii  illiK'i'  baiit  i"  n\ne,u  u.  u.  ".:  ,. .  .  iiixl  iMt  in  iliir  iiurh 
£11  l'idv,  (lux  ■«(,  Auf.  i'.r  in  iluiiiii.'  xt'ilii^l  vuii  alUni  iliüii.  iliix  ilütUch  1>L  und 
bin«  got  nil  'uA-;  vorifl.  äW  )tG>. 

4G.'>.    [eil    luiii    dir  luti^'  vil  verLni>ci!D,    Duä  mQet  ock 

für  tli«  tViirliaiL  Siigun.  IISI'  Y.2il:  .Fi"»  «ilu.  kli  habe  in  Gl>ut- 
Afb«»  iitr  A|i|ii>i]  via,  il«a  ni(i»t  ir  iob^n*. 


i 

ii 

:i 

.11.  ^* 

I 


I 


SJ 


475  r.  Du  äclilecbit  micli  ilocli  von  er  um]  von  (fQt 
Uixlläst  mir  weder  neltlich  sJon  noch  milt.  UM4:.Fr»t«; 
mjfn«,  ir  hünl  mit  büioniiMen  Aio  «oll.   welllieh  «r«   und  nlleu  «rltli^kM, 

lidiliiiii'- 

178  IT.  LicU  icli  dir  weltlich  gftt  and  ere,  Du  komist 
selber  niemer  mcre.  Aliso  miß  ich  dir  die  u-rtt  faitfeu: 
Du  »Ochtist  dielt  suU  iiit  ücliaidiM).  |.  s.  i:  .Vicrlc^o  vibm-- 
aiaitn  Uiul  ^ui  «II  iuij:  Die  mt  iliu  rr  ilmin  lU-vnen  M^  »  U  Miüt  inn<l  jii 
lüo  Ultnr  mii^lit  mit   annul  iBitil  mit  niiiU-ni   •li)i!u;oii' ;  I'-TkI.   itiig» '.Hi. 'i'i  f.i 

482  ff.  Es  /t/rt«  S^-lifideri  r.  //.  HV//  nißll  rf*'»  tf»tr»  fün 
gir  n-t.  Und  dar  Dach  nit  tnc  als  e.  Dar  nacli  gib  icb 
dir  DBJo  $üjikait  Und  vertrib  dir  alles  laid.   8B83b(A76): 

I  tijirErhift  [=  I,iislri.-Bnniifi<  iM»/  Ja  tritt»  OTn  ala  fiillicli  ist:  clurnaeh 
^t  Ml  Jftni^l  iIhh  uiaii  au.i  !tiu  u-Strlttf.  mnil  mi  vellljrtioji  uli':  !iS  74a.'>> 
(tXI;:  .llnnineh  iiniiiiiaii,  dn  nit  gitt  irit  ilaudil.  il'i  ivnhd  üfV  li-idrr  vnn  ){iil 
«Hitift  «Hfl  des  Icideni,  Am»  er  je  hell  f  cbrbU  mit  jnncrlidirni  humeii 
tnUni  mit  «lilU-r  rw<' . . . ;  l'|t)l  II.  -ir-l.  ä^t:  >Ki«mBn  a»)  ilonki'ii.  iW 
(t'k  *I  bic!  111»  IC  Vottten,  «Tr  wol  rt  .  .  .  .  it'fit  iil  in  ittn  •mttmtgr  uihI  In 
Um  *Wc]i<-i>ti:n  nnd  »tcrbuii  alli^i  illn^i-.  Abi-r  »wnim-  innii  dnr  In  kiiml, 
wwM  kinn  lob<-Ti  libtcT  iiocIi  ln«Lliclii>r  tnii:li  iiiinDrrlicIii'r':  vctbI.  Itci,'iiln 
9.  f.  BciiinliDti,  Prnlojfua.  nui  ICiidr:  ,Non  illico  |>avon<  iii-rtiTriliit  iiifn^riBt 
tilir  tilutift.  qTiac  noii  tA  nU!  aupisi»  imliii  imrfiMMi/a:  frattsm  vvxq  conttT- 
Mlliinit  et  liilri  i]ilat«fi  torAe  iti«iiaiTKb{li  ilil«eli»nii  Jutttiüut  eumtiir  «in 
imniiinoruin  fJ.ii.' 

489  7.  Dar  amb  hab  ritttrliehen  müt  Zfl  allen  gQten 
diogcD  gar:  So  Tcrst  du  an  der  murtrcr  nchnr  Und  bo- 
»iliest  AtT  martrer  kian:  vergl.  19?0  f.:  Der  wird  bald  der 
»»rtif»-  ^tn^'J,  Wer  dultcclicb  lidüt  mangcu  truk  uud 
sUll  Von  den  tiefel  und  too  deo  veltOD.  SchAr.  47,  82: 
I.iftc.  juiiK''  r^Uti  rilttriM,  lotlt  litli  ....  iiinnciii  in  riltnrlii^hi-r  vcxtf kirit* : 
t^'rsi.  itax.  IT.  2I>  und  R.  Ui-i9vriii.  Itniinrrhi'idil.  h.i  .Iiiiidl  AW:  Ti«n  I.  H^i 
.Vi'lt  tbiT  i^&r  TÜ  ii*«itir«iL  ....  £Hr  in  «runwT  builiic-'v  laf/f^rrJuit  int  iirdcn 
«"Ht  band-;  DSP  £G6, 737  f.:  ,Min  >{«mabd.  nhn  dir  i-in  kockut  borio, 
Vfflin  liir  a.*^  iIm  libo*  nitfrio  Dat  du  denn  fttritest  al«»'achiiii.  Dax  ich 
*'  p\if.  der  -Htrir-r  iff,  SW  3S»  (38a, ;  .Lüiiioii  macht  der  irarlcrin'  i^dnoV: 
■•^.  SS  <!ib    S^UMn  Tmuiii    V.  d.  ,in>'ll  v>iii  d>.<n  iiiarl'Crcni'' :    Nit  219; ...  , 

»lim«  dint-  «.'If  oocli  r^m  ditr«  til   »chi-iJ^^uli-   nnit,   .■")  wurl  nü  .  ,  . 

xcl  tu  dm  DMitidi-'ni' :  .UaKil.  S.  118:  ,  .  .  .  iIkh  ^iti  iiatt  iliirxu  crnrult 
bll,  da*  aie  soll  bi-iillxeii  ein«!»  maiUrrn  Ion';  %et^.  8HK  S.  S94,  Antn.  xii 
K.at,:  HM  20:  «K  670i  (JE  17;  Otonh.  23G:  dicaL'  Unt,  €.  1  m  V.  IS») 
Uli  Teil  KU.  17fl. 

htm,  Uk*  alnaMiilc  8*al*  S 


66 


498  f.  (Srele:)  0  bfirr,  ich  mag  k;iin  tiden  han,  Wie 
es  mir  dar  umb  sol  ergan.  (Cfiristug:)  Ich  kan  es  dih  ge- 
leren wol;  vergl.  574f.:  Ach  got,  wie  vil  aol  ich  noch 
lidens  hon?    Wenn  sol  diü  iemer  nemen  ain  end?    i^s  35> 

(85):    ,An  der  erat  su  im  i'in  leiden  begegnet,    ao    gedacht  er  also:  0  wer 

got,  it»  diss  Iriiüit  ein  end,    rlas  ich  sein  war  abbiiinitieii !    do   erscbin  im  ds3 

kintleiii  iliesuH  .  .  .  und  sprach  also:  du  kaitst  noch  iiit  wi>)  leiden;  ycA  wil 
CS  dick  lernen.' 

501.    Ich  tun  dir  den  lib  siechtagen  vol  [=,kestgeo', 

,Siahen''J.  Sciv.  S]>.  38(i:  ,  .  .  (lUOUHqup  in  Icctiim  aep-ituJinis  ßa^elh  dti  dc- 
prcNsa  cadcri-ni  .  .  .',  Jtuga  153,  (i  f.:  ,l>a;s  erste  lidun,  ilaz  der  mensche  lidct, 
daz  ist  von  us serlichem  ziWal,  also;  gut  rerheiiget  über  den  menschen  sitch- 
la^en  oder  durehtnnge':  SS  33b  (g2):  ,Bi»  i'^  allein  ein  sfinder  .  .  .  das  du 
dein  n'it  an  mir  armen  also  fibest,  ...  in  den  du  meine  junge  natur  mit 
schwären  langwirigen  sitthlo^en  kruic^getest?'  vgl.  MM  224:  1,1  u.  a. 

504.    Ich  han  mit  dir  ain  gaistlxrh  e.  gts  S.  19:  .Ich... 

imijifahc  dich  ei'i  rehter  e";  vgl.  Pez  8,  85:  bjck.  Jost.  31,  9:  ,Kcht  alz  ein  e 
ist  aUKwendich  zwizen  frauwen  und  man.  alzu  ist  inwendich  ein  e  zwizen  goi 
und  der  sei-;  cf.  ib.  31,  22:  I'DM  II,  KU,  9:  Sclmr.  7,  lÖ:  ,lhe8us  .  .  .  dem  ir 
vertruwct  und  gtmrhtit  sini  tu  der  heiligen  •,'.  Itumh.  Senn,  in  Cant.  83,  3: 
,Veri'  s/'iritiialis  sanilii/ur  eoitnuiii  cBnlrailtis  est  isto  [Verbum  inter  et  animani]. 
parum  dixi  contractus:  complcius  est.  (.'umplcius  plane,  uhi  ideni  vellc  et 
nulle,  idem  unum  facit  spiritum  de  duobus':  cf.  ib.  85,  VI.  13.  Auch  U.  lli.  4. 
dist.  49,  q,  4,  l,  1  m,  Bipoä.  in  II.  Cor.  11,  lect.  1  u.  n.,  S.  iJregor,  Eipos.  in 
Tant.  1,  1,  Bcrth.  (Hützl)  S.  98  u.  a.  erw&hnen  das  ,niatrimoDiuni  Spiritual c' 
rhriKti  mit  der  Seele.  Ks  hat  verschiedene  Stufen:  ,inter  te  o  anima  inea 
et  lleum  matrimnniuni  quud  in  bajitisniu  iuitiatiim,  in  bona  vita  ratuni 
in  putria  fuerit  cimsuinmatum  .  .  .  .'  (I>.  Th.  opusc.  54  [cd.  Rom.  61]  c.  13, 
p.  3371»  Kd.  Frette;  vgl.  Vallgorn.  II,  161,  no.  1055  n.  Henifle,  Seuse  S.  556, 
Amn.  ■).  Das  ,matrimi>niuni  ratnni  in  via'  dureh  die  ,bona  vita',  auf  das 
unsere  Stelle  wühl  anspielt,  während  unten  (s.  z  V.  2U49)  viiin  ,m atriin oni um 
in  patria  consummatum'  die  Rede  ist,  erblickten  die  späteren  Mystiker  bes. 
in  jenen  Si'clen  verwirklicht,  ,die  alles  Hindernis  zwischen  (jott  und  Seele 
allereifrigst  abgelegt  hatten'  (vgl.  Denifle,  Seuse  S.  361,  Anm.  4). 

509.  Uar  amb  wil  ich  dich  liie  buken  und  dir  din 
ruggen  beren  (lergl.  da-i  zvffeh'in'ife  litld:  dhrUlm  </eißelt  die 

Seele).  MM  ■>24  [Ker  Ilen;]  ,naniitte  ist  din  leben  geheliget,  de  min 
bcseiHc  nie  vi-ii  ditum  ruggen  kunt':    vergl.  diese   lintern.  C,  I  u.  4   lU  V,  ÖCS  ff. 

5I6£  Ich  mag  wol  tun  nas  ich  wil.    Ich  nim  and  gib 

wem  ich  wil.  BSP  S.  254,  V.  353  f.:  ,Piou  S."l,  min  gebe  sint  ungeialt. 
L'nd  habe  in  niinem  frien  gewalt.  l^m  ich  min  gnäd  ^'ib  weui  ich  wil.  Dem 
gib  ich  wenc.  dem  gib  ich  vil'. 


ß? 


I 


* 


324  (T.  Wann  blät  un<t  flaiach  ist  nitllioli  ze  Ion,  Und 
tit  ra4t  u't  K  (Ins  *!d  untlcr  k«.  Vcrgl.  R8:)  IT.:  0  liorr,  ich 
«liU  wol,  i/i?4  /i'./^x  woc  etttt  ßüt.  So  booimpt  es  mir  fröd, 
fcnrt  und  mSt.  Dtr  zä  es  mir  vast  ve  tat  Ich  litt  es 
sust  gern  flecht  bür  als  rern,  Aber  as  wil  mir  ze  nach 
^uD.    Wie  mag  ich  gedaltig  diirinnaton?    v<<rgi.ii  kmv.38: 

—  SW  IS»  <4ilJ:  .H«tr,  «  /<ä/  nw,  lieb  *ich  ton  Hab  »clin«lfin';  vcrgl.  4«. 
Ui.  .'iD  XU  8.  I9j:  .t'nil  ilo  <liB«ii  fcslen,  stArk^ii,  unboilriiiicnfii  willnn  inin«^ 
uub  iiiturr  aiir){i>*aeh,  <)'•  bnnrliar.li  ir  bUi-  gar  sm:  inti  drni,  daa  »i  4«i  iro 
i&4*lpiB  mOuaU  . .' U.  <L :  SHSHbi»):  ,Ar|i  inrl^r  Hi-n,  iInk //id^wilri»  inmurliu 
•WV  pr  amr  «Mr,  WnI  «t  in  ducli  c'^^*^"'''  ■'»  "'Imii  m-rftt"  SW  il!  ■  b 
(3(3l3M}t  4I*^rr.  in  xiaf  wol  u-la,  ilu  /»Vi-ji  r/w  vnrnini^n  ^iii  iM,  abirrilT« 
^•fnivärtlifltojl.  ikl  «1«  milicli  ii'i  l#kku,  wann  i-i  Ihüt  alt  rnAl  tt-rr;  vi-rgl. 
i^Rhi*:  SW5b  i319i:  .üitir  win  miI  icJi  ilss  jinor  nllo«  i>i'Ii>i<l>>n  h'  vi>rgl. 
*i».  tinu  0,  1,  lu  V.  ;.i5f. 

ä27  tf.  So  der  mensch  \t>ent,  tf  h<tb  t*  fftt»»,  So  j'ifiht 
f»  in  anäeett  an.  Er  muß  sieh  rast  han  in  hflt.  1im.1.13,S: 
itVt  b>ftUÜun«  [KU  ItibaUlionc  Ti'c«<Iinit<.-,  nlia  *ti|ti:t->onit'^  Tl>  c.  li  Ü.  34: 
.t'td  Im  mM  cini'T  anfi^fbtiintt«  li^dig  wirl.  *<•  it'«itn  vil^ku  aaJfr  nti  <«'  dii 
^*^-  TB  'f>  vTtulor):  ,UiiiI  sUu  er  va  aller  iiiinn<Mit  rvw/,  ga  «Ini  im  dio 
kkmli'  nf  il^m  lialiii'  nnil  Ugont  luic  vil  hk'.  ilaniio  v'-.  vi-ri;!.  Hugfl  4:  Jnh. 
^'ranlu  k'i  l'r«)[t-ri.  a.  O.  ]].  4G2  ii.  B:  SS  if^ti  (^34);  ,Wiiiiii  »o  K-rr  idi'IIRcIi 
*iA  »ulb  jc'f»  hNl  (-/Äfif.-w  vtiJ  »n*jiw  *<<iii  «•TgiinüMt  in  kuW  iindi  'i™  f  liii*: 
«Iit;  MticBhc^t,  aicli  tutXhtx  ii.vtnincr  hurwidcr  cit'ni'mrti :  t>-hnii<l  in  uinetii 
^Dgcniilick  KU  itU  (tr  iilt4  «riti  ichalclc  hcruidor  kominrn  iinff  aii^i  iiolb,  vnil 
'm  tidi  aUrr  rmt  «bur  lolauxi-n' ;  0  blr  V.  Hl>l :  .Bin  Ich  h)ll<i  k"'  ■  'Uomit 
■^iiiil.!ll  »irli  min  nitt  7,ii  <l.>r  ^inddii  »»Ho':  viTkI,  ii.  I'.  1,  iii  V.  535  ff. 

535  IT.   Onr  mich  So  rrfmiiclif  liu  »it  ttich.    Dar  unjb  nim 

«lirs  le  kaioem  iiim.  Was  icA  yw'c«  ilvrcft  */>fA  tun,  Wan  es 

i  it  ni't  .iin  aVym  Alles,  da«  ich  dir  t|uigeii.    USi'SßS,  v.  775: 

-fi  Iiit  Boli^n  UDil  ■iiecn  ilicli,  lUt  itn  »iki  virmait 3m  aikk';  et  8W  13*.  IHb; 

Tl'KIL  ii,a4r.:    MH  I.  18,  M.  53:    ,Tu  iiiliU  i»  in  ic,  h.-<I  M  ^iioil  o»,  j.cr 

acntian  mnun  m  in  im':  JAlii  i^hiillh«iiitt  Wi  l'n'ttcr  II  :f)>l :  .AUti,  u\u  CMt 

y*  ^  Jir  mrlUe,  (Uu  i»l  «■!«   iiii"!  "«*'  *"•',*    MM  3"»:    ,Piü  liitictiilc    »Uni 

)uft  SiIm.-  voa  ifU**  ■■)*<l  luüb  *int  i|i4>  tiiK<'n<l'-ii  "■>  '""*■  «crKl.  iIaii.  S.  IKT: 

^  Aii(a»tii>,  •'•■Hr(<t>*.   IX,  IS,  I:    ,(jiiiM|uiH  tibi  [<l('U->)  vniiint'nil  vcra  njcriln 

•ti.iiaid  tibi  fniunoTat  ntui  ukunora  tua  ?'    Itt'^ula  &  I\  B^noiliuti.  I'roinguit: 

•Iptt  ta  M  b«na  *«ii  a  »v  (iomo,  s<.iI  a  lioutlnn  llori  iMiisliiiiflnIos  et^tuttm 

mv  D«mmiuu  niagitilicaDL':  et.  S.  Bt'niani  Si>rnio  lil   in  i'diiI   n'>.  5:  Int.  III, 

^1:  l  a.:    J"h.  16,  5:  .^ttc  mt  mM  fvttHii /•uiyf. 

M.sr.     0  tiubar  lierr,  das  ist  war.     Wie  saist  du  mir 
dll  10  oTfenliar!     S.'i  '}ß\    [79):    .Kya  %\A.  «iu'  iil   mir  Jif  uai^ail    h- 


GH 


545  f.     Mir  ist  nitz   rerborycn    Weder  an  dem  äbent 

noch  ao  dem  morgen,  im.  III,  50,  i\i  .Tu  &c.\»  mnniH  ot  üin^tla  et 
ni    it  loiei  in  huDiana  conacicntia' :  vorgl.  dii-se  Unt.  0,  1,  xu  V.  &4G. 

562  f.  Enrüch,  ob  menglich  uff  dich  schry  und  clag, 

Tu  nu  das  mir  lieb  %y.  im.  II,  2,  l:  ,N(in  magni  pendaa.  quiH  |iro 
tit  vel  contra  tc  sit:  sod  hoc  agu  et  ciira,  ut  Huua  tccuiii  ait  in  omni  rr 
iiuam  facU';  III  35,  3:  ,Iii  omni  ix'  .  .  .  intontioncin  tuain  ad  hoc  (tiri^i\  iit 
mihi  soli  iilaceaic;  cf.  SS  22»:  vurgl.  diese  Unters.  C,  I,  zu  V.  562, 

569  ff.     Hie  wil  er  si  lemmen  und  blenden,    Das  si  die 

hell  nit  mug  geschenden.   .  .  .  Sehen,   griffen   wil  mir  ab 

gon.  SME  1.  ISf.:  ,I>cs  ci-atnn  hiiob  sich  wundcrliub  min  siechtsg:  mit 
grossem  nnlidigcin  wetagcn  t^ieng  cz  mir  in  daz  licrti,  daz  ich  niht  wol  den 
auten  niaht  haiiit . . .  so  gieng  es  mir  dann  indiuaugm,  daä  Uh  niht gfttktn  malu 
alle  die  wil  oz  mir  da  was:  so  was  cz  mir  dann  in  dm  hemien,  das  Uk  si aibi 
kund  ^rigen':  Anz.  3,  Sp.  27:  ,Ich  niuss  dich  tzwingen  und  Itmdi,  du  bist 
wilde,  ich  muss  dich  temtn-.  Zum  gsnmn  mit  V.  569  beginnuDdon  Abuchnitt 
verglüiühe  Herth.  (Hfitil)  S.  100:  .Sccunduui  est  diligore  marituiri  i,  c. 
('hristum  .  .  ottamsi  aliijuando  durc  sc  ad  tu  habere  vidcatur,  ut  si  tc  faciat 
iafirmum,  ai  jicmiittit  te  cremari  vol  auferri  .  .  .  si  tc  fxtaieari  atu  dtpauptr,tri 
et  huiusmodi,  nihil  niiuus  illuni .  .  .  diliga»,  scicns  iudubitantcr  <jiiod  tolum 
pro  bom  lue  fatii  ut  vel  peccata  tibi  per  Luc  delcat  Tel  plus  gloriae  tribuaU' 

578  fl',     Ich  sieh  weder  eunnen   noch  mnn.    0  got,  weß 
bästu  mich  geziyen.  Das  mir  min  gesiebt  nit  ist  beliben? 

SS  64  l"  (164):  Er  cnkund  weder  hin  noch  her  hemmen  als  einer  der  gcuangen 
ligt,  daz  er  zorder  die  siinacn  nixh  dtn  iikh  mag  gesehen:  86''  (219);  ,[Kr] 
ward  traurig  vnd  widennntig  gen  got,  :rw  er  in  tigi.  vnnd  jm  siilicbe  leiden 
zu  sandt'. 

591  f.     Wäger   ist   dir   blind    kumen   gen   himelrich, 
Denn  mit  zwain  ogen  in  die  hell  pinlich.   Marc.  9,46:  .Bonnm 

est  tibi  luscum  iiitrnirc  in  regiium  I>ei  quam  duos  oculos  habcntem  mitti  in 
guhennam  ignis'. 

593  f.    Dd    bist    mich    wol   so    tür    kumen    an,     Das 
ich  dich  nit  gern  varen  lan.  sW9b(330)i  .Sich,  ich  hab  dich  als 

recht  säur  eramet':  S\V  39«  (422^;  ,Sybe,  mein  kind,  mit  jämerticher  Dot 
hab  ich  dich  vnd  die  außerw<'dti>n  erarnet  vnd  mitt  dem  lebenden  oplTcr 
meines  vnschuldigcn   plüti's  von  dem  ewigen  tod  erlöst'. 

595  f.    Ich  han  dich  nit  koft  umb  silber  noch  umb 
edel   gestain,    Nun    umb   min   bittren   tod   allain.  Vei^l. 

V.  271,  819.  AL  72,  17f .;  ,Er  [Christus]  sprach  minneclicher  vat«r. 
der])anu    di<:li    überz    volk  :    iili  hon  tl  nit  kauft  ii-eirrr  tiuii  sU/vr  noeh  um  j^/f; 


id  Itnn  (i  gcknvft  umb  aU  diu  |>luut.  Ah7.  iii  inuiii^r  uie»»<Miclwn  nnUir 
fnam  nV;  cf.  I.  IVl.  1, 18.  19:  ^L-ierik-j  igiiml  nrrji  riTrniitibilibussitroi'i'/ 
wfKlf  roiempH  aSi.  . . .  hxI  prctiuau  »snguiue  (|iuui  ngiii  imtnaenlati  CliTistl.* 

59tlfr.  Ich  tun  Düntz  don  durch  gut,  Dar  umb  hab 
säten  mQt  Dod  belib  an  mir  vest,  Waoo  ich  ttlD  alle 
ding  ilirch  daa  hrtt.  gW  2ßb  (384):  ,Wai»t  dn  nilt,  <lu^  jdi  nur  .Idn 
^  klUj  myü,  aU  rn-flritlicli  alft  ilii  tinlb«  Kclbür?  Si  bin  ifh  'liu  ewig 
niSbfjt  mil  «Hiß  \>»a,  VHS  dim  aUir  btiui  i*t':  cf.  ib.  -iOti:  SS  2l3«,  STb, 
Hl,  541.  Sab.  %%%  II.  B.;  DT.I.M  IW.  10.  S.  43,  ft  f.:  I'l»M  11.  134. 15  f.:  ,Ei 
•I  iirchtNf;«,  nruiuot,  hiin^er,  turnt  udiT  uwax  et  *\.  ntax  ){(jt  fibcr  dirli  vci^ 
Iirng<  Lider  uihi  Torhtsiigot,  udvr  twni  dir  gut  Kit  ndvr  iillit  ciigit.  duE  ij 
/»  lullri   .^M  Mfir';    *crgl.  ItdDi.  8,  äS:    ,Sciiiiiis  autei»  quouiani  diligiintibu« 

609t...Su89  lo/jeni  dir  dine  ot/en  ninb  und  omb, 
Uli  ich  zQ  dir  in  den  Umpei  [nit  gern  knmin.  imiM  ii.  3 
Wl:  .11»  vun  iiinox  oicli  diu  dOIr,  in  der  diu  i'<'wiK<']  gubiirt  .v;I  p-adiiliun, 
|H  liiW  liabiii  uiiJu  t>itr  ii<lL-lliclii.-  lubvii  uii'lt.'  ^nv  L'iuii^  uiiidi'  gur  JnniS 
•*  it  ttu/itt  daicli  dii?  tTint  sinne';  Hiiga  188,  3i'  f.;  ,lliid  du  von  vtvx  nIIl'- 
**triil  later  wi'llo  btibou,  Avr  Wialt«  aiiii.-  siiiiio  iliiK'  Uitd  tatie  üe  nit  im 
'ri'»  UBiUr  (lio  bübon':  WK  bi>.  <fi3  S.  305.  Stro.8.8i  ,Wirir  dein  Kflin« 
DUhin  lind  lirr,  llnlt  dcirt<>  »iiin  iccbundpn:  i'U  mi/>  umJ  (in  inni;  nit  boatjifaii': 
TPd'O.  38<>!  pWciiu  nidli  licr  iiirtincli  grbcii  vill  mi  dt-m  gobiit,  vor  allen 
ilhigm  Kl  «..11  KT  tf'in  gi-inütt  daticini  linbiin  un<l  jm  rälTun  von  olltiin  mi/i- 
'"/fi  und  icrsln-nunKPii.  d»  v^  ituwi-suD  i*r. 

Sil  f.  Wann  mich  ieret  als  kojmunicha/t  Da  mit  da 
Mltbfthaft;  rgl.  u.  17l6f.     Uuga  67:   Mn  luter  IiorU«  ist  ein  i/m/f 

ri..:  die  ttm/tii//.  Aiv  tinxT  hrtiv  iix  wiirlTot,  da«  ixt  luscrlirh  grwcrbf, 
iTi  dxi  bi-rljut  Yi'Ik't  nml  imriiita.'  inl-;  CDM  U,  M,  35:  ,8*unur  iliinni'  gut 
lunrl  ia  lüden  tmftf,  *»  tribi't  or  iii  iiiiboknTiliiinHir  iincli'  viiiiitorniioc!  .... 
I'U!!»  *Lnt  dir  iMifHoO  nivag,  »U  diu  uArlicil  wirt  bckaiit,  undi^  iliii  niLibull 
''"^liivUinvti^i/'M/tMi^.  vgl.  dos.  S.  408.  £0;  .sH8li>  (äSä):  ,Da  im'ißt... 
^(■n  Tngi,'wiiiiii>li<ii  iniit  wii1<-r  ««tiim'n.  dns  dein  Ixtrot  nll  H»y  nls  afn 
pMiata  gadlbiuQ.  nl«  >iu  -jITuci  weinlin.iiO.  viu  tururi'n,  <Ih  judL-nnan  si^inen 
*H(rltB  vindct  ....  Iri'lb  anU  das  vnvolck.  odtT  lidiGrlicli  du  eiiinagüt 
*t*  ivhni  h«rren  Djuim«ir  oui[ir(thi.'Ti':  vorgl.  T  l'rod.  IS3  IT,;  i->h.  i.  14  IT. 

6)6f.    So  vil  ich   fast  diD   belffer  sin     Ond  wil  die 

*••■''*  dun  maitt  tait  tragen,  a.  Text  KM.^0;  B8P  R  S/>7,  V.4fi5: 
^VkA  «il  Ich  dir  Jkil/rH  tra^cH':  Oti-iili.  (MUb.  v.  RL<g«nl>o.fL'n>  963:  ,Rr 
^  bn^  0-«ir  «'S  aber  mit  cin^r  als  gfltUcihen  kraft  in  Jr,  daQ  os   nit  mcr 

1  eJD  IcidcD   gtaeim':      MH  1,    ISI,   S.  G8:  »Kgfi  omnia  snfra  lua  Uatm  piwbibe 

I  SdfJilcT,  ul  oiuoia  libi  siiil  Iot»  Kiistincndu' ;  NU  133:  ,ßi  dun  frundon, 
**  til  er  OUob  tolbir  dia  und   wil   in  htUtn  Jlt  bwrJt  an  den  ttftrtm  dtH  Irageii^t 


70 

v,-rgl.  SS8b,34b  48b.  SW  4«;  NikUus  v.  Str»ßbg.  in  PDM  I,  269,  3«  ff.:  ^k 
t'T  [ansi'T  hiTrc]  kum<.-t  inen  zt-  helfe,  und  tuot  reht«  als  diu  nioot«r,  diu  leit 
dem  kinde  eine  ^''ize  biirdi  üf  zu  tr^onde,  und  gät  dai  kint  alles  undcr 
fler  bördi  und  lachet  und  ist  «ar  fr»  und  wi'nct,  ei  trat;c  die  bfirdi,  »o  treit 
(■X  diu  muoUsr.  Alsi*!  tuol  min  lieber  berreiOsu«  Kristus:  der  leit  uns  undcr- 
wilent  ein  gn''!  juch  iif  za  lidendu:  aber  i-r  Ai//e/  a  uns  fn^nt'  etc. 

636 f.  Sy  [die  Welüeute]  triegfeot  ain  ander,  wib  and 
raan,  Nieman  sich  an  den  andern  geläßeD  kan.  SB  93ti 
(fi04);  ,l)ic  weit  ist  vol  strick,  ralscheyt  rnnd  vntrcwo:  Miemant  iw«j  tieh  am  da 
andern  gtlasstn- :  vcrgl.  SS  10»:  S\V  16»  u.  ö.:  diese  Unt.  0,  1,  la  V.  637. 

654fr.  Dar  umb  maß  ich  dich  macben  so  uDgenein, 
Das  du  der  weit  wirst  widerzeni.  Das  din  Dienian  acbte 
nicht.    So  einplindest  da  denn  miner  züpflicht.     AL5,8f.: 

,Hel  icli  dir  diti  teilten  nilit  geben,  so  hestii  xe  tu  mit  den  Icutcn  gewandelt. 
Sust  scbemstu  dich  vor  in  iind  umst  pei  mir  sein'. 

66'2f.    Wenn  aber  die  tcelflick  natur  stierbt  gar,    So 

Zlicllt  der  gaist  der  »ri/ßhail  dar.  SS  .ib  (6):  ,Diü  uiU  nuilt  er 
lim,  der  diu  ewigen  -.ftyßkeii  le  ainem  lieb  will  ban'. 

673  ff.  Was  hilft  mich  ain  roter  mund,  Und  wSr  an 
der  sei  ungesund?  Da  wirt  doch  au  äscb  us:  So  vert 
die  gesund  sei  in  inines  vaters  hus.  Da  hat  si  waon 
and  fröde  vil  lemer  on  endcs  zil,  sw  27i»  (388):  [Leider] 
ikexligüt  deFi  leib,  iler  ilueh  fiiuleii  niiiU  vnd  speiset  aber  die  edlen  sei,  die 
du  ewigklich  buleiben  sul*. 

(194  f.      Er    |(/er    über   «eine    Natur    gesietfl]    bat    ain    vor- 

.•«■hmakuHg  di-x    eiriijea   leiten,     Bis  im  got  das  ander  och 

wil  geben.  TU  78  (Tauler);  .Xieumii  mag  es  begrifTen  noch  verston, 
es  isti  ein  fürsamg  lUt  m-igtit  Men-hs';  liüga  117,  13  f.:  ,l'itil  d«  wurt  iuiu  gc- 
üfTenburet  die  frönile  und  die  wunne  ewiger  dinge,  und  daz  wurt  also  gros 
in  dem  geiste,  dai  es  uz  briehct  in  den  lichani,  daz  sie  beTintlicfaen  be- 
vindent  ein  /ürsiuai;  ftrigen  Uhtns' :  SW  öl  b  [460) :  ,Sj  sol  sich  auf  mein  borci 
naigen  .  .  .  ein  varsthma.-k  ewiger  siissigkeit  vnd  ein  einplindcn  ewiger  sälig- 
keyt  iIhh  bohab  jr!-  vgl.  SS  10:  Tl>  c.  1 1 ,  S.  21 :  ,rnd  wer  in  diaor  lit  aUÜ 
in  die  helle  [der  Selbsten ISulternng]  kompt,  der  kom])t  nach  dirre  zit  in  das 
himelrich  und  gewint  sin  eine»  iiirscAmirk,  Jer  nbertriffet  alle  Inst  und  freude'; 
K.  Merswin:  ,Vier  Jahre'  etc.  bei  Sehmidt,  (Jettes freunde,  S.  60:  ,So  was  mir 
rehthc,  wie  das  ich  ein  /argrsmas  drr  naif^i-n  frmilen  befunden  hette':  Eck  Siev. 
418,  122:  ,l>az  ist  ein  fonmae  ,l,s  eini^rn  IMnef:  SME  [Heinrich  v.  Nßnil.) 
XÜI.  Br.  S.  laO:  ,  .  .  da  du  ewig  leben  versuchen  sult  in  einem  wundcrbar- 
lickcn  vorsmail!  gotlicli»  niessens':  XVI,  S.  195:  ,1'as  sint  die  vonmtek  etc^ei 
Mtni';  vergl.  das.  XI.VII,  S.  254:  feiner  TPred.  3üa,  139«:  Pez  8,  76;  Kathar. 


71 


IV:  BoMi.  SolÜM).  0.  4,  M  4  («p.  man.  L  8.  &7):  Albvrt.  Du  «dli.  Dao  t.  7: 
t.  \i:  Vrrs  Audi,  iu  V.  1069  8.  506  Tcr«tiiat  noch  auf  PI)»  11.  374.  SO: 
»I.  lö:  PCiU  I.  S98.  '.23  <«.  uUcrdn»  1M>M  1,  300,7:  I'DU  11.  877.  ir>:  .183, 
i:f^3?S.37j  Tl'cfii  FnwdiciM3»iö:  Au){i»L  I>c  .Sonn,  Mkir.  in  nionl«  1, 5. 

703    Und  ftfotj  ziket  gi  mit  »iner  rät.      sw  27b  (8&8): 

in  Bi|nn«  rti...  leiden  ttitAi  mi  iwingl  ili-n  iueii(cb«ii  t»  got'i 
St:  Hngo  a  8.  Vitt  UJie.  UL  ttt.  4S  CMigne  t.  IH  eol.  6SS)i 
twhe  UH^  Ol  m  V.  .'SOI. 

707  f.     Ich   \(:hri»tti«\  ler  dicli  in  ain  lebea  gan,    Das 
nientSD  vol  lernen  kao.   Mii->.  it.,  s.  IM:  ,ri>i  hcmium:  tx  <xw.maAt, 

UAlInmii  Ktn;  tvlli-».  qiut«  noc  mintinnui  in  liac  tit«  iilliii-,'ure  vilua?  alla- 
nm  üii]iiiil  <lo  liu  lo^uorbu':  «f.  1.  $,  cS,  p.  2Ul  u.  r,,;  HD  o».  £7,  3  ff.  S.  146. 

709  f.    {^re/«';]   Das  kao  Diem«r  rol  leien,    Da  wellist 

I^Onil  itlb  »ckülmaialtr  Wesen.  Np  läl  If.:  ,\*u  bitt  gciro<m  iiulor 
[riisi-n  vrMpligvn  («iej  "cbal«.  rio  Aer  boiligi-  ^«i«l  intir  ukülmriiur  ist'; 
■  1>M  II,  77,  16:  .Hin  apn-dieiit  dl«  tnirixtvr,  il«c  «ir  billir.bu  snllcn  itcai  lan 
di!r  wiaule.  di  dor  bi-ilisc  ){ni*l  Uumniur  iaC:  6uira  1-14.  30;  ,fiot  ist  atlulnr 
dn  mtkMlmehUr  iinil  IpiTl  In  iiarli  gAUtcber  ')H«nunRc  allr  nim.-  «i-rolc  wfirekeit': 
Schär.  35,  18:  .Si  er««leni  Am  hclixon  gei^l  za  «\\w  ukiHmikttr' -.  FDA  13. 
ISS.  J4*  (.^irhv-  ItpTcbtp  ».  Ob^rrict):  ,8«  gau  ich  doiiDo  lii  in>^in«ut  llcm;« 
[JcBuiii  ('brifluBi  slflo  &u  niinuni  ttkAtnutiftr,  und  |iM«n  und  lugun.  «z  tiiteli 
lop,  nml  «lulfDn-  di  mit  alloia  HiMc':  8UK  09,  13:  ,1>bii  inuox  tnlcli 
■Irr  iill<>r  K&MU>«t  maittir.  ui  dvK  RiiiiTK'ndHi  lirrcioii  dliii  kiliii^t  giT- 
iül'i  ilV.  i>,  K  61(7:  ,Ortt  l><imintiin,  iil  iijkc  ctininiu«  majfiitrr  unetiutiK 
ntiriltu  «ui  doc^-at  U  srtem  ■niAffn-:  r<-rgl.  MV  43«:  MM  'i^M  VU)\  I,  S-Jf!. 
14  f.  (l>«rid  I.  AiiK«b){.);  Au),tist.  tra«l.  |f>  in  Jonii.  n».  S;  Kii-b»  70:  Ja.  iS^ 
16:  JtauniltidoKbitmDiii-:  ['-.93,i:f;  118,  73:  Caiit.  S.  2:   MhUIi.  13, S.  10. 

74!)  IT.  Es  ward  nie  kain  sunder  so  grofJ,    Walt  er  von 

siinden  Ion   Und  hiciitand  bül.t  dar  iiber  boKton,  Oot 

hrd  80  mild  und  so  gut.    Das  er  in  bebüte  vor  der  halle 

Klni-  AHli  S.  455  f.Alll  371.25):  .Hadtv  gDtind.-t  vuer  xale.  icb  wll  it 
Uiia  Mtt  Tarin,  «ilHir  diu«  «md«  miden  vod«  in  d<)r  biclitin  nlat  vir^wl^in': 
f»(L  P*.  31 :  102;  b«.  I.  Job.  l,  il:  nieho  diwi'  Unters.  C.  1  ii.  4  tu  V.  74». 

759  t  Der  kämet  in  eia  sSlig  lanJ,  Ua  . .  der  Uhetti 
iflina  in  entspringet  a  ML■^Mr■l^  Bannurlifidil  bui  Jiindl.  400: 
•Vtna  w  denur  gol  lit  (tiinrki-l,  an  miii»!  in  k"I-  "itd  fm^rel  iit  xao  dem 
MnAw  tumrm  der  cwickliobu  bei  {jcllmiooii  iiii'l  iiiicb  cwiklicht'  llnAut'': 
t'. -liruc,?,  17:  .Agsns  dedoc«t  ooa  ad  vii-tt  /fHUi  aiiiiaruDi';  cT.  ib.  21,$; 
IVÜ.!»  a.  42.2  [nach  d.  ft^lhuruu  \,a. /.-itUm  8t./->-tf«J;   Cant.  4,  15. 

776     \l>a  m5ai\  mit  dem  gaist  unwSßig  tin.     MU  17:  ,Dii 
^aOeise  aUa  Und  buIi  lö  niotnan  ^ut.    Du  lolt  »nre  uitmätiif  lig.' 


72 


779     Ich  muß  schier  naket  goo.    MM  22:  .Heiro,  nn  bin  ich 

t;ill  naitnt  soll'.' 

784 fr.  Also  vflrtrib  ich  den  laogeo  tage,  Das  ich 
vor  iiD  Dütz  kan  geschaffen,    Teti  mit  iruinen,  denn  mit 

liif/ien.  Tli  7"  (Tttitlcr):  ,Ilis  hoisüit  jitbiliiTen.  l'ndt^rwilcnt  iciri-^ni/  hü, 
iinikTwik-iit  Imhiiil  Sil,  H"  Bingent  sii':  l'E  S.  20:  .Es  geschähe  nnn  iii  diuscti 
THgcii  sn  griisitcü  und  vii'lv  ^sdii'n  iii  i]i>iii  Kliistcr  Tag  und  Nacht,  rfana  v* 
zu  rt^rwiiiidfni  war  jiing  und  iilt,  eine  <iio  lurhititn.  eine  die  iaikui'  etc. 
I>aiu  der  HuraD8guber:  .Ks  seheint  dainaU  i;iiii- Verzückung  über  <icn  ganicii 
Crnivent  gekommen  lu  sein*.  1.  c.  Hin  ilinlielier  Kall  aus  dem  badischuu 
KlustiT  Witticlicn  wird  vuii  Michael  III,  164.  mitgeteilt  (aus  Mones  Quellen- 
Sammlung). 

795  Er  [r/f/vV««]  wirt  mir  nur  hidI  ««/,  wenn  er  wil. 
SW  3«  (311):  ,I>»  begegnet  jm  in  gcvstlirlnr  vnsäglich.'r  pildung  die  ewig 
wcilllieit  vnd  xucii  in  .i/nri  iii/i  um/  säur,  biU  das  sy  in  {iracht  aufT  das  recht 
lifnt  der  gi'itlii'liL'n  warheyt':  HB  no.  58.2,  R.  128:  .Heer  Jesus  s]iel  is  iivi 
r/ii/e  iiir^  Van  allen  muetie  |iriiewen:  Hie  gaet,  hie  cumet.  bet  is  so  duur 
Altoitri  eil  machot  niot  toeven'.  (iL  4,  2ti,  S.  38*:  .Pa  mihi  libertatem  faciendi 
fl  coiitiuundi  in  eo  (inHeeumqne  vulo,  non  disprinens  utram  dukrttiitim  ttPt 
tiunriiiidiiuiH  sibi  inrundaui':  vergl.  ilasclbst  I,  10  S.  20:  3,  3  S.  63:  und  u.  am 
Knile  dieser  ZusHininenstellung   bei  den  ,l'hra«cn'. 

79ß  Ertribtmitmirsin  ostertinl.  Meint  den  Weciisel  «wischen 
rrnfiingen  n.  Trfistnngen :  im  gleichen  Sinn  braucht  lt.  Merawin  (Schmidt,  die 
(iiitlesfreiinde  S.  fi2):  ,-i,iiinenipit .  Nur  das  Leiden  n.  Streiten  hat  Scaae 
in  den  iwei  fotgiiiilen  .Stellen  im  Auge:  SB  SS*"  (Ö7G);  ,l>arumb,  ob  ein 
nienseh  leidet  dureh  ein  Treycs  göttliches  7carispil,  das  ist  nit  t\\  acht«n': 
SW  2Sii  (380):  .Es  enwnrd  nie  kein  so  grolJ  gaffen  Hilf  einen  woltnmierenden 
ritter  als  alles  himelisch  hi'ir  gaffet  auf  einen  wulleidendcu  menschen':  ebonsu 
HB  nii.  ".").  12,  S.  157:  .'J'ribulacie  is  hier  der  miintrn  jp^l'.  Im  Uegcnsati 
hie/n  reden  vun  der  Freude  Gattes  an  den  guten  Werken,  an  der  Liebe  der 
.Seele  ii.  ä.i  l'DM  IL  -.^09.28:  ,Wan  got  hat  rcht  ein  .•///«  und  ein  lachen  in 
dem  gniiten  werke':  MM.'):  .l>a  niiis  si  für  nienian  bitten  noch  fragen,  wan 
er  wil  alleine  mit  ir  tpilm  tin  sfiii  das  der  liehamc  mit  weis  ...  so  strichet 
er:  eya  du  liebii  Mibe,  diu  stimme  i.st  ein  leiitHspil  miwca  oren':  k\.  93,  äl : 
,Er  ipili  mit  dir  da/  miamiupil  und  gwint  des  nimmer  gSDueg*:  SME  317. 
ritat  aus  der  Villingerehronik:  CK  27:  TPred.  30bf.;  mit  andenn  Sinn 
SMK310  (l'itflt  ans  Oliristina  Ebner):  ,Swii  ich  [der  herr]  den  ein  gefellig 
hertz  Hnd,  do  ifiil  f=-  glitzere]  ich  innen  alz  die  snnn  in  ir  selber  tuet'. 

806  r.  VVeDD  er  mir  an  dem  morgen  hütet  sin  grüß. 
Und  denn  sing  ich  und  sage    Von  im  den  langen  tage,... 

Dag  machet  sin  \\fi'\V\mieyenw!'irtikait Indisersüße- 

kait  belib  ich  gern  iemer  mer    Und  dankt  mich,  ich  hett 


78 


lllei  kilDcU«Il   her.      SW  lU*  llüiy.  Jim.  ••>  nWr  >1,:t  lioclit  nuitgru' 

lUsn  fdvmrr  iroi{r»ii>Ttj  aDlTiirklil  cDiiiJlU'it  in  iwincr  «vlc.  «u  iTgvot  allui 

[l«Ut.  o  (anacbwi  ilut  atlc  rinaU^rc  ...  *n  liwhci  in<-in  h^^rni.  «o  licg«t  «Jcli 

■mIii  luinAt,   w    Itvvi-l   «Uli   iiicin  M'l.. :  Ik^Ivii.   k-iili-ii.   iiiolilm   iiiid   rIIi; 

P»trai|;ikf)t  ■tri  goRMlIcIi  vtinticIitiTl  in  <lcTjv^jn>^ "''«>' mir  iat  ilunn,  «i« 

pK^. . .  iUBiI  in  doiii  \>irii«r  uvitfi'r  «liligkait.    Arli  hiTri'.  kit  ifibt  mir.  <U«  n* 

■-»UI  Un)!  «cTvIc!*    MM4,  I  ^8.!>I):   ,lch  uiiwiKligc  süiiiliTiii  «art  ^p-""!^*"" 

ilt'in  lii'lLgp*  gojtif  in  uiiiK^iii  Ev>'.|n(>ii  jare  . . .  Der  vil  liebü  ir^iii  itat  alle 

Ukc  uiiil  malil«  utiT  iuiiiii<'lili«h  Iril'.  —  ^ei/t  pf^t'  wl»l  TN  7X14  im  Sinti« 

TinJJoUra  tiiiadc*  i;ubrincbt,  obtm*»  bei  ftruii  IJOTlifl*.-  Wnirrain,  l'ariiviil 

IT13  n.  a. 

813    So  scboell  si  [ffot^  ifeyfnwärtii.-xtit\  mir  all  crtnlur 

/ir  lait.      Tl'rcd.  iCitl>:  ,lcli  und  womoIo  die  K«)r  inn,  »■>  hctt   a;  py^ 

U*||r«llr  iAj«:'.    Sk.  Kalni  i'hM  11,  4li^  :'<>  ir.:  .WoniK-  ich  in  mich  xn^li.  »■'• 

r*Ml,KI  g'il  in  inir    und    nlli-x    ihif,    g"l    ji-  giuvhnuf  in  Iiiiiiulticbi-  iiml  in 

oUU^..:  «er  tn  |[i>l  ui-ki-ret  Ul  uml  in  tU-n  a|iii>si'l  'Inr  «Hrln'it,  iIit  »ibi 

dv*  iUr,  diu  in  dvn  Kptuj^rl  gorilil  iaU    <1bx   linV  -Mm  Jitn- .    it.   ili.  4(M.   I; 

Krl.  Sin.  378.  VJ:  ,Dä  |iii  iioii]  b«k»nnit  dit-  sidf  al]>i!  diu«:  iiiid  lu'kunnlt  li 

it    fnlhnkoiiKa'.     Zum    'IVtl    Arrt  S.   Knltoi    vi-rr.-!.   f.  'I'li,  S.    lliool,   i.  11.  i\, 

ITD.  1.  1.  e.  w"  L-t  von  ili-r  pmpbt-tiscbcn  VJtroii  heiQt:  .lliiiUiDindi  üliistratiu 

M^utts  |iru|di0t)eae  fotett  diel  ifteuinm.    tiii)iinn(uin    rv^iiltal    ibi     siinilitiida 

MTiiaiiii  tlivins«  pnuscientia«  ol  [imjiU'r  huc  diuitur  äjivcuttiui  atnUiniiUli« 

faaci  fujirai-soiilaBH  IM  [irnrtcicnliain,    <jul    in    »lu    aolomitatc    imitia  fvw 

mMitiT  rt-Or.    Obig«   (ttrllcn   ux'^^fti   abor  riplniobr  auf  ila«  iiirüok|^hvn, 

*ai  SL  T1l<>nias    xan    dcT    Aii^chniiuiig    ÜntU-*     im    Hiiiimnl    lulirt  S.   cunlru 

(Jbl  L  3,  f .  .f 9 :   ,lntii||pi:t(is   igiiiir,   qiij    per   liini<^n   dititittm    ■■Uiatiir  ad 

■  lAtniHH    IVi    Mibiilaiitiaiii   iiialto  uiagin  L-mli-in  limiiiic  pvritcilur  ad  oiuiiia 

■lii  intvlliiiunda.    i)uai!   «unt    in    n-rum    nalurn*    (cf  S.  Tb.  i.  i).  13,  a.  8: 

t'Vml.  1].  )<,  a.4.  ad  1  :    ad  J:  4  dist.  49.  <|.  :!.  a.  ■*'.  ad    Ij.     Vwn    dlnsi-r    Kt- 

biitlJii«,    der  B»mitVlbar<rii    .tiincliautiiiit  <>oil<.>4,    agiri-'clioiid    Mgy    iv   abur 

1)(  Vtt.  (j,  ft,  a.  4.,  c:  ,Modn4,  qii»  m  omnM  mint  iti  (r»s«iilia  dtvtuu,  »imilior 

(M  niid«  qtiA  fjftfit  itatl  in  AIWA*  quam  qtin  »unt  iau>(unj  in  if<atU\     l>«nti 

I^UlI  i[.  4.  «.3):  ^CoDi  Um«  *il  prima  cauaa  i-ßcrtira  tcruin,  oportet  omnium 

nmn  |i»fM:tinny«  iin«i-ii8U>n)  ii)  L>m  «trrimdiim  vitiini'nUomtn  modmii'  u.  S. 

'^|L  «itbdic  i)iiiiicrkun);i.-ii  tum  ,I>ifptit',  u.  .^JibaiifC.)    MaDi:li«n  inill-daUvr- 

littun  SdirinAivllrrn  achwobl  &bri|2<'ii«  b<-i  Khiilii-Iir'n  l)iiTEi<'ll(iii|i>-n  >li<-  Kr- 

'lUing  Uregni«    d.  Or.  vun    'Il-t  Vi«i<^ii    dca  hl.  Bi.'tjcdikl  i"r.  l  'l.  dialug,, 

e-U:  ,OiinL*  innndm  T<-Iat  «nb  tino  aolli  radio  eollef^ln«  anl«  ocuIm  eiua 

■thctiia  Ml',    was    vr   rol|;ri)di'miaßi:i]  (<rklftrt:  .AnSinao   vid^nCi  «ivattirinii 

«ij^ita  i-st  nmttii  rreatura  . .  .,  <|iiia  ijtM  Iiico  tiBliitiie  ititiinnr  nii-iiliH  laxnlur 

•iniu  iaiiUiu)<|Ut'  t-\p&ndltuT  in  1>r<>.  nt  >iipi;mr  •.■xintat  miindu  . .  .;  noii  criiilDm 

H  (tna  cuntn^-'t«  •^st,  ix^d  ^idctitis  antuiu«  Ott  diltlaCii«.  >|iii  in  Düu  rufilus 

*Hm  »ine   diflicultnK-    ]ioUiJt   vcilie.    qoud  infr«   l^viim   a.-«!.'     Obir  diuae« 

r-SkiMii  t^oUoa  mit   dum  l^'b-mdiKon  (iitiii«]!!'.  A\o..  RO([iiiti(i  matiiUna*  dos  hl. 

lafwUmia  s.  Krcbj,  S.  ^'l  ti.  a. 


1 


74 


Sl&r.  Da  solt  dich  dar  sn  (s  o.)  nit  Ion,  Du  müst 
noch  an  die  marter  gon.     sw  •2:>i>  .t$0. ;  .Es  Tut  nit  hrc  bcleibent 

ii'icl):  du  miiKt  O'ich  inaDi^eii  küni-n  ütn^it  durch[trecben':  cf.  NP  U2b  u.  a. 

823  ff.  Du  tniist  üdens  werden  so  gewon,  Das  du  nit 
fläbist  ain  aioig  bon     Ab  aiDem  an  das  ander.     MX  270: 

-Wcnnc  <lc-r  mvnschc  vbcr  «ich  «dber  gesiget.  «Uo  de  er  pine  und  trost  glich 
wil^ct.  »11  wi)  ich  in  in  die  simnikcit  hibcn'  etc.:  PDM  U.  135. 4  f.:  .Swie 
»wi-Tt:  diu  ]>in>'  ucbini;  »der  daz  ungimach,  häiln  niht  dar  innc  also  gri'xuu 
wolluMl  ulü  in  gcuiache  und  in  tuIIc,  i>i  ist  inic  unreht".  vgl.  Im.  111,  17,  3. 

B42[t'.  Ich  mag  nit  wo!  gedalteclich  lidea.  Wann 
ich  wird  noch  schier  dahin  sigen,  Db  katnmist  denn  le 
hilfe  mir.     Anders  ich  wiche  bald  von  dir.     ss  50b  (yir,)-. 

.!>  wen.  ini'in  Iierr  vnd  mein  got.  »•<]  und  iniiU  ich  aber  ein  iiewcs  fcrenciigon 
mit  itir  Icidi-n.  mu  biB  mit  mir  vnnd  hilf  mir.  Tlt  GÜ  (l'deiido-Taul.  .Krant- 
jiri'digt'):  .l)iH  ist  mir  gar  ein  fruciiiede  ding  und  gar  ein  swcrcs  ding  tao 
lidi-ndo  und  ich  bin  gar  sutl-  Toerhtende.  iIhk  ich  es  gar  knmc  erltden  mag'; 
IlSI' Sß;)  V.8l7f.:  .Wiltdu  [Gi.t]  niht  wider  L.rn  le  mir.  So  mac  ich  hlibcn 
küni  hi  ilir'. 

858f.  Hie  wiet  er  sy  uff  yrichaidcnhaU,  Won  si 
ist  iren   fründen  ain  großes  laid.    pdm  ii.  275.  i  f.:  ,Welh«r 

Uli  vidli'k'imi'M  wil  sin  an  derleie  niiiitie.  der  münz  von  n'*>l  vier  atncku  liäii : 
diiH  erste:  ein  (vfiri'  ■ibt^isththleiih-ii  von  allen  cri-ati^ren'.  SW  12»  (338);  .Iii 
]iliiNser  ohi^-fi^hiiuien/ifit  alliT  creatur  miiU  it  sich  halten,  der  den  werden  gast 
ri'eht  wil  eniiirahuir:  AL  3.  25:  .l>i>  gab  si  do  unsenn  hcrreii  af  alle  ir 
freundti  und  ii)irHeli:  lierre.  ich  gib  dir  heut  alle  mein  Trennt  aku  gar  uf, 
ilar.  ieli  nimmer  ges'ir^'eu  wil  weder  um  ir  leib  mich  ßm  ir  gQct':  8MF  7. 11:1: 
.Ich  wuH  in  der  well  iiiii:li  imgeminner  daini  in  dem  clostcr.  daz  es  min 
niuoter  und  niiniu  ge»wisterlig  an  mich  znrnetent.  und  such  niemaiit  gern-: 
vergl.  Huch  MSI  4;    \YK  na.  474;    Taiiler  bei  Pregcr  111,  203;  CE  S.  10  u.  a. 

8ti0fr,  (<'firvttiin:)  Da  müst  gar  entblötzet  ain,  Wilt  da 
diel)  geniettoa  min.  {Sreie:)  Nement  alle  wanders  war, 
Wir  fr  mich  entlillil:el  gar.    Ich  bin  doch  nakent  war  ich 

goil.  ItiigH  U.'i,  3f. :  ,.\ls  die  »"lliKit  blnf  du  ist.  also  müQ  oQch  der  geist 
(iiiNiSsst/ sin  vun  iilleu  dingen,  die  gi>t  blos  nit  sini':  (ireg.  Magn.  bomil,  32. 
in  Kräng.,  t.  I.  eid.  1687  (Itrevier  de  eimi.  nniu^  martyris):  .Si  vcstitas 
iiuisiiuani  cum  nw.A'  liietatiir  eiliu»  ad  terram  deiieitur,  quia  habet  andu 
teiientiir.  \>iiül  rui-u  suni  lrire>t.i  .'mnia  nisi  qiMeJam  •\irf>,ins  mdumtitia?  Qoi 
ergii  eontra  diab'dum  ail  i'er(aint<ii  ]>ro]>eral.  fMimfiii,i  atNidai,  ne  succumbat-.* 
hu.  II.  r.  II.  4:  .Knro  invenitur  taiu  s|)iri(ualis  aliquis  qui  •"unibus  sit 
nHiMtHf.     Nam    verum    |>nuj>erciu    Hldrilu    et    t^    omni   .rta/ura    ntidahuH    quu 


75 


iaraidr'   tb.  III,  c.  37.  ä:  ,\d  hör  mtian!  .  .  .  ut  «A  .kiiu'  flivfi^M»  /i-nii 

lafttari  rt  mmJui  HUiiuni    "Jttum   Ufur.' 

Slitif.  Er  hat  mir  g-cDomen  ■*('  uad  gQt,  .  .  .  Icli  kan 
BitTf«  oit  für  die  tfir  gon.  SS  S!ib<aö):  .Nur  ,.'mffMt  x\\i  mir 
iH  ri)«n  berciü  mil  tiii4itrgan  lufincr  «r**:  41 '»{103):  .Kr  godunlv  uii  iiic- 
mM  geca,  «snn  tedi'nnane  4it  Kcliümvl  »jch  sdn". 

869  ff.  (yftiif:)  Ich  mflß  hie  in  eilend  und  vcrgchmScIi  t 
(ton...    (i'hfiatu:)  Ich   kenn  dicb  wol:   mit  dinen  sinnen 

I)d  ffÜrdist  mir  nor/i  rnf/i'inmii.  Tftui.  Üi.  G  11.:  .Mir  inl  iidit. 
■It  idb  M  t««  gtitt  i;v»e«bv<n  tiiitl  ocU  ^uliürt  liitb.  dss  er  ilir  dls  llden  'la- 
I  nn  tiib  gtigcli«!!.  du  tlu  r«  mV  mdriiimi  unil  du  sin  )i>(li^  aig<^  d^rt'. 

ftiöfF.  //«(  iVA  n«  ror  rfcf-  A/i'  Und  wÄr  nocli  unvcr- 
i!  SuU  9teken  ich  und  ivorgcn  In  aine m  aUm 
\invtn  rorl:  HB  no.  67.fi,  8^  146:  .81  Ayir«  «i  ««f  ««/w  ri,./<r  -ar/, 
jl^iJalni  Uli  inijii  hacr  af  tiiidcn.   Si   Im^Iivii    iiii   a<<n  ein-   »fiitifli,  lOf   iraii 

f*« I**.  no.Si.I".  S,  I6!l:  .It  bl'>c;>li'  als  oin.'H  grociii-ii  twijli.    I'i»' ini 

\A(Mmwt  «r  wert  imtiglieiljn'. 

M7  ff.  (fifflf:)  Ja,  die  wil  mJJcht  ich  wol  yon  atrrbe»! 
f'lnWo».^  Die  sorg  ««/f  ./m  mir  gehen,  Icl»  waiß  wol,  wie 
i«l  diu  %<i\  pfipgpn.  TU  :.llraül|.r,-Jigt)  67;  .Wio  iusi  <lii  ifticl»  go- 
'■"i^.  uii'l  «is.tritl:  irli  iiiiig  dl»  mil  mite  crliilcn.  kA  uwti  im  Herbat s 
^E  HIB,  6:  ,  .  .  ivfa  njii]  nllir.  •lii-  bi  mir  wom.  vemagtuii  un  minom  leben; 
'■^crl  Uh.    i>l>  irli  »Icrbtiii  »diT  ^i'HCMl-ii  \{\\i;    do  «priiili  ix:    diu  iaatt 

>m  «TCBV   fiir<*. 

8Mir.  Gangist  nit  zä  der  kitclion,  so  belib  ilahaim. 
•  •■Da  mag  dir  von  mir  iils  vil  gOtz  bescliehcD,  Als  du 
fU««D  io  der  kilchen  macht  erüpehen  (vergl.  V.  STöflT). 
°V*^40fl.:  .Nu  iii'iht«  innii  !i|ireirl)<:ii:  Eiiitor  iiu  dct  inonndiüti  h''ih>itv 
•*l;ii  lit  d*r  an.  Aaz  or  twij5o  und  uIIl'iu  dax  ewige  worl  in  ime  b'jro.  ., 
11  lil  nun  (lanitc  m  |ir«digL>ii  iiiit]  jirodlgu  in  hurend«!*'  ot«.:  ig\.  Sclifir. 
^>.ACi  bf«.  I'v<  8,  1^4  iKlinnbi'tli  V,  Netiotndt):  .Ail.  nornr:  iii  mihi  niinliii- 
'itirili^iieDi  |>randiir<t  iln  lli-n  l'ii|iii  aA  foiiVKh-uiii  i'idlri<-i|[»riii[ii.  iitiiiiii 
™  »»«jitius,  va  itv  atigtiiT  nunctilUiri^  vi-l  Ln  otiiiii>tr<i  mnrirnr?  Ut«|inri'lit 
iBlub.]:  lit/1  f.^1  aiufire  iifrtnim  IM  AI  si  in  itauxlro  iiiaauris.  mtitiilim  ai 
h^niimm  i^rrmdM  fir\-^ift ....  qUMUvi«    null    iliiti   bollU  uildiron,     IntiKVI   Dt.io 

"Mhn  gritam.  qMDi  soiv  ab  uinnibu«  bis  terreniü  iivorterp  it  cur  siimii 
''1'  nli  darcv  her  ilaatMclio  Text  liat  rruilieli  pine  woxfiitljelir  M<>dilikiil.i"ii. 
"^'A  13.  IKf,  Gl:  .m<  kproeli  s\:  du  vnll  i\\  iluiit  UiitU«  u'iil  -inn  uii  ■!«■ 
^<di)ir  ■«ii*t4»'.  bidihfjit  du  nlii'r  »V*  in  drin  ctmitcr,  •Inrumh  »nl  dir  Inn 
••*  mmr  «tc. 


7r> 


'.)bOi.  Dar  auib  red  nit  ze  vil,  wan  von  ffot,  So  be- 
haltest du  min  gebot,  cf.  im.  I.  c.  in:  Mk  chvi-ihIh  NupurllaiUt«  ver- 
boruiii':  c  20;  ,l)v  aniore  Kolidhliniä  et  üileiilii*:  SMK  S.  291  Anui.  za  S.  lü, 
1 1 :  furiiur  dii;  ürdunsrcgulii. 

96611.  Hie  wil  er  &y  henken,  U&s  sy  von  im  nit 
mug:  gewenken.  (Ckriaitis:)  Ich  lienke  dich  in  kfirtzer  frist 
Über  alles,  das  uf  ertrich  ist  (rergl.  das  zugehörige  Bild  a. 

V[I. Unters)—  Den  von  der  Vi^rfH^siTin  nicht  klar  auägcdräcktcn  inystischun 
Vort'mig  bosfhreibt  'I'  Med.  c.  34.  S.  322:  .Dur  üeist  hat  ein  williges  An/iangeu 
IUI  ilfm  Haltt  litr  Uelv  .  .  ,  Waa  ist  nun  ein  recht  auff^hanpatf  Mcnäch  'i  Dct 
sich  zu  tirund  n«ch  iiDer  seiner  Macht  übet  in  dem  Allorliiichsten.  das  seiuc 
Seel  Terst4;hct.  und  danuocli  trostlos  vnii  (lott  und  allen  C'reaturen  und  alau 
XU  tinind  gelasDcn  wird,  dall  er  cicli  aullncndig  und  inwendig  zu  nichU 
kehren  kann.'  F.s  ist  somit  der  Seelenzustand  \iilUgcr  VerlaBBcnheit  und 
Trostlosigkeit  von  selten  (iotles  wie  der  Kreaturen,  ein  mystisches  Mit' 
erleben  der  Verlassenheit  Christi  am  Kreuz.  Diesen  Sinn  hat  unsere  Stulle 
in  MS.  Ktwas  ganz  anderes,  nämlich  die  eigentliche  Hkstaae,  bedeutet  da« 
.Hangen'  in  den  folgenden  ''itaten:  MM  73:  .Si  hange/  äiA  kofh  in  dtm  süssiu 
Iti/t  des  heligcn  geistea.  gegen  der  ewigen  suiuicn  der  lebendigen  guttlieit 
HU  dem  crnze  der  hohen  miniie.  das  vollen  düri\-  wirl  von  allen  irdenscfaeu 
dingen*  (Mone,  Schauspiele  I.  131:')  .biz  daz  si  volle  irdorrti  von  allen 
irdeusehen  dingen'):  AL  41.  31  f.:  .leh  wil  dir  sagen,  daz  ich  dein  sei  ge- 
zogen hon  iiz  allen  dein  glidem  und  uz  allen  deinen  kreften.  und  hon  si 
gezukt  und  gezogen  in  die  wilden  gotheit':  Bonaventura.  De  tripl.  via.  c.  2 
§  4,  il  (op|j.  omn.  t.  8.  |i,  10):  ,liuia  non  potost  [aninia  cum  quem  aiiiat  pcr- 
feete]  in  jiraesenti  attingere.  quia  liuige  est.  continue  excedit  et  egreditui 
eitra  gier  amorem  eestatieum.  clanians  et  dicens  illud  hcati  Job  (c.  7,  15): 
üiispcndium  elc^it  aniiiia  mctj  et  mortem  ussa  uiea':  im  gleichen  Sinn  »iirichl 
er  im  .Itinerariuin  mentis  in  Deunr  von  der  .smpemio  in  (luiirmplandB'  {prolog.  2] 
und  von  dePi  ,siisptnnoa,s  exitstuum'  (c.  4.  4:  opp.  onin.  t.  5.  p.  '29h  U.  307): 
Rieh,  a  St.  Viel,  Benjam.  maj.  1.  5.  e.  14  (Migne  V.  L.  136  col.  186):  ,.  .  .  . 
anima  sancta  dum  interno  quodam  tripudii  sui  applausu  a  semet  ipsa  excu- 
titur,  dum  supra  semclipsani  ire  mentis  alionatione  urgetur.  dum  >«  cot- 
ksiibus  lola  sHißendiiur,  dum  angelieis  speetaeulis  tuta  immergilur,  iiativac 
possibilitatis  termines  supergressa  videlur  (s.  d.  ganze  Kap.).  Die  Ekstase 
kann  auch  die  Leiblichkeit  erfassen:  s.  z,  II.  (itenb.  269  (Elsboth  von  Regen- 
huren):  ,Si  ward  auch  dick  in  ir  andacht  .  .  .  auf  erhaben,  dafi si mitbti im dtn 
läfitn  vci-r  ob  der  erden  und  flog  zwirent  als  ein  vogel  hoch  6bcr  alle  swestem 
nnd  rfift  denn  mit  großer  stimm  und  ernst,  lierr,  erhenck  mkk  mit  minn  une 
bigird  »ür  dif  augcn  deiner  götlichen  niagenkraft  und  begang  denn  an  inii 
alle  die  hortikait,  die  du  nöllust'.  Ähnliches  wird  erzählt  von  der  Schw. 
(Jory    zu    Adelhausen.   FDA  13,  U!0,  1'»':    vun    Schw.    IJeli    von    Wintcrthur, 


")  s.  0.  S.  51  Anm.  1. 


1 1 


TJ«  ll..>;  üir^r  tvmt^  Kuthnr.  \1%:  SN l^!  397  Anm.  iu4a.20:  Krob«.  S.  98- 
'Utk»  II,  blö  ff. 

074 r.  Ich  tfirra  hie  in  diser  sit.  Kain  zergaiigklicli 
Aiaf  mir  fröde  giU    hk  n-..  1*2, 17.  S.  hK":  .Och  ^»'\.  u  «-■./  ,-wiivr,« 

mtfi.*kK\  ilrac  cndn  lidttii  Ikm-R.  ini  KtAi'n':  vul.  MM  7.1  0.  «u  !H;i; 

9B0C  Du  mlUt  mir  inia  niartur  grltü».  Und  iI»k 
Uliits«U«n.  l->l:h.  Jort.  U.  10:  ,Sa)t  mir  [ac.  ^>tl  dar  um  nirlif 
■itBKlielt  sein,  tob  im  [dpin  inonHeliPii)  m  triiirlicn  A&t  ^•kiirftli  tufintr 
rtniri-  RW  5a  i.llTf.i:  .Allri  inovn  li-idcn  muß  von  dir  tuirli  iViiixni  vr- 
BJitirn  «iirdra  urlili^n':  Rii^cltk  'At,  lli  (rhri^liiii :  .AI»  vil  «'-<:  dir  tiiiij^lieli 
»I.  «v  luiml  du  mi-iiiiT    iiiJiit><r    glirli   wi^rili'ii';    rf-  HAiw.  ■>,  li;  H,  17:  (rn).  :f. 

yfU  IT.  Dir  9ind  doch  Arni/  un.i  j'üß  nit  wnnt) ,  tJotl 
bjil  no«h  an  dorn  üb  g'esund.  Uir  siiul  din  arm  noch 
Dil  lerspaDiii^n,  Und  bist  noch  an  dem  cnitz  nit  recht 
trillDgeD  etc.     SIt  9A»  ;ßOS):   .Ir  kU^ent  i-nt\\  levast,  nnn  fxnavl  »Ql-1i 

Oj  fiit  omA  aii  itii/^t  tifn  tinffitn^^-H   ummffft  •'fut  'tHtiMt-%  »b,   mIh  ert  di>li  hi;attrTi?fii 

il*;  iK  86k  (58Si.  .Uer  Inlt  liL-rrfir.  diT  sicli  jin  [Cliriilu]  uh  jiiiiiirliH»v 
"reorflcnlKij-t  riiS^«  goloitdicn':  AI,  4.  11  f.;  .I>ii  xi  iif  Hmrh.  Ho  ltiiiM:>-  tiiidi'C 
bnn  *QT  ir  ui  dem  rrencv  mit  |>lt]ct%'oii  wiinlrn  und  Hiirach:  »irh  hcv,  WHt 
■dtlnch  difh  crlidcii  hius.  nmbtn  nihl  i^in  wrnik  diirrh  iiidiiirn  wiUi'ii  Iridcni' 
ttiil.  Knui'Illi.  :f8.  Itt  C;  Im.  lII,  Hl.  1  -  llrbr.  12,  4:  .SimmIirii  iviitii  r»/»/  -wl 
'»(lanm  rtuiliitit.- 

99'2  f.  DeQ  nil  ich  dich  hie  hange»  Ion,  Untz  dir 
min  harter  ain  Iclain  word  kiint  geton.    im.  >.  i:>,  i;  K<'ini>iiii 

"'tJuktiUr  t'iiKit  [in»iii  1(1  Ulli  i'liri^li  »iviil  in,  oiti  r'>rili)(iirit  airiiili»  |>nll'. 

]024f.    Nu  gau^  herab,  von  es  isL  zit:     DiQ  lidcn 

't^  nit  leDger  an  dir  lid.  ss  25«  (60):  .Do  erHcliin  jm  . . ..  ein 
kntlikli  ]{ciin'lo    niid  kunl  jtn.    dus  es  (;nt  iiit  IctiKär  ton  Jin  woll  Imbvri- 

l&28r. . . .  läis  rasten  d\H  hobt.    Das  dto  sinne   nit 

Mrdint  vertobt.  R.  M>T«win  r.'iclimidt,  i^rtlonfmund«:  ,Vnn  d<in  vi«v 
fXf  «l«..  S.  53) :  .WoDii  ifr  rwtii  i'h  wiir.  du*  irli  Kur  kraust  in  A«r  iialliKircii 
*"'•'  »«den,  und  or  ftrthi  nrim  iioi/i'un,  uiid  er  ic^but  mir  bi  gcliorMiri, 
^  Kb  iiiirh  in  k<iin«r  ni>biinge  mo  »iilt»  ni-bcii':  \vTg\.  dun.  S.  tll:  t'HM  I, 
•"^-H  {Jj|riv^  ilcr 'fuijwi'  fm  Üii»id  tod  Aii|{»biirgi'):  ,Wiiii  der  sieh 
*U  in  [dittii  brrni]  oder  niil  Im  xa  ciniT  wil«  mUi'i  );nr  rorkrcnltet.  diii^  im 
^  1»^  fitr  tif^if,  alluruieist  jii  dtrii  A^i'l'rt  (■Vc:  TPr«(l.  -lO^:  .Nun  «eind 
■Ah  itMcekcn,  die  wöIIl-u  i\Vi  ^Lutraii^  diir«hbi-ochoii  mit  gwitli  iind  iiiiL 
•■•■  «Urdie»  icwllirni  und  iiiiii'h'*ti  biMliirrh  tf^nntf  MliffAiu/>i/r  ,-U:.it.f<.: 


1059  Hie  git  er  ir  nin  mi'nNf  trank  Das  sy  von  im 
in  Ug  getÜll  kainen  waok.  GL  i.  4.  S.  t;7:  . .  .  neenon  mihi  fctuhim 
^tiMrei  amtiris  propinMÜ':  HB  no.  <i7.  lU.  i<.  147:  .Sffier  tcijm  cndnific  ie  nial 
i'ut  usppcn  nodi  imt  gbucn  AU  ant  Jt^u  uverroilon  tnont:  Dter  mschmra 
TrundcuntbiibeD-:  ihnlich  <!»».■&  43.  lif.:  »2.8:  99,11:  lOO.lff.:  103,13: 
1  lü.  1 2.  ^4 :  WTS  S.  493.  V.  4300  f. :  .Sw«r  in  in  «in  hcn«  witet  Und  mit  dn 
wHri'n  iiiinno  dpisot,  iK'in  gil  t>r  dirk(<  den  truni^.  Davon  diu  süto  wtrdut 
innc-:  MH  i.  tA.  S.  150:  .DU  Tcni  r<-clinaTit  sc  ad  viilnns  iiiclliflni  «ordia 
aalvatoris  sui  unici.  haurions  indc  jiociila  ouinis  dulcoris  rt  suavitatis  ple- 
tiidsima-i  MM  246.  c.  33:  .Vod  dorn  ^'mtlicheii  trank-:  *.  anch  (IDM  8.  384, 
Wä:  Vi.ii.b:  .l'aliituuäinirbnaii«  quam  praoolani!' c^r:  l'a.  35.9:  OantS,^, 

lOGSff.  Din  uiinnc  für  mich  krenket,  Wan  micb  din 
gnaden  trank  trenket     0  herr,  din  minoe  wftr  fast  gut, 

ypriehteuinfe  ti  mir  nit  flaitch  uiiii  hlüt.  Buga  168.  14  L: 
.lUnn«;  itn  lob<>t  dai  bertti-  allcwesrnt  in  einem  inbmnatc  dts  giiHekem /Aret, 
und  dat  (lurrhbrinni't  dai  herttc.  das  es  :v»  niimun  jimri  wurt,  und  iinr 
gfbrisU-t  dicke  an  mcnarhlirber  krnft.  dai  alle  die  i^lider  dpK  ini^nschen 
su-m/i  ii-.rdeme;  vergl.  daselbst  t*.  114.^7  f.:  123.  Äl  f.:  I«.3l)f.:  174,  ÄOf: 
TPred.  89>:  .Aber  diee  kranekvit  kunipt  nit  vnn  uBwendtger  nbnng,  snnder 
v(in  der  ÜberfläBigkeit  diH  nborgnil  der  gothcit.  die  disen  mcnschon  also 
Abergossen  hat.  dall  das  il(r  arm  irJüih  iyi-A/tani  nkhl  (rinden  mag";  NB  165: 
.Wanne  ilie  gnis«e  starke  genode.  dii-  der  naiurcn  ilino  starg  ist.  Axeh-eMtit 
iu  sff  irrt,  das  die  nature  «ol  natiirlicber  belfe  bedarf;  WK  no.  447,  Str.37, 
8.  iV\ :  -In  trvnchenhfit  eine  vberswanch  Machet  den  leip  dkhi  rkraiuh.  So  er 
enphindet  der  suxzeeheit.  Die  iosus  tailet  und  iimbe  treit':  SB  97«  (613f.): 
,In  dem,  so  ward  sein  hem  und  sei  als  vid  nunwer  inhiciiger  begird  vnd 
inni-rs  lieehtes,  das  es  vm  xonial  "//'■  •ein  trefi  itnam  .  .  .  Sicbstn  nit  dax  mir 
jeci  vnn  rirliter  nnd  inpriinsliger  inynne  will  gejirestew ":"  vnd  in  den  Worten 
saig  er  also  dn  nidri'  nii  ilie  erde  nls  ein  meiiseli.  dem  von  vnkraft  jfepnisten 
isl-:  vergl.  Sf^  131':  8lt  HCa:  MM  4:  ^iZf..  David  v.  Augsburg  bei  Michael  Hl. 
140:  11.  fl. 

1071  f.  Ich  müli  docil  schier  an  einem  stab  gon,  Wie 
vil  ij  II  ixt}  ich  er  friitt  ich  in  dem  hertzeit  hon.  SMK  30,  I3f.: 
.Mir  was,  wie  ich  ni wenderlieb  in  nllen  niinen  lidern  tod  wir.  abor  iuuvit- 
iliclkh  enphanil  ich  syilkbtr  i;nauii  iinii  tiif^tiiit  II.  Cur,  7.  4:  .Itepletu»  snni 
conHolationr.  siipernhnndo  iraudin  in  onnii  tribulHti«ne  nuslra.* 

1073  Ich  siech  schier  diner  murfer  gelich.  SS  75* 
Jtild:  Sense  von  Teufeln  gei|nüU.  vnn  Untieren  beiiagl.  mit  Essig  und  fialle 
getrfinkt.  steht,  die  Flümle  fiber  dein  Knpf  nusainnien schlagend,  vor  dem 
KreMK:  vergl.  MM  71 :  X  c.  .Von  dem  passio  der  ntinnendi-n  scle':  ib.  S.  15: 
Magd.  S.  IIG:  .Uer  herre  wil  dir  gel»n  ejn  nn  gnbc  nach  der  Kliehniss, 
als  ei  üie  gab  synem  eyn^febnrii  sune,  und  deiis  dudes  bylterkeit  wirt  sd  dir 


■ellin.  iinit  alle  bvtlcrki'it  desa  dodca  wirdeiitn  bcfjndcn  .  .  .  ias  virt  gyn  cj^n 
crnnvungc  tlcBB  lydcn«  uneacraorlosscrsin  dem  hcrficn  dcrdiobj  dirsjnt':  n.  i>. 
Eogt'lÜi.  34,  lä:  II.  Cor.  4.  10;  (ta>.  li,  17.  Mcrko  bn».  die  HtiginattHicrtoii 
Seil«.  Lu););i  Löscbcrin,  Adelhauden,  ii.  Agnoa  Nordcra,  das..  F1>A  13,  l6Br.. 
183:  Schw.  Mcchtilt  Y.  Stau»,  T<^as,  G4,  17  IT.  Hch-n.  KUbcth  llcinbnrgiii. 
KtUiar.  174:  vcrgl.  Krebf,  S.  88:  Michael  111.  S.  1115:  174:  Oörn-s  11.  4IIT  IT. 

1077  Ich    schin    doch    schier    ainem    toten    glicli. 

S8  40ti(98):  ,Vnd  also  baidc  tod  innerm  gcdrang  vnd  v«u  oimaurm  taitt 
kam  fr  ton  n6t«n  Nß  auj  den  tod.  daß  jm  nicmant  das  loben  gebieß.  Sein 
gesell  löget  in  dick  an.  wann  jm  die  sole  auBgicng-:  AL  43.  1  X.:  ,I)o  hi  ir 
sdbs  and  ir  güdcr  enpfindcii  wart,  da  hg  ti  für  i»i  und  di  franwen  in  dem 
clmter  wonten  afl  d»  rii  ittcrben  Ki>lt-:  s.  auch  l'rogcr  lil.  3M:  Tl'rcd.  ;i!lc: 
Eagclth.  2,  24:  7.5. 

1078  f.  {ßeelex)  Wenn  irtl  es  nu  benügen  dirh  f  (t'hritfua:) 
Wenn  der  Hb  dem  gaixt  int  ander  tun,  So  wil  ich  mich 
benflgen  Ion.  SS  33t>  (82):  .(Tch)  Wj«-/  ei  vir  nun  gfirug;  er  sprach: 
nain,  es  i«t  noch  nit  genug;  du  iniist  lugnind  in  allen  dingen  gcNiicht 
wetdea,  sul  dir  recht  beschehcn':  401»  (99):  ,Wenn  wiltti  nn  mir  luln^n.  iniller 
viter.  oder  ufn  dntutel  fs  diih  ^ta&g!'  ebenuo  38>/'l>,  48*:  Bnga  r)2.  24  f. 
,l'Bd  ilio  inüs  dir  lif  Her  teUn  volgtH  und  miderleiiii;  sin':  SS  102*  (275):  ,So 
cia  mensch  her  scjnein  anuang  beginnet  incrcken.  dMz  or  ein  <iri>atur  vnn 
I«ib  Tfld  ael  ist,  80  .  .  ,  macliet  (er)  den  lti6  dem  geiil  vndertilniii' ;  a.  auch 
BllOfib:  n.  a.:  Itom.  8, 13. 

1086  ff.  Siech  an  aant  alle.riuf  leben,  .  .  .  Den  soltil 
^i  ainem  torbiid  han  etc  Schfir.  39,  9  erwähnt  den  lil.  Alesinü 
^  Beispiel  eines  .ami,  verworren,  lidig.  abgeachcidcn,  verMniehct  leben'; 
HH  du.  57,  3,  8.  12G:  .Exempil  ncinet  voor  uglii-n  Vnn  den  heiliglnn  .t/exin.;- 

109&  IT.     Ich    bin   doch    din    trun^fn   wä    ich   gori  .... 
Ilis  ich   der  weit  mag  anhten  nicht.     Wie  we  mir  ioch 

dir  limb  beSChichL  AL  89,  1  ff.:  'Ich  pit  dich,  daz  du  .  .  niieh  tn,nien 
niebst  mit  dem  kipperwein  deiner  sncizen  gotheif:  vergl.  93,  28  f.:  in  der 
Anm,  iD  die:<or  Stelle  S.  114  zitiert  Strauch  Stellen  aus  den  Offenb.  d. 
'Vistine  Ebnerin.  d.  MOnch.  t.  HciUbrunn,  Heinr.  vnn  Nftrdlingen,  dem 
VinneBpiegel.  u.  a.:  s.  aiiDerdeni  Bnnav.  de  Trip),  via  2.  §4  (t.  8,  p.  10b): 
■HirieUj  aul«ui  in  huc  consistit,  quo<l  quis  tantu  anmre  diligat  Uenni.  ut  iHin 
nossolotn  faatidiat  tiolatium  scd  ctiani  delectctur  et  quaerat  tonnentum  pro 
'"latin  et  amorc  eins  quem  diligit,  delcctetnr  in  poeniK  .  .  .  l'nde  sieut  efirius 
I*  ipanm  denudat  Ktno  pudere  et  austinot  jilagaK  .-litie  dolore,  »iv  in  istu  in- 
WHigeDdnm  est:  Bruu  V.  I2359ff.:  ,Dcr  drizende  gvat,  aage  ich  dich,  Der 
'nak  Ton  der  waren  minne.  />/  der  tele  nUufl  u:u<endi^e  sinne.  Du:  ii  weder 
imi  neih  lil  C'nd  meh,  wai  dem  Übe  geachit  Vnn  vrimdun.  di  Hi  inwendig 
itV:  ViTR  8.491  V.  4247:    .Si  entnnd   iedneh   nilit  viirbriniFen    Die  gesibt 


li  wiüM^iit,  iiiiil  ai  iiiiiiii'nt  t-n  iiiil  im^ 
aiDem    narrtn^      Der    an    i 


Ton  den  ilfnir««  AU  »1  e>  inRMi  vcntuonl.  Saiu  di«  Inuiloii  liiil«  (nokl*  t 
Wolnholil  ef«llinl  ilixu  iS.  .'»43)  Straiichit  AninariEnnn  und  bringt  adl 
Itolo^c  a»s  S.  Iti-mlianl  S^mn)  VII.  D.  UW'YI.  in  ('mit..  Hii^d  v,  Sl.  Viot 
lEicfiaM  V.  SL  Viirtor,  |l»iiil  v.  Aii)(il>iir)([.  ncl>tl  VrrwüiiHm  iiaf  l'l>M  I.  Si 
J»ä.  UrioebnbrrB]>TL'd.2.  .'tl.  Wuchfni  IV-4.341.  JIM  II.  loh  iiiXicr«' Ten 
Auguvtin.  Confoiu.  \.h:  IlcmhiiM  S«mi.  in  Tant-  19,  I  t :  iIiti  .nu(ic>(fci| 
ht'i  l'r.'j{or  III.  31A:  das  .M-uli^rbiuli-  h.ii  TI!  43t  T»nlftr  b»>iTO  77:  TPt 
■IKt.  lUd:  Ot:  RTl;  MH  78:  KiiK<>1lb.  3(>.  :;3:  Krb.  Jotl.  lUi.  28:  Rieb.  ■.] 
Virl..  Itiiij.  min.  c.  %'.  ««I.2fi;  mliiol.  iij  im.  3li,  cxl.  äTü  uiid  in  |is.  3Ii.  cnl.l 
.i.r.,:    MUbnol  III.  S.  HH;    I>.  Tb.  K»|...>.  in  IV  «,5:    »s'    P*- W. .'.:  ajj 

109Sr.     Und    vil    docb   dar    an   niomao   globen   M 
8y  weoeot,  tclt  ta  ee  von  forhait.  Ktikr  U5.  asf.:  .MmihcHi^ 

nie  (ilin  .);£Ull<:h<-li  ntoniclK-n']   fßr  umnnmiifii^  und  'Inx   inl   K*r  billirli.  f 
Hie  if^bont  i-M  nit  ii'j  vrmUii'k',  wni  n 
Mit  Mv  bringen'. 

ItOl  f.  Ich  biD  glicli  a 
gössen  gat  gieiieii  iin<]  garren.  ss  Tä»;!»!):  .im  hlii  tnA 
al»  [1.:  .^lI«  •■in'J  affvnti  lar  vnil  am  dm  pr>'n  «cliirnrls  »Ih  t-in  mi>r:  rrnq 
C,  I   XU  V.  1103. 

I  lOä  f.  Wer  dem  [Qo(ttrunken«n)  dfircli  got  litz  g 
Wa«  fjvoßfv  ijnaiifu  daran  lit.  Wr,;!.  PhM  II,  läS,  ll  r.;  .Wi»^ 
WH  ich  der  |viilt>'kiiriirMi-iij  inviiKdiori  itiiii'n  wixii'.  lii~'L  ieli  ein  tiinimlci; 
((nidrs  iiJicl  iriluU  gi'.ili-iii«!.  dut  göbi-  kli  alkt  iiinb  ein  biiiiii  dac  dirr  nionl 
vcrxvrC«':  Ktiga  !4ii.  1  f.:  .Und  dn  fuii  id  iit  oini  [v i>II[nini>iij  armun  incnM 
((uboii  und  iicmi^ii  allvrwi'gcnl  li>iib«r  ■ .  ■  wun  iilli'  'ttc  iiiit'  ruiiiiii'  Ituifli 
ili»  V urdimii'iit  dm  im  tun.  ond  isr  briDgot  aieii  iiit  ftlkiii  in  hiuudriob. 
iiisrii(;i>i]  uicnschen  mit  imo*. 

Hilf.    [SiJ  getarcnd   nit  anders  an  das  gon.    Das 
durch  got  tiaind  gelun  fvergl  oben  zu  V.  334).     l\.  Tb.  VA 

in  CitnI.  V:  ,K)iui.  itiquil  [i<<cH<'ti!H  »Ive  nntnin].  im-  mir!»  et  u«Fii{inUiia 
fatiOH  flACGuli  .  ,  .  fit  ifuaiHfti'i'  ßtri  f>ofrit  iH  iii<  fi,  i/iiat  lUtrrtd  ilimin  irrmM 
ab  iLorum  ml  cngitandit  tcrroiin  et  cAdiica  iL'di-am,  ijiijil'  nunc  eioccu 
Über«  corde  divino  fnior  cmitiiitii^ 


1 


1114  f.    ]Dar  umb]   werdeot   [sy]   dik  gesohrmven 
Du  solt  an  aioün  aker  liowen   gaa.     Hhkh  iti>.  3rir.;  .VvA 

inenftchon  wi'rdfnt  «llowpjfcnt  jjoiirU'ilot  mul  tiimi  »pvidinl.  dni!  tXc  uift 
•f,a,\\X  und  dan  »ig  üicli  In  keinen  ^gv^Xm  wvrrlci'ii  wcllrat  Ahtni';  vtirgl.  it 
4  Ell  V.  1114.  ] 

I riO  f.      Die    Ja    liilmi    </i/ ri-/i    got      l/nngfr,    iSk 

affintiilinli  und  8|)Dt.  Bii(fi>  l.'.S.Tf.t  .ftnt  »i-rbi-iittot  übi-r  do.n  1 
>clicii ....   dnx    er    Aw»f/i-   «W  JmU  und    idli-jidi-    iiml    ivrim/AtJ/    iinil 


I 

J 


81 


DS  ül,<nlfrj  iU'V.Acni  {W.- cf.  Act  2,41:  nom,  8,85  (.    Hctir.  11, 
EC   TgL  «.  C.  1  in  V.  1120. 

112$  r.  St  achtend  wenig  u!t  »ilher,  yold  vnd  ed^t y«- 
mttn*.  Es  ist  in  Jr  sione  alles  ciain  (rgl.  1492  u.  &.)-  PDM  IJ. 
2S9.  iSf.:  JkUi  Utder  ai-le.  die  in  gotet  gnUen  ist,  Avi  sinl  AMn  umJ  fngr 
m^  &W.  Tgl.  du.  3U,  ■nt..  BoMT.  de  tripl.  vim  c.  1  $  4,  10  (L  8,  p.  10*}: 
.QilieBim  vehea»e«tisniM  DeumilMtderal  ft  »unniiii  Turtur,  lun  amne  qnod 
<fl«DTMtn  teiwL,  TerUttn  ci  in  butidinm';  S«p.  7,  H:  ,|iitilUi  nihil  cu»  dnif 
im  c(iin|iiratioiu>  illiiu  si-e  comparati  illi  l^4iem  fvitk-nm.  quaniaui  i>inntt 
\m  compwMion«  UltM  amu  cal  «ligiu'  eU.:    et  Caut.  S,  T. 

ll&Sff.  (^Swjr:)  /rA  /Viicft  mit  alltn  minen  sinnen  Und 
Jt«tN  im  docA  nit  tndrinnen,  (Christin;)  Du  flühttt  mich, 
•  <;1  ia^  dir  nh^A,  S'ich  diner  Tiiinnso  ttt  mir  gäek.  AHI>  45A 
C  vgl.  WK  na.  4-(S,  Stf.  10,  S.  ITSS} :    .Co  jMii  JaaaiM  tvm  tUnt  diMm  jimm  doB. 

d«t  Üch  ««»   bcrUM  miDoit  . .  . .  ot'  JhMi/  alia  J<tr  mir,    i*  nvrfüt  ki  aOrt  nwA 

•aa&:  Ttn  mir  du  »JM  flifban  iMaall':    BSP  S.  24T.  V.  l^il  f.:  .Mit  vollvr  lianl 

^ttfiik  m  aJcf,  Z«  ian-iii  Iieilc  uv/  >wi>-  föni',*  SW  3*>  (SIS):  ,Do  kli  mich  von 

dir  hat  geacfaeid»ii,   do  walt^*t«  »Itt  ran  mir  aehojda«;  <fc  kA  ilir  mii-inntit 

mm^tS.AAUtMK^mAMiiititiifA^tumfim-.Qhi,  8,9.C4:  ,Di«il  l»«aiu«ScniaMaH: 

■^tfunui  mrt  mitfturti:  doniim  TertioKU  et  in  fit^iom  To^nrrin';   Kckb.  Siat. 

4IS,<3:  ^agiiMiaiigfjimliit.. .  uwa  hAdkA  jagt  ti  /lAii  Ji  miiA-,-     S.  Au)(uat. 

Em.  is  p»alni.  69  (uf>p.  uinn.  t.  ü.  p.  949):  ,Ci>iit«ruuat  te  . . .  i|iu  prior  ft-rf- 

■«•t  i^mtim^imirm  le  et  BoD   quAeTtnUNR  M?    ^ani   orgo  quacrcrc  ouiu  iacipe, 

qii  pri«r   i|Ba«tirit   t«*;  dors,  S«nno  330.  3:    .IWdit  tc  ei  qai  Ti^rit  t«  «t 

^üMm  fnotiKni  Ir  rt  /HfÄbvwn  mty/tif  tr  ft  opirmm  (nivfifit  Ic  ad  ac' 

1162ff.  fiSwt.-J  0  lieber  herr,  wie  lit  es  hier  urab, 
D»  du  geon  mir  bist  so  tumb^  Das  du  mir  lofest  fainDan 
»ith   Vnd  dir  nach  mir  ist  »o  gäekf    PDM  II,  277,84f.  ...  .aU 

ilt  tr    &pK'cllA:     i'Vr  kmic   wirt   rt^t  ftrtotrtt  und  iiHsiitrtk  totrJea  mttk  Ji'    uhi 

*■<*■''.'  *.  »uch  II  V.  1434  (T.:  AL93,2&r.i  .KftrUlichon:  cr(deinhiiDinlisch 
vtaaU)  ial  von  niiincn  Irunkon  wuril«n  und  gäpoirt  k<mi  dir  aln  üin  kint*-, 
■ISP  8. SSI,  V.  £fiOf.:  .Mich  zücb  ic  in  drr  minne  pjuiu  /rA  vUbciL  teorf 
M  wAt  /lir  tibv;  vorgl.  anch  d.  HSui-h  v.  Uoiibtunn  bei  MichMl  111,  1&5. 

I172r. ...  81  [dieSetle]  ist  uTf  erd  mtn  /ry«  «faC,   Datcfa 

Jtlber«y>nun^iDDehab.    PDH  11,  läl,89:  .Aldägellch  widHrruuwct  diu 

Mif  «Ilbeit  in  der  gevlhten  imd  in  der  geheiligeUn  «tat  in  dein  iimigest«ii'; 

«XTCf.:   ,Iil  ■Ilnn  crtitärvn  i«t  ^twit  K**!^*!  aber  in  der  h^Iu  int  );i>t  |;6tlii;li, 

«to  li  tat  d«  ntmxiiar;  lergL  281),  10  fi.     SMK    149,  22 :  Jtin  wonung  i»l  in 

■ir,  M  itt  mm  tif»miitg  ü»  Jh';  Bona*,  In  Hexafin.  Coli,  id,  8  (op.  oinn.  t.  i, 

fttt):  .AnilDB  ...  Kit  tt-üoi  im  pul  Dmi  isMur  ot  lidetur*:  rKrgl.Jnh.  14,33: 

^i  quU  ditigit  mt!  .  . .  ail  mm  Tcnionin»  et  mMi>ii-Hf«r  npud  eam  fact«inua': 

tft^.  D.  C.  I  in  V.  llTit. 

Uaat,  Ül«  HUww4*eMlak  B 


^ 


BS 


1210  0*.    0  herr,  bet  ich  dfob  vor  als  «ol  erkant,  I« 
hett  nit  genonien  alle  Und,  Bas  ich  alt  «pAt  «rar  inmni 

8W  3b  (318)  (Dioncr]:    .0    VC   got,    tatrumi  eratfgttm  Jidk  mir  lUt  Hill  fit  In 

wie  bMta  m  *o  lug  gcsparot!  wie  bat>  ich  «o  mulgen  BiAlicben  w<^ 
«rat«»!'  P^wig«  Wciriicit]:  .Hot  ich  ilo  du  g«t«i),  »o  utkantcttu  nit 
pßntlich  sl«  du  et  mintt  erkniuwl';  i^-rgl.  <3m.  19t>;  BSP  S.  äSfi,  Y.  42» 
,85  clMgL-  irb  <Iir,  liur  Jlii-«n  (Jrirt,  fl«  <Af  mir  /rtmJt  wttim  bat  .  .  .  Ich 
■i-r  iibi'l  fcftin,  Pi'icb  dith  al  wo«  nlht  lie]i  hAn.  /d  AMir  «rt  jw  tt 
Wtat  die  Ell  hat  sich  ti^rijaiiijon':  Bunar.  Solil.  1,  $8,  111  (t.  8.  p.  33); 
bone  Jesu  . . .  Ignasc«  mihi  miserae  qiiod  tuain  pulcritudincm  6tm  irre 
fam  lanU  amar-t.  (leht  wofa]  auf  8.  Aiiguiliu.  f-onfeesinnos,  X.  S7  ta 
.Serf  u  amat^t  pitlontndo  Um  uiliqua  L't  t«in  Dova,  BVTO  ic  aaMTi!'  Al 
(Irfickl.  iiti«r«n  ihn  Kckh.  Sicr.  394.  M  n.  a.:  Torgl.  auch  Krcbx,  S.  75. 

1222  t    Hie   verbirgt  er  sieb   vor  ier,   Das  enxäocil 

vrerd  ir  b«gi«r.  IISP  S.lJCe,  Titvt:  ,Hie  «j^O/ «ich  Gnt  tnn  a«t  SM* 
6.  tl\,  8M  f:  .Wenn  ich  ilir  gibu  ah  vil  ich  sol,  Sd  •ütii'  ich  müh  an  ari'/d 

<itr  ^Au  ^»  ^hJU  p-otti-r  utr.i  «J<i  wir',    ri)M,II  192,  90  f.: Und«'  dai  | 

dai  tilbt  alklno  Ton  dun  liiUm  lidcn,  miV:   nach  von  icule,   at*&  <i(u  «r] 

tnshiktl  nitrH  ^f^rmfirrti^H  hiit  KnJt  jS  fr  riAft  tu»),    -lii  tm  »lürt   rtvüeAnt  m 

um/  tun  gTHutiAii  »i,  uiidß  m  wir  mit  iin.siini  arbmtnn  zu«  imo  komcrn.  tri) 
lind  lu'Kv  9UiK-h«n.  dm  it  denn-.' );t?f;t-ii  uhh  tuut,  als  or  äiniu  «Ug«n  *i>r  IL 
biTSlivsG  hUii  dfl(  ot  um  wcdor  Hrhon  noch  hCETcn  wolle'  etc.:  WK  od.  44 
Str.  S  f.:  .Stand  anf  dem  wi!g«,  diapb,  wis  gewart,  Jeetu  ril  gcni  liuig«  d 
Der  liavn  licbon  lartr^ii.  Et  tat  »in  «rmun.  chtagon,  schmu.  Mit  uert 
übet  pr  in  den  «in,  Soiilich  »i  nif^t  an  in:  Juan»,  Jorur  ich  wil  «an  dcli 
AI.  'JS,  15  f.:  .Er  Icl  dich  jniivii  und  ticibi'n  in  im,  dai  dii  iiu  dualer  |ial 
li^.lu^^  dinjil  .  ,  er  tllnt  dilic  «U  in  einer  gdoiKiteiihrit  aii  »i  tr  -Jk*  vbh  im  ww^ 
uhJ  a-ä&tn  tvotk:  in  im  dich  nit  an.  liclaiib  itiii,  ex  ist  sein  aieiaUBK,  4 
tili  nv  Jtrfer  tertSfker  mul  piitÜehir  turW:  vi-rgl.  MMIt,  c.  25;  KUb.  t.  !7a 
atailt,  FPA  12,  180,  .'iT  (P.'t  8,  428):  Im.  III,  51 ;  Bvrnh.  Senn,  in  <'u)t.  74 
(rui.  3124^:  .VA  forte  iden  ifi/raxil  it,  fva  itpIiJimi  rti-oturttur.  tencc^ttir  fortll^ 
er.  ib.  Senn,  jn  Oaiit  32,  2. ;  I»,  Th.  8.  th.  1.  i.  r\.  L'S,  .1  Htl  1 :  8.  di«L  27.] 
1  a.  3,  All  '1.  Fast  wie  «in«.'  Turla|^  xum  gatiieii  Ahachiiltt  lant«t  Ito^ 
.du  qtiinqtir  füstiT'.  ndditam.  2.  (t.  8  p.  97  b) :  ,Nniic  aupcrest  ul  ogo  qua^n 
. . .  dilectiim  '(nein  amisi  .  .  .  Uen  ino  dorcillctani  et  dosolatain  el  <>mn{  i^ 
minia  plonoim!  Ijiiart^  Hiiin  consilüi  noD  acqiiievii'  Quaro  in  ■nia  tnanil 
iinn  permRiiai  ?  (jtiAiridiii  xiinni  praosnntiani  p»r  vorain  consolaticuictn  scn 
ttlTuit  mihi  oinnin  nbuiidanlia :  quani'liti  i|iRUiii  habtii.  oniiiibui  boni«  ibundai 
S«d  hno  quHin  infvlit  cnmmntHti»  et  quam  minnrnbiliii  rnriatin!*  V| 
Ouit.  A,  CIT.  II.  etwa  die  inyititiclie  Aualogiini;  Kicbnrdü  v.  8t  Viktor  da 
(Mignc  P.  I..  t.  1 9fi,  eoL  50A  ff),  frrnur  8W  171  IT.  (8.'i&  ff.)  u.  David  t.  Aii|| 
1>«  comp,  i,  h.  lEl,  ß9,  " 

122ßf.   Helffeut  alle  mit  mir  sjtehea,   Ob   in   iemi 

kuno    ersoheo.     Hß  no.  101.2,  8.  199:  ,Nu  Mbt  inl,  kinder  al  ghviD«! 


88 

'^Aii  bow  ttaa»  iot  ghoatni  I    Ic  biddu.  S/^etn  mi  vmfiirn,  Of  kttn  Ui  tu« 

/Jon/m'. 

1228  fr.  Ach  got  Tie  sol  es  mir  {fOD,  Dat  ich  viin  lieb 
ttrlttreu.  hon!  Wüf/en,  iemer  teü/fen!  Wi  han  ich  das 
Veriehlftlf«n!  SW  S«  (327):  ,n  -me,  um  Aai  mty-  ti-^t  ux///r3i^An  Üft 
mtnl  0  w«  Tnd  D  wp  und  iDicitioiii  cltMiden  lir^rcieii  ynwt  «c!  wm  liabe 
NtfitaB.  WM  hab  it^  verinm:*  QTS  IS:  ,W<-  uür  annun.  w«  mir  ir«t 
Vit  iiaa$  iA  dm  M  *m  ivrüimr  WK  iio.  496,  S.  337  Uta^fewise')  3.  Stt.i 
.Ai  *a/iM,  itmtr  w^rmt  Sflndacr,  wiu  RftI  iuli  wi-ck«ii  dic}t,  vint  dick  Blln 
imt  Oiftit;  s.  such  WK  □0,494:  UM.  S.  49:  Ustlh.  34.14:;:  25,  tS,  bea. 
««f.  13,  85  ff.,  I.HC-  13,  37  ff.  nnd  ii.  «V  8  n.  4  »ii  diwer  StpUp. 

l238Er.    leb   wond,    et  aölt  iemer  teeren;    8o  mQll  ich 
BB  wann«  uod  frOd  eabereo.     /cA  yo»  rowig   uod  iomrig 

fcit.  SW  19»  '.ten):  ,.Ktli  hüiTf.  *.rr  gihl  mir,  diül  ui  nur  lani?  werftBl- 
*S  DO.  494  Str.  3:  JSn  jt«n  ich  in  ht>itt-iii  leid«,  »it  das  ich  inlrh  »in  ftir- 
*)'':  MM  3^:  ,S[>  ist  mir  in  slli-n  •■iidcii  wv.  und  isl  mir  ».••  dank«>,  dai«  ich 
J«rrf  mir  me*  im  {wr*;    das.  88:    JHacht  du  (•n  licrri!  erlideii.    sn  lau  mich 

I2A0  (NdJ  Vil  Diicli  (;oe  nocA  dli'c  weit.  SS  »4>  (63):  J>ai 
*iU  ith  dir  nun  luckeii  vud  will  dich  liusen  darben  iiud  dorroii,  dat  du  bald 
'*>  iwr  fjii^  um  »ii/r  ftvia  solt  ti^Uisen  werden':  veigl.  Lied«r>aal  1.  421,  35: 
■ '  ■  ,Daa  »m  fM  natk  dir  tvtä  löt  v4f. 

1252  fr.   leb  arme  müd,   da»  Ich  nit  )<edncbt,    Was  er 

1>ir  g rollere    gnaden    brächt!      Niemun    kund    mich    er- 

I  lllra«D  gar /rA  mond,    iVA    h«ti    es    von    natur,    Do 

^aehet  et  tin  minne/ufi  vergl.  1766  ff.  im,  III,  7, 1:  .(^^ogiu  in 
trtU»  fMM»  mi$fr  a  iKapt  tut  talti  line  cratiit  (ct.  ih.  Itl,  ,'K).  2);  TB  8.  77 
'^  TPkvd.  IS'}:  J^bi;r  id»n  er  «iht  dax  i-a  iti  iiüt  DtiUc  wil  wordoii,  ao  «nl- 
"^el  er  i»  dai  berinden  und  den  mal  .  . .  Dauii  wi-rduiit  »i  ala»  wol  )^- 
■WkpFtt  und  al*«*  gMail  und  iikfiti  Mi,  ntr  lü  »W  kdi/  nMf  iii  xiirmugrni,  di4 
^i)  lA  EU  in  iclbi-r  krumnr.n  si)il':  MH  2.  2  S,  138:  .riiiii  Krstiaiii  hoininibu» 
^Hbou,  onmi«  ridcntur  Iciia  vi  nunvia.  qua«  |ir<*ptt-r  tue  raciuiil  aul  suiiti- 
*nit;  fcd  mm gralitm  tt^traine,  laacla  fit  ipinHa  vltlf/tlur' ;  Tgl.  alKb  SW  18t>  T.; 
11)36.8.47:  BSP  S.äM  V.  115  ff.:  TPred,  75»;  «Str.  9115  ff.:  Scliftr.  17.4ff.: 
NP  190  ■. «. 

1299 f.    Do  autwürt  ir  Jhesus  Crist:    Ich  bin  doch  bt/ 

dir  sonder  friat  PDM  ii,  78,  30f :  ,Got  vonnac  dai  wnl,  dai  m  doh 
*^<ne  einer  boccnndcr  iit'l*;  miiOict,  ti  tr  ir  Aith  vil  nakf  iid  440,  30  f. 
I*gl.  EcUl  J«it  76,  31  f.):  ,!><'>  nfirauh  ilr>r  hvili^  itiao  [Antonina]:  .aoh  facrre, 
**  ■*«  ilü  irtioiil.  di'i  ich  in  mi  KrSni'r  iiüt  waj  ?  '  1  »ö  sprach  uiis<ir  hcrre : 
il  M>  a£ii/,   all  ük  ui  Um,    ibör  iell  woU«  unt  micli  luate  le  sohuuiTQtiiiat 

6* 


84 

wie  fnim  dai  dfl  wöriBf;  AL  92, 4f.:  ,So  ich  Yon  !t  gene,  ih  ai  went,  ai 
hab  mich  verloni,  so  pm  kh  in  h-  stl  und  ilot  dor  inneii  und  nw  dor  innen 
nnd  bereit  mit  ein  aUt  in  ir  und  ir  in  mir.  Swenn  ai  mieb  antobet,  m  vM 
ti  mkh  in  ir';  En^^eltli.  86,  34;  ,Da  apnch  sie  in  nnsenD  heiren:  ,nch  herre, 
d»  dn  mir  bo  wol  gelobt  b^at  und  dai  ich  nii  ao  ellendidich  leide!*  Do 
apnch  a.  h. :  «Ich  hui  dich  nie  kein  weil  geluien,  ich  hnb  alle  weg  bei  dir 
gewont";  Bmn  58S  f.:  ,Zu  jnngeat  vant  ai  mit  ainnen  in  mitten  ander  inne 
berien  aitien';  Kreba  8.  75,  der  achon  auf  die  folgende  Stelle  Ang.  Con- 
feasionea  X,  27,  verweist:  ,Et  ecce  inhu  mu  et  ego  foria  et  ibi  te  qiuere- 
bun  . . .  mtaiM  trat  et  tecnm  non  eram'. 

1306  ff.  (SeeUi)  Ich  mOcbt  es  nach  fflr  die  wirbait 
ieliBD,  Da«  ich  dich  in  viltaren  nie  htt  ge^fhtn.  (Chritlus:) 
Et  ist  doch  nu  der  dritt  tag.  Das  ich  fr&d  mit  dir  pflag. 
PDH  II,  435, 16  f. :  Jcb  spricbe,  dnz  ein  rolkomen  mensche  ala  ongeme  von 
gote  aicb  acbeiden  oder  annderön  wßlte  nnt  ime  «A  tumire  mfre  rin  tbmtk 
all  tüiimt  jaf;  SW  10b  (334):  ,Hcrr  tim  eimgts  stÜMdim  *m  Sek  ist  eim  gamus 
jar;  ein  tag  dir  fremd  gesein,  daa  sind  tansent  jar  einem  mannenden  hercien'; 
MU  27:  ,Wie  lange  sol  ich  alsns  ifaib  ain?  Bin  stunde  iat  mir  alse  awerc 
Ein  tag  iit  mir  tuseai  jar.  So  dn  mir  fr&mede  waltest  ain,  aolte  es  achte 
tage  weren,  ich  wj^lte  lieber  le  helle  vam'. 

1312f.  Wann  da  gibst  frftd  und  süßikait  Und  ver- 
tribest  alles  laid.  BUS  220,  T.  117f.:  ,Herre,  van  diner  afleükeit 
tediuict  mir  al  min  loit';  vergl.  Ps.  80,  20  ff. 

1316  ff.  Mit  der  minne  atral  achüßet  ei  in,  Das  wil  aj 
hao  fOr  gewiti.  (Seele:)  Ich  wil  in  scbießeD,  Ob  ich  sin 
iena  mag  genießen.  (Chriatia:)  Vertvundet  iat  da«  hertee 
min,  Da  hastu,  lieb,  geeckoaaen  in.  Da«  ich  muß  tun  den 
willen  din.  Das  mag  wol  werden  din  gewin.  D.Tb.  8.  diät 
27  q.  I  a.  1  ad  4:  .Amatom  pemirat  amanttm  ad  interiora  eins  perveniens  et 
proptcr  hoc  dicitur  qaod  transßgit itaa* .  Verschiedene  Anffasaungen:  1.  Die 
Seele  schießt  auf  Gott  Buga64,9f.:  ,1Jndmitdem  ambgrif,8onuaetaiedem 
Ell,  da  sie  eweclichen  uf  bliben  aoi,  and  sie  itUatit  do  in  and  triffst  ea . . . 
mit  der  minne  betwinget  aie  got,  dat  got  mäi  tun  wat  Ht  wU,  nnd  dai  heiiaet 
ein  verwunden,  daz  sie  gottea  gewaltig  wart  nnd  sie  spanml  irtm  icgm  tmi 
schüttet  got  in  lin  herite.  Der  böge  den  ai  spannet  du  iat  ir  hertse;  das 
spannet  sie  und  schüssct  mit  einer  hitzigen  bugirde  in  got  and  triffet  dai 
rehte  lil';  Wideratr.  2822:  ,Dü  mite  [mit  den  Trinen  (!)  dar  Uinne]  an!  wir 
in  [Oott]  tMten,  ao  weis  ich  wol,  dai  er  ifl  stnnt  aldi  wirt  tw«  aränat  vnat. 
~  2.  Gott  schießt  den  Pfeil  aaf  die  Seele.  OG  671:  .ütinam  tandem 
ad  me  convertantnr  lagiltae  tuae  aeitae,  at  lance&m  dilectionia  tnae  geatani 
in  viaeeribns  in  medio  tni,  o  Charitaa,  confidenter  nimia  habitem  et  in  te'; 
Bonav.  Soliloq.  1,  §3,  18  (t.8,  85):  ,I)ulciaaime  Jesu  irmt/igt  lalnbenimo 
vulnert  amoris  fä  medullaa  auimae  meae,  nt  vere  ardeat  langaeat  et  liqneflat'; 


ft 


SlfG  134. 3Sr.:  .Hio  »)Um  HA  AirrAuUtibm,  Du  «iat  wiin<liiBl  «ort  Vm& 
mu  lick  in  dk-li  dieitimi  r«i  Minom  ridicn  b'tri'  (ilninr.  r.  Nürdl.  4n  M.  E.]: 
i.jN.&iWi.  48:  UngQ  T.  SL  VikU  [?]  Muco».  IV.  UU  G3  |»>^«  \77,to\.lU] 
mUncbeidct  dr«i  Ptoile  QoU«a,  n«^  ri«nra  dit  SmI«  terijugen  «oll :  ühmp. 
j™.  Dti  ti  ti^ita,.-  •.  Mich  Ut<:h*«l  III.  IM  mit  Amii.  8.  —  8.  Bcid«  Änf- 
fiHungcn  TcrcinL  üL  5,  25,  S.  582:  ,lsU  duil  ad  Oominnm;  .0  nti- 
na  fc«fc«W  tgo  h§ae  laplUm,  qiiia  atwiim-  diUtiuUL-  ii  untnim  läUrtum  ani- 
mt  mtat  mm^igtr*  Mäim,  %\  iv  ««iDpcr  retjnervm*.  (Juud  cot»  dtcent, 
^dit  bominiun  «ortua  cabi  aniiMin  »»gitUni  t«nont4)m  «l  lie  rMpoNdcntMli: 
^I^  proponi«  nie  Tulnurar«,  «i  ■urcjuii  ugitUtn  Iixbcroi:  ergo  eam  «go  buc 
kknit,  sw^  u  iraniß^trf -.  WK  no.  447,  Str.  II:  Jhi  |J««iia}  hmt  ftwatJu. 
ng  hilf.  nnaUc,  S«Dt  mii  der  «miidi'.ii  nxMntt  pheik ..':  Str.  33,4:,  SdaSesrta 
inichii  «Imt  ■obis-;  BSF  V.  &9T  f.  (S.  3S!)i  >i  fGutt]  kaW  didi  a«llii- 
«n«ltdui«o,dai  ...  JkkvtruMmdiiierlüiiuAtf.Y.  937(8.  278):  .Skifiun 
^  ■rän' /tipm.-  der  bit  micti  le  ir  geaugen';  TPr«d.41b:  ,Du-  «nc  gr«d 
kjit  tjn  verwnnl«  lieb,  nenn  Jit  %t*l  am/  änn  ttml  dn  ättt  uvri  ivn  gctt 
tirwutJr,  du  fr  i*»  UWodig  wmtatr  wyrt  gv»ch«uckt  ior  vsrun  Ii«b,  m  itr- 
Ml/ff  tr  (*"  mtJtmm6  miil  tr  äftt  (folgt  [(inweis  tal  CinU  4,  9).  — 
i[FTM]  Minii«  forwnndot  (Sott.  WS  3604  tl.  (S.  4i>S):  ,Sio  (fmu  Kii- 
nUt]  laiii  den  bogco  in  di«  tumL,  Dm  sitJcn  sie  *asUi  und  bereit«,  Gin  g»- 

i(l»i  (ie  dArin  toiU' den  phll  li  von  dem  bugcn  lie,    l)«i    er  ce  rkmo 

flii|M  gie  SIt-]ili>(  ^i-^en  driii  kflniic«  hin,  Uail  traf  in  inv  dem  hetttnii  in. 
...D*t  tninne  goaogct  oihi  Airaa  llax  aia  in  loimniül  hvt  wrwuut,  Bi  eo- 
itbnue  in  aber  and«r«tunt  Mit  eiii«tii  ttcbar^ilien  phUe':  vutgl.  Rlcder, 
lax  1,84.  —  i.  bi«  Mian«  verwundet  diu  SesU.  MM  C,  Seele:  ^u 
jiuM'owc  Minne]  bait  midi  so  ti«r  gcvundt.  Das  ich  niomer  werde  gosanf ; 
•u;^.  HBno.  80,  6;  88,^:  101,  1:  110.14.^  6.  Die  Minno  dDT«bavhie£t 
Qolt «.  8e«le  tvgleich.  (>T8  S.  19:  ,Oie  miime  vergat  ir  selber  njt, 
fi  (et  nach  ir«n  sIIcb  tlU  Si  titm  iren  minnun  bogon.  Bis  an  die  nren 
üi  gnegm.  Si  lehoi  den  kvRig  vf  iin«m  Iren  Hat  er  der  totiter  «i>n  8ji»n 
^d  miDBetlidion  an  den   am.      Durch    bvidin    kam    der   plil    f^cTam.     Ur 

itnh  si«  in  Ain  nlao.    Du  furbai  koiner  a«er«  dro Si  tC'*«ch*-'id^n  inohtn 

b  keine  wia'.  —  T.  Die  vier  Kfvilc  der  hh  Dreifaltigkeit  •clileHttn 
durch  dlo  Riig«l«k«r«.  MM  28:  ,I>a  worden  lieb  itcdithAn  vier  tir&]«ii, 
flie  Khicssenl  «Iseniale  Utaer  doui  nller^deliteo  arnibriutt  der  heiigen  dri- 
iilukeit  Von  d«ni  gotlidten  tlirone  doreh  di«  ndn  k^ra.  Da  hübet  nieinan 
m  ano  und  nwcli  »o  rieb,  Kr  tr«-IT>.-  in  iniiinekUch.  Die  atralc  der  ffiAfii 
KhäaMt  ti  Hit  einani  nnbcgriffenlicbetn  lichte.  Die  miuniMidc  mtUu/ktil 
pitHt  (i  In  bridorlicbcr  gesell c««bHft,  l>cr  i'li'i  S""  rAret  sie  Mit  d<r 
totUüMuinge  Der  wunderlichen  Nch^pfiingc  Dur  twigtn  wÄne  (0  I>«r  ut^t- 
*A<  c«'  spiacl  li  Mit  dem  blikku  tirnas  hereii  MitIdt««*.  Die  n«t  Pfello 
uabiMen  aluo  wohl  die  hiinmHaehc  S>fli]ikelt  aU  EritmMmi^  dnreh  den  Logos, 
•li  TtilmtHme  «n  der  Uerrticbkeit  «einer  Divusclilivhuu  Natur,  ab  /j>#»wvAflf 
im  bL  Geist,  ala  Aasiluuaan  des  Weücn«  der  Gottheit.  —  8.  Diä  Barm- 
b«Tiigkelt  «cbieBt  den  Pfeil  «DfQutl.  —  Auf  die  klilfln  tw«  Fona«a 


«Mftf    «Am  «4>ifaM  ms  Im.  n  T.  «se.  S. 
AtiWanwif   4«   ''.ariCM    MC    ftii^qa  a«  Ffcd  ■■ 

», ».  h..  *..  V»  htm.  t.  r.  ur:.  w,  wMk 

M  'bHMK  4m  Man«  mut  Ttssi  mis  är»  «zäka 

f.  Mühmt*«  rjf„  LXIXt    ■.Haf'k'i  ».  ät-Tkut  4t  bidh  ihM<iiii  (€■- 

tnm  mit.  tttäUm.  ■twfctrft   p^At  acpia.    ToxL  m«dh  Cm*.  4. »:   ,Tiit 

Mfptwfrivt«  Thr*«.  t.  13:  ,T(t«wUt  arcm  mm  <t  ^mü  ae 
«1  MfttCMV.  -  SitM  Mcktr  pifc^it  4k  *-*-"— t  timt»  BiUn  !■ 
;Vs(^]f«>«in»  n  5fnb«ff  'Sctale  *m  Stnb.  U30-15V;.  «wm  vir  Dr. 
M«fe^  Ütütrlnif.  Xtnb«rf,  ia  ihhiIimwibiIiIii  Wc 
KIM'<)p^Jn*  r«fmttt«h«:  ';'jtt  YaUr  Khiell  PCnk 
MMMKfcMMwmc«  iKral»,  dardi  di«  Terdicmcte  Ckiüti  nd  of  4m  FiiUtte 
MurtM  'n.  <f«T  Kir«bR?;  ■«rdcn  ik  ^broek«.  bnw  w  ikr  Zid  niLkhM. 
f>t«  CMIi  «M  hi<:r  »ffenbar  ^öEr  ^  2>r»ef  a^  der  Sanyfr,  ctv*  «w  n  in 
/i'HJLM  Znlcanff  H«i»ridu  t'«  SrasUdt  ^DTd»  TIL  190S)  T.  96SC.:  ,Sm 
[•Ik  Wl«hKJt;  Mf:)!  iIct  i;<:i*t«  ntnle.  Du  aie  m  aUcoi  aale  Uf  des  MCMcihcB 
«bf.  «eh/rs,  Witli«^  in«n»ehe  wu  daDii  als  Uoi  Du  n  Bit  vol  wai  as  golöt 
Mit  «InKKAd««  und  mit  reinikeit,  JHt  «art  geKfaosMB  ia  doi  dot*.  Hago 
«.  fft.  Vl«t"r  '>y  MiiMlI..  I.  5.  lit.  83  (Vigne  Patr.  Uk.  1 177.  eoL  801}  ntsr 
MhcirfH  ikr««  «Ir«!  Artoti:  ^timalu  «roiMae  pecaniae,  .  .  .  pMti«  «>^«ali> 
(ikilMtLlM,  .  .  .  mallaiu  inferaalii  memoriae'.  Der  Bibel  tot  dieM  Matapkv 
•rhr  K«ltaAf[:  A.  M»t.  S:;,  23.  42;  Job.  6,  4;  Ps.  37,  3:  119.4;  148,«; 
Hab.  3,  10:  m.  fl. 

1824  f,   0  herr,  lo  tQ  uff  das  hertze  mio    und  flnä 

mit  »in  Snilr»  dtrlD.  AL  92,  l  f.  (Christiu:)  ,M  »a  mtii  Utrtu  giMtm 
Im  Ir  kfHu  Ulli]  Ir  luirtct:  in  mein  hurtic  und  wil  si  mii  tmmAr  vtrtmti^; 
IlMH  V.  Hilf,  S-V^'l;  JrIi  yin  in  gol  vtrßtMten- ;  HM  5,35,  8.168:  ,Zdlia  mine 
»iiln  al  *liniit»rri(li%  Tlibekllliitirt  Viii  dich  uud  viüitt  ir,  ktrrt  ,emg*stm  mit  mlifm 
Jim  di»i  ilu  kail  umnniHklUhei  in  dir':  Tergl.  du.  2,  3,  8.  38;  4,  5,  S.  100;  ini 
t>,'i'i,  K.  HARf. :  ,1'iiNt  hall«  Nupra  cor  Huum  eam  DomiuDs  dnleiulme  reeli- 
riana  alt :  .H<inl|in  divinum  cir  intiiini".  Stsnaitque  anims  juasi  nimm  vaiidütim* 
imfflH  InJIufi-r  in  u  •IMnilaUm':  da*.  1,  ISJ,  S.  70:  2,  3,  S.  140;  2,  21,  S.  159; 
(Jl.  1,  A,  H.  üt.  (UliriNtUfi:)  .Anlonii  amur  cordiu  ipaius  [tiertradis]  eiga  me 
«iinl.lnuii  llijHt/iuli  inilma  mia  erga  tt  in  tantum  quod  sicat  adeps  in  i^o  li- 
r|UttNiilt,  nid  dulrii'lu  lUvltii  Rordis  moi  a  calore  cordis  ipaiDH  resoliita  ingito 
dUUlUt,  In  aiiiuinm  hIun':  vurgl.  dan.  3,  10,  S.  131;  5,  27,  S.  587  n.  $.: 
l'rNuU,  N,  DH.'):  ,AU<i  boMcliaoh  m  du  «6  beide  gar  ino  mole  liep  einander 
tt«wuiin<iiil-,  alxi)  daN  ir»  hortiuti  uator  ((fettelichor  tniane  and  liebe  alse  gar 
ttituHtHt  um/  inrnini/fr  vtr/tmitHt  ruhtu  Mao  obo  m  oin  hertie  gehebet  hettent' ; 
Im,  iV,  III,  H:  ,. . .  ut  udiin  tiumm  cfllciar  Hpintua  per  gratiam  intemae  onionia 
iit  liqHf/mtivmtm  Nntimtli  aiimria' ;  ib.  III,  5,  6 :  Kicbard  a  8.  Vict,  De  IT  grad. 


87 


•iol«r3L  diu.  MigD«  19S  eoL  tSSl ;  D«  gnd.  char.  I.  c  eol.  1305  »>. :  •.  fonur 
u  K  V.  ITM  u.  iiie««ii  Absctmitt,  3)  ■-  t.  .Tlicscn'. 

IS28ff.  <'Cänrta«.:;-- Was  irOltint  denn  die  andren  liin? 
(SftU:)  Da  Kflt  ich  in  t/^n  m(tit^et  lön.  Cristus  SpTIcIi: 
>i  «Are  DO  das  recht?  So  ward  maogleo  maoger  gottei 
koeebt  feh  teil  üeh  allen  pnng  gäben  «te.  WklirBchäinllub 
tilg  direkto  Erimieniiis  ui  St.  Anfi;UKttn.  BiinrrHl.  in  pHtm.  XXXIli.  »enn. 
I^£,«o  der  Heilige  di«  «MigLi-rzigi!  Aiiiicli*ming  »arüekwcint,  die  hier  di« 
Ml  nr  Schka  trkgt:  ,No]q  wAx  unare,  nulu  jkAii  nniplccti  (Dnminiiiii]. 
üoi  BÜD.  ai  ogti  aiii|>)<iias  fa«To.  uoii  tubul  aliun  ubi  amutiii  punat  jC««'- 
M  UMa  til  M  g0M  S^fitiUia,  ut  omnti  ammat  empüiiaitittr  et  ftr/moHlar  .  .  . 
Enibta«U)t  qui  sie  UDsnt  Houtn  at  inrtdesnl  kIüh';  largl.  Aug.  UuuffSji.  1. 
i-  f.  II,  2;  ,Ü  Ui  bonc  <itiini|)<it«ua,  qai  ik  lanu  umtaifUfmyHf  ituitriim  tani' 
fiMi  ulimi  tira  et  ui«  oiiino«  Uiiifjtiiuii  «ingulo«'.  IHoaor  I1l(^itu  Gitrlimlf« 
tdrt  bei  dcD  MjNlilLcrn  »ü  wie<lvr  i.  B.  Hugo  a  8.  Vict.  Soliloq.  (Mign« 
ITC,  mJ.  9&T):  ^on  titnou  aniiiiuiii  illiiu  in  luiiorom  plitrinin  qoatii  jror 
ifectWB  lÜslrabi  H  Idcirta  initiärutii  t-uie  atl  litigiiloK  quod  partitui  quu> 
^uanudo  et  divisUB  vidcatur  in  cunetos.  Sit  liu^iii  a-lnt  fuitsi  iuHni&Hi,  tiuiB 
■M  alinm  nee  maiorcm  dilectionis  afTcctui»  aiiigulig  unpenderüt,  »i  aWijiie 
miEtoniBi  i>ajticipatioiie  aingnlos  amaret':  vergl.  Boiiav.  Sullloij,  I  ^  4,43: 
&V  15*  (M9}:  .Ich  bia  ain  afiUclicr  oifoncr  der  in  aiiiikail  nU  win  tüt- 
UwBtt  Docb  in  Ave  mtuigv  Tcrmoogot;  ich  bin  mit  dir  alUvt  iii  a]l«n  lallea 
A  |ir  bclcftianiert  ind  gvdixieii  . .  .  itA  cd  iik  oiUr  «ndtr  dm^  Uäi%  tlan4f% 
B8P  8.365,  V.70.Sf.:  ,Ich  pflign  JJ"  «nd  aiier  Si^e,  Ircr  allnr  «nrg«  ilcist 
BD  ringe.  Ktn  iecliclt  Kiile  bunutiilurlich  IkI  mir  umprulhen  llhiciidi'. 
CE&S7:  ^Itl  ich  tananiid  Wrltrn.  duin  liKtt  ich  joilum  MiMinclicn  vnhl- 
nitaut.  dat  i<:h  dem  andern  nichl  thati;':  vitr«!.  J;tc  1,  5:  [Duui]  .dal  um- 
rtni  iffiueut«!'. 

1342  ff.  Ich  tfla  dir  doch  ao  vil  kunt,  Das  nit  kao 
Tedtn  diD  muDd  Noch  din  mund  oitkan  ^oaprccheD.  nb. 
IBl;  ^tüUicho  gToic  IrclUcbä  ubematturUcba  «undci  bofaiit  ich  du  und 
te  itA  lim  utri  latl  ■//mcn  gtn^m,  wanno  «n  was  libar  ailoti  iiiia  fuistun*-. 
f^  tkicUantcBd  Urfula,  i^.  370:  Adclb.  (Klsb.  v.  NcusUdt)  FDA  13,  IT8; 
■  ■.,Da  «a  i(t  oia  gftttlich  geeicKt«  [die  innere  AndrliAuiing  Utjttca]  lon  dtr 
^M«  giiactn  kan,  wum  dtr  <M  «iobut  und  iiocli  dünnt;  diu  us  secbenl  die 
Uimuit  nül    «fol  davon  RCtiig«!!';    JÜLnlidi  Katliar.  170.  —  S.  d.  tu  V.  18(^. 

I        ISJiäff.  (^Sm/«;^  leb  woU  das  du  niemer  von  mir  kemiat 
Db^  BDrecht  leben  roo  mir  oomist.    f6'.(rufiiMr :J  Das  wolt 

ich  San t  Paulo  nit  gaben  etc.  st.  AuKimtiu,  D»  dunu  iiurooTuranliaa 
^<  1: ,.  .ta  qnantacHDKiue  iustitia  sine  quibiisf.unquR  poccati^  in  hou  cnnup- 
tUi  mrp«ro  D^minem  virerü':  Im.  II,  V,  7;  ,3Iulln>i  saiictus  fuit  tani  alte 
nfilM  et  Uluminatu&,  qui  priiu  vel  püatca  non  fucrit  itintntua' i  rcrgl.  ferner 
dl«  ZiUt«  bei  VaUgoru.  U.  S.  2tiO  f. ;  ConoII.  IVtd.  aess.  fi.  ean.  32.  3& 


1396  r.    Sisd   Ucli    weltlicfa  li'it  ain   ander  rai 
Da  bc^ereot  ay  in  der  mJDDe  soLd.    sw  [2fr  (339):  .iNe  «oh 

vol  Tntre«un  TBlHi^hojrt  rnnii  Tiistätigkojt:    «Mm   des    nn«iM    ein    «ad«  ■ 
SO  i*t  such  ilcr  frebnt^chaffl  ein  ende'. 

1408 f.  SininiDD,  die  zwinget  mich  so  gnot,  I>ftß  i 
idQU  gon  DikCh  brob.  CE  a  9:  ,Wuin  kommtiliir  Tn«  (so  mn  <ie 
10,  Jahn  üUci),  lUB  ich  null  bctUiln  Kuhn  durch  U<ilUa  Willen  ?" 

HVit,  Die  [minnc!)  twjiiget  in  usi  dem  obrogteo  tr 
Her  ab  iD  sines  minoers  berUeo  schon,     uts  16:  jch  | 

minno]  flrvlt^  Jit  i/tf  ftfrt  ti».  I>«i  «r  h«T  whr.  af  onlvti  köo*;  k\,  R'i.  5:  ,' 
minnu  (TMiit  in  des  dai  n  vom  hiioel  brrsb  koiii'  . . ;  ib.  \\,b:  WTS  307i 
. .  ,dö  aie  [die  uiino«  Kartt««]  der  ^r«iB  k&nec  nniM-  Dsi  er  von  kcrmo  fi 
k«in'  etc.  (Wclnliold  lilicrt  duu  S.  .V^fif.  auBnr  der  aben)tt«be«d«n 
MU  d«r  alum.  TS  nocli  Belege  aus  llu);:«  ton  8l.  Viktor,  Burth-voB 
barg  nnd  (Junduck.)',  MM  6:  ,luh  hui  den  almohtigen  ^'  co*  ntm  >lnM-j 
^vfnArW;  ItSI'  i«.  S73,  V.  93S:  ^ic  [dk  UaU]  lÖeh  mich  Ton  des  V« 
Bchöi';  8vhär.  b,i:  . .  «in  dein  minncbrimundcn  fiin,  do  dirch  er  [Ohhat^ 
JhcBU*]  oan  Jem  aSmtin  tmn  dvT  himi-le  in  nitinRchlichn  nktor«  lioralK!  | 
tridrn  w«rt'  .  .;  7.fliM  1,8^;  ^io  [dift  juiirfn^w^  rnriUiaj  ist  iich  div,  die  A[ 
hiinig'«  klter  eren  und  «tirdikeit  fon  duui  kiuiid  tu  der  r.rden  griAgen  bl 
.  .  .  dio  mit  dem  hermn  Atsx  msicsUit,  üottca  hdü.  In  ewik«it  ntannigra^ 
gornnKcn  b»t  In  krefttelichen  Aber  «ebinden  iwd  in  *on  dem  vcU«rliclid 
hcri«a  h«TBbe  gonoygct  hat  in  ilen  mntcrlich«i)  geren':  Terjcl-  Rfcbarll 
St  Viet,  De  grad.  i-hnriL  c.  I  (Mign<i  19«;.  col.  1196). 

HHf.  Sin  tnino  kao  och  das  ua  ero^itoii,  Das  siel 
der  mensch  ron  mJnnen  lät  ti^tten.     Vergl.  Cul  8,  6:  ,Toi4 

uat  ut  mora  dÜMtio'.  I 

)41fi  [DU  Minne  fmüirktj  dai  BT  hinder  sich  nÜ  siolil 
FUH  11.  tf>9,6:  ,DftX  sibvnd«  [das  di«  iw.  Katroi  gorncgot  xno  dor  ewigi 
wirhcit],  dax  n-A  mr  AiW/irr  oi/ci  ^rai-A.  Rit  ich  ilT  den  «oc  gc«Iset  wart  n| 
mloer  Ewigen  sciichait';  Tergl.  PbUip|j.  3,  18;  ,. . .  quac  quidmn  ntto  boI 
obliTivaeoK';  s.  auch  ii.  S.  106  in  V.  2072,  SW  &7a. 

1 434  ff.  Hie  wil  ai  in  binden  and  zwingen.  Das  si  Ii 
nach  ir  roug  bringen.  (ChriHiti :)  Uin  minaebaiid  micl 
hat  beswuDfcen  schier,  Das  ich  dir  möB  folgen  naol 
dineg  hartren  gier.  (ver«!.  V.  151  ff.)  PDM  Ii.  28",  15:  4ch  godAht 
lisdor  wilen,  do  ich  iiiveil  ({iunu,  dai  ä«-T  monsclie  in  dor  tit  du-  tua  kon« 
mae,  dai  er  mac  gfJ  rv-ayvir'.'  daa.  54,  S4  r.:  J)ai  tat  ein  gsviasiu  wirhvi 
und  ein  nälnArbdU  nnur  sinen  willen  gintllrhc  glt  goto,  dor  viUti  im/ tüi^, 
ffi,  dai  got  niht  iiiac  d«nnti  dai  d<!r  ninnscbc  tril'  otc.;  Aas.  112.  15  IT. 
'Nä  >pricb«t  «iu  liniUg«  tob  einer  gDtininniindor  »üle,  äa»  li  gn  nritigi  ttll, 


89 


^  li  mit  irmü  vrrftrrtl  it>  umA  mlatmatr.  Amx  or  ir  nicht  reru^nn  OMC  alhn 
taiiV.  .SS  H:  .Do  begert  or  [Senie]  von  gut  te  wiiwcii  «u  «rgaetmg  die 
■HWchta  in  Jtr  ml  «OH  gol  i&lt«n  ranpfobon,  diu  >Iurob  in  .  .  .  Iit'tti.-n  gi»> 
Gllto . . .  .Icfa  vQI  in  geben  vunidiei  irewalt  in  hiniel  nnd  in  tirtriiif-h.  dxs 
iD«  dM  ij  jmoiftr  gawliiMcheiit,  du  du  ^cbicht- :  BSP  ä.  300,  V.  1^0: 
Jlicb  l'>cli  1«  iu  der  uunM  ^i/':  MH  3,  31.  S,  17fi:  .Eece  tae  in  potoatutom 
uimar  lua*)  do,  «tf  **»>  •mfiivui  luui.  ot  iinper««  <io  ni«  (|ii<>dciiin<|ui>  voluoria, 
((uqu«  .  . .  «d  MMut  ■.vbatuitem  Aiuw  tv  f.iraiui;  SMK  1^9,  23:  ,Mil  britidor 
Bunc  au  Hl»/  vMM  micb,  mit  itibräniitiger  bngiid  »o  n.'iiigt  man  niirJi*: 
Bip  l3&,  30t.:  ^Ii  die  gnadr  notto«  di«  niviiwMn'n  bctwingist,  dai  al 
ntn«iil  tjin,  was  got  «ril,  tüiio  letwim^mt  ck  gM,  4a%  fr  mAi  lau  tma*  lit  o^litM': 
<tt^.  du.  138.  20:  Tum  7«,  30  f.:  J)arum  bin  itb  [(lott]  uff  crtricb  ktimon 
ivd  bia  recht  dunui  bi«,  das  ich  tru)f  p.  Ifix^j  stii-'s  du  ir  wcllünt'.  Sthitter 
bfpfl  >.  a.  Ü.,  S.  55  Anni.  3  an  dic«i?  ti^txtc  SUlln  diu  Bcrnerliiing :  ,Sie 
biWn  xicb  JB  ihren  ,hcTri.-D*  trofTlirb  min  Liebbjibw  CTSogcn!  Wenn  bei 
Sobi  ilio  rwi)cu  W>>j(h«it  mit  ibroni  Dti-nor  auch  ramilür  wird,  im  wird  dag 
dinn  doeb  in  einer  tipI  gchnbncriMi  Spracli«  urifigciirilcikt'.  (fulgt  »in  Ztt«t 
Ml  Sense  (Drtnifli;  S.  SiD]).  (iegi-nnbcr  iinattrun  K<'lt<)i*>n  nti>;  StfUiii;  und  gar 
■DI  EcUikrt,  di-a  Schiller  ja  noch  über  jenen  tldlt,  vrvchuint  Heiuf  apltiu 
Hinarkang  oobr  düplaxi^n.  Diu  AnMciliMUiiii|t-  um  die  es  HiiiU  biitr  handelt, 
14t  im  iGrandc  (^enouiiiim  bibtisdi,  »ergl.  Matb,  7,7;  t\,ti',  Juh.  U,  U 
Did,  mit  Rflcksiciit  darauf.  daU  dii>  nijatiacba  Einigung  eini!  l*tllibation  dor 
nigra  8«Ugkoit  darstellt,  b«.  Lu«.  14,37, 

1428  0.  (SitUt)  Ich  han  in  mit  üinsD  nantlftn  Qejnngtn 
t»i  jtbunden  Und  wH  «in  Aücf<n  mit  allen  mioeo  sinneD, 
Ou  «r  mir  nit  mug  endriiinen.     AI,26. 36f.:  .Du  hmi  mUÄ  {/- 

^*rn  als  «in  jnnkfraD««  die  ein  jnnkhcrr«n  ){cfitDgen  bat  in  einer  kein«- 
vuaf. ..;  27,  Vi:  Jtu  soltn  gar  ebon  hüititM.  das  du  ilit  »n  laiioat  in  dein 
Mttt,  dfl  mit  da  midi  rerlreibesf.  —  Im  Tvit  ist:  ,mit tarnt  amnä/if  nicht 
(■■t  klar:  slamint  di«  Stelle  ans  uineiii  (iedicht,  nu  Juhu»  Hpranh: 
■Kfc  haa  dich  gef.  in  oder  mit  minRn  wunden'?  v<^rgl.  SMK  181,  4:  ,JhciKus 
•  -.mJtm  lfm  (dlo  lun  Hviur.  i.  NOrdl.  Hn^<'ivd(>[4!  M.  R.)  amh  mm  ^rbumiin 
'^  f/aafrm  tili,  da*  alle  dein  sinne  mer  deinuni  liob  warten  niüxten,  ilon 
u  trlbi  natar* . . .  d.  MM  fi  (Seid«:]  .Du  [dii!  Minne]  ha«t  mich  geji^  g^ 
MV*-  ictuminf;  CE  S.  87:  ,lcb  bin  lou  Minuu  Mn  Ctfangtntr' ,  sagl  Cbrintus: 
*bfluu  ib.  S.  40:  Tergl.  Cant.  3,1:  Jnvani  quem  diligit  anlma  luoa:  lenui 
"a  BW  dimittAin'. 

1434  ff.  (Sf<U'.)  Nieman  mag  weaen  min  gellch,  In 
niDüD  hendsD  stand  alle  rieh:  Ich  bao  in,  der  es  alles 
Eeicti&ffen  hat.    Ich  mag  geben  1er  and  rät.     S8  U*  rl^y. 

'!■>  ^ir  hab  itb  rrfiXluinH  gfif,  ftuvl/i  eli  vü  kh  teil;  allr-x  dnit  daa  das  erdt- 
»ith  hat.  «61t  ich  nit  mer  haben-;  tuI^I.  T&«s  5S,  7:  PDM  II,  3.M,  20t.- 
•^u>  i&  diu  ailc  ...  in  gol«  niowol,  •«  wenitM  u-  aJliti  läiv  att  rigm^  alH  ob« 


»0 


sie  durch  kein»  andern  Aiitg«a  willon  bochiffon  w^ren,  «tau  ftlkiii4>  dnrcb 
ir  willon.  Wan  in  dam  UÜa  lldont  al  kllc  vitalöro  unir  »int  ir  underUD, 
als  ob«  «ii!  von  ir  Wai^hafTon  w.'-mn':  T  (TaoK^m?!  Vr«d.  268»:  .Eya  d«r 
uiuDüali  (lur  alno  li'bt,  i/</i  O'^^^  .iiüii/  «iK-  i/iwt  in  Ovt  waxboit*.  Wid^rittr. 
S831  (T. :  ,Scit,  »ti  «til  wir  in  alldn  Mit  minne  niiiinticIlchoD  Ti  . . .  Dtr  aUt 
läm  ftiMKAii  Ul  Sal  mi  in/ansm  ifi  UII4  nfttnr ;  Kalliar.  173:  ,<iot  der  (ab  niir 
...als  groß  K»«d,  dail  mich  diinkt,  üM  Me»  uW  ittUf  Hir  vtU  (Niif  ^t^afz 
Buga  138,  :t3f.:  «Kr  und  t^ut  airt  ittnü.  und  wax  got  wil  dsn  «il  er,  und 
Wut  got  gdMU'l  dai  gübriU:!  or  nnd  da  ron  a<i  niAMcnt  d^  Jiit^  j^tuk/lua  4k 
ti  vciC  uml  ,\!U  Jing  mAu<tu  i»t<  ^tK'ffim  iit\  Kh  ft.'iW.  ,Du  pi>t  iciunt 
d'ir  niumcli  der  an  gvh'irt  iiivin  gStlielicn  (cnatf;  MM  äO:  \i\v-  sTÄuii  uiaM 
li ohtiimc«  iat  alkinu  din,  Und  Über  midi  lulbi-r  *<t\\  du  ({[cvtalMg  »in';  t.  %, 
ilDM  9d;  8.  Oomh.  8cniio  du  rcrbi»  F.TMig.  ,Ecca  noa  r^iliquimiu* :  £imu] 
cum  VC  («c.  DüuJ  doDMiliir  oBiiiiiit'. 

1444  r.    Du  Kolt  ksin  ijeiÜMg  mit,  mir  haa,    Du  solt  es 
gentBlicIi  an  midi  Un.     T«»»  32.  lü:  .Ir  (der  8.  KI»bütli  ».Collikoi) 

WHR  gar  tinlidig,  tu  «j-  Lurt  ilax  aiii  inon«ch  mit  murin  Jurtn  gnÜi^  m«4  ia« 
iiiiib  bvini-Ti  bin  »incr  uiili^ii  «urki-ii  und  Kptscb  tlenn:  Hu  toiUst  e«  Gol  li 
liurtx  lifb  tun'. 


I 


1449   (freite:)  Ich  nird  och  villicbt  der  gevangendt 

Scliür.  I€,  3:  ,.  .  .  sidur  lich  g«i  itii-  ^»kku  gimdo  guUiu  hut.  das  ir  ron 
DlinDCD  Mit  ^M^tgvnrr  sin  ffdlcut';  «.  da».  1^3:  IG,  34:  17, 1;  43,  !&         j| 

145^2  ft'.  (Seele:)  O  herr,  sag  mir,  vor  vahct  dich  aller 
maisl?  (f.'hnM.>u:)  DaB  ttlnd  die  armer  in  dem  gaiat, 
WaoD  das  rili  der  himel  ist  ier.  ...  (1464f.)  ay  fUrent 
den  höchsten  griit,   Den  die  ballig  cristenhait  hit.     Buga 

£8, '2:  .Wne  Wüiiel  man  da»  um  j^ut  alK-r  nt'bit  iiiachti  im  bluiolrlcbe ?  Dai 
i«t.  daz  wir  iinc  Allc<r  nahcMl  uaL-li  vid^mit  ur  citricbc':  -U,  16:.  Ut  nu,  dat 
diu  iniJDacliuu  aidi  );»l  kli  mal  lansvnt  .  .  .  lo  guachibt  «■  wul,  daz  ni  allu 
ding  laB»unt  iiai«rlichen  und  imicilii^L'eii  und  iino  tuukt'Bigint  i»  tnifm  or^tt» 
ititn  tmJ  .  .  .  komiHl  tif  dm  aiür  hMitni  graJ  Abt  volliikomonllplt*;  PHP  {BIsiiIl 
Albrocbt)  ^.  "il^:,  Wolti>  ich  aber  rrAgon  nicb  gotitcber  hcimllcbeits  tA 
irolt«  ich  fiigtin  näth  liim  friHtttm  aitaifhcii  ilvn  Ich  icnn  fnn<lD,  der  mtl 
nilliAn  arm  waere":  »rrgl,  Lcbun  d.  Margarflbv  v.  KentKingmi.  hrg.  t,  Deniflc 
1X\K  19,  S.  482:  ,Matth.  .>,  3:  Bi'nli  pnii|>cres  spirltu  ijiinniani  ipnorntn  «at 
regDUm  coeloruni':  s.  ii.  3)  i.  r.  ,«nn  im  guiut«'  u.  C,  1  lUr  Stcltu. 

1485    Min  friüod  ....  Iilchteo  vor  mir  als  die  suone. 

Kalhar.  161:  .  .  .  ,iind  dio  swostran.  Hie  Inhtiint  rochl  als  dio  aiitinc':  da«, 
fcmor  S.  ISS.  1S6,  161:  vcrgl.aiich  Krobis.  S,  71  i.\  FDA  13,  157,  8*;  163,  1»* 
u.  a.:SS87b(220f.;iTJ>H«,  :24,27r.:  ,rv««ai-1i»;  dnadioiMÜgR.  Ella;  *.  EllgA 
. . .  kniliret .  , .  und  sacb  do  in  dur  luttcikait  icca  liboa  ain  liecbt,  du  wa* 
•0  tcbAn  and  ao  klar  alt  aim  ImJiüitdi  nmm  . . .  und    ward    ir    le    arkeiuiond 


p&<o,dudM  ir  lel  mtnf:  il>.S7,  SOfT.i  £j  [di«  Seele  dor  Sophia  T.KIingnauJ 
m  (J4  sinwsl  »dlilieti  und  dWvi  iätitmJti  Stthi,  gtüiA  dir  utanm  .  .  ,  und 
iDctit  micil,  du  un  gUnti  )on  mii  gieng  der  aIIo  die  «elt  erluchtc.  und 
UE  tDODenkli^her  t*g  «urdu  üb^r  ullea  urtrieh'  etc.:  ferner  Hbh.  Sl,  17: 
H.«:  4».  V7:  Magd.  12i  il  Ö.-.  Idi  von  LOw^n,  Brwvior  13.  April  u.  ». 
tüa  meh  Schiller  m.  a.  0.,  &  49  ff.:  chendiuclbU  4!),  Anm.  ä)  Bolirgu  aut> 
Eil[kuilt,  Seat«  mid  MM.  Docb  icbeint  er  nivbt  tu  kflonan  Ure^r  Mikgn., 
liKIl.  UiAl.  c.  ib  (ojicirn  ornnu  t.  II,  col.  369):  .Inlcinpentai'  iiuctia  liuia  roe- 
{licieni  ifldit  [S.  Bdiicdii-tui*]  fuHain  lucctii  diwupor  «iincUw  nofti«  tonebnis 
lljgmm  tcnUiijui-  »iilendor«  clnnMir'irr  ut  'lii-m  Ttn<Miret  Im  illa  ....  [>iini 
iStioUB  oeolvniiii  aeii^iii  in  tmc  «ptcndvrv  cirtucw  lucia  infigorct,  vidit 
Qmaiä  . . .  aniniani  in  sfkotra  ignra  (bnld  nachhur:  gtutia  i^iuui)  in\t  angL'ün 
iimlliai  deferrl*:  —  >tlii.>ii«i>wxiii)(  Sulpkiii«  Siiverua.  Dialog.  II:  .Gkitim 
t«m  de  c>»|iUe  illias  (nc.  S.  Martini)  tidiiiiun  (.-niican',  ila  ut  in  mibliino 
nawcBdoBB  loagnm  admodum  crincin  flaiiuiia  prodnecTct*  (Migim,  20,  ctl.  178; 
■HA-mL  183, 202):  ferner  die  »lilroiclivn  lt«i)piuK-  b<'i  GOrii;»  II,  306,  bcm.aiSlt. 
lud  di«  SchriftUtte  Judi<r.  6,  31 :  ,Qul  ant^in  dlUjtUii  l  ta,  'ina  lol  m  etln  jih> 
fimAtMmfiüur.  llliriHohH(«ll,  50,  7;  Hilth.  13,43:  17,3.  Itatl  dii- Sdiwintum 
•«Tdll  jQtii  bIckhaTUdtun  liiiadfüibcfchtT  als  el*M3  .Nuiir«  dai  für  die 
lifnt  tinnlicli  WnhrorbinbaiC  liiiitubracfatvn  (Schiller,  S- (Ü)-  i»t  cinu  rocht 
uftckibart;:  Bfhfltiplong.  Auch  fnr  Ain  ,Kug«lgost«lt'  der  Sude  (Schillar. 
KCSff.)  fandLii  wir  mrWii  bei  ft.  OreKor,  Euliiiciu«  SaruruN  otc.  ]!«lt<g«,  diu 
tii  KlailerTnucn  jcdcnralls  eher  kcDTivin  tnocfaU-n,  dt  —  don  Heralcüt! 
tu  IkhiUen  I>i)nU-Luiig  tom  .mjatiEchcn  Erleben'  der  T9«acT-Scliwi.<st«rn 
Bitkvfedlg  lUikUr  and  »«ine  KrI9ut«rungen  );Tolic:nti^ll«  unrichtig  sind,  er- 
UM  aicli  aiu  di:n  nügulivun  Vorn ussol langen,  uiit  dunen  ui  an  icin  Werk 
(Al.  —  ITlmr  die  iiiyHtisch«n  LicbUtrscliuiniingcn  nnd  hix.  über  ihr  psycho- 
plijiiKhus  UoDionl  findet  eich  inniichua  um  bleibendem  Wert  schon  b«! 
'<»TM  II,  330  ff, 

1510t  ...  bis  gern  altain  So  omtiTatiest  ooh  den 
^lilgeD  gaist  rain.  Cod.  S.  tiall.  995.  p.  8A:  Bis  dick  allain.  So  b» 
V  db  bortt  rain. 

1521fr.  So  ich  c^ttweii  ain  weltlich  Hing  für  goaotzt 
hin,   Das   lioit  du  tnir  nit  zebanden  gan.    Wann  os  was 

Uoh  dinem  willen  nit  l^etan.  .^S  34i:  (83):  .Alles  das  du  an- 
^■Wtl  dir  sü  lieb  oder  lii  truato,  d««  mi'iU  «lloe  hinder  sich  gan';  TI*red. 
■'t:  Jtis«n  nffentludl  dinrr  iiiun»t:bi!fi  undcrancbl  jn  ußX  ([ott  »on  groBSPr 
inm  «egcn  nnnd  ceücbiehl  ntSt.  iln»  dine  meiicelicri  nicht»  nillgen;  Wnditu 
"(NK,  M  oibB  i-r  sdtlaffeti  nbi-i  all  «ninim  wiIIl-ii.  fuslut  er  gern,  ni>  uinß 
'wen  nsd  so  «r  gem  in  eiix-r  atillc  nnd  riiw  und  ru-st  werc,  «u  nniQ  or 
tfl  anJar«  »t^in  dann  ^  goni  «or.  Diu  gi-HcliicLt  darunib,  dm  dem  niunsclian 
«"«r  «fftBlitall  ab|{shr<iDh«n  und  undi-rtut^en  werdo'  n.  i.  f.  IS;,...  die 
aad«  iit  das  got  den  SHfBWi  di«  «UL  niolit  i;ibt  und.  ab  (ob!*)  s;  die  haben, 


92 


du  pr  ia  di«  njminck,  den  ty  etwa»  tAun  mirdcn  du  wiildcr  jn  und    «t^^ 
recbt  ist'. 

153011'.    Icli  wil  lieber  dir  harten  an.    Denn  das  irait 
würd  ain   laidiger   m<iN,    AI»    ich   menig  frumm   fror   *" 
si«oll  liiill,    Die  sich  mit  großer  arbait  müßent  beyän  IT  v><1 
H/erdani    teilen    tcol   gtmüt;     vtTgL    VV.  2'^  ff.:    hettist   »■    in 
weltlichen  man.    Mit  dem  mügtitt  tag  und  nacht  übet  .:s:>' 
han  .  .  .  Cnd  «ttwea  »chiaken  und  rof'jtn  .  .  .  Da*  *r  trank  ■^* 
und  vott  HKir  ...  So  denn  .  .  «reitist  gern  te  bette  gon,  - 
trelti  dick  dam  Und  mit   Ion  Olc    Bcrlhvld  v,  l{«gGiitliurj(,  Svnnui 
Aa  caoitnuni:    ,rnilc  rI    Uinriti    iniili    xtilil-,    rare    id   ntm^tnut    ••v>tt    jmai 
[HC  inulieru«],  toI  (i  adulUrri  vol  tifiuii  ton  luioros  «ut  it-i'i /mrifä.   «  \c^-^ 
boni    (»nU    qii«>(i   itimpitr  Uni«nt.    no  marinntur.    et    ipnun    <olun    oportei^^'^ 
iiiultu»  panulcm  cdncare  sin«   adiuturio.   virgo  tctu  dUiU  hkbel  hnituna 
iribitlaliuiii«,  non  liiii«t  vtritrari  toI  «liquid  firscdictorum,    i.'t   malto    U*ir 
«sl   ei   fem   tmiinuii    in  don>v  quam  inultos  pannlos  in  tincu  (?)■   in 

f  MMJEr  Jormiri,  quam    «inlMuni  frir  iaitamitr  fiKo   ixper^iiti:  B«   Sul&iri   puci   qn 

luultitudinciii  ur|ihaooniiu'  (liUerl  bei  Si-lifinbacli:  ,I.«ben.  Dildiing  a.  Fci  ^^ 
afinliclikoit  KoithuM»  v.  R.  II,  S.  n.  I!K)7.  WSB.  155.  oadi  frvnntU.  )lt«  ^ 
tcilung  rim  Prof.  ZwiortiuB]:    torgl,  öbrigoiu  nnUai  C,  1  sa  VV.  SS  -801^*' 

1^03  f.    Hie  tuaekft  er  ir  dat  aaittn  «pil.  Das  er  ir  atf 
gewinne  vil.     MR  8,  l,  S.  I9G.    (Ohrlutui):    ,In  oonviTi«  *tia*n  Ülo    '/»-^^** 

tt  niAJira  ft  aifaitum /ni  pLT  v«rb«  dulciflua  wri»  nioi  et  ml  Uulific^ndos  eon ' 

vttM«  in  ■iniilitudino  luiomin  liutnilialu«  Kum  «nt«  pode»  iliscipularam':  OC-** 
fi,  8,  687 :  ,I|iitR  .ütlciiiimti  liiAarvnCa  primiiN  paallat  in  cifkuio  nae  divlaiUU^^- 
et  in  cilliara  aut^v  humauitaliB' :  MM  &.  18.  3.  U3  (üotl):    JUlio«   wiUni«  a*nfc-> 
dir  siSsac  klingen':    WK  iiu.  447  Str.  21  f.:    Heia  wit  mnw  «r  [Jchiu]  näiüt^ 
Sweiin»  ET  in  «i  gesidulet  Mit  iii^ui  sineii  gnadi'u  tror  .  .  .    Die  laiiittt  cban 
er  rurun,   Aus  vronde    in   rroeudc   fnron^   vergl.  SMK  313,  II;    CE  8.  Iti 
BagalU).  97,  10  lt.  0.:    Prov.  8.  3Ü:  (t^gu  Sspi^ntia]    ,di)leciUibar  pur  ■Id^Im 
Aiea  tmüm  coram  ca  omni  tempore'. 

1605r.  (Chrwim:)  Nim  war,  wie  min  tvße»  gaiten  tpil 
Dich  litfplich  xtl  mir  ziehen  wil.      ss  20a  r.  <48}:,  Do  bort  er 

au«>«rltalb  der  ätubi^u  nuiUwcn  8in|j«n  ein  tiimelisch  gosang  vnd  du  godin 
(^rklanft  ala  iÖasilllicll,  /ht  iiyt  hyn  fuiiirlitkt  kirpgt  w  tiiitilkk  ifrmik  .  . . 
.Lüg  . .  ■  dein  bluclieclicT  bcm  ...  der  dir  auch  goanngon  hat.  A.cb  «rh» 
li«l  «r  dicb  auoh  so  rt^cbt  li«b*',   vgl.  o.  tu  V.  444. 

IRIl  0  herr,  du  ttist  ala  ain  varand  man}  SS  15*  (88): 
.Do  kam  o^n  jHnKÜng.  der  gebarot  dpm  cleich  >ls  ob  Rt  trär  oin  kymetittktr 
i^tma»  von  gül  fü  jm  gfJ^ondot';  MI(  1,  19,  K.  69:  .Ciitn  argti  nugitiae  caMiit 
liarataa,   ait  Dominus:    .<^uia  in  hoc  cunviviu  o/jiamm  girtt  äucrit  f*    Et  CUe 


I 


4 


F 


I 


f 


•u  ijiüi»«4,  aMt^vna  aniniau  in  mantu  nua.    feclt  <*n  mIU»*;    t.  o.  ■■ 

.isosr. 

l'637fr.  Dar  aack  kempt  aber  rott  din«r  gi^eo  gut 
Ond  mactileHt  micb  so  wo]  geniSt,  [Jaü  ich  dir  gab  den 
wmamtti  gut  elc.  «f.  HB  3,  I.  S.  197:  ^icul  ^wm/  vttta  nw>  dlotf  ^üc/^m- 
Mataf,  iU  irutiDDcnla  bim  dedi  niititibüK  t'l  eorpn«  tneum  ciadfliuribuK'. 

l6A2ir.  So  dio  Kig  aU  sQUaclicIi  dSast.  0  wie  bald 
Eitr  dsan  ffii(tiri<rA«(    H/^««  /a>d  und  ungemach.  8S  iAa(34): 

.Ita  dvr  4i«ner  koK  doli  ^■«•niTiiiiti.-n  Mnmi'u  Ihesas  aUn  lAMiKklEch  «Hllliiy«n, 
■Sfl  *krd  Mtn  herei  tnd  (jn  ati  rcflit  walgiTinüto.  iIah  jni  vfriiksoandt  vt  fr 
^  UJm  XtOr  g^hu' ;  MM  ifl:  ,W«n  tt  bringt  mir  »■)  iitan^n  tiiien  leiuif 
Mmi,  Pu  mir  bmiinvl  lülcn  minei  ftciKbes  vink.  l'nd  Bin  BeiUmapil  isl  so 

«■]  klier  *&Mnlli^it,  AriwiV  er    soEr  ifmirnttt  *Bei  krrttltir :  iiTgl.  ScIlDr.  lO,  97  (f. 

166]; ff.  Uie  wil  er  sieb  fü/r»  ilw»«irii  Uods^sio  Aaint* 
litiait  Ion  *ei»»en.  (^'hriMun:)  Dia  minne  hat  bL>zwiinguD 
nitk.  Das  ich  mich  Ion  kuasen  dich  (S^el*:)  Allen 
knnbtr  ton  ieh  ah  Wann  ich  dich,  lieb,  geküSBot  Iiab. 
<7ni  H>:  ^1«  impliiiiik  da  lätu  käfst  Von  in  gMiiBhcIs  munde.  Wer  kfindn 
■r  le  gntnd«  Gcua^n  wi«  «ol  dm  lieben  «u*-:  U'Tt!  40-23 f.:  .  .  ^i  vt«l 
iidttsdc   an   den   briul«B»iBm.  dein  du  du»  hnln  niil  lwl»rFi  uinbi.'vi«'  snd 

dnU   in    kB    ir   livrio,      Uu  pnCar  ir  ti  Jfr   mirret  iut.{  Jir  ktimttr,    Jtr  ir  infr. 

Sfhia  im  abcT  und  aber  dxr.    Ei  wie  nhUi  wul  ir  mu,'.  FDH  I.  (Darid  v. 

^■pig-)  S28,  8:   .  .  .  dai  er  [gol]  uiu  nw  irinilfikt   rrxi-t|ji>*    t-lc. :    PDH  II. 

IC!,4:   ,V«BB«  der  si^le  tim  hu  teuUAl  tvn  Jtr  gpüträ,   aö   sU:t  si  in  Kanter 

t>llrl*««Bluiit  tmd    in    aflikclt*;    HU  I.  19.  8.  «8:    .l>«hiBe  aninia  ...  ad 

fti»  Doinini  cccidit,  quam  ilie  dignaatcr  olerana  in  finu  aun  paanit  et  Ut 

Mtolani  düit:    Jt'  tihi  utiiJtim  f^tä^  etc.:    ^«rg).  An».  I,  5,  S.  \b,  17,  u.  Ö,-. 

U  S,  23,  8.  4.1 :  ,Rr  Jurhitui  »  mit  «miii  g.Ulichvn  munde' :  ib.  S.  1,  S.  bC* 

Q-l-i    8HE  31,  18:  -ßia  nat|{t  ■ich  min   hrrr  nitauii  ('rittnn  her  ab  Ton  d«m 

<nact  und  lütt  liiA  tijj^  in  sin  offito  lierc« .  .  ,  und   Lii|>tii«ng  idi  da  a1* 

gnuv  trttlig  giiaud  und  iriuxlait':  da».  165.  9  f.:  HL  1.  29,  S.  393:  .Dignan- 

timmc  aeelinatui  ad  «am.    blaiidlafcim«  cam  arl  ie  atriniit  ut   usatitm  ptw 

Mi  animai'  niaa  iaHiit'i  UH  8.  S.  63fi:  ,lii  oi-hIj    im  mrififim  erii  t«IuI  tuaui 

fniniam  me  iBtroducaa  in  thalamam  tui  fc^ttri  amoriü';  u.  ft.:  WH  na.  447, 

Sir.  (9  (8.  IK>2}:  ,l>ai  iat  m1  Tr«ont  {I.  trcut!]  ober  dm  iumk  ni  tri/i  Jtr  äiriit 

<*iif;  äW  Ifia  (847):  £jt,  lig  ich  bin  als  trpütich  tii  mj'nnen.  jch  bin  als 

Ivplieh   an    «mbfalwB    «sud  mo  sartlirh  iIpt  rcj-iitin   in)'nn«Hid(-n  «ol  ei  hrnjitn^ 

du  alle   heroi   nach   mir   s4lt«n   [irnchi!»';    («rgl.  Nt<  54a;   PfrilTer,  Alld. 

IWyiV,  S.  181.  lOf.:    IIB  n».  lOO.  10;    PIJA  13,  l.V5,4;    Tn»  88,31:    At 

IS.S;  CG  S.  28:   Bonai.  dir  tri|>l.  via  c.  8.  §  4.  7:   d«;  qiilnq.  ie»i.  addit.  2 

tta,  p  IS,  18,  »7)  n.  S.:  D.Th.  niiaac.54  (Bd.  FruUA,  Pari«)  |i.  8^4;    Uernli. 

i«  CwL  aenn.  7  n.  31  (wJ.  269»  f.  u.  2867)  u.  a.;   Oant  1,  l:   .OitnJmtr  me 

'*»U  gfia  nü';  Ib.  8,  I. 


u 

1696    Er  maß  äfr  wtlt  urlob  han  gieb*»'     Sckar.  7.  15: 

.Der  nittt*  .  .  ■  fin<;n  frinn  itr/nf  lü  gcbcndp':  NF  S.  3:  .das  ick  kllcn  crea- 
Inren  liabbc  «r^if  (^bcii'i  Xhntirk  TfiM  10,2»:  74,  la  17;  91.10.  HB 
n...  7Ü,  I,  S.  151   n.  ■- 

1700f.  Mag  ieman  bas  nff  erd  gesin  Denn  dem,  Ata 
itn  gftt  selber  hat  er  körn  zQ  ainem  ffiriuf  T.ngAth.^,Si:  JOm 
bist  «nrrl«!)  {Wu  ukrim:  do  toii  Holt  du  frolirJi  lin*.  ^ 

1718  f.  Das  og  mfiß  vil  fu(/r  sin.  Das  ila  scheren  wn 
der  attnnen  »ekin.  Job.  FtMc»  (b^i  Pren-T  II.  4ÖS;;  .F.»  niui»  g«  iatr 
üH,  ilft  sich  dn-  geftiike  uikin  inwrrlin  ittl':  SllK  (U  r.  KArdL)  IM,  I5C: 
4>«x  Bin  Bul  ich  billig  jun«n|f  ain,  Jjt .  . .  mineii  «Mfeai  at^ta  sn  tmgr- 
»Ithiig  ist  dio  feuai  Idchtvnd  t/tr  tmm  der  pitlichen  viriiaifi  Hniti  V. 
776£  f.:  ,W<iii  wrr  wil  tidicti  fwlu  tMm  P^r  niut  uii-nc  und  iiini^n  InUr  nix': 
H.  V,  ^wint  I'MP  a  28Si  ,8wer  atcli  aber  in  ki'-ret  (in  iLa»  lirht]  i  du  Mgt 
l&itr  wtftAf-,  di-r  wirt  wid«ni])igMi,  «aiit  daii  liobl  r«rbloii<lct  kranke  ovgsa*; 
TL),  3:  ,Wra  mil  niiti  ouku  ctvu  Hellen,  i.'»  iiilUI  ea  ct^'^inifcel  ■iTilm  odtf 
*ln  f«n  allvii  iki>>li'rn  iliii^^viK  wuu  lol  hitxi'  Uiid  lischt  tu  %kT\,  tv  m&B  tu« 
niit  w^KiMi  kelUi  nnd  fiiitti'muit  Ah  küh';  TPreil.  &2':  ,Eä  muß  gar  imfri-  rm 
nnit  (IcT  iiiviudi  toüU  soin  Helb«  Btil]gaii|;v<n  suin,  'In  ilur  livyli);  geint  ei|[Mil- 
lid)  wircken  soi':  ventl.  Itn.  III,  33, 2  n.  St  AuKuMin  lib.  I.  do  scrm.  Domini 
in  iitunle.  c.  3:  .Üucniadmniiuin  ImHfn  ^v  vi>t«ri  noti  |ioU>bI  nisi  ivsiCm  «waiitr, 
iU  ncc  Dcus  vidctur  nini  in  im  du  ni  xit  illiiil,  quu  vidcri  poU-sl':  (iL  citjeit 
1.9,  S.  Sit  diu  f««t  ^ttiirbUiiUriiilAHUtlU  8118  Aii^stins«piRt  147;  s.  Ilbrig«iii 
n.  C,  2   tu  V.   1718. 

1732f.  Wer  des  edlen  amack«s  bet  enpfuDd«D,  Der 
hftt  die  weit  bald  uberwutidcn.    i'DM  II.  168. 191.:  ,w«»tnoin«t. 

d»  viii  inciiaDbv  nilil  trni'lliehe  fDrlimfcl  clllu  dinc?  Ri  iiii'iii«'t,  ilu  er  ]{at«a 
niht  «ithfil  |{Li«iii«ki>t.  H}li  rr  ffvtf'  iftifif/t  fr  ff^lir/t  mtUntukt  tltim  Arne  et«.: 
SS  i>l>  (19);  J>ie  kreft  solnor  %e\  hütoii  prRillt  iliis  ariM8t<ii  Umr/  ukmakt . , 
diior  hitnliüfli  getchmab  bidibe  im  darnacJi  vil  idt  vtid  ^vAt  tin  ein  Uim- 
liadi«  HCiniUh'  »f>''h  K'>tL';  s.  C4>:  TU  S.  7C  (l'buler]:  ,Alau  er  ^t|  tiiht,  da« 
&¥n  ntcnBchi'ii  'Üg  bvknningo  nnA  ilns  ixgun  xii  ^n»  und  ii'i  vurrv  wört.  so 
.  ,  .  wiiit  lii^in  FicnscluiTi  .  .  ,  ein  iBvnf  von  läntkdt  z-n»  gilftt/kim  iHngni^  die 
■Urkont  in  »Uo,  iUh  tmi'  nlli'  'lini{>'  mit  mntirki-iit  din  ^al  niit  i-nuinl,  iiml 
duukc;  in  d»iinv,  «r  Uabv  nlU-  aiiiu  not  AbvrwucKlc»':  vvrgl.  ilu.  S.  M;  :jME 
15,  18:  ,[li^h)  idnnx  i»  '(■^n  <^o'  init  (tTnincr  allt^ilratt  und  4cr  stimmig  irloag 
and  Irantt  mir  iinii'  durdi  das  h«rUi>  in  vtliu  iiiiniu  lid^r*:  Bu)IA  1SI,7:  ,Uiid 
dal  «pHohi'i  H»nctaj)  llfMuariliift  [«'ii^cnLl.  Sl.  (iroft"'.  .\nni.  Di-iiilles  lar  Su>Ue: 
aiu  wird  aucli  vuri  OL  S.  Z4  dein  hl.  B,  augascbriobcn):  ,S<>  tnan  de«  %(i\- 
lieben  K^litos  gttm>vlm,  m  stnt  nlU'  lipliohc  ding  biUci*:  W'I'S  40S1  f.: 
.Zebant  er  in  gekusaet  h/lt,  Wnn<I  dor  imae.  des  in  in  ist  I>iirchw>ct  in  der 
aclbf^n  friat  Di«  hAI  in  fiiit'in  Lwalmc'  .  . . :  t.  aurh  HH  nn.  S7,  Ij,  S.  177: 
TQ«a  20,  28  0.;  31,511.;  Eck.  iSiuv.  -IWi  KB,Ütai.  Ü.  1^7  iL  & 


\. 


X 


95 


I 


I 


I730ff.  £0  mftcbt  ain  mODScb  wuader  ban,  Wie«» 
amh  diß  kuatan  $y  petan.  Gs  ist  in  gaigtlieher  tpi*  mund 
«n  Muarf  (Größer  früd  ward  nie  kundj. . .    WTS40&8f.  ,8»or 

«dl  JiT  minnc  iu  ri'tutuonl,  l>ii:  diu  iii'l  ^e  gi>U  I1&L,  t>fi  wdc  a-ir  1$  um 
äuht:  lui  . . .  Ite«  ni^K"!!  "ol  iiliri^h(<ii  die.  Ditr  h*x%e  mit  Am\  wimlon  hio 
itt  te^griita  urkaulH';  SS  )3b  C3Ü):  ,Uu  ward  jiii  «iii  *niiu|{lich  Tiiibrang: 
nd  ia  dem  wud  xü  jm  gesprochen  abu:  eu  du  mich  jt  mynnelclichvr  «mb- 
mW,  nid  yt  vwmatiritietur  küttru,  SO  da  tn  meiner  ewigen  clarbeit  71* 
nintUictaer  und  ye  tieplieher  vtrst  vDif&n^cn':  vergl.  Itl.  15«:    Buka  113, 

flC:   lUltd  ^imnr  Vntrt  oSr  fnlr  gttaitil  im»  j^0/,    10  tr    iepr-Cr  rrJiaitn  niirl  libi'r 

lUf  nttiehe  ding  iiml  Atlcint^  liangcl   it>i  dem  niitUtn  ^otU<a:   «o   biiiet    Ir 

|»1  lin  Ultlitl   nnil    kibi««t  ■]■■.      I'nii   küiirii  ül  nil  ändert    nni/t  vrrtiimngt  ütitt 

m/ädt.  und  lU  gaffot  «in«  i\m  iukIht  an,  und  virnt  int  aluo  gar  vcrglelTot 
ildu  «oder,  du  eins  anc  da»  ander  nil  oiidini:';  Niklau»  v.  CitrftObarg  t'DM 
I.  i'ii,  17  f. :  , . .  sn  lourn  tm  tinacr  lit-rr»  t^ngo-gi-n  und  mpfuhot  in  iti  »Ino 

[tidc  .  .  .  latl hktut  i»  UttJ  tut'f  muni  an  mmit  [dsi    IHt   An.   ullet   KlUlvl  ab  ilt 

nbclifiit  im  nnd  gott«  und  itw^int  da/  er  geieliot  int  in  i\n&  entt/^  uiiMliiilde)' 
**.;  Bma  V.  I:t0!>6 1:  .Olicb  »lao  an  dem  ku«so  wirl  2u!«nuiuu<3,  dai  ix  uinvz 
lilt  C*Jrwitt  Htimt  tu  mimJi.  Alan  boI  toh  des  bUBSoti  griindt^  lUr  inunt 
>ud  hcrte  aiu  nl  ein';  VViVL  11.  93,  '20 f.:  .Dir  niuiit  dor  otlu  i»t  der  uburolc 
Uil  j«rT  M-le,  dai  in«inet  si  nnde  tiprichot:  .er  liHt  nln  wort  in  minon  miint 
pleit*,  du  ist  der  >mj  4fr  ilU;  M  in  «ihhi  u  «m^i  ktmtri-;  SMK  174,  33 
(Htinr. «.  Kördl.  an  M.  Vi)-.  .Kia.  fian  gAT  hocbc  und  sIKt  enrircliuä.  wi«  wirt 
n^muml  tr  mtkrit  ftfittt  tu  iltm  Hiiinä  gi'it!  owc  g'itlichor  kÜMc'  etc.;  MH  1.22, 
&ll:4cdie  vmbebatNiin)^'  nutier  ({at,  ie  Am  inu/tUksifn  aAdSor  sniekkot':  UL  4, 
S\&.486:  .Äntma  iotruit  sibi  oiu nein  ddcctnti'on ein.  quam  unt|iiauL  aliqula 
SfOtu»  K»i  in  oscuÜr,  vi  illtiin  •tiniilitVE'  iinino  «im  prnnidilix-tii  |ior  aimro 
'«aiiun.  iiaod  ori  ejus  uiullifluo  tuipruasit,  otTcrvbat';  rgl.  Hieb.  r.  St.  Viel. 
AdaoL  in  |>it.  %>.  (MiKDP  t.  !<)(;,  co).  nh):  Hilft»  v-  »t.  Vikt.  (?)  Miae<4l.  1.  4. 
W.  107  (Mignc  I",  U  177,  col.  742)  luik-ntcheidiil  da«  .imciilum  rtiandHase- 
'w",  j'emtmiwaMrium'  n.  ^onltmptah'rimn^  vom  lI^tItl.■n  erkllrt  «r;  .ntmitHr  ad 
*"ftvtwm  Av  atqnc  iKiminnui  Imitate  iniranda  coiinectll':  ßhrilidi  Am.  1,  3, 
ft  ISS,  («1.  699.  —  Brmcrki.-nswi.'rt  hilniubtlii:])  dii-acr  iliinlichirn  hnr- 
«dhngaveise  der  Liebte  Kwijtdu'ii  Hott  und  Soole  sind  die  Wurt«  Gruj;iirR 
fa  Uru6«n  (Kiikik.  in  t'ant.  prooent.  2  bs_  opp,  oiiin.  t.  IUI"  col.  391  f.}; 
lAkgrli  quasi  corfiorei  vf^rba  jKitiantur.  nl  n  torjiard  suo  aninin  per  üi^rmoneH 
<IM  tonraeludinis  rafricata  rcralfiacal;  ot  per  vorba  nnoria  ijiii  infia  i?*t 
iciUlir  ad  anioTrin  i)Ui  snpra  est,  N'miiniintur  enini  in  bnc  libro  oscula, 
BAninuitw  nbi^ra.  numinantur  gnnno.  nominnittitr  ft^innra:  iti  qiaibu«  vcrbi» 
Ml  irridenda  mI  sarra  di.-jcnpti<>  soil  maiur  Dvi  misurinirdia  unnHidi^rnndn 
M...  ^[  ut  CUT  noalrnin  ad  InttigaLiofipin  aacrt  nmiiri*  m'-ci^nderrt,  usqui; 
ad  tupia  URorii  noalri  rc  vorba  distetidit.  . .  .  Hnn  antem  nobi»  .i(ili-rt«r 
■abimdoin  ««t,  n«*  cnm  vnrba  nxtpriorti  ainorii  iiiidimui,  ad  vitcriara  *on- 
Uaada  ninaoeaniua'.  Ycrgl.  dam  Itenih,  iti  Dant.  31,  fi  (cnl.  2966)  u,  S2, 1 
(ml.  MU).    Ein«   Ihnlicb«   Stvll«   »eh««   au«  Thcodoret  titiert  Tiereathal, 


TT 


Du  Hohe  Lied  (Kempten  I8S9>  8.  7$:  «.  »uuli  Ukha«!  Ill,  S.  180'.  tti,  1M;| 
Krebs.  8.54*. 

173if.  Dad  hruit  an  ^rvst  CWaward  ie  größer  tuttf) 
. ,  .  Ql.  8,  18,  8.  1(il:  illinc  «um  per  miirnni  in  »imi  llamini  t|iiasi  lub  nmbra 
bradiiornni    ipaitm    rcquicTisorU    ita    qu(Hl  laltii  /mhm  Mimsimm  btnnlül* 

Ofmini  Jffirif  af^litäituH  iidirttlr*  .  .  . 


jI 


I736ff.  Es  ist  Afr«r  an  kernen, .  .  .  [Et]  übertnJJet  mtr 
minen  mund,  ÜBs  ich  nutz  mag  r«d«n  dar  sQ.  Ich  mtlfi 
die  wil  habi»n  rd  und  bin  a/<  «in  man,  Dtr  r»ii  tüßekait 

nit  ff, hu  tan.  MH  4.  IS,  S.  2ß9 :  ,Cui  Domitiu»:  T#mi,  inqiiit,  n^Jt  »/ 
ter  jirr  lunorviii,  vatiii  itr/  aJ  oi  fer  ostntuai,  vitni  Hpiritu  id  ijiiritiim  p>>f  uai- 
uni'iu':  SB  97»  (6H):  .B»  wmji  imisniu  »U  ob  »ich  krrttmit  hm%tH  ia  fUtttr 
tferniiifiitfr  weiß  V4>reinet,  vniid  k«iii  alün  in  «in  Kfilich  urlliiidii-iihGjft  Minafj 

4e1c,    dA«   er  Jm    kriit    htflkk  glfitAini/t    inmif   ftf-in;    du   <if   alsn    trafllf/i 

vnd  acbwachlich  gobar^t'...:    Ol.  4,  •^9,  S.  491  f.:   ,Kt  advocans  eam  ad 
et  «  »'»  »w  ilelicittis  oaui  Mdstring«»»  nmplexibiia,  au  ruutii  /rncfutcüMi 
mnürmi    Untii    diKnalioDe    ipaam  .  .'i    terijl.  das.  2.21:    .Saepe    int«r    unun 
paalniniii  >A-r>Vi  vtl  flmriti  frtedttkt  hhmIhim  /o/tViiiV' ori  iiioo' :  F'ItA  )S.  IC',  99*1  ^g 
^  .  .  wmiti  diu  nal.iiro  wx  u  kranke  ^vgoii  >tur  übrigon  frnjik^  und  gugui  durfl|| 
Hfl  Ulli  gk  ei  t,  din   in  mir  wj»':  AMI?  35,  16  T:    .Mir  wnri  &ur.h  in  dem  jW  g^ben, 
wvnti  ich  Dlwiu  liilrl  ton  iiiKwnii  liyrn-n .  .  .  Am.  ir-b  iiiwondi):  gtifBiigirii  »«rt 
und    diircli)^uuan  . .  .  mit  gSllickur  ittuntte,    dat  ich  «i»  ■■»  ein  lanp  wile 
uiid    iiiicti    UDWtMullRh    nii'iia    nindit  ([(^rngun   nurh  oai  ir^n  »iii  mokt  gtrfdnf  ^ 
verj;!.  Pr*igur  II,  ßi;   HB  iiu.  101,  ä.  8.  199.     Dufi  di™e  Süßigkeit  oft   wßrt- 
Ilrh  III  nnbnifi],  «.  bei  Krebs,  S.  74  Amii.  ').  ^M 

1748 ff.  Dißwander  DicrasD  gesaK^n  Ican,  Denn  atUin, 

dent  es  gol  btgan.  Vi ixart  nieman  kan  ea  xe  t^orlen  bringen, 
Hab  ioeh  hundert  mtnachen  tinntn.  Es  kan  niGmati  dem 
andren  geben,    Kr  verdiene  es  d«nD  mit  rainetn   Ubea 

K"  Bt.  SM)*:  ,l>n»  ich  ■.■npruiidun  buii,  ■iii  ^an  üA  nir  li  n^rtnt  bringen'  (iiMh 
Sw.  KHtrei,  «n  abor  Ffuiffiir  d»n  Text  bit:  ,dki  mait  aiDmui  g/w^r/i^u^); 
HB  ni>.  61,3,  S.  134:  ,U«t  (Gotte«  Miuiiu)  (^ct  al  buven  iian«a,  ib«>i  ■»» 
virUleu  mer,-  ÜUnb.  S,  MS  (Scliw.  Iten  v.  Uotwil):  .Von  dii«m  Üeoht  konl 
«j  «1/  prtdei*  rtte»  te  ivi-h/h  friM^ni  lind  daucbtu  t>l  das  08  nieatanl  T«r>l*n 
mächte  noch  bekennen,  denn  der  e«  in  im  bette':  b.  du.  34S:  Tüsi,  57,  8S 
Sophie  TOn  Klin^aQ:  ,l'iid  vas  wuiidi^rs  ich  ait  ir  [ihrer  oigenm  Sael« 
wUirend  der  EkstAse]  anch  und  erkanto,  das  kündind  alle  meauhfa  hH  tr 
it^rttH  ^infrm'.-  v«rg].  u.  S.  109  Und  Kroba,  fj.  92  mit  Aaui,  "i;  l^aga  90.  ä: 
■Und  die  CS  btifnnden  hanl,  die  wiasnitt  «MdAxot  warialdai:  ichaprirJie;  ab*r 
i/ie  es  nHie/Knden  kaHf.dit  wiiicnlemh  fnV<tiviwi',-TI>l!I.t5.38:^N  wirl  Dinier  recht 
geuagt,  wan  Aar  ci  nicht  i«t,  dur  mag  M  nicht  Torttcn  noch  wiMpn,  ddr  «a 
aber   Ut,    d«r  weifs  es  allein  aber  er  4aN  m  mt  geiagfH,    «an   «a   i^t   unüa- 


97 


^ 


■ptvchlJch*^  SMK  66.  16:  ^ker  niin  h«m  ittiM  Ak  wvl.  aii'  w«  mir  K<>a«biltt 
u  Ina  übe,  d«i  idi  iIdquc  ntl  lit  an  uiii«»  hvrcicn  iatt  h»u  in  il<-.n 
nndarbondtm  wtrlEAn  uni'-r«  hirron,  üif.  aüman  frLtuitn  uhJ  ttpfi^irm  mat, 
••«  Jr  tM  a^MunÜH  Ast,-  —  SW  51 1"  '4WJ :  .l>n  bwt  tUs  bciiiiHcI)  gät,  daa 
nionuil  kiU)  k*-'*'***^-  •^'^f  '"'i  nil  ''iDpfuiiiläii  h»L':  Nit  1^0:  .^.ja/  ^<a 
twiilf  «LAlrr  d!rr  mtmeAf»  lütm  die  In  der  lit  diud,  ««  miithi:  uocJidBii  uat; 
in  lUtnninNMtä  nnl  begTifän  dai*  et«.:  daa.  130:  .Und  Mtit  üA  alUr  dn- 
•NuduH  tämt,  die  in  die  &it  ic  komont,  ich  kiind»  noulidan  mit  van  der 
tlbrnintieBtCD  fr«ii<l<»n  out  ((«sitgcu.  di«  ich  in  dem  lUOf^e  bi>fn[it':  SS  103b 
it7))l;  Xl  kam  mUinant  Jem  oftdiTH  luft  mif  verttn  (fifa,  dcnu  der  DlCfcktt  es, 
M  t«  «raprnndon  W:  v«rgl.  diu.  lÜ7b-.  SW  lab,  itlb^  PreiK«r  III.  183: 
•ibH  iii  IL a. :  f(i<b.  t.  St.  VkUir,  adii'il.  in  pn. 80..  (Mitruu  t.  l^e,  cul.3T5);  id.  in 
^Ä;«il.307):id.Boiij.min.c3Gf<ftl.Si)n.ö.:  Bonav.  Itin-rar.  c".  4  (t«m.5, 
p  lUi;  B«Tii)i.&.  in  CanU  95,  U  (cul.  3194) :  >Per|,'sl  •)«>«  f<'rtiltau  quaurnrc  «ui« 

"lUn  V«tfao  frui  i)nid  «it  ?      BL>4p(indeo :  jtKUral  f^Ht  fXfitrttBH  dfMt>  iJ  fnanvt. 

tu  ti  4t  Kiilii  upcriri  daictiir,  palas  m«  possc  cloqui  fi^  irttfftiiiU  uff . . , 
(J  luuqaiB  cKrioana  ea  aehc  quid  ait  hoc.  Verbo  fmi,  para  ilii  non  anrem  ted 
i°"i>iciii:  Dun  d»cct  b*>c  lingua  md  Kratia*:  Ähnlich  Do  conaid.  V.  3;  *. 
iwh  *«inen  (?)  Hfinnuji  ,.Io«u  iliilci«  ninnuiri«':  ,S«c  lin^a  lalct  liioiTro, 
irc  ItttcTK  «3i>riinvn-:  i-xpvrtu»  putCKt  civder«,  'jutd  »it  .Füfuiii  diligcm': 
■•fgl  Apofi.  :J,  17:  .Xniiio  Kcit.  niiti  <|iii  •nt^ipit*. 

1756  f.  (Vkrviw.)  Ich  runeu  dir  ain  (oy?*  iPOf(  .Das 
abettriffet  allen  hord.  (Setle:)  Nicman  da  von  gewissen 
^n.  Was  icb  hie  tod  dir  Teroommeti  ban.     im,  iil,  i,  Tiid: 

■^>  in  lern  a  <.hriati  loctitiunii  ad  aniinam  tidclnni^:  PI>M  II.  IM. -I:  ,OiiRh 
fritbet  aont  .^uicuatiniis:    ili>  »llui;  diur.  in  mir  »woir,,    dai   in    mir  wiu,    liS 

t"^  fM  tm  itiäet  Mwrf  in  mintr    itli,  liat  tfritn.-Hl  rntman  äitn  irA'.'    Cud.   Kin* 

■ä  38i  S>  68:  Jck  lob  dich  ^wc  ...  den  cmsigeu  *ü  nuttHi  das  dn  betest 
■ttgoUa*;  NV  8.39;  .(int  der  rün.ri  in  diij^ke  uiid  Hl  in  irc  hereeii':  liraulu 
^  SIT;  „ . .  do  docb  alt^ätkd  aigrt  in  iTl^  sclc  gcspruchca  wurdcnt,  die  ircn  Itp- 
hcka  Ml&rlieluTit  ninneti  jtiar  alxLio  inulo  imiiAatt/  wott'ttV-;  Koiinv.  de  quJDq. 
hAadiliUm.  S.  (I.  &  p.  ilT;:  .linl  hon  minim«  ul  liiiKU  dici  potest  cubi* 
Allh  omiblU  cTvatliri*  abacoiiditillli  .  .  .  uii  latfie  audituttHr  iaiia  it  lam  of- 
■■■«I  faoi  quidtm  atttiÜtvAlKr  itJ  non  täiMntur,  (|uia  furlc  lel  uxpriinL  iicqiiKUiit 
td  ib  boaiiniban  accoiidmi]  boiuitii^iii  viruatibiin  ptjrcipi  uunquam  puaninnt' 
^»^tui  I.8U  Viktor.  Dv  päd.  char.(Mignc  1^^.  col.  ISGC):  ,0  dultu  aft/ait- 
^^  ZW  D>  amma.  i^uae  liiie  liii^ua  et  tabinram  f^nnator  atrepilu.  ijiu« 
*iat  nre  |>ercipit<ir.  sed  snb  siloiitia  jedki  //ui  hptiinr  u  oii  tepa'lur  (uuHt 
•UM.  ff«  -«itö  d/vfnu  fuchiJItur'.-  Tprgl.  BOch  FDA  13,  Ifiö,  äK:  i'or.  S,  77: 
V'all|cnL  n,  163  nu.  1093;  3  Cor.  \t,  4:  ^udiiit  anana  vnia  qutu;  nun  licet 
bMöi  Uqui'. 

1760  f.     0  heir,    din  tieig  leort  düreh/lüßet  die  seit 
min.  Wann  du  dich  selber  senkst  darin.    mmi9'J:  .Dan  «nh>i« 

Bani,  PI«  mlseradi  £<«]■  f 


w 


1 


gcUi  kb  kiimc  gcDciiioo  .  ..  du  üt  •pilendt  uiiD&cvlül.  -M  tv«  (M  Aom^Bh^ 
üf  dU  1^  vliüiiei  lind  «i  widM  mit  »initr  kr*(l  nucli  ir  tnaliL':  SMF-  17^. 
.Itk  ttrfintui  iüim  ttl  >u  dein  gciniatci  in  dicb  BprichC;  KUb.  v.  Ncvsla 
FDA  13.  &  180,  37:  Sin  täi*  i»  iXtn  ku  iuimi^eli«li.  dudavun  tii«iBM 
»HgeB.  Er  luii  rrdcm,  lAu  «'kttJ  ißt  itit  iw  luvrf  lAini  Aj  A<f«c»  traM/; 
80ft  (73):  ,. .  .  «MUi  Dieb  dor  himmdbord«  /4rja)  «A  AqMM  m  A«  Amw 
(runktr  .  . .;  v«r){I-  •>.  »u  V,  1331  f.  und  u.  3.  t.  i,  .iwrAi«'  n.  ^iteierr-.  U 
C»a\  5,  G:,ÄiiiiDaEn«Ai>fw/'«/'t  nl  ut  lucutu.  viV:  Tgl.  Thron,  ä,  lU:  Hd.^il.^    i) 

1763  f.    Hotto   loch   aiu  msusdi  mir  minen  vaU«r  e  ^^^1 
«ublagen.  Ich  möcht  es  im  alles  vertragen.    |*DH  11,  41. SüS-3 

,.  .  .  uud  teile  iub  deane  mhit»  oaler  »mi  ,ÜU  inw*  /riiaiir  v«r  mitwii  fugtm  r^^  j 
min  hetta  «vr«  donimbu  iiltii  Itoticjcct':  TD  33.  S.  RS:  Ja  der  ain  cur^it»^''** 
menscbi-0  hundertfait  ti'iU>,  uud  wurdo  er  alvei^e  niiler  lebrudik,  nr  inüMB^^ 
den  monschon  lieb  tmbi:n,  da;«-  in  nUä  oft«  gctött^  hvtc':  Tcr^g).  Hii];o 
St.  VicU  Soliloq.  (Mign<^  176.  cvl.  970]  und  u.  V.  4.  lur  ISlollr. 

1776 f.  Won  wer  din  ewig  wort  wil  verston.  Der  mß«* 
aicti  eori  alten  ereaturrn  ffeaehaiJfn  bon.     Im.  III,  3t.  1;  ,Xi»  * 
quii  «^  p-Hwrfiui  a-tJtuhi  ftitril  tiftiHtHi,  nou  putcfit  libflrc  inlcndiMV  (Utiiii»"* 
TP  8.  S.  U:    .Was  sol  die  srl«  di'i  hin  kniiR'n.   s*i  uiük   si . . .  gi-nilfch   bS  *^ 
aigticMJe-  Vfir  olkm  trhiürtH-;  8.  du.  S.  IH.  115.  117  u.  fl.;  P1»M  11.  36.  ^i^"^ 
BugAät!;  TIV<>d.5ä«e:  MH  S,  Sl,  3t;  4,&9u.«-:  ».  nueh  o.  >.  T.  860.  , 

I778f.    Er  mQU   durcli  dich  haben  we  und  vol.    Wei^ -< 
dinea  nortes  wil  sin  vol.     Aib>'Hii«  r.  4:  .(^uncta  rrgu  «t  siupii^ 

andectituquu  iH  ijualilLTcniiiqiiv  ixi^urrcntiH  »rtiim  liali<-«til.  tk  aa^  .  .  ^ 
tfWHWilfMil  1*1111'  '^1'  nAiAH  patirmat  Jn-ütatfiu  fnK'üitHiiu  lili  ttiürmf ;  MH  K .  ^8. 
8.836:  .Omnia  quau  vuU  ut  quibiDi  indij^ei,  [xiiima]  in  cordc  m«o  rei|iiirU 
et  «  mr  ji^r  i/irn'  feitidu  •taara  ]>uert  ijui  h  patre  omnla  qutie  desident  i>cAb': 
Bog«  üö,  SO:  J^in  rcbt  nnii  mitnsche  ntniHl  Dihtct  nit  tod  crenCareB.  mi-r: 
aiitJ  van  fallt,  c«  »j  li]ilich  oAttr  ^^isUivli.  wnii  gn(  will  «Urin  fiiii  (tob^'r  mii': 
SS  16*  (S7):  ,Bi  xil  jiii  »i^IbtT  räch  si'iui^r  sulbthL-ji  mit  liitlTor  ^'eU«s«mb<'it 
«nUinokvn  ind  aiU  din^  voa  ^si  Tiind  nit  toii  dur  Ri-nntui'  m-tui^n*:  , Stick- 
pTudi|;l'  (bei  Preiccr  III,  82):  ,Kr  xol  ni)l  iIImi»!  rnii  keiner  critHliircn  w«ler 
IJup  noch  leid  eapfoliuii.  -lUei  tUi  ctm  gMtc-  Taii]«r  (bei  Prsg^r  III.  2fti): 
J)a](i  ei  ein  jegliches  iJJni;,  von  nannen  ea  koninie  (als)  von  Gatt  timütisiiti 
a^fmthmi  und  (hI«)  kiiii  niemand  aiidcra  (koiniuend  OTachte)'  [die  Klatutuera 
V.  Pretjer] :  t'ckhurdl  iL  J.  (bei  I'xogcr  11  43j) :  ,L'nd  «^  <t^  iAmA  fttat  t«» 
foik,  tili  und  Icil.  ao  blibL'«  du  alle  vogv  in  vridcn':  vcrgl.  (^iDU  133  und 
FUM  11.  ^38,  37  f.  u.  a. 

1796 f.  Ich  het  an  dir.  wak  ich  leölt,  Üate  ich  ou  da» 

ich  soll.    SMK  1.^3,  10:  .Lübti-n  »i  mir.  «otcttcbwat  «i  wBIU«':  s.a&eh 
oboo  III  V.  1424  ir. 

1800  f.  Hii;  wil  er  ir  vor  liruvimen  vnd  tpringen,   Daa 


»» 


a^bclib  bj-  ir«D  sioiieD.     Verg).   1818  ...  ich  tpring  dittir 

tnmntn  näeh  und    ](>&T  flT.  ...  icli  spring  nach  der  giiten 

[riiu.   Wer  sjr  je  recht  geboret  hat.  Wie  bald  vr  von  dar 

mite    Jät     Und    »pringt    an  den    rage«  gvf!   OeD  liast   du 

selbur  in  diaer  hat.    |)u   lliM   d«  Tanids  kebrt  sehr  nl\  iiixl  in 

«la  lenchiiNlvitiilen    NnaticieruU)[«ti    wirder.      I.    Ili«    Stein    tanil  uitt 

UiiligeD  «n«!  Kngcin.   ."^[»IS*  (88():  JJcr Hclb  KnHri  [.der livaiclbch apil- 

xMi'  >.  o.  iti  V.  It:il]    kam    %\*  n?clil  wiilt[i'niülil;li<:li  ti'i  JDi  viind. ..  »pni;h, 

«Mnk  Mine  leiden  «um  den  »innvu  wurlTfU  tnd  in  gi^dlltcbnft  laivUin   Tnd 

«r  adlt  nit  in  annli  UmtäuA  la/wn.     Aj-   ins"*  '^  Jitatr  iti  ^kanJam  iltM 

«(n. . .  SU  li'iKcl  DT  mit  rrcBifcn.  iLan  *j  luteii  dir  Mwx  hiidmUn  *nd  die  «llcr- 

CirM»t«D  •priofe  ...  iiind    >uaj{v«i    tnd   tuioitni  uiU  jubiUuri'iidviti  hi-jv<i-n 

•  ..di«E   Uncien    was   ult   KuchAAn    in   der   ««Im;   alh  maii  in  diMr  «elt 

tM)ci«L-...;  Jlinii«ad>>S«vIi'  iinJVfNd»  1889,  i;.S47:  .Myd  doti  [d.iu  H.-iHE^n| 

WfX  ich  den  siielea  Undo  irtun  m  tltm  nhmn:    Ye  schalt    in;    liclfjcn    mHk«ii 

Upirni  loTC  «TiHn  lu-an«i*.     "i.    Hit'  Soi^io    tHntt  mit    Tugvitdon.     lUt 

I9t;   .Nu  acodel  *\  batt«n  tu,   «an  «i  «jl  lamtn,  nnd  »mt  mb  den  i^l-iNa 

«linhc    und    vmb    dio   gmatgi   di-r  |>tß]ili<^trn  und  Tiub  die  iaii^Ar  Jifiniii.hät 

fwtr  aröwcn  Sniite  Marien  und  inili  n/^  A'Ajv  finmJt  Jena  Criati   und  imh 

^  A^wifirii  sincr  titemellun.     Su  wirt  da  ftirt  ifAJtn  Mitiitttn.     S<>  knuil 

da  Jang«UD|t  ind  Bpriclit  It  tu:  Juniikfrowc,  «Isast  froniokllch  aoiil  ir  nacli- 

t«tM«  aU  Ach  ininu  rMraeitMi  vur^etatiltet  bant';    und  fdarnAcli  ?)  Dante, 

TnstL  29.  IXl— 132:  v«ir^.  nudi  HU  do.  1 10.  15  ff..  S.  220l     Im  tiStr.  4U9  IT. 

Uut  die  K>iii>cbh(il  ullvin:  .SA  lant«t  und«  *in);i.>t,  Ir  «tiiiima  sfiiMr  cliuj^ut 

TwbIIm  des  hjmct»  bemebaft*.    S.  HirSccIc  tanzt,  Jesu*  singet  oder 

tpiell  aaf  (so  hier  im  IR.  Abaeknitl)-     MM  Sfl:  „,.  m  ipriöltt  si:  Idi  nag 

litlMten  hcnc  dn  i^nldteRt  niinh;   «iltii  du  idi  »ere  aiirinKO,  »o  mA»  Jm 

■dir  »WM«  n'wpA.  «o  i|>riu||(!  ich   in  diu  uiinnv^:  SMl!  i.'i7  i'Hriiirieli  v,  KSnl- 

i%«B):  ,Bi  plirct  Biidi  Dianxcr  K^r  wol,  daa  ilrin  bOrer  itiutur  itl  den  At-m 

fUn.   ami  dw  andern  tAulxent  lucr  dar  nacli    daii    er    aulbur:    jiil  liEu  für 

niah,   4«S  ieli  don  Matt  tim  warh«fttn  ü^tu  frta    naii    itfr  itum  ffi/f«  Mm 

Ut  Atm  Otrü^    Cs^ht  «line  Xwoifdl  lurfick  nur  die  aneb  vun  KbaIi  a.  n.  O. 

&18AaiD.  I  angvtograe  Stollo  [.iio,  7,  3V:    .Siniilen   sunt  pueri»   aedcDlibiU 

ia  foro  et  -  ■  ■  diccntibns  "  canlniiimii  vnbiH  tibii»  et  iion  aaltasti*:  laOMinta- 

Tinn«  *l  non  irlnnwli».     Yenit  tiniiti  .liiliann««'  clc.)     4,  JeMUi    ilt    Tani» 

mciatcr.     WK  no.  SiO,  8U. -1,  S.  633:   .!)<>  /it   flUa.i  Jih  /.„kii  mit  nllor 

Dtfgd«  Hdiar*.  —  5.  Joina  Rpiell  und  lanit  «or   niinr  .\biich.  ):j]:    WK 

■u,  -U?  Sir.  2ii  IT. :  .Diu  saiten  cLaii  ^r  ruron,  Am  vreudo  iu  rread«  flirten . . 

alch  hebet  aa  Ir  ain    »uiidei    toben  .  .  .  Mit   chernbiii   und   mit   Keiajiliin 

Sp>blg«l)l    tX   ach»»  den  rhln^^  d<i  hin  .  .  .  Jc^iis  der  taiitur  inaEatcr  ist,    Zu 

■wuict  bat   er  bobcn  liit.    Kr  «endeth   sich  ttin,    er  Kimdct  sich  her.    t*i 

tanient  all«  aai^   slner  ler'    («.  rRralk'tHt<^11('  bei  Svusa  von  rrogir  II,  378 

notiait).    Du   Molir    stamiiit   «ol   w»   ['unilfii.  13,  26  Cef.  "i  Ku'g.  fi,  14  fj: 

,Tidit    regem    DaTid    taltjintvui    attiuii    Itiilrntctn*.     —     6.    Himin«lttau  t. 


m 


■)  aMK^iiiciii.    OE  G,  S-  CM:    .Cor  Miuin  •iriücDU  ...  lil  uiiiiiK  anc  a 
oorpoM  «an  pTimum  rofngiiun  . . .  ut  t.fUtf4m  ^t^rnw»  t«cuai,  <>  AiWu  <xniii 
wei,    intrcra    nmi    babi-n*   •ih»u«ulaui- ;     TN  4ft32C:    ,Si    (iltc  Jun^Mulidie 
S«elc)    wurl    <l'>rt    [in  d<T  Kwjgkott]  ifen  g«a«kel  iKho««n  . . ,  Cml  Kr  u 
der    itKgilc   «char,    l>a   uicnian    tu<T   an    gcMr,    wfM    aVr  jmnkfmoi  it»f; 
ni>U  S  a'7:    .T)n  »int  T«nn|t«hB  b«im  hiiiiinlUeli«n  T«ni':    t«rgl.  Schir. 
4a,  M:   HU  n->.  lOS.  2^:  MB  1,  31,  R.  10«:  MM  68;  PncMT  n,  67.  (a.  Daue, 
P.ra'l.,7.4(.:  12. 3  f.:  lt.  I»r)t  .St.  B«iMd  S.  J.  FVa  0.  X  •!&  FiMol«,  i«i 
Labaa  U.  leln«  W«ifc«*     $.64,  fllhrt  nvcb  Text«  rom  lil.  Bonaveuliita,  Jm<^ 
ponc   da  Ti>4i  D.  Jer.3l.  13  ff.  nn:    v«rgt.  dort  •!)«  biMlicb«  IJftratdlua^  &^ 
tiimmlitiGliva  Keig«iw 'liirch  Fr«  Aof eUw.     b)   J«aiia   fährt    den  kini*' 
Miiehrii  Reigen  an.     MU  90:  ,U  inageU  naa  dir  dena«  ^ot    vil  gebra.     ^ 
«tl  <lir  «In  fch^Qor  jungli»);  «escu,  und    tnV   ^n«  kimmtirtifm  mit  dar  mtt-^ 
GES.  S.63I:  ,Kg(i  niu  [riririn»«l{ir*AC«<loiti(ikv»viito<-«nhvMif':  8WlJ>(^     "'^ 
,Wol  jm,  der  du  Ujmuvtpjl,  den  /rtuJ<tt  kma  m  biiDclrojeb  wimoc  «w  «k^j*" ^ 
Mjntr«,   diii  auwvr  uMifm  Xmt   in    (V&lifJtnr  «icherbeit   )xi«r  «wigklicti  Irttt— ^^^ 
Bof:  Utnliob  »•  (318)-    «)   Q«tt  uad  Maria  rährcD  den  Beigoiu    f-^-     ■. 
32:  .l>a  iah  «t«  Bln<n    Tmu  m  iHmmul.  JatMr  CitH  <ilber  am  tm-i  uiurr  Fra»  tt^^  ^vi 
alli'    mit   cinandsT,  dl«  ton  aein«n  'iaadeii  l*biiii  imd  die  aaf  Hrdcn  pJe'  *^^a. 
haUcD  and  kooibI  nieniaad  war  an  ilvm  Tanx*  .  .  :  Kunrad  t.  Wnnburg,  (ivl         ' 


Scilinieilu  (V.  (irinun,  IMO)  V.  288  f.:  ,Di\  [Maria]  fety  in  rnr  die  tcn 
dort  in  denn  paradt»«'''  •!)  IVn  Kiiiaug  tüirisü  in  tl«ii  Himmal  atff 
ttoigcn  >{»he  b«i  OhrUtina  Kttncniii  (lIcumBiiiii  ofiiiac  p.  361);  MariK,  b^ 
Mmi«,  AtUl.  Sclu)ti»t>'  '^^'  '■'"'■'  l^MiitMionu»  bei  B«iH«l  a.  a.  O.).  7.  Ilsllc 
tans.  Slone,  ^cbauspidf  Ü.  ."j.  »1,  lUf.  (Einige  der  1«tit«n  VcrwulN«  vat' 
Bahn)  icb  W.  Vraelenia«»],  Kl.  .«^ehnfU  1.  [l-mpMg  187S]  S.  SIR)     8.   Ckriit 


B- 


Lvidnil  alti  Itcigi'n.    MH  S.  I,  i^  19R;   .[U'cunIcTii.  (jaalfin  ogo  iipi i limine' *' 
invcnts  [KMt  oiiivirium  iltud  [Icttt««  Abendmahl]  /k/rtam  Jmsi,  tum  /rilmt : 
m  tfrtim  jtrMMftni  ftnui  Irtt  i^ümi  Jtfi  Um  lalldog,  qitud  niiilnre  totus  raadmu 
gotlk«  jrcrfudi  sanguiDeaü'. ') 

1810  f.  Du  müst  dich  lißeu,  wie  icb  «ril,  lob  gab  dir 
frfld  ald  andnclit  vil.  PDM  II.  134,16:  ,Swac  dir  90t  pit  od«r  Dihl 
»ngit,  dai  at  dir  alkt  dai  beilu.  «i  ai  aadAht  od«  innftkeil  . . .':  vcrgl 
SMB  6»,  1  f. 

1828  f.  W«DD  du  bist  der  riab  iaittr  gOt»  In  deß  A<>/ 
man  atlvreg  ist  «ol  gemÜt.  SS  I3>  (äC)  .Sn  bist  dn  [ewige  W«ia- 
beitj    meins   lMrct«ii    käitrm  (nd  aller  gcnaden  gebererin';    rergl.  MM   I.  4 


*}  Auok  den  Kir<&on«it«ni  waren  die  ton  üua  goBomneiMn  MeUphom 
«tc.  gaUufin :  ao  wendeten  ni»  sie  in  AnIcluaMg  m  di«OÄrli^B  des  heidaiMben 
XnItM  auf  dir  ktrchlickcu  Fe8lfi-i«m  an,  1.  B.  Jnb.  Ohtjaosl.  in  d«r  Homilic 
aa  die  AntiochenuT  nach  den»  I^rdbebeu  (ed.  Monlfai<«n.  t.  Bd.  Paria  1718 
8.717):  4(  sMt  ^Ic  ^  dfp«*9i<«  ixwXuei  ](«p«3Mi  ru^'^iw«  tip  jopu^v  t^  irM-j>i«m^ 
X.  ^  L  B.  S. 


1- 


^ 


■  ifiTi-    •¥»■>  Aw  *0VfrnM  der  wtc  an  der  «(oli  gol  «(Mt^;     8MK    Anni.     *u 
Btitr^S  S.  362:  Vt.SS.  U:  7iUt  UL  in  irwi  u.  ('.  4  xdt's^Ui-,. 

1831  r.  So  Wirt  mir  grt>U«  fr6d  bekant,  D&s  ich  «s 
vor  d«ii  lüten  nit  getar  dgen:  Wann  sv  spricliint  b^ld: 
ji  wil  UD!  erdOben.  Sjr  hat  recht  die  sione  Terlorn',  Vüi 
lieliDd  mich  fär  siD«a  toru.    Kck,  Jwli::». 22:  .ich  n  <rii  »ucb  m 

Buk  bkJi  Dilit  mcr  i«i|{i!n  nocli  »HvobBrcn  mit  r<-<li'ii.  uioaa  '/  liS  Itil  [nilu} 
gurtftm  mmfrtt  ui-l  lekiAif;  Twlt^  bei  Vttt^m  III,  «4:  ,Kehrr«l  ilii  dich  in 
(jotl,  »0  apTucIivu  fM.-.  du  nti»-»l,  dir  >oi  Uai  Hau|>t  lurauk,  ilu  aeiut  n* 
£«lrtt«l*:  ^etti.  Am.  S.  121 1  <>.  8.  T7  »  1028;  nimli.  v  3.  in  ciniDDlcb.  11 
Cl  ä.  »I.  1778)  u.  a. 

1836     6o  swebeMt  du  io  dem  hertzen  mio.     UM  lOl:  .1» 
ich  dir  *\m  wlutn  ■inntküiaeii  n^bcn,   Jai  aüi  mm  gtümk  ubr  ^b*  w/r  w 
.m«lM'.  BUS,  S.  SSO.  r.  125  f. :  Jonio  onpÜBdo  ich  aieliorllch  Dm  obcriit«ii 
^>te  rtcbt  l'al  ■*  fnium  k<r^<n  tioAf, 

IH40ff.  (SetU:)  So  wOlt  ich  mich  an  dicb  ämnken 
od  dich  an  min  bertz  fruDtlleb  truken  Ottd  fitgeo  in 
^ie  tele  min.  Da  m&stist  cweolicli  inae  sin.  (CArüitut;) 
Xu  ist  uff  erd  uDmuglicb,    Da  oemiat  bie   uff  erd  dio 

llimtlrich        SS  |II>  (f?hU  in  inoinrm  l>ru<-k<'i<'iii{<Ur:  b<?i  IhiniRv  S.  ii): 

*Ti(  oftdai  tninniglich«  Lirb  mit  mtiin<!Wi'int<n'l«ti  Augi'ii.  mit  auBgebrfit«te>in 

^lliillliIHM  Heraon  aoi  «nifangi-n  aad    »i   liai  nvuKrtitAi  titrt  UtNidk  frdrUtAt 

^mttn.  dM  Vir«  bii«&kI !«->>' -  vi-rgL  iiV.  A,  8.  KU:  B8P  S.  271,  8K7  f.:  .Woltat 

dl  tinr  in  nvvKii  lebvo    l'nit  hiv  al  lit  in  frtdon   ■irvbvn,    l>i<,'    gnädu    lie 

»■«4»  wraK4m  w^rf:    SWa  72  (^29):    .l>aj  mag  nil  ;euim  im  tfii/r  tif.    wann 

'i  det  ncoHhcn  ntliu  xcbvrt  der  l«tbv .  .  abur  die  unlikuTt  tu  nvnni  nacb 

UflhalUr  günuiDiaiMkcit.    alao  ist  im  mtiglicli':  Kuga  107,  S9  (««rtcl.  IfiÜ, 

tl;  174,  ay.  ,rnd  daa  nta^  im  aüaMgmi  f^tmin,  nior  ««  m  unHJtti,  va  |{ut  den 

•■Mlicn  dar  in  iiiluit';    Im.  I,  S4,  ü:  .Ece»  rcrr  «wm  /mVj  dW  ^'unvilü  Jiaifrt. 

^Aowi  pH  mwJy  et  [io«tM  rvifMirrmw  CkriM'.  Urtg'fr  Mag».  Mvral.  j,  ItSlia.; 

Ja  fOiTiUttc  CAnt^mpUtiAiiU  inlitika^t  non  diu  in«iii  tixltur.  ((iiia  ad  tcin«ti]>- 

HBi    ip«A    imoMMilaC«  luntini»  nverberat«  nrucatur':    ef.  St.  Au^uaL  Con* 

leu.10,40:  D.  TV  I.  SM  ,,.  3.  a.  2  ad  4 :  :(.  l^c  q- ^t- *-  8«;  S.  Sm  .].  180.  8  id 

BeralL  8.  in  CanU  31,  7  u.  76;  fltM  I.  44,  34;  Hoko  r.  St.  Vl«t.  SoIUi>h. 

l  ne.  etJ.  970.     (Zun  Au«drtiob :    .off  Drd  d.  himelricli'  s.  o.  zu  V.  SSü  and 

c  e.  108  und  lUSin  V.äOai;  SUK  Aiim.  iii  9.  14.  S.  Vä9:  ferner  BSI'  ».2«^ 

r.  (»ß:  .leb  hab«  «f  ertrieb  himolrieh'.) 

tl8ä4  r.   [leb  will  numer  me  voa  dir  gon,    l>je  wil  ich 
in^m  aaitemzug  Aon.    KW  57i>  (47KJ:  ,l>«in  loh  wiLl  jdi  «pn^rhi»,  <ae 
wriil  em  diutmtm  hm  mmtm  mißtJ  tit*:  vergL  Ee«li.  jI,  9. 

1856  ff.     Wann  dtt  vtrtribtat  mir  all«»  uriffrniach.    Da» 
%r    u/j    erd   it    bt-»cLach.       Und    h€tt*    ich    ioc/i    gelHU» 


% 


ir  itnid 

•iidi 


102 


iiintferl  iaf\-^  li/i»  e^ricKieaiHtett  mir  !n  ainer   «tund  ^a 
1>A3   sj-p'.Jij^fncr   ino    ze   latd  trurd  gedacht,     ss  5tb  ^i; 

,V%iit  gV^'jch  «•3rs|)nich  luich  totbl  «rol,    «lu  mH  dn  ihauU.    du  ttk 
^  Uifol.faBHitM  .mj  t'-^rrkk;   jch  «iwaiD  nit  «h  Idiilan   ist*;    TPreJ  i^B;  ,Q 
.r^iKsich  n<'r.  ilax  alli;  ilie  pnyii  iiiid  (tariii  ^ts  Jm  i/jdtmi  dittr  »tli  «uf  d] 
'WiiKchnn  lirK'i),  rie  atklem  n  tä/Jt/.    tiuch  nclmdet  jn   iiiin>l   ntrJiU.     Vuia 
ixl  ir>'-ui  gmnät  itin  Miinnn  nnd  ein  frefld':  PI>M  II.  4f<3,  3:  ,Icli  spricbe: 
(un*««ii  henvn  friimilii)  hünt  ntaht  {fctlloii :    mit  dur  tWvr  ninri«»  bcvtndvig 
daz  *ie  le  gotos  ^a<len  benindeii,  iM  Muh  ik  alttt  in  tiJrm  Jfetrraai 
«[iricfau  Uli'':    ilirr  incriicUi'  ran«  i)«riino  konien    itiino  lilie.    dat    im    leri 
altiT  siner  arboii.  dai  ct  ir  niioinor  mi- ^iL-nlpf:  SUK  120,24:  .Uiu 
mir    licnni*    init    ■iiicni   »a    gur   orciicii    liist    In   AtiM    sftmea  riaai«(i 
OiKlu*.  dttx  teil  dunnu  <u/  tttfiki/Ut.  ^i  Joi  avAi;;«*  ic  pnnM-.-  BSP  S.  361.  V.  Ufi< 
,Vi<hui);«n  kn»  ki-in  iun)(e.  k«iii  inusL  wai  frAudm  du  )(ibat  in  «in«r  itn: 
«Tgl.  IfiNi.  S.  3j(r. 

167:2  f.  0  herr,  ich  beger  nit  Ainer  krön,  fcAtci 

»tlber  haa  :f  Ion.  dY.  S.  S.  679:  .Xocguaqniun  «uffictt  itiihi  b«nt>dtct' 
tna,  nisi  ft^f^  ttnatv;  \«rg}.  dii-  Vit«  Sl.  'HtomiK  \qi)iD.  atictorc  Qniltetii 
do  Tboi^  (A«t*  Saiict.  \M\.  Martii  1. 1.  p.67Ta):  ^  .  .Thoiua  b«n^  «erirds 
de  ni«.  quam  ^^ciptca  a  uiu  |ir»^  In»  labon-  iticTc«df m I''  iiui  rmpondil 
.A>wM/  -M  M."  IV.  darnath  lldnniiim  v.  FritiUv  (CUM  1.  100,  80);  ....D 
sprach  her:  hi'rTi:.  iuh  wil  niclit  naa  dick  »olbi-r':  vi;ixL  UM  8. 'Jt)  u. 
Aii|:iul>  '^erinu  d«  «cripU  U,  4:    Ijuwl  •.'tiiiii    dulctiM  ».  lie»  ftt-m. 

IH80  ..   So  wQrd  die  kroD  aioem  aadertt  zetail. 

8,  If:  .Tfnoquud  Iiabos.  ni  ni^m»  Nc«ipiai  «roniuii  tnani':  ti-rnl.  die  l.ci 
der  Hl  Mirljrci.  Bitvitr  Ift  Mir». 

19  U  (T.  ...  Sa  verhängt  ijot  über  in,    Oas  «r  «»1^ 
alter  ni«nKlicli   in   iieii   sin.    Das  man   im   lob   ob    allt 

gaistlichen  inenscheD  sait.   SUK  2ti.  I5:  .D»  wart  diit  iniipve>nd«i 

lieb  geMtwnrt  von  Atx'  gSct  goct«.  dai  it  inicb  «nIt  erbam  alsa  db^ 
mtttu  figtM-i  mätn  &MM  iMT^M.'  d«  i-nchrak  Ich  raeiifehli^h  ab,  wan  mir  i(t 
iil«  «nl  iniL  der  haimliebeii  i^iid  gott««,  dax  i'i  nieiiianl  w<«t'  ntr.:  verj 
Mayd.  S.  115  (F)  n.  >.  . 

198^  ff.:    Versuch  uog  [8.0.  S.  40)      v^nH^  da»  a  M«nin 
fUnnarbflch).  S.  SsS,  7  IT.:  Hpjiwy.  de  qiiini).  fc»«.  l,  iiu.  l\  {u  8  |>.  89b  f.)  «. 

1948  f.     [Dar  tiirel  üprieht:)  da  bist  wo)  als  ain  Tolkome 
man,  Ale  in  ttaaürtricb  mag  gehaa.     Ti>  iht  s.  ih:  .Der  !>>■ 

ICi'ixl  blr.irt  d«lll  ncBscbo»  in.  da»  Arn  iN«mdiii<i  bvdnnlEnt  and  tDcinct,  ' 
•)  nii  öf  dal  böob«U  lUd  Af  du  iii'«hitif  kwiiioi'- 

\%hit    ha   lia^t   wo]   so   lang  eöbettet  und  gevaste 


1418 


Ö3j  rfer  hailip  gaist  wol   btilich  bv  dir  rastet     Es  war« 

^<?ireteB  vor  vil  iaren  genüg,    si-' i3at>:  „  . .  des  tewMs  «clalck- 

■'cji...  )cibU  in  ein,   «■   »Allm    uinon    gntt«n    t^cdingcn    j.f.  got  hRbcn;    ijt 

«^blmiH  iiieli  ilur  wutl  absuÜiAn,  ilnmit  tj  »ich  mBnigi;  jnr  »och  wol  innnlitoii 

•►«(«gCTi  haben':    SS  33«  (80j:   .Idi  liab  inich  sclbt-r  genüg  Iiing  vt-niorbt; 

^p*    tat  cMit.  daa  ich  hinnaii  f&r  kim^i:)'. 

1960  f.   Send   du   nach   gHHem  a-iit    t'nd  Itiß  d'tf   teölain. 
'S^  33*  ;80j:  .[^cJi'  will  mir  ■■tvli  lasifit  leia,  jcli  will  nirinen  iliirst  mit  wein 
'^  w^il  mit   WMMir  wol  biintii^n'. 

I  1974  tr.    Das  ziiDpt  wol  uff  hail^«r  hit  tischen;     H^an 

■^  m   göltint   atn^ff   daJi   b«»!   haben.    Hau  daa  ertrich.    möeht 

«  ^ayen.     l'llM  11.  473,  rWif.  (,Swerter  K*tr.-i;:  .AU«.  «I»k  dtn  herze  begert 
"^«i«  ipW  uixli>  i.m    kiir;<i>wtlc,    «oltil  Rn   liich   neiiicn  ,  ,  ,  n)lh(osLi^  mn^ri  atU 
-ratirrm.  dtt  i»ä(jtü  ÜI/itÄ.-  «w«.  whii  wollii!  cp'-tttury  dü    ntur,«»t.    liii"  truifili^ 
ff  in  iren  imprinc':  TD  ih.  A.  A\\:  .\llnc.  Aiu,  «tn<iin  IIb  iiiiil  I<-Wn  und  atitAr 

wkjidlTe  XU  fiii.  tu  imtie.  iii  fmiidu  umt  liiMt  und  xu  kun;wi1t^  I  irv^i'l/.lic- 

k  «il  {fiwdieht^it  iii^,  J"  tlimektt  ir  iäA  alifi  !«irdik  und  sil^lit  iiiid  nitiijit  J««. 
^»■»  CT  iin  wcrilt-n  iii«k'-  ''^'-  ■l»-''-  ^S-  1^*1  »«««l,  «»  i[i*Jnir«  iirs  »u  und  os  *'\ 
*»wi<tt  dllor  diiiK«  «JHig  lind  Vi  ^i  bülioli  iiiid  reubt,  ■*"  wu  i»//i-  mAiürr  dirrvH 
■a.»d  mulpian  sin.  Ti-rgl.  Tl'rüd.  2T0tir.  iTatiIer?)io.  Eccll.  39.30:  .Bona 
^><«i>  crrikl«  mint  nb  inlti»'. 


fc- 


» 


I 


*.fO06r.  Was  andactit  mag  der  mensob  lian.    Wenn  sin 

tib  mQQ  in  nöteil  Stan?  mm    I73:  .Kin  >'urbi»iKertdr  prafTu.  d.rr«in«e 
minnvt  Kbonu:  ilarin  dn  bungris  iimii  mai;  nit  licfl«  «tudicntii'. 

i(*28  ff  0(jt  fiin'l  noch  maogen  «liensiman.    Df   t/irA 

^^if  X.I1  hoili'H  ffiii    u-iilt  da»,     Wöll    im    yol    rur   iri-ltlich  er 

»^  nd  gut  lau.  Der  liet  liie  uud  dCrt  himelrtch  Dnd  w&r 
^  och  tlen  XII  botten  unuelicti  iverfrl.  aucli  V.  1849  f.).  Bagm 
~*^<;  ,ä«act<is  Ocmhart  »jirichct-;  es  wvllciit  vil  iiitc  <«»'  Criifa  viantUi«  in 
^O""  Umtbidu,  abor  «i  wetlenl  un^uru  pin  lidL-n  lif  ertricho"  fHiinifl«  «lieit 
^-«»■cnii.  in  Cmt.  21,?:  .Votum  oninvs  l>i  [Jesn]  friii,  al  non  itn  «l  tinltAri; 
^«■onii^Klv  cuplnut.  kM  naw  c<viii]iali'] ;  vorgl.  Hiiiih  S.  \i:  im,  1 1,  )  I ,  I :  .Habot 

■^•«W  nunc  omllOi  amalarti  rtfpii   r,„"  ,vflcskt  .sB-ii    pn'tCOS   blijllllltorts  SUOf  CTll- 

«•'rt«:  TPrtsl,  44'';  ,M«i  liiidtdernichiif-Jiftn  ^'\\,\\6  ^»l snn  naikt-el^tn  m  feyn 
**^m  mrittp  «Ifl  r*iT  iIm  u*  jn  »icht  »«ur  wurd'  el«:  PDM  U.  298,  8»  f.: 
•^lieli«  ToIgMil  dein  latnbc.  *■'<  m  git  in  utifliiköil  und  in  ^«inacho.  S6 
•■•  »W  in  II<I(td,  in  nni;>-nini;)i  nnd  in  nrbtiit  i;«t,  »■'•  Ic'Vcnt  itie  widnr  und* 
'djoii  im  nibt.  .,.otlJdi>^  tiirediont:  hen'P,  ich  mac  wnl  h»r  zu©  komon 
">  «irn.,  in  rl«hLuoii><!  und  ist  goniachi'.  In  trluw.n  liAt  iln«  3nin])  alHn  gc- 
'Ak  nnd  Ti>r  itaiittai,  «n   fttn  ich  ox  {iu  wd.   dHi^  ir  alt»  nach  g&nt':    St. 


Asgiut.  aenno  47.  de  MDctu:  ,Ko8  Toituam  gaudere  cum  luetü  et  tribo- 
Utionem  mnndi  noliunns  siutinere  cum  ipMu'. 

2043t.  Hie  sind  sy  kommen  über  aia  Und  wend  nn 
all«  ding  han  gemain.  HH  I,  18,  S.  44:  ,Cot  Dominns:  amiciu  fidelU 
MDico  aamitt  h*na  ma  tommtimiiU  et  secreU  Biu  revelrt;  it*  et  ego':  tcx^ 
S.  Beruh,  in  Cant,  Senn.  46,  4  (L  I.  p.  S.  eol.  2947)  Dsd  Ouigo  ep.  ad  tnU^ 
de  monte  Dei  (inter  opp.  S.  Benih.  t.  2.  pan  L,  eol.  471  sa.):  jSoper  hane 
Mtem  alia  est  adhne  aimilitudo  Uei  . .  .  ctuo  fit  bomo  aniun  enin  Deo,  nnii« 
apiritOB,  .  .  .  cum  per  eiim  qui  est  unor  Patris  et  Filii,  et  nnitaa  et  suiTi- 
tu  et  benuDi  et  oaciÜDin  et  ampleius  et  jmdfm^  tamaamt  pattii  tts*  wwJurw— 
im  iWHMn  ilia  mütaU  verüatit  Iuk  Atmiim  au  auiU  fit  ad  Datm  qnod  com  aob* 
atantiali  anitate  Filio  est  ad  Patrem  vel  Patri  ad  liUiun  ^  .  .  eam  modo  ib- 
eKtbili  inexcogitabiliqae  Geri  meretur  homo  Uei  non  Dens  aed  tarnen  qaod 
Dens  est  ei  natura  homo  ei  gratia'.  Uamit  iat  die  Lehre  der  Hyrtiker 
«tagedrfickt  (sidie  die  Zitate  nnd  Verweise  DeoiSes  so  Boga  8.  XXX Vi*) 
XXZVn*),  Seiue  8.&40>),  541  >),  M9*},  553'),  dafi  der  Menseh  io  d« 
hfiehaten  myatiacheii  Tereinignng  aieb  in  Gott  ,Teilinf,  ,Tergottet^  wird, 
sich  gleichsam  als  Gott  fnhlU  so  d«B  er  ,tod  Gnaden  ist,  was  Oott  toi 
Natur*.  Inuner  Terweisen  aber  die  HjstJker  darauf,  daß  diese  hSehste  Ter- 
einigung  isax.  im  Qimmal  ToUkmnmeo  nnd  utaaflSalich  seL  An  onara'  Stdla 
ist  von  dieser  himmlischen  Tereinignng  die  Rede.  Die  Lehre  geht  nrtck 
anf  2.  Pet.  t,  4:  ,Per  qnem  maiima  et  pretiosa  nobis  promisaa  donavit,  nt 
per  haec  t^ämmimi  Jivitme  cemtarltt  »attmi^. 

204&f.  Lieb,  ich  and  da  sind  tU  ain,  AUns  wirt  ftins 

HS  uns  Xwain.  WTS  4206 f.  (S.489):  ,Alsö  Ist  di  in  nnderbaal  Oot 
and  diu  selc  ensamL  Da  ist  «mt  £mc  vom  ia  statim  Oemisehet  Ton  der  minne 
enein*;  HM  66:  ,. .  .  wir  iwoi  sint  »  im  gerlossen  nnd  sind  ni  tim  ftrmt  ge- 
gossen, also  son  wir  hüben  eweklich  niTerdroasen' ;  AL  47, 10:  ,Wir  tdm  vcrmM 
nnd  sfiUen  vereinet  ewiclichen  sein':  S8  i>4s  (134):  ,Ieh  will  sj  . . .  als 
inni^ich  vmbTahea,  daa  jch  sv  vnd  sj  ich  vnd  wir  awai  ein  einigos  ein 
jmmer  ewiglich  s&llen  bleiben"  vergl.  Im.  IT,  IS,  1:  Benihard,  EpiaL  II, 
no.  8  (L  1.  cot.  tSS)  u.  a. 

2047  £.  Ich  han  begriffen  alleB  das,  Deß  min  faertz  ie 

begeren  was.  Antiphon  i.  Benedictnn  im  Otfiiium  d.  hl.  Agnes:  3cee 
fMöd  canaifioi  iam  vidn,  qwfJ  sftraoi  km  Itntc;  ipai  anm  inncta  in  coeliB,  qnem 
in  terria  posita  tuta  devotione  dilexi':  TSas  86,  27:  .Ich  bin  da,  da  ieh  ain 
[der  Süßigkeit  des  Herrn]  alles  befunden  han'  sagt  die  nach  ihrem  Tod 
einer  Schweater  erschein«ndf  .\deth.  t.  Lindaa. 

204i>  0  herr,  du  hitt  miit,  so  bin  ich  diu.  Die  troir 
SOl  iemer  st&t  sia.  HU  8.  22:  ^  gibet  sich  ir  und  si  git  licb  imc'; 
dw.  S6:  ,Ich  bin  in  dir  nnd  du  bist  in  mir.  wir  mögen  nit  naher  sin': 
8UE  140,  18:   ,I)a  biat  min  liep.  s»  bin  ich  din  liep':    AL  47,9:    .Du  pist 


im 


''^l  Ulli  ick  ptu  iluin''    (l'h.  Strnnch    maoht    in    <lnr  Amn.  hicta,  !^.  lOSP. 

I  Uli  <U«   ubl^i'   Stelle  MM  *'(>,  itowiu  tiul  ilie  i1«in  'teil  bcigegcbt-nc  kiu 

*>*lt*ch*»  lIiuDt'ii(l4>r  &uel(>  HufuKTkuoiJi:  MU  I,  13.  S.  tSi  .Tu  iu  mr  et  itifo 

"1     Ic.  DOnqUAii)  aeparabtiria  a  du':-,  ib.  2,  1'4.  .S.  166:  .%i>  iii  l«  rt  tu  in  nie'; 

/^OX  [I.  ^;;.  S7:  .Horre,  k-b  ilir  auile  d&  mir':    UE  S,  8.  ÜSi:   .Kin.  egv  lua 

et    tv  iu«iu*;  SW  Sfib;  J>u  [UarU]  mat.'^t  wol  »precbeii;  iii«iii  K«iiilniitcr  luir 

raixd  jeh  jm:    *cb,    <Id  grotn»  niil  g<>t  ilcin:    Vnd  jr  xwui  ein  .«irigni  j-runJ- 

i^aOte-njnno  iiiU,    4aa    kviii    XH-aibcvl    iiraiHurr  mcr  i;r«i;bu>'lrn  ids^:    DM8 

S.   IHO.  119  f.:    .l>u  haut  <)ii:h  jfcgrbun   mir    iiiiil    ii;ti  liän  mich  i^o^bci)  ilii*: 

wikI.  Kaüiar.  S.  176:   ,01b  mir  iln.i  din,  »•  ^ib  icb  dir  <Ih«  uiin':   LH«,  rvii 

lS««iUJt.  FI>A  13,  180,56:  .liutl  ial  in  uiir  uml  ioli  in  itiiu.  vr  iit  min  uiiil 

icb  biD  »in,  er  iat  mir  und  ioli  iiiie':    ebiumu  du.  S.  18:^,  61*:    \&i,  (<3  (Pvi 

D.  4^}:    ZfbM    1,  8>S:    J)aa  si  ...  xu   im   iifniFU.-:    ilili'uLim  iiittua  uiibi  el  t*gu 

illi,  min  gtruiintcr  i»t  mir  und  ich  im':  ct.  Bt'rnli.  S.  iu  Canl.  71,  (i  (uol.SIWI): 

Sit  ijfiUir  utiuia   .  .  .  nnii  anUt  *u  tüiitimul   ip^il   purfieot^  unilaui,    ninj    cum 

•lUllini  inavut  ftuin  tllviufuicnttiinpursonsonl':  Im.  IU.  5.^:  .'fn  Uitua  mcua  cl 

I        «plotuatnoa'^.  Vontehendc  Ilclcj^i'  feblen  in  BoltV»  '/.ummmanBtelhmgC/.fdÄ^Si 

L     D»^  6.  161  IT.:  JIQ  b>»l  min,  i«h  bin  rliii':  NachUigL-  im  MA.K  IT,  S.  34$). 

H     Ok  flickt  die  Stellen  im  Hob.   Uml    <a.  Cant.  ä,  It!:    .Ilil>>ctiu   iiicua   mihi  et 

^B    «piDi';    I).  £:  .K][u  dilecto  m«i>  i^t  dikcUiit  iiiriin  inilii'),    dii^  It.  i'.nl  uach- 

V    UglifJi  bvibrin)[t.  ducli  die  «JudIIc  för  iliuxi.ii  .Umdruck  cindl'     Wichtig  ist 

Ar  lüt;  AnfTuauni;  nnecrea  Teiles   die  Veraiulaii^-  Biilhm   .daB   die   Worten; 

.Ih  biit  mein,    tcb  bin  duiu*    iHnu  atU'  ilvuUch«  Itovlitafuruiel  für  dir  Ver- 

Wung    vareD',    «ofem    sie    jjL-nÜKt^nd    g(isicb«rt    isl.     Die  .miauende-  Seele' 

tnn  nrai  Ton  Anfang  aa  im  tWicbtaU  Hraat  ('brinti  auf:  allein  lüer  geschieht 

4vcli  erat  die  VirnnUilong  fAt  div  Kwit^kcil  (■.  u.  xu  V.  3(M). 

J054)  Du  hast  mich  under  dinirn  mantrl  gonomoii. 
^R  1.88t  H.  83f:  ,Ovi;iliuiti  tct«  aniniac  >|Uud  aniivtuui  »»n  bubcrvt,  Mif-r 
nfitii  f^Uiim  iKWH  «t  T>ema  animaintiuü  liinul  contciif:  VDA  183;  .Min  sei» 
■-■bcvant  iti<li  rchte  in  di«  heiliitc  drivaltekdu  atti  oiti  kint  tkh  itv-inJti in 
'ta.-l  .,Hf  wi^Ar',  PMP.  8.  2SB  (Br.  Albrc-diti :  „  . .  {dai  ei-]  uns  von  aAnden 
r'^Bcn  ki(  all  «Wirf  /.iww  ui>w/'('i  vcrgl.  SS  S9"  Bild:  die  ewige  Wciahoit 
*T<bi  ikrfK  .\tt»iri  üAir  iArt  Frrunilt .  Und  SS  67«  (171):  ,Di<-  miiter  dCT  or- 
^Antd^lUf  U)  apracb :  lüg  her  vitcler  ttiiinen  miuitei,  di>  bsb  icb  in  [Sua«]  iii  mvincui 
»*intf!')  wrgl.  ferner  Ta»»  87,  K  ff..  Kathar.  I«l  ii.  u.  VII.  L'tvt*r*.  I.  In  all 
•ti<Mii  PaTallelrn  heiSt:  .untrr  dvii  Mantel  nuhnion'  «otid  wii-  HlUu,  Scbult 
((«Utkii  a.  dTt%\.  L'niLTirr  St>-lle  litifl  Jedoiih.  wenn  wir  den  2H«anmieDbaug 
^*M(khUy«B.  «ulii  mmh  der  alle  blblisrhi;  (ii.  Ki^rinituiticlio)  Sjmboliiuuua 
Ml  Btd6ck«tu  mit  d«m  Maiit«!  anui  Zeicburi  Att  Yorlobung  bei.  VcrmUtluni; 
■  puik-,  Tvrgl.  Rutb  3,9:  .V.gf>  »um  Biitb  aiiciUa  lua:  oipandv  pallium 
nptr  faiimlain  tuAiir;  Vliudi.  IG,  8:  ^^k"  I><'uiinus1  ciptLiidi  aniictam  meum 
■"pr  Iv";  beide '  Atollen  vcnlcu  lon  dm  Iheguluu  etnli«llij;  iiii  eben  er- 
vihlMi  Xiane    rrklKrt.     F6r   daa    aItt;(>nnaniM)h<^    It^cht    verweise    ieh    aar 


I 


I 


')  Siwtioll  aber  d.  itchuttmant«!  Maria«  ist  Krebs  S.  .S8f.  nadliiiii4«h«ii. 


K.  T.  Amlrc  lit  H.  Pauls  tlrundr.  «ter  uerm.  Iliilol  HI*.  8tr»0*iiTS  IWO, 
8.  15»  und  tirinim.  K^ohUfllUrtüiii^r^  1.  2l!t. 

30A7I.  Hie  mit  ist  mir  vidcr  kamen,  Was  ich  ie  tian 
dfirch  dich  hin  geUit  HM5I:  .AU«*  du  Am  haat  dmr  mdek  gitim. 
KOlUHen  unil  gelitt«ii.  Ac  wll  ich  dir  aMet  mdmvf'tM-:  du.  199:  ,Wm  ei  lit« 
kat  vigrlrir.  Af.  nirt    im  'l-ürl   t/lf  u-iUrr^ritif . 

2061  f.    Mir    sind    dar     x  ü     die    rngel    uudertaii     Oi<d 

dienent  mir  widerstrit.  MM  ihi:  .Min  buliKun  •^o''>  ««nt  >-iili 
/ififM':  'JL-1.3.  S.  irST;  .iju«ni«m  in  n  mt"  Imporaturc  iiiiiioratrii  ofi«cta  t»a. 

tnum  frmiifii  mti  onUiM  ila  ^bieeuitJaM  Ouif  ivüia/afi,   qQod  i\  tl  alliJUI  VO(  facnre 

dieeres  ..  .  euiniitoper«  bunfplai^ilni»  tuum  Htudiirenl  cDui  summa  fMtinatioo« 
e<»Biplcrc':   WK  no,  423,  .'>.&»..  S.  i95i  .Die  fngtü  bitiit  dicJi  ho  crkoni.  du 
li  (lin  npinnnt  mit  ■Ütnju  vmf;    cf.  IN,  90,  11  f.:    Hcbr.  1.  14:  ,Xomic  omniX 
luiit  ad'iiwiiraivrü  tfirittis  in  mimiUi-mm    miisi   pruptCT  coh  qtii  liacrudidatvm^ 
capit^nt  idutiüi"  jH 

207-i  fr.  O  herr.  sdit  ioli  noch  nu  ain  iar  iiTf  erd 
leben.  So  w&lt  ich  din  erst  wot  pfleiieii.  Doch  *o\  ich 
inict  wol  benügen  Ion  ...    Mir  ist  wol  worden  min  tail. 

SW  .jI«  (47*');  .Vnii'l  wölt.-it  du  mirb  tkcuhihI  vun  liintinn  nitiiivn  vnud  <•« 
dein  Inb  war.  irli  miwi'li  iilciit  )iiri«lcir  iriicli  Kühim  viiib  kf^inoii  xuftchlag': 
niil  «TidrrtT  Wriidiuig  NBälö;  .Dirrr  Midcn  »oll  du  mit  f!iiot(niii>  fridan 
bcitcndn  und  wart^-iidi-  lin  iind  itnjt  dich  titil  I»mcii  h<-lHngeii,  du  du  liiiger 
In  d«i'  ilt  inU'iNl  niti.  du  solt  us  )j;nft«  bufelbL-n*:  MM  2'8:  ,1>"  (.'on^l«  icb 
lü  gntte.  Af  iT  mich  lii  iuio  »■■tne.  ob  ivi  lin  Iteb^ttt'  niltc  were.  .Jedoch 
hcrr«,  mag  diu  lop  dnvuii  ibt  g«m»täl  worden,  su  wil  ich  ({cmo  dm  dinc 
libiii  btibttn'  [v,yihi  iu  dieser  Faüsung  aid  StilpititiK  Sevorua.  upisU  III  (Higne 
r.  I;.  t.2C>  col.  IM),  Bericht  iibor  doii  Tod  du»  hl.  Martin,  lurBck):  »crgl. 
ixjch  >il>M  4',^'),  liHvid  V.  Aiit^-burg  bi-i  Micbai?!  Hl,  S.  lüg  u.  ». 

'2ü80r  Was  g^r^il^ers  nöcht  dem  menschen  beüchehen, 
...  Penn  i;»i  sich  si-lb  duh  menschen  geben?    ciiiu  II.  3!)9. 

fi:  iDxr  iiiiibu,  niuy  im  gi>t  iiibl  ukt  Iii<jii  dHDUc  -i^i  rr-  skA  im  tiii<r  ffir'i 
SW  SÖ'b  C4(;3):  ,Wfti  hnb  idi  bfSMT«  dann  mich  selb*  selb«?  ...  der  aieh 
Kulb  gibU  WM  hsl  di^r  vcrcogt?'  .Xiigutt.  oniirr.  in  {ihoIiii.  53  n».  10:  ,Mi;[iu> 
ab  •■•>  iiiiii  inTi'Tiiii  (|iii>d  cliit  [iic  Dl''!!«]  iimm  Ki'i|i(iini? 

Den  Seh luU  dieser  /iiiäammenstellDDgiDflffeneiniee  I'aralleUtellen 

bilden.  ■]!«  wonig^iteBS  in  der  Phrase  miteinander  flberetnätimmen: 

45  f.    tind  irhiiii/  dich  denn  in  das  mul    und   mit  dem 

hür  umh  das  für.  1>|)M  I.  31I.U<<R'.  (ItitTirl  v.  Augiibiir)c):  ....d«&  .--i 
»it  niht  .  . .  ii  ätm  hart  «mA'  rAV  nn-n>/r  iiSr4/'  [iiiiUtr  di.-n  L».  rrsvhßiDMi  auch 
.pert*.  .liubpt',  .«wrrct'  «t.  .nUht',  u.  a.  <J..  S.  499):  vrrgL  SB  100»  (689): 
,(iot  lAflohl  mich  mii  dviii  bar. 


107 


I 


> 


I 


104  u.  Ö.  VoQ  der  DDrsiDeo  weit«.  WTS  338r.  .SA  btdfn 
•fril . . .  «Ä  ntmine*:  Anfwl.  umo  ile  EciipL  lOä  «.  K,  nn.  8:  ,Qaid  »tropis, 

1S3  Von  frBoderi  ond  von  mäfpen.  HB  na,  90,  4,  S.  180. 
,Vui  tri«tHlcn  md^  tau  uutKhm':  «i^rKl.  n.  ('.  1  lur  SUJI«. 

198    Die  weit  ist  tr  ain  tobes  mar.    Vur«l.  lüccli.  •JO.tit 

.llmna  adiuis  quui  f«by|a  lai»'. 

'J13    Sy   smekt  mtcb  als  nin  bunil  nio  wachtten  tut 

V(r|l-  Umn  V.  12M?f.:     .leb    )ian    i;vt«ni    mit  'lur  lUobe  ao  ein  Itiu-liiuid 
Mch  dein  tjpore'. 

216  Von  U99n«n  und  von  innen.  TMu<l,  s.  43:  ,8ü  der 
neniiJi  TDD  innen  and  außen  am  ist';  TFrcd.:  ännui  und  uiiaDn'  83',  Si\ 
Mit.  44«.  4öbed  D.  JL:  ,uBwon<l)K  uni]  inwendig--  461-,  48^  4i)S  öi'  a.  «. 
ijrlillr.  .von  inoM  mtd  [odw]  von  uu«n,  3.  8:  4,  lü;  (i.  15:  l>,aO:  17,81; 
LS.  3h  90,  13;  47.  i»;  &3,  ?7  n.  fi.  n.  a. 

374  Das  si  dich  flo  Tintlich  zenfttent  an.  sV  27>>(3S8): 
>Wi*  ditfk  ha»tu  den  nniiindnndni  «cind  Mubii)  hifl  ninfMoliI«);«!*:  S&IR 
ifi.  Hl  .U*  init-  Lnibt  it  micb  . . .  iindor  di«  «»|f,  d<ir  luicti  uiiniger  griiuig- 
liili  ui  xnnot'  (Strauch  T^tnreitt  in  der  Anin.  tur  St^Uu  «ur  den  üben  tit, 
BdE(  SU»  ^TiviKn  f^nior  xiif  FPM  I.  ».f,  i;t  iind  Bir1in|;iir,  Aleiiv  ^,  \69). 

286  . .  .  gisturbcn  und  gcocäeo.  Schfir.  49. 13:  ^suMrbcnodei 
tmmm':  vergl.  Einuedlcrhs.  IfflA.  S.  49l)  u.  »onsl  u(t 

351  Dar  umb  meiiger  ain  guntz  iar  gät  sQchen  Hiii- 
ain  and  fornen  in  den  slten  buciieu.  Umu  v.  iii;?«;  ^n  l«run 
vir  li  audi  vueWn  dea  ««r  m  d«D  alden  bucbi'll':  if(\.  du.  10398  f..  1 1966  f. 

4S1I.  Darioauli  gib  ich  dir  min  süfiikait  Und  ver- 
Uib  dir  all«»  laid.  BMS  S.320.  V.1I7:  .Hvrre.  vmr  dtncr  ■aeaik«il 
Mlliiiul  mir  bI  tnin  Iinl*. 

502r.  (s.  654f.)  Und  machen  dieh  so  unuenem.  Das 
du  der  weit  wirst  widortem.    BSP  8.2.11.  Y.'irJU   .Durch  inrh 

wart  ichgarimgMiNeinc  und  allaii  iiiHnschii<n  widi-rmom«':  Widcnttr.  V.  ISAS  .Sa 
«1  wir  wjdetifane  den  luten  un){uii<Jme' :   v-nr^l.  dax.  V.  ITUß  u.  «anit  oft. 

554  Das  ich  efl  mUU  tiemen  vergilt.  ZfdA  *JU,  347  ,Trw«t 
in  VfirtvaiHaDg*  V.  S5:  ,l>w  ich  die  arniuot  uiaaiKo  aemen  tiir  guot*; 
Wid«rMlT.  V.  3&13:  J>u  «tr  d«i  netiiun  ftli»'>  värijiH':  vcrgl.  du.  V.  1^702  n. 
m.  G,  4  L  Stelle. 

608  Dnd  machen  dir  ctain/ii^  din  »inne.  .ih/i^ipii  (ti.*w- 
/ii<c*=riirgei»tige.  vcrgl,  l'ItM,  I.  S8G,  51  f.  [Niki.  t.  StraUburg;;  ,Wür  «ber 
dal  da>  fcnlt  alt  iinmalcTriolicli  nnd  nl*  Iil«in(ai-K<^  vi-rt'  niid    e«iHUieS    würe 


im 


Tßreinot  mit  mit    in  mlnun  DU|t«ii.   Att  dai  8"It  ^'i^l*  Klbe-«üiie   in'  mJiieii) 
Vagon'  etc.;  Ooil.  Isb».283.  8. 44:f:  .d&jtifG|^  tubtilidiair  ««■  d«<r  Y«rg«ii( 
gnng  ieft  Leibes  imcli  der  Äufont«fa  11114;. 

683    0  berr.   ich  truwet  dir  so  wut . . .     I>T<1M  lo.  iid.4 
ä.  ii,  S :  ,Wun  or  gciniwvt  gut  itlso  «toi' . . . 

682    Ks  iit  gar  tin  bertes  spil.    sW6Ab(fioi):  .DisiiiteiD 

liortU-K  >pil':  ver({i.  <\iu.  5b  (31»;  u.  u-  C.  1  b.  Stetlis  w 

757     Der  inas  raren  die  rechten  Straß.    NF  s.  i:  .. ..  er^ 

«urt  g«](.'r).-t  woK-  die  rochlo  utrose  int':  S.  :t9:  .Die  ruIitLen  atra»«!!  «In« 
indewendigen  «etlelichen  lebbendo«-;  vergi.  rl«.  S.  79.  90,  9],  95,  117.  IM: 
I,  Hns.  £4,  37.  4»;  I.  Ksdr.  8,  '21^  Ps.  106,  T  ».  fi. 

7tiä     Br  Wirt  mir  sur  und  süU.     TD  19:  dct  Ut  got 

glich  liob  .  .  iu  iiAßein  als  in  vilruin^  Teig).  iIm.  S.  35,  4$,  ili;  Ilii^s  «,  !£4:  ,K» 
ty  «tu  US  Hy,  lieb  mler  leid,  sur  oder  iGsae*:  obuaso  l'I>M  11,  2t,  28;  •. 
ferner  SB  95b,  TPrcd.  36«,  SchBr.  49,  14:  50,28:  EckL.  Jo»t.  90,  4:  NB  155; 
ISO;  Nf  114:  i:n(ulBS76;  T0B«7ä.  IT:  79,6:  Preger  H.  260;  U1.3?.  S4,S», 
850  D.  IL:  <vrgl.  U.  .%  90:  Jj>c.  S.  11. 

^0.7     Und  dann  9iag-  icli  uud  sAgt.    sü  S3>>  (81):  .Die  «olt 

pflegt  EvmigeR  und  icxingcn'  u.  a.  ^^ 

814     Und  dunkt  mich,  ich  hett  alles  himmeUch  b«r.^ 

SVi  »*  (3ZT):  .Ich  bab  titlcb  lulber  und  allti  himeliich  höi'  [vcTlum]. 

^3     Ich  wil  «in  gantzes  ,ln'  im  btlibtnK    Vcrgl.  PDH  11,^ 

S,  15  f.:  .Swcnni-  di-r  nienacbc  wcii  der  diijgc  suche  kIei-IiuiI,  iö  Ul  er  'irr 
ding.-  aiüodi;  undv  guoehet  «bor  ein  sndcn  lo  crvamdc  onde  —  «nbAt  dod^ 
dekei»  ttttHteH.'  ^H 

918   (v«rgl.  ]09i  u.  0.)    Das  machsU  för  die   warhaft 

leben,  hm  78:  .Wir  nifisden  «di  der  «arlicit  jebon';  Widentr.  V.  5i>9: 
,Doa  Uijic  miui  nticli  voii  «drbuit  jubcn';  vcrgl.  daa.  IJSS,  2S(iK  u.  u.  C,  4 
IV  Stelle  u.  H. 

lOOß    leb  wil  machen  diu  lob  so  brait...   GennnU 

146  (Uodc  T.  d.  13  Uradeiij : ,. .  d^it  idi  tlliiv»  M  aUü  broidi:';  vgLa.  C.  4  (.  St«lle. 

1089    Der  lieU  sich  an  Iclainen  froden  bendgen.    VergL] 

KP  96:  ,. . .  .  luind  li«ijiMi  diel)  benüg«ii  mit  klainciii  gül^, 

109»    Das  ich  der  weit  mag  achten  niobt   llBrM.42, 1,^ 

B.  iö5-;  ,Ic  cn  wil  die  werolt  Bcbt*n  iiiof. 

1167  ...  die  schon,  die  minneclich    Hs.  u  m>:  ,Wi«  i> 

die  «chOn  ond  dio  minncclicb'  .  . . 


I216(cf.liil8u.0.)  WaDDdiiigothaitvw<f6((<aran,Daasi  .«1 


hi9 


n«  n.  IS4,»i   .sin  www  imttrt  J>r  «,  4m^  vlc.:    135,  £8:    ^In  wUn 
«W  ^  «  4u-:  eNnw  S.  18«,  Sü:  [ST.  21);  308,  7  g.  ft. 

Mbi  Ich  ariHf  Nit></,  das  ich  .  .  .  itil  4Jh  (lOI):  ..  du^eli 
Ar««  Nd^  hü? 

1296   (leb  enoaneo  dkfa)  durch  da«  tiüt,   das  du  selber 

bitl  PDA  18,  &  189,  75:  ^n  bitttn  vir  4Wh.  brrUe  liefafT  bem,  durrh 
lUo  4m  <nl  ia»  flit  «el^  bist'? 

I45#t  und  bftiad  durch  mich  vi)  erlitten  Uod  wider 
4it  b4}seii  weit  gestritten.  ABI  S.  is  8«k.  4  t:  ,!>•.!  #r  «laTich  mirh 
U  rrlit«n  Und  wjtlu  den  jx'iaen  üdulk  pMtritcn*. 

I5S8    Ich  larneD  nu  an  frfimder  lat  schaden,    sw  31* 

•«'j:  .  .  ul  jenanl  der  bb  frcnibJun  icbwicD  m'iti  «<MI  fl«iiien* .  .  . 

ISM  ...  Da  so  große  sfliekait  an  )it.     ii»m  n.  i'M,  »: 

)'ba  wiMT  Mlikcit  lit  du  an' . . .:  Am,  168.  II  i  16«,  28  a.  4. ;  Buka  fid,  t : 
■Mth  4«t  mw«hd>  hibat«  «eMeit  lit  4«r  an .  ."i  iIm.  Iie.  ISi  ««^1. 
■cb  GWUwr  *.  SIeUieln  (Prc«er  U,  *&\)  n.  a. 

1696f.  Er  naß  der  weit  arlob  hat)  geben.  Wer  mit 
IB  bobes  ^aistes  wjl  pflegen.    Vrrgi  sw  äl>  (»66):  .Wir  «JUIm 

ttMngterl  -trlanb  ttcbrn  and  »nllini  bulirr  frnlid  pAftgcn':  (*.  ■>.  tu  384  S.  6S^ 

I75Ü  Ki«mao  kan  es  ze  Worten  bringen.  NF12&:  i^c  rergl. 
«US.  136:  TAm  Sfi.  8:  39.  31:  *»,  6:  TS.  ä4:  llti.  3:  Kl>A.  IS.  8.  176; 
•ViBl  8.  J42,  24&.  2M  d.  »bell  K.  9«. 

1796    Ich    het  an  dir,  wai  iob   wAlt .  .  .   TSmAC.  5:  Jia 

ttn  mir  allca  ilu  kh  «il':  «f.  .Sat>.  I<i,21. 

19*>0  Der  wirt  bald  der  marter  gendß  . . .  i^sm  MU,  3: 
r..Da«  ST  der  narlrvr  '^h*»  tj  tvn  lidcn  da«  man  ir  an  ipil':  v<t^  ■■■ 
C  I  nr  .SulU. 

2031.  Der  het  liie  und  dort  liimelricb.    Dag»  96.82: .. . 

,£•  liam  hiKMlriefa  hin  nnd  duTt' :  rorgl.  «.  S.  61  tu  V.  S.tA  u,  A.  101  *u  iMOff. 

rWenn  diese  ZasammenstelluDg  die  Cberschrifl  ,AiiIclauga 
and  EntlehoDugeD^  trägt,  so  ist  jodesfallK  das  ersU-  diwcr 
Worte  IQ  betonen.  Auch  das  mystische  Erleben  volUiebt  üich 
■ach  atreageo  Qe»i«tzeii.  Und  lumal  in  Jener  Kpoche  der  Iniier- 
Ucfakeit  war  es  eine  gemeinsaiDe  Welt,  in  der  di«  Mystiker  sich  be» 
wegten.  eine  gemeinsame  Sprache,  in  der  sie  ihre  Gedanken 
prigteo;  ihre  ToretelluDgcii  uuil  Hilder  bgeri  so  tu  sagen  in  der 
Luft;  ongesticht  stellten  sie  sieb  bei  jedem  ein  und  jeder  brauctitt) 


E] 


sie  D«ch  Belieben  Wie  weit  das  (;eb«B  kann,  wird  so  recht  klar, 
wenn  wir  «twa  bei  Eckbart  PDM  II.  220,  8  ff.l  Iascd:  . 
»1*1  (Joiu)  h^rz«  hr/tH  an  iJetn  h-iuif  aU  ein  rwrin  t*»e  od^e  rm 
oveHf  iid  diu  ßamme  an  allen  ntdm  »z  tUhl,  aU'i  hran  tr  an  dmt 
hrwae  «■  dem  vmre  der  mtiunr  yt^^t  <Mer  der  tcette"  —  und  dum 
bei  d«r  rranxO«is<hen  Hyrtik«rin  Margnerite  M.  AUcoque 
(t  17.  Oct.  1690  SU  Pamy-Ie-Uoniil)  auf  die  Stolle')  st«Q«D: 
,De  crtU  merie  kumamt^  [de  Jetu»-4.'kriel}  tortaient  de«  ßammu 
de  Umtst  parta,  maiM  turtotU  de  aom  adnrobU  ptUrim^  qui  Tenem 
biait  ä  uite  fountaiiie,  et  e'rtoMl  omoerle,  me  d^courrä  eon  lOMt 
aimtanl  ft  foil  aitnable  raettr  tptt  ftalt  la  eice  aowrxv  de  ctv  flam"»«^. 
Dt«  ObereiDstiiuntuDg  la  U«<Uiiken  und  Bild  ist  frappant.  Und 
doch  laau  ioli  uir  tiine  direkte  Abhängigkeit  der  ^eL  AUcoqae 
VOB  Gckbatt  nicht  denkeD.  Abg«s«hfln  tod  andero  ürUndea:  nie 
Mllte  die  franii>äiscbe  Nonue  im  17.  Jfad.  mit  Eckburts  ScliriÜen 
bekaoDl  ^woTden  e>«ii)!*;  Geiriil  eine  deutlicbe  Wamang.  mit 
dem  Ao^druck  .EntlehouDfr  b«but«ani  umiugtba. 


r 


'I  Vio  et  Mwtn»  de  U  bisabmaBM  K.  H  AImw^nc.  2  tumco.  PuUi' 
MÜfln  da  notiMtrr«-  de  la  tisilatM  4«  Pknf-lv-XunUl.  II"*  Mit.  PJ..IC. 
»t  P«n>  iSTfi.  II,  S.  SSI.  I 

*)  ElMB*DveM||  WKTilca  «jr  i^cvtMc  llBii]'tilUc  in  Fr.  r.  Rcfcillur« 
.^l^ndlaag  .Über  .tninat  noil  Wardr"  asf  nbch  antiker  it»  ti.  Jhi».  4Üt 
Ulf  ikre  ^adlc  imnckfUirBn.  Vui  Anih,  «i*  n«he  beiibrt  u«li  die  Aa> 
uhwaat  de«  KAtaMn  Br.  Fraak«  na  4m  hMulca  ^lüklieu  VoUeiKlaiig 
4m  HammiLem  mit  ScbtS«»  AaMaatm^  t*m  4s  ^^Abud  Sc«le*.  vi«  engrer- 
«nlt  kUagea  Mlbtt  ibre  .tasdrtckc;  Bei  Pnake  Icms  vir:  .Dm  bothu. 
d»  dir  ftiH  nw  Immm  mme  m  JJmm  /St«,  d»*  rH  dmu  tr  m«m»  »I  nitdmrfi 
itr  lmf«»dt,  d»  Mt  dM  «/f(  fielt  im  ■■«  >/<ö  gemdtirtt  it  uiil 
alttim*  d»t  tr  Imftmä«  A«i«,  m*r  dmt  dim  Imfemdt  mttliek  »m  im  •£ 
du  M(  du  «r  tafÄlf  äWc  »ikt  »aa  »it.  «^  vM  a'Mr  ■'a&iar  gmUlieit 
(IMA  &,  »44;.  TmI  ^  SdilUr:  .Ütr  ik^r*  ■«  «Mt  dU«»  ««aii-«l,  ti<»- 
iitti  ttttliek*  Battdimmftm  n  wtreidUm,  mmäam  em  fittliekt»  Weteu 
«••<;«.     NkMTmsrmdt»,  madwn  dit  T^^^iitmm  ^•neleift...   Bm 

wt»m  tit  ihm 
9%r  Smitr  fiw^rdt»  in,  trt  «cäM  miditi»  l*imhmn  jtiiifm;  J«m  m  Immft 
dtt  wm^m  B^mmk  Gtr^ll  mmmtäm,  m  mmt  *r  S^mtriti  Um  nodt 
Mmfkt  a^i$viammi.»  Utwr*.     (ii^bOla»  W«Aw,  4.  N.,  C«Ua  1877.  S.  4T8ILJ 


—  Obrifvaa  ia  uck  Br.  F^wke  kÜMSv^s  dec  «r>U  Tcctntcr  dietcr  An* 

Mbuo«,  wadan  «-briasi  wr<ta  ■htanibrarbli  A«ih«i^t  4m  CbxUteo- 

toa  4«  lÜttidMi  Teaii—b^l  na  AM4i«ek:  rm^  t.  B.  Guig», 

«piit.  a4  fr»tm  de  »Mh  PH  (»ter  o^  S.  BMWidi  L  S:  p.  1.  coL  456  »«J; 


III 


I 


Altein  rlte;ie  Zurückhaltung  liat  docb  ihre  Grenze»,     wo  die 

uiUDinelbareD  AnklStuge  iich  so  hiaioa,   wie  i^vischcn   MS   uod 

Adcthuid  Laugmauu,    ilon  ,Gottesfi-euutl)iGiinl\t!ir,    ileiD    Buch  vou 

geistlieher  Armut,   vor  allera  den  Liedorn  in  den   HB  und  SeuM, 

wird  man  direkte  AnlehDunijeD  nioht  («ueiien  könn«ii.     Aber  die 

HexeichDuug    der    uDiiiittelbari^ii    IJuelle    in  jedem   einzelnen  Fall 

bietet  große  Scbwicrigkeiten  und  lieUc  sich  auch  tiei  üeranztchung 

•ioM  uoch  viel  reichern  Materials   als    de»   hier  gebotenen    kaum 

mit  befriedigender  Sicherheit  geben.     Einiges   ist  zudem  erst  auf 

Dnwego&   am   den   Uystikern  iu  die  MS  gelangt  {s.  u.  C.  2(r.)- 

Dnd  SU  hat  denn  auch  unsere  Sammlung  von  PartületätelleQ  nicht 

(Iva  Zweck,  eioen  endgültigen  Quellennachweis  eu  tiefcni;  sie  soll 

tnnachit  nur  den  Reichtum  tintieres  Gedichts  an   Itexiebungeti  zur 

mystischen  ldeen»phSre  greifbar  macbeu,    dann  aber  auch  zeigen, 

wnit  wniigsteaa  der  Inhalt  der  MS  dazu  Veranlageanf:;  bot,  «rie  nahe 

sieb  dfe  MjstikerQberhaQpt  im  ihren  Gedanken  stehen,  und  endlich, 

mit  veit  manche  ihrer  Kunzeptiunen ')  zurückreichen.     Uas  ist  der 

Qnnd,    wegbiJb   >hr  ein  so  breiter  Raum  gewidmet  und  weshalb 

tinigts   aufgenommen    wurde,    das,    wenn    es   auch    ungefilir    der 

gl«cheii  Periode  angehört,  doch  wahrscheinlich  ißii^er  ist,  aU  die 

M$,  wie  etwa  die  Ziitate  aus  der  TD  u.  a. 

Jene  Fülle  und  Manni^'faltigkeit  mystischer  Heziehnngen, 
^reh  die  die  MS  jedes  andere  bekannte  Gedicht  ühtilioheu 
Chinkters,  mit  Ausnahme  vielleicht  der  Tochter  Sj'on,  weit  übar- 
tritlt,  gibt  ihr  gewill  ein  besonderes  Interesse.  Sie  bildet  gleich* 
am  idnen  letzten  Niederschlag  der  verschiedenen  mystischen 
StrOaungen.  Doch  geht  sie  nicht  durauf  auti,  den  überkommenen 
Stell  lu  vertiefen,  noch  weniger,  die  Mystik  auf  neue  Höhen  su 
^hrtfl.     Die«  hingt  mit  ihrem  Zweck  zusammea,  dar  m.  E.  kein 


AÄbl.  De  adfa.  De«  c.  13  Üii.;  Datid  v.  Aag«burg  b*i  Michael  111.  S.  18fi 
■-  it  loli  illier«  nur  S.  Bi-Jiu<licli  Ret;,  t.  7;  ....  monacAu»  inojt  ad  «harifa- 
I*  (W  ftrwniet  illain  ...  ptr  i/amik  uniwna  yuo«  priut  noit  mm  lormidine 
•'•»Willi,  a^ttjtn  mllo  («fröre  velvt  naiuraitter  w  tomuetudinc  tntipit 
oMMkn*. 

9  Dit  anSerchrutliehen  MTtUker,  Nuuplatoiiikir  etc.,  diu  al*  (^«cUvn 
OMtr  DIelilUK  lu  f«mc  *t«liaD,  babc  ich  natürlich  oiclit  beräckiicbtigt 
tunUA  reiohe  Ul«nliirT«T«ei>«  ».  b«i  Ludwig,  LogooilQ  u.  Hyalik,  in 
<vRHMa*r  TliMl.-Prakt.  Moiiatuchrift  1907.  S.  338  ff.}:  obonHuweiiig  «pitero 

|a  w  den  in  dvr  Uä  utKuduulctoD  injstiicbco  YoigiLn|{i:ii. 


anderer  ist.  als  die  Mystik  tu  popularisieren  and.  ihre  Gedankens 
für  weitere  Kreise  tiatzbar  in  machen  *).    Dapüt  sind  bocbgehaode  ' 
Spekulationen  von  vornherein  aasgeschlossen.     So  erklärt  es  sich, 
daß  das  Gedicht  sich  in  erster  Linie  an   die  Ideen  der  älteren, 
mehr  praktischen  Mystiker  (13.  Jhd.)  anschließt,  allerdings  meist 
in  den  Formen,   in  denen  jene  Gedanken  in  der  spfttero  My8tik~ 
(14.  11.  15.  Jhd)  noch  fortlebten.     Das  Spezifische  dieser  letzten 
sog.  ^deutschen'  Mystik,  ,die  Spekulation  aber  das  Wesen  Gottes, 
über  die  Trinität,  die  göttlichen  Ideen,  über  das  verbam  diTinnm^ 
über    das    Verhältnis    der  Welt   tu  Gott,    über    das    menschliche 
Erkennen   sowohl    an   sich  betrachtet  als  in  seiner  Betiehung  in. 
Gott',  die  Betonung  .des  Wesens  Gottes  in  sich,  in  seiner  Stille, 
gegenüber  der  Entfaltaog   and   dem  Wirken  der  drei  Personen'*) 
wird  nicht  oder  nur  obenhin  berührt^).     Natürlich  kann    deshalb 
auch  die  Ausbeute    für  die  Terminologie   der   .deutschen  Mystik' 
hier    nur   eine     sehr    beschränkte     sein.     Zu    Eckhart    und    dem 
Buch     von     geistlicher     Armnt    finden    sich     direkte     Gegen- 
Sätze,  bes.  in  der  Auffassung  der  Liebe  zu  Gott;  betonen  Eckbart 
(PDM  IL  35;  279  u.  ö.),  u.  Buga  (S.  141  u.  ö.)  eine  ganz  interewe- 
lose  Liebe,    so  rückt  die  MS  das  eigene  Interesse  durchweg  sehr 
stark   in   den   Vordergrund  {vergl.  V.  22  ff.;  258  ff.;  39.^,  557  ff.; 
1535  ff.  u.a.).     Dafür  fehlen   aber  auch   Eekharts  Extravaganzen 
(PDM  IL  281.  16  f.  3-2  f.;  283,  lu  ff ;  318,  37  f.;  319,  2  f.;  426, 19t 
u.  a.).    Daß  die  Vertasserin  der  MS  aber  mit  der  Eckbartiscben 
Mystik  in  Fühlung  gekommen,    zeigt,    neben    den   oben    zitierten 
z.  T.  sehr   deutlichen    Anklängen,    besonders    die   dreimalige    Er- 
wähnung der  Geburt  des  Sohnes  Gottes  in  der  Seele  (s.u.  S.  1 15): 


')  Hb  macht  sich  hier  Aia  gleiche  W'abmehmuog  geltend,  die  Pri.  Jostea 
vuii  der  Nürnberger  Mystik  des  Id.  Jhs.  festge^ teilt:  ,Der  Geist  ist  dahin, 
der  Drang  in  die  Höhen  ist  Tersch wunden,  man  hält  sich  am  Boden  ond 
bcgnÜKt  sich  bei  der  Seelcoleitutig  mit  dem  praktisch  Brreichbaren.  Daher 
wird  die  Literatur  nfichtemer,  aber  ffir  den  Durchschnittschriaten  verstknd- 
licher  und  brauchbarer:  sie  erhtlt  einen  stark  katechetischen  Charaktei* 
(tkkh.  JoBt.  S.  XXV). 

')  S.  Deuifle,  Meister  Kckharta  lat  Schriften  etc.,  S.  ä26  f. 

^)  In  schrolTem  GegeuBatz  bieiu  schlieUt  aich  der  Prosa -Düpnt,  den 
wir  unten  im  Anhang  TGTöffentlichen,  eng  an  die  Spekulation  der  jöngeteii 
Mjxtik  an.  .  .    ■. 


Cl;^ 


fis  geoflgt,  tun  zu  beweisen,  daü  das  Gedieht,  wie  es  jetzt  ror- 
U^  Dach  Eckhart  ectstand. 

Mit  den  alteren  und  jDDgor«D  Hyrtlkero  t«ilt  diu  VcrfussoriD 

ihr«  Vorliebe    far    draxtiscbe,    aus    dem    Alttagslebeo    geiogeoe 

Hetaphern  und  Vergleich«,  die  oft  mit  dem  Kontext  soltsatn  koo- 

trutJereD,  z.  b.  V.  213:  ,Sy  tm«kl  mich  aU  ain  hund  ain  vxKhtUn 

Hf;    lS9f.:    ,WanR  ich  mangem  mit  mmem  (od  ertött  hob.    Der 

iam   durch    mich    zug   ain   »ckvch    ab'    (vergl.  293  f.);    413:    ,(/«</ 

väniitt  ock  on  den  zfhrn  gehotUn  hinJcfn';  46'2  f.:  ,/cA  muß  dir  din 

Joiteh  hirem.  Da»  i<-h  mich  mug  darin»  ^rnefm;  1044:  .Btt^tr  uxir, 

mwi  »thlüy   mich   mü  ainem  »cAit  u.  a.  Vgl.  HU  66:    ,loeh  getar 

ich  nicmtr  an  dtat  «strt  rrölich  i/edertlcen,  uxind  mir  der  tott  hunt, 

min  tichairtfn,    ane  vndertad  mü  jamcr  zu  «A'nt^C*;    das.  77:    ,/>a 

läget*  du  »eUn  intte  jrWüA  aU  dit  krotim  in  demhortof*;  165:  ,•. 

dtim*  rret  mag  mir  arrn^n  die  gnade  ffcfhehctt,  de  ich  leiderkrieehe 

oZi  ain  geielagen  hunt  in   die  hirhin'  u.  a.;     OL  4,  48,  S.  431: 

tQuOM  omnea   mitfricordiae  tnater  beniijn*  nucipieiu .   .  .  ipaüt  ami- 

taUtUer    bUmdiebalvr :    ifuemadmodum    fuif    blandiri    «oiet    eatuto 

4tfo*;   PDM  IL   70,  16;  ,Ab€r  etliche  Uvf«  teellent  tfot  mit  den  otigen 

antehenf    atse  ne  ein  rint  anaeherU,   unde   wellent   ^  altri    nUnnen, 

aU  »i^  ein  finl  mianent';    353,  36  f.:    ,Wtm  ir  iat  eit  ynder  um 

muiätemy  die  die  getehriß  drlzic  Jär  oder  hkV  hü  geüebet  hdnt  unde 

rerMf/nl  et  dannoch  in  einung«  aUt  tceniff  aU  ein  kuo  oder  ein  ro^ 

u.  a.;    BSP  S.  -^44,  V.  59:    ,leh  bin  haU  ncecher  denn  dat  vihe'; 

TPred,  57:  ,Wann  aU   dee  i<berttett  »«raphiru  verttentmjß  iibertri^ 

(atao  XV  reden)  einee  eeeU  vertterUnifß,    noch  zu  taustni  mal  mer 

ibertryifi  die  heilige  hocheetft  .  .  .  alle   ntrtuchtiche   und   enjfeliicfa 

rtmunft  und  teretenln^';    Kerth.  IL  if>9,  il  t:  ,Et  »int  eUttehe 

in  geittlichcm  lebene  aU  ungeJtiitic  als  ein  hunt,  tö  autn  den  »treich^ 

»6  wKtget  er  und  aö  man  in  danne  sieht  i£  ^rtnet  er';    Schür.   17, 

15  ff.i  ,  . . .  teemu  et  dem  . . .  himelitchen  hurtige  gar  ungemttae  und 

oneHieh  ttt,  dae  er  ein  awermütig,  ungelQfien,  muUht  blunze^-ar  vnd 

tvun  unwvraehen  lerblegeten  bloterkopj  haben  aöUe  zu  einer  gemahelen 

vnd  tfroKfn'i  vergl.  da«.  8. 1,  -iv  t.  u.  <>.;    K.  MerswiD,  ßunncrb. 

(bei  Jaodt,  S.  402):    ^/IcA,  lieber  herre,  ich  bin  nii  tetrdig,  da«  ich 

diti  armes  niüf  hü^fUn  bin  \  aber  toaa  du  nuo  wilt,  deu  kH  ouch  ich 

jdir  g^ortam  ein  unti  in   minen  tot*.     Seuse   ,ftideU'   seine    Ue- 

r&clituugen  eiD  (SW  *djA),  gt-ine  Seele  rulilt  sicli  uuwilrdig,  auch 

Biki  DU  alaooBd«  Snic.  ^ 


\ 


_ni 

nur  die  ,Wäscherin'  des  Herrn  zn  sein  fBW  Sb),  sein  Hen  hüpf 
der  ewigen  Weisheit  entgegen  vie  ein  ,aSugmd(a  Kindltin*  an 
dem  SchoQ  der  Matter  ihrer  Brost  (SS  12"),  seine  Worte  sin< 
der  bildlosen  Wahrheit  so  ungleich,  aU  ein  Mohr  der  schöne 
Sonne  n.  a.  Eise  l&ogere  Sammlnng  ähnlicher  Stellen  aas  einei 
einzigen  Predigt  s.  AfdA  4,  371. 

3.  Den  SchlnQ  dieses  Äbachaittes  mag  die  Anfzahlaog  dei 
wenigen  termini  in  unserm  Gedichte  bilden,  die  wir  als 
mygtiache  par  excellence  zn  betrachten  haben.  Wie  schon  an- 
gedeutet, ist  ihre  Zahl  bescheiden. 

[,Ab-]geicheidtnktit''  V.  858  (Abachnittatitel)  Tergl.  88  85l>,  lOSb, 
106<>,  TPred.  25T>f.,  BugaSr.u.ü.  Schür  8,  22;  28,  3;  35, 18;  u.  k.  Dei 
Sinn  ist  an  unsrur  Stelle  (Zitat  s.  o.  S.  74)  der  gleiche,  vie  etwa  bei  Sen« 
SS  35b  (87):  ,.  . .  trann  abgetcliaj/denhayt  dem  anvahenden  meiudieK  ait  niiet  iat 
Do  mtrt  er  m&  rat  da»  er  btleib  in  leinem  tloiter  mer  dann  »ehen  iar  tAgt- 
Khaiden  von  aüer  der  weU.  So  er  ait  tiich  giettg,  to  beichloti  er  tick  in  MtMer 
ctg>eile  ond  beleih  da;  er  enicäU  weder  . . .  mit  fraicen  noch  mit  maitnen  bä» 
lang  red  kcAen''  u.  8.  w.;  Torgl.  die  ohen  S.  74  >u  V.  858  iitiert«n  Stellen. 
In  der  weiteren  Aasfnhrung  scheint  die  Verfasserin  eine  höhere  BedentoDg 
im  Auge  zu  haben:  ,Nemeitt  alle  wandert  war,  Wie  er  mich  entil^et  gar!  .  . . 
Er  hat  mir  geaomen  er  und  gut .  . .  Ich  mvß  in  eäend  und  ver$ekmäclit  itMf. 
Das  deckt  eich  rtwa  mit  Buga  LT.-  ,tä  dem  ertten  male  lerU  di$  iAA,  imi 
wäre  armil  tg  ein  abgacheiden  treten  von  allen  ereataren',  s.  daiu  die  Er- 
klSmng  daselbst  S.  SIT.  Vgl.  auch  SW  12>,  SB  98i,Sten)ga«8enhei  PHP  357, 
OotcDb.  276.  Diese  Bedeutnng  adoptiert  auch  MQUer-Zamcke  IL*  99b. 
Am  Scblul)  des  Abschnittes  betont  die  Verfasserin  die  Notwendigkeit  dea 
Schweigens,  scheint  also  wieder  auf  die  (ab-)  geschaidenhait  im  ersten  Sinn 
EU  reflektieren.  Alle  diese  Auslegungen  faßt  sie  gleichsam  in  eins  luaammen, 
wenn  sie,  offenbar  an  diesen  Abschnitt  zurückdenkend,  V.  1643  f.  sagt:  ,/>« 
woltttt  den  toeltUehen  rok  nil  an  mir  liden  Und  »ugt  mir  in  ab  mit  gewalti 
also:  in  die  (ah )  geachaidcDhait  gehen  =  ins  Kloster  gehn.  —  Das  Wort 
kommt  nnzSbligemal  und  wohl  hei  allen  Mystikern  Tor.  Die  Bedeutung, 
die  sie  vorzugsweise  damit  verknüpfen,  ist  noch  innerlicher  als  hier;  ver^ 
TPred.  49<>f. :  ^Wai  u(  nun  icare  lauter  aigeMcheidenheitt  da»  iit  dal  lieh  dr 
memch  aikere  unnd  abtchn/de  von  allem  dem  d-u  goU  nit  btuter  blo/l  iit  u»d  wtU 
dem  Hecht  leiner  beecheidenheil  alle  seine  wart,  uterek  und  gedanckan  iftircibcAs, 
. .  .  ob  icht  tei  in  dem  grund,  dal  gott  nicht  lauterlich  leg  .  .  .  Findet  man  den 
ichtt  da,  doi  mer  gemeinet  wird    dan  got    allein,    dal    man  dal    abichäd   und 

,Arm  im  geistif.  1453:  ,Bai  tünd  die  armen  in  dem  gaiit  (reigL 
Matth.  5,  3:  ,Beati  pauperei  ipiritu'),  hier,  wie  von  alters,  von  der  freiwilligeD 
Armut  gebraucht,  s.  V.  1466  f.  Die  Mystiker  faQten  das  Wort  oft  tiefer  ab 
,arm  des  geistea'  =  ,entgeiitet'  (PDM  519,  38  f.;  520, 14  f.  n.  3.  Eck.  Jort. 
60,  1 1  u.  0.).    Es  ist  jener  Znstand  ,dB  der  Geist  ia  der  hSchstcn  Yereinignng 


ran  Gott  u  jiitiUeh  la  iith  natgenommen  nlH,  daD  rr  s«lncr  snihit  Trr- 
^1  und  auli  lelbtt  aoniucon  T«rliorf  (L>«iitflu.  üeitn'a  Deutach«  Sdiriflon 
8.  3'G,  Asm.  6;  i.  aach  hp.  HL  li.  78G).  Vcrgl.  SS  Hü*:  J£i)  Aefejitf  fiwar] 
Ar  jFaf  "McA  teiitr  wattthtfi  ui%J  irfrt  f«ir<l  bIkt]  »Htjftiilet  imcA  &Miuh<A 
aignteAa/l  da  tinPhtir:  \trgl  fernt-i  fDH  IL  GKti,  1  IT..  diii'  MitloUturc 
dwtet  EckWt  >n  I'hU  II.  ä^l.  33  f.:  ..  .  .  >i«r  Wr  tprtrktn  nod  iu  MMta 
acHun  antiutl  in  eitttr  AoeAer«  mV.  Dat  tat  n«  oriMr  ni<McA€,  der  aiJU  a^ 
<nl  aju/  mA(  mmü  nW  ni4l  «uUf'  a.  s.  v. ;  Ihnllcb  Tioff»  3  T.  n.  a.  Tl>  c.  3&, 
&  67  icr>l«kt  nach  ilcn  Vorgang  tle«  hl.  Augulin  (d«  Mnn.  Uonini  in 
flMDl«  e.   1)  a.  aadeTcr  anUr  ilicaor  Anopl  iti«  DonuL 

,OtifeMf»eh'  8S5,  b*i   dMi    H;itikern    «ehr  hlafig:    vor«).  PDU  II. 

118.  39  f.;  ,.  •  •  ■  •ro'Hff  n  [Sla^djücoa]  Mfr  da  htftnunfft,  dai  gal  einen  durdi- 

inti  Iut4  ytMoutt»  dmrdi  dit  mtmicMt  [Clirütl]  und  tdtvu  goUt  in  dtm  grabt 

Irflfw  win.     Ab   oA    idt    einen    apfti    Mtt  ftMtt  i'a  mimr  haot  «Urne  taugt, 

■Muw   i<A    im    dfüt   tele.   •>>  Mii*  «i'n   Hitat  äriiuu  aUi  vil  dL  m'a  ^mmmc*  ; 

ifTKl.  da«.  2S4,  11  r,.    TD  c.  13,  S.  i^i:   .L'nif  •wmi«  •<«■  n«iici«  aW  if<nl 

bulf  HJid  ahtrrpriitgl  tiKe  titiie/it  dint  taid  (Walir,    tö    mag  er  dar   nlcA   M 

M(M  ieaekndiditn  leAen  votkvmeit  letrden':    8S  6*i   ,£i  njK  pm   cfam  mA' 

»mtmdt»  Mtiuabra,    ma  «r  miV  mtidr»  und  mit  UiJtn  uad  i/ma^  amtm  JarciU 

;rwl  m/  iMum  darcA  «na  «rAi  vnent^rrirat  mcAbcAMt  Ain  in  y^^Mr  AlWdWr 

iMiiait;    SS  Sit*:    ,/Jv  .  .     iritrJ  /m   uon  j»tf  aeutiftt,  dat  dit  tlruat/keH  .  .  . 

Mm  «Mrfera  mJ^  gatatn.  dann  ein  güur  tutv<m§t  uitd  na  dirthyrtclten  mmm 

Hpijiiiiitia  me—tiftt  o.  B.  u.  a.     D>tr  Sinn  iit  tmindr:    ein    mit   Sckwimiy- 

Ittün  Terbnndmea  »Ich  durch  etwas  liindurch  um)  ans  ihm  beraui  Arbeit«]], 

u    dor    Askcae    die  Abk«lil'    roii    Att    «iiintirlioii    ^tWv   Aer   hiiigv    iii   ilir«r 

Ulieni,  (oiatifdii  v  tU  purgaliva.    Hie  U:^  briDj;!  di-ii  Auadruck  .Htirchbruch* 

mt  «aaial  (a.  o.),     L>ta  Scule  kallu  äb«r  ibrc-  tlntbl'illiiiig  {■ukiant.     ('hriitus 

aotvorIM:  ,Ait  (det  ,graa«  Itock')  ni4'  dir  der  bme  »n.   Bt  itt  lel*  der  dar- 

&f«fA   dia.      Oamack    mStM    e»    t^l   u^er  irerdrm'.     Dor   ZaaaDiuiülikan^    üt 

•ob):  dai  Kleid  dn  Aniiui  «i^iU  dir  aU  da«  be»W  Kolten:  dall  i-i  dir  schwer 

fUll,  int  bc^ciflicl).    denn  du  biit  j>-Ut  iiiitt«n  im  .Durclibruch'.  im  Kumpf 

mit  d«  Sinnlicbkvil.    den  Wi'Uif'litKU-n  u.  >.  w.    Hatl    dii    dich    einmal    xa 

•ttndigai  Twycod  dunbgeningm,  «o  wird  dir  luicht,  wa*  dich  Jetit  tebiriuri)} 

MmkL     VfL  S.  B«iiodict.  Heu-  dt.  u.  S.  M  lu  V.  4«i. 

,Gth*rt  de*  gotet  tunet  in  der  Mtli/'.  HS  179:  ,M'n  miUtr  g^irrl 
mütA  im  tr  ««eA(  «wJ  (>(f';  1702  f  .  .  ./'a  rr  ff't}  lin  aii^eiornen  tun  ttndtt  in 
Omd  M  yfdVr  la  der  tek  mV;  1031:  .Ifnaa  dm  da  vaHtTt  mit  luul  ieborn'.  Die 
L«br«  *qn  d«i  Gottcagvbnrt  im  Gotocbtvn  i«t  <?tn  SpuiiOkuin  lioi  Jfin);«rii 
HjHlk  (L  D«nifl«,  U.  Rckharta  liL  Sehrlfteo  a.  a.  0.).  Vgl.  ,Uie  Seele  y«- 
luaal  Oolt':  Eik.  Jo*t«,  I;  107,30,  F.dt.  SIct.  977 IL :  411,5»:  ,Got[  fcobiurl 
MintD  Sohn  in  dci  Seele*:  Kck.  JoRt  1:2.  27;  31.  11  f.:  36.  15  L:  .Uoltoi  Sühn 
Ut  der  Se«Ie  Soba':  PDM  II.  401,  IS  [nicht  Tun  Bckbart];  tiahe^  noch  PDM 
ll,},91L:lS,13.»,l:S8.r:41.3lf.;55.23:7T.12:86, 14:93.28:100, 18: 
104,39;  187,1  f.;  166,18;  138,19;  191,  d  f..  iOi.S;  266,13;  2««,  38; 
374.  8; :  387,  I ;   39«,  1  f.;  478  K  u.  6.     Duga  TU,  32  f.:    102.  31  0.;    168,  2  IT. 

S' 


Ilß 


n.S.  ncinrlr))  V.  yAHÜntfon  ÜUE  S.  331.  71:  TU«d.  o.  2,  S,  41:  TPnxL 
ism.-.  14» ff.  u.R.  HoniiMTi  v.  PriWl«  PDM  L  2ä,6f.:  26,  1  ft:  80,811.: 
44, 15  ff.  Amol.!  ti«  BuU-  PMF  aiO:  »gl.  auch  GDM  85,  86,  157:  Prog<T  II. 
13S,  144,  152,  IM,  164,  43ä  und  »ine  freilicb  nicht  einwioiUreieii  Aus- 
niiruiigi'a  aber  die»  Lehre  (Us,  S.  SSAfl*.  SvDie  vennüdal,  wonn  Icli  mich 
recht  erinnere,  ahnlicbo  AnadiUcke.  In  der  MS  erecliHin^n  <li?  Sltiu  formel- 
haft uuii  *  bluten  eineT  nähern  Ansdoutung  k<iiiicn  Futi|iiinkL  WioliU^ 
Bemorktugen  Ober  die  Herkunft  der  Lehre  tou  der  üuttM^oburt  in  dei 
bogaMlet«n  Sede  and  ihro  vorscbii'dcno,  i.  T.  hircti«clio  Auffkuunfbe^^ 
U«tiiflB.  Bnga,  Einleitung  XXXTl  ff.  und  Anuinrkti<i)!i}D.  ^^^H 

Ri^ontlich  ist  dtosc  mT«tischc  Lehre  doch  wohl  nur  die  vpekuUUvB, 
auf  mclApbyiiscbe  I'rinEipicD  ^^urückgelälurt«  Fi^miutiening  eines  0«daiilicita, 
der  Ton  «IterKher  lum  ehriatliehon  LcJirgut  gehBrte  uni!  nnmittälbitr  aasdor 
U.  Schrill  Kulber  alauiiul.  V«rKL  DTti.  S«riiio  in  nstiv.  Dominj  I.  (S-  IB£): 
Driplfx  fAt  eiut  IfifinAli)  nativitat:  afteraaUi  tx  Patr*,  Umportilü  ex  Malrt.  rpi' 
rUu'ilU  ex  corJe'.  Dieae  droLfacho  Geburt  Chriiti  ecdl  ja  bucIi  noch  alter 
0 b erlief erou);  durch  die  Feier  d^r  drei  Hess«»  un  Weihnacht« f<!*t  «n^«- 
dcutct  ncrdoD  (<.  etwa  TProd.  MH).  Di«  nktiTiUa  (pirituaLii  crkl&rt 
Inniiconx  III.  im  Serni.  8  in  nati».  Doiiiint:  .Oiritlai  pfr  afferttim  loacipiUr. 
per  cfrclum  ntun'tar,  per  prof«ctutn  nutriiur:  S.  oueli  Iforiar.  de  iiuiuque 
fcitiv.  pmlfifcn*  (t,  Vlll.  ]>.  8Ö  ff.  u.  |>.  89  Anm.  ij  imd  DTli.  o;.ua<:.ä4,  c  13 
(Ed.Frctl^);  ftmcT  Bcdii  1.4.  f.49.  in  Luc.  II,  S»  (Brovicrlckliim  der  dritten 
Nakturn  an  dnn  ]tIaTicnrc«t«n} :  ,/UcArv  Sahahr  attetlnlicni  utulitrit  aniuiit, 
non  tarn  tantummoiio,  ifuae  tw&im  fiti  corporatilcr  yenvart  mtrveral,  »et  et 
unnei  ijai  idcm  tVriuni  tpiritualiltr  audifu  fidti  concipere  et  tont  trperii  t-u*- 
toäia  rtl  rn  tuo  v<l  in  pruxmurnvi  cotde  parert  U  yuati  akrt  tlitdiurint  attt- 
orraiu  tue  iiafa^.  Augjustin  Sarui,  1215,4  (t«m  7',  col.  9&0  (i):  ,fj«a«  cvm 
disiuet  engdut,  ilia  [sc.  ^faria]  ßde  ptena  tt  C/irietum  priut  lamtt  yMitm  vmttt 
coniipien»:  tt'Ct  Inquit  ott.;  diTselbo  de  s.  virginitntc  3  (t.  II,  fol.  7lJ8l)): 
,iSir  rf  maternn  propiiK/aittii  ni/itt  Stariac  profuitul.  m«i  ftheiua  Gtrrülum 
eordc  yuirm  camt  •jatar'tl';')  Atii^,  contra  PMiKtum,  39,4  (tnni,  10,  col.  632}: 
,. .  .ut  itubü  Oiritiitin  tjutm  conUbiu  integrü,  credendo  conriptrema»  tt  cPnUteml» 

ifvadatnmailv  parrrrmui, tranifandrrrP ;  n,  JS.;  vgl,  Matth,   12,  £0:  Qw'cvnyv« 

(nifl)  fecenl  viiluiitalfin  Patrii  md .  .  ipte  mein  frater  tt  »trot  d  inater  triC,^) 
Gal.  4,  19:  ,Hiiolt  tnn,  yvot  iterum  parlurio,  doatc  tormrlur  UiriMat  in  wAif, 


')  An  dieaenud  ihiilichi!  Aundrücke  kufljifl  dia  in  der  chriatU  Literatur 
acit  dorn  4.  Jli<l.  bdiobto  parnbolitche  Kedowendanii  ait:  ,Die  Jungfrau 
hat  don  Sohn  (tottos  durch»  Obr  empfangen.'  Aucb  die  bEIdeitda 
Run»t  buuiAchtigt«  sich  dicacr  Idoc.  8.  Bardcnhowor,  UarlA  Vcrköndigiuiif, 
in  den  Bibl.  Studien,  X.  S.  ßlT— RäO. 

'>  Difiin'ji  Wort  »chwcbt  jüdB»f8lls  Taulei  ror,  wenn  oi  Tl'wd.  Id  Tom 
UuDvohoTi  ajiriohl,  ,ri«r  «in  gryrtiiiJit  miUr  wil  utrdea  dinr  gifltichtn  geAurrt 
beuierkciRiwort  ist  die  GloBge  Bicliard»  v.  S.  Viktvr  Aitsol.  in  pa.  28, 
1.  V.  col.  397  tnr  Stelle :  Qviti  ttt  Filtut  PnJrü  mW  virtua  *t  lapimlia  Pittn'i  t 


117 


'Mu  beuhte  fMOicli.  dtC  liier  Bitan  rw  der  geütl.  Qoburt  Cliriiti,  dt« 
iräUncBscbeit,  iU  fitde  üt,  wibrend  die  UjiUker  rvn  der  ewigen  Qtburt 
4m  Xcgoit'  RpTMbni). 

J^el6a^n^til'.    ^Qdufieuluit',  ^tcb  Q<>lt  niCirund«  Imich',  lind  lehr 

Miebt«  SeUagwArtdr  di-r  K;itik  du  14.  und  ditr  folfccndeti  Jklirliiudcrt«^ 

Va  diD  verKUedenra  BvdeulttDi:«ii  UM-ikv  tc^  ut :  i^eUxeibeit  -■  VwUmob- 

Mä  ton  (Jott,  TOB  ddr  gGtÜiehcn  OaaAa:  SM'  18b  (SM),  19»  (3S9)  n.  i.;  — 

lf(«bo»g  md  OdioTMai  yeftcnOber  dcu  WUIgd  Golt«a:   Mer»irl&,  BanD«r- 

HtU.  bei  Jmil  395;    Nr  S.  105^    S^rkfir.  !).  3!):  IT.  U  u.  a.;  —  QlüdhiBOt 

■d  ToDrtiodIge  FuBivitlt    Kegniüber  jcdui   Füicubk  und  Pitfotlc,    komin« 

>i^  TAD  UoU  oder  den  Kr«Aturen  :  .Uünitiii  «.  «.  O.  400;  Schb*.  S9,  4;  34,  13: 

47,28;  TPr«LS4e  b,  ä.;  gcgcti6btir  dem  Wirlen  0«Uca  im  iuieni  Ueii&cfaeii 

Boift  IS,  31;  -^  ADfg«t»on  jedM  Eig«awiIUnt,  jeder  irdiichen  Ank&nglich- 

k«lt:  HF  Sil,  91  t.;  j.  Knmmbtrg  in  l'MI'S.  :»li  BiigsM;  boe.  SWa  TD»  S. 

ijitSS.);   •-  Ge]i4TiaiB   g(g«a   di<:  ^vitll.  Oboni:   Schär.  15,3.     Vorglgidha 

NB  iZiU  215,  int,  m,  »75;    Schmidt.  UotUofreuad«  8.  181,  127 

S.;  SdSr.  13.  9;  NF  4,  8.  101,  103,113.  114  u.  6.  u.a.    Du  RnbaUotiTiim 

gtUnolieit  kotpniL  In  MS  &i«  lor,   wohl  >bcT  das  Vuibum,    bidd  Im  älnno 

?«ra  V«nieht    Mif  krenl&rliclie   Kuigunt;«»  und  AiibInRlicli1(eil«n  i.  B.  870: 

Jlk  Sim  imrk  lütt^gar  gfiv»,  i'at  iVA  aüiunan  rftr  vrUHtUon',  ebenso  V.  I76A; 

btld  fa»  Siui  ftw  rBUiger  UinKab«  ■nUittt  «.  B.  518:  ,HV  n'cA  gmUb'h  an 

mtk  m.    Otm   idf  iM   u>id  yi'A  im  gättn  nlt;    vcTttl.  V.  IU5,  150(.  18G3. 

bigagoa  fifall  der  b^Miodcn  d«n  ,ti<itU«fruund-Sehrlft«ii*  g^lluflgo  Auadniok: 

#idi  öneia  GoUwtrcund  «o  ttottat  tUtt  xu  Oninde  luson'  (rcrgl.  NU  273 

ILO.:  NP  83,  91,95,  143  u.  ff.;  SehwidU  Ooltosfroundo  S.  54,  71;  u.  o.)  d-  h. 

(ick  oetDvr  Hi:dctili.'itnii^  hini^eben ').  natürlich  onU-r  drr  scIbtUcrsUiHUiclieji 

BadiBglun  ^*  ttxle  «i  eAf  nM  heitfad  luan   dtu  »iniU  iif  (UntÜi.  II,  278,36). 

EtDOl  Allkluig  bleUil  rlelleicbt  der  V.9lti:    ,Wtr  «cA    w  j^üur  /i<j  AhI  tat. 

■tek  der  tob  uns  uigcuoinm«nL-n  Ltwart.  —  Wunn  Tnuter  »gt:  J<ytiU  euch 

•«d^  ynl  wmI  ui/er  olb  r-rtofuf*  (TPred.  34 « ;  cr.lb.STc,  103',  ll.)<:  ubcusu 

Kktkw.  IT5:  Kit  64:    .t/r  iVA  o/.'f«  Ttaturen  hytUcH  tcinU  <i&  uA<fer(«i«  .  . 

o-L),   10  roeimt  er  dira    von  der  .wnhTi.'n  recbt«n  DomOtigkeit'  des  ftuBcm 

UeucheD;    d*nn  den   iniiern  Uenschen  aull   man    minder   »iniiaiil   Itt/tn,    denn 

jfti  Ua/  oBeia'.    bei  Uud  fühlt  dtshalb.   wit-  Ik-nifla  {hp  Ul.  84.  807) 

ikl,  dii-  l'omiel:  ^i«ti  oinrni  «n  (rotlnt  «tAtt  in  (jrundn  liu*>rn\ 


FfffcM  PUrky  Fiävt  PiUrit,  coAuilot  Palrü,  Itna  Kvtunlat  AoniinM  fuid  o/i'ui/ 
•if  f*i^  puMc&rai  pr<>^  lumlüf  Si  igitar  tadtm  <at  vuluntai  taa  et  valanlia 
PHrit,  idtm  at  filivi  IudM  H  Filiai  Patrii  .  .  In  tt  al,  utnim  tu  p<ii*r  an  mater 
M  p^UM  airum^ut,  pitUr  tt  mller  ....  Quanito  veritalem  intellii/ü  l<W  alium 
itUUffTt  facü,  OhrüniiB  gigait.  Quando  rtritaa  tibi  a  U  Ott  ab  aiiti  pertuaditUTt 
Ctritlat  wrtKiMr    etntCiplAir.     Ergo  ^vand«   fignis.    et  f/altr  i    i/uimdo  coacipU 

a  Mto*  MC 

'}  Kikem  Itbtt  des  An  dtucfa  t>cl  Dcnlllc  hp.  Bl  75,  Hb  tl. 


1 


fl« 


jBrmnt  dtr  til^  2102  f:   .Wir  tigül  nbnn  mit  gi^  teUc^t  und  tAer 
mag  in  flowr  tele  fninä  Crittm  m'i  »rot  trwrrfn  hnT.    K«kh«rt  unlertdicldet  den 
(3nind  der  Seele  *h  ileKn  inncrslc*  Wcuai  —  graut   nuie   teoen    der  Sfiol« 
rt«hcn   btii   ihm   gewAbnlich   D«beneiii>nd«r   TOM  II.  6,13;  10,34  O.A. 
TOD  ihren  Krinm  [«.  a.  O.  4,  2&;  633,  5.  0-)-    ^'    >^>'    ■^'^   ^^*    ,SUUe<  d«r ' 
Soele,  ilirin  flk'  unigo  0«b«rt  gMchldit,  ^'u  ttat,  da  dii  ror(  im  jre^racAea 
irtrt . .  .  irf  i'ii  (f«m  lülfnteii,  ila*   diu  nie  ^ttetMten  inac,  ii  c^fM  tdtbtt»,  in  dtn 
gnutdt,  ja  in  dtm  atitnae  der  ül^  (4.31S.:  vgl.  10.»-.  II,  37  IT.,  633.4  U.a.: 
N.  rnnob  Enniin:    Meifttor  B'e  T«niilni>logie  in  ihren  Gnadtiigcn  dugMtcIlt  ■ 
ZfdPhiL  16  [I8M],  S.  44:   Preger  11,  2121t);    abonso  ist  es  b^i  Twilor  d»   " 
*iniDd  der  Soiflf,    da  yot  der  k*1  nSktr  vnd  inutrtdiytr    t'M  vil   mer  divin   dit 
iKl   ir    Klber    ür    (79»;    Tgl.    Dt^nide    Buga  XXXVII:    SdiSr.    i:i.  >.')  n.  5.; 
Pregor  3,  1P2  ff, ;  Vallgora.  II,  34,  nn.  87S).    f'bcr  don  Anvdrucfc  aulbal,  aein«ii 
«nt«ii  Prlger  (Itichud  v.  SU  Viktor)  «.  Dcnilk  hp.  Bl.  75,  7S5:    dort  such  ■ 
in  Anin.  dm  Ztlat  ana  dor  hl.  TheraaU,    d«4    wir  «Uli    wciteror  Erklirung  ^ 
hivht-r   Rutsvn:   «(  oiiK  üota  tan  dfüeultoca  de  Am'a  y  de  crect  —  obenso- 
»chwcr  111  be«chr<;ib<;n  nl»  lu  );laiib<--ii.  —  In  der  MS  bitton  wir  hiw  wiod«r 
ciBRn  AnkUng  an  Kükhurt,   bex.  Tnulci  oder  .Bog^':    <^s  kann  sbur  ebenso- 
gul  du«    KCWGltnlicb«   Sjnekducb«  ohne  ticforo  IViicbiing  ««in;  eine  Bolefa« 
fehlt  auch  dam  hier  a(l«r  wiederkehrenden  ■ 

,0tirf»t'  Dil:  ,/cA  ktnne  din  gthrattit  in>/  d.  h.  deine  Gdircchliclikcit.  1 
moralisehu  Rchwftrhi-  («u  L-twn  b<ü  Sdifit.  18,  1:);  209:  .08  fr  toe(  y*4ra^  rf 
»tat,  0  uit  hald  n  da  iwn  laC  =  Sfinde,  Fehler  (fergl.  Schftr.  28,  1 :  ,rfer 
groben  geirttCta  und  der  gromt»  niitdfn'):  1118:  ,/><wmii  mifit^t  ig  du  gt- 
braUn  hon'  d.  i.  Ilescbwerden.  Dran^ale  (Tgl.  Cod.  ßiiu.  283,  S.  400: 
y. . .  imitii  ic/i  nun  ende^a  fit  alle  diiit  arhaif  wtä  ftbretten). 

ßoietfriunt  203&.  Nichls  zwingt  hier  an  den  ,ii»tUi«freund  ioi 
Oberland  and  »eine  öcacUachafl'  tu  denken.  I>ic  MS  «crwendeL  das  Wort 
gui  gl«iitli  wie  undiTn  Orb;!)!  göUa  mianer  431,  gutta  htechl  1189,  1331, 
ISSß  a.  I.  »g  KliQTt  MM  (KiiildtuiiK  ä.  XII)  und  spftl^r  Bugs  47,  14  IL; 
112.21);  Ui'lnrii-h  v.  Xürdlinünn  SMK  S,  269  Br.  SB, II:  TÖM  4.  7:  5,33: 
S,  lU,  lind  dii-  ,4Jutti'Eifri.'ii]idjcbrifluQ'  «elbsti  Schtlr,  18,  17;  33,  S9;  »8,  31; 
Menwin,  Bannerbßchl.  bei  Jundt  S.  395:  NF  5.  141.  .GolUafronnd«  war»  _ 
■iflkllc,  «inbl.  AuKUStlnus,  Bembard,  Albertus  Magnus,  Bcrtbold  von  Rogen»- fl 
bürg.  ThoinBS  v.  Aquin.  Bonitv«iitura,  Suso,  l'aulor  und  via  «ie  alte  h^iBm, 
weil  vic  all*.-  »ach  hüchalci  VüllkoDinioiihcit  slicbtvn  und  auch  andere  in 
Wort  und  ijchrtft  lur  Vollkomiiienlicit  an  Imitaten'.')  ^ 

Jnotat'  211  iat  hier,  wie  der  KonUtl  orglobt,  aoviol  wie  ,inneTO  Gnadon- 
wirknng".  Hamit  ttiiuDit  auch  die  Bedeutung  bei  Eck.  JoBt.  5,4;  8,24; 
4fi,  9  0.  fl.;  PDM  II,  11.  ÜO;  SW  2b:  Schür,  (inihim  da  H  saitta)  18,30: 
17,  8U:  19,  2e;  23,  \C.  >i.  <t.:  XF  31 ;  KOiU  1.  S.  84  u.  a.;  duKogcii  SVS'  23^ 
(374);   MittcÜnng  den   lumen  gloriae   im  Hlintnol.    I>io  Mytlikcr  roden  auch 


I 


')  K.  RJedar;  Der  Cniitifrcund  vom  OberUnd  «Ine  Erfindung 
buiger  Johannlt  erbt  Uli  en  Niki,   von   Lowen.     Inntl».   I9UÖ, 


1]{) 


I 


TSnSS,  35;  Deniflc  Sco»  S.  SOS  nad  Rilil:  u.a.;  vgl.  a.  .Tlioaon'. 

JittprecArn'.  30€f.:  ,Su  ttat  ü  ottMg  perieJit  irider  Zu  tU«t  tntprt^lteH 
W:'  iil  immer  nafmerksoiD  auf  die  Itogungra  der  ^lUTorkoinmondL'o)  UbwIc. 
At  inara  ETlevcbtuitgon  rtc:  ^kI.  V.  1506,  .Unlieh  TPrrd  101«,  2C7«i 
Sc&Ci.  10,  IS:  16.  Iß,  IB:  36,  :;•(  u.a.  ÜerAitwInick  iit  micIi  di-n  hcutigm: 
UMtiaeben  Schriften  (tolbfig:  ,uin«rlichc  Kiniprrirhiiiiitoii'  u.  1.  VTolil  daron 
n  niendicideii  iat  ctwii  äS  96«  (257,  Ahki.  ^J  ain  raten  —  Im  redi-n. 

,X/^,  V.  1781,  ein  Ton  diu  MjatUiem  oft  auch  ia  Zitaanununtettungoii: 
jiUai*  a.  1.  gebraa;hl4r  T«nnin«a:  «r  b*4oiitct  immor  du  Nokmcn  einer 
iCicbtHBg,  die  Weadsiig  von  «twa«  wrg  in  utwM  hin,  Jin  iftuniliclica  lud 
ilKrtraf«i»a8i]ino(anchu«twni  *orb<^i:  SWSäatlSiX:  «i  iinarcr  SUIlc  Ab- 
*eadiiag  roo  GoU,  aoaat  buidüii  Mj-itikvrn  mvirt  Abwendung  Ton  den  KrcatarcD 
and  Hinweitdias  in  Gott:  T«ritL  S8.  »■  (15):  Ma((41):  76)>(195)  n.  «.: 
Xikttwa  Y-  Str^bOTK  PbU  I.  26^.33:  TPrc-J.  33%  41«  a.D.;  HF  89;  T«« 
4.1;  Sebllr.  le,  II;  35.  15;  43,  35:  4i;.34  u.  5.:  Kaüiu.  168:  HB  do.  55.  3, 
S.  134;  a.  a.;  so  aacb,  mit  verbaler  WcnduoK-  MS  IHK,  lüH,  1824. 

.Mitt  iK'lt  millte.  l95Cf.:  JUan  to/  n«  tf^  itndm  du  inf  uitddM 
mäU  g<Un,  Dti  ti  Miimt  14  MAicifn  bbti»'  —  eine  Mltaam«  VcrvcDduus 
4«s  nri«t«t«li8eh-acliAla«ti*di«n  Tugondbo^fT«.  Vgl.  TMwI.  e.  S,  S.  43:  ,0>« 
nvAr  KVüe  [«Ich  vor  Tudaündva  xu  b«i>Bhr>;ii]  itt  m  der  iiktikA  aS«  tüiifi 
9mf  da»  mititt  (WofT.  doM»  tft/eUir  >n  allrm  $tintm  TAuit  äit  JJ^aiS  oder  Ha» 
tmd  «rrmAe»  bt».  dtruiht  An«  keintn  QtbrtdKn.-  -Uinlidi  i^HiM  1,  88:  .dit 
tmfott  tttt  Oll  dem  mitici;  Jarumb  mit  ir  matte  hailen  und  nttiiift  »tu  an  aUtn 
dtngttt  obo  dat  ir  ai'dl  /e  til  norA  te  bnfgt  [b  >  v]  turat,  «nm  offc  i/in;  Adiif 

,ir(iineW«  1«/«'  Ci'itol).  Uer  AustlnKk  bt  bai  den  Diuitlcu  Ujstikian 
öbbcb  ITiT  dio  (loU  liebfKde  8««l<.',  üs  Ilrfliil  Clirioti  n.  it.  w.  MU  17,  69 
lU  1.  ».;  Tnoler  in  TB  S.  78:  Eokbait  fÜU  II.  164,  16;  181,  29;  948,  lH 
B.  5.:  SWa^  15«ii,a.r  8HK  37.  ä4;  172.  10:  178,23  u.a.:  nnraüatUch  für 
die  Brant  im  Hoben  Lied  (<=  drr  miita*  iuoei  PDU  II.  81,23  u.  C.  u.a.): 
Bnga  C4,  10;  113,21;  183,  19  ■■.».:  PDU  II.  9,  li>;  SB  Sfi*  u.  a.  Änch 
imigt  Seele  (8.  0.  8.  4S}  kommt  ror;  l'PU  II.  üiS,  13  u.  n. 

Da*  ,St»hHt'  188(1.:  ,0  Aerr,  </«  tott  mir  ta^m,  H V  ntiV  icA  rfo*  nJcAif 
my  Afloycn'.  .K'rr  d^  irfif  i)i  ttMn  mal.  Der  äffrch  ninnt  viäe*  (M  tr  itnrf 
fH,.-.  Dtm  may  dat  iMcAif  tctrdti^'  Daa  Wert  Rndet  deluti  Bihlftning  in 
da  Sc)krift«ti  doi  indem  HjiUker,  wu  oa  lidi  selir  oft  im  8innc  il^s 
JlAehit««*,  .VoUkomnennten'  finde«;  Tcrgl.  SS  i>*,  5C«  [144«  ,bQc]i*io  Stnf« 
4vT«Ul»niB«nbdf,  D«itflfl),  SS*.  94i,9Sb.  SW7tu.j}.:  BugaS.37;  13.8; 
ä6, 5;  85,6  IL».;  PDM  U.  47,  *2i  93,  $;  418,35  u.  0.  Tl'rod.  4So  u.  8.; 
XF.  99,  100,  108  n.  •>.;  auch  der  Kompantir  kommt  in  nnalogtr  Bod«utang 
m:  88  89b;    TD  49.  60.    Uorivin  BauDCTb.  400;  NI'  7S;  u.  a. 

,l'«»iV  iu  SIS  ,waitn'  (subst.  Inlitiitl»)  180'.',  1807,  S004.  .l'ffli«', 
,wnm'  iit  kein  ipci.  mj-süicbcs  VVoit  (Torgl-  t.  ß-  UJscoll.  ti,  168,  z.  18  t.  o.; 
Vrifr.  Fan.  795,  35  u.  a.)    aber  tod  den    Uj«tikcrn   nft  verwendet.    Katb 


4 


190 


Iei«r  m,  $4  Ut  ,nm^  d«t  Koiefall  nm  Gctwt,  .vmfm'  ein  knitfUI: 
Beten.  Von  der  K««8knlieltcn  Vento  iil  die  ^aki  kiuY  (Seas«  E  Bl.  SS>- 
„gettrakte  v.,  US  V.  20M  ^Crwb  iWfu'M'  [bo  K,  ü  :  jttari  v.U  D.  £  nnd  T4s& 
ei,37})  »  unUrteh«id«ii,  d.i.  ,du  licH  Uiaw«r(iMi  tsf  die  Erdo  und  iwar 
anf  die  rechu  Seite  des  KCrpen'  (DeniOe,  SruM  6.  30,  Auni.  I),  ,wm  vmitt 
im  Prodigerurd«  immer  bedenUit  wenn  keine  nlhore  Erkliüiuig  Aihti  ftebt* 
(DeniHo,  Sousc  S.  fiS,  Anm.  I).  lAoth  ist  die  J:mittvenii'  in  ncDnnn,  wolwi 
.man  sirh  mit  dom  gmoxen  Rfirp»  auf  daa  AnlJiU  wirft  uud  in  dieter  Lag« 
die  .Vnuei  aQSstrcckt'  (Uoniflc  AfdA  b.  11879],  26i}. 

,P/icfrn*  1760f.:  ,0  iWr,  rfin  «iri^  irort  däreMv/ft  die  ttü  niia.  H'am 
du  didl  tdlitr  ttaht  darin';  1834  T.:  .0  herr.  <□  fv  a^  i/iu  *?rti<r  mtn  Vnd  (*ii> 
mit  ai'n  nnx/ra  äaria,  Oi  mir  diu  ruup  iftrden  gnig'.  Wie  schon  die  oben 
»Ui^rt^B  FaratIi;lBt<;ll«<ii  beweliaii '],  warvn  dies«  lind  fthnÜrhc  Wendungen 
bei  den  Myililtem  beliebt  lUm  Ausdruck  einer  innigiten  Yercitii^ng.  glcich- 
tam  Vorschmeltung  der  Stulc  mit  Gott.  Sic  atammen  uta  der  hl.  Sehrifk 
rrersl.  Cant.  5.  6.  IV  Sl.  15  Dud  Thron,  i.  \9\  *.  o.  6.  98)  ond  wie  achon 
die  KirchrnrRI«r  e«  taten,  i>o  brauchtq  nnd  nrklKrto  sie  auch  die  SoLalwtik 
1.  1).  L»Th.  K.  th.  I.  2.q.  28,  a.  b.  nd'^?:  JAtitufavtio  impoHat  quattdam  moOiß' 
cali'onan  cordif  ^ua  txlährt  $t  cor  haltile  tt  amatnm  in  ipnim  atüMrrl'  und 
3.  dixt.  il.  q.  I.  M.  1  iid  4»:  ,Quia  nihil  ptital  in  tüttram  Iraiufomtari  niii 
ieeti)irfiin>  '/vod  a  »im  forma  gyadamniodo  rtftiil . .  (et)  <fuia  nihil  a  le  rvccdit  bim 
K/Iula  to  i/vod  in/rn  ipnni  lontiiirbatar . .  .ideo  oportet  i/uad  oA  atnmtt  irrm- 
natio  illtt,  i^aa  in/ra  termino*  mo*  laiitiiin  cantin^aSur  anMvealur,  tt  propttr 
hoe  atuor  dieitur  lii/vtfactre  cor,  i/uia  Uijuidun  luit  ttriainit  non  cvufinriur*; 
Miulioh  tor  ihm  Richard  t.  St.  Vikl.  d«  grad.  char.  r.  i.  cnl.  1301.5  ff.  — 
Dia  iveite  der  obou  wiedprgcgub<>iivn  YeraKnippon  ist  gmnniatiknliich  on- 
klar-,  sie  erHcbpint  wio  dn  nngnicbinkti^r  Amiug  au«  dniti  a.  a.  0.  aiu  AL 
mitgutoiltou  Hülug,  d«T  «ic  neben  dem  Zitat  auK  Ht.  Angiutin  auch  nni 
ehesten  erliUrl.  Ab<^r  auch  der  gniiiv  Koiilcit  hat  aeinfi  Sehvicrigkeiten . 
Chrlilits  nntwiirli't  nfiuilicli  <1i'i'Stioln  in  tailelndem  Ton:  .Daiwär  gar  aia  vitfüf. 
Hol  ic6ftiHt  denn  dir  andrrn  hani'  Vielleicht  Verhilft  da  ein  Bild  SeujtcK  nr 
rlcbUgcii  I)eutuii([-  Darnach  iereini([t  sich  der  MeoKch  im  Hinimel  mit 
Outt  .aU  ein  kkinea  watfrtröpf^n  in  tril  w*int  vtrt/vuen'  SWa  71  <i  (&36i  *}. 
Verlangt  hier  ilie  Sode  den  umgekohrten  ProtoS.  waä  ihre  Wort»  anin- 
denlon  »choinon,  ilaQ  nlmlicfa  Christus  in  ihr  aufgehe  ,ttb  ein  klrina  ttvtter- 
tröpfelin  in  mV  wein»',  so  lal  der  Tadel  begreiflich. 


■uaV 


>)  S.  o.  S.  86  f.u.  104  (au«  MM  tu  V.  SQ4&);  ich  fUg«  noch  bei:  .WM 
gtiMt  Jurei/fimtfi  mint  iJirtyivif«' Tl'red.  1S9»  :  ,itnJir/lpiseH  und  ili^l^ 
Eclt.  ]aa.  V3,  i>  u,  a 

>}  Dat  Brld  iiammi  wie  tchon  Denifle,  Üeu<e  S.  527  Ann>-  3  bnnctkt,  auä 
dem  hl.  Bernhard,  ile  dilieenilo  Ueo  c.  10.  no.  28.  Zum  Teil  wörtlich  gleich  findet  m 
i«.h  auch  bei  Bcrnhartli  Ztitgrno»en  Richkcd  v.  Sc  Viktor,  de  gtadibus  charitalis 
C- 4  (Migne  1.  e.  e.  1205)-  ,Ut  autem  hac  unitiva  virtui«  in  unum  eoneuricr« 
postinI   afTeclui    atnanlium,    cur   amanti*   a  it  HqtH^tri  occcMe  cM 


M|    1(1  USDlfund^ 


131 


,Z»oph!iLI^  R57,  1417.  HR?  -  Irh  <-rinn«rc  mick  nidit.  Hu  WoiL  «u«b 
Hrnniul  bei  einem  uideni  Uystlker  grUoffcn  iti  bahca.  Vti  seine  Bo- 
tong  kommt  rimi  oiit  den  von  Lei«T  IIL  119&  und  iCi|ik«,  PaMJ«aat, 
ffluHT  S.  617   g«g(>bGiicn    Erkl&mngcD:    .GuueüiKkstt,    BtiiUoil,   Zueh 

I       Damit  ist  zieaiHdi  olles  erschöpft,  wai  diß  MS  an  mystUcher 

Tnmiiwlogie  bietet     Von  einer  üereicheruag  der  letttaa   kann 

bJM  Rede  s«iD.     Miiiichvs  \S'ort,  an  wclclioe  andere  Schriftsteller 

Uittn  Bcziehun^Q  knüpfen,    wird    hier   itn   Gegenteil   durchaus 

tau  m  der  o&cbsUiegendeQ  Bedeutung  gefaßt.     So  ist  z.  B.  V.  1 

Dfines    Erachtens   lediglich   an   den    Datürlicben  Schlammer  la 

deaken,  keineswegs  aber  an  Aeo  ^Qndenschlaf,  von  dum  St,  Kcrii- 

bud  Serm.  in  Cant  52,  3  f.  und  Hugo  v  St.  Vikt.  (?)  Mtscell.  L  C. 

tit.77  (Migoe  P.L.  t.  178  col.  t<48),    noch    an    den    .Schlaf   der 

,f»phetie,    von  dem  St.  Tbomm  S.  Ih.  1.  2<v>  q.  1  Vi.  a.  3.  ad  2.ti> 

fnebt,   Dock  endlich   an  den  n)jr.>iti.schen  dey   ScbwoigeDs  aller 

ceteiikr4ft«  und  aller  Begangen   in  der  höchsten  Konlemplaliun, 

len  Hugo  t.  St,  V.  a.  a.  0-,    Bichard  v.  St.  Vikt.  Henj  maior  I.  4. 

22  (Migoe  t.   196,   col.   \G&),    adnoL    in    I's.  30   (Higac    1.  c. 

^.2T3ff.),   Eckhart  Bube  (Preger  11,  467  (,    Eck.  Jost  105,36, 

IT.  de  tripl.  via  c.  '^  §4,  II.    §  S,  U,  Dernh.  Cant.  '23,  11; 

52,4.5,  HeryiriD,   nannerh   ^97   und   andere   erwähnen  (s.  auch 

Deoille  Seus«  291  Aom.  5).     Auadrilcke  gar  wie:  dif  wütatenHnge 

dtr  godt^it:  Eckh.  POM  11.  183,  14:  'ii'i,  -J;  268,  39  (vergl.  SME 

301  Anm.  lo  76.  18);  TPrcd.  80«;  Eck.  Jost.  32,85;  ttHU  teuere: 

,     PDM  IL   194,  2;   WW*  »Art/*.-  TPred.  307*;  S\V  12;   dtu  olnvste 

mai^ltiin  dffffUtn:  PDM  II   52.  39;  ßbertckaU:  PDM  11.  016,  13, 

KdU  192:    dümternim:   PDM  II.  9,  29  (=  det  ,caUgo*  der  lat. 

VMfltiker,   fludet   sich   sonst  nach  Deniße,    Seuso  284  Anm.  I    bei 

alluk  Mystikern;  vgl.  auch  DTIi.  1.  diH.  8.  (|.  1.  &.  I.  ftd4in;  3.  diH. 

»5.q.  2.  a.  2.  qe  2«.);  üibrvcK  de»  ewiyen  ucriM:  PDM  II.  165,  6: 

p«««  H  traa»(oniiati  rt  ia  iUuni  quem  anut  muuti  ci  iiniri  «lt«rj,  jw/woiÄwrfiM» 
«fi«  nSia  tH/uM  VtHO  difotrt  n  it  rWd  nidutir  dum  nltoriui  lapotem  in-luit  tt 
MlmeiB'  (lötgl  (ine  Itngetc  ErlKuiening).  Auch  Tnulei  k>m  gern  aii(  die« 
VrnleichtiDC  lurUck  i.  B.  TTred.  31 ' :  .Es  wUit  dann  aU  tini  mil  der  lUMle^E^'t 
goit»,  du  At\  mroKhtfi  we«cn  olio  niK  dein  gdiliclica  wcku  durcb);angcn  wDrt, 
if  tr  Ulk  Uli»  Jm  itrltürl  rühl  ab  tm  trt-fjg  w«w  m  n«  graiti»  Ji-Ur  güu 
kräu*.-  ahnlieh  da*.  107*. 


I 


man  —  fhw  der  »Ü*:  ib.  127,  23£;  401,  10;  TPred.  270»>;  PDM 
I.  275,  31    (Mikl.  r.  StrsElb  ;  vgl.  Bngo  r.  St  Viktor  a.  a.  O.  t.  id 
tit.  158:    ,Dividet  so  ratio  in  sursum   et  deorsum . . .  sarsum  in 
majcutuin,  dcoritum  in  feniiitaiii';    wOrtUcb  gleich  io:   .De  spiritu 
et  aaima'  inter  cpp.  S.  August,  t  17.  p.  1616);   hvubet  der  »fle: 

PDM  II.   ■ll'>,  30  r,   f/</*  «r«.V/r  ain:  SME  69,  27;     m   .flo(  cfr^Ut: 

SHE  19t;,  72  (auch  bei  Taul«r  and  andern,  s.  Denifl«,  Souae  Ml, 
Anm.  I  and  Buga  XLV);  j'unkf  der  «/<:  PDM  I.  2S,  10;  32.  9 
fHerm.  v.  Fritzlar):  ffaftsterlm:  PDM  II.  517,  6;  5^0.  8  u.  Ö.:  Eck. 
Jost  15,  9;  44,  28;  mimietiläneendta  'janeitterlin :  Scbftr.  3,  1.  23; 
5,  1 ;  30,  1 ;  51,  28  (cf.  itfiiicvius  sayientiie  [ditt<rti(müj :  Bonav.  d« 
tripl.  vi&  c.  I,  p.  3;  de  «juirnj.  Test.  c.  I,  p.  88^  u.  6.;  a^tet  menti» 
WK  »iindei-fm  tcintilla:  fionav.  itiner  c.  1,  6);  intlae:  PDM  II. 
519,  I;  fi70,  24;  SS  103«<28O}:  ferner  die  oa  gebrancht«D,  yf- 
mnge,  miztinye.,  ingtnomeHheit,  iHt/if  für  ,Qott',  die  ecllt  iDjrsUsclieD 
Rnmposita  mit  »'»»•  (inbrumtfc,  üidemüftte  u.  a.)  —  dies  und 
aoderea  suclien  wir  hier  umsonst, 

Im  Anicblull  an  clii'  ubiKuii  AuBfüliruniioii  hivr  nucli  einige  Aagab«ii 
Ober  dio  .Zwil/  A-aic  {M8  VH,  vf[l.  I3!)4)  und  die  StrAi  Wiriedir  Barm- 
Airtififif  {MS  726:  K-idu  Ve«u  «inJ  Jeui  TN  cntnoiiuiieu  s-  n.  0,  1). 
Ki  sind  dies  KollukliTWici^hnmigen,  denen  man  in  der  asielischon  r.iUra- 
tur  bcBonilc-N  ieii  15.  J«]irhiindcrbi  oft  bdijoguot.  Eine  AiifxRliIoRic  (t»r  ge- 
Bannten  4«to'  Ündet  sicli  in  unsrer  lü.  E  Bl.  CLXXXXlUb.  Jitiu  diß  >inJ  ^^^ 
xmilf  rät  iiS  Tfi;  Armiie  ifii  htWi  an  ohfreekiatf  du  flUei  alir  dtr  s^awula^j^^ 
CeMfiFiiiMitdt.  KAmifhak.  Diß  itry  rill  grhirritt  %n  alkm  foitUkAtn  mtmidUa  tH 
alit»  iex-dr/f»  inWrn  ....  /i/r  t-irrif  raui  ül  mtitm  »drr  Hihi  Jei-  ßnJ.  ßr' 
fünft  iil  Sf/rflmÜtitcit  mlfr  ^rJult  im  wldrnflrliiail,  Dtr  tnhtt  ist  tSarmkert^Httit 
iwh/  itjgeiiiitg  all  füttt.  liit  l^iii}  ''■//  ff'  ai-inralliiiiil  der  !.vri  ni  Ar  mihi  Md/n 
und  nit  tthxtrta.  Dir  VllI  iit  vtrmiihmg  dfr  üriacA  dtr  nmd  tutd  tu  d»  tmä, 
I>tr  IX  ist  Sikirtkl  laxuming  und  alnoalletiiil  da  inJit,  Vtrmiden  ftlülufmkalt. 
Drr  X  Gelki/0rwitad  dit   wrrJa  uhJ  dtr  itri,  aln  .viii  da  «imtn  imdrtn  kaifltst 

^fr  IrrtJl,  dai  dn  das  stSit  »tk  lUgiir  mit  den  wrrtai.  Dfr  XI  V/rtniJurtg  dfr 
tm-gnilitaH.  Utr  XII  Brudträth  tträjua^.  Difi  hl  m»  rät  WKi  Mfluk  imd 
ttriffiH.  Mtr  tuHi  lidiind  la  iil  fs  atH  geiell.'  Attdi  (lii)  Eiusiedlcrbo.  648 
(dat.  1496)  tUlt  8.  93  die  iwitlf  Räte  auf  und  xwar  die  aocba  enten  io 
wi:iii:nLlirIiL-r  Obarcinsttiuniutif;  uiit  E.  Dio  Gbrijjuii  tHaton:  (7)  6V£cJ  iragm 
da  mundis  und  Jcj  Aircztn  in  dtr  watirliril:  (8)  Ot  allri  twtr/n  tiiitim  ja/a,  mm 
mtin;  (9;  Ein  flufuM  der  inaik  dir  ogm  du  lutaen  von  atUn  i6mdin;  (10)  JEih 
eiafuliis  mtimu/tg  ja  alUn  u/u  freu  •^'ertten;  (11)  Fd»  frigri  gemitt  alltr  i«rgtn 
oUtr  terftmklicher  dii^e-.  ;l2)  £ii  mtilyden  UHteri  mben  memiifn  m  fUJkÄat 
uMf  gttsuifieH  diHgtid:  Vgl.  Engelberg  Kod.  243,  Bl.  8Ü.  —  Vior  Kftte  kcmot 
U.  Witon weiter«    "Rin^  i6c,  iZtL:    ,Et  tml  dk  vitr  rät  vil  pnn  .  .  .: 


138 


Jkt  kt.    &Mtrthi   likA   •kr  «m    »OMf,  S»  fmt  Jn  rnirfrr  dar  leJtaMI    Jfj/m  rim 
yiaai  au  irr  ckoitd,  Abok  A  mikl  uim  wMn  anl     Virim^  Mm  kaii  ftm» 
0r  L'mi  I**  n  armrm  llmltii  dar!   Vir^t  m,  dk  A'tA  tmtttl  ifr   VitJ  fit  S*l, 
IT  wt  Mtrt'  — 

ßh  Seeksiihl  der  kiblichti  Wark«  der  BarmheniKkcit  Ut  du 

I-Tnff4li^1ieba :    .EmrBii   mim    n    AJittii    miki    m^tdioiri,    lUM  tt  Jfdütii  mi*i 

^Mrrr,    An^i  ^ram  il  cfilltgitSj  mt,    awMtw  tf  avfimrüfit  mt.  Mjirwiut  et  riälmtii 

!■■*,  m  taroTt  rram  il  vtmitit  aJ  mt'.     Uattli.  35,  3S  t.     SpftIvT,   naol)  Pri.  X. 

rin»  (G«ch.  d.  ekriit).  Kuiiit  II,  398;    fftl.   auch   Juntll,   Le*  ainii  ilo 

Im  $.25*)    ■«11  dvtii  13.  JHd.,    «onU  sl«  tttr  buliubten  SiebtsMliI    vor- 

Igt.   indoiD  nan   Im   AsidilaD   an  Tob.  t,  20  u.  r>.,  II.  R»g.  2.  i. 

r.  88,16  a- a.  n  dM  eben  erwlkntun  Werken  daji  Ilograbän  clor  Tot«n 

XilEtc    So  (Bhiofl  die  krntigcn  kaüioli  schon  KatcchjameB  g«aeiiiiglieh  «eboit 

•äÜcbo  Worku  il<T  Rknidicriigliiiit  mir.     r>uii  Icihlichan  gehen  mUprvchen'l 

ihIit  fii'bvn  gviiiüklir  W.  il.  1).  iiir  Srito.    RpI  den  niiUolnUcrlichi-n 

^ScfaifUtclIcm    treffen    wir   bciilc    ZUilungi-n.     Sc<lu    W.    ä.    li.    crwftbncn 

m  B.  die  EimLedleThix.    No.  753.  BD.  20il>,  312«;   Nn.  ilA  (,H.  d.  victmnd- 

meng  Alten'  H42)  BI.  30*:  Nikolun  r.  SLnflbnrg  l'DM  I.  MC,  90,    V79, 

U;  H.  I.  EgitiBl  PMF  231:  di<>  ^hnfaüUcbaft  an  die  OolKttfrenndn'   bei 

Simiit,    Oolt«»frd«.  S.  16«:   <Ui    «i-Ull.    WlL,;U-ia',    Künchncr    1>^X    13, 

f.n  m.  «.    AuTgeiAUt    «erden   m  i.  B.  in  d«i  H<'idolb,   lU.  278  BI.  22< 

h.Eit«lng  der    Heldclb.  H«.  *.  BiirUcb,    d«4.    vi»    Vcr»«!»    na(  Cod.  I'al. 

%ii[L  471,  €7);    in  der  Einsi«dl.  Ha.  US  8.  92  (dftt.  N96),  im  .Rioe'  26t<. 

itL,  in  der  .BcicUUfel'  v.  J.  1481  {Gcffkon,  BilderkateehUmtit  I,  DvlUgvn 

V^ln  im  .Graoatapfvl  Oeilers  v.  K aisoTsbcr);  (Haiak,  Dit  cfarisU.  (ilaubo 

idenuefc.  Volku«,  3.  S93j;  in  d«r  Urcadenor  Ui.  U  ßO  <*.  Kmittirh.  t'untralbl. 

EBihlliotliekwe^en  12,  67)  iia  Borliaor  mn.  gorni.  fi>l.  7(2  (KNutxürh  «.  s.  0.) 

1 1    Dticb  HÜid  iliu  Werke  betoadori  der  gcütliehm  ß.    niebt   öbcmll  die 

flasbea.    Sc  erwihnt  der  ,<3ranatapfd  a.  a.  O.  all  »lebe:  .Oi6  fr.tiitvn  r»Ji, 

Jtmf  Stt  üM  an  ittmtJH  miuAittn,    git  tnr  Jim  unvtmitajftigtn ,  iffrfit  Jtt 

A  tti  MaMfen,    trjf  gediitliAliekni    wiAtrtoirtligkait   wwtf   M  Irttcikk 

m  titftrita  itUiUt  end  tf^i  Elnsifdlcrkod.  648,  8.  9i:  /V  fiie)  vmwyiit»- 

int  lirm,  ätH  tiiiMtfiM  i/rafffitt,  Dtm  ttwfßgtm  ranttfm.  Dtn  Irti'igtn  t rillen, 

<W  <!«(  htil  dti  mamiiitn  atitm,    ßtm  tMi^iMtf»  nrf^»,    vmt  gritu/trm^tkA  tvt- 

tnp^.-  di«  Beiefattarel  aber  (a.  a.  0.) :  Git  rai  <&■■«  iruvtlHgti».  Strag  Ot  inität 

dr  ifBidtr,  7r4ii  itn   teirnitim  mtMiiktH,  X«cMSmi  äie  unstmktu^kiirt,  Pitt 

/kf  fretBÜ  fm/ rvyifJl.    H*h  milltydeii  mil  dm  mtBithiH'.     Die  .Utilchttafel' 

kenai  Tcner  iii  Wirklichkeit  «icben  luibl.  W«rkt':  denn  alt  vocbstes  cmlhnl 
d«:  >okla}t  die  nakaUin'  ond  .bogrnb  die  tottcn';  ebenso  die  Einaiedl. 
H>.  293.  S.  338.  Sieben  W.  koniit  «ulii^rdcni  «cbun  der  VvrfaHvr  dur  ,6wvat«r 
Katnri^  ;PDM  II.  461,  40),  i^bcna«  die  Ji^miflotrauji'  de«  Ste)>hiiti  LMTiikruia. 
(OdffckfB  A.a.O.  Sp.  106),  lt.  Muriwin  bvi  Jitiidt,  Lus  amia  ilu  Piuu,  S.  23^ 
JUb.  3:  mdlich  fährt  unaere  II».  K.  BI.  CLXXXXKI'  «i-^ben  Worke  Her 
IcibL  nad  dor  |[«istl.  ßarmliersiiikeit  aur,  die  aicti  auch  sachlich  mli  doo 
kaldun    Bciben    ia    den    uiodernvn    Kiiliichitiuieiu    decken.     leb  t«ila  nur  dlo 


« 


sw«ilu  Kcihe  mit:  /Aw  ^  dnJ  Jk  gait/Üttcm  sr*ri  lirr  iarmifri-Jhäi.     liu  . — 
/In   tuneitm  Unit,     Dtm  aiMfitr  pitet  nttrn.     Dem  rrurifcn  triUim,     Dm  tii»^ 

yedtrmoM»  Uta»: 


C.  Beziehungen  der  MS  za  literarischen  Erscheinungen 
nicht  mystischen  Charaltlers. 

1.  Die  bisherigen  AusfQhruDgeD  sclieinen  eine  reinliclii| 
Scbeidoii^  znjsckeu  «lem,  was  ütv  US  direkt  oder  indirekt  eaileboti 
hat,  und  dem,  waa  ihr  volles  Eigentum  ist,  tu  orgebon.  DoUi 
die  eT<i\e  Rabrik  wilre  demnncb  alles  My^titidte  tu  stellen,  anttr 
die  iweile  mtl()t«n  die  drastiscbou  SctiilderuDgen.  die  MoraliMr 
tioQeu  u.  A.  ciiificreilit  vcrdvn.  Die  Sache  verhalt  steh  jedoch  gaoi 
nuders.  Ein  Zit4t  in  Fischers  Schwäbisch.  WSrterbach  I  (U)04) 
veranlaUte  den  Vt^rfa^^ier,  Aas  ^TeuTela  Netz'  auf  Anatogieen  zar 
MS  3u  diirchmuatfirD.  Dm  Resultat  war  äberra^^chend.  Ein« 
lange  Beibe  von  Versen,  Beimpaaren,  Versgruppen  sind,  so  scheint 
es,  ans  dem  TN  (mit  dieser  Sigle  beieicbnen  wir  fortan  .das  Teufels 
J^Ht')  entweder  unverändert,  meist  mit  starkem  oder  schwacbern 
Abweichungen  in  die  MS  tiiiiiiber  genommen  oder  wenigstens  die 
Keime  des  TN  zu  neaen  Versbildungen  benutzt  worden.  Die 
Mybtik  bildet  nur  den  Unschlaf,',  itaü  TN  den  Zettel  unseres  Ge- 
dichtes. Bietet  jene  in  erster  Linie  den  Üedankengebalt,  so 
lierort  dieses  vortugswtdKC  den  Pbra:tenschst2. 

Der  Naclveis  wird  sich  auä  der  bloßen  Ncbeneinanderstellan^ 
der  bctiedfunduu  SIcIUd  »rgoheu,  die  wir  sofort  fülgen  laä$«D. 
Die  Tlucbstabeo  A  und  C,  die  wir  tuweilen  hinter  ein  Zitat  aus 
TN  stellen ,  beliehen  sich  auf  Haracks  VariantenapparAt  und  deuten, 
wenn  nichts  attdcrßs  be)Rem«rkt  wird,  an,  daß  die  betreuenden 
Verse  sich  nur  in  der  Ils.  A  oder  C  (zu  C  steht  meist  auch  B) 
des  TN  linden. 

BIS  TN 

15  Soshaff  ich  mit  dir  dinen  frosien.     2045  Also  ichaff  ich  mit  In 

fromeD. 

16  f. llß  ab  diu  diK  1964  f.  B 

l'nd  loB  i"u  i«b  dir  siig. 

38  Mit   ilotn   uiflitist  lag  a»i  nacLL     5S89  Der  nno«  übol  lit  bta 

übul  ilt  bau.  (tig4,  ^j^j. 


125 


HS 

%  TIdI  ettwen  scUahen  und  roffen. 

n  Tillieht  keine  denn  der  man. 
13f.  So  hebt  eich  denn  ain  schweren 
und  ün  schelteD, 
DtB  müitest  denn  engelteu 

(vgl.  n-jf.) 

53  So  hob  sich  denn  uigit  und  not. 

54  ■ .  ■  dn  wilt  alweg  voll  sin. 

$4£  So  IQ  denn  gern  du  kind 
Die  ichTin  und  och  du  rind, 
Die  diem  und  och  der  knecbt: 
Sa  «tri  nät  bj  dem  herd  gerecht. 
6S1L  Und  fiengint  denn  mit  dir  an 
le  kriegen 
...  Und  lernen  liegen  nnd  tricgen. 
71 K  Und  angaten  nnd  sorgen 
Ob  dir  ieman  wölt  lihen  und  borgen, 
TJad  ilio  wfirdist   dn   stoken   und 
Yorgen. 
80  IL  Und  viengo  denn  an  le  grinen 
und  grainen. 
So  h&bist  denn  och  an  tb  irainen 
(^gL  sS/.) 
Und  du  kind  le  sogen, 
Bit  dir  vergiengint  die  ogen, 
Und  du  kint  le  wiegint 
ßnd  mit  im  ze  kriegint 
Usd  SB  nfl  heben 
Und  tndtest  nider  legen. 
TQlicht  hett  es  nnder  sich  geton, 
Bo  mfistist    denn    waschen    und 

«beben  gon 
llid  würdest  «in  stinkende  metti 

hon. 
DeS  bist  dn  von  mir  alles  erlon. 

108  Nq  hab  ich  dir  kund  geton  . . . 

llOf.  Siech,  davor  wU  ich  dich  be- 
hüten, 
Tor  dem  toben  und  wfiten . . 


TN 

1430  ZuodemjQngetentuocd  sislahen 

und  ronffen  ßgl.  S4S)- 

12515  Villi  cht  so  kompt  der  man. 

1432  f.  So  tuot  der  man  sweren  und 

schelten, 

Das    wip    hin  wider    mit    lluochen 

gelten  (vgl.  40JÖ). 

1019  So  hept  lieh  denn  not  und  klag. 
1023  Und  wil  denn  aber  vol  sin 

(i>gl.  8468). 
944S  f.  Also  ist  mfiller  nnd  kind 

Sin  gons  und  och  sin  riud. 
9450  f.  Ir  dim  und  ir  knecht 

Körnend  mir  in  die  scgi  recht. 
9585  f.  Und  liegen  und  tricgon, 

So  hept  sich  denn  an  ain  kriegen 

9581  ff.  Und  hept  sich  denn  ain  sorgen 
Und  wil  nieman  dem  andom  baiten 

noch  borgen. 
Also  tuot  die  weit  steken  u.  worgcn. 
2551  f.  So  tuond  si  denn  grinen  und 
grauen 
Und  zcnnen  nnd  waiiien 

(vgl.  jS6,  473,  ia3S4/-) 
5272  ff.  Und  le  wiogon(d) 
Und  mit  dem  kind  zc  kriegeii{d) 
Und  (ze) sogen 

Bysz  ir  vcrgiongent  die  ougca 
Und  auff  hoben 
Und  androst  undor  legen 
Villicht  hett  es  under  sich  getan, 
So  würd   si  waschen  und  wcschen 
gan        (vgl.  msbff.  11388 ff.) 
Und  ain  stinkend  (C  schmeckend) 

metti  han. 
Des  hctti  ai  den  münch  licht  crlon 
(So  C  [S],  ginauer  alt  A). 

1458  s,  2143  s  (vgl.  »018,3346,3373 

u.  ä.) 
4914  Da  sol  ich  si  wol  vorbehßten: 
Ich  lers  toban  und  wbteu 

(vgl.  tqbof.,  Siaifj  C  tajs^/.) 


114  Aldnlernnmlrülnd  innnnvordoi. 
1 16  Ir  kantnuiL  ikl  ao  gar  «nlarWn. 

118  S.  D«B  inBB«n<l  ai   in  inangoTU7 
«tii  cn  galten 

Salt  mit  kriegen,  denn  mit  ntcrbon. 
Ich  lii?il  tj  «ol  min  huld  cnrcrbt:!), 
Schw&rltit»   nun  nit  »U  biUcritch 

bi  gol 
Vni  bchinitind  nitn  gobott. 
MangvT  tchwurt   imd   schilt   mich 

übel  an, 
I>or  du  pit«r  nvitter  nach  itit  recht 

Im. 


199 f.  Sow*lti«liinfrid  andsöngeben 

Lind  dar  ift  daet  «wig  lebon. 
146  r  Bic    nüiitx  unib   mich  wi'llont 
gobcn. 

Uiovrilicbtj'ain Uguffiirilion  lüb«n. 
l^iS   Ich  wil  M  die  aiidrvn  goniclli-n 

lan. 
ITOf.  l'nd  lüg  dun  iivrSlft»Dttäii  glidi: 

Der  «irt  ^et  hailgoii  gaiito«  rieb. 

181  IT.  St  ist  ain  teinpot  des  alliuAch- 
tigon  gotl«i 
Sy  lidct  vil  unwordes  tuid  spotlog'') 
Von  fntnden  und  tun  migon 
Und  lül.  jicli  Ans  iiit  beLTÜgOD. 

1S7  I.  ...  niAn  tnOclit  m  griDen, 
Wer  M  on  da«  hin  li(iQ  «chliffon. . 

20S  Vvr  ■obUoht  Criilut  nleb  nit  cbun. 

2Ü5  8j  «tanä  uS  ali  sl  1«)p:  «irl  »Idor. 
UlSf.  Sj   uneltt  mich   als  ain  hund 
aLa  «■chtlen  tfit 
Und  Wirt  eoiiliit  als  ain  glflt. 
216  Von  ussncn  und  von  innen. 
2S7f.  Aincr  »tioß  mich  hin,  der  an- 
der bor, 
Jeglicher  nlch  sines  b«rtion  g^r. 

■j  V«rg1.  La.  D  im  Tnt. 


TN 

S886  SUalnun  dos  innuii 

W66  Dnd  ist  ain  lanntsfiei  (gi 

O  entoTben  (.4  ervordi 

aaeo.«  11639.« 


Sen 


8361  ff.  JetE    mit  arranot, 
Bt«ibeii. 
Oott  ÜMiiji  tin  bald  «rwerb« 

gwCirinda  ntt  so  Bbel  bi  got 
Und  tuond  (o  bitterlichen  sw« 
Vnd  behielUnC  bIdA  WL 

6351  r.   El   Mhilt   und   «cbwet 
»«ngor  libftl  an,   <«cliib 
fiJUi  A). 
Der  dsd  pat4>mntrl«r  nit  kaa. 

tS^  So  voll  tr  in  rrld  und  •uoi 
Uariüo  da«  ewig  lebMi. 

S6G7t  nieumbgotliMbottoBtii 
Pii-  vil  (i  aiu  t>g  mS«bt«nd 

im  Ve»  «il  in   got  g«Dieui 

rM. 

S075  f.  I'tT  t««L  ««was  den 
hotten  glieb, 
\Hv  bckan«n  baidc  arm  luii 
C.132S.  Si  mitgend  wul  >in  aii 
pel  g»l> 
Sa  nlidenddarchinunwArdni 
Von  etc.  ™ 

Vgl.  ISM  f.  ....  Dffct)  begrifft 
Lan  K%  rncht    hinililfen. 

189ä  Und  »Iahend  nach  ir  t^ 
«bon. 

<)9()4  Ir  stand  nffund  nand  Did 

•22hn  f.    Klöch  als  der  haj  dci 

tuot, 

So  eodtrinai  deatbas  *o&  dar 

8S7  ussnan  und  iontüi. 

4153  f.  Ainrtüchtinhin.dcraai 
Juglichor  utc.  ^ 


isr 


I 

I 

I 


MS 

H\l    ■  ■  Fftr  ii*  ann«a  sAmlv, 
(Ibf,  lith,  du  RoIl  du  Bemen  vu). 

!4I  Und  sclivittt  oeh  (ür  dich  Aen 

MtigVB  liWÜß. 

ISJ  Do  bit  och  frid  and  lait. 

!6fl  So  fewinscit  nit  mir  fHd  und 

■&s. 
))1  icb  wit  wu  ir  die  tatw  ro  kkt 

v«rbliclien. 
Sit..  Der  mutor  und  der  ^oüuut 
nla, 
Wie  tnOcht  ■;  mir  inner  lieber  tiii. 
KD  Vni  iat  ({eher  >ol    tiad    Üb,    nr 

BDÜ  f  rit 
M  IW*  Bebt  icb  gar  claine  &gl  4<x' 

Da  fpiint  viicli  xtxut\  claine). 
(lOt  l'nd  *«rIilTi4t  niiD  huld<?. 
ßad  rkliNt  lihl  In  tlulicb  icbuMc. 

US  Sj  Ut  du  bobC  andor  in. 

lU  Den  «il  ich  ao  gar  dflr  iolUm. 


Vti  Idi  hu  aj  selb  in  mincr  bUt 

(Vi  ^■»ff.  J'9-  'i°''  '**'/ 
US  ff.  Dl  r4t  ist  goUes  vorchU 
Wer  ixt  hat,  der  ivt  iiit  T<.'r«orobt. 
Er  Ut  iicb  allwtgmKucclicb  be- 

Dir  mrib  wi)  ich  itn  sin  nuttärffl 


165  leli  baa  dir  laitfr  tI1  rertngea. 

49}  t  und  beslti«sl  dar  martrer  knn, 
üi«  stund  dir  off  dinem  hobt  gar 
BCbon. 
ffOtf,  Dniraltwt  Blieb  scliicrrcrtrakiin. 
Dar  nnb  wil  ick  dich  hio  buken 
Cnd  dir  din  mggea  beten. 
l>e>  magst  dn  dich  nit  crvtren. 


TN 

ef.  143f  PUt  na«  armen  sllsder   [/r 
■Andar}, 
(Dm  iond  «ir  billich  n^meti  war). 
2564  Switien   den  pluotigon  svaiat. 

4Ül  Also  hnt  er  veder  ft-id  noch  auon 
(vgl.  jgjj,  ij^b), 
871   Du   idi  ron   dir  jeirvRac  IHd 
and  SDon.  (ngi.  07*7). 

3897  Das  dir  din  rarv  «a«  rsr- 
btlchen  (fgl.  S7i4)- 

1364Uf.    l'nd    fibund   sieh    mit  dar 
martcr  tnin. 
Wie  üK^htind»  mir  icmer  1.  a. 
Vgl.  C47A    Si  h>t  »r1   lind   lib,    er 
und  fuot  dur  gut  g«ben. 
ä2lS4  l>a»  ««lit«!!!  >■  denn  xv  mal  ctain. 

Tgl.  4060  f.  W«n  dai  iin  tat  trss  ain 
tegllcb  achald. 
Damit  T«rllLrt  or  nun  ^\Xe*  knld. 
3029  Wirt  d«na  ain  hopt  uiidn-  in 
(A:  vgl.  H.  2  tur  SMUJ. 
(Vgl.  1179;  Und  Inot  ein  pater  n«st«r 
betton    Vni    ment,    er  bab  vt 
dureh  Julien  (C:  orjalton). 
I3S79  Dum  sich  fiilbwolbandinhunt 
(f.  70.  tgsj,  /tij4  CJ. 
9iG  t    Alao  wird  or  dario  vcrworcbt 
[J:  TUTwQrkt). 
Und  aündut  dünn  an  göttlich  (A-iü) 
voreht. 
8016  f.  Er  U»(i  «ich  all  «reg  {A;  albil] 
maoaklicii  benng<>n, 
Wa»  Im  gott  tit  ijlltllidi  luofügc« 
O'Sl  4S>f.} 
4fiS2  G()tt  taot  der  jugond  lang  Tor- 

tragon. 
12318  f.  Der  jiukbaneD  krön, 
Itlc  «tat  ir  uff  ir  hopt  selion 

(vgl  M«//.,  (i92j/ 
cl.  19111  f.  I.nuRi:  dich  nioinnn  bubon, 
Man  wurd  diob  «ohiur  furdiukca 


i 


128 


HS 


Ö35  ff.  Und  tDt  vABt  ve 
E  das  ca  [blfit  und  flusch]  underge. 
So   der  mensch   wcnt,   er  h&b  es 

geUn, 
So  ficht  es  in  &ndrest  an. 

541  f.  Du  hast  dik  vast  Tolkomealich 
geret, 
Dar  nach  bald  BÜntlich  gelebt. 

547  fl.  . .  .  Weder  an  dem  äbent  noch 
an  dorn  morgen. 
Ich  mag  vrol  halten  und  borgen. 
Ob  sich  der  mensch  vrcll  versorgen. 

575  r.  Wann  sol  dlB  iomer  nomen  ain 
end? 
Und  ich  selten  dar  nach  send. 


578  Ich  sieh  weder  snnnen  noch  nion. 

<)19  f.  I'nd  wil  dir  geben  gaistl ich  fröd, 
Da  mit  verdienst  göttlich  bcschöd. 
622  Wil  ich  dir  ze  Ion  geben. 
6ä5  Ich   war    dcnocht  komen  dar  in 

[in  d.  himcl]  wol. 
637  Niemsn  sich  an  den  andern  ge- 

läßon  kan. 
648  f.  Seit  ich  aim  blinden  oder  tarnen 

nit  an  gesigen. 
Wie  sölt   ich   denn  aim  gesanden 

ob  ligen. 
651  DcB  muß  ich  mongem  ab  brechen 

sin  leben. 
6ä3  Ka  ist  gor  ain  hertes  spil. 


TN 

1497  Ich  tDon  im  daramb  ain  mggen 
beren  (/f.- brechen);  rgL  5918: 
Mit  aim  schit  die  lendi  beren 
[A;  keren]} 
8671  Desmngendiiiiehniterwcren 
(t.  u.  a  %tir  SulU.) 

G038  Wan  es  tnot  vast  me  (/.■  we!) 

£flai8cbu.pluotmiderge(t'j'/.d/77/) 

787  f.   Won  wenn  dn  ieti  vesst,   es 

hftb  dich  geltn, 

So  ficht  {A:  velt)  es  dich  momend 

andrest  an. 

1725  f.  Und  gar  Tolkomenlich  {A:  TOn 

hailigen  dingen)  geret t, 

Und   bald    afintlich   darnach   lebt 

(tett  a;. 

9581  ff.  Und  hept  sich  denn  ain  sorgen, 

Und  wil  nieman  dem  andern  baiten 

noch  borgen 
. . .  Don  abend  und  den  morgen. 

cf.  3767  f.  Sol  min  sach  niemer  haben 
end  ? 
Unser  herr  mir  den  dod  ebo  aend  (.4) 
Tgl.  6195  f.  Bis  an  sin  ledstes  end. 
Der  ist  sicher  dai  got  nach  im  send 
...{AC), 

4904  Si  gesebind  niemer  sann  noch 

mon. 
5781  f.  So  dieser  hat  an  end  frfiud, 

lemer  vor  gottes  beschOnird. 
1790  Das  wolt  im  got  le  Ion  geben. 

1234  Du  macht  dennocht  wol  zehimel 
komen  (vgl.  sjojj. 

770  Nieman  sich  an  si  gelanssen  kan. 

Vgl.  4149  f.    Hammb   mag   ich   den 

pfarrer  obligen, 
So  tnon  ich  den  gebnren  licht  an 

gesigen.  ftifi.  rsjö/J 

9573  (C)  Wend  in  abbrechen  ir  leben. 

127G3  Ist  das  nit  ein  hert  apU? 


b 


SM 


*10lf.  Die  tp\tm  ffebatt uAliaUigim 
Cn-l  »Ut  in  dinsa  «ianMi  li«brti, 
Dai  du  d«T  luuii  loll  bre<ben. 
Ki>ch  «U  ich  dir  nv«  tA  •precbfn: 
Dl<  fteht  lUikwl  iu4  die  XU  Tic 

Uu  wd  CriBlQ»  Irr  und  Ut, 
tJal    Aw    *t*h*  vork    dar  eriMrai- 

hsruikait 
tili  düaib«»  gabon  ilefi  liailgeti  g«ist 
l'od  di«  aitMB  luilikail . . . 


T3S  (.  l>u  im  ««rd  kUes  du  «' 
Tillirlit  in  dmn  bDl««hi!ti  far. 


nur 


TU  IL  Wann  md  nibtnnd  UL  pundlo«. 
K«  ««rd  nie  kmin  tdntler  lo  groß, 
Tdlt  er  *on  dm  kdnd«ii  l«ti 
Cod  bicht  and  btUI  dsrübior  boiton. 
tiat  wurd  liu  aüll  uaJ  so  ^flt, 
Du  u  ii  beblte  ror  der  bell«  glüu 


iX  EelinUludt!*!  b>pi>t»tflbi?raicbt, 

nnrndit  ||i*t(cbirbt 

(vgl.  1149/.J. 

T81 1  Er  went,   leb  hjib  uiders  ndt 

t«   Mllaffe», 

Ditnn  mit  iin  ecbim|)fon  and  tath/n 

Und  loMB,  «H  «r  mir  «if«. 

79S  Kr  tribt  mit  mir  »in  A«t«nipit. 

T38  f.  Csd  wil  oitmer  mo  ftralicb  sin: 
Zebant  ertuir  rurBcbTaiul  allupüi .. 

BIS    Dm    mU    dn    loii     mir    bSrvn 

(:  fiMcD). 
SU  t.  leb  litt  e*  suu  g«m 
Hecht  bür  all  r<Tfi. 

Uaai.  IM«  BtaMkä*  SeO* 


13G10ff.   Di«  uken   seb«tt  UtMtt 
tr«(fcii 
t'Dd  atctii  in  ir  hen  haben, 
l>nr  (»(lUqid  si  kain»  bredien. 
Nochwil  ieh  mo  lopi  lon  intpreehM ! 
Di»  Bebt  «anllutiL   and   »elf  raet, 
Dai  iiad  min  ler  und  gaUet; 
Usd    dtL'   tccb«    worcb    d«r    bann* 
btvtikait  (tfL  ifjv). 

Di*  itAüU-Ji  v*r  alüm  tM; 
Die  libcii  fraban  dtw  baili)(ea  gai«t, 

Darttmi  wird  uk  in  .tUtrwiaüf; 

Cnd  die  t.  k 

^Söt  r.  I)uiiii«llei  wtr1t(/fKi  niuoij 
iiu  als  «erden)  to  ■ur 

IndpmhtUthcnfurCi'Wj'.i'J'/*"'.'/ 
961 0.  Waji    si    (gatt  baniiJ]    int   mi 

grnndlo« 
Fnit  irard  uie  slliid  h<i  ^to», 
Wolt  er  Ton  don  iAnden  lan 
und    rO«    bic-bt    und    buusz    bvttao 

(Und  buuDen  uiid  bi^i^ieii  üuii  /l> 

£W  f  Mir«  tmtrUr  rtt^ftn  .tm. 

Gott  «ur  i»  milt  and  sii  gnot 
Vnd  bcbiioU  ia  Tor  der  heUo  glnot 

7163  t.  F.»  hilft  «IcES 


I(i:tf.  W(>n»iu.   ur  liab  nit  and^r*  10 

schaffen  (i%i.  rjtt) 

Denn  liisi>n  dinci  itaßem  (vgl  3t6j: 

Du  aolt  mit  in  ictiuipfen  tind 

lachen : . . .  machen). 
118G9  Ich  trib  a«a  in   min  ojlcr«|>il 

(AC:  leb  nueb . . .  bliltter«pil>. 
9112  (Of1i>utU|c<md»eitiHichfn>itlich 

■in, 
Snit  lu&it  aber  iinuict  lidcn  pin, 
1364  «(:  botoormi}. 

9S85  f.  Wan  man  (prichel  gern 
llttr  ah    vvm   (ügi.  ,^9/-   Bticht 
bciwc  ala  fem   »jta  C}- 

y 


I 


i 


^^^^^^^^^^^^^^^v                  ^^^^^^^^^1 

^^^ü 

^^^ 

^^^^^^V     ^Vn  Du  f*t  nit  DiinM  h«rUon  gier. 

S892  Na«t)  inina  hunna  ^A:  b«)gir.           1 

^^^^^^H          860  f.  Ciid  it&r  noch  unrerderbun ! 

\2SlSt.  Ri)  bolib  er  auverdoibon 

^^^^^^H                 Suß  ttelEeii   ich  und   worgeii 

L'nd  iiifist  nit  at^kon  no<h  aorg')"          i 

(woT|[OD  Ji;  vgt  *.  4N  f.  Jifi-J-          1 

^^^^^^H            SOOfl*.  Dubiiit<locliiivlb(l<.TU'ni|)et  rain. 

i;i38ir.  Üi  sind  dtT  t(-iii|icl  rala,                  1 

^^^^^^H              Den  toh  «elbßr  mir  main. 

Den  gnl  im  selb  da  mainl                ^J 

^^^^^^H              Ton  biiDiil  )it<rab  darin  («komeu- 

Von  himel  herab  drin  komaai,           ^H 

^^^^^H              Die  w^lt  mna  dln  iiiena  n-amon. 

A]d  weit  lia.t  ir  fruuion. 

^^^^^^^^           911  r.  Ich   ki.-niic  diu  gi;br*-xlrn  vnl; 

M  2ti88r  Idi  wa.vnt  dein  Tai  rol, 

^^^^^^H               Dm  billidi  didi  L-rsobriüion  »ol. 

Dai  billicli  dick  eraobrokon  aol  {Cy. 

^^^^H 

^^^^^^H          916  Icli  wOlt  mtcli  u  henken  Ion. 

6179  WieliMiaichäomengurebeukGO. 

^^^^^B                            d«*               i><^ll«n. 

1434  Und  du  Inond  si  nit  gar  B«lt«n. 

^^^^^H          lUOT  (.  D&)  ilii  ftll«!  mcn^lLCh  dnnk 

ti5U0f.  Das  ai  |[ot  nie  taetcnl  rocht 

^^^^^^H 

dank  sagcii,                                       . 

^^^^^^^              Der  niM'ter  niid  dem  liiluii  diu. 

Dein  lldeii  und  der  marUr  sin. 

^^^^1                   lüia  Hie  ilaH  t-iiadriuli  nil  loiiil   tnii 

6498  Dil«    ir  Lag    *•>  nnuntilih    land 

^^^H 

hin  gan. 

^^^^B                 1014  Und  *i  diii   faMlgen  tnuUr  nit 

%&  lind  gott«!  martor  raoffcn  an 

^^^H                        r&ITenl  an. 

Cli  97'}- 

^^^^B                   lOIT  Ich,  ntrcfat.  e»  werd  ui  sere  laid. 

GAOR  I«h  ^e^eok,  W  verd  im  Uid. 

^^^1                 1018  f.  S;  mftilQiit  dvumb  lidcu. 

3Ö1T  Nain,  ai  mWMMnridnrunih  lidea 

^^^^B                      Wla  atlil  icli  dar>&  8cb»igon. 

(A). 

i5£9  Wie  tilill  si  danuo  iffi|>end  (A), 

^^^^H                     lOtK)  Dm   in   mülii'li  KiOmlfon  liaii. 

1468  Don    laider     nietnau    g«helf«ii 

kui. 

^^H                   lt»i  Wir  «Sltiiit  allwi^g  frCd  pflugun. 

&63  Da  Uiet  erwtuiu  und  fi-oed  pllogsn. 

^^^^1                 nOI  f.  Icli  bin  glich  ninom  narren, 

I1T31  r,  t'nd  UI  derkanezel  glnan  und 

^^^^H                   Der  ta  der  gaawii  gat  gicncn  und 

garren  (,A:  girran  u.  g.)                      , 

^^^H 

Oolib  als  Hnder  narren. 

^^^                 llSOf.  Dil-  da  lidunt  dörcb  g'»l 

ÜT14  r.  EUeul,  umachoit  und  *potl 

^V                           lluniiCT,  türat,  Hvhmubait  und  apot. 

Litt  er  all«B  Htnent  durch  ^i>U 

(fgl  6091/.) 

1199  f.  Mich  hllt  ain  «ot  bcrSten. 

1S982f.  Wan  gAt  tuotfl  nioman  rMM, 

Du  was  ue  ruii  dca  tiefel»  l2iloii, 

£«  sind  nun  de»  tUtcl«  UUjn. 

IIU  Dar  waa  d«r  arat  hur  und  rieb 

^74  Bin    das    dn    word«»t  aiu   bcrr 

und  rieh                   (^l.  4^4). 

na  Dur   unib   mogi-iiL  tj  wol  mit 

D079  Und  mutant  «ol  mit  im  bcatan,           i 

mir  bcttan. 

[ 

1161  Nicb  (liiier  minn  «o  iitt  mir  glcb. 

ä40  Nach  dein  so  iat  mir  gar  gacb 

((?.'  Wuuu  uacU  der  ao  i«t  mir  gaeb). 

I17S  f.  Wan  li  iatuffordmin  fr;e.ata>> 

fi7£  f.  Wan  ea  «ai  iainest  min  atatt. 

Da  iuli  iclbui  wuuuiig  iuuu  iai, 

1 

\}A  ich  uiiu  nuiiuug  halt. 

18L 


MS 


1181 1  Und  mubet  dik,  du  ly  Ir 
^■tUeh  leben  ^rit 

{'oil  in»  li  difr  irclt  haiiid  gtUn. 

Muigcr  lAflit   »j   wider  Mi  . .  . 
11&&  diech,  dfr  tcilait  dvr  iliniUti  tor. 

1 190  f.  Sj  habeiit  üoltM  «urt  Tomcn 
ta  dem  uiuiid 

Und  die  «dl  hiniMii  in  demtcJiliind. 
ISOOtL  D«r  vtiib  tA  «uB  <Uii  beat 

ITttd  belib  u  mir  Test 

Und  Iftit  dich  diu  well  uil  s1«1i«b  U» 

Mit  irem  bOico  tsIscIuid  sin. 

1213  l>i)ch  «diftfr  icb  noch  «ol  minrn 

froiTiiiirft. 
1270  Tor  Alton  kuIU»  gCHtnilen 
Uad  TOT  allen  |[w*Uiclicii  kindun. 

1376  f. inui  »411  Dil  recbeo: 

l>.  lOlli  ich  dif  och  EU  iprechen  . . 

1281  Du  Hin  mii  »in  bteor  fiind. 
USA  AU«  mfi*«iit  di«  armen  alweg 
undao  gel  igen 
TTnd  'Uv  Tichcn  an  ^Mi^on, 

1^90  . , .  mir  iclg«r  wir  nin  g^bom. 
Denn  dincQ  nun  tiui  icrlum! 


130S  l^a  ist  docli  tin  Avt  driU  ta«. 
Du  ich  trfld  mit  dir  iillag. 

13^1  [>a  bi  du  min  tniwe  «pur. 
I4l>4  (.  7.b  dmi  cwignu  UWn, 
|)«a  er  lu  tu  Kiii  wil  uebun. 
1408  Sin  tnian,  dl«  twingnl  mich  la 
CUM* 
Du  teil  BiGQ  t>()a  nick  broL. 
L'ud   ist  doch  wider  die  kieft  der 
«atur. 


60lftir.  Si  InfS  denn  nu  dem  ordcn 
Und  fleug«  die  wfll.  widur  an 
i>»  fi  rar  durch  gnl  bctt  galu, 

:t3lKJ  Hfilenl  üch  vor  dar  inUTilIrn, 

Wan  nioiiian  i«ai*t  dv»  li  liti/. 
Vgl.  IHtl  Her  Iftfel  «{iracli  iiit  ainnni 
tnuud: 
Si  fareiid  uiir  biodaa  in  dun  nlund. 
£804  f.  Uelib  ■)  »Uv   iU«t  uuil  vetl 

Daa  li  u«t  ir  klier  beat  (A). 
aeOt.  SilandsictKlieirottiiaiieBhüi 
Uit  ir  rnlachon  bfiien  sin 

fvgl.  tifo.  6jS8}. 

KOS  8n  trtiwt  ich  M  aoliaffcn  minon 

fromen  (vgL  /jj,-  lijs). 

t31äO  ....  unduT  Alltitn  gaisllidivn 

geatnd; 
1971  an  gaistlicben  klndfin. 
7S80f.    1>M    tuut    man  iui   dik  no- 
sprcchoD, 
Blas  go4  Mlb  tnoL  an  im  rechen. 
438  Da*  iat  mir  »in  faotcr  (und. 
8884  f.  Wüll  joeh  der  ariu  obligen, 
(if£  sSt3'-  De*  ruuiia  der  arm 
■tndan  t^lig«n) 
Si  holffend  all  detn  riclit-n  gcsigcn. 
7S40  f.  Und  wnor  im  waegiu'  tiic  ge- 
born 
Uenn  ewekücb  »la  vurlom 

Ö7t  Da  Insend  jar  sind  als  der  tag, 
Odh  luan  guHtvr  oiit  ^oudeii  pllag 

(ttkrKiiißg  wttdtrktkttiiJt  i-'rrmii.}. 

9190  I>ariui  vin  trfiw  ajifir  (v^l  fSjt). 
ihl'2  L  In  di.*:ii  ewig««  lebun, 

Uaa  wil  im  got  su  tun  jcebun  fj6tjj, 
6164  ff.  Wan  ijoL  hat  in  wu  groa  gnad 
g«t«n 

bas  ai . . .  muoHi^nd  nan  oacli  prot 
gnn... 

Ain  grn*  Htaik  man  . . . 

Bcvht  all  ain  kkinus  kind. 

Die  gnad  in  Gborwint 

Und  ocb  liie  giiulidi  miuD. 


^             1S3                  ^^^^^^^H 

^^^^^^^^^^       MS 

TN                        ^ 

^^^^^H           1434  NiomftD  [U&){  wesen  miu  gcficb. 

UI  1A69S.    (C)   Wer  mocht  «eieo  ir        | 

gdnich  i                                           1 

^^^^^^H           14i6J!B.  .0  herr,  sag  mir,  wnr  lafael 

1S24 1  . . .  nu  ng  mir  abvr.  du  Iweier        | 

^^^^^^H                       dich  aller 

yaiat. 

^^^^^^H              .Du  tünd  die  armen  in  dem  gaiit. 

Womit  Tahontir  die  ir«]t  all  ennaltt? 

^^^^^^H               Wati  dsa  rill  il«i  liiineil         i«r*. 

au  13635  (0;:  8i  «rarrml  auch  deo 

Kaittt««  ann  icliier.                           1 
Dar  uinb  dai  rsicU  dur  himel  i«t  ir.          1 

^^^^^^H           1464  f.  Wann  i;  fSrent  ilvii  bncti»Uii 

r>098  r  Darainb  niendB  den  etc.  s 

^^^H 

1 

^^^^^^H              DeD  die  haitig  cristvnliait  litL 

^^^^^^H            1474  Uud    bat   Ol    duob    uff  crd  nit 

&00  Daa  kainer  \f  pfanning  äff  crtrieli 

^^^^^V 

hab  bracht. 

^^^V                  1479  . . .                tntiB 

3.S79  f.  DorgiiwintdcitcrtimriiitragMi 

^^^^1                     Ain  sdiwllr«r  Ufirric  Iroucji, 

Und  t:illicbt  Imurr  ini^r  ir  klagwn 

^^^^H                       r)n  f'D  et  *il  nie  gcvtiiit  t<e  clag^n. 

(vgl.  trj.   tifoj. 

^^^H                  U8S  r.  Hit  «il  *j  nit  iilb«r  ooch  gold. 

Vgl.  Iäl36f.  (C):   0   ao   bin   ich   in 

^^^^1                       t<j  wil  tiu  irL-n  berruii  hnlil. 

denne  i»  hold, 

Ich  geb  lie  nit  umb  als  vU  gold. 

^^^^H                   l&il  Dar  uinb  voUoat  es  unili^r*ton 

5i)  Gott  well  M  alltta  undoral-an    (^ 

^^^^H                               (=  btfi^ätm). 

kifiSrArm:    aler    /?«.    rf/6,  J9JJ 

^  VirkäuStm), 

^^^H                 1A40  0  lieber  herr,  ich  m%  didi  nit 

444  Wer  got  wigt  bo  ring  . . . 

^^^^H                                              Hl« 

^^^^                 1550  f.  ...das  giindriidi  eil.. 

7714  Uan  ait.  da  (U  gruxM  iri>d  an  ÜL          i 

^^L                              Da  (0  iproiio  KUcki-it  an  liL 

^^^K                 I5GU  l'nd   biclil   und   bflü   Aber  aln 

3498   Dnch  tuot  er  bidil  und  buo*          1 
ijosUti     r'T^-  'J*.    J/9'    91J'          ' 

^^^^1                              aünd  uit  wdi  bLtUin. 

^^H 

j^?*  «.  rf.J. 

^^^^                 1^61  f.  Ei  wüud,  or  Lett  es  *ol  gu- 

1408  r.  Cud  naeuttnt,  al  habint  «a  koI 

^F                                  lebBiret: 

g^ücbiifTet, 

^^                            So  Uetl  in  dei  liofel  KV'tffot. 

8u  hat  Bi  der   tUf«l   gMlfet   (fgl. 

1S4/.:  ans/:  Jjrb/J          \ 

Ij7d  f.  So  bett  iuli  aincn  abgnt 

4I1S  £  Wao  er  nam  sin  üb  mo  aim 

Und  v&r  wol  d«8  Ltofols  spott. 

abgot. 

DcfiistcrniiDgainiin[dctt&tcla]tpola 

1575  Und  bette  »inen  bOaen  wenhae] 

C79Ü  H  v^.  6pv.                                              1 

geton. 

lATTf.  Ich  Kil  uff  lagen  eniit. 

26T3n.  0  ittiider,  beken  dicb  u 

Diä  wil  die  tßr    ttt  ufTeu  tmd  wit. 

ili-r  ilt, 

1 JS3  r.  Dil  da«  die  tSr  vor  in  ward 

Die  wil  die  tflr  «tat  oßan  wH,                i 

xU  geschlagen, 

Oder  wirt  si  vor  dir  >uo  g»lagcn,           1 

Dell    belibentB    bie  ui  mil  groDen 

Du  blipBt  biu  UM  mit  gTi>ܫr  clagc          \ 

ola^rat. 

fmit  jaincr  undniil«l-/f^'<^r.^>>irC'            1 

^ 

ihtU  gistia/i  dU  £a/ilnhwwy  vnt  -tOjAJ.          | 

1629  f.  Ihi  ntaigt  mir  dMk  in  4cin 

t'iid  liut  uira  M  4(01  fflftuD  ua  g«». 
Ifi'^  Kr  DilLfl  Kin  later  RCwiMni  bon. 
I8M  f.  Und  u&ctit  w  im  au  (vliaiiil«n 

r», 

Cr  w«h  M  «ol  giMeli«ffct  hon. 
1881  Siccd,  <)■■  «Ir  »in  grufter  ipull. 
1910  L  Du  ioi  got  so  lutgalI(^  <ling 
Iiit  nndcnof«!! 

Und  mit  gut  Üt  aUu  brirjEitii. 

lÜiO  l[.  D<>r  wird   bald  Arr  tnartnr 

Wer  dilUKlicIi  IHrt  inutgen  Unk 

lind  ■liiO 
Von  den  li^fcl  nnil  von  d«i  «ti-Itcn. 
fy'te  libor  in  lAniJ  traben  und  leiten. 
Dm  tr  kajim  dnreli  g«t  «tl  ndisii 
Noch    «in     b^    wfirtli    b«r«idi.-c 

Bprveiuo, 
l>w  rr  div  daU  nit  rerlier. 
Alw  erlaffet  er  di«  krön  icbior. 
IH€I.  Und  lig  unb  fflt  Kr-wllim, 
DliJi  nBg  dodi  ninmaii  vrrfollcn. 
I97S  f.  Wan  si  ■»ItinI  nlvteg  Am»  h«»t 

likbcn, 
I>M  diu  crtri<ti  mfi«Jit  InmiMi. 

198(1  O.  so  Wirt  dir  donn  8»  glcb. 
1996  t.  Ihi  lult  |ot  sludi  dioncr  nit 
ib  br<cli«it, 
AM  or  wArd  ei  an  dir  rodieo. 
3035  AU  »eb  oodi  mungw  tQt. 
J041  r.  I>ctn   wirt  dt«  rtieht  kroa    in 
himdrich  geben, 
t>i«  bob  Wirt  schwitbrii. 

S043  lllo  lind  ay  kaitimuii  liboi  ain. 
30&I  Dir  iit  Iratn  gai«liApfft  *a  Rar 

gelieb. 
907*!  1  Mir  Ut  "«ol  w<>rJt-u  loiii  lail, 
Dn  w&rist  mir  ainb  allm  K&t  nlt  fall. 

2081  Als  niaa  h'Sn  die  iiiaisler  idi«ii. 


TN 

ilf)89  t  .  .  . .  nun    fach    mir    an    dun 
hovclkslm  aa 
Und  lana  ex  an  dm  nidnulMi  atigan. 
92T2  GS 
88AA  f.  MAcbl  «•  in  ala  i«  banden  gan, 

Si  «uttindR  all  »ol  goehaffat  han. 
2.%)!   l«tda*(iiiaingroM«r  ■pot^i'.^;. 

(f.  IHM  (.  Wan  »i    band  ut    nnreetit 
gDUgra 

Daranib  ligvnil  »i  hiii«tilt>r  brogon. 

ejOS  S.    Ii<>r  Hurd  bald  der  uattfor 

Wan  et  lid  mengen  Lnk  und  stan 
Vom  IBM  und  <un  d«r  w«ll« 
Die   so   dik   fiber  in  trabend  und 
■olutn.  ffgr.  rrji.  jöjj). 

Ü'iieS.  Das  «r  kains  wil  roehtD 
NiicU  ain  «ort   duiwidei  spreobcn, 
Du  «r  die  griliilt  ttl  v<rrlier. 
Der  bal  diu  krun  g«wunn<Mi  xcliier 

4S63  f.  Uttd  geaptlen  nnd  uch  g«»dlon. 
Laut  rr  si«li  ■cDial  Ki-m  Tcllon, 

4(MA(.  Dariiia  «n^nd  «i  Hllwi-g  liabuii 
■'ad  best,  das  daa  crtricb  mag 
trafen. 

S17  0  lA  «irt  mir  dorn  so  gach. 

I(tt69f.  Kr  tiiot  derTroweii  abbrucbun: 
Soll  da*  gol  nit  an  in  ntdioa? 

(A:  V£l.  9749/-  [^) 

3992  Als  noch  lucnger  luot. 

622&  f.  Wil  im  got  di«  krön  g«bea. 
Die  hob  ob  don  andren  t-uot  swöben. 

236!>  i>o  Ml  kuui«n  itnd  Abcraiii  (A  B). 
300  Däin  kain  ni«nstb  nio  ward  gc- 

licb. 
lAhA  1.  Daa  «i  nua  «erden  le  tail, 
Wan  li  sind  uns  nmb  kain  guot  rail. 

J13'}$  Das  boert  man  die  maielcr  jelicit. 


of.  l&O  Vni  snü  alto  in  sln«iii  gsivt- 
lielieii  iaa»t. 


(Einige  Stollen  iiub«  naoh  tuten  3,1>.) 

Vorstehende  Qegenäber.itellung  ist  aus  mehr  aU  eioem  Ge- 
sichtipUBktß  tuteressa»t.  Kiumal  gebt  darau!!  hervor,  daQ  die  MS 
spftter  eiiUtanden  itit  als  daa  TN.  Der  Zusnmmcnhang  der  Verse, 
die  bei(Sen  Oe<]iclit4>n  zii^'ehAreD,  ist  im  TN  oft  viel  nntQrUcber  udJ 
deutlicher  als  in  der  Mä.  wo  sie  mehrfach  ttuäeioaDdergenssea 
pwchoiDOD,  Man  vergleich*  i.  B.  MS  115— 130;  TN  8355—8366; 
MS  1016  er.  :  TN  6206  ff.;  in  den  ReimpaaroQ  US  575  f.  u.  836  f. 
ist  der  iweite  Vers  ^egenöbor  TN  «ffenbar  ein  FHckvers;  u.  a. 
Ferner  erklären  sich  nur  so  gewisse  Abnonnitaten  in  der  Reim- 
techiiik  der  US.  Buld  hat  iiämlich  nur  ein  Vers  des  TN  seine 
E^ntsprechuiig  in  MS,  auf  den  nun  etwas  wie  ein  Reim  hiozuge- 
EwuDgen  wird  (s.  o.  zu  V.  818);  bald  ward  die  Konstruktion  eine 
andere  and  das  Keimwort  ginp  verloren  (i.  V.  )172C),  oder  der 
eine  und  andere  Vorn  aus  einer  Qrupj^e  wurde,  sei's  aus  Uoacbt- 
samkeit.  sei's  der  Kürze  zu  lieb  weggelassen,  vits  n&tflrlich 
wiederum  StOruDgeo  im  Beimwerk  zur  Folge  haben  mußte  (za 
V.  72T  S.)',  oder  der  Vorfasäorin  scheint  das  eine  Beimwort  nicht 
mehr  erinnerlich  gewesen  zu  sein  nnd  sie  ersetzte  es  duroii  «inen 
nicht  mehr  rein  kliugeiideD  Ausdruck  {/.a  V.  1$2).  In  den  beiden 
letitec  Fallen  kann  der  Fehler  freilich  auch  dem  Schreiber  des 
Archetyps  unserer  lias.  zur  Last  fallen, 

tirOßere  Wichtigkeit  jedoch  als  diesem  Ergebnis,  da«  ja  als 
Ausgangspunkt  für  die  Datierung  der  MS  nicht  belanglos  ist, 
kommt  dem  Aufschlutl  zu,  den  unsere  ,Entdeckung',  wenn  man'a  so 
nennen  darf,  über  das  Verhältnis  der  Autaren  der  beiden  Gedichte 
gibt.  Schon  eine  flüchtige  Vergleichung  der  MS  mit  dem  TN 
legt  die  Fra^e  nahe,  ob  diese  Werke  nicht  einer  und  derselben 
Feder  entstamoien.  Und  Je  eingehender  die  Prüfung  gemacht 
wird,    um    80  mehr  gewinnt    die    bejahende  Antwort   an  Wahr- 


135 


8cheinlichk«it.  PretHch  vollkommen  überz«Qg«nde  B«wi>ig«  Insfion 
sich  Dicht  erbring«!!.  Auch  itt  tofort  eine  Riiucliiikiikuiig  zu 
roacfaeo.  Wenn  icb  hier  vom  Verfasser  des  TN  rede,  so  meine 
tcb  nicht  den  Urheber  der  FnssuoK  <Ieä  TN,  die  uns  Barack  ans 
der  Ha.  A  miltcilt,  sondern  dou  Verfasser  Jones  Gedicht«,  das 
oos  die  voo  Bar&ck  mit  C  bezeichnete  Hindschnft  dberliefert. 
Wohl  reprftseotiert  C  (uod  damit  B,  die  iDhaltlicb  fast  überall 
mit  C  geht,  aber  bedeutend  kärier  und  nicht  so  koogequent  ist, 
die  ich  dflibalb  im  Folgetidon  nicht  weiter  berückt-ichtige)  eine 
schlechte  Obertiefemng,  schreibt  den  orsprünglich  see-alemannischen 
Dialekt  xo»  Schwabincbe  um  u.  s.  w.  Troti  nlledem  haben  wir 
m.  B.  in  C,  nicht  in  A,  den  bestan  Vertreter  des  OrigiDala  zu 
erblicken.  A  gibt  in  den  Kapiteln  and  anileni  Zusätzen,  die  Ubor 
C  binaosgeheo,  nicht,  nie  Harack  will  (a.  a.  0.  S.  439),  den  Text 
des  ersten  Verfassers,  sondern  Ergänzungen  and  KTwoitemngeii 
Ton  anderer  Uand;  nicht  C  hat,  was  vrooigstens  die  grollen 
.Lflcken*  *)  betritTt,  den  ursprünglichen  Text  verkürzt,  sondern  A 
hat  Neues  einge^oboben,  und  zrar  «tammen  diese  A-Partien  dei 
TN  von  einem  Verbuser,  desseu  Beimdpraoho  von  iloijenigea  des 
C-Di«fat<r9  sich  weeentlicb  unterscheidet '), 

>>  AiKfa  die  V.  9859  -  »$Lr<  fdilcii  jcdetUU  in  C.  obwohl  Ratadi  nui 
.febli  B'  annicrlit.  Sw  «tehen  mit  ihrrn  Rnmcn  ilmchau*  im  Gcgcnwli  tum 
tt«iin|[t brauch  dct  r-Caniccti.  Barack  fUbn  autb  keint  cwtige  Varianle  «na  C 
iu>  Sicne  an. 

*)  Ich  b«Kl>Tink«  Blich  darauf,  folgmdc  drei  Hauptuntervchladc  io  '1er 
Spncbe  dtt  iMliten  Dichtn  n*cluuvit«i«tn. 

Der  otir,  alkiD  Kbnn  auMchlagKclKiKt,  itl  itic  VcrtchiTiIrnheit  in  der  fic. 
haodlnnf  Act  /-R«nnc.  Loienil  tM  hirr  die  GmndiAUc.  welche  K-  Znricnina 
ZfdA  4«,  S4dff.;  4S.  i9itl.  (nceralelh.  Die  (olgcnde  Cntenucbung  xelll  ihre 
Wicbligkcil  und  Tracwtitr  lon  Mn«oi  tut  Licht.  —  C  tcheld«!  itie  vet- 
*MMhi«draci»  f-Laul«  :  (  (mii  i),  /,  «  (dT)  »(retig  von  einander.  In  »einen  ^t 
9000  Ver«ra  entdiciBeii  nur  5  htt.  3  Binduni^n  mn  f  :  '  :  ff  f/'  -  l'tt  (gttpiitt 
»ind  hier  di«  Reirne,  die  lich  auch  in  MS  finden}  1726  CA  :  u*i),  vtrsfttivi  :  Mribtn 
\Wl\.  Vr  :  Wfr  6161,  ktrttn :  ttrttrim  I094A  {airttrUml  t%  Ul  doch  «ohi 
1U992  itifh  I  ia  tftftri  la  b««»r(K,  damii  vlrc  schwach  t^rj^rUM  bcwic*cn) :  (i-ek 
M*M  m/  rrttikm  :  Jt^ifn  1090  [rfiml  man  kOnnlC  auch  an  intr.  trtrtktn 
icb  Biacbr  ihn  erircita)  detibm:  allein  da  »or»!  TN  /rirrUtn  in  der  gleichen 
KonilnilRlon  iteU  mit  t  bindet  -  •.  V.  HOB.  8S80.  tlä7&.  9988  -, 
•o  mufl  aucti  hier  mrftiH  a»gc«eui  ««rden);  datu  kammi  du  »chvarik«nde  .'ttn  i 
't^m  1938.  19M  (Bcbrn  21  r^fm  i  ■  i^th  xmA  t  ettm  /  •  ij^m);  cid  emiisniMl 
irr>d  da*  art    BaüclierTr    Stelle    tctmr  ^ta  in  k^nu  .-  irrJrfimtn    lläOI    (alto    voi 


fl 


TSR 


Di«  VerTasieriD  der  US  kenoi  non  nor  die  (amprüngUehe) 
C-B«daktioo  des  TN.  Wenigstens  InUt  sich  niclit  beweisen,  dall 
sis  auf  düR  A-Teit  zurQcJEgoht,  für  C  aber  steht  dies  anUer 
Zweifel.     Wenn  Dflmlich  A  benützt  worden  wäre,  von  dt;ri;n  vmOO 


Nuatl).  !4i>Rilt  cniOiUt  in  C  tuf  tauKod  Vene  nicbl  eine  Bindung  voa  t '■  < 
\Kt.  a,  wUlid-nd  (  :  (  lund  40  mal.  c  :  <■  rum)  100  mnl  in  ilen  cnten  iwciliiaKend 
VcncD    des    Gtdichies    Kirnen.     (Merticmwcn    ia  u.  *.  du   Ncbtncinaniler  roa 

trttn  :  t^rdc'i'".    I"n».   U.   ifrrhtn  :  ofiffikm,    in«.    1 1  l'S  ff.    [vkI.  49^.^]]. 

Die  A'Paniccn  lU^gtn  weisen  neben  dco  »ui  C  eiwlhnltn  Doch  nm- 
dettcni  13  Bindungen  f  :  <-  >iir.  nümlicli  tf^m  :  fic^ta  7H10.  SU3  :  »f»  &ä30: 
rr/r/  [oKir/ >  r^'i^"']  £2ft7  (an  pU  dicken  iAtWev.  ISIU  sich  kt^m  «1»  ininns. 
aiiAaMm:  dennoch  daif  nichl  i^grti  angeMliI  wnden.  nonit  tnllQl«  die*  aiM  dem 
ElcichcD  Grunde  V.  43,  11<it.  &I>I4.  73S4.  7472.  IltiW  cruhclicn,  wo  kr^n  %\kx 

»trt»    «uf  /fff   ,Mi(jco«'   u.   V.  7Ü33i     wn   ei    «iif  /(y™   reim));     (crncf   (fxrn  :  rfi"" 

8109.  nn'X'.--^  10930:    MUm  :  Ufttm  5ISH,    etrtrattn  .  tKtun  X^M .  itifrätreH  : 
RT-M  10:20^.  f^  :  f/'J^  HK».  htä-.wät  .mundiM-  8135.  A(U :  f/ll  8250:  {ifta,  : 
IfltM  Mlfi  i«t  wohl   in  #<Jr'H  .- A'Jca  lu  Itemem);    Lrmf  :  itrdrfttntn  fehlt  hier.    dif^H 
Für  linden  wir  ein  httl  -.  ir»  (conj.  praet.)  v1187.     Wnlil  tu  beichlen  in,  daS  dici^| 
»nielinlidic  Zahl  v-im  e  '■  ' '  Rolmcn    ifch  innerhalb  des  kleinen  Rahmeni  dn  ca, 
4000  in  C  Dichl   rnihaltcnen   Vene  drKngrn. 

FUr  C  i«t  /  der  QutlliHt  niich  ^  f.  wenigstem  vor  r:  neben  t'J  /  :  «•ReinwB 
ahlc  ich  von  V.  l-  4000  17  Reim*  f  :  t,  oBmlich  C'tn  :  untren  102,  1008,  1086, 
1449.1483,1530.  1.^90,  1739:  hv^^  ßST.  lOia  ISB«ifeh!tAB);  «:  i*r  91»,  I2SS: 

•HfrrM  :  tofrin    1331;     mir  :  4fr   JA,   641;   imtilrl :  nofrt  X45:   auch  irrrt  0\l  noch 

*li  A^r/,  daher  nahen  A<vr(/w)  :  Htm  llTti&  :  er  1256  :  /j/  484.  13031,  Mich 
Atrr(eH)  :  inv(T,»  1398,  14S3  -  f'wp'  10013  (nur  cm  htrr-.verr  tAÜ):  f«mcr 
mhi :  kfn  (hahen,)  90iy.  H260.  9289  (Formen,  C  bind«  lern«»  t  mit  .i,  «■  in  d(.-lum  : 
rftkm  ÖÄK?;  rtntfri :  li,rri  lOSO:  h-rrtn :  iHtiefien  lÄ87:^Wf">»  10805,  gekirrl : 
/trt  581,  daher  auch  /  mit  u-,  srkiril:  Uteri  i:t03.  i^/iv  :  Ä-m  |.%5a  lIHS  i 
/,fr>-B  17S9,  11675  (fehlt  A),  aber  im  ganien  Gedichte  bindet  C  nictoab  i:( 
(außer  im  «inmaligen  vi'hi :  tun  [nehmen]  iMÜ,  d«x.  je  nachdem  e*  (rllher  oder 
«pittcr  liooiralitcrl  wurde,  >1«  W«  oder  im»  ancuactien  iit).  A  da|;^en  leinit  nicht 
nur  mit  C  i  :  t,  !  :  •»  «endem  untertchtedslo«  auch  !  :  t  trt :  tegtri  313 1 ,    rr  :  vir 

«891,  /«:iv;  13038  (ferner  ^f*A-*  ;irB  44t8,  i*«-"»  : /i-wt  2518;  (p^tn  :  fvert 
5344  :  itg'ri  'Hm,  yin  alicr  wohl  V<r«eeFi»lun|;  vnn  ßrtu  und  Jtnttn  anrnnchmen 
i«l] ;  neben  den  obigen  C-Kcinicn  tu  Aivrr  auBci  trrrm :  UrfH  \i3^9  auch  4rrr  : 

C  reimt  nie  i:it;  A  dafcegen  wcni^tcna  vor  4/ rrMf :  gtiiOeAl  1I8T.  78M)> 
.-ir<Ir4/  !t(<45,  SS^'i.  kne^hl :  »rackt  11X9;  ireecnDUr  den  iwei  ;■  :  ..-.RciwM, 
ktr  ,-  Arr  J55,  131:{6  Ul  C  hat  K  lur  :  l<ir  üb.  11980  -'  m.^  58S8.  IS098, 
MUM:V./irH  StU.  imvytg-.pflag  (ccnj.  prtet )  EIB3Ü.  ihm  :  gait»  (conj)  7965 
Uti:tttU  (conJO  3300;  damhcn  »uch  f  :  «  arirtM  :  iaren  HH ,  wfUtr  :  btt(r 
11583.  -  W  (ind.)  da«  C  aur  aul  <  rritnl  (»,  V.  1725.  4111.  4509,  5174> 
<iSt)9)  bindvl  A  auch  nilt  f  Migtrp  1787. 


BD  C  nur  c».  9000,  also  ßS^  eatbalt,   so  mfiOte  C   m   Uta 

350  VonoQ,   die  nus  TN   ^ut  od«r  tarn  Teil  1d  <i\e  MS 

IWrgegaDgen    sind,    «och    nar    mit  €6  ^    «Im    mit    IßS    Versen 

(ptHinsebafUich  mit  A)  b«tailigt  sein:  di»  übrigen  85  V.  tniißt4n 

WBhrcDil  ftlio  C  In  kIbcd  f-Kctmcn  dutchwcit  (bc  alcmutnliche  llerkunn 
t«e«i|i.  «titt  A  tchon  j^nc  .kolnt^alc  Vcrwinuag  «llc«  r-Lautr'  atif,  dcf  ,di« 
ipkni  Schwaben  in  ibrcn  Reimen  vcrfillcn'  (Zwim\n»  a   m.  O.  43.  410). 

In    d«n  Reiown  mf  kihIctc  Volal«  (uml  im   KonionaMiuna*  l  u.)  hemcht 

I        Mtr  übcrcin«iain«ag.     Doch  gibt  «  «uch  liirr  Unimchirdc: 

K  i-  i  mt  ä    t  fMtn  M  C:  A  k>i  «ik  ^^  :  «.V  5040:  rtt)«  ■-  nrJJW  7780. 

HgnfecOt  .mercn-  »76;  -  OM.dMW  3»0.   11113.  Mi,:  hm  .ranite-  lOilÜ: 

^pUk-  :  AvTPor    ]  tS»9.    —    C    tuaoi  ein  a  :  «  a»M-  (»hil.    ,<mn') :  emS«r  T7U;  A 

an&riteai  terilrB    lootAr«  5t43:    «mm  .-  linw«  $ii97:    ohne  Vcrttctune  bei  C  »tnd 

Mcb  dii  A-Rcrm«  f<t<«  :  mim  MSI    ^uihI  in  Nclwniillic  Ut  ■  g*i*mif  <489);  i»<h/,- 

t/n>«md  31 16.  jr<M^  .eHiii'  -  AmW  6S80l 

t>  :  '  in  C  j<r/«vfT«- Jrrjt  8)97,  1249).  virlarin- firiSrin  I26£j  j#- 
JM  -.  AU  4«j  dbM-M  :  AW«  1 1337 ;  A  laUerrtcK  »v  :  «^  liS9.  10271 .  vtrUrtm  : 
Orm  tISCM.  ikw  .venire*  :  ASm  5391  iUm  .mvrccn-  HiU;  le  gettü».'!  [;Um6i6t\. 
trmhut  \:  lii  <l88d]   m  icbwtrticb  -^  antuwlim    (faemObfr  An/ '  imutM  S47  t 

^WlmSKf  11763,    X'^'-'^''^    91S7).     —      a:w    C  t^mi-m  :  hupkh    (!)    SfUtä.     krmfn 

^iBC):rtv<u>  IY3S.  MüS,  «140.  «IX  10133;  A  noch  »>»-./>»  '  i»r.A  9&7I.  k^rt 
Bffait):  mtrtrtmimm  1 1301 ;  a\  m  C  aia  <^m  :  i,Htßrm  257.  5491.  A//  :  r.>«f  G33I 
Ba  Cr«!*"  (ptolx)    -f^  <7M-    !>814;    lyta   (Q(rn>:  >vr*.'»/M  9811);    iritkOtn  : 

Bj^«i)Jwi  7432;  irtr^ftTt  ■  tfi^-n    12317,   Jlw»<H  ;  /r«r«m    1381.^. 
H  i  !  I  (abc**cl>rB  V.  im  ■  f«,   -AH  ■  -l/J,  die  bei   A  uiul  C  in  fleiohein  VffhSlInif 

'«•chenl    C  mtit    $eirUt    (««hl    Fehkr  «l.  >^nrr*<>  753,    jiitAritfi,    (juc.;  1  ^iMr/i 
868t  w/  .mio-  ■-  mU  |S(IS7  (h.  aber  L».  Bl)  :  dani  A  /v«  -  *»U»'*  TMS.   9189 

(■t.  ttr'"  >•  ^T^'-  9313;  <V  .Sirs'  -  rclc  347  ^  uw«  :  griam  SftS,  rvritrx  :  rUiiM 
(adj.)  S876  :  Mfjt/a  721;  ftÜKlKH  [p(c.>  -  «u-An-A-Afir  U50H;  nitwn  -  ^i-iciii^nv 
(iBt)  3457  (in  öl  ,»««'  -  f </  ,]-ilt(-  905^.  ^V  :  fi>  93DS  li«gi  miwIc  in  ^Vf/ :  Im 
.fnwv  SU7  [A  «.  C]  «Olli  kura«*  «^  tic.  vor.  v^l.  Zw.  ZfdA  44.  402.  SiDger 
Zmii  3.  9). 

M  r  IM  Mir  In  A  ttattJ  ■  tiunJ  SKI ,  /u<t/M  ■.  ih^  (Aura^)  9078- 
Ab  iwciicr  Grund  ffli  untcTC  Bcha^plung  »pnchl  der  Umiianil.  dail  di« 
A-P«rtim  UKreri-Uictilich  mehr  il*  C  nnl.elonlF  und  ncbcnlonlgi:  Silben 
anici  sich  und  mli  I)aupta)lbcn  reimen.  Matarlich  icbe  ich  hier  ab  von 
den  Bindiui;cn  der  Irtdgrmnnien  mli  «ehweren  Endulben  sleicher  Quxhlit 
rr  .  -  TT,  fn :  —  ;d,  VA :  —  M,  tt:  ~  ft  q,  a.  Auch  hier  itl  i-<^r  allem  die 
Bchandlanit  der  Silben  mit  e  U  etc.)  Bierkwerd'e.  C  OKidci  jede  Bindunftvon 
haapWow^wn  r,  l  wod  (onloiein  '/  aulkr  im  (haben):  fitigm  13375;  A  Jagegen 
reiia«  auUcnkn  tt« .  t^tftl  hä9b  :  itt^  SSi»  -  fu/ui  8V^:  tu-(r -.  tnur  8713: 
H4tf;<WM  im.ttlt:  SfuJitt  I16f»3:  dfM  ;  hutka* :  ein  (geben)  10997;  — 
«fr/  '  kftt^t  \WS.  mir  :  (trmr  46&1.  ili"  t^-ien^ut  3Ü65:  gtit  (celieti) :  ovCm 
2090:aMiim^rai  3213;    umürwig/a  lOi'ib  ;  rfOm  111182,^^   (scben) :  o/woffM 


aar  A  allein  eatfalWn-  Ein  mehr  od«r  veaiger  wäre  oatArHch 
nicht  ausgfi^losseii,  je  nachdeni  HS  zußtlig  solche  A-Partien 
mehr  benützte,  die  in  C  auch  vorhaiKien  sind  »der  solche,  <tte 
dann  Icbleu.    Nun  aber  fallen  auf  C  240,  aUo  96  %  jener  Verse, 

8960  -.  vaiMn  6389  :  i.'len    i;4l)5  /S/f»  «000  :  s^im  gniS,  9i37  r  tnaün   9229 

iri,^:m  iQMh  ■  AnglfK     \0fi&2      «Ü^ifi/n     1 1814  :>»mf»     \iS9\  :  onJrM     120% 

(;  AnMliH  9801 ;).  FUi  C  itl  irr  Reim  fr  ;  .rr  naiutticb  unrein,  rr  kommt  oar 
cIdr»I  ioi  fr  -  tr/tr  (Tlufci)  4!)ä9,  Ttli  K  nicht  :  Hr  :  (rt^tr  U53  :  »Srtptr 
ISIfS:  "T^'' :  frr'r  3tH9-  Auch  mit  dm  Reimen  (■•i,  / :  ^,  dj;  in  ikb  nicht 
aufTHIliiE  und  (vgl.  Zvienma  n.  n.  O.  44.  212).  in  C  tpurMtner  «1<  A;  diote*  Algi 
dL*n  OKeimen  her  •  tcMStr  iSSlit  :  itf^-tr  11317  nocb  bei  gir  ickrittr  S64&; 
tvr  :  »j-»»r^^  €409  ivT'*«'«^'''-  70110  und  ni  dem  cintigcn  fin  [*ä»»  ncbfiycn): 
grUtlkhftt  13&83  in  C  die  ulilrcichcn  w«  :  «m^v«  7304  :  jcktrintm  SI66  ~  itücin« 
8310  :  rtf-Ura  Mii:  lMiJif\0\h%  1fMU„  11X^9  :tümlta\\H%i  miifJ :  iOanmJ 
8174;  iT'tj'af'/fi?!««. 

Brt.  der  Keimung  «on  Enditlbcn  mit  andern  Vokalen  merk«',  nui  C  hat 
ß»  -  tmimai^H  621  (»iehe  abei  die  1^  B),  C  ii.  A  um/Man  •  tniilrm  69S3; 
mirt  '  ^pAi/i    I833ä;     A    alleinr    ^tfön  '.frousta   |  j  \%h,  h!in  ;  trie^an    31 1|,    j^it^  : 

mimmtH  I3&IS;  Wa  i>^  I309Ü:  fetner  v'*'"»«  (gcnunimvn):  mritJUn  IZ589; 
mamUtJH^  :  gilif  II5T9.    tt».i    hmtringmJ  'OCS.  MW    tarrUMl  8686. 

Dm  letil*  Grund,  den  icli  *r>(übrc,  Itl-  C  kennt  nur  die  Formen  nim  und 

•  fitM.'    in    den  A-Particn    komtnEn    »iiclt   die   c-Farniv«   viii-     itlm  :  ifgm^H   i^6b; 

XMia-tieim  9^83;  (vfr)jt/MJ  (ptc)  -  An^y  .haben'  5907  ■  aw»/  .wollen'  SI69. 
jJü»  , gehen',  inf  i  «tlUn  M90  :  ii,4tirMMf;fn  3213,  :  u'ij;<w  10375  :  rtnüm  11962 
(btnwi  unbckiinni  sind  C  die  KonlraM Ionen  kttt  .kommen'  (A  Kut  :  /Uut  '>39S  - 
Alii  9Sl>5  ^  i'ii''<J«  9533)  —  und  vcnie«  .veinomtnco'  (A:  vtrufn :  Jasrom  S6}1; 
f/j«»i>  :  oMkkm  [I.  M/Zi'iii'«]  I2.'M4<I:  di«  kontrah.  i^ji  .nehmen',  ^j*  .Eclien*.  htm 
,hit>cn'.  *ind  C  bekannt,  abct,  wie  »clK-n  aus  den  IrUheren  ((«legen Üi eh« n  Zitaten 
«ttichtlich.  viel  weniger  {^UiiÜg  ali  A . 

AUo  in  C  kein  i*(m  und  ^rw,  wohl  ober  in  den  A-Pailien;  C  bindet  oel)en- 
und  untonis«  Silben  teilen.  A  lehr  liHuhc  und  beaondir«:  C  tcheld«!  In  teilten 
Reimen  ceniu  (  {!,  <r)  von  e,  ■*,  a,  und  wiederum  t  von  .r  und  -f  —  tlic 
Auinahmen  kennieichneit  tich  schon  durch  ihre  geringe  Zahl  alt  vom  Dichter 
■elbfl  K'^'^tillc  unreine  Reime  ~,  rtlr  A  sind  f,  i,  i,  -r,  -ir,  ff  glcicbwertlf,  filt  A 
ö.  h.  fUr  die  A-Teile  tiiil  Austchlull  dei  C-Ganien.  C  hat  eine  nach  Priniipicn 
tcrc|[ette  Kciiiit-prachc,  »obnld  A  cincrcilt,  becinni  auch  jcdcsniAl  die  ITinitpien- 
loiigkeit.  Damil  i»l  doth  wolil  die  Krnge,  wo  wir  den  Rr|>iatentantcn  de* 
OrieinfiU  lu  erbticken  liftbcn,  in  C  oJci  in  C  -(-  A-Tcile,  gclOf'l.  Soll  A  der 
Unchrift  im  nBi<;h>len  kninnicn,  dann  be|;ietfc  icli  nicht,  vFXtiim  lüc  unfeinen 
Reime,  die  Bindungen  betonier  roll  unbetonten  Silben,  die  Formen  i'it,  ität.tgn 
Ijeradc  nm  in  dem  au»  A  angeblich  i;ckU>iten  C  »o  »eilen  tind,  ici  dem  an  Umfnni' 
einmni  tdelnern  Rr«i  aber  »ich  förmlich  Ubcrheuen.  ,Uer  C  ■  Dichtet  beiaiO  ein 
(einem  Ohi  und  bcucrtc  da*  ichlcchl  gereimte  Original.'  Ich  tlelle  nicht  in 
Abrede,    (Ui    dici   «uwcilen    der    Fall  tu  tcin  Mhcia[,    etwa  don,    m  in  C  so» 


13» 


gerade  m  riol  mit  auf  A  (240),  das  kann  ilocli  nicht  mehr  Zufall 
Mio.  Zodem  fiod«D  oich  leho  MS-Verse  nar  in  den  nelleicht 
äOO— 300  C-Vemn,  dio  in  A  rebloo,  t.  o.  eu  MS  651,  798  f., 
911  f.,  1434,  1454,  1488  f.;  «ndlicb  geb«n  die  Belege  lu  MS  80«*., 
123,  453,  510,  527f,  541  f..  738,  8»»;.  »II.  llOlf.,  1583f^ 
trotzdem  sie  auch  in  A  TorkommeD,  nacli  Ausweis  der  Lesarten 
doch  direkt  aof  C  lOrQck.  AllerdiDgs  liabeu  andrerseits,  so  viel 
mir  bekannt,  die  Panltelen  ans  A  la  MS  -205,  4-^2,  1018  f^ 
läOOr,  I88I,  19%f,  ä043  keJne  Ent^tprecbuBg  in  C.  Allein  lu 
205  ist  die  Äbnlicbkeit  des  Bolegp«  zu  genoß,  am  beweisend  lU 
sein;  4'i2  atamrat,  irie  wir  neben  werden,  arsprQDgllcb  mit  einer 
^Dz«a  Tersgrapp«  aus  dem  .Qeistl.  Streit*,  und  wenn  es  auch 
dort  heiUt:  ,sii  ist  die  Mchoneste  iinder  ia'  »tatt  ,dHii  hopt  iioder 
to*,  so  kann  dii*»  wiederum  nicht  viel  bewoiHon.  abgosahen  davon, 


I 


etorf  Rrlnhlahin]'  gtnie  nui  der  unwia  reimend«  V«r*.  tutet  wa  ein  uitrvtn« 
Scimpaii  »u*  A  ftkli  oilcr  diiicti  crn  rvl»  k)tn|,'cn<lct  rnrlil  »I  u,  «,.  vgl.  r.  B,  V. 
800,  II8S-IIW).  1433,  13033,  13034.  1341^  ii.  i.  Allein  Kteauo  «rirni>en  i«l 
ei  doch  iccM  unmlirachHalicli ,  ilall  gr»Uc  l'arlltn  [viiau  »seh  C  tcimcn 
lud  dann  in  den  von  C  «regj^lkttcnm  Trilcn  die  A-Rcimv  ><i  inhircich  timl; 
duin  tpricbi  gciailc  jtne  Wahmchmung  fllj  untcic  At)tl<lil.  Ueiin  wvnn  C 
WtikSch  M)  peinlich  gttixtt  koiriKittte .  wie  e*  na<li  jtncr  V»r*ut<i'li.iint;  der  Fall 
tcin  iDllßle,  *o  i>i  nkhi  abiuichcn.  wctbalb  C  die  oben  mitgcicillcn  wenigen 
n&rciiKa  Keim«  b«ibeki«ll.  F.nillich  («hicn  in  C  ebenio  auFrUlig  eincelnc  Wim 
oad  Vrnpaaic  mit  |e*tMen  kontonantMclicn  Uncbenheiicn.  die  ttch  C  wtut 
■Ural]  feU4(l«i.  vel.  lu  27»F..  443.  S3Q-  SU*.  738  u.  a.  cdtt  wo  pt  Veii> 
wIcbcTOiwut  *atltci;t  ».  B.  ll»^-llt*S,  1818— 18S3.  1860—1863  u.  0.,  und  bi- 
•Midm  S9I9— SUS8.  d  b.  d(t  Abschnilt  iv»  KfimUmm.  der  doch  nur  iwci  fllr 
C  nnrdDC  Rcinx  cnlliljl  litgün^iH:  ivi^nlln  3965  unJ  nvrrrn  ktrii  2983j< 
die  im  «rwvfi  Fall  durch  die  Iric^ito  Rcinedur  ftl-tn  -  Mj/rMn.  im  iwcilcn  durch 
WcglUKiag  b<*etti£l  weiden  konnten,   ohne  dat  gaotc  Ktipliel  tu  oprctti. 

Dm   Fehlen   de«    •  KoniiliuiRt*    in   C  (»nd    B')     ifibt     unt     KOgtr    einen   druit- 

ficbCB  Fin^rtcii;  Air  d«t  leiltlclic  Au»cin*ni)cril<hrn  de«  C-l>khIcrs  uod  de«  A- 
EfglBiet«.  Ich  laeinc.  al«  TNt^  mlirand,  ubt  dai,  Koniil  noch  nicht  vetuinraell. 
dcsbalb  fOi  dtn  Verfawft  nicht  aktuell,  wohl  aber,  weil  tniwüchcri  in  Aktion 
getrdm,  «Ir  den  spltrni  A-Bca<bcilcr.  Garn  «icher  i*t  die*  Artumcnl  jedoch 
dnhalb  archi,  «rcil  m  C  auch  wiche  Kapitel  Fehlen,    die    mit   der  ZcilECficbichtc 

nicht  unmitlclbiii   tcrbnBpIt    >ind.    i,  B.  ;vm   /'nKJafm     343i — 3532   U.    a.      Iniincr- 

htn  cnttchwlndet  un»  daduKli  di-r  Boden,  auf  dein  wir  sonst  die  ohett  ürenie 
Uli  die  KnlBlibsnKMcit  UDicmCcdicliIet  abitellen  konnten.  Wenn  nkmlicli  Batack  da« 
TN*  In  die  JalifC  1415-1413  ittiE  (■.  a.  ü.  S.  4481.).  *o  stutii  ei  iiih  dabei 
le<li(l)<Ii  auf  cl>m  iroc*  Kuoilltlcapilcl.  Elnch  ist  TNC  und  damit  die  M&glicb- 
krit  der  t^ntetehung  für  MS  kauai  vitl  fiUhct  aniuKttrn. 


I 


T4Ö 


(laß  der  Vere  genau  wie  in  MS  und  TN^  aach  b«i  Meister  Alt— 
swert  vorkommi,  der  die  MS  jedesfalls  beeinfluUt  bat  (s.  o.  4.); 
iÜT  1881  ItommeQ  iifinliche  W«ndangen  im  TN  anderwärts  hStifig' 
vor;  m  I9!i6  ist  der  verwandte  Belog  zu  V.  651  zu  v«rgl6iehea; 
2043  findet  sich  iveni^t«tis  in  ß,  die  ja  mit  C  verwandt  isL 
&i  bl«iben  nur  die  FaralleIeD  zu  V.  1018,  1019,  1200,  die  fär 
sich  allein  eine  HenlHzun);  von  A  gewiß  nich(  beveiüen  können 
—  um  st>  weniger  als  C,  wiu  silion  früher  aagoduutot,  viele 
otTeobare  Lacken  enthält  (rergl.  zn  TN  48,  73,  159,  270,  544, 
574,  6'28,  678.  «84.  95Ü,  1015  u.  a.) 

Für  die  Identität  also  der  Verfasserin  ron  TNC  und  MS 
Kpriclit  einmal  die  souveräne  Beherrschung  des  »om  TN  gebotenen 
Konnenschatzes,  wie  sie  nur  dem  Verfasser  des  TN  selbst  zur 
Vi'riOgung  »tchtn  könnt«',  wenn  wir  nicht  annehmen  wollen,  es 
habe  sich  ein  Leser  dasselbe  vollständig  ins  GeJärhtnis  eingeprügt. 
Denn  als  aiimittclbare  Vorlage  bat  e$  bei  der  AbfHiifiung  der  MS 
nicht  gedient,  wie  schon  eine  flQchtiga  Vergleicbang  ergibt 
Selten  wird  ja  ein  Vers  aus  di-m  TN  in  MS  gt.'nau  wiedergegeben. 
Aus  Zeilen,  die  im  TN  durch  lausend  und  mehr  Zwischenglieder 
getrennt  sind,  werden  in  der  MS  neo»  Qrufipen  gebildet,  umge- 
kehrt ges<!hloaBene  Versfolgen  des  TN  in  der  MS  weit  auseinander- 
gerisscn.  selbst  na  Stellen,  wo  »ie  als  Ganzes  recht  gut  gepaUt 
bütten.  Sehr  anschaniich  konamt  ilics  zur  Geltung,  wenn  man 
sich  die  Mühe  gibt,  die  obige  ZusammcDstvlIoug  nach  der  ReihotH  < 
folge  der  Verse  im  TN  statt  nach  detjenigen  in  der  MS  zu  ordnen. 

Dazu  kouimcQ  die  bis  ins  Kleinütc  xu^ammentreffenden  Reim- 
gebrünche,  soweit   sie  auf  die  Sprache')  zurückgehen   und  soweit 

')  Bf  cenD|rc  auf  äit  apllet  (a.  V,  1j  laigenä*  Unlcrau-eKanic  äef  SpfBcbc 
untcio  Gcdicliicf  MSi  wo  dk  Bclcjcc  aus  TN*-'  gelegentlich  liticii  «reiit«).  «owi« 
Buf  die  tbcn  volhoecnc  ncEtnUbcralclIung  de«  Rciniecbikuch«  in  TS*  u.  'I'NC  ' 
hiniiiw einen.  M.S  5lchl,  wai  itic  liflvoTgvIiabtntn  Unlcr^cliiede  belrifTI,  dufcbam 
lu  TNf  BfGcn  TN*.  Auch  hier  f<hUo  ferner,  wie  in  TTJC  die  TNA. Reime: 
.f ;  ^,  rf  :  «(",  <!  ;  uit,  iS  :  vti.  i  -.  u.  i :  tu,  i  :  ai,  a  :  <r,  ä:  tu>,  sitit  rJ'ftf:  idl  (rwi') 
IBÜS  u-  ■'  An  Einielhiiilen  itiL-rkc  vlu-s-  r(Jfn  *  thnt.  ftrft  :  l<^,  IH  (ind.)  nur 
Dilt  t.  ktirt  nur  mit  /;  khin  neben  kkit;  offtntür  neben  agti^tr;  Reimliildunccn, 
wit  'A:ar/MS,  »U  :  k«//mt  TNC;  ,U  ■  Ur;  dann  die  im  TN  (b«>.  im  TNC) 
nocl'  eficr  »Is  in  MS  miftrclcndc  Lm^clirribune  de»  Verbums  mit  (von  *.  V.  !3, 
90.  34/44,  Ö5.  09.  131.  SÜil,  -IS»,.  362.  380.  SSI,  ^90,  29S.  S34,  396  u.  >.  f. 
u   ■■    —     Abnclchungen  A  -.  i    MS  ciDOioI^i   m  :  t§c  (IdS  swrlmkl)    (cblt  In  TNC, 


ut 


I 

I 


v 


»Technik  (s.  u.  V,  2|  sind,  die  gani  analoge  Metrik  {».  n.  V,  3, 2), 

fmiir   i]i«   glvicbe   Nuiguiig   zur   Mural lüaliori ,    lur   «Iraatiacbea 

ScIiilJerang,    iter  OiUHtanil,    dȟ  die   MS  auch  vi  Stellen,    uro  sio 

ii(h  in  (los  TN  nicht  untiiiltelbar  anschlicßr,   doch  den  gleichen 

TuQ  iler  DarytelluDf;  b«)ialt.    tiii^lit  zum    letzten    ilas  gleicliattig« 

Vorgeben    der    Wideri    bei    Ikniitzutig   dn»   ,QeiHtliclien  ätieites', 

TOI  dem  sofort  die  R«de  »in  wird:   all    dns    erklärt   sich    ungC' 

iirangeD  kiium  aodtr'*,  aU  indem  wir   iür  die  HS  und    Am  TN  C 

nar   eine  Verfass«fiD  annehmen. 

:£.  Die  eben  ausgesprw;li«De  Antuthrae  von  der  IdeotitAt  dea 
VerEissers,  bei.  der  Verfasserin  d«r  MS  und  den  TN  (^  erliSit  fine 
ferner«  Stälzc  durch  die  Beziebungon,  welche  di«  beiden  Gedicht« 
mit  dem  .Oeistliclieo  Streit")  verknüpfeH.  Iter  ,yeivtl!fhf  rtrii* 
hx  jedesfalb  All^r  n\s  Mä  und  TN.  Niicti  PfvilTcr  sljimint  die 
Strißborger  Us,  der  er  iho  entuimini,  aus  dem  U.  Jbd.  Auch 
spricht  besonder«  die  Melrik  and  die  Il«iinb4!hniidluiig  fDr  eine 
frühere  Zeit. 

Stellen  wir  sutiäch«t  die  baupUAchlichateo  Purullelvii  iius  der 
MS  und  dem  UStr  einsoder  gegenüber. 


P  MS 

4ietL  Wmi  .vnalnikut 
Qit  Mn  uittii9«»ditn  gidkit*. 
8i  fBrvl  Im  buuicT  vor  drr  ubar. 

»Di«  uidr«B  ncmcnt  ir  »llt-  war. 
Sj  iit  int  hobt  unilrr  in. 


nstr 

53  r  Die  cnle  lii>iMCt  vrudiciL, 
Olir  ([il  il'-n  nii(I>-rn  |{el«il. 

lASf.  tit)  fnrcl  ritti  baniicT  vordenchar 
t>ic  «ndcm   iioincn  ir  kIIo  «sr. 

lA!).  8i\  IhI  die  »chöiicwtn  uudor  ui. 


/:»  (m  eminil,  nictil  lieber!)  Tclilr  in  TN  «>■<';  •> :  ü  (in  TNAC  iweJniiO 
tcUi  in  MS:  t»  <id«.)  i»  TNA<'  hiuf^g  kuii,  i«l  in  MS  imm«  langi  i  :  Ü  (MS 
ännali  eiMhdoi  In  l'N^i^  iHxn  16im>;  i^  '  «r  t'^N'^  3m«l.  TNA  (imal}  lU  in 
MS  nicltf  b«lr(^,  TN  kennt  Iw  ili«  t«hv>eh«n  Vcchn  <lic  Flcilonicnifuiig  der  t. 
L  inri.  pnet.  -m  nictit.  Dicte.  bct.  die  Irixcn  L'nitfuhirde  lattcn  ilcli  aui  dem 
vitl  (lattani  l'aihnK  dtn  einen  Wriket  nii^til  gcnU^nd  ctlititrcn  un<t  <l(Ui-k(n  die 
Watancbcifliichkell  unirKf  Hypi>llir<<  von  drr  IdtnrilHI  dt»  VetfAstrr*.  lian.  il« 
VvrfaMcria  von  MS  unil  TN>^  nietklicli  herab,  (imc  neue  Ausgalic  ile«  TN.  die 
■w  ilro  Vcrncliinpn  nach  tu  ctwaricn  linticn,  wird  Net  wohl  volle  Klarheit 
»clui(lni.  ätcher  isl  aber  icdcifnllt.  daß,  wenn  man  auch  inrci  vcnchicdcnc  Vct- 
f*u«T  uuirhnien  lu  mlltten  gbiitit,  di«M  rinindcr  niunduilivh  engiivdwandl  lind 
BfHl  ticb  TJel  ii«her  itchrn  «U  die  Verfaiart  Ton  TNC   und  d«i   A-Tril«  de»  TN. 

*)  Ocdinckt  in   Frt.   Pfeirfcri    .AlldeuUcliem  Obvnipbudi'    (Wien   1866J 
tS.  UI  0.;  t.  T.  tchon  «ciOfTcnilicliL  in  GralT'*  Diiitiska  S.  iiäi  S. 


I 


1« 


SM 


Ö8tr 


489  f.  Dmr  umb  h«b  littttrlichiin  mät      SIS  f.  Ir  hanl  mcbrlichen  niüt 


VA  nllnri  gfili'ii  Hingftn  gu. 
718  IT-  l>u  mit  tJiii  (i^irnt  iiiinnoii, 
Wiltii  groß™  loo  Tor  got  gcninneii. 
l)cr  dii'  Übel  tO,  dem  tQ  du  wol, 
S»  virt  din  ton  Tor  got  toi. 
FIQcbtiii  und  «chcll«» 
Soltu  mit  bcllcii  gelt«n. 

tili.  Ich  kennt'  liin  gi'broiUn  «ol. 
940 r.  Wer  mit  uiir  «Hl  bvatoD, 

[)«r  mnQ  fliii  und  ernnt  h<:>n. 

Wer  liDcr  liAKtid  ivartvt 

Und  Ainem  lib  tarCct, 

Dur  Wirt  fem  sixloa 

r»d  »iaor  vi|;c<nt  (rödo  tp-oß. 

Wer  Hieb  u»  gfitiT  lüt  bot  Ist, 

D«r  tut  roolit,  &ls  (i«r  Ja  gnl 

UEider  fiiiior  fig<.'Ll  »chvivrU 

!■■  vr  <l(iit  tndit»  wirt  i[t<wi>rl. 
153L  f.  I)«iiuda«uitT  würdiiiii  taidiKci 
man, 

All  icli  iibiuii^  rniniiri  froweii  titciii 
liHi). 
IMSI.  W«u  du  gibal  binielacfaen  mflt, 

[lt<r  üborLriflet  «.ll^ü  ght. 
1663  r.  Sin  spI  fürt  an  aiii  (räniclc  Tut 

Whk  im  iitli«licr  hnb  ic  hhhI  . . . 
ITlijr.  Vwi  og  niiil!  vil  liili^r  sin, 

l>iu  d«  «chnwonwil  itnr  iiiiiini<n  acbbn 
VI07  r.    Die  enfcel   ond  all  himiilur.h 
idiar 

Nemoiil  sinnr  tichifni  war. 


Zii  lüleii  güt«n  ditigen  gar. 
BlUIT.  I'ii  si?lt  dinen  riont  tnlniMii 

Wilta  Ion  gewinnon. 

Dur  dir  tut  ttbcJ,  äem  iä  d&  woJ. 

8o  wirt  ilin  Ion  vor  gut  Tot. 

Pill eb Ml  und  »i;h(jlt«n 

Solln  mit  gebot  gr\Ua 

(ef.  Matti.  j,  «V 
SOS  Ich  «rkcnnc  min  gebrMten  ««L 
7J7  f.  Wer  bi  gott«  wU  ge«t«i 

Dor  iniij  fli)  ande  emMt  haa. 
733  ff,  W«t  dem  Übe  »»rt«ol  [/.  mrta] 

l'nd*  sindt  giide  wartet. 

Der  fTurt  ui  atrilc  aigdos. 

Dar  Tiand«  frMe  wArt  ril  gra>. 

Per  fich  US  hiiXA  Ut, 

])«<r  diit  ol«  Att  nackfit  gat 

Ündcr  allvr  aincr  viuiido  ■wert. 

Ho  et  A.«-.»  todts  wärt  gew«rt. 
3TSr.  Wvl  wip  het  eiii«u  I«id(a  man, 

AI»  icb  vil  ineiiii^ii  libv  an. 


1M3(.  Sil  machet  früüch  den  inr)t> 

Sd  liberlriDet  alles  gut, 
385  f.  l'io  flclo  fort  ein«  Trcmedc  vart, 

^'m.  ir  dt'r  wfjic  trhA^  ic  wart... 
nr.  I'a»  ög4>  vil  lütwr  itiü»  siitt 

liBf  iiclinvii!))  wü  der  «ttniiu)  «cfain. 
407  r,  I>ie  eiigel  und  allo  dus  bvoieli 

»üb«  T  I 

Ncmot  ir  scbSne  war.  ^H 

Vorsttihe[]de  Parallel«D  geben  auch  aDüeni  Stellen,  deren 
RorrelatioTi  an  sich  nicht  sn  ofTenbar  ist,  die  richtige  Beleuchtung. 
Ich  begoäge  mich  dafür  mit  Angabe  der  Yerszatilen,  iadem  ich 
an  die  erst»  Stalle  jedesmal  den  Vers  aun  der  MS  setze;  98  f. : 
483  f.;  335  f.  :  71!)  f.";  359  f.  :  1005  f.;  501  :  S50;  5M  f.  :  867  f.; 
1053  :  537;  1057  f.  :  971  f.;  l'iöOf.  :  389  f.;  \lbi  :  780;  138ti  f.: 
941  f.;  1388  f.  :  Hat;  U38  :  173;  1819:94;  2051  f.:  413  f. 

Dach  den  früheren  Auitführungen  wird  es  nicht  wundernehmet^ 
den  ÜStr  auch  von  TN  benutzt  zu  sehen: 


143 


TN 
mitt  adiNt  lit:  nwe.  owa, 

Dil  iit  «ib  {«•ahclton  tcluia  mc 
IVit  DU  ut  Tan  mincni  kncdit  Zorn 

Lto  mai(«n  mniBckcii  Imt  ii-r("ni. 
ISKf.  Der  töfd  iprRch:  kli  bin  der 

Ich  dt  aber  (C  b(sclii*iit)  iii|i  und 

Dil  (/dUt  M  ^i?>  Stick   aiDOn   hie, 

■UcK  licn   M)Jrto  jofi. 
litis  f.  tt'Mi  n-  (kiit-<^lil  PnuhollI  hio- 
ieit  gtzn 
In  wikbns  . . . 
I33l9fll  r«n  HsdutcnBuniptman  Zvni, 
VoB  dem  iat  Biani|{  T«rloni. 
Wan  er  lal  gtUanieUiclMB 
I    Uni  vil  iiiciiuii  MilKJelieu. 


OStr 

S6St.  Rr  ichrci  Til  lAt :  nw»,  ow«, 
Ir.h  wil  (ulniaen  iiirmiT  miv 

73 f.  Ilii-  vtnlv  Dciir»'!.  mnii  lom. 
|)iu  httl   iuuii)(L-ii   uuui   lerlum. 

1^1.  [Kj  fj»eh\i  tcb  hin  licr  tiitont 
1I«U>  kmi. 
Ick  TciraU-  nikiiirgeii  mnii. 

77  f.  Sä  ilvhl  hip.  aA  atichet  dort 

ii:i  f  ^iIl   (iJie  vrashdil]  iDderta  Kern 
lii  dem  winn  . . . 

'£  ff-  Di«  ?i(^rd«  nonnol.  man  inni, 
Dia  hot  iiiani^B  ihkii  Titrluni, 
&ü   ritvl   ijrinioclidio, 
Sü  eovil  iiivmRn  eiil«ich«ii. 


Vgl.  KodiTN  »Uf.  ;OßLrWf.;  1190  f.: AS  f.:  2iH8:7SG:  8161  f. («.  13857 O 
^71  f.;  M62f.  :889f.:    18171  f.:  03  f.:  13608  f.  :  881  f.  .i.  ».  «. 

f         Dar  «ine  und  ander«  Vers  Mli«iDt  «rat  durch  dAs  TN  niu 
dem  OStr  in  die  MS  gekoinmen  la  sein;  vf*].  etwa: 


^  G8tr 

^TBT  f.:  0*  »niel  ili  »rtn 
^  nir/J. 

•     In  der  tielUn  Mr«    fi. 
/inj. 
44  Al»o  kerm  wir  dl« 
^.  witen  lehen. 


TN 

£3JI(nriAMin)«U<>««irlt 
tc  nur 
In  dorn  hel*i!b«n  für. 


MS 

7SSf.  Uiuini  vtirdalloa 

diu  tv  iiir 

Villichl  tu  duni  hol- 

«clinn  rtir. 

dOSI  Also  miin  bOrt  di« 

maiitcr  leben  u.  «. 


S2Ö9  dk<  faoort  inui  die 
mkifttAr  jeli«n. 

Bemerkenswert  i^t  biebei,  dall.  wenlgatcns  sa  weit  icli  di« 
Proben  gemacht,  die  Reoützung  (Iok  QStr  sich,  abgesehüD  von 
einer  nicht  ganz  sicfaeiD  Aasnahme,  nnr  t'&r  jene  A-Psrtien  de» 
TN  nachweisen  UUt,  die  auch  iu  0  vertreten  sind,  wahrend  um- 
gekehrt auch  solche  C-Vers«  uuf  den  UStr  zurückgeliii,  die  A 
Dicht  enthält.  Also  eine  neue  Stütze  fär  nnsere  Zttteilung  oincr- 
ceits  der  C-Partien,  andrerseits  der  A-Zuaütie  äos  TN  an  twoi 
fenchiedene  Dichter.  Die  Art  ood  Wem  ferner,  wie  sowohl 
TNC  tln  auch  die  MS  mit  dem  Versgut  des  QStr  umgehen,  bes. 
was  die  teilweise  Cinsotzuiig  desselben  in  ihre  vernilderte  Metrik 
keUifTl,  und  die  Tatsache,  duU  die  Verrasserin  der  MS,  wo  sie 
rieh  crinoort«,   einen   Vers   aus  dem  UStr  schon  Ttir  das  TNC 


I 


144 


lurecbtgeschmiedet  zo  haben,  auf  diesen  zurOckgrilf,  sUtt  direkt 
aas  dem  ihr  JedesfalU  vorliegeBden  QStr  zu  tchSpfen,  spricht 
witiderutn  lU  Gurutvii  uoücrer  üj-putbese  roo  der  Identität  des 
Vvrraitiien)  des  TNL'  und   der  MS. 

Üer  GStr,  steht  zu  TN^''  und  hesonders  lur  HS  nicht  nur 
vregun  jeiior  Enllehauoften  in  Beziehung.  Auch  die  Sprache  ist 
im  Oanitii)  und  OruUen  dieselbe.  Trotzdum  kiinu  aber  von  otoer 
lilentiÜziorung  ihrer  Verfasüi-r  nie  die  Rede  sein.  Der  Dialekt 
des  OStr  ist  doch  am  Ivicbt«  Schatticrnngen  von  dem  der  MS 
und  deä  TNC  verschieden').  Die  Art  der  Darstellung,  der  Ton 
der  Erxühlung  umi  Schilderung  ist  gunz  und  gAr  Haders.  Reiuc 
Spur  von  einj^eschmufjgelter  Moraliiiation,  kein  Halben  Dach 
Alltag^ri-ulistik  trotz  ußverkeunbarom  Slrebeu  nach  cbaraktoristt- 
scher  Xi^ichnun^.  Vor  allem  sticht  die  Iteimtecbnit  und  die 
Metrik  vnii  den  beiden  anilern  Gedichten  angenehm  ab:  Reim- 
biiulungen,  selbst  der  Dreireim,  findeo  sich  darin  nichts  sondern 
nur  regelrechte  Betmpaarc,  dagu||[«ii  wird  der  .verWleac'  rühreudo 
Ileim  im  Qegenitatz  zu  JAS  uft  verwendet.  Die  Metrik  ist  gut 
mittelhochdeutsch,  bei  fehlerhulten  Veri^n  I&ßt  sich  das  nrsprQng- 
lich  richtige  Metrum  loicbt  bcrstoUen. 

Im  Lichte  dieser  feineren  Gegcns&tzo  rOelea  die  MS  and 
das  TN''  noch  ntiher  cueammen^). 

3.  Einige  Stellen  der  MS  verlangen  eine  bei^oadere  Ver- 
gleicliong   mit  den  Marienklagßo  nnd  d«n  Alexiuslegenden. 

a)  An  die  Marien-  bez.  Ctiristusklagen  erinnern  der  i.  und 
der  12.  Abschnitt  (Schilderung  der  Passion  V.  229  fr.  und  Klage 
um  den  verlorenen  Geminnteu  V.  1222  IT.)  Ich  habe  schon  be- 
merkt, daß  ich  datOr  einu  b<!iitimml«  Quelle  nicht  angeben  kann. 
Doch  hat  das  Gedicht  einzelne  Verne  fa-st  uder  gaut  wCrtlich  mit 

■)  Rervorgtlinken  ttien  lU  nolclie:  ^n  ÜDlrnsuhieil  iai  Gebrauch  <1ei  Reime« 
tut  :  <)i*,  der  in  der  MS  den  Keimen  ronaw  :  «v,  Jw  :  diy  weit  dbct  lii,  ioTNC  ihnen 
un{,'eßihr  yleiclihofflnl,  hier  aber  nur  Aumalinie  liüdct;  —  i<.M  vor  r  lii  hiei 
nicbt  HU  bclc^cn^  —  M»  feblti  —  die  Mcidua);  d«  Synliopc;  —  die  Bindungen 
p  :  i,  i-.ti.  hl :  lt.  i  :  r.  r  -..i,  i  -.t,  t  :ni,  bc«.  hÄuTii;  /:/(*).  ilifl  MS  ni«hl 
aufivcisi,  (/:/  in  MS.  TN  nur  je  rinmal);  —  Meidung  de*  idv.  In  im  Keim;  — 
dcc  Reim  •<  :  -/>•  (^  m*l,  in  itt  MS  außeni  lelleo):  —  t-ltm.  vil  *i.  s-ikttt  «ic. 
i«t  hier  Rcevt.  im  TN  Autiuhmc.  fckJl  ta  der  MS. 

■')  Hai!  cIct  fiStr.  latiOweit  «uch  itnuer  Uedichl,  tut  Piycboinsckle  d«t  Pni- 
dtmiu*  in  kerner  ftedchung  itcht,  eniocliaic  iuli  GnfT,  Uiutiska  I,  t^i. 


Hd 


der  einen  und  andorn  MirienkUge  gemein;  wir  find«a  sie  zum 
Teil  auch  in  den  Aleiiuülegunden.  wo  diese  eine  äboHche  Situation 
bieten  (Kluge  der  Mutter  um  den  «Dlllolienen,  bei.  unerkannt 
gMtorbenen  6obo).  UnprQiiglich  wohl  deo  MKI.  entatammead, 
gabSrtoD  sie  schlfeltlicb  lum  eisernen  Bestand  aller  derartigen 
SchildtrungeD;  Tergleiche: 


MS  8111  f.  Adi,  *i«  »M  ir  ilio  Mnr 
m  gar  vcililirJicn 
Vod  it  krad  «i>  ftr  «ntwichirn! 


f.  S.J7.  F.  97/  .■  0  we  mir,  lirbaa 
kint  /  wie  g&r  *llr  •l«(n  wsiifjul  ■iiil,' 
Tol  scr  an  dir  Tciplicben  ;  dvinc 
crifl  ,'  ani)  iti^ino  tiiadit  .'  I»t  dir 
gar  out«icli<in.  fii^/.  n.  5.  (^  ir.  y/;^ 

JfariatU.  M  WA'  nt.  JIM  Str.  4,  j,  S. 
JSS  V(r*n!l.0.S.eo). 

MA'i  fSeAinhifA.  «.  „.  O.  ///,  S.  jS. 
y.  ^j)-  BUcli  i«il  Diid  «eil  «er 
mir  t«  laitk. 

Mtr/M  H'Ka.a.O.Slr.i.  ijt:  Wie  iol 
na  «nnsn  ntlr  wnun  (»trf/.f.S.Sj/. 

.VfA.i»Aif4  «.*.  0.  /,  S  SS.  ^.  'f.:  OWe, 
icli  hau  in!ii  linkes  klnt  vurlorn, 
iiwH,  liai  ich  ie  wart  it^bocn! 

My)  l>  y,  1044/.:  «r  mir  blul«  iiiid 
iemur  a«Ii,  dax  ich  le  worlde  naxt 

i"-  C  y.js'/--  "KI  hin  ich  liebiM 
tut  ilir  *loni!  wf  <ln«  inh  io  «an 
geborit : 

Se-AJßitAa^i  a.  ii.  C.  /,  F.  </7/..'  ou  luui- 
iiM   fslor«  troite  /  ilo   nehol    inh 

b)  Mob«,  Schaaspiole  d.  Mittelalt.  P,  S.  \^-2  litiert  aas  der 
MS  die  Verse  1086  —  1092  (nacli  K)  und  erbliukt  darin  eine  An- 
lehnnng  an  den  Alexius  des  Konrati  von  Würziturg.  Allein  gerade 
Konrad  \.  W.  koiurnt  ni.  R.  weder  unmittelbar  nocli  mittelbar 
als  (Juetle  für  uiisre  Stelle  in  lletiacht.  für  denjenigen,  den 
nnscre  frühem  Ausführungen  von  der  Identität  des  Verfassers  des 
TN  "■  und  der  MS  nicht  zu  flberaeagen  vermftehten,  isthierdie  nächste 
Quelle  vielmehr  wiederum  da«  TN   1391  —  1397;    Mi  luff  zi  Jutifftt. 


31 1   85  kiut  'lau  Uflt,  ila4  ?iin  dir  tmi. 

laca    Wi»,  >it  uad  wil   Ut  mir  ao- 
Ui«, 

ISSO  Ach  gut  irle  aol  ea  mir  itnii! 

MM  0  «e,  das  mwh  min  miliar  i« 
gfW! 
ef.liWf.:  Oavigcr  goUtnir  «Kicer 

«Ir  Ilir  |{ebam, 
DeoD  dini-ii  ma  bin  rerlom. 


SOTO  In  dem  hflchri^u  truiit^ 
Ua  biii  idi  vor  dir  srhunc. 


*}  MasiinaiiD:  SanCE  Altxiui  Leben,  Quedllig.  und  heifii.  IS43.  Die  in 
d«D  fo1{rad«fl  Zilalm  bwifcfligtcn  BiicIiHabcn  (D,  F  a.  n)  beicichDen  hior  Hie 
bctrcflimdcn  Sticke  bei  UawiDiDn. 

Baal,  Ul«  nlUDMcIa  O«*!«  1*^ 


I 


IM 


unärr  aitur  Htgm  Und  teurd  tant  Ale.riv»  ffettit.  Dfr  laiä 
vumig  un/fffdl  Dndtr  niw  pattera  lUgen,  Da  a*  gibemthtn  jor 
wQis  ffeteffen.  Der  mocht  </at  vä  trbütm  Und  tiea  »ü-h  mü  tar^ 
tpuoUn  beicküdett.  Dazu  die  Verse  3360,  3361:  O  den 
hailigeti  inan  [satii  AtartinJ  Sol(en  at  zuti  oim  forhild 
kan.  Nach  unserer  Annahme  repetiert  der  Dichter  ditser  Verse, 
eben  sich  selbst  ia  dor  MS.  Welches  der  rerschiedeneD  Atexius- 
leben  er  aber  bei  Jbrer  ersten  BedaktioD  benütite,  lasse  ich  dahin- 
gestellt Wenn  neben  dou  kartpülm  ^n  Hinweis  auf  das 
glorreiche  Hegrfibnis,  der  im  TN  fehlt,  liier  au^tchlaggebeod 
ist,  so  kommt  von  den  Aloxiuslegcnden  bei  Maßmann  ('  oder  f 
in  Betracht,  keinesfalls  aber  />  (Konrad  r.  Würzbnrit).  Ich 
setze  hier  neben  den  Text  des  Gedichtes  die  Stellen  aus  den 
Bearbeitungen  der  Legeode  bei  MaUmaon,  voit  denen  eine  Bnt- 
lehnung  denkbar  ist. 

1086  Sii>eh  lui  Ruit  All«tiaB  leb».         C   TM:    Das   ist  cant  aloiin*  1e- 

b<.'u  . . ,  (A/ütiiAiift  fit,).  Qio  bebt 
sich  an  saut  aleien  leben  f/Af- 
<litt.  fftj  S.  77. 

7Mi.0. —  GV.a64  :  ao  donct  n  ini<:k 
cio  heiliger  man.  F tjb^:  ifknAo 
«I  ist  oin  b«il  et  man. 

7'A' ».  0,  -  Fts'<}f.-  niit  da*  er 
()^L)  uns  JjM  Ivbi'it  din  Ui«  hie 
ein  «picg«!  »in. 

C 4*6:  lin  f;rA]i  ilax  wart  ntieli  rieh« 
Ton  «ilbrr  tint.  von  jfoldo.  (Ätv&ri  G 
^oS  f.;  Jen  goidentn  Sarg  trvüAit^n 
A   toSof.,    D   tjjlf:     KtaiÖff., 

C  tisU-  Ä  HluAgen  im  te  apUe  dar 
da«  spfiolüch  iu  der  Nwine  kttr. 
V  iji.:  umle  ^Hhi'D  Im  daiinc  dar 
HcliCiKxoliipGDluL  äiiiie  kar  itf  ■• 
dar  xMo  dj«^  koch«  icicngrn  dar,  a(i 
•i\  die  acbStEäln  Inm«  kar  gowno- 
ncbon  untgracbwanctcn:  under  die 
at<^  <i  Ol  icbankton  und  acbot- 
tent  Af  den  guot«n  man. 

C  bietet  also  das  goldene  Grab   und   das  Speisen  (nicht  Be- 
gießen) mit  dem  Spülicht;   >'  dos  Ileäch{l.tteu  mit  dem  letzternj 


1087  D«r  waa  ful  aii>  liailig  man. 


1088   Den    «oU« 
han. 


i!l    nin«m    TorbOij 


1091    Dell    gobaio    lit    nii    in   aitiem 
giildin  sarc  (grab  K\, 


1092  Der  ror  mit  ][ars|i11l«ii  bcinhilt- 
lol  ward- 


1 


I 


14T 


dttti  den  Uinweis  auf  Älexius  als  Vorbild,  erwähnt  aber  du  Grab 
nicfat;  /)  (Konra'l  v.  W.|  nor  d«Q  kfistlichcn  Sarg,  nivbt  ab«r  jeoa 
viel  iodiridocllarn  Züge. 

4.    Aas    aadem   mbd.    Ovdicbtoo    lusen   sieb   «twt   folgtado 
PanlleleD  aafweisao: 

MS  ij4/.^  Slhint  17  kln  ilbnr  diu  feld  aA^t  iträO  hnr  fRn,  Dm 
MhlnwinU  ■!•  kill  WOlC  ■■.  Bi»  Neant  Uni'.  Ven^  lUn  vtrtrttmk»tii  kridirm 
(S^mmtUimd  J.  Ut4tr  •  4  J.  rjaQ.  At-  »,  A.  Sdbuülr  In  C/BW  iM.rii)i  Und 
[nu]  ict  gleii^  «ie  <1«d  wulff.  Der  ny«  kejo  peftl  K«<*wi,  (JnD<l  wo  «r  UuflV 
aa  t^atjtm  tu  die  btWn  i>>wroB  an. 

J''S  ''JL/'  1(^1*  ">'  M  die  «ndrun  Koiii«Qei)  l«a.  7W<(,  /fS^t-  Ich  wil  n 
Jwb  <l»tt  ceDieiea  lin. 

AO*  '#'/■  Hi»  buift  «r  >7  uff  stvn  Hin  tft  der  instti  gon,  ...  £•  irt 
docb  jar  fr^i;«  (cf.  471).  Xrltr.  (StAnrJ/r,  1*947 fj-  «ripra&h:  Jtfrro,  ir  sslt 
<tr  aUn  iBo  der  nwUlnc  gäo';  ir'-  Wathrttm^t,  Aitd.  Uti^?,  Sf,  99^.  tt> 
b#  ipncb:  Jurrii,  ir  mit  nf  stnivn  luid  in  d«r  mort^no  gMin'  .  . .  Am  horiAKO 
sptsek:  ,«  Ut  nocb  »  fruC;  7r/rf  ts'^^:  und.  liivi  !UBl«t«ii  Qf  lUa  ind 
ndt  im  bii  t«f  mcUln  gän. 

JV5  .(;#  Nkcb  dvn  itfind  minc»  hertion  gi«r.  /<Anv.  «r,  j  w.  /.:  Dir 
■■eb  aUt  nir  mini  bu^on  gir ;  iv/  .l/irr/.  j.  ^  k.  a. 

MS  joi  Aeb  vii>  wtc  \i  die  lant  h»  gar  Torbliclieii  Und  ir  krafl  10 
gar  entwidien.  Crt^,  4jjj  f.:  diu  rßx«iiv«r«n  entwich«»,  diu  ■choonc  gar 
t«rbIicbeB. 

,V5  jrt  Pas  sSltinC  an  schon  fmircD  nnd  man.  S^^ümA  Gmiuamt  tb, 
S.  i73,  y.  4^--   l>aa  mnUtMl  «ohcn  fraiiwcn  und  man. 

MS  jjs  Ir  lib  ir  kaintn  »chadcn  IBL  AUm,  g8,  tj:  Uoffart  ir  kein 
teb*d«&  \3M%. 

MS  4r^  ...  Oit  allen  unt<))(ondeii  Kelalt,  ,lArf.  »s,4n  8i  iflt  den 
ta^Dden  |[ti«t  iE«leit. 

.V.^  4tt  Sy  i%%  d«>  liubt  untlor  tn.  AUm,  rof,  /j;  Die  Ut  da*  boupt 
Uhi(tt  in. 

;i/5  JOI//.  Üai  umb  wü  icb  dich  hie  bukon  Und  dir  din  ruggcn  benn. 
PfJ.  Graf  DiMiU^  I,  jt6,  S^nnMe^t:  11er  Htneti  vaddn  nit  k<ip&t  Un  lyii  «ip 
nH  bnkkil,  I>er  bet  den  «raten  itich  Torlnro. 

MS  JS4  Dan  icb  •>«  mftfi  nehmen  vergilL  AUtii'.74,  tj:  Daimaoi 
Uk  nlli'S  li4n  fflr  Knol:  ■>■  <»• 

MS  J78  leb  üteli  weder  «»nncm  nnch  mun,  /#*if.  Tu^t/JÜ  Ckrcititmt  Itil- 
ertiiMMt:  ...  ao  irtll  icb  dich  fllren  lasnen  an  ein  ort  und  altda  iulegea,  dal) 
da  weder  aunn  neeb  mon  niemerme  soeben  inlU  Bill*ityf  tUitri  S.  iit  ut 
tS  (eft.  t.  S.  63}  Ijuurttt  ibSo:  In  cUieu  turn  «r  in  WArf,  DA  er  »unncii  noflh 
den  minM)  »ach. 

.V^'  I4j£.:  f.*  ward  nie  kain  «dnder  »o  groß,  Wolt  er  ron  den  atinden 
Ion  U»d  bicbt  und  blifi  danlber  hoaton,  Oolt  wurd  ao  milt  und  so  gftti 
Du  er  in  buhlte  vor  der  hello  gl&k    Grti.  j4jqf.:  nu  Ut  nietnons  «lind« 

10* 


Dar  hau  an  «oaoac  *■ 

■  Jt-J-    AI« 
<#gbjv-   S*  ut  <• 

Oft.   JMr   aU»**r»ak 


JU3  ««*/.  Dk 

^a  te.  Dm  lit  MB  |M  A 

IM«,  Der 
4Mk  Mt  Mden,  Dm  «iUn 
JKS  «//  ».  rf.     Dm 

m.XXX^St    I^a*  «>>  ic^  *•>  »i* 
iJh^.  Umä^  y.aam.t.m.0. 

MS  94*/.    Wer  $iMx  WfM  «am*    Cb4  liMa  lA  nrtet Kf/. 

Jtmt.  ji,  ^    Da  rabdi  tarn  w^atfcg  nrtrt    D>  v«  4«  IMü  «srt«t. . . 

J^S  /(MO  0  ben,  V»  te  rOt.  4u  «il  kk  «cL  Amw.  so.  i-  Wi«  du 
■dt,  •!■«  •d  oacb  ich.     7rH«.  t^ooj:  («sf  tr  «dt,  4ar  nl  — «h  vA. 

MS  teoi  Icfc  «il  machen  Utk  loli  ta  hnüt .  . .  j4faw.:  H««t  lop  da« 
•il  idi  mackca  hnit.    V.  p.  7frA«K,  TMmm  jö;  >Id  top  du  vtrd«  wal  m 

Jf^  /o6t  UiS  gnadtatnnk  fcab  m  Mir  le  MAr,  Sa  ■ftchUi  gclidcn 
daa  ■{■iieKr.  TVm/.  tiijf.'  ^ai  ül  der  muBMi  Cbw  «in  wnkM«ditt  itiarc. 
axnv.  ;,  a:  DircUncbUg  «ip,  <Ub  fflioac  fBr  I^i  t«t«r  briniu-B  pnJr  nn 
allr.    JV:'n'.  y^/,  /^/I.~  Mit  tr  «»«■)  niute  finrr  nnd  febint  in  ynote  itiurr. 

MS  nt4/-  U«d  wfHfnt  itik  gMchn*««  u:  J)«  aoll  sn  ftia«n  ak«r 
Jwven  gks*,  ly/.  Grt(.  »6jtf.  (Drr  füfier),  fj  ucm«  hu  ia  dlnn  biuil 
ein  haa««r  oder  «ia  gvt  itAane  din  unbetail. 

.1/5  //pp  Weut  du  Pi  dir  gang  altrcf;  alt  «beiu  .:^M(v#«vA  f.  6Xg- 
Si  atneii  (/.  «racn!)  Atn  et  ine  allcwngc  ginge  »o  «bon. 

MS  i»t6/.:  Belff^nt  alli'  mit  mir  «p«h«a.  Ob  in  iäiBAB  knnn  i>neli«n. 
jVu».  IS.  II  ...  Ob  ich  iergoDd  knad  gciiehcii  Od«  tod  «IUoii  mOckl  speheii. 

.1/5  /<jv>  Wikffeii  ,  icmer  iKlff«n!  Atim.  ts^,  19  Adi  «aflen  Ahot 
walfcn  :  ty/.  .ViC/,   ///,  /j  b.  fl. 

.iV5  1*^0  ff.  . .  .  mir  nlgtr  «b  ni«  gcborn,  Dmn  dinon  ana  haa  Torloni. 
Vgl.  1234  0«e.  dM  mich  min  mfiter  ic  gebar!  Grt^.  atSff.  a«£  mir  anncti 
wlbo,  ■^Kt  luo  wart  ich  in  gch»m  't  nandr  ich  bAn  durch  dich  Torlom  gol 
und  OQch    di«   liute:   Oft.  TMiUh  laStß.,    1 1700g.  m.a.  (firmer  ytr.  /j.  j«; 

JW  J.    lO.J 

MS  ijj6gf.:  Ich  han  ir  und  ic  gebvn  A!l«in  dem,  du  uf  crd  hat  du 
leben  l'ad  in  dmn  himd  ilar  lö.  Vgl.  Atari.  a^o.6vff.:  Diu  eratt  ie  l<biBd«n 
goiit  butAlloin,  du  iiT  »dti  lebet  Aid  ub^n  in  dttn  lutton  avebH  Und  knn- 
lieben  elliu  dinc  .  .  . 

MS  ijSj  Niciiiiui  mich  erlüichen  niai{.  ^Anr.  //;,  /p.  Nleman  aiv 
T(fl•^M!bon  kau. 

MS  1441  Sinei  latera  rieh,  das  htmcUuli  land.  Trul.s6j4  1  inen  Tuten 
«rtm  und  «1  «in  lant  u.  ä.  o. 


i 


UÖ 


AfS  rjjj/.  El  Ul . .  .  nuiid  iD  mitnil,  Gr^iOor  Mi  ward  nio  kunil.  7ni/. 
*jo»j/.-.  und  leitv  ir  niiat  an  iiinvn  miint  nml  luKto  i»  liunilcrt  tüicnl  »tnnt. 
THc.  tSaoj/.i  \r  wmtvtfi  u  «inäiu  «U([o.  Ir  muni  ui  «liwm  mundß:  r^.  t. 
^•9S/  '.*■'■ 

MS  ij66  Hott«  iodi  «in  menuih  inir  min  rtUer  unclilftiti>"  ■  -  -  Mim: 
lao,  ii:  Cnd  b«tt«  ■(«  nir  mioeii  rstUr  otKlftguu.  Kf-raä  v.  trünt„  Ott*  «>.  J- 
B^u  (Lamtit,  Ifi*.  tSjt)  '•'.  tsoff.:  <l«r  keU«r  An  b^ffondo  jidt«n,  biet'  er 
d«n  Tat«r  ■!■•  cnlag«n,  er  IJeio  in  »in«  hiiMe  traicen. 

MS  tSotff.  1%  von  dir  lunH-n  giid  bettmi,  I)u  mÖJit  mit  mir  den  rajgc« 
trett«n.  yttruHij,»irrJ.  7NirMam  ftfi Stfi-nmn.  JVfSitS  tj,  f  .Dil  ATesttrfi'fti'^: 
Vaa  hilft  nick  un  min  b«t«n  ?     Idi  niiiec  <Ie4  (Mdo*  r«ieu  Ueten. 

MS  tSifl  Waan  'In  !finiXM%\  but  <lcr  rinb  kaitor  yäl  otc  (%/<  ^//^fv 
ySr  äU  Batidumair  GeVa  6tt.  Okriiti  ab  kcixT  w,  •(.  j.  IK  Grimm.  KmraJi 
w.  »'  GM.  Sd^iiJ,  (BM.  1840)  S.  XXV!  mU  XLVll,  vn^nf  ifr^it,  SMiuytr 
S.  416  *m  /#  kkmriU. 

MS  tS4j  !>■  mHatiat  e*««Uob  bne  «Ja.  l'^tStJ  {p^  biit  min'.):  44 
uiDoti  iBUBcr  driOBG  stn. 

MS  ffijw  D«r  Wirt  bald  di^r  marler  ((eOtiU.  Hf^  "■  Trimi^ix  mutrht. 
AM«  A-.  if^.  TSUntt»,  S.  IS:  DaU  ieb  bin  <I»  ULTtyrcr  n«noB. 

.KS  /077  Alli-  lag  un  bfiiili  m'nl,  du  aoilar  brfit.  Miur  litimiruhi 
''.  TJaf.:  E«h  (indu  <lir  nocb  hiHto  «in  baon  und  brite  dir  ab  oinox. 

MS  ro^sJ-  \^*^',  ich  "od  A\\  xind  all  aio,  AUus  wirt  alns  iis  iina 
■vain.  TViu:  41X?;'  alsa*  »'>  wären  »'ander  in  iwein  mit  wiU«n  iiiid  mit 
inaftt«  a]  «in. 

Sonder  7.«eir«l  würden  die  hier  nicht  bärücksichtigten  xt\A. 
Hicbter  die  vorstetiGoda  Reihe  noch  um  manche  Parallele  bc- 
reichcni.  Trotz  der  sprechenden  CbereinsliiuDiuDg  vieler  der 
riDSDder  gegenüber  gestellleo  Verse  glsube  icli  doch  eio«  unmittel- 
bare AntehnuDg  der  MS  an  eine  der  zitierten  l>ichtangen  our  selten 
uaobmeri  su  dürren,  am  ebeat«a  noch  an  Meister  Altswert, 
die  Kaiserchronilt,  den  Totentanz  und  vielleicht  Gottfrieds 
Tristan.  Färmuichen  Vers  haben  nir  ja  schon  bei  den  Mystikern, 
die  hier  docli  in  erster  Linie  heraimuiichen  sind,  die  Fonn  ge- 
fuDden,  so  etwa  rar  V.  918,  1006.  l'^30.  173'iff.,  1766,  ?045 
(s.  o.  S.  83ir.  und  108  IT.)-  ^^  noch  hieibt ,  das  mnd  meist 
Formeln,  die  zum  Gemeingut  der  mhd.  Uichtung  Oberhaupt  ge- 
worden  waren.  Immerhin  ist  ex  interessant  zo  beubachteu,  wie 
•Bcfa  die  geistliche  und  mystische  Poesie  sich  dasselbe  zu  nutzen 
maebt. 

S.  Ein«  Sonderstellung  inr  US  nimmt  Heinrich  Witton- 
weilers  ,Hing*  ein.     Er  bietet  nämlich   das    erste   und  m.  W. 


lüO 


eioiige  B«i9piel  «iaer  literariscben  Aospielang  anf  anser  Qedicht. 
Die  wicbtipgten  Aukliogo  bieten  sich  zti  MS  V.  215  f.,  1698  f., 
1732  ff.: 

MS  mag 


tIS t  .. ,  Vnd  Wirt  brjniien 

Ton  ussncn   und  von  inrit'B. 
1698  IT.;  Hoin  lieb  wil  hoa  ain  tainet 
horti  Mllun 

ÜDd  mit  niomiui  h&n  gamaiu. 
I7S2  (F.:  E(  iat  .  . .  ihdikI  nn  miiiHl, 

(Grööur  frrui  wnril  iiiu  kuiid) 

TTnd  bruit  an  brüst, 

(Wa.  ward  ia  großer  liittt^ 

Dam  timtueo  noch  die  minder  auRfllligen: 
MS 


lud  42;  fit'rtschi  «olt  TcrprinntD 

Aiitienttialbo  und  innen. 
13,  30 f.:  Won  ich  vwer  pia  »llllne 

Dfti  Dtoinwi  hab  mit  tiijr  gcmaine. 

43d  HB.:  .  .  tU  mundul  »ich  ta  aianA 
Gfifu^ol  liat  in  «dtiier  ituiid. 
Deiiivn  priialul   tnit  tiiaincr  pnist 
ßotniket  Bind  aa  gar  mit  last 


88  VHIicht  hi-'t  an  undor  »ich  gvton. 
697 . .  Daa  er  iii  kflnt<.'ii  iaiuii  inaclict 

alt 
1002   Won  dt  und   wÜ  Ut  uur  uti- 

tuig. 
1288  U,  witf  bald  daa  nftrri  Honrcheii. 
ISfil    Er    wand,  er   1i«tt  es  wol  ge- 

Kduffet. 


Bing 

36,  37  S«y  lii«t  ch  tintvr  sich  (;«tui. 
22a,  19  . . .  di»  jutijcen  Hmabcn 
MK<i1iunl  ttll  ]n  kvKccn  t«geii 
:)i,  *6;  Ud,  20:  Weil  und  ttl  was  ym 

te  I&ncb. 
47b,  7:  Das  würd  an  una  geroclien. 
lOb,  19:  In  daiictit,  «r  bicts  gcachaffiTl 

n'ol  II,  n, 

DaÜ  die  MS  ihre  Verse  aus  dem  ,Kiiii;'  geschöpft,  davon  kann 
koine  Kede  sein.  Oanz  abgeseheu  von  dem  UmsUnd,  dsQ,  wenn 
die  MS,  wie  wir  annehmen,  einer  weibticlien  Feder  und  dann  wobi 
derjenigen  einer  Ordensfrau  zu  verdanken  ist,  diese  den  ,ßing' 
als  verbotene  Frucht  von  sich  weisen  mußte,  eofern  er  ihr  Ober- 
liaupt  ZD  Qesicht  kam,  ^o  w&re,  hatte  sie  ihn  benQtzt,  dia  Au»- 
beatunt;  eine  intfjnsivür«  gewesen.  So  dürfvn  wir  wenigstens  aus 
iiirem  Verhältnis  zam  OStr  schließen.  Der  (Bing*  bot  ihr  viel 
mehr  als  dieser;  seine  luhrhaften  AhscliniUe  wären  tür  ,SiU«n- 
preiligtcn'  eine  ergiebigste  Quelle  genesen,  und  die  Neigung  zu 
derb-realiMtiKher  Darstellung  hatte  hier  eine  mit  krassen  Parben 
Oberreich  besetzte  Palette  gefunden.  Aber  weder  nach  der  einen 
noch  Dach  der  andern  Seite  hin  weist  die  MS  ein  oilheres  Ver- 
hältnis zum  ,Ring'  auf;  selbst  so  den  oben  zitierten  Stellen  hat 
sie  immer  näher  liegt-nHe  Parallelen  in  den  Mystikern  (vergl.  o, 
B.  58,  tJ3,  95  u.  a.).  Und  doch  scheint  eine  gegenseitige  lie- 
lieliung  unleugbar. 


I 


All  diese  Scbm'erigkeiteD  fatleo  w«g,  sobild  wir  die  obig«B 
Stellen  aiu  dem  .Ring',  ich  meine  natDrlkb  die  ersten  drei,  als 
die  Parodie  zb  den  Gegenvcraeii  aus  der  US  betrachten.  OaJI 
Utiinrich  Wilteavt^iler,  der  üich  auf  dem  Hterariscbea  Gebiete  so 
vielseitig  unterrichtet  leigt,  auch  die  MS,  zu  seiner  Zeit  freilich 
eine  literarische  Neuigkeit,  kannte,  ist  wohl  möglich.  Mit  welch 
tollem  SarkasmQs  er  nicht  nur  das  Haueroleben,  stiudern  auch  die 
Terscbiodeneo  Dichtungfigattangeti,  Volksepos,  bfitieche  Erzählung, 
HioDeljrik  parodiert,  i»t  bekaiitit.  Hier  haben  wir  den  Deweia, 
daß  er  auch  das  geistliche  Minoegedicbt  in  den  Uereich  «oinea 
DD&AtigeD  Spottes  zog. 

All  obere  Grenze  der  Ent^tehungszeit  der  MS  haben  wir  vor 
■nirzem  (s.  e.  S.  107  f.)  die  nächsten  Jahre  tot  14)5  bestimmt 
Ndd  laßt  sich  auch  die  uDtcie  Grenic  ftisllegeii:  MS  ist  iltcr  »Is  der 
jUiog',  und  da  dieser  jedesfalls  vor  die  Eroberung  Konstaotinopola 
durch  die  Türken  anzusetzen  i8t*j,  so  Ibltt  auch  die  EntsLehung 
der  US  ror  das  Jahr  14^3. 

Anhang:  BeilBhungen  der  MS  zur  Bibel. 

DiQ  das  Grundmotiv  der  M  S,  ein  G  ruadmotiv  mystischer 
Anschauucgfiform  Überhaupt,  in  der  hl.  Schrift  vesentliclic  Anhjilt«- 
punktebat,  dar8uristfrQher(S.42)bingGwiegGu  worden.  Hier  beschäf- 
tigen uns  die  besondere»  lleiieliunge»  ilerMSziieitizelti^'n Teilen  der 
Schrift.  Dabei  wendet  ^ich  das  Interesse  naturgemall  zunächst 
lar  die  Piden,  die  uDSur  Gedicht  und  die  mystische  Schilderung 
lies  VerhSltniises  der  Seele  zu  Outt  ilurclj  ttilder  und  Fürmea 
welllicber  Liebeslyrik  mit  dem  llolicn  Liedc  verknQpfeii,  mit 
welchem  die  MS  den  Dialog  und  die  Personen  des  Dialoges, 
Braat  und  Britatigani,  gemein  hat. 

Anlehnungen  im  Einzelnen  sind  unverkennbar.  So  bietet  das 
Uohe  Lied  folgende  Motive:  diu  Flucht  des  Itrautigums  uud  die 
Anslrengungea  der  Braut,  um  ihn  wieder  zu  gewinnen  (MS  1222  fl.: 
Cant  3,  I  IT.;  5,  6  ff.),  die  Vetwundaug  de^  Urdutiguuis  durch  ihre 
Liebe  (US  1316fr.  :  Cant.  4,  9),  das  Festhalten  des  Wioderge- 
foDdenen  durch  die  Geliebte  iMS  14'i4  fT.  :  Cant.  3,  4),   den  Kuii 

1  J.  Blchlold;  G«*cb.  il.  (truUchcn  Literatur  iii  dtr  Schwtii.  fraucn« 
Iild  I99i,  S.  180. 


ä 


der  Liebe  (MS  168^  ff. :  Caot.  1,  1;  S.  I).  die  Vcreiiiiguiig  (MS 
2049  :  Cant.  6,  2).  AUeiu  das  meiste  erscbeiot  wie  ans  rerbUUter 
Krluoerang  gescbüptl  und  gebt  wubl  nur  indirekt  darub  dus  Mu- 
riium  der  allgeniäinen  mystischen  Literatur  auf  das  Hulie  Lied  turück. 

Gigeutümlicherwoise  scblieOt  sich  der  Text  der  Scbeok'scbeti 
Inkunabel  in  Wort  und  Situation  stöllenireise  riel  genauer  aa  die 
Schrift  an;  man  vergleiche: 

M8  I  Cut 

lOßS:  Ilitt  glt  er  Ir  ain 
minnatnnk,  l)«s  ty 
von  im  mug  getftn 
kainon  wank. 

fohlt 


4 

I 

4 


fohlt 


feUl 


S.  18.:  Wie  (FT  Ir  tdnkvn 
gibt  in  dar  weyn  k«n- 
mem. 

8,  B:  Wie  «r  jn  dein  ru- 
gni  atohl  vnd  iilopfl'i't 
an  (lio  Lbui.  Nun 
iita.nill  üiid'  uiicl  byÜ 
nicilit  laß,  LkQ  niicii 
etB,  ioh  ber«gen  (ric) 
nafi. 

S.  11:  Wio  aj  mit  «jn- 
ander  Tutcr  nincm 
a^ftTelbauiD  aiUen. 
Df  lon  apITot  »Itu  mit 
mir  essen  Vnudui  ein  er 
liebe  nidil  vcrgcnsiin. 

S.  15:  DiK«  tuchtor  mir 
nytniunl  ersehrock« 
Nach  (sie)  «bO  ircr 
Timigkeit  erweck«. 
(■boiU9  livin  Sinne 
nubil«rllinb1attdruck 
9.  D.  S.  44). 

ib.;  Main  hcrli  wacLl, 
ich  bin  onUcblaiToQ. 


},  4:  Inlrodiixlt  Ute  ia 
cell  am  Tinariam. 

6,2:  Voi  (lÜMti  nivi 
pnlsantti:  aperi  mihi, 
SQTQf  uiua,  auiica  inci 
, . .  qnia  capnt  incutii 
plonirm  «tt  rorc  vt 
eineinni  uict  gnltii 
noetinnu 

8,5:  Sub  arbure  uiali 
suicitari  te . . . 

5,  I:  V«nial  dilcctas 
meiu  in  hortnm  auum 
et  Gomeilat  fructum 
pomomm  »oorani. 

8,1:  AdiuTo  su»,  flliaa 
Jeruiitlein,  Bä  susei- 
lelti  Dcqu«  evigtlaro 
faoiatia  dileclaiu,  du- 
nec  ipsa  vcUti  et  3,7. 


5,  9 :  Kga  dormio  ot  cor 
noom  TigUnU 


Es  ist  klar,  daM  die  durcb  I  repräsentierte  Fassung  die  nr- 
sprüDglicheii.  aucL  UDserm  Gediclite  zu  gründe  liegenden  Bilder- 
verse  verändert  und  veTmelirt  bat  unter  direkter  AnlubnuDg  aa 
(las  Hohe  Lied, 

Hier  noch  die  ZusammenstelluDg  aller  Verse  der  MS,  tu  welchen 
ich  irgundvro  Sufaritltexte  zitiert  oder  auf  tsolcbe  venigstens  binge- 
wiesQu  habe.  Was  vom  Hohen  Lied,  gilt  auch  von  ihnen:  sie 
sind  (Ur  die  MS  in  den  saltensteo  Fallen  direkte  Qualle  geweaeo. 


153 


iieh  sie  flonen  meist  darch  den   Kanal  der  altera  geistUcLeu 
Ijtenitur,  taf  dem  weiten  Weg  oft  stark  modifiziert,  aus  der  ht.  Schrift 
inoBserG«dicht:  V.  181,  186  f,  SeiteST;  V.  Ii)8  S.  107;  V.  2U  S.58; 
V.249  S.  59;  V.  255,  308  ff.  8.  Textnoten;  V.  384  S.  62;  V.  417, 
8.63;    V.  459  S.  64;    V.  535  8.  67;    V.  591,  595  S.  68;   V.  599, 
611  S.  69;    V.  709,   743,   759  S.  71;    V.  713f.   8.    142;    V.  726 
S.  123  V.  757,  795  S.  108;  V.  805  s.  Teitnoie;  V.  980,  984  S.  77 ; 
T.  1059,    1071   S.    78;    V.    1073,    1078,    1095    S.  79;    V.  1120, 
1123,   1172   B.  81;    V.   1222    8.  82;    V.  1228  S.  83;    V.   1234 
8.148;   V.    1312   S.  84;    V.   1316  f.    S.  84ff.;   V.  1328  f.   8.87 
V.1354,  l.<i608.Textn.;  V.I414, 1416  8.88;  V.1424f.,  1428  f.  S.  89 
V.1452f.  S.  90;  V.  1456,  1466,  1478  8. Textnoten;  V.  1485  S.  90 
T.  15818.  Textn.;V.1603S.  92;  V.  1644  8.Textn.;  V.  1682  S.  93 
V.n02S.  116;  V.  1748,1756  8.97;  V.  1760  8.98;  V.  1796S.109 
7.1800  f.  S.99;   V.  1828,  1854  S.  101;    V.   1856,   1880   S.  102 
V.1974f.  8.  103;  V.  2043  8. 104;  V.  2049,  2056  S.  105;  V.  2061 
S.106;  V.  2084,  2107  s.  Textnoten. 


V.   Sprache  und  Kunst  in  KM  und  MS. 

I.   Die  Reimspraclie. 

A.  Gedicht  KU. 

1.  Vukalismus.    Kflr  i,  u,  0,  >l.  »,  ö,  er,  ü.   tu.  ei,  ou 
fühlen  Iteimbelc^.  —  a,  i,  4,  ie,  uo  reimen  cur  in  sich  selbst. 

&  reimt  in  sich  selbst  in  (r^en  :  erleben  fptc.  praet.)  19; 
Üeit  :  H-i-fftti  !)7:  <^t-litn  :  VAen  7,39;  sterbf/t  :  erwivben  71;')  Reim 
€  :  e  erscheinl  io  tßfign  :  JisOen  ä5,  i>fü''Oen(pjki}eAl)  :  Ifigtn  35;  f 
tiTscheiat  atso  gleichtir  Qualität  vor  Muta  wie  f.  j  reimt  föDfDoal 
iu  sich:  üiy,  ir,  üt.  iteit:  \  achtmal  in  sich:  /,  idfn,  in;  dur 
Buitn  tili  (meosl :  d!n  -ll  irürde  mit  der  fast  siobem  KoDjaktur 
mnn-tzoH  :  hfrtati  (üw)  wegfallen:  uDreiD  reimt  wohl  »pot:tßt  31, 
neben  dem  nur  noch  der  o-Keim  wom  :  lom  43   vorkommt. 

'J.  Ronsonantismus.  g  iüt  im  Auslnut  gleich  altem  k  gc- 
braucht,  gany-.h-ank  13,  —  Media  Teimt  auf  Media  anderer 
Artikulation  in  ebm  :  hy^fh  57  (also  der  oiniige  konsonantisch 
unreioe  Reim.)  —  Ur»mmat.  Wechsel  zeigt  das  Verbum /'V^» 
(  ;  mijai  il)  ;  yeliltn  (  : giMrilfn   17). 

3.  Ich  merke  noch  an:  die  Synkope  in  »wm  (>wordeQj') 
;2or«43  (die  der  Schreiber  nicht  mehr  keüiit);  —  den  Inf.  »m 
5  u.  Ö.  (kein  wr^m);  den  Konj.  «!  63  (nicht  .m(/c)-  j 

Die  Ytirfassorin  bei.  Boarbeitcriti   sdicint   bairisch-östor-    \ 
reiehischer    Herkunft    zu    sein;    daltir  spricht,    daß  e  vor  Muta 
imnoer  auf  '■  reimt-,  (cf.  Zwierzina.  Mitteihd.  Slndien  in  ZfdÄ  44, 
349  IT.  bes.  258  f.],  und  wobl  auch  die  Form  irom;  nichts  spricht 
dagegen. 

')  Auf  ein  aKprunglicb  wohl  ni«itrri1cuitcK(i  (».  o.  S.  4j  ftUHttn  wci*i  Mich 
dn  Reim  kemfn :  Htuifn  \  mrllck. 

')  Nach  Ksufftnann.  G.  il.  Schwab.  Mundart  g  119  Ann.  6,  wahricbeio- 
lieh  ein  Santthipitueti.  tm  ScIiwltbKcheD  ^HlUlerm,  Dccmmtmi«)  hiiifig. 


Hfl 


B,   Q«dlclit  US. 


1.  Vokali 


Nai 


ich 


fie. 


» 


reinieD  », 

§  1.  a  :  ä  vor  Nasal  in  äiiisilblg«ti   Wört«ni  5'i  mal ')  [oeb«n 

31  üM  :  an,  117  mt  t 'hj.     Ua  der  Dichter,  ine  anter  <  (§  2)  la 

ersaheo,  die  Vokalqualitäteo  sorgsam  lu  scheiden  sucht,   muß  a 

in   diesen   Fallen   die  annaherod  gleiche  QualiUt  gehabt  haben 

wi«  ä;  fj«|]ßicht  trat  ein«  ^wisse  Vflrdumpfuag  ein;  doch  blieb 

wohl  n  von  I'  in  der  Qualität  geschieden,  da  neben  mehreren  » .*  ^i 

iktvn  :  loH  |Lohn]  7ß7,   1868,   l87ä:«e-Ar,A  49:2,  lälC)  der  einiige. 

in  diesem  Falle  nnreine.  Beim  ton  {=  lAzen) :  h-on  Vy2^  steht 

Vor  (c^  ist  altes  ä  wohl  früh  gekünt:    mtthl  :  br^t  1474  : 

geOtUa  1860  (vgl.  TN  188,  iVi.  11-13.  4113);    vor  }  reimt  a  :ti 

tu  dax'.t^s  756  (vgl.  TN  hau:  ;  •f»v/«  Sül,  409?);    auch   ver  r 

erscheinen  Dindunf^n,  wie  yar-.hör  MhA  :  iitr  1858:  war  3(>l,  937; 

daneben  ijttr  :  dar  (162  ;  »fhar  :  490  :  ii^r  .wahnielimon'  H6i:    trar 

.waliruehmeD* :  eln'r  (564  :  titmtar  24 1 ;  o^erAai-  1 R9  j  (neben  ofmlfar : 

nw'r  548,  684,  o^emlmr  :  lür  290).  Allein  <fnr  u.  offenbar  (u.  darniich 

wohl  aach  /witf/af)  konnten  allenfalts  als  aoctpita  gebraucht  werden 

(vergl.    TN   9081    oßeiAatr  :  tcaei;    305  o^rnhar  :  trar,    H27  :  mir: 

auch  io  liStr  Ist  offenbar  anceps  ;  ofmbar  :  tmi-  27  -■  «■*«»■  99  o.  a.; 

:  HKff  809,  871,   fo/i-nf>,tT  fehltj):    ebenso  ist   das  fremde  Har 

schwaokender  ijuantitat,  resp.  Ijualitdt:  vergl.  Zwierzina  a.  a.  ü. 

44-  '-i  Ann.'  und  45,  418;    im  Schullhuoser  Dialekt  z.  B.  haben 

dar  tind  n^trAar  die  QuaüUt  deK  kurien  a,  Stick.  S.  3 1 .  ^ —  «ündar 

ist  nach  Birl.  S.  54  allgluatcm.;    Lau,  §  161,    belegt  es  Ftlr  das 

Westallgaa:  ebenso  Reiser  S.  499 f.;  auch  die  Lindauer  Urbarien  des 

14 — 15.  Jh>.  weisen  die  •nr-EnAnng  auf,  Hirl,  S.  bb;  m  TN  häufig, 

ind  ivar  mit  schwankender  Qualität  bei.  Quantität  z.  b.  ^artmez- 

9707  :  V!tioehrnr    18406  :  itwV  132!  ;    «w  ;  nindar  Ui  :  dietfir 

(fehlt  A)  u.  a. 

§  2.  1.  Das  Gedicht  hat  25  reine  ;--Keime  .*  itj/AfA^  :  aid^- 
If^  86,  rfdtHi  aiderlfgfn  1981;  l^mm  zgeifmen  571,  666,  gt- 
kntt:  gttfmtt  608;  ftfrm  fschlagen)  :  frncrr«  461  :  i-rnciirn  .MO, 
trtdlfrt  ;  «yrt  :  vertf-rt  : /i-rt  litSftff, ;  e^r/j-tUn  :  (/fa,'ileH  (subst.) 
1946,  '^lltn  :  ffe»pUen  {mf.i  2016;  d^fhn  :  Mr^cktt»  :  i'i:r*fn  \9f<3  f.; 
|p(:ci'«f  601,  ISOO;  dazu  II  Keime  auf  ;f  vor  n  +  cons.  ohne 
loreim. 

I)  Ober  die  Debnnsg  »<J    rvgl.  Wtiiihold    MC  |  Si.    AG  83.  BG  96. 


d 


156 


i  reimt  I0€  mal  in  sicli,  x  H  mal;  weder  e  noch  e  mmt 
auf  ae:  einm«!  t  :  ä.  rthf  :  gftpäht  10;  viermal  e  :  S.  «Jm : 
/y«pj/fw  (pßi-genf)  1081  ;  cÄ^n  (adv.)  11  HS,  (adj.)  ilOl ')  j  jjwyrfO;*  ; 
grM>Cf)t  541   nach  TN^  t,  „,  S.  13.^\  fnebon  rfiUn  :  Irffen  lUgl)- 

ItesAiiders  hervorzuheben  isl,  Hall  Affi^a  und  Ifff^-n  vor  auf  r 
reimen,  trotxdetn  dadurch  nur  konsonantisch  unreine  BiDdungen 
lusIaQde  kommen  and  trotzdem  sich  rie)  Gtter  Gelegenheit  zu 
Reimen  auf  •  (gea,  'Apn  (die  Verfasserin  bindet  '  f^ffn,  -eben 
cji.  30  mal  in  und  UDter  sichf  geboten  hätte;  '•  und  c  haben 
flomit  f&r  unsere  Dichterin  nicht  mir  vor  Liquida,  sondero  nach 
vor  Uuta  ver(i«biedene  Qualität.  Freilich  scheinen  die  Biadungen 
irrf''M  -■  {»ßetjm  u.  s.  w.  (8.  0.1  für  das  Gegenleil  zu  sprechen.  Allein 
ihre  Beweiskratt  unterliegt  einigen  Bedenken.  Darauf,  daß  es 
Aof  rrdtn^  (lüi!  in  jedem  dieaer  Reime  wiederkehrt,  kein  Beimwort 
gibt  (Zw.  a.  a.  0.  44,  253),  möchte  ich  zwar  kein  groLleti  üewicbt 
legen,  weil  durch  konaouautisch  unreine  Bindung,  die  im  Gedieht 
Dicht  selten  ist,  in  h^hen^  Ifj/en  u.  s.  f.  doch  leicht  Abhilfe^e- 
schaffen  werden  kunnte.  Eher  möchte  ich  hervorheben,  daü  rbni, 
welches  zweimal  das  Reimwort  m  ijdm  gibt,  schwankender  Quali- 
tät ist  und  speziell  im  Allg&uer  Dialekt,  der  fOr  das  TN  und 
damit  auch  für  MS  wohl  in  Betracht  kommt,  geschlossenes  e  hat 
(L:iu  S.  19).  Als  Adverb  wird  es  freilich  in  der  Regel  aof-^freii 
gereimt,  auch  von  unserm  Dichter  einmal  •■i^eti  :  ItOen  201,  aber 
daß  dies  nur  einmal  geschiebt  neben  zweimaligem  (ften  :  rfdm  ist 
doch'  aaflällig.  Neben  fß^t/r/i  endlich  gibt  es  auch  ein  yßfifen  in 
gleicher  Bedeutung:  doch  ist  hier  kaum  daraul  ahiustelien.  Denn 
da«  Charakteristische  bleibt,  daß  in  den  mireinen  Bindungen  ron 
p:  t.  vor  Muta  das  eine  Roimwort  immer  i^t/^m  ist.  Äbolich  im 
TN  (8.  0.  Ö.  135*).  In  fvden  muH  also  der  Schlüssel  för  die  Er- 
klärung liegen. 

Die  Scheidung  nun  von  i  und  ^  vor  Muta,  die  Bindung  *  t  ä 
und  die  völlige  Meiduug  eines  Reimes  »" :  "  schließen  bei  der 
B'rage  nach  der  Herkunft  der  Vurfa^sserin  Osterreich  und  Baiem 
von  vorneherein,  dann  auch  Mitteldeutschland  und  Schwaben  aus 


^)  In  den  jedcsrtll«  tchon  tm  Aichcij)t  f<hlcrhiifien  V.  705.  706  ichrint 
auf  clcn  ernten  Hlick  D  mit  dem  Reim  /hin  :  rrStt  das  Richtig«  lu  hab«ii,  allein, 
wie  niit  V.  707  und  der  Ausführung  710  IT.  hcrvorscln  (vgl.  auch  K  udiI  U),  i»l 
Mm  tMtl  rtdm  cimuRetKcn. 


(in  Bezug  auf  das  letzte  s.  KsaftmHnD  a.  a.  0.  §  ß2  fT.)  und  rer- 
weiseo  auf  AlemaiiDien  (Zwienina  a.  s.  0.  44,  2S8  (T,  284  f.); 
auch  die  folgenden  OaUrsuchungen  werden  zum  gleichen  Er- 
geh ois  fbliren. 

2.  *  reimt  '20 mal  in  Bicli ,  iweitnal  anf  e  Unn  -.  «nctren  (,ab- 
gewßlineD,  verhindern')  850'J;  nu'r  :  ktr  (Heer)  813;  einmal 
auf  ae,  Ifren  :  (letüren  188,  eiacaal  auf  öu,  ^/m  :  j'rvtitn 
1824;  /  vor  r  ist  somit  ge^hloisseD,  sbonso  o",  einem  halbwegs 
rein  reimenden  Osterroiaher  oder  Baier  wären  diese  Bindungen 
nDmöglich  gewesen  (Zwienina  .t.  a.  O.  4ä,  40&);  r  :  w  roimt  aueh 
TN,  ebenso  f  :  a,  nicbt  aber  r  ;  öm. 

Amn.  I.  JUrr  (f)  (Herr)  atelil  nur  im  Reim  in  mfr  (r)  (mehr)  »Aj.  890; 
)l«  r  in  ■»*(«)  «iem  Dichter  al*  lang  (^ ilt,  (mw  >-  mV.  iKv,  *■'>',  nv,  s.  u.  Di'hli- 
daUoii).  m  muB  fti  Um  »ydi  .Hrn'  uath  jtU  A/ir,  resp.  4Ay.  Miitu«U«ii  sein*): 
—  lit  kit  (S  p.  •.  inil.  ]'rM*.)  und  ///  (8  |>.  n.  iiid.  pntet.)  itt  offoiii'«  <  nii- 
suetien  M.  4i-r .- fr^  (flehet)  :^;v/81A:frMr  TfiS;  M:ftitt  1898  (gBiii  oben- 
•0  TNC  a.  o.  B.  IM  Amd.). 

Anm.  3.  Uiv  Lesart  mit  r :  jI-  in  mv^/w  :  mkjlf  &46  wird  i'beiiM  «iiin 
Tcrwcditluiig  1011  fTttfUfi  uml  s"*"*"  'ein,  wiu  iliu  |[)<lobc  bei  AufanB 
ai»d  ]|t>ii«.  Am.  III.  %.  38  (Lk.  xn  üodicht  KXI  .^9):  andur«  m  IionrteUeii 
Ut  Wim :  msttrlUkMUH  Mitinndsipicl,  l.iii.  Vor.    Stiilt({.  18G3,  Rd.  fi!>,  S.  9. 

Amn.  t.  n  t  ».  e.  I. 

Anm.  4.     MruidarUirh  unrein  ist  die  Dindiiaic /rVjf  {>/rititn)  ttitibd. 

3.  ^e,  age  <0,  (bca.  ai)  in  rr  »ait  c.brait  lOOlJ  ;  haimliehait 
1704)  OL'bcu  mf  (.-  »mijr'  203.  3ä&);  «/aiV  (ptc.  |»raet.l :  fc>'A<i;( 
1097,  fffiiait.  (pto.)  :  W««/  1633;  ii  J'ür  Uta  (praes.)  ■.'/^^Hteürfikaii 
811;  «  'carf :  'mW  1053  (roimloa  1 87) :  aber  um-t'rntiji ;  c/<(<7  (conj.) 
^61,  viagt :  tagt  s.  o.  Da  somit  ei  >  »ge  utiterscliiedslos  auf  alteü 
ti  gereimt  wird,  da  (eraer  Kontraktions-ri  nur  in  /nr,  (recT,  neii- 
Toikoiomt,  nie  in  mtit,  vfneii  u.  ?.  w  ,  so  sUIIt  sich  die  Verfasaerin 
iwie  das  TN,  das  die  gleichen  Gebr&ucbe  aufweisi,  ebenso  ÜStr.) 
tun  atemaiinischen  Qebraiicli  dieser  Formen.  (S.  Fischer  zur 
üwcli.  d.  Mhd.  ZA  ff.;  Zwiersina  44,  347,  358,  39«  ff.) 

§  3.  i.  1 .  i  :  ie  vor  r.  whvr  :  ir  1 454  ;  mü-  791,1  356  :  i/ir 
1416;  Tgl.  TN,  I.  B.  dir  :  xhür  170,  3055,  10187;  jwV  :  ww 
B916  (fehlt  A).  9581  (fehlt  C),   in  (=  iiret):  zierd  13102  u.  a.; 


')  brm  bl  in  Ott  ätclk  tum  InfiniliT  tu  eichen  »  ,in<t  Muhe,  *o  pit  es  gehl.' 
^  Ift  dct  leecrMliwcti   tpridit  ntn  noch  Mir  mit  gcMhloMenem  l.    indem 
I  dMlM  den  fuaklioalcrcndcii  l*ricttcr  beteichaci;  aber:  ktrr  pj^tr. 


t98 


1  bleibt  aber  (im  GegensaU  lam  Schreiber  E)  vor  -A^  >  -A«( :  sieht 
{'  tiJut)  :  pßichl  141«,  Ifftchichl  z  niflu  448  u.  Ö.  8.  u.  VI.  Unters. 
(ebenao  im  TN).  Vergl.  Bobneobergor  S.  &8F,  dessen  schwäbische 
Belege  i  u.  >e  auch  nur  vor  r  binden;  »adi  der  beiitigen  Ausüprache 
auch  hochalemannisch,  aber  in  tr,  mir  etc.  aar,  irean  sie  betont 
siDd,  vergl.  Stick.  S.  bi;  s.  fcroer  Lau,  Westallg.  Dial.  8.  20. 

2,  T  >  ibe  in  ^r  :  ctriicha  1546,  ffH  :  m  (liegt)  H03  :  lit 
(leidet)  U05,  1125  -■  at  974,  \2iO,  1848;  y»&rf  fehlt  ualilrlich 
im  Reim;  —  i  >  ige  :  lit  {=  liget)  :  ffil  I108.-eö  1550,  1782  :strit 
206*2:  kein  U<fet',  andi  kein  ü-  lit:  —  i>  idf  %.  u.  Synkope. 

3.  aj  i  ersi^eiot  vor  eh  in  allen  Fällen  gekürzt,  wie  die 
Reime  boveiaeo:  rieh  (adj.)  :  mich  1901,  täidm  rieh  :  teh  1420; 
Jröiieh  (adj.)  :  mich  5;  jrTAich  (adv.)  ;  dick  496.  1051,  entdieh 
(adv.)  :  mich  5i}7;  gedulUcHch  (adv.)  :  </t<-A  ft21,  mugÜch  (adj.): 
/>/«-A(  1768;  menglich  :  «..cA  1901;  ff^üch  :  AVÄ  1077,  1950; 
»chileht  :  nicht  194i;  demnach  wird  auch  rieh  (subst.)  :  fffUeh  1484, 
bimflricli  ■.pinlich  591  kurz  auzusetien  sein  u.  a.;  vergl.  TN  254 
fi-oelwh    (adv.)  :  dich,  988  küniffrich  :  dich  u.  ö. 

b)  Im  Allgemeinen  werden  sonst  /  u.  i  nach  üirer  Quantität 
auseinander  gehalten  i :  i  wird  <>4  mal,  i  :  i  10^>  mal  gereimt  (ab- 
ges.  vun  den  Reimen  -ich: -ich  s.o.).  He  mögen  die  Zitate  der 
Reime  •'  (i)  ■+-  n  folgen:  Sn  (Präpositionaladverb)  :  mtn  1320,  1324, 
1836  :  d;«  1595  :i?M.*«  (inf.)  IJ1.3  ;  «/«  (pron.)  1422.  1702;  din 
:  »ehltt  279:  e!n  (inf.)  884,  1008,  2049;  w.n  :  eUn  132,  207  :  »in 
(inf.)  100,  131,  174,  271,  327,  357,  389,  644,  860,  1034,  1208, 
1508,  1842;  pin-.ain  (inf.)  557,  597,  615,  797,  79W,  819,  829. 
1554,  1597  :  yM.'M(inf.)  1045;  achtn  :  «.«(inf.)  1718;  echrUtzgesin 
(inf.)  1700;  n-hmn  :  w!h  31 :  e'.n  (luf)  :  «.'«  (pron.)  1466,  1G94  : 
W«i430,  i960;— m(pron.):Mn  (mens.)  283,  422,  I40(i,  \9li:^ieim 
iai6;(dn)hin:bin  337  :  jinfmens)  7(i5.  840,  1202. 1260,  I26fi,  2109 
:  ^etrin  1039.  Die  wenigen  Ausualimen  din  :  gemia  1322,  hin  :  »in  *) 
finf.)  54,  775,  854,  und  nir  :  mettiiH  229  bestätigen  die 
R(;gel  und  genflgen  andererseU»  aucli  ohne  dt«  oben  zitierten 
Verküriungen  von  rieh  u.  a.  Eum  Beweise ,  daß  die  Ver- 
fasserin das  •'  nicht  gunierte,  aUo  keine  Österreicherin  oder 
ßaierin  war  (Zwierzina  a.  a.  Ü.  44,  II;  45^  68);    PrapositioDai- 


150 


I 


h 


In  weist  speziell  auf  NiHeralemanniiin  fu.  nllenralls  Eldaß), 
,w&hreod  die  Hocbalemaoncn  mei^t  üi  (kurz)  siirechen*.  (Zwierzina 
4i,  76.) 

4.  r  :  ic  in)  Dreireim  »chtrigen  :  Hden  :  lit^ft-n  929;  docli  liegt 
«  der  Stell«  riolleicht  eine  Textiflckv  vor. 

5.  i  :  e  in  trinh»!  :  ifurhfnkm  3Ö(t  (ebeosoTN  1*2776. 1296«), 
eiD  schvabischcr  B«ini  $.  KauQmaiiD  a.  a.  0.  §  73.  S.  63:  i  + 
Naoal  <  ^;  $  I^,  S.  155,  unterste  iteile:  trfiJu  \^  mhd.  (Wtut/n]; 
Dich  Fiäch.  GcogT.  S.  2«  f.  dringen  di«  (nasaliortca)  en,  o»  Rlr  (b, 
un  später  afidlicb  bis  ins  ApponxelliBche.  ImnierlnD  bleibt  der 
Beim  in  seiner  Ver«iDieluQ{f  vcrdilchtig;  I.  dkk  trmktn  (Zw.)? 
oder  haben  wir  hier  eine  Analogie  ta  ,mU  gulet/i  mz€h  und  tnnken 
(abtf^  (DTdM  IV.  S.  35  Titel)? 

S.  i :  Q  in  wintn  :  kiutn  1682;  (ttohnenberger:  Zur  Oescb.  d. 
Sdiwab.  Mda.  im  IS.  Jnlirli.  ttt  p.  58  fT.  mehrere  Keime  i:ä 
iQS  Uerm.  T.  Snrb^eDtieitn  u.  a ;  nach  ihm  sind  sie  ,v<>n  der 
Mundart  -mxs  rein'  [p.  f!2];  im  TN  erscheint  der  Keim  i  :  w  iiehr  oft: 
dodtünd  :  Und  557  :  gaaind  ßflfl  :  fint  749,  95 1 ;  tchütten  :  ritten 
fi036:  votffürt  -.'gepirt  :  gefürl  797  ff.  u.  a.  (s.  o.  S.  HI  Anm,]. 
Doch  erklärt  sich  unser  Reim  vielleicht  aus  dem  BintluU  des  «r 
auf  (  ;  vfÜMen). 

7.  Not  IdiH  (RK  Wtffft) :  min  133,  'id^  neben  kiain  :  jwmain 
559  {K  5**m  ;  jt/ur'ii  —  Hin) :  rain  587,  tim  :  ge^Kain  1 1 U  (cf.  TN 
Ucitn  ;  rain  l'Mi2  U.  ii.:  lt//il  :  «in  644,  '2n£<  u.  0.)  also  im  Ue- 
gina  df!r  Dichtung  das  mundartliche  iHn,  spater  das  lit.  Hain, 

§  4.  o,  ö  u.  s.  w.  1.  Neben  6^  Reimen  o :  o  und  17  6:6 
enebeioen  2  Reime  o :  ö,  nimlich  gfKoti  :  höa  8^3,  rfrlaiit :  u:rn 
1834,  (d.  letzte  Reim  alemannisch,  Zwierzioa  44,  11.  292;  auch 
der  ernte  in  spaterer  Zeit,  WMO  §62.—  Vgl.  TN  o.  S.  ISJj. 

i.  o  (6) ;  ou  vor  c/i  in  ocA  :  t/wA  287"  noch  2012;  einmal 
<K&:AM  1000:  iK  :?)U  in  hor^n  :Jr5den  ^-B,  817;  ."«  :  r'  B.  0. 
i'S  S»  2;  8en«t  wird  nar  ou  :  ou  (öv  :  Öu)  gebunden,  och  ;  goeh  (= 
gOKdl)  lOR",  ho^  :  rnvdofit  1028,  hß'fn  :  i-ojfm  26,  cgen  :  »fujtn 
'inf.)  8'i.  /i-wwe»  :  ifAoicifW  2105;  rrdaben  :  ügen  1832,  fr'Jd  :  bt- 
Khöd  619,  831.  HOglicIierweiso  ist  dem  Diebtor  Vuroinfachang 
OK  <  0  nur  im  »kicntlosen  ouch  gelJtulig ;  freilich  sind  andere  Beim- 
[licbkeiten  von  ou  :  ö  rea{i.  o  schwer  lu  biotoo.  Naoh  WBIQ 
Seite  U»  ist  die  Votoinfacbnng  von  w»  <  ö<o  (er  zitiert 


I 


160 


tK^,  lof,  gtb^fti)  alemannisch:  nach  Birlioger  S.  S4  ist  wrl^*, 
hShot,  16/  für  die  BodenseegegenJen  lt«gel  seit  dem  13.  Jafarh.;  in 
Schwaben  seltener,  s.  Bohnenbergcr  S.  1^2. 

3.  6  :  uo  in  krSn  :  ffetiin  HÖH.  Liegt  «ine  Vermengang  von 
(g4)tuon  mit  Oje)tmt  voT,  vTiü  slfi  im  sp5t«m  bsir.  o.  fränk.  so 
b&utig  ist?  (Keimbeiego  bei  Bobnenlierger  S.  135;  vergl.  auch 
Kauffmano  §  94,  Teit  u,  Anm.  2). 

4,  Umlaut  ron  C  fehlt  in  vchonr  (adj.)  ;  tronf  2071 ;  —  ein  ö-, 
Rlnf  CE-Reime. 

§  6.  u,  UO  u.  s.  v.  1.  u  :  u  cu.  30,  Ij  :  1j  3  mal;  der  un- 
reine Reim  tfumiYUn  :  trth-en  1  V<i)i  ist  duroll  Zwierzinaü  Korrektur 
famhurm  :  trüi-mi  beseitigt;  not.  /«/  ;  »üp  '239. 

•2.  Ö  :  iu  reimt  in  für  {Pener)  :  mül  45  :  *wr  738  :  natur 
(nfitiiti-ef)  827,  125K,  1410,  (andere  Heime  auf  mtur  fehlen), 
neben  /tir  :  Htm-  (ätiure^  1061  (etiens»  TN  natttr  ( :  mr  93|  :  ßar 
77'J:  »riur  |(ehUCJ  913:  GStr. /an- :  «m«  |La.  sere]  387);  ferner 
ia  ifenif ;  l'fi  (laut)  019,  neb«D  gt»'Ot:h'tl  (linte)  1180:  weist  das 
auf  iu  >  Ml  in  /vir,  grruii  oder  auf  einen  ähnlichen  Lautaland  wie 
den  der  echt  alemannischen  Rottenburger  (legend,  wo  i«  zu  ü 
.verdichtet'  wird  und  man  i'ür,  »chih;  ih'ifel  sagt?  vergl.  Birlioger, 
R.  80:  auch  Haag,  Haarradaa.  S.  76  zitiert  Jhw  ^  fiur.  —  irr 
wird  auch  iu  Schwaben  zu  -tf"  (Veit,  Ottdurfer  Slndicu  IIL  1), 
und  (in  Rottonburg  und  Umgebung  bis  Hnrb  u.  s.  w.)  rä  <  />  : 
Kftuffmaiin  §  R8  S.  85;  cf.  WMG  §  130,  dor  :ib«r  Auch  (§  132) 
Relege  aus  dem  md.  anführt;  A.G-  §47. 

3.  iu  :  fi  vor  r  reimt  m  för  :  »pih-  1380  —  TN  «pur  :  «ö'ui- 
84!J1,  duj'iir :  jiitr  3'231  ifehlt  C);  andere  Beispiele  aus  Mart.  u. 
H.  V.  Langenst.  bei  WAG  §  31. 

4.  U  :  uo  in  jund  :  U'ind  1*280  und  m»  :  gdin  2088  eigentl 
md.  bei.  bairischer  Keim,  aber  auch  bei  Alemannen  belegt:  WMG. 
§  Ö9  u.  §  Vy^,  s.  audi  WAG  §  78  u.  ZwierxJDa  &.  o.  0.  44,  4t9; 
—  kein  t)  ;  uo. 

5.  u  <  o  in  J'rovimen  nentr.  186^  frommtn  OMC.  14,  1*213 
(:  kommen  ptc.^ 

6.  Umlaut  unterbleibt  in  tpunw  (:«unne)  1484. 
§6.     1.    Alliier  in  den  schon   bebandelten  rüMlar,  offenhar 
u.  IL  atebt  nebentonige  oder  unbetonte   Silbe  im  Jieim  iu 


k 


161 


:  gtlctiet  30«f«  (alw  8«hr  selUn  wie  ioTN'^Kegenabcr  TN*, 
8.  137). 

3.   Bei  der  DichUrin   fohlt  die  at«in    Koiliiiig  •o«  :  itut^m 
(ibrnnm)  216;  inae  (:sinm)  607  (dag.  TN  s.o.  S.  138). 

3.  Apokope  des  t  iüt  nacbweisbsr  ito  dat.  nag.  masc.  und 
aeatr.  dattk  (:  krtmk)  1 746,  »an;  (;  loarrf}   1091,  fchrin  (itin  int) 
1700,  Wtt  (:  »ehmin  nom.)  31,  (:  ain  bf.)  430,  19K0,    tih  (:  wib 
acc)   1964,    c/ot  (:  g«boU  acc.  pU  121,    1-27.   950    (:  »poü  nom.) 
810,   1882,    fpM  (:  got  aom.)  1646,    U>d  (:  noe  gen.l  2i»9,    314, 
lu»t(:  6nMf  datj  305,  rüiHf;  rüitj  MS,  mtie  f: yüf  aoc.J  IßOO  frfiü) 
1191!.  2112;  »ckil  (:  zit)  1044;  yfi  f;  m»*  aca>  475,  laül  (dat.): 
frrraif   1866 ;  —  im  dat  u  acc.  siDg.  fem.  »^  (:  ywO  70S,  6»«  ( :y#. 
von)  8:j3,  «(rq^  C:  r/o;)  7ä7,  cJajr  C-- ffMy)   141;    —  im  uom.  u.  nco. 
pl.masc.  fojp  (:maif)  1931;  /ä(  C=l**^)  ■  f^''^  M80;  —  in  der  1. 
p.  ».  ind.  pFMS.  Ad^Ciitof)  1173.  tid  (:  tit)  1025,  v''**  f^  ■•^Ü 
1477;  -  3.  p.  3.  conj.  praes.  dag  ( : untwnaffl)  56,',  AwcAä-A  Oj;*^ 
reiA;    1581,    Mf^C:  U6  acc.)  460,    ver/wr  (;«cA^rJ    l^2&.     [imp. 
frä  {'j  mf^  1176].     (A|K)kope  im  ind.  ist  bed.  baieriticli,    im  conj. 
))st«rr.  und  alemanniRch  in  spaterer   Zeit  b«li«bl:    WUO  §  367 
u.  370.);  —  im  aiiverb  <tb  (itiuii/)  I7S5;     baiä  (:  itUt)  982,  ge- 
\  inU  (e3  drAt«):  r<K  (ao&.)  520  .■  j;aJ  1987;    umh  (:tum{b\)  1162; 
-/»cA  f;rfwAj   497,   %ti.    1052   f .- m«AJ   568.   -   Nicht    apokop. 
Formen  sind  nicht  siclicr  nach lu weinen,  außer  m«//«  (ilnt.) .-  tchtUm 
l    104,  116,  rtftnU  (ccnj.) :  Mf>M  852;  doch  dftrflü  schwer  in  ent- 
»efaeiden   sein,   ob  die   UbriKoti  zahlreichen  Aptikopen  (isla  «eitten 
inf  Oberdeutschland  WMO  §  318)  dem  Schreiber  oder  Dichter  zur 
lux  fallen. 

4.  Sjnkop«  von  e  :  tw.-«^  (:  dag)  Stil,  lebt,  itreht  (:h«t) 
764;  ^mkiehl,  bricht  (:ni^)  44S  (:t^ehUht  .tubstj  7.^6,  /fw* 
|>  friuMt) :  fruf  56,  »ehlicht  (tnieht)  194»;  'U-iffUritht  (ptc.) 
:iikA/942,  1107;  -«w- :  ^mU  f-'/vi)  »l!l  (:  Hit)  1180;  -</e- 
:Ji(C>  lidH):ffit  HOfi,  1126;  -U-.hiU  |>  liilMj :  tcOf  I».  (/A 
>  /(jW,  yi(  >  (fihft  etc.  s.  o.  §  3,  2).  —  Nicht  synkopierte  Ponnen 
■iad  nicht  Dachweishur,  ituß^r  fftlowi :  gebH  (itubsl.)  2069,  [g€- 
nitt.ftUbH  541  ?|  9.  aher  TN  o.  S.  137  Antn.). 
i.  Konsonantismus. 

§  7.     1.  Allgemeines,     a)  Media  wird  im  Aolaut  wie  alt« 
Ttnnis  gebraucht,  auch  neuu  die  Uclia  <![urch  Apokope  an  den 


Dtai,  DI*  Blnacndt  S«tl*. 


II 


J 


HS 


Auslaut  gekommen,  fto/d  ;  *nl(  982,  ward  :  tart  1564,  land  lerkcmt 
1211,  Uä  (iüd.  praes.)  :  zit  1025,  (od  :  mt  300,  314;  laid :  herait 
1866  :  trsül  1053:  -hail  859  o.  0.  :  -  kalt  »33  u.  6.;  ^: 
dank  (JHO,  lOOtJ,  1310  :  f i-aa(-  108:1,  pßtg  (dat.  $.)  :  i(V<7  (nom.) 
1236;  trotzdem  glaubte  ich  die  ron  BK  ?flgeii  DM  gebotene  L:i. 
balde  :  erkalte  \H  beJbulialteD  t\i  sollen;  vielleiclit  ist  hier  oacb 
WMO  §  185  Ervrerchang  von  t<.ä  {holde :  erkalde)  onzasetzon. 
—  För  h  resp,  p  fehlen  Heleg«. 

b)  D»r  Dichter  balogt  das  infig.  n  dor  Üss.  in  etagtun  nicht 
im  Beim. 

c)  Rr  kennt  nif-  (mit  synk.  h)  -bU  1176  :  ^  239,  beroTzugt 
aber  (im  Gegensatz  lu  deo  Scbceibero)  nüM  (30  mal  darcb  den 
Reim  gesickert;  uodcru  Botoge  fUr  mt  neben  i*ihi  in  derselben 
Dichtung  3.  Wackernell,  Hugo  v.  Montf.  CLXX.  -  TN^  kenal 
m.  W.  ntir  nikt). 

d|  gg  fällt  mit  kk  zosamraen:  i-uggcn  :  teriruckt»  62  (vargl. 
TN  ziiggen  :  sckamken  758i)J. 

e)  Synkope  von  &  in  ^,  ^  in  lit,  mit  u.  a.,  von  w,  t,  z 
t.  0.  unter  r,  /  u.  .Synkope*  und  u.  .Vcrba  anomata'. 

f.  Gnimmat.  Wechsel  in  der  VerbalÜerion:  vin^siken  (:  lihen) 
1585  :  (ftzigen  f;  beliben.)  579;  iWw  (:  mirfm)  1022  u.  a.  :  erUttm 
{:  geatriUen)  1458;  wiir  35,700  :  v:e»en  710,  yfwtaen  256  u.  ö., 
HJo»  2047;  aber  •■erlii-r  {:  ichtf)  1926  ;  i^ertom  (:  geiiorn)  735  u 
ä.  (dag.  TN'-  Verliesen  :  erJcüseii  1871);  geneani  inf.  (.-ytiWM^ 
257  u.  ö.  :  gfTfieii  ptc.  f:  gtirenim)  286. 

3.  Dngenane  Reime,    ä)  tenuia  zu  media; 
■     t:bip)staf  :  ha(f[aoKD;  V,:/iali)  liTi;  vcrgl.  TN  :  W«  : /ü 
214,  utuidich  :  unlAlich  tlOS'i,  GStr  ;  »irtt  :  leip  ßl   •■  l^  123,   13 1, 
24«  u.  a. 

i :  c(> gi  gmüg  :  müt  962;  «wjt  .■  »arc  fcA ?J  1091. 

b)  teuuls  zu  .Spirans: 

k  ;  seh  gedenkfti  ;  menucli^n  (mfnftk4mt)  1418. 

c)  spiran?  zu  spirans: 

ff :  ch  ^hafe»  :  kchen  781,  785.  (cf.  WHM  CUCXU:  nuichen 
'.tehaßen.  ~  TN  hat  an  den  zugehörigen  Stellen  »fAaf*n:eiafgn 
s.  0.  S.  12ö;  da  EDKÜ  lae/icn  haben,  muß  dorn  Schreiher  d«s 
Arclietyp,  wenu  niclil  schon  der  Verfaaäcriii,  der  Ausdruck  etaftH 
uicbt  mehr  galäofig  gevesen  seio). 


I 


jriffK  :  etttwieAm  640,  18S8;  (VA  n.  J  reimt  bei  spÄt- 
nlenuinnischeD  Dichkrti:  WMO  §  153.  4;  §  234  p.  im.  —  Aber 
.lach  bi^r  liegt  die  Heisemug  su  yri/Vn  .-  rnuii/cn  [a.  La.  zur  ätollfi] 
bedenklich  u>b«). 

f1  :  ht  krafi  :  macht  (subflt.)  hl4  Tcf-  WHM  i.  o.  »Off  d.  TN 
•itH),  230ti  »ehltvAt :  M4/1,  4075  tj^-i'ü'A/  :  ijt»ekrift;  das.  ferner 
«TMvAr  :  geachrift  367;  -  fcra/i  :  jiMi<rA(  Bing  82.  42,  GStr  277, 
867  0.  «.). 

ft  :  st   y^fUacha/t :  ragt  424;  die  Kmendation  mit  r-raft  «r^be 

eia«i>   giit«ii  Sinn,    scheint  jcdvxih    nicht   ootwondig.     WllU  1.  c. 

briof^t  MiE  Hugo  V.  Montf.  einen  Beleg  fUr  tt :  /*( :  gehtfUi  :  gltiUtt. 

(:S  »ckUi^fH :  ffeüjm  173;  (Belog  bei  WHH  CLXXII  aus 

UoDkf.  :  Mchla^en  :  imam). 

S  :  5  (grumtJUM  :  ^roß  742,  944  (ebenso  TN  »tJl,  GStr  201, 
735  a.  d.),  Au  :  tu  675  (eberuo  TN  1572,  11!04  u.  a.),  u<«ra  :  y«- 
u«tfM  840');  ibei  der  hartan  Aofisprache  des  *  rtlr  die  Obd.  ein 
konsoaaiitiscb  reiiier  Reim  cf.  WUU  ^  204). 
SS  :  3)  küvim  :  wiatm  1 682. 
sl ;  jt  Wtf  :/>■»*  (=  frisjest)  56  (mandartl.  unrein). 
ht  :  ch(t)   naeht  :  gemach    7t>,    nUhi  :  "ftru-Ä   1476;    br*ckickt : 
hrickt  449,  736;  ntagtich  :  pßieM  1768  {S.  WUQ  §  234  nnd  241, 
WAG  §222.    —    Vgl.  TN  6rwA  : -vAtfcA«  8601    [ftblt  Äj.    maeh 
[eonj.l  :  nacht  511  |fehU  CJ,  rkhttn :  rtchtn  8876  ffehlt  C|). 
dj  media  tu  media: 

b:cl  retUn.-^^en  1198,  2101  (TN  1928,  1994);  'rrAa</M  .• 
Kabftt  ir>38  (TN  «(-Anic/i^  :  Irlb^n  1548  u.  &.  GStr.  midrt  :  errtrihtt 
89,  ikW«  :  irih*n  675  :  'ifr«  947 ;  diti>e :  $chifdt  421). 

rb:rd  i^teriirn : widen  144  (Drei-ßcim),  168,886;  erilm'lOM, 
trtiorbtn  :  uforäm  114,  660  (TN  4056  U.  ö.);  *wrfor6«i  ;  «rerdm 
921,  1258  (Zablr.  Belege  s.  WHM  I.  c.  CLXXU). 

b:g  ab-.Aag  1814  :  may  17G4,  :  «ei/ 227,  1139;  hab  :  ela^ 
1548  (ebenso  TN  42l>  und  grab:»ag  501  u.a.);  grahen :  clagen 
lOi  :  *aj7«i  1047.  1998  (TN  793,  923  H,  ö.  11.  a.);  hahm :  cU^ 
297,  181«  :ia<fen  »45.  719  (Üroireim),  1346,  1640,  2090  (GStr 
^9)  :  tragm  1975  (GStr  518);  Mm:lf^fnH\  gtf>«n  :  p/t^gm 
7S9,  888,  1438,  )ßß4,  1(^96,  182ß;  Me«  :  pfiffen  99li,  1086,  2072; 
MkbM.'^s^  579,  mähe»  :  ögen  1832. 


■)  tcfKl.  i>.  &  116. 


U* 


lU 


rb  :  Tg  Btrtlorhtii :  worgen  880. 

d:g  t<Mden  :  clagm  103-2  (TN^  1750);  redm  :  f^^n  1081 
;%m  1981;  äden  :  vgm  842  :  tchK^gm  92t).  1018  (TN  5742, 
ebenso  Spiegelbacb  89  [Germania  XVI,  1871J)  :  ff!^n  HA2.  1666 
(OStr  geaehatUn  :  vfTsagen  997,  giuide  :  nuigf  553  u,  &.)• 

rd  :  rg  tcordfn  :  sorgen  12,  1041  (TN  5523  «wrrfwi  ;  ordlen 
:  verdorben  m.  a.). 

nd  :  ng  lihcrwindet  .■  tmingt-t  1506  (GStr  tiberu»nde(n)  :  Äniij« 
971  :  gedingt  4193).  Wechaol  von  (/  u.  g  a,  d,  ii  (im  Anlaut)  im 
Volksmunde  im  Allgäu,  Schwaben,  KlsiiU  u.  s.  v.  belegt  bei  Bir- 
linger  S.  114  t,  143:  schon  bei  WUM  I.  c.  angezogen,  der  seioer- 
s«ite  zahlreiche  Belege  zu  obigen  Reimen  aus  H.  v.  Uoatfort  und 
«udarcD  bietet,  ii.  a.  0.  S.  CLXXI;  s.  uucl  WAO  §  15&.  Auch 
i.  Reim  »d  .-  ng  gibt  WHM  a.  a.  0.  S.  4'LXVII  mehrere  ober- 
deutsche Belege:  VVMO  §  2I'J  kennt  ihn  nur  im  Md.,  wie  bereits 
WHM  (f.  die  erste  AuEgnbe)  bomorkt. 

e)  media  in  liquida: 

d:r  rröde»  :  geliÖreH  329,  817  :  keren  1824  (also  nur  in 
Bindung  mit  JrSden)  sind  nicht  ganz  unvcrd&cbtig. 

g  :  n  himtl  :  Ugen  333 ;  die  La.  scheint  übrigens  verdorben. 
Vgl.  0.  S.  30;  im  TN  5738  muß  sich  himai  den  R.  nuf  nimmer 
gerullea  lassen:  so  trar  der  B.  ursprOnglieb  riolleicht  aach  so 
unstirur  Stelle. 

ng  ;  nn  mannen  :  gei^angan  231  *  gangin  247;  zeraparuien  : 
eihttiigcJi  986;  zei-inntt  :  fnfspringtt.  760;  «imten  :  bringen  1750  : 
tpringtri  1800;  gewii^nen :  beingm  1143,  —  bairisch,  mittold.  u. 
spataletiian Misch  j  WMG  §  153,  1.  p.  150,  §216  p.  :^14  a.  §219; 
d    WHM  CLXVI. 

U  liituida  ZD  liquida: 

I  :  r  viul  :  für  (fiur)  45,  s«l  :  mir  355,  1 194  (GStr  988),  aU  : 
art  696.  Vergl.  TN  mun-n  :  fulen  9731,  alt :  hoßart  270  (A  bat 
hier  zwei  regetm.  Reimpaare  alt-.-aU.  -art:-art);  tel:herr  484, 
itumtrael  7297  (fehlt  Ä);  WHM  I.  c.  CLXIV,  auf  den  WMQ 
§211  verweist,  belegt  aus  Montfort  sei:  tner.  Birlinger  S.  88: 
,Der  Wechsel  v.  r  u.  l  spielt  im  Ateinanni sehen  eine  graße  Rolle 
im  Ad-,  In-  o.  Auslaute',  of.  WAG  §  194.   - 

m  :  n  r«m  :  tun  537  (GStr  457,  895).  dahaim  :  ttat»  896, 
hain  C=ham)  :  ciain  906  (TN  4352),    —  also  nur  nach  Lange; 


les 


I 


rergl.  Zwienioa  a.  a.  0.  45  \>.  72  Adtd.  1.  (Auch  im  TN  oieht 
wlteo,  dcwti  meist  nach  Küne  im  :  ran  .mens*  4151,  gefrümi: 
länd  9785,  jiewand  :  ri/A'  «un«/  ■121  u.  h.).  Ist  alemanDisch,  suoh 
b»ir[fch:  WMG  § 'in.:,  WAG  §  SOS;  KauffmaDO  a.a.O.  §I90,o. 
I  :  n  kirnet :  Uffcn  333:  s.  aber  üben  e)  g:n;  rerg).  WMG 
ii\l,  AQ  194,  bes.  WHM  CLXIV  mit  ziihlr.  Belegen  bas.  aus 
TN;  tnAtn  -.  bendtl-,  ptbnt  :  4WfM;  icli  fdge  bei:  rf^  lieffen  .S287; 
baut  :  tübm  1135,  »tfiti:  ft4ci!tn   1133  :  mreeketi   1 106  u.  a. 

g)  eftiTaehe  tu  doppelter  Konsonani: 
nd  :  nlsl  lUend  :  wnM  638  (vergl.  TN  h>u<;  mm«  (>  Ondett) 
521). 

I  :  st  haUikait ;  gavH  TU:  s.  data  ubeu  S.  129  b«i-  134. 

X:\X  (gotiirpoü  mX  Uli).  1120.  1400,  I5T3,  1646,  1881, 
>9(HX  $i»M  '■  tpoOf  161. 

1  :  bt  gfrtt  (gtrtdHt)  :  g^tU  (g^Uttl)  641  (TNC  HaS;  TN 
9d  :  yWo^  795). 

st ;  hsl  yirf  :  verUdvit  1  .')46. 

£  :  gt  c/rjj^  (cuQj-)  :  uncenagl  561. 

ch  :  hl  9.  o.  Af  :  fACO. 

k  :  kt  dik  .  rr»ehrAt  199.  (TM  (aaeli  C]  bindet  eiof.  mit  dopp. 
RoDii.  viel  häufiger). 

§  8,  3.  Doktiuation.  Ich  kann  mich  uaf  wonige  Notizen 
besohrfttiken. 

1}  man  hat  im  n.  pl.  ntan  157  u.  0.,  d.  pt.  matmim  232  a.  Ö. 
-  kind  d.  |jI.  Dncll  kindm  14P7  u.  fl  —  (af  d.  pl.  (aifn  ('.  be- 
T^*m)  1130,  1570,  daDebeo  d.  q.  acc.  pl.  (üt  (:  bat)  1216  (:  rät) 
tth,  1295. 

SJ  htrizm  acc.  8.  (-.MhmMzin)  178R. 

3J  «rrf«  wird  nur  »ehwach  flektiert;  uff  erden  -.  tierben  2084  : 
wnini  749;  der  erdem  :  werden  971.  (Schreiber  B  hat  nur  im 
Reim  erden)  -  irone,  parte  wordea  uur  stark  ll-tktiert :  hvn  (dat.) 
;«  Um  (eubflt.)  1872,  f«>re(dat)  :  dort  1483  ;  hon  (icc)   I5«7.  — 

4)  NoiDtna  prgpria.  Criat-.friet  fsubst)  1299;»**,  Haupt- 
tiUl.      liarrahan  [AtA.)  i  geldn  256;  (aalamander  i  and^r  826). 

5)  KomparatioD  d.  Adrerbia.  '■■7  :  itm  :  ««  994,  1075, 
mS;  mrr(>^  :  »er(e)  468  :  £»/•  (acc.)   1780  :  «r«  478  :  her«  (Herr) 

«90  .-iW  355,  1194. 


^ 


I 


166 


§9.  4.  Konjugation.  I.  Starke  und  schwache  Verba. 
1.  Kinzeloes.  kommen  -.  1.  p.  g.  ind.  praes  kum  (:  umb)  610, 
conj.  praet.  lam  (^  Ixem)  :  widerzem  1598;  iKmül  :  wmitt 
1352  (nach  §  '2,  1  muü  hier  für  die  Dichterin  atots  -r  aograsttst 
irerdea);  inf.  ^&;n»iir»  :  rrommen  90'i  Q  0.  ptc.  /-omm«!»  :  /tvmnMn 
14  a.&.    ~    Uijitmen  praet.  nur  frt^uit  (-.an)   1709  (:  kan)   ]749. 

2.  Endungeo:  I)  In  «i  cnrerfmi  :  «inf.)  it-rben  143  ist  nicht 
3.  pl.  fod.  sondern  cod>.  ioi  Ronze»sivsati  aotusettea. 

2)  1  8.  d.  scbwac)i«u  Vttrba  (alte  IL  u.  tU.  Kl.)  seht  auf  -«» 

aoa  :  rVA  :aigff*  :  aigen  '>40,  iicA  /^i?«  :  iaf.  f)jit^n  ySfJ,  ttA  trorggii- 
i  vnoeniorbet*  881.  In  mtA  »ehwigeit  :  inf.  /wiM  101!*  kann  ebttQ* 
falls  das  schw.  V«rbum  vorliogeo.  (AlemanDisch,  auch  fr&ok.- 
tharing.  WMÖ  §  395). 

3}  inf.  ohne  fi  scheint  wobl  cur  vonuLiegen  m  »theUtn-.usMtt  ^ 
(d.  a.)  10^,  117  (TN  bUTi,  &!)6A),  beUb^-n  :  ecriribf  (cooj.)  852  fl 
(in  TN  öfter  z.  B.  recktt  -.  knechten  375,  A'Vfff  ;  pettiUn  478  iL  a.M  " 
doch  ist  die  erite  und  dritte  Stelle  niclit  über  alleo  Zweifel  siclier. 
(Alom,  |a.  bairiscb]  WMG  §  -215  p.  212,  213,  bes.  itkak-  und 
thOr.  §372). 

n.     Verba  anomala. 

1)  iW«,  ffr  JlaM:a»  124  ; /<17)  152  u.  a.  —  2)  er  stA  :  wnl '2\'i  M.  i. 
—  3]  mag:  top  180  U.  Ö.;  —  4)  ich,  er  wUivil  194  a.  «.;  — 
du  wilt  :  Mit  ( >  billflt)  18:  —  5)  tut:  gut  167  n.  9.;  ai  tünd  : 
/wnrf  1280;  tet  (ind.  prnet.)  t  ^^6«(,  A«  315,  1894;  ^wh  :  »"'n  12fi 
o.  ö.;  jiciton  (ptc.)  :  ii>n  (lassen]  :  'Ifn»  49  f.  ü.  ö. :  <ioraii  292  n.  Ö.; 
tmdertou  :  /tm  (lassen)  1079.  —  6)  ich  gon  :  hon  (inf.)  265  :  tnon 
S77  n.  a.;  du  gmt  -haat  1771;  *r  ja/  :  krat  1971  :  rftv»  1986  u.a.: 
gmd  :  hond  llSti;  conj.  undfge  :  «■«  52fi;  inf.  jr«"  ('?*"'J  ■  ^"  586 
u.  a.  ;  aton  93  :  a»  134  u.  a.;  ind.  pl.  praet.  nacAgigngrrtt :  cnjtfienr 
g«nl  392;  ptc.  praet.:  gangen  :  mannen  247.  —  7}  ef  ttal  :  lat 
201)  n.  6. ;  inf.  Ua»  (efim)  -.  han  :  daran  :  an  :  hn  :  gon  2004  f. ;  «i 
it<md:hotid  112  —  8}  ich  Ion  ((an)  :  man  149  :  Ion  (inf)  :  an 
879  f.  er  lat :  ^a(  946  :  «rt  :  gelrat  518  f.  u.  ö.;  inf.  Im  :  gon  t  : 
han  415  :  ^n  153  :  an  512  u.  a.,  neben  gelaßen  :  wkiafen  172; 
conj.  praet.  U^ie)  -.  <jenv;ß(e)  1 244  ;  pic.  (er-  g«-)lon  :  getcn  :  gon 
:  kon  :  «ton  88  f.  :  BarraLan  254;  a.  a.  —  9}  vh  haU  :  ah  189, 
293,  1687:  sfd/  (Stadl)  1173,  ick  han  (han)  :  gon  58&:  jMbm  1036 


* 


167 


B.  Ö,;  *««/  :  yfgt  1771,  hat:  fftträi  1127  u.  fl.;  Arf  .  ofbfl  :  W  31(1 
:  ptifbt  762  CiA^f,  j^at  praes.  9elir  spit.  rneut  in  hoehalem.  Texten.. 
Zwienina  i.  a.  0.  44,  \\4),V  Amd  :  ttond  Utigond  1186;  inf. 
htAen  :  tchaden  \h'A9  i  sagen  IH4ti  Q.  ö.  (10  haben},  hau  (hon)  : 
•um  3H  g.  a.  (ist  Regel);  eiamal  hon  'jikahen  1640  io  allea  Hes. 
(«lern.  ef.  WAU  §  :^73,  S.  383  a.  384);  ptc.  praet.  (g«)kon 
:fjW>M  K\  :  gaat  :  hn  :  Km  [iat.)  136-if.—  \Ü)  bitl:€ri1:/titi 
1298.  u«  :  früt  692  u.  ö.;  conj.  #i  i  bi  563  :  fry  958  O-  0.  (kein 
'*S*ö\  pn«t.:  inu  :  r^  2048.  COQJ.  Kär{r)  :  Idr  35:  unmäre  700 
Q.  a.;  inf,  uvm  -.  gtnetm  275  :  lernt  710  fiyeniV«"  847],  soDst 
:  min  101  u.  «.;  ptc.  praei.  gtwtten  :  y.f»<MM  256,  2W.  (TNC 
botnlfeDil  der  V.  aoom.  in  ObercJnsütnniatig  mit  MS  gog«D- 
aber  TN*  8.  o,  S.  1.^8  Axm.). 

BesQglich   des   Lauttrerts   der    konlrnlu   ft  (ÖJ  in   den   vor- 
steheoden  Verbal fornieii  rergl.  o.  §  I. 


AnbaDg:  Sjotai. 

leb  beschränkfl  mich  auf  die  Verzeichnung  folgender  Eigen- 
tum liclikeiten,  indem  ich  bes.  fllr  das  Phrasoologische  auf  das 
Glossar  vonrei»o. 

1|  Kasusrcktiun:  icur  nrirvM  c.  acc  d.  )iroQ.  ueutr.  242 
über  ,(^j- K«/f^  etc.  665.  862):  (ge^tl^ca  c.  dal.  687,  1030,  1038, 
ll>52,  13.^7,  1.^65,  1745  (s.  acd  679,  752,  1149  u.  ft.);  »pam  c. 
gm.  1876:  u.  a. 

'1)  Wechsel  ttn  Numerus:  lleltüt  iwÄ  f/ntunnet  allen  horl, 
fXt  möebtmt  dich  nit  ge*t  hivul  bringen  1142  f.;  i\/iMp«r  »«chi  «y 
nJer  un  l'nd  teerdent  f/äurr  denn  ror  II 83  f.;  ...  Ob  ei  aigfiit 
mA,  Der  **rA  in  arntit  to  wi-l  enthaitm  liirt  20)3  f.;  vergl.auch; 
.Um  soJ  der  ttelt  nit  nüt  ijfmain,  Aid  ich  Usfie  in  iiüaiit  440  mit 
ßw  ntmmeni  uun  dw  weltliehen  e  780. 

3)  Wechsel  im  Oenu»:  HV*«,  da*  w  mmffen\  (fem.)  '«■- 
tfAtoU  29;  I>ü  u-flt  l.tt  atf  alt  Mkand  192;  .  . .  mil  min/fm  ^t'minun 
alUm,  l>ermach  kh  etc.  443:  Da»  ie/i  miti  litt  Heb  »trlnrn  han, 
Um  etc.  1232  T:  (Er)  mag  dürvh  got  nit  zitlkh  habe  Ion  Und 
iu»  «  d^eA  uf  erd  nU  btvcAe  1473  f.;  Und  vcraumpt  "'an  damit 
ie»  ifttadrich  zit  ., .  In  der  man  ttm6  ffot  ewtg  leben  mag  «rtoerlMa 
1550  f.  n.  a.  (vergl.  u.  K  ürumm.  §  70). 


% 


A 


les 


4)  Auslassang  des  SobjektprononieDS  2.  B.  ieM  1364, 
1646;  du:  47,  985.  987  [vergl.  E.  Gramm.  §  64,  2,  b);  er:  169, 
674,  1751,  2022;  ti  (pt.)  1647;  11.  V 

5)  Verwechüluog  des  ptc.  praea  mit  iiva  Tof.  und 
0  borgang  iD  d«u8elb6o  bei  den  UmacHroibangen  mit  ti'treUn 
uod  ain:  (man  axti-d)  vrrrihfn  1585,  (tvard)  «ehrygen  1374,  (veerd) 
angrifen  (i40,  (mrd)  siijen  843;  (wi'trdiit)  kinlen  413;  (»m*^  Ar- 
gerM  2048;  t*(  ««  fchoicen  -./rottitn  2105. 

61  Flexion  des  substantiviert.  Inrioltivs:  nom.  n.  aoc. 
lidm  498  u.  0.;  g«D.:  lidtm  574,  823,  926,  1929,  Itifetu  1665, 
(«^  €94  (iijw&eji);  dat.  Udei*  8^0,  1008;  —  seine  AnweoduDg 
ist  bereits  eine  aasgedehnte  :  lidm  498  o.  6.  (Ober  12  mal),  tx^ 
nien  1802  u  Ö.,  «rmenm  258,  Jromvi/m  186  u.  ö  ;  ßifhgn  1208, 
ra«(f»i  2002,  faii>«wn  2004,  lebfn  1353,  rf/j-im  119,  ai>im^  850, 
Wi*(m  868.  itriVym  119.   ^ff>m  1385  u.  a. 

7)  Satibau.  a)  Zeugma:  Und  schtüg  dich  denn  m  da»  ttiul 
Und  mit  dem  Kär  vmi  if<t»  /ur  45  f.;  vgl  o-  8-  106.  —  AUo  viel 
toeUHeii  tr  uß  mick,  SÖlt  ich  trafen  din  kröne  rieh.  Sc  kante  nucA 
mtn^Uck  etf,  1901  ff.  —  Wirt  er  nu  dar  undtr  nit  nidff  (/eHöcfi^n 
find  belibe  im  oM  un:erhrvfhm,  Her  mrt  bald  der  inartfr  ije»'iß 
Wer  dultexlich  lidet  mannen  tnd:  und  tt^iß  1918  ff.  □■  a. 

b)  {gt)\Qn  (ptc.  praet.)  wird  mit  dem  ptc.  praeL  eines 
Verbs  konstruiert:  geifiit  ketiel  yel'm  40,  tfetcitiet  Ion  350, 
erkrummet  und  trbfindef-  Ion  tJ43  ?,  uß  er</iget  Ion  1 624. 

c)  Umschroibung  mit  tuon:  leU  vckteei-en  tto.  105  cf.  117; 
nach  volgen  tet  315,  tut  elai/en  19011,  '-"«(/  traben  1923,  Hig  treJcen 
\98!,,tü'ge  kr^nk-en  IWi  (vergl.  TNo.  8.  140  Arno.  1). 

d)  Echt  mhd.  konstruiert  sind  x.  B.  GäOff,:  Nebensati  zweiter 
Oidnnng  vor  dem  Nobun^iatz  erster  0.;  I124ff. :  Be gleit« m-'^tund 
des  eratöD  Nobensatze-!  durch  das  PinReleitot;  756.  940  f.:  Kooj. 
abbangig  von  einem  iinperahviäclioii  Satz  (Indik.  684  ff.  u.  0.); 
a.  auUerd^m  957  8'.,   1012».,  ITö^f.  a.  a. 


Besaltat;  An»  d«u  zitiorton  SpraohelenenteD  t&fit  sich  die 
Frage  nach  Aem  Heimatland  der  Verfasgerin  der  M8  dahio 
beanlworten:    es  war  dies   weder  Österreich  noch  Baieru,  Mittel- 


Inbefalttod  oder  ElstO,  sonder 
Schwab«!). 

Danns  folgt.  daU  die  VerfnsBerin  des  Oedichto»  KM 
mit  derjenigen  des  Qediehtüs  MS  nicht  identisoh  let; 
¥«rgL  o.  S.  114.  Wichtig  ist  in  dieser  Hinsicht  twsonders  die 
veischiedene  Behaudlang  to»  r  tittd  <'  u.  s.  w.;  s.  u.  auUtrdein 
n^  nucfa  geltend  gemacht  werden: 

].  Das  Fehlen  der  in  KU  verveodeien  Reimbindangen  von 
tHfrm,  nftMn,  xart,  zorn  und  boj.  •yriagt-n  [HS  reimt  doch  Älmal 
aul  -agen,  4  mal  auf  -omi  in  der  viel  umfangreichem  und  tohaltd- 
tenrandten  MS;  umgekehrt  das  Fehlen  des  io  MS  fast  aaf  jeder  Seite 
().  u,  i,  2)  gebruacht«n  Beiines  auf  n'n,  Sn  [Inn,  ym  u-  a.)  in  KM. 

'i.  0er  Unü^tand,  dal!  KM  und  MS  auch  nicht  einen  Verii 
geraein  haben,  während  sich  MS  Wiederholungen  ganier  Veree  and 
Versgruppen  doch   so  gern   gestattet  fs.  u.  Komposition  und  Stil), 

3.  KU  hat  andere  .imryuiC  als  MS:  dort  »r  njirieftt,  »y  Mpricfu 
(BBr  das  letzt«  intpdit  lautet:  ttf^raeA):  hier  in  der  Hege) :  t'rittu« 
tprack,  «y  sjut'fAl  (sehr  selten  z.  B.  13'i4  «y  njtratk);  dort  atehn 
die  Mjwtt  immer  aulterbalb  des  Ven««,  hier  gelijirea  sie  zuweilen 
n  deaien  Bestand  ($.  Tt-xt). 

4.  KM  ist  iHgleicfa  mit  MS  nur  in  der  Hs.  E  und  ihrer  Kopie 
U,  dageffeo  sehr  oft  und  in  mannigfacher  Variation  »selbständig 
überliefert,  s.  o.  S.  Sf. 

Endlich  kommen  hinzn  die  durchgreifenden  Dntersohiede  iu 
itt  ßeimtechnik  a.  Metrik,  wovon  gleich  dio  Rede  sein  wird. 


2.  Reimtechnik. 

1.  Qedicht  KM:  Vierzeiler  zu  zwei  regellos  wechselnden 
■Isili^feu  oder  klingenden  Reiiiipaurcii:  dio  Heime  vokftliscli  und 
koHHuntiseh  sehr  rein:  s.  o.  S.  114;  rQhrcn<le  Reime  fehlen. 

i.  Gedicht  MS:  Reime  mit  wenigen  Aasnahmen  vokzlisoh 
nin;  niclit  so  koD^onantisoh:  wir  mQssen  uns  sehr  oft  mit  dor 
bloOen  Assonanz  begoQgen;  i.  o.  §  7.  Ob  dEo  rcimlosun  Vorsc 
W,  192,  1662  :  lt;5:^,  'J09i  lediglich  der  Fahrlässigkeit  der 
Schreiber  auf  Konto  zu  Hetzen  sind,  ist  ebenfalls  zweifelhaft; 
TsrgL  0.  S.  134. 

Die  Keime  sind  nicht  geordnet-,  die  Verfasserin  geht  zwar  vom 
l^mpaar  aus,    reimt  jedoch  je   nach  Uelegenheit  drauf  los,   t» 


ä 


170 


lang  es  gehen  mag:  Drei-  Vier-  bis  Sieben-  BOd  Acbtreiiner! 
Am  häufigsten  sind  die  Reime  auf  irn  (an)  rertreteo  [ca  160  mal): 
der  Verfasserin  genagt  auch   hier  das  erste  beste.     Belege:  7 f. 

niderlori  :  Ion  (»llf.)  :  ffon;  —  -JO  f.  «t  :  lan  ;  man  :  An«;  —  S7  p*»'- 
driefitn  -.  »Mt^en  :  yemi^tft;  —  42  f.  nfttnigen  :  «äffen  :  liaffeni  — 
47  f,  Htm  :  g4t/m  :  Ion;  —  68  f.  Xtmjw»  :  »ekmifgfn  :  trüfffn;  —  f 
71  f.  »orgmi  :  borf/en  :  Tmrgen;  —  88  f.  getan  -.ffon  :  hon  :  erlon  :  aCo«  '.  J 
gern:  -  116  f.  tcette  lechehen  :  gfiten;  —  131  t.  «in  :  nw«  :W*»; —  ■ 
134  f.  hm'  goH  :  an  i  gon;  bi-gan  :  hon;  —  143  f.  cwerhfn  :  *(«rben  : 
inr^tn-,  —  fUr  den  Kcst  belüge  ich  midi  mit  gekärzt«n  Aogaben 
(ioKlammer  die  ReimxAlili:  1 5fi  (K -"'»,  an),  lGb(Z-üt\  174  (3 ->'«), 
231  14 -aNgrn  [antm]),  'iSa  (:i -^in),  258  (9 -tin),  315  (4 -f(),  375 
(4^«).  389{3-i'>t),  400  (4 -uiw),  440  <4 -oin),  448  (3  -icAc), 
475  (3 -./<),  518  (3-</0,  545  (i-orgai),  613  (4 -.*n),  628  {Z-ol), 
662  {4-0»),  (ißS  (3-««rf).  «79  (3-««),  702  <3-«(),  719  (3 -agm, 
oben),  762  (3  -«/,  tbt),  797  (4  -m),  883  (3  -iit),  874  (4  ^«),  908 
(3-««,on),  913  (4 -rf«),  92^14-«»,  329  (3 -»/«i,  i(<)j«i),  1012 
iifin),  1084  (a-/n),  1053  (4-<it(),  1103(4-./).  1 107  (4 -irA(), 
Uli  (j-<iB,anJ,  1122  (ä-aen],  1151  (3 -(ffl),  1298  (3 -»V  J,  1303 
(3  -omm),  ISäO  (ß  -/n,  m),  1362  (4  -/fn),  139S  (4  -(rn,  <ui)  < 
1514  (4 -am).  1514  {i-ain),  1518  16-"'«,  an),  1536  (8  wm,  , 
üH),  I54-J  (-1  -üt),  l.iö8  (3  .<m,  a«),  1595  (4  -!n),  »l>03  (4 
-Ui,  1023  (8 -'/n,  «n),  1637  (3  -Ä().  1700  (4  -  fn),  1706 
lG-dn,an),  1788  (4 -v«),  1850(6-wn),  1878  (3 -Of'O,  lMl(3-»cA), 
1932  (4 -fl«).  '9»8  f4-fi«),  I9(i7  (3-0*10),  löSS  (3 -Aa(»ii),  2004 
[B-<in,an],  2018  (3 -iW),  "^023  (3 -äO,  203ß  (5 -.m.an),  2043  (4 -«»«), 
20'il  (3  -ich),  20ti4  (4  -ab.  an).  Aach  hierin  herrscht  völlige  Ober-  '[ 
eiostimmuDg  mit  TN :  vgl.  in  diesen  die  Dreireimer  »uf  -idten  602  f., 
'Aren  5602  ff.  u.  a.;  die  Vicrruimor  aul  -uU  603  f.  u.  Ö.,  -.^«i  .i33  f., 
-in  605  f.  «.  ».;  Päofreimer  --i»  377  f.,  494  f.;  Sechsreimer  -an,  un 
787  f.,  5001  f;  Aolitreinicr  -an,  <in  227  f.  a.  a.  Immerhin  sind  die 
Reimhiiufun^.'en  wedor  im  TN  noch  in  der  MS  so  unerträglich 
und  aufdringlich  wie  etwa  in  d^r  ,Itcde  vou  den  XV  Grtuleti' 
teilweise  her.  v.  W.  Dolfel,  Germania  VI.  144  ff.,  besooden  am 
Anrang  S.  145  und  am  Schlutl  S.  158. 

Kfihronde  lieime,  zum  Teil  in  Wörtern  verüchiedeoer 
Komposition  oder  soost  verschiedenor  Bodoutuug,  linden  sich  be- 
sonders in  den  Droireimom  und  KoimbaufuDgen;  so  auf  •an,  -an 


171 


I 


7,  88,  134,  I.lfi.  258.  «79,  913,  1013.  IUI,  \ZC,^,  1392, 
1518,  1623,  1706,  1850.  1832.  ^004,  Ü026;  ^w-g-ift;  .«.^  a31; 
-oU  1878;  -auif«)  4O0,  440,  1122.  1492,  1514;  -in  174,  613, 
■37,  1034,  1320,  1700;  -it  1103;  -icht  1107;  -i7  1603;  -irt  475, 
T«.  IM2,  Hi37.  2018,  2023;  -omm  1303;  -fliy«i  545; 
-ül  1123;  Adr«rbia  und  Adjekiiva  verschiede  Der  KomposiUoD 
wf  -iKk  reimeo  aufeinioder  150,  219,  309,  859,  &21,  1073, 
IIÖÖ.  20M;  i!»  (pron.)  :  -/a  (Inf.l  lli94:  o«  :  dnran  273:  oin  SO- 
gcDBonter  uaerlaubter  rfibr«n<ler  Reim  (vergl.  KautTmaiiii,  deuUchc 
U«ttik,  Marburg  1897  §  i>8)  findet  sieb  dut  id  ;  'VA  tri/ :  ithwil 
S16,  aber  hier  mit  beabsichtigtor  Wirknng. 


3.  M«tlHk. 

I.  Oediobt  KM.  Die  Ycrso  wurden  oicbt  mclir  uacb  Ho- 
hangcn,  londeni  nach  Silben  (jemesson;  acht,  bei  klingendem  Aus- 
zug Dflun  Silben  in  jambisoli«m  Rhytlimus  bilden  eineii  Vers.  Die 
Ct?T)ieforung  ist  trcilicli  mangelhnfl,  \ix\.it  jodoeb  dns  ursprünglich» 
ßeseti  Doeii  so  deatlicli  durchblicken,  daU  eine  Rekonstruktion 
gtnagt  verdeo  durfte,  T.  1,  3,4.  8.  <,>,  10.  II,  13,  1.'^.  I«,  17,  IS. 
Sfli  W,  23,  25,  2«,  27,  30,  31,  X\  3*;.  37,  40  -51,  53.  55,  58, 
M,  62— G5,  67--70  sind  hsl.  regelrecht:  ebenso  V.  59  u.  «R  nach 
MoM  (s.  Teit):  bieder  Apokopc,  Synkope  oder  des  Gagenteils  be- 
dorfteo  die  V.  2.  12.  18.  32.  34.38.  39.  57.  71;  somit  können  5« 
Tin»  als  normal  beieicimet  wcrdon.  Aaslassung  eines  Wortes 
gullgte  bei  T.  8,  21,  34,  2d,  52,  rU;  gr^fUer«,  aber  noch  leicht 
darehfBhrbare  Änderungen  erbetschten  die  V.  5,  7  >).  14,  2><.  33, 
K  58.  Nicht  so  xwaoglos  f&gt  sich  der  letzte  Vors  72  ins 
SdiBma.  weshalb  er  nnaogetastat  blieb. 

3.  Gedicht  HS.  Wild  wie  die  Roimtechnik  ist  hier  iiiioh  die 
Metrik.  Es  fehlt  ja  nicht  an  gani  normalen  Vier-  boz,  Dreihebem. 
lumal  in  den  ,Ril<lversun'  (vergl.  o.  S.  M)],  »Heia  neben  ilinon 
nebmen  grdlite  Ilegellosigkeiten  einen  breiten  Itaum  ein. 

Ans  den  aufs  Ooratoirohl  licrau^gej^rilTencn  Versreiben  1  bis 
lOOnud  1001  —  1100  können  126  Verse  -  meist  mit  leichtem  rwoi- 
tilbigem  Anft&kt  und  eben  solchen  Senkungen     -  noch  als  vier- 

')  Ovwa|[(  i«  hw  da*  ai)v.  ru^;  doch  flihii  \.txn  I,  717  rinnt  Briec 
idttm  aut  ilcm   l-oMonal  an. 


i 


172 


tiebig  (bez.  dreiliabif;  mit  ktiDgendem  Ausgang)  gelt«D;  mit 
schwerem  zwoi-  ood  mehrsilbigem  Auftakt  bei.  Senkniig  35  V.; 
die  fibrigea  39  T«r8e  K&lilen  unter  oder  (meist)  ober  Tier  bei. 
drei  Hebungen. 

Die  bloße  Silbenzäbluiig  führt  ebensowenig  zu  einem  be- 
friedigeudün  Besultat:  hier  die  Silbeozablen  der  obigen 'iOO  Verse, 
I-IOO:    fi,  7.  8.  I«.  0,  G,  7,  8.  II.  8,  10,  9*.    8".  9,  9,  6,  ß. 

7.  10,  7.  10,  10,  II.  8,  8.    »•,    7%    9,  8,  8,  8,  8.  IP,    7%   7, 

8,  8".  13-,  8".  9,  II,  10.  10.  9.  7.  7,  8.  9.  9,  7',  T,  II.  7, 
8,  5,  8,  9,  10',  13*,  ]],  8,  8,  8.  6.  $,  ß,  9.  10\  9",  8*,  6*, 
10',  ir,  fi,  9,  9.  9,  8,  8,  11",  !)•,  fl*,  8",  ß*,  6*.  .1,  7,  9, 
10,  10,  9,  7,  9,  8*,  8',  8.  8,  8,  9,  S;  1001-1100:  8.  8.  8.  9, 
8.  8,  8,  8,  8,  9,  7.  10.  8.  II.  9,  6.  8.  7',  7'.  8,  9,  9*.  9*.  8, 

10,  10.  9,  fi,  9.  9,  9,  7,  8,  7,  8,    9,    8,    6,    12.  8,   9",   R*,    12. 

11,  12,  10.  8,  10,  9,  fi,  11.  7,  7,  6,  7,  9.  9*.  8',  8,  10,  9,  10. 
7«,  8',  8,  9,  7,  8,  8,  9.  9,  1-2,  9,  7,  8,  8,  9,  8,  9,  8,  9,  8,  9, 
8.  9,  8,  7.  9,  ir,    9*,    n,  10,  9,  9,  9,  10.  9,  13,  8,  8. 

Ein  fladitigcr  Blick  anf  diese  Zahlen  läßt  erkennen.  dalJ 
iramerliiti  der  acht  (i!2  mal)-  resp.  neunsilbige  (52  mal)  Vers  do- 
miniert; ferner,  daß  der  Dichter  wuiiigstens  das  Bestreben  zeigt, 
den  iteilen  einzelner  Versgrnppen  gleiches  Gewicht  znzuwSgeD; 
durch  leichte  Modifikatiotien  Apokopon,  S/nkopen  u.  dergl.  — 
lieUen  sich  die  Gruppen  gleicher  Silbfntall  sehr  vermehren. 
Allein  es  väre  allzukatin,  aus  dieser  Reobachtung  schon  auf  ein 
entsprechendes  metrisches  Prinzip  zu  schließen,  das  doch  ein 
DnikuQi  in  seiner  Art  wäre,  und  •leseoii  konsequente  DnrcbführuQg 
an  vielen  Steilen  de»  Qedichts  auf  unüberniodliche  SehTriorigkeiten 
stoßen,  d.  h.  zu  URjtitthafcen  Änderungen  des  aberlieferten  Textes 
nötigen  vrärde;  ich  lasse  hier  eine  AuBlese  solcher  metrischer 
Kuriosa  folgen : 

18  So  siig  «n,  li*rr.  w»s  itii  wilt, 

Din  lixil^e  Ntimni  allwc!);  in  min  nr  hlK, 
Si  Und  iprHr.biet.  cirnn:  ,^b  her  nin  pfonning  nmb  bixit', 

•Sil  hfih  Hicti  ili^iiii  ang»t  und  not. 
54  Vuä  spt&oh:  .Aa  wilt  Uilwrg  rull  sin. 

Wo  kunt'  ti*  iiu  hin?' 
134  Säliint  «y  ntii  übur  tlox  Tnlil  udcr  xtrHii  ker  gBD, 

Dhil  >.nliriiwinLi  uU  aIm  wolf  itn. 


*)  Dra  AMCiisk  tiucichnei  die  Vcrae  rail  klingendem 


olcher  metrischer 

i 


_  173 

141  ffie  wider  so  fBreiit  min  dienstmaa  ao  groß  cl>g. 

Du  ef  niemui  toI  sagen  mag. 
211  S;  merkt  minen  haimlichen  influfi  «ol 

Beeht  als  li  billieh  lol. 

87  smekt  mich  als  ain  hund  ain  wachtleo  tat, 

Und  Wirt  eniünt  als  ain  glflt 

Und  Wirt  brianea 

Von  ussnen  und  von  innen 

Tod  reebtor  gStlicher  minnen, 

Won  icb  komm  ir  niemor  as  den  sinnen. 
41G  leb  «il  dir  ains  sagen: 

Es  st«rbent  me  menscben  von  vODe  denn  werdeot  erschlagen. 
SS j  Ich  wil  nit,  das  man  nu  ain  stündli  od  mich  vertribe: 

Ich  wil  ain  ganties  ,bi  im  belibon'. 
85i  Wun  es  knmet  noch  der  tag, 

Das  da  sprichst:  ,ich  waiß  titt  ob  ich  frOd  mit  im  ic  gepflag*. 
ifi  Sfil  aiD  mensch  nötz  denn  Ton  lidon  reden,  ex  werd    war '( 

Wie  bin  icb  mit  dir  dberhertet  bo  gar ! 
93i  WoD  an  den  kan  sich  nieman  gelan, 

Weder  wib  noch  man 
10J3  WoD  ich  fBrcht,  das  lit  gan)^  mir  nnniitulich  dahin: 

Uas  wSr  fast  aiu  böser  gowin. 
IISI  Der  so  gar  listdich  unib  gat  mit  gittigen  litten, 

KiemaD  kan  es  gar  betäten. 
1100  Mag  ieman  bas  nff  erd  gesin. 

Denn  dem,  den  im  got  selber  hat  erkorn  ifi  ainem  schrin  ? 

Die  Beispiele  ließen  sich  leicht  mehren  und  doch  sind  ihrer 
Hhoo  Qbergenag.  Interessant  ist  nun  die  Wahrnehmung,  daß 
lii  auch  hier  die  ganz  gleiche  Technik  haben,  wie  im  TN  (C  und  A). 
Ke  ist  fär  unsere  Aufstellung  von  der  Identität  der  Verfasserin 
det  beiden  Gedichte  gewiß  nicht  ohne  Belang.  Indem  ich  auf 
die  oben  mitgeteilte  Farallelenliste  verweise,  beschränke  ich  mich 
flrTlf^  auf  eine  kleine  Nachlese. 

i9f.  Als  sant  Anthonius  sait, 

Vore  der  tüfel  die  weit  mit  strikon  hat  überlait. 

33L  ,Wer  mag  den  striken  allen  usgan  r" 

Unser  herr  sprach:  ,ain  recht  diemGtig  man;' 

Der  leit  im  durch  sin  netz  etc. 
H6ff.  Got  hat  groeaser  wnnder  auf  menschen  antlit  getan, 

Denn  alles  ertrich  muge  ban. 

Du  wiat  uns  saut  Andras, 

Do  der  mit  dem  tnfel  as  —  clc. 


174 


L 


185  f.  DflK  wir  nnn  nind  goties  kiuil. 

UaTDii  wir  in  icmir  i'vvnklicli  lobent  iijnd... 
555  llii^  )(Bi»tlichcn  tiionil  ^icli  ilijrfa  aiu  lail  tun  gi>t  keron. 
I>t8  Am  ubetid  si  luond  diu  am  murgeii  tuot  gcruiiaii. 
667  f.  Ei  int  im  hU  golieli, 

Er  K*Hfffit',  IUI  dIcnU'  ain  ^uiii  kfingrirh. 
1166  IT  Cnd  uil  und  rik 

Lag  teil  iiiniiui'xi  dik. 
4077  IT.  Wnii  dui  aiui  schnlm-  uiit  «inr  Ujpßiicl  crntnt, 

Uli  Ut  dem  jifatTen  uiii  trid«iind, 

le  ntcr  ainr  «Ibiiiau  haU 

iia  lichter  ei'  b  tadsnnd  jtat 
8l>9<i(r.   Wi-nn  ni  bictit,  rtt«  uod  tiuci«c  hani)  got««, 

So  mBostu»  Tor  ri«r  legi  Un 

Und  wcrdt-nd  mit  frftTidon  in  irs  li«n-cn  hftff  i^Uii. 
9H8(iir.  Und  i^ifl  i\v.m  liorruii  ku  tlie  ndcr  me- 

,Kur,  ück  iit  ntl  uin  kliiin  ni.-. 

Ir  «iiid  aiii  vol  iiinu. 

Du  ir  üdi  !>»  wul  iiiugüiid  gltati: 

R*  iMt  ain  gnm  din^ 

Diu  irs  iuu(;vnd  wuf^'«»  sr>  riti);, 

Und  hett  es  öcli  gostiuiden  uin  bnlb  Itind. 

Ir  Hi:<lt«nt  Iauk  navb  niiii  ar»at  hau  K«9&nt'     etc. 

Im  TN'-  lintieii  wir  hIso  die  gleichen  absoDiIerUchcn  Ans- 
wilchse,  deoeD  wir  iu  der  MS  begegneu.  In  beiden  Gedichten 
i»t  aber  ein  lockerer  Vierljeber  die  Regel;  beide  stellen  auch  ge- 
«6holich  mindeatenfl  zwdi  Vers«  von  ungefähr  gleichem  Gewii^ht 
ncb«Deiiiander.  Wen  wir  von  der  Identitüt  ihros  Verfassers  oicht 
zu  üb«rzeugOD  Teroioclitpn,  der  wird  doch  7.u(;ebea  mUssen,  daß 
TN^'  auch  für  die  Metrik  der  MS  die  nöchstfi  Quölle  war.  Doch, 
die  betdeti  stehen  mit  ihrer  Kuiistfibun^  nicht  allein.  Das  .Spiegel- 
bnch'  (Oerinattia  XVI,   \TA(\.)  z.  B.  beginnt: 

Ünndigcr  monUchi.',  «la  ioh  dich  Ende  an  dinem  «ode, 
AUfr  urteil  ich  dich  {Kr  bchondo: 
Dtiriiucli  du  bnol  getfcil 
Umitn  diu«n  Ion  httn. 

i'ue  biu  Ell  der  hulleu  iiml  bli{i  da  cirilcliob 
W»nn  kein  eri(>»unge  da  isl  -iichorlich    etc. 

Ein  Totentanz  fgeflchrieben  tu  Anfang  des  Iß.  Juhrdta.  s. 
Wackernag«!  Kl.  Sehr.  S.  äb'i)  hat  u.  a.  die  Verse: 

leb  main.  du  *«yMl  d«r  bitter  todt. 
Sollt;  i^t,  der  hat  gcbKldcn  goii  vnd  dit  kj-rgnti  ifiibotl 


17A 


nnd  in  gottfotobt  Miii  l«buo  vilbncht  b>rl . .  . . 
Ü  goU,  lux  tiiidi  hIsu  vnbumjtlH  jiit  i-nUrtMH, 
LftH  mich  tor  deine  i^ttlieb«  liuld«  crvvrbon    utc 

AhDÜcfae  Keispiele  aus  der  gtcieheo  Zeit  mdgeo  sich  noch 
mancfae  finden.  Es  war  eben  eine  Periode  des  Niedergaogs,  und 
iu  Fonnge^Xbl  den  weite»t«D  Kreisoo  vtitäch wunden. 

Ab«r  selbst  bessern  Epachen  der  miid.  P'>e8ie  waren  sie  nicht 

ganz  fremd.     leb    denke   da  weniger    an    die    Reimereien,    womit 

Margaretha  Ebner 'f  oder  der  sei-  U.  Seuse^)  dann  und  wann  ihre 

Prosa  ,rieren^     Sie  treten  tu  »porsdiscli  auf  und  trafen  zu  sehr 

den  Charakter  bald  dai  Zufalls,    bald  bewvUter  oder  unbewußter 

BtntauKniE  aa  irgend  eio  Lied  u.  &.  an  »ich.     Dagegen  därfeu 

4ic  SpnidiTene,  die  Seiue  den  Üildern  seiner  Handsclirift  regel- 

BlBig    beigibt,    liier   zur  Vergloicimng   beigezogen  werden.     Nur 

ffloige  Proben.     Da   sie   im   Druck   v.    1482   nnTollstftadJg   alod, 

dtter«  icb  nach  Denilles  Anagabe  (s,  o.  S.  12'). 

9.  6  ^N,  ■}    AJii  umtug  ilitr  gütliclipn  «jCabait 

Irt  gut  Dihklicli  dicnrn  in  mrchtlitltor  bcliüUHit.  — 


<)  SUE  69.  38  S-  ilra  tiuntr  luu  laich  irndci. 

tta  hnorifl  b«()rdp  micb  iwin^i, 

dii  btfaHMbn  mioa  mich  btnd<t. 
US,  t&  *o  gib  ich  mich  (loch  (Iit  Iobc 

dotch  ÜB  tniniH. 
lU.lt  d«  tiB«  <tin  »larkcr  gew«ll  <la  luo  binde 

mtt  itin  tOcMc  Mlnn  <la  luo  tviagc  —  v.a.%.  ilatdbw  ä.  800,  Anui.  tu  K9.  O. 

*)  t.  B.  äS  7*J«:  Wcf  gen  gw  odei  geo  dct  weit  uKta  wü  Kbalfcn, 

itt  tadatik  mehl  alibiM  •lilu«c(i. 
S*  S*;  Mein  hübtchc  kvl  -mt  tH  TnEcciogcnlka  gc«(raicb<i. 

Mm  Ttyat*  maüicte  mit  t{>aifhlcn  £*>  *crunicMel. 

iKiii  t»ilr«  f*ib  «tbicichvt. 
^^  U^i   Idi  qn!  in  <l(r  gothail  <l«i  (rclbl«i  ipil, 

4«  ziU  Oa  cn|[cUcliu  frHIdcn  ■!•  rll. 

im  in  tauwnt  ju  linil  «1»  «in  kirin**  (Ill*il1la. 
SW  lU  . , .  d«  mu  kllein  icin  hrtct  gibt, 

Ab  kbt  tnmcklicti 

*a  «itbi  »clKrIiGh 

(m  kU  hie  lik»clr(c)rdi 

<i  Am  rwigUich. 
'i*'  lob:  Heut  liebe*  i-ü, 

MtttB  luds  >in  bsCM  »1, 

■Aa,  da«  fal  diMt  teil  ipd.     u.  a. 


I 

J 


IT« 


Ver  trintB  1fbe>  mit  tarlhait  «il  pflegen. 

Der  oiidvlT  sich  der  ewigen  itttiihait  iiiomer  Migencinen.  — 

Der  v.-lt  miimc  iniir«  er  Imi, 

Der  dio  ewigen  wjfnlivit  lii  wncm  liob  wil  hon. 
S.  liAnm.*)  Weruiii  vlchllrhku.it  mit  strengen  virigen  ßbnngen  dahin  gelxit, 

Dem  i*irt  vun  |{ut  ertobet  niim  lil><;s  pdu^ua  iu  ordenlkket  m&laigkitit. 
S.  191.  jlnm.    Lipliehe  Abiuig  die  tAt  we, 

Aber  ainB  ijeliUsiieD  tii«ii8choH  Ti](l»f{iiQ){  auch  tageut  itiind  mu>  — 

Wer  in  sinem  biitern  liden  äne  hiuielschon  troBt  ooh  miifs  ain. 

Da«  ist  gToTsur  ininor  «or  aller  pir,  — 

Ain  bfiaer  liogvr  vnd  ain  ritUcber  trioi^r  billich  liden  sol, 

Wnnn  er  hit  <tn  Tondiuldet  w<iL 
K  19^  ^AM-  Ain  ffirslueh  soll  mai[  hinwerfen  den  hnnden  ulT  den  wiRL, 

Wann  c«  crlof  rnd  tnMibcr  isL; 

Dm  fiifaUich  »M  «iuh  Dit  wcrun, 

Ka  (q1  »icb  vt^n  billich  ItLn  mcngolich  («rtorcn. 
S.  2SI  /f«w.  ^)  Der  ron  der  ewigen  wyfthait  nnd  von  detn  halligen  engel  ist 

tiul]van)(en. 

Den  mag  enkuin  xehadUch  nntflAek  ni«  mor  erlangi>n  u.  a. 

Ähnliches   bieten  fenier  die   uiigäächlaclit«a  R«i[noreieD  der 
schon  erwälinten  »Rede  von  den  XV  tiraden'  z.  B.  a.  a.  0.  8.  IdO: 

WiK  dl-  »niKliTu  bcMil  sin«  mndeii 
iuilc  «tiioi  Meu  TToiiiBinc  i>nod«>n, 
«A  «irt  hc  itiic  »oKere 
MuiOich  tndi^  iiidcri:, 
lii  wie  ho  onb  enbiUeti  irfibüre; 
tndr  Ti'jirh  tluii,  diii  ai  Midi  xA  goilc  kfrenL, 
noch  dan  sint  «i  uiideriiclii'ideii 
VAU  den,  diu  ütitiüJicb  siiii  in  iriT  Teiuicheide  i<tL'. 

Und  sü^üT  das  \'ä.  Jhd.  bietet  Hcispiulc  dergleichen  venrorreneo 
Metrik,   nftmlicli   iti   den   Schriften   der  Schvester  Mechtild  von 
Magdeburg,  die  oft  ganze  Suiten  ilirer  Prosa  reimt'.) 
MM  S.  3  Yri'  miiiiic,  ir  Wid  inntiiK  jar  i{i.-ru:t)(«ii. 

&  \t  faftbinl  die  h-'huii  diiiulii-'lcätt  dartfubetwungen  . . . 
S.  i  Frowii  iiiiniii^.  ir  hiirit  in  ich  iJi«^  auru  bvtwuiiKuii,    du  min  Hcbnun  isi 
tuiiii'ir  in  Kuii'lurlicli  kriuikbcit. 

Viovi-  küniKiit,  dawidor  lian  ich  üdi  |[0){tibvii  inonicb  hühu  bukkDtbeit» 
8.  IQ  Mimi«  ann  bekHiitTiime 

Dnnkcb  die  wiaen  selo  ein  TinstcrniBse. 


1)  Viele  der  obrniiehendeD  UnregelmÜMigkeilCD  infigen  wohl  auf  Koaten 
Hcinticha  von  Nordlin)-«»  kotnnicii,  der  um  I34A  dii  I:i&0-I264  verfaule  Ori- 
ginal ('nur  daa  7.  Buch  ii-i  tpilcrn  Dalun»)  inii  ObcrdeuKche  umscliilet).  (Vcrg). 
SMK  S.  246  r.  und  374  f.) 


177 


> 


t.)0  Laut  mtdi  oitKf^bl&deft  sio; 

Ith  wil  «in  Keiii|{  Iriuken  <\c-a  aagtnaeagvUsa  wia. 
S.  11  Got  hat  «Uen  creatur«  (tkj  Am»  geftbm, 

Um  ä  ir  Datnra  pHeg-ai- 

Wla  intkt«  icb  den  mtDor  luiture  «iderstaii  J 

Idb  m&ftc  ran  alleo  ding«»  la  (jot  g>o. 

&  G9  Also  dju  »r  ketl«  tu  ToUefc>«iii#r  minno 
Van  bckcntalsee  and  telige  sio»«, 
Vnd  du  er  febi^Un  mohta  aUcr  itdi!n««hfii  ereatni«, 
Du  Ut  uu  un  t11  t6re. 

8.  H  Dia  ar^alt  bat  loa  natvr«  «iiion  biwa  gnnt, 

Di«  gCtlicbc    iptadn    hat    oin    minnplilieli    «nüdl   nnd    tin«a    tfiiien 
maat.  —  d.  a.<) 

Wie  dies«  veDtgen  Proben  i«igcii,  ist  die  Formlosigkeit 
imeres  Oedlcbt^s  von  Scose  und  von  der  Schwest«r  MecfatiM  er- 
reicht, ja  aberboten.  Aber  die  8ache  liegt  denn  doch  nicht  gtetcb. 
S«ue  und  Mecfatitd  bewegen  sieb  hier  aul  dem  Oobiete  liteni- 
DKher  ZwittArgitttungen.  Dom  leichten  Bilde  r^pruoli  and  der 
fiMa,  wono  sie  sich  lorVerstirkuDg  ihres  rhythmischen  Schwanges 
d«    Reime»    bedient*),     mOgen     derartigo     Lizenzen     allenfalls 

')  NkfatRtimpro««,  wndcniCunprUBfi^lich)  leielmUllgc,  ■licrdinpc.T.bloQ 
•Moaiemde  Laogicitm  vnn  mlit  llehunfcti  mit  Cbui  nach  J«in  Jtitirn  (tiuiii[jrcn 
»dif  kltngrmlen)  Fufi  hallen  wir,  worauf  m.  W.  noch  nidil  aurnirrkMin  gemacM 
nrdea  itt,  im  Gedicht  .vom  Übcndiall',  du  Eckhardt  PDM  It,  516  ff.  glowien. 
Die  voii  Pf.  Iicnuuic  H«.  (EisilcOlcrkoilti  277  Bl.  lUb  ff.)  >cMi  die  V.  nicht  ab, 
Pbiffei  ntu  <Kr  drei  Ittilco.  Idi  >cti«  Ata  Aafuig  bei  —  nieli  ilcr  tU,,  ilenn 
Dtni*(i  Klagen  Über  die  EkKnimlchiii^kciT.  womit  Pfeiffer  in  teineti  Etliiianeu 
Ür  kdiL  Te»tr  wifderiibl  (h|i.  Bl.  7Ö,  Uli);  SIT  Anm.  ';  925),  ctwei««n  lich  »uch 
bn  als  tfciechlig;!. 

W*r« noch  licUe  noch  htmsHdi. 

Hnck  daa  woh  Ich  mjnncn.      got  ȟict  valer.  dicli 
L'mI  dinen  tir>k«  naitii«  fiic),    dai  an  dii  ilrlhell   «Ul. 

Is  einer  etnekeiie  *l  ic  ecnnligFihcJl  an  hat.  (P(.  u.  H*.:  abtcjh-j 

Sttal.  nij  oiägeni   ir  boren  von  der  'rer1>orpBhclli 

de*  drier  cinckril. 
In  ine  pcriionlicheit, 
in  dfT  einekcit. 
WBi  (Ol  und  golheit  ■!, 
da»  vettlel  die  «el  min     n.  it-  w. 
')  Die  Reiie[iro(a  in  m.  E.  niehti  aodcTct  ali  die  maOloie  Anwi^nitung    itcr 
tAoii  aa  lieh   {etchmacItlnKen    Fipii    .timililer    deiiincni^'    der  antiken    Kheloren. 
^^  dtoliclic  Reimproia    hat  denn    auch  bei  dtn  lateinischen  Autoren  de*  Mittet- 
lUen  ibt  oiucitteliiatei  Votbild.     Statt  vieler  Beispiele  nur   tinet:    .pro(ilrr  ilagi- 
Baaa,  Pia  fOiUKafla  SeU*  1^ 


Von  der  tiolim  luiuren 
tue  jMitooen,  die  ilnt  goi 
Cotheit  nach  der  nattircn 
Sdu,  QU  ndgen  tr  boien, 
Qu  tut  ein  undetuheit; 


J 


178 


venitattct  sein;  als  .KtinsMicliter  jedoch  —  denn  ab  Gedichte, 
Dicht  etwa  blotl  nls  Reimprosa  liabcD  wir  itocti  wohl  die  MS  wie 
das  TN  zu  belrüchteo  —  schafll  so  niigerüge  Oobilde  aar,  wer 
vom  Formalen  äct  Dichtkuust  Diülitü  weiß,  als  daß  sie  mit  ga- 
nimt«D  Z«ileD  ,liaDtiert'. 


^ 


4.    Komposition  und  Stil. 

Oedicht  KM.  In  Beiuf;  aur  das  erate  Qedicbt  Icaan  ich 
mich  kurz  fassau.  In  gleichmüßi^  fortschroitfiDdem  Dialog  schildert 
es  den  Widerstreit  der  Seele  gegen  die  von  Christus  gefordert« 
Weltentsagung  und  Kreuxesnachfolge').  Eine  gevisae  Innigkeit 
uod  Trcubcrsigkeit  MÜt  sich  dam  Gedichte  nicht  abspracfaeo: 
aber  der  Dialog  ist  zu  gedehnt,   die  Sprache  kunstlos  und   arm. 

Gedicht  MS.  —  Wie  trQher  dargelegt  (s.  o.  S.  m  ff.),  knüpft 
das  Gedicht  an  eine  zusamuionliaugende  Folge  rcn  SprUchen  ao, 
die  in  teilweise  derben  bildlichen  ümacbieibangcn  den  inneren 
Stufengang  des  mystischen  Lebens  darstellen  wollen.  Schon  die 
oben  mitgeteilte  IniiaEtsangabc  zeigt,  daU  «s  der  Verfasserin  keines- 
wegs gelungen  ist,  die  gegebenen  Elemente  zu  geseUlossenerEin- 
bcit  XU  binden  und  eine  vrirbliche  Entwicklung  herauszuarbeiten. 
AnknUpfuDgen  an  frühere  Sitaationen,  Andeutungen  der  kommenden 
fehlen  iwjtr  nicht;  aber  doch  ist  jeder  Spruch  mehr  &\s  Tbvma 
fQr  sich  behandelt  Und  wenn  ntr  im  Verlaufe  des  Ganzen  einen 
gewissen  Fortschritt  wiibrnehmcn,    so   ist  das   weniger  der  Ver- 


Uum  tmäettf.  piopicr  iuillcium  amtrfmüit.  propler  damnuin  imgimutt.  piopKi 
remeilium  tmpluta  mititÜiim ,  prupler  advcnarium  ctpu^a  mL-rMä/ttm,  proplcf 
bravium  «ithcU  ■<]  mariyiiiim,  piuptcr  umbn(ruluiti  approxima  ad  CAriUmm.  . ,  . 
ComiilciB,  (juii  ni  ^iii  |iaiiiur  t^t  tcclci»  eaflknrt:  ijubIU  cM  4.  p.  cl  coodoltfiM 
«müfitarei  iiUDmi»  r  <).  p.  et  ob«Iupr«ctn*  udWiriir/ ;  qua  ile  CkUva  paRiui  et 
CDI>ltden>   rtjp-nliafr:     c^unli    foiinn    p.   et   iitiMTtjUCn*  attimilxrti     quanta  tun)  «jiuc 

p.  cl  »BTdcuccni  ampltjavt:  quid  iil  hoc  conicquilur  rt  intelligent  f^ffn/vEw/,.  .^^ 
te  Tiligantia  lollicileE  propicr  tponti  j-r.>mftinviHMm,-  ic  contictcniia  corrabore^' 
ptopivt    ciu>    erriiimäium:    ciincupitccniia   ir   innummet   proptti   eiu>  duktdätmi 

tMCrAcrMa   Ic    lublcvel   p,  c.  ceisitHdi»! m ;     eompUeenliB     te    quictct    prtiplcr    eiu« 

pukriiHdintm:  laetitia  t«  inetiriel  prupler  amorit  rtus  pUnititdinim;  adbAcrcntia  1« 

CDRi'lutiDEl    p.    amoiit   tkua  /erlUudiittm.     Bonav,    de  tripl.  «ia  c.  8.  §  6  (Opera 

omnia    1.  VIIJ  p.  IS)  ct.  «iuul.  SoUIuh-  c.  I  §  4  »o.  30.  33.  42  n.  (t.  (Itx.)  u. 

')  VgU   i.bcn  S.  47. 


i\f  dem  KahTDen  zu  danken.    Ata  sie  mit  ihren  Vereen 
Daher  di«  zahlroichen  Wfedorholanieeti  gleicher  Qedankea. 

Anch  in  den  eiDielnea  Abscboitten  rermißt  mao  die  kOnstle- 
che  OettaltuDg.  Selbst  dort,  wo  die  Verfavserln  bei  der  Sacbe 
bleibt,  kiDD  ruhiger,  klar  rersUrd lieber  OeilankeDfluit  selteo  ge- 
rühmt werden.  Ute  vielen  Ton  andern  untlulinte»  oder  aus  dem 
eigvaen  frAheron  Qedicht  btor  nieder  gebnucbten  Verse  passen 
neb  oft  eb«n<(oweniK  ihrem  Oeduikengan^; ,  tis  ihren  Reimen  an. 
Sehr  oft  aber  schweift  sie  rollig  ab;  irgend  eine  Wendung  tvergl. 
«Off.,  H79ff.),  ein  Reim  (930  ff.),  willkOiticbe  Anwandlungen 
(1010 ff.,  )i0^iS.)  o.a.  bieten  das  Motir  zur  Einscbiebung  gant 
heterogener,  meist  moralisierender  AmfUhrungen. 

Imraerliin  zeigt  sich  dann  und  wann  ein  üinarbeiten  lufelae 
wenigstens  üußerlicbe  Abniiiduag,  iusortirn  die  Vetfa-^serm  am 
Eode  ibrer  Digressionen  gern  die  EingangsTcrse  oder  sonst  ein 
Batmpaar  mit  dem  Hauptgedanken  den  Absctitiittcs  wiederbolt  und 
to  zum  Ausgangspunkte  zarflckkehrt;  vargl.  V.  22.'),  '2'2^■.  ^79, 
m-,  383,  3K4  :  457,  458;  571,  572  :  66(1,  667;  711,  712  :  771, 
m-,  775  :  854;  1224,  1225  :  1301,  1302. 

Der  Dialog  »igt  in  der  ent«n  Hülde  der  Dichtung  eine 
ESO  oatarliche  Lebendigkeit;  selbst  di«  Schilderung  des  Leidens 
wird  in  ein  Wecliselgespradi  aurgelost.  S])ater  nimmt 
4er  Uooolog  sehr  ab«rliai)d.  In  den  Abschnitten  II;  — 18,  20,21 
(nuammoD  545  Verve  ohne  die  Titel)  entfallt  auf  Christus  nur 
H  du  erste  Verepaar.  Ii^inigf^mala  wechselt  uuvermittelt  die 
Situation,  so  42Sf,  ISfiSC,  besonders  wieder  in  den  lotzten 
Ttileo  des  Gedichtes,  wu  die  VerHiäsorin  mit  dem  naiven 
Cbei^ng:  A'k  tnücM  ain  menecA  icttnder  Aan,  Wie  ea  umb  diß 
•vA  W  jffian  (1670  f.,  1730  f.,  1906  f-,  2098  f.)  jedesmal  aclbur  zum 
Worte  greift 

Leicht  würden  wir  indes  Ober  »11  divse  Fehler  UBwag««h«Q, 
die  BDser  Oediclit  ja  mit  so  vielen  anderen  [nittelAlterliobeQ  totit, 
Men  wir  uns  dafür  durch  den  Intimen  Reu  des  Selbeiterlebten, 
dunh  Oßdanki-ntiere  oder  auch  bloß  durch  den  Ulani  oder  die 
Knit  der  Sprache  entschädigt.  Aber  hier  mehr  als  je  wird  Un- 
luIäBgtlchke it  Ereignis.  Weder  von  der  anmutigen  Kindlichkeit 
na«  Id.  Gertrud,  noch  von  der  apokalyptinclicn  Größe  der  Seherin 

12- 


180 


T&n  BiDgen  oder  wer  immer  das  .Scivia«'  rerfaOt  haben  mag'). 
w«(lcr  von  der  Schärfe  und  Plastik  der  MechthÜd  von  Magdeburg, 
roo  Eckhaitischer  Spekulation  Blast  noch  von  Tauler'scher  Kraft 
und  MSunlicbkeit  Bndet  dich  hier  «lae  Spur. 

Nebmen  wir  z.  H.  Suso,  au  den  sich  die  MS  so  oft  aniu- 
klammern  scheint  (s.o.  S.  55  f.).  Seine  Werke  tr^en  bst  Qber- 
all  den  Stempel  des  Erlebten  an  sich.  Auch  da,  «o  er  die 
schwierigsten  Probleme  der  Mystik  zu  erkUren  sncht,  spricht  er 
wie  einer,  der  weiß,  was  er  sagt,  mag  auch  seine  Zunge  zuweilen 
nmsonstuach  denn  vollen  Ausdruck  des  ErkaDiit«n  und  Erapfundeneo 
ringea.  In  unserm  Gedicht  sucht  man  darnach  Öfters  umsonst. 
BesQQcters  die  Stellen,  die  an  die  Spekulation  der  spateren  Mystik 
anklingen,  machen  nioist  dun  Kindruck  auigühaxchter  und  aage- 
lernter  Formeln  und  Phr:iaen,  die  auf  gut  OlDck  tinverarbeitet 
und  unorganisch,  nicht  selten  geradezu  unverständig  lusarameQ 
geklebt  werden.  Dort  haben  wir  den  Mann  mit  dem  ,minne- 
reicben  üerzon'  und  dem  gründlich  geschulten  philosophischen 
Oetflt,  der  uns  den  reichen  Inhalt  seines  Lebens  und  inneren 
Schauen«  bietet:  hier  ciue  Nonne  von  ungewöhnlicher  Belesenhoit, 
aber  ohne  Tiere,  ohne  kontemplatives  Talent,  die  die  Krüclite 
ihres  SammelQeiQes  in  Reime  setzt 

Doch  verlangt  die  Gerechtigkeit  einige  Kinschrftakungcn.  An 
paj'chologischer  Erfahrung  steht  unser  Gedicht  immer  novh  hoch 
über  anderen  Elaboraten,  etwa  der  pitendotaulerischen  Brautpredigt, 
die  den  himnlischen  Brikutigam  in  einem  fort  auf  die  arme  Braut 
losschlagen  läUt,  ohne  ihr  irgend  welche  Ruhe,  Erholung  und 
Stärkung  zu  götinon  (vergl.  Denttle.  Tauierä  Uekehning  S.  Sj  Q', 
74  fl.j.  Einige  Schilderungen  »cheineu  mitten  aas  dem  Leben  ge- 
griffen und  losen  sich  in  ihrer  derben  Realistik  recht  amüsant,  z.  B. 
das  Gespött  der  Welt  ober  die  beschaulichen  Seelen  V.  II Uff. 
(man  vergleiche  damit  die  farblose  Fassung  desselben  Gedankens 
im  ,Buga',  zitiert  v.  S.  80),  das  Volksgercde  über  den  ,0ottes1[necbt'. 
den  geistlicher  Hochmut  zu  Falle  gebracht  V.  1881  fl.;  die  Ver- 
suchung des  ,Votlkomnienen'  V.  1932  fr.;  die  naiven  Antworten 
der  ,8eele*  V.  913  If.  n.  a.    Weniger  treffend  ist  die  Darstellung 

')  S.  ricgci  1.  BdL  iSff.;  sein  Nachweis,  tlsu  Sl.  Hildejcnrd  du  ,Scmu*, 
den  ,I11>«T  (llvinoran  0|>«tuid'  u.  t,  w.  nicht  verfiSt,  wird  «ueli  von  Dmiflc  accep- 
itcrl  hp.  BI.  75,  6flS  (. 


^^m  «MicIieD  Lebens  V.  ^  fT. :  die  Vcrftsv«nn  Hrhdnt  es  nur  aus 

'    FistDMhtschwaakeu  lu  keouen  und  beschreibt  es  demiMch  in  den 

däslcrstcD  Farb«o')-     Sehr   wulir  umpfanden    ist  aber  vor  allem 

(fis  Schwanken   der   8e«Ie    iwischen   Gott   and  Wolt    dos  stet« 

Wiederaufwaclien  der  Ix'Nen  Neigangcn.    Ans   Zittern    der   Natar 

vor  Eoteagung  und  Leiden,    das  sich  oil  niitteo  im  Jubel  uiiver> 

lebeos  wieder  f{«ltend  macht,    dos  GefQlil    der  «igeofo  Gebrech- 

M    lichkeH  and  Schwäche,    »»bald    die    fQhlbarc    Onaile    weicht.     In 

^    laalieD  TAucd  bricht  sich   dann  Aer  Mißmut  der  gepreUten  Seele 

.       tUbn:  derlei  erinnert  toweilen  geradem  an  jene  .tAricht«n  Mjigde', 

ft   denen,  um  mit  Soso  zu  reden,  ,Gott  dienen  «in  Kerker,  geietlictae 

W  Zucht  ein  Nutätall  ist,  (SB  83*).    Auch  andere  Mystiker  zärueu. 

luch  Suso  zürnt;    aber  es  bleibt,    wie  ur  mit  Oottfrieds  Tristan 

»gl,  slaU  ein  friunlUchs»  tomelU:  und  mit  rQhrender  Demut  und 

Ehrerbietigkeit  trigt  er  Mine  Klagen  ror,  selbKt  wenn  er  bitter- 

_    Kcfa  jammert. 

W  Die  Sprache  unseres  GodichtoH  ist  arm  und  «inUtnig.    Daftlr 

leugt  neben  der  Monotonie  in  den  Beimen  die  Masse  ron  Wieder- 

IhuluDgen  gleicher  Verse  und  Wendunt;vn.  iiidein  sotion  Gesagtes 
Wort  ftr  Wort  mit  geringer  Änderung  wiedergebracht  oder  darauf 
wenigstoDä  deutlich  Besag  geoonunen  vird-J.  ,Wo  eine  Äbolich- 
1)  £u  bcacbics  iw  tmtncrhin  4u  Zitat  ti»  Bcrlliald  v.  lUgvnibuig  oben 
S.  M  n  V.  IMOfl. 

^  6  "  ttm.  98  —  ISIS  -  IG38;  132  =  IS3i  190  *  i09S;  139  =  3B3 
|50<»1074:  174-178  — lOM- 103«:  ISS.  194=1724.  IVl'i.  203.304- 
3».  SM:  }ftti.  i«0  =>  9«3.  S64  -  377.  378  »  4M.  «67:  iSI  -  300.  365  -= 
S70  —  S76  tt.  338;  371.  273  w  MV.  830;  332.  833  —  4K4.  ASb  —  1312.  1813 
«C.  565,  ABS  —  tesi,  1684;  337  -  7M*b;  343.  »44  -  I3«2,  l94S;  34^  84i> 
B  IMd.  1347;  8M-354  =  I3«ti  -  lim.  Sil,  873—  1878,  1879  —  17»4. 
17».  SaS  ^  48« ,  S»S  =  1628,  433  -  1721 ;  48«  ~  68&  -  1«97  c(.  384,  458. 
1439:  443  »•  leW:  441  >=  ICtil  ef.  4;  463  ^  7S5  =912:  4&9,  461!  =893. 
896  et  1145.  1146:467-  107«.  4«  -  499;  50«,  50»  -  630,  üSl  =6*4.  65i; 
524  «679:  581  =  1893,  585,  53«  -  Il7ß;  55S  =  787;  5«*.  568  =■  1069,  1070; 
601  -  ISOl;  «90  =  832;  641  -  1839;  698  =  1518:  7&a,  753-  1149.  ll&O:  7ft3 
-IM7:  S3e«»e5:  841=  1361:  848.  849*1072,  1071:  863-  1896;  »IT,  918 
-  14511.  U.M:  918=  IG23  ct.  1094.  I30<>,  1002  =  1310;  112-i,  1123=  1674, 
IK75-  1786.  1787  ««.694,  14*14;  1139.  1130^156;).  1570:1169  =  149«:  1400- 
1401-1881,  IS8S:  1470,  1471  -  S035,  2036;  152»  =  1537;  1571  ^  1580. 
1SS7-  164«:  IS70,  1671  =  1730,  1781  -  1906.  1907  =  2097.  3098;  1775  = 
»15.   --    15  cf.  1313;    73  cf.  881 ;   74.    75  it.  78Ü,  7Sli   1L4  cf-  6«),  1258; 


ä 


183 


keit  der  Situation,  cioo  gloiclic  GeFBfalslage  vorlundon  witr,  trat«n 
sehoD  dagew«.Hene  und  nuD  apperxipierte  VorstellungiunaKeD  aus 
dem  Gedächtnisse  liervor,  welche  eine  höher  geilende  Phantasie 
(Kter  eio  ausgclildeter  Itrltisctier  Gescbiiiack  durcti  ueue  jioctiäche 
Gebilde  verdrängt  hätte'  (WackerueU,  Hugo  von  Montfort  XCV). 
Nur  einem  kldinen  Bruchteile  dieser  Wiederholungeu  kann  many^ 
wie  bereits  erwähnt,  eine  künstlerische  BorecbtigntiB  zuweisen, 
vielleicht  noch  denjenigen,  wo  die  Seele  die  Worte  Christi  repe- 
tiert und  umgekehrt'),  aber  anch  hier  nicht  jedesmal. 

Dali  die  Vorfasäeriii  mit  der  Tcrcninolo^Je  der  höheren  Mystik 
nlchtB  nnzufungen  weiß,  ist  früher  gesagt  worden.    Ebensowenig 
gellt  sie  Haraur  »m,  selb.iteigen  Bilder  und  Gleichnisse  gehobeoeo 
StiU  tu  prägen.     Auch  ihre  Epitheta  sind  farblos:   j-cu»,  haUip, 
grt^,  ffit  Q.  a.     Wa^  sie  redet,   ist  Alltagssprache  —  serroones 
huini    ropentes.     Und   doch  ist  ihre  Sprache   nicht  ohne   Reitr^ 
Die  drastischen  dem  Volke  abgelauschten  Wendungen  und  Aa»-" 
drücke,  das  Naturwüchsige  und  völlig  Ungekünstelte  io  der  ganieo     , 
Art.  eich   zu  geben,   r«rleihen   ihr   ein»   seltene    und   wobltuendafl 
Eigenart     Auch  daß  wir  mit  phantastischer  Zahlcnmystik,  Buch-™ 
stabenspielerei   und   Farbensymbolik  verscbünt   werden,    verdient 
Erwähnung. 

Von  stilistischen  Kanstmittoln  hebe  ich  die  vereinielt«aS 
allitorierendeu  Formeln  hervor:  gienen  und  ^rren  1102,  tcü^cK^n'^ 
und  teäacheii  89,  »ur  und  nüß  7flr>,  "ty  ich  ujvä  ta^  807,  die 
im'iß  vnd  dat  mittel  \9bVt%  die  Traduktiuneo:  din  traiA  trenket 
1064,  T  Jifid  ain  /und  flCiS,  \]33,  er  fert  an  ain  främde  pari 
1568;  die  sprich  wortartigen  Wendungen:  Ünmäisihtit  Git  allen 
itnlugt-nden  gflaü  418  f.;     Fit  menigs  in  die  kOchf.n  ffät,   Den  «ntn 


MO  ef  394:  143  cf.  \Ri:  148  cf.  3028:  170  cf.  2032;  191^  cf.  IBIO;  219  cf. 
3A9:  225,  Ü6  cf.  ill.  4T3;  449  cf.  1100;  4B2.  493  cf.  I9I<i.  1317:  514  cf. 
1861:  MS  cf  ISSS;  «II.  612  cf.  ITlß.  1717;  631.  liS3  cE.  1404.  I40S:  6S7 
et  lÄU;  723  cf,  I2i;:i,  1377;  734.  7afi  cf  12'J*,  li9b,  765  cf.  1202.  1866; 
Sti.  S73  cf.  Ui>a.  1159  c(.  14»0.  ]43lr  8»)  cf.  922;  lieU,  lltST  cf.  20&t. 
20&3;  lälfl.  1217  cf.  i:il^.  1519:  13.^1  d.  12tt7;  1445  cL  IdCS;  U7S,  I&74 
cf.  19Ü4.  1905:  1696  cf  1826:  1709  c(.  1749;  «s  mag  mit  noch  ciovcs  dgl. 
cntKBnjgcn  sein, 

')  Uli.   105==  116,  117;  l»",.  136='  158.  169:  ib9,  3G0  =  3fiS.  a&4,  36b 
=  270;   1603=^)608. 


188 


^ 


I 


in  (hm  mviui    Und  die    wtit  hinnan  in   dem  iehlsnil  1190r.  a.  B. 

So  wenig  wie  Phantasie  und  blähende  Sprache  dQrfen  wir  in 
QBserer  Dichtang  lyrischen  Schirung.  Mnaik,  warme,  glühende. 
uDoiittelbar  au»  dem  Herzen  kotaiueudc  'VOne,  den  dnftigea  Uaacb, 
das  Innige,  Sinnigf«!.  kurz  daajenigo  suchen,  was  auub  echUcbten 
Worten  die  Weihe  hSclister  Poesie  to  verleihen  vermag.  Suw's 
Proia  1.  B.  itrOmt  auf  einem  Blatt  —  ich  nenne  nur  den  Morgen» 
gmß  (SS  13» t  [29)),  das  Sursuni  corda  (I8<  [■i2tf.]),  die  Szenu 
mit  dem  unUirscbobeoen  Kinde  69l>f.  [176  ff.]),  »ein»  BemOhungen 
um  die  gerallene  Schwester  (41 1>  f.  |IOt  ff.%  die  Naturschihlerung 
(97>ff.  ['i.Sä  fl'.|)  II.  a.')  —  inohr  wahre  Poesie  aus,  als  unser 
.Gedicht'  in  mnen  3000  Versen  zusammengenoinaien. 

Wenn  es  trotz  alledem  seinerzeit  in  gewissen  Kreiden  eifrige 
Leser  fand,  wi«  die  Terfaaltniemäilig  groUe  HaodschrifUnzaht  und 
«eine  BeoCItzuDg  im  ,King'  beweist,  k»  erkÜK  sich  dies,  abgo- 
tthta  von  der  Vorliebe  des  Zeitalters  (är  Moraliiraticinen  und  deibe 
Realistik,  aus  d^m  reichen  We4:hscl  von  ARekton  und  Situationen, 
den  die  Herasiieliung  fast  aller  mjaLischen  Elemente  mit  sich 
brachte,  aas  der  inneren  Wahrheit  mancher  Stelle,  der  einfachen, 
DDgeschiniakteD  und  doch  oR  ftnOerst  originellen  Dirstellung,  und 
rielleicht  noch  mehr  au.t  dor  populSreo,  auch  Tür  Dutsendsoelen 
faßhareo  Behandlung  einee  (iebietes,  daa  sonst  nur  liähereu 
Oeistern  inglnglich  schien. 


')  VctbI.    PrcKCT  •.  a.  O.  n,  M5.  873;    Veiiet:    BId    Mjritlkfrpwr   4n 
IL  jhdv     Varmg.      tSS3.  S.  83  f.  b.  t)..    tiv*.    Cnn«».     Rinlrltung    <u  D)«peii 
bradn  Katpbt  de«  L<bm«    und   ä.  Schrißtii   Scuica,  9.  AuA    ft«G«rLib.   1837. 
ICXVUff.;  j«Ut  aach  BUilmcyer,  S-    US*  nnd   144*0. 


\ 


ä 


VI.  Die  Sprache  der  Schreiber. 
A.  Orthographi«. 

I.    Vokale. 

I.  Allpftmein«».  —  §  l.  i,  j.  y,  —  y  mUU  nilid /einmal:  tyjl  ;=bix) 
S$':  aUtt  nilid  I  itu  Auslaut  torwicguud:  liy  V  r^.  6.  (iwoi  l>ritt«I  iy  gegen 
Diu  Dr.  *<■),  dry  (drei,  n.  pl  m.)  988,  »hry  (conj.  an  stkrUii)  562,  lüfi»,  tj 
(codJ.  lu  il«)  63'  u.  fl.  (nur  druiiTJHl  «"),  /(-  (iiroo.)  iu  d«n  fboreobritUiii  immw; 
ini  Tcit  c».  100  ir  gcgi-o  .V)  W.  ;',,■  G4 '  u.  5.  -  j^firj-rcJ«-«  1278,  187*.  tyfmi 
I7l1,  j/r  (CDI(J.  EU  Jrn)  lSJi,/i7(  IIT2:  itn  lEiIaiil.;  »^yAuV  663  u.  ^nvw  1648; 
Bt«tt  uihd  /  in  «iivMfr  SS.  —  ay  »U  a'  (>■  uihd  k):  iiu  AualNut  bei  mangtrhy 
86,  118,  .>33,  luuv  34  V.  S.  —  ray(g)a»  1600  n.  n.  —  ye  at.  inbd  ir  ;^<  1656, 
ytti  SaO.  78fi,  797;  mr  mhd  /  ateht  regolaiUlig  i;  —  Ober  j  «^  s.  u.  g  56. 

§  3.  V,  U.  —  U  stalt  V  rAK<il>n-  vr  "'  ''■  <■  *•  fii*kfn  4S3,  ^tMn^n  2SI 
u,  fl,,  «Hj/  177  n.  fi.  (aucb  iiut  ,'.81  ii.  ö.,  /oc  61$  u.  5.)  u.  a.  —  Vorsilbe  ntr- 
(mit  seltenen  Ausnabmcn) :  —  »öl  898.  «/»*/  950,  Htllichi  S4  u.  fi.:  u.  ». — 
Mo/fn*  1171,  MM-<^^  453,  oun-  1801  U.  a.  —  U  st.  »'  nur  uiuHst  248,  ttJhägen 
9S9,  1019.  —  V  at.  w  im  Anlant  vor  Korn,  sehr  hlufig:  reg^ltnUli;  itJ,  vß 
(nubfn  einigL'ü  »ff)  a.  a.,  i-vn-siigt  5S1,  cnNiVM/i"«  4UC.  —  Iq  iiasoror 
.Inigabo  TDTtHInn  wir  »,  i-,  w  nadi  llirttm  Laattrort:  tin  nbri^n  halt«ii 
wir  die  Oitbu^kitbie  der  lU.  foit,  alio  aucii  '  tl,  /. 

i.  DJatlnctioniXDinhcn.    ji  8.    FI  k^nnt  k«lnc  Aktent«. 

g  4.  '  (T-H&Dkuu  -  •:iin  Druck  tielS  vrtioh  iiicbl  iinmvr  «ii>durgiibuii  und 
wurde  dann  durch  ein  B^inohen  trsetit.)  »=*«  {■>  mlid  J):  'HfHibtH,  i'-jr  (inip.> 
1967,  jfu'it  UU3  0.  i,:  u.a.:  (Lur  einmal  tu  -.  autumsu^  1865).  —  a  =  uibd  iw  : 
iiui  iiJtH  27:    -  *H  (>DiUd  a)  «elt^ii  :  f.A^i*'  71t.  771.  Mß  1921  u.  ». 

%  5.  '  moi  Strich«  achrStr  ^<Jn  link»  uotcn  n&idi  rechts  üben  —  '*)• 
im  Dmek  fibcr  «,  »,  w  durch  das  Träuia  ersutit.  Si»  bi^itiiehnon  (Ibcr  « 
den  ack.  l'uilaut  atc/i  67Ö,  tibärmä  IK'l  u.  a. :    —    doD  Umlaut  tuo  ä  :  //ndlrA 


<)  Fttt  dcD  Schreiber  £  cnnebtnen  wir  die  Belege  uniencbiedtlo«  ebcofo- 
«ohl  aus  KM  wie  MS.  Doch  kcnntcichnen  wir  die  ertteru  durch  einen  Sirieb 
neben  der  betieflcntlcn  Vcrsuhl, 

*J  VVtitiUckct:  Deutecb«  Reich^iagHlitun  I.  LXXVII.  liticrt  bei  K.aaff> 
mann,  Goch.  d.  ächvrib.  Mda.  %  Sl.  Anm.  h.  p.  49. 


185 


Ml.  X.,  wiTrf  87  B.  K.:  u.  a.i  —  Ab«r  «  ilan  Dmlut  von  <•  i  chEIr  417,  x'^ 
M  flO  S.  6..  d3rt  138  n.  S.  II.  ■.  —  TOII  li  hüx.  *f  •■  frMI  6'  ■■  h,  ffHiA  S, 
■NnSfö  u.  ft.  —  M  —  w  (>  aalid  nw) :  UiUifni  343,  f  ü/  3  u.  A.,  wüjf  (tnnwr)  n.  & ; 
■  i«  >  li  TOI  r  :y%r  (piMp.)  47  «.  A..  m-M  S'  U.  A.,  dU/-  (dnrch)  49  U.  fi.<oin- 
mI  liHt  dM  Zeichen  du  «nprAagltelii)  •  LTkaancn  -.Mr),  alwr  //«irf  tll9, 
tfk  1881  nad  uDgckdiTt :  /K/-  =  /ön-  1063  (Vorwctliiluiig  mit  /«ir) ;  ^  mhd 
mt-.iiiA  66'  n.  «.:  K-iA-v  ^<  n.  ••  —  i  -  Hihd  >r :  wVr  84S  (*on«t  (iut  sna* 
nhaiiM  viÜT  goschrielMinj  :-•«>'  (vor  r.  <i  />7)  •  't**'  ItSS.  adr  u.  •■; 
<Ur{-iar/)  I4ie  n.  «^  ^»4kA/  449  n.  s.:  ^('•r»  1103:  einmal  di«  Vrr- 
KtrKibong  ^o  830  and  »U  (toIo)  619.  i  im  Unirk  immer  ü-. 

§(.'--  ^nnt|iHlaglicli)  '  iMixoieknet  nbcr  ■■  dvn   anprftagliclicn  Di[tli- 

tlUB(  u.ftoirit  den  Umliuil  von  ■  :  für  (--  flmr)  \6,  ^11. /IM  \'t'  D.  &^  cnJn 

!'  lOi.;    tu  ■.    —    lU»  t'mUut  (OD  M  (aiUHT    tot  r-:    ■.  $   5):    mW/  38  n.  S. 

t^Mt-  IX'  n.  Ö.  n.  a.  —  VAnclinsibuni^in  :  r»  (»t.  ni  Jinp.)  1\b  u.  /rimJ*  1&6S. 

S  7.    ,  iiT«i  Pvnkt«  Kobrig  von  linlu  antcn  iiadi  rccliU  oben      °  (hin' 

■■tmer  '  s«inwtt}:  u  =  m>.   kumint   luuhniuU   vor,  iil  ab«r  rneitt  durch 

•<  «netct;  «.v.  git    tn  tMt  6S'.  w«  IM,  129,   /«r»'A  ߣ3.   ^S^äm  «27,  /d 

JCS,  rdWlXSO,  rai  1978.  mäutmi  2033  it(  lUi  '  Doch  eitonnbnr. 

3.  Doppel»«l>rui  bang  eil.    §9.  tr  •=  mhd.  /  nar  in  <v  (>  ehor,  —  aU:} 
I(tt.  103,  916.  978.  C-  Kh«;)  790,  (•Biiad:)  1296. 
^_  n.   KoBsotiaiitra. 

^B  I.  Tenue«:    ■)  Verdoppuluni;.  iind«ru  VurKchilrrtiiig<ai,  Verüinfachung. 

^B  9.  ck  lUtt  mhd.  t.  a}  im  Aiulant:  r«A  88ä  abei  rs»  \^K%.     -    b}  im  in- 

^^imMA.;  lümJtMi  908,  JMnetr  1)U  (lonnt  liabAfi  auch  dlflxu  buidon  iiiiiiiur  ■.linfichcii  kj. 

S  !<>•   tt  aUtl  mhd.  '.    a)  im  Amlaut.  n>cL  K&rxe:  v^»  93,  900«,  S068 

'       (Beken  |<v*//  I8»S>,   (ttJtM  (aubilO   I?2.   12-^,  T30.  I?93,  ISCG,  1713    (neben 

^■Aof  733,  95]}.  Atf  (conj.  praut)  I08,  936.  ich  iiutierv  tf^xf  1068.  1574,  1891 

B^ea  ifif  809.  I90&:  Am^  rf//  s.  n.  Verb,  inoui.:    ^    nach  Cunprflnglicfaorj 

LAag«  :<tM/  (^  hodi«;  K(l,  I78U.  S05S.    —    b)  im  [nUat  i>«cb  RArie  :  M/m 

i      (»  Mao]  887.  4^4.  718.  im'i.  gitmu  l»5'i.   Ao»«  (Bolen;  l'd.  30:'9.  20S2. 

I        teä*mm  («uUt.)  418,  ir(tr)tmta  IS".  47',  598,   1045,   1458,  fwi-W«.-«  17",  145», 

(Miaa  9.  181.  1189,  1190,  1383  a.  A.  (aberm"   1119,  3035;,  Jtumiid,  irttlm 

1808,   waer  )7!>,  1081.  tITT,  1389,    \m^,  17GG.    (nvbon  tuAr  t^Tti,  1441).  - 

M0it*  noch  tttavK  \h\  1.  A.  (II  mal  ^»gun  4  r/nv«;:  »^/<;>  9.V  :^3it.  379,  nobiin 

I        «MfiSu  —   iMdi  liingu:  aummsug  1865,  gfitütut  861,  fün^   1)81,  ^iftihiU  IlST 

I       (B^ai  fAUulr  !0I6;,  ;»j>/rMi  19tiO  tab«r  fü/</  349.  538,  555,  süUh  490,  519, 

COO).  .«-MM  1480  (AfMAv»  5,  35»,  747,  75«),  fMA»  1415  {foirm  3«;,  1968). 
I  S  II-  SC  8t>U  ^  (b«X.f}  TOT  -AcA  «tnnoloKi«eb  in  :  /i^^^A  63',  mtmgtäiA 

.      loea,  1S89.  tfrffutsfSei  975,  1500. 

^  ^  13.  tl  tL  r  -f^  J-.m-i/krji  456,  786,  8SS,  963,  1146. 

H  f^  13.  k  (I.  ci:akft  1115  {i^r  1664),  «<ar>50S,f/.A-»'h-'  306,  ftMrjtrmJta, 

I  63,  50fl,  1341.  mM«;/  77».  SU,  915.  »«h*m  1840.  nukrtlifm  453,  753,  912. 
«ttJm  73,  8»1.  //wV«  1964,  ft*t  1984  (rilv*<  337),  HtAen  1985.  avl«-  176, 
108$,  mtki  2IS,  i-M'ukmahati  694  ('Mui^  173^).  -  kk  foblt- 

b)  Anlaut  und  AufUui.     h  H.  $t,  V  crHchcinl  i*  rur  r  im  Anlaut  «tut« 
b«i   trm  r  TL  «.;   ror  /  in  'l«e>-  4b~',  109.  107,  141,  558  n.  6.  {ki^pi   44^ 


J 


186 


finm  Sl'  u.  A.  (tlain  IC7I.  176G.  S093>.  vA<v  390.  ««inV  IC78  fifMarV  lül.^ 
S(K9):  im  Ati8l«iit  bleibt  » :  dml  n»5  1,  9.;  in«»»  13',  1747  n.  A.,  wr-X  726 
H.  R.  —  t  tt.  •/  im  Anlaut  s.  u.  §  64. 

3.   Nediac.    a)   VvnsinfftL-Uunij.     $   I.V   «trttitn  (=  mMwim!)    |$y 
(aber  aUrftAfM  651). 

b)  Auslaut  und  Anlaut,  §  l(v  I)  b  bleibt  im  AukI>u(:  AuKuatime^ 
/i/HicA  13',  ft/Äi,*  306,  llX»!-  j;.  g  bleibt  im  Aiwlant  vcrgl.  u.  t  fiS:  —  -T,  d 
im  Aimlaiit  luTTscIit.  vur,  abiT  auch  I  oraullcJnt  ofX:  bona  \M1i.  hlimt  ftZi,  ffM 
134, /w*/  fi«!8  «.  n.,  ^:.^H.i  Ifilfi,  (..jn.)f/iw«./  ßTO  u.  n.,  ,iW^  1488  u.  ö..  y»»«/ 
liaC.  «nW  758,  ukimd  1S2  (sbor  :''i)^ijii/  7<J9).  M>i  \^^,  ktrd  M»->  ü.  r...  Imml 
■i\%.  khtJ  33*  ti.  .■,.,  **W  lOÄ,  332.  34»,  10|l>.  173S,  (nbcr  *w-v  993,  1843. 
I.WO,  1683.  1 744.  S0S7.  2I()1),  A.m'  SS7  u.  ft..  An./  75»  u.  .'i..  war«/  I?72,  «wM»rf 
WH  u.  5.,  /y&W  UW.  ,i-.W  fi,-,.  uhuU  1710,  W,/  r.cit)  .W  u.  ft..  j«/-'  IM7.  iW 
.^S9  Q.  fi.,  iNw/äSl.  HUKucTiU-tu  iitl«  ii]}<i1tii|).  F'irmon:  i]a;{i'8«n  :  ^iMiAfi.  liMli 
1936,  jrw/  ((tradii*)  1472.  /<ff/«/  71S,  77a.  Ii4!>,  iO«8.  »«r(  Äi»,  r^-^  (Ffliml) 
713,  .148.  'MM'»y  77».  8G4,  9Ii:  linmM  /«/-  »aKR.  Mrfnw»,'«  873  n,  ö.  —  S.  |i. 
jil.  ind.  prk.  II,  jtraot.  n.  odiiJ.  |ira»l,  in  :  aiHtud  \?A.  1133.  ftui^  II8K,  iimJ. 
Aiwrfll3ii.ü..i»W29Cii.ß,. //.»iiiiniSu,  •"...  HiWISl  n  .■....■HY*/lfi78:— /wr«!fW 
ItSO:  —  Ktthmf  SM,  1835,  «liiiemJ  l.'»9,  u-t/tinJ  234 ;  »«Ost  iiiiinor  /.  —  «inlen-  Vur- 
balfonniMi  r  Arf  (imp.)  8Wt  ja»W  {iiii|i.)  ^h-i-,  jinJ  (=  (indot)  6ß8t  /umä  I13.i. 
»vtn/  3.^;^  u.  ^1.-  mrtHiI  (|>t(i.)  161 1;  MOliftt  /.  ~  d  Ml«lt  /  im   Anlaut  i.  u.  $64,   I. 

■'S.  .SpirkDt»»,  s)  AllguiJi»ii>UB.  %  17.  f,  v.  Im  Anlaut  tui'  Koii»<>- 
natitisn  ltl•b^ meist  /  :  ffüh  12'.  jfvira  it'-. /radG'  o.  ß.,  ff«mmtm  l.">  u,  ft.,  ii.  a.: 
Mültnn  o.  I.  B.:  j*..-  64';  —  vor  Vokalen/«^  239  ii.  n.,  /,U\%k,  /nflkh  S74 
u.  n.,  u.  lu:  ab«r  vittnt  713,  rw/  1301  n.  a.  —  iihwr  <lni  Wocb«cI  von  »  u.  v 
..  «.  §  3. 

§  IR,    li  blinbt  xwi»ch«ii  Vokalun  urw«*// (Titfllvm),  A-*"^  23i.  288. 

^fleitn   1274.   M^iW  387.   uiJahrH  60,   iiiihellta  »17  n.  D.:   leAmäJküü   IUI. /tüÄfJ/ 

tI60:  nrJArr  732  n.  n.  ~  iifl  iut  abool.  dilur  durch  A|ii)]E<i|i(>  ent«taiideBen  Aus- 
laut :  4i«4  2043,  «M  [  ^  naofa)  11'  <iun«t  immur  «&»):  iftt*»*  1G35  (ab«r 
M*'3«'*"f'l  Iß-'i.'i.  I85T).  wA  308.  //*  (ifiij..!  389  (iiielrt  sUtA):  wrtS*  IXfi7; 
ich/'U  1194,  1930  (aber  ivh  Aifi  UöS):  S'ih  407,  1707,  ich  litk  578,  ich 
IM*  327.  Iwehäh  1879:  flf«A-4  (con.j.)  719  (ab«r  ttuKuh  1558):  nur^-<'«"-.>'''»t* 
iconj.)  1157,  130,'j,  \^hü:  BiiunDa.1:  dih  (pron.)  500,  rM  (rvgnutn)  14&4,  rmk 
I0fl7.  uibd.  <&  wird  ch  in  cht.  tAti.  tlu-.wttifl  il  0.,  gtricla  (ptc)  S06, 
tntrithl  (ptc.)  953  u.  X.,  msdtt  fr,  hl  utc.)  8 '  n.  n.,  vertnaüu  (du)  536  u.  &.,  jv 
yWf-(/  II.  jijWfrA/ (fprit)  203,  1185,  r-MjlUhi  34  u.  J^.  {aber  W/  471).  SmhtXKl, 
1368,  flnyrti->i/  me  u.  n.,  ^«Ak-I/  372  ri.  .-..,  */«V  (pU.)  .171,  t«*/  1188,  bitJn 
745,  1560  u.  K.  —  mafhitM  918,  jä(/A4ff  466,  473,  täehii  164,  168,  "^jy 
1547;  —  Mob  736,  mnb//  1575.  ^BH 

S  19.  Zeichen  för  din  dnuinlsn  Spiranten  und  Äffrikal^n:  /=  »  «m 
AuUut  u.  Inlaut:  lui  Aiinlaul  nur  in  uff  136  u.O,.  iaffl44  u.  ^.  und  inweilen 
»■.f  Apübopa:  m/118, /ö/IOOt,  ÄyTlOaS.  /■.//"«IS;  im  Prodi  «tot«  mit  j  wittlor- 
gogeben.  -  t  statt  »  im  Sind  ws  (=  wa*)  244,  308,  1087.  1457,  1469.  —  8 
itatt  sj  einmal  vergf^m  382,  huqhI  iinmar  ^  =  j/  :  ipifjo»  otc    —    tz  ftatt  ■ 


187 


fcKkoxfr:  NM-Ji  Kon*.:  ^rMfi,  S'  n.A.:  •ninlif»  \^  w.  &..  nli^tw  !A,  Om. 
lili,  rnrnK  993.  immn  1682  «.  «,!  mUt  I9T3:  AvjWn  S8'  n.  A.:  mi^n^ir  191. 
im,  turfw«  $9;.  9Sa,  Mrü>a<>/ M-l.  l&OS:  naeb  Takal :  •»«:  2'  u.l^  »ft 
111  D.«.:  —  tat  sUU  a  :  rin  IIOS,  miae  Mi  U.A.:  <WJ1  99S:  i/ftva  1806, 
«twMA  13)  («bvr  awvMf  l&TO,  ttiurifrimit  121).  Cbor  di«  Vartr«tung  fon 
■U  •  AvTtH  ß\  s  durch  i.  /.  s.  ii.  $  M,  3;  Hb«r  iImi  Wnehbil  von  i  n.  «4 
(H  f,  w,  M,  u-  ■.  ■■  §  «H.  3  c. 

b)  DoppBlsefcreltimngun: 

9  3a  ff)  inUnl'^iiil  nich  KuitmnaBten:  ijtafpw«  58.  G80.  ITST. 
i^  .W.  I0S8,  lO&i.  4^fr  «lA.  4fi^/<r  IMfi,  «<■{}!>  7Sä,  4i^'  1149  (»bar 
WftI  1716  «.  fi).  ithi'fpn  783.  790.  «»//>r</rr  4.^i  Mutier  m»imy/i  iSH,  8»S, 
Ml  114«),  J^ßi  IM5.  i»-ij?'  nCä,  s'Kh-tS'  Ä<HI:  n«ch  Vok.lon:  ».yf™ 
(«DMffni)  36.  i>/<»  3?  Cab>T  AgO  5»S,  ktfmuMtk^t  611.  1716),  /r^f/«  197 
Kl.  (■änsMl  fn/o/  473),  tikt>(fm  198.  rit^^«/  lOH,  1SV.I  (abur  rl</-  läMj 
*^«>/  1456.  |»n.  Ai^  IX».  «™y/«  I«ü,  fwTjBTÜJ/rt.  <inL  mid  pt«,)  I.  17». 
ItSl:    •■■UuLcna  noch  Kon-.:    k^ff  «,\,  d.,^  ^\X  1(194,    «r^  »4,  1«I7 

r*b«r  KW/«*  7'A):  'n»"^  '^^  i^"'/  ^"^'i-  i^"^3  7'JI  u.  %.:  ludi  Vokal: 
^  »i^'  10«.  Ii>l3.  .^*Ai^  (iiu|i.)  17*  (MbiT  ifjM»/  1084).  ulüi/f  (snbrt.) 
J34,  Ml.  380,  rüff  913,  1289.  m^  43'  n.  A.  (libi'F  50  iit}'g««uii  8  mO-—  immor 
jyrwp.^W'.Ull/»*. 

9  21.  st  lir  tobd.  i  in:  tui  144  u.  4.:  —  (Ar  mhil,  \  inlanUnMl :  lAt%tH 
t\t,  i;»on>t  U\ßen),  Hilf  201$,  J^iH'''  (hi-iltm)  IA4A,  [vniv>/M  fr^rweiMn)  1&49, 
piiutrr  748.  MNanbMiMir  418.  MufurdirA  4.*)/).  »ji»'*  2lfi:  Hiixlaiilriifh  rui  136 
B.  b^/uis  813  (iiiiut /li/'j,  Afi*  (noitat  4äjf):  in  all<-n  nbrigoii  Tk-t  Uihlroichuni 
FUlen  «Ulli  (iJtßr  /,  bnt.  f,  ».  n.  $  64. 
4.  Lii|ui(iiie.    ■)  VerL'iriraelioni;. 

g  «.  r  »Utt  rr:  Äfrrf  (—  irret)  fill,  «r«  Ift9i  [aber  irm  8'.  wrrrf  171«, 
Tmigiürtf  1244):  Mrr«  (ich  dorre;  nur  orlhogr.?  in  d«r  Innerscbariui  sagt  min 
jetat  noch:  vrrJirt  niil  langem  gi>iic1i1oI3nMn  >>  unil  <1rutlii:h  nur  cinracbeui  r) 
974,  jvMrmr  IUI,  JiT(f)  .^97,   l.'iiti,  IM». 

f  S3.     n  at.  «H  :  AittA^  36  u.  8.  ^abinal  iUiuhhIu  850) :  pfeminf  38,    ar- 
^jgptf  274:  t.  aacb  pfoiM  443. 
^^^H   b)  Verdopjielnai;. 

^^"  9  M.  II  «.  /  ;/>;^  im  SUbenauaUuI:  i'-ff  84,  54  (dag.  p*^  568,  624, 
I3SS}:  9*ü  (b.  «.)  19&8i  B»m*a  81J,  stui»  >uViW.  —  /  tni  Weeli»«!  mit  //: 
»*»*£  54  u.  ö.,  Mdhiff  19  II,  «. ;  nUm-UMi  181,  aimäflitig  1391  — 

f  25.  rr  lt.  r  1  iiWr  (u,  e.  jiron.  rtl.)  1023;  lurr  (»  Hoer,  WortTenruoli»- 
htae?)  814.  3105.  —  r  im  Waohaul  inil  rr  üu  M'orta  ,i^r<  :  Afrv  890,  aonKt 
ioT.  A*rrm,  htm. 

f  ^.     mm  «tatt  ■•  JrilauttMid  na&h  Kört«:  /t*mmfH  ^lubat.  Jnf.)  IS,  186, 
1313  (ah«r  /rimitn  Tclb.   903),  fmiHmtr  62 ',  Htmmtf  (nabinoD)  3  '.    tvmmtn   \  ', 
,14.  1312.  1305.  3043  [aber  i»««.  185,  (135,   9ÜS.  971.  2057),  v.-]L<m«i»  1466 


I 


>)  Di«  Vctdoppeluai;  iil  katim  mit  aU  orthofr.  Eif^nlUnilichlEelt  tu  fuien; 
[▼tr^  ätick.  £ciit.  $  31,  Ibi  %  34.  3. 


i 


188 


(nehtn     leiltumlii     1303.     ivlhnan     IM8,     rMemfni^t     1472).     tammrirl     r4$5. 

{htiHft  759),  katmm  569.  666  rievM-  bl\},  etltmma  603.  vtmfimcH  1304  ('»vr- 

iiiiM»r>i  n,S9,  ;^w><v<-w  305fi):  mmmsHi  137,^  i'miwf/  184St*:  —  nllt  Ulli  Und: 
/ruim  1^32,  i^ffirw  (Tuniii]  2IS,  (ilO;  irji  Ami»  la^:  äcliriMbfelllflT  ;  fjfMW 
(=  knuiii)  138.  140  (WurttcriTecli»lniiK  oAer  Vcrk&nung  du  uf  wurgX.  Stick. 
Boilr.  §  U,  3,  K.  4IS). 

9  S7.  nn  >UtL  »  «naUulcixI:  jwnr  (moiittl  jt09  (476.  905?}:  um  (pron. 
nnc.  A.)  T7S  l.irohl  Wiirlvcnrreli^luiig):  i^chwanken  EVU«hion  a  und  lut  in  wvi« 
iinti  iiwirn  (^ininkl).  »«»  (Mlt«n)  iiml  um«)«  (r>  wiinilt.').  xw"  >■<  muvM  (>  awknni>). 
wOT  (einmal)  lU  wtnn  C>  awcnnc),  umh  u.  nnna  (=  wnn):  nur  nvw«  {=  irann): 
nur  ttttim.  1  Jen,  gcg«n  40  .Ä-H«!;  —  IAH  (»d».)  7(!0.  Mrm«  75,  462,  839,  »unst 
iSn:  —  wird  '  nach  «m  npükopiort.  lu  bleibt  m«:  ^rwr«,  itw««,  litm  {pl.]n. «. 

III.  Bindungjen.  —  Slgl^n,  —  Üroßo  Buchntalivn. 

g  38.  Dafrj  wird  tnit  fnlgcncli-ni  ä»,  h«j.  i»  gwAhnlich  gebunden, 
•on  fnlgund.  flvtr.  wr,  */  ((vlrvnnt:  —  ^  wird  iid«(»]iI  iiiil.  fidgrnduin  Verlnim, 
wr«  Ncmon  viiTbiindon :  titriefici,  MereJeii.  ttrAigiiem  a.  n.  —  irhiitr,  umttli,  utad. 
:emal,  :,tnm  (üb  Ri'unit):  t.tiaittfm,  inlem.  —  Niit*:  anätrlüi,  mit^riay,  it^er- 
rrkM  u.  a. :  n-iJtr  gtlf.  m  vtrneht.  :h  kunfi.  naikl  mal,  mtfti  ü*  ti.  a.  Wir 
fSIirim    jm  l'ruck  dir  {jewrihnliclx!  mini.  Trsiinung  bei.  Bindung  dardi. 

§  29.  «  •  Strich  ftbur  Volwluo  fBr  ful^eadi«  n.  m  sohr  hiuflg.-  f  =  fm. 
rm.'  i™  na.  im.'  J  s  cm,  «tm;  J  =  m,  am;  B  =s  na,  hm;  Gber  «  und  nn  drückt  er 
die  Verdoppelung  an«:  bei  »»>/,  nmi  Ja»  •/  bot.  #  (sehr  b&uflg):  ~  r  .  Apo- 
stroph:'.  =  '-  hKurig  bai  irr'  =  hetr:  Aovtt  nur  ;  lua'ttr  =  narttr  993:  =  tr  \a 
ahiäfhtii'  1295,  amf  I9Ti,  «wrfV  (inartri-r  oder  inwteror?)  493.  —  .fc=i*fj 
a«  =  1W15  u.  r«?/.  —  ikfi  =  ihdum,  iii  =  iilMK/:  <»■«■/',  jj^.  —  In  iinseror 
Auignbc  lOaeo  wir  all«  Siglen  snfi  in  don  Kot.«n  merken  wir  anr 
Mltes  doppelileutige  an. 

§  90.  Grn&  wurden  in  der  lieget  die  Anfan^iibuchiitabnn  dnr  Cbur- 
»chrlflfu  (init  Vnritii  st-Hebriubni;  -  nuDiTili'iri  K'  (■■her.  Ehe  ntc)  730.  978. 
1S96.    In  onHorui  Ausgabe  schreiben  wir  die  Eigennamen  groß. 

ß.  Grammatik. 

I.    Vnkalliimu».     I.  Kurie  botnnte  Vokilo. 

%  81.  tnhi.  a  •:>>:  nur  iii  a-vw  (--  irniide)  G  U.  tl.  (20  a«<«  gegcoi  60  »am); 
«11«  {«swanne)  700,  (=  wan)  999'). 

$33.  Unilnul.  OliTiu  l'.  bk'ibun  nach  itbd.  Weine  iastl(n)  pL  247. 
98«.  %trganttUch  975.  1500:  **««  (conj.)  1908.  —  Woeh*i!l  bei  maHitr.  jmmv 
(ca.  SOnial):  •ntuffr,  Mtnig,  me^äcA  (37  ui.)-  frimiruiulaut:  knnim,  Is'tft, 
iEm^»' (adv.)  39',  1025,  u.a.,  shtoan  ilott '/njf  rdnone].  drmmBCkl,  »'^(n^  neben 
iiian,  Uta  ».  f  2"  (=  wnnnc,  Mwanne).  tiru-nf.  —  Famieu  mit  i'  ;  rrlenktM  1387, 
frstad  896  u.  0.  (immer),    einmal  tmikk  1890    (s.  u,  ^  7S  f.).  itutt^fl  1941, 


*)  J  in  sthiShin  26  crktsn    «ich    leichi  au>  der  Kilon  vom  iiriprQDitlichcn 
Schreiber  VOTgenommenen   Korrckiur  s^kiiMen  am  sMdffat. 


189 


I 


tMf  170  u.  A.  (iBiBi«r),  oiM^t.  tM*//  n. ».  e.  a.  g  78. ;  aber  '»■  Mt  670  a.  l>.. 
«Mir  1)18  «.  a.  S«kun4ininlHl:  Mi^A4ll:  alimotAtii  ISl.  U9^.  tpÄf^rM^- 
W 1668.  trtirm^  743:  «bcnw  vor  »<t :  vduitw  89.  "fA  675:  —  Tor  N«»al 
fitil  tr  mit  '  b*t«ifthDftl  («.  U.  %  40):  *<«{■  (s,  «.;,  t^m/UkM  189  u.  4„  unii^jt 
«.  U87.  1934,  19».  —  «bn-  aucl>  c<>^vAr  ||. 

$  33  nhJ.  <~  <:  J  in  .^fArw//  309  {«ber  iTJ»«//  911  tt.  A.].  —  übef  /<Jr 
<u.  i.  o.  Y«rlM  unHB,  }  79. 

^  S4.    nU.  i  <:  < ;  ich  iwr^  (InH.)  £40  ^odcr  »Uiht  eonj.  ntcli  fr//:'  Miufa 

UKU  bftbaii  »m/^.  —  l<JiC'J  ror  r:i^)(ür  HO,  {ur  23G,  871,  1437  (aber 

iqWäl    «.  B.),   Ai>ni  (BinMn)  1979   (r.TRl.   TN    8799   Jiir/«.;,   «iW;^    Iä9£ 

Off  ISMO,  r'*»^'  "9  'ir«*»''  1703).  krei  (=  irrol)  61 1,  krni  1716,  Ar«  |09J 

\wtri  6',  aitfrirrtf  1344,  fergl.  Tö*«  ßl,  It  gfitrem  »  gtirrfm,  79,  S  ttrrtH);    je 

rintMl:  Mn-/-  (d.  pnn.)  1836,  irifr//  U8,  n^rM  ri62;  «nr  k  in  ileii  V.  mit  int 

i»r  ■/■bi :  tffgtJuJki^A/  449,  1188,  1409,   IS»;    abvr:    teurJUcJu  99   u.  &.  (cf.  gt- 

KheJu  Rckh.  JoAU  30, 9),  ravA  (1.  *.  praoH.  und  2.  i.  imp.)  HO  u.O.  (18  mal; 

Av  »i  389).  «wir  Ulä,  M/A-f  173ti.  litluti  ]93!>.  1941.  20G4:    «oiinal  auch 

tB  ■bfCi.  SdlMt.  rwiinA/(0csdiicbU<)7^a,   UM  (alx'r  nur:  i»nb.  M,fA/ u.  a.): 

jt  afalliwl  [itmm   1103:    »uiV  (rala)  CI8  (wobi   Ver»elitHbail(t).    —    I«  <)  nach 

»rnwMAn  177. 

$  36.      wbil.  0-C-:  ttimra  {!■(,   MlUt  k^mtii)   971.  hammitn/   l^SV 

$  86.  l'rnlaut  t.  o  in  iW/r  («uktü)  417.  mW/«  8?:  xOUtk  GJU,  1S63: 
«Mfr,   ■»#  u.  %.:  —  Mkunilir  in  V<vy  188  n.  A.  (Bi«l«t\ 

g  37.  mbii  U<:'  \n/r*mmrr  G3'  (frtmiH  \li3li), /rammtm  (»ubwt.  U,  luf.} 
IS  ■■  il.  (üninei):  tfmi  (Indicat.)  1969,  aontt  hnutn  hok  d.  1.  mbd.  uf  vor 
r-  ttfteirfii&Cu.  A..£»rten>(a4j.]  ti97.  968.  fu'-,/(]lursi)  |1:{I,  ^w-^<A;  6S'  U.S. 
(32(111(11  10  An^A;,  »rM  8',  1826  (fMl^^;,gakrfMtf,iui.}iHU  würO'tJ  il 
m.  6.  (14  ^t^.  i  urnnit).   —  M-^tw  in  lin  Ifiliuo],  ^y/ni«  !{089. 

9  38.  r  inUat  v.  u:  ipAtiuJkrti,  tüitde.  sirw/tf,  iHektn  [d.  pL)  n.  a.  l'.  fiod»! 
•adi  >rt«tl  iu  <l<v  bekaaotvu  ubunl.  Furni  b",  nnurr  (nur  uiniual  •""  W46), 
—  Seh«uik«oder  Oebrauch  in  in»(Ä»f  1469:  ifmctr  235.  J87.  w  .ftm  iuitfrUM 
M9,  w  nn«rr/  560:  /füitüi  1039  :  »«aA-4  SA9.  —  Oknc  Uinlnnt  lilribDii  j«w- 
«^«  lS40t  rvv(V"  63,  &!»,  irtttf  IMl.  u/fti&k  G89.  /uW  roonj.)  j()28,  iwa- 
mHt  1837;  -iti  iUit  IG14;  »www  14S4,  1497  ii.  A.  —  ü  ^c  «'  ror  r  :  /lirr  (-dlUT) 
hl,  i>.fd/  iS'  u.  •>.,  AMAT^r  (or)  12it9,  «irrnip«/  444,  ISOS:  ober  ivrJitHtr  410: 
4>H^IJ  1)19,  1861  (lugca  >•?) 

2.  Lau);«  boloat«  V«kal«. 

S  39.  mbil.  ä^if.  rfi<:««WMWf  1855:  A^ii' 75j,  1119,  MilSia.B. 
(9  :4  £>/;,  A<f/  43'  II.  «.  (19 :  3^  U//.  uit  (»tobt)  156  u.  G.  (£  :  4  «iu/>  ^tfr  361 
B.  A.  (9:4  ^A  nl/  619.  V040,  rättfn)  196,  438.  1139,  (raKtm)  1437.  1569), 
«/A  (imp.)  1966,  1973,  jr/j/  |9l3  u.  <).  (6:1  V^>.  frJ/  (ara<))  1464,  1472, 
(gfJ^mVi.  1138,  1387.  tiltn  (Kubst.)  1180:  wAi  IT  u.  Q.  (U  :  37  iMr;!^ 
iäJiBU  9T8  (ab<rr  mArwr  277,  s^aikint  1875,  1647).  tthmähoii  ll3l.  ^öf^t  669 
».8.  (13iB»l).  (><i»J  1 167. 1305,  WAi,  1876.  britAi  1378, 1474, 1525  (4m*v  1353) 
ftdUcLr  U63,  1379,  L.%»,  lS60,MUd^«;  1  u.  0.  (tO  miJ),  ioä//,n  1380,  liß(m)  16 
I,  (19  :  14  l4jflni]j,  liii  476, 1S66  (lati  156, 1609),  hdu  871  u.  0.  (10 :  30  J^aj. 


% 


i 


190 


v«rb.)4T'.M<rfrnl88, 


»tr^lU  rar^/lil).  n^f  IU2, 1956  ('«--^«•1503);  wA 
Mrägfti  184,  g^i  1612,  1618  (gaixm  727),  •fArM  546:  Air  40.  1255,  dür  (-m 
u.  *.>))  75.  4.'.6  n.  >..  (J,>^n  131.  •£<■  ß07  u.  f.. :  li)  mta),  »A-  (««hr)  861,  543, 
»7.  wirkait  ISUti  f»«ir  635.  tf:«».  nw^j;«  466).  srvvn»  SaO  fmrr«/ 891,  I57(^ 
Mri/  131«,  M  (ohne)  1171!  (rf«  1704):  r.<J  1065  (-ira  1390  u.4.}:  ■«  «  bilMOi 
fwn/ (ProdJjftKvn)  143  a.  ü.,  rJor  (Fmndwort;>]  2S0,  KM.  1S17:  a»/«^^  95 
ti.  5.  (iinmcr)*),  -athtetal  319,  «raf  955,  frußltsk  427,  foni«i  sr-M/  400,  iw 
106  u.  a.  (im  aanzen  c«  170  a  ;  160  t).  —  J  <  «  in  m>  U,  MT,  ror  «  a.  m: 
t«mrig  1340,  K«  (  kn«)  IUI  u.  «.  (13 mal),  «m>>578i  raraagUcb  tn  :f««  («ir^ 
inf.  Q.  I.  ■.  pfftea.  e5tnal:  «tocb  ^riAv  1533,  1630):  Un.  gtUm  (90nil:  eikmal 
tii):  h<nt.  ^tJun  (33in.;  hitn  70i».,*)  hin  |86^,  tili  (25in.j'A&  ISeOu  r^fJ/M 
(36nial>.  Bfilei;))  biiMet.  rftut  jedo  Te<itMtt«.  —  html  112  {Hoben  haint  14(13 
und  moUt  AamJ  t.  ii.  Virba  mmm.  $79),  /.w^  1013,  ^.-W  lltfi,  $itntd  113, 
833,  336:  a>oW  ^c  ich  wint«)  »13,  1250.  1561  rW«^  1^2,  15!)!). 

{(  40.  rmlmnt  von  i  in  dor  Regal  •!:  iwn-intfAr,  Z>r.  mMit,  taagtr^ 
teär  u.  ft.;  rnr  rn  itiid  n:r(nin  n!)  kernt  ^,  734,1593,  ^Hy<r  (du,  Ind.  prKet.) 
1637,  Ui42.  *™.«  47!h.  ISäS.  mmf,)  4ÜÖ,  lOVl.  IMl,  154«.  1596,  S03I,  mt- 
miii  99.  1353,    tmx"*"u(*)  All^.   630,  6.'.4,    n™frn/Mf,;    503.    Ii31.   655.    1594, 

itmrrlith   fttl.  12fil,  i038  (ianirt^   s.o.);  uiiirrlfnif^   tt'il.  »■rnl,  aiwfrl  a.  H.  t.  5}7, 

78.1.  875,  1097.  1199:  ttin//,  1806:  —  itiier  meh  mhd.  tf  =  ^  tot  *t  w,  ■. 
nbcH  §  82. 

$41.    mhd.  i.    PoppelKoiirpibiiiig  im  AuEliut  s.  o.  §  8.    Samt  noriiuü. 

g  42.  iiihd.  i  wird  nicht  ^iiDicrt  (uitiRr  in  eraMe/t  =  grtnatf  5d). 
^•Ouela  a.  u,  $  ]:  uiiilK^iiriiil  orHchriul  uin  « •  NaehkUiig  beMichnet:  t^ 
^5,  1953;  J^  ([iroiKmi.  foni.]  41«),  ry  (conj.)  l^iltt,  tymi  1711,  «cir^vn  1973 
n.  «.  —  /W.  r"  II.  ö.  J  74,  1,  c 

%  43.  mild,  ü  <  A»  Tur  ß  uiid  sueli  da  nur  xiiwrilen  p^jl  712,  «•'U'tf 
711.  771.  ilifl  1921:  einmal  vor  /:  t^tn  1077. 

§   14.      ruilaut   io|1    6  •<:    jtAvi.    i>r.>&'it   U.  M.     >~    tfmrm,  pr»et.   pl. 

<*Mnw.   bildet  ilcn  conj.  mit  <■  (=  .^  *■  "■  ^  'ti-    -~    rmlniit  fehlt   ("inmal  in 

g  45.  mbd.  ü  ist  normal  gebrauclil  udü  wird  nia  diphthongiert:  ich 
notirrro:  uirtnttnl  (ind.)   1645,  gtukrtnnrn   1114:  iftv^rit  279. 

S  46.  ('mlanl  von  ü  >=  j<  in  JatrüuvMf  (cnnj.)  1884  n.  a.:  bemarit« 
(it)tr(mii  (ptc.)  1889,  1900:  rnr  Spiran«  In.  .\lTrikHU>  Uitt  Dach  V.  m  «pentk. 
«  ein :  Uuutka  1361,  1957.  >ia//tu«  68,  ßWJ,  1737  (mit  VeTkftriuag  lob  »>>], 
dag.  im^vkdllt   ivrw^tn-Ani  1981, 

■)  Jar-  wurde  uiinil  noch  Itnj*  pTtfirochen. 

')  V«T):t,  Zw.  44.  R.  9.  12.  emiif.  <lat  rund  <iff<tib<tr}  mW  l^ntaprccliung  für 
lielincs  .>  im   Rdia([Kau*rtdi*lFkl   <.  Siick.  -Hl;  Haniiltci   Airi;.   VVb.  !>■  KXIII 

'j  Man  konnti:  demnach  auch  bei  atdatkl  eine  KUinun)-  de«  ä  vcimutco; 
allein  im  ilriA.  Kini..  383,  der  von  dct  gleichen  tliind  lUnimt.  wie  K,  6nden  wir 
neben  »nJatAt  auch  imdatü  ä.  47G>  581 ,  amdatiJU  5. 483  u-  (>■.  *\vta.v»piäd  S.  545  u.  o. 

*)  Wohl  VcTkUiiung,  Tcrgl.  WAG  %  373.  alcm.  utul  »ctawlb,;  S.  auch  Zw. 
Mbd.  ätud.  44,  6.  B..  l:t.  363.  401)  D.  Ltuig.  IWI,  470. 


191 


$  17.    d.  I.  mbi,  ei  •:  aa»B4biiul9i  «t  auch  in  jUr**,  rtin,  Amät,  xoin, 
!f.  —  fi^Ltf  in  Silbeoaa«Iaat  >.  u.  §   1.   —  ttUtgtr  (^  8cblci>-r)   IfiSl 

i.  «i  :>  «gi,  q|C  <  •«  Wii/wlaii  (lud.  ]>Ta««.)  8li,  jMbtf  (pu.)  1049, 
1(31, 106&  (kein  (fM^J;  Awi'  >87,  1064:  «ä'  (pnu.)  80»,  1007,  ITOft, 
IHt(l-  0-  lii<L  iiru'l.)  1301:  (coiij.  ]in4>L)  1283:  -um/  :y44  (n*bea  mt^  SO«, 
3JS  «bur  >t«U  ■wif''  303,  3SU,  wHffAw  1581,  civf,  u/mtrsi^i  n.  a.;  —  n  «'t-  ff() 
<r:AtfM,  itf/  1050 :  deutet  nnf  «Ine  von  ■Iten  a' *«nchiQd«nr  QunllUt 
i»  m  >  fgi. 

I  4&.    rahd.  Oll  vird  danliweg  <•:   oiniigo  AuRiiliinu:  U^m  27;   aber 

Jk^  5M,    tt^utarnukafl  611)   17IS;     ivi,    («f,  (^{««i  giffhfa:  tritftetn,  /rrtetH,-    UoD 

ulhigT.  BigwheU  'f   «.  o.  •)  (Dt  «. 

g  49.    UbiIbqI  ■•«  ^  ••  :  /'Mir,  «yv«  a.  n.,  imSilbmBasUBl  -.»«nkirml, 

§  ^,  tnbii.  uo  maiat  i.  w  (gnaehriebiMi  u,  a.  o.  (  $,  g  7;  dMothst 
ucfe  dift  Boltf«  fitr  (idi«r  noch  vorluiii<Un<^*  h«,  gf!it«lirMM4i  fiy.  —  u  fMt  an«- 
uhnaliw,  mHodm  m». 

f  31.    Umlaui  vr-n  uo  hat  ftio  it1«idia  8clLi«lbnrei«>  vi«  ih  («. ivjA); 
dk  S«licidiuis  liegt  nicht  iminur  «uf  ilur  Hand. 

g  6t.  mhd.  ie  ««diMlt  mit  iu  fn  /i«l«/  145  U.  A.  (7  :  9  Hrfti).  mimtr 
K&.  16:14,  1851  (»»tiitat«U  mu^w,  hw»  :  mir*«'!«?,  ^iliw»  200«:  ie(tn)<w 
n  A^  {«ODJ.  |in<>t.)  1S33.  —  ttatt  mbd.  li/  t>t<^.  ■irndfat'inl  ri/i  I IÜ3.  hhi  A7, 
«M  3066  (^witwb,  KivnvA/),  iioiiKt  j»»«)',  Aiinn, 

4.  Scbentonige  unil  unlietunte  Vnkalo. 

g  53.  I.  In  den  Abli>ituiiK«*ilbRn  iler  Subatantii«.  Adjek- 
tir«  und  A4*flrbicii, 

a)  «Uttmbd.  -««■/.  '/r  (ahd.  ari,  ari)  steht  noehi''  in  iimdur  :  wir)  MI. 
—  Daa  Dcminallftuftix  It«.  n  biotvn  :  ArW»  223:  ttafi  3.  »5.  379,  AnA/<  1960, 
Iff73,  4iUwl  1973.,  ^//iMOt  85S,  rr»wvU  1977.  t^onA  197».  »wräi  1925.  mbil. 
■masit  (aV«//)  etaeh«liit  d«  ■«»«/  in  kaiUrmil  Wh,   I2A9,  iidbon   bintim/  I36ä. 

hl  oÜk).  -ri/  t(t  iiocli  diir<li  alt«B  «i'.  cA/  v iTrtr>-t«iii  in  iaratXl  (atul- 
Im)  l»41.  tmiikl  1581.  —  mhd,  -/i-c^f  (k)  am  WorUcWnll:  a'n«w  18",  fr- 
diadkär  eC',  juÜK'  16t.  aämiithiig  181  u.n.:  iu  d«r  Verbindung  mit  mild,  -kilt 
<L  i^ü :  tMifiiait  113,  381.  1C80.  M/itaii  728  ii.  0,.  fi/iimV  1137.  2016,  u.  a. 
AnmalunMi  j^^'-Aim  M6  u.  A.  (.^  mal^  f.lAAr.V  15.^1.  liir^kii/  I05.^l  -  -v  bleibt 
tor  -A-A,  oder  i)-nkopi«rl  das  t :  umhtAtrclkM  IWfiP.  A»Wi<M  1894  (haildkk  2099), 
fffd'rfnriUrt.nB,  1^5,  n.  a.:  aniüag:  ivntii/iiitUk  IdSI.  —  Sjrnkope  tritt  auch 
imiiier  ftn  In  IltktiiTtMl  4rii%  :  haäfrtn  5  u.  «>.,  ferner  in  tttOtgft  HG3.  irj/- 
/■«•  4W.  —  SnOlx  ■•i(*  rBTÜert  »«In  »Yr;  ilurob  Sjr)iko|)p  in  Umflnli  1441, 
t&it  2IOd,  3L07  (aber  Mmitn  232,  M/wAi  IMl  n.  •'!.)  — 

c)  «  la  ^  gOKkviolil  in  dur  l'tKpoa.  /lir  nur  in  vfr^t  hH;  i«r^- 
Xcitsaana.  GP.  497,  dor  *ch<>n  nii(  l'anl  Mhd.  (ir.*  g  B8  Anw.  Tor««i«t: 
'^  ^cf  geachwAobt  tu  tmik  ISW  u.  ü.,  Turn;!.  Ttial  a.  a.  0. 

d)  «tatt  mbd.  -t»  habun  noeh  -.m  diu  Adr.:  Jimmai»  359  u.  i„  üum»  114 
IL  C.  (üfiMi  216))   iHr«in  7^1,   ««Cm  lüEHi    ».   fttruoi  iVMoaf  162&  (abiu'  nur 


I 


192 


f^/lnw«  852,    1867:  uSiMh  S16.  iaimm  397.)  —    "   tl.    -tr   (mil  Apokopff  d«*  r') 

Uli  18I9   (NA   Riich    in   d«iii   auK   KoniUnx  aUniiiiunden   Hud.  Eiotidl.  28S, 
8  IfiS),  nittu  903.  »71,  1991   («cixl-  Itni-^r  S.  51S,  ^42.1  j 

g  äi.  'J.  in  <lon  FlosioDssilben  dor  Sub«tiintirA,  Adjektiv* 
und  frunoniina. 

ii]  statt  Dihd.  c  hftbon  noch  alid.  »,  i  die  Fominina:  ^vriA  (ncc.)  23', 
Mrirmaec.)  15'  (neben  Htr.if3Q'u.  S.),  mttti  90  n.  6.:—  ji^tmHO^  fftmtjm 
16«,  /^t^M  1718. 

b)  >■  lt.  fem.  ''  erscheint  nach  r  in  Aits  (Blnien  acc.  pl.)  1979:  raner 
In  Inn.  dM  iiwiAv  (nom.)  112^.  mi/  ain  mnJra  133&. 

c)  dM  ««  d«i  n.  fl.  foui.  und  n.  a.  pl,  neutr.  itt  AdJekÜTA  und  ilmt- 
lichcr  Pronuinins  weicht  dem  ^  (nK^iat  apol(o]iierl,  ■-  ti.)-.  cweinial  tritt  da- 
ßr  I  t-iii;  ,fcAL'i  (acc.  |il.  n.)  669,  h-dtuM  (avc.  jil.  n.)  Iä4l. 

d)  «  *t«tt  r  hat  «ich  noch  urhaltcn  im  fiuflix  itf'  in  cirviitM  1412  und 
in  ,Msgejl  1346. 

e)  Apokop»  von  '  in  diT  Ftniiun  iIm  SuhaUintiT*.  .Adjckttva  (u.  Pn- 
nonfiis),  utmie  im  Advorb  i«t  in  nlli'ii  FHIIcd.  wi>  i  übrrhHiijil  im  Aualaot 
»tvbt.  im  (JebrNiicb.  hn  )i<lt  aurli  hi^r  iliirvliuu«.  wa«  Lniixuiaiiu  i>F.  4SS 
ttRitierkt:    ich    bi-itchrltTiki:   inic^b  Huhnlb  nur  die  Mitt<')luii)[  der  Auinahnitn. 

«]  Substantiv:  dat.  k.  d«r  ht.  mnni-.  mid  nciitrH:    Jr/£*  78.    lünw  3IS. 
1124.  —  iiuuL  (U.  dcc.)  d.  sühw.  in.  a.  n.:    kiri<.  Acri  tV,  &!HI,    hcrtu  13S0. 
13»4.  I4S8:  —  nom.  aoe.  pl.  d.  »t.  ni.:  ümu  409.  <i08.  1039:  —    gen.  pL  d. 
«t.  ui.  f,  u.  n.:  fiiitdi  94».  siiute  tTS.'i:  —  n.  ii.  acc.  s.  u.  pl.  o.  gen.  u.  d«U  *. 
der  «l.  rem.  auf  a  ii.iii  /«  :  r,.u  450.  >..J'/  97.  677.  94.'».  97i,  1788.  i.it^  147«. 
(w™«if    HK>,     -^17.     408.    t^W.     I(W.'..    131)1.    13H7.    140S.    Mll.    1Ä»6.    1684. 
1784,  »'«-»A/  1484.  I4J>7.    fr.«/  IS7I.  1938.     'fir  ß7li.  TW,  1508.  1760.  HTU.    , 
1842,   2103,    Ae!Jt  AI',  .'j.'.S,  llüfi.    wUc  173.    '/r  478,    «■/•«  7fi8,    1457.    1567 
(iiii  Ktiim  «chwach  Hfikt.).    W  S44.   jcW^«  4t  I,   AufJ'  4111,    '/-iWf  1361:  —  - 
daL.  u.  Bcc.   *.  di-F  allon  foin.  auf  i  (lergL  o.  a):  ''"-uV  ^6'.  617,  SO.*),  I47B__, 
14«).  t'^Üftn.  Vcf  93a.  (.-1/^37.  I9Ä4,  Ar^Jh^  2100;  -  dat.  a.  d«  i-  tta.=i 
KtUr  4',  39',  1()4,  1653;  —  nnm.  ».  ri,  »chw.  frin.;  lumu  1485.  ,i 

ff)  Adjektiv,  a.  prfidlkaltv  ««braucht:  tmmän  701,  a/iu«/  409,  .f»i«ir 
4U,  w^mV/  405,  stJi^in-  3071:  —  K  schw.  Form:  •!>>■  '«''  884-,  —  o.  sUrke 
Form:  n.  u.  ncc.  pl.  inasc.  iiut  aUt  ISS.  236.  1166,  1422,  1G79.  1981:  am. 
bAutigät«n,  wo  nrspräng^lich  «chwer<?  Kndnngi^n  mrla^en.  aUo  n.  (acc.)  aiag. 
fem.  n.  pl.  noutr.:  aili  S5',  Güä,  1I3Ü,  1491.  1613,  IföC,  I6«8.  1714,  1765. 
1910,  «m,  m\Z  (nnchg'vatoUt),  .f/'-'A  «*»,  104:..  1554,  17«S,  1831,  /rimJ^ 
896.  556,  1563,  f^«  U40,  AuV^-f  19.  urngfikie  808,  /**(  468.  Aj*  1172,  kM 
arme  («chwach  ?)  lS'>ä.  g^Silit  1679,  itimifiuft  90,  'v»r  (nachgontAltt)  fiTi. 
/n.#(  1720.  —  Üocli  lio^  beim  Adj.  in  vicl«i  »chciabur  apukopierKn  FtUr.D 
Dteht  Nuwuhl  Apukopi!  als  virlmohr  AuadahnunK  di-K  i.tcbiaui'.h«  -lEr  unUok- 
t[ort«n  Form  Tor;  daxHulbi'  gilt 

r)  beim  PTOnomtm:  nub<-D  ^i  U5S,  1849  (abet  Ja-  [BdicMr]  59T>, 
findet  sich  nui  ctun»!  dme  (pl.  nentr.)  609. 


19$ 


t)  AAtttb.  nttA  Xonjnnktioii  etc.:   rMw  400^  iOi,  6TI,  /^iift  336, 


471-  J>AfrM,  m^t  479,   irrr  1017,  IA«I, 


«07, 1)78,  INS,  «ftOl.^iSa,»«. 


ff  Syakop«  dm  e  im  gnbattntiv,  Adjektiv  on<l  Adtorb.    Idi 

aoC-lNü:    ^MIJ,    trt^rmJ,   Ongit.   vrruktnäiAt,  Ivfijt,    tfitJk^tu/.    twJti.    mttfi,  itim- 

^j^.^.  gUr.  Alt  (s  Allel).  DMM.  kaimi,  lUlüMt,  *i/f  ig.  n'mg.  ncntr.).  kfluAm  (bAlliteti), 

tir^-^lrm,  mitiüt*.  Mmrig,  Amtfrif,  tMHjtr,  f/tivtM,  tUtkkir,  ttgtkkfr,  tUtmc^h;  aim, 

;  merur  ^k  nArterur«):  mJmu  ii.  «.     Aucti  im  prilii  gi-  findet  luwoüui 

PA.«m«(tll  dits  '  >t«tt:  giAf  3SI,  1074  u.<>.  (^■-'X^  l€4(l,  19JM),  {«to^^r,  gmadtf 

rJS^   (itfM«r}.  f Ar4  170.  1077.  1101  (aber  nonn //&A),  r^M  (nbiL}  160  iL  ». 

•«  14W.  —  Krui*  1.  m.  i^KoiBM  §  73,  b. 

g}  UBi>rgaiii»<bo»  c:   Mrc  («ce.  aing.)  7S1,  808,  gtiäfif  («ec  s.  m.  ,Q»- 

1")  1145.    witit  i'acc.;  IYS5  (ivrA/  nugcnommcD,  Hegen  hier  Ituinw  vor).') 
b'i  c  nach  liqukila  erlialtcn  in  gre/trrt  ;g,  pl.  foin.)    1263. 

9  U.     9,  in  dt>r  VeTbnlflaaion. 
t>  t<i  ba  KunjunJcliT,  Fartitip  u.  Uvrtindluiii  »,  u.  KunjDgiUoii. 

b)  <r  st«U  ilvü  Abl«itiin((s-f  ilu3  Bcliw.   l'tfiL  >i>igt  umimi  i(74. 

c)  AlttA  «  in  (in  II.  4<^hw.  Kofy'ugfttJon  eriialten  nur  in  bitfathttua  lfe&. 
d'-  A|iuLop«'  des   FIiMiana-c  ist  in  allcu  FSlIi*!!  rcicLItcb  T«rtrct«B: 

p.  ).  ind.  pTBu.  1  u.  3  |i,  s.  cuoj.  prura.  dnr  ac.  u.  «cliw.  V. :  :!  p.  a  iinp. 
^  acbw.  V.:  I.  u.  3.  |i.  äxk^.  ind.  i>raet.  il«*  ii(liwacb«in  und  I.  lu  3.  p.  «. 
>Bj.  dea  atarben  und  achn.  VeibaoM:  nnlvr  &2U  Poniit-n  tinilpu  rieh  nur  6.% 
»HO  A-,  al»o  M)(  npokepirrt;  Bcl<'|i.'  mit  j^^dcf  'l\-«tiwito. 

«)  Üjnko]!«.     tu    koiiiiiil    Vor    allviii  dfti  /  /wi«dieii  cunk.  u.  /  (1.  {i. 

F'S.  iwl.  ctiaj.  pTR»..  tob«.  pTaet.  u.  acbw.  |jU.  jracl.^.  uair  ewiicboo  com. 

***d  «'  (S.  p.  ü.  iitil.  |ira«a.  u.  |>ra(!t.}  iu  H^tradil.     I>iu  i  '>  ahd,  J,  J.  •o«ric 

*'^»^  r  der  2.  p.  «.  «oj.  pnui.  ii.  proot.   xeigi-n    imch   am   (thestcn   ein   Bo- 

'*  ^iruhgRVi'rnxtg«».    E*   mftge   gtm&gm,    ««nn    icb    die    KodungoD  mit  <l«]i 

'^^ili^n    brrai-tic;   4  •*-/;  20-«/;  14 -ükr  ;  II -•'Af:    Z-ktt:\\-^;    lA-dtt:^  i; 

*     -•*/:4-W:    9-A'/!l-*:   0-/)w:l-/*;    i  a«/ /■-(*/>!  8  ./V>l/;    3.;Jt/:3-Ä; 

■■     -$V«:ä-(rt;  a-.fM:l«-ef;  6-*(f;B--t/;  a-^/:l  ä;  T-««:»-«/;  8-iK/:6-«tf} 

"^     —rH-.Z-rt:    i-ief.i-ti:    ^ -jlet  {-(tJuTi:  i -il:    i    /s*/ :  i -tti;    7-aw/:3-a-<: 

~  i-t/itzbttt:  t-iteuil-<**li  1-ifU  i'i-AH;  l -ttit :  l -tu:  l  -mesi :  l  •mtl; 

—riit :  I  -rit:   3  -i*rt  (-  -iiU,  -uüj  ;  9-r/;  nur  -Jtil,  -Itil,  -ftii.   •gtii,   -Uti.    uluil, 

"^**-  im,  »ät  und  dir  bullt  rabi  er  teil  ^-ti/,  ^/,  liit.  lli   [llt^ol,   lifgl]   d-  «.  nind 

~«i  Hiebt  berikcbkicbligt).  —  Ntir  im  Pr&Hs  if-  und  nur  uinmal  flllt  e  muf. 

^■^^ht  283. 

^^L  f)   I    bleibt    auob    biut«r    lii|uida,    abgesebüii    lon    -Ut,  •rtt,  -rat  (a.  r. 

^B  ^Cuuuaeri    in    Bwroi  4?  u.  O.  (Sinai  tjegen  8  aatii).  'farm    1876,    trktatr<m   33, 

^V  AhC^m  4CI,  510,  /rnin-M  46:(,  J-rvtr»«  51 1,   vtrUrm  I4S3  ('(vr/n'n  589  U.  A.  ÜDial). 

^      ,^Tr-Te»  16»«. 

h.  Halbvokal«. 

S  M.  Jim  WachiulmilE:  «tf>w«»-ll5.  «.;;<■/ a?5,  474 ;  /Hif^W8.»7I,  1775, 
-2»t}(}>in(  150A>;   H4/«-rr  (Scblmi)  l«3l.   !■;«■">/  713,  94S  (aber  nur  Jbtthth). 


^ 


^\  VgL  LacbmaaD.  UL  Sehr.  1,  S.  I«l. 
Bui.DtanlaaaadtStaU 


18 


1 


194 


%  il.  Epeathet.  j  fg}:  *cA*yg,»  1374  ftiAry^  ISTS),  n^rr"  1^03  iraytm 
1660.  1662),  tkxio  Cooni.  :?/»•;  170  n.  ü.  {»-  u.  §  "S).  —   Sj-nkoii.-   mit  V..r- 

§  -i6.  w  bleibt  im  In-  und  Auclaut:  rii»vet,  rätfif.  getrütir/t.  rkavu. 
tacAewd,  fmtvm.  ttJ^ttnHM;  ftAiM,  fiincm  (mit  iuiilo|{.  v:  gtttknttvfn  1114, 
jglwwt*«  I8I>,  ie»rK»fiit  1645.  18U);  ~  •/««>««  379:  A-rf»  Mß,  1443.  SOSO, 
ritw  77  IL  fi.:  mm-  801.  —  AoniBtuneii :  ni  1978  (;  n},  *ml  &,  frriäcA  S', 
a>'.  807. 

n.     Koniioiian  titmnc 

1.  Liquidae. 

I  bS.  mhd.  I  tjokupiorC  in  der  flexJoQ  der  V.  nWibr,  mfc  x.  u.  Kon- 
jaumlioii.     Vorpinfsfliiing  and  Vonloppelnag  «.  o.  §  i4. 

^  5»«.  Tiilid.  r.  I  r  .  /  it>  Mt'itii  (;05.  874,  89<>.  899,  904.  -  3)  r  btftibt 
in  ifkr,  dar,  uar  bcj  Hiiidiing  mit  A4t.  :  4«^  w.  i!*r-  >n,  ww  *(•><  (Aaanatine: 
(Äi  Mwair  (ütitr]  ß07,V  »ivnst  iW-  «/a.  Wii,  fpn.  (nwr  577.  8G4  Ul  glMch  mhJ, 
«kr).    —  Ktit.  airnwir/  Ttill,    —     VcrndiindzuiiK  bei.  Sjrntepe :   m*ritr    (g.  pl. 

V.   'uarirr.rrt)   491.     1(120    V<-I'»<-Ilvli  ■'     {.•^trlf    4fl)(!.     iriuvfm    (d.   pl,    m    lawur) 

1012.  —  In  0^'u  I^L»,  fi»-»»  W3,  :fTl.  199t  liegt  wohl  Analogie  uo  tvi,  M  Tvr. 

g  60.  wild.  m.  m^m  aar  in  iow  8t.  AwW  906  (:elaln):  i>Mr  (-* 
knmct)  9.^.  ~    VentoppöliiiiK  nie.  ».  0.  §  36. 

g  61.  tiilid.  II.  1.  Hiiniiirirtnc  Aialiitilatlou  tar  f(tjT  taitf»htti 
«67,  1511 :  (mf/tLk  181»:  i//,t„har  ^95.  I89!>  (dt«.  e/ftW«-  .'>44  n.  4.  f^mtden 
1782,  ««AmT.  1209  II.  ."■,) 

2.  Hpeulla  uHi«:  lu  Hanptaitben  'or  äpirnri*  tAi^xtm  S8,  680,  17ST, 
UimdU(sj  13GI.  19A7  (Tgl.  auob  i-tm^MtüA  Vmv.  vor  AOriUU:  miau  U5. 
14«,  16S,  58J.  £i)9.  IIUl  ^«b/i  .'»1^  ii.  •).);  im  6nii\\  tt-. ßß^mStken  UU; 
in  4.  1  p.  pl.  imp.  s.  u.  g  74.  ?.  Not,  ^fcfwr«  (?  kligonön?)  44.  298,  8S5. 
108«  nebmi  kla^n  103,  1481,  I»09. 

3.  S;iikopi>  bei.  V«riicbnicliiiti]u:  <"«i  (>  >[iii>i)i)  ß48,  649.  12&5. 
1612,  I9SS  ini^hRD  aiMim  512  II.  /i.!':  tim  (:>  «inoin}  7S3:  baim  «ahr  bKufigi-n 
•nur  Ht.  siunni  livgl  uhvr  uint-  Krwdtvran|{  im  <ii<briiuvb  d.  nnflekt.  Forui  rur: 
Aaimtn  (^  hcimencn)  397. 

4.  ApnkopK.  na  *i  »um  (7  tilniran)  rDgalm&lllii :  Aiunohinen :  «um 
596,  645,  ir>30;  um^-rlii'iirL  einmal  mm  iL.  ni  1^34:  dU-  buiditn  wurdtin  wilil 
miteinander  ««rwcdisaU.  Not.  rngti  ß'  und  iMJhw'8G4,  915  neben  «nti-r  779. 
—  Verdoppelung  «te.  b.  u.  §  27. 

2.     Labinle. 

g  62.  1)  mbd.  b  im  Anlaut,  normal.  —  Hamogene  AesüoUftliaii  *</ 
nr  i  nur  in  r<'J^/'  1^36,  —  Not  ^/<j/  753,  1149,  hfdiem  317  u.  6.:  Jowr 
4S0,  ■-  '  im  Analaut  wird  nicht  bart  ».  o,  §  16. 

3)  Epenth«t.  p  liacb  m  vor  >:  üunt/rt  793  [fODit  komel),  itmMf/  834 
()(HiBt  nimtfj.  vermmf't  1550,  iJ«/(  1974, 

3)  Äiiglciehung  von  p  an  ti-  m»  €29,  {tttSI  1163:  R«iui  auf  wA : 
diese»  lüitc  icb  »oust  in  dur  Kuüv-I   mit   mw^   uuf,  da  ~  m«l  volle»  umi  «r- 


195 

■ehsiot;  doch  ralint  einmil :  kumm  [ich  knoime]  anf  ««),  tniM  628,  erkruHUt 
643,  krümer  646,  trumim  (spbst.)  1818,  1830,  (verb-O  1800,  1805  {Torgl.  Klnga, 
Et,  Wtbch.»  s.  T.  ,Troromel'),  aber  kmmiir  1G86.  —  Synkope:  tümer  647; 
S.  ferner  die  Flexi ona formen  von  g*^*^  Q-  'fo^i  u.  §§  74,  1  c;  79,  4. 

3.  Gntturale. 

§  63.  1)  nihd.  g  wird  Im  Aaslaut  nicht  hart:  gang  (subst.)  14', 
ä™y,690  u.  Ä.,  iü^g  13'  n.  &.,  uib.^  25'  u.  ö.,  //.-««^  28.  52;  iwjftif  1327,  1821, 
,?o»i«-  642  n.  ö.,  n^f  732,  tag  690  n.  ö.  u.  a.  —  i^^  1376.  pßti^  857,  «<?f,  j*» 
321,  gieng  588,  ja^  (imp.)  1024  u.  a. ;  die  Subst.  auf -nof,  die  Adj,  aaf  -ig. 
—  ^  (> g)  -}-  /' m  den  Bindungen ;  -rc-Zifil,  •ic-htit  wird  rei^eloilSig  k;  iiißü^U, 
säüämt,  Utäkait  u.  a.  —  Wechsel  Ton  {  mit/',  s.  o.  §  56:  dasetbat  auch  epen- 
tiiet.  f.  —  Not  iariat  1963,  1964  (:>  larAw/  (U]  =■  iarlanc  't,  Tergl.  SS  53»  [Ha. 
B]  :  Jala,  nach  Denifle,  Sense  120  Aoni.  ^  data  ^  tala  =■  tälanc :  ,die  gaoie 
Dauer  dea  [heatigen}  Tages'  bez.  Jahres,    torgl.  anch  Leier  I,  1474). 

2)  Assimilatiun  »on  i  zu  /  in  hofari  1135,  1137,  1139. 

3)  Die  Gemination  wird  durch  gg  aoagedrückt:  niggfn  62,  510. 

4)  Sjnkope:  ^en^gegm  113,  591,  753,  1143,  1163,  1565,  1593  (neben 
öfteim  gfgrn):  %.  auch  mcrn  831.  —  Sjnkupü  und  KuntraktJon  in  den  ^t-, 
CT'-  Formen  von  U^tn,  tragtn,  lagai  s.  o.  §  47:  von  ligfH  s.  n.  §  74,  I,  c.  — 
mit  (iat  das  Hege IdiKB ige :  im  Uedicht  MS  iTschcint  nüii  nnr  im  Reim  und 
selbst  hier  nicht  iinmcr;  im  (iedicht  KM  nicht  ex  auch  dreimal  außerhalb 
des  Reimes  17',  33',  42'1:  nur  müh,  »/m/s,  «ft. 

5)  Apokope  Ton  k  (ik)  in  dur  (^  durch)  49,  435,  885,  atl  (=  weih) 
1886,  aber  rrnffalclt  1893. 

4.  Dentale. 

§64.  1.  mhd.  t  a)  /  <:  d  im  Anlaut:  däte  405,  1075,  1797  (sonst 
mtt).  doracMt  (atnltus)  1341  Clffrc^hl  IÖ81J,  tränten  1833.  —  N.:  drummat  1800 
n^ben  trummm   1805,   1818,   1830.    —  /  (b07.  d)  vor  w  <  «.■  zwingrn   1507  u.  ö. 

b)  Epithel,  t:  Humani  18U  vg^gt'"  ca  40  niemiiit),  ieitant  (irgendwo) 
1625;  aSwcA/  36,  57,  626,  850,  1122,  1968.  1987.  kantn»il  115,  1259,  änderst 
346  (sonst  ändert). 

c)  I  2u  f  assiDiiliert :  es  A^  (ind.)  638:  doch  möchte  ich  diasuu  ein- 
ligen  Fall  eher  auf  ein  Versehen  des  Schreibi'n  zurückfflhren.  —  aber  -ttt 
-<  ^  in  der  Verbalileiion  s,  u.  §  hi>. 

2.  mhd.  d.  a)  rf</  im  Anlant:  tegcn  20',  tike  1984  (sonst  d.-ki\  toren 
(ich  dorre)  974,  türst  (dural)  1121,  türr  («dj,}  57,  baUiin  1132,  giträt  520, 
1128,  vtrtrüit  982  (vtrdrÜjiWi'),  iruk((n)  G3,  306,  508,  1841,  1921,  in  don  an- 
deren Wörtern  nur  d.  —  rfwird  im  Auslaut  nicht  hart  b.  o.  §  IG. 

b)  Assimilation  von  d  zu  vorausgehen  den  i  n^na  in  hinnan  (^hinten) 
352,  1164,  1191,  1367,  1979  (dag.  l)issimilalii>n  von  inlautendem  »a  <  W  in 
miMder  953):  —  Assimilation  von  d  zu  vnrausgebcndcm  /  in  r  nottürfft  s.  o. 
§  12.  —  Verschmelzung  von  •/  im  l'ronomun  du  mit  finalem  /  des  vorher- 
gehenden Verbuuis  (seltenur  mit  Apcikoiiicruiig  des  u):  hast«,  machiiu,  bhtu, 
waütm,  nimitu,  wiitu,  toitu,  machtii:  —  iiiiiitist -2^,  M,  89,  Aüiiit  Sl,  tündcit  9G, 
loü  267,  557,  Ü15,  hast  371,  Gl«.  1350.  Juitiit  22.  bin  i;2Ö,  virdknii  620,  wtntt 

13* 


)»« 


llSft,<M«»i/  i66,  kmfl  IBST.  ie42,  m.f/a^it  1511,  «w/rny  ilr?,  vtruMiMMtfl 
19S9  (freilich  lt<^p.  titdieicbt  in  inoiicbiuii  der  louu-n  6<<l*!K4t  ANsfiül  da« 
Prononi«iis  lor,}  —  -At  < '  in  der  Vcrbalflesio»  ».  n.  ^  $5. 

c)  Svnlrojxi  u.  Amiini  latinn  :  flttnelük  SO{l;  —  Sjnlco|ie  fiodot  «ich 
»teU  in  wandt  {<.  ama.  aiw):  iih^r  ilie  S,  iui  Vfrbuin  M/n  ».  ii.  fi  74.  1,  c.  4. 

S)  Üontnlc  SpiriD».  a}  tnhd.  s  <  ^f  im  AuhU.:  -kfi  34  u.  0.  (M  mal :  9 
AiJ.  '«ß  481  u.  h.  rab«r  o/wv  äOU).  t»</  37»  («vj  ISiii).  k^Hinuß  136«.  <(jy 
(g.  »ingO  275;  —  viyßhaii  663.  —  *<«;  *w«  144  u.  ä. 

b)  )<i  im  InUtil:  mikstai  12M,  ^rjiiri  1023:  im  AusTaul  :  n  4€'  u.  fj.. 
dal  24'  V.  0.  (ca  3Umal:  im  8igul  dt  [ea  I60ni«l]  iat  s  ncch  geruttet).  uw/ 
45',  17,  18,  301  (n-J  17  mal),  'f/iwu  fi2'  n.  ß.  (ttfut  SIC  n.  fl.).  w  218  a.  fl. 
fli«t)On  «f/  iin(t  Ml  s.  n.),  Ar'  ^80  u.  6.,  tuait  ^J61.  nUn  65'  U.  A.  (so  immer 
nich  linbntctnti'in  Vokal):  J  -cjf  »t  hirr  di*;  K>--gcl:  Itilant  IMßti,  heße.  wmßrm. 
mäßKÜik.  haiflttt,  umaiäflig,  flüßtl,  mfiikail,  ^trtügti.  müßini,  vtr^ntßtm, 
tchkß'H,  mtßiH,  /Wil,  iteflttt,  ^eflir,  frtßhaix;  im  AutJauC :  lißi  4ß,  W^i  »»^i 
kaiß.  ttMiß.  teajß.  SiP.  ttUß".  ßtfl.  rnteß,  itJUjr,  gmß,  tt^,  muß.  fiip.  tr^t. 
Mjtf,  lüfi.  fH,0,  in/tu/,  uff:  itiß,  »^/(Ocbiß):  j<«;  die  »pRrtidiVB  BttUg« 
g.  0.  §  19,  —    AIciHannkeho  Alfributi*  in  tniblotui  8ßO,  8K3. 

e}  mhd.  (  bMbl  mm  u  in  smiki  :{1,'S.  ^"Ubkti  Wti,  tmirtun  191,  iw- 
imätkt  1M8,  tmukeM  1840  —  Kon»l  «A:  scimfrtsar,  vtrakinadU  u.  a.;  ^  tof  a 
In:  mata  117,  maiM  243.  mfifl  l'ilG.  I.M8.  1836,  —  »nnitt  »'hf  :  sdauttm. 
ittwmti,  tehtättt  u.  a.  —  nur  «M  w*«. 

b.  G  ramniulisr  h«r  \Vi>cb*Rt  in  Jer  Vcrb>If1oxion. 

%&i.  h:£  \n  tikiahtt,  -ift,  KhUiAt  302,  1 183,  rrAl'r*//  46S,  475  :  ^'4%  40 
n.  0.,  trMilagtn  417  u.  iL:  vertiA^n  {part.  praen.)  1380  : getigm  579;  «dl  337, 
trffif  6fi8  :  »«/Tfof/jr  117g.  lÜIO,  tutf/  it;44.  mgft)  annj.  IW,  765.  —  * :  «r 
in  vatf-f  1460,  ii'V/"  H^S^  I^ü.  l'*-''^:  ''''  iw«^/  1639,  ftfititfrii  14S9:  i-w 
pfakm  1511:  4mpfitHs<ttt  39S:  (iboT  nur  /^Am  ii.  prant.  m^A,  Mkmi):  —  J:  f  ih 
UAh  h%'  U.  'S.  :  (f*}l'tit'i  18'  u.  S.  —  i  :  r  in  w>»  181,  273  U.  n.,  (irawf/ii  336 
D.  6.  MI/  IlSO  a.  n. :  ittärtmi,  t^rt  u.  a.:  aber  vtriitr  19S6  :  vtrturiit  410,  tvr. 
fe'm  i33  u.  9. 

III    Deklination. 

%  6ü.     1.  SubülnntiTa.     a)  sl-ark»  Deklination. 

1)  Haakulina.  Vim  man  lantüt  drr  nnm.  plaral  *t«t»  »»»>  141  D.S., 
dwr  ilat.  pl.  mamitn  '232,  24»,  731. 

2)  NcDtra.  Die  i'liirnkndung  ■»-(<: abd. -ir)  tritt  nooli  nicht  ätn  bei 
kiaä^  roit,   iäii;  kimJt»  1487,  l!f3G,  u>i6ia  731,  iütl"-  332,  1867. 

8}  Feminina.  Alb)  }-  o.  in  -  Plexinn  s.  o.  g  S4,  a.  —  Dmlaiit  unter- 
bleibt in  täita  d.  j)l.  itaO  (nofaon  /</' g.  s.  u.  acc.  pl.  1295,  1370>;  rcg«lin&fli(; 
Ut  ifhandm  1322  u.  i3.  [neben  hnui,  htitdtn  60,  1483}.  —  NaU  acr.  pl.  U*w 
(Birnen)  1979. 

§  67.     b)  schwache  Dokli  nalioii: 
ktiutn  Tiftm.  WB.%.  1T3G;   acc.  s.  1413  und  1736  (.- HimoarJ. 


9  6&  SehwankcD  twiacbcn  «L  a.  loh«.  Plptioo  iMgen:  iimUm 
f«e«.  •,>  Säi:  >w<«if/  <«rc.  •;.  77»;  *r  /n/r«,  «jf  f^A»  971  ii.  i,  [iiut  im  Knim!): 
«/  /T^  J-t?  n.  i. ;  tUur  iL  lin^.  4S0  :  niaT«  n.  pl.  1598.  —  Hur  aUrk  «crdm 
gebmucbt:  inw  1871  n.  fl.,  f^u  »83,  I&87.  - 

fl  69.  PIvxioB  Jur  Eig«unamcn.  C>>>Am:  nom.  iiiioi«r  £Hmu:  ain- 
ii|{i.'  AoMwhBie  ll^fi  *.'rat  1899  (-friit):  %<aa.  tViUu  7fö  u.  C,  dat.  OiiHu 
S03,  /ioMN  Oiff  Titel,  ~  Müximj  (gm.;  106C.  —  &v«  (K»n.)  18&-  — 
Arr»AM  (<Ut.)  2S5:  ««/  /^u»/«  (AM.)   ISM;  m-  ^m«   I3S5. 

§70.  0«schl«ckt  ilvr  Sibatantli«.  Icli  iioti«r«:  «i»/ ui««e  GIT, 
äi/i  notkuue.  I!W):  «wtoiAf  w.t  HtH:  mtnftM  nniU.  7S2  o.  t  (neben  <^  »0: 
ira»k  M^  n»iilr.  1061,  1154.  äffmüfuia/i  iimU,  i>ll.  ITIl):  Mk«aakaii<l  lind 
frmmmm  muß.  I&.  ISIS  :  tiriiU.  18fl:  liT  foui.  689,  974.  1015,  l&M.  ia4ä 
(and  iTO«r  mttiäu  330,  ^58,  ]M^  :  neiiU.   1013,   inS9,   I.t7l,  1&50. 

Ann.;  D«iiiiaiitivbildaBg  «.  a.  $53,  1  ■.      • 

3.    Adj«ktlra  und  Advorhicn. 

£  71.  NoL:  großtrt  {g.  jit.  fem.)  I:i53.  —  FlciianRi^i<luiig  -tiK.  t  t.a. 
M^t<-  —  Apokope  a.  U.  f  &4,  •,  p.  -  Stoigornng:  n«(.  ir^r^tUn  1419, 
^V-^mf  IS4«. 

9  7}.  Adverb.  I>  HvU:  enuUkA  mit  UDiUnt  169  a.  «.  <)r«M»  ««boin- 
har  Adtorb  8'i.     Ajiokttpe  ile*  Kndnnge-/  >.  ».  t  54,  c,  t. 

2)  KoiupanUiuii.  Ich  nurke  «r:  /myr;-  39'.  lOifi  Cnobon  JbMf  ad*.  449); 
—  Amt  930,  953  ncbirn  llt«nti  -^.a  4«*:  --  mütJrr  460,  953  {mmii  M64).  — 
KoB^  Am  Adr.  vil:  iw/r/  ITA,  891,  mtr  856.  4(i4.  toDit  Mf  (oft  iiucb  mb- 
•taÜTiMii  g«brui«blj. 

3.    Proaomina. 

g  73.     ft)  n«iiaB»endiiiig  -•«  -^  «  i.  o.  ^  54  c;   —   Afinkopc  ».  o.  §  54  e,  t- 

b}  iterifinlietios    Proti.     Nut.:  ürk.  4at.  ISSrt,    mA.  uc  1833  —  lui 

■.  •.  (  33:   eiiintal  mm  «l  m«  d.  pl.  799i  —    «L>  retlnx.  <Ul.  d.  3.  )i.  imxIi  '<», 

fr.LB.  68S.  1435.  -  Anlvhntittu  niid  Tencbiniihuiiii  roii  >A>t.ü.Jl63.  3,b: 

—  Tua  n  in:  mirt  1630.  -ärr  537.  wu  354.  1(190,  l35fi,  u^/r«»  1570,  tkfi  370: 

—  rai  ri  nil  Apokopi-  dun  '  nnr  im  Konjiiiiklit  uin'tmnfi  131.  r^iruifin/i  185. 

c)  rns»e«liviim.     ir  kni  iltx'imal  «dji-kt,.   F.iiduriic:  '"t  34S,  459,^859. 

—  8«0(t  Donnal. 

d)  D«iBonilratiTuni;  neben  •lita-  (d.  (.  roiti.)  813,  1*74  kommt  aneh. 
^i"  IHC,  1849  und  mit  Apokopc  i/ir  59S  vor:  auoal  «i'lton,  anH)[eiiumiii<>n  ^. 

o)  PrAgepronoDion  noimal.  —  Kai,  dir  Apokope  im  cinügen  »v/ 
•-I386. 

f)  Unbotlkuiintc  l'mnoiiiliiM.  Ich  vonciehno:  ninww  1147  nob«ii 
<lra  Mint  hier  gt'wAhnlidicn  mtmuM,  umtm;  mit  vpith.  '.'  mtKont  180;  gen. 
mil  1.  «^Ma«(  )964(*ou«t  uatorlndorüch):  fonf«r  lin  IIOiS  ?•  ii>wilit«e,  luin, 
•MS  (I.  u.  §S  53  IL  60. 3)  >  nioitihtvst  ^J«  <="  vin)  I7SI,  3078,  tmüth  («.  o. 
(tt),  t*mJiek$  «wulil  V«nc)iincltan^  von  nuinlieti  u.  H<Mtü)lJ  1890,  daneben 
MW  1Ü3,  1U7,  189^  3079:  kein  «w,  /wh  u.  ä. 


laft 


^  Pronamiiialadj^lEtiva.  1)  ttlf.  Icli  notier«  niu  den  Gcbnuefc 
dM  «ntuTleii  ulif  68i^.  7y2.  IM)T.  l?«!,  1S73.  —  ?]  mana:  in  den  ficki. 
FoTni«D  wird  /  res[i,  ■>  (>  i  T^rdüiint;'  TL'jfulinllQ!);  synkopiert  {einii^  A.D» 
nftbtne  «umift  904);  die  unOekL  Funncn  bofaalton  ioimei  dm«  ':  —  in  dun 
flakt.  Formen  heiiBeht  iW  TTmlant  tot  («wm^^.  amv  u.  a.  —  16  xn  tS 
mat^ir.  m*m^m  n. «.},  in  dmt  anflokti«rt«ii  hernuht  du  ü^uteil  [h  auaüf. 

ä  mttnig'}.   —   3)  andtr  :  Dom.   amttr,  andra   {,f«in.  ?)    I  läS;   gMl,  4a  amJrm  lS95: 

dsL  <*M  MwVf  1396,  HIV  UM  imAii  1323.  nir  mm  avAi'  112,^  mma»itrm  275. 

IV,     Kuujugation. 
S  71.    k.  Starke  Vcrba. 

1.  AUcenitilieS.    »,)  tanttm   tod.  |n«M.;   ich  tumm,  tJ  tt-mK,  et*-^, 

n  hmwuMt!  «oBJ.  htmtt;  inf.  Aomm;  tnd.  pnet.  du  jbw//,  «  l»aittn: 
«onj. ;  itm't).  ktmiit,  |it^  |>riiot.  kffn,  tumtm^  (e.  o.  ^  S»,  37,  40):  — 
wtrdtn  list  rinmal  I.  p  s.  ind.  (nd.  conj. ?  wtrJ  sl«ht  auch  bei  K) 
pTOci.:  ich  icrr'/  640  (».  u.  §  34j,  :!.  p.  a.  imcrf/  («IntJ  &58;  »tayttin  (iod. 
pra«t.)  1189  üt  niittirlinh  unurd^ti  lu  Imos.  —  tftmm»  wird  ne«li  aU  Qck- 
lictt:  tertfmttn  ptc,  prac*.  ?86.  -  ^tgimmim:  prwls  nui  *<pM>  1709,  1749. 
-  itbiir  fi?  (mbd.  ,4aiii:')  «.  n.  f  4R.  ■  -  ITmlant  Im  Knnj.  prMt.  dvr  '-  «■ 
«■YMbeii  tritt  ela  \or  ven^tArklnr  Li<)Uidti ;  a/»rJiit  a\Z  a.  ü.,  «FÄrd^)  37  u.  0., 
(14 mal:  aber  i^t-rd  109.  74G,  12K9.  1860.  209G). 

b}  Diu  r«da[>lii.  V.  bildun  den  ioil.  [liaK-^  d.  pruun.  «hne  Umlnat: 
ivAidV«// 951,  UfJT^y  1821,  1913,  ^'/lu.'^i/ 1870  u.  M..lfijf  cooj.  praot.  Aj;^  193S. 

c)  Kvolrkktioneo:  1.  '>-iiAr  s.  o.  ü  47,  ä.  —  2.  gf^f-  idi^tf,  du  f«hv/ 
160S,  c)»''  1313,  \hA-i.  x-^  I54e;;  «r  «^<it,--^  I6S0.  gU  419  u.  A.  [13  nul).  — 
3.  %«:  3.  p.  ft.  Ind.  pract.  nur  A/  1091  a.  C.  —  4.  ndm:  or  Aalr^  ISS,  433. 
1790,  1921,  fit  I  lOn,  1  {-i^.  ~  h.  U-  {Uh)  =  a*m.  A/w  (Am)  =  habsn  >.  n. 
§  79,  3.  4. 

3.  BndungjBii.  Apnkopn  und  8vnk<ii>c  s.  o.  §  .S5,  d,  c  —  3  p.  pl. 
iod.  n.  conj.  pracs.  a  pruirt.  in  drr  Ku^jul  mit  (im  conj.  u.  pneA.  opvntfa ) 
I  (J)  Ind. :  ili/i/H/,  lunuHi.  kuntvime,  hJeMt.  kaltenl,  ntUeMf,  inaiia*.  Ifß'tnt, 
laber;  mttrtn  143,  intpfm  <il3:,  ^Aaäit  171  j  D,  «.)t  coi^.  prn««.  vtniau.  ^r- 
iiitirl:  ind.  prHcU  k^oitat,  /titketa.  hnnJitti,  atnahml.  iiiuni,  sfrorifnt,  ifSifit/, 
varütrtml,  itMr-u.etnt;  Ci>nj.  ».  u.  —  ebansn  2.  p.  pl.  iinp. :  mfiuni  86ä,  1896, 
ii-^M/  ]'i36,  zwin/  143^.  ukitßtml  US3.  —  X.  p.  R.  ind.  pract.  in«iel  mÜ  / 
und  (umgclaiitetem  l'luralv.kal  :  »/'***  37«,  fc«'//  1687.  IG*Z.  «.f/  lft44. 
r»M^  16^9,  s  /'».'  ^  79,  'i:  liAniHcli  inl  a'j^)/  :{ü3  ir»hl  «U  conj.  anfiufaBatin. 
—  I  und  3  p.  n.  conj  pfHul  mit  -r:  vitiip  US,  At^i  lÜ3ä,  [auch  -^ivie^gi  80, 
JM/<  1792  u.  A.:  riotüt  nb-r  apokopiert) :  i  p.  ■.  cunj.  prant.  ra^elmlUaig  mit 
t:  wmnt,  vurJist,  virlHrüt,  ikäüt,  ktiiitt,  oielitt,  kttiitt  u.  A.  —  Dio  KndMlg 
•w/  dringt  auch  ina  Pttacinfi:  ttimutiit  844.  mer,üil  1030:  ~  ■  in  der  Endua^ 
der  3.  p.  pl  roiij.  prael.  bdutltinä  Vl%  \l^,  >^Ami  134,  ifntc*iM  1333.  1836, 
uAsfUriirt  Hl.  iiAmwiiri  135;  im  prao.  atrdütt  102!).  —  tnfiiiiU«  iinmoi  -•■« 
^Fleiiuti  du  tub«U  liit.  a.  u.  S.  168,  6't,  —  Ocruud.  einuial  auf  -m  ■  u  «ofvi 
82.  iuiiat    iuiuMir  -<■«.  —   FnrL  prant.   -tnd :  ilätttMA  !tO:    «iiiiiil   Vorwnciialuug 


19» 


■tl  Jt  IiiHnlUifnnn.  ^ttfl.  n.  %.   IA8.  &.       Pui.  prft<-L  n)uM  Prtfii  in  «vIm 
^23.  f'uv'  :f47  B.  n   iiutArlieli  «ueh  AmiMr.  w»rdi»  und  die  ander»). 

B.  Sekwaehc  Vsrba. 

I  75.  1.  AllsumdinnB.  —  Mit  Nftckwirkung  toi  J  «raH^^n  wir  o*  in 
'■mtmcn  fi.  ü.}  J6)  kaum  bu  ton  kaboii.  -  t'niUnt  loigt  *irh  anUcrgowOtinlicb 
ü  ^«  183S,  ^iJi»  I83S;  .BBokamUnl'  in  i«<a  (cdoj.)  I90>3.  kutit  (iud)  SM, 
(««■>.)  (SS,  ■ymWffl  (iod.i  ^79:  inil  Vuidumpfoig  nin  J'^«:  loh  «via/ (- 
»***}  918  «.  A.  -  Dt«  koatrakierlMi :  Ui,  Uu.  nU  a.  a.  ■.  o.  (  47,  9.  —  Not. 
■lamtmt  374:  kttrmkitiai  M& 

2,  Radangfta.  -  Apokojie  md  Spikojie  ».  ■•.  4  W,  -1.  u.  *-  —  l.  p.  ». 
ind,  pnas.  -^  in  den  WArUrn  d«r  (alten)  ä.  n.  X  wh«.  Konjugation  :  f«h 
rerf«  197,  f%M-«  38i,  tf^AAM  1601.  |6^K  >bor  >c^  <ui/  403,  «71),  «»wAm 
MH.  608.  MTM  (dorro)  »74.  Arw«  I53S.  vtigm  540  (:  aiccn).  n-Av^fn»  1019 
(:lidcm).  Ma*  <IM  OpHogan},  m^«*  Wl  <:  unTordoitieii),  t<#J;r~  13M, 
f*tig  IS49),  «VMMM  129?,  nu/a  l'Sfi.  tmhH  551 :  in  Verben  Am  I.  «ehwacliM 
R  :  »«*r«  MI.  —  Ciidung  i«r  3.  ji.  pl.  iinl.  pra«».  unJ  praet.  mit  ': 
ia«af.  f«M»tml,  iettrtHi.  tvlgemii.  Ju».ml  (ab*r  ac(//«  IC74,  likkltH  1485); 
fitrtntJ,  i^ttattm*  [aber  tptnettm  STSl  KurunnktircniliiDgcii  mit  ^  Dicht 
»il  ).  auKer  Auitf  IS97.  -  Hart,  pra««-  auf  -Mf  {-m/I;  ütrimd  (r«n.)  47, 
AtMftwf  1877:  «»n)!  VurwcchaltiiiK  mit  dor  InGnilivronii,  vurgl.  u.  8.  169,  9.  — 
(iannid  'mit  i«)  auf  -nf  ia  */  itWfur/  87.  er  krietuit  66,  «»nat  immer -/•«  bei. 
laÜnttiT.  —  Imji.  ä.  p.  «.  mit  Vrrit&rkiiiii[  ;jt'<'^''Aii  291.  -  Pari.  pra«t.  oha« 
Prifit  :  kt^l  ä95  (und  ftatftrlieb  kr^dtl  S71,   1474.) 

0.  AnaBala.  (Ich  biet«  alle  iut4,>r<!Miiuon<l«u  PurramX 
%  76.  Pr&teritopr««icntia.  I)  iriiirK:  ind.  prwa.  ar  anlti  1545; 
»p.  mUm- M;  ptfl.  praoU:  gruiUifi  8U>(praat.  «onat  iiichl  bologt);  —  S)  k*m 
V  ttmMtm  1837.  conj.  pnoa.;  er  himm  IS87:  iod.  praet.  nr  ihoarf  ISM;  conj- 
HmJT'J  1430,  dOdI,  da  t^ii^ot  9C.  I»55(?).  -  R]  </ar-/:  ind.  pm».  du  .^/ 
1941  -  4)  rar:  ind.  praiiN.  leb  .fW  1632,  du  ffttrst  891,  >i  ittSrtnt  WM: 
•MJ.  praeU  leb  giurit  1372.  —  5>  «>/:  ind.  prae«.  icb  n</  389  u.  A.,  du  t^l 
361  ■.  B„  «f  1^  \Wli  U*t  927.  u>lf  1276  oooJ.iO,  wir  wn/  1447,  1448;  conj. 
ai  MUÜtiM  2011:  oonj.  prael.  ich.  ur  «t^  1899.  «mV  1377,  /«Ir  37  n.  6. 
(Idnnl),  mA  266,  787.  Ili72:  da  »lltiit  258,  290,  /.VA^r  lfi40;  wir,  li  täääu 
.  1*7  n,8.  —  fi)  «<j:  ind.  [<rH<-».  du  "mM/  899,  1062.  I2(l!>,  134«:  (du  iffrma<A/ 
536.  1176^.  w.v<''5ll>  mitAif  919:  wir  i.li]  «m^««  324  ii.  <1.  cunj.  pTftM. 
icli.  rr  mue  IM  0.  d.,  du  mujiii  64 U  ind.  pra*t.  ich,  rx  mftAl  Ülh,  374,  1138. 
iHM-A(U7  Icony'O,  251.  «uDJ.  ich,  nr  m,v»l  9  n.  ft.  (elRQUl  mtxiu  2096), 
4ii  -«iaf«/  31  u.  A.  «ir,  «i  anwJi^  18&.  297,  »i  mieJUiM  790,  1143.  — 
7)  NVft.-  ind.  pra«it.  du  miitt  SIC  D.  n.  imben  mü/r  223.  323  n.6.,  ai  m^tfotf 

1013  0.   ft.,    miisntl   I2&4:     ind.   pruit.    i^I    »hj/    13tiO.     ai    müiUn    390,    mAjttnl 

2083;   eunj.  juatit.  «i  «ili/   113».    du  «lunjf  23  u.  a.,    niij/m  34.    «i  vniilinl 
IM,  anltiai»/  159. 

I  77.     ■><//<«:  ind.  prao«.  du  mti  18  u.  ti.  ai  »litmt  146,  wir,  gi  mm« 
356,   1137,   1162,    lfi7C,  ■J044.    ev^j.   teh,   •'!  xMi«  1',    T3ä,   w//  548  u.  4.,  du 


soo 


Mtttf«  710,  661,  «i  iMn/  1393,  ind.  pra*t  idi,  «r  m/t  381  «.  0.,  da  »M>/«r/ 
506  II.  S.,  ei  »ffüfif  li^;  conj.  iih,  or  nv/ür  4;{,  79,  w/'^  129  a. «.  (9  bibI). 
tBfi  eiG.  :o»Ar  513,  :<^J!r  h'  ii.  ü.  [14  mall.  ■^^'»  *ST.  1352:  4a  nM/ti"  39.  78 
978,  979,  u'ititl  88.  »v//»/  1840.  hI  uvAvW  :t34,  u'D/tml  I32S. 

§  78.  lue-;  ind.  prs«B.  ich  /«.  501.  599.  60S.  er  /w  31'  a.  6..  *i 
füMf  IM  u,  e.:  conj.  «r  i«f<  75R,  1993.  <%  170,  870,  198S,  16  71d.  I09T: 
iin|>.  ti  &68,  «omt  /"  1900  n.  r>.  {li  715  PeliW):  inf.  eeiin  125  n.  S„  />«. 
rüM  S.=)l  II.  ^.;ind.  iiracl.  ich.  er  m  315,  Si'i,  ^ut  1781,  '<■/'  1894:  cuiij.  icb. 
er  du»  40.\  l()7i).  .AiA-  I79T,  /.y/  4C',  994.  lÜSn,  «  M//»/  1685:  t>1«.  prael. 
Cr/M  48  U.  fi.,  tmderUn  2(KI  u.  <l>. 

g  79.  1)  f^«.'  ind.  )irso«.  ick  ^ow  109Ä  u.  Xu.  <it  fd/  947  u.  6.(4  ro«l>. 
fi/  B51  U.O.  (9ini.l),  «1  foW  1186;  cunj.  v»  pmg  1039.  1199.  i>>iiA>7f  5S4, 
du  Kan^itt  83S;  iuip.  f«»w  1OT4:  ind.  jirael,  n»  gi/-^  !>88.  *i  gifmftnl  39S 
tkcin  fif,  wie  auch  lioin  wV):  ronj.  li  vergirmint  63:  inf.  (.i")gf  (c«  CO  buI). 
(4«JgJn  1533.  leaU:  })U.  pract.  x'i'V™  '3*^- 

2)  /tif«  ind.  praos.  er  tftj/  306  u,  ä.,  jAib  156  u.  *!>..  si  /mW  113,  8S3, 
836,  itifJ  1435;  conj.  si  iiainl  S05.  du  itkutJüt  959:  imp.  vitAr$inU  952: 
inf.  (^)i'«»  47  II.  <).  J»Am  1560;  ind.  prsot.  u«  ittm4  886.  909;  ooiij.  es  aimi 
20.  493,  mudr  512.  : 

[in  AiiitdihiD  a.n  (d*  und  j/iln  iii'igcn  hier  iiDch  rolgnu:  3i  i&n  {iäiem) 
ind.  piaes.  icl>  Jon  136  u.  n..  du  /dii  47«,  ISGß,  ^<j  155.  I&09.  läi  166  u.  &. 
(9  :  4  jMi  Bi  imJ  1018:  conj.  AIh/  2016,  ta/i  2100:  imp.  /4/V  16  n.  6.,  ««" 
1028,  V  ^^*'  U.S.  bif.  Af/J,-A  1051.  168.;.  1810.  iü«-»  376.  ««JU/ir»  172,687, 
ü/ifn  2001  (&[Jl/rM  dient  meist  als  amiliar!):  tan  359  n. «.  (i»t  du  Rcffcl- 
mKlIigf):  ind.  proet,  nz  x'l^ß  ■''I'*!  tkuin  [/r']A''l,  du  AVw  .SSS.  I5S3,  1630: 
conj.  er  iuß  188.  ;*■/'«•  IÜ44:  ptc.  praot.  g'tü/ttn  2000.  ^^[<r-}fc«  91  11.  ft. 

4}  Ain  {habiu]:  Ind.  prMB.  ich  'kij  43  u.  A.  (II  mal),  4<im  57',  n.  6. 
(80 mal).  *<»  12^!'  "  fl.  {4  mal);  du  Aim  |7',  260  u.  fi„  Aw^  371,  1378  u.  fl., 
Afj/  28'.  G04;  m  *j^  740  u.  B.,  k£t  KV  u.  (1.,  A^<  816,  333,  762,  1888.  Af//88 
(loin  htit'y.  i\  Aaiui  1403,  hond  Wl,  hmtut*]  802.  1182,  1456,  1714  tauch  ArfM^ 
160,  1112  idi.  woLI  4j>W  zu  li'SL'n),  4>^>'ni'  1190.  1535:  conj  htA  i  (aber  kein 
A^r).  si  kablta  423:  imp.  htb  292.  i'f^a«  960:  inf.  hau  469  U.  A.  (38  mal),  kern 
(ca.  20  iiinI).  hä«  1662,  .«.»)«  397  u.  f-  (10  mal):  Ao«  «MdA-n  1640:  ind.  prcot 
Aar  -iSli.  3(XI,  3T2,  1 127  itnit  kurzem  o  noil  leoin  <ki/  dancbun).  »ttt  1243.  Atf 
1379,  1687:  ein  ktiu^f  531.  si  J»iu»t  2S4:  conj.  vi«-'  879  11.  fl.  (ISmal),  4>r// 
253  ii.(i.  ilOtiial),  kiut  1471  u.  i».  (8  idsI),  A^M/giS:  rlu  A/iWj/ 32  u,  fi.  i8m.V,* 
*»/«/  40,  77:  ai  ktumii  2.U,  'ti'W«>/  1635.  ptc.  prn.tU  f<-*."i  41   u.  8. 

%  80.  lin,  uiritu  .  1  p.  pI.  itid.  pne».  i»t  nicht  balo|{t:  c«i().  pnies. 
du  «giii  1038.  ich.  er  ri  1155.  1671.  2098,  y  560,  1218  u.  Ö.  (8  ui.J,  jtT 
185,  i^  95S,  1814,  wir  W'«  2102;  «  ij'^«/  1711;  si  iinitt  2013:  imp.  tu  66' 
n.  6.;  ind.  praal.  icb,  or  aui  1130  11.  ö  .  <i  n-ämn  290,  imrfiu  391,  1570; 
conj.  ich.  er  u^rr  700  u.  <f.  (6  mal),  tnfr/  ß7.  ii-Jr  32'  u.  A.  (ca  20  mal),  dn 
w^üt  2077.  xi  irtirüt/  731:  pic.  pracu  nnrfw-i/M  356,  :td5;  inf.  uvuh  ,)i2, 
729,  Im  Keim  131,  275,  847;  Konal  imuiur  jm. 

'>  ä.  pRul,   Mhd.      (irftmni-^  g   ISO.  .Vm!!.   'j  and  WAG  §  ^4. 


20t 


9 
Torbemerknnf :    Dk  ürvmauüi  ^utrmtid  dir  /tifmdnt  Hu.  tmrd  mtr 

I.    Bctonto  Vokal«,    a)  Kftri«ii. 

■lU  a  »■(,-«<  i*  nur  in  "f*  —  .wanite'  .awanno' :  btalitjtiT :  totn. 

nU  f  =  /  1.  B.  ifMgtr,  uktmdtrt.  hrfm^i.  %ngtHclitk:  iluitib*!!  *tv*^. 
^•■wjf  3083),  frömJ,  Schwanken  bei  mat^t,  «mimv  (10ma]>:  im^^pr  eU. 
CSOmil);  *v'  (|>lJ  817:  wvr'h  (plO  968-  —  i^ok.  TinUnt  vinl  mit  /  b*- 
leicbnel:  AuaaliDe  tdfßct;  —  jnt  -  Umlaot  In  Hu*  CTS. 

tiiM  i  >=  t.  danebra  einmal  «  ia  ^nrd/a  (inr.)  1269, 

iDb4  I  •=  i  ■[eiaigaoMi  im  Anll.  >  getehrichMi :  yVnvM  311 ,  Ottar^a  |>rao]i., 
/r,  y«  u.  a.);  »  <  '  la  «A^^  <■•  dkl)  47J,  wulit  oiii  Verd^hen:  i  •:.  ü  nur  in 
mW  '>=  irret)  fill  anilnM4  93I:  iluob  Bdmirt  die  Antüpraeh«  Ton  i<«rvarr 
tD  ^lUn,  tla  jr-Wr  Hiirchwf^  aU  vibr  g«itrlirlebeD  wird,  i  <.  «  In  li^JU 
.miJir  753  iVervodislung  lon  nt4/  und  ndf?  wobi  uhtfr  «in  Venali«o). 

inbd  0  — 1.  lucrkP:  dM  1023.  1421.  1(82.  3031. 

nbd  a  -  «  (<■;.  ••  <  ^  in  iMHltrlkk  349,  M>»/<r  3C'I.  C93.  »46  (n«bcn 
niMJrr  1800:  natSTltcb  wnv  578«. a.);  immer  in  fnmm-.  \\\  kampi  AXt^  ktwitt 
U6,  1969;  natftrlicb  nur  kcmtn  inf.  n.  L:  p*' »t.  .und*  (VerseJi«n)  906.  —  - 
rar  r  iBTCTlihlcit, 

mbd  h  —  A  bei.  £'  (etchmbcni  au  <lii>  Eti-(cl;  -  n  nur  in  uM  äil, 
■wrt  Mr/:  xu««ilon  i'iT  r  [mhd  w  <  Jir]  :/«r  ()>n«p,)  fi3&  u.  &.:  /ä/vA/  7S5 
O.  a.  —  oiainal  nümiht  936,  einmal  tcnmitlun  933,  ion*t  WitutJitn.  itünäim 
1377,  tii-*//  448.  aber  in  4er  ticgcl  mua/t^A  359.  «rfl^iT.  /mn^r  (peccal-)r)i 
ffrt—wCf,  AwrA,  aitnlfai).  mu-it  (ich),  aiHr-tirt  {cT),  iturA;  ftiuMin,  lUl/iUti;  — 
nur  tmt;  mttrr:    -   jiK^tt  ftirtkt  (idi)  ISb  : /^fMt  404,  Kontl  v^u^At  (6  malj. 

b]  Lingon. 
«bJ  i  <  Ml  (gmebilebcB  «m,  adlonur  ä);  nur  «>  (^ :  MUt  (Imp.)  lOiaM 
jtriic^.  Aatw.'  ■chwantund  (unsfl/MiT  im  glcicb«n  Vorhlllnia  wie  in  V.):  Ahhi: 

IkUt;  gttt.  gii:  ga/l-  !^ut;  lüU.   itauJ,  iläu  :  Ha»!  iftitu  ;  i^/f;  ntu/[trt]  :  mtltHj, 

html!  int;  K>  iatu,  lauutm  :  S  ^<  .  lanm;  nur  /mur;  —  jo  ainmal  lim  Utfijcn- 
uU  >a  E)  fdH#M>  737,  «Ml^ic  300ä,  *httr  dH-.  9  ^<K-i.*  im  Ganien  »i 
13O«:80  o»  (^  ->  4  <:«  «i«  Ki  ab«r  )i<v*  (^  nich)  1306  (Vonteben);  nur 
fM,  (p)Um,    (it)it*m,    kein  *■{«,    «bor  43  :tdn  :  2S  Ans.-    nur  4i)W.    nur  »iimi/ 

Bbd  '■"•t,  r  u.  'lirflimalj  i  giMchrivbcn:  mit  /  nur  fulguudc :  ktmiit 
479  (tämfiit)  30.  IS&J>:  w<  4(1!»,  lUil.  1.141,  «^wü/  IS&S  (m»  1548). 
imtailm  fiW  ftti^tman  Wi.  I)&4i.  -..'iJfrttm  tiSI,  ai«ltr;m  66%  ('»■ÄiäYt.iM  .'lOS/ 
iimiriiti  lafil,  iWSS  ('nctbon  wMrif.  i^mir/irij.  niw/.  »vm-j/  ntc.  537  n.  8,, 
»w£-/A'i«iq;f  5>j7:  nrrfV)  38  U.  6.  (8  :  24  u^irfi)),  rttirr  (mIiwi-vI  14B0:  «*f 
161.  7JSI,  l!>34  f*'Är-:34.  734.  1551).  irUfo^h  1431.  x^w-V»*,»  178.  1276, 
vaauOt  336,  8$9.  —  Fehler:  btmim  FoinJ.  iiraet.',  2034;  —  r^  (onj.  pracU)  37. 

tnbtl  C  ->r,  iai  Atmlnul  oiiiaUbigur  ^V.  tt  ieiuuial  pah  1384). 


i 


mh'd  i  ~  f.  im  Aiitlaut  »nfnilun  r  g«»cbTioti«n:   I<  u  in  tiuiännt  ÜOtfi 
,glt«ch«it'  {n'ortverweclixliiiig,'. 
mhd  A    -  i: 

mhA  n-  -  ^,  merke:  /Mkw  {aAy)  i07l  ;  MA«f  1167. 
niliii  Ü  •■  tr,'  B.  E, 

mhil    in        ''.'  bem.    MmttA    1361  ;  hau^Am  1937:   mit   <lp«tltb.   »  :  lämffiuti 

S«0:  dag.  vtrmi//ltmlirk  1981, 

c)  Diphthong«. 

uihd  altes  ei  <.  -ii  boi.  tay  wie  in  E:  aber  einmd  ^mIt  5M:  nAb«n  ifm 
:  Afr«  772.  «*W«  993  tmil  *fi«  208. 

iiibii  ci  >rf,  «r'*-"' >■)  i'ti'ifii  )(U9.  miiv  .u^^el-  809:  <.  t  in  Utt  9K.  mt 
M*  und  frr//  (b-Sgt)  «13:  sonst  lai. 

mh'd  ou  -^  ü;  aiugenouimpn:  mut  (6  mal)-'  wJ  (ck.  30  inat) :  «■f»  (SdiaI): 
irc''  l3  mal). 

mb<I  ön  <L  ^  s.  B:  marke  ^>^  ^vr^MJt)  1072,  1231. 

mh<l  uo  -  m;  XU  u'  r'ji  gDiidiri0bHD.J  nbgiuchwftchl  tu  •aütur  1284, 
UutHg  343:  w/u/  lU  /nüi«  SC)  (PohUr).  —  :ii  bleibt  r«golin.  ror  dftm  Snb<it.. 
«c  «  ?iir  dnin  Inf.  ((üinind.l. 

uihd    üe  fit    gdinlirirliun:      iiotiurc    mU   ,mfiade'     li&8:     —     frit^m 

(ächroiborTciiii  auf /«^mj  714;  —  fehlitih.  niTOjf  d. I,  ,r11ewic'  fflr  jinwec*  1240. 

mhd  ie  if.  im  .iiiUut  ofl/f  guscihriLbiMi  und  mhd  iu  ^  »  £«8chr. ; 
uiiT  läffil;  Schwanken  :  nümr  (7  laaX):  niimtr  (8  lua^.  irmtr  Om»\):  einnul 
•bi,  («orgl.  E).  —  N  at.  «  In  n-itn  MB  (Aber  striüthr  307).  /mMJUA  !)5f! 
(frimllicA  VKj.  luU  .Itutü-  ]15I.  2010  Csoimt  lülllm}).  tttd  (imp.  in  lieden) 
1973,  ifl.nt'r«  2004,  mtJ  rprnn.)  U^S,  133». 

d}  N«b«n  tunige  uiid  unbutuui  <-■  Vukulu. 

1)  in  don  AbtcitungtfithcR  ricr  ^iihitt.,  Adjckl.  u.  .\dvrrbicn 

mhd  DoininatiTituffii  -//  findet  «ir b  ^cYtoimtil  in  MU  3, 228:  Honst  Um 
(«ur^citblt  bei  E}. 

mhd  -aätse  4!n>ohelnl  nur  itin  -mu-  twaOnu  12A9.  1^3. 

uibd  'fit  nuch  durch  -a^  v^rtrututi  iit  ii7ro.-hi  1341. 

Neben  oifmiar  5*4.  fi3*  *lttti(  m\  oßmbar  295  ( :  tir). 

mhd  -M  <  >V.  ü  "hiie  Aunnahuie  1)  um  Wort«eli]iilli  £)  rei  -ittA(vflrgl. 
E):  ror  •ItcA  K-bwAnkt  der  Gebrauch  iwlicbun   -igk;  •k-,  'tue-  fame):  ad^ 

fÜH.  tvrmlith,   nciinciki   598,   ni/avJici.   ^fiittbtiitUfk.  pMdkliek.  -—   STnkopO  (ritt 

nichl  ein :  also  «tots  kaiti^i,  Atulir*  u-  k^. 

Suffii  -(«i  vrlicrl  »oin  i  durch  Svnkopo  in  AtmetteA  1441,  1542.  aber 
jriäiiAi  13*1,  /liditfkm  ^32. 

nilid  -na  •;  Ol«  nur  im  adv.  :iü>/«  (kuma  i)  1979  {aanftt  immer  dfataiM*, 
ww»,  nkimy.  aiima  794,  971, /nm  1227,  1319. 

3}  in  den  Kluii'inissilbei]  drr  iSubvl..  Adjckk  wai  PTOnomina 
lt.  mhd  't  hftbon  iiocli  »hA  -I.  -In  din  Fi-m. :  ^inA*  1480  u.  5., /TU  417. 

Mäa  90  u.  6.,   %-<  933  nud   <!Krtfi  (Utdim)   ti.tS,  »89,  1063,  1397,  1408,  H\b, 

(UOt  UGl,  1168,  1174,  1376.  1402,  1411). 


203 


mbd  -M  <  •««  in  der  seh«.  Flexion :  galgoK  1001  (gal^  999). 

mbd  -m  n.  s.  fem.,  n.  acc.  pl.  neotr.  der  Adjektive  und  skmtlicher 
PronomioA,  weicht  dem  t  (meist  kpokopiert,  s.  d.\ 

Snffix  -^f/  in  sbrotttm  und  drügaii. 

Apokope  T.  <  in  der  Flexion  des  Sabal.  Adj.  Fronoiii.  und  im  Adterb 
noch  biufiger  als  in  E  (i.  die  dortige  Vorbemerkung). 

Sjnkope:  s.E:  von  den  dort  verieichne ton  Sjnkopen  fallen  hier  weg: 
AtüücÄ,  hiemärti  (E  nidnan),  kommen  fainiu ;  hm,  gmiti,  lodi,  mim,  liai,  gros 
(g-  S-  mue.)  —  Im  Prifii  gt-  findet  sich  Synkope  in;  g^ig  648  n.  ö.,  fwuuA 
(rabst)  77,  (adj.)  1992,  g&A,  uatiicAr  170  u.  5.  (g/JicA  1434,  imgr&A  2032), 
gaamt  $79,  gmti  1040.  1317  (incw  1328),  gilatM  1123  (^(rfoa«  1494^,  gaai/ 
14£0,  fil»^»  (sahst.)  160,  1096;  immer  giadi,  gnfäigäeA  (aber  grmn  s.  a.}. 

Unorganisches  «  in  lagt  (acc.  s.)  784. 

3)  in  der  Verbalflexion. 

Altes  0  in  der  II.  achw.  Konjug.  erhalten:  gtäUnai  763,  gewarnat  1219, 
gtiamltttt  1142,  ackicittt  687,  UtraiAinlitMt  583:  analogisch  üitrkerui  938,  ^t- 
iEnp«r816. 

Apokope  des  r  in  der  Verbalfleiion  tritt  noch  Öfter  auf  als  in  K 
(93  0. 

Synkope:  auch  ihr  Gebiet  ist  erweitert :  vrru-iatdl,  üierwimt;  6üa(Jtnuiei), 
hatMütl,  batäii'.  trügt,  gtUfcki.  inAlötit,  kthl,  virtribi:  flüthtt,  liekil  haben  hol 
E  Doch  -tl,  -iil  (dag.  danäut,  vtrditniit).  —  Im  PrKfii  ht-  tritt  Sjnkopierung 
dea  I  ein:  immer  iu  bbbtM,  blipi  etc.i  in  inügm  1089,  1145,  1359  neben  ie- 
mkgtn  1078,  1080:  —  im  Prlf.  f<-  -.glabl  1959. 

r  bleibt  nach  liqnida  wie  E,  aber  ipam:  3  verlorn;  4  vtrUren; 
f«m#r  inMtrm  897,  v<trtn  396. 

e)  Halbvokale. 

mbd  j  =j  (im  Anlaut  zaweilon  >  gescbr.  ürA  253  n.  a.).  Wechsel  mit  $; 
Ki9v  22b:mügf  472,  mUgmng  25,  jrm^/iv^  52I  CMK/«i  524);  A-u^f  226  : /rügf 
471  f_^i(  1505),  vigemtUcA  233  (sonst  vintlich,  vyend);  epcothet.y  (g)  :  uhrig 
1069  (aber  jrfrj-«»  1272,  1374):  tug,  tüg^iu«  (conj.)  715  u.  ö.  (»,  u.  rerb. 
anom.);  hierher  anch  müglUk  g.  o. 

mbd  yi  =  -ui  ist  behandelt  wie  in  E:  nur  tritt  nie  ri  statt  r&m  ein  und 
«ecbtelt  w  einmal  im  Auslaut  mit  b  -.  varb  301  (aber  gthot  n.  a.). 

n.     Konsonanten.    a)Liquidac. 

mhd  I  ■=  /:  l  <-  U  :  voll,  sehHiU,  ich  v-ill  7 :  immer  aii^  auch  in  Kamp. 
^ivg.  alUag  n.  a.,  voUgen  1264  (Kehler  oder  utjmol.  Schreibung?}. 

mhd  r  «  r :  r  <.l  \n  AikAen  n  ur  V.  874  (Wackernagel,  Attd.  Lesebuch  * 
S.  897  ff.  sehreibt  fUscfalicb  immer  cAikk^n);  —  mhd  rr  <:  r  in  ürtt,  dirt, 
tttiveid  g.  E. 

mhd  xn='m:  Gebrauch  wie  K,  doch  fohlt  kuat  =^  ium.t ;  mhd  "im<m 
m  mmt  (nennt)  730. 

mhd  (!"!■*.  Epentheiie:  biagnt-n  mir  298:  —  im  Snffi»  -er- :  mmtnc- 
"ei  310,  euieiulicA  568.  598,   1U46.    1406.    l.ir>3.  geJuil.iK-lk/i  615,  822,  upfeticIkA 


304 


SS9. jHiiemeHt*   1214,   ivnni^lbiuflSiri  1981;    im/frtminr  Sil:    in«Hce;   «T  dtmitaJ 

9VS.    —    Kpitho«)':    stot«  mut  tfa  ii    aneKCR.  im  1945.     Syiiknjie:  Pf»— ig 

d8:  dün.   /iw   koinUJUIL   uiclit  vor.  —   HchwailllOii    t«!«clieu   a  und  ■*:  36  triout: 

lU  Hww  ;  15  i'^ff  =  .wBiidC ;  1  mmn  :  8  i'fM  :  3  M^nn  («en)  b  .swuinc*: 
4  aw«»  :  1  lam^s  ,wiiu^;  4  Timm  ^  ,«SQUf':  nur  itttooM,  rMowa;  nar  /nw»  ^ 
,(Ullll(i':  11«  (H^r.;  7C0.  761.  •AiWmm  4  mal,  sonst  m  («mt);  -~  tneriic  n«r- 
»ritü^i'  761 ;  inmJ  "iXb  i\i>r»^hi>n.] 

b)  Lftblal«. 

mhd  b*=4;  ^</  itii  Anlaiit  giptin  734:  jT^tvi*  1290:  rfpiHJ9h\,  sonit 
fthotl;  —  /aitMtr  420:  /<-M  STA;  hrrdigm  3I7:  —  Uotno^.  As!iimil*ti  un 
i«r  f :  laifi  702.  */■;•*  33,  ^lUfi  3  mal  ;  irift  3  iiuil :  urtfl  1  m«l  ;  iiiiHe  2  n»l : 
du  Wi/'i  !i83,  751:  *efr  SidhI:  ^"1*^1  I  irml:  ~  im  Atifllaul  bleibt  i.  — 
Ajiakopc  bei.  tJjnktipe:  knmt  628,  trkrumtt  648,  krAmtr  646.  Am  62!l. 
1163,  iMuiv  C47. 

mhd  p'=>»,-  K|iedlb£s<!  nat-i  m  tot  i  wie  B  («ber  3  m&l  ktmfj,  itmfi. 
i  ihaI  nimfi). 

mhd  (  boi.  f  -:  Z';  in  den  bei  K  anfg^ilbllon  irolon  noch:  virnü//uiK- 
litA;  itAa//t.  gtlthiicj/l.  Jaffmait^/t.  leirluAa/fl,  haffU-,  eraffl;  ^n  (Ofen), 
ti^ä  (nur  Ä  iiig)  tiifrt}:  ich  /i»-«)'/,-  JI^/n.  totr/ftn  :  It^ftm.  rußtii:  ivt^.  mos- 
■turffi;  itff  (nur  2  vf). 

mbit  ph  >=  rt«U  //  0£).  ».  ff'dtH'ffi  «»1. 

c)  Guttur«lo. 

■ulid  g=A'*  bleibt  irji  Aiulaul  n't'kli.  —  tieuiDi«rLe«  g  viid  jf  ([»- 
sebrivboD  :  ruggt»  G2,  51Ü.  —  Sjmkupc  :  ^^(m  •:  (a*  (nur  dreünal):  merm.  — 
P&latalülerung  in  /m//  675. 

mhd  Ic  =  i  MUcb  iri  Anl«ut  (WnrkiirnngL-li  Scbraibung  I.  c.  tAätAtn 
ist  wilUfirlieb).  i  --:  /A  im  Autlsut :  mm'*  736:  It  <  ti  im  IdI.  n.  Ansl.  nach 
n :  gftÜHck,  Juniki,  IwuUh  u.  «.  («b«r  t'bi'U  »u  uft-  gtdtnt:  u,  a,  w.) :  —  <■  *  *  in 
•f(-ktit  wird  (*.  nusgoD,  giitlitaii  (=^uektil)  201S. 

mhd  dc-j'  in  no^i»«/  779,  915  (incktnd  864],  ifribn  8SI  (ittAen  73^, 
a^*w  1086  riHÄ-Afr  176)  u.  a,  —  kein  M. 

iiibd  h=<4  bot.  cA;  h  (bleibt  Kwindicn  Vi>1inli-n  (Auinnhaicu :  jatkmd 
287,  kechts  384,  685':  im  AukIhiiI.  iiHiiUT  M.  BiiHg.  ich  srii  327:  fion«t  t.  E: 
(loob  bat  U  titetut.  ßütkii  u.  u.  iit.  iw4«/.  ßühett  b»i  E. 

d)  Dentalo. 

mbd  d  <<■  im  Anlaut  in  teti  («ubitt.)  237.  I»83,  l$d4,  luU  1936, 
rwjr  llÄl,  (utitmtt  ,drÄto'  520,  1128,  /rur*/«  G3,  306,  .W^  /iw«*--/  1074:  — 
y  im  AuhU,  wird  niuht  hart  bis  Auf  wcni^'-'  Ausnaliriien :  im  OogensaU  za  R 

äohretbt  0  aiiub  akmt,  find,  initt,  nokiitd.  litgfuJ.  uhoml:  A\e  flciiDiiifornien 
lautoij  iuimi^r  -rD-f,  -inil.  •imd,  •anJ  aiiUcr  taffmi  14.Ü6,  fiatnl  1097,  Matt  1 117; 
tor  'AW  «tot«  /,     ApoliopL'  nach  «  imm^r  in  .wände' <  «w.«,  »w». 

mhil  l^iTim  Anlaut  in:  iurde-pt  1039:  /  fo^  *<ir  iw  <  i:  aarim^n  1507 
11.  ö.  /<  r/  fast  rogolfiiAQii*  iin  Aiult.  nnch  LUngv  wik  naoh  Kfino:  tria 
196G,  ja//  (gcbl^  W4  u.  n.,    p-diY  (gradua)  \*T<\  u.  u.,    eboiiau    im    Inlaut; 


■Ute  in  M<nr,  t*titH,  «rHtitn  n.  %.;  UiMttMUat  588  o«b««  *tkM*it  $S7,    j^Mif 
/Vm^tJ.  Miy*.  btltütttm.  itmütim  n.  a.     r  ^  ti  in  fM   1070. 

mhd  ■  Ix  il.  IU>K«1  =/  in  An-  und  blaat,  ^  j  im  Au*lt  gMchmben. 
mkd.  /  </>  in  AuaIl  Ik  gna—Ufi  743,  s-^  fwei«*)  SST;  —  <  <  »  im  Silken- 
■IUI.:  iMU  481.  1970  <Mm  2046.  luBat  fit),  vriahak  fi68:  im  Inll. :  j^rMiui« 
2A7,  iAurr  37Sk  —  >  tor  M  bluihl  in  tmtlil  älS.  v*nm*3fuHf  694,  liHrttrM 
191,  vtrmitlU  SK>.  M9.  crrfM..*  11.^7.  /imAac  11:11  toalwii  uämitem  ß9);  — 
«or  w  En:  /tMS«  3«,  n>tfnK  .13.  1013,  »»iir  1011,  mvr/r  (»clivcrar}  148U,  jMrr 
MS.  IWa,  flwAf  (»8,  l^ilK,  m»,  rn^fo  3£9.  1019,  .»»ias  343.  rmow  «8. 
ttrrmuin  THS,  1066,  j(enriHJ  VA  (unboii  i^nw  OIV.  gtitlmimi  1S€9,  tJhcrifii 
iU*il:  am  uM,  «An.  (nuch  ««iinUirtM  «L  fmWiri/«  9!»  ist  »UlkOrlidl  fön 
Warlienia^l  «.  m.  Ü.  aBgeMMl). 

»M  S-e/i  in  f0  (bia)  130»,  »/'  1244:  <^  in  iliffx  i*0.  (r^ffi  829: 
3<<,^im  tnlaal  linmor.  Im  AmUmI  »y  44A,  1414,  »/{7  941,  »misl  li»  Aaatt 
-ci.  —  Aleiti««.  ArfrikitktmftWir  8«i  (tmMuti  »fi3). 

nU  i:  —  1  bM.  a  g«aclirinbcn. 

m.    Ueklinstion. 
Flatinnaesdangcn   *.  •>.  1,  d,  j.     Romcrk«   ^rv«    (mc.    |>I.    Bitnnit 
1979:  —  jnatktr  (ak  i«ArA/r  bat  K)  238. 

IT.  KonjBxatlon. 
Ploiionaendungen  a.  a  1,  4,  8.  b}  Starke  Vvrlia:  äownm:  Ind. 
^n*«.  ich  htmim,  or  taarr/.  krmipt.  huu^.  »i  ktm/nJ;  oonj.  hnne$l;  inf.  twMf«, 
fMw«;  ind.  prart.;  ivMm;  eonj.  Mm,  irmüi.  iäniit:  —  tviriitmi  'ich  »trJ 
MO  (Ind.?)  —  gtht»;  itt  fiht  IMß.  »oniil  j'iV:  nur  i-r  y«/,  (i'.*  —  /igtf. 
er  Ar  1091  n.  0.  (koln  er  tigfi.  ir  A^J:  —  /iVrn.  er /ufr/  I8:f,  Z«^/  IIOG.  IVK. 
—  Saim»ftn ;  8  p.  p).  ind.  |ita«ii.  at»!  )ir»et.  mit  •/  Im  Auklaul  «iu  1-'.,  ab«r 
jUtt,  foA«,  tmfficiutm  u.  a.  —  2  p.  a.  ind.  praet.  mit  t  und  (uoiffelaut.) 
Planltofcal  tn  MjM  »8,  sfrt^tu  978.  £^j/  £86,  I&22.  -  .  nur  In  dar  i.  ». 
pnca  IL  praet.  und  3.  pl.  pra«t.  (nuBer  d«»en  in  V.  liier  nocb  iUtM  und 
«IM; 

b)  Soliiraohe  V«rba.  Endnngen:  S.  aing.  pra.  oho»  Fieitotiiondang 
la  Ak*  340  (FaU«r)  nnd  Kinachir-bting  n.  m  -wtir  t  in  JfiikaKl  !H)S.  —  8.  p. 
|il.  ind.  eo^j.  pra.  mit  ■/  in  d,  Kndunit:  avwjiJ.  ttffreaJ.  lAhlrmi,  i^JUutmt. 
abtr  aÜMv«  9063.  —  4  at.  '  loi^tm  die  Konj.- Endungen  in:  imii  (i33, /n^trAi«/ 
878,  biüt  12S7,  **rü/  134"  —  ptc  pw.  -«w/  in  tiartnif  47,  aonst  -«.■  — 
■■9.  S  p.  1.  auf  •4»;  gtJmittn. 
e)  Anumala. 

a)  Prltorllopria«olla.  I.  ■rtta^n:  ind.  pr^. ;  leb  ivmiu  833;  imp. 
■y)2il.  —  2.  >n*:  (0«j.  pn.  er  *mm  1327:  coiu.  praet.:  er  kenJ  1420.  du 
iiaArr  96,  iränd(/'l9&5.  —  3.  /ar.-  «»nj.  (iraet.  ieh  gf»ru  1372.  —  4.  r»/: 
U.  inea.  ich,  er  m/  [kein  »/J,  du  latt:  wir  '.•/Zrx/  1032,  j.im/  1447.  1448: 
«•qj.  ü  uUiif  3011;  c«nj.  praot.:  ich,  or  tnii  37  u.  A.  (10  tn.},  Wm  IS77,  /Mr 
W.  648,  dn  fo/(iM  358,  W/ii/  290,  »i  mAuhT  LS8  n.  6.  —  5.  wdi-i  iDd.pr««i. 
«  mtiAti    wir  MHfr/i,    iii  nin^r«,    vmpmJ;     conj.  "riifi  '«•if.    je  oiDlnal,    aODst 


206 


mig:  ind.  pimet.  «iMAt.-  co^j.  m^xrit,  m^cAtiU.-  t\  rnttAruti  168,  m*fA/ittl  i91, 
1143,  mo<hltfi  790.  —  (!.  mue»;  iti<l.  |>r«M. :  ich,  «T  w»  132:f.  HOMt  hh'.  du 
«rMriK>5,  »oDüt  müst;  li  minffnd;  iii4.  pracl.  er  «fl//;  iri  mättoK/  394.  nmuiu 
390,  niiifi'JM' 2083 :   cnnj.  «>>//,  miitii/,  mAjAW. 

b)  iotlUm :  ind.  |ira<!8.;  ich  wiU  7.  sORRt  tvM  dn  v'A,  wir.  si  imm^ <kain 
MtUmi).  eonj.  idi,  er  wel  1466,  nW  548.  751!,  nontX^^U.  An  urräti  710,  wttäu 
861;  Ind.  prtet.  »«ö.  tw/f«/;  conj.  »tiu  42.  »*A  7Ä  ii.  a.  (ISm.).  «^  4*7. 
1852,  föUiif  SB.  3»,  avitt«/  78  u.  &.,  ic/Amh^  3{14. 

c)  /■>«•:  inil.  pntM.  ich  ><im.  er  tia,  si  /AW;  canj.  lA  17U.  1097,  Alc 
1989,  /ig  71&.  870.  1993:  imii.  rM  1070.  soniLni;  inf.  ;<»A*  1462,  aniuirfo: 
ind.   praet.  »//  SS9:  conj.  A)//:  ptn.  pr>«L.  /«w  M3,  luKterbm  9l'6l    u    A.   iioiiat 

<i)  Verba  anf  -im.  t)  ^m.  inf.  nnr  flhrjfv«;  pte.  pracL/^o'^fr»:  aonat 
■ta  E. 

2)  («J«;  pl.  inil.  prceii.  uur  j(mw/;  inf.  nur  fit^umt:  Ind.  pneU  jfJW 
236,  itümif  309:  ionst  wie  E. 

3)  /■)«.  (tisenj.  imp.  uur  Ati»:  ind.  jiraet.  jf'A  IS4I:  aonal  wie  £. 

4)  AJm:  ind.  pracs.  ich  ikirf,  hon,  <nioitit:)  Atm:  da  Aanir,  Aatix  er  4«f 
(«mO.  An/'  <6  in-)<4oM  (3ni.).  it'tf  316,  323,  694:  si  jb««^  l.')3A,  wat*.  Amt/: 
«onj.  Ad^:  inip.  Mit,  ^f/KiA:  inf.  AiAro  (Siu.V  ^'v  (£S  m.),  -ti)«  (ca  98in.>;  iad. 
pra«t:  tat  372,  *^/  11^7,  kauf  300,  *»»  1243,  I3T9,    Artlttt  ^S4,  AoiW/W  3M: 

a)  ila  (u-ejtHj.  conj.  pracK, :  Ich,  nr  '^^r  9&S,  lOTl),  131$.  «OB»t  i>" 
du  fjtn  1038:  nI  7»<  'iÜlS:  ttii|>.  »ü  idiiiutl  A^/j  )S03);  Inf.  ftPoi  27.V  &23, 
■utiit  JIM,  gtfiii:  iniL  priiut.  a-of.  '•■arnul:  coqj.  iv4r(0  (98 m.),  tii*r(t)  (8  tn.J, 
atdritl,  ufUrmä:  ptc.  praut.  nur  gm/ntn. 

ilindiinKen.  —  Sig«!.  —  Orolio  Bachataben. 
1/  bleibt  vitin  VrTb  tu  der  Be^'itl  gctnüiiit   (aber  aiatJtrittm   CS  s.a.): 
fifter  verbindet,  ök  lieli  riiil  dem  Xikihmi;    %tmrtti,  utad.   ttaml.    —    <ia(r).    hrr 
werden  mit  (ulitciideiii  Arttcrb  gubiitiduii.    —    Nöijitnalhiöduug<iii    scHod.    — 
M«t:  hUmt  (Jiirir  will''<   1,  aiUim  I.an   dnin'i   265. 

n  ■  Strich  «eltoii.  nar  nbiT  /  =  rn  und  o  =  iwv  (warS.  Jari  u.  a.),  dacn  und 
wann  auch  übet  n,  «  als  VerduppoluiiKBindei;  tweioial  i-m  ■  amt;  I2  v»-unä 

—  r  .  Schleifi-  =  (■-■.  sehr  ialteii  :  muff  295,  "'An*  1098.  -»n-»-«/  3Ä.  !■■»*«*  1 304 : 
«innial  (,1'HAJajf  1043)  unterbliobun :  —  tCi -•  <&n,  iv«  ■■  «w  [eininal):  in  =  bm^ 

—  7**  4.  1 299 :  Z7'  *«*"■  *»**• 


K. 

I.  Dütonu  Vokale,     ■)  Kfiri«n. 

mhd.  a  —  ",  mäMgem  76  at.  mangelt  mit  Vörwächslung  düaDieUnkCiona- 
leicbunii;  u^iir  (<  abi.  .traru')  ui.it  WüKv«twacti«taii|j  {tair-  .venur*}  66iy,  1606. 
—  RegeluiLQig  «••'»  (-   wände,  wann«,  wan). 

sÄd.  r  -^  f  z.  B.  />«Mi'  (ioimor!),  If^tr,  Attut,  ktttgu*  u.  (.  v.,  daacben 
fi-U'ibw.   gtiik^/l.  mtitf  I7U    nebflD  bftuligufeui  iw/^.    pl.  \.  /tagil  247,  988 


Ttal .  «b«atc'  ab«r  «aeh  tnifftf  1410.  —  ScfcnixtKror  Umliat  wird  mit  4 
iMirirhiiM:  ji*./lf^  181.  1 2!)^.  J//»  «7 1 .  19l5(»ftb«a  *Um  l&Se  U.S.).  W/r/(a«e.) 
909  {m9gft  32&>,  migtt>,  1581,  .fJn-  lAß4.  .f'^f'''  IM3,  o<Iot  m  vodisdt  Iwupl- 

Udllltk   «or  Nftul  J  mit  '-     Hbiüerr,  mJmf,   mJnkiitk  rtftmiJ:     ntrifrr  U,  t.  w. 

tl  mal  (t«ill  •*«V^}<  r***m**W\  :  v«fM  6«7,  urgJiuüi*  87&  urftnUUh  IWO, 
1  m/d^-jI;  4  «TMAiri;  erttrmJ'Ü.  iionicr  /c^eaSet;  rttrJ»»  itiatnU  naboii  ttu*i0i 
i^mrn,  Am,  AmtftkiJ.  —  Mh-V.m\.  —  J:  di(^  674:  tt4jf*m  89. 

oiM.  t  -L  t.  d*scb«n  J  mur  üi  m/im*  SÜtf  (///Am  &'I>  u.  d.J,  t^rA^IUm  (inf.) 
i&  i»b.  {frXi  /prift.)  9&6  (CurmTcrvcoluliiBgaa:';,  imU«^  lATft.  —  ivfltT' 
im  b«liaant«n  icbwlb-  -ümtn  <  »Mwif  IC9.  MS.  57&,  9S3.  184&.  18%,  uw 
3  mal  ntmti  (s.  Mdi  Eck.  Jc.at  107.  11). 

mhi.  i  —  1  (n«eil«fl  —  /  gi-achr.:  /«  6tt7,  I1S9.  /m  (pn«|>.)  1191:  >•  j-  in 
ifmti  \Sva3i'  ilUmt/ijryr  mm  ,vrl'  1448>.  um«  Ar  um// l»74  iit  «okl  Woru 
«naohabrng;  «f  anch  (Sr  daa  i  von  «nw»  r  m*-*v/  SU  n.  ii„  aber  mm  771 
■■  A..  ariMir  di«  Kvc"' '  'f^r  ''  >■'  einmal  Ho-^  122J :  •.  f«mi«r  ma/  (I.  •.  firia. 
pd.  im]',)  4M,  »17.  nhnr  >-<üfArM,  seü-iin«;  ■  ferner  uMv*  729  r'neb«ti  «*/■: 
•-  [.«üimaiin.  Hextt.  U.  474:  die  .UoUc«[reuudii<rlinfl(:<n'  t.  Ü.  Urüili  S87  ■.  i.) 

■M.  o  —  u.  Inf.  iMMn»  üb.  »71  iirbeii  Iom«  Wi,  1187,  pta  iwMM 
IMtt,  SMS  :  ^M/x  MS?,  tMttwHm  406.  l9|ft  :  ^■./i,-mfn  1302.  Rirliwanlun 
niacbai  v  ud  »  kflnitl«!!  wohl  »■di  IhnlrBlm  «ii«  .S<Jin'ibunK«ii  lut  Uwai 
J»l  ^(Mo  198. 175«  npli.n  ^-i«!  1734  ist  wokl  WorttervMbsl);.),  /i^  ,t'>r  ISOU, 
Mir  m.  wiMMMi  .kabtuut-  9t».  —  i*  <  4/     tcirfam  .borgen'  73  (L  baiUnK) 

vM.  6  —  4. 

mbt.  u  c^  -("J  Vor  M  iinil  «  «i«iler  Scbwankoa:  b«itn.  utj.  /ivmmt  1S33, 
itk  im  eiO,  Me-aivmJfii  171S  «D(l  *.•*«■/  (3  Sing.)  759,  «nbfil. /'-d«/»  15. 

nhd.  fi  e-  i4(i'^  («innial  S>'  vttr  134).  iv  andi  im  ci>ii).  pra«t.  /iim/,  mt. 
^fi/.  ij^f,  fonarr  Jhinttnit  {i  in  wrji3t  90,  *,  o.  nnii/  Ar  mw^.  Ttell«i<]ht  dueh 
KT  FiMiiivi>nr«ch«lnii);'t:  »lif n'iM>  niAfn  wmgi(mi)  fnd.  u.  «onj.  —  tanft  o^btta 
l^A  —  i  TOT  r   nnr  «innul  ia  gtJirtmt  IUI. 

b)  [.iBgCO.  , 

mLiI,  i  <  M»  (gwcbr.  A  >>.  ««  ') :  uiimuu^.  Jtäi.  trat,  ipät.  ai>ü*.  tdUfm. 
^ift.  MAt.  e-Mim,  /iMnt.  «I»,  f/fr.  Air.  %\,in  T<ir  r  iti  dM-  Bef«!  iT  /  Mifr-. 
airAif,  1^,  lianiaH,  dahm  (49  lAr. .-  SS  iitn^).  A^  fl  .crinil'  (soMt  J  *  «■  nur 
f  niitnal  in  f^J.  itrin.  tfM*  iJkA  atid  in  AI«  S6S,  1088):  S9  Uf :  \!,  iai 
lila»  lufKH  *4f.%  nur  3  /^A.  ein  i^A  Cnod  ein  MdMI/)  neben  rcKulm.  ntd, 
Umtx  «rndtAt,  /»kait,  ftfaktn,  hafit,  aitml,  t*lr»giit  u.  i.  w..  Im  OanKoo  19j  «w 
/"m.  A  <).■  75  «■  —  «'  für  d  in  min-iMf  918  ist  wabl  nur  Scbrcibfefalor.  — 
T«T  m  ud  «  bt  r  od«r  »,  I  (d.  i.  h)  fBr  <]  K«gi>I :  t.  R.  <«a/  ,mi«'  19  mal, 
Jmirti  IMO,  «Ar  >na*  A7S:58;M:  IfAt:  14 /m;  «4i«M:2>r««;  nUm: 


^ 


')  Tcfgl.  Kkaffmanit:  Gn<b.  d.  Scbwib.  Mundart  §  61  Anm.  »)  Sobn. 
t  91.  &  I3ft.  —  ("llf  die  IdcMilll  von  J  uoH  ä  iprcchen  die  t>oppcl(orni«n  //rib; 
ar4m,  p»l4 :  gmiä.  Hwle  <A-<i7  1311}.  M«  1917.  erUftI  19JI7.  wo  die  beidm 
Sbick  bei.  Funkle  «ich  Uit  runi  SBecbcn  ichlieBcn,  AuCTlIliic  bleib!  >bn  docb 
4a  Em  «gclmlBint   Wcttiicl  vuo  "  unil  "  ya  itauti  iJcu  rw!|;ti»l(a  KooiaoaBUu, 


\ 


Mot.  fnraJa*  (pTsed.)  40":  —  y*'*»  (*cc-  8.  m.)  W8,  — 

Suffix  -t>i  erhalteti  in  &irMtm,  4rit^^it. 

Apofcnpe   ton  t  scltoDcr   als   b«!   E  and  D;  merka   dsU  a. 
1303:')  immer  dirrf  968,  974.  1556,  1849.  —  Adeerb  sUtj  -AA  anß«r  Am/- 
Ikhem   IMl,  i/timU.A<n   l$9ä. 

Syiiko|io  dci  «  IUI  SubsL  Adj.  und  Advorb:  gug^nüber  R  sL«ht 
hier:  zvuiia«!  «ineti  titlielUi,  votiti;  tnrHgtt,  taim/Mfi,  gif";  wktfe/kA,  wtit- 
määk/iei.  kaiäglkh.  UiMä^i:  aber  auch  lücii,  toJkAt.  Mteitm.  lätiAai  a.  a.  — 
In  Pr&fii  et-'  gnAg  962  (ioti«t  s'-^s\  P*^'  143  n.  4.  (immCT),  f/tA«  l&t  «.  A, 
{l:ls^ikk).  f/Ji/A  (inbil.:)  160,  1708.  (rurb.:)  I74S  r^<-JM/H  intut.:  IOW, 
1891;  »erb,:  HOC.  19ÖÖJ;  —  PrSf.  i'    bleibt  iminor.  —  Kraii*;  s«»*«iMä, 

UDarganiacbcs  <:   au߫r  dun  b^l  E  viirKiichneton :  Jioutt  (acc.  s.) 
Aifi»  (acc.  8.)  1007,  t'tUt  (ncc.  b.)  lH.  */w//v  (acc.  rt.)  320,  i«^«-  t».  »-)  MI 
j-f/rf»  (acc.  s.)  1893.  trtiit  (n,  a.)  $47,  d^rtUruekf  (o.  a.}  8S5;  'wA/f  mJ/319. 
.A«///  WM  14«,  äOl'H;  .'U^'-  'M:Jit  IG90i  (^d  A^  1941).  u»fhuü  16S9. 

3.  in  der  Verbalflexion.  \ 

tnhd.  /<;«  in  httttligai  (jitc.)  I4(J8:  /jf««*  (tnlid.loson)  239,  mrnumfm} 
(nohtiiua)  'H'i,  494.  —  nltc«  »  der  2.  (3.)  acbw.  Konjug.  bleibt;  (Mr)«iumt 
588.  387,  x»"«"""  1142,  ;wMtrMi»/  1919,  ma^A^i  1181.  1417,  1421,  1G15,  1739, 
mmAciuit  S78  (daneb^ii  •iiatk/^t,  «ineAttif),  ttffrvst  I9C4;    anal,  fr*  ImtHi  1538, 

Apokopc:  66  2  a[)akoplcrt<t  /,  also  aur.b  hier  viel  adtener  ala  la  E  od(4 
gar  D:  am  vidcritandfäliiitston  int  das  t  den  Kunjunkths:  fin  (~  kjo}, 
(Äf/«,  7  lienf -.i  li/i:  immer  ti^.  uigt  neben  '--'»j',  rt^  U'"l  tneial  »/:  ofl 
wurdt,  kJit,  hftu,  K-älii,  btickikt,  abor  niir  S'f"^'  '''^  ,ti«lie'  U,  a. 

Sf&köpe:  135  cone.  -f  i-^  :  58  cona.  -f-  /,  G  eona.  •(-  if,  aonat  nnr  «ans. 

'  naeh  liqnida  vor  u  hSillig  :  13  fareH  :  3  van»;  t^rai,  hfi-m.  ni>f*fii 
wie  E;  immer  vtriBitn;  gcivrai,  erkerm;  daneben  rmtm,  ntKm  u.  a. 

e)  HalbTokalo.  ^ 

Rilid.  f  =  f  gofdiTiobon    (sebr  seltoti  /  z.B.  jDDf;Ht«ii  ^9),    «cdisoll  wil^: 

»läium^  35  :  müffi  S35,   47i,    miii/at  679  (miiJKi  531);  /fe'Je»  (acc.  a.T. 

vient)  718,    sonst  >»^.  >>f/*i-^ :   nur /ragt;    —  ^icAm  889»    1306  tl. /-Aa», 

aber  ft//«  435.  —  Kponlheao:  i^*nif"«  l^T*,  1874, /rty  (frei)  1448;  «w« 

i6tio,  leea :  «"">  i803.  —  i/^»  i560  u.  0. 

ndid.  w  =  »>.  nacb  »'  (fnr  m)  =  n  guschriobuti.  ßomarko:  j/rvi/ (gcruiil)  93(1, 
1181,  Mrit<t</  0^,  S32,  ('!■':<'(  1381,  j.Jr:>w/  1G45;  Apokopo  im  Au«litut^ 
frti'  846.  1442,  -fr»  2a'>0 ;  -  frfW  6G3  (abor/r/w). 

IL  Konaonanten.     a)  Liquidaä. 
mild.  I  ij.  II  :  aiJwff  7  mal  :  ohvrg  VI  in.:    nur  almäJUif.    Dar  a/Xtw;  ^iv*'^ 

434 ;  —  viliht  88,  2026  [.ün«l  vilJihi),  vlJif  (willig)  l«t«. 
oibd  T  <.  m  kirr  ,hcr'  287,  A^n  .oKereitiig*    814   (aber  itr  3105),     wohl 

i)  Vetgl.  Lacliisaon,  Kl.  Sehr.  I,  161. 


5, 

I 


slaut^— 


911 


Iffortverwecibilaag :   W«c]im1  '  ib*>Y/w)  .tloininUB*  IStnal:  A/>/n*;  03  uul. 

0-  <i  ist  hli^tm.  mit  V.;  rt  <  r  XttdArtat  IUI. 
mlad.     m  <.  mm  ;  ttümiMr  4  mtl.  vmmrr  A  mtl  ;  1  vmrr ;  Unmtm  (>dj.)  M$,  Jir<ir- 
^  mir«  666   «out  /'«wn  K.   «. :     m  <  mi  *mim  .lieiui'    906,    ffilhtH/uii    mi;   ~- 

^P  not.  vrrmi/tkikA. 

■nfad.    !!<■«:  trimmfHt  >abIUDl'  !I89,  i^attmtm  7t),  tivmuHl  1097;  einoul  tmmm 

^.wan';    inuner  iMii*  ^ivinne':   S<hwaiil:en:  «Anjcrfni;  «tenM : /Aani: 

■am  :  ■■. 

nur   JMmjtM.    «b«r   nl^xm    cU.:   fnäAmhei,    ßtutmBii   IL    «.    —    kUgntM 

Ml  «OK»«  kMfm;  teiruH  it%  leitteH  783;  ^itHkn  ,iUliMr^   573,    (■rifAtnkfi 
^HcbshB*   IS4C.  MM).  1581  ■)-.    itcU  mti  ßkr  »l!    (nur  «in  mu):    mrikc: 

J^U"!  «<e.  *.  ,tI«b»'  715,    —    ip«j<Afl«'  f.   «dnaetiCDt   2088;    —    «im  rür 

«illtiB  nur  11^.  —  MV  <  n/  in  nrinder  95!k 

b)  LabUle. 
i^f/  u«0ilen  im  Anlaut  tut  rund  I :  fiHHfrn  U$  (Ml  HZ),  fl^tr 

^'tf*^-  1911, /'i*/ (iwi».  tM^iAim)  l97Si  —  DcbpD /'h/MW  ^\1 ;  trt- 
ft75:  —  Hoiaog.  Anglctclinnic  vor  /  wie  l>:  liier  norli:  giU^i* 
läj»;  >Ug<s<in  ih-iir;  Mift  fchlL  —  not.  «<^j/  722,  1M9.  .i'/^i»  19^3.— 
«im  Auilaut  bluibt;  ab«f  U*pikik  Ibttfi  {IMlkl,  306). 

mild.  paa/.  Kpcnlliesc  nur  ttuiaifi  1^4,  vftsitiufi  1550.  —  Aailiull.  an 
»  :  ntnimmei.  liTiiiimiit  ^dtvioikl),  ilumnfr.  —  Apokiip«  bc  8j'iiko]Hi: 
tnm  628,  lArM  629  (ttHmi  1163).  '/mmm  .trommeln*  1818,  ibnaNrGIfi. — 
ftffrii  685  ist  neben  fi  f/'^f»  wohl  nur  VcTMibdo. 

■hl  f  bcx.  V  >clt«Der-c/  als  in  R  und  I)  :  uMifm,  tägtl.  tra§u.  efm  jOfen' 
u.  ■.:  /i^.  Ad/.  «/  SO  mal  :  M  i/  u.  a.^  null  Kon»,   nur  vArg  1017. 

c)  Omtaralu. 
mhiL  g  =  f:  im  Aailaat  oiclit  Tor)iirt«ti    gcminiertaB  g^gg  In  "ts*"  C3 

[Foliler:  "»;«  510);  Synkope  wi«  B;  ilaxu  ^tJkm  S17. 
nilul   k  ii«lt«n  <  1-^  fÜ^.  im  Auil.  nur  ^rjatct  681,    9S7;    im  Inj.  nur  ienikm 

999  (MBif'viMt  «tc);  A-CcA  [ii  iAukA/  814;  E[ientbct.:  ivlkemtuilkli  biV, 

■nInrIJir»  859. 
nbi  d{  <  J  fatt  aDunabmslos  tpttea,  tUbn  {Uttim  881}  u.  ^ 
nhcl.  h  «c  rA    iieltcNei   ali    bei    B   und  B:    Sdt«iaak«n:    rnA'  I  mal :  rrit  cn 

40  Bai;  8  m&lu  :  39  mlUi  1  MkAt :  1  »M  («unat  «i/'j;  3  /«/rwA/ :  t  tHiriAi'. 

i  wAaiftrHiM  :   1    -tihl;   10  ('Jr'rJ  «4«««  :  7  aJitm;  A  KVrlnobiiii  Vukalun    nur 

MrAnr  1160  ißuktMt  33^.  288;  AccAri  384,  468.  1697  :  «^/>  439.  686,  1632  ; 

tmacAit  ll'il  :  vtrmMt  3  m&l ;  iiiiie  23T ;    —    4  nitd  nicht  Assimiliert   ia 

A*r4Ar/    )IS5.   1187,    1189.     Sjnlcoiia :    wf^//  164    («mTAi/i'    168):    KrasiB : 

■w.^  (mIUhJ^mJ  I5i5:  <-  -(-  A  in  /f-AW/  <  i. 
nhd.  n|xr  ([«»ehriebon  in  sf^fi  U08,  n>'^i»  141S  {:  nJiigletJ  UU.  1426, 

1486,  IflOT),  TCTgl.  NF  64,  12  u.  8.;  mjs/jr«»  Eck.  Jort.  9,  Jt  ■-  a. 

')  Kauffmann,    G«tch.    d.  Schwttb,    Mdit.   §   l&g.  8:    •KoaUmlnaiionm 
•  w  ötr  i»pR«lir«tni  Ulf .  ,  .  und  der  Dhcflief<rl«D  Sduiftfoim  itken»  etc. 


212 


d)  Dentata. 

mhd.  i-ct  ist  A  aUut  nur  gitrtätit  306  (eonst  ib-utia),  t-dcUcA  ^ß  {dKUf/lK* 
1981),  ^/i^«  1132:  im  AniUut  r«ge)los«r  Wechsel  mit '.  —  Epitli«e  £. 
tnfluAtihä  127;  Epvntb.:  ir»'<iiii  lüiö. 

mhA.  t<J  im  \n\mt:  fitf  G9l\  j^fdarjt  S91,    JJnt  l^Ti.  gfJArfm   llll:4d'w 
(itnp.).  2  •fii,  3  tiäp,  1  ddt  (doch  bilden  die  /-Scliroibungcn  liir  "h>a  die 
Ühernfthl),  dWr«*i  1728.    JHM""rj  6Sa.  647,   A*«  1724,  Jf«*«.  1974: 
tb'mien,  Jr/iri,  lirum/i  7  mal  (neben  Iritis"  413,  rrtmi  10(!1};  Jntgemt  G36. 
Jrajrm   lÜTS,  <(rall   1054,  </''"  (triut^J  306Ü;  nur  •irMmut/n:   I  <L  II  in)   Au* 
laut  Uiiit  IiiIhui  iibcU  Kürii-  und  I.^i^U,  dodi  «rlti-iior  als  in  E:  merk«: 
madiitti  98,    maiketlist   373,    iibitr    tttroikuifsi  u.  ft.     K)>iÜittie  wie  R  nil 
unwciiutitl.  AliwuinhuuKOii ;  /m/  (ftfall  iu  E)  wocilscit  uiitursdiicdtlos  mil 
tin.  —  VrtciicbniuUuug  mit    folgendutn  y  bei:,  f .'  n«AaJl  963  (Fehler?) 
npben  3  netiafi,  l  n^iJHt/t;  giiJft  1370.  —  /  bei.  J  <  i  Tor  n*  In  ss»*)fw 
Merke:  /M^nnrüa  154.  Ant^-i  (viiitlicli)  :i74,  277. 

mhil.  tt  ■.:  r :  *»><  j<MfA/,  mitm  naelit  31.  76:  «fj/Z/r  181  (wMv/  19.^i;),  S  a/tf, 
4  w'ft":  ttUi  iiobeu  bttiS. 

itihd.  s=/  im  An-  oiid  Inlaut,  im  AuhIsuI  =  i  ^icJiriebitn  <.  si  in  tmii  (neben 
um)  und  «'äi&ait  063:    /<  «A  lor  Yakikl    tiut    in   sthi^at  (a  xi|[eii}  84ft; 

»or  i:ttkläffnt.    uklüx.    fUfriJ,    itkl^m  «.   >.;     titt€    Ul  Ai^^    79,     [74, 

ttUfttH  2G :  blflibt  /  nur  in  iSeht  [adj.]  804 :  i<  nA  vor  m  in  t^mtlitm  90, 

ithaniitt    1840,   iiebcti  j«f/i-//S13,   imattj  1722,  imrrejrm  191,  1737,   t-mm^kt 

395,  86!).  10^8.  wu-^t  U21:  vor  :<'  :  <&(:a'i«  32.  65.  it/aittmi  (schtiüitin) 
38,  U7,  «*.v..j;«  .")29  :  /r..^^,'«  (Scbwörem)  lUIi,  jwJfr-  1011,  iw-!rm/  121. 
ittV»/  123,  twfrt  M8,  I9S3,  r,<üwi  343,  kmü  343,  r'^wM./  SM,  I3l>9, 
r.irtti  G98  n.  tl.;  vfTmabn(e$i)  799  n.  ß.,  Ta'!/)-  1480,  x>rrneimJrH  1304;  T«r 
4  imuiur  '<.  stA, 

mbd.  3<:  j  im  AuhU:  Aii  16  u.  ii..  />>/  441  u.  5..  iträi  757.  (rJf  141  n.  S^  4V, 
/j,  lAu  (neben  Ws)  u.  a. ;  nur  nw.  ttaits.  Am:  im  Inlaut  £f^j|  586.  — 
3<^  in  rA^  1931;  —  £<»  ■.  U  und  U:  auilenlfui  noob  vtnirAisfi, 
sMAaa.  2  mal  iCUfit  neben  olnem  //iW,  oincin  ii.-jl;  /tAu.  htßuti  o.  a. 
3  <  ira  :  ijirfiiii:  8S4   (sonst  /di). 

nihd.  z  box.  tz  »  n  goflcbriclicn,  iiu  Anlaut  s. 

III.  DekllnaLion. 

FlotionBendungcD  s.  o.  Id,  2.    liomorke: /f,^<^«  kc.  s.  iu  ,Tlut' 
718:  (lagmaitmkafi  611  [ip^wonj^//  171G). 

IV.  Konjugation. 
Floiiuniailb^D  i-  o.  Id,  S. 

a)  Starke  Kanjngatioa.  Merke:  iomtn;  ind.  praas.:  ich  it*m>H, Amu.  or 
kvmrf.  toBfi.  si  tiiiHfn/\  eonj. ;  kmittii;  inf.  kemttt.  kimta;  ind.  praet.  du  äimt(d),  ai 
kimtn;  conj.  Mb(,  jtA«*',  inunl,  iJaiirl;  ptc,  prB)>t.  :  kitmen.  tom/m.  —  tetrdnt  :  teil 
»VT./  640  ind.  ?;  eonj.  p»t.:  »liW«/  90,  —  ^ibin:  ind.  pr«. :  du  gi^ii  1312,  1502, 
fü/ 1542. 1546;  or  i^i««/ 1680  sou»ljr''.  -  //;'»-  Ind.  prs.  nrfiZ  1091  n.A.  (kuin 
Jl^/,  ir  litj.  —  liJtn:  li.Ui  3  mal,  lii  4  ciiaL  —  Endungen  nie  K    nbof  nor 


313 


rl  xaA    itinm«!    Ihittt  S8£    ncltcn   conttig.  JSu/   i»  il.  3.  p.  a.  iii4.  pnoL  j 
liiD    Kon),  nur  in  kämia  1352  und  nJWür  XVA.    nenind.  u  latnit  82  (aonat 

1k)    Scilwaehr    Konjugation.     Allgomoino«    wie    P.    —    KnilnsKeD: 

I.  ■.  init.  ptMB.  auf  -A  wie  K  (aber  ich  r'^iV  li^T:  dn^.  icli  trietm  iüti), 

rinvnal  9.  l  ronj.  ]triicx.  aiif  ■«  :  i/rnm  |C9.  —  S.  pl.  ind.  praea.  imioer  mit 

KO    in  Aiuluil.  —  konjunktir  nnt  mit  r.  —  pUj.  pr»e>.  iiii-liMi  1377,  k^r- 

rtmt    S048  ncbnn  Aüi.iM  413.  —  Imp.  /n^>«i>i  291. 

£*>   inömala.   a)  pTltcritoprSsastia.    I.  &•/ Jj^w.  inil. pra«t.:  er  «vm^ 

l54d :  inip.  tpiiif,  m(.  taitun.  —  9.  >«a  wi«  K,  alHir  3.  yl.  ind.  pnte«.:  tttmftit, 

—    3.  </d/'/:  du  ribi//.   —    4.  fiar:  ind.  pnu«.  iehrrAtc,  dufMbri/,  tlr<^drMf; 

conj.  |>nicL;  ich  dirtf,  —  &.  t»f:  ind.  |iraiM.:  ich  W,  dn  "''.  Or  n^.  tH;  vir 

iiiJU^M  1447,   HuW  1448;    euBJ.  ti  jüW-m/  3011;    «onj.  pmtt.  loh,  or  mA  (5  m.), 

>^A-(4in.),  t///<10  n.):  4u  fi>Ar/ft  iiJJfft/U  (c\nmaX  »Jt/rihf):  —  6.wa>.  (od.  |ira«s. : 

da  MdV (3im.),  «mkA/  fiw-Ma<A/;4  ui.,  m^it  IWi,  wir  Mtf^n,  si  mügfitr  1015,  1130, 

"<"i-o«/  1163,  wtw'W  1846;   «inj.  ich,  «r  •"^«■>  (9  ni.),   «•««■W  (2  m.);   Ind. 

[.rii.?t:  «««*/  *mi4j(<>,  eMt  246:  conj.  ««J^/>  {1  m.).  «**'  8*5.  "«''''  (ludes- 

TorweaUang)  1450;  du  wbüUru,  miiMt*t,  mMnu,  mMtitt  Qo  oinoul),  «tr,  aio 

mJJk/tm  (1  in.),  mJnUfift  (S  au).  —  7.  «»•}.-  in4.  prac«. :  wiir,  «><>i/;  wir,  »i  miitemi 

Mtfoni/;  ind.  [O'Mt.  et  iwjb/;   M  mibAW,  mimm,  mäitci-,   coiu-  mti^t  müitat, 

^Ami  188. 

b)  mkil.  av/üfM:  Ind.  praoi.  wio  K;  conj-  w^  (etniual  tettj,  >i  aw^^   ind. 
jiTMt  aW/  (4  in.}i  »<;/  (I  tn.),  avHat.  li  uvUntt;  eoiy.  mW/  tS  in.),  wAEHCO  (4  ul), 
w<Jfr(8in.),    niv//(6in,);    ^'Vlial  [\  n.)^    wMtil{im.),    wvAr// (4  ni.),    wau 
iFtUer  *L  eonj.  {iru».)  851:  n  at/lmt, 

fl)  obd.  /«ffff.*  ind.  jiraea.  wio  D;  c/inj.:  ./'^r  (3  in.),  'vt-  "<Xf  Ij"  eEnmcl), 
<i(Sni.}.  inip.  Ji.  (4  m.).  /ü  (3  n.}:  int.  '*h.  gtiia.  itlim-.  jMW»  ISS;  inj. 
(ifMt.  ich.  er  lei.  litt.  diU.  puit;  da  iJiu:  conj.  •iMi'/  (2  m.),  litf^  tn.),  <(-'  107&, 
li  liit-nt:  pU.  prMt:  «'«^  (ca  30iu.),  ^^/a«  88,   17S1,  eHih  48.   t&W. 

d)  Verba  auf  -<iji.  1.  ^S»:  ind.  pmoK.  ich  ^«v  (3  m.),  {vn  (1  in.);  du  ^/ 
ini:  nur  er  {■*/,  «i  o'W.  conj.  er  pwy/,  «■  un-irrgf,  du  ffe^n;  inip.  fT; 
md.  pTMt.  wia  F. ;  «onj.  ai  xi^fUtsimi:  iof.  j^«  (49  m.),  ^'la  (1  m.),  {«a  [13  tn.} : 
ft«.  pratl.  pißifrm  247, 

2.  //iji:  ind.  praei^  w  'Af/  (9  m.),  stat  (3  m.):  ai  iMW-,  eonj.  //na^, 
«u«*;«  imp.  UmJ:  inf.  ^t(>i*r)*wit  1776,  1858,  C*c>M'«  47  u.  *.  (24  ui.).  init 
plMt.  //jFm/:  eonj.  ''^näi  20.  «fiiMlt  &12,  j/oW  4<)3. 

3.  /d»,  /djoi:  inil.  pracs.  icb  laut  136,  ich  Um  (ca.  8in.)i  ^n  ^';  er 
*^iA  1AC,  ilii  SlO;  tonst  JiJ/i  ai  A»»':  cadJ.  /•bjr;  lamus»  I2U;  imp.  Jb  174, 
K!,  1031.  1S02,  1961,  lonRl  tiJ,  t«»i\  inf-  <,w<^jm  172,  687,  iamtn  1$82, 
hnjM.  VöiMM  (5  ni.);  lim  (3  m.);  ind.  pra«t.  £tiii  1241 ;  du  .Wm/  .S86,  iW//  1523, 
'w'löO;  oonj.;  Htat-,  pK.  pract.  grdmtn  2000,  sonst  i'/M, 

4.  AJv,  Aaitn:  ind.  prau.:  idi  Aa^  139,  Lti  (4  ui.}.  ^w  (6  m.),  ^itn 
W,  4iw  (A  m.),  ikw  (25  tu.),  '>•»'  1624:  nur  du  Uif,  er  hti  762,  Mt  316, 1888, 
Wm  (iL  lii.-hl)  83.  AI/S23.  Ui{Um.):  ü  Ji«»mi  1533,  !>«■'■*  IU2.  1183, 
14Se,  ,l«Mi/  1403,    hfnd  112,  UO;    conj.  wie  E;    imp.  A«j<,  {v4i«c;    inf.  Mttn 


i 


314 


(ii  ID.),  A«w  (10  m.).  *<»i  1068,  kirn  (ca.  i5  m.),  »im  1317,  :*««  18-51,  *-*»  gf 
lu»im\Wi;  Ind.  praet.  ieli,  or  kM  1943,  ^AllSTf?),  iMibi,  ktiUSXi:  Ut 
lllO  (conj.?),  nn,  W«  372.  1857.  A/w  137»;  du  A»«W  SW.  Um/5M,643i 
■i  itf///«/ SS-1  (iallt<)  conj.xtebn),  S84,  A//^«/ 11!H),  Arf//n/(conj.?)  2ft4:  cdnj. 
icii,  er  Uieftj.  ita(ej  (beide  Je  ca.  lA  m.,  di«  apukvp.  F(>rm«n  selten);  dB  *J/tttt 
(4  m.),  Jktüttt  (3  m.}.  >(»''/'''  1142;  n  kttliMd  183A:  ptc.  piMt  ;»>««. 

c)  rahd.  f)j«,  vtttm:  CAnJ.  pnes.:  ry  19/il,  ti^  1814,  tWMl:  dV  dn  iktt. 
wir  i^*/  39S,  eunil  sU»l;  inp.  ACr;  ind.  piftot.  mai',  k  arm^t*^  wvtni.  marrnJ-. 
coBJ.  Wr(<j  (Ifi  la.),  w<4  (20  m.);  dn  Bi<ra/  2077,  tl  «Aoir  784:  jitc,  iirwt. 
BOr  gftrtun. 

BiDduoRen  und  Treauungcn.    Sigei.    Grofle  ßnchctsben. 

praop.  m  vird  uitl  jedoni  fulgondt-n  Wort  in  der  B«gcl  gebaBd«n:  öc- 
i^t,  iniim  (oobei)  /«  ■i'/hJ.'  imitern,  üthüt,  aulUiit.  inti<.Un\  tMi^lkk,  inkuri-itn 
(tuen),  iuriik/r  (wunne),  imimtr  11.  B.  YtTSchruibuDf;  «./n-  («1:  pron.  d.  pl.) 
1677;  —  l>idni»  67:  —  «onit  werden  Pxrtikcln  nnd  Ad*,  vom  rolgenden  Wort 
)■  d.  R.  getrennt:  %i  iriigia,  u l^ariftn,  tt  iq!/ ^aber  uAtiV  145):  da  hi,  Jar  üme, 
dar  ait,  da  v«h.  Mr  umt;  iiuC.  in  nt  {=  intie)  1168,  1173  u.  A. :  «boDSi)  er- 
■cbeinen  NomiTialkoinpasitioncn  iii«it  gotr«nfit:  i-iJ  Ii*l,  mfngf  Uy.  —  mider 
In»  u.   H. 

«?  -Strich  :  f  =  ca,  <•«,  3  —  en,  »  =  in;  fibor  r  ^  t  :  Ar  =  ktr;  vttf  krti  M8; 
Anw/1^9:  nbcrn  u.  m  ^  Verdoppolun^iniloi;  —  vi«  (et.  S50)  =  ««■/(£&.  tOO); 
xwvim«!  iiifi  =  umb.  —  f-Schluifc  =  '  .■  iiir'  =  kirr;  ^  fr,  o'Jitnatn.  h.:  m^itaiui, 
btsfHt  (^iirtM)  I3VT;  -tirmaf^  nMitr  661.  —  ikms  1999,  ihs  4.  (riif  174.— 
Die  Sij^cl  koinnii.'n  biur  *icl  i)(tvi  in  iDwondnng  al«  in  E  D. 

(üroßi;  RuchHLaWn:  E  wie  tu  H;  BnUcirdfiin  y  in  Tor  SSI.  —  Aucli  die 
Vene  w«rdoii  diirrh  gruÜG  AnfangsbuchtUibi^n  uiKrkiert. 

U. 

(VoTbcmurJEu ng.  Da  iieh  U  in  'Itr  Crannuatih  r/ig  am  E  mtteAlif^e,  it- 
leAräMkt  ieA  müh  an/  tUt  AfH/eilim^  ittr  wfhtigstiit  AtmnchiMgim  iv»  iftr  Ht.  E,  <itf 
ith  irA  Aiir  im-  /itr  at&mat  vtrviitt), 

I.  Btttonta  VokBlo.    k)  Kürten. 

inbd.  a  —  «.  a<  «  in  mStbi  (lubst.)  H7J^,  (C4rhUgrH  1580  (aber  nur  uHatAtnj^ 
iäi  1972.  —  a  <e  in  ti'nn  (gl.  waiidc,  iwanno  otc).  nnr  5  nwifl'mj. 

inhd.  «  =  *.  "bei!.  ,-;  Sokuiidar-Umlt.  a.-  merk«  aimtiA^^fr)  181,  1*9»; 
t  i'ancitiiA  :  3  i-futiilkH. 

mhd.  £  =  t  (kein  /tM/j/);  iJm  (ind.  pra«B.)  I69€  <?obI«r  ?), 

mhd.  i  = /(s^  geichrieben  in /mmt»  S16:  =y  getictar,  immer  in  *)-'u^/..|'r<ft!KAj 
2  nal  :  irSuke  1  m.):  i  <  «  vor  r  nur  in  aA>-  fiO.  veiiierp  1229,  «irr*/ 
1592,  yrtrit  1716;  vor  ^-*  nur;  M<hUi)  389.  528,  »78,  17^6,  1341,  20ß&: 
—  t  ^  w  :  [wiijf/lru^  127:  —  aerrüiuKU  760:  cHttrAMfmem)  873,  1150,  117.^ 
OHdrinnrn  1431). 

inbil.  0  =  0.     «  <:  w  iteU  in  pnHmm;  .kemnr   bat  in  jeder   l'unn  n  fBr  f. 

mlul.  ö=  D.    volle,  tber  M<//cr;  keilt  »n//,  ^  jtot«  •/urf. 


215 

vibd.  n  =  «  selten  ■  gMchrieben.  w  <  #  einmal  in  fremtn  186;  —  u  <.A 
(=  nid.  m«)  Tor  r  nnr  in  dar  f~  Jurth)  437,  885,  ärUh  8",  1826,  lürtt 
liSl  und  würOj)  101,  1581;  lonst  vSiX  diirdi,  wuräft),  kurta(rr),  gUurrml. 
mttwtirM,  tirdy,  mottttrgi  etc. 

mhd.  ü  =  h;  nnr  mmtiKi,  trümtkner  32  (intmdun  35) ;  öftere«  i£rfmi^u<J  neben 
i»Mferf  1955. 

b)  L  in  gen: 

inbd.  i  '^OM  (geadiT.  ai^  S,  au):  ithhuff  15,  171  n.  Ö.,  £uu  59',  16  n.  8., 
Avr  (lABt)  166,  tpät  (2  mal)  :  ^^  t  m.,  ^ck  1  mal  :  goih  ca.  10  m.,  brütn 
1972  :  int/  1966  n.  a.;  fait  ansnahmslos  jnö/,  siat,  hat,  hmtt,  kamt,  lamtm, 
läi,  laut,  laust,  hm;  i  <a  sehr  oft  ohne  bestimmto  Begel :  nnr  a  in itacA, 
(gij/iuk,  kraeMt,  gtdaeki;  ä  <.  o  immer  in  wo  (weraM  229),  tomtä  (wände) 
meist  in  Ao*.  gen,  len,  slan. 
mhd.  a  «  tf,  t,  ohne  feste  Norm.  w«r  8  mal  neben  sonst,  v^r;  näiH  1596 
(ind.  praes.?),  sonst  fum  (,naeme');  ^rnrA  (conj.  praet.)  59;  j!rr- ,Tacuum' 
194,  1249  (aber  mär,  iiOär):  ttl  (Taten,  gabst.)  725  :  täte  1570;  andechH^ 
3003;  gtbi,t  824. 

mhd.  k  =  t, 

mild.  1  a  I :  HsMm  (beiSen)  1648;  ichrigtm  d.  a.    tm  Anslant  meist  y:  hi  1953 
sonst  tf;  immer  ly  (pron.)  n.  a. 

mhd.  fl  —  o  (nie  3\) 

inlid.  OB  ™  <>'■ 

mild,  ö  =  «I,  w  ;  merke  ;  sputend  279,  schruqtut  1645   (ind.),  gtidirutmi»    1114 ; 
ü  <:  ü:  •««/  ,os'  45  ( :fur). 

mhd  iu  =  «:  merke  itkrtnomt  (conj.)  1884,    ukriw'mca  135,    uhrupHi  1885.  — 
vtruAnfftautok  1981. 

c)  Diphthonge. 

dU.  altes  ci  =  «,   oft  iiy   geschrieben  :  n/.^'''''  (stetit),    mayslrn  617;    mi^sUr 

3 mal  :  maisitr  I  mal;  raygen  noben  ralgen:  bayd,  baydy^  baydi,  baiiii  n.  B. 
mhi  ci  :>  ft"»  ™  <«■;  merke  legit  94:  einmal  «»/  1050. 
mU.  ie  =  «f,  im  Anlalit  yt  gescbr.:  ye  (nur  einmal  «  1564),  yttlUk,  y»mini, 

jta,  ytmtrlifk  u,  a.  —  titffil  1922,  sonst  /<<^iftf. 
mlii  OQ  <  tf. 
mild.  5a  <:  i>. 
mbi  ao  =  (!,  seltener  ti  geschrieben.   —    Abuchwachang  vun  :»<•<:  i^  tritt 

nur  ausnahmsweise  ein ;  —  uo<.it:  kanpuUa  1092. 
triid.  ne  —  «  (ii)  gesclir.  »uhiiil  23,  tckiii^  45,  fi'iriitnd  250:  gemiUat  891,  srhwiir 

1011;  aber  4ü#  58,  uhwUrinc:  121;  morku  wrli/  (—  mücdo)  1252. 

d)  Nebentonige  und  unbetonte  Vokale. 

!■  Ableitungssilben  der   Substantive,    Adjektive  und  Adverbien. 

Ssffii  -ff«  fehlt;  ß  =  ly  geschrieben;  hiinlr,  iiilnfy.  In'imkly  u.  a,  —  nur 

hutmii;   —  nur  derackt;  —    Advurbialonduog  -en  <.a  in  iiiriii  371,    ki/ina 

1164;    sonst  bleibt  -C'  inntn,   nienen,    hüintu,   vndtK,   vornnen,  yiititi;  kein 

■m;  fnr  -tr  steht  ■<»  in  :  yentn,  niinen. 


Slfi 


i.  Kleiiunstilben  iler  Substantive,  Adjeklive  and  rranuiniiiB. 
■bd.  ■!  (ninlBt  y  gettdu.)  habon  nur  ruf//  ^einm»!  mtuin  aii  iMS), 
3I0S,  tttrcfy  (immiT),  Megm  713;  —  «t~  tifrt.  im^a  (B),  kter  M>-<w. 
»•uirfH;  —  rnr  riman.  nümaii  w«ch«i;1ii  tlio  Forrnrn  : /'nw»  (4  mal)  -.ytHiam* 
(I  mftl) :  WBWB/ (4  mal):  «wwh»  (1  irul)  :  mtmanli}  mal)  :  m/mem  (TomI; 
gon.  mtatenn  UHiS),  nämm  (ca.  20  mal).  —  Suffii  -tfrf  nur  in  dürwiftof. 
Apokupo   und  Synlcope  t.  /  noch   hfitiUftcr  aU   in   K;   oin'k«':   mitm 

Inimi   1059,  jTu>/  /mwit   lOfil ;     mJiH  /«r   1062  u.  h.i   vant  ///   1380  O.  M.; 

aber  Mnwf/;/jynJir  1316.  —  MiMh  oH -ikJifii : /riMlüJieu  lÜO,  u^mJdUiim 

>;89.  ^r^lu-lnilieXun  839,  haUldilkhtm  1^94    IL  S. 

3.    VtirbalDciion. 

uMiNftnd  'in  —  altes  j  nicht  innlir  erhalten.   —    Apokopa  sad  Synkope 
vifl  &;  —  i  naeb  I.iiiuiiU  (vtam,  vrrlarm  n.  a.  «.)  fa«t  auitnoiimala«  orhaltca. 

e)  Halbvokale. 

inbd.  j=y  (sflllon  i  j^t^t^.j  <s  '■  '"''ff-'*^  35:  —  J\»B%.g  epontlieL  imnor 
in  rayzett;  fth^t  1172:  i(kri;(m)  1069,  1272,  1874,  idkm^ait  1645,  «*«- 
i-wr  1885. 

mild,  w  =  w,  merke  ;  itkrmi-iit  1884,  JotnfuiMn  135;  —  frf(v  669;  —  s/memi  275. 

IL  Konsonant«»,    n)  Liquidao- 

mbd.  I  ..f  //  ruijulmäßig  im  ungi^drclctnn  AiiiUuL  dur  btitöiitun,  b«sondcn  Atr 
nobetonten,  lan^nn  vie  kuTien  Silbi]:  iotl,  anll  (»a  m«iBt«n(),  aiU  ^fiaii' 
1491;  leü  ,t&\e'  (Smal):  »'/  3  inni:  rdrU,  äbtU.  Umf<U,  tmtJteU.  wttkMOl 
II.  a.  ~  immet  J.>//ii(A;  —  aln-t^  iHt  b&ull|;ar  als  o/^my. 

tnlid.  II  <  /  :  immer  m'/n-At. 

mhd.  I  <  «  vor  d  oinnial :  »^  üt-  w/*  3S8  {Versehoii  ? ) 

mbd.  r  =  rj  nur  A*>-,  V/-fi»  (douiiniM). 

tilhd.  m  <:  WH  iiiweileD  nach  r  :  ümsrria  Titel,  ar&  !)86. 

uibd.  mm  <:  w  in  lumtiu  (nci'ien)  730. 

irihd.  n  =«:  hmiiorg.  Assimilation  tQnf(b)  Bnd<il  Tilclit  alatt.  —Die  F.]!«»- 
Ibchir'  in  WMW1  (Iiäiijtgpr  Hiin*)  tt,  km/i  i»l  Kugul,  %l>ansu  itn  Suffix  -n: 
viilitnklkk.  ^nädeiütlui,  n.  a.  —  iinmcr  kSagtrii  auQür  :  M^m  103.  —  j«d  ^ 
Munaliinvlus  wo«;  —  m  <  mv  ri^golmtlBig  nach  r  igtr*,  o^rA,  Jürm^  /mt, 
g^arii,  wrUr*.  f^rmuu,  A-rmfji;  auuli  xonHt  oft:  Itmemt  569,  mit  OMte» 
MÄ;  w-m»  (gon.  »,  pron.)  1050;  bui  aia  (bäulig),  •/'"  (»cc.  «.  in.),  *»  {ac«. 
s.  in.)  iii  victloicht  aiaeit  oto.  tu  Icien;   vergl.   gii^b»    1706:   nur  tfnn. 


b)  Labiale. 

mhd.  b  =  *,  wird  im  Auslnut  nicht  hart.  —  *</  vor  /  in  Aeft  33,  AojM 
Diois.!.  Kfienthone  ^vj»^/  ,j>enHnl'  31".  —  Apokope  bei.  8jnk<ipc  in  um 
(faat  ausnulimslnit),  /»«i  629,  trüHier  646,  *n«^r  IfiSß.  Merk«  /vfn  ncb<^n 
Art/j/:  4r/^'M  a<!\süa  frids.)'. 

mhd.  !<:/  fast  immer,   btiSüiidvrs   nucb  r  und  /;  walg,   ^tfin^  kägt   o.  a. 


4 


317 


o)  Gstlnral«. 

1^  C  -  ;.    BpcDlhew :  bgtftm  (Jt4«ii-)  4SS. 

bli  k  •«  cC  in  In-  n.  AnsUai  Re^l  :  f>«n(/,  ftJ/mUftn^,  Amrin  n.  ■.;  v/ni, 
ymnt,  tfvtt.  u.  i.  w.  natnrltch  nur  Uuttu,  letittn,  Mttfn,  muttmt  u.  s. 
w/iJ.  h  c  f 4  in  «lloo  StollaagMt,    mlio  ««di  igrtrAffifM,  /fiHtm,  t^Aa.  jUtiif; 
_^i.  nduf,  rau-A,  atki  a.  «.:    wohl  die  eiiiigo  AdsbkIiuiu  irt  oaiMt  lAÜt, 
Apukop«  twemial  in  Jiir  ,d«i«]i*:  ^]rnko])c  in  miit  166. 

d]  D«at>la. 
ihd.   d  <  f  im  Ahluit :  oukH  IM,  n7<n<tiv«  (iS  u.  ü.,   iMvft  1662:   Uu  Aue- 
Ikul  («kd.  -«bL  (inlj  u.  «0  iMist  i/:  ttMitfmJ.  ifnimd.  AmU  b.  a.  arbcn 
«inteluD  tarAtnt,  vnrJaHt,  n,  a.;  nur  gfü, 
s»hd.    lo  '(xneiiniü  /i  gtfMfariftliRii  iJkr^it  MI?,  uKAnian  1S77}:  tf-e//  rogol- 

IvnlBig  narb  r:    a^rtt,  nartitn,  srirtt,  it^iirll;   hertif,  frniUn^  ii.  ».:    niu:)i 
~^oial  vwnngivcwc    n«(li   Llnffp:    ininur  «<•//,  tr*il;  giifH,  u^kiti,    racjal 
^.'iir (cibl),  bomet mit,  tüttcH,  rtiitr,  iHten  (»dj),  iHirn  (turbO  nelioii  ''</'w 
A0$:    ratim  u.  ii.:    übw  in  itvr  Kogol  ^/,  /m<:    »tcU  «öli  («Idiii«!  *»VJ. 
^lilPKeii  After  W  (nlht)  t,\%näi:    Endiinx-f/  diT  Verb«lflotioii  ninl  Tiul 
^FMunalimsliFs  -w«  :  jEUIrf/,  gtltrmll,  gtlreHfJuti,  tum/U,  tuailiill  u.  s.  w :  vuT«in< 
aKClt:  ifttfktl.  sftAtkaUl,  wnlnM.  Sjükofte :  tugtmLtk  154,  cAcJir  (tt  ctUdlcr, 
'^Pdlet?)   Si&5.    —    /  +  (</  infäfcrH(sireinLBl};  t-\-i<ita  In  idurlifinei, 

V—\A—.  I  im  An-  und  InUut  und  mit  «onigca  Aiiuinhincu  aaob  im  AuaUut/ 
4B«dir.  tcu  in  Mu  (imp.  lu  «in).  Ahi/,  »«xt,  .modus'  u.  k.;  muist  auch 
'SniieliHi  Volrnlcn  :  taufnt,  Usuit  .audirc',  ^rmatnt,  (je}avisfit ;  rttien  ,It(i»m*, 
^tuei.  iitu»,  jfaymr  n.  ■.;  i-cy  fn  f»»MÄ!tf  7«.  «rrf  1875,  (w^ff  I94S.— 
•''  <  ml  »nSMÜllIl«!«  riyr  /,  w,  r,  ».  —  »  <  j  ;  »vji^  9^1. 
|0bA—  S<y  nor  in  jut^y  71t  r«^^  '7i;.  iait^  1028  (aonsl  iiiu,  moUl  'mW. 
^B  «*(/ Jinal,('«iint«i"".  «B»>:  —  5  </rf  In  tfkA/ßrt  ISlfi;  sonal  Irilt  IRi 

^H  3<'  ein:  tcki«ii.  wusttkk  (aeben  mätsUM),  fimsktH  u.  a.:  meikl  aber  »: 

^^f  ^^iw,  'AM,  JiMu,  JbiKU  ;  ^vtut,  Sfiii.  gmitufm  11,  a.  —  Äleman.  Affrlkat«: 

^  ÄvWrt/  (K«)ill«S«t)  748;  fuMW  8C0,  86S. 

"••***-  1  -  a  (einmal),  C  (cinmul :  Ce  9fi!V).  «c1t«n  i.  snniit,  b«tiiind«ia  im  An- 
■uid  Aaslait,  meiit  nucb  im  Iniaul  n  gusclirivbL<n  iioit  mit  somit  mit 
uhd.  a  tinamiaea. 

111.    Kanjngation. 

TKiirk«:  vüngu  cnnj.  pract.  68.  —  cionial  A\i  it^n  34:  —  vms  (imp.)  Sf.  — 

Ijrtn  ju  «wp/ —  mttfi)  -  Btut{i),  elf.  —  rotij.  priicl.    r.u  civ//rM  nur  »///  et». 

1^*1»  wüfj:  kein  •"/  aber  wv«;  —   pr  iwr  784,  tiuit  IM  ncbiin  ^unribnlictiom 

!''•  Aw;   —    iln  Am.',    vt  Aett  (ind.  pra«*.)  itnd  liior  lilultjter  al*  in  H,    doch 

%>^dM  dk  Aaw/,  iMn/  (iälj  Aw  w»it  AbArwiv^ciidi'  MuhTEShl ;  küf  ri  hninJ. 

Heimat  der  eituelnen  Sprachformen. 

1-  Kl,  I  {{.  4-}  (K  L)  Bahn.  $  7:  §  tl.>> 


')  Wo    cicfaU    l>«is«filgl  ivirJ,    bcrdclincn    die  Vrfwche  WAG   und  WMG 
jVratioIil,  Alem.  Urkrom.  und  Mititlbd.  Ciunm.)  die  allj^cnioine  Veibteituac 


i 


218 


I 

I 


i.   •  <  «  m  umm.  wm.  demn^dH  ^  D  K  U)  WMG  g^  31,  S38. 

3.  ■  <  8  (>  q)  ertairim.  geiekJif/t,  fivmJ{n«hva  /rfmJ  K),  (üuicbcn  ftber  rcK*!' 
mlBig  .kdle  (E  D  K  U)  WAG  ft§  25.  !8.  8*6;  KmI&ii.  §  63  Anm. '. 
Bohn  S.30f.,  S.  35. 

4.  Rcb  -  l'inlaiir.  =1 1  (K  [)  KU] :  .ilmtiitiinUch,  tchvAti.  und  sAdfr&nküeh. 
P«ul,  mhd.  firain.  *  §  40  Anw.  «. 

.1.  H  (m)  Tiin  V'  noch  untcrfchitden  (E;  talUuvr  I)K) :  rochUrtieitL-aliV 
inuiniscb:  tiudiak-maniiiicli  fräh«r  ZuaammcnfaU  (U):  Zwlarslns,  MliH. 
Sliiii.  44,  293;  300  u.  ö. 

6.  S  <w) -^  p  >'>r  Sasnl  (Et   Bohn.  j;  äl>  iin<I  $  2S. 

7.  5  --  le  lur  Nai«!  in  nitwt»  ,ncnii-rr  (K)  Hohn.  §  23.  KbuITtii.  g  TOb. 

5.  t  <  lo   TUT  r  (E  1>  C;   n'MO   §  4&;    Uu   H  '*>.    ^-      ^><t-   ^  ^'    ''«'<*' 

mann.  Griesli.  Pred.  S.  415:  Kaufnn.  g  75:  Hohn.  S.  58  n.  114;    Pi«ch.  ^ 
rtcogr.  S.  27  -.  fnr  ürtn  .irren'  »ergl.  Stielt.  S.  50.  f 

D.  I  <:  i»  t|io)!,  in  ztiun,  nviU,  At^imi,  ififrit  (K)  ul  nio'Ii'rmlfiii.,  nicht 
KcbwAbifvIi:  Kauffm.  g  7.5,  Anni.  '):  tiAcb  Fiach.Googr.  K«rl«  16  beginnt 
wiirt  (hfluUi}  ent  in  uinl({ar  Rnirornang  v.  Bodenioo  und  dringt  auch 
in»  Sehnftbiscbc. 

10.  i^ld  vxr  hit)  ie,r)  WMQ  g4&.    WAU}^40,63.    Blil.S.61.    I^wh. 
Ocogr.  8,  il. 

11.  I^U  in  n««<-'»  (K).  tu.tti.ifmi  (KIT):  KAuffni.  §  H6.  Anm..  §  124,  Aam.  ■).! 
ttnhn.  .S.  i9i  »her  auch  in  KB  S.  115  u.  •>.:  in  Grieah.  i'rcd.  u.  n. 

1^.   9  <0  in  ^lirt   (K  K  t'.   HClteti  U}   .durchaus   ateui.'  Birl.  8.  75:    ebflnso 

Kaurrm.  fr  l>A. 
13.    neu  in  kumrn.  vMamfiilick  (K.  T,  «oUoult  K)  BuIhi.  S.  Tl. 
H.    o  -1  ou,  Vcr'A'ar.hiiliDig  xwiArhrn  li  u.  cu  (ü,  <>]  (K)  Hnlin.  tj.  70,  73;  Lnitcnu 

Grl4uh,  Pri;<i.  S.  .'^19:  anuh  aU-in.:  KiH.  S.  7(1. 
1^.    n  <:  o  in  ff-tfiwi'  ^I)  K)  VVA4i  %^  'il,  83;  in  madtr  (nubuD  M»uAr  [DJ}  Bakn. 

8. 87 :  ««/-rhivM^M  (K)  Hohn.  S.  88. 

16.  a  bleibt  in  w«.  (D)  »cltwAbincIi:  Bii'l.  S.  70;  In  -»«^ifVj  (B  D  K  U)  Fiwlu 
liooffT.  S.  "I  (abar  such  im  lluclmlom.) 

1C>.  n  wiT'l  nicbt  uin^vUiitot  im  cunj.  (irac«.  (l«r  2.  ti.  3.  AbUattoih«  (E)^ 
HeiacT  546. 

17.  VL'cti  in  «<r>  (EKU)  WA(J  §412;  aucli  baimvb  WMG  g  473;  nicht , 
»chwSbJsch  UiH.  S.  70:  iloeh  bei  Knuffui.  §  IM  Anm.')  Bol«go  ana{ 
(rühftm  acbvrAbischcn  DoDkinUloni. 

|R.  II  ^  n  {=u«  )  vor  r  (C;  U?)  Hsten«ichit«hi  aaeh  alcm.  WAG  §  Slil 
ijtitrk  a.  50. 


d«r  Parni  Im  «UmannlRchcn;  Rirl.  (ßirl<nt>cr)  dx»  Vorkcnimrn  'iKiwIt 
auf  TCChltrhcin.-alcm.,  Lau  u.  Rei*cr  auf  Alls Bucr*  b«.  Wcf(all|[l(icr 
Gcbltt,  RoUii.  {Ttohnvobeii-cc),  tCiuHm.  iKaiilTiiiann)  u.  PtRch.  Gcotfr.  (FlMbcT 
Gcogisphlc  d.  fcliwSI).  Mdt.)  ilat  Aufcirtrii  im  Schtrabitchcn.  Slick. 
(.Sil ekel b«|;v(.  DImcM-)  ufiil  Slick.  Bcllr.  (Siickcll<c[|;er  in  Paul  u,  ßfaunc« 
Beiiiügen  14.  M  .  Lanrlchie  etc.  der  lebend  Schaffliauict  MdL)  kann  naiuilictt 
nur  verblei  cht  weite  lilieil  weiden. 


219 


VL    &  -=   aa  (S,A!  ((-IIKÜ)  WAQ  §53:  Birt.S.  48:  Huhn.  ?.  18,38;  Kamot 
6.  -C."»?:  47A:  Knuffm.  g  61,  Anm.  ').    Stick.  }«.  50.    Kiacli.  Googr.  ».30: 

K).    ft  <  «n  Tiir  Naml  (K)  Hohn.  tS.  18;  Hirl.  S..H. 

Kl.    ft  ^  •  Yoi  Nasal  (RDKl.)    WAO.  $£44;    Ilirl.  R.  .U  :  in  der  Unar;  — 
H        «ucb  «chwAbiach  RaolTni.  g  61,  ;i;  Huliu.  i>.  29  :  ,iii«n  darf  tlii»  [iiD^chvab.] 
^B         nicht  ia  (in  «in»  lAtiUicb  tfincbiixlone  Form  gc^nnbcr  ^-nn  aolicn'. 
22.    i   wird  ilcJll  el  (B  I)  K  H). 
Ti^.   i  «^  I  iit  i!t  (ITj  ;  ku  der  n^nlliehuu  Seite  de*  BudonNuiu  <KonsUiE(  liat 

DDch  sio  Visck.  (tougr.  Kute  13. 
*^    A   bleibt  ö  in  iV«/,  r«/,  mr,  « ihren d  m  Htn*t>  wunigbl^ri»  vnr  .^  <  it  wird 

(E)  :  s«c<alciuanR)Kfa  tlirl.  S.  87. 
In.     A  .-_  «n,  J   (K,    MKen    K)    Hirl.  S.  SSf.;    Hohn    S.  8ö  f. ;    «iich    bairtsch 
KAufTin.  §  80,  Anm. '):  aber  alom.  hftuligor  WMU  $  110. 
Ä    Und  In  ndTdcn  nicht  <li[)hthongi(irt  (K  l>  K  l'). 
■ü  -.;  10  in  Hin  f.  njuwan  (K,  ielt«ii]  Bohn,  S.  8T. 
«Ite«  »l.cal  (CD KU)  «.  Ntclas  v.  Wyb  bot  Kuuffnu  §  91.  Anin.*)  — 

•b«  dtiift  (K)  Hohn.  8.  na 

'liei  el  im  Klang  vcrtehiodon  tuu  «1 .-»  (gl,  gge  :  aiviluraluin. 
niochalem.  fallen  sin  lusamDitn],  (n>tsi,  t;f  wird  in  I^UKl'  mit  at, 
'*-  '  «)ed(ir([C{[«ben,  wlthnrnd  für  alt«s  n  nur  di  boE.  i^  stobt  ».  o.  m>,  S7): 
»•'»»cbor.  Zur  ÜMch.  d.  Mhd.  24  IT.:  Z*.  Mbd.  Stud.  44.  347  ff,;  Lau  g43 
Antu.  I),  g  199;  vorgt.  Kauffm.  %  98:  Bohn.  8.  31,  33;  Birl.  ff.  US:  WAG 
S  ^ ;  bca.  Reiser  493  f.  :  n  >  <;*'  vird  im  nleni.  Allgiu  lu  ä,  n»tlicli  lu 
'  *'*>,  im  schwäbisch.  A.  nn  «/  (aUcB  ei  Aa^ogvn  wird  tu  Ji,  <ii.  boi.  tu,  Jn). 

Il9.    Kit«,  r.l^ft:«'»^  (K}  Itoiai-r  S.  SCI3;  Kanffiii.  ^  1133  Anm.  *>;  i^V^  (K) 
^hn,  8. 105,  107:  auch  Cost-Jaloni.:  WA«  $  M.  Birl.  S.  fiöj  TorgL  Stick 
S-  85,  U-itcmati»  <Jri««L.  IVod.  S,  47G, 
^    *'  »eben  1  in  Um,  kMn  (D)  hochalnn.     WAU  g  40.  aut:h  <vbw&bii)ch : 

^»UITd).  %  0'.^,ä:  im  alem.  AllgAu :  Kci»cr,  S.  493. 
Sl     BAats  (V..V„  tm\\*wr  K,  1>);  Fiiicü.  ÜDiigr.  Karte  23  »«igt   nunU  watlliih 
''"d    tödlich  vuiii  Bodonsct^,  «bcr  nicht  im  ."^chwilbiMdinn. 

S.    Minvr  neben  wimtr.  ymiiKr.  Hymmrr  (K)  Bohn.  S,  53,  114. 
U    »A4«t  (KÜK  U)  wcUl  »Ulk  nncb  Südoii;    nflrdIJch    »«n  Konstaii«    aagl 
■uan  (choB  nW/f;   Fisch,  ücogr.  K'artt.'  14;   duch   hat  (Ich   du   Ictttu 
»elltitkt  (irfl  »|ikl«r  aua  <loni  mlid.  ««./<-'  onlwiukolt. 
M   VI  <  0  (1^  U,  ulUner  K]  vor  l^ibinlcn  »choii  im  13.  .)liil.  In  der  Budcn- 
*^g»gi:nd,  b«.  MI**,  ^.j**/,  /c/  Birl.  S.  84;   KiiidBr  S.  4Jii'j   vor({!.  ab«r 
WUti  I  Mb;  SUck.  g.  97;  Uittmonn  C.  V.  S.  47G;  im  WoaUllgftu  bleibt 
■*  mit  gAiii  gCHchloMeilVtll  «    in  t^i/m^   fran,    irutA  u.  a. :  L«u  §S   133  f. 
Vft  >^  ■•<■•  (B)  WMQ  8  1S7;  WAG  ^g  71, 108,  142;  Bohn  H.  1S3;  KaulTiii. 
>»:R«nr  ».496,38. 
*  "  <t«lt  ■©  (D  u.  U  in  <Hi,ij:  AIlifliH,  Birl.  S.  Ü1. 
"'VtiklriDflg   ron   I»  d«  lu,  a«,   U«,  le  rur /.  ft   (ß  U)    regdin.    im 
'•"tallglu:  Lau  §  ijl,  S.  UT. 


220 


48. 

4:i. 

50. 
51. 


52 


Ä», 


S8.  •«  in  Her  Nom  inalfl-xioii  et«.:  ü-n»  (E),  Ww*  (K)  im  Schwirr  wiiIJ, 
AIIk&u.  Bau- :  Hirl.  Ü.  S8:  BoUot  ä30i  »wu,  m«om  (F.  D]  »hm  ■.  ■.  (Ir) 
ncliwäbi^cti:  KaulTiu.  §  115:  im  AllgSu  :  Ketsür  $.  bli  and  SAi;  atioh 
liudmlt-m. :  WAG  §  10,  bM.  iitif  di-r  äfldsotto  dca  ilodi?n&ccs  :  Dcnifli-- 
/MA  24.  S03:  tH^rv  (R;:  KHiifTm.  §11^:  '■'■"•  "'»"■'  "v:r<^  -<<kn4  ^  •"■ 
i/rriN',  ,</i-r  miitia-  (gen.  |>1.):  ur  bctnurkl,  .dnB  »uit  Ite^nn  itiM  14.  Atl. 
in  ctvn  McliwKbiscbtMi  tlrbunilrn  aU  Bll^nm.  ßnilnnfiMokal  a  «««liuinl' 
IS.  128)  lind  .dii-  lahlrcicliun  •«- (^cluvibungoti  »iiiil  hii«  duui  u-halli^nn 
Tiitibru  di-ii  KitdukticiniVNcnU  au  rrktlirnn'  (S.  I3öli  ricliligor  werdi^n  wir 
mit  RcUiur  8.  SBlt  hkrin  die  Fiu-HTiliniii^r  AfT  «hd,  n-Funn  nrblirk<-n. 
—  aitdra  ist  nbur  auch  im  TK  (Bo(i<:nKi:i!j{nguii(l !)  XiiMÜfiaiaaMifraSG,  2S! 
:!110,  2130;  M  aimmfra  lÜtC  ii.  A. 

3^1.    -»n  in  itrr  Numinnl  fUxiou  iiikI  itn  Inrniitiv  (Ki  KaulTiii.  t^  IIA. 

40.  «ati  in  hinuan  •>{£.  (K  K)  Kaiiffin.  g  11.1,  8.  l'iS:  auch  im  .S<-bwRriwaldi 
Blrl.  S.  &8  und  im  Khatt:  WAO  §  112. 

41.  'Bn,  -00  in  di-r  NouitnnUluiiun  (K)  KttnlFm.  %  114,  Anm. 
Ai.    -i  dur  .illoii  FKiniiiina  orlialr.en  (Iv  DU,  boK.  K)  WAG  §  406:  Uiri.  6.  AD 

und  149:  KauITm.  §  116. 

43.  -In  im  Rcc  foni-  der  A>ljoktivo  etc.  (K):  ubnrdciiUcli  WMii  g  SOß; 
KaiifTm.  %  114,  Anm. 

44.  -tu,  -1  im  num.  •.  tum.,  nom.  uuv..  |>I.  n.  (K,  xultun  K  U  tl} ;  WAU,  S,  472; 
Birt.  S.  J59. 

4.j.  -A  im  ijufTii  -')j<  (;',w<:tnijil  in  !•  l>  K)  uiid  iitderl'*l<;Kivn  de«  »chi>«clicti 
V.  {UK}:  WMC  §313.  401' f.;  WAG  §284  u,  ö.:  Birl.  S.  IfiO,  IMfiadet 
i\U-  Kitrui  inuhr  bvl  ilcm  llK-r-  uml  Ludiix^hwubon  als  bui  den  AlemaRties. 

4G.  •Iiftit,  -iMt  -■  -tuA,  -tat  CK)  Vorarlborg.  Itottwail  u.  a. :  Birl.  S.  67;  im 
WcaUlIit*»  n^tai.  ^h'dmu  U.a.):  I,aii  §  163;  Roisür  S.  499. 

4t,    Ili^uiiiiiil  i  T  -  Suffi«  -tlfn)  (K  P  K  tT>  i«l  brLnBgiiiii>c-li,    Kcbwi-isüriMib. 
nbcnchträhiich.  /'•le   wjLru   vnr»rlb«r}[.,   niiidftnRhwAb.,    «ilnKuiidi,  all- 
güurrisch)  Birl.  S.  IM):  WHIU  S:W2;  WA.G  %i10;  Roivvr  8,49». 
J  .;  gr  im  Anlaut  .ofiht  «leraaTimach'  Birl.  S.  II 1  f-:  WAG  §  SI.S. 

J  i'iH'nlli.'t.  füx^.  ikt,  stirigtH  II.  a,  (F.  K  r,  bkH.;»  [))  WAO  §  S15;  BirL, 

R.  113:  KauITm.  §  182  S.  2.U  f. 

b  *L  W  in  /ärbt  (D)  if-»|-  (K)  WMO  §  IfiO:  WAO  «  I.M. 

r<l  in  hil'hia  [oubun  iwrA-«]  (EKIT:  D  nur  uiaiual  kUr^t),    reebu- 

rhnio.  bnitl<^  Koi-mon  :  Birl.  S.  89  f.:   nuf  i'ngKLotn  «cbwIlbUcboin  Gebiet 

im   \!>.  Jlid.    nur  iärrh/u:  Rauffni.  §  184,  b;    Mlihtit    fraker    wvit«r    nach 

Norden   torbrcitet   ah  jotil:  Fisch.  Googr.  S.  14;   Tcrgl.    nuch   VIIG 

gIM,  I;  §211. 

rr  *:  r  in  tertm  ,dflrr  würdim",  krm  .irren'  (K  U)  im  benUgcn  SebalThauscir 

I>iAli>ht,  Stiuk  ,'1.  50;   %\\<k.  B.^tr.  g  8,  1,  b,  S.  388;  tirtm   auch  In  d«T 

Inncrorhwuiz. 

n  Rpcnllict.  iti  tuauhe  (juUt  nicbl  tnrlir  jiii  titidon  Finch.  Gfiogr.  S.  ST| 

no.  47),  tümititn  (E  D  IT} :  WAli  §201 :  WMtJ  {jiilfi;  Kauffni.  gl»«  Anm.  t 


'^ 


,s|iciif.    al  1)111  anuisch';    —    in    sinke»,    ^arhiHhat  u.  ä. 


WMO  §  21  $i 


221 


I 


8. 106,  Kauffm,  $  158,  3:  !■  •*^,  -it  <.  tmXm]  (Kt'D,  MlUm  B): 
»]<n.  9.  iM^rucli  nUC  $  'i\i:  WA(i  %  301  n    S.  -'O«:  ßirl.  S-  1(«. 

M.  kUffmn  =  JtUgi^n'  (B  IT),  ni«il«nlcai.  uiMt  fllnndivUtiwb :  Orfmin, 
\if.iü**h.  Wb.  b,  915,  c. 

SA.  1  sjnk.  in  i«niillli|[(lirb)  (KDK)  heute  iiodi  in  der  Bujic:  Biri.  S.I04: 

WAO  %  aoo. 

U.  m  •(•  mbd.  onoMTA  (E)  nurdalnn.  u.  iifbirUiisch :  Fischor,  (icogr.  &  I4i 

Biri.  S.  164. 
iTi.  ielt«nes  n  st.  n  (RDKIT)   ipriclit    fiU   NicdunUcin.    bei.  Scliwabcn 

tf.  WA,a  gäUS^  KmITui.  8.  3&4.  Amn. 
S&  b<p  in  Anlaut  (K:  sehr  scUcu  KD  V.)  WAti  g  MS.  S.  IH. 
»i  f  bleibt  in  Anslwit  (KliKi:)  WMO  g£l4;  Dir).  S.  110. 
Oll  K  vtnl  von  /.t  gi.iichi«don  <KliK  U)  WMU  §  :;;jl. 
Cl.  (c}b  «pok.  ik  Ar>  Jnrch'  (Rir>  WAfJ  g  8!2&:    iu  ^/-  ,«ulk<  (EU): 

IfMO  g  19a 
fi}.  b  »rnkap.    !■  aaifir  (KV)    iat  r«ebUrhi.-iii.- ulom.:    Itiri.  S.  liO:    auch 

KhwKbivcli:  Biri.  ^a.1).;  KkhITih.  §  1&7  Anin.  ^,  n.  n»).:  WMU  %  S14. 

4  <  t  im  AnUut  <E  U,  wltcncr  D  K),  mlew.  u.  bHJTiocIi:  WMG  ;j  1». 

u<fed:  ».W/r,  k«^ta  =  ,Hiinou'  (Rt)K  II)  WAfi  §  183;  uch  b*ir.i 

W]|0  g  186. 

Uen.  Affriknlfi  in  ;it«.^t  (l"),  /•.m-tu»  {K D U)  WAG  $  185. 

«n,  diQ  (KlJKlOaleiiiiiii. :  WMO  g  48,^  8.  ^'j  [<lnm  buIrlsrlKTn  wftr» 

4h  (ellufic<ir). 
n.  ilatt  Mh  «ncbcdtit  w  (X,  sotten)  norJi  In  Mim.  Zoll,  und  in  Lindauor- 

[Il'kiii>dco  des  \h.  Jhd.     Ilirl.  S.  13J. 
(t.  AnsdehnutiK  der  fluni-  tloduDK  •mt  au(  don  vouj.  \>n.  und  iud. 

o«i^.  prMt.  (KDKV):  WMO  Ü  37U,  STÖ:  K«u(r»)»nn  %  150,  5. 

«L  .«11   in  der  3.  pL  Imp.   (ED KU):   aucb   alomanniBob   WM(i  S  371: 

buffui.  8  191. 
^i  4,  -lat,  -litt  im  Runj.  (f.  DU.  settQai>r  K)  im  I&.  u.  16.  Jbd.  aleiuui- 

niicb  be«.Kliweli;«rii«clt  WAügftU;  a.  nurli  KnurTiii.  §  115;  Hirl.  S.  194  f. 
71.  -«  in   d«  8.  ».  iaJ.  pr«el.  (KD  K  IJ)    WMÜ  ß  »74;   WAG  %  S45;   cf 

Bitl.  8.  \9&;   Kaalhn.  g  IM,  Ann.:   .ßr  du  1&.  Jbd.  chtuskterlstiidi'. 
n  •«  in  der  1.  «.iud.  der  ■ch«.  V.(RU  KU)  WAU  «  Stil ;  WMG  S  S95: 

Birt.  8.  194. 
Tl.  MDd.  wend  (EDKir)  nftbon  r»//'«  (K)  WHQ  §411;  Bobit.  S.97:  BirL 

S.  96,  189, 
71.  Iecib    hAb  >  mugcn,    iMi  ^  notn«n,    gen  >  gilben    »öbeo    »enJ,    avjin/ 

^"EK  D  U)  ist  nicdenlemaiiiiisHi. 
~Ä  kaad  il.  i»«/  >  kmiutt  (D)  Kmiffui.  g  15«. 
%  totij.  tttr«  lieben  tA  (t^)  (KDKU)  WUG  §863;  WA<1  §854,  S.3K: 

BirL  8. 192. 
^I.  nur  ft>  Formen   In  /«i«,  nan  ,   nuUcr  einem  conj.  ;'  neben  rMrfw) 

(UDKU)  WMO  g  357. 
Tl.  3l  pL  ind.  pri.  ron  Mn  :  lulnd  (K):  icd-aleni.  WAO  g  373  S.  3S6;  aucli 


I 


hoclulem.    Birl.  8.  19t:    WAO  «.».O.;    mi    <ichiikhi««h    WMG  $394; 
KaofTm.  §92,  Ancn.'):   nadi  Fbch.  Oeogr.  K*rt«  4    buut«    auf  HitUui 
und  uiciut«  L'tugofidad  {Im  vunloran  [)rc|;enier*aM)  bciidirknkL 
7».   tum  Terk&rit  (ED  KU)  WAO  §873. 
80.   »t^  e.»(j.  iD  »■»  (E  D  K  U;  WUG  %  864  -,  Knaffin.  g  18S  IL 
AI.   Kcirdsen  pU.  praet.  (kdn  pdn,  K  1)  K  l')  ft«ht  nur  im  Beim:   kbrifOOR 
ist  narli  KautTm.  §71  Antn.  *)  aui  da-in  i'Iobrauch  itn  gffutm  htit-gfi" 
für  iliit  Fra^tt  <l(tr  HuitnaUboiitiinniuiit;  wunig  su  aBtaflhnm;  Tergl.  aocli 
FiBch.  Oeogr.  Kart«  34.  '  ~ 

RMnltAt:   Diu   rorlitsrhefniicIi-nlRniannigchn  Hertunft  dor  rlfw^^^, 
Hs.  E  D  K  U  Hiebt  «uO«r  7w«tfd.     Im    uinMlnun    vereinig  E  und  die  molir'  ^c^^r 
orUiograpliiBcb  aU  graininatikaliii^h  daTon  vandiicdene  D  die  Bprechoidtta^^sBtf 
Ivi!iinii>icli«n    de«  See-alomanui»ch«n:    ild    drirtlen    in    Kunataua  lia^^ 
seinur  rmgebung   cnUtandeii   »ein   (Terg).  o.  bes,  ao.  5.  10,  23.  31,  S4. 
hb  II.  B.  w.}    —    K    hat    ubona«    dt'Ulliclic    »ch«  Hbiselio  Merkmale  (s.  hinM— »n 
HO.  8,  14,  SO.  3£.  S9.  41.  75),   guniert   aber  i  imd  d  niclil'):   Bsino  Hehnm.  .^^ts 
iat    somit    wnbMrhoinlich    Obertchwalien    vv-'rgl.   Birl.  S.  C^  f-  nad  7' f^R*    <' 
—  D  xtdil  iwt«rhi^ii  I;  U  «Iiier*  und  K  aiidcreifiU.   Jcdetfalls  liUl  «icli  nidi^  f  Ji^> 
gegan  übigo  LukalUicrung  anfilhren. 


I)  im  strengen  Gfscntilx  etwa  lui  Ha.  E'  <a.  o.  S.  14)  ■  die  (  mein  dip^i  £  Üp^ 
thongieit,  wlhrend  ü.  in  auch  hitr  lildbtn. 


VII.  Die  BUder. 

SchoD  die  frOlieste  altchristliclie  Kunst  kennt,  wie  vor 
■iir  jcboD  dio  lieidnisclic,  die  Darstellung  der  Soele  duKli  eine 
'■'ctifclilicbe  0«8talt  Wie  Joseph  Wilpvrt  nacbwoist,  sind  die 
"racton  in  den  Katakomben,  die  zum  Teil  in  üe  erste  HälfU  des 
^Weifen  Jabrlmnderts  hinaufrciclHin.  meistenteils  .Bilder  der  in 
Seligkeit  gedachten  Seelen  der  Verstorbeaen,  welche  für  dto 
Hinterbliebenen  beten'.') 

Im   Mitt«UUer  wird  die  Seele  meist  als  Kindleio  gestaltet- 

•So    bat  der  rrommc   Künstler  der  Exterusteiue  sie  abgebildet  — 

•'esv  Se«le  ata   Kind   auf  Gottes  Arm*),  —  bo  ist  sie  z.  B.  am 

'^reiburger  Mtinster  im  Tod  Mariens  am  südlichen  Eingang  des 

CliommgaDges  dargeatellt  ^),  so  siebt  [wobl  in  Erinnerung  an  der- 

^>~^igc  bildliche  Darstellungen]  bei  Cäsarias  ein  Moucb  soloe  oigoue 

Se«Ie,  so  schaut  bei  einem  Blick  in  sich  selbst  Berchthe  ron  Oher- 

^6<1  dieselbe  und  zvar  in  einem  Spiel  mit  einem  andern  Kindlein, 

"^»-s  den  ewigen  Gott  versinnbildat,    eine   Geschichte,    die   gonau 

''^«iiso  von  Anna  ron  Ramswag  in  Katharinenthal  erKÄlilt  wird'.') 

t]  il.  Wilpcrt,  Die  Malcreica  dci  KubkombcD  Romi   I  (Textband).    Ktei* 

**•■«'*  i.B.  1903.  S.4Wff,;    YOt    iliwi    ichon    J.  B.  de  Rössi:    b.    auch  Krau«. 

il-Encjklopkili«  litt  Chiiitll.  AltortUmci.  II.   Frcibtirg  i.   B.    138«),  S,  540;  rcin«r 

•Ic  Wnal.  Roina  Sacra.  Mllnchcn  [UfO'i].  S.  104.  I4K.  H9  u.  ü.  u.  Gritar. 

,  ^'^m^hkhts  Rom*  und  der  l'^pUr    Im   MiiiclalKr,     Krciburg  i.  B.    1901,   I.  S.  440- 

*)  Eine  pBi  Ihnlichc  Aul&iMune  tiieui  die  Verkündigung  in   der  Vorhalle 

4^v   l'Iinfcirchc  tu  Thun  (Schweic),    ein  Wandtiild  au>>  den  ci&len  Dcuonlen  de» 

^-    JhL;    ,Gon  VUff  in  drr  Glorie  hült  ein  nacUet  Kind  auf  «dnen  Armen  iiikT 

v*UJ«  et  Mula  KU,  welche  unten  neben  [lichli^er :  gcgcnllbci]  ilcm  I\iigc1  Gnbiiel 

''■Wt'    E.  FfaDtt,  Geich.  d.  diTinll.  Mnicrei.  I]  (Freiburg  t.  B.  lS3i)  S.  ^09. 

*j  EbcBMi  an  SUdputlal  d«  Siiaßbufgcr  Münster«. 

*)  Krcbi  ■.  ■■  O.  S.  83.    Die  VerkUndigungs^cenen  (itid  fTtüich  von  denen 
,  "**  Todn  Maiil  «ohl  tu  trtontu. 


Eins  Hit»hweist«r  der  LetitgeDanoton  ,mA  da:  ir  heU  aU  rrhi 
voller  menieehlin  stms  und  was  und  notttm  du  allü  trAör  viut 
katt/v  ir  hfnd  vff  ffegen  ir  und  do  gpi-arh  si:  reqniMctiat  in  paet: 
do  nigrn  si  ir  atlü.'*)  Auf  almlicltc  literarische  und  bildliche 
SeiUmtücke  1)ei  Seuse  und  andern  verweist  P«IUcr*J.  Besonders 
\aag  —  weit  ins  Cinquecento  binein  und  darüber  hioans  —  er- 
hielt aicb  difi  DarstdUuDg  d«r  vom  Leibe  scheidonden  Seele  als 
nacktes  Kind.  Doch  jjingen  daneben  her  aach  andere  Üarstellnngs- 
arten.  leb  veiweii-c  auf  die  vielen  Kreuzigungsszencii  mit  den 
Bclieidenden  Seelen  der  beiden  Schacher:  voUeotvickelte,  nackte, 
allerJiugd  verkleinerte  Mutuchenleiber*).  Auf  dem  Bolier  des 
Elfen beirieiii banden  Cim.  58  der  Münchener  Hof-  und  Staats- 
bibliothck,  dor  aus  dem  H.  Jahrhundert  abiinist  und  der  Dem- 
kircbe  lu  Bamberg  gebürte,  wird  die  abgeschiedene  Seele  Maria:« 
als  weibliche  bukleidete  Büste  von  Christus  xum  Uimmcl  empor 
gehalten,  von  wo  die  Engel  Ihr  entgegeneilen.  In  jenen  Bildern 
ferner,  wo  M.atia  die  Seeleu  ihrer  verstürbenon  Verehrer  unter 
ihrem  Mantel  vor  den  Thron  Gottes  bringt,  sind  diese  ztrar  en 
miniaturo,  aber  doch  oft  als  ausgewach.>iene  Personen  in  der 
Ordenstracht  u.  dergl.  dargestellt.*) 


■)  Kailiar,,  $.  tau. 

>)  rellxer  ».  a.  O.  S.  IC 4  ff.;  vcTgl.  ferner  Müller  •Moihct,  tlluitT. 
AtchSol.  Wftilcibuch  der  KunM,  Leiptig  und  ßcrli»  1978,  H.  S.  853i  Kraut 
».  a.  0.  S,  749  u.  ■. 

1]  In  allem ciicttcr  ?Mk  grifl  nopt  Ttttoi  in  teineiti  Bibelweik  und  i«st 
in  (clbitllindigctn   Bild  wieder  auf  diete  Symbolik  itirUck. 

^)  Litcruwchc  Bcirgv  tut  die  letileiwahnlt  DnrilcCluDgiforin  bei  Krcbt 
«.  •.  Ü.  —  Sic  berülirt  lich  äuQ«ilicb  tngt  mit  den  Bildern  der  ,Sehu»mantcl- 
üctiüd  Maria',  die  im  »pilem  Mittclalit',  JK  no«h  in  der  KcaDiuaoci.'  und  In  dei 
netiern  Zeil,  beliebt  wnren  (vergL  i.  B,  A.  Kuhn,  Der  jMiige  StiftilMU  vom 
Maria-Litliivitcin.  1883.  S.  IgS  und  dcHclbcn  AllifL-ni.  Kunilgcscfaicble  lU.  S.',fi<KI 
und  Fi£.  !>71  II,  R.:  H,  aiicli  unlert:  NnchlrKgc  uml  Rericlitigiingrn  lu  S.  86  Z.  11  IT.). 
Mach  Kiaui  (Gesch.  dci  chritil.  Kumc  11,  S.  43ä  T.)  sind  »le  näcblt  Kndcict  ab 
die  Illu»lt«tian  dc(  ,Sul>  luum  pmeiidium'.  Kreb»,  ».a.0,,  erfüncl  die  Am- 
fuhtung  Krnui'  durch  den  llinweii  auf  die  .inalogcn  Dusldlungco  im  Fieibwcet 
Mllriklcr  u.  >..  und  bcloni  den  ICinllull  dci  Dominikaner  au(  die  Idee  *«ti  der 
MantcUchnfi,  die  »ie  Ubrii^CDt,  wie  «r  ebenfalU  nachwciit,  von  den  Cisiententero 
Imbcn,  withiCTul  iic  Knui  auf  eine  KranutkanenDadonna  de«  13.  Jht.  (UfdcklHhrt. 
Dutchnua  folscli  itt  M,  mit  Pciticr  (a,  m.  O.  S.  171)  die  Nallcidcndcn,  KraBkn, 
Ccbniccnen  et<„  die  auf  iliexn  Bildern  unter  Maiiat  Manlel  Scholl  tind  Hilfe 
suci  cu,    als    .iicrsonifuiciic    äedcii'    aufuifojuen.     D»  kaiholiachc  Volk    sieht  in 


'i-r^ 


Die  «Tste  aiiNilräcklicIie   ErwAbnung  eines  Bildes  der  ,Min- 

ti«Ddei)  Seele' tinde  ich  in  Margarethe  EbDers  Ofl'enbarunjcen 

S.  33:  ,it/t>  tcart  aurh  ze  J^r  tlitH  zü  diit  minnend  tfi  to  indft- 

\itkeH  <f«hfH,  al»  man  «i«  ma/«f,  Jaz  ieh  refii  Hetf  to  mir  ain  wä 

naht  iMn/'-K,    ilas  Uh  dar  ywNjf.'     Und  Gbeo<Ia.4elbst  S.  HO:    ,/m 

iir  ai&m  :iC  wart  mir  gtben  in  dem  »cbUiß'f,    iluz  nihA  duAt,   ich 

trn  it4  ä«n  cor  an  die  tlat,  da  kA  alltctg  bat,     äo  tack  ich  atn 

Itkon  (fcnialft  tu/efcn  »nd  do  tcat  ntht  an,    denn   das  diu 

mintient  ttl  lay  und  nierhei^     Die    ernte    Stell«    staiiiint   nach 

dem  Kandvennork    des  HeraiUi^eberg    aas  d.  J.   1334,    die  zwoito 

m  d.  J.  1346.    Sie   setzeu   die   Ü&rstelluDgeD    dor  .MiimeDden 

Swit'  —  dio  ztreitc  Stelle  deutlich  al;^  tneoHclilicIie,  utisgewiichseD» 

Ontalt  —  wie  etwas  Oewolmtes  voraas  und  xtrar  scheu  im  Tafel- 

bitila'j.     Dm  so  eher  dürTcii  vir  wohl  detartigo  Uarstelluogen  in 

iluD  Uiniaturon  dar  zeitgenössisciien  Ha.ndschrift«D  erwarten.     In 

ilttr  Tat   lassen   ilie  huchffotJBolieD   h'ormen,   die,   wie   mx  suhen 

iterden.    da   und  dort  in   den   Miniaturen  unserer  Uas.  lu  Tage 


illtKn  Coitlien  tich  mUm,  wie  n  Icibl  und  lebt  und  mit  icincn  AnliCKcn  lur 
(Urblclenilcn  GolMMiKMtvr  Itiaht.  —  Biwklint  tm  hier  codi  du  fana  ci|{enartige 
Rtlicfbtkl  dci  rtcliicn  SdicMint«  In  tkc  KtKhc  cu  Muiiiletkiniccn .  WUill(iii> 
liciü,  daa  Ich  leiilct  nsr  Hochtl);  bcuchtijrtn  konntr.  t!i  »oll  *ui  ilcnt  \Jt.  |h(l. 
nratnu:  OiriUnt  mii  Dornen  gcktonl,  luii  dmi  L«lbKhuii  und  Mantel  bekleidet, 
LUl  den  IciiiMn  Dtii  nunfcipkiinieii  Ainicn  veii  ifet^fTnel  und  umtchliclll  damit 
(Iwtimehn  Nothelfer:  eine  liebliche  Danttllung  dei  knihnlitchcn  GUubent,  d&B 
ciit  FOrliiilc  der  fleiü^n  ibte  K[*f)  aui  den   Vcidiemteo  Clttiati  Klidpfl. 

'}  Nur  wenig  jUngci  als  di*  Bilder  unncr  Hu.  iil  die  .Mintieodc  Seele* 
uldon  UcBhcimeiiltftr  GrQnewaldt.  Ueno  uU  «olclic.  nU  betrachiende 
I  itnina  f  lilclt«'  haben  wir  nach  der  •1urch*chlag«ntlrn  Da>tri;ung  Kr.  Sclinc  ider* 
te  ilnAct  befindliche  mii  item  Rriutgearsnd  bekleidete  jungfrlulicli«  äeuali  auf* 
luluien,  i!eicn  Bcitcutun^  buhlin  clii  Rülacl  gcblisbcn  wir.  (Kr.  Sctiiicidri,  Malthiat 
(iniutwild  rt  U  mjitique  du  inoyee  ige,  Revue  (Je  l'ari  cliretlen  19Uä  )'.  ^l  h.). 
Hoch  In  der  Geiltlua|[  Chilalt  dci  Velaiq«»  erteile  im  die  .Minncnde  Seele, 
Unini  eampuün').  'her  hier  in  Kirnjetgentall  (Schneidet  *.  a.  O.  8,  157). 

Schi  stiginell  und  in  cdeliter,  sinntgMcr  Weite  nalim  in  neuercT  Zeil 
Killt!  *.  t'tlhfteh  dat  Motiv  der  M.  ü.  (anima  comcDiplaliva]  in  «einem  be> 
wimltn  i&cllilebeiniiiicheti   Wej'  wied«  auf. 

Ab  eine  Individualitslion  der  M.  S.  i*t  in  ulilreühun  Gemülden  de*  I&.  u, 
l<>-i  ilxf  nuch  (cboo  dei  14.  Jlid>.  die  bl.  Kalharina  von  Alexandtien  aurtufasten 
(J.  Sintr.  Du  Spotaliiio  der  hl.  Kath.  v.  A1e>.,  IWKi.  S.  ä  [839]}. 

Über  den  l'Matlelt]iklui  lur  Bildencihe  uDMtiei  H**>  (in  KupCarn  au*  detu 
■?•  Jh.J  »,  u.  ?. 

biii,  t>1a  ulonendi  äeal*.  Ü 


sr,    (las  Original   fOr  <ien  CjWus   in  diese  Zeit,    wenn  n 
noch  etwas  hoher  hiiiaui'reiohtiu,  also,  wie  Pulttcr  nus  ihrem  Inhalt 
schlieft  (S.  161),    ins    Knile    des    13.    uder    in    den    Anfang    degj 
14.  Jahrhunderts. 

2.    In   der   Reschreibiing:  unserer  Handäehrift^n   i^t  hettH 
erwiUiitt    worden,    daU    jeder   Abschnitt  der  Dichtung  MS  in  deo 
Ues.  K,  D  and  K  an  seinem  Kopf  ein  farbiges   Bild,   eine  Dai 
atelluDg  Ührieti    und   der   minnendcn   Seele   trOgt;   sie  illustriert 
jedesmal  den  Titelvers  oder  besser  den  ersten  Vierzeiler  des  Ah- 
achnittea.     Din  Us.  U  hat  dafür  wenigslons  den  Kaum  ausgespart. 
Auch  das  frHfaer  (S.  0,  43  und  46)  besprochene  Fragment  der  MS, 
dessen   Test  in   Moncs  AD;r.o)ger  8,  334  ff,  verOllbntlicht  Ist,    das     ' 
ich  jedoch  leider  nicht  aufzutreiben  vermocht«,  hat  nach  der  Mit*^ 
teilnng  des  Ilerauügebere  drei  littder,    dia   jedcsfalls    zu    uascmifl 
Zyklus  gehören.     Ebenne  scheint  die  ,Minnand6  Seele'  bei  Hftrtsch  ~ 
,au8ßincrBiIderhandschrirtabgeschriebenzuseIn'(n.a.O.  S.XXXVI).     ' 
Aus  den  Mss.  fingen  die  hilder  in  die  Drucke  flbor.    Sie  stehen 
sowohl  auf  dem  Müncbener  Kinblatt  (M),   v/ia  in   der   Inkunabel 
des  Wolfgang  Schenck  (I).     Ich  habe  oben  (S.  4C>)  die  Vermutung 
ausgesprochen,    datt   sie    mit    den   ersten    Quatraius  der  einzelnen 
Abschnitte  den  Drbeistand  unserer  ,Gemäli)i:iesie'  ausmiebt«!). 

Ich  skizziere  zunftchst  ein  jedes  Hild,  indem  ich  auch  hier 
von  der  Hg.  K  ausgehe,  aus  den  Miniaturen  der  übrigen  Mm.  and 
den  IlolzäcbnitUn  aber  nur  die  haupLsHchlicbst'Jti  Abwelchangca 
anmerke,  von  denen  die  der  Schenktichan  Inkunabel  mit  ihrem 
Zug  ins  Realistische  die  interessantem  sind').  Die  Nummern  der 
Itilder  ents|ircclien  den  Abächnittsnummeru  im  Text.  Für  dia 
Deutung  des  Dargestellten  verweise  ich  auf  die  Abschnittätitel 
bez.  auf  die  Inhaltsüber.'ticht  (o.  S.  37  ft.) 

No.  1  (Tafel  IV  uiid  V).  Links  vom  Beacliaiier  (dies  ist  in 
den  Miniaturen  immer  der  Platz  der  Seele,  ausgenommen  K  no.  21) 
kniet  die  Seele  etwas  nach  rechts  gewendet  vor  dem  flett  (D  sie 
sitzt  auf  einer  aiederu  Bank).  Rechts,  hinter  dem  B(;tt(DK  vom, 
neben  dorn  Fuüendu  des  BettOä)  steht  der  Engel  mit  leicht  ge- 
hobenen   FlUgeln,    die    Linke  erhoben,    mit  der  Rechten  auf  das 

■)  Pclttcr   hat   die   H*.   K.  •t>irch^s<hcn  iinil  git><  a.  >.  O..  S.  181  t.  guu. 
kalt  iMt  Handlung  <]cr  cinidncn  Bildet  an.    Er  UbcnItUi  aber  ihm  ■llqp>riichco'| 
CharaLlet  und  guiliert  •labci  ricir  Ecoltk,  dis  ilmcD  loa  litgl. 


* 


« 


227 


^Kcr  wciseDd  (D  ü.  K  umgekeliri).    Di«  Farben  sind  bei  E  zum 
*-^il  verwischt. 

No.  2  (Tat  V,  IX).    Die  Secl«  liegt  (D  ucbekleidet  ab«r)  von 
||,|k^ner  Steppdecke  TerhQllt  auf  dein  Hett.     ItechU,  noch  hinter  dem 
oetlgestell  steht  Christus,  die  Rechte  vnr  der  ftrust  mit  segiien- 
äem  G«stas,   die  Link«  in  gloicUer  Uübc  geschlossen  (1  Christus 
fajlt  die  Se«lc  aii  dou  Haaren). 
■  No.  3  (Tafel  V,  VI,  IX).     Oin  Soole  :>itzl  (K  u.  M  steht)  hinter 

H    oinem  Tisch  und  zieht  mit  dfir  ßechten  ein  Trinkgescliirr,  mit  der 
H    Linken  ein  Brütcben  an  sich.    Noboo  ilir  sitzt  (K  3t«bt)  Christus, 
H    und    indem    er    die    Rechte    ge^'cn    die    Seele    wendet,    ergreirt 
er    mit    der   Linken    den    auf   ilem    Tisch    sichenden    Zinnkrug 

|(v£l.  Text  V.  ■i'ä'J)  am  oben  beüudhclien  groUen  Tragring.  Außer- 
dem Hegen  auf  dum  Tisch,  den  ein  weiUes,  blaUblau  gestreiftes, 
ohne  Kckfftitcn  bis  zum  Beden  reichendes  Linno»  deckt,  ein 
MesBcr,  Kinnbecher,  SalzfaU,  Saucobehalter  \jf  Tgl.  V.  1973;  K 
,  hat  Ntatt  dessen  eine  SchQsse!  mit  einem,  D  mit  zwei  riiclien), 
H  zwei  Krlftcheo  und  vor  Christus  und  der  Seele  je  ein  gelber  Teller. 
"  No.  4  (Tafel  IX).     Die  Seele  steht  mit  aufgelösten  Haaren  in 

v-orgebeugter  Stellung  gegen  Christus  gewendet  und  liebt  die  ge- 
n»  listen  Hiüd«  his  sum  (besieht.    Der  obere  Teil  ihruM  Kleides  ist 
ü  tiei  den    Uiirt«)    niedergestreift    und    lallt    den    Oberleib    bloLt. 
C^lihäliLs  schlägt  mit  einem  grünen  Unten bilschcl  auf  sie  ein,  seine 
t^-m  nke  neist  auf  die  ^eele  (K  fieiae  Linke  fuhrt  die  Seele  :m  t^inenn 
S.-fc.rick;  M  die  Seele  kniet  bekleidet  vor  Christus). 

No.  5  (Tafel  VI,  IX).  Die  Seele  steht  Christo  lugewendet  mit 
^<:>r  iler  UruKt  gefalteten  Händen  (I  sie  spitzt  mit  bis  zu  den  Kniun 
^  KHipoirgezogenem  Gewand,  verbundenen  Augen  und  ausgespannten 
^^»meu  im  einem  Abbnng.  Ihr  gegenüber  streckt  Christus  den 
^— -^igefinger  seiner  llochten  (K  uinen  feuersprOhouden  Stab)  gegen 
^  ■*  T  Auge  ans. 

No.  fi  (Tftfol  VI,  IX).    Die  Seele  auf  einom  gotischen  Thion- 
*-t^l  sitzend   breitet  die  Linke   Ilber  ein  auf  ihren  Knien  niirge- 
<      ^«^Idjgenes   Bach.    Christuä  erhebt   in  der  Beeilten  einen  gr&nen 
^^VtanbAschel,  mit  der  Linken  weist  er  auf  da,»  Buch. 

Nc.  7  (Tafel  VI,  IX).    Dia  Seele  sitit  auf  gMischom  Thron- 

***iihl  und  streckt   beide  Hfinde  nach  Christas  ans.     Dieser  tragt 

*«  a«  Linken  eine  mit  Werg  behängte   höUernc  Kunkel  (K  in 

15" 


2Ü8 


der  Rechten  TTäireT^ucIi  die  Spindel,  deno  Faden  hinter  seinen 
Haupte  (lurcli  aa  die  Kankel  Iftoft.  1  die  Seele  bitit  üeo 
Kiinkehtab  zwischen  den  Knien  iinii  ffihrt  den  Faden  mit  den 
Hunden,  Oiristus  steht  untätig  vor  ihr). 

No.  8.  (Tafel  VI.  iX).  Ilie  Seele  entblößt  und  mit  gleichem 
Oestm  wie  oben  No.  4.  Vor  ihr  steht  Christus,  hobt  die  Uechte 
gegen  sie  i-tapor,  mit  der  Linken  taUt  er  sein  Kleid  (K  Christas 
zieht  die  Seole  —  M  sie  i^elbst  itehb  sich  nuckt  id!*,  I  Christus  hilt 
mit  der  Linken  das  Gewand  der  Beele  In  die  Hohe,  sie  kniet 
nackt,  die  Hände  .-iiif  der  Bru:«t  gefaltet,  vor  ihm). 

No.  9  (Tafel  tX).  Unk.«  ein  Qalgcn  :  zwei  roh  beliauene 
junge  llaumslilinme,  deren  natürliche  Oabeln  eine  Quorstan^e 
tragen.  Über  diese  läuft  ein  Slrli-k,  an  dessen  eiaem  Knda  die 
Seele  mit  über  den  Schott  iiuch  uitt^n  gckreiuten  Händen  hängt. 
Das  andere  Bade  des  Stricks  wird  von  Christus  mit  der  Liuken 
gehalten  (bei  D  und  K  iät  der  Galgun  ein  geiEmiuertor  Kahnien, 
mehr  breit  als  hoch.  —  I  die  Seele  hängt  aogenagelt  [tA  ange- 
bunden] au  einem  ICreux  [vgl.  die  KümmernuUbilder;  hier  fehlt 
nur  der  ItartJ;    Christus  erhebt  drohend  einen  Strick  gegen  sie). 

No.  10  (Tafel  V|[,  IX).  Die  Seele  liebt  in  r.icriicher  Tauz- 
stollung  mit  der  Kochten  das  tiewand,  sn  thü  das  Unterkleid 
sichtbar  wird.  In  der  Linken  liAlt  sie  «in  himpenaitige»,  dreifach 
eingeschuittetiL's  Gef&tt  hoch  gegen  Christus  empor.  Dieser  streckt 
beide  HüRile  gegen  t^ie  nii».  ||  diie  Seele  langt  mit  der  Linken 
zu  einem  Kelch,  dun  ihr  ühristu»  von  rü<:ht#hör  iu  der  hoch* 
erliobeueu  Rechten  bietet,  während  seine  Linke  auf  den  fCeleb 
weint,  In  der  Mit)i\  iinlei"  dem  Kelch,  i'in  Weinstock  mit  Trauben. 
Hinter  Christum  ragt  ein  Hau^giebel  j  Weinkeller?  s.  u.  Text  S.  15:f, 
I.  p,  IS]  empor;  M  Chrislus  tnigt  da.^  Oefaß  vor  der  Brust,  die 
Seele  stellt  mit  gefalteten   HUnden  vor  ihm. 

Nu.  II.  Die  Seele  gehreitet  mit  bloßen  Füßen  fibor  die  Wie»e. 
Mit  ihren  U&nden  zieht  sie  das  Obergewand  über  die  Knie  em- 
por, wodurch  der  bis  auf  dia  Füße  fallende  ünlerreek  sichtbar 
wird  (D  und  K:  Das  Unterkleid  fehlte  weshalb  die  Heine  sieb  bis 
zum  Knie  zeigen).  Christus  geht  ihr  nach,  indem  er  mit  der 
Linken  f«eiu  Üewaud  lallt  (1,  M  [Tat.  IX]  :  die  Seele  ^»ht  Ohrielo 
naeh). 


229 


Vo.  12  (Tafel  IX).    Die    Seele   im   CistcrzictHorlisbit   (so  in 

allen  folgeaden    Bildern  dor  Hs.  E]    steht   nach   rechts    guwendet 

mit  geralteb«n  HLndeo.     Ihr   gegonflber   xei^   ChristuK   mit   d»r 

Linken    uf   einen    Vorlmnt; .    unter    den    er    mit  der    Kecbten 

jireift    und     der    KWiMhen    ihm    und    der   Seele    mitt«lä    blaner 

Bioge  an  eiocr  blauen  Querstatige  faSugt,  die  ihrersoiLs  mit  «ioem 

Strick  am  UaU  einer  SJIule  her«stigt  ist  (D  die  Seele  versteckt 

(ich  hinter  dem  Vorhang;    I    Uio  Seel^  hebt  mit  iJer  Linken  den 

Vitrliang,  dt^r   -lieM  hint^ir    ihrem   Rücteti  veg  durub  dau  ganzen 

Raum  liebt  und  von  Christus  nur  Haupt  und  Föüc  Mii-htbnr  liUt). 

Ko.  13  (Tafel  V^ll,  IX).     Die  Seele,   nach   recht«  gewendet, 

hüU  in  der  nu:>gestre<;kten  Linken  eiuen  Bogen.     Mit  der  Reclitcn 

itigt  sie  auf  deu  abgti;ichosäeDeu  Pfeil,  dessen  Feder  aus  der  blut- 

itrihneDden  SchaUwunde   mitten  auf  der  BruHt  Christi  lierau«ragt. 

Dieier  hebt  beide  Arme  in  die  Hdhe.    |D    Der  Pfeil    steckt  im 

Renen  Christi,  das,  fast  unter  dem  linken  Arm.  auf  das  Gewand 

graeichnct  erscheintl?).     I  Die  Seele  iat  noch  im  BcgrifT,  den  Pteil 

fon  Bogen  zu  i^chnellen,   Christua  deckt  mit  den  Händen  ßrnat 

und  ht'ih). 

No.  14  (Taf  IX).  Die  Seele  nach  rechts  gewendet,  die  Linke 
auf  die  HOne  stemmend,  fahrt  Cbristum,  dessen  Hände  fibur  dem 
Leib  lusammengetchnilrt  lind,  an  einem  Strick. 

No.  1^  (Tafel  IX).  Die  Seele,  von  einem  Sitx  aufstehend. 
veiidct  beide  Uande  Christus  zu,  der  einen  wuiLk-ii  Sack  voll 
tiolditUcke  Tor  ihr  ausscbttttet  CK  hinter  Christus  stehen  recht« 
Doch  drei  hnhe  mit  einem  Krcux  bezeichnete  [Geld-]  Sückc.  da- 
TäbeT  schwebt  ein  Vogel  mit  einem  Nimbus  (oder  Kamm?]  um 
den  Kopp;  I  Christus  hllt  ihr  einen  Geldbeutel  hin). 

No.  lA  (Tafel  IX).  Die  Seele  sitzt  auf  groUom  Kotischem  Stuhl, 
Oniclit  und  llande  Christo  zugewandt  V.r  umfallt  mit  der  Linken 
•ien  Bals  einer  drei^iitigen  Ocige,  deren  unterer  Teil  unter  üeinom 
Anne  ruht,  wabroud  die  rechte  Uaad  mit  dem  noch  nicht  ge- 
-^liaonten  llogon  auf  dem  Steg  ruht. 

No.  17  (TaFel  VII).  In  der  Mitte  eines  Gartens  umarmen 
ficb  Christus  und  Seele. 

No.  IB.  Die  Seele  sitzt  mit  nur  dem  Schoß  gekreuzten 
lUodaD  auf  gotiscliem  Stuhl.     Christus  steht  neben   ihr  und  legt 


I 


230 


Ihr  soiiiu  Rcclitv  um  ilinm  Naclitm  horuiii  auf  ille  r«c1iio  Scliulter, 
ilie  Unke  drQckt  er  an  ihre  Drust ').  (K  Sie  ätr«iclit;lu  sieb 
gegenseitig  di«  Wdiigc;  I  u.  M  [Tar.  IX]  Christas  ttnd  8«ele  sitzen 
auf  äarchgeticnfler  Hank  einander  gegeiiüb«r). 

No.  i;t  (Tafel  VII).  Die  Seele  eilt  Christo  mit  vorgestreckten 
Armen  nach,  der,  zu  ihr  zurDckblickond,  Dach  recht;^  nutüclirvitoL 
In  der  Linkou  Führt  er  ein  Taiaboriii,  die  Rechte  schlügt  mit 
einem  hAlxemen  Klöppel  darntif  (I  Christus  bläst  ein  itleifciiärtigcs 
loBtrament,  vgl.  oben  S.  9i»,  3  zu  V.  1818  ff.;  M  [Taf  IX)  Christus 
sitzt,  das  Tamburin  «pioleiid,  die  Seele  kniet  ror  ihm  mit  betend 
orliobecien  Hilndco). 

No.  äO.  Die  Seele  steht  mit  nilßig  au&gestreckteu  Aniicu 
vor  Christu«,  der  ihr  eine  vicrbllttrigc  Krone  aufs  Haupt  setzt 
(M  [Taf.  IX]:  Die  Seele  kniet  mit  gefalteten  U&Dden). 

No.  21  (Tiifol  VII.  IX).  Die  Seele  logt  ihre  liiika  Hand  auf 
Christi  rechte  Schulter,  er  führt  seine  KecUte  an  ihre  Urust,  seine 
Linke  fußt  ihre  Bechle  |K  Chn:^tus  »tehl  liier  ausnahmswois«  links 
und  zeigt  mit  der  Linken  auf  die  gegoDuberatehendo  Seele,  die 
beide  Hände  emporhebt.  Zwischen  ihnen  steht  ein  Engel  mit 
gnrileD  Fia^el»  un<l  f^Ut  (lie  Seele  und  Chriätus  an  der  rochtou 
Hand");  I  Interieur  eines  gemauerten  Genmchs  mit  Fctisterau»- 
bliuk  auf  llrücke  und  Türmo  einer  Stadt.  (juerUber.  mit  dem 
Kopfendu  liuk^.  »tubt  uiii  llcti,  darauf  liegt  Chriätuä  angekleidet 
und  tu  seiner  Recliteu  ihm  zugekehrt  die  Seele  unter  gemeiii- 
samer  Decke). 

Nut  11  .M-liirkt  ikiii  ■Jnlidbl  KM  ein  lliM  niritus,  lüu  JL->lc«f«tls  tili 
TitvlbiH  iLiT  jj-niixi'H   lti;ilic    aiif^cfnßt    M'iu     will    (vgl.  u.  S.  3  iiiitl  47;  s.  u. 

■)  F.Jn  nlintklicf  Motiv  Mtgl  Rcnihninillx  .Jndcnliraiil',  [ImrfcU  n  Mcfa 
urn  einen  jUclitchcn  Vc>I(>tiun|[s-  oder  ßci;iuUuni;«t>TJucli i'  Die  I  IhikUk-Uuhi; 
ilet  ßtAulic !■>■>•  (Ulf  dincm  neniHlde  itimnii  wricciilicli  mit  drijenigcn  in  utix-nn 
Bild  18  fHhnlich  nuch  B  i\)  Ubercin,  auüei  ilnB  dotl  der  BrauligBin  linkt  (t.  7m- 
»ctiauci  nu«)  tieht  und  «eine  Linke  um  ilcn  NiicVcn  drt  Mil4lclicnii  Khüngl  und 
die  R  ec  hlL'  nn^  ihm  Btuii  Irgt.  Mo^^liclictweiic  iit  übrigens  tinsei  ßdd  nnprDngltcli 
unmtilclbar  ah  llluttialion  tu  CnM.  :f.  ii  gcdictil :  .f.nmi  ejut  »nt  ( =  itbictb*Ib. 
unten  an;]  cafitie  tbeo  tt  ilexltrtt  iUiva  tiinpit.TaliitHr  me'.  Vgl.  nucli  MM  S.  bü: 
,/Jo  naiH  er  n  untrr  tint  ^äüiriim  arme  und  itilt  lin  ceUertitlie  Aant  uf  irt 
bnitU  tuitt  laeli  tu  an  ir  atitiiil.' 

')  Vgl.  Si.  BeinliBTii.  S«rin.  in  Csni.  31,  no.  5  (col.  386G):  Hdtlis  para- 
nytnphui  (le.  ninjelu*  anitnar)  Jitcvrril  inftHnt  inter  JiUditnt  W  lA'^fCMn  .... 
iittentutii  '^uvjfiir,  licil  rarv,  reyratttntal  eo»  parittr  tibi. 


931 


Tftf.  III),  abitr  ni«ltt  •Ui^u  i;i>hSrl :  linkt  OliriMn»:  tiarli  linkt  *clireitaii<l 
»tliMl  er  xur  Stdc,  ricbls,  luilick.  Mit  der  luchWn  Schulter  tiigt  or  ein 
2Tatl«  llulikrnqt,  aber  dem  lilultrir>fi;n(lpn  AntÜt«  rinc  iKimnnkrnnr.  die 
tUndc  tinil  F66v  liabcn  keine  Nügvlninlr:  um  dit-  l.atilvii  i.it  or  mit  ciuitiii 
Mriek  piffirtct.  deium  ICikIl-  A'u:  naehiobrniU-nde  Rc«1d  (in  rinoliom  Müde- 
koitlm«)  tetl  um  ilie  liitiku  jcukclilnngtri  liilu  Ancli  si«  U&fft  em  Krou: 
«n  iciacm  LliigdMÜken  klcll«rt  nn  Teufol  «npult :  «in  in'aagTikBe».  rierilßigeii, 
(iKkvSotbM  Uii{ciIBbi  niil  ivni  llriniitrn.  EoUi);ciii  Baucb  und  Ikincn,  die 
Kte  dnixolüg  mit  XthIIl^i.     Die  Unfitlvlluti);  wirkl  urgtairvotl    iturMi  ibri-n 

Aneli  dl«  8ch«nck«elie  InkoDiibol  kal  einige  Itildcr.  xii  drnrn  di«  Hk*- 
«id  du  Einblatt  koine  Eiit4]ircc<biiDg  atirweiseii.  I.  Obrtttua  link»  vor  der 
Tb  einoM  UftiMcWiit;  oben,  racbt«,  «<Ii«at  die  Svcl«  »us  dem  Fcoler  eine* 
Uumfeniilcii  (JtbKiiiIni  (Tcit  o.  if.  IM).  2.  Link*  sitil  Cbrintiu  uiid  h&tt 
mit  dn  Linki'n  <rinm  Apfel  otnjiur.  Iliiii  k°8'^»1I>*'''  silxt  die  Sovlu,  div 
ÜNlit«  ontgegi!a«treckeii(l.  Zwixcli«n  beiden  ein  rnKlilhvhiuiKoner  U«atn 
iTnt  n.  >.  n.  O.j.  3.  4!liri»tiit  Mtlxt  Diil  einem  bicnncndon  Sjiati  das  Kleid 
dir  t<«eje  in  Brand,  ük:  tdII  Bnlurtu-n  mit  dun  Hfinden  in  die  U(ihe  fUirt 
fttil  «.  u.  («  V-  lüClir.  I.  p.  Id;-  4.  Lit<i  Sut'Ie  lii'gt  «-.-UHfund  mit  den 
IMafirn  rinc«  AUare*,  ('htutna  breiU't  M>Kituiid  lUc  ll&ndc  über  aio  au»  fTtiit 
*.  ft.  UiÜ.  Dien«  D»r>UJInng  lial  aiicli  H.  b.  u.  S.  44  <^  Taf.  IX ;  tg!.  Tcmrr 
dH  i«eilr  ZiUt  der  Mar|tar«lb'  I^^iiciin  o.  S.  325).  l>atu  kvmmt  nuch  Ah% 
Tiwlbil.1  (Tafel  Vllf; ;  Kalitiivn  8,  4  X  1"-  2«».  <'liri«liu  link,  in  ndirolUmdcr 
t>lellnii;{  ball  in  Akt  Hethlen  einun  Kultmbci^L-ii  i-ni|i<tr,  die  Linke  fnlirt  an 
nnmi  Strick  dio  S«utci,  diu  ruobt«  mit  g<-faltct>-M  llftndni  vor  ihm  kuial. 
itaiiclion  beiden  arif  dem  Kudcii  i-in  branneiidur  JUL,  ein  cilTviieii  Buch, 
ICnkal  nnd  rfeil. 

Was  «inzelDO  MoHve  des  ganten  Oyklus  betriDl',  so  wtrd 
m  J.  Kngel  und  Stele  ('IV.  IV,  V),  vod  PelUor  ji  a.  0.  ra.  E. 
rioblig  aor  eino  Annuntiatio  zuTückgeHlhrt.  üs  ist  tViiht^r  (S.  4ti) 
achoD  bemerkt  worden.  daO  es  wohl  ursprünglich  uicbt  Jn  die 
fidhe  gclidrte.  Der  Ura&tuDd.  daU  bier.  itn  Widerapruub  loitdem 
Tat»   Eti);el  und  S«ele,  sonat  nur  Christus  und  Seele  »uftrcteii, 


')  Der  <oii  Wvit:cl  und  /cttermnnn  (f.  o.  S,  I)  milEctcilli,'  ijluni,  IJoltHebnllt 

hu  mit  noMTni    Bild    nichl   rlrl   nichi   iib  du«  Siijel  tfctncin.      Au<h   hici  blickt  >\<:! 

bniiragcndc  JtsiH  auf  ilic  äccic  iiiTiick;  Angv-tichi  und  Kkidti  »ind  Ljluibc- 
•piitii.  lilmlc  und  FuBc  otinc  Wuniliiiale.  Abur  Cliriilui  iclin-ilel  liier  tedits 
■nck  der  rechlcn  Seite  hin  and  trügt  an  d<t  Stelle  der  Uorncnkrunc  lUt  äcbapixl. 
Stia  Ktcui  t»l  wi«  ditjcnigj«-.  dai  ihm  die  Nonne  BBchtrist.  itD  T-Krcoi  olinc 
KopfttQck  Die  SreU  Ui  in  Nnnnmtiadii  eekicidci  (dnmil  ilinniii  dat  von  H. 
•  F*n«d«b«u  gciehmc  Ocmlldc  Bu>  clrfn  Kloilri  Camp.  >.  o.  S.  4)-  Sic  fUbil 
dn  Strick,  der  Chhuum  eUrlet,  nicht  in  der  Hand,  loodcto  er  bildet  ancb 
thm  cigCTwn  GuittL     Der  Teufel  fehlt, 


i 


9SS 


femer,  rinß  wenij^ns  D  and  K  fltr  die  Dantellanf;  nur  ein«  dem 
Übrigen  fremde  Vorlage  ireUco,  rent&rken  uDsere  Annahme 
veseDtlicb. 

Bild  19  (Taf.  VIT,  IX)  criDnert  «if  rion  ersten  Bück  an  sna- 
loge  Darstellangen  in  den  Toten tanxeii,  Audi  zum  Text 
findet  sicli  ja  eine  Parallele  aus  einem  TotoutaDigcdicht  (s.  o. 
S.  U9  lu  V.  1803  IT.).  Trotz  alledem  scheint  mir  der  Zmammeo- 
Iiang  unseres  Hiltlos  mit  den  Totentimxdiirstellungeii  nicht  geüichert 
HeiDrich  von  NilrdtiDgen  redet  schon  im  Jahre  I34ö  ron  einem 
zum  Tnni  pfeifondeD  Christus  (s.  o.  S.  99  xu  V.  1818  AT.).  Pfa. 
Strauch 'I  aieht  darin  wirklich  eine  Hindeutung  nuf  den  Totentanz 
,iD  dem  auch  Heinrich  bekannten  DoininikanerinneD)iIo.ster  Kljngen- 
tal  zu  Basel''*}.  Allein  nach  neaern  l'orschungCD  ist  jener  baslo- 
riscbe  Tnteatanz  nicht  schon  1312'),  sendern  erst  nach  1437*) 
entstanden.  Der  älteste  Totentanz  überhaupt,  dessen  Hntütohungs- 
datum  durcli  bistr-riüche  Zeugnisse  lihcrliefert  ist,  die  danse  m.i- 
cabre  zu  Paris,  stammt  erst  aus  dem  Jalir«  U3ö*).  Heinrich 
von  Nfirdlingen  hat  somit  den  Hasler  Totentan:i  nicht  gesehen, 
kannte  wahrscheinlich  auch  keinen  andern;  er  knüpft  m.  E.  viel- 
mehr unmittelbar  an  die  oben  {S.  99)  titierte  Bibelstelte  an.  War 
aber  uiiimal  im  Anschluß  an  diesen  und  Hhnliche  Texte  die  Dar- 
stellung des  Chriatus  mit  der  Pfeife  in  der  Literatur  und  im  Bild 
gewagt,  so  war  xum  Christus  mit  der  Trvmmel,  dem  ergänzenden 
Instrament,  ein  großer  Schritt,  auch  ohne  Totentanz,  nicht  mehr. 

3.  Unter  den  Miniaturen  sind  jedcsfalls  diejenigen  der  H(t. 
E  die  iiitere88aute»ten  —  interessant  nicht  etwa  wegen  besonderer 


■)  SME  S.  8ft3  Anni.  tu  Brief  XU».  97  S. 

*)  W.  Wackcc  n>grl .  auf  den  sich  Slriuch  bem(t,  liill  allürding«  am 
iltierien  Ort  (Kl.  üchiiricii  S.  313)  <lic  beiden  Daretdluni^en  uebcneinMdct,  oIim 
■Ich  jadoch  Übet  ilirt  (■r|>cnicili|{vn  Boiivhungcn  ausiuiptcehen. 

']  So  Wacketoagel  a.  n.  U.  ä.  333  und  nach  Ihtn  P«|U«  S.  77. 

•)  Seclmann  a.  n.  O.  S.  29:  Fr*.  X.  Ki«u*,  G«Mti.  der  cliriul.  Km«  II, 
1,  451. 

*)  Scclmann  a.  a.  O.  S.  3;  Kt«u(  >.  n.O.  S.  450  dauert  ihn  v.  j.  UM; 
?.  da»1b«E  S.  448'  weiierc  UienluranEahe  über  die  Toientafiir.  —  J«tl  hl 
woli]  bciondcti  lu  vciwclicn  nuF  Keine,  Der  Ursprung  der  TolcnlAnEC.  lf*Ue 
1907;  femet  v.  iJcmtcIbcn:  Abdruck  des  «Itetlen  InleinincUen  Tntrnlunilcitei 
in  ZrdPhil.  40,  67  ff,  Ich  kannte  von  Fehs»  VeiKfrenllichoogert  nicht  mehr  Ein- 
■Icfat  nehmen. 


388 


I 


Feinheit  in  Hnr  Tcrbnik  oder  wcgi^n  lien'orsteclicnder  OriginaljUtt 
der  AalTasaung,  sondern  weg«D  der  Liebe,  mit  der  das  DeUil  des 
Bäwerks  behaodelk  ist. 

Seboo  der  Bodomlrrircn  —  ein  HintcrgraRd  frhlt  bei  den  Minis- 
tara «llfir  dni  Hn.:  <;iiig<i»liinL  »inil  «nr  dnii  M.  <lcr  Ht.  l>  —  x«i^  mannig- 
Um  WmIimI.  hM  iil«  uin  gifincr  WicsonplAO,  gewAlinlidi  nur  mit 
iru  mi  Kriolvro.  »»«lilcn  mit  ntiehcrni  Blnmcntuliinnck,  mit  isniilu  ab- 
{«diilianein  <4,  6,  10,  18)  odnr  n«rli  riimirb  gcENckl«»)  Kiin<l  (Fclxcn?) 
n  lia  V«nt«n«>l<--  ^8.  9.  II.  13.  14.  IC,  19.  .Titi^IbildS  «.  T.f.  III,  IV,  VII): 
(imul  rin  ßarlcn,  luich  liinlrii  von  i-'mnn  Zaun  aiitt  gelbi'ii  ['lliirkttn  unil 
enOMi  ÜeSecbt  ungreRit,  au  d«m  r«ehu  uml  link*  je  «in«  Tonn«  mit  «ulir 
Imia.  1>nmi<n  Slamm  und  knffll(i)niiii[er,  itri^ncr  Krune  aufrajrt;  nur 
in  liDkvn  klolLerl  ein  E^ieliliürncbvn,  auf  <icr  reclituii,  dl«  uiitcr  der  KrvDe 
DKh  tuvo  Aibtnmpf  tMgi,  «tagt  lich  ein  natiir)[elroti  gmialUT  Eisrugel 
nil  nff«bmM«>i  flllgeJn;  ■■!■  dem  Uraw  schlüpft  link*  ein  golbo»  llJU«heii 
<in  «niisicH  lochtK  itTkriet-lit  sich  darin  (17,  Taf.  VU) :  dann  wiiHlur  iit't  oin 
Seien  ui>  h^llein,  uiMenoitvm  Holi  (1,  Tsf.  VI)  iid«r  aus  Stein  riicUen. 
bald  |mni  rinracb  lua  grauen  (S)  «der  nialtrut  •  tiolollon  (30)  oder  graiiun 
^(inuiUTten  {i,  T«f  V}  n:ditackig»n  I'Uu«n  ;  bald  «cbachbrvltartig  gi^unlnut: 
bell[rtii«  und  dunkelgrimi  (1,5  [Taf.  VI]  I5|,  »ilur  grfin«  und  nitu  (12}. 
o^Stftn«  und  TiulcLt«  (91,  Taf.  VII)  quadiktin-Ii«  PUllvn  mit  Vierblatt- 
ud  Kreuiinu«t«rn. 

t>«t  ätiibl  Ut  entaedcr  cia  gotjatber  ThronieMul :  seohscokiger  Sit« 
iticiM  mit  braunTi>t»r  Zeichnwitt'l^  hulii',  «■.■nkrwallt«,  omainmlirrtR  rtiir.krii- 
ud  laoi  8eil«nwindu  ifi-iHcbeEi  rier  ßberra^enden,  lUlnngukr'tntdn  ITuitlFn, 
di*  «in«  Kant«  nacb  Tora  vtvUeu,  rocbteckigur  l''ulll4!|ipicli  ron  Goldbrokat 
ffiT«I.Vl)i  lieroclijier  Sitz,  boho  tfliipieh»rtiEü  Kdckwani  (Mattffuld  niii 
l^ltin  dunkelb  rann  (IUI  Ornain^nL]  iwiacliän  iwui  iibur  Rck  |;l^»tullt<■l1  (;rüUL>n 
lnlrfpnnkti).'iun  ffuslcn  mit  kuj^etbesctitoii  Kialon,  rotes  KiKscn  mit  ireißcn 
Qiwt«!  an  g<>l>leti«n  (jDAtl«nkii''>pfcii ,  grauer.  aeLwarEgentriebeltür  Vixü- 
UfftA  in  KlctsbllUfunii  mit  brcitcuii  blaugiatiom  Sbiuii  (7,  Tar.  VI);  — 
«da-  CT  t*t  oin  Ivbavnlost^r,  schwach  pn/l]Ucrt«T  Sita  mit  Podium  :  PuBbr^H 
ud  «eitlicbfir  Rind  der  Siliplattc  mit  MMeTzoicImiing,  iIm  Cbri);o  mit 
diiakdpanktiortem  üoldnbRiiiug.  mte«  KUncn  mit  weiBi^o  (^anti-n  an  xK-irli- 
Eubi(c-n  Knöpfen  (16);  Fußbreit  und  Kuiid  der  tSiltiilalLe  »aitinit  dem  ilariitittir 
Wfindlidien  Bunilleist  bUugrau,  da«  Übrige  grau,  braun  gealriclicli,  uktie 
Kiiaen  (18);  —  oder  t<ndlleh  ein  uinTai^tieT  Sitikasteti  mit  Pndimn,  huidc  in 
HoUaibe  und  mas«riert,  grflncs  KinBun  mit  »toifcii  (junstoji  aus  WuiO  und 
iniU  (16).  Daß  dio  Sodo,  wo  bId  das  Mudekottflin  trlgt,  den  Tlironscaaol, 
*lt  ifotin«  nur  d«n  einfachen  Stuhl  bonfitit,  wird  nicht  bluB  /nfall  sein. 

Selbtt  daj  Bett  und  ««ine  Anirflatoni;  M  ändert  im  iweilcn  kl«  im 
tnttn  Bild;  bier  ist  das  Koiifemlf  v<in  eirii^iii  «i-hHaihausIadündon,  Ton 
•ptrtllftnuig  gediehlen  Siulcbcn  getrasi^neii  Baldachin  überragte  dort  eirliobt 
Bdi  anttatt  du  Baldacbins  eine  ^-«iscbnitxte  Udckwand  iwiachcn  iwci  l*fo8ten 


M 


3S4 


Kill  kit{|;»l3)esettlen  Kinl<m.  Von  >lon  xwt-i  w.-iOen  RImcii ')  <)m  nT8t«n  BflllM 
liiit  <lu  aber«  Uvinrrc  i«l4iifo  ijuaston  an  goMoncn  Knü{if(<n:  di«  Uock«  Ut 
vaadirbig:  da»  tirrik  lint  ubunrnll»  iwui  Kissen,  «oiJl  mit  kiraiwcic  ^v- 
nogcnoii  blAiKTii  Stwifi'ii,  J««  iintnro  (rrSBcirc  mit  l^iiislon,  Bh«r  "bnc  (iiAd- 
Uniiiifii:  ^VHBg-riirio  f*tqi|i'lc(;ki;  init  roliim  Fiittvnmiadila);.  Nebco  Jcii»  twciti-n 
Hutt  Uiift  isino  iiicdi-rc  ]ir>h<>ni<^  ]{«nk.  niucri^rt,  wioilio  DollietvlIiMi,  Ooraut 
ttiii  Kcbciikoltor  Sttiinkrug  mit  DtK'kul  (Taf.  V). 

Ahi  wdili-ntj-n  jciliicli  gi-lit  (liv  Mitiiiii^fultigkolt  iii  Act  SrhiltivRing  Ao* 
wi'^itit  iirhiMi  K>i«iririii>:  nin  Tu  rhu«,  gcSmu'llot,  rKtuiTiirbigcii  (4)  nili-r  sTfin* 
Klt'iil,  rulor  fifirtfl  tinil  woiCm  Kriisrti  fl)  oAn  <liiiikrlgplhi-r  fg'iHtiinr?), 
baidcTtiL'it.H  !trhwiLrx(jorntiilvtvt'  Kiii^'trti  iiml  j^li-it-bit  SiUiiiii'  an  ilrn  Antiulti  utiti 
ijiilcii  (5,  Taf.  VI),  'i>l«r  KrHgi'n  und  KSiiinu  in  Hcnituliii  (7,  T»f.  VI):  — 
iiltran]urinb1au(>a  Obci-klvid  lail  RniODn  Annii1Tiuini;cii  und  linken.  Ia|i|t4>n- 
r-rniiig  .j{otadiltilt>i>[i'  AriLiiJi-i^kL'ii  (Hfiii^uärMLL'lii)  iiiil  llcniiulitiruttvr,  tluniKliri' 
bytalz  »Hl  Krayoii  und  iinturn  ßcttaiKisimin.  du-  Armd  üi-liira«  «cran'ti-l. 
griiiiiin  riildkicid  (U,  Tal*.  VI):  iiKnitiiHritibUiio^  Kli-iit  'ibiic  UXngv&iiii'-l, 
Hill  Aar  Bniiit  iiadi  tintcn  ifuschlUxt,  Hbcr  »kno  Kragon,  iIcssmi  8t«llo  eino 
lluili»  n-i^lIiiT  Kiii'.|>fo  All)  boidfM'«>'ittf{c?:n  Saiihi  vcrtrill:  schw«ricT,  mit  wcißm 
Kiiri(ifi'ii  btnAliUtr  Üiirt.  r«Uä  Irilorriiltur:  »tiiÜLT,  8«ki»»regur»iiil*'fiff  Int-'i'- 
r<»,'k  (11):  ii1lniiNHnribliiIii.'t  Kli-id  mit  Svlilr|i|io  itiiil  Iti-rniclinbusiili,  langer, 
riili-r,  Hill  Iura l)1i fing i'iidi'ii  Ti'il  mit.  p>ldi>Timi  KiiiijilVii  ^'iliiRkclirii  i'J  liiSttUli^r 
UQrtul.  mit.  Ui'Kctto  in  (rolil  und  Wciii  al»  AluicbliiB:  breiti^r  l(«rnioUnhr«g#D, 
iihn  di'iii  flau  wnißc  Si-hnfinrii.dcr  (?)  luit  goldüniii  Nnrtflii  Arn  ob.-rti  Ti-Ü 
<liT  Itriisl  bv<l(^ckl  (.Titvlbild'  Taf.  III);  —  rolf»  ^v'^Oi^cit«»  Klciil,  Krii|;«n, 
utili-tiT  5«iini  und  Aniiol  inil  HwriiielinboiaU,  iliu  btttcn  auch  inil  gK-ifhur 
riiltoniiit,'  (8  [Taf.  VI),  ;');  M*(if«rbiHC5,  »taik  i-idfioscbnörti»  SctiK-i>|ikl<')<i  mit 
Aruidii.  golbvr  ElRlbgürtol  (TasfhoV).  Kragoiii  tinlurcr  (riwatiil-  and  Annpl- 
sanin  von  Iliiriiiilin,  dus  t'nterkici'l  <'<'ld  mit  UUii  gMiiatturl,  biiigundUitie 
Hiiviii'rkn[i]H\  »(Jiwiirji'.  gUnüutiilr  Schimhplitdiiihn  fiU,  Taf.  VII).  —  '-'blcr- 
nivnsiTliiibil  ;  wriBt  Kutlv,  «iliwiirur  <i<ttt.  djtrübvr  ti«  K'hoiiilc*  »«hwanw 
Rkai'Uliir,  ^rliwiirffv  lUiibimm-liloiur,  wivili.r,  flbir  dm  SUtdi?  g>!f&lt<!trr 
tjiturscldi.'ior,  woiBo  llalitbiridv  (IJ— Sl.  a-  TaT.  VII)-  Diu  llnar«  Irägtrfi« 
Sool«  aufRRlnKl  iitid  ohno  Sebmnck  (1,  3.  4,  i.  8,  0,  II)  oHvr  in  uincin  Nitti 
C7)  oder  f.u  büid«»  ^eit«n  dci  Uottiulil«  In  ciiio  Dopix-ttulhc  von  dickuii 
Wülsu-n  gobiind«!!.  fiter  der  Stirnu  ein  BluiUL'imoliajipel  {.Tilclbild-.  3). 
"der  die  lUnrv  rallrii  unliT  uiuuw  schuiuU-n.  r^tcn,  uiil  »ciücn  Steinen  bii- 
»eUlvii  Si-lin|i|iol  in  w>jlilf;o»rdiK'tcri  Lcirkcii  iiiil'  die  Scbulteni  (7) ;  odor 
rudlick  aie  vcmluckt  aic  unter  <1gui  klütlurliclimi  iScliIcii-'t  (!• — äl}i  ciouiBl 
tthtnr  einor  burgitndtnehfrii  1Iörni3rkM|ipo  :  Uörncr  goMcu,  mit  (aur^Mtiekten?) 
liluiiiuiuwvi|;i-ii  rurxicrt:  navh  liiului  rnilt  i'iii  wuißi;T  EjcMeivr  (10).  —  Hur 


')  Audi  in  l>  und  K  liut  dus  Bttl  immer  zwei  KiMcn.  VkI.  tUtu  M 11 
VI,  2;  .Von  dct  regele  i-ii  kanenikco'  ....  Er  lo]  och  slaffcn  %!  dem  »Biiwc 
EWiiKlicm  twcin  woltinen  lüdieo  vnd  twAl  ktis*in  »II  er  liabcn  vndcr  sincm 
höbela. 


285 


CrAji-a  Ul  mria  t.Tiii'llil.',  8.  5,  6,  f>,  lA,  II)  auf  ilvr  Itruit  in  viir»  HpiUn 
fudi  nntm  i|<i«cJiiiltt«i<.  oiinniil  (7)  nntlgocclilonion.  Ffinmxl  luigt  akli  iliu 
^rcl«'  mit  bluDfn  Fnlltn  ^11/,  ti«niial  (jTiU-llt.',  i,  5,  C)  inil  iut«n,  sunnt 
But  >ck«uxcu,  kuriun  SdinabdiiehDlittn :  ätlen  (I.  'i,  3,  U)  siiMl  diu  ('ADi: 
Blelit  siilitliu'. 

VErl  L'iiifacliur  itl  ''liriitut  ici'tialUin.  Rt  i'tiichiiiiiil  iiiiii«.-!  iti  i{t'- 
ämuilli-r,  uiiKOKnrl'.'lcT  Tonikn  (nur  iin  .TilclbilU'  trftgl  vr  cimm  Strick  iiiii 
■lii'  Ltwlcn)  vun  v>irw«acli«nt-iii  llBlIriuMt,  ikre  KnIIcu  lic^oii  frei  um  dun 
Kult,  dadi  l«ift  HJch  Uii:i  air  aii  den  Arniflti  und  unlcii  ein  arhiualcr  Siuui. 
Im  1.  llild  (T*f.  V)  Irigt  ur  AWr  der  Tunika  oincn  r«>af«rbi£«ii,  g«*Rumtun 
\\k\A.  ilci  «iiU-r  dtiiii  Kiim  «oii  euMoiivr  AeralTv  jjcHdiloMen  wird.  V.t 
ii'iil  inuiK^r  UtifiiB.  hie  MSguIault  sind  iiii*  gvtdiulinct.  her  inIllIi(;<T, 
«0  in  iwel  8|)ilioD  gel«ille  Vollbart  und  du  EIiuu  iat  acliH-Hn.  lüttt«« 
)<'t|t«  i>i  AbvT  duti  Arbarlu  Jr  in  otiio  iltult«,  «lüiiitiekciiriiniiig^o  V<iliiU-  go- 
nDjcIl.  lireficr  Iiimbi»  raii  liUllgold  mit  roL  ciiigDuidincton  Krcuistrokluii : 
ci  ttnili  iDotxt  ilan  riiirilt  oino*  nit  dsr  SpiUc  njich  iiitlun  gckchrlcn 
1^11*1  dar. 

I>(T  Kngel  tl)  tTKift  uinn  xalb«,  (oiniiulta,  uiiEugürliiU  Ttinika  mil 
ti'l  <ingrtnif\tno\nti  Kjltcn ;  MI  dcii  Armi-Iii  Und  aui  IlaU  i'iiifHcli  ^i.-»JlttUil; 
iUaii:  l.ockro:  Niuibo»  iric  l'hriMUK.  ahor  ulinn  Knoistraldou;  Klägrl  innen 
■Ulli  Mit  blaiiL-r  Schal tlrruti«.  aiill^'ii  1i«ll)crnii  mit  •lunkcl^rfintim  Suhallüiu 
i^violil  df'iu  Kuifrl,  wie  CbriDtus  und  der  iSutJe  fi-lilvii  diu  Olircii, 

DiMcs  Uehageti  an  der  Detailschilderaaij  bilJet  diut  Ori^- 
aellc  der  E-Miniaturcn  und  gibt  ihnen  itin  InU-resse,  das  die  £uin 
Teil  vlvl  bt-Kiur  gt:zbic'linoU.'i)  Milder  diT  tibrigen  llsf.  und  Am 
Bnlisclinitlv  nicht  bcsiUen'J.  Auf  iii*n  Kililoiti  iles  Oriicinulzjkluü 
trag  di»  Seelowohl,  wie  in  den  lotztgononnt«!),  immor  dos  gleiche 
6«ir3Dit.  UnRor  Künstl«r  «uclile  dür  eintönigen  Folge  gorndo  durch 
diMCD  WrclucI  mehr  Fluß  und  Leben  zu  vcrtciheti,  und  iiuiScr- 
den  den  Kortechritt  der  Seel«  im  geisüiclien  lieben  woni^Ntons 
dadurch  zu  Ucsicbl  tu  bringoii,  dus  or  sie  zuerst  diia  troltliolie 
M>Mlek«filhtii,  dann  die  Ordenstracht  tnigeii  lättt  —  nicht  ganz  im 
Cinklaiig  mit  dem  Text,  dor  jedeüfulls  xoa  AnOing  au  unter  der  .Scct'«' 
eine  Nonne  ToraasMtxt.  Von  vertiefter  geistiger  AutUssung  kaaii 
iDnn  indes  nicht  reden.  Auch  die  Sichurlieit  und  Korreklliuit  <Ier/>()ich- 
imng  halt  mit  der  Ängstlichkeit  in  d«r  Aiirzilhhing  des  QefienstAnd- 
licben  nicht  Schritt.  Diu  UlicdioaLIou  »ind  ai'hr  ufl  v^rzüivbiict,  ^o 
namentlich  die  Arme  bei  Christas  fast  immer,  auch  bei  der  Soole 


'}  Abnlkbcs  gih  ron  dvn  Scustbddern  iJenelb«ti  li*.  gegrnUbcr  den  Minia- 
Ivwi  uidcitt  iMwekodices  t.  bdiEintyvr,  Sem*.  S.  S6*L 


i 


oft,  sobald  es  sich  um  Verkürzungen  Imndelt,  Dit  Hinde  zoichiiet 
der  Miiiiator  äußertet  ticliteclit  und  neißdiunit,  wo  ihnen  die  Situation 
selber  eine  bestimmte  Stellun};  nicht  aufnöti]^,  nichts  aozufaDgcn. 
Et  brgDO(;t  sicli  dann,  der  unbi^gchalliKlen  Hand  oder  beiden  zu- 
sammen den  auf  das  vis-ä-vts  hinn-eii enden  tiestus  tu  gebeo:  sie 
strecken  dabei  regelmäßig  deo  überm&Qig  langen  und  dicken 
Zeigefinger  oder  auch  die  dr«i  erstoD  Kinger  aus.  Die  Pinijer- 
n&gel  sind  zuweilen,  die  Fingergelerike  selten  markiert.  Hei  der 
iCcichiinng  des  Nackte»  ist  wenigstens  ein  Verbuch  zur  Modellierung 
gemachL  Die  Knrnation  ist  nicht  ganz  imgeüchickt;  sie  isl  nicht 
ausgespart,  sondern  in  roMigetontoin  Wetli  aufgutragon,  ilie  Wangen 
flüchtig  geschminkt.  Uie  Ge^iichter  sind  bieit  ohne  gerade  rund- 
lich zu  sein:  sie  verraten  «ine  sehr  ungelenlte  Hand;  ein  QefQhls- 
auRdnick  wird  nicht  einmal  angestrebt.  Qeschlitite  Augen,  sehr 
hohe  Angenbraufn.  Kigen*amlich  ifit,  datl  die  Augensterne  fast 
immer  zu  atiUerst  in  di^n  der  ander«  Person  naherliege ndeu  Augen- 
winkeln iJtecken.  Gewöhnlich  sind  die  eine  Braue  und  RUcken 
»amt  unterem  Abschluß  der  Nase  durch  eine  gleichmiiüig 
starke  Linie  gebildet.  Das  Übrige  ist  durch  leichte  Tönung 
angedeutot  Den  Mund  bildet  ein  rotes,  meist  ovales  Tüpfelchen, 
durch  das  ein  dunkler  Strich  gezogen  ist  Das  Kinn  ist  oft  leicht 
abgd,iel2t.  —  Was  die  Stellung  der  Figuren  betrirtt,  so  fehlt  zwar 
nicht  der  gute  Wille,  sie  ähnlich  wie  die  Qewandung  la  variieren; 
ddch  enUspricht  daä  Können  auch  hier  dorn  Wollen  nicht. 
Die  lU'wpgungen  sind  nie  lubhafl,  selbst  dort  nicht,  wo  die 
HaiidluDg  OS  zu  vurlangcii  ävheint  (vgl.  Itild  5)  und  tm  (ibriguu 
mit  weni^'on  Ausnahmen  unbeholfen,  eckig  und  arg  verzciehnet. 
Die  durchaus  weichen,  oft  nicht  motivierten  Falten  sind  sorgfUtig 
mit  dunkler  Parbe  eiDgeieiclmct  und  meist  weiß  konturicrt; 
auß'allig  ist  ihre  Zaugenform  in  den  gebogenen  Ärmeln,  und  in 
den  Kiiieteilen  des  Oistenienserliabits  die  nach  außen  gvbrochenen 
großen  stumpfen  Winkel.  Der  Faltenwurf  ist  besonders  bei 
Christus  ganz  schlecht.  Kürpergestalt  und  Hewegung  tiuden  in 
seiner  sackartigen,  steifen  Tunika  selten  eine  Andeotang.  Viel 
besser,  wie  schon  in  den  Bewegungsmotiven  ist  auch  in  dieser 
Hinsicht  die  weibliche  Gestalt,  äo  lange  sie  das  Modeko^tüm 
trägt.  Sie  weist  auf  ganz  trelflichc  Vorlagen  zurück,  die  un- 
möglich von  derselben    Hand    sein  können,  wie  die  Vorlage   des 


237 


I 


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r 


Christas'),  'li  den  sehwUebtten  Seiten  ansere»  Känstler«  gchUrt 
di«  PorspektiTd,  tovatil  in  der  /oichnon^  vod  QegeDsUoden,  wie 
StbhleD  11.  dergl..  ah  im  LanilscImfllicbfiD  (17),  den  SobachbrctU 
Md»  aiid  endlicli  ia  den  schon  1>cr(lhrt0ii  VerkQnunKen  ilnr 
mMSchlicbsQ  Uaetalt. 

Die  Kilder  sind  in  Lasurteclmilt,  meist  aber  in  WasMT-  und 
Oeckrirbtfu  ausgerubtt  Nur  weniges  ist  mit  der  tVdor  ^eiog«n\ 
um  mit  KaDtzscb  lu  reden,  »d  die  mei<ite»  UmriJJ-  und  Falten- 
liaieu  am  Gewand  der  CiHterziuni^crin,  tlHiir  und  Hart,  llande 
ood  FüUe  Cbriati,  letztere  nicht  immer,  dann  (io((eii»Utn(le  wie 
Am  Tambario,  die  Oeigv,  A'w  vinwärtd  gutogenoo  Zacken  im 
WiesoQgruod.  die  Striche,  um  Moilekoätflin  di-r  Seele  besonders 
die  Henntfliusjknmo  und  Kragen ;  nie  tlagegen  ibre  übrigen  üe- 
wftudteilc,  ebensowenig  das  Kleid  Christi  etc.  Scbattierunt;  durch 
parallele  oder  gekreuzte  Strivbelchcn  kommt  nicht  vor,  sondern 
wird  nur  dnrcb  dunklem  Parbenauftrag  u.  Ik.  erzielt.  Im  .Titel- 
bild' iat  die  Zeichoung  des  Oesichtes  nod  Qewandes  Christi  — 
nur  dies  —  mit  oineni  Stifl  Her  eing^giabeu,  so  diiU  da«  Papier 
an  einigen  Ställen  rill  (Pau^o?).  Fester  Kliittgülilaullnig  ßodet 
sieb  in  den  Olorieoscheinen,  Quasten  knöpfen,  Qoldstilcken,  der 
Krone,  die  Cbrijiltii>  der  Seele  auftietzt,  uml  den  UOrtalknOpreo 
der  Seele  im  ,Titfilbi!d'.  KQr  for&dti  LiiiioD  an  Tischen  etc.  wird 
□ie  ein  Lineal  gebrauclit. 

Die  Hohe  der  llildcr  schwankt  zwisclieo  3.5  und  7,3  cm; 
rlie  Lauge  zwischen  b,^  und  1,b  cm,  Das  HOlicnmall  dur  auf 
recht  stehenden  Kiguren  bewegt  »ich  lur  die  Seule  zwischen  3,  1) 

*)  SiwI  ftt  «He  Se«lc  im  Uat)elto«iam  vielleicht  S|>iclliaHeii  die  Quelle  |{c- 
w««c«!  Weisd  iin>I  7r«irrmunn,  Anflkn)^  <I(t  ntuckvikudM  II  no,  317  Itilin 
.Vict  SplellE>rWn  vom  Mtiitet  E.  S.'  (14(!0— I47l>)  mit,  v«ti  il««en  ili«  vieri«.  tlie 
,iI(lmkl)nl{io'  1d  litt  all£(itiGincn  Anordnunc  «Iclc  Alinlictikclt  mit  ilcr 
S««l«  >u(  d«rn  6.  iintrtvi  BiMcr  l»l,  U>«  All^^<ll>lun|•  auf  Jer  S|jiclkativ  ml  aber 
g««nsl*'c^'>^  fciDcr  und  vciiiUud'g«,  \\\  %\t  utiwtm  KUnitler  je  tu  Gebote 
«tdian  Lonnle.  Au«h  in  dtr  SU'lliin|>,  in  (l«n  Fallen,  die  liier  ictiilf  Kcixoehen 
«Ifldi  IB  Cetliu  u  I,  w.  Iinrlcn  sich  ctoSe  At>«e)cliungcn.  Immcrliin  i»  t*  inO|;' 
itcb,  ilaQ  lie  ontct  hfininlM  fiel  lir(illl<l  Iml  und  ilnnti  wcnUn  iiucfi  Knilen  aus 
tUntdben  oder  einem  Bhnlithcn  Spiel  lUt  die  Bilder  '6,  1  und  bctvndcn  |0  lu 
OcvuMv  {cuanden  haben-  Nolwrni!i)>  in  «Uer  diese  Annahinc  nichl.  dn  ei  (ät 
derartige  Danicllan^n  an  nihctn  Quellen  dach  nicht  (efaltc.  So  kfrnnic  BiUl  10 
n*ch  einet  freundlich  milgdciltcn  Vermuluns  Prof.  LciIieliuU'«  auf  ein«  lUtodias 
ivtUckgehn.  — 


i 


na 


and  5,  ß,  fttr  Chri<:tas  zwis^ehen  4.  9  und  (!,  3  cm.  Beim  leL2tea 
ist  der  Nimbus  mit  eingeroclioet^  der  das  Hanpt  stets  um  4 — 7  mm. 
Qberrngt,  Nur  das  ,Titelbild'  bat  ^röfJerc  DimenaioDca:  L&Dge 
Iß,  4,  Hübe  13  cm;  Höhe  des  Christus  10,4,  der  Seele  9,  ß  cm. 
Wim-  Iiat  diu  BÜdL-r  dir  H^.  E  ^Bicirblirl  und  ^«nislt?  — 
Eitio  S^iir  «chi'iiil  niif  ilii-  W'^rkststt  Toit  l>U'b"l<l  l.aiibfi  tii  liagpniio, 
Rlsiiß.  111  k^itoll.  K.  KaiittBcli  brHclirdbt  im  L'fItW  13,  87(r.  misrübriicli 
ilin  M'«[>poiiUf<'l  der  31.  ö»lli>r  llistomnbibcl  [Vailimia  n'),  SISc)  und  wciri. 
sio  ciit«chi*^dcn  jftiicr  Wflrbttfttl  in.  V.r  beklagt  «ich  fr«ilirb  über  die  T.r- 
rnigloiiigk«!!  »Qinvr  Nnclifotechuiigi.'n  iincli  <luiii  i'l8l«Hiiicb<.-ii  <■»<.- blv-<hC. 
ditm  dioi«*  Wn|)]trn  ftnKi'hörl.-v.  Rcirr'iflkhi'T  WVise!  D^nn  <iw  St,  (lalli-r 
Tiitul  bklul  kviii  vIsÄ^Uclm»,  »undcrii  ubni  juiioi  Alluuijtwapiwii  ti4>r 
Khing^r-Kapiicl  von  Konxlanx,  wto  unsrn  If«.  IC*)  (it.o.  R.  8)  dih)  iwu 
aiii'l  ui.  )'..  buiili'  BiMor  von  Tli'ndbori  Hand  x<^^'cti>i'>t  und  kvuisII.  I'a« 
eino  Hild  i*l  iw&r  iiicht  eine  gum  ^-oItciiü  Kajii«  dt-ii  ondeni  <i'^l.  n.  Taf.  I 
nnd  II  und  Knut/ach  a.  a.  O.}.  IK-r  ^ajii'tfiilratri'nde  Knic^l  nngi  in  B  di-a 
Kdpl  stark  eoitwArU,  die  Auguii  rtibcit  woiiiüor  tiof,  dit'  \ng&]>f<}l  ftt^l)r>ii 
Ktnrk  tincb  link«,  diu  NuontIGgol  nni  sctiw&cbor,  daii  linke- Übt  »titiclilbar, 
oben«!)  rtio  /.nhnu  im  li'ichl^oi^fTucioii  Muml.  DiA  llnar  winl  «»n  rinn» 
■chninlvn  Itrif  mit  Itniiimunnhniig  noch  obnn  gehenden  Zinken  ^chnlU'ii 
(:riii<^l)t  uiiil  Hnh  linil  f<'int;r  inoitelliorl.  [lii;  Piügt>l  »iiid  kl<'in«r,  nlioc 
PrHinnfoilvrii  iintl  nvhvu  );ennii  nj^mmotriecb  nocb  btideii  SniUiu.  Dia  Kloiil 
i*t  blau  mit  diinkliiii  Kalten,  denn  den  llintorgnmd  bildnl  hier  ein  Ro*»- 
t<<|i)iich  mit  Koldciiom  8lrßuinuKt«r  (in  der  (41.  Ontlur  IIh.  dji^c^t-n  bt  (It 
b\iia>i  Hiiiinu'I  Hiiitorgrund '.  ili'.ilialb  trügt  der  Kngrtl  duKiIbut  «in  UunaKC- 
wnnd).  Din  Scliilditr  itiiid  riirbt  niit.  ^<-'>[iictri»diRn  Mii^ti'rii,  Noiidmi  mit 
itehKii  ^GAchwungonoii  Arabi'Hki'ii  darnnsiicrt.  Ilirr  fUa  tische  HaUuicn  i*t 
droigliodrig  und  breiter.  Die  nni|[obende  Ranke  wird  von  einem  (nrade», 
links  unten  iui  rcchti^n  Winkel  g(>brücbi.'ncii  GuliUtab  getrat^cn.  iai  nidbl  ■*» 
reich,  ttbcrr,  wit-  daji  ganic  Hild.  viel  feiner  AiiaK^rUhrL,  was  siim  Teil  dein 
Umstnnd  cnsnschroibon  it^t,  ibiU  die  /.üidiniiii^  uuf  l'üri;ntiicut  atatl  auf  l'n|iii-i 
iit^tbt.  l'ntcn  umichlicllt  diu  Ifankc  twti  Laaditcliafti'n  mit  lliricb  1I.  ilindin: 
ilnrübeT  mn  blaiiirr  llimmi'l  gani  vnn  dor  Art,  nie  er  auf  d«r  St.  'ialler 
Wn[i]>nntarel  üidi  über  dein  scliildlragunden  Knga\  wfiibL  Dur  Wicwaplan 
ist  niif  lii>iden  BilrliTn  diirchntia  glincli.  nur  dnU  V.  den  grnnon  BtKttora  itail 
OrSicrn  »'nigiir  Oi'lb  niifKetit  [in  den  WiisrngriS Tiden  der  itildnr,  <)io  dir 
MS  iltiialrierun.  fvlitt  uiirb  diitsiis  <]i'lb  nir.ht).  In  nlloin  .inilorn,  vrat  T.inii-ii- 
rflhrnn|[,  F.xrbenniinrbtiny  und  Pnrhi'iiniif)ra|r,  knni,  Technik  im  wr-iU-4l»n 
Üiiin  aiduii|{t,  jjam  bcHondun  niicb  in  dun  Rank«nm[>tiT<'n,  tnina),  wi'nn  wir 
in  K  iliii  Kanke  »uf  der  orstcn  Si^it^  den  8en8r>i'Jxr miliar»  [Bl.  .^XIIl*]  m" 
rnckalchtJifeu.  liorrxcbl  vüllii-e  Übereinstimmung^.  M.  K.  wftiv,  wonn  dii- 
BildßT  »0»  Tflr*ehied«'neii  Hlindfii  sUmmtcii,  pTiifie  diiJi  <inKeiit>-il  ilriFalli 


')  Ich    wurde    nuf  die    Arbcilrn    Kauli^cli't  CHt  aufmerkiaiu,    aU  dci  (»te 
Bo|>cn  vorliegender  Ari>i:il  ^ciltiicUl   war. 


ma 


I 
I 


itt  Kopist  hsti«  die  Anurduiinic  günaamr    b«lbelulti-n,    da|t«g«ii  H*  Llntra- 
Umg  alehl  m  Uoictirnil  nn^baliiiii^ii  kfliinen  >}. 

I>«r  Ui>i»U'r.  4or  itic  Wapix-nlaf«!  ik-r  Ht.  H  KoiiiJitt  liat,  t*t  iiwvif»lf<iba« 
laA  der  Vikiiber  ihrer  ftbrig(.'a  BiMer.  sowohl  'Ipt  Hiniatnrcn  xiir  US,  kI« 
latb  d*r  ma«tr«ti'>non  dvi  S<^iiMi-Ki<inpUr»,  sowie  ilrr  Inilial<-ii  utiti  de« 
ltanl!cnwn't(-a ;  tili-»  spricht  ixtfir,  nlohU  iUM{agvti.  AndronwiU  Ul  er  mit 
im  UaIit  der  -Si.  ÜhIIit  V«|>|iunt«fel  iiliMitiM«li.  Soll  dnnnacb  di)?  i^rwUiiilo 
lflnni|iUuiK  Kaiitindi'a  rlehtit  »ela,  »••  mfi&t«  anffh  ■ntrc  Hi.  K  iliri'n 
I^I^TKliinndt  in  l^ub^ro  Werlutau«  xu  Lbitcnau  im  Elsaß  •irhvIU'ii  liub<Ti. 
Nttn  aber  stellt  KauUieh^)  Ak*  Atinni  Auf:  ,[>ir  Miindnrl  >lcr  11*«.  gibt 
itn  «tllig  sichere»  Miltnl  lur  Urepniii^boUminniig  [ihror  Rildcrj  innvr- 
Inlb  «i>iUM«r  Qrniiicn  kn  ilii'  llar»!'.  her  li.au|iUkcMle1wlfi  tirunJ,  weahjdb 
KiDtiMh  dir-  Hu  (I>lti:r  Wa|ij>i>ntjif<'I  (wir  lii'i«iclinen  dlfiMt  in  der  Polgo  mit 
4a  Stglv  SlÜ)  der  WürksUtt«  t.«atKn  cUKlireibt,  burubt  [a  der  Tal  luif 
dtu  Hnntiiiul.  d«&  die  II«.,  worin  sie  sidi  findet,  im  KlsnU  yfMhtiitlieii 
■»fdeii  iit.  Allein  man  dcnmclbcn  Griinilu  kann  di«  H*.  K  ntcbt  im  RImO 
L.*ciBak  «arden  min,  duin  ihio  Mnndirt  weist  aar  die  U-jdcnBoi'evigund  (i.  u, 
B.  Hi).     Und  iWh  slamnicn  «ii!  lont  selben  Uei«t«r! 

I)M  Axiom,  du  Kanlisch  aufKvstellt,  iat  obon  binnilig.  Mit  llochl 
«tml*  «  «cbon  von  Bredt')  iibKQloliat.  I'iv  Mundail  cinor  If*.  w.-itl  für 
ifi*  llpiinatMnnitt«Iune  ihrer  llilder  guwiU  oftmals  den  richliiffii  \\\'g,  R'- 
nüfii  aber  für  licJi  alloin  niomali  in  einem  iwingcudco  Itcnci«, 

Freilich,  ffir  E  trifft  dai  Aiiuin  tufillig  das  Uichtige,  nicht  «bor  für 
die  SVG.  Es  wKre  ja  Tcrwunderlicb .  wenn  «inu  in  Konstans  «elbst  oder 
dasatn  rm^bang  aiiKeferligte  llHTid<«hrift  nach  dorn  P.lufi  sur  Tt<-ma1nii^ 
gwehickt  viiritrn  «Irp,  xn  einer  '/jpIU  wo  Kunslnni  snlbur  nicht  n<niitj>T  al« 
IIj^iniAa  i'in  Mttulpiinkt  dirr  InuidwnrkumAßigcti  Buchmnliirni  in  Obi-rdi^ul-ich* 
land  war*J,  gMtti   abf;(u«bcii  vou  du»  nahe  kvIp};ciiuii  ts^lrDichcn  Klil^tuni, 


■}  Metkennert  ttt  auuli  rottend»  im  Sl.  daltei-  und  im  ElmicdkrkcMlcK 
vctvciulclc  Motiv:  auf  (Jen  St.  Geller  Bil<l  li«tnmt  links  unlL'n  (v.  Ziitcliiucr  lu») 
ein  llfticlirii  am  einem  ScMuptloch.  Kopf  unil  VordtrlfUUv  lind  siolillmr.  R«c1lU 
ilag«^R  iit  <:in  ltll>i:lKii  im  B<(^>fF.  im  Botitn  tu  vcr*ch«ri(iilcn,  wir  tt^lim  nur 
noch  d«ii  Hinlvrletb.  Das  t«r*cliwini]cndu  Mäicheo  findet  tich  auch  auf  dfr 
Biasi«il«r  WapixnlaM,  abvr  nicht  im  ltiii[il|iliiii,  tomlem  In  der  unlcn  tccbu 
in  der  Kaak«  beündlkhen  Ijindtchari.  Ketilu  lUschcn  iciucn  sich  ferni.t  im 
17.  B.  da  MS  (t.  o.  S.  V33].  I^cidei  «itkl  lir  auf  uiisctn  etwa*  mnngcllinricn  Re- 
pradUilfaww  (Taf,  I,  II  u.  Vit)  (asi  nklil  wnhrtu nehmen. 

*)  Jt,  Kaiitatch)  Clnldtcndr  Kiüilcrunfcn  su  «incr  Geich.  der  tbuttehen 
tfM^rtriftanillMlraHon  im  tpucn\  Uiitelnlter.  SlrsQhure  U'H.  S.  19;  viia  mit 
mtMatnnoik 

1  Brcdl,  Katal«c  der  luiliclali.  Miniaturen  des  GermaniKhen  Muieuma, 
HDnbvrg  1903,  S.  b. 

^  Janitichck,  Ceach.  d.  ticutschen  Malerei.  S.  U3.  —  KDUlinch.  Di« 
Om.  TW  Ulricb  Ricfacnlalt  Ctitunik  etc,  in  zrCO  4S,  473. 


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240 


in  danen  Aic  Miniiitunii&lvrei  clicMiratU  oifri|^t  betrUbw  wanlo*).  VmI 
Bllltr  liegt  Hchoii  di«  ADn«bine,  der  im  Ü^tsaß  geschiüb««  mtd  Ton  dort  in 
«Itn  n*iiitiü  gebra<)it»  SL  Oall^rkod«!  «t;i  tod  d^n  r«ichi?tn  F.hingr.rn  grliatift 
und  in  KonjitAiix  oder  denen  Ntbe  nxcJilr&Klicli  mit  ihrem  Waipiion  giwchmückt 
«orduo.  Weil  J«  D.  Lkober  in  scinor  W«rlc»tUtP  ftr  Abu  MulcL  ubeiUin 
lieli,  wird  er  woki  tureilou  Ate  Tili»)««!!«  titiaer  ItCicIier  fBr  diu  Wappen  der 
kfinfligon  Itesitzcr  olTon  gnlasKon  Kobun. 

Aber  kOnnUi  ntclit  oin  uuil  drritelbi!  MviitUr,  i.  K.  Hau«  ScIiilliiiK  — 
Ksutisch  orwKliiit  ihn  im  Verlaufe  scinur  Kri^rU-ningun  wKhtuulB.  ubue  ihn 
juducli  jvjiu  WiL|>piiiiUfKl  <<iid|[iItiK  r.uiiiwi>iien  —  die  StG  In  Haicenaii,  die 
Bildc>r  diT  H».  K  ubi-T  nach  uiiiur  a1If^ti);an  Üb«rslodclun|{  in  KuntUni  g«- 
r<.-rlif!l  liubeii  ?  An  Midi  wUre  dies  nicht  uninriglich:  denn  alles,  vu  wir  Tun 
Scliilling  winHt'ii.  Int..  duO  or  14&9  tu  Hn^i^Dau  di«  jotit  iii  Kntinu'  bcßnd- 
licliQ  Ueimbibel  goscliriebun'].  AUeio  IL  Schilling  kann  hier  nbrrhaapt 
nicht  in  Betracht  kommen.  Hank  dor  /iiTorknitiiticiiihRÜt  dnr  kflnigl.  I.andnii- 
bibliotliek  in  Stuttgart,  nuwie  des  Herrn  Dt.  IHoraucr,  Diruktitr»  dor  St. 
Oallirr  StiulLbibli»thck,  wurdr  o»  mir  inngüch,  Ai»  St'i  und  die  Bilder 
SctiillinK«  im  Stutt^artirr  Schnchiabi.'P^  intU'inniidiT  und  mit  den  MiniaUin-.n 
iinicritr  Hs.  E  ttt  «urgleichcn.  Cin<^  fem»  Fumi]k'tilLlinlic.bki.-tt  iKßl  »ich  jst 
darin  rieht  vvrktiniu-n.  Manclien,  «an  Kaulitiieli  dnrfibt-r  >ia)[t*J.  int  riohdg. 
Abvr  dii-  Irunueiiilen  Ki^i-titfunlichkoiteu  aberwirge»  nturk.  RininaJ  ist  die 
Technik  eine  grundTTschiedcnc:  im  Stil  lind  in  K  aelir  a]iar*amer  Gehraoch 
der  Feder  (§.  ».  S,  '237);  im  Schachiabel  allu«  fibermall«  FwlonoichnBiig. 
Dort  tneiat  1  leckfarbet).  hier  vorwiogend  La^iirunlochnib.  Die  Vegetalioil 
dort  lippig  "nd  aaf  diiin  Hodonslrolfcn  gleich rnftOig  »prbrdtnt,  die  BIuin«ii- 
dtengcl  cte.  nur  mit  «inoin  leichten  strich  gotoichnct.  der  Vordflrranil  Am 
E'liuicf  moial  mit  den  frfihnr  rrwUintun  nackigen  KiniirhniUitn;  hier  pbcns» 
rugelmlfliii;  ein  blaiigriinnr  Ftodcn,  auf  dorn  ciiiirlno  iiruxbüachM  in  starken 
EDtr«muiigon  run  einander  wavlison,  dii>  Stciiucl  sktn  twi'iHnig:  die  Zacken 
Milon  gum.  Rbcnmi  vi-McHiedon  iat  diu  Tracht,  di^r  Palti^nwurf.  dai  (luir, 
bun.  im  Bart,  ß  Iial  diirchw<'j{  nuxdrucksl'Jüc  K^pfe  —  der  Wajipeuunjtel 
ist  WßitoiiA  dna  Beat«  ^  und  unbohulfcne  Bewegungen,  die  Stuttgarter  Hs. 
dagegen  recht  cliartikturistLiicbü  Güaicliläbildungon  u.  ii]>rccbend(  Gesten  n.  s.w. 

Kine  Beiiehnng  d*i  StG  und  der  E-Bilder  lur  Werkatutt  dea  Luber 
la  Ilngcnsn  muß  demnaub  entii^cbiedcn  abge]<^hnt  werdou-  [>aa  Nichst- 
licgendo  ist,  unaerii  Miiister  in  Kfustanx  au  suchen.  BMondcm  Riifa  «r- 
fieute    sieh    daaolbat    xn    Antang    dan  li.  Jb».    die  WcrkatAttc  dos  Ollich 


')  ^'s''  t'-  Beck,  Ober  Khwibische  (Ubnn<)  Htnialur.  intbetondct«  Bricf- 
und  Kanenmaler  (Archiv  f.  cliriall.  Kun«i  I8!)4.  S.  4.'>tr.)  und  aus  Beck  lebOpfend 
Rcda  K  Iciniclini  iilt  (>.  f,  M„  Zur  iHildcuuchcn  Buclunalcici  dci  ipItercH 
Milulahen  (Chrisil.  Kunu.  MoaaiMchrifl.  U.,  19()5/6.  S.  S69fr.).  Beck  erwUiBl 
nur  rur  iliit  1&.  Jhd.  iwOlf  Miiiiaiurcn  aui  dem  Benediktiner'Klaxttr  St,  Ulrich  udiI 
Alri  lu  Augsburg,  lUnfiehn   au;  dein  Benediktin^t-Kloilei  Wlbllngen  bct  Ulm  u*«r, 

';  Kaulxtcli.  CIBW    13,   »1. 

*}  Kaultich  a.  a.a.  S.  9SS.  «)  A.  a.  O.  S.  89  t. 


241 


i 


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I 
I 


Uüi^twl^).  Wir  «Umb  aber  iiidit,  ob  de  In  d«r  uteltea  HUfU  dw  Jk«. 
ttttMÜlili.  Und  J«dMfalli  haben  unsere  Bildor  mit  deo  HiaUluioii  der 
Kouilachronlk  des  fienumten  nichU  V«r«aii<ltt>s.  i'b  air  nun  •!**  KarUTUbftr, 
Icuuaiet  oder  Wietwi  Biemplkr  Tergleichen,  soweit  tidi  rtotgiLeB»  «u 
In  >on  KMUach  dem  48.  Bmd  der  ZfQO  bdg»g«b«iian  Tatda  nrtollni 
II0L  Pir  tlu  KjDiLaiuer  Ricmplar  «urd«  mir  du  looh  bMondera bciUttgl 
iatA  4«B  Hom  Archivar  I)r.  Maariir,  dam  ich  mrinc  Ph(>togr>|iLiui  ur 
VcifMcluilig  gMchtekt.  CboiiNiiwenit!  isL,  wie  Bihlmfjror  ui  mnehmeii  ge- 
tagt MlMiHl*),  KD  Jen  frnhrr  «irwAtuilan  Prcabjter  Johume«  SAtUor,  (a.  o. 
i.  1^  Amn.  ■]  10  drakon:  er  stellt  «Im  E-Bildsrii,  «i«  »thoo  äi*  fliklitfjtst« 
Vcrgtaieliiuig  tetgt,  noch  Tcmcr  al*  etwn  Haas  Sübilliag*). 

B»   llBt    *ich    d«>iui    für    ifB  yi»\rr  onaerer  Miniaturen  nin  bcstünntM 

VuDe  nichl  lindca.    Wir  iddmod  wob  bognQgcD,  siu  oinci  Scbulr  oder  brtxtr 

dtar  Bicktasg  iD>etH«n  lu  kSnnan.    DafDr  gibt  un»  nainonUicb  du  Rankon' 

>trk  eine  Vr'tgirttiuig.    B>  wei»l,  nach  dvti  Onimliitscn,  di«    Brcdt*)  und 

tttcb  ihm  K  Irin  ich  Bii<)t^)  »uf^fMlrllt  hnt,  enUchicdcn  tuch  Baicrn.     Nicht, 

tli  üb  die  H>.  ia  Baiern  ivUnt  Kniiall  «orditii  «Kr«.     Je    mehr  die  lUnke 

ktrortritt,   ju  Innor  dtit  BUUenichmuok  orvrhetnt,    um  no  mehr  hüben  wir 

Mth  Bndt  die  Heimat  einu   •ulrlK-u    Eneti^Diuei    In   den    VeNten    vun 

Baicro  en  renelsen.     Daa  tridt  hier  xu.     In    der  SlQ    schlingt    licb    eine 

S-Ktnk»,  oben  in  der  Uitte  boipnnend.  um  dir?  drei  lußeni  lUndu  der  Tafel: 

gHngen   wird  sie  rorn  Ouldrahmen  des  \Vnp|>uiibilili.>*  sellxit.     Die  S-Kaolie 

ia  C  Bl.  XXni  ■  dieegen  gebt  toh  d»r  Initiale  >ui  und  h&t  aU  IVSgeT  einen 

(klditab,  der  aiob  d«rcb  die  Uitte  d«s  innem  und   untern  Randes  liehL  und 

iIki  eine  Blntoo  Utgt:   euf  dem  bbcm  und  dem  InQero  lisnd  acbwebt  die 

fUnJce  frei.  Beim  WappeabUd  In  B,  das  in  dieser  lÜDiirht  am  otnfachaten  ausgo- 

jtUtlet  itt,  toigt  sieb  d«a  Rutkenmoti*  nur  unUtn:  nuf  der  Seite  wird  os  durch 

<to    ini    Sinne    ein«r    Ranke    ornamentierten    Rtnh    ersi-iit.     Auf  allen  drei 

BlUiarn  dominiert  durch&us  die  Kanko  bcn.  der  Stab  «vlbit.    Ihrtiu  dürftig 

gekelteoeB  Schmnck  bilden  phantjutiiiclin  Kragipon  oder  nitUiraliKti>ehe  Blitler 

■ad   Blmaen   (Rlimi|irriK,  F.rdboere,  FiiiKi-rkraul,  (iloeki'nbluineii  u.  i.,    b«^- 

wniden    eine    eigentäuilieh    utilUiurte    Kune  :    diu   «unges^ireitte    Kelchdeeke 

nigt  lieb  ia  rnterticht,   iwiidion  ibnin  torii*  niält«m  entdicln^^n  eb>enRO- 

*)  KaaUfcb,   X>ie  IIu.  vca  U.  RicbeniaU  Chi«nLk  eic.    Z(GO  A».4tSt(. 

■)  BibIfDcyet,  Heinrich  Scuie,  S.  &6*  \aaa.  •) 

^  Aach  cUc  II».  niTiiiichcn  end  ■»tlitchin  Inhalt«  aui  den  Kenatifuei 
DoBiiaihaoeiinncnklOiteni,  die  jetil  die  Uberlint^ci  LcopoUl'äo-iJhicnbiUiuthck  bc- 
WUt.  geben,  wie  ich  mich  an  Ort  und  Stelle  übcKtugic,  fUi  dit  Beilimniunic 
MWirnT  Kiniaiurcn   kclncilci   Anhaltspunkte. 

^  A.  •-  O.  S.  ßi. 

»)  A.  a.  O-  S.  »70  r. 

*)  Die  illiuninittlen  Hm.  !ti  Salihuigj  t»n  Hani  TIelie  (i.  Bd.  dei  Be- 
(chmlxbd,  VcRcIchnl»  dci  iUum.  Ibi.  in  Ostericich  targ.  i.  Fix.  WickotT)  Lcip- 
■ig,  llictwnitnn   t90i». 

tlaai,  Dl*  miaand«  Sttle  14 


1 

< 


343 


viele  Kvotpcn  in  Oberlicht),  f*ni«r  di«  »ag.  TtTaieritt:  Jongfttn  tuid 
Einborn,  B&r,  Affe,  Hincb,  Eicbliflnichcn,  ITsii,  BionsnCreiser  u.  derf;l.  ~ 
Dio  iRitiitlpD  m  IZ  stnliim  niif  Klatlnni  octor  mit  laicbtoui  Fftrb^naitnng 
tntbcitlii^nurlii;  gi^miMtrrUün,  iiiiriKKlmiUig  hi'Krnii>^Lein  floldKruud:  daa  IniUal- 
getägt  i>t  ilitiin  iIm  gutische  lti)llMatt:  «oltniior  iftt  di«  Initiale  Bßlb«r  <iolil 
auf  mdirrarblgem  Oniii<I.  Die  Initialliicurcn  stehen  f;ewöhnHcb  vor  ge- 
mu«tectein  Teppich  und  oline  Biiduii. 

Wvnii  iJi  mich  iiarti  Vitrwnijdt9irhnniii>)iQm  nmicho,  so  dürfte  Bin 
chotuEieli'riidii-KutikuilvaAuKiiburgcrltruviuri,  Bibl.  St.  l'cl«r  In  8alibnrg, 
tbfteblld«t  bei  Ti«txe  Taf.  I ,  oder  das  Rsnlcenwork  bei  Brcdt  tu  s.  0.  Tat  18 
no.  ]lfi~lä3.  Mm.  370.  «her  noeli  dii§J«iii|{e  Im  Crtdualc  tau  Mcdlingon, 
K.  St&alsbibl.  München,  abgebiliiot  bei  KleinBclimiill  a.  n.  <>.,  .S.  371,  li«ran- 
Kcsogeii  wcriloD,  vor  nUrm  abrr  Knukn  wie  Initiale  im  Antijibonnr,  do-t  i«h 
in  der  Bibltulhcli  tu  Viblingoii  uiistjdi'gt  sab,  UacU  sind  dio  Hauken  unK«r«r 
Bilder  magerer  aU  all«  genannt«!]. 

1.  D  hat  durcb  Ausschnitt  die  B.  4  and  16—20  rerloren. 
Die  ersten  drei  noch  vorliaadeiiea  Ü.  habeo  einen  mit  der  Feder 
gfezDgenen  Kaliroen  zu  9,  '2  X  6,  3;  9,  1  X  6,  4  und  9  X  6  em.  >) 
Dar  Stehgnind  iüt  überall,  auoh  io  B.  1,  2  u.  3  der  typische, 
in  regelmäßigen  AbstAndeti  mit  Gras  und  roton,  weißen  und  btanen 
Blumcu  besetzte,  sorgsaai  gezsicboetc  Bodeaslreifeti.  Die  Seclu 
gebt  immer  im  typischen,  laagoo,  meiet  gogurteteo,  um  den  Hals 
ziemlich  weit  ausgeschnittenen  Gewand,  das  leicht  auf  dem  B<>deD 
aufliegt  und  die  Füße  gewöhnlich  bedeckt;  nur  ina  B.  1  sind  die 
Spitzen  der  schwarzen  Sclmabebchuhe,  B.  11  die  bloQen  Füäe  und 
Beine  eichtbar.  Die  Farbe  des  Kleides  ist  bellrot,  dio  Falten 
sehr  fein  modelliert,  Schatten  dunkelrot  mit  Schwant  vertieft, 
Ärmel,  oberer  und  unterer  Saum  gelb  gcrandet.  Die  goldblonden 
Haare  tragt  sie  zweinaal,  ß.  6  u.  14,  in  Zöpfen  um  den  Kopf  ge- 
schlungen, sonst  in  reichen  Locken,  die  bin  auf  die  Schenkel 
fallen*).  Christas  hat  ebenso  regelmäßig  eine  dunkelnolette, 
geürmettc  Tunika  'ohne  QOrtol,  dio  in  einfachen  schwarx  scliatUert«n 
Falten  auf  seine  unbeschuhten  Füße  QieQt.  Um  den  Hals  sind 
die  Falten  in  einen  Saum  gefaßt,    der  wie  der  nntere  und  die 


■)  Infolge  eines  Vertcheni  blieb  diesrr  Rahmen  auf  dem  CUcli^  de*  dtinen 
Bild«  wg  1.  Taf.  V. 

*)  Du  Bild  I  (Tar,  tV}  iai  nacl)  anderer  Voilage  gemacht'  das  Gnrand 
dtclit  rinsc  um  die  Seele  den  Hoden,  die  Fallen  sind  reich  und  fut  ImiNerig. 
EbeoK)  beim  daneben iiehenrlen  Engel  («eißri  Kleid  und  weiD«  KlOgel,  die 
Schatten  in  Blau  und  Purpur). 


24» 


P 


I 


ArmelAuM  welO  g«raad«t  Ist.  HfiBIgcr  RIod-  nod  BidcenbaH 
(kein  SdiDinbart),  daab«lbrauD  mit  scbwan  scbattiert.  Daä 
HAopthur  TOD  der  gleichen  Farbe  und  aber  der  Stini  (;esc)ieitelt 
fällt  in  freien,  natürlicheD  Locken  auf  die  Schultern.  Kreis* 
funniger  Nimbus  :  hellbraun  mit  gelbem  Saum  und  eiogeieichnetea 
gelb«D  Strahlen  aod  duakelroteai  Kreui.  —  Christas  und  die 
Se«le  haben  sehr  große  K6pt&  und  Hftnde,  untersetite  Leiber. 
I>ie  Qesichtcr  aiad  rnndticb,  der  Abschluß  der  Nitse  sehr  klein, 
die  HuDdwJokel,  die  Eiusenkuag  in  der  Uberlippo  unter  der  NaM 
uiDgebead  schattiert,  das  Kidd  ibgesetal.  Die  woitton  Fluischteile 
sind  teils  an»  dem  Perguneot  gespart,  teils  »ofge^etit  und  mit  lUt 
und  Braun  schattiert  Zeichnung  (mit  spitxer  Feder  .geKlricbeu') 
und  Beiaatung  ist  überall  gleich  sicher,  sorgsam,  fein  und  lut^ 
mb«r  immer  tjpisch,  ohne  realistische  Tendencen  und  ohne  Ab- 
wechMloiig.  Der  Stil  ist  aosgeBprochon  spS^otisch.  Ich  ver- 
weis« hesonderä  auf  die  Pormeu  der  Bettladen,  Slühtv,  die  folteu- 
losen  Decken  und  Vorhinge  (bes.  B.  12  mit  dem  bekanutea 
Stren&uster)  u.  9.  w.  Alle  geraden  Linien  «ind  über  dem  Lineal 
getogen.  Der  j^eichnung  nach  konnte  dies  der  altest«  unserer 
drei  Blldercjrklea  ««in. 

TMbnik  mi«t  Linienrahrunic  wcisnn  auf  die  iniii«T,  g«Dftuer:  Wiblingcf 
Schale')  hin,  von  der  «ir  vincn  Vciiintvr  in  ilur  fiMKainciil-H*.  2S!i  ilpr 
SÜ{UbibUoUi«k  RiriHiedRlii  b&ben.  8ia  ist  nach  dnm  KintruK  S.  S'^1  vuii 
SjMOD  BAHch  Ton  Harchdorfl.  Kuiivciilual  eu  Wibliag«n.  für  tieii  Abi 
nirtch  ROMb  Ton  St  Crallen  i.  J.  147'^  vullondct  word«n'J.  Hier  wli;  ilnrl. 
Aad^a  wir  d«»  i^ldcb^n  Mkitj^el  aii  Aufdruck  in  den  stareotyiiun  UoaichUrn, 
dieselbe  klliorubigir  Eljjliing,  hier  nie  ilorl  abvr  auch  dicsulbc  sichere 
/.cichnung.  di''  glt^ichn  Art  dvR  Ifinicinnu^cs,  <lir  gleiche  vorlrcfflichn  Toukoik  : 
Veni  iriKluiig  ,inn  gelben  unit  wrißi-n  lleckfarbcn  tiir  Ik-iimung  ilcr  liiickiten 
I4e]it«r.    nnbcacbadot    iitt    Traniparcnn     und.    Ii<>ichtigkcil     ira    Auftrag**«', 


<)  Vcrgl  o.  S.  ^40  Anm.  I, 

*)  Eine  kurie  Srt)iiKhuii|-  ihrer  Minlilunn  Hohl  bri  Ralin,  Griclitcblo 
il«t  bAdcnden  KDnttc  in  der  Schwrii,  Kflticli  1876,  5.  tOT.  —  Nach  einer  Noili 
vco  P-  Beck  im  Archiv  lüt  cliridl.  Kuntt  t&9'J,  S.  63  Ul  Slmun  RUicIi  aui 
18-  SqM.  IM)T  tu  Wiblin|[cn  gmorbcn.  Beck  weil!  kein  niideret  leiner  Werke 
nomkaft  >■  machen,  di  den  olwn  e^nanaien  Einiie<ll«rliadct.  l*.  Cabricl  Meier, 
Codd.  Hm.  EinülL  S.  361.  nennt  noch  den  M.  Gittcrkoilcx  No.  V291  (v.  J.  U73). 
Doch  laoA  tMtdt  nach  Zeu^niucn  von  ZeitgunoiMn  eine  reiche  Tllri][kt!it  als 
MiBiUoi  «Hfaliei  haben;  >.  Beck.  Aich.  T.  chi.  K.  1894,  ä.  Ij6  Andere  liL  An- 
C*b«a  t>ei  P.  G.  Ueicr  a.  a.  O. 

16- 


244 


lea«bUi]d«B,  satt«$  Kolorit.  Dooh  ideell  rieb  daneben  leicht«  DatenebiMto. 
Im  Cod.  29i  bexct^en  wir  nie  den  Wi«8CD|iruiid  <Icr  P-Bildei,  da«  Kolorit 
de»  tanilücliaftliclitu  UiiiWr^nttiiea  ist  durl  h.*!!«  al«  liier  (!)  bietet  Aaea 
soldifii  Hiiiter^rund  nur  im  Biltl  von  der  Vcniicbuiig  des  hl.  Aotociui 
Ui.  CSk.  fgl.  o.  S.  23),  I)  modelliert  <lio  Kalten  fäüier,  i«iclifl«t  di«  Gediebt^r 
latter,  stellt  die  s^orgsam  gcuiolton  Augoabranco  sehr  boch,  teilt  immer  dio 
Haue  Christi  und  der  Seeic  ober  dfir  Stirve  nnd  ISOl  deu  Scheitel  sehr  br^it 
bcgisDRii,  «Uirund  (.'od.  iS5  bei  i^britUis  dun  Schcitcluifang  rc^olmlllii^  tnil 
oincui  Stinilr.i'kehcin  v^riäiickL,  die  Aitgvmbmuon  mit  krftrtig  gfingriiiTin  Ütrirli 
in  in&Bigcr  ll^hc  binsetit  und  Kaur  und  üart  Cbristi  brller  tont,  Auch  iat 
er  mit  drtn  Qold  nicht  xo  f^anz  spanam  wio  D,  indvm  r^r  <■->  vonigtteiu  für 
die  (ilnrirn  Oottv»  aud  i^iristi  imuivr  vurwitndot.  Wfnii  somit  f.'me  »ehr 
nalin  Verwandti ehalt  iKt  Miiiialunm  bi^idi^r  IUk,  iiiclit  jceUuifimt  worden 
kann,  w  lüUt  dich  Aach  ihre  Kcrkiinft  tun  der  ^Irichi^ri  Hand  uicbt  beweisea. 

5.  K  Die  Zaiil  der  Hildor  ist  wie  bei  £.  Sie  sind  nie 
umrahmt.  Der  Stebgrund  f^hlt  zuweileo  ganz,  oft  ist  er  durch 
eine  gerade  oder  zackige  Linie,  selten  durch  einen  summariscli 
gezeicbaeten  Wiesenplan  angedeutet.  Dagegen  zeigen  drei  Bilder 
uiov  jVrt  Hintergrund;  B.  2  oiuon  Vorfauug,  der  sidi  liint«r  dem 
Bett  und  durch  den  ganzen  Raum  hinzieht;  B.  12  eine  Msuer  mit 
bis  an  die  Zinnen  reichendem  Toreingang,  über  dem  die  Qucr- 
stange  fiir  ä«ü  Vorhang  (ohne  Stützpunkt  am  andern  Endo)  ein- 
geloäsea  ist  und  B.  17  links  wieder  ein  zinneiigükrOntes  Mauer- 
stQck,  darin  ein  hohes  Tor  mit  Schloß  und  Kreuz  beschlSgen. 

Die  Seele  trägt  immer  ein  gegürtetes,  am  den  Uats  meist 
weit  und  niud  aufgeschnittenes  und  weiUgeääumtes,  schlichtes 
Oewaad,  das  diß  FüLte  in  dcT  Begol  vurdeckt,  mit  leichter  Schleppe. 
Sie  hat  glatt  oder  zerzaust  herabhängende,  blonde  Haare,  nur 
B.  fi  zeigt  »ie  mit  einem  im  Winde  flatterudvn  Schleier,  B.  1 1 
mit  dem  Scbappcl.  Ihre  Gestalt  ist  meist  noch  S-fürmig.  Christas 
ist  mit  gürtelloser,  geürmelter,  am  Ilnb  mit  einer  Schnur  ge- 
NchloBsenor  Tunika  bekleidet.  Dio  Haare  sind  struppig  oder 
hSngeii  zu  beiden  Seiten  des  Gesichtes  iti  einer  dick  gewundenen 
Xocice  her:ib.  GroUcr  runder  Nimbus  mit  ücbnarz  eingezeichnetem 
KroQZ  und  wechselnden  Varaiarnngen.  Die  H^de  tragen  einmal 
(B.  13)  die  Wundmale.  —  Die  Öewandfarbe  der  beiden  wechselt 
regelmäßig:  Seele  Tot,  Christus  grün,  dann  Christus  grän  and 
Seele  rot;  zwei  Äustiahmen:  ß,  13  Seele  blaugrün,  Christas  grün, 
B.  16  Seele  rot  und  grün.     Das  Qrüu   ist  In  den  ersten  Bildern 


I 


ein  elgmtUchea  Grfln,  in  äen  spAUro  wird  es  zit  einem  hABIichen 
BlaugrQD.  Der  Enge)  auf  dem  enrtcn  Rild  (Taf.  V),  ohne  Nimbus, 
hat  ein  gelti«f,  gescbtintes  Kleid  mit  rokn  Tupfen;  soidv  ZcichnuDg 
weist  eaUcbioden  auf  eioe  iipate  Zeit.  —  Das  UOieomaU  der 
S«ple  wechselt  zwischen  3  und  i,b,  dasjenige  dos  Cliristiis 
twiächen  3,^  ood  4,7  cm.  —  Die  Bettln  (1,2)  sind  ohne  Bai- 
daetaiD,  ihre  PFi>st«o  laufen  oben  in  eine  derbe  Scbneckenvolato 
aas.  ta  des  Vortiaogto  etc.  {2,  3  [Taf.  VI},  12)  Higeo  sieb  ud- 
bebatftne  AnUafti  zu  stirk  realirtischer  Fiütengebuiig. 

Die  Umrisse  der  Figoren  sind  mit  der  F«der  geteichoet, 
dann  mit  Färb«  gefällt:  beides  ibLUortt  rob  und  nacblissig. 
Kommt  es  doch  vor,  dall  den  l-iguren  die  FüUe  fvlilen,  oder  daß, 
wo  Christus  in  grünem  Kleid  erscheint,  gleich  ancb  seine  Hure 
gräo  gefärbt  sind  u.  a. 

Die  Bilder  sind  in  der  Ausfuhrang  von  E  und  von  D  uoab- 
faaogig;  der  ileichnung  nach  eher  jOnger  als  diese  beiden,  weisen 
si«  doch  Docli  uacbdrficlcliclior  als  sie  auf  allere  gotische  Vortagen. 

Wit!  D  )ut  aq«Ii  K  kuin  R«iikeaonuuu>u>u  Viul  Verwandtes  ntt  dieMO 
UiniatiiT«!,  w«Big(teDs  mit  der  DanUllunit  dar  8«el^,  haben  dl«  BildeT  la 
Heinrich  tron  T<td«kea  Eiieide  im  Cod.  UBü  (?)  der  k-  b.  Wiea«c  Uufbibliu- 
thek,  die  idi  frMlieli  aar  aai  den  Abbtldunsen  In  Ktanedt«  BildcratUs 
nff  äMcliicht«  der  ddiUchen  LiUiraUir  fMarlxir^  ISST)  S.  3]  könne. '}  Die 
Mwialaren  haben  hier  grABoroi  Fomut.  Abgitehta  lon  der,  loweit  eich 
MW  d«a  K^prodnklioDcn  artoilen  liltt,  AbaniDsUmmcDdea  Technik,  ist  auch 
die  AusröliniDg  dieselbe:  die  Zoiehnaiig  mdir  nur  einfl  rohe  Skiixo:  Bewögimg, 
Gewand,  leinn  P«lt4Ti»,  Haar»  •ind  b<:idare«iU  gleich  bvhandcit.  Doch  iinigon 
ndi  auch  bicr  einic«  loichlo  l'nt«rseliio(Ia :  dio  Gestalten  in  K  und  scblankcr, 
die  OuiehUr  U«inor:  K  tvicbnet  dio  l'ingcr  iuinici,  der  Wicnci  Codii  fmt 
nie;  aneb  fehlt  hi«:r  der  ■nlltä  (iuitiindsKiim  um  dai  Halt,  itud  das  Kleid 
MU«ppt  br«lt<r  und  bautchigeir  aauh  bU  bvt  K. 

6.  Wie  eine  jede  der  besprocbeuen  Miuialurfolgen  sieb  ihre 
eigene  Kunstsprache  ßir  die  Darstellung  des  gegebenoo  Gegen* 
itandcs  walirt,  so  ist  dies  auch  bei  den  aw«  mir  bekatiDtea 
Holiscbnittreihen  der  Fall:  obiic  wesentliofae  Änderung  der 
Hutive  gehüii  sio  doch  wieder  ihre  eigenen  Wege  und  sind  iu  der 


')  Soitt  Kodci  34dl<,  wie  Rönneclic  fchrelbl,  Ui  wohl  Cod.  2861  lU  tertrn, 
a««t  wfkhci  Kummer  dir  Tabnlae  Codd.  Hss.  der  Witn«r  Hofblbllolhfk  einen 
U.  *0D  Vcldekc  (in.  V/.  den  etnilgcn)  rcrtciclincn.  Ur  Ul  1476  dillen,  Mehl 
alio  mcb  leitlitli  nsint  Ib.  IC  aidii  fwn. 


246 


QsfQhning    weilor   rnn   oin&tider    nodi    von    deo   boechrieboneo 
MioiatiiTen  abhftogig. 

Wie  oben  8.  44,  46  bemerkt,  stimmen  die  Beihonfolgeo  der 
Bilder  auf  dem  Mfinchner  Einblatt  (M),  das  wohl  frflheBt«D6  aus 
dem  16.  Jlid.  stammt,  und  in  der  Inkunabel  ies  Wolfgaog  Schenck 
(1)  von  ca.  1500  Dicht  ganz,  weder  UDter  dch  noch  mit  den  Minia- 
turen, ßei  beiden  fehlt  das  erste  Bild  der  Hss.,  auf  dem  Binblatt 
auch  Bild  17.  Uatüi  hat  dieses  eine,  die  Inkanabet  vier  bei.  fünf 
DamtelluDgen,    die  die  Hss.  nicht  haben  {s.  o.  S.  44,  4f>  u.  331  ). 

H  (Tafel  IX).  Dia  Binblattbilder  sind  nach  dem  Kabm«D 
g«mfisaen  1),  2  cm,  buch,  6,  4  cm.  breiL  Dio  aufrecht  st«heDdea 
Figuren  föllen  meist  den  Raum  in  der  Vertikale,  oft  auch  die 
»itzendeu.  Ein  Hintorgrund  fehlt,  clor  Stchgrund  ist  nur  leicht  als 
ofl'eacs  Terrain  angedeutet.  Die  Personen  wocliseln  im  Gegensatz 
XU  den  Miniaturen  ihren  Standort;  Cbristos  st«ht  8mal  auf  der 
linken  Beil«. 

Die  8o(iIe  tnlgt  ein  eng  an.schließendeft,  am  llala  rund  atti- 
gcBcbnittoneti  Mieder  mit  bald  weiten,  bald  engen  Ärmeln,  Oürteli 
Rock  mit  schlichten,  flioßcndeD  Falten,  spitze,  schmale  Fußbe* 
kleidung,  in  lange  Locken  aufgelöste  Uaare.  Christufl  hat  eine 
weite,  ungegQrt«le,  wcitärmelt^e  Tunika,  geteilten  Vollbart  ohne 
Knebelbart,  die  Uaupthaare,  in  der  Mitto  gescheitelt,  fallen  ia 
Locken  bis  auf  die  Schultern;  runder  Nimbus,  meint  mit  drei 
ciugOEuicIineten  Kreuzun,  deren  Querbalken  an  den  £uden  sich 
bakeDformig  nach  unten  biegen. 

Die  Zeichnung  beschränkt  sich  auf  das  Notwendigsto,  gibt 
keine  Schatten,  ist  aber  ungemein  sicher  und  frisch.  Die  vier 
Facsimilo  aus  der  Zfiricher  .Handschrift'  (s.o.  S.  44'J  sind  um 
einige  mm.  großer  (.'■,  7  cm.  hoch),  stimmen  aber  io  den  ümrid^en 
der  Figuren  genau  mit  den  Bildern  des  Einblattes.  Nur  ist  hier 
der  Stehgrnnd  breiter,  einmal  wird  mit  zwei  Linien  ein  Hohen- 
ZDg  als  Hintergrund  angedeutet,  auch  sind  die  Gewänder  etc. 
Bchattiert. 

I  Die  Uohschnitto  der  Inkunabel  haben  einen  Linienrahmen 
xu  6,  5  cm.  Breite  und  7,  5  cm.  Hfihe.  Größere  Dimensionen 
hat  das  Titelbild,  s.  Taf.  VIU.  Die  Bilder  3,  ö,  10,  12  und  31 
weisen  einen  Hintergrund  auf  (Baum,  UHgel,  Vorhang,  Gob&ude, 


Intoriear).  Der  .Stobgrnnd  ist  bei  B.  4,  6,  8,  9,  18—15,  17  b.  1D 
eine  Wiese  mit  Krftutaro  und  Blumen,  2,  7  u.  31  ein  mit  geo- 
metrifcheo  Muiitero  gezeichneter  Boden,  Bonst  oftoncs  Feld.  Auch 
hier  Wachsein  die  PersüDco  ihren  Standort. 

Die  Seele  tngt  «in  faltiges  Kleid  Ober  der  Hnist  weit  ntis- 
j^escbnitteD,  mit  eingezogener  Taille  and  zuruckgescbUgeDen 
ArnwlsaumeD.  reiche,  bis  sufdie  lltlftcn  Tallende  Locken,  auf  dem 
Haupt  eine  Vier- 1  Drei  P)  lIlatt-KToae*)  (immer,  auch  im  Bett,  am 
Kreui  und  wo  ilir  (Jliri&tus  eine  Krone  anbietet).  Christus  trägt 
ein  wette«  faltiges,  am  Hals  nicht  anliegendes  Kleid,  ohne  Gürtel, 
die  Ärmel  liemlich  eng,  mit  breitem  Umschlag,  das  Haar  fällt  io 
üctilichteo  Locken  ungesclieitell  aiiT  die  Scbtiltem:  kuner  Rart 
(b.  12  unbartig);  Nimbus:  Strahlen büscbel  auf  and  zu  beiden 
3eit«n  des  Hauptes;  nur  auf  dem  IHtelbild  trflgt  er  cinou  Kreui- 
nimbos  von  fast  eifOrmigcm  CmriU  mit  eingezeichneten  Strahlen. 

l>ie  Zeichnung  ist  tiau  und  handworksmäUig,  untbehrt  aber 
nicht  einer  gewissen  Sicherheit  de«y.ug<!)i;  die  Gesichter  sind  ohne 
Aasdruck,  die  Faltonlegung  flberladeD,  sum  Teil  knitterig,  aber 
die  inneru  Paltenapitzen  weiten  sich  schl ingenartig.  Sehr  viel 
Verwandtes  haben  die  IloUschiiitte  in  Isenhuts  Itiiierariu«  Mariae'). 

7.  Inl^rc-MHnlnr  Wi-iio  bi-^ts"*"'  *'■■  «iner  fthnlicbMi  Arl  uij^ittMcIior 
,tioaiAlpo»ie'  «io<l«r  im  17.  Julirtinndorl.  1C34  iTHchicncii  tii  .intvnrpnn 
(«i«  mir  I*nir.  I.«jt<Khuh  ^QtiRit  luitu-illu,  bei  tl»ot)u»  k  Uobwort)  diu  Pi« 
IdMideria,  11.  tn«,  iles  f.  H<>nn>iinus  Hngu  S.S.  in  lateinigchen  Diilirhon 
47  In  Kupfer  gMlocIieoca  KiiiMoDion  {9%  413  Dnirkscilon).  8i«  ranH^u 
iiolkk  gtoie  Verta'citiuig.  Das  Jahr  1628  bracht«  pine  andere  Aub- 
'gabe  (Antwerpen,  bei  Uonricu»  St4irt«[>Miiux),  ,niit  lahlrnirhcn  ganiaoitjgcn 
RiMsn  niMl  Vig^dtea  Toa  Ohristophuruii  ■  Sirlicm'  (Lnltsdiiih}.  Vor  nir 
li«g«n  ff-mcr:  eine  Aufgaba  t.  J.  IfiSI,  f^ru,  bei  Seb.  lUnpt,  ilor  *ie  im 
Vunrort  sU  liebanle  Aoflkg«  boieiehntt;  oinc  (nknlln]  AuHgab«  t.  J.  IS70, 
Pari»,  boi  Kt4Miilt:  die  crvt«  denttcbo  l'rvAabuarbvitung  «olion  rviii  J.  1637 
fon  Abt  KHft  RtQn(t<^l  d.  8.  1).  Atieibiiri;  (nuu  ■iifficK'sl  I63ft  lu  lR3ti):  dio- 
■olbe  (anunjm]  *.  J.  I6K9,  tfultibHcli,  boi  Abr&bam  LichtenUialer;  elna  rerri- 


>)  Vgl.  MM  S.  3fr.,  wo  die  Minntna«  S««Ie  oft  »li  ,fr9we  tilintsionc'  in- 
Ccredd  wird.  •  AiKh  iti«  aDlmi  tidtlii  <Im  Grllnewild  (t.  O,  S.  335)  Ut  g^krAol ; 
in  dra  ,VMt  uml  twiniig  Allta'  ilc»  (_>(lo  von  Pii»wiu,  g^<iJ-  in  .SttaUbutg  toti 
Job.  Scbot,  1500,  ItüGt  die  M.  S.  imnicr  eine  Vicrblatikconc.  t]l>Ti|^>  wledei- 
bolcn  web  in  dioa  lakunabtl  »Iclt  die  (««I  ([Iticben  IIoIzmIidIik,  nut  die  Ulu- 
rainicniiv  «wcbitll.     S(i]bli«ch  «leben  Mc  wed«t  tu  I   nach  iu  M   in  Bctiebnnc. 

'z  fMbn  bct  W.  WcitbKh,  die  fiatlct  BucbiUiuliation  du  l&.Jhi.S.fO' 


248 

fliürtc  ITberUAgung  mit  dorn  Ttt«1:  .HiBunliRclic  Nachtigall  6iiig«iiil  di« 
Gottselige  Bugiidva  dm  bü»»cnclcn,  beiligcn  und  *crlicbt«i  8c«^  Ton 
J.  Chriiitopb  HuiiDinianij,  ,Pl9il.  et  MriI.  Dcietur,  Phyiicu*  ordinuiiM'  de* 
Guttesli&iiiei  WeitiKi''t^i< t  ^V-  bot  J-  A.  Ili:^ckn«t  16M;  v.int  ui(1«to  mit 
3ln8ikb<^ilagdBl  und  gegenüburatvlicmdisin  l(Ltciiniii(.'li«D  OrigiiinJlcil  ron  Maf;. 
Andicas  Breseon  (Presoon),  ^ut.  ('&nd^  lluchntistl.  BftmberK.  Caaizlaj-tijndt- 
CU8  und  Malotiti-S^cr.  Not.  V»m.  Pubt.'.  Bumbnrg  lG73ff.  (im  SUI  n*ba  ei 
sich  Priodrich  Sp«;«'»  TnitEnacbligall  mm  Miutcr,  mttct,  wie  i^  scbaini. 
tTKt  im  tttciten  und  <lritt«u  'I'oil.  Hie  d*;i<lia]b  dtci  Titel  lTat,'ca;  Der  >«i(- 
bcröhnitcn  Tiuti  NaohligBll  T4chl«r]ein  etc.  iind  l>cr  lioblichoD  TrntxNtch- 
ligKll  Enkol  «dor  <-tc.);  diuiRelbe  in  .vorküritor  Form'  olinn  Ut.  T«it,  .mit 
ZUMtnog  dot  Pusau min- Schills  udar  Bobradilung  der  vier  IcUUn  Ding* 
vom  KiuiDoliter  P.  PulKimtius,  Köln  1697:  jKurlciia  Pior  Dciid.  da»  int 
Kern  <>o(l4u«ligur  Biiiiivrdoti'  etc.;  undticfa  riitu  rr»n»'iitKclic  tibürsvliuns 
Ton  M™*  J.  M.  B.  de  In  M  nthe-tJujini,  navY.  iä.  Puriii  1790,  bRreichr.rt 
um  dip  mlT  Niimt  nicbl  brliHniiti^ii  60  ,Knilili:iiii^ji  mir  ruimiir  dirin'  d« 
■«incrtuit  riul  giüiuiintuu  ft&riii.iclit^n  Malen  Oth»  Vuunius,  Luhmr*  Ton 
RiibcnH  (enlv.  Ausgabe  1615)  niid  4t  Eiiibicnie  luii  di-r  H(<.riiLiPii;>^bnrin  ftber: 
Les  effutti  (liS^reuln  du  l'iuuuiir  »»er»  ui  prufiuiu  —  all«  mit  euU|tiuck<:»d«m 
Tat 

Jede:  dieser  Auagsbün  Imt  sich  den  Luiua  neuor  Kupfer  erlaubt,  die 
D*r«t«llungon  Kind  JAdodi  »teU  die  glcit^hon.  Aueb  hier  iit  f.*  imtn«r 
rbriatna  und  din  Sede  ~  lieidi;  aI»  bckloidet«  KiuderßgurBR,  t'luintuii  uh 
gefifigeltor  Amur:  einu  däutiiche  ErinneTung  xa  d&s  MArcbon  Tun  Aniur  und 
PajGbD  bei  A]iti]oiua')   —   di«   uns   in  »yinbüUlichen  Handlungen  ontgogen- 


*)  Doch  erinnere  man  Mch  auch  ui  di«  bei  den  Myiilkcm,  bcionden  den 
myilUchcn  I'raijcn  dr«  lt>  u.  IS-  Jtidt.  t>ci  «fl  wicilcilcrbrcnJi;  Enchcinitng  Christi  in 
der  GetUlt  einet  Kmdet.  Sie,  wie  »  hrutiutsge  oft  seiehieht,  lediglich  auf  den 
dem  Fr« uetijMchl echte  ing«l>orcnen  ,Mllltcrliclikciutciel>'  lurtiukiufuhm,  bl  »ehr 
einMitig.  Sic  beruhen  vor  *llcm  auf  dem  ümdnnd,  daß  <!■!>  HitleUHcr  in  der 
MtiDicIiwcriluu)'  un<l  Ccliuft  Chrikii  die  mjrMitclic  IlocliicK  iIm  GoilcsKilinei  niii 
der  Chriilcnfaeit  und  tnii  jeder  chtittlichen  Seele  insbesondere  tTblicklc. 
S.  Sauei  ,  SpouliKiD,  S.  339  T.  bct.  S-  $47.  Dictc  AufTasfung  echt  Übrigem 
tn'(  Uralter  d«  Chriticntum«  lurUck.  Schon  in  den  ^oititchcn  Apotiellecenden 
pflegt  der  Herr  tcincn  JUngcrn  in  der  Oc»Uill  cinci  Knaben  tu  crKhcincn 
(Bardenhcwef,  MariH-VerkUndiguni;  in  den  ,Bibliichen  Studien'  X,  Ficihurf  i.  B.. 
IttOf),  S.  543'}-  ClemcDi  Ton  Alciandtren  nennt  den  Leib  Cbtiiti,  der 
■It  «ucharictisclic  ,Mi]cb'  den  Kindern  d»  Glaubens  gereicht  wild,  ein  ,*chöncS 
Kindlein' :  fs^a  ^  to  natiiov  tcvte  xoAev  xat  eiwiov,  t9  oidjmi  -mi  yjnmi».  (racda- 
goeui  I  c.  G  in :  Clcmentii  Alu,  opera  quae  extant,  Witcebutgi  1778  1. 1.  p.  2M; 
Maxim«  Bibl.  Vclec.  Patium,  Lui^duni  167T  L  lU  p.  30.)  —  Aucb  achon  der  be- 
deutend fiQhci  von  den  Heiden  dm  Chnalen  gemachte  Vorwurf  der  Hu£;n<i  $tlit>« 
(Albcnagurai,  Leg.  yn  Cil»l.  c.  3i  JuiUdiu,  apol.  16.  13.  ITi  Minuciua  Felix, 
Oclaviua  c  9  u.  B.)  scheini  diese  Auflafaunt;   bei  den  Christen  votauuutelcca. 


249 

tretan.  Doch  bereichert  sich  die  Siene  Sflers  mit  andern  OeatilteB.  No.  37 
utd  43  bei  Hugo  decken  Rieh  im  HoUt  mit  Bild  17  bei.  21  nnd  Bild  13 
dar  HS.,  No.  38  n.  39  der  Embleme  des  Vaeniui  mit  Bild  4  u.  31,  No.  38 
dar  de  la  Hotlie-QnjoD  mit  Bild  18  der  U8.  Im  Gunen  sind  diese  Dar- 
■telloBgen  riet  geniehUr,  als  die  des  15.  Jha.,  oft  geradem  kindisch  und 
albern.  Man  mnfi  sich  schon  lebhaft  in  das  Zeitalter  der  geschraobten 
AUegarim  nnd  sfiBlichen  Idjllen  KarfickTorsetien,  nm  la  begreifen,  dafi  die 
Hezansgebor  dieser  Spielereien  allen  Ernstes  wihnen  mochten  (rgl.  die  Tor- 
reden und  Einleitnngen  der  xitierten  Ansgaben),  dadorch  die  Liehe  la  OeU 
in  des  Seelen  in  vermehren. 


B.  Texte 


KMV.  i-ii 


1.  [Kreuztragende  Minne.] 
[,Tiuibad> ».  Tat.  III] 

[l'J  unser  herr  spricht: 
Wer  ift  mir  in  min  rieh  «el  korameD, 
0er  sol  sin  crutie  äff  sich  nemmen 
Und  sol  mir  das  tnilicb  Dach  tragen 
Und  der  weite  by  tit  ab  sagen. 
Sy  spricht: 
6  Ich  wölt  dir  gern  nach  volgen  sin, 
So  irrt  mich  Er&d  and  iuget  min. 
Ich  wölt  gern  bi  dir  ewig  leben, 
Höcht  ich  der  weit  gantz  Üt-lI*]lob  geben. 

Er  spricht: 
Da  solt  dich  an  die  weit  nit  keren, 
10  Wilt  da  din  sei  mit  tngent  meren. 
Din  crütz  trag  willeclich  näh  mir. 
Flöh  alle  aiind  und  liplicb  gir. 


l~U  ECUtTw  (w  «  Waduntagd,  D.  dmüdu  /OrckmStd  II,  <w.  «^, 
^-  6s7;  2  <->  IVe^ti  mW  Ztttermanm,  Die  AnßMgi  der  Drmclurkiout  I,  S.  ijj/.  n».  qi) 
1  U  iMdU  dem  Gitädtt  m  raitr  Scir^i  dk  IVtrU  vtramt:  Difl  »pricfat  dn 
bn  Didi  cxtt  allra  »inen  Uebhabcrin,  Sünder  ein  liner  getpoDci  Die  im  du 
cria  «iu  helfen  tragen,  diu  cterguiglicli  ütt  Tcrluten  mit  itler  ir  geciierd  nnd 
I>in  Hieumden  frfid  und  du  Ewig  ricli  besicien.  Wall  uff  min  IHgem  m&I 
''"B  liertn  ihGs  nuh.  Nun  wul  bin,  e*  müw  gelitten  »in.  —  Du  .iiHjoif 
-'****  ««  E'  z,  a  (<i  =  Au/ieß  u.  Monts  Am.  f.  X.  a.  t.  V.  III.  ^.  aS  0} 
bricht  cr&  der  gdpfinci  U  welle  EU  «ol  E' 

2crfiu  EE'Uz 

^  *ol  du  tnilich  nach  mir  I.  E'  toi  Irewlich  du  iwcli  m.  1  z 

*  wjder  Hgen  E '  Z 

!>  So  ipricht  vj  U  Ach  lieber  herr  ich  EE'Uz  gtin  E' 

«  i(«)ttet  EE'Uz  mich  die  fröd  EE'Uz  und  die  i.  EU 

^    SerB  pey  dir  tjan  jm  (in)  ewigen(iti)  E'  z  gern  sin  bi  dir  in  e.  EU  ff.ss 

\0  Utr  und  IN  i6  am  Ramd  eit$t  Hand  gneüAnef  E ' 

1%  «iiKl  E  begir(d)  EE'Uz 


2A4  

I  KMV.IVU" 

8y  spricht: 
loh  biD  iuog,  urt,  edel  uod  kraok : 
Wie  möcht  ich  dulden  siilcben  gang? 
16  Die  Bcbwaren  bQrd  mftcht  ich  nit  trageo: 
Herr,  schon  luin  io  d«D  iUDgeo  Ugen! 

Er  spricht: 
Du  haat  bis  her  nicht  fast  gt-lf'JattiUeu 
Dnd  in  minem  dienst  weng  erlitten. 
Wie  bist  du  du  so  bald  erlegen! 
20  Du  mflst  noch  f6cht«D  &U  aio  t«gH. 

Sj  spricht: 
0  herre,  du  bist  mir  so  hart, 
Und  bist  do«li  gar  miDneclich  lart. 
M&ch  ring  die  schw&ren  bQrdi  min 
Das  ich  volbriQg  den  willen  din ! 


li  v«rdulden  tio  EE'Uz  Miehtn  EE'U 

15  bnTdi(a)   EE'U  etlfagcn  E' 

IS  wenijf  EE'Uz 

il  Sy  ipticht  Owe  hcrre  U  mir  hcrt  (hau  E')  in  minn  • 

"i'i  rn.  und  uK  Z 

X&  bUidc  z 

St  Uoch  du  EE'Ui 


EE'Uz  f-^al 


tS-lC     a  Stfofkt  t:         Ich  bin  nocli  jung,  tan  utiil  ktang, 

Wie  Riochl  ich  |^l)'den  den  beltwan^^ 
Die  icliwete  liurdcn  kann  >«b  nit  gtdragtn  , 
Schone  mirn,  here,  in  nijmen  jungni  dig«n. 

17-!0    a  Str^  j:  Wie  biiiu  nu  u>  lialde  llcr]ce<^nl 

Du  mu>l  vechlcn  a]i  tja  dcgcn. 
Wm  hiiilu  durch  niicli  hcrltilden  l 
Du  Imtl  iiucli  ipir  kttnglioli  geiitiiltn. 

Sl.VIt    •  Str.  4!  O  lieft,   wie  bistu  mit  >Uo  recht  tutl! 

Ich  w«Dl>  du  wettsi  myKcclich  und  Mtt. 
ZIdA  M,  S.  79-'  Wie  bjralu  dftn  *o  rechte  hau 

Myne  aller  lyelitle  brudcgnin«  urll 

JVfNdS  7,  S.s-   Wu  bitiu  my  du»  emtllichc  harl, 
Mjm  Blleileu«itc  brudegun  *sn! 


I 

I 


Er  iprlclit: 
'ib  Hnb  mich  lieb  über  ill«  ding. 
So  Wirt  dir  dio  bärd  sQU  und  rinR. 
Dan  criiti  das  bringt  dir  rlaincn  siu, 
Hastu  mich  lieb  von  liertieo  din. 

Sy  spricht: 
8ol  icli  wachen,  betten  und  vasten, 
30  Min  lieber  herr,  wenn  sol  icli  rasten? 
Uch  tut  mir  we  der  monscheii  apot; 
Besser  wflr,  ich  w&r  vor  zit  tot 

Kr  spricht: 

kan  nicht  atttit  lieb  kind  ^in, 
Witt  da  gnaiit  wem  uiii  gespons  min. 
Du  Enflüt  dir  ;«elbs  ain  V>-B  in  legen 
üod  aigens  willen  niemor  pflegen. 

Sy  spricht: 
Ach  richer  got,  du  ewigs  gQt, 
Äigea  willen  Ion  giir  wo  tütl 
Mßcht  ich  noch  teoger  der  weit  leben, 
40  Dar  Dach  vAlt  ich  mich  dir  gantz  geben. 

ttScboBmdlaKC  E' 

K  bürde  EE'U  *fla  m,4  fEU 

n  crilii  bcifiKt  EU  >ln  . .  ■  .  t<ln]  Ikt:  ....  MwniM.  Iluto  mich  lieb  von 

cuii*«ni  heiticn  (Zw.)» 
Du  du  mich  lieh  heil  ron  EU  Ton  Kinitem  h.  EE'Uz 


und  lUnn  >.  EE'Uz  (»ctitn  [-^  hichten*]  C 


(fi»  EE'Uz 
bebe»  Uwj 


prautc  w 


Crti»  EE'Uz 


^  <<A  beliB  wachm  uil  E' 
*>  ««r  ruicn  Utkt  luen  E" 

■*--78  KBTwt 

W  Ra  w«*  peuer  ich  w.  E' 

*  »lle.il  E'  lieben  E    lieb»  E' 

^  BCnanl  wetdio  EE'Uwt  (</.  wom  43} 

®~40  >^   Mk   Im   Am  Hu.   *•  i*r  ^^O*:   jj.  jf,  jg,  fo,  jj,  j6i  ii  S' 

•fmlli  rät  tpäifrt  UaitJ  ünUHlUktndi  tüJittff  F.titflUtl*nMf  drr  y.JJ,J&Mt 
V>  t>u  bUl  dir  lell)   U 

>I  O    w  du)  und  wfEU  »«Ige»  EU 

Kt^ycnet  E'  UDen  EE'Uwz 

^  Sol  ich  de*  well  no«li  W  Icneei  in  der  E'  welle   EE'Ul 

4Q  tnich  [St  dogcbsn  w  et|reli(e)n  EIJz 

S«l  ich  wachen,  bedcn   vnd  dann  vaslenF 
UiB  «il  liibct  btfti  wun  toi  icb  dum  ruteot 


Er  spricht: 
Wilt  da  dicli  erst  koren  lil  mir, 
[J-^]  Wenn  die  velt  nicht  me  hit  uff  dir 
Und  alt  und  uagestait  bist  worn: 
So  wellest  fliehen  minen  zom. 

Sy  spricht: 
46  Ach  lieber  lieir,  vas  sol  ich  sagen? 
Tftt  ca  nit  we,  ich  ließ  iDin  clagen. 
Doch  uff  dich  ich  es  wägen  wil. 
Ks  irtrt  mir  gobon  lones  ril. 

Er  spricht: 
Liebes  kint,  du  soLt  alt  veriagea: 
50  Ich  tvil  dir  inilich  helflen  trage». 
Wilt  du  diu  hellepiD  vcrmideti. 
So  miiät  eltwaä  bie  däreh  mich  lides. 

Sy  spricht: 
8id  es  anders  ait  mag  gesin, 


[  KM  V.  41  53 


4L  Ja  w.  W  Wiltu  <lua.  U 
43  nicht!  E'w  mc  fE'w 

4^  wotden  EE'Uwi 


halt  von  tl.  E'wl 


wildw  ciFt  liirchicn  w 


incin(<ii)  «ncD  wZ 


41  woltiit  E'    «dIim  z 
4&  O  lieUr  w 

46  licfie  E 

47  dich  cB  ich&  w.   E'   ichi  aJl»  null  dich  w.  w  tragen  X 
4t)  äo  wilt  £'z  Du  Wim  w        fart.  gehn  E'  cc£cUcn  EUz 
4!)  nil   leicht  v.  z 
fiO  Ircwliclicn  z 

51  hell  tnil  (P  |iin   E'li.  mil  inrr  prn  r  hcly«cli  pryn  w 

52  So  mUM  du  c.  EE'Uz  Du  niu»!  nocti  cliw«'  w        ducch  meinen  willen  w 

53-65   W  ordati:  bl—b^,  Sf —  6o,  JJ—JÖ 
Sa  So  rU   E' 


4»- 4«  a  »fr.   /o- 


5S— W  a  Ar.  i»: 


Ach,   llcliCT  herc,    ich  cnwri«   wnt   ich  mI  Mg«n ; 
Dei1<  tt  mir  nil  wc.  ich  lieU  myn  clafen. 
Poch  vflT  dich  wil  ich  et  vragcn,  (!) 
Wan  ich  weiß,  et  i«l  rtct  m^ntn  tpil- 
Mjnecltclici  lieb,  ijnl  «s  nlt  andeii  nia|[  utiin, 
So  crgsbcn  (I)  Ich  mich  g*nu  in  den  willen  dia. 
Ich  wclQ,  (ol  ich  twig  frolicb  mir  dir  leben, 
So  muU    ich  lui-ch  gar  in  gatde  «geben, 


2fl7 

I  KM  V.  54-68  I 

HioDolich  lieb,  so  bis  gwaltig  min! 
56  Sol  icli  in  fr&deo  mit  dir  lebea, 

Will  ich  mit  frSd  das  crutz  äff  heben. 

Er  spricht: 
Ich  ban  glitten  durch  dinen  wegen 
Groß  angst  nnd  not,  das  merk  gar  eben. 
Laß  dich  din  arbait  nit  rerdrießflo, 
60  So  wirst  dn  mich  in  frSden  nießen. 

8y  spricht: 
0  lieber  herr,  wie  billicb  ist. 
Das  ain  iegclicher  frommer  erist 
Hie  ettwas  durch  dich  liden  sy, 
Da  mit  er  werd  too  sänden  vry. 

Er  spricht: 
66  Es  Wirt  dir  alles  saß  und  gut. 
Bis  gedultig  und  wol  gemat 
[lli]  Qehab  dich  bas,  denn  dir  mag  gsin, 
und  such  troBt  in  dem  liden  min. 


i 


M  Mi>iMc1icb(e)s  EE'Uz  In^klichet  w        lo  f  w        gewaltig  EE'Uwz 
5*  So  will  ich  E'  frrdHi  E' 

^'i  So  wil  EE'UwZ  frödcn  EE'Uz  ich  d.  kr.  fr&lich  W 

^7  felitteo  EE'Uwz  durch]  von  wz 

^^  din  Ua  dincT  EE'z  der  w 
eo  WiUw  mich  doTl  mit  freiden  w         in  f  E' 

^'  O]  Ach  E'fw  pilkch  E'  l>.  da*  i«t  EE'Uw  b.  du  bist  z 

''^  yslichcT  E '  iegclich  E  Z  yellich  U  yeder  w 

*'  J"!!«  durch  dich  leyden  eiwa»  ley  z  durch  deinen  willen  leidt  w        v 

^y  Mal  E  ist  mU  A^orrtitirsncAt»        ty]  ist  U 
"^  ^»  spricht  es  U  dir]  noch  w 

^    Bli  a  Albin  bU  EE'Uwz 
*'    «l«nn]  wan  w  gwin  EUwz 

^8    Suech  iroBi  wol  in  w 

^9-     60  B   Sir.  ti:        Liebes  kinl,  ÜB  dich  din  arbeit  nit  verdrießen, 

Gedenck,  dai  du  mjrn  mit  freuden  ewig  solt  weicn. 

6^  a  Str.  14  V.  »:  Mach  mich  von  allen  svnden  fiy. 

65- — ^68   a   Str.  ig:  Bis  gedultig  und  wol  gemul. 

EB  wirt  dir  noch  alles  su&e  vnd  gut. 

Gehall  dich  baß,  dann  dir  mag  sin, 

In  diter  not  gedenck  an  dai  lydcn  myn, 

BiBi.  Die  miDDCDde  Seele  17 


258 

jKM  V.69^ 

Sy  sprach: 
Ach  zarter  herr  und  ratter  miD, 
70  Nu  wil  ich  gantz  dio  aigen  sio. 
An  dinem  crätz  ^er  ich  ze  sterbeo, 
Das  ich  dich,  ainiga  gut,  mag  enrerbeD. 
Amen. 


69  O  w 

71  bcger  EE'Uwz 

72  »niges  EUz  ewiges  w  Amen  f  E'wz 

71,  7S  I  Str.  //.-     Ich  begeie  an  dynem  crul»  tu  tlcrben, 

VB  daz  ich  dich,  einiges  lieb,  möge  herverbeii. 


MSV.  1-14 


2.  Diß  ist  von  ünserm  Herren  Ihesum  Crist 
Und  von  der  minnenden  sei,  die  sin  gemahel  ist. 


I.  Hie  wil  si  schiäffen  gon 
Und  die  sorg  dem  Herren  Ion. 
//.  Bitd  s.  Taf.  IV,   V.] 

8y  spricht: 
Ich  leg  mich  an  min  betli  gfit: 
Herr  Ihesas  bab  mich  in  siner  hfit, 
6  Die  haiigen  engel  behftten  mich, 
Won  ir  hüt  ist  frölich. 
Ich  wit  mich  recht  nider  Ion: 
Ob  mich  min  lieb  well  räwen  Ion, 
So  mOcIit  ich  denn  aber  an  gottes  dienst  gon. 

10  Cristus  sprach: 

du  redest  gar  recht. 
Ich  wil  eist  mit  dir  haben  ain  gespecbt. 
Sid  du  mir  na  ainig  bist  norden, 
So  Ion  icb  dich  nn  nit  sorgen; 
///'/  Wann  du  mir  an  das  bott  bist  kommen, 


'M\  f  D K  I.  Die  AiidmilUHummtrit  vom  Utrautgfber 

!•«  EDKDfA  (^Mottet  Ahz. /.  Kunde  d.  I.   Vorzeit  VIII,  fip.3S49    '■  "•  •'^■SJ 
1,  2  M  fi>ifr  Zeile  (eieme  dk   Titel  der  Absthniite  II.    VI,  A'/>DfK 
vor  1:  Sy  ipnch   EU  si]  ich  EU 

3  Sy   (prichl    im    Text    (immfr,     1.  o.  S.  ig)   ^^(imm/r,  s.  o.  S.  14)  K       Sj- 
spncht  ich]  y  ipiichl  ic  (>  und  h  radiert)   D  gutl]  gu(tt  raäierlj  D 

4  Hin  her  Ih«  O  Hin  h7e  ihs  crjsl  K 

5  wil  K 

9  goiteidieniie  K 

10  Crislus  sprach  im   Text,    nithl   unierstriehen  EDK  (M  DK  immer  im  Text, 
J.  o.  S.  ig  M.  »4) 

11  erst  hiben  mit  dir  D  gespräch  DK 

13  mir  nun  bin  «inig  D  min  mir  bist  ainige  K 

17*' 


2fl0 

!  MS  V.  15-35 

16  So  scbafT  ich  mit  dir  dioen  frommen. 
Darumb  laß  ab  din  clag 
Und  los  was  ich  dir  sag. 

Sy  sprach: 

So  sag  an,  herr,  was  du  wilt. 

Din  haiige  stimm  allweg  in  min  or  hilt 
20  Es  stund  dir  aber  wot  an, 

Das  du  mich  ain  wil  mOchtiat  rüwen  lan. 

Cristus  sprach: 

hattist  ain  weltlichen  man, 

Mit  dem  müstist  tag  und  nacht  übel  zit  han 

Und  vtllicht  ain  kind  oder  zway 
25  Und  darzü  müyung  mangerlay 

Und  ettwen  schlahen  und  rofTeu. 

So  man  sölt  das  brot  kofTen, 

So  war  ain  pfenaig  in  dem  hus  nicht; 

Wisse,  daü  es  mengem  beschiebt! 

30  Villicht  keme  denn  der  man 
30*  Umb  mittemacbt  gaii 

31  Von  dem  win 

Trunkner  und  völler  denn  ain  schwin; 
So  bebt  sich  denn  ain  schweren  and  ain  schelten. 
DeQ  mästest  denn  engelten. 
35  Das  er  tranken  and  voll  war 


15  ichläffc  K  tchlaufl  U  frümen  K    i,...(dat  IMrigt  raJiert)   D 

18  Sy  sprach  fD 

19  alliit  D  in  mim  oren  D  in  min  oren  K  in  min  o.  U 

21  lo(ö)n  EDKU 

22  Chrislus  sprach  ^i'U  10        h&Iiesi  du  nun  ninen  w.  K        ainen  weltlich  m.  U 

24  Und  lihi  K 

25  m.  und  mang.  U 

26  Und  Ettna  D  scMühen  out  schliffeo  ktirris,  E  rÖffen  K 

27  kÖScn  EK 

28  Pfennig  DK  huse  K  nil  EDKU 

29  Wiss  D  Wisse  das  <1t  e«  K  meneer  KU 

30-31  so  teilt  K  il'^   V.;  ilit  übri^n  Ihs.  habtn  nur  z^oti  Zeiiitt . . ,  man:  ,  .  .  win 
30^  miltnachl   D  mit  nachl   K  gon  EDKU 

33  hebt]  habet  K  ain  schelten  und  swercn   D 

34  musiu  D  mQstest  du  K  angelten  K 


261 

I  MS  V.  36-57 

Und  da  denocfat  nöchter  und  lär, 

Das  wfird  dich  denn  bald  verdrießen; 

Und  wöliist  ain  vort  oder  zway  herwider  schießen, 

Und  weltist  des  och  genießen, 
40  Das  da  in  wol  gelebt  hetiat  gelon: 

Und  dn  und  din  kind  da  by  mangel  gehon: 

Das  weit!  er  dir  denn  nit  Tertragen, 

Und  sprach:  ,ich  muß  dir  es  anders  sagen; 
[II<]  Gelt,  ich  mache  dich  aber  klagen!' 
45  Und  schlag  dich  denn  in  das  mnl 

Und  mit  dem  Mix  amb  das  für, 

Und  mästist  ffir  in  zitrind  ston 

Und  sprechen:  ,ich  bab  anrecht  geton, 

Dn  solt  es  dür  got  mir  varen  Ion'  — , 
50  Und  müstist  im  denn  zarten 

Und  siner  begird  warten. 

Und  sprtcbist  denn:  ,gib  her  ain  pfenning  umb  brot', 

So  hüb  sich  denn  angst  und  not. 

Und  sprach:  ,da  wilt  alweg  voll  sin. 
56  Wo  kont  es  na  hin, 

Das  da  durch  den  langen  tag  frist. 

Und  da  denocht  tilrr  und  mager  bist?' 


37  De«  K            Dm  wir  dich  U 

40  wol  faedit  gelebt  10D  K            Ion  U 

41  diDi  kiod  K 

43  geuEcn  K 

44  klmgni  EU 

45, dich  mit  der  hand  an  K 

miil  U 

46  (dt  EDKU            ^m  Ztugma 

vrrgl.  0.  S.   to6 

47  mScIitiii  E            zittrend  D  imitcrn  K 

48  »prJkhen  K 

50  Da  mnst  U 

51  begird  denn  w.  K 

\ 

52  spilich  ED  spricht  U            ain  fK 

U41  EKUr»  (AuiiAnät)  a 

53  hept  U 

54  Eprichl  U            alwegent  K 

55  Wa  K 

56  din  E 

57  dn  PK 

2g2 

I  MS  V.  58-781 

^0  liübist  Henn  an  !<iint1tzcn  nnd  nrainen. 

Dud  er  sprach:  ,ge]i,  idi  iiiiichu  dicli  grcoticii  und 

grainen ! 
60  MAß  ich  aber  an  iHr  zersclilahen  die  h^nd?* 

Und  stißU  dir  den  kopr  umb  die  w«nd 

Und  rnit  dem  knii  in  dt;ii  niggcn; 

Dan  müstiet  du  als  vertrugen. 

So  itU  denn  gern  das  kitid, 
66  Di«  üchtriii   und  ucli  das  rind, 

l)i<!  dicrii  und  och  der  knecht: 

So  wäri  Diit  by  dem  lierd  i:er«i:ht. 

ÜDd  viongirit  denn  mit  dir  an  /.c.  kriegen. 

Sv  mi'isUst  dicIi  in  allen  sclimiu(;eii 
70  Dnd  1«riion  liogon  und  Iriogcn 

Und  Jintfste»  und  sorgen, 

Ob  dir  iemun  null  lilieii  und  borgen. 

Dnd  'a\m  ȟrdist  du  stoken  und  worgcn 

In  der  wottliclicii  o, 
75  Di^r  iiin  luuugüm   wib  und   man   itii  na. 
[//«■]  So  donn  würde  umb  die  mitlan  n.icht, 

ÜDil  du  gnrn  iietist  rüw  und  gemacli 

ÜDd  veitist  gern  zo  bette  guD, 


iS  bAbnl  an  K  huii  itit  *lenn  an  U  vainin    K 

S!l  grini-n  und  giömcn   K  gntineii]  waincn   U:   iwj/.  Gl«avr. 

«3^3  RH  KIT« 

di  ilcn  kniins  K  'n]  amli  EU 

63  iiia<.lui  all»  K 

€4  et,it  K  ijkd]  och  U 

66  och  TK 

6T  nilti   DK  gcTcch  U 

68  »ienci  E  viengle  U  dsr.n  fK 

B9'  iJicli  denn  sinirgcn  K  aller   H  allen  U 

70  Tl  irkgcn   liefen  angulen  und  morgen  (in  tmir  ZtiiiJ  D  iriej!»  u.  I.  Dnd 

«,  /.  «:   K 
T2  lihen  oder  b*l(|;«ii  K  (m  l»ll«i>  anftuM/  i/.  TN  V.  g^Sr  ».  5.  /jtf:  mtA 

f^/ifrr    .\fUtfilHHi^     von     P^ifimini     f^tt     ri     noik  ftttl    im    ikttrr,    m.    Iirtl, 

Mditii.    lin  tutifftt  -  iflrffu :  vgl.  amk  u.    V.  S4j 
73  .Akt.  K  <li»  yO  rborgcn   EU 

Ti  Urdl  So  K  unt)  ungcmacli  E 

TB  lü  dein  K 


268 

So  welti  dich  das  kind  nit  Ion, 
80  Und  vienge  denn  an  ze  grinen  und  grainen. 

So  hßbist  denn  och  an  ze  wainen 

Dnd  das  kiDd  xe  sogen, 

Bis  dir  vergiengiot  die  ogen, 

Und  das  kind  ze  wiegint 
86  Und  mit  im  ze  kriegint 

Und  es  nff  heben 

und  androst  nider  legen. 

ViUicht  het  es  ander  sich   getoD: 

So  müstist  denn  wüschen  und  waschen  gon, 
90  Dnd  werdest  ain  stinkende  metti  hon. 

Deß  bist  du  von  mir  alles  erlon. 

Müst  mir  ze  metti  uff  ston 

Und  an  din  gebett  und  andacht  gon, 

So  lest  du  dich  nider  balde^ 
96  E  das  bettli  recht  erkalte. 

Kündest  aber  es  wol  mit  mir, 

So  gab  ich  wann  und  fröde  dir 

79  Dil  Kläffen  Ion  K 

80  le]  ED   DfK  M  gt.  und  M  grincn  U  i.  £.  und  gaincn  E 

81  So]  Und  D  le  fK  lennen  and  wajnnen  K 

82  {uitterf  Hälfte  dir  Ztib)  -HO  aiagescktiillin  D 

83  zu  D  sogen  taar  radkrl  D  sogio  E  sogcnl  K 
SM»  EKUrUa 

83  Uoci  du  dir  K  dd  K 

84  kindli  K 

85  kncgcD  K 

37  aidn]  undei  K 

88  heti  E 

89  mflstett  du  deoii  K 

90  wirdest  ain  »cbmeckcn  mit  im  hon  K 
SlrlOO  EDKUfa 

91  als  DK 

92  Und  mnit  D        mir]  du  nun  K 

93  Eon  [\} 

91  Icil  ED'cIeist  {so  K)  liald  DU 

95  E  da»  da»  K  erkrit  DU  ver^l.  o.  S.  i6t  §7.   i,  n 

96  Köodist  DK  K.  du  U  »  aber  DKU 

97  gib  U 


^H 

^^^^^^F       264            ^^V                         ^ 

lliäV.98-li8i               j 

^^^^^^^^B 

Und  nachte  dich  fo  vrol  gemüt,                                       ^H 

^^^^^^^^V 

Dus  du  iiil  nutnist  all  der  weit  gut                                     ^H 

^^^^V       ioo 

Für  die  raituie  min:                                                               ^H 

^^^^B 

AIbo  wol  «ünl  dir  mit  mir  sin.                                        ^^k 

^^^^H 

Sy  spricht:                                        ^| 

^^^^^H 

Ach  berr,  ich  wOlt  u  sin  bograbvo,                                   ^| 

^^^^^^H 

E  das  ich  litt  nin   sSlicIi  clagen                                                 ^1 

^^^^^^H 

Von  der  unrninen  woltu,                                                             J 

^^^^H           105 

Die  by  dir  filt  scbwcreii  und  schölten.                              ^H 

^^^^^H 

Ich  hui)  i;ü  mit  dir  getribi^ii  munig  iar  uod  tag,                 ^^k 

^^^^^H 

Das  da  mir  nie  »otät  sülich  dag.                                     ^^ 

^^^^^H 

Crietus  sprach:                                                             ^| 

^^^^^H 

im  hab  ich  dir  kund  {jutoti,                ^| 

^^^^^^^^          109  Wie  <lir  die  velt  vrunl  /.eliandeo  guu.                              ^| 

^^H 

Sivcli,  da  vor  wil  ich  Hicli  hetiätcu,                                     ^H 

Vor  dem  toben  und  wiituu,                                                   ^H 

^^^^H 

t>»>t  wtb  lind  man  mit  ain  ander  liond                             ^H 

^^^^V 

Und  in  Ifaincr  süßikait  gen  mir  stund                             ^^k 

^^H 

Aid  nie  von  mir  sind  innao  worden;                                ^| 

^^^1                      Hb  Ir  kantiiust  ist  vv  gnr  erstorben                                       ^| 

^^H 

Mit  der  iinTatußTi  weite,                                                        ^H 

^^^^^ 

Di«  bi  mir  tut  sworcn.  und  schelten.                                ^^k 

^^^^^V                         mac 

l)eU  müIJuiiid  si  In  niaogerhy  wis  eugelten:                     ^H 

hell«  K                                                                                                      J 

^                             iiciiiitt  fD            nikr  welle  K                                                                              ^M 

^^B                      lOl-lM  EKITU  M""4<»V/;  ■                                                                                 ^1 

^^^^1                      1(1^  Sr  Ffi;ikbl  cii'i  dem  bercn  LI            cc  E                                                            ^H 

^^H 

^              iicinlieli  K                                                                                                      ^^ 

^^^B                              Dti 

midi  MicMe  cumc  «clili'igc  und  »clidic  K          bjr  mit  nit  l&ll  won  >chw.  U 

^^^H 

mir   E  (;    V.   tiy) 

^^^^^ 

noch  nie  K            iiHinLich  K                                                                               . 

^H                                  lOS  Criitus  npracli  im  Itil,  (r«l)  umlerstntktn  EK            n.  h.  L  dir  nun  lebl  kutil  K          | 

^                               III   iiml 

ßcl)  w.  K            IM  toben   und   wüten   vircL    IVTS   A»m.  m>  f.  44S        1 

UWl/ 

7;V  r,  9pA  /(Ufl                                                                                          ^J 

112   von 

i'Innnilct  K                                                                                                     ^^| 

114  Aid 

nucli   nie  K                                                                                                                ^^| 

11«  weit  EU                                                                                                                ^1 

in  U« 

iiii[  tiit  fliiclicn  tcliwcren  und-  ich.   K                                                                 ^^| 

118  muU  EU             nianger  wiu  U                                                                          ^H 

265 

|MSV.Ii»-737l 

leb  mit  kriegeo,  äenn  mit  sterben. 
120  Ich  ließ  sy  wol  min  huld  erwerben, 
SchwQriDts  oit  als  bitterlich  ,bi  got' 
Und  behieltint  min  gebott 
Manger  scfawert  und  schilt  mich  übel  an, 
Der  du  pater  noster  noch  nit  recht  kan. 

Sy  spricht: 
126  0  herr,  kan  ich  nüntz  hie  zfi  getün? 
Ich  borte  so  gern  ftid  and  sun 
Zwüschen  dem  menschen  und  got! 

CristQS  sprach: 
Das  mag  kum  sin,  sie  behieltint  denn  min  gebott; 
8o  weit  ich  in  frid  und  sun  geben 
130  Und  dana  das  ewig  leben. 

Sy  spricht: 
0  herr,  mag  dar  in  nieman  ain  mittler  sin? 
Cristus  sprach: 

ia,  die  liebsten  frund  min. 
Der  achtend  sy  gar  clin. 
Sähint  sy  ain  über  das  feld  odor  sträß  her  gau, 
136  Den  schruwintn  als  ain  wotf  an, 

Durch  die  ich  die  frucbt  usa  der  erd  Ion  gon; 
Und  sOltint  si  sich  ir  guttat  begon, 


Hl  nn]  DIU  Dil  KU  all]  so  K 

133  nind  K 

124  nottn  nil  ktn  K 

IJSbie  lU  kan  ich  nänlt  EU 

128  Cmtus  sprach  wü  loS  kumin  EU  sy]  Si  (neuer  ftn)  K  beh. 

die  ^ebolt  iniD  U  behaltend  K  minä  K 

139  ii:h  in  denn  f.  U 
131  Di  mI  sprach  (im    7extj  K  niig  i«nian  Dar  inne  (i$eittr   fin)  aio  K 

weien  EU 
litj  Critlm  ipnch  im    Texl,  ml  unUnIriihtn  E  sprach  ["K 

133  ti  iber  gu  K  an  klain   K  clain   EU 

134  SthcDd  K  Aber  die  iliiUse  oder  velde  K  E'K'^)"   EKU 

135  idiräwent  »i  K 
138  f-  vtrgl.  ff.  S.  j6 

ISfilinc  K 

137  li  fE 


^^^^^^^^^^^^^^^^H                                    ^ 

^^^^^^^f                                                                      lUgv.  136:1601         1 

^^^^^^^^^^  [IIRJ  Sy  mtistint  liie  und  dfirt  übel  zit  hon.                             ^H 

^^^^^^^H                  Waon         inaugcn  mit  minitm  t^itl  erlöst  hat»,                    ^| 

^^^^^^^^H            140  t)vr  kum  dürcli  micli  zug  ain  schüch  ab.                          ^H 

^^^^^^^H                   Hie  wider  so  (aront  min  dienstnian  so  groß  dag,             ^H 

^^^^^^^H                 Dax  es                     sagoii  mag.                                         ^| 

^^^^^^^H                               si  der  weit  gnml  uiiib  iniuh  erwerbeu.                ^| 

^^^^^^^H                                     »iiss  alit-  sterben                                            ^H 

^^^^^^^H            146  Und  dvtn  tüfel  zctnil                                                             ^H 

^^^^^^^^H                           ntiuU  iiinb  midi  wvllciit  gL-buii,                                    ^H 

^^^^^^^H                  L)ie         icli  &y  ain  bg  nH         )on  leben.                        ^H 

^^^^^^^H                  SusH  tiu  liab  icb  mangi^n  difiislmaa,                                 ^H 

^^^^^^^^H                            ich               gcnioUeii                                                       ^H 

^^^^^^^H           150  Und  ins  dunckl  mich                                                       ^H 

^^^^^^^^H                   Sy  lilnd  und  lebont          ottwen  no  gelicli,                          ^H 

^^^^^^^^                                     niinti  versagen  kari.                                       ^| 

^^^^^^                        Ich  wil  üs  d1(!  iiiidron  gonieLion  laii.                                 ^| 

^^^H                                                                                                                     ^H 

^^^B                                 0  hurr,  wie  biRt  du  so  tugentitcli!                                     ^| 

^^^B                       155  Du  last  versfinon  arm  uod  rieh;                                      ^| 

^^^1                              Vi»  stiU  dir  so  wol                                                           ^M 

^^^H                              Es  ist  manig  wib  und  man,                                             ^M 

^^^H                                 Und  süllinfc  sy  sidi  ir  gikltJit  bugan,                                   ^^ 

^^^M                              Sy  mtUtind  dort  und  hie  übel  Kit  bait;                           ^| 

^^^H                        IfiO  Und  hnind  doch  utttven  kaiu  globen  dran,                        ^H 

^^^H                     IS8  Sa  rmjwnt        lii«  K                                                                                  ^J 

^^^^^B                          139  mangco  kh  K              niirivni  biltcrn  1.  K                                                                  ^^| 

^^^^H                       HO  klimm  E                     mich  K                                                                               ^^M 

^^^^f                                           fiilnd  K              diigcii   K                                                                                        ^^M 

^^F                                  \%'i   wol  knn  j;Mnj;cii   K                                                                                                         ^^| 

^V                                    I4ti  f)  fl-'              <licn>tc  i»>li  K                                                                                          ^^M 

149  lo(n)n  EKU                                                                                                        ^M 

1.'r»   w>l  PK              )o(A)n  EKU                                                                                            ^| 

lM-t2»  i:i>KtTa                                                                                           ^1 

I&6  P»  K                                                                                                        ^1 

157    miuiiK  artn   wib  K                                                                                                                           ^^| 

|5g  »ich]  dkli  virui  &hrcittr  ktrrtgitrt  ur  »kh  C            bp£o(o}n  EDKU         ^H 

1.%<l   So  mMind  sy   D              liis   unit  den   DK                                                              ^H 

160  li«ind  E           tilaincu  U                                                                            ^H 

267 


|MSV.  i6i-i8i| 

Das  ieman  uff  ertrich  sy  so  ain  sätig  mao, 

Der  der  weit  umb  gott  so  vil  giiad  erwerben  kau. 

0  faerr,  da  solt  mir  sagen, 

Wo  mit  ich  das  näclist  mug  boiagen. 

165  CriBtus  sprach: 

wer  das  sctst  in  sinen  mül, 

Der  durch  mioen  willen  Ut  er  and  [III']  gut 

üud  och  das  selb  tut, 

Dem  mag  das  Dächst  werden ; 

Und  oem  das  crütx  uff  sich  und  teru  storben 
170  und  tüg  den  zwölfbotten  glich : 

Der  wirt  des  baiigen  gaistes  rieh. 

Sjr  spricht: 
0  herr,  ich  mag  das  wol  geläOeo; 
Ich  muß  ain  «ile  schlaffen. 

Cristus  sprach: 
So  scIiUlf  und  laß  dir  wol  sin; 
175  Ich  Ion  dich  nit  vergessen  min, 
Won  ich  wil  selber  din  weker  sin. 
0  Gabriel,  nu  zart  ir  vast, 
Wann  sy  ist  die,  by  der  ich  gn&declich  rast. 
Miu  Tatter  gebiert  mich  in  ir  nacht  und  tag; 
180  Niemant  %y  votloben  mag. 

Sy  ist  ain  tempel  des  allmächtigen  gottes, 

'61  Oa»  uff  e.  ieni»n  si  K 

■  ^«!l  soril  gnad  umb  g.  D  so  ^Trasse  K  gtad  {"U 

'"*<  nüsic  K  erjagen  D  iagen  K         vgl,  o.  S,   iiy 

ioS  C»-iitoi  «pracb    wit  ija 
>«  l*^»e(  K 

'69  *»i«Di  ofT  lieh  (in  giIice  und  K  lernen  daran  st.  K 

ni  x>«w.  u 

nj  *äy  (pricht  ["D  das]  nil  K  dess  U 

'•'   *^»»lui  »ptach  vfU  loS  scltff  fast   und  K 

176   i<:h  Ion  dich  nelber  wcckcr  s.   D  wcrckerr  U 

117    w»^j]  du  K  ir]  in   D 

HB   »<i  iii  ich  bi  dir  gnäd.  K  die  f  U 

179    Min]  Mit  K  tag  und  nacht  D  v^l.  ".  S.  //j 

V8\    fem  D  pgi.  TN  öijaff.  <?.  S.  tab 


2G8 


[MS  V-  t8j->04] 

Sy  lidet  Vit  unwenles  und  spotles 

Voa  rrünilcn  und  von  m^cn 

Ciid  Inl  ikh  du»  iiit  betragen 
]85  Und  lut,  all!  ob  si  von  Kven  nio  syg  kommen. 

Siccli,  das  ist  ir  groß«  fnimmeii, 
***Ü8S  si  me  lieclit«s  irnc  trait, 

DcDD  sy  allü  inaisbcr  iiiOchtin  gvlercn. 

.ij-  liU  sich  nieman  gentztich  Ejoti)Tcn. 
190  Icli  trag  sy  fruiillich  an  ininem  hertien. 

tjy  I4t  die  wolt,  uD  all«u  suierUvu: 
"*DiG  wült  lät  ay  älü  zohaod. 

Vw  weit  ist  ir  nin  tobes  mM, 

Sy  kmoet  sy  an  allen  lugenden  lar. 
195  Sy  liilft  und  rütet,  wem  sy  wil, 
[Ifl-^J  Won  icli  gib  ir  Ict  und  aiidacbl  vil 

Und  reden  durch  sy,  man  mochl  es  grillen. 

Wer  es  on  das  hin  lioLi  schlitl'eu, 

'Si  git  ir  IfiT  ztignust  dik, 
200*[>ar  an  menger  mcDscli  ersclirikt; 

Wan  wer  vil  gelorct  i>ii«  leben, 

Uor  schlecht  Crtstus  nach  nit  oben. 

Ich  miiß  loben  die  werden  magl, 

VfoD  sy  mir  groß  gnad  sagt. 


1S2  >patl  P 

IS4  »ich  rn  U'ttüsen  EU 

IS»  alt  «i  K  Eva  D  <nn  EKU 

186  ff.  vgl.  *.  S.  jr- 

186  bShtk  K 

U7  «]]  It  K  me  E  lu  ir  U 

Ainvr 
18B  *r  FK  Riuilcr  fD 

193  PK  I«  pD  Vk  weil  M/  Süt/tit 

193  ir  «in]  EU   ir  ils  «in  K  vgl.  w.    K  ijt4  -.  o- 

19»  «reo  K 
198  d»   ii't  liin   K 

199/200  [  EDU  (SU  •  ffry/.  o.  5.  ^; 

201   Won  dci  jjclLicl  K  Eclcincl  EU  üclebl  D 

908  Khlehi  n*ch  crista  ni(  K 
903  mägcl  K 
201  gtoi  Uid  jagl  D  Mgel  K 


kennen  E 


*»(/  •••  A<^   ü(    <&    rtiaituf»     Vtru 


269 

[tIg^.aoS-M4| 

205  Sy  stand  off  ald  si  leg  sich  nider, 

So  Btat  81  alweg  gericht  wider 

Zä  dem  iiuprechen  min; 

S;  achtet  ander  ding  gar  cHn. 

Ob  ir  iocli  gebräst  zQ  stat, 
210  0  wie  bald  si  da  von  tat! 

Sy  merkt  minen  haimlichen  influß  wol, 

Becbt  alB  si  billich  sol. 

Sy  smekt  mich  als  ain  bnnd  ain  wachtlen  tat, 

Und  wirt  enzünt  als  ain  gliit 
21&  Dnd  wirt  brinneo 

Ton  ussnen  und  von  innen 

Ton  rechter  götlicher  minnen 

Won  ich  knmm  ir  niemer  us  den  sinnen. 

Dar  amb  behüten  wir  si  biUieb, 
220  Wan  vil  knm  ist  ir  gelicb. 


II.  Hie  haist  er  sy  uff  ston, 

Hin  2Ö  der  mettl  gon. 

[•i.  Bild  8.  Tal.    V,  IX] 


UV«]  Cristus  sprach: 

Du  raust  das  bettlin  ruraan, 
Der  schlaff  wil  dich  versumen. 

KT  vgl.  c.  S.  ttg,  ,huj>rt{ken^ 

^  Sr  jr  >chte(  D  ciain  EKU 

209  Sgl.  0.  S.  itS,  .gfiriiJ' 

310  wie]  wol  K 

an  linflais  K  vgl.  c.  S.  ii8  ^mvhi' 

313  nhtdan  K 

2U  «D  pu 

215  Witt  Öcb  b.  K 

il7n.bne  EKU 

218  d»ni  sinne  K 

321  Hie  weckt  und  h.  e.  U 

^  Und  nü   U  gün  des  si  nit  lün   K 

223  CristDs  spnuh  ("K,  «•*?  'Jf  E 


270 

Sy  spricht: 
225  Nieman  niicli  noch  mügc. 
Es  ist  noch  gar  früge. 

Oristas  sprach: 

Ich  zäh  dir  die  decke  ab: 

Du  müst  losen  was  ich  dir  sag. 

War  umb  gedenkest  du  nit, 
230  Das  ich  ze  tnettizit 

DQrch  dich  wart  gevangen 

Von  den  iudesclien  mannen! 

Wie  fintlich  sy  koment  gegaogen. 

Als  ob  si  morder  weltind  hau  geTangen, 
235  Das  min  iunger  flulieut  alle  von  mier, 

Nach  den  stund  mines  hertzen  gier! 

AJner  stieß  mich  hin,  der  ander  her, 

leglicher  nach  sines  hertzen  ger, 


IMSV-aas-al^ 


22I>  Sy  spricht  im   Ttxl  rot  unitrsIrirktH  E  ipiach  D 

22C  E»f  •«  ffUg«   K,  r-i;/.  aktr  4J1 

227  Ctittu*  spiach  TK,  "*  IJ3  E  diel  din  K 

229/^30  in  tiar,    Ztile  E 

2*29  Daiumb  D  denkroit  K  nil  mtn  :  le  meiilD  fZw. 

230  Dns  ()u  ciu  in.  ü 

331  Kür  K 

234  All  si  aiD  m.  K 

235  «II«  fluhen(d)  DK  mir  EDKU 

236  dem  D  begitd  D  giid  U 


223-23ti    M  Dein  schUfT  will  ich  (so)  veTSumrn, 

Wol  >ulf  du  müit  d»  B«lt  räumen. 
Mich  soll  noch  niemandt  m&hen, 
Es  isl  noch  gar  vil  lü  frühen. 

BMS  p.  ii6  ,Din  langer  sUf  wil  dich  versAen:  (1) 
wol  üf  du  muost  doj  petle  lümen,'  (2) 
,licr,  lä  mich  sIAfen  ein  wfnic  luo,  (3) 
ich  |iin   nucli  junc,  ei  ist  TruD.'   (4) 

I  p   j.  Wie  Cristus  die  Sele  mit  den  hären  luQ  dem  bet  zeuhet. 

Crisliis:   Dein  lange  schlaffen  wil  dich  verseumcn: 
Wol  auir,  du  musl  das  bette  reumen. 
Vit  Stie:  l.aQ  mich  schlaffen  vnnd  twen  nu 

AufT  XU  stehn  ist  noch  ein  wenig  lu  fru. 


271 

|MSV.  339-361 

Und  bnndant  mir  hend  und  fÜß; 
240  Das  dankt  mich  alles  saß 

F&T  die  armen  Köodar 

(Lfig  lieb,  das  soU  da  nemen  war!) 

Und  schwitzt  och  für  dich  den  blutigen  swaiß, 

Wann  nach  dir  was  mir  hsiß. 
245  Die  iudeo  boodent  mich  so  vast, 

Das  mir  das  blät  tu  ffeprait 

Und  zä  den  nageln  möcht  us  sin  gangen. 

Das  dag  ich  frowen  und  mannen, 

Und  dir  sanderlich,  minem  lieb, 
250  Das  ei  mich  flirtend  als  ainen  dieb; 

üod  wer  mir  das  böst  mocht  tun. 

Der  hat  och  frid  und  s&n; 

und  hett  er  ioch  große  mort  getan, 
254  Sy  hettind  ims  als  ram  gelan. 
[IV^J  Das  ward  wol  achin  an  Harrabau, 

Der  vor  ain  morder  was  gewesen; 

Den  ließent  sy  fQr  mich  genesen. 

Des  Böltist  du  ze  mettizit  an  ain  ermanen  gon. 

So  weit  ich  dir  es  varen  Ion, 
260  Was  dn  wider  mich  ie  hast  geton. 

Dar  nmb  solt  du  dich  den  schl&fT  nit  sumen  Ion. 


840  IQIB  D 

241  die]  mich  D  (findet  dar  D 

342  Zu  lieb  D  de*  mIimI  K  nieman  K 

343  den  |~K  tchuitel  E 

846/S47  (m  einer  Zelle:  J  .  , .  blUt  tU  den  nageln  rnüchl  us  sin  gangen   E  . .  .  b. 

tu  den  nageln  ui  mdhl  s.  g.  KU  •  ■  .  Uül  u«  den  nrgeln  ni.  lin  gegangen  D 

(gej^ut  Z»J. 
250  Totcblend  D  vgl.  o.  S.  sq 

231  Wim  K  gelAn  DK 

252  och  f  K  und  och  ^.  K 

253  geioC«)n  EDKU 

254  haiient  K         im  es  D  im  U  ei  im  K         als  fK         gelo(0)n  E  DK  Ion  U 

255  baaraban  K  ef.  Mare.is,  ? 

258  meii  an  D 

259  weit  E  dii  alles  das  K 

260  halleti  K 

261  v'sumen  K 


272 


pa  V.a^-tgjl 


Sj  spricht: 
0  Herr,  ich  wil  ^'em  ufl*  ston, 
Sid  du  mir  so  schier  wilt  varen  Ion 
Was  ich  widor  dich  ie  hab  •^'etoii, 
265  So  ich  dich  an  din  martcr  ermauen  gon, 
Die  ich  in  miucin  hertzen  ieiuer  soU.  hon. 

CristuK  sprach! 

da.«  dolt  tiln, 
So  gewinnest  mit  mir  frid  imd  äün. 
Es  ist  vast  guistlich  zo  tnolli  nf  stoa 
370  Und  mich  an  min  marter  erraaoen  gon; 

Wann  all  die  weit  ward  erlöst  von  der  marter  mio; 
Das  miicht  in  früden  nit  geschehen  aio. 

Sy  spricht: 

0  herr,  wenn  ich  gedenk  daran, 

Da  »i  dich  m  lintlich  i;enat«nt  im : 
27fi  Wie  mocht  so  rit  bßU  volks  by  ain  andern  wesen, 

Der  dich  kaincr  maint  lassen  goncsen! 

0  herr,  äo  si  dich  sa  lliitlicli  an  äähent. 

Wie  vil  si  dir  do  bijser  wnrt  zu  iähent 

Und  spuwten  dir  unter  die  ogen  din, 
280  Di«  clarer  w»rcut  dotm  der  guoneu  ächin! 
[IV']  Dich  wolt  da  nieman  mit  tniwen  mainen ; 

Deß  mßoht  ich  mich  ze  tod  waiocn, 

Das  du  blibst  nllain  nnder  in. 


2^2  Sy  ipticht  p  (hier  latJ  fi<rtim  imiiitr  anpfr  ver  V.  ijtg  laut  tj^ol  D 
•2<iä  &i   K  rarMn  I.   K 

3fi1    Cii«(u>  t|inicli   riiir    icS 

2IJ7/Se8  '«  limi  Mit  E 

371  "UÜ  weh    K 

•■m  betcheclicn  K 

374  Hl  vil  vigcndkli  II 

tll  <loj  lo  U  anulinit  EDK 

378  ao]  «.  UfD  vCTjah™  D 

'il'i  ilii  uiiil  uudei  D 

•im  <lcr]  ili«  D 

-281  woll  docli  da  K 

VSD  b.    und«    in    alliiii    EDb,  vn>l    in   alle»   atlain  U         /.  <iu    clain   (cUn)/^/' 


lolt  <lu  iQn  OK 


■eii(ne'ien<)  Dl/  »ahtnd  K 


273  

[MS  V.  »84-303! 

Die  ZQ  dir  hattent  so  bOsen  sin. 
285  O  herr,  war  ich  bjr  dir  gewesen, 

Ich  war  bi  dir  gestorbea  und  genesen. 

Criatus  sprach: 
Das  iahent  die  iunger  och 
Dnd  fluhent  alle  doch. 
Dich  Terdnist  doch  nn  daran  ze  gedenken; 
390  Söltist  nun  du  an  mir  nit  han  geton  ain  wenken? 
Qedenka  noch  daran, 
Und  hab  wol  getan. 
Hengs  ich  mit  minem  tod  erifist  hab, 
Das  durch  mich  nit  zug  ain  bOs  bar  ab. 

Sy  spricht: 
296  0  herr,  das  ist  laider  ofTeDtbär: 

Wir  sind  aller  tagenden  lär. 

Wir  möcbtin  doch  mit  diner  müter  laid  haben 

Uod  si  mit  dir  clagen 

Der  Til  großen  not, 
300  Die  si  hat  Ton  dinem  bittern  tod. 

Ach,  wie  was  ir  die  varw  so  gar  verblichen 

Und  ir  kraft  so  gar  entwichen! 

Wie  was  es  so  gar  ain  ungeliche  stund, 


284  Uie  (0  b.  müt  hcttent  tu  dir  und  «in    K 
386  bi]  mit  K 

iÜl  ChrittM  tprach  um  Te*/  E,  imitritriihtn  K  spracli  ciii  ir  U  Dei 

K  Din  tprachenl  U 

389  M  CK 

390  S.  nnn  du  •&  D  SOlleit  du  denn  an  K  du,  nil  f  E  nit  han  f  D 
191  DOdi]  nun  loch  K 

292  fU  ee«>(»)°  EDK 

i93  niu  bitteni  tod    K  han  U 

m  fEU  idhet  K  har)  hochfarl   K  :%'/■  ".   ''   140 

m  Dffm(in)bar  EKU 

»6  Hccnt  K  lugenl(d}  D  K 

297  d.  trat  müter  K 

»8  «lagBcn  EDU 

299  CTMM  K 

30t  die  kiafl  1.  g.  enlirichen  K 

30S  Und]  Von  U  ir  farwe  i.  g,  v'blichen  K 

Baai   Dia  mtDniada  Stele  IB 


^^^^^^^^^^^^^^^m       274            ^^V                         ^ 

^^^^^^^^^^^M 

yn-itti           J 

^^^^^^^^^^^^        Als  do  si  dich  knst  an  dinen  rot«D  mund 

M 

^^^^^^^H          30&  Cnd  dich  so  dik  mit  großtim  loat 

■ 

^^^^^^^^B                     Oetruliet  üo  Ueptich  an  ir  brüst, 

■ 

^^^^^^^V                   Qetrulicfaer,  denn  te  kain  int'it«r  liab  gctoa! 

■ 

^^^^^^^K                  Dn  vidör  sah  man  si  trurig  [i  t'iy  under  denn  crütt  s\aa.       ^^ 

^^^^^^^H                   0  güi,  wiK  stilnd  ^i  so  elltincticli, 

^j 

^^^^^^^1          310  Die  zart  uad  och  die  minneclicb ! 

^1 

^^^^^^^^H                   Sy  kust  das  blUt,  das  vod  dir  rau. 

H 

^^^^^^^^H                   Oaa  söltint  an  sehen  irowen  und  man. 

^M 

^^^^^^^^H                 I&haanes  woü  in  großer  [lot 

^M 

^^^^^^^B                Von  dlDer  m&ter  und  ab  dinem  tod, 

^M 

^^^^^^^H          31!»  Oor  dir  so  mangun  tag  Dach  volgen  bat 

^1 

^^^^^^^H                  Und  von  dir  so  vil  golemet  het 

^1 

^^^^^^^^H                    ßredieo,  andacht  und  och  gebet; 

^1 

^^^^^^^1                'Kain  iuDgor  dir  och  nio  gelicber  getot 

H 

^^^^^^^H                  Das  ward  ob  dem  naehtmal  wol  euaigt, 

^M 

^^^^^^^B          320  Do  er  sieb  uf  din  gOUich  brnst  naigt. 

^M 

^^^^^V                       Do  sog  er  uss  dorn  rocbteo  gruad. 

^M 

^^^^^^1                          Den  er  her  nach  wol  tat  kund 

^M 

^^^^^H                        Mit  siner  ler,  die  er  uns  het  gebän. 

^M 

^^^^^1                        Mit  der  wir  besitzeu  mugeot  ewig  tebeu. 

H 

^^^^^1                                           Cristus 

H 

^^^^^H                 325  Hie  lob  ich  die  werdoo  magt, 

^1 

^^^^^H                        WaoD  sy  mir  so  groß  gDad  sagt 

^ 

^^^^V                     304  tvr  io  rm  geilriihimi  >o  £            roacn  TSfWCO  m.  K 

m^ 

^^^B                    805  dich  «o  fU 

^H 

^^^H                      3116  Gclrenckcll  U 

^1 

^^^H                            30'7   Atnn  \.    mulcr    ie   hal   |;.    K 

^H 

^^^^M                      306  sl  und'  ilcm  crüci  tiurig  »I.   K            ff.  J»h.   tg,  *J 

^H 

^                                SU   <Ji»l  im  EDU 

^H 

1^                           81S  ff.  vgl.  V.  ^.  6o  M  r.  jt^f. 

^H 

8U  Votk]  Uit  K            und  fK 

^1 

315  K>  fK           IUI  D 

^1 

818  pEDU 

^1 

819  enJ^KCl  K 

^1 

330  di«  gbü.  tir.  D  din  bt.  K 

^H 

SIS  Dem  K 

^1 

3»   mugen  du  c.  DKU 

^H 

1                                      Siä  WIM  {uag<i   K 

1 

J 

275  _ 

Der  marter  ood  der  gothait  min. 

Wie  m&chtsy  miriemer  lieber  sia! 

Ich  loD  si  flelten  uh  gehSren 
330  Yett  mit  lud,  denn  mit  fröden. 

Ich  tail  mit  ir  mia  sflSikait 

Und  vertrib  ir  alles  laid. 

Ir  sinn  stond  in  den  himel: 
**Ir  bend  mfißent  stille  ligen. 
3Sfi**Ir  lib  ir  kainen  schaden  tat: 

In  got  etond  ir  all  sinn  und  mät. 

Weltlich  ein  aod  wie  ist  gar  dabin: 

leb  selb  ir  ror  den  oren  bin. 

Sy  darfr  nit  vil  ieben; 
340  ,Ich  weit  gern  in  den  himel  sehen': 

Sy  wirt  sin  doch  hie  nidnan  gewert, 

Das  sy  nit  vil  me  begert. 

leb  tun  ir  doch  wol  so  ril  kund, 

Das  nit  reden  kan  ir  mnnd; 
345  Sy  mag  das  dritt  nit  bebaben, 
[V-]  Sy  h5re  es  denn  änderst  sagen; 

Und  wirt  so  wol  gemüt. 

So  sy  gedenkt  an  iren  herren  gflt 

Und  was  er  ir  gutes  bat  geton, 
350  Das  er  si  das  vor  bat  gewisset  Ion, 


MS  V.  337.350] 


339  ut]  uff  D  gehören]  gehUrde  /  Zw. 

SSOVfti  E 

333  himelD  K  bimelhiil  D 

353  ff.  ly/.  o.  5.  6i 

334,33ä  TEDU  f«  "  «.  <•.  S.jo) 

386  ctit  K  mllcr  ir  1.  K  all  jt  1.  D 

337  Wellliche  tinti  D  wis  und  linn  K 

338/339  m  aiur  Zeiit  D 

339  <Iarff]  »taff  D  gehen   K 

339  ff.  vgl.  o.  S.  61 

343/344  rU 

343  wol  f  K 

344  nit  kmn  r.  K 

345  beluüteii  EDU 

350  da*  f  K  iriucn  DK 


876 


'MSV3SI-371' 


Dar  iimb  menffer  aln  ganb  ür  git  stieben 

UiODao  und  Tomun  i»  den  alten  bQclitin. 

Wu  vr  liaimliclis  and  ^te  voa  ffot  find, 

Das  ßndt  sy  in  dem  gaüt  gescliwiod. 
3fi&  Icti  han  be<»s96D  Jr  liortz  uad  sei: 

Da  mag  xe  recht  in  konien  nieman  nier. 

Sie  kan  niemer  vergessen  min. 

Ich  und  die  liailgcn  w«ud  ir  pfleger  sid, 

Und  behfitent  sy  cutzlicti, 
360  Won  ir  hüt  ist  fr«Iich. 

87  spricht: 

0  lieber  lierr,  dag  ist  war: 

Das  k.iß  nioman  gesagea  gar. 

Wie  tröstlich  din  hüt  ist; 

Dnd  bi  dem  da  bist  mit  siindiir  frist, 
365  Der  ist  allveg  wol  geinUl 

Und  ist  sicher  sei  und  lib,  or  and  gut 

Wo  oder  wie  der  stirbt  wo!, 

WoQ  du  ftltor  gDadoa  io  täst  vol; 

Wann  da  du  bist,  da  ist  bimelrich. 
370  Das  ist  wol  tnuglich  und  billich. 

Deß  biUt  mich  wel  innan  bracht, 


(n  komen  pE  nlcmtt  D 


9bl  Db  ■»  un  aiideT  «in   K 

3M  allen  fK.  vfi.  «.  067 

«M  Wi.  EDU  fgi.  «.  fj6S  r.Bdc  K 

36A  unil  It  (.  K  vf-  «■  ^-  6t 

366  IIa*  ma);  cieibi«eben  ntera.  U 
man  in  kutncn  m.  K 

8(7  ndmmcT  roc  K 

SM  h.  engcl  welLertl  K 

881  wir  E 

3^2  El  K  ksD  icb  n.  V 

3G3  troiüich]  gut  U 

363  «11«  wegen  K 

see  n  Ml  lib  u,  g.   K  lel  et  IIb  u.  g.  DU 

367  äti  ilirlxrt  fwtiital  K  (im  EOU  Z^ttpaa) 

3GS   W.  A.  lüal  tn  allen  g.  v.   K  gnaden  du  im  t.   U 

Si;9   Wal  du   K  f^l.  o.  S.  Ol 

371   l>aa  K 

S73  «nj  ai  K  ■;  D 


277 

|MS  V^  JJ84I 

So  ich  Bin  wenig  hat  gedacht, 

Und  machtest  mich  so  frftden  rieb, 

Das  oieman  mocht  wesen  min  gelich. 
37fi  Darumh  sol  ich  gern  ze  metti  uF  ston 

Und  dich  an  din  marter  ermanen  gon; 
/F*/  So  wiltu  mir  all  min  siind  varen  Ion, 

Der  ich  laider  vil  wider  dich  hab  geton, 

Und  das  hettli  rumen 
380  Dnd  mich  den  schliff  oit  Ion  sumen. 

III.  Hie  wil  er  si  nit  gnQg  Ion  essen, 
Won  er  furcht,  sin  werd  vergeßen. 
[3.  Bild  ».  Taf   V,   VI,  IX]. 

Cristne  sprach: 
Da  mflst  dich  Wirtschaft  vervregen, 
Wilta  hohes  gaistes  pflegen. 


373  mncheil  EDU  machotteit  K 

374  weteo]  »in  D  wiuen  K 
376  dioj  die  D  tamta  K 
SSO  TCnumcn  K 

381/382  fD 

381  nit  lOD  genüg  K 

383  wj  w.  \}  M  werde  lin  K 

383  Critlu»  iprach  |~DKi    <im.ia    in    alitn  /elsutdtn  AbtckmtU»  su  Jiesir  Stellt, 
laagmemmtH  D  im  AbtckiriU  XI  Critlus  ciu  It  U 

384  vgl.  a.  S.  6j 


383-386  M  Witt  tu  tauten  gsUtM  pflegen, 

WirtschafFl  wirst  du  dich  verwegen. 
Ich  klag  von  grauen  n^ten, 
Da  wjlt  mich  hangen  tfidten. 
BMS  fi.  »f6.  .GeieUchaft  innoii  du  dich  erwegen,  (7) 
Wiltu  miae»  geistcs  pflegen.'  (6) 
,ach  ich  klage  von  gräico  nAten:   (9) 
her,  du  wilt  mich  mit  hunget  t6leD.'  (10) 
I  /.  g.  Wie  »y  yn  dem  garten  lu  lisch  »ilien. 

Criitm:  Dtt  «irltchain  miulu  dich  erwegen, 
Wiltu  hochcs  geyites  pflegen. 
£>ü  Sek:  Du  wllt  mich  willig  veiterben 

Vod  bangeis  vnd  dontes  tlerbeo. 


278 

Sy  spricht: 
386  Ich  clagnen  wol  von  DUton: 
Er  wil  mich  hangcrs  töten. 

CristQs  sprach: 

da  mäst  bctteo  und  vasten. 

So  ma;;  der  hailig  gaist  bjr  dir  rasten. 

Sih  an  die  lieben  iuDgur  min, 
390  Die  inftst«t)  och  dik  liunf>Tig  sin. 

Sy  waiGDt  och  dik  on  flaisch  und  och  on  nin, 
Do  sie  mir  nach  giengent. 
LOg,  was  grußes  luüos  si  uiipfietigeDt ! 
Uod  miistent  durch  mich  in  eilend  gou 
395  Und  dik  vor^chmilcht  und  mangvl  hon 
Dtid  darch  mich  in  früind»  UaA  vani. 
[y^J  So  wil  ich  hie  haimen  dicli  bewam 
Mit  eesen  und  mit  trinken 
Dnd  wit  dir  selb  in  scUeakoD. 

Sy  spricht: 
400  Du  Bpiseat  mich  zemal  claino; 

Mir  Bcbtotret  die  hut  uinb  das  baine. 

Cristu»  ci]irach: 
Deß  acht  ich  gar  claine, 
Du  bist  es  uit  allaiue. 
lob  furcht,  du  würdist  mir  liebt  te  gaile. 


[MSV-jHS-t-N 


hu|^T«  K  liungcr  Mbltra  D 

CtiMus  iprach  fDK  vuitn  und  b.  D 

'  mliMcnd  D 

</■»/  nnftff  on   nirr  Ar  ZfiU   rvr  oeh  E  Uril  win   K  •"•d  OB  ••   D 

[DiT  Mlbci  n,   K 
WM  (i  [.  I.  e.    DK 
michj  cm   K  in  da»  c.   DK 

inicli]   gol  K         in  )(i   U 
/,  iti:nkcni  Vi!,  e.  S.  fjg  §  s>  j 
Bclbcr  DK 

umh]  und  och  EU  die  b.  U 

!  Crittui  ipricht  fDK  Criilu*  sp"«^!»  ""  "  U  D*a  DK 

wtide»!;»!)  DK  nl  lilit  KUfD 


I 


270 

|MS  V.  405-42l| 

405  Dät  ich  dir  die  apis  volfaile 

(Es  war  ain  anvolkoman  man, 

Den  man  sab  trunken  ufF  der  gassen  gao, 

Und  Ton  unrechter  minne), 

Es  benem  dir  diu  gaistlich  ainne, 
410  Und  rerlurist  min  bnide 

Und  vielist  Übt  in  tSglicb  schulde 

(Das  kumet  dik  von  übrigem  essen  and  trinken) 

Und  würdist  och  an  den  zehen  gebott«n  hinken. 

Da  wil  ich  kain  schuld  an  hon, 
415  Ich  wil  dir  e  ain  clalnen  mangel  Ion. 

Ich  wil  dir  ains  sagen: 

Es  sterbent  me  menschen  von  volle  denn  werdent 

erschlagen, 

Wan  .unmässikait 

Git  allen  Untugenden  gelait'. 
420  Si  türet  das  baner  vor  der  schar. 

Die  andren  nement  ir  alle  war; 

Sy  ist  das  hobt  under  in; 

Si  git  in  fröden  gern  valschen  sin 

Und  machet  gern  bös  gesellschafl, 
425  Wann  ay  git  übrig  rast 

Und  machet  flaisch  und  blüt  [F'^l  böser  gelüst  rieh. 

Vor  diser  fraßhait  hüt  sich  menglich. 
Icli  rät  allen  menschen  gut, 


405   die]  gut   DK  le  wolfale   DK 

407   trunken  fU  umb  die  strä«(se)   DK  go(ö)n   EDKU 

411    t'iKl  vilicht  vteiisl  in   U  lilit  fD 

413  wire  DK  boltcn  DK 

414  han  EDKU 
41 /i   clamcn  E 
417   wcr<l(ej  DK 

419  Uid  D 

420  furcnt  EKU 

421  andren  alle  n.  (i.)  w.  DK  ii  [D  alle]  aller  E  eben    U 
423   in   fröden]  den  andern   EU  den  andren  in  fröden  DK 

425  rasi]  craft: 

48e*441  EKUfU  {Auischniii)  a 

428    Siitfilionnttechtd;  v^l.  su  lüestr  und din  spälerit sl^Uhlauteniltit  Noitn  c.S.  jj  ff. 


^^^^^^^^^^^^^^^^v            ^^^^^^^^^^^ 

^                                                                                   tMSV*J0  4S4t                1 

^^^^^^^^^^^^^uSTsy  sich  vor  fräßhait  Iiabint  in  hQi                             ^M 

^^^^^^^H          430  \}nd  vor                                                                             ^H 

^^^^^^^^H                  Wil  er  ain  gottei'  tninner                                                       ^H 

^^^^^^^H                 Wan  gnt  lidet  scmliehs  nivlit                                           ^| 

^^^^^^^H                 Gr  wil  QU  haili^  geschieht                                                ^H 

^^^^^^^H                  Von                       von  betteo.                                                   ^M 

^^^^^^^H          ■Vih  Den  vril  ich  so  g&r  dUr                                                          ^H 

^^^^^^^^H                   Dm  Dioniaii          sagen                                                            ^H 

^^^^^^^H                 Was  fruntschaFt  ich  zu  itn  wil  ban;                                  ^| 

^^^^^^^H                 Won  wirUchari  muß  er          verwegen,                              ^H 

^^^^^^^1                 Wer  hohes  ^tcs  wil  pflegen.                                               1 

^^^^^^^H          440  Man  sol  der  weit        siu  gcmuin,                                           1 

^^^^^^^^1                  AM  ich  lieUe                                                                            ^1 

^^^^^^^H                 Tch  vil  mit  nii-man  haii  gemain,                                       ^H 

^^^^^^^H                 Donn  mit  miQom  gcininton  allain.                                      ^H 

^^^^^^^H                 Der  mach         kürtzwJI                                                      ^H 

^^^^^^^H          445  Sy  btigert  nit  anders  saiten  spil.                                      ^| 

^^^^^^^H                   Si  enriicbt,  was  die           tQt;                                               ^| 

^^^^^^^^^H                    hau                                                                                    ^H 

^^^^^^^^^V           Ich  Ion  ey  uU  minen  ziiclilen                                            ^| 

^^^^^^^V                Wie       iocti  dar  umb  boschicht.                                        ^| 

^^^^^^H          4M  Ich  acht         ob  die  ritte  bricht:                                       ^M 

^^^^^^^^H                  teil  lind  ain                                                                             ^H 

^^^^^^^H                  Das  billich       erschraken                                                       ^| 

^^^^^^^H                 Die              gotte»  vorcht;                                                 ^H 

^^^^^^^^                 Wer  die  Jiät,  der  ist  nit  verworcht                                  ^^ 

^^^^^^p              13i  K*(]  stm                                                                                                                ^H 

^^^^^                         N)«tiun                                                                                                                                   ^M 

^^^M                     13T  Wti         r.  (.  K                   in  EU                                                                           ^M 

^^B                       486  Vo»   E              «  K              >rt<r«Gcn  K                                                                                     1 

^^H                   440  «p  K  s.  K                                                                                                     J 

V                         4tf4UEUK(ir«                                                                                               ■ 

^^                              ^^3  Wann  nun  mit  D  Wenn  nun  m,  K            mincr  K                                             ^1 

^4fi  cniüclil  nil  w.   EU  cniiicUl   »ich   w.   K                                                                                 1 

44S  miocr  jähic  DK            nit  EDKU                                                                            1 

1                                    449  bcochiccht  E                                                                                                           ^J 

453  lij  dich  EU            17  Ijillich  c.  OK                                                                     ^M 

4M-M0  EKtfll  i'/l'")'i»>V<;  B                                                                          ^M 

ibi  hu  der  wiit  gvnulich  nil  K            der]  die  C            «cnllcht  EU                    ^^| 

281 

456  Er  lat  sich  allweg  mflssecitch  beDü^n. 
DjLnimb  wil  ich  im  sin  nottürfft  fiigeD. 
WaDD  Tiitschaft  mflß  er  sich  erwegen, 
Wil  er  mit  mir  hofaee  gaistes  pflegen. 


IMSV.4SS-466' 


VI"]  IV.  Hie  wil  er  kestgen  iren  üb, 
160        Das  sy  dest  minder  in  der  weit  belib. 
[i.  Bild  B.   Taf.  IX] 

Cristos  sprach: 
Ich  muß  dir  diu  ilaisch  beren, 
Daß  ich  mich  mug  dar  inn  emeren. 

Sy  spricht: 
Du  Bchtechst  mich  also  ser, 
Ich  mag  es  nit  liden  mer. 

CristuB  sprach: 
466  loh  han  dir  lang  vil  vertragen, 

Das  müst  och  für  die  warbait  sagen. 


457  Vnd  K 

459  er  mitt  der  Tillen   ImtgcD  U 

4eMt9e  EDKDfa 

462  mich  darin  mög  D  mich  »in  mug  K  erwercn  K  AH^Ukkimg  an  V.jn 

465  Crisius  iprach  [~DK  C.  sprichl  U 

466  müM  du  lelber  die  warbal  s.  K  müst  doch  selb.  f.  d.  w.  s.  D 


461-464     M  Ich  will  dein  fUisch  mit  neyB  b  .  .  . 

Das  lieh  der  gaist  darinn  m6g  .... 
Du  scblecbsl  mich  «Iso  ser, 
Ich  ....  nit  leyden  mer.      Vtrstümmtll. 
BMS  /.  317.   .Ich  muoE  dtnn  Ifp  mit  üiiu  pem,  (15) 
i&  mahlu  mtacD  geist  emem.'  (16) 

hcrre,   du  siehst  mich  al  le  scr  ('Jl) 

dai  ich  gelEden  mac  nihi  mer.'  (22) 
I  p.  ».  Wjre  Crisius  die  Scie  mit  gctsteon  (Hit  gertcn)  hawel. 

Crisius:  Ich  muß  dein  armes  fleisch  castejren, 
Sal  anders  ein  geisl  in  dir  gedeyen. 
Dyt  Stlt:  O  wc,  du  schlcchsr  mich  lu  scrc, 
Ich  mag  CS  gcleydcn  nicht  mer. 


^^^^^^^^^^^^V             ^^^^^^^H 

muiiA^y 

^^^^^^^^^                          Sy   spricht: 

^^ 

Wenu  wolt  us  nu  begiifipen  <licl)? 

■ 

Cristns  spracb: 

■ 

Liebe  sei,  du  seiher  sprich. 

■ 

Ich  solt  US  DU  lang  baa  ^ton, 

■ 

170  So  hettist  da  mich  vor  ogen  gehoa. 

■ 

Sy  spricht: 

■ 

Es  donkt  mich  noch  gar  ze  früge; 

Bis  sicher,  ina  es  mich  ao  dich  mi'ige. 

■ 

Du  grifust  mich  in  mioen  iangeu  tagen 

^H 

Ach  got,  wie  sol  es  mir  an  dem  alter  ei^an!       ^^| 

43&  Ün  schlflchst  mich  doch  von  er  und  von 

giit      -^ 

Und  last  mir  weder  wettlich  [  Vl^\  atuD 

noch  mbt    1 

Cristus  sprach: 

1 

das  Wirt  dir  uo  der  sei  güU         J 

^^^^L                               Ließ  ich  dir  weltlich  gut  und  ere, 

^H 

^^^H                             Du  kcmist  selber  nicmer  naerc. 

^^ 

^^^H                     484)  Also  tnQU  ich  dir  si  laiden: 

^^^1                             Du  möcbtist  dich  sult  nit  .schiiidcri. 

^^^H                               Es  müU  deU  erstea  tüD  gar  vie 

^^^^H                               Und  daruach  nit  lae,  aU  e. 

^^^H                             Darnach  gib  ich  dir  min  sUUikait 

^^^H                      48&  Dnd  vortrih  dir  alles  laid. 

^^^B                   467  Sy  »pTicfat  fEU           W.  wult  wall  nun  U 

^^^H                        4£B  CtUtu«  ipiach  TEDKU              -lu  da*  »citm  *|>rkh»i  K 

^^^V                     4G9  DU  TDK             Inngcsi  D 

^^m                     470  fU 

^^^r                          473  micli  noch  fail  i.  <1.  miigcl  K 

^H                            474  ctgo(o)n  EDKU 

^H                            475  <lDch  TDK            ccen  K             i:Ut[  ,[ol  K 

^H                                     micli  D 

^^H                             477  Crittui  ipia-cli  tim  loS 

^H                             480  »]  die  well  DK 

^^H                             481  >mi  davun  n.  K  *uu  von  }i  n.  D 

^H                             462  K")  ^t  K 

^H                             484  )cb  TK 

^H                             4$!>  dkr  <lln  1.  DK 

283 

[MSV7«6JÖ4| 

Und  was  du  wider  mich  hast  geton, 
Das  wil  ich  dir  gern  raren  Ion, 
und  wil  dich  nemen  zu  ainem  diener  göU 
Daromb  hab  ritterlichen  mät 
490  Zu  allen  guten  dingen  gar: 

So  rerst  du  an  der  marter  sobar 

und  besitzest  der  martrer  krön. 

Die  stand  dir  uff  dinem  hobt  gar  schon. 

Sy  sprach: 
0  herr,  ich  mag  mich  die  weit  nit  martren  Ion, 
495  Wie  es  mir  darumb  sol  ergon. 

Cristag  sprach: 
So  muß  ich  villicht  selb  an  dich, 
Dar  umb  lid  dich  Mlich. 

Sy  spricht: 
O  herr,  icb  mag  kain  liden  hon, 
Wie  es  mir  dar  nmb  sol  ergon. 

Cristas  sprach: 
500  Ich  kan  es  dich  geleren  wol: 

Ich  tun  dir  den  lib  siechtagen  vol 
Und  machen  dich  so  ungenem, 
Das  du  der  weit  wirst  widerzem. 
Ich  han  mit  dir  ain  gaistlich  e. 


4*6  Und  wie  fast  dn  DK  du  hast  wider  m.   D 

488  ncmann  K 
4^  M>  hab  K 
490  g»T  fE 

492  fnartsr  EU  tron  D 

493  uff  dem  K  gai  ["DK 

494  sprach  du  dem  heren  U 

495  faraiii  sttllen  die  Aufachriß  Ctislus  sprach   EU 

496  Cristui  sprach  fEDKU  ich  licht  DK 

498  hin  EDU 

499  mir  loch  d.  DK 

500  Cristus  sprach  fOK  ver  wol  sttki  Ion  mit   Til^irtgspunUtn  E 

501  dineo  1.  K  tiechtag  D 
.704   1-  a.  S.  s6 


28* 

>u  müst  liflen  wol  und  we; 

Vjs  sol  nach  dinem  irillen  ntt  giin, 
[  VI']  Du  mQst  volgon  dinum  man. 

Du  wollest  micli  scliier  vertrakea: 

Darumb  wil  jcli  dicli  hie  buken 
510  Und  dir  diu  ruggon  boren. 

Des  magst  du  dich  nit  oTwcrcn. 

Es  stünde  atnem  man  übel  an. 

Wult«!  er  sich  sin  wib  zwingen  lan. 

Üa  mit  eraaig  icti  min  krall, 
515  Das  nutz  ist  widur  iniii  maclit: 

Ich  tnag  wol  tön  was  ich  wil. 

Ich  nitn  und  gib  wom  ich  wil; 

Wer  sich  gentzlich  an  midi  Ut, 

Dem  liiir  ich  and  gib  im  giiteii  rüt, 
520  Das  er  blüt  und  llaiKcb  iibcrirint  getrit; 

Und  ist  doch  vast  mülich. 

Ich  niflU  im  wusL>it  heltlich, 

Aid  er  mag  nit  beäton; 

Wann  blüt  und  Qaisob  ist  müUoh  zo  loo, 
525  Und  tut  vast  we, 

t)  das  OS  undb'r  go. 

So  der  meusch  vent,  er  hab  es  gelao, 


!>06  Bolo)n  ED  KU 

£09  *o  wil  K 

MO  rügen  K  urberen  D 

511  !>«*  U 

.51V  "'"'  Jiti/m   l'fii  hal  D:  ICs  tlUnd  dir  xber  Ghcl  «n 

fiLI  Weh  >ii]  wiL»  CHI  ruaiH'  linn  U  iwcngcn  K 

514  enfic  K 

515  mincr  K 

516  wol  fDK  wn>  wni.  K 
51i  wem)  WM  D 

518  t'f/.  ".  -S-  /'?.  ^ttäuttkne 

5H0  RaUch  uni)  bli'it  D 

hi\    Und  doch  i»l  o   v.    U 

S:{2  Und  doch  niÜM  ich  in  <t.  U 

523  nil  wol  bcito(6)n  DK 

hil  du  f  U  kicloii  D  KcKojn  EK 


übell  wol  D 
Io(o>n  EDK 


28S  

MSV.5»8:s48 

So  ficht  es  in  oodrest  aa. 
Er  möß  sich  vast  han  in  hQt, 
530  Wem  btüt  und  flaisch  nit  schaden  tut. 

Sy  spricht: 
Du  raust  von  not  vast  lielfen  mir, 
Sol  ich  beliben  st&t  an  dir. 
Mich  flehtet  noch  mangerlay  an, 
Baide  frowen  und  man. 

535  Do  sprach  Griatus: 

one  mich 
So  vermacht  da  nit  dich. 
Darumb  nim  dirs  ze  kainem  rüm, 
Was  ich  gutes  durch  dich  tun; 
Wan  es  ist  nit  din  aigen 
540  Alles,  das  ich  dir  zaigen. 
[  Vl'f]  Du  hast  dik  vast  volkomenlich  geret, 
Darnach  bald  suntlich  gelebt. 

Sy  spricht: 
0  lieber  herr,  das  ist  war. 
Wie  saist  du  mir  das  so  oftenbart 

545  Gristas  sprach: 

mir  ist  nütz  verborgen 
Weder  an  dem  äbent  noch  an  dem  moi^en. 
Ich  mag  wol  baiten  and  borgen. 
Ob  sich  der  mensch  vel!  versorgen; 


*8   tiecht  U  in  mOTii  andrest  K 

^^  Ea  U  »ich  Mlb  V.  K 

f**    Wmii  D  Wenn  U 
^  M«  f.  E 

g^    «Vow  U  vfi  Seh  m.  K 

_~^    ««»j  mftät  im   Tixt  EDK,     r«l  uiUfritrieluit  K 

rj*    <S«  mir  dM  fU 

T^_    •^Tistni  sprach  wU  toS  nüci  über  wonlen  K 

^"*   -/^^/  M/M  nad,   V.  SS7  D  bitten  [D]K 

^*Ä    «n.  Dil  welle  K 


S88 


fM.SV.ST9-S9* 


580  Das  mir  tnia  t^osiclit  oit  ist  belibeo  ? 

Cristutt  sprach: 

das  wi)  icli  liir  sagAD. 

Da  wollest  niintz  umb  midi  geben  by  dinen  gceiiDdeo 

tagen 
Und  belracbtotest  nu  uf  er  und  gut 

Und  licttest  zu  mir  kaJoen  müt; 
585  Was  ich  dich  i«  vennanel  hon. 

Das  liest  du  liti  für  oreo  goii 

Uud  acbtcit  loiuor  marter  claiu, 

Die  wil  ea  dir  gierig  als  rain, 

Und  wollest  min  tod  an  dir  verlorn  luio: 
590  Uanimb  m&LI  ich  dicli  orbliaden  lau. 
Vl/^\  Wager  ist  dfr  blind  kumvti  gaa  liimelrich. 

Denn  mit  etvain  ogen  iti  diu  hell  piiilieli. 

Du  biflt  mich  wol  so  tür  kumen  an, 

Das  ich  dich  nit  gern  varen  lan. 
5%  Ich  ban  (licli  ait  koft  umb  äilbsr  noch  umb  edel 

gestain. 

NuD  umb  rain  bittren  tod  allain. 

S&lt  der  an  dir  verlorn  sin, 

So  mOfttist  eweclieb  ban  gelitten  pin. 

leb  tüu  nutitx  doDU  tlürcli  gQt, 


^ebe«)  tr 


Ml  Cilitut  tptach   i.-'/^  /oS 

i/a  Xipri  Vtrst  [By}  CD  wotlut  umb  inich  nit  £.  K 

(uff  miT)  habend  *.  attr    V.   i^b,  b^9 
!i85  haCDTt  EDK 
Üdl  alilniT't   DK  Aclilcic^l   U  gai  kUin   K 


alt]  «o  DK 


min]  tnain  fZ».J? 


588  lür  uf  ttAe  g.  K 
iHQ'd  l>an|   hnn  EU   Ifin   K 

590  ctblindcn  lonj  erbirnilcn  K 

591  gen)  IC   D 
J9:^  kumpn  E 

U-M  vnrcn  fK  lo[<>]n  EDKU 

5^)5  noch]  und  K  sillier  un^i  i^delttain  O 

5flG  umli  dsn  niiticn  liilltcn   U 

59^  Stth  dir  an  E  vnLorn  Hin  E  verloren  werden  aAet  t^n  K 

&9<l  durch  -Xt.   )■.   D 


[MS  V-6oo-6aä| 

600  Dar  umb  hat>  gOten  mUt 
Uad  b«lil>  HD  mir  rest, 
Wann  ich  tüo  alle  ding  durch  das  best. 

Sy  Bpricht: 
O  berr,  war  umb  h«atu  mich  denn  gelemet? 
Du  hotist  mich  wol  anders  gecerntt. 

605  Cristas  sprach: 

da  woltest  nit  gern  ze  Idlehoo  Ron, 

Du  solt  DU  deu  tcmpel  in  dinem  hcrtzen  hoD; 

So  bis  ich  bi  dir  da  inoe 

Und  machoD  dir  clainTQg  dio  eioDe. 

Stus  loffent  dir  dine  ogen  umb  und  umb, 
610  Das  ich  zQ  dir  in  dao  tjinpel  uit  gern  kumm; 

Wann  mich  ier«t  als  koönanschaft, 

Die  bi  dir  ist  bebaft. 

Nu  tragen  dir  Ftiss  noch  gesteht  nit  mo  in, 

Danimb  mag  ich  bi  dir  gcsin; 
fil&  Und  golt  leraen  lideo  gedult«clichen  pin. 

So  wit  ich  fast  din  hellfer  sin 
Ir//<jünd  iril  die  börde  den  maist  tail  tragen 

(Das  hast  dik  rou  mir  gekfirt  sagen) 

Dnd  wil  dir  geben  gaistlich  frfld. 
620  Da  mit  Terditost  g&tlich  bMcLöd 


IC  kilcUcn  gon  [^V 


«»  «.  h.b  K 

*8  rU  but  mich  £«Ieoi«  K  Eclciöel  E 

^  Cri«u,  »^d>  pDK  ic]  gen   K  lü   D 

**  «»«n]  dia  D  in  drm  h.  DK 

«07  ioft«  EU 

*v6  dij  |-)(  linnen  U  rw  machen  cblnfflg  s.  #.  S,  tOf 

<5I0  tn   dinen   K  Wl  fK 

6>»  ^t.  ,.  s.  6g 

61S   Da    nii,  j«  bi«  (nun  K)  bell.   DK,  fft.   rjtf 


8>S  <rn  DK 
fil4  >i  t  DK 

61*  letnen  fDK 
•lullccUch 

61''  ten]  »bicn  K 

KiftMa  E 

SM  «t]  Dlt  K 


tn«  DK 


mej  Til  D 


lidra  pE  lernen  Ecrfulttg  tia  in  dtr  pin  U 


Bo«M  DK 


licKhSwd  EDU 


B**t,  Uu  mlBDcadi  Hetlu 


19 


iMSV.6«i-63» 


DdcI  das  ewig  1eli«D 

Wit  ich  dir  ze  loo  gebso. 

8^  spricht: 
0  berr,  ich  tnlwet  dir  so  wol: 
Der  himel  würde  nititnor  so  vo\, 
62>'»  Ich  war  donocht  komen  darin  w«L 
Ich  wet  die  weit  toa  versuchen, 
Ob  sich  iflm«D  walt  min  gerücheo. 

Cristas  sprach: 
Ku  bist  doch  blind  und  krumm. 
Wie  bislu  noch  so  gar  tumm! 
&30  Ich  ban  dich  geinachct  uDgcnetn, 
'  Das  du  der  weit  bist  wideriein. 

Sy  spricht: 
O  herr,  die  weit  ist  blind, 
Sy  kuste  noch  ata  rotzig  kind. 

Cristus  sprach: 

das  Ist  wol  offenbar: 
6ä&  Sy  niraet  das  gelogen  für  dnü  ist  war. 
Sy  triogont  ain  ander,  wib  nnd  man, 
Nioman  aicti  an  don  andern  gcUßen  kan. 
Es  hilfll  doch  nit,  das  ich  dich  lemm  nnd  blend, 
Din  liertz  noch  als  der  weite  »entst. 


684  hymcl  der  hymt  wunl  U  >o]  Ah  KfD 

GSÜ  denochl  [~U  »ol<Ui<n  EU  'Inrin  {~DK 

637  mia  n61lc(wcll)  DK  «ciuchcn  EDKU 

ms   Ci-UtiU   »pimcli   tili    r,    loS  ilocli   Jui    ilich   tt^rrfptri   E 

6S9  du  doch  so  K 
£30  gcRiAchel  (O  u.   DK 
mi  lochit:  K 

634  Cridm  tpraeh  f D  K  du  wll  idi  ofTeobut  E  U 

636  <iu  (/.  <1»M/)  war  DKU 

687  (ich  mcr  DK  ijdiLuen   nn  den  andern   K 

633  hj1ir  E  (lail  wu  DK  Mrnd  odct  ktuin  EU 

639  nocbj  <tu  K  docli  D  noch  itKli  J.  U  >ich  aU  nadi  li  w.  ««Mi 

0.  a*tr  0.  S.   lös,  9  7"  ''  gJ 


291 

!MS  V.  640-6591 

640  Gelt,  ich  verd  dich  ilso  an  griffen, . 
Das  da  mit  nit  magist  entwichen. 

87  spricht: 
0  berr,  da  hettist  mir  gnllg  geton. 
Das  da  mich  hast  erknimmet  and  erblindet  Ion. 

CriBtas  sprach: 
64i  Ich  ließ  ea  gam  ob  sin: 
[  VU'^  So  wilta  Don  Tergessen  min. 

Da  bist  doch  le  blinder  nnd  ie  krummer 

und  ie  lenger:  ie  tamer. 

Stlt  ich  aim  blinden  oder  lamen  nit  an  gesigen. 

Wie  sOlt  ich  denn  aim  gesunden  ob  ligenY 
660  Es  wil  schier  siech  noch  gesund  nüt  nmb  mich  geben; 

Deß  mOB  ich  mengem  ab  brechen  sin  leben, 

Ob  er  nit  wider  mich  so  ser  strebte, 

Der  noch  mangen  tag  lebte. 

Dammb  mflß  ich  dich  machen  so  ungenem, 
665  Das  da  der  weit  wirst  widerzem, 

Das  din  nieman  achte  nicht 

So  empfahest  du  min  itlpflicht 

Und  wirst  dem  gaist  volgen  nach, 

und  wirt  dir  nach  miner  minne  g&ch, 

®^  Jich  dik  «1*0  K 

5*'  "«hl  DK  entwichen]  entilirent  Zw. 

~J"  wbJinden  E  U  lin  mil  pte.  fratt,  noch  V.  40.  jjo,  16^4  gelon  D 

fj*  «J   gnäg  DK 
**«  w»d  J«]  fe  D  md  K 
^  ■•'•]  -d  i.  E 

I^  *'nen  K  odet]  nnd  linen  K  und  ainem   D 

®*J  w«U  EU  obgeliBen  K 

650  riech  rU  ndtfDK 

«51  I>^3  DMch«  du  Ich  m.  miii  «bbr.  K  abrechen   U 

^*  »    arider  m.  nit  m  DK 
®56  »cfcte,  DK  nit  EDU 

651  nnpÜDdett  [dn]  denn  minet  ».  DK  f«/.  '.  «■  S.  i»i  ^uaphUMf 

^58  i*^ftü,  doj  xutUtmal  mil  Ti^nmgtpunkum  K  ptit  D 

6M  rincT  K  liebi  D,  vgl.  u.   K  jij,  jjS,  gSj,   to6j,  ii&i,  n68,  1174, 

'•376,   1397,   140»,   140S,   1411,   i4IS 

\%* 


\ 


S&3 


660  Der  du  noch  oi«  bist  innao  worden, 

Wan  din  tiatur  iat  noch  unerstorben. 

Wenn  aber  die  wettlich  tiatur  stierbt  gar, 

So  ziiobt  der  gaist  der  wjOhait  dar. 

Din  ogoQ  sint  dir  noch  zo  dar 
fißfi  Und  netnent  als  der  weite  war. 

Dammb  muS  ich  dich  blenden  und  lemto^ 

Das  ich  dich  mag  gezornen. 

Der  gaist  find  iUr  dio  weit  ain  fund: 

Zway  g«lwi  ogen  und  aio  blawen  mund. 
670  Das  ist  dem  lib  ungesund. 

Aber  deQ  acht  ich  claine; 

Ich  acht  nu  uf  die  sele  raine. 
[I'III-]  Was  hilft  mich  ain  roter  mund, 

Dnd  viT  an  der  sei  ungcaand! 
675  Da  wirt  doch  nu  &sch  us: 

So  vert  dio  gesund  sei  in  mines  vaters  hus. 

Da  bat  8i  wuno  und  fröde  vil 

lemer  on  endes  eU. 

Sy  spricht: 
0  henr,  blüt  und  flaiscli  ist  mülicli  lo  hto. 
68U  Vil  mangeu  großen  äünlltzeD  ich  lan, 
Wenn  ich  nu  gedenk  dar  an. 
£8  ist  gar  ain  bertes  spil, 
Der  bt(it  wid  Üaisch  v«rlier«D  wil. 


6S0  niKh  TD 

661   noch  nit  ctiiorben  K 

«62  entirb;ell  DK 

e€3  die  wjuhftil  K 

Etßti  (licli  hie  blendcD  K  leifini 

IJ71   Abo  i<:l>  nhte(n)  d»  {<\n)   DK 

61i  vS  der  «cl  U  «olc  K 

678  half  K 

676  vcn]  wem  U  getaaA  fEU 

677  fiüi  und  wunne  D  fiöden  K 

679  fliiK  U  \oi6)n  EDKU 

680  Van  mane«m   D  lo(o)ii  EDKU 
68)  So  DK            icb  ecdenk  nun  D 
68it  —Sliii  vDd  At.ac\i  verlieieo  vil  DK 


lernen  gaa  (J 
iiit  kl.  D 


\ 


29B 

!MS  V.  684-70? 

CriatnB  sprach: 

Er  müQ  sieh  blflt  und  fluach  Terwegen, 
S85  Wer  mit  mir  hofaes  gaistes  wil  pflegeD, 

und  rieb  selber  achten  gar  clain. 

80  hilft  im  der  hailig  gaist  nun, 

Das  er  im  selb  wol  mag  viderston. 

Er  Ut  die  zit  nit  appeclich  hin  goo; 
690  Tag  and  nacht  ist  im  nit  le  lang. 

Des  hab  der  gaist  iemer  dank! 

Er  eorfldit,  wo  mengUch  iet: 

Oot  redet  mit  im  sonder  f^t 

Er  hU  ein  Torscbmaknag  des  evigen  leben, 
695  Bis  im  got  daa  ander  och  wil  geben. 

Diß  iat  des  gaistes  art, 

Das  er  in  kQrtien  iaren  machet  alt 

Sin  natar  schwebt  daran, 

Das  er  blflt  nnd  flaisch  nit  lieb  wil  ban. 
700  Wa  sin  äbrig  wäre, 

Das  wAr  dem  gaist  vast  onmäre. 

Er  laibt  in  weder  weltlich  er  noch  gfit 

Und  znbet  ri  mit  siner  rflt. 

Das  ist  dem  lib  schad,  der  sele  gut 


^*  CtJMa  ipncb  teie   V.   108  «weg«  K 

^  «»il  mir  [-DK  plepn  K 

^  ^Ibcr  rOK 

^'■»  K 

JT*  •*■  (orchtMmn  kdog  dei  e.  K 

™^  "»«(Ol  die  iwebl  D 

V?  ««iichl  ichwmli  U  nit  wil  lieb  D  K 

^00   A?Von  ^  E 

704    ^^'"^P'  ^   ^'"'*"  "  in]  im  U  weder  \\} 

Weltlich  wil  lud  »in 
Mö«  gu  dahin 
'-mt  D,  m  tÖKT  ZtiU  DK  (aber  D  Mö») 


[msv-tos-tmI 


706 


VI.  Hie  wil  er  sy  leren  eben 
U6  den  zehen  botten  leben. 
[6.  Bild  ,.   Tut.   VI,  IX] 


Cri8tn8  sprach: 
Ich  1er  dich  in  ain  leben  gao. 
Das  Dieman  vol  lemeo  kau. 

Sy  spricht: 
Das  kan  ich  oiemer  vol  lesen, 
710  Du  wellist  denn  selb  schülmaister  weseD. 

Cristus  sprach: 
So  nim  das  hoch  in  din  scbdfi 
Und  tero  tagest  clain  und  grSi}. 
Du  soU  diu  ngeut  miuuen, 
Wiltu  großen  Ion  vor  got  gewinnen. 


705  eben  fEU 

70C  nAen  gi  eben  E  Rd«n  vaä   leben   K  icdea  {u  «ben  tA  damicb  Üben   U 

ttden  iil  PdkUr  <Ui  Art^ttyfi  ttcti  lebwi  ».  f.  S.  rj6  Amm. 
7m  »pnch:  «rmini  c*  ivchl  r'w^M  ZfJier)  Ich  .  .  .  EU  Bo{'>>>  EDKU 

10S  wot  Innen  E  voticnilcn  D  wo)  leben  U 

709  Sy  (prach  U  wol  EU  vollcMtn  D 

710  wdlc«  K  Mlb]  min  K 

711  Criiiui  tptüch  pDK  di>  D 
718  figiden  K            lieben  D 
714  gewinnen]  ciUbea  O 


701-710   M  Ich  lere  dich  in  ein  leben  gan . 

Du  onc  lere  nieroiuidt  mag  b«n. 
Ich  nu^  du  bndi  nit  letei^ 
Du  vrollul  Jann  meio  mutslei  wneo- 
BMS  /•  ■MfS.     .Hlc  bceinnc  ich  ein»  t;e'*lllclien  leben  (Sit) 
und  lirc  dich  in  dem  gelMe  twcben.*  (64) 
.dei  cnkao  ich  nilii  sctctcn  (ß5) 
ilun  wellctl  »elp  schuolmcistci  woen.'  (66) 
I  /■  7.  Wyc  e«  yr  mej^tcr  wirt  vnnd  %y  lernet. 

Criilta;  Htt  ynnen  km  tjn  geynllich  leben 
VdiI  bocb  in  dem  i[«yile  Kbweben, 
Dk  Seit:  Ltebet  lieb,  leb  bui  u  olchi  ccitwo, 

0u  woldett  de  lelbei  nieia  fchulineiilet  w(md. 


295 

716  Der  dir  «bei  tfi,  dem  tfi  du  wol, 

So  Wirt  dio  Ion  vor  got  toL 

FIflcbeD  und  schelten 

Solt  du  mit  betten  gelten. 

Ich  wil  dir  noch  me  sagen: 
720  Die  sehen  gebott  solt  dn  tragen 

Und  st&t  in  dineo  rinnen  haben, 

Das  da  der  kaüu  solt  brechen. 

Noch  wU  ich  dir  me  ifi  sprechen: 

Die  acht  sAlikait  and  die  XII  ttt, 
726  Das  sind  Gristas  ter  und  tat, 

Und  die  sechs  werk  der  erbsrmhertzikait 
I  VIII*]  Und  die  siben  gaben  defi  baitgen  gaist 

Und  die  siben  bailikait 

Die  ain  IIB  dir  weaen  laid: 
7S0  Die  nemment  man  die  weltlichen  e, 

Die  tat  mannen  and  wiben  we. 

Es  w&r  ain  niher  weg  zä  got, 

Der  ri  hielt  nach  sim  gebot 

Die  wftrint  silig  nnd  wol  gebom. 
736  Aber  ich  Archt,  manger  werd  rerlom, 

Der  mfttwillclich  sin  e  bricht; 

Der  vert  gar  an  ain  frOmd  geschieht, 


715  Der  dn  dir  U  .tft  da  E  dn  fU 

730bott  DU 

731  dmem  rinn  D 

72«  m«rK 

7S4  m  ,XII  tut'  Hitd  tu  ,teGh»  werk  der  erbarmhemikaif  (K  ytt)  s.  a.  S.  laag. 

wd  u.  m  dm  ^aeUräftn  «W  BtnditigiiMgltt 
726  barmhemi^it  D 
787  Und  f  DK  vor  defi  tuht  ge  -hirclutriilum  m    E  gmiitet  EKU 

{■iiti  D,  vgl.  TN  13610  ff.  o.  S.  i»q  u.  134 
739  um  D 

730  Bonet  DK  die  w.]  Dir  w.  U  E«  E 

783  Vad  wir  DK  oUxr  EDU 

7&8  ri]  ridh  K 

735  ich  fK 

736  rin  </.  t.  gotei  IZ».],  darmaik  ül  in  d*r  IniailitiiirHdit   (_o.  S.jJ  Z.Sv.u.) 
Halt;  /oor  dtm  EUntM  m  iiin:  .vor   Oitrtritutif  der  GtboU\GotttI' 

737  Ich  Mrht  er  for  «in  fremd  DK  an  fU  gcricht  EU,  s.  0.  n  V.  ss6 


^^^^^^r~~^sr^          M 

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ 

IMS  V. 738.7*1!              1 

^^^^^^^^^H           Das         werd  alles  das  ze  sur 

^J 

^^^^^^^^^y          Villiclit       (ietn  helsolien  für, 

^1 

^        740  Das  er  wider  goi  io  bat  getoD. 

H 

^^^^^^^B                Doch  wMt  sich  got  erbannen  Ion, 

^1 

^^^^^^^H                Wana         erbinnd  ist  gruDdlos. 

H 

^^^^^^^H                 Es  ward  nie  kain  sunder  so  groß. 

H 

^^^^^^^^H                  WOlt  er  von  don  siinden  lou 

1 

^^^^^^^H         74fi  Dnd  bidit  and  büß  darüber  bestoD. 

1 

^^^^^^^^                 Qot  ward  so  milt  und  so  gät, 

J 

^^^^^^^1               Das  er  in  behQte  ror  der  belle  glQt. 

^1 

^^^^^^^H                 Es  mOß  alles  gebüsset  werdon, 

^1 

^^^^^^^^1                  Es  besclieh  in  vegüir  ald  uS*  erdsD, 

^1 

^^^^^^^H          750  Oder  rillicht  in  d>er  helle  grund, 

^1 

^^^^^^^1                Da  er             alle  sttud; 

^1 

^^^^^^^"                Es  biillTB  den  bipet  selber  nicht, 

^1 

^^^^^1^                    Färte  er  gen  got  anrecht  geecliicbt. 

^1 

^^^^^^B                         Ich  kenn  den  rechten  menschen  wol, 

^1 

^^^^^^                755  Das  btllich  si  erachreken  soL 

^1 

^^^^^                       Wer  sich  behflten  irelle,  der  tügo  das; 

^1 

^^^^^B                      Der  mag  varen  die  rechten  straß. 

^1 

^^^^^H                      Die  da  gat  zQ  der  rechten  band. 

^1 

^^^^^^*                          Der  bimet  in  sin  sälig  land. 

^J 

^^^V                     760  Da  gute  ^cht  ni«mer  inn  tennnet 

^1 

^^^1                             Und  der  lebent  bronn  in  entfipringet. 

■ 

^^^H                     788  im  *]1m  dat  w,  DK 

, 

^^H                   139  Ml  EDKU 

■ 

^^^1                     740  «  ie  Wider  g.   DK 

■ 

^^m                  748  pK 

■ 

^^H                   74S  Bicht  DK 

■ 

^^^P                     746  und  {ütt  D 

■ 

^^H                     749  im  D            vegf&f]  h>n«l  C  hell    U 

■ 

^^^                     750  Odei  viUichl  TU 

■ 

H     '                        761  btlib  K 

■ 

'                                752  dem  K 

■ 

758  ecKhlecfat  E 

■ 

754  kem  deaii  E 

■ 

756  hUticD  DK 

■ 

760  nüiDCT  vMctcl  K 

■ 

161  =  Und  ni&ngcr  man  ntm  lictct  K 

J 

__297__ 

|M5V.76a-7T6| 

f  ^FTI^  Da  ist  meoig  mensch,  das  got  gedt«net  het, 

Die  wil  es  do  uff  erde  lebt 

Und  widei  die  weit  strebt, 
76  C  Das  si  in  nit  zage  hin 

lltit  iretn  &lscbeD  sio. 

Deß  gib  ich  ineo  guten  Ion 

Mit  der  ewigen  krön. 

Also  wil  ich  tun  dir, 
•  '^  O  Ob  da  wilt  volgen  mir. 

Darnmb  nim  das  böch  in  din  schoß 

und  lern  tngent  Uain  und  grfi8. 


VII.  Hie  wil  er  sy  nit  Ion  spinnen 

Noch  vil  zitllchs  gQt  Ion  gewinnen. 
[7.  Büd  a.  Taf.    VI,  IX\ 

Cristas  sprach: 
*  «  5  Du  müst  die  konkel  werfen  hin 
Und  mit  dem  gaist  unmäßig  sin. 


16^  =  Der  got  och  gediencl  het  K 
TW  do  et  DK 

165  =  Du  %y  Dil  ciü  gäch  in  U 
767  inen]  im  D  nun  K 
7E3  lob  öch  dir  K 
77S  )ßm  D  groS  EDU 

773  Raulen  var  eme  Hmtp^tachdftigm^  in  dtn  Nannaiklisttrn;  vergl.    Täis  /8, 
i»;    »6,  jji    jp,  s  ff.  u.  li. ,    t.    nuch   Prtgtr,    Gtscktchit   dtr   dtiUscIun 
MysHk  Tl.  gjj,  BUämtyir  S.  ^ij  nt  1^  u,  ». 
774  gntt  K  Ion  TKU 


775-778    M  Die  roden  lolt  du  legen  hin. 

Und  mit  dem  gajst  TnmAssig  «in. 

Wie  loll  ich  mich  nan  begnn, 

M0B  ich  von  meinen  {iic)  ipinnen  lan. 

BMS  /.  aiS.  ,U  dfn  spinnen,  i  ich  dich  slahe  (53) 

mit  eniiehunge  dci  gcistes  gäbe.'  .  .  .  ,   (54} 
,ich  bin  plAz,  ich  rouoc  spinnen,  (57) 
ein  Rodet  gnol  gewinnen'.     (58) 

I  /.  j.  Wie  et  ir  den  rocken  nymmet  Timd  wcret  ii  etbeyl. 


^         ^^^^^^m 

^^^^^^^^^^^^^^^^I^P                                                '^teV^^J^^H 

^^^^^^^^^^^^^^^^^^        Sj                                                       ■ 

^^^^^^^^^^^1       Er                       Ion                                                  ^^1 

^^^^^^^^^^P                                                              ^^H 

^^^^^^^^^^^                                                                                        ^^H 

^^^^^^H             780  So  ich         tiiches  mag  gehon,                                     ^^H 

^^^^^^^H                     Er  woot,  ich  hab  anders  nut  ze  schafivn,                  ^^^| 

^^^^^^H                    Denn  mit  im  schimpffen  und  lachen                         ^^H 

^^^^^^H         [IX-*]  Uod  losen,  was  «r  mir  sage.                                     ^^H 

^^^^^^^H                     Also  vertrib  ich  den  Isogen  tage,                               ^^^| 

^^^^^^H             78ri  Dos  ich  vor  im  uutx  k&n  gtisch&flon,                          ^^H 

^^^^^^^B                     Yetz  mit  wainen,  tiena  mit  laches.                             ^^^| 

^^^^^^H                   Er  solt        den              gon                                       ^^H 

^^^^^^1                   Und  die  armen  umb  ir  nottQrft  werken                    ^^H 

^^^^^^H                   Oder          och  gnitg  geben:                                      ^^H 

^^^^^^H            7!>0  So  m^chtint  si  mit  im  och  schimpfTes  pflegen.         ^^H 

^^^^^^^P                      Also  tribt  er  sioen  schimpft'  mit  mier.                      ^^^| 

^^^^V                         Weno  ich  notlich  vtHtV,  so  kompt  er  ecbier,                 ■ 

^^^^1                          Ond  muß  denn  aber  tag  nnd  nacht  mit  im  vertrilmi.  ■ 

^^^^V                          Vor  wott  er  mir  nienan  beliben.                                    fl 

^^H                        795  Er  Wirt  mir  sur  uod  sQß,  wccn  er  yrü,                   ^^H 

^^H                                   Er  tribt  mit  mir         ogterspil.                                    ^^^| 

^^^^^^                  T76  inn  E             ftllato  Imlicn  haben  ued  lj«l«a  in  miM  noiu  D                      ^M 

^^^^ft                 7gO  So)  Wdin  K  Won  D            lach  D                                                              H 

^^^^^H                                            «nden  le   K                                                                                          ^^^H 

^^^^^P                          u>  locticD           S.  r6t  ^  j,  a,  t                                                            ^^^H 

^^^^^^                     785  gcichkfcD   E  ichtFcn   D                                                                                    ^^^H 

^^^B                         786  Jett  Hill»  ich  IUI  w.  unil  timn  1.  DK            denn]  tB  U                    ^^^^| 

^^1                                    dem                       rieh«  D                                                                                     ^^H 

^^H                         788  wcibcn  K  wilrkcn  D                                                                                ^^^| 

^H                         769  ocl>                                                                                                             ^^H 

^^H                       790  iy  och  niiii        tch.  U           «ch  fDK                                             ^^^| 

^H                          791                                                                                                                     ^^1 

^^H                         79"^  DOllich  fU             wUrketi  >olt  K                                                              ^^^| 

^V                         794  PK                                                                                                               ^H 

W                               T96              S.  ya                                                                                             ^^^| 

Criilii!  Nach  deinem  »pyni  Ihu  hin  den  locken.                ^^^H 

Teil  «ril  ili'^nerm  i;citi   mil  (nir  suff  nickenn.              ^^^H 

Atf  AiEr.'  Ich  bin  um;   ul  ich  nit  ipiDuen                              ^^^^ 

Vnnd  dtr  mit  gul  (cwj'nDtn  t                                       ^^^^H 

!tiaV.797-*ift! 


T«ti  «lag  ieh  in  an  d«m  crätz  mit  groQer  pin 

Und  wil  niem«r  me  frOlich  sin: 

Zebant  er  mir  Tflrseliwaint  alle  pin 
800  und  mAfl  mit  im  froliefa  sin, 

Und  mag  denn  wol  varo  Ion 

Was  er  und  die  weit  mir  ie  haind  geton. 

Wer  ab  im  claget,  der  tat  im  norecht: 

Ex  «tat  atweg  scblecht  und  gerecht 
806  Sin  bflrde  ist  licht,  sin  iocfa  ist  süß. 

Wenn  er  mir  an  dem  morgen  bütet  sie  gräfJ, 

Und  denn  sing  ich  and  sage 

Von  im  den  langen  tage. 

Was  man  sait,  das  ist  min  spot: 
810  lob  borte  an  gern  ettwas  von  got. 

Das  machet  sin  bailig  gegemrürtikait; 

8o  schnell  si  mir  all  creatnr  für  lait. 
[IX*]  In  diser  sflßekait  belib  ioh  gern  iemer  mer 

Und  donkt  mich,  ich  hett  alles  himeUcb  her. 

Grlstas  sprach: 
81&  Da  Bolt  dich  dar  an  nit  Ion, 

Da  mflflt  noch  an  die  marter  gon. 

Ich  bin  me  by  dir  in  laid  denn  in  froden: 

Das  solt  dn  to&  mir  httran. 


799  Z.  nnd  mb  verawaint  DK 

800  (TU 

803  Wm  n  mir  vft  die  well  7c  band  U  hat  K 

803  ab]  aber  K 

804  ru 

806  Sin  ioch  i.  I.  sin  bürde  i.  *.  D  Uh(  und  tin  joch  iAm  KU  tUw 

nnd  icUecht  U  AfattA.   11,30;  vft.  m.  14JS 

806  mir  bettttet  an  dem  morgco  *.  s  K  vgl.  o.  S,  jtf, 

807  ich  und  nnd  %.  K  uod  sage  fU  m  Und  vgl  V.  j6i 

809  Und  wu  m.  DK 

810  ctwM  gfite«  von  K 

81X  Dti  (die)  mir  co  iGfanel(1)  all  DK  ItTeahir«  D         vgl.  0.  S.  jj 

818  me  E 

814  ich  f  K  herr  E  herrc  K 

815  CriM»  tpimch  fDK 


300 


[MSV.8tQ  »4Ö 


Die  weit  ward  erlÄfit  von  miner  marter  pIn : 
820  Das  möcht  in  fröden  nit  geschehen  sin. 

Dar  uinb  nitn  Au  cruti  uff  dich 

Und  lid  es  ^edulteclictu 

Du  mäst  Udcua  werden  so  gewoa, 

Das  du  nit  gäbist  aiD  ainig  boo 
82&  Ab  ainem  an  das  aoder. 

Dir  müB  beschehen  aU  saiouiander, 

Der  hat  sin  wonung  in  dem  für, 

Das  ist  von  got  sin  aatur 

Und  git  im  k&ia  pin. 
830  llso  muß  dir  och  in  Uden  m. 

Ich  gib  dir  hutt  taid,  toorn  fr<üd; 

Da  mit  verdienest  nÜD  beschad. 

Sj  spricht: 

0  herr,  ich  waiß  wol,  das  llden  «är  rast  gilt 

80  bemmpt  es  mir  &0d,  kraft  und  müt, 
835  Danii  et;  mir  vast  we  tat. 

Ich  titt  es  susa  gern 

Recht  hiir  als  fem, 

Aber  es  wil  mir  le  nach  gon. 

Wie  mag  ich  gedalttg  dürinn  ston? 
840  Mio  kratl  rert  da  hin, 


S19  £1  wBtl  die  well  «.   K  tnartet  und  pin  EU 

830  (olt   DK  ccKheh»  fDK 
B8I  din  DK 

823  dultcclich  K 
833  tUo  K 

833  jT.  vgl.  o.  S.  74 
S25  ■»)  u(T  DK 

836  SMchehen  D  «I*  den  *.  K 

8!7  Mr  CDKU 

831  r,ib  ich  dit  hiSi  K 
892  min]  mii  EU  <lin  D  betchewd  EDU 

834  itüA  fDK   vitlltiAt  rUkUger 

836  ■ost  fa)t  gern  DK 
838  Vnd  wU  DK 
889  dullie  K 


Mionun  E  SilOBion  U 


301 


:MS  V.  84£-8Sj' 

Ich  hab  ain  iemerlichen  sie 
Ich  mag  nit  wol  gedulteclich  lideo, 
Waan  ich  wird  Doch  schier  da  hin  aigen, 
[IX^]  Du  knuunist  dena  la  hilfe  mir. 
846.  Anders  ich  wiche  bald  von  dir. 

CristnB  sprach: 
Da  solt  diner  trüw  genieSen, 
Won  ich  wU  din  trost  wesen. 

Sy  spricht; 
Wie  vil  ich  trostes  in  dem  hertzen  hon, 
So  maß  ich  doch  an  unem  stab  goD. 

Cristas  sprach: 
860  Ich  kan  dir  dennocht  din  spinnen  kam  erweren, 

Das  da  dich  gentzlich  wellist  ifl  mir  keren. 

Ich  wil  nit,  das  man  na  ain  ständli  on  mich  vertribe: 

Ich  wil  ain  gantzes  ,bi  im  beliben'. 

Dar  omb  wirff  du  die  konklen  hin 
865  Dnd  liß  ans  mit  ain  ander  frOlich  sin, 

Won  es  komet  noch  der  iag, 

Das  da  sprichst :  ,ich  waiß  nit  ob  ich  fröd  mit  im  ie 

gepfli^i'. 


84S  tDldich  K 

«47  noch]  HOB  DKU  tchigen  K 

845  Sonder  ich  D 

B46  Criilui  sprach  wir  K.  lo  EfDK  /.  von  .  . .  g:enM«n  [Zw.]  f 

U6/847  irngtitelU:   Ich  wil .  .  .  Vnd  solt  diner  ...  DK 

847  Won]  Denn  U  «reuen  on  »lle*  verdricsien  U 

848  ich  CE  dini  trotte«  D  troil  U  han  EDU 

860  Crittus  *prach  wü  V.  S46  kan  dennoht  dii  din  s.  K  kMtn]  nit  EU 

851  Vnd  du  DK  lü  mir  weltitt  K 

862  nu  fD  nun  «tfinlin  mit  mir  m  K  verlrib  EDü 

853  bi  im]  in  me  K  inoe  D 

854  din  D 

856/857  rU' 

857  swei  Vtrst  (Ob)  E  pflag  D 


302 

VIII.  Hie  wist  er  sy  uff  geschaidenhait, 

Won  si  ist  Iren  fründen  aln  großes  laid. 
[8.  Bäd  ..  Tat,  VI,  IX] 


Gristas  sprach: 
860  Du  mflBt  gar  entblotzet  sin, 
Wilt  du  dich  geniettOD  min. 

[IX'*]  Sy  spricht: 

Nement  alle  wuoders  war, 

Wie  er  mich  eDtblötiet  garl 

Ich  bin  doch  nakent,  war  ich  gon: 
S66  Wie  mOcht  ich  geduttig  darin  atonP 

Er  hat  mir  genomen  er  uad  gflt. 

Ich  ward  by  im  nie  wol  gemflt 

Ich  kao  mit  eren  nit  für  die  tflr  gon, 

Ich  muß  hie  in  eilend  und  verachmacht  ston. 
870  Er  spricht,  er  tQgs  von  minnen  mier, 

Das  ist  nit  mines  hertzen  gier. 

858/869  =  Hie  wil  er  ir  nüt  an  Itin  K 

558  ibgMchaidenbaiE  D  vgl.  o.  S.  ^4  und  iij:  /ibigistktüünkiie 

559  vindcn  D 

868  kmn  nit  mit  e.   D  <Iie]  ain  K 

869  und  in  v'smfthte  K 
370  ntit  EDKU 


860-868     M  Wilt  du  dich  genietten  mein, 

So  nidit  du  gar  eoblfisset  sein. 
Nement  alle  Mment  vat, 
Et  will  mich  enblAucn  gar. 

BMS  p.  "S.  ,Du  muost  gai  enploeiet  sFn,  (48) 

iimb  dsi  wildu  begern  min'  (U)  . .  . 
,nu  seht  biuoder  ond  ungeloabe,  (47) 
illser  motdei  wil  mich  raube'.  (48) 

[  /.  4.  Wye  er  sy  nacket  auß  zeuhet  rand  ii  die  kleTder 

Cmlus:   Du  must  ganli  vnd  gai  entplAssel  sein, 
Wiliu  gebrauchcDn  meynn, 
DU  Seit:  In  ttewen  vnd  gutem  glauben 

Wil  mich  dieser  slrödei  berauben. 


308 

Cristas  sprach: 
loh  keon  dich  wol:  mit  dinen  sinneo 
JDd  wttrdist  mir  iioch  endrinnen. 

Sy  spricht: 

Ich  kan  doch  schier  nit  ze  kilchen  gon. 
87&       Venst  das  ich  mag  gofig  ao  diner  bredi  hon? 

Ich  hin  Doch  nit  so  gar  gelon, 

IDas  ich  allaiD  an  dir  well  beston. 

Uich  frOwent  als  ooch  ander  lüt. 

!Het  ich  na  vor  der  hat 
^O       Und  wir  noch  onTerdorben ! 

Saß  steken  ich  and  worgen 

In  ainem  alten  grawen  rok: 

Ich  het  in  nit  etwen  genomen  ze  ainem  sok. 

Cristus  sprach: 
Das  maß  dir  der  beste  sin. 
^^     'Es  ist  ietz  der  dürbruch  din. 

Damach  möcht  es  wol  wftger  werden. 

3y  spricht: 
Ja,  die  wil  mücht  ich  wol  gon  sterben! 

Cristus  sprach: 
Die  sorg  solt  da  mir  geben, 


MS  V.  87a-888| 


872 


^Kiiui  iprich]  Sj  spricht  E  Cristu»  spricht  U,  wi«  V.  loS  K  Cristus 

o.-\-t  '^'l  E  ">'•]  i"   DK  dinen]  ilen  K  minen   IJ 

gf,      "och  nit  endrinnen  EU 
-...^    Sf  spricht  fE  (loch  nun  schier  K  nit  scIi.  U  te  <ler  k.  D 

%l\  "^  TDK 

g^^  1?/.  0.  S.  ri7  ,gtläuitMiii' 

o^     ieli  in  <lir  allain  welle  K  nllain  well  by  <lir  li.  D 
J^  fiOwtmd  so  D   fröde  K  noch  al»  K 

^  !!»t  ich   nun  der  vorJren  hat  U  ich  ("E 

1^1  ick  in  sorgen  vn<l  worgcn  U 

^a  t»ck  EDU 

^^  «wen  nit  genomen  K  nit  fEU 

^  Ciiitns  »prach  fEDKU  Es  DK            lU  beit  D 

^  tji  ff.  S.  its  .äurehbriuh'  nach  V.  88.1  Cristus  sprach  EU 

**8  Ctiitas  ipiach  fDK  Sy  Cristus  spracli  U 


804 


WsV.t8»0M 


989  ich  waiQ  wol,  wie  ich  din  sol  pflegen. 

[X"|  Wenn  du  als  ril  gevandes  hiist,  als  din  her«. 

Wie  getarst  du  (I«dd  gemOteti  mereP 

War  sich  tn&D&cHcli  Ut  beo&gea, 

Dem  wil  alweg  ich  ein  Düttfirit  iß  fügen. 

Htut  du  nit  scliacli,  so  soltu  barfüB  gon, 
895  Das  hau  ich  selber  och  geton. 

GsDgist  nit  zu  der  kilchen.   so  belib  dahaim 

Dad  sitz  zu  dem  oteu  uf  dcD  stain. 

Da  mag  dir  von  mir  als  vil  gOU  besohehcD, 

Als  da  «ttv«D  in  der  kilcfaen  macht  erspehen. 
900  Du  bint  doch  selb  der  terapel  raia, 

Den  ich  selber  mir  mala 

VoD  hiniel  herab  dar  iu  ze  komeo. 

Die  weit  muß  dio  niena  fromen. 

Vil  tnenigs  io  die  kilchen  gilt. 
905  DeU  BiDD  und  deok  vider  uBher  stät 

ZtL  sinetn  gflt  und  eren  hain. 

Der  achtet  miner  marter  ciain 

Und  deocket  eiwen  DÜmer  daran. 

AIho  möcht  es  dir  och  etwea  ergan, 
910  SMt  ich  dir  er  und  gfit  lan. 

Ich  kenne  din  gebreaten  wol; 

Das  billich  dich  erecbrekea  äol. 


88» 

391 

893 

8»G 
897 
899 
902 
903 
904 
905 
906 
908 
909 
910 


w»ifi  wol  wie  ich  din  «oI  f*U 

KCtIu  den  D  brgcKn  K  Dil  KtfjMttr  wm    tVatktrtugtl  AluL 

Ltstbuek*  S.  Sq$  Amm,:  wie  j[eni  du  denn  £«waeiet  merc  in  t^mtt  km/ilUit 

wil  ich  aJwtf  *in   DK  W.  i.  ».   ich  ain  U 

selb«  [\J 

tU  <Ief]g«n  K  le  D  s«  S^bff.  vtrgl.  a.  S.  Jj 

efcD  ild  uf  EU  suio  fX 

Als]  Du  U 

du  in]  sü  iu  D 

tiicman  D  iiicmen   K 

mftngci  K  mcngcr  D 

D»  Bin  hcrcte  widn  vue  «t.  K  Dei  lin  li«rwider 

»in»  ci  VD  gut  hain  K 

denkend  D  clwcn  pK 

«K0(0)d  eoKu 
lo(e]o  ED  KU 


I 


305 

IMS  V-mj-gyal 
Sy  spricht: 
leb  vond,  ich  hetti  goäg  g«toD, 
So  ich  er  nod  g&t  hett  geloD; 
91  ^  Sol  ich  liuTä  n&k«Dt  gon 

—  Ich  wj>U  mich  e  henken  Ion. 

Cristus  sprach: 
Du  niig  dir  wol  beachehea, 
Du  niachsta  ftlr  die  warbait  iehsD. 
/X*J  Daninib  rdff  nit  2a  lat. 
920  Won  es  dich  bald  gemt. 

Sy  spricht: 
Bin  ich  nn  aiD  wissag  worden, 
Su  bin  ich  noch  unverdorbcD: 
So  iril  ich  wünschen  ain  ountel  gilt 
So  belib  ich  da«  iar  wo)  gemüt 

Cristas  sprach: 
92^  Das  g&t  dir  nit  sebanden  zwar: 

Was  dn  liduna  wünschest,  äaa  vrirt  >tir  war. 

Sy  spricht: 
80I  aio  Dienscb  oatz  denn  von  liden  reden,  es  werd  warf 
Wie  bin  ich  mit  dir  riberhertöt  so  garl 

Crfatufl  Hpraeh: 
Dar  amb  solta  schwigen, 
80  DMoht  du  es  dester  baa  Itden 


m  Mo»  u 

916  Et  E 

917  Cnau  iptich  f  DK  »pruh  ciü    ir  U  wol)  bKld  DK 

918  adchtnl  Seh  »oo  w,   DK  wairhat    K 
'■9  rftfftei  nii  Dil  DK 

^  t*  dica  •*  bkld  E  n  b>td  <lich   U  >)■  batd   DK  K«rdwl    EDLt 

müi  K 

S*4  »otgenüt   D 

9'9  ^ß4if,  Af  nutmui  (Oo  ttaU  iwir  D  Cristi»  tprach  f  DK  »fi. 

''•n  ciwat  U 
9?(  ipi^h  u  ,|„B  rOK  wfc  EK 

^  »^h    denn  d.  U  Ich  denn  to  |^(   ü.  mit  dir  O  dibet  heKl  KU 

^^  Ci(«tK(  tpnch  fDK  iprkch  csA  ii  U  (chuigni  E  vil  t(ch)wieen  DK 

'So  trtidcn  D  äbetwiai]«»   K  iHiätf 

^»1    Dia  BlDAMd*  d*«l«  ^ 


MV 

JMS  V.  931-951: 

.    -M  jt  nam  Sit  gern  liegen; 
.^  „m^m  jpKiüiuD  meoschan  übel  an, 

A  -m.  X  kVT  Inge  finden  kan. 
..    dK  im  iiLQ  so  gelioh, 
£ .  .     £  3BMCIL  ür  Ja  ist  logenrich. 
«,  _  j«  an  fich  nieman  gelan, 

.^      B    310   SSO. 

.-    ^    :p  ^era  alweg; 
4    ,  wa  iw  lagners  pfleg. 
^     s   »  xr  V9Ü  beston, 
4   aHi  3b  lud  erost  boD. 
ü    «r  Jwrvi  wartet 
3^   ^  jb  artet, 
^    ■•  ji*a  iigloa, 
^1.  •mtt  "nieiit  frOde  groß. 
«  .d  e  ^ter  Int  hQt  lat, 
^  3{  -«dS.  als  der  da  gat 
2^  -cMT  ägent  Bchwert, 
.i-tjm  3)des  Wirt  gewert. 

TM  Bit  xe  vil,  wan  Ten  got, 
^»bMG  du  min  gebot; 
MÄK^and  ininem  gaist  nicht, 


.   K4ue  t^liiegen  K 
"  V         (doD  EDKU 


'    7"^  rf  «.  8i«  U 


_^  i^«!  tirtlet  U 


E 

^    *^  M  E  /'^  ivähic  itit  La.  DK ,    'Mtil  ich  lütr  Hiu  Ajupk- 

jt  S.t^itrmig   dtr  .iitititt/rcumlickrifta^  vtrmute,    äasi,    »fr   madt 

„imi»--*  itriit,  lieh  AB  liiitii  Gotltsfrnatd  gtiastin',  d,  h.  seiner  gtitiL 

^  aim  fü!*'  '"»"'•'  -■"'gl-  0,  S.   i  ly  ^elättnhiif .     Au(k  Bietet  ätr 

^^5,  rfJT.  ■*■»  ditst  Stelle  entnommim  itt,  1.  •>,  S.  143,  wuere  La. 


307 


!>1SV.?S3l97' 

So  wirt  din  gaist  dester  minder  entlieht; 

üod  los  eben,  was  ich  dir  sag, 
955  Ob  leb  dich  straf  oder  zü  dir  clag, 

Aid  ob  ich  dir  sprecb  früntUch  zä. 

Daran  gedenk  spat  und  fril, 

Und  ob  ich  ain  wil  nit  bi  dir  sy, 

Das  du  doch  standist  sünden  fr;; 
960  Und  gehab  dich  ailweg  wol. 

Ich  wais  wol,  was  ich  tun  sol. 

Ich  bilff  dir  zü  diner  nottürft  gewandes  gnüg. 

Dar  umb  hab  guten  müt 

Und  laß  dich  fr&lich  an  mich. 
965  Ich  hab  ir  me  ze  pflegen  denn  dich. 


IX.  Hie  wil  er  sy  henken, 

Das  sy  von  im  nit  mug  gewenken. 
[9.  Bild  «.  Taf.  IX] 

Cristus  sprach: 
Ich  henke  dich  in  kOrtzer  frist 
Über  alles,  das  uf  ertrich  ist. 

Sy  spricht: 
970  Was  sol  hie  us  werden? 

Ich  mag  doch  niena  kumen  ze  [X'']  der  erden. 

953  <ftM  D 

3Sn  lu  E  oder  oU  ich  dii  cl.   K  oder  ob   ich  c1.   D 

S^  «g  EU 

359  den  tündeii   DK 

"61  -iis]  wi    U 

^ii  gchitf  K  gewand   E 

Se5M[-D 

™fF-  :gl.  c.   5.   t6. 

W  tng  K  wenken  D  K 

K8  in  dir  frisr  D    in  dirie  frisl  K 

K9  du]  dai  das  D  erde   DK 

S70  hiTü?  D  US  mir  K 

97]  aitntn   K 

20» 


^^^^^^^^^^^^^^^V    sin        ^^^^p             V 

^^^^^^^^^^^^Hpil                                                               |MS  V.  looo-ioyy 

^^^^^^^^^^^^^"^  T)efi  sott  du  ron  mir  sicher                                               ^M 

^^^^^^^^B        1010  Und  wir  tu  menglicli  als  mir  ist  kund,                                ^H 

^^^^^^^^1                  By  dir  schwär  kaioä  menschao  round.                                   ^H 

^^^^^^^H                0  got,  vi«        tiH  den  schweren  ergon, 

^^^^^^^^f                Die  das  enadricli  zit  lond  hiD  fron 

^^^^^^^L                 Onil  HJ  diD  Iiailgeo  mart«r  nit  rüffeat  an, 

^^^^^^^^H        1^15  Die  vil  sjr  die  zit  mugent  geban. 

^^^^^^^^H                  Noch  diu  haiigen  gothait!                                                      ^H 

^^^^^^^H                Idi  fiircht,  es  wsrd  in  sere  laid.                                        ^V 

^^^^^^^H                                                                                                           ^m 

^^^^^^^H                                                                                                         ^H 

^^^^^^^1                 Wio                darzü  schwigon,                                            ^H 

^^^^^^^H        lO'^fO  Das  in  müüch  geltelfeu  kaa,                                             ^^ 

^^^^^^^H                 leb  DGme  denn  mich       seibar                                           ^H 

^^^^^^^^H                  Wer  aber  hie                          liden,                                         ^H 

^^^^^^^^B                  Ü«r  wirt  ddrt  ain  grösers  rermidea.                                     ^H 

^^^^^^^H                 Nu  gang  her  ab,  von  «s                                                    ^H 

^^^^^^^        102ü  Diß  liden               lenger  an  dir  lid,                                  ^M 

^^^^^V                      Wann  ich  dir  alles  das  vergeben  hon,                               ^| 

^^^^^^1                         Das  da  wider  mich  ie  baet  geton;                                       ^H 

^^^^^^^L                       Dad  \las  rasten  din  hobt,                                                       ^H 

^^^^^^^K                  Das  din                  werdint  vortobt                                     ^H 

^^^^^^^H        1030  Und  du  darin         verdist  verlorn,                                     ^| 

^^^^^^^1               lOOO   D«a    U                ftA   von   r-m  Atr-tAgtUrinkturt  M  B               «fch«t]  wiMcnl   \J         ^J 

^^^^H             1 010                   EU              i«i  TDK                                                                                             ^M 

^^^^^            1013                                                                                                                                  ^M 

^^^M                                   lond                                                                                                                   ^M 

^^^H                   1014  Du  (/  din  DK                                                                                                      ^1 

^^^0                            hm                                                                                                                          ^M 

^^r                              lOlH  (,'ritiluh  -ipTaeh   wif   V.   roS                                                                                            ^^| 

^                          ini!)  «riil]  ilii.  DK           »chulg«n  E                                                                    ^| 

\<¥M  r>ii>   mint  In   DK  n»  m  jrinml  U              ticIfTn   U                                              ^^| 

1031  nrme  mich  trlber  denn  vin  ti  an  K  nun  denn  *.  mich  Jf  ui  D                    ^^| 

10122  cmu  nit  wil  E                                                                                                       ^H 

10?3  Derr  C            gtoten  lo  E  grOHm  U                                                                ^H 

to^.^  i>a  fD                                                                                       ^1 

I0-J7  Dm  Hu  <tu  U            ir  wjil»  mich  DU                                                             ^| 

IOä!l  Du  du  daTJnn  ml  wctditi  (vjcrdopt  DK                                                                    ^^| 

1030  Und  (Oat  D)  din  ninnle)  nii  wcrdiiit  Terlnr(ejn  DK                                         ^H 

Wann  du  ileci  vattors  sun  faut  (rebom. 
Hat  dich  nn  suß  vor  schaden, 
{X,/*f  Du  umb  da  li^ist  ze  clageo. 

Schlil  fast  nod  l»fi  dir  wol  sin: 
1035  Ith  loQ  dich  nit  vargessm  min. 

Wann  ich  wil  selber  din  veker  nn. 


Sj  iprichfe: 
0  beir,  du  han  ich  gero  von  dir, 
Du  da  «ilt  hellTeii  mir, 

Won  ich  fftrcht,  d&a  xit  gajig  mir  unniitzlich  di  hin; 
Das  «ar  vast  ain  böser  gewin. 
Sid  ich,  Ueb.  din  dieoer  bin  worden, 
So  ichlJUr  icb  allweg  mit  sorgen, 
Wu)D  ich  fSrcht,  ich  veTBchlifT  die  rechten  mettisit 
Besser  wir  mir,  miio  selil&g  mich  mit  aiatim  schit. 
Wann  du  doreli  mich  gelitten  hast  so  groBe  pin, 
Das  ich  eweclicb  bt  dir  niOcht  geiio. 
SOlt  leb  dir  des  nit  dank  sagen, 
Wftger  war  mir,  tch  wir  ietz  rergrabeo. 


CristOB  sprach: 
Min  tod  ist  wol  an  gelait  ao  dir, 
1050  Wann  du  sin  dank  Bcst  mir. 

DeO  vil  ich  l&&en  genießen  dich 
und  wll  dir  heUTeo  frOlicb 


■081  retbora  D  t^^  t.   V.  lyg  m»d  u.    V. 

1088  da  Bit  «icM  K  claffiuni   E  klacntt  K 

"te»  «eckcrr  U  »g/.  w  K  ty6 

"^   Dm  wilta  iMiffrti  U 

*<»»  «UpDK 

«Ho   «»  rM  U 

^Oil   ,jiB  mvtim4/  E  •lientt]  niMttr  D 

lOM   Bern  U 

1M5  Am  M  i^M  pin  gd.  h.  d.  tn.   K 

t04S  Ich  bt  dir  alwcy  mAlite   K  «in   D 

\MK  veao  K  btgrabn  DK 

IMS  Cruliu  «pnxJi  pKi  K  '*«/  /«tAh  «K^fv  ui 
tQ&O  liB  donkni  mir  O 


'7<V 


I',  /^^^  t^iW  .Mpiiiy  bmV 


31? 

Übennnden  eilet  laid, 
Du  difi  weit  inne  trait, 
I05&  Dnd  des  tiefels  listekaJt, 

Die  le  alleD  tit«Q  ist  berftit, 
Wie  er  min  diener  überwind* 
Dnd  ty  an  dem  bAsen  fiiide. 


I  M8V.  10S3-  lo«« 


X.  Hie  git  er  ir  ain  tninnetrank, 
1(I6A  Das  sy  von  im  mug  gelün  kamen  wank. 

[Kl^f  [10.  liUd  ff.   Tat.    VII,  (XJ 

CristuB  sprach: 
UiB  ^äfJeDtrank  hab  von  mir  ze  stör, 
80  inacbtQ  gelidea  das  mionefür. 

äy  spricht: 
Din  minnol'iir  mich  kreoket, 
WaD  mich  dio  gaadeotraDk  trenkfit. 


1068    Uberam  illes  U 

IQ!)?  dicD<t  i*t  übenrlucJe    D 

ia^9  ain]  dm  K  Ii«Ik  Irinli  D  -.u  iittim  und  dm  f.  W.i^,  o.S.j« 

lOüO  im  IUI  Tiii'i^c   Inn   kaincn   K   >tn   'Ün  mag  k.  D  (Üo  U 

1061  Ctiim«  tpncti  sitJu  fH   Xf*  untem  E  h»b  dir  tc  K 

\Q*i-i  liden   D 

1063  tninne  nii  E  liebi  fiir  D  m  lobjff.  vgl  ».  S.  yS 

106-i   Wenn   EDKU  «ich  *^'fr  drank  KU,  m  U  •»>''(  twr  dhi 


1061-l'U  M  Nim  lieb  vöti  fnJT  ein  trinck  dct  tttiM. 
E«  entbrioi  du  hcrti  mül  vnd  nnoe. 
Den  meine  baock  ich  nim  ron  dir, 
Wann  inciQ  i^iniit  gints  steht  tu  ixt- 

RMS  /.   ^/9.  .Der  Minne  fiur  gcndden  IrBnc  (71} 
eibich  dit  IC  «tiure,  (TS) 
>A  mnhtu   IldcD   ininDen.  fime,-   (74) 
,dfn  ttleter  iranc  mich  irenkcl,  (75) 
dIn   minne  fiui  mich  niht  kienktL'   (7R). 

\  f.  t4-  Wie  er  »jr  mit  eynem  bÄrrnende  wlKh  «nftnndel. 

CnitAu.'  Pen  licdi|^  K"'*''  K*^  '^  ''"  *"   >tcim, 
So  m«(;iiu  gcleiden  in  m-finM  tiebt  (euet. 
Dit  Stit!  Ueniliclic  liebe  cnich  «er  hicnckei, 
Mein  herti  tteiie  u  dich  gedendie(. 


818 

|MSV.  I06s-'0»^l 

lOftä  0  herr,  din  mion«  wir  fast  gilt. 

Veracbwamte  si  mir  nit  flusch  und  bKlti 
Ich  bin  doch  rnli  i\i  ain  goch. 
Dariü  bin  Jcb  der  weit  s]>ott  och. 

CristuB  sprsob: 
Eonich  ob  menge)  ich  alT  dich  schT7, 
1070  Tn  OD,  das  diDera  berren  Heb  sjr. 

Sy  spricht: 
Ith  muß  docl)  schier  an  ainem  stab  ^n, 
Wie  vil  gaisttieher  frod  ich  in  dem  bertzen  hon. 
Ich  üiech  schier  dioer  inarter  gelich. 
Das  danket  mich  ^üg  billich; 
1076  Dat  M  mir  an  der  kraft  nit  ve, 
Ich  trib  es  mit  dir  iemor  me. 
Ich  schio  doch  d4:hi«r  ainem  tAten  glich. 
Wenn  vil  »s  aa  benügeD  dich? 

Cristus  sprach: 
Wenn  der  )ih  dem  gaist  ist  andeTtoD, 
1080  So  wit  ich  mich  benügen  Ion. 


lOU  hm  fEU  iJcbe  D 

lOeS  Smiiue  D 

1069  Crnnu  tprach  fD  RAch  D  Ruch  dich  K  «b  allcf  mlLnUich  K 

mn  «M  D 

\m  nl  ich  etMtl.  DK 

loa  t-fi. «.  s.  js 

ins  et  denn  ntii  K 

wnsoATK 

lOTS  genügen  K 

■OnCritnu  ipridti  fO  Im  m^A  IIb  wu/  nack  pUi  K 


1^  ij,  Wte  er  yi  irtnckMi  gibct  in  dn  w^d  kuniDcra. 

Crfsitu:  Triiielc  mit  mir  rfcn  iu««*n  inoti. 

Der  hat  mich  Mb  v&  kb«n  gcho«l. 

Ar   Sftf.'   leb   Irinck   d■^   tcti   wrt    rot, 

Thu  mir  gaaiit,  ftndcn  ich  ilcrbs  todl. 


^^^^^^^^^^^^^^m    314       ^^M              ■ 

^                                                                                                      |MSV.io8i-i099!            ] 

^^^^H     IXhj                      S7                                            ^ 

^^^^^^^B                   0  tierr,  ich  muß  aius  mit  dir  redeo.                                   ^V 

^^^^^^H                    Wir  sSltJDt  allwcg  fröd  pflegen,                                               1 

^^^^^^^H                 So  wAr  mir        und  wil   nit  sti  Ihok;                                     1 

^^^^^^^H                  Das  nein  ich  für  diu  gnadentrank.                                     ^J 

^^^^^^^H                                                                                                            \V 

^^^^^^^H         108.1  üß  i^t  nit  allweg  fröd  ze  pflegeD.                                            « 

^^^^^^^H                 Si«cl)  an  eant  Allexias  leben.                                                1 

^^^^^^^H                 Der  was  fast         liailig  oiaii,                                            ^ij 

^^^^^^^H                  D«n  soitu  zu  aincm  Vorbild                                              ^4 

^^^^^^^H                  Der  ließ  sich  an  klaiaen  frOden  beatlgeD,                              1 

^^^^^^^H          low  Bis  das  ich  inis  anders  wolt  (tigm.                                          J 

^^^^^^^^1                    DeU  gebain  lit  du  iD  aiuem  ^uldin  earc,                           ^J 

^^^^^^^B                  Der  vor  mit  karspUleii  beschüttet  urard.                           ^| 

^^^^^^^H                  Das  ist  dir  selten  ie  bescbehen,                                       ^H 

^^^^^^H                  Das  müst  du  selb  voo                                                     ^M 

^^^^^^^^H                                                Sy                                                          ^^^H 

^^^^^^^H         109&  Ich  bin  doch  din  tranken,  vi  ich  gon,                       ^^^| 

^^^^^^^H                  Und  ffil  doch  daran  Diemaii  globeu                             ^^^| 

^^^^^^^B                  Sy                           es  von  torhalt                                    ^| 

^^^^^^^H                  So  h&slu  minen  weltlichen  sin  so  gar   erlait,                   ^| 

^^^^^^^V                  Das  ich  der  weit  mag  aditen  Dicht»                                ^V 

^^^^^^H            1001  Sy  tpnchi  fU           mixt  mit  dir          r.  K                                                       1 

^^^^^1            106«  >ollen<l  D           Irädun  K            '«tM  1083:  £*  ist  »l**g  ftUe  pfttgtn  K  ^J 

^^^^^^H                          /^j                                                                                        I^H 

^^^^H               1083  nil  »o                            »                                                                                                   ^H 

^^^^H                     tprach                                                                                                        ^H 

^^^^^              IOS&  fK           '«   K  /oSa                                                                                          ^H 

^^^1                     IO6fi-109'J  /■  <ium  t.  S.  i4Sß.                                                                                  ^H 

^^^H                        1067   I>c>            leben   fait              m.   K                                                                                 '^1 

^^^V                     lOöS  (ü  votbitd  K                                                                                                         ^1 

^r                               1069  kamen  U                                                                                                                            ^H 

1^                               10!K)  im  citwu  andcri  D                                                                                             ^H 

1091   bain  K              t>Tch   EDU    Ki*b  K                                                                             ^H 

1093  IC  TK            gctchchcn  D                                                                                   ^H 

1094  du]  d«cl>  DK            van]  i»li  U                                                                         ^H 

I09A  iiunkcn  fEU            vgl.  e.  S.  79                                                               ^| 

109i8  I1MIU   mit   r»i>i   w.  D                                                                                                        ^^1 

1099  nit  EDKU                                                                                                  ^| 

_      315 

|MSV.iiööjiäi 
1100  Wie  we  mir  ioch  dammb  bflsohieht 

Ich  bin  glich  unem  Darren, 

Der  «D  der  gasseo  hat  gieoen  und  garren. 

Wer  dem  dflrch  got  ütz  git, 

Was  großer  gnaden  dar  an  Ht; 
1105  Und  wer  im  aber  nit  git, 

Was  großen  hangen  er  denn  lit: 

Er  kan  noch  enmag  wQrken  nicht, 

Wann  ein  iinn  sind  im  entricht, 

Alfl  gaiBtliohen  löten  och  beschiofat 
lltO  Wann  got  hat  si  ron  minnen  entricht, 
IXII"]  Und  getfirent  nit  anders  an  dai  gon, 

Das  ay  durch  got  haind  gelon. 

Darnmb  mäßent  sy  dik  gebresten  hon 

und  werdent  dik  geachruwen  an: 
ill5  ,Da  solt  an  ainen  aker  howen  gsn'. 

Allen  disen  Spot 

Lident  sy  gern  durch  got 

Cristns  sprach: 

das  ist  och  das  recht 
Und  spürt  man  da  bi  gotes  knecht, 
1120  Die  da  lident  därch  got 

Hanger,  tQrst,  schmähait  und  spot 


IIDO  ioch]  onch  K 

1103    und  fDO  KV  ipenen  und  prreti  v^/.  doj  Glctutr  mUtr  garren 

1103  dem]  dcDD  D 

llOi  Wer  DK 

1106  Wn  D 

U07  mig  D  nit  EKU  vgl.  r  S.  6i  %u  V.  jjj/. 

U09  CK  gcMhJcht  D 

UIO  hat  sich  öch  vO  K  sy  ocK  von  mim  e.   D 

1113  bimd    E 

ms  Jamitk  witdtTkeU  K  ä^n  y.   ttia 

1115  lincm   D  gon  EDKU 

lllE  «ul  tpot  tm  äurchtridtems  U   E 

1118  Crittui  sprach  fEDU 

1118  Ol  »pnrt  vgl.  0.  S.   iSg  g  jS 

1120  liden  roligcnl  durch   K 

U2I  nntchct  K 


816 

|ms  V.  I  i»a-i  145'' 

Du  duoket  si  denocht  als  ze  elam; 

Si  achtend  wenig  uff  silber,  gold  und  edel  gestain. 

Es  ist  in  ir  sinne  alles  ciain, 
1126  Da  ain  andra  üb  und  sei  umb  git 

Und  darnach  not  und  arbait  lit, 

Das  er  es  ie  wider  gott  gewannen  hat 

Dnd  doch  allweg  sprach  so  getrit: 

,Mich  hat  sin  got  beraten'. 
1130  Do  was  es  Ton  des  tiefels  täten. 

Der  so  gar  listclich  amb  gat  mit  gittigen  läten, 

Nieraan  kau  ea  gar  betäten. 

Sy  tünd  dem  tüfel  so  gelich: 

Der  was  der  erst  her  und  rieh. 
1135  Der  fand  der  boffart  ainen  fand; 

Darumb  ward  er  verstoßen  in  der  helle  gmnd. 

8y  wend  mit  hoißirt  und  gittiksit  ze  himel  stiren. 

Da  mit  der  engel  nit  mocht  beliben. 

Wftr  noch  hoifart  in  dem  himel,  sy  mnat  her  ab, 
1140  Das  ist  aller  lerer  sag. 

Und  diß  ist  och  der  lerer  wort: 
IXIfi]  Hettiat  ioch  gesamnet  allen  hört, 

Die  möcbtint  dich  nit  gen  himel  bringen, 

Du  hettist  si  denn  mit  gerechtem  gewinnen. 
1146  Dammb  laß  dich  des  rechten  benügen, 


im  deDOcht  pK 

1123  rff  tilber  vnd  gold  vnd  e.  K  ufT  gold  silber  u.  e.  U  und  pD 

IVlb  andre  K  uider  D  andren  U 

1136  dar  nach  dick  not  K 
1127  ie]  K  D  hat  ED 
1131  listig  D 

llSa  rU  gar  TK 

1188  «o  TDK 
1134  des  enten  K 

1137  mit    gittikait    und    h.    DK  gen    DK  ctn  himelridi  U 

komeii  EDKU 

1189  im  D 

1140  aller]  der  DK 

1143  ecMinlott  D  allen]  bmid't  K 

1144  mil]  näl  D  recht  EDU  sewunnen  EKU 
1 146  gerehlcD  K 


317 

|MSV.  1146-M59I 

80  WA  ieb  dir  ain  Dottfirfft  zä  fQgen. 

leb  äberaiech  es  oieinaD, 

Wer  QDreebtea  gflt  wil  hgn; 

£8  hiUR  den  bäpst  selber  nicht, 
llbO  Ist  du  ar  fQret  nnrecbt  geschieht. 

DiS  sehent  die  guten  Int  ao 

Und  wend  sich  benflgen  lu; 

Dar  amb  magent  sy  wot  mit  mir  bestan, 

Und  Tirt  in  das  goadrich  trank. 
1156    Daß  Bi  in  iemer  lob  nnd  dankl 


XI.    Hie  loft  er  ir  bald  nach, 
Das  sy  die  weit  nit  gefach. 
[//.  Bild  t.  Taf.  IX] 


Sy  spricht: 
leb  flach  mit  allen  minen  sinnen 
Und  kan  im  doch  nit  endrinnen. 


1147  nieiMn  E 

1148  K&tn  K  babeo  EU  bclulleD  K 

1149  ulb  E  nit  EKU 

1150  gMdilcht  E  vnrehlct  gülc«  vnd  gctchiht  K 
1153  Io(&)n  EDKU 

UU  att  mir  wol  K  bnto(B)n    EDKU  damit*  falgt  t»  K:  Wod  ich 

nut  jn  •ton  K 
nU  inwlennch  K 
UU  im  DK  duk.  amen  K 

11&6  iHdi  EDKU 
1157  well  im  Bit  fach  U  venmach  D 


1156-1161    M  leb  fliehe  mit  allen  meine  Sinnen, 

Vnd  kan  dii  nil  entrinnen. 
Do  flettchit  ferr,  ich  lauff  dir  nach, 
Zä  die,  lieb,  iil  mir  gach. 
BMS /.  x/^.  lieh  Biuh  von  dii  mit  allen  «innen    (81) 
unde  enkan  dir  nihl  entrinnen.'    (82) 


31« 

Cristas  sprach: 
1160  Du  flüliest  mich,  ich  iag  dir  D&cfa, 
24äch  dioer  miDU  so  ist  mir  gäcb. 

Sy  epriclit: 
0  lieber  herr,  wie  lit  ea  liierumb. 
\XIf^]  Du  du  g«nD  mir  bist  .so  tunab. 
Das  du  mir  lofest  liinBaa  nach, 
1166  Cod  dir  nsch  mir  ist  so  gÄo)i  ? 

Cristus  sprach: 

Da  ist  mir  aiitz  so  gelich. 

So  die  schüD,  die  ininnedieh, 

Die  min  tninn  in  ir  liAt. 

So  das  ander  als  uergät, 
1170  So  liit  »i  fröd  oa  eod  mit  mir; 

Darninb  mGU  ich  vulgeti  ir, 

Wann  si  ist  uft  erd  min  frjre  »tat. 

Da  idi  salbftr  wonong  inse  faab. 

Darumb  liati  dich  fast  an  min  mina 
117&  Und  lüg,  das  ich  dir  nit  undnoa; 

Wann  äu  mich  so  vermachtu  dich  nit. 


IMS  V.  1160-117^1 


liebe  D  m  f  DK 


iigo  mich  rn 

IIS1  Won  nadi    K 

11B4  nach  EDKU 

llliti  Cmius  iprauti  aiit  F.  fjM 

11Ü7  du  .chöt.  EDU  (/.  dil/) 

lie»  mlii  TK  Itclbe  D 

1171  .lit  D 

1173  lialt  EU 

1174  llebr  D 

lITl!   nil  dich   U  (mif   (/iiitialtui^ntkhei$}  E  ilicli  fOK 


du  niinnecli«h  D  und  >lte  in. 
ir  TDK  h«i{i)  EDK 


K 


it&  K 


.nich  <Un«t  minne  iil  mit  gich:  (83) 
(hl  dJulicti  vo(,  icli  ei  dir  nAch'.    (fl4) 
I  A  "■  ^'  "*  '/'*)  Ai^ul'cl  vnd  nt  in  iaget  in  iten  garlen. 

Orinu;  leb  flitif  voin  dir  mit  illrn  lynncn, 
Vnd  ich  k>n  dir  niclil  cnlrimcn. 
Die  Seif:  Nach  deiner  liebe   iit  mii  goch. 

Du  flcuhcil  von  mit.  Ich  buiV  lUt  nach. 
•|  Avcb  b*l  BtU)  a.  H  Ul  M.  «1«  d«>r  Kantut  und  dtt  Bildet  t«l(en,  Ckrül»;  in   fll«bL 


319 

|MS  V.li7T-"9»l 

Dsramb  dn  dudad  rattar  bitt, 

Das  ich  dir  nit  werd  DDdenogen, 

Aid  du  würdist  TOD  dem  tiefet  betrogen. 
1180  Der  betraget  gern  gaistlich  lüt 

Und  machet  dik,  das  s;  ir  gaistlich  leben  gerät 

Und  das  si  die  weit  haiDd  gelan. 

KUnger  rächt  a;  wider  ao 

Und  werdent  bMer  denn  vor. 
1185  Siech,  die  schlecht  der  sÜDden  tor, 

Da  alle  die  gern  in  gond, 

Die  got  nit  recht  vor  ogen  hond ; 

Dod  bescbiecht  in  gar  recht, 

Wann  sy  w&rdent  nie  roikommen  gottes  knecht. 
1190  8;  habent  gottes  vort  rornea  in  dem  mand 

nnd  die  weit  hinnan  in  dem  schland; 

Wer  gCt  recht  hat  in  dem  mät, 

Der  CDrücht  eich,  was  die  weit  tfit. 

8y  spricht: 

[XTI'^]  0  berr,  ich  geflüh  dich  niemer  mer, 
1195  DeQ  setz  ich  dir  Hb  und  sei. 

Cristas  sprach: 

Das  hit  manger  me  gesprochen, 
Der  doch  ao  mir  hat  gebrochen; 
Daramb  solta  nutz  rerreden. 


1179  du  fK  den  tüffeln  D 

1181  inachot  du  dick  li  K  ectüwI  E  tifigt  D 

1182  TD  gelo(ö)n  EKU 

U8S  tur  tigtntümliehtn    Wmdmng  vgi.    TN  »jos  e.  S.   iji 

\ie8  geictiichl  D 

1139  gölte«  TolkumcD  kncchi  U 

1190  h&tteol  du  BOtM  K 

1191  hinden  K 
im  mot]  mund  U 

1193  var  tut  tin  durtlutrühtntt  gi  E 

UH<UO»  EDKfUft 

UM  fUch  D  me  E 

U9G  Ciiittu  sprach  f  D 


320 

Wenrt,  (las  es  Axt  gang  alweg  als  «ben? 
I20U  Daramb  tU  saß  das  best 

DdiI  belib  ao  mir  rest 

Uud  I&ß  dich  <3ie  weit  alt  xi«ben  hin 

Mit  irem  b&sen  valschen  sio. 

kh  lof  dir  Bit  umb  saß  aiah: 
1205  Ich  furcht,  das  dich  die  weit  geOch. 

Darumb  ker  dich  gegen  mir, 

Waon  es  nimet  schier  ain  eod  ao  dir, 

Und  tat!  diu  tlieben  siu. 

Da  macbt  nit  enberen  min. 

8y  spricht: 
1310  0  b«rr,  het  ich  dich  vor  aU  wol  erkant, 
Ich  faett  nit  genomeu  alle  land, 
Daa  ich  als  spät  war  komineB; 
Doch  schaff  ich  nocli  wol  miDon  frotumeu, 
Wenn  ich  dich  fliUeocIieheD  bfit, 
1215  Das  du  mir  vam  ließist  alt  mio  miüsatat ; 
Wann  din  gothait  swebt  dar  an, 
DS8  si  die  clareo  sei  wil  lieb  hau. 
Wer  dich  sj  geädben  ie, 
Der  »ol  »iü  g^ewsruet  hie 
1220  Uad  ker  sieli  zU  dir  «nzil, 

Wann  din  minn  wunn  und  fiOde  gii. 


1199  W«ntl  «•  gtag  dir  ■.  Ui  K  W«oil  tUi  et  dir  Mvtg  tt^ag  *U  D 

1301  AH  mir  an  mir  K 

1903  vklichen  boten  D 

liOi  ntch  EDK 

1805  fwh  DK 

1209  iii«ht  tloch   nii   K 

1210-1&U  EDKCfa 

1810/;  f{i.  „.  s.  St 

1913  Khaff]  hoff  U 

1316  UuMcii  K 

1S17  die]  din  EU 

ISIB  dich  geflohen  ii(g}  Ic  DK 

im  Kit.  amen  K 


321 


XII.  Hie  verbirg  er  sich  vor  ier, 
Das  enztindet  werd  ir  begier. 
[Xiri^]  {12.  Büd  t.  Ta/d  IX\ 


IMSV.iiaa-iääT 


Criatus  aprAcb: 
Laß  ab  din  zarersicht; 
122Ö  Ich  bierge  mich,  da  vindest  mich  nicht 

Sj  apriaht: 
Helffe&t  alle  mit  mir  spehea. 
Ob  in  iemao  koDo  erselien. 
Ach  (fot,  wie  3ol  es  mir  ^q, 
Uas  ich  min  Itcb  vertor«D  hont 
1230  Wiffen,  iemer  wäffen! 

Wa  han  ich  das  vorschl&ffoD, 
Das  ich  mja  lieb  üeb  Terlom  han. 


UM  ir  EDKU         ^L  «.  S.  9>. 

IttS  b«ctrd(t}  DKU 

1224  CH«!»  tp>*c>>    ""*'  Bi.  XJld  untfi,  u.  innliT  Bl,  XI/U  mmtir  Jim  SiU  E 

spt,  ctü  ir  U 
1325  mich]  min   K  nii   EKU 

I3?7  Ob  kh  in  jma  D  (vgt.  SAfS  und  {)  koon  D  künde  K 

ISM  «pia  DK 
1830  iittOKt  tat  woflfR  K 
12S3  «bj  n»nA-  tWb  fDK 


I224<13S7    M  Li0  ab  gir  dem  tuvcnich,  (sk) 

leb  veibii|;  mich,  du   ftndcsil  mich  nll. 

KioilcT  hdffent  all«  reeben, 

Ob  Üb  mein  lieb  mUge  schechm. 

BMS  /.  "?>   A^  üodsl  min  niht,   ich  pirg  micb  dii,   (89) 
Ui  «b  dIn  uni,  du  ilte  ich  dir'.  (90) 
ibelft  mir  alle  lieben  ipehcn  (9|) 
«b  kh  indett  bunn  cruhen'.  (93) 

/.  iC.  (W!e]  et  dtiel  hinder  den  furhang. 

(OüttaJ:  La&  kbe  dein  «ucheii.  das  tat  ich, 
Wen  vor  dir  vcrberg  ich  mich. 
[Dk  Sijb:  Nun  helffel  mit  suchen,  lieben  freunde. 

Ab  ieh  in  irgend  Itunilc  finden.  (Dal  Blati  iil  bitcliätlift^ 
tt%Kt.  Dto  BliMad*  SmU  -1 


822 

Den  mir  DieniaD  gexaigeo  kan? 
Owa,  das  mich  mia  mflter  ie  gebar! 

1235  Fand  ich  in  ze  Bom,  ich  luffl  dar; 
Obs  w&re  mir  aia  clainer  weg. 
Ich  vas  so  vast  in  ainer  pfleg. 
Ich  woDd,  es  »Ott  iemer  weren; 
So  mflß  ich  na  wunn  and  frod  enbereo. 

1240  Ich  goD  rüvig  ood  iomrig  hie. 
Vor  er  mich  gelielS  nie, 
Weder  tag  noch  nacht 
Ich  hett  mit  im  mengen  bracht 
Das  er  mich  angeirret  ließe. 

1245  DeQ  hab  ich  ietz  kainen  genieBe. 
Nu  ist  mir  bescbeben  vast  recht 
Ich  handlet  in  als  ainen  hnsknecht, 
[Xm*]  Deß  man  dik  wol  enbär. 
Nu  gon  ich  hie  tugent  lär, 

12&0  und  vil  mich  got  noch  die  irelt 
Also  git  mir  min  lieb  widergelt 
Ich  arme  müd,  das  ich  nit  ged&cht, 
Wae  er  mir  größere  gnaden  br&ohtl 
Nieman  kund  mich  eraftmen  gar. 

1256  Nu  krieg  ich  mit  aim  umb  ain  bar. 
Ich  wond,  ich  bett  es  ron  natur: 
Do  machet  es  sin  minnefur. 
Deß  bin  ich  sid  wol  innan  worden, 
Wann  ich  bis  an  kantnast  och  verdorben; 

1260  Er  b&t  es  als  mit  im  da  hin. 


1233  eruigen  D 

1241  Die  geUe  DK 

1246  VM1  beschehen 

E 

1247  bnehi  K 

1350  wil  TK 

12S8  En>d  D 

bracht  ED 

1S&5  mit  im  D 

hkr 

EK 

1256  M  fU 

1857  miaiM  (liebe  D)  I&t 

EDU 

1259  bin  ich  och  an 

k.  och  E 

1260  E*  U 

laeö 


u 


1270 


MS  V.  «rfiiägl 

Ich  hu  Sil  got  aia  iomerUoheo  sio. 
Ich  w&Dd,  ich  sölt  au  kantnnB  u{T  gon : 
So  hit  mich  das  götlich  Hecht  fam  geloD, 
Dod  votgen  der  oatur  o&ob 
Dnd  ist  mir  uff  die  weite  gäcit. 
Die  weit  wil  mich  liehen  hin: 
0  faerr,  verlih  nur  rocbtan  mQt  und  sin, 
Das  ich  ao  dir  uit  mag  gAbrechen, 
Aid  ich  wurri  dir  zu  nprechea 

t^      Vor  allea  gottes  <jmndm 
Dnd  vor  allen  gaiatUcbun  kindaD 
K  Dnd  wfird  tnord  schr>'en  ober  dich. 

H  Dar  Tunb,  lieb,  an  mir  nit  rieh, 

IP  Das  ich  och  vor  dich  geflohen  hon; 

l^'^B    Das  »Ito  mir  goftdedich  faro  Ion. 
Nd  st&t  doch  din  ler,  man  aSU  nit  recbeo: 
0,  sdlti  ich  dir  och  ifi  sprechen, 
Wk         Ich  apiäch,  da  bettist  geroeben 
Diid  hettist  ioch  an  mir  gebrochen. 
ViSO  Wann  das  nit  schaden  sol,  was  herren  tÄnd, 
1%^^^'i  Das  wfir«  mir  un  bSsor  fand. 

Der  von  mir  saite:  ^  hat  gebrochen*, 
0,  wie  bald  das  würd  gerochen  I 
Also  mCisent  die  armen  alweg  undaD  geligen 
12^  Uod  die  rieben  an  gcsigon. 

Ach,  wer  sol  na  gern  arm  sin  in  diser  weit, 
So  mir  min  lieb  git  semlich  widergeltl 
und  wU  er  mich  nu  bie  lan, 


l$$S  u]  M  D 
j9«4  Md  EDKU 

isesru 

I J70  fednden  (Z^j]  kn<«lil«ii  EDKU  «yA   TA'  #.  S.  /j/ 

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1)74  icb  TM  oocb  g.  b.  K  icb  ocb  dich  vtn  g.  U 

1979  h«tt<  K        iocb]  &h  KrDU 

1294  uodtnltgcn  [> 

19»5  u  TDK 

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ii8&  M  fD  hk  lu]  lt«b  hon  EU 


hall  CDU 


Sl* 


324 


ifJäv.xaati-iyT 


So  lüff  ich  gol  (Ion  vatt«r  an: 
1290  ,0  ewiger  got,  mir  irsger  war  nie  geborn^ 

D«oo  dinea  sqd  hau  vertoni! 

Ich  ernianen  dicb,  almächtiger  got. 

Durch  (lin  hails«ii  zehen  j^ub&tt 

Und  dCrch  die  zwölß'  ratt 
1295  Und  diircli  alt«  Cristus  l«r  und  tat 

Cod  durch  alles  gät  der  niiven  and  der  alten  e. 

Das  du  mich  losist  Nie  vou  dtsem  ve, 

Cod  durch  das  gut,  das  du  selber  bist.' 

Do  antwQrt  ir  Ibesas  Crist: 
1300  Ich  bin  doch  hy  dir  suoder  frist; 

lull  »ait  dir  vor:    ,Iaß  ab  din  süver^icht, 
Ich  birge  mich,  du  rindest  mich  nicht!' 

Sy  spricht: 
0  herr,  biK  mir  tusent  stund  gotnilkoment 
Das  sind  die  besten  mär,  die  ich  ie  hao  veraommen, 
1306  Das  du  noch  bist  wider  kommen. 

Ich  macht  es  nach  fOr  die  wärhait  iehen. 
Das  ich  dich  in  vit  iaren  nie  het  gesekeD. 

Cristus  sprach: 
[Xllf'']  Ks  ist  doch  nu  der  dritt  tag, 
Das  ich  früd  mit  dir  pflag. 

Sy  spricht: 
1310  O  herr,  mir  ist  zit  und  wil  zs  lang, 

Wenn  ich  dich  Dit  hab  in  tniüem  gadank. 


1590  Eot]  rattet  D  wBr  wlger  DK 

1591  lun  hOa  ich  vloren  K 
IS96  und  allen  D  Ee  E 
12B7  hk  TD 

1393  ii«  Ttxt.  nkkl  imienlrtiMm  EDK 

1302  nit  EKU 

1304  ich  ie]  Ich  yet  UfK  vcTnam  U 

1806  noch  DU  <tk  f U  fclun  K 

1307  hAlte  K  htb  O 

1308  i.i  pD 


crlsi  Cmtns  ipneh  U 


1S16 


825 

Wann  du  ^hal  ftÜ  und  sQfiikait 
und  rertribest  all»8  laid. 
Dar  umb  rerbirg  dich  nit  me  vor  mir, 
DeO  wil  ich  iemer  dieaeo  dir. 


Iitöy.t3i>.»i3l 


XIII.  Mit  der  minne  sträl  schüßet  si  in, 
Das  wil  sy  lian  für  gewin. 
[t3.  DUd  >.   Ta/fi  VII,  IX]. 


Sy  sprtelit: 

ich  tri]  in  Mbießso, 
Ob  leb  sb)  ieaa  tnug  gealeßeD. 

Cristus  sprach: 
1320  V«nnuidet  ist  das  hertze  min. 
Da  hafltu,  lieb,  gescliosMD  in, 
Das  ich  mdß  tän  den  irillea  dio. 
Dms  mag  «ol  werden  din  g«vin. 


iSlÜ  (&.  •men  K 

1316  fi.  TVgL  a.  S.  84 

1317  Da  K  (Ui  uDco  g. 


DK 


gevin  du  er  yr  •ygc»  raUMC  lin  U 


1816-1331    M  Ich  «rtU  mein  lieb  dnret]  tdiienm, 

Ob  ich  Btin  mkg  gcni«»eti. 
Midi  hat  der  meine  ichnem 
CcscIliHMn  durch  mein  heni. 

BMS  /.  "9.  .Hieb  hAt  <let  ininne  fntcne  (97) 
gnchottcn  durch  mfn  b«n«.'  (98) 
,i«h  «oll  du  ich  etvu  gcnuue,  (99) 
du  ich  dich  hin  widet  Khunc.'  JIOO) 

/.  ^.  Wie  ty  mit  einen  *ti«Je  (cheiut  in  tein  herti. 

CMMw;  Mich  h«t  deiocr  liebe  «cbmerUe 

Gm  «etc  gennindet  ia  mein  hertt«. 
Ott  Stlt:  leb  ilich  geni  durcbacliiatc,  (ikj 

Anff  dM  ich  dich  nidil  von  mir  Ucmc 


I 


826 

8j  sprach: 

0  herr,  so  tt  ufT  daa  hertic  min 
1826  Uod  tltiO  mit  ain  anctra  dar  ia, 
Ob  mier  dio  mng  werden  goög. 

Cristas  sprach; 
D&s  w&r  ^ar  ain  uafagr; 
Was  wdltint  deon  die  aodren  bio? 

fXrV']  8y  spricht; 

Da  weit  icb  ia  dsD  mangel  läa. 


1S30  Cristaa  sprach: 

wa  wäre  DU  das  recht? 

So  wQrd  maDglen  inaDger  gottvs  koecht. 

Ich  wU  üch  allen  giiQg  geben, 

Die  wil  ich  tich  ufF  erd  Ion  leben, 

Wann  ich  bin  irol  ain  semtich  man, 
133Ö  Dem  sin  gehen  nit  geschaden  kan. 

Icb  hsQ  ie  und  io  gebeo 

Allem  dem,  das  uf  erd  hat  das  leben 

Dad  in  dem  himol  darzä; 

Den  gib  ich  allen  TrOd  und  rO. 
1340  Und  weitest  mich  allain  han. 

So  war  ich  wol  ain  doracht  man. 

Ich  tun  dir  doch  so  ril  kont, 


IMSV.  I3i4-il5| 


cnÖE  EDKU 


ms  nndrrn   D  andn  K  lurgf,  «.  S.  tto  .vBeut^ 

l3'iG  din  mir  Ui  t^rrigitTt  aus  dit  min  mir  UmittUun^rtäeji  C 

L3S7  wUt  doch  g.   K  atm   GeJuit^i*  i.  «.   ü.   ta»  a.  a.  O. 

1328  löllcn'l  K  io1lin>(i  D  han  ED   Mn  K    bau  denen  ich  inicb  och  woJ_ 

gut  U 
18i9  v$t.  e.  im  K  tt>t  den]  ilcm  U 

I3S0  dM  nuD  K 

1382  ff.  vtrgl.  o.  S.87  tu  r.  tjiSg. 
185S  erd«D  D 
1385  Khadcn  D 
1336  ton  fK 

1339  ich  rU  rtw  EDKU 

1340  wollend   D 
134S  dich  HUI  iÜtrickrüX  r^U  E 


doch]  ocb  O 


327 


tVlgV.l343-l3fa| 

Dw  nit  kau  redeo  6\o  maot 
Noch  din  mand  nit  kan  gesprecheu, 
1346  Dod  seil  ioeh  din  liertz  d&rumb  xorhrMhun. 
Da  macbt  doch  das  drisgost  nit  behaben, 
Da  h6nst  es  deDti  andreht  sagen. 
Wa«  wlltii  mir  du  ab  gcwiDOffD? 
Ich  Tolg  dir  doch  nach  dinea  sinnen. 

Sy  spricht: 
I3M)  0  berr,  da<  hast  dik  geton 

Ond  hiat  tuicb  darnach  bald  v«rIon. 
lob  weit,  dai  da  niem«r  von  mir  kendst 
Ond  onrecbt  leb«D  tod  mir  oemisl. 


Cristofl  8pra«h: 

Das  ffolt  ich  saot  Paoto  aifc  geb«D, 
1365  Der  doeh  fort  ain  hailig  leben. 

Der  rüR  dik  gen  bimel  iQ  mier, 

Daa  ich  im  in  der  anvechtnng  [ÄIV^]  hälfe  scbler. 

Do  wolt  ich  ims  oit  aaders  Hlgen 

üod  sprach,  das  er  «ich  an  minor  gnad  ließ  benOgen. 
1860  Der  mfidt  bis  an  sioen  M  wider  den  Üb  str«ben 

Und  fürt  dcM:h  aio  künschos  leben. 

Waistu  nit,  was  ich  dir  gflts  han  geton? 

ISiS  amd  EDU 

1544  ra^  K  (prccbca  K 
IM&  tili  ich  loch  IC 

1545  beluütto  K 
1847  MpK 

1349  wilt  <la  noB  nii  hi  gew,  K  *)ll  ano  mit  *b(.  O 

1&49  Tole«  doch  dii  ueh  K 

1550  iprwjh  D 

13A1  duBuh  nicti  K  ploB  D 

13^3  1(1  wolt  D  niattt  tn«  *.  K  nUea«i  m«T  v.  D 

13i4  Crithi»  «ptteh  fD  ^.  II  Or.  la.  j  f. 

135«  dik)  <lrtutiDi  K  «ä  b.  e<a  mit  U 

I3S8  SoD  icbnDil».f.imK 

1869  Ich  D  dbwi  D 

1360  «  KIM''   Viru  ftttitt  (Wider)  D  sf-  ^*—-  7-  '4M- 

1361  ktbKliei  buligi  1.  U 


83» 


Deß  solttt  oit  vergossen  hoa, 
Dnd  das  icb  dich  dik  wiisen  Inn, 
1365  Deß  ain  ander  meosch  mfiß  mangel  hon, 
Der  aiD  gaotzes  iar  gat  Sachen 
Hianu  und  vonica  in  doD  bQcheo; 
Was  er  haimlichs  dar  ian  find. 
Das  vindest  du  in  dem  gaist  geschviad. 

Sy  spricht: 

1370  0  herr,  ich  tcan  diaer  güttftt  nicmor  me  rsrgsssen. 

leb  enward  in  vil  xitäs  uie  so  gar  verraesseu, 

Das  ich  es  ieman  getdrst  wisseo  Ion, 

Was  du  mir  gUtes  hast  geton. 

Es  ward  uDT  mich  schrvgen  frowen  und  nun 
1376  Dod  sprscheDt:  ,wes  nimmfitu  dich  ßlr  ander  lüt  an? 

Do  mio  minn  an  diner  minn  lag, 

Das  was  ich  tnindeck  alle  tag. 

Dq&  histu  mich  wol  inoaa  biiU;bt, 

So  ich  sin  wenig  h«t  gedieht. 
1380  Ich  ban  dich  geschosseu  mit  der  tninnc  ftir; 

Da  bi  du  aiin  tnlwe  sptir, 

Wann  ich  din  nit  vergesBen  kau 

Und  liebers  lieb  nie  gewan 
[XIV^]  Noch  nicmer  me  gewinnen  wl, 
1386  Wann  min  hertz  ist  diner  miDoe  voL 

Ich  brinn  nach  dir  oacht  und  tag, 


1363  Da*  U 

1864  dick  didi  D 

1370  ni«in«  ne]  nil  D 

1871  iD  fU  ■idcn  K  lilt  D 

1372  'd5nl  K  gcwiaMii  K 

1874  VA  euch  BUU)  K 

137&  i>hcnt  K 

1376  tiebe  D  liebt     D 

1379  Udächl  D 

1360  Dunnen  f.  K  minn  pül  U 

läSl  cctrire  K  »  »püi  tigK  »,  S,  tSf  $  jS 

1383  licbcf  D 

1866  Ug   und  Dicht  DU.  C  W  (/mjtaü>mpimll» 


nich  erlöschen  mag. 
B)  ward  liebers  nie  geseheu, 
Das  mQß  meogcUch  von  im  iehoo. 
Wa  ward  sömlichs  ie  gehöret, 
Der  mit  sioer  miniie  betöret 
Baide  frowen  und  man. 
Das  sy  durch  got  nach  brat  weod  gan  ? 
So  lieb  ist  10  nit  wib  noch  man, 
Das  CS  durch  das  aodron  willen  niioh  brat  well  gan. 
Sind  ioch  weltlich  liit  ain  ander  vmi  hold. 
Da  begerenb  »y  in  der  minne  sold; 
Dammb  werdent  sy  dib  ze  schaDden 
Und  vallvat  iti  des  tiefeU  banden 
und  nerdent  da  le  spott 
Vor  der  weit  und  odi  vor  got. 
Du  bescbiecht  von  Cristus  oiiiine  nicht. 
Wan  sin  minnor  band  gilt  Zuversicht 
ZtL  dem  ewigen  leben, 
Das  er  in  ze  Ion  wil  geben; 
Und  hat  wunn  und  früd  eveclich  mit  in. 
Das  iat  wol  ain  wägrer  sin. 
Sin  miDD,  die  zwinget  mich  ho  gnot. 
Das  ich  DiüQ  goQ  nach  hrot, 
Und  ist  doch  wider  die  kreft  der  oatur. 


Wib»  D 

'  SitialifiUJettAtri  liebcis  li«b  n.  D 

I  Dl  D  Die  D 

oad  odch  in.  DK 

nnd)  irndait  U  Eo^n  CDKU 

|^*S  Ci    Kttttra/  irtÜ  auf  wi\i   unil  mtn  (lj^4^  bi%»ztH 

So[0]d  EDK 
'  'SS:  D»  D  to  rU  litbi  D 

^«9  bebe  D  nii  CKU 

'KO  WwiD  vf  niEBieT  h.   D  mincr   E 

ItW  bcbin   D  dK  fO  "Wiett  K 

IflOcnAe  K 


nlch]    duicb    D 


SSO 

Noch  sterker  ist  der  minne  foi: 
Die  iwiDget  in  nss  dem  obrostan  tron 
Herab  iD  sines  minners  hertzen  scfaoD. 
Sin  mina  kan  och  das  us  eraOten, 
1416  Das  sich  der  meoscb  toq  miDnen  Ut  tOtten, 
Das  er  hioder  sich  nit  sieht 
Das  machet  sin  haimlicb  sftpflicht. 
[XI V^]  Es  kan  noch  mag  nieman  gedenken. 

Wie  er  sich  veraint  mit  den  menschen. 
1420  Wer  in  künd  schießen  als  ich. 

Den  machet  er  hie  nnd  dort  s&lden  rieh. 

Dar  umb  ziebent  alle  den  b(^|an  in 

Und  scliiefient  in  id  das  minrich  hertza  sin. 


XIV.  Hie  wil  si  in  binden  und  zwingen, 
1425  Das  si  in  nach  ir  mug  bringen. 

[U.  Bäd  t.  T(^.  IX] 


Cristas  sprach: 
Din  minneband  mich  hat  beiwangen  schier, 
Das  ich  dir  maß  volgen  nach  dines  hertsen  gier. 


1411  WoD  St.  D  /.  miatT  ttaU  der  [Zw.]  l  lieb«  D  minnen  K 

für  EDKÜ 
1413  iwigcD  K 

1413  liebhaben  D 

1414  Uin  m.  EU  minn  dd  kan  K  dai  öch  K 
1416  »cbi  D            Uns  D 

1416  licht  E 

1417  I.  o.  *u  y.  6s7 
1419  den  K 

1430  ab  ich  ich  D 

1421  liüig  TDd  rieh  U 

1433  cchieuend  in  di  D  txa.  amen  K 

1424  w.  if  by  in  U  iwingen  und  binden  K 

1436  liebe  b.  D  bant  bciwinget  mich  »eh.  K 

1436-14S9     M  Ich  han  mein  lieb  fanden, 

Oebmgen  vnd  gebunden. 
Jr  layd  mich  Khre  iwinget. 
Mein  lieb  mich  danft  dringet 


831  

[MSV.  I4a8-1M4| 

87  spricht: 

leb  lian  in  mit  siDen  wanden 

Oe&ngen  oad  gebandea 
1430  und  wil  sin  hlltten  mit  allen  minen  sinnen, 

Das  er  mir  nit  mag  endrinnen; 

Wann  ich  in  dik  verloren  hon. 

Deß  fril  ich  in  hie  engelten  Ion. 

Nieman  mag  weaen  min  gelicfa, 
14S5  In  minen  henden  stand  alle  rieh: 

Ich  han  in,  der  es  altes  geschaffen  b&t. 

Ich  mag  geben  1er  und  rät: 

Er  muß  mir  lihen  and  geben, 
{%y*J  So  mag  ich  des  gaistea  mit  im  pflegen; 
1.440  und  maß  mir  setzen  g&te  pfand: 

Sines  raters  rieh,  das  himelsch  land. 

Cristns  sprach: 
Ich  setz  dir  tniw  und  er, 
Das  ich  dich  nu  das  best  1er. 
Dn  solt  kain  geding  mit  mir  hon. 


142?  m«  Tolgen  dir  K 

]428;I4}9  <iatu  vtrgl.  e.  S.  S9 

I43i  im  D  han  EDU 

1433  wüfT) 

J43f  min]  im  D 

1406  d«  alle«  du  g.  D 

1437  nl  EU 

1 439  (vr^A  •>.  S.  ba 

1443  Mtc]  Hg  D 

1444  solt  nno  k.  K  hui  EDU 


BMS  p.  a»o.  ,Üet  minna  paot  inich  twinget  s^t  (105) 
du  icti  dir  volge  immer  m^.'  (106) 
,ich  bab  dich  gefangen  und  gebunden  (107) 
du  do  mii  mnost  volgen  lallen  ituaden,'  (108) 

I  f.  ly.  Wie  lie  in  füret  gebunden  vnnd  gefangen. 

Oittm;  Deiner  liebe  bandl  iwinget  mich  also  sete, 
Diu  ich  dii  nach  folge  vnuneniiere. 
Dk  Stle:  Ich  hab  dich  gefangen  vnnd  gebunden : 
Dn  mul  mir  volgen  lu  allen  stunden. 


33S 


ImSV.  i44S-<46l1 


1146  Du  soU  ed  geatslidi  «n  mich  Ion. 

Sy  spricht: 

0  herr,  daa  wil  ich  tun, 
Wir  soDd  liabcD  frid  und  sQd 
Dod  sond  fry  uod  fr&lich  sin; 
Ich  irird  ooli  rillicht  der  gevangen  din. 

Cristas  Bpraofa: 
UbO  Das  iii<>cht  dir  bald  bescfaelien 
{Jod  ocb  för  die  warhait  ieheo. 

Sy  spricht: 
0  ticrr,  s&^  mir,  w«r  valiet  dich  aller  maist? 

Cristus  sprach: 
Dm  tünd  die  armoD  io  dem  gaist, 
Wann  das  rih  der  liimel  ist  ier; 

1466  Dar  in  so  kummont  schier 
Und  lofleDt  mir  allo  nach. 
Wann  nach  in  was  mir  aR'  erdo  gä«h, 
Und  Imind  durch  mich  vil  erlitteD 
Und  wider  die  bösen  weit  gestritten. 

1460  Danimb  vahent  sy  mich  mit  gewalt, 
Baido  long  uud  alt. 
Daa  mag  niemao  na  wol  getün. 


1445  frgl.  o.  S,   ttj  ygtUtemAfit^ 

1446  Bprich  U 

1447  SÜD  EDKU 
1449  v>l  lihi  5ch  K 
14SÖ/1451  rU 

1452  »prach  U 

1453  vfr^i.  0.  S.   m  ,am  im  gtilW 
14M  Wai  (Ui  K  ft  EDKU 
1455  Ml)  »y  D 

14A6  gaaä  il  m»  alle  K  tf.  J^-  14,  4 


1457  W.  utr  cid  U 

1458  «1  fD 

1459  die]  der   K 
1461  und  och  all  D 
U$3  *ol]  tU  DK 


nach  mit  wu 


weit]  gaitt  U 


333 

(MSV.  u6}.i4a5l 

Danimb  ist  vor  got  bestatget  ir  kr«n; 

Wann  »jf  fürcnt  den  höchsten  grÄt, 
1165  Des  die  hailig  cri&tenhait  h&t. 

Wann  ich  gesproclien  han:  ,wer  Totkommen  woll  sin. 

Der  TerkoR  die  habe  sin 

und  TolgQ  mir  nicli.' 
1469  DeO  was  dem  itiDgling  liitzel  s&ch. 
{XV*\  Als  DMh  mcngcr  tat, 

Der  och  des  üelbeo  gern  hette  tnüt, 

D«D  griLt  der  volkomenh&it  hoo, 

und  mag  därcb  got  nit  zitlich  habe  toD, 

und  büt  es  doch  ufT  erd  nit  bracht, 
147&  Und  mag  es  och  oit  hitman  bringen  mit  liainer  macht. 

Er  gctrilwot  mir  villicht  nicht, 

Wie  wol  ich  selber  sprich: 

.Min  bürde  ist  licht,  min  loch  ist  stlßl* 

Ich  main,  das  er  villicht  muß 
1480  Aia  scbwfirer  bGrde  tragen, 

Da  von  er  vil  me  gewiat  ee  dagen, 

Batde  hie  uod  dort, 

Und  b«libet  villicht  vor  der  port. 

Min  fründ  sind  mines  hsrtien  nunoe 
14i86  Dnd  lücfaten  vor  mir  iia  die  sonne; 


1468  bnlltl  D  bmcllcat  K  boo  D  ruom!  z/rrg^  i^ir  n.  S.  /6q  §  ¥■  J 

IMS  £•  tari  2MIni   gtaiä  [Wci    (Drnrrim  mü    hab    iMf   htn  t   V^.    V.  in», 
L  "7JÄ  ^  wilkorncn  D  ■/.  Mallh.   l<f,  */.  4» 

ri4£7,'14«B  im  dMiT  ZiiJe  D 

Uta  B-eli  EOKU 

14TS  ralkoBhait  K  hBD  EOU 

1473  »«K  <locb  <lutd>  K  littieh  ght  nbc  lan  K 

1474  biiefal  E 

1475  ocb]  noch  K 

1476  ifl  liM  mit  K 

1477  »H»  Xeim  verft.  u. 

1478  M>zi  *.  y.  tos 

1479  oAi  D 

14S1  s^wiDii  K  ciü  fascD  vnd  klogaen  U 

1482  doft  COKU 
1486  «bj  ilk  U 


nit  CKU 

V,  ij6<f  UMi  t.  S.  röj  §  1,  t,  t,  «dir  rtimt  lieht   rfjSf 


83* 

Dar  amb  Ion  ich  mich  iwingen  und  binden 
Von  mineo  fntnden  and  kinden. 


XV.  Hie  wil  sy  nit  Silber  noch  gold, 

Sy  wil  nu  iren  herren  hold. 

[16.  BÜd  ,.  Taf.  IX] 

Cristas  sprach: 
1490  Nim  lü  dir  gQtcs  ril 

Und  l&O  mich  od  alle  zit. 

87  spricht: 
Allen  hord  wig  ich  clain 
[XV' J  Gegen  dir,  lieb,  allain. 

Ich  acht  nit  nff  gut  noch  af  edel  geatsin, 
1496  Nu  nff  dich,  herr,  allain. 

Wann,  wenn  das  alles  lergät, 
Denn  min  lieb  in  richer  wanne  stit 
Dn  bist  der,  der  es  alles  hat  geton: 
Darumb  ich  billich  durch  dich  Ion 


i486  binden  und  iw.   D 

1489  hold]  gut  EDK,  va-ffi.   ijgö,  gut  der  ir  allain  gil  tiüA  vnil  müt   U 

1494  Vnd  aht  K  gütt  und  ulT  D 

1497   riehen)  wuün   D  rechter  w.   U 

1493  bist  der  e»  K  es]  di  D 

1499  ich  durch  dich  b.  K  sol  Ion  DK 


1490-1493    M  Nrm  hin  Üeb  als  vil  dein  begerd  ley, 

Vnd  IbB  mich  vngefangen  frey. 
Alle  sch&tz  wige  ich  klein. 
Wenn  dich  hertie  lieb  allein. 

BMS  /.  aao.  ,Nim  hin  swai  din  begirde  st  (118) 
und  U  mich  ungefangen  frl.'  (114) 
,hir,  Silber,  goll  und  edel  gesteioe,  (115) 
liep,  dai  ist  gegen  dir  al  ce  kleine.'  (116) 

I  p,  ig.  Wie  er  jr  ein  lack  mit  geldc  beuth. 

Criifm:  Nun  nym  wa*  dein  beger  ttj, 
Vnd  laB  mich  ledig  vnd  bvf. 
DU  SiU:  Silber  golt  vnnd  edel  gestein 

Ich  (/.  l(t)  ken  deiner  lieb  gar  klein. 


936 


Ins  V.ISW-I  wl 


1600  Altes  lergftD^cliches  gfii, 

Wuu  dB  mich  hast  in  ilioer  bat; 

I>il  glbest  doch  fröd  on  «ode»  til 

ÜDd  kOrüvil  U38  der  maä«D  viL 

Wer  «ich  g^ntilich  an  dich  Üt, 
1605  I>eiii  hilfi'est  du  frü  aod  spät. 

Du  er  die  weit  und  deo  tiifel  übenriQdct 

Und  das  er  sich  selb«r  iwiugot. 

Du  sprichert  in  die  üele  min 

Und  last  dir  vol  mit  mir  sin. 
1510  Da  aprichest  ocb:  ,bi«  gern  allain, 

So  empfahest  och  dan  huilgen  gaist  run!' 

Das  hao  ich  versuchet  wol. 

So  ich  ward  dinoi  gaist««  vol 

(Ich  bin  etir«D  bis  an  den  dritten  tag  allain), 
161&  So  ward  min  gemüt  also  rain, 

Das  ich  het  gebon  umb  all  creaturen  claln, 

Wann  tuab  dich,  lieb,  altaio. 

Dio  natur  svebt  dar  an, 

Daa  da  die  sei  icilt  Uefa  han. 
1520  Das  hiflta  mir  dik  kunt  getoQ. 

So  ich  ettwen  ain  weltlich  ding  fQr  gesetzt  hoo, 

Das  liest  (In  mir  oit  zeliaoden  gon, 

Wuin  es  was  nach  dioem  willoo  oit  get«D. 
[XV^J  Dnd  dar  an  ich  denn  numer  gedächt, 


laoi  owM  D 

1503  erxlal  bUo  D 

15M  u  tficb  e.  DK  t^//.  "■  «M   i'.  jrS 

1508  tpriditxi  dik  m   K 

1M8  luu  D  dir]  mir  K  ntlr)  dir  K 

1511  och  fDK  g.  M  rdn  K 

ISIJ  <Uwr  Sy  tpnctil  U 

iSlfi  will  D  iUo  fD 

1M7  WoD  nun  umb  K 

1519  •lic]  din  D 

1Ä20  b&Ru]  da  K 

USl  Iwa  £ 

UM  nfiatn  m»  g.  K 


|msV.is«5-'S47| 
162K  Das  ward  mir  deon  lehanden  bricbi 

Das  was  Yittjcht  D3ch  dinem  willen  geton; 

Danimb  woltest  es  uod«r8tDn; 

Uud  och,  Aas  gezieret  wflrd  min  krön. 

SAlt  ich  dich  denn  omb  zitlich  gOt  fani  loa? 
1530  Ich  fril  lieber  dir  haften  an, 

Denn  das  mir  würd  ain  Uidtger  man, 

Als  ich  menig  fnimm  frowen  siech  bän, 

Die  sich  mit  großer  arbait  mQßent  beg&n. 

Und  werdent  selten  wol  gemüt, 
1&3&  Wie  wo]  ny  habont  or  und  gut. 

Also  tnOcht  es  mir  cch  wol  ergon, 

Welt  ich  dich  umb  zitlich  gilt  fam  Ion. 

Ich  lernen  nu  an  frömder  Kit  schaden, 

Das  ich  dich  billich  8ol  lieb  haben. 
t&tO  0  lieber  berr,  ich  wig  dich  nit  als  ring. 

Das  ich  für  dich  nem  irdcschi  ding, 

Wann  dn  gibst  biinmelschen  mtlt; 

Der  libertriffct  alles  gut 

Es  hat  menger  großes  gUt 
l&4d  üad  waist  mUz  umb  disea  riehen  mQt, 

Den  du,  berr,  dinea  fränden  gist 

Dnd  umb  die  goad,  die  du  in  rerliclul. 


1(125  iMtdcn  K 

1526  Wnn  dM  K 

1(27  <i  fD  CM   undcwon   im  Simr  »w<  .ftrdtm'  vgl.  o.  S,   tj»  n>r  Sttßtf 

titkt  iürigfiu  l^xtr,  UM.   Tiuiktma-frUrt.*  j.  f.  ,titUertl<m'. 
1530  urica  dit  K 
15S3  ich]  lieh  D  han  EDICU 

I&33  annüt  (J  muQenl]  mugen  D 

l5Sf>  Wie  doch  «  L  K  Wie  li  dooh  h.  D 
I&36  och]  nvn  U 

15S7  umb)  on  U  kAii  well  vara  D 

1.^88  nu  fK 
1543  liymei*eh1ich«n  K 
1643  Bllen  irditchen  xtA\  D 
IM4  TK 
164&  wJMCt  K 
U46  Denn  E 
IU7  Und  rU  im  K 


387 


Dia  o«m  icb  t&r  all  irdesch  hab, 

WuD  die  bringt  gern  nach  tod  groß«  dag, 
1550  Und  Tersumpt  man  da  mit  dad  goadricli  ziL, 

Da  10  groß«  satekiit  ao  lit, 

lo  der  mao  amb  got  «wig  lebeo  mag  erwerben. 

Suß  fbrcht  ich,  mongiir  w«rd  [X.Vh]  flWftoUcli  sttrbtD 

Und  iemer  liden  große  pio. 
1666  Dar  umb  wil  icb  Üißig  sio, 

Das  ich  in  dire  zit  werbe  also. 

Da«  ich  eweclich  belibe  fro 

Und  das  mir  nit  bescbech  als  aioein  man, 

Der  got  nit  recht  wolt  rCiffeu  ao 
IMiO  Dnd  bicht  and  bflll  über  sio  ntod  nH  wolt  beätan. 

Er  wond,  er  hett  es  wol  gefcluffat: 

So  hett  in  der  tiefel  goatTel. 

Sio  sei  fert  ao  aio  frOmde  vart; 

Was  im  litlicher  hab  ie  ward, 
1M6  Das  mag  im  nit  gobelfea  geo  got 

Uette  er  bebalten  die  zehen  gebott, 

Die  wi)  er  ufT  erde  lebt 

Ond  sera  irider  got  strebt 

üod  alwog  sprach:  ,micb  hat  got  beraten!'  — 
I&70  Do  watents  des  tiefeU  tateo. 

Also  mOctit  mir,  U«b,  oob  beBcb«h«o; 


\it&  film  D 

1  &49  n>cti  lod   g«tn  p.   K  nach  (Ivtn  t.  U 

1550  eniijtnrich  K 

1SS3  Jedermann   urnb   K 

lfi64-1604  EKlfll  (Am$Klunt$).  a 

1 5&t  finuncr  ron  1.  K 

155i  D.  %a  »il  K 

U66  crwcibc  K 

1457  frow  U 

1U9  nil  wol  reblK 

IMO  b(«ti{ö]B  EKU 

\XÜ  r&Ktl  K  prfiMCt  EU  MX''    T^  '40>/-  '•  S.  IJM 

1563  Ml  dfi  f   K  m  fKU  b6in<l«  E 

15^  gewui  K 

1570  ä*t  t&U\  K  tiiten  K  nu  EU  vtl.  1077 

1571  U«b  inii  U 

Uaai,  DU  ntanoids  &g»U 


sa 


3S8 

I  M8V,IS7»-I597. 

Si>lt  ich  Silber  and  gold  fär  dieh  an  sehen, 

So  bett  ich  ainco  abgot 

und  war  wo)  des  Ciefels  spott 
1675  und  htttto  ainuD  bissen  wocbscl  geton, 

üod  würd  mir  och  an  dem  en<\  miasegon. 

Ich  will  tifl'  lügen  enzit, 

Die  wil  die  tür  ist  oQen  und  wit, 

Das  6y  nit  an  minen  iung^ten  tagen 
1680  Werd  vor  mir  £ü  geschlafen, 

Und  das  mir  uit  als  den  torochien  magtea  beachech. 

Die  Trotten  enzit  nie  werden  gerecb,  I 

Bis  das  die  tür  vor  in  ward  zfl  [XVf^J  gesch]&g«a. 

Deß  beüboDts  hie  us  mit  großen  ctagen 
3&8&  Dnd  ward  maD  in  da  verziliGn, 

Das  man  in  woU  treder  geben  noch  liben. 

Also  beltbent  sy  v&r  der  port 

Dnd  verlurcnt  den  ewigen  hört. 

Also  möcht  mir  och  bescheben, 
1590  Welt  ich  enzit  nit  ufT  sehen; 

Und  wenn  ich  winde  xe  himel  faren, 

So  tcrt«  mich  dc:^  ticfols  scharen. 

Das  ich  gen  himel  nit  Icem. 

Das  wSr  miner  sei  widenem. 
t&95  0  herr,  da  siech  ich  in 

Dnd  nem  kuiu  gut  für  die  minne  din. 

tJoa  9ol  suQ  wol  bas  mit  atn  ander  siu^ 

1573  kli  doch  ftlacQ  K 
1S7T  u(r  Hügvci  U 
1^79  tage  E 

1580  Wurd  K 

1581  gcscbenhc  K 

1582  gereht  K 
LÖ83  inen  K 
1585  mtn  fU 
1686  Btbua]  btitcn  K 
1S90  nit  enciitl   U 
IfiSl  tch  fK 
lh9i  micli  d'tiaf«!  mit  »insa  Mb.  K 

1595  »icch  ich  dich  inn  :  mjnn  (t)  Ar. 

1596  Ain  fK 


*a  lit  K 


cf.  Afatik.  as,  tff. 


CrittOB  sprach: 
I6OG1  Nim  war,  wie  min  sIlQes  saiteo  spil 
Dich  Ii«plich  eä  mir  zielien  wil. 

[Xri'J  Sy  sprioht: 

0  herr,  wiltn  mir  also  soß  vor  gigen. 
So  wil  icb  uff  dick  sigen. 
Icli  siech  wol,  das  din  süßes  saiteo  spil 
ISIO  Mir  uQ  erdOoet,  was  es  wil. 

O  berr,  da  tfiat  als  ain  vurend  man: 
Wenn  der  ain  gib  geni  von  aim  berren  wil  hau, 
So  erzaiget  er  alle  sin  knnst, 
Das  er  erwerbe  des  herrcn  gunst» 
161&  üod  machet  in  so  wol  gemüt, 


I  pio  IMcn  K 
IMS  dm  eüt  din  U 
m  Hk]  leb  U 

ItOI  a  PK  ibc««rinn«n  w!I  U 

IIIMe»  EKÜafD  f^i^i-it/i 

iff&  i  hil  keine  inqutl  w*t  •         in«  «lU*  min  MiUn  •. 

ISU  thut  vtrcnd  a 
Uli  dn  c*ra  tia  g.  K  K«nt  fa 

ItlS  mtiti  K 

IQli-ieOe   *)  M  <Z)      Vi'uu,  Ücb,   »-le  <W7>  dich  mtin  (min)  »jrUnipil 
So  lieblich  lü  mir  liehen  (teicheD)  wil. 
Witt  du  rnicU  sSmi  (»In»)  Tcr^^m, 
So  mäli  ich.  liBb.  aü  dir  treen. 


340 


Das  er  mit  im  tau  g«wand  uod  gut. 
tJad  wenn  die  fri^d  deon  lergät 
Cnd  «r  der  gab  denn  maagel  hat. 
So  spricht  er:  ,wm  hat  in  her  getragao? 

1620  Er  kao  mir  nau  min  gut  ah  ersageo!' 
Also  ist  mir  mit  dir  bescbehea, 
Das  mO'cht  ich  fßr  die  warhait  ieheo ; 
Wann  du  hast  mir  ooh  also  geton. 
Ich  han  dtcb  mir  aU  das  uU  ergiget  Ion, 

1625  Das  ich  icnaot  mocht  gehoo, 

Dnd  muß  na  selb  des  maogel  besten 
Und  in  die  stat  nach  brot  gon 
Und  dann  7«r3m&cht  und  mangel  hon. . 
Du  viengt  mir  doch  an  dem  hobt  an 

1630  Ood  liest  mirs  an  den  fUlien  as  gan. 


161«  Hiicot  Kl 

1617  frod  >«kIi  K 

1618  denn  fK 

1619  in]  dich  K 

1620  kan  nun  mit  min  Ka  ab  ugen  Ea 

1621  der  K 
1623  ich  irol  für  Kl 
1633  oüh  rU 
IQii  icnctati  Ka 

163<;  fU  b«Mon  &]  hon   E  hOn   K 

163S  maogel]  aibait  K 
mSd  mir  oä  dm  U  glii   E 

B  («■  tfiMÄr  /ft,  W,-V,  ^v.  St.  J9'  j.  m.  .MiuA/rat*  •».  ßtrkUiputgem'  tuS.ji.  T)' 
fktsHi     Min  «Ann  itrlchcn  \h.X  in  dir, 

Ü*x  du  mio  Ucp  mÄH  neigen  mir. 
Ca^       Din  iCrichun   bat  mich   dorciu  bracht, 
Du  ich  vfr  [fich  vtll  in  vnmachi. 
BMS  /.  att.  .Min  tli»»  g{i;cn  all  du  iwot  (lj»7> 

du  m!n   llcp  mir  rigct  in  ir  niuot.'    (Ifift) 
,iiltn  »Ucin  gl£cn  bAi  tnicli  furtrahi  (159) 
deich  sigc  Af  dich   in  Imaht.'  (1€0) 
I  p.  94.  Wie  «r  ir  litt«lci  vnnd  «ingel. 

Oriitiu:  Ich  wil  dir  6dle(i  stio  *u«e, 

Dm  ich  dit  den  Itommer  buu«. 
Aif  £nt*.-  D«in  icytientpü   niacliri  mich  alao   tKCmcbl, 
Du  ich  Tmfall  in  oraniBcht. 


341 


US  V.  i( 


DeS  ersten  gah  ich  dir  aineo  schle^^er  gut. 

Der  gab  mir  ao  dem  Untz  hoben  mOlt, 

Den  hab  ich  durch  dineo  willen  hin  getait 

Dnd  bin  nun  zä  dem  tantz  nit  berait. 
1636  Darab  bugchah  mir  vast  wb, 

Dnd  sprach,  ich  tat  «3  DJetner  me. 

Dar  nach  kempt  aber  mit  diner  (XV!^)  gigen  gAt 

Cod  macbtest  mich  9o  wo)  g«mfii, 

Da«  i«h  dir  gab  d«n  maat«!  g4t. 
1640  Da  mit  Boltest  och  geoag  hau  gehaben, 

Ho  kau  ich  dir  näntz  vertiagen. 

Dar  nach  kempt  aber  mit  diner  sQl^ti  gigeo 

Cnd  woltost  dcD  wultlichen  rok  uit  an  mir  lideo 

Dnd  zugt  mir  in  ab  mit  gewalt. 
X646  Do  ichruwent  uff  mich  iung  und  alt, 
^H^  Cad  ward  vor  der  weit  ze  spot, 

^^^^K       Und  spracheDt:  ,si  tflt,  als  si  got 
^^^^M      Diu  xebsD  welle  ab  bisieo'. 
^^Hp       Also  loa  ich  mir  als  das  verwissen, 
^^^^6&0  Das  ich  mit  dir.  minem  Heb,  an  fieh; 
^^  Wann  nach  diner  minn  ist  mir  gäch. 

^^B        ***8o  diD  gig  als  sQüeclich  dönet, 
^^m        ***0  wie  bald  mir  denn  eotwicbet 
^^^  Alles  laid  and  nogemacll 

^*Ql  Am   lanftMSfAifitr  fmg  im  ij.  JaJtrlM'iJerl itrttfstrtiuilk  ntÜticAt  jfitftiid, 

tftrtl.    Wä*i.  KrttuwtkiMJt  .   .  f.  4,-14.   yid.   StiUlf.   1X64,  S.  jjj. 
^^^  UDlt  M  b.  EU 
^«84  M  E 
^^jU  tut}  lucbt  a 
>«8S  iebrK 
^<S7  ff  vtrgk  9-  S.  ^ 
1643  D.  D.  M>  kdffld  K 
lM4  b  mit  t-  *t>  • 
1M5  ■ehiAirtt  K 

1647  (pnchcDt  K  aprlchi  1  «la  ob  ai  EU 

IMS  ab  wü  brMiB  EU 
1649  du  CK 

1653  /.  »tHchc«  i  JmM  /tkU  am  /trtJmSdui  Siijtki:    »dir  ftktm  £1  Riimt  Mtf  du 
mrtfrymfi. . . .  pflbi ....  cnnUfct  im  tr/Mtf  cintm  atnient  dttätM  furtUi  f 


842 

|mSV.  i6S5-'68'l 

1666  und  was  mir  tod  der  weit  ie  gMchach! 

Ich  achten  deao  alle  diag  clain, 

So  ich  spriDg  Dach  der  gigen  rain. 

Wer  sy  ye  recht  gehöret  bat, 

Wie  bald  er  von  der  weite  lät 
1660  und  springt  an  den  rayen  gät! 

Den  hast  du  selber  in  diner  hüt 

Wer  ze  recht  an  den  rayen  wil  gon, 

Der  muß  vatter  und  möter  Ion, 

Has  und  bof,  acker  und  wisen  durch  dich  geben, 
1666  Wil  er  ains  hailigen  lebens  pflegen. 

0  herr,  mit  diner  sollen  gigen 

Uachest  du  göt  löt  gern  liden 

Alle  arbait  und  widerw&rtikait, 
1669  Die  in  von  der  weit  ist  berait 
[XVH"]  Nu  möcht  ain  mensch  wunder  hon, 

Wie  es  umb  die  gigen  si  geton. 

Die  gig  ist  göUicbe  sQßekait, 

Da  mit  got  sin  frdad  beclait, 

Das  si  der  weit  achten  klaiu 
1676  Noch  uff  Silber,  gold  und  edel  gestain. 

Si  wend  willig  armüt  hon: 

Darumb  ist  in  der  gaist  undertoo. 

0  herr,  alle,  die  dir  rolgend  n&cfa, 

Den  ist  nach  der  gigen  gäch, 
1680  Wan  si  in  gibet  fröd  und  sOßikait 

Und  TOD  in  vertribet  alles  laid. 


1655  vor  R 

1657  ich  denn  spr.   U  der]  diner  KU  vtrgL  0.  S.  qSff  tu  V.  tSoo  ff. 

1658  Wie  K 
1662  an]  in  Ufa 

1664  in  swei  Vtrit  gcleiü  [Durch]  EK  Hus  hoff  K  9^-  Mattk,  ig,  j^. 

1666  Herr  Ka 

1670  han  EU  SiluaHoniwtcJuel 

1674  weit]   frfid  K 

1G75  und  pKa, /«r  La.  E  spreehen  dit   V.   lt»S,  '7*7-  '«^'-  ""<*  S9S,  *494 
1676  han  EU 

1676  die  die  dir  U  nach  EKU 

1681   in]   ir  U         al(le>  ir  laid  Ka,  tmi  der  La.  E  ilimmtH  amk  dk   V  jjj,  ^Ss. 
Jojj,  vergi.  rurh  ijij. 


848 

[mSV.i6««-i69? 

XVII.   Hie  wit  er  sich  lißcn  küssen 

Und  sy  sin  haimüchait  Ion  wissen. 
[17.  Bäd».  Tafel   Vif] 

Cri«tns  sprach: 
Din  minn«  hit  b«zimngeD  mich, 
1^85  Das  iob  mich  Iod  küssen  dich. 

8j  spricht: 

Allen  kuinber  loa  ich  ab, 

WaDD  ich  dich,  lieb,  gckdsset  hab 

Ad  dinoD  rosönvanren  raund. 

Der  ist  der  velt  so  anktint; 
1690  Sy  haltent  sich  dar  nach  Dicht, 

Dar  unib  in  so  baimlich  Dit  beachicbt. 
[XT^Il^J    Er  muß  ain  luter  gewissni  hon. 

Wen  sich  min  Heb  wil  kii-Kteo  Ion; 

Er  badarff  nit  mc  geren  denn  sin, 
1695  WH  er  ain  rechter  gotUs  dieoer  sin; 


»88  *y  fK  t>uMca  K  r-ffino»  ßh-  du  BiU  mAi  tm^af^n  \}) 

I«Hl>eaactii  K 

inS>lK2  EKCfli  CAu„iM*0.  * 

1(81  lt«b)  nun  K  ' 

1189  «eil  iii»kiiiit  K 

I6W  Sitttaiiv-uumthuf  luleij  baimlicb  U 

J<84-1«8S    M  fi*ä. 

B    Ihetm    Die  nynn«  hat  {ciwungcn  mich. 
Dm  ich  micb  loue  küucn  dich. 

virf0        MrbiM   ich   dheyncn   kumbcr   ban. 

Sid  mit  myo  lieb  du  kuiws  £10. 

SMS/.  a*o/.  ,Dit  Minne  h4l  betwungcn  mich  (139) 

du  ich.  liep,  Uie  bUaen  dtcti.'   {lic)  (180) 
,k(in  kumnitt-  ich  niht  bibcn  knn,  (131) 
tweno  ich  dich  |{ekU»ri  hin.'   (ISS) 

I  /.  »7-  Wie  er  ly  tu  jm  aynunet  in  dl«  arm. 

Crului:  Mich  hat  gar  %tn  verUoKCl  nach  dir: 
Ach.  htrtiei  lieb,  no  konn)«  tu  mit. 
Dk  Stü:  All  mein  iiauren  lu   ghi-l  von  ilundcn,  (ikj 
Wen  ich  dich  ktUM  »  deynem  munde. 


sa 


Er  maß  der  weit  orlob  ban  geben« 


ImSV.i«9«.I71 


Wer  mit  im  bohes  gHistes  vril  pflegao. 

3(iD  ]i«b  vil  faaa  ato  rainei  hertt  allain 

Und  mit  oiemui  bau  gcmaio. 
1700  Mag  iomaD  bas  off  erd  geeia, 

Denn  dem,  den  im  got  selber  bat  erkom  lü  atoem 

schrin, 

Da  er  sin  aingebomeQ  sqd  8«nd«t  in 

Und  in  gebirt  in  der  »ele  sin  — 

An  aoder  groB  haimlichait, 
170&  Da  von  der  menscb  oieman  sait, 

Das  im  os  oieman  geloben  kaa; 

und  sah  in  ^n  meoscb  vor  im  etao, 

Er  hette  denocbt  kainen  globen  dran, 

Wan  es  got  im  ni«  begao- 
1710  Da  bat  got  kain  scbuld  an. 

Es  8>-eDt  ft-owen  oder  man. 

Wann  sjr  behalten  der  rftt  Docb  der  bott  nidit, 

Dar  umb  diU  betogoi  in  nit  bcschicht. 

Sy  baind  noeb  nit  alle  ding  galon, 
1716  Dar  utnb  vil  Cn'stus  nit  sO  in  gon; 

Wann  in  iorret  alles  kofmanschaft, 

Da  mit  der  mensch  aoob  ist  bebaft. 

Daa  og  maß  ril  later  sin, 

Das  da  schoweo  wü  der  sunnen  Mbio. 
1720  Et  lidet  kain  grobe  sdnd  nicbt^ 


1696  han  fK 

1700  ufT  t,äc  bM  K 

1701  dcD  gol  im  K 

1703  itrgi.  «.  V.  fjf,  rosi. 

1704  Ain  U 

1706  in  K 

1707  «o[»ln  EKU 

1709  (dt  mit  im  nie  K  tf.   tf^ 


1712  e«l»i  K 
17U  bU  K 
1715  lä  ia  nit  K 

17 19  Ml  K 

1720  nir  EKU 


nil  EKU 


345 


HSV.  1711-1744 


Er  vil  Da  bsiliß  i^schicht. 

Wer  des  edlen  smackes  het  eDpfoadeD, 

Der  hkt  die  weit  bald  äberwundeu. 
1734r  Sy  ist  im  als  ain  tobes  mär, 
fXyjJcj  Ond  er  kennet  sy  aller  tugenden  Ifir. 

Got  siebet  in  so  frClicli  ad, 

Das  er  97  wol  mag  gelan. 

Sin  minn  i^t  so  togcnlicli, 

Sy  machet  mich  an  allen  tagenden  rieh. 
I730         Es  mOcht  aia  roeascli  wutiiler  hon, 

Wie  es  umb  diß  kuaseti  sy  getoD. 

B«  ist  in  f^aietlicbcr  wis  mund  an  mnnd 

(Größer  fröd  ward  nie  kuod) 

Und  brüst  an  brüst 
l-7a&  (Wa  ward  ie  größer  lust?), 

Es  ist  bertz  an  hertzen. 

Hundert  minnsuDßUon  od  allen  schmertzen 

lÄt  er  in  ainer  stund 

Üod  libersüßet  mir  mineo  mund, 
^140  Das  ich  niitz  mag  reden  dar  liX. 

Jch  muß  die  wil  haben  rfl 

Und  bin  als  ain  man, 

Der  von  silßekait  uit  reden  kan. 

Oöfc  tat  mir  80  vil  kunt, 


minn  die  ttl  K 
SirKoiieurrBttAsrl 


Vhi  n  k-  ly  Ml  kUcn  L   K  erkennet  E 

fräBÜich  K 

Ktbn  EKU 

MIR  B.  EU 
'ff.  (.  *.  Ä  (y 

u]  OD  U 
'  wl  mi>  nie  K 

bfiw  Ml  bnat  oKjrtfiAfr/,  aiir  motA  tu  mitifftm  K 

EU 


tugcnt  U  {^.  ft/ 


dagenlich   K 
h-n   EKU 


mA.%  haben  itl<  «11   K 


rtlw   EKU 


tM<tV.I74S-l7tT| 
1745  Da^  mir  nit  hilfet  des  menüchen  mant. 

Mir  kan  Dieman  von  got  giiiig;  sagen  ze  daak, 

W«QD  «a  ist  dem  gaist  als  ze  krar^. 

Diß  wunder  nieiDaa  genagea  kan. 

Denn  allain,  dem  es  got  began. 
1750  Wann  nioman  kan  es  le  wort«D  briogon, 

tiab  i»ch  hundert  meascheo  sinneo. 

Es  kan  nieman  dem  andreo  geben, 

Er  vordiöDe  es  deno  mit  raiaem  leban. 


XVIII.  Hi«  wil  er  ir  zQ  runen  ain  wort, 
1766        Das  ist  ir  nützer  denn  aller  zitlicher  hord. 
XVir-f]  [18.  Bild  *.   Ta/c{  JX\ 

Criatus  sprich: 
Ict  run«D  dir  ain  loges  woti, 
Das  ubeitriffet  allen  honl. 


1745  nit  vll  h.  K  hilft! .  Du  K 

1746  kan  ton  |^i  nieman  K 

1747  i«  in  d.  U 

1748  Kloben  K 

1750  Won  et  nUman  k.  t.  w.  K 

1752  knn  ie\\   a.  K 

nbS,  Es  U 

im  ii  nöcMr  Ml  K 

1756  töbea  K 


mun<l  EKU 


1766-1759     M  Ich  türdc  <IIt  ii'i  ein  vrt>t% 

Du  vUer  grejffi  des  Hlriielf  hört. 

Nyrinindl  ich   wol  tagen  kan. 

Wu  ich.  lieb,  von  dir  Ternoäen  hsn. 

QMS  p.  Mto.  .Ich  rtne  dir  ein  aucici  woit,  (121); 
du  ubertrift  de*  himcln  hotl.*  (IS2) 
.•eh,  lU  von  nieman  Mjjen  kan  (123) 
wan  (A  mi)  icb  hi«  geboerel  Un.'   (134) 
I  fi.   t6.  Wie  «t  mil  it  lehirnpIFct  rnd  aitiet  in  der  Kctie. 

Crütiu:  Ich  apruchc  au  dir  car  iusse  wort, 
Du  Tbciiiefferin  dci  himmcU  hört. 
Vit  üeü:  Ich  das  nymmant  ^»itt,>cii  kan, 

Wu  ich  gultet  by  vemünca  bau. 


347 


8y  spricht: 

Niemao  da  roo  gewissen  kan, 

Was  ich  hie  tod  dir  Teraomen  bau. 
1760  0  herr,  din  ewig;  wort  dfirchSüBet  die  sele  min, 

Waan  da  dich  selber  senkst  dar  in. 

Ich  merk  din  zfikaoRt  wol, 

Wan  si  tot  mich  aller  tagenden  toI. 

Nieman  mich  betrOben  mag, 
1766  WanD  ich  Ion  alle  ding  ab. 

Hette  ioch  ain  mensch  mir  minen  vatter  erBchlagen, 

Ich  mCcht  es  Im  alles  rertragen; 

Und  das  ist  wol  möglich 

Von  diner  haimlichen  zQpäicht, 
1770  Die  da,  herr,  in  miner  sele  hast. 

Wenn  da  aber  wider  aß  gast, 

So  wird  ich  bresthaft  als  e 

Und  wirt  mir  nach  dinem  wort  we. 

Das  mich  ron  den  creataren  dik  geschaiden  b&t 
177fi  Baide  frOg  and  och  sp&t; 
[ZK///«]  Won  wer  din  ewig  wort  wil  Terston, 

Der  mQQ  sich  ron  alten  creataren  geschaiden  hon; 

£r  mflß  durch  dich  haben  we  nnd  wol, 

Wer  dines  wortes  vil  sin  rol. 
1780  0  herr,  mich  niwet  faütt  and  iemer  mer, 

Das  ich  ron  dir  getet  ie  kaineo  ker. 


1758  Sy  ipr.  fEU 

1759  hie  rU  mu*  1769:  Sj  tprichi  EU 

1760  vtrgi.  •>■  S.  g6  tmä  S.  lao  pÜtun: 

1765  vtrgt.  e.  mu   V.  8-}6 

1766  mir  natk  ioch  K 

1767  tDAhte  im  m  KU 
1769  vergt.  ».  »«   V-  Ajj 
1771  fEU 

177S  din»  Worten  EU 
1775  od.  TK 

1777  (cbudcn  IAd  K 

1778  nä*  ogcb  durch  K 

1780  me  E 

1781  titrsi.  e.  S.  iiq  Jür' 
ITSS-lSe»  EKÜafD  (A^id^t) 


348 

MSV.i78a-i799l 

WaoD  an  dir  so  große  gnad  oad  fr&de  lit, 

Hie  and  in  der  eirigen  zit, 

Und  och  aa  diner  baiigen  minoe, 
1785  Die  den  menschen  berobet  weltlicher  sione. 

Das  er  achtet  so  klain 

Uff  Silber,  goid  and  edel  gestain. 

0  herr,  da  hast  mir  wol  so  vil  gfites  geton. 

Das  ich  dich  biUich  sol  lieb  hon- 
1790  Und  solt  ich  diner  guttat  enkUin  wissen  Ion, 

Es  möcht  an  ainem  buch  kam  geston. 

Und  hielte  ich  mich  dar  nach. 

Dir  ward  nach  mir  och  g&ch. 

Das  hista  mich  dik  innan  bracht, 
1796  Wenn  ich  es  nie  het  gedacht 

Ich  het  an  dir,  was  ich  wölt, 

Dftte  ich  nn,  das  ich  söIt; 

Dar  umb  bailJest  da  wol  das  ewig  wort, 

Wenn  da  an  dir  hast  allen  hord. 


1781  lieb«  a 

1765  dem  1  beroben  a  welllich  Rmne  i 

1787  gold  pEU 

1788  »il  fKi 

1790  wiuen]  willen  a 

1791  tat  EU 

17S2  d>[>]n«ch  EK 
1798  ocb)  K>  a 
1795  nit  U 
17B9  aUen]  ainen  K 


S49 


MSV.i»w>.|>oy| 


1800         XIX.  Hie  wil  er  ir  vor  drummen  und  sprinjfen. 
Das  sy  belib  by  Iren  sinnen. 
[XV/II*]  .[/S.  Bild  i.   Ta/.    V/r,  IX] 

'  Cristas  sprach: 
TQ  TOD  dir  Tenieo  and  botteo, 
Du  raäst  mit  mir  dea  raj'gea  tretteo. 

6i  spricbt: 
Terschwinen  wirt  mir  min  trureo, 
1805  Wiltn  mir  als«  vor  tamlturtn. 

Alwr  herr,  du  bist  wo)  &io  s«ltz«o  man, 
Das  da  mich  nit  will  reoi«D  lan, 


S0OO  K  '.  «  S.  ^f. 
IBOl  bf]  m  I 

IMS  Ci.  fptach  (dibu  ctQ  liiier  get{Kinccen  U 

18M  venwidea  K  mir  pi 

180Ö  toabiucn  Zw.]  Iiitmincti  CKUs 

1806  0  her  »btt  du  b.  K 

1807  du  fK  'eteoi  i  10(0]»  EKUa 


*nani  ■ 


Ptrg/.  ». 


ISOMSOft  M  (Z) 


B 


Wiiff  bin  minen  (wcyneti)  vsd  kcttrn, 
Wol  >ufr  (fiff),  du  oiüit  d«D  rayen  (iey«n)  Utlt«ti. 
Lieb,  wilt  dn  (wiliti]  mii  baucken  (btcben)  vnd  gystn, 
So  1*&  (IvB)  icb  «llt*  tiawten  (truii)  ligcn. 

/bnu  Ia4u  tdrbui  venlea  nid  bettMi 
wol  uff,  du  cnäsi  dsn  reyrn  tteten. 

nb^     Will   mii  den   tummcr  nchlahen   vor, 
So  Kchwcbl  myn  hcrti  in  froyd  tnbor. 

BMS  p-  tat.  ,W)Tf  via  dir  «cottn  und  K*pcic-  (US) 
wol  df,  du  tnuoti  den  kick  acte'  (146) 
.htt,  willo  mir  die  poukm  iltn.  (147) 
%h   muot  il  min  leli   ier(in.'   (148) 
I  /.  4?.  Wi«  tT  *t««t  vad  pf«i<I«t  vnd  ptuekl  «)il«in  UdD. 

CHttHi:  WAtS  vaa  dir  wcyncci  uill  K<l>c«ra, 
Wolmuff  du  null  den  icybco  tKtlFn. 
Dil  Stü:  Willi!  mit  pfciff«a  ptuckcn  vnd  »in^cn, 
S«  roull  ich  fnilich   vor  du  tfftiagfn. 


350 


MSV.t8o8-iS3> 


Die  vi\  es  mir  wür  in  den  sinne»; 

8a  mäcbfe  ich  dich  andiicbt^clicb  minnen. 

Cristai  sprach: 
1810  Da  most  dich  lißen,  wie  ich  wil. 
Ich  gflb  dir  fiOd  uld  aodacht  viL 
Du  solt  mir  wesen  underton, 
So  machta  woi  mit  mir  beston. 

8y  spricht: 

Nd  hin,  so  sig  min  kriog  ab! 
181Ö  Mir  ist  doch  hm  mit  fröd  deno  mit  clag. 

Sid  du  es  also  von  mir  vilt  hab«D, 

So  wirff"  ich  von  mir  venien  und  clagen 

Und  spring  diner  trummou  Dach. 
1819  Mir  iet  doch  nach  tnireti  lutzel  gäch. 
[XVllI']  Mir  wirt  sin  durch  das  iar  genüg. 

Es  valt  uff  mich  wol  so  mauig  uofQg: 

Deß  8ol  ich  ubor  oit  acbteo, 

Ich  8ol  DO  dinen  willen  betrachten. 

Ich  wil  mich  zä  dir  keron 
1826  In  laid  und  in  froden 

Und  der  wott  ärlob  geben, 

So  mag  ich  mit  dir  froden  pfl.egen; 

Wann  du  bist  der  rieh  kaiser  gilt. 

In  deß  bof  man  allweg  ist  wol  gemQt. 
1830  Wenn  du  nimest  die  trummen  ia  die  band, 

So  Wirt  mir  große  CrOd  bekant, 


1808  ^«n  »'!">«  K 

1809  andecblig  li«l>li>n  «nd  üineii  1 
iai5  Mit)  Mm  U  fiOdeD  U 
1811   v«>nen  a   wDJncn  K 

1819  Mir]  Min  U 

1831  wcDis  a 

18S2  lol  aber  ich  ml  K 

1834/1S25  M  f>»>-  ZMt  a 

1835  und  och  jn  K  üdden]  eren  U 

18-27  itbd  B 

1S39  m*D  i«  tlwcg  KU  alUi(  a 

18S1   mir  M>  pSs  Ka 


35 1 


Du  ich  es  vor  doa  luteD  nit  ^tar  figen, 

Wao  sj  spräcbint  bald:  ,«  wil  Ins  enlöbeo, 

8y  hat  recht  die  sinne  verloni' 
1836  und  betind  mich  fQr  ainea  tom. 

So  swebest  du  in  dem  bertzen  min. 

Da  kuoBent  sy  nit  gesebeo  in. 

und  mftebt  ich  dich  bas  begriffen, 

Das  du  mir  nit  möclititi  «ntwichen, 
ISIO  So  ir{))t  ich  mich  ao  dich  smoken 

Und  dich  an  min  herti  fniDttich  trukeD 

Cnd  fügen  io  die  sele  min. 

Da  müatiat  eweclicb  ione  sia. 


Cristus  üpraob: 

du  ist  uff  erd  unmuglicb, 
l&iS  Du  nemtst  hl«  afT  erd  die  himelrich. 
Zway  himelrich  rnngent  nit  «ol  bMtöB: 
Wer  es  ufT  erd  oiroet,  der  tnüB  es  dort  Ion, 
Du  ewig  Iiftd  bit  and  git. 
[XVfll'']  Das  aimet  meoger  io  dire  zit; 
16ji0  IJßd  m&cbt  es  im  du  zehanden  gon, 
Er  weit  es  wol  geschaflet  hon. 

Sy  spricht: 

0  berr,  so  nil  ich  das  irdesch  loo 
Dnd  wil  das  eirif;  besten 
Und  DÜmer  me  von  dir  gon, 

ISn  IM  a  gtige»  K 

18ä9  »ptechcnd  K 
18M  die)  i.  K 
16^  mich  öch  (tir  Ka 
1838  dich  QU  bu  K 
1889  cntiliStnl  Zat. 
1643  Diäsnt  K  loItiM  a 
1844  uud  du  M  a 
IM5  »a  erd]  nun  K 
1847  «d]  tj  U 
1U9  liebet  a 
1850  uodcn  a 
18S8/lgJ4  M  lÜKr  Zeik  a 


I 


3&2 


|MSV.ig^5-i8yi| 

1S66  Die  wU  ich  ainen  aattemzag  hon. 

Waoo  du  vertribest  mir  alles  ungemach, 

D%3  mir  off  erd  ie  beacliacb. 

Uud  bette  ich  iocb  gelitteo  huodort  i«r, 

Du  verschw&intest  mir  in  aioer  atund  gar, 
1860  Das  siD  niemer  me  ze  laid  »urd  gedacht 

Damit  enaigest  da  dio  macht. 

Wer  eweclicb  wuhq  und  frdd  wil  hon, 

Der  sol  sich  gentzlich  an  dich  ton; 

W&QD  da  bist  der,  der  vs  alles  tut, 
186&  Als  du  zu  dem  menschen  hast  mfit 

Du  l&st  nieman  lang  ston  in  großem  laid. 

Er  sy  denn  xü  dir  nit  barait. 


XX.  Hie  wil  er  ir  uff  setzen  ain  krön. 

Mit  der  sy  besitzen  mag  den  ewigen  Ion. 
[20.  Biid  I.  Taf.  IX\ 

[X/Ja]  Criatna  sprach: 

1870  Wann  du,  lieb,  gevailest  mir, 
So  setz  ich  oflf  die  kione  dir. 


arrgi,  e.  im   V.  JJS. 


L8S7  erd]  er  K  |[<KhJch  a 

1S89  vBiiw.  (Id  K  mi'  fKa 

L8£0  ile]  f)r  a  Wirt  Kb  gedieht  E 

1861  cnAge«  K 

18fi3  welle  K  h<(>)ii  EUa 

18t>3  sich]  in  a  dich]  m  EUa 

1865  deo>  fa 

I66&  itoD  fa 

1867  denn  nit  lü  dir  K 

18fl9  dB»  twig  leben  K 

■«70-19S1  EEUTD  (AMitchmä).  a 

1870  dasiff  (Bl.  XIX*  fiitm)  Tvirä  Ar  AbstAmittilittt  ctitJ*rfi«il  E 

äai  Bild  nuhi  aiugupart  \i) 
I97I  vtr  ufl  «m  d  E  icb  die  or.  uf  dii  K 


(Rmm  far 


1S70-I873    M  <Z) 


& 


Mttm 


Wnnn  du,   lieb,  gerdlMl  mir. 

So  leb  ich  «ufT  (afTJ  die  Kionc  dli. 

Mir  fA(u)K«l  Dil  dein  (dEn)  Krön. 

Buundet  ich  will(])  di«h  bon  (dicli  lieb  k\  [Hu  te  los]X 

Vil  wol  du,   llcjj,  geuellul  mir; 

Se  hin,  nyni  vff  die  Icnne  dir, 


858 


Sy  spricht: 


Imsv.i»?»-!»»»! 


btrr,  ich  beger  oit  dinar  krön, 

Idi  ml  dich  nelber  liaa  ze  Ion. 

Nach  diner  krön  iat  mir  oit  gicli, 
1876  0*3  ich  den  loo  ntt  hie  enpf&eh. 

Da  8olt  mir  sid  dort  hin  sparea, 

Da  ich  OD  sorg  tnug  Taren. 

Ich  fQrcht  noch  die  v«lt  ain  tail. 

Ob  mir  begctiAh  ain  anbail, 
11180  So  Word  die  krön  aiDem  andern  i«tail. 

Siech,  das  wftr  ain  grolkr  ipoM 

Vor  der  weit  nod  och  Tor  got, 

Und  stände  mir  vaüt  libe)  an. 

Und  schniwent  afl  mich  wib  und  man, 
1886  Und  tateot  mir  rit  recht, 

Und  sprächiat:  ,tüg,  wel  ain  gott«8  kaechtl 

Den  het  man  ßlr  ttineD  hailgen  mau; 

Wi«  bot  er  bo  gar  ab  gelan! 

Wer  hett  im  das  te  getn^vet, 
1890  Daa  er  sOUches  ie  het  gebrüwet? 


1S79  Bitru 

1ST8  dich]   ich  mH  iiirrttJiritttitm  d    C 
\«lb  hi«  nll  K 
1877  g«hica   K 

1806  tptccbcw  K  Khrugiot  vnd  tprlcfali»  U  vcl]  wie  K 

[1888  g«lo{9]rt  EKU 
18B9  dct  K 
1890  fU  )•  TK 

**yi>      leb  wil  Dil  dioCT  krooe, 

Id)  <ril  dich.  Ii«p,  IC  Ion«. 

BMS  /.  H».  .Swen  du,  licp.  gofcUe«  mir.  (1G&) 
•A  glUlch  diie  krAnc  dii.'  (16ß) 
,h»tM.  ich  wil  tiih«  dtne  kröne,  (167) 
leb  wU  dich  aclbcn.   liep.  le  Une.-  (16ä) 

I  f.  mm.  Wi«  «c  jrr  lioiatti  «in  guldfrw  kion. 

Oittm:  Dv  llbM  lieb,  du  bchigcal  mir: 
Nym  di*c  t.'ol<l«tie  kton  von   mit. 
Dk  StU:  Wu  Ml  mir  rin  gutdcnc  kroD«  ( 
leb  wil  dich  t«[b«t  haben  m  kmc. 
Bmi.  Ol«  Blnntud«  S««U  ^ 


SM 

I  MS  V.  1891-1 

Ad  weD  sol  man  noch  globeo  boa, 

8id  der  so  gar  het  ab  gflloc? 

Sich  empfalch  menglich  in  sin  gebet, 

Wann  er  so  haileclicb  tett 
1896  Haimlich  ncd  offembar. 

Na  nement  alle  vaoden  war, 

Wie  ettven  den  haiigen  läten  geschieht, 

Das  sie  werden  so  gar  tecicht. 
[XlXi]  Und  sOlte  die  weit  an  ainem  menseben  ston, 
1900  Man  raöcht  es  im  wol  getrüwet  hon.' 

Also  viel  weltlich  er  uff  mich, 

Salt  ich  tragen  din  krön  rieh, 

So  kante  mich  menglich 

Und  wOrde  man  mich  ban  Hlr  ain  abgot 
1905  Wäre  das  nit  des  tofels  spot? 

Nu  mOcbt  ain  mensch  wunder  boa. 

Wie  es  amb  die  krön  sy  geton. 

Siech,  das  wil  ich  dir  ain  tail  sagen. 

Wenn  ain  gfliter  mensch  got  so  vil  tQt  elagen, 
1910  Das  im  got  so  lang  alle  ding  hU  nndertogen. 

Und  mit  got  lit  also  br<^en, 

So  Terheogt  got  über  io, 

Das  er  vallet  aller  menglich  in  den  sin, 

Das  man  im  tob  ob  allen  gaistlichen  menschen  aa 
191&  Also  wirt  er  mit  der  krön  beklait. 

Das  ist  wol  ain  edel  krön 

Und  stQnd  im  bie  und  dort  gar  schon. 

Wirt  er  nu  dar  under  nit  nider  gestochen 

Und  belibe  im  och  anzerbrocben, 

1891  hin  EKU 

I89fi  Vod  netDcnt  EU 

1897  getchlchl  E  bcschicht    U 

1896  Das  die  »o  gar  werdent  i.  K  lO  fU 

1900  Ich  mihi  Em  et  wol  K 

1903  mich  denn   m.   K 

1906  Sifuatiomwechsil  hau  EU 

1909  ain  menich  so  vil  got  I,   k!.  K  got  fU 

1910  lang  haut  alk-  iling  U  vgl.  TN  1S64,  0.  S.  ijj 
1913  et  10  EKU 


855 


1920  Der  wirt  bald  dor  in&rt«r  g«DAQ, 

Wer  daltöolicb  lidet  mangeD  truk  und  8t88 

Von  dem  tiefel  und  von  den  weiten. 

Die  aber  in  tünd  trakea  und  leiten. 

Das  er  kaios  dgroli  got  wil  rechea 
192&  Noch  ab  bfl«  wörtli  herwider  sprecheo, 

Das  er  die  dolt  nit  verlier. 
[J/.T'']  Also  ertoffet  er  di«  krön  schier. 

Er  wirt  wol  der  krooe  wort. 

Der  eemliclis  lideos  tod  got  gert; 
1930  Aber  ich  flub  lideOj  wo  ich  mag, 

DDd  Wirt  mir  doch  all*  tag. 

Dar2Q  ritet  si  der  tufe)  ocb  an, 

Dur  gaistlicb  lüt  «ol  vellco  kau. 

Er  spricht:  ,dD  bist  wol  sin  ealig  mao; 
1936  Die  weit  dir  dU  an  ge«igei)   kao-, 

Dd  hast  lang  in  groüem  mangel  gelept 

Und  in  großer  armflt  gestrept. 

Lab  DU  wo),  sid  dir  e«  got  beschert; 

Du  siehost  wol,  das  dir  e>  oiemaii  wert. 
1940  Du  hast  din  kraft  durch  gob  Terzert 

Und  eiehest  wo!,  das  si  da  hin  fert. 

Du  darßl  der  miß  achtea  nicht  — 

Din  lib  $a»s  da  bin  schlicht  — 

Noch  des  mittels  danfi. 
1M6  Nu  wol.  spW  und  fr*, 


HSV  I9»o-l94s| 


gtnofi  EU 


I9S0  martrct  K 

IflSMMi  EDKUfa 

|9£2  dem  fK  ui>')  lieh   v.  K 

19SS  Die  CO  dick  Tber  K 

I9M  D«  er  K  Dm  H  D 

I9S5  dawidet  O 

1932  richun  U 

1937  |>IÖuer  K 

1938  itd  n  dir  e 
1941  Du  •i«'h(ir  D 
1943  mt  EOKU 

1943  «chltfl    K 

1944/I94&  i»  rmfT  ZtiliD 
IM-S  Üb  nnii  «ol  K 


dea]  der  K 


111  Mnem  tatd  ttfm  ff.   V.  ¥gi.  •>.  S,  40 


K«Mr«bI  EOU 
K  Md  nnn  s»!  et  d. 


U 


St* 


356 


ITiid  Hlg  onb  gtt  gesellen! 

Dich  mag  doch  niemun  verfelteD, 

Wao  du  bist  wot  als  aio  volkomeo  man, 

ikls  JD  das  ertrich  mag  geban. 
1950  Si«ch  und  iQg  umb  dich. 

Ob  ieman  sy  din  gelich! 

Du  hast  wol  so  lang  gebettet  ani  gerastet. 

Das  der  liaiüg  ^'aist  wol  billich  by  dir  rastet. 

Es  wftTo  gewesen  vor  vi!  iaren  genßg! 
19&5  Kündest  du  du  kainen  Tüg? 

Man  sol  nu  den  kinden  die  maß  und  das  mittel  geben, 
\XIX-'\  Das  äi  belib«Dt  bi  kiinschem  tebea: 

Kä  war  umb  dich  ein  uDmaglicher  rall, 

WaoD  es  gelobt  oiemao  dbemll. 
1060  Send  na  nach  güttem  win 

Und  liiß  dir  wol  bIti, 

Wann  des  bist  du  wol  wert: 

Du  tötest  iarlat  nieman  mit  dem  schirert. 

Du  begerest  ocb  iarlat  niemaos  man  Docfa  wib. 
1965  büt  08  DU  wol  dinem  arinea  lib. 

Brät  dir  ain  hQuli  oder  tway. 

Die  wil  s;  sint  ala  «ot  fail ; 

Du  wirst  denocht  nit  re  gail. 

So  komet  dir  die  kraft  wider. 


1953  wol  fOK  wwtet  D 

I9$6  toi  den  künden  mia  Die  K        du  tnu  D        mr^/.  p.  S.  tii)  jk&u  imA 

•HtHtl" 

1967  lil]  in  D 

19  W  fiUnl  E 

i960  L'nd  fios  n.  D 

I96S  <l«*  U  du  bin  ilet  D 

1963  Won  du  t  U  l«lu  rO 

19S1   Du]  Nun  U  lieh]  nun  U  Urlai  pD  ntkD  und  w.   D 

lOefi-lftfä  EDUfKa    dfr  fUlirrittr  cm  K    sfirmff  vm  hUnlJ  1966  nun  gltkluti 

nWl    I'    !97i;  ~    //liimtr,  krO/ngirm    iVrin  etc.  nkliiil  mait  at  Jrm  KUtlim 

iim  ICraiAm  und  SektMthen  »ur  Sldrimtg  at/gtätdn  tu  iatm;  vtrgi.  VttUr, 
L,  4.  Sfhiii.  in  Tä/ff  9/,  iS^:  .Sy  «all  aincr  »chw«st«f.  du  ty  oH  wHti, 
dni  ly  ie  Hn  sckofi)  ald  andi-tn  ipim  denn  der  «ofent  tnukk.    wie  ii«cli  ij 

ie   ward rtw«nn  to  tf  al«  gw  krank  wa«,    to    keft    ir    (Ue    ticch- 

nkilWtin  k&nr.'     1.  amtk  tu    I'.   ifjj  latJ  /9T9- 


»57 


1970  Die  so«  Uga  da  nider. 

Die  vU  M  dir  als  «ol  g&t, 

Alle  tag  aia  bOoli  soil,  dns  ander  br&t, 

ÜDd  sin  sultxli  mit  güteo  fiBcheo, 

Das  zimpt  wol  utT  baiiger  Itlt  tiseheo; 
197Ö  Wan  at  sftitint  alweg  das  be»t  baben. 

Das  du  ertrich  Ri(iebt  tragto. 

Dnd  ain  gilt«»  trilokli  dsrxQ 

Dod  da  mit  bald  nider  an  die  rö, 

ÜDd  git  biera  um  amciu  winlt  bianao  D&cb: 
1980  0,  so  Wirt  dir  deau  so  g&ch 

Vsniüfttfclicb  tu  redcu ! 

Und  da  mit  sich  deon  bald  nider  legen 

Und  eich  vast  wann  xä  decken 

Und  die  fUU  nit  TCir  die  teke  ätrekeo, 
1986  Daä  dich  ilnr  kaU  laA  nit  tQg  weken, 

Üis  das  die  sonn  uff  gät. 

Denodit  hast  die  metti  (jesprocbeu  dr&t,  , 


1971   ih}  Kl  D 

I»»-d08*  EDKCfa 

lOli  iti-lcD  roil  biittn  \J 

1978  vrrxi.  .Ort  A/«mf  iwr  EiKff**/  fÜM.  >■•  J  Giuitii  Vihiriair,  krg.  v.  K. 
8t*rHtr,  Süit^an  iSfi,  S,  g,  14:  ,D«  *>  nui  vor  trni  (odc  an  einem 
un>dnn  fCBMeh«  w  ivm  «A^r  kramktÜ  vtgnt ,  da  bnhlc  tnui  )r  «in«! 
■»SM  (csuOU  vüeA  rotn  convcDL' 

1971  MRici  K  litehc  EU  tft.  «.  S.  /ta 

1978  ni(>)  EDKU 

1 979  iMcli   E  gaiirru  Sn  Jfotuum  itagtli^U  BirtKm   tefJtn  jtlU  ****  im  dtr 

lmnrMkt«*h  gmmtat,  aüirifinft,    tttifl  mii  UkniM,  Mir  alt  Htibmttti g^tm 

Blätktuikl  •>.  J.       Vrrgl   Staui  m.     TtAlrr,   &kmii.   IJÜtt.  li^.  ^.  IfSg:    .Dit 

•  OmrU-itr*    i/t   tiuf   vtnkglklu    Ifirr^ne.    ilrrtn   Otmiß  «af*  dtm  FMi- 

fttuiai  mekr-  mmJ  teittrtj   Bhu  ftten  ttÜ.'      V«m    Wdit    gtuiüAl    Utr    Uhtt 

1980/1981   im  >.mr  Ztüt  D 

1»S0  dcnnfK 

1981   Denn  *.   K 

1963  d«  mit  fU 

1963  TM  bald  warm  D 

1961  nll  rEDU 

1965  nit  i~D 

1 986  du  fDK  lunn  »clii»  uff  K 

1 9ä7y  IIKU  =' Uli  nacbl  die  mctl^  ao  drra   bei  tpiMlicii   U 


358 

[X^o]  Aid  si  SD  dem  bet  sprechen. 

Msn  mag  nit  alweg  an  ahn  crütx  lochen. 
1990  Du  hast  es  manig  iar  getriben, 

Bis  das  dir  niena  kraft  ist  beliben. 

Da  solt  DU  gemach  an  Cristua  leben  gedenken, 

Das  es  dich  nit  tfige  krenken. 

Gedenk  nit  vaat  an  die  gothait, 
1995  Wann  das  tflt  den  Binnen  vast  laid. 

Da  solt  got  sinen  diener  nit  ab  breoheo, 

Aid  er  vürd  es  an  dir  rechen. 

Da  hont  och  dik  vol  sagen. 

Das  menger  e  zit  ist  begraben. 
2000  Hette  er  gelißen  sin  rasten 

und  het  den  üb  laßen  rasten 

Und  sin  andfichtig  gebett, 

Er  bet  noch  mengen  tag  gelebt. 

Da  solt  och  din  knäwen  nnd  strak  venien  los, 
2006  So  mag  dir  der  andacht  nit  engen. 

Was  andacht  mag  der  mensch  hon, 

Wenn  sin  üb  mllQ  in  noten  ston? 

Man  sol  na  gedenken  dar  an, 

So  mag  der  üb  bi  kraft  bestan.'  — 
2010  Also  wist  der  tüfel  gfit  Idt  an, 

Das  si  kainen  mangel  söUent  hau. 

Qot  Torsacht  gQt  Mt  dik  och, 


1988  bet  fK 
1993  Uli]  im  D 

1995  Dan  D  vwi]  gern  K 

1996  ■brechen  EU  {— äbrechear  j.  aber  .■.  V.  6si) 
1998  och]  doch  DK 

SOOl  HelM  er  den  K 
200:)  iDBgen  U 

5004  und  din  >t.  K  »tark  ED,  vergl.  o.  S.   tig  .vtmU' 

5005  ergoQ  D 

2006  han  EU  gehen  K 

2007  (in]  ijr  U  lib  in  nSten  vA»  K 
2009  bMto(ö;n  EDKU 

2012^2018  M  tmtr  ZtUt  D 
2012  Tcnlcht  U 


SM 


fiBv.««3.«Mo| 

Oll  si  l{g«Dt  DOCb, 

I>er  rieh  JD  anntit  ao  wol  enUialteo  bit 
2015  Baidt  frag  aoä  spit, 

Ob  er  sich  die  gitikait  Ikase  Teilen 

TJod  sieh  der  weit  tä  gesellen. 

Wann  es  ist  meDgar  gut, 

Und  ballig  in  armfit; 
2020  Stönd  im  aber  i&  er  und  gflt, 
{XX*]  StD  bailikait  heti«  bald  ain  end 

Dod  fiel«  off  die  walt  behecd. 

E$  iit  ocb  menger  in  ricbtum  gQt, 

Benem  im  aber  got  er  und  gSt, 
2026  Ale  er  dem  rechten  gotes  frdnd  t&t, 

Sin  Iiailikait  würd  <Kh  rillicbt  andergon, 

WeDn  in  got  ließ  armüt  und  maogel  hon. 

Oot  faod  noch  mangen  dienstman. 

Der  gern  der  XII  botteo  Ion  wj)lt  bao, 
2080  Weit  im  got  au  weltlich  er  and  gut  tu. 

Der  bet  bie  and  dort  hiinelricb 

Uod  w&r  doch  dea  XII  hotten  ungelicb. 

Die  mAstent  er  uud  gät  loa 

Dnd  därch  got  in  das  eilend  gen, 
203fi  Als  ocb  noch  meoger  tut, 

Der  des  Mlben  bat  mOt. 

Dem  wirt  Cristns  leben  etiras  knnt 

Dnd  wie  manig  ienerlich  stund 

Er  dflrcb  dnii  erlitten  hit, 
2040  Das  mOcht  üoaer  werden  rit; 


SOU  «Im  U  hu(i)  ED 

9016  «ru 

9030  in  K 

flOM  Baum   D  mb«t  hn  K 

90U  4n  r.  (.  Maden  DK  v/rfl.  #.  S.  irS  .f9tti  /rimmf 

MM  «Urd  |T  vwd  T.  oodi  o.  K  »eh  fU 

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S0S9  Ion  n  dem  hlmclrlch  weite   li.   K 

90M  wtUUdi  fD  MO)»  CDKU 

308S  mAucnd  D 

9098  «tefU 

KMO  <u«t  mScW  DK 


^           SßÖ                                           ^1 

^^^^^^^^^^^^^^^^                                                                             1  US  V.so4i>>f>5o            ^H 

^^^^^^^^^B         Dem  wirt  dlo  rec^t  Iron  in  htmelrioh  g«b«D,                      ^| 

^^^^^^^^^H                       wirt  sehwebea.                                                        ^M 

^^^^^^^^^M            XXi.  Hie           sy  kommen  über  ain                              ^| 

^^^^^^^^^1                    Und            nu  alle  ding  han  gematn.                  ^M 

^^^^^^^                        [21.  BÜd  ..  Taf.                                                 ■ 

^^^^^^^                                                                                                            ^1 

^^^^^H          (.X^'l  Lieb,  ich  und  du  sind  all  ain.                                             ^H 

^^^^^^B             20i6  AUus  wirt  ains  ns  uns  twain                                                   ^H 

^^^^H                                               Sy                                                             ^1 

^^^^^H                       Ich  b»o  begriffen  alles  das,                                                      ^| 

^^^^^H                     Deß  min  berti  ic  begeren  was.                                           ^| 

^^^^^1                    0  berr,  da  bist  min,  so  biu  ich  die;                               ^| 

^^^^1            aOftO  Die  trüir  aol  iemer  sUt  äio. 

^^^^^^m          3041  in]  jm  U              litmel  geben  DK 

^^^^H          S042  hah)  doch 

^^^^^^H      90ts                *o4                                                                 ^H 

^^^^^H         SCM4  tU«  iHdc  pK            l'/fiMM  />"  dai  BiU  mickt  amt/rf^arl  }J)                              ^H 

^^^^H         3046  »iani  K            «Ham  EDKU                                                                                   ^| 

^^^^H          S046  Mio                 ut  fK                                                                                                  ^1 

^^^^^^^H          3047                  den  heren  U                                                                                            ^^| 

^^^^H          9018  Dsi                                                                                                                              ^1 

^^^^^1                                      '»/i?.                                                                                                         ^1 

^^^^^H          3060  ietncr]  in  mlT  D                                                                                                      ^H 

^^^^^H          3045-9048    M  <Z)           Ich  fiche  dUh,  lieb,  in  ferwlcn  tu  mir,                                ^H 

^^^^^^^1                                                   Alt  nach  (noch)  meinet  (mjDCi)  hatten  bcftr.                    ^^| 

^^^^^^^B                                                   AU  du                                                                                        ^^M 

^^^^^^                                              So        ich         [!i[  verainL                                                 ^H 

^^^^1                                   B     /Afmt(/i    Bcgriifcn  hin  ich  gai  in  nir,                                                  ^H 

^^^^^H                                                                 Wm  min  tiegirde  wu  an  dir.     Amen.                                        ^^H 

^^^H                                                          f^Pie  Eitliprttiimc  tu  i04Jl4t  /tAä.)                                     ^H 

^^^H                                       BMS^.  33Ü.  .Funden   hin  ich  an         (187.)                                                        ^H 

^^^^1                                                          du  nAch  ii  (/.  dti  n&ch  tc)  wms  mCo  bcgn.'  (186)              ^^| 

^^^^^B                                                                  ,ich  dd,  dil  ich,  wii  iwci  ifn  tin,   (ISS)                                    ^^H 

^V                                                                 al^A  Witt  ein  tod  uiu  twcin  (190)                                         ^^| 

^                                                       1  f-   jS.             Vi'k  lie  ligcn  in  dem  btlhi-,                                                          ^^H 

CVuAm  :  Ich  bin  dein  vnnd  du  biit  mein.                                            ^^M 

Wii  woIUb  nun  ewig  btjr  «inaod«  Min.                               ^^M 

IXf  Sttt:  V.*  hat  erwi^rben  mein  gxo^  tnuhe,                                         ^^| 

pu  ich  bin  komtueo  lu  ewi)-«r  niht>                                    ^^| 

»61 

fr  ist  ksin  g«srhflpm  so  ^r  |;;eHch, 

So  die  schon,  die  miuiiecHch. 

Deß  lob  ich  dich  hdtt  and  eweclich. 

0  herr,  was  großer  gnaden  an  dir  stat, 
2065  Die  oieiaer  me  zcrgat! 

Da  hast  mich  uudor  dinen  mantel  genomeo: 

Uie  mit  ist  mir  nider  komeo, 

Was  ich  ie  han  därch  dich  liio  gelait. 

Da  h»3t  mich  du  selber  beklait 
2060  Bas,  denn  ieman  g«sagea  kao: 

Mir  sJDd  danO  die  eogel  undertan 

Dnd  dieaent  mir  widersirit. 

Die  gnad  alle  an  dir  lit. 

Das  minst  und  das  maist,  daa  ich  dörch  dich  han  getan, 
20f&  I>as  siebest  du  all«»  an 

Und  wilt  mir  antz  ungelonet  loa. 

Des  ich  ioch  selb  vergessen  hon, 

Tngent,  andacht  alder  gebett, 

Des  hist  du  mir  alles  gelooet; 
2070  1d  dem  höchst«n  trone 

Da  bin  ich  vor  dir  schone. 

0  herr,  sölt  ich  noch  nu  aio  iar  äff  erd  leben, 

So  wolt  ich  diu  ent  vol  pdogeo. 

Doch  ici  ich  mich  wol  b«nflgoii  loa 
2075  An  dem  gilt,  das  du  mir  b&st  getoo. 


SU&2  «cton  und  d.  K 

3063  lob  f  U 

S068  Ie  diiKh  dich  KU  bbt  btb  fei.  K  hau  bin  cd.  U 

S061  db  K  iw4>rto(e>  EOKU 

80ei  30S3  b»  /Dur  Ztile  D 

3064  Bod  inalM  DK  dich  je  lUR   0  t[«to(S}D    EDKU 
2066  m.t  fV 

il»7'1l(n4  EDirfl  {loB.|«a),a 
M$9  iw  hiM  an  durektir.  it  E 
3072  «»  1*0  noch  tS  crd  nun  iln  j.  I.  \J  SUtiaHaiirtvtdmi ,  vtr^l. 

!07l   :v'   Ion  1"  Jtir/AftilrieAfms  wo   E 
f07i*SU77  BDIUfa 


3ß2 


[Vis  v.io76-»too| 

Mir  ist  ToI  «ordsD  min  tail, 
[XX^]  Du  «Srist  mir  utnb  a\lcs  gnt  nit  fsil. 

0  ward  ie  kain  meosoh  als  wol  gemQt, 

So  der,  mit  ijeni  got  sölich  minoe  tut? 
2090  Wa«  großers  mocbt  dem  meaacheD  beschebeo, 

Ab  man  faj>rt  die  matator  i«heD, 

Dean  got  sieb  selb  den  menschen  gebeo 

Und  darzQ  Aas  ewig  leben? 

Won  er  selber  spricht;  ,wer  mich  ndsMt  ufl'  erden, 
20S5  Der  mag  des  todes  iiit  ersterben 

Dnd  hat  das  ewig  leben/ 

Das  nirt  uns  geben. 

Was  möcbt  got  größers  getfln, 

Denn  dem  meoBchen  geben  nnen  aQn  P 
2000  Ich  weit  in  für  ainen  maister  haben, 

Wer  hierus  kiinde  wol  sagen; 

Wann  die  sach  ist  ait  klain. 

Da  got  und  mensch  sich  üchltlat  in  ain. 
***  So  weit  ich  den  fär  ainen  haiigen  haben, 
209&  Wer  dem  wol  mochte  leben. 

Das  im  got  sioeD  tmo  ward  geben. 

Nu  mScht  ain  mensch  wunder  hon. 

Wie  es  umb  diß  sach  si  geton. 

leb  han  min  leben  laider  als  bailclioh  nit  verschUssen, 
2100  Das  mich  got  iln  baimUohe  biQ  wisaea. 


3079  So  sott  min  dim  1.  n.  1.  U  So  der  fK 

3080  gcfchchcD  K 
S08S  den}  ä,a,  KU 

3063  da  lü  wtUchenl  rni  die  priest'  di  tw[g  It^tn  K 
2084  ff.  rf.  7-^  *.  /".  fj. 
S0B5  •tcrbcn  K 

3067   Du   Wil   Ich  Im  g.   K  TM  pMI  g.   U 

306»  «an  CKU 

:»>9I   wol  k^de  K 

309-l-'.;09G  hin:  nich  ein    Uni  bmn  EU 

S098  die  K  «»^4  3098  «wdirJuli  K.  Mi  l^.  209:1,  3093. 

:M»9  haiUs  K 

StOO  *iae  hünliGh  K 


863 

iMSViioräna' 

Doch  wil  ich  ettwu  dar  ds  reden: 
Wir  sigint  deoD  mit  got  sclilecht  and  eben. 
So  mag  ia  äoser  sele  gnud 
Criatoi  oit  wol  werden  knot, 
2106  Den  als  himelBch  Iier  ist  an  schowen 
Hit  dnser  lieben  frowen. 
Die  engel  und  all  bimelacfa  schar 
[XXl']  Nement  ainer  achOni  war. 

0  herr,  sQ  dir  sUt  all  min  sin. 
2110  Hilf  mir  och  dahin, 

Ds  man  diB  alles  vor  dir  tflt 
Und  da  sitzest  in  so  richem  müt 
Amen, 


910S  wreL  :  S.  1/8  ,gnmt  dtr  tUf. 
3105  Dem  EU  heTE  i*t  vta.  icbowca  EU 

3107  *b  K 

2106  Ncmcnt  alte  noer  K  </.  /■  P«tr.  i.u 

S109  all  fK  ftiim  EU 

3111  Da*  E  Do  K 

3119  da  £]  du  U  da  du  K  »iciett  U    (nickl    liKOt,    mit     VHitr    a.  a.   O- 

S.  XI  seknitt)  w  inrichcm  K 


Anhang 


Ain'  disputieren  zwflschenl  der  minnenden*  sei 
und  unserm  hercn.' 

Unser  herr  sprach*  sU  der  minneDden*  gel:  frow  mI,  weod 
ir  disputieren  ?  Do  spracli  sy*:  owe  h«rr,^  dar  umb  wolt  ich 
all  creatur*  verlieren.  Do  sprach  unser  herre:  fron-  s«l, 
was  bin  ich  üch  ? '  Do  spracti  sy :  da  bist  mioen  ogen  ain 
A  ujgaog  '<•  und  bist  minvm  Iiertzen  ain  ingang  and  bist  miDer 
sei  ain  umbvang.*  Do  sprach  unser  herr:  frow  sei,  bin  ich 
iiw«rn  og«D  ain  Qsgang  '<>,  so  verbiit  ich  uch,  das  ir  aienaan 
an  sehint*  d«nn  mich  oder  diirch  mich.*  Frow  sei,  bin  ich 
denn  in  uwerm  hertzen  ain  ingang,  «o  verbat  {«h  üefa,   du 

10  ir  nieman  herbergind  denn  dflrcb  mich.     Froir  sei,    bin   ich 
denn  uner  sei  ain  umbvaug,  so  bin  ich  der  zirkel,   so  sind 
ir  d«r*  fuadement,'   Bo  mag  nieman  durch  lieb  noch  durch! 
laid  in  goo  denn   durch   mich,  ich  verheng  es  denn   dardi 
liwers  aller  beat    —    Uo   sprach  rinsor  h«n:   frow  sei,   iraa 

16  sint  ir  mir.     Du  sprach  sy:*"  da  bin  ich  ain  er  diner  kroit' 
nod   bin  aio  Ion  diner  arbait  und   bin  ain  end  alles  dines 
irerkea.     Do  sprach   dnscr  herr:  frov  sei,   als  wie  si&t  ir 


*  lieb  habenden  E* 

*  h«rtnn  E" 

*  So  tprichl  die  «el  U 


Do  ipricM  sy  E 
»  O   he»  E" 
'  crcRtuien   E"  U 

'  ach  ru 


'■  tUfnag  EE"U 

•  anichint  EU 

*  dx  funditneal  U 

»  Do  ipf«Ji  ijrEU 


6'  vefgl.  Sitrü  i<.  gtirllkhfr  Armut,  htg.  *.  IJeniflc  C'877)  S.  TOi  X9ff,r 
,Uiii]  <!ai  klrirn  i>t  nit  anden  danne  ein  atnbvaog  gatl»,  dat  got  die  ide  lö 
mal  umbirahet  mit  der  klaiheii  die  ti  iclber  iil,  und  lie  i&  nalc  klai  nnchet  ü 
im'  (mh  Erktänm^  vtm  yek.    i-j.   i  f.). 

8*  BMS  S.  iii:  .tjain:  an.  tflc,  «ru  pIn  ich  dir.  daa  du  »d  pfat*  be([erU 
von  tnirf      ifanrc,  du  pitt  ein  üiganc  mlarr  oui|^.  •      ,prn  icii  dconr  ein  üigane  . 
dtnet  ougen.    *o  »aliu  dlniü  ougeo  bUcten.    dai   il   imm«   mtr  Itil  gcwbco, 
widir  mich  tl.'      tiind  pi*l  «in  (ng^nc  min«»  horicn  und  pl«  «b  ambCiDG 
»*I».«     (Vit.  o.  S.  4Ji 

Ij*  Atatnu  Ji  imt^  Mlgne,  Patrol.  lat.  I.  310.  col.  6}l  S,  TIimL  ttg.  ?: 


I 


aiD>')erinin«rkron7  Do  sprach  sy:  owefaenr,  e  das  da  \XXl*] 
mich  gescbäfft.  do  wu  ich  got,  oicbt  Dieb  dem  üb  ich  oon 

20  bio:  nach  dem  aU  na  rain  g8«ta]t  in  dir  ist;  also  was  ich 
der  da  bist;*  ood"  darnach  Boltost  werden  mensch.**  Mn 
bin  ich  der  du  da  wärt,  hü  bbt  du  der  ich  da  was.  '  Do 
sprach  äDS«r  herr:  frovr  sei,  als  wie  sind  ir  aio  Ion  aller 
mioer  arbait  ?    Do  sprach  ly :  *'  ov«  harr,  '*  als   wol  als  '* 

26  das,  dos  da  ie  geUt,  6as  dftt  da  dar  umb,  das  ich  dir  ward; 
nun  bin  ich  dir  worden,  and  ist  dir  gelonet  aller  dioer 
arbait.*  Do  sprach  änser  herr:  frow  sei,  als  wie  sint  ir 
denn  ain  end  alles  mines  wertes?  Do  spradi  ly:'*  owe  herr, 
rU  wol  do  du  alle  creatur  "  dnrch   giengt,  do  fundt  du  din 

30  gelicb  oiena.  Do  nempt  da  mich*  und  saUtost  mich  fUr 
dich  und  £chowct«st"  dich  in  mir.  "  Do  scbowet  ich  miob 
in  dir.  AU  tet  oeh  ich, "  do  ich  all  creaturen  durch  gieng, 
do  Taod  ich  min'*  gelich  niena.  r>es  äberbüb  ich  mich 
nod  gieog  hitzel  fiirbaä  und  salzt  dich  für  mich  and  »cbowat 


"  ir  nk  kin  E" 
»  und}«»  E* 
>*o  ber  U 


"  —alle» 

'•  ereturen  E' 

••  kMwcM  t' 


"  mich  in  dji  EE'U 
«  ich  och  E" 
'•  din  EE'U 


CT1M:)  .Dtw  M  ipha«n  inlellteibilit,  cvlni  central»  ubique.  eireuinfrrcnri«  no*- 
qmm*.  (T«kI:)  , .  .  .  Ccntniin  dtciiui  «rtaluia.  quia  ■int  tcmpiii  coUitum  adcTnl- 
tBti  TepttutoT  DiMn^nmiB.  sie  cieantn  Unmtntiiaii  Del  eomparaUi.  punctum  v*l 
CMSirm.  ImnielKitu  itp>  Dti  circBrnfcreolia  ctidttit,  quia  ODinia  ditponcndo 
qnodam  modo  emnibui  citcumfcritiT  et  onnl«  iBfni  mn  imtnetwitateni  coni' 
pketimr.*  (Vgt.  u«b  Cny.  Af%m.  It.  Moral,  cap.  M  tuy  tO.)  D*ti  Tltd  der 
ng.  7.  dn  Akmii  tttien.  mit  «ehon  l>enifl<,  Stui«,  c.  54.  S.  SG6.  Aam.  6,  bc- 
»crfcl,  ßtntttmtmn,  Itin«rarium  c-  5,  no.  B  (opp.  onm.  t.  i,  [1801]  p-  BIO);  der 
Ten  Hhvcbl  IbiB  )«dtiUk  vor.  wtnn  tt  Itiner.  c.  6  rehnibt:  .UiiTuaio  [dirinkj 
«s  tempore  tn  ci«*lur*s  non  e»t  alti  ccntralU  vel  punctatli  T«sp<elii  itnincDsitatlf 
banibli*  actcrDa«.'  Die  ante  ditMr  Stellen  üi  BonarenlurM  Itinerarium  Über* 
•cui  Stmr  a.  a.  O.:  .Gel  tM  ab  kia  clrktlllcbet  ting,  det  riage*  mittle  pnulu 
altentbalb  iil  vnd  ün  umbimnel  niene'  (E  Bl.  98^:  Ihnlich  Bl.  103>>:  tbeoso 
E-  8L  3>t-).  DcniHe  verwciM  (cmei  auf  £ajt,  (Pfeiff.)  96.  30:  .Got  l>l  dcc  teil 
■U«  ctcatnrcn'  und  au(  S.  Tiomai.  De  vtiilatc  q.  3  a.  3.  nb).  1 1  (der  duelbil 
den  TrtrI  dei  Abo«  dem  Trittnegitiui  oucbrcibt).  Meluere»  bietet  |cut  auch 
Bikinwyer,  SrvM.  S.  116  lu  12.  -  Eine  ganc  «nderc  Anaehaoung  liegt  der 
Stelle  SiÄA.  (J''**-)  33'  IST-  lu  Gmnde:  ,Nu  «pricbi  die  praat  in  det  niinnelnich 
[niclil  im  Hohen  Lied,  landcm  EccIoiiKticui  S,  H.  Cyrnm  cadi  citcuivl  lola]. 
^K  Ich  htti  den  citkel  ol  um  Etlouden  und  ich  encli(ind  nie  le  ende  clxomen;  dei 
^1  bab  icb  mtch  gnrotflim  in  du  puacbt  dei  dtbeli,  du  ist  di  nnbegriflicbeii  der 
^M      wutcbnng  der  hetligca  drivallicbeit.' 


366 


35  mich    in   dir*     Do    schoweteet "    da    dicb    !a    mii 
dem,  als  min  g«stalt  in  dir  ist,  das,  ä&a  du  bist  und  oit 
das  ich  Dua">  bin.  —  Do  sprach  üns«r  li«rr:  frow  sei,  vas  bio^ 
ich  üchf     Do  sprach  sy:   herr,   du   bist  mir  klaio  und  ich 
dir  groß.     Do  sprach  unser  herr:  als  wie  bin  ich  uch  klain 

40  und  ir  mir  groB?     Nun   bau   ich   doch   himel**  tiDd    ertrich 
gesobaffen  [JXIf]  und  d«D  "  Togal  in  den  lüfUo, "  d^  fi^h 
in  dem  vag,  das  tior  in  dam  waÜ  aod  bin  her  ab  komao  imd 
han  tkfa  gedienet  vierlhalb  und  drißig  iar  und  hao  den  tod] 
durch  lieh  gelitten!     Als  wie   bin  ich  licb  clain  and  ir  mir; 


••  nun]d»  U 
»  hyniekich   U 


»  dcn^lie  U 


"  dem  hift  E' 


n*  JScM.  (foi*)  SS.  19  B-  .Die  Wilig««  tptMheni:  «Ik  iittch  *iai  gol  an 
den,  dar  «i  cwidlchtn  in  Kai  sini  ([ewntii.  Nicht  alio  dnt  wit  cKriclichen  m 
gol  waren  in  d«r  |[Tt>pli*it.  ilo  wir  nu  an  lein,  wir  war«n  (wlclicli«n  in  p)t 
■U  dcu  cbunst  in  drn  mriucni  Got  »ch  iich  iclber  in  und  «ach  ille  diach.  dtf 
um  WM  in  gnl  nicht  ili  itianiK^ali  alt  ou  <li  itinch  lial  an  irm  uDd«nch<Ut. 
£M.  (rfcilTcr}  890.30  0.:  ,Alliu  dinc  «tnt  (u  gtvloixta  m  d«c  iJl  aSt  nlw. 
•b«r  in  der  iwikcit  aint  ili  luodei  mite  brilbon.  DI  »tnl  *i  got  la  go<v.  Dt* 
nemct  ein  gclIchntMC.  W^re  (in  mtiitcr  dtr  alle  kuntt  in  int  hitt,  iwcnni 
ii  icgitchcr  hunat  ein  werk  gcwottile.  dennoch  Uct<  er  alle  tin«  katM  >a 
l>ctlc»i«n.  Diu  kUnitc  tioi  mdtiet  in  rtem  mtider.  AliA  hAi  diu  eratikiil  allv ' 
dinge  bilde  io  it  bcilouen,  dai  iat  go!  in  goie';  Su;  K-Urti  (Eckh.  PfetlT  U. 
469.8):  .Wiuii  du  kein  lOe  in  ifiit  komen  mec.  ti  ■wsti»  f  goi  ils&,  >b  ri 
gol  WM,  (  (i  gcachaffen  wurde*.  —  lltrin.  v.  Fnttiar.  Blume  der  Schauui^  bd 
Dtniflc,  SeuM  &it4*'  .[Die]  nynile  cteftlut  [halj  e^n  edtflrr  «ctin  to  gott  ili 
alle  cieatur  In  it  xlber'.  —  Edtk.  (Pfeiffer)  .'itfO,  6  ff.:  Alleine  der  geiit  an  dcMJ 
bilde  hnb«  ein  fwikeh  tn  *icb,  nochdsnne  iit  ti  ein  thi  B^^'ui''^''  *i  *>b  wßm- 
bdl  ■  .  .  IMi  Ul  der  |[aial  an  ine  aclbt.  S6  iit  dn  {wie  bilde  ein  asdert,  w«i 
du  in  goi  wswlicb'.  Vergl.  auclt  M/sl.  AuiUe.  d.  VitcntnieT  ZfdA  18,  73.  86  ff. 
Stmi,  Büchlein  ilcr  Wahrheit,  3.  eap  (B  Bl.  IM'' ff.;  in  Denidet  Scmcatiicab« 
S.  hXIY-  .Sy  [dl«  creunrtn]  sind  da  (in  got]  getin  ali  in  irem  ewigen  txetnpliir. . 
Et  [das  ncuiplar^  i»l  *m\  ewiges  wcieii  in  der  ncmunge  all  t*  Mch  in  gematn- 
nincUchtr  viie  der  crtature  gii  tt  «rvolga.  Und  merk,  du  alle  ereiltitai 
ewcclich  In  got  tiiid  got  und  balnd  da  cnliaincn  grontlichcn  uodcncbald  gebebt 
denn  all  gtiprocben  iit.  Sjr  find  dai  tetb  leben.  weiHi  und  rcnntiigefl  all  rene 
ijr  tu  gDI  lind  und  lind  dai  letb  aln  und  nit  minder.  Aber  nach  dem  uMCUag«, 
da  si  ir  aigeit  weien  ntmcnt.  da  bat  «in  tegclichs  lin  lundei  Wesen  lu  e*" 
ictiaidcnlicb  toll  >lacr  aigncn  foime,  tlle  in  DaKlrlicti  waca  gibL  Wann  fovm 
gibt  wcten,  betunderl  vxA  gelchatden  bald«  «on  dem  gOtltclKn  vreieo  iwdj 
vou  alicD  aodtcn.'  —  cf.  S.  Thaittat^  Summa  c.  Gent.  4,  C.  13  in  fioe:  .Op«ttC^ 
i(itiu  ^uod  omnia  quae  aunt  Eada  a  De«,  ptaecx»lil«rini  in  Veriw  Dci  ante^oam 


367 


^ 
N 


N 


46  groß?  Do  sprach  sj  :  o«re  heir,  ttla  vol  ala,  das"  du  la 
geUi,  du  hettist  iln  noch  hacdert  staat  tasent  Btaat  me  wol 
gttcn  und  vermugeu;  do'*  tct  icli  &lg,  daa  ich  rormochU 
Do  sprach  änser  berr:  ir  baiod  mich  überrfitt.  —  Wer  be- 
ttat anti  an  dai  end,  der  wlrt  behalteo. 


**  «k  wel  «b  das  dl  du  E*U 


>»  dajnntl  d«  U 


■lat  etian  te  propci«  aaion.  Quod  ai»t«m  nt  in  aUc|uo,  «i  in  co  per  niadnin 
nn  in  quo  ett  el  tUHi  pci  proprtnn  BoduiD  .  . .  EU«  igiiut  tateUltenda«  luai 
in  Vobo  Dci  praenililtMc  tcciinda«  f"*™  V«rbi  iilit».  EM  uiMin  modus 
VbM  ipciai  quod  ilt  unum.  tinplM,  Immalerialf  «i  noo  wUun  «Ivoit  icd  eflni 
tBb,  qyum  «M  touNi  MM.  Oportet  igltur  quod  rrt  factM  ■  Deo  prarcxitltfrlnl 
la  Veft»  Dm  ab  acitrao  inuattcrialitcT  tl  abaiiaa  imini  comptHidoot  n  quod 
Bibll  atiad  In  cn  »Int  quam  iptum  VettioiB  qtwd  ot  rlia';  «gl.  dai.  t.  1  c.  38i 
Iwmrt  Samma  Tbeul.  I,  q.,  44.  3.  c:  .Opottct  dicer*  quod  tn  äMn*  upianria 
(tat  ntKutei  omrihun  fcnm,  ijaaa  ribtimu  idcat.  id  c*i  forinu  cxemplatei  la 
mtal«  diTina  nitlenit«.  (Joac  qnideoi  Kcei  maltipUcentar  («nadum  »ip«ctuin 
m1  res,  tunen  non  suM  mlitn  aliud  •  diTioa  ciicnlis  ptoul  eim  »iniilinido  a 
JiiMlii  pttfcjptri  potcct  divertimode.  Sic  Igttur  ipt«  Den«  t*r  primutn  titmplar 
aaaJlBi';  I  diM,  3$.  q>  l,  >.  3,  ad  8t  ,  ,  .  ,  *unl  enhn  in  eo  ticui  Btülidau  in 
atlifioe  ptt  taaa  aimilittidlnef ;  //m;«  «  S.  Victore,  De  taaam.  chtiit.  fidci  L  I, 
p.  S.  c.  15-  lOiDoia  in  Dvo  ab  aetem«  craM  piiiitttuam  in  t«ai«tip*i9  cxiilercnr; 
rgl.  anch  AHtrtus,  D«  idh.  U<o  c.  9.  —  Die  Auffattnns  {eht  auf  den  hl. 
j^ftutiM  iwllsk,  der  trad.  I,  IST.  In  S.  Joan.  Cvang.  <.  I,  |a  GrkllninK  de* 
atten  L«aan'  .«^uod  factum  ett  in  ipto  vita  eraf  ichtalbt  •  .Quid  ett  Imc  I  Facta 
cal  Urra,  »cd  ipaa  rena  iiua«  (acta  tat  non  m  Tita;  et!  atitam  in  ipta  Saptcntia 
tpirilaIHn  lalio  quaedam,  quJ  tcna  lada  (*l  tiaec  vils  nt  ....  Fa>>«t  facil  ar< 
can.  Primo  in  an«  babn  aicam:  ti  cnira  in  ailc  atcam  Don  liabctct,  uadc  lUam 
(abrieanilo  ptobncl  f  ^v^J  afca  itc  ett  in  aite,  ut  Don  ipaa  atc«  til,  qua«  ridetut 
oculia.  In  ane  intitibililct  cat,  in  opctt  vtiibllitct  c»i.  Eccc  facta  tat  in  opeic, 
UBDaqnid  detlitil  ta*c  in  *ne?  ...  Area  in  nperc  non  CH  *ila  ,  arca  in  arl«  vita 
c*l;  quia  lirii  anima  aiüfioi»,  ubi  tum  itu  onnia  antcquani  profenuilttt.  Sic 
•((o  .  ■  .  qaia  Sapientia  Dd  per  quam  (acta  »unl  omnia,  iccundum  arten  conlinet 
oiB&ia  aotequain  fabricci  omnia,  hinc  quac  liunc  pci  ipwm  artttn,  tion  Continus 
*iia  sunt,  (cd  qiudqiiid  (aclum  est,  lita  in  illo  est'  ;  elc:  e(.  S.  August-  de  Trini- 
IMC  L  A.  c.  tl;  Confess.  1.  1,  c  6.  Ich  mache  noch  auf  die  aahlreichen  Ver> 
wcüe  bei  DcniS«.  Seute.  385',  517*.  u.  618'  uifmetkiaTa.  wo  icbon  «inlje  der 
hin  liticrtan  Siellm  anecmCTkl  lind,  endlich  auf  Bitilmejer,  Seuie,  5.  18S  au  9. 
Sl**  S.  B^tMtrtntmra,  opuic.  X.  Vilft  mjttica  c.  26,  no.  S4>.  (upp-  omn.  L  8. 
[1898]  p.  SM.)^  .Fedt  ipac  (Deus)  te  prim«  tceunctuni  se  ei  faeltia  est  IpM 
poalea  tectuKlaia  le.  Fedi  ipie  re  primo  ad  inagincm  ei  timillludincm  suam  et 
facltta  tai  ipw  pMictiui  homo  ad  similitudinem  tuam'. 

2j*  Bhmt  dir  ü-twisy  bei  Preger,  G,  d.  d.  Mytt.  %  434;  .Oet  Ktb  m«iatüi 
ftagl,    was  die  icl  In  p>n  «erc,   ec  den  sie  (oi  macht  t     Et  antwart :  ti«  was  «b 


868 


wncn  in  EOltn  wcMlicbtit  and  ein  Itechi  in  »cinn  vmuiflikejt  and  ein  won  in 
(rin«T  renUntnu'ti.  Wu  ist  iber  goit  in  der  »II«,  du  lic  gott  {cinaclicl  hatt 
Et  iat  ein  wcmd  in  it  wnlichkeil  .  .  .  und  alln  du  die  tele  wu  in  folt  ec  sie 
{Ott  ^»ctiur,  «tchcnt,  dai  itt  nu  ^t  in  d«t  Min'. 

27*  S.  TAiriMi,  Ue  pottMii  ä  18  »A  A:  .Pcobuur  botno  ose  ftnb  cmrtf 
tatuw:  cf.  Summa  c.  Ocot.  8,  3$  in  fine;  S.  TIiMil.  ;{.  2.  n-  64,  *.  t.  u.  o. 
S.  BfHoiMiUtira.  Soliloq.  c.  I.  no.  7.  (opp.  on.n.  l  8.  p.  33);  ,Vldc  tun  anims 
Biea,  .  .  .  ciuchI  Creator  tuu*,  rcx  luu*.  tpumu«  et  unicui  louni  iD*chLn«iD  moD- 
iliiJnD  »A  luum  ordinavii  minittcrium':  c(.  S.  Bomt.  Apolog.  piup.  c.  10  no.  13 
(lom.  8.  309);  Breviloc).  9,  c,  4  <ioin.  S.  i)t>.  eic  ^^»  a  .f.  Vkttrt,  De  »a- 
crammti«  ctiriniante  5dei  1.  |.,  p.  3.,  c.  |.,  Mignr,  l**rra1og.  1«.  i.  175  col.  205 
.Si  ergo  ctui«  mundi  homo  «st,  ^oi«  proplei  hamiaem  f*cti»  m,  et  cauu  ho- 
minii  DeiM  e*l,  qnia  |»ropie>  D«ain  factu«  ttt  homo.  .  .  .  quaii  eadem  cauu 
videbtlor  quod  factui  c*l  hotoo  propicr  Deum  «c  quod  ptoput  honiacni  mnndDi 
ficlui  ar:  cf.  drnelU.  De  Area  üoi  mon\\  I.  4,  c.  3  (Hleiw  176.  c.  66T). 

30  *  £fi.«<Tr'/{i]   iITeiffer}  41ä,  tj:    ,Da  <gal)  hJrtl  dir  nil  g1tcfa«rs  (emacbct 
dmne  den  menichen  nieh  der  rite';    cf  Ib.  394.  10;    S.  DtrnK  Caot.  Setm.  71. 

Sä*  f'ftM.  (Jon.)  14,  I&-    .D*,T  um  »ol  dl  mI  «iwehcn  ir  dttvaliigci  bilde 
in  s<>t>  dni  nie  aut  enquam,  alui  enihoiien  allra  dinicrfi'. 


Nachträge  und  Berichtigungen*) 


S.4  Z.10C.  statt:  Zest  ßes:   Weiset  und  Zntenninn. 

S.4  mith  Z.  13  c.  fügt  M:  D«  in  Monce  An«,  vctöffenllichtc 
nedicl)t  findet  sich  aucti,  zum  Teil  mit  besHein  I-esatten,  itn  Kodex 
der  Basier  llmverutltsbibltitihek  A.  IX,  2  (Handhncli  des  Prediger- 
mOncbs  Stephan  irmy  f  148S)  auf  den  beiden  uniem  Rändem  des 
Bl.  180.  Die  Anordnung  weicht  von  dctjenigen  im  Anzeiger  «b, 
indem  sidi  ituenl  (Bl.  iSc)  3\\e  Stroplien  tler  Nonne  unniillelbai 
folgen,  dann  (Bi-  iSo")  ebenKo  diejenigen,  die  Chiixtus  *prtchi,  also, 
wenn  wir  die  Strophenrolge  tm  Anz.  als  Maßstab  nehmen:  1,  4,  6,  8, 
ro,  12.  n.  1.  j.  s,  7.  g,  M,  13,  Die  zwei  letzten  Strophen  dcsAni. 
Tehlcn  hier.  Dann  und  wann  tind  die  Verse  iimsicllt.  17  Vene  des 
Gcdithics  Icilt  O.  Btnt.  Die  His.  der  Offentl.  Bib!.'  der  Universitai 
Basel,  Ktsic  AbtiK..  Hie  dcutürhen  Hss.  I.  Bd.  Basel  tqo7,  S.  iiSr. 
mit,  ebenso  die  zwei  lawiniscUcn  Kubnkcn,  die  Bich  neben  und  unter 
den  Versen  finden;  ///c  depinsilitr  fif^ra  fratrii  pgrianlii  drucem  in 
humtrii  ftiem  Cfirislut  trahit  tum  lalena  vtl  fune  pait  se  und:  f/u 
iitpi'*g>t*"'  figni'a Chrith  fffrttiHlii  crweem  Iraktntis  fnnf  p»il te /ratrtm. 

Auf  dem  .lufieten  Rande  des  Rl.  231;"  derselben  11«.  Mehl  noch 
einmal  das  gleiche  (Gedicht,  aber  in  sehr  schlechter  Redaktion.  Ks 
scheint  aus  dem  Gedächtnis  nicdcri;csrhricbcn  su  sein.  Auch  die 
vielen  Streich ungcr),  die  wührend  de»  Schreibens  selber  gemacht 
worden,  weisen  darauf  hin.  Die  Strophen  sind  oft  stark  ver- 
stummelt, ihre  Verse  durcheinander  gewnrlen.  Zuerst  stehen  hier 
alle  Strophen  Christi,  dann  alle  Str.  der  Nonne.  Die  Strophen  des 
Am.  folgen  sich  in  der  Ordnung:  1,  3.  5,  13,  7,  q.  3,  4,  6.  8,  14 
Das    Übrige    fehlt.     Nach  9  folgen  3,    oach  14  folgen  6  Verse,    die 


*)  !tia  ätm    Dnidt  dtt  tvrä^rm/»i    Wtriui  wuritt  tcäa»  im  Navemiir  IQ06 

lAmti,  tnu  Ar  grtfjft  ZtM  dir  jVadUrätt  irkUrm  umt  tmiuhiiätgtii  mag. 
Daai,  Dl«  afuMD^f  Srdc  Sl 


870 


Heuit)    Gedichl  gehören.     Biiu  teilt  i.  a.  O.  S.  133  9  Vers«  des 

(jedicht««  mit. 

S.4  Z.  31  fi,  na(A  S^cixauna,'  füge  M:  (S.  366f.) 

S.^  tu  2.J  /ige  iei:  Aus  dem  Kodex  der  UniversitStsbibliotheic 
Basel  A.V,  113.  Hl.  19\  FIs.  des  Itaüler  DominikanerkliKters  ge- 
schrieben von  Fr.  Jakob  Ryser  O.  F.  1441  (die  Randglossen  aind 
rretlich  von  änderet  Hand),  teilt  Ci.  Binz,  a.  a.  O.  S.  183  eine  Rand- 
eintragung  von  18  Veiszcilcn  mit,  die  folgenden  Versen  der  MS 
cnttprcthen:  1684—1687,1801 — iSuj,  1605  —  1608,  1870—1873.3047, 
3048.  Ks  sind  f)ic  erster  Vif^rwüer  der  AbscIiniUc  XVII,  XK.  XVI. 
XX  XXL  (vom  letzten  Viericiter  Ichlen  die  iwci  ersten  V.)  Ich 
zitiere  die  Stellen  unter  dem  Text  mit  der  Siglc  B. 

S.^  Z.  tS  tt.  sfatl:  mit  Bleistift  lies:  mit  der  Feder. 

S.6  tur  BischrekbuHg  ätr  Ht.  E:  Bihlmeyer,  Heinrich  Seuses 
deutsche  Schriften  (s.  o.  Literaturverieichnis:  Sense- Denifle,  An- 
merkung),  gibt  daselbst  S.  5*C  unter  der  Sigle  K  eine  knapp  ge- 
haltene Beschreibung  der  Rinsicdlerhs.  jto  (==  K).  Die  Datierung 
der  Hs.,  worin  Ilihlmeycr  mit  mir  Rcgcn  Denitlc  (s.  o..S.  ti)  Uber- 
einslimtnt,  ist  hier  noch  n&bcr  bcj^rilndcl ;  ebenso  iu  6.*  Vermutung, 
daß  die  Hs.  vom  ,1'alriziergeschtcciit  der  KhinRer  dorthin  (ins  Domini- 
VanerinncnkloMcr  St.  l'clcr  /u  Kon^ian/]  geschenkt  wurde",  hier  zur 
OcwiBhcit  erhüben.  Etwas  ungenau  drückt  sich  B.  aus,  wenn  er 
a.  a.  O.  dir  nUe  betreffenden  Hss.  {F,  D  K  U  nach  unserer  Bereich- 
nung)  von  .einem  Gedichte  von  Christus  und  der  minnenden  Seele' 
spricht:  vul.  o.  S.  3ff.;  ferner  wenn  er  »agi:  ,dte  H».  stammt  laut 
altem  Eintrag  Bl.  .4'  aus  dem  Doininikanerinnenkloster  Sl.  Peter  su 
Kemtani\  Den  <>cnaucn  Wutllaui  der  beiden  Hinttlgc,  auf  der 
Vorderseite  des  Pcrgamentblaitcs  (=  Bl.  i,')  und  am  Rand  von  Bl  U», 
s.  o.  S.  7  u.  8:  das  Wort  .Konstanz'  fehlt  an  der  tveiten  Stelle,  an 
der  ersten  muß  es  erschlossen   werden. 

S.  <f  Z.3  u.  tiait:  Maier  üet:  Meier. 

S,  toZ.lt  M.  Zu  den  der  Familie  F-hinger-Kappel  gehörigen 
Bticherit  Im  audi  die  Hi^iotienbibel  343'  der  Siadtbiblioihek  St.  Gallen 
zu  zahlen,  s.  o.  S.  238. 

S.i3Anm.t.  Statt  auf  Denifle  ist  jetzt  natürlich  für  Scuse 
hier  und  arrdciw&iis  auf  Biblnicycr  zu  verweisen. 

S.ij  Z.i  0.  suui:  CXCVlIi-  lUu  CXCVMI»-. 

S.  /J  Z.SO  u:  Wie  das  .Palemoüler'  des  Priesters  Arnold 
(WdllcnhniTScIierer.  Oenkm.  Nr.  XI.Ill),  so  bringt  auch  der  Traktat 
der  Hs.  E  Bl.  CC1V<-  CCV<-  die  sieben  Bitten  des  f.  N.  zu  den  »eben 
Gaben  des  hl.  Geistes  in  Beziehung;   doch  kann  von  einer  direkten 


. 


371 


Abblngigkeii  dn  l'nktuts  vom  Gedichte  keine  Rede  »ein.  —  N'och 
weniger  FtlhlunK  hat  das  gleich  auf  das  P.  N.  folgend«  Gedicht  eben- 
demselben: ,V'on  der  äicbcnz-^hl'  {».  a.  O  Nr.  X1.1V)  mit  dem  ,lA>b 
der  Siebeniahl*.  da»  K  ebenfniU  unmittelbar  an  den  Traktat  rar» 
f.  N.  leihl. 

S.jj  Z.JI  u.  itaff:  zu  jederieit  fies:  zÜ  yederiit. 

5. 14  Z.  2  9.  natfi:  HaiHJschriften  fügt  M:  1.  S.  82.  84. 

S.  14  Z.  Jl  m.  tbttl:  meniwrhe  litt :  mcnKh?. 

5-/5  £".     I*ider  war  der  eiste  Holten  meiner  Arbdc  «lion  »b- 
geiogen,    als  rnir  die    Beschieibuiig  der    Hs.   E"    (Kinstedlerbs.    752) 

in    O.  Simont;    Überlieferung dei    Traktates    .Schwester 

Kauci'  (Uis!k  Halle  1906.  S.  31fr.  tiniei  derSigle  ß)  lu  Gnicht  kam. 
Stinoni  Beschreibung  iit  etwa*  auiinihTlicher  aU  die  hier  gebotene, 
die.  wegen  der  gAtitigem  Bedeutung  der  Hi.  Rlr  die  vorliegende 
Vetöffenilichung.  auf  da»  NotwcndigMe  tieschrdokl  wuide,  immerhin 
die  cntgcnannCc  in  einigen  Punkten  ergänzt. 

S.  1$  Z.  1^  e.  Die  Nithari,  Neithart  zu  Konitani  waren 
ein  btlrgerliche«  Geschlecht.  FUi  das  Jahr  1482  itt  ein  Goldschinid 
Hans  Nytbari  von  Koauanc  ab  MUnztneister  in  Kadoifzcll,  fUt  das 
Jahr  1469  ein  Heinricli  Nithart  J.  U.  Dr.  als  Uoaiherr  von  Kon- 
siani  bezeugt  usw.,  ZfGO  18,19:  37,10,  Besondern  Ansehens  er- 
freute sich  das  Geschlecht  der  Neithart  in  Ulm,  wo  sie  fast  wahrend 
des  ganzen  15.  Jhds.  die  WOchsien  geistlichen  und  weltlichen  Würden 
bekladeien.  und  besonders  Dr.  Matthäus  Neithart  am  Anfang  des 
16.  Jbdt.  den  größten  EinAuB  ausübte,  Z(GO  27,  211  ff.  In  welchen 
Beziehungen  die  Ulmer-N.  lu  den  Konttanzcr-N.  standen,  ist  mir 
nicht  bekannt. 

A.  ts  ^-  4  "■  Der  Presbyter  Johannes  Sattler  ist  jedesfallt 
identisch  mit  dem  gleichnamigen  lehret  der  getstlichco  Rechte,  der 
in  K.  ftlr  Jahr   14S4  bexeugt  wird.   e.  /IGO  >8,  19. 

S.  f^  Z.j^'.  c.  Auch  Cod.  Mspi.  II  der  Leopold -Sophten- 
biblioihek  zu  Ubetlingen  (Kegel  der  Dominikanerinnen)  gehOne  dieser 
Anna  Mumpiai;  vgl.  da^lbst  fol.  i:  d%  Hch  tit anntn  muHprauUtn 
S<t  /rumen  i'itd  ertawun  ionraltttt  munfrauNen  (Müht  tochlier  an  latid 
fauh  gaufH.  Die  Hs.  ist  mit  einet  Urkunde  v.  J.  1464  eingebunden, 
die  ebenfalls  auf  dieses  Kons  tan  lergeschtecht   Bezug  hat, 

A\  ri}  Z.  4  ».  itaa:  bei  den  übrigen  Titelversen  die  Regel  tits: 
bei  den  Titeln  der  Abschnitte  11.  VI.  XI  der  Fall. 

JS.»  Z.t^  0.  itaU:  Anm.  3  tm\   Anm,  1. 

S.ai  Z.J  u.  UnU:  (W  fehlt)  //«.■  (W"  fchh). 


372 


S.  2j  Anm.  Nach  freund lirlier  Mitteilung  von  r>r.  H.  Wtber. 
Oberbililiolhekar  der  Kanton  ab  ibliothek  Zfliicb,  ist  die  ebener  wdhnie, 
.nicht  naher  bezeichnete'  Hs.  der  Zllrcher  Kantonsbibliothek,  die 
Vetter  in  Kdrschners  DNL,  ii,  ;8ff,  teilweise  veröffcnt lichte,  ein 
und  dieselbe  Us.  (C  2%),  aus  der  Bachmann  und  Singer  a.K. (X 
das  Garue  abgedniclct  haben. 

S.  2j  Z.  12  II.  slr(uhe:  480  und  in  Ar  /(Agenden  ZeiU:  61  j,  6», 

S.sS  Z.^J.  stall:    so    mart?r    (ftlr  ivtartertr   oder  martrtr)  ^qv, 
marttr  (ftlr  daiiscibe)  1910,  Ulra^n    184  ~  litt:  so  marttr  (=  wim-  1 
ttrer  oder  martrtr)  4(>i,   iqto,    martfr   (IQr  dasKllw]   491.   iWri^p— -I* 
184,   naher  732. 

S.30  Z.  12  ».  ttrtukt:  1457. 

5.J0  Z.S  u.  s/aff:  1989  /tfs:  19871. 

S.ji  Z.  £j  a.  nath:  V.  /kgf  eitt:  87. 

S.sa  Z.  t  o.  ttall:  gül  :  lül  ö«:  gUI  :  tut. 

S.46Z.S  u.:  Die  hanüBchrilllichc  Übcrticfening  der  (ureprüirv 
liehen)  knappen  Fassung    mit  je  bloli  4  /teilen  (Ur    den  Abschnitt 
jetzt  durch  die  Basler  Hs.  dargei&n.     (S.  o.  S.  370  Nachtrag  zu  S — 

2.70 

^■$3  Anm.      M-t     Recht    lehnt    Bihlmeyer    a.  a.  O.   B.  1 
Wackern-igels  Yeimiilung  (Geschichte  d.  d    Lil.  I*  429)  ah,  Seu 
habe  die  Gesurächsfurni  vielleicht  dem  Lucidariui  entlehnt. 

S.60  Z.  6  0.   sfaU:    Diese    UnCersuchung,    C  4  xu  V.  485   M. 
Rinstedicriia.  483  S.  490. 

.S".  6/  SU   y.JSQlT-  (rgättte   uoth:  ü.  Ansclmi  opera    (ed.  I^- 
Oabriel  Ocibcron,    Paria  1675)  p.  375:   Ubi   tu    vis  et  tibi  tu   es,  il^  ' 
paradiius  est  et  esse   teeum   hoc  est  esse  in  paradiso  ....  illi  ver^ 
Mint  iti  patadiso.  vere  imnl  in  regnis  qai  tecuoi  sunt  fide  et  dilectione. 

Z  6s  ^-  6  *>.  ttafl:  die  weit  lüs:  si. 

S.  J4  for  V.S42  füge  ein:  Ms  831  f.:  Ich  gib  dir  hält  laid 
mom  frfid;  Da  mit  verdierieBi  min  besehnd:  S.  Joh.  Chrjrsostomus 
Hom.  8  in  Mallh.  (ßrcvierlektion  der  3.  Nokluin  an  der  Oktav  der 
Unschuldigen  Kinder):  ,Mi«ertcors  Deus  moesiis  rebus  quaedam  etiam 
iucunda  peftni-icuii.  Quod  rerte  in  sanrtis  omnibus  facii,  quo« 
neque  itibiilaiiones  ncque  iucunditatcs  sinit  habere  continuas,  sed 
tum  de  ndverxiK  tum  ex  prosperis  iustorum  viiam  quasi  admirabiK 
varietäte  tontexil,' 

S.  7Ö  zu  y.  g66  ff.  Eine  von  beiden  hier  erwähnten  verschiedene 
Auflassung  tritt  uns  entgegen  in  der  Engelberg.  Hb.  339  Bl.  56»: 
X>^^\  ist  da«  du  dinen  lip  henkest  an  da«  rrüce  der  ruwe 
(=  riuwe),  so  Udigc&t  du  din  sele  von  dem  ewigen  tode.' 


\ 


878 


S.S6  /.. 


Bihltneycr 


I 


o.:  neben  Weinhold  ist  jcUt  auch 
Seu&e,  S.  435  i*x  4  t-tx  verweüen. 

^-  Sd    '/..  II  0.     Engvcrwaridt    mil  jenem  NürnbcrgcrbÜd  ist    die 

iScIiuiimaniclBchaft'    in    der   Vorlialle    des    tiintL-rn   Seiteneinganges 

nehts  am  Münster  mi  t)  hcilingcn.     Oben    in    den   Wolken    erhebe 

Colt  Vater  zilincnd  in  beiden  Händen    je    drei  Pfeile,   um    iie  nach 

unten  zu  schleudern.     Unter    ihm    in    der    Mitte    steht   Maria,   ihren 

Sohn    auf    den    Armen.     Rechts   von   ihr  kniet  tm    Schutte   ihres 

Uintcb,  den  twci  Rngct  hnllrn,  der  KIcru.i,  linkn  die  l.aicnwell.    Die 

Fleile   det    gütllichen    Gercehtigkctt    ergiellcn    sicli    aiiT   die    beiden 

Grufijcn,  werden  aber,  sobald  sie  den  Bereich  dt»  Mantels  erreichen, 

JtLnickt.      Rincn  dciscibcn   hat  das  Jesuskind  eben  ^nifgcfangcn   und 

bemtlhl  sich,  ihn  ^u  brechen     Uas  Datum  des  Hildes  ist  nicht  mehr 

Icsbir;   doch  stammt  es  aus  viel  spaterer  Zeit. 

S.  joi  Z,  i  p.  trgäitse  nfftk:  Kin»iedl.  Hs.  sSj  S.  456,  460  11.  0. 

S.  JOS  SU  V.  30s6  vgl.  Bihliiieycr  S.  $7*. 

S.  J16  Anm.  2.     Tauler  bat  seinen  VorKdnKer    in   S.  GrcRor. 

™-  Hon.  3.    in    evangelia    (Brevietlcktion    d.    3.  Nokt.    am    10.  Juli): 

•Qtii  Chrnii  soror  et  frater  «st  ctedendo,  mater  efficitur  praedicando. 

Qua«  cnim  pnrit  Dominum,  (jucni  cordi  atidieniis  infudcrii:  et  niater 

cius  praedicando  efäcitur,  si  |ier  eius  vucem  amur   Dumini  in   pioximi 

tnie  generaiur'  —  Was  die  Geburt  des  .Wortes'  in  der  Seele  be- 

rkt,  daslilhrt  der  18.  Abschnitt  unseres  Gedichte«  (V.i 754—1 7<)g)aus. 

S.lij  IM  , gel Ajcen heil'  i'£!,  Bihinncycr,  a.  a.  O.  S.  15Q  zu   10. 

S.  iiS  iu  igoies  t'iiunt*   vgl.    BihJmej'er,  a.a.O.  S.  99*  Anm.  3; 
^  lu   10. 

S.  ttg  Z.jff.  Die  My&liker  reden  auch  von  einem  .insprec^af 
^^«  Sinnlichkeil  (Bihltneyet  a.  a.  O.  S.  501.  $)  und  des  Teufels 
(^^ wifidbcrg.  H».  339  Bl.  55);  lU  ,amridtn'  vgl,  .einreJtif  in  Bihlmeyer» 
^^  '^Kglossar. 

S.J22    2.2   y.   trgänse:       Kinc    andere    Kngelbergerhä.     (155) 

^■■-ingi    Bl.    161»    die    jiwöII  Rate    unter    dem    Titel:    .Dis  sint  die 

''^^'«if  riie  des  heiligen  geiittes*    und   leiiei   sie   mit  den    Worten 

^**i:  .Unser  hcrrc  ih»  xps  gottc*   sun  hat  vereinet  den  iehen  gcbotten 

■■^•■elf  tfcte  lii  uolkomenheit    eines   tugcntlichcn  lebcnnes."     Folgt  die 

^^laWung,  die  mit  derjenigen   der  H».  V.  wesentlich  Übereinstimmt, 

*t>et  etwas  breiter  gebalteo  ist 

S.jjj  Z.  6  u.  hmA:  Si& /u£f  tti:  ferner  die  Engelberg.  Hb.  155 
»L  i63r. 


ira< 


874 

S.  164  Z.  21  o.    slaU:  niemer  lies:  ni(e)iner. 

S.ig4  Z.  21  u.  naeh:  Hauptsilben  yüff«  bei:  nach  mhd.  iu. 

S.  797  Z.  .0  o.  streiehe:   andacht  m.?   3005. 

S.igf  Z.  12  o.  slreiefu:    frommen  mosc.   15,   i2iy.    neutr.   186 

S.  228  Z.  10  u.  statt  253  lici  151. 

5.  23t  Anm.  Z.  i  u.  fuge  bei:  Wie  dieses  Thema  anderweitig 
variiert  wurde,  zeigen  die  o.  5.  369  Nachtrag  zu  S.  4  Z.  15  mitgeteilten 
lateinischen  Bilderskizzen  im  Handbuch  des  Stephan  Jrmy. 


Namensverzeiohnls ') 

AlleiiUH  1086 

Banaban  255 

Criitus  10  n.  ö. 

Eva  185 

Gabriel  177 

IhoBUs  (.'riat.  Haupttitd  und  1399 

saat  Paulus  1354 

Rom  1235. 

■)  Belege  bietet  nur  MS.  —  Vgl.  o.  S.  197  §  69. 


achten  v.  mil  fta.i  tf^Attif.  AkMkAic 

«56.  ll»9.  ISaS;  ».  uff  672.  Iin^  * 
U:>*,  Hi7ö;  ditia(«)  «.  (vniiifKW^w-''"*"^ 
mit  iv*..  133.  402.  671.  1G74;  -.mt^  * 
M€..  208.  68G.  1666;  ufT  1766. 

aßen  (g«affcl)   i*.   =:  effen  mm  iVWntt^B^J 

■iiitjcliorrn  «<i:    I7W.  ^^ 

•inie   to^.  nwa^   7S'i   824;    r«»    «i(  ^'"^ 

t¥rnM<  13. 
■IH  (Vn>.  iKaif  411;   1"»^  lUg--  ^Kltil. — 

m>il,  114.  •'Ar  !lüS,9S«.  l8U;al<kr 

VOSS. 
alUi  iDcnelich /r-.y>y'n-JW<tJ««  1007.  1913. 


*)  Vnraivhcndn  Glouar  wurde  nichl  all  Notbehelf  fUr  den  dei  Miltrlboch- 
ilcul*chcn  unhundigGii  Locr  «bifcfaßi,  aondrrn  at&  Bcitr^ig  lutn  hUnhigen  miitel- 
heehdi-uitrlien  Wiirlcrliueh.  Ea  v<-neiclinel  cl>cn»(>wnlil  W6ttci  unil  Wenduo);«!!, 
von  denen  t^  imcrcKtnt  ist,  itnÜ  »ic  nocli  voikoniinci).  alf  »oklve,  deren 
Auffielen  teil  Oll  tu  ilicici  7-cit  ndcr  Ubcilmupt  iti  dicten  Gcigcnilcn  voa  Bel-UK 
IM,  D.ihci  wurde  hcsiindcts  dai  phraseologische  Moment  bctoiil.  Die  A»v 
wähl  knnn  nilUrüch  imnici  nur  lubjekiiv  icin.  —  Beim  Illingen  Aller  der 
llindectiriften  und  der  Hnrin  rnthallenen  HtUcfcc  ichicn  n  latiam,  dem  Wartrenclclmii 
niclit  den  narmalrn  niTtli-thocIidculicticn  Laulilnnd  iiiEiundt  lu  Irgeri.  «oadcni 
ertreu  läcf  »ul.  UtIIi(||^«|>1iii:  iu  IoIi-cii.  —  Uif  einlachen  Zahlen  verweilen  aul 
die  Vi-r^i-  dr>  nedii'hles  MS.  Bei  dun  Belegen  aus  der  .Krmtlmi* enden  Minne* 
Im  die  Vef^cuhl  mli  Sinch  versehen,  hei  dciijeniscn  aus  dem  IHipni  Ist  du 
Zcitciiuihl   die  ?i\^\e  D   vor){e»cttt. 

Lc».  =-  MiHtlhnchdcui»che»  Wb,  v.  M.  LcxCT.  Lciptig  1872  ff. 

Id,   =   Schwciterfich»  Idiotikon   v.  Slnuh  u    Tobler,  Fnuenfeld   1891  fT. 

Mit  *  >tnd  die  Wfltlcr  und  Wotivcibindun^n  hcrvorcebolKn.  die  bei  Lexcr 
f«Uen.  -  Cenuiliciticbnungvn  und  dcrgl.,  die  «ich  nicht  in«  den  Bciugiuiuellcii 
ultol  crgelim,  und  cin];ckUmRiert. 


■nweg  jtJtrutt.  Jtitim.U   306. 

3CS,  45&  M.  .1. 
K«>4udii  IM,  317,    ISII,  «)(»,  2006. 

10». 

■Lndkkiockh  aA'.  180». 
K.«id«i  Mb.  MMN*,   aminitfaüi  Siä;  m/ 

a«.!frr(       H'tiit     (HUi      anden      fügni 

dMW-a  ICIW,   1368;   andcn.  andmi. 

■id«nt  mtcA  tiitwnl.  tritJtr  07,  JMS, 
bi^   IUI.    1347. 

Hg>)r«feD  r.  !K)I.  |0t4.  I26ti,  1&59; 
-pitxni  all.  \1*!>;  mH  äit.  649, 
I93&;  E^iffcn  173.  «40;  -^ftcn  mli 
Ar.,-  aniUHitm,    Htm   Etilem    I&30: 

4ebci)     W//    Mrytf.     m/:    Mt,    Mt^    1/     Hlbf 

^.  (II;  -kciBfn,  li'ir  ank.  «itf  aei: 
593,  'l'ito.  wol  an  (fcUil  ttn  an  {»/ 
*V  ^tnwini  Angtlegl  (im  uUrtr,  SmjuJ 
lM9i  -tileti  mm.:  «ngrrifn  (933; 
*  idiell««!  133;  -ccImw«»  ilOJ;  -Mhcn 
>I7  irmUt»  O  8.  ^trmhun  i\%,  «In 
An|>  ftii  atocn  /Aemj  «vr  j*m»itd  mm 
FoTafietfn  1471;   Mmi,  Mod.  «Imcih 

Ml  (iib«l}  a.  90  (512.  m.  1969): 

tthen  (HiV  iMv.  ffV4  nrit^f  tu  tlw, 
L  1183:  'fcchlcn  Atu*rtiJHg'>t.  anfttliUn 
^KASS.   &33;   -Kl>M«mi   <mßit<htn  123; 

^^^L«t*Mi     /nojB.     dAiivKj/»,     tinffrritkitm 

^^boiO;   -ccM«   (tcntlcMl)  «gilntulM 
^■«74- 

•»ptcn  f.  ÄMr.  Mol  4i^fftceit,  in  Sarxtn 
mm  71. 

■M«lin(cB)  V.  rnfuU  (ämmJ,  i*mt  mir 

sprechen)  1J09. 
■BTtcbtanK/.  13^7. 
atbait  r/.}  JVUMt/  &9'.  1&3S.  |6e& 
■nn  in  dem  gaiii  14,13.  tf/,  0.  .V.  //^. 
f/.J    9019.  SOn   w.   ^.   -rlhi: 
Dl    h«D  /'«AmUir«  ^,   |fi76  (vsl 

146er.). 

ucb  C/J  Anit  67&. 

■nleniuf  {:>  IknwK)  m.   IKS. 

bftinc  lt.  401. 

iMiilen    f.     friif   giHmH,    Kruiit  gtkf» 
H7,  551. 


b»l<l    aA>.  /rikk,     uAmJi,    UU  37,  94. 

S45.  »8i.  1320. 
banrr  ■.   fftuuvr  43lX 
Upu  7M.  1 149. 
bwfUß  «^.  &<(4. 

ti«Caa.  begon  v.  lich  (nil  k.  ding.  rÄA 
aigtitM,  miikm  mit  reip„  lük  unftr- 
atJktn  1533:  well  a.  ilin£ea  li.  cv« 
tUnni  yifrOfl  AdAYi,  M^  />/^« 
/^iTM  137.  158. 

b«C«r«n  i>.  aiit  ax.  445.  Itl(i4.  becficnt 
vj  In  f^^witj  d«t  niinnc  «lid  1391; 
»^  et»..-  KU.  V04S 

||j(|[innen]  r.  mh  dat^  murfrail.:  tKe*B 

^™ATr«ft>  1709.   1749. 
■«itrinen    ^.    wn/inni.   rrrrklUH    1836. 

2047. 
bthibrn    ».    (im    GtJatiUtm}    t<Mitn 

84\   1346. 
bchall<ti  r   (At  CttfU)  IttfiafAttM  (mit 

^t.}  \H.  UK  »Sl.  \&H«ii  (wiH  gtm. 

v4er  ut  dieitr    aM.  r   mcM  ■}  1712. 

briai^rn  u.    164. 

bmcnicn  f.  mimtm  834. 

tittait    Oi^.    lU    dit    Ik    ««/    i^lnJ   fOiW 

/l/rMlrnng  mktHrml  ()  "gl.  Wie»  tfr 

//.  /IW    1667  i  fn-U'/r'  163«  n.  «. 
bcttico  [>.  (ainrn    »ine«  ditig«*)  /intiutd 

ruf  ttjr.  vtrtfrgfM,   nmm   H».  K'im 

nS9.   IMS. 
b««n  I'.  uJtJagfu.  klaff m  161.  510. 

bochchcn  c.  atncm  b.  wHUrfa^xtn,  w^ 
ffM«  (Mv^w  «.  826.  917.  1093. 
I4.N].  157t.  I5S1  w.  ".;  b.  mit  ■inrm 
'MI,  mit  J.  dit  Er/iakmHg  HKtikii»  lä^l ; 
•  incRi  <OD  ».  eUU  b.  898;  »  be- 
»ehicbi  von  ft/*lgiii  1402;  hairalicb 
b.  >.  haimlich ;  dambtn  ctiK:litlicn 
379,  8ä0i  «»  g.  aineni  wiAt/aMH 
1655,  1B37. 

bcKliOd  C/.J  7-  btKhttnirtde,  E(>tlich  b. 
tbi>;i->iHHK.  A-iUdi  Güllu  ei^  m. 

beicb<itt«o  V.  foit   1Q»{. 


37S 


bcttoti,  bttttin  f.  «mf  iKr.:  4ii  trrimsm 
iiuifi  1853;  hiebt  and  baS  über  (1d 
tüail  b,  Itisltu,  lifA  uMtrsitAeii  141t, 
IMO:  alliln  an  aincm  b.  $77;  nil 
■u  bction  ivrr  /rm.  itittÄt»,  imt  (Um 
4K>i.»««^j>  940,  1153,  ISIS;  bi  kraH 
b.  Ar/  AVff//rt«  Mr/rff«  2009;  woj  bt- 
*t(q)  o^J.  (n^HÖmtitdtr)  htiUhra  IS46. 

'bciognj/.  (a.  !)  ^=  (bc)ioiietntc  Hm»' 
li,Jki^Ü.  atkti»Hii(!jxil.  tfSjJ  1713. 

banchicn  r.  uf  am  A\ttg  naeA  ila. 
tratkum  583. 

Ixträficit   I'.    »ich  a.  dingM  b.  lA0«n  /. 

verdrit^tn  lasita    1 84  ■ 

bi<by-]woncn  /'.  dit  b.  m«  Ar  *^»i  6C). 
Ai  •<(»/*•  CtmHU  (MfnifigJ  adn  981*; 
Mtb«n  853. 
bicht  (f.)  Britlut  745.   1560. 
bUr  ifl.  biern)  «w-w  l??». 

bieten  t<.  tjn  grilß  b.  806:  «*  linem 
wol   b.  jimand  gut  Aruiirlt»   1 9ft5. 

bon  (f.)  tt»ot  IVtrtlaut  nil  aJn  alnig 
bon  ab  aineni  an  da*  andcf  geben 
8S4t 

bm^n  V,  (mit  dal.)  targtm  72;  (aii. 
mit  /etg.  ob.  M»  (/(T  £rtoarlti^p,  iafij 
NmhiifU  ütm  547. 

bracht  m.  JjtnH.  üink  1343. 

btccbon  c.  überirfitH  sc.  dk  Cetait  Tit. 
736;  1)T.  (gebr.)  an  aloem  ntk  von 
jttaaml  ntwrndm  (vgl.  Ltsir  f.  j4s 
»ieb  tK  gp\e  brechen  wtnJtnf  1197. 
1966.   1279.  I38S. 

brcdi  /.  JVtdigt  875. 

brnäicn  *■.  317. 

bicilhafi    aiij.  fthUrkitfl,    tuivnükemmta 

1772. 
brinncn  f.    nach    aincm   ik»I   briiomidTr 

StluutKhl  vtrltmgtm  1386. 
bringeo  v.  kehandcti  In.    1525. 
brogen  (ptt.prau.)  Ugen  im  Sirritt  lif^n 

1911.    ly/,    /y.    l'.j/S    .bfoecf    ./; 

,/m/  «.  atifgtrtgi  ndin.  attfitgtkrt»'  \ 

1.  omA   TiV   rSA^. 
bfiiDB  w.  der  Icbrni  b.  761. 


briwcn  V.  1890, 

bokc»  p.  fr<t/u.  iüfrm,  tiitit»  509. 

byfl  n.  CWr/  35'. 

c  «mA/  au«/«-  k. 

dahaitn  eu  //stur  896. 

dank    («.}    ipülB    it    dank    1746:    i. 

lagcn  ,1.  N.    gnail. 
*(l«fik  (<i<q-.}  -ih'  Pfttfi.  Ctdamii  905. 
d*ii.  dtstt'  **-.  4B0,  980,  S&8. 
dienen    f.   amcni    atnn    djns««  (L 

fVr'M/  vrrpUt»  568. 
<n«Mtmu  w.  141.  148.  2088- 
^ili  4J)'.  390,  391,  395,  MI,  «18  u.e. 
■litm  /.  Huium^J  66. 
ilitputietcn  v,  D  2, 
driil,  getr»  «A>.  &S0.  1198.   IM7< 
dTi«e«t  i*im.  erd.   IM«, 
dull/.  GaA<U  I93e. 
dultcclicb  flift'.  gf^uiti(  I9SI,  »1»«» 

.lult«lkh  82i.  SIS  ».  ä.,  gedaltoi 

eben  615,  Bcduliig  (tdj.f)  839,  865 
dun(c)kcn  r. .«/«-/.  150.  240,  814. 11 
dUtbtuch  m.  885,  '.  ».  S.  ttj- 
durch  dinm  w«(;cn  «A>.  dtMtlwttm 
<lur«h(dur')gaii    p.  mmttr/ut  Jurelif, 

D39.3ä;  ■Jcltenii^^rA'.  495;  -BleBen 

1760. 


% 


QU. 

a 


r.  «  Mk'.,  (V>v.  l(ß,    103,    916,    978. 

979:    «./.  £i#  74.  501,   7Sa   73«; 

ßumt,  TaMm€Ht  der  nüwcB  UMldcf 

allen  c   Vt'iB. 
eben  adv.   ainem    cbm    |;Bn    fitorr   w» 

itatitH,  gut  fit&n   1 199. 
cilcl  gctiain  a.  FdeUtm  5S5, 1133. 149^ 

IS75.  1787. 
tllend  M.  Fnmü  894.  »S4:  Vträutim. 

ktil.     Trütial    869;     clleticUch    «^'. 

jtimiiurvoH  309. 
cndnnnen  r-.    =   «ottinnco   1159   w. 
eni^el  «r.  dei  c.  Jtr  le/^kn*  £m£t/  11 
cnklRtn  (>  ain  klainc)  räi  »■ni^   '7' 
cnirlcliteD  v.  in  Cmerdrmnp  Aniif  n*  «o« 

ininncn      1110;     «ilhcht    lio     1 106, 

weid«D  953. 


S79 


•Mipring^a  i>.  hirrPifmrBai   7(St. 

ntit  oA-,  rttJklKHif  \tVf.   MTl,   tM3. 

1S90  m.  ». 
irbltsid  (/■}  8<inmhtrtigkiil  74S. 
tilMinh«Ttttlail,    die   urch*  »«Ht  d«i  c 
T26.  I.  #.  5.  /3S. 

I'ndoben  p.  ih  ,  mwA''  fiohtfä.  »  2w-«. 
H'a/;  vtrstMH  1833. 
akH^COi  Md  I-.  9S7. 
trkrwiintn  f.  kntmm.  laAm  ntntfm  diS. 
crtcpn  !■.   1098- 
«loa  (IQ  liiKi  dince«  liitri^itm    ttä, 

mikl  bitten  miiUifm  $  1 . 
CTVKNB  r.  mtiArrm    (ni.  äirrlr.:    (JtM 
Ctinr  M4eA]  am  Ltötm  rrMuitt)  4fii. 
■■■tjAtu  ^.  899. 
**  Hill  Uta   *.  tUritm  IXb;    itn  loiln  c. 

«es. 
^"^  wc|(B  if,  r^f.  fw*  j"«.j  «y-.  /«M- 

^«iM  4&7. 

CRtbcD  tf.  Att  well  |;n><l  elc   untiCol 
E.  14S.  ISS.  1553. 
>nm    f.    (:li^icn|    titltdmU^em,  tvr- 

gab«  ^^  di«  «bcD  g.  dcS  baUicm   gsiM 

7«. 

(ich,  (icti  4uji'.  g.  «nden,  *liiMir^/w, 

1469.    nach  »incm  iliac  659.    1161, 

1165  if.  .'.,    Dir  I3«5.  aUwni  wird  g. 

le  mii  grr.  1960   <m>/    f^rr    ifr/Ar«. 

vrrlaitjitit  mfA  rn». 

(■a(«)  »J/.üifTmtiHg,  ü/fic  4CM.   I9R8. 

(üitlicli  «1^'.  g.  e  pül/.,   mjiiluhf  Ekt 

30(    f>.  d.  .?.  MJ    m   Cittmtaa    tur 

wdllichcn  c  74,  780:  g.  lül.  mcntchen 

/rtmim*   InUf  9ii.    1109.    1914.    Or- 

^tmitmft  (0  1180.    1?83  {.-t-g-  *elf- 

iKk    Idi    1396):    c    li'o'^    ''''   <""'*' 

jmMmdt  gtiltf.   LtUm^    iUKih     1371  ; 

g.  l«b«D   1181:  S.  iina«Mj/r;.  /«Am 

gtritkltttr  Simt  lOUi    g.    wi«  Kiüligf 

Amgattmof    173^     l-'iV.   wcltlicti    ftfli 

■ad]  HB  847,  lOm  17»^.  «(■  476ji 
C.  fc«J  1073  (Ar-  «eia>ch  Ii6d  978). 


fa|g«  i*.  GJent  0*  hitfrftrftt*rem  Sr 
JI/imiahirea;>St  //i-kttinäu  wnir.AVnu') 
»99.  lOOl. 

gaa,  KO"  >''  "Icli  bn>l  g.  Arf/c/M  17193. 
I39&.  1409.  16i7:  slnetn  idundcn 
g,  /frt.:  iJkai  tutrigtmi»mmin  KW; 
HMftrt. :  f«/  ivw  itatttm  gtkm  935, 
IUI 

gBTMa  f.  gkiMO  uimI  gamn  1 109,  vgl. 
r.V  ii^jt  girrm  und  girm  w.  /rf. 
//,  J99  «I  (Arrt  und  glrcl;  <iwi  drr 
GtiMklaa^  ickt'mt  für  Ji/tt  Faiiumg 

tM  i/vtiAfH,  «titim  ^iglmA^r  ätr 
Ohfrtiialimmiutg  aSkr  Htt.  iit  im 
Text  du  gi«0ca  (gnwn)  und  gancn 
fettgtlMÜfm  Bvn/M.  i^ncn  (cmn) 
itffiidU  ßftMgiMgtn  mai^rm  (>)  vgl, 
U.  ».  a.  O.  Amm. ;  gtcaeo  iwi/  ffrntm 
Mtmdt  mmiig  ittMfn  Id.   U,  jfo. 

gSM«  m>/.  407,   t  lOi. 

Crbnin  <<t.)  ./!fJ/fmi«f  1091. 

celicn  :•.  umh  auMn  /ib'  jutamtl  ntras 
ÜMh,  uei  kesum  lantH  14«.  &S3, 
«50.   151«. 

gebcm  V.  ifttgrii,  i.  •>.  gcburl. 

{•bfUI.  gebteH  CmJ  209.  911.  1113. 
t.  *.  S.   */J. 

gebrcciMii  f.  s.  t.  btcchL-n, 

(gcburl  dM  gotct  tUBri  In  dct  t^le^  «m 
V.   179,    1031.    1703    /.  6.  S.  iisf- 

gcdank  (m,)  CnitiiJU.   Sinn   1311. 

gvdin^  a,    Vfrlrag,  BiSngums   1414> 

gcdlchcD    I'.    >Kr-:«<n    1104. 

gen«« wllrti kalt  (/.)  Crgtm»ari  81  !• 
gehaben    V.    ■ich  g.  j«-^  t-tKihmti   6T ; 

M«h  wol  g.  1H)0:  s^nUg  hau  gehaben 

1640. 
gelwir«    .".    (»»i/   .Af/.)    ht^m    1020: 

iiDcni  i;.   gcQ   1565. 
CflJißeii.  g«Un.  g«1on  i'.  uin  iai/ta  173. 

Kugeitin  I.    1341,  %•  I*"  s*i»'"i,  dtr 

Wrü  rtf.  atgaUrhfH  läm    876:    lieh 

aa  aiiKn  g.  /kA  mif  jemimJ  vtrhutm 

•(,%!.  936  (fr/,  w.  lin). 
[(cllKQheil)    s*>    r.    518,    «76,    1445. 

17W  ».  *.  S.  in- 


380 


gelicb    gelUn    i',     -  sich    geliehen    sich 

beätil  madun  (Ux.  I,  814)?  318- 
geliden  v.  ertragftt   1063. 
geligen  v.   uodaii  g.  unttrliegen   1284. 
gell    Fragen.:    wai   gilt's?   =   mahrlick 

(vi;l.  IJ.  II,  376)  44,  59.  640. 
gemach  adv.  gemächlkh,    biquem    1992- 
gemach  {»,)  Ruke,  BtqMiiilühieil  77. 
gemahel  (/.)  g.  Crisli  TiM;  vgl.  0.  S.JS- 
gemain  adv,  ^^  algemeinc  ?  n59. 
gem»m  (/.)  GemanitAa/t  442,   1699. 
gemain  adj.  g.  lin   (mit  dai.)   iommuiti- 
mrt    cum    440:    ain   ding  g.  han  gc- 
miinsain  hesUatn  2044. 
genilitrn  v.  begehren,  verlaitgen  891. 
genesen  v.  vam  Verderben  crretuf  werden 

•Ibl,  276. 
genieDe  m.  NtUatn,    Vorteil  124&. 
genielten  k    sich  g.  {niil  geit.)  siei  einer 

Person  elf.  tr/rtuen  861. 
genoß  m.  marler  g.   1920. 
gerech  adj.  bereit,  gerüstet  16B2 
gerecht  adj.  bereit,  ^ur  Hattd  67. 
geren  v.  mit  gen.  =  begeren  {s.  d.)  1694, 

1929. 
gertlchen  v.  sich  g.  (mit  gen.)  627. 
gesagen  l'.  sagen,    seMlJtrn    362,   1748. 

2060. 
geschaden  v.  I33A> 

geschaffen    v.    ausriikten,    arbeiten    {er- 
werben)    785;     anordnen,     einriehien 
(schaffen?)   1561,   1851. 
gcschaidenhait  (/}  858  '■  o.  S.  114. 
genchehen  v.  s.  0.  beschehen. 
geschieht    (/.)    hailig   g.   vias   heilig   ist 
433.     1721;    unrecht    g.    füren   etn'a! 
CniithUs  im  Seliilde  ßihren,  tun  753, 
1150;    an  ain  frömde  g.   faren  Ben;- 
jferksekichl  (=  schiht)!    556.  737. 
geschöpfl)  (h.)  Geseköpf  2051. 
gesellschafi  (f.)  424. 
gesicht  (n.)  Sehvermögen  580- 
gespeehl  (m.)  {cauierit,  Geplauder)  11. 
gespons  (/.)  Braut  34'. 
gesprechen  v.  auispreehtn   1844. 


geiloti  V.  au  a.  buch  g.  im  eimm  Bm^ 

Phls  haben   1791. 
getrülich  adu.  getreu,    wohlmeinoid  307. 
gelrüwcn  v.  trauen,  glauben  1476- 
getön  V.  ndnti  hie  lU  g-   I2S. 
gefähen  v.   1157,   130&. 
gewenken    v.   intr.    von   linem  £-  Sfi7- 
gewissen  v.  wissen  S50,   1758. 
gewissni  (/■)  Gewiuen    IG92. 
gewon  oi^'.  geatifknt  823. 
geiaigen  v.    1233. 

getemen  v.  aähmem   572,   604  (I),  W- 
gienen  j.  0.  garren- 
gittig  adJ.  haiiüihiig   1131- 
giitikait/  HahsuJH  1137,  2016- 
glüt  r/;  214,  747- 
gnaJ  (7J  .g.  «een  204,  326  (=-  ^ 
»gen    1003,     1047.    1050);    t^- 
Gnade  Gottes, 
gnadenlrank  n.  1061,  1064,  1064. 
gnadrich    adj.    reith    an    GnaJm   lOU 

1154.  1550. 
gnot  (>  gen6te)  ado.  unabiäisig,  e^ 

U08. 
goch  m.  Tor,  Narr   1067. 
goltes  dienEt  m.  9. 
goltes  (gotes)  diener  1695,  -fniod  iOtt. 
vgl.   132,   1546,  1673,  -geiindefAi» 
Ject.)    1270.      -minoer    421,    -W* 
1119,  1189,    1331,    1886  (vgi-'-^ 
118). 
giaineD.  gtcnnen,  grinen  v,  synu».  wi** 
das  GesUhi  verurren  59,  80(1'^'- ^■ 
/,  logb  giannen,   108b  grioeD;  H,  "' 
14»  granne",  14$  gfiiien). 
grat  m.   Gro^i,  Stufe  1472;  den  böcW* 
g.   fUten  du  hörhiie  Wurde  beldeOa' 
1464. 
gnind  (m.)  s<.  der  lele  2103  s.  o.  S.  iil 
grundlos  adj.  unergriindlieh  742. 
grüß  (m.)  806  in  uiertr.  Sitm   s.  ».  i 

guttat  (j.  oder  pl.  ?)  gute    Tai,  g.  Wer 
137.  158,  1370,  1790. 


881 


hibm.  hM.  Imii  V.  uff  khiein  nin  ifiitg 
h.  tm/  jrmaml  ttw.  getem,  iAii  h^vä- 
mW/W«  42':  Mtcn  (ina  >n  «inen  b. 
ifgem  XM;  «ich  h.  an  tir*  haltm  am 
U74. 
badUb.  hulcclich  oA-.  <'•%  I6M, 
MM. 

ilibiir  17:^  dir  ribcn  h.  Sala-amn^/  li^ 
Uimca  bA-.  iu  /Uiir  397. 
hkiinlick  ui(f.    211.  1417.  17Stf  m-traul. 

(utimlich  «lAr.  Btnem  H.   I><«clt(4i<n  rmfi 
vtriraHUn   fstpuigi  ^rwiiiJiei  anrJ/n 

m\. 

haimlidiail  (/J  UtMmitu  SlOU. 
la«.iKlil<tK  (/.}    GtJktiiimü     16113.    HM. 

*W«iB  aJ/.  Aincm  h.  «n  nach   imh-SatHig 
nrhir^fii  i^tA  244. 

»w  12J7. 
har  («.)  nn  bfi*  tm,    iht   ,tfUJet  Iftmr' 
[■^  JlUreitm  im  «tn*    l^iat^rtt,  Aren 
tt'urtelir  Jurti  dta  AltgmiMj  dringt» 

(«94. 
iebcn    V.  rtf,    Utk    rrAei^n,    trgimi/i 

33,  && 
krlficn  I-.  MiH  dl».  »■•/  lOr.  i,  <i.  S.  i6j, 

AltAMg    I. 

üeinich  «//.  4uJ^i-kA  an. 

belle  /  IfM  57fl.  5»ä.  747.  750,  1 13«. 

brUc«  f.  (hllO  /i-Ainr«,  /^.i/Jtrja    19. 
iKUcfiiD/.   ^Mi/  Ar   /AA  61*.   66»' 

Wbeh  Ajr.  h    Nr  739 

hetiJ  C-'J  »"'<!  CT- 

*hcm«li:i    (cbicQcn    v.  »in   voit  h.  nr^ 

KtX'un  38. 
h(rwiJ«r   cptechcn   r.    «In    wonli    19^ 

*hin  Ugcn  t>.  vfftr»,  vrfggthtn  1633. 
2068. 

liinnan  in».  tvM  Adimm«  1475:  •>  biodcD 
2dS,  ll«4,  1171.  13G7;  lirnnm  nlch 
1979;  i^A   BüdMtyrr.  Stuu.   CUuar. 


hin   uhliffVn    !'.  h    liße«  /.tkren.   khh 

gfAm  tut^  ?  198. 
hofd.  hott  m.  SAMt  14»}.  lag«.  1755. 

Fallt  1799. 
hoiacn  »,  haihtH,  üUrk.  arMtfm  1115. 
h«M(«)  (/.}  IStt  410. 
hungric  «k^.  380. 
banti  (m.)  I9Rfi,   1971 
bot  **.  kiutr.  in  •fUsein  yoir  887. 
builcnccM  «<,   /fjMtItHfthl   1:247. 
liDI  /    »(M  <lrt  \\iA  halMin  KlfiXtr  taim 

879. 
hdit  A*-.  Jm.//  eSl.  17S0.  iOS3. 

iar  uaid  laß,    inanic,    tn't  iatatn  TaJtrtM 

1(16 
iarUi  «A.  A  fmw  Aumt  ifri  yaArti, 

^1  yait  üM-  l»fiS,  |9<4,  >!r/.  o.  JL 

i«beQ  ■>.  »t7.    S»9.   »18.    1094.    1906, 

13»9.   14^1   ".  0- 
i*rnt'rlicb.    lomrig  j.//.  ymwNwrivJ/ 8||, 

I24U,    r^fil,  M3/1. 
lan*  ->  imrr    131»,    tnunt     IGtjj    «A-. 

irren,    ierrm,    irtrn    v.    ttjrtti,    kMini 

6-.  tili.  \Un.   1716. 
insonK  ra.    füi^anff    l>  £,   9 
in-kriincn  V.  itMMMt-livfA«,  -^MMiwSäfi; 

■tcbcnkm     899.    -Iragen    tmirirngtii, 

eiittragof    6|3i    -liehen,    ilcn  bogtn, 

t^muttm   XKH- 
Innan  bnni^n  :'.  grmthr  KtiMa  lauem, 

kt^^n  Itkrtn  («0,   1378,    1794. 
Innan   weiden  v.  kenntH  krirn».  erfahren 

114.  ms.  I«ä- 
ioDC  tragen  i:  üt  tkk   iragm.   ^siiun 

187,  1064. 
iniprcchcn  rxAif.  ü^.  n.  tiu  EmifrtihtH, 

Eiiffti^  207  v^'l.  tf.  .?.  /*S. 
ioflufl  ui.  FJafliß,  timuiirtmg  3U  t>;/. 

*•.  Ä    r/*. 
loch    inA'.    1396,    2067;    wie...    loch 

449,     IIOÖ^    ob    i.  im.    «tri   Ad«. 

yuwrftt'   hab  I.  N.  d^.  WS,  1279. 

17^1.  1858. 


sm 


inIcKh  aJ/.  1541.   IMS,  18V2. 

iüdncti  aJ/.  iSi. 

lungc    läge    ytigtmifxfit    Iti'  ,    473;    »n 

inlni-ti    iiini^lcn   I,   •tu   mtiiurH    Ijt^ni- 
am  EitJt  549- 

luiur   ui.  (v^H  Gtll)  18SS;  if/.  «.  S, 

loa. 
kinlnuß,     kanlnuil    f/,^    Emiickt,    £r- 

it/tHtiii  U5,  K'J».  lies. 
haitpUl«  r/J  ■>i/><'£f4/  I09S. 
kei  m.  aintn  k.  lüo  v^  litM  a^iitdtm 

Mm  1781,  Vjl  K.  &  z/^. 
kcttccn  f.  t^UiiM,  lütAtiftm  459- 
kilfht/.  AVitA/  60&.  896,  899.  904- 
clagCD,    k]ag(n)en     i:     fram.     btkiagtm 

898,  103S:    »b    niatm    c.    ütk    tit*r 

jtm*H<i  i.  803. 
claecn  iw^/.  K^^,   »4)1  Al^f  ttitirtaihl, 

■Jümmtr   103. 
clain  iii^.  imiti  ^it:  >/m  ^i^.  Zm^  /, 

te>i4j   mH'i.   IblG. 
claine  eJv.  ainvn  cl.  i|u»(n  ifÜr/icA  400 
claintUg    lA^.    cl.     niaclKn  Itrgtitfigf»^ 

£08    (dAf/nti    eUin    :J7'),    »gl.  *.  S. 

107. 
bouwcn  mbil  mf.  2004- 
knfmfliiicltari    «.    piitigtt    A'rämirmnta 

611.  ITKi.  f.?/.  <•.  S.  69. 
Itcank    oi^.    itAMUJUkä    I3'>   ic    k.  (nr- 

gniüfimii    1747. 

cicalut  (t.)  Iftlfi,  ("iTI,  17T7  n.  ^ 
krtnkan  v.  n^mli'A«,  i/t  Kr^l  tttaiAim 

lOüS,   1993. 
kririt  m.    iViJtrifrmh,  Znitk  1814. 
kritgvn  fK^i/.  m/.  Jim  ÜritgtH  119. 

kdcKCU   :-.   saatin,  idJtnt  6$,  Si.  l'UA- 

criti  M.  lij'. 

ciiilcnhaU  f.    Ul]S. 

kunkd,  kunlil«/  A'mnJv/  TTJ,  8.>4. 

käntch  ^'^.  .->  kiuichc   ISGI.  1957. 

kunil  (/.)  ÜfiiAki/ükA-il  lli!3. 

kUrli  if^/.    <n   kllflicn    ttirn   m  '•vmi^tm 

Jakrm  GS7. 
kUriiwlt  (/)  inacb<rn    444,  t!«ben  1503. 


Utitea  t>.  »irig  bsttm  702. 

Iai(l«n  p.  PtrlMm,  virk^t  mtakm  48(1. 

Un.  Ion,  lißr*.  lAfMn  c.  i^gt.  a.  geliUrn) 

ISI,  19:(,  1119,  Bio  (line  an  sidhi  I. 
/timmii ttv. am^imutUtn  I44fi;>lckaa 
■in  ilini:  loo  li'A  an  rnv.  Mngtm  (va 
ttirttt  ianni?)  SI5;  «ch  an  ainco  L 
jH'A  Olli  jtmaitJ  ;^üstm  9^.  IdOl. 
iSeS;  Mf  a.  ding  »46:  vdon  sin  a. 
dlni^  iUrrAeien  uin  9t;  \.  mit  ft. 
fratt.  >.  :  S.  Mbt.  j,  k. 
Ilr  adi.  U/T,  mU^fm.  2jtfi  u.  »..  an  l»4: 

lecbcD  V.  (oir)Mk«tMJtfem  1989. 
UnUDMI  V.  UlAmrm  ^69.  .Wl,  fl03.  CS6. 

«8«. 
lid<ii  f.    «in   dinc  an   lincm   1.   lOtJi. 

■Ich  \.  lidi  mA  CHiuU  KJti>*tm    4»! 

{i>r.  /,  /900;  ty/.  Ä-Wr«*««/  to.4, 

»o,  j;  S*,  »*;  SMmtytr,  CUttgr  m 

Stutt  u.  d.) 
tigen  v.  an  ivrtmmüm  itin  mit,  aiMHgm. 

krmmtnv^m  1104.  lÄ&l.  1783,   iOGS: 

umb  SfvamJtmi  Aaiem,  tieA  »rrAalOM 

1162. 
Iliukaii  (/.J  AtgSit  lOfiS. 
Imclich  aub.  Ritig  IISI. 
lostn  1*.  L   wai  ich  m{  AdTf«,  om/tiarktm 

a»/  17.  SSB.  7S3.  »M. 
luft  M.   n«S.'t 
lag«  /.  Lugt  933. 
'lugcntich  «^>  lü^itTTiti!^  *l3i. 
lulcr  d.{f.  JUv«'*-   1718- 
lältcl  «A.,   1469,   ISI9.  U  34 

■nl^  rW.>  183, 

nialnen   v.  mit   itüiMn    m,    38l:    ttitt- 

lidkti^m  ili.  tviergnt,  /krdurm  1479; 

«ich  nin  dlUB  u).  "•*■  f-r  n^k  ^trrit 

kiUf  V0|. 
mangeTlajr  0^.  35,  lia   '>33. 
man^laii  v.   JJiu^il  biJn   l33l. 


383 


mir  m.  am  tobe«  m.   ,/atuhvaiia'   193, 

1724.  vgl.  0.  S.   107. 
miß  m.  du  muß  und  d»  mittel    19äfi, 

ty/.  e.  S.   11^, 
metii/.  Mtlit  92,  22?,  2G9,  375  ».  ö.; 

Akerlr.   tlinkrode  m.  90. 
inctliiit  /.  MtiUnuU  330,  258.  1043. 
miiHleT  iv«!^.  s»  min  460,  9J3;    minst 

at^trl.  S064- 
iniiiD(e)cKch  ,n^'.  54',  310. 
mitmeband    />.     Litbesfiiul    HSRi    -für 

(lut)  n,LUietftMr  1062.  1063,  1257 

(I380i  1411);    -»tril  (/./)  Utbitp/til 

1316;  -trank  ».   1059. 
minDCnde  mI  7iV^/.-  D  I ;  vgl.  o   S.  iiq. 
'mitinstlnfiue  (n.)  IJebtsmifser  1737. 
miDrich  adj.  lütrtkA  1423. 
mittel  K.  Hi^smifttl  1944;    i. /trittr  e 

miß. 
milten  nacht  76,  miltcrDBcht  30t. 
mittler  m.    Vtrinitllrr  131. 
mon  (m.)  :>  mlne  578- 
mord  ichryen  iib«t  1272. 
■nom  nA.  morgen  831- 
iDÜd  ^'.  n!rMi/,  ungHitkUck   1J52. 
iniil  «.  45. 
intllich  adj.  ti.  adv,  bctckTotrlifA,  mAhev^U 

521,  524,  679  v.  ö. 
mUt  haben  wiVf/«.2036;  lU  584,  1865 

nmk  j.    VerlangtH   Iragm;    ainen   in 

den  m.   h.  y.  im    Sifuie  katen     1192. 

■nUlwillclich  aihi.  drr  töiiH  Ntigun^  fcl- 

gtMd  736 
mtlyung  (/.)  Atükt,  Btickaitrile  25. 

nach-gan  v.  nochfolgeit  892;  tnke  ^ekn, 
ivthiMH  838;  -loffen  1456;  -schlaheo 
tKuKa-ten  202,  -volgen  315,  658, 
1678. 

nahe  adj.  turt  732 

nächst,  da«,  doi  HöehtU,  dU  VaUkamm/t- 
ktit  164,  168.  vgl.  a.  S  iig. 

nacht  mal  (n.)  Ittsiri  Aifadmahl  des 
litrrH  319. 

nakel  adj.  779,  nakent   864,  915. 


nalaj /.  nalürl.  NeiguH^,     Tritt    1264; 

EigtntümlUhknt  828 ;  weltlich  n.  662. 
nidnan  adv.  unten  341. 
nieoamA/.  »ff-^,-Wj903,  971.  D30,  33; 

durcha-3  tackt   ]99l,  Diecan  794. 
not  (/.)  not  haben  von   Not,  Drangsal 

erdwldtn    wtgtn    299;    von   not   531, 

von  nölen  385  netwtniUgtrweise. 
notlQtfi    /     U6/rutinlrrkixb,     Bidürfnu 

456.  783,  893,   962.   1146. 
nu  :?.  nü    adv.   ,mtH'  u.   >  njuwan  adii. 

^lur'  t.  n.   ^    ig4  ^61,4. 
nämet  adv.  nickt  tnikr,  v.  d.  Vrrgangtn- 

kät   1524. 
nlinlz  pr.  niikli     12.5,     146,    152.   582, 

599,  1641  neitH  näii  515,  545,  785. 

927,  934.  1166  «.  a..    aüi  67,  65a 

781  «.  nicht  (!)  1712. 
nutilich  adv.  359. 

obtt»!  ail;'.  tup.   1412. 

Bgen  V.  an  dtn  Tag  legen   1882. 

or   («.)   vor   den    oren   lin    (/.   vor  den 

eigen  \)  338;  für  oren  gan  laßen  586. 
oster«pil  (n.)    Spitl  tur  Osttrseii,   Oslrr. 

tcktrt   796,   vgl.  o.   S.    Ji. 

patcr  notier  n.  das  ,  Vatei-unser'   124. 
pfen(n)ing  (m.)  28.  52. 
pflegen  V.  mit  ait.  sorgen  für  965;   mit 
gm,  384,  439,  458,  685,  1439,  1697 

M.     (I. 

pin  /.  598,  797.  799,  819,  829,  1045; 

7'gl,   hellepin. 
pinlich  adj.  592. 

rain  aJn,  rain  g»a  mit  dat.  einem  gut 
fen  statten  grien,  liik  uvkl  befinden 
588. 

ra«t  (f.)  425. 

rasten  v.  30',  178,  388,  1023,  1953, 
2001. 

rat  (m.)  die  iHt  die  rvangetischen  Ktttr 
(Almut,  Keusckktit.  Gehortami  1712, 
wenn  hier  niikt  auih   etiua    die  iwölf 


384 


tH  £t  fM^  RHU  CkrüH  734,  1991 
<fgl.  o:  S.   e»ji)  gttnemt  smd. 

ny(2]e  «.  Kdfa,  Taiu  l£GO,  \6&i!, 
1803. 

fichten  f.  lieh  r    one   clae    l^U»   ehnt 

^/^i  553. 
ring  üi^.  M4if  tS'.  2l>';  (•  ('Ut'O  "E^" 

/.  w«g«n. 
litTcrlich  o^'.  -139. 
lock  m.  gnwcr  r.  /m  Ordtitikt/U  MS: 

wcldkhcr  r.   IG43. 

roliic  adj.    m.t  Stli  Ulu/itt  C33. 

rltehcn  c.  imt  wr/r  '^V^>  cnrUchcn   ih:^ 

m,kt kiimmtrn  ob  5G!f.  IW».  WoK»2; 

»ich  eilt.   1193. 
tuh  aJf.  mih,  MHgtMilrl    I0C7. 
tumtn  V.  ränmnt  iü,  379- 

lunen   i'.  ßustfrH   I75ti. 

i(iwi£  adj,  rntig,  ittrMi  \i\Q. 

Hitcntpil  /•.  445.   ItU».   tiIO&.   1009. 

«alntnanilei  di.  tl2fi. 

saldenricli  «{>'.    1421- 

lüMtaii  r/;.  die  acht  *.  7S4. 

«■■Dncn  I'.    1143, 

«chJcr  ir.AF.  /uf.  ^»»lAf  50S.  1150.  814; 

m   Jrr    allin    /tnüit/ung :     203,    793, 

843,   1071,  1073.   1077.  1207.  1347, 

142ti.   143.5,  I9i7. 
Kliinipir  M.  ^Aen.  A'wiuiiH  790.  791. 
sctiimpffen  c.    lehrrwi   «cti.    unil  l«chcn 

78a. 
«cliil  («.}  Ji;i::i<«  1041. 
ichlBh«n  u   von  »inem  ding  nctil.  trtjmtn 

D4tit,     linii»   iHlzieAiri   47ß,"    die     [lu) 

(chltcbt  d«T  (ünden  loi  118%  v^i   n. 

S.  ,ji. 
«cklcchi  aiij.  sthlkkl,  aufrühti?,  ah.  und 

«bcDl^lOÜi  ich.  undgcrcclintan  aDf 
iclllcüVT  m.   Siktntr.  Kiip/tMik   1631. 
schlichrn  v.    ilatiiri    ncH.    tibwrfhtiien,    *i2/^ 

mMlüA  hirxfltfn  1943. 
XcMoIrcn  f.  401. 
•climihaii  fyj    BrickiiaffuHc,    Sekmitck 

1131. 


«chmirjrtB  v,  «ich  ain«m  i.   C9. 

«cboni/.  8108. 

«hiß  {m.)-i\\.  771. 

■citrin  n,  1701. 

ichülmai«i«t  710- 

»«hwtbtn,  »wcticn  f,  (Bc  nalui,  |^h«il: 
tt.  Jrfl.  nvrbt  Au  ui,  dkß  fi  itt  J.-^ 
.Vatur  tu.  figtn,  'tt  i$t  if  geartft,  Jm^^U 
«98.   taiG.   151ft  1 

■ohwercn,  %'Mtnn  v.  ttkxpirm  I0&,  117.^ 
1011,  .bi  foi'  «.   121.  j 

fChwttet   (m.)   .<:.-Aa.är<r.    FtmJtfr   1014.    — 
»cliwii;«))  r.  939.  Kill  >.   1019. 
»»Ib.  »*tbrf  üA-  /raorUlit  167.  479- 
»clKn  ti>^.  «A'M  931  i  iw  3<9.  &IG.  ^J 
»tlbcn  AJr'.  ttlOmm  I80G-  ^| 

umlicl]  mO- »'  ^ti^gn».  ttti^ttukm  43'i.      ■' 

l:;ä7,   I3S4,  t9:i9. 
Rer(e)  djA'.   %.   KhiahcR  ipti»J(?)tdkti>iM 

463:  "•  »m»-  fSidfitl-a-  CM,  \li\1. 
aclien  p.    wuf  {<-ia.    dttf.    «r.  «>v.  JrmmiJ 

ttbtti  ah  ffimil  für  rtvr.  utum   II9Ä, 

1442;  in  »inco  niül  c.  w J  svrii^iha«^  . , 

IG3. 
•iech  li'l/.  6&0. 
liechtatr  [«,}  KtMHikeil  501. 
Hgen  c.  linken  1608  ((«>«  7V-ir  ii/  ßAfS 

a.  a.  O.  tu  VfTfifkitM) 
aigloi  ai^.  AitviPuitJfm  914. 
ain  :/   laD  dir  wdI  «ia  1961. 
«in|^n  und  aagtii  907. 

Mnak  (m.)  CtuhmMk,    Gtrudi    (Utrtr.') 

I7«3. 
imtkcn    f.     IMot     SfmreH    Jrr     Fä)»rtt 

fßitrtr.)  HS. 
Binuktn  f.  rffL  nck  t^mitgtm  1840. 
■oi^n  V,  täufm  83; 
xik  (w.)  fMt  888. 
sparen  c.   alnct    dlD^c*  fp.  fAtw  Mr^ 

Bp«hMi  V.  aHnfäken,  tuthfM  MK. 
•piwtn  V.  ifiucinf,  tffim  279. 
(pdicn  S'.  initknuiiiuM,   rrttutmt    1 1  If 
1381. 


I 


rn 

I 


88A 


""*  «  «dion  rt.  mit  Jal.  pii  Mileim 
^'.  mUIki  IL  anmäru  a/tiitn, 
»tutMJfim  90&:  >n  anwm  il.  <»>/ 
owi  MgfnmMM  mn,  Dtn»  dw  at- 
^V"  IS99.  20&4;  1»  ^333,  33fi). 
•fck  (23C),  lU  (StW)  uncm  st  «v 
rKJM  um  amf,  vtrluifai  inuh,  in  tttßi- 
tiit  n  aincm  M.  IlSi  ^uliig  <Iai 
b  a.  889,  965. 

Wi  »ij.  M2,  ffKiOi  Mir.  T-Jl  toMi«i%, 
An 

Uftn  t*.  Mtr,  fatitettm  iit.  «inil  worgcn 
;S,  881. 

><nbcn  initt.  mf.  ttUst^uäta  Sttrtm, 
?<>i  119. 

wü  a<r.  imi^airttH  3004. 

«m  [■!.}  ««knlni  am  A  Wtiu  -iOA? 
^A  tiilitiiuytr.  Saue,  Gleitar). 

**aH/.)  ma/.  ru*cni  «.  1303;  hiindcn 
•taM  tiucDi  iiunt  nc  D  46;  alle  tl. 
I  lMHr/-M-/  7AI. 

Uil(/.)  GnOfmi.  CdAr   1061. 
•ABU  ■.  ßrüAi.  lenct  1973. 

t>na  i;/.}  [nd   und  tun   12ti,  13ä,  2Ö2, 

*^  (/-;  S">t>«  •lin'l   1T30  (»//:  dag. 

Utlkh  KbuMc  411J. 
«wlni  fey  «rf/.  959. 
utsdolich  ibA-.  imitlemJlrt  949. 
üfttui  t/.  »  nnrMD  58- 
aitfttc  w.  =»  tin&e  £80,  :>;/.  1TS7. 
riiihch  oAp.  s^miha/l  M2. 
nr^  i^trtr.  738.  mt  und  lUQ  7!>&. 
wB,  HM  «^.  Mwr   144.  461.  836, 

1033.  130a  l&n  1943,  1970:  <«/- 
t«r^:  loat^r  148.  S81.  15.53:  umb 
wß  1304. 


■>.  1683.  ISU. 
tu  /"/.:  jt/.   iiic  n.  uiai)  721»,  1180, 
J23it  IS70i 

I.  HeU  20*. 

ipdx.  isi.  eoä.  eio.  900. 


tdcmlich    aaj.    vtri^r^tn,    gtkäm    («/. 
fiAItr  lt.  lucdilJicb  0  1728. 

lor   w.   \',jrr    1835. 

totoclit.  donicttl  df/j.   1341,   IMI. 

lorci»  !J,  tvriiei-rm,  itMtMmMleii  974. 

ttabcn  ['.  19  IS. 

trank  1».  UM  (j-.  ^nx^en  tr-)- 

trunken  i',  1064. 

tnbcn  :'.  CS  ti.  mit  atnem  ikü  jem.  %nr- 

traa&A  vcrluhrtH  lOG.  1076. 
iiicBcn  s.  70,  KSG  w.  ". 
Ulilich  adv.  9'. 

truin(in)<;  /.    flamUrommil   1818.  1880. 
ITUnkcii   ScfnmJirn  /U.  adj.  3'i,  3^,  407i 

iihtrlt.   din  tr.    lOM. 

tiiiskll  n.  1V77. 

Iiurrn  »^/.  m/:    l^^-t-   l^'^- 

inl¥f(c)/   1381.   144».  3050. 

Iriiwcn  (liuw«nO  c.    A'.'9,    1R81>.  1900. 

Hlfcl  w.   145.    1134.    lÖOe,    im-i.    1332 

u.  i.-.  tic(cl  106^  1130,  1^70,  Vatl 

m.  e. 

luccot  iMi  adi.   I'iiO. 

tueentlich  m!j    IM. 

tutnb.  lutnm  «r//.  6'29,  647i  I.  *in  cenn 

aincn  vamrrl  ifii*  m  1163. 
tUn    v.  aodBr    tlch     I.   daiarr    $8    ("g^. 

tVUttawtHtrt  fi!mg  jtf .  J7  =  miitgtrt). 
lUnE  (».}  /7iitrj<  1131. 


dbcihcben   f.   n/1,  mit  gem.:    akh  üttr 

etsviu  hatuffglttun,   k/Arr  OKpBrtlSgtm 

(i)   D  SS. 
dbcrhcricn  c.  iJb«rhcrlet  lin  mit  itdrütJa, 

itdräHft  !rm  i/iirrA  j.  ^'2^ 
äbeiTcdeo  i'.  luiJtrUgtn  D  48. 
übencbcn  !>.  Hacksthen,  kätgthtn  l<utrm 

1147. 
äbcnuOen  v.  übtrtr.  den    mund    I78<). 
äbcnirffcn  c.  |M3,  I7S7. 
Aberwinden  v.  btsitgm  &20.  10.^7,  172S; 

äitriltjun^  vtrtmJm   lOfiS. 

Abrig  9dt.  IM  vki,  ttätraiaßig  413,  43&, 
430.  700. 

t5 


AM 


nttrm  1866. 
umb  und  UBiti  loffm  if.  609. 
unrnnc  m.  Um/v^,  fm/tnifg  D  ß,  II. 
[uidncH]  V.    mir   OH).   Bndcret  5M. 
andcnlo*   v.  an  ding    n.   untir4tutum, 

tfJirJtm  (0  t  W  ^(»'-  ^"-  ".  '^"4! 

TN  sb  0.  S.  vjr>. 

oHilerlcniic  »If,  567. 

undcilon  //.•.  pratl.   1019.    I£T7,    1818 

«.  ä. 
uadenicbcn  r.  tiOätkin  •Intni  *<*>  dHig 

u.  191(1;   unoD  und<T«>sen   «cMcn 

1178. 
uncniotbcn  «^*.  f.  661- 
unhlc  w.  1SV7.  1331. 

uneclich  (u^'.  90S. 
nn|[ctoncl  /ft.  306l>- 

MS.  «90.  e&4. 
un£e<til(  ^z.  rfiji'.  43', 
unkuni  aUf.  vrrtvrgra,  tmiiiuitMi  161X9. 
(mnlK  aäj,  mtüft,  tim^rr  701- 
unmlLMlKkcli  (/.}  41&- 
unmuelicb  aJj.  1Ü44.   1»A& 
UnmaEiig  Oi(r'.  biidfl/tifl,  lätig  T76. 
unnilUHcli  ^/.  ij»A>.  J)  1039. 
HDriin  «4'.  104.   116- 
onreclit  aJ/,  408. 
bnKt  litb«   Irowc  iVaria  210$- 
unlU2«nl  f/^  iiu//»  419. 
luiii  i-»"/.  993. 

unvndoTbtn  //<-.  .i.^.  6H0,  93^?. 
unvcnai;!  ftc.  adj.  561  > 
unvolhunivn  'tJj.   40G. 
unwcn  («.)    VtroihluHg,   Sthumch    182. 
un»prbroeh«Mi /Ä-.  .u.ij'.    1919. 
Uppccllcli  «*.  HV  rif*r,  mkhttga-   UVm 

^A->t  w^ii^M  8',  I69S,  tsät;. 

•uU-onloncB    f.  (rfwri*   Saittiuf*i{)   ab- 


t4Ui  -jd»« »(J^  ■'««''*•* ''*^- 
uiciof  "•■  D  &  7.  ^m 

r«a  «*.  2077.  * 

C««.     «TM.     «f»    »-.    »■    >«■    IIV*^ 

fc„«.    .v«-^*«  *9.    »*•    "'■   **'* 

1215.  ms  -■  ";  *»  •*/**^ 

„»■A«,  )«dU  mtkr  dmim  «•  801: 
V^ru^kt^  «/.  <«rt««»-  »4.  15». 
1553;  i"  -^'^  *"*•  •***=  '•  " 
mit  Hw.  e***»  ■»91 ;  "»  ■■  ''*"'^  '*" 
r.  hX.  737.  1S63. 

vMcnd  (fiui  •»■  :S>Mm«w  1611.         H 

ve8f*r  l*».)  749- 

,ell«.    .'.   10S3.    a>l6;    «ir*    «crfcUcn. 

reaicn  v.  1807. 

180«.    iftU.    «W 


i 


f.  «^  S.  tl^ 

vefbUcbcn  ».  301. 

vcrdriiftcn    p.  37, 

»iniVL  .HnfiM  98«:  •*«  <••■«  -W- 

«ctKrttbcn  c.  t*fr«^^  104ft. 

vergUl  >  »Ut  j«>l  5äl. 

»ethcngcn   J-.  j^tiutUM   U   IS;    ". 
t^ß^ngtm,  irftAtn  tautit   1913. 

Tcilihcn  w.  1S47. 

«C'licMn  V,  utrbrtu  1M6.  1Mn<^mrm 
410;  veflon»  werden  7SS;  v.  werfen 
in  1030;  V.  «m  »n  imi*mit  sau,  v*r- 
tüeil  wiT^f»  697;  »In  «•«W  ■■  "■«■ 
V.   luui  -.trtUibi  AS9.  ^ 

vcniuulcn  ".  *wW  «w  WS.  ^| 

r«r«ie.«en  /^.  *<■*.  a»maßtH.i  1S71. 

[vcin)U|>en]    i»,  «wr    du    «tmachl 
/><(/'/  Aiiöf,  strmdtta  53«.   1176. 

fem  mA'.  im  sorgen  3«^  6*7- 

vcrnüficcbch  aAi.   ISUl-  

»CTirfen    V.    vtrtfrtcAf,   ««*    *^f«rt»> 
1)93. 

«itcUiften  f.  ttrsüintunJvertdit.  lUlA. 

1»1. 
»ertchliwen  v.  min  leben  ttiirimfiM  3099- 
v«t*cliinaclit.     veramKctit    0^>    >     «W- 

.mieliclc    BuckimffmUi     Vtrtuhtmme 

»9J.  i»9.   I6i8. 


71. 

1 


887 


'MMMnen    f.    s^ertthtliMätH    mtehtii. 
frutrf  799,  t06«,    IW9. 
•tftdwtnm    :■.    vtrwMKtMfin    fiMtraitt. 

^  ifnchwainm)   1804' 
"•noTjtoi.  »icli  C,  wA  rirjfcr  itfÜm  M8. 

•dKcbcB   :*■  ati/  <Ar   Pr^it  Utlün.  in 
Er^tnu^  irngr«  626.   I.VIS. 

Mm  32«. 
KMlMn  kB«D   V.  tiihmfm  L   15S. 

•nMKn  V.  KMuttM  lOäO. 

Wüicci)   V,   ainctn    >>n   din;  /A*«!  <tm. 

rm  /raiam^  gtfiiUf»  Mitai,  .VtnAMJU 

M«  Mif  4^  4R£.  I7t>7. 
*«nTdwii  f.  382.  4M:   arä  Münrili  ». 

A'(/.  784.  793.  RM. 

**rUkD  f.  3«   Fall  6riHsm,   VtrfuAren 

IW7. 
•wwefen    r.  r</l.  mit   (tu.:    tvniei/m 

aitf  ,f^    »83.  4S&  t;84. 
•*»*>»»«»    r.   ?>  vtrwfica    InUtUid   vat- 

*«36*  1649. 
••"»OTehi  /*.  Mff,  B.    mwiibcn   wr> 

4imml,  Vfrlfirm  4!>4 

"faetn  t.  40*. 

»•ttien  c.   1940. 

''^»ibcli    p.    vtrMftrt,    atitJUtKfm   1585. 

Hmfcilp  und  <lillli£  n.  33Va  D  43. 

•*t»l.  ie«"  *.  /^'«»f  713.  94ft.  !)4a 
'«Bttfat  aA>.  X»>^.  mfgOtkmuAf  30.  SR, 

49&  739,  750.  Mfii.  30S6  u.  ö. 
lodm  f.  aiim  an  ■.  d.  dm  M  ttw  fr- 

tm  10A8:  vgl.  i.  fund. 
'"«IWi  4*-.  833.  S74.   277  u.  A 
•«Ben  IV  133.^    I7«0,   vgl.  4.  S.  i»e. 
*4«oclielicti  oA:   I2H. 
•■«tHi  itiiit.   i^,  717  1^^,  «ehwcren). 

*''^eanlull /.  U72, 

^ftomolich  aA<.  MI. 

•^  ««.  ffiätitft,  i-9äfitfaM  83, 35.  54. 

'Ik/.  lAuHä/ifitit  im    TrmJiM  417. 

'•o!  Icnrni  v.  708. 

•«<  ta«  9.  709. 


vol  loben  :•.   180. 

vvl  ««Etn  r.    143.  436- 

votblld  H.    lligS. 

•»(•rrfnimnicn      v.      fwrirp»t»irfB      IftOOj 

■ß'B*"   1607;    -lainburen   {Ki>ii/tlthir) 

Jtt  lltmdtn'muHti  ttripitStu   180ü> 
*vonchmikune  ff.)  VsrgtJtäiiMk  6M. 
ffiflhait  f.  Utmaßigknl  im  E$stm  427. 

439. 
frid  {m.)  I.  ■iin. 
fritt   ff.J  tuoAet    (tiu    wton/kärSth   (0 

6118.   1800- 
fr«denrjch  Uli/.  373. 
rrnnicn  ti.  imtr.  dl«   well  mUB  ^in  mciM 

r.  (0  903, 
fromm,  Ciamm  odj.  62'i   l&SS. 
rrommi;  »f.  15.    1213. 
fr«niinvn  m.  inisi.  •»/■   186, 
TrllKC  iA.:JrüX  22(!.  471. 
fiünüich  (Uli'.   190. 
fnini«h«fl  f/;  437. 
(«y  «*'.  1172,  1448  «.  A 

fund  w.  niticn  f.  finden  rüu-ii  fk'tuutsrif, 
A'mff auihtfita  liS8,  11.15:  ain  bowr 
(und     /WH    sihhmiHt    ümiüchit    12fil. 

rundcmtnc    «.   Mitulpanki    dei    Krtittt 

D   IS. 
für  n.  Ftiitr,  Uerii\^y  759  u.  •'.  tfA« 

für. 
fUrm  V.  dag  (.  widci  j>!r4  btkh^m  dter 

141. 
fUr  Icgrn  t:  vtr  Au^m  It^a*  BL3. 

wÜ  ;»r.  rc.»  I09*. 

w«£  w.  Wtff*.  »iwjrtr  D  42. 

WMhltl/.   218. 

wilTm  i«^--/,   1230. 

wiigcn  ''.  ain  ding  ufT  einen  w.  imVtr- 

iraulH  a»^  Jtmanä  ctiva.t  uaitmtkmtm 

\T. 
irilger  cumf:  »  wKgc  hetitr,  imgtvtitinur 

591,  886.   14)48.  1^90,  1407. 
wank  «I.  Vittrmi   lOtiO.  ' 

witlcn    c.    mU  xf-    "'■    <fol'f    "T'^'t 

/U&iv«  &1,  94S. 

25" 


JIM 


VtQ\iw\   w.  ainni    Ii0«rii    w.  lUii   annt 

stJÜfsAtat   TiuueA  m.    IAT5 
wegon  f.   cUin   w.  !492,   tinu  w,  1640 

weliL-r  jw.  ich  wil  Am  vtVrr  ixn  iBti 
(rftAtuifi-i)  awßnKifn   176.  1036. 

wcIiCch  adj.  s.  a.  )[aiiiil)cb,  nattii,  rodi. 

wcocn  V.  väfuKH  hi't,  Tg|,  8Tft.  913, 
994.  10fl7.   läfiä,   läßt  i>.  .<. 

wcnken  )h«(/.  in/.  3W. 

werl>cn  u,  /ni  itMiüJkH.  iki  ummn  ISSfi, 

wetken    v.  imib    «in    (l)n£    h*.  nrttiUn. 

«■»I  Muu   IM  ervreiftm   788. 

widcigdl  C«.  ?)   ''»t^HuMs  liil.  12S7. 
«idcikocnen  ^.  UWä  ain  ü.  iil  mir  w.  iV/ 

«/r   ificJer  mlitlM  xerjin   '^S^\>1. 

WKterttin    :'.  /idt    widrttitim  £88i  96-- 

widerwXnigkail  (/.^   I6I>8. 

widencm    nä).     widmi<nr6f,    Ettt    tr- 

rtgtMJ,   unlüi   505,    B9i,  fiäS.    I5M. 
wil  /  <]><:    w<1    lim/.   TäS.    996,    10I&. 

1567,   1578.  1741,   1967.  1971. 
winU  m.  Jrm.  tu  wln    1979- 
wirtKcliafl   (/.)    Gait/rri,   uffigfj    Ltirn 

Rüi.  438.  4M. 
wj«/  weltlich  Kin  und  wti  387. 
wiac  C/.J   li-Kit   li;64. 
wistas  n.  pTfffhtt  921. 
wolfail  (11^*.    ISGTi    ainem    die    ipii    w. 

lUn  4a'). 
wol  gebom  f4<.  miß.  TM. 
wol  i:einUt  d.//.  SS.  347,  df!6.  561,  867. 

9S4.  1&34.   I61^   1638  m.  «. 
wor2«n  v.  ertlktfH,  lith  aifitäkn  73,  8S1- 
WfiTlli  «.   I»i6. 
waoder     (m.)     )uin    (ij'/     akt/tit,      nc 

Bi'wuod»    ha)     «Murfri;    /n»    1670 

1730,  1906,  itm.    ' 


vnnn^e)/.  UM .  1 497 :  wunn  und  frod  (<} 
97.   677.    1321.   1«89.   1406.    IWl 
wniken  f.  1107  (i.  «.  vtrworchl). 

uittn    t/.    M^    ab/. :     JitMvuii,    tdriHi 
hm,  f/tit»  SO.  17T,  9«. 

icinni  nA.:  flSkJirk   T9i). 

ich«  (/.)  1648. 

EcltcB  !■-  Übel  aincn    Irabca    und  irllcn 
au/  eimem  .in^mrfitai'  (uttrir.)  1921. 
icmcn  V.  litmeH   1974. 
icrhrcchun  V.  mir.   I34&- 
«.S»n  I-.  149t!,    Ifil7.   aO-W  «.  J. 
t«e*nhlii:h  u<r.  irr^dn(JkA   9T!h    IM). 
xcrinncn  i'.   760. 

EciTpfnnrD  tn>.  aiuf/mitttler^tuutem  Wtfi. 

(ierrn  v.    IfiSS. 

lihcn    r,    aincn    ain«    d.     sn^tna,     m- 

}cJkiilJ»ef/i  .'■79. 
dl  (m,)  nn  4l1c    til  /ur   mimer  \   t49li 

on  endri  tit  luuu/kirlki   678>  •uMT' 

liHtrl  w.  /Vrw  D  II. 

Sil  H.  unä  /.,  ),  it.  J'.  /i7^   jf  70;    tibd 

lil  han  iiABmia   ^itiUl  mm  ISS,  ISA 
titlich  «dj.  I47ä.   17S&  a.  «f. 
litKn  V.  aitltm  47. 
Buchl  r/J  448. 
tfignuai  ly:;  Z*Hgmi  199. 
cUkunffl     f7J     Kammew,     fgtmdtmfalb} 

/leimttwiMHC  1762. 
lUpaidU/.  6&7.  tuimllcb  i.  1417.  |769 

<.  «.  S.  tji. 
cQ-ielieD   V.  umtftu    378:    'Tunni    1«- 

fiüsltru   1754;  -«ptccheii  lurtJtu,   üu 

Gtmiiitn  rttitn  723.  9«.  I2«a,  1S77. 
*u«cr*ichi  (/.)  1924,  ISOI.   1403. 
iw»r  uiikrliek  ÜVi. 
.woltlitiiic,  XII  boitc   170.  2059.  20S3. 


d 


C  Tafeln 


Bemerknng:  B«i  den  Mafizahlen  der  folgenden  Bildet  bedmtot  C  — HSh^». 
der  Clmstusfigur  (Nimbus  einbegriffen);  wo  ihre  nntern  Eitremititea  nich*'jK3ht 
sichtbar  sind,  ist  das  Hafi  vom  luitein  Bildrand  au  genommea 


^=^-a.;^r  -  w.-..  „.  t. 


Alliaatwupptju  der  ElunyiT-Kup|tel  in    di-r  Hintorienbibcl  343»  der 
Stadthibliothek  St.  Giillen.      lilattgröÜe  3»,Bx:i5,2,  B»hMien  28,»x20,7  cm. 


* 

M 


•"»iJf  ?u  All  ftOtrar  t*t(p.titttn:7 


Iqbp,,^'^'"*- 


■^t*.'  Ml'«*)'-  "fi  iKvÄmb)  .IUI 
mrn.ijcii 


,TilelbiI(l'  uud  SiUriit|.iubc  E.  C   10,4  da. 


I 


{m'^'-^ 


»wWnpum iltm|'iiin  hiiir 


Sclmft|irobe  unJ  1.  Bild  D.     OröBe  des  Bildnihmens  5,3x9,*2  cm. 


[ 


BUd  E.  C  5,4,  K,  C  4.N  rm.  -  ä.  Bild  E,  ü  5,8,  K,  C  4,  D,  C  7cm.  - 
7.,  6.  imd  8.  Biia  £,  C  5,7;  5,7;  6,1  cm. 


Bild  E,  C  «;,  D,  I'  i;,&,  K.  l  a.f  rm.  —  13.  Itihl  E.  f  i.,j,  D  li,!)  cia. 
19.,  17.  und  IM.  Itild  E,  C  5,5;  5,9;  5,3  cm.! 


i 


Tafel  VIII 


,€(nn  öfr  pnigtii 

Um  rau  fu  flotr  ra 

ftrptt  nnnD  im  bttttglüb  raatlt 


'Hjh  rliT  Iiiknnahel  von  VVoIfgüiig  iScheiick,  v.  Ertiirt  (KOiiigl. 
fcVniveniitütsbibliothek  Breslau).     RahinengiÖÜe  i',4xlO,2t:m. 


ii^ 


P<lilncluier  Elnhlattdrack,  UI,  .VJ.     tirülie  iles  Blutttis:  3ä,5x26,5  im. 


Schondochs    Gedichte 

unlcTSDCht  und  heniDigegeben  von 

Heinrich    Heintz 


Schondochs  Gedichte 


untersucht 

and 

herausgegeben 

Ton 


Heinrich  Heintz 


BrMUo 

Verlag  von  M.  &  H.  Marcus. 
1908 


Inhalt 

Seh« 

Einleitnng 1—2 

VertiSlbais  von   Schondoclu   „KSnigin   von   Fraubeidi''   in   Er- 

i&hlungen  ihnlichen  Inhalts 2—9 

Weitere  Bearbeitungen  des  Gedichtes 9—19 

Grundlage  von  Schondochs  .Littauer" 19—21 

Metrischei 21—24 

Reimgebrauch 24—28 

BeeinfluBiang   des  Stils   durch  Konrad  Ton  Wfiribnrg.    Zeit  und 

Heimat  des  Dichters 38—41 

Der  Littaner 

Vorbemeikong 42 

Text 4S— 52 

Anmeilungeii 53 — 55 

I>ie  Königin  von  Frankreich 

Beschreibung  der  Handschriften 56—59 

Dialekt  der  Schreiber  der  Handschriften  W,  fls,  Ha    .  60—68 

Verh&ltnis  der  Handschriften       63—74 

Vorbemerkung  mm  Teite 75—76 

Teit 77-139 

Anmerkungen 140—142 

Meistergesang        143—155 


Einleitung. 


Im  32.  Bande  der  allgemeinen  deutschen  Biographie  handelt 
iTUütav  Boethe  über  einen  mittelhochdeutschen  Dichter  mit  Namen 
Suliondoch,  dem  man  zwei  kleine  Erzählungen  in  Reimpaaren  zu- 
schreibt.      Kine    jetzt    verlorene     Handschrift')     Suchenwirtscher 
Dichtungen^)    aus    dem   Jahre    I4Ü'2    bezeichnet  nämlich  als  Ver- 
fasser   einer    „Königin  von  Frankreich"    einen  Dichter  Schflndoch, 
und   die  einzige  Handschrift,  in  der  uns  das  andere  Gedicht,  der 
„Littauer",   erhalten  ist,   schlielit  mit  dem  Vermerk;    Schondoeh 
matit   dise  rede.    Daß   „Königin  von  Frankreich"   und  „Littauer" 
wirklich    von    demselben  Verfasser  stammen,  zeigte  Curt  Rassek ') 
durch     eine    eingehende    Untersuchung    des    Dialektes    sowie    des 
Wort-  und  Reimgebrauches  beider  Gedichte.     Die  Erzählung  von 
der    wunderbaren   Bekehrung  eines   Littaueifürsten   veröffentlichte 
1»-J(>   Freiherr  von  Laßberg*),    der   sie   irrtümlich   für   ein  Werk 
Hufjos  von  Langenstein  hielt,   da  sie  zufällig  in  derselben  Hand- 
schrift wie  dessen  Martina  überliefert  ist.     Nachdem  schon  vorher 
•2  Handschriften*)  der  „Königin  von  Frankreich"  abgedruckt  worden 


■)  Kftcbricht  Ober  diese  Us.  gibt  F.  Kratochwil  im  34.  Bd.  der  Ger- 
mania S.  303  ff.  In  dem  lohaltsTerieichnis  der  Ha.  lautet  der  unter  Nr.  29 
sDgefäbrte  Titel:  Ton  der  Chiioigin  von  Frankreich  des  Scbdndoch. 

')  Peter  Sucheowirt,  hrsg.  v.  Alois  Priinisaer,  Wien   1827.) 

*)  Der  „Littauer"  und  die  „Königin  von  Frankreich"  zwei  Gedichte 
TOD  Schondocfa.    1  na ugnral- Dissertation  Breslau  1899. 

*]  Ein  achoen  und  anmuetig  Gedicht,  wie  ein  beidcscher  Küng,  ge- 
tiMint  der  Litt«wer,  wunderbarlich  bokert  und  iti  Prnssenl&nd  getoufft  ward. 
CoDsUni   1826.     2.  Aufl.  SchwAb.  Hall  o.  J. 

o)  Us.  G  iu  Graffs  Diutiska  III,  378  ff.  Stuttgart  und  Tübingen  1829 
—  Hs.  H  in  den  „Altdeutschen  Dichtungen"  hrsg.  v.  N.  Meyer  und  B,  F. 
lloojer,  Quedlinburg  und  Leipiig  1833. 

Heiuli,  Scliondocb»  licdlcble  1 


i 


warwi,  gab  1850  Heinri.'li  vr>n  der  Haffen  r.Hml~Pinen  krit&l 
Text  nach  Am  ihm  bekannten  Hs^.  heraus  ■).  Wie  allen  Stücken 
des  üesamtabenteuers.  au  achkklo  er  iiuch  dieser  Krzahliini;  eiiae 
kune  Kinleituiig  übt^r  die  fJto%es('.hitiltte  vorauti.  ^ 

In  vorliegender  Arbeit  hahf  ioh.  nai-li  Herst*»IlniiK  tritincli^^ 
Text«,  wobei  mir  alle  bekAtitiU^ti  Unndiirhrift4.'n  der  beiden  Sclit>|-^ 
duclisclmn  <}L>diulite  im  Orifüiiml,  im  Abdrack  oAer  in  Absehri^B 
'iw  VerröKiHis  stJiidt'ii,  KcinitrcbraUL-li.  Melrik  und  Slil  S<'hoiid(M-l:^ 
sowitf  die  St.ijllgt!*ii;hicht.t'  (deiner  beiden  ErzAlilungen  behandelt.  Dacit 
Texi  der  „KiüniKin  von  Krankmch"  leple  ich  Hs.  M  zu  Omad^ia 
während  von  der  Hnttens  Text  auf  Hs.  G  beruht,  die  an  kritiMrlii-^ei 
Wert  hinter  M  und  den  andern  Hsa.  der  Gruppe  M  iturPckstcbt*      '. 


Verhältnis  von  Schondochs  -Könipn  von  Frankreich»  21 
Erzählungen  ähnlichen  Inhalts. 

Schondoch.t  „Königin  von  Frankroieh"  gehört  dem  Zweige  des 
karolingischen  Satjenkreine»  an^  der  von  den  nntichnidig  verleum- 
deten und  verrolicb'n  Oemahlirint'n  Karls  des  Ornßen  erzählt. 

In  Deutitchland  bestand  nach  L^on  Uautidr:  Ije»  (•popiw 
tranvaises  Bd.  111,  S.  üHi  fl'.  bereitn  vor  dem  a.  ti.  0.  naher  be- 
bandulten  (li'dic^hte  Miicaire  ein«  von  franiüsischeiii  EitUluß  freie 
Krzilhliing  vnn  einer  iiiisrhnldij;  verfolgten  KiJni^n,  nüiuliub  die 
Leyendtf  von  ilor  heiligen  Hildegard'').  Gemahlin  Karls  des  GroüeiL 
Diese  Uilde^ardsage  ixt  wohl  eine  Na(!hbi[duii^  der  Lo^endv  von 
(Ii;r  hi'ilig<;n  CrwMntiii')  und  steht  mit  Schondochs  Oedicht  in 
keinem  direkten  Verhaltni.'i.  Wohl  aber  muß  irgend  ein  Zu- 
sammenhang bestehen  zwiücheu  Schondochs  Dichtung  und 
Maciiire   oder  einer  dor  verächierienen   Versionen,    in    denen   die 


■)  Qe»ai»l«t>eiilou«r  lid.  I,  8  d.  UI.    Stultgart  und  TübiniiLMi   ISdO.      | 

»)  tgl.  Kasaek  S.  21  t. 

')  «jrimni:  Hautscbo  Sa|{eQ  U  £lo.  437  H.  F.  M>lluaiiii:  KoijMir- 
chrnnik  8.  909  IT. 

•;  )i.  y.  Maßinann:  Kaiatrchrmlk  3. 893  fT.  WoIfKaiiit  Ml-bicI: 
duachlflitu  (li-r  ]>t«ch.  Ilichtung  1,809.     N'ou«  Au«gabi>.  LcipxtK  1875. 


[in    ileii    Namen   Sibille   ijüsl.     Üamuf   weiiit    die    Ülicreiii- 
Dinun^  in  der  ilrunditnla^i;  hin.     Koi    Mscuir«,  Sibiltonlc^ende 

aiid  Sohnndoehii  (Jeilicht  ist  di«-  Diilili'Hri  eirii?  Ki'meiii  von  Prank- 
raeh,   die   bestliuliliyt  wini   mit  »■imnn  Zwi^ivc,   hüIiI  litüii  Hof- 

llflBnn  d«s  Künii^H.  Khebnicli  ^«trieben  zu  haben.  Wie  selir  sie 
nth  ihre  C'DsHiubi  lpL>Uim;rt.  vcruiU-ilt  {^ie  di-r  Kf'inig  doch  zum 
l'Hueiiodf,  I>ji  sie  aber  schwjuiger  ist,  bc^niiilii^  sie  der  Küniij 
Hhtieülich  unil  vorweist  sie  nur  dw  l*andes.  Der  Ritter,  äftrsicin  die 
Virbiinnung  beiilfiti'U  sull,  wird  im  Walde  von  uiiiem  Verrilter  hintpr- 
lini^  i'ntclilageii.  während  die  Kütü^nii  i-titllirht  und  iiarh  liiiigum 
t'mliDrirrL'ti  bei  uilieui  wildt^ii  WaldbnvfdintT  AuXiiubriie  ßiidet. 
Iki  treue  Hund  de^  Ki-schlagciien  bleibt  bei  der  Leiche  Reinee 
flenn,  oilt  aber  büiil.  vom  Hunjter  sretneheii.  an  doli  Hof  nrid 
^It  (leii  N'errater  ußU*!)!!  an.  So  koiumt  man  dem  iVlrudt-'V  iiut' 
•Üe  Spur.  Um  sirh  roa  dem  Monlvi-rdurhi**  zu  ninif^i'ii  wird  iler 
MiBchall  (Maciiin-j  J!u  einem  S'>tt*i'geripht liehen  Zweikiimple  mit 
"Im  Hundt'  ^i-zwun^^n.  in  dein  der  Hand  siegt.  Zu  Tode  ver- 
fundet  gesteht  vr  mm  Tat  und  Sndct  diL-  verdiente  Strafe.  So- 
*fit  _^tiinmmi  Mar.airi',  Sibilh>iilei;endtt  und  riiäohulili^e  Königin 
Ton  lYankrcirb  überein.  Hk-  Auflindung  und  Itüekliehr  der  ver- 
'firbtneii  Ki'tiiijtin  vollzieht  ^it:h  iti  den  fciücliiedcnen  Versiüiieu 
»uf  vi-rKchiedetie  Wi-isl-. 

Uon  (iautier  halt  die  Version,  wie  sie  im  Macaire  crriüjt 
ift,  ffir  ültcr  al^  die  in  der  Küidgin  Sibille  Qberiiel'ertL',  und  tnnti 
^ri  ihin  liierin  beistimnn-n  mflssi'n.  Die  Unt*r8elii(^de  zwischen 
Xacaire  tind  Köiiipii  Sibille,  die  une  hier  inttireüsiercti ,  .sind 
'"Iwnde;  I.  Nad)  der  KrzahhinK  von  der  Kijnit:in  Sibille  hat  der 
fmifi  merst  die  bögen  Uelttsti-,  uud  Mai-airi;  kommt  erst  später 
Knni,  wahrend  in  dorn  Uediclite  Mucuiri>  eben  dieser  Mucain-  dar 
iWwirht  ist,  dtT  den  V.vti^rg  er-tt  fllr  seinen  .scliiiiuilicdit'ii  PlaTi 
«wiiinrti  miiÜ.  ■.'.  AU  sie  die  Hv'ihk  luni  Vat«r  der  Köniitin 
tucbeo,  ist  in  der  Köniein  Sibille  der  Ktiabe  schon  uroli,  im 
Vitaru   diM<Keii  wird    der    Knabe    erst    auf  der  Reis«    li&borvii. 

Macaire  ist  una  in  einer  einsiiicn  vem-ziauisclien  Handsidirift ') 
IIb  dfni  Anfang  den  14.  .Iidirhundertit  L-rlndteu  und  hat  aucU 
UiOK  v«itt-rv  lltfarlttitun^  erfudireu,   wenigtit-ens  iit  kaine  bekannt 


'1)  Bng. T«nF.  Uiiuvcsril:  Aiiclona  pu^t««  dela  Frucut.  IX.  l'ari)  IH86. 

1' 


i 


D»  Kflniffin  Sibiilp  In*  eine  Menec  von  Nai'lahmnmren  ffefund^n. 
dereB  AbhänfcifikpitiiTerhftltnis  Bfiiibold  Köliltrr  in  meiner  Ab- 
liandlooft  .Zur  altäpaniscbea  Kncählung  von  Karl  den)  Grotten 
and  »«inw  Gemahlin  Sibille"  (Jahrbuch  fßr  roinsnisclie  und  en^— 
tische  Literatur.  IM.  I'i.  S.  2Htl  —  316  Leipsig  LK?!)  irw  hl^ 
darstellt: 

)'>aDEAsisctKs  Oedicht  des  Vi.  Jahrhunderts  in  Zwßlftiilbneiii^^ 


is^ 


Altopanische  Progaerzibluiig  Franzis.  Pros*  des  15.  Jli. 

Altspuiiscbe«  Volksbuch*) 

I 
Niederländisches  Volksbuch. 

Scbondocfa«  Erzählung^   i>f«ht   dem  .Macaire'    niiher  als 
aKfinif^n    Kibille"    dadurch.    daU  in    beidi-n    von    vornherein 
Uancfaall  tMacaire)  al?   der  Wsudier  «k-r  Königin  »uftritl,  iivJ 
der   Zirerg    nnr    sein    Werk  xeng    ist,    wälirend    in    der    ^  K9ni^ 
SIbille''   der  Zwt>rjf  die  Ktiniirin    liebt,  dann   aber,   von  ihr  ab- 
gewiesen, sioli  zu  rächi'ii  sucht.    Mat'airc  fcomntt  in  dcj-  „Künigin 
Sibille"  tTst  liiu/u,  ah  die  KOniifin  bcnrits  wrurtvilt  ist  und  faCt 
jetzt  erst  Liebe  zu  ihr.    Nach  der  I>un)tellanv'  de»  Oicbters  d«r 
Sibilleiienählimfi  ennordet  Miicaire  dt-n  Kittev,  mn  «ich  di-r  Ki">ijigio 
xn  b«^iiiilchtigen.   im  Macairc  und   in  Schondoch^  Gedieht  will 
die  KOni|;iii  t>rtnordeii,  der  es  jedoch  zu  entflii'lien  ^lin^     Wa«: 
die  Wieiierftndtinjj;  drr  KciniKin  iiiibetrifft.    se  stimmen  .Macaire 
und  ^Sibille"    im  wesentlichen  Qbereiu.     Über  den  Ab»cbliiU  der 
„Kdaigin  von  Frankreich"  weiter  unten  Ans  NUhere. 

Hin  fQr  Schondochs  (Jedicht  charakteristischer  Zug  ist  ei, 
laut  alle  Namen  vermieden  werden:  .Kijiii«"  „KSnifcin"  „Marttchall'^ 
-Bitter"   und  -Kühler"  üind  die  autlrettinden  Persooen.    Nnr  -d 


1 

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l«r  J 

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daoH 


>}  Die  crliAltcncn  FrsKnianUt  »iuA  iibf;i>dniekt  bei  QuasMid:  Ha«alrA 
S.  307  ff.,  bot  Sclivlvr:  BullotinB  du  l'Acitclcntie  ItojaJc  du  ScMncc«,  d«» 
Lettre^  et  dmi  Reaui-Arti  de  Bclijiqne,  ßrui«I1eB  1875.  S**  rir.  Tum 
XXXCC,  Ko,  4.  |i.  401. 

*)  Das  «paniBcIie  YDlkabuch  Hütoria  de  I«  rerna  Sebill«  vurd«  xucnfe 
von  Ferdinand  WoH  vpri'itT^ntl icht.  (Über  dk'  ovuL'iit«D  LuistuDgcu  dtT' 
l-'rRiitus«n   für  die  Uurauägnbu  ibtvr  SaXitiuai-HMmgmiiehta.    Wien  1 


Jl 


Kftnig)  Sohwe*tertinH,*    Hi.'re.vfir  LöojkiIH  ton  nütfrncirli,   der  dem 
liajmtbfnM^  Sttime»  der  franzfisiKchen  DirbtanR  PtiUpricIit,  wird 
mit  Namen  genannt.     Rncttie  meint,  daß  iieof  TOr  Oüterreich  als 
Helmaritet  VerfiLiwr!)  spreclie.  Doch  istdiPserOnind  nicht  stichlialtie. 
Schontloch  i^t.  wie  man  aud  <lon  Rcitn«n  rrketiiil,  Aloinannft.  tiiirl 
in   «i'iiuT  Hflimat    inuU<i*ri  die  asterreichiHc-heti  Heni^e  durch  die 
fordeir>>8t«n'eichi''fh(>n  IU>.'>ilcniM^n  wohl  bt-kannt  ^^ein.    W^nn  man 
Ro(>tlu>  ifurin  ziuitimmt,  daü  ^hondoch  ein  Uiobter  des  ansfrolien- 
ieri   14.  .Jahrhundert«  wi.  *o  kiinn  rnan  mit  ihm  in  dpr  KrwähnuDff 
»ines  Hprzog  LiM)pflId   vmi  Österreich    „ein  Komidimf-nt   fflr  den 
Itirch  Keinen  Heldentod  hei  Seroparb  (1386)  bekannten  licnpold  ITt." 
>&hen;    man    kann   jedoch   »ucli,    und    Aa»   kommt    Iwi   einer  ev. 
Tüherpr    ÜatieruD^r  Schondochs   in    IMracht,   an   den    131.^   bei 
^lorgarten  ht»if|]rtei),   .«chon   13:it>  Ter>l*>rheni>n  Lö<>|M)ld  L  denken, 
^er  nie  Le>jpold  IIL  in  seinen  JüDKlingsjahren  die  Osterreichi^rhen 
^orlandc  venraltcU-.    I»uß  fin  .Alemanne  in  dieser  Zeit  des  Kampfes 
Tfcitn   Merreichiiichwn  Herzog   eine  ««  n^rmpaUiiürh«  Holle  spiolen 
kU(  wie  in  un.>Knn  Dchdicht«,  ist  nicht  weiter  aiifTälliK.  venn  man 
bedenkt.  daD  nicht  alle  Schweizer  (Jegner  der  Herzi^ee  waren,  und 
jgtUt  Dichter  zu  denjeniei^n  gehflrt   haben  kann,  die  dera  öster- 
'nBUtben  Fürstenliau^e  freundlich  geKenüber  »tunden.     Aucli  in 
der  Angabe   von  Ortsbezeichnungen   hillt  »ich  unner  Dichter  ganz 
allgemein,  und  fio  nennt  er  nuBer  Krankreich  und  PariK  nur  norh 
EngUnr].  wo  der  Köhler,  der  die  Handarbeiten  der  Künigin  znia 
Verkauf  in  die  8tadt  gebracht  liut.  hergekommen  zu  .'«ein  behauptet. 
^     Die  Bolle,   di«  der  2verg    im  Macaire   und   iu   der  K'fnigin 
TCn  Krankreich   spielt,    ist    nicht    gtiiix   dieselbe.     Mai'aire  ist  mit 
seinf-m   Minnewerben   vuii   der  Kfinigin   abgewiesen   worden.      Er 
«innt   denhalU  aiif  Rauhe  und  vers|irichl  dem  Zwerge  soviel  Oeld 
als  Belohnung,  dall  er  und  ?*eiiie  ganze  Karailie  reich  werden,  wenn 
er   der   Königin  von  Mauain-s  llinni'    entahlt.     Det-  XwerR   ftllirt 
such  Keinen  Aullnig  aa»,  iThalt  jedoch  eine  so  handgreifliche  Ab- 
weisung,    daU    er     üich   arht.    Tage    lang    nii^ht    hei    Hofe  kann 
sehen   Ismen.     Wegen   dieser  Ileschimpfung  fuUt  er  finen  tiefen 
Hall   gegen  die  Königin  und  üudit  «ich  zu  rächen.     Macaire   rät 
ihiDt  er  solle  «ich  in  das  Schlafgemacli  de^i  KOnig^paarci«  nohlfichen 
und,  wenn  der  König  früh  moigeUH  zur  Messe  gegangen  sei.  sich 
dax  Bebt  der  uuch  schlafenden  Kfinigiu  legen.    Wenn  man  ihn 


deshalb    zur  ß^d«   stelle,   »oll«   @r  antworton,   er   habe   ia9  wif 
BcMiI  der  Köiiipin  getan,   imd  niclit  rlas  erste  Mal.    Sclinndoclw 
Zwerg   ifül    eigfntlioh   t-ine    bloHf  Puiipe.    Allr  Scliiilö   trifft  ilt*n 
Maiat-hall.     ,Der   künio  liepUcli  erzogea  hat  ein  getwpK  siimlrr 
TDissfitit,    daz    lac    und    sli^   in    dem    stA.    das    natn    der    veisct 
maraehnl  und  tmocz  dor  vrouweii  an  d**!!  arm  und  dart«  ex   t»  <::i 
also  wann  und  U-itz  iler  vrniiwen  an  die  bniNt,  Am  ir  eintweden^ 
niht  enmist."    Als  ihn  (t»nn  der  König  findet  scIilAgt  er  ihn  a^=: 
dtr  Wand    zu  Tode,   sodaü   er    den  Sachverhalt   nicht   aufklart^« 
kann.     Im  „Macaire"   wirft  ilm  dör  VerrAUr  selbst  in  den  Scheiter — 
hiiuffn,  in  (lom  die  Königin  verbrannt  werden  soll.    Auch  in  dne: — 
1,'anien  Reihe  van  Einzelidgen   weichen  die    beiden    Geilicht«  vnt     : 
«inander    ab.     Widirend    nuch    dem   französischen   Gedichte    dit.^ 
Ivi^niKiii   i»   der  Heichte  ik-in  rrii-!<tci',   der   koine  Schuld    an  üt^M 
finden  kann,  ent  vor  dem  Scheiterhaufen  bokennt,  daU  oie  schwungei^ 
sei,   bittet   bei  Schondoch   Herzog  tiPopold  den  Kßnift,   man  soll* 
mit    der  Hinrichtung    noch    warten,    bis    sie   du»^    Kind,    da.s  si« 
unter  ihrem  Herzen  trage,  geboren  habe.    Der  König  schenkt  dieser 
ttitte  aueh  Gehör  und  beliclitt  eiui;in  errobrenem  Bitter  sie  in  die 
{erbannun^    nii    bi'Kleit*-».     Wenn    dann    ilas   Kind    gebüreo    ütri. 
Hie  er  es  zurückbringen,  die  K()ni«in  aber  t<iten.    Uier\'on  eriahll 
uns  das  t'ran/üsiäche  (iedicht   nichts,   die  Königin   wird  nur  ivi  ^ 
Landifx  rerwioJii>n.     DerMartrlinil  verbirgt  den  erschlagenen  Hitter 
unter  einem  Haunie,   Macain-   laßt  ihn  liegen,   und  al$  man  dem 
Hunde,    der  seinni  Henri  mir  verlassen  hat,    um  um  Kofe  seinen 
Hunger    tn    stillen,    dort    aber    auch  den  Mörder  anfftlH,    in  den 
Wald  ffilpt,    findet   man    die  Leiche.     Bi'i  Schondoch  kommt   dpr 
Hund  auch  an  den  Hol",  nimmt  einen  Kissen  Hrot  vom  Tische  weg 
und  packt  den  Mar!<chall   an.     Dies  wiederholt  er  ein  paar  Ülal. 
AU    er    eine)!  Ta^es    iviediM-    in    den  S|iei$esaal    eingedrungen  ist, 
hat    man    auf  Befehl    des  Kijnitrs   alle  Tür«n  verscblossw,    sodaß 
ihm  die  Flucht  unmöglich  gemacht  IhI.     In  seiner  Angst  springt 
er  Herzog  Leopold  in   den  Schaß   und  dieser  erkennt  sofort,  dafi 
hier  ein  Mord  vorliege,  den  (iutt  auf  wunderbare  Weise  kund  toe.') 


3 


L 


'}  Die  Hnmbur^er  Baiidaclirlft.  dn  Schon  dochtclien  Gedicht«!  tut 
Kwiachfln  V.  300  und  301  ntich  10  Vorsn.  die  in  keiner  andern  Hs.  tttaben 
nnd  «ueh  inhaltlich  ilir  oigonlflnilicli  eind,  t>Anr,  dwB  dJeM  V«n«  nur  ton 
dem  E^chreiber  »tsuiinun.    der  wahriichoinliflier  manlien  «oIIIb,  viio  uiaii  uut 


I 


Der    Zvfiikampf    verliuft     itiimilich    gleich    in    beiilen    Oe- 
ifiriitco.      Hacaire    beichtet    einem    Pnef(t«r    ecin«    Sdinld.    dor 
JUr<cliall  Aem  Kr>ni(;.    Itt>i  MncairE>  ^bt  sich  die  KSnißin  Varocher. 
ifarn   getreuen  Minne,  der  sicli  im  Walde  ilirer  erbarmt,   zu  er- 
nennen.    Er  verlaßt  alleü.  um  sie  auf  der  Keise  zu  ihrem  Vater 
ni     begleiten.     Erst   nach   inanohRrlei    Irrfahrten   iteUn|;en    sie  an 
ittT'  Ziel,    ond  mit  Hilfe  ihrv»  Vaters,    den  mAchtie^Q  KaJMrs  von 
^ckngtaotinupel,    wird   üe   n-jeder   in   ilire  allen  Ref'liU>  t-in^esetzt. 
•*<=liündochii  Kfinigin   findet    bei  einem  Köhler  Zulluclit.     FOr  die 
■^^Wif  Golden,   die   sie    bei    sich    tr4^,   U(It  sie  den  Kfibler  bunte 
**^iiiea    t>inkanfen    und  fortigt  SÜckoreien  aii.     Üie  Krainerin.   bei 
"""^IclMsr    der  KChler   sie  verkaufen  will,    erkennt  darin  die  Arbeit 
»r  Königin  und  baiadirichügt  den  Könijr  davon.    Niirh  einiKom 
'^E:pm  k'e!>teht  auch  der  Köhler,  nrer  itie  Handarbeit  heri;;etit«llt  habe 
**^'*]d  nihrt  iltin  Köniif  in  «eine  Hßll«,  wn  die  Versöhnnni;  ftatlfindet. 
Das  Motiv,  daÜ  «ioe  im  Verborgenen  lebende  Frau  an  Hand- 
^■»■bMten,    die  sip  anntpfertigt  hat,    erkannt  wird,    findet  sich  fifl^r 
Vt]   dw  mittel aiterlitrheu  Ijterntor.')  äo  i.  K.  in  den  mittelhoch- 
■leateclien  GrzihlnrMjeii  vom  „HuKant",*)    von  der  „uuten  Frau*^ 
'Und   von  dar  .Künigin  Rerthii",')   der  Mutter  Karls  de»  Großen. 


4ea  Maricli«ll  ab  d«n  Härder  kam.  ipridit  folifendvi :  L.  An  deu  V.  300 
rnd  «iiIl-t  hin  in  ili-ni  waldn  lirlT  sthließl  sidi  sehWItl  au:  viid  naui  Art 
iMrtiog  «ibcH  war  i'  der  saiind  im  i'inen  Tpvdendi-i]  dar. .  .  2.  Alu  di«  Lcicbi 
(!«•  Rittors  gefunden  i*t,  iti>lltn  man  niini^hii>i;ii,  daß  >i<-  hoimi^cholt  wird, 
da«  ftMchieht  aber  auch  null  11».  Ha  nicht.  3.  ViTschiedeiie  Yurso  stiuiinen 
bat  «iSttlieh  aa  andcran  Venen  dt»  (iciitihUtn:  rnd  nam  dnr  hartxag  abon 
au*  ^  Ha  322  *y  nani  m'Ln  ril  thi^IiCti  ubvn  war«:  du  Ugtn  in  iluri  waldn  ' 
.-r  ranndt  liin  widur  jiald  '"•  um  293/201  tnd  flohf  wun  dannnn  paM  bin 
wider  lu  dem  wald:  her'  ir  word  mir  nyui  hold  *"•  Ha  138  luirr  nn  worot 
i&jmcr  hold:  no  bej8S«t  rlvht«n  eti  itt  xejll  -.^  Ha  972  heiaaet  ttcfateu  wut 
M  ift  icjl. 

')  In  der  altfraninglsc)i«n  Lit«ratur  i.  B.  iti  dem  der  liwle  liirraino 
angehArigcn  Horvi»  dv  He».  tci^I.  U.  Hab.  La  chanson  de  H.  d«  M..  InhalU- 
aiigabc  und  Klaxuißkation  dor  lU«.  DiasarUtion  Marbnrg  1879. 

*)  hng.  in  T.  d.  Hagfiu  linHainlsbvntoiiL'T  Nt>.  XVI.  Tgl.  K.  GInüer. 
ßb«r  daankd.  <i«dieht  .Dur  Itmant'  ^.  71  ii.  9S.  OAttinger  DisBcrUtion  1904. 

t  hrsR.  Z   f.  d.  A.  2,  885  ff. 

')  H.  F.  Uafimann:  Raixtrrlirnnilc  $,'J7 b  tl.:  Altnutn  ftage  Aber  Ha 
tiebnit  and  Jagend  Karin  den  (iroQen  (W^ilienNU'ptiatKtr  Ohnmik}  hrxx.  ron 
Chriatian  I'Vhr.  t.  Arctin.     HüdcIicmi  1.80S. 


i 


8 


iten  Onufierürdpr  Ansicht,  daß  Schond'fphs  Dich(«np  > 
TOD  aMBcaire"  abhängig  ^i,  und  e«  den  Difht«r  weniK  Arl>d1 
geortet  liabe,  den  Stoff  unntu^eKtalten.  Ro^he  i^iht  la,  daß  nu 
vi«)  einheitlicher  wirk«  itU  die  i>nt«pr gehenden  ErzJlhlunfren,  mm\ 
aber,  daU  das  zum  ßerinßsten  Toil  Sdiondoclt^  Verdienst,  sei.  Ei 
vermutet,  dali  Schondcch»  ,KfiniKiii  vun  Frankreieli"  auf  einei 
anbekannleo  frantcsischen  Quelle  beruhe,  und  ßndet  eine  Stfit£< 
fltr  ?ein(!  Ansicht  in  dem  l'm^taudc,  dali  in  einenn  üpaniechen 
Urarna^)  ditr  Holzhauer  Varocher.  wie  b«i  Scboudoiih.  Jttun  Kohl« 
tfeinacht  sei.  Dieneu  Zti^'  liälle  ich  atlßrding«  ftlr  xui^lig,  di 
auch  in  der  altfraoEOsiticIieti  ProsaeizAhlan^*)  von  der  K5nigii 
Sibille  diese  bei  einem  Kühler  Anl'nalmid  ÜndK.  wahrend  i^ie  ii 
der  aJtcjKiiiiscIu'it  Prosaerjdhliing')  einem  Bauer  (vilauo),  der  ein« 
mit  Holz  beladenen  Esel  vor  sich  hertreibt,  begegnet.  || 

Eine  direkte  Vorlage  für  Schondoch?  Oeilicht  kennen  nir  nichl 
Wir  finden  in  der  ^KAniein  vm  Frankreich"  drei  Saf^wunotiv 
vereinifit:  I.  Eine  Köni^rin  wini  des  Kbebrui-bs  t>eschiildiß:t  an 
verbannt.  Ein  Bitter  anll  sie  in  die  Verbannany  bcgieitei: 
2.  Weser  Kitter  wird  hiiitfrlir'liK  ermordet,  die  Könitrin  flieht,  doc 
Tfird  der  Mörder  im  Zweikampf  mit  dem  Hunde  des  Ersch lajien« 
überführt  und  mit  dem  Tode  bestraft  3.  Durch  Stickereien,  di 
die  Konijjin  anfertigt,  unil  die  sie  in  der  Stidt  verkaafen  täßl 
erfährt  man  ihren  Aufenthaltsort.  Die  VereiniiiunK  dieses  dritt« 
Motivs  mit  de»  bdden  ersten  iüt  Srhondochs  (iedicbt  eig«utl)mlicli 
In  allen  andern  bekannti-n  Versionen  der  Sag«  vollzieht  sieb  di 
Bflekkehr  der  Kiinigin  auf  eine  sianz  andere  Weise.  Ob  nun  dl 
Vereinigung  dieser  drei  Motive  schon  in  einer  uns  nichl  erhalten«! 
Quelle  Schondochs  sich  vorfand,  oder  oh  erst  Schondoch  eine 
Vorliij^e,  die  dem  Mucair«  nahe  ^.'e^tanden  haben  muß,  selbsttodii 
diesen  AbMchliiU  gegeben  hat,  iil3t  sich  nii-bt  ent^icbeiden.  Seh 
walirscheinlich  ist,  dal!  Scbondocb,  oder  auch  ücben  üeine  Vorlagt 


i 


')  F.  Wolf:  Über  iwoi  lüedoTtkndJiche  Volkibüohor.  I>«ak»ehrifl«n  dl> 
wiener  Ai«(l«Diit>  1857,  !4.  \9i/l93:  lii  eiiior  >lratn>ti(«bCD  BeirbattniiB  in 
»pnnhfhi'-n  Vnlktbuchc«  crichcinl  oin  Kflhkr  Liiurn  al«  Zitilivater  ilfs  Luli 
wlLhrer<l  nuriijiinl  uowio  ttio  Kohlcr  Zuma-ijiiu  und  liila  nur  NiibuiifigiireD  linf 
*)  Bibl.  du  l'AneiiAl  ni.  33ül  cf.  I^'iiii  ti&iiller:  Liei  epopros  franc- 
^  AniAdor  iv  In»  Kioii  (iüKcIiiuhUi  dar  sp4i>Uchen  Litentur  Bd. 
8.  Sj'A  Midriil  Ut>4. 


0 


Äw"  WipHprfiiniunc   iiacli   der  Erüflhliinp   von  der  Knnipin  Rerfhn, 

Matter  Karls    de«  Großen,  gestaltet  hat.    denn  brido  Erzähl  imeeri 

Sffai'irai  in  denselb«!)  8it(!eiikms,   bnidp  Male  ist  <\<t  Wiie  K^uj^jin 

Tnii  Frankreich,  die  in  die  Wildnis  verstoUeii  und  dem  Tode  fiifis- 

jw^ben  ist,   und  die  im  Walde  bei  einem  einfachen  Manne  Auf- 

uhoie  gfifunden  hat^ 

Weitere  Bearbeitungen  des  Gedichtes. 
In  einer  IH70  prvrhieiinneii  Abh>iniihiii{t!  „Über  eini^i^  bUjetet 
niibeiuuinl«    Erfurter    Drueke    ans    dem    I.i.    Jahrhundert"    hat 
l^ilhelm  Freiherr  von  Tctlau  auf  einen  in  diT  Kihliolliek  dei-  Marien- 
Whe  m  Erfurt  b«findlioheii  Sanimoliiand  iiufiiierksam  j,'i'mttcht,  der 
1.  1.  fDlconden  Mpistersesiirif;  enlhalt:  Die  Kun!t:in  vmi  Fram-kreieh 
•fj*  der  mars'iialk  gegen   dem  KtiniR   ver(JiiB;en  wart,    l'm  das  ^y 
'lit  Seins  willen  was.    In  refienbo^rens  lancen  Don.    Am  SchlaB: 
^'«druckt  lu  Krflort    In  sant  Pauls  pfar  7n  riö  weisse  Hlitri'nh^TK*' 
A.nao   doDiini    1 41»8.     Außer    einem    Titellmlz schnitt*  tinden    sich 
Hoch    15    in  det   Text  einKedrurkte  Hulz^oJiiiitte ,    «tliiillich    sehr 
h  (fwrbeitet.   Von  Tettau  hat  die  Quelle  dieses  Meistersanseä  unter- 
*iiclit   lind   ki)niiiit    auf  Srhutidpchs  Odirht,     Einen  Narhwfis    im 
tÜnzeluen  hat  er  nit-ht  gebracht.     l)ei-  Diuck  der  von  Tettan  vor- 
1^1?,   hat    mir   nicht   nur   Verfdgunf;   ;{i;stan<leu.    da   uach   einer 
3'litt«i!ung    dw    lU-rnt    Dompropste»    Reick    in    Erfurt    ,dus   ge- 
^wftnseht**  Burh  in  der  iiiful;re  von  Umbauten  etwas  in  Unordnung 
K^rat^nen  tJombibliothek   nicht    hat  atifpofundeii  werden  können." 
I^oeh  habe   ich  einen  Ramnielbimd  der  CT'^ßheraogliühen    Biblio- 
^-fciet  in  Weimar  benntT-en  kAnm^n,    der  den  MtistfrgysaDiK  uuthält 
titid  diu  BezeirbnanfT  14,  fJ:  Hih  Sa.  18  trüfjt-')     Die  Überschrift 
•les  in  Weimar*)  befindlichen  Meistcrliedes  ist:   Das  licd  von  der 
K^ftnijrin  /  von  tVanckreich  die  der  fal.<rh  Mar-  /  schalck  gegen 
'ivn  König  vbergab  /  do  sie  nicht  wolt  seine.-^  willen  /  pflegen. 
I»  ttee  B<gctt-  /  bojjen    langen  /  thon.     Darunter  ist  ein  Titel- 
bild; Li  einem  Gemache  silat  auf  der  rechten  Seite  eine  Frau,  die 

')  I>i«  Kolli  (Joi-d^k«  Grdr.  I  310  .AU|;.  lit.  Am.  1799,  8. 188S-  muS 
**^  aidU  Mtf  den  in  Woimur  hoßiuHicIien  Druck,  aonduni  auf  don  an 
(«•lind«*  Stolle  »rwUinUij  Driivk  toii    l.'>2ll  butiulien. 

^  Der  Weimarer  Uand  wird  auch  emUint  boi  Emil  Weiler:  Bopor- 
tenum  l7pacr»pfaicuiii,  MlidliDgeu  1864.  »oiW  17S  Nu.  1483. 


•liU 

] 


10 

üatm  lugen  rom  Haupt  nbpr  den  Rftcken  herahhangonden  ScWciPT, 
6et  tiher  den  Schoß  tn-l^irt  ixt,  iiml  auf  d^ri  »w  die  linke  UanA 
^fle1et  hat,  mit  ik-r  ri.'i:hteM  Hand  ihrem  Ofsichle  nihi-rL,  um  ibrrs 
Tränen  äu  trorknen.  Hinter  ihr  stellen  zwei  andre  Primengestalt«n. 
Auf  dio  hVaa  kommt  i-in  Rittt-r  in  voltt-r  KdstunK  zu,  Jiinler  dieoein, 
stellt  ein  ?,v*('iti'r  Mann,  dpi-  ciiipri  dritti?ii  verdeckt,  soAaii  mii». 
von  ihm  nur  einen  Teil  Avs  Ocsirhtm  und  A«»  Vnterköniers  sielit_ 
hani^s  der  Wand  des  Uemscbs,  das  twel  Fenster  hat.  Uuft  ri 
Bank. ') 

Der  Druck  dorWeimart^rHihliotliek  ist  entwosdei-  ein  Abdruck  di 
von  vflnTpttau  prwnhntHnKrtiirtj'r.  oder  beide  gehen  aureinpeme 
sanifs  Oriirinal  jnu-dck.  Zwar  sind  die  Titel  verifrhit'd«!],  il«)ch  stimmf 
der  Inhalt,  wie  ihn  von  Tetl'au  anKCK^beii  hat.  gen»u  zu  dem 
Wi'imjirer  Dnick.  Kbi'nso  ist  der  Bau  <lv»  Gedichte*  K^eicli:  I.) 
Stro)ihpn,  jede  Stnuihe  hp^teht  :uis  «wei  Stollfii  von  je  4  Zeilen 
nnd  eini^m  Abgesans  von  l.i  Zoiler.  Auch  die  %'on  von  T 
zitierten  Verae; 

Hiermit  ondet  sich  liitv  neue  trcdicht 
Und  ist  in  einem  pemeinen  Ton  gemacht 
Doch  neu  in  di.»r  Hinlorie  niclit 
SondeiTi  wie  vor  in  Sprflchen  ist  gedacht 

stimmen  7.n  dorn  Weiraarei-  Exemplar.     Am  Schlüsse  steht:    0( 
drftckt   zu  Nflmhers  /  durch  Jobst  Outknecht').    Von  Tettsn   hj 
a.  a.  0.  Seite  1 :;  f.    die    wesentlichen  Abweirhnngen   des  Meist 
gfsanguH  von  Schondochs  ßedirht  iinyegüben;    sie  Wsteheu  dariuH 
„daLl  der  Herro^  Leopold  in  dem  letzteren  Herzog  von  Osterreich 
nnd  Oheim  des  Königs  itonannt  wird,    daU   durselbe    dem    nlten 
Kitter,    der    die    Kfinigin    zu    geleiten    hat.    das    ausdrückliche 
Vorsprochen    abnimmt    dies«    nicht    zu    tüten,     daS    die    Angabe 


■)  Im  AuMtgcr  fSr  Kund«  ist  tADtaeh'On  Vorieit,  8.  Jalirg..  1839.  Kuls- 
niho,  S[>altc  35S— 380.  (Leratift;-  ''"»  l^'rani  Joseph  Kose)  bat  K.  Aue 
(Weitn&r)  Aen  Inhalt  dus  W«imar0r  K  a  mmol  band  ps  ange^b«».  üb«r  (Us 
Titotbilil  schreibt  or  Spwlle  366  uiitOT  Nro.  95:  .Auf  dem  UpItscbaiU  tiut 
in  einem  Oemaehe  oin  Weib,  wie  es  seheint,  mit  oinem  Kinds  in  Ann«, 
tÜQtoT  ibr  xwoi  IVcibcr,  ain  Uitter  tritt  eu  ilir,  hinUr  ihm  iwci  udrc  BllnnoT.* 

»)  Vgl.  Allff  Dciitapho  BioifT.  10.  Wl  .J<ib»t.  ndflr  Jocundu»  GnÜBMielrt 
driickU;  in  NSnib«rg  ton  1614  bis  1540  neben  andern  W«rk«B  Tiele  ToU«- 
bfinhor  und  namantlioh  Volk«liador.' 


11 


dfesflbe   8«    Ä    Taep    umliPrEtpirrf.    fehlt'),    «1er  Köhler  von    ihr 

10  GhMct')  erliilt.    nicht   lilftß  um  Seide  vorsrhiprlercr  Farben. 

soodiTu    auch    lA-bmfiinit1i*I    zu    kaufen,    AaÜ    Herzü^;    l,eü|iold 

nicht  bereite  ilcn  Lt-tduium    i\e»    Ritti'rs   Kffiinden    bat,   als    der 

HuDd  in  det>  KOnigs  (>(>^oim;irt  <lifn  >[an>vliatl  iinHlllt.  die  Loii'hf 

g^t  nit'Jit  aufgeüicht  uiul  (l;iln>r  nurh  iiicbt  irefundcD  und  )>i-ütath^t 

wird,  indaö  also  der  Antrac  de*  H^rzöirs  auf  ein<>n  (lottfHsericht- 

lichpji  Zweikamiif  zwischen  dem  Marschall  und  dem  Hunde  ziwn- 

\\i-h  wfnii:  moiivii*rt    erscheint;    liaÜ  ,j«tn'r  sich   tmr  mit  (n"i>li™i 

NVidprstreben  iwn  Kampfe  versteht,    nachdem  er  bt'sie^   worden, 

aber  ein  sehr  autiftlhrliclies  Sflndeobekenntnis  abteilt'),     dsU    der 

KOfliß,   naehdem    die    KrOiiMrin   ihr»  liintdo^lnine  ihm  mitgeteilt. 

sich  in  KesleitunjT   des  Hennt;«.  [j»fi|ndd  in  den  Ladwi  der  Kia- 

mrrin  be^iht,    um  den  TüMiIrr  .ibzubi'^ren*).   drr   mil   der   Arlieit 

Juia  KriRland  ;?ek'>mraen  lu  sein  beliauptet.  und  erst,  alt  der  Hi'fi«B 

*ieh  dafür  vi-rb(lrgi,    diiU  der  K5nii;iii  kein  Ia-icI  ifetirlielieti  sulle, 

die  Wahrheit  gciit*'ht;    daU  endlicli  nnrU  der  HOckki'hr  jener  an 

•len  Hof  bl«ß  dir  Tiuite  ihn-s  .Sohnes  •diiltlindet.  von  einer  wieder- 

liolten    HochjteitÄfeier,    liitterspieleii  u.  s.  v.   aber  nicht  die  Rede 

'-'t,  nie  denn  ßlicrhaupt  die  strnpliische  Hearbeitung,  wahrend  sie 

^<c}i  sonst  aut  div  Tatsadieii  bi-^iehnknkt  und  all«  <ie(;eriredeD  fort- 

llBt.    doch  ge^en  SohluU  ausgefülirter  ist    wie   ihr  Vitrhild.     Die 

Ab;ini|i'nniaen,  welclu'  der  Wrfjissei-  vnn  jener  vorgenoinnien,  nuiB 

°»an  beinahe  durcligehends  als  Verbpt'serunpen  ansehen,  nainentlii-!i 

Si\%  die»  van  denen,   wolidie  «ich  »nf  die  Auftlnduii^  der  I^eiche 

■•G«  alten  Hitlers  und  deren  feii-rliidie  llestaitutig  beliehen^. 

Eine  ReiW  von  Ülwn'iTiHlimmurijiL'ii  zeigen  tr.>t7.  diesen  Ab- 
weichungen die  Abhängigkeit  da  M&hWTgesangs  von  Schondoch^ 
^Tiälilung. 

In  beiden  Gedichten  heiüt  der  Uuc  Naimra  der  franzjvsiechen 
^a^e  Herzog  Leopold. 

'}  T.  d.  Hagon:  unil  gitag  al  eine  in  dem  tan:  ii)idi  tnuiiioni  TmiI: 
mwt  giene  aiu  Ijuige  in  dum  Un. 

>)  In  Aea  Welnaror  Exemplar:  Kalt  gAIdcn. 

*)  Ito  UdMwfeMHK  «infAL-h  KekGrtt:  Von  stundt  aii  er  atlo  ding  vor- 
iaeh.    IbütetgesinK  XII.  I. 

*)  Der  K&ni)t  hioO  jn  fflr  sich  bringen  Atx  I  nie  fast  ebf^r  der  Kuler 
laa£*Bn  kundt/ü&b  das  «erck  deteugniU  (piiige  /  ilinn  ilas  er  f!Lr  Jr  labon 
badl  »«  ionigklieli  :  lagt  äa.m'U  allo  ir  gcecbiclit.     Mciatvrguiaiig  Xll,  Mit. 


13 


llfelstnrfccRani: 

I,  u  tr. 

ilo  ein«  der  kinf-  «iiOrll  /  jugon.  «1« 
«uriiialH  was  «ein  nller  sitt,  / 
ilu>  i»"rg<^ns  frü,  vur  tag  oc 
»II,  /  div  Knn;,'in  Hnn  rlom  betb  nocli 
achUfTen«  pflkg  / 


1.  18  fr. 
leimall  dcv  Mor^cliBlk  ilcii  vn^  hin 
iTinD  '  Ell  iiiin  sclitnlTciKlrti  iOwcrt;«:.  ilu 
un  U^,  ;  wi-lrJii  it  sh  nvlilairrnd  mit 
jiiinaiii.  Tni^  aujr  bvUi,  lii«  kniiiü 
urtvackol  [lit.  /  u^Uiida  iti  licb  tum 
Künig  lUAcbL 


II,  II. 

dle»dd«mKAngsüinUcrUilurahbTiii-.li 

11,  15  f. 
do  er  dem  ZTcrglein  * nd  d«T  Kfmigein 
/  gekeret  hotte  niundt  i^en  inu|adt 

11.  32. 
schlug  «9  au  (>iDDt  w mid  lu  ludt 


n,  18  tt. 

eripruoli:  .faRirocrotdic  «nliwmiEur- 
hoyt  /  »m!  diu  ftucbt  in  jnii  luyb,  / 
das  nviir  n'tlch  nicht  i^nr  un 
erb«n  blajb"  / 


Königin  ron  Tnokrelcl 

».  öSir. 

d«r  Iiflnic  liinea  «it<tn  pfl»e, 
«ö  «r  glGilvii  iiai:li  ditn  lae, 
dai  uc  iif  >tuout  iu  bohur  «rl 
li]  Ubc  «(in  der  vnuvrcii  tut. 
dai   er   aiv  «lüfeii  llu«, 
als  sie  ir  jugenl  bieie, 
wmi  Niii  WM  ntbt  der  jire  «lt. 
eü6  tuor  er  Jagan  in  iUd  v 


T.  Sin. 

»in  gutwM«  aundor  miiisotät 
dm  Im  und  slief  in  dem 
dar.  imui  diT  ri)ii*u  niMtcha)' 
iiBid  triiKcz  der  vrouncn  an  (Ion  t 
und  dactc  oi  lun  altü  vuiii 
uiid  luiU  dor  vrouwCD  an  die  bnii 
dm  ir  «inlwodi,'n(  nibt  amwniit       i 
lind  liu<i|i  sich  ditniiitn  bald« 
bin  tixo  dum  xülbun   w^de 
in  voUccliehür  Juit«, 
dd  er  den  künis  wnot«. 

r.  91. 

Jur  knioic  dur  rede  aar  erachra^l 

T.  457. 
dal  rnunt  g«n  muat  ruort«. 

V.  98  rr. 

er  nani  mit  migeduldo 
dal  getwATc  bi  ainer  bände 
und  «hioc  ci  umb  die  «otidtt 
nnt  m  lon  alnen  hondon  tiUrp. 

r.  158  (F. 
.(■rt  did  (^dplrn  knnigln. 
di«  rüinvii  Hingt,  diu  c"t  gobar, 
iinil  noDiet  iuwor  «flhl«  war 
an  diaeni  aitnun  nibo, 
«uTi  Hin  in  ireo)  Itbe 
troit  ein  'wnn  bürde'  . . .  und  144! 
,»610",  Rprasb  di^r  hcriM.  ,dJ«  gak; 
dit'  «111  in  ir«m  libu  treit, 
Untat  ir  die,  et  wirt  iu  Uit, 


f 


13 


IT,  1t 
empfalcb   t»  Uertiog  Lenpold  gar,  / 
doch    dKB  mBD  sie  Dach  der  ge- 
part  solt  tSdten  / 


V.HL 
Der    Ritter  alt  too   dannen  keiet  / 
mit  der  kftnigin  durch  ein  wald  gran- 
»»XIX     rnd  wildt,  /  der   Marachalck 
ba^ld  nach  ejlen  thet  / 


VI,9ff. 
^ie   Mgt  *n8  die  hiatori  das,  /  wie  »ie 
*'^y  tag  TOT  wer  im  wald  Tmbgangenn. 
/  krant  wftrti  Tnd  ander  solcha 
■ie  afi. 


VU,  20  ff. 
«ich  hab  bej  mir  ffinff  g&lden 
^oL  /die  Djm  mit  dir  Tod  biB  nit 
TDgemDt. ;  hjn  gon  Pariß  njm  dir  den 
itrich,  /  Tnd  knmbt  dir  jemanndt  der 
dich  fragen  tbat,  /  So  meld  inn  kainen 
weg  mich  nichte.  /  kauff  mir  ein  Scher, 
ein  Fingerhut,  Nadel  Tod  Ein,  /  auch 
Eejrden  Scbwarti,  Grdo,  Prann,  Plab, 
Bot,  /  Gelbe,  Graw  vnd  Pleich,  Liecht, 
Tunekel,  mittelmessig.  Tnd  blejb  nit 
lang,  das  du  mit  nichte  /  erforschet 
werdest  ,todu  den  dingen  luerzeln,  / 
dadurch  ich  kommen  möcht  inn 
nott-/ 

Tin,15ff. 
nannemeu  wir  des  alten  Ritters 
war,  I  der  inn  dem  walde  ermdr- 
det  lag. /der  selbig  einen  hund  cr- 


wan  ir  erben  niht  enhant, 
die  bürge,  stete  und  wttiu  lanl 
von  in  sollen  erben". 

».  170  ff. 
„ein  teil  wil  ich  (Iren  dich. 
TÜere  si  von  den  oogen  min, 
oni  sin  gebere  dai  kindelin. 
aia  mnoiTerlieaen  doch  den  Itp 
TÜ  snelle  das  rerschemte  wip". 

T.  198  ff. 
der  ritter  nam  die  iroawen   lart . , . 
und  Toorte  aie  durch  einen  tan. 
dea  nam  war  der  untrinwe  man. 
der    marschal    w&fent    sich    tÜ 

g&ch 
vnd  töch  im  beimeltchon  nftch. 

V.  310  ff. 
diu  Trouwe  gienc  in  leides  pflibt 
in  dem  walde,  da  siu  was, 
loup,wurteln  und  grfionet  graa 
ai  siu  in  dem  gewitde, 
daz  minnicllche  bilde, 
anat  gienc  siu  lauge  in  dem  tan. 

V.  2S9ff. 
,ich  h&n  hl  mir  ffinf  guldin, 
die  nim  in  den  seckel  din, 
und  ganc  in  aneller  ile 
des  Weges  wol  ffinf  mile 
in  die  atat  le  Pärla. 
kouf  mir  siden  gel  und  wii 
grBene,  swari  unde  bU 
und  auch  »on  röter  varwe  da  . . . 
Trägt  dich  ieman,  war  dd  will, 
sü  bis  der  rede  niht  ze  milt, 
dai  du  mich  iergon  rikegest 
und  mir  keinen  kumber  vSegeat  . . ." 
(er  koufte  ir)  nälden  und  achsren 
der  minnicltchen  heren. 

V.  271  ff. 
d6  lac  der  ritter  atola  ermort 
luo  den  selben  ziten  dort 
verholen  iu  dem  wilden  tan. 


Togtin  ket,  ier  >irir  d^  tijrn  Holt  alle 
Ug/dflOi  Bltt«r  Hulnp  wiin<J«n 
1  Picken  lliel.  /  ilariiNch  er  h_vii  gnti 
luifTc  liwff.  /  vnd  wo  der  Mar 
Kolialck  gloiig  her  iii>lo  dar  ;. 

X.  3f. 
dsruacb    «praii){    et    vboni    Uavb  / 
dem  fratnmen  Hertiog  Leupold 
in  aein  schoato. 

XI,  H  ff. 
vnnd  da*  Tiicyl  gcMt.  J  dem  Kar- 
»chaUk  ward  ein  ptAgel  lu  ife- 
EoH/kaiidt  vAlIig  vud  «iim  ar- 
ni««  lauck,,  derUnniU  sich  sei- 
uur  itea  goUraucken  aulty  (far 
sclinol)  wardt  amb  aio  gcni&dil  ein 
schraiick.  /  d«r  Huudt  vil  uiancbeii 
lierttcu  schlafe  vordoldL.  /  lu  letzt 
«Tjmdic  k(<cl  rrnTtf  cht./ darmit 
dar  Ki'inig  den  kampir  abv  slclL, 


XII,  4. 
daebvondurkAnigin  iiicbt«i>8l 

XII,  4. 

wio    KVm    vr    die    uelb«ii    aiioh 
«rmÜTt  b«tto. 

XII.  9(. 

£r  schicket  oul)    inn  olle   landt,,' 
wer  aio  erfArc'  oder  tu  Innilt  knteht. 

X[I.  13  (T. 
dai  itnnrlt.  biH  iiiti  das  dritte 
J«r  .  . .  biU  BuR  Bin  xevt,  dai  s!l' 
Hunduti  bt'tjuiidt  /  deu  Kuler  wider 
({uiiii  Paruill  /  da  in  r«rkAii(fuii  jr 
kAKllich  Keinechl  / 

XIII,  4. 

AiT  Kjing   pat  aiift  mit  aller  tmint.t 
machte. 


oriogon  hat  dar  vordo  nuui 
li«Iillob  uüieii  atart«n  hunU 
der  Icckli!   in  nü  «r  vai  wna  i 
wider  lioft^r  hin  iv  hci*a... 
ilü  «aoh  er  «ü  der  mKrickal 
mit  lUtben  t»r  dmi  titeb«  itlm. 

t.  383  f. 
ilpiniartcn  vAriteo  waDdeUbL 
sprnnc  d«r  baut  in  «Inen  scka 

T.  899  ff. 
dac  iul4!il  «art  PCnacJint 
du  wart  ril  ivbi^  ij;einaßbel 
ein  kreii .... 

.man  soj  einen  betiKol  lies 
dan   sul  man  dorn  marackftl  gl 
«rmea  grüt  und  eilen  laue 
dai  ist  min  rlt  und  miii  gGidaac. 
di«  icDc  iu  ilneiD  munde 
dfimit  er  «ick  orworen  lol  . .  .* 
der  murdcr  üf  don  banl  slaoo ,  , , 
und    liiene    den    morder  an  die 

kel... 
der  liunt  iin  ilnon  kinw«!  beii. . . 
er  biei.  dai  man  sti'irt« 
von  Atta  uvrdar  du  deu  buut> 

T.  8B. 

.das  ich  iiihlwosleiraraiiikam.* 

V.  20Sr. 
wie  |[«rD  er  da  ait  der  «tat« 

d ie  vr 0 n wen  ODcb  ermordet  bete. 

t.  4»5  f. 
daniAoh  wurden  schier  geaant 
bntoTi  \\t  in  allia  laDt. 

..  .Wl  ff. 
dai  iftch  «ich  wa!  df  ricrtkali 

Jir. 
um  dax  aber  diu  vTouwo  cUr 
aant«  konfsebati  In  die  «tat. 
den  kolor  aiei  rerkonfen  bat 

T.  6Mr. 

mit  dem  kfinige  t^cfa  man  d''< 
mit  inauigciu  riehen  acballc. 


XV.  st 

l«r  Kin  liftber  g«ratter  vu,  /  vcon 
irdkii  kindt  hett  knider  tauft 
E«;h>bäu. 


XV,  18. 

id  ^b  jm  ein  gMtie  tintbobkfL 


V.  r,es  r. 

bfirge,  stete  and  wtUu  lanl 
gap  er  dem  Vnler  d<^  sefaaiit. 


I 

H  Bioe  weitere   dichterische    Beiubcituu);    vrurtiv    utiitenu    Stolle 

HzTit«il  <lurch  llimi!  Sachs  in  Heintr  „('nmeji  mit  dreyzelien  fiertiu- 

^11  CD.  die  kijni|;)ii  auB  Kr»nckri>ioh   mit  dem  falschen  murKclialvk, 

l»at  röntr  actus-'  'i.    Verfaßt  ist  das  Stock  ,AnDo  salutis  1^9  jar, 

»«I  Vi  ta?   Uecember'   iHms  Sutihs  .Stutte.  Lit  Verein   Bd.  8, 

[S-  Hff.)     Die  AuflpQliruDg  dieses  Stückes  wurde  vom  SQrnberg«r 

Rat  aas  uns  unbekannten  Orflndeix  untersagt,  wie  Victor  Uiihels 

CSciifiert«  Viert^ljahr^schrift  für  Literatnrgeschiclit«,  Weimar  l*i90, 


>)  Zu  einem  aitileien  SUkk  tun  H»ii«  Sachs  .Rin  coini.'ili  mit  17  p«r- 
I:  MAriaa  d«A  koatgii  tochlvr  uiü  l'ranr.krcich    und  bat  1  «ctu«",  xer- 

_  <  SX  Jnli  Ifli7,  b«m«rkt  d«r  Hi-nta*gel>ct  rHan»  SachR  StuUg.  LfL 
••nia  B4.  SO,  S.  64)  .einer  bitaondereD  ITnUtraucbun^  bedarf  e>  noch  lu  or- 
^(Min,  wober  Uani  Sach*  den  Stoff  getiommen  hat.  KleaieDt«  daiu 
W«  iM  tn  der  uiucbnldigen  Künigtii  luii  Fiuikruicb.  dii-  ui»ri  deui 
hk«i4acll  iiudircibt.  und  in  dem  Meistersang  et  W.  v.  Tcltto ' 

M>  Mdk  ««ist  ivar  maflclierlei  Ahiiliebkeit«n    mit  «(«erin  i^tolTc  auf,  g*- 

Un  aber   ü    d«n    Sagenkreii    ron    Mai   nnd    Beaflar   und  ßühelera 

.Eiai^«tMbt«r  Kia  Frank  rcU-h'. 


[ 


B().  m,  S.  3?)  durch  Vemfri'iitli<-hniiK  ävr  „Ratiiäverl&jtse'^  (=  Prc^ 
tokolle  Aber  die  BeschlOfSe  des  Rats  io  den  verschied eae:^ 
Sitsnngen)  gezei^  hat:  ^1558,  11.  Jiinuar.  Den  an.4itchennde:xc 
Maistor  Singeni  Soll  mann  vH'  jr  bit.  rergoimen  vnnd  zOluser^ 
des  Sachsen  ^cteltf  Tnigedj.  vonn  der  kiiidlicit  Christi  zu  spieUiK^ 
(loch  diis  sie  nit  ehe.  dAnn  tIT  Liclitnies  itcMerist  an&hen.  jne^a 
aber  die  aimder  l'timtrdj  vonn  der  kuni|;in  za  Friinnckreich  tiqK^ 
ergeriiub  willen  üuäpielen  ableiucii".  il&as  Sat^'hs  hat  um^b  al^ä 
Schauspieler  in  der  Komödie  mit^eirirfct,   «rie  MicheU  a.  a.  O  — 

Seit«    42   n»L>hn'('i»t.     Jm   Zwiiikaiier    Handexemplar    der    Hei)rt«r 

lieder  Itaiid  XII  fol.  TtS  fillirl   Haus  Sachs  in  t^itiem  Oedicht  „In« 
<\t«  Römers  gi-niLiirkweis"   auf,   in  welchen  Rollen  er  al«  Sclinu — 
Spieler   gewirkt   habe   nnd   sagt  v.  33/3-t    „Wart    auch  ein  jegc«:— 
vrid    poülput  /  Vnd   ein   henflker  vnd   Solt  die  kuiigiii   Mtrafcu"- 
Micbele  bezieht  ilieüe  Verse  mit  Recht  auf  die  „Cuniedi,  die  kflni—  ' 
gin   aiiü   yrani^kreivh",   diu  man   also  autlUlirle  bis  ibs   zitierte 
Verbot  cria^Heii  minie  (1'j4'.i  Kuimidie  yerfaÜt,  ti.  Man   I.>51  Ge- 
dicht in  de»  RiJuivr»  Kcsunvkwci»,  löbS  Au£fClbniagsvtTb«t). 

Hanä  Sachs  scheint  nicht  nur  SchondfH^hii  Oedicht  sond^n 
■iihh  d<'n  Mei:jtcrgeüang  im  Ke^geobogeDtoti  gekannt  zu  haben. 
Darauf  weisen  eine  Anzahl  von  OhereinstiinmuDjfeu  hin.  die  sidi 
linili-i)  ciniTseitH  mit  dein  uu5l.ro iihii^dieii  (iedicht  und  aiidrumeiLs 
mit  dem  Meisterlied.  Eine  Reihe  von  Personen  hat  Hiuis  SacfaJ 
redend  »der  handelnil  auf  die  Bühne  gebmchl,  die  in  seiniir  Vor- 
lage nur  angedeutet  sind :  l'ostbot.  Hittfrr  Florio,  Xwergleia, 
Honcker  «uler  »ueh  frei  ilazu  erfunden:  Khrenhold,  Hof-juiickfrair, 
Jügermeist«!-.  Die  Ue.sprlir-he  sind  für  die  dramatische  DaistelluMr 
erweitert,  und  inhaltlich  werden  sie  manchmal  von  andern  Per- 
süiion  Kt^f(ihrt.  i>er  Kwerg,  der  da^  Ui^äpräeh  zwischen  Marscbatl 
und  Königin  angehört  hat.  droht  dem  Kßnig  die  Sache  anzuzeigen. 

Mit  dem  Meistergesang  stimmt  die  Koinüdic  zuiiäutisl  darin 
fiberein,  dnü  der  Kijnig  den  Kühler  auf  das  ^^ehloU  kommen  läüt, 
und  er  iiirht  ffit>  bei  Schüiidoch  in  den  Laden  der  Kr&merin  geht. 
Ferner  wird  auch  in  der  Korandie  die  Leiche  des  erschlagenen 
„alten  Ritters"  aufgefunden  und  in  feierlicher  Prozesäion  aus  dem 
Walde  geholt.  BcKondei'»  deutlich  ist  di»  Obereinstinimong  gi>geii 
Sc hin  B: 


17 


i 


I 

I 

I 


V^fl^K,  Der  ke&lg  «prinht: 
Sn  a<II  vir,  ob  Gott  will,  biU  sioruMi 
Taaffm  dm  Ucbtn  «onc  mvi», 
TnJ  bitl  dich.  Jo  «Alct  ^alt«ii'  ■nin. 
Dienvil  da  trcirlich  hiut  wir  »Uh«l 
0«Mtea  kftct  ob  iin(«rin  )Cin«li<»l, 
WAl]«ir  bi  giiKit  >lt'in  aitclt  )(c4utickeii, 
1>U-  grnt^rhiiift     in   dem   fnr«t  <1ir 

scbrockcn, 
I>ir  lud  alle  deincni  gotcKIncht, 
Vie  du  besitiru  «dt  mit  rectal 
l'tid  darin  balleo  k'^T^'I' 'taid 
L<cg«t  liu  Uli  ein  biifcewaiid: 
l*B,  b<Tt«o|[  LcwpnldU  iin»  peruyl 
Auff  viertirlieD  tuic  oiu  hodiie  jt 
Mit  bAatling  d«ntien  und  bufliereti 
Hit  numen,   ibechen  nnd  thur- 

nlaten 
t>M  als  Dach  kfiniglichoo  ttbrn! 


Daß  Hanit  Sachs  »uUer  dein  Meiytierj^n-sxtiK  auch  Schondodit 
Gwlicht  K«l!Wint  hat.  soll  im  Folgenden  nachsi'u-ipsfii  werilen. 
Ali  die  KwnigiD  de»  Ehebruch!'  angeklagt  wird,  bittet  Herzog 
Leopold  utD  (ioudc  ITir  ilii<  iirii^lQrklirhv  Frnu  und  siigi.,  daU  aio 
aoBL'holdifrm:  „Ist  etiVAnn  vertagt  »uti  noyd  und  hnU'  (H.8.  6*2,10), 
,ste  touoi  «twer  v'Briwgcn  iiän*  (Stdi.). 

Der  KViniic  beaiirtra>;t  Am  Ritt«r,  der  die  Künigin  in  difl 
Verbitinuiijf  brinsrl,  si*  ua<h  der  tieburt  zu  t'dfln.  das  Kindlein 
abvr  zurdükzubrin^n.  Hi^rzo^  Loopidtt  aber  sidutrft  jliiii  uin,  die 
KAtii^n  aii)  Ijrhi'ti  XII  luKseii  und  auf  wmt^rcn  !t«8chL'id  /u  warten. 


KV,  12  lt. 

d«r  «itnle  KAuig  nftm  bat  «einer 
tiend«  /  vud  gab  jm  «in  guitu 
araffxliRfft  /  mit  &U  ««iner  ge- 
wer  /  sncb  Minrnn  gcKohUcItt  .... 

SIT,  ISO. 
er«l  «ard  »locbnun  tnd  tbur- 
nicren  /  du  facillohit  holT  der  je 
^i'Mthrn  was  ,'  *nd  >b«T  k^itllchi 
hofSeran  .  .  .  vnd  wert  die  hoch- 
loj-t  riortichn  tag. 


fi3J$.    Der  k^B^^  iitrlcht: 
Di«  tbat  f(»oXi  kW  Ttr  aui;<!n  I«t, 
Doch    «All    air    Iiio  «in    mittat 

Biacbnn 
Von  ««T  bilt  wiftni  ia  don  aachon. 
I-Iorio,  dtt  alt^«tr«wcr  mumi, 
K&r  bin  di«  kttnigin  gehn  Laoii 
Bill  da»fi«da>kiudluiD  gebärt: 
Wenn*  *«»  kiadßbfind^n  lodi^  wtrt, 
Ala-denn  da«  v«rnicbt  woib  vribreoD, 
Dnd  brinc  du  an*  da«  kindUin  dnnnl 
Uusoir  (iob  mir  diu  crown  dviut 
Utlnta,  ]i<ii»nd«cb>  tjtdUUI« 


V.  170  ff. 
oin  teil  vil  ich  «ren  dich. 


rfinre  «1  voii  d«n  oiiguii  niln, 
liiit  »iu  gitberi.'  da-i  kirid«1In. 
«III  tnuui  verÜHsiin  ilovb  den  lip 
TU  aiiell«,  d&i  ToMchamt«  wtp, 


Der  ritt«r  Flnrlo  gelolit  deni 

tcnig  an  ond  spricht: 
Allei-gnedigsUrr  horrci  mein, 
Du  will  ich  aallrichtnn  lulT  Lrxwen 
Hinftlraii  die  kCn^iklicIivii  frniti;!!, 
BiU  sie  ir  kimllttin  (lebnn. 
Titleicb  aich  bn»«»  üadeD  wAit . . . 

Der  kUni^  s^ht  «b   mit  »oiin 
bofgesind.     Uurliog    Lewpi^ldt 

Kpricht: 
Hab  tioyÜ  und  dk  »nuL  «nl  Mißricht! 
I.4kß  Her  kflngin  kein  manfi"!  nidit! 
Wenn»  gli''':''  (rebftrC  Ir  klndclein, 
So  US  dir»  iiocb  befolbtfii  sein! 
Die  kOngitt  bhftt  vor  horticnlcjd I 
Tfidt  ir  nit  bil)  auff  «uitcr  kschej^d! 


V.  18ti  IT. 
„hkp  tii>  in  bnoU, 
onit  vfl«re  »iu  tu  vremdiu  liint«1 
bii  ir  got  gnAdc  tuol  bekkot, 
dai  ala  ^«bcr«  d«i  kinddip, 
»V  Scilla  nihl  lenipir  itn. 
dal  kinc  «altli  bringen  mir, 
und  Im  die  mnoUir  hinder  dir. 


Zw«i  Vorse  nl)er  den  treaen   Uan<l  stimmen   fut  wOitlicii 

Qberein:  ^| 

68,4  f. 
Und  klso  litionl  \t*j  im  blieb. 
I)illindi)rhunif<)r«(>niiiktricb. 


«77  f.  ^ 

bin  in  dcrbuDgcr  rna  im  Ircip. 
I«>nger  er  dö  iiilit  boleip. 


(iminu  wie  boj  Sciiüiidix^i  sträubt  hJcIi  in  i\»r  KvmHAi«  der 
U&ntchall  mit  dem  Huiiile  zu  Itiiiniifen.  im  iih-^rensutz  ziiin  Xeistvr- 
gesaiiR,  vrn  die  Aareirung  zum  Zweiknmpf  zwisclien  Huiirl  uBil 
Marschall  gerade  von  diesem  au^^eht. 

XU  diu  Küni^in  üich  zu  dem  KShli^r  geflüchtet  hat,  cnU 
Rcliuldigt  er  kicIi  vfvgen  seiner  rlürtliik'en  I^o:  „M*yo  krm« 
speyU  ist  fiicli  in  «chlerbt"  (U.  S.  6li,9)  „ich  mac  iiich 
Imitier  nilit  be^fäii,  als  iu  ;i(rz*iiif  wjcrr*  (ScIi.  234)  und 
»uf  (IJe  Fraji;«  Avs  Königs,  woher  er  die  Stickerei  briage,  »utwwrtfl 
der  Kflhier: 


54i  r. 

„idi   kiiiiu!  üa  Kngellauti 
dttiinL>ii  bin  ich  horgvsant.*' 


75,11  r. 
.Di«  »rb«}l  leb  giii»di)(e»  berr 
Bring  h«r  von  oinuni  kanlliiinnii  Ten 
Von  F.utidn  (U.ti  huÜ  Fux<--Msiit. 

Nach  Haiia  Sachs  scheint  d:ii<  fiedinht  iu  der  deutacheo  Lile- 
ratiir    nii-lit    mehr  ielbtttiLiidii;   behandelt  Wür<I«>ii    2U    !<ein.     Aber 
nocJi  elumai   machte  iler  treue  Hund  des  Aiibri   in  Deutjichfanii 
von  sich  za  n-duii.    Kin  m  üburi^eteuug  nutgefUhrtes  mit  Uusilofl 
und    Bullettt-inlagKn    miNgestattetcN    Stück   des  ft.  C  UuUb«rt  de 


i 


n 


Pjxer^nrt:  I.e  Chi«n  rie  Montarftjs'),  in  dem  diu  sUv  ErziUitung 
von  Hacairv  und  <letn  Hund  des  Aukri  in  ^nx  modern  inerter 
liestalt  auf  der  Hflhiiü  vur((efflhrt  wird,  erfreute  nch  niiiiiUch  im 
AtiDuig  des  varigen  Jalirhaiideits  in  ganz  Deat«cbl&rid  ^troUer  Be- 
üeUJieit 

ijoethe,  dainkis  Intendant  de.*)  Weimarer  Tbeaters.  lehnt«'  das 

Sttd  ab*),    doch  Eurl  Auj;u»t,    iler  i<tjtrk  unUT  <l«in  Kintluß  der 

Scliuiü^^nvlerin  Jagemimti  stand,  vcrffigte  üeinp  Auflllhrung  (1817). 

Hionuf  erklürt^  iroethf.  dall  er  niclit  mehr  hinter  einer  Bflline 

FofftfheD  kAnnc.  Aiif  der  ein  Hund  spielo.  und  reiste  nach  Jraa 

ab.  wtdiin  ihm  biiid  darauf  Kiirl  Au^.'u.sl  die  FntlaiMung  tm  .««incr 

Sf«llanK  xIh  Inti'nilant  michüctiickte.    Seitdem  bemühte  skh  Ooethe 

nicht  mehr  um  die  Leitung  de?  Weiniürt-r  Theaters,  walireud  «ein 

Verhältnis  z»  Karl  Auguat  bald  wieder  d&n  alt«  irurde. 


Grundlage  von  Schondochs  „Lltlauer". 

Kine  uliuliche  Sagff,  wie  sie  un«  Scbondoch  tkber  die  «rutider- 

liare  Hpkchrang  eiiws  Littaiierfflrsten  enHhlt.    lief  auch  ßber  dpn 

StchsffiluTzotf  Widukind  um.     Von  den  bei  riekumf»')  S,  t;0  an- 

ireiBrRbeDen    Ijiiellen,   ilie   haiiptfinchltcb   fftr   die    \VidiikindKa?e    in 

Betnit-ht    koiiunen,  gibt    iint»   lüi'  <;hronik   dt'S  Heinrich   vim  Hir- 

f'trd')  (ca.   l:{5ü)    zuerst  Kund«?  von   dem  Wunder,   das   die  Ver- 

i>nla.siiDnK   tu  Widnkindi  Hekohran^  gewesen  »ein  soll.     Doch  i.st 

It^inrieltü    K«rirhl    niclit    »ridnell.    denn    nachdem    er    rou    der 

'liaiorisdien    ](p»iie^'unK    und   Taufe    Widukinds   irespmchtin    hat, 

'«•itet  er  mit  dwi  WortMi  „alilpi  tarnen  Icgitur  sie"  die  Wunder- 

^''^BldtLuDg  ein, 

*)  Im  8c]ilo<<a(<  mi  M<>nt.iri;i»  war  die  KaiDpfsiene  ivlichen  dem  Hand 
>krti|  Macftfri!  Qbur  di<iii  K&niiii  abifeliildfl.  V)cl.  Uneiaard  a.  n.  V., 
'■'  ffitce  XXVllI.  I''in  I''i<'iujilui  ilor  frwiBiJg.  AnH|;mbu  Wfinili't  »leb  &af  dor 
lionoer  Ttiiv.  Uibl.     Sign.  Fr.  33. 

*J  lUdi    U.  Hcjror:  I)<r>t1i(t  jt.  SAD  Ilnrliii  I69S11:  OiinHivrd  a.  u.  0. 
**T*h«'  LXIX. 

*)  Wilhi^lin  IHekain]!:  Widiikinil  der  Sacbxmfnliiur  undi  Quscliii'ht^^ 
Umj  üagi:  Urknititf  I'ri-iiiiidirirt.  I.  T(<il  nistcrtution  MDiiüt^tr  1877.  Der 
Aid  Sii|[i-  hchandvItKlc  lt.  Tuil  int  lüu  L-rnchU'iiini.  <!>  diu  Mniiu«krl|)l  rer- 
Iwu  Ring.    Vgl  iUlK.  <!.  Biour.  47,  S.  619. 

•}  üttf.  von  Aujiul  l'uttbaat,  Qottbgou  IHSÜ  S«lt«  33  u.  S3. 


_20 

Die  Chronik  des  Theodorich  Engelhus')  (+  U34)  und  di< 
Metropolis  des  Krantz  (-f  ISl?)  gehen  entweder  auf  Heinrich  vod 
Herford  oder  eine  ähnliche  Quelle  zurück,  charakteristische  Zöye 
weisen  sie  nicht  auf. 

Da  nicht  sicher  ist,  wann  zuerst  die  Sage  von  der  Bekehninj 
Widukinds  auftaucht,  können  wir  nicht  entscheiden,  ob  diese  oder 
aber  Schondochs  Erzählung  nrsprünglicher  ist.  Der  eigentliche 
Sinn  der  Legende,  daß  nämlich  die  stärkende  Kraft  der  Hnstie 
verherrlicht,  und  dies  von  einem  Heiden  in  Obematflrlicher  Weise 
bei  der  Messe  mit  Augen  gesehen  wird,  ist  im  „Littauer"  bes9^ 
gewahrt,  während  in  der  Widukindsage  nur  ein  „pulcherrimus  paer* 
in  der  Hostie  erscheint,  der  sich  den  einen  zuneigt,  von  andem 
aber  sich  abwendet. 

Roethes  Venautung,  dall  der  Littaaerfürst  der  1251  getaufte 
Mindowe  sei,  hat  sehr  viel  ftlr  sich.  Mindowe*)  ist  die  ente 
historisch  bedeutende  nns  näher  bekannte  Persönlichkeit  in  da 
Gesrhichte  Littauens.  Hart  von  den  Deutschordensrittern  bedrängti 
sah  er  ein,  daß  er  seinen  Plan,  die  nissischen  und  littani^diffl 
Völkerstämme  unter  seiner  Herrschaft  zu  vereinigen,  nicht  m- 
fiihren  könne,  solange  er  nicht  in  Frieden  mit  dem  Ordeo  lebt  , 
So  trat  er  zum  Cliristentuni  flber  und  beschenkte  den  Orden 
reich.  GroUer  J  übel  herrschti'  unter  den  Christen,  uiul  vom 
Papst  IiinoceUK  IV.  beaultragt,  vollzog  Bischof  Heidenreich  t« 
Kulm  in  Gegenwart  des  Deutsehordensmeisters  Andreas  die  feis- 
liche  Krönung  Mindowes  zum  König  von  Littauen.  Als  aber 
iiacli  verschiedenen  Niederlagen  die  Kraft  des  Orden  sehr  ge- 
fichwädit  Will".  Kiib  er  l  Ufii*  dem  Drängen  seiner  Volksgenflssen 
nach  und  sagte  sich  von  Oliristentum  und  Orden  los.  dini 
Jiittauen  in  seiner  Hand  nu  vereinigen  gelang  ihm  jedoch  nicUi. 
denn  schon  l.MilJ  Kel  er  als  Opfer  einer  Verschwörung.  DaU 
Mindowe  später  wieder  vom  Christentum  abgefallen  ist,  spriAt 
nicht  dagegen,  in  seiner  Bekehrung  den  historischen  Hintergruni 
zu  Schondochs  Erzählung   zu    suchen,    er    lebt   in  der  ErinneniDg 


')  Hrsg',  voll  Luibniz:  Scriptores  rcram  BrunsTicenstum  II,  IO£i- 
')  Das  Folgeiidi!  uaub   Tb.  Schiematin:    Rnitland,  Polen  und  Lic!»^ 
bis    ins    17.  JahrbuniJLTt.     (Allguinciiic    GcsrhichU;    in    KinieldftrüteUangO 
hrsg.  V.  Wilhelm  OiickeiL.  Zweit«  Hauptabt.    Zehnter  Teil,  L  B«>d  S.  ilSl 
Berlin  1886}. 


31 


)b  ifcr  dir  den  cliristlicbi-u  tJIuuben  ueu  gewonnene  Füret.  Wo- 
lter Sehondof^h  der  Stoff  tu  seiner  KnAliliinf;  ziififganf^n  int, 
nwütti  wir  ni«Iit.  HinirMs*  auf  soiin'  Quell.*,  nie  ,.ri«in  sajgt 
uiL^"  und  „dai  mir  die  liute  Tt>rjAheit.  üoii  wrd  danimti  kundic 
■H.  irh  liOrl.  d»  inHrix  im  liinH-hcii  las  .  .  ",  machen  ps  wahr- 
^heinltcti,  dufl  »ie  luf  maiidliclicn  Uorii-ht  zurackgdit. 


Metrisches. 

Die  beiden  (imlichte  Schmidochfi  «ind  in  Reimpaaren  verfallt. 
I>er  Versbau  ist  im  allgenioinen  noch  dor  der  aut«n  mittelhoHi- 
deutscheii  Zeit,  j«lo*Ii  ist  mit  starken  Verkflrziintten  im  Vers- 
inniTD  lind  im  Iteim  /u  aYluicn.  I)ii-  Vitm'  sind  uunal  vicr- 
Iwbig  stumpf  (Hier  dreiliebiR  kliiiyernl  1,'vbaut  Diu  ftumjif»us- 
«diendeii  Vprsi!  üind  iii  di?r  ÜberwiliI:  ülwa  Ui"/„  der  Reimpaare 
iliM  Littnuers  und  •.'2"^  der  Krinipin  ran  Frankreicli  hab«n  bei 
•t  HebuniTi'n  klingenden  .\iis';:ant'. 

Kinine  si-heinbar  rieriiobiK  kl  in  tuende  Xvrse   sind  woW    doch 
itiunpf  mit  rnterdrörkuiifi  den  e  ku  lesen:  engftnwt  '  «•rsrhrpiiüPt 
Ut  1S3,'4,  samenuniTf  '  endunkf-t  I.it.  2!!V-t*.  üiehen  /  vergiheii 
Ijt.  275/<J-     Ei"    vierliebigklinf^ender    Vers    im    Reim    aul'   einen 
Miicheo  vcm  drei  Ucbnngen  ist  Lit.  94  flherliefcrl:    liugß  icli  dir, 
daz  rlä  bernubont :  dßr-h  kann  man  itiese  rnhnrrektlieit  dureli  Weg- 
lassen Ton  „dir"  bes»'itigen. 

Sieher  diigecen  üiml  uns  «ine  AnzabI  dreihebigpr  Verae  mit 

^'•'WsUbigem  AuBjiKn»  bei  kureem  Stammvuk«!  beiteuvt>:  bete  /  tele 

^-     ilA',    betr  /  Tcrwfitc   K.  4r>.t;,    ye^elicn  /  vci^johcJi    \ÄX.  lU/2, 

J*e*nt  /  sigütnt  Lit.  I31''i,  achimel  /  liimel  Lit.  "i-tT/S,  gctribiwi  / 

»Üben  liit.  309/10.  $&  sol  ich  äne  br«gen  Lit.  H^  roimt  auf  rier- 

'^liig  stumpfen  Ver».   kfinnte  aber   din-cli  Einsehiobei  von  (limim 

■<-if  4  HebnngL'n    irehraclil  werden.     l))'rarti(,'p   Verse    finden    eich 

*^M.cIi  in   der  Virginal,   in   drr  Martina,   im  liusant,    im  Vcicr  vi>n 

^♦■«nfenberg  und  aiiilern  (ledichten  des   14,  .Th.  (vj^l.  Wilmamis  Z, 

*"-      i\.  A.   Iä,-Jy5tr.,  Jsnicke  S.  «U,  OIa»er  8.  40r.,  Eiilint;  S.  4!»  f.). 

*-*ie  l-^scheiiiunp   ivMigi   mit   der  er^t  allmahlieh   dureligclllhrten 

*-^ehnuii(c  kun«r  offener  .Slannnsilben   insammen.     Aum  dem  Um- 

'*tand,    <1ai)    daneben    awli    Versausnaniie    wie    M^G  /  verswigo, 

V?*'Wu  /  leben   stumpf  verweiidvl  wvrdt-u,   darf  man  nach  Junick« 


*>•> 


„nicht  den  SrhlnQ  zieheD,  daß  damals,  als  diese  Gedichte  varfa 
wurden,  jene  unorganische  YerlSngerang  der  konen  Stsnunsilb 
eben  erst  begann.  Denn  diese  doppelte  Qeltong  derselben  Bein 
finden  wir  noch  viel  später,  z.  B.  in  Hslbsatere  Lied  tod  A 
Schlacht  bei  Sempach". 

Die  Überwiegende  Mehrzahl  der  Terse  ist  mit  einsilbig 
Auftakt  versehen.  Äuftaktlos  sind  in  der  K.  y.  F.  etwa  180  asd 
im  Lit.  etwa  30  Yerse.  Zweisilbiger  Anftakt  liegt  in  einer  Beüie 
von  Versen  vor,  allerdings  kann  man  in  verschiedenen  Ftlloi 
aach  Einsilbigkeit  annehmen:  diu  ge-K.  1,  daz  sie  K.  10,  im 
K.  20,  and  ver-K.  -23,  ein  ge-K.  68,  daz  ge-K.  97,99,  daz  ir  K.  136, 
und  mir  K.  "iä^,  und  mit  K.  »82,  eines  K.  301,  iuwer  (iur)  K.3.i9, 
warumb  K.  364,  lierre  K.  370,  daz  ich  (deich)  K.  379,  do  der  K.  iA 
wannen  K.  543,  siu  ver-K.  ß09,  und  be-K.  690,  so  gar  Lit.  3,  du 
sie  Lit.  33,  beide  Lit.  !I6,  307,  do  die  Lit.  97,  and  die  Ul% 
iege-Lit.  V2-2,  so^er-  Lit.  242,  den  du  Lit.  243,  do  du  Lit.  2W, 

Die  Taktfallung  ist  ineist  regelmäßig,  indem  einsilbip 
Hebungen  mit  einsilbigen  Senkungen  wechseln. 

Absteigende  Betonung  mit  Fehlen  der  Senkung  innerhalb  in 
Wortes  finden  wir:  märschal  K.  13,  70,  284,  402,  gedienfet  K.39 
Liupolt  K.  121,  137,  330,  niemer  K.  13(i,  güldin  K.  239.  Pi« 
K.  243,  bischnve  K,  280,  ändern  K.  411,  mörtlich  K.  438.  lieiliga 
K.  568,  küntliclien  Lit.  38,  wartliüte  Lit.  197,  imbiz  Lit.  27i,  to 
rttht  Lit.  293,  b^thüs  Lit.  2116,  päläs  Lit.  306. 

Sonst  felilt  die  Senkung  ziemlich  selten  in  beiden  Gedichtes 
und  zwar,  rait  Ausnahme  von  K.  4.'>7  und  Lit.  35  nur  in  stamp: 
ausgehender  Versen.  Die  Senkung  fehlt,  obige  Beispiele  mit  ixa- 
begriflen,  nach  der  ersten  Hebung:  K.  39, 136,  402,  Lit.97,  lei 
lind  K.  47,  lip,  ere  K.  .')1,  luüp,  wurzeln  K.  212,  nach  der  zweiUi 
Hebung  K  411,  438,  öiiM.  Lit.  38,  swarz  ünde  K.  245,  kreii  * 
K.  403,  sprach  leider  K.  436,  mi'mt  niorte  K.  457,  tflt  sind» 
K.  474,  biirc  sä  K.  :>1],  kint  ünde  K.  622,  dich  und  Lif^ä"- 
nach  der  dritten  Hebung:  K.  13,  70,  284;  121,  137,  330;  ^39 
243,  280,  Lit.  272,  2SI3,  296,  30fi,  gröz  nie  K.  156,  hünt  slüocK.41^ 

Zweisilbige  Worte  mit  erster  kurzer  und  offener  Stammsüb 
füllen  meist  den  Takt.  Die  in  Betracht  kommenden  trennend* 
Konsonanten  sind:  b,  d,  g,  li,  m,  n,  1,  r,  s,  t  und  t. 


,-1 


39 


m  b  nilen  den  Takt:  leben  K.  117.  leb«ns  Lit  Oß,  g«- 
KltrilMiii  K.  1-26,  haben  K.  'i5H.  Lit.  '.'5^,  habast  K.  543,  üUben 
K.W5.  aber  K.  304,  Ober  K.  HO,  .'»:il,  AM,  ß'2fl,  Lit.  104,  gelobet 
K.U'i,  gegeben  K.  (163,  lvbf»m  Ut.tiü,  obe  Lit  ISl,  getriben 
Li(.  :!I{!>.  —  Zur  AutlOHun^  dienen  me:  abfr  diu  K.  Mi'l,  habe  ^e- 
Irt  204.  gibe  dir  Lit.  234,  Irtbcnt  in  Ijt.  -iHö. 

Mit  d:    rede  K.  91,  33it,  «81,   redt^erliln  K.:W>6,   redd^ein 

K.  674,  687,  wider  K.  93.  -itiS,  S79,  -^yO,  604.  63-i.  Lit.  147.  212, 

wider-satz  K.  itil.^d«!  K.  131. 432.  «der  Lit.  19,  schaden  Lit.  I3fi.  — 

Sie   dienen  zur  .^aflAsuDg:  cdele  K.  111,  15»,  229,  2fl(),  red«  dA 

K.  113,  wider  u  K.  300. 

Mit  g:  tugentlich«  K.  2»,  tngentlicb  K.  ^25,  Jugent  K.  $0. 
jager  K.  ß2.  erzopen  K.  fi",  274.  pfliffet  K.  fi7,  herzöge  K.  121, 
verlogen  K.  140,  lii;en  K.  169,  regi»  K.  242,  taga  K.  301.  üigfr- 
lAfi  K.  441.  «age  K.  4iX,  .542.  .^79.  ^82,  erslagon  Lit  139,  mflge 
Ut.  194,  Ten-wigv-n  Lit,  214.  Ilget  Lit.  221.  gejogen  Lit.  231, 
fDgcgCD  Ut.  HHi.  —  Sie  dienen  xur  AnflftPiinR;  gegen  dem 
K.  i'ie,  tnOgc  ge-  K.  443,  herzogvn  er  K.  .'.34,  vo^tHn  K.ülli, 

Uil  h :  gescheite  K.  3S1,  gesehen  K.  382,  Ut.  250,  283,  i«heru 
IC.  .1^4,  (rehenen  K.  (n)8,  »elion  LIL  143.  —  Auflfisiing:  «ehet 
ein  530. 

Mit  ni:   kumiyt  K.  89.  .Vi7,  56'>,  ßO;,   kamen   Lit.  3S,    kuineii 

Ut.  278.  bekoniöii  Lit  211,  kiime_üa  K.  .i15,  »ch^inellcli  K.  107, 169, 

"«hetnftllrlien   K.  115.    nemet  K.  .*2ii.    nemcn  Ijt,  .?«,    himelrlch 

'^'•♦m;),  liimelLitI«o.  ;ji«,  hiincsliseben  Lit.31.p,  fromen  Lit.  117.— 

■AtiflösuDg:  Uimel  uüd  erd  Lit.  75. 

Mit  n:  kflnicK.3,  6,  5'»,  67,  78,  8d,  12H,  l.il,  [67,  318,  375, 
*2H,  432,  461.  489,  .512,  513,  517,  .^33,  MK,  .173,  579,  611, 
'''t.  43,  90,  Ui2,  l«2,  197,207.  kllni-ginne  K.  17.449.  künigln 
^-  43,86.  I;i*l,  200,  229.  an«.  K.  II,  79,  Lit.  21.  IUI.  manic  K.  280. 
'•jt.  178,  manievalt  Lit  .14,  iene„iii  K.  39K,  inen  Lit  172,  wenic 

'*t-  15.  —  Sie  dienen  zur  .\Hßfrtiuna:  künlr  bette  K.  13,  klinic 
K.  91,  küiiic  sprach  K,  344.  kOnic  iiioht  54'»,  kOnic  sich  K.  589, 
^t>nir  her  K.621,  kiinic  tet  K.  t!2G,  kfinii-  sie  K.  640,  kOnic  be- 
'■'t.  I2y,  könic  von  Lit.  27K,  kflnige  K.  177.  .'.96,  kßnifjpjn  K.  601, 
^»»igejhi  K.  675.   kQnigin    Iv.  185,  (i20,  manigem  K.  297,   597. 

«■»ige  K.-i'ja. 


^per 


24 


Mit 


kolor  K.  -»Ifl.  -iS?,  35S.  M3.  ÄSl.  fiOO.  R7n.  n7i>.  « 


i 


holen  K.  'Jl'.i,  solich  Ut. äUO,  'J(i4.  —  Sie  diene»  tnr  Autlö^iii| 
koler  eich  K.  .'»44,  koler  spranh  K.  ödA. 

Wortt'  mit  r  l'iillpii  nl^l»  iJeii  T»H:  verloren  K.  117,  Lit.  1* 
irem  K.  U5,  li;.;,  iren  Lit.  «.  271,  ^ebere  K.  I7'.'.  ge-wureii  K.  3* 
er-wereii  K.  3117.  art'beit  K.  4S'2,  beschorcii  K.  574,  werelt  K.  .'>;> 
Toran  Ut.  47,  154. 

Kbi'ii>jn  Wortf  mit  s  mul  v:  dispn  K.  11 1>,  SKI,  (>(»«,  H** 
(lisem  K.  ](il.  di^er  K.  lHöy-iW^Übb,  gewesen  K.  15ä.  geoc»i 
K.  443,  losiiteu  Ut.  lil,  rise  Lit  7St,  171  -  höre  K.I5,  IL» 
frpvenüi'liü  Lif.  22s. 

VVortfl  mit  t  löllni  den  Takt;  boten  K.496.  Lit.il, 
K.  505.  ge-hotoii  K.  SOI,  Gotes  K.  270,  516,  57H,  (UM,  li^ 
Lit  71,  vater  Lit  24-|.  —  Auflösung:  (Jotes  hilf  K.  .W«,  Oo« 
von  Lit.  202.  ■ 

Ober  Apokope  im  Keim  fi^I.  K^imKebraHch.  Synkope  Üntf 
wir  durch  Keim  beeuufct :  vint  ( :  kiiit)  K.  1 2(<,  ernioit  (  :  doMI 
K.27I,  neu  /  gen  K.SSlVIil  ,  gun  (:den,i  K.  .'i75.  wäu  ( ■  vei 
gl4n)  Lit.  ").i.  viht  i  :  tiilit)  Lit.  141,  gekirnt  ( :  IVunt)  LiL  20 
ges6n  (  :  ilierusal^Q)  Lit.  288,  genän  ( :  man)  Lil  304,  vgl,  Hein: 
gebrauch  8.  27  f.  uiid  ßat^äek  S.  (>f.  ii.  S.  44  f.  1 

Audi  innt-rlialb  dus  Verses  ist  aturk  mit  Kliüiini.  ^»-nkoP 
und  A]>i>k(i[»t<  TU  rerlineti,  wnxii  ana  die  t^tarlt  gekflrztim  im  R4>ii 
vor kniriTn enden  tVirmen  bererhtiiren.  Die  einzelnen  Fälle  hier  anl 
zuführen  wird  nieht  ni'itii,'  sein,  besonders  da  es  oft  möpliph  is) 
die  VtTse  mit  versehiedeiier  Al>zi>ntuieruiii<  lu  lesen,  und  man  s 
im  Zweifel  sein  k»nn,  wpUdie  .\rt  Her  Kfirzung  eioKutroten  hat 

Zweisilhitfc  Senkung  gestattet  sich  dor  Didit^r  in  einer  Reih 
von  Fallen:  lieplieh  er-  K.  i>7,  schände  du  K.  Infi,  wiiie  da. 
K.  112,  sltne  ge-  K.  124,  wurii-ln  und  K.  212,  marsflinl  du 
K.  S02,  vundo  die  K.(il2.  ÜHte  ver-  IJt.4,  volke  ge-  Lit3I 
heimlicli  tfein  Lit.  17,  messe  ma.n  Lit  117.  I(!l,  leiten  im  Kit.  103 
erfullotftn  Lit  124.  Ltttowo  Lit.  I4."i.  27H.  einic  «r  Lit.  I5:i,  Umflet 
fl-  Ut  167,  fUegeiit  iii  LiL  28«. 


Retmgebrauch.  ' 

Dft»  Ergebnis  Ton  RfL-rSflij*  l'ntersuclmng  S.  tif.  und  S.  44  f. 
daß  Schondoi-h  «in  Alemanne  ist,  bestätig  sich.    Zwei  Form«a 


25 


nümliVh  Mihit  tttatt  enbcit   IJt.  KiO  und  wuitie  K.  T'*,  onwu^t 
K  74,  Lit.  70  vennag  ich  allerdings  für  das  II.  .Ih,  nur  aui*  md.. 
.nidii  meh   :iiis  aleni.  I)pnknialcrn   im  R^im  nachzuweisen ,     Im 
gsnileii  gebe  itti  t>ii]<f  Zui^ainineiisteliung  der  cli»rjiklm4isclH>ii 
Hflme-. 
^  VoIi&lt3mus. 

^L  ä :  a  man  /  begün  K.  ■-'SV-l,  ffchar  /  jiir  K.  ■J<i7/?<,  man  / 
Bfe  K.  (i->!VSn,  man  /  penän  (=  genämen)  l.it.  :WH/4.  Dor- 
nitiire  Reime  hitutig  in  ilvr  Miirtiiin,  bm  WaUlii;r  von  I{li»iiiau  (». 
"Voegtlin  S.  2:*):  vgl.  P.  v.  St.  .')ii/(!0,  ;ilii)/-i(Ki.  :n.':V4,  x*2V'!, 
!M15/li;  Zu|HUii  Vir^jinal  Einli-itiiiig  S.  XIV.  Die  Hindung  ii  ;  u 
st  uiclil  itiat«kti.sch  begrenzt. 

B<^i  hiln  sind  wf^lil  Dojqn.'! formen  mit  ii  iiHKUsi'twn.  H»  n-litiL 
hin  auf  WorU'  iiiil  ä  K.  +4*:,  I,it.  1!)4.  hat  K.  I.'i.i,  Uil\.  35«,  47«, 
B8T.  Lit.-Sl«.  Auf  W.irt*-  mit  a  n'imt»n  lijin  K.  1 17,  i:i!t.  .VJ4, 
UllH.  i3i).  enhant  K.  U7,  vgl.  Zwier/ina  Z.  f.  d,  A.  44,6; 
*i\mT  S.  13. 

?  :  w  «clia^ren  /  IikeD  K.  -iSiVliO,  ]i6re  /  wa;re  K.  503/4 
od.  und  alem.  Zwierzina  Z.  f.  d,  A.  44,  280 — ÖS;  Zupitza  Tirginal 
S.XTi  Janickf  S.  JS,  Vöegtlin  S.  20.    lilaser  S,  14. 

*r:  .-»-r  her  /  iiuer  K.  \W/MH\,  I,itt^)W*r  /  her  Lit.  ■)l/*2, 
P^riv  /  werde  Lit.  3!i/4(l  .  (B«.  (fr».  l«:i)  md.,  aucli  alem. 
Inmim  Z.  f.  d.  A.  44,  280—9'). 

Ap<ikoi»e  von  e  im  Heim  ist  sflir  häufig:  vorlflr  K.  hl,  en- 
»Dst  K.  74.  Lit.  70,  wolt  K.  \-2'J,  H'JII,  I,i1.  HO-J,  tisch  /  visch 
1309/10.  t#l  K.  ;^27,  577.  Ut.  71,  het  K.  328,  S?«,  verRpit  K.  i^\, 
"frrK.  .WO,  int-r  K.  «23,  ^iva-rK-  (i'.M.  I,it.  II.  best  K.  fi:i4,  l,it.  241). 
Lillowjer  Lit.  Il',  .il,  27;i,  vtTilmil  Lil.  IS",  suocht  ,-  ruocht 
Ül.iOI/L».  hint  Lit.-i«:V  frist  Uir.i-2-2. 

I:i  rieh  /  dich  K.  VM/-2,  Österrleh  /  micli  K*.  33.V«, 
3CJ/4.  irestiiid.  und  jilem.  vj-l.  Zuiiitxa  Virgina.!  S.  XV.  .f:init'kc 
6.0*.  Vm'ytlin  S.  :'«,  UIumt  r^.  II-  Dii-i  vSiilix  -in  roiml  nur  .mf 
:  kfinigin  /  min  K.  44.  /  sin  K.  Sb,  -.»30,  /  in  K.ätiS,  guldin  /  din 
:  ä39/40,  vln  /  meisteriti  K.  J49/JO,  vgl.  Zwierziiia  Z.  f.  d.  A. 
5,  78. 

Die  Endimf.'  -lidi  reimt  auf  mich  K.  42.  auf  dii-li  K.  IHH. 
f7.  641t.  l.it.  19«.  auf  Ast^rrirh  l\.  I7n,  S45,  .Vi5,  Vfj:l.  Zwierzina 
f.  d.  A.  45,  81—89. 


26 


ie  :i  ziehen  /  vergihen  Lit  275/fi  „bair.  und  alein.  Dicht« 
gestatten  sich  seit  dem  1l'.  Jh.  ih/ieh  als  volle  Reime".  W~ 
mhd.  Gr.  §  4:),  alera.  Gr.  §  40. 

hiot/niut  Lit.  283/4  alem.,  W.  v.  Rheinau  224,  16  nint/li_ 
(h.  ToeKtlin  S.  4.'>);  vgl.  Rassek  8.  7.    Sonst  im  Beim  stets  nit: 

fürst /hurst  Lit.  1.t1/2,  front /gekunt  Lit  203/4,  meist  om 
aber  auch  alem.    vgl.  Mart.  17,  11  Airsten  /  horsten. 

du  schöbe /obe  Lit.  221/2.  alem.  Gr.  §334.  Über  o  fBra 
in  der  Martina  vgl.  Alemannia  XVH  8.  213. 

Konsonantismus. 

Den  besonders  im  alem.  Dialekt  zu  beobachtenden  Übergiiy 
von  ra>n  beweisen  eine  ganze  Anzahl  von  Reimen:  heim/em 
K.  i)S/4,  «67/8,  kam/tan  K.  215,  487,  613,  gadem / entUden 
K.  r>27/8,  kint/nimt  K.  673/4  (ders.  Reim  P.  v.  St.  805/6,  Mut 
137,9),  lobcsam/man  Lit.  63/4,  sant/hant  Lit.  121/2,  iheroM- 
Um  /  gesen  Lit.  287/8.  vgl.  alera.  Gr.  §  203  ,  Zopitsa  Vir- 
ginal  8.  XVI,  Jänicke  S.  -59,  Voegtlin  S.  29. 

Unreine  Reime  mit  QberschQssigem  n :  sflezen/vöeze  K.  637/8, 
beliben/wlbe  K.  681/2.  Sehr  häufig  in  der  Virginal  (Zupit» 
S.  XVI);  vgl.  Glaser  S.  16. 

g  im  Auslaut  zu  k  verhärtet:  erschrac /  pflac  K.  ül/'-',  dW 
banc  K.  H07,  lanc/waiic  K.  3i)l,  588,  stark /enbark  Lit.  171/-. 
spranc  /  danc  Lit.  28;)/90  vgl.  Zmerzina  P.  B.  B.  28,  i^% 
Glaser  8.  15. 

Tarten  /  warten  Lit.  145/6,  Tartan  fttr  Tatren.  Mrfi- 
thesis  von  r  bes.  häufig  im  alem.  u.  eis.  Wh.  Gr.  §  314,  ilem- 
Gr.  §  197. 

7,  im  Reim  auf  s  ist  im  13.  u.  14.  .Th.  sowohl  md.  als  »ich 
alem.  Wh.  mhd.  Gr.  §§  284,  285.  was  /  daz  K.  427,  591,  ww/ä« 
K.  322,  Päris/wiz  K.  243,  sigelös/gröz  K.  441,  hüs/üz  K.  510, 
Lit.  53,  295,    palas/saz  Lit.  305. 

Abfall  von  r  in  mer  ;  c  /  m^  Lit.  16.5/6  ist  in  alem,  Dfl*' 
malern  häufig  z.  B.  Mai+ina,  Konrad  v.  Ammenhüsen  (Eni.  S.  LXV]i 
Rappoltsteiner  Parzival. 

Noch  zwei  konsonantisch  sehr  imreine  Reime  sind  aus  dem  IJ*- 
zu  erwähnen:  samenunge  /  endunket  Lit.  219/20,  viell.  »u 
samenunk  /  endunkt   reimen;    vgl.  Virginal  1010,  8,  10: 


ttim  (t.  Zupitza  Einl.  S.  XVI).  Ffir  den  Reim  »»lie  /  wjrre 
lit.  'M/i  weiß  ich  keine  Paralloli'.  Hei  Annahme  von  Zilpfchen-  r 
itünlc  die  Bindung  etwas  wenißor  uomn  sein. 

Formenlehre. 

I.  sg.  ind.  pmo:;.  mif  n:  liut«n/idi  bediutfln  Lit  125/G, 
lieheiw  ich  Terzen  Lit  27.i'(i  al^tn.  seit  dem  I:J.  Jh.  nacliweis- 
b«.  Weinbold  Or.  §  3(57,  »lem.  Gr.  §  3;i9. 

tet/jiet  Lit.  IH.V6  ;  Neubildun(?  der  2.  8({.  iml.  pfAi't.  mit 
l  irt  obd.     Weinhald  (ir.  §  ;n4,  aleni.  Gr.  §  346. 

ilt/eobit  {statt  fnb^it)  Lit.  15fl/fiO-  AI»  ältestes  Heisjiiel 
fär  fine  solclie  Cbertrapiinp:  dt>s  Vtikuls  des  plnr.  praat.  in  den 
äg. führt  Weinhohl  ör.  §  :(i4  an:  blip  /  lip  v.  .i(i7/«  ä«»  hohen 
UeiJcs  von  Jlniii  \m  Schönebeck,  inm-s  md.  Deiihmals.  (vgl.  die 
Aw^abe  toii  Arwed  Fischi-r,  Ötuttjr.  Uu  V.  19»  S,  XLIX).  Ale- 
»Maicchi-  und  Mrhw»hiHclie  lieii>piel<'  aiix  dem  !.'>.  Jiilirb.  s.  bei 
Wanhold  Ahm.  Onimm.  §  ;W3  u.  Kaufitoann,  Ueüch.  d.  sc-hwib. 
lluii<l.irt  S.  29:i. 

maRf/brögc  Ijit.  'i(il/ä.  ohrt.  istmugr  hflufi'.'er  als  mege. 
S^il  'lern  1 3.  .Hl.  ftogt  (1  an.  da?  uiiunigela.litetc  inuy;«  zu  vcrdrangren. 
WMuhoid  alem.  Hr.  S.  :ii)-J.  brüKC  ist  Älcm.  vkI.  OrimmDWH  Ü,  4*22. 

Die  kontrahierten  Fnnnen  «An,  Un,  vän  sind  vorherntcheiid : 
li»/p#  K.  .'.33,  Lit.  177,  bit- /  (fit-  K.  (UV-iO.  lie  /  umbpvie  K. 
M9/40.  verlie/hie  K.  ti."»?/«,  i-miitie/ie  Lit.  123/4,  ilaneben 
Urt/mliezK. '.'.'»S.  Lit.  I!ti,  hit-z / jrelic?. Lit. 2.i.  Im  Reim  verwen- 
JH  dff  Dichter  gät  K.  83,  beträn  K.  234,  verstaut  K.  878,  bestÄnt 
l^t.  :*2,  veratin  Lit.  .'it;.  »Um  Lit.  1^3,  nicmal»  i'- Können,  alfm. 
Tl  H.  Paul  mhd.  Or.  §  ]H\  Anm.    Bohnenbergi-r,  PHH.  ■.".',  -^Ofl  f. 

Die  zusammengezogen en  Formen  treit  K.  14.1,  treist  K.  440, 
^Mil  K.  4.il.  geseit  Ut.  .'jO,  seit  Lit.  -.'IH,  peleit  Lit.  217  sind 
1^%  im  alem.  Dialekt.    Nicht  alemannische  Konlraktionen  fehlen, 

nen/gen  i=  nemL-n /gebon)  K.  3j*9,  den  /  gen  K.  571/2, 
■w/genÄn  (genämen)  Lit.  303  sind  spezifinch  a]em.  Etoimo: 
^i  alem,  rJr.  $  :iS,  nen/ffciv  P.  v.  St.  733,  eipment/ßent  Mart. 
IS',!»9,  huidament  /  (?enf  Mart.  141,  37. 

vlo  (=  wären)/ verstän  Lit.  öS;  alem.  Or.  §  3ö3.  wän  im 
«ft  bei  W.  r.  Rheinaw  O'^oegtlin  ö.  39).  win/unterUn  Mart. 
väu  /  ge«tdn  SlarL  '255,  39. 


2r 


ip  :  i  ziehen  /  vcrgihen  Lit. 
gestatten  sich  seit  Hera  r_'.  Jh. 
mhd.  Gr.  §  4.'».  alem.  Gr.  §  40. 

liiut  /  niut  Lit.  ^'83/4  »1«" 
(s.  Voegtlin  S.  4.'));  vgl.  Basefi- 

fürst /hurst  Lit.  L')!/?,  ' 
aber  auch  alem.     Tgl.  Mart. 

du  schöbe /obe  Lit.  2'21 
in  der  Martina  vgi.  Alemaiv 


Kon 

Den  besonders  im  al<" 
von  m  >  n  beweisen  eini' 
K.  ii:V4,  I>(i7/»,    kam/t; 
K.  r»:i7/«,  kint/nimt  K. 
L37,  9).  lobesam/man  I 
l^m  /  Kcscn   Lit.  287/s 
ijinal  S.  XVI,  Jänicke 

Unreine  Reime  mi 
beliben/wibe  K.  fiSl 
S.  XVI);  vgl.  Glaser 

p  im  Auslaut  /.'■ 
hanc  K.  .^07,    lanc 
Kpranc  /  danc    Lit. 
Glaser  S.  15. 

Tarten  /  wai 
thpsis  von  r  be;*, 
Gr.  §  197. 

7.  im  Beim 
alem.  Wh.  mhi 
K.  32-_',  Paris/. 
Lit.  53,  295, 


.i!i'in.  iilem. 
r.iT  V.  Rlieim 

Ii;it  ( ;  raissetät) 

■iW  (:  tet)  K.338, 

i'ii   anch  bei  Kmti 

S.  LXXn).  . 

.  jiraet.   bete  (:  st*te) 


-ti'    K.  77/8,     lust/eninist 

irtinglich  md..  aber  aurh  im 

-I.  ,ol>  er  wQRste"  Freibu^ 

.'idi.  Urkunde  von  ISBti.  m- 

;  ;,'elirauclit  im  Reim  niu-  nifit. 

nizel  444,  8  und  Z  f.rl.Ä.  4.i,!''>, 

ririch  Boner  gebranclit  kein  ffost« 

t-M,  alem.  Gr.  §  380. 


its  durch  Konrad  v.  Würzbarg- 
Heimat  des  Dichters. 


Abfall  V. 
nifilem  liäufif: 
Bappoltstein» 

Noch  7,v 
zu   erwfthni' 
.samenunk  /  '*■ 


:  :'ri<n  erzählenden  Dichtungen  fies  14.  .'ahr- 

■;itlu3se   Konrads  von  Wflrzbiirg  stehen,  w 

■>n  Gediclite  Sr^hondochs    rUe  Merkmale  von 

trohl  ibre  Sprache   nicht  mehr  so  roicli  ik 

.;tien  irt  wie  die  des  Meisters,  stelle»  sie  (loch 

,  i--tipg«"  des  ausgehenden  Mitt4^1aIteFs  dar,  h^ 

..nie  Ansdnicksweise   klar,    und    der    Gans  '^^ 

■  jyht  Avxe\\   allznbreite  Heschreibuncen,  Wii-ilW' 

.- 4  Tkffoa  Abschweifende  Betrachtungen  aufirehalt^i'' 

■  BiiBBMJHi    ganzer    Versreiben    au.«    der    Uktüff 

Virtfc  *i*  *^^  Jückel ')  fflr  Egcnolf  von  Staufenlwi?- 

.|^^;  Efnalf  V.  Stüufunborg,  ein  Sichabnier  Knnriuli  t"'* 
IBM,    —    Karl  Rtiling:  Diu  JftkobBbmdeiT« 


..L,'s  Glaser  für  den  Dichter 

■  ii'H  sich  weder  iin  Littaaer, 

l>ie  oiiizeliien  AnklMge  im 

»  »risen    tTir   sicli  nicht  viel,  da 

.  iiciizfit  sind,  aber  die  Cbereiit- 

■  r-.rheii  Erscheinungen,  die  Jose]ih') 

■  :•■  ^KliiKO  der  Kunst"  als  charakte- 

mra  ii:iehf,'ewiesen  hat,  lassen  docli 

.1  Koiiruds  Bahnen  wandelt.     Im  Fol- 

■hiiili  ;in   die  angeführten   stilistischen 

ii-hnis    der  angewandten    Stilmittel,    die 

■  Werken  ■)  sind  aus  den  Aainerkuu{<en  zu 

lif  Kwurads  von  VVürzbiirfr  charakteristische 
H.'ti  tritt  uns  auch  in  den  beiden  Gedichten 
'\-'  in  der  Königin  von  Frankreich,   entj^egen: 
;    Wandel  wol   behuot  K.  4,    zflhtic  K.  !i,  rein 
K.  Mi,  sunder  niissetät  K.  (IG  —  ml  K.  l»i.  4-J."), 
.  nia.h  K.  47,    Iü4,  4(ii.»,    herzeleit  K.  lU,  4(>-J, 
.-ides  ptliht  K.  JUi,  arebeit  K.  4:>-i,  jämer  K.  524, 
L'rnzer  sorsen  fiberhist  K. .')_".)  --  halde  K.  75,  l'1)3, 
;\.  CS'J.    in  knr/,er  !<tunt  Lit.  H'2,    su  zebant  K.  .')11. 
j;iiit  K,  U:7     —   in  Vdllecliolier  jUHtt^  K,  77,    vil  ge- 
il snelle  K.  174,  vil  gäeli  K.  11)7,  in  sneller  ile  K.  241, 
K.  4'.)."»  —  sterben  K.  IOl',  daz  leben  veriie-sen  K.  117, 
-   jiin  K.  ;i-_'4,   den  liji  Verliesen  K.  17H    --   tieten  K.  Uli. 
■li'ibi'ii  K.  1 JO,  eniiorden  iv.  IH'.I,  -MC.  -ilij,   den  liji  ncnieii 

-i.-rnT.  <i«rm.  Alih.  Ifi.  Üraslau  18!»!'.  —  KiijfuiL  UlasiT:  Über 
iiisdicht:  Dur  Busant.  Diss.  (i6t(:iii;i>-ii  1!>04.  —  Ferni^r  winl  ij<icli 
luatav  Klitsdier:  Die  PurtHcUuiig  y.ii  Kuuruds  vim  WiirKburK 
iriug  und  ihr  VerhSltiiiü  zum  Origiiinl.  Dhs.  liresUu  1891. 
Jugen  JoHcpL:  Konra<lH  von  Würzburt^  Klage  <lür  Kuiiut.  Q.F.M. 
;  1685. 

leim  Zitiuriin  bodk'iiu  ich  mich  der  vun  Jilckel  üiiigtiführtvii  Ab- 
n :  A.  =  Aleiiuti,  K.  —  Kngolhard.  *>.  S.  =  'joldne  .Suliniicdc,  KI.  =  Klage 
t,  L.  =  Litjder  und  Sprüclii;,  M.  —  MÄre  viui  der  Minne,  U.  =  Ottui, 
Loiio|>ier,  l'aiit.  =  l'aiitaleoii,  S.  =  Silvestur,  üchv,:  —-  Schwaiiritter, 
DTiieivitnKaiitheiz,  Tr.^Trujaiiurkriei;,  ^V.  ==  W>>ltliihn,  [H.B.=- Kalbe 
;.Tuec  I'.  V.  St,  ^  Peter  von  IJtaufeDburg,  liu.  '^  BusauL 


80 


K.  ASh  —  (>rbaiin«u  K.  l»-.>.    d&  sol  «b  teil  geoldon  idn  K.  I.^T, 
netnet  iuwer  lübU^  wut  K.  li^O,    gaaMe  bekant  tiion  K.  18^    — 
tun  K.  1  IIa.  215,  Ut.  144,  walt  K.  *ill.  *^»4.  H(HJ.  »i-wjlde  K.  21  3, 
boli  K.  i(tü.    borst  Lit.   15'^  —   rlieheü  K.  'JOO,  2513,    entrinnen 
K.  ({23  —  vurbcr«ou  K.  207.  $09,   bwsfli  Lit.  172,  I"3.   Terhe//» 
K.  -Jli,  heln  Lit.  2«2  —  mit  trelien  er  sich  (ibergüz  K.  554,    di5 
netxt«  t-r  mit  tri-henen  ir  vfieze  K.  tiSK  —  *agen  Lit.  1,  vurjpli« 
Lit  4  —  war  ut-men  Lit.  :1H,  sehen  Lit.  91,  24:i.  abt  amnea  Lit  17^ 
in  slaii  sdtouvie  neineu  Lit.  181   —  losen  Lit.  t>l,  dai  aint  hwrtii] 
Lit  iW  ~  obe  limea  Lit.  131.  2^1,  strites  aa  geizigen  Lit.  l'ii 
eruuf^eti  Lit.  It!!i.  erzniigen  Ltt.  170  —  tingvtouft  Lit  12,  64  o.  i 
hcideniäeh  Lit  44,  Mi. 

Wie  Konrad  liebt  es  aucli  Schotiilovh.    <li«  einzelnen    Per- 
sonen  uot^r  w^cbselndcn  IlezeicbnuiiKen  atifzuniliFen.        ■ 

IMc  KSnifrin  heißt:  diu  \Touwe  Iti,  j:i,  71  o.  fi.,  din  zarte 
kflnißinne  17,  44i).  diu  miniiitHIche  24,  din  vrowwe  lart  58,  1S»J, 
r1iii  miii'  küuiKiri  4^!,  «liii  kfiiiigiii  KG,  2U0,  l>2Ü,  diu  uitc 
waodelH  trin  !M.  UtiT,  diu  edcle  vronw«^  zart  111,  diu  schände  an 
frwM  liir.z  i:U.  min  nvniw*'  !:{;),  44«.  4711  «.  ö.,  dit  arme  wip  161, 
dai  vorüobfinU-  wip  174,  din  \TOUwt'  minni«licli  I7(J,  diu  kiiui- 
gin  uuüt  IHä,  iliu  muuter  nt2,  iky  iniiiiiiclivht>  bilde  214. 
(lim  minniclldi  itf^lahte  217,  dfix  minniclk'ihe  wip  224,  4JSiJ,  diu 
i'iltilc  kflniKln  22'.>,  2(i(>,  diu  wuniiebiiTe  2.Ht!,  diu  minnicllche 
liere  2iiO,  diu  larti*  iin  iillvn  wiiU>rHiitz  2<<i,  diu  sart«  reino  2tiS, 
diu  reine  vrouwe  kliiou  4')4,  diu  reim-  rroawe  znrl  4tiJ>,  diu  mtnwL' 
clür  .">()2.  min  vnmwf  wandcl«  vri  .'ilj.  miner  sa-ldeii  viint  .120. 
(\a.i  r-arte  wip  .'iä7,  diu  raiiinicUcbe  \Tiniwe  564,  diu  iToawe 
stfdi  Jtiti,  »in  vroiiwc  livr  j98,  diu  mw  diet  GI2.  diu  süoic  637, 
die  min  lierz  bat  üx  erkom  n't'J,  diu  mir  ze  einem  wlbe  wart 
i{eß«b<!ii  in  der  ju^'orit  (!t)2.  das  zart«'  bild«  G77;  in  der  Anrede: 
vil  tarif  vrouM'i^  miiiuiolk'h  42,  du  wlbes  ächand«  10(i.  eilender 
gast,  ein  sftvw  vrulit.  ein  zarter  lip,  ilil  vil  liüchgebomM 
wip  4(1«  PF.,  vrouwf  (i2JS,  dfi  rrnuwe  wolnetän  t)43. 

Der  Köniy  wird  beneirbiiet  alu:  von  Fra«kr!cb  ein  kOnie 
guot  3,  ilor  selbe  kttnic  Mre  (i.  der  kflnic  i;t.  jj  u.  «.,  müi 
herre  2ii,  der  vBrst«  79,  343,  der  ed*'l  kflnic  rtch  131,  Am 
knnic  liiiehgebonie  141,  318,     der  edel  kfinip  432;     in    der 


31 


rrfpr  herrp   104.   110,  n.  fl.,    wenler  kllnie   Ifil.  licbor  hwn 
326.  347. 

Der  Marschall  irird  K^nannt:  na  iniirscbal  IH,  der  niarsclial 
Bo^tftriuwe  !tä ,  der  iiutrKclial  4K,  ä'i  u.  C,  der  v«i^e  iiiarsch.al  70, 
S^lt,  der  ungetrinwi'  man  1!)«!.  :^8i),  der  ^ar  vcrselientte  brese- 
tibt^!).  d«r  veige  schenke  ■iH,  der  morder  4l'i,  4m  u.  ö.,  der 
norder  sigelön  441,   der  b<i^setTi)it  477.   der  ritter  4^3;    in  der 

rde:  dii  ba-5ewiht  437. 
I>er  Herzo(r  Leopold  hetüt;  ein  vßrst  der  höher  f^ren  pflac 
uit  hensoc  Liupolt  l'idi..    der  vitrste  Liupult    137,     di'i'  her- 
144,  3äO  u.  ö.,    der  herzoc  von  (Hteirich  1 76,    herznc  Lm- 
II  330.    der  zart*  vürste  wiindvls  bliiz  S'ii'i,  der  von  Österrk'h 
i,  363  u.  C;  in  der  Anrede:  öheiin  13'J. 
Der  Bitter  heißt:  ein  b^cbgeljorner  miui,  der  liwter  mäseo 
179  ff.,  der  ritter  stnlz  VMi,  -III,  der  werde  inaii  :J74, 
iherrc  295.  351  ii.  5..    der  ritter  aOl.  44ff. 
D«r  Kwnigssohn  hetUt:  ein  £cha'n«r  mn   267,  knabe  585, 
tat  Tilrsto  janv  <il4,  ü73,  kint  Iil5,  Ü'M  u.  ß.,  du7.  liebe  kint  ti4», 
Ai  kiat  wolgebom  ÜliO,    sin  liebez  kint  ÜTÖ. 

Der  K&hlor  beult:  ein  kuler  ^li«,    der  kolitr  'il9,  u.  ß.,    ein 

linttUiger  ^et  53u,  deciwlbe  kiieht  54 1;    in  der  Anrede:  lieber 

Jw  237. 

Die  Kramerin  wird  (renaniit:   diu  kra-nieriii  Mü.  JSti.  diu 

e  510,  JUS,     diu  vrcmwc  tugculllch  5i5. 

Im    Lit.    ist   xnr   Auwi'nduiig   ilie5&'i,SUlTnitU<lH  weniger  IJe- 

«it.  aber  \m  den  :i  PfCRonen,  diciiiilen  V'iinler^rrunii  treten, 

macht  Si'Uündoch  reichlieli  (Jebraiich  davon:  der  iiniietfmlle  Lilto- 

hr  12,  der  kümi:  +3,  121»,  Hii',  UI7,  ^«7,  bi  iiiiiiem  liernüi  H'.). 

Irr  uiij^etoufl«  lurst  l^'il.     der   kAnic  von  Littowe  18^,  27K,    der 

liU,  -20».  .J.'iC,  i^'J-J    -    vil  liebi^r  h*-rrf  min -27,  min  liebt-r 

2<Ki  sind  die llozeieluiun^'eii  düä  Kfinign.    Der  Uitter  wird 

!iit.*  ein  ritter  -H,   der  ritter  4tv    153,  lü'i,  l(>5.  der  »n^e- 

e  nua  li4,    der  beiden  72,  Hü,   der  untretoiifte  luof  7t;. 

Die    NeiKiiiiK    für    t^tspaurlr    A  u  j<driirktj,     die    Knnrädj« 

MHieivbnet ,    ist  bd  Srbondcvh  in  f»lf;cndi>n  Fallen  zn  beob- 

t*ij:  zflhtic  und  beseheideii  K.  *.K  ungemach  und  litTKideit  K.  37. 

k  kü  and  in  «nKemach  K.  47.  birsen  midi-  beizen  K.  fil.  nülden 

auie  H'luertiii  K.  'JM,  üi  und  in  K.  2li5,  in  die  vfleze  und  in  diu 


i 


bpin  K.  2«T,    nalU  nnd  tao  K.  2flfi.   morsel   iinde   viadi  K.  »Jö, 
von   smorwin   und   v»n   zonic  K.  :U7,   mit  löti>r  stimme  und  öi 
ziirneH  »riiiime  K.  3Ii),  iiiwer  nutz  und  iuwer  6n  K.  359,  in  UA'f 
den  vnrHt«n  K.  -iöü,  durch  liei*  durch  leit  K,  Ml.  hunt  und  linW 
K.3«.'».  iialsiindhiHteK.3«(i,  armes  srüz  und  idleii  laue  K.S91,  däiiiit 
er  sich  ymcrvii  sol  und  mac  im  si-lbtT  gi'lielfeii  wol  K,  'AQU,  ann  iinil 
ricli  K.40Ö,  kiuwel  unde  vlitns  K.4*23,  hiiit^und  t«  allen  zlt«n  K.4t^, 
berZL'k'it  und  iiiit;ft)iiHHi  K.  4r>'.',  s-Aue  iin  b»ld  und  hiz  des  niht  K.47S. 
nge  bald  ninl  sugi-  reht  K.  54;i,    st-r  und  vast  K.  471,  ein  sOew 
\Tulit  ein  zurUrr  ll[i  K.  4ü!l,  rückv  und  bein  K.  490,  hin  und  wiilw 
hur  K.  4!i;i,    ir  r>up«n  und  ir  lirlf  K.  »»45,    ein    Ranicr   suon    ein 
stu-ter  vridf  K.  Mii,    wijnic    odur    vil    Lit.  15,    ritU'r   odi-r   kwht 
Lit.  lii,  rittor  undc  knebt  Lit.  *2!t4,  Mrge  und  witiu  Uiit  I.it.  iX 
ir  tiion  und  ir  ^'«ba^rdn  Lit  ä9,  liimel  nnd  »rdfi  Lit  7&,  libM  iiiKlt? 
■luidi'.«  Lit.  ;t/i,    beide   lebens  undc  maotc^   Lit.  9ß,    durch  wilde 

»bniinen  aud  dnrcli  hurst  Lit.  Ljii. 
Neben  solchen  zw^cigiiedrigen  konimen  auch  verschiedene 
droißlipdrijSP  VprbiiidnTii.'i-n  vor,  paiia  luch  Art  Konrad«: 
bflfK«,  sfcte  und  witiu  laut  K.  Mi.  14«,  t;t!!l,  lIp,  irf  und  all« 
giiut  K.  .M.  li>u[»,  won-cln  und  KTflenez  gras  K.  'il2.  epte  und 
mmir  hisi^hove  und  li<'di«-  vflri^ton  K.  lifll,  ct  stiumcte^  ^rein  und 
niste  liciz  K.  ;il.'i,  Itiuzen,  Tartur,  t^itlnwiiT  T.it.  Til.  Vater,  son, 
heiliger  »lui^^t  Lil.  i*4.'i ,  hciiie  lotteii,  |>hifi>n,  i^igeii  Lit.  :{07 
(beide  nur  VerknQpfunp  dreier  Wi»rte  ist  hilufig  in  der  FArtsetziin? 
Ml  Koiirads  'IV>iani-rkrvf«  vf.'l.  Klitwrher  S.  41). 

Wie  Knnnid,  so  liebt  anuh  Kfhonrtoch  den  l'iirailelismnp 
der  tJedaiiken,  d,  h.  einen  <icdiinkeu  in  vcrschieilenen  iwinillel 
^«üHtztea  Ausdrücken  darziifttelten  (v({l,  Jusepli  S.  ;-U),  .ISckelS.  15, 
UlHHtT  S.  :J1):  ilurcb  Dot  \h7.  «linen  ar;;(>n  Wxt  nntl  bitte  mich  niht 
niere  K.  '^^I  f..  m'l  läzet  miiOi  iuwer  tuiient  ^■eiiieien  und  erlutret 
midi  K.  40  f.,  sus  vuür  er  ji^ren  in  den  trall.  btrsKu  nnde  beizen 
K.  (U  f.,  swie  und  rüde  dil  wider  iiilit  K.  Ua,  er  was  von  slme 
geklebte  und  was  des  kßni|;e»  swe^ter  kint  K.  I"ii4f,,  der  koler 
^tet  waz  sin  in  hiex,  sin  triuwe  in  des  niht  tnliez,  er  tet,  we«  in 
liu.  rrouwe  bat  und  gienr  f{en  Pari«  in  die  itlAt .  . .  K,  *.'i>3ff., 
|er  leckte  in  w;i  er  was  wunt  blz  in  der  hunper  von  im  treip. 
iüg^T  CT  di'i  niht  beleip,  wider  liof  ttr  hin  xe  liove  K.  ^TtiJT.,  die 

in  slnem  munde,    damit    er    sich    erweren   sol   und   nuc  im 


iwlber  ^helfen  wol  K.  SOtifT.,    ieiillclior  hettc  fibcr1a.«t    an    dem 

udem  geoaoe  K.  410  f.,    sage  an  bald  und  Iftz  des  nilit  K.  478. 

ich  kante  äz  Eiigelliint,   daniii^n   bin  idi  htrjji'snnt.   davon  i(;h  in 

Ibiiafre  bvr  K.  54jff..    durcli  dieGot«s  mins«,  durch  Gotes  willtoi 

[nidBi  tct  K.  S76f.    In  den  Ad  fangt«  versen  desLittancre  v.  1 — 10 

'wiri  wiederholt  gesagt,  woher  der  Dichter  Meinen  Stoff  genommen 

\M.    von    in   mnoste  lidcn   swaer    iier    ungetotifle    UtfowaT.    (U-n 

Utax  Bie  slner  lülfe  falöz  Lit.  Uff.,    wer  mir  ez  kund  volenden, 

enrjer  ritUr  od^r  kmht,  der  mir  die  wArlieit  seile  r«lit  Lit.  18  ff., 

irä  aasfe  du  gesprochen  wart ...  die  mesee  man  singen  anenenc 

lUt.  A*>  und  t>7,     liii  Geficnsatz    zu    Konruds  Breite    der    Dar- 

|Sl«lIuiig.  besonders  bei  IlcKchnnbung  von  Personen  »der  bestimmten 

^SStiiationen,   ist  Sclumdorh  in   seinem  Ansdnick  verhUltnismäliig 

[■klapp,  sein  Bericlit  von  den  Kreignissen  eilt  rasch  Torwarts.     Die 

;Wiederhiila!iRcn,dii- i^ich  UU  7*;ir..  lV.ifl„  141,  KJOir.,  IMtT., 

1 32(f  IT,  linden,   »ind  am  Platze,   du  der  Dichter  das  Wunderbare 

der  Erscheinung  rei'hi  knlflt^  hen'orhebeii  will.     Die  würilitOien 

fast    wörtlichen    WiedeHuilungen    einzelner    Phrasen    sind 

Stilprinxip,   uls  daß  sie  be(|tieme  VersfülltinK  und  Reime 

BD:    btU^e,  stete  und  witin  lant    K.  30,  148,  tieü,    die  zarten 

itginne  die  bat  er  (ich)  utnb  die  minue  K.  17  f.,  449  f.,    und 

der   TTOUwen  an  die  bmat,    daz    Jr    eintweiiers    niht    enwust 

|K.73f.,  45öf.,    mit   Ootcs   liilfe  runden  si  (wKre)  K.  ölö,  594, 

diu  rede  ein  ende  nimt  (hat;  K.  674,  (i87,  Bmzen,  Tarier, 

^ittctwjer  Lit.  51.  -273. 

Uie    Uinweise   aaf  eine    Quelle,   durch   die  viele  mlid. 

hter,    bes.  auch   Kourad,    den    Kindruek    liistorischer    Echtheit 

Eriihlungen    zu  tnnehfm  suchen,    sowie  die    Wahrheits- 

'bt>t«aerungcii    der    einzelnen    Personen,    dienen    ubflifalls    zum 

Emilen  Teil  dam  Vers  oder  Beim  m  füllen  (v^l.  Wolft'  U.  B.  v.  Z 

l'Uld.MO,    Jsckel  S, -Ji):    als   mun    noch    gt^sghriben    vint  K.  26, 

'lAin  fagt  uns  Lit   I,  daz  mir  die  liut«  verjähen,  den  wol  darumb 

kladic  was.    ich    kört  daz    nianz    an    buocheo    las    Lit.  4  ff,,   di2 

>«lt  man   noch   in   landen  wtt  Lit.  10,    idi  nim  ez  äf  die  triawe 

•ttUn  K.  44,   daz  soltü  gelouben  mir  K.  '232,   daz  ich  tu  !<age  daz 

ji«  *ür  K.  ÄH2,    liuge  ich  dir,  da?,  dft  beroubest  mich  libea  ande 

Lit.  94,  liug  ich  dir  des  al»  ujnb  ein  spriu,  st'>  heiz  mich 

»DWen  bald  in  driu  Lit.  127  f.,  daz  soltO  wizzen  Hicherlich  Lit.  196. 

Iltlat*.  äUuMidach*  0*iliebta  3 


u 


Auch  in  der  Dnuchreibunc  pitifarlier  Be^rln^fote 
Schoiidoch  Koorads  Vorbilii  (vgl.  .Twepli  S.  33.  Jadtel  S.  21*,  Glmer 
S.  äl).  Uiiiiiclin-ibiinß  von  Vf  rben:  m»n  s;icb  K,  4,  ilor  kanjc 
oinos  sitfin  [iflnc  K.  hb,  pfligct  vuLicher  minne  K.  87,  birom  er 
niht  lenßt'r  i)nAc  K.  1*20,  (^wan  uii>  ächultle  K.  i:{i),  genicliet 
wnnt  K.  320,  s'iw  rede  tuoii  E.  33i>,  kunt  tuon  K.  H50,  hilt« 
taoa  K.  407,  der  Ut  dir  tiie  vod  mir  «eschihi  K.  5.')2,  der  kolrt 
k&ni  in  kniober  f^vH  K.  '»58,  «z  raoote  sicli  K.  11!*,  Lit.  59,  d«p 
tJiten  sie  Kln«r  hilfe  blöz  Lit.  IS,  der  dil  mit  im  eiti  beiden  hiei 
Lit.  25,  iiatn  in  Kine  scli()iiwi>  tAt  181.  Umscbrcibunf?  von 
Substantiven:  s!n  vaUcher  sin  K.  54,  üz  bölii-r  art  K.  f>7j, 
von  iler  R'hlwn  .stniwMi  ^t*-«e  K.  20^,  !ii  Iridiv  pfliht  K.  210. 
durch  liungtTs  n-H  K.  22",  uz  rnrnes  jrrirame  K.  320.  Üdcii  tüd« 
ptn  K.  }{'i4,  njioli  mlnes  herxeti  liul  K.  471,  mlm-r  sH.'ld4>n  mnt 
K.  520,  ijTAzer  sorgen  Ob«rIa.ot  K.  h'2'2,  an  ullt^n  guotcn  dingea 
K.  68(J,  in  der  Teilchen  ort  l-it,  lf>3,  niir-h  sins  herzen  ger  Lit  224. 

TlmHPlireihiing  voti  Prcuh-miria  mit:  llj»  K.  x.  223,  17ti, 
muot  K.  52.  raunt  K.  444,  Lit.  201).  brüst  K.  472,  Imide  K.  483, 
wcrclt  K.  'iiT),  helfe  K.  «.'•".  Iierre  K.  tJSit,  I.it.  2W,  min  ilienesl 
Lit.  2tii,  dinkniA^ur  maniovalt  Lit.  :t4.  tTmschreibuagen  von 
Adjectiven  und  Advi'ibien:  in  höhen  pren  K.  ^,  n^ch  wan8«lte 
gestalt  K.  S,  durch  wee  willen  K.  27,  in  triiiwfin  holt  K.  2»,  äae 
undersflieit  K.  3N,  sund*r  iiiisst'tät  K.  (iS,  in  vollerltcher  jurte 
K.  77,  m  valschem  imiiid.-  K.  H(i,  in  jornt'  K.  !t3,  kri  alle  schulde 
K.  07,  4SI,  mit  usgedalde  K.  VÜ,  zornes  vol  K.  105,  an  inn 
blOz  K.  134,  ÖK  grözeta  zonii*  K.  !-12,  mit  sorjarn  K.  208,  in 
sndler  ile  K.  Ü41,  .SOH,  an  allen  widersat?.  K.  2(il.  mit  lAter 
stimme  und  üz  lomvi^  iirimmc  K.3L!),  in  ganzen  tnawen  fC.  358, 
Cme  hiut  K.  3»H,  an  allen  vanr.  K.  3!^)2,  Stt7,  von  keiner  bände 
wÄfi'n  Hchiirf  K.  394,  inil  «rVjiem  nit  K,  402,  iln  nllcn  spot  K.  405, 
in  vrOudt'ii  K.  510,  waniiel.i  vri  K.  .'il.'i,  IM.  77,  in  vrtudeii  Hclicm 
sinne  E.  h^ib,  in  rehter  ger  K.  .HS,  mit  vUie  K.  571,  58«;,  mit 
manigcm  rirhcm  sphalli"  K.  .M)7,  mit  vr5nder  K.  658,  mit  grAltm 
vröudeii  K.  ütif*.  in  zunieclicher  gir  Lit.  30,  in  grim  Lit-  35, 
Anc  ürojit-n  Lit.  3ti,  iiiidi  frtrudeu  Inxt  Lit.  6U,  in  loravs  freist 
Lit.  '3Vy  ädv  lougeu  Lit.  20(j,  in  hOher  urt  Lit.  (»1,  170,  von  hvnto 
holt  Lit  3ül,  mit  freu.h'ii  Lit.  30ii. 


schreiban?  roD  Raum-  and  Zeitbegriffen:  ron 
,agentK.59,  w  diiien  stunden  K.  HG,  ßß6,  680,  an  allon 
»Ai  K.  183.  an  dur  9i<><e  K.  205.  anz  an  mliicn  iAi  K.  2*28,  zuu 
deimllwu  iltcD  K.  '27-i,  naht  und  tue  K.  ->9('>,  mws  tage«  K.  301, 
»b  der  Gtunt  K.  iWi,  tot  den  ougen  min  K.  :'t28,  se  dtser  etont 
K.  :13^.  ftz  ixt  zit  K.  ST/,  zuo  denc^lben  xtt  K.  401.  an  der  «dunt 
K.  432,  hiute  und  ze  allen  zlten  K.  4ti4,  in  alliu  lant  K.  49(),  äf 
nvlbv  zlt  K.  &80.  luu  uD  den  jüngsten  tec  K.  031,  hie  vor  bt 
Unger  i!t  Lit  2,  under  wtlen  Lit.  112,  üi  aller  weit  Lit.  119,  in 
tQTOn  Jtonden  Lit.  158,  an  dirre  rtnnt  Lit.  tJlO,  nint  gar  verre 
httib,  in  der  frirt  Lit  in. 

Hetaphern  und  Verglcicbe  sind  in  beiden  Gedichten  recht 

bufig:  an  £ren  siu  vor  im  gena«,  duz  viu  durch  koiii  lebete  irer 

inbt  ie  miüsotete  K.  i'Off.,  er  h&i  geoetzi  in  dlne  hant  bürge,  stet« 

und  wttio  laut  K.  29f„   &  daz  ich   dich  verwete  in   leit   nad  in 

mgmadi  K.  45,  sA  er  gierten  saoh  den  tac  K.  56,  als  nie  ir 

jntieDt  biete  K,  60,    in  voUecUcher  JDäte  K.  77,    dH7  nieher  in  ze 

henen  git  K.  tsS,  du  wlbet)  ^ibande  K.  lOtl,  diu  ächandc  an  £run 

bld  K.  134,    treit  ein  swsre  bürde  K.  163,    ein  man,  der  laster. 

n&ten  nie  gewan  K.  I8(i,  dai  minnieltche  bilde  K.  214,  der  mar- 

schiil  «ich   mit   üorjren   rampf  K.  'Aü'i,   es  gtitet    hals   und  hiute 

K- 3^l>,   er  want  im  kiiiwcl   und  vtans  gellch   »]<<  ob  er  wxr  ein 

PBS  K.  4'i4,   herzeleit   und   ungemarh    muoz   midi   iemer   rlton 

E-  468,    ein   sOeze   vnilit  K.  469,    «In    emle    wart    iiQ    gar    bitter 

K.  194,    mlner   saeldeii  vuiit  K.  ä^O,    diu    min    herzt    hit    vcrrflst 

K.521,   enbinden  von  grtJzeni  j&mer  K.  5'24,  entladen  ron  grAsor 

MTjeo  ftberlart  K.  528.  als  ein  regelsrinno  K.  575,  liez  sin  herze 

fttihte,  daz  Tor  mit  leit  besezzen  vi&^  K.  590f.,  ein  ganzer  »uon, 

«"•  »tseter  vride  von  in  beiden  d^  ergie  K.  640,   sd  war  raln  gßl 

^nveoket  K.  651,    ron    hinielrlch    ein    werder   stain,    der  von  der 

'ooen  meide  kam  K.  «53  f..  sin  armuot  er  im  [far  begraoj»  K.  fi"l, 

ito  titen  sie  slner  hilfe  bWz  Lit.  IS,    er  hei  ein  möre  »vol  ser- 

••rt  Lit.  80,   als  umh  ein  spria  Lit.  127,   die  sfihen  menschltclie 

'»^e  Lit.  WH,  gollch  alüam  ein  risc  ütark  Lit.  171,  ich  bin  ein 

'"ubt  d«r  heidenschaft  Lit.  215,    er  hete  wol  gezogen  ein  fuoder 

'Is  üin  frcidii^  tier  Lit.  230.    ich  kan  sSn    minner   denn    ein  Luon 

Üt.  238,    wasch  ab  dlner  Bünden  sehimel  Lit,  248,   bedecket  mit 

Sr<her  «Qndeii  brOge  Lit.  iG'i.  hebent  in  tiz  der  toufe,  f&egetit  in 

3" 


86 

zuo  dem  koufe,  als  uns  ouch  konft  zu  üierusalSn  der  Got,  den 
hiut  hänt  geg£ii  Lit.  285  ff.,  waz  fröade  kan  begilfen  Lit  308. 

Wie  Konrad  versieht  auch  Schondoch  gern  SabstanÜTa  m 
schmückenden  Beiwörtern.    Vielfach  begegnen  ans  dieselben  Vei 
bindungen  wie  bei  Konrad.    Ich  gebe  ein  Verzeichnis  der  von  Scb» 
doch  angewandten  AdjekHva  und  fflge  in  Klammer  Parallelen  am 
Konrads  Werken  hinzu;    allez  guot  K.  51,  fin  alle  schulde  K.M 
(Schw.  307,  501,  526),    an  allen  orten  K.  183  (W.  11),  äne  all« 
epot  K.  405  (E.  1205  Anm.),  in  alliu  lant  K.  496,  an  allen  wuc 
K.  587  (E.  6280),  die  höhen  Türsten  alle  K.  598,  an  allen  goota 
dingen  K.  686,   in  aller   weit  Lit.  119  —  arger   list   K.  32,3M 
(vgl.  Wolff  H.B.  378  Anm.)  —  disem  armen  wlbe  K.  161,  mü, 
armen  senden  man  K.  523   (vgl  Jäckel  S.  35),   mir   armem  naj 
Lit  173  —  vor  wandel  wol  belmot  K.  4  (P.  v.  St.  57,  vgl.  Jinidi; 
S.  42,   Jäckel   S.  36)   —  bescheiden  K.  9   (vgl.  Jäckel  S.  36)  - 
sin    end    wart   im    gar    bitter    K.  494    (Tr.  3554,    8647,    99! 
11339  u.  e.)  —  diu  edele  vrouwe  zart  K.  111  (E.  2032,  P. 
14552,    Tr.  21154,  33973),    der    edele    künic    rieh    K.  131,' 
edele  künigln  K.  158,  229,  266,    der  edele  künic  K.  432'—" 
dienst  der  sol  din  eigen  sin  Lit.  28    (P.  1665,    Tr.  4453)  — 
zarte  wandeis  ein  K.  94,  667  (P.  5238,  18492,  Tr.  20016,  281 
P,  V.  St.  .307)    —    in    ganzen    triuwen    K.  358    (P.  3108,  llOOli 
11032,  14003,  H.B.  129,  Bu.  6,  13)    —    diu    minnicUch  gesliUl 
K.  217  (vgl.  Jäckel  S.  43,  Wolff  H.  B.  222)  —  nach  wünsche  fi 
gestalt  ir  lip  K.  8  (Tr.  1521,  2521,  2809,    7555,  9290,  146Mi 
14859,  18275,    34003,   P.  6032,    11030,  E.  2995)  —  vrouwe  w 
getan  K.  643  (H.B.  418,  Tr.  28770)  —  der  getriuwe  man  K.» 
(P.  1198,  15666,  E.  5881),  dü  sin  gewaltic  bist  K.  31  (vgl.  Jl* 
S.  44)  —  als  iu  gezjeme  w»re  K.  235  (T.  N.  505,  Tr.  7331,  238M 
36711,  P.  V  St.  249i  —  gröz  liösere  K.  5,  min  herzeleit  ist  ib 
gröz  K.  133,    kein  schulde  wart   so  gröz  nie  K.  156,    mit  gtta 
eren  K.  282,    mit  grüzera  nit  K.  402,    min    kumber    der  ist  ill 
gröz    K.  442,    umb    die    grözen    missetät    K.  475,     grözen  JIM 
K.  524,  grözer  sorgen  überlast  K,  529,  kumber  gröz  K.  553,  il 
grözen   vröuden  K.  668,    groziu   dinc  Lit.  3,    grözen    strit  Lit 
ein  wunder  gröz  Lit.  14,    gröziu  zeichen  Lit  66,  251,  mit 
reise  Lit  100,  grözen  schaden  Lit  136,   grözer  Sünden  brüge 
262  —  grüenez  gras  K.  212  (vgl.  Wolff  H.B.  46  u.  452,  Ji 


37 


—  könif  Biiot  K.  4,    an  »Wfu  giioU'ti  ilingpu  K-  ^^^<    ^i" 
wort  Lit.  Ifi4,   fiie  gnoton  linte  Lit.  398,    guoter  '*"  IJ*- 


Wolff  H.  B. 


JürUl 


S.  45)  —  mit  lieideniiKhi.T 
f^c  lieirteiiisrhi'  man  Lit.  303  fpant.  17.'i'>.  Tr. 
livilipc!  leUeu  K.  .Jt>f<  —  derselbe  kdnic  hfiro 
|j  der  niinnictlch«!)  h^reii  K.  2f>0,  a\n  iTouwe  bJr«  K.  '>n3 
j  Jickel  S.  46)  —  höhe  ^re  K.  i'.  12,  V20,  in  (äa)  iK-hcr  art 
ll,  877,  Lit.  HI,  179,  höhe  vQj-sttf»  K.  281.  ftUM,  in  höher  aht 
iOl  (Tgl.  Jückt-I  S.  47)  —  der  kflnic  hikhgebome  K.  HL  318, 
ji  höclii^L'bomöii  tnan  K.  171»,  höHiRebomez  wt]»  K.  470,  mafict 
Igeboren  Lit,  lldO  (vgl.  Jicktl  S.  47,  Glaser  S.  26)  —  der 
Hff  hA.^hc»-wihl  Lit.  2:LS  (P.  v.  St.  998)  -  inln  liorre  ist  »lir 
tinwen  holt  K.  i8,  herrc,  ir  werdet  mir  niemer  holt  K.  i:t8 
t  Jickpl  S.  4f»)  —  der  rtlrsti'  junr  K.  *>14.  (173.  PinPii  jungen 

tman  Lit.  113  (P.  44tJ9,   Tr.  2970»,    v?).  JUckel    S.  48  f.), 
den  jotiffsten  tac  K,  fi31     -  diu  vrouwc  kldr  K.  502  (vgl. 
iel  S.  37)     -  der    reiiieii    vrouweii    kluoc  K.  4M    (vgL  Jäukel 

fi)  —  lieher  koler  K.  -ja?.  Iiflh*>r  herrc  K,  347,  v\\  lieher  herre 
lit.  27,    »In  lieh«  kint  K.  (i7S,    lieher    fnint  Lit.  JOS    (vgl. 
ebI  B.  AQ)  ~  voD  maneem  priester  lobesiim  Lit.  OS  (vgl.  jAckel 
(lascr  8.  27)  —  mit    lütcr    ftitnnie  K.  HI9  —  din   kraft 
leralt  Lit.  .34,  din  fiftiide  niiiiiicvalt  Lit.  254  (vrL  Wolff 
377)—  ein  michel  wunder  K.  :i48  (vgl.  Jflckcl  S.  52)  —  bis 
»de  niht  xc  milt  K.  '.'.'^0,  hh  nor-li  bitit  gein  in  »A  inilt  Lit. 
—  ein  minnicIic-Ke):  w\\t    K.  7  (W.  HO,   P.  307«.  I2»S4.  Tr. 
\\,  1972H  u.  r»),  dsK  rainnicltche  urip  K.  224,  4Hfi,  diu  vrouwe 
iicllch  K.  I7e,  5«4  (E.45fiH,    W.  17«,  P.  3I9ß,  7461,  8598, 
t638,  lftl38  u.  Ä).  dax  minniolirhe  ItiHo  K.  214,  ^er  rainnie- 
B  h^reii  K.  2tiO  —  von  der  rehten  sträzcD  ät«ge  K.  202,  rehter 
K.  371.   durch   reht   gerillt   K.  37fl,    in   rehter  ger  K.  548 
iAvke]  S.  53)  —  diu  reine  kttci^n  K.  43,   die  reint^'n  mngl 
59,  der  ril  rcineu  maget  Lit.  313.   der  reinen  meide  IC.  654, 
aarte  reine  K.  2fiS,    der  reinen   vronwen   kluw  (zart)  K.  454, 
I  reine  trinitit  K.  6»8  (vgl.  Jückel  S.  53  f.,   Glaser  S.  27)  — 
edel  kiinic  rieh  K.  1HL   liehen  xeh^tz  K.  2ti2.  mit  manigera 
»  sdialk'  K.*,')ti7,    «-in  rirlu-r   hof  K.  «7il    (vgl.  Jäckel  S.  54) 
^  schflener  sun  K.  267,  ein  sohcener  knabe  K.  58ä  (rgL  Jackel 
'  L)  —  der  morder  »igelte  K.  441    (Tr.  4149,  9928,  18393, 


22382)  -—  in  snellar   lle   K.  241,  508   (Tr.  27294),   mit  einem 
spmnge  enel  K.  415,  einen  snellen  imbU  Lit.  272  —  einen  staAm 
hunt  K.  275,   einen   starken  man  Lit.  78,   einoi  stalten  bmoder 
frisch  Lit.  113,   einen  jungen  starken  man  Lit.  113  (F.  4469,  Tr. 
29709),  ein  rise  stark  Lit.  171  (vgl.  Wolff  H.  B.  274,  Jäckel  S.56) 
—  mit   stolzer   heldenkraft  K.  181,    den   ritter  stolz  K.  199,  dii 
vronwe  stolz  K.  566  (vgl.  Wolff  H.  B.  59,  Jäckel  S.  56  f.)  -  ein 
slleze   vmht   K.  469,   sflezer   dön   Lit.  102    (vgl.  Wolff  H.  B.  22, 
Jäckel  S.  57)  —  mich   vil   sllndigen  man  K.  629  —  ein  swat 
bürde  K.  1 63  —  der  bunt  (min  vrouwe)  was  niht  ze  trÄge  S.  3U, 
484  (S.  3960,    Tr.  33076)  —  der    ungetonfle   Littowser  Lit.  12,  j 
der  ungetoofte  man  Lit.  64  (P.  3549,  6457),   der  ongetonfte  lurf  j 
Lit.  76,  die  ungetouften  diet  Lit.  88,  der  ungetoofte  fürst  Lit  151,  < 
die  ungetouften  flgfire  Lit.  167  (vgl.  Jäckel  S.  58)  —  dernundul  1 
ungetriuwe  K.  35,  der  ungetriuwe  man  K.  196,  289  —  einen  un- 
verzagten fromen  helt  Lit.  117  (vgl.  Jäckel  S.  59),  der  kOnic  nrt 
der    maere    unvrö    K.  573  —  iuwer    hulde    ist   mir    gar   unwag* 
K.  483  —   er  mohte   vil  wol  üzerwelt  in  aller  weit  ein  keniphe 
sin  Lit.  118  f.,  die  özerwelten  trinität  Lit.  317  —  sin  valechw  nn 
K.  54,   üz  valscbem  munde  K.  80,   valscber  minne  E.  87  —  des  : 
veigen  hunt  K.  321,  du  veiger  boesewiht  K.  437  — ein  vronwe  rta  ■ 
K.  549  (vgl.  Wolff  H.  B.  227,  Jäckel  S.  59  f.)  —  in  vollecUcher  justB  : 
K.  77  (Tr.  75,  6713)  —  ein  vreidic  tier  Lit.  381  —  min  tmow 
wandeis  vri  K.  515,   der  priester  wandels  vrl   Lit.  77  (Pant.  130, 
E.  2463,   2484,    4440,  T.  N.  151,  617,    P.  5238,    10768,    11230, 
16907,  16921,Q.S.  1724,  S.  538, 1609,  Tr.  462,  1334,  4348, 7361 
u.  ö.)  —  einen  starken  bruoder  vrisch  Lit.  103  (vgl.  Wolff  H.B. 
S.  99)  —   der   künic   (diu  werelt)   wart   der   msere   vr6  K.  51?, 
595  (P.  14787,  17829,  Tr.5105,  6011,  10487  u.  ö,  Ä.  829,  E.  1289, 
Pant.  571,  S.  1272,  1588,  Jäckel  S.  41)  —  werder  kOnic  K.  151, 
der  werde  künic  K.  640,   von  Mmelricb  ein  werder  stam  K.  653, 
werder  meister  Lit.  284,    den   werden  Crist  Lit.  321   (vgl,  Jtickd 
S.  60  f.)  —  witiu  laut  K.  30, 148,  Lit.  23,  in  landen  wit  Lit  10, 
(vgl.  Jäckel  S.  G-2)  —  diu  zarte  küniginne  K.  17,  449,  zarte  vrouwe 
K.  42,  634,  vrouwe  zart  K.  58,  193,  diu  edele  vrouwe  zart  K.  lU, 
diu  zarte  reine  K.  268,  dem  zarten  vürsten  K.  333,  ein  zarter  1^ 
K.  469,  dem  zarten  wibe  K.  557  (vgl.  Jäckel  S.  64)  —  in  zomeo- 
lieber  gii  Lit.  30  (0.  676). 


39 


Beispieto  der  1»>i  Konnd  liaiifigen  Lttotefi  (Jaclcel 
[  ölftser  S.  ää)  sind : 
die  nieman  moht  i;i>ti>jd<-n  K.  10  (Tr.  .3132  leiden),  vraii 
im  niht  was  der  jftre  alt  K.  t>l,  dai  niaa  besltlzze  keiniu  tor 
L*i}>,  »/i  soltü  nilil  len^'er  »In  K.  190,  bis  der  mde  iiilit  ze 
miit  K.  2.>0,  leiiger  er  dö  niht  beieip  K.  27^,  der  huiit  was  niht 
le  träge  K.  311,  ühnl.  4«4  (Tr.  -J^J.HHe,  aSItVC,  S.  liyiJO  h.  ö.). 
rilii  helfe  mich  noch  nie  verlie  K.  63S.  dem  mai'  niht  misse- 
liiijf'n  an  allen  suoteii  flJiwn  K.  (>!»3  (Tr.  Ilfii.\  i;i8:^0, 
*i544),  d«r  iu  iii  nu-teii  nip  i^elie»  Lit.  215,  nüit  eiilQ?e,  niht 
bvtrhge  Lit.  l-lü  u.  !'>(»,  das  man  ilö  lent;er  niht  enliit  Lit.  160 
(rgl.  Wolff  H.  B.  -Jf)!,  Jftcki'l  8.  29),  er  sich  iiilit  ünbjirk  Lit.  172. 
Zniii  Sclilu-is*'  diesiT  Uiiti-rmifliimg  sei  nirb  auf  zwo!  »yii- 
ikti«rli<-  EigenifiiuliL-Uki'itcn  Koiiradschcn  StiU,  dia  äcbüiidoch  rmt 
bm  inll,  binucvieDun. 

Kanachitt  ist  bei  dem  von  Joseph  S.  4H  T.  nnterenchten  syn- 
»itisrheti  Paralleliriiniis  auch  bfii  Scliondncb  meist  da« 
^niij>  (]«r  KungnieiiK.  d.  Ii.  ijli'irli^ruUt;  Uliedt-r  2u  scliatTeti, 
n  koastatier«n  (Mekel  S.  8U  f.,  (jlnser  S.  25  f.): 

I.  Die  tiliedcr  stehen  frei  ohne  liostiininoiidö  Wßrter;  aiigemacli 
and  hpncleit  K.  37,  birsen  nndp  hfhcn  K.  *"i,  näldcn  iinde 
srh*TPn  K,  259,  naht  und  Uc  K.  ■.'üi;,  hniit  inid  liate  K.  S«."), 
hals  und  biate  K.  3^ii,  arm  und  rieh  K.  40.'>,  kiuwi>]  unde 
vlinn  K.  -123,  herzf^lcit  und  unp-min-h  K.  -tUi',  rOcIc«  und 
lidn  K,  490.  »Tenic  oder  vil  ÜL  15,  ritter  oder  kneht  Lit.  lit, 
Rinzen,  Tuier,  Littuvr?i>r  Lit.  51,  273,  llbes  und  guot»ii,  beid« 
leben?  nnde  muotes  Lit.  ;».*)  f.,  sliufpt  unde  i-iht  Lit.  I41, 
rittw  oder  kneht  Lit.  2'M,  rotte,  glgeii.  phll'en  Lit.  307. 

!.  sie  stehen  bekleidet: 

a)  beide  OHcder  mit  Pntjiot^itiou  und  Artikel:    iu  die  rlleEe 
und  in  diu  bein  K.  287. 

b)  b«lde  Qlioder  mit  Bfiirort;  iirmiss  jtröz  und  eilen  Iiuic.  391. 

c)  beide  OKeder  mit  I'rilpoMititui  und  Beiwort:  mit  liiter 
»tinuae  und  uz  Aonie:^  grimme  K.  31'.' f. 

d)  beide  mit  Pronomi^n  und  Heiwort:  ein  sQeze  vmht,  ein 
sarter  üp  K,  409.  ein  ganzer  suoq,  ein  atieter  vride  K.  Ö46. 
dm  TbTjteD  JDDc,  An  lieber  kiut  K..  tiTS. 


i 


40 

e)  beide  mit  Pronomen:    iuwer  nutz  und  iuwer  6re  K.  3ß, 
ir  ougen  und  ir  lide  K.  645,  ir  tuon  und  ir  gebserde  Lii  39. 

f)  beide  mit  Adverb:  sage  bald  und  säge  reht  E.  542. 

g)  beide  mit  Präposition:  in  leitond  in  ungemacli  K.  4T,rciii 
smerzen  und  von  zorne  K.  317,  durch  liep  durch  leit  K.  377. 

Daneben  finden  wir  das  Prinzip  der  Steigerung  d.  h.  du 
zweite  Glied  ist  größer  als  daa  erste  angewendet:  borge,  atete  nnd 
wltiu  laut  K.  30,  148,  GCH,  lonp,  wurzeln  und  grOenez  gras  K.  2U, 
er  zannete,  grein  und  vaste  beiz  K.  315,  hin  und  wider  her  K.  äOS, 
l!p,  ere  und  allez  guot  K.  51,  bürge  und  wltiu  lant  Lit.  23.  In 
nur  einem  Falle:  durch  wilde  brämen  und  durch  hurst  Lit.  \ii 
ist  das  erste  Glied  größer  als  das  zweite. 

Die  andere  syntaktische  Erscheinung  I}est«ht  darin,  daß  toikf 
stehende  Satzteile  durch  das  Demonstrativpronomen  wieder  aufge- 
nommen  werden   (Joseph:  Kl.  Anm.  zu  7,()  S.  85,  Jäckel  8.83); 
derselbe  künic  here  der  hette  ein  minuicllchez  wlp  K.  6  f.,  die 
zarten  königinne  die  bat  er  umb  die  minne  K.  17  f.,  diu  kftnigli 
diu  pfliget  valscher  minne  E.  8(i  f,  die  zene  in   slnem  mondi 
damit   er    sich    erweren  sol  E.  396  f.,  min  kumber  der  ist  iW 
gröz  K.  44'2,  min  dienst  der  eol  dln  eigen  sin  Lit  28,  der  rittat 
der  lief  balde  Lit.  46,   die  Riuze,  Littewe,  Tarten  die  muosta 
sin  da  warten  Lit.  145f.,  die  ungetouften  tigüre  die  sähen  mensfli-    ] 
liehe  natüre  Lit.  167  f. 
Aus  vorstehender  Untersuchung  wird  man  sehen,  daß  wir  ifli 
„Littauer"  und  in  der  „Königin  von  Frankreich"  eine'Einwiitimg 
von  Konrads  Technik   beobachten  können.    Der  Littauer  ist  »oW 
aus  den  von  Rassek  a.  a.  0.  S.  48  ang^ebenen  Grönden  das  iWen 
Gedicht.    Wann  nun  Seliondoch  seine  Gedichte  verfaßt  hat,  lil^ 
sich  mit  Sicherheit  nicht  sagen,  aber  ungeföhr  wird  er  sich  dodi 
zeitlich  einordnen  lassen.     Roethe  setzte  Schondoch  in  die  wate 
Hälfte   des  14.  Jahrhunderts,   indem  er  in  ihm  einen  Landfimsnn 
des    Peter  Suchenwirt    sah,    da    er    in    einer  Suchenwirt-Hs.  vom 
Jahre  140->   als  Verfasser  der  „Eflnigin  von  Frankreich"  genwiiit 
ist,  und  annahm,  daß  er  den  Stoff  zu  seinem  „Littauer"  auf  einff 
Preußenfahrt,  etwa  der  des  Herzogs  Albrecht  von  Österreich  1377 
erhalten  habe.    Xun  ist  über  Schondoch,  wie  bei  Rassek  und  oben 
Ö.  24  ff.  gezeigt  ist,  kein  Österreicher,  und  der  Herzog  Leopold  da 
tlrzälilung  kann  äuch,   wenn  überhaupt  eine  Anspielong  auf  eine 


Iiistorische Persönlichkeit  vorliegt»  Tz-opold  I.  von  Östeneirli  (t  1 326) 

äeir  (Tgl.  S.  5).   Somit  fallen  alle  Orfinde  Roetlies  fflr  ein  Hinaus- 

»drieben  Apt  AMait^ungKzeit    bi<  hii;<  Eudi:-  di>^  1-1.  Jli.  wofc,  ""n* 

hsuik,    Aei    an  Itoethes  Datierung'  ft>stliillt,   nben4^hen   hat.     AI» 

Almianne  konnte  Schondwli  ^rfir  gut  in  RczifliimB  mn»  Deiitsclien 

Orden  stehen,  da  ilie^r  im  ^ranzen  westlichen  SlttMeutschland  und 

in    der  Schwviz   .-ifiDu  NiedrrlsitiiunReii  liatte.    Nur  a<p^iel  iKt  also 

Mt^lu^.  dail  Si')iondocli<i  Oeilicht«'  unter  dem  T>ti listige lien  EinfluMHc 

Cbnr&ilü  ron  Wfln))unr  i'h'Uen.  und  daLI  l.it.  niKth  l*2.il,  dorn  Jatiro 

<fer  llekehninp  Mindowe«,  und  K.  v,  F.  tuf  HO'J  verfaßt  ist.    Kin 

Kriterium   für  eine  etwas  genauen"  xeitlidie  ITxierung  bielrn  ilio 

rfreiht^big    klinf^enden   Vene,    deren   Prozontzabl    bei   Ciedichten 

rrsclben  Zeit    nnpefHhr   ßleich    ki^^B  ist,    wie  Kochendflrffer  7..  f. 
A.:ib.29\  ')   gvzMgt    liat.     Iliernaeli    vDrde  Lit.    mit    \%    oiid 
TC-   ».  F.  mit  ■}'}%  sriir  giil  2«  Petov  von  StAiif^nbere  und  Busant 
sttTnmeo,   die   beide   mit   etwa    1H%  um  13in    angcnet«!  «(-rdpn, 
Kunal  da  Kwnt  Kieitem-rs  Jnkohhbrtlder  um  die  Mittt-  dei<  1-1.  Jti. 
nur  iiot-b   (fiit    10%  »ufw-ist-n.     Aui-b   die    Mt^lnk    in   Srliimdtnrhs 
*3«dirlit«'n  *teht  n«vli  auf  derselben  Höhe  «rie  im  I'.  v.  S(.  and  Jlu. 
r*ie   di:ili>ktiHi*Iii>ii    Eiifenbwiteri    nnd    Knrxnn^cn,    wie    sii>   niis    im 
Iteim   enti;ef;en treten,   "itid   iiirht   so    hm\iii    wie  in  den  J;ikobs- 
Mdem    und    finden    «inh    «unli    bei    andern    I)irli(«rii    .lus    dur 
■    Hälfte    dtM    13.    und    detn   Antaiiir   d«    l-I.  Jahrlmndurts,   wir 
•firmen   also  ans  diet^en  (IrUnden    in  Schond«(:h  ninen  Dir-lifer  der 
'i'ten  Halft«  des  14.  Jb.  auhtia  dCirfeii. 


I)  UwimIi    liAt    kein  crtftlilfniloH  ftndirJit  dv«  1i.  J)i.  riboi  ;!0£.  k«ino8 

^      la.  Jh.  Ober  «fi  u.  kein»   ili-o  ii.  Jli.  nnlrr  ¥)%  klingcndL-r  Reime.  — 

»"'*«B*laneB    erkUn-n  »idd"  na«li  Kdw.  S<:lir<*.<lL'r;    Zwni  ulU.  ItitlormArcG 

°^   S  [.  .bald   Kus   ilnii  DUIrkl  ^iiid.  und  bair.  »iiul  liier  <Iic  liilrvini'^  bald 

Hb    d^T  arrhaiiierontlen  Rtchlong  viiivn  Aiitum  ',me  R.  v.  W.)*  —    Vhvv  drci- 

Ve.>ki^   kltngcixlc  ticime   bei  K.  t.  W.  tkI.  ItanH  Laudaii:  Zur  Chronologie 

i»  Werk«  KonndB  v.  W.  g.  118  f  l>i«serU)tIuii.     i;flUtng«u  I90£. 


Der  Littauer. 


I 


Vorbemerkung. 

Vu-M  isl  nlit'rliffcrt  in  ili-m   Pcreaiiientkodi'x  It  VIII  -''i 
der  ünivi-rNitüts-HibliuMii-k  zu  BaHfl.    Die  Han^lgrlinft  ^»mint  :ui 
dem    14.    .lahrliundert    imd    ist   hescliriebeü    foni  Freiliprrn  vun< 
Ij&ßbere  in  sflnvi  Atio^bc  AtA  lAtttwr».  ftmcr  in  (irnfT«  Oiuti-ska 
2,11'>  iin'i  in  \V.  Wiii'ki'rniurels:    Vermchnis  <W  nltili-uUcIit-ip  Hss, 
df'r  Baslpr  rni\.-Hil>I,    Seit*-  'Mi.     Am-h    iii    ileiii  Wriwirlirii!"   iilt-j 
deutschi'r   Hsn.    von    A.   von    Kellt'r,   hrsg.  von    tMunrd    Sicv«ra-| 
I8!)fl.  ist  Sil'  unter  Nr.  14  v.'nnerlci.    Sii*  umfaßl  -iOs  zircisiialrig 
lu'isr.hrifbiMitr    Bliiit.-r    iiuil    i-ntlialt    lilaU    1'  —    -'if.'"  Hucn   vo» 
Langen)it4>in!i    Martiim    (lii-s^.    dtircli    A.    voii   Keller   Shittg,    Lit. 
V.  3H,;   Blatt   'i1)8*  —  :t(i4*  die  «o^i'nanntv  M«itmuiir  Njtturlelirefl 
(hrsg.  Stuttff.  Lit,  V.  -J-J  durcii  W.  WackcrimirpO:   «litt  HO-l*-™ 

;t07"    unser    Gedirlit.     llii*    letzten    :i  Seiten    .<iiiil    unbewlirieliiii. 

Die  Us.  ta«  mir  im  OriKinal  vi>r.    In  dem  Text*-  liabe  ich  die  it 
der  Hi.  tuibereclitii:!  (jctreiint  nt'M-hnebüucu  Ttile  uines  Wnrlos  in] 
eiiiN  i^i'^jchrieben,  ilic  ^i-Uuligeti  AhküncuiifL^cii  ffir  ii  und  er  iiur^nliVt,] 
die  Re«cit:hnuni'  v«in  ii  uitd  v  ««remOt,  i  sliitt  de^n  oft  vorkommen-] 
den  y  {inn-hgetfthrt  «ml  j.   wo  es  am  Platte  ist,   statt  i  Kt^etit,! 
ohne  Rechonscliaft   itarfitier  in  di'in  Lesartfnverzßiflini»  7.u  iii-bcn.] 
Sonat  liluubttf  ich    mir  weiiit;  vou    der  ülerlit'lerlen  Orthogriipliiel 
abweichen    /.u   dfirten,    da  nur  eine  Handschrift  erhalten  ist,    uo^ 
es  meist  t;ar  nicht  za  entsnheidun  ist,  'vra*  schon  in  der  Ursehrift' 
gestanden,  und  was  erst  der  Abtichreibur  von  seiner  Ortbof^raphie 
bincingebrucht   liiit.     Irh    li^ib«  mich    dcsliittb  wcKentliHi   ilarauf 
beschritnkt,   die   konvlcten  Klexiumironiien    herzustellen   sowie  Uiai 
Auslaut  VIT  hürtun^  von  d  b  ^  und  dii.>  SuheidunK  von  t  und  s  dun-h-j 
zufuhren.    Was  die  V-ikale  :itib(^trifft.  habt*  ii-h  in.  fie,  im,  ou,  diei 
manchmul   diirdi   einen    einfachim  Iluchstahen   (Iarge;>tellt  wareaj 
fin  ihrer  Stelle  edngesetit. 


Text. 

Man  sagt  uns  nixre  sunder  quit, 

wie  Me  vor  h\  langer  z!t 

so  gar  grdzia  dlnc  geschähen, 

daz  mir  die  linte  veijähen, 
5    den  toI  dar  umh  kondic  was. 

ich  hart,  daz  manz  an  buochen  las, 

wie  da  in  Prinzen  landen 

die  Herren  mit  iren  banden 

erfähten  mangen  grözen  strit. 
10    diz  seit  man  noch  in  landen  wlt, 

wie  von  in  llden  muoste  swar 

der  QQgetoufte  Littowfer. 

den  täten  sie  siner  hilfe  blnz. 

er  jach:    „diz  ist  ein  wunder  gn'tz; 
15    min  si  w€nic  older  vi! 

verloren  hän  ich  daz  spil, 

wem  ich  knm  zuhenden. 

wer  mir  ez  kund  volenden, 

er  w»r  ritter  oder  kneht, 
20    der  mir  die  wärheit  seitc  reht. 

waz  die  brüeder  anevänt, 

so  sie  strttes  mich  bestänt, 

dem  gaehe  ich  bürge  und  wltiu  lant.' 

diz  hörte  ein  ritter  sä  zehant, 
25     der  da  mit  im  ein  beiden  hiez 

imd  in  in  nteten  nie  geliez. 

er  jach;    „vil  liel)er  herre  min, 

min  dienst  der  sol  dln  eigen  sin. 

wilt  du  rätes  volgen  mir, 


1.  Ml,   flati  für  Initiiil  frei  gclaascc,  bdi  Bande  m.  mere.  aund'  quid. 

^^ .  bje.     3.  groBse  ding.    4.  daa.  dj  lut«.    5.  kundig  wi,    6.  mana.  bncbi  taz. 

'    P^^saen.    9.  grossec.    11-  wj.  musU.  »wer,     13.  littowor.    13.  sy.    15.  wenig. 

^-  »«rloni.  dae.  17.  wen.   19.  wer.   20.  dy.   21.  waidjbriid'.   22.  sy.   28.  gebe. 

^**%e.  wite.  ii.  dia.  so.    25.  hiea.    26.  nÖta.  ny  gelies.    28.  dinat. 


^^^^^^^r  30 

^^^^r                       ^^^^^^^^^^1 

du        sorncrtirber                    ^^^^^^^^^^H 

^^^^^^^^^^K 

dem  dlnen  voLko  g«biett>n                      ^^^^^^^^^^| 

^^^^^^^^^^1 

und  fremde  lieidf^n  mii'U>n,                       ^^^^^^^^^ 

^^^^^^^^^^P 

daz  sie  kumen  mit  dir       de»  valt,               ^^^^^^| 

^^^^^^^^^^ 

rcht  alK  ütn  kraft  gar  manic^-alt                          ^^^H 

^^^^^^^H 

in  ifrim  vo\  Af  $ic  sl  gcv>g«n.                             ^^^H 

^^^^^^^^M 

$f<  so\  irh  äne  brogen                                                      ^H 

^^^^^^^^M 

gar  hein)t>liclie  laufen  dar                                            ^H 

^^^^^^^^m 

und  nciiien  kuntlich^n  war                                          ^M 

^^^^^^^^H 

ir  tuoii  lind  ir  gtfh;i*nle.                                                  ^H 

^^^^^^H 

wes  man  zu  ritte  werde,                                                  ^H 

^^^^^^^^B 

als  sie  gcin  »triti^  r&st«n  sich,                                      ^H 

^^^^^^^^B 

Aar.  ]An  ich  hatdt!  wizz«*n  dich."                                     ^H 

^^^^^^^^H 

der  kftnic  tet,  daz  i^r  im  rint,                                     ^H 

^^^^^^^H 

und  brogt  mit  beideiii$cbcr  diet                                  ^M 

^^^^^^H 

sA  griulSch  in  dßni  watde.                                           ^| 

^^^^^^^^B 

der  ritter  der  lief  baldf                                                  ^H 

^^^^^^^^R^ 

hcinilit-h  ;;ein  1'oran  in  dit-  si&i,                                   ^H 

^^^^^^^^^^ft 

dö  er  I'riuscb  tvol  gel^ret  hat                                     ^^ 

^^^^^^^^^^^ 

dl  vnr  in  stner  kintliott.                                              ^^ 

^^^^^^H 

als  er,  dem  nivister  wart  gpseit,                                  ^f 

^^^^^^^^1 

daz  Riiizen,  Tarter,  Littow:fr                                          ^| 

^^^^^^^^b 

duri^h  dii'  wiltiiisbu  küincn  her,                                          ^H 

^^^^^^^^1 

d<^  ^ant  ar  baldt^  bot«n  iU,                                             ^H 

^^^^^^^^P 

wÄ  sie  in  Primen  iendert  liü»                                    ^| 

^^^^^^^ 

batten,  da  die  herren  wän.                                          ^H 

^^^^^ 

den  tci  luiui  allen  <\az  VLT.-<tiiii,                                      ^| 

^^H 

daz  üie  vil   balde  ka^müii,                                                     ^H 

^^H 

so  sie  die  m^er  verTi»-m«ii.                                          ^H 

^^^ 
" 

diz  vuogt«  sieb  eins  moreens  fruo,                             ^H 

diiK  vii  drr  brjivdrr  kam  dA  /.ii»                                    ^H 

und  loüetea  in  gar  höher  atl                                         ^H 

ein  messe  du  f^sprochen  wart                                        ^| 

von  manfrem  imestfir  lobesan-                                      ^^ 

c.     83.  K}'.    34.  niwiigvklt.    i5.  nie  fehlt.    37.  hnmilicbe  loaffen,   ^J 

8s.  hsydi 

36.  kTtiUicbn. 

39.  luUD.  Kuburdc.   41,  «r.  nmU.    42.  rIaK.  wiss«.    48.  kunig.  ^H 

44.  hnj-dctnioli 

DI.     4ö.  gruliah.     4T.  turan,   djr.     48.  ptiiiiK.     &I.  rdMCd  tvbor          1 

Ijttowero.   63. 

dy.  Iieri'.   .^8.  vtr.  M.  wo  «j.  proKiteii.    Ä5.  dybnn-c.    57.  du  «y.         ] 

kODMi.    5&  ■}  df  mer  v'neBien.    59.  fügte,  fru.    60.  da«,  briiil'.  lu.                    ^^M 

45 


du  staont  der  ungetoufte  man 
6j    in  einem  winkel  unde  sach, 

waz  grözer  zeichen  dö  geschach. 

die  messe  man  singen  anevienc. 

dem  selben  beiden  ez  dö  gienc 

in  sine  ören  nach  freuden  lust, 
70    wand  er  der  wärheit  niht  enwust, 

daz  manz  durch  gotes  willen  t«t. 

SOS  hört  der  Heiden  duz  gebet, 

des  dA  gar  Ifltzel  in  verdrüz. 

doch  sach  er,  wie  der  priester  nöz 
".')    den  Qot,  der  himel  und  erd  geschuof. 

diz  sach  der  ungetoufte  luof, 

wie  der  priester  wandeis  frl 

einn  starken  man  da  brach  in  drl. 

üz  iedem  teil  ein  rise  wart, 
80    er  het  ein  mitre  wol  zerzart. 

die  schoup  er  alle  in  sinen  mnnt. 

dar  nach  sach  er  in  kurzer  stunt: 

die  brQeder  hin  zuo  giengen, 

gemelnllch  sie  emphiengen 
Hf)    den  schepher  von  des  priester»  haut. 

diz  was  dem  beiden  unerkant. 

heimlichen  er  dö  dannen  schiet 

und  suocht  die  ungetouften  diet 

bl  slnem  herren  in  dem  tan. 
!I0    dö  Jach  der  künic:   „nü  sag  an, 

waz  hästil  dort  gesehen':"' 

^lä,  herre,  ich  maoz  verjehen 

daz  dA  mir  niht  geloubest. 

liuge  ich  dir,  daz  <lü  berotibest 
\)b    mich  tibes  unde  guotes 

beide  lebens  unde  muotes. 

dö  die  wartliute  kämen. 


M.  stund.  65.  Tiid.  66.  groggur.  i>7.  dy.  anu  viei;.  68.  gtong.  71.  mans. 
72.  SB>.  73.  lutiel.  74.  wy.  1;>.  x"t.  goachuf.  TG.  liif,  77.  wj.  79.  vs,  81,  dy 
schont). müd.  82.  kurti' stüd.  83.  dv  bn'id'.  lu.  84.  ^y  emiihingun.  8ä.  schoppher. 
das.  86.  wu.  87.  da.  88.  sachte  dy.  90.  kvnig.  nü.  92.  mfls.  94.  liege. 
95.  Tnd  gutes.    96.  vnd.    »7.  dy  wartlüte. 


^H 

^^^^V       46            ^^^^^^^^H 

diu              iiz  TernAmen.            ^^^^^^^^^| 

^^^^^^^B 

daz            lornes                              ^^^^^^^^^| 

^^^^^^r         '^'' 

kii-iiie»t  tiiil.  gri'Kür                                    ^^^^^^^^^| 

^^^^^^1 

dö  freuten        itich  überal,                              ^^^^^^| 

^^^^^^K 

ir  sUezer  ilön  in  Iflltoii  ^ha).                            ^^^^^^| 

^^^^^^^L 

8i«  nämen  «inn  starken  bruodtir  fHech,                  ^^^| 

^^^^^^^^^ 

<len  stalten»  alier  einen  tiHch,                                   ^H 

^^^^^^^B         1Ü5 

und  leiten  im  an  so  riltcb  wät,                                   ^| 

^^^^^^^^H 

diu  was  mit  )cclde  wo]  duraät.                                    ^f 

^^^^^^^^1 

der  saiiv  in  under  iviieu  vor.                                           ^H 

^^^^^^^^1 

dö  stuont  ich  hinder  eime  tnr                                     ^H 

^^^^^^^^M 

verborgen  bl  der  waide                                               ^M 

^^^^^^H       Iln 

und  lu()gti>  iir  «in  ende,                                               ^| 

^^^^^^^^H 

nie  GZ  dem  biuoder  rli')  geUnc.                                       ^| 

^^^^^^^^H 

der  eine  under  wllen  canc.                                              ^H 

^^^^^^^^V 

ur  nain  »inn   jungun  stärken  man,                                     ^H 

^^^^^^^^B 

ich  moht«  in  nii'  erhaben  )ian,                                    ^H 

^^^^^^H 

in  drien  stücken  er  in  'brach:                                   ^H 

^^^^^^^^1 

üz  iedem  teil  ieti  wahren  sach                                    ^H 

^^^^^^^^1 

«inn  un^erzuf^ten  fronen  helt,                                         ^H 

^^^^^^^IP 

er  moht«  vil  wol  üx  erweit                                             ^H 

^^^^^K^ 

in  aller  weit  ein  komphc  sin.                                      ^H 

^^^^^H         i-io 

die  schoufi  er  mit  ein  ander  In.                                 ^H 

^^^^^^^ 

dar  nach  die  brtieder  alle  saat>                                   ^H 

^^^^^^H 

ie^llcher  ron  des  eiuea  hant                                      ^H 

^^^^^^H 

einti  muri  in  xlni^u  munt  empS(>.                                     ^H 

^^^^^^V 

alsui;  crl'ulleten  j;ie  sich  ie                                              ^| 

^^^V 

mit  lebeniligen  Unten.                                                 ^H 

^ 

mtz  ich  dir  liie  bediuten,                                            ^H 

^^H 

Itug  ii^h  dir  f)i>.^  uIk  uinb  ein  npria                                ^H 

^^B 

s&  hei/.  Riidi  hoiiwe.ii  bald  in  driu."                                 ^H 

V 

dö  jach  der  ktlnic  besonder:                                       ^H 

'                                         130 

,8Ö  ist  es  nlht  ein  wunder,                                         ^H 
)9.Ana.  100.  kernest,  irrossor.    101.  «,v.  ?b  sl.    103.  Buefsor.  InfU 

HS.  dy.   ! 

103.  ein.  bruH" 

104.  iiy  staltcti  sj-  vb'.     lOe.  dj   VHi.    107.  saug.     108.  stund. 

110.  liiglu.   11 

.  w;.  brüd'.  goUng.  I12.itatiic.  113.  ein«.  ItLorh^bii  ll&.draea 

atiicken.     116. 

V».  wuaen.     IL!),  kenippli«.     ISO.  d>  schonh.    läl.  ij    brod'. 

tS2.  dei.     133 

.  DiQd.    124.  ctfuilou   8J.     Hb.  Icbondingcn   liitcn.    1S6.  was- 

b«dutoD.     1S7 

liig.  dai.  «iiiii.     1^8.  h*u«e.  drü.     199.  kfinig.                          ^M 

47 


daz  sie  mir  obe  ligent 

and  sttites  an  gesigent. 

wirt  under  in  einr  öf  engenzet, 

mit  swerten  vientlich  zerauhrenzet, 

\'4Ö     so  äliuft  ein  ander  üzei'  im, 
des  ich  vil  gröien  schaden  nim. 
SU8  kan  sie  nieman  vertüemcn, 
raac  iegellcher  sich  des  rAemen, 
ob  under  in  einr  erslagen  wirt, 

140     daz  denn  ein  ander  niht  verbirt, 
der  äz  im  sliafet  unde  viht. 
ich  mac  sin  doch  gelouben  niht, 
ich  muoz  ez  selber  sehen  an." 
sus  hiez  er  rasten  in  dem  tan 

14r>    die  Riuze,  Littowe,  Tarten 
die  muQsten  sin  da  warten, 
unz  er  her  wider  kapme, 
die  wären  mxr  vemieme, 
daz  im  der  ritter  niht  enlQge 

150     noch  in  den  sachen  niht  betrfige. 
säst  lief  der  ungetoufle  forst 
durch  wilde  bräraen  und  durch  hurst, 
<)en  ritter  einic  er  zuo  im  nam, 
unz  daz  er  hin  gein  Toran  kam. 

155     dö  giengen  die  zwfin  Riuzen 
geltch  als  ander  Priuzen. 
die  spräche  sie  wol  künden, 
dar  nach  in  kurzen  stunden 
wart  ez  sich  fiiegent  üf  die  zlt, 

liiO     daz  man  ioch  lenger  niht  entbit, 
die  messe  man  singen  anevienc. 
der  künie  und  der  ritter  giene 


131.  das  BT.  133.  wurd'.  engitzct.  134,  i'  schrrUet.  135.  slnft.  »sser. 
136.  dei.  gross«.  137.  su/..  »y  njm&  v^  turne.  138.  mag.  dez  nimp.  140.  da« 
denn  ein  and'  inh  t'  birt.  141.  vtt.  sluFTut  vnd  vihtet,  142.  iiing.  gelobü. 
143.  mua.  144.  euz.  145.  d}  riissc  liltowu  tHrliin,  146.  d;  inusU.  147.  vntx. 
kerne.  148.  dy.  mer  v'neme.  14!).  tMl1llK>^  150.  iiit  betrugt!.  153.  einig,  zu. 
154.  TDti.  156.  dj.  zwenc  russe.  15(},  prusson.  157.  dy.  si.  158.  kiirtie. 
159.  fuged.    t6U.  lang'   161.  dj.  tme  vieg.    162.  kvnig.  gieag. 


■ 

P 

^^^^^             -  ^^^^^^^H 

da  einhalp  in  der  kilchen  oH                ^^^^^^^^| 

^^^^^^^^F 

und  hörten  dX  diu  ^«töii  wort.              ^^^^^^^^| 

■ 

KCt 

waz  im  der  ritt«r  seit  vor                            ^^^^^| 
t\ö  sacb  er  selber  zedcben  mS:                           ^^^H 
die  uDgetouf<«u  %äre                                         ^^^H 
d)i>  »üben  iiH>nsoh)tche  oatäre,                               ^^^H 
als  Got  üiob  dii  erougote                                    ^^^H 

H 

liÜ 

ntid  llplich  In  enoagete                                  ^^^M 
gellcli  aliiam  du  rise  «tarlc.                                 ^^^| 
vor  üiea  er  sieb  niht  enbark,                             ^^^| 
als  er  sich  bii^  mir  annem  nun,                       ^^^H 
wan  ich  &s  xvo\  vorsohiUdet  han.                        ^^^H 

H 

i::. 

vrie  <M  zn  ineQscIieii  wart  genubt,                             ^M 
die  priestcr  er  sieb  nicKfin  lie.                                      j 
vil  manic  hin  zuum  bni«der  gie,                          ^^^H 
du  ipglicher  in  litiher  art                                       ^^^H 

^L 

1 

cmpbienc  den  himcIfOiHten  zart.                              ^H 
diu  nam  in  sine  srhouwe                                               i 
der  ktlnic  von  Littouire.                                       ^^^m 
vi]  bUiicIIcb  )peiic  er  oacb  bin  zan.                    ^^^M 
er  jach:    „geselle  min,  nü  hto                              ^^^H 

^r 

185 

hie  mir,  al-t  Aü  den  andern  tet,                            ^^^H 
dö  du  ii'gllcbcm  i>inn  knappen  get.                    ^^^| 
der  dH  alleiae  drl  rersliint.                                ^^^| 
schiup  mir  <>u<:b  drt  in  mJncn  niunt,                        ^H 
durdi  daz  ich  mlige  werden  stark.                          ^^^H 

r 

19U 

dar  umb  gib«  idi  dir  ti'iRent  roarfc."                   ^^^| 
der  priester  da  den  beiden  sach.                         ^^^H 
lii'iriiltvb  er  [ilö]  zuoicim  jai;h:                                ^^^H 
nganc  binder  in  di«  kilcbeo  stän,                         ^^^H 
um.  daz  ich  muoze  mQgo  hUn,                              ^^^H 

w 

193 

s^i  vi]  ich  wol  b&tachen  dich.                             ^^^| 
dar  soll  dii  wiizen  tirioh«rlich. "                           ^^^H 

]b.  164.  dygßt«.  IGi.  niu.  161.  dT.  ItiS.  dr.nwitalicfae.  169.  eol^l 

HS.  eiiihit 

ni. 

'glich.  I7&.  diti.  176.  wj  «ou  177. djr. nie»».  ITS.inaiiig.iübrDd*.  Itd.dd^l 

^^K                   180. 

einphin^. 

I8ä.  kviiif;.   liLlouwp.     183.  bluj^lich.  «ieng.  ifi.     181.  nfl  ui.'^n 

^^H 

ein».  187.                                                                                            ^^^^ 

v'slunil.   188.  üchub.  müil.  189.  mügc.    192.  tutt  im.  193.  ganit.       j 

^^L 

194.  inU.  mAsse.  mn^.     196.  vimb.                                                ^^^^H 

ÜOO 


205 


310 


215 


220 


225 


der  Icfinic  da  bl  djM  eiili«z, 
«■  tet  das  in  der  priester  hiez. 
alü  iu  iliu  mes.«»  ein  ood«  nun, 
und  mcoglicb  üz  der  kilnhen  kam, 
der  priester  dA  ilen  beiden  üuocht, 
der  Gotes  ron  slaen  henden  raocht. 
er  jach:  „sa^  iin,  min  lieber  fhint^ 
mich  duiiket,  vii«  ^ich  lubc  geinuit 
hie  Ooi  vor  dtoen  ougei]. 
Dfi  ng  mir  Sn«  longeD, 
wie  ei  in  den  saofacD  lezunt  \iga.' 
der  beiden  j«^:  ,ob  däi  Terswige, 
dai  mich  niht  raog^tc  hie  dtn  aiuni, 
MO  Miit  ich  <lir  un  dirre  »tunt«, 
TJe  ich  A&  här  l>ekonien  bin." 
dA  jaeh  der  priester  wider  in: 
,des  s£  dir  hie  die  triuwi;  min, 
du  es  3ol  ^r  versvigen  sin." 
,ich  bin  ein  houbt  der  hoideascliaft," 
jach  er,  „und  hän  mit  gtiz&r  lu-aft 
mich  in  die  wiltnisw  geleit, 
durch  ilaz  man  in  die  m%re  seit, 
du  ich  mha  inwer  samenunge. 
ombilltrh  ez  mich  niht  endanket, 
daz  ir  mir  dicke  liget  ob, 
wan  da  in  iedeo  bmoder  gchob 
einn,  der  sterker  ist  denn  er 
und  vihtet  nAch  ains  herzen  ger. 
niut  gar  verre  ich  roa  dir  stuo&t. 
ieh  wei2  oä  wol,  woz  ir  taont. 
ieh  sacb,  daz  A([  A^ä  niht  enliei, 
nie  du  gar  trevenllche  stiez 
einn  nun  in  ieden  bruoder, 


W.lnig.  198.  d«.  199.  df.  MO.  n.  301.  Bueht.  203.  ^tes.  ruchU 
30t.  dneltvt  wjr.  305.  gnt.  206.  one,  207.  wy.  itiant.  208.  ieb  ar  t.  209.  rügte 
I17.  mäd.  SlO.  itQd.  211.  «y.  213,  dui  «CO.  liy  d;  truwe.  216.  gUsstrr.  217.  d;. 
218.  Tok  d;  merc.  219.  daa.  *ähn  vw.  32S.  «an  gu  in.  224.  liua.  235.  out. 
sUd.    936.  tfld.    S37.  du  bi  niht.     32S.  vy.    ii9.  bnider. 

Udaia,  ScDiradtcAf  liiditU«  '^ 


mi  iMfc  fiak 

im  M 

sft  Wirt  «B  Mvdf 

der  hädca  jadk;   ,H  kUMt 

was  ick  Bick  jAbAm  m  vawK, 
die  wil  teb  kU  DA  UM*  ab* 
nd  tnUea  df  ei»  «Uck  liaK 
dhi  micfa  dort  tiühitt— 
rät  idi  mit  gficer  fftod«  brAg* 

BL««ifi.fre;^.  383.  «tek  «k.  S&Ua.kiLia.nG.  A. 

2S9.  ««■.  17.    S4a  «L    MS.  Je*.    MS.  Ul  i^«. 

MS.  diw.    247.  teste    M8.  aa4L    M9.  tC    tSK  ak 

K9.  Mb  4f .     3S4.  froaa".  ■—Igaih     S$7.  < 

tu  dr-  IsncB  ak   8«a  fC  kA    3Ct.  ia 


51 


nA  bin  bedecket  mlne  ztt 
ob  Bolich  mäht  nfi  an  dir  11t, 

265    dA2  dft  mich  criaten  machen  kaust, 
ob  dd  mir  des  glOckes  ganst, 
des  wil  ich  iemn-  danken  dir, 
daz  soltft  wol  geloaben  mir." 
der  priester  lief  hin  in  den  sal, 

270    d&  die  herren  Aber  al 
rihten  allm  Iren  Alz 
fd  einen  snellen  imbli, 
wand  Biazen,  Tarier,  Littoirar 
durch  die  wiltnis  körnen  her. 

275    den  weiten  sie  engegen  ziehea 
„na  hcerat,  waz  ich  in  rergihen," 
jach  der  priester  in  der  frist, 
„der  kflnic  Ton  Littowe  kumen  ist 
and  hftt  gehoeret  hie  daz  amt, 

280    nnd  ist  sin  herz  also  gezamt, 
daz  er  jd  cristen  werden  wil. 
der  zeichen  ich  niht  Ton  im  hil, 
(lia  er  hat  gesehen  hiut. 
werder  meister,  läzent  nint, 

285    hebent  in  üz  der  toofe, 
fQegent  in  zao  dem  koafe 
als  ans  oQch  koaft  za  Jeraaalgn 
der  Qot  den  ir  hint  h&at  geagn." 
der  meister  ron  dem  tische  spranc, 

290    er  jach;  „n&  hab  der  schepher  danc 
der  im  die  sinne  sterket, 
alt  daz  der  beiden  merket, 
daz  sin  geloab  ist  anreht." 
waz  da  was  ritter  ande  kneht 

295    die  liefen  alle  mit  im  üz 


266.  dl  glnckes.  367.  des.  368.  dei.  gloubc  269.  prist'.  270.  do.  dy. 
vbei  al.  371.  fiiei.  272.  vff.  imbiei.  273.  rmtsen  tort  Uttover.  274.  ij. 
875.  sy*  engegm.  2TG.  boret,  iub.  278.  krnig.  littowe.  279.  geboret,  ampt. 
S80.  berti.  geiktnpt.  283.  dj.  but.  284.  laaai-t  nüt.  283.  ts.  touffe.  286.  fuget. 
ni.ki>nffe.  287.  och.  iherueali.  388.  bat.  290.  scbeppher.  391.d7.  293.  gloub. 
S94.  wu.*nn<I.    295.  do  Ar  tieft»,  vg.  ,, 


53 


gar  &celicb  in  das  bethäa. 
dö  äälieu  sie,  w»  der  künic  stuont, 
all!  nocb  die  guoton  liut«  hiont, 
die  Aö  wahten  öl'  der  s^W  heil. 

30fJ    die  brlleder  wären  alle  geil 

and  Tunk-n  im  von  herzen  holt, 
dar  umb  daz  er  sich  toufcn  irolt. 
die  zwt^ne  heideoiscbc  man 
mit  reht  den  tonf  an  sich  psnan. 

3üä    dft  fuort«  manä  in  den  palai. 
mit  freuden  man  lu  tische  su. 
beide  rotte,  glgen,  plitfen, 
waj:  frfliide  kan  b»rgr!fwi, 
des  wart  da  vil  getribcn. 

310    die  Kw^ne  stxte  btiben 
und  hullflii  gruot«r  ICre 
und  dientea  Qot  vil  s^ 
und  ouch  der  vil  reinen  ma^t^ 
diu  mangem  sDnder  hdt  behaget. 

Zlb    der  himeliHdio  Tirme 

behuoben  sie  in  ir  schirme, 
die  üzcrvolten  triuit&t«, 
die  der  himel  fürst«  hfii 
zuo  einer  mnoter  flzerkora. 

320     Maria,  muött^r  liÄehgebom, 

nii  bit  fOr  iinK  den  werden  Crist, 
daz  er  hie  Öf  erden  Mst, 


daz  ez  der  efile  wol  erg£! 

amen. 
Schondoch  muht  dise  rüde. 


396.  fr9li«h.      387.  ty.  kvnig.  wo.    S9i.  ij  guU  lutc   taad. 
vir.    800,  dv  bnid'.    801.  hVUo.     »02,  wd.     303  d;   iwv    hn^dnitek 
304.    fiDDAin.      !)n.5.    fuit.      306.   Limm.    iak.       .107.   phiffon.  S08.       froude — 
jtriflffe.     80fl.  dm.  gcVht.     310.  dy    gt*tc,      311.  gut'.     S12.  gntt     3r2. 
314.  guudür.    9ld.  hiinvttliuho  finv.     81l>.  dy  hubt  *j.    SIT.  dy.  va.    31^ 
funte.    319.  mal',  t«.    321,  fdr.  criat.     332.  by  rff.    323.  crgM. 


Münder  qiiit  ,oIiiie  tioI  GLTude,  boir*  vgl.  R«i8ok  S.  7. 
"V.  La8brrK   lint   falsch  Ubiinelzt  , bejahen*  —  tlbtr  ilerartige  kon- 
■wenUonell«  Btniftingwi  »uf  Quellen  »gl  Wulff  H.  B.  S  n.  840,  Jtekel 
S.  Sä,  EnUng  K.  K.  2M  Adpi.,  Glaser  S.  33. 
lande  wit  8eh<f.  1390,  R  17000. 
UDgetonn  (aacb  v.  64.  74.  131),  vgl  Jftckel  8.  58. 
Cnnd  394)  fonn«lbaft  Tgl.  JKckot  S,  \3. 
3Ech»nt  od  im  RBim  bei  If.  t.  W.  vgl.  WolffllB.  800. 
^nreb    dai  ich    llp,    hcrt    unilc   Inbvn  ffir  otgon  iu  wdl  innifr  geben 
P.  1665,   dur«-}i  (lai    idi    Af  dur  «rdttn  bunc,  lip,  »in  iinclu  lubun  Ki 
^igon  iu  «rtl  icin«r  geben  Tr.  4-1&3. 

%>roirMi  *L  n.  .UniieDilcnOTuOtuij',  bni  v.  Lafihcrf;  ta.Ucli  übcrunttl 
»^tcrweilwi" :  vgl.  docli  terlurBii»  al  ir  bniyun  Si^rsalimi  810.  »in  'bnigen 
^narl  manicT alt  Ortnil  .^8.  ilui  l«li  iiibt  fdil-n  lif  iuwer  brogen 
Tr.  3224S.  Ulli  iprvnKeii  twercli  diu  frL-clieti  (oraj  iinga  rittar 
brsbteo  Ti  dem  iirogene  jung-  Tit  3409. 

^rof;«»  aucb  bier  vubu  anfftUigen,  Urtnendea  TTviben;  von  Lsßberg 
nb«rHi>lil  falich  .barg  sieb. " 

{irtscb  Ji>r  15301  1'i>  Snhri^ihiing  *s  fllr  «eh  find«t  steh  niicb 
V.S06:  ttsto.     geli-ret  bUM  gelertlut. 

Knnatrnktioit    4nb  xerioj    cbenan    L4t.  144,  (gl.  Euling  to  R.  K.  3S. 

lob«saiit   ufl    b«i    K,    v,    NV.,    vgl.    Hitupl   lU    Bngelbard    1!85, 

Jlek<-I  S.  51. 

^-    liiuf.     Die  I tbi^rKutiinifj    .Mhiiii*    int    Iwi    vim  (.»Dberg    nnr    durch 

<ten  bdiui  veranlftBt.     Biuü    »ichuru  hürklämug    hat  die^ä»  Wort  oocb 

nteht    gefunden.    An    don   bei  KaHunk   S.   8  «»ncidineten   Stellen 

bed«atot    et    .Lodi,    Abffruiid,    Schlund,'  vielleicht    ist    oa  hier  per- 

tonifiuert  gebraucht  wie  slunt 

^OX.  lUrken  bei  »ob  Lsßbeig  nicht  nbersetzt.     Über  rrigch  Tgl.  Wolf  f 

IH.  B.  84. 
in.  li  wcgmt  iawnr  bntnAchall  llbt  und  ringe  nlaarn  «in  ipriu  Tr.  18357, 
(0  iht«t  ich  nifat  nmbL'  «in  «priu  Tr  31, 15^, 
Ittf.Der    R«iin    nugcniet :    i«rscbreD7,Qt    sehr    hHuäg  b^i    K.    t.    W.  Tgl. 
Hanpt  la  K.  2601.  KxsR«k  S.  T. 
l37.  r«rtä«oiGO    .SohniHcli    tun,   bcschirapfeii.*    bei    von  Laüborg  falacfa 
Bb«ri4tit     .Terdlmmen'    Tgl.    üt    ist    von    wfben    gar    TeitBemet 
KU.».  S^l».. 


fc*. 


54 

188.  sich  rfiemen  c.  gen.  ^troh  sein  fiber'  vgl.  ir  tnngt  inch  Illit«  rSemcn 
Nibl.  Lachmann  985,1.  von  LaBberg  fibenetit  ,H>g  jeglicber  licli 
des  memen:  Ob  nnder  jnVi  einer  erschlagen  wird,  Dafi  er  dann 
ein'n  andern  gebirt  .  ."  Der  Sinn  ist:  gHat  jeder  Gmnd  darüber 
froh  in  sein,  wenn  einer  Ton  ihnen  erschlagen  wird,  dafi  (da)  dann 
ein  andrer  es  nicht  unterlaßt,  daß  er  .  .  .' 

144.  Tgl.  Lit.  61  Anm. 

170.  Üpllch  „leibhaftig",  nicht  lieplleh,  wie  Rassek  6.  1  meint,  enongea 
bei  E.  T.  W.  nicht  belegt,  vgl.  Wolff  H.  B.  875. 

173.  inen  schon  im  18.  Jh.  in  volkstfimlichein  alem.  Schriften  belegt. 

181.  schouwe  ist  besonders  die  prüfende  Besichtigung  der  Obrigkeit. 

209.  rfiegen  sw.  v.  „lu  Schaden  bringen,"  spesiflach  alem.  vgl.  Raesek  S.  7. 

SäSf.lauten  in  von  Laflbergs  Teiti  ,Waa  gar  in  ieden  bmder  schob 
Einer  der  sterker  ist  denn  er'  and  sind  flbersetit:  >Da  man  in  jeden 
Bruder  sehnb  Ein'n  Mann,  der  sttrker  ist  als  er." 

324.  nAch  aSnes  hefEen  ger  vgl.  Wolff  H.B.  381. 

233.  Ist  vier  nur  Reimiwang,  oder  ist  der  Littanerffirst  so  nabeacheiden, 
dafi  er  gleich  viermal  so  stark  werden  will  wie  die  Bitter? 

385.  priester  höchgewiht  P.  v.  St  998. 

238.  er  liei  alsam  ein  toubei  haon  dai  meiier  vallen  £.  1978,  tnmba 
dan  ein  haOn  Ls.  1,509  er  vert  alsam  ein  tonbei  hnon  P.  13830. 

248.  vgl.  der  alten  houbetsfinden  schimel  hat  dln  hlnot  uns  abe  getwagoi 
P.  9756,  du  bist  gar  an  allen  schimel  aller  bösen  sunden  Hart  52,26. 

263.  brnge  nicht  ^Brnckc"  sondern  „Brettergerüst"  vgL  Raasek  S.  7. 

286.  Jerui^alein,  wohl  dreisilbig  zu  sprechen  mit  dem  Ton  auf  e.  vgl. 
F.  Vogt  zu  Salman  und  Uorolf  I,  1. 

394.  Zu  dieser  formelhaften  Wendung  vgl.  Ealing  K.  K.  v.   177  und  339. 

397.  Auf  die  C'hereinatimmnng  von  Lit.  397/8  mit  K.  537/8  haben  schon 
Koethe  n.  Kasaek  au^erksam  gemacht. 

807.  beide  zur  Verknüpfung  dreier  Worte  findet  sieh  oft  vgL  Jftnicke 
P.  ».  St.  V.  1112  Anm.,  Klitseher  S.  41. 

308.  tambüren,  harpfen,  gSgen  Tr.  136,  rotten,  haiphen,  singen  Tr.  5974. 
pfifen,  tanzen,  gingen  P.  v.  St.  1065,  trumben,  pfifen,  eeitenapil  Bu. 
352,  1050. 

813f.v.  Laßberg  lieU  den  handschriftlichen  Text  unverindert  nod  über- 
setzte: „und  dienten  Gott  vil  sere  und  auch  der  Jungfrau  lobeaam. 
Die  manchem  Sünder  zu  Tröste  kam:  Des  Himmels  hohe  Stkrke  Zum 
Scbuze  jrer  Werke,  Die  auserw&hlte  Trinitat,  Die  der  Himmels  Purste 
bat  Zu  einer  Mutter  auserkoren."  Raasek  stellte  folgenden  Test 
her:  „und  djenten  gote  vil  sere  /  und  auch  der  vil  reinen  maget  / 
dj  mangcn  simder  hat  behaget  '  der  himeslichen  ferme:  dy  behüben 
ai  in  ir  schirme  dy  userwelteu  trinitat"  nnd  übersetite:  ,ond  dienten 
Oott  gar  sehr  und  auch  der  gar  reinen  Jungban,  die  manchen  Sünder 
eingefriedigt  (eingesehloeseu)  hat  io  das  Himmelreich:  d«s  erwarben 
sie   in    ihrem  Schutze,   die   (als  Apposition  id  HimmelreidO  aoier- 


55 

w&hlte  Trimt&t."  Ich  glnube.  daß  man  sich  ongcr  an  die  Über- 
licifernng  uiBchlioflun  kum.  bohsKen  iat  unser  „behagen"  vgl.Wftlther 
T.  d.  Vogelweide  4,1  wo  Ton  Maria  und  Jesnn  die  Rede  ist,  ,der 
ir  IC  kinde  wol  behaget:"  aUtt  dy  hüben  der  Uandscbrift  lese  ich 
behüben  und  fibergotzc :  „  . . ,  dio  manchem  Snndor  gefallen  bat.  Deren 
faiiumlisches  Roich  erwarben  siu  in  (antcr]  ihrem  Schutze,  die  aus- 
erw&hlte  TriniUt.-' 
Raiaek  setit  hinter  SIT  Punkt,  hinter  819  Komma. 


Die  Königin  von  Frankreich. 


Beschreibung  der  Handschriften. 

Im  gfiiixnn  h»bmi  wir  Karlirii':lit  von  IS  Hs,».  unseres  (^Jedichte. 
13  dieser  Kfn.  haben  mir  im  Original.  Alisctirill  odtt  Abdruck 
v«rgel«geii.  Der  Besrhreibmip:  von  Hs.  I  —7,  bei  Bassek  a.  i.  0. 
S.  10  f.,  hübe  ich  nichts  beiiufüf^on.  fl 

1.  M.  Hm.  Jibgednirkt    in  den   „altdeutschen  Dicbtongoi''.  hrs^. 

von  N.  Meyer  und  E.  F.  Mooyer.    Quedlinburg  und  Ldpiifc^ 
1838.    vgl.  Bassek  S.  13.  ^ 

2.  B.     Hb.    der  Baseler    UnivMäiWtsbibtiothek:    0.   lü.    15,    *gl. 

Bassek  S.  10. 

3.  H.  Hs.  iler  Orfißliermgl,  ÜniTersiUtsbibliothek   zu    Heiilelberg. 

Pal.  genn.  373.    vgl.  Rassek  S.  II. 
1.  D.  Hs.  diT  Gi'oßherzoglich  Hessischen  Bibliothek  eu  Dannstadt^ 
IV.  Pp.  Hb.  XV.  Jh.     vgl.  Itassek  S.  10. 

5.  O.   Hfl.   der  KaiFHrlichen  HofbibliotheJt  in  Wien.     AbReiirm-kt 

in  Gruffs  Diutiska  HJ.  :S78  ff.    vßl.  Rassek  S.  10  f. 

6.  Hb.   Us.  im  Besitz  des  Fflrati-n  von  liOwensfcein-WerUieim  in 

Heubach.    vgl.  Rassek  S.  11. 

7.  S.    Hh.  der  Kgl.  ßibliothßk  zu  Berlin,  fraher  in  Schottky-<  Be- 

sitz,    vgl.  Itussßk  .S.   l'Jt". 

8.  Dn.   Us.  Dn,  die  früher  im  Besitze  von  Docen  wht,  muU  wohl 

als  verloren  angesehen  werden,  ebenso  wie  eine  Abschrift 
dieser  He.,  die  Han«  Ferdinand  Uassmann  besafi  (vgl.  An- 
zeiger für  Kutide  dex  Mittelalters  18^5,  Sp»lte  U),  wenigsten» 
botlndet  £iv  sith  we<l^r  uul  einer  d«r  grCUeran  Bibliotheken,  noch 
auch  unter  Jeiu  M'nchen  Nachlaß,  tler  von  Herrn  Mediiinal- 
rat  Dr.  Massmann  in  Dramburg  i.  P.  verwaltet  wird. 

9.  Hz.   Die  bei  Bassek  als  Hz  angefUiu-te  Us.   ist  £igeDtum  de 

Kloster»    Uerzogenbarg    (niuht    Uerzogenbu^ich!)    in    I^iederi 


öetcrreicb.    Es  ist  eioe  in  Holt  gebundene,  mit   Klansuren 
TerMbene,    oiclit   p^ntrrt«   FapieriHUiun«lluiQ<lsi:brift.     Di« 
letzten  Blätter  haben  etwas  durch  Holzmirm  gelitten.     Da» 
Format  dor  Us.  irt  etwa  II,  5  X  '3.  «  ftn.*} 
Die  Hs.  «nthAlt:  Austegung  di^r  lü.  Mea«>,  (jeltetc  u.  a.    Am 
Iwte   $tfht  unser  Ot^licUt     Bliilt   I   und  iHe  lrlzt«n  3  (nicht 
4    '«vie  in  den  Altd.  itliUtmi  t.  Uaupt  u.  Hoit'niann,  Leipzig  l}<:iii 
I,  380  angcgt'ben  i»t}  üiiid  von  (It-rwlbt-n  Ujuid  peachrieben.     Die 
daK^iecben    li«g«n<t(>n   RUtter    Htanunni    von   ält«rer  und  boi>ser«r 
Haiiil.     Das    heutige    Anwheii    iiiist'ri'S  rrediHile»   kann   man  sirii 
«trwa  1^0  entstanden  di^nken,    flau   bei  der  älteren  üs.  die  4  beti'. 
Blatter  beschädigt  waren,  iitid  daß  man  danii  tieini  Kinbinden  diu 
(Cb»dhai1«n   Stellen   nach  *ht  vorlii-genden    H».  «mente.     In  der 
ilteren  Partie    Ut   ein    srhwaner  Rahmi'n  (7  X  ".-^  "")  vorge- 
leiehnet.     Diu  Anfanpsbuehstaben  diT  Verszeilon  sind   rot  dureb- 
!4ricben.   oder  es  ist  auch  einfach  duri-h  !<ikmtlii:he  Anfangsbuch- 
staben ein  lunger  roter  Strii'h  gebogen. 

AuX  uD.^r  Oetlivlit  fulgcn  auf  dem  letzten  ßlatt  der  Hs. 
Gebet«  an  den  bl.  (ieixt  und  an  die  hl.  Dreieinigkeit,  die  nicht 
*'o)l8tjndig  üintl,  da  ein  paar  Itliktter  zu  Tehlen  ^Keinen. 

Auf  Seite  109*  bis;  l'iO*  enthalt    Uz  eine    ganz  interessante 

i-'rwahnmig   der  Jungfran   von   Orleans.    Anfang:   [A]  Nn<i  domi 

•aiJlegimo  etc.   nach  Christi  gepurd  Als  man  cbcU  Tawsend  yier- 

ftUHflert  vni!  ilar  nach  in  dem  slben   vnd  funczigititen  Jare   Ist  der 

''^•'"«ihlawchtigist    kunijf    la^^Hlu  (Wlailislaus)  etc.  zu  Wien  ^iusge- 

/^*>S'ei]  jn  da«  kunigkreich  zw  IJehaim  vnd  da  &  zu  präg  an  »annd 

•*^»oin)ljrtag  ain  rayt/  Dar  nut-h  ward  geiH:hirkht  «in  graiJte  mai:h- 

'&*>    potsihafft   dem    benantft   kunig   laesla  etc.  vmb  ein  Oemabel 

^      dem  kanigkJi  von  IVanckbreich  u.  »<.  w.     Die  betr.  Stolle  lautot: 

'^*^^  damai'h  durch  franckretch    In    das   lannd  za  Orlianns  /  da« 

f'*''*^ii  zu   der  ohron   gehöTri  /  vnd  vor  der  selbigen  stat  Orlianns 


i«t 


der  künigk  von  Btigeitand  gelegen  /  anderthalb    isr   daii   es  ir 


ch 


**<5>i  jfar  hartt  gelegen  ist  /  Do  ist  die  .luuckhfraw  von  francihrciflh 
^*^Xii«n  /  vod  bat  sy  gespeyst  /  vnd  die  veiiit  uuÜ  dani  lunnd  ge- 
^^-^>«n  /  Item  von  Orlianns  gen  Ambas  Daselbs  lagen  die  herm 
^***l    achttag  u.  s.  w. 


*)  Di«  iU.  nunte  mir  ännh  SditnbacJi«  ^t%i;  Veimittlnng  lugGnglicIi. 


5fi 

10.  Ha.  Noch  iiirhf  lickamit  war  v.  d.  Hagen  und  Rassek  eine 
Pphs.  unseres  Gedii^htes,  die  sirh  auf  der  Stadtbibliothek  in 
Hamburg  befindet  und  von  Keller  Stuttg.  Lit.  V.  XXX  Sp.  1403 
beschrieben  ist').  Sie  tntgt  die  Bezeichnung  Cod.  ohart.  4, 
188  S.  CU  p.  lM8,  vgl.  Petersen  Gesch.  d.  Hamb.  Stadtbibl. 
S.  247. 

Die  Zeilen  sind  aiclit  immer  abgesetzt,  manche  Schreibfehls 
kommen  tot.    Die  Hs.  enthält  188  paginierte  Seiten. 

Auf  der  Innenseit«  des  Deckels  steht:  Ex  Biblioth.  Hamb. 
Woltiana ;  auf  der  ersten  Seite  flndet  sich  unten  links  in  der  Ecke  da 
Namen  Uffenbach  (Faksimile  vgl.  Petersen  a.  a.  0.  4.  Tafel  X)- 
Es  ist  dies  wohl  eine  der  Hss.,  die  der  Hamburger  Phiiologt 
Johann  Christoph  Wolf  von  dem  Frankfurter  gelehrten  Sammlet 
Zacharias  Konrad  von  Uffenbach  erwarb,  und  die  dann  in  den 
Besitz  der  Hamburger  Stadtbibliothek  kamen*).    In  dw  Biblioüw» 

UfTeobacMana  Msta Halle   1720  ist  unsere  Hs.  nicht  T«r- 

zeichnet. 

11.  W.  Von  der  bei  Bassek  als  Hs.  W  augeiHiirten  Fergamoit- 
hs.  der  Wiener  Hofbibliothek,  die  wegen  ihres  großen  Weita 
nicht  nach  auswärts  verschickt  wird,  verdanke  ich  Beschra- 
bung  und  Kollation  des  Textes  mit  ti.  A.  I,  8  der  Gfltc  in 
Herrn  Direktors  Dr.  Jantzen  in  Köaigsberg  i.  Pr. 
Unser  Gedicht  umfaßt  8  Pergamentblatter  in  Folio. 

1  ■  enthält  nur  den  Titel :  Vita  Regiiiae  Galliae  /  Ducissae  BauariK- 
Descriptio  Rliythmica  Vltae  Reginae  /  Galliae  Ducissae  Baviri« 
cujus  pudi/citia  ab  Aulae  Marschallo  tefitata  /  foit. 

1*  enthält  auf  der  ganzen  Seite  eine  bunte  Miniatur  darstellend,  | 
wie  der  Marschall  um  die  Minne  der  Königin  wirbt. 

2»  ganz  beschrieben.  2  Spalten  mit  je  35  Zeilen.  Verse  abge- 
teilt, Anfangsbuchstaben  rot  angemalt. 

2'*  Oben  Miniatur  in  zwei  Hälften:  1)  Der  Marschall  legt  da 
Königin  den  Zwerg  ins  Bett.  2)  Er  meidet  dem  König  die 
Untreue  der  Gemahlin.     Darunter  2X18  Zeilen. 

3»  Oben  wieder  zwei  Miniaturen:  1)  Der  König  schlägt  den  Zwerg 
an  die  Wand.  2)  Die  Königin  wird  dem  guten  Ritter  «mpfohlen. 
Darunter  2  X  18  Zeilen. 

>)  Krw&bnt  ist  dieoe  Ha.  bei  t.  Tettau:   Erfurter  Dmek«  S.  13. 
*)  Tgl.  A.  d.  B.  Band  39,  S.  I8ä-137. 


3*  gaoi  beachrieben. 

■I»  Oben  zwei  Miniaturen:  l)  Der  gute  Ritter  wird  vom  Marscli«!! 
«rmordet.     2)  Die  KSnigin  verbii^t  aicJi  im  Walde.     Danuiter 
2X  18  Zeilen. 
■I*  und  5*  ganz  besclirielKn. 
5*   Olien  große  Miniatnr:  Der  Kampf  zwischen  Hund  und  Marschall. 

Darunter  2x17  Zeik-ii. 
6*    ganz  brachriebm. 

6^  Oben  Minifttur:   IVr  Kohlcr,  die  Knttncriti  und  der  Fflr«t  tn- 
sanunen,  Knnd«  vom  VerMcib  der  Königin.     UnruDter  ^  X  1^ 
Zeilen. 
7  ■    ganz  beschrieben. 
"  *•   Oben  Miniatur.     Der  K^tnig  bittet  «ein«  Praa  um  Verzeihung. 

Darunter  2X19  Zeiten. 
S^    Oben  zweispaltiger  Text.     Utit«n  Miniatur:  Einzug' der  K^inigio 

und  des  Kfinigs  in  Pari«. 

IS.  tih.  Hfl.  Hh  fuhrt  noch  Bartsch,  Vencichniü  dej*  altdRiitdehcn 

fis.    auf  der    UniveniUltobibliothek  Heidelberg,    die    Bemch- 

vuDg  Pal.  gerni.  472,  nicht  Pal.  germ.  373,  wie  Rassek  a.  a.  0.. 

S.  12  angibt 

3_     Z.   Zu  Hs.  %,  H».  der  Kffi.  Bibliothek  zu   Berlin  Ms.  genn. 

■K.  478,  miVht«  Ivb  bemerken,  (lall  iiarb  Zamcke  rDer  deutsche 

Ksto,  S.  116)  und  Bassek  a-  a.  0.,  S.  19  die  Cbersclirifl  uusorea 

Gedichtes  lauten  »oll:  ton  einem  kflmjf  in  JVankreich  und  seinem 

weib.    In  der  Hr.  ist  aber  von  der  durrh  Bcsnimeideii  der  Ränder 

rerstflnuneltea  Übersrhrin  nur  noeh  zn  lesen:  vnil  die  kuigin/ 

zu  fraiickenreieh  vnd  wie  es  ir  ergienp,     DiT  SchluB  des  Oe- 

dicbtes  \hK  ilu^Bti  dei4  t>ehreitierj  und  lindt-t  sich  »m-h  in  untrer 

Hü.  S.  33/4   (Kiit^l  UD'I   H.   in.S  (Legende  vom  lil.  «ieorf,-),  die 

Ton  derselben  Hand  i^tammen  wip  iinRer  Gedidit.     Den  Sehloß- 

»tz:  Matr  Ton  gnntzbure  dsi  tri'  hniit  moehte  ieh  aiitlSsen  hU  Matr 

=^  Matz  "  Koseform  f«r  .Mattliai-iis  vun  ßunt^lmrg  daz  geschriben 

haut.    Da!<  Zeichen  hinter  t  und  (;  bedeutet  auf  keinen  Fall  1. 

Es  ist  un»emi  heutigc^n  gescIirielienRn  T  selir  üluilieh,  nur  daß 

da»  f-HlUccheu  fehlt. 


60 


Dialekt  der  Schreiber  der  Hss.  W,  Hz,  Ha. 

Die  Hss.  W  ntiri  Hz  i^ehOren  dem  bair.-^terr.  Sprachgebiet 
an.  Der  Dialekt  der  Hj.  IIa  ist  nicH  oinlicitlich.  Wir  finden  eine 
Misrliiuig  uKtmd.  und  baJr  Formen.  Kin  md.  Schreiber  hat  wohl 
eine  b&ir.  Vorlage  benutzt,  ohne  gani  den  md.  Laatstand  durch' 
xuflUiren. 

Ich  lasse  ein  Vpneichniv  der  Lautverbältnigse  der  drei 

foleen: 

W 

a)  Vokale 

0  Itlr  a:  verpöFR  .10». 

ä  rar  ö:  p.it  (bot)  |-.>(i,  pag/betrag  413/414. 

i>ei:  Frannkreicli  3.  dein  3'.>.  weih  161,  durchgefÜliTt. 

Der  alt«  Diphthong   ii^t  koiihotiuent  iii  güschrieben  mit  A 

iialjme  ton  grein  (praet.)  3IÄ. 
Q  >au:  hau»  ü.  auf  44. 
je   nicht  monophtbon(;iert :  gedienet  .'iK6,  geniewn  41,  außer 

in:  ymer  152,  ii>Tnmer  138.  || 

iu  >  «u,  cw;  beileiit  I.  cwer  SSO.     Am  hartnacitigftten  wird  dem 

neup»  l)ipbthi^nf;i'ii  in    den    beiden  W<irt«ii    triimv    und    fViuut 

»riderstaudeii.  wBmgät*;ns,  soweit  Schreibergpwohnheit  in  Betracht 

kommt.    W.  B.  Gr.  §  *i4.  vgl.  iinctrinwe  190. 
ei,  cy  für  iu:  sei  fnom.  fem.  sg.)  -'00:    sev  (acc.  fem.  sg.)  480. 
ieuir  27if  ist  gr()böst«rrfii;hi.siTli.     W.  Gr.  §  361. 

b)  Konsonanten 

Anlautend  Ic  und  ch  wechseln:    kunig  .3,   kainer  20*' 
churtzlich  4Rß.  chainerlai  S4. 
p  anl.:  puci  1,  pirsKeniSl,   pnist  7S,  gepet  SO*,  hochgepom  ^>tl, 
purg    14H.      Daneben    seltener    b    anl.:    bedeiit    1,    gebot    15,^ 
bürg  30,  hocligobom  fübcrschrifl.). 

1  imd  d  wechseln  im  Auiil&ut,  d  herrscht  Tor. 
b  fllr  w:  gebilde  IVA,  verbunt  822,  grab  (graw)  ö70. 

Ha 

a)  Vokale 
o  ftir  a:  don  (tan)  315,  horten  418,  on  542. 

>)  *  beiteoM  Plu<T«r«. 


(il 


d    ftr  i :  nol  53,  nwleln  MJDTirioa  afiC. 

i  :=*«:   ireyb  7.   Mh  8.   mimlcreMh    3,  i  i-rti-   in  Nebenrilben: 
timiRiD  43,   mynililiclis  7   »bcr   auoli   kunigcin   H(i. 

Der  alte   Uipbthong   wird  ei  und  ai   geactirieben :  einem  3, 
Tteist  26,  iuu  94,  wiiiät  U>C. 
Ü   :=»  au:  haüts  5,  aufl  54>*. 
iu  ^!>- eu,  ew:  bedontt  I.  i-ngetrew  37. 
ey   fOr  iu,  eu:  peytl  240. 
ie    monoplitbongiert:  gedint   39,   geniHiet  41,  wil  (vieO/vil 

(viel)  419/20. 
ie    ei4ialt«n:  lyeff  126,  g«dyenet  586. 

w  u  r ,  wn  nir  war,  wa  v.  -2*9  u.  479  ächles.  W.  Mhd.  Gr.  $  90. 
wmber  152  (immer)  md.  W,  Mhd.  Gr.  §  50. 
sohickhadt   178:   das  irrational«  a  irt  obd.  und  md.  W.  Mbd. 

Gr.  §  82. 
^  Ahe  56,  Hohe  293.  oame  314:  md.  findet  sicti  epeatbetisches  « 
im    praet.    starker    Verba   naincaUich    im    14.     15.  Jh.    baulig. 
Mhd.  Or.  §  374   Seite  399. 
l'ul   gölten  ffir  ril  s.  226*:  md.  W.  Mhd.  Or.  §  50. 
iijret  226  bair.  Mhd.  Gr.  $394  8.  425. 

Ha 

V)  Konsonanten 

^d1.  darchgefQhrt:  kunig  3,  kämpf  361,  klug  454. 
«ind  b  im  Anlaut  wecbäoln:  palde  7ü,  pleyben  81,  pira  153, 
"^*t  lö,  bifs  102,  brach  308. 

.al.  b  darchgefQhrt:    leib  8,  pelayb  2r2  mit  Ausnahme  von 
ly«p]ich  6h,  619. 
lI.  d :  dötl  146,  don  (tan)  21.5.  dotes  324,  dfiren  828,  due  339, 
nüd.  W.  Mhd.  Or.  §  187. 
"■■  *"»■    l  d:  reydenden  300*.  md.  Mhd.  Gr.  §  188. 

f"*JBl.  d:    hold  2H,    geryed  .'»4;    nach  n:  dt  t  tt:  nyemandt  10, 
itundt  301),  kunt  350.  hunt  412,  huntl  275.  wimtt  276. 
«il.  I  für  germ.  p:  tekht  72,  tunkhot443  md.  W.  Mhd.  Gr.  §  198. 
«rkOrzter   Infinitiv:    ^lei.'^ti-   5t9,    .«chlalTe  95;   erpann    182, 
ijyen  154,  W.  Mhd.  Gr,  §  372. 
>.  Air  aich  362;  obd.  W.  Mhd.  Gr.  §473. 


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Diesem  Ergebnis  kann  ich  mich  anschließen.  Die  did  m 
hinzugekommenen  Handschriften  W,  Ha  und  Hz  bietm  kdoe  dm 
Hauptredaktion  des  Textes,  sondern  lassen  sich  in  obiges  BAm 
einordnen. 

Meine  Tabelle  bringt  in  Ergänzung  der  Bassdw^  ms 
diejenigen  Beime,  die  fOr  die  Einordnung  der  neu  untersotUB 
Handschriften  von  Belang  sind. 


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Ein  ZusammcDhang  zwischen  Hs.  W  und  der  Gruppe  SG 
ist  schon  ans  der  Tabelle  ersichtlich,  vgl.  G.  A.  21/22,  ■205/6, 
-239/40,  301/-2,  ;H1/2,  371/2,  413/4,  437/8,   531/2,   559/(i0,  H67/8. 

Auch  W  hat  die  fßr  S  und  G  charakteristischen  Verse  G.  A, 
23/34,    die  sonst  in  keiner  Handschrift  stehen: 
dy  chlueg  an  allen  orten  )    q 
mit  disen  senSten  warten) 
dy  vil  ehlueg  an  allen  arten  1    p 
mit  iren  senften  warten  | 

23  =  S 


G 


sprach  mit  senfften  worten 
Die  Verse  G.  A.  45/4H,  wo  im  Reim  wohl  ursprünglich  bete: 
venvete  stand,  bringen  SGW  in  folgender  Fassung: 

(Und  W)  erlas  deyner  pet  mich         1    «  w 

ee  das  (e  und  W)  ich  pring  dich       ( 

Dw  erlas  deiner  pett  mich     1  r, 

oder  ich  pring  dich  j 

Femer   haben  SGW  gegenüber   den  andern   Handschriften 
geändert  G.A.  101/102; 

schuld  es  nye  daran  gewan 

der  tod  es  von  seynen  henten  nam 

das  es  der  tot  mues  chumen  an 

chain  schuld  es  nye  daran  gewan 

kain  schuld  ez  daran  gewan      1   ^ 

daz  ez  den  tot  da  nam  j 

wo    die  anflern  Hss.,  kleine  Abweichungen  abgesehen,  haben; 

umb  schuld  dar  nach  ez  nie  gewarp 

unz  ez  von  sinen  banden  starp. 
Eine  weitere  solche  Änderung  liegt  vor  G.A.  437/38: 

mit  valsch  ich  auch  das  ryet         1    q 

das  sy  von  euch  achyed  ) 

mit  falsch  ich  das  geriet  1  p 

das  man  sei  von  dem  haus  usschiet  f 

m.  V.  ich  ew  daz  riet  ]    -ar 

daz  man  si  von  ew  also  schiet       / 


das  muDt  gegen  munt  rfirte       \  m  B 
mit  valschc  ich  das  fürte  1 


S 
G 
W 


G.  A.  509/510  sind  in  S  G  W  wie  folgt  geändert: 

dy  mein  hertz  verchaufft  hat 

hilff  mir  herr  durch  dein  tod 

Dy  mein  hercz  verchauffet  hat 

her  got  durch  deinen  rat 

die  mein  herz  erwellet  hat 

0  her  nu  hilff  mir  durch  deinen  tot 
gegenüber: 

G.  A.  509  die  ^ich  mins  lebens  hat  betrost  M 
die  mir  rajm  leben  hat  vertrost  B 

n         V         y,  n  n      veiTOSt   0 

von  der  mein  leben  wird  getrösst  Hz 
dz  ich  boü  funde  meine  trost  Z 
die  min  hertz  hatt  gerost  Hb 

„      „        „       „      für  rost  H 

„      „       „      „      verrost  Hh 

G.A.  510  hilff  herre  dz  ich  werde  erlöst  MB.  . 
Innerhalb  des  Verses: 

G.A.  25  warumb    tuestu    das    SGW   gegeBÖber   muotftsta  de 
abrigen  Hss. 

G.  A.  38  yedoch   hab   ([hab]  W)   ich   auff  mein   (mainea  GW) 
ajd  SGW 

ich  han  iu  ane  underscheid  und  ähnlich  MBHHh.  . . 
G.  A.  501  vnd  sait  dem  chflnig  pötenprot  SW  1 
si  sagt  im  das  potenprat  G  I 

vnd  gab  dem  .  .  .  HHh 
vnd  hiesch  dem  MBD 
vnd  hieß  ir  geben  dz  botte  brot  ZHz 
vnd  hyfs  an  im  das  potenbrot  Ha 
vnd  vorderet  an  im  „       „     „      Hb 

Speziell  in  SGW  fehlen  die  Verse  G.A.  163/164  445/446; 
5!l  9/600. 

W  kann  keinp  Abschriff  von  S  nder  G  sein,  das  beweisen  die 
ViTse  G.A.  (iO,  75/7(>;    186   ff,    28:i'/282"*,    ebenso    kann  weder 


TS 


IS  Bwth  ß  von  W  Äbgewbrioben  sein,  irie  die  Verno  0.  A.  öS**,  526, 
3^  zeigen. 
Innerhalb   der  f>rupp*  SOW   steht  W  niher  zu  O  als  zu  S, 
v^l.'j.  Ä.  155— lä8,  -^-iruiW,  49a/'494.  W  liat  einen  besseren  T«st 
i»  J  *  Ö.  G  indert,  wihrond  W  es  nicht  tut,  bei  den  Versen  0.  A.  13/44; 
».5-88;   I3I/I32;  147—150  u.  s.  w.,  auch  lehlen  in  W  nii-ht  :fo- 
wM.*\  Originalvenfe  wie  in  G.  vgl.  G.  A.  20ViO";  50';  (i6V66"  usw. 


Ha 


Nnch  G.  A.  292  lut  Ha  10  Plnsvftrse,  die  nich  m  keiner  Indern 

findfin.     Auch  inhaltlich   sind   diese  Verse  kahi  eigenartig: 

if^«r»£  Leopold  schickt  dem  Hand  einen  Kettenden  mich,  der  d«i 

e  m-*ch!4«eneo  Herrn  dessclbco  findet  (vgl.  S.  0  f.)-     Di»  Verse  G.  A. 

Ä«,gO;   T1V72:    123/124:    «]9.r>2()  fehlen  nnr  in  Ha  und  Hb. 

G.  A.  16t  n.  ist  in  Ua  nicht  richtig  abgeteilt:  an  disem  umen 
fwybe  (161)  waö  sy  in  irera  le/be  (162)  tragt 

ain   swere   porde   viset   das   sy   nit   weytter  (statt  wurde?) 
Hfaaldig  an 

diser  tatt  (165)  wie  es  sich  gcfiigct  hat  (166).    In  Hb  fehlt 
der  in  Ua  verderbte  Vers  G.  A.   164  vollständig. 

G.  A.  371/373  stimmen  H»  u.  Hb  im  Reim  niemen  (ncmen): 
fummm  speziell  Uberein. 

G.  A.  257    lantet  HaUb  vnd  sandte  „in"  wider  in   die   stat 
gegienflber  «es"  aller  übrigen  Hss. 

Uicrans    luuin    mau  s<,'hon  auf  eine  Zusninmengehfirigkeit  von 
^0a    und    Hb    schließen,    gum    chArakt^-Tietiscli    dafSr    aber    sind 
zvei  Pla-frer^e  nach  6.  A.  220,  die  sich  nur  Hs  und  Hb  tinden : 
ich  weit  fnl  selten  hie  sein  1  „ 

sprach  der  ioler  zu  der  kunigein  | 
90  wolt  ich  wenig  hie  sein 
sprach  er  czu  der  kunigin 
Daß  Ha  and  Hb  selbständig  nehcni^inander  stehen,  zeigt  der 
Umstand,  daß  manche  Verse  in  der  einen  Hs.  fehlen,  die  in  der 
andern  «ich  finden  vgl.  G.  A.  171I/180, 175— 178, 183/1«4:  201/202; 
339/1J40  u.  $.  w.  Ha  geht  zusammen  mit  Hb  auf  die  von  Rassek 
an^tf'nonnniene  Gnindlaije  Y  /iirtlck.  V  ß*hürt.  wpiior  zur  Gruppe  M 
noch    zu  Gruppe  SQW,   sondern   bildet   eine  selbständige  Haupt- 


Hb 


74 

redidction,  die  zwischen  den  Groppen  M  und  SflW  steht,   da  ihre 
Lesarten  bald  zu  der  einen,  bald  zu  der  andern  Grappe  stimmen. 
vffl.G.  A.  ■23/-24,301/:t02,  437/438,  531/532,  667/668  —  197/198, 
449— 45'>,  491ff,  513/514,  649/650. 

Hz 

Da  unsere  Hs.  von  '2  Schreibern  stAmint,  ho  ist  zu  scheiden 
zwischen  Hz  I  (G.  A.  1—39  und  573  bis  Schloß)  und  Hz  H  CGA- 
40-57-2). 

Hz  I.  Eine  Beziehung  zwischen  Hz  I  und  HaHb  läßt  iieb 
nicht  feststellen.  Die  für  SGW  charakteristischen  Terse  0.  A.  2Sßi 
fehlen  Hz  I. 

Ters  25  hat  Hz  I  mit  Gruppe  M  muetestu  gegen  Ober  taestn 
von  SOW. 

V.  37/38  stimmt  im  Gegensatz  zu  SGW  mit  Gruppe  M  flberan. 

Die  Verse  G.A.  599/600,  die  SGW  fehlen,  stimmen  n  H- 
Daö  manche  Verse,  die  in  SGW  fehlen,  auch  in  Hzl  feblai 
beweist  nichts,  vgl.  Plusverse  nach  G.A.  588  und  618.  Da  Hil 
öfters  mit  Gruppe  M  gegen  SGW  und  HaHb  geht,  kann  man« 
in  Gruppe  Meinreihen,  vgl.  G.A.  23/24;  599/600;  649/650;  667/66«; 
683/684,  68.5/68«. 

Hz  II.     Auch  Hz  II  wird  man  zu  Gruppe  H  rechnen  dürfffl' 
In  den  Versen  G.A.  45/46;  101/102:  1.Ö5/1.56;  161/162;  2O5r206-, 
301/302;  339/340;  413/414  stimmt  Hz  II  zu  M  gegen  SGW.    ii 
den  speziellen  Übereinstimmungen  von  SGW:  G.A.  161/162,  2OÖ/206, 
371/372,    437/43«,    491/492  auch  innerhalb  des  Verses  hat  Hz  ü 
nicht  teil.  vgl.  G.A.  +71,  501,  567/568. 

Auch   mit  HaHb    laßt  sich  kein  Zusammenhang  nachweisen 

Es  ergibt  sich  hiemach  folgender  Stammbaum: 

X 


M  B  H  Hh       ü  ZHz    tia  Hb 


f 


Vorbemerkung  zum  Texte. 

Gmodlage  des  folgenden  Texte»  bildet  Ha.  M,  die  nur  an  we- 
nigen Stellen  schlecht  flberliefert  ist  oder  Auslassungen  bietet,  wo 
dann  die  andern  Hss.  der  Gruppe  M,  besonders  B  und  H,  Hh  heran- 
gexogen  sind.    Die   nur   M   oder   der  Gruppe  M  eigentfimüchen 
Verse  habe  ich  nicht  aufgenommen  (vgl.  Tabelle  G.  A.  44!) -452, 
-49^  ff;  649/650).    Der  Fall,   daß  HaHbSGW  Verse  aufweisen,  die 
in     Omppe   M    fehlen,    konunt    nicht    vor.     Innerhalb    des  Verses 
■wicl  ich  von  M  ab,   wenn  die  andern  Hss.  der  Gruppe  erkennen 
lieHen,   das   die  Lesart  M  verderbt,   oder   wenn  HaHbSGW  gegen 
Gmppe  M  übereinstimmten. 

Auch  in  der  Schreibung  des  Textes  habe  ich  mich  im  Großen 

und  Ganzen  an  Hs.M  angeschlossen,  die  von  einem  alemannischen 

Sclireiber   stammt.    Um   den    schon  ziemlich  umfangreichen  Les- 

ftrteaapparat  etwas  zu  entlasten,  habe  ich  von  der  Mitteilung  aller 

rein  graphischen  und  dialektischen  Abweichungen  abgesehen,  was 

ja     am    so    eher    gestattet    sein    wird,    als    ober  Schreibung  und 

I^iaiekt  der  Hss.  von  Rassek  und  mir  an  anderer  Stelle  gehandelt 

ist.    Voll-  oder  Kurzformen,  die  in  den  Hss.  überliefert  sind  und 

deren  Abweichen  für  das  Metrum  von  Bedeutung  sein  kann,  habe 

'ch    jedoch  angegeben.     Eine  Anzahl  häufig  vorkommender  Worte 

"«ier  Wortforraen    seien    nur   an    dieser  Stelle   mitgeteilt  in  ihrer 

'orschiedenen  Schreibung. 

Substantiva;  franckenrich  M,  frankenrich  B.  franckenreich  Z. 
***^ig  D.  kung,  käng  B;  konygynne,  konigin,  konige  D. 
-V*S^°^)  k'uigin  B.  lüpolt  M,  liippolt  Hb,  lüppolt  B,  lupoid  HD, 
^''^'I^old  Z,  lewpolt  HhG,  lewpold  HzHa,  leupold  S.  marschalg 
T^f  marschalh  Ha,  marschalch  SG,  marschalich  G,  marschalk 
'^HZiHbW,  marschalkh  Hz,  marschaick  BHHb.  ßsterrich  MB, 
^t^:rich  H,  osterreich  HhZHzHaG,  Österreich  S.  fröwe  MBHb,  fronw 
^.       <Tow  ZHb,  fraw  HaSGHhHz. 

Pronomina:  nieman  erscheint  als:  niemät  HbHz,  nyemandt  Ha, 
'^^'"■^aanndt  S,  nymät  HHhD,  nieraet  B,  nyempt  G.  —  '4.  sg.  fem. 
P|5^»i.  pers.  nom.:  sie  BHHhDZW,  sye  D,  si  MHzHbGW,  sy  Hz 
**^  SGW.  acc:  sew  Hz,  sey  GW,  sie  BHHhZ,  si  HzHb^  sy  MD 


HzHaHbS.  — Artikel:  fem.  sg.  nom.:  dew  G,  dieMBHHhDZI 
HbW,  dye  M,  di  S,  dy  DHzHaSO;  acc:  dye  HzG,  di  S,  dy 
HaS(j.  —  Die  Formen  iu  und  iuch  sind  in  den  Hss.  nicht  nie 
genau  geBchieden.  Ferner  habe  ich  tiberall  die  ä-Formen  y 
gän  und  stän,  die  allein  im  Reim  vorkommen,  sowie  die  ebenfa, 
durch  Reim   belegten  Formen   seit,   treit,  leit  eingesetzt. 

Die  Zahl  der  von  hän,  han  in  den  Hss.  Oberlieferten  Form 
ist  sehr  groß.  M  gibt  uns  auch  hier  das  beste,  nämlich  d 
solche  Formen,  deren  Vorkommen  in  Schondochs  Sprache  dut 
den  Reim  erwiesen  ist  (vgl.  Reimgebraoch  S.  24  ff.).  Einschluß 
eckige  Klammem  hezeichnet,  daß  das  betreffende  Wort  in  c 
Hs.  fehlt. 


Text. 

Diu  geechrift  betliut  udh  wax  gescttocli, 

daz  nun  in  ti&lieu  ^ren  sack 

von  FruakHclt  flin«n  kQaic  guut, 

d«r  WA»  vor  waiid«)  wol  beliuot 

ar  bette  ouch  gniz  hOüere. 

derselbe  kOnic  b^re 

der  biit  «in  tniiuiicltchet  wtp, 

nach  wiinRchf  was  gestolt  ir  l!p, 


5. 
6. 


1_ 


KeckU  rom  Teit  V«niiUuii|[  nach  Q.  A. 

DIt  tat  der  kmii^  ton  franckrioli  M,    ünttd  ^ut  ü,    vonn    der   kunc^n 

«onti   '  franckrckli  wie  ox  ir  crgtiix  Hb.  Cfentttminell.i  vDd  dl«   kuiifin  '  in 

fvanekfuruich  viid  wi«  et  It  ergicii];  ü.  A«  Ist  d«r  kunigk  von  franckhTvicb  / 

Vnil  Min  fravr  gar  inynni|{kleidi  /  Uin  »o  j&iiierklicb  rerralan   wud  /  Von 

jT«ni  poiHi  Bkaischslk    Hu,    Vvn  d«iti  tn^tioneu  Ri«r«cbAl    IIa,    Vr>in  kuatg 

Von  biiackrjrcfa  Hb,  von  ilcm  fauot  von  rrkuckrcich  S.  ViU  Kcgiaiie  (iillUc/ 

I>a<iaaae  Baiiiiriiic  ,'  D(»cripli'>   Rh^haiica   Vitsr   Itc^nai'  /  <taUift«   l>ii(^i«S8t.' 

B«raii««  cojiia  piiili  /  citu  ab   AuIjk    MiirechtttU.   U'QULa  /  fuit   (SuJit  auf 

■■"  VaTderi«il<!  iIon   rtiiBclilaitn/-      Hebt   iich  an  «in  llyitoH  J  vnti  dor  kunigin 

J^"/   ^rannkchreich  dur  bucbKr ,' btirii  rnruiuii  voii  ItMii-rii  (Ht«hl  in  bliunr 

'*'«  «uf  ,1«  I.  S«iu.)  W. 

'•    •Jm   B,  Djte  Ha.  icbrifTt  D.  b«dud»l  Ii,  bodntut  vtid  büncli.  7„  budiiitoL 

VQd  ff.  Ha,    b«lat  *»  ins  ^.  H.     süil  M.    %ii)-t  Uli,     <riui   oudi    g.    Hb. 

'■Oiducb  n.     !>eit    vie  di  besvti.  M.     AjiiiUiii  daa  g.  S.    Ir  halt  wu 

j^         ^^kr  g.  0,    !)■!  pn>cli  bi^doat  vma  /  uor  liiv  f.  W. 

*^«3  mju  ÜB.    in  groBien  «.  M,  in  hochem  Uh.  in  h.  itrii  Ht  üa.  Kai;& 
*»»    f.  O.     rin  MBOW,    ain  ZHsS.    oinoi«  Ha. 
^*~^  waa  SW,    vö  «andol  («andolt  H)  IDi  H.  ton  wandl  Ha,  »andeli  D, 
.^^"  ^Cir    hanndFl   i{i,    vot    nchandr.n  Hb,    mit    crim  S.      Hicrsuf:    viid    der 
^^^^^eitl  ain  fr»««  minvclich/  wiu  diu  «ard  v'rnUi^ii  j^murlidi  Hb. 
*;*■  -.  6.  unig«at<dlt  Z  Hi  Hb. 

C  -^at]  Z,  iitj  h.  H»  Ha  Hb  (J.  De  h.  F).  Viid  b.  W.  [ouob)  M  B  Z  Hx. 
^^&  »omjfl  Z  Hx  Hb  S.  hofftrc  Z,  bejxvr  8.  der  avlbi);  ebuni);  also  bü»  0. 
*~— »ewelb  BHS.  dftrsolbiK  HiHaW^  erf«)  k.  Hb.  h«r  S  W,  berre  M 
'^^~^,  vnd  b^rru  Hb,  alu»  «vri-  Ha.  der  pblag  groasur  bandl«in  er  G. 
Vl^ior]  H  D  Ha  W,  er  h.  BUbZ».  «nd  h.  Uxtl.  ein  vH  m.  w.  BD, 
^^fc-nch  ein  til  m.  w.  Hh.  md  ich  «in  m.  w.  Hb. 
^^  u  w.  Ha  G.  «uiiHcli  HK  HHh  H%  Hu  Hb  S  Li  W.  «.  geBtullot  H  Ha.  ge- 
««.Xalt  WM  U  B  D  S,    g^toJlet  was  Hb,   geetiert  wm  Hi.     Wol  geiiert. 

i.  1.  z. 


Iitic  und  bescheiden, 
daz  sie  nioman  moht  geUidcn, 
wer  sie  mit  Aiigen  ane  tiacli, 
dat  er  ir  hüher  fren  jacti. 
Der  könic  bette  einen  marschal. 
dem  muost  riuiti  leistoD  Qb«ral, 
waz  er  ze  hove  dd  gebÄt. 
davon  diu  »Tonwe  kam  in  not: 
die  2art«D  kOuiginne 
die  bat  er  uinti  (li<>  mltme, 
van  er  ir  die  heimlich  was. 
a.n  SrcD  siu  vor  im  genas, 
duz  siu  dnrcfa  keia  gebete 


13. 
14. 


16. 
17. 
[8. 
19, 

2a 

■21. 


ntd  «aa  S  W,    «i  whs  ü.      kunatig   n.   Ix.  W,    t,   nrnl«  Seh  b.  H, 

tD^CDtliaflt.  ti.  b.  IIb.   E.  IL  beschuTilonhijU  Ha. 

Das  Jni  Ncw  IIj,  nitn  li  Hb.     mohti^  H,  im^hu  M,  iiicdit  Z,  im  mo 

Hb,  kund  B,  chund  8.  chiit  U.    gelullt  Ha.  belaidtm  D  Hh.  laidon  S 

wer  ir  »u^cn  H,  wor  »y  jo  m.  o.  S,  wor  »j  si.  o.  jr  (jr«  Hb  W)  I> 

W.     aniacli  Uli,  uDK^narh  HnKbU,  gRanch  1>V. 

dursBlb  ii  B.  «iL-rielbi:  ir  Hb,  <lat  der  ir  D,  dai  ir  der  U  Hli.     hok 

eren  H.  hocher  em  Hb.  hnoli  erv  Z.  bähe  ero  Hb,  h.  urn  Ha,  hui 

lobes  Hz,  grosse  «r«  U,  groim  «.  W,  aller  e.  ti.     TWiacli  Hb,  f,*>^ 

Da  h,  «r  li.    ein  MS(j.   ain  Z.    ein  m.  beltuil  B.   ejiu  m.  Ving 

Dem  man  in.  !.  ibrat  <>.    I)na  niä  inu»t  I.  «bor  ollo  Iwit   It.    (loa 

■11,  fürcilit»!  fibcril  IIb.  ilns  iii.  ni.  tbor  »11  8.  Do  itiunt  jung  Tod    . 

Ua.     I>vr  liJitlv  fjL'Walt  uirl   wHIa  )^ug  /    Dn»   mA   niiisW  nb«r  all 

lat  /  Sin«  «tll.'ii  toIk«  iili^au  liüt  H. 

was  maD  IIb  Z-     <lu  cü  h.  H,    dn  tu  b.  Ilt,    du  m  h.  9.     boff  Ut 

W.     gebfiLc  Ha.     v/n*  nr  (;aii  hoti>  put  d,     niQt^xl  UjatoB    vai  ar 

lititf  pi>t  8,     tiid  k-ifilcii  «m  wa  VI  «u  h»bc  j^.  L>. 

do  mit  Hh,  d<u  K  Hb.    d.  ktini^iiL  M.     Rliam  djr  fr.  G.  kam  die 

(Earl  Hb)  fr.  BIJb, 

lart  k.  UbHaSW,   edel  k.  Hi  fi.     kwii^  HHaS,   kfanicialan 

wann  die  edel«  jart«  k.  Hb, 

(die)  HZHaW.     vinbu   D.     d.   tnynn    Ha,    d.    tnjn   S,    jr  ti«bfl 

Hierauf:  nnb  dal  «f  ym  dia  Torscit  ,'  do  schür  vr  ii  laaUir  rnde  leib 

w^n  Et,  ivi-nn  Ih.  d.  haiiiilicti"  Hb,  dicke  hoitnlleh'^fi  \I.  d.  aabeu  H.  * 

bcflicb  bj  ir  U,  d.  bvinilciGli  buj  ir  Ht  Ü  W.     «u  «r  b.  poj  ir  ras 

In  e.  B,   bj  <^.  H,    mit  c.  S  W,  mi  d«n  c.  Ha  Hb,  in  tngcot  O. 

im  dänucli  k.  W,   mr  jriic  wol  f[.  D.    nii  o.  s;  gor  >t«t«  wa«  iL 

fehlt  <i.     waa  tlt-.  U.    d.  koiiiür  b.  M,  d.  kain'  gepäl  W,  d.  «iii  » 

belt  Hb.    betU)  M  D  U  HL,  bei«  Ha,  boiteo  B,  g^pedl  Hr,  gep«t  3 


79 


irer  euht  ie  miiaetete, 

UDit  Terseit  im  tageaUlohe. 

xe  im  sfTich  diu  ininDicllch« : 
25    „wammb  mootesta  an  mii-h  des?  35 

<lt*i  wüiAt  doch  selber  wol,  durch  wes 

viUeo  da  daz  Iftzen  solt: 

min  berre  ist  dir  üIsö  holt, 

er  tut  gesetzt  in  dlne  iiaot 
30    büi^e,  »tete  und  witiu  lant,  30 

darzoo  du  sin  gewaltic  bi^t, 

TcUt  G.  [i.  t.1  B  Z,  Jr  t.  H  Ht  S.   ir  ihetite  Hb,   ui  jnr  l  l>.  an  ir 
^nch  Ha.    &o    erün  B.  [ie]    B  D  S,    nie  KUftBb,    niehl    ol  W.  miMC 
«-«t  Hl  Hb  8  W.     vU  Inr  (Itt)  lUt  Ji>  (t«bt)    mirBlretn   (iiii*«ßtr«t«) 
1 1  Uli. 
■*^     tAh  Hb,     juBil]  si  T.  B  H*U.    u"  »gM  H.  viirsagol  Hb,  fUN«([el  HIl) 
Logo&tJicti  HS,    togntlick  B,    tv|;«)«Üei^  Hh  Hl  U ,   gar  |[e4altlkli«li ! 
H*.    Titil  uiwarU  jme  ^tlicli  gcwis  D. 
'•i^.  [le  im  >pr.J  Sti  W,  dn  fpr.  M.  ipr,  ««  m.  H  Iln.    m-lieh  BHHbHi, 
Bi-Uich  ZHt,   <l.  i«rt  niin«<:)ieh  Hk.    il;  rain  ili  wnnieh  8,  iy    til 
nio  Tnd  ciunreich  U,   •!.  r.  u.  kll'  crvn  r.  Vi.    Hioranf:   dj  (tU  Q). 
Mntft  an  allen  ört«n  (art«n  (i)  S(JW.   mit  iltatn  (iT^n  G)  acnfMti 
«Uten  S  ä,  «pTvIi  ID.  it    vorli^n  W. 
^4— S&   SJ«  iproch  vor  im«  madiMtn  mir  dU  /  Du  wi«t  t»  «nl  ob  <lu 
woU«<t  I  Dorth  we4   willa  du  m  Uast  »olleitt  ;  Uiu  bvre  i*l  dir  vO 
bcreten  boK  /  Uoreh  dM  villon  du  eit  lui<>n  iolt  l>. 
5äi.  Sfraeli   i;  ir.  U.  m.  du  BUbi^Ub.    uiut»tu    Ha,    uiuelaatnn   H.  nu 
mich  da«  Ht  Ha,  th  an   micli  Hb.  aiin  an  H,  tA  mir  dex  Hh,  des  «ft 
mir  U,  mir  des  2.  «.  tuctta  das  SUW. 
SC  fohlt  Hh.    [doeh]  Hh  /.  fix  Hl  S  G  W    |»dber]  U  H  Hh  Z  Ht.  »alba  Ha, 
■olb  Ci.    [ilnrcb]  waa  ä.  d.  «ai  Ha.   warniiib  dti  da«  H>,  vuib  wu  Q 
tl.  von  da  da«  »ulteat  Uui  M,     «oü  du  w.  ft-lb'  •rul  wax  W. 
27,  Ca  B.    füluidion  1.  ».  Ht,    du  wai«t  «ul  durch  wud  du  di  L.  *.  Hb, 
da»  (WIM  0  W)  du  I.  ».  äO  W,     min    borrc   i>t  dir  ■■>  relitc  holt    M. 
26.  Pei»  Iiit'  Z,    m.  bvr  B,    m.  ti«rr  HHhHr.  HaO.    duch  h.  B,    dncb 
MO  b.  Hl,    wul  H.  Ii.  Hb,    vaner  iDätaen  h.  '/..    mil  tro'WL'n  b.  Ha,    iu 
Crewen  b>  d.    yiiui  dir  m.  biir'  Itt  h.  8,  wnnu  lu.   h.  i.  dir  so  li.  W, 
ilan  LT  am  nilber  tnd  öcli  liu  koU  U. 
n  fi-blt  Bllallb.   [t'rj  g-  h.  M.   und    h.  f.  HHbW.   K«>«tißl  MHHh  D. 
diu  MHHhUZlIxS. 

80.  fehlt    MBlIaHb.    buri({   2U.    bflTK    IIHbSW.    al«H   purig    üt.   abob 
HHhZSIi.  u.  bejäf  \.  11.  [witin)  li. 

81.  dsriunb   du    Ha.  nai  V.  At  du  s.  gewaltige  b.  IIb,   daa   du  >o   g.  b 
B,  doB  du  als  g.  b.  S. 


durch  Oot  Uz  dtneo  ai^D  liet 
und  bitte  midi  nicht  mfire, 
daj  mir  g&nge  an  mtn  Sre." 
der  marscbal  angetriuwe 
sprach:  „mir  ist  iemer  niuwe 
ungcmach  und  b«rzcleit. 
ich  hän  in  än«>  nnderscbeit 
gt'dicnel  von  kitides  jogent. 
DU  Uzet  mich  iaver  tiij^nt 
gvriiifzi'n  und  erhccnH  mich, 
ril  zart<.>  &ouve  miDaiclich.' 


$1  Bo  I.  MHa,   Dil  t.  W.   loH«  IIa,   laum  Uk.  iIIb  BHZUa.  d  «pi—rA» 

(•poben  W)  L  SW,  d.  rBl»ch>.it  I.  (J.  1-  tnkh  ui  ■.  1.  I>. 
SS.  bliben  mit  bil  M,  b«l«ibfi  a.  b.  Z.  «ri«  <lir  tMlibon  n.  b.  tu.  ftU  ia^M 

bcj  dir  ]iliiibi'ni'n<l   pi*il   uit  mir  [Ih.   blieb«  vn  niadc   mir  4ca  uHdf 

Ulf  D.    bitl  UHZIiallbSlt.  J<m  ml  m.  IIb,    nymvr  tn.  II«.    fn^  If 

niapvtir  (i.  mer  MZHiUaä. 
$4.  Vmb  lUi  <lai  mir  gu  W.  it  g.  M.  ({»ng  BHb.  g«l  HEIkDHi.  «wi  I, 

geo  Ha8,  ge  G.  «r  HZ»(i,  «er  Hi. 
35.  itijracti    *1    in.    u.   O.    vngotren«  HhHi,    TDgotrew  ilaSO.    <L   n.  te 

»ng^lriiw  Hb. 
W.  [spneh]  &<j.    «jir.    il«  mir  iol  J4imer  ouw  Mb.  mir  wird  aldnHit  n.  'i. 

mir   in   «orden  ti.  W,   tnir   ist   aber   n.  Ha.  [ninw«]    11.    nove  Hb. 

B»,  now  Ha  SQ. 
B7.  UroftBa  nuDdi>n  u.h.  ti.  u.vnde  herttf^clicheH  I.  H.  liPmUid    H.  bou- 

Uid  '/..    u.  Tii  Ich  heroM  laid  IIb,  n,  ii.  uD|{<,'lrrw  Ha.  an|{Mt  aibtft 

vnde   mgetnich  /  allM   ilaa   mir  noch  j  gnichteh  i  Bajrde  tngmoA 

vnd  höret«!  cit  1>. 

88.  doch  han  ich  vcli  nit  u.  M,  Jo  0a  '">)  ban  ich  ncli  an  n.  BIO),  Ifuk 
ban  icii  ucli  an  u  D.  aucli  ao  u.  It.  Ich  bau  e*  gedient  an  u.  üt,  i 
h.  ouch  sn  gntvit  fr«wd  IIa,  die  liAnd  nfl  ain  u.  Hb,  jodocfa  hati  fhab 
W]  ich  BuIT  mein  (iiiaiii«n  GW)  a;d  8 GW. 

39,  [|{edloDet]  Hi,  gcdi<iiit  Zllali.  Ich  hän  neh  g.  *J)  kinde  j.  Hb.  e«<h 
g.  &*}.  euch  dionut  han  W.  vnn  kintlicliur  J.  U,  r.  chindta  iungt  S, 
fraw  T,  kindc  j.  Ilt. 

40.  [nu]  UBHbSGW.  land  MHb,  laut  B.  lo&d  Z.  let  Ha.  tut  8.  Ut  GV. 
ewT  HaO.  edel«r  t.  Hb,  veiplich  U  0,  w«rd  tntigt  8,  «order  U  W- 
E;  gedeaekt  an  ewr  L  üt. 

4t,  [guni«)c«D]    Ht,    genisset  Ha.    vad«  H.  «rbwL  Hl>,  hor«L  DS,  ercBt  M, 

gwemd  Z,  gewert  HiG.  o.  nD  m.  Hb. 
ii.  [lü]  Q.     ir  s.  lt.  Hb.  tÜ  odi«  kunigiiui  n,  Ht.  gar  m.  SbQ. 


81 


45 


dA  tpnoh  din  reiDc  kfinigln: 
„ich  nim  m  üf  die  trinwe  min: 
erliit  mich  diner  bete. 
ö  ilaz  ich  dich  renrete 


45 


■4. 
IS. 

1 


spr.  ■b«r  H.  rein  HhS.   «dpi  M,   «lUt-v  Hi.   larU  W.   lürlt  Ha.   «Iv 
«hvaitpiific  ii^ieh  U-  kua^in-;  it,  kuniginav  ZHi.  kgoig«n  D. 
i«b  Djm«  [fh,  jd)  (pricb  •!•  IIb.  Ire«  Ht,   «r«  H.  tr.  nyii«  B.   iiiuin 
HZUiHaS.    Mit   i<n*m   luuiid   wrMhaidnileich  <).    Ich   njm  oi  anr 
<1  .  .  .  .  iinlnsoiÜeh  W. 

Tnd  «.  H».  (tIam«  mHb.  il^  b.  Jt,  <Li»«r  Ket>i>tt  Hb,  idcli'T  tictl  lli. 
b«tt<!  lIBHh.  hi-iti  i>,  geimu  L.  do  crl««t  m.  nil  diner  b.  M.  (utid 
W,  Dw  0)  «,  dejiMr  pel  iiilcb  äUW. 

[daij  Z.  «cnr«lt«  UBZ.  t«n-aU  Ua.  «.  daA  icli  dioli  i!««i»t«  HIU. 
Leb  dax  irli  |ictrttl  Hi.  wan  c  icli  ilaa  nnu  tatt  IIb.  vdU  dinor  talccbi-<ii 
rrdo  tl.  *«  daA  ich  (iriti);  dich  K,  »\vr  ich  i'rinie  diiti  <i.  «  uml  irh 
br.  il.  W.  Die  VcrsE  47—91  li«t  L>  folgendcrmalicn  uiiiifudichuit: 
llod  kad  mir  ge^b*  lip  rfl  uro  /  D«r  aairil  idi  num'  in«r»  /  Mit 
kcfiiie  «cbalck  vorliesuD  /  tiiiI  »tildo  ich  dar  vinb«  kieirri  /  <laa  ich 
Hildr  tcdnii  iterbiMi  /  iiid  lui  iintDi'  lii>bi'  tt*r  v'Urbm  ,'  [>i^r  in^ntiiiwo 
iiianiclialck  lieft  iiichl  abr  /  Ki'  ntildi^  iVr  koiii^r  willf  babc  /  Ur 
l«t[«l>r  an  i,v  sro'ii'  bitdr  vil  /  Hi^jdr  sur  md  .iuUl-  aii  nx\  /  Allu 
»Iti  bedr  r.n  liallT  c»  niclil  /  l>a  dacht«  der  nelbn  ho.tüirivht  /  uia 
her  icefuyvtn  dos  /  IIa»  di*i'  i-ilrl  knni^  «r  wuH«  );oli«t  /  vnd  i)aa  av 
i|UUiiie  fiiie  l[|i  in  Irlir  /  uan  mdcü  iit  >!ar  ctu  kiiile  |[f>gebe  /  Ifaa 
wold«  i^r  lJi&  trtilx*  ilai  ,.'  Uns  lyr  tiii^  sr  gthün  '  whh  viliI  iiii'lit 
rimnldu  /  andi^rs  lliü  daii  .it  billidi  »uldi-  /  Der  tiiarxclintck  i'f  böse 
hobcgallc  /  1'od«  all  ily  faUtli*  lilt*  all«  /  Tdii  die  ctii  hi>bi>  tiinrh« 
tA  lygv  /  Tnd  rmmc  Indi^  betr)f(c<n  /  Hr  gint;  mi  dr  ki>ni||;c  vfi 
B^rach  /  (rrnU  lovd  tud  lD^l^Inacb  /  Twingct  iiiii:]i  ai  faiim  /  ])as  icb 
hvTtidicbe  bcrn.-  ;  Uta  nicht  Icdk'  xirhnldi-ii  knii  /  iS>ddi-  iili  diit 
lanbe  *ft  ncli  hiin  /  lim  ich  kU^Wo  ■tai  ich  h^L  t'ikiim*  /  l)ai  iieli 
cm  Injdo  iiiiicht  ki>in#  /  llur  konig  »iirucli  i^rirUti!  /  wujkLii  v»ti 
tcbtn  /  l>a*  aagr  mii'  ciu  haut  /  ja  ^y.e.  jui  liidr  (idiir  l&iiT  /  der 
martclinlrk  ipcli  ofT  int  tiiiwr  /  mich  ilötrk<it  dni*  imrr  fraiiHR  /  rn- 
rut'liti;  liuhc  \xa^c  /  nit  ui'kul  dun  ich  uck  dt  w>);c  /  dt-r  kois  «praoli 
ich  Klaiibi!  ,  i-v  all»  tfudim  woli'  /  wui  nie  i«t  allnT  tuK't  toI  '  l>; 
frauve  wax  »uhou  <n  «ib'lich  ,'  vnd  ^a^  Hwanj;  »ioliorlich  /  1>ar 
rnibe  muate  nl«  irpn  ^einachcj  plegon  Ejus  oben  du  na  sie  rO  dmci 
bnre  ä«B  lege  >  vnd  gi»{;  An  Ir  b«Uo  >nd  nut«  i'  viid  «dsUpIT  alito 
TMte  Das  ff  nicht  niHt«  iib  jririjt  dar  wrrv  <  dca  a;  sch&dp  huttr 
ad«r  iiti^rv  l>io  irilc  UrifT  &'  mar*chali-k  ctu  h&t  /  Da  or  da«  |{i'- 
iKcrgo  »laOeudf   fAt  /  Kr  iiaiii   n   uO   (far   Ijhk  i  «iid  brachte  {h  Iti 

Utiali.  acUuadMli«  iitdlobU  ß 


in  loii  QDcl  in  nnirimiavh.*' 

der  insr6«hal  FK><)^ht<':  ,vr6  nml  »oh! 

leil  siu  i'z  tniTifin  herrcn  vnr. 

so  weiz  ich  wol,  daz  icti  verlor 

llp,  ere  aiiil  allez  tfuot.' 

bifmit  <[cr  marschal  «inen  miint 

des  male.«  von  der  vrouweii   svhiet. 

als  im  sin  valüclwr  sin  «i^riel. 

Der  kütiii'  i'Jiii*-<<  sitcii  pfl»-. 

&6  er  ßle»teii  »iicli  ilett  tac, 

daz  fr  ttf  «tiioiit  in  höher  ort 


aitMta     wjr*e  ,'   \te,T    fruiivr*    viid'     rl^v    bltlMlk«!  /  Hci    wuMi'    icrvrj 
Kohailer   uMrhf  I  Kr   kart«   il<»  i;etirnrg(w   Bttöx   in  /  vnil   holte 
konig  vn  ipruoli  .'  Heni-  All  lujd  vod  «ngmuh  I  Da*  iob  nck  mr 
Küüejrd  y  DoH  viiidi  Ir  nu  die  warheyd  D. 


4i.  )t  I.  vnUi-  in  u.  M.  in  kunior  IfaS'iW.  tml  oudi  B.     [in]  u.  <1. 

lit   (lei<lu  H)   i:  (eu  ilh;   1.  u.  u.  HHb.   ynU  ilicli   priiijc  in  n.  Bi. 

vri>lt  i«li  dir  tcbalTen  u.  Hh. 
48.  da.  g.  (i,   iiD  selb  da  g.  Hb.    gedachl  BBiHbS«!,   spracli  HHhSH^^^^ 

[w«  und  mck]  MbH.  (nu  W)  tte  mir  acJi  M.ZW,  aeb  we  mir  neb  Üb.  *^^^ 

WC  mii  Nvb  /.,    wr  mir  vnd  srL  S,  airc  rnd  aob  Ha.   ach  we  mir  H.  '  ^^^* 
4».  und  I.  Hllhii.  \rg^l  lIHhHH.   xy*  Hb,  «i*  (i.  «ii  na  M.   tninnii  h.  ft,    ' 

irriii  ti.  II  Hb.  inii  b,  llii.    kkoi»-  i-.t  iiuu  in.  b.  ßr  IIb. 
&Ü,  Ich  wnill  wul  /.,  jvx-ix  it:hj  II.     iwrd]  6.     T«rlnri:  »U.  ^«i 

51.  dni   t.  Hb».    1.   vnd    e.  HhHtiW.    rr  BZOW,  r«r«]  S.    fnde  H.  md 

auch  KÜt  IIa.  Tii  *cb  dt  K-  Hli,  ^^ 

&i,  duinit  HsHti.     in  sinr  ni.  Hb,   [s.  muolj  U.    faieuiit   k'i^iiX   d.  in,  <«h  ^ 

schuf  IIb)  II  Hb.  hii'Uiil  die  friiw  ward  bobott  '/,,  K  vi    mit  d«r  frovcii  _  j 

wol   bebi'it  1),   n'   gcdncht    in  (im  in  ü)  •eitiüm  in.  SO,   er  dacht  in 

Hointiiii  Talüchnn  m.  M'. 
t»3  u.  bi-  uuigvstiiitt  KW.    r>3.    [dcK  malus)  H.   ni«]*  IIb,  ainoa  m.     Hb. 

eint^M    niol   Nu,    ilos  tiiorgiriia  Mz.  bald  rr  /.  nU  er  S,  da  mit  er  4>W. 

[Ton  der)  fr.  (J,  r.  d.  Trinen    »r.h,  M.   v,  «inor   fr.  HhW.    i.  achriner 

aoh.  Ha.  [»biet)  H.  d.  m.  ur  tun  der  rrowcn  gtcnit  B. 
54.  iUh  jin  S,  als  niu  Ha.    h.  {lüsnr  s>n  S.   ijuiit;  B,  »üie  Ha,  mtit  MVCH^Hb. 

s.  faltid)L<a  btirci  <i.  dl  riot  Hb.  riet  MZHiHbü.  ruit  U. 
M.  vrai^  d.  k.  Hb.  eins  HHb.  h^Im  SW.  goitcn  ß.  plo«  B. 
M.  «i«nn  er  Ut,  «a»  or  /KaHbSiJW,  d>i  i-r  U.    (^deden  b.  U,  |{d«wt«i 

a.  B,  glcUicn  s.  W.   gleist«  snhc  IIa,  bor  |[le.Tigeii  i.  S,  sach  fl.  Hb. 

SU  ur  «rste  (pr«t  Ubj  ».  d.  t.  II  Hb,  nan  er  hat  anbrechen  t,  t.  O- 
&T.  r^hlt  U.     »u  Hl.  <T  iir  2  Hb.     voll  iL  a.  /. 


--^* 


tio 


t>5 


M 

TÜ  Ilse  TOD  der  vronwen  sart, 

daz  er  »ie  slifen  lieze, 

als  •<ie  ir  jageot  biet«, 

waa  »iu  w$s  niht  der  jin  «It. 

«hh  vuor  er  jagen  io  den  vatt, 

birsen  unde  beiiten. 

er  hat  (mdi  geheireD, 

du  man  befilfizi«  keiniu  tor, 

wan  der  mirschul  wser  da  vor. 

Der  ktluic  lieplich  enogen  bit 

ein  ^el««rc  runder  mi^iwt&t 

das  lac  und  sMet  in  dem  sa.]. 


60 


65 


SS.  fMl  OW.    {Wl  lUr]  IU.   >.  loi*t.ii  B,   t.  I«7i  8,    Ml   «tili   (•tUl«) 

ZHi.  (0  Sinei  (rown  i.  Hb. 
&9  u.   60   iuag«t«l)l   inihO.    M)-  tii<I    ilnt  HHh.    *ie   Mhloflond«  1.  H. 

dr   hraiccn    litten   I.  li.    lloi   linkZHiHaSOW.     Vtul    ilni    rn>irt»iii 
•1.  1.  W. 
60.  als»  H,  alD  laog  *j  daDii  W.     [sie]  UH,  «la  aicb  ir  H.   iili  iu  Z,  aU 

in    dl  Hl>.     ir  tag«nii  W.    ir    bciiier    tilgend    HUb.    line   lugenl  Hb. 

«ein    kuDglich   tugeud  Z.   liie«  Hllh2HtllBSliW.     Sein   tugend   in 

d»  h.  li. 
Gl.  iiBi  iarnn  (d«r  j.  M  W)  n.  a,  ffHW.  der  jtr  n.  W.  a.  Ht,  nit  wm  der 

juren  ü.  B.  uil  der  jkt  «.  s.  K.    jor  M,  jiir  UhHiUa. 
42.  r«Ut  :>.  [buh]  li,  ttitü  H,  xu»t«  Ha,  UuxiIIe.    «o  rail  er  Hb,  (»u«tW) 

er  rajrt  chaercineileii  <i  W.  |jageii|  IW,  binann  M.  in  dcui  w.  B,  für 

den  «.  UHh<i. 
SS,  dar  uib.  /..     «nde  ftch  M.  vnd  andi  IbW,  und  UHUliZ  lUHb  SU  W. 
A4.  Ancli  livLl  er  g.  H,  der  cbünig  bat  g.  Hb.    auch  Ana  g.  Ha. 
e5.  b«MbloB    H.    bviluL    N/Ui      keine    It,    kein    MUHh/.Ht  H.Hb.     tUr 

HUhW.   d.   m.    Tor    dem    Riitnchalck    clwia    tor  (lai    'i,    tfir    W) 

SOW. 
«6.  bj«  rntj»  Hl.    won-  Hb.  kuui  d«  für  HlUi.    <ln  *ur  UlI/.Hi.     Bus- 

lu«a»«  waii  «r   (rur  da  var  li,   v'iüinxtA   •alt   wnii   vt   «.  diifur   V>.     aidt 

bwcfalyraMD  wen  er  war  hir  im  f  n«  xi'ilt  Jr  niorckhcn  damacb   / 

wa*  von  arg-Rii  mamdialck  giMcliucli  S. 
67.  dw  der  ihnniK  t   <■.  \\.  .S.    <tU'  bftiii)(iiii'  H.  die  kiiiiKtn  Hb.    im  I.  bot 

•.  O.     lieb  tt.     bM  SW,  hfU  /H*llb. 
S8.  ei»  ciwort^k  Hb,  ain'  iwrrg  /.Hn.  uiii  ttwivig  H«,   ein  tworck  S,  i-lii 

twerg  W.     •.  alle  m.  M,  ati  alle  in,  Ht  S  W,  an  di.  Ha,  f{nr  vnpütrugeu 

G,  der  nie  ni.  Z,  di  niu  Obi>l  Liitlr  Hb.    misaeLeL  HtW. 
69.  feUl  M.  d-  >o  I.  II,  ■>'  Ia]{  '/      in  «jnrui  ■.  Ht. 


J 


_    84  _ 

70     (iaz  nam  der  veif^e  marschal 

und  tniocz  der  vromren  an  den  arm  jo 

und  dact«  ez  zuo  also  warm 

und  leitz  der  rronwen  an  die  brüst, 

daz  ir  eintweders  niht  enwust, 
7ö     und  hnop  sich  dannen  balde 

hin  zuo  demselben  walde  *^ 

in  voUecllcher  juste,  7. 

da  er  den  künic  wüste. 

dö  er  den  bürsten  ime  sach, 
W     iiz  valschem  munde  er  du  sprach: 

70.  faig  HhHiSii.  A.  böfl  m.  Hb.  rtei  nam  d.  .  .  m.  war  HHhHal^"^  , 
vnil  nam  de*  iV  iiiarachalk  war   /    Yiiil  trug  c«  ^chlauffen  da  i«X 

/   Do  IT  die  «die  küigin  fand  Z. 

71.  |uDd]  S.  vtiUe  M.  er  truog  da.i  S.  trüg  as  MBHHiHaHb.  ir.d»*»-"«  ■ 
leit  ee  7..     der  kunigin  HbZ. 

72.  fehlt  M.  takt  B.  dekt  W,  dackt  HS,  dftcket  Hb,  Lekht  Ha,  te»»*  te, 
tackte  Hb,  lavd  Hx.  lackt  nie  zu  Z.  [tao]  liW,  iit  irBHusZ^^ 
ain  wann  Ha.  gar  w.  Z,  »il  w.  Hb. 

73.  fehlt  HaHb.  [u.  I]  Hr.  vnde  M.  Icit  ea  HHHbZHi.  leit  B.  _  .t?  -^ 
vr.]  BHiW,  jr*  Sü,  ir  HHhZ.    an  ir  br.  BHHhGW.    brOat«  ^  '^ 

74.  fehlt  HaHb.     d.  ira  antweders  n.  eDWUxtc  M,    d.  ea  en  vrndpra       .-  ».^ 
B,    werlieli    Ant    si,!   ez  (sys)  ii.  enwist  (enwest)  HHb,    d.  ps  ii —  ^ 
ti.  f.  /,    d.  äf  dar  vinb  ii.  unwixst  Hz,    d.  jr  uhainH  ii.  viettl  S,        i/^ 
chainua  darvuib  (sein)  weat  (wusl)  <i\V. 

75.  fehlt  Z.  rndc  M.  hübe  Hb.  h.  sj  Ha,  uiachte  ».  M,  uiac6(  i 
BMHhHi.  dar  pald  S.  aUii  pald  G.  da  b.  W,  da  danoen  b.  BFb. 
bald  Hz  Hb. 

7ti.  fehlt  BZ.  gar  in  Hchiieller  jlc  zu  d.  w.  Hb.  [selben]  G,  d.  selbigen 
Hl.     wald  HzHbSG. 

77.  u.  76  umgestellt  M.  77.  fehlt  ZS.  in  söUicber  j.  B,  in  solchcD  j. 
H,  in  völligem  lusto  Hb.  mit  alao  swinder  niste  G,  mit  sneUielidw 
pruNt  ^^',  an  rui-b  vnd  an  reste  Ha.  gieng  er  do  in  schneller  jnitr 
Hb,  do  er  den  harren  west  Hi;. 

78.  fehlt  ZS.  d.  h'r»  II,  d.  herren  GW.  westc  HbHaC,  wul  «.  HbG. 
er  eylat  dar  sunder  veat  (rcst?)  Hi. 

79.  u.  80.  umgestellt  MSW.  79.  als  er  G.  den  [TÖraten]  HHhHa,  d. 
kunigi:  Hb,  d.  herfi  Z,  d.  herren  G,  d.  hit  W,  d,  werden  herren  S. 
von  erste  (erst)  a.  s.  HHb,  erste  (enat)  an  s.  HbZ,  erat  ers«ch  H .  an 
s.  HzHaSW. 

80.  uiuiid  ZHzHaHb,  muet  SGW.  [do]  HhHaG. 


85_  _ 

„läzt  biraen  hie  belihen, 

ir  enlt  ein  anderz  triben,  f)0 

daz  nxher  iu  ze  herzen  gät 

und  knniberlich  mac  werden  rät." 
S5    der  künic  sprach:    „waz  mac  daz  sin?"        s.'i 

der  niarschal  sprach:   „din  kfinigin 

diu  pfliget  valecher  minne, 

ir  Salt  3!n  werden  inne: 

feumet  mit  mir  vil  gedrät, 
90     ir  vindet  sie  an  valscher  tfit."  90 

Der  künic  der  rede  sSr  erschrac. 

birsen  er  niht  lenger  pfiac, 

in  zorne  vuor  er  wider  hein. 

Sl.  Her   1.   dl   b.  hie  b.  Z.    brisun  B,   ewr  pirachon  H«,   ewer  pjrBchcn 

SGW,   enr  paicien  G,   ewer   pajssen  Hi.    [hie]  HHaS,   Tnderwcgen 

U.  H.  bliben  UBHhUs. 
^2.  waA  ir  B.  Hb.    wol  ein  a.  GfW,  [ein]  MBHiZ,    nü  a.  Hb.  and'  kurtz 

weil  Z.     Hierauf:    nü    wan    di   jr  bie  jagen  /  Tnd  hörnd  wi  ich  ach 

will  aagä  Hb. 
^3.  nahet  B,  nahent  RGW.     ach  n.  BHHhHbSGW,  ew  notter  Ha. 
^.  Tade  knmbelichen   H.    kamberlichen   BHh.    u.   üch  m.  w.  r.  Hb,  a. 

ehainerlei  m.  w.  r.  W.  nat  0.     Hieranf:    Der  chunig  spracb  an  allen 

hu  /  was  pedeit  ans  das  G. 
^—68  Der  marachalch  sprach  Aj  chuiiiginne  ,  D;  pblegt  Talecher  minne 

/  Des  Bchelt  ir  werden  inne  /  Mir  triegen  den  all  mein  sinne  G. 
45.  wer  mag  8.     mag  ei  H.    gesin  Hb  Ha,  [sin]  B. 

86.  anwoTt  W.     min  fröw  d.  k.  Hb.     aller  liebster  dioner  mein  Z. 
87/88  Der  marschalk  spracb  die  küigine  /  Pfligt  valschc'  mihe  '£. 

87.  Her  d.  pfl.  W,  [diu]  BHHh.  cnpfiiget  B,  pfligt  HzHaHb.  her'  du 
pflegst  S.    mianeii  Hb,  m;n  S. 

68.  i.  a.  das  w.  i.  Ha,  weit  ir  des  w.  i.  Hz,  dos  müssend  jr  nü  w.  i.  Hb, 
dn  aolt  w.  jn  S,  Ir  s.  san  aich  w.  i.  W.  ynncn  MBHHb. 

89.  So  chombt  Ht,  Vnd  knmbt  Ha,  Chompt  dan  m.  ni.  SW,  Bilt  m.  m. 
haim  G.  [vil]  HHbHzG.  dratc  HHh,  dratt  G,  wol  drabt  He,  also 
trUte  Ha,  gar  tratt  Hb. 

90.  fehlt  He.  vindentE  an  M,  So  lindt  ir  tty  Ha.  vindt  S,  uint  G.  an  frischer 
t.  UZ,  an  böser  t.  HHh.     getat  B,  date  H,  Utte  HhHa,  ratt  G. 

91.  [der  rede]  G,  red  ZS.  [avr]  HhHb,  sere  MBHa,  vill  acr  G.  eracharg 
H,  dirachrach  G. 

92.  beissen  BHiG,  birUn  vii  bailia  Hb. 

93.  Eoni  B.HHhZHaHbSW,  i^ren  He.  reit  HHhUaHbSW,  Er  rayt  in 
CEoren  G.  [wider]  Ha,  do  w.  Hb.  heim  MHHhHEHaHbSGW. 


f?.l 


■K-     r*  if-fE  vandeU  t'iii 

.-1    T»    ; :  !■:  ir  hette 

i  .»'»fr  42  alle  schulde. 

1^  XT  ngedalde 
i.  _-!T»tir  M  stner  hende  ^^  l 

-\    ■!•  ii  nmb  die  wende  1^^^  ' 

jT'  -isi-T  darnach  ez  nie  gewarp, 
-L  -r  »--'C  äinen  henden  atarp. 
:-L   -"ttve  airachete  unde  sprach: 
.  •tTT.  »"ii  ist  din  ungeinacii, 
a:  i'i  Mit  zomes  also  vol?*"  10- *^'^ 

^     ,.  L    .*i   f.   Z,  1)0    vant  ttr  ü.  d.    Karte  MH.    d.    wr  *»»«  ^W 

fc-^     ..       u   «Budls  aiii  Ha,  d.  vaadel  rain  ü,  w.  an  B,     —  ^'  '■  «» 
,    .   r»«'M  win  S. 

.    a    ~<B  >#«  Hb,   Hir  ligg«dc  an  dideni  b.  D,    ligco  vnd  ar  .^^i  eitea 

^         ?-:  ?« 

-«    ru    '^    üf  Ji  M,   [und]  wie  si  doch  Hz,    [und]  «an  die  Z,       ^  "'  'en 

,    ik.    »-■   S.'  "  Hb-    hett  HhSW,  hebt  G.    Uaa  gelwirg  d:: X  fiiw 

•*       i.  T- 

■  wc:^   '~^HilIa.    twerck  S,    twerig    G.  mit    iiiner    Tiischiild  "^  ii 

1«    SA  «.-Mdt  M,  ächald  ZSG,    «ic  wnlu  ilaz  was  an  alle  ir         '•^■i'- 
*    -«t:  .*  WHaHbSW.     do  mit  u.  Hb,  iiit  ii.  M.    vagednlt  BI — -^^^^■ 
•    '.MB    :  täij  111.  vntiild  Z.    Doch  so  nä  sy  ilur  koiiig  mit  gf  ^"*''f  "■ 

^  i4£  i'»  mit  vnd  eilte  Hz,  Das  was  nein  u.  G. 
;j^  ^i»*rf'  ZSHa,  zwerg  Hz.  twcrp  W,    by  baidcn  seine  ho«^^'*'"' ''■ 
.^.   »j«r  hent  S,    in  die  li.  MD,  mit  seinen  hcnnden  Ha.  iniÄ^  *'""' 
p,9>i    W.d'  HbW.     Kr  trucg  dait  in  »einen  hcndcn  G. 
,,    -j-    ^    ..;.   n.  warft'  S.  vmbc  D.  by  der  w.  B,  wider  d.  w.  Hm.  '^"^ 

>:>.  «SB«  :?.  . 

■  1     titT  ü.  «nie  ürfi.  D.  um  vnsdiuld  Hb.    da  e«  nyc  nach  g.  Ht.  ' 

■■IV     «B*   mit.    f-s    dar    naeli    nie  g.    B.    kain    seh.  es  daran  gC^^^-^'* 
^mas    HaW,    [umb]    seh.    es    nye  dar  an  gcwan  S,  l>»s  es  ifc"^^ 
pae»  ffcumen  an  G.  ^. 

^-      «r    SW.   biß    HHhZ.H8Hb,    biÜ    d»»  BD.     gestarb    D.  starfc*  ^_^^^ 
itiHA  Hb.  iler  lad  es  von  seynen  hcnten  nutit  S.  dsK  ci  den  ' 
T*»  W.  iTiain  schuld  •a  nyc  dar  an  gewan  G.  .^j, 

;i  j    liiBig#"D,  sie  herwauhte  H.    em-acht  BZ  Ha  S.  irwachU  D,  "  -a^** 

Hb.  erbarhct  Hz.  en  twaich  G. 
^  ach  h..H».  lieber  h.  I>,  h.;r  ZHzHaS(i.  üwer  HHiDZ,  eur  G.  '  „.^ 

:..ö-    Jai^Hb.  irsint  UZ,  ir  !%üH  llhG,  ir  <jjd  D.  zurns  Ha.  [alsi.J  BJf"^ 
it>  I.V.  S.  d.  da  czornes  (list  a.  v.  Uz, 


110 


n:) 


„tIA  wjbvs  schände,  dn  weist  ox  fr»l. 

sich,  wie  schemelicli  dA  Ibt 

und  mk-h  mit  bötthoit  fibergtst 

mit  diner  raUchen  iniiiiia" 

.ach  her,  hall  dine  niane,"  Hfl 

sprach  diu  edele  »TOuwe  sarl. 

,wizzL*.  daz  ich  nie  :ichul(Iic  wart" 

,8wir  iinil  rede  di  wider  nifatl 

ieh  Mn  dich  an  dcf  geüciiibt 

s6  gcheni«Ui?bra  viinden,  115 


lOS. 


»ov 


tos. 


lOO. 
1  lO. 


er  nynch  Ix  [da]  bonc  Mit.  DHi.  du  beiic  >cb.  K,  du  foigfladi.  Ha. 
•chan<l  ZUx.  du  wmt  ir  wul  D.  Jm  ».  <iu  «ol  Ha.  [u]  M.  Uu 
wineti  acband  dai  weUl  du  wul  B,  jr  iUittnt  mich  KfaMdr  /  dai 
ilunck«t  mich  wol  HHb,  iIft  ktlnig  dpracb  «jj-il  atl  «nl  Hb,  «t  fpnth 
Aa  injtt  nach  Bchaaden  vnd  wmjit  ra  wol  K,  Frugal  dw  der  schaod 
Tiid  waU  doch  «ol  G.  da  fraist  nach  ar.badon  ii.  w-  «ti  wi>l  M. 
lüg  B,  lufig  Hl,  luge  H.  II«  si«ch  .S.  [«i«3  <i.  sclitjnlichim  MW. 
«dutnlicbft  Btib,  «chcmlirli  ftZIli,  urbamlirb  Ha  S,  hi-srhnmlticb 
li.  iIb  hir  leiKt  Z.  laut  HiUaSUW.  li^ect  l),  I^o  wir  all  du 
iehol  H,  ß«  üt  nit  all  dw  gibrot  IIb. 

tnde  M.  dirh  (i.  jiriilj  faUclidl  B,  m.  falacb«  P,  iii.  ralacti  '&,  tu. 
Mhaiidn  Hb,  m,  liutnr  S4iW  ibrr||;csi  H  lOi,  vbarj^eiat  ZHiHnSC, 
arabaiteiat  W.  bctrixeit  V.  i 

.  m.  der  falscli«  ni.  B,  m.  d.  val^hcr  luynn  S. 
(aeb]  lieber  ti.D.  o  b.B.  ja  b.  HHLIIr.  jo«  fa.  i.  bem  MBIIbDIlb. 
hAldot  I),  bdisll^^nd  Z,  hab  II  Hb,  hnbx  Hb.  diu  k,  HHb,  uir«r  ■■ 
IIKHi.  Ii.  ilu  piat  ari  ».  Ha.  ja  h.  tu  ileinvii  tiiiiioii  (ilcinuni  aiime) 
äW.  ja  h.  in  nit^jucin  *;nn  j  bat  ca  dar  marachalcb  getan  /  dtw  vajg 
»Bgutrow  man  ^. 

Uwi?«|ir.  IIb.  ladclej  B,<hIi'I  Hi,  d.  odbi  kUi^ii  Z,  <t.  rajme  fr.  HlIbD, 
d.  raia  fr.  HaS,  d.  vain  Tr.  W.  d.  rniiu'  i  Hb.  dy  i'huniKinint  x.  (t. 
tia  m.  B.  «iiovat  M.  wisiviit  [II>Z.  wul  IIxU.  wUsol  Ha.  |{ul  waiat 
Hb,  w.  her?  S.  dci  nie  •t-h.  HHb.  xüin  nyc  xe)i.  Hi  .s.  Hieraut:  an 
■lU«r  iiiuaeUl  /  wi«  lui  aicL  iui'b  >;vfii){et  hat  M.  k«)s  mantu  >jld' 
inr'  lieb'  h're  ra;  /  daa  aal  god  niy  neciug  sin  l>.  IV  kaig  >|)ncli  tn 
mband  /  u  du  beso  Hcbanil  K, 

Uli  iwige  «nde  M;  »noigt  u.  roU  U.  md  BZHiS.  sw.  u.  du  (thu)  do 
w.  n.  HUb.  nil  H. 

Ja  h.  i.  d.  Ha.  bubcUHh.  dicb  dodi  M.  dicb  h;o  lit.  fondA  a»  d.  g. 
Hb.  Hiver  g.  UHllbl).  an  der  pblioht  Ha.     Si>  aohKlicb  aii  d.  g.  D. 
«1,  IIS   iimEWitidU  li.  \}i.  alna  Ach.  SW.  «cbemlichnn  MHHli.  «cbaui- 
lt«b  bllbt?.  tcbviiilicb  HilUW,  laiti<.>ifkb  f.,  IvsK-rlvinbuti  tj,  »•>  »nh. 
tt  to  laaUrliehun  Hb.    leb  dich  alliy  nu  hau  fnnden  D. 


Sfi 


r_>o 


V2h 


daz  ilö  7^  disen  stuiidea 

daz  leben  muost  verloren  han 

«A  hM  ich  vt  ffCvüeÄC"  kan.* 

Ez  vuugt  sich  dax  dfi  nähen  lac 

ein  vörüt  der  li/iher  #ren  pflac. 

genaut  henoc  JJupoIt, 

als  i'.r.  irot  scihcr  vHcgpn  Wült. 

dür  h-^rte  daz  gebrehte. 

ur  was  von  sime  f;eslehle 

und  WAS.  dex  kDoJges  eirpster  feint, 

als  man  iiooli  iieNt'lmbcn  vtnt, 

imd  was  von  iMerricIi  geiuint. 

der  lief,  A&,  er  den  knnic  rant 


125 


[dai   du)  1{»<>.   alhf«   s.    >l.  st.  H«,   lu  discr  stunile  Hli,   mi  i 

Dein  I.  HtHb,  d«ii  li|i  M.  mniiUi 
loni  müwl  du  bMi  B.  d.  1.  ri.  höh 
Alt«   b.  HbO.   baldr  HHKhDHb. 


H. 


ll«(i,  vvHuni  UUHaUb.  <!.  I.     -w-  «- 

v'  l*rh  Z. 

ich    ilaa  MlX^iW.    su   |>ild  M    Bjn«; 


■ZIJl 


im. 


I-Al. 


12S 


1:^4 


l:JA 
126. 
U7. 


fu^  h»n  Hl.  Bu  psiil  en  doi^h  ){e[ii);(^n  kau  Hb.  nltto  palJ  licb  da* 
fliegen  chan  S.  S|jncb  d'  killg  vlt  grossem  eocii  i'  8o  bald  ea  mag 
ing  t(c«niii  ,  leb  tb'rii  <lir  an  diM  thodos  jiein  /,. 

.ilo  (.  «.  HIltlbDUi,  nu  f.  s.  HbSW,  imd  f.  ».  G.  fikget<^  »1>,  ra^cti 
lUfhnxHi..  cl.  dnr  n.  I.  B.  il.  do  n.  b;  I.  HHh,  iln  bf  tia  I.  I),  d.  &«li 
da  I.  IIb,  >1.  dn  wautienl  I.  <i. 

fur^tu  MBHHiitllU.    der  funl  H«  .    ain    Tnidil  dl«  Hb.  der  do      Ma. 
[hoherj  II,  iiolicii  c.  S, 
d'  wi  gonanl  b.  I,  /.. 

a.  got  es  »elbet  (i.  aucli  g.  Ha.  [selber}  BHDZMaHbSW.   du 
df>  V.  Hb,  vnn  im  «.  S.  nulto  M.  *.  »icb  dai  dar  v.  w.  Hb. 
11.  1:^4  iiuigi^ttelll  l\i(i.  123.    fobll  KUaHb.    vnd  b.  IltÜ,  do  ti  U- 
dan    i-t    hrrhiirti    H.    irhortv    0,    i^rliiiit  W,    hurt  niIhHtS.    gebt 
B  H,  K^ix^i^bl  Hl,   lüepiLchl  S,   die»   ^»precb  0.   daa  er   h.   ilai 
]i  reale  Hb. 

tohll  HaHb.  wati  er  was  M.  dor  wa*  HHUHtÜ,  ttid  was  StO>  ^- 
■JDuni  BHHESft,  vA  dein  g.  Hb.  v.  dunndben  g.  W,  vA  da«  kuss^Ü^ 
g.  I>.  «Mcbechl  II.  Kcsletht  Hifi,  gwWSdit  S.  d«  im  hoch  •»■^*' 
kn.'chli'  /  irii<l'  tlliil^  wari]  /  or  kond  wol  gebarA  Z.  124  u.  1*5  «am- 
jjuaUlll.  >;. 

rddt  BHaHbU.  «i  w.  DZ.  kKnig«  MuH.  *iner  •«.  fc.  I>.  tm.  »m  ^■ 
MAI  BHalibi;,  «I«i>  U  m  iiocb  HitSW.  gtt«cbribena  Ht. 
[umlj  HnIIIiS.    \x\Ae  M.  i\>:t  vnu  HaHb,    «r  «aa  S.  [waa]  B.  [twnj      ^ 
dur  V.  iisUrr.  S.  v.  ii,  wax  er  fi.  H. 


r.     U. 


cht 


89 


und  Rprach:    „her,  waz  zümet  ir? 
130    durch  Got,  daz  sult  ir  sagen  mir."  130 

dö  sprach  der  edel  kQnio  rieh : 

„dhejm,  Uz  erbarmen  dich, 

nun  herzeleit  ist  also  gröz. 

sich,  wie  diu  schände  an  eren  binz 
I3.i    sft  leeterllch  geworben  hat,  130 

daz  ir  niemer  niac  werden  rät.** 

dö  sprach  der  herzoc  Liupolt: 

^herre,  ir  irerdet  mir  niemer  holt, 

min  vrouwe  schalde  nie  gewan. 
140     sie  muoz  etwer  verlogen  han."  U(l 


-  erl.  HHtS,  d'  (er)  gieng  ZG.  d.  forsten  BüBhHz,  d.  iierh  Z.  Uiur- 
mt:  <ha  ciuuichleichen  sUn  /  Do  iprAch  der  fuerat  lobesatn  Q. 

9.  [n.  spT.]HO,  mdeapr.M,  er apr.  »HnZHiHaS.  [her]  BHhDS,  heirc 
MH.  WOB  HiHk,  durch  wsi  D,  vmh  wc  G,  warum  HbSW.  larnt  HaS, 
aotcion»)  D. 

30.  [das]  H.  d.  sagen  m.  B,  d.  saget  m.  Hi,   das  jr  sagen  m.  S.  di  sind 

ir  dnch  gott  sage  mir  Hh. 
II.  edeie  Hb.  der  tan  franchreich  G.  Doch  spr.  d.  engel  edel  k.  r.  B. 
18.  öebain  Hi,    eehein   Z,  öhen  M,    ohm  H,    ohme  D,    o  herre  BHh.    das 

1.  HaHbZSW.   lasse  Hb.  I.  erpann  S.      Aehain   ist   das   nicht  pur- 

michleich  G. 
S.  faertileit  BZHa,  chnmer  G.  als  gr.  Hi,  das  iat  so  gr.  Ha.  M  •=  v.  134. 
4.  [din]  8.  d.  Bchand  HZHiSG,  d.  ichand«  Hb,  d.  snod  W,  [din]  schäm 

R.   [an]  DG.   d'   ert  bl.  D,   vnd  e.  bl.  ZS.    Siegsta   wie  gar  schaud 

*nd    OD    em    ploB  Ha,    lergessen  bat  aller  ir  geno«  M.     Hieraof;   an 

disscm  bette  sehelichi  nacket  /  Bj  dax  boso  getweig  had  gestrackt  D. 
•Ö.  Tnde  Bo  M,  rnd  so  D.  lesterlicheo  MHb,  gelest'lich  D.  geporen  h.  G, 

gesundet  h.  W.  g.  hast  ü. 
'S.  nieman    B.    mag  nyme'  Z,  mag  jmor  GW.     Das  mag  ir  n.  w.  r.  Hi. 

[rat]  B.    Hierauf:  Dar  tri  ir  leben  staut  lu  pfand  /  ich  will  sie  tetts 

mit  meine'  haod  Z. 

17.  fehlt  Hl.  [der]  S.  furstc  MBHh,  fürst  H. 

18.  fehlt  Hl.  Oerre]  so  w.  Hb.  huir  so  wert  SGW,  Her'  i>dcr  w.  '/.,  [ir] 
H  Rh.  here  solh  ir  mir  nfim'  w.  h.  D.  herr  nu  weret  m;Tnor  h.  Ha,  h. 
werden  ir  n.  b.  B.  Hierauf:  Die  frow  ist  ane  schuld  /  Dar  vih  habend 
recht  gedolt  Z. 

19.  fehlt  Hl.  schuld  B/.HaSG.  iiiu  seh.  g.  HbS,  nicht  seh.  g.  G,  ach. 
dar  an  nie  g.  B,  daran  niu  seh.  W.     Das  m.  fr.  dy  seh,  n.  g.  Ha. 

10.  fehlt  Hz.  )'G  yeniandt  Ha.  vurlorcii  B,  Terworron  HHh,  verraten  M. 
wj  ia  and^s  vmh  dy  sach  .■>)    gotn  D,  wie  sich  Joch  Ar.  gotiegi  kan  Z. 


«0 


145 


}bO 


Act  kflnic  hncheebonie 

»{iracli  ilt  grAMtn  lorne: 

„siu  miini  brinnfn  Äf  t>iner  liurt.* 

^nein."  !-pr»ch  der  hereoc,  „di«  ijphur!. 

die  sin  in  irem  übe  treit. 

Ufiet  IT  i\k,  ez  wirt  iu  Idt, 

wan  ir  erben  niiil  enhaat, 

die  bütr^,  utaie  iint)  «Itia  lant 

von  iu  twlt«n  erben. 

weit  ir  dif>  r«rderben? 

Werder  kflaic.  tuot  «n  wo), 

<Ux  icli  iu  iemer  danken  sol: 


130 


Ul.  fohlt  DHE.    d"   si>ncb   d.   k.  IIb.    <).  tdcl  k.  Ii.  Z.    hodigebOTn         MZ 
H>UbiJ,  hochgeboren  HG.  ^ 

Ui.  fehlt  Dfd.    der  »pr.  B.    (spt-l  xu  im  in  jj.  i.  Ubi  mlU  mijdco    ^t-.  Jt 
in  («inem  «.  H«.     tont  BZIIftltbS,  cxoren  If. 

113.  brenn«»  B,  lerbltnifrii  M,  verbrinnr  HbHi.    vIT  einen  h.  M.   I)ttici*mi{ 
Kjirsch  liv  PiuB  bunitii  ufT  ejm^r  hurt  1>. 

144.  Do  »px.  BHa,  d.  b.  apr.  Ii.  n.  her  Hcbuiirad  d'  $.Z.  Twer  |.  UBe-*  ir 
g.  Hh,  neji)  d.  g.  H«,  daroh  d.  g.  U,  gewer  die  biiri  H.  «not  «in 
gerat  (nitdcntlicb}  B.    dy  pard  W, 

145.  in  ino  I.  Ha.  in  deni  1.  S.     laib  SGHa.  aO  U.  Hb,  tregt  IU. 

14«.  fehlt  M  (r^l.  UT),    Abti  Um,  tot  S.   1.  ir  s;  Hh,  l.  ir  de  (1.    «mt  H  Hh, 

wÜH  HW,  wiml  Hhfi.  «urd«  l>. 
147.  «HUI  ir  Hilt,   seil   ir  WSG.    gerben  U,   koin  t,  u.  c.  B,   krynen  c. 

hAbent   (hitbt)  llllli.     {onbuit]  f>.    nobabt  W,  njr.  gcwnn  Hn-     tfit«at 

ir  erben  ait  m  ))Hni  U 
llft  ['lii)  MBnilhDHxHfl.  vn.]  h«l  b.  R.  !>'  rrb<^U  bir^  7..     uw«  b.     Vt> 

btirii  nHoIlb.SW.    puTig   Hx.    «I«t  RHli/.KiHb.SVr      nide  H.  (wittol 

HaHb.    Habt  cur  dioer  pbliobt  U, 
149.  JÜHeji   Ha.    und  ew  »-  «.  W,   xnd  üch  lällciit  noch  v.  IIb,  jroiij    "* 

billieh    »ülleiit    «.  I>,    Blllich  »ol  («ott)  «un  vck  «    UHb,    wen  o«     «<^ 

billii^b    sol  e.    H.   vnd  «d  d'  bilüch  f.  Z.  «s  hoI  euch  |ü]leicti  c     ^>< 

c»  billtchen  von  ivh  iv  «ol  M,  vnd  b'.>lt  ier  deu  verdcrbao  G. 
IM),  fehlt  M.     nullit  D,  wulteud  ZHb.    dai  llhHi.  den  W.  nun  du  H*   <■» 

die  Hb.     woltcnt    ir  nu    du»    vcrd.?r  bont  B,    Dow  vi>n  euch  »eh»"" 

srbsa  0. 
151.  w.  bor    Wi,    linb(vr  .her    H«,    «dolor  ohnnig  «,     nn    U  BHbDUb^  *■ 

üio  8.     uIk  ><>!  W. 
153.  febll    M-     [daij  Vi,    det    ich  N,    dr*    ich    DHb,    mil    icb  G.    dir"    ^ 

«ein  ;mar  d.  s.  SliW.    Hiuruuf:  tnd  girbl  ir  frisl  /  sls  luigncc     f 

der  purd  geneBeu  un  U. 


91 


gebt  ir  vrist,  nnz  siu  genese. 

durch  daz  ich  iawer  diener  wese. 
155     als  ich  bin  gewesen  ie.  155 

kein  schulde  wart  so  gröz  nie, 

da  sol  ein  teil  genädec  sin. 

ert  die  edelen  kunigtn, 

die  reinen  magt,  diu  Got  gebar 
160    and  nemet  iower  zfihte  war  ltif> 

an  disem  armen  wibe, 

wan  sin  in  irem  Übe 

treit  ein  swaere  bürde. 

ich  wxD,  daz  siu  nie  wardc 


153  u.  154  amgestellt  Hz.  153.  [g.  i.  vr.]  Hi.  geben  ß,  gebeot  HHb, 
g«b«t  UhD,  ein  firist  0,  Iriile  Hb.  biß  HHhHa,  bis  dai  Hb,  genest 
G,  geperdt  Ha,  vntit  das  chind  genes  S.  lant  (lond  Z,  la&ib  U)  sie 
genesen  BZD,  lat  dj  edel  fr&wen  genesen  Hk. 

154.  [durch]  Hb,  dnrich  Ui.  eur  G.  jnier  wese  Hb,  nes  SU,  wjl  weseii 
B,  bj  gewese  D.  Dar  vm  wil  icb  euve'  d.  wese  Z,  Darumb  ich  ew 
rmb  Er  djen  wil  Ha. 

155.  fehlt  8.  ^BO  H.  bin  ich  HHh.  g.  c  B.  vnd  ich  gewartet  han  y 
Tnd  j  D,  leb  will  lieber  herre  mein  (herr  edler  kunig  faiu)  GW. 

156.  schuld  BHHhZHiUaSG.    noch  n;  D.    scbol  so  gros  sein  GW. 

157.  sy  Bol  H,  dn  soll  ir  HHb,  Ir  sullit  D,  ma  sol  Z.  solt  B,  solt  doch 
Hl.  etwas  gnadn  Hz.  gnade  Ha,  gnauden  Hb,  genad  S'iW,  gnedig 
MBD,  genedig  HHhZ.     an  sin  Hb,  stan  W,  an  stan  G. 

158.  eret  MBDZHzUaHb,  ore  HHh.  edeln  H,  edle  Z,  cd<^l  Hb,  »dl  Ha, 
edl  S,  d.  edel  lart  k.  Hb,  d.  zarte  k.  11,  d.  reine  k.  B.  d.  h^ielschen 
k.  I).  d.  k.  ist  gelogen  an  <i  W. 

159.  leine  HBHZHaHb,  rain  S,  d.  cbeuschn  m.  Uz.  magul  BH.  [go^J 
H*.     gebare  Hh.     Ert  de  iiiaid  d.  g.  g.  G. 

160.  {und]  H.  nempt  ZSG.  ewr  HzHa(<,  n.  anch  cwer  i.  W.  zucht 
SGWHiHa.     wäre  Ha. 

161.  Gegen  d.  a.  w.  W,  au  dem  vil  a.  w.  M.  zartfi  w.  Z,  raiaen  wib  Hb. 
wejb  Hz  WZ.  Gein  dem  armen  weib  zw  der  zcyt  S,  Hie  an  dem 
weib  ciw  diser  czeit  G. 

162.  ireme  M,  irme  BD,  dem  1.  H.  Ivb  Hb,  Icip  ZHz.  wan  sj  ein  franen 
pord  trayt  S,  bau  (wan)  si  ein  swerc  puerde  (purd)  trait  GW, 

163.  fehlt  SGW.  so  ain  sw.  b.  Hb,  ein  sere  b.  H,  ein  schöne  b,  HHb, 
•in  borde  swere  D.  burdin  MH,  purden  Hh,  piird  Uz. 

164.  fehlt  UbSGW.  ich  wen  M.  w&ne  Hz,  veis  BHHh,  wit  A.  schuldig 
w.  H.  wnrd  Hz,  wart  B.  wiset  das  sy  nil  wcjttor  [nurdcj  Ha,  vil 
lielMi  obeme  Tnd  herre  D. 


1*1.)     N<4]iiMir  an  ii«r  minseiät. 

wie  n  sich  jach  pertieget  hat" 
(lö  HpraHi  iIiT  klliiii;  ulzohartt ; 
„du  webt  <loi-h  wu).  wir  ich  »ie  vunt 
ti{;«n  aleü  sch'emelich. 

170     ein  teil  vril  irh  ^ren  «iirh: 

vllcre  sie  von  Jöh  ouptfn  min, 
uriz  äiu  uüberc  dax  kiiiduliii. 
siu  muuz  Terli«$en  (lf»ch  den  li]t 
ril  siielle  daz  Teiacliemh*  wip." 


ISS.  [ücliuMicl  M.  ilisnr  MitUUb/.  an  d,  groewr  in.  M,  an  »oinlii 
m.  Ul,  all  il.  I«ll  Ha.  t^i  iisl  Tiischuldig  nii  <U-v  t«U  *iW,  6}  ^v 
nyc  «clioM  »II  <Ur  tat  8,  vnil  swigcl  discr  goUtt  Hb.  Ich  wris 
tiM  a;  nf  rnwarl  t>. 

lec.  wie   Muh   <ii   g.   h.   H.     [jodO  IInSCW.   oucti   )[.  BHb.   ust  g. 
t;efii«i|[t  i>,  );i;WHnclrit.    Ci.     f^cliiildfiit  im  <lii-iior  rait  /  wie  ia  ovcb 
(fcfugct    »ich  ,'  t'iw  viistv   ieli  g'ni^  sidtL-rhoh  V      Hierauf:    «oUcft  *- 
di«  verdnrbßii      liiu  sul  man  vr.h  vorkcTon  M. 

im  d«r   k.   sfir.  du  tu  Loiit  M2.  du  spr.  «r  S.    IhI]  idiHit  BUÜliHk.  K=n, 
ao  EiduiDt  HilMi. 

le»,  aie  wni«t  X.  leb  wn}^  Hk.     [duch]  M/HicHaS'fW. 

163.  ligeniinw  ulso  e»  seh.  Hb.  ao  »chhnlicb  }^.  sch^iilicbMHHliZHz  "V. 
avhatnlicli  liHnHb,  It-gtorlich  I). 

lltl  (ein  teil]  tdi  iril  Ha.  duch  ltoii  UHb,  nü  crii  Hb,  IcnieB  S,  £OM'*:*ni 
Ra.  jowaran  0.  Doch  xo  wil  ich  «.  d.  D.  jlnfau^  dar  Z«Ua  a»>b- 
g«acbabl.  HUI  Ende  der  Zoll»  nuch  iq  leaut):  cren  dich  W. 

171—193  in  <i  uiti)(edie)it«t:  I>ur  rhunig  rupft  miiub  ritt«  dw  ,  U»*»  W 
der  frawn  iclmlt  nenwii  war  ,'  Viid  «kj  ftinren  in  uin  ftDiBl>^l<^ 
lant  /  Wau  aj  bi^t  guwAraclil  naeli  achant  /  Waii  ty  ladig  wurft  «*" 
pucnJ  /  Er  Mcholt  aoy  |)r«itneii  auf  einer  Utiert  /  Dm  chind  iU,i  »ol»*^' 
dw  pringon  mir  /  Hos  niay  ich  w<jI  dancliL-ii  dir  /  Do  »praeh  horc^  *8 
loarpull  /  Der  was  dom  ritter  iii  trewyu  liold  /  Ir  vil  iruwer  nio«^*  / 
Man  ücbul  ili  frnwn  nicht  tntoii  lun  ;  .'>i  int  inil  falaohait  «bürsai  ^  / 
l'li  wurl  i-iifli  an  dvr  sul  laid  /  Kf  nnn?»!  im  dw  aotii  trew  gebc^f^  ' 
Das  «r  d«r  frawen  nicht  tot  an  dum  Icbun  G. 

171.  fnr  HH^  wau  Hir  nie  HHli.  tiini  viid  f.  BD,  nliii  aii;  fivr  ala  Z,  «' 
njni  sy  Ha,  njiii  vy  S\V. 

n:»,  bica   »i«  BlIHhl>lia.  biU  di  sii-  ZHb.  «ebare  Hb,  goberet  D.  gept»3d 
HHiHnS,  grbirt  M,  gohOrt  R.  diu  1[.  Ft!CS.     )[indl«in  HhHaHb. 

ITS.  [fililt  IIa.  8^u  iiiuli  sie  llHh.  oder  «,v  uiueli  S.  Dar  nach  muß  sie  2, 
daRooh  mMt  »>  W.  [doch]  ZSW,  d..oh  v.  HHbDHb,  *.  web  9.  »J*« 
bind  «otiu  briiiijnn  mir  H. 

174.  tublt  \U    [ti[  >n.J  Hb.    vi]    iincl  Wf;,    di«   snclln  B,    lil  baldc  (baJ«'; 


93 

175     Der  herzoc  dö  von  6sterrich  175 

nam  die  rroawen  mmniclioh 

dem  kfinige  von  den  oagen 

and  saoohte  ir  also  tAugen  18Ü 

eiDen  höcbgebomen  man, 
18Ü     der  lastermäsen  nie  gewan 

and  mit  stolzer  heldeakraft 

hat  beviset  ritter^chafl 

ganz  an  allen  orten  185 

stsete  an  alnen  werten. 
18Ö    dem  empfalU  er  die  guotc. 

DZ.  Tonchamet  D,  ritrHchambt  8.  verschuit  W,  Tersniaehte  B.  dz 
»cbamlieh  mgetrüwes  w.  Hb.  du  ertcbrahcht  ilas  nifnichleich  w.  III. 
»nde  li)  die  mi'iter  hindar  dir  M.  Hierwif:  So  xir  die  t^ebiirt  z^t 
weit  bringt  /  vEd  ir  nit  misaelingt  /. 

^1h.  d'  werde  b.  '£.  herzöge  l).  [du]  BDZUiHaHbSW. 
^"^G.  fruwe  MB  Hb,  frow  /,  fraw  HaS.  tugnnDtlich  Ha. 
1*77.  denx;    k.  ]>,    dem    edlen    küig  /..    kunig  HhHiHaHbSW,    kling  K.  v. 
nein*  atig«  Z,  v.  d.  <iDgen  »in  Hb.     in  solicber  taugen  H%. 

178.  vndeM,  [und]  BHHfaDHb.  er  s.  H  Hb  D.  Miivbete  M,  suchet  H,  Hiidit 
7,.  so  getougen  M,  vil  gotbaugen  /..  vnd  schlkhodt  ir  a.  t.  Ha.  vnil 
tichickt  ir  gar  t.  Vi,  vnd  schickt  *j  gar  tagen  S,  itr  schickt  »j  vil 
haiinlichen  hin  Hb,  er  zuclitu  s;  aln  ein  bngin  B,  Uom  knnig  vm 
den  aagen      vnd  auecht  ir  alsu  tratte      in  ayner  keuiuiaten  Hü, 

179.  ein  Ha,  ain  Hz.  c.  hoch  geburen  edeli^n  m.  M,  demselben  li.  ni.  B. 
raitt  aineni  h.  ni.  Hb,  der  h.  ni.  S.  Iiochgeburn  HaSW,  Imchgelupten 
HHhDB. 

180.  des  1.  Dl.  S.  laaters  in.  Hb,  lasUsr  mal  Hz.  uianneu  laster  HHh,  sclian 
ader  laster  D.  der  laster  noch  nyo  g.  Ha,  d~  laxter  '   nia  sy  uye  g.  W. 

181.  fehlt  S.  [und]  BHHliHbW,  vnd<-  .M,  vnd  der  1)7..  der  m.  BHHh.  d' 
[mit]  Ht.  h.  W.  [stolier]  Z,  m.  eren  h.  H,  m.  schfihcr  h.  H.  Derselben 
mit  lirender  h.  Hi,  Des  Btoltiü  edles  trost  Ha. 

182.  fehlt  B.  [hat]  Ha.  bebeist  S,  bewiiit  W,  bewiset  h.  HHhDZHz, 
er  hett  gewissen  Hb.  gude  r,  f),  dj  r.  Ha,  mit  r.  W.  ineysterachafTt 
UHh,  mit  maisterschafft  S. 

183  n.  184  amgestellt  SW.  168.  ganze  Hb. 

184.  TDd  stede  was  D,  vnd  stet  Hz,  stet  BHHh,  stfttt  ZHb.  mit  s.  w. 
HZHb.  [st.]  mit  werken  und  mit  werten  WS. 

185.  [dem]  W,  deme  D,  den  B.  enpfalhe  Hb.  enpfalieh  Hz.  befalch  HH, 
bewalcb  Hli.  boval  BD,  hcvallie  /..  d.  anU'n  BHHhDHa.  d.  chunigin 
gnet  SW. 


94 


er  sprach:   „hap  sie  in  hnote 

und  väere  sie  in  vremdio  lant, 

biz  ir  Got  gnäde  tnot  bekaot, 

daz  siu  gebere  daz  kindelln. 
190    so  soltö  niht  ienger  sin, 

daz  klnt  soltü  briogen  mir 

nnd  I&  die  muoter  Itinder  dir." 

Der  ritter  »am  die  vrouwen  zart, 

diu  im  du  bevolheti  wart, 
195    und  \Tiorte  sie  durch  einen  tan. 

des  nam  war  der  untriuwe  man.  19»6  * 

der  marschal  wäfent  sich  vil  gftch 

und  zdch  iin  heimelicben  nach 


186.  Tnde  spr.  M,  und  spr.  W.  habe  HbD.  bnden  M,  hnet  HiS,  i  <-' 
b.  H,  in  deinen  hueten  Ha,  in  dem  but  W. 

187.  febltHb.  vnde  M.  fiirBHHhZHiHaSW.  in  ein  fr.  1.  Ha,  ui  f>         ' 

188.  fehlt  Hb.  wan  ir  M,  sn  ir  BZHi.  üo  er  dan  god  D,  biß  daan  »^ij 
Ha.  tut  gn.  b.  HbU.  gnad  Z.Hb,  gnaden  B,  genade  Hi.  tae  I£:K~  i£ 
Jr  genant  werd  bechant  S,  vnci  dai  ir  got  an  gnad  bechant         -^  f 

189.  bia  das  nie  BHb.  biH  sie  HHli.  «nd  biß  sy  Ha,  vntit  s;  S^SE,  i 
W.  geperr  HiSW,  gebirt  MZ,  geperdt  Ha,  geberet  D,  geii— 3^^  i 
k.  BS.  kindlein  Hb  Ha,  kindin  Hb. 

IWI.  feblt  -M.    solt    du  BH7,.    siilteii  dan  Ha,  sul  aj  W.  da  u.  1.  S  H;  ^ 

by  ir  D.  di;  wiirt  «nl  gebum  vö  dem  rin  (?)  S. 
litl.  so  soltu  d,  k.  M.  sult  du  BHz.  daii  br.  Hb. 

192.  nide  M.  lauase  Hb.  d.  frawen  Hb,  d.  fraw  Ha. 

193.  fehlt  Hb.  d.  ritte  B,  [ritter]  S. 

194.  fehlt  Hb.  da  b.  Ha,  [doj  enipr<>lbii  Hx,  do  befolt  jr  MartB,  dar  btn^. 
hin  was  1).  der  das  chtnd  onpholhen  w.  S,  da  im  (dan)  das  ctinileä 
(ktnd)  emphalcheö  w.  ü  W. 

195.  \nde  M.  |iiiid]  er  f.  ZSW.  fürt  HZHi,  fficrt  SGW.  fured  Ha.  sif  mit 
im  M.  [durch]  B,  diirich  H?..  uin  ZHzSGW.  wilden  U  Hiti. 

19(1.  gi'war  <j,  was  guwar  Ha,  di^s  ward  inne  Hb,  di  sach  Z,  da«  cefriid 
H,  daz  erfur  llHh,  das  veroam  S.  das  geschüff  B,  vnd  do  das  «nuk 
M,  vngetruwe  BHDHbW,  vngetrow  HaZ,  vntrew  SO,  rngefugeHK 
valsvlie  M.  [d.  ii.  w]  der  raig  vngetrewe  poix  m.  Hi. 

197.  d.  m.  vnd  ZW.  wafcn  B,  wappen  Ha,  wapet  H,  wappeot  HiijUkl, 
wappede  D.  vcrwalTeuct  Hb.  s.  doch  Ha,  da  B  H,  du  HHhHb.  [lA^ 
S.  trot  0.  [d.  m.j  der  w.  ».  s.  zehant  Hz,  vB  dorn  ritter  wat  im 
gobe  M. 

1'J8.  viide  M.  iügeti-  M,  czohe  11.  .jiet  Hz.  in  SD,  ir  BUHh.  «»■  rait  pill 


und  ermordet  den  ritter  stolz. 
200    diu  kHaigln  vlöch  in  daz  holz. 

er  zöch  den  ritter  von  dein  wege,  195 

von  der  rehten  »träzen  stege, 

durch  daz  nieman  ssehe, 

waz  mordes  dft  geschaehe. 
205    wie  gerne  er  dö  an  der  stete 

die  vrouwen  oacb  ermordet  hete,  200 

dö  hat  siu  sich  verborgen. 

doch  vuor  er  heim  mit  sorgen, 
der  gar  rerschemte  boesewicht. 


«.  [beimelichen]  HiHftSGW,  heflichu  D,  heimlich  UUHhZHb.  nahe 
ü,  nohe  H,  hjnden  n&ch  8QW,  nach  alsu  Hb. 

-  vade  H.  dermort  Q,  mordet  Ha,  mOrtt  S. 

.     flow  ZHftSOW,   edel  frow  Hb.   von   im  1..   kam  Ha.  fl.  in  dem  Hb, 

mtnui  im  h.  H. 
.    fehlt  HbSW.  fnrtHHiZ,  fnrtto  HhU,  vnd  fürte  B.  ab  d.  w.  Z.  irngeo 

B,  veg  HZHiHbO.     Ob  dem  weg  ciach  er  pald  0. 

-  fehlt  HbSV.  Tod  von  HzHa.  dem  lechn  Z,  frecht«n]  Hz,  Dehisten 
D.  atroB  einer  st.  B.  stegen  M,  ateg  HZ  Hz.  Den  ritter  hin  in  den 
wald  G. 

.  fehlt  HiHaHbSW.  tüi  das  Z.  jemant  H,  ei;  njmat  HhD,  seehe  Uh, 
eiuehe  D,  sach  Z.  da«  durch  da«  man  nit  a.  H.  Vnd  verparK  in  «ndr 
ein  pawm  O. 

-  fehlt  HiUaHbSW.  dar  geachee  1),  da  geschc  B,  ilu  giisuhach  Z,  du 
wer  geschenh«  H,  do  wer  geschcchen  Hh,  du  goHchi^hen  were  M. 
Darnach  nam  er  der  frawen  gaum  U. 

•.,  306.  alse  der  marachalck  mit  dem  ritter  wall  begaii  /  ifj'  wilit  waz  dii: 

firanwe    entphlan  ,  dj  er    iiueh    hetlc  irniurdl   g'ne  /  da  was    sie    hu 

Teme  D. 
■-  geren  Hi,   gern  MHhZHaSG.   [do]  MHHhZHzUaSG,   Och   a.  d.  st. 

M,  doch  a.  d.  st.  W.  stett  HzG,  xtat  S.  i;r  wer  gern  gewesen  an  der 

sUtt  Hb. 
>.  d.  Dnachnldigen  fr.  W.  [ouch]  MBHHhZKGW.  b.atHzSG.  dz  er  die 

frowe  enuHrdett  hitt  Hb. 
7.  fehlt  Ha.    wol    ?.  W.    v.    in    der  gencbiht  M.    fdri  h.  s.  b.]     In    dem 

walde  T.  D. 
ä,  fehlt  Ha.  do  BS,  dei  W,  hin  HSW,  er  für  chain  Z,  baim  rait  ar  (do 

Q)  HbO.  [d.  V.    er  h.j    mit    angst    vnd    mit    sorgen  D.    das   ni  kande 

finden  Dibt  H. 
9.  [gar]  HHhHaSti.  verscbante  M,  verschambt  SG,  der  raig  v.  Hi,  der 

fuge      Bcbamliche      Hh,       der      vnuerschomedt      Ha.      bues  wicht 

BUHhZHiHaHbSG.  bis  das  derselbe  b.  D. 


96 


:"0    Diu  ^TOnwe  gienc  in  leides  pfliht 

in  dem  walde,  Aä  siu  was.  2K ^'• 

loup.  wurzeln  und  grüenez  gras 

ii  siu  in  dem  gewilde, 

daz  mJnnicllche  bilde, 
ul'i    säst  gienc  siu  lange  in  dem  tan, 

unz  siu  ze  einen  koler  kam.  '.'  ^3  * 

diu  minniclich  geslalite 

rrägte  in,  waz  er  macht«. 

der  koler  sprat-li :    „ich  mache  kol." 
■_':?i)    siu  sprach:   „wie  ist  dir  damit  wol? 

:;.•     in'  B.  iliMJ    UnU'n    ]ii\.  Hb,    waldfn    |ihl,  (i.    lief    kartrt    Tun     ''»''■  J^ 

>(hkhW  II. 
;::    d.-ii  «.  S.  *iMfti  w.  HHüW.  »Hill  HhZHiSGW.  [.UJ  GW,  J"  "  *- 

wan  B,  dai  SV  »iis  Mb.  ilu  sj   iiimi  «uh  Ha.  sy  axi  S{!W,     Dr  fW" 

>ii>  alle}  WBH  1>. 
;!i   Wilt  Hb.  llf>ui)]  l>.  (wurieliij  Hii,  junij.'  v.  IJ.  wurUeleii  M,  wur"'' 

/.  vuTvu-H  BHzSii.  \iiil.^M.  [gnli>iti>i:|  MHHbZHz.  gruni>  )^.  Ii> 

)tnieni-s  tsr-  ('•  ■!»-'<  griini^  gr.  Ha.  daH  iiran  \V. 
;i;i.  .•*  iiu)«!.  (Ins  as  sie  HHHliHSW,  [in]  M.  di'n»!  D.  jj;ewil"^ii  M.  (f 

tildo  H,    gt'uildt-  Hli.   }t>-bi|it<'  W,  {ji-wild  SU.  wild  7..     .\U  ^ii  lu  J<« 

«ildt-  lU. 
tl4    da^^i'lh  III.  W.  vll  /urt  in.  Hb.  \il  m.  SU.  iiii)iiii-Lli>-h  ItHii  lUhlliHhil. 

iii_viiiiiklii-bs  S.  bild  /S(i. 
jr<    .susti  MB/Mx.  uIhii  UuHb,  \iiil  ^i<-  \'..  |siii]  IIx<i,  si  >;.  MB/:,    iuji'i 

ilbStiW.  laiiKMBHHhZH/Hii.  .so  1.  MUx.  allain  i.  d.  t.  S'l.  «lUii i 

Hb,  di'ii  l.  W,     Kr  Ijileii  siu  gi'dulliglich*  tiü  P. 
-.>l«.  biU  HHh/.  bii-z  ilu.s  BHIluKb.  Isiu]  H.  o$  P.  zu  kiiios  kolers  tiif>Hi- 
-.'17  II.  L*18.  iimgMti'llt    H.  217.    rl.  zart  in.  Hb.    miunecliche  Mi",  mjvt- 

liehen  H.  in.  viid  g,  Hr..  gcstucht  llzü,  goHclilachl  Ha,  flechte  (riedilr- 

B.  vini  K^iitdilcehti.'  '/..  im  dem  gi'schlächt  S,  von  woIgcsrbaR  '^^• 
J18.  :iie  fr.  HHiiHbSW.    ]t,-  fr.  rt.  fragt  SZi;,  vriiget     MHHhHb,  Inf* 

h.  [iii|    BHHa.    wv<-    ur    m.    S.    macht  8(i,    m echt  Ha.   di«'i'<' H/- 

iiiii'ehtf  B.  grüfsl  iii  vnd  Trugt  in  was  t-r  machet  Hz. 

:;i:>    .-r  s|.r  MHzW.  mach  SI  ZH/H8.";ii.  fra»   i.  m.  Hi.  koln  Hli.  l*"  *'' 
ain  kiiler  Ha. 

-.'ili.  |siu  Bprj  MHHhDW.  [wiu]  ZHb,  w»  mit  ist  MBHHbHzi;.  ■m«"  '^ 
\\:  idirl  Hm.  [damit]  MW.  s..  «.  HaSW.  danne  w.  H,  d»n  »■  J»t 
wolle  Ha.  Dar  iniddc  wer  mir  wol  Kund«  ich  ir  gemicb*  ffiii'  '"* 
w'  iiif  i'grdc  Ml  inj  |iliig  Ich  w.ddk'  mich  dar  vü  )fi>1  im"' 
gude  viii)  mit  t-re  Li. 


uiil 


»7 


6t  mfteh<>t  didi  äoA  amn  gcnr' 
—  tiu  nam  sin  tu  eben  war  — 
„noct  macht  dir  bleich  dlneo  Up" 
tpnch  Aui  miuutcUcbe  vip. 

225  der  koter  sprach  kn  allen  hai: 
qirolt«  Göt,  80  hei  icbz  bat. 
DU  maoz  ich  hie  dnrek  huiigi^rti  Ddt 
b«]lbeD  noz  an  mlueo  tot" 
d6  spraob  din  edele  tcßiiiglii: 

230  „«Uta  micli  Ifizen  M  dir  etil':' 

mi  da  anväbftitr  des  bilfe  ich  dir. 


320 


225 


l\.  foHt  Z.  macbt  HaBbSQ,  li  m««hvti  fit,  do  m  r*  dich  H«.  [dock] 
BUHbHaSIW.  to  sw.  B,  ril  «w.  Rh,  ^jii  »w.  WHa.  f;vuarb  Hi,  *u 
nhHbG.     Sv  sprach  Ar  holi  niaeh*  dicti  Bwutibar  li. 

^23J.  fehlt  Z.  ita  DMii  «y  H».  niocr  ^<ib>rd»  Hb,  do  »ein  grnot«  Hh.  [»il] 
HbS,  gar  eben  0,  ti)  rMhtfi  eben  Ho,  ril  genal  Ih,  vil  giatc  U. 
[tä]  gtmott«  B,  [tu  eben]  11h.  waru  lU.  rnd  blni«h  din«  lip  du  i«t 
«arD. 
3.  fehlt  DM&.  md«  M.  inacbut  M  B  H  Hb,  roacben  Hi.  ü*  m.  dir  Ich 
•  bLUb.  dich  trficb  an  dem  I.  S.  [a.  m.  d.]  tU  [ilaich  »q  dem  I.  Q.  Und 
darxB  plalch  an  dein  I.  W.  Ift  dx  dein  leit  «\r«ib  Z. 

^4.  fplih  DHaS.  klao  apr.  Ki,  vpt.  sieh  do  Itb.  mineklteh  HblltS,  myaiick- 

lieb  Hb.     Si«  iuacb«ud  »warli  deiut  leib  Z. 
2i5.  d«  iitr.  d.  k.  IIi,  xpr.  d.  k.  D.  an  aondtin  h.  B,  tundcr  h.  M  H  flh  II  Z  Ht, 

■n  h.  S.  ane  h.  OW. 
iiC.  frow  >.  g.  Z.  wolt  HUhZtlillallbSa.  w.  g.  vnd  h.  ich  <jch«  S)  |iu 

t(iWü.  (»j]  Hilla.   ich   >>*  lIHbliHaHb.  ich  Hi.  ai  |ii«nK  mir  bas  Z. 
Ich    l«bU?    dcaU-r    bau  B.     Uiei».at:   leb    wult    ful  «dUtiu  (so  «alt  Ich 
vcnigj  hie  sein  /apracb  der  kuler  (er)  la  der  kunigeln  HaHb. 
Ü7.  Hie   m.   i.  if,   alio   m.   i.  &.   su«l  in.   i.  liW,   <larrm  m.  i.  Hb.  [hie] 
ntHlallbSOW.  durieh  Ilx,  «Q  Hb.  ftir  dv>  hu>iK'-r  n.  Ha. 
i».  blibt'nMßHmilXiW,  birbl.  I>.  da»  tn-)b<-ii  Hi,  du  Ie><leii  HallbW. 
bill  an  HHbZIUHuHb.  bi>  uff  l>.  den  U  B. 
If9.  t-dcl  HHt,   xarl  H]i,   reine  nHDUb.  Tain  ZHaS,  chuniKiono  rain  (i. 
83ü.   »uldoi  dw  ü.  lau  S.  b>'  dir   I.   Hb/,  b«i  diT  lan  hinii   W.   Ich  iiym   ua 
auf   iy  trewe  mein  i  nUd  da  m.  I.  bcy  dir  loin  /  Unci  ich  gopcr  da« 
^k         chind^lcin  Hii.     Hierauf:    Tmba    den    bfim'Ucbon  gctd  /dar  vn«  bojrde 
^^        Keachaffon  had  I). 

m.   U'hh  H.   wcetil  bisdarfft  Hh,    im   Tan«haL  Z,    an«   fohn«  (fohei!')  I),  an- 
h«a»tW,  «iM  8,  treywest  U.  di  MZHb,  da«  BHxHa  wU  ich  helfTen 
dir  Hl. 
llfiBli.  ScbvDdoeb«  i>w]icbi«  7 


98 


(laz  solttl  gelonben  mir." 
Aö  sprach  der  getriuwe  man: 
„ich  inac  iuch  leider  niht  bef^, 

231)  als  iu  gezaeme  waere." 

dö  sprach  diu  wunnebsere: 
„lieher  koler,  tuo  so  wol, 
daz  ich  dir  iemer  danken  so): 
ich  bSn  bt  mir  fQnf  gnldln, 

*^40  die  nim  in  den  seckel  dln, 
und  ganc  in  snetler  lle 
des  weges  wol  fQnf  mtle 
in  die  stat  ze  Paris. 


.^^ 


232.  d»  HHh,   des  D.   da  aolt  das  S.  gloaben  1£BD,  aitiuat  g.  l\  *«'| 
2  Hb.  Auf  mein  trew  du  ^Uwb  mir  Hi. 

233.  gctrw  Z,  trcw  S,  tu  g.  BHh,  Tngetrew  Ha. 

ä34.  [mac]  Hh,  kan  Ha,  ir  mugt  SGW.  nit  1.  B.  Ich  km  miefa  uü^ 
ch£m  pegan  Hz,  ich  Tch  leider  nit  id  legen  bau  II,  nn  eon^^^j^ 
leyder  nicht  geh&  Ü. 

236.  gei&men  Hb,    gesem  ZHi,    wot  g.  HiHb,  gemäße  HHh,  geoie^. 
m&Bsich  SW,    wol  mossig  0.  wer  HaUbSQ.  als  ich  geseme  iacv«|; 
Das  uch  xemclicfa  wcre  D,  als  ich  äeh  gemessen  were  B. 

'iZ&.  also  spr.  SUW.  wunnenhcro  H,  seiden  were  Ha,  der  seldenber  IT,  j 
edel  seldfibKr  Hb,  d.  edel  here  llhH,  dy  mjimichleieh  harr  ffi,  i 
wandulbero  /,  der  chulur  0,  s;  iwar  S,  die  selbe  Crowe  B.  ni  ir 
sjd  ej  frauwe  »o  here  1>.  Hierauf:  Gestalt  das  neh  gemadi  gad/nt 
fagctc  da  ir  werct  hchud  /  So  onhan  ich  uch  nicht  la  gebi  tatA 
oder  spfso  /  Du  sprach  die  frauwo  wjse  /  Der  Tns  had  gegebin/lv 
vnd  das  Icbon  .'  Der  mag  vns  wol  beraden  /  wullen  wir  glinbt  >«> 
gnade  D. 

i37.  nu    thu  llhDHsHbW.   du  aolt  wol  8.  vi)  lieber  so  thnn  so  vole  H)- 

238.  [daz]  W,    dez  HHh,    des  DHzHaHb,  als  0.  sein  jmer  SW.  sole  IU- 

23^.  [bi  mir]  HaHbSUW.  noch  f.  g.  HxHb,  hie  f.  g.  HaW,  di  f .  g.  &,  b 
czwc.lf  g.  <i,  g.  gut  D. 

24U.  puj'tl  Ha,  pcwtl  S,  peitel  GW,  daz  auckelin  din  H,  das  seckluB  d 
Hb,  din  hud.  D. 

241.  fehlt  M,  ge  GW,  gcu  HaS.  g.  hinHbS.  in  sncUe  ile  B,  [in]  cf  f 
wjlu  1),  in  kurtzc'  wi^il  ZHz,  mit  grosser  o;l  S,  pald  ?nd  ejl 
in  an.  yl  hb. 

242.  wega  ZSG,  waldca  II  II  Hh.  d.  w.  von  hinn  W.  [wol]  ZHsH* 
wol  li,  licht  uiii  halbi:  m,  6.  ettwoiiil  m.  Hi,  siboD  m.  G.  i 
meyl  HzäO.  vnd  gang  des  weges  f.  m.  H. 

243.  hin  iu  IIb.  geu  p.  MZHe.  pararcyss  Ha. 


f"       koof  mir  ?td«n  f^l  und  wIe, 
24b  grQene,  swan  unde  bl& 
uitil  oiicb  von  r^tüT  mnrp.  da. 
,        bring  uns  nach  diner  vrtse 
I       «es  wir  bedtlrfen  ler  s|>lse. 
vrfi^  dich  ieiiiaii  war  da  ritt, 
250  sü  bifl  der  redt^  niht  w  milt, 
das  du  mich  iergeu  rü«g«st 
und  mir  keinen  kamber  rHegest.'' 
Der  koler  tet  nai  siu  in  hiüz. 
stn  triawe  in  des  niht  enliei, 
35i>  er  t«l  wes  in  diu  vtouwu  bat, 


246 


I4C. 


*7. 


4fl. 


»1. 


255. 


kawfft  Hb,  auch  duwS  Hi.  t6  Ie.  HbSGW,  rod  brinn  t.  iiui  W.  aejd 
Hl.  gde  Ib.  rott  bU«  ftl  t»  m.  Hb.  «nde  M. 
n.  246.  nrnKi-^ttelH  SQW. 

fehlt  Hb,  grum  MBHHhHiHsSO.  [awkn]  Q.  [ande]  HiQ,  vnd 
BlIHblUUfiti.  u.  ouch  MB.  pTBwn  u.  pU  (fitab)  Ht<i.  bUw  U.  pUo 
Hh,  pLib  8,  b>ti  It,  plnbe  Iln,  grsir  H.  FCawi«  »wart  nnd  «uch  pla 
W,  Broft  r»U  »uU  tihI  b)i>w  7.. 

frhit  Hb,  [oueb]  ZO.  rat«  I),  grncni-r  W,  (fuottcr  IIa.  andruD  farw«  Z. 
tarh  HbS.  (da]  Ha,  d<i  RHHli/.  dar  G.  tdiI  ouch  rotier  larwtm 
««o  M. 

feUlZ.  priDKeHbD.  mde  br.  U.  lii  br.  Hb.  «o  br.  D.  kauff  Ha.  vnd 
dkMifU.  br.  Tns  auch  HHhDHa.  jir,  auefa  W.  «cjra  HaSO.  nafrh  Jin* 
fljß  Hb. 

IMt'/..  «MM<iW.  dMfI>.  /•>  d<tr  MltHHhHaSGW.  lu  ein'  Ht,  a« 
«pj*  Hb.  »po;»  HiE^Ki.  Wft  wir  lorlla  Iräg  ttid  «g-ytic  l> 
fvblt  S.  Troffn  MMHh,  tnd  fmug  7.  k-miit  (j,  oUuian  B.  wur  Hb,  wo 
HHhZ,  wo  im  W,  ««  HC  das  0. 

(aoJHHHbHaS,  *ii<I  S.  r^d  2S.  die  r  M,  ddner  r.  Z  IIb.  mit  r.  S  C  W, 
im  nnlitiirL  HiHHh.  rrri  ior  unlwiiit  B,  dninnr  aiintwurt  HaD. 
••>  ni.  U. 

l«Tt(«nt  M,  indort  HtS,  nldera  W.  icht  Ha,  mit  niehto  Z.  nlebt  en- 
riMcbcal  (i.  iLiu  itu  dicb  nieuian  oD|;«iit  B. 

oder  mir  M.  [mir]  BD.  ehaiti  lli.  [keinen]  «roGcn  i.  Ha.  Mhadan 
0.  da  du  mir  niU  k.  f.  IIb.  wui  du  mir  (daiin  W,^  cbiitaer  f.  (aitOBbeal 
0}  S*!W. 

r«bU  Hl,  dai  alo  HI>/..  hiestic  M.  Der  chnlor  de»  nicht  «nliea  Q. 
fehlt  Hl.  truffon  B,  ir««  HaZ,  trewa  liurtt  S.  in  do  iL  e.  Ha.  enliasae 
M,  ließ  7.  *.  tr.  im  dt  Hrt  dx  vr  v*  n.  o.  Hb,  Sinr  tniwo  ho  n,  u.  L>, 
Set  trttw  ii  n.  vorliet  W,  Sein  tQgent  in  daa  liini  (.i. 
fehlt  B.  TDd«  I.  H,  d«r  kolor  t.  Ha,  *nd  I«iitii  H  llh.  wai  .M  H  Hb  D  Ha, 

T 


100 


und  gienc  gen  Paris  in  die  stat  250  • 

und  koufte  ir  waz  siu  wolte 

und  waz  sin  haben  solte, 

nälden  unde  schxren, 
2(30  der  minnicllcben  Mren. 

Diu  zarte  an  allen  widersatz  ib^ 

worht  von  aiden  riehen  schätz 

und  sante  ez  wider  in  die  etat, 

den  koler  siez  verkoufen  bat. 
2(>5  alsd  lief  er  Az  und  In, 

biz  daz  diu  edele  kflnigtn 

einen  schcenen  aun  gebar. 

es  WZ  Hb,  des  Hz,  als  SW.  ay  in  HiHbG.  dk  pst  G,  do  baU      JTo- 

hub  sich  vff  den  woge  draat  Z. 
25G.  fbfalt  II.  vnde  H,  er  g.  DHbO.  eq  p.  DSQW.  pariBe  IL  state      Si. 
257.  fehlt  7..  vnde  M,  er  chaam.  G.  kanfft  HaSW,  kawffet  HbHi,  l^ütit 

[ir]  BH.  habb  w.  Hb,  wolt  BHiHbSO. 
2^.  fehlt  Z.  vnde  M.  zä  wcrg  b.  M,  le  apise  b.  Hb.  seit  BHiBbSG.    Hia- 

auf:    vod  gieng  tä  parediQ  in  die  stat  6. 
2Sa  vnd  buufn  ir  B,  er  koufte  (kauft  Z,  kaofTet  HHbHi)  irMDZHHIrfli, 

n&delnHHb,nadelenQW,iiodlenB,DadelHi8Z.andBHHhDZUiHi.«i], 

nnd    auch    Hb  W,    schem    Ha,    schere   H  Hb,    scher  Z  G,   schlr  Hb^ 

achorr  Hz. 
360.  der  uil  m.  Hb,  dj  myn  nicht  ei  che  h.  Hi,  dj  minnichleich  su  h.  !'•,  i^ 

zarten  S,  der  rainc  frnwi  h.  Z.  horrea  MB  Ha,  bere  Hb  W,  her  ZHiHbü. 

an  widerp&r  S. 
2(!l.  fehlt  7.S.   [d.  z.]  Hl.    lart  BHa,   der  lart«  HbW.  [allen]  Hb.  u  •'i' 

satz  B.  dj  arbait  also  vast  (i. 
2G2.  fehlt  7..  ei  w,  HbSW,  w.  s;  He.  wurkht  Ha,  warchte  Hh,  witdl«  B' 

wurketu  H,    wurket  Hz,    wirket  BHb,    machte  I).    i6  a.  vnd  gol^t'' 

tfroHBen  seh.  HHb,  rain  seh.  S,  niiczen  seh.  H,  ain  ach.  i.  «ch^cx'' 

vnd  ii  nicht  vü  rast  G. 
2G3.  fehlt  Z.  vnde  M.  s.  in  HaHb.  in  de  die  st.  B. 
2114.  fehlt  Z.  sie  esBHHhDHaHb.  zu  t.  Ha.  das  sy  do  gemachet  htt  U>' 

265.  als  B.  er  do  Hb,  der  koler  M,  gie  er  G.  [vnd]  H,  rnde  X.  F.i  luK  >^ 
lang  vß  ?nd  in  Z. 

266.  vnczt   das  GW,   uutz  MS.   [daz]  HHZHiS.  edel  k.  UZHt,  reiul' 
BHW.  rein  k.  HbDHaSG. 

267.  ein  S.  schBn  IIS,  schonn  Ha.  gcwan  HbO.     Hierauf:   In  groaeme  jinH 
gar  /  Klentliche    mit    amcrczc    tu    mit    leyde  /  ich    spreche    bj  idjik 
eyde  /  in  was  ir  ej  heruiecklichF  tag  /  Alae  das  ej  iglicfaer  wole  pmo 
mag  /  hy  czarte  frauwe  das  ist  war  D. 


101 


diu  zarte  reine  vierütalp  Jir 
in  dflm  wiidpn  walde  wss, 

270  nnz  sin  mit  (ititm  willen  geaas. 
Uö  lac  der  rilter  stolz  ermoit 
in  dcnsültien  zlteti  dort 
verhulen  in  dem  wilden  (ad, 
«logen  IipI  der  werde  man 

375  ltopl1«h  einen  starken  hunt. 
der  Iwkte  in,  wä  er  wsk  wnnt, 
biz  in  der  hunger  vun  im  treip. 


265 


270 


3*>S.  ital  njn  lli,  nltm  taitlu  B.  urU  fr««  tia.  rinnlolmlb  H,  «ol  «. 
HEIItlU.  «Ii«.  Iraib  (»«rlt.ih  W)  «y  (mr  .:■  S)  t.j.SW.  |J<.  t-s  Um  y« 
T.  j.  Z.  iiiil  Inii«  kiiiilu  Mul  lirdcliAlb  J.  I),  dio  uut  fruve  m  dem 
tlian   Hb,  V^tIkiIImi   In  rlcin  Mililun  Üikii   IJ. 

3«^.  [vildiMi)  llt.  ««M  HIUSC.  >I<.  ■»•  ««.  RllrliW.  *r  <I"  wu  S.  .m  D. 
jn    At  «atil  vi  iii-rthKlb  jar  duh  IIb.    alD  aii-  in  dttii  tan  knuir  vi  Z. 

S?l).  vnlx.'n  M.  (djc  *iu  B,  da  **  Ha^  riH  H)  m.  g.  w.  (dann  Hhll)  «ax 
inill||IU$(f.  rnd  dn  in  g.  w.  «mx  W,  dal  hj  in.  gH«i  w.  »hm  lli, 
ll«r  oj^  m.  g.  y.  "in*  I',  T"ii  jrm  Uiil  iii«  d»  u,  X,  T»t  Jvin  bfiaun 
DiAnehalfa  li  g.  HV  llifmnr:  vn<l  hey  dfiiti  kolur  vrt  ili««  titit/'ulB 
*n»  4i«  aoftAr  «cbr<'i{>l  ,'  nü  latii)  wir  «iu  beim  kulv'  btoibii  ,  iml  wund 
tun  dem  ritl'schriü'bn  /.  l>«r  gab  <ir  üynnu  i;«nii|;  .  !)as  ^ic  waB  bu 
hliig  I>aa  Mji  mit  ir«  li«iiileri  crwoqi/  IIa»  cj:  mit  irmo  kiiidc  iiialil 
vtarb  b. 

m  n.  372.  vnisuiitelll  Hi.  271.  im  I.  DSCW.  ikmOj  I.  Ilii.  iliininicM  I.  M. 
«*d«  r.  li.  »lolt-u^  It.  [nOAt]  MlIhDIIttSUW.  d-^rt  i'.  lUS.  [vromrlj 
HItl'.  dort  Mli.  der  rjtter  lag  unnorl  Ui.  D'lsg  inn  dum  walde  dort 
7.,  do  lag  d.  r.  L'rniürdut  bald  IIb. 

9Ti.  p«j   I!.    |<lurt]    rriDii-rt  M.    der    In    den  otj^ilun  wa«  ituiuH  It.    tu  den 

i.  Tnd  VI  uniiurL  Z,  orni<»rd«l  in  drait  hificxe  I),  vcrliolfi  in  dein  irildA 

«ald  Hb. 
i78.  (clilt  Klib.  [*orh.|  Z.  Tcrlioln  llh.  vcrburgun  M.  denic  lA  domselbfi  'A, 

«linein  it. 
n4    itoreiogea  li,  ßi  h.  «.  ZW,  wvnl  S.  wcrdig  I).  dnrsdbc  m.  MDlIilIb, 

d'aalh  iJi.   /■     Hi^^rHuT:    mn   atMrKknii   liiiiiil   hU  iiri    ni'l  ^>!iniii  Hb. 
275.  liD|ilicli(iiii  M,    lii)ltclion  Hnllb.   i»in  K.  |nt«rkoiil  M  t*.    tirUm  H,  giilrt 

Ilh,  diin  »tlhMb  Ii.   llh. 
iW.  Ivckvl«  M  I>  W,  luckd  It  II  Hit  /.  lli,  l«ckl  r^ll.  lucliL  <1.  Au  et  1<  II  IDi/.  llitH, 

d»  VI  U\\. 
in.  tnU  Zt)<iW.   in»   <li  II,    wi;ii  I),    «imn    du  Hli.  ilaiiniiii  U.  M.  abo 

ir.  1». 


102 


Icnger  er  dO  ni^ht  beleip, 
widtT  lief  pr  hin  tß  hove, 

260  dA  ept^  und  manic  bUchoTe 
und  liöbe  rareteo  sizea 
und  mit  grAion  Ären  Azeii. 
der  hunt  |*ien«  2110  in  in  den  raI. 
dO  sach  er,  viii  dor  marschat 

285  mit  3t*ben  vor  dem  tische  gie. 
iltir  bunt  in  vreittlich  aogerie 
in  die  vtirzn  nnd  in  diu  bein. 
der  hirnt  larte  in  and«  grein. 


27» 


280 


itii 


■  j.^ 


^ 


ST8.  n.   dnW.    Moip  MR,   ublsA  D.    Dliiind   den  nit  Imglitiiib  Z.  ir 

lei]g«r  «T  p<ij  im  pl&ib  0. 
379.  er  HefT«  wirt'  Hb.   er  [lioq  «liier  Ra.  vnd  l  wider  SW.   (Im  «r  l 

er  luff  &li«eK  Z.  [liin]  MDHb'l^',  h«iiii  H«Ua,  ctu  de«  lionig«i  W^ 

D.  geu  h.  WH.  hof  B  HZHbSGW. 
SW.  do  MltHhZHaSG,    «I«  Hb.    cpt  HÄ.    «ppt  H/W,    jtpi  .S,  ni*i"g  »F^^— (J, 

B,    [mimic]  MBZHi,   »ö  auch  b   Hb.  pi^lvlir«  Hli.    piicholff  HiS* 

hlachoRlIHZIliiHbW.     Vnr  d«  rtnt  in  gTusoeui  lobe  I>.  jpj; 

281.  f*hlt   B-   (vndl   li,   vnHft   M,   »ij    mifh  Hb.   hoch  'J.   hoebg*pom  W      ^a,1 

groMe  H.  groB  HbtUS,  liurttn  Mlh.  ustol  M.     Rr  qiia  dar  dj  boh^ 

283.  »nd  (»nd'W)  ijniß  h«rrti  a  HaGW,  gK-sw  bera  »nJ  ».  Hb,  mi  h<wel**  ^ 

fnnin  «.Hz,  trvneki'n  vnd  a.  S,  rnd  grosso  tisch  oMtn  B,  BeiB  knlgfS 

ab  tfltch  «nd  a.  Z.  «nd  in'oD  b«rr<  trAck«  tn  a-  D. 
:28S,  diT  gieng  U,  er  liolT  Ha.   Ik'ffSOW,  Htuich  Itx.  [tov  in)  HbSßW.  tticV 

im  i^Ha,  zu  drn  I>. 
liüM.  do  s.  ur  den  m.  IJW,   dn  «r  ».  dmi  m.  8,  du  er  lU  m.  ».  rlT  dtt  val        _ 

Hb,  Kr  •,  d«B  ni.  wule  D.  er  wolt  doia  ui-  Ke|^ii  qwal  S,  vnd  •.  •i^^'  ■*" 

d.  m.  wer  Ha. 
28i.  f«hll  Z.    tor  dem  ti»ch  uiil  dviii  (einem  HbH«)  «tab  {»labe  Ha)  (er  VbZ 

g.  HbHEHaHb,  Tun  dem  ti^ch  m.  dnm  »Ubo  g.  B,  *or  (Jscli  Di.finvir«^^ 

stekon   ß.    B,   do   er   ron   durn  tisdi  ttiscbe  ti)  g.  8ü,  Pub  der  n« 

der  taHMn  g.  D.  da  er  vor  <lon  bi-non  g.  W. 
38«.  fohlt   Z.    [in]   D.    frcTcIicb   MB  Hb,    rraiiclichfi    Ut.   fruMtklicb  Ha^«  ^ 

rientlich  Hb,    rerlicb  S.    vDTain  0.     e«  gefing  D,    anlicng  HblUSW 

CDtpfioDg  Hl.  vnific  O,  yifng  h. 
387.  Mit    MZ,     (□(>    llhHjiSB.    riiliHDHaW.    b«;n«  II.     an    fitMtn  ti-  -^H 

an  bjiincii  Hb,  hindorwoi«  in  dre  paiti  U. 
88a  fohlt  UZ     zRit  W.  lortn  [[>,  iKrt  S,  tuin«t  UHb.  sanl  Ht.  seoiiat  F^T    EL 

[lnlH»tj.    vnd  BUHbUiHna   Er  ciert  in  vast  Tod  fr.  (i.  Iteriadi- 

vnd  Krejne  D,  d.  h.  bugnnd  laAo  \n  graüieD  Hb. 


108 


bü  dax  der  iine#tniivre  man 

290  wider  id  den  »ic  gfiran. 

der  hiinl,  als  er  vnrbt  den  ti)., 
iif  dem  tisch  tiam  er  ein  l>r(>l 
and  vlficli  ilannon  huM» 
hin  zuo  itiinKellii^n  w»]de, 

■2\*b  da  Bin   htm  ennnriiet   lar. 
d«ä  huot«  er  Ad  ntHii  uixl  lac. 
daz  treip  er  die  und  manic  mAI 
und  tet  dem  vi^igen  mar^^'hal  r|uAI. 
VT  heil  im  maoic  wunde  tief 

WO  und  dan  tridcr  ze  watde  liisr. 


9U 


290 


»2. 


SM. 


*!>7. 


19«. 


■WS. 


SUD. 


fohlt  Zllii;.     vni    WS.    [du]  ItlUg,    «uti    «U<  Uli.     t>i|-oU««  H«, 

Tptrcn  S.    ftr  biB  ilu  d.  u.  m.  IIb. 

tMi    ZHili.    vBilt^r    iu)  Mllii,    vnil«    In  h.     undor   in  A.  t.  sack  W, 

il<n  »ii;  an  im  g.  Hb.  den  ijn  in  yni  «la  name  I>.  Ki<l«T  sicft  Teraui  S. 

Milt    /.     (lUr    Imixl]  irillinilKlIaii.    al»-*  «L  1i.  V.     [aU  ■■t]  Mllh«:. 

hIsii  farirlit  nr  Hz.   ibu  er  er  f.  I(.  da«  or  da  f.  I>.    mrliU  M III »Hb 

Vi',  wnn   gtciiaif;!   G.  il.  Int«  Hu. 

Tthlt  Z.     [uf    ifviii    tlM--t>1    »KIliflihHc,    ab  •!.  L  Mb.      «iibarit    nam 

(Icr  bittiC  ItHlIliO,  iir  Iiniinl  xuubl  ilur  bucitl  Hr,   tnlmiil  "rwuactMt  er 

M.     inrkt  er  Hb,  nikbl  er  Hm.     |»iii)  8.     alii  |irnl>'  IIa 

fulitt  BZ.     tiiil«  M.      (\;iti-  IIa.  Ii<-rr  li.  a\a.fU  <lr1i  Hi.  liiiob  »icb  8W. 

[dmaenj  G,  rui  daiimm  IlllblUW.    baM  ilbiInKW.  ^u  b.  Hb.  tiso 

pnM  *•. 

Milt   /..    wider   hin  Mb.    hin    wiil^r  tu  il«iii  w.  Hiilili.   hin  lä  dem 

■.   M,  widrr  iii  <i''ti]i.   w,   S    whIiI   llcllallb.S'i.     Tiid  lielT  wi<l«t  «<!  w. 

b,  flilii]  XII  HoiiiKiTi  hürrii   lu  >Ji^iii   wal<l   W. 

reldl  'Z.     dar   Ü.     linr  BlItliallbKii,    da  «r  W.  if>  e.  1.  IIb.     «rmurt 

S.  ({»ninrdfl  H.  nmmrderl  H. 

ft'htt  '/.     lud    «tu»  S\V,    vriil  b    »viii   i}.    bi'il  M  II,    liiictt   lliitlaSijW, 

hol  Hilli.  [•!')]  MK)lllhllllr.)la. 

ri'hlt  y..     .lii  Hhll.     tut   Mllb.  ilirk  vnilt-  M,  tilck  >ii  mi^vm  i»*l  HD, 

iitn  inanigK  mal  Ü.  lang  lo  nianße  (maitgm)  mal  II  Wh,   ci«  manigeiu 

n>a]  <!. 

fehlt»/-    «ndc  M,  ur  tit.    [dem]  U.    lvd|{vn]  HallbSW.    man  Hh 

D.  tnaiiij  i|U.  IIa,  gruai«  (jii.  Hb,    gnwaon  qu.  8'i,  nivil  qu.     W,  tnd 

i;rii  dum  Tcjccn  iiian  quäl   H. 

viide  b.  M,    Tüd   b.  Hllh/Htii.    ;tm:  1>.     iiiuiigu   w.  M  IIa.   ("J""'''^] 

S.  ein  w.  II.    wuiideii  Hlill  EHItHaHbKW.    vnti  («i  dom  fnliteii  man 

wnnilfn  ti«l1  ß, 

tmU)  H,  luod)  S.    IdaiiJ  UaäW.     u.  widur  bie  bin  B,   u.  wider  deit 


104 


Eines  fcagps  het  geboten  vor 
der  marschai.  daz  man  bcslözz  diu  tar, 
wenne  der  hunl  k*nie 
und  aber  splse  oienie. 
30.')  damiich  b«imllfih  kam  der  hant. 
in  sfal  er  nich  zun  der  «tiint, 
durch  die  liuta  er  dÄ  drano 
and  b&rc  sich  under  einer  biioc, 


295 


soo 


(4«nn)  HHb.  litat  xo  (dem  Hu)  w.  I.  H&UtW.  mM  BHbZ.  i«  w^^d 
er  wider  1.  S,  a.  er  iils  oft  cur  doin  wald  1.  Q.  Ilicritaf:  Vnil  n^^m^ 
der  hortzug  eben  war  /  Ü^r  sann'l  Uti  otnen  reydend«!!  dar  /  li«r  ruii^^^'* 
im  SCI  binden  aach  ,'  D«n  riltor  et  cnootdol  Mich  ;  Do  IJgoo  in  d^B-*™ 
«aJde/Er  ranndt  hin  vidpr  ])kld,'  Hf^m  m  hrrtxng  lovp«ld  /  li_BJ"*\ 
ir  werd  luir  ojm'  hfld  /  I>i'r  rill-or  dtrl  ermordet  Icjrd  ,'  nn  bejjw*'"^ 
rlehti^n  i-b  ist  mjtt  H«.  ^ 

301.  [eines  tages]  Z,  eins  t.  QD.  «ins  ta^IfaS,  ein  tagt  W,  eins  moUi  Ä,  -|^ 
b.    m&n   g.  IlkHb,    bot  der  kßnig  g.  iwar  tit,    ilor  manelialcke  li.  z."    ^, 
Tor,  D,  du  (da)  bot  (pat)  er  Tur  HHh,  d'  mamchalk  buU  do  für  «ut 
Z,  hat  niMi  boaehloH«  [vor]  B,  dar  manduUich  hi«  tot  G.   der  mar- 
actialch  li«t  c.  t.  Tor  9W. 

SK.  [dl»  ni.)  Bl>2HxH<ilIbäi:W.  buicliliu  BIU>:«,  bealisie  U.  busluM« 
BkUbHi,  d(i  boHiihloQ  H.  alte  t.  Z.  cbatn  t.  Hz.  d»  nuui  boldc  all« 
dor  D,  gepol  d.  ni.  pevltiez  d.  tor  (J,  geputen  d.  m-  fliaut  d.  tot  W, 
gepotun  d.  iti.  tbr  vnd  Uir  S. 

flOS.  fehlt.  0.  «ren  BZHiUa.  w&nii  MHbSW.  dar  hochwarl  d«,  dei- 
Belbiß  W.  keih  '£,  k&to  Ut8,  kam  Ha,  dar  k.  Hb,  beKÜKMo  wan  d.  h. 
qavme  D. 

3CM.  fufalt  U.  fttdn  M.  speill  HI1H2S.  ein  sp.  V,  brot  BZ,  ain  brott  Hb. 
notn  Z,  □«!□  Hl,  nAm  R,  nam  Hl  Hierauf:  «nil  it  er  nit  lopcbt 
entrinnt  /  almi  godaucht  er  inn  fitiinf  sinnt ,  Tag  viid  aoeh  die  ni-cbte 
/  wie  or  dun  liiind  vm  brncbtL'  Z. 

80Ö.  kam  heimliehcti  M,  qu&  hafl^ch  D,  (habnL]  kam  ab&rZHb.  OarDach 
In  der  »elbfo  aUind  Q. 

806.  lä  »iner  at.  M.  «tiindo  B.  rfi  atal  i.  in  tu  der  ulbi  tIL  HHh,  ni 
TOTsUl  8-  tu  derselbe  «t.  If,  er  atal  a.  in  der  eelbeo  A.  Bx,  Tnd  <tal 
B.  rnd'  ain  banck  zpatund  Hb.  ein  geluffen  tu  d.  at  Ha,  gesehlifiben 
rnd'  aiD  bnnck  ziiüUnd  '£,,  in  geaebUcbeo  m  (to)  d.  al.  $W,  In  go- 
Rohlieben  ehaiu  der  hunt  ti, 

90i.  fi'blt  ZUb.  Iowtt  HbS.  [do]  S,  d«  O.  duricb  dj  ItTl  u  eich  do 
CrAiiiEt  Hl,  Ar  »ifb  mder  dd  105t  träne  '■.  dnrcb  Aj  locher  «r  tj 
iwBng  Ha. 

308.  fehlt   ZUb.    Tude   U.    p&riefa   S,  varporg  W,  liu&kcbot  Ba.    aii< 


I0& 


UDE  drr.marsctial  saz  ze  tisch. 
310  mati  hrAhtf  im  mnrsel  und«  tikcIi. 

der  hiint  n-ii»  niht  ze  trcge: 

d«  er  sich  sin  wa-ge, 

d6  «louf  er  undpnn  tifioh»  dar 

und  nam  rii»  v(>ji;«n  m-henkt*l  war. 
313  er  zannli'.  fcrrin  and  \mU  \mt,  30!> 

^]sa  dein  manch«)  wart  «<')  heiz 

Ton  ttmerzen  und  ron  lorne. 

dfr  köniß  hAohgebonte 


TIFIb.   haimlicli   o.   d;  paiMh  U.  rad  bracli  lieh  doch  Tnndtei  einen 

wanng   IIa. 
B09.  iiKit  du  U.  bi«  liHiRa.  bii  liu  BUb.  want»  (wun)  daiHIih.  ebcr 

tisch  ßUlUiDlUHb.  tii  tUehii  H.  i<r  tUcb  (tisch«  GW)  uu  SÜ  W. 
Bia  bralit    MHHHhlUHb.     [itii]  Ha.    uiorael    ttuche    H,   [m.   il]  groiM 

(Ueb  ß,  *iM|>r«!ir  vnd  tioch  Hi  Uli.  TÜproU  ind  «iBcii  Ha.    und  fine 

br.   Uejadi   «n    fjMiIi  D,  koskB  u.  brsbt  im  mortel  Trucb  nHh,  md 

mB  »il|irvt  vtj'il  ttBi'L  Z,  dossolben  er  doch  nj«  (da  niht)  verga«  6W, 

Der  baut  den  nicht  vergu  U. 
>ll.  fohll  G.    «Dwa«  [t.     ab«r  nit  Hb,    da  nit  SW.     [m]  SHHhDHiSW, 

to  U.    Inge  Hl,  trtg  6,  trag  2,  trag   W. 
'i3.  fehlt  G-    da  W,  *tid  «r  OTHch  Hs.    aino  <*.  D,  siiivii  ir,  UbSl.    wog« 

lIBHUhliUiHa.  •!«  8,  ««»  ZUb.  w»«  W. 
tS.  [du]  HaZSUW.  er  »GhloO  HaW.  achluif^    HIUPHiHb.    er  achtaich 

ZSn.     n>der  duu>  MHhDHtKW,   rtidiT  d«ii  t.  HZUallli.  widor  At^a, 

ti,  wider  Hon  B.     tisch  lUf llh/.HzHallbSG. 
4.  »ad«!  M,  er  o.  |)Hj,    n«mo  Ha.    dm  0,    don  maranhalckn«  schi^nckrl  .M, 

der  ftiji^eii  «chiiinckcn  HHh,  lUi  tätigen  iiiarsi^halch  SÜW,  (loa  feigen 

Biaoa    B,    dcK    frnttrn  manne«  Ha.    dns  marcchnlk  {imut  l(i,    d.«<  mtu- 

Schalk»  bain  K,  di'u  mnntclinlhc«  vbn  Hb.     [war]  W. 
L5.  er    xaimeli!    mdn    KT.   vridp    r.  b.  M,    er    lant  er  gr .   vi  v.  |>;ivei   H«, 

Der  buitU  larU  gr.  a.  ynyü  Ha,  Kr  |{r.  k-jtI  u.  In  |»aix  V(.  tn  graoC 
^■in  an  td  in  b.  Hb,  er  grain  ratt  ii.  b.  Z.  er  oart  in  viul  u.  paa  (i. 
^«r  wunb  in  serc  er  Tut  Id  Ii.  B.   mit  KijiAcn  Cgrii")  or  in  Tut  ibart) 

h.    UHb,   ja    lurne   jii  grj'me  er  «n  fe»t«  b,  l>,    et  gr.  u.  pavs  jn  d. 

■Aitl  8. 
t«.  [dac]  Z,  vnU  MW,  bif«  Ha,  wann  dai  dar  m.  HUfa.  (ao)  G,  in  B.  or 

tett  dem  m.  «lao  h.  Ht,  rmi  macht  d.  m.  ha;«  S. 
n  u.  319  itmgrJiUllt  RW.     Sl7.  v«r  um.  Ha.     vndi;  Ach  M.  «or  t.  Ha.  lom 

KliTIHa.  jm  gTjinui»  tod  auch  mm  Hx,  vnn  «Inein  crimen  lom  Hb,  au» 

»ill  gruNieiD  K>m  S  W,  diu  im  dai  pluut  vbor  A'm  ftio»  ran  li. 
18.   da«   d.   k.  n.   «aii  dai  <].  k.  Hh.  hnchuebDm  MnilhZHtUaUbSW, 

hobu  gobumo  B.    Her  clivuig  waa  ein  CMmi|;  niiin  Ü. 


\ 


106 


ruoft  mit  hiter  stimme 
320  und  üz  zomes  grimme:  3L_       ^ 

„toetet  bald  den  veigen  hnnt, 

wan  er  mii-  liät  gemachet  wunt 

(ieti  marscbal  vor  den  ougen  min. 

des  mxioz  er  llden  tödes  pln." 
325  Der  hunt  vil  balde  dannen  gie.  31  '■ 

ein  bröt  er  üf  dem  tisch  gevie, 

als  er  vor  vil  dicke  tet. 

diu  tur  man  zuo  geslozzen  het, 

durch  daz  man  in  tneten  wolt. 
330  er  sach  wä  herzoc  Liupolt 


319.  fehlt  Ui,    ruff  H&,    er  ruuft  G,    schrei  MUHhDZ,    der  schres 
I.    st    HHa,   von    1.  st.   /.    stiiti   XHaS.    der  rfiflte  du   itF 
Btim  Hb. 

33U.  fofatt   Hl.     zorna    gr.  B,    zums    gr.  Ha,    mit    zorns  gr.  8,    oue 
(in    GW.)    i.    gr.    1»GW,    ?fl    grossem  t.  gr.  Hb,    »un    hertteii 
mit   grossem   gr.  Hllh.     griiu    jCHbS.     *un    lome    rnde 
gnime  M.  ,  j,  b, 

321.  (or  Ha)    sprach    HiHa.     tot  SHa,    Ir  tut  O,  pald  t  Hb,  t.  mir 

balde  MD  Hb.     bösen  HHh,  disun  h.  ZHi.  ^  .j,  ^ 

322.  [wan]  HaHb,    seind  er  Ui.     fixir]  BZ.    geuiacht  ZHi.  er  hat  mir^     ^»t  h 
macht    w.    HaHb,    b.  mir  vurbuiil  G,    mir  h.  verwundt  8W,    wi»-^^ 

mir  den  marschalck  genrüt  1). 

323.  dem  B.     von  MB.     hat  hir  Tur  dun  o.  m.  D.  u  p- 

324.  [dos]    Hb,    dar    vmb    Hü.     er  m.    I.Hb,     dulden  BHHhD.     iat-* 
BnZlIa.  ^had! 

3^6.  [viij  lIhZHu,  gar  Hz.     bald  ZHzS,  snelleBW,  snel  HaG,  ab'  scho«^ 

Hb.     [danneil)  HbSUW,  vö  daiie  D,  dar  Ha.  ^ -j^ 

326.  balde  tturila.  tische  MUHa.  er  goHeiig  H,  cnplieiig  BHhZ,  ßng  Dt^  ^^ 
in  den  uiund  gevieng  Hz,  in  sein  (in  das  G,  in  den  W)  niawl  *i«^^  ,^ 
SGW.     Hierauf:    Als   er    Tor    dikko    hat    geUn  /  vnd    wult  aber  fc** 

gan  Hz. 

327.  daz  er  G-  [vil]  MBHHhlMlzHaW.  dik  BHHhHaG.  »or  alle  »^  ^ 
t.  Z,  Tor  ufft  t.  S,  dick  vn  vil  Hb.  luto  lUD.  du  sach  er  an  i^^ 
stott  Hz. 

328.  die  trur  11h.  dz  lor  Hb,  do  tliore  D,  dy  tör  SGW,  dy  duren  KT"* 
das  uiHii  ulle  tur  Hz.  uiä  all  Z.  zu  beschlnsson  Ha,  [xuu]  braloM^'^ 
HBHD/Hz,  v'  sluüsun  llh.     heto  Ha. 

329.  [diirrh]    G,   l'ar    im    dz    Z,    vlU    ob    man  Hb,    vnd    man   H«.     «ult'^ 
MllHa. 

380.  <lur    hnnt    HHhZ.      »»rttut    W.     wu    HUZ8G,    [ww)    BHHh.     der 
berczcig  D.     Das  cisikcii  h.  I.  Ha,  da  «acb  er  wol  h.  L  11s. 


107 


bt  dem  kflnir  ob  rjRche  siz. 

der  «iner  muoter  hruoiler  iras. 

dfoii  zarten  vfint«!)  wantlels  blAi 

^pranr  der  Iiunt  in  sine  schöi. 
335  dA  sprach  der  ron  0Ht«n1ch: 

„lieber  henv,  erhöret  mich; 

icli  bitte  iacli  betlich  vor  den  hoQt. 

erlöubet  mir  z«  diäter  stunb, 

das  ich  im  stn  rede  tuo 
840  und  min  bost«i  kfr  dar  zno." 


S35 


830 


te. 


fe. 


btni  k.  ZW.  [ob  L]  g,   «b  iBim  t.  Z,  tber  t.  MD,  m  t.  Hz,  ui  dem 
t  GW.    livch  Rllb.    ob   deni   tlMh  bj  dotu  kunig  (er  H)  »m  HHb, 
bey  d.  k.  obtio  uu  iU. 
slner' >«e«ler   «un  HHh,   Rint«   bruder   lua  Hb.   AJ*  e«  toUa  willen 

urU  üb,  pdlon  Z,  ««rd«ii  W.  h«(rrtk  M.  d.  werden  f.  vkndeU 
WS  8i  d.  t  an  «udBl  i»lu  0,  Nu  odlo  turnU«  wanndul  [bloi]  H&, 
d«(n  iprutr.k  ddr  boDt  in  «oin  aolioM  Hz. 

dp»  apr.  /UbSijW,  Aem  »pr  er  H.  spreit  dar  [hunt]  H.  »jrncii  D. 
»ia  Ü&,  die  aiib.  HHh/.ilmlIb(> W.     da«  nr  »n  rlooi  lobiiti  ^noM  Ht. 

b«rtaag  tugontricb  M,  h«r«cng  tugpntlieb  RIliIhD/Hx,  horciog  *. 
o.Hb. 

Lieber  Ibcm]  *l,  I.  h.  knnig  l>,  I.  kiinii;  H  K,  i^dlitr  kiiniii  tUZ.  ndler 
rür«ti-  M.  nun  h4roiit  HllhUW.  b•^TCll  B,  bort  D,  T);rhi>r«ii<l  na  Üb, 
na  eret  lli.    n«  burt  I.  horr  mein  midi  3. 

bit  MH/.MxlUftiiW.  ')icl>  II.  Iirpi.ti^h  Z,  KHllifli  lIhW.  ciiLllieh« 
1>.  Tinb  lla'iW,  viiib  di^i^Ei  h.  11  Uli  IIb,  wu'  {tu"i)  dJB.i«  li.  h,  |>ulll«tcb 
an  ditr  (tnnd  S. 

erlawbi  HaS,  du  ir  h'  Ivubint  (iiiirj  H.  dax  ir  mir  iHMbut  Hb.  lu 
diiMii  ttond«n  B,  an  dli«r  ktund  Ilbr;,  nn  dur  itiind  VI.  crl.  mir 
■Ifii  buni  8,  Ir  Hcbuk  niicli  zu  diü-r  ituiid  H&.  Rr  tud  uch  rnd  d* 
Diratu  lül  ,'  Da»  jum  inuordt  ist  ein  burre  ,'  Dar  »mb^  i»t  jriu  vil 
Bwcro  /  Sünder  al)<iii  inyne  wan  .  ciougt  der  bat  «'  i»  bat  goU/  na 
Irloubt  mir  hene  lu  diaur  HlÜt  /  Uan  leb  ach  biddu  rur  Jlasvn  bdt  Ü, 
und  dii  l>.  [im]  MIlHbDHaSGW.  gine  r.  Üb.  red  Z.  »oin  wart  S, 
h/o  aMD  wart  *i.  «lUcJi  tu  I>.  bju  ttiu  Ht,  iid  tn  Hb,  albye  vor  «w 
dof  IIa. 

rad«  U,  vn>l  itaiTiil  It,  vnil  mikIi  lli.  |ii>iil<i  IIb.  kitri:  Mtllil),  kcrnn 
lü  H.  dN  lu  '/  [und]  du  ker  ich  in.  b.  m  IIb,  [und]  kon-d  do  ni.  b. 
la  Ha,  (und  W)  mdtion  rat  geb  ich  dnrrtwo  (fW,  vnd  gib  uiuin  rat 
dar  iw«i  wia  gul  b}u  uiu  wuiiricT  bogst  S. 


108 


als/i  gar  HepH<^h  er  in  bat 

Tftn  dem  tische  er  dö  tral 

und  vifl  dem  vllrst*n  an  den  vuoz. 

er  sprach:   «it'Ii  dich  gewer*n  niuoz. 
3-IÖ  wie  et  s\  ^ar  unhet«lldl.*'  33ä 

(i<i  sf^racli  'lor  tu»  (^sterrteh: 

„im  ha-ret,  lii'licr  Herr«,  »uo, 

wai  Oot  ein  mirlipl  wunder  iuo. 

in  kamptes  wisp  stiit  der  luint. 
^bO  er  tuut  in  lind  den  vUrstni  Vani^  A40 


341.  Hh  HIIhHiW.    [gar]   llbKtiW.  tifpUcliL'n   M.  f{utlichn  Hb.    eii^lL 
SW,   [jetloich  <!.   |in|  U.    den  kiiiiig  H.    iln  b.  Bllb.    als  giitli 
4o    biit4'    Ha,    ilu    er  in    aluu  gioUlich  b.  /.,  *uh*nil  vor  dein  Üscli 
fin  lr»il  U. 

342.  tiich   HtlhXllaKli.     |d«]  \V.   .Irnl«  II».     vn<\   mit  *1Ii-in  <l;Br  h*i 
318.  TkIiU    HIIii.     tij<t.-    M.    er    t.    IXIb.      iMJgt.    «icli    llt.     kiinigu    111= 

küit;,  '/•.     «II  ni'iii  f.  Ufa,  >n  fn««  tj,  uif  il«n  f.  III.  lu  f.  7>Hb,  do 
r.  U,  da  u  f.  W.    Anvli  riol  er  in  an  <l«n  T.  0. 

344.  iler  hunig  nfir.  HIi.  vml  spr.  Hli.  du  »jir.  Hk-  «r  ijir.  >v1  »uf  lU. 
spr.    itand    rlT   it.    »il    idi   M,    sint  dicli  Ir.    nü  geiTcr*  Hb,   e:a 
MhllhHi,    crii  Uli.    ••In    /.     iTje    ich   di>rb  guwuni  ni.  S.     llit.-r^b~ 
S'i   lugcricbt   VA   gcrGchtikcjL  '  vnd  cala«  da«  noch  vmbc  liebe  a^ 
vnibo  In^d  D. 

S4d.  Tihlt  Z.    ist  H«.  au  gar  S4i.  vniiiUlich  U.  THUiflglicIi  S<JWIIIi.  wnn^ 
lieh  Hn.  «iiT  i:s  A-reh  xi:i  ii.  Vi',   nin  ii*  »ich  viiihr  lieb  U,  «aii  ilin  mncK 
^Nr  wiilirijcb  I',  i)<>  it|irii<'li  <li^r  UmrtKi)^'  M|  firi  riNt^rirfa  MH<II^  » 

846.  ri'hlt    7..      [i\'<    »\^r.]    IUI.     d.^r    )><ini»||     K]III1>1>.      nil    habcnt/. 
«nibülidi  My  t^dli'.r   kutjl;^   tum   fraiilirhncli  llt.   nu  Ixirniid  ll<-b'  i-m 
midi  Hb.  . 

847.  fehlt  Ha.    »nctfi   h.    M.   »prach   nn  h.  I).    IiOrt  SW,    »il  l.  M.    « 
S.  lii'bL'ii    bürrvti  M  II  tili  I).     ber  xu  tl  Hb.     I.iub^r  bvr  s»  h,  ciw*^ 
(nn)  htirvt  gonUdicblidi  bur  iii  lli,  den  fruit  tich  d«r  h^rliug  hhC' 
we  gut  nd  biu  wiiikIih'  tut  IIb. 

34«.  fehlt    IId.     [gut]  Alltillltill]!.     vye    gnt  (hie  (iW)  uin  w.  tun  Sf? 

[tr.  g.]    Ef    Tnichd    wädi^r    nn    II,    tnd  Eiimcb  hnrund  herrc  tu  Z, 

hOnnd  VwhnT  knnifi  giil  IIb. 
849.  u.  3MI   umgr*icllt  r,.  349.  tu  K.  wiD  llllUZHiHsHbSG.  «u  aUt    ■ 

dim  h.  lIHhHti. 

SöO.  rndc  lii  ich  vndo  M.  dutii  f.  Ilh.  rar  dea  f.  III.  nQ  tft  xa  iSm^ 
stnnil  Hb,  hjo  vor  mich  an  iIit  (in  diinr  O)  »lunil  8GVV.  tlimtifl 
das  im  sein  burr  uminrik'l  ai'v  i  Im  wuni^t  lajrd  rnd  rnmuct  pi'j  Ke 
tii  bitt  kIIc  furatcii  dui'  ta  ,'  di  ml  im  j:u  ditur  »lud  liiltT  lu  IIb. 


Lflh 
in 
iu 


U 

ci 

mn 
nf: 


-«r 
Ö, 
Z, 


•h 


100 


d«  int  üto  ti«nv  fnnvrdd  ist, 
67  biti  iiich  sunder  argen  list, 
(Uz  ir  im  beUct  stempfen. 
er  wil  d«!!  morder  kemitfwi, 

305  der  aclmidic  ixt  an  di-nnr  lüL 
der  mamcbal  im  Rrinurd«t  liät 
idii  ii«rrefl,  der  vü»  binnen  vitur 
lind  ia  in  ganuii  triuwiin  owuor 
ivwer  nutz  tind  itiwi>r  i*rp. 

8(>0  aü  habt  der  vünit«n  l^re, 

frie  nun  [jeveste  disen  kamjif." 


»45 


I.  CdiU  0.    or  tat   kund    ili   IIb.    ymf  D,   (im]   II».    her  II/H»Hl>S. 
erniArt  S.     leli  pitL  rw«!)  .lunüer  an  nr){<-n  liat  Hz. 

S.  fehlt  <>.  bitl«l  BIl,  bitt<^  Hh.  ich  |tilt  HaW,  tikIi)  bilhtiil  11,  vnil  pil 
[inth]  S.  umAiiT  mn  «.  I.  lUiSW.  gar  an  >.  1.  II,  '>n  «.  I.  Hu.  Dt 
rordertl  er  in  diner  fH:it  /,  diM  wer  Ki'riiatl  In  clmreicr  friot  Hi,  er 
«11  init  d*  niÜK^alb  kunipr«  iii  <lUur  rriiit  IIb. 
-401)  in  7.  fnlgendnnnaDen  oiiiKi-dirhlQl :  Den  iimracli&lk  ur  lial»  d«n 
Binrd  KiHlK'n  J  Um/  «m  eo  irill  ?r  in  t)iv«l<>ii  ,'  I)'  kai^  iii>rau)i  mag  di 
MW /Ich  ■ttns  ifT  die  lril«<!  mein  ,  fU  aol  genthohi  inn  kiirtic'  friNt 
/  Snitt  im  »pin  b^r'  «nnurdot  i(t;l>oe  marschallL»  friiid  diu  icnrd 
eUin  /  I>'i  si<!  kumt  ihe  tm  /  »10  wir  hond  v'  nonw  f  Hi«  «»In  1>aid  lU 
■«■■>•  ki'iii«  /.. 

felilt  [{Hb.  yinu  |t,  (im]  nu  li.  Hu.  hAH  (i.  lUr  m'i  wollont  h(>lff«ii 
ati-iipruii  M.  itcinpuii  II,  (cxw  *i)  Iciiififon  'i  W,  |{i!d<Miclc(>u  H, 
d«nak<>nii  Uli,  nrkl'n^>^n  itn.  diu  ir  in  nit  wolt  ifanpttm  S,  Im  hoLIT 
dar  tisnh  ifuddiikirbn  11/ 

fehlt  Hb.  mit  doin  in.  iUS'lW.  t[üm|i<Mi  0.  m'ie  er  mit  doin  imirdor 
gekvmpf«  tk<-ui)itr«}  Hllb,  Vht  ir  in  hdffui  koiupfen  D,  win  i^rx  «ol 
Tnli'DDdii  Ha. 

Acr  da  M,  der  <ln  M,  d*  «r  Ut  scIl  IIb.  diicr  mitsplal  Hx,  dia^r  gtilMl 
M,  di««T  sUl  llh.  dirn>  tot  ü,  diu  tot  H.  d«r  Ul  HüHbS. 
[im]  nb,  fmv  l>,  in  lllIhHu^liW.  d.  in,  wart  v<>v  9<rliunilfi  r"t  lU. 
f4>hlt    lli.     sin<-n  lUIlIhlt  lUHbSU,    sin^r    M.     doi^ritllhS.    dn  ur 
H*W. 

fohlt  Hl.     vndo  M,  Teil    gnntx^    trüwe    MHb,    mit  llaAW.    in>l  atieh 

mit  (t. 

frhit  Ht.     Twrr  rieh   H.   ?n(li!  M.  i-uiT  nr  S,  (iiiwnr]  f.i  (i.    Rwrn  nilti 

(larii  fnimmi  vml  •-n-  Hu.  (Xit  Im  niicx  ^n>l  in  liorn  Uli. 

r«btl  Hl.    tiubi-l  IIUIIblUK,  babrntj  M.  Ir  »oll  liubna  Hu,  ■u-iiiiit  h. 

TNil  liaR  (9.  [Anr]  M,  itdclii  T  (i.  h-r  SU.     nu  halt  U«riibor  lere  W. 

f«iitl  lli.    du  man  IIb.    bi-u«iU  IIa.  KofiMiitiii  U,  ^urenleue  II,  bostot« 

l),  fuaun  itol  S,  Ut  itu  W.    kaujif  U,  k&inp  It. 


HO 


der  maroclial  sich  mit  sor^ti  rainiif.  330 

er  spracL  ze  dem  von  östcrridi: 

„wujumtj  maclii't  ir  ze  scliamieii  mich? 
StSä  Ivli  IiÜD  iu  leidig  tiiht  getan, 

ir  sull«"!  tnii-h   der  rede  erlän. 

Arn  morde.'ü  ir  mich  zll)«t  hie.  3&ä 

ich  häti  ez  umb  iuch  verdienet  Die.~ 

der  hcrjtoc  sprach  üii  vrjgöi: 
370  „herre.  läit  iuch  tiiht  beträfen, 

wan  ir  ein  rehter  rihter  sit. 

rihtet  w»rlich,  ez  ist  rft.  360 

die  vOrsten  wiz^en  all«  vol, 


tSI."fl£K%.  in  UIIIlh[iMhW,  roT  S.  ranpf  Mit,   run|>  D.  d.  m.  ly         vor 

s,  niiiffl  Ha. 
3G3.  vnde  tipr.  U,  md  a|ir  I>i[IUHnrj.    rlen  hfsreinft  (h«n4gi)  r.  o.  irli    "' 
384.  wwrviiic  !►,  wi«  *t.     ninelit  tlal>l$,  imaksI  di  U,  [ir]  I'.    xe  «ctuiiie    -^  ■ 

Acliuniig    M.    I •'r»iiii-li)t    l>,    midi    scli&mlieli  H&,    mieli  «•  fchioiU'f'if^^^^^ 

S<i,      mich    *"    »clinll    (nichl    nu»){ciclir>)    W.    U«tt    mir    uidil   «l*-  ""^ 

schrtiilicb  Hl. 
St!),  uahmi   l>.    U)-d   u^o  &,    nje  chain  (aid  Ilif!  W.  <li>ch  niu  liid  Hh  i. 

h.  iIm  nit  g.  Ha. 
!(66.  avllviit  M,  lüliult  llx.    divcr  Mllb,   aolirber  red  IU.  der  rode  toll  it 

llaW,   di^r   r«d   der  «hi>lt  ir  G.    lan  ilh.    des  aiilt  jr  m.  gnny«Mti 

lau  S. 
867.  du»    iii'>rd.»ra  B,    des    m.    <Us    ir  BDIhllb.     liulien  B.  uidiM  HbO. 

souhe  Ha. 
3C8.  leha  h.  U.  habt  llliSOW.     [iii«h]  M.  Aach  vti>  iicb  Hb.     vcracLaldcl 

ItHIIhHb.    Iiali  han   ich    Tirio    uch   vu'ichiildt    ny    1>.    Hierauf:  do 

spracfa  der  Ton  oHUrricIi  /  edlcw  uhron  von  fr«nVdmcli  Hl. 

ms.  fehlt  Hb.  liarttogo  MHl>.  [»iiriieh]  Ha.  on  Csiie)  vra^o  UHa.  d.  L 
bngnnd«  (iu  HHIi)  fr.  ILHlih,  |iMt  in  (iit  \>hI)  fr.  SW,  [inl  dun  oliiwi|{ 
eiu  fr.  *i,  d.  h.  aik*  iiio  äori^un  fr.  H.     I.tit  nwcb  nicht  bulragvR  Hl. 

370.  sprach  ItH«.  er  siirach  IIHliIiSiiW.  [borroj  HHhHaSQW,  h«r'  Hb, 
odluT  ftinlu  M.  I)«taguii  8,  betriej^en  B  H  Hb.  ilcx  html  wit  «9 
w.-ifton  IU. 

ÜTI.  ei'id  ir  '!.     dnch  ain  IIb.     richnr  ntter  B.     «int  MEt,  aind  HHb. 

873.  r.  Hi-Hichc  <\vt  inl  x  l>,  liiitarl  richii-n  wann  n  ivt  t.  Ita.  nn  r.  recht 
nn  diter  j.  W,  richl  harr  nri  dor  1.  K,  an  r.  hie  ex«  dUer  a.  (i,  so 
r.  rt'cbl  IM  iHl  iiil  (Biiil  Hh,  tiii-l  dar  tnv  in  diiircier  t.  Ht. 

S73.  den  r.  M.  all  llbHaS,  d<>ch  aUt-  Hb.  ij  wcyion  chatincii  docL  et- 
kuiiTivn  w»!  Hl. 


wie  man  mit  hundeii  kempfen  sol." 
375  der  kilnic  einen  rittar  sach, 

durch  rebt  geriht  er  2110  im  sjirach: 

„darch  liep  durch  leit  dil  niht  enläüt,        'Mb 

sag  an  wes  dil  dich  verüitilHt, 

daz  ich  min  geriht  eirülle, 
SüO  wie  man  hie  kempfeir  sQlle, 

daz  hie  geschehe  kein  gewalt. 

da  bist  der  järe  wot  so  alt, 

daz  du  sin  hest  gesehen  vil. 

ez  dunket  mich  kein  goukejxpil: 
380  hie  kempfent  hant  und  liute. 

ez  giltet  hals  und  hiute." 


3V-*,  [mit   hnnden]  8.     wye    lejt   Tnd  hunt  mit  oin  anttor  kemphn  bi>1  Hi. 
37S.  die    kangis    B.     un  HbSUW,    da  e.  r.  D.     alten  r.   ütSd.     ricliter 

S,  kaaig  HHh.     mn  sach  HbS. 
^  *  O.  recht«  BHa,  rechtes  G.     gorichto  E),  getrichle  B.  d.  rechti  gmot  W. 

[ino  im]  Hb.     [im]  8.    er  An  spr.  Ha,  nr  du  xpr.  T>,  er  da  apr.  W.  er 

raefft  im  pald  Tod  >pr.  Hi. 
^"^"3  n.  878.  umgesteUt  DG.  377.  fehlt  M.    vft  Uid  Hb.    onUz  HhHb,  laat 

B,  dei    er   nit  laat  H.     d.  liebe  vnd  d.  Uide  dii   entast  Ha,    «an  du 

wol  die  wishejd  hast  D,  dw  lange  tage  gelebet  hast  (},   du  lang  tag 

TeraDcht  hast  W,  aeynd  du  lang  gclcbet  hast  S. 
< 9.  sag   mir  HHhHiS,  sago   mir  D,    du  sag  mir  W,   du  sagest  Ha,   riu 

■ag  da  uns  Hb.    als  du  HHli,  wio  da  HaHb.    Sage  mir  das  du  dich 

Terseist  B. 
^"»9.  feUt   D.     gerichtto   HhHa,   grichte  M.   erffill  S(1W.    <U  diU  g.  uü 

«erde  erfüllet  Hb,  wie  ich  nun  herffiUc  H,  l>aa  ich  recht  crwcll«  B. 
^^QO.  fehlt  D.  [hie]  H,   doch  hie  W,   mit  hundn  HbÜ.  s611c  B,   sül  SüW. 
^«1.  fehlt  HHhO.  durch  dai  M.  goBchech  ItHiSW.  keinem  Ha. 
^*«2.  fohlt  HUha   wen  du  Ha.  iorcn -B,  jaurn  Hb.  iar  HiMSW.  [an]  Ha, 

als  Hl. 
^k«3.  fehlt  UHhG.  seind  du  Ha.  [s!n]  Hi,  des  1>. 
^L«4.  fehlt  HHhO.  dankcht  HiÜSW.  g5ckel  spil  H.  nit  ein  gampl  spil  S, 

nicht   ain    gnmpelspil  W,    nicht   ein    kindüs    spil  Hz  DD,    nil  kindea 

(kinda)  spil  HaHb. 
^^85.  fehlt  0.  kempfet  H,   chompfFt  SW,   sol  hy  kcmpfun  Hz,   es   mfisaent 

kempffen  Hb.   hunde  HB.    vndc    litc  M,    liit  Hb,    Icwt  HhHaW,    Ittyt 

HtS.    Ir  sollet  hir  komps  hüdu  tu  lüde  1). 
SSfi.  fehlt  Q.   gilt  HHhW,  «nd  gilt  S,   gilt  auch  Ha,   gilt  doch  Hb,  wurd 

gelitfi  Hl.  hal0  hat  va  hat  Hb.  fa.  vnde  h.  M.  hude  D,  hevrt  HliHtUaW, 

hejt  S. 


112 

der  rittfir  sprach:    „spricht  ieman  baz, 

dem  wil  ich  volgen  äne  haz. 

man  sol  einen  bengel  nen, 
390  den  ijol  man  dem  marschal  gen, 

annes  gr6z  und  eilen  lanc. 

daz  iat  min  rät  imd  min  gedanc. 

ander  wer  er  niht  bedarf, 

Ton  keiner  hande  wäfen  scharf. 
3^5  man  sol  gen  dem  hnnde  375 

die  zene  in  slnem  munde, 

Hierauf:  der  rjtter  sprach  so  dankcht  mich  gut  /  vnd  igt  mir  cbomw  t^*-^ 

in  den  maet  Hz.  der  riller  selber  sich  nit  vergaas  /  vnde  sprftcb  oiieh  *^ 

dnncket  das  H.  jr^ 

367.  [d.  T.  apr.]  HHi,  er  spr.  B,  einer  spr.  HHh.  mich  dunfcet  apr.  B  RHh,  * 

sprichet  BHh,  spriehet  aber  M.  spr.  aenial  pa«  G,  rattet  aber  jemas  ^^ 
pazx  Hz.  der  richt«r  sprach  zwiii  herren  paa  S. 

388.  deme  D,  der  B.  gern  nulgii  das  [a.  h.]  Ui.  on  H&.  dem  volge  ich  '*^ 
noch  on  allen  h.  M,  dem  rechten  Tolg  jch  an  h.  S. 

389.  Ich  aijrich  ui.  a.  H,  ich  mein  m.  a.  Hli.  ain  HaSUW.  knutel  HBhUaGW,  ^^ 
chniitl  S.  nenicn  MBHHliHa,  nicnien  Hb,  geben  $QW.  m.  a.  nema  e.  b.  -<f 
ebe  I),  ni.  s.  ainon  pengl  nemen  ebn  Hi. 

390.  vnd  sßl  in  H,  vnd  sol  man  B.  ritter  MBZ.  geben  HBHHhDHi.  der  T&i 
s<j1  dem  ritter  wul  gctzemen  Ha.  der  aincn  man  mag  wol  geieme  Bb.  rtfi-. 
daä  er  da  mit  frist  sein  leben  S,  damit  er  fridten  schol  (Trist  er  W)  fV^ 
sein  leben  GW. 

3!ll.  fehlt  S.  [aruioa]  B,  ainus  a.  Hb,  arms  lIhHa.  vndc  H.  einer  e.  BHb,,d>{ 
7wajer  e.  Hz.  ein  HHb.  Ainn  gras  vnd  daamelen  lanch  G. 

392.  fehlt  S.  red  HaW.  d.  i.  min  rat  r,n  {an  HHhDHz)  allen  wang  (»antk*;»,^^ 
HHbHz)MBHHbnHz. 

Hierauf:    do    mit    er    aicb    behelfTen    aul  /  der    mag    er  sieb  erwereri:^-^.,^ 
wol  M. 

393.  fehlt  S GW,  anders  B,  were  H,  gewer  M,  walten  Hb.  der  hnnt  tejD<^ 
wer  b.  HHh,  V.r  endarlT  nit  and's  wcre  I>. 

394.  fehlt  BHbSGW.    [keiner]  H.  hant  Hz.     Vr.n  kainem  waffen  also  sei 
Ha,  Das  er  den  lip  imerc  D. 

395.  fehlt  HHh.  geben  Hz.  [m.  s.  g.j  MBDHaHb,  gebe  man  W,  aoeh  ge^ 
man  bG.  dem  selben  Hz,  gegen  demselben  HBHaHb.  banden  B,  hnoK^ 
H7.S<i,  .starcken  hiint  Hb.  Kf  diasem  aelben  hunde  D. 

390.  dafi  d.  z.  U,  denn  d.  z.  Hli,  zo  hylff  d.  z.  Hz.  len  Ha,  lenn  Hb,  ien<l 
HzSGW.  d.  z.  hat  er  Hb.  sein  S,  seinen  UzG,  nid  tt.  m.  W.  mand 
HzHbSG. 


IIS 


dAmit  er  sich  erweren  sol 

und  mac  im  »eltH-r  jielteiren  wol." 

I>iii  urtuil  wart  VL*r>iach«(, 
4UU  ili>  w&rt  Ttl  scliior  geniac-lict  380 

eia  kreis  xuu  derselben  zit. 

<ter  marst-biil  mit  KnVzfiii  iitt 

in  lU-ii  krvJA  i-r  iKi  Irat. 

flnr  lierv.nc  <)('•  die  liutc  Imt 
4U5  arm  und  rlrh  Aii  nlluti  ttpot,  385 

ilaz  üie  im  tiiilf«.'»  liitton  (jol, 

■lux  rr  ili-iD  liuiiitr  liiDV  tttte, 

»lad  rerre  alü  er  reht  ImtR. 


»7.  im  hdffn  Hr.  wn«n  SGW.   brliclfen  HHIIhllnllb.   «lül«  HHh.    Itar 

midd«  »i<h  dar  bfll  worr  m1  I>. 
Ütl.  fi^hlt  RH  11h.  niAf  (tr  »Ich  damit  bchälHw  wol  Hb.  dnrnM  er  drh  lie- 

liclDuii  »ul  Ha,   Hat  lulilde  Dia|[  er  aicb  irwi-t"  wul  [>.    wil  e»  k"I  «^r 

tiiSK  sich  (iraoTMi  w>}l  Hk,  do*  iniit;  ^r  iikh  frt'vcii  tfrcuii  i.i,  gcl'rewi^n 

W)  wul  S<i  W.     IlivTAiir:  di'uh  drr  ^ulbt-  hun'l  /  im  ilvr  sotbii  itniid  Hb. 
»9.  fühlt  B.    Ak  HbS.    <lit«  Ha.    <1.    a.    <laa  t>.    vorvarhi-t  M,    Rir    xMh<-t 

ffli.  Torfaclit  Ha.  gcfra^cl  Hx,  rolbradit  HbtiW,  n;r  vrracht  t^. 
A  rad   IT.  HHh.   (dn)   vil  «eh.  w.  k.  li,  do  w.  aui'-Ii  ^iii  fTi^yß  nc^miK-ht 

Ha,  nn  (auch  äVi.  dn»  *i)  w.  niii  kratU  K4:irinolit  Hbljü  >V',  viid  w.  nin 

iivnilich  («K  b<^tik](«t  Ht.  diu  vif^rtcl  w.  lil  i«hi<T  K^">ouhl  II. 
Dl.  inn  »in  kr.  '/..  der  |s«lbcu)  B.  ain  lirav«»  «an!  fli^  iceuiavltt  in  aurcb' 

I.  Hb.    g»T    (dt>  llbj    Acliitr    in  (mi  *'•.    lu  WHli)  ^lornidbcii  (iIit  S)  x. 

HaHbSOW. 
OS.  Nu  niil  M.  i^romcti  II.  an  kt.  Ht.  ni.  d<iii<  n.  W, 
03,  al  in  U.  rinx  M  [>R>.  |cr  d«)  »7..  [m]  dar  itvlrad  D.  mit  (tritiir  Ir.  /.. 
M.  licf  h.  W,  der  hcrtOKi'  II.    I)y  ln^ri'in^e  II,  |dor]  bcroii>)(  li!W|i>dd  Hx. 

Ld»l  U  llallbäUU.   hil  Hb,   t<.-»l  HiHuSQ.  bat«-  Ha.,   •!<'  bat  U,  >U 

bod«  D. 
IS.  vn<Ie  M.  vrid  '«^li  It.  <>i)<'  ß.  iiiiidtir  on  niiotc  Ha. 
>G.  (ttiij    Mali,    iniv  ll.    mir  IIb.    nu   h.  Hii.    jjotc  Hu,.    ■!,    n.    »IIh    ImlfTh 

pittfi  diiricli   |[.  Ha.   d.   ti.    runtltni  «nd  pAU^ii  g.  S.  d.  s.  lielTun  viid 

IwtcB  «.  W. 
n.  Arno  V.   bund  )!.   helffo  Ml>,   iiillT  ZHa.  tiilt.  7..  Iclt  Ha.  i.  et  dum 

liillT   let  SllW.  d.  SV  den  bunt  liclifoii  täte  H,    d.  »r  dem  hnnd  h<Jff 

t/iUeo  Hb. 
IW    aUHbH/HA.    »•>  D.    f<'rr  liaZ.  w'licli  D.  •<^r»  I).  [nU]  «--r  MItlllilla 

»TtchU  l*.  liHt  Zi<.  aIh  vi!  IT  war  vn  rccbl  haut  Hb,  •nvr  im  »ach  dai 
«r  T.  lielL  Hx.   Wer  dasii-lbii  t.  hi^tt  W,  An  rüder  d^iu  cmiiiu  üsreeht 
hielO. 
HbI«1  i,  BcbobdMhi  b«<UcbU  8 


lU 


SQs  wart  gpkompfet  dO  sO  viut, 

4t0  ieRltühO'  bete  überlast 
Uli  tlem  andern  geniioc. 
der  monier  Af  den  haut  sluoc, 
doz  er  sirh  zuo  der  enlcn  t>ouc. 
der  bunt  sicli  selber  mbt  betrouc. 

41J  er  spraiic  mit  einem  s)ininge  siiel 
und  hienc  dem  monier  an  die  kel. 
den  miuit  et  vasb?  zuo  besitz 
mit  btzen  inanigpii  ht^rten  ßt«z, 
dai  im  daz  btiiot  dar  dt  wiel. 

42U  der  morder  öf  die  erden  viel. 


SÄ) 


3M 


4t  10 


409.  iln  w.  HaG.  nti  w.  HbSW.  da  g.  RbW.  g«]c(>in|)l1l  Ifa,  ckempm  S.  [<b 
so)  UbSUW.  ilar  so  1>,  in  an  VL  ahn  Ha.  fulo  DHa. 

410.  it<g\ieh  VIR,  yrA^<:AT.'r  Hb,  S«ä"/..  Iinl.  Mltl>.  hct.  HZIliHb.  Wt  4>> 
H.  iltT  lieU  Ha.  Ld.  8,  ik^r  toi  W.  ribi'rliiKtt'  HHa.  j.  h.  an  deni  uirim 
fl.  U.  i.  min  nivbt  tnrga«  <>. 

411.  an  r]»iij  tiaAnr  It,  aii  dex  aigclt^rn  HK,  an  tl«r  sndürlb  Hb,  im  i\ta 
nnil<-i'«ii  Ha.  ilu  d.  u.  W.  giiU||;  MIlX-Ha,  iptr  ^.  IIa.  biirdin  g.  KH. 
imitlnn  )t.  Hb.  bürde  g.  B/,.  pilrt  k-  Hi.  th  nrnDln  bau  iir  i\*  uv\i 
lru|{  !>■  Atn«r  ioii  niiilorii  iiicb  voMriiCK  G. 

413.  fehlt  Hb.  lier  mamti.  HHliUHKiiW.  «.n  den  h.  W.  da  «I.  H. 

413.  ter  erd«  Z.  pogv  Ha.  der  inATsc.halk  8.  vff  ilic  ordA  b.  Hb. 

414.  [siub]  H.  s.  selbon  D.  pi'truge  Hr.  trug  HHh. 

415.  in  i'inum  »]>r.  (t.  apning  ZDHnSliW.  :incIK>  I>.  or  spr.  (milfl  tjii.  H) 
vir  mit  v.  tpr.  (riiifu  Hpriiri^  MH>.  i'iiiH  «prait^l  B)  (gar  Ht)  n 
MHHHhU).  «r  s|ir.  d»  vi)  sdinaien  Hb. 

4I(>.  mdc  M.  doiti  mordcr  lileng  («r  HtiD)  «n  d.  k.  [d.  kell»  l>,  >n«ia  M) 
BHHhU.  vnd  scboii  d^-'Di  iiiimcbulk  an  d-  k.  lit.  md  vi«!  im  in  "i*' 
(vndon  in  d.)  k.  IJW.  dum  m.  od  (viidu-n  uii)  itdn  k.  ZHa,  don  lU' 
JniL  di  ob&l  S.  ditui  m.  vIV  <l.  kelvii  Hb. 

417  u.  -(18.  uinK?Bti-IIt  M. 

417.  tehlt  8.    vaat    MBHHbZHt  HaHbO.    [luo]  HaHK    m    ichhß  7.Q 
oiUBattiedo  sl.  D.  ku  xoch  HHh. 

418.  fehlt  BS.  Icd  er  (im  S:  g»b  er  im  H«)  DHiS.  [h<anati]  Hb.  hcTciä 
IIb.  Dz  im  dl  pliit  dnr  nncb  gnl!  Z. 


I 


8.  [ilnrj  HHb,  ticI  Hb,   floxi  Hi.   ^iuii|{  B~H.  dnr  nieh  vB  HoB  D.  1" 
nid'  ll<^ü  Üb,  EuTnach  «id  08 WH*. 

fnhlt  HliZHb.   n)Anirh&]i<-.h  C.   d<>r  tnon  dnr  B.  m  ditr  a.  HGV.  da 
A.  in.  iiydi^r  v.  $,  der  marsdialk  wiirl  >i|{l(i)ci  Hi.     Hicrasf:   im  mo 
et  vmt  tv  tvbtoui  /  mit  ]j>.'y>iiii-n  ti,^t  t-.r  jm  muiJucn  »tv«  $. 


<I9  u.  4S0.    iiinKi-jitrllt  S,  41i».  ft-liH  7..  fda«  im]  «.  jrae  I>.  und  du  p 


420. 


115 


im  wart  von  nopten  nUfi  heiz, 
der  hntit  im  slnen  kiuwel  Mz 
und  wanl  im  kitiwi'l  uiidc  vlaim 
Kettcb  als  ob  er  wure  ein  gans, 

i'2b  1)17.  daz  der  morder  dö  in  not 
die  hend«  gen  dem  htm*!  bot 
und  Ict  l:unt  den  vßrütifii  daz, 
dm  IT  flcd  uiorde»  ^chuldic  was. 
Dv  der  kOnic  daz  erliflrte, 

•130  er  lue)!;  das  maii  d/>rt« 

von  dem  ntorder  liö  d»n  Imnt 
der  adv]  kfliiit-  im  der  staut 
vrdgt«?  dö  den  raarditr, 


405 


410 


21. 


29. 


»I. 


Vi. 
86. 


i7. 

S». 
SOi 


31. 
3S. 

33. 


fehlt  Riti.  Jn  IIb.  tat  SW.     Dos  im  Tur  not  nu-U  »a  b.  Bi. 

tehh  HeO.  >tii  kel  B  IIb  W,  Hin  kislon  Hii,  (im)  tu  aiiie  kola  P,  im  inn 

R«in  kell  Z.  jii  Jn  *eynt<  i-hiijc  !<,  im  in  ulii  hsU  Hli.  in  in  daii  drQa«*l 

IIa.  abb^iU  Ulih.  i^rruii  U. 

f«hlt  ZSüW.    vnde  w.  H.  «r  wunt«  im  Bllli.   <t  wutkc  yme  D,   il«r 

bunt  wurgot  loi  Hb.  er  wur>[t  im  ila>  *n  wirg«l  im  Hb.  er  be^Üt«  im 

H.  ii«bel  vn  fl.  I>.   kcl«  vnd  (iteii  Hi)  0.  IlbHi.  k.  u.  raus  M.  in  'len 

b>ls«  »inl  ki»olt  vnd  fl.  Ha,  au  der  tflon  [u.  vi,]  Rb,  die  tuleu  »nd  *er- 

plaei  B.  sin  kdcn  ti'i  halil  H. 

fchltZSOW.  [golUh]  Hb,  ^lidi  HMHH».  alito  [ob]  H,  kl«  iter  v«  Ha. 

K«ill  Hb.  reebUt  al*  «r  wor«  t^  g.  D,  mdil  nl«  «r  gewMiin  wer  v.  g.  Hl. 

nthi  um  er  c.  g.  IIb. 

[bit  iluj  /.  IdAi]  MKtHn.  marsi^liAlk  Kt.  [dn)  RlUllb.  n<.U  lU.  Ut 

im  not  b.  «cbruy  mit  gfUiT  u.  /,  vnttt  er  den  ui>'rder  itot  S,  vned 

iIai  Ar  in  ii<itt  0.  anit  ur  d*ii  inorili^r  dei  »mnl  Vi. 

bond  iiZHiHfl.  d.  Ii.  <>r  Z.  vff  ij««»"  t>.  K«Kvi>  M/.Hb,  du  ){«»  Hb,  aur 

geln  iU.  Idru]  HhHill«.  |ioti>  IIa.    V»*  er  i«in  bent  g.  tt*it  pol  SM', 

fi«iii  herrii  er  k«ici-ii  |[i>t  iiüL  ti. 

dem  HHhZ».    dem   tnntlm  B.    d.   f.  kiindt  H*G.  rü  d.  1  do  kunU 

üi  IIb. 

iiiord«rft  ti». 

f«hlt  Z.  [doj  MIIlibHiW.  crlinrb  Hb.  crh«n  »Ha,  crbu-l  0. 

ffhlt  '/,    «>id    h.  lIFIIi,    d'.    I>.   .vr  n.    da  h.  ..r  lU,    .1«  I..  Iw  D.  er  h. 

baidu  (poldj  MUb,   er  schiusll  U.  «lort  UbQ,  >bOct  tilU,  du  aU  HbS, 

«ou  »t.  W. 

rcblt  Z.  mKrvofaalk  HiU.  [do]  HaHb.saW,  (ber  d.  h.  B.   tu  d.  1>.  1>. 

fohlt  7,  d.  «rd.^  L.  M.  d.  k.  odel  S  (3  W.  (kftnicj  U>.  x'i  der  «t.  ^  H, 

ciu  d'  salben  ■(..  PMik.  du  iii  si.  MHc.  da  ku  st.  Ha 

fehlt  Z.  rrigvtp  UD.  rntt;<^l  lUHb.  d«i  Cr.  U,  <Ur  fr«)^  Ut,  lUr  fraget 


llfi 


oll  er  des  moTd(>s  schuldic  war, 
i'M  ibruiiib  IT  lii't  ifi'kfmjifi't  M. 
der  timriliT  spniL-li:    „k-iiler  ja." 
«sag  an,  <lä  vvi^r  bu-m-wilil, 
w;iz  iht  <ltii  mortItL'h  ^.'fsdiiiit., 
iIhz  du  so  liiiu;  ü(  dir  weül 
440  und  sft  gar  verborjrwi  trt'ist." 
»Ifi  sprach  lier  monier  siftelös: 
^.niiii  kiinibtT  ilcr  i<\  als"  Kn'tz, 
inicli  iliiiikt,  irk  luüi,'«  -{i'tieiieii  nih(. 
i&  ron  iu  min  muiit  v«rgilit^ 


415 


420 


iSii 


439. 


-I-IO. 


441. 
442. 
443. 


HHh.  fdo]  UHKhDIUHlv.  bOaen  m.  Hb.  d.  m.  dor  mar  D.   d.  m. 

mere  li.  A.  in.  un-r  H,  d«r  m.  uiere  Hh.  rrayt  (mgt«  W,  frflgl  is  ■* 

ob  ur  acbaldijf  war  SOW. 

folill  Z.  |d«i>  ID.]  Hm  (lor  Ud  n,  d»  tot»  Hh,  AmiM  M.  wm  UBHbr-^- 

«r  »00  (ju^  (i)  im  (da  S)  dh  rnohU-ii  tnur  WiSU. 

dp»  loordeR  dtir  niib  (vinbe  J>)  lIHhh.  du  liiiHt  IIa.  grrhfnnpin.  S.  r^ 

koujpfet«  M.   vr   kämpfte  ZUHHli.   ur  ^ouiiiIkI  Kx.   or   d»  g.  ht<t  d^ 

Hb.  do  MHHZHUJ. 

marx'ljatk  lltii.  «^r  di>  Hb.  fli-i>i»r]  Ha.  at-h  1.  II.  i»  UBZHi. 

er  sprach  m.  I>.  xiie«  UHhÜllb.  [mij  UllllliLt.  [du]  MBDK.  fri^r  H. 

TnrKi:h«nnUr  Ha,  lersdiamptcr  8.  vcrNchmiipt  W.  bnUwicbt  11  Hli  II  i  llbS. 

HKj^  All   vnil  ta  'Ihi*  nicht  11,  wi  inX  dein  iiK^rtlidi  K<i<'cbii;)il  7., 

wu  tC  ist  Hb.  liiiiidmk  ijuschikt  Hit,  munlus  |{e«orbl  G,  dva  lUOlJe* 

K-  HHh.    worirmbo   l«dc»tii  die  niortUchcn  f.  I),   spncb  d'  kQijc  tun 

buliwicht  Z. 

|dA>]  Hh,  dicBHII/.Hb.  du  ««-Ib^r  nf  dir  HHh.  du  iilTdlr  »Ib^r  tiZIU. 

ilu    vH    dir    aiylbur  I^ZHr.,    du    vIT  dich  Hülbei  M,   du  tIT  dir  tff  dich 

idbor  B,  troiit  HZU. 

vtid   vs  <i,   vud   8t  Hb,   vnde   09  M.    vnd   dir   e»  lt.  »<■  Udk«  U,   «u 

lang  HUbHiUa.  «ns  I&nge  I),  laug  B.  vcrboluii  Ht,  Torhuln  HHh.  w«)*l 

Q.  vnd  mir  so  laug  ztiit  Torgviet  Z. 

iiiarai:hul<.'1i   17.   ligL'slos  /.,  siglDii   HiHbSO,  > 

herei  lajd  üt.  [dor]  BHhHj.HbSW.  ist  mir  B.  talioj  H».  so  H». 

duiicket  M  ßHHhUallb.  tu.  tuiikbcl  inicIi  ich  Ha,  m.  ozinipl  OS.  kli 
ruriclit  Hx.  iiilig  H  HhZIliHbß,  cbSii  3.  |i.  ui.j  gunuu  n.  B,  ich  •.■■■- 
iiutne  ({«sin  ii.  I>.  iiil  ItHS. 

Milt  It.  dnr  Tiiib  HhltHbti.  (iulllb/.UbU  W.  da  f .  Hb,  bie  t.  HkOVi', 

«dbt^r  T.  7..  d'i  Tiiti  tu.  tiii'iiU  daü  uiich  v.  Hn.  Dur  rrno  mf  heivic 
ui:li  al  liib  r'(jicJil  l.',  d«  >uii  vcb  iijüicr  iiii:uiiutL  hiu  v'ribl  U. 


w 


I 


«46. 
447. 


44B. 

I 

•449. 

>i. 
w. 

[154. 
i455. 


TfT 


«ax  ioli  mordi-K  hin  ^tAn. 
den  rittcr  ich  ormordoi  liän, 
umb  tiftx  er  iu  triuwi>  «wuor 
tiiui  mit  minvr  Tr^uwon  vuor. 
fiie  urten  kQnifnnnp 
hiit  ich  umb  dir  minni*. 
durum))  diiz  sio  roir  diß  vnrsßit 
AA  schnof  irh  ir  die  ar«b«it. 
daz  gftw<'rvr  icb  slifent  truoc 
xuo  der  n?inen  vrimwcn  klunc 
iinil  leit/.  ir  tiurkcl  an  die  linkst, 
du  ir  ointweiien'  niht  enwiut. 


«.  montea  ich  W.  du  ich  BZ.  mortlcni  Ha.  den  mord  t,  poihijt  llt. 

du  inurd  h.  i.  g.  a. 

ennorl  S,  I(<;d?r  iraordt  l>.  darum  U'b  den  lib  rerluni  h.  Hb. 

[umb  d»/j  IK  Atr  vinb  iln*  lillHb,  -tar  iinb(v  Hm  0.  durch  du  SGW. 

dur  Um.  [iuj  <>.  in  t-rwi'n  II,  io  tr^wii  Hli.  iiiil  Ir^wii  W.  i]iit  gunntian 

Ui-wi-n  Hu,    [triuwKJ  S,    vwi    dil   'i.    >ii  üanin  icli  iiuh  trttw  sw.  Hb« 

(tu  <,T  (on  fiir  /..  (Irr  iinl  imtitivr  rr*Nt>n  Tur  lli. 

rn<le  M,    «nd  it  II  HL,  rn  du  ich  Hb.  da  ur  [),  do  «r  8<j.  id.  dw'  fr. 

U.  hfn«  r.  IXi.   d(i   rr  von  litnnun  v.  H,   vnd  er  each  truwo  a*mr  i!, 

vnd   uirch   itiit   gmicxh  trvwuii  »wnr  /  ditrruib  liab  icli  Tvrlurfi  maiat 

«re  /  .\eh  wcrdiT  tüniif  hiTt«  (li. 

Mit  Uli,  >il  i.  IIb,  vdel  Ib,  uiit  dur  tarloii  HaiiWD,  mit  der  ndd^n 

0.  cbunigin  8b.  kunigelti  IIa. 

dio  balllHlilltHaHbSGW,  tlii-  bai  it  U.  Ir  lu.  HHbHbäG^V.  uijnn 

Hb&  di«  ich  til  dicko  bad  vmb  dj-  ui.  I>. 

iDd  dar  viit  Z,   tiiib  d«  M.  («a]  II.  [die,  HHhStiW,   da»  M,   ea  Hl 

inirs  H/.Ha.  vertagt  lln.     Diu  s'iv  mir  ctoniliclia  vijrtejdc  l). 

danimb  ich.  i.  IIa.  kchcIluCT lt.  [Ir]  HzS.  arbuit  ZHbSGW,  [die)  ifroB 

arboil    BlIHIi,    dx    ^rvUif    Ijo eitel«; du  I),  diut  lasier  [irayt  Ui,  laalcr 

Todc  leit  31,  vngoDiBch  IIa. 

ciw«rk  Hli  lli,  Invrrli  KiiW    il^tt  sworg  7.,  dsm  xworgloin  IIa.  «UffAndo 

D,  sUflcii  MHHHiHa»,  nchl.  tu  Ir  Ho,  in  ir  sl.  Hb. 

f«l>ll  BHb.  [tut.]  d.  urton  r.  fr.  lli.  Ma.  fr.  kuI  HHb. 

TitdeU.  1.  eiMBJt.  I.  in  H.  l.  ir  ^-s  H.  Ugoit  irisl'.  iirj  UHHxSUW. 
{naeknj  ZHbSii^V,  nackcdc  P,  nAcbl  D,  noJianrdt  Ha,  iioho  M.  ir 
br.  BHHhHzHaSUW   bniste  Ü. 

d._in  antWL-don  cunisle  M,  d.  a  cii  niiiideTa  «itte  It,  d.  ir  ptidor 
cbaiiia  dar  rttib  wuitt  He,  d.  Jr  chaiu<»  lUrviiili  buiit  0,  d.  in  dfikcinor 
wusl  W,   d.  CS  ir  kaiij«  n.  e.  Z,   d.  et  chaines  n.  enweit  S,   d.  et  n. 


llft 


das  munt  ^en  munt  raortf. 

mit  ralsolie  ioh  iuch  dar  ruortfT 

dm  tnati  sie  Uft»n  soll«*, 
460  umb  daz  sju  mlii  tiilit  wolle." 

tJor  küiiic  sprach:    „acli  vr^  mir,  ach, 

horzeleit  iiml  uiif^fmach 

mnoz  mich  iemer  ritfln 

liiiite  and  ze  allen  z1t«n, 
4Gh  daz  ich  der  nMtißii  vrouwt-n  zart 

k  $0  uagenasdic  wart." 


4«niA  «ust  Hb,    worltcb    di»    tio  es  (sji  Hli)  n.  eiiwUt  («nwkte 

«MtlWt  Ha.  enwoBtu  Ilii)  lIHhDUa. 
4i^  II.  458.  uutgeHtellt  HMh.  457.  f.thlt  Hi.  [dai]  •!<>  m.  HHh.  ge^^ii  M  Hb 

itindo  B,  Tüte  B,  do  rßrl  Hb.  mlL  vaUch  icli  (Kach  S,  bw  W)  du  h«t 

(geriet  O)  S(iW- 
iiS,  TiUoh  iSHliU«,  valsdiayt  Ha,  falflchlt  B,  Talschem  lüd  Hb,  [ilar]  EU. 

t.  du  f.  M.  f9rt  HHb,  vber  fürte  Ut.  dM  aj  toii  euch  «dired  S,  im 

man    ai  v»ti  iiw  also  scb.  W,   daa  man  »oi  von  dem  bau»  usvchtet  (i. 
ASX  durcli  dl  M.  (toll  :(Si;.  j-K  <9oU  Hb. 
4^.  vmbe  d.  D,  Hör  umb  d  Vi.  wo  sir  t).  «afi  »io  llllh  llzHiHbS.  [min]  S. 

tuicli  HU.  n.  i^rcn  U,  n.  m  ptilc  Uc.  woltZSW,  cnwolt«  BUUkI>», 

n.  enwull  Mb. 

Hierauf:  gt;ncm  dim  i<di  pitt  ,'  nv  int  o>  «am  tjnd  S,   Sj  wolt  nU 

nicht  chiveuii  •■xv  Minnn  iimn  /  i>o  »pradi  der  fimt  lobctam  fi.     Dai 

«;  Rodu  garlagl  jti   xyiti«  riebe  /  Du   ich  tili  au  i;ar  ^cmnrlich       muß 

vO   diji^eiii  frti-rirh  icheTd*  /  j»  jicmr  viid  tu  Wjit  j  rinbc  inf 

luiMCtsd  /  Dy  tuj  anudur  lip  begaiijf«  liod  D. 
461.  [d.  k.  spr.]  0,  schrei  MBDZHiW.  [ach!  wb  MBZHeHbS.  iiu  we 

so  wee  Ha.    wo  vnd  »ch  itUxIJb,  ach  iiiii'  immer  neb  <j,  ach  ta  im 

aoh  D. 
4SÜ.  hnrlxl.  XHs.    ^oU  ii-  I),    hcrticclicbo*  I.  M.    mint  Wrtta  I.  Hb.  vnde 

91,  (iindj  ^,  gemnrli  <■.  nieitiocE  buiciiiti  rngetnacli  IIb. 
i?,i.  fehlt  SOW.  da«  m.  BZltt,    o»  m.  IIb,  do  m.  Ha.  ruwoit  HbHkHHa.- 

da«  m.  ich  Yinber  lydeii  r>. 

464.  febiL  S'tW.  hut  MBKiHa.  [hiut<!j  Hb.  mm  KD.  riide  tf.  h  aller  • 
xeytt  Ha.  iiü  tu  lÜKen  x.  /,  dx  ich  <lii^  Larto  gotrimeD  Hb. 

465.  [d.  i.]  Hb.  iiiuinuT  fr.  (!,  udncr  udoin  fr.  Hb.  ^| 

466.  [io]  Ha,  hy  D.  rngnedig  MH.  to  gar  u.  8.  " 
HiorHir:  4  Veno  Ürappe  M  1,  von  i«iner  (vor  ).  HHhHt)  t<t  «chd 
selber  Ming  (tnig  fi).  2.  fehlt  B.  mit  trobun  nr  Hin  hmitln  (jini  oBgCi 
tuTtg  M[>,  »in  vangp  (»«inev  vtM^  Hl.  «ein  hend  Z)  er  m.  tr.  (m^ 
xebür  llt)  iwng  HlÜZIli.  3.  febll  IIe.  dai  üi  im  dar  vh«r  tii*t«tm 
BI,  J;  ^ni«  <^iin]  dar  vbir  jjuUin  (guHsou)  UZ,  die  trsbiMi  in  -tiTgn^i-f 


1 

re  WT 


119 


v  roofl  sich  selber  sfr  und  vafit: 
,ach  vi  bi.ttä,  clleniter  giLtt, 
eia  sfles«  %Tutit,  vlu  EarU-r  Up? 

-17^1  an  TJl  liilcli|^born<.-x  wlp, 

Bol  ich  nach  mint-«  h<!rt«n  lust 
meiner  triulfii  diiio  brüst, 
ach,  henit  Got,  »ö  muote  ich  dir, 
daz  dü  dci)  U)t  äendest  inir 

475  aiiib  «Ui?  grüien  misHftät. 
die  min  Up  begangen  bat." 


466 


I 


468. 

«au. 


■*-73. 


B,  Aai  sie  vberflaßen  HIUi.  -I.  fehlt  Ht.  sin  frftidu  (fraid  7.)  im  (im 
gar  M;  icrlliUMMi  M  i*.,  üi»  frtnlcn  gu  tvrgiiMoii  ft,  tin  ^iid«  waa  jrm 
gv  iB  flauen  U,  sin  frSde  (frovd  Hli)  gas  lu  guuon  HHh. 

fehlt  B.  indo  T.  M.  vn<l  r.  HHhHf.  rofTi  Hb.  r«iifft.e  D,  rßft«  M, 
raurrat  Hi.  frab  W.  [salburj  HIHiZüzSi; W,  selb  Hb,  f.*ich]  Htn  horc 
l>.  soio  lIHhD.  Tnde  U.  or  iIum  uioh  oi  r.  lich  i.  Ha. 

[aeL]   S,   vr   aprncb    wa  UbU.   «dior  BUliZU,   ihIcIm  11,   tauber  11», 

mjDRideieli"  W,   er   ichrey  lud«  wor  wistn  «delcr  g.  U.    du  |)ist  ain 

e.  g.  Ha. 

ein  royne  fr.  HHli,  «j  »oIiAdu  fr.  8.  du  raioe  fr,  *j,  du  «dlew  fr.  Hb, 

o  rein«  fr.  W.  du  x.  I.  HaSO,  und  s.  I.  W.  Ilbe  B. 

a«b  du  ti.  M.  hucL  gclci|ituM  7,.    miiinidilutcLet  UW,  tiijnciycliHcliR  S. 

wio  Tii:l  DiTtiikliclis  n.  Ha,  hoI  ich  mins  faertics  w.  Üb. 

durcli  BDit.    uiiii«  MHliDZ.    |;«luftt  S.    acbol  non  m.  b.  1.  0,    njnier 

uier  gedruolcon  an  ir  bniüt  Hb. 

n.    setruclicn    (an  H)    dln    br.  HHh,    [n,}  gotr  (r  in  A.  H«.  au»g*i«lr.) 

Irinkdü    vfl  die  br.  B.   ti.  rbern  dein  pr.  S,  n.  gerifn  un  dien  br.  Z, 

DfiBDiornier  b«rnrcn  din  br.  W,  n.  nit^rcn  im  «ein  mci  pr.  0,  g«nircii 

ntoin«r   tn«   d.   br.  H,   gi?sinnbchn    in   dir  nymor  mein  pr.  Ht,  nkinh 

Ttn*  liabUcti  Inivkun  an  d.  br.  I>,    irnr  bULu  nd  mini  hortxb  liut  Hb. 

HiorauT:   Edcr  dich  rnltlichu  an  g«tinbon  D. 

[ach]  RHHbKZHiHbü.  her  ZHiUbfiW.  [hemj  8.  luv  »nd  p.  M.  h, 

allinK«btigei    g.  Efb.    iniit  MßXHtHb,  m.  i.  von  dir  ÜGVi,    t.  id.  an 

dir  Hb,  »0  pitt  ich  dich  (dir)  IlUh,  L  pill  dich  scbir  Ha. 

[den]  HR,    [tot]  H/.B,   dote  r>.   d.   du  nfi  rorgoboct  mir  Hb,  ril  gar 

nach  uiujiii-H  borcztiu  \ijn  S. 

Tmbc  1).   dav  grosBew  Q.  groKc  UB7.IIb>V,   gmü  ütti.  lu'ue  tat  B. 

d«D  il.    m.    elonder    1.  D.  aii  luiiir  «Ib  b.  h.  Hb.  die  man  nn  vier.  b. 

h.  W,  h«r  1(1  hilf  niü'  auf  das  jjfljftl  ü.     Hierauf:   An  der  «duln  frawon 

lart  /  Adi  da«  ich  y:  üuiiorn  ward  Ut.  das  ich  utein  Arauaa  find  /  vnd 

mein  tnuran  gar  lersmnl  U. 


■•97. 
^». 

■600. 


•1!)0  das  vr  Im  rQek«  uml  b«in  n-rattei, 

dsK  IT  im  vol  vpnlk'Di^   hdL, 

und  hie2  bor^iti^n  im  oiu  rat. 

dar  ilf  sazt  man  den  rittcr. 

sId  rtid  wart  im  K^r  bitbir. 
4!)&  Diimlcli  wurdwi  i^'liior  gfciuil 

boten  Ai  in  xlliu  Unt, 

ab  teroiui  iltt  vemvine, 

wir  diu  TTOuwe  kaemp. 

man  nuoht  »ie  litn  und  wider  her 
ÄflO  Tt>n  ir  enuor  niemaii  kein  mar. 


il.  miui  7,.  [<l.  «r  tili)  tl«.  rflek«  II,  mrk  tili,  nigg  u.  ripp  7,.  sin  rulim 

n.  «in  bein  B,   dnn  mku  viid  bIIv  glidiTr  Hx.    anii  Wn  ruckon  )1.  im 

ttlfi  Uli.    rukii    u.  pai»    iui    tu    *licu  Ha,   bnin  in  rugg«  man  im  x. 

Hb.  ruek   b.   jiain   er  jrn   (du  S)   «bat.  SW\   niueb  iL  pain  iia  man 

abeL  0. 

wanil  nr  ilai   W.   du  >tr  m  S.  tnd  it  m  Q.  [io]  Ha:4l>W.  «irntyimiit 

Hl.    *•^r»cblll■lut    HRIIh/..    bt!*cliul<l<tl    H.    hvtHbHa,    hetu-  H.    rnd 

t«d«  jme   du   ho  T<>rdi«il  h.   i>.   «r   vard   gefBrt   ain   *chaintichti 

pfad  Ht. 

rnd«  H,    et  KUHIiZHaHb  U  W.  iiun  Hr  [tioj  BK/Ua«!,  im  b.  MS. 

im  ilo  (da)  b.  IlhW.  dar  wart  borojrdt  vj  »tiakf  t.  1'. 

ulx»(<!  M,   Haciot  llh.   tact  Hi.   ■.  ar  W.   Iiiit  iiiiiii  Hb,  IhkI  er  tia. 

d.  islaclm  r.    Hi,  d.  marsflialk  r.  tib.  <l.  ii.  wart  go«»eat  d«r    tmitiiv 

t.  V,  das  auf!  Mtit  i'T  jn  Timaiihnr  S. 

daa  c.  S.  «Bde  MlIilbDHb.    -lai  w.  W.  [im]  MtlbHMi.  [gar]  U'/Ha, 

do  gar  Hl.  TilHHh.  mv.-t  K. 

■(liier  ward  g.  UUliIiHi:.   iiil   Unit  'J'>  '"^'^  E-  ^i  *•  buton  tu  g.  M. 

ward  poUcbaffl  g.  S,    ward  buUchaft  W.    vrtird  lo  liunrl  Nb,  bald  xii 

b«ad  Z,  chuorcileidi  iu  alle  IsdI  (>. 

(bot«n|  HHa»W.   vtl   b.   V.  [aij  l>Hb8.    patd    in   r.  1.  S.   in   verro 

rr&uidc  1.  M.  in  a.  i.  gesand  IIb.  churtzlicb  in  n.  I.  gvnanl  W,  wurd» 

h<>tU  tG  gcHAnt  /,  pnUirb«(t    ward  »ii*  g'^afid  4).     Hierauf:    lu  fiillo 

inil  cxu  pbcrdc  /  Üt  «aohti  dj  kviiigin  wcrdv  l>. 

[iht)  BZHb<l.  («miiii  HaZS,  hctt  <bcltn  IIb)  tcrnomiucii  MsilbiiW. 

w«r  das  uw  t.  t),  üb  ur  kejn'r  t'd«iiic  wa'  mcre  D. 

Wi,  HU)i7.HiHbSi;W.   wo  bin  H>.  cdi'Ie  fr.  D,   kiinigin   Hb.  bin  k. 

Bllb.   hin  kum  Z,   }i-  bin  cliAui  S.    konion  wate  (wo*)  MP.   birii  wKr 

k"iiiiiieii  HiW.  wer  bin  i-.liumon  U. 

fehlt  Üb.  er  S.  aücbctc  UW.   «uchct  IlliHt.  [aio]  Z.   vndu  M.  h.  und 

htr  Ilt[Hh2HiHa8(tW.  Dy  bitdon  «uchU  mit:  r'^t'  gcrd«  U. 

fvkll  IIb.  burt  sU  n.  k.  uicrc  It,  hftrt  Dftuaol  uicr  SMV',  gflfrtlvcbet 


isx  z4ch  «ick  Af  vi«rtlui1p  j&r, 
unE  daz  abi^r  diu  rrouve  rlär 
santo  koufschati  in  die  stet, 
de«  koler  siez  verkoufen  bat. 
äOä  Stden  wolt  der  t»ote  koufeit, 

diu  krämertD  »prach:   ^ich  muoK  laufen. 

bit  min  ein  kleine  wile,  49ä 


man  uje  kain  mer  üb.  fad  (rigt  HlloRÜtalb  mer  Hi.  Durch  alle  Ut 
hl»  und  her«  /  Ir  sudi*  liftllT  ttie  gar  cloyna  /  In  dem  wilden  vraldr 
was  I  rlic  Trsawc  rcjnc  1). 

M)l,  Ö03,  man  «iidit  ni  hin  hör  -vn  dir  /  di  ox  lieh  loch  tIT  vicrÜulb 
Jiir  /  bin  Ai  die  fnw  den  k'^ler  «anl  /  Tuu  ir  r'rtani  kHin  ins  im 
loiid  Kb. 

MI.  d.  fugl  «.  W,  wül  iir  /,  hm  mit  Ha^  wol  [uf]  B.  vierdeliiüb  MI>Vi. 
in  d«H  viurdv  llr  jaTl^  D.  si  czngt-ii  «us  in  da«  v.  L  0. 

äü^.  [Ulli]  Z,  bin  I).  wan  H.  vejiii  Hh.  biet  über  BH&Ma.  curt  U.  iiiu 
SW.  d.  HcliiriiL-  fr.  sbvr  dar  I),  A.  tr.  ir  w^rk  für  11.  d«s  icb  **g«  <la« 
ist  wor  M- 

ÄOS.  8«nt  HbXHzSO.  «.  si  M.  koufDiAiütcbati  MZUi,  (d;  S)  knvfliuanichafft 
Uhllb:  kautTiDanscbafl  sAiindt«  Ha,  insn  II  lanl«  1'.  geiti  pari«  in 
d.  «t.  Hl.  iro  kotTmuchart  si  gon  {lorh  «.  in  d.  «U  Hb,  Mt  v«rkonffen 
bfir1!ohan  sclixti  in  d.  tt  B. 

504.  ty  ca  HsRhS.  aber  r.  El«,  den  ai  do  (dan  Z,  aulba  D)  gewirlcet  hat 
(hei  H)  MBHHhDZHr, 

Hierauf  iii  Üruppu  H  folgende  -1  Vunia;  I.  nach  ir  lo  grixiset  (griMU 
Hl}  JHinttr  (vil  i;riiB  liMl  vn  juii'  h)  «a«.  2.  in  der  ilat  diarlii  Vi)  nin 
fruwä  BUS.  3.  die  in;ui  bollou  lidun  (golt  und  a.  D)  gap  M  BHHIil>IIi, 
iiHK  die  kiljgifi  v'  wab  7..  i.  fclilt  B.  die  («bu  H)  sie  TorwirkeU 
(verwurke  Hi,  vcrnnti:  HUli)  und  (unil<!  H)  lentsp  (r'  <rkg  HiJ 
MDHbDHz,  d'  scibn  ihbo  os  zu  liauüen  gab  7.. 

Vli.  306.  die.  kromerin  «jiracb  icb  mnU  lüTen  bin  etwa«  auders  ail 
kuufTdU  Hb. 

üö!,.  »idc  M.  wflitc  M,    KoU  Hr.  h<>t  inib,    er  ZHn.  ir  k.  Hb.  d.  poU  kaiit . 
Tiid  «.  *.  k.  Hx,  vnd  >!u)l  Ir  h.  ciintilTon  !^,  at«  fihi)  ft  in  ili  <Ut  «hau- 
QW,  vnd  ni  daran  jtc  kauDictiacit  rieh  ;  Aj  km*  •»  mujst«rli«b  /  ' 
mt  duH   glinh«  dar  nidit  iMijifut  /  dar  nacL  aber  tv  htl  /  Sanlc  Um, 
frauwi.'  JTt  Ixtdcii   Am  ,   du    vr  Avi  kauff'»  itcba«»«  tick  war  ,'  haU>~. 
v'niin*  vn  wö1d<^  abör  k<!Ull'«  H. 

bm.  kromoni  L>,   frowe  HBHUhZUc,   ur   S.   U«ber   bode   i.   m.  I.  U,  »L  J 
mfiste  1.  U.  iiald  1.  8.  d.  ehr.  in  (os  da)  ea«  ir  nam  QW. 

507,  foblt  U.  dj  cbnuuuriii  «i>ra<:h  S,  iy  s\>i.  ciw  Im  G,  vnd  epr.  su  liD 
peitU)  UhHb.  bcium  liD.  nu  peydt  Ha!^\V.   [min]  HtHaSUW.  tni 
B.b,  min  nu  big  Hb,  [kleine]  SUW,  klajaU,  kloiitiHU.wil  BUbZüa^C 


1S3 


trh  kome  in  sneller  11 1'. 

teil  wil   in  daz  n^x-listp  \\(l>'.'' 
510  SiiH  lief  diu  i-ronwe  in  rr^udmi  iiz 

AT  die  burc  »i  zdharit. 

da  siu  den  werden  ktlnic  vant. 

utid  hiiwcli  dvm  kdiiic  l)otoiil>rüt: 

„her.  nn  liabet  iiieini^r  not, 
ÖI5  ifli  w*n.  min  rri">inro  wanrtels  vr! 

mit  Uot*8  hiirc  »unden  sl." 

Der  kdnic  wail  der  ma-rf  vtä. 

an  die  vrouireii  lief  er  dö, 

er  ku)>t  sie  weiiient  an  den  munt 


5flO 


Sil. 

da. 


fehlt  Mit.  kuin  HDlIilIaSGW,  wil  Itoinen  IIb.  tnuS  '£.  i.  k,  ichjt-r  S. 

L  k.  «i'lcr  lU-  vi  Zlt Hhllnllb^.    gnr  nchir  mtl   u^I  li.    gar  in    snA 

(ü  W.    Hieraiir:  ich  wil  iii  dorn  ii«^tl(i  hawi  goii  /  pfliLI«  üitttn  riii 

«tiU  vnd  Hl«  lUi. 

{L  «.]  3IZ,   i.  w.  nü  Hb.   uml  w.  Vi\  louSttn  M.   iftm  l>Z.  iischil  <■, 

tiMt«  fU,  Sil    di.'tii   uucbil«»  ItZHbüW.  L  uiu»  {lald  in  iiiBJir  iiacht- 

pKWTit  h.  ttt.  tiaU  lieir  ej  it  inil  finden  (frowilmi)  H  Uli. 

[im]  W,  «l»o  HjS,    do  BHaHb.    ,;t«ii(-  7..  »y  8G.    .y    1.  W.   [in  »r.j 

BZ,  nit  b.  DllbS'j.  mit  gmen  fr.  \f.  bin  iü  Z.  aie  wobt  nJt  loriger 

goboiton  (pcittft)  UHli. 

ia  0.  porig  S.  [«>)  BSW.  <lo  MHa,  hiu  Hb. 

a»  MBIIZHxlIilIhSG.    [»rrdcro]  lluHb,  c<llr-ii  7.iU.  k.  vi>  (Vanckricb 

Hb.  mrxit-ji  MltllHhZ.  all«  d.  «.  füt  g«(unt  1i, 

bieic)iL>  M,    Ujü  Ha,    vordcriM  S,    Mit  llbGW,    gab  HlDi.    kiinigu  31, 

im  G,   an    im  HaS:  o.   bteO  ir  nobe.a  ZHi.  dat  b.  br.  ZHaSt»,   ein 

b.  br.  BHt. 

tmiie   sprach   M.    sj   spr.   I»Hi.    diu   fruw   Biir.    Z.   [bor]  ZU.   herre 

MHHhhUb,    horcic    Itabor    b,  ll.  [im]  MB  II  Illi/Ht.    h.    hiimo  n    U, 

band  nicht  tno  n.  IIb,  h.  kainc  n.  M,  Eiond  kaiii  n.  ZIIi,  anhabet  key 

n.  D,  ir  «ult  n.  haben  n.  K(iW. 

«»•ne  MHa,  bulf  fU.  hofffi  1).  di  min  fr.  Hb.  m.  r^ouvoii  [w.  vri]  H, 

111.  Ir.   aei   w.  frui  <J  \V.  in.  fr.  sty  v>in<ti>  (w.  *ri]  '/.. 

gocE  IlZHi.   hjltl   HzHaHbSIrW.    v'id  k.  ^iiado  D.  nu  f.  k.  Hb.    »y 

t.  ».  W,  rind  wjr  suy  O.  vO  g.  ^cnoien  lion  ruudoii  B,  Ton  y.  g«nail«ti 

10  discn  stoDtlc  Z. 

was  ^iaHb.  [d.  m,]  HtS,  der  der    m.  K,  riM'  HHhHb,  hmIo  Hu,  Tvd 

«W.  Ton  (im)  hcrljeti  SHi,  gar  Hb.  vil  Ü.  als  fro  W. 

ein  der  (der  ndbfi)   fr.  Dilti,  ricl   M.SW.  lipl   er  dncb   0. 

MiJ  k.  Hb.  mdck.  »kiutc  Mlillb.  (wi>iiif<iil)  DHb.SUVV.  »oimiDila  U, 

«ejrndig  U,  wuiiiliii^  Uli.  linblicb  lUllu.  in  irvi>  iit.  Ilullb,  in  d.  iii.  S. 


■:■:--     --   -^    TJ.* 


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.-->.;        :._-     '  .:.-:-     £■  •      V      .^^t  5I'.   fir  r;it  H.  «' 

-  ^.      .--äs    .     -T  -■    L    ■  1    L.-r  11.    -1-1  '-r;  j-trJ'Wt  Hl.  ii  i* 

._-.      -.      -.;..    -u^  i.::f.-   EJ.    1.    Ti.r  :n^    i^r  H>Si;.  b.  H  il. 

-      ■-     ..    z^     V       .-^     =j.     T.~[  1^    nr:ä  Ü',«  iMü  n"J' 
-     ?.-     T  v,.n     ■■'-  J.ir  -r:,-:Z    Hi<tMt: 

■:    -^      ■■     I.:-     -T!..    .alf  -   :i.-^'::MBHH!iI'Z 

._...-       -.,    -  :;;:;.     :-.      -      i-;-T..r\J       :t=     ■!«  Hl  miii 

-:    --.      -T    .-     l--^^:     -         ■■:.:■-   ;..ri:j:U. 

j:'!:        ^      iii^   -il:.   ..;;  ;j,:    -!i    lt  -^rii'  j^Tir.  S. 

:-      ...■    •-.   it-Tiiö-  HiS-Vi     -    ^  :  i;iir:'i  -w.  i  h-Tiw;  i'i-'l' '"''" 

-f— i£-n  --.-ii   HE:!'  ,, 

..„■    iL.    Tl.  M    :^--  >.  .iic::i*;=::H.:L--^''tr'-""'™"' 

-*     -..,-   i:     ioT    nr    r.    r  ».  Z>.    4|.i     -   Hi.   .:«  H.si;.  L"l> 

-  w.    '4.?HHz['ZH.^-.W.  .las.-[b.  ...  W, 

. „    __^..  i|7EHhZH<Ha    >.    gr.,ä*er  s.  Tcä  abi-ri^i  S''^" 

.   *    Si.   --  i-rs.hit  dar  Ü.  pr    ir'   find.t    1»   f. ff • -»•  "»*' j  ^' 
?ar-K*.  >inT...Uiy,..n]  IP.    .-in^u    ;iltigtii    Wt*"-  «' "■ '' 
mm  i   '^  ii  sprach  chöiiiiit  bitiiu  ich  bao  *ii>  ((-  '^'' 


125 


üii) 


den  rrd{!«t,  er  seit  iu  val, 

ivjt  man  trilii  vniuwt-n  linilfii  hu] 

Der  krinic  «Iri  tiilit  li'n^t-r  lir, 

uiit  dem  licrKu^cii  er  <lü  nie 

iti  vr<1iick'ii  rluliQiu  stilliL- 

hi:ri  xuo  Avr  krüti)t>rimie. 

(lA  diirli  IT  wä  itur  kiik*r  xtinviil, 

alf)  noch  «liesclbpii  liute  tunnt, 

liü-  kuiifKliatz  n'dli-[il  trllmii. 

littT  kItnU-  timlit  nilit  iM'lihcn, 

er  vrA^te  tl»  «Imfelbon  kiieht: 


620 


Bl.  (i  TT.l  HHh.  (y»«t  lUDSW.  (I.  fr  ir  l>.  a.  fr.  Jir  moro  Hx.  U.  »chnlt 

Ir  fr«Krn  ■•.    liKrrp  ilrr  a,  II  Uli,  iler  *.  Hh,  HMKCt  HtllihHu.    rr  wirt 

a«  a4g«ii  W. 
Sä.  dif^  fr.  U.  uneWn  tUilK 
Pp.  n.  I.  ilo  Hl.  Mttih  /,  Mrib  H.  Iilujh  al  dar  t>.  iln  ging  li,  k.  lugunt- 

TCidh  (—  licli  <1)  ilaiiW,  <lu   gio   il.   iill  «liuiii|{  ri^icii  S,  üo  ginngfi 

Rt  tuKontlirb  Hb. 
i*.  fehli  Hb.  xü  •].  b.  M.  liiii  iii  •!.  Ii.  II  Hit,  lu-rtog/.  ruiv  Z.  licITMIIb. 

rr  hin  III  d.  h.  reit  B,  iv  rcyt  hin  ctu  il.  h.  »fTpnbAr  I>,  er  t»<I  (l<ir 

Tom    iislicmirrh    Ha«!  W,    mit  Jiii    4er    t.  n.  8,    nr    mit  ■«Ini'a  |>vHl«n 

di«K&ni  gye  Ht. 
's.  Ln  fr.  r«icli«n  »jnin-n  Flalfh,  In  Itwlr.  ».  H,  In  VT.  rrUchoiri  *.  M,  in 

liaiiiilpichoii  m.  Ü,   in   au   fromilon  b.  W,  in  so  friMichvin  t.  Hb,  »Tun 

S*<,    in    fr'-<loii    mnclion   «vmiiK'   kcrra  1).   'lu  »ncli  er  il<>  •!'  kiivITnu 

«lomt   /,  di>  tni^h   fT   wol   itrll   rlintTfinnri  fix, 
MV  wol    hin  H.    krcincnn  i'.S,    kuiii|(jn  Hn.    cxi«    ilvr  «ultiiKun  tlirttuiuTin 

fn  (!,  ]>ii;  der  travinx  woIgi'Un  Hi. 
t7.  nu  n.  Ha.  du  d.  k.  Z,  wie  -1.  k.  l^Hu.  •!.   k<'iilTfn«»  MCnHMi?..  nh 

oamlfeh  (Un  Hx. 
t«.  f«h1t  W.    wu    B.    [noch]    MUHHh/..    lc<wl    lOiiraHb,    TrAUoti    ",    .lin 

koufliite  «He  II,  <li   frAir«ii  M,  «tünd  H,   tAinct)  11.  aUo  uuch  me  liidu 

batM  iceU  D,  djQ  mit  chamTmäaubaci  vub  gati  Ht. 
kl.  iliudo  M.  djr  jr  £,  dtt  Hn.  ki>uiriiii.iiBcljuti:  M  GH 7. Ha.  cliaiiffuian-i-halTt 

SHli.  [wclk-ni]    HbZ.    wiilten    BD,    *oU    Ha.     tjoyl)e.D<l  '/.    kfuff»  H, 

kawITn  Hb.    vud  krauierov  tr.  Ha. 
■(X  woH  f»W.   nihl   longor  WHi.   erpajtiri  Ha,   ewitigii  Hx.    iy    ii,  li'ng' 

dar  Dicohl«  bl,  l>,  irii't  n.  longiiir  beloibi'n  ^,  vixl  br.y-  ir  gult  biOi^ibond 

Z,  i.   k.  nil  1eiig«<r  ni''i|jtu  t>wig(^n  M,   «-r  iiiich  wiillc  bllUii  It,   d.  k. 

kam  üelaalTeo  HHIi.     MiiTiiuf:    l>u    >ti>ncl    i-r    mIü    rna    imcb  tul  ,   So 

tnk  **  kaolTot  gruU  );ul  /.. 
•41.  rnd    rr.    /.,    ii«i<^    vr.    M.    >I<t    k>-iii^    ft»^vt»    1>.    TraKut    HIlbUtHs, 


„sage  bald  und  »a^e  reht, 

vann(>ii  Aü  den  koufitriiat?.  habt-Al  btibt* 

d«r  koler  »ich  balde  ha.t  lw(i;ilit. 

645  er  sprach:    .icii  kuine  lU  Kii){ella)il, 
danneu  bin  ich  hi»xe»int. 
dilvDii  itrh  in  bring'e  Iht.*- 
dt'r  käme  <!|>r;i(;h  iti  rehU'r  xer: 
„diz  ffcrc  worlile  ein  vrouir«  via, 

ibO  aü  U'ige  mir  die  TUi'iMf«rIii. 


fttf^  GZ.    fdn]  HailbW.   fr.    \,a.\d   A.   ttiWgen   dm.  0.   der  cfafiDit 

543.  er  «|>r.  Hllh.  und  spr.  W.  Tiiile  ii>r.  M.  uk  HHHiHaHli.  t.  m 
BHÜliDH^HRlIb.  [bald]  MHHliDHi.  [s.  b.  a.]  BW.  suic  M.  Mg 
ßUHzHatlbW.  a.  ich  r.  MKt.  nu  t.  mir  r.  W.  lieber  geael  nooi 
M|{  mir  r.  0,  dio  Trn^^ti-n  puliI  ;>"''  ■*'  S<  *"'  ^*  irorrk  mot^lit  /., 

54S.  vanti  Hb.  von  «nii[ii.-ii  Hi.  von  wnn  lUÜW.  diu  k.  BHiMbW.  diie 
k.  Ha.  knii [Ticbacicn  l>,  koufTmauiicIiatE  UMi^HAlIb,  lisbst  Hi.  but 
HtiHaW.  haHtu  fli  eh.  (i.  w.  ilii  ilon  kuufTuiaii  «i:hL*tiL  br^bt  U.  ron 
HAQ  di  cbaütTmanscbalTt  wSt  pracht  tj.  Od'  wu  hnr  ertt  bell  bracht  Z. 

544.  b«üd  llbtl«,  Til  boldZ.  bntt«  I).  (W]  RHHlii^fli.  'I  k.  ny  bfd.  Ho. 
d.  kii«ciit  ili>  «albcdsiicht  IIb,  der  gdrt  jn  sei-nor  a«ht  S,  ddi  pig«r 
(gcr}  ich  in  (•na)  ntoiner  acbl  HW.  Iliemir:  vnd<  lic«  sin  h«iti« 
f*  schlfi  M. 

545.  Tud  apr.  H«,  tiide  <pr.  H.  kuiii  MKllllbD/.llaSr»,  pin  lU,  pri»i; 
c«  W.  (i.  k.]  do  ln-r  Hb.  Toii  p.  HdtaSfi,  «dh  ulUiit  W. 

54G.  Tun    il.    13Ill>i<,    vuti  tluiiii  llnf^W,    du  vaii  U,    diuiiil  itb.  ich  hin  II, 

vnd    pin    VOR    d.  Hli.  [hir]  li.    ain«a    inAnn<-ii    kn«cht    hat    midi  nu«- 

geamnt.  Ux. 
547.  rehlt  BH«.   tod   dan  HW.   von  datincn  Ilh.  bring  Hllbii.  pring  i«h> 

iiuuh  W.    ili   diaufiiclmcx  U.  vrxl  )iriti>;  dj  ditit;  du  ivti  h«r  S.    dann«* 

hüll    ioh    ii    litT    priiclil  Hl>.    der    Xiinig    sprach    in  n;dil*r  g«  HiZ, 

dcT  kQtiit,'  d(i  in  rii-btir  Kir  M. 
I>4S.  [villi  Ha  Hb.  [vpriiulij  Ü.  mit  r,  bugiT  H.  mit  reicli'  g.  Hb,  in  i«i«k«r 

g.  S,   in   groKcr   g.  W.  d.  k.  Torcht  vnd  apr.  in  richer  g*  0.  sprach 

trag    mir    dx^werg  horfiti  M.    bistu  «y  );osant  bt'  2,    daa  iat  ain  gt- 

bgon  mcr  He. 
.^49.  itfl<.  HH/HnllbW,    dio    Ilh,    w.>ri.-)i    Ihi;,    [d.    w.]    da*  R.    hiircht  S.    . 

ntrckl  />S,  wurkhct  Ho,  vrirktt  l!llliDilb.  Iiiit  govurkt  Ha.  |einj  Ha.  . 

moiii  t!.  fröwlin  [vinjllb,  dii^  Iraw«  wirrkct  iliiiii  w.  lin  il,  raät  tnigt  ^^. 

mir  ile  inniHt«rin  M. 
:i50.  [uu]  BHHIiZSW,    ttul  G,    pald  Ha,    or  »proch  Hb.  «die«!  BHa,  aaig^^ 

ZHiUbSti,   nhit  UUb,   Ma)  f^}  W.    ilitfadbe   in.   TC.   vnd  ina«  voH 


K 


nDfl  seistfl  mir  der  vArheit  nibt, 

der  tili  dir  hie  von  mir  ijc-''<'hilitv" 

der  koler  kam  in  liumber  «r^. 

mit  trelion  er  üich  flberjtöz, 
65&  er  sprach  suo  im  in  Idde: 

„gwInM  mir  W  iuwerm  t'iile. 

d;iz  ir  dem  zarten  wlbe 

Diht  Luul  an  ircm  Itbi- 

ddmit  Hiu  beswa-rpt  tn." 
560  der  Jienoc  titiioiit  da  nähe  bt, 


ö40 


^^^ 
^«**. 


^ca 


Hf  neyd'n  »in  D,  41«  dö  «irckM  di  mrok  ao  vin  M.  HicrftuT: 
cu«|e  nli  du  icli  es  beseh«  bu  /  irli  niirKchi;  nuinliT  nlli^n  Iiai  / 
»ich  Lückt-t  t>*  tiab«  diu  eil«!  hunigin  ,'  Gewurokt  rnfs  hetti«  kojNcrf  / 
min  Ueha»  wi|i  mfe  bcicxn  Iroat  f  Idi  bolTe  Kod  haba  aj  Tb  mich 
iilott  /  viitt  tilt(-i]i  hvT(;t«l«]rd«  )wv  /  iiG  liHfcv  hii  vfi  Hsipr  mir  war  D. 
vndo  11,  W'dcii  und  ».  W.  aacoatii  It.  cDK&Koatii  l>,  soitit  [rln]  B, 
»a«««l  I<lul  lU.  Imir]  S.  tVw  *.  Mltll/.iJbSW.  iiiT.  d;  warhajt  Hu. 
dein  l.[dir]  Ha.  [liirj  MDllbS.  alhj  Hu.  liic  dirÜ.  dir  voQuiir  hie  W, 
dir  daniU  g.  Z.  vor  Diir  II  IN.  bu'nchiclit  S.  d.  t.  wird  dir  i.  in.  jinrayt  lli, 
ir£  Hb.  »Uivud  (i.  kuiiii-m  Hn,  li^idvii  Ht,  tu  gro«»«  not  Hllb. 
fehlt  Hl.  trttchi  it.  Iri'ti«  [^  Ir&Iicni  Hb.  xolinrn  Hat!,  warnen  8W. 
(crj  sin«  ü^e  11.  Hb,  or  ilii  waniEüii  ticg««  U,  er  h.  |{ar  (juaitx)  bifcuU 
|)W:   bugu»  UHHi). 

d'  kolc'  B|ir,  ^  Ttid  iqir.  ttHHb[i[U,  fndn  H|jr.  M.  eieii  dtiiu  koiii|[A 
(köniK  Ut.    mm    ihni^  Vi;  ]>H/U.     {iijj  H.    mil  HiiHb.  I<i>d  UiSii. 

globent  ii,  gulüuboii  l(.  );«lo]it  HaS.  irl<>|>t  'l,  ir  jcolf^bl  W,  li  ifulobenC 
Hb,  dv  labt  li,  wiillit  ir  mir  i^oiuba  I>.  iiil  1>ila.  auf  M'.  be'v  dorn 
Stile  7,.  virern  MH.  nweron  l«idc  lt.  nid  Sil.  leb  tlirib  öd«r  ir 
gelawbet  mir  dan  fuj  ewroiii  »jd  Ux. 

dat  [irj  H,  dim  ii  ß.  a.  ed«ln  «r.  Hb.  d.  niimiiehluicbea  beib  (l.  wib 
»lÜNbS. 

nicbu  W,  tclil  Hi8.  n.  latd  t,  0,  n.  l.  »clioden  K.  eiilliüd  l>,  jr  n.  u 

Hb.  n.    »chadeii  7..  inii  Na.   dnin  ZHbOW.   lu  i.  I.  HIUiD.   nii  dem 

leide  ß.  lyb  HbHig. 

da  <i  mil  W,  das  *y  nil  Sti.  bcuwcrt  MlliidbSU,  bnwari  HHh.     I>a 

mit  anl  hIc.1i  bewcmnt  din  K.    Hi  «li-  dn  mit  »ol  iK^nart  Helii  7.,    kain 

tajd  davon  ay  bvtniebt  «oj  Ux.  viid  «ii!  mit  nicht  be!>M'e!''.'t  /  l'nii  tin« 

jj    werdr    irfrniiwt^t   <tnd  gcorot  /  Der  konig  £|trae)i  du  sa]  hIii  /  Tnd 

ueni<>K  ulT  die  truw«  tnf  I). 

liereE>.|{«  IL    d.  von  »»terrielt  Hxl!.  [da]  HhDH^EHnHb^f},  du  MBH. 

[ssliej  Htl,    iiabrii   S\V,    nalieni  Hdln.    noclini  IDi.    iimh  Hb.    tm  U. 


\-2S 


er  sprach:   „deü  aim  die  triiiwi>  mtn, 
(la  v(lr  wil  ich  bürge  stii." 
tier  kdler  spi'och;    «weit  ir  tfcUuuweii 
ilie  ininiiicl!«li0»  vruuwori. 

565  »&  kinui't  mit  mii'  iit  <1iU  lioiz. 
ir  si-het,  wie  liiu  vniuwe  st«U 
sich  Ii4t  sß  >^r  all  (lot  ergeben 
in  LMD  vil  ticiligei!  leben. 
kiira  siiit  ir  ilie  lüüke, 

570  Kiu  treit  nn  gräwn  rücke. 

mit  vlUe  bitt  siu  liot  fQr  dt^ii, 


55U 


5öd 


da  beir  H»)I1iHb,  du  pcj  G,  dar  by  DHb.  so  Tftmd  mit  wir  inn  dco 

Uli  /.. 
5Giy56i.  Gr  d|ir.  w&s  inf  htiVu  gereJol  h;  /  dv*  wU  i'di  »in  i^f  txirg«  t^ud  / 

das  ir  iRfdce  icbb  njmat  tud  D. 
SCt.  felill  Z.     [i<r  »pr.j  H1>(r.    vii  sj.r.  HHb.    vndo  apr.  M.  {deaj  SUb.  dw 

IIb.   u.   hin  Hb.    {rew  Ha.   des  umt  d.  tr.  [min]  II,  [iL  n.j  auf  d.  Ir. 

m.  Ux,  des  Hl  dir  hin  d.  tr.  iii.  <i. 
SG)!.  fehlt  7..    SU  w.  i.  U.  du  i.  «.  do  für  ß,  dut  ;dui)  i.  dJi  t&r  w.  fl  Hb. 

du«    i.    dofTir    purgo    w.    x.    IIa.  bürg  DUh^    sflWr  j>uri|E  Ht.    den 

piirgel  (imrgl'J  »J  W. 
JUS.  felilt  •£.     [A.  k.  q>r.]  IlnRtiW.    vr  *i>r.    BHHKH«.  wikI  Hb.    svllent 

M,   wulüi  11.    <Uei   Kcli.   MIIHblllUHii.   daii    Kerou  ;t|«rii)  üb.  S 

■ulioii  üb,  vnd  wil  wir  ilan  uiinob.  O. 
iCi.  miniidcticW  M,  in.vuiihkni  Hb,  injntilklulch  tIrHb.  tUK^niitHch  H*. 

■I).   tr.  mit  u-i'H-'ii   Hb.  »»   lai)j   iub   ruah  dk-   frnnc  /. 
JG^.  fehlt  Hu.    kuiiipt  HbllaO.  Tnd  lieuhünd  /..  wau  ir  diüinbl  in  d.  )i.  8. 
^C^;,  fdilt  Hk.     tr  H.  Ja  W,  scuhl  Jr  <!,  so  nouht  jr  S,  vud  r.  H  Hb  I>.  wu  St. 
äC7.  fi'lill  Hb.    -rje   b.   ■.  B.   dy  t.  sn  gar  b.  Hl.  [lo  gar]  U.   alU  gar  H. 

tmi  gotl    II|IHIiI>/Ktrf.  rt.  »olbar  b.  bof.  (g^boii  S.  «tK-  W)  llaSW. 
5C8.  fi'hll  Hb.    Hii  M/.W.  (vil]  Hllh/.S.     hoitig»  Uli:«,  boili«  11/.  uUgu 

Hu.   in   Ulli rnlti|{<iH  li. 
im.  fohlt  Hb.    [ili>']  HHtS.  lucb  li/.HiHn^fi. 

670.  fehlt  Hb.  >nd  Ir.  S.  {niij  MßZHK.  trüget  anc  I>.  ein  grabnn  r.  llnUi, 
iweii  (cxwey  (i)  ifrab  r.  SfiW.  ruck  /HkK)iK(1.  Hieraaf:  su  «hjrnipt 
mit  mir  iti  das  bolc«  /  h«  »i'clit  ir  ilj  trawt^ii  *tulci  Ht. 

S1I/S71  mit  tlis  bUti-'t.  (pitt)  Hi  g»l  (tnii  «rordnii  ;  fHr  den  der  ir  c.  ){.  «ran 
{iiity^  gebori  MHi,  in.  IlvU  bnd  »ii>  ffiid  (fi-bi'dL'D  /  vor  d«»  der  er  cku 
niHn«  IT.  £C);L>bi'i]  /  vnd  diiR  ewitj  ricbp  das  ite  daa  mog«  bi»ic«f 
uwjglicb  i>. 

671.  f.diltHb.  Im.  vi.]  HaSHW.  Hill  HHIiZ.  bitletüic  fQr  (den]  R.  rnd  b.  m. 
U.  für  dp»  m»  /.  «v  jii't  j(<it  alUg  für  du  leben  Ha,  kv  pit  («od 
pUl  r.)  hII  (_alk<  0.  auch   ulle  W)  lag  für  (rmb  (>)  d«ii  degen  SUVf, 


H 


129 


der  ir  luo  ncmaJi«!  wart  rvu."  MO 

Der  kfinic  vriw  der  m»rt'  uiirrA, 

ilaz  nia  sich  het  bes<:l)or^D  nfi 
575  nlü  ein  iv^elseritinL- 

(iart'b  die  (iuU-s  luiiine. 

durch  OvtM  willen  »iu  ditz  t«t,  66& 

■o  den  Bill  sich  geUz<>ii  het 

4er  kürtk  »pnu^h:    ^u&  mge  mir. 
MO  Af  vulbe  ztt  kam  siu  xe  ilir';"* 

der  kuler  spfftch;   ^doz  int  Tiertlutlp  jAr, 

dH  ich  ia  83^6,  diu  i^t  wdr,  S70 

das  «iu  le  mir  küin  in  d«ii  tan. 

dar  aivh  »ia  achit>r  «iii  kiDt  Kevitn. 

&'!'-    f»l)|t  Hb.     10  ein«u>    {^uiJiel]  B.  [i.  $.]  2,  eiu  tnccJi«!  äW.     gebeu 

HB1i/,IU8.  gtgcbrti  GW. 
^'*"-    tftWt  Hb.     il.    chuniK  dw  ».  0.  w»rt  BHfaOZHxlUSW.  not  H,  n>d 
HbSÖW,  »wl  Ht    fio  BDZHi,  nit  fr«  HUhHkO. 
'    fehlt  IIb,     boadiorct)  bei  M,    bRinhuni    \tvt  W.    livobuni  B,    busrutoa 
IliKli,  pODcliaüoii  Ü:  h»IU  bvMliJKiU  I>.     ulitu  M  Ha.  do  USOW.  dax 
■i«    hat    guiiolirutten    du  B,    da*    tr  )«1rii  wa*  alau  Ht,  do  er  du  kort 
.  «bo  Z. 

^-  Mdt  ZUb.    reglarine  Hb,  re^lwju  8,  r^elriu  Ha,  r«|{lerliD  (i,  realere 
,^         b.  ainer  regHoe  Hl    alle  ojrn'r  recolereu  ijniie  V. 

'  ^.  ftblt  ZUb.    du  durch  g.  m.  M.  al«  durch  Ellla.  alli*  durch  l>.  in  der 
.  <i.     die  grOM«  m.  B.  myuti  SU.  alle  die  diuch  goci  m.  Hi. 

*~^  a.  57S.  tUDgMtalll  Ha.    577.  fohlt  ÜHb.   diirl«b  g«Gi  Hi.  Lwill«ii]  Ha, 
,  iijni6  B,  liflba  D.  lieh  UW.     t«d«  DUa. 

*  %.  fehlt  ZHb.     Italic  g.  W,    guucilichan  g.  1>.  laaitcn  S,  rerloaiea  Q,  er- 
,  g»beii  M.  helU  Ulla. 

^  %  0.  iSO.  umgL-iUlll  Ha.  ^79.  fehlt  Hb.  tnd  a|ir.  Z.  »sg  H  Z.  da«  sag  du 
mir  Hb.    d.  k.  «pr.  iii«i  SW.  er  (ragt  in  der  iner  G. 
*^*«,  fehlt  Hb.    welieh«   HliHn.    »«Höh  D.   «w  wrfkher  SQ.  ebam  ejr  W 

8W,  li  ehinntni  wer  li. 
'*^^^1.  fehlt  Hb.     «1    Ut  HhHa,    dm  slud  Hi.  rierdelialtJ  MD,    wol  v.  h.  H. 
ei  ist  LIU  i&r  UZ,    er  «pr.  Kern  *.  i.  O.  der  «liuler  apv.  da»  int  war  :S. 
^^M.  ItJdt  Hb.    wa«  RHHhliHaW,  md  «u«  O.  [in]  M.  aag  Hli^.KaO.  da> 

iit  Dir  wnl  vfordhalb  jar  B,  dai  cau  mir  cbau  d;  fraetif  oblar  Hi. 
&^3.  fohlt  Hb.     da    tj    R,    alB    nie    '£.     i.ham    ciw    mir  ti.    [ii-  mir]   BZ8. 

in  ainem  luarfiuii  in  dum  wildn  lbii  Ht. 
^^.  fehlt  Hb.  (>ia)    HbHn.  [•cbiorj  HHh/..    >i<sh;u  >j  S.    [d.U.]  >u  band 
■io  Z,  TU    ach.    du  narli  «i«  Ü,    vil  coliier«  aiu  dar  nach  B.  kindelin 
Uifb,  kindlEln  Vf. 
Halali,  &(b(>Bdatb>  Oadlcbt*  9 


»90  am  ist  nu  eiti  scDoener  ki 
mit  tMzo  icli  im  (fedicnet  liaho 
sunilerllch  an  atleii  wanc. 
mir  itfl  ijiii  wll  bi  im  nilit  Umc.* 
der  kflnic  sich  M  hedühte 

S90  und  li«x  Ad  herze  üz  &\ila-, 
in  vor  mit  leit  hcHMien  was. 
z«  hove  hiez  er  ktkaden  dax, 
das  stn  vroave  bßri> 
mit  Gotc«  hilf  vuiid«ri  war©. 

595  Dill  werelt  wart  ii«r  ma-re  vru. 
mit  dem  kfini(iü  z(kli  man  du 


376 


SSO 


I 


585.  fohlt  Hb.  [nu]  DS,  jroctunt  IliDi.  hubaohor  Ut,  [rischcr  1\  kii*ti 
RMliZHtHiSO. 

586.  rdUl  IIb.  Ik'iti  HIiD/HiIIaKUW.  a«[»  S,  <ia  bu^d«  I>.  diend  B, 
gedi«nt  ZÜllaS.  Jr»  KepflildgL^ii  C.  liab  IlflbZHilUSG. 

M7.  fvblt  Hb.    «»iid'   on    Z,   jtutruwegfUcbe   &d  P.    ich  apricli   «s  «ol  aa 

suudär  «.  0. 
1^88.  tehlt   Hb.    en   Ist  D.     vik   MBIID.  «ejrt  Hn.    b^  in  HDG.    n.  lü 

I.  MB. 

589.  fehlt  »b.  [du]  UZHaSCW,  Uo  AlDUt,  nicht  lug  W.  bedacht 
IliHkSd,  fci>trachl«  l>. 

590.  fclilt  Hb.  TiKlu  H.  or  IIHIIhSW.  borti  HKHhZHiSnVT.  dw  )l 
ROW,  («in  h-l  H>.  1»  dfr  a.  IIIHiHiHoSr. W.  uBir  o.  D.  acht 
Hi«HaS. 

591.  fntilt  III).  lüiilr  lIHhT).  vor  mitlRiilen  St.  in  loj-don  waa  Kcwciica  Hi. 
iL  ur  in  lulilci  ^>!w«ki!ii  w.  Ha.  tUui  (A.  or  8)  in.  L  (lajra  8)  tinbvanecn 
w,  SüW. 

5»2.  fehlt  Hb.    hoir  B/JliSli.  lios  HHhHaW.  man  Hi. 

SÜ3.  frhit  Hb.     i.  ri'iiie  fr.  M.    die  reine  »in  fr.  K.    ■.  vt.  zArt4>  h.  W.  ilte 

eAfl  kutiigin  berr'  Hz.  Iiur  HnW,  tiAr  S.  ci«  hoff  hi«  er  chuDdm  dj 

mer  R. 
584.  fühlt  Hb.    Toti  g.  li,  H.  hcllfc  M.  voii  g.  ()j;oti  It)  gnnadrn  IHiZ,  loo 

^.    Knoden    BI).    [m.  )[.  h.J    wider  fuiidon  was  IIa,  w&i  S,    «er  Hill. 

wir  ti-.in  frnw  in.  j{.  h.  vber  fnii<lt-n  iicr  0. 

595.  ft-lilt  Hb.  wortt  Hb,  ir<>lte  M,  wrlt  BHKSW.  jedcrauuin  Ha.  wärmt 
M,  vt  7j.  i«T  itiitr  HhKa.  Mn  vn^n  il.  iti.  allr  frn  D,  dea  was  (watt) 
d.    w.    «Uü    fru  S\V,    doi    buidna  dj   horron  fro  U,  4m  warn  *j  a]k« 

rvo  Ua. 

596.  fehlt  HbW.    ktiuii;  HIlhllZHL  lotjfti-  H,  cogel  Hb,  broget  H.  tu«[« 
>)  da  Ih.  vnd  ivgco  m.  d.  kuui|{  da  Ha.  mit  jin  tagen«  d«  S,  dj  id. 
d.  lüantBii  ciogtan  do  Q. 


131 


mit  inanigeni  ilchCB  mhalle.  j»8& 

cli«  höhen  vilrst«ii  alle 

riten  hin  tem  walde. 
HOO  (l«r  kotier  nitnu^h  dn  halilf 

zuo  dem  kflnige  iti  liöher  aht: 

,herre,  Uzet  iiiwor  bralit. 

min  rrouwt'  Ut  uInö  gtMiiuut, 

wn-T  wider  <}üteH  Wille»  tuot,  !>90 

G05  (l«ti  -icbiahet  i«iti  vil  gere, 

nü  volget  raltier  lÄre 

iiix)  kumvi  mit  mir  lu>itnlic.-ti  ilar. 

wirt  min  vriniwo  <W  i^i>liritliti-H  yewar, 

»m  Vi>rbir^'ft  sivli  in  der  kl'hcIiUiI.  595 


&9  7 


S9S. 


a.  ^98  liin^««t«1U  S.  597.  fohlt  IIb.  tnanig«n  1),  luanK«  BDZ.  ricbem 
lUlIi.  ^i)8it<!n  /..  xdiiill  Hl.  m.  Tmyilen  in  r.  schall  ü,  'm.  mfunffik- 
IjrliiüJi  sdiüll  S,  m.  «unnivlicliriii  tchull  Vi.  in  rn'wdonraidioii  «cli.  Ha. 
ffdill  IIb.  d.  {;rt>»vn  t.  KIIHh,  (I.  w«rdun  f.  'i.  all  SÜW.  <l.  gruMun 
r  VD  b'r>  (Vn)  all  (Blle)  I>iU,  A.  f.  irber  alle  IIb.  in  dem  aelbli 
«»Mo  Z. 

Mit  Hli.  [ril«n|  HHHhEiHillaä.  [hin]  HS.  xii  doiii  MHii,  tn  aem 
■eltkfn  HHIiI\  ta  den  nülbi-n  fl,  ({<*yti  ili*!!!  «ilhun  S,  gi^tf»  ilvin  Holbigm 
Hl  tnld  HiStiW.  Yiid  riuKtf»  Itiii  jji't[>'ri  <liin  w,  (■,  ili  uflU'n  t;«» 
Joiii  w.  W.  d'kol'  «|.rfi.'>i  vil  buld  •/.. 

foUt  Hb.  (k»lcrl  H.    .L  k.  .i<>t  >>^,^.  Hli.  \d<,\  MH  HliHoSfl.  lU  >»  Iti, 

■0  I>,  til  K,  alK  »'.  i'ulil  SilWIU.  ilu  i:r  kmii  iiiiii  nnlil '/, 

r«liU  HiHbKliW.  |iii)  Hn,  v<  M,  von  7..  wt  MHII/.. 

TeUt  HiHb^UW.   hör  /H«.  nu  I.  DKa.  «wrvii  MIi.  i>«'<i  l>,  uwr  Hu. 

brehl  B,  geprocbt  Ha.  ;r  »yllent  flln  «nl  bcwa.rl  M. 

f^hlt  Ht..    herr  m.  fr.  SOW.  ho  7.8. 

fehlt  Hb.    der  0. 

ffihll  fl1>.     dsH  Hr.  »cliwi'bc  7.,    »nlinTinili^t  lU.    «chluielit  0.  «chiH  8, 

fleucht  W.  )p»r  *.  I»7JI»HiiSW.  «r  BZHiSli. 

f^lt  Hb,  vnd  f.  tUlblltt.  Toligct  }h,  Tolgt  &  1er  BKRsS.  Jr  t 
iu«in  Icr  I}. 

fehlt  Hb.  lutid]  S(;W,  rndo  M.  kuiii)>l  mi[i»ClW,  »o  k.  Hn.  k.  hcitnl. 
m.  m.  BTI»,  k.  mUIIo  in.  m.  Hi.    [i^it  mir)  7.. 

fehtl  Hb.     und    «.    Hli7»,    weA    w.    W.  i)}'    fraw  IIa.    üi   W.  iIm  g»- 
prachloK  Ha,  d«H  brndit»  I),    dn«  (iratUMi   Uli,   dea  jiraiixi  ti,  de«  SV, 
uniisBr  Hl.     war  M  B/. 
fehlt  Hb.     Tliirgl  ZHh,  birg«l  BüW,  pfirg  Ui,  achiebl  H. 


GIO  (Uz  wir  ir  kfinnen  milün  nitii" 
der  kÜBit!  t«t  al»  er  im  not, 
durch  il&z  w  vumle  die  reint>n  ilitft. 
IM  er  nähe  zuo  der  hQtten  bim, 
dw  vßrste  junc  lief  in  den  tan. 

6li  er  woUo  Vüj;eliu  scliie^ten. 
itais  kint.  t>egun(ie  rerdriezen, 
dd  VI  slt  vil  der  liute  sacli. 
ez  lief  zer  inuoter  uude  sprach: 
„nag  im,  var.  tiiont  die  liuUt  hie?" 


CIO.  fehlt  Hb.    9i   MD,   in  H&.  kuiid«iil>  M,    inngnti  U«.  (TiBdcDl  ä.  [< 

w.  tunden   jr  all«  t.  n.  Hi,    d.  Ir  si  IcSdeä  (chfiiid)  v.  u.  ?.S,  d. 

komc  f.  n,  B. 
Gll.  r«blt  HaBb.    ds  man  Ht.  das  or  D,  was  er  SW,  du  mnii  HRh, 

ii]»n  0.    ]rmc  D.    mit  B. 
ßl±  tnhh    Hbllb.     dnrnnb    d.    lU.    [or]    S.    fund   ZITiS,   vant    G.    m 

MB/-U.    d,  r.  diu  (i,  d.  r.  Irocht^r?   Ucch[«r?   B.    Hi.rrauf:  die  «- 

Umgc  (lang  ß  llhZ)  hat  (liAtl<>  D)  vorloru  (verloren  II1>>  MB  H  llbS 

die  er  jiri  tue  troxl  hut  Aiixurkorn  Hz.    An  (vnd«  do  M,  fdu]  Hi) 

kimig  liach(;<^borun  (-  bom  BHhZHi)  MBHUbZHi. 
6tS/614.  er  tcicU  iiill  vil  rolckt  /  nach  kiocy  fiuwij  jitolu  Itb. 
618.  [do  et}  MBHIIl.[)ZHi.  «U  er  U,  dairiisdj  or  Ha.     Tod  n.  W.  [a 

lia,  so  D.  U  Hb.  für  äj  b.  Ha,  zu  dem  hmne  Ut. 
ßI4.  fürst  Z.  d.  }iin|;  furnte   SW,    der  fiiratu  ain'  Hx,  d.  ohnab  O.  In 

ZS,  durch  den  <i,  vnd'  dem  lam  Hi,  luib  in  den  t.  ti.  d.  jfl^  f. 

liniam  D,  d.  Jung  f.  lobesanng  IIa. 
SlVfilii-  da  »ach  or  »iii  kiodin  do  goii  mit  sini  bagB  ;  al*  nia  dia  war 

»ait  tfi  ist  v-ngolugon   Hb. 
61&.  \M  w.  D.  viid  w.  HHIiZHx.  wult  HHti/.HiHaßG.   vosl  R,  Togal  Bi::> 

dy  fu')[lcin  d,  dk  »ug«l  W. 
616.  fühlt  ».    d.  edfllo  Ic.  Ii.  biiKUixl  BZHiHa.  in  *.  Ha.  du  t>.  «i  t.  E-9 

dai   in   iiit   bi'fjiiiid  ^cliuiid  S.  inuctil  0)  t.  SOW. 
ßl7  u.  618  umgefitelit  Ha.     til7.   do   or   SW,  das   os  BHHhÜZHt. 

BZUiS.  lowt  SUa.  der  I.  alao  t.  Ha.  aa  8.  Hz.  do  ds  kJBdiafn  die 

all  a.  Hb,  dos  et  tU  Idt  s,  0. 

618.  i>r  1.  SGW.  tu  der  m.  HaSG-W.  Tnd  HnSG.  (il  bald«  (t.  pald. 
wie  bsldi>  H.  wit  hold  Hz 0  bs  (es  liofT  LI)  zu  ainerftü  der  BHHli] 
U,  (tij  L>)  apr.  MBHUbDHE,  cB  ta  aitiar  tn.  apr.  IIb,  Vald  er  a 
m.  iloeb  Z. 

619.  «agc  an  HbD,  tag  mir  IIi,  sag  mnotor  W,  tag  nn  fVajIein  G,  a 
M.    li)Wt  UliHzUaSO.    diin«   luib  hir  L).  niutUir  aibo  wt  lälto 
tl.  U».  durchguatrich«!!)  komi  da  Hb, 


Hk. 
DHt) 


m 


f!3i1  i^in  kflniRtn  vitr  die  hatten  f;ie, 

dö  »ach  «iu.  wA  Her  kfiiiir  her  zAcIi. 

sia  nam  da/,  kint  unde  vl^h.  610 

wie  gorno  «'«  entrannen  w*rl 

dA  was  ir  aar.  kind  se  iiwier. 
6ih  an^m  sin  When  wolte. 

iler  kflnic  let  »Is  er  soll« 

und  lic.r  ir  nArh  vil  xnellicltch  6|  T) 

und  sprach :   „ac)i  vrouwe.  erbarme  dich 

flher  mich  vil  »lindiRcn  man. 
GM)  irh  hAn  unrcht  an  dir  fietdn, 

^^*H  4  unlM  Hllhd.  •»•  iom  b«w»  H«,  d^  frniiiro  ging  vor  it  fa.  sehlor 
l>,  di«  niut'  ifncli  )i«be»  kind  ui  »b  din  rall'  ja  UT».    RVl/RSlI  um- 

^1.  [du]  DSV.  nu  idie  Ha.  ly  mcU  I)8W.  da«  d.  k.  SWZHa.  loho 
HHa,  ho»  1.  V.  au  i.  W.  di  bliidlln  ia  dt  h.jUi  flocli  IIb. 

^38.  sy  luckht  HiS.  den  knaboii  Ha.  vnd  iftllZlUIUSU,  bald  und  li, 
balde  Th  [t.  Iliib«'  II.  div  ntiiCt'  im  nauch  inuch  Hh. 

**^  rshll  Ua.  gern  BI)>Ifa2UiS(J.  cDpQoheD  MO.  im  e.  B,  jssl  geflulian 
Hl,    in   (im)    i^ntUnlTan    [IHh.    wem    MRIIHbD.     do    dx    ior  knnig 

«Mb  Hb. 

^24.  faUl  Ht.     daeh   %o    m.  D.  [ir]  BUHhD.  kind-^tio  BD,  kn^bUn  Ilini. 

Bo    iw.  BD.  swci«   MltHHli    ikr  duiab  w.  jr  l  «w    ä.  il.  cUintl  (dur 

koabe)  «.  ir  ein  tall  «zw  bw.  iJW.  yiti  wx  vil  bald  naeh  ir  gacli  Hb. 
^^5.  feblt  ZHaSW.  mgome  HH,  wie  gern  B.  betibeii  BHi  lenr  beleiben 

wolt    Hx.  das    8j    nirgi  mit  ym  koin«  mn«btu  Ii,  «i  naß  do  ab  alnma 

ri<Q  bald  IIb,  det  kuni^  uilt  ir  hindmi  iiach  Li. 
Ras.  Mh  ZIU8W.  [kfinir]  M.  [M]  n.  ^.o  IT.  Doilt  III.  <t.  k.  l.  da*  /nio 

m>lv  itiicbtfl  l>,  Th  rant  ir  nacli  in  don  wiliI  Hb,   do  er  diu  frauw«ii 

lanffcii  «ach  0. 
^•^1.  rebll  Hb.    indn   M,   itor  kuiii»  HaKSW,   ,it  HHIiD.  fvil|  ZSW.    (;ar 

BHiHa.   ani-llidi   1>,    Habiictklicb   /,   undclieb  it.    i>r1ic)i  Hx.  er  npraeb 

ciw  ir  gar  iiemüchl«i4.'b  (i. 
eSS.  r«hlt     Uti.       [n.     »yr.]     MBKHIiZIliiHitU.      er     >pr.    SW.     [aok] 

filUlbDZIliHaSliW.  erbarm  BHHhV^StiW.  erparm  d.  tr.  üt.   fiber 

n>i«b    MBUHliZHiW,    ttbor    mich  guotleich    (i.  lieb«    fr.    nu  erbarm 

d.  Ha. 

•599.  tekll  Hb.  [fi.  ni.)  Z.  crliArp  m.  M,  orfrow«  m.  HbH,  (nnd  W)  trAnt 
m.  AW.  III.  aniia  ■iimtlgi  ni.  DHn,  t.  noiidu»  m.  HHIi,  v.  idlundt^n  in. 
Z.  loh  kan  mri^cht  (gegen  dir  Hx)  g«tAn  tIxG. 
WO.  fehlt  Hb.  [an]  V.  [an  dir]  Ha,  wider  üeh  B.  an  dir  n.  thon  Z.  g«it 
dir  g.  M.  d«»  will  ich  dir  t«  puss«  «tan  Hs,  d«»  ich  uiuitii«r  tbar- 
bladu  ehan  ti. 


184 


1R7  ich  nnr.  an  den  jüngsten  tac 

dir  niemer  wider  dienen  mac, 

(lax  ilä  durch  wich  gdlitcn  hvt«t. 

zarte  vtauw**,  nii  tno  rtaz  best 
fi55  und  biiit  mir  liepllrh  dSnen  gram. 

ich  wil  dir  nigen  üf  den  tuoj." 

d<^  uetst«  er  der  sduiieu 

mit  treht-neti  ir  vüeüe. 

din  vmiiwt^  sich  /.er  *rden  li«. 
640  der  werde  kdnic  sie  umberie 

und  Itnat  sie  lieplloh  an  den  munL 

er  üprach:   .gelobet  üi  diu  stiint, 


690 


4 


£31.  fehlt  Ht>r;.     <1.  i.  at  H.     [uni]  HH«,  bis  DHhZ.  [den]  /.,  dfin 

i.  Hon  jungpsi.'iii  (.  W,  [i\.  i.)  warlidi  h.  ».  iltu  ciidu  nurin  Ht. 
tm.  folilL  tlbti.     [<lir|  UaSW,  gD)(un  rlir  1)Z.  gen  dir  ilHhli.  ait  v.  DU , 

iiiL  (iijmur   Hh)   (ordiRiicii  HH1i2,  njnifir  vbnrwindun  SW.  da  stüii^P 

»Ulla  div  udul  ItuiiigtiL  Hz. 
«33.  Milt  BHeSöW.  orlittQiiHa.  getan  HHliIL  dss  ito  g.  h,  tnil  tugetlich' 

liit  I),    mtiv    l'raw    auit  du  utt  bist  it.    vn  «[irach  >«rl  frair  nfi  tu  dt 

best  Hb. 
£34.   fühlt  lIiSOW.     seil   i.   VT.   HHh,  ril   liobi.-  fr.  Hd.    [ntij  M.buabeUl 

t.  ir.  nu  <]u  dis  bUt  BT),  hu  kuü  uiicli  güiiiunEon  »ritt  Z,  dt  icli  dir 

iijiii«r  rcrgo/B  Hb. 
au.  fithlt   HxS(;W.     [und]  Hu,   rndo   M,   «■>  BD.  iianttc  Hh,   tfaii  O.    d. 

f;raB«   U.  jch   fall  ilir  »e   furit   Hb. 
63«.  tMl  HrSi;  W.    bys  uff  1).  dinon  f.  MBD.  fulieo  H.  ot  fl«I  äer  tm 

«Ml  d.  t.  Ha,  i)S  bllt  Diir  <line  (Vi'intlicbh  i^iO  Hb. 
687.  rdilt  HHaHb.    ilo  nuczt  «<r  G,   nide  netete  H.  er  nelzt  Z,  er  noigfe' 

B,  bii!  nt^^gt^l  IT  11  Hh.   [or]   W.    d.   roiiKMi   *.  M,  d.  rr.innn  sücs«c  BZ. 

gitnctul  hj<'t  dj  «fiPKSü  S,  flr  rinhiint  diir  royticn  frawcii  «ii«»i  Hi. 
638.  fehll  HaBb.     Iri^huu  M.HK,   ottcLuren  <i.  lälium  H,  mbet  W.  fiacf>«in 

(jW.   in.   sin»   troit*   or  dy  fall  It,  viid  iiAe^.t  in.  uih«ni  ir  tiieii  Hi, 

»iid  wiiHvh  III-  tr  (««itiöu  BIO  ir  f.  HHb,  lu.  Iniwon  tIF  ir«  f.  B. 
«39.  d.  kuiii^rüi  He.  «y  (statt  lieb)  Ha.  xii  dor  e.  MZBf.UaHhSW.  boa  /.. 

d.  fr.  (d«  U}i)  £11  d4>r  e.  yIuI  HH)i(.>,  iw  bot  *.  iii  der  u.  B,  il,  fr.  sii 

im  gieng  Hb.  d.  fr.  ön  tiplichc  cntphig  L>. 
ß«.  Frhlt  U.     |w«rdc]    D  Tlb,    wnrd    H».    den    wcrdon    k.  ty  UtSW.    den 

tvdliTii  k.  «iu  IC.  Ttnblie  UiiHbSHHhHi,  gntlirhc  vmb  ßug  D.  ücflich 

rmtioiig  IIb.  rll  looh  '/,.  mJl  iorcn  uraiDD  «y  in  tbivI«!  U. 
641.  nr   k.    IlalEhS.    vnd    k.    in    BZ,    »i    k.    in  MHxOW,   si   kosU*  «n  D. 

[liuplichj  2(i.  )dn  lu.  )tW,  irca  N.  Hb. 
£43.  vnd  «pr.  B,   d#r  konig  apr.  I).  gnl^pt  HZUt,  g«pliimcd  um,  gäbluuit 

iUi.  Miff  SW,  acb  4idi)(  0;  s&ltig  l«t  Üb.  djeso  tUind«  U. 


185 


Hat  ich  dich,  VTOQwe  woln^tAn, 

mit  Gotea  hilfe  Tundeii  liüo." 
64.1  Er  kuflte  ir  oiigen  uni]  ir  üde, 

ein  ganzer  suon,  oid  gtxtet  vride 

von  in  beideD  dö  ergie. 

dtz  li«ba  kJDt  er  umbe  vie. 

er  sprach  zim  erharmbi^niclich: 
6M)  ,Bltd  RoHe  ich  hän  verderbet  dicli, 

sA  mer  düd  ee\  vvrsorüivi. 

vif  hAülfl  micli  bedenket, 

von  himelrich  ein  werder  utam, 

der  YOD  der  n'iiii>ii  meide  kaml 
&^&  dd  böst  geliolfct)  mir  üi  dM 


825 


630 


eas 


G^6 


I. 


iiv  tnntm  HHhIla.  fr.  Eiirt  w.  Ha.  d.  i.  ilicli  fr.  '.Ilctw  tt.  D;  twidm 

hm  VA,  A.  i.  bin  nueb  vfl  der  ra<:hl«n  bann  B. 

fehlt  U.     goU    Hb.     hilir  NliHil)Hl[bS(J.  gcfnniien  W,    «i<l«r  f.  IIil 

dt«  will  itii  iillcs  Iroron  lan  [),  'li  will  ich  rljr  tu  bull  tUn  /. 

kait  »HZUtHiSiiW.  rnJc  M.  [ii]  llhZ  in  IIa,    all  ir  W.  glid«  W, 

glid  Sn.   Iid«r  11,  glidtr  VUJ.Ha,  u.  ir  wKngUin  mit  Hx.  o.  k.  Jnn 

mit  n.  jru  guliddu  II,  vi  kul  ir  vronglvin  td  in-  lioude  Hb. 

ftttnr  1.  UBZH«,    gut    «.  H.    Ci   va.rd  c   g.  «.  rnd  IIa.  tnmi  Uli,    »jn 

Hl  vnd«  ein  M,   vikI  n'nt  RH.   T»d  (t  fridirA  /.  fiin«  ft.  H.  frid  Hs. 

«.  alUtir  iitlun  ein  gkticicr  friJ  SGW,  c.  «un«  lud  gincior  fr.  D,  wn 

sancx  ntiiB  aln  *l.  Md  on  «nd  Hb. 

ctwissan    G.  da  DBtW,    du  H.    do    von    Inii    b.  o.  Z,    *0  tv  or  dut 

giftiDg  IIb. 

tMth.  [lichnj  lU  lieb  IIhlhS<i.  siu  liobM  h.  Üb.  wmhwye  SlllfhZIIa. 

■In  rmGeng  llh,  ila  vmblieng  üi. 

Tnde  «pr.  H,  rnd  «pr.  HDZfla.  [xim]  GW,  >n  \m  MEIHhKIIatlb,  «c 

onie  It,  tb  ir  BHtS.    orbann(ctir)i  UbB,   li'hJlnri){licli  I).  Mbe^niiUcli 

ZUt,    p»rniekticli    H)i.    «rbc-rlidi     Ha,    ^nr    p&nniclilicli    ilGW,    gar 

hemiUeh  D. 

[oDd]  DU^Sti.  «nde  M.  aolt  BUHIiZIUHaHbSG^V,  i»l  H.  nu  b.  Hb. 

Terdertit  S,  geoiitten  HHli. 

w«re  DIfb,    fa«t    aiuh  W.  [hon]  II,    ituk>  L>,  ii«1  UiHbSO.  vorsenok«!) 

X,  versDiinkht  HaD.  gar  v.  lIHh. 

tA  wir  HHh,    n(!)i    hürri!  witr  Hb.  <licb  h.  It.  bckronckot  Hb.  nie  wnl 

(du  SW)  m.  h.  b.  SOW,  iiid  buti«  iiii;  h«rcta  gwd  titclit  b.  U. 

in  h.  0.    UV  ig'  at.  Hb,  rainor  st  SUW,  du  v.  st.  D. 
(ryiicr  r.  ui.  U.    norden  Ha,  kAnaoboD  Hi.  tnaj'd  HiBaSQ. 
teUl  UtUaU.  b*t  t[.  &  gulfuD  U. 


i 


187 


ce^ 


ilA  wart  din  zarte  irandeU  ein 
gwftart  mit  f^rViit^n  vrOiiden  lu^in. 
birg»,  9tete  und  wltiu  laat 
670  gtp  er  dem  kotor  M  ttüant, 
sin  armuot  er  im  gir  iKigniop. 
der  koler  üi  der  touf«  hao[» 


Bii 


aku  SGW,  tfid  Hb.  i&rt  HZHt,  [utl«]  Üb.  d«*  utrt  wMinitn  dn 
Ha,  d.  xart  »in  S.  d.  lut  die  nln  GW.  rnd  d.  i.  franwE  w. 
rajii«  D. 

(gcvfiort]  S,  gefltrot  Hb,  otogcfllret  11.  tn.  guiten  fr.  91.  in.  gl.  urv-ii 
(•ra)  Hain»,  yiiier  1i.  ICh.  ^«fnirt  ni.  g.  freuen  hie  B.  m.  g.  wirimt 
gvwcit  widur  bsiui  <>,  r<iii  rl*  fUnU  vn  licrrt  gmicf  1>-  Hioraaf: 
«orJcn  gofurl  tod  iut  j  Da  iiacli  ina  niieh«  »Uileiio  ina  /  lon  fumto 
kn  gTKU«  TA  frylt  /  Ui«  nniftfcf  quiim  tu  ciuhmt  /  md  it«  ([ullleli 
OBpbiiig*  »Ue  I  mit  freaila  ridieui  ifaIU  /  vnd  bn<bl«  nv  hef  In  ir 
S«inuh  ,<  Du  un  Ir  alle  ere  «ft  gad  t[*'-**:l>adi ,'  Der  konig*  wart  ciu 
diaate  g«||[cbr  i'  D;  ji»  will«  lollin  lubiii  '  mani|;  «cliA  frau««  rnd 
jOgfraniieii  klug  /  mit  den  t\a  ucb  gar  wote  betrug  /  Uamaeh  wart 
der  jnoge  fursUi  buttadet  «i^le  /  init  rlttorn  koocht«  der  iglicbcr  «in 
«aTt«D  Bollo  i  alle  yni^  was  ca«inllcli  Tfl  nut  ,'  der  konig  biet  viid 
gehoid  /  [)a»  \aK  *;in  »ono  Hullr  gobfio  /  \intro  gnd  vnd  da*  nwig  leb*  / 
l>;  beylig«  UulT  d'  cTfuUhvjl /lu  haut  dar  vordc  boritjt  /  Rr«t- 
biKboffc  frptii  ind  jila>«n  /  Ihr  dar  au  kiuid*  wola  guraU  /  <nd  touflU 
ditn  jung«  TtirvU  hc'/Dii  goichacli  d>.-ni  kolur  vll  u' /  Uac  btt  uU  dur 
louITu  hob  dat  kil  .'  AUu  tnä  da<  ui  d'  «arliujd  tini  /  Der  kuni^  gap 
■im  gefaUdra  riehen  huIi  /  ßejdc  HÜbcr  vod  gelt  D.  Ei  «iiiilen  fn 
alle  dj  I  ijv  luil  d«ui  lieltvu  Kii-nf[t<n  gegen  mit  ;  piacbolf  rnd  aucb 
prietUr  KU«t ;  triiiwi-'n  vnd  man  in  fmleichom  miiot  /  der  getuain  ein 
michcl  geeind  /  Knphieiio  dl  chiiiii^  Tiid  Ir  chind  '  (iiir  licplcidi  hii 
der  lelben  stat  ',  darnach  man  geuaturen  pat .  du  man  tauft  daa 
eltiodlein  ,i  der  chuler  luueit  auch  gouater  «ein  /  da«  er  buob  den 
len  liingu ,'  darrach  im  <*ol  guliin^u  <>. 

H/.,   iiurig  lU'SiJ.  itvl  HHhZHiHbSOW.  rmle  H,  d.  ich  IIb. 
bnrs  Ktet  lande  «il.  B,  b.  vnd  iL  u.  d;  lanndt  «»jdt  Ha. 
^70,  der  kunig  Hb,   iiia»  ZHaSG.  [do]  aii  haut  HHb,    in  eoin  baut  Z,  in 
dt  hant  8GT,   an   der  lit  B,   lu  der  lejtl  Ha.  rnd  macht«  on  edel 
TA  try  CIU  bu  D. 

<>7I.  [er]  Ha.  man  Z.  im  er  Hb.  [im]  UiHaHb.  [gar]  /„da  Ux,  do  Hnllk. 
■cyncr  a-  ward  n  rrgcittl  >S,  ■(■iner  a.  niaii  (er)  in  irnt  orguetl  SW, 
dar  midd«  lonet«  bc  jme  sin«  dinut«*  «imdnr  wan  D. 

GTS.  d.  k.  ei*t  M.  in  erst  Hb,  jm  tnUa  U,  dun  knabn  Hb.  da  atiii  Hi.  [d^r] 
MU,  d«m  ZHb.  touf  iCHiHallb.  <irtiiip  V.  don  kling  or  mn  t.  h.  B, 
«  (nwl  8)  gab  im  daanuch  guutu  IcU  SW,  uiau  gab  lui  rvicliu  leci 
0,  den  he  «jbe  vnd  kindo  dicke  hatte  gdthan  D. 


138 


den  vflrstfin  june,  sin  lieb«z  kint 

hie  mit  diu  rede  ein  ende  iiirat.  (»70 

l>7ö  Von  iUtii  könim'  in  hi'iher  art 

ein  riclier  hof  geniefet  wart 

le  dienst  dem  zarten  bilde, 

daz  er  in  dem  gevilie 

Bfl  erBHiicIi  hat  vunden.  675 

680  Wir  suln  ze  diseo  stunden 

die  red«  lilti  liolSttwi 

und  gedenken  guoter  wibe 


S7S.  Telilt  l).  dum  t.  Z,  di-ni  kiitii^  (itt  Hj.  doTi  Jiin([on  H.  ill  t.  M.  ileti 
f.  ii  lieb  k-  Hb,  Uwi  f.  vmi  diu  weHu  k.  H»,  iIlt  fTint  (ebanig  Q) 
Tnd  »ein  licbo»  (liob»  (i)  i.  SGW. 

an.  fehlt  D.  sIbu  d.  r.  SOW.  r«d  Ilsßti.  Atoo  r.  H>,  diu  (ilifi  UHb) 
buch  BHUb.  undt  S.  h;  n.  das  jmucb  ein  end  Ui,  alEt  tnK  es  gencbrib« 

675  II.  ÜTG  umguatclll  Ha.  675.  von  der  chunigin  8.  nfi  dem  k.  B,  du- 
nur-h  dem.'  k.  t>  [iii]  SW,  in  BHaQ,  Ton  DZRb.  dtß  bucb  hia  ata 
unde  hilut  /. 

fl76.  ifTuatier  li.  llbSii.  goninfTt  S,  borflIFciL  IllOt,  gufuorut  B.  nm  «lern 
ktllR  villi  Iiochu'  H.tl  7.. 

G77.  djutixti?  BD,  lob  li.  nl  zu  dinstu  llw.  d.  s.  udoln  h.  Hb,  d.  werdcfi  pi 
HbSW,  d.  »itiin  |J.  H.  F>ilM  Hx8<i. 

B78.  dk>  «r  UBHHli;^Hztlt>,  dui  iiian  «;,  diu  moiii  lU.  do  In  Hb.  ftowUdMi 
H,  guuilde  Hb,  RQwüId  Ri(t,  wildo  Z,  gcblde  H.  Jnn  dorn  wild  S.  da 
i'T  c(  In  d.  ){0vj1d  W,  viid  dein  kindo  dy  ju  d*  g.  I>. 

67^,  alHo  VI.  urnruieU  8.  ttrlirb  HHIi.  i-rliultn  Hb.  urltridi  ü,  re;lteh  Ht, 
Itibloich  <i,  mit  b'nid*  K.  hnlto  Hb.  m  ev  in  dem  riebe  hettc  f.  B,  jn 
cre  vml  In  iug»den  wäre  f.  1*. 

680.  |w.  s.|  viirckhon  Hz.  eü  nllon  «U  MHt.  du  c^fVcwcd^  den  honig  lu 
dnn  »l.  Ha,  vnd  wart  v<>n  nargon  gebunden  ii,  ctii  don  stdbon  st.  / 
vir  dem  hohe  geachach  achyniphoii  vnd  frouden  tÜ  ,'  du  vun  ich  nicht 
intr  Ho^f  wil  /  oj  iglidinr  ]>riibiit  di  »olhir  weil  /  wj  tat  ota  koBig«» 
Imb  hnbcj*  Nol  li,  «Iko  wurt  *iv  von  hH'  »urg  »n|iundvn.  Über  aincm 
Schlullbild,  iii  hiauor  Soliriil:  Mya  furl  man  diu  kunigi&c  /  mit 
groHMeu    triiudM   k^ii  /  farl»  in  Am  werd  8lni  /  Nn  «ralti  «ein  i>ut  W. 

681.  d.  lud  S.  dili  hio  /..  nu  hiu  1.  Hb.  lual  B,  laaic  Hb.  blfb«  I>UhH&. 
dtae  T.  wll  ich  nu  I.  bl.  D,  g&dcnckon  r<!in«r  wibc  M,  nun  sudunckbt 
jr   rajnun  warben  He,   hia  bat  ob  ein  gut  etmd  Hft,   vad  oyinpt  also 

hiu  uiidt  u. 
68^  [uiidj  BHHb.   K<-'d<:»cl[at  UZ,   Kodoiickc  Hb.  aller  gudc  ».  D,   altexlt 
4{ul'    tititi«   yi.  Üb,   poy   Kuotou   w.  ä.   wiboB  ÜUUbä.   die  «ich 


Hie  «ich  dvr  Hdiande  hänt  erv«rt. 

wem  Oot  d«r  eine  hit  brachort, 
€95  <1ein  innc  iiiht  ini:<»vlingi;n 

au  allfn  gnot4>n  dingen. 

liie  mit  diu  rede  ein  ende  fa&t. 

almehtige  reine  triniUt, 

liill'  tuis  2Ui>  der  gnMoti  diit 
ft^  oiid  iH-bQetc  uoE  vor  d«r  lielleo  pin. 


liboU,  jr  tob  iIm»  rvI  uinn  «chTDibon  Ils,  lUs  vbb  gut  loin  gnad 
•Ond  Ancn  lU.  got  viiaer  Ttigomach  wcnd  Aman  <i, 

6BS.  (der]   S.   lut  c  BH.   d.   tch.   h.  (o  gu-  e.  M.  Ii.  t'  wert  Hit,   Imbt^n 
g«wprt  S,  irworen  D.  »l»o  ervcrtt  Hi. 

BS4.  V.  g.   dvaa   h.  h.  B.    w.   d.  ainn  wirl  (iit)  b.  7.S,  niil  «Ich  mit  gud 
m4  flra  irDt'T«  / 'Ijr   ninl   «crl   dad  iiifl  *ii- lahi-  tff  vitiiticUc     vnilu  liinga 
wol  r'diani  du  bjns«\rUho  /  wta  god  gnad»  d«  inoschi^rt  liad  boirliort 
/  wor  dM  in  d«  Und«  feit  D. 
kan  ITbS.  onka  I). 

iii    It    «llrn  g.  d.  MI>Z.     HlfirmuT:     goU  inll  linvr  gflUwheii  crafli  / 
die  Mtlllg  frowf  aighjim  irinclit  Hb, 
fdilt  DlibS.  d.  rvd  Zilt,  di«  Af-  M. 

»liuicbtig  B.  [ntliid'  K.  a.  lohe  tr.  /  durch  dtinn  boilige  viill&lttt  / 
idi  bitt  dii'b  vat<:r  »un  beylig'  geUt  llt.  hur'  diircb  ilin  hailig  tr.  / 
tji  durch  din  bnchaten  raut  /  vft  dii'cb  din  wirdn  tiiuria  diu  iiiBI.'  / 
hilB  *»shi<rT«  \i]  t;GU«r  /  vor  allo  bflsun  cBlM^haxungn  /  ilx  vns  liio  \n 
dort  mäU  lingfi  y  vb  ilu'ch  din  hatlig  Tfinf  wniidp  e<M  /  faillT  vns  hi<3 
■k  dArt  vß  air  n6i  /  tnd  vor  alln  vcliHotlicb«  dingä  /  got  wAll«  di 
tM  wot  mi^gc  gL'lingf  /  Amen  Hb.  h.  buyiige  tr.  /  faielff  vn»  dsü  wir 
dich  in  dinitr  iiiaicstat  /  «wiglich  ni'igcn  »chauwi^n  /  dar  ciu  bidd« 
wir  dii!  Imp.hgol'ipl»  frfliiwt-n  /  mariiMi  dy  liymilsihi'n  kojtcrth  /  da» 
it«  *na  wullu  guud«  gcwfn«  /  etil  jrnie  litbvn  kiiidu  dar  /  da*  iniiO 
ftiN  an«n  «'dnn  »Nr  /  tnd  guNcliw  vi«  in  godo«  naiiii  /  nii  «[iroFhot 
•llo  mit  mir  aitiL'ii  /  ^Uria  JlH'*nM  Prancükua  /  Et  »ic  ««1  linitt  /  Ksl 
JoanniB  a  glaiiburg  D.  da»  man  wul  iirjMiiii  mag  /  daa  jui  «mchin 
iiil  d«r  lAg  /  da«  Jin  tri'^d  «n»  k"-'"  *■'"'"■  /  'i^d  wi4«r  >«  frpwdiMi 
itt  ehum«ii  /  ahn  hclfl  vna  gol  dar  guot  /  vnd  hab  vn»  Jn  teynbr 
bnoi  /  «fl«ch»  la«b  ^nd  gras  /  also  tiojd  vnd  baa  /  Ol  SM  affl  oin 
TM  dosier  paa  S. 

nu  h.  IIb.  gunadun  llt.  dun  gnvdcn,  dei  froudun  llllb. 
b«bAtM7.Hi.  hrnRhimi  »Hb.  Hi-birni  K.     Miorauf:   Amon  HU,    Auen 
/  das  itt  der  küiig  von  frankcnncb  H,  atiiun  dvi  WS  viiU  gol  alku  Üb. 
hie    liut   ain    und   d'   kfllg   «d    rrMni^koroleh  /  gAtt  Mß  cnK  in  di 
t«igreivli  /  4t  «rii  di  bi.<aitif    mit  «iiiut  vud  mit  Ttitw  /  vud  aiioli  nit 


i 


140 


Anmerkungen. 

4.  Tor  vwdel  sint  bchuul  i>.  r.  St.  67,  <rgl.  .rUnicku  S.  42,  J&ekol  S.  86. 
K.  «t  WAN  üo  v7insrho  vrni  gctUlt  Ti.  7.t.M,  diu  iiacli  wnnuhc  was  gMtxIt 

l'r.;MU03,    vgl.  XL  lU.i:  H-  'J-'f^i^.    äl'SS,    3(M9,  (139,    Tr.  442.    »56, 

P.  786i,  A.  te«,  201. 
11.  ttwer  dick  mit  iiuguu  MijiiDituli,  dci  wu  <lir  fu  dom  heru*  bolt  P.  I8&4, 

«w«r  et  mit  ongon  ane  j;aQli,   •!«>  er  in  siiioni  borMn  jseli  Tf.  &79S, 

swcr  in  mit  ougon  antco8«i:]i,   dai  ur  im  icmcr  guot««  jwli  Tr.  47:f3. 
ä6.  über  diu  KnJAnjbcmont  bei  K.  v.  W.  vgl.  Joseph  S.  86,  Wolff  H.It.  84, 

.1l.ckcl  S.  30. 
81.  guiraltic    IbikIl-»  oder    liiilo  V..  1361!,    guirdti^e  «ini!«  ri«haa  P.  19961, 

gGV«]tic  nitit  der  liiitu   »int  >^.  214S,   du  null  min  gvmültg  tia  P.  r. 

St.  588,  du::  ir  d<<t  gcwulti^  ainl  )'.  v.  Sl.  »CM. 
«.  är  dio  triuwo  min   lY  T3:j3,  18290,  27834,  P.  ».  8U  SSit. 
4.'j  f.  tltmir  den  Itcini  buto  /  vutwoLo  t.  lUsMuk  S.  3l>  I. 
47.  leit  uiidi:  utigviiivch  Bn.  7^6,  (>.  104. 
Sl.  Ii]i.  »i>le.  guul  und  i'r<!  P.  t.  Sl.  533,  eiU,  lip,  vr  unde  guot  K.  4786. 

min  lip,  min  guot,  ml»  örti  ['..  4S33,  an  )l|i,  an  ite,  M  pioUiTr.  42816, 

guot,  lij!,  Uro  Tr.  4G85ß. 

55.  llDischrcibung  Ton  Vcrbon  durch  pficgcn  vgl  Jkckot  S.  3$. 

56.  igl  WolB  H.B.  398. 
Sit.  binun,  buiicu  undc  jngcn  P.  1998,  W.  W. 
88.  dax  Init  ir  >IUir  nelic»t  gjting  K.  K.  326,  vfil.  ['.  2M8.   RGS9,  Kl. 

K.  1431.  ai>ai.  23»3.  350Ö.  53H6, 
91.  Pomielbftfl  vgl.  Scbw.  S87,  II7&.  IV.  13089,  P.  v.  St.  673. 
94.  Cu.  fiG7)  rtßr  (diu)  wiuidol»  eine  P.  fliM,  18*32,  lY  3SH«.  20)11;,  I'.  ». 

St.  307. 
97.  ftne  alle  «cliuld^  Sdiw,  3(»7,  Stil,  ,^26. 

156.  betn  nnhtiMv  watL  «li  tninlic]  nir.,    da  iuili<fr«  au  gonad««)  t«il  O.  üi. 

157.  (170)  ein  teil  E.  4166,  V|(l.  8.  43GO,  P.  v.  Sl.  187. 

I7D.  lieber    klnt  du    am  uns  diiz  K.  K.  312.  nu  \rtat  «r  ron  im  girot  d<is 

'fr.  7341. 
180.  dem  nie  kotn  la«ti'Tiiiüu  bi  siuuii  jareii  wHrt  biMchert  Tr.  84:i80. 
I8S.  «II  tkllett  ort«n  W.  II. 

185.  guob  «nhr  br-liobt  bei  K.  v.  W.  vgl.  JSek«l  S.  46,  Olucr  S.  36. 
210.  laiig«  wvnidtT  lurgen  pilibt  B.  0871. 


4 

21,8:  ~ 


enterbn  /  dx  »ir  di  urw<*rb(i  /  so  wirt  mser  tele  rsut  i  m^tf  vfin 
gunLiburg  dt  gf  haut  / 1  n  ^"  le.b  wart  d«r  leit  /  Btcli  (Sr  dicii  /  glftok 
ist  nilßlieb  Z,  durch  dein  li«|lige  ilriualtigkvjt  /  bcbu«lt  vnit*  l)«rr  Tur 
allein  la^d  vnd  durch  dein  rnunnfarbea  plüt  /  hUff  lejb  vnd  lel  aus 
■Ilrr  Tiiit  /AM  KV  j  Scriplor  uiviilv  giia  jietit  ununi  avv  maris  /  Ad 
itancta  8pir,i  Ad  t'nilalij) ,  Ad  preiii/Ad  fiUfl  /  Ad  scliii  Hii'm/vna  pr  nr 
rn  .Küc  iMit'  T">  c'od  Hl. 


141 


317.  g«Ii)it  bei  K.  T.  W.  vgl.  Jlek*\  S.  48. 
I        in.  FlIdnerM-  aiil  rbon  «tr  Deinen  ».  Enling  in  K.  K.  302. 
L       S34.  bofia  .Mrgmi  für.*    lUi  er  «i  bogiciiKn  _ilii<  lirfan^ertMi  nnUtr  suioer 
^^         Aiir»irJil  hktU,  nie  «isrpflilgta*  Uoiu.  VdfT.  il^  ».  Boneck  o- Mb  Her- 
^r  /ararkc   Wb.   I  Uäa  Hit. 

23JJL  ■!«  iml,ei  gcittmt  *a«  T.N.  «)ä,  Tr.  7831,  ftCTll.  :{3S31,  rIi  ir  n]  «»1 

fcK«M•lK  WM  P.  T.  SL  349. 
*.  too   ««    wol  Mbr  *4-rbn-it«t«  Uolfwemlunjc  i|{l.  EbÜbk  n  K.  K.  I6Ü. 
:.  athi  und  Uc  Seh«.  407,  1>.  72»9.  lOSl^.  Bq.  Ibi.  818. 
r.  dir  treip  nr  ilic  trI.  Wolfl  H.H.  Hl. 
Ali.  niht  le  U»|fis  Tr.  ä307&,  S.  3960. 
SM.  lit  eioei  friminen  tM<»  plo  Ti.  M40G. 
SSI.  da  DMo  ob«  llacb«  w>  P.t.  8U  103S. 
»a  ab  iAh  ia  tet  dA  vorne  knnt  Tr.  89KM,  81860.  r^  WolfT  H.D.  S.  IM. 

rVfir  abaolut««  »tcinitfeii  bibr  Ich  soral  kein  Bobiplol  Knruiiili-ii,  ducli 
TgL    lUi    im    d«r  b«niucb  in  dai  t«1  und  in  dat  tIeUoh  |[o*toiii|ifel 
rat  Tr.  811«. 
US.  gMze  triuoä  R  SI06.  IIÜÜO.  UU3V.  I4UU».  H.ti.  IS». 
Mt.  vir  mlUwU«   nas  roliL  aIh  f^iIl  wnnn  vor  ii  Kowaltc  riinphcn  I*.  4290, 
dB  biU«  «eh  Tun  na-tvii  ratn]if  Tr.  !i?J60,  vgl.  W..1IT  H.It.  iTt)  u.  341. 
S66,  der  Tcdc  Mut  ir  mich  ortin  V.  r.  SU  fiSl. 
^K  Vn.  iareh  lt«b  iniil  kid  «r  nit  Rolimn  K.  K.  76.    I.Mwt  C,    Tgl.  K.  K.  461 
H^        TU  Audi,,  E.  H13  Antii,  1043,  E'.  Tiläi»,  1689:1,  Tr.  M04.  »»79.  :{tt69 
^^U,  1(1.  E.  130.J  Anin..  Ji^.-!  S.  12:  arm  and  rieb. 
^KL  du  fm  dai  bhiot  T«iii  nmnd  lu  «iel  P.  *.  Sl,  930,  du  pliiot  bflKiinde 

wallen  «o  lUrk«  von  ilirr  wunden  Krone  79. 
^m  4^3.  aU  er  in  hlnin  barte  dann,  du  kinnc  wnit  im  nnd  der  tImi»  tu  bArM 
^  d«  buroubet  O.  367  IT. 

**2.  an  der  rtunt  rgl.  'ffolir  U.B.  97  u.  470. 

*C?r.  er  ipracii  liinct  r1t«t  dich  dvr  uUnM  IVintntr:    Dbrb.  (Ivd.  &&&,ia 
^«a.  Tiilht  »gl.  Violff  H.l).  8Ö7. 
^^B4.  di  vivn  xojungMt  bittnr  wart  ir  «nde  loidcr  M.  3G,  und  «in  (o  bitter 
^B        tmdo   rim  1*.  1398.   und   nani  ein  i-ndi'^  bitter  Tr.  !)9S9,  fci'i«  flu  und« 

bitl4T  'IV.  81M2fl. 
■*  ^51.  hin  iiiid  her  »uhr  hAuIig  bei  K.  t.  W.  »gl.  Bulin«  tu  K.  K.  597. 
^  9.  d«r  kncht  biuvoli  im  dai  botcnbnM  K.  K.  I5i;  vgl.  Oudnin,  <nI.  Harttn 
ISW.l  Anni..  Uriinm  Wb.  U  274r, 
^1  7.  FcmicIUft  vgl.  Tr.  TilW,  6Ü11.  10487,  «237,  37411,  Jickal  8.  41. 
0.  ««wiane^  ruDl  Tr.  18396. 
^%l.  »unwatvu  «Kiuii  rOvUn*.  ile  verrtiiat  min  herxo  in  bciior  minne  Lallburgi 
Liodmaal  3.  ICK,  108. 
es.  ex  was  t-nbunden  üi  leldo  P.  61)31  vgl.  Pant.  13SI,  Tr.  3C097,  A.  1008, 
L.  I  101.  I  1.V7.  .X.XXU  43,  I'.  18483. 
iL  ixt   ich   iOTnoa   vrOnle  ontlvlim  Tr.  401,  ilai  iob  loide»  wurde  «nt- 
lad«n  Tr,  S:HX!4. 


142 


529.  Qberlast  Tr.  8522,  30891,  22237  n.  S.,   Q.  S.  688,  P.  6182,  8ch*.  lOTi. 

538.  Formelhait  vgl.  Enling  in  K.  E.  23  «.  392. 

540.  Dieser  Ten   bietet  die  mhd.  Wb.  ron  Benecke-Hfiller-Zuiieke  I  Sfi9> 

34  vermißte  FurKÜele  in  FrAaeadienst  50,29:  dai  ich  die  tutbdlbtn 

(von  ihr  zurückbleiben,  sie  unter  l&ssen)  sol. 
575.  Leier  mlid.  Wb.  bringt  nur  diese  Stelle  als  Beleg  für  regelxriniie, 
582.  Über    solche     Wahrheitabeteaerungen    Tgl.     Wolff    H.B.    3   n.  MO, 

J&ckel  S.  22. 
587.  äne  wanc  P.  t.  St  136,  an  allen  wanc  E.  6280. 
590f.  der  mich  in  ieidos  rinwe  mit  atme  Tilsche  brftht«  nnd  in  der  laFgeii 

äbte  leite   mich   dur  einen  haz  P.  18693,  min  herz  ist  mir  beienn 

mit  bitterlichem  leide  Bn.  310,  Tgl.  P.  10312,  10425. 
597.  mit  schalle  hftnfig  bei  K.  t.  W.  Tgl.  Jkkel  S.  26. 
612.  diet  fBr  einen  einzelnen  Menschen  selt«n,  t^.  du  armer  diet  Vacku- 

nagel  Lesebuch  999,15;  der  ist  ein  armer  diet  Franenlob  318,5. 
615.  Tgl.  Farzival  118,7fr. 
634.  tue  daz  best  farmelbaft  Tgl.  K.  K.  19  Anm.,    342,  562,  674,  P.  t.  St. 

88,  115. 
640.  Ponnelhaft  vgl.  Rnling  zu  K.  K.  288. 
643.  «ol  getAn  beliebtes  Adjektiv  bei  K.  v.  W.,  vgl.  JKckel  S.  43. 
645  f.    er    koste    im  engen   unde  tider  Tr.  5346,  nnd  knste  im  engen  toAt 

lider    ein    suone   lütcr    und   ein  vride  ...  0.  724  f.,    ein  aaene  löter 

und  ein  vride  gemachet  werde  von  ans  iwein  Tr.  87448. 
651.  mtn    wille    und    minos    herzen    ger   versenket    worden    in  Verlust  Ti. 

21264,  ich  wirde  in   grundcliise  klage  an  ende  nü  versenket  Tr.  ^930J. 
657.  wau  er  (got)  getrüwez  lierze  iiie  mit  der  bilfe  sin  verlie  P.  v.  St- 41t. 
659.  die  sin  herze  bat  üi  crkuni,  Uute  Frau  326. 
668.  mit  vröudeii  hftufig  bei  K.  v.  W.  vgL  JSckel  S.  26. 
671.  ir  kunft  in  sorgen  du  begruop  die  burger  und  den  knnic  hCr  Tr.  24760. 
ü74.  und  687  sind  fesliitehende  Formeln. 
686.  vgl.  E,  35  Anm.,  Wolff  H.B.  267. 


Zum  Schlnsee  sei  der  Seite  9fr.  behandelte  Meistergesang 
mitgeteilt.  Die  OrÜiographie  des  Erfurter  Dnickes  ist  beibehalten, 
Dor  sind  die  Abbreviaturen  aufgelöst,  einige  offenbar  verderbte 
Reime  beseitigt  und  die  korrekte  Silbenzahl  hergestellt.  Alle  Ab- 
weiclinngeii  von  dem  Erfurter  Druck  finden  sich  unter  dem  Text 
Terzeichnet. 

Bei  Bartsch,  Meisterlieder  der  Kolinarer  Handschrift  (Bibl. 
des  Lit.  Ver.  Stuttgart  No.  f)8)  Seit«  177  und  40ti,  ist  folgende 
Strophe  abgedruckt,  die  genau  angibt,  wie  die  Strophenform  des 
Gedichtes,  Begenbogens  langer  Ton,  gebaut  sein  muß: 

Noch  kleiner  ril  dann  ist  ein  milbe 
sd  wil  ich  mezzen,  sag  ich  ia,  swem  ich  s!n  gan. 
die  Silben  sint  mir  wol  bekant, 
der  honbetrlme  suin  wir  niht  vergezzen. 
5  Der  ^ste  rtm  der  hat  niun  sitben, 

der  ander  zwelf,  als  ich  ez  wol  be^^cheiden  kan. 
dem  dritten  sint  ir  eht  genant, 
d«n  vierden  sint  ir  eilve  wol  gemezzen. 
Dar  n^h  sü  kommt  ir  eht  vi]  schön, 

10  und  an  zwo  vierzic')  hat  daz  kriuze   gewegen. 
Bwer  singen  welle  in  disem  dön 
der  warte  daz  er  solher  sinne  pflege, 
und  vier  und  zweinzic  hänt  die  drt, 
als6  sint  sie  gestalt, 

15  so  meisterltchen  koment  sie  so  halt. 


')  bei  Butseb  drizic.     Das  Schema  ist  also: 

9a  ISb  8e  lld 

9a  13b  Sc  Itd 

6e  llf  8e  llf    Sg  6h  10h    8i  lOk  8i  10k  8W    10h  8g  10h. 


144 

nn  hoert,  ir  herren,  über  al, 
Bwer  mirz  üz  rihtet,  der  ist  niht  ein  tdr. 
dar  nach  eö  komt  eins  krinzes  schal 
mit  sehe  und  drlzic,  sag  ich  ia  für  war, 
20  and  ebte  die  gänt  oach  dar  an. 

mit  hohen  kUnsten  stänt  sie  manicTalt 
and  an  zw€n  drlzic  sint  da  bl: 
BÖ  sint  die  ailben  meiBterllch  gezalt. 


Oas  lied  von  der  KQnigin  von  Franckrelch,  die  der  falsch 
^^rschalck  gegen  dem  Kunig  vbergab,  do  sie  nicht  wolt  seines 
willen  pflegen.    In  des  Regentx^en  langen  thon. 


I.       HJe  ror  ein  Kflnig  zu  Franckreiche 

ann  macht  vnd  adel  groß  geachtet  weyt  und  preyty 

der  liet  ein  fraw  so  schßn  und  zart, 

frumm,  togenthaift,  seofftmfitig,  ireyQ  vnd  stete. 
5  Der  selbig  K6ng  so  lobeleiche 

het  ein  Marschaick,  der  die  Kfingin  vil  m&  an  leyt: 

er  lag  jr  stettigs  an  so  hart 

mit  manchem  sfissen  wort  md  grosser  bete, 

Ob  sie  Beins  hertzen  willen  wolt. 
lü  des  jm  die  Kftngin  nymmer  stat  wolt  geben, 

snnder  ward  jm  gentzlich  abhold. 

als  er  solches  an  jr  verstund  gar  eben, 

er  sich  eins  falschen  syns  erdacht. 

do  eins  der  k&ng  außrit 
15  jagen,  als  vormals  was  sein  alter  sitt, 

des  morgens  frfi,  vor  tag  es  was, 

die  Kfingin  ann  dem  beth  noch  soblaffens  pflag. 

schnell  der  Marschalk  den  weg  hin  maß 

zu  eim  schlaffenden  Zwerge,  da  es  lag, 
20  welclis  er  so  schlafTend  mit  jm  nam. 

trugs  an  jr  beth,  das  kains  erwachet  nit. 

eylends  er  sich  zum  Kfinig  macht, 

sprach:   „eylt  mit  mir  ,  die  sach  die  hat  kajn  pit." 


I.  2.  tH.    4.  fmm    b.  Kilnig   G.  Kflnigin.    m&e.    8.  mLchem.    9.  Beines. 
Willens.     10.    KAnit^iii.     14.  kfinig.     lÜ.  früe.     17.  KAnigin.     20.  Bohl&ffende. 

Ualatt.  Sehondoclu  Qtdictati  10 


146 


TT.     Der  Küng  der  eylot  au  jm  balde. 

iler  Marsf;Ii:tlck  sagt-,  wie  «r  dfll  vor  gemercket 

ein  itacli,  dk'  er  nicht  melden  nclt. 

so  laiiK  bili  *-'f  >'*'  warcr  tlut  wer  komej). 
&  ,Dartirab,  mein  Herr,  eylt  bald  vom  vralde. 

es  trifft  iin  evfv  kCingin,  die  jr  halt  iu  äteL 

solt  sie  mir  werden  nymmer  holt, 

bedauclit  mich  ye,  «s  het  nicht  wot  f^zomtn. 

Rucli  7.11  vunichwejgen  diu  groU  ächtnavli, 
10  als  jr  mit  ewrem  augenn  vrerdet  seheti. 

div  red  dem  KQng  »ein  hertz  durchbrach, 

das  er  vor  grotiscMi  wundem  nicht  knodt  jehra. 

icli  j^!<(*liweig,  ilo  Jii  iltT  Marschalok  dort 

f&rt  in  die  kainer  sein. 
IS  do  er  dem  Zwerglein  vnd  der  K&nif^in 

gukeit^t  hetie  rauntlt  gen  mundt. 

dau»n  der  k&rig  in  yroiisein  l:iyd  erstuuibt, 

däs  er  ein  wert  nit  reden  kandt, 

biU  daU  tT  hitiit!  in  dem  zorn  er^römbt. 
20  vnil  sfhrey;    „o  niuerscht-inbtc  brawt-.'' 

damit  riß  er  vom  beib  du»  Zwt>r^elein, 

schlug  es  im  einer  wand  zu  todt, 

danon  ein  selireck  ik-r  Kunpin  bildet  ein. 
IH.      Aiill  wu»i'ht  .si(!  Hiili  trincni  :>i!lmi;rn  träume, 

der  jr  do  die  nacht  vor  vnd  noch  geg:au);en  waa, 

tcL-blu^  ob  dem  kopfV  lui^ammn  jr  beiidt 

sacii  «nif^tlioh  nu  den  K&nif;  hart  ergrimmet, 
b  Diiruach  den  Mumubali^k,  der  ko  kaunie 

gehart  het.,  biß  daD  er  vul&bet  seinen  hall. 

der  KitDü  sprach:    rCwig  seyst  geöctendt. 

du  i'alsi'lH't  wojb,  diii  mir  ul  l're&d  beiiimet. 

Sterben  mvtit  du  onu  nlle  gnad." 
10  diu  erhfiret  ein  hertiug,  hieti  Leupolde. 


O.  1.  KAnig.  4.kumcn.  C.  kiinigiii.  8.  i^äxithot.  10.  trnrdU  11.  K&nl 
13.  gcsclitreii:.  tfi.  KAiii^iii.  17,  kAnig.  19.  <Iatt  robli,  21.  i^wc-rgloJ 
S3.  Kuuigiii, 

111.  i.  do  fehlt,  a  tua^aüieii.  4.  i-rgrünat.  i.  der  IS.  £.  daß  fehl 
8.  «U«.    10.  Leupuldtj. 


|.|7 


demelb  d«ti  ICfing  so  theftr  crlwdt. 

wie  er  inn  kaineii  wefjc  An»  iiit  Uiun  »oltv. 

er  sprach:   »herr,  eert  die  «chwingerheyt 

vnd  ilii)  rrncht  in  jnn  l«)'b, 
15  das  ever  reich  nicht  gar  oa  erben  bkyb. 

TflTBcbickt  i<i  iuin  ein  fa>ml)clc  htat, 

gebt  jr  «11   fmmnusri  all*?a  ili«Dpr  zu, 

der  sie  in  seiner  pfi«ee  liat, 

hiä  sie  euch  ein  eiben  ^eberen  tbu, 
20  der  fftrder  ewer  reich  band  hab. 

waraufT  dänisch  eirer  nuinun^  beleyb, 

lindt  jr  hie  zwiMohfn  wol  b&«chey<], 

ob  maB  sie  tMt  oder  em^  vertriiyb." 
IV.    Diß  redt  Hert/otf  Leupold  danimb* 

waiin  er  din  (Vaw  gar  fnimni  vmid  erber  gcntnüdi  hot, 

ob  nun  die  warh«it  ward  gewar 

durch  was  mtrew  sie  k«in  zu  disen  n01«n. 
5  Erwaycbct  ward  dor  Hnig  fnimme, 

sein  herti  mit  jeinerlichera  weynn  durclibnwiiPii  Ihet, 

empbalcli  es  Hi'rtxofr  Lt>upold  gar. 

doeh  das  man  sie  nach  der  gftpurt  »olt  tödten. 

Ffir  jnn  sie  auch  nicht  kurnm«»  «olt. 
10  «chifrd  damit  »b  inn  pittertiiihem  hinnen. 

mit  grosser  mfi  Hert^og  I^upold 

die  Königin  begcret  zu  beschinnen. 

bugrAat  ein  rrumtnon  Bitter  alt, 

Bolt  inn  trewn  sein  mit  jr. 
lä  das  er  geloht  .  die  fraw  muxt  weichen  schier. 

0  wor  solt  sein  dos  sjms  so  hart, 

der  nicht  alhi*^  ui-decht  ilen  gnißpn  »rhmflrtz, 

dpr  diKcra  reynen  wuybe  zart 

so  gar  dorchdiaog  jr  reyns  geni&t  imnd  hertz. 


l  II.  KAnlg.     18.  aor«t.     14.  tH.  Jrom.     11.  fniinon,    19.  thul.    21.  bln^b. 

>a.  fiBdet. 

IV.  I.  redet.  Lcijiulil.  2.  tiam.  S.  wardc.  5.  rruinn-  ti.  «reynon.  1.  Loo- 
iHtld.  9.  kamen.  10.  |i.  irswntji.  il.tiiüliv.  Loupuld.  18.  begrAsti).  (niuien. 
lA.  <r  nulL     Irowun.     ID.  wejb.     L9.  roynca. 

10" 


20  md  ven  sott  es  erbarmen  niouL, 
das  sie  vonn  hab  vnd  aller  jrer  zier 
abweichen  mnet  durch  den  gewalt 
des  Marschalcks,  dem  sie  nicbt  erffllt  sein  gier. 

V.  Der  Bitter  alt  von  dannen  keret 
mit  der  kAnigin  dorcb  ein  wald  graosam  vnd 
der  Marschalck  bald  nach  eylen  thet. 
wann  er  besorgt,  die  fraw  w6rdt  jm  erzeleo, 

5  Wie  er  jr  mzimlich  bet  begeret, 
vnnd  das  es  darnach  komme  an  den  Kfinig  mil 
des  er  sieb  eylends  zu  jm  neht, 
achlug  aatr  den  Bitter  alt  and  wardt  jn  feilen. 
Do  er  non  den  mordt  woU  began, 

10  inn  dem  die  Frave  abwegs  sich  rerBchlnge, 
verschloff  eich  in  dem  wilden  tban, 
kam  darnach  inn  ein  weg,  vnd  der  sie  trüge 
zu  einem  frommen  Koler  alt 
bey  dem  kolhauffen  sein. 

15  sie  eylt  zu  jm  vnd  sprach:    „0  Herre  mein, 
ich  bitf.  dich  laotterlich  durch  Öot 
Tnd  durch  sein  ke&eche  werde  mutter  zart, 
du  wAllst  ansehn  mein  grosse  nott, 
mein  vnschuldt  vnnd  scfamertzliche  hynefart. 

20  ich  schied  nechst  ab  von  eer  vnd  gut 
in  grosses  elendt,  iamer,  angst  vnnd  pein, 
wann  der  vber  mich  bet  gewalt, 
der  ist  durch  ein  mArder  gegangen  ein 

VI.  Unnd  ligt  dort  ferr  im  wald  erschlagen. 

ich  solt  zwar  auch  geliten  han  die  selbig  not —        ^ 
danimb,  o  berr,  sich  ob  du  mich 
vor  dem  grausamen  mfirder  mögest  fristen." 
h  Dem  Koler  gieng  gar  nahnt  das  klagen, 
nam  sie  bald  an,  e  jr  die  flucht  wurde  zu  sp    ^^'^t 
tröst  sie  mit  wortten  gar  süßlich, 

V.  6.  knmc.    7.  daa.  nehet    10.  Fraw.    18.  frnffifin.    17.  tB.    18.    -^^IltH 
an sehen. 

VI,  I.  in  dem.     5.  nahcnt.     6.  cc.  spat. 


149 


Ali  si«  als  bald  schnell  hyn  zu  MinPr  niyst«ii. 

Hif  üjifct  rrtfi  di<>  htKlori  Aaf, 
10  wie  sio  drvir  üw:  vor  wer  im  wald  vmbgangenn. 

kraoL,  wbitz  rnd  ander  solchs  sie  uß. 

wi-r  gluubt  (»it.  lias  jr  schwer  Tniid  Rioß  %crlanKcn, 

dflr  srhmertK  vnd  hcrlxenlUrhe  forcht, 

vniiinli<'h  »pryfl  vnd  rieht 
[ü  dns  klar  woyb  hah  kennen  vertrauonn  nirht? 

ich  Bscliwpyjr  in  jrem  levh  der  fnmhl, 

darmit  sie  w  scbwcrlicti  belatlen  nrnr, 

da»  HJe  ein  sun  jffbar  mit  xiidit. 

nicht  wunder  wer.  Ab»  sie  rer«;hnuu'ht  wer  gsir. 
'20  dum  diu  IM  atlp  din)(  vennag 

vnd  hat  diu  Meine  ullwe^  in  der  pilicht, 

ob  die  OAtliche  macht  iliui  worcltt. 

di8  9elti  mein  loundt  »uch  nyminer  widcrsprichl. 
VII.    Dinn,  Ao  der  Kolor  diis  zart  weybe 

vnnd  jr  tchin  Adelich  geber  vnd  »rt  vermerrkl, 

,ir  angpsicht  rnd  kAstlichä  klaydl, 

fiel  jr  zu  l'össen  vnd  sprach;    „KnaA  mir  frawc. 
5   Ewer  hoch  wul^boraer  leibe 

^ibt  meinem  >i«(lancken,  clas  ^rh  inn  mein  berix  «terßkt. 

ein  sundiTÜrlis  vorborgens  laydt. 

ewe-T  lukunlft  sey  mir  zu  einei'  trawre. 

Mir  werde  duim  kArtzlich  onelt, 
10  durch  wAn  vrsiich,  vnnd  wie  jr  hör  »eyi  kiimmen. 

sunst  mir  cvrr  »ukimfFI  mifsefelt." 

die  fraw  gundt  jms  allä  kürtzHch  vbcrsiunmen 

Tnnd  gert  damit  dem&tLßklirh, 

XII  »ein  in  seiner  hut. 
15  Aw  was  der  Koler  so  irillig  voA  pit. 

er  !*prach:    „o  Fraw,  all«  das  ich  hab, 

sol  ewer  sein,  viind  bibt  damit  gewalt." 

die  IVaw  .sich  willigklich  ergab. 


8.  fdr«t  11.  aollichs.  14,  Fniimliche.  IC.  geschwejg.  19.  ti«  f«1ilt. 
imh.     '21.  vn.  »oin.    Ü.   wirctil, 

VII.  I.  tejbe.  Ü.  «rcrtiiurckt,  <}.*&.  4.  TA.  geiiad.  Iti.  kuin«n.  II.  ewer. 
■Um.     14.  ia  der  «cinuti.     IS.  hIIm. 


150 


sie  spr&ch:    „mein  Knler,  gc  haf  die  g«sta1i, 
20  ii'h  hab  bey  mir  fdntT  gfllden  rot, 

die  nym  mit  dir.  vnd  biß  nit  vngemut. 

hyn  gm  Purill  iiym  dir  Am  strich. 

viind  kunibt  itir  yemandt,  der  dich  fragen  thut, 
Vm.     So  meld  iiin  kaineii  weg  tiiit^L  nichte. 

kauft'  mir  ein  Scher,  ein  P'injrerhut,  Nadel  md  Ein, 

auoli  Sflyden  Srhwartz,  lirfin,  Praan,  Plab,  Rot,       di 

Gelb,  ßrjiw.  -YndPleich,  Liecht.Tuiu-Jiel,  mittelmejssig. 
Ö  Vnd  blev'b  nit  lang,  das  du  mit  niclife 

erforschet  werbest  vonn  den  dingi'n  zu  erzeln, 

dadurch  ich  kutnnien  mAclit  inn  nott 

darumh  eyle  schier  und  tiili  nit  ablesülg." 

l>er  Koler  volgt  jrflm  Reheyll. 
10  zoch  hin,  volbraolit  di«^  dia^  nach  jrem  wiltonn. 

die  Fraw  sioh  sch6n«r  «rheyt  fleyß, 

hielt  ifich  damit  inn  all«r  gr&st«D  !ttilli?n, 

nert  sich  vnd  jren  »un  damit, 

den  si,^  in  der  ueyt  gebar. 
15  nun  Deinen  wir  des  alten  ]titt<>r<$  war, 

der  irni  dein  wald  armftrdet   lag. 

der  aelbif?  einen  hond  erzogen  het, 

der  '/wir  da  li.vri  lieff  alle  tai», 

dfm  Bitter  seine  wunden  lecken  ttvct^ 
20  darnach  er  hj-n  gen  hoffe  lieff, 

Tiid  wo  der  Mar^chalek  ^it'ng  h«r  vndc  dar 

li«U  er  gt'a  jm  daa  malten  nit, 

gab  jm  damit  ein  zwick  on  »llo  spar. 
IX.     Dann  yedermann  den  hunt  sonst  liebet, 

wann  jii  sein  Hcrre  hindcr  jm  gelaÄsen  het. 

dorhalb  er  offt  gespeyset  wardt. 

mnd  80  er  ein  wenig  gokrcfftigt  wäre, 
5  Er  sich  alweg  wider  begäbet 


Tllt.  I.  niddn.    3.  vfi.  Rlon.4.  tA.     S.  1.  «uS  Ajl».    6.  «n«]«».    7.  kumm. 
8.  ejl.   uikI   feblt.     U.  tejte.      16.    «aide.     13.  Min.    21.  *n<t.    ti.  nicliL, 
IX,  2.  Herr.     4.  gL-Jireflfliget. 


zu  aeinetn  turreii,  die  wundfiiß  zu  lecIceD  stvfc. 

doch  e  er  ron  dem  kAtfe  kart, 

liüf  er  allweif  zu  detne  Marscluilck  dare. 

Im  liiiidi-u  zu  ein  zvick  er  gtih, 
10  \ieB  dAiail  hyii  .  dtu  bvt  UertzoK  LuupoK'^ 

vennerckt,  er  uirht  wolt  lB«isi>n  ab. 

royt  dem  hundt  tiiich  vnn  forraa.  wan  er  wolt« 

der  äich  ein  wuf*  Ti-sach  lian, 

was  der  hiiiult  ina/nt  ilaitiit. 
16  also  fArt  JD  der  buD<l  in»  kurtzer  pit, 

da  er  d»u  alten  Ritter  Tanclt. 

vtid  aach  den  butid  sein  wundon  lockm  da. 

ubtiell  eyliMut  er  sich  tieymwartz  wandt. 

rUo  fbget  !»idi  !<iir  kArtzlicIi  dartiiurti: 
'JU  die  tiscli  kereytct  w«rvD  all, 

uut-'li  wiL»  <ltT  K&nx  lu  mal  gHaeaseD  (Jf, 

ßKii  jiu  vWr  iler  fei^e  luan. 

d««  Mart^ühaUrkü  kundt  der  liundl  ver^etititn  nit, 

iSuiider  sprang  jm  mter  «ein  au^en, 

ryü  jni  dumit  ein  Harren  von  seiiii  angcäictit, 

vnd   daniaeli  ^pntDg  er  rbeni  tisch 

denk  fruinmen  H^rtiog;  Lenpoldt  in  »ein  st:liu»Hf. 

Der  Mar^uhalt'l;  kundt  dex  biU  nit  lauirncn, 

wuaclit  v»n  dem  lim-h  vtitid  inaynt  ileH  Hund« 
zufeyren  nicht. 

van  dem  Hert.zo«en  er  jmi  liiesrh, 

der  H[iruili:     „d«n  liundl  ich  dir  mit  nii-liU-n  liwse.* 

Stundt  HulT  vml  redt  mit  lauter  stinnn: 

„^nediKer  KAnig,  veniierrkt  lU.'iei)  haxxe. 

der  hundt  hat  inicli  erwelet  jni 

zu  einem  fürspreetieni  .  nun  hürl  mich  lärbasi^e. 

er  sagt  mir,  vie  er  schnldt)^  aey 

ann  seinem  hierren  todt. 
15  dann  er  mir  die  stat  benennet  hol, 


7.  chi-  itns.    S.  il<-iii.  10.  l.i">[iiilrl,     II.  ila*  nr.     12.  «nit     14.  tnajneU 
^1.  K&nig.   33.  grgeiu 

IX.  1.  «tu  toU^r  «olnp.  3.  ibiT  deji.    4.  rniuien.     I-enimldL    G.   Uunilei. 

tucc     ü.  •Lim.     bAtcut.  14.  >.    Iiebeu  U.     1^.  Iia.t. 


153 


lar." 


Xt. 


XII. 


d&r  er  jn  aol  emiArdei  han. 

vier  mit  jin  wÖl,  dem  will  or  wcysenn 

suft'  wuscht  der  kün^'  mit  yedemian. 

Hert^o^  Lenpolilt  ii:iii)  dt>s  Huiid^ji  war, 
'20  gab  jm  ein  spejU,   ließ  laufen  jn. 

liyn  «en  lieii  wnld  evlct  er  sirbiiell  virnd  dort 

mit  jm  niaiirli  Hvrfzog,  OriiH'  Tiiiid  fn-j, 

die  vmb  den  Ritt*r  hcttPti  itnpst  viid  not. 

Er  wsrdt  er«tlioh    mit  der  Processen 

geholet  au(J  dem  waldt  vnrd  z»  der  erdt  bestat 

mit  (.Tußcr  pitturliclii'i'  klii;;. 

:il  niE'nigkUi'h  da  bcy  dem  opfior  waren. 
»  Oiiniadi  do  ■wardt  noi^li  nit  vergoss^'n 

dL'r  klliii^n  vnnd  jr  vn^ehaldt  .  daniinb  »o  hat 

der  kAnig  inimicb  kli-^liidi  fra^ 

vnd  durxu  manicli  jt'irn.'rIiirhB  geparen. 

X*vr  MarHi'hjiIck  ward  K»'^»'p:pnn  anii. 
10  d«r  siigt  cim  ycdon  ):ainptt'»  dariimb  bogcren. 

do  lieU  Uertio?  Leiipnld  verstan, 

vi«  (liisselbig  auch  vier  dcü  lninds  beguren. 

bald  wardt  d*"»  kamptl'ei*  stück  g^niacht, 

viind  da»  vrteyl  »efelt, 
lö  dt-ni  Marsiihiikk  ward  ein  prfiffpl  zn  gewit, 

baiidl  völlig  vnci  eins  armes  laiKik: 

der  Hundt  sicli  seiner  zeen  gebrauchen  solt. 

gar  äL'hii«l1  vardl  vmb  »ie  K»iä<:iit  ein  nclirauck. 

clur  Hundt  vil  mamdien  hartt^n  «cIiIuje  viTdoMt. 
äO  zu  letzt  er  jm  dii^  kt^ol  i>rwfi.soht. 

dannit  dar  KQni^t  den  k:iinptt'  aboi^toU. 

aucli  ilas  noch  weytt-er  wurd  bespracht 

der  MurüchuLck,  «'  er  mit  dum  tudt  wurdt  qa«lt. 

Von  stHiidt  an  ej  alle  ding  veriacli, 

daruiut  er  dann  gesn^hlej-fl'et  viid  (jeredert  Wärd. 

doch  von  der  könipin  nicht  west. 


n 


le.  der.     18.  kÖnig.    äÜ.  miiDich. 

X^l.  1.  dIIc.  T.  inanicIMVIiU.  S.  jorntirlialHt«.  II.  Leopold.  13.  band o*. 
18.  k&inpfTii,  14.  vrteyl  gtn  Jn.  lö.  ward  fchlL  16.  vll  ein«.  IB.  tcefliieht. 
l!f.  >clila|{<:  vciJutdt.    -JO  )mv.    il.  absIvU.    ii.  wiirdo.    23.  ee. 


wie  gern  er  die  selben  auch  ermört  hette. 
5  Do  tbet  tlein  kfinif;  so  vre  ili«  !tchni»^h, 

du  »T  TOD  grossem  wevnen  vmb  s«ii)  Traweii  zart 

nyndert  kimiU  haben  rv  noch  re!*t, 

SQ  briniren  an  wie  er  den  sncfai^D  thette. 

Kr  schicket  auü  inn  u1!e  Inndt 
ll>  wtT  »iß  «'rf&re  ud«r  ku  luidt  brechte. 

der  *oU  verciutit  «erden  zubaiidt 

rnd  uai-h  orliA<-tit  inn  allein  nein)  geat-lilecht«. 

da<t  Htiind  biß  inn  6:is  dritte'  Jar. 

da«  ni«^manne  wanlt  knndt 
t&  biü  aaft'  ein  zejt,  das  m  senden  bi^nndt 

drn  Koler  wider  «enii  Pareiß 

da  zu  vt-rkanffen  jr  kAstlitrli  )fem<>c)it. 

dtT  Koler  fOkT  mit  hohem  lleyß 

atili  lefrt.  ein  Krem<?rii)  iii  jin  her  nvchl, 
'^0  tTk«nnt  s.h  bahl  di-r  Kfin^iu  wiTirk. 

schwer^'  ptill  vnd  eyU  hin  fClr  ivn  Kfiiig  zu  »luodt. 

der  hietl  jn  fflr  sinh  bringen  dar. 

wit-  fai^t  über  ilor  Koler  lanirneri  knndt, 
Xlll.      (iab  dix'li  da>  wen-k  hieven jeduU  uhuki-. 

dann  das  er  irir  jr  leben  badt  s»  innifcklich. 

»a^  damit  alle  ir  >fi>ücliielit. 

dtT  Kfinu   [iid  auff  mit  alliT  äeiiier  macht«, 
b  Kitten  Ho  lanir  biß  i'>i  hi^t  fuge. 

der  Koler  sprach:   „ll«rr,  tnst  zu  jr  allaiiie  mich." 

in  dem  die  frawe  das  ersieht, 

scliuelt  cylem)»  aii-  zu  tlivlieti  jr  K^dachte, 

Vnd  jr  dw  kitidictti  wan  zu  sehwnr, 
10  das  mit  t-inem  kleinen  bn^en  vnnd  boltie 

trab  tfion«  .  ilie  Imw  ward  lliidien  awr 

vnd  ließ  i\n-^  kiiidlfiii  lijnder  Jr  im  htjltze. 

der  KQni^  aie  erevlen  tlift. 


Xn.  4.  «nuArdet,     5,  wee.     T.  nre.  riut.     10.  «rT&r.  brecht,     {"i,  «clnctn. 
14.  nwmandl.    li.  sie   r<>hlt.     IC.  PariU.    iO.  ■trkcnatL  KUniijin.    'il.  «Lille. 

XUL  L.  |[uiut(i;.    3.  dall.    Z.  It  felill.    i.  Kfinlg.     10.  «ineni  buJUe. 


154 


er  spraph:    „o  werde»  weyb, 
15  iiit  flit^L^ht  villi  mir,  «esü-htTt  ist  ewr  levli. 
l&st  mißli  vfin  grassai  angst  nid  not. 
die  ich  villi)  9urh  ao  hog  gel'itien  )iaii.~ 
ab  fiel  er  vonn  seim  pl'erd  gar  hört, 
mit  iirmvn  er  s'm  vmb  scUliuittieD  bexüiu 
20  käst  «ie  vor  ft-cfiden  nfft  vnd  dick, 

spracli:   ,0  mein  aller  hÄchste*  layd  v«rtreyb, 
mein  liprtz  dioli  nymmar  mer  vorlet. 
ia  deinen)  ^iiist  irli  riirttaU  <:vri|f  bleyb." 
XIV.     Deii  jUDKen  Kün^'  er  üucb  ereylet, 

uaiii  Jnn  anii  seinen  arm  vnd  kdsi  jn  inanigfalf. 
Hn  ^(^honor  waeeo  bt^ittellt  wa. 
ilHraiilf  IIIH11  sie  mit  firuHüen  fr^Ailtin  setxßt. 
j  Darbey  »ich  der  künc  nii^t  verwi-ylet, 

sunder  sitrh  zu  dem  wAsm  ^tetUg^  hidtfi  luirt. 
de»  Kolers  it  auch  nicht  verffuß. 
weyb,  kindt  vnd  *>r  wiirdpn  jrs  hiyds  wg^tjel. 
Fiir<3n  all  rrfllioh  mit  jm  lieym, 
10  evn  iiewe  Hochieyf  ließ  der  Köili?  aulisclireven. 
»Her*  vrilrk  erfrcwt  wiirdt  t;<'nii^y" 
vniid  wurden  allp  (M  g^bünedeyc», 
rreßriteii  sieh  der  Künigiii  her. 
die  kumnien  was  zu  landt. 
l!)  besaiidt  wurdfH  diu  herreii  alle  saiidt. 
erst  ward  5t«chenn  vnd  thumieren. 
der  IiiTÜclist  hfilT,  der  ye  ffcst'hftn  was, 
vinl  vier  kAstlich»   huftiereii. 
alls,  das  da  kani,  rerg^sben  tranck  vnd  aB. 
•20  piid  Werl  die  linphwrt  viartaphii  tag. 

dariiatrli  was  freiiilid  wa-i  sittinkliidi  verschwand t 

do  aafrt  nientfUidi  I«b  vnd  eeiv 

dorn  Kfinig  vnd  der  Käni^in  hoch  genant 


15.  cwcr.    IG.  vli.     18.  »cIdühi.    hart,    SS.  rerlftlM. 

XIV.  1.  Ki^nin-  H.  «oin.  5.  ktiuig.  8.  jroH.  10.  KJitiig.  II.  erfrvirct. 
li.  alle  frlilt.  13.  her.'.  LI.  kujiivn.  IG.  ^t-ili  st.  rli.  IS.  I^JoUidiM. 
19.  all««.     'Ht.  vTi  woMnL  ticrtti-bvn.      *iä.  *afvt.    tQfiiigklicl).      2Sk  Kfiaigin. 


155 

XV.     Do  aber  die  hochieyt  vergienge, 

der  K&ng  seinen  getrewen  Koler  fflr  sich  hieÜ, 
vnd  (1er  sein  lieber  gfatter  was, 
wann  er  das  kindt  het  anU  der  tauff  gehaben. 
5  Mit  dem  er  erst  vonn  newn  anfienge. 
—  alle  die  zuhörn  w&llenn  biß  auff  den  beschließ  — 
do  wnrd  vil  mancher  zeher  naß 
vergossenn.  vnd  darbey  mit  klam  bnchstabon 
Von  wort  zu  wort  gesehrieben  ein. 

10  Tnd  ward  damit  gemacht  der  klag  ein  ende, 
mit  dem  auch  den  gefatter  sein 
der  werde  König  nam  bey  seiner  hcnde 
vnd  gab  jm  ein  gantze  Graffschaft 
mit  all  seiner  gewer, 

15  anch  seim  geschlecht  nachfolgcnt  ymmer  mer. 
hiemit  endt  sich  diß  nev  gedieht 
vnnd  ist  in  uim  gemeynen  thon  gemacht, 
(loch  new  nach  der  histori  nicht, 
siinder,  wie  vor  jnn  RprQchen  ist  gedacht, 

20  vnnd  fast  in  kurtz  begriflrier  art. 
wann  yederman  hat  begert  das  ende 
Oott  der  Allmechtig  durch  sein  krallt 
am  letzten  vns  all  zu  hymel  neoAv.  .  Amen. 

(Jedröckt  zu  Nöriibcrg  durch  Job.st  üutkiiecht. 

XV.  2.  KTmig.    3.  );eratt«r.    5,  newen.    fi.  lahAren.    7.  wurde.    8.  kUren. 
lÜ.  ftl.     14.  aller.     15.  neioeia.     IG.  endet.     17.  eiaeni. 


TerUg  roD  M.  &  H.  Marcus  in  Bre^au,  KaisAr-WUhelnutr.  8 


Wort  und  Brauch. 

Volkskundliche  Arbeiten 

namens  der  Sßhlesisöhen  Gesellschaft  für  Volkskunde 
iD  zwanglosea  Heften  beraa8gre£:ebeQ 

TOD 

Dr.  Theodor  Siebs  Dr.  Max  Hippe 

otil.  fivlMHt  a,  d,  llnUcnltU  Hitdan  ülaütblbllotbal^r  In  Btula* 


Llie  SanunluiiK  von  Arbi?it«ii.  die  wir  DoUr  dem  TiUd  ..WoTt  und 
Brmiicli'  liernui^'ugi'lieii,  toll  t<in«n  Il&liinnn  bililvii  ITir  niuriuiicniJcliere,  i*a> 
nebioto  der  VolkakuDilf  drigch^iroiidc,  «isMuniicIiaftlicJie  Unten ucbunfni,  gleich- 
*iel  ob  dio«elbi!D  niu  uiiM-rt'i'  c!i-«»ll«rliBfl  ndur  iindimn  in  xt«ich«r  KicliUin)C 
BrbeiUtDden  Krcisuii  htrvorgolien. 

.Wort  nnd  Rrftueh*  trinl  dahnr  nil^ht  nnr  Arboiton,  «eldi«  lebloUA« 
IMngG  bühnndiiln.  Anrnoliini;  gcwAlinm,  iii>nd«rii  allen  Itoitrlgen  ulTcn  sUfecn, 
dii.'  ilir<-n  liügitiiaLiUiil  nii»  'l^tii  weiti^ii  fiitbiul«  irr  Volkskiindo  ühurbuipt 
cnlueliuiiTD. 

IW  TiUA  .Wnrt  und  Brniicli*  ist  kriu  Pto^unin.  Et  soll  aiebl 
den  Inhalt  der  neuen  Serie  Mit  fin  bejtiininled  Teilgebiet  dor  Volkskunde 
büSfhrUnkdii,  «ondem  lediKlicli  i'lii  kum-n  clmniktcTlstiiehci  Keuiitiurt  der 
SuiitiilniiK  :ti'iti. 

Die  Herausgeber 

BEah^r  »iitd  rolgende  Hefte  «rschicnen: 
1.    Kt^lrh^trt,  llDminnn:  ]>iii  deutRclien  Kamiliennaiiien  nach  Urmlaaer  tjuellpii 

.U»  i:!.  u.  H.  JulirhundKrU C.-IO  U. 

i.   Jaip»clik(«,  Kricb:    l.atttiiiim'h-rnniaiiiieliea  PrPindw'rrtcrbiidi  d«r  ichlHiiicb»! 

Miui.lurl , 5.M  W. 

3.  von  Uniti^rtlii  Wixlf:    IMd  HclileHiNcbn  MnmJart,   in   ibrvn  l.nntvxThlltiiiMKii 

);rttniMiaU«vh   niirl  g<.!Ci^n>i]>l>i4tli  ilaricesLAllt.      Mit  "i   Knrti'ii    .     .     S.60  U. 

4.  Bobn.  Kuiit:  Di»    Natioiuilljymiien   dar   itiin)|)ILiiidi>'n    V>dkr<r.    Mit   NoLtD- 

beitftfc'o 9,40  M. 

tin  Druck  bufiiidat  »ich: 
&.    de  Wyl,    Karl:     Rnhi'iiLhl- Kni-cchungen.      Dir    Sekrirti^n    Af»    IL    }o- 
huiiirH  rrueloriuK, 


A.  Parerka,  loim,  Eduwd  Tiawandl'i  fiuchdraek*ral  !>  Sralao 


Johannes  Aals  Spiel  von  Johannes  dem  Täofer 
und  die  älteren  Johannesdramen 


Vlltl 

Ludwig  üombert 


Germanistische  Abhandlungen 


begründet 

von 

Karl  Weinhold 

facrunsgegeben 
von 

I^^riedriüh  "Vogt 


31.  Heft 


Johannes  Aals  Spiel  von  Johannes 
dem  Täufer 

und  die  älteren  Johannesdramen 


von 


Ludwig  Gombert 


Breslau 

Verlap  von  M.  &  H.  Marcus 
X908 


Johannes  Aals  Spiel  von  Johannes 
dem  Täufer 

und  die  älteren  MaDnesdramen 


von 


Ludwig  Gombert 


Verlag  von  M.  &  H.  Marcus 

1908 


Meinen  treuen  Eltern 

in  Liebe  gewidmet 


Inhaltsrerzeichnis 


Seite 
EiiflhriRg:   Geschichte  äei  Johanneadraniatisiernng  bii  «uf  Aal. 

1.  Pruphet«iupiel 1 

2.  Caena  Herodis      3 

3.  Eratei  Frankfurter  Paasionaspiel 4 

4.  Krenaenateiiier  Pusionsspiel 5 

5.  Kbozelsaner  Fronleichnam  Bsp  iel 7 

6.  Alsfelder  Spiel 10 

7.  Heidelberger  VolksBohaiupiel 14 

8.  KrilgiDgers  .Tragoedia  von  Herode  and  Joanne' 20 

9.  Schoeppera  .Johannes  decoUatns' 24 

10.  .Ärchipropheta"  des  Nicolaaa  Orimoaldns 27 

lohuiu  Aala  Tngoedle  von  Johinnea  den  TXuftr. 

I.  Kapitel:   Zar  Biographie  des  Verfassers 3U 

11.  Kapitel:   Znr  Bibliographie  des  .Johannes* 36 

III.  Kapitel:  Die  Quellen  der  Aalschen  Jobannesdramatisiernng  38 

IV.  Kapitel:  Der  Inhalt  des  Aalschen  .Johannes* 46 

V.  Kapitel:   Die  AnffQhrangen  des  Aalschen  .Johannes'  nnd  seine 

Bearbeitung  dnrch  Ueyenbrunn 61 

VI.  Kapitel:  Zur  Verstechnik  Aals 68 

VII.  Kapitel:  Aals  .Johannes' als  Quelle  voIkskundlicherForschnngen  76 
VIII.  Kapitel:  Znr  Kritik  den  Aalschen  Job  an  nesd  raraas       ....  100 


Einführung. 

Gt'schiclito  der  Jolianncsdraiiiatisicrung  bis 

aul  Aul. 


Zu  den  Dmmatisieningoii  neutcstatnciitliLiior  Stotfe  im 
XVI.  Jli.,  die  dich  e&ra  licsondenr  Bclii-btluiit  erfreut  haben, 
gchrirt  in  trsUT  Mniv  <lio  (Jcscliiclilc  des  TSiitcrs  Jotiniiiii'», 
nnniont]ifli  der  l'llr  ilcri  Predigpr  so  verliiiinfnisvollp  Kotiflikl 
mit.  (li'iii  licrixIiu-tiiKi^licii  Haiiso.  Alit-r  l-s  wüit  unhi»it:üi-i8cli,  mit 
HafTo  HolRtcin  (iit  sfiner  Studi«:  Tiic  Rcfominrit»!  im  spii'trM- 
hilil  iIiT  draniiitiscIiiMi  LitciMtiir  des  XVI.  Jfi..  Hnlli-  188*5)  an- 
zuiielimpn,  dass  diosiT,  ja  unzweifelliiift  (Iranmtisclistp  Bestand- 
teil im  Ijebcit  des  Jobaiiiics  za  d<;r  PrainatLstiTiiiif!'  sciiius  Lebens 
Anlaiis  gpppben  hiUte.  Die  Sondcrdriinieii  lies  XVI.  .III.  von  ,I<i- 
hönnes  dem  TauftT  sind  die  lotztcii  (Jliodpi-  eim-r  iäniccrpii  Kiit- 
wiokliirigsrpilK'.  Tnd  wenn  wir  mm  iücsp  sorptiani  rUckwärte 
verfolgen,  so  fiiuU-o  wir,  dass  dit*  Aiifiiiisi?  der  Dramatisierung 
des  Joliaiines  im  sogenanntfri  l*roitlM'tcii>i»!rl  licpim.  Dii-si-s 
Pn>pliL-lcii>;i)ir-l  ittt  jii  bukanntlicli  um  diiii  ^st-i-mo  henti  Aiii^o-sHni 
ppifioopi  de  nataUr  Doinini,  Icctiiv  s^xta"  hcn-orgogaiippn.  Marius 
Sepet  hat  sie  in  seiner  gTiindleftiMidoii  AliliiiiiillunK  „IjCK  yro- 
plii-tps  dl]  (Christ-  zum  rrstenmal  verüffpritlicbt.  Der  lYedijjcr 
rwfr  liier  die  tünzdiun  Prii[ili('U'ii  in  U-Muifu-r  Anrede  anf.  da- 
niil  sie  gegen  die  nn^liuibigen,  verstockten  Juden  für  <!liristU8 
Zeugnis  adlef^en,  Dadiuvh.  dass  er  selbst  die  Propheten  mit 
der  jeweiligen  messianiriclipn  Weis-tapiiiiK  antworten  lüsst,  wird 
das  (ianze  za  einer  Art  dnimaiischen  Szene  Im  Munde  des  Prc- 
digera.  Johannes  ist  im  PrupliPtenspie)  mitui'genmh'^  der  It-txtu 
|lit  der  Beihe  der  alltesliiniviitliclK-u  Pruj)ln-teii.    AI)er  man  Imt 

UvIlllitTL,    JliU.  Auli  J<>li»ntir<  I 


den  Kimirm-k,  dass  er  niclit  uigrntlich  liurlirr  {ri-lini-t.  Drtii 
was  er  —  snwolil  im  pnihrj'onalen  Ritual  \-on  Saint  ^fartinl  <ii 
Limoges  aas  ütm  XI.  Jli.,  als  auch  in  dem  weiter  uniwickeltei 
StAdium  des  l*]'npttrteiispiel.s,  der,  narli  di'^m  mitgcfülirtcii  Eem 
des  Bjilauni  bcituiink^ii  ß!<L-l.spi-nzc'i5sion  vvti  Kouuu  —  vorbriostj 
ist  wenigor  eine  Wt^issaf^iinp  drs  Messias,  wie  bei  Tsaias,  Jen>i 
mias.  Donicl  usw.,  als  violinclir  ein  hin  weisendes  .Z«ngrniä  fili 
Christus.  Joliannes  tj^ilt  in  diesen  Proi)Iit'tPnKiiielen  mir  draballi 
aaf.  weil  er  nun  einmal  in  der  Vitrlage,  jener  'Wcihnachi* 
predigt,  vrtrkfimiiil.  Was  dfr  Tiinfer  sapt.  heschrünkt  sich  aul 
da^  dciiiüti^L'  ÜL-ki-ntitiUK  nach  dem  Kvau]r.'Hum  .luhatmis  Kap.  (, 
Ver«  27,  atif  ilas  Zeugnis  des  Johannes  bei  der  Taufe  Jesu  qd^ 
jener  Stelle  vom  Urautnihrer  (Juh.  III,  2U).  IXt  Text  eilt 
(leiit.sclien  Priiplieteiispiels  ist  unx  leider  nicht  erhalten.  Ab 
Chrunikcnbcridite  geben  uds  noch  letzte  Kunde  von  zw 
derartigen  Anftulmingen,  in  Regensbui^  am  7.  Februar  de« 
Jahres  1191,  und  in  Hign  im  Jahre  1204  {vgl  Crcizcnncli 
Bd.  I  S.  70).  Bei  dem  starken  dramatiüehen  Zng  Jener  Zoi^ 
latr  iler  Gediinke  nalif.  Aan  Anftreten  di'r  einzelnen  Propheten 
zu  kleinen  Dramen  zu  erweitern,  zumal,  wenn,  wie  hei  Johannes 
die  hästMiiötlie  fberlieferung  einige  Ajilialt.-^pmikle  bot.  Für  dett 
Rigner  T..udnH  von  ISO-l  ist  dies  aiicli,  nach  der  Notiz  des  Chro- 
nisten, mit  ßestimmtheit  anzunehmen.  Hier  ist  auch  zum  ersten- 
mal der  Koniliki  de»;  Johannes  mit  [{erndes  behandelt,  jn  s«lli<:L 
die,  als  Strafe  für  diu  Hiiirichtuiig  des  Propheien  gcUaclitcJi, 
untrllickliclien  Krie;ze  de»  Üerudes  Antipas  mit  Aretas  werdri; 
hier  —  und  nur  hier  allein  in  einer  Drenintislerting:  des  J(h> 
hannosatofffi  —  heranffezofren.  Der  onffe  Ilahnien  diesi^'r  all- 
gemein orientierende»  KiiiriUiniiiu  versagt  es  mir.  »uf  die!« 
interessanten  Krstlingsersciieiiiunpen  niilicr  einztifrehon.  | 

Zniiii<'h.si,  hiiben  wir  nuc'h  einer  für  die  weitcK--  Kntwicfc* 
Inn^  der  Johnnni'^drsniatiKierun^  äut^Nenüt  wichtigen  Bildung  zu' 
gedenken,  Ks  ist  leicht  finznsehen.  das«  den  einzelnen  TeilrB 
des  Proiilietenspiels,  weniifjleieli  sie  dureh  eine  Lcilide«  20 
SHnnncii^reJiiiltt'ii  wriiden,  eine  zeiitril'n^iale  Kraft  iiinewuhnen 
nius^ite,  Aus  dem  grossen  Znsiinnnenhang'  lösen  sie  sich.  iiH 
sich  zn  vollk'innnen  selli.'itiinilipen  Si>nderdr»meii  an.>izi)bihk-n  — 
lind  zwiir  wird  niuu  j<-iu-ii  be-stindere  Aulmerk.'^nikuit  zu^uwunilt 


s 


haben,  denen  d*?r  meist«  (IrainaÜsctie  (SrliAlt  iniiewohiil.  Daa 
gilt  nan  in  ganx  beüoiiJcnni  Mn.<«E^  von  Johannes.  Abpr  noch 
inelir!  r>cr  ßwsiindt^  Mtrisdu'JivcRlaml  wird  i;ein('  Rechte  gelteud 
niHcUfn,  uui  selbst  lüescn  primitiven  mitietaltwliclu-n  i:)icht(>rri 
zn  safTfti,  diuts  JoliaruicA  nicht  nis  PrDplK't,  nicht  a.h  Täufer, 
M>n<liTn  in  t^>iii<-Ri  Konflikt  mit  dvm  ln-mdianischvn  llauRt-  das 
dninmÜHclic-  Interesse  in  hei-vurnipi-iidi-m  Masse  in  Ani4|ii-iH-h 
nimmt.  Hierher  gphrn-t  vin  Sctiaiispicl  „Cnt'ii«  Herndls",  daa 
i'in  Schreiher  der  Scholieii  mv  Ars  iioetira  des  Horaz  als  Bei- 
spiel zu  der  bekannten  Stelle  (V,  liii)  ,aut  agitiir  res  in  scfuis. 
aiu  ncta  refvriur'  in  Parfotlu-äc  angemerkt  liat.  D»s  S|iifl  ist 
nUu  benannt  nach  seinem  Hubepunkt,  dem  (.icbuiiMtagRinahl  des 
HerodoR,  bei  dorn  sich  dns  blutige  Scliicksal  des  Johannes  «r- 
lülll  hat.  Xacbdcm  die  Ansieht  des  Herausgebers,  Zechnioisters 
(Wiim  1877),  der  dieses  Julia nnestlrama  ins  IX.  Jli.  verlegen 
wollle,  jetzt  Biidpültig  widerlegt  ist,  werden  wir  es  mit  Creize- 
tiach  ins  XI.,  vielleiclil  auch  Ins  XII.  Jh.  setzen.  Dass  uns 
der  Schreiber  der  Seholienhandsehrift  nur  eine  ^nz  proble- 
matische Bemerkung  über  die  „Caena  HerudiK*  hingeworfen 
bat,  ist  ja  sicherlich  einerseits  sehr  zn  bekla{£en.  AnC  der 
auden-n  i^eite  ei'^ehen  wir  aber  gerade  hieraus,  dnss  das 
niifi  verlorene  Spiel  \on  Juliannes  und  Herodes  xa  Jener  Zeit 
sehr  bekannt  gewesen  .lein  inil.'is,  so  dass  der  Leser  der  Scholien 
zur  Ars  poL-tica,  die  ja  niemals  uns  dein  tiesichtskn-i«  dt-r  ge- 
lehrten Welt  ganz  geschwunden  war,  süfort  wiüKte,  welelies 
Drama  hier  gemeint  sein  soll. 

Mit  diesem  letzten  AngliUifer  des  Prophetenspiels  verliwsen 
wir  dic^L■  Richtun;^  des  geistliehcn  Üriiniiis.  Man  sollte  nun 
meinen,  üas-s,  nachdem  sich-  der  JohannesstAfT  einmal  am  den 
Pcs.seln  eines  grosseren  Zusammenhangs  befreit  liatle,  er  nun 
ungehindert  sicli  biittc  auslmnen  luiil  eni>YickeIn  können,  Doch 
dem  ist  nicht  uci!  Vielmehr  haben  ihn  inzwischen  die  grossen 
Mysterien  des  Mittelalters,  die  Passions-  und  Fronloicbnams- 
spiele  anlgeirriffen  —  und  in  ihrem  Oienst  muss  er  noch  volle 
zwei  Jalirh änderte  ausharren.  Mio  Gt^scliichle  des  VorlUiilers 
Jesu,  zumal  seine  öffeutliclie  Wirksamkeit,  steht  ja  mehrfach 
mit  der  des  Heilandes  in  enpcm  Zusaramenliang.  Ich  will  mich 
hier   aber   nur  uul'  solche  Dramen    beschränken,    in    denen    du« 

f 


üffcntlicli«  Auftreten   nnd  öia  letzten  Lebcnsschfcksalp   des 
hftnnps  dargestellt  werdi-u.    Da  Ii.iI)on  wir  zunUclist  die  Vrati 
fiirttT  PirigitTTDllc   uns   ilciii  Jülin-    1.1.'iO,     In   illcscni    rrsl 
Frniikriirtri-  Passlonssiild   ilrs  Unltlrmar  roii  Prtprwril  ii 
die  Knmniti|mti{iii   dfs  .loliuniK'tiütiift's   vuin  Propbt'tftis(»iLd    kl« 
xum  Ausdnirk  ]gi>ljmo)it.     AIr  Kinloitiing  dient  nämlich  hier  ti 
kleines  Proplieteiispiel   —   nopli  ganz  im  Sinn  der  Anpnstini; 
predifrt.      AiiKiistimis    lässt    die   einzelnen   ihre    messianinch 
Wi'is*a{iüngL'it   voi'tnijreri,    uIkt   die   vcretijcktni   Juden    wol 
diese  ZeuKnii!«e  nicht  gelten  lassen,  ja  sie  verliülmrn  sie 
Nun  will  ihnen  der  Kirclieulehrer  die  ganze  Leidensgescliichi 
des  llessiaji  vor  Aiipen  l'liliipn  lusseii,  um  sie  eines  Kesseren 
belehren.    Joliajines  der  Täufer  steht  uirlit  nielir  unter  der  Z 
der  iilttcstann'utlirheii  Troplieten.     Wir   halten  bereits  oben 
twhen,   wie  er  dort  ourli  mi'lir  unter  dem  l<2tnfluss  der  Vorl 
aufgetreten  isl.     Hier  im  i-rsl«-!!!  Frankfiirtir  S|ik-1  ist  JnliHniM 
das  Bindeglied  üwisclien   dem  alten   nml   dem  neuen  Rnnd;  I 
weist   hin  auf  den  daherkommenden  Weltlieilsiid.     Christas  bi 
gchrt  von  ilnn  die  Tiuife,     LTninitiHluir  nndi  der  Taufe  —  oi 
zwar  giinzlieli  tinvermittelt  —  tritt  Jotmtuies  dann  vor  den  KiJnii 
Ilerüdes,    uro    ihm    ernsten    Vorhalt-   über  ^ein    Lasterlebe» 
machen.    Der  Fürst  gerät  über  diese   Kühnlieit  des  Predipei 
in  i'iur  riin-htli;in'  Wut  nnd  ln'fii'liU    seint'ii  Kiieeltten.    den  J 
Iiarines  in  den  Iverker  zu  werlun.    Wahrend  di-r  grosMcn  Krankt; 
heiltingsszene  (45—64)  «cliickt  dünn  Jotiunnes  aus  dem  (jeräii 
niKse   K^ine    Jünger   zu  Jesiu;,    um    ihn    xn    frugen,    <di    er  ili 
Mesuiias  sei.     Leider  ifisst  sich  aus  den  Stichworten  der  Dirigi' 
rolle  nichts  auf  die  Auffassung  liahlemars  vnn  dieser  Hotsch; 
iizene  schliessen.     Wicihrnm   ßBn!:  wnvcrmitteU  folgt  die  O 
muldsszene,  die  nierkwürdigerwrise  mit  dem  Tanze  des  Miidche 
beginnt.     I>er  Küriig  gowiihrt  ihm  den  bekannten  Wunsch;  » 
di'n  \laX  der  Uutter  hin,    verlangt  iss  Müdclien  das  Haupt  d 
Tänfers.     Fndilorkcnd  über  das  <!elingeii  ihres  Begehrens,  ni 
die  'l'iinzerin   zwei   bis   dreiniiti  .wol  mich!"     Dieses  Mntiv  il 
iii  mehr  als  einci'  Hinsicht  sehr  antfnllend.     Im  Muiidr  der  nirli 
süchtigen  Mittler  hJUteti  ji.-ne  WiTte  entschieden  mehr  psydwifl 
giselii'  Wiihrschernlirlikcil,     Hit  einem  windige»  Akkord  scldlwa 
dns  (_ianze  ah.     Ijitcr  dem  Gesang  der  Antiphon  „ICcci:  i|uum»dl 


I 


» 


I 


I 


nioritur  insttis-  —  lunl  nirlil,  wie  e«  in  Aqv  Aiispak-  Ai-s  H.  P, 
von  Mildisat'k  liL-i!;^!.  voo  Ksaias.  57,  1;  —  Ühvv  di«  Anliplioii 
vgl-  iintPti  im  Kap.  IV  —  trajren  Alf-  Jdnirer  iIp«  (Jomordctpn 
xoinen  Lfichnam  zu  (Irabf.  Dorchaui«  wurdic:  und  ernst  ist  üi« 
I>r»iiiuti>ii>riing  .lolianiies  ävs  Tfliircrs  im  rrsten  Frankfui'ter 
l*as.si.«issiilcl  »flfiibar  tfelmltcn  püwvwii.  Die  HnDdhiiijt  crfoljft 
im  engen  Aiisctilnss  »ti  du-  Iilhlisclii"  V»rlape,  Die  Älotivc,  he- 
sonderR  das  Raohemotiv  der  Herodia»,  mid  aber  aasclipiiiend 
sphr  weniff  piitwickolt  pewpsi'ii.  Ol)  Üpr  Verfasser  pine  liidivi- 
cinalisicniiifr  gciner  PiTi-oiicii  auch  nur  versiiclit  hiit,  liisst  sicli 
aus  Jen  Sticliwonen  heraus  nicht  mehr  feststfllen.  Die  Hitiiit' 
lang  ist  s^i'uiißliari,  metirfAt'h  iinvormittt-lt  und  abgi^rissen. 

Eltpnfall«  aas  der  Mitte  ilex  XIV.  Jli.  staiiiiiit  i'in  neuer- 
dinßs  von  I.  Strohl  aufgefundt'in's  tiiid  lifnuLsgeyeljents  Frag'- 
inent  eines  so^etuintitvn  KrfuzriiHtr liier  r»MlonüH|i]i'lH  (.Aq.<i 
ilcr  KrpKzrtisteiiicr  BiUliottick.  Studit-ii  zur  dcutsclieii  Literatur- 
geschichte von  I,  Strolfl,  Wien  1Ö07;  Seite  3  23")-  Die  Miuid- 
urt  des  Denkmals  ist  die  mittulfrankisclie,  nicht,  wie  Slrolil  be- 
hauptet, die  rh«inrrrinki.<iclit'!  Von  der  Jnhannesdraniatisiening 
.sind  uns  iinOirere  Tlnirli.'itiirke  erhalten;  sie  hetrotfeii  die  Oe- 
t'aiigeDnitlmie  des  Täufers  und  da.s  Hoffest  de.s  Herodes.  Das 
erst«  Fra({ineot  (in  der  Süoblsclicii  Anordnung  S.  18)  zeifft  uhä 
„Herodiana''  und  ihre  Tnchtt^r,  die  den  König  zii  der  lievoi*- 
stehenden  Festlichkeit  beglück wänscheii  (V.  I— *J):  das  foigeiide 
setzt  wolil  die  Sitimtiiin  vnrans,  dass  .Inlianiie.'*  den  ehehreehe- 
risilien  Herodes  durch  einen  Brief  gemaltut  hat,  von  der  Sünde 
ulwulataen.  Auf  diese  Aufforderung  hin,  scheint  Herudcs  zwei 
RilttT  an  den  WUstenprediger  abgesandt  zu  haben;  allein  Jo- 
hanne«, aiutfttt  tdf:h  einschiiclitern  zu  la-tsen,  hat  diese  GelefKri- 
lieit  heniitjit.,  um  dem  königliehen  Missetäter  eine  erneute  Mahnung 
zukommen  zu  lassen.  Wie  wenig  ilhripens  diese  ßriramig  drein- 
whaueiidi'ii  Kitii'r  \m  dem  würtgcwnltigeii  Pi'ü|>heten  ausgc- 
ritlitet  liaben,  zeigt  uns  sehr  lehlmft  der  Bericht  des  einen 
(8.  19  V,  ö  ff).  So  gibt  er  denn  seinem  Hi-rru  den  liat,  mög- 
lichst bald  den  strafenden  Mund  doKUusspredigersziimSehweiffen 
211  bringen.  Hemdes  muss  »tshald  auch  die  Gefangen iiatiine  des 
Johannes  angeordnet  haben.  Darauf  sind  wohl,  wie  auch  Strobl 
anoiiunit,   die  Worte  des  uiiieu  Stix'lfcn«  der  Handsclu-ift  „Wii" 


6 


Tiain  gemacht  i>»sc]i  inde  sam^,  ku  beziehen,  dir  tiem  eiueii  der 
ziiHK-kki'Iiivndcn  Ritt^T  in  den  Munt]  fr^'U-frt  sind.  IM«  fol^'iidf 
ri'iijfiuetit  vt-j-si^tzt  iiiis  bereits  iiiittvii  in  »iic  tiastiiialilsswMie 
hinein.  Herodcs  stellt  die  AulTordcning,  ibm  und  seinen  Gästen 
zu  Elireii  zu  ^b»!itCR'a"'.  Den,  der  Folge  k-isttt,  will  er  ül«r- 
reicli  beliilnu-n:  .irii  wil  in  rieh  miiolini  iis;t(>r  mm-sson;  nu  liiihit' 
ich  eine  locssen  half  miti  rieh,  ich  wilt  enie  sweitu.  of  wal  he 
bidt  ich  wils  eine  weren".  Mit  Freuden  willl^thit  die  Tochter 
der  Herndiiis  ih-r  willltomtrieiicn  nille,  Grziert  mit  ilmi  Iciizes- 
grünen  Lautiscliuiiick  des  Maien,  will  sie  mit  den  vier  Tanz- 
mSdclie»  {das  Frn^ient  hat  uns  nur  die  Nitnieii  von  zweien  er* 
halten:  Lore  und  Windrint)  die  -j;u(><ii;e  ballerie  tredenV  Ucn 
Anfang  des  Tanzliedehens  teilt  uns  Aus  BmchstUrk  noch  mit 
(,AIle  creaturen  .  .  .").  In  dem  sich  anscliUessenden  l'^iigmcnt 
Ist  votrdcr  Macht  An-  alltfi-waltigen  Minne  die  Rede;  der  5!«- 
ssninienliaiijr  dieser,  jedenfulls  vou  Salonie  Resprodienen  Worte, 
bleibt  unklur'i.  Im  iiaclisleii  Uruebstüelc  hüri*n  wir  «Iic-  lleivit- 
Milliffkeitserkliininp  der  Tochter,  dorn  bhiiprieriRen  Wunsche  der 
Mutter  Gfwäliriing  xa  versclmft'en.  Per  Schluss  der  Jtihannes- 
frapniente  int  uns  nur  in  panz  ahg-erissenen .  schwer  einzuord- 
nenden SatztoilL'H  überliefert;  dus  eine  wird  aus  der  Kurdciung 
der  Tänzerin  stammen;  das  atidtTe  gi'hört  di^rßi'willignng  durch 
den  König  an. 

Womit  die  Johannfsdramatisiening  des  sog.  KreiizeiisteinOT 
pBSslonssiiiols  begiinri  und  womit  .sie  «b.schl(is.s,  duriilier  ]assiM 
nus  die  Fragmente  im  Zweifel.  Soviel  aber  erlauben  uns  st-lbat 
die  vürli)i.iidonei]  BriicIistUcke  zu  behnnpteii,  dusri  wir  das  um; 
verloren  (jogiingene  nicht  schwer  genug  beklagen  kKnnen.  Mit 
Wehmut  sehen  wir  auf  die  Triimnier  des  ilurrh  unkutMlige  Hund 
zerstörten  Denkmals.  Nrhnn  die  erste  Ix-kttlre  überzeugt  uns 
von  der  Kigemirt  und  viui  der  Soltistnndigkeit  unseres  iiiitl^'l- 
fränkisrhenUnimalikers  gegenüber  den  nus  erhaltenen  JnhRnnes- 
dniinatisierutigen.  tinbedingtc  Selilüsse  auf  das  dramatische 
(;e.«chick  und  die  riiiiraktei-zeichtuuig  des  Verfassers  zn  zielien, 
verbietet    uns    t'reilieli    das    fragiiienUrische    Stück.      Jübannes 


■)  (Zu  der  Kunzcn  Szene  ist  diL-  Mii{[!lalciicQsuiDo  des  Manatricblcr  Oster 
spiel«,  XfdÄ.  iJ.itüSl'.,  zu  ve:rgltjiclif>n,  wo  auch  d.i«  Li«d  „Alte  crcaturoi' 
TollHtiliidig  mit([>!l<'ilt  ist.    Vugt ) 


I 


«elt>8t  tritt  uns  in  »lern  Vf>rhan<lpnfn  leider  pur  nicht  ent}C^g%n. 
Die  .S])radie  der  Fi-^icinetitc  ist  i)tii-oliiiu.si  frisch  und  lobfU»Vull. 
Uer  bibliticlivn  ijuL'lIi'  .stand  iIvrDicIitrr  oireiitiai'  !;c)ir  t'ivi  Ref!:t>D- 
Bbcr.  I>NS  nniwcnilipiie  OerifitK'-  der  llumlliiii};  ülK-niiiniiit  vi; 
im  ubrigt-n  uK-r  Ifisst  i-r  seiner  PliaitiaäiL-  frt-ieii  H[iielruuHi,  ver- 
li-ilit  er  (lemStoir  i-iii  figeiie«  Goiirügo.  Oiiä'Iunzi-  iNt  Im  Cioltit 
dt^r  '/Mt  ^lialli-n,  wie  niiü  nAinctitlich  ilio  liorcils  erwüliiitt' 
Stelle  QlH>r  (lio  Xituie  xuigrt.  Im  Lit'i^ciiüitlz  zu  ßuldviimr  hat: 
dpr  tnittrirrünkiKrtif  Dirliter  sich  bemüht,  den  Tatiz  des  Mädcheiis 
m  individicilisicivii  --  das  erste  Beiti|iicJ  iu  der  Ucücliictitc  dcr 
JidiaiiniTidraniatiKieniiig. 

Alles  in  allem  iK'enoinnKn,  werden  wir  nicht  aii;«tühen,  dem 
Hei«nsfri*lj*r  der  Ki-enzcnKtcinor  Krafnnenlp  darin  btiziipflichien, 
das»  wir  cü  uiii  dem  Wi'ik  eiiif»  iiiclil  uiibtdeutenden  Uicbteni 
zu  tun  hnbi'B. 

I>a  wir  uiiH  in  dieser  eiDfUhreiidon  Bctractitinif!  k-diRlicti 
vciiu  chninijldgisf-'iit-a  (Ei-sicbtKjmnkl  widU-ti  li-ilcn  liitisrn,  mi  liubüti 
wir  jetzt  ein  pcistllche«  S|iipl  zu  hpriiekiäidilijfen.  das  in  mehr 
als  litcrarbiKturisclicr  Hiusiclit  eingehende  Beoclitune  venlicnt: 
dns  Kdnxolsiitirr  rrnnlrldiiinins^iiirl  ans  dtiii  Jnlirc  14711. 
I>it>  iiUerdiu;,'}«  t^L-lir  tniiliiii;:;ivi'Clie  Iland-schrift  ist  leider  immer 
noch  nicht  im  Druck  hi-rausBegeben.  Der  Gßte  des  Herrn  Prof. 
Dr.  Kolb  in  lliill  wrdaukc  ich  die-  (.' bcrlassung  einer  aoTU- 
nittiecn,  von  iliui  scllisl  angcfei'T irrten  Atwichril'i.  T.  Mansholt 
liut  biTCils  in  seiner  Dissi-rtiiliuii  .Dum  Küim-lsuiier  FroDU-icIi- 
namsspiel,  Marburg'  18U2''  diiranf  hingewiesen.  da.s.s  der  Cum-- 
]>ilntnr  —  wie  er  den  Autor  jiriniiis  Mfunt  — ,  bei  dtrJabunue«- 
dramatisin-üiig  seine  Si'lb.stiindi(,'keit  bwloutond  besser  bewahrt 
bat,  als  bei  anderen  Szent'n.  ,Es  würde  vergeblich  sein"  — , 
liei«sl  es  dort  «nf  Rtite  49  —  , liier  fine  Ite-fiiinmii-i^uelie  nach- 
weisen zu  wollen".  Wenn  wir  die  Uearbeituti}!  des  Joliannes- 
stoS»  im  KUnzelsaner  Fronleicluianitispiel  mit  derjenigen  in  dem 
nben  betrachteten  Ültereii  Frankfurter  Spiel  veiyleiclien,  so  lallt 
tin.«  eine  geradezu  erstiiunliche  Erweiterunjr  auf,  die  sicliprllcli 
ein  lieweis  ilalür  i-st.  d.iss  der  (ippeiiitaiid,  abfiesehen  von  anderen, 
gleich  zu  betruchtendeti  Gründen,  des  Verfassei-s  bi-sonderes  Inter- 
esse en-egt  lint.  f'ber  die  Anordinins  dtr  Johaunesszcne,  die, 
ÜB  (jegeniialz   zum   üIU'rL'n  Friuikfurltr  äi)iel,   ein   vollkomnieii 


8 


losspircs  CaiuEP  bildet,  »iiid  ilit  verüchtcdcurn 
ftt-ilakton-ti  iiirlil  im  Kinkliing.  Der  ci-stc  will  di«  „Etiiliiiui»- 
tiing  JobiiniiiH"  zwiscii«ii  ilv  VitkiicIiiiii«:  Cliritttt  und  div  Marii-u- 
Maf  dalenenszene  einscliif  hen :  der  zwpit^  s«tzt  sio  an  erste  Stelle 
und  der  arittp  gibt  ihr  wipclerum  dii'  zweite  Stelle,  nur  geht 
ihr  liier  dir  RerufutiK  der  Jünger  vnnius.  Joliannos  wird  diin'h 
eine  Kede  des  .rector  processionis"  bcsoitilers  eingefühlt.  Die 
sieli  anscliliessenden  ernsten  Worte  des  Johannes  sind  eine  eigen- 
artige VcrqHickung-  von  (jedankeii  aus  der  jobanrieifichen  Buss- 
predigt  und  iiiitti-liilUTliclier  ld«e»  UIht  Sünden  Vergebung  und 
Ablass.  Die  Hiuidlung  eilt  sofort  zu  dem  Konflikt  desJoliaun«; 
nut  Herodes.  Der  Krmip  ist  gleichsam  der  Kiz-siiiidiT,  und  der 
IV-diger  lublt  öitb  IktuIVu.  Uhu  gniiz  vyrmlimlitii  über  sein 
Sündeiileben  Vorwürfe  zii  machen.  Im  Köiizelsauer  Spiel  tritt 
nun  die  Intrigue  der  Hcrodias  siark  in  den  Vordergmiid.  Sic 
ist  es,  die  den  sciuvaelu'i]  Kiiiiig  gegen  Joliannes  aiifstacliWt 
lind  seine  Eiukerkeruitfr  bewirkt.  Für  das  grosse  (Jastinitll 
wird  anch  hier  nur  eine  äussere  Vt-rkiiUpfnug  gegeben.  Sonst 
verwendet  abw  unsef  DiibtiT  auf  die  Motivierung  grössere 
Sorgfalt:  so  bei  dem  Auftreten  des  Madchens.  Hierfür  und  IBr 
ihren  Tanz  liegt  ja  in  der  FestUcbkeit  der  Situation  selbst 
sflion  genügend  Gnmd  vor.  Aber  damit  iiiilit  genug!  Sie  selbst 
begründet  ilir  Krsiclii-inen  noch  einiiiiil  ganz  ausfülirlic]).  Ihr  Tanz 
si>li  i'ine  Unterballnng  für  den  Künig  nnd  seine  Gäste  und  du- 
mit  zuglL-icb  eine  Ehrung  für  den  Vater  sein.  Üemvrkensweri 
ist,  dass  der  wirfcungsvcllc  Kinzeltanz,  wie  wir  ilni  im  ereien 
Fnmkfurter  Spie!  gesellen  haben,  in  eiueu  Keigen  uiil  iiinrii 
Jungfrauen  verwandelt  ist.  iilüo  iUinlicli  wie  im  sog.  Kreiizen- 
steiner  Passionssjiiel.  I'berhaupt  .•icheint  man,  im  Gegensatz  zu 
den  Joliannesdritmen  der  Neuzeit,  itri  mittelalterlichen  Volks- 
scliauspiel  auf  die  psvL-liologiiiclie  Üedeutiuig  dieses  Tanzes  au 
und  für  sich  wenig  oder  gar  kein  Gewicht  gelegt  zu  haben. 
Die  ii&tlisti^n  Ereignisse  folgen  im  Anöcbkiss  an  die  Bibel; 
aber  ntebt  sofort  äussert  das  Mädchen  seine  Bitte.  Erst,  als 
Herodes  das  Halten,  seines  Wortes  auf  seine  Ti^'uc  vcrsiirtwhen 
liat,  nennt  es  den  blutigen  Wniuseb,  Der  Henker  ist  zwar  ein 
diensteifriger  Geselle.  al>er  din-cbaus  noch  nicht  verroht.  Wieder 
tritt  liier  das  Streben  nach  Mntiviening  hervor;  dem  Gefangenen 


9 


I 


I 


iTklflrt  pr,  dass  vt  dvn  Aul'trafr  spines  (it-bietern  ^rlBIIeii  mfisse, 
niiil  tUss  iliis  Miiik-hi'ii  «'in  Haupl  bt-icclirr  Imhi-.  Die  Cber- 
reicliiing  des  bluiigeii  Kopie»  —  natürlidi  uitit:  Waclisoacb- 
bililiHifi:  —  ist  mii  ennfldtndcr  Breite  aas^führt,  wie  wir  ilber- 
tifliipt  in  nnsprcn  Hyst^rion  oft  dif  Hoohnrhtnnfr  mnclicn  kftnnon, 
iliuis  ^vheniiuiKtiiiiilc  ^anz  ungi;batii'Iidi  bmt  g:i;frvlL>it  wiTtlru. 
Versnctien  wir  suui  Si-bltLss  eine  <')esiinitcb»rai>teristik  (lie:ior 
I>niinatiRiorune:  des  Jntianiics  im  Kdnzf'lKatier  i-'ronleiclinanisspit'l 
zu  gclieii.  Dit-'ses  Drunia  su-lit  Hurcliwey  im  Dii-iish'  vuwr  un- 
verkcnnbiiren  Tonilenz.  Mansbolt  hat  sie  trelToird  auf  Seite  100 
seiner  Dissertation  definiert  r  ^Kntütjindeti  in  einer  ZciL  wo  die 
grosw  Müsse  des  Volkes  aiifiiitr,  t-ini-it  V»*rf;li'i<'li  zn  zii*ben 
2Wi»i:lien  ibren3  eigenen  ^rkluvenleben  und  dem  Treiben  vieler 
Kkmente  des  geistliclien  Standes,  Terfulgt  dns  diirvti  einen 
l'i'iester  vtrfwtiirto  und  walirsohciidich  diircli  l'riester  vi-ron- 
lasst«  Kilnzelsaner  Frunleicliittiin)tsi>iel  den  Zweck .  duHi  ein- 
dringlicl]«'  Vorriibniiig  der  lendHtkirchticIien  8atznntren  und  durcb 
Androlning  kii-clilicher  Strafen  für  die  Abliilnniftvn  —  dies  alles 
in  das  Gewand  einer  nK'fjlirlist  [ininkv<:dltii  Scliaiistelluiifr  gi- 
kleidtrt  —  die  revnliilimiiiren  CJeister  unter  Erregung  von  l-^ircM 
und  Eürfurclit  wieder  in  den  allen  Bann  zu  ziehen".  Ans  diesem 
Ge«icltKiiniikl  crkliirt  sicli  ancti  die  iifTetikundiife  Vorliebe  dc8 
Vi'rlassers  und  der  [iedakloren  für  den  Jolnuinesstuff.  iierüdes 
lind  die  ))in  ilm,  besondei-s  sein  Weib,  sind  uiilititniüsnige  Öilnder, 
die  sich  den  Krmnbniingen  des  Uu.ss[)redigers  widersetze»,  und 
die  auch  alsbald  <lie  angedrnlite  Strafe  ereilt.  Ain-r  düitiif  nicht 
genug,  weist  der  .rector  processionis-  in  seiner  EinleitnnirsretlL' 
noch  ganz  besonders  danuif  hin:  „Versmecht  nit  der  prister  rat, 
das  iüt  cwvr  sei  nat!*  Da«  ist  die  enulrlnglielie  Mahnung,  die 
immer  wieder  hindTirrhklingt.  In  ersclirt-tkender  Weisse  wird 
am  Sciilusse  dös  .Stliieksat  derjenigen  dai^eatelU,  die  sich  den 
Verklinileni  de.<i  göttlichen  Worte»!  widersetzten  —  iniil  zwar  in 
.sehr  eLitrakteristisfher  Weise.  In  der  iirspni liglichen  Küssimii 
wild  nur  Herudia-s  als  Urheberin  aller  WclileeJitigkeit  am  hcro- 
diauischcii  ilofc  vom  Teufel  geholt.  IX'r  (i]mleiv  Redakt^ir  (d) 
iiber  lusjit  ancti  den  Ki'niJ;;  und  die  Tueliter  dem  höllisrhen 
Strafgericht  verfallen  So  erklürt  es  sich  auch,  warum  der  gi»- 
fangt^n  gettet^te  Johannes  bis  zu  seiner  Kniliauptiing  gäiixlicb  in 


10 


lU'ii  IFilttei'grund  tritt:  i*r  liat  eben  nacli  der  frucliiloscii  StrafJ 
liri'iliül  seine  Rollr-  (ic-spipll:  alles  i-ilt  niinmflir  iluiii  sclufckcn- 
t'rri'j:i'iiiU'tt  Aiisytmjr  zu.  Für  clii:  BotscliallÄSZi-iir  und  diis  Ik- 
(fräbnis  lial  so  unser  geistlicher  Verfasser  keinerlei  Veiwviiilaiig; 
ts\f  lipffou  ansscrtiitlb  st^lner  Absiclit  Um  .so  luehr  alti-r  lial  er 
es  (tftrfluf  ahg*sGheii,  die  fbeliälor  in  rcclit  grassem  Lirlitc  vor- 
zul'illireii.  Hta-oilias  ist  mit  wenijrt'n,  aber  imi  so  schiirfcreii 
Umruiscn  gezeichnet,  sie  ist  die  Sclilange,  die  Verfülireriii  zur 
Süml"-,  Ilir  Opfer  ist  der  verwciclilirhte  Her«iles,  der  «lurcb 
ilirni  L'nigaiif!:  ebt-nfsils  vin  volli-nilftrr  llüscwicbl  tr^'Wunlwi  imL 
Während  mAii  ihm  sonst  wenigstens  noch  eine«  Zug  von  Meiiitcli- 
lietikeit  fcelnssen  hat.  niriiiiit  ilim  unser  lC1inzel!;aui>r  Dniinatiker 
selbst  d^ii  letzten  Rest  des  MilgelliliK  ja.  um  seine  H<;bleditig- 
keit  besoiidei-s  grell  hervurtrcteii  zu  lassen,  wiiil  sogar  dir 
biblische  (Quelle  »labin  geändert,  diiss  Hercides  keinen  Eid  zur 
ltt-l<rÜltl^^ung  seines  VerK]>i-eclifn.s  sL'hvvtirt,  ulso  iiuch  nidit  in 
dem  Masse  an  (Ins  Hiilton  seines  Worte«  gehundi^n  ist.  I'her- 
faaiipt  muss  betont  werden,  diu»  sich  unser  Dichter  seiner 
bilOiseben  l^iielle  geeeniiber  ziemlich  frei  und  senistäitdig  zeigt. 
Was  Uhu  in  seinen  Plan  nicht  pas«t,  sli-eicht  er  i.*iiifacli;  m 
seiniin  /utatvn  beweist  er  nicht  selten  ein  gutes  Oeiichirk. 

Auf  ganz  andei'e  Buhnen  führt  uns  die  Draniatisicrung'  de» 
.lohantips  in  den  beiden  f,'rossen  spiitmitli'laliprlieben  Passiutis- 
s|iii-len.  dein  AlstVlder  (vor  läOl)  und  ilnn  Heidelberfier  (ii'iNi. 
Beide  Spiele  ffeheii  auf  ilas  Ältere  Frankfurter  PussitinsUrnuw 
}:in-iiL'k.  Dtis  Alsfcldor  Spiel  bi-handelt  in  fi7.S  Versen  das  Bffenl- 
lielie  .Xuftiflen  und  die  letzten  Soliicksale  .lolinnnes  des  TSnfcr«. 
Ek  Ist  (rli'iclisani  ein  Voispiel  zu  tleiii  giTfi-ssim  Leiten  und  lA'ideii 
de»  Hcilaiidett.  Aus  der  Ansprache  des  Prrjklnuiators  erfahren 
wir.  dass  das  Spiel  —  niiihiii  iinch  das  Vnrsiiiel  --  (infgijfäbrt 
werdeil  snll  zur  Khre  (Jutles  und  zur  Hckchrunjj  dir  S8»der 
und  .Siiiidprinnen,  also  ebenfalls  ein  kircltlid)  ernster  Zwedc. 
Aber  der  Verfasser  bat  sich  redlieh  beinöht,  auch  der  VolkstQm- 
lielikelt  Reclinnii*r  zn  iniReri  oder  besser  pesuyl,  i*r  hat  dir 
Volkstitnilk'likeit  :ih  Mitti'l  seinem  hülieren  Zweck  llieasl^ar  üi*- 
maclir,  IVr  Wilstcnprediger  führt  sich  ein  »Is  WeRubepcittr 
Aes  Krli'isci-s.  Als  K«|p|nT  ist  i-r  wh<>n  in  der  jpri»cc)*Kiii  Indi' 
gekeniiitt'icbtH-t     Er  fol^  liier  urimittclber  dem  Eu^el  mit  dem 


I 


* 


BScIlWprt  iiml  dem  suis  di-iii  PimuHes  vpriHeU-iM-n  i>r«li!ii  McnsHii-n- 
paare.  DcrTütifcr  sn-lilii-s^i  initjiin  die  iiltl(>stiniiciitlii.'hi*(.irii|i|)i> 
ab.  his  r.\m\  Ktinflikt  des  Julititiiit-.s  mit  Hi-nides  hat  iiii-ser  Als- 
fvIdiT  Diciltvr  die  cretc  FruokfurttT  PassicD  —  «ow«it  dii-s  hus 
don  Stii'liwortpii  ciNfhi-n  wi-nlen  kann  —  wJii-llicli  lipuiitzt. 
Aber  die  ÜnTulitin?  wird  dann  nicht,  wip  bei  Ualdomsr  vun 
I'etcrwoil,  durrli  iimiciv  Szenen  iintirtinichi'n,  sondern  lat  in 
i-incin  Gussr  bcrgcstrilt.  Von  der  Bcgi-gniiiii^  di>$  Joliapnc»  mit 
Herodcs  an  entfernt  .sirli  iin.«i'r  Alsfelder  Dichter  mehr  und  mehr 
vom  iilti-n-i)  Frank furlor  S[iii;l.  NHchdi-in  der  l'rcdifrer  ilcu 
Krmi^  gctadolt  hat,  wendet  er  sicii  —  nnd  icwar  hierKnint^rstt^n- 
niHl  in  t.>iu<^>r  Jotianiu'.<dninialisitraag  —  vun  gpri-clitem  Zorn 
erfüllt,  pepen  HuripdiaK.  iliews  lifiitc,  srbamlose  Weih.  Hei'odes 
halt  ihm  rnlg'cgvn,  iiIm  Herr  vum  Lmidi-  brnucbo  er  »ich  nicht.s 
Kliffen  zu  lassen;  aber  iiiit  KntrÜNtnug  erwidert  ilini  Joharitieii: 
Wie  küTine  der,  der  äieli  »rlh^^t  iiicltt  beherrschen  iiinn,  aitileri'ii 
ßebieten?  Nie  werde  er  alilasKen,  seine  Bofdieit  zn  sehclten. 
Sa  181  denn  der  Knoten  wirksam  ge4u;bnrzt.  Der  Prediger  von 
Wahrheit  nnd  (lerechtipkeit  ist  nicht  geneigt,  die  Kfillc  eines 
»luuinHrn  Hmidfs  xa  öbcriichinvii.  Bezüg^licb  der  nini  fwlK»Mi".lti» 
grojisen  Rede  de$  Jubanne?,  iti'trhle  ioli  auf  eine  besonders  he- 
mcrlteiifiwerte  KischoiniiHfr  hinweisfn.  I>er  IVediger  hut  mit 
crnhleii  Wiirten  diinnif  aiifmerksiini  «enmcht.  ilass  des  Menschen 
Lebensbaum  unsicher  steht,  indem  mit  jcdeiii  Au^lenblick  der 
fttcts  geschikftiKe  Tod  zu  dem  vernichtende»  Axthieb  ausholen 
kann,  [lienitif  fiht  nun  der  Text  fulp-nde  BQhnenanwciriung: 
„llic,  ni  placel,  ib>rs  leiiU»  ped»-  vadat  post  Johannem!"'  iJies  hat 
nun  eine  dojipell*  Uedeutnnfr-  Kinmal  (irbl  es  aus  dem  perade 
für  miser  Alsfelder  Spiel  so  bezeichnenden  Streben  nach  mög- 
lichst n'alistischer  An-srhanliclikeil  Itcrvnr,  Neben  dieser  dem 
Verfawier  wcilil  bewiis-ste»  Absieht,  hat  difrses  iinsser-siinti-ri-sMante 
nnd  wirkungsvolle  Aiil'troten  des  Todes  aber  noch  eine  weitere, 
nmterem  IHchler  wohl  nnbewni«te,  hoehiiramaiisehe  Bedeutung. 
I>er  Tnd  bezeirbnel  ileii 'l'ünfer,  indem  er  leise  hinter  ihn  tritt, 
gleiclitwiu  als  ihm  rerfallen.  Wir  bal>en  hier  sielierlich  ciuea, 
Ginllnits  der  iille^i irischen  Totentänze  vor  nm. 

Wiihreni)  .lidiniiiii-K  lui  d»K  vers»iimH'lli>  V>dk  i^einci' 
Uuiisvorte  richtet,  beginnt  mm  dräuten  in  der  lli^lle  idi 


18 


verrtaiiimlung  der  Ttufi'l  goffen  den  Biissiirfdigei-,  ein  kVinfs 
Gi'gt'ostnck  zii  iler  ijriissi-ii  K(illi'm'jil»««'iii>  SPftt-i!  Jcäiis.  Liicifer 
und  sein  Aiiimrig:  iTlLickcn  in  J»jli;iiini'S  lii-n  Mrtisflii'ii,  der  der 
HOllf!  und  iliipi- Seelenverderbiinjf  mit  allen  Mitteln  und  Kräften 
entgepcnarbfitvt.  Sie  besclilU-sseu  dalier  seine  Vi-riiichtuiig  und 
siiini'ii,  wie  sie  ilirf^ri  Zweck  erriMclu-n  können.  Salhiinas  weiss 
Kat:  als  Weib  verkleidet,  gelil  er  zu  Herodiits,  um  ilirpii  Hsiss 
gegen  .Toliannes  zu  heller  (Hut  zu  entfachen.  Er  erreicht  seine 
Absiclit  auch  vxiIlkiiiMiiu-ii.  Die  Künigiii  iK-wirki  bei  Herodes 
die  O'efangcnnalini»'  des  Täufers.  I>if  Art  imil  AVeise  diest-r 
Getiuig-i'iuiahme  Ui  nun  so  recht  ein  Zugeständnis  an  die  Volks- 
tiimlitlikcit;  in  j?anz  realistischer  Form  wird  sie  durchgeführt. 
1)1  lunfzehn  Versen  gescliielit  die  AufrorileniiiK  des  Königs  an 
8redili'l  und  Quancz,  die  Knechte.  Diese  rüsten  sich  uiui  wie 
zum  Fang  des  gerne ingerahiliilisTeii  Verbrechers.  Kbenso  iailen 
sie  den  wetn-inucn  Tiiiifer  iin,  wie  zwei  rcissi'ndr  AVüIO  ein  arg- 
loses Lamm.  Dium  riilimen  t:ie  tttcli  noch  ilirer  Heldentnt.  und 
König  and  Könifcnn  versprechen  ihnen  reichen  Lohn.  Diese 
vulkstiiinlirh  kiiitii.sclit-it  .Szenen  haben  Kieli  teini  Ynlkr  wohl 
grosser  Beliebtheit  erfreut;  da  konnte  man  sieU  döch  wieder 
einmal  nacli  Herzenslust,  nach  all  diesen  ernsten  Vorf?ängen, 
aiwlachcn.  In  Anlehnung  an  vm  Moüv  aus  der  Ucfanffennahme 
Jesu,  fid^:en  die  fiir('hl,>;:tiiu*n  Jünger  von  ferne  uinl  bleibwi  änj,"?;!- 
Uch  uml  zitternd  bei  iIlt  Kerkertiire  stehen.  Eiuran  schliesd 
sich  nnn  die  bekannte  Hotfichart.<<Mzene;  fflr  die  Fraise  des  Jo- 
hniiiiM  wird  keiiieriri  Motivierimfi  bel^ebraelit.  Man  sollte 
ineiiiiMi,  Johaniie.s  nndJe.siU'i  hütten  sicli  noch  nie  gesehen,  während 
Jiieh  kurz  vorher  der  TiLufer  auf  ("hrislHs  als  den  Kriüaor  der 
Welt  liiiigew lesen  hat.  nezeiehneiiderweisc  hat  der  Verfasser, 
di'T  (ferade  hier  dcji  ents|)rechendeii  bibllsrhen  Bericht  fsiwt  Wort 
für  Wort  in  Vei-se  umgesetzt  liat,  den  XiLsatz  Jesu  „und  selig 
ist,  wer  sich  an  mir  nicht  ä^crt!*  \veg^la*«cn.  Es  beweist 
das,  dass  er  dneh  nicht  panz  kritiklos  zu  Werke  gp^imfren  Ihl 
Hier  in  der  Bul-schafLsszeiie  finden  wir  wieder  einige  Cherein- 
stininiungen  mit  den  Stichwnrten  der  Dirijrierrolle,  betfondeis 
A838=Dnfi  nnd  A  844-1)67.  Es  folt,t  nun  das  typische 
Ga.tlniahl;  ich  bi-gnüg»'  mich  daher,  einige  liea«litens werte 
Neuerungen  hervorzuliebcn.    Gerade  bei  dieser  Uasttnahlsszenc 


13 


beweist  tl<>r  AlKfE>l<l<>r  T>rnniatik(>r  sciniT  Fraiikftirter  Yorlafre 
jTf^enäber  wpitjrflieml-slc  Preilicit  iiml  >:fttoii<'  SelhKiäiidiiikt'it. 
Hemdes  ist  es,  diT  iia.s  Miitklirn  znin  Tnii/.e  iitiflin-dirrl.  (Ut 
Tanz  selbät  ist  ein  Ei]i/xtt;tiiz  „diiwolutiti  iDAniTjus".  Bevor 
H<Todi.is  der  Tochter  di'ti  avancierten  Rat  erteilt,  stellt  sich 
SviittinnÄS,  wie  frülier  nls  Weib  verkleidet,  Pin;  --  denn  so  (in 
tinbitn  priori  und  nicbt  prinris,  wie  t»  bei  Froninp  tS.  600 
licisst)  ist  die  Stelle  zu  vei'steheii!  Br  will  nun  sein  Werk 
vollenden  mid  rat  so  den  beiden  Frauen,  in  ilireni  eigenen 
Intoresse,  Juliiiitneji  Haujit  zu  vi-rlang<ii.  Die  Worte,  die  der 
Jlenkeisknooht  vor  der  Hinrirlitiinff  an  Joliunnc^s  rinht«t,  sind 
wieder  jins^erst  rt'ftlistiKcli,  volkstüinlicli  gelullten,  Sn  msiß  w<ild 
Meister  Hans  auf  dera  Hochgerirlit  zu  Alsfeld  mit  dem  armen 
Sünder  iini^ii;«niron  sein!  Es  foltrt  i^in  /.weiter  Tanz  derKiinijrs- 
tocbter  mit  dem  uns  bereits  bokannten  Kufe  „mi  wole  mich!" 
Sathanas  fi-eut  sieb.  ditsM  sein  Ani^eliliig  gelungen  ist.  FCr  wirft 
seine  ITmhüllun};  mit  tcnflisi-b  boshafter  Freude  nb  und  eilt  zu 
I.ucifer.  Dranteii  in  der  Hölle  licrr-sclit  nun  ßixisscr  Jubel,  dass 
Jidiannes  tot  ist  und  dass  die  Schlerlitigkeit  Aber  die  Cnscbnld 
fresiegt.  bnl  ScliHcssltch  werden  die  beiden  verfülirlen  Weiher 
von  den  Teufel«  in  die  Hölle  gi'.s(lile|ti>t. 

^ei  der  Ilraniatisierung  des  Johannes  im  Alsfelder  Passions- 
spiel ist.  das  starke  Herumtreten  der  Teufel  besonders  siiffaltend. 
Tt-uffl  sind  i-ü.  die  ilrn  Tud  des  .Ttjlutniu-.s  In-si-lilit-ssfn,  ein 
Sntliuuo»  ist  es,  der  Herodias  den  liüIHsclien  (jedaiikvn  eingibt, 
den  Täufer  gefan^u  iiebnion  zu  lassen,  umi  derRelbe  Hathaiiim 
ist  es.  der  den  Franen  den  uiimeiisclilicben  Knt  erteilt,  diis 
Haupt  den  fi^fwiigenen  als  Tnnz|iri*is  zu  fordern.  Sicberlicli 
entspringt  die.ses  Anftret4'n  der  Teufel  dem  Bestreben  des  geist- 
lirliiii  Verfassei-s,  seinen  Alsfrldern  «lies  möglichst  deutlich  vor 
Au^i'H  zu  lülircn;  beidemal  Icindelt  es  sieh  ja  um  eine  F-in- 
lljJRi«rnng  des  bösen  Feindes,  und  die  Zuschuner  sollen  das 
leibbatlig  mit  ihren  Angeu  wahrnehnieu.  Bemerkenswert. 
ist  (ernerliin  die  Htelhmg  des  Herodes.  Kr  tritt  den  bei- 
den Fniiien  gegitiüber  sehr  in  den  Hintergrnnd  und  wird 
offenbar  mebp  als  notwendige  Pei-smi  bttlraelitel.  In  seiner 
Zeichnung  vcmnfiseii  wir  jepliclie  charakteristisehe  Filrba 
Bei    dem  Si rti fueriiht ,    das    die  lli'dk   nn  HerodiaK   und 


u 


Tothtcr  vollzrpht,   bleibt  er,  der  docli  fli-n  BliithcMil  zur  Hin- 


hut 


Es 


dii 


riolihiiijr  eeKi'i'i'"  "i>',  iriuiziicli  miffcsciiorpii. 
uiiverkeiiribaiT  Tpiiüpiiz  des  znliliaTäivn  Vertassers,  der  das  Weib 
als  Prinzip  cics  BiKji'ii  liiiistelleii  will,  das  Wvib,  das  seit  der 
WMt  Anbcsrinii  die  Sdndc  ist.  Der  Tpufel,  Uir  Biilile  wirkt  in 
ilir  und  dtin-h  sie,  Dii- HöUciifreistiT  sind  mit  Ocscliick  nis  un- 
crsiittlidii'  Sci'leiiiiinrdcr  aeÄeicIiii^i .  Welcbcj;  drnmntiwbo  Ijebcn 
entfaltet  sieh  nicht  in  der  wirkungsTüUen  Tenfelszcne  mit  itircni 
fifernilen  Kinjrans  .Hev  allef  woft>n  luiiti-  mnrt'  inonle  jo'  irli 
lian  gehört  alzu  lossi-r  uuwer  iiK-n.':"  t'nd  dann  in  derScliluss- 
szone'  Mit  welch  teiiflisclier  Wollust  holen  sie  da  die  bcidrn, 
von  iliiicn  vcrfülirtcn  Weiber  za  sich  in  die  liüUc,  um  sie  dort 
mit.  bri-iiiH'ndpni  SHiwcIcl  und  lieiKüom  Pecli  zu  liewirten!  In 
der  Kegel  lelillt-  den  Teiiretszt-iieii  nicht  die  Komik*,  man  donkr 
8ich  nur  diese  »cbwarz  bematten  hüllisclien  <iesellen  mit  ihren 
grotcski'H  Muskiti  iiiid  mitn  wird  sich  beim  bbisseii  (■edaiiken 
schon  eines  [^iii'beliis  nirht  i'ntliiilten  kiiiineii'  Hier  nbor  i.^  die 
derbe  Komik  von  pineni  gewissen  iinheimlidK'n  Krnst  gedümpft 
und  in  Schranken  pebalien. 

Wir  koiiinicn  nmi  zur  Dniniatisierung  des  Jiilmiiiiesstoff» 
im  letzten  p-osspn  Passionsdraraa  des  Vorabeiidt*  der  gewaltigen 
religiösen  Bewctfiiiig  zu  Beginn  (Ik-s  XVI.  Jh.,  dem  Hetdd- 
hnr^nr  V»lkss(>lians|}Eel  iinn  dein  .Inhre  ITiH.  Hier  ist  wieder, 
wie  im  älltreii  Frankfurter  .Spiel  —  bei  dem  g-riisseren  Frank- 
furter Spiel  von  l'ii)3  fehlt  ja  bekanntlich  die  Johannesszene — i 
die  JohtinneshandUmg  vo1]staiidtf(  In  die  Hau])thaiiiltimi;  zer- 
streut, ein  fmutand ,  der  ubentiiK  imehteilig  iiiul  imvorteil- 
huft  wirkt  Auf  ilas  VerliiUtnis  der  Jubannesdnimatisierung  im 
HeidelberKer  Spiel  zu  der  im  Alsfelder  und  alteren  Frankfurter 
Spiel,  wrrde  ich  ansffibrliclier  weiter  unten  eingelirii. 

Etöfiiift  wird  das  Stück  durch  die  Taufszcue  (Vers  27 — 290); 
erst  mit  Vers  677  folgt  die  Portsetzung  in  der  Botschaf taszejic 
(Vers  677 — 766);  daran  sehliesst  nieh  nun  unmittelbar  die  ,de- 
collac^iu  Johannis",  Im  Einganjrwikt  linden  wir  zum  erstenmal 
im  Volkssf'hauspiel  für  die  üftentlicbe  Wirksamkeit  des. lohannr» 
da«  äusserst  ilntnintisi-lir  dritte  Kaiiitel  des  Evangeliums  Lukac 
verwendet.  Hau  inuss  gestehen,  (lass  dies  liier  diircbau.'«  xum 
Vorteil  dieses  Auftritts  dient.     Diese  vuii  echter  BussgesJnuuniL! 


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fiTfilltc  Tiidclrfclc  iinf  di«^  iliiiik('lliart<'ii.  iintilil:»>n  Pfiavisiit'r  iinil 
dauri  dk'  tii'ilsbcgicrigeii  tVjscn  Avv  trlüiiliiirori  Mi'IIjL'c-  ^Wsh 
sollen  wir  tun?"  Audi  die  (ii-saiidlscliartsszenc  des  liolicn  Kats 
nach  dem  crsh-ii  Jobaiiucttkniiircl  (Vcre  19— 28)  i«t  liier  im 
Heidfl  he  i')<ei'  PassUinsspiel  zum  orNt^iimal  für  die  Johannes- 
drninati»ii>riiii^  )i('mngez«>g:cii.  Die  Priest erk ».sie  ^ifllt  wil  Miss- 
traurti  und  Widerwillen  die  Wirksamkeit  des  Jolianiii's,  Sie 
woll«!  nun  iilH-r  die  Bererliiiffung  .st-iiicr  Tiiiiykeii  eino  Unter- 
Niicliun^  anstellen,  um  sie  womöglicli  üu  verliindeni. 

Kinen  Ki^sebickten  Cberj^n^  zu  dem  KonÜikt  des  Johannes 
mit  UiTodcs  hat  auch  unstT  Ileidelbei'^nir  Dichter  nicht  ge- 
funden.  Wie  einlach  und  natürlitrh  wnre  z.  B.  die  Bf'irriimliiiig 
{rewfseu,  dtum  d^m  Künig  nadi  den  vorausgegitngenen  Aul- 
iTgiingen  die  beroi'»tehciulL-  (ieburLsto^leier  eine  willkümnienc 
Gi'le^ri-nlK-it  zur  !!t>  rat  reuung  bietet 

BenieTkenswcrt  iM  die  Bearbeitung  des  Zeugnisses  Jesu 
übor  Joimnnes  den  TüuCer  (nach  Lukfl*  VII,  24— ^8).  Diese 
Stelle  wird  hier  zum  vnsteninal  in  einer  JohanntiKcIraniatisiening 
verwendet;  es  ist  gleichsam  eine  tiedächtnisrede,  die  Christus 
seinem  VorlAufer  ini  vorau.s  gfhalt*n  hat. 

Für  die  Oaütnialilsia-iK'  hat  uiistT  Ueidclber;grer  Dichtur 
ebenCalU  einig«  neu^Töne  angeschlagen.  Der  Tanz  wird  .schon 
vorher  zwisclien  Mntter  und  Tochter  verabredet;  das  Motiv  des 
Uesclienke«  wird  bereit«  leise  herlihrt.  Tber  den  Tanz  selbst 
orhaltcit  wir  keinv»  nühert-D  AufsehluHK.  Originell  iät  wiederum 
die  Art,  wie  Herodins  ihren  Rat  begi-iimlet.  Sie  nennt  ihr  eigenes 
Interesse  an  der  Hinrichtnag^  dejt  Johannes  mit  dem  der  Toditer 
RcmcinRam:  beiden  droht  die  V(>ri!tos.<ung  und  das  Klend,  wenn 
der  Prediger  auf  den  König  Einfluss  gewinnt.  Ben leiken-s wert 
ist  aiii'h  die  Antwort,  die  Herodcs  der  Tänzerin  nuf  ihre  Bitte 
gibt:  er  fragt  sie,  warum  sie  nicht  Silber  und  (iold  Kt'f'>i''Jpi'* 
habe.  Leider  hat  dem  Dramatiker  die  ICraO  gefehlt,  dieses 
retardierende  Moment  weiter  durchztifüliren.  Nadidem  diti 
Tä.nzL'Tin  ihren  Preis  noch  einmal  dem  Vulke  hingehalten  hat, 
gibt  sie  ihn  der  ^lütter,  die  üus  llaiipt  ihres  Tndl'tändes  in  ein 
tiefes  Wasser  vtrseiiken  will.  Die  Jüngtr  begraben  sodann 
ihren  Meister.  Die  (Jüste  vcrabRchiedeii  .sich  mit  Dank  vom 
König.    Das  zeigt,    dass  sich   unser  Heidelberger   Dramatiker 


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■5 


immprliin  pliii<'i>  Mühe  freg'eheii  hat,  die  <>astHmUlaK4>tip,  ilie  allo 
Ültri{.^t'n  spurliis  lialen  fallen  lji.sseii.  alizuscliliws^u.  Alltnlings 
ist  luirh  er  nar  fjaiiz  an  ilev  (UMTlIiiche  gi-li]iebcn;  die  Tafel 
wird  aiifgk'liobt'n,  als  wtnii  niclit  diu  geringste Stönirip  iu  ilircm 
Verlauf  vorpekommpii  wäre, 

Die  Dramatisieruiisr  dos  Johaiiiios  im  Heidelliorgrcr  Volks- 
schniis|iiol  ^tirtit.  geßPHUbi?>r  derjei)it;eri  im  Küiizelsaut^-  und  Als- 
fpldor  Spiel,  im  gfsiizeii  iinil  f{:n)SSE-ii  niclit  .sehr  vorteilhaft  ab. 
Vor  allem  verniissei]  wir  vollstiimlip  die  psyiiiolojcäsdip  Ver- 
tiefung der  Chariiktcro.  Sämtliclii-  (ifslnllcn  siml  U'diglifli  .«whv- 
maiii<ch(>  (.Ißbildo.  Kiiiige  (r|fi(>klioh^re  Kiitafen  in  der  äusseren 
Hnndlnng  köuiion  utis  für  dt'n  genannten  Mangel  nicht  genügend 
HiiL^cliiidifren. 

Ks  erübrigt  i)n8  nuch,  über  da»  Verhältnis  der  Heidel- 
berger JoIianiipsrtraniatisi[;niiig  zu  derjenijre"  im  Alsfeldor 
PüMiinnsspiel  iiiid  den  Sticliworten  drr  Fniiiltfiirlor  DirifriiTn»Ilf 
L'ine  (-iii^'chfiKltn-  ßetrarbtun^j:  un^tiisltllpii.  Zunächst  fallt  du 
auf,  dass,  wühreiid  im  Alsfelder  Spie]  die  Johannesdramatisie- 
riine  uns  als  eiiilieitliche,  pfsohlüssene  Hzene  en1{rt'Keniritt,  wir 
im  TTcidelkTficr  Piaitia  wiodt-r  »iif  dem  Standpunkt  des  Spiels 
der  Frank fiirlcr  Dirigierrolle  stellen,  wo  ja,  wie  wir  freseiien 
liaben,  die  J'diannciwzcncii  unter  die  übrigen  zerstreut  »find.  Eine 
tiiilifTP  VersleirlnihK  vwrd  uns  bt-li-liren,  wie  ilas  zu  i-rklaiv« 
ist  und  wo  wir  die  iiiiiiiittelbare  Vorlage  des  lieidelberger 
niclitei*»  zu  suchen  haben.  Weder  in  A  noch  in  D  lliiden  sicti 
die  Versf  H  L'7— 1«8,  Mit  Vei-K  l«ii  beginnt,  die  t'bfreinslim- 
mung.  Dil'  ("borsMzung  des  „Ecee  agims  dt-i'  dpfkt  sich  dem 
Stichwort  naeh  mit  1)31,  während  bei  H  und  A  Itciii  einziger 
Vers  (Ibereiastimnit.  iH  189— 206;  A  491  -509.)  In  der  Anrede 
Jesu  an  Ji)li!inne.s  derkl  .sich  dapejren  A  510  mit  T>  32  wi>rtlieh. 
während  K  für  ,neve"  (nebe)  ,freUndlt"  einsetzt;  im  iitirigen 
stimmt  1!  207—212  bis  auf  Zeile  210  faüt  wörtlich  mit  A  ölO 
bis  51:»  iiberi'in.  ."Mitilieh  ist  ps  bei  der  Antwort,  des  .lohannes: 
Vers  213— :J1S,  ItieDirigieiTolle  hat  Vers  33  nur:  ,Ey  meist« 
her";  Froninfi;  erRitnzI  nach  A;'ilß:  .was  gert'st  dtiV*  H  hat 
Vers  213:  ,-waB  mudcstm?"  Welches  zweisilbige  Verbum  im 
Allen  Frankfurter  Text  gestaiirlcn  Itat,  Iiis.«!  sirli  mit  Sielii-rlii-it 
nicht  mehr  feHtstelleii.  l>ic  weitere  Ausführung  (H  214  21S. 
A  617— Ö2X)    weist   8elir   (OiarakteiistUch    mit    AiKnahuM-  der 


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Heimworte  kpitip  direkte  übcrcitistimniiinn  aiir.  Würtlich  stimmt 
wiiHlor  H  äl',t  mit  1)84  iiUcrfin,  wiilin-nd  A  5*-?2  ein  finyn" 
i'iriKf.li teilt-  [ii  H  220—224  iiiul  A  :'i2:-t— r)27  stiniiiit  ebenfaÜR, 
aiu'QMT  dt»  Rt'iinwürteii,  kein  V('i*s  wiirtlifh  ühi-iTin.  Die  Tber- 
st'tzuns'  des  .Hir  ost  tiliiiK  tiu-tis  itilcctuR"  ist  da^fefren  in  atlrn 
An'wn  (U  :(".  A  fiSfl,  H  22r»)  pK-iclilsiitciid;  da  iiucli  die  wi-itore 
AHsliilininp  lA  52il-fi;^\  H  29G-2H2,)  im  AlstV-ldi^r  imd  Heidfl- 
)ipr);;i'r  Spiel  üicli  ziomlicli  würtlicli  deckt,  Ist  dttrHiis  der  )ii>lr. 
Tpxt  des  Ültcirn  l'Vankfuilcr  (Spiels  iinscliwer  zu  ersrliliesspn. 
Bei  d«m  sich  anliAhncTidon  Konflikt  zwischni  J^ltannfN  nnd 
Herodes  Hndi-n  wir  das  Stichwort  der  Dirigicrrollo  (I>  iJ9)  pe- 
iiau  im  HeidcUH^rger  Teit  (V  233)  wieder;  aiicli  in  der  weiteren 
AHalühruniT  gflien  A  (MT— 544)  nnd  H  (234—244)  giinz  eiiiene 
Wegp.  Hier  und  ebetisii  im  Itilperulcn,  tritt  uns  ganz  klar  eiit- 
gcKPU,  Aam  die  Vorlii^c  unseres  Heidelberger  Dramiitikers  der 
»Ite  l'Vankfiirter  Text  jfPweseii  sein  iiiiiss.  Vers  245  und  253 
stimnu-n  nur  in  H  mit  den  iivtr.  Stieli Worten  diT  DiriffiiMTolle 
(I>  31t  und  40)  ttbereiii.  C,nnz  wie  im  älteren  FrankTurter 
nrama  ist  inirli  im  Heidelberger  Spiel  in  die  Knirikfiilifiliings- 
rariic  die  rJefvaiidtsrlrnft  des  Jdliaiines  eingefflgt.  SelWtändijf 
liat  H  imr  den  Bericht  de«  Bartlioluimius  (V.  677-088),  Auf- 
fnllend  ist,  datM  die  folgenden  ersten  Wurlv  den  Jolianrics  in  H 
(V.  68JI)  mit  denen  in  A  (V,  832)  (fleirlilmiteiicl  sinil.  walireiid 
sie  von  dem  betr.  Siiehwort  der  Dirigier  rolle  il>  'ä)  abweiclien. 
A  833-837  deckt  »icli  dngeik'en  nirltt  iriit  der  lietr.  Stelle  in  H 
(690—694).  Die  Bereitwilligkeitserklüruiig  der  Jwlmiiiii^ji'niger 
stimmt  im  Stichwort  in  H  (öilii)  sowohl  mit  D  (7ß)  sih  auch 
mit  A  (838)  wörtlich  iihereiii;  auch  in  der  Fortsetzung  gehen 
hier  A  (839—8433  »'"i  H  (f)fl6— 700)  mir  iinmerklicli  ausein- 
ander. Dasselbe  gilt  entsprechend  von  der  luiii  folgenden  Frngc 
der  Jünger  an  Jesus  (D  77,  A  844( -851)  und  H  70U— 708). 
Jn  der  Antwort  Jesu  finden  wir  das  Stichwort  von  D  (78)  weder 
in  A  (852)  noch  in  H  (709)  wörtlich  wieder,  während  A  und  U 
hierin  übereiiislinimen,  iii  der  Ausführung  diigt'ireii  (A  8Ü3  his 
8(il  und  H  710—718)  vollständig  auseinandeigelien.  Dusselbi- 
gilt  von  der  Antwort  dt-r  .Ifinger  nii  Johanne«:  das  Stichwort 
in  D  (7»)  sncheii  wir  verKehlicli  in  A  (868)  und  H  (71<.t),  die 
sich  hierin  decken,  im  folgi^nden  über  (A  86Ü  -877  und  H  720 
0  oMbar»,  J*b.  Aul*  joiiannM  - 


IB 


bis  728)  niiTklioli  v(in«iriandpr  al)weichen.  Nur  H  eißf^titQra- 
lidi  ist  dif!  Rt'di*  Jesu  übi-i-  Joliaiines  (V.  729—750  lizw.  7ö4j. 
Im  Anfans:  der  „IJccolIario"  ist  H  (707—812)  durchaoa 
selbständig.  Mit  dem  Tanz  (A'.  813)  bc^innrn  diifri'gen  wiwtcr 
die  rberpinKtimiminpeii  (im  cnR-ercii  imd  weiteren  Sinn)  mit  D: 
m  II  BI3  und  D  S3,  H  82:t  und  I)  84:  H  SlH)  und  I)  85;  H  897 
Hlid  D  86;  H  845  und  D  87;  H  849  und  O  8«;  H  851  und  Dftl; 
H  855  und  D  90;  II  861  und  D  91;  H  87ö  und  D  93;  K  K81 
und  1>  94-  (laiiz  aiidiTs  sielil  es  ZYi'isrlieii  H  und  A  aus,  bis 
auf  den,  vüu  üvitlLu  aus  ilnii  SpU-1  vou  D  i-mli-hutoii  Freudcn- 
gpsang  der  Salonn-  (A  1036— 10*2»  und  H  RR1~886),  Ktimmoa 
A  und  U  in  keinem  einzigren  Vors  voll  kommen  übert'in. 

Aus  dem  (Jesaßten  kann  mit  ffiusster  WaliRfhcinliclikcit 
geschlossen  wi-rdcii.  dass  die  VorlHgc  des  Hfid(.'JbtTjriT  Siiirls 
«in  iUlej-es  Frankl'urier  Üruma  «eweseii  sein  muss,  dessen  Ke- 
Iconsintklirtu  uii^  auf  diese  WV-ise  ermüBÜcIil  wErd.  OIur-  Zwt-ifel 
hat  luicli  der  AJRfclder  Dicbter  die  gleiche  Quelle  cider  oinc  Kt- 
daktion  tlersclbeD  benutzt,  aber  der  Hi'idelluTgvr  Dnumitikur 
hat  sich  ihr  viel  unselhstandiRer  anfrcschlossen. 

Piimii  vcrlfLsscii  wir  ilni  Rndcn  der  K'"f>i*sen  niitielaltei"- 
lirlicii  MysteriPii.  Wcini  wir  nun  einen  Aiifrenblirk  innfhaltflit, 
um  auf  den  bisher  zurüfligelog-tt-u  Weg  zurQckzu)dicken,  so 
dräiifit  sicli  uns  urwiUküt'ljrh  ein  (lefülil  der  Kntljnisehunfr  anf- 
Wir  gestflieii  uns,  dass  wir  eiirenflicli  von  der  Dramatisiera«;: 
des  .Johannes,  als  des  priissitii  mittelalterlichen  Volksbeiligcii. 
viel  mehr  erwartet  liütten.  Kwunu-n  wir  auf  unserer  Wande- 
rung irgendwo  mit  einiger  ncfriedigung  venx'eilcn,  so  war  es 
fast  diirchgiingig  die  Hamilung  der  Oegens|iieIer.  die  unser 
Interesse  fesselte.  Was  dieOestalt  desJnhannes  selbst  hetriffi. 
die  j;i  nnseri"  Anfinerlisiuiikrit  docli  in  besrjiidrrem  Mass*'  in  An- 
spruch nimmt,  so  kOuneii  wir  niclit  uinliin.  es  uns  zu  gestehen, 
dass  eil)  tieferes  Verständnis  für  diese  edle  I'erKÜnliclikeit  jenen 
geistliohen  Dramatikern  inst  ganz  gefehlt  haben  muss.  AW- 
übi'rall  wuriU?  Johannes  der  Täufer  im  Mittelalter  gefeiert  und 
veriierrliriit;  aber  auf  der  Bühne  jener  niittelalterlii-lieii  Zeiten  i 
ist  er  ein  »<elt>«amer  FrcnHllinti:,  nn  verstand nislo^er  Abkltitscli 
desKP«,  WiiK  dif  Hibi'I  liiili-t  IUesc  Tat-siidie  zeigt  uns  wiedi-i* 
Kl»   reelit.    wie   .si'lii-    eine    üus^jcre  Heiligrn\erebrting   tlem  Ctn- , 


\K^^^^^ 


1» 


in  die  wahre  Gcistcugrüssc  uii<]  Krliaboiihfit  <]ei'  grossen 
'fiestahen  der  Kliristliclu'ii  KiVrlic-iifTPsciiichte  liinilerlich  ist. 
AlIfDÜu^  dfirfcn  wir  zur  Entscliuldi^niiig:  jener  IHchter  nielit 
unbetont  lassen,  diua,  dadnivli  dass  sit-  den  .Toliaime»!lnft  in 
r-inpn  Kr'>*<PiTnZu.s»uiininli;iiit'  liineln  t)ezr)(run  lialM'ii,  die  firiere 
Kntwickliinp  diews  viclverspri-fliendcn  Si)r<i.s.sliiijfs  durcli  das 
diclite,  herumstehende  OebÜKcli  allxusi-lir  gehvitniil  und  bi-scliränkt 
gowescn  ist  Dam  aber  venniiiticn  wir  nur  nngr«m,  tlaKR  niclit 
ftinwiil  der  Vi-rsncli  gfinaclit  ist,  die  diircli  die  Bibel  gogeliene, 
unvermittelte  und  abgerissene  Handlung  aurli  nur  einiffcnnassen 
zu  vertieren  und  inni'rlicli  ansznbaueit.  Hie  und  da  tindi-ti  sieb 
allerdin^  originelle  Ansätze;  aber  vs  bat  die  Fähigkeit  gefehlt^ 
sie  letwoskraftlK  dem  Ganzen  nrfr«niscli  einznordiien. 

Hie  sonst  so  lebhalto  Weelwelbezieliunf*  zwiselien  bildender 
Kmttit  und  dratnatisclier  Dicliiung  solu-int  bei  der  Joliannes- 
draiunijsifnui^i:  Tust  vülltg  aufblieben  zu  .sein.  Nur  auf  einen 
Punkt  will  icli  ganz  kurz  tiinweisen.  Schon  im  MitteIaIl*T  wurde 
di*r  Tanz  der  Salunif  häufig  zum  (IiigcnKtanJ  bildlii-lier  llar- 
stellunpr  pemnclit.  zum  erstenmal  —  swweit  mir  bekannt  ist  — 
Euf  diT  mit  Reliefen  versehenen  BemwardssJlnlr  zn  Hildfsheim 
ans  dem  Jahre  1002  ivrI.  Hredl:  ,lJie  Bilder  der  SHbmie"  in 
, Kunst  für  Alle"  XVItl.  249—264).  Ich  erinnere  ferner  an 
die  berühmten  alten  Branzetilren  von  St  Zeno  in  Verona,  an 
ein  Wamlgi-niiildp  im  Dom  z«  Uraunschweig'  inid  an  eine  Skulp- 
tur im  (ir(i.>;sniünstcr  zn  Ziiririi.  Die  Tänzerin  ist  uMa  dar- 
gestidlt  als  ein  kunstgeilbtes  Spietweib.  Dass  die^e  Auffassung 
audi  in  der  Literatur  nicht  unbekannt  ist,  beweist  uns  Kclion 
eine  Stelle  uns  dem  Leben  des  Joha.nni.-s  der  Fnm  Ava,  wo  es 
von  der  Herodiflüiorhter  heisst:  „Si  spnincb  als  ein  itpilwlp, 
vil  geviiegp  was  ir  lip*. 

Was  Ut,  im  (ifsensalz  zu  diesem  drastisrben  An!*drnck,  der 
Tanz  des  MÄdchons  in  den  meisten  betrachteten  Oiunien,  dieser 
Tanz,  der  doch  den  Kühe-  »uid  Wendepunkt  der  Handlnng 
bildet?  Im  It-tzti-n  (Irriiidt'  werden  wir  diesen  und  üljiiliclie 
Miinpel  dem  dnrttigf^n  psychologischen  Verständnis  unserer 
Pramntiker  zuschreiben  müssen,  die  sich  damit  hegnägt  hiik'n, 
etwas  so  gekommen  isl,  dii'  sich  aber  keine  llftchensehaft 
[dsTlVhcr  gegelK-n   liiiben.   wie  nnd   warum  '-s  sn  gewnnlfu  Ist. 


30 


i 


Und  ic'li  sage  wolil  nicht  zuviel,  wenn  icli  liehanjite .  «lass  dies 
violleirht  mit  einem  (Iruntlzus  des  inittelaUcrliplieii  fitist*«  Übe 
haapt  zusammi-iiliitii^t. 

„Mit  dm  Passiniisspii-len  Iiaben  unsere  Vorfalircn  nns  zu: 
Anductit  iiiid  FrünimiKkcit  rcizc-ii  wullen  and  mit  dem  St,  Do 
tlippiisiiii'l  liiiheii  sit?  uhk  imgcxi-ipt.  wie  wir  uns  diircli  keint-rli-r 
Weise  von  Gott  »der  von  seinani  WoH  mnl  sciiier  Liebe  weder 
dareh  Verr(dß;unß  nocli  dtu-cli  Trübsal  sollen  abwendig  ni»rh<.'n 
lassen,  gleifhwif  die  lil.  Dorotliea  getan,  die  ilireii  Leib  und 
Leben  lieber  um  Cliriüii  und  seines  Wortes  willen  hat  verlieren 
wollen,  als  der  Abgötterei  dienen  und  von  Gott  abfallen. 
Solehes  Spiel  ist  auch  von  des  hl.  Jolinnnis  de»  Tiiufers  Knl 
liatiptiiHjr  tind  viele  andere  mrlir  Rewesen,  wie  jodennann  bi 
weiss,  denn  ii;Ii  sa-gcn  kimn",  So  sclin^ilit  .lojieliiin  lln-ff 
der  Vorrede  seiner  (Ibeisetznng  der  Aulalaria  an»  dem  Jalire 
lö'Jf).  Auf  wekdies  Julininicsdruiiift  er  liier  nnwpielt,  wissen  wir 
nicht  Von  zwei  unü  iiii'ht  erhaltenen  Johannesdramen  habou 
wir  Kunde.  Im  J»hre  1M&  wollten  eini^  vom  Klenis  211 
If^'ankfnrt  a.  M.  ein  Spiel  von  St.  .lobannes  auffüliren  lassen, 
ein  anderer  (J  eisilidter  nirlit  ntir  dasselbe  Drama  sondern 
aiicrli  niicli  «uf  Lichtitii'tis  die  (Jebmt  und  auf  Ptiagsten  di« 
PaK.-!ioi);  in  beiden  Fällen  wurde  jedoch  die  Krtaabnis  ve: 
weigert  CFriiiiinji'.  Dranui  des  Mittelalters.  S.  516.)  Ebenso 
wähnt  Wackernell  in  seinen  .alldeulsclien  l'assionsspielen 
Tirol-*  ftiif  Seite  CCXXXIV  ein  Spiel  von  Johuiiiiis  des  Tauf« 
KnlhaH])tini{?  z«  Hall  i.  T    a««  dem  Jahre  1529. 

Besondere  ist  der  Verlu.-it  des  Frank  fnrter  Johannesdraiuiw" 
zu  beklagen.  In  dem  zweiten  Frankfurter  VolksBcliaufipiel  von 
\49a  ist  ja  die  riescbiclite  des  Joliaiines  bekanntlich  (rata  fnrt- 
(Tefalleii,  lind  es  ist  anziinidmii-ii.  dass  wir  in  dem  Spiel  von 
1515  ein  Ronderdraniii  zn  erblirker  haben,  da.«  aus  dem  iiltL-reit 
Text  hervorgegangen  ist,  Besonders  interessant  wäre  auch  das 
Verhältnis  dieses  Johaniies^piels  zur  Johannecidramatisiertm^  iin 
Alsfehler  i'assioiis.>iitirl. 

])ns  erste  uns  erhaltene  selbstiindigeJohannesdrama  stammt 
ans  dem  vierten  Jahrzehnt  des  XVI.  Jh.  Es  ist  die  „TraKwdla 
ton  Ilerode  und  •litiinnr  dem  Tünll'er.  inii  Deittls^-lic  Reyiiicn 
verla-^sei.  dui-eh   ■fonnucui    KrÜuinst'ruui.  YHlleni^em  l->lö. 


u 


OiMlriirkt    in    (Irr    Clim-rrirstliclu-ii    Slmll    Znit-kiii 


liin-Ii 


ffolffitanuiiii  McyiTiMTk  l.'V4.V'.  Snwi-it  luii-  Ufkamit  ist, 
i'Xislii'it  nur  viii  ICxt'iiiplar  liaviiti,  liim  sich  in  iUt  kr.iiijiliclu'u 
Uibliutbvk  zu  Berlin  bcliDtl(.-t.  duiii  uber  zwi-i  lltütter  iKtüj  URtI 
Ev.)  feblen.  Ks  ist  die  tTjtc  BoliaiidhinK  iK>s  Jotiuiiiicäätuft'» 
durch  einen  Ih-otentaiitfii.  Zur  Zfü  ik*r  Alifwttiiing  wur  Krli- 
pinppr  SohuliiH-isiter  in  <"riiuiiiiU;chHU  i.  S.  Dem  StBek  seibat 
ist  ein  Aiviiitii.>nt  V(iriui};(;:f.sdiickl,  ilus  in  gereimleii  deut^iclien 
Kiirzzmlcii  Über  den  Inliült  Auskunft  {.'ibt.  Wir  wi-nh-ii  auf 
Uii'sv  Ncui-ruiig  uocb  spuler  zurückzukuumiuu  liabeu.  Die  Au- 
la ngsbiiclistaln'«  jedtr  Zfile  des  Arginnents  ergeben  das  Akro- 
stichon .Hefodes  und  JoIiuddis"  —  citie  iliimals  redit  beliebt« 
Spielerei.  Es  tretun  im  f[ai\zen  22  redende  I'Prsmii-ii  anf.  Der 
Vers  isl  die  bekannte  viert'iissige  Kurzzi-iU-.  die  Biilinintiiiwei- 
suDgi-u  sind  lateiiiittcli.  Krii^riiiyer  liut  aiisclieinend  nach  Beiu- 
lieii  des  Vei-se»  gestrebt;  aber  (rotzdeni  ItiitK-ii  »ifli  riirlit  m-IU'II 
Verletzungen  de«  Worltones.  Obwohl  di-i-  nicht  «iiljogiibto  Ver- 
fasser sich  um  Kürze  iwllicli  bonillhl,  vci-nillt  er  ilutli  itfltr»  in 
Icltc  RnUcJigkcit,  bt-sonilers  in  den  tnoraliücli-didaktisclicn  Par- 
tien.  Mau  merkt,  um  mit  Scherer  in  seinem  Artikel  über  Krll- 
ginger  in  der  A.  l).  B.  XVU,  S.  2'M  zu  spreclien,  übiTall  y;utu 
Absichten,  aber  ein«  ungeübte  Hand.  Die  CliarAkleristik  xeigt 
nur  recht  düi'fttge  AnsiUze,  um  s\>  mulir  aber  kommt  es  Kni£iiie:vr 
auf  die  HeransarbeituDg  drnslisrlier  Kffekle  an. 

Die  Abwiche,  die  er  mit  Keinen  KciNtlirhen  Spielen  bezweckt, 
liat  er  i»  der  Vun'edi-  Ki.-iru'ü  .Lazuriis*  eiiinml  deutlich  nnm- 
ges]iroclion.  „Wenn  ein  fltnatenmenseh  solcli  Spiejiel  kliirlich 
vor  Augen  si(;ht  handeln  und  gleich  wie  L>iu  liübüch  UentiVidc 
mit  allen  seinen  Tarhen  Hii<;i'strirlicn  vor  ihm  Nicht,  so  ii<t  nicht 
inüglich.  CS  miisK  ilin  bi-wc^fu  und  zu  !kTzcn  fcThn", 

In  fünf  kurzen  Akten  entrollt  sich  das  Spiel  vor  unseren 
Au^n.  ZuuüeliMt  üjiricht  Johannes  in  einem  Monolog  von  der 
Busüe.  Au»  dem  sich  iinM'hlieK^einlpn  Gt'S]iraeh  zwischen  Uerodcs 
und  Hcrodias  erfahren  wir  das  Nutwendigste  *u.s  der  Vurgc- 
scliichte.  Bei  ali  dem  Freudeideben  durchhebt  den  König  die 
eine  Purebt,  Herudiiiö  ki>nne  sich  wieder  ihrem  ursten  ticmuhl, 
ilem  er  sie  gei-anbt  hal ,  zuwenden.  Als  üiin  aber  iIns  Wi^ib 
ihre  Treue  vci-sichcrt,  preist  er  sieb  glücklich.    Er  vcrstuicltt 


22 


ihr,  alk-*;  zu  crrülleri,  was  Ihr  Herz  begtlirt,  und  ihr  keine 
Wiuisrli  fiiiKinvälirt  zu  lassen.  In  diesen  beiden  ersten  Szi-nen 
ist  ein  Urulitiiiler  Kotillikt  bereits  nnpcdeutet;  ilenii  es  ist  lilar, 
tlass  der  Biixspiediger  zu  di-m  l^sterleberi  ain  Hofe  nicUt 
wliWL'igcn  wird.  Aiidercr.sfit.s  ist  nber  aucb  das  Motiv  de« 
leiclitsimiigeii  Vcrsprcclicns  leise  aiipesehlapen.  ÜarcJi  «eine 
Trabanten  veintmmt  Tferoiles  im  iiHcli.steii  Akt  von  dem  Wüslen- 
jiredipcr  .Joliamies  und,  da  er  sehr  begierig  ist,  diesen  acusteo 
Prypheten  zu  huroii.  LcRibt  er  sicli  dortliin,  wo  der  Täufer  sicli 
gerade  aiiHiiilt.  Mit  Macrlit  dringen  d(^m  königliciien  Süiider 
die  Wolle  entgegen:  „Die  Zeit  ist  Iciirz,  eure  SQnile  ist  (rross!"^ 
Ais  Johannes  den  Künii?  erblickt,  wirft  er  ihm  vor,  dass  er 
„wider  Golt,  Itedit  und  Khr"  mit  (iewiilt  .seines  Bruders  Ehe- 
weib entfüliil  hahv.  Obwohl  »ich  Uerudetr  über  die  kuluic 
Sprache  seines  Unterlsiieii  selir  entrüstet,  \tisst  dieser  stell  nicht 
eiuschöchteni.  „ückehr  dich  bald,  dds  ratli  ich  dir,  wenn  du' 
willst  anders  fcilgen  mir;  sonst  wirst  du  konniien  ii»  die  Pein, 
darin  die  Sünder  ewig  sein!"  rul't  er  ihm  entgegen.  Sun  läsA 
ihn  Hemdes  in  den  Turui  werfen;  er  würde  den  unbequemen 
Itriinti  zwar  am  liebsti-n  (fauz  auK  di-m  Wege  muincn  latäieu, 
aber  er  ffirclitet  das  Volk  (Rvang.  Matth.  XtV  Vers  5). 

Nocli  weiss  Herodias  ntchts  von  .Johannes  und  seinejn  Ver- 
gehen, rill  sidi  Rats  von  üii'  zu  erliolen,  nüiclil  HeiuiJes  ilir 
davon  SlitleÜNiig.  „Es  ist  ein  fremder  heiliger  Manu,  der 
spricht,  dnss  ich  meini  Bruder  liab  Eiieb  als  ein  Dieb  gestohlen 
ab;  S(»I1  Kuch  de.slinlb  triir  liissen  stalm''.  Da  hrirht  die  ICoiiigitt 
in  Tränen  ans  und  fonltirr.  den  König  auf,  Rai-lie  an  dem  losea 
Mann  zu  nelmien.  Als  sie  aber  hört,  dass  der  Schelm  bereits 
hinter  Sfhldss  und  Riegel  liegt,  freut  sie  sich  wieder.  Mit  einer 
furcht  Im  reu  Drohung  gegen  den  Tünfer  scliliesst  der  erst«  Akt. 

'/a\  lieginn  des  zweiten  Akts  sehen  wir  drei  Junger  des 
Johannes,  deren  einer  den  anderen  von  dem  Schicksal  des  AleiiiteK 
lierichtet.  Sie  bescliliesKiMi,  den  Gefangenen  iiufzusnehen  und 
ihm  gleichzeitig  von  Jesus,  dem  neuen  l'roidieleii  zu  erzählen, 
utn  fieitie  Meinung  über  ihn  zu  vernehmen.  Johannes  mlseudet, 
sodann  zwei  von  ihnen  zu  dem  Wundertäter,  ihn  zn  fragen,  ob 
er  der  wahre  Messias  sei.  In  dnr  zweiten  Szene  sehen  wir  nun 
Christus  selbst,  der  mit  sriiien  Wundern  den  Fragest  eilet  u  Ant- 


4 


eher  ruhen,  bis  sie  ilm-ii  Todfeind  vernicIiM  sieht.  Weiberlist 
soll  eit  zum  gewiinsclitt'ii  Zii-Ie  ITiiiti>ti.  Wülrreiul  .so  dem  Ju- 
linniwft  das  Verderben  ^cBc)Ilosson  wird,  crtiiUi  er  ilie  Antwort 
»'incrJütigcr  Kr  erkennt  durau-s  mit  Bi-friodißiing,  dass  Jcjüus 
tatsäcbljcli  der  Messias  ist,  der  die  Welt  erlüseii  »oll;  so  kann 
er  nnu  mit  Rulic  dem  Tod  ins  Atigc  «cliaiieii.  Denn  er  1ml 
seine  Mi»ii<ii]  vollendet,  sein  Tagewerk  ist  nicht  niUHonst  ge- 
vip&en,  ja  es  srlieint  selbst,  dass  sein  Bussv'ort  bei  Herodes 
nicht  ohne  ICrfolp  (reblieben  ist. 

Der  KönJK  besinnt  sicli  im  l'olgondeii  pliitzlirli  darauf,  dass 
sein  Geburtstag  sei,  und  er  bescldk'Siit,  deui  Adel  äeiueb  Lundes 
ein  Gastmnlil  zn  geben.  Oleieli  bei  Be^rüs)«iin(r  der  Gtlste  iui 
vierten  Akt  wird  das  Wiinsdimotiv  wieder  anpesrhlapen-  Der 
iilwr  das  rasche  Kiseheinen  der  ift'bidenen  Fürsten  crln-uie 
Kütiig  stellt  dieäcn  eine  Ritte  anheini,  Krti^tii^er  wollte  oflvnbar 
damit  das  überaus  lciclit«inni(te  Versprerhen  des  llerodej^  bi-ini 
Tanz  der  Tochter  vorbereiten.  Die  tiüchsten  Ki-eigiiissi!  Adgi-ii 
In  engem  Ansehlas«  an  die  Bibel.  Die  Fürsten  be.stininien  den 
Künijf  zum  Halten  seines  WortM.  All  das  hat  sich  noch  vur 
Rt'giiin  der  .Midikeif  ziifTttraffen. 

In  der  iwcbsteti  Szene  holt  der  .Carnifcx"  seiii  Opfer  uus 
dem  Kerker  mit  der  trivialen  Henkerpbilosophie  ,Bilck  dich 
nieder  and  gicb  dich  drein;  es  kann  und  mag  iticlit  anders  sein*" 
Johaoneß  beflelilt  s<'iiie  Seele  Gott  dem  Herrn.  Auf  der  Schwelle 
des  GefäJignisses  findet  die  Entliaiiiituiift  statt;  so  war  es  leidit 
mög"licli,  einen  naciigetnacliten  Kopf  nnterwischieben.  AI«  die 
Toclttei"  das  Hanpl  in  den  Saal  brinßl,  steht  der  Könip  tranner 
auf,  und  die  Gäste  folgen  ilim.  Herodias  aber  frohlockt  mit 
ihrer  Tocht*r  über  dus  Gelingen  des  listigeu  Planes. 

Bis  dahin  haben  wir  uns  «nf  nicht  unbekanntem  Boden  be- 
wegt- Der  Sclilus.-}  des  Krüjiingerscben  Jidiannesdranins  führt 
uns  auf  ganz  neue  Balinen.  Zunächst  liüreti  wir  da  die  Ent- 
rüstung eines  Trabanten,  das«  Horodes,  der  Weilerknecht,  nicht 
Horr  im  Haiwe  ist.  Kr  will  seinen  Pipn.<t  verlassen,  znmal  er 
{{i'liürt  hiit,  ilass  der  Künig  beim  Kaiser  zu  lioiu  liitri  aiigeklngl 


- 


84 


üci,  iintl  H-iiii>  Sriiamitalcii  buld  gt-simO  wQrdi-ii.  [lir  U-tzteu 
Worli'  ÜK'»  TrabaiiU-n  und  des  vk-rtcD  Aktes  Ubeiliaupt  .Ihr 
Herrn,  i)ir  werdt  e»  »llc  üvhn,  ilm;  Spiel  winl  tnik'litig  bös  aiut- 
gehit!"  leiten  zum  lernen  Akt  hinüLier.  Dieser  fünft«  Altt  ist 
eine  grosse  Totentanz-szene.  Das  Auftreten  des  „Mors"  ist  un» 
j»  iHTcils  im  AlsfcldtT  Vnlks,scli«us|iiel  ht-gi-giiol-  Ks  ci-st-Ui-iut 
der  TcnI  luit  Saloiiic.  Unter  den  Wortea:  „Mit  mir  mitSHt  du 
in  meinen  Reihn,  da  deinespleirlien  viel  in  sein!'  erwürj^  er 
sie.  liizwiKchon  ersticht  sicli  Uerode«  —  mau  denkt  dabei  im- 
willkUrtioli  an  de»  Selbstmord  Hemdes  des  Kimli'nnitrdprs  in 
den  Ureikönigsspipk'D  —  der  von  tünem  kaiserlicbeu  Legaten 
Ml>ff<'setzi  ist,  um  Not  und  Elend  zu  entgehen.  Von  seiner  Ijriclie 
liinweg  l'ülirt  Moiis  <lvr  Ti.>d  endlicli  div  juinmcrndi.'  KynJgui,  um 
sie  der  Hölle  zu  überliefern. 

lil  dem  Epilog'  wird  giinz  iu  UaiisSnctisiEetierJtfnuier  noch 
eine  vierfache  Lehre  aus  dem  StUck  gozogeii.  Jolinunes  liei  c>in 
Beispiel,  wie  die  Watirlit-it  oft  unterliegt,  wie  aber  Gott,  ilie 
Seinen  niclit  vertuet,  und  ihr  Untergang  niclit  un;;eroclien 
bleibt:  dass  Gott  auch  Trübsal  und  Iveideu  Qbvr  »-Ine  Kinder 
vprhanKt,  worüber  diese  aber  niebt  verzaßen  sollen  und  sddiess- 
lich,  dasK  viele  ein  besüervs  Leben  beginnen  sollen,  daoiit  es 
ihnen  nicht  ergebe,  wie  dem  herodiaiiLschen  Hau.se. 

So  ist  CS  denn  lediiifUcli  Jidmiuies  der  Maityrer  um  der 
Wahrheit  und  Clereclitigki'it  willen,  den  uns  Krilgingcr  vorfülirL 
Diese  eine  Seile  hat  er  auch  leidlich  horausgearbcitet,  alle- 
Übrigen  aber  vollständig  veniaclilüssigl.  Es  int  kein  Zweifel, 
dass  dieses  Julia» nesdrania  den  finibsidil igten  Eindruck  Muf  die 
Zuschauer  niclit  verfehlt  hat,  zmnal,  da  der  Verfasser  reichUcli 
äussere  Mittel,  —  die  ja  stets  aiil'  die  breiten  Massen  wirken 
—  scinini  lehrhaften  Zweck  dit-nstlmr  gt-macht  lial. 

Kill  Jahr  iiui-l)  Kvliitini^ers  J(diaiine<iilr»nia  erschien  in  Köln 
das  Werk  des  ueulateiuiüclien  Draniutikers  Jncobus  Sclioe|iiiur, 
betitelt:  „Joltniines  dreollatus*',  Coloiilne  I-Vir»:  ein  zwcilex 
Druck  uiiiiT  di'iii  Titel  „KctraclK'listis  sivv  .Uibaiiin's  dccullatos' 
Trentoniae  1552,  and  endlich  etu  dritter  (nach  dem  Toile  des 
Verfassers)  zu  Stra.^burtr  ini  .lahre  löö». 

Was  3fliiic|)pi'r  Ketbsl  betiitl't.  ko  kann  ich  mich  wohl  mit 
einem  Verweis  auf  die  gruudk.gende  Arbeit  Döringä  im  1.  Heft 


35 


seiner  .Gi-sctiklit«  ilvs  riyiiiiiutiiniiis  zu  Dorliuiuiil*  (Dui-tiu.  Vv&^r. 
vuii  1874)  lit'f^iiU^M'tt.  Per  ^.luliuiiiies  dfrollaliDi*  hl  ilm  fiMP 
uimI  zutilt-icli  Hucli  ilius  b(-«tv  Wtn-k  ivs  Durtiiiiiiulfr  Huiuaiii^tfii. 
r>iv  Enlstvhiiii}^  des  Werkes  i-eicht  bereit«  in  das  Jalir  1M4, 
Wh  So1iih'[ijkt  als  Hfi'lKiirjti-r  tiiul  Ki-lijricii^lt^tirL-r  des  kurz  ziiv<tr 
llM;-ii  gcf;:rUiidt>tc)i  IHirliniimle]'  (iymnitsiiiniK  riiicliweiüliar  ist, 
Kür  die  Aul'fülirungen  der  Scliölcr  6ieses  (j.viniiaü'iums  ist  das 
l>|-ania  «iirli  verlattst.  Wenn  F^iward  Sclirix'iicr  in  der  A.  I).  B. 
(XXXU,  S,  374)  «lu  Hcliliissi;  w.'iiH-s  trctnidn-ii  Artikels  üIht 
8cli»L-]tper  sagt,  dass  dt-r  Srlinlnieislirr  in  ihm  iiirlir  und  invlir 
den  Dramatiker  erstickt  h^he,  so  ^ilt  diesus  Wort  bereite  \t>a 
dem  „Joliannes".  Aber  wir  wollen  auch  uiclit  verjresHen.  dasü 
diks  ScliuldramiL  andi-rs  beurtftilt  sein  will,  uls  duA  Yidksdruma. 
QltuiIl'  der  „Jubunne;!  iJL'CvlIatus'  bcweiüit  titui,  wie  selir  Scbuep- 
pers  unstreitig'  {nasses  dramatieches  Talent  durch  die  enge  Fe»i«el 
des  bcjirhriiiiktcn  Srliulzwerbs  gelitten  hat.  Iloi  der  Lektüre 
des  Werkes  be^'egnci  imtn  unf  Schritt  und  Tritt  M'iiien  klaüsisdif  n 
Vorbildern,  vor  allem  Platitu»  und  Teretu;.  Von  den  sseilge- 
nüsitischeu  Dnunatikern  haben  ihn  dvr  Niederländer  (jäeinir  Mac- 
ropedius  (f  1&&8)  und  diT  in  Hund  difhiendc  Sixt  Biitk  (Xyslns 
Betulejus;  t  l!>ö4)  am  dentliclisten  gefördert  und  heeintliissl. 

Obwulil  Solioepijer  einen  verliiUtiiisnmsif^  ^vssen  Fersonen- 
üppariit  lierangeaitrcn  Iint,  rpIii  e»  selbst  bei  der  MassmSzene 
im  ersten  Akt  .seljr  geenlnet  zu.  IJie  VulksHcharen  sind  zu  dem 
Wttstenprrdiger  liinausgezogen;  jede  Gruppe,  dii-  riisrisiler,  die 
Krii'gsileute  lunl  die  Äillm-r,  Imt  ihren  Sprecher.  Auch  lloroden 
Init  sich  zu  Julianne.s  begeben;  er  und  .sein  Gefolfie  erlieoelieln 
ÜuKsetfer.  Alier  der  Prophet  dnrdi!«chaut  sk  und  richtet  an 
den  Krmig  eine  harte  Strafpredigi.  Man  muRN  sagen,  da »s  diese 
in  (lammenden  Worten  t:^ines  lieilitren  Zornes  ftelialtcne  Rede 
ein  wabri-s  Muster  von  eifernder  Bcredsainkrit  ist.  Sclmepper 
bat  darh)  einen  Beweis  gegeben,  ilass  er  etwas  von  seinen 
klassisflien  Vfirbildern  j^elernt  hat:  »eine  eigene  Tiitigkeil  als 
Fn-djger  littt  ilin  piiilierlicli  ebenfalls  gefordert.  .'\nt'  den  Konig 
liaben  Oie  Worte  des  Unsspredigvi-s  iliren  Kindriiek  nielit  voi*- 
felilt-  Am  besten  merkt  das  -Jinn  Pulilweib.  Nachgelas-sen  hat 
seine  ansgelassene  Frlililiclikuit.  niicligela.sscn  hat  aber  auch  ganz 
bcMindei-s  die  ySartlielikeit  zu  lleiodlnti.     Die  zurückgesetzte  (je*- 


» 


I 

4 


Hellte  sticht  Ziifliiclii  hei  ilirpm  ViTtraiitcn,  dciii  Xarrni.  —  DiP 
NariTiirulk'  unter  dein  Nanicii  pLHpiia"  fiiiilct  sich  zuerst  in  den 
Dreik'Jtiijfssiiieleii:  dyrt  ist  er  beim  Kindeiinurd  einer  der 
Hnii|i1ko1itubgc1ineider.  Ein  liU-rarischer  Znsaninieuliaiifr  wird:; 
liier  wohl  niclit  vt.rliefren:  wir  worden  uns  das  Auftrofen  ä(-s 
Xarn.-ii  in  ittLsereiii  Drumii  vielmehr  ans  dem  ullmähliehen  Rlin> 
dringen  der  komischen  Figur  in  das  Drama  zu  erklären  bähen. 
—  Die  komische  Fipur  in  der  Geslalt  des  Narren  tritt  also 
hier  zum  LTKt^'iimal  in  einer  J(ihannesdr.-tinatl:>I<>ntng:  auf.  Vn 
ihm  ertahrt  das  Weib  den  ünind  der  Sinnesänderung  des  Herode«. 
Unter  Aufbietang  aller  ihrer  Kräfte  erreicht  Hej-odias  endlich 
die  Gtfanjiennahnic  des  Tänfers.  ihi-es  Tdilfeindes.  Jolmnnes 
seihst  ahnt  sein  ^>ehicl[sal:  er  freut  sicli,  üass  er  bald  den 
Seelen  der  verstorbenen  Oerechten,  die  mit  Sfhnsiichl  dvn  Tag 
ih«T  Kriiisiing  erwarten,  die  tnmtvolle  Kunde  von  der  bevo 
stehenden  Befreiiitip-  iiherhrinjren  kann.  Auf  diesiS  Motiv,  das 
hier  zum  erstenmal  verwendet  ist,  werden  wir  noch  einmal  aus- 
flihrlicher  znrUckzuktimmen  haben. 

Für   tlii-   GiistmalilMene    hat    selbst   ein   Schoepiwr   keine 
innere  Verkiuipfung  mit  dem  Vorhergehenden,  ein  Fehler,  an  den 
bisher  alle  Johannesdramatisierungen  gekrankt  haben.     IJafÜr 
aber  hat  drr  Diehter  ffkr  die  Tanzruiene  einen  individtiellen  Zug; 
es  ist  einu  „söltjitio  gnllica  sive  italica-,    die  hier  zur  Auffüh- 
nmg  gebracht   wird,     ^eln*  bt;zeiehiiend  alrtü  ein  an.s1ändiseher 
Tanz!     Freilich    ist    die  Uezeichnnug   ctwa»i   zu   ullgemeiu    ge- 
llalten; aber  immerhin  genilgt  dipse  Krwäliuung,  nm  zu  wissen,  ^ 
dass  dabei  an  einen  sinnhe ruckenden,  welschen  Tanz  zu  denken  " 
ist,  der  auch  seini*  Wirkung  denn  nicht  verfehlt.    Die  Hinrich- 
tung .selbst  geschielit  nicht  auf  der  Bühne.    Mit  Huhngeläehter 
emptnngt   die   wuterfilllte    Herndia»  da.s  Haupt   des  Todfeindes 
und  überschüttet  es  mit  Solniiiiliungcn.     iJas   peiidichv  Ki-eigiiis 
hei   der  Tafel  hat.  verwin'eiid   anf  den  KTmig  und  Meine  Gäste  I 
gewirkt.    Um  ihnen  Zerstreuung  zu  machen,  schlügt  die  Köuigii 
einen  Spaziergang  vor.     I)ns  Drama  endet  mit  einer  Ktug(^  der' 
Jüngi-r  des  -lohunnes  um  ihren  gein-ji-deu-n  Meiüter. 

Zu  bemerken  ist  noch,  dass  SchoepiKT  jeden  der  fünf  Aktr 
seine.1  Johann e»;dminas,  itn  Anscliluss  nn  seine  hnmanii^tiscliea 
Vorbilder,  mit  einem  Clmrgesaug  sehlJessen  lüsst. 


87 


ZusainnuriiraAseiHl  iSAst  ^icli  von  diE^ciii  Werltt^  de»  Dort- 
taiimler  Hiiiii»iiistc'ii  Kagren,  Jass  t^s  sich  (tiircli  ^eüchicktc  iti'umn- 
tiscUc  Anlage  und  lebensrollen  Dialof;  anszeicluiel.  Das  f;ri!KMte 
Lot»  ul)er  verdient  Stiim'jUHT  diircli  steine  tn^iflidK-  CIiamktcrLstik. 
Von  Eliri'urrlil  und  nfwiindt-ning  (Tir  den  iinerscliri-'ckcnen  Pi-e- 
digvr  vuii  Wahrheit  tind  GereclitigkL'it  erfüllt,  hat  er  du-  [lui-- 
tisdip  KrafI  besessen,  ein  lelicnsvrdles  Rild  des  Jidiaiiticü!  za 
ent«'erf«ii.  Kndlk'li  eininA)  «jn  .tdlmtmes,  wie  wir  ihn  soUngv 
vt'rpt'ltlifli  geaiicht  lial)cn!  Frfilirii  hat  .StJii'e|)i»pr  seine  Itihlisrhe 
Quflk-  mit  sorgfiiltiger  Auswahl  hernitzt;  nur  wciiijfc  Zfigc  liat 
er  ihr  entlehnt,  aber  er  hat  sie  dann  auch  um  so  sicherer  ver> 
arhoitet.  um  das  Ganze  in  einem  eiiilieitlirhen  (Jib;se  lioi-zu- 
stellen.  Alle  seiiif  Oeüialten  besitzen  Inhalt  und  ihr  (ranz 
charaku-risiisches  (Ji')jragc.  Diwpr  ziflbi'wusste.  fun-htlusc  Jo- 
haunes,  dca  selbst  ein  IIi*rodi>s  mit  der  Zeit  iH:hützeti  Ivnit! 
Und  woiterliin  der  Seelenkampf  des  Kimijrs!  Mit  wt-Ich  fi-iner 
psycliologisclion  Kunst  hat  ihn  der  Uichtor  entwickelt!  Dem 
Ilerwh-s  Sch()f)t)H.-rfi  ist  ett  ernst  mit  s«hwv  Sinneüüuderiing,  und 
der  Zwiespalt,  in  den  ihn  die  Bitte  der  Tänzerin  bringt,  ist  t^in 
lurclitbarer.  Endlieh  Herodias.  dieses  hestrickcnde  Weib,  «iw- 
geriisU:t  mit  alliii  Mitteln  ihri-s  (jeKt^hlechl»,  leidenKcliartlicIi 
bis  zur  hyänenhaften  GrauKamkeit'  Diejse  VorzBge  der  drama- 
lisehen  Kunst  SciuieiJpers  lH»u;en  es  verstehen,  dnss  sein  .Idliaunttf- 
drania  einen  betlentenden  Kinfluss  huI'  die  Scimidi-aniatik  aiis- 
(jeübt  hat.  Aber  noch  melir  als  die»!  Der  Rektor  der  Schule 
xn  Hnrleni  Cornelius  Sclionaeus  (t  ICH)  hat  es  in  seinein 
^BaptiHtes"  scjgar  (crDndliolt  iiusgesplinebcn. 

Ah»!eits  von  der  rieittiori^cn  IMiaiidluiig  de.4  JotianrieRstoffs 
steht  das  Juhanne»drania  eines  Engländer;»,  das  ich  nicht  so 
sehr  der  Vüllstöndi^keit  halber  erwähne,  als  vielniebr  dcshiilb, 
weil  w  eine  ganz  Insonderu  Seite  anfweittt.  E.s  ist  der  „Art-hl- 
|»ro]iheta'*  des  Rektors  der  Theologie  am  Merton  College  zu 
Oxford,  NIvoIhiis  tirinidaldu!«.  aus  dem  Jahre  1548.  Dos 
Urania  ist  also  verla.vil  unter  der  ReKierimp  Kdnards  VI.,  der 
bekanntlicli  Dugin«  und  Rilns  der  eii{rli?*t'lii,u  Kiivlii'  sireiiK  pro- 
tcstautiseh  gestaltet  liat.  Padiireh.  dass 'Crinioald  eine  einseitig 
konfe^ionelle  Tenduii:!  in  den  Jidmiinesstofl  hiiieiii{t(elefr1  hat, 
hat  er  ihn  in  den  l>iciiNt    lincr  .schmiUiliebi-n  Polemik  gcatcüt. 


as 


Joliamies  imd  Ah'  riiarisäer  stolipii  sich  bei  CirinioaMus  glcich- 
suiii  als  Prutrsluiil  niul  Kiitliolikfn  KOKcnülJt'i*;  ui  scintr  Buss- 
pn-tligl  tTfc'cUl  sich  JuliaiJJiw  mit  wütundiT  Li-idt'iisdiiirtlirlikeit 
flbiT  die  Rüiulinge  iit  Pharisüergestalt.  So  kommt  es  audi,  da»n 
hei  (iriiiKiiiliiiiü  ilic  Intrif^uc  der  I'Iiiirisäer  pfgcn  den  Prt'<lipcr 
weil:  um  sich  gn-Ut  Da;<:t'geii  felilt  lei  ihm  die  Tadelrcde  des 
Erzproplit'trii  gegt'n  llerwdcs,  —  und  ra  i»t  nicht  ri-clit  ciiizu- 
sctien,  waiiim  der  Verfasser  dajauf  verziclitet  hat.  In  ibrea 
(it'iiiiM-li<Tii  Iiiilt  JuliantK^ä  dem  Künig  iiiitl  der  Könif^n  ein 
l'riv:itis.iimtiin,  von  dein  wir  aber  nur  indirekt  erfaliren. 
Herotles  ist  ein  WuiljLTkni'clit,  dem  jedu  freiere  EnlÄchHeäsmig 
l'clüt. 

Kill  guiiz  iicKcr,  .seltÄismer  Zup  bestellt  darin,  das»  die 
Ki>nigiii  vor  der  TaitzszeiiK  den  O^fangeiifn  zum  Stillsr liweigvit 
zti  bewegen  snoht.  Ilir  Betnülieü  )irallt  an  der  furclitlosen  Maiin- 
lmftii?kei(  des  .loluiniics  üb.  An  und  fUr  sicit  ist  das  ja  ein 
reclil  i)iii:iiiel[rr  Jluy.  AIuT  wird  siili  wnlil  i-iiie  Herodias,  wie 
sie  uns  (jrimuiildus  äcliildert,  dazu  iierbeigelasseti  Imbon?  Kam 
es  ihr  ubtTliaiipt  nur  daruHf  an,  .Sciiweiiien  von  Jr.Iiaiines  zii 
vcrlaiigciiV  Odvf  war  es  iiiilit  vielmehr  der  Kupt'  des  Maiuics, 
d(!r  sie  tiidlicli  gekränkt  Iiatte.  den  sie  um  jeden  Pads  furdBrtV 
l''in'  Kermk-s  niaff  ein  suldltT  Versuch,  den  l'redij^er  zum  Schweige« 
zu  hhwt'^en,  zu  Hecht  Iie.st.e1icii,  für  die  beleidigt«  Kulilerin  aber 
ist  er  ein  psych ukgisclies  Unding. 

Ich  erspare  es  mir,  njilier  auf  Grimnaldus  Johannesdrauui 
einzuteilen-  tJegcilÜbcr  St'liue]iper.s  ,.)ülmiiiies  decüllatus"  ist 
der  „Arrhipropheta"  des  Oxforder  TlieoluKeu  ein  recht  inittel- 
mätssiges  Macliwcrk,  Nur  in  der  ersten  Szene,  in  der  des  Ver- 
fasser« konfessionelle  Polemik  durchbricht  nnd  vielleicht  noch 
in  der  Herodiasszene  des  dritten  Aktes,  wo  die  Künigio  mit 
leidenseUafUieher  BoredKanikeit  di«  (iefaiiffenualime  ihres  Tod- 
feindes bewirkt,  pulsiert  dramatisches  Leben,  Für  eine  Gestalt, 
wie  Jcibaiines,  fehlte  einem  (-iriDKtjildus  tiffenbar  Jedes  tiel'erB 
VerätUndnis.  Anders  ah  mit  der  luh:illlichen,  steht  eii  mit  der 
t'onniileii  Seite.  Ui^r  Verfiiüser  schreibt  ein  sehr  flotte»  Latein; 
auch  auf  das  Metrnin  hat  er  nicht  gerinpo  Sorgfalt  vorwendet. 
So  i^t  z.  K  der  ("bergauf;  vnn  Seiiami  zuDimeterii  in  der  eben 
erwähnten  Henidias.szeiie  di-.s  drillen  Aktes  «usserst  güitklidi 


4 


« 


gvwAbh;   $K  keiiiizcirlineii    (n*niicli    A&s   tliisti-mic  ihrer  wut- 

Damit  sind  wir  am  Kmle  niwevcr  ßlnfiilintng  angrelangt- 
Wvnii  wir  nun  lieii  zwi-ilon 'IVil,  dit*  Lolriirlitptcii  ijrei  .loliannes- 
(Iraraen,  noch  einmal  Viiirz  fibfT.scIiaiiPn,  sn  fiiili  uns  da  ilii- Ri'inz- 
licli  ainlcn-  Beliaiidliintrsw«'isr  des  Stcfls,  im  YcrKli-ifli  zu  drr- 
jenigen  im  crstrn  Teil,  suf.  I>i'ii  Hixini  des  niitielalterliclK'ii 
Volkssctiaiispiols  im  oifrontliclieii  Sinne,  halietv  wir  boroiu  bei 
Krlipinper  vpviasson,  Vfilionds  ahn  hpi  den  beiden  Humanisten. 
Kriiic  der  drei  iK-mirlileten  Didiinngen  ist  aii.s  der  Joliniiiics- 
dramatiRierunff  i'inet«  MyKteriiim»  liervor^t>ir»ngcn.  Die  drei 
Spiele  der  Prankfurter  (Jnippe  haben  süniHich  das  Leben  des 
JollHiint-s  vun  seinem  uti'i'nt lieben  Auftrettn  bis  zu  seinem 
tra];i<^''i«''<  P'M^^^^  auf  die  Biilint!  ^ebrarbt.  ('bri!<lm1iaiidliHi}{  und 
Jubaiim'iiliaiidluiig  wuren  durcb  die  Taufe  Jeim  eng  niit<?iDuiider 
VPrbuiidfi).  Bei  Kriigiiißer  tritt  (liristaw  zwar  riocli  in  der  Hot- 
scbii fduizeiiL'  kurz  aiit",  bei  S»?)iwf[iiier  und  (jriniua1iliu>  aber  int 
anch  dieser  letzt:*' Z.iisiirnmenliiiug  gihizlicli  gpsnhwunden.  Dabpi 
ist  jft  die  Sehen,  l'hristus  iiul'  die  Bühne  zu  bringen,  nnver- 
kennbar.  eine  Srlien,  die  das  mittelaltfrliche  Volkssclmuspiel 
(iMirliauR  niclit  gekannt  bat.  Krü^'ing'er  hat  sein  Spiel  -Tragoc- 
dia  von  Hprode  und  Joann«''',  Scboqiper  ^Jobannes  decollatiift" 
übersfiirieben.  Beides  ist  für  ik-it  Inbalt  g-anz  bezeichnend; 
denn  es  ist  lediglieli  der  tragiKelit-  ICoiitiikt  di-s  .Jnliarines  mit 
flerndcs,  den  sie  vnrlüliren.  Die  Bezeiehnutijf  des  Jubannes- 
tlramius  dfü  OrimiiEildnK  „ArcIiipruplietA'  ist  eine  nrin  äiisüi-rlicliv. 


M 


Wir  kommen  min  zur  letzten  Hrnniatisicninp  des  Johaiines- 
stoffs  auM  der  crsloii  Hiilttc  des  XYl-IIi.,  zu  Aals  Johaniies- 
drama  aus  dem  Jahre  I.')4il  —  und  damit  zti  dem  eijrentUclieii 
Cit'gensiand  unserer  L'iitfi-suclmiig:.  Im  voraufgdifiideii  Imlieti 
wir  dicGeNclÜL-htc  dcr.Ioliaitnesdi'araatisifninp  bis  auf  Aul  vtT- 
fttlgl.,  eininiil  iiiii  ülHMliHitpt  i'dxT  dicsfii  iiittTrsstudcn  Gegen- 
stand, über  (ien  eine  Vnnintersiichnnjr  noeli  giiiizlieh  felilt,  zu 
orientieren,  dann  aber  anrli  besonders  deshalb,  weil  wir  so  die 
ßrliuiiillnji^  des  Htuffs  dtircli  An)  um  st>  besser  vcrsti-lien  und 
nach  würdigen  kimrien.  Bevor  wir  aber  zu  dem  Werke  äbcr-i 
gellen,  wolli'n  wir  uns  erst  kurz  mit  dem  VerFasser  l>ekannt ' 
mnvhvn. 

I.  KH|»lUfl 

Zur  BioETapIlip  (ifs  Verfassers. 


Johannes  Aal 
Kimtim    AiiTuriiii, 


stammte  ans  Brernfjai-len  im  schwpizoriischen 
Aus    den    .TührzeitbücliiTii    des    Pfarrsliftes 

Aniiets   "Werk 


Ht.  Ursus    in  Kolotburn   (abpedrurla 

St.  Vrsus  Pfiirrstift  der  Stadt  Stdcfburn",  S«I(.tbuni  1«78)  er- 
sehen wir,  dass  sein  Vater  ebenfalls  Jnbaniies  (Hans)  hiess; 
über  Herkunft  und  Stand  des  Vaters  ist  nielils  bekannt.  Die 
Mutter  hiess  Katliariiia  und  war  eitie  jjreboretie  Kürlwlin.  Jik 
tmnnos  war  wftVidiar  der  einzi;;»-  Sidin  seiner  Eltern ;  wine 
Sebwcstcr  Verena  lieiratptr  einen  Rrenijinrtner  Rfllift'r,  WiiglM-r, 
inid  aus  dieser  K\w  '/mg  di-r  lati-iiuscliL-Srliulrm-istiT  und  L)nim:i- 


»1 


I 


tiker  Johannas  \Va({ner  oder  CüriM-iilariiis  hervor,  wie  sieb  der 
liumanistisch  gcltildolf  Slaaistcr,  der  Sitte  doi*  doniali(f*-ii  Zeit 
entKprccIieiid,  zu  iu>iiii<^ii  Miditc.  Tlmr  duK  Ccliurrj^julir  Aals 
wisKen  wir  cliensowcn ig  t-twas.  wit-  iibiT  (wirie  Jiigi-iidzcit. 
Nur  HO  Tivl  sU'ht  fi'st,  Ausa  der  bedeutende  Hiiinaniiit  Ulareunus 
(Heinrich  Lonli  aua  Mollis  im  Kniiton  («iHriis)  i^fiii  IjoliriT  g(?- 
wesen  ist.  Wa*  (JUi-cainis  solbst  lirtritft,  jm»  knnn  ich  micli 
wall)  mit  oiiiom  Vei'weis  auf  die  heideii  frruiidlegeiiden  Sduirt«» 
über  ilin  bepiiigen,  die  »Ilerp  .Heimich  Lnrili  (üareaniis.  seine 
l''n;niidc  »nd  mno  Zeit.  BifigniphisciKr  Vci-siicli  von  Dr. 
H.  Sflirciber,  Preibniy  183""  und  eine  neuere  flGlarean,  sein 
Leben  und  seine  Schrifti.-ri  vonO.  F.  J^ilzsche,  Frauenfcld  1890". 
Von  IÖI4-152!)  li'hrtpdlarean,  mit  I"'nt('rl>rpp!iiing:  darcli  dieJahro 
1517 — 1522,  iiebeti  Erasmus  vou  Itütterdam  nn  der  Universität 
Bflsel.  In  dieser  Zeit  wird  Joliaiiiies  Aal  zu  den  FU-sseti  seines 
Landsniiinnes  ge^esM-ii  liubeti.  16:^0  wird  Aul  eiu  juug:er  Friciitcr 
p^natint.  Wir  Itrmitt'ii  d<.'iniiiu'h  xetn«*  8ti)dien?:i'it  in  ihis  zweite 
Jalirzclint  Aea  XVI.  Jh.  ansct:!L>ii  und  daraus  nun  einen  weiteren 
Schlags  auf  sein  Gcburisjahr  zieh«'»,  Aal  wird  demiiacli  zu  Be- 
ginn des  XVI.  dh.  gelioron  .sein. 

Im  .Jalire  lö2'J  wird  der  junge  Johannes  Aal  versuchSHveuie 
2iim  Pl'arrer  seiner  Heimattitadt  Ureniji'ai'teii  •.'ewülilt  (P.  Wcliiseil- 
bach:  Die  Relormation  zu  BromprarU-n  im  VI.  Bd.  Aer  -Argovia", 
S.  3ÖJ.  Zu  Anfang  die.se.s  Jahres  halte  .sich  der  Dekan  Bullinger, 
rlcr  Vater  des  belianuteu  Xüricher  Relomiators  und  Kirclien- 
historikers  Heiinich  BiillJnj^er,  anf  der  Kanzel  zu  Brcmtrartcn 
offen  zur  neuen  Ldire  Irekannt.  Uvr  Uat  dmn^^  auf  Abtiet^ung 
des  Manne«,  aber  die  (Jenu-iiide  stimmte  für  die  Kefomialion. 
Bullinger  wurde  sctiliesslich  doch  cntlnssea,  und  nun  wurde  .uf 
versftchen  anKenonmien  11,  Hans  .4al,  wms  oueh  von  Bremparten 
liui-tig  und  jung.  Wie  nun  derselb  der  gnieind  u»au).^enetiinc 
.spis  US  des  baputs  liafeu  anrichtet,  wollend  die  buiRer,  die  hie- 
vur  den  dechan  gern  gehept,  den  Aalen  nit  rae  höroui  schriiwend 
daruf,  man  .s(>lre  inen  trcben  ein  pfiiiTer.  der  inen  da^t  ovanp:elium 
recht  prediget''.  tBulliiigers  Kefurniatioiwgesel!.  LI,  S.  00.)  Die 
Bewi'g^uiiK  grill"  imnu-r  weiter;  Han«  AaJ,  der  Eiferer  für  die 
alte  Lehre  wurde  beurlaubt,  und  Zfirieli  um  Zuweisung  eine« 
evangi-liiM;lien    IManvi-s    ei-snvht.      So    inii.s.ste    Aal    aus   wini 


SS 


Heimiitätndt..  tu  der  a));ba1d  dio  H^foimaiion  voIIst&ndiEr  durcTi- 
gpfiihrt  wiirdi',  wpirhon. 

Tn  ilic^L-ni  JiiIir'  lb'2ii  hutte  aticli  s«iii  LiOirer  Glurt-nn  Btt^ij 
verlassen.  Aiifaitgs  war  der  Schweizer  Humanist  der  oeue 
Lohif  ffi-ncififl'  gPwesL'ii;  LitÜitTs  f^-lirifl  -Von  Avv  biibylonisclip» 
Gefangonsrhaft  der  Kiivhc'"  ans  A(-n\  .laliro  ir>20  liattp  ihn  mit 
Betreistoning  iTfiilli;  nrit  Zwtnjrli  stuiiil  it  in  lierzlicheni  Itrief- 
verkohr.  Im  Laufe  der  närlLsten  .lahre  wurde  er  aber,  haupt- 
«icliUHi  linier  ilcm  Kiiitlu-ssc  des  Knisnms.  liii  ncjriifr  der  fit' 
fonuarorfn.  wi-it  sie,  wii?  in  Hiiinaiiistcukrieisen  ges«gt  wurde, 
die  Studien  iinterdriiclitei).  I>er  Aufenthalt  in  Basel  wurdi 
(Jlarcan  min  molir  itikI  inclir  VRiieidct,  und  f!o  wandte  er  1020 
der  Stadt  ili'ii  Ilückcn  und  siirdell*  iiacli  Freibiinr  i.  B.  über, 
wo  man  itin  liTiidi?  ta-griisstt;  und  wo  lt  als  hochgefeierter 
Lehrer  bis  zn  seinem  Ende  verlliel)  (1563).  Dort  in  Pi-eiburif 
Iiielt  sicli  iiuh  aiicb  An]  iiaili  seiner  Vcrtivibiing  aus  liruii^urteii 
11.  a.  auf-  Kr  vt-rkelirte  liii-r  mit  sciiieni  eliemalittm  Lclin-r,  der 
ihn  jedenfalls  t-iugelaclen  Iialtp;  beide  teilten  ja  ein  ühnliclie« 
Rrhirksnl.  Ob  es  sicli  niir  nm  einen  vorübergehenden  Besuch 
httiidt'lte,  oder  ob  Awl  sich  lilngeic  Zeit  in  Piriburp  aiifgeliallen 
hat,  nm  hiiT  seine  Stiidifii  zu  vrrvollstjindigen,  ist  nicht  fest- 
ZQstellon.  Nur  soviel  wisse»  wir.  Aass  der  berühmte  Hunmoist 
den  jnnpen  Aal  alü  rüchtiyen  T!ieoI()j,'L'n.  S|iracIikundJtren  und 
Mittliemutiker  rühmt,  iii>liiS()Tidrrf  «bor  dessen  iierviirnigendc 
Kenntiiitsse  in  der  Nui<ik,  im  Oiveläpiel  und  im  Vortrag  Jo»- 
(|uiiiiüoher  Motetten  liervorhetit,  .AcccNüit  huic  cuntioiii  id  taudis, 
eiir  JuHquinicit;  innerere  oaiuibuit  minns  flnbitarini,  indifiuni  eru- 
ditissimi  viri  O,  Joannis  Ali,  einsdeni  ect-lesiae  divini  verbi 
praeconis  ac  eccicsiasticae,  qui  tion  parvum  ornamentuni  studüü 
iUisfrravioribiis,  nt  Thi'olotri.'n'  .sarrarurmjiu-  lilrrnniin  e-süe  eximi- 
niavit,  si  lin{;:iiariiin  j>ei'itiaiii  ad  ra  nc  iiiatlicTiiaticaK  adfenvt 
discii^linas  at^ue  iiit«r  eas  quidem  ma,xime  sacrac  religiunis 
presbyterum  dccere,  ul  sciat  musieen;  iirk  viriim  opinio  fefellit: 
Evasit  hir  in  dinosrendi.>i  musieis  enidilis-siTniis.  Xec  dcfuil 
nobis  in  hnc  operc  ip.siiis  opera,  cum  Kriburgi  ad  HcKiniac  &)i- 
ym  Caput  inoeum  dcgerct,  cum  orgaiin  mo  mc,  tum  xiiiiul  Jiig- 
(piinini  raiitaiidu  saepiiiK  recrearet"  lieiüsl  es  in  (JlaiX'aiiK  Dndi-ka- 
cliord.  Buch  lll»  Knp.  24  ^nacli  der  Baseler  Ausgabe  von  löiT). 


iVielleicht  war  es  t-ben  die  Mnsik,  dip  die  beiden 
einnncter  fesselte.  Tri  d^m  Rifirh  zii  prwähnpndpn  Briefwerhsel 
GUrcans  tuil  Aal  wird  runifluiilich  Übvr  iiiiLsikalJs^rho  Tlicnicn 
gi-älinwlipii  und  im  J&hw  liiil  bat  Glart^äii  Keinem  Freunde 
soin  l>üdeutvti(Utes  iiiusikalitirlK's  Werk,  deu  DodekavboM  g«- 
widtrift. 

Inzwischon  liatt«  JwJi«iiiii.'8  Aiil  tino  sichere  UbeiiÄstellutig 
gefimdeii.  Wir  aas  B.  Friokem  „Gescbidite  der  Stadt  Raden^ 
S.  663  hprvorirrht.  wnrdc  pt  pplcbanint".  i\hn  Lcutpripst«T  in 
Bilden  im  Aaruaii:  das  Juiir  ist  nnheKtininit  Im  Fel)i-ii»r  1ÖB8 
fandi'ii  zvrisfben  Rat  und  BiirgtTii  der  Sliidt  .SdDtliurn  und  dc-in 
Kapitel  \>rhandlHiiKen  Über  die  Berufiiiifj  des  Magister  Jo- 
hiuiucs  Aal  ziiiii  Stadtprvdimrr  und  über  dif  Vfrlvibmifr  eines 
Kationikatü  an  ihn  statt.  Dem  ße^ehrcui  wurde  „siilviK  jaribtis' 
eutiipnirlten.  ^Anuo  lä38,  Mitwurhen  nach  Mattliiae  hnt  ein 
Hiblirher  Slapistrai  zu  Solollmrn .  krultt  habender  CflUatnr,  die 
PrediciiUir  und  CariiziO  in  dor  Stift'i)*kir(lii'ii  zu  St,  Trsca,  dem 
gidt'lirtcii  PredifTcr  IIittii  .loliHnKcn  Aal  vrilii-licn"  «Fianz  Haffner; 
Kleiner  Solothuni  .Seiiawidutz  H  8  ä24j.  Im  Jahre  IA44  starb 
der  I*iTa]isl  Hartlioiomiiiis  von  Spiepflberpt.  der  letzte  Spross  dieses 
allen  Solulhurnisflieii  AdtlsKe^chlcditj*.  Nach  einein  Stifts- 
protokoll wurde  Aal  in  Cegrenwarl  der  SchultbeiisHen  nnd  des 
Ratsrhreibers  am  30.  Juni,  der  ,feria  secunda  ante  festvini  Visi- 
tation is  Ik'iparac  VirgriniK"  des  Jahrfii  liJ44  zu  si-inciii  Amtjf- 
naclit'ulfTGr  enmiint  —  sii-licdirb  ein  i^eiclien  daliii-,  ilass  er  sidi 
als  tJeelHorg^er  und  Prediger  Ri-o.sser  Beliebtheit  «rt'n.-ute.  Bis 
zun  Jahi-if  löbO  hatte  Stifi.siir)bsi  AhI  keine  ('horlierrnpfrQnde 
(Jossen,  sondern  nur  die  PriilK'iidi'  des  PriHligcrK,  weil  er  das 
Predigeramt  nicht.  ab)reben  wollte.  Nachdem  er  jedocli  im  Juni 
1550  auf  die  Pr&dikatur  Verzicht  geleistet  hatte,  wurde  ihm  am 
Iklaria-.Mni>datenen  abend  (22.  Juli)  vom  Kapitel  das  Kaiioiiikat 
verliehen. 

Wie  wir  bereits  oben  kurz  angedeutet  haben,  stand  Aal  in 
ffeundscliaftlifheii  Bfzii-lmnppn  zu  (Üareau.  Von  diesem  Ver- 
fcchr  der  beiden  Müiiner  ist  der  Nachwelt  ein  wertvollea  Denk- 
mal erhalten  geblieben.  Anf  der  Ntadtbibliotbek  zu  Suluthnrn 
befinden  sich  in  einem  llandsrbrirtenbmid  rtriefe  de.s  Profess<>r8 
Glare&ii  un   den   ätil'tfinxbst  Aal.     Diet^e   interessiinteu  Aktvn- 

ii«iiil>«t(,  Jiili  Aula  Jnhanncn  ^ 


34 


L 


stücke  verflanlten  wir  flem  nnermlWlicl»'n  Samiiiclfloisg  cim-s 
andfreii  ScIiQlei-s  Glaroiiiis,  di-s  Hans  Jakot»  vdin  Staal,  Ritter 
nml  Vcniicr  der  Statlt  Snl^thnni.  Dr.  K  Tat«vinftft'  liai  sie 
in  den  „Mitteiliiiijreii  liet;  Solulliunitscheii  liistorisclien  VereinF*', 
Siilotfmrn  1895.  liiTaiisgpffplicn-  Ks  sind  9  Briffe,  von  denen 
iliT  L-röU-  VMin  10  .Tnli  löSB.  ik-r  IiMkIl-  vüiu  4.  Al^fiwl  lööO 
datiert  ist,  rbenill  wclit  nm  der  Ham'l)  echter  Prc)ui<l£clmfl 
entgegen,  und  wir  müssen  es  uls  einen  grosse«  Verlust  büklagfn, 
dass  uns  niclu  tiiieh  ilie  Briefe  Aals  an  Gliirean  frlnilten  siniL 
Gleirli  im  tTsten  Briefe  (leisst  vs:  .Vix  est  iilliis  raorlnlinin. 
cui  es  uninin  [ilus  favontn.  ijuuni  lilii.  i(it|ue  In«  inerit«»'-,  Prci- 
lieli  narti  der  Kaulif^keit  der  ItrU^fe  ilarf  die  Frennd^^haft  nielit 
gemessen  werden,  wie  tienn  aucli  (ilai*enn  im  3.  Brief  vom 
3.  Jiinimr  IMOäügt:  „Multi  .iniieitiaü  lit^Ttü  nictinntiir,  b,  qnibits 
Icinge  ineä  dissidot  ü|iinio.  Aininini  euim  conle  uietior  et  aniin» 
ac  (ippiibiLS".  Von  den  Briefen  Aals  sagt  lilarean  Jn  neiuem 
5.  8clireibeii  vom  13.  November  1542:  ,Tuas  sclu  ab  «niico 
proccdere  anim»,  i'm|iH>  iv  milii  iniilto  gruttstiimiie'-.  Im  nikliste-n 
Briefe  {vom  15.  April  1ö4ä)  sin-iclit  (Jlarean  von  der  Tätiirfc 
Aals  in  Sfiiotlinni:  _SetI  ri')i."t.  qiii  diiriiuni  nlifiuod  operae  \t 
liuni  iiffit  in  Viiiea  nuniiiii.  «jni-niadnKKliiiii  te  agen>  vielem 
qui  ecrlcsiam  tnain  tarn  sednlo  cura^,  tarn  splendide  ornas.  tam 
fideliter  [lascis*.  Für  die  persüitliclien  VerliJiltnisse  Aals  bietet 
«lipKer  Briefweclisel  sonst  Ipider  keine  Anlialtspnnkle.  7m  jener 
Zeit  studierte  in  Treibiu-)?  i.  B.  der  bereits  erwälinle  Neffe  Aals. 
Johannes  Watrtier  (Carpentariiis);  von  üim  ist  in  Ularean.-*  Brief- 
wecbwl  imdirfaiti  ilie  Ttede.  Der  jnngr  Mann  zeichnete  sich. 
ehenS"  wie  S4'iii  Olifiin,  im  Orgelspicl  ans;  er  war  g1eich.-jioi 
(la.8  lebendige  Glied,  das  Aal  mit  seinem  Pi-eibuiffov  Piviuidr 
verband.  Ob  Aul  dem  l-Viburger  Profos-sor  etwas  von  acincn 
Jühannesspiel  gesehriebeii  bat.  ist  ^twelfelhaft;  in  d<*ni  8.  Brief« 
(tlareans  vom  23.  September  Iö4!i.  der  liiertTir  in  Betracht  kä 
ist.  darauf  kein  Ikzng  genummen. 

V(»r  etwa  (>  Jalireii  fand  man  in  Soliifliiini  das  IhlannskWi 
eines  St.  Ursonspieles,    das   im  Jniire    lü-Hll   anigeführt    w 
Da  Aal  aU  Verfasser  vermutet  wurde,  liabe  ieh  den  Text  eii 
eltigelieiiden  1Jiiten>iichii)i|;  iinterztigcn.  bin  aber  za  dem  Erp' 
nis  gelangt.  claKs  wir  es  iiiit  der  Abschrilt  eine»  alteren  Sjiii'ii;, 


ten 


Dcn 
ief«^ 

II 

ripf^ 


wahrscheinlich  des  dnirh  die  Sradlrediiiimgfii  l>czciifrtiMt  Hrseii- 
spiels  von  IÖ02  zu  tun  lial>cn.  ImicTL'  niid  äd^vseri^  Cii-iiiuU'  be- 
w»ß'»;u  mich  dazu.  Nur  piticr  sei  hier  liiirz  i-rwühnt;  I>ie  Re<Uj 
dps  Ie!zte4i  Herolds  weist  au)  di-ii  hiltivii-hfii  Srliut«  liiii,  den 
der  bl.  Vnm  seinpr  Stadt  Solotliuni  hat  angcdeihen  lasüeii. 
Als  Itt'wcis  wrnicri  die  hi-iilcn  SriihuhUii  aus  «Icni  Kric)?  mit 
di<ni  scliwilhiH-hi-ii  Uiiiid  zu  Oonieck  iiriil  im  llnidrrholz  hei 
R-isel  (UViii)  «iiRcfHlirt,  Ein  Diclitvr  aus  d«m  J«liiv  ir>.t9  wQrd« 
aur  diese,  ühor  ein  Mensche naiter  zui-Uclilii^gvndt-ii,  vc-rhliltnis- 
TQ&isit;  wpni^r  hi>ili'Hliiiig-sv«Ili'ii  Eroi|nii«sf  in  diesem  Falle  nicht 
Wisrieleii  llim  lagen  die  viel  wirbrifiiMvn  Vnrgüngt?  der  .Inhw 
15^0  und  IfiSl  iiiUii^r;  InSO,  wo  inStduthunt  selbst  diT  Ri-litHons- 
hrie^  aui>brueli,  in  dein  die  Katholiken  mir  nncli  hartem  Kampfe 
die  Obeihiind  liebielUMi    und  gni-  er^t  dii^  Schlacht  hoi  Kiip|)el! 

Lilcruiisch  bemerk ensvert  ist,  dass  dnr  Neffe  Auls,  Wapner, 
in  geini'in  gruswn  Si.  Ursenspiel  von  1681  gmsse  Strecken  aus 
dem  Sltercn  Siiicl  inis^e.schriclien  hiil;  ~  die  BiUlintliek  de* 
ObeituM  n'ur  dtin-li  ie.slamrnltiris<:hc  Vcrfüguilg  in  den  Hciiltz 
des  NeiTeii  Übergegangen. 

nie  Anffiilirntip  des  alleren  ITrsensjiiels  mag  wohl  anf  Ver- 
nnliuisung  Auls,  vielleichl  luidi  unter  seiner  Lcitnii<;  siatlge- 
t'iiitden  hnlicii,  viv  dettii  auch  üoiiMt  der  Propst  den  Knlt  des 
Stifts-  nnd  Stadtpatrons  sichtlich  trefiHdert  hat.  So  wurde  im 
Jahre  iri44  ein  sieinenies  St.  l'rseiibild  aufgerichtet  und  im 
Jahit;  ]r>4iJ  ein  lieinüldc  ainigvführt,  das  die  3Iarter  dcti  Heilijfeii 
ilfti-sitllte. 

Was  die  Dramen  belritVt,  die  in  der  tiolothumer  Zeit  Ajih< 
ili>rt  iiiirgettlhrl  wurden,  s»  nennt  inn:  die  Siilßtlntrner  (limnik 
ni'ch  drei:  Binders  »Vcrlon-ner  Solin"  (löiS),  Ruf»  ,]!iMb'  (15-ty} 
und  die  „7  Alter"  (lööO).  Es  ist  anzunehmen,  duss  Aal  an  der 
AurRihrnnff  dieser  Spiele  Anteil  ^Thaht  Ikiit. 

Am  :^8.  Miii  lö'il  ist  JnhanneK  Aul  in  Sidottiiirn  ffeiitorhen. 
In  dtr  stigenannten  Schmieden liapelle  des  alten  Hl.  Ursusmünstcrs 
VW  dem  Altar  seines  Naracnspairons.  des  hl.  Johannes  des 
Täufers,  den  er  durch  sein  Spiel  verherrlicht  liatte,  (and  er 
seine  letzte  Ruhestätte.  Kurz  vor  seinem  Tt>de,  am  Vigiltagc 
i\v&  IMnitatisreütcs,  hat  er  tincb  eigeiiti^ulig  sein  Testament  fm- 
scluieben.     Ausser  seiner  Verwamiten.   hat  er  darin  besuinicrs 

3* 


30 


der  hunfrernden  Aimpii  und  seiner  kleinen  Preiinile,  der  Oior- 
HcIiUliT  sedtw-lit.  Die  Seilotlniriicr  Chronik  nennt  itni  einen  „jre- 
lelirteii  Mann  inid  pulen  Prj'dijrer"  und  idi  plauljp,  nirhf  zu  viel 
zu  &i^m.  wenn  ich  liinziiriige.  di\ss  Aal  atieli  eiti  edler  Mensch 
gewesen  sein  nniss.  Zu  bemerken  ist  noch,  das-s  Emil  Weller 
in  si-iiieni  „Allen  Vidkstlifiiter  iler  Schwel/,",  rnmrnfeld  IWiIJ 
und  nacli  ilnu  W.  Schcrer  iui  I.  Bd.  der  A.  l).  B.  Lpi|>zia  1875 
das  ToJesjfilir  Auls  mit  1653  fttUch  angt'gflieii  ImlcTi.  Der  Irr- 
tum henilit  (pffenharanf  einer  nnrirlitigren  Angnl)p  im  Verzeich- 
nis der  l'röbste  von  St.  l'rsus  in  der  Snlolliuiner  *'hronik  des 
Franz  Hiiffiier  nws  dem  .fiilne  1666,  der  1553  als  To<lesjahr 
Aals  nennt.  Das  richti^'e  durch  dit^  Jahrzeitbüclicr  des  Pfarr- 
stift.s  St.  Ursus  (Amiet  a,  a  (>.  Seit^e  38ft)  bestütipt«  Dalnm  ist 
das  von  uns  aiigegi-bene.  Kinon  writfrcu  Hcwois  fiir  1551 
bildet  Aar  Vt-rzt-ichnis  der  Vere  nah  rüde  m-haft  in  Baden,  wo, 
wie  wir  geKelieii  Iiahen.  Aa!  plebaiius  war.  Dort  heisst  es:  ,Do- 
minu.s  Jallannt'^  Aiij^nilln,  ([iiotulatn  jdi'bannR  in  Baden,  doinde 
lir»up(;situi>  et  c<jn<:Jonatar  diviiii  vt.-tl>i  u{>nd  8»]MdiU'uni,  ubül 
a.  1).  1551".    (Frickcr  a.  «.  O.  Seite  fir.3.) 


IL  K»|>itol 

Zur  Hililioirrapliit»  des  „.lolianiies". 

Der  vollstiiiidipe  Titel  des  Anlschen  Werkes  lautet:  «Tw- 
enedlii  JnaDiils  i1e«i  Helliiren  vorlünfrerv  ii)i<l  Tönlfers  Christi 
•le>ii  niirhiiirte  lli<i1uri  I  von  iinfniii!:  sfne.^  lähcns  lils-«  in» 
(iii.s  end  Minor  riithonplniis.  1'sh  den  rler  Kvniipelfsti'li  lll 
npUs  wls»  zftsninmeriijselzt  I  und  cespllt  dart-li  «"In  FcrsBnie 
lIiireiTselinfn    y.ii  Snlntlinrn    ulT  «leii  21.  JiiliJ  Ann»  ir>i9*'. 

tinter  (ieiii  Tilel  Iti'tiinlet  sich  (idEeriiler  Hidz-sdinill:  Links 
im  Vorderem ii(i  iler  Heiiki-r;  in  siMuer  linken  Hand  halt  er  dius 
Schwert;  mit  iliT  Keclitm  reicht  er  unter  girinsendem  I/ächelo 
da«  Haupr  des  Johannes  der  Salmiie  hin.  die  ihm  eine  Srliiissel 
daiTeieht.  Sttlünic,  die  von  ihrer  Amme  hepleitet  ist.  träpt  einen 
Rrossen  Pederlnit  anl'  dem  Kopfe.  Unten  am  lUiden  Hepl  der 
InilUtiackte  Leidinani  des  Julianneji;-.  ati.s  der  Wunde  strömt  reicli- 
licli  Blut  hen[u.s.     Links  sehen  wir  die  Kerkertüre.    Im  Hinter- 


S7 


grruiidc  sitJtPii  HiTmli's  nriJ  HenuliaK  »ri  einiT  gMlorktcn  Tafel; 
üb«a  in  der  rtrclilt-ii  Ecki-  siclii  man  ein  in  zwei  Felder  gr- 
(ciltes  Wiipjjfn.  Die  l*ersont?u  ersclieiiicii  Siinitlicli  in  der  Tracht 
«IfK  XVr  JIi.;  iliri?  OesicIitMzGfiCtf  siiiil,  mit  Aiiüimlime  derjenigen 
i\ea  Henkers,  wcnip  rtiHi'nkti-ristiBeli  geztidiin-t.  Emil  Wi^ller 
liat  in  i^>iiieiii  ^altcn  Vulki^theflliT''  S.  ^19  iliesoti  Holz!;clinttt 
oberflärhlicli  und  falseli  beschrieben,  wenn  er  sngt  ^der  Henker 
rcirlil  der  Salwpii-  das  Hjuipt  ttuf  vintT  Schüssel  dar". 

Diesen  eben  pe-Hrhildprleii  Hul/^srhoi»  l>ei  Aal  hahe  ich 
ükrigetiK  nierkwürdi^erweisie  genau  fio  in  der  illii^lrierton  Oo- 
mnedi»  .Itdmnn  Hiisscrs  ^Voni  Konif»,  der  seinem  ^k)hll  Hnclixcit 
maiiitu"  Riisel  hey  .Samuel  .^piario  MÜLXXV  y:cfiiadeti,  und 
zwar  zum  IV.  Aktn-^  «Is  ersten  Tags,  nbfjleieh  dieses  Hild  gar 
nicht  zn  d<T  eut*ji)  <  in  i-Kii  Szene  passt.  Rassers  Spiel  ist  ja 
bekainitlleli  eine  Drainntisienirig  von  MattliHuK  SXIT  1—14. 
IJie  verstockten  Jndcn  hoben  den  rrojtlieten.  den  Knecht  dos 
Ki>nif,'s  im  Kvangi^lium.  i-nthaiiptei  itnd  „Medea'  ki)inmt,  um  auf 
gxtidencr  Platte  das  Uanpt  zu  holen,  dan  ihr  einer  (!)  tre.sclienht' 
hat.  Die  Üruckaogabe  wird  »uis  alsbald  eine  KrklarunR  dieser 
sclbiiinieu  Kri^iheinung  geben.  Aals  Werk  ist  ^(ii-truokt  zd 
Bemn,  By  Matliisi  Apiarid  1540.  Cum  Privilepio  K*gio  ad  Se|i- 
tentiiuin''.  wie  wir  am  Schlasse  unter  dem  P«rs'»neti Verzeich- 
nisse lesen.  Dieser  Verlaff  .■Vpiaiius  ist  his  etwa  156»  in  Hern 
uaehweishur;  von  dii  nb  vei"schwindct  er  hier  und  titiicli!  diuin 
wieder  in  Basel  anf;  Samuel,  jedenfalls  der  Sohn  des  MaltliiHs, 
ist  demnach  dorthin  fibcriresiedelt.  Es  ist  nlso  einfach  der  im 
ßesitz  des  Verlat:^  beündliche  H»lzstaek  noch  einmal  benutzt 
worden. 

Der  .Johannes*  Aals  i.st  anonym  erschienen;  am  Schlu««e 
finden  sicli  die  BucliNtut'tri  1.  A;  die  Inititileu  des  Verfasser- 
nanieiis;  wir  «erden  davon  noch  zn  hiprechen  haben. 

Auf  der  letzten  Seite  sehen  wir  das  Dnickerzeielien  des 
Yerla;,'s  Apiarius:  Kiu  Hkr  klettert,  von  Bienen  utiischwärmt, 
dB  einem  Hitutn  hinnul',  um  sieh  lIuDtg  zu  holeu.  Unten  am 
Baum  VwgX  ein  aiU'gesctilu(;ene.s  Buch. 

Da»  Foruittt  des  Aalscheii  Drurke«  ist  klein  12".  Das 
Werk  seihst  ist  heute  sehr  selten;  soweit  mir  Iwkannt  ist,  be- 
sitZMi    nur  Sdlothuni,    Zürich,    MUiiebeii,  Stuttgart    und  Berlin 


SB 


ein  Kxcmiilftr  tlavoii.     Mir  luiI   dasjenige  rtcr  Ki5ufgHrIin!   Bi- 
bliothek in  JJerliii  vorgelegen, 

in.  hnpllrl 

Die  Ünolleii  der  Aalsclioii  Joliuiinvs- 
draiiiiitisicriiiig. 

KliL-  uii'  uns  mit  ileni  liilialle  di-s  Aalschen  ^Joltunnes' 
mBc)iüfttg(>n^  tt'ülU'-ti  wir'iinK  ^itiiächst  mit  di-ii  i^m'lloii  vei-traiit 
luiu'lii'n,  diu  di'm  Vi»rfasst'r  bt-i  der  ßearbeittitig  seines  Stofft's 
zur  Verfügung  gestanden  lialirn.  (It-iiidL-  bei  diesein  l-iegi-n- 
KUiid  i»t  <.-iiic  f;i.^niui('  nerück.sirlittgiiit^  dur  (/iiellt-ii  von  wcil- 
gelicndci-  Bedeatung.  Hr-i  ajidi-ren,  in  jvntp  Zeit  btwoiidti-s  be- 
liebten nrftinatisiernn(ren  biblischer  Sl'>ffe,  wie  dem  Spir-ptisrhen 
Josef,  Tobias.  Ditiiie),  Siisai)n!i.  Ksllier  u,  a.  m.  liegen  bestimmte, 
ciiidiiitig:  klan-  Aiijralieu  der  in  Belnwlit  kuiiiiui-ndeii  hildiscbcn 
Erzählung  ziiprnnde. 

Ander«  bei  JoliHUiifs  dum  TKufer'  Tu  doppi-Iter  Hiniiictit 
nimmt  dii-ser  StoH'  eine  eiiizigartigr  Sonderstellung  ein.  Von 
ibiQ  bericlilen  zuiiäclist  die  vier  Evungidiun:  ihre  Duj-»Eellnng 
eiigänzt  sich  zwar  zum  Teil,  auf  der  andienen  iSeitt-  aber  finden 
sicli  zwi.srbeii  den  L-iiizclHt-n  »nsciieinctiile  Widersprüdn-,  Zu 
dviu  siiiil  die  Berichte  —  und  dns  iimh.s  ii:li  mit  ganz  besondertm 
Nacfidruck  betonen  -  viclfaeh  von  selir  j)robk'miitJ»clicr  Nalur, 
problematisch  in  dt^r  Zeichniinpr  der  ClmrHkterp,  iitcbt  minder 
über  auch  in  der  Sctiilderung  der  Creiiniisse  selbst.  Uas  alles 
stellt  natürlich  schon  einer  deutlichen  rJe-sumtvorstellunÄ  und 
cinheitlidicn  Auffassung  eiwliwt^reiid  und  bindernd  im  Weg*. 
Aber  damit  noch  nicht  genug!  Als  zweite  (Quelle  kommt  nodi 
Fiavius  Jüsephus  (3S~39  n.  Cbr.J  in  Uetniebt:  d^^-b  was  er 
bringt,  sehtiint  orflt  recht  dazu  angetan,  die  Verwirrung  nur 
noch  zu  vergrösKerr,  Sein  Bericht  steht  in  .strengt-ni.  luiver- 
einbnren  (iegi'n.sutz  zu  der  üvaugelischcn  iilrzuhlung.  Aber 
wenden  wir  ans  zunijch»)  dieüer  zu! 

Ich  gebe  zneiNt  eine  Cbersieht  derjenigen  Htellen  der  Ryau- 
gclien,  die  vnn  Johannes  dem  Täufer  handeln, 

Mnllliiius:    III;    XI  2—19;    XIV  1-1.1;    XVI  U;    XVU 


I 


10-13;  XXI  2Ü-32;  Markus:  I  2-15;  VI  14-39;  VIII  28; 
XI  30—33:  Lnkas:  I  5-2Ö  und  57—80;  tll  1-22;  VII  18  bis 
3ij;  1X7—»  und  l'J;  Joliaiiiic»:  I  ß—Ö  tiiia  lü  iimi  lü— 40, 
III  2-i-36;  IV  1;  V  33    3Ö;  X  40-42. 

Iid  dritfi-H  Kttpi*i-i  (l»*i  JUatlliiinsL-vungfliuitiM  tritt  oiis  .lo- 
haniK^  AoT  Tiiufpr  zum  pi-stciiiiial  vntKo^ii.  Wir  liüreii  s^im 
miclitit^  Ititsspreitigt ,  den  Notiiclirei  der  Kid«  narli  dem  Jie- 
Treier,  der  d»  krtnimcn  soll.  Die  Stimme  der  lluleiulcii  erkling 
niclit  vti-K«^l>fiis;  \on  allen  Scilvn  ntvi3iin.'ii  Mtiisclifn  hfrljfi.  um 
den  gewaltigen  Propheten  zu  liin'ei)  itinl  sreii  vo»  ihm  taufen  zu 
laason.  Aiicli  Pliurisäi-r.  diexe  sonder troiiiiiien  HcHoIiier,  und  Swl- 
duojicr,  Aienv  tiiKCiidsatlcii  Frefiti-isler.  Imlicri  sirli  »ti  «k*»  Gp- 
stjidi-ti  lU-ii  JuniHii  i'iugi'l'iiiideu.  Furcht  und  Argwohn  tn-iht  sie. 
Sh'  sind  die  Ötreiig-Kyiittervativeii.  die  ullftm  Neuüii  ittid  Fort- 
ücltrittlichvu.  ullciii,  vta»  in  seinen  reltgiOiien  Ainipriiohcn  lübend!{; 
ist.  allem,  was  in  Keinen  ßestreliiuiueti  üher  das  Gegebene  nnd 
rberlicl'erte  hiiiiinsgelit.  aldL'liiiend  und  inisstrauueli  gegenüber- 
stehen. Mit  ilicksichlsliiwr  Schärfe  führt  der  unerschiiickene 
Prt'dtKer  dieses  XatternireÄÜrlite  an  und  hält  ihnen  entgegen, 
dass  nur  sittliche  Tatkiiiri,  nictit  ntrer  Xftiurzasamnieuliang  des 
Blutes  die  Anwartüchalt  auf  (iott«s  Ri-ieh  verbürge.  Mit 
wenigen  Wort«ii  berirhtet  der  FAaiigelist  dann  noch  die  Taufe 
.Icnu. 

Im  XI.  Kajiitel  hwren  wir  von  einer  (.Jesandtwchafi  des  iii- 
zvrisebcn  fäi'fiiiijfen  gesetzte«  riMi'lieten  »n  Jcsum;  wir  werden 
.später  ncii'li  genauer  ilaraiif  cingehi'ii.  Im  Anfang  den  XIV.  Ka- 
pitels erhniten  wir  erst  kurzen  All^schh1)^i!  über  die  (Jefungeii- 
ualiniP  des  Täufers.  IHt  Vierftirst  Herodes  hat  in  gi-eifen, 
fBsselii  und  ins  Qelangniti  bringen  liu>sen.  Als  Grund  wii'd  dio 
Strafpredigt  des  .Inhiinne.s  gegen  die  Ijlut^diÜnderisclie,  ehe- 
bniebLTisrhf  S'ei-Iiiiiilunn'  dc-i  Fili-sten  mit  Keroitiiis.  dem  Weibe 
seines  Hniden;  angegelten.  Heritdrs  hat  den  nnliebaiiincn  Pre- 
diger tüteij  \M>lh'ii,  es  al>er  aus  Furcht  vor  dem  Vnlke  nittit 
getan.  Bei  dtm  Festmahle  an  dem  li'eburtstöge  des  ilerodi-s 
erlüllt  »ieb  (his  tjchieksal  dc.s  Jtdiaitneä;  dir  Tochter  tanzt,  uud 
Herudes  ver.sjirir;ht  ihr,  je<Ien  Wunsch  zu  erfüllen,  Nun  dpielt 
die  ticfgi^-krankte  Herodias  di-n  Tninipf  ihrer  K:u'hc  iiiw.  indem 
sio  der  Tuchler  rüt,  ihm  Ht>u[)T  des  Jitlii:iiuie«  iinf  L'iuer  Sithüs.sel 


40 


7u  vpriaiigcn  Per  Hrst  wird  zwar  tniiirig,  aber,  wvil  it  gv- 
»cliwon-ii  littt,  gv'wftlirt  vi-  den  lilutit;vH  Wuuscli.  N«clidi'iii  dasn 
die  Jünger  den  I>eichiiam  ilires  Meisters  lifstwitet  liahB»,  luoldeo 
sie  das  Gcsctiehi'iic  Jesus.  Das  ist  in  kurzen  Ziiffeji  der  Be- 
rirlit  des  ersten  Evaiifretistpn  über  Jnliannes  den  Täufer.  Er 
weist  einen  sflir  .spnii);;li»tien  Cbarakter  auf;  v»  .sind  ja  Dieist 
nur  dürftiRe  Andeutunjten.  die  uns  d«  geboten  werden.  Eine 
Menge  von  ü(h'Ii  iiiigolosleu  yiapen  und  bedenken  drängt  ^icb 
lins  alübdld  auf.  Um  nur  einmal  den  Kitntiikt  des  Jobunncü 
mit  dem  Vierffirsti^'ii  lierauszugreiren!  Die  allgemeine  Motivie- 
niiig  ist  ja  ersirhtlicli.  Der  Prediger  liat  dem  Kliebrecher  sein 
ernstes  „Es  Ist  dir  nicht  erlaubt!"  um jiegcngc rufen,  —  offes- 
l>!ir  aucb  vor  allem  Vnlk  —  «ml  iiini  li;i(  der  gt-wi.ssenlose  Des- 
pot den  unbequemen  Mahner  UDsrliÜdlirli  f^macht.  Bi*  hätte 
wohl  den  Proplicteiiinund  am  lielwteii  für  immer  zum  Seliweigcn 
gebraelit;  doeli  er  liirclitet  den  Aiifritjiijd  des  Vulke.s.  da»  dm 
Täufer  ehrt,  Wenn  aber  die  Furcht  vor  den  erzürnten  Massen 
wirklich  so  gross  gewesen  wflre.,  warum  beseitigt  sie  dann  nicht 
das  Hiluleniis  des  Kides;  denn  von  einem  zarten  )4ewissen 
kann  liier  dücli  nicht  die  ÜL-de  seinV  Aber  wo/u  dann  das  lie- 
tiübte  CiesichlV  Nach  dem  Bericht*  des  EvangelLsteu  m  schliessen. 
niüH.stc  dem  Kerodes  dii-  (felegelilieic  girude  liürbsl  willknnmren 
sein;  der  Wut  des  Volkes  wäre  k«  die  .•icUliuimste  Sintze  ge- 
bröelien.  Die  vorhergehende  eidliehe  Ltekrüftigung  der  uim;i^ 
wnrtßten  liittc  konnte  zu  seiner  tCntsclnildigung  dienen.  Also 
bleibt  die  Frage  nur  noch  niidi  der  einen  Seit^,  der  Yerstelhmg, 
offen;  sie  aber  dahin  eudgüllig  zu  beantworten,  verbietet  wieder 
der  problcmatisclic  Charakter  des  allzu  dinftigen  cvaiigtlischen 
lierirbtes.  Rs  soll  dutnit  aber  keineswegs  dem  Verfasser  des 
MfltthiinsevangeliuinH  ein  Vorwurf  gemacht  worden:  denn  e«  ist 
leicht  eiiiznsehen.  dnss  ein  ircnaueros  ICingelien  iiuf  die  (ieschictite 
des  Lehensendes  des  J*ilmiitu's  ausserlmlb  des  lifilimms  der  Öko- 
nomie Keiner  Darstellung  liegen  niuäste. 

Der  Anfang  de»;  Markusevangeliuins  stimmt  in  der  Erieiihtung 
ttb«t-  die  tiffontliche  Wirksamkeit  des  Johannes  in  den  Hanpt- 
zi'tgen  mit  di>r  hei  Mattbiius  uherein;  nur  fehlt  hier  der  heftige 
Angi'itf  gegen  Pharisäer  und  Sadducjier.  Ausführlicher  aber 
kommt  unser  zweiter  Evangelist  auf  die  U-tztt»  Srhicksale  des 


41 


I 
\ 


I 
I 


Johtuinos  tu  scimiD  VI.  KuvituI  zti  i^precliun.  Der  UHiclier  der 
Gcfaiifi:ennHlim«  ist  tier  trlpic'lii',  wi<<  lici  M:(ttliüus:  nbi>r  lik-r 
bei  HarkUH  ist  es  Hfrodias,  die  «lein  l^redi^^cr  naclistellt  und 
ihn  löten  will.  Der  Vicrfili-st  liinircKc»  fllrchtct  den  Proplicttn; 
mit  d^r  Zeit  «clipiiit  vr  iliri  R'>(r«r  sdintzi-n  jicirnit  zu  liaberi. 
Di-nii  „er  Iiürl4^  iliii  geriiu  und  lat  vicle-s  auf  »eim-it  Kat  liiii'. 
Also  liier  liat  Hc-mdps  seine  KoIIp  vollkonimon  pPwecUselt;  er 
ist  nirht  mehr  d«r  wilt«<nd(>  Tyraiiii,  neio,  er  nimmt  dcD  Jo- 
liaiinfs  vit'Inii'hr  in  Sclmiz  gcgf"  die  N'afhstellunirf'n  der  rarhe- 
d(m(cnden  HtrodiAs.  Wie  iliu  frc-iliob  das  listige  Weib  deii- 
nocli  ü)icrtcil|i«lt,  um  ilirt-n  Zwi>rh  zu  emirlten,  dits  dcrrkt  sicti 
wicdpnim  mit  dem,  was  MHtMiäiis  von  dem  Gastm;ilii{'  und  dem 
Tunzv  iTziililt. 

Wendt-ii  wir  uns  nun  dem  ßerirlil«  des  Intzten  Avr  .Synof)- 
lUtcr  zq!  Naclidi.'m  LiiJca«  im  ereten  I\apitvl  die  wutidi-rliai-o 
Kim11icitsirp,s<-lii rille  dpj*  Joint mn's  erzSIilt  liaf .  kmnmt  i-r  im 
drit(cii  Kaj-itel  zu  dem  fttfontliclu-n  Anftrcttn  des  Tiiufcrs,  den 
er  in  d<'r  Redeweise  der  altlesianieritliehen  PrniiliPK-ii  pinfilhrt. 
npi  Lnkij»  lindet  aieh  nun  aber  eine  bemerkenswerte  Erweit«- 
rontc-  Ad  die  allKemeine  ItiissjirediKt  kiiü|ift  sirh  hier  nilniUcli 
ein  IcbliaftiT,  druiiiutiMcli  ln-wffjtcr  Diiilo^  zwisrtipn  JoliaiiDf;^ 
«nd  den  Vertretern  einzelnpi-  Stünde  an,  der  wirkungsvoll  jedeji- 
mal  mit  den  Worten  .Was  s»llen  wir  tHnV"  einsetzt. 

iJietJeran^nnalime  wird  nur  ^'unz  kurz  erwiibiil.  Herodias 
tritt  liier  mehr  in  den  llintcrirrund,  llerode«  dagegen  ist  bei 
Lukas  ein  vielßiUiper  CbpMter,  der  seinen  Schandtiiten  nur 
noch  die  Kroia-  aulW-tzl. 

ÜberKeliaueu  wir  nun  die  Antraben  der  drei  Synoptiker,  so 
finden  wir,  daas  sie  in  der  Scbildemng  des  Johanneit  wesent- 
lich ülifivinstininien.  Kr  Ist  eltie  sitllidi  ernste  Eisebfiininp, 
durchdninyen  vtiu  der  Verlurt-nheit  seines  Volkes,  durcbdrmy;cn 
aber  »neb  von  der  unei-scbütterlichen  Selinanclit  nach  dem 
Messiafikönie",  der  dieses  st^in  Volk  bcfroien  soll  ans  der  Kneclit- 
SL'liaft  einer  fn'mden.  t^dtilosi-u  (tewull.  Wir  müssen  fei^tbalieu, 
das9  sieb  JolianiiPH  dieses  messianisrbe  ßeiili  in  der  allgi-nu^inen 
Krwurlunt?  seiner  Zeit  fiedaclit  bat.  Denn  uur  Bo  verätvben 
wir  dif  Frape  seiner  (Ji-sjuidtscbufl  aus  dem  (iefurit<ni.*8e  „Rist 
du  es,  der  da   kumnien  auU?'     Es  ist  völlig  irrig  zn  meinen, 


43 


.THiiiiiiiifK  liühi' seiiior  .lUiiSfr  liallu  r  i.a*t'rast,  damit  dirai' [rliulüfE 
vviirdin.  ri;is  \vi(IiTS|irii-}it  dt-r  Xaliir  JcrSiiflio  iiiul  di*iii  Wurt- 
laiU  des  Bericlites.  Aber  ebenso  in-is;  ist  es,  diese  Krapt'  des 
(fofaiigeiicn  im  Sinno  einer  brauktinfti-ii  Zwfifflsiiolit  zu  doiik-u; 
d«'iiii  dies*'  ist  eiiir  zerstörende  MiK-lit,  ein  vfriiiiditondf-s  (lift. 
Hioi-  Iiabi'ii  wir  CS  mit  oincin  ge^undt-n  Zweifel  zu  tiiii,  di>r 
fähig  ist,  ein  Neues  aiifziibaui'ii,  Ks  ist  vitimehr  der  Aiisdnirk 
einer  gfüijaiiiitoii  F.rwaituiig,  vielli-iclit  aurli  uinc  Auffurdi-runiE:, 
dass  sicli  Jesus  als  Mr-ssias  ofienlnirft  und  in  «11  seiiwi'  Herr- 
licliki-it  imftrflon  solle.  Der  (Tciniitszustttnd  dt«  Frapenden 
ddrfte  wohl  am  bpstßii  ilaliin  xa  bcKtimtnon  sein,  diit«  t>^  ITn- 
onl.scliietk-nIiL'it  ist  mit  dem  Slri-beii  nach  Kiilschcidung,  Und 
trnljidi'in  lifgl  hior  ein  Fall  vuii  (i'^reileiidpr  innerer  Tragik 
vor.  Joliaiinfs  Ist  ulini.^  ZwvH'fl  eine  tiujügi-zeidpnvte  Pi^rsönlicli- 
keit  gewesen;  er  hat  ein  weitliiii  teurlitendes  Lirht  angeziindut 
inid  eine  neue  (Mdminfr  einirpleitft.  l'nd  min  tritt  er  iinver- 
ineidllch  aal  die  Stufe  gt'Uieiniiii-iiH'lilic-hci-  FiiiiNiclit;  seine  ansKcr- 
(jrilentlidie  Prnplietf  iiffiilie  und  die  damit  vprimndeiie  liCdieii- Rr- 
leiielitiing  seines  (Ji-istep.  scheint  mit  di-in  Absrhlnss  seiner  üft'ent- 
licbeii  Wirksairikeil  trh-ifliMum  witdrr  von  tlini  yciminnjeii  zu 
sein.  Es  offenbjvrt  sich  uns  hier  der  Abstand  inensrhliclien  Tnns 
von  einem  hübpiTu  Walten,  das  Sinlien  und  Vergehen  edler 
mensrblifbiT  (ii'stjilten.  Um  so  iTffrcifi-tidor  ist  diese  Tragik, 
iilü  dasZiiriiekrreleii  des  Täufers  in  eine  uiiter^'i-urdliete  Slclhing 
einzig  nnd  allein  durch  die  Katiir  seines  !<tand|mnktes.  keineiH 
wefrs  aber  diircli  eine  Verschuldung  von  soiiit-r  Seite  herbei- 
Hoflihrt  wird- 

Was  die  beiden  anderen  Personen  betrifft,  die  in  der  Ge- 
schichte des  Johannes  eine  Hauptrolle  spielen,  Herodes  nml 
Herodias.  s<>  la^isen  sitli  höchsten;*  vlhi  letzterer  einiffcchanik- 
terislisrlie;  einlieitüche  /^iige  ans  iVn  Sviioplikcrn  lieraiis lesen. 
Sie  ist.  ein  elirtfeizi^fe.'^.  wollti.'^tif^t'ij  Weib,  dus  nicht  das  jilntigste, 
absrhenUehste  Mittel  srlieiit,  nni  den  zu  vernichten,  der  ihr  ihre 
hinmii'lsi-lircii'iideii  Schandtaten  verbietet;  ju,  es  ist  ihr  mit  der 
Mtibseii  Vernielitiiiig  ihres  Gegners  niclit  geimg:  auf  eim-r 
Sehfi-ssel  verliinift  sie  sein  Hnapt,  um  daran  noeh  ihre  nnei-siill- 
lielie.  {.Tässlielie  Kaehpior  xi\  weiden.  BpI  Hemdes  ist  f«  vi>ll- 
koiinnen   uns^vsehlijsseii,   xii   einer  kliirt'ii  lie.Minitannatisnng  zu 


43 


gt'laiifreti.  Wir  lialieo  heivits  oben  Gelegeiihi'it,  uiuen  ]l«teg 
liiiTfiir  kennen  zti  Ktiii-u.  Aus  dies(>iii  (iiiiiidi'  l)['ß'iiäc;E>u  wir 
on»  (bmil,  (Hi',se  TatsiiclH'  ^sl/.iist-i'üi'ii  iiiiil  iii'tiltK-ii  diivoii  Ali- 
trtaud,  ein  Cltarakterbild  des  Yierfui-steii  zu  eutw«rreu. 

Von  der  Darätelliiii^  iltr  $;i'no[>tiker  iiritersp)ii.'idL-t  tsirli  die- 
joni^  des  vierten  Kvant^eliiiti-n  ganz  nn^rklieti.  ('her  das  iüisüerb 
Leben  des  Jidiaiines  winl  liier  ^imz  binwe^'^iefiiingen.  Ks  er- 
klärt sirli  die«  wohl  daniuü.  i\ass  .Inlinimes  die  drei  enden 
Evangelien  vorausKetzt.  TVr  eliantkti-nütiscbc  Xiig  ^iciiicr  pHr- 
Kteüun^  ist:,  das»  er  den  VtirlütilVr  Jena  «.Is  Wegweiser  /.u 
DirislUS  betrachtet  und  lediglich  unter  dit^in  Oesiclitsp linkte 
vorfUlirl,  Dabei  ist  freilieU  iiiclit  xa  verkennen,  das«  er  seine 
ejpeiien,  ueliiulerten  niessiainsclien  Alisirhleti  auf  den  diiroals 
iiucli  dunkel  ahiifiidL'ii  Juliunne-s  den  TünftT  übertrug,  itiirclj 
dieses  Hinelnle}i;en  seiiter  al)^esr]ilo4«M'neii  MessUiitrui'stvllunK  in 
die  Ri-dni  di*s  Wfistenjiri'iliyfrs  entstellt  w»  n)lll)l'lll^r.  üiit"  den 
ersleti  Uliek  unliKsliiire  \Viders])rtic)i.  Docli  lieet  es  nidil  im 
Rahmen  dieser  allgctneinen  (juellei)onentieiimg,  näher  daranf 
ejnzngelien 

Wir  wwlk-n  uns  vtelniclir  alsbald  dem  zweiten  (^uelleu- 
bericht  über  Johanne»  den  TüalV-r  zuwenden'  hls  kann  hier 
nicht  meine  Absicht  «-in,  mich  mit  der  noch  immer  schwebenden 
Kiiiitni Verse  über  die  Krhthfir  diT-loüi-plms-stelle  zii  besrhüriiiren. 
t'lavius  Juseplius  kuniini  auf  Johannes  zu  niin-fhen  bei  (ieU-gen- 
lidt  der  Tür  llcrodes  Antlpiit;  iinf;tin»tiK<!n  Bclila<;lit  mit  dem 
»nibiwheii  KAiiig  Aretas,  dem  Vat-er  seiner  CriilK-rLni  tJeinablin; 
e»  ist  im  V.  Kapitel  des  XVIIT.  Biiclies  seiner  „Jüdischen  Arrhft- 
nln^e".  Diis  Volk  soll  die  Veniichtanß  des  herodi»nisehe[i 
Heerea  als  ein  erittüclies  Sti'at^-rirlii  für  die  DinricIitiiiiK  de» 
Täufers  betntrlitit  hnhen.  Im  Anscliluss  liienui  fribt  nnti 
Josephiis  ein  kurzes  Bild  der  Tatijjkeit  des  Johannes,  ,Er  er- 
mahnte'', h«i»ät  ex  dort,  .die  Juden,  sich  der  Tog^eml  zu  bc- 
ÜeissiK«'»  lind  (ieiTclitig-keit  gegeneinander  und  Frümiiiiirkeit 
gvgvn  iiott  zu  ülien  und  zur  Taufe  zu  kommeD".  Diese  TunJ'e 
aber  ist  hier  in  einer  viilliir  M-hieten,  (;rnzisiereiideii  Fassung 
de>i  }obanneiüchen  Gedanken«  daruefleLlt. 

Melir  h!.s  dies  inten-.Hsiert  iiiik  liier  der  (Innid,  d^-n  Jt>- 
sephos  liir  die  Grfan^nsetznnj;  und  Tuliin^'  des  Predigern  on- 


44 


gibt.  Argwülin  dps  Tctran-Iieri  ist  i'ä,  uuk  iltr  Tauftt'weguiff 
möge  sidi  i-irii'  politischi'  KrLulmrg  Jcs  Vulki-s  ciit wickeln. 
li&ä  widi'i'stjvuet  uIku  durchaus  den  Ausüben  der  Evuii^Ylit-ii. 
Soviel  iüt  JL'dftirulls  sichiT.  doMs  dii«  Motiv,  das  jD^upliiis  flir 
Kinkcrkfi'iiii^  und  Hinrli^liftin^  Aen  JdlisniifH  aiifülirt,  lini-listiMis 
nur  Mir  crsti're  t^ulh'ii  kiiiin,  und  das  vielleicht  nocli  in  Ver- 
liitidiiiifT  mit  dein  H<Ti>iliasmoliv  der  Synniiiiker.  rm  sn  aiif- 
falU'nder  aliiT  ist  du«  vülli^'C  Sf-Iiwi'ig:en  de«  Josi-pliiis  ührr  den 
Konflikt  des  TJiufers  mit  dem  lierndiaiiisriieii  Hanse,  als  wir 
gerade  in  «einer  Arehäulogie  —  und  nur  liior  allein  —  ge- 
imucn  Aiifst'hlusts  lllicr  die  frußliclii*  KlM'lirndisftPschiplite  er- 
lialtfii,  Da  dii'St  de»  wiflitiK>'*ti'ii  Bestandteil  der  F«Iti.'I  lUi.servs 
Stücks  Ijüdel,  verlohnt  es  sich,  kurz  darauf  einzuteilen.  Hcrudes 
der  mit  vUicr  Tochter  des  AinInTkijniKij  Ai-cnn>  vennühlt  war, 
hat,  gelegentlich  einer  Reise  nach  Rom,  Herodias,  das  Weib 
goinps  IJrudcrs  können  {relprnt:  von  einer  verzehrenden  Leiden- 
Sfliaft  zu  ihr  iiinfiezngen,  bewirbt  er  Ktch  um  ihre  Liebe,  l'nd 
das  (rhrgcizifTi'  Weih,  das  von  dem  Privatleben  ihres,  vom  Vater 
enterbten  <iatten  nnhefriediRt  ist,  safft  dem  Tetrairhea  aiü- 
füllend  rasch  zu.  Sic  verabn-den  mit  einander,  da«s  UeroUes, 
wen«  er  von  Rom  znrückgrkelirt  i.st,  seine  rpclitmiissi(re  <>attin 
verstoi^gen  soll.  Als  die  Aretaxtuchter  von  dieser  sclimülilicheo 
Veratiredung:  Kunde  erhillt,  ist  sie  nutürlirh  duranl'  bedacht, 
dem  Schimpf  ztivurxiikomnicn  und  «u  eiittliebt  sie  mit  Li&t  za 
ihrem  Vater. 

Weiterhin  erfuhren  wir  aus  Josephus.  da^  Hadterniita.  die 
starke  PestmiR  im  ()st<'n  des  toten  Meere«,  der  Ort  der  lelxlen 
Lebeiisschitksale  des  Juhaiincs  jL'ewesen  ist. 

Wiihrend  die  Evangelien  nnreanz  kurze,  fast  jiroblematische 
Andeatcuig-eri  über  den  Chtinikter  der  UcrL'di»«  luid  besonders 
des  Herode.-*  geben,  heknmineii  wir  von  Flaviiis  Josejiltiis  sehr 
wertvolle  Beitriifre  ssa  ihrer  Heurteilunii:.  Was  zunächst  den 
Viertlirsteii  seihst  hetriffl.  ist  er,  wie  sein  (rrösseivr  Vater,  Iclug, 
elirgcizi^r  und  praehtliebend;  aber  es  fehlt  ihm  dessen  Tatkraft 
Die  verhiijißuisvalle  LiebeN^lut  zu  HemdtaR  verzehrt  uocli  deo 
letzten  Ue«t  vwn  ICuergie;  «ein  leichtfertige«,  unbändig  geniiss- 
pierifres  We.ien  schaudert  nielit  vor  den  Kchändüehsten  Ver- 
brerhen    zurück.     Der   KinHutis   des    hestriL-kenik-n,    verderbten 


46 


WHhw  rreiM  iliii  znr  Vfrslossimjr  «einer  rpchdnüssigen  (iattin 
onil  briiijrt  don  unfrlrirklirlicii  Krieg  mit  Arctas  über  ihn.  Ihr 
iiiicrsällliclKT  ICIirjii'iz  stavln-lt  ibn  auf,  sirli  in  Unm  ilh-  Ki'uiiK's- 
krrme  zu  holen,  an  iloren  Stellr  er  Verhaoniiiip  iiiitl  Elt^iiH  tindet. 
Aber  dennoch  lU'tinipn  wir  bvi  JoMphus  von  ilerodes  and  be- 
sonders von  Herudias.  trotz  aller  ilirer  nlisluswiiden  Kipen- 
schaOr»,  plniKernwsscn  versöbiil,  Alwcliicd.  I)ür  Kaiser  bieict 
ihr  seini'  (imide  uu,  sie  von  dorn  SchickR»!  ilires  Muiines  zu 
befreien  aiid  ihr  die  zum  Lel)ciisiinteriialf.  notwemliRcn  (Jeld- 
mitli-l  zu  peben.  Oi»  zt-i0  HcrodlaK  eine  seltene,  iirit-rwartt-te 
H"iiilK'n!i}fkt'it  Sie  weist  die  küiserliclit*  Hiild  mit  de»  be- 
wundernswerten Worten  zurück:  .Nachdem  ich  das  Glück  mit 
niriiH-in  firiHHliI  ifeteilt  habe,  wiire  es  treu]«;;  von  tnir,  ihn  in 
seinem  ITn^liiek  zu  verlassen''.  Und  so  folgt  sie  dem  Heiodes 
in  die  Verbann niip:  nnoh  Ltigdununi  in  Pallien,  and  beide  siUinen 
dort  iii  Not  lind  Verliuuienheit  die  ^m><»e  Srliuld  ihres  Kebetio. 
Als  dritte  IJnelle  erwnhitt  Aal  selbst  nielirfiirh  am  nund 
den  Hegesipiiu-s-  l'nil  Aal  hat  diesen  sicherlich  auch  als  selb- 
stäDdige  Quelle  beti-achtcl.  Wir  dagegen  wissoii  heute,  dass 
das  nnter  dem  Namen  des  Hegesippns  gehende  Werk  .De  bell« 
Juduico  et  urbis  IlieroBolymitftnnp  eicidio"  nichts  wßiter  ist, 
als  eine  lateinische  fi-eie  Bearbeitung  des  .InseTdius  im  christ- 
lichen Sinne.  Über  die  Autorschaft  des  Werke«  sind  heut«^  die 
Ansichten  der  (Jelelirten  geteilt.  ]Jie  einen  liatlen  noch  an  der 
alten  Ueiäerscheid-scheu  llypullieKt-  fest,  die  den  Anibrosiu-s  von 
Mailand  alü  Verfa^fler  unniiniitt;  so  neuerding«  Gustav  Landgraf 
im  .Archiv  für  lateinische  Lexikographie'  Bd.  Xll.  1902 
S.  405—472.  Dem  entgegen  sieht  die  Ansicht,  die  Rliniar 
Ktcbs  in  geislvidlcr  W(M«e  in  der  ,1-Vstsclirifl  l'hr  FricdlÜnder', 
Uipzig  1805,  S.  210— 241  lUrgelegl  hat,  der  die  Autorschaft 
des  Ainbroniuji  bestreitet  und  in  dorn  Verfft.'sser  einen  Orientalen 
letwa  um  39h)  erkennen  will.  Was  den  Namen  Hegesippus  be- 
triilt,  so  ist  er  durch  Vennittelnng  der  Entstellung  .Tosippiis, 
ßgei<ippits  eut.standen.  Im  V.  und  XII.  Kapitel  des  II.  Bucbs 
finden  .';ich  die  auf  Johannes  den  Tiinfei"  bezüglichen  Stellen. 
Da  aber  nicht^i  WcsentliclH-s  hinzukuinmt,  kann  ich  cs  mir  er- 
sparen, nüher  darauf  einzugehen. 


IV.  Ki\]tiM 

Der  lulialt  des  Aalstlieii  ,^loLauiies*'. 

NaHtdeiii  wir  so  <lie  (Jm-Ücii  kennen  gelernt  linbc«,  die 
Aal  zur  llnuimliüieruii^  (tex  .luliaiiiirs  zur  Vertügimg  gftitiitulon 
liahpri.  wollen  wir  xusrhen.  wa«  er  atus  seinem  Stoff  ^moelit 
hat.  Das  Spiel  wiril  eingrleitet  iliirch  eine  Kcde  des  Xarren, 
der  die  JCitscUainr  zinii  Srliwcijri'ii  iintTonlcrt,  Daraiir  folgt  flie 
Kedo  tli's  vrsten  H^-ruUIs,  iKt  die  Jufrenilgescliichte  diw  Jolwuncs 
nach  dem  I.  Lnkaskapirel  berifhtet.  Er  scliHesst  (Vers  22ß  27): 
,Wif«  kimlt  zft  n«ni  imi  ciiii-ii  t;itrtii,  wirt  nweicr  Meli  ein  aiHlorel' 
sagen"  DicüiT  andere  i^r  Culliit|iiiis.  N'iili(>rf»  Qlior  ihn  und 
seine  Vcrwcinluiitr  im  Drama  fioilet  sidi  bei  Greizenach  (Gp- 
fifliitliie  des  nentreii  nnuiias.  Bd.  I  S,  fi  ff).  Calliiipins  erzBlilt 
von  dem  zwniizigjiilirigiii  Wnstvitleben  drs  Jrdiumirs  bis  zu 
seinem  öfft'ntliobeii  Aiirtrcteii,  Scliliesslicli  fülirt  er  niX'b  kurz 
an,  was  um  ersten  Tag  der  Aiiffülininp  pespielt  wenlen  soll. 
Biidilold  nennt  in  seiner  Lite  rat  uriiesciiicliif  fS.  33fl>  div  lieden 
des  Narren,  des  Hcrulds  nnil  ih»  Callin|iiiis  niiOit  uiufuirelft-nd 
ein  leidifTPs  BeiwerV.  diis  den  Eingang  versperrt.  Aber  ich 
möcbtv  biiizHfiijfciK  Von  un.'^eriiii  Stainipinikt  «us!  Der  Stdo- 
thurner  dp.i  XVI.  Jh.  wird  jinders  daHiltpr  pedaoht  haben:  ja, 
es  selii'int  geradezu  dem  (n-siliiimck  joner  Zeit  entsproehen  xii 
bubon,  und  Aol  liat  mit  seinen  'AiMi  Pri:il(i|>:vc'n<en  Mrherlicli 
seine  ZnsrliuHer  ziifriedi^ii  Ki-slellt. 

Erütt'net  winl  die  Handlung  aiit  ItiRtnimentntmnsik.  NoD 
folgen  in  3401  VerÄOii  die  vier  Akte  des  ersten  Tags.  IJer  Ere- 
enffel  (ifthriel  lienifl  Johannes  im  Auftragt*  (Jniips  znm  Ver- 
kunder  des  koinnicndrn  Messias,  Drei  Pilger  suc-lien  den 
frommen  Kin-siedler  auf,  niul  xii  ihnen  spricht  it  mm  von  der 
Bu*se,  die  dem  Heirii  den  Weg  bereitet.  Zu  den  Pilgern  {^*- 
seilen  sirh  bald  Ki-ip^tsloiite  imd  sonKtices  ViJk-  Aber  am:li  die 
stolzen  Plmrisiier  nahen  üicli,  freilich  in  anderer  .Xbsiehl  als 
die  tibripen.  Sie  wollen  das  Volk  von  dem  Prediger  zmück- 
haltßu.  indem  sie  ibn  einen  ^'euerer  und  (jesetzesverftchier 
nennen  Jetzt  aber  wendet  sicli  Julninnci!  im  die  Oleiiisner  niid 
reisst    ihliL-ii    uiilmtuiberzi^j;    ilire    hciiohleri^L-hf    Miuike   deü    (Je- 


47 


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I 


I 
I 


«rtÄTwlfiiiki-l«  iiml  der  Wi-rliliciliplicil  vom  r.Mirlit  Aber  damif 
tist  Jobjinnes  in  ein  Wcspfnoesi  gegriffen;  er  hat  sich  einen 
Peinil  ^'e.srtw ffeii ,  <ler  sirli  znrUckzit-IiL  um  HnKtoro  Pliinf  zu 
schnm-dfu. 

nie  Menge  um  Johiiiini-s  buketitit  freimütig  ihre  Sümle»; 
von  der  liulhirliist<»risflii-n  IleiliMitmiK  flicscr  Heicliic  wcriii'ii  wir 
nwli  zu  »'pri'clnii  Imln-ti.  iU-K''n  all  ilire  L«sU:r  li«l  Ui-r  Vtv- 
digiT  iieilHiitiif  Wortf  der  ICniiii)iiiiiii|j(.  Docli  n'irMt  alle  wollen 
sich  iH'kL-hren:  vielen  isl  die  Eirüllun^  der  sittlirhen  FürdcTun^ 
20  srhwieriR:  lichor  ttolloii  sie  iliro  alte  Süiidt'iistniü'ic  weiter- 
Si'Ihti.  JJjirli  diTTiiiifr  ilt-r  hckctirtrii  Mcnjic  vi  rküiidet  (tJiUri«-! 
dem  Joltamies  die  Ankunft  Chnsti,  Während  der  Taafe  Jesu 
setzt  die  3Jii»ik  ein,  luid  ein  Tlior  sinijt  .Ditptisla  coptn;niuit 
ut  nun  audt'l  tang<>n'  sam-tuin  llei  verticeni;  spd  clumat  cum 
Iremure:  sanctifii-a  nie,  Salvator"  Dieser  Vers  iriti  Im  alleren 
Frankfurter  Sidel  zuerst  in  di?r  .lohannesdriimalisieruntr  auf;  er 
tindcl  sirh  (-lieiisn  niirh  im  Alsfelder  Spiel.  In  unsereni  Oriirk 
sind,  wie  iniiiivr.  nnr  die  lieidt-n  ei-sten  Worte  als  Stidiworte  an- 
grelufart  und  es  bat  nicht  gorjn^re  iM&lie  (irkustet,  die.«e  und  die 
ülirit:en  lateinischen  (iesilnce  finellcnniilssip  niichznweisen.  l'nsere 
tjtelle  ist  die  ^.\nti[ihunii  ad  tatideK  in  f)('t»va  ICiiiidiaiiiitc''. 
(XlII  Jiinnarti,)  Diese  Verwendung  von  Stellen  ani>  dem 
Ofücinni  Divinnm  oder  Breviariuiu  Komanum  —  in  unserem 
Falle  OHtürlich  dorn  vortiidcatinischtfii  liiüvier!  —  ul«  dem  tüp- 
liehen  tiebetbiiclie  des  rümisriien  Priesters,  mnsrite  ja  Aal  bi'- 
sonderi;  nahe  liegen.  Kald  darauf  uetzt  die  Musik  von  neuem 
ein,  und  der  dinr  niugt  die  .Anliphmui  iid  Mo^niflcrat  XI  Ja- 
nuurii"  uiuintu  die  pMit  feütuni  Ei)i[ihuniue):  .Yox  de  eceliH 
nonuit  et  r»x  patiiü  niiditn  entl:  HIc  est  tiliits  lueus,  in  quo 
mihi  eomplocui,  ijutuni  audite!*  In  der  Tiiiif>izeiie  hut ütioh  Aul 
an  die  Onrsteliunc  des  KvaiigelinniK  MnithiU.  Knpitel  III  Verti 
13 — 17  aniresTliluKHen. 

Mi)  dem  II.  Akt  beginnt  eine  Sitzung  des  hohen  KhU  unter 
dem  Vwi-sirz  des  Ann«»  und  ('«yphas;  die  Pharisäer  sind  hier 
dir  Aiikliiger  de.s  Johtinnex,  dem  sie  Volksnerrühning  und 
Kptaert'i  verwerfen.  Zwei  Amichlen  sieben  sieh  .ichrnfl'  Kesen- 
üher;  die  eine  veHritt  Anniu;  er  Ktiiuml  dafar,  dtum  mau  den 
Viilksaurn-icg^ler  hos  dem  l*ande  verbunmn  mdle.     Ihm  gcsou- 


iilior  sti'Iil  OamalirO.  tipr  ilaniiir  ilrinfl.  ilsiss  man  sich  prst  von 
dem  Wesen  mul  der  Wirksamkeit  des  Täufers  durch  eine  (!e- 
t^aiidtscluift  jfentiuen  Aiif»c)ilus>;  IiuIcm  solle.  Diese  vennitteliide 
Riditiiii);  dringt  auch  schlii'SKlidi  diirtli.  Aiircfrunfr  zu  dieser 
(iesflndtschaftsszpiie  bot  dem  Dichter  das  Bvarisreliuni  Joliaiinis 
(Kap.  I  Vers  19—28).  —  Annas  und  l'ayplias  hat  pr  aus  dein 
8>'ni?drium  ^^jivn  <']ii'i.stu.<t  hctiiltcrtfunoinnifn:  Gaiiialirl  ist  der 
Gi'sctzi'siv'hrer,  der  iiutt  dL-r  Apitstejfrencliirlite  i  Kap.  V  Vers  34  bis 
39)  bekanut  ist:  «ein  vermittel ndiT  Hnl  bat  dort  vor  einem  «cliroftVii 
Vorgehen  ge^n  die  ApoKt«)  gewarnt.  —  Der  Le^t  Aminias 
fragt  den  Julmnups  zuerst,  ob  yr  derMpssia.s  sei.  nnd  es  fol^ren 
die  weiteren  Frapeii  und  das  demütiffe  Hckenninis  des  Täufers 
naeh  dem  Kvangr.  J«li,  a,  «  O.  Mit  einer  .MuliiiHn?.  Pliarisäcr 
niid  Hollenpriester  sollten  sich  von  iliren  Sünden  kehren,  ent- 
lä»<t  .TiiljHiiiie»  die  Boteu  dos  hüben  llaU  Ks  to]gt  nun  eine 
zweite  Hats.'üsene,  in  der  Cayphas  auf  den  Tnd  des  PrediRers 
drin^;  der  «It«  Antiaü  aber  tniielil  duruuf  nufmerksain,  dass 
man  sieh  dadurch  bei  dem  Volk,  das  dem  Täufer  anhangt,  ver- 
luus.st  mache.  Nun  bat  der  Prediger  in  Gegenwart  der  Boten 
des  Synedriiinis  das  schlerhre  Beispiel,  das  der  Künip  HeiXMle.s 
durch  sein  Lasterleben  ^ibt.  getadelt.  Daran  knü|il't  nun  Annas 
.«einen  Rat.  der  daliin  t>eliT.  das»  man  den  Johannes  beim  Krmit; 
verklage»  .solle  nnd  so  den  lisN.s  der  Menjre  auf  diesen  ablenken 
könne.  Sie  wollen  also  an»  dem  Hinterhalt  kämpfen  und  den 
Herodes  in  den  offene»  Kampf  v«ira;hieben.  So  liutTen  «ie  ihren 
doppelten  Zweck  zn  eiTr-iclien:  den  .InbanueK  ans  dein  Wege  zu 
üehatTen  und  sieh  dennoch  in  der  V(klk!;ßun^t  zti  erluilten. 
Ausser  nainaliel  uideisprielit  dieüeni  falsebeu  Rnt  noch  Kiko* 
demus.  den  wir  aus  dem  111  Kapitel  des  Kvaugcliunis  .lohanni* 
alü  den  lieiinlichen  Hcliiiler  Jesu  in  der  stillen  Naclit  kennen, 
Als  sie  nieht  dui-clidriiipen .  entfernen  sich  beide  ans  dem  Cun- 
cilinm.  Anit  den  beiden  Hati^zenen  ersieht  man  die  starke  Vrir- 
liebp  unseres  Dichters  für  S(drlie  Versnnmi hingen.  Mit  groswem 
dniniatisdieii  (ieschiek  sind  sie  durclig-efilhit;  Kede  und  Gegen- 
rede folgen  raüeli  aufeinander.  Sehr  wirkMim  iät  der  Gt$!ciu;Atz, 
der  durch  die  E'aPteien  liervorpernfen  ist.  Abgestimmt  wird  durch 
Auflieben  der  Hand,  fiberall  spieg:fdt  j;ioh  das  wirkliche  Leben 
wieder,  aus  dein  der  Verfasser  mit  vollen  Züfien  geschupft  liat. 


1 


49 


Von  zwei  Seiten  ist  nnn  .I-hanno  VHHir>-.ht.  nn^  die  Pharisäer 
werden  nicht  eher  rnhen.  I:>i.s  sie  ihr  Ziel  erreicht  haben. 
Christas,  der  das  bevorstehende  Ende  des  Täafers  vorhersieht, 
macht  sich  auf.  ihn  darauf  Ti:>rznbereiten-  Mit  gros^r  Röck- 
siobt  tut  er  dies,  indem  er  dem  Johannes  mitteilt,  dass  er.  wie 
hier  aof  Erden,  so  nnn  auch  bald  in  der  Vorhülle  sein  Vor- 
läufer sein  werde.  Der  Prediger  ahnt  bereits,  dass  er  der 
Wahrheit  wegen  seio  Leben  lasäen  mass.  wenngleich  es  ihm 
noch  nicht  klar  ist.  von  welcher  Seite  der  Tod  naht.  Todes- 
furcht aber  kennt  er  nicht:  ihm  kommt  es  nur  darauf  an.  Oottes 
Gnade  zn  erwerben.  Diese  letzte  Zosammenkunft  zwischen 
Christas  ond  seinem  Vorläufer  ist  ein  äasserst  glücklicher  Griff 
des  Dichters.  Er  fühlte  wohl  anch  die  Lücke  des  biblischen 
Berichtes,  den  Hanget  der  Anteilnahme  Jesu  an  dem  blutigen 
Schicksal  des  Johannes.  Nirgends  ein  Wort  des  Mitleides: 
wenn  bei  Matthäus  iKap.  XIV.  V.  \2<  von  den  Jüngern  des 
Täufers  gesagt  wird,  da.^  sie  hingingen  und  Jesus  von  dem 
Ende  des  Mei';ters  berichteten,  da  heisst  es  im  nächsten  Vers 
(13^:  -Als  Je»us  dies  vernahm,  ging  er  zu  Schifl'e  von  da  weg". 
Dass  hier  eine  Lücke  ist.  der  Evangelist  also  nichts  von  der 
Wirkang  dieser  Kunde  auf  Jesus  berichtet  hat.  i.st  zweifellos. 
Wir  sehen.  .\al  hält  sich  wohl  eng  an  seine  Quelle,  aber  er  steht 
doch  auch  über  ihr.  Er  fühlt  eben  die  ganze  Handlung  lebens- 
voll mit.  und  seine  Gestalten  sind  deshalb  nicht  leere  Schemen. 
sondern  Menschen  von  Fleisch  und  Blut. 

In  der  Voriiülle  also  soll  Johannes  die  bevorstehende  Er- 
lösnng  verkünden.  Es  ist  dies  der  Ort,  wo  die  verstorbenen 
Gerechten  versammelt  sind  und  den  Tag  ihrer  Befreiung  er- 
warten: als  Gerechter  mnss  natürlich  Johannes  ebenfalls  dort- 
hin kommen.  In  den  mittelalterlichen  Mysterien  finden  wir 
anch  tatsächlich  Johannes  den  Täufer  in  der  VorhGlle:  so  im 
Bedentiner  Osterspiel  (Vers  315  36).  im  Alsfelder  Passionsspiel 
(Vers  7205.  Ui.  im  I>»naueschinger  Passionsspiel  (Vers  3915  281. 
in  der  Urstend  Christi  i369.33— 370.8!.  in  der  Pfarrkircher 
Passion  ts.  94.:  anch  in  den  grossen  Cliristusepen  begegnet  uns 
diese  Ansicht:  im  .Passi-mal-  i!t8.4.>— 67)  und  in  der  .Erlr.sung- 
(Ö078— 50S3i.     Durch   die  Mission    des  Johannes  in  der  rntt-i- 


w 


well  wird  aber  laioU  sein  ßrüüsliclics  Kude  liU'r  auf  Knien 
etwas  iii  seinem  fiirflitharcn  Riiidrmk  cpmildort. 

NachckTn  ÜliristiLs  sicli  i>tiifcrm  hat.  b^kuiidot  Jotianncs 
feierlicti  scitu-n  (ikiibcii  an  itin  alti  dc^n  Sohn  fiottes  und  Heiland 
der  Welt.  Da  vr  ja  doch  iiiclit  mehr  livnjce  Itln-ii  wird,  weist 
er  seine  Jüng'er  zn  Jesus  liin.  Kini^c  zwar  w<illen  sicli  von 
ihr^ni  gt-lielitifn  Moisi^r  nictii  tivnnon:  aridore  ahtr,  wie  Jo- 
hannes Kviiii^idiKt  und  Aiidreus,  gi'huii  xn  Jesaa  über  Die 
(JiiellD  dieser  Szene  ist  das  l.  Jiihanneska)iitpl  iVers35ff.),  n\>- 
wnttl  liier  riiclir  die  Niinuni  ilrr  .Jiiiifji-r  irrnaniit.  werden;  aiw 
Vers  40  aber  geht  hervor,  dass  der  eine  -Andreas  war,  »Is 
zwoiltn  haben  die  niittelalteriiehen  Exfgeten  äbercinstiiumeiid 
den  KvAUffli^tp»  Johannes  angf^nomnirn  und  zwar  deshalb, 
weil  er  sicIi  iVt'isSft)  noch  .■io  g:eit.i(i  iler  Stunde  erinnert.  Dii* 
Berufung  des  Simon  Petrus  geschieht  im  engen  Anschluss  an 
Vers  40— 42  Hirse  vin-li- tSzene  des  zweiten  Akts  wird  wiiiler 
mit  Iiistrunientalniusili,    aber    nhne    t'liorf^esanj;,    nh^esrblo.'^.sen. 

Za  Allfang  des  dritten  Al<1es  orselietnt  zum  erstenmal  der 
König  Kerndes  sellist  unter  grossem  Ptirnj».  beglcitPt  von  .spineiu 
Ilntst.Tfit  nnd  von  Trimiiifteni,  In  einem  Monolog' gibt  er  sc iner 
Kri'ude  Aii-sdiiick,  da-ss  er  im  Hesilz  eines  so  sehtinen  Weibes 
ist-  Aber  zwei  nagende  Sorgen  bescbb-ichcii  nv'm  Hcrrz;  die 
piuft,  dass  ihm  riiest-r  kosttiare  Schatz  von  dem  rpplitmüi«ipen 
(iatten,  seinem  Bi-iuler  l'hiiippus.  wieder  geuuunrien  werdu  uml 
die  Ändere,  grössere,  dass  sich  sein  Sdiwager  Aretas  an  ihm 
räclien  werde,  weil  er  ilim  die  Tochter,  Beine  rechtmässige 
Oftllin,  Verstössen  hat.  Hier  hat  Aal  seini><^nolIe  insofern  ge- 
iindert,  iiU  Jusephns  ja  nur  belichtet,  dfiji.-«  die  Toehtw  des 
Araberkiinigs  selbst  der  Sehmach  der  Verstossung  entgangen 
sei.  —  l>er  tiesorgte  Künig  läs.'it  seine  beiden  Kjitgelier  X'siin 
und  Peltinra  holen.  In  diesen  beiden  (iestalteti  hat  der  Dichter 
üwei  IrelTlichu  (iegenKutzc  gcscliutVeii.  Usiin  besitzt  den  Mut, 
Keine  Meinnng  frei  imd  offen  heranszuüagen.  dass  kein  liieder- 
niann  es  dulden  könne,  dass  ihm  sein  Kheweib  gerauht  werdi". 
AluT  der  Kiiiiin  kanrr  nidii  die  Wahibi-it  hören,  er  leiht  sein 
Ohr  lieber  dem  Sclinieichler  l>eIbora,  iler  diis  Lasterleben  billigt. 
Vergeblieh  hält  IJsim  seinem  Herrn  vor,  dass  Herodias,  die 
gesell  ihii-ii  (I;itlen  n-enhw  (•L-weneii  sei,  «uch   iliin,  dem   Kr.nig, 


Kchwerlich  ilip  Trotu-  liftlt^n  wci^e.  lyas»  Wm  üoin  RAtsliL'iT 
offfii  doppeltpri  Elicbnirli  vorijcwi-.rfdi  itml  nein  Weib  eiiip  Hiiro 
f>:eiiiiUilt  liut.  >iriii{;:t  ]k'rif(li-.s  zur  äiu^sersteii  Wut;  i>r  Yerbainit 
IJsiiii,  als  Lästerer  iler  Majestüt.  auf  die  (ialeere.  Seinem  Hof- 
fresind  nlx-r  K-ßi-tilr  ilt;r  Köni^',  iliiu  allvs  zu  nieldcn,  yftm  si<-b 

letVi'it  frfK<'n  ilii>  rii'litt-ti  kütine. 

F  So  k<>minon  Amins  und  Annnius.  die  Ali]!^et;atidten  des  S<raG< 
driums,  gerade  zur  tiiinsHfcen  Zeil,  ihre  Ankl»ee  wird  bei  dem 
rrliitlcHcii  FfiiNli-ii  aiir  rrnrhll>iiri-ll  IJndcii  fiilleii.  Hi-rudcs  go- 
riit  ausser  sicli  b^-i  dem  Bericlite  von  dieser  drohenden  (iefahr, 
von  deivn  Voilinudenseiti  er  keine  Ahnung  liattc.  Seiiii  tTütCT 
'/Mm  richt<'t  »lii'li  i^eeon  seine  HoftK-amti-n,  die  filcli  fw  wfiii^ 
UNI  sein  Wühl  nnd  Wehe  bckuninu>ni.  Iije  sclilancn  Pliarisäer 
alKT  haben  ihren  Zweck  volikumniL-u  cra-iclit.  Jnslrniiifiital- 
iinusik  st^htlewit  dieve  zweit«  Siu^nc  di'x  dritten  Akte«  ab. 

Die  dritt»'  Szene  z>'i^t  uns  dii'  .Ttiiifrer  Cijristr  nnd  des  Jn- 
hunnex  im  R-HUgstn'il  übel'  iltre  MeisU-r.  die  (jiiellc  bier^ii  Hegt 
wribl  in  dem  ül.  Kajiitol  dos  Kianselinins  .Inliannis  Veis  26. 
OHiTüufer  seil«!  seldirhtei  den  Stivit  mit  dem  licrrlielicn  (ileirh- 
ms  vom  Ui'atitriiln'er  (Ev.  Job.  111,  27  tl'.j. 

In  der  vicrlen  Szene  schickt  der  Küuit;  den  Kiiiinuerling 
und  den  Hrifmeisler  zu  Herodias,  um  »ie  zu  feiner  Zusammen- 
kunft zu  bitten  Aber  sehr  lange  niüjwen  die  beiden  vor  Am 
fieiiiilchem  der  Konigin.  die  offenbar  yerade  bei  der  TnilrtU! 
ist,  ttiirtfii,  und  SD  zielieii  sie  denn  In-Ili^  b)S  über  die  liiifTurti^rcu, 
citebi  Weiber,  —  eine  beisseode  Satire  des  Üichtei-s  auf  seine 
Zeit  Zn  UecrJnn  de«  IV.  Aktes  kommt  dann  endlicti  die  KiJnIfcin 
mit  ilii'iT  Titrlitoi"  und  ihrf*ni  HrtlVlaiit  lieniius.  Und  nun  fol^ 
ein  trefTliches  I-iebe.siluvtt  xwi.si'iien  Herode-s  unil  Horoduis. 
Das  Ganze  ist  in  geflügelten  Halhverscn  mit  zwei  Hebunjreii 
gch«lten,  Unter  bräiillicbeni  («ekose  Kcloben  sieli  beide  von 
neuem  Lifbe  und  Trtnie.  l>erKöui*j  versichert  seiner  (Jeliebten, 
da^  sie  nieht-s  auf  Erden  t^clieiden  solle.  An  diese  Beteuruug 
knüpft  nun  Herodiafi  mit  ihrer  Befflrrlitunj:  wesren  des  Jolianne« 
au.  Xueli  iiat.  sie  nur  inibe.stimnne  Kunde  von  ilini  veriiiimnien; 
sie  Jilinl  aber  bereits  Sclilimmes  und  hat  auch  schon  ihren  IJuien 
Odins  «nspesandt,  um  Ri-nuue  Nindifinscliuiifcen  auziislellen.  In 
ihr  ei-Ktuht  den  PlNirisJU'ni  ein  ^'wal^i^e  Bunde-t^euosHin,    dem 

4* 


es 


Johannes  aber  eine  fnrchtimrt'  Fvimliii.  Der  König  b<>ruhipl 
sin  einstw-pilpn  mit  f\cm  Verspreche?!,  (lass  or  dem  .lyiieniosen 
tropflon"  schon  «ias  „scliainlllicli  mul  VLTStopllen-  wolle.  Zum 
Sclihiss  kilmliKl  er  ihr  nocli  an,  dass  er,  aus  Anla.ss  seines  lit- 
vorsU?hi'ii(ien  GL-biiHstn^cs,  ein  jetosscs  Fcsrnialil  geben  wolle  — 
iini]  zwar,  wie  r-i-  mit  lrag:isclicr  Tronic  (Vers  ^142)  sagt:  ptlaü 
Wirt  giiist  vr.li  diiietwcgen".  Unter  den  Klüiigen  der  SInsik  i 
^vlien  dann  Küiüg  iiml  Kr>nift'iii  wieder  In  ihr«  (joniärher.  ^M 

Iiizwischni  ist  .Uihiumi-s  hcrangt-kominen.  inn  riin  dem  König 
selbst  Vorhalt  über  .sein  Süiideiiielten  kii  machen,  wenngleich  er 
sich  fcowusst  ist,  dass  ihn  dastierängiiis  orwaitet.  In  Aiialoyie 
zu  der  PetruRszonr  (Kviinp.  Luk.  XXII,  V.  .?3)  vei-sichert  ein 
.lüiiser  des  Johiiiirie*;.  mit  dem  Meister  in  Kerker  und  Tod  zu 
gehe»;  —  er  und  seinp  (ii-iiossen  lUelien  (tanii  eheiiso,  wie  die 
Jünger  Jesu  hei  der  Gclmijri'iiujihme  ihres  Herren  feige  davon. 
Durch  Beine  Hofbeamlen  veiiiinniit  Ilemilfs  von  dem  Nntieii  des 
lMi|>hcti'ii ;  Km^dite  mit  Heilen  uinl  Stritiken  nimmt  vr  mit  sicli. 
Aber  J«lianiiej<  liisst  sich  durch  dii'  ihin  drohenden  Bande  nicht 
abschrecken,  dem  König  eine  derbe  Stiafrede  zu  haiton.  in  der 
er  Jiiicli  dns  Insterhafle  Hnfpesindc  hart  luiei-fift  und  so  sich 
auch  dieses  verfeindet,  Nim  Iäs.M  llerodes  den  Johannes  er- 
greifen und  nach  der  Pest«  Macheninta  bringen.  Es  ist  dies 
die  einzige  genaue  Lokaüf^icning  in  unserem  Drama,  die,  wie 
wir  gesehen  liabcn,  am  Joscplins  stammt.  Diese  Krwülinuiig 
von  Marlieninta  bedeutet  miturlich  niclils  weiter,  als  eine  ge- 
scliichtliclic  Keminiszcnz  des  gelehrten  Verfussei-s.  Die  Gefangftn- 
iiatiini!  selbst  ist  '•uuz  eU-rjeiiifreu  iMiristi  narbf^rebildct;  als  die 
HüsrluT  auch  die  .(üiif.'fr  fesseln  wnllen.  sagt  Johannes 
(Vers  3Ö69):  ,.So  ir  mich  Kficlieud,  hitid  die  ga»!*-  Fa.st  mit  dcn- 
sellhen  Worten  sagt  Christus  (Kvang.  .loli,  XVIII,  Hj;  .Wenn  ilir 
also  mich  sui^ht.  lasst  diese  gebii'-  Voa  tVnie  folgen  dem  <ii-- 
f'angenen  zwei  seiner  Jünger,  iihnlicli  wie  Petrus  und  Johannes 
bei  Christus  (Kvang.  Job.  XVIU.  lö),  und,  wie  Jesus  zu  den 
weinenden  Frauen  vcui  .ferusalem  (Kvang.  Kiik.  XXIll,  28). 
Kagt  (luch  der  Täufer  zu  seinen  Jungem^  _!r  jünger  weinend 
nit  undi  micli!"  (Vers  3698),  Mit  einem  Musikvonrage  anil  dwn 
Absingen  eine«  C.'lH'rlieiU'y  (Sedet  in  leiiebris)  scbliesst  der  vieile 
und  letzte  Akt   des  ei'steii  Tage-s.     Nach  dfiii  Texte  dieses  wieder 


68 


nur  iui  Stichwurt  antf<.-(;i-lK'iirn  tie-Haiigcs  und  .sL'iiicr  (Quelle  hnhe 
ich  lange  rpiTrrblirh  praiichr.  KrulUch  h&t  er  sich  in  der  Se- 
quenz ,1»  dccoUnliont-  -S.  Joannis  [Japtistao"  gcfiindcn.  l>ort 
beissJ  csVersilcel  12—13:  .Scdet  in  tciieliris  Iticeriia  ItitisHini- 
rus  unmi|ioi«Dt>s,  sludet  deliciis  rnuiidi  priucipU  filios  per- 
diti'iiiis*.  (Sielif  Jfisff  Ki-hn-iiis  ,ljiitcinisclii'  Sciiuciizrii  ilc« 
WiittlalUTS-',  Maiiix  187y.  Si-ilc  252  ff.j  Als  ViTfMscr  |,nlt  der 
Mündi  (Jodesrlialk  (f  HX'iOl,  Bei  der  grossen  Textrevision  des 
Missiiles  im  Jahre  I.J70  fiel  imsere  i>equonz  mit  so  vielen  andorcn 
aus  dem  Missal«^  Rmiiamim  weff.  (bis  jii  bekaii  rill  ich  nur  noch 
fiinr  tScqiienzi'ti  i-iiMiBlt,  Die  Hede  des  Herolib  besdilie.sst  den 
■  eititen  Spieltag-;  er  weist,  im  Auscliluss  an  das  Geschehene,  bJQ 
auf  den  Wert  der  VL'rfoIgmia  nm  der  (iRrt'chtipkeit  wilien, 
„Wi«  <T  (,Ir>h.)  ums  leben  kommen  sy.  sol  morn  (wils  (ioU) 
gltört  werden  fry'  (V.  3786/87).  Der  Trompeter  gibt  noch  die 
oeuiile  Stuudi-  des  tb](^rid(-ii  Tapi  uhs  Fortsetzung  au. 

Dati  8|iii-l  des  zweitt-u  'Taiis  wird  eitigelt-itct  mit  einer 
Rede  des  Hemids.  dt-r  die  Oe,schichte  des  herodianiseheii  Hanses 
anrCrund  van  Jose]>1iiis— Ik-^siii[>iu:  aii^icinandersetzt.  eine  Art 
CJeM'hic'liiKiiiiterricIli  anf  dfr  Rfdiuc,  der  atxT  zum  Verständnis 
für  die  ZiKcbauer  des  Stücks  we>;ei)tlich  lieitriigl..  zumal  es  j& 
fUr  den  Mann  aus  drin  Volk  nirht  ininier  Ivirht  ist,  die  vov 
scliiedenen  Herudcs  auseiiianderznlmlten.  Darauf  rezitiert  der 
nns  bereits  bekannte  Uiitlioiiius  dns  Argiuiientum.  (Hierüber 
vergleiche  man:  (Ypizenaeli,  Gesch.  d.  n-  D.  U  S.  Ü8.)  Hei  der 
Rede  des  Calliopiuti  am  ersten  Tage  Kheiiien  (Ibrt^'ens  die 
Worte  , rezitiert  das  Argument*  vergessen  zu  sein;  wir  hfltten 
sünst  ticlion  duvon  zu  sprixbeu  gehabt. 

Das  eigentliche  Spiel  wird  Mieder  mit  lustnimentMlmusik 
itot.  In  der  ensten  Szene  des  ersten  Akts  kommt  Odias, 
'^der  Rote  der  Kiiuigin  zurück.  Mit  trelflieher  Komik  fertigt  er 
die  neugierige  Amme  ab;  wir  wenlen  daniiif  in  einem  andei-en 
Zusammenhang  noch  zariickziikommen  halieu.  Wo«  Odias  dwui 
seiner  Herrin  erzablt,  erfüllt  diese  mit  Xuminer  und  Bor(»e. 
Der  hinzukommende  KatNlien'  Saniech  trustet  sie,  Herodes 
werde  ihr  nicht  untreu  werden  Aus  ihrer  Angst  wird  Herodias 
erat  duri'h  diß  Nachrieht  des  Kiknigs,  das»  Jolinnncs  bereite  im 
Kerker  imd  llaudeu  liegt,  befreit.    Sie  frohlockt  darüber;  aber 


sie  verlangt  tkh-Ii  riiclir,  —  den  Tutl  iliivs  Fi-imlfs.  Man  willli* 
pigentlicli  meinen,  ilass  sie  sicli  einstweilen  hätte  zufrieden 
gcU'ü  Mtllcn,  Sieal'tT  kennt  ihren  w«»kdiiiOtifrfii  Oiitteii  besser 
lind  will  dtifi  Bis4'ii  srlmiiiili-n^  soltiii^e  es  iiiicli  wann  iiit. 
Her4>(lcs  aber  widersteht  noeli  ilirem  B('p:ehren.  und  die  Königin 
geht  mit  zornipen  Klapen  davon.  Salome.  ibi-er  Toeliier, 
sehiiltet  sie  iiir  hoküinnierte.s  Herz  Hii.-i.  Diese  weist  die  Mutter 
davaiiT  hin,  dasss  eine  liliche  nicht  mit  einem  >s^tilage  gefallt 
werde.  [Tnermildlicli  wv»]len  t>eide  sich  daranf  verl^en,  dem 
König  da«  Todesurteil  üIkt  den  IVfdijZL-r  aLztiriiigrn.  Kin 
Musik  Vortrag  seldiessl  diese  luiühtbumatische  II.  Szene  des 
1.  Aktes  ab. 

Niematid  küinmeit  sieh  um  di'n  gefesselten  .Totiiinne.s  im 
Kerker,  mit  Ansnnlnno  cint-s  cinzifiiien,  von  dem  nnin  i-s  znli'lzt 
erwarten  sollte,  dft-ss  niiter  seiner  Kutte  ein  »o  fühlendes  Her« 
BclilaBt,  Hointz.  der  Narr,  bringt  dem  einsamen  (Jefangenon 
Siieise  nnd  Trank. 

Die  rv.  Szene  des  I.  Akts  zeiel  uns  Hemdes,  der  mit  seinen 
Huf beamten  Rates  pfieÄt,  ob  er  dem  Drängen  der  Hci-wdias  nach- 
geben und  den  Johannen  triteii  lassen  snlle.  I>(!r  Kiini^'  befindet 
sich  in  einer  beklemmten  Lfliore:  auf  der  einen  Seile  will  er  das 
Weib,  „seinen  liclileji  MorRensteni",  nieht  erzürnen,  anf  der 
anderen  Seite  ober  ln'fiinliU't  ir  einen  Aufnihr  des  Volks, 
das  den  Pn-plieten  nebtet  und  liebt.  E^ein  Hofmeister  rüt  ihm, 
.lobuniit-.s  mit  Drohungen  diis  VersijrectH-n  abzufi^wimion,  hlnfiir 
nielit  mehr  gegen  die  Klie  mit  Hrrodiatt  zu  schelten.  Aber  all« 
Einsehuflitenni^en  birihen  fniehtlos,  Eindrinplieher  hIk  je  redet 
der  Prediiier  dem  Könitr  ins  Gewissen  tuid  es  geiinßt  ihm  sopar, 
des  FürsU-n  Kerz  zu  bewe^'i-n;  iliescr  enischliwsl  sich,  ferner- 
hin vielen  Sünden  zu  entsaften.  Aal  hat  hier  also  eine  Be- 
merkung im  Kvfmgeliura  Murei  (Kap.  VI.  VVrs  ÜO)  verwende! 
I*>cilifh  zu  dem  Nütwondiffsteii,  Hich  von  dem  Weibe  zu  scheiden. 
dazu  fehlt  dem  Künife  die  nötige  Energie, 

ÜerBffrinn  des  U.  Aktes  versetzt  uns  in  die  Vorbereitnnjren 
zum  OebiirtslufiBrcste  des  Herode»,  Heif?diii.s  iinteniimmt  einen 
enientpn  Sliimi  auf  den  Kr.iijfr,  nm  dip  Hinriditnng  des  .li'- 
hannes  zu  veninlaissifn  Den  ganzen  Apparnt  ihrer  weiblichen 
KÜDRte  brinnft  sie  in  Anwendung.    Knnüelisl  snrbt  sie  ibr  Ziel 


% 


Bö 


I 


mit  LicltiesgerSmk'I  und  (»t-kose  zu  »n-firlicn;  über  tlt-r  König 
«•HtRtfrnct  ilir.  iIukm  or  pine  Kini»i»riiti{r  des  Volke«  hefiirclite. 
Nun  stvilt  iliiii  diu  KüiiiKiii  in  Aussicht,  er  werdu.  whui  Ju- 
lianncti  am  Leben  Meibe,  sirherlicli  gein^s  Tlirtmes  verlustig'  j^tico; 
i\m  Volk,  vi*r  «Irin  ilin  dK-r  l'rc^ligi'r  ^clJUttfrt  liubf,  wcrdi*  ihu 
dl*»  Ijindes  verliviln-n,  -  Hier  liückt  das  Motiv,  djis  Josi'plitis 
tiir  Gclanpfniiübnn?  und  Hinnclitmijr  des  Tiiiifors  gibt,  diuvh, 
—  AIk  »iicli  dii.\i  Hpini^n  Kiiiilrtirk  verretilt.  trri'iri  Heitidiss  zu 
einem  andfi'L'i)  Mit1i-I:  sie  fiUlt  dem  Kimig  um  den  Hals  und 
weint;  hei  aller  Liel«*  imd  Treue  hitlPt  sie  ilin,  ihr  doch  zu 
witifuhrcn.  .letzt  abir  mnss  sie  hürfii,  wää  sie  :swar  «clion 
läOßKl  bcfiii'chtet  hat,  vioa  sie  ahor  ilooli  kmini  sl^iiben  konnte. 
I)i>r  Kfiuiiy:  bat  ilirern  Todfeind  willig  sein  Olii-  geliehen,  jn,  er 
schätzt  ihn  als  fpjmmen  und  [ierecliien  Mann.  Das  Weib  gvrät 
tni»H;r  sirli  vor  Wut;  ihr  gniiKcr  rimi  drulil  zu  ttchcitern;  ullcs 
Hchcinr  ViTlftn-n  za  sein.  S<'lbst,  dasw  oie  dem  KOnif;  zu  Füssen 
Füllt  mui  ihn  bei  der  Erinnerung  an  die  ersten  wonnelnuikeiu'u 
Taffc  ihrer  Lielw'  bewiiwiirt.  versaßt  seine  Wirkung.  Btvor 
wir  weiter  g^hen.  müssen  wir  aus,  norh  etwas  bei  dieser!  Szene 
des  II.  Akts  HtifhüUeu.  J»k'>b  Uäehtold  nennt  sie  !S.  840  seuier 
Litt^nitujjri-Äfhiehtt^  „dramatisch  geradezu  vollkommeti'*.  Und  in 
der  Tat,  ist  sie  ein  MeiKterstUck  der  Anlschen  Kinist.  I>ie.sen 
Vorzug  alwr  verdankt  sie  nicht  in  letzter  Linie  der  luiinuli^'en 
lyrischen  EiulaRc,  die  sie  mit  der  liereiin  erwähnten  l.  Szene 
(tes  IV.  Akl«  (I.Tag)  gemeinsam  Unt.  Hei  aller  Dewninlernnjc 
divser  bvidvn  reizenden  LicbeHluvtte,  dürfen  wir  &k<r  die  Vnxgv 
nielit  ausser  acht  lassen,  wie  e,s  mit  der  Selbständigkeit  des 
Vorfasstrs  in  diesen  lyrischen  Partieen  steht;  —  denn  gerade 
in  diesem  Pinikt  ist  griisste  Vtu"sichl  sfelK"'«"  Wenn  man  nun 
Oeorg  Binders  „Arnlüstus-  aus  dem  Jahre  IÖ35  (Schweiz. 
Scliaus]).  de«  XVI.  Jh.  hg.  von  BaetiKdd,  Bd.  I)  aufmerksam  ge- 
lesen hat,  wird  man  sieh  unwillkürlich  einer  üljerruschciid  ülm- 
liehen  Sttdie  erinnern;  ich  meine  die  RuIilszj'Ue  zwischen  dem 
verlorenen  Hohne  und  der  Metze  Lats  lAkt  LH,  Sz.  V),  --  Hier 
sucht  ila.s  listige  Weib  van  ileni  verliebten  Uubler  ihr  Begehren 
nach  Kastlj:irkeiten  zu  befriedigen.  Aber  es  finden  sich  zwiächcD 
Aul  und  Binder  sugar  .Vnklänge  und  .selbst  fast  woi-tliche  Vher- 
einAtimmuiife'eii:  Aal  löUO.  ,Bgi.-f  was  du  witt,  versag  ich  nit"; 


Itiniler  12";i:  ^Vifnac  dii-s  nit,  lifiiseli  wjis  i]ii  wirf,  Aal  3;lHr»: 
„Ais  min  geblftt,  stets  nach  dir  wdi";  Binder  1287;  .Itas  »11 
niiu  gmhi  in  liebe  wfif ;  Aal  3370:  „Nein  nit  clarfUr  Av9s 
kpisiTS  ({ftt'';  Binder  1309:  .Ich  wöil  nit  neu  ilcs  kvysvn  gttt' ; 
Aal  3350  ,Min  höchster  linrt.  orhör  min  wort''-.  Binder  J303: 
,Wiji  liöclistcr  holt,  wer  nur  ein  wort-.  Diese  Beispiele  dürften 
genügen,  um  m  zeigen,  tlass  hier  eine  ZiilHlligkeii  ausge-srlilosw» 
ist.  Aal  tiHt  ulini'  Zweifel  das  Bindersclie  Draniu  gekaiuit  itn«!, 
hei  der  Anregung,  die  er  von  dem  iiiisserst  zwi-ckeiitsprcchendeii 
MetrnuulerleichfTüHsigcnZweiriiiiserenipfiingeuhat^  iüt  ihm  die  eine 
oder  lindere  Rem  iniszeiiz  mit  nntergeflossen.  Vorder  LTtisellistiinilig- 
keit  eines  Plagiatoi-s  liat  ihn  seine  pipene  dichterische  liegabnng 
glflcklicherwiise  bewahrt.  Aber  damit  ist  die  Frage  nodi  »iclit 
ganz  erledigt!  Ist  denn  nun  eigentlich  Binder  in  diesen  ly- 
rischen Partieen  origiiu'll?  .Iukol>  Bosuliart,  der  Herausgeber 
des  „Aeolastiw'  meint  in  seiner  Kinleitnng  (S.  178),  das  Vor- 
bild der  Bindersclien  Hnibverse  mit  zwei  Hehtingeu  sei  viel* 
leicht  in  Zwiiigli.s  „Ciehetsliedern  während  der  Pest"  ans  dem 
Jalire  IÖ19  zu  stieben,  eine  Ansicht,  die,  wie  ich  iwhe.  bereits 
Bächtold  in  seiner  Literaturgeschichle  S.  ä71  gejius«'rt  iial. 
An  und  für  sich  wäre  j»  gegen  eine  solche  forniale  Anregung 
iiiehtfi  einzuwenden  Xac-hdein  es  mir  aber  gelniifren  ist.  das 
zweifelloiü  dlrekle  Vüibild  Binders  aufzutindeti,  miiss  ich  dies«? 
Ansicht  al,s  hinfiillig  betrnchten.  \m  eiviten  Teil  von  Georg 
Forsters  „ Frischen  Teutsclien  Liedlcin",  piniT  Saminlung  aus 
dem  Jahn'  Iö3!*  (heraiisgeg  von  K.  Marriage  in  den  Neudrucken 
deutscher  Literatnrwerke  des  XVI.  und  XVU.  Jh.  Nr.  203) 
findet  .tirh  sii  erster  Stelle  ein  namenlos  flber  liefert  es  l..ipbe.s- 
lied,  das,  wie  uns  die  Anmerkung  sagt,  uns  der  ersten  Uülfte 
des  XVI.  Jh.  fitninmr  und  sich  in  einer  Basier  Handschrift 
anonym  vorfiiidi't.  Man  vei-gleiehe  nur  dieses  l,i»'d  mit  der 
Binder-srhen  Rnhlszene  und  man  wird  «ich  übei-zcngen,  dass 
Binder  nicht  imr  das  Melmm.  sondern  auch  gunze  Stellen  wört- 
lich entlf.hnt  hat.  So  heisst  «'s  im  Lied  Y.  1:  -in  n^liter  trcw, 
mein  lieb  wirt  new";  bei  Binder  12U6;  »mit  rechter  tröw.  min 
lieb  wirt  iiClw':  im  Lied  V.  Ü:  ^o  hnclisler  hört,  bedarff  nll 
vorl";  bei  Binder  1282:  „O  liöchstt-r  hört,  fs  darff  nit  wort*; 
im  Lied  ebenda:   .dein  weiblich  elir,  ye  leiiger  ye  mehr  ge- 


&7 


ruilpn  thiil,  o  ei1«-b<  hliit-;  bei  Binder  12SÖ:  ^Din  wyhlich  eer, 
ye  leugiT  ye  mvr  ^Mli'ü  tliiit.  min  cdL-ls  blnt'. 

DafTt-'gcii  ist  Aal,  lÜiiOer  und  <]t>iii  tjed  tiur  «ine  Wumluiig 
p'invjii}«»!:  Aal  3itT0:  .Nviii  nit  darfür  dess  kpisvrs  gfll"; 
Binder  1300:  .Ich  v,aU  nit  nen  Avs  keyser»  «fit-;  Lied  V.  2: 
,riir  dioli  iifinni  icli  nits  Kj-ysitk  gfit". 

Die  }iii|>:t>lülirt(>ii  I'lK-iviiistUiiniiiiurcii  /wikcIii'H  dem  I.ifde 
and  Rinder  eiu<.>rspit?)  und  zwiselii'ii  Hiiider  und  Aal  andt<rcrsL-itK, 
Iirstiinmen  niirli  zii  dem  .Srjiliissc,  dti.ss  Anis  i^ueile  bei  Binder 
2U  tiUcllL'U  ia~t. 

Darin  Wstärkt  mirh  aiirli  noch  die  Tatsache,  dnss  Rinders 
,Ac4>liL8tni;"  im  Jubre  IM'i,  gAm  zu  Aalii  ^cit  in  Sotutbnni  uof- 
gefUhn.  wurde. 

Aber  kvbrcn  wir  niicli  dii-scr  L'iitcrsiicIinnfC  wiinlcr  zu  di;r 
HandluuK  unseres  Jobaunt-ädriLmas  zurltck!  Obwohl  Ht-mtlias 
aucb  zum  zw<-iu-riiiial  mit  ilircui  Vi-rliin^un  nicht  dtircbge- 
{lrnnfi:en  ist.  ßibi  sie  duoli  »oili  iiitiit  alles  vcrloivn.  Mit  ihrer 
Tix'hter  und  dcn>n  Amme  berät  sie  „einen  neuen  fiind~.  Ihi- 
rflber  sinii  sie  sich  klur,  A&as  in  GfUte  ntrhis  mehr  zu  erriMclirn 
ist.  So  raiisst^n  sie  denn  zu  einer  List  greifen;  d«s  bevur- 
stcheiide  Festmalil  bietet  die  willkommeu«  Uelejronheit.  Die 
Amme  mt  i-s,  die  den  U-nflisclifu  Rat  gibt,  sobald  der  Kiiiiig 
vom  Trünke  niicelK-itert  sei,  .lolle  Salonie  vnr  ihm  hoId«eIi(f 
tanzen;  der  Kütiijr  werde  sie  sitlier  nicht  unbegahet  lassen. 
Welches  die<iabe  sein  soll,  sapt  nmn  dem  Miidcben  zwar  nicht; 
aber  die  Miiltrr  si-hürfl  ihm  citi,  iiit-hl  «jhne  ihren  Unx  einen  ihr 
gi'Wahrten  Wuiuwh  zu  jiusscni  Man  wird  bei  diesem  Itat  der 
Amme  unwillkürlich  uii  jenen  Auftrilt  im  Alslehler  Passions- 
spirf  (V.  968—979)  erinnert,  wo  Satiianas.  als  altes  Weib  ve> 
kleidet,  den  luiden  Krauen  riil,  nl»  Preis  des  Tanzes  das  lUttid 
ileF  .lohannes  zu  fütdem-  Mit  einem  Vortrag  von  Instrumental- 
mn.sik  .schliesst  diese  outscheidunvrsvoile  Szene  ab.  In  der  fol- 
genden (III.)  Szene  besuchc-ti  zwei  Jtinger  des  .Johannes  ihren 
Meister  im  (_ii'l»ngnt.K.s('.  Es  folirt.  nun  die  BoLscliart  des  Jii- 
liamie-s  iin  Jesus,  über  dere»  biblische  (Quelle  wir  ja  oben  aus- 
l'Qlirlich  gr.siirochcn  haben.  Aal  lii>ä<t  bei  .seiner  Daistelluii); 
nicht  dpn  geringst cu  Xwcifi-l  über  seini-  Ailffnssini|tr  dieser  Hot- 
scbal't     In   Lbereinstimniinig    mit   den  ^latrifttischen   ICxegetcu 


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VQii  (fertt-iiatiiralistisclien  Henkfrsifden  tf^leitt't  ist,  geschieht 
ulFeulMr  auf  ck-r  KfrkiTswliwtllf  iialirr  Bi-nutziiiig  e\ncs  nat'li- 
f^ptnartitcn  Kopfps,  piii  KitnstjrriH',  ilir  ims  ja  bereif:*  bei  Krfi- 
giiiger  ltf(ioglit't  ii^t.  liiKtniiiieiiUlmusik  iiiul  ein  deiitsdier  Tratier- 
K^äang  (,SecIit  z&  — **)  sclilies-st  ilicxe  Haeiic  hIi.  ilerkwUriÜK 
iet,  tlusSy  Wittin-ml  nTIv  üliriufti  riKir^i'üängt  ttttoinlüdi  .siriil.  wir 
t-H  hiiT  mit  einem  lieiilsrlien  Text  zii  tun  Iiaben  Viellnirlit  ist 
es  eine  Überitctzunjif  ili>r  .Anti|>lioiia  de  Ucfunclis'.  die  mit  den 
Worten  ließinnt:  .b>re  iinoiiiotlri  iiioriliir  iiistiis  et  nemo  per- 
ripit  conli-  ,  ,  .*  iiiKt  »iiKfil nickt  ist  liri  Daniel:  .Thesain'iis 
Hymnoloiriciis,  tnmuK  II.  pau-  «^^^l;  I<ei?zis  IfrH*.  I»ipse  An- 
tiphon ist  bekanntlich  auMinind  von  ICsains  LVIL  I  gedlclilel; 
unter  dem  (!e.saR(r  dieser  Anliplioti  tragen,  wie  wir  cpschi-n 
h»ben,  die  Jniiger  des  .luhüinicK  den  Leioliiiaiii  ihre**  Meislere 
im  älteren  Knuiktnrter  nnd  im  HeidelbcrptT  Spiel  zu  uralte. 
Dir  Anliiiliiiii  st-lbst  wunle  frflher  bei  Leiclieiireierlichkeilcn  frc- 
SUiigcn,  und  belcHnnl  iist  der  gvwultigi-  Irlindnu'k .  den  ihre 
Hlelodie  auf  Leiliiiiz  f^einacht  hat  (Kpist.  toni.  I,  paf;r.  324).  tlir 
Inlialt  pRfiKt  iretflieh  zu  tlor  betr.  Szene  in  unserem  Drama, 
Denn  s(i  heisst  es  darin  weiter  Vir!  iiisti  tulhiiitur  et  nemo 
C(iii»iderat.  A  lacie  iniqiiitatis  suijlttu?  ist  iiistn«  et  erit  in  pace 
tnemoria  eins.  Iq  pace  factus  est  locus  eiiu^  et  in  'Siou  liabi- 
taÜo  eins  et  erit  in  piiee  iiiemuria  eins".  Vielleiclit  Iiat  am-li 
nur  die  Mmik  mit  der  ei ndrncks virilen  Melodie  des  Kcce  qiio- 
lUüdo  moritur  iiwtus  (Secht  zfi)  den  Vnrgiing  bejfleitel. 

Wie  i-ine  Hyiine  Tiilll  Hrrndius  über  das  Haupt  ihres  tuten 
Fuinili*  Iicr;  mit  Fhirhi'ti  nln-rliälifl  8ie  if*.  Der  Mund  de«  Pro- 
pheten ist  zwar  .stumm;  aber  seine  nocli  nnfrescIiloRsenen  An)^en 
Starren  sie  vorwurfsvoll  an.  In  wahnsinniger  Wut  greift  Hero- 
dias  zn  einem  Ketüter  und  .iticht  in  iks  Hnnpt  liinein.  Von 
dieser  vampyrhatten  Leichenscliändimji  weiss  die  biblisehe  Quelle 
nichts,  fibe-n.*iweniff  trellen  wir  sie  in  der  Johann esdramatisie- 
ning  vor  Aat.  Sie  tindet  sieb,  soweit  ich  sehe,  zuerst  bei 
HiiTnnytli«;»  in  ?(piiipr  Hehrift  .adversiis  Rnlfininn''  an«  dem 
Jahre  402;  die  Stflle  ist  abgednu'kt  in  der  yrüs^sen  Aussähe 
der  Briefe  de«  hl.  Hienm.vraus  (Basel  Wj3;  IJd.  II,  S.  247).  H. 
hält  hier  seinem  früheren  Freunde  K.  enfsegcn:  „Talibus  in- 
Ktitutus  es  discipliniü;,   nt   eui   respundere   iioii  potueris,   caput 


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der  Unpwwhirkliclikpit  ilcr  Spti-Ier  nntl  i'int'iii  frommen  Wuiisrlie 
für  dif  Ohritrkoit  derStnilt  iiml  ilio  ge.<»mtc  ICt(I(((>noüsensc)iiift. 

V.  Kiipiti'l 

Die  Auff(ilininy:en  dus  AalsclM'ii  „Joliiiiinos"  und 
seiuc  Urarln-itiiiiij  durth  Moynildiiiiii. 

Am  Si.  (nntl  22.»  Juli  1549  fand  also,  wio  uns  dos  Titel- 
blatt unspres  Werkes  Iiplelirt,  die  erste  Auffülininß  in  Sol«tlInirn 
statt  Damit  slinimt.  aucli  dii-  Xnttz  dt's  Sulolliiiriirr  (limninteti 
Kranz  HalTiirr  in  seiiifm  ^Kleinen  Kfdntlnirnpr  allfrcmeiiien 
SchawpIaDt'^  aus  dem  Jutirc-  1666  Cd.  H.  S.  235  nbcrcbi:  ^Anno 
MA'J  iiml)  Masdalriiap  ward  zu  Solullinrn  von  der  Tlurfrcrscliafft 
ein  8iii(?l  viiu  St  Jiuiiitu'  dtni  Tiniller  gt'Lallun,  von  Hemi  l'i-opst 
Joliuon  Alen  <-umpi>nirt,  desgen  batte  er  frross  Lulf  und  verelirt 
ilim  in-  MajriNiriif  20  Cinnpii  zur  I>iiii(l(lwirl«'it''.  Bas  Kost 
di-r  iil.  Marin  Maf^dnletiH  fallt  ja  l>eknnntlidi  aiil'  den  23.  Jnli. 
("her  den  f  )H  iltM-  erxk'n  AuffÜlirntiif  besitzen  wir  Ut'me  gpnntiu 
AnfTube;  es  ist  al>or  nnznn<-lini«n,  dass  nnf  d«iu  ofroiiRen  Plntz 
vor  der  alten  St,  rrstiskirche  gespielt  wimte,  In  Solothnni  selbst- 
wurde  der  ^.Irthaiines'-,  auf  (Jmnd  eines  Rütsiinitukolls,  noch 
einuiftl  im  Jabi-e  1590,  also  4ö  .Talirc  n«cli  ileni  Tode  des  Ver- 
fassei-fi  au f;^r führt.  Aber  au<'h  aiL'*serbftIb  Solothiinis  kam  Aals 
Jfiliannesdrama  zur  Anflührnnt;  So  nacli  Armand  Streit  in 
seiner  ^tJe-sehiehte  des  beriiisrhen  Uolinen wp.se n.s,  Bern  1873" 
aach  im  Jahre  IbÜl  zu  llem,  und  zwar  im  Augnist.  in  den  ja 
das  Fest  der  Knlliauptiinß  .lidianiiis  fiillt  (29.  AiiHrtiwIi,  Auf 
tii-uml  vnii  Sti-eits  llolmiiptuiig  bat  niidi  J.  BSclUdH  in  seinem 
,Clin>Mologisclien  Versieiclinis  aller  datierten  Anffüliningeii 
deiitwhei*  Dramen  in  der  Sehwt'iz  \nn  InOO— 1627'*  (Seite  fiO 
der  Anm,  neiner  Literaturjrpselii  Aals  .Jrdninnes"  für  Bern  zum 
.lahni  1591  angesetzt-  Wer  Streits  Werk  näher  kennt,  wird 
wissen,  tla-ss  man  es  hier  mit  einem  Autor  zn  tun  hnl,  der  gerade 
für  das  XVI.  .Mi.  viclfitch  (tbt'rflJicblich  und  unznvrrlässig  ist. 
Aus  difsem  fiesiebti^pinikt  Iieraiis  emptieliit  sich  daher  eine 
sur^fältiffe  IVüt'iing  der  .Streitscbon  Uebaiiptung.  tra  I .  Bd.  seines 
eben  zitierten  Werkes  lesen  wir  auf  Seile  ^:  „Diw  Auflrcten 
i!t't-eKellerSclumM)>ieIeiinipp('ii  tiii<leti  wir  urkundlich  amticblnsee 


62 


dos  XVI.  Jliil  Rciwendi»  preorfliiPte  CcKpIIsrliaftMi  niüjron  da^pgen 
vielfiu'li  scliori  vit*l  fifilier  aiirli  Iirt  Vorstpllmigon  g^trebon  bnben. 
wuviii)  jeiitirli  iiiclils  ziivrrlii.ssi;2<'.s  lickiiiitil,  ist-  ItU'  nute  Avt 
in  Bern  snwtsvtttlui  Biuiilfn  war  mit  ziomlklier  Wiilii^clifin- 
lielikoil  ilip)ciiip?  eines  Aiulrens  Ht-iiiigcr,  i\cr  löftl  im  Anglist 
2wc-i  hibiiscln'  Comoedion  aufnUiiie*.  Dies  sollon  mm.  wip 
SütU  «iifitfr  (8,  117)  milicr  ciOrtiMri  will,  .der  veilorctu*  Sulin" 
Binders  und  Aals  „Johaniiis  Kntliau]itnnir'"  gewesen  seio.  Es 
vi'rlohiit  sirli  iiirlit  der  UlilliP.  niiln-r  niif  den  Wirrwarr  oinzu- 
gelipn,  den  Streit  iiuti  iinrirlitt-I  Zur  Clüiriilvteristik  dii-m-  mir,  dat» 
ans  dem  Bindersclieii  Stiiek  ;uil'  imorklärte  Weise  ääs  gleictj- 
namige  des  Hans  Sachs  gewnrtlen  ist.  l'iis  interessiert  tiier  zu- 
iiUrlist  iIhs  betr.  .Iidiainiessiiipl.  Srhoii  dt-r  dem  AhIscIipii  Drama 
gar  nicht  ziikoniinrndi'  Titel  fällt  anf.  D'w  Uiiniiigüclikeit  der 
Streitsclieii  UeliaiipttiniV  wird  einem  vollends  klar,  wenn  man 
lu'di'iikt,  dass  IloiiiitfL'i'  voin  IUtiiit  Uiit  diu  Krhtubiiis  crliitdt, 
Ivtinffigi'ii  Sinitilii-;'  diMi  „vei'lnrcneii  Sidiii"  und  „Ifdiannis  Knt- 
Imuptung"  za  spielen.  Zur  Anftiilirunu:  des  Aalschen  JoliHnnes- 
dranias  hatten  dieS-dolluirner  zwei  Tajre  frebi-aiirlit.  Aals  Dritma 
ii^t,  wie  gestifft,  nicht  ^Jidiainiii^  Rnlliuuptinit;''  betitelt,  wolil 
aber  lieisüt  so  ein  Spiel  de.s  Hans  Sarlis  vom  .Ijihre  InöO.  Da 
nun  Streit  —  allerdings  im  Widerspriieli  mit  seiner  ersten  Belinup- 
tiiiis:  —  das  ici  Bt^trar.ht  linnHiieiiilc  l")niiiia  vom  „vei-lorem-n 
Suhri"  als  dasjeni^'e  liuns  Stn:lisens  aiuiiuimt,  —  und  luir  selieiiit 
diese  Annaimic  auf  Grund  des  3.  Di-ucks  aus  Üt.  Gallen  vom 
Johre  If)82  (das  Saeliü.  Original  stammt  aus  dem  Jalirc  li>56) 
Sehr  wfihrBi-lieinlioli  —  Miinim  mW  da  niolu  auch  die  .Kntliaup- 
tung  Jotmriuis-  desselben  Verfassers  —  vielloiclit  ebenfalls  nadi 
einem,  uns  verloren  g-eganfreiieii  sciiweizerisclieii  Neudruck  ^ 
aur  Aiifriilirunir  ^''''''''tf^  sei«?  Ikide  Insseii  sieb  .srbr  wrdil  an 
einem  Sonntag  N'aelnnittng  Npielpii.  Wir  sind  mitbin  zti  dem 
ScblusKc  gekommen,  doss  die  Annalimc  einer  Aufführung  von 
Aals  ^Johannes"  zu  Beru  im  .hilire  lältl,  wie  sie  Streit  a.  a.  0. 
und  uarli  ihm  (io+'dekc  im  (inindriss  und  Biiditidd  in  seiner 
liiteralurgesrh,  berirliten,  jeglicher  WahrsLlietiiüchkeit  entbehrt 
niid  aus  diesem  Grunde-  ganz  abzuk-hneii  ist. 

Anders  steht  vh  mit  einer  Aufführung    des    Aalüeheii   Jo- 
liannesdramas   in  der   freien  licicbsstadt  C<ilm!ir  am  20.   und 


I 


9R.  Mai  Iß"3,     Zwei  Jalirv  spüli^r  erschien  in  Rlrastilmrß  der 
Text  iliisiT  AnftTilinini.'  iiiil<*r  «Imii  Titel    „TrimiHMliii  •litliNitiiN 
ilrK  lii'lllKfit  Y(irl'iiinV'i>  1111(1  T.iiiHVi>  Ji'Mi  ( lirNtl   »»rliafftc 
ll.v^t«ri  Mt»  Miirmiu  •'IlirK  l('tH-ii>  lihs  in  üiini-iuK  M'iiirr  Iliit- 
lu»ii))tiiiii:.    .\w^s  <lfii  vliT  Kviiiitcellvh-ii  In  Rrliiifii  /risnriiiiicn- 
«i^rlxt    und    £i'!«)»ilt    (liin-li    rill     Klirsiitiic    ItiirurnsfliHltt    /ii 
(«luiHr:   iitifl'  «li'ii  'i't  iiihl  •-*);  ms  MjiIJ.  iniio  l.>;;i        Hulz- 
sclmitt    —    («rtriu'kt   xu    Slnii^sbiira    iH'y    MctmisK   Wyriul 
\nnn    MDLXXV".      n*r    zwcitiirliip    aas^fülirlf    Hülzsrlinilt 
sttlii  («lj;i-mlfs  tlar;  Tm  VunliT^ruml  Jas  üastiiialil  des  llcrudcs; 
ZOT  RerhtPM  der  Ki>ni(r,  ein  Zepter  in  der  Hand  nml  eine  orien- 
lalisclic  Krollt*  auf  dem  Haupt.     Obun  an  dor  Tafel  sitzt  Urru- 
dias,   i^UiMifalU  mit  ciiuT  /»rkt>nlirnni>  j^KohinUokt,  sie   ist   alü 
llppijrcs  \V«il>   mit   stiirk    lirrvortrclrnili'ii    Uiiistun   (CL-wicIitR-l. 
Dem  KOnifT   Kff[<'iiQlic'r  bctitidft  sicli    uiii    rurstliclier  Oast,  der 
Pfcrud*'  fiiifii  Ilcclicr  zum  Miiiidi-  fiilirt:  an  scim-r  Si-it«'  triigl  er 
oinfn   kniniiiirti  Säbrt.     Von  Hnks  herlH'i   kommt,   mit   nackten 
Fiisspii,  Saloine,  ihr  1  Besicht  drejgt  auf  dcti  Bcseliauer  gerichtet: 
in  den  Handnii  trü^fi  sie  dit>  Schllsst'l   mit  dem  Hanpto  des  Jo- 
liaiincs.     Links  im  MiritiTirnind  crlpürkt   iiiiiii  diiirli  eint  Türe 
«lU'  Knlhaiipiiui(f   ries  Tiiiifers.    —  Ii«t    »nsReführt  siind  der  ge- 
I  «cluiLtÄte  Tliriiii  di-s  (tiTuden,  der  Braten  auf  dem  Tiscli,  die  Ärmel 
Mdeii  (iäütei),  der  Uwk  dfr  Salome  und  die  Iverkerrüreiiiiiiii-ahniuiißr. 
V  U"nter   der   dem  Stück    vuraurfeheiiUen   Vorrede    lesen    wir 

I  «Im  Nanieii  des  Aiidrea.s  Mevciibruiiu,  der  die  Ausgabe  dem  Ital 
I  -untertänig)»!  widmet '). 

*  1.  Htklitold   nennt   in  seiner  Bespreclinnp  des  Aalschen  An- 

hanueridranuis  S.  :U1  »teinor  Lileraturf^c-sch.  dieiieii  Meyenhrimn 
«imn  riatrlator.  1liit  tniii  []i'r  Colmarer  Srhtilmelster  tatKÜdi- 
lich  pgsnz  unjieschciit  nnd  frerli,  als  nlj  kelu  Menscli  in  der 
f'hristeaheiU  weder  elie  verteut«iiites  Uucli  anderswo,  oder  dessen 
wari'H  Aiitoreii  je  getiehen  oder  gekennt,  Aas  lludi  mit  Tit«ln 
und  Manien,  Invcntion  und  tJedichten,  Rciineii  mid  miderri, 
Vom'de  inid  allem.  »Im'  was  er,  da«  falsum  zu  verkleihcn,  für 
sieh  daruiis  und  di-eiii  i^eklanliet,  mit  .si'infin  Namen  drucken 
hu»cn?'     Ich  habe  die  Sache  eiii^'eheiid  uiitersurlit  und  liln  zu 


» 


I 


<)  SM«  NiictitniK  ""f  -"^   !■*«! 


(loni  Krsrpl'iiis  cr-kfinniofi.  (Ins«  TUirhtoMs  srhwrrer  Vorwurf 
tl«rctiaiis  tiiclit  r.a  Iteilir  hcstftlit.  Bevor  ich  alXT  zu  ilcr  Elireiv- 
rettung  des  übel  verleumdeten  MeyenbniQn  übersehe,  wollen  wir 
zunÄchst  Büchtolds  Urteil  über  das  ^Plaffinf  vollständig  lifiren. 
Er  Kchrpilit,  auf  S.  341  weiter:  .Meyenbniiin  lieMrhmtikt  stell 
U'ditflieli  darauf,  das  Stack  Aah  xn  kürzen,  ziisaininetizuzielien. 
altertümliche  sclittcizeriscln'  Fonneii  durch  modernere  etsäüsUcliL* 
7.n  erserzi'ii  und  Iiiii  und  wieder  eiiir  Derbheit  alizitM'liwädii'n. 
Iru  Ktuzen  ist  sein  «Jobunnes"  bis  auf  den  letzti-n  Vera  aus 
Afll  iib<>i'sclii'ii-beti*.  Ans  Seiti'  8D  der  Anm.  ;2;elit  licrvor.  daKS 
Biiehtold  selbst  das  nur  in  WolfenbUttel  orltallene  „eorpus  de- 
licti- nicht  eingesehen  hat;  er  verdankt  die  VeivteJchuiig  einem 
Herrn,  den  er  luicb  dort  naiidiafi  mnciit.  —  Meycnbmnn  soll 
sich  also  darauf  be.sfhr«iikeu.  Aals  Stück  zu  kürzen:  In  Wirk- 
lichkeit entbült  MevenbninnK  Bearbeitung  vlrrlinndertuiid- 
Keehzii^  ViTse  mehr!!  HierjEu  ist  noch  zu  bemiTkon,  diisä  in 
dem  einzitreu  noeli  vorliandenen  Kiieiiipbir  iu  Wolfenbüttel  einige 
Blätter  fehlen,  die  sieh  also  der  genauen  KoulKille  enlzJetien: 
iiu  Falle  der  Vollstiiniiipkeit  würde  das  .Meveobnionäclie  Plus 
sich  nnr  iiwb  venaelireii;  di-im  der  Bi-arbeiler  zeigt  sonst 
nirgends  das  Bt-strelx-n  nach  Bescliriinkuiig.  Lassen  wir  jetzt 
zunächst  den  hurt  migeklugtcn  ,l*Iugislor"  sieh  selbst  \'erteid igen; 
er  hat  uns  ja  pitieklicherweise  in  der  Vorrede  eine  Verteidigunffs- 
sclirifi  liiiiterlassen,  Jleyeubninn  spricdit  rt»riii  Jtucrsi  mit  grosser 
Oelebi'KHnikeit  von  der  auKgezeichiieten  Pflege,  die  dai^Schaaxpiel 
bei  (kriechen  und  Rüniern  genossen  habe.  Wenn  nun  schon  diese 
Heiden  an  ihren  faheltiiiftoii  (Jeseliieliten  ein  s»!oIies  Wühlge- 
falleu  gehabt  hjitteiv,  um  wieviel  nieJir  müi<»:ten  da  nicht  die 
Christen  sicli  an  ihren,  in  heiliger  Schrift  gegründeten,  Historien 
Krlutjtiguug  liuclienf  Und  dniia  talm  er,  auf  den  Uegenstand 
des  Spiels  Kelb.it  übergehend,  in  seiner  recht  Kcbwerfölligeii 
Sprache  foil:  .In  erwegung  und  betrachtnng  obcrzehlter  dingen, 
haben  ein  Khrsanie  und  Khrenliehende  Burger  und  fiese llseliaffi 
iillhie.  nach  vergnnnung  K.  E.  F.  Fi,  \V,  unserer  gnüdigen  Oberig- 
kait,  die  dann  zu  .snlehen,  wie  auch  zu  andren  Christenlichen 
Sbungeri.  sonderu  gfiteu  günsügvii  willen  tmgvn,  zu  bcfürdening 
den>n  nAternialpii  zuvor  unnd  jetziinder,  mit.  kosten,  niiih<>  unml 
arlmit,  huudraicliung  getliou.  tobliehe  Spilsge-sellsehaft.  mit  reicll- 


65 


V 

I 


I 


licWr  Sclienrke  f.niA<!ipIicliMi  Iwffalit.  zum  fordersten  Gott  zd 
eliren,  K.  F..  F  K.  W-  zu  iimlerflirmi^rfii  ict^horsaoit'n  gefnlk'ii, 
jucii  selt>s  zur  itUiii[f,  iiiciiigliclien  zur  bewierung  aud  lehr,  in 
({vin-iiwiWii  cliniej-nii'IlM-  IC  E.  F.  R.  W.  f;M>|iilr't,  diowuU  (■»  oht.r 

tn  vilcii  «rlcM  (,'fim*Iirl,  gul'fKscrt  unnd  »nff  iiiiser  Idicunii  Rfzopcn, 
kh  irhn  in  itonii'ii  i>l<lx.TUil)-r  Spilsgi-tiOM-lmlTl  uss  vilfitltit^-i] 
onsucheii  dopsülliiKon,  wie  es  von  wori  zii  wtirt  agiert  und  ge- 
haitdtot  worrti-n,  in  drurk  verrirtiiroii .  d<Toliall>cn  zd  iinder- 
tliftiigiT  daucksagniip  alKTZpIilicr  iliriiTPii  dediciereu  und  zu- 
schreiben wftUen,  difDsliicbs  Iltisses  bittend,  kleinl&RO  unnd  Be- 
ring« AistT  urljcit  un^^euobt,  gfiti-n  willen  fltr  das  n-crck  bey- 
iielvti  meinen  pehnrKamPU  Schuldigen  |illicbri<ti  unnd  iliensten 
bi'felileii  und  yt^felliß  svin  lassen,  I.K-r  Alliiiecbtig'  wolle  K.  K. 
F.  E.  W.  iti  liRcwJrii^i'  !>;e»undlmit.  im  rrideti  und  cynitrkait  zu 
lierrsclien.  vor  iillem  wid<-rM'ini|t;vn  anliiuir  der  Klix-bm  und  ge- 
mrinc?«  t)tilzpi)i>  feiiidt,  dur<-)i  srin  vntli'rlirli  l^iu-nibrrlzi^ktiit, 
^ediiflicben  bfin'itou,  den  »Igen  »eine»  voTUi  in  un&ron  hertzen 
2fi  ewißer  süligkait  votkommeulirli  erKchiesxea  lausen.  Amen 
DalHni:  (uluiar.  den  xij  Bntrbiiionnis  lö7n.  F..  K,  F.  K.  Vi. 
tndertheniger.  willi(;er  und  geborsamer  Andreas  Meyenbrunn. 
Lntei niittclier  St^hbimetster'*.  —  Was  ei^iht  sich  nun  ntis  diesen 
Worten?  Doch  wobl  nichts  nndorcs,  als  dass  sich  Mcyenbrunn 
als  [Ccdnktor  eiiieK  vurlmiKlciieii  Spifls  bezeii'bnt't;  er  )i;il  liAS 
'liuize  grus».-  Drnuiu  in  sL-itie  niedL-ruleuiinmiüclie  MundHrl  uni- 
gMchricbeii  und  es  ,aii  vielen  Orten  fccmeliil  und  Kcbessert'. 
OfTenbar  fand  auch  die  Aufl'iihning  de.«  „.I'diiinue.s-  im  Jubro 
1573  nach  seiner  „verln^serten  nnd  v»^niiftliptcn  Antlupe"  stAtt; 
sicher  aber  ist,  —  ans  dem  Personen  Verzeichnisse  ergibt  «s 
HicU  —  dass  Meypiibninii  in  der  Kr^ie  tfttig  war.  Hat  nun 
der  Bedakt.ir  den  Namen  de»  Autors  gekiiiiatV  Alli-r  Wulir- 
Kcheinlichkeit  noch  niclif!  Denn  Aal  nennt  sich  nicht  auf  dem 
Titülblatt  seines  Werkes,  und  die  Initialen  (I.  A.)  auf  der  letzten 
Druckseite  sind  nielit  eindeutig  zu  losen.  AuiMerdein  waren 
zwischeu  der  ersten  Auinihruiig  in  Sulutliurn  und  derjenigen  in 
Cülniai-  24  .lalire  verflossen.  I*ls  ist  sehr  fra>tiicb.  ob  sich  der 
Bedsktor  überhtnipt  nur  beniiilii  hat,  den  Namen  des  Verfassers 
zti  erraliren;  hei  ihm  witr  wohl  rinzi};  und  nltein  das  stotTlichc 
intcrcsitc    mussgebend,     Weyonlinnin    war    du«    anonyme    Werk 

Ooulivvl,  Jofc.  Aali  JuLikDiw»  ^ 


I 

d 


Anis  Iii-IiÄiiTit  fr*'w*>rdoti :  i'S  cpfif^l  tlim  nnil  er  hioH  (*k  für  »-ino 
Autführimg  geeignet.  Wtil  nun  aber  die  allertümlicJie  Sprutlii» 
des  Oripioals  einem  VersUlndnis  hindernd  im  Wege  stehen 
miisjde.  arbi'itcti-  tT  vs  in  der  Iifschi-iehL'iK-n  Weise  um.  Da« 
Spiet  tniuLt  ^oA!!«n  KeilAll  K^hindm  tiaben.  und  so  ^bt  er, 
auf  .vieltaltiges  Ausiielien-,  zwei  Jährt'  späU»r  den  Text  im 
Druck  heraiLs  nnd  widmet  diese  seine  Rednktiun  dem  f'olDioreri 
Kiit.  Die  VerfHüsfrfniue  lieriiliri  er  iiiclii.  Vwn  einem  Plagiiil 
kann  a.lsi>  fjanz  und  gar  iiidit  die  Rede  sei». 

Nachdem  wir  8v  don  üoltuarcr  Schulmeister  von  dem 
wliwf-ren  Verdarhte  piner  alisiehllicln-n  und  bvwnssten  V&l-i 
Kchtmg  brfreit  hülifti.  wullcn  wir  iin.s  iniii  ym  svint-i'  liedaktton.«- 
tätiffkeii  selbst  wenden!  Wie  wir  fresehen  haben,  hat  Jlleyen- 
bruiiit  ans  K^nze  Drama  in  die  elsässische  Mundart  Elbertra^u. 
Aber  das  war  Dir  ihn  eine  rcclif  harte  Arhrit.  hvs«iidtrs,  wo 
eB  i>;ivli  mit  ihm  iiielit  geläuti^ie  Wurte  im  Keim  liandelle:  da 
musste  er  uft  ganze  Verse  uiugestaltt-ii  und,  wenn  es  gttr  nicht 
anders  gehen  ■wullie,  .so  lles.s  er  luirli  ciitni.il  ein  Vei-spanr  au.s- 
f'alli'it.  Nielit  seilen  wmiihdtt'  ihn  uht-r  da«  V<'rsesi'hmii'tlen  »n, 
iianifnlliih  dort,  wo  er  in  .seiner  Pedimterie  eine  fiereitwillig'- 
kcitsprVliining  eines  Dieners  bei  einem  Auftrage  vennisste  oder 
wo  ilim  ein  ("iesfiislnnd  gi-fie],  wie  he!  der  .\nsIft.ȟ*URtI  des 
Odi»s  über  die  ^'e.siliwjitziu'*'»  Weiber.  Ad!  hat  dien-n  Kr^asä 
ä»s  Odias  in  12  Versen  abgemacht  ('ill8--4l29);  Weyenbninn 
fü^  noch  giiiiZL-  i'jü  Ver.'äe  hiiizn.  niid  Hhiilicli  macht  er  es  an 
mehreren  Sti-Ueii.  Wahrend  .Me.veiibrunti  die  Iliindluiig  selbst 
sonst  nicht  verändert  hat.  tut  er  dies  im  11- Akt  des  I.  Tap». 
In  der  1.  Szene  des  IV.  Akts  (1  Tag)  s»^t  bei  Aal  tlie  Künigiu 
(V.  3418)  zu  Herode»,  dass  siv  üin-n  Üoteti  tJdiss  zu  .Tuhaiine.-* 
hinauagescbiekl  baliL-.  um  di-rt  XuelittH-sehuHgen  unzustellen. 
Diose  Knts«ndiin<;  vennisst  nun  der  pedantische  SrliulmeiKt^'r 
and  «J  schiebt  er  zwischen  die  1.  und  II.  Szene  des  II,  Akts 
eine  Szene  niil  118  Versen  ein,  iii  der  die  Königin  ihren  Wunsch 
erst  lang  und  breit  äuw^ert  und  (>dia.s  dunu  ebensu  Imig  und 
breit  seinen  Eifer  im  Dienste  der  Herrin  versichert.  —  Wenn 
wir  die  Tätigkeit  Meyenbniiins  überMciiauen,  sd  zeiurt  sich  uns. 
dass  wir  es  mit  der  Arbeit  eines  reehl  biwhinnklen  (»edan- 
tischen  Kopreä  zu  tun  hiiben.  der  widil  ganz  biedere  Ab.sichten 


67 


hat,  diMn  aber  jifde  dicblcrische  Befaliiiariinfr  abgeht.  Und  wenn 
das  Joliannpj*dinnia  in  Colmar  so  grossen  Beifall  gefunden  liat, 
su  ist  Ars  eheii  nur  dcDi  hohen  poetiKelicu  Wert  deü  Ortfrinalü 
;!itznscfarpibeii.  tläs  auch  in  dem  MoyetihruuniMtheii  liewaiide  Keinv 
Wirknng  auch  nicht  fingetiihtst  hut. 

Das  Jahr  1575,  in  dem  MeyeiihninnK  .  verhesserte  lind  ver- 
mehrte' Auflage  deti  Auisclicn  Jubuiniv^^ilramas  i-rschiep,  be- 
dentet  einen  Atarkstei»  in  der  fiewhicht«  der  Stadt  Colmar. 
Am  15.  Mai  1n7ö  unrde  narb  einstimmi^ni  Resrhlttss  Aes  Rates 
und  auf  Wnnsch  des  frrosseren  Teiles  der  Biirperschalt  die  Ite- 
riirroutiAn  eingeführt.  —  Man  vergleirlie  liit-rilhi-r  ilie  ^rurnt- 
1e{{<-ndp  5f1ndie  von  Heinrich  Rncholt:  -Die  Kinfiihrung'  der  Re- 
iV.rmation  in  der  ehemalipen  freien  Reirhsstitdl  Colmar  Lei|»- 
zig  1876".  Die  Auffiihnin^'  des  Aalstlien  -Johanneg*.  die  ja 
voll  der  BUrf>vrsi-huft  veraiLxlaltet  uiinh',  fällt  hIku  (r^rade  in 
die  gürende  Zeit,  die  dleM'tii  ICirigniN  vorhersieht.  Ein  Jalir 
vorher,  am  Freitau  vur  Plingsleii,  dem  ä2.  Mai  1572,  war  im 
Münster  i-ViiiT  uniigi-lirochfii,  niid,  al»  man  im  folf^iiden  Juhrc 
nfue  Glocken  KCtsn.  rief  einex  der  RntüniitfrliiNlcr:  .Nnn  mUKseii 
wir  la  den  nenen  Glocken  auch  nette  Praedikantcn  haben!" 
Dieses  Wort  wurde  die  nllseineine  Ijosung  für  die  neue  Lehre. 
der  schon  langr  der  Boden  bereitet  war.  In  eben  diesem  Jahre 
also  fand  die  Auffühning  nnseres,  ganz  im  mittelalterlichen 
tieiste  gehaltenen.  JdhnnnesMpiels  statt.  Der  refoniiatoriscb  ge- 
sinnte Hat  liat  dieKe  Aulttiliritiig  gerürdert.  und  ilim  hat  Meyen- 
branii  s«ine  .\n$gabe  de»  Spiels  gewidmet.  Meyenlminn  sagt 
an»  zwar  in  meiner  Vori'ede,  dafis  er  daK  Drama,  .wie  es  von 
wurt  zu  woH  agiert  worden",  habe  drucken  lassen,  trotzdem 
iber  muehic  ich  eü  bezweifeln,  dass  man  die  Roliquieitrodo  des 
leutcn  HeroldK  zum  Vorirag  gebraehi  habe. 

Die  Namen  der  Spieler  sind  uns  noch  teilweise  erhalten; 
da«  zweite  Blatt  des  Sj)ieier\erzeichnisses  fehlt  in  dem  Woll'en- 
l>llttler  Exemjilar.  In  die  Regie  teilten  sieh  ein  Ludwig  Beier 
und  ein  TUillniann  Priess.  Meyenbnum  selbst  hatte,  wie  ge- 
sagt, die  ililregie;  zugleich  spielte  er  die  Holle  Cliristi:  JoliaiiriW! 
der  laiifer  wurde  von  einem  l'hili[i|i  Reut  dargestellt;  Hans 
Meyenbrnnii,  vielleicht  ein  8ohn  de«  Andreas,  spielte  düii  liats- 
herni  Usini. 


68 


Die  Dcarbeitiiii^  und  Neuauffiiliriinf;  des  AaWImu  Jüliannt»- 
drama«  in  (Jolmar  ist  ülirigcns  nicht  da~s  [?inzige  Bpispiel  dieser  Art. 
Gcraile  iiu  Klsass  liat  luan  von  iJi'id  «i-hweizt-nsclieii  Hihaiispiel 
inchrfacli  geboi^t  und  geradp  in  iSirassburs  Ii»l  man  Iiüulig  im 
XVT.  Jli.  f><^Iiwciz<'nlmnifii  narlifreil nickt.  Auch  ein  amierer 
C'oIniariT,  lörg  Wioknina,  ilpr  Bpg^rritnl<>r  di-s  reroitimtorlstlieii 
Dramas  im  Elsass,  lK'Keg»cl  uns  »Is  Bearbeiter  eines  älteren 
schweiztrisclicn  Spiels,  niimüph  dci*  zehn  All«  von  Gengcn- 
harli;  vgl.  Iiierüher  Wii-ki-Hins  Werke,  herMiisg.  von  J.  Bollr, 
Bd.  V,  S.  XV— XXVII! 


VI.  Kii|>[l<>l 

Zur  Verstecliiiik  Aals. 

TiD  Hinhlti-k  üdion  aiit  (liis  r('g<>  Iiitc-rcRKf,  tla»  in  dun  letzten 
Jnhren  der  Spreclivers  desXVI.JIi,  jrßfiindcn  Imt,  im  bcsoiidena 
ober,  Ulli  uns  ein  Bild  des  Diditi-rs  An!  nach  der  formalen  Seik 
liin  zu  Tiiachfii.  hnU'  irli  dir-  Vi-i-sfi'rhiiiJc  unseres  T)raiua.s  einer 
eingehenden  Uiiter^urliuu^  unterzogen. 

Die  Hauptfrag:e  für  die  Sprecbverse  des  XVI.  Jli.  bleibt 
ja  iminpr  diese:  ist  dem  Dichter  die  Silbenzald  oder  der  Vior- 
lleliuii^vtrü  mit  natilrliclii-i'  Üetonnn^  oberstes  (iesetz  si^wesea'^ 
Um  gleich  daü  Krgebnis  meiner  [Utibachtnri^.  dus  ich  im  rol)cen> 
den  nJilier  zu  bc^nilnden  Imbcii  werde,  voranznscbieken.  su  bin 
ich  zu  d(rm  Srhiussc  |,'fkomnicri.  ilass  für  .^iil  der  zweite  Fall 
ziilrifft.  Die  Vcr.se  un.seiv}*  ■loliiuDieiidrHmAK  sind  vienniil  gp- 
boben,  weisen  den  Weehsel  von  unbetonter  und  betonter  Silbe. 
W.'ilirnnp  der  nalilrliehen  ISetornnrc  nnd  paarweisen  Heim  auf. 
])ie  Silbeiizalil  kiminil  en-it  in  xwfilir  I.inlr  in  lleirftdil;  es  er- 
geben .sieh  arlit  ^^ilhcn  bei  siuniprem  und  ni>nii  Silben  Iwi  klingen- 
dem VersaTisgaiiif. 

Um  diei^c  Behauptung  Über  die  »ckumlhre  Bedeatuni;  der 
Silbeiixiihl  in  Aal»;  ViTKlediiiik  zu  trliärten,  um<w  der  Xadiwcin 
gei'Alirt  werden  künneu,  dass  der  Dichter  (^'ele^-ntlidi  Venw 
baut,  die  bei  naliitlicher  Bi-roiumx  vier  Hrbiinufeu,  iilier  niebr 
iidi;r  weniger  als  m-lil   udi-r  m-un   Silbi-Ii   i-iilliallL'll.      Diiniil  be- 


69 


I 


rQbre  icli  Kkiclimtig  die  Fifiheiteii.  die  sirh  Ao)  in  seinem 
oben  fharaku-riwicrlfii  Viorhi- bulle'S vcrs  gostatt«!.  Uiite-r  dicjnnn 
Oesic)it.si>iinkt  haheti  wir  den  KU'ciitilliifrc'n  Auftakt  \7h  mal),  äas 
Ki'lileD  der  Sviiktiii^  (liü  mall  und  die  z\veisilhigi>  St'iikuiig 
l2bl  mal)  za  erwähnen.  Also  zmiäclisi  der  zweisilbige  Auftakt! 
IhiH  dnrcliBnagisf  StTlK-iu»  der  tilvr  in  ßctritrlil  k<>iiitiii.'ndcn 
Verw'  ii*!:  9  Nt ,  10  kl.  Nur  zwei  Vci-w  idrcIhmi  liicrvu»  v'nie 
Ausitulimc:  V.  3086:  .Weder  gine  liehe  jünger  allein*  und 
V  6077:  .Beiiedicitp.  irnSdifrer  fiirst  und  Herr",  Also  10  «t. 
lind  II  Hl.;  wir  liahrij  liii-r  zwcisilld^'Mi  Auftakt  und  zweisilliige 
Senkutig.  in  V.  GOTT  lüäst  .sich  iäa  re^litiH8.sige  ijcht-inu  Iciclil 
herstellen,  indem  wir  In  dem  Fi-eiii<Lwort  ^Benedicite-'  A&s 
zweite  .i"  sjrrikopiert  g^'Kprucliea  dt-iiken.  Ähnlich  ISsst  sich 
auch  in  V.  3y8ö  ^iiiiger*  durch  Sjukype  des  ,e"  einsilbig 
sprechen. 

Was  den  zweisilbitron  Auftakt  seihst  betrifft,  so  linden  wir 
durchgängig  schwm-bbelonte  Wört4.'r  und  5!ill)i-n  iiu  dtrbcr  Stelle. 
AIä  typische  Beispiele  seien  erwähnt:  ^Wider  «lle  die  uns 
livssi?  sind"  (198):  „So  verschwind  die  gi>ile  niikibicheit"  (560); 
^l)cren  ich  nii  mag  nxT-  eiltili  pflegen''  (2840);  ^Hey.  es  ist  nit 
zVchrybcn  oder  zscgcir  iiiu:.t;);  „L'wer  gnad  \am  ir  nit  sin  ze 
[gtch"  (3614);  ^Khe  zyt  o  wee  der  grossen  not''  ffl711>. 

Gehen  wir  nun  zrir  nüheren  Betrachtniiff  der  38  Verse  mit 
fehlender  Senkung  Ubt^r!  Bei  der  tiberwiegeiideii  Metirziihl  der 
Fülle,  nämlich  in  31  \>rsen,  treft'en  wir  7  .Silben  bei  stumpfem 
nud  8  Silben  bei  klingendem  Venüiusgung.  I>ic  zwei  ulk  dem 
Schema  herausfallen  Je»  Verse  sind:  _(Jegen  kunglieher  Maie- 
stat* (2869;  imd  -W»s  dwybcr  vuti  nuiniu-n  liun  wÄllend*  (3295). 
In  V.  3869  haben  wir  8  Silben  bei  stiitupfem,  in  V.  8295: 
9  Silben  bei  klingendem  VerK.iu«Kang.  —  Sehen  wir  uns  nun 
die  Wörlcr,  die  von  der  fehlenden  Senkung  betroffen  werden, 
an,  80  flndeu  wir,  das«  es  in  der  grösseren  Hälfte  (17)  solche 
sind,  die  Kchon  durch  die  itatflrliclu*  Betonung  zweigipflig  sind. 
So  z.  B  :  „Wirt  sehen  Ootte.'*  höylAndl-  (436);  .Herr  BfKchdtr 
mich  zfi  üch  sendt"  (1898);  .Von  dem  er  het  ein  iiihang"*  (1923); 
„Ir  bed  min  trüwc  ÄmptlÜt-  (3217);  .Uss  dem  redt  Gottes 
wjsslieff  (4644);  ,Ja  euch  den  hiVlbtefl  iiihis  richs"  (635it). 

I''as.seii  wir  HcbliciwUch  die  so  zalilreidicii  Fälle  der  zwei- 


TO 


sübigeii  Senkung  ins  Auge,  so  fallrii  iinn  da  sofon  die  vii-leii 
(40)  FreiiiilwörliT  titui  frenulpn  EigcniiaiiK'ii  auf.  die  dem  Dichter 
selbstversiandlich  besondere-  Schwieriplcciicn  bereiten  mussten. 
Hleizu  sei«n  ciuigt'  ßciKiiiole  genannt:  ,Von  allen  viurn 
Kvaiifrel igten''  (65>;  „Als  KQng  Herodcs  Ascolonita"  (77);  ,lni 
Deuteronoiiiio  wir  liand"  (1072);  ,\Vie  dn»  in  Gejiesi  gschrilien 
ist"  (1461);  ,l>er  KQog;  in  lurael  wurde  siir  (1470);  .Der  odcIi 
von  Aristubtilo  kam"  (3937i.  Bei  den  212  Ubrie:en  Versen 
handelt  eji  sich  durcligäiigig:  um  —  metrisch  gesprochen  —  un- 
betonte Wörter  iind  Nebeusill'en.  Als  typische  Btisjiiele  seien 
heniusgegrriffeii:  „Vil  lieben  Christen,  biderben  lüte*  (ö3);  gWirt 
oftenbarlich  nbßr  in  kon'  (886);  .Z&  dienen  der  sünd  und  bfiben 
lAben"  (561);  „Zum  besreii  damit  sclialten  und  walten"  (1017); 
^Dartf  Segen  wie  er  inu  ecbruch  sitz"  (2306);  „Mit  irem  bof- 
lidien  daritzcn,  miringen"  (3979), 

Itoi  der  zweisdlii^en  S^-rikuiig  ist  die  Bea^-htiuig  der  Stelle, 
an  der  sie  im  Vers  vorkommt,  nicht  unwej^eiitlich ;  es  ist  jji 
eine  bekannte  Krsclieinung.  dasa  sich  ^ie  Dichter  —  and  nicht 
zuletzt  die  dw  XVI.  Jli.!  —  im  AnCaiiJir  des  Verses  KT'iösere 
Freiheiten  erlauben  als  nm  Ende.  Rs  findet  sich  nun  die  zwei- 
silbige Senkung'  hinter  der  ersten  HebnnfC  76  mal.  hinter  der 
aweiteii  84  mal  und  hinter  dw  dritten  öl  mal,  also  ein  Vor- 
schieben de.-;  fbiTfTi'wii-lits  mehr  iiicch  der  Milte 

Nucli  lineu  Punkt,  der  für  unsere  KenifraB:e  von  grosser 
Wichtigkeit  ist,  haben  wir  klarznlejren :  Wie  steht  es  niil  der 
Silbeiizalil  dieser  Verse  mit  zweisilbigiT  .SenkungV  R<i  wäre  j« 
möglich,  dass  dardi  eine  fehlende  Senkung  nri  einer  anderen 
Stellf  des  Verses  die  Zahl  von  Ö  bzw.  9  Silben  hergestellt 
würde.  Tatsächlich  findet  sich  aber  dieser  Ausgleich  nicht 
Abgesehen  von  6  ViTsen.  weisen  die  übrigen  245  als  Öilbi-nzahl 
9  st.  bzw.  10  kl.  auf.  Sehen  wir  uns  diese  6  Verse  näher  au, 
SO  nehmen  wir  hier  eine  doppelte  zweisilbige  Senkung  wahr, 
wodurch  10  bzw.  1 1  Silben  sich  ergeben.  Ks  sind  V.  792: 
„Wir  schindciit  und  seliabeni  den  gmeineti  man";  V.  1042: 
„Also  des  Na.buchodünosors  räth";  V.  1125:  ,Mit  allen  Iiönm  und 
b&ben  im  land";  V.  1316:  „Den  bösen  zur  straff,  den  gälten  zu 
rfiw';  V.  2313:  „Wll  iiil  lieliiis  sin  noch  ein  Prophet' ;  V.  4161 
„Was  mag  er  von  mir  und  Herode  sagen-.  —  In  V.  1125  lasst 


• 


sicil  ditrdi  Synkoiif  de»  -e"  ia  .Iiftren"  und  ^bW»cB*  du 
Srlicnia  iler  :?45  Vi-i-s*  leicht  herntrllen:  in  den  Versen  1042, 
2313  und  4Ißl  kommt  wieder  ein  Kremdwnri  in  IVti^clit;  hcl 
den  »och  übrig  lileibeiideii  2  KöUph  ist  ebenfalls  durch  Synkupe 
dii'  SlJtruDg  utixrliwer  zu  bfsi'itiifen. 

WiUireii'I  rlir  iiisluT  i*fiiniTt*-ri  rnttrisclien  Freiln-ireii  sich 
dtin'liaUK  dem  Vicrhebiiiigiim'heinii  mit  iiatUrlirlier  Ftctuiiiing  ge- 
fügt  haben,  idösm^d  vir  jetzt  noch  einigv  Atunslimi^ii  hion'on 
xiiführpii-  Dil  haben  wir  ziinfichst  i  I  Verse  mit  5  Hebuiiireii. 
M»  Hcisiiicle  scieti  ht'mu^^-eiirrill'eii:  fl^vitiri  und  Exodi  es 
stodt-  V.  1062;  „Duninib  erwftU  ich  sr.  nun  merrkend  eben' 
V.  2449;  .Urumb  e«  zh  beden  sile»  uit  mag  hid'  V.  2810;  „Zb 
miDer  U«b>it<.'u  Füriiliti  »tmd  ir  gua"  V-  ^^210;  ^Ja  Samniai.  giil- 
dioe  stuck  eiu  iiberlasf  V.  8271»;  „O  Gott,  was  liuRe  diuer 
rfchtömh"  V.  0817.  Bei  diesen  41  J-ilDfliebunKsverscn  kehren 
dieneiben  Kr>r)icitiiinf!i'ii  wieder,  die  wir  bei  den  Vierhchtmgs- 
rersen  gcfundeii  Imbi'n:  7  dxvun  hiiben  1-Vhleii  der  Senkung, 
1  zweisilbige  Heiikuiifr;  in  13  Fü.llen  hnl  wieiler  ein  Fremdwort 
oder  ein  fremder  ElgeiißBineti  rhytlimisclic  .Schwier)(;keit«a  be- 
n-itet,  —  Fernerhin  wind  hier  1 1  rireihebnncs-  lunl  3  Sechshebungs- 
ver&c  211  regifitrifn'n,  Die  Silbenzalil  der  ersteren  beträgt  ß  bei 
tiBiLnnUchem  und  7  bei  weiblichem  Versausgung.  Eine  künstle- 
ntdie  Absicht  ist  iiiLht  wülirzuiiehmeii.  Es  seien  als  Bi'ispiele  an- 
"fefthrt:  „M'iij*  wir  hcnd  frhört  und  (rsehen- V  23öß;  .fnszwey 
vag  iiiemiitidK  Kc1)eyden~  V.  3381 ;  „Hin  schandtlicli  iiiul  ver- 
»topffe»  dem  lydenlosen  iropffen'  V.  3409/10;  ,lTnd  z'lob  minr 
gburt  utV  erden"  V  ;i44^;  ,,Dm  niau  wirt  blasen  zdtxdi' 
V.  5155.  ^  AiidiTs  steht  es  mit  den  3  Sfchnhebungsversen : 
.Oug  umb  oug.  ziin  umb  ziin.  hnnd  umb  hnnd.  Fftss  umb  ffiss, 
stirb  iimm  stirli,  brand  nmm  brnnd-  V.  1303j04:  rP'sff  »nd  ley, 
weyb  und  man.  all  nitd  kiiid.  lihe  de»iglych  all  ght  .sclitnrker 
sind)*  Y.  43Ö-l.'äö.  I)a»s  hier  eine  Hervorhebung  bezweck!  iat, 
wie  sie  auch  durch  das  Verlai«sen  des  KbythmiiR  trefflicli  erreicht 
wild,  bedarf  keintT  weitt-ren  l-^örternng.  Den  jambischen  I{h\'th- 
mas  fUgeii  ^ieli  24  Versi>  nicht.  Dip  SilbenzHlil  dii^üer  verun- 
glückten Findlinge  ist  eine  sehr  bunte:  10  kl.  (I),  Ü  st.  (3), 
9  kl.  (4),  8  St.  (ß).  8  kl.  (4),  7  St.  (6)  und  0  st.  (1). 

Blicken  wir  zum  Sehltiss  noch  etnmul  kurz  unf  umirc  Aus- 


72 


fühniiiK  fitivi'  den  Sprcchvci-s  bei  Aal  z»i'äck,  so  (IQrftp  sich 
misKiT  Hrlmiiptiiii^.  das«  wir  es  liier  mit  dem  V iwhcbuiigsvi-'ni 
mit  Wahrnnior  il^r  nütiirlii'hen  Hetontinir  211  tun  liahpti,  bestätifrt 
bubcB,  Üertidi>  die  besprochpiicn  Fri'iliciU'n  des  Dichtere  be- 
weisen PS  »IIS,  dn.ss  Aal  sich  durrliiiu.s  nicht  nn  eine  feste 
SUbeozalil  t>'<'l<liinim(.Tt  lixt.  Iliiii  ;,'ilt  ck  iti  K'Wtvv  Linie, 
viermfil  jrelK>l>e»e  Verse  mit  Wpcliwel  von  unbetonter  und  be- 
tonter Silbe  zu  en-cichcii.  Die  gaiiz  vcrscbwindciitlcu  Ausimbmeu 
bestiitigpn  nur  die  Reffcl.  Mit  Absteht  habp  ich  bei  der  pin- 
gehendcn  BeliaiiilliiiiK  der  inetrisclicn  l^'rfihcitrii  des  Vicrliebiingv 
vei-ses  ganz  besondere  KÜrksicht  auf  die  Öillieiizahl  genomraen- 
Mlt  meiner  Lösung  der  im  Anfang  aufgeworlVuen  Frage  ist  es 
durctiaiis  nicht  niiverriiilinr.  wi'nn  irh  lietiaupti' ,  dass  ilpin 
Dictiter  auch  die  Silltetizalil  nicht  ^k'ichg'ültig  i^ewesen  ist.  Er 
musste  darauf  ttcboii  deslialb  sein  Augenmerk  richten,  um  den 
Versen  eine  ^'k-iclmiiissigc  Form  211  gcbwi.  Alipr  es  »ei  noch- 
mals ansch-ücklich  betont,  ilass  die^e  Regelung  der  Silbeiuutil 
(8  tit.,  9  kl.)  dem  DichtL-r  ei>1  in  zweiter  Linie  scheint  nuu$s- 
gebßiitl  gewesen  zn  t^cin. 

Vtin  den  gepaarten  ReiniPTi  macht  ilie  einleitende  Itede  des 
Narren  {V.  1— 4ö)  insofern  eine  Ausnahme,  als  hier  stumpfe  und 
klingende  Vei-sausg»r«re  aiitcinaudcr  wecliselu.  Diese  gomisclitcn 
Versansgänge  beweisen,  das«  Aal  siiif  den  Versbau  Sorgfalt  ver- 
wendet hiil.  Die  veThältnismnssig  sehr  geringen  Ausunhmen 
seln^iiieii  mir  diese  Regel  gerade  zu  sichern.  Dabei  dürfen  wir 
zudem  nicht  unbcrücksirlitigt  lassen,  diiss  es  mit  der  Sorgfalt 
der  Setzer  im  XVI.  .Ib.  oft  recht  übel  beslellt  war.  ein  Ver- 
gleich mit  den  leider  nni-  !«eltcii  erhaltenen  Miuiuäkripten  dürfte 
hier  wohl  manche  Anfkliirnng  bringen. 

Heiniliüuriiiig,  besonders  d^r  Dreireim.  wird  bei  Aal  ver- 
bältnisinäs.sig  zahlreich  angütrod'en;  icb  habe  124  solcher  Fälle 
geziihit.  Kine  bewiisslt*  klinsrhrrische  Absicht,  etwa  zur  Mar- 
kierung eines  Aktes  oder  einer  Szene,  wie  etwa  bei  Ilans 
Hftclis.  wird  dabei  nicht  bezweckt.  Tn  nur  drei  Filllon  findet 
sich  der  Dreireiin  am  Szenen-  bzw.  Aktschhuw  (111,  1  (Tag  Ij 
und  III,  4  (Tag  2);  in  der  Mehrzahl  der  Falle  verteilt  sich  der 
Dreireim  auf  2  Uolleii  (lOü  nwU):  in  10  Füllen  kommt  er  auf 
eine  Holle  und  in  6  Fivlleii  veiieilt  er  sicii  stichomrtliisch  auf 


. 


7» 


I 


drei  PeKoiion.  IKt  «lifipeU'ilte  Dreireioi  ist  tiplipn  dctnjeiiigrcii, 
der  Hen  Akt-  oder  Szenensclilnss  markiert,  entscliicdt-n  «ler 
wirkmip' vollste.  l)€ii  Vien-eini  liÄbt'  iih  W  mal,  dm  Kiirifrcim 
ilaf^Kea  nur  2  mal  (27til  iiiid  iilOS)  aiigctrotlVn.  Die  Reim- 
l)Hiit'uii^  fCcht  bis  tum  StTlisreint,  der  mir  aber  tiiir  1  laul 
\V.  36öfl(  lieffegner  ist. 

Kim-  liemvrki'Otiwerte  Keitnktiriuüitüt  Kndnt  sidi  in  der  Rcdi^ 
(IIT.  3  (2.  TaeO.  Vers  63«7-6n75.  Ks  reimen  da 
anfpinandcr-  kopff— iiroupt;  most  sin;  ding— Hellt:  uja  — Iioff 
—  ciftss.  Auf  den  ersten  Blirk  ktinnU-  iiiaii  diis  eben  ü\v  unge- 
reimles  Nsrn-uffc^cliwälz  luiltL-n;  si-tzt  mau  äbi-r  für  ilat>  \.,'6., 
6.,  8.,  ö.  Reimwoi^  ein  Synonym  ein,  so  erliält  man  eine  ffauz 
taAv\\o»e  Ri^imrede  loh  si>tz«  die  Wrso  liicrher,  wülii-i  ich  in 
ParvnthftM!  das  Koiniwurt  lieifflge: 

„Ich  mein,  der  Narr  st«rk  dir  im  kopIT  (Imupt) 

Old  btstu  diner  sinnen  broujitV 

Ich  gloiih  du  sie«t  vollen  most  (wln) 

Old  wiltii  nimmer  künif;  aUi; 

Das  du  enwv);  schenkst  sAloliu  ding? 

Lieheir  srliel/  din  künsrirh  nit  so  licht,  (ring). 

Gott  Id):,  und  ^ih  der  niHSäi-ii  nss, 

Das  dir  kein  manguli  wachs.'«  im  hofT  (huss); 

Denn  ich  leb  orich  gern  wol  im  doss  (süss)!"* 
Im  Munde  des  Narren  inttcht  sirli  dii'ser  Spass  der  absicht- 
lichen riittTdriickung  (le.s  IteimK  Hn.>in('tiineiid  ^'ut.  Orade  bei 
den  SchwciztT  Üramutikem  de»  XVI.  Jh.  scheint  dicsor  Ver- 
nleckreim  in  koniisclien  Szenen  sehr  beliebt  gewesen  xn  sein. 
Vgr  Aiil  findet  mmi  üiti  schon  in  (ii-org  Hindere  „AcoUkIiik* 
(IV  1),  in  Jakob  Rnfs  .Joseidi" ,  in  Hans  Rudolf  Manuels 
.Weinspiel*,  naeh  ihm  im  .JunKmaniienspiegel*  des  Jos.  Muifr 
und  in  seinem  ^Ziiroliabel*  u.  a.  ni,  Meyenbnmn  scheint  diesen 
Reinmpas»  entweder  nicht  verstanden  oder  nicht  gewollt  zu 
liaben;  er  .set^t  die  richtigen  Reimworto  ein;  im  Vers  ([3(?ü  so- 
gar j,inost  Wein" ! 

Die  tyrisrlien  Metra  in  den  Bnldszenen  halK>  ich  bereits  in 

f^tr  InholtsungalK'  crwühnt.    Die  oititc  dieser  Itnldüzenen  (IV,  1 

des    1.  Tags)   wird   eingeleitet   durch    zwei  viermal   gelmbene 

(laiizzeik-n    mit   gepaurti-in    Ri'ini   (3!J31/S2}:    dann    tollen   von 


74 


4(1 

4(1 

41 

rolgciidcu  (iiiiuuKiile  < 


3333/40  cUc  Yiei-sillnipr;  die  Reden  der  beiden,  Herodes  und 
HtTodiiis.  werden  dabei  dtiivli  iJreireim  pesi-tilosseii.  Die  lynivlte 
Partie  wird  dann  wieder  durch  4  (lanzzeilcn  mitifrbTOchpn , 
(Auftrag  an  tlic  llot'beainieii,  aliziitreti'.n).  Mit  Vers  3345  be- 
ginnt wieder  das  lietiose  in  dem  leicht filssigen  Metrum.  Hiei'-i 
bei  ist  dii-  licdf  der  Küiilciii  und  des  Konlfra  durch  den  Vler- 
rt'im  gohimdri].  Dir-  z\^'ctiitii1  ^clidbenfii  Viersübner  werden 
dann  in  Vers  33HI,'fi8  ditrcb  dreimal  gehobene  Verec,  ebenfalls 
mit  jamljisrheni  Rhytbnnis.  uiiterbroclien ;  je  vier  Versp  davon 
sind  durch  den  Vicrreini  ßebiinden,  und  zwar  verteill  anf  die 
liLMtieri  Spitdieiideii.  Mit  Vers  3309  beginnen  wieder  die  Vier- 
silbner,  aber  so,  da«;  jede  Rede  mit  einer  tJanzzeile  abschliesst 
Das  Schema  ist  liier  folgendes: 

2a  2a   2  1)    2h   2c   2c 

2c2e2f2f28:2g 

^  li  2  b  2  i.  2  i  2  k  2  k 
iJifKf  4  I  in  Vers  338Ö  werden  mit  der 
durch  den  Reim  gebunden ;  der  «aehste  Vers  (3382)  ist  nui*  drei- 
mal gehoben;  dimn  beginnen  wieder  die  tUilieben  Verse  mit  vier  > 
Hehunp'M  Mir  Vers  34-^2  wird  das  leiclitlüssij^e  Viersilbner- 
nietnun  norh  eiiiniti]  für  i'iiieii  An^etibürk  in  Anwenilun^  ge- 
bru4-lit.  Die  Rede  des  Uerüdes ,  die  nmrh  mit  einer  Ganzzeilo 
beginnt,  wie  diigenis'p  der  Henidias  (—  343'.t|.  wei-den  beide 
mit  einem  Drciivirn  j^eschlüi^tscn;  nur  Ut  die  dritte  Zeile  (342Ö 
und  3429)  eine  (Janzzeile.  —  Die  nächste  llubUzeiie  mit 
lyrischem  Meiniiu  findet  .sieh  xu  Btipinn  des  11.  Akts  (2.  Tag), 
und  zwar  Vers  4877  ff.;  ihr  Schema  aber  weicht  von  demjenigen 
der  ersten  ab,  Die  ei-sle  Rede  der  Hei-üdiiis  (V.  4880. 84)  iut 
mit  derjenitren  des  Henideg  (V.4885/iiO)  durch  zweimal  gehobenen 
Stichreim  verbunden;  bei  dem  f(d«enderi  Redepaar  IV  4891  ;98 
und  4899/02)  ist  di:i'  entsprechende  Ntichreim  viermal  gehoben: 
ebenso  beim  naehsten  Redepaar,  Ein  lelztesmal  findet  sich  d»Jä 
Buhlszeneiinietruni  gegen  Schluss  diese*  Auftritts  (V.  50ö3;61); 
luer  wird  jede  Rede  mit  zwei  fianzzeüen  gewehlossen  —  Aal 
hat,  wie  gesagt,  sich  in  diesen  lyrischen  Metren  jedcnfalU  Iwi 
Binder  das  Muster  geholt.  Aber,  im  Verglcicli  zu  seinem  Vor- 
bild, verwendet  Aol  die.-^e  äusserst  wirkungsvellcn  Verse  mit 
mehr  Absiclit.     Bei  Binder  berülirt  es  einem  geradezn  koinisib, 


» 


w^nn  8trli  da  zwei  »Ite  Miinii<>r  in  «ben  dpm  IrichtfÜKsi^n 
Mfttram.  wit  rorber  der  verlorene  Sohn  mit  der  Dirne,  unter- 
halten. 

Bei  eioiiu  Vcrsp  (4{W7)  hahe  ich  hei  Aal  vollknmnic»  di'ii 
Kviiii  venniiwt.  während  riu  re^lmiiKsijres  Reinipaiir  diei>i-r 
Waixv  vorhergflit  und  ein  solche»  nachf^^ilfrt-  Mvyetiltriinii  hat 
den  Wrs  panz  nmpoMIdtt  and  ihn  durch  Dreireim  mit  dem 
vuriivreehi'tideti  Reini|ifl:ir  vitIxiihIc».  Mihi  sieht  im  diesem  Bci- 
spiel.  daiis  ts  iiniter  ('nlmarpr  Kedaht^ir  mit  Heiner  Arbeit  fretiaii 
Kfiioninivn  hui  —  und,  waa  die  foimtili'  Seilf  anlunfirts  na  hat 
er  unstreitig  manche  Verbt-ttKeruiig'  ungt'bractit. 


VII.  Kapitel 

Aals  ^JoliitiiiioB"  als  QnelW  volksltuiHlliclior 
Forsfliuiifi«?!!. 

N»rh  Itleibt  uns  eine  Seite  nntiorps  J<diHi)nradriimaK  zu 
würdigen,  die,  wenn  auch  an  letzter  Stelle  tieliandelt,  ileiutoth 
verdient,  ganz  bcsmidrrs  In-in'htct  zn  wcnlni  Aals  Werk  stellt 
einen  überaus  wertvollen  Ki-itra^  znr  KiiltuiirL'tichichte.  iii8- 
bettondere  znr  Volksl<nndf  des  XVI.  Jh.  dar.  Die  schweizerische 
Vttltcsdrnnintik  it^t,  wie  ihr  bester  Kenner,  J.  Itächtold.  in  sein>er 
Lite  rat  ntffcivchiclile  auf  Seite  2:')2  sa^t.  „ein  iiri  guiizen  dure.ti- 
ttus  nrwuchsiges  PnjJukt-',  nnd  aiiw  diesL-ir  Grunde  hirti-t  sio 
UDH  auch  die  ffuia  besondere  tCiReriart  diese«  freien  Volke»  ia 
liervorrugendem  .MiiäM-  dar.  Aber  in  weiii^  Onimen  werden  so 
niaiini^faehe  St-iteii  des  [..ebenB  benllirt,  wie  bei  Aal.  Wir 
nehmen  hier  Einblick  in  das  Leben  und  Treiben  der  ver- 
scliiedenaten  Stände,  vom  Kü\i\a  hei-ab  bis  mm  unehrlichen 
Mann,  dem  Henker.  l>i-iin  das  uiü.s.s(^n  wir  fi'älhuUi:n .  daiis 
unser  UichttT  selnp  Personen  sämtlich  im  (Icwande  seiner  Zeit 
auftreten  lässt.  Johannes  ist  ihm  nicht  der  Wti.'it.eiiprcdiK'er 
Palästinas:  als  ein  zweiter  .[truder  KJuuk'  bewulint  er  im 
Walde  eine  Kreniitage  i  „hol'i.  und  von  da  tritt  der  ermtle 
Klausner  mit  seiner  Kusspredivn  vor  Aus  Volk  und  seinen  Iiuter- 
hnftcn  Fürsten.  Sehr  intere.'isuMt  ist  es,  zn  beobachten,  in 
welchen  Aufidrückeii   vun   dur   Wüi^tL-   des  Jotiuuni.'s  (j:e8i>r(.>chen 


76 


rirA.    Vei-s  519  fnigl 


Volk:    _Was  Iieiid 


.'!■  Pliarisäer 

in«  der  wBstt'  z'schatfpii?"  nnd  fälirt  dutin  weiter:  _lm  waW 
man  iiit  aiilitltcti  s»rt!';  i-beitsit  Itei;-«!  es  Vers  3226:  „Vom 
waM  Jcin  iiucbsten  goiid  wir  zween"  (gemeint  sind  die  Bolen 
de«  Königs,  die  nach  Jolmimcs  frefursclit  Itubi-iit;  vom  ^wildi'U 
wald*  wird  in  Vlts  Mlö  {gesprochen  und  in  filinlielii*ti  Aus- 
dvüclien  hpvvcpen  sich  die  Verse  4072,  4087  und  4403.  Der 
8i'liweiz('r  des  XVI.  Jii.  kntin  sich  eben  eine  Sandwuste  (im 
Sinne  der  Wüste  .ludat  nicht  vorstelien.  (innz  ühiilifh  hat  Kodl 
schou  ÜtfrieJ  in  sciuL-r  „KvnuKeliculiurmonii:"  vou  Joliannts 
dem  Tänfer  als  der  „stimma  ruafentes  iii  waastinnu  waldes^ 
(I  23,  19)  gesprochen. 

Ebenso  ist  Herodes  niclii  ein  Vierfürst  aus  dem  ci-slen 
nndidiiisilirlien  .lalirhnnileri.  .soiidiTii  ein  denisclicr  Fürst,  wi« 
sie  za  Ash  Zeitvii  so  vieUacb  ihren  Thron  nicht  gerude  geziert 
haben.  Wir  finden  den  (luiizeu  Hofstaat  wieder,  wie  er  den 
IIciTseher  dos  XVI.  .Ih.  amgrchen  hat:  den  Kanzler  nnd  doB 
iScIiiitzmeister,  den  Kämmerer  mid  den  Hofmeister,  die  kfmtg- 
lichen  Kute  und  die  Parlametitsherren.  Auch  Herodias  besitzt, 
wie  eine  Fürstin,  ihren  Hofstaat,  t^lbst  des  KOniKS  Spose- 
macber,  der  Narr,  feldt  nidil. 

IJie  Kriesrsknpchte  sind  nicht  etwa  römische  Leg'ionare, 
SODdcni  tiiedere  dentsehe  Ijandsknechte.  Und  die  Pil^T  vollends 
sind  eine  Ri-sclieinuti^',  wie  sie  beim  aiisgeheiideii  Mittelalter 
gerade  diircli  dir  .Schweiz  hiuifi^  ihren  Weg  gxtiiommeii  hnbrii, 
um  zum  (.irsbe  de.f  Herrn  in  .K-nisalem  oder  ziim  Afwielgrabc 
in  Itom  zu  wallialiren.  Wir  begegnen  fcriier  t-iiivm  ht-mschaft- 
liclien  Vngl,  wit^  ihn  nicht  die  Zeit  des  Herode»,  wohl  alier  da« 
XV.  und  XVI,  Jh.  kennt.  Andere  frtdlicli.  wie  den  Wucherer 
und  den  Zöllner,  kennt  auch  jene  Zeil:  aber  die  charakteristische 
Eigenart  iluer  Erscheinung  hiit  ihtieii  doch  wieder  unser  Dichter 
verliehen,  indem  er  ihr  ßild  nach  dorn  Leben  »einer  Zeit  ent- 
worfen hat  Eine  letzte  Gruppe,  der  (»yselessor  ( =  Advokat) 
und  der  Hurenwirt,  sie  sind  wieder  dem  XVI.  Jh.  ganz  be- 
sonders eigen. 

Es  verlohnt  sich  in  der  Tat,  hei  eiiizcluen  dieser  Stände 
einen  Augt-nblick  zu  vei-weilen.  Du  sind  xau'iicUst  die  llofltule. 
Der  Tyi>us  des  schmeiehlvrischc^ii  Hüfün^  ist  Dclbora;    sein 


77 


ist,  den  Mantel  narh  dem  Winde  zu  hängen,  idle, 
selbst  S\f  «ritlwkicsten  niindliint^en  <\es  Kiilüpa  ciit  ini  Iicissen. 
K*in  Mirtel,  selhtii.  iiirhr  die  (rfim-iii.sie  lAigi;  scheut  er,  um  sich 
io  der  Uiinst  seines  Herni  zu  eriialteii.  Das  Uegeiiteil,  —  ein 
weisser  Habe  am  Hofe  —  ist  der  Rat»lieiT  Usiin,  der  aber  seine 
Khrlirhkfit  Jiiif  di-r  (iulwn-  Ijtlssen  iiiuks.  Vo»  den  Si'tiatt4:n- 
seiU'O  des  KollelH-rm  liericlilet  uns  aiiKführlicIi  der  Kanzler  iu 
Noinem  Ges]>nieli  mit  i]em  .Sr-hatzmeiKter  (III.  2  (Ta^  1)).  Der 
Mann  im  Hnfkieid  liat  keine  ruliisre  Stund«-,  stets  niiiss  er  um 
dea  Fürsten  lienini  sein;  loben  raus*  lt.  wenn  er  licbtr  scliclton 
-wollte.  Kur  der  (jleiKsiipr  ist  bei  Hof  angesehen;  der  Rieder> 
mann  kann  vor  der  Türe  Weihen.  Und  wie  jreiits  erstt  bei  Hof 
selbst  zu'  „Mau  zfieht  all  sünd  und  scband  lierfür,  in  saften, 
tres.scn.  b&Irn.  brassen,  in  Imllart,  siliwi'in'.n,  spilcn,  ntsslen,  in 
eebnich,  danuen,  tag:  und  iiavhl"  (V.  3024  ff.).  Und  wer  bei 
den  Wrdfeii  ist,  miiss  mit  iliiien  heideii!  Tiiler  den  Hüflinf^n 
selbst  herrscht  Intrijrue,  Falschheit  und  Ifinterlist.  üei  alledem 
ist  dieser  Herrendieiist  micli  iLusüerst  unbeständig  »der,  wie  der 
Kanzler  Vers  3045  selir  bezeiclitiend  sagt  ^ubcrnäehlig*.  Haber- 
mas am  eigenen  Herd  sollte  mau  dem  Wildbret  und  (tetlUgel 
an  grosxcr  Ilcrri'ii  Tisch  vurzifheii.  —  Kinc  andcrL-  St-it«  di-s 
Hntlebens  zei&t  uns  die  Unterhaltung  des  Käromi'rlings  mit  dem 
Hofmeister  in  der  IV.  Szene  dessidben  Aktes,  das  Luxusli'ben 
der  Königin  und  ihres  Hotstaats.  Mehr  aU  den  halben  Tag 
braunhcn  sie,  nm  ilim  Toilette  t'ertigzusttdlcn.  Du  wird  gt- 
wßtiehcn,  gefärbt,  gi-sulbt;  da  .schnürt  iiml  pntjtt  man  üirh.  Der 
Kümmerling  meint,  diu  WoilK-r  litttteii  diese  Putzsucht  von  ihrer 
stolzen  Slammiitter  Kva  übernommen,  die  sie  wiederum  von  der 
Schlnuge,  dem  Teufel,  empfangen  hütle.  Und  erst  ihr  Auf- 
treten! Wie  ein  Pfau  Mchreilet  die  Dame  einher,  und  mit  ihrem 
Mienens]'iel  —  sei  es  Liiehdn  oder  $chm<dlen  -  -  beherrscht  sie 
die  Männer.  Von  der  Piitzsueht  der  üppigen  Weiber  weiss  der 
HülnH'i.'iter  noch  mehr  zu  erzahloii.  Durch  ihn  werden  wir  mit 
allen  Luxusgegenstiinden  der  vurnehnien  Dame  Ava  XVI-  Jh, 
vertrau!  gt-mocht.  Kosiharir  KleidcistutTe,  wie  Schamlot,  Or- 
masln,  Dumnst  uud  Samt,  golderu-  Borten,  .Schleier,  Schürzen, 
Hnidifii  niil  Pelz  iiii<1  (Goldstickerei  besetzt,  in  di>ii  Hiuuvn  ko^itbare 
Schnüri'u  und  um  UaU  goldene  Ketten,  an  dea  Fingern  ItÜBt- 


7» 


liclm  Rin^f,  dip.  plH>nso  wie  <1ie  Giiitol,  mit  R(lL>I»(«ijii.'ii  bt^^ctzt 
siiiil:  (las  alles  iiiuss  itiiicii  dpr  Mtiini  kaiifni,  wälirpiid  er  selbst 
Mangel  It'iiloii  inuss-  Tut  vr  vs  nidif.  s<i  ^liUtzgct  sy  wie  ein 
böser  gul'  (3301). 

Aal  liiU  liier  einen  arinn  Übelsland  im  Kiilturlobeii  si'invr 
Zoit  mit  ilom  lieissplhieb  seiner  bittL-ren  Satire  gttrtiffen.  Sa 
berichtet  iiiitt  die  liereits  gf>nAiinte  Sijlnttiiirner  Cbronik  zum  Jahre 
151&  „Unib  dise  Zeit  ward  grosse  Küstlichkeit  an  Kleydcm. 
vrm  Scydeii,  Siinimet,  Ciold  iinud  danK-l'eii  vil  IbtffMri  iiiid  Cber- 
nuitll  in  das  Land  gcbrarht:  In  Siiniin:i  ein  iinnülzer  grosser 
Pracht  irt  der  Eydtgenosscliaft  aiigericlilet"  i,Haffner!I.  205). 
^ierade  för  ein  Volk,  wie  die  Schweizer,  das  in  einfachen  siiteii 
stark  lind  {n'i>ss  ycwDrdfn  w:ir.  ritissif  der  TjMxus  v*?rderblicli 
wirken.  Und  Aal.  der  es  mit  seiuein  Volke  gilt  meint,  hält 
ihm  diesen  Poliler,  in  der  damals  so  beliebten  Furm  der  Sathv, 
warnend  v<ir  Aiiffi-n.  Von  df«  (<'<-naiiiiii-n  liixttriösen  Kli-itlrr- 
stöffcn  dürfti-n  zwei  heute  weiii-rtT  bekiinnt  sein,  der  fVi-musin 
lind  der  Schanilot.  Orniasin  war  ein  feiner  Seidenstflff.  der  in 
Kchwi'izer  liiventarien  des  XVi,  Jh.  ultftrs  erwiihnt  wiriJ.  Seinen 
Namen  hat  er  wulii^iv-lHnnliuli  v-m  der  Stadt  Ormtis  »m  p«v- 
sischen  Golf;  daiinch  nannte  man  ihn  Ormii.'iinus  oder  in  der 
italienischen  Form  Ormesino.  Von  Italien  am  wurde  der  Stoff 
lllier  die  Alpen  ntich  nacli  der  Seliweiz  pinffeftHirt.  —  Her 
Scluinilut  war  v'm  im  ganzen  Mittelalter  ho(.li(icsthHtzter  feiner 
Wollenstoff,  der  uua  dem  Garn  der  Kamelziege  (Anjforazie^) 
verfertifft  wui-de.  Er  wnrde  in  Italien,  aber  auch  in  Nonl- 
frankreieli  besonders  put  gesponnen.  In  die  Schweiz  wird  er 
wohl  eheiifall»^  um  dem  Süden  gekommen  sein. 

Dem  Luxut;  der  Frauen  steht  eine  Unsitte  der  M&iuier, 
du  Saufen,  ((epentlber.  die  yerade  im  XVI.  Jh.  in  den  weitesten 
Schiebten  der  lluvülküiiinf;,  hesumiirs  über  aiitdi  un  Fiii'Kt«ii- 
h&fcn,  stark  um  fiicli  ß'eg'rltf'en  hat.  In  seiner  derben  Sprache 
hat  Liitlier  gemeint,  der  dent-^clie  Tfufel  mOsste  _Seldaueh* 
hc-issen.  und  wer  seine  Äeit  kennt,  wird  ihm  nur  zUÄiimnien. 
Die  t'lir  uns  iit  ßetrudit  kumniendi:  Szene  ist  diLS  gnisse  Ge- 
lage bei  der  Qfbiirl.'<tRgRfeier  tleü  Herndea  (1[[,  1  u.  ä  (3.  Tag)}. 
Wenn  wir  die  hier  irejrebene  SehiMerung  mit  Beschreib niifrcn 
von  fur>itlii'ln*ii  Festyehiyen  au-s  dem   XVI.  Jh.  vergleicln-n,  so 


79 


fallt  uns  sofort  Hie  iinlur^Ptroiie  flterciiistinimiing  auf.  Zuerst 
briDfjt  der  Künifj  seiiiun  <iii>ili'i»  *U-u  Willlioninilnifik  <Inr.  dann 
p«lu  «It  IJwher  in  iIit  Itiiiuti-  litnim.  An  den  luMijfi'ii  Triiik- 
sprüchen  fetili  es  naiürlich  iincli  nicht;  icli  iTwüImt-  nur  den 
K«t)r  Üblichen  .Dan  g^egne  Uch  Gutt!"  Mit  der  Zeit  entstellt 
eini;  tlfrbi*  SÄiif]tialili-n-i-  Her  eine  liilimt  sich,  da»*  iimn  frühe 
•ofstellfn  ninsM-.  nni  iliii  niiclMfrii  z»  si'Iiimi;  cim-iii  iinden-n  soll 

■Bian  so  viel  einschenken.  d;is>:  f!^  ein  l{ail  li-eiben  kCnnc.  Ein 
dritter  weist  die  gesi»la*iii*  \Vui>it.  die  ilini  sein  Nadibwr  als 
Reizmittel  anbietet,  zurück,  weil  er  aiicli  >»•  sthon  stet«  Durst 
habe.  Wa«  diese  Reixmitlel  zum  Trinken  anlangt.,  so  wird  uns 
ausser  der  ju  beute  noch  ijt'brüuch liehen  Wurst  und  der  bei  den 
,  Bayern  Ublirht^n  Kübsehnilz  i  Kettich)  noeli  dit^  i;rüni?  Mii^katuuss 

l^emmnl  (V.6ä03i.  Unsertr  i-rstc  dt'lit.scbe  Niiturffewliichte, 
Kunrud  \oa  Megenbergt*  .IJiicb  der  Natur-  (I3ö0)  widmet  ihr 
sein  '2i.  K»|fiti^>l;  ntteh  Üim  wüohtil  der  llunni  ,iiti  luiid  Indift", 
dem  Wunderiande  des  (fewünlic- branden  Mitti-Iulter!)    „Die  i)«j>t«n 

^  (mujM^nlen)  siiit,  di«  swn«r  sint  und  nul'  der  ziitigen  scliuntf- 
T>iwie  würzig  scharfen  Krilchte  wurden  in  grünem  Anstände  — 
wie  beule  etwa  die  Wdlnüsse  —  eingc^nmcht.  —  Tnser  Zech- 
brudu-  bedarf  alNii  eineü  stileben   HcizmiltfU  nicht  mehr;    denn 

■er  sagt  ironiKcli,  dass  er  sanfen  kann  .uff  ein  gr&ene  muscat- 
nnss,  die  noch  ist  wit  z'Veiiedif.'  duss"  (V.  6203,04)-  Damit 
rrlialU'ii   wir  eine»    weitertin    knIinrhislortKi-ben   neili-Hg.     Von 

1^  Venedig  aus  ging  der  grotme  Handelsweg  über  die  Alijeti  nach 
d«-r  Schweiz  imd  nach  Deiitsdilaiid.  I>urt  in  der  Lagunenstadt 
stand  am  Pdtile  di  Kialtii  der  „Fonduro  dei  Tedesclii".  der 
Au)^aiigs|viirikf  dieser  berüliiuten  Hljünen  IIämlpl)tKtrat»c. 

>Sweimal  wird  von  .Mai^^jen  gesprochen,  die  heute  längst 
lit  mehr  üblich  sind  und  ancli  im  XVI.  Jh.  wesentlich  iiuf 
ideut^chliiitd  und  die  Schweiz  bviichrünkt  gcweiicn  »ein  niiUiäen. 
Das  eine  itit  der  ^Stein*^  IV.  ßl4ß  und  G332),  das  andere  der 
ffl*  (V.  6158).  Stein  bezeichnete  ur-iprünglich  ein  be.'itinimtes 
rieht,  dann  aber  auch  ein  Hohlma&s;  Über  den  Inlialt  ist 
'niw  nicht.s  niilieri-.s  bekannt,.  Vers  614ii  sagt  der  eine  Kde.1- 
munn:  ,\Vola>n,  g&t  gsi'II,  ich  bring  dir  ein,  den  nbercn  und  den 
linderen  Ktein!"    Ki'  will  damit  sagen:    den  Knig  von  oben  biä 

.unten,  also,  wie  wir  heute  i^agcn  .einen  Ganzen'^.  Die  geuaimle 


80 


Formel  scliciiit  übrigens  in  dpr  Schweiz  allgemein  üblich  ge- 
wesen zu  sein;  ähnlich  heisst  es  in  H.  R.  Manuels  „Weinspiel" 
(1548)  Vers  229;  ^Gsichts,  du  kuta,  ich  bring  dir  ein?  Es  gilt 
dir  da  die  siben  stein!"  Nach  Vers  246  des  „Weinspiels"  scheinen 
„zehen  Stein"  eine  gewaltige  Leistung  gewesen  zu  sein.  — 
Ein  zweites  Weinmass  ist  dann  der  „MyeP,  ein  Wort,  das 
selbst  schon  ein  Stück  Kulturgeschichte  in  sich  birgt.  Über  die 
Alpen  ist  der  „miolo"  und  auch  sein  Name  aus  Welschland  ge- 
kommen. Er  wird  uns  geschildert  als  ein  grosser,  weiter 
Trinkbecher  aus  Ton,  Glas  oder  Metall  und,  je  nach  der  Be- 
scliaft'eiiheit,  glatt  oder  mit  getriebener  Arbeit.  Auch  in 
H.  R.  Manuels  „Weinspiel"  begegnet  uns  der  Myel,  wenn  da 
V.  472  Pauli  zur  Dirne  Froneck  Umundum  sagt:  „Meitli,  kum 
sitz  du  z5  mir  liar,  os  gilt  dir  disen  migel  gar!",  worauf  die 
Dirne  ihm  erwidert;  „J  wol,  einen  solchen  stotzen,  wenn  ichn 
trunk,  so  müest  ich  kotzen". 

In  un.serer  Trinkszene  zecht  aber  nicht  nur  Herodes  mit 
seinen  Edelleuten,  sondern  auch  Herodias  mit  ihren  Edelfrauen. 
Wir  wundern  uns  vielleicht  heute  darüber,  dass  selbst  das  zarte 
Geschlecht  am  Trinkgelage  teilnimmt;  aber,  wer  auf  Schloss 
Ambras  in  Tirol  den  „Willekuinm"  Becher  der  Philippine  Weiser 
gesehen  hat,  —  der  bekanntlich  drei  Liter  fasst  —  wird  ver- 
stehen, (la.ss  seU)st  edle  Frauen  im  Trinken  ganz  Erkleckliches 
geleistet  haben  mögen. 

Bei  einer  festlichen  Mahlzeit  des  XVI.  Jh,  durfte  auch  die 
Unterhaltung  der  Gäste  niclit  fehlen.  So  erheben  sich  bei  Aal 
zwei  Fecliter  vom  Adel,  um  eine  Probe  ihrer  ritterlichen  Kunst 
zu  geben.  Alfred  Schaer  in  seiner  eingehenden  Untersuchung 
„Die  altdeutschen  Fecliter  und  Spielleute.  Ein  Beitrag  zur 
deutschen  Kulturgoschiclite"  (Strassburg  1901)  gibt  auf  S.  74— 
76  einen  überblick  der  zu  seiner  Kenntnis  gelangten  Orts-  und 
Zeitangaben,  soweit  sie  die  Abhaltung  von  Fechtschulen,  Fechter- 
spiele.n  und  Schwerttänzen  oder  das  sonstige  Auftreten  von 
Fechtern  in  öft'entlichen  Schauspielen  betreffen.  In  dieser 
intere.s.'ianten,  32  Stiulte  umfassenden  Übersicht  findet  sich  nur 
eine  einzige  schweizerische  Stadt,  eben  Solothurn  mit  den 
beiden  Auffülinnigen  des  .Johannes"  von  1549  und  1581. 
Schaer  ist  sich  ja  (iH'enljar  selbst  darüber  klar,  dass  seine  ('her- 


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»jrht  nndi  Innirc  nicht  volUULnditr  ist:  --  nanientltrli  aUnl  üslil- 
reichc  klt'inoro  riirotiikcii  uiibcuutxt  g:c1asM'ti.  —  Für  die  Schweiz 
alwr  dürfte,  KCiwi-it  mriiip  Kmit^nis  reicht,  Aal.i  Johnntie^rnina 
iliix  eiiizigi'  Beispiel  lür  eint'n  Kecbtcniu ('tritt  in  (>inctii  Schaii- 
N]iiel  twin  —  tiiid  sciton  aus  dirxein  (rninilf  venlifiit  er  näliero 
Rrachliintr,  Kr  iinifassi  mir  lö  Verse  iiiirl  docli  i-iitliftlt  er  alles 
zu  cimtB  Feebtersiiit'l  N»tweiidi}[e.  Zuci.-^t  trbivtct  sidi  der 
oiiic,  mit  tifiiiem  Genoeäpii  mclircrv  SctiwerlgUngv  uuszufvcliten. 
I)fr  Küniß  ist  dartkl>rr  sehr  erfreut.  Xtin  noiint  df-i-  andere  den 
PreJK.  diiK  .kri^iitzliii''  und  fti^l  hinzu,  ilius  i^ie  dnraur  noch  ein 
„friLschfs  deiiizliii"  Hin  wollen.  Trefflirh  isr  dann  in  zwei  Halb- 
vcrscn  (,WoI  bar  und  drani'  .Hie  kuinpi  der  raiin!"  (63Ö8/67) 
das  AiilrPteii  dfi"  beiden  gpscbildert.  N'arh  dem  Fecliten  em- 
pfehlen liie  sich  dem  Könip,  und  der  Kanzler  versichert  .sie  des 
Ldtmt'S.  (K'rade  im  XVI.  Jli.  wait-n  solche  Darbletmigen  kriege- 
lischcr  Kun.«ireriij;rki>it  üu>«ien<it  bvlie!)t.  Der  KiLniiirpri'i.s  war, 
wir  in  Auls  Diirstclhin;;,  ein  Kninz,  und  znar  ein  Kosenkranz. 
den  ein  bulde»  .Uiijt<lli'iM  dem  Sicher  niii  die  beis^  Kttni  le^e. 
So  beisst  es  in  einem  Ki-cbtei-siinicli  der  Nürnberger  I-Yoliter- 
tjcliiile  viiinJwbre  Ifwfl:  .Kiii  si-lmnis  iniiidb'in  bab  ich  gefnnden, 
daz  bat  mir  einen  Crantz  sreiuinden-  oder  in  einem  anderen: 
, Frisch  her  ir  federferiiter  an  ilicsfii  Taiiutj",;  es  ffilll  ein  «clKineii 
KiisenKninntz?''  Freitieli  nicht  iinuii-r  ein  ItwM'nkranz!  Denn 
so  heisst  es  in  einem  anderen:  ^80  knmpt  mn-  her  an  diesen 
Tuontz;  eü  sul  nit  gellti-ii  ein  Rosenkrnnntz,  äuiider  das  Hut 
plut  auf  dem  Hiuipt!" 

Ancli  in  Suloiltnni  bestand  eine  Pechtcrsrhule,  wie  ntis  dfe 
Clirunik  dl,  32ä'l  beriditet:  „Aiinv  lb'i'2  Mitwoclien  nach  Matthli 
wurd  zu  Solütburn  eine  üffentUche  Fi'chtwbiil  aiigestidt*.  Zwei 
hier  ansß^'bihlete  Bllri^ersitithne  werden  eri  ^wcsen  .<iein,  die 
Aal  in  seiner  Feehtei-szerie  iiuftreteii  la.sst  ,Voni  Adel"  werden 
sie  genannt,  weil  vor  einem  Küni«'  nur  Kdelleute  fechten. 

Wir  kommen  zu  einer  imdt-rcn  t'nterhaltunp  der  KestRäste, 
die  zu  aller  Zeit  nnd  Ite.wnders  atirlt  im  XVI.  .III.  nicli  (jrüsser 
Beliebtheit  erlrenle,  dem  Tanz,  Für  nnser  Joliannesdrama  liat 
ja,  wie  wir  salipn,  der  Tanz  der  Salomo  iiocli  eine  andere, 
dranintiKcli  wicbti^r  RedciiMin};;  hier  vvtdien  wir  nur  die  knltur- 
liistcrische  Si-ite  ins  Auge  fassen.     I  )it- Tünzvrin  suKt  Vor»  Ü."SO  I 


S2 


rnm  Pfeifer:  „So  pfiff  mir  tili' rifn  ziiner  daiitz!"  Dieser  Zät 
(Zeuner,  Czowiu-i)  wi«'  oin  im  XV.  bis  XVII.  Jli,  viel  beliebter 
Reippiifanz  voii  sehr  lustijrpr.  ja  liMcIitfcrtigtr  Natur.  Franz 
Höhme  will  iliti  in  seiner  ^CJescliielile  des  Tanzes  in  Ptu»s**li- 
land,  Leipzig  1886"  so  erklären,  dass  die  Tanzenden  duruli  Ver- 
fliX'titeii  der  Ifiitiilc  iiiid  Anne  ciiir  An  X;uni  liiUIi^teii,  wiihcl 
einer  als  Solutaiizer  in  der  Mittt-  war.  ttcii  iiiMit  nicht  iliiifh- 
ItUi>!en  durfte.  Ob  diette  ErklHriiiig  richligist,  niut^hle  ich  dtiliiii 
gestellt  sein  Insaen;  denn  es  wird  «nrh  von  ZÄunertänMii  pr^ 
zählt,  bei  di'n«"!!  nur  ein  Paar  aiifirnl  fias  »luT  iw  narh  den 
uns  erlialienen  Zeugnissen  zweifellds,  duss  der  Ziuner  ein  Tanz 
von  scbr  lasziver  Katur  Kt'wesen  ^ein  mnss.  So  hnsst  es  nach 
S('b!ne]ler-I''r(iHiinii.nn  II,  1  IfJl  in  Herzoff  PcnliiüindK  „italienifsclipn 
Reisen-'  (l'Veyl).  .Samml.  IV,  333)  aus  dem  Jaiire  lö66:  „In  einer 
Comoedi  (zu  Flm-enzj  haben  12  nacJtlient  nympluic  und  soviel 
satyri  diurb  »inntidcr  wir  sin  Keiner  ^eüunizt";  dt-r  Herzog 
wendet  liier  fift'i'nlmr  iltii  ihm  peliinligeii  Ansdruclt  auf  einen 
entspierlipnden  itii-lienischpii  Tanz  nn.  Auss  H.  Sachs  zitiert 
Scbraeller  „Da  wir  hen-itten  wie  Zijjeiner,  sls  wulln-n  wir 
daiizen  d(>n  Zeinpr"  (IfinO).  Xiich  CIiriKtinn  Weise  erwühnl  den 
Zeuner  in  seinen  .drei  ärgsten  Erznarren  in  der  ganzen  Weif 
aw  dem  .Fahre  lCtl2  anf  Heite  283  als  indezenten  Tanz.  „Denn 
solche  leic-Iitfertipf  Täntze  wie  der  Zeiim-r-Tjintz  bisweilen  ge- 
haltrn  wird  nnd  wie  anno  lä30  zu  r)iuulg  einer  xnn  lauter 
vermuinniteii  imekidilen  J'iTsoiien  unj^eütcllet  worden  ndtr  wie 
Anno  ]602zuLfipzig  auf  dem  (kmaliligen  Riibeüi  ein  8clMi(>id<T- 
j^'esfUi-  mit  eini-r  nnzik'hrijjfii  liii-ekin  vor  «Uen  Lenlen  nackend 
htTumgesimingcn-. 

Was  den  Zcunt-i-tanz  der  Sal^mt*  in  HiUivrom  JuIianiMrü- 
drania  betrifft,  sn  ist  jn  djihei  an  einen  ausgesprochenen  Naekt- 
taiu  irar  iiidir  zu  denken,  firimal.  weil  e.»:  \m  den  Zaribftnnpen 
(Vei*s5114ff.)  heis,st:  .Itie  Tochter  snl  sicli  köstlich  zieren  und 
ai-tlicb  branden  mit  hi.ifticreu",  dann  aber  i^aiiz  be«ouders  des- 
halb, wi-il  dies  vüllifi  iiitssfrJKilb  dtT  Absi<ht  Aals,  als  eines 
sittlich  ernsten  Priesters  lieeeii  nuis.«te  Immerhin  aber  ist  die 
Wahl  dif.ses  Tanzes,  von  dem  uns  noch  zwei  Vereionen  aus  dem 
XVI.  .Ib.  erhallen  sind  {l^Crl  iniil  Um)),  die  slvh  M  Bfthme 
a.a.O.  Bd,  II  unter  Nr.  ölt  und   KIT   finden,   sehr  bezt-ichnend. 


83 


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I 
I 


I 


Aal  hnt  «ich  Wi  der  Wahl  dieses  TnnzeK,  in  nrhli^fr  KrVennt- 
iirs  ilor  Sachlage,  gesagt,  dass  der  Tanz  iler  Saluiue  ein  simicQ- 
borHekctider  sein  miiKK.  Dio  Ri|;enart  dos  Tunzeit,  dessen  Uvlodie 
vffiivu  fiti  ii'iueiituiiilirluT  lifiz  iiiiu'Wdtmt.  wird  er  »ucli,  mit 
AoK.srliliLS8  der  Naclitjii'it.  bel»&sen  tiaben.  Salome  tanzt  zwei- 
nul  mit  vier  juticen  f^lt-lteuten;  beim  Kweituii  Tiuii;  wird  uur 
Ton  vtnt-ni  , f rliscluii  dantz-  gfsproclii-ri  (V.  6324):  ans  V.  ß3ä6 
gtht  abft  mit  Rfstinimtlicit  hervor,  duss  fs  pin  Bi'igenlanz  war. 
—  In  der  MejfiilininiisclieR  Kedaktiim  des  Aalsclien  Jubniincs- 
driinm»  hl  an  Stelle  des  /euneis  der  Xatliiitiinz  tce^elzt.  Kill 
8i»lrlier  Tanz  iüt  nun.  weniK^tcns  itt  dieü^r  Korra,  nicht  zil  be- 
legen; dürfen  wir  eine  ungenaue  Schreibung  annehmen,  so  Messe 
('S  Kicli  vii'IU'icbl  mit  dem  s«|jw.  V.  nultrn  (^  hin  und  Iut- 
bewcgeii)  in  /^iiHiiuinietiliiinK  blinkten;  wir  hätten  es  dniiii  mit 
rinfm  [lulonuispurtigen  Tum*:  zu  tun.  Wenn  Meyenbrumi  eine 
Rolclie  Vcrfmdernng  vorriiinnil.  so  kann  dazu  eine  diipiieUe  Ver- 
ntiiiisMtng  voi gelitten  iiubcii:  ttitueder  er  tutt  den  Zeunertltliz 
nieht  g<'kiintit  odri-  Hl)er  —  nud  da-s  dürft*-  vielleicht  hier  zu- 
treffen —  seine  etu-a«  engherzige  l'riidcrie,  die  sehon  jedes  derb 
imtiirliilie  Wort  peiiilicltst  diiivli  ein  wä-v-iei-iges  Sinrntiat  er- 
wlzt.  will  seU»st  den  .Schein  einef  Lüszivität  meiden.  Was 
fragt  der  biedere  Schulmeister  nii«h  Lebenswahrheil  und  Natur- 
treue!  Dariihi-r  sind  wir  uns  nicht  im  Zwfifcl.  dms  wir  es 
hei  tinsewni  Kolmaver  Bearbeiter  mit  einem  durchaus  elirbaren 
Tanze  zu  tun  lialiuji:  eine  mich  Vers  U^U4  interpuliertu  Strophe-, 
vo  der  junge  Kdclmunti  zu  Siilome  sngt:  ..  .  .  mit  euch  zu 
diint^en  In  zucht  und  ehren".  t>elvlu-t  uns  ctarllbi-r  iivch  zum 
Ibi-rHiiss. 

Die  Volkskunde  bexchnftigt  «ieh  itieht  nur  mit  doii  ßr- 
sclwinungen  des  äusseren  Lebens  eines  Volkes  und  einer  Zeit, 
sondern  »uch  mit  dem  fieistesleben,  den  Aru-chummgen  und  der 
Denkiingjiwelse.  Auf  alle  diese  Fragen  gibt  uns  Aul  reiche 
Auskunft;  ich  will  aber  hier  nur  eine  Seite  herausgreifen,  die 
mir  besonders  wichtig  zu  sein  seheint,  den  AN'rglauhon.  Die 
Stelle,  die  hier  in  lielrnchl  koniiul  i,l,  1  [2.  Tag)j,  Imhen  wir 
bereite  in  der  [ulmltäuiigabe  ge^^trdft.  Odias.  der  Bot^'  der 
Königin  koinnit  zurück,  nni  IleruditiK  Kunde  von  Joiuuines  zu 
bringen.     Die  neugierige  Aniiiii-.  die  ihn  ztir  Ifrrrin  geleiten  soll, 


84 


kann  es  nicht,  abwarten,  his  sie  Öie  neue  MSr  vernimmt  «nd  so 
dringt  sio  in  Am  Boten,  um  die  Neuigkeit  za  erfaliriMi.  Aber 
OiIiiisAvill  sich  -liplier  von  einem  Rar  fressen  lassen",  elie  er 
dem  IJegeliri-ii  der  Ungeduld i;t:eii  Alten  iiacti)(ibt.  U»  fängt  jene 
rurcitterlieli  an  zu  scUimpren  niid  zu  Icetfen.  Um  vor  ilir  cnd- 
licli  Hnlie  zu  bfkoiniiH-n,  will  Odins  oine  List  ersinnen  and  ilir 
einen  Bären  anfl)ii»ieiii  sie  idint  nirlit  seine  walin- Aiisicltl  und 
verüpricht  anf  ihre  Seele,  es  »ictit  uuspliLudeni  zu  wallen.  Nun 
erzitlilt  er,  .Inluuines.  der  B^nijitiet  im  Walde,  habe  dietter  Tajte 
bei  Sonn  und  Mond  viele  Wunder  am  Himmel  ^''et^-tien;  nber 
das  Land  liabe  sieh  ein  blutfarbenerPfaueuschwanz  hinffestreckl, 
viele  Sebwerter  und  laii(fe  Hpit-ssi-  habe  er  walirgenonimen  und 
zwei  Hänfen  reiHijrer  Lf'itte  hätten  mit  Feuerbltck-ien  jcrejrenein- 
ander  ^escbu^seti.  Julianues  habe  aus  die.sen  tliinnielserscliei- 
nnngen  Iure litba res  Blutvergiesseii  und  selireck lieben  Krieg,  wo* 
Hinter  nann-ntlieh  di-r  Küiiij,'  und  die  Küni;.'in  zu  leiden  liUtlen, 
gewc-issN|ft.  A1.S  die  entsetzt**  Aiiinn-  duviiii;;e]iinfen  ist,  macht 
Rieh  Odins,  der  ihre  Geschutitzigkeit  vonuisgt'sctzt  hatte,  lustig, 
dass  er  ihr  diese  .pniseltelien'  Dinge  vwrgesehwindelt  hai.  B» 
vernimmt  er  auch  srlii>ii  den  klügliflien  Anjrstschrei  der  aber- 
gliiuliitten  Alti'ii,  die  alslinld  d<i-s  (n^tiOrte  aiiNjdandert.  Olius 
fUhrt  miH  ühi-e  die  i(In|)in'i*ndpn  Weiber  her,  von  d(;nen  jede  der 
anderen  schweifen  hilft  und  ib-r  (levatteriti  es  so  lang:e  immer 
Weiler  anvertraut,  bis  es  endlieli  die  (riinzo  .Stadt  weiss. 

Gerade  in  der  erstt-ii  Hälfte  des  XVI.. Ib.  war  der  a*imtnü- 
mische  AbertrlauLieii  weit  verbreitet.  Ich  führe  zum  Belege  hier- 
für i'iuige  der  charakteristisehsten  chronikuli selten  ßcrictite  au» 
dem  Li e hielt'  di-r Scliwtiz  an.  Su  scbnilil  H.-iiUiSuliil  ;junt  .lahix- 
1&3S  in  seinem  Ta^ebuche  (hrüg.  v.  I.  ßachtüld,  Basel  1S76 
Seite  57,):  ,.In  disem  Jahr  üesse  sieh  ein  prewlieher  Comett- 
steril  gepen  Aiifcant;,  samiii  einem  lilmfjirben  t'reutz,  aiieh 
vilen  bewafneti'H  Mäniieni,  am  Hinnnel  sehen~;  znin  21.  Juli 
1540:  ,.]tem  Zinstapi  am  morgen  naeli  Jaeohi  halt  man  ein 
ffriina  rcil  sehwort  um  Idnimt'l  prsehen  stan.  ids  die  Sehwyzer 
hurlYireudt"  Und  um  einen  Xtdut Immer  zü  zitieren,  so  leseji 
wir  bei  dem  inelirPach  genannten  HaÖner  (II,  :i28)  zum  10.  Ok- 
tehfr  1Ö27:  -Liess  sieh  riii  Coniet  gaiitz  Hlutliirb  sampt  herum- 
Mtflifiiili-n  .ScbtterdKii  iiiid  Aiifjfsii-hicn.  mit  Vi-rwtinderMiig'  seheiL 


1 


86 

Sein  Bedeufuriff  ist  sw^vn  scll)i};fn  Jalir.s  hcsclieiipiipr  eiiineni — 
und  beraubimtr  ilci-  8tatt  Rom  von  den  Teiifwlien  leiclit  abzu- 
merken". Zum  Jalir  ir)44:  ^Eiii  ersclii'ückliclit'  Finsternuss  an 
der  Sonnen  und  Jl  an  di'iii  Mond  liaben  den  Todt  hoher  Poten- 
taten, und  zugleirli  die  bald  darauff  entstandene  grosse  Unruhe 
im  Reich  vorbedeutet".  In  dir  Kiilturgescliichte  von  Henne  am 
Rhyn  (II*,  S.  7)  tindet  man  einen  Holzschnitt,  der  eine  dieser 
wunderbaren  Hinimelsersoheinnngen  darstellt  und  aus  Josef  Grün- 
becks Schrift  „Eine  iiewe  ausslegung  der  seltzameii  wiinder- 
zaiclien"  aus  dem  Jalire  1507  genommen  ist.  —  Man  darf  aber 
nicht  denken,  dass  nur  die  blöde  Masse  des  Volkes  in  diesem 
Aberglauben  befangen  war,  .selbst  Männer,  wie  Zwingli,  haben 
ihm  gehuldigt.  Davon  erziUilt  uns  H.  Rullinger  in  seiner  Re- 
forroationsgeschichte  (HI,  Kap.  401);  ^Umm  Lanrentij  in  dem 
Augsten  erschein  ein  gar  erschrocklichcr  Coraet  gägen  nider- 
gang  der  Sunnen,  liatt  ein  breiten  langen  Schwantz,  den  strackt 
er  gegen  mittag  .  .  und  als  Zwingli  .  .  gefraget  ward,  was  der 
Comet  doch  bediite?  Antwort  er:  micii  und  mengen  eeren  man 
wirt  es  kosten  und  wirt  die  warheit  und  kylch  nodt  lyden.  .  ." 

Wenn  man  die  besprochene  Odiasszene  zum  erstenmal  liest, 
so  hat  man  unwillkürlich  den  Eindruck,  als  ob  der  Verfasser 
selbst  nicht  diesem  Aberglauben  ergeben  wiire.  Schon  die  Art 
und  Weise,  wie  er  die  Sache  unter  dein  Gesichtspunkt  eines 
„Bären"  vorbringt,  spricht  dafür;  bei  ruhiger  Überlegung  aber 
erkennen  wir,  dass  wir  doch  zu  viel  in  seine  Worte  hinein- 
gelegt haben.  Nehmen  wir  selbst  einmal  den  Fall  an,  dass 
Aal  über  dem  Aberglauben  der  meisten  und  bedeutendsten  seiner 
Zeitgenossen  gestanden  hätte  und  etwa  in  Form  einer  Satire 
gegen  diese  Volkskrankheit  hitttc  losziehen  wollen,  dann  wäre 
diese  Satire  viel  zu  fein  und  versteckt  gewesen,  als  dass  sie 
ihren  Zweck  erfüllt  hätte. 

Das  Seelenleben  eines  Volkes  offenbart  sich  ganz  besonders 
in  seiner  Sprache,  namentlich  in  seinen  Redensarten,  seinen 
Grussforraeln,  seinen  Flüchen  und  fltichartigcn  Umschreibungen, 
seinen  Schimpfwörtern  und  nicht  zuletzt  in  seinen  Sprichwörtern. 

Die  Grussformeln.  die  wir  bei  Aal  vorfinden  sind  meist 
von  herzlicher  Art.  Wir  hören  da:  „Gott  grüss  üch!"  V.  447; 
„Gott  gross  dich!-  V.  öL'lii;  „Biss  willkum  mir!"  V.  2506  und 


86 


3333;  „Gott  wHIkutn'*  V.  2617;  .Sinti  fi-tiitzt'»  V.  26flB;  3«« 
grössl!'  V.  4247;  ^Icli  in-lissni  ilicli"  V.  (ISTj?  nml  6055.  Din 
eine  oder  aniierc  ilavoE  iiut  sicli  noch  hi-ute  in  ik-r  Stliwt-iz  er- 
lialtcn. 

Cm  aber  das  Seelenleben  eines  Vullccs  rieblifr  vcrslcbfn  zu 
können,  tnuss  man  es  aticb  in  seinen  erregten  XiL-^trimlen  be- 
obaehten.  iJer  Z<ini  ist  jii,  um  midi  ouieii  Ausdrucks  Friedricli 
Nietzsriie8  zu  bedienen,  i-inSprun,  der  die^fl<>  anssrliiiiift  und 
scib-st  den  Bodensatz  aus  I.itht  bringt.  Die  Flnclie  und  Vtr- 
WÜnscUuüftoa,  die  uns  im  folgeuJcn  begegnen  werden,  lernen 
uns  am  bctitcn  diese  liäsNlichc  !<<dialt(^nscite  d«s  VolkiilebcDs 
kennen.  Ti'ic  meisten  davon  trefteii  wir  anch  in  den  r^enclitK- 
protokollen  jener  Zeit  wieder.  Hierfür  und  ebenso  Hirdii-  straf- 
fallig:en  Sihinipfw einer  bieten  zwei  Arbeiten  R.  BramJslellers 
lelirrciclifs  Material,  „Blaspliemiae  accusHtae"  in  ZfdA.  XXX 
Seite  300  ff.  und  „Pivdepunienit  zn  eitler  urkiindlieben  Geseliiehto 
der  Lazenier  Mundart',  Kinsii'deln  IHW.  Seite  40  ft".  Ich  gebe 
mm  die  Fllldie  und  Verwfinm-luinjren  wieder,  wie  ich  sie  liei 
Anl  vonfefnnden  habe,  beschränke  mich  aber  anf  die  not- 
wendigsten KiklHrnnpea;  „(lOtt  »reb  dem  lelwn  '«  ImIIciiI  llbel'" 
V.  680;  „So  nilss  ihr  Tüffi-l  Uwtr  waUcn!'  V.  201Ü;  _Iias  ü<:h 
all  Gott  sehend,  der  doniier  imd  der  blitzg  verbleml!"  V.  3029; 
^Dieh  ml  tliT  Iierd  l-Rnlet  billich  vei-setilucken'"  V.  3519;  .Diw 
dich  's  hellsfh  (üwr  ins  niul  anzümil!''  V.  3577;  „Da.s  dich  ^etz 
nnfttl  sdiend!"  V.  3679;  .I>as  dich  der  ritt  als  keibens  (kaihea) 
scliitt"^  V.  3710  nnd  6ß34.  Diese  Pormel  bedarf  wohl  einer 
Erliittternng.  Das  Vulk  diiebt«  sich  die  Kninkbeiieii  als  [»er- 
Bönliche  Wesen,  als  l'nliolde,  die  den  Menwhen  anfallen  nnd 
erwili'goii.  Keib  it>t  ein  lediglich  auf  die  Schweiz  beschränktes 
Schiin]pfwort.  Es  <rilt  dieses  AV ort  m-hprilnglicli  ff ir  einen  kniiik- 
baften  üustand  des  Kindvidis,  diinii  für  das  an  dieser  Vieli- 
sonclie  gestorbene  Tier  selbst  nnd  schliesslich  für  einen  Gegen- 
stand der  tiefsten  Veraclitniifr-  Von  Menschen  {Twagt.  bezeichnet 
es,  als  gemeines,  rnhfs  I/isterwiirl.  einen,  den  man  des  Todi'S 
um  einigen  für  wert  t-rachtet.  In  diesem  letzteivn  Sinne  war 
ce  eine  klag-  und  strufbare  Iteteidigimic.  für  die  die  eiiiKclueii 
Sciiweizer  Luirdrechte  des  XVI,  .Ih.  burte  Strafen  Iwstinimeu. 
In,  der  l'orin   „als  keibens"   iiit  als  =  allt^  eüi  Genetiv  masc. 


87 


(»ilpr  oniir,  wozu  ein,  ilii>en  lii-iit-tiv  iTfriiiizi-mU«.  rfgifrcndcs 
Wort  gcdavJir  wird.  —  ,l'^-  wtt  idi  dai<  mich  (rl&a  ein  Bär!" 
V.  4047;  ^(iutt  geh  dirs  Tall  ni(  übel!"  V.  4057;  «Ritt  hschiss 
mich!"  V.  4IH:  .0  Iiitntnpl,  doiider,  bliUg  und  erdtrich,  mm 
sriilalipnd  drin,  verzierend  micli*"  V.  4308;  „Xiiii  siiff.  dds  dir  ilor 
lictickrr  segne!"  V.44y];  „la  hriiig  ieli  dir  inee  was  z' sclileiumcn, 
80  mfiss  mich  der  scliwartz  hrnssly  nemeo!''  V.  4453;  „Welt  tlistud 
ritt'"  V.  5076:  ,I*»m  dicd  Jit  narr  scliit-r  ihüskp  strecken!" 
V.  ß4fi2;  , Seilend  mich  boeks  Iptd^n,  wann  ich  folen!"  V.  653^; 
„Das  dich  Itui'ks  tiiusetit  martter  sehend!"  V.  6562.  über  die 
Auüdrlirke:  irclz  nnd  hocks  werden  wir  gleich  nälierzu  sprechen 
haben. 

W»s  die  Schimpfwörter  betrifft,  so  werden  die  meisten 
6chim  dadurch  nis  apeziHsch  «cbweiseriscb  gekennzeichnet,  dass 
sie  Mi'yenbrunii  offenbar  nicht  geläiiflc  sind.  Da  liabr-n  wir  zu- 
nitchst  J-ydenlnserlruiiff-^  V,  3410;  „iropff-  V.  4774  mid  6643; 
^Keib"  V.  H044.  3712,  4344,  6705;  in  allen  vier  Fiilti^ii  Init  es 
Meyenbruuii  iinuichrieboa  V.  3Ö44  bat  er  dafür:  „Laur!"  3712: 
».lohannes";  V.  4U44  und  6705:  .er-'.  Ein  weiteres  Schimpf- 
wort, das  auch  .M.  kennt  ist  „öder  wicht"  V  3664;  ebenso  „der 
bubery  ein  volles  fass'  V.  3887;  nicht  kennt  M.  ibis  Wort  „gull" 
in  der  Wendnni::  -Hn  wüster  gnli,  p-i'ber  tiltz-  V,  4058,  das 
er  darch  ^benpel"  ei-sctzt,  cB^'i"  findet  sich  noch  einmal  V.  6063, 
wo  e«  M.  dunli  „giuichlin-  ersetzt.  „Kllend  Küffel"  in  V.  4393 
aberlril^  M.  mit  .^cek"  nnd  trift  damit  etwa  da^  Richtige; 
denn  Geck  ist  im  XVF.  Jli,  soviel  wie  Narr  inid  Göffel  ^  Oafler 
(mit  der  Nebenbedenliinfr  -  Tülpelj.  Vers  ()401  sagt  der  NftiT, 
der  ja  besoudeiti  mit  SchimpfwOtlera  um  »ich  wirft,  zum  Künig: 
-Du  iinholdsel^er  nasentroptT-;  M.  ersetzt  dies  diircli  p«nflettiger 
nasser  troiifl' ;  es  ist  schwer  zu  sage»,  ob  Jl.  Aals  Wendung 
nicht  ver>:tanden  hat  odi^r  ob  er  sie  mit  Absicht  ffeüiulert  li»t; 
irotzdcni  niörlite  ich  das  orstere  »nnehmen.  V45l]ig  unverständ- 
lich ist  31.  Tätifikeit  bei  zwei  anderen  Schimpfwörtern:  , Schelm'' 
uinl  .Lur".  Dort,  wu  sie  bei  Aol  stellen,  ersetüt  er  sie  durch 
andere  Wörter;  daraus  könnte  man  nun  schliesscn,  ä&ss  sie  ilim 
iintfelänfiK  sind.  Dem  witierspricht  alier  dif  Tatsache,  dass  ula 
M,  wieder  an  zwei  Stellen  gebraucht,  wo  sie  Aal  nicht  hat. 
Ziuuiclist   aUiu:   ^äuhelm"    V.  3646    und   6526  M.:   „Sclialck"; 


88 


V.  4865  M  :  „Sctiwftwr«;  V.  r>088,  5093  imd  «:i!tr.  M.  „.!.>- 
huiines";  V.  6j>(M)  M.  .unrroiiiiii'*;  V.  fiöfi7  M.:  .ihm-;  V.  6713 
und  67:ia  M,:  .Pfaff-.  In  der  grossen  InU'rpolation  Sl.  (IT,  2) 
diigt'geii  findet  sirli  ^Scliclm";  pSchelnislials'  hat  M,  mit  A.  ge- 
meiiisain  in  Y.6703;  V.  5'.){)0  setzt  i>r  ilnrür:  ..]utiuntu-i>"  und 
V.  6Ö71:  „Meascb".  Jllmlicl),  wie  mit  ^ScMm''  ist  es  auch 
mit  ^Lur".  V.  4288  si-tz1  SU'yoiibrunn  dufür  „Joliaaocs"; 
V.  668!)  par  ^Pfafl'';  V,  671.')  li-xcn  wir  lici  Moytmlininn  „grober 
uuVL'rstliaiüpter  Bawi-,  wu  A:il  ,vi'rllin-titfr  hir"  wlirBilil.  Xim 
aber  der  umgekelirte  Kall!  V.  3(i44  setzt  Meyenbrunn  sLaur" 
rUr  das  Aatsclie  „Kcib"'  ein. 

Ein  W»rt  ist  ik^cIi  zu  sagen  über  dif  tliicltarti^rn  ITin- 
schreibuiigi'ii,  die  wciicr  Fliiclie  nodi  Scliiinpfworlcr  sind,  vii'l- 
mehr  zu  den  Interjektionen  zu  rechnen  sind.  Die  KntsU-Ining 
ilii-stT  ciiidiriiiisti.sclii-n  l'nisrliiiMliunge».  die  ja  sinnt  und  suiidi-rs 
au  das  Wort  „Üott"  fiiiknÜplVn,  darf  liier  als  l'fkaiint  vomus- 
gfsetzt  werden.  Welch  uiiglanblicUo  Verbindungen,  infolge  der 
Verdunkelung  der  nr-spriiiifrlichen  UedcutnnfT ,  mit  der  y(eit  «ich 
beransffybildel  Iiaben,  daltir  lielüni  die  fidtrfiidi*ii  ßeiK|]L«Ie  bei 
Aal  einen  sehr  drastisclien  Bck*^.  Ks  linden  sieb  iiicr:  ,BoU 
leberwurst!"  V.  37;  ^Uotz  Verden  willen:"  V.  465.  Dieses 
„Verden",   das  aucli   in   anderen  Vcrbindiiii-^iu,    wii-  --    ,bl&i", 

—  nliirn",  —  .scliwiti;"  u.  a.  m.  vorkommt,  wird  allgemein 
(DWb.  XI  [,  206:  Schweiz.  Idiot  1,  9Ün)  mit  Veiten,  einem  Volks- 
lieiligen.  znsanirnenjiehractjt.  Mir  aiier  er.wbeint  diese  Krkljlniiig 
liuehst  unwalintrlieiulieli  und  durrliaiis  nicht  ^'enüt^Ttiil  ln-.^rüm)eti 
vielmcln-  luiicliic  ieJi  niicli  mit  Muritz  Spanier  (in  der  Aii^-  von 
Miirners  NaiTenb.  von  1894)  der  Anhiebt  Ciuedekes  in  sviricr 
Ausgabe  der  ^Narrenbeschwüruniii'  von  I87il  zuwenden,  der  e.s 
auf  (Jhristus  bezieben  will  und  z.B.  „Verden  bUit"  mit  „siuffnis 
vcrendus"  erkliirt;  „verde»  willen"'  wilre  demnach  ~  ,volanta.s 
verenda".  —  n^i'nuner  botz  Diisl,  botz  fi-rdni  nianns!'*  V,  1050; 
,Getz  unl'al!"  V.  3079;  „K«U  muBs!*  V.  4127;  „Samnier  botz 
Innp!"  V.  42i6;  .Botz  digpii""  V.  6183;  „Itutz  mürgensUrn!- 
V.  6191;  ^notz  blfitipen  darra!"  V.  6418;  :,Bütz  Klementl' 
V.  G41IG.  ,B(>rks  leidrii!-  V.  (i5ä2;  Jioeks  tausent  m«rtter!* 
V.  6562;  ,IJolz  kotiffcn   mist  und  stinckeuden  saicli:"  V.  ü041. 

—  Uieäie  Flüflie  inid  Hucbarligi-ii  IiiliTjekliouen  waren,  wie  aus 


88 


der  NarrL-iihcicIilf  iu  Muniers  JJarri-iiln'ScUw.  (K.  95,  V.  67)  her- 
voTSTpht.  spi'zifiscli  scliwfizcris**!!  Von  der  Krhwfiz  wiiren  sie 
RlLcli  tmrli  NtiiJüi-iitJicIilaiii),  bi-sundcn  iii.s  i-llsuss  i'iii}.'i'(lmii;;eti. 
Wir  gdieu  nun  zu  den  Si»rk-Ii Wörtern  und  sprUhwurtlicIu-:!! 
lUiK'iuiArlcii  in  AsIk  ■loliunnt'tfdratDii  ÜHt.  Iu  ilirur  prü^ianU'O 
Wi'is*'  i(i1  diese  Vulkswi'iriltfil  vicll'uoli  der  liürzi-ste  AoMtnick 
tiir  nianoties.  khs  d<-r  (ielclirtc  in  laiifreti  IV<lnktii>m-ii  di'iiiiiii- 
srricrt;  in  itirer  dtirrhsirliiiceii  Faüsmiff.  die  rlcm  Den  künden 
MilüJiilitf  iliiN  lU-rlire  »-igt  und  doch  im  HinliT<rriini)i-  norli  r-t- 
ViHiy  Tii-1'erus  aliiicn  liUsst.  tn  ilirm-  kitidlic-ticti  Kaivitäi  oder 
sctialkliaften  Ironie,  In  ilirctn  wiicliligvn  Krnste-  lüliren  sie  nns 
UB  be«tetl  ein  in  da^  Idecnleben  einer  Zeil  und  v'uits  Volkeü. 
xind  Sil-  «in  vr)rtretnichfrSc)dli«sel  für  viilkskundliclii'  Kdi-solniiij.'üii. 
Nirgends  alwr  wird  man  in  ciiit-ni  si:liweizfTi!>i'lKMt  Dniinu  des 
XVI.  Jh.  eine  solche  t'ülJc  voa  Spricliwurterii  Autlun,  als  in 
Aal«  „■)wluinn«'(i".  Dasä  tei  den  fi^ltn-ndt-ii  KnirtfruiiKt-n  das 
Grininisclie  Würterlmcli  und,  wo  es  niüglicli  «nr,  nnttirlich  nncli 
da«  Schweizer  Idiotikon  zur  Erkliiriing  und  far  Bek*][f»tellt'n 
lieranpezogpn  wurde,  versteht  .sirli  vnn  «ellist.  Vers  802  spricht 
der  tiysclcs.<i'r  (=  Scliiildi'nuintri'iljpr.  Advokal)  von  Keinem  nn- 
b.iniiherzigeu  liPiiteschiiiJen;  er  sorgt  dafür,  dass  es  ilini  di>]ipeltpn 
(jewitiii  einbringe  und  ihm  ^dus  xpysslL-  nit  abbrünne". 
^(VrI.  DWb.  X.  24i)l.i  I)ip.sc  RcdenHHVt  Iieziclil  sirli  anf  den 
iratüpirss.  diT  einölt  liülzenien  iiriW  luitti-:  wer  diiliei  ntciit  auf- 
IMisfii,  dem  brennt  er  an,  —  und  der  Braten  lallt  iu  die  Kotilen, 
Im  flbertrtigeiien  Sinn  verstellt  man  unter  diesem  Bilde,  dos  an 
AiiM-liHiilii-likeil  iiielits  zu  wQns<:bi*n  itl■ri^  Väsast.  ditn  Zu- 
ziehen von  Schaden  oder  NaclitLol  So  IieiKSt  i-«  z,  B.  bei  Geiler 
von  Kaiseraberg  in  der  rostilie  (49'')  „sie  lugete».  dass  inen 
ir  spiess  nit  iibbnlnne".  Die  Verwendung  in  der  schweizer. 
Satire;  „Des  tilfels  «egi  {=  Netz)  iiim  14401  Vers  303J  und 
6953  beweist,  dn.ts  unser  Sprichwort  in  der  Schweiz  bereits 
im  XV.  J)i.  bestjindcn  hat.  Au«  der  Zeit  AaU  tindo  ich  et;  noch 
bei  Jakob  Kuf  iu  seinem  ,.Spiel  von  des  Herrn  WL'itigarten" 
(163lti.  wo  Vers  13:J1  der  .Bur  Ann"  sagt;  .Ich  wctt  dennass 
min  diflgU  schaffen,  verliriniieu  nitt  min  spyss  mir  lan~.  Der 
(iyselesser  fuhrl  V.  HU^l  l'urt:  .Ali  unserem  nutz  nüt  dn  zer- 
riiuic,   uut)    ouclt    werd  vitit  der  gau-^ii   t;in  ledor".     iVgl. 


eo 


8rliw.  Id.  II.  371  uiitl  1)W(>  IV.  I2fi2.i  Diese  Wi-mlnnff  will  bc- 
Hagen,  tlaj^s.  wc  liilliial  liciivntit  wird,  ,)i-ilci'  tlwti-s  liiiln-n  will. 
(Jas  Bild  ist  »Is»)  wnhl  au»  dein  I>el>pii  der  Ljindskiiechte  gp- 
nommcn. 

Oic  Rcili*  i1p.>^  Vrin:ii',>i  bririiil  uns  otii  wi'ilcrcs  wliwr-izer. 
Spricliwort,  das  ans  di-r  popiilärtii  .Liaslnmotnif-  yescluiplt  ist 
(V.  826):  «Was  nit  vil  speck  in  d'rßhea  p'it.  dess  map:  ich 
iiiicli  hekmiilicivii  iiit".  (Vgl.  Schweiz.  Ul,  LH  Ht-ft,  S.  79  und 
IWh.  X,  2035.1  In  iiljcrirageiifin  Sinne  soll  damit  gesagt  sein, 
tliiss  oinc  SiLclic  imtzbrin^rciul.  i'iniiüßlicli  iüt.  KI»piisd  wird  es 
in  dpiu  Fsp.  „KIsli  Traßiieiikitabeii"  (Kclkr  895,15)  X'un  den  liub- 
gii-ri^'t-n  Jui-istcii  ^'rtiraurlil  „Wir  tnöclitvml  nit  ritfc  iiiiniiig  lian, 
wo  irid,  ruow  uuJ  lit'be  wer,  »hev  zaak,  hader,  L'scliyssi'n, 
tricgcii  und  gross  trüler,  dif  m<.Tlitifr  liegen,  ,jar  und  iiaclit  ein 
handt-l  üben,  die  seihen  Beiirt  ftpcck  in  drilti(rn".  Mt-hrfjioh  Iialw 
idi  ilie.st^s  Spridiwort  riiidi  lifi  Niciaiis  Uaiitiel  grefiinden,  so  in 
„Vom  Taiisl  und  seiner  Priesterschalt.-  V.  974;  „AMajiskranier" 
V.  361;  „IJufbali'^  V.  1848. 

AiiK  d«'r  Beif'.litr  drs  ^Fürki'niffeps"  pntnplimen  wir  ein 
weiteres;  w  nennt  sich  den  übrigen  (3)  Süudeni  gleich  und 
drückt  dies  (V.  8öS)  aus  mit  den  Worten:  „Ists  docb  eins 
tiiclisdcibiiseii  vil■r^  (Vgl.Sdiw,  Id  II.  16<ll  tmdDWb.  IVit, 
lÖ3tJ.)  Wie  also  vier  Hosen,  ans  deiiii*(-lben  Tiicli  geÄcliiiilten. 
von  glciclKT  Ufscliaflenlieit  sind,  wi  jnu-Ii  liii-r  die  vier  Sünder. 
Geiler  von  Kaisrrsberg  könnt  unst'r  Spricliworl  ebenfalls,  wenn 
er  in  seini'ii  Prediirtini  iMiiriae  Himineltiilirt  i'' )  sa^:  ,Vicr 
liosen  eines  tufbs;  ich  nim  es  Itireins;  pmcnrator  und  advocat: 
es  sciud  zwii  liosmi  eines  ttirbs".  In  Sebastian  TranckH  Sprich- 
wOrti'isammlinifi  (itidet  fs  sich  auch  (2.  131"):  ,  Vier  hosen  eines 
tficlis:  ht^ni  und  bftben  ein  jzcspun^.  ICiiii-  seit  dem  XV'.  Jd. 
sehr  pell riiu ('bliebe  Ki'doiiKart  Impo  wir  eini^re  Zeile«  später  in 
V.  870.  wo  der  ,i'ürkunl!W  sajit.  er  sex  „Dohar  grendl  mit 
dem  Judeiispiess-.  (Vfjl.  DWb.  IV  2.  2357;  Ei-g:inz«ngcii  hier- 
zu bringen  ZtWVU.  XII,  82  und  Xlll,  230.)  Vbi-r  die  Krkliirung 
und  die  lli-rkunft  ilicser  Wt-ndnng  ist  schon  viel  (ftslritton 
worden,  THe  ersie  Ititcrpietation  hat  der  Zfirieher  Jos  Sliiler 
in  seiner  ,Teutsch  spraarh"  ans  dem  Jahre  I.Wl  (feffehen,  wo 
es  |,2;-)8a}  heis.st  ,~  diiilur  de  majfnis  Cuüneratoribus".     Pe»t- 


4 


* 


91 


zutuiIU'ti  ist  tinlioilin^,  (h)s>:  das  Wort  niemals,  vveiiigKiHis  narll 
iiiiscn-ii  Z4'Uiriii>;si-n  zu  «^lilirsscii.  iiiif  .Itidcii  sf'lhut  fiiiy^'wuniit 
wiinlr.  «Ii-m-ii  ja  ilns  Warten tmireii  Ulitrrsii-it  war,  Mtiiilcrn  nur 
auf  Chrisleo,  die  eben  wie  Juden  Wocber  treiben.  So,  tim  nur 
zwei  iTAtiz  cliaruktrristisclio  Helcgi^  unzurüliiTii,  l>ei  Bl'nnt  im 
XiTrviisohi ff  (76.11  und  llJ.'Jä).  Hnriior  lUiei-iirlirpUit  das  (J7.  Ka- 
pllel  if*-i\U'T  Xjirn'iilpe«:hwürung.  worin  er  vrpn  drni  tielilwiirticr 
der('hri6ten  liniidelt:  ,.MIt  dem  jiidenspiess  l-enlle^'^  Itt-sviidt-ru 
Bi'iirlitntip  für  die  Krkliiniiit:  imsi-nT  RoiU-iisart  verdienl  i-itie 
Si-:lirift  aiiK  drm  15-11,  die  R^iadrzn  „I'fr  .liidfiispii?*-  In-lilflt 
ist.  Pietsch  hat  in  dem  uhen  nii^'i-zogt-ncii  Artilfel  xiieist  dar- 
auf aiifiniTlcsam  gemacht.  Aiw  den  liier  milgeteilU-n  Aiil'aiigs- 
worten.  konnte  man  laiNjichlich  :uitH'l]Hii>ii.  duKH  liier  vii-klirb 
von  Juden  die  Hede  wiire.  Aus  der  iu  ik-r  Ditisvrraliini  Vitn 
O.  Pmnkl;  , Der  Jude  in  den  deiilschen  Uiclaimjicen  des  XV., 
XVI,  und  XVII  Jh.-  \Vi«.-n  ÜHLt  «iif  Si-ile  i>3  ff,  wiedc-rgegehenen 
a  Uli  riili  rill  hin  Inhiiltsaii^ube  des  ^Judenspivs^eif'  ((cht  aber  ein* 
dentis  nnd  klar  hervor,  dass  unter  den  „frrostjeti  Juden*  die 
ChriMen  zn  verstehe«  sind,  die  Wnelier  treiben  and  den  arnien 
Ix'utvn  Aan  Geld  nelinien. 

Ans  dem  .Suldiiteiilehen  ist  ein  Spriehwort  entnommen,  das 
V.  lOöä  dem  J^ibannos  in  den  Mund  pelcpt  ist,  der  von  den 
Wuelierern  .sji,)jl:  ^[cli  will  infii  miiOi  den  liMrnlseh  fäpen*. 
O'bI.  ychw.  Id  II,  1011  nnd  ItWb.  IVu.  4'.tU.j  l'm  den  Kust 
und  f^'linmlx  ans  dem  HaniiriCh  zu  entfernen.  inu.s.sti'  man  ihn 
tiiclttig  lifiirln'iten.  Im  übertnig'ftitMi  Sinne  bedient  iiiiin  sirli 
dii-siT  Wendung,  wenn  nnin  einem  mit  einer  Strjifprediirt  hart 
zusetzt,  Sclion  im  Ddnanesohinßor  l'nssionssplel  findet  man 
un.ser  Spridiwort  fMone  U.  332,  II);  wo  Obeth  zu  dein  um 
Kreuz  liiinpendeii  C'Inistiis  Npottisrb  sapt:  „Im  ist  das  Klappern 
nwli  nit  pelcßi'n,  man  diirfft  im  bus  den  haniasch  fegen"  Hier 
Ist  es  von  den  Martern  des  Licibes  gvsagt  und  h1ki>  der  ur- 
sprnngliclien  Itedeutvmsr  «och  näher.  In  derselben  Bedentimg 
wie  Aa]  pebraiielit  es  Munier  in  der  .Sehelmenznnft  (31,  U).  wi> 
der  beirliteride  Minnli  .snjff:  .Den  beltz  wil  ich  ni>r  we.sclirn 
Ion  und  den  hämisch  ."auber  fe(ren".  In  dem  niiniliclu-n  Sinne, 
wie    „den    harniseh    ffiTL'U-   pebraiulit    Aul    auch    die  Wendung 


,dcD  balg  erfiigi'ii",  ilic  V.  3672  dum  (iwanlikneflit    io  dim 

Kitie  im  XVI.  Jh.  übrniua  Uaulig  gvbraiiclirv  yi'm'liwrm- 
liclie  Ri-dftuiitrt  vcrtic-litni-ii  wir  von  dem  viiieii  Krii'gMnann 
(V.  1401)  ^Wnlufr  ist  dir  (undvr  sin  gcsull)  »U  ]\v)*  aU 
mir,  SU  wt*tid  wir  iimclH'ti  gftt  tfscliir!"  iVpl.  ilell  n'ich- 
bnltispii  Artikel  iiu  DWi».  IV  i,  .HSUätf.);  sio  findet  »ich  noch 
dreimal  in  iiiisf ihiii  nruiii» :  V.  5050,  r)0H4  und  6086.  In  lilicr- 
tragpiifn  Sinn  verstfht  iniiti  daniiilcr;  Irülilicli,  Vfttuügt  sdii. 
Das  iTsleniul  bezieht  «-s  «icli  auf  das  ausgelassene  Si.'ldateiileK*n, 
im  zviciteii  Kali  aagl  vh  HvrtideM  zur  Herudius,  die  diu  CJÜste 
mit  ihrer  Anwesenheit  erlreiien  soll;  an  den  helden  letztrn 
StfUen  wird  daniit  das  frtjhliclit'  Zatnuken  bezeichnet.  L  Bäch- 
tdld  rrldtirt  in  .sciiicni  (Jlossur  zu  N.  Maiiurl«  Werken  unsere 
Wendung  mit  ^sich  mistriMigeii'';  Aas  latig  die  Grundlifdrutun^ 
jrewesfu  sein;  den»  .gcscliirre"  hezeiolmet  ein  d"i>pelt*s:  v'ta- 
inal  dasOefiisM  und  dann  das  KifrracDzeug,  besonders  der  l'f«rüe. 
Beide  Bedeiittingeri  Kmneii  ziiprunde  liegen:  „pÜt  gKchirr 
maclieii"  iieis.st  detniiitrh  >:uii:ichst:  jeitiiind  dienätrcrtiK  etwus 
ziii-üateii  (eine  S|ieistr  oder  ein  Pl'erd't,  wiis  iiatllrlich  Freude  be- 
reitet. Dil'  mtMKtcn  Betcfte  für  uiist-n?  Winiiinift  tindeii  sieh  bei 
sdiweizerißclitn  Dichtern,  So  iii  Bindei-s  „Acolastas"  (InSfl) 
Vers  IHO  „Dnnnb  ilifl  im  sbest,  niaeli  im  jj6t  gsehir":  in  Biil- 
liiigfTs  .liUrrptiH  1111(1  Brutus-  I,lö3.'ii  Ver.-*  167:  ^Macli  tiiirgftt 
güchirr,  niemaiids  verzag!  Thftiid  ve&a  zu  fröiiden  dienen  iDitg!' 
Kbenso  im  ,KlsIi  Tragdenkiialien-  il5-"10)  bei  Bilchtold,  Manuel 
Vers  lOäl:  „FIiix  Iieini,  duss  wir  i>ra».-siud  mid  schlenimiud.  wie 
wfnd  wir  mich  so  gut  gsehirr  machen!'*;  j,VuniPaiisi  und  seiner 
Priest ersehitft  (1532)  Vei-s  (179:  „Ir  bscliornen  gseUen  machend 
gftt  gschirr!"  Ahnliih  in  H.  U.  Manuels  ,Weinspiei"  (läJöl 
Vers  8)1  mid  832;  ejidlieh  im  Lied  der  ^ViOleii  Rott*  in  Val. 
BoIt2  „Welt-spiegel"  (1550)  Vers  ä3I4:  .„bis  tnffels  namen  faren 
wir.  Ijyra  w.vn  da  machen  wir  (jüt  grschirr!" 

Vers  lityx/9'.t  liei.sst  es  von  .Iidmniies:  .All  ander  Pro|>heien 
süud  im  wychen.  s\  niiisseiid  im  all's  hulmli  f^^ebeu''.  (VkI- 
Schw.  Id,  IL  1^01;  mvb.  IV  n,  241;  Germania  XXI,  76  und 
Zfd.  Hl.  X\IX,  4'il.i  Dicsfs  Sprichwort  ist  vom  eiiu-ni  n«c!i 
lieutu  bekuimleii  Luseii  mit  zwei  vei'«ehiedcii  hingen  >l»hiich«-n 


93 

hergenommen;  wer  das  grüsseiP  zit'lit,  ist  der  Sieper  im  Wett- 
streit. In  fiairliclu'in  fSiiiii  verstellt  man  darunter:  einem  den 
Vorrang  zugestelieii.  Sn  gelirauflit  es  Jidi.  Kessler  in  seiner 
Reformationsclironik  .Subi>ata''  von  Zwingli;  „Ocli  der  wider- 
toufer  rott  hat  im  niiiessen  das  liälmli  geben";  iihnlieh  bei 
Mumer  in  der  ^(jeuchuiat-  (V.  187:^):  ,So  ist  es  uns  ein  grosse 
schandt,  das  wir  den  wyhren  das  liälmlin  landt"  und  bei  Hans 
Salat  in  seinem  „Triumplius  HereulisHelvetici"  (15;t2]  Vers  350: 
„Noch  nimpt  im  diser(H.i  das  helmli  ab-",  obwohl  im  letzteren 
Falle  die  Bedeutung:  .den  Hang  streitig  machen'  mit  unterläuft. 

^Henck  den  niantel  nach  dem  wind!-  (V.  2749.)  (Vgl. 
DWb.  VJ,  1610  ff.)  Das  ist  der  (Irundsatz,  nach  dem  der  cha- 
rakterlose Hofrat  Delboru  handelt.  Dieses  Sprichwort  hat  einen 
interessanten  Wandel  in  der  Bedentung  durchgemacht  Zunächst 
ist  es  das  Bild  für  ^sicli  in  die  Zeit  schicken";  eine  tadelnde 
Nebenbedeutung  liegt  anfangs  noch  nicht  darin.  So  spricht  bei 
Hans  Sachs  die  Armut  in  seinem  Fsp.  „Praw  Armut  nnd  Pluto" 
(Psp.  I,  S.  27,  V.  171  tf.)  -ich  kan  gering  und  mesig  zeren,  und 
nach  dem  wind  den  mante]  keren".  Wenn  es  in  Andreas 
Scharptfeneckers  „Verlorenem  Sohn"  tieisst:  „wer  jetzt  wil  gelt 
und  gut  bekommen  in  der  weit,  der  muss  sein  mantel  wenden 
stet  und  sehen,  wo  der  wind  her  geht",  so  klingt  jene  Neben- 
bedeutung bereits  stark  an.  Bei  den  beiden  folgenden  Belegen 
kommt  der  Vorwurf  der  Charakterlosigkeit  orten  zum  Ausdruc:k: 
„mancher  durch  liegen  wiirt  ein  her  .  .  zö  blosen  mal  ist  er  ge- 
schwind, den  mantel  henken  gen  dem  wind".  (Brant,  Nar- 
rensch.  100,  16)  und  „wer  jetz  wil  gnant  sein  der  weit  frind, 
der  henck  den  mantel  nach  dem  wind".  (Jörg  Wickrara:  „Der 
Irr  Reittend  Bilger"  (1556)). 

Die  heute  noch  gebräuchliche  Verglcichung  des  unbe- 
ständigen Weiberherzens  mit  einem  Taubenschlag  war  bereits 
im  XVI.  Jh.  üblich.  So  .'sagt  Usim  (Vers  2787):  „Ir  hertz  ist 
offen  wie  der  tuben  huss,  fingt  eine  yn,  die  ander  uss". 
(Vgl.  DWb.  XI,  172  ff.)  Fast  mit  denselben  Worten  finden  wir 
dieses  Sprichwort  auch  l)ei  Hans  Sachs  in  „Der  di'eyer  buler 
underscheydt"  aus  dem  Jahi-e  1544  (K.  Ilf  381,  25). 

Eine  Anzalil  Sprichwiirter  des  XVI.  Jh.  tiaben  ihren  Ur- 
sprung in  dem  damals  sehr  entwickelten  Badewesen.    So  sagt 


64 


Annas  Vei's  3d85:  .Das  ist  ein  hei'ss  bad  iiberthan".  (Vgl. 
Scliw,  Id.  IV,  1012.)  Kr  will  (liiuiil  «usdnickoii.  dass  die  An- 
kk^i>  der  Pti:iri.Kiu>i-  beim  Küiiig  riir  Jotuiiiiii^  selir  utiaiiKpniOtmf 
KuU^on  tial)(-ri  wird.  In  (.[i<.-sem  ülteilru^cnrti  Siun  (ivhrau<:lil 
OS  anri)  K,  U.  Maniif)  in  Kc-iiirr  „P'i'eiiiidlirlti'i)  Wiiniung"  aus 
dem  Jsliri-  1557  8tr,  20:  ^O  KYil;!iii»icliurt  dt-nck  diiruii,  's  had 
ist  dir  öiiertan".  Das  Bild  ist  nafürlirli  von  dem  8rliwitzl>ud 
iMTltijfirjroiKHomPD,  das,  wenn  es  allzu  Iieiss  zubereitet  wird,  für 
die  Gosmidlifit  jimsxen  Srhailon  hriii«!-  —  Kin  zweites  liierhor 
gehörigfs  SiirirliwurI  bietet  Vfn>3671:  „Wylan.  so  mftst« 
's  bad  usstrÄKcn"  (vgl.  Scliw-  Id.  IV,  1013  ff.  und  DWK  I, 
1070)  sa^t  diT  (Jwürdikni'dil  zu  Johannes,  dcQ  er  gefaugeo 
nirnittt.  Mit  dieser  Kcdf-nsart  bezeielmpt  man  im  allKomeineii: 
das.  was  ein  HndtTLT  iin^ericbtet  hut ,  bt'Usen  iuii:^8t.^n.  S«i  ge- 
Irrauclil.  es  aiifh  Kuf  in  seinem  ^Josepli-*  (1540),  wenn 
Jusv|di  xii  den  ]!]-fid<.-i'ii.  dii-  dun  Fti-njimiin  iiU  Pfund  zu- 
rück lii.sspii  sagt:  „llaiin,  wo  iis  lit'.ssr-nd  iindtTwegen,  m  müesst 
dergfanpen  's  bud  Msstrügen":  iihnlich  Jos.  Mnrer  im  „Absiilon" 
und  Jolu  Wagner  im  „St.  Moritzen  und  Si.  Ui-seuspiel-  (läöä 
and  läSI). 

.Die  i^ciiandrlirh  ktingiit  .fezabeel  wolt  Mriegen  den  küng 
Isi'acl,  Jvbu,  da  sy  ins  bÜclissHn  bliess*  (vgl.  Scliw.  td.  Pf, 
inOI  lind  DWb.  n".  ITii)  hcisst  es  Vers  3;(lß  in  d(^r  Hede  des 
Kämnierlinifs  vm  den  üppigen  Weibern.  Diese  im  XVI.  Jli. 
sehr  ^^ebranchliirtie  Heilen.^art.  .ins  Büolislein  LiJasen"  ist  tuis 
heute  auf  den  ersten  JUirk  ganz  luiverstätidlich.  »isfh  brlrtirt 
iiii.sin  seinem  ^TeutscIi-I-iiteiiiiscIitMi  Würterbucli"  (1741)  T,  S.  In! 
liat-illier:  ,.ln  das  Uücbslein  blatten,  ln-ifiKl  hi-ym  Mathitiio  Conc.  10 
Sarpptae,  sieh  Krlimiiikeu.  Das  ist  in  eine  RUehsc,  worin  die 
snlitile  Si'iiminkt*  ist,  bhisen,  diuss  sie  sich  an  die  Haut  des  Ge- 
siclitü  anhängt",  tieiler  von  Kaiseistag  spricht  in  den  _Bro- 
sämliii''  (%•)  ebenfalls  von  diu  Weibeni.  ,.die  in  das  böcbsiin 
blasen,  dass  sie  ein  l'erblwn  empfahen*.  Unsere  Redensart 
wird  nrs|irfinglieli  nur  vnii  tler  Piiderstdiniinke  gesa^:  dann  aber 
wird  sie  uueh  auf  Srliniink)-  im  eitrentlii'lieii  Sinn  di-s  Wurles 
ungdwandl.  So  «,  B,  Mmiier  in  dorNnrrcnbesdiw.  44,  13:  ,Dns 
luclisliii  lyt  bi'scbiMssen  drinn,  (im  ledlein)  ilamss  ir  ferbeut 
Uwpi'  kiiiM  und  >;try<.liL  di-ii  bL*cKIi)i  vaibeii  an.    iilf  das  ir  zier* 


w 


> 


Iklt  yiihet  ^Hii".  T)ic  Genchiclite  der  JozntiK'l.  «ur  dii>  bei  AaI 
ftiiSTMpit'Ii  winl.  hftimli't  sit-fi  im  11.  ilucli  der  Küriii;:»',  Kap.  9. 
wri  CS  Vei-yt  ;{))  ]ji'j.s<it-  ;,riKl  da  •feliii  ^eii  Je^rvt^l  kuii  und 
Jttz»t)c-rl  (las  erfuhr,  HCliniiiikto  sie  ttir  Aiigesirht  und  sclaiitv 
zum  Keiwter  lioniiis". 

Eiw  iiiiK  lifiiti-  ct'fiifalU  iiiivcrsliitidlirlif  Krdonsart  Icwn 
wir  bei  Anl  Vers  :'ili>;4!  „Nim  hiiv,  kuhu  iialiur.  lüplf  den 
Btfl!"  (V?l,  Scliw.  Id,  III.  1356 'und  nWh.  VI,  1310.)  Auch 
McYcninTinn  muss  sie  dflejiliiir  iiirht  frciiluti?  tf*'Vi'''sen  sein;  denn 
t.T  seiat  dafür:  „Gang  dapflVr  uahi-r,  st-IiwcU  iiit  vill"  „Den 
Stjl  (=  Schwanz)  lupfen"'  wird  roti  dahin  eilenden  Tieren,  be- 
sonders von  Hun<l<'n  gebi-am-ht;  im  ütM-rtitgenen  Sinn  bedeutet 
PH  ,.sirli  beeilt'U.  sich  pilrnds  iiufniachen".  rusere  Redensart,  die 
lediglich  auf  dir  Schweiz  bi-^chhinkt  zu  si'iii  äclieitit.  findet  sich 
■ucli  in  einer  Sl.  tiutler  Huiid.si'hrit't  aas  dem  Ja)nx>  lö3U:  „Drum 
giiiig  bald  lind  lupf  ib-n  »til". 

,..\l8<i  It-eri  tiMn  die  nfferi  (fyfren"  sprielit  Vfrs  3736 
(lur  Gwurdlknt>ctit  zu  JoiMnneti.  den  er  in  den  Kerker  wirft. 
(VeI.  Sfliw.  Id.T,  99  Mitd  DWb.  IV  i .  2Ö77.*  Uns  Siuictiwoit 
will  biwayeii.  dass  man  mit  Ofwnlt  selbst  das  Schwifripste  er- 
reichen kann.  Murnvr  ilbei-scbreilil  mir  ,.I)en  afl'en  leren  (O'K*'»" 
das  Ö9.  Kapitfl  seini-r  Nanvnbcjichw..  da«  mit  den  Worten  be- 
ginnt: „Ich  Icr  vil  ('  ein  afft-n  (j-vai'».  cl.-mti  ein  bnese  zunjrcn 
schwvgen".  Hier  bei  M,  h»t  das  Sprit-liwort  wiien  etwas 
anderen  Sinn;  denn*  er  hält  wolil  beides  für  gleich  unmügltcli, 
wnlirvnd  bei  Aal  doch  nur  die  .Scbwietijjkt-it  einer  Aiifgube  bi'- 
zt'irhnet  werden  .•'oll,  wit'  ans  der  PiirüpIiruuierunK  lA'ni  dTiiiri-L'n 
mit  dem  kf-Iben  schwygen'"  hervorgolit. 

Eine  im  XVI.  Jt.  äusserst  Miebte  rmsctiroibung  für 
„schmeicheln"  war  .  den  falben  hcngst  strciclnn".  So  sagt 
Vers  37S8  d^r  Hercld  von  Johannes:  ,,Het  er  Herodi  wölleu 
schmeielilen,  den  falwen  hi-ngst  glatt  kt'iiiuen  streichlen 
(vgl  Scliw.  Id.  1,832  inid  DWb.  III,  I2f>7ft-  nnd  IVii  986),  so 
wer  im  fjolichs  ywiss  nit  bschehen".  St*b.  Braut  hat  imspr 
Spiichwort  in)Pr  sein  lUÜ.  Kiipitcl  cle-i  Xarn'riscliitfs  gtsetüt. 
Gotidekt*  DK'iiit  in  den  Aniueikiin^'ru  hierzu  ,,Vnlb  war  (wie 
falil)  keine  eirip fehlende  Kaibe  d*-.s  Pferdes;  wer  ihm,  dem 
Falben  dvninjth  scliiiu  tat,  wihmeiehelte".     An   und  i'iir  sich  ist 


«6 


diese  Erkliiniii^  ganz  eiiileuctitrnd ;  nur  mtis^len  Belege  dafür 
bcigetirinlit  wcrildi.  dtiss  tal such I ich  pino  Abm-igimg  gvgcii 
l'iillie  PfpriU'  licstanil-  Id  der  llUl^dlwei/e^iKch(>^  l^rMmatih  Hmli' 
ich  die  liciloiL'^art  uuclt  in  H.  K.  Manuel»  ..WeiDspiel",  wu 
Vers  3182  von  den  Frauen  pesugt  wii-d:  ,,l)cn  falben  lu-iigst 
ki'mili'iKl  k'  woI  striclion''. 

Pas  Gcgeiitoil  von  schmeicheln  Wdent«):  ein  Sprirliwort, 
da«  wir  Vers  j{798  lesen:  „So  biild  mmi  redt  der  weit  in 
schilt  {xg\.  UWh.  IX.  119)  von  stnnd  an  sy  darwider  iiih". 
Ursprung:! ich  ln-i-sst  „in  di-nSch,  rcdfn"  einem  dit  Bm-chtifrung:, 
einen  ritterlichen  .Schild  oder  einen  Wappenschild  zn  tragen, 
absiirechi-n;  mit  anderen  Wurtcii,  die  eilk'  Ilerkuufl  bezweifeln. 
Dann  alii-r  wird  dfr.\n.«drniik  vcraüpcnicinept.  und  bpsapt:  ROffen 
jcinnnd  n-deti.  Pjnvväiidi'  gegen  eini^n  iiitichen,  schliesslich:  die 
Wffllirlieii  sagen.  b\  diesem  Sinne  Rctirancht  es  Fischait  (1,  lÖ, 
40!)  I\urz)  „Die  reden  in  recht  in  den  schilt,  die  wisseo,  vo  «8 
inen  ßtlt". 

Um  die  scliwutzhuftig:en  Weiber  zu  chnrukterisier^n,  mfl 
Odins  Vers  4119:  ..Sy  brnchend  den  ßriff  uff  der  gygen. 
das  eine  hilfft,  der  andren  .sehwyjrm".  (Vgl,  Scliw,  Id.  11,  HB  und 
710  nnd  !)Wb.  IV  i,  2.')7ä.)  „nm'"  bezeiclinet  hier  die  List, 
die  schlaue  Absicht;  an  unsei-er  Stelle  ist  es  imtürlich  ironisch 
ge.-äapt.  Denn  es  ist  ja  nur  ein  vcnneintlichcr  Kniff.  In  X 
.Manuels:  „Viini  Pajist  iinil  seiner  Priesterscliafl"  (In22)  uftKt 
Verjiül  der  Papst  Entehristehj  spölti.sch  von  seinen  einträglichen 
lletrü^ciTien  der  ciiißilti^n  tilüubigcn:  ,,Da8  sind  alles  gfit 
griff  iif  der  gigen'-. 

„Für  die  sorg  gfb  ich  nit  ein  sehnallen"  (vgl. 
DWb.  IX,  1102}  redet  Samech  Vers  4223  zu  der  besorgiiai 
Knriigiii,  nni  ihr  .Mut  eiMztis|irechen  nnd  Vers  ßfitiO  siigl  dei" 
Henker,  als  .lohaniics  sein  tetztes  tiebet  spricht.  ..Ich  grb  umb 
dein  gbett  iiit  ein  scbnanen'".  Dieses  ScIi.  ist  vin  starkes  Neu- 
trum und  bedeutet  eine  plUtKÜrhe  Üewegung,  einen  schnellenden 
Sdilag  oder,  wie  wir  etwa  .■iagen:  ein  Schnippchen  (uüt  dem 
Kinger).  So  sagt  Kficili  iin  Keiijührshpiel  (Moni',  Suhausi». 
d.  M.  II,  V.  640)  viin  seinem  Prnwss:  „So  gcb  Ich  nit  ein 
schnellen  um  dtix  daz  wir  werdent  gewinnen".  L'nd  die  wol- 
lüstige Ih-ginc  .spricht  in  N.  Manuels.,  Vom  P.  u.  s.  P.'\  VersOiW. 


m 


I 
I 


,.Da  grob  ich  nit  ein  gclmiillcii  drtiin.  ivh  bsor^  nit,  wie  tcli  us- 
liiii  kumirr',  iiiii  ihrer  Sorfrlosijtkeit  um  ihr  Sfhickisal  nach  dem 
Tcidt-  Ausdruck  zii  jfeben,  Unser  Sprichwort  will  also  die  \'er- 
iicUtung  und  (leriog^hätzung  einer  t>nc\w  bezeichnen. 

Sin«  im  XVI.  und  noch  im  XVII.  Jh.  hüußp  gebrauchte 
HrdcHi^irt  hüiTii  wir  vim  dem  unfieduldi^eii  Narren,  der  zum 
TiimihuK^r.  der  ihn  atiDialten  will,  sapt:  ..Thl^  nH'  und  mach 
nit  langen  m ist ■"  (V.  4414.)  (Vgl.  ÜWb.  VI,  2260  und  Schw. 
Td.  IV,  038-1  Zur  Rrklilnmp  sei  henierki.  Arn»  in  der  Redensart 
.,lang"  ursprünglich  at^  Adverb  siebt  und  bei  ^inist"  nicht  an 
Kot.  sondern  an  Dftnger  (—  Mi-sthaufen)  zu  denken  ist.  Di« 
imiIgmHge  Zubereitung  cinej;  guten  I>ftngers  erforderte,  zumal 
in  ßiner  Zeit,  ilit>  den  Knn.stdiinger  noch  itirlit  kannte.  lange 
Zeit,  —  eiii  kurzer  Kiiihliek  in  Aas  iiiUliselige  Leben  des  Bauern 
im  XVI.  Jh.'  Im  figilrliclien  Sinn  bedeutet  unsere  Uedensart 
soviel,  wie  „l'iustände  niacluii,  sich  annnilten".  Sn  ki-nnt  es 
z.  B.  aneh  H.  Sarhs  (Fii|>.  11.  112,  -23V):  „dach  wil  ich  iiit  l»ng 
mist  da  niatrlien.  wann  kerab  der  pawer  zu  den  saclK'n.  so  schlug 
er  mich  im  feld  darnieder"  und  .lürg  Wickraui  im  „Rollwagon- 
bQohlein"  (l.'rä'))  ivi,  23:  „und  maehlen  sich  mit  den  iilierigen 
davon,  dann  in  .'«iilrhen  haiidlpii  i»!  nit  Innger  niist  xb  marlieii". 

Ans  dem  Mnnde  des  Narren  vernehmen  wir  (V.  4444)  ein 
zwpites  im  XVI.  Jh.  ebenfallH  sehr  tieliehte.»;  .Sprichwort:  .,In 
dburen  ghArt  wol  liabiT.'^trowi-  (VkI.  DWii.  IVit,  «7  ff.) 
Haferstroh  bezeichnet  eine  sehr  geringwertige  Sat^hc.  Der  Bauer 
war  bekaanllicli  im  XV].  Jh,  von  den  Übrigen  Ständen  ver- 
achtet, Tür  ihn,  glnubli^  nuiii.  wäre  das  ticrtngste  gut  gunug. 
So  .'lagt  Luther  (W,  III.  13T')  ,,Cibii«,  imus  et  virga  nsino,  in 
einen  bawren  gehört  haberstro"  und  in  V.  Boltzens  „Welt- 
spiegel" (Vers  3662)  .spricht  der  lioclinilttige  Student  zu  dem  Be- 
anuH  (■=  Puchüi:  „Haberstry,  das  ghoit  in  dburfii!" 

Kum  Srhiu.'*»  lernen  wir  noch  ein  Sprichwort  kwinen,  das 
vum  Kartenspiel  herübe rgonommen  i»t.  Es  ist  eine  eigenartige 
Beobachtung,  dnjis  diese  Wendungen,  die  von  Spielen  liherhaupl 
und  namentlich  v»iu  Karteuüpiel  ms  Leben  nbcrirngcn  wurden, 
ineistcnteib  sich  iiuf  ernstere  Verii^ltnisse  beziehe».  Vielleicht 
iKt  iliirin  eine  Krklünnig  za  tiudon.  da:^»,  bei  der  leidenschaft- 
lichen Spielwut  jener  Zoit,  oft  um  M-br  hohen  Kiiisatz  ge.<:piolt 

Üanbvri,  Juk.  A>1*  JubatUDM  < 


k. 


w 


wurde,  und  mit  oiiiom  Zur  nirlit  sollen  Not  tiiid  Kl^tiil  Ober  den 
Siiit-ItT  liereiiiliracli.  ..Icli  inerck.  wit  emisclilct  tialt  die 
kanten ■'  (vgl  UWb.  Y,  23b ff.  und  Scliw.  Id.  lU,  48H)  ruft 
Vers  6440  rifrodfs,  aU  or  dii'  Llutij;*'  Bitte  des  Miidcliens  vcr- 
riinitnt.  Bewnidifi-s  !tuHi  iin  jiulitiscliL-n  l.i-bcii  wird  unser  Sprich- 
wort gcbrttuclit,  so  in  cineiti  .S[inK-li  uns  dein  Jiihit*  1501*:  „Die 
Venediger  und  der  künis  vun  Franki-eicli  liaben  Ire  sclianz  e«- 
leicti;  sie  linbeii  ein  karten  genii.schl,  die  tigt  xu  Venedig  auf 
dem  tiäcli''  i^'aunmimis  Scmpeiiin  11,  283).  Aus  dem  Leiten  des 
.Spielei-s  sind  iiocli  zwei  weitere  SprichwüHer  gcnoninien, 
Vers  4019  piiraplirasiert  Odliopius  den  Satz:  „Dom  (Job)  wirt 
ihr  liciicker  's  liunjit  abschtaii"  mit  der  Weiidmip  „Dor  mÖss 
zuDi  lutsti-ii  d'sjiil  us}iir»geu"  und.  »Is  JU'rudias  oliiic  £]-• 
folg  den  Tod  des  Juliaiiiics  verlaugt  hat,  sagt  sie  Vei-söOTT; 
„Mir    überzwercli    lyt   in   dorn  spit,    dav    er  d«ii  man  lüt 

tÄdtcn  wii-^   (Vgl.  invb.  X  I.  2:in.) 

Mit  dii-sfr  Au.swalil  (.-^t  iitiii  die  reiche  Fülle  des  h'prich- 
würtliclieii  Sdiatzes  nocix  lange  nicht  ersrhupft.  Da  eine  um- 
fassendr  aiLsfUhiüclie  Heliniiillrui];  zu  wt-it  t'iiliri-n  würde,  be- 
lüge ich  mirli  niil  einer  blossen  .Aiir'zaldiini;  der  übrißnn:  „Die 
saeh  wii  hau  den  b()sen  rillen"  V  ti73;  ..(idt  ist  auss  auderer 
Ifiton  lader  vJl  breitler  grosser  riemen  schniden"  V.  805;  ,.Ks 
ist  kein  «mpt  —  sy  lieiiokcs  wert"  V.  80*.»;  „Wer  wolt  dess 
hcilKcii  grab-s  vergehen  lifilenV"  V.  810:  ..Das  Cäppely  (der 
Carrent>»-liii1e.r)  vol  singen"  V.  83 1-,  .,Deii  prnlwßn  liindi'reni  ofen 
hstriclicii"  \'.SS2:  ..IVr  tüffel  wer  im  wi-p.-r  vil-  V.  881; 
„Eini  uheni  seckel  ßan"  V.  910;  „In  dess  Tiiil'ul.-:  .«eil  unitlraben" 
V.  912;  „Silier  «chaiiti  {=  Wurf  im  Siiiel)  Ifigen"  V.  1»7ö;  „PcIi 
fön  der  ttlffel  am  strirk"  V.  1120;  .,<iar  hAss  ist  srhianpen  in 
der  scliö«*  usabrillteri  und  dit;  -selben  neien"  V.  1134;  ..Dnrcli 
d'finger  selieti'  V.  1 14r>;  ,.l)e3n  kistenfegen  sind  wir  hold'^ 
V.  1203-.  ..Der  Tüfiel  wil  sin  uiigluek  Süiigeu"  V.  1876;  „An  im 
üftnd  ir  nit  dhüiid  veibrüen"  V.  1992;  „So  wJrt  nian  im  ein  vei-s-s 
vorltHi'U"  V.  2349;  „Da«  lÜr  uit  oiich  denipt  wenl  din  praclil" 
V.  2413;  „Das  merei-  mUss  da.s  besser  sin"  V.  2430;  „Man 
spricht;  wer  btt.-!s  niu^',  der  thfit  bass,  wpr  lli-i«ch  hat  z'  essen, 
iwit  nit  fij-üi^.  ih-r  mi-k  s»  nach  iiir  iRt.  als  hemhd"  V.  2669' bis 
2671;  ..AU   iinglück  :iber  xteekl  im  Kpil"  V.  2714:  ..Man  mflss 


99 


gvaai»  HciTi-n  la»u-it  iiiai-]ii>ii"  V-97r)t;  .,Ki-Jiir  wl  bAt»  sai^lien 
ir  ßfti  ßclif^ii"  V-  2755;  „Man  si»rirlir ;  kein  ninrliirk  kniiiiit 
llfiii"  V.  2t««!;  .,lX-ii  narren  im  tirind  Imii"  Y.  2H3ö:  ,JJas  in 
nit  fllU8!<  nie  hiiisentl  lung"  V.  2987;  „So  focht  man  Amüsn  mit 
k)riiii-m  h]MTklv  in  (Ut  fjilli-ii'-  V.  2118S:  „Dns  sprirliwoil  ni&«8 
er  den  ernnswi-n,  Aa^a  Herren  dU'nst  sind  uhcrrnVelitisr"  V.  3045; 
„Das  etwann  dkÄ  tinil»srlil«rh  den  kültel"  V.  3056;  „Ein  yetlicli 
gitrliirr  kcnt  man  nm  kl»n&:,  den  Vügx'l  l)yni  güdrr  und  liym 
gmog"  V.318I— 318ä;  ..%  Uitzpet  wie  ein  bftser  guV  V,  3301 ; 
^Der  Nchinipf  lU^r  uil  sieli,  mein  icli.  iniiclie»''  V.  3330;  .^Diss 
briagt  mir  onch  kein  prtws"  V.  33114:  „Wir  wcnd  die  liebe 
[rnnt!s»tn  wcyduu"  V.  .H433;  .,Man  s|)rir)il  wid:  wenn  <tiL<i  lioiipt 
krani^'k  ist,  .so  IihIw  alliT  lyb  kt-in  friär*  V.  34Uß/l)7:  „(Üirli  wie 
der  Herr,  alw  der  kneclit"  Y.  3äU4;  „I>b«s  'k  vtrlck  uns  wiitstv 
nhvni  KTind"  V.  360S:  ..Ült  nUt  dann  dlitt  utwliüppcii  kan" 
Y,  3fin  (Der  Hipi»n.  ^in  imeli  jetzt  in  rli;r  Srliweiz  ht-k.  Back- 
werk; die  Hippen luitien  wnren  wegen  ihres  S<?liniäliens  bp- 
rtirktifft)  ..OfTt  aher  machet  eiur  ein  grhhi'n  dein  »ndcren.  falt 
er  selbtT  driii"  V.  36äfi.'27:  ..Untrüw  trifft  sin  eignen  Hi-rrn'- 
V.  3<J29;  „Über  d'klinpen  sprinjKn"  V.  3725;  „Snjc  dapen 
(-  Viag^Kpitzea)  wie  ein  üär!'*  V.  3734;  ..Darzft  der  tüfft-) 
uibt  sin  Star"  V^TsSSOa;  ,,Kin  böser  Itjipp  leyr  kein  pflt  ey, 
ist  langest  ein  uniltes  ((sehrey  V.  3M5(J,'f>7;  ..Kin  IwW  wiirlz, 
verfltiehte  est"  V.  SHöS;  „Kin  ^Hwis^h  leben,  ein  srliwini  enil"' 
V.  8960,  „Kein  cych  at^kaiwen  wirt  von  einem  sirelcli" 
V,  434G;  .,Aas  eilend  selmwen''  V.  436f>;  ..Teh  Hclikcli  dicli  sust, 
das  dir  f^cltä  brist"  V.  4416:  ..Diu;  vrcrc  ght  in  minon  kra^ren'^ 
V.  4418:  „Und  s^lt  dirs  lierlz  darol»  vcrsincken"  V.  4448;  „Den 
verss  weit  ieti  im  glatt  vorlesen"  V.  4504;  „Du  liejwcsl  wi>l  .sin 
fünff«  grsd"  V.  454*1:  „Nit  zo^fen  hab  am  narren  seyl"  V.  4667; 
„Dann  ye  nacli  schnrulcr  lieh  vol«!  ley<I"  \'  4ti85:  „Denn  wyber 
mdchiiff  listiff  sind"  Y.  47äU:  ,.Kin  liftscr  rhat  brintrt  bAso  tJiat" 
V-  4732;  „Der  frt'tsrlicn  warend  vil  im  barli,  hiss  da.«  irli  mich 
dir  gar  versprach"  V.  4tiy7;  „Dann  werend  wir  schon  bcde  am 
liag  ('—  vor  einem  Hindernis,  in  di-r  Klemme)  V.  5097;  ., Ver- 
seht wie  V  gÜMt'l  (=  Sjiren)  uH'  di-r  erden"  V-  5269;  „Kin  bliiuk-r 
man,  ein  armer  nmn"  Y,  .')50H;  ,.Rs  facht  mir  .in  in  d'nasen 
riilien'   V.  ÖSÜ8;   „Diis  gliiek   wi'dl   sin  reebt   giitlicU   walitn" 


V.  äiib'2;  „Vml  ^Tir  iiiilui»  wie-  c-in  Bi-gin"  V.  (HKW;  „Mit  larctn 
buch  ist  nit  grüt  singen"  V.  G081;  „Wirt  mir  min  dingli  »iticli 
riiin  ffinaclit"  V.  61 13:  „\Vo  pftl  win.  do  ist  ytel  ffliick"  V.  6171; 
„Kl-  Wirt  scliier  ein  giita  sctiöpflly  Im»"  (r=  Hnpehüittrt  sein) 
V.  6211.  ..Der  iinrul  wt-l  mi.s  iiit  ine  ritten"  V.  ti282:  „Dann 
sMt  uns  fölen  ilisc  scimntz"  V.  6287  (s.  u.  978t)  „Irli  mein,  der 
Xnrr  steck  dir  im  fcopfT'  V.  Ö367;  „Lflg  .  .  dns  tlir  ki*in  iniingolt 
ttichcrzlialt  wohl  IUP  mangelt)  wactiss  in  lioff!"  V.  6374. 


VIII.  KApit«! 

y.nv  Kritik  de»  Aalschen  Johaiiiiosilrainas. 

Eine  Beurteilung  Aals  (intlel  sich  in  der  ttissensfliaflliclie» 
Literatur  der  Hcliweiz  zuerst  bei  Kniil  Weiler  in  seinem  , Allen 
Volkstljfatcr  der  ScliwL-iü%  FrauenlVId  1863.  I>orl  Iioisst  w 
S.  219:  ^Nichts  weniger  als  ein  Mysterium,  vielmehr  ganz  Im 
Sinne  und  Tone  der  Zeil  zugerichtet  Die  Sprache  klingt  für 
daniiib:  Kchon  altmodisch  und  hat  keinen  etlleren  Au.sdMick,  hLs 
die  meisten  Spiele  des  XVI,  Jh.;  noch  weniger  findet  man 
bessere  Verse  oder  mehr  t^inu  Ihr  dramatische  Form.  Derb- 
licitfu  kommen  für  i^in  bibltäclies  Tbema  (assi  üIIjeu  reich  vor. 
Das  Ganze  int  zu  gedehnt,  als  Aass  vs  nicht  pedantisch  und 
langweilig  sein  solliu  und  hält  z.  B.  mit  den  Spielen  Kuuffü 
keinen  Vergleich  ans".  Auf  der  folgenileti  Sein?  kannnt  W. 
dann  zur  tiacUv  »elb^t.  Die  RrJJIt'niingsredc  des  witzelnden 
Narren  wird  wenig  dri)]lig  genannt,  die  gemischten  Reime 
werden  irelobt..  Die  nun  folgende  Inbaltsangabo  int  vollgtundig 
oberftilelilicli;  wesentliches  ist  niii  unwesentlicheia  wimi^chi. 
Wenn  W.  S.  225  zur  Rede  des  Hofmeisters  sa$t:  „Der  Herr 
Propst  hatte  Weiberstudien  gemacht:  nur  verle^'t  er  etwas  die 
Sitten  seines  Zeitalterä  atidertlinlh  .Tuhrtmisend  zurück  unter  das 
auserwählte  Volk,  bei  wtrlelicm  Putzsucbt  und  Hotl'urt  noch  nicht 
so  oingeriäjen  wureti,  wie  im  «'liris-tliehen  Mittelulter",  so  wird 
man  diesp  Worte  einem  literarhistorisrh  nicht  gebildeten  Dik-t- 
Uintcn  wühl  viTzrihcii,  bei  Wriler  aber,  dessen  Werk  den  An- 
spruch erhebt,  eine  Cirundlage  fi^r  üesclüclito  dvr  schweizerischen 
Volküdrunmtik  der«  XVI.  Jh.  zu  bilden,  sind  sie  lischst  budauenis- 


101 


wert.  Wird  ein  Mann,  iUt  so  Jon  (Jnimklianikter  drs  Volks- 
dramns  verkeimt.  Qljerliiuipl  in  der  Laife  sein,  Aab*  Werk  zu 
V(-i>t('lii-ii  1111(1  zu  wiiitli^ritV  Die  Ik-iiii*rkun;r  Weilers  zui'  Kcde 
des  letzten  Herold»:  ^lii  dor  Tat  wnr  A'ivtn-  Tni^i«die  cbcntio 
fjir  IVulcstaiitcn  \v\f  für  Kutlioüki-n  iH-rwIiiu-t,  trat  keiner  der 
tx-iden  (Glauben s>;tkt«li  (!)  zu  nahe'.  I)e.stclit  inKofvni  zu  Recht, 
als  AhI,  der  mit  scjoeii)  W<*rkr  dnrclmus  auf  nltkirelilictieni 
StAndpunkt  steht .  es  vcnni-Jdet.  f>rinen  Stutf  in  einseitig  teu- 
denxi&Ker  Polemik  gefTen  AndersgUiibige  misziiheiiten.  Wunii 
dann  W.  lurlPülirt:  ,.So  crlii-bt  sicli  M'lion  diiinalfi  das  Orania 
Über  d(!n  unaufhurtichen  Streit  der  (.Ikubetisfonnon,  ein  ^bmient, 
desswn  Ik-ileiitinig  wir  ilem  Verfasser,  einem  K;illiiilikei),  liieht 
gering  auscldiiffen  dUrfen",  so  ist.  Ijisloriscli  betrutlitet,  diese, 
drx'li  mir  eunsul  zu  vcri^tvliende  BcifiigmiK  iirian^eliniclit.  Wer 
dti!  altAcliweizeriselie  Dramiitik  dt-s  XV'f.  .III.  kennt,  weiss.  diUüi, 
w«K  Tendenz  und  Coleniik  betriHt.  ^rerade  die  Refenniert^'n  den 
angreifenden  Teil  bildeten;  ieli  erinnere  nnr  an  die  Namen 
GcriRfnharti,  ^'il-lall^i  Manne).  Kanä  von  Rnie,  Sixt  ßirck  und 
Jakvb  Ruf.  Nirgends  linden  sieb  anf  der  (Gegenseite  Mätiner. 
die  ihre  altkircblielit-  Aiitl'ussuii);  verteidiffeu  (lud  die  Neuerer 
t'befelidvn.  Selbst  ein  als  Pri-isaikrr  und  Kjiiker  so  leideriücbftft^ 
lirfier  Verfechter  des  alten  Glanbens.  wie  der  Ltizerner  Hans 
'SiUat,  bei  dem  man  am  ehesten  I'oleniik  ffepeii  die  Keformierten 
rerwarten  Hillte.  bat  iu  seinem  „Ver1»n'iiiJi  tSi'lni"  ^^rolu-  AuMtuUe 
g4^en  An(1er.>igliiubige  ^änzlteb  vermieden.  „In  Bezii);  auf  die 
KinmenfpinK  konfessioneller  I'oleniiJi  in  »Ins  biblische  ftrama" 
sagt  t'reizeniich  ((leseii.  d.  n.  1).  lU,  3l3f  „zoipen  die  Kntlioliken 
eine  weil  eriK-isere  Zmikklialtung  als  dii;  l'rtiiestunten*.  Ja 
man  kann  geradezu  sagen,  da-ss  das  reforniatorlsclie  Tcnditiz- 
drama  in  der  .S'-Invfiz  ein  nicht  z«  untci-scJiHtzendes  Mittel  ffe- 
Mieseu  ist.  um  di-r  neuen  hehre  zum  Sirge  zu  verlielfe». 

„Nichts  weniger  als  ein  Mysterinm-'  sclireibt  Weller  in  der 
Kritik  des  Aalschen  .Juhanries"  Weller  bat  entweder  keine 
Ahnung  von  dem  Wesen  jener  miLieliilterlichcn  Vulksdramen 
oder  er  hat  eben  Aals  iJramu  |j;iir  nicht  vorsl^inden.  Denn  kaum 
ein  Spiel  des  XVI,  Jh-  zeigt  eine  solche  Verwandlschaft  mit 
den  mittelalterlichen  Mysterien,  alü  gerade  Aals  .Joliainies'. 
AberW.  fährl  ja  lurt:   , vielmehr  panz  im  Sinne  und  Tone  der 


102 


Zeit  zngprirhict".  Mau  ili-iike'  Das  sü)1  i-io  Gf^rpusatz  zum 
Mysttriuni  sfiii'  Whs  (fiM  denn  z.  lt.  unserem  Alsfeldcr  oder 
KedciiliuerHpid  dea  fifc'eiiartigen  K*iz,  wenn  iiiclit  jjL-radc  -der 
äiiin  uud  Toti  dvr  ZeifV  Die  Sprach«  Aalü.  so  kritisiei't  Vf. 
»-«>iter,  sicil  för  dfiinal«  solioii  .altnu-itisrh"  klinfren.  Nnn.  dic-sen 
Aiiüdruck  vcrzi?ilii  iiiitii  uiederutn  i-iiieiii  DileHaiiten.  dt-r  damit 
umsflireiben  will,  dass  ihm  vieles  imversiändlich  geblieben  ist. 
Bevor  icli  die  norli  UbriR  bleibenden  Vorwürfe  Weliej-s 
gegen  A»I  auf  ihre  lU-recht igung  bin  unU-tsuchi; .  will  icli  za- 
näehst  die  Kritik  J.  Bachtolds  zu  Wart  koiniticn  laiiüen.  .Selten 
habe  ich  eiu  l'rteil  gelesen.  Aas  zu  einem  n »deren  über  den 
gleidien  (Vg-en-stund  in  einem  so  sehn^ffen  (Jegeusatz  steht,  wie 
An»  \Vellei)>  und  Itürlitolils.  Dieser  «ipiiehl  vmi  Aul  alü  dem 
bpdeittend.'iten  kntlioliiH'lien  Dramatiker  der  Schweiz  {S.  338  d. 
Lg.).  Allerdings  diirt'  nmii  sich  durch  einen  sulchi'o  Snperlativ 
nieht  vorblenden  lassen.  Wenn  Hinkende  nra  die  Wette  lauteu, 
so  bli'ibt  der  Sieger  ilndi  —  ein  llinkcmUT.  Ks  li»'K:t  mir  tum 
darchaiis  fem,  von  den  katholischen  Dramatikern  der  Sehweiz 
venirliitirli  xu  s[ire(.'heii;  ieli  will  mir  äiigeu,  dass  man  sieh  tiei 
fjiiem  SiipL-rlutiv  die  Kunkurnniz  au.sclR-it  itull.  l'tid,  wenn  inait 
sich  nun  unter  der  rerhältnismässig  sehr  geringen  Zahl  von 
kalhuliMchen  Dramatikern  der  Hchweiz  iimKclmut,  so  wird  man 
zu  dem  Ki^hliisse  kommen,  dass  nicht  viel  dazu  (reli«'irt,  der 
grvsste  zu  sein;  deuD  im  Durclischnitt  tr^tfen  wir  nur  reclii 
n)iltclmä*.sige  Talente,  Aber,  abgesehen  von  dieser  relative» 
(Jrösse,  die  in  miserem  Fall  nicht  viel  bedeuten  will,  besitzt 
Aals  Joltitnnesdrania  an  und  für  sich  einen  hohen  absoluten 
Wert.;  und  gerade  ßivclitold  hat  dies  anerkannt.  Wenn  Weiler 
von  AaU  Werk  sagt,  es  habe  keinen  edleren  Ausdnick  als  die 
meisten  Drami-ii  des  XVI.  Jh.,  so  l»L-luiii[tN?t  liä*rlit«ld  f,'anz  das 
(ieffeiiteil.  und  wenn  Weiler  in  seiner  Kritik  fortfahrt,  dass 
man  noch  weniger  bessere  Verse  tinde,  so  hebt  Uächtold  gerade  die 
besseren  Verse  hervur.  Wenn  endlich  Weiler  Sinn  für  drama- 
tische Form  vcrmisät,  so  lesen  wir  bei  Biiohtohl  wieder  (Uis 
gerade  (Jegenteil.  ja  nocli  mehr:  er  riihmt  den  Sinn  frir  dra- 
matische Furm  mid  .Steigerung,  sowie  die  Oliaraktcristik  «ler 
I*ersonen.  Wessen  rrteil  nnn  das  griissere  Gewiehi  hcizulepfen 
ist,  darüber  winUich  der  Kenner  keinen  Augenblick  im  Zweifel  sein. 


103 


In   selnm    Artikrl    üher   Aal    in   in  A.  I>.  ß.   (T,  t— 8) 

ischrpibt  Scliftt-r.  tint»  die  Tru^octlie  wohl  auf  Gniiid  dos 
p.lnaiim>s  (Ifcollalus-  von  Srlioi-^ipi'r  ^i>iu-lirielipit  rpL  Ttiiss  Aal 
8c-hw)>pvn«  JitliiiiiiK-Kilraiim  (Ci'kiniiil  Imt.  ist  }a  um^lii-li:  uher 
benutzt  bat  er  ?»  uiclit.  Duniit  bvantwurte  ich  auch  gleiclizeitifr 
ilii'  i-ViiKc  Riu'liUiltlK:  ^Oh  und  wic-wi-ii  iIh.s  AdWIii-  Dniiiia  vun 
Jiikob  8clio<.-|iiit.-r»  nJ.  d  ~  ilbib)  Hbhiiugig  'mt,  mus-s  nucb  ivat- 
teilt  wonU'ii"  (H.  341).  Wer  beide  Dntmcii  gcli'^cii  hut,  wird 
nirht  einmal  auf  den  Vcnluclit  einer  Benulzunfr  knrampn.  Wenn 
aber  fScbtTtT  a  »  O.  nur  sii;,n-n  will,  dass  A:i1  diin-li  .ScliiK^ppers 
Werk  dii':  Aiiri'guit^,  ciu  Jüliaiiiiet>dri)i»a  zu  scbreilten.  em- 
pr»ng('n  liAt,  so  ist  das  eine  Annahme,  die  nicht  ub- 
ztiweisen.  aber  auch  nicht  zu  beweinen  ist.  —  Viel  mehr 
IJerechtifrnnir  liat  die  Pra^re  nach  der  Beiintzung  cinea 
anderen  r>nLin».s,  Ks  ist  vielleicht  uufi^efullen,  dass  irli.  in  der 
eiufiilirenden  tiesetiichtt^  der  .lüliannrsdntniiitiNieniug  bis  anf  Aal, 
das  Luzenier  Pu»!ii[)ni-!«]>iel  frunx  unbfritrksicliti^t  gclat>sen  habe. 
Und  welclur  (Jwlanke  liigl  luiiier,  aU  der,  d;iss  Aal  im  Jahre 
]54ä  )»  den)  nuhoD  l>iuf«ni  dei-  Auflührun^  der  Pasüioii,  die 
daniiil«  Zarharia«  !tle[/  li-itt'tp.  bi'iycwolint  mid  hier  liei  der 
JdtianiK-silniiiuitisicriiiii;'  am  ecMten  Ta^  die  Anregung  eiii))fangeu 
habe,  ein  eigenes  Johannesdranin  zu  verfassen,  ja.  dnss  er  selbst 
einige  St*Uei»  von  doilher  eutichiit  habe?  KekiHuitlifh  sind  nur 
die  ßühnenrödel  der  Anfft'ilininKi'ii  von  In-lö  und  1583  (von 
R.  Bra«(Urette-r  in  der  „Oerniaiiia*  XXX.  20b  B'.J  verölfeiitlicht; 
eine  Tcxtansiiabe  vennissen  wir  noch  immer  schmerzlich.  Der 
ztivorki)iiiiiii-iiilv-u  lji'tH'iiswiinli{.'kcir  di'.s  Hi-irii  Prüf.  I)r,  Keiiwiinl 
Üraadhlelter  in  LiiziTn  verdanke  icli  nun  eine  sachkundige 
L4>Kuiig  ineiuer  Itedtiiken.  Es  Ittftst  »ich  danncli  mit  grositer 
Wahrscheinlichkeit  diirtiin.  dui^  J.  Aalit  Johann eüdratna  vom 
.];ihre  1Ö49  tn  keiner  Bezieliung  znr  Lu/eniirr  Dramatik  .steht 
Aus  der  ifcit  vur  Aal  ist  in  l^uzern  nur  Text  und  Hpielvor- 
echrift  der  Auduhniut:  von  1&40  idiejcntgeti  von  1536  fehlen!) 
vortianden;  abi?r  c«  tVhlt  gerade  der  erste  Teil  (Tag  I),  di-r  die 
JohannessZfMien  enthalten  mö-sste.  Der  erhaltene  2.  Teil  zeigt, 
dass  der  1.  keine»  grossen  Umfang  gehabt  hüben  kann.  Aus 
der  Zeit  nach  AiiLs  Jolniiniesdrama  .'iind  nun  iu  l^uzern  niehrero 
Texte   erhalten,    bei    denen   der    früliere    vun    1646    etwas   auf- 


104 


gefrischt  und  prwpitprt  ist;  sie  eiittialteii  sämtlich  dio  Jolmnnes- 
dramatiKitriiiig.  Muii  tcaiiii  sicli  (tcninacli  uagefälir  eine  Vor- 
sU'lhuiy:  iiiiifliLMi,  wii;  dif.  .h)li}i!iinrs.szriic  im  Spii-l  von  I54rj 
ausges<^livn  tialx-n  musä.  Daiiacli  int  eine  Beitutzung  bei  A«1 
Vüllkoiniiipii  aiisgpsclilrissen ;  die  liiizpriiPi'  Szenen  lehnen  sieli 
onff  an  die  Uibet  sn  und  weisen  vvoni? charakteiistisolic  Eigen- 
ttiinlirhkciten  auf.  Dans  Aal  in  Iahwh  oine  AnreRung  zu  dpin 
„Johannes"  eini)lHn(r('ii  Imt,  tst  (Uibci  iniiiiDrliin  noch  niögliclt. 
AI>fr  sclilicssljcli  ist  ja  eine  solclic  gar  lüclit  nütiKi  denn  die 
Gesoliiclite  Johannes  lies  TÜuters,  wie  sie  die  Bibel  itietet.  ist, 
darch  die  ihr  innewohnend«'  drnniatiüciie  Kraft,  an  and  für  sich 
seiion  geeignet,  zn  Üirer  nraniiitisierim^'  anzMfegeii. 

J.  Bai-Iitold  hat  iti  seiner  trefflichen  AVÜrdigoag  des 
Aulsclien  Drninus  herrii«  dio  wriSNiTürh^ieii  i'unktc  liervor- 
guliuben;  ich  Iiahc  nur  tiiicli  weni«:es  hinzuzufügen.  Unter 
all  ilen  vifien  hitiliscrlien  Dnimon  des  XVI.  ■U\.  in  der  Schwt-iz 
ist  Anis  ^JüliMnnes"  die  einzisi',  bis  jetzt  bekannt  gewordene 
Sonderhella ndlitnti  dieses  StolTts,  Der  Verfasser  hat,  was  Aii- 
Ingi'  nnd  Komposition  berriftt.  eine  durchaus  glüekliclie  Hand. 
Eint'  (iunze  Fülle  von  driimatisdi  hoch  wirksamen  und  kultur- 
liistorisch  äiisst'rst  interesHanteii  Szenen,  die  uns  den  Verfasser 
als  einen  Mann  von  klarem  Rlick  und  gestimlem  Sinn  erkenncD 
lassen,  hat  sieh  vor  unseren  \ai(en  eiitrrdlt.  Besonders  gllirk- 
lich  ist  Aitl  in  der  /eiilinmiK  seiiiei-  l'hiinikt^TC.  Klarhfil  himI 
Fertigkeit  im  Wollen  oft'enbart  sich  in  dem  ernsten  Streben 
seinem  Titelhelden.  Johanne.«  ist  ihm  der  grosse  Heilige,  wie 
ihn  die  Kirche  verehrt.  Aber  dabei  \^1  AivI  nicht  alehen  ge- 
hlieben. IT  hat  sich  redlifli  bemülit,  die  Gestalt  des  Pi'oiilieten 
verstehen  zu  lernen.  Zwei  Züge  hat  er  in  der  Zeichining  seine,« 
("'hnnikters  besonders  verwendet  und  auch  irnfTlieb  zum  Aili- 
driick  (Tübraelil:  Die  ;^russtr  SchnMuelK  des  .Inbannes  nach  dem 
verhcissenen  Messias  nnd  das  iinersoliiitterliche  Pflichtbewnsst- 
sein,  der  Wtihrheit  und  (ierechtigkeit  xü  dienert.  Würdig  und 
gemessen  ist  dit-  Sprache,  in  der  er  dt-n  Pmjjlieten  reden  lüsst. 
Ein  feierlicher  Ernst  umgibt  dir  Erscheinung  des  Predigers, 
und  mit  niaje-itiltischer  Ruhe  geht  der  M«rti,'rer  in  den  Tod. 

Mit  ebenso  sirhrrer  Hand  siiid  auch  Hyrodes  und  Hercxlias 
gezeichnet,     Der  König   hat   zwei    Fehler,   die  den    (imndzug 


4 

II 


seines  Wesens  hestimnu-n:  IJie  vfi-wlirende  Liobesglut  zn  Heni- 
dias  iu)d  div  MenKclx-nfiirrlit.  Jene  nift  den  Konflikt  mit  Jo- 
liiinnpi«  IieiT«r.  diese  treibt  ihn  zum  Proplictenniord.  Der 
Ki'i-odes  Aals  ist  diircliaiw  ki-in  vollciiduttT  Uoscwiclit,  er  ist 
vielmelir  ffatrn  ReKun^reii  zujEHnelicIi.  Kr  Itat  mit  der  Zeit 
vollkommen  einjresrhcii,  ilass  .Johannes  zu  seinem  Vorgelien  be- 
recliligt  gewesen  ist  und  er  ist  fest  entsclilnssen,  ilin  nicht,  wie 
da»  Herodias  vfriaiiKt,  löten  zn  luawii.  Selbst  in  den  Bulil- 
wscnon  bewahrt  *r  ftiiie  .teltene  Standliaftigkeit.  Aber  all  »eine 
galten  Vorsiitzc  scheitern  an  der  feigen  Mensrhenfurcht.  Dazn 
kommt  norli.  dass  er  in  einem  Au^nblii-k  überlislei  wird,  wo 
üBin  G«ittt  berrilä  von  Wein  umnebelt  ist.  —  Neben  Herodes 
zeigt  uns  Aa!  ebenso  jilasiisclj  des  Fflrsten  verderbt«»  Weib. 
Mit  säiideiitruiikviiLT  Liebe  ist  sie  dtnii  Mann  ergeben,  der  sie 
dem  Bruder,  ihrem  rerhtmiüwipen  Ualtfn.  geraubt  hat.  Diese 
Liebe  ist  für  sie  eine  Existenzbedingung.  Dnbcr  verfolgt  sie 
alle«  mit  wütendem  Hass,  was  sie  clnvim  tivnnen  will.  In 
ihrer  Kltight-it  erketirit  s'iv  nur  zu  klar.  dtu<s  ilir  in  Johanneü 
deT  Mann  erstanden  ist,  der  sie  vom  Hof  vertreiben  -will.  Ij%r- 
geiz  und  Eitelkeit  sind  es  gewesen,  die  sie  zur  l'ntreue  gegen 
den  (iatlen  verleitet  liaben.  Ehrgeiz  und  Eilelkeil  sind  es,  die 
diui  Haupt  ihres  Todfeindes  verlangen.  Khrgeiz:  denn,  wenn 
Johannes  mit  seiner  sittUdien  Forderiintr  durrhdringt,  dann  bat 
sie  umsonst  diis  Kleid  der  Biirgvrsfniu  luil  dem  Maiittd  der 
Fürstin  vertauscht,  ja  noch  nielir.  dann  wartet  ihrer  VerstosHung 
und  JDlend.  Eitelkeit:  denn  der  Alnnn  im  härenen  Gewand  hat 
sie,  die  Piirsiin,  vnr  alh-r  Welt  eine  gemeine  Dirne  genannt. 
So  gellt  denn  ihr  ganzes  tjinnen  und  Trachten  durauf  liinium, 
dieaen  Mund  auf  iiwig  stumm  zu  machen.  Und.  als  sie  dann 
diesen  ihr  Kiel  etultirli  crrciclit  hat,  du  kommt  erst  der  Boden- 
.«atz  ihrer  Leid.Misi!mften  znm  Vorschein,  Wie  einst  Fnivia, 
die  berüchtigte  (Jattin  de«  ('lodius,  dann  des  Curio  und  endlich 
des  Antonios  flber  den  Kopf  Aes  Cicero,  so  fällt  Herodias  Über 
das  Haupt  Joliannes  des  Täufers  her  und  schaudert  iitctit  vor 
der  gemeinsten  Leichenschändung  zurück. 

Kine  würdigt-  Tochter  difser  Herodtas  ist  Salome,  die  ihrer 
Mutter  in  groiitser  Liebe  zugetan  i^t.  In  ihrem  Wesen  offenbart 
sich  etwas  katzenhaftes;  den  Künig  suwobl  wie  die  Mutter 


106 


unisclimeiclielt  sie.  Dabei  ist  sie,  trotz  ihrer  Jugend,  schon  mit 
scllL'iicr  DurclitrifbfuUcit  aiispL-rüsti-t.  Glcicliwohl  ist  in  ihrer 
Brust  nocli  nicht  jede  giite  Rpgiing  Riinzlicli  erstickt.  Als  sie 
mit  dem  Auftrag  der  Mutti>r  zum  KöDig*  geht,  auijsvrt  sie  zu 
ihren  Jungfraueii :  .Wiewal  ich  mich  solt  billirli  schemmen,  ze 
gan  für  kiiniKliche  Mayistat,  die  luir  ollwffr  vil  KÜt,-;  ulhjtii  halt, 
das  ich  fürwiir  l(an  wd  hetracliten"  (V.  (5I06;0!»).  l-'n-ilich  irf 
dies«  letetG  Wullung  des  DaiikhurkeitKgrcl'iilils  rusrh  natcrdrnckt, 
„irnffewöhiilich  put.  ist.  aiicli  die  Rolli-  des  Narren  diirchgeCiihrt. 
Br  ist  nicht  hliis.'*  der  riissi-iiri'ijist'r.  sondern  diriii  König  gt'gcii- 
Uber  auch  der  bittere  N:iiT~.  So  Imt  .1.  BÜchtold  in  seiner 
Literaturgeschichte  S.  340  K^'U^^Üt.  Und,  in  der  Tat,  man 
wird  seltcji  ein  Drimiit  tindi-ii,  in  dt-ni  di-r  Narr  solch  ciue  in- 
dividuell« Chariikteiistik  luifweist,  wie  hei  Aal.  Bemerkens- 
wert ist,  dass  er  nicht  die  ausserhalb  des  Spiels  stehende 
koinisclie  Figur  ist,  die  von  Zeit  zu  Xeit  ihre  proben  Hpilsse 
und  Zoten  reisst,  sondern,  dass  er  in  die  Ilaiullung  eingreift  — 
und  zwar  steht  er  iiuf  Seite  di'r  Spieler.  Er  ist  es,  der  mit 
derben  Wcrteu  den  König  vor  der  listigen  Herodins  warnt,  als 
sie  dip.si,'ii  kiissl  und  umhalst;  er  isl  es,  der  Hwndes  sein 
Iciciitöiiitiija'«  Vcrsprechett  VüHiält.  Ei'  aclieut  sich  nicht,  ihm 
unverfcUimt  die  Wahrheit  zu  saften;  aber  »eine  Mahnungen  ver- 
halleii  im  Wind.  Wir  ki'utiifii  dem  Niirren  unsere  Sympathie 
nicht  versaKc'ii:  denn  unter  seiner  Kutte  schlii.pt  ein  biederes, 
ftihlendes  Herz,  und  rührend  i.st  es,  wie  er  zu  Johannes  in  den 
Kerker  geht,  um  dem  Hungemden  Speise  und  Trank  zu  bringen. 
Über  die  Rolle  des  Narren  in  Auls  Johttuiicsdrania  vgl.  C.  Bcu- 
ling:  Die  komische  l'^ignr  in  den  wichtigsten  dcutsrhun  [)raini>u 
bis  zum  Kinde  d«s  XVII.  Jh.  Züricher  Disseil.  Stuttgart  1800 
8.  40  ff. 

Durch  dir  Taute  und  die  ßoLschafisszeiic  ist  auch  C-hri.sitiä 
in  die  Johannesdraniatisierung  hineinbezogen.  Aber  Aal  hat 
ernste  Bedenken  getragen,  den  Heiland  selbst  und  seine  Wundei^ 
zeichen  auf  die  Uühne  zu  brinf,fen.  Vers  ^99'.»  sogt  (Xlliopinsr 
„Em  wuü  .Kich  nieniandt  vrgercn  dran,  itoeh  in  ein  gspöt  und 
ghichter  ItiTe«,  das  d'wunderzeichcn  Üott  dess  Herren  durch  die 
persou,  die  Uliristuni  bdüt,  gefibet  werden  über  dlQt.  Es  wird 
liie  Christus  keiuswirgs  gfitt^tctnucli  nitsiu  wundci*zvidieu  tr»t2ut" 


. 


107 

(=  Scherz  getrieben  mit).  Dass  die  Scheu  nicht  ganz  imbe- 
gründet war,  wird  man  eiiiselien,  wenn  man  bedenkt,  wie  derb 
komisch  die  Mimik  der  Kranken,  besonders  der  Krüppel,  auf 
die  Zuschauer  gewirkt  haben  muss.  Leute,  die  man  alltäglich 
mit  gesunden  Gliedern  umhergehen  sah,  sind  nun  auf  einmal 
lahm,  blind,  aussätzig  oder  gar  tot;  alle  geben  sich  natürlich 
die  grösste  Mühe,  ihre  Kolle  möglichst  naturgetreu  zu  spielen. 

Ein  ganz  besonderer  Vorzug  unseres  Johannesdrain as  ist 
es,  dass  der  Dichter  alle  seine  Personen  in  der  ilinen  natür- 
lichen .Sprache  reden  lässt.  Dadurch  ist  in  das  Ganze  eine 
Lebendigkeit  gekommen,  wie  sie  das  Schuldrama  in  seinen 
besten  Vertretern  nie  erreichen  koimt*".  Und  wenn  Weller  in 
der  angezogenen  Kritik  meint  „Derbheiten  kommen  für  ein 
biblisches  Thema  fast  allzu  zalilreicli  vor" ,  so  ist  das  eben  in 
der  erwähnten  Eigenart  Aals  begründet.  Er  lässt  den  Kriegs- 
mann,  den  Narren  und  den  Henker  in  der  ihnen  eigenen  Sprache 
reden,  und  die  ist  freilich  für  zarte  Ohren  nicht  immer  ohne 
Anstoss  zu  vernehmen. 

Aber  ich  meine,  wir  sollten  es  nur  freudig  begrüsaen,  dass 
sich  Aal  von  dem  Gesichtspunkt  der  Lebenswahrheit  hat  leiten 
lassen. 


Nachtrag  zu  Seite  63. 


Durch  einen  freundlichen  Hinweis  des  Herrn  Prof.  Dr.  Vt^ 
werde  ich,  bei  Durchsicht  der  Druckbogen,  auf  wichtige  Notizen 
über   Meyenbrunn    und   die   Colraarer   Johannesaufführung  im 
V.  Bde.    der   Ausgabe    von   Wickrams   Werken   von   J.  Boit* 
(Stuttg.  Lit.  Ver.  CCXXXII),  S.  XH— XIV,  aufmerksam.   Nacb 
Billings  „Kleiner  Chronik  von  Colmar",  1891,   wurde  auf  dem 
Münsterplatze  von  150  Personen  gespielt  (bei  Gelegenheit  einer 
Glockenweihe).   Meyenbrunn  war  Schulmeister  an  der  St.  Martins- 
Rchule,  zwei  Jahre  nach  der  Aufführung  trat  er  öffentlich  zum 
evangelischen  Bekenntnis  über.     Bolte  hat  bereits  den  Irrtum 
Bächtolds,  den  ich  im  folgenden  eingehend  behandle,  richtig 
gestellt.    Ausser  dem  mir  bekannten  (defekten)  Wolfenbüttler 
Exemplar,  soll  sich,  nach  Bolte,  noch  eines  in  Karlsruhe  he- 
fiiideu.     E.  Martin   hat   1889  im  Jahrb.  f.  Gesch.  Elsass-Lotlir. 
5,  07—106  zwei  Szenen  (Bankett)  als  Probe  des  Ganzen  ab- 
gedruckt. 


BnehdrnckeTel  Uftreuke  &  Martin.  TnbDlti  LSchl. 


Suchensinn  und  seine  Dichtungen 

von 
Kmil  Pfhiff 


Germanistische  Abhandlungen 


begründet 
von 

Karl  Weinhold 

herAnsgegeben 

von 

I^^riedricli   Vogt 


32.  Heft 


Suchensinn  und  seine  Dichtungen 


VIII) 


Emil  Pflug 


BroHlaa 

Verlag:  von  M.  &  H.  Marcos 

1908 


Suchensinn 
und  seine  Dichtungen 


Emil  Pflug 


Breslan 

Verlag  von  M.  &  H.  Marcus 
1»08 


Inhalt 


Seit« 
Abhandlungen.  • 

1.  Kapitel  PersüDÜchkeit  SnchensinnB I 

2.  Kapitel  Überlieferang  der  Dichtangen  Sachensinns 5 

3.  Kapitel  Sprache  Suchensinne 18 

4.  Kapitel  Verskunst  Suchensinna 25 

6,  Kapitel  Stil 33 

6.  Kapitel     Aufbau  and  Einkleidung  der  Dichtungen       ...  .39 

7.  Kapitel    liedankenkreis  und  Anschauungen  des  Dichters  .48 

8.  Kapitel    Literarische  Beziehungen  und  liteTariscbe  Leistung   .     .    69 
Text 64 


Abkürzungen, 


die  in  den  Äldiandlunfffn  verwendet  wurden: 


Boppe 

F  (Fichwd) 

Frl 

K  iKolm.  Hb.) 
Konr  V  Wilrzb. 


Lassb.  Lb. 

Miirncr 

MF 


MSH 

MuRk. 

l'BB 


i)  P. 

Iteinmitr 
'l'c  ichner 

Z.  f.  .1.  A. 

Z.  f.  d.  Pb 


U,  Tolle,  Her  Sprnchdichter  Boppe,  Programm  (Sondcrs- 

haDSen  I8t»4) 
Firbard.  FrankfnrtischeH  Arebiv  für  ältere  deutscbc  Lite- 
ratur und  liesrbicbte.  3.  Teil.  Frankfurt  a.  K  1815. 
Frauenlob.    Iirsg    vun    L    EttniUllcr   i ijuedünliurg    und 

Leipzin;  184:-)). 
Liederbuch    der    Klara    Hätzlcrin,    brsg.    von    Haltans 

l'Quedlinbur);  und  Leipzig  1840). 
Meisterlicder   der    Kolniarer  Ilandscbrift,  hrsg.   vnn   K, 

Bartsch,    Lit.  Ver.  6H.    (Stuttgart  1862). 
Lieder  in:  Konrad  von  Wltrzhurg,  Piirttinopier  und  lleliur. 

Tamei  von  Nantheiz.   Lieder  und  Sprüche,   hrsg. 

von  K.  Bartsch  (Wien  18741. 
Lassberg.  Liedersaal  (1820— 1842j. 
Uariior,  hrsg.  von  Ph.  Straueh.     y.  F.  14, 
Des   Minnesangs  Frühling,   hrsg.  von  K.  Lnchmunn  und 

M.  Haupt  (Leipzig  1888*1. 
V.  d.  Hagen,  Minnesinger  (Leipzig  1838). 
Moskatblut.  hrsg.  von  E.  v.  Groote  (Köln  18ß2), 
lleitrUgc    zur    Ceschiehtc    der    deutstben    .•^pracbe    und 

Literatur,  hrsg.   von    H.  Paul   und  W.  Braune  (B. 

Sievcrs)  (Halle  1874  f.), 
(Juollcn     und    Forschungen     zur    Sprach-    und    Kultur- 

gi'srhicbte  der  germanischen  Viüker,  hrsg.  von  Uten 

Krink,  W.  Kc  herer  u.a.  (Strassburg  1874  f.). 
Heinmar  von  Zweier,  hrsg.  von  U,  Hnethc  (Leipzig  1887). 
Teicliner,  hrsg.  von  Tb.  v.  Earajan ,   Denkschriften  der 

Wiener  Akademie,  Bd.  6  8.  85  f.  (Wien  18i')5), 
Zeitschrift  fUr  deutsches  Altertum,  hrsg.  von  H.  Haupt 

u.a.  (Leipzig  und  Bertin   1841  f.). 
Zeitsi^hrift  für  deutsche  Philologie,  hrsg.  von  .1.  Zacher 

u.  a.  (Halle  1868f.). 


t.  Kapitel 

Persönlichkeit  Suchensinns 


Die  einzigen  bekannten  urkundlichen  Nachweise  über  Suchen- 
sinn bringt  das  Rechnungsbuch  des  Wolfliard  Helttampt,  der 
Liber  Ratioiiis  Wali'ardi  Helttampt,  protonotarii  illustris  prin- 
cipis  Alberti  juniori.s  infcrioris  Bavariac').  Der  „Lantsclireiber" 
AlbrecbtsII.  (f  1397,  seit  1389  Mitregent  seines  Vaters  Albrechts  I. 
in  Niederbayern -Straubing)  verzeichnet  im  Jahre  1390  unter 
den  Ausgaben: 

Item  eudem  die  (das  ist  an  samptztag  vor  circumcisionis 
domini)  Liebl  dem  pfeilfer  geben,  di  er  mit  dem  Sucliensin 
verpadt  het,  24  ^ »). 


LiteratnrgetK'Iiichtliche  Angaben  Über  S.  finden  sich:  Allg.  dentscbe 
Biogr.  »7  S.  1U3  (Roethe);  Vogt,  ücscb.  d.  mhd.  Literatar  S.  31:-);  Kfllicrstein, 
(irdr.  d.  (iesch.  d.  d.  Nut,  Lit.  I»  S.  mij,  344;  (itiedeke,  (irdr.  P  S.  2T2;  Holland, 
tiesch.  d.  altd.  Dichtkunst  in  Bayern  .S,  5fil  f.,  5711;  Uervinns,  Uesch.  d.  d. 
Dichtnng  II»  S,  449,  460;  Wackernagel.  Oesch.  d,  d.  Lit.  I»  S.  344,  390; 
Heinr.  Kurz,  Gesch.  d.  deutsch.  Lit.  I*  Ij.  dW.  —  Bartsch,  Heisterliedcr  der 
Kolmarcr  Handschrift.  Bibl.  d.  lit.  Ver.  68,  Stattgart  1862,  S.  181;  Fichard, 
Frank  farti  seh  es  Archiv  f  ältere  dentfichc  Lit.  a  Uesch. ,  3.  Teil,  Frankfurt 
a.  M.  1815,  S.  199;  Liederbuch  der  Klara  Hätzlerin,  hrsg.  von  K.  Haitau b, 
Quedlinburg  u.  Leipzig  1840,  S.  XVI ;  ^<atninl.  löschen  Nr.  181  (Jantzen)  S  5ä. 

'j  Diese  .Aufzeichnungen  stammen  ans  den  Jahren  1389 — 1393.  Im  Aus- 
zug sind  sie  mitgeteilt  von  Kuling,  .'Studien  über  Heinrich  Kaufringer.  Germ. 
Abh.  18.  24(;.  -  i  btr  Albrecht  II.  vgl.  A.  d.  B.  I,  230;  Riezier,  (iescb. 
Bayerns  III.  IHU. 

'i  Liebe!  sUini\  im  Dii-nsl  des  llerzuga.     KuUng  a.  a.  <>.  S.  1:^2. 

iTlug,  fjaclieniilDn  1 


1392  bemerkt  Wolfhard  in  der  Nota  Varendläut'): 
Item  In  die  Rupert!  dem  Sachensin  vud  seinen  gesellen  geben 

üij  Pfd. 
Item  so  hat  man  im  gelost  ^  aas  der  Herwerg  von  den  Honer- 
mair  vij  Schi,  vj  *). 

An  Albrechts  II.  Hofe  herrschte  ein  reger  Verkehr  von 
Fahrenden,  von  einfachen  Gauklern  und  Musikanten,  wie  von 
Singern  und  Sprechern  (unter  andern  werden  Sorgnicht,  Irrgankch, 
Lobdenfrumen  erwähnt*).  Dass  man  hier  auch  noch  den  Frauen- 
dienst pflegte,  allerdings  wohl  nicht  mehr  in  der  gleichen  Weise 
wie  in  der  mhd.  Blütezeit,  geht  daraus  hervor,  dass  hier  S. 
seine  Lieder,  die  nur  ein  Thema,  Verherrlichung  des  Weibes 
kennen  und  die  für  einen  höfischen  Kreis  bestimmt  sind,  vor- 
trug. An  den  alten  höfischen  Idealen  hatte  man  an  den  süd- 
östlichen Fürstenhöfen  Deutschlands  noch  lange  Zeit  Gefallen, 
wie  es  vor  allem  auch  die  Gestalt  Püterichs,  des  „irrenden 
Geistes  aus  der  untergegangenen  Turnierwelt",  beweist*). 

S.  war  ein  Fahrender;  17,  24  spielt  er  auf  sein  Wander 
leben  an:  vil  fremder  sträszen  sin  mir  kirnt.  Suoche  ist  ge- 
lieiszen  min  hunt  .  .  .  wie  vil  er  sträszen  hat  äsz  gericht  . . .; 
auf  seinen  Stand  weist  auch  sein  Name  *) ;  dieser  erinnert  an 

')  Hic  .\nfueichnungen  des  JahreE  1392  Bind  abgedruckt  in  der  SaniiniBDg 
historischer  Scliriften  und  Urkunden,  hrsg.  von  M.  Frhr.  von  Freyberg,  ■Stuft- 
giirt- Tübingen  liii9,  II,  81  ff.;  die  betreffende  Stelle  findet  sich  a.  a.  O.  S.  148; 
auf  sie  machte  zuerst  aufmerksam  Hnffmann  von  Pällersleben  in  Aufsess  An- 
zeiger für  Kunde  des  deutschen  Mittelalters  I8:-12,  Sp.  213  und  wiederholt« 
sie  in  den  Altdeutschen  Blättern  von  M.  Haupt  und  H.  Hoffmann,  Leipiig 
IS«,  II,  73. 

')  i'ber  diese  phantlose  vgl.  W.  Hertz,  Spiel mannsbnch ,  Stuttgart  nnd 
IJeriiii  19Ü.")*  S.  13  und  Anm  55.  —  Gerade  diese  Notiz  des  Rechnungabarh« 
als  Beleg  dafür  anzuführen .  dass  „das  lockere  Herberg-Leben  zweifelsolmt 
auf  viele  dieser  Fahrenden  einen  entsittlichenden  Einfluss"  ausübte,  wie  Zappfrt 
(Wiener  Sitzungsberidite  phil.  liiat,  K).  13,  151)  dies  tut,  ist  nicht  angängig, 
(icgcn  diese  Bemerkung  Ziipperts  auch  Eultng  a,  a.  0.  S.  103  Anm.  ^. 

')  Bei  dem  Hanermair  hatte  1390  der  Weihbischof  gewohnt,  der  jedod 
mit  2  l'fund  .lusgelost  wurde,     (Euling  a.  a.  0.  S.  103.) 

*)  Euling  a-  a.  0.  S.  100 f.;   Holland  a.  a.  ü.  S.  559. 

■*)  Vgl.  auch  Hiezler  a.  a  <>.  ^^.8.^5 f.:  Koberstein.  Nat.  Lit.  I*:^.  äö 
Anm,  2;   tiervimis  II  S.  3(18,  372. 

•)  A.  Heinize.  Die  lieulscheij  Familiennamen.  Halle  1903,   S  5011  iwi 


H 


älinlicli  gebildete  Namen  Fahrender  wie  Suchendank,  Suchen- 
scimtz,  Suechentrunckh ,  Suchenwirt,  Suchsbrot,  Suchsland  ^). 
Tber  die  Heimat  des  Dichters  wissen  wir  nichte  Bestimmtes; 
pinig:e  mundartliche  Eigentümlichkeiten  seiner  Sprache  weisen 
nach  Bayern  (vgl.  S.  18  f.). 

Ob  man  aus  der  Höhe  der  Gabe,  die  S.  am  Hofe  Albrechts 
empfing,  auf  eine  besonders  geachtete  Stellung  S.s  im  Kreise 
von  Fahrenden  srhliessen  darf,  wie  Roethe  a.  a.  0.  S.  103  tut, 
ist  fraglich.  S.  nimmt  allerdings  mit  den  4  Pfd.,  die  er  1392 
erhält,  die  erste  Stelle  in  der  „Nuta  Varenden  läuten"  dieses 
Jahres  ein  —  drein  varenden  frawlen  wurden  nur  16  Pf.  ge- 
geben (Freyberg  a.  a.  O.  S.  147)  — ,  aber  das  Rechnungsbuch 
zeigt  noch  höhere  Posten,  die  Fahrenden  gegeben  wurden'). 
Jedenfalls  aber  waren  S.s  Dichtungen  und  seine  sorgfältige 
Dichtweise  auch  weiteren  Kreisen  bekannt.  So  wird  er  in  dem 
Liede  des  Meisters  Konrad  Silberdrat ')  von  der  Zerstörung  der 
Burg  Hoheiizüllern  (1423)  neben  Neidhart,  Regenboge  und  Frauen- 
lob erwähnt;  Silberdrat  entschuldigt  sich  am  Schlüsse  des  Liedes 
für  dessen  nicht  immer  regelrechte  Form: 

der  kluoghait  haut  er  geachtet  nicht, 
ob  rimen  sien  ze  kurz  oder  ze  lang 
er  liauts  nit  gemachet  uf  maistergesang 
her  Suochensins  und  Kegebogs 
her  Nitharts  noch  her  Frowenlobs 
er  haut  sich  uf  die  waurheit  gericht. 
Von  den  späteren  Meistersingern  wurde  S.  zu  den  alten 
Meistern  gerechnet;    der  Magdeburger  Valentin  Voigt  erwähnt 


a.  243;  A.  .Socin,  Mittelhocbdcatsches  Namenbach,  Basel  1903,  8.  4e3fF ,  bes. 
S.  467;   (irimro.  Gr.  II'  S.  939,  1V>  S.  1202f. 

I)  Schmcller,  Bayr.  Wiirterbnch  II"  Sp.  315. 

')  V|;1.  Ealing  a.  a.  0.  S.  103.  Licndicin,  der  Sioger  des  rOmiscben 
Königs,  erbitlt  z,  B.  ein  l'ferd  für  8  Pfd.  ~  Über  die  grosse  Freigebigkeit, 
die  man  zam  Teil  fahrenden  bewies,  vgl.  Hertz,  Spielmannsbach  .S.  12  f. 

*)  Die  betr.  Stelle  zuerst  abgedruckt  in  Menzels  Literatarblutt  vom 
Jahre  1842.  S.  3f!I ;  vgl.  jetzt  B.  v,  Liliencron,  Itie  bistoriscben  Volkslieiler 
der  Peutschen  vnm  18.  bis  16.  .Ihdt.,  Leipzig  1865,  I  S.  291,  und  auch  Barack, 
]lic  llandscIirilVn  (l.  Filratl,  Füi'ütenbcrg.  nollnbl.  zu  Oonaucschingen,  Tl)binf;cn 
1865.  S.  107. 


ihn  in  seinem  Verzeichnis  der  .Zwölf  alten  Meister- ').  Hier 
steht  S.  unter  Xr.  12  neben  Walter  von  der  Togelweide.  dem 
Münch  von  Salzburg.  Bruder  Werner,  dem  Tannhäuser  und 
anderen  weniger  bekannten  Dichtem.  Auch  Hans  Folz'i  er- 
wähnt in  einem  Meistersingenerzeichnis  den  .Suchensein-. 
Weiterhin  führt  Nachtigall 'j  S.  neben  vielen  anderen  Meistern 
an  und  rühmt  von  ihm: 

„der  Suochensin  sang  lobeleich  von  Frawen  rein". 

')  H.  S-  H.  rV  S.  892. 

*)  Goedeke,  (irdr.  I  .S.  809. 

')  Wackemagel,  hnn  dentBche  Kirchenlied,  Leipzig  1867.  II  Nr.  1311. 


II.  Kapitel 

Überlieferung  der  Dichtungen  Suchensinns 


Handschriften 

Eine  Originalhandschrift  der  Dichtungen  S.s  ist  nicht  be- 
kannt;  sie  finden  «ich  in  melireren  Hss.  verstreut: 

1.  Kolmarer  Hs.  (K.) ').  S.s  Lieder  (Bartsch,  Kolroarer  Hs. 
Nr.  171—179)  stehen  auf  Bl.  797a  — 802c  und  fiiliren  nach 
Bartsch«  Zählung  in  der  H.s.  die  Numraem  881—890,  der  Ton 
trägt  die  Nummer  XCVJI.  Dabei  ist  zu  bemerken,  dass  auf 
Bl.  800a  (unter  Nr.  886)  8  Strophen  der  Winsbeckin  stehen, 
(der  getruwen  muter  lere  in  der  gräszwyse  dez  tugentbuften 
schiyber.s.)  Auf  S.s  Lieder  folgt  dann  auf  Blatt  803a  in  der 
gleichen  „gruszwyse"  „des  sftnes  antwurt  uff  dez  vatters  lere 
die  er  vor  vnd  nacli  hat  getane  dem  sone".  Ö.  geben  voraus 
Dichtungen  des  Michseners. 

2.  Ficliardsche  Hs.  (F.).  Die  Handsclirift,  jetzt  verschollen, 
aus  der  Mitte  des  15.  Jhdts.  geborte  dem  Herausgebei-  des  Frank- 
furtischen Archivs  Herrn  von  Fichard  und  enthielt  12  Lieder  S.s 
(Pichard  Nr.  12—24)'). 

3.  Das  Liederbuch  der  Klara  Hätzlerin  (Hä.)^)  enthält  auf 
Bl.  334b — 336a*)  nahe  am  Ende  der  2.  Abteilung  zwei  Liedei- 

')  Bartsch.  Kulm,  Hs.  S.  82,  181,  562.  Hicraach  sind  abgedruckt  Nr.  173 
in  WftckcrnaKcl.  Kirchenlied  II,  483;  Kr.  176  in  Sammlatig  CüBcben  181  8.  55. 
—  Eine  Abschrift  der  Lieder  S.s  ans  der  Kolmarer  Hs.  wurde  mir  von  meinem 
Freunde  Ifeinz  Balte  freundlichst  besorgt. 

')  Fichard  a.  a.  0.  S.  196  f.,  223  f 

'}  Hätzl.  S.  XVI,  92  f. 

*)  Vgl.  Inhaltsübersicht  des  Liederbuchs  in  HofFmanns  Altdeutschen 
Blättern  I84U,  S.  72. 


6 


S.s  (Haltaus  Nr.  120—121),  die,  wie  Geuther^)  gezeigt  hat,  nicht 
zum  Grundstock  der  Samrahing;  gehören,  sondern  mit  vielen 
anderen  eine  Erweiterung  desselben  bilden. 

4.  Eine  Papierlis.  (N)  des  Nürnberger  Germanischen  Mu- 
seums (Nr.  3910)  vom  Jahre  1421  bringt  auf  Bl.  210  ein  Lied 
S.s,  jedoch  ziemlich  unvollständig*).  —  Dass  auch  ein  in  der- 
selben Hs.  überliefertes  Marienlied  (Bartsch,  Erlösung  S.  XXX 
und  S.  191),  wie  Bartsch  (a.  a.  O.  S.  XXXI)  auf  Grund  des 
übereinstimmenden  Metrums  will,  dem  S.  zuzuweisen  sei,  er- 
scheint vor  allem  wegen  des  ganz  abweichenden  Stiles  aus- 
geschlossen. 

ö.  Liedersaalkodex  (Ls.)  aus  dem  Ende  des  14.  .Tlidts.,  nach 
Baracks  *)  Zählung  Nr.  104  der  Hss.  der  Fürstl.  Fürstenbergischen 
Hofbibliothek  zu  Donaueschingen.  Darin  ein  Spruch  „Von  Frauen 
und  Jungfrauen".    Gedruckt  bei  Lassberg,  Liedersaal  II  Nr.  131. 

6.  Hs.  O.  IV.  28  (Sammlung  von  Meisterliedem)  der  Uni- 
versitätsbibliothek zu  Basel  aus  der  2.  Hälfte  des  15.  Jhdts. 
(0)*).   Auf  Bl.  53b— 56a  stehen  viermal  fünff  lied  (im)  suchen  sin. 

Sachensinns  Verfasserschaft 

Ist  nun  Suchensinn  der  Verfasser  aller  der  unter  seinem 
Namen  überlieferten  Dichtungen-*  Für  die  in  K,  F,  Ha,  N 
überlieferten  Lieder  ist  dies  sicher.  Auf  einen  gemeinsamen 
Verfasser  weist  die  Ähnlichkeit  von  Stil  und  lulialt  und  ilie 
Gleichheit  der  Form;  mit  dem  Namen  Suchensinn  bezeirlmet 
sich  der  Dichter  in  jedem  Lied  selbst,  meist  in  den  Schhisszeilen ''). 


')  K.  Gcuther.  Studien  zum.  Liederbuch  der  Klara  Hiitzlerin,  Halle  IHä!*. 
bes.  .S.  20f.,  2Hf.  —  Nach  Haltaus  (a.  a.  0,  S.  93  Aiim.)  befinden  sich  Nr.lS) 
und  121  auch  in  dem  Wiener  Liedcrkodex  Oswalds  von  Wolkcnst«in;  diese 
Annahme  beruht  jedoch  auf  einem  Irrtum,  Vgl.  Haltaus  a,  a.  O.  S.  XVI  und 
die  (icdichte  Oswalds.  hrs(;.  von  .Toscf  Schatz,  (üittingcn  1904.  S.  47, 

'j  Erlilsunn.  hrsg.  v,  K.  Bartsch, (Quedlinburg  u.  Leipzig  1858,  H.  XXXI.  \'ii- 

»)  K.  A.  Rarack  a.a.O.  S.  lUO.  Vgl.  W.  (.ih.th.  Oas  Spiel  Tun  den 
7  Farben.    Teut.inia  1.    Kilnigsberg  1902,  S.  10. 

*)  K,  Bartsch,  Beiträge  zur  Quellenkunde  der  altdeutsrhen  Literatur. 
St.rassburg  18K(1.  .•<.  297  f.  —  l>ic  Hs.  wurde  mir  von  der  Baseler  L'niversitäls- 
bibliothck  zur  Benutzung  auf  der  Marburger  Bibliothek  bereitwilligst  zur 
Verfügung  gestellt. 

*)  S.  folgt  hiermit  einer  (lewohnheit  seiner  Zeit;  ebenso  nennen  sich 
der  Teichner  und  Muskatblut  in   allen   ihren   Dichtungen,   der   Kauliin^tf 


Einp  Ausnalimo  hÜAvl  nur  Nr.  17,  wü  er  aber  seinen  Nanioii 
in  Vera  25  andeutet:  Suoche  ist  ßelieiszen  min  bunt. 

Oagtigcti  sind  die  iti  O  überliefertet)  Ucder  iiidit  von  S. 
nml  dii'  Tberscliriften  fünff  lied  im  sflchen  sin  (50,  51.  52)') 
fnnff  licd  äA<.-licn  sin  (üH)  snllfii  nur  diu-iiuf  liinweiscn,  dass  die 
IJedpr  in  der  von  S.  aiiRewandtcu  Strophe,  nicht  etwa  aber 
auch  von  ihm  scllist  vei-fas:<)t  wcird<-n  sind,  uif  denn  auch  in 
den  Liedern  jene  sonst  durehaus  übliche  Nennung  des  Namens 
fehlt.  Auch  die  Reimtechoik  dieser  Lieder  ist  eine  andere  als 
die  aniUTS  Dirhten:.  Zweisilbig  stnmpff  Heime,  die  S.  in  streng 
mild.  Weise  veru'endet,  sind  in  den  Liedern  zwar  teilweise!  nncli 
vorhanden  (51.57  vertriben  :  gescliriben  :  beüben,  ö3. 53  frnmen 
:  kunicii  :  fingenonii-n;  fil.  40  btu^chenhen  :  iehen  :  stmhiMi, 
53.  10  sehen  :  beschenlien  :  ienlien'l,  jedoch  sind  dleuu  Ki'inio 
als  literarische  anzusehen,  deren  rhythmischer  Wert  dem  Dichter 
unbekannt  ist.  donn  anderor.'jflits  verwendet  er  solche  Worto 
auch  nn  Stellen,  die  iilingetiiicn  Reim  vi^laiigen  (4.  8.  9.  13. 
Strophenzeile):  50.  17  itumen  :  frumen,  43  zogen  (p,  p.)  :  bu- 
triigeii,  4H  hi'rwidf*r:äaiiidcr,  öl  wt-scntfronesen,  51.35  Regeben  : 
darneben,  52.  4  kutöen  :  vemtiracn,  17  nachtegallen  (inlid.  nahte 
galn)  (:  gefallen),  56  walten  (mhd.wät^nl  :  statten  (inhd-  sUiten). 
IJngPkchrt  finden  wir  auch  Verse,  die  stumpfen  Reim  verlangen. 
mit  klingendem  Au.strang:  ."jl.  36  zft  KCiroehen  :  woeheii  :  soeben. 

Suclieiisimis  Sprache  widerBtrt4t.cn  die  iilcnianni.sclii'n  Ileinic: 
50.  18  schon  :  bon  (bonra)  :  .st«n  (stfiii)  (Weinhftld,  alem.  Gram. 
g§ 42, 142, 203)  mid  53. 13  ich  wallen  : gefallen  (iuf.)  (a.a.  0.  §361). 


(vgl.  Kuliiig  u.  a,  ().  S.  21)  nnil  Sucheuwlrl  sehr  bäaflß,  letzterer  mcUt  tu 
sdncn  ^ichtt)«Uti«ch(^n  ilcden;  aua  «piLto-rcr  Zeit  vsl.  Kosetiblnt.  H.  fiäclis  u.  u. 

'}  Laufi.-n<Ie  Nr.  dcT  Lieder  nach  ItarUcb,  Bcltrilgo  ivr  (jucllonlcniiili' 
S.  907. 

*)  Die  Fuiineo  seiihen,  btaclienbcn,  Icnbeu  »ind  Dlalcktformcn  <Im 
ubwtUscbtn  Sthrdbcra;  vgl.  Kaaffniann.  ('pBch.  rl.  echwAb  Mnndart  S.  168. 
SdlW&bidch-alemikiiiiiecb  ial  u.  a.:  ÖO.  13  truron,  bS.  41  fo]i;'iii,  f>Q,  3S  (aaaot, 
61.  6t  «rot  (3.  gg.),  61.  16  «rdienot  (p,  p,)  (Weinhold.  alein.  tirmii.  9  357), 
60,  i6  hinilloii  (&cc.  pl);  ül.41,  53.2fralQn  (n.  n,  0.  §ST2);  51.  53  vberu»ter 
(a.  ft.  0.  S  3»4j,  ri3.  3h  lauB«  (I&k)  (&.  &.  I).  §  4  »5).  61.  40  sott.  63.  ä9.  SS 
sottni  61.  42,  62.  U.  iS  wot  (a.  b.  U.  g  379  und  S.  4W);  dabei  du  »cliwü- 
bische  fti  lt.  cL 


8 


Ancli  inliairlich  wi^irtifn  i1ii>M>  T.ii><Icr  mit  tliiTiii  ziim  Teil 
rcclit.  (lerlwü,  «ogar  cynischei»  Toii  von  S.s  Uichtuügcn  ab, 
wenn  auch  eirtzelne  Anklatiire  an  8.  zii  finden  sind  (s.  D.).  Dfir 
Intialt  ist  folfrendcr. 

50.  Die  Monate  desjalireii.  voii^enen jeder, sonderbarwirkt*. 
ä.  b.  tius  ihm  Au^-iiics.st.'iK-  bcrvor-  und  mit  stoh  briu^,  kuinnii-n  iinit 
V('rg:p|ien  wieder;  so  vprgvht  auch  äas  im>ii!tclili(rhe].pbfln.  ohiiediiss 
man  liaranf  recht  eitrentlidi  achtet;  .jarzal*  vor  nnd  hinti-r  dem 
Menschen,  .jarzal  hiitt  elUmd  (1.  hell  uiidyj  weit  vertrihcü  vö  adains 
sjitilasstatgtschrilM'ii  dcriitltTkairtcs  ist  licühen  noch  kiiinesiiiag 
beliben".    Nur  in  <jotte8  Rdcli  i»t  man  vor  ^jurzal .  .  .  ^nesen". 

51.  Alle  Mensche»  tttammeii  vnn  der  Prun  ausser  dem 
ersttn  Monschcnpaar,  das  Outt  im  Paradiese  schuf;  deshalb 
soll  man  die  Frauen  jireisen,  die  auch  die  schwere  Zeit  der 
Schwangefscliaft  und  Gfbnrt  ntliiij  über  sich  ergehen  lassen.  — 
Um  Maria  willen  .soll  man  die  Frauen  ehren. 

52.  ßruss  Uli  die  beliebte  und  Lob  dietter;  üio  ist  dein 
Dichter  Heller  als  da»!  Oold,  und  wenn  ihm  ttein  Wille  erfüllt 
würde,  „wäre  ihm  wohl  (relunfjen'':  seine  Aiissi-rungi'U.  wie  er 
dich  der  Oeliebten  Ropenüber  verhalten  würde,  lasse.»  au  Dexit- 
liclikcit  nicht))  xn  wünschen  iihrig. 

5Ü-  Der  Mann  soll  ilie  Fi-nnrn  Inben.  und  aucli  der  nichter 
will  dies  tun;  (lutt  sehuf  Mann  mul  hVuti  u.nd  „will  ii'  baider 
walten";  das  Weih  t«dl  dem  Manne  in  Treue  erßehon  sein;  wenn 
die  Krau  treu  ist.  wini  sie  Kepriesen,  »her  mrtiiche  Fnin  hat 
diesem  Oehol  entfiele"  gehandelt:  der  müge  (intt  das  Leben 
fristen.  ,bis  das  ir  kuinpl  Ult  rewe  kneeht  und  ire  bichle  sUnd 
gerecht;  diu  siinde  ist  das  prtist  fiesrhU-clit  in  inengiTlay  genistc*. 
Hieran  scliliesst  sich  ein  Gebet  au  Chri.stus. 

S.  ist  nicht  der  Verfasser  dieser  Lieder,  aber  eine  Ein- 
wirkwiijr  ist  ausser  in  der  Wald  einzelner  Themen  nnd  dci" 
Slropbenfomi  aach  in  einifji'n  amkrc]i  Punkten  /.u  erkennen, 
üu  vor  allem  in  der  htinfi|!;en  Iletcuening  des  Dichters,  dass 
er  die  Frauen  loben  will:  51.  10  wfl  ich  in  iedera  Innde  kor, 
so  will  icli  loben  frownn  eer,  25.  ich  will  die  frnwoD  ioben  nun, 
ir  vvirdickait  herzaigen.  51.  ich  lob  die  frownit.  wa  ich  far 
Uäü  mines  licrczeu  ^Tunden,  b'X  12  ich  will  den  Irowoii  lobet« 
ienhen,  wa  ich  im  lande  wallen. 


9 

Wie  S.  verlangt  auch  liier  der  Dichter,  dass  man  deu  Frauen 
wol  sprechen  soll:  51.  15  ain  jeder  man  dich  loben  sol,  53.  2 
sprich  wol  den  rainen  frülon  zart. 

Auch  die  Aufforderung  um  Maria  willen  die  Frau  zu  ehren 
(51.  58)  und  der  Hinweis,  dass  der,  welclicr  Frauen  lobt,  Gottes 
;\[utter  ehrt  {51.  61)  und  dass  „wib  hatt  gezieret  wol  die  lant" 
(51.  18)  sind  ganz  im  Sinne  S.s.  Wie  S.  das  Weib  nennt  der 
Dichter  sein  Lieb  edlu  rose  (52.  14),  lucem  (52.  20),  chirer 
Stern  (52.  ly),  es  leuchtet  mehr  als  karfunkelstain  (52.  28)  (vgl. 
l'J.  22,  26,  38). 

Eine  wörtliche  Anlehnung  an  S.  ist  vielleicht  an  folgenden 
Stellen  zu  erkennen: 

52.  42  t.  würd  min  will  an  ir     8.  14  f.  würd  mir  dasz  heil  be- 

herfold,  schert  .  .  . 

so  wer  mir  wol  gelungen  ...  so  wjer  mir  wol  gelungen  . . . 

das  werd  von  mir  besungen.  zwar  der  h&t  wol  gesungen. 

58.  3  f.  mir  Hebers  nie  geboren  6.  25  f.  nit  beszers  mag  gosin, 

wart, 

wenn    zarter    frowon    bilde  dann  reiner  juncfraun  bilde 

(:  Schilde).  (:  schilde). 

53.  33  f.  junck  wib,  das  bispel  8.  7f.  disz  bispilmerckent,  wibe 

nicht  verschlint,  guot, 

volg  miner  lere  wiso.  und  volgent  rechter  lere. 

Ist  nun  Ö.  der  Verfasser  des  Eeimspruches  La.ssberg 
Ls.  II  Nr.  131  ?  Für  die  Verfasserschaft  spriclit  zunächst  Vers  1  lll, 
denn  in  ihm  muss  man  doch  wohl  den  Namen  Suchensinn  er- 
kennen. (Vers  118f.  lauten:  si  iachent  bald  durch  lait  ver- 
trib:  „gern,  liebe  suchen  sin,  da  mit  der  krieg  sy  früntlich  hin".) 
Auch  das  Thema:  Streit  des  Weibes  und  der  Jungfrau  um  den 
Vorrang,  die  Art  der  Dai-stellung,  die  Ausdrucksweise  passen 
ganz  zu  S-s  anderen  Dichtungen.  Die  Form  des  Streites,  den 
der  Dichter  belauscht,  haben  wir  auch  in  1,  und  gerade  an 
diesen  Streit  des  Priestere  nnd  der  Frau  zeigt  der  Reimspruch 
Wortliche  Anklänge: 

Ls.  1  f.  ich  kam  vff  ainen  anger     1.  1  f.  ich  kam  ilf  einen  anger 
Witt,  wit 

da  hört  ich  ainen  herten  stritt         ich  hört  ein  wunnenbernden 

strit 


10 


von  zwaiii  Mldpu  vols^euar, 
der  naiii  ich  Ioki-ii Hellen  wnr. 
das  lüii  was  ulii  raiues  wib 

vnd    duz    ander    durch   lait 

veriril) 
ain  vsz  itwl'IÜ  junckfro  zart. 

Ls.  81.    rctlit    als    der    ctaren 

snimen  schin. 
Ls,  59.  Die  Jungfrau  nennt  sicli : 
ain  Spiegel  wol  gcticht, 

da  sich  gut  selb  jn  ersieht . . . 
e   himel  vnd  ert   t-rscliaffon 
wart. 
Ls.  69.  da:>  wih  du  iach:  icli  bin 
berait 
ain  niutcr  iilli'i-  cristctihait. 
Lü.U4.  aiii  luag't  den  hoctisti'n  gx)t 
gebar 
ikz  kain  wib  nie  wirdigfwart. 


von  zweien  bilden  .«iiinder  nlt, 

icli  tiört  ir  ävt'iitfurv. 

da»z    ein    da8z    was     eins 

prie-stpi-s  Ilp 
dasz  andr  ein  roin  trfit  sicli^ 
wip. 
sie  spritcli:  ich  btns  ein   Icit- 

vertrlp 
1.  16.  FLxIil  als  der  clären  sun- 

non  .<ichhi. 
1.  6:^.  S.  entscheidet: 

e  liimel  und  erde  wart   ge- 

Ücht 
wip  was  bi  gotes  angesicht. 


1. 9.  ich  bin  ein  un^princ  crist«n- 
licheä  glauben. 

1.  20.  wtplicho  frucht  .  .  . 

. . .  truog  in  got  und  mensche 

zart, 
kein  pritsttr  des  nif  wirdig 
wart 
Ls.lOÖ.dazwortzieretrrowoner.      1. 19,  dftvonsßhän  ichwirdensö. 
da  von  hant  wib  der  wirdt  liier. 

Auch  diei;e  Art  sich  selbst  zu  wieüBrlioIcn  spricht  für  Suclieu- 
sinti  als  Verfasser  des  Spruches,  vgl.  „Reim",  „Slil". 

Nalnr  BiTühniiiK  Ziagen  iiufli  diu  Beweisgründe,  die  im 
Reimspnith  die  Jungfrau  und  im  Slreil  mit  dem  Priester  die 
Frau  für  ihren  Vorrang  vor  dem  G^ner  anfiilirt'n.  Die  Jung- 
frau beruft  sieh  darauf,  dass  sie  Gott  erfreue  (.21),  ilass  nur 
Gott  an  ihr  teilhabe  (2ü),  dass  (Jott,  ihr  ihre  Würde  gegeben 
habe  (68),  do-ss  sie  vor  ErschatVnng  der  Well,  bei  GoW  war 
(62)  und  vor  «Ueni,  dass  eine  Jungfrau  Gott  gebar  (W5). 

In  1  beruft  sich  das  Weib  auf  seine  auheii  Ik-ziehungen  zu 


11 


Gott  (z.  B.  nennt  es  sich  „gots  gehiure"  Vers  8)  und  auf  die 
wipUche  ('nicht,  die  Gott  gebar. 

Im  Reimspruch  wie  in  1  sucht  die  Frau  ihren  Gegner  da- 
durch zu  übertrumpfen,  dass  sie  sich  als  notwendige 'Bedingung 
für  das  Dasein  des  Gegners  hinstellt.    (Ls.  69«.  1.  9tf.  u.  53  ff.)- 

Lehnt  sich  so  der  Reimspruch  in  vielen  Funkten  an  1  an, 
so   finden  einzelne  Wendungen   in   ihm   ihre   Entsprechung  in 
anderen  Liedern  S.s: 
Ls.  7f.  junckfro  zart, 


du  waz  vor  wandel  wol  be- 
wart. 


Ls.  13  f.  min  rainer  Hb  erfröwen 

tut 
oft't  mannes  hertz  gar  wol- 

gemut. 
Ls.  23  f.  ain  rosen  richer  gart, 

min  blumen  die  sint  wol  be- 
wart 
Ls.  34.  ich  bins  ain  trost  fiirvn- 
gemach  { :  sprach) 
Ls.  37  f.  min  frucht  vor  wandel 
ist  behüt; 
recht  als  ain  nüwes  rosen  blüt 
Ls.  57  f.  mit  miner  hochen  wir- 
dikait, 
die  mir  got  selb  hat  vff  gelait. 


8.  11  f.  frauwen  zart, 
welch  wip  vor  wandel  ist  be- 
wart. 

9.  25.  wiltu  vor  wandel  sin  be- 

wart (:  zart). 

11.  25.  die  vor  wandel  ist  be- 
wart ( :  zart). 

7. 35.  dln  angesicht  tuot  mannes 
hertz  erfrauwen. 


6.  36  f.  ir  reiner  11p  ist  wol  be- 
wart 
recht  als  ein  edel  rose  zart. 

19.10.  wip,  mannes  tröst  vor  Un- 
gemach ( :  sprach) 

6.  31  f.  ein  juncfrau,   die  vor 

valsch  behuot 
ist,  glichen  ichdesmeien  bluot. 
2.  5  f.    ein   lop    der  hoechsten 
wirdikeit, 
die  got  ze  frauwen  hat  bereit. 
2. 49  f.  du  lob  ir  liffichste  wir- 
dikeit .  .  . 
got  git  in  solche  wirdikeit. 

7.  14  f.  nu  merck  wasz  gröszer 

wirdikeit 
got  hat  an  reine  wip  geleit. 


18 


Ta  Ol  f.   vnd   werdent  wii-dig-      3.  lOf.  da  vondienrmen  wiirdpn 
licL  fi'losl  gelröst 

vz  ihz  wililcn  flires  rosL  ilic  ütftii  in  der  licllo  röst. 

Audi  diB  Keime  des  Rpniclw'ü  find««  wir  in  S.s  Liefern 
wietlor;  wie  in  Am  Liedern  Iiaben  wir  aiicli  im  Sprucli  vier- 
tifhif^r  Vltsc  inil  zwfisilljig-stumpfem  Ausgang:  89  :  HO  iH-kuriirn 
:  frmneii,  111  :  112  truKcit  ;  saKeit,  51  :  52  eben  :  leben  (51  ist 
dre  Ulfbig). 

Von  S.a  sniititifrem  Rcimfccbrauch  abvotchend  iM  mAß; :  smsck 
(21  :  22").  dabei  ist  jedorb  zu  bt-acbtt-ii.  dass  S.  in  seinen  Liedern 
iiberbaupt  keine  Keimwortf  auf  Voknl  und  aiisl.  k  hat,  so  dass 
also  die^r  Reini  nicht  pvigvu  8.  sprecht-u  kann.  Vietleictit  ist 
jLUcb  sniark  durch  smiirb  zti  orÄctzt'n.  iRclepe  bei  Ia'xit,  Mlid. 
Wb.  ir.  11114;  Benecke,  Mhd.  \Vb.  U.  2,  416a.j  Die  ungenauen 
Keime  dn  :  rüi  (79  :  80),  mieli  :  iuch  {llö  :  llö)  beruhen  offen- 
bar auf  Textverderbniü. 

Nach  diuseii  Ausführungen  ilfirlen  wir  wohl  den  Sthluss 
hieben.  Alisa  S.  der  Vei-russ«r  des  Bpruclies  war. 

Ki  sind  nnt)  alüo  30  Lieder  timl  ein  HeimRprucb  aiit 
nic.litniigi'ii  SiiebensiiuiK  bekannt,  —  N'neh  Hollaiitl  i:i,  a.O,  S.  ßf)2) 
verliisfite  S.  noch  „i-iii  ,Minnpgcnchf  und  einen  .Streit  der 
Minne  mit  ilein  Prcrinl^-*  d,  h.  ein  wit^iiges  Kaiuiifgej^präcU 
zwiscIiiTi  Lii'bf  nitd  OhM''.  Holland  bleibt  aber  du-n  Naehwiiis 
schuldig,  wo  diese  beiden  Gedielite  überliefert  sind').     I>te  von 


*^  Lttuh.  La.  I  B.  1116  bringt  einen  Heim spni eh  .t)ir  MiniMt  vor  täericht*, 
do-aln^  ki'ini' Vi!TWH.mlt8iJiurt  mit  Sn  IHtJiiiin^cn  «igt,.  —  Di*'  HtliifilbiTitvr 
Hr  3U  V  J.  N6vl  tvül.  tJucdckc,  l<rilr.  1'  S.£(i7;  Muuhui,  Itus  w^MVch 
Kliisl^rlnln  (i.  LI,  Sflf.i,  iUk  [i)rliT.unf[vn  (l«t  eillmibii  Kiinli^ij,  clnei  ulli^tiar 
alciHMiiiiiiilitii  DtcljltTS.  MitliWl.  liringl  auf  Bl.  l— .t."!  l■i;lc^  Hfilt-  .ri>ii  einet 
ri]gerf;ihn.  xoni  lipriclir.  ili-r  Mhir»-',  der  i-lii  Stn'ilKiiillHii  .von  der  Mlnun 
iinil  fit'ui  I'Jeiitiijfc*  aai  Bl.  -11  17  foljjl,  Htus  iticup  Didiluiiifcii  nkbt  von 
S.  Etiimmen  kanncn,  beweiseii  iiqgIi  die  SnliliiKiJVGrse  d»  erstjpaianiitMi  Rede 
(Ul.  33  b.6); 

Dg  mit.  sol  diwe  vcd  Bin  end  hon 
dii'  ilii'.li  (RCitt  Ich)  In  stcctttr  liolj  uin  knab  eilend 
allen  f^L'Uubten  zA  w^rnun^'  sond 
Pmx  nii-mpt,  in  i.rilwcn  bin  fUv  v^t 
Niich  ttissund  ÜPThanilirt  fUnfftüig  vnd  nOti  J&r. 
Ancb  L'iiiit  ]ic<:iii>In(*un)(  ditscr  Micbluugeu  durch  S    Isl  Hiebt  su  er- 


Vii 


Hoffraanii  (Aufsess  Atizi'ip-pr  1832  Sp,  213)  und  nach  ihm  von 
Holland  a.  a.  0.  ausgesprocliene  Vennutunjj,  dass  er  „wahrscliein- 
lich  cbi'n.so  viele  Loli-  und  Strafreden,  wie  Andere  seines  Gleichen" 
dichtete,  hat  bis  jetzt  nocli  keine  Bestätigung;  gefunden. 

('her  die  Verteilung  der  Dichtungen  auf  die  einzelnen  Hss. 
und  iiire  Anordnung  in  vorliegender  Ausgabe  vgl.  folgende 
Übersicht : 


K 

F 

Hä 

N 

Ls 

1 

171 

13 

2 
3 

172 
173 

ErtüBong 
S.  192. 

4 

174 

5 

175 

6 

176 

17 

7 

177 

8 

178 

9 
10 

179 

12 

121 

11 

14 

12 

15 

13 

16 

14 
15 

18 
19 

Ifi 

20 

17 

21 

18 

22 

19 

23.24 

20 

120 

21 

181 

BcwortuDg  d(T  Um.  K  und  F. 

In  der  Bewertung  der  Hss.  K  und  F  verdient  K  vor  P  den 
Vorzug.     F  zeigt  manche  Flüchtigkeit:  es  fehlen  in  P  15  (12) 

kennen.  —   Knie  Einsicht  in  diese  Hs.  wurde  mir  auf  der  Heidelberger  Uni- 
versität sbibliuthtk  bereitwilligst  gestattet. 


u 


im  Abgfsanp  (!er  orstm  Strophe  ein  V«rs,  in  F  17  (6)  Vers  10 
und  die  It-tzteii  8  Verse  (45—52),  in  F  21  (17)  ein  Stollen  dw 
zweiten  Slniplif.  Dcnigi-gciiütirr  ielilt  in  K  uur  v'm  Vers  (1.  38), 
denn  1.04,  den  Bartsch  (Kolni.  Ha.  171.  ß-t)  a.h  fi-hU-nd  bL>- 
zeichnt-t,  steht  in  der  Hs.  T>ucli  auch  das  in  P  vorliegende  hat 
seino  jetziRß  (xestalt  oft  erst  dnrHi  den  Schreiber  bekommen, 
wie  .si<;li  aus  der  BetracLtung  dos  Metnmis,  der  Heim«  und  h.us 
der  Vergleichung  der  aucli  in  K  überlieferten  Lieder  ergibt;  aus 
dieser  gewinnen  wir  fiJgeiide  Momente  zur  Bevorzucjuntr  von  K: 

I  (ItaitÄch,  Kniiii.  Hs,  171,  K  13)  bringt  den  Streit  des 
l*riesters  und  der  Frau.  F.  13.  3.  4  heisüt  es:  „ich  horte  cynen 
Wonnen  werden  stryt  von  priestern  und  von  fi-anwen",  a].so  von 
nieliren-n  Priivsteni  und  l-'ninen;  im  ful^t-ndeii  ist  al)er  dann 
uur  immer  von  einer  Fisu  und  einem  Pi-iester  die  Keüe.  K  spricht 
denn  auch  nui-  von  ^zwen  bilden"  (Vet«  3). 

Inhaltlich  anflälliff  ist  ferner  F.  13. 1).  wft  die  Frau  von 
sich  siigt:  pit'li  bin  i-in  ni-M[jnnij^  des  knsehlicheu  glauben"*.  Was 
ist  ei«  knschlicher  glaube?  In  K  heisst  es  .  .  .  cristenliches 
Klauben.  Aueh  im  rh,\thiuiscli  F  13.  d  nidit  K>^nz  einwandfrei, 
obwohl  sich  die  Ut-lmmn;!  -lieh  auch  sonst  hei  S.  findet. 

Auffallend  itit  F  13.  44 — 45  ich  bin  ein  schenke  des  wa-wer.-! 
zart  (las  an  dem  crutze  erworben  wart:  dentlielicr  ersclwint  dem- 
ß'e^enilber  K:  ich  bin  ein  .srhenrk  dez  blude^»  zart  daz  an  dem 
crutz  vergossen  wart. 

].  40  ist  hesser  im  Anschluss  an  K  ,min  lavss  durch  aJle 
himel  ^Al"  als  mit  F  (min  spise  diii-ch  alle  liymmul  -^aI)  zu  lesen. 

1.47:  dem  „half"  in  K  ijit  .liÜlt-  in  K  vorzuziehen. 

In  formaler  Hinsicht  ist  K  13.  1.  2.  sehr  verdächtig;  einen 
so  Bosgeprügt  tontroehilisclicn  Kinfrang  tindcii  wir  Konst  niciit 
bei  S.  Wenn  auch  oft  der  Auftakt  fehlt,  sg  ist  dies  doch  nie 
in  der  Anfaiigsznile  eines  Liedes  der  Fall.  (F  24.  1  ist  nur 
seheinbare  Ausnahme,  denn  F  24  ist  dritte  Strophe  zu  23.) 

F  13  bietet  eiiiise  20  Fülle  zweisilbiger  Seiikuutr,  die  sicher 
nicht  V(in  S.  herrühren,  und  in  K  ^lilehen  ihnen  denn  meist  ein- 
silbige gegenüber.  Nach  K  haben  wir  in  1  nitr  zwei  Fülle 
zweisilbiger  Senkung,  die  leicht  zu  ändern  sinJ:  Vers  6  ist  zu 
lesen  „dasz  s'mdr  ein  rein";  der  zweisilbigp  Auftakt  in  Vera  18 
ist  wohl  dm'ch  die  Lesung  ich  „gibe  die  taiif'  zu  beseitigen. 


15 

Kill  glpicheü  Bild  übpr  den  Wert  von  K  im  Ven?Ieich  zu 
P  gewinnen  wir  aus  Verirleiclmng  der  rberlieforungen  von  6. 
Auch  faior  bietet  F  (F  17)  e'niea  rliyllimiKcli  stärlt  vm'derLt«n 
Text;  tiacli  hier  siml  in  ütii-r  20  Füllrii  dtirt-ti  Ein^tttzon  clvr 
rad.  Dialekt litnnen  oder  andere  WiUkiirlicIikeitt'n  iweisilbige 
Senkungen  i-nt.sUiiiJoii,  div  kriru-!>fullM  vuiii  ]>ictiti-r  sluinineti. 
Offenbar  Einschiebstl  sind  gar  in  V  17.  19  und  und  in  F  17.  35, 
die  deiiii  uiirli  in  K  an  den  Mreffcndeti  ätellt>a  fetilt>n. 

F  hat  RTDssc  NeigiinK  zu  derartifren  und  iilinlifhen  Kin- 
tligiingrcii.  (llf  iiu«  ciiicni  Htrebcii  iiurli  Vrrdfiiilirluitig:  l'xw.  aus 
di>r  KriiintTuii^;  an  älinliclic  Wortverbindungen  wU*  in  den  he- 
tretTi-nden  Versen  hiLTvoi-zug:fUen  scbelnen:  F  Id.  iü  lieisst  e* 
statt  die  iuiig-t'"  die  iuugtn  kind*,  F  14.  nO  statt  noch  noch 
hüte,  14.  1)0  statt  ein  iiiui^rrau  «in  edel  iungfraiiwe,  »luilieh 
F  23.  6  statt  ein  wip  ein  zurtlicli  wip;  ¥  Ib.  tj  heisst  es  ötatt 
der  ist  vtrllnoelit  tif  erden  hie  uff  der  erden;  P  16.  ft3  tritt 
semlich  hinzu,  F  18.  :W  wo!  u.  i».  mehr.  Vgl.  ferner  die  Verse: 
P  14.  6,  U>.  16.  25,  35.  16.  32.  34.  37.  50  (diner  statt  der)  53, 
IH.  3».  51,  19.  2.  lö.  39,  20.  28.  58.  60.  61. 

J)Ial<ybt  dcK  Kehrflb«»  von  K. 

Die  Heimat  des  Schreibers,  der  S,s  Lieder  in  K  aufgezeichnet 
hat,  ist  iu  Weslmitteldi'ulsrlüaud,  und  zwar  im  rlKiitrritiikt.si.lien 
Sprachgebiet  zu  suchen;  dazu  berechiigcu  felgende  lautliche 
Er.'«cheinungen: 

Die  Diphthongierung  der  Längen  i,  a,  iu  ist  nicht  einge- 
treten, dagegen  die  Monophthongierung  von  ie,  uo,  üe  (vgl.  z.  B. 
1.  17  u.  ß  lichten,  2.  45  yinbvving,  4.  22  timt.  6.  19  giites,  3.  4 
grüHzcn  u.  A. ;  daneben  findet  sich  häufig  noch  die  ältere  Form 
mit  ie,  fi,  doch  nie  Üe). 
a  für  o  8.  50  habe  (hove)'). 
e  für  i  in  eren  (iren)  7.  8*). 

ei  tiir  eu  (öu)  y.  47  beygen  i,böngen),  4.5  freyden  (vrruden)'). 
eu  für  ci  ü.  40  freudig  (wühl  vreldic) '). 


■)  Wdnlitilil,  Miltclluu'liilviitsclie  (irdiimiiulk  g  07. 

<^  K.  a.  iJ.  ^  Itjl.  ';  II.  A.  ü.  ü  12a.         •)  ».  A.  O.  g  124. 


16 


ie  fRr  i  1.  35.  gmegen;  6.  16,  7.  51.  sttchensicn:  T  33  prier*). 

i?  fBr  I  r>.  Tl.  7.  sdiien,  8.  H3  beliebe '|. 

ü  l'ür  u  durcli  (2.  Zi.  36,  ö.  20  u.  ii.j  (daücLcn  durch  tt. «.);  ö.  41 
kortaer.  «.  35  broste  (brüste),  8.  14  word  (würd). 

o  fBr  uo  4,  2.  groiiet')  (v(rl.  4.  10  grün)  (daiwten  4.  18  pfpun. 
5.  30  grfioet.  31.  ^runt) 

B  für  p  in  „wustc*  2.3*), 

b  für  T  8.  50  habe  (hnve)''). 

d  für  t  I.  ß2  m-ilicbt.  2.  26  ^t'iluckct.  n.  25,  drut.  1.44  bludM, 
3-  U  lydeti,  "   H  poilc,  fl.  -Ifi  raden  n.  ö.")- 

g  für  k  2.  1.  blang,  4.  20.  dang'). 

h  tritt  vor  vnkalischen  Anlaut:  3.  I.  htTki-tit.  8.42  liprwarb"). 

))  urivei-scbol)<<ii  im  Ajilaut:  1.  32  gvyilaMizet  (»eben  4.  6  pflaff, 
4.21  pflegj. 

qu  in  ^quati"  (Jkfira)  6.  &.  (daneben  kam  1.  1.,  2.  34). 

r  gc^toliwiindc«  vur  ch  9.  28  vorlitet  (neben  fl.  29  vorchten)'). 

Epcntlictisi-tie.«  s  in  nienittnB  3.  47.  9.  47,  ymans  9.  44  '*). 

t  eingetreten  nach  n  vor  seh  1.  31  „mpntsrli?"  und  ia  destwn  Ab- 
leitungen (2.  lö,  16.  2fl,.  3.  30,  9.  12)"). 

Dialekt  de»  ScIirt'lbiTh  >oii  F. 

Auch  der  Sclireiber,  der  S.a  Lieder  in  F  aufzeichnete,  ist 
Mittirtdfütsclitr,  auch  er  ist  auf  rhu) iif rank iüchcm  Ocbivt  zu 
Hanse;    IVilRendp  Rrsclicininij^isn  verdienen  Beachtunjj:: 

JMe  IiiintigL'  Bi'jicitigunfr  der  Apokope  und  Synkope  in  dt-n 
S))racht'onni."ii  dies  DioUters  (vrI.  l^psarten);  dazu  vpl.  Formen 
wie;  10.  28.  32  irine,  29  intTe,  I'J.  36  rL-yue,  37.  cleyne;  femer 
mit  sekundärem  e;  1. 1  witle  (witj,  11.  58  vermale,  13. 10  name 
(pruet.),  32  |(lagi-  (['fli^t),  14,  fiO  (trabe  (ucc),  15.  38  tiibe  (imp), 
Ift.  14  fische  (nom.  sg.),  18,  2  nachte  (nom.  sft.),  19.  38  karfuiickcl- 
steine  (nom,  sg.). 

Die  alten  Länpen  i,  u,  iu,  sind  niclil  diplitbotigiert  worden, 
wohl  aber  die  DipliiiHHigre  le,  uo,  üc  monophilmngiert;  füralt4--s 


I 


')  a.ikO.  §48. 
•)  a.  &,  (1.  g  4I'J. 

»)  Ä. ».  0.  §  sae. 

••>  >.  m.  0.  i  tö3. 


*)  a.  a,  O,  §  107,        «J  a.a-l).  §142. 
')  a.  a.  I).  S  la-i.        •}  a.  a.  Ü.  §  187.  188. 
■»  n.  a-  >l.  §  2411.        ■)  a.  a.  U.  §  814. 


17 


ie  wird  zwar  meist  nucli  ie  geschrieben,  docli  finden  sich  FormeB 

wie  1.  64  pristei-scliafi't,  10.  25  zir,  28  diner,  11.  10  nyman. 

a  gegenüber  obd,  o  in  sal  (sol)  12.  4,  13.  35,  14.  9,  22,  16.  35 
u.  ö.,  in  Salt  12.  17,  13.  52,  63,  14.  39  u.  o.  Dass  S.  sol 
gebrauchte,  geht  aus  10.  45  sol  (:  vol)  hervor'}. 

e  für  i  11.  6  brt'iiget;  16.  47  verbrennen  (:  inuen),  53  Spreche- 
wort *). 

eu  als  Umlaut  von  ou  vor  Labialis  in  13.  47  heubtsunden '). 

ie  für  i  10.  7  sieliest,  16.  18  siecht  (3.  sg.),  14.  31  angesiecht; 
1.  37  wiederstreben;  16.  20,  17.  32  herwieder;  12.  50  ge- 
dieclit  (1.  sg.  praes.),  13.  33  gediechte  (nom.  sing.)  u.  ö. 

ie  für  i   10.  39  trieben  (inf.)  (:  bliben  inf.). 

ir  —  für  er  —  in  irfreuwe  18.  12*). 

0  für  u:  1.  2  somraerzyt,  16  sonnen,  57  trotz,  12.  35  hinder- 
worff,  14.  9  borg  u.  i>. 

ö  füru,  ü  1.  28kümpt(:  stunt  :gruntj;  vgl.  15,  29  vor  (:  spür:  türj. 

0  gegenüber  obd.  ü  in  off  6.  44,  17.  18*J. 

u  für  i  19.  2  nmraer;  uummer  bzw.  nuraer  10.  20,  42;  12.  50, 
15,  23  u.  ö.;    13,  54  zusehen*). 

u  für  e  in  zu-  zutrant  12.  36. 

d  für  t  10.  33  dale,  13.  56  dut,  15.  18  dun,  15.  1  u.  ö.  drut, 
15.  28  dür  u.  ä.  Inlautend  ausser  nach  Liquida  oder  Nasal 
auch  zwischen  Vokalen:  10.  12  rade  (1.  sg.)  22  stede 
(stajte),  24  gebieden,  26  raisseteden,  12.  12  gode,  37  wid- 
dewe,  17.  31  güde  u.  ö.  Auch  im  Auslaut:  12.  5  missetad, 
7  verrad  (3.  sg.);   15.  1,  16,  40  bad  (praet.)  u.  &. 

li  silbentrennend  nach  Ausfall  von  w   10,  43  truhen  (triiiwen). 

h  als  Delmungszeichen:  11.  56  steht,  6.  28  ihr,  16.  8  wohlge- 
mute '}. 

p  unverschoben  in  1,  32  geplantzet,  13. 32  plage  (pflag),  42  cloppet. 

qu  in  quam  (1,  1,  6.  5). 

th  für  t  10.  35  thorheit,  6.  5  muth"). 

Md.  sind  folgende  Verbalfonnen: 

16.  36  ich  raden,  15.  9  ich  verbietten^). 


')  a,  a,  0,  §  411,  ")  a.  a.  0,  §  46.  »)  a.  a.  0.  ^  128, 

')  a,  a.  0,  ä  :«2,  »)  u.  a,  0,  §  U2,  'j  a,  a,  U,  §  50, 

')  a,  u,  0,  g  245,  «)  a.  a.  (I,  g  201.  •)  a,  a,  O.  g  3»5. 


FIluu.  äuclieiiHlQii 


III.  Kapitel 
Sprache  Suchensinns 


Vokall^mus 

aJApokope  und  Synkope.  Ai>okr)pe  und  Sjllkope  treten 
sowohl  nat'h  kuiv-cin  wit'  iiiiiii  lan^rem  Vnkal  oder  mt-Iir radier 
KoiiSDiiaiiz  ein.    Im  Ki'im  lindi-ii  sich  l'olgcudi-  Fällt  von  Apokojie: 

Subtitaiitivuni. 

1,  nom.  acc.  sg.  kL  f.  dag  (:  [tflag  13.  ü'i  :  vermag  II.  r>8)  fr 
(t  mCr  5,  24,  18.  31  :  sfr  lö.  40).  IPr  (:  s^r  16.  40). 

2,  dat..  Sg. 

iL)  nach  laiigi-f  Silbe:  ungRraiirh  (:i>bedach  19.  U),  getlajick 
(:  laric  J8.  2),  gart  (:  ziirt  1.  .11),  nuiT  (:  geva>r  13.  54), 
meil  (:  teil  äl.  ^6),  1fr  (;  m^r  IS.  31),  wünschclgert 
(:  beschert  8.  14),  angesiclit  (;  groticlit  p.  p.  :  vorricht 
praetl.Ö2).  IierUfii  scliriii  (:dtri  21.  7.1.  77:8lii21,  79), 
fllsz  (:  wLsz  4.  2S  :  \n-H  7.  19j,  .strit  ( :  0t  20.  37),  schewz 
(:  ^r&äz  19.  16),  r6st  {■  f(ctrdst  3.  10  :  crl&st  21.  91), 
nr.t  :  IiiinrlbrÖt  (:  vi-rbi'it  11.  46),  gruut  (:  kont  3.  sp. 
1.  2ii :  kant  adj.  lö.  La),  mutit  (:  kiiiit  15.  18),  bluot 
(:  tuoi  n.  H8.  Ö.  31.  16.  l),  muot  (:  gaol  4.  32). 

b)  mich  kurzfi'  .Silbt-:  clug  (:  niii^  Ui.b),  sliif;  (:  tag  U.  44), 
s|j»i  |:  got  14.  1),  got  (;  gebot  15.  3B). 

3,  acc.  sg.  gevan-  (:  wii-r   13.  (j3),     -    rterti-itt  in  gl.  I>fkl. 
xeigt  gart  {:  zart  9.  23,  11.  23,  IH.  äO). 

4,  iKim.  pl.  Stern  (:  Ucgcrn  19.  28). 
Ailjekliviini. 

uuni.  plur.  fiirsteu  rieh  (:  lugi-iitiicli  21.82). 


19 

Adverbinrn. 
siiel  (:  fei  3.  7),  hart  (:  zart  8.  11),  spät  (:  raissetät  12.5),  rein 
(:  stein  18.41),  sCr  (:  fir  16.  41). 
Verbum. 

1.  praes. 

1.  .sff.  ind.  mein  (:  rein  2.  45,  13.  42),  sag  (:  vermag  11.  58). 

1.  3.  sg.  conj.  wich  {:  gcwelticlich  9.  36),  trlb   (:  wip   15.  1), 

vertrib  i ;  wip  13.  18),  eriag  {:  mag  13.  5),  hab  (:  ab  14.  49). 

2.  pract. 

3.  sg.  ind.  kost  (:  getrost  3.  10),  verriebt  (:  gcticht  p.  p.  1.  62). 
1.  3.  sg.  conj.  wolt ;  soit  (,:  holt  10.  20),  wert  {:  beschert  8.  14), 
WiiT  (:  lajr  8.  38  :  gevter  13.  54). 

Apokope  zeigen  ferner:   kfr  (irap,)  (:  rafr  5.  24),  an  (:  ge- 
tan 12.  15). 

Niclit  so  häutig  findet  sich  Synkope  im  Reim;  erwähnt 
seien  neben  allgeineiii  gebräuclillclien  Formen  wie  getrost  (p.  p.) 

3.  10,  behuüt  (p.  p.)  4.  38,  6.  31  :  3.  sg.  ort  (:  gewert  19.  15), 
verrät  (:  spät  12.  6),  inf.  lern  i:  gewerii  16.  49),  erii  (:  begem 
19.  2ii),  pait.  praet.  verriclit  :  geticht  (:  angesicht  2.  20),  geticht 
(:  angesicht  (dat.)  :  icbt  1.  62),  ermort  (:  liyrt  12.  18). 

Auch  im  Inneni  des  Verses  verwendet  S.  zahlreiche  apo- 
kopierte  und  synkopierte  Formen,  und  zwar  wohl  noch  in  weit 
höherem  Masse  als  in  der  folgenden  Zusammenstellung  unge- 
geben ist,  die  nur  solche  Fälle  verzeichnet,  in  denen  Elision 
des  Eudungs-e  oder  Verschleifung  nicht  angenommen  werden  kann. 

Substantivum. 

1.  nom.  sg.  2,  33  gab;  2.  39,  5.  35,  14.  10  freud;  4.  7  sunn; 
5,  29,  14.  29.  32  &r;  5.  45,  20.  13  lieb;  8.  10  gert;  11.  5 
iiatiur,  37  färb;    12.  29  s^l;    16,  28  rius. 

2.  gen.  sg.  3.  42  richs.  —  20.  8.  17  lieb.  —  3.  46,  13.  65  gots. 

3.  dat.  sg.  15.  18.  27  mal.  —  2.  28  wird;  3.  38,  14.  38  freud, 
5.  20  lieb.  —  19.  34  got. 

4.  ;icf.  sg.  11.  22  bild.  —  3.  37  gab,  48  gnäd;  5.  21,  14.  43, 
16.  62,  18.  39  ßr;  8.  9  sorg;  12.  34.  46,  17.  10  lieb;  18.  7, 
19.  34  güet. 

5.  gen.  pl.  4.  17  frn, 

6.  acc,  pl.  11.9  bäum.  —  1.  37  persöu,  12.  2  sein,  16.  35  *ra. 


20 

Adjektivam. 

1.  nom.  sg.  5.  42  schien  lip.    6.  12  ein  rein  juncfraowe.  — 
15.  ö  reins  wip;  —  vgl.  20.  18  eins. 

2.  gen.  sg.  21.  27  mins,  16.  27  diiis,  31  .sins;  vgl.  1.  5,  6.  45, 
14.  31  eins.  —  8.  10  niinr  zungen. 

3.  dat.  sg.  6.  46  einr. 

4.  acc.  sg.  10.  9  ein  wis  frauwen. 

5.  nom.  pl.  13.  40  ir  biderb  wip. 

6.  acc.  pl.  4.  32  rein  w!p. 

Adverbiuni. 
1.  52,  3.  12,  6.  8  u.  ö.  schön;  5.  48  hart,  9.  28  licht,  12.  16.  36. 
18.  14  bald;    4.  39,  ö.  13,  9,  4  u.  ö.  zertlich,  5.  4  fnrlich, 
24  gentzlich,  13.  12.  35  heimlich,  18.  26  früntüch,  20.  30 
müglich. 
Verbum. 

1.  sg.  praes.  1.  18  stift,  20  loes,  13.  5  wien,  16.  9  wirf,   61 

rät,  21.  86  bring. 

2.  sg.  praes.  11.  58.  59  glaubst.   12.   16  wirst,   Ifi.  31  kumst, 

18.  32  heltst;    16.  29  beheltstu,  52  vechstu,  02  heltstu. 

3.  sg.  praes.  zeigt  sehr  häufig  Synkope  des  e,    und  zwar  nicht 

nur  nach  vorangehendem  1,  r  oder  dental  (ira  ganzen  etwa 

50  Fälle). 
3.  sg.  conj.  praes.  21.  30  müesz. 
2.  sg.  imperat.  sw.  v.  zeigt  fast  durchgängig  apokopierte  Form. 

(-e  steht  nur,    wenn  Elision  oder  Versolileil'uiig  eintreten 

kann,  nur  einmal  im  Reim  behüete  :  güete  5.  22  —  durch- 

scliauwe  16.  48  ist  nicht  gesichert,  da  der  Vers  unrichtig 

überliefert  ist). 
2.  pl.  imperat.  11.  1.  9.  schaut;    11.  40,   13.  40  merckt,  13.  41 

gedeuckt. 

2.  sg.  praet.  st.  v.  3,  8  enpfieng. 

3.  sg.  praet.  sw.  v.  3. 13  brächt,  13.  9  hetzt,  11  reckt,  18.  2  dÖcht, 

21.  9  wolt,  53  antwurt,  104  iiant. 
3.  sg.  conj.  praet.  2.  36  spnech,  3.  49  niem. 

b)    Vokalisch   „ungenaue"  Reime.     Die  Reime  zeigen 
nur  wenige  dialektische  Eigentümlidikeiten;   es  reimt: 

an  :  An    wi'in  :  wolfietä"  :  kaii  4.  27.  qua»  :  phui  :  stän  6.  5  (s.  u.), 


21 


kan  :  an  :  wän  12.  23,   man  :  gan  :  getan   14.  40,  an  :  ge- 
tan :  man  18.  10,  man  :  liän  :  an  19.  1,  20.  5,  daran  :  getan 
;  län  20.  31. 
a  :  ö    mun  :  an  :  lön  In.  31. 
e  :  e    gewern  :  begcrn  :  l^rn  16.  49,  wert  :  swert :  gelert  16.  62, 

ert :  gewert  :  gert  19.  14,  atSrn  :  begBm  :  l^rn  19.  27. 
f!  :  e    feile  :  snelle  13.  48 '). 

i  :  ie    (vor  r)  mir  :  tier  :  gir  7.  31,  mir  :  dir  :  zier  10.  23. 
0  :  ü    geljot  :  tot  :  schameröt  12.  27. 

Diese  Reime  wie  aticli  die  Vorliebe  für  apokopierte  und 
synkopierte  Formen  (vgl.  S.  18  f.)  weisen  auf  eine  bayr.-üster- 
reicliisclie  Heimat  des  Dichters;  beweisend  hierfür  sind  vor 
allem  die  Reime  er  :  ^r"),  ir  :  ier"^.  Weniger  beweisend  sind 
die  Reime  a  :  ä  (vor  ii)^),  o  :  6  (vor  t)^),  a  :  ö  (vor  n)"j,  die 
sich  auch  im  md.  finden ').  Bayr.-österr.  sind  auch  die  Reime 
iiieit  (:  wirdikeit  :  treit)  10.  49,  verieit  (praes.)  (;  geseit  p.  p.  : 
leit  suljst.)  13.  44,  verzeit  (p.  p.)  (:  widerseit  praes.  ;  wirdikeit 
9.  49,  jeit  (praes.)  (:  leit  :  wirdikeit)  8.  40*'). 

c)  Diphthonge.  Die  alten  Diphthonge  ie,  uo,  üe  haben 
sich  erhalten;  ob  S.  die  neuen  Diphthonge  au,  ei,  eu  gekannt 
hat,  ist  aus  den  Reimen  nicht  zu  ersehen,  da  er  altes  ei,  ou 
immer  nur  mit  altem  ei,  ou  reimt,  wie  auch  sonst  die  bayr.- 
üsterr.  Dicliter  altes  und  junges  ei,  ou  auseinanderhalten'-'). 

d)  Vokaldehnung.  Die  nbd.  Dehnung  alter  kurzer  be- 
tonter Vokale  ist  nocli  nicht  eingetreten;  S.  kennt  noch  zwei- 
silbig stumpfe  Reime  und  auch  inncriialb  des  Verses  linden  sicli 
häutig  Formen,  bei  denen  wir  Verschleif ung  auf  der  Hebung 


')  e  :  S  wird  von  bayr.-üstcrr.  Dichtern  vor  1,  I  a.  cons,  nicht  gereimt, 
jvdocb  vor  II,  wo  jeder  Dichter  einem  eigenen  Gebrauch  folgt.  (Zwierzina, 
Z.  f.  d.  A.  44  a.  2Ö2  and  Anm.  2.) 

')  a.  a.  0.  S.  255f. 

*)  Weinliüld,  Mhd,  Ur.  g  46;   ders.  Bayr.  Gr.  g  90, 

«}  mhd.  Gr.  §  24;  bayr,  Gr.  §  36. 

»)  mhd.  Ür-  §  &2;   buyr.  ür.  §  55. 

•)  mhd.  Gr.  §  88;   bayr.  Gr.  §  56. 

'J  mhd.  Cr.  §§  32,  74,  90. 

•)  Z.f.  d.A.  44  S.  345. 

*)  Vgl.  a.a.O.  S.:-180if.;  Kobcrstein,  Über  die  Sprache  des  österreichischen 
Diditers  I'etcr  Suchenwirt.   Naumburger  Programme.    1828—43.    I.  S,  25f. 


22 


anuclitnen  tDilssvii.  TMe  xv,nisi\U\g  Miiinpfcn  Reime  *\ad  fol^mde: 
giiiuiTtagi.'' :  tra^'*^'  '  vUt^v  ö.  1:  niitl(.'rutiigc  :  sagv  :  dage  16.  57; 
tragen  :  .sagen  :  fi'Hlap'en  15.  10;  eben  :  gegeben  :  Irbirii  t).  18, 
U.  14,  16.0.36;  ^brii :  eben :  IcIh>ji  3.36.  10,10.  U.36;  eben 
:  wtd4-i:i>treben  ;  gegrben  I-  36;  gescb^n  '  selien  :  breliea  19.  b; 
geuigon  ;  ligun  :  aiipi-sigi'n  I.  23;  )fc\idtT  :  wider  :  nidiT  ü.  27; 
Site  :  mite  :  tritt'  8.  44;   froiuon  :  gciinmeQ  :  kumeu  1.  63. 

Zu  erwäbncn  »iud  btor  nocli  die  lieiine: 

\fh  quan  :  pläti  :  stän  6.  5.  qa«n  widerspricht  den  Ssterr.- 
bayr.  Sprach  romtcn  Af^  Uichleri;,  die  ein  koin  erwarten  lassen. 
S.  verwendet  hier  nach  liteniri.»icher  Tradiiitm  eine  n)d--aleiii. 
lU-iiDfonneP). 

Der  Keim  fraawen  (sich  freaen) :  aiischaiiwen  3.  17  würde 
nach  Uart^ch,  Kolm.  Hü.  H.  706,  ,fiir  nicht  rein  oberdcnt.'sche 
Sprache  zcngeu.  auf  die  doch  sonst  alles  tiinweüt'  Datregen 
ist  zu  bemerk«»,  dass  i^icb  obd.  oft  die  iiniinit'etanietett  F<jmien 
wie  vrouwen.  druuwen  u.  ä.  finden  (Mlid.  Ur.  t;  120).  S  ver- 
wundtc  de»  Krim  vielk-iclit  mich  in  Anlehnung  an  den  lautlich 
gleichen  (junc-)  frauwen  :  srhauwcn  13.  40.,  10.  17;  wir  hüben 
daher  auch  wohl  7.  3ä  erfmuwen  ;  dnvmven  mit  der  Hs.  za 
lesen,  denn  der  von  Bartsch  angesetzte  Keim  erfrimwen  :  drt'mwen 
entbehrt  der  Stolze. 

1.  53  i^t  mit  den  H^s.  fromen  :  genomen  :  komen  za  lesen; 
aocli  sonst  fiiutet  sich  bei  Uayr.-ttsterr-  Dichten)  die  Form  niil 
0  im  Reim.    (Mhd.  (rr.  g  59.) 

KonttonanttMiiat^ 

T.AbiaIe  :  b,  das  d»iTh  8c-hwiind  eines  Kiexiuibt«  in  den  .Auslaut 
tritt,  ri'itiit  mit  b  (mhd.  p.)  :  wip  :  Up  :  (verjtrib  (uhiJ.) 
13. 18,  15.  1;  ab  :  gnp  :  hab  (conj.)  14.  49. 

b  reimt  mit  g  in  der  traditiuiiellen  Keimfonnel  angen 
:  gelaui>en  15.  22. 

w  nach  Vokut  ist  geschwunden  :  bU  :  di  :  j&  4.  10. 

Drntnlc  :  d  fQr  t  nach  1 :  bildet :  vergütet  11. 17.  ßthä.  Gr.  g  185.) 

Aosl.  r,  {«Ites  t)  reimt  mit  s  :  sasz  :  gns  <:  ntusz  6.  10  : 

■)  Vgl  Zwierzliu  In  .\l)h.  %  gcnn  PUL.  Fest«ake  f  Ikbi«].  Il&lk  189«, 

s.  464,  aoor. 


23 


was  20.  3);  dasz  :  was  :  vergasz  2.  14;  flisz  (:  wisz  :  para- 
dis  4.  23  :  pris  :  ris  7.  18);   grösz  :  scliösz  :  erkös  19.  18. 
sz  reimt  mit  f  in  strafen  :  läszen  20.  30;   vgl.  Hugo 
von  Montfort:  schlaffen  :  lassen,  straffen  :  massen. 
Gutturale.    Ausl.  g  (mhd.  -c)  reimt 

1.  mit  ausl.  g  (mhd.  -c)  :  tag  (:  pflag  :  mag  4.  5  :  bag  :  mag 
18.  5) 

2.  mit  g,  das  durch  Äpokope  eines  Flexions-e  in  den  Aus- 
laut getreten  ist  :  (ver)mag  ( :  tag  :  »lag  dat.  5.  44  :  sa^ 
1.  sg.  :  dag  acc.  11.  57  :  erjag  conj.  :  clag  dat.  13.  5  :  clag 
nom.  :  pflag  13.  31) 

(3.  mit  k  :  mag  :  smack  21.  21  (vgl.  S.  12).] 

Aus  den  unter  2  genannten  Reimen  (und  auch  ans  der 
Sclireibung)  ergibt  sicli,  dass  in  den  nicht  apokopieiten  Formen 
g  nach  Vokal  meist  nicht  zu  c  wurde;  dagegen  findet  sich  dieser 
Übergang  hinter  n  :  btanck  i  sanc  :  ganc  2.  1,  anevanc  :  ganc  : 
danck  4.  18,  gedanck  (dat.)  :  lanc  :  sanc  18.  1,  dem  entspricht 
auch  die  Schreibung  der  Hss.,  die  den  gutturalen  Verschluss- 
laut in  der  Verbindung  mit  n  oft  mit  ck  bezeichnen. 

Nasale  :  Ausl.  m  reimt  mit  ausl.  n  :  quan  (praet.)  :  plan  :  stän 
6.  5  (s.  o). 

m  vor  t  wird  zu  n  in  der  Verbindung  -umt  (:  -ant) 
(Mhd.  Gr.  §  216)  :  kunt  (3.  sg.  praes.)  {:  stunt  :  grünt  1.  27 
:  grünt ;  munt  14.  10). 

n  ist  geschwunden  in  der  Endung  -en'):  dat.  pl.  wisen 
(:  paradise  I.  60),  rieten  (:  wffite  9.  21),  misaetasten  (:  staste 
10.22,  19.8);  manigvalten  (Kraanigvalde)  (:  gewalte  9. 35). 
inf.  grueszen  (:  süesze  4.  35),  krencken  (:  gedencke  13.  34) 
leiden  (:  augenweide  14.  48),  ringen  (:  gedinge  16.  9). 

Konjugation 

Zu  den  Verbalformen,  soweit  sie  nicht  schon  berührt  wurden, 
sei  noch  folgendes  bemerkt: 

Die  bandschriftlich  überlieferte  Endung  -en  für  die  1.  sg. 
praos  ist  für  den  Dichter  nicht  bezeugt,  da  Belege  durch  den 
Reim  fehlen.  In  16.36  „ich  raden"  und  15,9  „verbietten  ich"  ver- 

>)  Mhd.  Gr.  g  215;  »chmcller,  Mandarten  Bayerns  %  582. 


24 

bietet  das  Metrum  die  Endung;  in  9.  46  „raten  icli"  kann  mit 
Hiatus  {wie  15.  15  verblute  ich)  „rate  icli"  gelesen  werden. 

Auch  die  Endung  -ent  der  2.  plur.  pra.e.s.,  irap.  ist  nirgend 
dorch  den  Reim  bestätigt.  Das  Metrum  verlangt  solt  6.  28.  43 
(so  in  K;  F:  soUent);  Endung  t  —  ebenfalls  durch  Metrum 
gesichert  —  zeigen  11.  1.  9.  40,  13.  40.  41;  die  Formen  auf  -ent 
(2. 14,  7.  3.  31,  8.  7.  8)  sind  wohl  als  Dialektformen  der  Schreiber 
anzusehen. 

Für  die  3.  plur.  praes.  ist  -en  durch  die  Reime  gesichert: 
erclencken  {:gedencken  7.52),  fliegen  (:  biegen  5.8),  werben 
(:  verderben  15.  34),  kosen  (:  rösen  18.  22),  brehen  (:  sehen  19.  6). 
(Mhd.  Gr.  §  369.) 

Grob  dialektisch  ist  wern  (-  werden)  12. 39  (Mhd.  Gr.  §  186). 

Der  Infinitiv  endet  auf  -en;  wie  weit  hier  n  geschwunden 
ist,  ergibt  sich  aus  den  oben  genannten  Reimen. 


IV.  Kapitel 

Verskunst  Suchensinns 


Wip  weit  Apokope  und  Synkope  pingetreten  sind,  ergibt 
sicli  mis  (Ipn  auf  S.  18  f.  gemachten  Ausführanspii. 

Enklisis  und  Proklisis  treten  häufig  ein  beim  Prunnmen: 
1.  7,  21.  22.  34  u.  (3.  biiis,  2.  38  wils,  13.  46  dir«;  weiterhin 
ist  anzusetzen:  12.  26  sin  (sie  yne)  21.  101  sin  (sy  in),  14.  7 
erst  (er  ist),  19,  21  dö'r  (da  er);  du  schliesst  sich  eng  an  das 
vorhergehende  Verb  an:    16.  29  beheltstu,  30  bistn,  wlltu  u.  ä. 

ze  lehnt  sicli  an  :  zer  1.  27,  5.  43;   7.  23  zaller. 

Ekthlipsis  zeigen:  eim  ö.  39,  8.  47.  12.  51  u.  ö.;  eime 
14.  23,  18.  1;  dlme  (=  dineme)  15.  19.  37;  sim  (  =  sineme)  19.  12. 

Auftakt.  Der  Auftakt  istbeiS.nocIi  nicht  strengdurchgeführt; 
er  fehlt:  2.  35,  4,  10.  6,  25,  H.  2.  3,  10.  10.  19.  44.  48,  U.  25. 
46.  14.  14.  19.  22.  24.  25.  Ui.  10.  23,  16.  2.  34.  17.  7,  18.  8.  23. 
32.  38,  19.  4.  15.  23.  27.  36,  21.  3.  U.  17.  23.  42.  45.  50.  52  u.  ü. 
—  Auch  13.  51  ist  ohne  Auftakt  zu  lesen:  ören  ninen  (F  rumen) 
ist  nit  .  .  .,  denn  «r6n  rum(5n  ist  nit  würde  eine  Harte  zeigen, 
die  bei  S.  sonst  nicht  zu  finden  ist.  —  Vollständig  durchgeführt 
ist  der  Auftakt  in  den  Liedern  1.  3.  5.  7.  9.  12.  20.  —  Gegen 
die  rbcrliefening  ist  er  angesetzt:  11.  13.  24,  12.  6.  42,  13.  47, 
14.  8.  18.  34.  16.  11.  16,  17.  9,  21.  5.  20.  60.  112.  124. 

Der  Auftakt  ist  überall  als  einsilbig  anzusetzen;  Fülle,  in 
denen  zweisilbiger  Auftakt  geschrieben  wird ,  sind  leicht 
durch  Synkope  zu  vereinfachen.  Synkope  der  Vorsilbe  ge-  ist 
anzunehmen:  10.  32  sie  gebiiit  (Hä.  und  haiszt),  13.  37  min  ge- 
ticht,  17,  15  so  gewinne.  Ferner  21.  85  solch  frücht  (sölich 
frücht),  20.  4  undr  einer  (uuder  einer),  14.  7  erst  saelig  (er  ist). 
Tunversetzung  ist  auzuiiehmen :    14.  30  als  der  riechenden  rösen 


86 


(F  bIs  der  wol  riechenden),  16.  31  kiiitist  Aber  (P  linmniesln); 
aiidi  12.  54  wird  mit  i^insilbi^fni  Auftakt  aWr  ducli  git  (F  aK-r 
dii«h  h(»  ffil)  anziisptzcii  sein.  1.  18  ist  wolil.  wit-  Bart.«;eli 
(Küliii.  Hs.  171,  8  Arini.)  vorschlügl,  mit  F  statt  „ich  hL-gi'ii"  „teil 
gibe"  zu  lesen. 

Hülmiifj  i"id  Sfiikiiiii;.  Ptlr  S,  hubt'ii  wir  repeliniisnipen 
Wrchsi'l  v«iii  Hfliiing  lind  Scnkiiiig'  «n/imphnicii;  üiii  Pehlcii  der 
Sciikiing:  ist  bei  ihm  niclit  zu  verzeichnen,  denn  14.24  ist  wohl 
ppKen  F  (zueilt  warlipit  reine  tat.)  als  zi'icht  wfirlieft  und  reine 
tat  zu  k'scn. 

SilheiJvtTschleifiing.  Bei  S-  war  die  Delinimp  alter 
kurzer  ht-tunler  Vokale  in  freier  Silbe  noch  nicht  eingretreten;  er 
Hess  mich  ^Vcrsplik'ifimc  auf  der  Hpbiintr"  ciiitroton;  wie  weit 
diese  im  Keim  eintrat,  winde  schyn  erürli-rl  (Kaii.  X  il). 
Aitch  im  Vers  findet  sitli  Silbeuverschleifuiig::  1.  61  l<;bendig 
vOr,  1.  62  hi'iuel  und  ^rde.  2.  3'»  n^pL-u  ir  wfrde  (wenn  der  Vers 
Änftaktlüs  gricsfu  wini).  2.  44  In'imd  ir  was,  ß.  17  lölie  den 
HM'nen,  41  loben  ein  rcfnes,  7.  19  ge^^ben  den  ln.^e listen ,  12,  1 
sdget  sie  liÄbe,  14,  6  löbcs  an  reinen.  Iß.  5  sÄge  mir  eben,  54 
IiÄbc  den  fn^mden.  19.  f)  täges  ma?  Im,  29  h^bet  kitn  nft  n.ö. 
—  Vielleicht  ist  auvh  in  einer  Reiht  vtin  Füllen  Ajwkope  büw. 
Synkope  anzimelimen,  die  ,}a  S.  in  seiner  .Sprache  hätilig  zeigt 
(vgl.  S.  18  n. 

Zweinilbipe  SenkunK.  Wir  imtei-srheiden:  1.  die  dpr 
zweisilbigen  fSeiikung  vorausj^eheiide  Hi-bung  HilU  auf  eine 
laiiffc  8ilbe;  die  erste  in  der  Senkung  stehende  Silbe  endet  auf 
ein  iudn-ii)ntL'.s  e,  die  zweitf  tii'friiiiit  mit  eiiiratlicm  Konsonanten, 
dem  nnliftoiitM  c  folgt  X«cli  Lachnumii  zi-igt  sieh  liier  ,Ver- 
solileifung  in  der  Senknrijr".  In  K  sind  sok'lic  Fülle  niclit  öber- 
licffrt;  die  in  F  ilberlielViteii  Fälle  sind  sehr  verdächtig,  da 
ciniTseil*  F  liäiifi^'  iinlietoTites  e  zeipt  mich  da.,  wo  es  der  Rliyth- 
raus  oder  Reim  unmöKlich  erscheinen  lässt,  andererseits  der 
Diehter.  wie  selio»  bemerkt,  Bpoki)piert<^  Formen  selir  ItevorKugt. 
(Vgl.  z.  B.  10.  I.'i,  11.  II.  12,  VA,  13.  If»,  20  n.  ii.)  2.  Snjrenannte 
„schwere  zweisilbige  Senkung".  Diese  kaim  meist  dm-ch  geriuge 
AndiTune  des  Textes  leiclit  (refinden  werden;  es  seien  nor 
füllende  Stellen  erwähnt:  10.  B  wi'nlii  uns  Hüochen  (F  werdent), 
ähnlich  mit  S^viikope  des  e  vor  d  bei  folgendem  Vokal  bzw.  b  u. 


27 


V(ik.  :  13.  nl  öreii  rilticii  (V  niinari)  ist  ni't,  17.  27  slnbatu  lüit 
fwz  gerfcht;  II.  17  und  All  so  a^rttlch  bildet  (F  habe  so  zärt- 
lirhoii  ßfliildt-t)  ISO  8c}ilic«st  sich  der  Vers  Rurh  bpsser  an  den 
vorhergdicndcii  an:  dt^r  allt;  diiic  diirchliticlitet  flni;  11. -IH  gut 
selb,  an  d^m  (F  got  selber  an),  1 3.  33  sprich :  din  licht  (P  g:e- 
dlcchte),  15.  16  si>  ktfiti  glübde  (F  gelühde  nit  iiemen).  lö.  46  er 
Vms'/A  kein  gmJirli,  ^r  Rcliaä  xlii  hiiol  (F  vr  \vs/A't  kein  i;i-niach 
vr  t>i:1i;u]we I.  20.  14  wÄ  zwvi'  lieb  Ir&geu.    fHii  und  wa  zvvi'i). 

E«  Ideihpii  demnarh  nar  folgende  zweisilbige  Senkiiiigtin: 
3  10  wiirdcii  getrost.  H,  50  iiiüeszeii  z«  h6ve,  17  Si)  (^i-lit-iszi-n 
min  hiint.  'A.  10  iiiid  17.  2ä  sind  iim  ko  aiifl'alliKor.  als 
nie  in  der  letzten  Senkung  stehen,  die  ailerdinps  hid  S.  Frei- 
heiten zeigt,  die  vrm  den  mhd.  Oirlitern  peniieden  wiinjcn. 

Lfizt«  SenkunK.  Auch  hier  verweiidi-*t  S.  »pukniiii-rle 
und  syitkcipiprle  Können:  I.  5  priesteiv  lip,  l.  '20  jäiuci-s  wft, 
1.41  himelwli  hrtt  (F  hat  hymmelbrot).  2.  30  ftn  .sinerlzen,  Ö,  2 
winter.s   pin.    10.  U*  minnecliclu^   h'hen,    12.  3H   wenhi   eikant, 

17.  2b  liebcrs  niiiii.  hciiclitc^  Icrner:  14.  U  wirdi-  cheii  tlliutiis): 
14.  23  wibe  aiiijtät.  lö.  12  f^re  crslagvn  (mit  KUsioa);  I.  38  göt 
in  kniit,  5.  öl  dln^'n  fman 

("her  zweisilbig*  Sonknng  an  dieser  Stelle  s,  o. 

Hiatus.  Kr  findet  sichr  I.  18  die  ?.  1.  43  dö  er.  3,  24 
fmo  linde,  S.  18  w&  itnmcr.  21  sie  ii-,  33  wie  esz,  6.  21  du  nns, 
9  15  xf)  iNt,  10,  ir>  dii-  ich,  11.  11  dS  ich,  12.  4^  sie  ieiidcr 
(K  sie  in),  19.  3»  du  edler,  20.  5  zu«  ir,  21.  20  dii-  ist.  Anf- 
fiill<'nder  ist  er,  wo  der  das  erst*  Wort  schliessendc  Vokal  t-in 
nnbetoiites  e  ist:  6.  29  wile  ich,  y.  l'J  zu  einem,  lö.  15  ver- 
titile  ich,  Ifi- 4«  dtirchsrhaiiwe  einen,  17-25  8inirhc  ist,  18.20 
rftsi^i  edel:  14.  14.  wie  sdiun  erwühiit,  in  letzter  Senkung  wirde 
eben;  14.  18  ist  wohl  (gepen  Pj  mit  Hiatus  zu  lesen:  *nj  finde, 
ebi'iwo  Iß,  16  g'i-nie  in. 

Uetonung.  I)ie  mei-sten  Kreihcite«  erlaubt  sich  S.  natur- 
gem仫  im  Beginn  des  Verses;  der  Auftakt  sollte  eine  wenipjer 
betonte  Silbe  enthalten  als  die  erste  HelHing;  dem  sind  folgend« 
Fölle  entgi'gen;   16.  42  gip  mir  rät,   —   3.  27  nieit  dii   wilt^ 

18.  &  wip  di'i  vil.  19.  38  wip  dii  edl6r.  —  3.  22  t«-tstH  de.B, 
5.  43  fcumstü  mit,  13.  B2  wilti'i  Ms(%  16.  38  willi'i  nach,  16.  62 
heltstii  din.  —  3.  49  ii«in  dir  der.  5.  36  Iftsz  dir  die.  —  5.  62 


28 


,||B2  ilio]i  tu,  Mi.  TiO  iler  iHoIi  äcliiu^zt,  15.  13  litiet  dkh  vor.  — 
Iß.  45  kauft  er  tili.  16.  H  zwar  day,  mmaz  (so  g««:*'!!  V),  7.  27 
wip  cli^r  Rclaiib,  ll.tiO  dasz  ein  juiiclraa.  —  1.  Ö7  txutz  däsz 
kein,  9.  37  wart  diis»  fi-ö;  9.  40  tun  äU  ein,  Iß.  31  liuiiiüt  Aber. 
2.47  wip  rmtl  ili'clt,  9.7  bi-rg  ümk*.  11.4  i'ruclit  üml  all,  65 
sagr  lind  die.  12.  3^  got  imd  i)ie.  —  7.  43  wi]>  diii-cli  din,  18.  21 
stf-t  in  rlchlipher,  14.  40  er  öiiwart.  —  4.  17  wip  ist  der,  18 
e:rrieii  int  der.  '26  ^M.  ist  dlo. 

Auch  bei  inelirsilliipi-ii  AVurtt-n  tritt  scliwebt-ndi-  Bi'tonunp 
ein;  S.  Bestattet  sicli  liier  nicht  nur  uiibedeuli liehe  Fälle  bei 
Ki{!;i-iiimiiit'n  oder  ziLsanimciigesetzten  Wui-ten  wie  7.  42  Davfil, 
5.30  tinkiii-wlicit,  12.  3i)  i-lli'^iitle,  13.34  wiiTwliäft,  l«.  2H  mer- 
ffsdie,  1.  29  5S  wlitliche,  2.  28  wipüciier.  1,  3»  kiusclilich,  2.  9 
loplictie,  2.  2!i  menschlicher,  5.  3  wwrli'cU,  C.  7  fndich,  7.  5 
zvrilir.li,  21.  9  ig;l(ebo,  7.  \2  sa-Ug,  sondern  uueli  Bt-tonuii^  Avs 
Kndinigs-p  wirdi'stu  13.  38,  güg6n  4.  1,  7.  1,  9.  -2,  H.  26,  12.  51 
abör;  4.  14  diser,  8.  62  irL*r,  11.  36  iuwi^r;  7.  8  tlring^n.  7.  il. 
11  gQtb,  3.  6  brächte,  13.  69  Hiuli^;  7.  19  wlb^n;  2.  31  iiriesti^r 

Im  Innern  tiüw,  .•\n.sg»ng  des  Vonseji  finden  sich  folg:cndc 
nicIitgewulinliclit'BetoDuiJKsweiseu:  11.  41  Mosfs,  10.  42  nimmer, 
14.  24  wäx-heft;  l.  -20  elk^ndc  (:  hendc),  20.  28  ansieht  (3.  sg.) 
(:  sprielit);  B.  h2  menlichrn,  13.  42  licpltch,  18.  21  ncliüclier, 
12.  2  ("wis.  10,  12  itiiuiiecllclis;  Emluiigs-e  ist  lietimt  in  7.  7 
bluoin^a,  13.  3ü  tr6,  16.  3  schwinde,  Tj.  41  diuen,  11.  21t  selb6r, 
19.  38  odli^r,  21.  6  midtfr.  110  Üt>er;  6.  38  zcigi^t,  Ü.  27  trürßt, 
29  vürohten:    14.  30  riectii'nden. 

I'bn-  die  Uetüiiuiit.'  voii  -heit,  -keil,  -lieh,  -valt,  -lin,  -in, 
-ffii"  im  Rt'ini  üMw  .Keim*. 

Reim,  fber  die  zweisilbig:  siuniptVii.  wie  fibcr  die  voka- 
lisch und  konsonantisch  un^'enauen  Keime  vgl.  Kap.  111. 

Im  eiuüilbjf^f  stuinpfui  RL'ini  slilien  neben  haupttoaiffca 
Silben  auch  nebentonige  in  dritter  Silbe,  vor  allem  die  Kom- 
positioujiglieder  -heit,  -keit,  lieh,  -falt;  z.  B.  cristenlieit  21.  70, 
wii-dikeit  2.  fi.  49,  4.  14,  fi.  46,  7. 14,  8. 42  u.  Ö.,  slwtekeil  14.  IK, 
18.  27;  ewikeit  3.  I;  gewelticUch  lt.  36,  lugentlicb  21.  82, 
nianiRj'alt  7.  6,  9.  16  u.  G. 

Die  VcrkleinciningsKilbe  -lln  steht  im  Heim:  tRcliterliii  10.  2, 
würtelin  13.  21),  lüchelin  lli.  18,  vogelün  ö.  ti;   die  Abkltungä- 


' 


29 

silbp  -HT  in.f^ebener  8.  S7,  -in  in  keiserin  3.  33,  5.  38,  16.  33, 

17.  3  u.  ;■). 

S.  zeigt  eine  aiifiallige  Reimarmut;  er  verwendet  gern 
überlieferU'  und  verlirt'itete  Rciinbinduiigen  (stiit  ;  nit,  lit  :  git, 
gewalt  :  manigvalt,  wip  :  lip,  stän  :  län,  muot :  tuot,  gert :  gewert 
u.  ii.)');  höchst  auffallond  ist  die  häutige  Wiederkelir  gewisser 
Reimwürter  und  vollstäiKliger  Keime  In  seinen  Liedern;  es  seien 
nur  die  wichtigsten  genannt:   zart  :  gart  :  bewart  9.  23,  11.  23, 

18.  18,  (ge)geben  :  eben  :  leben  3.  36,  9.  18,  10.  10,  14.  15.  36, 
16.  5.  36,  strit :  git  :  lit  2.  31,  7.  49,  20.  36,  l!p  :  wip  :  leitver- 
trlp  1.  5,  5.  18,  6.  40,  7.  10,  8.  27,  11.  18,  17.  10.  —  alten  :  be- 
halten 13.  17,  16.  35,  gedencken  :  krencken  3.  43,  9.  30,  12.  43, 
13.  56  (dazu  vgl.  krencken  :  gedencke  13.  30),  werden  :  erden 
5.  43,  12.  4,  17.  9,  hertzen  :  sraertzen  1.  35,  2.  30,  10.  17.  13,  4 
wiben  :  vertriben  2.  48,  6.  17,  18.  4,  liden  :  (ver)niiden  5.  17. 
35,  16.  17,  crCatiure  :  stiure  11.  4,  16.  56,  18.  9,  crfiatiure  :  ge- 
hiure  2.  43,  7,  9,  19.  9,  kosen  :  rösen  11.  22,  13.  35,  14.  30, 
18.22,  glauben  :  berauben  1.  9,  12.  17  {dazu  vgl.  beraubet  : 
glaubet  9.  9j,  (june)  frauwen  :  (an)schauwen  3. 17,  5.  48,  12.  49, 

19.  17,  (un)geraüete  :  güete  4.  22,  7.  17,  8.  9,  13.  22. 

Ausserdem  linden  sich  nocli  10  Dreireirae  und  8  Zweireirae, 
die  sich  je  zweimal  wiederholen.  —  Rülirender  Reim  findet 
sich  2.  49  wirdikeit :  breit  :  wirdikeit,  13.  10  war  :  dar  :  dar, 
lö.  17  gelüste  :  gelüste,  erweiterter  Reim:  2.  22  gelocket  :  ge- 
tocket,  1.  61  verschlichten  ;  verrichten. 

Struplienbau,  Suchensinn  bedient  sich  nur  einer  Strophen- 
fonn;  die  dreiteilige  Strophe  besteht  aus  13  Versen,  von  denen 
je  4  die  beiden  Stollen  und  5  Veree  den  Abgesang  bilden;  die 
Strophe  zeigt  folgendes  Schema: 


(XJ  j. 

X    ' 

^  X 

_!_ 

X    _L_ 

a 

(x)  .. 

X     A 

_  X 

X  j- 

a 

(X)  X. 

X    ' 

■-  X 

X  ^. 

a 

(X)  ..... 

X  j 

r,   X 

J— 

X 

b 

(X)  .•_ 

X  j 

'-  X 

X  ^ 

c 

(X)    . 

X  .■ 

■.  X 

.L_ 

X  j- 

c 

';   V^l.   Minur,   Li/ichc   und   Lieder  des  Schenken  von   WinterBt^^tten, 
Wieü  188a.  XIU. 


30 


Cx)i 

X 

1 

X 

« 

X 

J 

c 

(x)^ 

X 

f 

X 

f 

X 

b 

(X)i 

X 

J 

X 

1 

X 

J. 

X 

(x>^ 

X 

1 

X 

J. 

X 

_(_ 

« 

fx)^ 

X 

._ 

X 

» 

X 

J 

e 

(X)  ^ 

X 

- 

' 

_!__ 

e 

(X)    ■ 

X 

^^ 

X 

r^ 

X 

(1 

X  d 


Xiir  die  Schliissstrophp  von  1*2  hat  abwciclioiidfii  Bau  im 
AbRCüan^.  clor  üinc'  uierkwürditre  ErweiUining  »;igt;  er  liat 
dns  Scliunm: 


Der 


X 

^  X 

j.  X  /- 

X 

_f_ 

1 

_'-  X  i 

X  i 

X 

a 

X 

i  X 

-i_  X  ^ 

X 

_!*__ 

Ix 

^  X  1 

X  j. 

X 

b 

X 

j_  X 

J^X    L. 

X 

J- 

Ix 

-t.    X    JL 

X  ^ 

X 

b 

X 

-(.  X 

^  X  j- 

X 

J- 

Ix 

'    X   •- 

X  i- 

X 

b 

X 

i  X 

j-  X  j- 

X 

,t^ 

X  J-  x 

a 

1 

Verc 

liieses 

All 

ffP 

sanfff 

s    lautpi 

zwai 

■    in 

seiner 


2.  HBlfti:  in  der  Hs.  ^nt  imil  di'^r  rcjiii-ii  iuii{jt'niiiwni,  ist  aber 
wohl  ulti  i^ot  iirii)  dvr  jiini'lVauwpn  zu  lesen,  wie  aucli  il»ti  iure 
des  folgpnden  Verses  iii  jär  zu  ftndcrn  ist '}. 


')  Vielldctit  lehnt  akb  S.  mit  dieser  E[-wdi«miii;  an  die  beliebte  Uricf- 
WolH  dW  ECrij^tihogc  an.  die  bei  einem  allerilitma  cienilich  stark  ahwekbi-ixii'n 
Tenscihnnn  gleichen  ItciinBcbeniii  wie  ä.s  Strophe  ze)|;t.  ((i  st,  k  fi  st.  u  <i  st.  a 
7  kl,  b  I  (i  ct.  c  C  *l  0  6  Bt.  G  7  kl.  b  |  5  kl.  d  6  st.  e  «  st  o  ti  it.  <<  7  kl  d.)  I)ie 
7h«'big(-n  ViT5c  ilicatr  älrnphi'  baben  mit  ganz  Kccingcr  Ausnahmr  immer 
imrh  dvr  4,  llcbiriig  oini!  mrist  mÜDnlichi;  ClUur;  wir  tmbüti  Lirr  aU»  ilcn 
VerB,  (Irr  iu  it<'r  rrwähiitMi  Krwi-iU-ninj;  fuiftritl,  Eim-  [' beitia)iiJi<r  illesi« 
Versus  durch  S.  scbinnl  nicbt  iiusgcärlilKSKi-ii,  iIh  <<r«tlie!i  ilii^  Str«pli('nfi>na 
Bfihr  bekannl,  war,  hU-  riii  gli-itbci  i{<-iin»cliciiia  wie  S.»  Strüptic  l'ui  iiinl  S. 
vidlekht  aticli  ilarcb  Lieilc-r  in  cIit  IlrivfwHii;.  mJIgen  (1i»c  nun  von  fiegtn- 
tin^L'  stammen  «Atr  iiicbt,  bLCiiitlii^^i  wnU-n  ist.  Al!>||Cesi-tii;n  von  einigen 
andemii  Liedvrn  in  dt-r  Itricfw^-iKi-  iz.  U  M.  ä.  II.  2.  ftOÜb,  3.  ibii,  ißÜ  k. 
Knlm  Hs.  74).  die  wi?  s.  l.ob  und  I.diie  den  Weibes  brlnxeii,  abtr  keine 
buBtlmtuti'ii  Aiilililiige  an  S.»  Ausdruilu weist'  lii^tcii.  vergleiche  mai»  vor  allem 
den  "VVdrxIjarRer  KricÄ  mit  S  i  Streit  von  Prteiter  und  Wrib  [s.  ,Slrcil«c<licbte*) 
und  fi>Igenil('  KiiizolstülU'ii  äu«  Lobliedvrti  auf  die  Ftuai 
Kolm.  II*.  äS.  Dl  ein  xflhtic  wip  diu  ist  vnr  «rihrkridvn  wul  bobn^t, 
eiu  xülitii:  wlji  Uit  ilUl'h  guoLs  dn  Über^uut, 
ein  xfihlio  wfji  äir.  lullen  ich  für  de*  niutvii  blu<it. 
I^ach   fi.  31  flri  Jiiiicfriiii.  tlit!  v>ir  valsc-ti  behiiHt 


31 


An  der  Kclitlieit  dieser  Erweiteninp:  zu  z^-pifcln  lie0  Itein 
zwiiieeDiJer  Grumi  vor.  deiin  in  ihr  firnli-t  sidi  der  Name  di« 
Diclit«rs,  sie  zeigt  die  gebräuchlichen  Keimwurie  —  frauwcn 
:  schau  wen,  int>rt^ :  r-rv  :  ICrc;  auch  iuhaliHdi  sclillcrwt  t;ie  sich 
a»  Um  Vorhprtffhcnde  passend  an  AuRalüg;  ist  allenlings  der 
zweLtilbige  Auftakt  von  Vei^  51 ,  der  sojinI  bei  S.  tiirlit  vor- 
koraini,  flbpr  doch  so  git,  der  jedorJi  leicht  zu  iUiilern  ist: 
ab^T  dtich  ff(t,  Zu  einer  wjlrheii  Anderuitp  sind  wir  liereclitigt, 
d&  einerseits  Betonungen  wie  ab^r  dviu  Dichter  ^'eläu%  sind 
(vgl.  ^Beti-nunp*),  aadcrerseit«  J*",  in  dem  12  überliefen  isi 
zu  Eiii>ichi{.-biingLrn  wie  «a  u.  ä.  geiiuigi  ist  (vgl.  S.  1&). 
Zu  der  erweitt-rten  Form  ist  S.  vielleicht  durch  die  Leistowg 
des  Eideü,  dt-m  er  eben  dtu"«!!  diese  oeue  Furm  einen  gewisscD 
Naciidruck  verleihen  w<jllt<%  veranlajisc  worden. 

Dio  Strophen  form  H.s  ist  identisch  mit  der  2.  Weise  des 
Oösli  von  Klieiilu'ini').  dem  S.  wolil  die  Form  eiitleiint  liat; 
eine  inhaltliche  licrührune:  mit  (Jüniis  üborlicfcrton  Strophen 
ist  nichi  zu  crkenneri.  NKlif  veruundt  tuit  üieKer  Struphen- 
form  ist  die  sogenannte  Naclitweise  des  Kunrad  von  Würzburu, 
die  aber  jedenfalls  iiirlii  von  ditweni  herrülirt').  Der  i-iiizipr« 
ITiiterschifd  bt-Hteht  darin,  datw  der  I.  VtTü  des  Abgesunges 
nicht  wie  beiS.  »  Hebungen,  sundern  7  Hebungen  bei  kliiigt-ndem 


I 


ist.  glichi'n  icb  du)  meko  1*1  not. 

ätf  grill  (Inr  snnn  flfilrinKi'n  (ont 

Kiilm.  ils.  HS.  79  icli  glonlw  dais  IfdiiL  innnnc  tllid  mQ^c  Ki-nc.tiL^hi'n. 

Nwciclis  tMgrM  rr  mnc  von  ^r»tc:  ein  iiinr«  wip  Kcarlirn. 
in  »int^iii  livrion  Inchol  lia  ir  oii^on  tii'clii,-ii. 
Icli  glotibp  cinv:  lt  £l  di-s  btgvs  gar  fri  vnr  ulleii  Hirnen, 
fluch.  19.  If..&f,  dea  tAgca  inutt  im  kcJn  Idt.  gfaclielirn, 
wan  in  an  i-iii  xart  wtp  tui>l  subL-ri 
mir  laflieii.  iliircli  ir  aug:«^  brt^tapn 
mit  gantitfii  iriuwen  sUBte. 
Oller  stellte  skli  aiicli  hkr  mit  atwrUefcrteo  Rnlmirnrten  bei  Klinllctiein 
G«dMl9ceiiinh(ik  Dahi-zu  gleich«  .Auadmckaweise  «Id?  —  ■~- 

DiL'uk'lilxuui  ttllKbtn  Vrrsscliema  pnssendt^o  Vorse  10,  M  i4hfb.  ELumpf 

atittt  hhrh.  kl.i  nnd  H>.  53  (.*>  hell    kl.   ttiitt  .1  hr>b  lil.:<.  die  nuch  diircli  don 

Koiin  gpliundpD   xi-in  enHten,  sind  leirlit  uU  Teitvcnlerli  xu  crklUrcD. 

'i  Vgl,  ilii'  grosse  HuidcUirrgur  Tjir<iprliiitnl»dirift|  hrsg.  thii  Pf^ff, . 

Urg   l8lBfr..  ap  UM 

*)  Vgl    X   \i    ItiirUrli.  K..lni.  Il>.  Nr.  lU. 


rcD.  M 

aR,  Ilciil«t*fl 


Ausgang  zeigt,  wie  die  vier  ersten  Verse  des  Abgesanges  der 
Sciilussstrophe  von  12. 

Der  Ton  S.s  gehört  „zu  einer  im  Meistergesang  ziemlich 
verbreiteten  Tonfamilie,  der  es  gemein  ist,  dass  die  Stollen  die 
Reimstellung  a  a  a  b  (a  und  b  von  verschiedenem  Reimgesclilccht) 
haben  und  dass  der  Abgesang  in  den  3,  Stollen  ausläuft".  „Die 
meistersingerisch  übliche  Stollenform  der  Stroplienfamilie'  ist 
4ast.  4ast.  4ast.  3bkl.'). 

S.s  Lieder  haben  3,  4  oder  5  Strophen;  3  Strophen 
haben  die  Lieder  4,  15,  17,  18,  19,  20. 

4  Strophen:    2,  3,  5,  6,  7,  8,  9,  10,  12,  14. 

5  Strophen:   1,  11,  13,  16. 

Die  Melodie  des  Tones  ist  in  der  Kolmarer  Hs.  überliefert-). 
Der  Reimsiiruch  (21)  zeigt  die  übliche  Form  der  Reim- 
paare. 25/26  haben  drei  Hebungen  bei  stumpfem  Ausgang;  in 
45/46  und  51/52  sind  vier  Hebungen  stumpf  mit  drei  Hebungen 
stumpf  gebunden;  die  Dreihebigkeit  von  51  ist  durch  Ein- 
schieben von  du  leicht  zu  beseitigen :  da  von  di'i  bedeiick  dich  eben. 


I)  Roetbc,  Rcinmar  S.  164. 

')  Pie  Rangcsweiaen  der  Kolmarur  Hatiiischrift  nnd  die  LlcderhandschrifC 
in  Dnnaueschingen,  hrsg.  von  Panl  Kungc,  Leipzig  1896,  S.  172  f. 


V.  Kapitel 

Stil 


Selbstwiederholung  und  traditioneller  Ausdruck. 
Der  Einfürmigkeit,  die  S.  auf  metrischem  Gebiet  in  der  Ver- 
wendung nur  einer  Strophenform  zeigt,  entspricht  auf  stilistischem 
fiebiet  seine  Armut  des  Ausdrucks.  S.  ist  vor  allem  durch 
das  Reimschema  in  der  freien  Ausdrucksweise  behindert;  um 
die  nötigen  Reimbindungen  zu  erhalten,  muss  er  sich  häufig 
wiederholen  (vgl.  S.  29);  liierin  geht  er  sogar  soweit,  dass  er 
die  gleichen  Reimworte  im  selben  Liede  mehrmals  verwendet. 
(16.  5.  35;  r>.  17.  85;  ähnlich  auch  13.30.  56.)  —  Durch  den 
Reim  gezwungen,  gebraucht  S.  häufig  Flickworte:  äii  argen 
wan  (10.  14,  11.  40,  13.  14),  an  argen  pin  {10.  1,  15.  14),  an 
missetät  18.  16,  durch  leitvertrip  (meist  in  der  bequemen  Reim- 
formel: wip  :  lip  vgl.  S.  29)  5.  20,  6.  40,  7.  11,  8.  29,  11.  20, 
17.  10,  21.  6.  103.  118. 

Auch  abgesehen  vom  Reimzwang  zeigt  S.  eine  Vorliebe  für 
gewisse  Worte:  dem  Weib  gibt  er  häufig  die  Lobestitel  „keiserin, 
reine  frucht"  u.  ä.;  „rein"  ist  fast  zum  stehenden  Beiwort  von 
„wip,  frauwe,  juncfrauwe"  geworden;  nicht  ganz  so  häufig  ver- 
wendet er  „sailig'),  trüt  sailig"  (meist  in  der  Anrede  und  zu 
Beginn  des  Verses),  „trut  rein  sajlig".  Die  gleiche  Vorliebe  für 
die  genannten  Worte  bemerken  wir  auch  bei  Muskatblut  in  den 
Liedern  auf  die  Frau. 

Sogar  ganze  Verse  wiederholt  S.  in  seinen  Dichtungen: 
4.  1.  2  =  7.  1.  2;  3.  38  =  14.  38;   1.  16  =  21.  31;    1.  If.  ganz 

')  Schon  bei  Reinm.  v.  HaR.  beliebt;  vgl.  P.  B.  B.  7,  389;  Z.  f.  d.  Ph. 
19.  469:    Wilmanns,  Leben  Walthcrs  Ö.  Z^  Anra.  128. 

Pflog,  SacbcQilnn  S 


34 


illinlich  21. 1  f.;  man  vergloiclic  ferner  7. 40  mit  20. 3ß;  7.  51  mit 
:fO.  38;    14.  IH  mit,  14.  Üö;    19,  3  mit  IM,  6. 

S.benutztziihlreirh)' Überlieferte  lormplhat'teWciidimgt-n,  ohne 
fliiniit  c'iiu-  hesiiiidfiv  küiistlc'ri.srlie  Wiikiuij;  crzii-Icn  zu  wiillcn :  lÜi- 
wile  ich  liün  dasz  It-bsju  16.  7,  ebt-iiso  Miisk.  H.  iJO')  —  wü  im, 
dasz  er  ie  wart  Reljorn  13.  S;  Reiniiiar  Wo.  10*)  ■ —  ich  sprich 
osz  wol  öf  mincii  eit  4.  16,  Frl.  209.  l'i,  Osw.  v.  Wolkonstcin 
(lii-RH.  von  Sclüitzt  95.  3i**)  —  flie  vnßcl  siiifroil  wiili-i-strit  4.  3, 
Ktnir.  V-  WÜrzh.  Lieder  29.  7*)  —  untt  solt  iiOi  leben  tftswit  jftr 
12.49,  Neittiart  Fuclts  272;  Klaffe^  1228  und  roU  ich  t^M-rit 
jär  lelien;  Liussb.  Ijs.  124.  418  suh  ich  U-bni  imcli  tiist-nt  jar.  — 
dftsz  ist  min  rät  10.33  (vßl.  Z.  f.d.  A.  2'J-  153)  —  wie  esz  dir 
gO  5.  33  (vgl.  a.  a.  O.  S.  159)  -  esz  ist  mir  leit  8. 40  (a.  a.  0.) 
—  Fonnelhafli'ii  Charakter  iragen  aiip]i  die  Versp:  der  wil  ich 
wi'-sen  undertAn  10.  10.  »i  will  dir  gent/.Iich  nuilrrtan  13.  04, 
ich  l)in  dir  Rontzlich  imdpnfin  17.3-1  (virl.  a.  a.  0  S.  136)  mid 
des  sa\  er  sie  gfiiieszeii  län  20.  33  (vgl.  a.  a.  O.  Ü.  137,  I'.  Ü.  B. 
2.  404)  u.  a. 

Herküoimlicli  ist  die  KusaniinenstpIIung:  vuii  .laup''  nttd 
„griesz',  bzw.  tStcs'  xhv  Be.zeichniing  des  Uiiziililliaieii:  19.  27, 
Ähnlich  K  8.  104*),  Boype  L  1.  6').  Pflnnelhftft  ist  auch  der 
Hinweis  auf  ein  Sijricliworf ;  fsz  i.st  ein  sinir-luvDi't.  iiinn^e  zii 
Ift.  äJ:  vp:l.  TfirhntT")  Aiim.  ;U  und  Zingcrle;  Die  di-ntschcn 
Sprich  Wörter  im  Mittelalter.  Wien  1864,  S.  Df. 

Traditionell  ist  weiterliin  die  Gestillt  der  Kran  Khre,  die 
Reinmar  von  Zweter  in  die  Lyrik  eintfeführt  hatte  und  die  sicli 


*)  hrsg.  V.  Grnote,  KAln  1SA3]  vgl  llnnH  Flni^tisi,  Tllinicn  J^cifriiHl  4A!), 
]  lOfi:  clit^  weil  Ir.li  Iinti  dun  IMioii  nifln:  Snltiiiin  iJiid  Momlf  (lirsK.  von  f,  VimU 
Ibllc-  imi)  IO->  ^  iliv  wtl.7  iidJ  idi  Uti  da»  Ul>t-ii.  430  -I  :>l  die  wll<^  iiU  li.tn 
daz  khcn,  641.  ri  <1ii-  wtlt>  IHi  hfln  dax  Ii>ben  infii.    Z  f.  d.  A.  2».  Hfi. 

')  Vgt,  4.  f,  IV  S.  S8  Armi.  28. 

*)  Frauenlob,  hrs)(.  vdr  RUianller,  (jai^lInburK-LrlpzlK  Ifi43. 

•)  VkI.  Q.  V.  IV  H.  &1  .\UOT.  14. 

")  hrsB,  von  Bsrtwli.  Wißn  1874. 

")  K  ^  K''iltii   lls,  lifS((.  vuti  Barisch. 

')  Tille,  Versuch  einer  krit.  Aaaj[abe,  Sondersbaueca.  rrugr.  IRiU.  — 
Miiak.  e,  7,  l'J.  »7,  Onldoe  .SchmJcdf  J.  Konr.  v.  Wflnib.  Oir»«,  van  W.  Urlmni, 
BerUu  1H40)  48. 

<)  K»rajivn,  PeDkscbrifUB  der  Wiener  Akadeinii]<  B4.6  $.86  f. 


36 


(frosser  Rrlielithcit  bei  den  .SpriKttdirlitirn  crfrcuti- '}.  Hit' Frau 
soll  das  Bjiniicr  dtr  Ehre  aufwfrfen  lind  treu  bei  ibm  stehen 
lind  darauf  aclilen.  dass  Fran  Ehre  nirht  von  ilir  weiche  ('J.  30); 
J-'raii  Ehrt'  hiil  dem  Weihe  eine  „wät  .  .  .  ze  umi^ta  froiidcn- 
liclicn  leben"  prpgebeii,  die  i-s  vor  fälscht'»  Zungen  hewiihreo 
DiUHS  (9.  17),  ilfiiii  .vor  Schanden  sO  wert  6ren  wÄt  werlicli" 
(Frl.  384.  I7j  und  wenn  (Ins  WpU)  ^drr  ßren  cleif")  anhat,,  wird 
ihm  ,lo])  und  fr-*  fii-sagt  (14.  28);  der  ,tren  cleit"  winl  dpj 
Jiinjrfrun  zuteil,  wenn  sie  „zucht,  fire  unde  stwtekeit"  zeigt 
(14.  18):  da«  von  Frau  Klire  ßcsponnone  „lop  iht  die  allerbeste 
wÄt"  (2.  iO)  =*). 

Anapher.  Dui;  beliebte  Stilmittel  der  Anapher  verwendet 
S.  ver)iältniKnili.st<i^  seilen.  Am  niiffallendslcn  ist.  sie  19,  wo  die 
Verse  9. 10.  II.  i:J.  dann  wit-dcr  IS,  2:i.  2-i,Üi>  mit.wi[»*  bejrimifn; 
andere  (i'ehen  in  der  iinii|ih(iriKchen  Htiiifiiii);!;  der  Wi))te  tiedentrnd 
weiter,  so  liisst  Friinenkib  in  einer  lOwiligen  StruplK-  nt-un 
Verse  mit  ^wlp"  heKiniien  fLied  ft).  K  48  von  5-1  Versen  'Mi 
mit  „wip"*;  Heinrich  von  Laufenborg  beginnt  ullf  '»G  Vcn»v  viiios 
Liedes  mit  Maria.    fWarkeniagel,  Kirclienli«d  II.  712). 

Rine  Wii'derhciltmg  dos  f^rlpiciien  oder  stainrnvenvandtM 
Wctrtt's  irmerha,lb  derselben  Strc»plio  flnd«i  sich  2.  ö  lup,  9  !o|»- 
liche  wät,  10  iu\i,  12  top;  ähnlich  1.  30  tnioj;  31.  34.  36;  5.  1 
ich  clag,  3  riagr,  5  ich  rlag,  6,  7,  dann  Hl  dag,  17  A»  clag, 
18,  22;  weniper  auffallend  1  Ü.  4  icli  hört,  1,  7  ich  bins,  9  ich  hin. 

Variierende  Wicdcrholunp:  des  ploiehen  (Jedankeiis  in 
einer  Strophe  haben  wir:  10.  27  „vil  maniif  franwe  hat  den  innut 
inn  diiener  sie  (gebieten  twil"  und  31  „vil  inanig  fra«  den  siten 
hat,  bic  f;ebiut  u-ni  dieuer  fruo  und  spAf,  ühnlidi  17.  18  „ich  liän 
gobeitct  lang  bittz  iif  ei»  stunde,  23  ich  bün  gcheitet  mange  »tunf. 


')  Roothe,  Etinmar  S.  21Gf. 

')  K.  n.  fl.  Anu)  jia  41.  —  Pr»a  Khrc  strilt  dri«  ,Arcn«lf>it''  hrr;  .mir 
li&t  vruu  l^rc  V'iu  ir  gcacit^  daz  si  kA  heil  liist  iHTiiiJiu  klcit  mit  volk-r  tni^nl 
>Ti  »ir.h  tnHt'.  Frl.  353.  12.  —  Anch  ilcr  [Eittcr  null  ti'int'ii  Li-iii  mit  .hlhrnn- 
kkiil'  kk'ji-'n.  (Ilnpp«  t.  It^.  2  |  K  9  27  mahnt:  nilch  fmi  wäL  sullo  diu 
clddrr  flniilcrij  i\ax  Air  so  bWIcIi  nn  »tut. 

*|  .liiplichi'  wät"  will  ilor  Hklitcr  dur  Frnu  .iuitiiilitfir  2.'J:  iMi  «Lrlit 
<lro  Fravc^n  lirsKtr  ah  iiamt  iinil  Scidi?'  2.  12;  ilax  Wrib  (nll  <Iii:  Ehre-  inintien. 
10  wird  ilnD  Jübelich«  w&l  diu  wul  tiiJSIAt*  K  M.  :M. 

3' 


86 


Aach  die  (iÜr  lüe  Sprucltdiclitung  hu  typbicJic  Häufung  und 
Aulzalilunp  fiiulini  wir  bei  S.,  so  tiif  Häufung  diT  Lobjireisungen 
des  Weibt«  19,  dio  Aufzitliiung  Afr  flinf  Ratäcliliipc,  die  er  dem 
Weibe  {^ibt  lä.  (FUiif  T%r-^]Kleii  verlangt  aucIi  Ri^^ciiboge  vma 
Wcilji- ').) 

Bilder,  Verjfleiche.  Das  Laub  ist  des  Waldes  „w&t" 
(9.  lOj,  der  Schliff  df«  Wuldus  ,iibLTducli*  (ü.  16);  aus  der 
»Kammer  der  Natur*  gclit  Frucht  und  Kreatur  Iiervor  (11.  3). 
Seine  Zun^e  ist  dem  Dicliter  eine  „Gerte'',  die  hart  straft  (8. 10); 
mit  dieser  seiner  ,Wilnsc.hflKerU'*  müchle  er  den  Pniucn  Vn- 
ti'L'ue  wi'lirt'ii  (8.  Ib).  Das  „Scliwert  der  Scliande"  soll  die  Frau 
von  sich  aliweliren  (lö.  63),  wenn  es  das  Weib  trifft,  verliert 
dies  seiiitn  Wort  (IS.  33).  Der  ^Herz^nsschreiii"  ttird  Iß.  31, 
21.  74.  78  genannt;  da.«  Lnb  ei-sclieint  als  ^litiilic-lie  wäf  2.  9; 
im  „hcrtzea  gaxt"  trug  die  Jungfrau  Cliristus  (1.  32). 

("her  die  Bilder,  die  sicli  auf  Maria,  die  Uottheit  und  lUc  Frau 
bi'ziulu'n.  v^l.  Kap.  Vll,    —   Für  die  Frau  nimmt  S.  ol't  »icinc 


Vei'gleiche  au.s  dein  Ptlünzenreich:  er  nennt  sie  „blüendes  rts* 
(7.110),  „Iruehtig  viol  unde  cid"  {11.  16),  „trenricher  liag"  (18.  fl), 
.rösi'  edel  zart',  die  in  einem  ^eien  rirlien*  (Jarteii  «t#lit  und 
die  Gott  Iiüten  möge  (18.  ä2l;  eine  Jungfrau,  die  sieli  vor 
Falschheit  hütet,  vergleicht  S-  des  Maien  Blüte,  „die  gein  der 
üuiin  öfdrinpen  tuof  (6,31);  in  :31.  87  sagt  die  Fiuu  von  sieh 
„min  fruelit  vnr  wandel  ht  b<"lnBot,  rwht  alü  ein  niiiwe  voacu 
bluvt,  die  gen  der  .sunnen  scbin  iifgät",  in  Vers  22  hatte  sich 
die  Jungfrau  „ein  richer  vtol  sinacli  und  ein  rösen  riclier  gart' 
genannt,  ühnlieh  ni^tmt  sie  »ich  Vers  9G  ^ein  nelier  viul  gart, 
darin  g^ot  liAt  gesprniigen".  Hie  Frau,  lauter  wii?  die  Luft,  ist 
ein  „rösen  richer  anger-'  (4.  27f.j,  „ein  rösenliechter  gart,  der 
f'reudfn  vil  mag  KchenKken"  (14.  46).  Wenn  da.«  Weib  das  Ehren- 
kleiil  anliat,  wird  ibin  Lub  gesagt,  wie  ihT  ,ri(Tbcndi-ii  rüsrii" 
(14.  28j,  wenn  es  abev  vor  Schanden  erriJten  innss,  flitdlt  der 
„ören  rösen''  {V3.  38).  Dan  Weib  int  der  „fruchtig  berndes  nieien 
Schill^  117.21 

Der  Mai  erscheint  als  Vogel  5.  27  (als  hahl  der  niei  swiiigt 


't  BwWi;li-i;drhiT.  Mtclerilichter.  Htrllii  1901'.  SCIV.  H. 


87 


sin  gcvider)').  Die  ,WünIi*"  scliwebt  hoch  wie  der  Adler  bei 
(Jon  (Ibpf  allor  Enpcl  Srliar  (1.  10),  filiiiltoli  1_  15  .min  wird 
sw«-bt  ob  diT  wirde  diu.  reclit  als  der  cläicu  suuiicn  scliiii  swcbt 
ob  den  Uecltten  morgen'. 

An  weitiTL'ii  VerpU-ichen  verzeichnen  wir  noch  die  Mgcndc-n: 

21.  28.  Wem  jiioli  der  Jiingfr»,ii  .geiüstftn  gar  tn(reiirlScIi 
vereinet.,  des  herU  inücsz  sin  tferfiiiel  reclit  al.s  der  clärcn  siinncn 
ücliin'.  4.  Q.  swasz  nii  der  meie  freiiden  pflaf::,  ein  wip  dasz 
fibci-früt^tm  niJH;  ri-clit  als  dii-  kuiui  diinJiIiiicIit  den  tag:.  16.52. 
Scliiilke  tUnfit.  man  wie  Vügel  an  der  Rute  13.  40—45.  Stahl 
und  S*eiu  Itlojitt  man  so  laogv,  Ms  sich  eine  Plawnic  entzündet; 
ebenso  ausdauernd  brmitlit  man  nMu  bin  man  Aca  Weibi'.'i  Rlire 
vertreibt.  ::!1-4ü.  diu  grrüs/er  überniiiut  .  .  der  mag  dicli  wol 
verwiseu  recht  als  ein  heiszett  itten,  danz  sich  ventniittzel.  in  dem 
koL  21.  74.  dti  Viera  Asz  miiieni  hurtzena^hrin  recht  iils  ein  rösvii 
richi's  hluof,  (lasz  iisz  der  wurtz  sich  dringen  tiiot,  5.  42, 
scbtcn  lip  der  fiüot  als  ein  mist*J, 

Direkte  Bede.  S.  zei^t  tu^snc  Vorliebe  fUr  die  direkte 
Rode,  daher  ^ehl  bei  ihm  uuch  hiiii%  indirekte  Rede  in  direkte 
«her  (U.  35,  12.  5,  13.  lö).  Der  direkti-n  Hede  Rcht  immer 
cia.crüprach.  fräg'tc'  o.ü.  voraus  (vgl.  Iloetlif,  Reinmar  Aiim.IiäÄ), 
aiiitftir  6.  16,  wn  S.  auf  die  Fragte  nach  seinem  Namen  antwortet: 
,icli  wirdt*  SuuclieiL-;irt  bfkanf^  und  17.  *J,  wo  der  Dicbter  jdützlich 
sein  Herz  aiiri'det,  dessen  Antwort  aber  durch  ein  yiügtscbtibents 
,«pracb  min  bcrlze-  deullicli  lii-rvorgehobon  wird. 

Hänfip  nilirl  S.  die  Reden  dritter  Personen  an:  3.  31,  8.  30, 
9.  42.  10.  L"J.  33,  la  30.  Ü3,  19.  13.  14;  vgl  ftriier  6.  3  (diisx 
hcrta  ze  dem  (rsmüet«  sprach  .  .  .),  12,  43,  wu  die  Gedanken 
einer  Frau  mid  13,  »f.,  14  f.,  wo  die  üedanken  eines  Hirsches 
mitfrcteilt  werden. 

Prag«.    Rhettfrisdie  Fragen  haben  wir  2. 1.8  und  10.  3ö. 


')  In  9.  27  a  ö.  Ist  <i*r  Mai  peraunlÄilert:  et  ist  traurig  und  anfii>li, 
et  furchtet  des  H'intcrs  Drohen,  er  Öitlit  mit  »einen  RlllUn,  wenn  icr  Rtit 
tleb  nioMet,  er  ist  versagt,  wenn  Her  Rtl(  ihm  den  K!iiij|)r  nnsufft. 

'I  Zu  5  40  f.  vgl.  Freldauk  (hng.  vnn  W,  itrimin,  liottinKeD  1834) 
2t.  25  s wie  scheine  dais  nicnsclie  Oven  isl,  ex  ist  doch  Innen  b«eser  noiat. 
ti.  12.  svivz  driu  dinc  ledaht«,  dei'  Ternuli-  eotes  »lile :  wiu  er  was,  nnt 
WkZ  vr  Isl,  out  wae  er  wirt  m  kurzer  vrist. 


38 


ppücliirkt  pRchcirit  die  Frage  4.  12,  dii'  nur  pestpllt 
uru  duirli  si«  eiü  Ittimwoit  .Ja"  zu  erlaiig-eu;  „saff,  wip,  sol 
icli  aich  lubt^ü?  ja  (:  bU  ;  di") ').  Gt'scliickt«r  viTHthrt  S. 
16.  22.  Hier  wird  (lii-  Fragv  »Is  ritrlfifutig  zur  !>i;ut.iiiig-  iles 
Cli-ii^liiiisKt'S  frestcllt.  Gehituft  sbiil  die  Fragen  11,44,40,46: 
„wer  lialf  .  .  .,  wer  spisete  . .  .,  wer  was",  aul"  die  48  die  g:e- 
meinsame  Antwort  bringt  „dtuiz  was  gut  selb".  —  Derartige 
Fragciibäufungen  sind  bt'somler.s  bei  Fraueulob  beliebt. 

Verhältnis  von  Satz-  und  .Strophenbau.  S.  befolgt 
im  allgemeinen  ilit'  Regel  di«  cinMlnon  Teile  der  Strophe  syn- 
taklisob  von  einander  zu  traiiDcii ,  das  heisst  elnun  Satz  nicht 
aus  einem  Stollen  in  den  andern  oder  iu  den  Abge.saiig  über- 
grttifen  zu  Iilsmc»;  vor  allein  iiicidei  er  da«  ("bcrgicifuii  des 
zweiten  Htollüiis  in  tlen  Abgesang:  dieses  gestattet  er  idcli  nur 
11.  60;  viälleicbt  ist  nueh  4.  34  hier  zu  neniieu,  doch  kann  man 
diesen  Vers  auch  als  Ansruf  fassen,  dem  Vers  8ö  selbstälndig  lolfft. 

Häufiger  ftiidot  sifli  der  Satziilicrgang  von  einem  Stollen 
in  den  andern,  doch  dann  ineiKteiiK  in  der  1.  Strophe:  2.  4,  3.  4, 
8.4,  14.4,  17.4;   Ö.  17.  12.43. 

Versenjainheineiit  meidet  S.  im  allgemeinen,  doch  findet  es 
gidi:  10.  23,  26,  41,  11.  64,  12.  2,  17.  4,  I«.  10,  10.  6.  20.  27. 

Andere  Fällt'  eine«  star-ken  .SinHeseiiiscbniltes  im  Veniinnerii 
sind  4,  12,  weniger  störend  11.  48  und  1,  14,  b'Ä  u.  o.,  wo  nach 
einem  vi>rau8gi:lieiideti  „.sitrucli"  die  Rede  beginnt. 


>}  VkI.  K  fiß,  S  habe  ich  rtlite?  ]ft  (--U:  aMft),  K  3.  11  sag.  mt-i,  anl 
Ich  mich  frcuweii  lUiiur  huull?  apiicli  Jü  (:  lä  :  bl&i.  WAhbcr  7&.  S9  pili;,'L 
■l  Hit  ftnder  tuwc?  JA  (:  bift.  dJL  mv.).  Frl.  Wi.  15  betrogen  wart  der  tievcl. 
j»T  (:d&:|,'ra  :8ft  :  nft). 


VI.  Kapitel 
Aufbau  uml  Rinkleiciung  der  Dichtungen 


Natun^iriRang.  Rinitfe  Lieder  S.tt  Keip:r-n  d<-n  ty|>is[-licn 
,NatiiiTiiifmnp''.  diT  Ix-somltTs  lici  den  niiiitcren  uM.  IUclitern 
einen  woseiitliclten  Bestaiiilteü  des  Lipilcs  gebilligt  liaftc  S. 
scliliwwt  sich  liifi-  dt-r  liöHschi>n  Tradition  an;  er  Iiug-innt  ditwp 
hieder  mit  dem  AuKiiniok  der  Frimde  über  die  Nntur  oder  der 
TrHHcr  diirübcr.  (Xhsü  (Kt  Sonmivr  drtu  Winter  liat  weichen 
müssen.  Üic  NatureingaiiKe  selbst  biuleu  niclits  S.  Kigentüin- 
liclics;  wir  litil>cii  die  typUcbc»  Wendungen,  die  ti-aditi^mcllcn 
Ht'imc,  wie  wir  xif  uti:!  dc-in  späten>ii  ^tinneüHng' kennen;  M.  hült 
sicli  somit  nncii  fmi  von  don  (»esclimfic]clofiig:keiten  der  Meistcr- 
sinffw,  er  weiss  mich  nicht,  wie  cliose,  dass  die  Vüjiel  in  IJiiartfn 
1111(1  Quinten  sini^i-ii.  iliins  ans  ihn^r  Kehle  ein  ,nt  i^  mi  f»  äül 
lä"  crtünt  (K  3, 10,  Musk.  48.  2«),  bei  ihm  singen  die  Vötfel  eben 
nur  ura  die  Wette. 

Aber  doch  weicht  S.  in  einem  wesentlichen  Punkte  von 
seineti  VorgSii^rern  ab.  er  .set:Et  den  Natnreirifranfr  nicht  mehr 
in  Parallele  zur  Minne;  den  Liedern  fehlt  durchaus  die  indivi- 
duelle IkzieliunfT.  S.  zieht  den  typisrhea  Natuivingang  giiuz 
in  seinen  besonderen  (iesichtskreis,  er  verwendet  ihn,  om  ihn 
zu  seinem  Theniti,  Lob  und  Belehrung:  des  Weibes,  in  Beziehung  zu 
setzen.  Wie  im  Soninier  die  panze  Natur  in  ihrer  i*racht  und 
Schönheit  zu  Lob  und  Ehre  Gottes  dient,  dient  andi  ein  ..sselig 
wip*,  daM  Oott  mit  allen  Vorz(l{>'en  aai<g:es1attot  hat  und  dem 
daher  der  Mann  seinen  Dienst  weiht,  in  seiner  Tk-rrlichkeit  und 
Tng'end  zn  Gottes  Ehre.  (7.)  Im  Kingang  von  11  fi-eut  sich  de' 
Dichter  über  die  schöne  Natur,  als  dessen  , Maler"  ihn* 
^oaiint  wird;  wie  Gutt  ein  Bildner  der  Natur,  su  Ist  di 


40 


diu  Bildiiprin  des  Mf.nsdit'n  und  sogar  Gottes  «rlljNi.  In  5  ver^ 
wendet  S.  deu  Xntnreiiifrang:.  um  der  Klage  über  den  Winter 
die  Klape  iibef  die  verlorene  Pr«uenelire  als  wichtiger  gegL'u- 
fiberzuKtellon.  dciiii  der  Winter  vci'trebt  und  der  durch  ihn  ver- 
ilriin(::ti>  Soiiitnur  kommt  u'iodor,  aber  die  Eäiinial  vürtuicnr  Rhiv 
des  Weibes  ist  für  immer  il;itiiii.  In  9  veiyli-iclit  iler  Oicliter 
nach  der  Klage  über  den  Winter,  der  den  Wald  seiner  ^wüniiic- 
lielien  wftt"  beraubt,  Aas  Weib,  dt-ni  faUche  Zungen  die  ,6r('u 
wäl"  niuboii,  mit  dem  Waltl.  di^m  di^r  Prost  die  Blatter  niuimt, 
und  eniüihrit  es  Anfeindungen  fester  eiitgejrt'nziitreien,  «is  iler 
Mai  dein  Winter.  Loser  ist  die  Verknüpfung:  des  Nattireingaiigea 
mit  dem  t'olicendcn  in  i,  wo  die  Envälinuii^  der  6  Färben,  in 
dirnen  die  Wiese  im  SoiiimiT  prangt,  den  Dichter  zur  Karbeii- 
symliolik  und  Schilderung  des  ächonbeitsidcalcs  des  Weibe« 
fUhit  (vgl.  S.  44r.). 

Wiihrciid  %vir  alse  bei  S.  immer  iiueli  eine  Beziehung  auf 
das  Weib  lialien,  fehlt  diese  bei  anderen  Diclitem  ganz.  Als 
eine  Art  ZuiselK-nstufo  kümite  niiin  .Mnsk,  ö  betnichteii.  indem 
der  Dichter  dtn  im  Minneiiiiiig'  liiuilij;  luisgfKprocbenen  (iedanken, 
dass  die  Geliebte  SflKiner  sei  iils  der  Frühling,  ins  tJeisUichc 
überträgt  und  die  Jungfrau  Maria  vor  dem  Mai  preisen  will. 
Ganz  ohne  Beziehung  unf  du»  Miuiiigliche  wind  ii.  a,:  Miisk.3.  das 
nach  einem  Natureingang  Mai,  Wahl,  niunien  auf  Gwtt  und 
Cliristcn  deutet,  Husk.  IS,  das  gleichfaUs  loit  der  Äusserung 
der  Freude  tibtr  die  Natur  beginnt,  iiaclilier  aber  elegisch  fort- 
fährt: (Vers  31)  .secht  uu  han  ioli  gefreuwet  midi  dej*  sunier 
da^e,  iiu  für  ich  riage,  alle  freuden  sint  mir  eiitwirhen";  der 
Dichter  ist  alt  gewerdeii,  (Vers  43)  ^tiu  clage  ich  gol  daz  ich 
nye  Imn  gedienet  schnn  Maria  der  vil  werden".  —  Sclum  Kon- 
rad  von  Wiirzburg')  hatte  den  Nalureingarg  in  freierer  Weise 
vprwcudpt:  sü  Ifl:  ich  .'«illte  wiederum  von  Rosen  und  KrUhliuR 
singen,  daN  will  ich  aber  nicht,  sutideru  „ich  uiimz  .<4trälen  die 
verschämten  tiigendeloseQ".  23.  l>er  Winter  li»t  den  Sommer 
verdrängt,  aber  ^herzt-  min,  vegellin  luide  gUitize  rüsen  fin  lä 
nu  dulteii  piii  uade  klage  liin  selbes  ti-Oren  micJiel  undc  stoj-c. 
tugcode  .flohrin  ninb  den  Hin  ntf't  vor  dir  bcslozzen  in*.   31.  Der 


*|  Konrad  von  Würxburi;:   I'uniHKipifii'  and  Mclliiv.    Tumci  von  Nun- 
ÜuAx.   Sankt  C^ikolaiu.   Lieder  and  äprUcLc  Hrsg.  von  EL  Bartsch.  W1«b  18T4. 


* 


4t 


Winter  treibt  thjt  Imoü  von  Am  Riiiiitii-ii,  »her  (Vvvs  7)  „di»e 
m'it  enlclagv  kb  niht  s6  tiure,  sc»  daz  aber  lüurr  schänden  rifc 
kalt  twiiiget  manftren  tia?seii,  der  niit  tiif^ende  rocsrn  suldc  sii^h 
in  edctcK  harzen  uaYi^ii.  der  nu-ii-  widcrlirin^tt  Miionieii  iindn 
lUiber  in  dem  ]i»gv  :  so  miioz  der  an  ftreii  !i>iQi.'r  duiTcn.  dur 
sirli  hM  vvTwartvn  ulk'  sine  tagre  in  dpr  scliandcn  stricke*  (vpl. 
Siirh.At.  IKt  Kiiiizler'>  kann  an  der  nllgi'ttivitM-ri  FrulilirlikvU, 
ilflss  di-s  WiiittTS  Muctit  gi-lirifctica  ist,  nirlit  Ifiliiclinivii,  ^[lt>nn 
lieiKT  sind  die  Herren  nicht  ^inilto";  iiliprnj].  auch  unter  den 
Ktirs-ten  hat  sioh  die  Schande  ausjrebri'itet  iiml  die  Tilgenden 
sind  vi-ischwimdcii"'.  Daher  miichtfii  dii^  dienials  TugfiidliHrti-n 
dii>  tjcliatide  roeiden. 

(.fesprjtch.  Streitpedicht,  S.  zeigt  eine  aiisjfespmchene 
Vurliebf  ftir  die  direkte  Itcde  (v^jl.  S.  37),  er  liebt  diUier  für  «eine 
I>iditHniL'i'ii  die  Form  des  Dialuges;  diesem  jrelit  moistt  eine  er- 
zaliletide  Kinleitutig  voraus  (vgl.  S.  42  f.),  dem  dann  die  ^r- 
zühUintr  vine.s  SfrlltslBespriiche^  (18.  5f.),  eines  (irapriirties  des 
DicIitcrK  mit  andern  oder  anderer  (10,  20)  Ivigt.  Diese  ICIa- 
leitnng  fehlt  nur  l>ei  1 1  (Khidieh  wohl  a.Hch  5  aufsnit'a.'wen),  in 
dein  der  Dichter  sich  sogleich  redend  einführt:  .schaut  an"  .  .  : 
jedorli  ist  S.  diese  Form  so  nnRewohnt,  dass  er  niclit  in  dieser 
Lflihattigkcit  fortfiihrt,  sondcni  seiner  augenblicklichen  Trage 
nacli  dena  Bildner  der  herrlichen  Xatur  die  Antwort  seines  Ge- 
selle» mit  einem  .sprach*^  anschliesst  und  so  in  die  epische 
Darstel In nfr« weise  verfällt,  wie  wir  tiio  auch  bei  den  anderen 
Dialogen  haben:  li  gibt  ein  Gespräch  mit  einer  Jungifraii  wieder, 
die  sich  heim  Dichter  bekhif^e,  dass  er  nur  iiutner  die  Krauen 
uitd  nicht  auch  die  Jiin^l'rttut'U  preise ;  ülmlicli  beklagt  sich  in  Ö  die 
Pran  beim  Dichter,  dawK  er  nicht  auch  „nianiiL-ü  bilde"  iluvr 
Unbeständigkeit  wegen  tadele;  16.  1 — 12  erzählt  der  nicliter 
ein  ZwiefTcsprüeh  mit  einem  Fischer,  fn  15  teilt  der  Dichter 
ein  (ie.s|)riu'h  mit,  das  er  mit  einer  .Tmit^fraii  gehabt  hat,  din 
ihn  um  Lehren  gebet«u  hatte;   ahnlicti  ist  L6.  40f.  (vgl.  8.47). 

Xichi  selb.st  am  Gespräch  beteiligt  ist  der  Dichter  in  den 
Streitgedichteu ')  1  und  21. 


>]  BhriQ«:  Vtt  KanxVr.   KrtiixhiiTf;  OS,  lfm.   Viop.  S.  7. 
*}  Jttntzen,  (iuscb,  il.  iltutMli.  Strd(|,;i.-dkbU'b  üa  Mltteliilt«r.  tiorm.  Ab- 
Ut.  18.  BttÜM  1696.  S.  M,  &»(. 


48 


Iti  pislerpin  treten  sicli  auf  einem  Aiiffer  ein  Priestor  unrt 
ein  Weil)  •rt'trt''iiibi'i".  die  um  (U'ii  Von-arig  strpitoii;  ilcr  I>ii'hl**r 
liiii-t  (linii  Streit  zunüc)i.sl  iiiibeteilifft  zu  uud  schliclitet  ilm  dann 
ziiguostvn  des  Weibes.  —  Ganz  ütmlicli  ist  die  Sitiuitioii  in 
21:  der  Dichter  liürt  auf  einem  Anger  den  Streit  einer  Frau 
und  einur  .Jungfrau  lun  den  Vorrung;  er  bietet  sich  »Is  Schied.s- 
richt«p  an,  erliftuit  jedttcU  keiner  der  streitenden  Parteien  den 
Vorrang  zu  (vgl.  S.  9 f.)*). 

10  nnd  20  fi-zHIiIen  das  (JesprSrli  zweier  Liebenden.  In  10 
weist  das  atöcliterliii'  beseliüidcn  das  Werben  dus  .kiialMiu''  zu- 
rück nnd  rät  ihm  sich  an  eine  verständigere  Frau  zu  wenden; 
iils  er  der  Geliebten  seinen  Dienst  anbietet,  weigert  sie  sich  ihn 
anziiin-linien,  da  aiv  einem  hIIzh  eifrigen  Miiiiiu'diensl  mit  unei'- 
Lürlen  Furdeningeii  entgegen  ist;  sie  rät  ihm  zur  .wirdikeit' 
und  vers|)rieltl  ihm  als  Lohn  daflir  ihn  „freuden  viil*'  za  tnuditm. 
In  50  urlilicsst  sich  an  eiriu  kurze  ei)isclie  ICitilt'itiing  (eine 
Fran  liat  iln-ün  Geliebten  niiter  der  gi-üneii  Linde,  wu  ilir  „seliön 
gebettet  jvas'-,  erwartet)  ein  kurzes  Oespräeh  der  Frau  nnd  ilires 
Geliebten  an,  das  jed(»ch  iiiflit  vollslJindig  tlberliel'ert  zu  sein 
scheint;  es  folgen  nioralit^icrende   Betrachtungen   des   Dichters. 

Aveiitiurenmüssiger  Eiugiciig,  Die  Diehtnugeii,  in 
denen  H.  sicli  als  Teütiaber  an  einem  Gespräch  «der  als  Zuliiirer 
eines  solclieii  einfülirf,  s'wd  mvist  mit  dem  besunders  in  den 
kürzeren  Reimiianrdichtiingen  beliebten  ^aveutiurenmässigen  Kin- 
gang"  verbunden,  der  im  I^auf  der  iieit  einen  nahezu  stlieiua- 
liäcben  Charakter  angenommen  hutte'). 

Die  bei  anderen  Dieliterti  in  diesen  ßiiigjiiigen  sehr  beliebt« 
und  zum  Teil  -fehr  ausfillirliclie  Sehildfning  der  l.,iuid.schaft 
finden  wir  hei  S.  nnr  in  6;  (der  Dloltter  gehl  am  Murgeii  »iiazieiiün 
nnd  trifft  an  einem  (Jiiell  eine  Jungfrau,  von  der  er  iiw  Gespräch 
gczogüu  wird);  auch  11  ist  liier  zu  uemien,  in  dci^scii  Gingangs- 


* 


')  A.nch  lluskntblut  hnt  ,funn  Lied  .  .  .  *«ti  frawtn  vnd  Janckfrawen* 
Kcdinhtet,  die  vielldi-lit  ein  niinUclins  Tliema  betmndolten.  VkI.  .luitieii 
».  »  lt.  si.  6iJi  Unnich,  K<ilni.  Hs.  S  118  Nr.  144  niirl  Zliigeito  (SltsungH- 
bc'tichte  d  Kaiserl.  AkaJ,  d.  WiBsensyli.  37 ,  IVicn  1H61 .  8.  ä&l)  bringen  nar 
Strophona  nl%ng  r. 

*)  Roelhe,  Kvinm&i  S,  198;  Veltmann:  Hin  ptilitiscli«»  Gedichte  Mos- 
bktbluls.  DIBB.  UonnlWS  S,3»,  MuUUad^Wcltl.KlUstcrldn.Hub.  tWT,S,3Uff. 


43 


Rlr^iphc  der  Dichter,  anf  liiicin  Spaziergang  bcgi-ifTt-ii,  auf  die 
iliti  iiiiiK«'lii'itiIt'  Kcliütic  Niitui'  bewundernd  hinweii^t 

In  dL-ii  ulirigcn  avviit.  Etn;äiji;:<'ri  tVlilt  die  Uf!«rliifi Innig  der 
Landschaft:  die  fast  gleiclien  Eitigangsverse  von  t  und  21  be* 
riclitcn  nur.  dass  der  Dicliter  auf  einen  Augcr  kommt  und  vinun 
Sti-eit  bclftHüclit'i. 

Mit  tvpiHcheii  einleibetideji  Versen  beginnen  13  (^icli  gicnc 
durch  lust  iu  einen  walt")  und  16  („ich  gicnc  ilnrch  Inst  als 
manger  ruor  in  de.s  rMn-ii  mvmi  Irhioi')');  und  hier  piissi  drrin 
dieser  Kiugtmg  vigüutlirh  uucli  gar  iiiclit;  der  leichter  erzütüt 
eim*  üi'gelieiilieit,  die  er  allegorisch  auf  das  Weib  deutet;  er 
Kchliesst  sich  selbst  in  die  Erzälilung  ein.  obwohl  er  bei  der 
Deutung  iceine  Rdlle  spielt    (k.  u.). 

Hclichi  ht  auch  der  Einguiig,  äixss  der  Dichter  »ich  ein- 
l'ülirt  alü  auf  dem  Lager  ruhend,  wo  er  seineu  (ii-daiiki'u  narli- 
bäiigl  oder  wo  ihm  eine  tiustalt  im  Traume  erürlu-int:  18.  1 
„ich  lag  eins  nachb;  in  cime  gftdanclt'-;  die  Nadit  erscheint  dem 
Dichter  zit  ]»ng  und  er  singt  ein  Lob  der  »aa'j.  K  ö2  bo- 
giniit:  .iclt  lac  in  .sl&fes  Iwnlrae",  der  Dichter  siclit  wie  Treue 
und  l'ntreue  üiii-iten;  man  vgl.  ferner:  Hü  II.  68;in  aineni  inurgcn 
gi'ii  dem  tag,  al»  ich  schlafifi'ens  mich  verwag,  guud  ich  mit 
deociten  ringen. 

Allegorien.  Der  ^Waidiimiiii  auf  der  Hir-iclijagd"  (13): 
Ein  Hirscti  steht  sorglos  am  (^uell,  da  er,  sicti  auf  die  8cbnetlig- 
lieit  seiner  Posse  verlas-seud.  den  Jäger  nicht  fürclitet;  aljer 
dieser  weiss  sich  doch  hiTan;£usi:Ii1ei(-]ieii  und  den  TtirK'h  zu 
tüten.  Dem  Knrgloswi  Hirsch  gleii-ht  ein  Weib,  diiü  sicli  auf 
seine  „stA^te''  verlüä.'it;  uucli  an  dies  weiss  sich  ein  Jäger,  .dasz 
ist  arger  lusl"   heranzuschleichen,   der  es  „schiuszt.  durcli  der 


^  Vgl.  Luish.  La.  1S9:  Ich  kam  uff  ein  Kcflldi'  da  tch  xwajr  menschen 
hi\ie  .  .  .  Itrtcgcn  »*e\i  .  .  .  Amx  «in  wnz  »in  miniK-rlin  .  .  .  dna  ander  rin 
ladri]'. 

')  Sudieuwirl  (hng.  von  Priini.-Minr.  Wich  1K27j  Sfl,  IM  Juric.h  mvinvn 
Kttjtn  iiiut  gliif^  ich  (Iiirlrh  liitt  nh  Timnliüer  tur..  }l)tll  2i).  1  ich  knin  in 
trejtaa  mAt  durcU  liitii,  a]n  ioa.ni\i,vt  tAtt,  in  tüntn  wutil  wuiim-ulich,  lli  fl.  S.  1 
Ich  rnit  aini  tags  In  hitchcni  niAr  an?,  ilnrrli  liikl.  nts  itinniK«^  TAi. 

■)  tjaasli.  IiS.  KX).  I  ich  lag  iunii  kiilU-ii  wiiitcis  xit  uUuln  ab  noch  «ll 
iniuilui-T  lit  du  |{odai'1it  Ich  dlrk  ,  »ii  inln  rruwon  minickllch  Muttbnd 
B.  a..  U.  ä  SL. 


44 


fren  Imist**.  --  Es  folgt  Vi-i-s  27  f.  i-iue  iMaliriuiig  an  das  WiMb, 
das  „örcii  rfuieii"  ini'idpii  soll 

Dir  ,Fitii'In.T,  iU-r  liiiiKL-Ti  stvlli"  (16).  Der  Fisdi,  tkv 
(lii;  , wären  fliisze  Ut-  geht  in  die  Reusen,  die  der  Fischer  legt, 
und  kiiiiti  iiicbl  wiL'dut- ziirtick.  Dorn  Kisi-hei-  gU-ictit  i-iii  listiger 
Jlami,  der  iini  pi»  Weib  wiHit.  Der  Vergleieli  wiitl  itliiT  von 
S,  iiiclit  klar  durctipefiilirt;  ei-st  mit  Vers  31  Iriit  i-r  wiwlcr 
deutliclicr  hervor:  .kiinist  aber  in  stns  hertzen  scluin,  wi  bistu 
sin  lind  iiimiiicr  diu"*  :  Piscli  wie  Weil  geratvn  in  die  Oewalt 
ili'SKen.  der  ihnen  iiachsttdlt.,  wenn  h'w  nicht  aitt'  der  Hut  siix]. 

CberÖ  —  aJIejrorisclie  Deutung  desNaturbildcn  —  vgl.S.40: 
auch  hiei'  folgt  wie  16.35!'.  auf  die  All^Rorie  Vers  271'.  die 
liiiviTineidliclie  Lflnr  ITir  die  Frau  elirbar  rii  leben. 

In  17.  iJ3if.  kliiigi  „die  aiwgefülii-te  Allegorie  der  beliebten 
er«ti.sc]ien  .Jagdgeschiilit«"  ,,von  fi'nie  au,  wcun  der  Dichter 
scinr-n  nnoh  ihm  sfib.st  bonHiintE^n  Hund  ,.Sache'  au-sücliickt,  dns.4 
er  Ihtri  das  Liebste  aiislimlig  mache"'). 

Farbendeutunp*).  In  dem  Loblied  anf  die  Frau  (4)  wird 
ViTS  fl— 11  die  Farbenimvcht  der  Idiinienge.schiniifktcn  Wiese 
gepriesen:  ,der  anger  mit  .sech.s  farwen  ist  gczierel.  gnlene, 
wisz,  swartü,  gel  nnd  blä,  röi  sieht  man  auch  gviiicivt  da*  ■''). 
Diese  6-Zahl  der  Farben,  die  ein  , reines  wi])  mit  ßreu"  trügt 


')  AllK,  d.  Biogr.37  S.  104, 

*)  W.  Wnc ki>r naget .  Iiio  Farbi-ii  und  Itlumeusitriulie  des  JUltU-inlli-rs. 
Kl.  «ehr.  1.  LciiiitlK  1872.  S,  1431.  —  L,  Uhland,  Sclirifttn  tar  (Jt-sch.  d, 
IHr]il(;.  n.  Sngc  3.  Stuti^u-t  ISfifl  8  430f.  bißt.  —  W.  Soeliuaoti.  Parbcn- 
traclit.  Niedcrdcntschcs  Jahrhucb  i8.  S.  Il8f.  —  W.  (ilnUi.  Das  ;Spicl  von 
den  7  Karben    Teiitonin  1     Ki'lnijiBborg  iaO'2.    S.  4J  f. 

')  M.  r.  90  :)2  wExi:  rliVe  rüsua.  blAwo  liluunitn.  gtiteue  gras,  brftne  gel 
und  aber  rAt;  vgl.  ferner;  Utk  I  ä».  19^  [[  6.  13;  20.  36;  Suchcnnirirt  Vi.  3h. 
24.  2:  Kuiir.  T.  WUrzlurg  Lieder  7.  2^:  Unrnt-r  V.  14  «n  Aiim.),  V'JI.  13, 
Vftirkoriingel  ft.  ft.  i).  «.  207,  Ut.  (ioch,  I  S.  374.  90.  —  Anfh  ohne  lt«niK 
auf  diu  huiiU  Wi«tiit  wrnhrj  Aivw  Kiirk*»  hUutig  iibbcni-innniter  uiirtjoifthlt: 
liUMitb.  LK.nl.. 1J.  Sucliciiwirt.  äS  i'i.  I>i-r  Iliinii  IVtitrriii  wird  im  Tristan 
(löKtHf.J  lieai'hriebun  ilaiii:  whk  ^rilt'n»  micli  rAt  noch  vi\t  nocli  snnri  nncb 
gel  nnc'li  tilA  Uiitl  ilocli  nia  l^il  ir  nikr  dil,  irh  mciiiR  rpht«  pnrprrlirAti.  McicT 
Hdiiihrertit  1tl9  . .  .  kiKiiirdiiirn.  iliu  such  niaii  veriT  scliliif^ii  gol  blA  grütn? 
brdn  (ül,  iwnrx  wi«  als  er  ^i-liAt. 


h 


45 

(4.  15)n,  ii>~t  typiüch  (Wackeninffel,  Steliriftt-ii  1  &  145);  alti 
dunkele  Farbe  wird  iiolieii  dui  leucbtonden  Ausser  schwarz  häufig 
braun  oder  grau  (üf-iiannt. 

In  Vers  18—20  werden  die  Farben  aliordiiig»  nur  r.\im 
geringen  Teil  symbolisch  gedeotel.  Wäbrend  vs  sonst  die  Dichter 
oft  liebten  die  syuibulisdk-  Piiitung  wL-ii  uuszusiiiniicii'l  wird 
dicüc  liiiT  nur  kurz  niinetleiiti-t :  fJriiii  hcdctitft  ik-n  Anfang, 
Tm  Mai  jzTünt  die  Wieso,  der  Wald,  eine  neue  freudvolle  Zeit 
bopinnt  (Hil  II  20.  fi8).  —  In  die  Sprache  der  Miiino  tlbersetzt 
bwleiitci«'  Gnln  den  Anfang  der  Liebe,  eines  LiLTbcsvrrliiiltriisst's 
und  so  kleidete  sich  der  .Minner  in  ein  griliies  (Jewand.  (Hü  U 
19.  9;  21.  37  f.)  So  dookt  dtMin  auch  wohl  S.  an  die  synibuli«clie 
ntutuiip  dfti  (Jriin  auf  di?i]  Anfang  der  Lieh*-,  wenn  er  nach 
4.  18  „griicii  isl  der  zit  ein  aiievanc' *)  fortRihrl:  s«  ist  din 
bluot  der  mitinen  ganc,  mit  üren.,  des  hab  immer  danrk. 

Von  den  iibritri-ii  Fnrben  Weiss,  Rot,  Uclb.  BIuii,  Scliwura, 
die  HoiiKt  als  floffiiurg,  entzündete  Liebe,  gewälirtf^  Liebe,  Treue, 
Endo  der  Liebe  (Zorn,  Trauer)  gedeut^^t  werden,  nennt  S.  in 
nynibolischcr  Deutung  nur  Man:  „blA  ist  din  ütwt  gemfiete' 
(Vers  26).  wf»  er  mit  n*"zii{j  auf  blau  als  die  Farbe  der  Stetig- 
keit das  tiemiit  als  ^blä"  bezeiclinet*). 

Mit  diesen  symbolisclieu  iXnitungcn  verquickt  S.  buchst  un- 
geschickt das  Scbunlaeitsidcal  einer  Prau*J;  er  prt-ist  den  rutttti 
Hoiid,  den  weitbteii  HaJu,  die  schwarzen  Augen,  das  blonde.  Haar. 


*)  Aach  dk  hl.  iiuroltit'ii  ist  iiiil  fi  Fiirbi<Ti  )!eklriilul.:  ilA  mit  (mit  rier 
Detnnt)  was  tU-  *(•  tiif(vntl Idi,  cliut  irtiK  clrn  )U'v\w  fiti'hrti  ({clich,  liA  mit  nii; 
hfkiaidct  wiis,  in  \\fr/.fa.  uiuKilic-h  niniii  icli  «Us.  (I>cr  tiuignC  kfln«.  hrsg. 
vuu  Ziiiguttf.  Wiener  l!!ii.iiuiiK*l"Ti('htt  I«C4  V,  :iOfl 

1)  T((l.  vor  alkn)  itic  iilüdenluiiltcli«  Fiirfienlntclit.  ilniin  Fli^hnrd ;  Prank- 
fartlKlie»  Arctiiv  Itl  ».  i'4lt..  m  II.  i\  \l.ai*\t.  \.%  S»),  ll&  11.  äo. 

»)  Fichard  n.  a.  0.  S.  288  Z.  II.  .Ktflne  farw  l»t  dn  anefunu',  übendü 
S.  :10]  7..  4.  ,<)ar  nmme  lal  icrUn  oiu  tnifuiich*,  Kit  II.  2')  V7  ,([P^n  Ul  uin 
frfilich  nnfanek-,  cbi^nd&  21.37  .grrm  Ut  aln  ABfang*;  Farbc-iitrocht  S80f. 
,VM  der  vrowen  rejne  de  dar  but  vr^we  Aner&oclf,  ere  cleet  waa  icrone 
gwt^ynet  Wanfk*.  —  nioth  a.  a.  it,  S,  Ä9. 

*)  SBohciiwirt  27  Grs<ili«i]it  die  SlRti)[kti)t  fn  «inem  blaaen  Onwanilfi; 
Lanb,  La.  181.38  .da  w»U  min  Iktm-  u-  tn^ctn  L1ix'.  Hü  II.  18.  II  .pUw 
b«dttlt«t  sUttUcait',  21.  81  .plaw  iat  statt' ;  Fichard  o.  a.  0.  S.  206  Z.  1& 
,blan  fcetiJlei  rtet",  ebenso  R  SHS  Z.  2.  —  Üloth  a.  «.  0.  8. 6, 3»,  68(. 

')  Woinhold,  Deuut'bc  Fr&iU!ii  I  S.  199f. 


40 


Der  rote  5rninT)  wird  oft  von  den  Iiiclitcm  gepriesen,  häiifip 
in  ViTliiiiiliinp  mit  lU-n  wcisst-ri  Zätiiipii  i  VVackornappI,  SchrifU'n  I 
S.  I5Ö),  iilii-r  fiucli  (kr  weisse  Hals  zugli'ifli  mit  dem  roten 
Munde:  MSH  II.  ä4b  (Tanliu-scr)  pir  munt  Ist  r6t,  ir  kdu  ist 
blauk,  ir  liir  reit  vul",  Suclicnw.  24.  laß  -ir  müiidcl  rct  tinil  weix 
ir  ctiel'*.  —  Von  Salme  heisst  es  im  Salman  und  Morolf:  ^ir 
kele  was  wi2  alK  der  siii>  (ä.  1)  ir  munt  recht  als  ein  rubin 
bran  (&.  3)  ir  Mr  was  ^elwev  siden  ßlicb''.  Daü  goldbloude 
ITaar  wunle  iilIfiTimiii  j.'epricsfn,  so  auch  von  S.  l\i-K  25)  »diu 
liär  i.st  rpI",  ebenso  Mii.'ik.  52.  31').  —  An  den  Angen  preist  S. 
die  dunkcli-  Falbe :  ,dlii  uiigeii  swart;*  mit  gaiiizem  flisz*  (Vers  24). 
Koiirad  v(»n  Mefn-iiberpr  verlangt,  im  Uni'h  der  Natur  vom  sebönen 
Meiisclieii:  _.*;eiu  aiipeii  srliöllen  Hin  iiiilelvjirb  haben  zwisclieii 
swarz  und  grüen"  (zitiert  nach  Warkcriiagel  ii.  a.  O.  8.  155). 
Suchenw.  25.  203  „zway  aiiyen  brawri  niu^li  valkcn  art*. 

Rpispiul.  Unter  Vnrnnsrliirkuug  eines  Beispii'ls  Iniiifrt 
S.  in  8  Keine  Lehre  vor:  er  erzählt  «bis  Beispiel  von  dem  Lr-sveii. 
der  sich  filrciilet.  wenn  sein  Meister  einen  kleinen  Hund  scblüi^. 
Tills  yrleidie  Bcis|iiel  bringt  der  .Wälsclie  Ga-st"-")  Vers  12385: 
oüer  lewe  der  liät  einen  siie,  daz  man  im  vtiert  ein«  Imiit 
mite  :  wan  üb  er  ze  delieiiier  stunt  uiirebt  luot,  man  sieht  den 
hunt-  JA  mit  ist  er  (jezühtifft  wol,  d&z  er  »not  ddz  er  sol'*, 
(Kben.Sü  soll  der  Menwcli  sirli  in  stellt  nehmen.  Meiin  er  .•iielit, 
was  einem  biisen  .Mann  Resclüelit. )  Derselbe  (icbraucli '), 
den  Hund  zu  .srJihigcn,  wcini  man  den  Löwen  zilehtijten  will, 
wird  erwähnt  ,Salomnn  und  Markolf ")  Vers  228.  ^Der  bunt 
wirt  czu  wilen  geslaii  vmb  da,s  der  lebe  hat  gedan*.  —  Ifi.  40f. 
»tollt  S.  der  Krau  den  Hlirffcr.  der  ein  Haus  kauft,  als  nacli- 
ahmeiiswerte.s  Beispiet  hin;   wie  der  liürt^er  das  nem-rstandene 


k 


■)  Wllmanns.  L«lii>n  nnd  Pirthtcn  ^ValtTicrs.  Honn  1883.  S.  181!  nni 
Anm.  134.  —  1'.  II.  B.  7.  mt.  Uli :  Z,  f.  d,  rii.  ]9.  -IfiS. 

*')  Musk.  37.  Iß  ,ti  licclitcr  kecl.  wio  teyne  wi«  seit  (^o?t)  ist.  ilir  diu 
hur".  —  WacktTnuKcl  «  a.  l».  N   I(i4 

*)  Thnmasin  von  ZifltlErc:  IW  wUltcV  (iftst,  hrsig,  vini  Rllckwt  Qui-il- 
linbutB-Lt'ipnu  1862. 

*)  V^\    liiirllliM-  Z.t.dVh.  9.  4M. 

*l  bng.  I)«l  f.  A  llikirm  unil  Katcliinfj:  Deutsche  (icilkhte  lies  MlUd- 
tSltn  B4.  I.   Ilcrlin  1KI>S. 


_47 

Haus  auf  seine  Feuei-sichcrbeit  hin  untersucht,  soll  die  Frau 
den  Mann,  der  um  ihre  Liebe  wirbt,  „durchschauen"  und  auf 
seine  Zuverlässigkeit  prüfen. 

Der  Dichter  als  Katgeber.  S.  fühlt  sich  zum  Lehrer 
des  Weibes  berufen  (vgl.  Kap.  VII);  er  lässt  sich  dalier  auch  durch 
eine  Frau  oder  Jungfrau  um  Rat  fragen  oder  bitten,  seine  Lehre 
vorzubringen,  so  15.  1;  16.  40  erzählt  er  nach  Deutung  der 
Allegorie  ziemlich  unvermittelt,  dass  ein  Weib  ihn  um  Lehre 
angegangen  habe,  und  teilt  die  jenem  gegebene  Lehre  mit.  — 
Die  „Bitte  um  Belelu-ung"  durch  den  Dichter  finden  wir  häufig, 
vor  allem  bei  dem  Teichner'),  nur  dass  es  bei  ihm  nicht  nur 
Frauen,  sondern  auch  Bauern,  Bürger  u.  a.  sind,  die  Rat  von 
ihm  begehren.  Ähnlich  wie  bei  S.  bei  Suchenwirt  31.  1  „mich 
vragt  ein  minnecleiches  weip" ;  besonders  Ha  1. 122. 1  „ain  schöne, 
liebe  Junckfraw  her  batt  mich,  das  ich  ir  gab  ler,  wie  sy  solt 
tragii  ir  leben?"  und  ebenda  123.  1  „ain  zartes  fräwlin  waiden- 
licli  das  bat  mit  hertzen  triulich  mich,  das  ich  ir  ler  solt  geben". 
Musk.  35.  1  „ein  wifflich  bilde  .  .  .  sprach  .  .  .  geselle,  nu 
giff  mir  lere";  Musk.  36.  1  „eyn  reynes  witf  mich  fruntlich  batt 
daz  ich  ir  rait  bewiste  vnd  gude  lere" '). 

')  Karnjan,  Denkschriften  der  Wiener  Akademie  6,  S,  144,  164. 

')  Musk.  lässt  sich  von  einem  Mann  (59.  1)  und  von  einem  Fürsten 
(fifi  1),  Frl.  vnn  einem  ,wisen  leien'  befragen  {2fi2.  1);  vgl  noch  Hü  11.  19. 1 
„mich  batt  ain  fraw  raynncclich,  das  ich  ir  sagt  bcxchai  den  lieh,  wie  es  vmb 
viirb  wür  (fcwandf,  ebenda  21.  1  „mich  fragt  ain  frnw  gar  mynncclich  vnd 
sprach  zd  mir  :  bcschaid  mich  aina  din)^'. 


VII.  Kapitel 

Gedankenkreis  und  Anschauungen 
des  Dichters 


R('lfir15si'  .iiiM-hHiniimPii 

Gott  ist  (lom  llicliUT  der  ScliOpfcr  'Icr  scliiincn  Natiir,  er 
ist  di'r  MiÜLT,  liiT  mit  sfiiicin  Pinwl  licrg  iiiiil  Tnl  .Horicret^ 
(11.  llf-)'),  CT  ist  vor  allem  der  ?>schaffer  des  Weihes  (s.u.). 

Maria.  S.  kraut  mir  ein  Tlienia  für  spIih'  Lictlpr:  Lob 
des  W'L-ilii'K  (s.  n.).  Ri-i  ilcr  iialiezii  (ruttl teilen  Yereliniiijr,  lUe 
er  ihm  darbriii^'t,  knnn  (.':<  iiiclit  iiUerriiäcliun ,  do^is  ihm  das 
Ijfib  des  Weihes  und  da-s  Li>h  der  ^Inri»  i>l't  tiiivenijcrkt  in 
piTiflndcriibcrfrclicn.  Kino  Jiinerfrau  war  Cnttos  Miittr-r  geworden ''). 
iiii{l  OS  iTiiLSSti'  von  iJii\'!cr  Kd^lsteri  des  (iescldt'chtP.s  ein  stjtrkfr 
Abglanz  aat'  das  gtinzc  wt>il)lichi'.  Gescblexrht,  fallen. 

"Wi-ndeii  wir  un-s  ininiiclist  zu  dem  Marienlied  fS)  de?  Dicliters. 
Es  ist  in  Furui  einer  Miihiuiii^  }j;elialtt:n,  wir  wir  sie  öfter  finden. 
S.  mahnt  die  lil.  .Tiinfrfrau  an  den  Crni»  dco  Rn^ols  und  die 
sclimcrzlosL»  (»cbuii').   Der  EiiyTcl  kmnint  im  Aiiftrafft'  di-s  Herrn, 


')  über  Oott  als  .Handwerker*  vgl  F  Fanster.  Moist«r  RnDuelanda  LclNrn 
unr!  Dichtrn.    Lripzjg.    HixH     18113.   S,  fil  Antn 

*J  Hlrifiuf  ist  rin^i  Weih  nicht  wenig  sUila;  uutcr  Berufung  au(  äl« 
Rrelicnb  weiss  die  Frau  ihpyn  Vurrang  vdr  dem  Priester  zu  vertoidiffcn  (1): 
In  ü  nialinl  oinc  .liingfr.m,  ilic  siili  ^.  «•'^'cnUliir  boklnitt,  du»  er  nnr  die 
,w1p*  preise,  den  Dieht^T  die  .raiii^fmucn  n'uht  zu  vtr^DSSOn  ,xll  durcJi  dir 
ladt  rtic  KCl  Kcbnr';  im  Streit  mit  der  Frau  bomft  sicli  (iicJungfmu  clwi»- 
fnllB  uu{  »Ana.  (2\). 

*}  PraDcnlob  (lirsg.  von  Ktttnüllur]  2.  H.  ,it3i  mau  dioli,  trftt.  wi 
(•fthri^I<-s  i;rUer.i>D,  dA  dn  got  den  kU^ecii.  ninnt  in  din  Ich^ii  hh  man  dich. 
TtouK'c.  an  dtii  gcbwt. 


k 


49 

der  sicli  in  einem  Weibe  „uiuweD*  wollte  (11.  30,  K  61.  198). 
Sclion  Vor  der  SrhöpftinfT  der  Welt  w«r  Maria  hc\  (iatt  und  der 
Herr  hutle  skli  die  uuserselien.  die  er  zur  Mutter  haben  wollte 
(Frl.  Leiche  I.  12.  5);  S.  sagt  vom  Weibe;  ^fe  Iiimel  und  erde 
wart  t^ticlit.  v/ip  w&s  bt  kvU:&  uiievsIcUl"  (1,  62)^). 

llic  (iotthfit  srhwaiig  »ir\i  nieder  zur  Krdi-  (Miwk.  14.29), 
donti  dcK  Weibes  .Itioder  hat  den  VHlketi  i^cliün  golockct,  dasz 
er  Bich  durch  die  himcl  swanc*  (2.  22).  Uas  Bild  Ooltes  als 
Pulke  oder  .\dlcr.  der  ilitrrli  die  .TiinjrfrKii  migelKckt  wird  und 
sich  YuiP  Tliainicl  auf  die  ICrde  lieniblä^jit,  findet  sich  oft'}.  — 
Maria  eniptlnv:  (lott,  wo  sich  „Scheitel  uode  fei''  leilt  (S.  7), 
da«  hcisfit  mit  dem  ^Ave"  durch  da*  OUr').  —  Maria  ist  das 
Kli'id,  das  (Jutt  angelegt  wird*);  von  ihr  nimmt  or  rnfaschlictie 
pWäf  (Hü  II.  66.  30J.  S.  nennt  die  Frau  „du  iKVIigcgürtes 
^renckit,  dosz  got  selber  wail  anfccloit'  (11.28).  —  Maria 
uiuHngden.  ,di'm  der  biniol  tv  was  ze  dein"  (2.  44)*);  «ic  teilte 
dif  (ii-tlbfit  in  drei  Personen  fl.3G,  3.  29)«);  ihr  gehörte  die 
Chrisk'idieit  i3.  31).  sie  besass  den  Himmel  (0.  öl);  sie  ist  „ge- 
weitig aller  himel  sclmr"  (3.  lö),  ihr  di(;nt  die  Kng:elsrhar 
(6.  50);  auch  dem  Weibe  dient  der  „engel  sanc",  weil  w  den 
Falke«  gelockt  Imr  \2.  22),  da.s  Weib  heisst  dnr  Kngel  Saug 
(7.  41),  sein  Lob  i^t  bei  der  Kngel  8cliar  {4.  38)').  Maria  ist 
die  fOszerwelte  keiserln*  (3.  33),  den  t?lßiehen   Ehrentitel  hat 


'1  Vgl.  Muitk  2,  13.  la  H,  ni.  fi7,  K  51,  171.  Kriciiridi  von  Sunnenbnrg 
(hrafl.  Tun  Zingcrli?.  Innxtirnr.lc  1878)  4,  if7  u.  Anni. 

•l  K  8.  I.i.  61.  IS7;  Boppr  .'i,  23.  7,  5.  .Vliiak,  2G  24.  27.  1»  -  Oa» 
Bild  dei  .\dlM!i  Ufgt  Aucb  vur:  Mixk-  (i  äC.  17.  (11,  ü.  lÖ;  1-»!.  nurli  lUin- 
mar,  Anm  2t)S. 

')  Keiniiiur  228.  4  u.  Aiiiii.;  llnrntr  14.  121  n.  Anm.:  l-'rindr.  v,  ^unnnti- 
borg  1,  2tt  II,  Anm.;  liuldt-ne  Sdiiiiieile  (htxg.  vnn  W.  lirimin,  HitUl  tMU) 
XXXll;  Satzi-r:  \>iv  i^innbililer  niiil  Boiwiirtc  Marien«,  l^rogr,  Ton  S«jtcn- 
Htvltcn,  1889—9:),  S.  9(1  r 

<J  t'rl.  34».  11.  MuBk.  21.  BS.  -  Dm  Bild  des  Kl«i<l«>  Ut  wdtur  aui- 
geftlhrt:  Mask.  10.  :)l,  Frl.  Leiche  I.  U. 

>)  Vgl.  Rclnmar  14.  10  u.  Anm.,  16.8  o.  Ann.;  Sannonbarg  4.  117 
n  Anm-:  Marner  S,  1Ö8.  II ;  Boppe  I.  17.  B:  Frl.  Leiche  I.  11.  4;  K  117.  65. 

')  Miuli,  II.  4S,  Sana^nburg  1.56  u.  Aiim. 

'i  Uiuk.  17,  (15.  ,«n  reynes  wlb.  .  .  bbt  ...  der  «lüci  geilon  «Is  es 
gDt  srlW  trolilC. 


60 


die  Frau  (5.  38,  16.  33  ii.  Ö.)»).  Maria,  olmc  Sünde  gtboren 
(3.  18),  ist  die  lißcliste  Rtaid  (3.  14.  40). 

PamJox  ODiclR'im^ti  diu  Versii  3.  22  1',,  in  dunen  der  Dichter 
der  Jangfrati  ntidrotit,  ihr  Liebesverhnltnis  mit  pinom  jangen 
Fürsten  zu  vcn-atcii.  falLs  sif  Ümi  nicht  iliizii  vei-liL-lfi-ii  wolle, 
sie  im  Himini^l  aiiüchaut^n  zu  duiTi'i).  KitH>  dt^nu-ti^'-c  niiivi* 
Auffaiisuii^r  liiidet  sicti  öftur;  vgl.  vor  alli'm  .Sminenburg  1.  17 
sSich,  Ootes  toliter,  wiltn  mich  nilit  raietpn,  kflniKinne,  so  sBfte 
ich,  wa2  fiii  hoher  man  mit  dir  Ln-gKiigcri  Imt'^. 

Priidestinatifin.  Von  ihr  .spricht  S,  12.  1  f.  {^die  schrift 
die  sa^et,  sie  liabe  erkorn  die  söln,  die  sin  6wigr  verlorn')  ohne 
eiRL-ntlichitn  Zusaiiimeiihauif  mit  dt-ni  Folgctidfii,  in  dem  it  drei 
Frrvk-r,  don  VtTriitiT.  den  .Möriler  und  SflbstmiiidL'r  a\s  auf 
Erden  verllucht  hinstellt,  mit  denen  er  dann  da.s  Weib,  das 
seine  Ehre  verliert  und  (Jottes  (iel)üt  hrifht,  vergleicht. 

Priesteratand  (v^rl.  S,  GOf.j,  Im  Sti'Pit  mit  dfio  WVib  (1,) 
lässt  S.  den  Priester  unterliegen  und  erkennt  dem  Weib  den 
Vorrang  zu;  2.  31  malmt  er  norhmals :  „dA  von  (d.  h.  weil  ein 
Weib  Gr)ttp.smiitter  war)  priehlir,  \wix  iline«  «trit,  sit  solicli 
wird  an  wibi'n  lit" :  H.  i-st  clicn  diis  Weib  die  Auserwälilte  Gottes, 
g^egen  die  nichts  aufkommen  kniin. 

Christentum  und  Judentum.  11.  33  f.  mahnt  8.  die 
Juden  aufs  eiiidriiis;licliste.  .sich  rte.ssen  zu  eriimen,  was  Gott 
für  sie  (jetaii  liabe,  und  vor  »lli-ni,  hl  seine  Menschwerdung'  zu 
glauben.  Mit  dieser  diuliterischen  Mahnung  an  die  Juden  folgt 
S.  guiiz  dem  (feKehmucki'  sfiiter  Zi-if;  man  schien  es  so^r  als 
eine  Anfgabe  Al's  Dichters  zu  beti-iu'liten.  einen  Bekchrungs- 
vorsncli  bei  den  Juden  zu  machen:  so  sagt  der  Teichtipr(Anm.  IH3): 
„manegiT  spriclit:  ich  sal  mich  rilit«n  und  sol  vim  Juden,  beiden 
tihien;  ich  mühte  maiiepen  brinjren  ze  touf.  Der  Teichner 
will  abt-r  diesfin  Wutisehc  iiiilit  Folge  leisten,  da  die  Juden, 
wenn  sie   b^kclirt  wurden  wären,   doch    bald  wieder   ahlallen 


>)  Gold«»«  ScliiRifde  XXXVII.  S6.  Sniscr  u.  o.  0.  S.  46S, 

^  Vgl.  Rcinrnfti  S  2.17  n.  Anm.SSS:  Itoppc  S  S3.R.1I.  .«1  hat  drivrtulc.l 

rainniolloll,  tl>  rhv   mit  riuif  i-in   anilri'  \nii\ii  lifiiQi'get:   nus  liAt  ir  lip  s& 

minniclleli  mit  li«t(<ii  aiW-  vruiiwcn  ülterklik-tfcl..     i-i>l  vatcr,    nun  nnd    lii-ilic 

(Tdsl  ilicli  lAtcn,  srliihiiv,  »wun^ei,  il&nwlsrhoii,  sA  ni&n  Tun  dir  wgtt,  bcUbe 

Ju   lUU^l-t*.  . 


■ 


L 


51 


und  ürfrer  werden  würdi'it  als  ;!uvor;  er  fand  d<>n  „Hatiptnntrr- 
flchiod  des  chriMliclion  Glaubens  von  joneni  der  Jndt^D  dai'in, 
duKs  diese  iiit-lit  die  Allmacht  (iotk's"  und  sumit  auch  nicljt  sc-iiie 
WtindtTkritft  und  diLS  .Wunder  der  MenKchwi-rduiix  ^iHiihUrii'' 
(Ti'iclincr  S.  110  ii.  Atiiu.  43),  vermifist  also  iu  ihrem  (ilaubea 
das,  wiiranf  auch  S.  sie  hinweist.  In  einem  dem  liegeiibope 
zugeschriebenen  liai'  (MSII  lil.  Jöla)  weud*"!  sieh  der  Uicliter 
,ju  Rrinimigcin  raiiatisflicni  Hiiss-  ijetfen  die  Juden  und  beweist 
einou)  Juden  in  laii^r  Fiedc  die  WiiliHieit  des  Cliristrutmns,  und 
der  Meissner  (MSH  III.  Nr.  24.  Ift)  wendet  sich  an  Ketzer, 
Juden,  Heiden:  ^nu  nifrket,  lut  iu  buz  bi'iicIieiJcn  der  wurlieit, 
iuw^r  keiner  nn  mir  verzie:  vermac  got  alhii  dinc?  .s]irecbet, 
ja,  er  schuof  breite.  lengc*.  Vergleicht!  auch  Lii-ssb.  Ls,  108. 1.  — 
Zi'itgesrliichtlicht-  StT(jniun(<eii  waren  hier  von  Kiiitlui»  aul'  die 
Dichtvr;  es  war  die  Zeit  der  J udenverfulguii^en,  diu  in  Bayern 
tis  ffcgen  Ende  des  15.  Jhdis,  wiiiirten  tiiid  ni  deren  weilei-eni 
Verlauf  .sogar  vun  Ludwig'  dciu  Ueicben  H74  der  Vci-nuuli  ge- 
macht wurde,  die  Juden  zu  bekeliren'). 

Surlifiiühu)  als  l,obn'iIiii'r  uimI  LelirrT  (Ips  n>Ibes. 

Als  S.  nach  seinem  N'uuien  t.'i'li'!it<'t  wird,  nennt  er  neben 
seinem  Namen  nurh  die  Aul'K»be,  die  er  üch  gestellt  hat:  ,ic1i 
wirde  Suüdiensin  bekant,  ise  lobe  den  reiiieji  wiben"  (6.  16)'): 
solange  er  lebt,  M-ill  er  von  ihnen  Hingen  (6.  20).  Immer  wieder 
betont  lS  sein  Thema;  in  den  Sehlussversen  der  Lieder  ermahnt 
er  .sicli  liiiufig',  iiii-lil  vom  Lobe  ile.s  Weibe.s  alizula.ssen  {2.  48, 
4.36,  14.  4U,  ID.  36;  ühnlich  auch  10.48,  IS.  38)'). 

S.  fa*ist  ei*  sogar  als  ein  Gebot  Gottes  die  Prau  zu  loben 
(14.  1  f.),  er  will  daher  des  Weibes  (4ütv  Gott  ^sc:hn-ibeu^  (19.  U) 
und  Kie  vui-  aller  Krt-alur  loben  (2.  42J,  maeht  diich  Gutt  selber 
dem  Weibe  den  Hof  (4.  12). 


')  lUvskr.  CicKcbicbl«  ßfiyerns  II.  522  f.,  IIl   22,  356.  37»  a.  0. 

*)  Ahnlii'li  xtcllt  sieb  Suchrriwirt  vor:  ,irli  liai«x  drr  .Siicchcnwirt,  der 
ilikvli  mit  rcil  so  nuhua  »ctiirt,  mnn  mticbt  «z  ^»ifi^  mit  ilur  linnt". 

*l  t'rl.HflO  II,  ,ich  lolie  dicvrimwcn  rnio  unl  apAt,  ir  Inp  rlius  wil  ii^Ii 
iiumur  men.u* :  lieiniiiM- Ü9.  I.  Musk.  42.71. 


se 


Gott  selbst  !mt.  ä&s  Woih  Rescliaffe»  ili.  3I1M,  hei  dessen 
Erncliaffiing  war  itim  .wohl  zu  Mute''  i4.  31j'),  er  hat  grosse 
„wirdikeit"  an  dius  Weib  pelefft  (7.  I4)'i  mid  ilnii  den  „hirrlisum 
prts*"  gefy?l>cn*).  Cioii  gibt,  ibni  ilvn  hüchsleii  Leih«  (15.  33), 
seine  Huld  wird  dem  Weib  .geutzlirli  imdcrtÄn*'.  wenn  es  am 
phusere"  zu  haben  ,öre  nliipn"  Uisst  (13. 6d);  wenn  des  Wt-ibCK 
„lop  in  6ren  hie  eretorhen"  iBt,  nimmt  es  Gott  in  die  .Srhai"  der 
Engvl  aar  (18.  3ö). 

8.  bittet  fiott.  sirh  der  Frauen  anzunehmen  fI8.  221*);  er 
Iiotl't  für  sicli  si-lbiüt  auf  üwites  (Jiuisl.  wcmi  i-r  die  Fr«m;n 
preist  (18.  2b,  18.  Q),  denn  Gott  selbst  hat  sie  dein,  der  Fra-ueii 
i'Iirt.  \erlieissfn  (19.  14,  U.  37.  K  74. 13.  .Musk.  47.  76,  6Ö.  24). 

S.  verpleiclit  das  Weib,  in  dein  ,sich  liiUlet  inensclien  Ilp", 
sogar  ntit  Gott,  »Is  dem  SchoiilVr  Mvr  Oingr  {11.  18  f.)  (vgl. 
S.  39,  48);  noch  weiter  in  dem  iilierfrirbenen  Lob  geht  K  Öl ,  131 
„lUid  w«;r   niht   reiner  wilu'.»;  iimii,   so  w«r  ^t  nibt  geboren". 

Es  w'üpde  zii  Wfit  filhriMi.  alle  Beiifiinunpreu  und  Lobes- 
erhebuiigeji.  die  der  Dichter  dem  Weibe  sjteiidet,  tiier  aulzuzählen; 
wir  finden  sie  in  all  di-n  Dicbtuii^'eu  jener  ?ieit.  die  der  Ver- 
hen-liehunj;  des  Wi-ibes  s<'widiii«t  sind,  wieder;  nur  auf  vinige, 
die  smist  vor  allrm  der  Maria  g;es|ipndet  werden,  sei  hingewiesen: 
(vgl.  auch  S,  4Ö)  ^lädenriche  sunne  (7.  34)"),  ha'^'hste  suiuie 
und  liecliler  miiryeiisli'riie  (19,22)'),  clSre  lieeht  lueerne  (19.26)*)- 
Lber  wiiterc  Beneumiiijreii  der  Frau  vjtl.  i^.  36. 

Vor  allem  wird  das  Weib  als  Freudespe uderin  gepriesen: 
es  ist  ^ein  blfli-iides  rl»  vfir  nlles  uugfmüctc''  (7.  SO)*);  die  Frau 


1  Vgl.  Q  F.  )W.  .-J  2a7. 

•)  Vgl.  Koiir.  V.  Wllrali.  Vi.  8r»,  Q  F.  4.  W,  «7, 

*)  Belnmu'  31.  1  a.  .\iim.,  IiciondcrH  Ahk.  VII.  148?. 

')  tio«  flialtet  dk  Fnin  mit  alli-ii  VonHgen  ans:  Krer  .IM.  [wein  Ififtß, 
Schuiikc  von  I,H[iJe({Kf  ificliivfi/iT  M in tieai liger.  hra^.  roii  Buit&chl  XXI,  1,33. 
MSK  II.  71a,   K  122  1.  »a  II    l    I. 

»J  Vgl.  Fichard.  Frwikf.  Ar.ldv  III,  289  Z.  19. 

')  Vgl  Salier  a.  «.  11  S.  391.  11  IT. 

'j  Vj;!.  SiilKei  a.  a,  0,  S  2.4,  8  ff.,  -101,  II  ff.  —  Schon  bei  üeinr  v,  Mor. 
.min  Ilchti-r  niorgonsleinf     .  .  min  saune*   M.  F.  i;4J.3*l. 

*)  Nniner  itvinit  Macia  .in  dur  vinslcini»»!?  dn  lAirr  lifht  laoem' 
18.  16;  TBl.  (ioldenc  Schmiede  XXXIX.  4,  fiaher  a.  a  il.  .'S.  324.  IB  B. 

*)  Vj;!.  Reidiitai-  2ft.  8  n  Anm. ;  Anm.  «n  Siintipnhnrjt  4.  4M;  «ach 
Weinhol<t.  Iteuisclie  Frauen  1    S.  210 


k 


SS 


ist  „aller  swWe  ein  edifi'  !«-Iii1ii  (U*.  24)'),  sie  kann  »liertzelfit 
erizetzi-ii»  (14.  13i.  „Ii-it  vfi-tiilifii-  (18.«)*).  Wem»  .-in  Wi-il» 
einen  Mann  „taot  sehrii  nn*,  kann  <>r  kein  l^itl  mehr  im  Herzen 
lialien.  an  dvni  T<-igi>  kann  ihm  kein  Leid  gesclittieu  (19.  1  f.). 
Von  liiexer  beselißcnden  Nklie  dt's  UVibes  brw.  der  (jcliebten 
wiissti-fi  dii'  Slinm-siingiT  viel  üu  fingen  (Z-  f.  d.  A.  20.  148, 
P.  B.  n.  ä.  391J.  Alk'  Freude  kommt  v.,ni  Wi^ibe  (U.  10,  i1, 
7.  25.  50,  4.  36);  das  Wfib  erfreut  nicUr  ula  die  Maionwoune 
(4.&)"). 

,ir  riMtif  fniclit  vil  freudi.»  ^t,  die  nieman  kao  volsdiribtn'' 
(7.  25);  Aa»  Lob  dfs  W'Pibes  kann  man  ,niit  rode*  nicht  ,v»l- 
enden*'  (M.  P.  165.32)*),  pvolbringüii'  (Kil.  145.8),  .voldenkeu" 
(PrI.  387.  5),  „voimczzon"  (Frl- Sfifi  51,  .volloben"  (K  4.  48). 
„volsayeti"  (Hü  I.  (!8.  19).   .vtilsiirechL'u"  (Frl.  388.  14)*). 

In  den  Lubeserhebun^'cii  ups  Weibex  kajin  üick  S.  rhv  akhi 
geling  tun:  wcuu  Dini  alle  Blume»,  »Uvr  Vug^dfreünng,  ulk  Lcbt-- 
we^ien  bekannt  würen,  st>  wollte  er  daraus  der  Pia»  ein  I>ub 
bcreilori  (2.  1):  ubi^r  dus  Wfib  ist.  über  ulli-fi  Lub  erhaben:  ^lanp, 
fTTiisz,  stcmp,  nicrfiiickt!,  trricHZ'  nml  aUe.s,  was  lebt,  kann  nicbt 
das  Weib  in  gebührender  Weise  eliren,  wie  könnte  da  des 
Üicliters  Mund  des  ,iobfs  gnint'  diircligrltnden?  (19.271. 

Ein  suIcIk^s  Uib  konnte  nur  der  llinitneiskunigin  2ukoiiiim-n 
und  mit  ähnlichen  Worten  wird  es  Üir  gespendet  von  Muskiit- 
blut  (19.  97,  6.  7)  (Vgl.  K  6.  S86;  (Joldcne  Schmiede  48). 

S.  will  nidir  nur  Ltibrcdner,  Hondcni  »iicli  t^cbrcr  (le& 
Wt'ibe^  sein:  was  er  erstrebt,  spricht  er  8.  14  aus");  er  er- 
malint  sicii  selbift:    „^ip  t'rauwen  rttchte  Ifre'   (13.  öl),    «rät 


■)  Vgl.  Ptl  3H1.  4.  Lieder  V.  1.  2;  utcb  iUr'm  hciBBt  .scldon  schrln*: 
Uusir,  12.  61.  Boppe  .><.  2.H.  e.  lH,  Coldtne  .Scilinicdc  XXIKY. 

')  Der  Winsbobo  eiuiifi'^blt  Weibes^lp  Minem  Sohn  als  .(^nwnlo*:  16.7 
(Auag.  V.  Haapl).  ,hAt  Icuion  BorKun  hwiertn  buiil.  den  tidrii:  luui't  bcvtrU^lccl 
bftt,  d«t  strlclio  wiiilicii  ^UeUt  dar;  rIiI  ilIh  (.-m  tuu  aiii  n6t  utrgdl*. 

■>  Vgl.  Frt.  Ufda-  Xlll.  1.  16.  iSatU.  4ä.  62,  Konr.  v.  Würxb,  ».  17, 
89.  Ifi:  dem  Marner  ^L-f&llt  Min«  .minnvuillviiiel''  besser  als  die  baut«  Wlcie 
lu  Uat  7.  12 

*(  Vgl.  g.  F.  4    S.  101,  Adul  40, 

»(  Vgl  fcniet.  na  U.  d!.  312f.,  Muük.  iy.'M,  lltinmar  34.7;  ätrlotrer, 
t'rauenohre  14%  fl.   (Z.  f.  i.  A.  7.  478). 

*J  Über  diea-  Wunscbfurm  Tgl.  Beiamar.  Aiini.  lu  Ml, 


64 


ftäuweu  ib  daä2  bcstt"  (Ib.  35)  (v|!l.  S.  51).  3.  fülilt  ^ich  denn 
ancll  ganz  als  Lehrer  und  Berat^er;  mit  einem  .ich  rät  dir 
eben"  (16.  3(5),  „dusz  rAtt-ii  ich  dir"  (y.  46),  oder  liäufig  aiiü- 
gcsiH'üolitnem  „im-n-k-  ^2.  14.  27,  8.  7,  12.  U,  13.  40,  16,  U. 
44.  56)  sucht  er  seiner  Lelire  Nactidruck  zu  Terleihen  and  die 
Aufraerkfiftnikoit  der  Hßrer  imzitspiniiMi. 

Er  rilt  icr  l-Vau  »wie  «iu  VaU-r  sciueu  Kindern"  (IG.  61); 
13.  46  lieisst  es  sogar  ,ich  liän  dirs  vil  und  dicke  geseit". 
S.  im  ein  strenger  Lehrer,  er  ist  .sich  dessen  bewasst;  seiner 
,ziinpen  gert"  sti-afr  hart  (8,  10);  er  uingi,  ,hart  von  frauweii" 
(5.  48).  doch  trifft  .seine  Strenge  iinr  die  ai-gen  Frauen').  12.48 
schwört  er  einen  Eid,  nie  wieder  so  schaJ-fiu  seinen  Wortenzu  sein. 

8.  Vfrliinpt  vom  Weib  vor  allem  Kirbarkeit;  hierzu  mahnt 
er  es  direkt  und  iiidirek-t  (b;  12.  .'»2,  14.27,  16.  35.  62.  Gä.  18. 
28,  19.  19);  das  Weih  soll  ,in  ^ren  alten%  wie  die  typische 
Phra.se  lautet  (15.  8)*).  S.  meint  die  hiiusliclie  Khre  des  Weihes, 
das  seinem  Mann  ergeben  ist  und  ki-incni  Liobliaher  da.s  Ohr 
leiht  (ö);  daher  mahnt  er  es  vor  den  Vorlülirungskünstcn  und 
Schmeicheh-eden  des  Mannes  (9.  14  f.  21,  15.  28)'J,  es  soll  „6re 
rönen  Un''  (13.  27.  öS),*);  vor  falscher  Liebe  wird  es  gewarnt 
12.  46.  15,  16. 

Weitere  Tugenden,  die  8.  vom  Weibe  verlangt,  sind :  zueilt 
und  sUetekcit  (14.  18,  18.  27;  9.  45),  wirheit  (14.24),  kiuscheit 

Das  Weib  soll  Gott  und  seinen  Khetnann  Heb  liaben  (5.  51. 
18.  33),  dies  ist  Gottes  Gebot  (Ifi.  37)''),  der  auch  da«  Weib 


')  Abniich  ivcbrl  da  TdcbnuT  (Anm.  171  ud.  Lusb.  Li.  öfi. SU)  tlun 
Vorwurf  ab.  dftM  er  nnr  iniin*T  (chciliv. 

1  Hugo  vun  Muuirurt  (hrsf{.  von  Wsckurncll)  i2.  8,  Musk  53.  £0,  HU  U. 

ans. 

■)  Ähnhcb«^  Mnlmuiigm  bi-f  »mk.  S.  3(W.  m.  Musk.  36.  »6, 

*)  IIU  I.  IS!).  :i4.  ItvinmiLr  &4.  K  u.  .^iiu  -•  Die  DicJitor  konoten  so  wHrn^u, 
Iiatte  dovil  tltr  Jlnrnrr  ^mteti:  va,lwe  tun  de»  lirAiicu ,  itie  so)  lUMt  h»licii 
U^,  «liolii'ti  iiikIc  rAnen  ittn  ziti  ulsiiiii  ein  dii^  iD.  37(, 

']  nie  t'k'idiai  Tuuctiihn  virliinut  cli>r  Kr]£mhn|[e  (TdSH  2.  SOÜb): 
.wtpllr.Ii  ftv.  xmiht,  l({utiFbu'.  di*iu  .tnilw*  iinii  .li-srlieldenliclt' . 

')  Vgl.  Ha  E.  1811.  \2  von  erat,  lux  dir  beuolhen  srln  Kotn  vorcfat  .  .  . 
diu-nui^li  liab  lieb  d(^n  ili-iiieu  m»iii  Mask.  3&.  71.  Trinwc  du  Bult  in  habeB 
liolt  den  eliglivn  Küsixititsen. 


M 


66 

in  die  Scliar  der  Rugi-l  aiirnEmmt,  wean  sein  ^lop  iii  ^ren  hiv 
erstorben-'  ist  (18.  35). 

Bei  all  soineii  Vorschriften  will  alier  S.  dein  Wölb  die 
Prüliliclikptt  nirlil  verlictt-ii  (13.  37).  nur  mass  t?s  elirbar  zuteilen, 
tiüDst  ^fliiicht  der  ^ren  Wuieii'';  denn  ^ob  sie  mit  züchten  frcBUcb 
Wipr,  ilasz  wirt  kphipI*  duivli  pcherwr"'  (8.  3ß).  „ir  sult  mit 
ziichtt-n  sid  {feniuif  iniiliniii  Rcinmiir  von  Zweier  und  andere'). 

Auf  den  Mann  ftbt  das  Wetb  einen  ver«d(^Inden  Kinflus« 
au;  solun^  die  Franen  sich  von  Wuukelmiit  fem  hielten,  fand 
man  ,hcld  gar  woljrt'niuot^  (8.  23);  aber  jetzt,  wo  sich  Frauen 
auch  rKpryntzk-m'  . mitte Ik-n",  hat  ein  Unwürdi{;vi'  eher  Krfuig 
im  Liebeswerben ,  als  ein  „frumer  held"  (8.  40 f.).  An  die 
pfrunit-n  liülde"  wendet  sich  S.  7.31:  ,pi'Iaubwil  mir,  ir  w«rf 
reelit  al.'c  i^in  wildes  iler.  und  wkp  nif  wip  mit  sta-ter  gir  ein 
gnÄdenriche  suiuie".  Der  Mann  soll  daher  daran  denken,  was 
ihm  di«  Fraui'M  Kclan  haben  (20.81),  er  soll  ihre  Khre  jireisen 
(7.23),  ihiimi  gßrtinwftt  ünidcii"  (14.22)  und  »ie  iii  ^^ren  biirg" 
setzen  (14,  9),  er  soll  ihnen  Gutes  günnen  (14.  40)  und  sie 
„zärtlich  grüsgen'  (4.  39);  vor  allem  soll  er  nicht  t)bt?l  von 
ihnen  leilen  (20.  27k  Den  »reinen  wlben*  .wnl"  zu  sprechen 
Qud  sie  zu  ehren  ist  eine  oft  gehörte  Mahnung'). 

HdflKehe  AimehHiinngen. 

S.  dichtete  haiiiitsiirblich  für  lin  liiifisclies  Pnbliknm;  er 
huldigt  büflscbeii  Ani>c!tauun^'en  und  hitr  iät  wolil  der  Verkehr 
an  dem  Hüfc  de>i  Ba^icrtiherzogs  nicht  ohne  Kinftuss  auf  ihn 
geblieben.  Kr  wendet  sich  in  der  Anrede  an  die  „i^framcn)  beide" ') 
(7. 31).  die  er  auch  sonst  emvuhttt  (8.  24-  47.  48);  manch  „stolzer 
Held"  würde  ihm  danken,  wcim  er  ^unstatikeif*  den  Frauen 
wehrte  (8. 10  f.)  —■  Auf  die  höfische  Art  seiner  Zeit  spielt  der 


■)  Beinmu  iO.  4  o.  Anm.;  wgl  Wlluuins  eq  Waltliei'  4S.  31,  Z.f.d. 
Ä.  «fl.  161. 

*)  Miim«i-  9. »  D  .\Rm.,  '/..  f  d  Ph.  19.  4(»,  Wfltnanns.  Üben  Wulthcre 
S.  237.  SutlicDwirt  21  !«.  Frl.  310  It«,  Wlnahctte  13  »,  TiMUn  Fuchs  2&; 
vgl.  fvmor  Muxk  5:1.  1K.  K  oh  ntö;  124  h,  PrI  itä.  18. 

*l  Über  ili-ii  litibracit'h  dtia  »us  dem  Ytilksepoa  slAmnieJidlcD  AnsdrackB 
,b*M*  htii  (I<!n  Hiirnchdiclitirn  v)(t.  Ruiriiuar  3.  287.  —  Ail«b  S.  g«br&ncht 
,hield*  im  gaT«n  ^inue 


6« 


Dichter  8.  49 f.  an;  diu  HeMi-ii,  „die  Wh  und  ^iv>\  liAn  w^  gc* 
tAn  .  .  .,  raUi'szfti  zc  liove  fllendc  stAn";  abpr  doch  verlanp-Ieo 
manche  für  »io  Aiiorkeiiiiniig  JliriT  .tinnlic)u-»  üri-".  so  djiss  ilie 
PartriKrin  des  Dichters  mit  einer  soiclien  Forderung  üeiticn 
Vorwurf  zurückzuweisen  siiclit.  dnss  manche:  Praw  lielter  ciui-ni 
unwürdigen  als  einem  tilchtißcn  Heldt^iKJehrir  schenke.  Vom  Weilu' 
preist  S-,  d«s8  ihm  zuliebe  nilimvolle  Tuten  verrichtot.  Tuniicn- 
iuhI  pnistliafte  Kämpfe  ausget'ofhten  werden  7.  45f.,  20.  35, 
dass  seinetwillen  süsses  Saitenspiel  ertönt  7.  44. 

Der  Frau  gibt  er  den  Ititt,  das  Bamior  Jcr  Ehro  aufzu- 
wirfen  niid  tri>ii  tiei  ihm  /u  ütela-n  (ii.  36)  nnd  wie  ein  „Treidig 
wiser  man.  wan  er  die  vint  wil  grifen  au"  den  Sieg  als  sicher 
anzusehen  ')■ 

HöBüchcn  Einfliuiü  verrät  S.  auch  in  dor  Walil  dcä  tirunil- 
themas  »einer  Lieder:  Lob  des  Wpibes.  Wie  sieh  früher  die 
Säneor  in  den  Dienst  einer  bestimmten  Fran  stellten  und  ihr 
Lob  verlctiiulHteii,  hiit  er  sieh  (fewisKeniiaa-ien  in  den  Dienst  des 
,wibea*  gestellt;  das  »wip'*  in  seiner  AUgeraeiniieit  ist  ilim 
zm-  Herrin  geworden;  .seinem  Lwb  mid  Preis  ^rt-ltcn  des  Dichters 
Lieder;  luul  t^o  finden  wir  dt-nu  iu  ilinen  aucb  inundtes,  was 
einst  die  Minnesinger  von  ihrer  „froiiwe"  zu  rühmen  wussten; 
S.  ist  hierin  ,su  etwas  wie  Miriuedieliier*,  wie  Koetlie  sagt; 
zugleich  aber  crklHrt  sich  hieraus  auch  ein  weitei-es  tliarakte- 
ristikiiiii  hi-iuer  Litdor;  da:i  Keliltn  der  individuellen  Bi-xielinng. 

Nur  einmal  (17.)  bringt  erder  „Mutgeherin  seines  Herzens" 
eine  Huldigung  dar;   einige  Verse  klingen  noch  an  den  alten 


■)  S.  st«ht  mit  lilbsniD  PotttinlU^n  an  den  kllcn  ritterllclidn  AnsclumnoKen 
Dicht  alleiu  d»;  H-viin  uuch  zu  sdner  Zeit  und  svhuii  trübet  die  DkliUt 
Klage  BW  div  Rittertidwft,  iliri.'  (ibif^IiKÜltitckrit  in  dcrlUitiue,  ihr  Benehmen 
im  Verkehr  nill.  i\i:n  r'raucii  tu  filliren  hntri^ii  (v){l.  Vliland,  itchrlflen  II, 
8.207/,,  Vultmaiii)  u  u.  ■>.  s.  äJf).  äu  hürtt-  tiiün  docb  nodi  e«nie  tob 
Kitterscliaft  iinil  Minne  In  den  hayrlaGh-Osleir  reich  lachen  Landea  8io|^.  wie 
«in  Ausspmoh  des  'IViclmcrs  «i^ij!*-  ditner  spricUi  dninal  »on  einem  Vorwiirl. 
im  niaii  Ihm  niacbli:  ,cr  ict  niur  ku»  der  sälr  bewam  nad  xc  cwidlchcm 
'  leben,  waz  «ul  muu  im  daruuilie  ^cbcii?  wenne  er  sagte  von  ritt*n«li«rt  und 
Tcn  iiiinne  i\nx  hipt  liralt'  {Teküncr.  Anm,  199).  Aber  nlcJiI  allen  eben  be- 
hu-Ktt^n  diese  TIiüiik-d.  denn:  .red  ich  clain  von  meien  liluot  nnd  von  kleiner 
TOKcün  Bonc.  daz  wn>rc  outh  etcllchfn  kImCv  rtd  ich  dan  von  rcinun  wibeOt 
wie  sie  uisniice  leil  veitriben,  du  |{ioD^e  «tcllclicT  besundci'  ^Teichiicr.  Anui.  201). 


h 


57 

Frauendienst  an;  er  hat  sich  in  die  Gewalt  der  „auserwäblten 
Kaiserin''  geneigt,  er  hat  sich  ihr  zu  eigen  gegeben  und  ist 
ihr  gänzlich  untertan;  aber  beactitenswert  ist,  dass  er  hier  nicht 
von  seiner  ^frouwe"  redet,  sondern  vom  „wohlgestalteten  Weib", 
nichts  liebers  konnte  ihm  werden,  als  das  ^trflt  rein  sa;lig  wip", 
er  hat  lange  gesucht,  konnte  aber  nichts  lieberes  finden  „dan 
wip  din  zartes  angesicht"  (Vers  29). 

Die  liöfische  Tradition  ist  jedoch  bei  S.  nicht  mehr  in  voller 
Kraft;  sie  ist  stark  in  der  Umwandlang  begriffen  und  die 
bürgerlich-elirbare,  zugleich  nüchternere  Anschauungsweise  seiner 
Zeit  macht  sich  bei  ihm  in  breiter  Weise  geltend.  Wenn  auch 
nach  S.s  Worten  im  Dienst  der  Frau  Speere  verstochen  uud 
Kämpfe  ausgefochten  werden,  so  ist  ihm  doch  ein  eigentlicher 
Minnedienst,  ein  Dienst,  in  dem  die  Frau  unerhört«  Forderungen 
an  den  Mann  stellt,  etwa  in  der  Art  des  Ulrich  von  Lichten- 
stein, zuwider*);  er  lässt  daher  sein  Fräulein  dem  Jüngling 
die  Ritterfahrteu  und  Kämpfe  im  Frauendienst  als  Torheit  so- 
gar direkt  verbieten  (10.  35). 

S.  redet  denn  auch  nie  von  „minne"  im  höfischen  Sinn, 
ihm  ist  es  nur  um  die  Liebe  des  Weibes  zu  seinem  Ehemann 
und  Gott  zu  tun  (5.  51);  nur  einmal  ist  von  Kuss  und  Um- 
armung, von  Liebe,  die  eine  Frau  ihrem  Lieb  erweisen  will, 
die  Rede  (20);  das  Wort  „miane"  kommt  denn  auch  nur  selten 
in  den  Liedern  vor,  charakteristisch  genug  gerade  da,  wo  S. 
die  Frau  mahnt  nicht  dahin  zu  gehen,  wo  von  „rainne"  die 
Rede  ist  (15.  11);  die  „wäre  minue"  dagegen,  die  Minne  zur 
hl.  Jungfrau  will  S.  sagen  (11.  65). 

Noch  mehr  vom  höfischen  Ton  entfernt  sich  S.  in  16.  44  f. 
mit  dem  Beispiel  vom  vorsichtigen  Bürger  (vgl.  S.  46)  und  mit 
10,  in  dem  er  einen  Knaben  und  ein  „Töchterlein"  „sittsame 
Gespräche"  führen  lässt,  obwohl  grade  hier  wieder  die  Mahnung 
steht  (Vers  44 f.)  „hab  got  liep,  sprich  frauwen  wol,  bis  freidig, 
da  man  vechten  sol". 


')  Auch  Muskatblut  tadelt,  dssa  die  Frnu,  der  Bich   ein  Mann  widmen 
will,  Unbilliges  von  ihm  verlungt  41.  41  f. 


58 

Von  den  Spruchdichtern  seiner  Zeit  unterscheidet  sicli  S. 
dadurch  vorteilhaft,  dass  er  bei  aller  Lehrhaftigkeit  jede  Ge- 
lehrttuerei meidet;  selbst  sein  Marienlied  kennt  keine  geheim- 
nisvollen Anspielungen  und  mystische  Gelehrsamkeit;  er  nennt 
nur  Moses  (11.  41),  Christus  (11.  54),  David,  der  des  Weibes 
wegen  süsse  Melodien  fand  (7.  42)  und  erwülint  die  hl.  Schrift 
(11.  35,  12.  1)  (vgl.  S.  50). 


VIII.  Kapitel 

Literarische  Beziehungen  und  literarische 

Leistung 


Ob  S.  von  einem  bestimmten  Dichter  Anreprung  erfaliren 
liat,  oder  ob  er  von  einem  solchen  merklich  beeinäusst  worden 
ist,  scheint  mir  nicht  .nachweisbar  zu  sein.  In  dem  Lob  und  der 
Belehrung  der  Frau,  dem  Preis  der  Maria  schöpft  er  aus  dem 
reichen  Formel-  und  Phrasenschatz,  den  er  vorfand,  und  den 
jeder  benutzte,  der  etwas  zum  Lob  und  Preis  der  „reinen  wlp" 
sagen  wollte');  wie  abgeblasst  diese  Wendungen  waren,  lehrt 
z.  B.  Kolm.  Hs.  72,  wo  sich  an  eine  obscöne  Erzählung,  Lob 
und  Lehre  in  herkömmlichen  Wendungen  anschliessen,  die  man 
für  ernstgemeint  halten  müsste,  wenn  eben  nicht  jene  Erzählung 
voranginge. 

Wie  weit  S.  den  überkommenen  Phrasenschatz  benutzt  hat, 
geht  aus  den  Belegstellen  zur  Genüge  hervor;  nur  auf  eine 
Dichtung  sei  hingewiesen,  die  auf  S.  vielleicht  von  Einfluss 
gewesen  ist;  es  ist  dies  der  „Krieg  von  Würzburg"  (Bartsch, 
Kolm.  Hs.  61),  der  nach  Bartsch  a.  a.  0.  S.  176  wohl  aus  der 
1.  Hälfte  des  14.  Jhdts.  stammt. 

')  Weinbold  sagt  in  seiner  Benrteiinng  dea  Eogo  von  Hontfort  sehr 
treffend :  ,  Die  vergangene  grosse  Zeit  der  deutschen  Literatur  tiatte  es 
möglich  gemacht  .  .  .,  dass  nach  leichter  Aneignung  gewisser  äasscrlicher 
Fertigkeiten  ein  jeder  Verse  machen  konnte.  Der  Vorbilder  gab  es  genug ; 
für  jede  puetischc  (iattung  war  die  Bahn  fest  getreten.  Der  Betrieb  der 
Dichtkunst  ging  im  14.  Jhdt.  schon  in  das  handwerkmässige  Aber".  (Mitteil, 
d.  histor.  Vcr.  für  Steiermark.   Heft  7.  Uraz  1857.  S.  149.) 


60 


In  l-  dein  Stru'it  des  PriesU-i-s  mit  dem  Wi-ili '),  liihrt  dies 
als  Gründe  lür  soine  ('1)^1^8:0111100  «n.  rs  soi  des  _ htrrtiKten 
tiuis  Icitvi-nrlp,  i*in  iirspriuc  cristeiillcln's  glaubcii";  der  l'ini.'ster 
berurt  üidi  uiil'  die  Tti-riie'iiissc  seines  Aiiitrs,  er  siicndr  die 
Taufe,  Rtit'tL*  dlf  Khe,  vertiflie  div  Siliidi.-ii  und  linttv  G'vit  lH.'iiii 
Mossopffi'  in  den  Künden.  Die  I-Yitu  lieiuff  nIcIi  ntiii  auf  die 
jWlpUche  fnirlif,  dif  ilm  ^.truftg-  .  -  .  göt  und  mi'iisclie  zart"; 
einer  abennaliccn  Renifung  des  Priostw-s  hmT  das  Mcssoiifer 
hält  das  Weih  ent^'eg'cii:  ^trutz  dasz  kt'in  iness  gesprwheii  s"i, 
wl|diihti  IViirlir  die  si  dald",  tind  ancli  dtr  DifUter  t-rkeunt  als 
Si'liiwl.'iriclufr  dein  Weili  den  Vorrang  zu.  2.  31  koninil  S.  noch 
einmal,  nliwuhl  e»  dort  gar  tiirlit  i»  den  Zasaramenliang  iiasst, 
Hill'  diesen  Streit  und  auf  die  Gründe  für  den  Vorrang  des 
Weibes  ztiiiiek:  .dÄ  vuti.  pricster,  läsz  iliiii'ii  sirll,  slt  solitrll 
wird  Uli  wiben  Ilt.  die  gkb,  die  dir  got  si^lbcr  git,  die  kuiii 
fisz  wil)«s  liertzeu*. 

Ganz  iilinliehc  (Jriliidr  ffir  de»  Vurrun^  des  Priesturs  uiler 
des  Weihes  finileii  wir  iti  dein  erwälintcn 'Krieg  von  Wörzbiii-g, 
cinw  Naeüldlciiing  des  Sti-cites  Fraiienlobs  und  Kepenbopens  um 
,vrouwe"  ninl  .wiii",  in  Aom  rninenloh  um]  Uetrciiliogen  nra 
den  Vfrning  von  b'raii  oder  ^[aIlll  !*treiten.  Regeid>t>i,'eii,  der 
»lg  Vorkiinipfer  des  männlicliesi  Gesclilechts  auftritt,  weist  vor 
allem  auf  dir  ViirzÜpc-  hin.  die  der  Mann  als  Priester  vor  dcni 
Weibe  hai; 
Vers  U4f.  (Kegenbogenl  Üott  hat  ,dem  manne  wirdt  infi  pegfben, 

daz  er  erwerlien  niac  wol  priej^U-rlidiez  leben. 

di'i  von  Pin  wip  sieli  iiiht  geliclien  niae  danicbcu. 

sicli,  cnanne.s  name  den  »linder  wol  mar  binden  und  Hntbindon"^. 
V'ei"s  118  f.  (KruHenlobj  waz  WEBrn  die  ninii.  und  wwren  niht  die 
reinen  wlp. 


')  NbcIi  nUrtiii  t  KuniTriftitiir  /u  Wiilfimne  l'&rvival  S.  Xrill)  gellt 
.äiichi-nxinns  Siriritf^rilirlit  Ulicr  l-Vait  niid  Pricxtcr  .  .  .  voll  WolfnunK 
Worlcii  iwia*  Ks  sind  wnhl  ilie  Vcrue  ji()2,  laf  iremetni:  .swfu;  diu  äuge 
tif  <'r(]c-Ti  «iht,  iIhx  glichet  »ich  <Irin  pritrstcr  nilit,  sin  iiLOtil  die  tuartcr 
spricIiM  .  .  .  oiicli  icrifet  s!n  jj^rH-iliUn  liniit  uii  liiiz  h'i-lipMe  prant*  —  Uli 
Surhcnniiin  wirklii^h  v<>u  diiMtmi  Wori.i-«  fiuH|fi?lit.  ersclifiiil  mir  rtB^ltcb  .  Hb 
etiiiTKKlU  Tüll  i-incr  l'berleucnhdl  iIvh  l'ricaltr»  ^craile  ülicr  il»  Weib  hei 
Wulfram  Vv'iiie  Ili'di?  i»t.  anilBrtT»*'its  «Iht  J(.t  ['rioaWr  wejten  der  Sakramente, 
die  CT  Hiwnilet,  Iiän)l(;er  iftprleaen  wird  (vgl.  ii.  (i.  03  Anm.  1). 


ei 


die  dft  ze  (ruhten  brinR:en  miioz  int  zarten  tfp? 
Vers  J2I  um!  warr  niht  reiner  wil>cs  narn.  s6  w(er  got  ni! 

gehui-eii. 
Vers  123  öz  ircm  (der  Fraaeo)  wt-sen  got  sin  zarte  meiisclit'it  uara, 
Ycrü  ]2öf.   pot  hat  die  li«1>c  tniior^r  Kin  mit  vMtni  üz  erknreii. 

pol  Vnni  zun  ii-  ^  Adnin  was  ^cscliiifi'ii- 

ir  edel  kiusrli  iVw  würe  Ki.4lirit  di*s  lietwaiic 

duE  or  sicli  durch  dir  liimol  andr  ir  Iiprze  swanc. 
Vors  l.H3f.  (Reg.)  sil  du  mit  itinn-  inalit  in  fiiifii  kleim'n  liiic 

bctwiftgest  got  daz  er  sich  gibet.    uiider  priestcrs  licinle  .  .  . 
Vers  140  solicher  wivde  ein  ic^lich  frouwe  niuoz  eiibcrn, 
Vers  145  f.  (l-M.)   got  üi'  i-rilen  vindcn  Icund  nie  liebtr  stal 

rianti  in  der  froiiweii  libe, 
Vers  Ltidf.  (lies.)   wä  wart  ie  wlp  nt'  erden  ie  Kö  wuiiiieKaii, 

die  Rotes  waiiddnnp-  gntorsto  rllcrpin  an? 

duz  ist  den  wt'rdcti  nmnni'ii  allez  niuU'rt&n. 

er  twiiiRl    in  lebend  in  ein  brüt  und  segcnt  Jii  mit   Ijemlen. 
Vers  nsf.  (l'M.)  waz  witr  die  messe  und  aller  imetjter  segcn, 

wser  (rot  von  himei  zip  (der  reinen  Magd)  her  iilie  nihi  en- 

kuineti  .  .  . 

Nach    einigen    andt^ren    (irilitden,    die    den    Vorrang    des 

)lanuc&  ttewcisfii  sollen,   x.  B.  dass   (>ott,   Chrislus,  der  erste 

Jlcnsrh  Männer  waren,  pifist  R^'jjren bogen  wieder  den  Priester: 

Vers  iM  f.  sie  twinj^ent  ^''oi  von  Iiiniel  her  ab  nider  zuu  der  erden. 

«rcr  RDtes  beprert  mit  riuwe  sn  siner  jüngsten  stunt, 

den  Wirt  a  gvbn-n  von  dem  pHcstcr  in  »inn  innnt. 

.  .  .  detst  »lU-n  frouwen  gar  unknnt. 
Dieser  Streit  nitiniil  eiiR'ii  Anderen  Ausgang  als  der  bei  S.; 
während  S.  als  Schit-dsrieliter  dem  Weib  die  Krone  zuerteilt, 
niiiniit  liier  Hetrenbü^en  einen  vermittelnden  Staiidimnkt  ein, 
wenn  er  aiitl'iirdert  .die  werden  man  und  oucli  die  reinen 
fronwen*^  zu  ehren,  denn  Gott  hatte  „nienÜGh  forme"  j»  auch 
von  .reiner  Irnnweii  adel^  behommen,  und  beide  sind  aus  den 
vier  Elementen  geschaffen. 

Den  Stn-if  zuiHchen  Priester  und   Weib  behandelte  auch 
lljKseiibliit ')-    Die  Schlussverse  dieser  tJiclilnng,  die  Keller  allein 


•)  Ktller,  Fwtiiarl)ls»i>k-)c  ä.  Vii».  1168.    4.  I*.  77  S.  121  f. 


6S 


neben  den  beiden  Aii  fangsverfu^n  miiteili.  lauten :  .den  seinen 
awsz«rwelt?ii  «r  (lamii  loiiet  wer  fniwet  (')  eret  nnd  pripster 
sr:li(Jiit;t  der  fleiiliet  vor  der  lietie  ^'lut  si>  hat  geticbt  der  Koäeiiplnf '). 

Wenn  wir  S.  Bekanntecb»ft  mit  dem  ,W&rzburg«r  Krie^* 
zugestehen,  so  gewinnt  »ucii  dit-  S.  M,  a»sgp.<qin>cbenc  Vpiinutang 
eine  Sttit»-,  dafts  er  die  Stm|ilienerwf iteruoft  von  12.  48  f.  unter 
Kinfiass  der  Briefweise  gebildet  hat,  da  dies  die  Stropheoform 
des  Kricfres  von  WUrzburp  ist. 

a.s  Diclitutigen  waren  bekannt  und  Ton  Einflnss'),  sie 
waren  mustergültig  (n.  o.  S.  3),  man  lM.-diente  sieb  seiner  Strophen- 
fonn  (s.  0.  S.  6  ff.).  Zu  erwalmen  ist  noch  ein  „Lob  der  Nacht'*  •), 
dus,  in  S..S  Strriphe  verfnsst,  in  Keinen  RHiniliiudun|j;t>n  Kinfltisü 
S.8  verrat*),  inlialilicb  aber  keiue  VeTwandtschaft  mit  S.s  Üicb- 
ttnigen  z(n^:  Mit  einem  Lub  uur  die  Nacht,  da^  triU  einem 
Ritter  i»  den  Mund  gelebt,  teils  r«iu  Dtoliter  seJbst  gespendet 
vird,   ist  da.s  übliche  Thema  des  Tagesliedes    verbunden,    die 


■)  Der  Cfcdanlie  FTK-ster  nnd  W«ib  mlteiiniider  an  dea  Vomng  slreiien 
in  kewti,  \xg  nah«;  g»1tcn  dnch  bcid«  SlSod«  ikni  Hitler  und  dim  ton 
hafisclier  Ueüinnang  ermtltra  [iKhter  aU  liürkst  ver«lirniigawflr4ig;  sie  zu 
chr<>n  und  ihnrn  hc-txiisC-hcn  w»r  Itittcrpflicht  PuriK«!  KQ.  4  f.,  Sueben- 
Wirt  27.88.  Hu^'n  von  Montfort  14.8.  II.  — 

Den  Ctdlitnhcn  der  (ibcrlcgitiihctt  in  Wtibc*  UWr  d«n  PriuWr  bubna 
wir  auch  b«i  KrI.  2&S.  7.  — 

1>cc  rritsIcT  iriril  w«gm  der  S&kruocntc ,  die  er  spundet,  gcpricven: 
Itnppc  I.  16.  7.  IG,  tm  I-lwI  ,voti  der  I'riMtorecbatl*  K  10,  6  f.  Von  tlirlsui« 
t>gl  Hoppe  I.  14.  16:  er  birj^t  »ich  in  do  Krot  .  -  .  )biv  ü(  dem  all4r  in 
rines  prlMitcn  hendC;  vgl.  noch  Sunn^ibiirft  4.  Ül  .di  rifh  [(ot  blrit«t  In 
CIL  br4t  in  sinvr  priester  hanl,  aldli  diu  erde  IiAt  die  Unwl  abcrtUtfoi;  alaolhei 
fllVbc  Bint  die  h<'ili«n  «ngel  gar  eenili;«n' 

*l  Sei»  Eiulluss  ersirecln«  slok  Tielleicbt  bis  nuf  iid.  ücbivt.  Nd  Jahrb.  XV 
S.  36  erwähnt  «iu  Lrt)btt«d  auf  dut  W^ib.  dan  in  iriiicr  dvi  Suchenainnacbeii 
äbiiEiclieii  —  bicr  Uxeitlicen  —  t^trophu  abKerassl  ist. 

';  J.aürrcfl,AUleuUcli«  Volks- und  Ueiaterlicdvr.  FrAtiltfort  a^M.  1817. 
8-  105. 

•)  benen  8ißer)!«n  Vera  9.  in«- :  er  :  ler  Vera  10.  husen  :  roaea  Vew  17. 
bclibcn  :  vcrttihirn  Vers  3S.  mldcn  :  lideii  Vers  ^;>,  xesr.hascJi  :  acfaiDOioll  (fiürrefi 
Scbniacb)  :  anawch  V«r«  36.  sorfieti  :  iniirgvD  Virra  43,  aebddea  :  beide  Veis  48, 
tag  :  mag  :  hag  Vers  65,  gcuu  :  lan  .  oTican  Vera  h7,  dazu  kommen  noch 
einige  nur  teilweise  gloicbc  iiciiciMiiduDgeii.  -—  (iegtu  eine  Verfasaerech&it 
S.B  spricht  der  Reim  iiai:ht  :  crduclit :  gcsiiKt  [Vers  1  f.),  (doch  vgl.  üben 
S.  läj,  vor  ullcm  aber  das  Fulilou  du«  Namens  und  der  Inbalt  des  Ucdu. 


«8 


Knciihluiii;  von  einem  Kitter,  der  bin  zum  Rrschi-incn  des 
Mwrprris  mit  sciuer  ftcücbteii  zusammen  isl- 

S.  ist  kein  originaler  Dirlitfr;  sein  dicliterisf!n.*s  Könneu 
ist  (fi-ring;  mir  zu  nlY.  HiiiÄifii  Flickworte  Iicrlialtcn,  um  das 
Reimschciua  attszufQüen;  die  DreLreime  «inil  für  den  DlchtiT 
hinilfrÜL'lt,  cIh  »ir  ihn  im  Aiisdntck  ltri':i;;i!ii,  und  dor]i  wii'di-r 
bequem,  da  sie  zum  Tvil  in  ftrsti-n  Fürnn.'ln  vorliefffii-  Uif  Ui'im- 
annut  i»t  auffällig;  jedoch  bewalirt  die  Unfiihig'keit  ueac  Rt^lm- 
bindnntren  zu  scimffon  den  Dichter  vor  VcTNkiinsteleion.  Die 
Strophinifonn  hat  S,  iibtminnnneii.  Auitdriirk>:wei»;e  uud  Stil- 
mittel  sind  lierkümmlich. 

8.  be.sitzt  Kennte  KompositioiLSKabe;  iit  i  verbiudet  er  un> 
peschickt  da»  St-honlitütsidval  d(rr  Frau  mit  der  Farbetisyiiibuiik; 
die  Allegorie,  bzw.  ihre  Deutung,  ist  in  U>  nicht  l«][ff»>recht 
durcluri'flüu't;  10.  4U  sclilicsst  sich  kaum  an  da^  Vorliergeheiide 
an;  der  Aufbau  von  II  ist  Aussci'at  unschön. 

Jüdocli  sind  S.ä  Otctitun^cii  beachtenswert  wegen  des  Baue« 
ihrer  Verse,  die  sicli  diircli  ilire  Ebenheit  »uszeichneii;  er  kennt 
noch  zweisilbig  stumpfe  Reime  und  SilbenrorschleifuDg;  da« 
Prinzip  der  .Silbenicühliin^r  \al  ^inii  iiuch  niclii  durcht;ef(iiirt, 
aber  es  macht  sich  auch  bei  itim  geltend,  wie  die  vei'si.'hit'dcucQ 
sprachwidrigen  Belonungsw eisen  beweisen  (vgl.  S.  27). 

Auch  inhaltlich  zeifjcii  S.8  Dichtungen  daü  Streben  an  dem 
Alten  festzuhalten;  und  gerade  das  Festhalten  au  alter  hüfischer 
AiLschaiiuiig  i«t  für  S,  cliarukttTistisch;  daneben  machen  sich 
aber  die  AiLschauuni^en  einer  neuen  Zelt,  des  neu  aufstrebenden 
Biir^'crtums  sliirk  gclttml  und  drüugeii  die  iiltni  zuril{k;  die 
sittliclie  Anschauung  der  Zeil  ist  eine  andere  gfwurdeii;  der 
höfische  FraucudiL-nst  mit  seinen  Minnefahrteii  und  Werben  um 
FrauenpTiMist  war  lange  zn  Knde;  man  verlangte  bürgerliche 
Khrbarkeit  und  Oattentreue  vom  Weite, 

Der  , Minnesang"  seihst  —  soweit  er  Überhaupt  noch  ge- 
pflegt wurde  —  hatte  einen  ondei-eu  Cliaraktcr  angenommen; 
die  Lieder  warden  nicht  mehr  so  .sehr  einer  bestimmten  Herrin, 
als  viel  mehr  dem  ^wip"  gewidmet;  zugleich  damit  hatte  sich 
die  Didaktik  immer  mehr  geltend  gemucJit,  die  auch  bei  S. 
einen  wciu-n  liaum  einnimmt. 


Text 


Zur  Schrctbuii^  Ava  Texten: 

1.  Die  i-,  u-T^ute  werden  mit  i   Uzw.  u  wiedogeg'eben, 

ohne  dass  aiigofülirt  wirJ.  w«  die  Hss,  y  j  Uxw.  v  haben:  Wir  a' 
s*?|jr«il)en  dif  Uns.  ö. 

2.  Die  e-Laute  (e,  se),  die  in  K  und  F  durchweg  mit  e 
hezeicliiiet  sind,  werden  im  Text  in  ilpr  Schrift  gesnndiTt. 

,i.  Fßr  i  «  ie),  u  «  üei,  n  «  uoi  der  Hss,  wcrdi-ii  tlii- 
alten  lJi])hthongL-  gi-niÜss  dem  oM.  ö|irachi-haraktpr  des  Orlg-inals 
gesetzt  (K  schrpilit  ii  od.  ft,  F  immer  ti.  ansser  16.  S.  3). 

4.  Wonn  lu  des  Ti-xtcK  hinein  u  in  K  cntsjjiiclit,  winl 
dies  iiiclii  liesonders  vemierkl.  da  in  K  ii  die  regelmässige 
WiedergalH'  dis  alten  in  ist. 

6.  Die  eti,  oi  in  Hü  wenlvn  wiedet^eßeben  mit  lu,  l,  da 
für  S.  die  neuen  Uiplillionge  durch  den  Keim  nirlit  gesichert 
sind  (vgl.  S.  21),  die  ai,  aw,  ä  (=  öq)  iu  Hii  mit  ei.  an.  eu,  die 
ai,  ii,  ü  in  Ls  mit  ei,  iu.  eu. 

ti.  Kinera  ze  oder  zuo  des  Texteß  entspricht  in  K.  F,  Ha, 
Ls  ri'geliniissi^^  zu. 

7.  Für  dö  Imt  K  imnier  da,  P  meistens  (ausser  11,  55, 
13.  10.  36), 

8.  K  hat  durcliwpg  hÜ,  on(one),  ee  (ausser  2. 7.  E.),  mang:, 
die  mit  äf,  an  (Äne),  0.  nianc  Vficdei^egebt-n  werden,  für  des 
tinnßjf  dez. 

ft.  Für  z  (—  genn.  t)  ist  in  Anlehnung  an  die  Hss.  sz 
goschriebeii,  ausser  in  der  ncutriilcn  Adjektivendmiff  und  im 
enklitischen  Pronomen  ez,  wo  die  Hss.  bis  anf  gauz  geringe 
Ansfijihiuen  (vul.  Losart^n)  s  haben.  —  Ftlr  dasz  haben  K,  Zu 
das  oder  daz.  F,  Hä  da;ii;  für  vaz  K  e«  (uuä8er  6.  3,  8.  i)4  ez), 
F  es  (ausser  10.  38  iz,  ez,  13.  60  ez,  lö.  II.  53  es«),  Hü  es, 
Ls  f!4.  m  ez,  lOi)  CS,  füi-  wasz  F,  Hü  woa. 

10.  Abkurztnijren  in  K  sind  aufprelftst:  nur  die  weniger 
Rcbriiuchliohen  sind  in  den  Lesarten  iingelührt. 

11.  Da  der  Diclilcr  an  dem  alten  Unt.ei'si^hied  der  Längen 
und  Ktirzen   ('erhält,    üo  äiitd  Langeubezeichnungcn  eingeführt. 


L 


1. 

Ich  kam  flf  einen  anper  wlt, 

ich  liOrt  ein  wunnenbernden  strit 

von  zweien  bilden  sunder  nit, 

ich  Iiört  ir  äventiure. 
;")    dasz  ein  dasz  was  eins  priesters  Üp, 

dasz  andr  ein  rein  trüt  sa-liff  wip. 

nie  sprach:  „ich  hins  ein  leitvertrlp 

des  hteclisten  gots  gehiure. 

ich  bin  ein  ursprine  cristenllches  glauben. 
10    dln  wirde  hästu  von  mir  gar 

die  swebt  hoch  als  der  adelsr 

bi  got  übr  aller  engel  schar, 

der  wil  ich  dich  berauben". 

Der  priester  sprach:  „dasz  mag  nit  sin, 
15    min  wird  swebt  ob  der  wirde  din, 

recht  als  der  dären  sunnen  schln 

swebt  ob  dem  Hechten  morgen. 

K  798a  (Bartach.  Kolm.  Ha.  Nr.  171).  F  S.  225  Xt.  13.  Überschrift  in 
K:  Dy&  ist  in  meyster  BQcliensins  tone,  in  F:  Gyn  sabertich  hübscher  hüfftc- 
licber  sprach  von  eynem  priester  and  von  eyner  franwen  wie  eyns  weder 
das  ander  sprach.  1.  qnam  off  ein  F.  wide  F.  3  in  der  liebsten  sommerzf  t  F. 
3,  zwen  K.  3—8  in  F  ich  horte  eynen  wonnen  werden  stryt  von  priestem 
und  von  franwen  das  wip  das  sprach  in  wirdekeit  er  ist  Über  dir  der  uns 
hat  bereit  das  ziehe  ich  an  die  hoeste  meit  got  wolde  ir  wirde  schanwen. 
i.  abentnre  K.  &.  p'st's  K.  (i.  ander  K.  7.  leit  v'trib  K.  8.  höchsten  gotz 
{(ehure  K.  9.  nrspring  K.  Ursprung  des  kuschtichen  F.  10.  dn  hast  din 
wirde  von  F.  II,  awetwt  F.  adalar  K.  12.  über  all  K.  gode  Über  der  F. 
13.  der]  dez  K.  14.  pristc  K.  15.  wirde  swebet  Über  der  wirde  F.  li>.  rech 
F,  fehlt  K.  alz  der  vi.  clare  sonnenschin  K.  sonnen  schin  F.  17.  swebt  fehlt, 
nher  den  lichten  sonnen  schiii  (sonnen  achtn  rot  durchgestrichen)  morgen 
K,  swebet  F. 

I'fluk',  Kacbenslnn  Ü 


M 


ifh  gibe  dip  tauf  und  stift  die  i, 

da  von  8&  iiAii  kli  wirile  m^ 
20    icli  l(Mi  dif>  A&l  üsx.  jäniers  w£ 

uud  miiotiz  die  wctit  hcKur^n. 

der  iKtchsr«  Kol,  der  glt  »ich  in  min  heiid», 

diT  au  dii«z  criulz  sich  Iint  genigen, 

den  äich  idi  Icbrndip;  vor  mir  ÜRcn. 
2ö    wie  möclit  «in  wlp  mir  aiif^t^si^en? 

sie  sl^t  gein  mir  eilende-, 

Dil'  fmuwf  s|irui.-h  ücr  st'lbeii  stant: 

,dii  riier^t  äanx  brät,  da  got  in  kunt. 

wipHche  fniclit  in  lierizcti  gniM 
30    truug  ßi'iscli  und  hluot  die  lieidc; 

kIi-  ivxiOK  in  t^ol  und  nii;nM'lic  zart 

gepäanzet  iu  irs  liertzcn  güri; 

kein  priester  des  nie  uiitlig  wart, 

wip  tniöK  die  flugcnweide. 
35    kiu.sdtlirh  tnioK  in  die  innget  siinder  Knieiiz^n; 

sie  liiLt  j^fteilt  die  piotlieit  rlien 

in  drl  [lersöii  äii  widei'sti'^ben; 

düvuii  wirt  dir  diu  wirdt-  Kc-gcbt'n 

Aiuc  wllxts  brtiftt  und  hi-rtz^n'. 
40        Der  priester  sprai.li  }i\»r  sntider  n«t: 

,icb  teil  i»  drl  das/.  Iiinttilsiii  br6t, 

dusz  got  &m  lieljen  jnngeni  bot., 

de  er  sich  wolle  soheiden. 

icli  bin  ein  Bcht'nt'k  dt*  Wnotcs  zurt, 


18  bfge  de  inufT  K.  gehe  die  tAUffe  ich  u^he  die  >',  cw  K  F.  19  »ich 
dtinnooh  Wd  K.  mt*  K.  SJ,  ich  bring«  iHe  selt^  1'.  wi-e  F.  21.  ich  muax  P. 
werlt  P.  2ä  bochnce  K  ,  lioi'^te  F.  gibt  F,  23.  der  sich  wi  dem  icmtxi-  hat 
F  rrucE  K.  H  sehe  F  lebutid  K.  2-V.  murht  K.  ungMie^«ii  K  f.  26. 
sust  Btcl  ir  wirdc  clleiidp  F.  27.  fr»w  die  spnch  mr  K.  sa  diwrr  stnnt  F. 
2A.  rflrsf  K.  nyiiimest  F.  kumpt  K.  bümpt  F.  29.  n.vplicfa  wirde  In  F. 
30.  drutf  F.  31  uug  gnt  gtüt  und  menschen  F.  oiciiUclie  K.  32.  grplantzet 
K  F.  .13  des  iiye  kein  prloater  wirdii;  F  34.  kugeii  Iiejrde  K.  äugen 
wf-ide  F  3&.  ktlichlich  K.  mensdiliche  niri  die  mn^et  got  sniider  F. 
<17,  pson  K.  Personen  »nt-  wkdrr  6ifol"'n  V.  -W  feiilt  In  K.  .W  pr*»t  K.  brest 
Voll  lierlxen  F.  41.  JD  (Irle  K.  zu  try  F.  li.viiielsi:li  K.  Ii} nitnclbrol  F.  42.  Binen 
liebjtU-ii  iUn^i^rn  iiol  F.     4'A.  woldr  F     44.  iw'bcnkr  ■!<■»  vuMtrt  P.  bind««  K. 


67  ^ 

45    dasz  an  dem  criutz  vergoszen  wart 

mit  jämer  und  mit  siegen  hart, 

der  tranck  der  hilft  uns  beiden. 

wip,  du  macht  miner  wirde  nit  geliehen, 

min  mess  durch  alle  himel  gftt; 
BO    der  mich  und  dich  geschaffen  hat 

der  selbe  lebendig  vor  mir  stät, 

schön  kan  er  zuo  mir  suchen". 

Die  frauwe  sprach:  „sag  an  ze  fromen 

von  wem  hästu  dln  Hp  genomen?" 
JKJ    er  sprach:   „von  wiben  bin  ich  komen, 

beziug  ich  mit  den  wisen". 

ptrutz  dasz  kein  mess  gesprochen  sS, 

wipliche  frucht  die  si  dabi: 

ich  trag  ob  dir  der  6ren  zwi 
60    in  gotes  paradise". 

Ö  Suochensin,  den  krieg  solt  du  verslichten: 

^  himel  und  erde  wart  geticht, 

wip  was  bi  gotes  angesicht; 

redet  kein  priester  anders  iclitV 
65    den  fluoch  kan  esz  verrichten. 

45.  cnitz  vergossen  K,  crutze  erworben  F.  47.  hilfft  K,  halff  F.  beyde  K. 
48.  ach  W7P  K,  o  wip  F.  ininr  K.  wirdikeit  F.  49.  min  spise  durch  F.  all 
die  hySel  K.  hymmet  F.  gatt  K.  50.  gebildet  hat  F.  61.  selbe  in  mynen 
benden  stat  F.  53.  dns  wip  das  sprach  sage  F.  sprach  den  grossen  fronien  K. 
frommen  F.  ö4.  wem  ist  dir  din  F.  die  er  K.  genommen  F.  56.  dar 
amb  bista  von  franwen  komen  K.  kommen  F.  Ö6.  bezUg  K,  das  bewer  F. 
dem  K.  57.  trotz  das  kein  spise  gesprochen  sy  F.  56.  wiplicb  F.  59.  Ich 
trage  über  uch  die  hoeste  kry  F.  60.  gottes  F.  61.  ich  sachensin  K,  o  Suchen- 
synne  F.  wil  dysen  krieg  versuchten  K.  verrichten  F.  62.  liymmel  F  K.  (und 
fehlt  K.)  erde  wart  gedieht  K,  erde  ye  wart  geticht«  F.  63.  gottz  K.  by  gotte 
mit  angesichte  F.  64.  nnd  ob  nnsz  pristerschafft  verrichte  F.  65.  der  K, 
fehlt  F.    ewigen  flach  za  nichte  F. 


6« 


68 


Krkant  irh  alle  hluomoii  Manck, 

vernaün  ich  aller  vwgcl  sanc 

und  wfst  ich  aller  wurme  Raiic, 

dar  üsz  so  woH  ich  lichtcu 
5    ein  loi»  der  ha'ßhdtpn  wirdikfti^ 

die  got  zt'  frauwcn  Ität  bereit. 

e  was  ein  grciszer  uiiderscheit, 

den  muoMt  ein  wip  VL-rriiliti'n. 

Ioplicht>  wät  wil  u\i  dir,  l'rauwi>.  aiisritdt^n: 
10    lop  ist  die  allerheste  viW, 

wan  sie  fraii  fir  gpsiiuimen  hAt. 

li)|i  n'iiirn  frariwru  hiisz  an  stAt 

dann  aaniit  oder  sideu. 
Ir  werden  leien,  inerckent  dasx, 
J'j    wie  holt  pot  ic  der  incn«chcit  was: 

dl'»  sieh  der  iiie!i«<'h  gein  K"'  verfrasÄ, 

als  IT  iiu  viiit  was  woi-di'ii. 

wer  mucht  dt-n  krieg  hau  basz  Yern<:lil, 

(k-ii   Ev   iiiilI   Aihtni  liAii  j^i-lii-lit. 
20    ilitii.  wi|i,  iliii  ziTtlirh  tirijifsifiht, 

du  (TiHteidk'hiT  ordun? 

din  luoder  hat  den  valken  schön  gelocket, 


h 


K  7»Hc  (tlMtscIi ,  Kolm.  H*.  Nr.  llü),  N  l&irUoh,  KtlARmig  S.  lüiy 
In  K  finik-t  »icli  nT  iK-m  I^mlc  iltr  IteiiiiTlniiijg:  mnn  mitK  Bii>  lua&iniiicn 
sinken  i-ilnr  grt.rill  1.  hi'rkont'  K,  i-rkiiiit)-  N  ii1k-r  pHlrmliii  ]ilanr  K.  blnnti  fC. 
2.  iinil  vcrnvin  iillfr  K.  Hiinic  K.  S^^  iii  N  uii*l  lnulH:  tUir  für  ii^eiii  ich  (li>r 
vogi^l  gcnni;  H.  wuit  K.  wrslv  N.  wai'tne]  wurcxe  K,  wont«  K.  gaug  K. 
:i=2  in  N.  4  ilor  au»  N.  wiilte  N.  Ti  hocliüttn  K.  Irli  lohe  stn  bAlisu  wlrdl- 
ktlt  N  W  HU  fr«ii(lL>ii  N  7.  Evn  Jiii  wua  (Jtok  unileradieil  N.  8,  ilio  maai 
ein  frowe  verrthU-n  >".  9  loliliihc  K.  lnhelich  N.  woll  ich  dpr frowen  an snitkn  N 
fr&w  a lisch iiy den  K.  10.  Inb  K.  top  lÜAf,  Ist  diu  peato  wat  N.  IL  fRtuweii 
et  K,  rrawc  er  N.  Kcspoimcii  K.  1'^.  pai  N.  I^  saminj-t  K,  sammcit  N. 
14.  ir  ■[«lien  lioldc  ir  merltci.  N.  1£.  tvi«  balt  ^ot  <■  dvr  S.  tni^tscbell  K. 
16.  da  K.  e  N  menltcli  K  gm  gote  ^.  verKAf«  K.  17,  als  weint  was  er 
im  S.  18  hallen  V,  !!>  pff  uti<l  ndani  K.  gwi.ifft  i'diin-hgMUfdMni)  K.  na« 
i-iia  nnrt  Adnm  iilljt  i^f^iift  N.  W  dor  xii  fr»w  dvln  zcrtlicli  N.  it.  diu  N. 
22    din  l'ip  d»/  li.it  ili'iii  fiilld-ii   «cttnilp  (flocket   N. 


69 

(lasz  er  sich  durch  die  himel  swanc; 

d&  von  dir  dieiit.  der  engel  sanc; 
2ö    iti  diner  gnädeti  umbefanc 

hat  got  sin  l(ind  getocket. 
Nu  merck,  wie  sich  got  hat  vereint 

wiplicher  wird,  die  er  ie  meint; 

menschlicher  brüst  h&t  er  erscheint 
30    sin  gütlich  kraft  an  smertzen. 

da  von,  priester,  läsz  dinen  strit, 

Sit  solich  wird  an  wiben  lit. 

die  gab,  die  dir  got  selber  git, 

die  kam  ftsz  wibes  hertzen. 
35    alle  wird  ist  gegen  ir  wirde  verswunden. 

ob  ieman  sprsech  durch  argen  wän, 
_  ich  )iet  dem  ticht  unrecht  getan, 

ich  wils  mit  reinen  wiben  hän; 

all  freud  wart  mit  in  funden^ 
40       Sit  wiplich  wird  h&t  die  gewalt, 

dasz  sie  truog  junc,  dasz  6  was  alt, 

so  wil  ich  loben  ir  gestalt 

vor  aller  cr^atiure. 

dem  der  himel  ie  was  ze  dein, 
45    den  «mbevienc  ein  maget  rein; 

dS  von  ich  dich  mit  triuwen  mein, 

wip  und  doch  meit  gehiure. 

0  iSuochensin,  läsz  nit  von  reinen  wiben, 

du  lob  ir  hcechste  wirdikeit, 
50    die  ist  so  hoch,  wit  unde  breit, 

got  git  in  solche  wirdikeit, 

ir  lip  kan  leit  vertriben. 

2'i.  dorch  K.  den  N.  hymmel  Bwang  K.  'H.  van  K.  dir  K,  im  N.  sang  K. 
26,  dinr  j^cnadcn  umbcfang  K.  siner  gnaden  ein  ambevanc  N.  26.  got  hat 
sin  kint  schon  getokkct  N.  gedocket  K.  27—29  in  N :  Sit  sin  hohstiu  wir- 
dikeit ist  worden  wit  lanc  unde  preit  so  spriche  ichz  sicüer  af  minen  eit 
.  .  ,  folgt  Mckc.  N  31  -  34  =  K  40-43.  29.  metachllcher  K.  36.  all  K.  ir 
werde  verswnnden  K.  36-  dorch  K.  37.  hett  K.  K  40—43  =  N  31—34. 
Der  Rest  fehlt  in  N.  4U.  Bit  dn  frowe  best  den  N.  41.  tmch  Jungk  K. 
trugst  Jane  der  e  N  42.  daz  maoz  ich  N.  dln  gestalt  N.  44.  hjel  K.  45.  ym- 
bering  K.    4I>.  tcnwen  K.    48.  sacbcnsin  K.    49.  lop  ir  höchste  K. 


70 


fJot  ht-r  in  diner  Mvikcit, 

in  liiiii!?!  luid  flf  iTden  breit. 

Maria  uiuolcr  reine  innil, 

ich  tQäP  dich  an  <Iiu>z  trrüi.'iiJM^n, 
b    (Iiusz  dii'  dl?!'  enget  Gabriel 

brÄditc  von  liimol  also  snel: 

(]A  teilt  sicli  scheitet  imde  fei, 

enplieng  du  got  (It-n  süeszen. 

ich  man  dkU  an  die  tmrt  An  alk  swierCi 
10    dÄ  von  dif  aniii-ii  wurden  gctrAat, 

die  liteii  in  der  lielte  röst. 

satit  Ciabriel  jicliöti  inil  dir  liöst. 

er  bricht  dir  tiebe  lUKre. 
O  magt  übr  utle  meide  jiar, 
15    gewfltig  aller  Iiimel  schar. 

ich  innn  dicli.  mugt,  div  );ot  gebar, 

du  inarht  dirh  de,s  wol  fnmwen. 

die  «II  »11  Sünde  wart  gebdrii. 

der  hiiiiel  fiii-st  hilt  dich  erltorn; 
20    des  hilf  am,  muotcr,  &nc  zorn, 

da."*/  wir  dich  dm't  nnscliauwen. 

tAitstu  des  nit,  sä  mUest  ich  von  dir  sinken 

tt!)  wasz  d)n  tlp  bcgansfeii  tiÄt: 

bi  dir  dA  lug  fvm  unde  spAt 
25    ein  juitger  fürst  an  missetät, 

der  Ictuid  dir  l'reude  brinfferi. 
Mcit,  du  Witt  wesen  wandcls  friV 

dir  laff  ein  Jniiger  fWrsle  Itt. 

6  was  ir  ein,  nu  sint  ir  dri 
HO    von  diner  nienselieil  worden. 

K  TUSb  Knrtsch.  Kolm  lls.  Nr.  173)  überachriri:  Km  ander  pat, 
1.  Iierr.  i.  hyiii^l,  .H.  raaria  4  ^ItUon.  &  gmhrM.  il  hymiae]  uiell. 
7.  feil.  H.  Knpßiiu.  TsWai.  ?.  (Fi'bun  II  iintt  IS  in  d«r  Hb  TetK(«llc- 
durcti  vor^PüL'tKtca  s  tiiiil  )i  wird  ihnnn  die  rrtliti-  .'^Icllv  angewiesen.  II.  lyiii^n. 
12  italirifl  U.  iibnitU  mc||((li!  15.  liymiiiRl  \H  Nuiide  19.  li)nime]  fönt 
herkuni.     20.  kyliT.     iö.  furat.     Sd.  tl«  kunil.     2A.  furale.     90.  ncnucfalidt. 


71 


got  sprach  ze  dir:  „trat  mnoter  min, 

die  cristenlieit  sol  weseii  din''. 

du  fiszerwelte  keiserin, 

IUI  läsz  ans  niemaii  morden, 
35    du  bist  ein  hüeterin  der  armen  cristen, 

got  liät  uns  dir  vür  eigen  geben, 

die  gab  soltu  behalten  eben: 

nach  diser  freud  dasz  ewig  leben, 

dar  zuo  solt  du  uns  fristen. 
40       O  hoechste  meit,  nlra  eben  war: 

du  liäst  din  £re  von  uns  gar. 

des  huschsten  richs  ein  adelar, 

daran  soltu  gedencken, 

und  lääz  kein  cristen  sin  verlorn, 
45    esz  wter  *  wieger  äne  zom, 

du  weerst  gots  muoter  nie  geborn, 

des  läi^z  uns  nieman  krencken. 

Af  dine  gnäd  tuot  Suochensin  disz  singen. 

niem  dir  der  tiufel  solche  baut, 
50    die  dir  got  selber  tuot  bekant, 

so  wahrst  du  muoter  nie  genant; 

nu  läsz  uns  basz  getingen. 


4. 

Gegen  der  liechten  sumerzit 
so  gruonet  heid  und  anger  wit, 
die  vogel  singen  widerstrit 
ze  lob  der  grüenen  heide. 
5    swasz  nu  der  meie  freuden  püag, 
ein  wip  dasz  übei^eten  mag 

'in.  QBserwelte.  34.  niemans.  35.  bnteryn.  36.  vor.  40.  höchste. 
42.  höchsten,  adalar.  43.  gedec.  46.  gotz.  47.  niemans.  48.  sacbensin. 
49.  tnfel. 

K  799c  (Bartsch,  Kolm.  Hb.  Sr.  174)  Überschrift:  Volgent  vil  ander 
fiDchensiu  daz  mer'  teil  von  frauwen  ere  vnd  Zucht.  2.  gtonet.  3.  singent. 
6.  Svaa  nü.    IVeyden.     6.  Dbecgaten. 


72 


recht  als  die  sann  tinrcliHncht  den  tag 

iii  lii'cIittT  aiigt'iiweide. 

d(!r  auger  mit  sechs  tarwen  ist  ^rezieret, 
10   gröMic,  wUx.  swaitÄ,  gel  iiiid  bU, 

rfit  sieht  mun  «uoli  gezitrirt  dft. 

sag",  wijj,  8ol  ich  iltch  InUeiiV  ja. 

slt  dnsz  dir  '^aX  hovierct. 
Diser  sectiK  farweii  wlrdikeit 
15    ein  rciiteß  wip  mit  frpn  treit. 

icb  lipiicli  esz  wot  itf  niiuen  elt, 

wiji  ist  der  6ni  t-in  kröne. 

^fteii  ist  der  zit  ein  »tirvatic, 

so  ifit  diti  hliiul  der  niiiineii  ^Anc 
20    mit  frnn,  des  hab  imtucr  diinclt, 

pflig  dinier  blicke  schein:- 

und  liiost  du  (lasz,  sich  niftrt  diti  wiiilich  [^ctc. 

di»  munt  ist  röt.  d!»  keli*.  ist  wisz. 

din  ao^en  svurtz  mit  traiitzeni  flLsz, 
2ö    dIn  hÄr  ist  gel,  wip.  luiradls, 

blä  ist  diu  stK't  (femüete. 
Als  die  luft  lAter  &ne  wftn 

sint  veino  frauwon  wol  get&n. 

dh'  /iirht  tiiid  i't  ■■i-k<-nii('ii  kail, 
30    die  lieisz  ich  Ireuden  swaiiger. 

ach  wif  weil  sote  was  zc  muot, 

in  er  gi'Hcliiii)f  rt'iii  wip  h5  guot.' 

ach  wij»,  vor  wiindel  wol  liehiiot, 

du  röscn  riclicT  atiger. 
35    flsz  dir  wechst  frf'iidfn  rieh  ein  ztickei'  sUcszi'. 

ai^lt  Suiii'heiiKin,  iiii  loh  i^k  ^;ar, 

die  reinen  wip  gar  wol  g:evar, 

ir  lop  ist  bi  der  eugol  schar; 

man  aol  sie  zertHeh  f,Tlliszcn. 

7.  all.  dui'chlacht.  8,  auKcuwjdv.  l(t.  Kröit.  ^ele  ninI«,  12.  Bulicb. 
11}.  sprt^uh.  M*  aiievang  10  gaiis.  20.  ilang.  21.  pfleg.  ±i.  gute. 
i'6.  W.Y».  26.  pamdjnk  27  laß*!.  2'i.  sin.  29.  hcrkcnncn.  31.  goilB, 
33.  dn.  gosriiiifr  S».  nss.  sullc.  .%.  eDcbcoB}»,  .S7,  vjb.  gefsr.  SA.  lob. 
3!?.  jjrulicii. 


k 


73 


5. 

Ich  clag  die  lieohten  sumertaß;e. 

dasz  Iftit  ich  nit  alleine  trage: 

wierlicli  esz  ist  auch  vogel  clage, 

dasz  sie  nit  frueUch  fliegen, 
ö    icli  clag  den  clären  sunnenschin, 

ich  clag  den  sanc  der  vogeliin, 

ich  clag  die  lieben  bliiomen  viri, 

dosz  sie  sich  iniieszeii  biegen. 

der  winter  Imt  den  sunier  so  verdrungen: 
10    awä  vor  stuont  vlol  unde  cle, 

da  sieht  man  rif  und  kalten  snf*; 

dasz  tuot  vil  manger  bluomen  \v?, 

die  zertUch  was  entspningen. 
Ze  mir  ein  stelig  wip  verjach: 
15    ^ei  Suochensin,  hab  dtn  gemach 

und  dag  nit  waldes  überdach, 

du  clag  ein  grceszer  liden: 

du  clag,  wo  immer  junges  wip 

mit  swacheit  toet  im  zarten  lip 
20    mit  valscher  lieb  durch  leitvertrip, 

dasz  sie  ir  &r  tuot  miden. 

du  clag,  w6  wip  verliuset  wiplich  güete. 

als  bald  ein  frau  verÜust  ir  i>r, 

die  gwint  sie  gentzlich  nimmer  mör"'. 
25    trüt,  bceclister  hört,  dar  an  dicli  kßr, 

vor  Sünden  dich  behüete. 

Als  bald  der  raei  swingt  sin  gevider, 

so  komen  rose  und  viol  wider; 

dannoch  11t,  wip,  dln  tr  darnider, 

K  799(1  (Dartach,  Kolm.  Hs.  Nr.  175)  Überacbrift :  Ein  Hnders. 
I.  Bunicrtage.  2.  trag.  8.  Hag.  Hinter  dag  die  äemertcung:  wend  um 
daz  blat.  {Ka  folgen  die  .Strophen  der  Winabeckin;  s,  o,  3.5}  Bl.  801», 
4.  frolich.  ö.  de.  6.  aang.  7.  licpcn  biünicn  suhin.  8.  müssent.  9.  anmuier. 
10.  fyoln.  clec.  ll,  ryff.  i:i.  waz.  15.  sacheDSin.  16.  aberdach.  17.  großer. 
2U.  dorch.  22.  verlusct.  2'^.  frnw  vorluat.  25.  drut  hochater.  26.  aunden. 
2H.  komment  ruaen  vnd  vjuln. 


^^^^^^^^  so 

^^^                                      ^^^^^^^^^1 

die  gTiionct                                         ^^^^^^^^^^1 

^^^^^^^H 

»iv  g:ruotit,         widrr  als  der  cl^,         ^^^^^^^^^^H 

^^^^^^^^^m 

arge»!                             ^^^^^^^^| 

^^^^^^^^B 

trOt,  hiEclister  licirl.  wie  esz  dir  g^,             ^^^^^H 

^^^^^^^^H 

bl-llAlt  dlllTtl   ^t  (Uli  iK.                                                ^^^H 

^^^^^^H 

ein  kui'tzi'  freiiil.  (!!<'  Wringet  lange«  Itdeii.           ^^^H 

^^^^^^^^H 

läsz  iljr  die  6wig  t'rfiuic  kmi                                   ^^^^| 

^^^^^^^^r 

vil  lieber  d&n  der  stlndo»  pin;                              ^^^| 

^^^^^^^^H 

du  ftszcrwette  kpiseriii,                                             ^H 

^^^^^^^^H 

iinkiiLsdieit  Holtu  mjden.                                             ^| 

^^^^^^H 

Ti'üt  sivli^t:  wip,  dciick  wi-r  du  bist                          ^H 

^^^^^^^^H 

und  wer  du  winnt  in  kiirizer  trist;                              ^H 

^^^^^^^^1 

ticiio'^n  lip  der  fiilet  »h  tili  mlst,                               ^H 

^^^^^^^^1 

kuuwiii  mit  sriiaiid  zer  L-rdt'ii.                                    ^H 

^^^^^^^H 

tTl\t  saOiff  wip,  dcnck  »n  ilcn  rng,                            ^| 

^^^^^^^ 

doi^z  valäche  lieb  nit  lielfen  mag;                              ^| 

^^^^^^1^^ 

ist  diinn  diu  sH  in  süuden  slag,                                   ^H 

^^^^^^^^B 

wift  nioclifitii  fr«r?Ii('li  worden?                                    ^H 

^^^^^^^H 

,ach  8uiirlu'iisin,  du  siiiixst  so  hart  von  frauweii!"        j 

^^^^^^^^^ 

do(-l)  gl-\  e.HZ  reine  wip  nit  au,                                  ^J 

^^^^^B 

oh  icli  dii^  ar^en  Ntiälrii  kan;                                    ^H 

^^^^^^^ 

liub  got  liep  und  diiurii  «man,                                           ^H 

^^H 

l&sz  dich  in  tven  sctiauweo.                                       ^| 

^H 

1 

^^^ß 

An  einem  mortrcn  dii.sz  cfKcliach,                           ^H 

^^H 

ditsj!  icli  die  siiiin  ürfilcsltMi  shcIi;                                 ^H 

^^H 

datiz  liertz  ze  dem  geinüete  spj-ach:                           ^H 

^H 

,far  11»;  durch  äventiure".                                             ^H 

^F                                 81.  tdit.   clee.    HS.  wee.    SS.  IiucliKtcr.  gee.    34.  dorch.    37.  daü-    sandln.           ^ 

^^                      8H.  vs>erw«te. 

314.  ntilnisnhclt.    41    w-nriit.  kortzn*.    419.  «ctiSii  lieb  dit-.  alx.           1 

•13.  ktiiupeln.  nur     4v    lidfTcn.     40.  suntlen.     it.  mcbenain      50.  str»ffcn.           | 

61.  ecmKii. 

1 

KSOIti  ( 

amecli.  KflaL  Hs  Nr.  17G)  F  8.836  Nr.  17  t'lpi-rjchrift  in  K.           1 

Ein  Ander  par 

,  in  F:  Kyn  andt^r  snbcrlkb  Ijtllii.     1    in  tymc   F.    i.  loa«           1 

K    aonn«  nlTtuccben  b'.     1    var  F.  itorcli  liWnllure  K,    abmUre  f.                      ^^1 

76 

5    in  minem  frien  niuot  ich  quan 

durch  eineD  walt  ftf  einen  plÄn, 

frcelich  fant  ich  den  an^er  stän 

schön  mit  des  meien  stiure. 

manc  edel  l)tnome  swanc  sich  gein  der  snnnen, 
10    raanc  viol  wart  von  tanwe  nasz, 

ir  ohdach  was  ein  grüenes  gras; 

dar  nndr  ein  rein  juncfranwe  sasz 

über  einem  küelcn  bnmnen. 
Die  junct'rau  frfigte  midi  zehant: 
lü    ^sag  an,  und  wie  bistu  genantV* 

„ich  wirde  Suochensin  bekant, 

zc  lobe  den  reinen  wlben". 

die  juncfran  sprach  an  argen  wän: 

„min  hertz  dir  wSnig  guotes  gan. 
20    was  hab  wir  dir  ze  leid  getan, 

dasz  du  uns  wilt  vertriben? 

du  lobest  wip  für  all  juncfrauwen  schüde;  v, 

da  von  so  trürt  dasz  leben  min, 

und  weisz  doch  wol  dasz  hertze  din, 
25    dasz  nit  beszers  mag  gesin 

dann  reiner  juncfraun  bilde. 

Ich  sprach:  „juncfrau,  an  argen  wän, 

dasz  solt  ir  üsz  dem  hertzen  län; 

die  wile  ich  dasz  leben  hän, 
30    s6  wil  ich  von  iu  singen. 

ein  juncfrau,  die  vor  valsch  behuot 

ö.  mDtli  F.  (|aam  F.  H.  walt  dnrch  eynen  tham  F.  7.  fand  F.  staiii  F. 
8.  schone  V.  stUru  F.  !t  mani^  F.  swnng  K,  F,  gef;en  die  P,  sontiün  K  F. 
lU.  fehlt  iD  F,  11.  ir]  sin  F.  graQ  K,  grasz  F.  12.  under  K  F.  reyne  jung- 
fraawe  F.  13.  eyne  K,  eyme  F  brftnen  K,  bornen  F.  14.  jaockfraw  fraget  K. 
inngfraawe  fragete  mich  da  F.  zn  hant  F  K.  16.  sage  mir  an  wie  F. 
16.  Sucbensynne  bin  ich  bekant  F.  Buchensten  K.  18.  jnnck  K,  inngfrauwc  F. 
ane  F.  19,  dir  gar  wenig  gudee  F.  äU.  ach  Got  was  haben  P.  leyde  P. 
2L.  verdriben  F.  22.  lobest  die  frauwen  P.  vor  K.  F,  allen  iungfraawen  •» 
bilde  F,  23  trüret  F.  26,  beSBera  K.  26.  wann  P.  junckfran  K,  Inngfranen  F. 
27.  jancfraw  K.  inngfrauwe  ano  F.  28.  sollent  ihr  von  dem  P.  30.  will  F. 
ach  K  F.    m,  eyn  reyne  iuiigfrauwe  F.  junckfraw  K.  die  sich  vor  falsch  F. 


76 


ist-  güHiPii  Ich  dw  nieten  hliiot, 

ilk>  gv'm  der  sunn  iifdrin^n  tuot. 

«rot  läsÄ  uns  \V(i]  KclinKi^n. 
35    gar  uuliefleckt  ir  kel,  ir  munt,  ir  brüstt, 

ir  reiner  Up  ist  wul  liewart 

reclit  iils  f-in  edel  r6so  zart, 

die  sicli  zci^jet  nach  HebtT  an 

der  weit  ze  eim  gelüste". 
40        Ich  sprach:  .jiiiirfrau,  durch  icilver(rii) 

sol  ich  nit  lobL-n  i-iii  iriiies  wip, 

die  in  ziichtfn  zieret  iren  lip? 

ili'S  Süll  ir  mich  hewiseii". 

die  juiicfrait  spracli:  ,ftt'  mineii  eit. 
4ö    «ins  rcini-ii  «-ibcs  wirdikoil 

geliclit  sich  wol  einr  reinen  meit, 

pot  wll  sie  st'llier  priscii, 

()  SH()chonhiin,  wolT  juncirauri  iiit  vcrgcszen 

all  (Im-ch  dir  imit,  die  yrii  gebar, 
50    der  dienet  aller  engel  acliar. 

i'iit  reine  nieii  in  trinweu  gar 

den  himel  hat  bcsi'szt'n '^ . 


7. 

G*-gm  der  Ucclitcii  siimcrzil 
sA  grnonpnt  heid  nnd  anger  wtt; 
ir  scliauwent.  wie  diisz  velt  nu  Ut 
mit  Viola  und  mit  r&sen. 

^3.  Ist.  f«lilt  P.  (tcllcli  Ich  in  werdw  Mim  Uui  F.  33  Bonn  K.  sonnen 
uritTiiJKt'U  ilut  1'',  a:i,  unMIi^tkut  f.  3(ele  F,  gtiSDtl  und  ir  F.  bnxft«  K. 
;17.  all  K.  odole  F,  38.  xoiigiil  K  HW,  «vrll.  xii  ivynio  gi^liuU  F.  JO.  Junc- 
fmw  K,  lutiKfrAUwe  F.  <loicli  K.  Icit  verirj(.-|i  F.  41.  sul  Idi  nicbl  F.  Iiib  K. 
48.  in  K.  mit  F.  KiK^hten  K.  4S.  inz  K.  sollcnt  F.  44.  jutlcfrittr  E,  iucg;- 
frsawe  F.  vH  i\  I>er  Ht-at  fehU  in  F,  W  Hoihi^nAiii,  jücfniuwn.  Tergcwcn 
K.     .^1.  truweii  K.     hi.  Iijnimul.    besessen  K. 

K801d  lilarlM)h,  Koliii,  H»  Si.  17Ti  ['liürsrlirlli;:  Klnrnidcr«.  1.  ssBnei« 
tyl.    2.  Ktflncul.    3.  (Iabz  «eltj  der  wall.    4.  tjria. 


77 

5    zeitlich  gezieret  stßt  der  walt 

mit  niuwem  laube  raanigfalt; 

man  sieht  blnomen  gar  wol  gestalt 

driogen  üsz  iren  clösen^ 

gote  ze  lob  dient  alle  crfatiure, 
10    also  dient  auch  ein  sxlig  wlp 

gote  ze  lob  durch  leitvertrip. 

sxlig  so  st  dln  zarter  lip 

wip,  reine  frucht  gehiiire. 

Nil  merck  wasz  gröszer  wirdikeit 
15    got  hat  an  reine  wip  geleit. 

den  himel  und  die  erde  breit 

ziert  reiner  wibe  güete. 

ach  got,  wie  gar  liästii  mit  flisz 

wiben  gegeben  den  licechsten  pris, 
20    in  mannes  liertz  ein  blüendes  rls  . 

vür  alles  ungemiiete. 

man  sol  den  reinen  wol  gerauoten  wiben 

ir  öre  prisen  zaller  zit, 

sit  alle  gUet  an  wiben  lit; 
25    ir  reine  frucht  vi!  freude  git, 

die  nieman  kan  volschrlben. 
Wip,  der  gelaub  ist  worden  min, 

die  weit  die  müest  eilende  sin,  '• 

und  w«;r  nit,  frau,  die  güete  din, 
30    wip,  aller  weit  ein  wunne. 

ir  frumen  held,  gelaubent  mir 

ir  WEert  recht  als  ein  wildes  tier, 

und  wter  nit  wip  mit  stjeter  gir 

ein  gnädenriche  sunne. 
iJö    din  angesiclit  tuot  mannes  hertz  erfrauwen. 

er  ist  doch  wol  ein  sielig  man, 

der  dinen  lip  sol  rüeren  an;  ^ 

ist  dasz  im  got  der  sselden  gan,  ' 

er  acht  fif  niemans  drauwen. 

(),  nuwcm.  8.  crcn.  !l.  gotte.  creatilre.  11.  gode.  13.  gehure. 
l(i.  hymmcl.  17.  t^ntc.  19.  h<in)iaten  hryss.  20.  blnndeK  ryss.  21.  vor. 
24.  gut.     2t).  I'ruw.  gute.     Hl.  frriini'n.     Xi.  gier.     34.  sonne.     Bd.  tranwen. 


78 


40       Wip,  aller  freadon  atievuuc, 

vvtp,  paradis.  der  LMigvI  Mftiif. 

David  hat  .silfsjffr  sfitcii  cIhiic, 

wip,  (luri'li  dlii  vrjnle  ftindeii. 

(liirclt  wip  ist  »Ucszes  seitt'ii  spil, 
4i'».  (lurcti  wij)  ist  hölicr  Pri'o  vii. 

Litniifreii,  stet^Iifii  xm  dem  zil, 

manc  lielmt;  wird  verbuiidpii. 

diircli  wip  ir  swert  AI*  licliiic  licM  irclcnckfn 

iu  äcliiinpf,  in  ciiist.  in  »lunii,  in  strit. 
50    din  güpt.  dpit  Irinnen  fi-eiide  git. 

wall  Siuicliensiii  bejn-iibcii  lit, 

soll  ir  an  in  gedenckeii. 


8. 

Kill  «liier  Ipwe  An  mi-sselftt 

diu  iiatüre  in  herizen  liät. 

wall  siii  mcistcr  \iir  im  stjtt 

und  slL'cht  fin  liüiiilllii  s&re, 
5    zf-liaiit  der  lewe  im  vorcbten  tuot, 

dHKZ  im  lietrüpbft  wirt  sin  muot. 

disz  liis|>il  incrckfnt,  wllju  jj;uot, 

und  Vülgent.  rediUT  Ifero, 

ein  igllch  wip  lial  sorg  fliircli  wlbcit  gQcte. 
10    niinr  ziiM(.'cn  yurt  dii-  j-trüfut  Imrt 

vi)  muiiig  ättdUf  rrauwBti  zui'i. 

welch  wip  vor  wandel  ist  bewart, 

die  trag  ein  frisrli  Kcniücli-. 
Ach  gut,  wüj'd  mir  daüz  heil  beschert, 
lö    dosz  ich  mit  miner  wunsclielgert 

unstictikoit  den  wlbeti  wert, 

40.  Mierang.  4l.  p&radysa.  sniig.  43.  Hufi«r,  etmag.  44.  snfies.  45.  wib, 
46.  Tomien.  liel.   46.  helC  nff  bellum,   50.  gut  frömen.    61.  wann.  sach«niiii>ii. 

Kai)£a(}tnrUcb,  Koiro.  Hb.  Nr.  17>I)  j'bcritchrirt-  Ein  »ndcra.  3.  wiinc 
infiräter  -1,  baniilin.  b.  xo  lialit.  ß.  bi'tnibel.  ü.  ^ut«.  10.  fvt.  stnJTct^ 
II.  fmawr.     13.  ncmätr      U.  wnrd      U'i.  wuiiBcIi«geTl. 


79 


so  wser  mir  wol  gelungen. 

sü  wiird  mir  lop  und  wird  geseit 

Voll  mHiigeni  stultzen  lield  gemeit, 
20    iglicher  .spraecli:    ^üf  inSneii  eit, 

zwäi-  der  Ii&t  wol  gesungen", 

so  iniicht  man  sieh  iiii  IVauwcn  wol  geläszen. 

dö  wip  vor  wundel  wäni  behunt, 

du  fant  man  hetd  gar  wolgemuot. 
25    aber  so  raan^  wanck  I^ren  tuot      '''■•• 

und  böwet  frümde  sträszen. 
Die  red  erliört  ein  sselig  wip. 

sie  sprach:  „du  strafest  frauwen  llp, 

ü  Suocliensin,  durch  leitvertrip 
30    nu  straf  auch  manues  bilde. 

vil  mangem  tuot  die  minne  pin; 

fragt  man  in  üf  die  triuwe  sin, 

wie  lieb  bellbe  linchtig  vln,  ^ 

esz  w»r  im  sicher  wilde, 
35    da  von  muosz  wip  an  freuden  gar  verderben; 

ob  sie  mit  züchten  fruelich  wier, 

dasz  wirt  gemelt  durch  geber«r,  (?) 

manc  falsches  hertz  ist  triuwen  Ifer, 

dasz  macht  sin  schamlich  werben", 
40        Dö  sprach  ich:  „frau,  esz  ist  mir  leit, 

dasz  maiiger  nach  der  minne  jeit, 

der  nie  erwarp  kein  wirdikeit, 

und  in  mit  lieb  enpfähe 

vil  mange  frauwe  hat  den  site, 
45    sie  teilet  sich  den  sprentzlem  mite 

und  trset  ungerne  an  einem  trite 

eim  fruraen  held  ze  nähe". 

„Ö  Suocliensin  die  beide  schiucht  man  s6re; 

die  lib  und  guot  hän  w6  getan, 

18.  wnrd,  22,  mocht.  gelassen.  23.  behltt.  24.  wol  gemttt,  26.  fromde 
Strassen .  26.  EtrafTest  29.  anchensin.  30.  strff.  32.  ffragt.  trawe. 
33,  beliebe  luchtig.  M.  suchten,  38,  truwen.  40.  fraw.  42.  herwarb. 
44.  sjtte.  4f).  iiiitt*.  4I>.  vnt(erne  eine  tritt.  47.  fmninien  helt.  48.  BDchen- 
sin.  held  schuhet. 


80 


50  die  mQcszeD  ze  hwe  ellencii"  «tän; 
nmii  liul  sie  doch  goiiioszon  Iftn 
irer  tnpnliohen  Are'. 


9. 

Betrüebet  ist  dasz  liertze  nttn 

KClireQ  dcj  avgi-u  winters  ptu. 

owi*  vil  manger  MnortiHti  vin, 

die  zertliirli  stiutnt  ^reinerer. 
f>    iler  nwi  dt-r  was  docli  wurden  par 

mit  iiiaii^cr  Ij!iiijiiu-ii  w\  «^a-Iiir. 

bi-rg  undi.^  t^l  ist  rrvudi.-ii  bar, 

die  zU   iiit   lan^  rrgicret. 

der  Winter  lult  den  walt  sit  g:nr  beraubet 
10    dtr  sinen  waniiirlichpn  wjlt, 

djp  im  dt-r  iiioi  (reliildft  lu'it. 

meiiscti,  vo^el,  tier  äii  missetät 

di-i-  tlageu  mir  gülaubct. 
TrQt  »selig  wip,  du  bist  der  nralt, 
15    SU  i>;t  der  arice  winU-r  kalt 

niaiif  valsclic  zaus  gar  uiaQigr^'alt 

beraubet  ilicli  der  waeti,', 

die  dir  frau  Kiv  Iiit  proben 

ze  einem  freiulen  riehen  leben, 
20    wip,  kanst  du  dasz  bedencken  oben, 

so  volg  »it.  vitlsrheri  rtett-ri. 

ein  boeser  list  wirt  von  der  valsclien  znngen. 

die  raubet  dir  diu  bluonieo  zart 

rcc-lit  als  der  rif  den)  bemden  gart 
25    wiltu  Vor  Wandel  sin  bnwart, 

sü  wirt  dir  lop  iresiitigeit. 

»0,  mAOen  lu  habe.    öl.  Keniesaen. 

KÖ02C'  rjtarwch,  Kolra.  Hs,  Nr.  nöj  (V-rscJirlft:   Ein  andw».     l,  B«-' 
tralint     4.  «tat.    &.  was)  iat.     tS.  mniiUcli.     17.  li«ranbet  Dtcb  Ir   WMten. 
1«,  frttiv  <T0     21.  reiten,    ü.  hSae.    tS   beraub«!.    H   *U.  rytt  dem. 


81 


Der  inei  trUrel  und  ist  onfrO, 

er  vürclitet  licht  des  winters  drft. 

wiltii  <licli,  ttip,  vürchteii  alsÄ 
30    iiiid  wilt  din  frbo  kri>ne.kt'ny 

als  bald  «in  rlf  sich  meldpn  tuet, 

«6  ßiiirtit  der  mi-l  mil  .sincr  Muot; 

aö  solt  du  Ilaben  festen  maot 

und  «olt  an  got  gvdencken. 
35    wirf  ftf  d«r  Cren  banner  mit  gpwalte, 

darbi  vorlij)  geweltidicli; 

wart  dasz  frü  iCr  von  dir  nit  wich, 

sQ  macht  du  wcrdfri  wrldoii  ricJi 

mit  freuden  manig^altea. 
40        Tuo  als  ein  freidig  wlser  uian^ 

wan  n  die  vint  wil  prifon  an, 

er  spricht:  „got  uns  der  Kn-lden  gun, 

die  vlnt  siiit  unser  eigen". 

wil  ivmau  krcncken  dir  den  Itp, 
45    dh)  Htttt  {!:«iaU«t  den  ubu  trip; 

dasz  rAien  ich  dir,  zertlicli  wip, 

so  mag  dii-li  nicmiin  neigen. 

ich  Siiocheiisin  woli  ßr;ni  den  meien  brisen, 

ab  liät  der  inoi  sii  schier  vvrzvit, 
50    KÄ  bald  ein  rif  im  widei-Heit. 

verzagt  ein  wip  an  wirdikeit, 

Wfir  sol  ir  hilf  kewlscn? 


10. 

Bin  Jnitger  knabe  an  argen  pin 
der  bat  ein  hübsches  tüchtorlin; 

28.  fochtet,  tro.  29.  Torcht«n,  30.  krecken.  31.  ryff.  82.  floht. 
33.  vMten  festen,  115.  wlrlT.  .36.  vcrlyh.  .17.  er.  39.  nuvnigvftlde.  40,  als. 
freudig.  41.  wann  vyntl.  KrfIT(-n.  4^').  vind.  44.  ymatiB.  46.  radcn  47.  nie- 
■nui  tMfgan.    48.  Acb  tnchcnslii.  <le  mej*.    60,  ryff.    &2.  Iijlff. 

FS.  S2SNr.  12  Überschrift:  Tiyn  tntwrljch  lytljn  äuchensjnne.  lU 
t.  191.  t.  Icnab  Hh.  ano  F.  on  arge  Hü.  2.  batt  Hil.  bubsrhcs  H&.  langes  F. 
iliU'iitorteiii  tlk 

fdUK.  Sil' licniliiD  (> 


er  sprach:  ,wilt  dn  non  werden  min, 

8ö  ]&sz  uns  liiib  rcKuocIit-n". 
5    (lasz  tliclit^rltn  sprach:  .wÄ  wilt  liin? 

war  stttt  dir  Iif-rtz,  muol  und  di-r  sin? 

du  sichüt,  dSRz  ich  ein  tmi'ltn  bin! 

die  wlsen  werden  uns  tluctcheii''. 

dasz  tücIiterUu  spnw'h:  ^siioch  tlir  ein  wis  fruuwwi, 
10    diu  dir  T&l  und  Ur  kuiin  ^i-bvn 

zp  giioter  *r,  dasz  fliegt;  dir  eben; 

dasz  rAt  icli  dir,  initincclichs  leben, 

läsz  dicli  in  ^reii  scltaiuvcii". 
D«r  knabr  sprach  ftn  argpn  w&n: 
15    (die  ich  sü  lauere  tfesuuchpt  hän, 

der  wil  ich  wl-soii  iiiidiTtiiii; 

äes  ha]t  mit^ti,  lip]!,  in  liei-Tzon! 

ob  icli  un  dich  begcron  wutt 

andeis  daii  ich  IjüUcIi  s-dt, 
20    üO  wirt  iiiii',  jutirlrau.  nimmer  holt; 

dtn  *r  vertribel  smertzeii". 

dfi  sie  da8z  hört,  dasz  er  wnit  bli1>eii  stwte, 

sie  siiraoh!  „vt-rslaiil  ein  diiic  an  mir: 

wolt  ich  so  vi)  gebieten  dir. 
**  '  35    gewer  mich  nit.    halt  d1»t'  zier, 

Iiiift  dii'h  vor  niis»;eta'ti.'iir 

Vil  inanig  Cnniwc  b^t  den  maot, 

irm  dieiier  si«  gebieton  tuot: 

„„(ar  über  mcr,  verxer  din  guot!*" 

A.  und  will,  du  liiiin  relilf)  F.  wese.n  mein  Itft  4.  liebe  F.  ö.  torlilcr- 
lin  F,  dJirlitrrlin  IIA  wu  F.  H-&  H&  wilt  du  Hil  6  wk  FIA  stet  F,  rtklt 
Kii  matil  mlcr  nll  dein  lyii  H&  7  <lii  sidiciH  wol  F,  tlctniu  wul  Hü-  dirlin 
F.  ain  .Ttiinjc«  Wrliii  HS  8.  wcrilcnl  F.  wt-nln  IIa,  W.  lurbMrlin  F.  dSditcr- 
Itn  Hä  SBclie  F.  wi*e  F.  weisere  HB  frauwe  F.  10,  ja  die  dir  rall  Hi. 
Vre  kuiinu  F.  klliin  Hü  11.  gutter  eri>  das  fuget  F,  wt-i8«ii  ilbigun  fllgt  sy 
HU  12  0  du  i»yiitieclichc>H  Lc-licn  IIH-  rade  F.  i:i  schauen  M.  U— 26 
fehlen  In  Hä.  U  aiie  F.  18  wold»  F.  lü.  snldc  F  SO.  iunj^frauwc  nuiner 
F-  21,  ere  F  22  bort*  wolde,  »tede  P  2A,  ding  F  24  Kebi«den  V. 
25.  dln  lir  F  2H  Imt  miBsct^ilen  F.  21— AQ  =  llfi  14—26.  87.  Vi.  F. 
[ofTenbar  Druckfchkrj  munigfl  fruM'  Aie  hHi  II&.  28.  iimv  F,  lUa  ay  irem 
HH.  äimt  V  gol>ictt«in  P,  gc^iHrn  IIa  tAtt  IIIL.  29  nbnr  mcra  F.  Her  H«. 
vi-rt»i*r  F. 


30    daiiiftch  acht  sie  lüln  ckinp. 

vil  iiianig  frau  den  siten  hftt, 

sie  giebiiu  irni  dieiier  fnio  iiihI  spftt: 

,^«■1111  borg  uiiil  ta!,  djisz  ist  m!n  r&t!"* 

da  bt  kein  triiiwe  ich  meiiii'. 
35    ö  lii'btT  kiiabe,  läsz  die  törheit  bllben: 

rennst  da  Irufk,  horg  iititt  uiicli  die  tal, 

will  dir  fiii  ungvfUfg«-  fal, 

ist  Mz  dm  eruHt,  esx  ist  ir  8c)ial, 

de»  Wechsel  kan  sio  trib^n 
40        Wa-r  aber,  Aaaz  dir  Icit  »«sclueuh 

von  findpii,  du  man  manlieit  sscti, 

wisz,  dasz  ich  dich  iiiniiuer  verschnuech 

mit  triaweii  in  dem  htTtwii. 

liab  jfüt  liop,  sprich  frauwen  woL 
45    bis  freidi^.  dft  man  i'echteii  üo], 

icli  wil  dich  matheil  fn-iideu  vt»l 

mit  triiiwen  am-  scliertzcii*. 

äundumsi»  der  lauusx  dia  jungen  prIsen! 

der  knab  was  junc,  jtiric  wom  diu  meit, 
dO   eins  riet  dem  aiid<>rn  wirdikeil; 

wer  solche  liebe  in  Iiertzeii  treit, 

dem  wil  got  lieb  hewiseii. 


30.  heryttn  noib  sM-bt  ¥.  »j  «ein  Uft.  31.  m&nnig  fr&nw«  den  si«dcn  F. 
UCb  nwaigc  fraw  ivn  tyn  du»  Iiatl  lU.  33,  inat:  F.  vnd  hais^it  Iren  Hä.  spatt 
HK.  38.  Ttaae  F.  Salt  F.  rennen  pmgu.prrfc.  tnl;  rnd  Ist  ü'i.  31.  ich  keine  truire 
F.  dabey  chain  tritt  IIA.  liö.  o  .luni^cr  knab,  die  t(»rbnit  s»lt  du  moldfi!  H&. 
Thorhcit  F.  iU!  rcnnostu  brilgk  l'  pru^g  Hä.  perg  Uü.  und  dnl  F.  37.  un- 
gvtaiga  F.  Tngerugcr  val  Hü.  38.  iz  F.  ex  ist  mjn  »chull  F.  39.  ich  kann 
dm  woohwl  F  wUclwcl  Uli.  triijlwn  K  JU-6«  =s  H»  27— 3H.  41)  w«rre  P. 
w&t  es,  ob  dir  nun  Ui<l  lie»cbiLch  HA.  gesdux  F.  -11.  by  fictndcn  F.  rcinden  Hft. 
adic  P,  tfidi  ilü.  4ä.  nnmm«r  ^'.  nyoi'FrTner  Hft.  varsrnftcbt  F.  Tcnclimilcb 
IIA.  43  tnilicn  F.  triui.-ii  in  nidntm  Hit.  41.  hnhe  F.  liel)  F  IIIL  fronen 
IIK.  4&,  bisx  t'rirnttig  Hu  tnnn  hillicJi  >«1  P.  vlUhtin  HK  47.  ttiucn  nno  Ilft. 
smerUen  F.  4K  SiichienHymn^  V  u  nftrkcn  syn,  gnl  wfJI  tirn  .inni^n  Hä, 
.famgen  kinde  K.  pretsTi  Ili.  41)  knuhe  F.  jiiii|t  jung  F,  Jung,  nodi  Jtinyer 
^Ha.  niaget  F,  Mitldt  III  (H)  tvitt  11»  wlrdtikc^l  F.  61.  suhrJi  F.sAli" 
im   triltt  m     ^2,  got  frende  F. 


84 


Scliaut-  an  die  wiuinicIErtif  t^ftt, 

wie  schöu  (iie  got  gebildet  liät, 

Asz  der  natiurt'^  knnier  g&t 

fniclit  und  all  crPatiure. 
5    zwAr  die  nutiur  liät  die  ^n'alt. 

dasz  sie  liriiig't  iduonieii  maiiigfalt; 

wasz  t  zc  trArcn  wtt«  ge«ult, 

dem  pM  sie  freiid  ze  stiurc. 

schaut  an  die  bnuiu.  wie  sctt&n  die  sint  gezieret; 
10    ft  kan  mirli  nieman  wisen  dar, 

dft  ich  des  niAliTS  wtrde  ^rwar, 

des  piüsel  Ueplich  wo!  gevar 

berg-  uodi-  tal  llurieretV 

D6  sprach  dev  fin  ffcst^Uo  inln; 
lÖ    giii  ^(jt  kein  iniVler  tiio^  g<'!;i[i, 

der  alle  diiic  dua-hliuclitet  tln 

und  all  siJ  zcrtllrh  bildet.". 

ze  g-ote  ßltch  ich  reine  wt|i, 

iti  den  sii-Ii  bildet  menschen  Hp. 
20   sie  wirkeil  fruchi  durch  li'itvprtrip, 

dit^  nit;nian  in  vergütet. 

ein  tiiäliT  iiitilt  ein  bild,  dnsz  kaii  nit  ItSsun, 

so  malet  ein  wii>  liepllch  zart 

ein  frucbt  iu  ircs  heitzcu  ^art, 
25    die  vor  watidel  ist  bewart; 

ich  danck  der  ören  rösen. 

An  nieße  ich  lop  der  wirdikeit, 

du  höcLgcglirtfä  Sreudeit, 

dasz  got  selber  wart  aageleit, 

P  S.  238  Nr.  14.  t'berscbrlft:  Uyii  sub«rlluh  iyn  lieilln.  1.  Bc]iauw«t. 
voanecllcbc.  '2.  sohüne.  4.  tiürbt.  alle  ii  natiir<}  (i,  brimxet  illc  blum«n 
iauuii|(falt.  7  «e.  Irareii  ft.  freurlc  stUrc  U.  schnuwet.  tiaume  actitiii*. 
10.  n.vtnui  gewlüen.  11  i}o.  melera  werde  Vi.  und  ilai  )&.  anc.  mct«r 
IG,  l^ing.  IT.  Iiabe  s»  xiirlhchipii  ^oMlilor.  IS.  jjoile  geltch  lil.  in  iltr. 
a).  wirk*nl,  leyt  v^rdrip.  21.  nyeiiiiinl.  wr^Uilct.  22.  mulel.  bilde,  itlte- 
84.  ein  k'htt,  in  litTKcn.    ;{(>.  dnii>rkr,    27,  fnige.  lub,  wlid<>k('U.    SR.  cfen  clpft 


B6 


30    in  dir  wolt  er  sicli  niiiwen. 

man  findet  leider  fraun  und  man, 

der  got  nicht  recht  erkennen  kan. 

ir  Juden,  da  gedencket  an, 

läszt  iuch  den  zwifel  riuwenl 
35    inwei'  ticlirift  sagt,  sie  liab  des  mäler  funden, 

der  iuch  vor  lange  liät  geseit: 

min  färb  wirt  lieplich  üsz  geleit; 

waa  iur  gewalt  grösz  uiide  breit, 

ist  swamlich  gar  verswunden. 
40       Ir  Juden,  raerckt  an  argen  wän, 

wie  fragt  Moses  an  abelän, 

wasz  iuch  got  Iiab  ze  lieb  getan 

in  allen  guoten  dingen? 

wer  half  iuch  dicke  Qsz  gröszer  n&t? 
45    wer  splsete  iuch  mit  himelbröt? 

wer  was  der,  der  iuch  verbot, 

dasz  iuch  raocht  schaden  bringen? 

dasz  was  got  selb,    an  dem  hästu  gebrochen 

und  an  dem  rechten  herren  din; 
50    des  lebst  du  noch  in  jämers  pin 

und  muüst  auch  gots  gefangen  sin; 

dasz  wart  dir  6  versprochen. 
Der  Juden  tempel  der  wasz  grösz, 

e  sinen  tempel  Crist  öfslösz; 
55    dö  wart  der  din  ao  freuden  blösz, 

er  st6t  noch  hiute  eilende. 

merck,  judischeit,  wasz  ich  dir  sag: 

du  jflaubst,  dasz  got  all  dinc  vermag, 

und  glaubst  des  nit  —  dasz  bringt  dir  clag!  — 
60    dasz  ein  juncfrau  behende 


30.  dir]  der.  wolde.  31.  franwen.  33.  ^denket.  35.  Bchrifft.  habe, 
meler.  37.  färbe,  iisz  geleit.  36  awcr.  und.  39.  vergeh  w  an  den.  40.  mercket 
ane.  41.  fraget  MoyseB  ane  42.  got  za  liebe  habe  getan.  43.  Dingen. 
45.  mit  dem  hymmel  brot.  47.  mochte.  46.  selber.  50.  das  lebest,  noch 
hüte  in,  51.  gotea,  52.  ce.  54.  e  Crist  sinen  tempel  nfTslosz.  55,  war. 
5ß.  steht  57.  mercko,  sage.  56.  gelaabest,  alle  dint;  vermage,  59.  glanbest, 
bringet,  clage.    60,  ein  edel  iungfraawe. 


V-    \.'. 


88 


65 


wart  gutes  rauoter  und  sin  mälenone. 

sit  tiÄt  den  tcmpel  schön  bereit, 

dfi  %'oii  ir  David  hat  gTseit. 

6  Suoctieiisiij.  dit.'  wirdik((it 

sa^  und  die  wäre  loüine.    o.^^— »-**;    - 


t^ 


10 


15 


20 


12. 

Die  sclirift  die  .snget,  sie  habe  erkürt) 
diu  H61n,  die  sin  fiwig  vcrlurn. 
wC  im,  dasz  er  ie  wart  g^liorn, 
der  ir  so]  eine  werden! 
sie  spridit:  es?,  al  urCniZ  mis>ieli.t, 
der  uiiiljp  guift  fruowf  imd«  spät 
den  rechten  heri'en  sin  ven-Ät. 
diT  ist  vtfrlliitK-lit  flf  i-rdfii- 
und  der  idii  l>igeuüsz  orniurt  fui  äcliulde 

und  wer  im  solbcT  tuol  den  tOt, 
der  wirt  vor  got  dort  schameröt. 
die  sioche  verlinst  sin  huldc. 

Merck,  sfclig:  wip,  An  sirgm  M-An: 
dii'  dr!  liAt  (Uii  lip  tretAn, 
als  bald  du  wirst  der  eren  an. 
daüz  .'«oltu  mü'  Rvlaubcrn. 
viTÜHSt  ein  wip  ir  triMi  hört, 
dif  hat  ir  bigenösz  ermor^ 
an  froHden  siclier  hie  und  dort, 
sip  tnot  sin  fr  liprauben, 
als  bald  i^in  viip  verliust  ir  wiplieh  Cre 


81.  matter,  mehrynne.  Ii2.  achone.  64.  SaclirnsTiine.  wlrdekeit. 
46.  8kE<t- 

F  S.  230  Nr.  Ift.  ttlieraclirift.  Eyn  sulerlirb  Ijthltn  Sacheiiaynn«. 
t.  echrlfft.  3.  sehn,  owlcllcli  3.  jine.  4.  §al  &  ^rosi«  mU8«t«d.  6,  umb 
gat«.  7.  verruil.  8  hie  uS  der  erden.  9.  betgenutEen.  aoe  schalt.  IS.  godt. 
srTiftmcrod  l.t.  v(;rla»'t  »inr  14.  morckc  nne.  16.  bullte.  wtrdHt  iyjur 
eriHii  17  «.illii.  glauben.  18.  it1ti  bald  eiii  wip  verluset  ir«r.  I».  Iren  by- 
genosann  in  crmort,     90.  kd]  In.     21.  «Tc.     2Ä.  verloset. 


87 

kein  triu  sie  m^  gewinnen  kan; 

sie  acht  ir  man  des  lebeos  an; 
25    sie  hat  gewunnen  argen  w&n, 

dasz  s'in  verrset  so  sfre. 
Als  bald  ein  wip  bricht  gots  gebot, 

die  gibt  sich  selber  in  den  tot, 

und  wirt  ir  s61  dort  schameröt, 
30    and  muosz  die  freud  vermiden. 

ach  wip,  wie  wirstu  gar  unwert, 

got  und  die  weit  dln  lützel  gert, 

und  Ijeszestu  der  schänden  swert  -«-™ 

durch  lieb  din  hertz  versniden. 
35    du  wirst  ein  hinderwerf  der  frauwenzüchte, 

als  bald  din  6re  wirt  zertrant, 

din  name  ze  witwe  wirt  genant, 

d!n  kind  ze  weisen  werdn  erkant, 

eilende  wem  din  fruchte. 
40       Mich  wundert,  wan  ich  vor  iuch  stän 

nnd  hat  iur  kein  die  sach  getÄn, 

wie  mag  sie  iender  freuden  hän? 

sie  muosz  ir  doch  gedencken: 

„zw&r  din  gesanc  der  meinet  mich". 
45    wip,  wUtu  recht  bedencken  dich, 

durch  falsche  lieb  din  triu  nit  brich, 

so  kan  dich  nieman  krencken. 

zwar  Suochensin  swert  einen  eitgotundder  juncfrauweu: 

und  solt  icli  leben  tftsent  jär,  s6  ticht  ich  nimmer  mfere 
50    als  herte  als  ich  hän  getan  den  wiben  an  ir  6re. 

aber  doch  git  ein  solch  geticht  eim  biderben  wibe  Ifire. 

ö  reine  frucht,  läsz  dich  in  Ären  schauwen. 

23.  tmwe.  24.  yren  manne.  25.  des  hat  sie  gewonnen  einen  argen. 
26.  sie  yne  verrcd.  27.  gebricht  gottes,  £9.  sele.  schammerod.  30.  die] 
ewige,  frende.  31.  sogar.  32.  werlt.  34.  liehe,  hertie.  36.  wirdest.  hlnder- 
WoriF  reyner  frauwenzncht,  36.  balde.  zutraut.  37.  widdewe.  38.  werden. 
39.  zo  elende  werden  dyne  frucht.  41.  awer  keyne.  aacbe.  42.  Iender]  in. 
44.  gesanck.  46.  liebe,  truwe.  47.  nyemant.  48.  Snchensynne.  der  reynen 
jnngfranwen.  49.  sollt,  dusent  iare.  gediecht.  nnrnmer.  51,  doch  so.  Bollch 
gedieht  eyme  biederben. 


88 


13. 


Icli  |<:iL^ric  durrli  liisl  in  einen  wiilt, 

ich  fallt  tili  liii-xz  suv  wo)  f^estalt, 

der  stuoQt  übr  uint-m  bmiiiicii  kalt 

um\  freulL'  sich  in  Iiprtzen. 
6    „ich  wa-n,  ki'in  ji-gor  lubcii  mag, 

der  mir  min  stflitzpn  li])  brjaff: 

\'ier  füesze  brinfren  niicli  von  cla^, 

iiieman  mir  briiißet  smertzen". 

dC  lietzt  der  jegcr  oiil  sin  edt'lii  himden; 
10    d5  nam  der  hirsz  der  Imnde  war, 

er  ri5ckt  durch  lust  sin  firon  Aar, 

dft  Kli'ich  der  jcffir  Iti]imlii4i  dar 

und  »ch6sz  den  liirsz  zc  stiiiidt;]]. 
Der  hirsz  gedAcht  An  iirgi-n  wdn: 
15    „dcü  icli  mich  langu  getröstet  hün 

dainiin  miioü2  icli  miri  leben  1/tn, 

Susi  niocht  ich  lenger  utten". 

dem  hirsze  güiiii  ein  junges  wip, 

die  spricht,  sie  tra(:c  ein  sta-tcii  lip: 
20    „er  lebet  nit,  der  min  ftre  vertrib, 

ich  wit  min  tnnwi*  behaltc-n''. 

esz  w»nt  ranne,  wlp,  sie  trapc  ein  stat  gcinüete; 

Kie  spricht:  „liisz  rilneH  disen  mau, 

Iftsz  hören,  wasz  er  rünens  kan". 
25    vaz  stC't  ir  wa-rlich  übel  itn. 

sii'  krfiii'ki.'t  wÜH-s  giitnu. 
Ö  wip,  las«  ören  rflnen  sin, 

pedüncke  bringen  jümers  piji, 

man  findet  lidit  ein  wöttelin, 
30   da£z  diu  Orc  tuot  krciii:ki-n.  — 


F  S.Sii»  Nr.  10.  L'berJiclirift:  lä>n  »abcrllch  lytlin.  1,  giiig  2.  eynea. 
A.  über,  hörnen.  4.  freuwetc.  5,  w«no.  <>.  mjnon.  üb.  7  ulai;«.  8.  iiyoiaaiit. 
a,  litUiolc  sincii  eilclen.  10.  namc.  hirme.  11.  reckcte  12.  heyinlkfat-ii, 
14.  iüh:  IK.  <lnr  uinb  IT  nMen  IH.  hii-(J7.  glicli«<t.  19.  fjnen  Btvden. 
80.  vertrip.  21!.  wi-ricl.  iiiiini|f  stcdc^  Si'l.  ntmcii  diesen.  24.  nun««. 
2fl.  M**^"     ^^-  ■'>'■  oi^C)  turnen     2H.  lriii|{ciit  dir.    IV.).  hrenkon. 


89 


die  rede  erhörte  ein  wibes  clag, 

die  gern  ören  rünens  pflag; 

sie  sprach:  „din  ticht  verbieten  mag 

Wirtschaft  und  alle  gedencke. 
35    sol  nit  ein  wip  mit  gesten  heimlich  kflseni"' 

du  sprach  ich:  „frau,  wes  gft  dich  not? 

min  geticht  dir  freude  nie  verbot; 

wirdestu  aber  mit  schänden  röt, 

dich  fliucht  der  ^ren  rösen". 
40       Ir  biderbe  wip,  raerckt  wasz  ich  mein, 

gedenckt  an  stahel  und  an  stein: 

man  clopft  als  lang  lieplich  und  rein, 

bisz  sich  ein  flamme  entzünde. 

man  wirbt  als  lang  durch  lieb,  durch  leit, 
4ö    bisz  man  die  £re  din  verjeit. 

ich  h&n  dirs  vil  und  dicke  geseit, 

hüet  dich  vor  houbetsünden. 

wie  dich  der  jeger  durch  die  strüche  feile, 

der  jeger,  dasz  ist  ai^er  lust, 
50    der  dich  schiuszt  durch  der  6ren  brüst, 

ören  rönen  ist  nit  urab  sust, 

davon  solt  laufen  snelle. 
Ob  nlnen  nu  mit  Ären  wser, 

zwischen  zwein  an  all  gevter, 
55    so  merckt  ein  fremder  diser  mser 

und  tuot  im  falsche  gedencken. 

wie  wol  dasz  wip  ir  ören  kan 

gerecken  dar  eim  fremden  man, 

flühe  sie  dann  in  zit  von  dan, 
60   so  mocht  esz  nieman  krencken. 


31  clage.  32,  rumetiH  heymtich  plage.  33.  gedlechte  verbieden. 
34,  wirtBchafFt.  alle  gute.  35.  aal.  36.  franwe.  dieh  (wohl  Dnickfebter  für 
dich).  37.  gediecht  dir  kein.  36.  aber  doch.  39.  flahet.  40.  bidderbe. 
mercket.  meyne.  41.  gedencket.  steyne.  42.  cloppet.  lange,  reyne.  43.  eyne. 
entzündet  44.  wirbet.  lange.  47.  heubtaanden.  48.  strüche.  49,  llst. 
&0.  Bchuszet.  der]  diner.  brttst.  .51.  mmen,  sttst.  52.  Baltn  lauffen.  53.  ob 
nn  ererOmen  mit  54.  znschen  Kweyen  ane  alles  gevere.  65.  mercket.  dieser 
mere.    66.  dut  yme.     58.  e;me  frömden.     59.  dan]  dann.     60.  ez  nyemand. 


90 


6  Suocheusin,  gip  frauwcn  R-ditc  lÄrc: 
wiltu  ti&i^r  mit  ^n-n  hAu, 
s6  sollu  Arcriinen  Un 
tiö  wirt  dir  gciitzlieli  iindortän 
U5  gots  Imlde  und  iltn  hil^ro. 


14. 

Almechlger,  zartiT,  sticszcr  gtit, 

kimde  itli  behalten  dtn  pebot, 

(Iwm:  icb  der  wrlt  icht  würde  ze  spot 

vor  Oszerwelten  wlben, 
5    so  n'il  ich  singen  Aue  ntt. 

wasz  lobes  a»  reinen  wiben  Üt. 

erst  swUg.  wem  f^ot  i-ine  glt 

lind  m»g  wnl  frö  beliljfii. 

in  iSren  bürg  sol  man  di^  zarte»  ttetzeu, 
iO   sint  alle  frcud  von  wibeii  kunt: 

(lasx  tiuret  laangcs  lieitzeii  gmiit: 

ir  zurttT  Hüetizcr  znckiT  niiiDt 

kau  licrtzelvit  ergretzen, 
Weste  (?in  wip  ir  wirde  ebcD, 
15    als  ir  ߫t  selber  tiftt  gegeben, 

sie  warte  basz  ir  wiiilich  leben 

niiil  mricbc  wo!  ^Unde  heilen. 

zncht,  in-  uiide  sta-tekeit 

wo  die  dpi  ein  fraiiwc  treit, 
30    Sit  sicher,  (laüz  der  ßren  cleit 

frflllch  wirt  ir  ze  teile. 

^ren  wät  sot  mau  der  zarten  snidca, 

61.   Sncheniynne   f\h.      ß2,    tits»rf<.       fi:1,    saltu    lenltdi   orerantM*! 
6h.  ifoltes.  hun  ata. 

F  -1.  237  Nr  18.  rberarhrfft:  Eyn  aiitler  snberliih  hoffdkh  lytlin  ton 
franweii.  I.  alinccIiUgvr.  8UBx«r.  3,  wcrldc,  4.  wlbrn)  fraoircn.  7.  er  l«t. 
8.  blibeo.  9.  borg  »1.  10.  freade.  kämmet  11  dnret  niaaicbi».  12.  ausxei. 
14.  wttsU.  wlrdekelt  IS.  Wwart«  17.  mticbt«.  boilpo]  rcmMca.  18.  nni 
>t«dekdt.      19.  dm.  lantffratiwe.    äti.  der  arden  wirt  necleit.    28L  sal. 


91 

ach  wie  wol  ciiiie  wibe  aiistät 

zucht,  wärheit  und  reine  tat; 
25    wo  die  drl  ein  frauwe  li&t, 

die  mag  wol  sünde  venniden. 

Freu  didi,  wip,  dln  name  ist  breit, 

wö  du  hfifit  an  der  ^ren  cleit, 

lop  und  6r  wirt  dir  geseit, 
30    als  der  riechenden  rösen. 

eins  reinen  wlbes  aDgesicbt, 

ir  zueilt,  ir  fir  darzuo  gericht, 

die  dri  got  selber  hat  geticht 

in  menneäclilichein  kOsen. 
35    sich  freuwet  got  in  allen  sinen  koercn, 

wan  er  ir  lop  beert  singen  eben, 

wer  frauwen  ^rt,  dem  wil  got  geben 

näcb  diser  freud  dasz  fiwge  leben. 

dasz  lop,  wlp,  soltu  beeren. 
40       Er  enwart  nie  ein  saelger  man, 

der  reinem  wib  nit  guot«s  gan, 

wasz  hat  sie  im  ze  leide  getan, 

dasz  er  ir  6r  tuot  krencken? 

sie  zieret  keiser,  kuiige  zart, 
45    wlp  zieret  höher  fürsten  art, 

wip,  viol,  rösenliechter  gart 

der  freuden  vil  mag  schencken. 

wlp,  paradis  und  iieplich  augenweide! 

Suochensin,  nu  Ittsz  nit  ab, 
50    lob  reine  wip  bisz  in  din  grap, 

wol  im,  der  ir  ze  liebe  hab, 

der  läsz  im  trüren  leiden. 

25.  dni.  26.  Bunde.  27.  frenwe.  29.  lob,  ere.  30.  der  wol.  31.  an- 
gefliecht.  32.  ere  dar  zu.  33.  dm.  34.  menBclilicIiera.  36.  wann,  lob  höret. 
37.  eret.  30,  dieser  freade.  ewige.  39.  wyp  das  lob  salin  gerne  hören. 
40.  seliger.  41.  reynen  wiben,  42.  hat]  haben,  yme.  43.  ero.  44.  konige. 
46.  rosen  liechter.  48.  paradisz.  49.  Suchensynnc.  abe.  &0.  lob«,  grabe. 
&I,  ir  eyne.  habe.    52.  yme 


9S 


15. 


Fj^eli  bat  eiii  trnl.  iciii.  sa'Upr  wip. 

sie  sprach:  ,imn  l^r  min  juogen  11p 

Aaaz  IM"  schttiiilfi  von  f-re-ii  üili 

lind  Iiölicr  ('ren  walte', 
5    ich  sprach:  .reiiis  wip,  wilt  volffen  mir, 

fHiif  i'icte  wil  icli  s'ebfii  dir". 

sie  sprarli:  .dar  näcli  st^t  min  ffir, 

diuiz  icli  in  fren  alte". 

.ziim  örsten  niäle  verblute  icli  dinen  füeszen, 
10    dasz  sie  ilidi  dahin  i<'lit  tragt-n, 

dA  du  von  niinnen  Iiorrest  sapen, 

(lämite  wirt  diu  6re  erslagen. 

büer.  (iirti  vor  fiilsdieni  grüeszen! 
Zum  uiidt-ni  iiiäk-  i'm  arg'i'n  pln 
15    verliiite  icli  den  heiideii  dSn, 

dasz  sie  kein  ß-|libdr  tifmeo  in 

von  ralselit-r  mtniic  H''!"*''*' 

zum  dritten  mal  tuun  ich  dir  kunt: 

verbtin  dime  edelii  .siienzt']!  iiiunt, 
20    da.sz  LT  iclit  rede  üsz  liertzen  grünt, 

Adüz  fmnii  ki-oncke  ir  g'ptütute, 

KUiti  viorU'ii  male  vcrbiiite  ich  dinen  ttiiffcu, 

dasz  sie  nimmer  Micken  dar, 

da  iiiiiii  wtM'd  siiiid  tiiii!  scbantJe  gewar; 
35   «6  dient  dir  s^r  der  eiiffel  schar, 

des  siiltn  mir  gfclanberi 
Zum  filiifti'n  nill  merrk,  wasz  ich  spür: 

hexliuKZ  diu  "r  mit  .slmtcr  tür 

und  lisz  die  faUchen  cleffer  vür, 
30   die  fcbcblidi  tun  dielt  werben. 


y  ^239  Nr  IH.  l'bcrschrift:  Byn  ander  suborlkli  lytlin,  1  bad.  drut 
teynr.  i.  I«re  imnoii.  4.  wnlde.  5.  reyitee.  wüta.  U  taal  rede.  tt.  »Idc 
&.  vcritictten.  H).  da  hin.  11,  horcJtt.  12.  flNinitdc.  U.  ane.  tä.  T^rbiete.  Aen 
cdnln  hcndpii  1f!.  koin  Ri^lnbclc  tiit.  17  ^Hilsl.  lH  ilriHcnnitil.- 4nn.  19.  subxmu 
il  friiuwcii  villi  gi'lÜM.  22  virrdcn  vcrliicUv  81i  miinmcr  84.  werde. 
Sä.  dittnct.  sfrc.     3G.  «nitn     87,  fflnfft«ii  ninln  mproke     S14.  oren.  dQr.    99.  Tür. 


93 


ob  um  dich  wirbt  ein  falscher  man, 
so  tue,  sam  dus  nit  hoerest  an, 
so  git  dir  got  den  hceclisten  lön, 
den  nieman  kan  verderben". 
35    S  Suochensin,  rät  frauwen  ie  dasz  beste, 
wip,  wiltu  halten  gots  gebot, 
.so  lieb  dich  dime  manne  und  got 
und  trtp  üsz  nieman  dlnen  spot 
und  halt  diu  hertze  feste. 


16. 

Ich  gienc  durch  lust,  als  manger  tuot, 

in  des  riehen  meieu  bluot. 

ich  fant  ein  fischer,  der  da  wuot 

in  wilden  wäges  fluote. 
5    ich  sprach:  „flscher,  sage  mir  eben, 

wie  hat  dir  got  din  spise  gegeben?" 

er  sprach:  „die  wile  ich  hän  dasz  leben, 

ich  fische  wolgemuote. 

ich  wirf  min  riuse  wan  äf  lieb  gelinge, 
10    ein  iglich  fischei'  fischt  nach  vän; 

zwAr  esz  muosz  an  gelücke  stän, 

iedoch  wil  ich  nit  abelän, 

ich  wil  nach  freuden  ringen. 
Merck  wie  der  äsch  natiure  hat, 
15    dasz  er  die  wären  Siisze  lät 

und  gerne  in  die  riusen  g&t; 

des  muosz  er  jämer  liden. 

er  sieht  vor  im  dasz  löchelln, 

31.  würbet.  32.  da  es  33.  hosten.  34.  niemant.  verderben]  vertriben. 
3b.  Sucheosj'iine.  36.  reynes  wip.  37.  liebe.  38.  tribe.  njemand.  39.  hertze 
in  eren  feste. 

r  S.  241  Nr.  20.  ÜberscLrift:  Eyn  ander  lytlin  von  eynem  Fischer. 
1.  ging,  manrhcr.  2.  bluet.  3.  fand  eynen,  wuet.  4.  flnt.  6.  djne.  ß.  got 
git  mir  fischen  wohlgemute.  R  wirfT.  rase  nff  wan  nff  liebes.  10.  iglicher. 
fischet.     11    glücke     U.  mercke.  fische     16.  gern.     lü.  siecht,  yme. 


94 


d&  er  hJLt  freni  f^eäwummen  to. 
20    Iierwiilpr,  ilasz  mag  iiit  gfstn, 

des  muosz  er  fri'iide  vermideo". 

nu  rät  an,  wem  maK  h-li  Jen  ftsclier  (fliehen? 

der  ßsclirr  ist  ein  li^ig:  mun, 

der  «ml»  ein  wip  wi'l  warben  kan, 
35    und  ((i'liti^t  im  wol  dni-uti, 

flft  kan  er  nAiier  slliiien. 
Der  wii(t  ist.  wip,  dins  lieilzen  prunt. 

so  ist  die  rins  din  wuit.  diu  munt; 

bi-lielUstu  di«  iii  kurtzcr  sturit, 
30    sß  bistUj  l'raii,  diu  eigen. 

kumst  aboi-  in  siiis  liort^en  scliTin, 

Kü  hism  slii  und  nimmtr  diu. 

wlji,  flsziTwelte  kciserin, 

Iflsz  dicli  nicman  feigen. 
Hö    wasz  sul  eil)  wlp,  die  iiit  laa^  (rii  beliatt^n^ 

du  liabc  den  liep,  ich  rilt  dir  eben, 

der  dir  mit  ei-en  st  genEeben, 

willu  nÄrli  freindeiii  willen  leben, 

du  wii^tt  mir.  »cliaudi-n  »Iti^ii, 
40        Midi  bat  ein  wip  mit  Worten  stv, 

sie  spracli:  ^duvcli  aller  Jrauwen  6r 

gip  mir  rfit  und  din  iriuwc  Ißr, 

wie  icli  werd  falsclit^tt  innen!" 

icli  spracb:  ^mei'ck  wie.  ein  burgcr  tuot; 
45    kauft  er  ein  lu'is  umb  eigen  giiot, 

er  lifszt  kein  {^iuucIj,  er  mcIiuii  sin  buot, 

ol)  er  ielii  möge  verbriniieii. 

also  durcliKclmuwL*  einen  mnn. 

bestelle  als  du  in  wtdlst  gtwcrn, 
50    wii  vv  daii  fälsilier  liebe  bej^urii, 

19.  geswntnen.  SO.  herwiedor.  du.  89.  m  w«ni  Ich  den  flechcr  glioll. 
^5.  gelinget  yme.  Ü7.  K^utid.  28.  rase,  wort  urnj  »ach  dln.  89.  bdieldestu. 
tlnnd.  SO.  fmawc.  31.  huminoetu.  31  iiuuinica'.  31.  nyun&nt  3ü.  sul. 
eren  bcbnlde».  36.  Ueb.  ra<Ion.  S9.  wirdcat.  alden.  40.  bad.  acc*.  41.  «re. 
i2  gib.  t^trawe  Icri?.  -13.  wvi-dv  fft1aclili«il.  44.  ncfck«.  (iur);^r.  4».  ko-ufTt. 
Iiiuz.  46,  Icszct  (jL-iDAcli.  fii-hauwc  47.  vci-krcnncii.  48.  durdi  scliuuwe. 
4U.  ;n«  wnllpsr. 


95 


s6  läsz  dich,  wip,  ein  beszers  Ifirn. 

so  vaehstu  schelke  als  vogel  an  der  ruoten. 
Esz  ist  ein  sprlcliwort  mangc  zit: 

wer  all  sin  habe  den  fremden  git, 
55    die  friunde  im  tragen  gröszen  nit. 

merclfe  edle  cröatiure: 

ergibstu  dich  vor  raittemtage, 

nu  mercke  ein  fremder,  wasz  icli  sage,  (?) 

nach  mittentage  bringt  esz  dir  clage; 
60    gip  dich  nieman  ze  stiure! 

ich  rät  dir  liep  als  vater  lieben  kinden, 

heltstu  din  fir,  sö  bistn  wert. 

behüet  dich  vor  der  schänden  swert! 

dasz  hat  dich  Suochensin  geirrt: 
65    läsz  dich  in  6ren  finden. 


17. 

Muot  geberin  dem  hertzen  mtn 
und  fruchtig  berndes  meien  schln, 
du  üszerwelte  keiserin, 
min  hertz  liät  sich  geneiget 
5    in  din  gewalt  gar  manigvalt. 
esz  wart  nie  wip  sö  wol  gestalt, 
der  ich  mich  in  ir  gewalt 
s8  veste  hän  geeiget. 

sage  an,  hertz,  möchte  dir  icht  liebers  werden 
10    durch  lieb,  durch  lust,  durch  leitvertrip 
wan  dasz  trüt  reine  sielig  wip? 
nein,  sprach  min  hertze,  ir  zarter  lip 
der  liebet  mir  öf  erden. 

61.  beBsers  leren.  53.  vebestn.  &3.  aprechewurt  manche.  54.  alle, 
habe.  65.  yme.  56.  edele.  57.  ergibbestu.  58.  ich  dir.  59.  bringet. 
00.  dar  ninb  gib.  nyemant.  stttre.  61.  ein  vatt«r.  63.  heldestn.  ere.  64.  Snchen- 
synne. 

F  S.  244  Nr.  21.  ÜberBchrift:  Eyn  ander  saberlich  lytlin.  1.  gebeten. 
2.  bernendes.  'A.  keyszerin.  5.  dyne.  8.  vestiglichen.  9.  mBcht.  10.  leyt 
rertrip.    11.  wan]  was.  reyne  drut.    13.  uff. 


96 


Ksz  iiio  mir  wol,  esz  tiio  mir  w#, 
15   80  gewinnt'  ich  liohors  nimmer  m£; 
ö  frudiii^  villi  uihIp  c!*, 
erfreu  mir  min  jn^innute, 

icli  tiAii  p:L'b(>{tet  laii^r  hisx.  äf  uin  stund«?, 

bisz  mir  got  selber  liAt  teschert, 
äO   lihsz  mich  vor  iingciniuit  ornert 

und  midi  rts/  senden  stn-eeii  wert 

und  tröst  i'isz  liert/ni  gniride. 
Ich  litm  Kebeitet  nmiiRe  stunt, 

vil  frcDidcr  »iträiaüüi  s'm  mir  kunt. 
25    Sufirhe  ist  ßPheiszpri  ri5ii  liniit, 

üer  lange  liüt  g'eKnocIiot 

wie  vil  nr  strima^xi  Mi  fisz  gericlit, 

tiwi'li  knndf  er  tinJeii  livk-rs  nicht. 

diiii  wip,  din  znrtfs  aiigcsicht, 
(iO    des  stict  min  hertzc  g"eruoclict. 

diu  wijdii'h  trllete  kan  mir  frpudpn  lirin^ren: 

(In  s(dt  honvidrv  wiszen  Ifin. 

ob  du  mich  M'iilisi  in  iierizen  hÄn. 

ich  bin  dir  gt-ntzlicU  undertAn, 
3!)    got  \&AZ  ans  wol  eeliTi^t'ii. 


18. 

Ich  lag  eins  nachts  in  etrae  gedanclt, 
clii'  narlit  die  dfiolit  mtc-li  gar  ze  lanc, 
niin  hcrtz  in  tiölicn  fmidtni  sanc 
ein  lop  von  reinen  wtben. 
ich  sprach:  prot  gebe  dir  puoten  tag 


Ib  nammer.  16  und  clee.  17.  Irfreawe.  Nncli  17  tthlt  rin  Slolton. 
Ift.  hau  lange  gcbciiel  biax  off  3S.  Tnaaü-hc.  Stande.  24.  frotnder.  97  g^ 
riecht,    ül.  gude.     :M.  sn\t  tiijnviodec.     A-'i.  wollest. 

FS.  245  Nr.  22.  ['berBcUrift:  El»  ander  suberüch  lyllin.  I.  eyiis  ta^r« 
nncbtos,     2  niu'hU'.  IhticW.     .3.  Iiwii.  *ani;k.     4.  lub. 


97 


vip,  du  vil  ireoriclier  bag, 

din  giiüt  niemari  i^rp'üiiiit-n  ma^, 

Ou  kanfil  leit  vcrtribeii. 

i'i  heiTf,  fiip  Ulis  den  lifcliteii  tag  ze  stiure, 
10    dasz  wir  mit  l'i-eaden  sehen  an 

die  reinvu  wip  i;ar  wol  getftii. 

ürt'n>u  dich,  \V"1  Kentiintfr  man, 

der  edeln  cr^atiure. 

Als  bald  dif!  nacht  ein  pndc  häi 
Ifi   und  da-sz  der  hccliip  tag^  filVAt. 

tichtm  mit  der  sunne  an  mlsseUt, 

des  freol  sicli  niiit  peinUete, 

dasz  ich  in  fiTudcn  wt*rdf  bewart. 

sich  ;in  ili'ii  ^ren  riehen  jrarl, 
20    darin  iiianc  rase  edel  zart 

si^t  in  lirhlSrhcr  Idilcle, 

i>  herri'.  im  Uis  i,'iii  Uiicter  t>olchor  n'iftfn, 

die  dft  hftiszen  Tv'mc  wip, 

d«sz  icht  hctriicbct  werde  ir  lip, 
25    nlmorhlftfr  roI.  in  leil  vertrip, 

dir  früntlich  mit  in  kü»eit. 
Trüt  sftViK  wip,  tTOK  stietelieit 

und  balt  diu  triiiwi-  in  treu  i'leit; 

wer  dir  aber  icht  anders  «eit, 
30    der  meint  dicli  nit  mit  triiiweu. 

tn'it  stelig:  wip,  wasz  wiitu  mfir, 

wun  duMz  du  ticltst  din  wiplich  Cr? 

vnlg  g'ot  und  dinies  maiine.s  l^r, 

dasz  wirt  dicIi  dort  nit  riuwcn. 
35    ist,  frau^  din  lop  in  ^rnn  liie  erstorben, 

so  ferstu  dort  iji  freuden  gar; 

gat  iiimt  dich  in  der  engel  scbar. 


7.  dyne  güAe  nymiant.  9.  h«rre  gib.  IL.  reync  wibe.  19.  irfrenwe. 
14.  bkldc.  15.  uff  gut.  lU.  icb«nc.  tonnca  anc.  17.  fruiiwcl.  19.  gart] 
hog.  20.  <Iar  ytine  m.tiiiche.  '21  rickliclior  S2.  fatrre  myn  tut  hhx.  snVirhft. 
23.  belBxont.  2i.  betrUbt.  2ö.  almcchttgcr.  vcrdrip.  il.  drut.  trage  »tctickcit. 
90.  neroet.  ttftv«ii,  31.  dtut.  mtue.  'ii2.  wftnn  (dAsz  fdilt)  licldcst.  «re. 
89.  volgc.  Itrr.    3&.  frnuwc.  lob.    ri(i.  fi-ri^stti.    Hl.  iijmniet. 

rtluc.  »unhvnHiaii  7 


96 

Snochensin.  nu  nim  ir  war, 
die  ^r  hi(>  häiit  erworben. 


19. 


Midi  wundert,  (Ia«z  ein  üieltg  tnuti 

mag  immer  leit  in  li(>i'tzi'n  hau, 

wiin  in  i'iii  wip  tuot  sehen  an 

fri  voi-  missela;leii. 
ö    de»  tti^'es  uiug-  im  kein  kit  geüchclivri, 

wan  in  an  ein  zart  wip  tuot  seilen 

mit  lachiMi,   dnreh  ir  augc^n  lirehen 

mit  ßanlzfii  triuwen  stwtp. 

wip.  lni;cIisUT  hört  ilbr  alle  crfaflurc, 
10    wip,  mannes  trßüt  vor  angc'nmc-li, 

wip,  all«!-  »L-Ideti  ulj(.>ducli; 

got  selUi-T  mit  nXm  mundo  sprach: 

„wip,  edle  fruelit  geliiure'. 
(iot  selbtM-  .sprach;  .wer  franiiTen  ftrfc, 
.15    der  wirt  nllr-s  des  ecwi'rr, 

des  söIe  und  lip  flf  ordmi  perf. 

da  von  so  Inli  ii?li   fraiiwei). 

wip.  sint  diu  tugfiidi'  yint  kö  gr(*sz, 

s5  halt  (litt  triiiwt'  in  ^ren  sdi^isz; 
20   got  Heller  dicli  ze  liobe  erkös 

dfi'r  w(dl  dln  lutreiit  seliauwen. 

wip,  lui'i  IisIh  siiTiur  rind  üiM-litiT  tnorjfi'iisterne. 

der  diirtliHucht  dasz  hertze  min. 

wip,  aller  sielde  ein  edler  «ehrin, 
2r>    wtp,  hfldi^'Clinmc  kciseriil, 

du  cUre  Hecht  tucerne. 


88,  8ncheus;nnc,     ÜQ.  eiv.  hiibeiit. 

F  S.  247  Nr.  33,  irberHchrlft:  Eyn  amlpr  9ubi.'rlii--h  Ijrtliti  von  franwoii. 
i.  umiiirr.  4  nijstie teilen,  'i.  jitte.  gcschecii.  6  wann  yn«.  mtUrh  7.  mit 
fehlt,  a.  boutiter.  uLt^r.  11. 'rlttnluch  12,  eyiuv.  13.  (>del«  truht  ),'t!hürc- 
14.  Dret.  IC.  äff.  18.  dync,  30,  erkusz,  21.  da  er  äytic  cuitL-nt  wolde  sctaao- 
Wi^n.     22.  liofBU'  auiiiii.'.     iS.  dunlilijclit-el,     24,  itclilen.  (■delcr.     2&.  liuclibr. 


99 


Laiip  Qiid  grasz  und  alle  stum, 
merflsclie,  griesz  kau  nit  begern,  (?) 
alt  (lasz  da  lebet  kan  uit  vol  dm, 

30    wasz  tugent  lit  an  wiben! 

wie  möchte  dan  min  einger  raunt 
diirrhgrimdeii,  wip,  dins  lobes  gnmtV 
doch  tiion  ich  dir  min  willen  kunt, 
din  göet  wil  ich  got  schrihen. 

36    auch  sol  kein  man  an  reinen  wiben  Sünden; 
Suochensin,  lob  frauwen  rein, 
aber  doch  ist  in  din  lop  ze  dein, 
wip,  du  edler  karfunckelstein 
der  hertzen  kan  entzünden. 


20. 

Ein  frauwe  in  einem  garten  sasz, 
ir  lip  wuot  durch  dasz  grüene  gras, 
darin  ir  Rchön  gebettet  was 
undr  einer  grüenen  linden. 
5    zuu  ir  so  kam  ein  junger  man, 
die  frau  die  lacht  in  güetlich  an. 
sie  sprach:  „wol  mir  dasz  ich  dich  hän, 
der  lieb  seit  du  befinden, 
ich  hab  dich  liep,  des  wil  ich  dich  bewisen, 
10    wan  du  hast  ie  die  sinne  min 
besloszen  in  dem  hertzen  din". 
„ö  wip,  du  röseulochter  sch!n, 
die  lieb  die  sol  nit  risen". 

27— 39  =  F  S.  248  Nr.  24,  mit  der  Überschrift:  Eyn  ander  snberlich 
Ijtlin.  1^.  ttlles.  eren.  .%.  tagend.  31.  ej'nigermnnd.  33.  mynen.  34.  dyne 
gflte  will  gnte.  36.  sal.  wipen  nit.  36.  Sachensynne.  reyne.  37.  yne. 
lob.  deyne.     38.  edelcr  karfnncicelsteine.    39   der  mannes  bertze.  ontUnden. 

H&  I,  120.  Überschrift:  Ain  sflchen  syn.  1.  fraw.  2.  lieb  vrttt.  grüne. 
3.  darynn,  gepettet.  4.  vnder.  grünen.  5.  .langer.  6.  In  gOtlich.  7.  »y.  h&n. 
y.  lieb.  will.     lü.  wann.     11.  bescbloBSü.    13.  weib. 


100 


Wä  zwei  litb  trfiffi'U  statten  raiiot, 
15    ir  iH'idflr  Pt  ist  wol  behuot, 

ir  wteeii  ist  in  rrciKlcn  (fiiot, 

der  lieb  Iftszt  iiich  gedencken. 

wan  eins  dem  andern  volpcii  wil, 

üio  treten  Af  rr^rechtPA  zil. 
20    b  wip,  I&sz  ab.  red  nit  ze  vil, 

die  lieb  solt  du  versrlirencken. 

du  i>ült  in  scliöii  mit  wi»/.oni  arm  umbttthen 

und  druck  in  tViiintUi-li  an  din  brnst, 

dftsz  bringt  iur  beider  hcrtzcn  Inst, 
25    WHU  in  din  rätes  mündllii  kust, 

sö  gät  diu  lii^b  lit-r  ntiiicii. 
yf&sz  sol  ein  man,  der  übel  spricht 

don  reinen  fru-mi,  die  er  unsicht? 

wer  sicli  mit  valsphen  worten  rieht, 
30    den  solt  tnun  iitüg'licb  »tnifi'n. 

ein  igllfh  man  g:edenck  dAran. 

wasz  im  die  l'rauwm  häti  g\:t&n; 

des  sol  er  sie  gpiiieszcn  län 

und  valsches  clafteo  läszen, 
35    in  frauweii  dienst  wirt  manip  bertz  bezwimgen 

in  sdiimpf,  in  scberrz,  in  sinrm,  in  strlt. 

wan  mir  ein  frau  gemiiete  gii, 

s6  Suoclicnsin  begraben  Itt, 

noch  wirt  von  fraun  gesungen. 


Toll  kam  ül"  einen  aiiger  wit, 
dl  hört  ich  einen  herten  stril 

14.  vnd  vh,  BtlUtcn.  16.  t:r  18.  wann.  II).  trctt^n.  30.  wcJb 
8S.  In.  weiastl  armcii.  23  trauk.  In.  piust,  24  priiigt  l'wi.  'ib.  wann  Ja. 
Se.  di*)dcin.  nAchen.  £R.  t'inwen  »0.  strarfcn  Dl.  jegllch.  32.  Im  die  ntln 
frnwon  liintl  getAii  83.  flj  Kfiiyessrii  lAii.  34  I&MDn.  30,  frawen. 
SCi.  nehimpff,  »tflrrii,  strfitt  .H7,  wnnii  gpiiiille  ycilf,.  38.  aftch^n  tyn  begrahä. 
S9.  frawtii. 

LiLBoburg  Lb.  Bd.  U  Nr.  131.     I.  vff.  will.     8.  hOrt.  stritt. 


_101_ 

von  zwein  bilden  wolgevar, 

der  naiR  ich  tougenlichen  war. 
5    dasz  ein  dasz  was  ein  reines  wip 

lind  dasz  ander  durch  leitvertrip 

ein  üszerwelte  juncfrau  zart, 

die  was  vor  wandet  wol  bewart; 

igliche  wolt  die  beszer  sin. 
10    dö  jach  dasz  wip:  ,die  wird  i^t  min, 

dasz  ich  den  pris  haben  sol; 

von  mir  kumt  freuden  richer  zol, 

min  reiner  lip  erfreuwen  tuot 

oft  mannes  hertz  gar  wol  gemuot 
15    mit  minniclichen  dingen. 

got  Iftsz  im  wol  gelingen", 

jach  dasz  wip  &n  missetät, 

„der  lieb  ze  reinen  wibcn  h&t". 

dö  sprach  die  juncfrau  wol  gemuot: 
20    „min  staetekeit  die  ist  sÖ  guot, 

dasz  sie  got  wol  erfreuwen  mag. 

ich  bins  ein  richer  viol  smach 

und  ein  rösen  richer  gart, 

min  bluomen  die  sint  wol  bewart 
25    vor  aller  minne  meil; 

an  got  hat  nieman  teil 

mins  libes  und  ouch  brüste. 

ze  wem  sich  min  gelüste 

gar  tugentlich  vereinet, 
30    des  hcrtz  müesz  sin  gereinet 

reclit  als  der  clären  sunnen  schin. 

schau  wip,  die  wirdikeit  ist  min". 

dasz  wip  gar  tugentlichen  sprach: 

„ich  bins  ein  frucht  für  ungemach, 

3.  Tolgenar.  4.  togenlicben.  5.  du  ain  waz  ain.  wib  (so  immer), 
fi.  lait  »ertrib  {so  immer).  7,  tsz  erwelti.  jnnckfro  (so  immer).  8.  du  (so 
immer,  ausser  9  die).  9  yglichy.  bcsacr.  11.  prisz.  13.  kompt.  13.  lib. 
U.  offt.  Ib.  mlnicklicbcn.  16.  jn.  20.  st^ttikaJt.  die  feblt.  22.  smack.  26.  nie- 
mant.  27.  och  brUsten.  28.  gelüsten.  30.  dez  (so  immer,  ansser  79  des). 
32.  icbow. 


diutz  kein  falsch  damn  weseri  mag 

bisz  an  rnlneii  testen  tAg: 

des  macht  niirli  iiit  vpriiideo, 

ald  du  wirät  fretido  uiiil<.'ii; 

Wim  (Iln  griiszpr  übermiiot, 

den  mir  din  liii  iintuot, 

der  map;  dich  wol  verwison 

ri'clit  als  ein  heis/c.s  iscii, 

dasz  äich  v^isiuiltzet  in  dem  kol 

und  zerg&t  van  tiiu-es  dol. 

d&  vAn  du  (>)  bedenck  djcli  eben 

und  lau:;  uns  in  winlc  lehen". 

die  Juncfran  nntwurt  wider  dfj 

unil  spnii'li:  „dti  rcdi-st  mir  giir  Iw; 

«it  dn  will  wiszen  wer  ich  tiiii: 

ich  bin  eio  golt,  du  bist  «in  zin, 

mil"  miui'r  hölion  wiriiikciT. 

die  mir  g:ut  selb  tiät  üt^eleit, 

und  biiis  ein  spirppl  wol  geticht, 

dft  sich  {jot  flelbur  tn  ersieht 

unii  sirh  crsarli   in  Hebp  zart, 

f  himel  und  crd  erschaffen  wart. 

durum  lä^z  diu  krie.|fen  sin. 

Wül  ist  csz  wAr.  du  bist  ein  srhrin, 

dariji  ein  frucht  sich  sUeszen  tuot 

iW  miiimi-»  hertz  gar  wol  geinuot, 

dÄ  von  wil  ich  dir  wider  stAti 


35.  nieroant     :-17.  Iwhlll,    38.  nUwes   Mut     39.  vff  gat.     45.  wann,  aber 
mul.      46.   IIb       4H    tmlBcs.      fit     all    ri-)ilt       M    «yd.  wiMcn,     &7.   bochi-n 
68.  vff  gtWil.      59    binsi.     60    solb.     B1.  liebi,      8S.   ort.     6S   dar  vmb, 
M.  «.    ßÄ.  dar  Jn.  stiessca.    ß6,  tj  (so  immer,  ausser  7  t»«)  mucs. 


103 

und  Sült  (liri  kriegen  mit  mir  l(lii~. 

cIuHz  wip  dö  jach:  „ich  bin  bereit 
70    i'in  iHuoter  aller  cristonhuit 

und  ein  urspninc  und  ein  stam 

aller  reinen  juncfraun  nara. 

bin  ich  für  war  die  inuoter  din, 

du  kicm  fisz  minem  hertzensclirin 
75    recht  als  ein  rösen  riche  bluot, 

die  üsz  der  wurtz  sich  dringen  tuot; 

also  drin^  die  wirde  din, 

junctrau,  üsz  wibes  hertzen  schrin 

|de8  soltu  lüii  dnsz  kriegen  sin, 
80    esz  kumt  von  mines  hertzen  sclirin) 

keiser,  küniß,  fürsten  rieh, 

gräfen,  Irien  tugenth'ch, 

dienstraan,  ritter  iiszerkom 

und  manig  knecht  gar  wol  crborn: 
85    solcli  frucht  in  minem  hertzen  Ut. 

icli  bring  den  bäbst,  der  sünd  vei^t, 

darzuo  den  bäman  wolgemuot, 

der  frucht  üsz  erden  dringen  tuot. 

von  wibeii  mag  ein  frucht  bekomen, 
90    des  tüsent  sf^leii  liaben  fromen 

und  werden  wirdicUcli  erlöst 

flsz  des  wilden  tiures  röst''. 

die  niaget  sprach  in  triuweu  gar; 

^ain  magt  den  h<£chsteQ  got  gebar, 
05    des  kein  wip  nie  wirdig  wart. 

ich  bins  ein  richer  viol  gart, 

darin  got  hat  gesprungen. 

des  wirt  ir  lop  gesungen, 

die  hänt  ge^ret  reine  meit; 
100    vor  gut  hänt  sie  die  wirdikeit 

dasz  er  s'iti  keiner  ncete  I&t; 

71.  Ursprung.     72.  junckfrowen.  TA.  mutter.  74.  kämd.  hertzen  schrin. 

75.   richcs  plUI       7li.  itii.s  VK.    wUrtx.  77    wirdi.  8Ü.  cz  kont.    achriti]  rin. 

Kl.  kuni^.     82.  (;ur    tugi^ntlich.      HA.  vz  urkiirn.  86.  BÜlich.      87.  dar  zu. 

W.  t'riiiiit.'ii.     !>1.  WL'nlutil  wiiditflicb.  !I7.  dar  jn.  98.  lob.     101.  ay  ]n. 


104 

dft  von  min  hertz  in  frenden  stÄt". 

(IftME  wip  tir»  jiitrh  ilnrrli  It'itvcrtrip: 

„^:ttt  nutit  tilii  liebe  iiiuuter  wip. 
105    dasz  wort  zieret  l'raiiwen  ftr, 

di\  vnn  liäm  wip  i3cr  wirdc  mtT 

dtMiii  kein  juncfniu  ie  jtfwan, 

mit  got  ich  d&sz  bewisen  kan". 

tlio  majret  spracli:  -iwz  ist  an  der  zH, 
110    gäl  über  iiiiis  diser  stiit, 

den  wir  so  holticlicheii  triigen. 

ich  bAn  Jocli  dicke  hieven  RaKeii, 

dMsz  jiim-fniii  \v  m  i^ren  wort 

öl"  crJe  si  der  lia;chste  lion". 
llü    kh  sjtnu'li:  ,d>.-ij  krlcg  l&t  an  mich; 

d^riiro  Au  wil  ich  bitten  dich, 

juncfriin  lind  minnicliches  wip''. 

sie  jäheil  beid  durch  leitvertrip: 

«grrite,  liebe  Suochcnsin, 
120    damit  der  krie^i;  si  friiintlich  hin'. 

.wallt  ioli  min  liin  von  iuch  nit  rafi, 

ich  het  infhs  p^rn  gesagt  ^, 

äasz  wip  und  juiicfrau  wol  gcmuot 

{fot  und  der  weite  sanfte  tuof. 

liM,   rmiitot      10:i.   friiwrii     lOÖ.    winli       107  i!cn  kuln.      109,   m. 

111.  bcfftiglklicn.      US    ilklt      11.*)    wie  jn.     114,  vfT.  116.  dnr   rmb.    dlcli] 

vch.     117.  dich  jQiickfr».  luinlektlchcM.      HR  Jarhcnt  llü,   jccrn.   such«) 
Bin.     120.  d&  Mit.     181.  wiLiin      123.  K. 


■uhdn»l»nl  llanUko  A  MAnla.  Tnbalta  LMoblM. 


Die  „Christliche  Warnung  des  Treuen  Eckarts" 

von 
Franz    Wegner 


Germanistische  Abliandliingen 


betpindet 


Karl  Weinhold 


TOD 


Friedrich  Vogt 


33.  Heft 

Die  „Christliche  Warnung  des  Treuen  Eckarts* 
des  Bartholomäus  Rlngwaldt 

untersucht 
Tun 

Franz  Wegner 


BreilAD 

Verlag  von  H.  &  H.  Marcus 
1909 


Die 


„Christliche  Warnuog  des  Treuen  [cW 


des 


Bartholomäus  igwaldt 


unterBQcbt 


TOD 


Franz  Wegner 


Breslau 

Verlag  Ton  M.  &  H.  Marcus 
190» 


M  ei  nen   Eltern 


Inhalts-Verzelchnis 

Einldhing      1—5 

L  Der  ^Haiiiu  nwauMD** 5—  11 

II.  Der  «Treae  Eekuf*    nmd  sein  VerUUtnlH  mm  „Habmi 

FroBBu'« 11-30 

1.  Abaicht  und  Einkleidung  der  Neubearbeitung     .    .    .  11 —  16 

2.  Die  Verinderungen  des  Textes  von  1583 16—  24 

8.    Die  Auflagen  von  1590  und  1532 24—  80 

m«  Der  Ten-  u4  RelMsebratteh  RlnffirAldts ;  Bemerkiui^ii 

n  Mlaer  Sprulie 31—  56 

1.  Die  Verstechnik 81—  48 

2.  Der  Reimgebrauch  Ringwaldta  im  H  P  and  Tr  E    .     .  44—  48 
8.    Bemerkungen  lu  Ringwaldts  Sprache 48—  56 

IT.  DI«  ()tteUeB  det  „IUbu  PronunM**    und  dei  „Trenen 

Eekwts" 57-  99 

1.  Die  Beschreibung  des  Himmels  und  der  Hölle    ,    .    ,  57—  76 

a)  ihre  Berfihrung   mit  der  leitgenßssi sehen  Predigt- 
Literatur     57—  67 

b)  Der  Einfluß  der  Bibel 67—  68 

c)  Der  Einfluß  Luthers  und  der  Patristik      ....  CS—  76 

2.  Die  Schilderung  der  Verdammten 76—  98 

a)  Ihr  Zusammenhang  mit  früheren  Siinlichen  Schriften  76—  80 

b)  Der  Einfluß  der  Teufel  sliteratur 86—  98 

T.  Die  weiter»  Ansgaben  des  nTreveu  Eekarta"      .    .    .  99—102 

Tl.  Die  EInllBBse  des  nTreaeu  Eekarta«' 102-111 

TU.  BlbUograpUsohea  in  andern  Werken  BlnjCWAldU      .    .  111— tl5 


Eine  <1er  merktrürdigaUn  Htentriftchen  Erscheinniigon  d«9 
18.  Jahrhundorta  ist  die  Teurttlslitefstur  der  protestantiBchen 
Geistlichen.  Alle  mö^tJclien  Last«r  werden  aaf  das  Einvirkeo 
dea  Teufels  zurückgeführt,  d«r  als  Wacherteufe),  Scbmeicbelteafel, 
Qeitteufel,  Snuftcufel  ubv.  die  Menschea  besitit.  Diese  eigen- 
tümlicbe  Verteilung  der  eiotGloeD  Laster  auf  besondere  Teufel 
lindet  sich  bereits  im  mittelalterlichen  Ürama.  Oocli  der  besondere 
AnstoU  n  den  Teufelsschriftea  lag  darin,  daß  Latber  die  Vor- 
stoltnng  der  früheren  Zeit  abernaliin  und  sie  so  aucli  iioinen  Nach- 
fulgern  Kbermittelte.  Sein  Lubeo  uDd  »eine  SchrifbeD  leigeu  einen 
bestfindigen  Kampf  mit  dem  Teufe).  Vor  allem  mußten  folgende 
Worte  Schriften  über  die  einzelnen  Seiten  des  toalliachen  Wirkens 
reranlamen:  :,Qleichwitf  zu  eim  Reich  viel  Per&oneD  und  ungleiche 
Ämpter  geboren,  also  sind  ungleiche  Ämpter  unter  den  Teufeln. 
Diese  sind  geringe  Teufel,  die  mit  Hurerei,  Oelx,  eitel  Ehre  und 
andern  dergleichen  Sünden  anfechten.  Dis  aber  sind  bfihere 
Oeister,  die  da  anfechten  mit  Unglaubon,  mit  Verz weife lung,  mit 
Ketzereien»  wie  die  Rotteogeister  uud  der  Papst  selche  Teufel 
haben."  (Erlangcr  Ausgabe,  Bd.  19  S.  416/17).  So  glaubt  Luther 
in  allen  Pabmtssen.  Widerwärtigkeiten  und  AüfecbtuDgcD  seines 
Lebens  das  Einwirken  eines  Teufete  in  sehen.  Der  Hinweis  auf 
den  VolksaborgUubon.  den  der  Borgmaanssohn  teilte,  genügt  nicht, 
da»  lu  erklaren,  „Sein  Geist  ist  zweier  Zeiten  Schlacbtgebiet: 
Mich  wundert's  nicht,  daß  er  Dkmonen  sieht."  Er  trat  nach 
langen  Qcmssenskampfen  als  einziger  gegen  die  katholische  Kirche 
auf,  die  alloin  dorn  Meuscbcu  des  Mittelalters  bei  der  Un- 
vollkommenheit  des  Staatswesens  Schutz  und  Frieden  gewähren 
konnte  und  trotz  mannigfacher  AngrilTe  ungebrochen  dastand. 
Doch  daran  war  kein  Zweifel,  bei  ihm  war  Qott;  und  die  Kirche, 
die   die   sichtbare   Ausprt^^iig  der  gfittlioheo  Oevalt  über  dia 

Wtgaci,  lUu||Wilclu  («lisuai  hchbart  I 


L 


Erde  sein  irollto,  war  trotz  ilircr  gleißenden  Sä.lle  das  Reich  des 
Erbfeindes.  Wie  kouate  sie  ihm  sonst  widcrstrfibent  So  IiSud 
er  alle  Schmähungen  naf  d&s  Haupt  de»  Papstes,  die  seine  ge- 
waltig« Spraulikratt  ertindcn  konnte;  denn  der  Sinn  des  Wiseea- 
schaflters,  der  mit  der  ausgleictiendeu  Kritik  des  Oedankäus  aus 
dem  Alten  das  Neue  formt,  n&r  nic)it  der  Neinige.  Er  hatte  mit 
einem  fnrclitbaieD  Gegner  zu  kämpfeD,  dem  er  keine  Zuge  stau  dnisäe 
macbcD  konntu:  oü  war  js  der  Icttte  Str«it  zwischen  den  himmlischen 
und  den  bjillisclien  Mftchten.  ^^ 

Diese  Aoffa-isuDg  bedeutete  fiir  die  Well,  daS  koio  Vergohei^" 
veneihlicb  war  und  wert  verlacht  zu  werden,  es  teigte  sich  darin 
die  letzte  Au^tren^uDg  des  Teufels,  U«rr  aWr  die  Welt  eq  werden. 
In  dieser  Betracbtuug  der  Laster  liegt  ein  entschoidender  Gegen- 
satz zn  den  Moralschriftstellern  der  vorhergehenden 
Zeit.  Ein  Ueispiol  mag  das  andeuten.  EnisiDUS  von  Kotterdatn 
lallt  1514  sein  ^u*piI£  i-jMäfiM-.  erächeincii.  In  ernsten  und  mutr 
vollen  Worten  tadelt  er  die  DomiiDigkeit  der  Manche,  ihre 
Liederlichkeit  und  Oenußaacht,  die  Pflich tvergessenlieit  and  Selbst* 
sucht  der  Pflr«teii,  die  Faulheit  und  Zuchtlo^i^kcit  der  Hofleu 
die  üabsuelit  und  Herrxchbegier  d<>r  liOliereii  Qeistlichkeit,  das  Wüten 
des  Papste»  mit  hanii  und  Scheiterhaul'en.  Dad  doch  merkt  man 
den  Worten  dieses  Mannes  an,  daU  er  dem  Treiben  des  Lebens 
entruuueo  ist  and  halb  borremdet  darauf  zurückblickt.  Den  B«- 
dfirfnissen  und  Leidenschaften  des  Alltags  entrückt,  ein  Mei.<)ter 
im  Reiulit;  des  Intellekts,  preist  er  halb  scherehalt,  halb  wehmütig, 
die  Torheiten  des  Kindesalters  wie  «in  rertomes  P&radiss. 
Tautohung  und  Narrheit  hemidit  überall  und  edaiehtert  das  Lebaa. 
Ja,  haec  ridicula  iucundam  vitae  giutinant  oopuUntque  societstem. 
Qnd  Schmeichelei  des  Volkes.  Triumphe  und  Erfolgo,  ad  qoM 
ridenda  non  unus  9uft'iciat  Democritiu,  sie  sind  nicht  SQnde,  weil 
sie  das  Seelenheil  ve  mach  läufigen  lassen.  .Konderu  haec  stuUitia 
parit  ciritatefi,  hac  oonstant  imperia.  magistratus,  religio,  consilia. 
jtidicia,  neo  aliad  oamioo  est  vii»  bumaud,  i^osm  stuUittAe  losos 
(joidam.  Die  Selbi^lmfriedunheit,  die  den  Theologen  da^  sich 
Kennzeichen  des  rettungslos  Verstockten  ist,  erscheint  ibtn 
vitae  condimentnni,  da  sonst  menschliches  Streben  vor  der  eign 
Schlechtigkeit  und  Ohnmacht  jammervoll  zusammensinken  mfUJte. 
Dieie    interessant«    und   unioteiessierte  Beleuchtung    des   LebsM 


hre 

»st-     j 


9 


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könnt«  wohl  Indm<1iialiüten  von  der  Bildung  eines  Erasmus  be« 
iTiedigeD,  sie  irar  nichts  fUr  eioen  Usnn,  der  das  Leben  seines 
VuIkeH  enKaem  wollte    Oaruni  lint  Lnttier  auch  .solchen  Wider- 
willen gegen  Erasmas,  daß  er  seine  Worte  nWanckelwort"  nennt 
und    von   ihm  sagt:    „Mit  Pleiß    und    lursetsigUch  redet  er  alles 
xweifelhaftig:  also  dali  man  ihn  nieht  beschuldigen  kann."     Daß 
Ihtn  die  Krail  fehlte,    seine  Persnnliclikeit  filr  eine  große  Sache 
flininäetiea,  das  zeigt  sein  Vethaltea  gegen  den  sterbenden  Hütten. 
Luther  aber  hatte   diese  Kraft;   und   das  OefllUl,  daß   bei 
dem  Obermaß  dflr  Sünde  das  Gericht  bald  kommen  mOfite,  brachte 
ihn   zu  der  Oberxeugung,  daß  man  jetzt  retten  miisde,  was  noch 
lu    retten    war.    Und   seine  Auflordeniiig  dazu   verhallte    nicht. 
Eine  ungeheure  Energie   und  bitt«rgter  Krost  kenoieichnen   ihn 
und   seine  Naclifolger,   und   bewußtes  Hinwenden  auf  daM  Leben 
seiner  Zeit     Kirche   und  Staat,    Haus  und    Familie,    alle    Stande 
und  alle  Lebensäußeruogeu  werden  untersucht,  ob  'sie  dem  Maß- 
stab  ihrer  göttlichen  Herknnfl  entsprechen.     Dünn  die  Welt  war 
ursprünglich  öutte«,  der  Teufel  hat  sie  verwüstet,  um   su  melir 
mußte    9ie    in    ihrer    ursprünglichen    Beinheit    wiederhergestellt 
werden.     Das   war  ein  neuer  Qodauke.     Als  In  dorn  Kampfe  dos 
untergehenden  Kömcrreichü   mit  den    gerraaniHchen  liarbarao   alle 
Kande  der  Famili«  und  den  Staate»  sich   lösten,  und  dem  Indi- 
viduum keine  raens^chliche  Einrichtung  mehr  Schutz  bot,  da  stellte 
der  große  Augnstin  dies.er  ciritas  diaboti  die  civitas  dei  entgegen. 
In  diesem  Gedanken  konnte  der  Menücli  deum   et  aiiimum  scire. 
Dieser  kraftvolle  aber  einseitige  Gedanken  eineü  lebensverneinenden 
Idealismus,   der  ein  höheres  Lebern  predigte,  weil  die  Sittlichkeit 
des    ausgehenden   Altertums    tiiclit    genQgte,    gewann    auch  die 
Bcrmchufl    über    die  Deutschen,    die    dem    keine   gleichwertige 
weltgeechiohtliohe    Idee   entgogcnsetien    konnten.     Doch   die  £r- 
starbung  dur  SUntuo,  die  ICrlindungeii  und  tlntdeckuitgen   belebten 
Aas  Selbstgefülil  des  Menschen,  die   Renaissance  hatte  eine  andere 
Auffassung  von  ihm,  als  die  eines  armen  ßrdenwurmes,  der  nur  ein 
Filgrim  in  diesem  Jammertal  ist.     Familie   und  Staat  sind    be- 
rechtigte  Paktoren    im   Leben   der   Menschheit,     Und   nun   zieht 
Luther    die  Folgerung   fllr    die  Keiigion.     Staat  und   Familie  sind 
di«   Hitt«l,    das    Beieh    Oottcs    herbcitu  bringen.     Die    absolute 
Realität  der  göttlichen  Hernteliaft  verwandelt  sich  in  die  Zweck- 


itiM  mcDäcblicheT  Qetneinschaft.  In  dieser  Graelzuiig  des  Ab- 
soluten durcb  seine  Kelatioaen  volhiübt  sieb  auch  ia  der 
Beligion  der  entscheide nde  Fortsßhritt  dar  Neuzeit.  Damit  ist  im 
Prinzip  da«  möiichiächü  Ideal  des  Mittelalters  überwandcD.  Die 
meosehllcbeD  Individueo  uod  Organisatiouea  der  Zeit  werdeo  trotz 
ihrer  nnvoUkomroenlieitnicIit  verworfen,  das  unfruchtbare  Epigonen- 
tum hat  aafgehSrt;  sie  sind  vollwertige  Glieder  in  der  KatwickluDg 
der  Menschhoit,  und  ihre  Dniugänglichkeit  ist  nur  der  Ansporn 
dazu,  sie  vollkommener  zu  gestalten. 

Doch  dieser  neue  Qedanko  kam  ooch  nicht  ganz  vniweidcuti^ 
heraus.    Es   ist   merkwürdig,   wie  Luther   und   seine  Schuler  bei 
aller  Betonung  des  Wertes  des  bQrgerlieheti  und  staatlichen  Lebens 
doch  es   eigentlich  aufbeben  in  dem  Gedanken  von  der  baldigen 
AokuiiH  des  jüngsten  Tages.     Aber  das  ist  nnr  die  Folge   dur 
lebendigsten  Vcrgogenwartigung  dea  Ideals.    Wie  die  erst«  Christen- 
heit glaubte  Luther  an  die  baldige  Herabkunft  des  Himmels,  weil 
er  sie  mit  aller  Inbrunst  ersehnte  und  aus  der  greifbaren  Nahe 
seine    Kraft  zog.     So  weiß   er  denn  allerhand  von  den  Freuden 
des  Himmels   lutd  den  Schrecken  der  Holle  zu  bericliten.     Dam 
kommt  ein   anderes.     Der  herrechende  Philo.toph  des  Mittelalters 
ist  Aristoteles.     Uod   zwar  hatte    das  thcologisehe   Mittelalter 
sich  ihm  zugewandt,   weil  sein  System  seinen  Abschluß  findet  in 
d«r    »Zweckureachc."     Altes,   was   geschieht,   geschieht  am  eines 
7,viec\e6   willen,    und    durch    diesen  Zweck,    der   das    Rewcgondo, 
auch    in    der  Natur   ist.     Die   Naturerkenntiii«   wird   geleitet  von 
dem  Gedanken,    was    ist    ihr   Zweck,    nicht,    welches  sind    ihre 
mechanischeo  Prinzipien.    Und  dieser  Zweck  heiUt  auch  Qett:  er 
ist   das  erste  Uewegende.     Damit   ist  alle  Naturbetraclitung  eine 
Betrachtung  der  Absichten  und  Äußoruugon  Gottes.     Luther  ver- 
lief sich  in  der  Philosophie  auf  Melanchthon,  und  dieser,  der  ein« 
Verbindung  von  Altertum  und  christlicher  Lehre  erstrebte,   lehnt 
sich    Id    seinen    Lehrbucliem    durchweg    in    Oberlieferung    und 
Gliederung  des  StolTes   au  Aristoteles  an.     Br  teilt  mit  ihm  den 
Mangel    au  [Kritik   der  Erkenntnis-Grundlagen,    woraus   einerseits 
ein  iiDwissenschaftliches  Abhäogeu  von  den  äinneswabrnebmangen, 
andrerseits  ein  Versinken   in  das  Absolute  entsteht.     Daher  ver- 
wirft er  die  Lehre  des  Kopernikus  und  führt  in  seiner  Psychologie 
fiU*  die  Doste ibticiikeit  Berichte  Ober  Aoferitandone  and  Geister- 


erscheiDongeii  an.  Ra  kann  somit  nicht  Wnnder  nehmen,  daß 
Lathfir  und  s*ine  Nachfolger  in  jedem  Naturereignii»,  in  Krieg 
ond  üngldeksälten,  in  dem  Auftreten  roD  Kometen  und  schweren 
Dngewittem.  in  Pest  and  Krankheiten,  iininfttelbar  dto  warnende 
und  Btrafende  Uand  Qottes  sehen.  So  hatte  man  sich  nach  m 
der  Natarbetrachtung  frommem  Schauder  tlbor  die  Allmacht  Qottea 
hitHugatwti,  und  der  Versuch  zu  wissen  fuhrt  nach  der  Meinung 
der  lutherischen  Theologen  zum  Teufehbund  und  jammervoUen 
Ende  Fauatena. 

Die  Scheidung  der  religiftäen  und  sittlichen  Interesaeo  von 
den  widsenschaftlichen,  die  erst  ihnen  beiden  Selbständigkeit  gab 
and  ihre  Versfibonng  crmftgltchte,  war  einer  sp&taren  Zeit  vor- 
behalten. Sie  erst  erkannte  die  methodische  Verschiedenheit  der 
niüHenschafllichen  Erkenntnis  und  der  poetischen  Phautaaien  Über 
Himmel,  Uolle  und  Weitende. 

Die  oben  angedeuteten  Züge,  dle^doalistische  Anschauaug  der 
Welt  alfi  Ava  Streitobjektes  üwiscbeu  üott  und  Teufel,  die  Aus- 
malung des  jenseitigen  Leben«  und  der  Glaube  an  die  Realität 
dieser  Phantasien,  der  leidenschaftliche  Drang,  die  bestoheodeu 
Zustande  zu  bessern,  und  die  dumpfe  Erwartung  des  baldi^D 
Endes,  all  dies  findet  man  auch  in  den  Werken  des  märkiächeo 
Pfarrers  Bartholomeu»  Ringwaldt,  und  besonders  in  seinem  Qedicht 
.Christliche  Warnung  dos  Trewen  Eokartä",  das  in  seinen  ver- 
schiedenen Gestalten  im  Folgenden  untersucht  werden  aoll. 

I.    Der  „Hanns  Fromman.** 

Die  lüteste  Gestalt  des  Werkes  ist  die  „Neweseittung:  |  So 
Hanns  From-  [  man  mit  sich  auB  der  Hellen  Tnnd  |  dem  Himel 
bracht  hat,  sambt  einer  Ver-  |  mahnang:,  in  liebliche  Reimen  ver- 
fasset I  allen  Christen  sehr  nutzlich  vnod  |  bessarlich  zulesen,  Üe-  | 
stellet  I  Durch  Bartholomeum  Riugewalt  Pfarrfaarrn  ]  in  Langenfeld, 
des  ChurfArstenthumbs  |  Brandenburg.  |  Gedruckt  in  der  Churf&rst- 
liehen  |  Statt  Amberg,  durch  Michae-  [  lern  HQtmarokart.  |  1582. 
Bogen  A— G  4°. 

Dom  Titel  «Neweseitung'  nach  reiht  sich  das  Gedicht  ein 
in  die  tu  jener  Zeit  sehr  zahlreich  emohAinenden  Flnc^chriflen. 
Di»  älteste   dieser  Art  ist  „Oopia  der  Newenzeituog  auß  Presilg 


Landfc'  Augsbiu^  150A').  Ebenso  Untet  aucli  der  Titel  unseres 
Werkes,  als  ob  er  die  Bosclireibung  eines  wunderbaren  Landes 
und  seltsamer  Be^bnisEe  ankänden  wolle.  Wenn  reli^n^s«  Kragen 
im  Drama,  im  satirischen  Gedicht,  im  Prosadialog,  in  AbhamlluDgeu, 
im  Ltede  behandelt  wurden,  so  auch  in  diesen  Zeitaagen,  die  in 
alle  Volkskreiso  eindrangen. 

Eint-  groBe  Anzahl  von  ihntin  gehCrt  zur  VisioasUteratur 
and  behandelt  das  Verhältnis  der  jenseitigen  Welt  zur  dies- 
geitiKeo.  So  erscheinen  denn  „Warbaflligc  Newe  Zeitung  wie 
eine  Magd  lu  Pra{;  in  Iteham,  ein  Qsicfit  in  ^talt  eines  Bngels 
geächen"  1567,  Kewe  Zej'ttuDg  lu  CfiUen  .  .  von  einem  kluiDea 
Kind,  welches  geriinden  ist  worden  zu  nechst  bey  der  Statt,  in 
schneeweißen  Kleidi^m"  1579,  „Alte  n«wo  Zeitange,  von  dem 
euliersten  Trost,  vnod  letster  hülffe,  rjervberauß  geplagten  Seelen  .  .* 
StrusabuTg  ]üR2').  Der  Pfarier  K.  Althirns  berichtet  io  seiner 
„Predig  von  kommenden  Gerichten"  1563  liber  „ein  erschWVcklich 
Wunder,  daß  man  in  der  liiblicbuD  Mark  Hraadcnburg  in  uiDum 
borfc  nicht  weit  von  Berlin  in  diesem  Jahr,  Annö  lößS.  zwei 
Todte  gesehen,  die  er  vor  langem  begraben  waren,  aber  vor 
etlichen  zwanzig  Personen  leibhaftig  sich  hah«n  ieheo  und 
pTophetiäch  fahren  lassen  yün  den  StralTgericIiti-n  Ootics  zum 
Schrecken  der  Menschen')."  und  zwei  Prediger  erzählen  15äl 
In  einem  fliegenden  ilUtt,  daß  ein  Mann  van  Rngelo  in  den 
Himmel  gefuhrt  Hoi,  wo  er  das  himmlische  Jerusalem  goseben  and 
die  Musik  der  Engel  geh<)rt  habe*).  Das  ist  schon  die  Ein- 
kkiduQg  unseres  Gedichtes,  dal3  ein  Mensch  auf  wunderbare  Weise 
das  Jenseiti  eu  sehen  bekommt  und  davon  unter  Crmahnungeo 
erzahlt.  Dit^s  Motiv  i^t  durch  Daut«  in  di«  WiOtlitoratur  cio- 
geftthrt.  Aber  die  VoreUlluiig  selbst  ist  älter.  Das  Judentnm 
hat  schon  Gestalten  wir  Henoch,  der  die  Geheimnisse  Gott«s  leib- 
hattig  !!chaut.  und  die  griechischen  Krzabiungen  von  Olyra^  nnd 
Tartaros  sind  dasselbe.    Das  Verlangen  nach  Ausgleich  des  L«benä- 


>0  vgl.  K.  M'cller,  die  «rsten  dcuUchen  Zeitnagen,  Tfiblnscn  I87j. 
DIbl.  d-  Lit.  V.  in  Sluttgort  No.  111, 

■)  Wnior  a.  a.  0.     N.i.  828,  510,  662. 

*)  iing<;ffihtt.  bi;i  J.  JnnsitoD,  (joechicht«  (l«(  ilonUclien  Volke« 
136  VI »,  •"  Froiburg  I90I.    S.  429. 

*}  \g\.  Suhdiblv,  Schtltjkbr  IV  3.  M6— 49. 


und  nach  dfi  Gottheit  bringen  solche  G«9chicliten  herr«. 
„Es  zeigt  »ich,  daß  ganze  Cykleri  von  Legenilnn  exiHtieren.  in 
liL'iiKQ  unter  der  Fotm  der  Vision  U6lle,  Fegefeuer  und  Uimmel 
^schildert  werden.  Ja  es  läßt  sieb  von  Dante  rtickvrarta  bia  zum 
R^f^nn  t\e«  Gliristentgms  eine  zaKAmmeohin^ende  Folge  solchi^r 
Leidenden  feststellen').*  Die  Vision  Ana  Albericti  von  Monte 
Kassino.  die  des  englischen  Bitters  Onus  im  Pnrgatoriam  des 
Patriciug  und  die  französische  Legende  vom  Besuch  des  Apostels 
Paulus  in  Hölle  and  Himmel  beweisen  die  internal ional«  Ter- 
bruitung  dieses  Stoffes').  Deutsche  Beispiele  sind  die  Vision  des 
Tnufrdalus,  erhalt«n  in  3  nieden-hoiniscben  Fragmenten  and  roll- 
stlodig  in  der  Bearbeitung  des  Baiem  Alber '),  und  „dee  Ueiligea 
Abtes  Braiidani  [listoria  vnd  Schifbrt  in  daß  Faradiß,  wie  sie 
besehrieben  ist  in  dem  Sechsjschen  Fassional.  gedrttclct  lu  Basel" 
1517*).  Zu  moralischen  «iweckon  ist  di«<i«  Einkleidung  wie  bei 
Riogwaldt  vorwertet  auch  in  ^die  RajU  gen  Himmel"  eines  Land»- 
knechtes,  Kaufmanns  und  Bauern  von  Samuel  Dilbaunj,  Augsburg 
1590,  JD  der  Qestalt  des  Fuhrmannes  Hans  Pfriem,  di«  aa«h 
Litiwr    benntzt*).    vgl.    aach    die    HJtllonfabrt    des    Markgrafen 

'>  V»io  Tuititditli,  Iktviniiicli  und  alulout«rh  bcrautg.  von  A.  Wagn«r, 
F.riangMt  1882.    S,  VI/VII. 

')  MuBHfla  welat  Wiener  8.  3.  pbil.-Ui»t.  C\.  Bd.  67  8.  157—20« 
lateinisch«,  denUch«.  n>(>deTllndi*ob<;,  bn^rliiehe.  ichvediatlie,  ialindiselie, 
tpuiiichu,  protcoKdiacb«,  fruiiiOiiaahc,  ll&liouiii:lit)  üeftrboitungen  uofa.  Tgl. 
W«fncr  a.  ».  0.,  i!>.  VI. 

1  bcido  ibgcdracltt  Wi  Wkgacr  *.  •.  0.,  Kraut  d^jutacbe  Q^didtte 
in  Xtl.  J>hrhiindon.ii.  IIaJIp  &.  S.  lS9i.    Ko.  XL 

*)  iibK<!dtucki  in  <iHbn<:1  Itotlenhssi-'ii*  ■IndiAOiach«  Reisen*  Hagd«- 
biin;  Iß03,  S.  Ii3'  99.  t)i.-  vi.n  ihm  bmiititr  Qcatnlt  di-T  Sng«  ist  «inc 
l'ber««tjiuui;,  diu  Jub.  Harllivb  USS  luii  dor  lal-cinisvbun  Prosa  unt^rtigt«, 
uuil  di«  in  diu  t'aisiuiiiilu  ubi^r);iii){.  Das  nd  I'aB:iii>u&l  iit  von  Adam  I'dtri 
in  Butol  livi«uiit(C|tQbuii.  Dein  IVuck  lun  Uli  folgt  K<i)li-[ibag«n:  t,  C. 
SchrAdor,  Satikt  Itruidan.  Crlaiig«!)  I87I  S.  XVII  XVIII.  Die  Uli'sU- Kr- 
wAlinung  dt;r  Sage  findet  sich  in  des  Cumin  Cnindirva  UiiAicht  über  die 
«harslI-^visUschin  l'iigeDdcri  iriHchiT  Hoitijgor.  I>«r  Vf.  vf«r  vinlluinlit  ininh 
uin  ZuitgvuoM«  St,  Koluciibaiu  (t  597)  vgl.  U.  Sobirtncr.  lOi  Bieodajiiu- 
li^fniic.    Lripiigcr  n>biIiUtian»«cbrift  18S8  S.  15. 

*)  Werke,  Frlangcr  Aiisgabr  Ild.  19  W,  1*^8  ff.  in  einer  Predigt  Ober 
I.  Kot.  ]S.  Die  Haupt« ti-llen  «ind  nbgudruckl  in  dnr  nd.  Üb«r«oltQug  des 
.Trouiin  KrJurts*  Haiitbarv  ISflfl.  1>lu  Qcar.bicbli;  »ird  htariD  ab  aUgemein 
bekaunl    Toraiu^aiulxl.     Doob    tur  Sicherhuit  soUiailt  »icii  hieran  aocb  eia 


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AlbrAcM  von  Rane  Sachs')  tind  adinen  Schwank  „der  Schneider 
mit  dem  panidr')",  die  8  Gespräche  tiber  die  HSlIanbbrt  des 
Herzogs  Heinz  von  WolfTenbUttel  1^42  und  dae  O^enatQck,  den 
Dialog  Franz  von  Sickingens  mit  PetruM  und  dfim  Bitter  Qeoi^'). 
DieeeD  Werken  schlietlt  sich  der  Biokleidung  nach  ao  dss  Gedicht 
Bin^waldte. 

Inhalt  des  «Hanns  Fromman.* 

EiDleitunK:  Zweck  des  Werkes  ist,  renmfitif^e  SOoder  so 
bessern.  40  v.  üads  Fromrniui  i&llt  nach  einer  Krankheit  ia 
Scheintod,  wird  zu  Grabe  getragen,  erwacht  Jedoch  ao  der 
KirchhofstOr  v.  1—28.  Er  enftblt  nachher,  ein  Engel  habn  ihn 
in  der  Verzückung  gen  Himmel  ßeführt  v.  29—66.  Br  malt  die 
Fracht  und  Herrlichkeit  des  Himmels  aus  v.  67— 102,  die  Lob- 
preisung Gottes  durch  die  Engel,  Patriarchen,  Propheten,  Seligeo 
V.  103—120,  ilire  Eintracht  und  Gleiehheit  v.  121— UÜ,  ihre 
Sorgaofreiheit  v.  143—146.  ihr  wundorbares  Wissen  v.  147  —  HR. 
Das  Anschaoen  der  Dreirattigkeit  gäbe  ihnen  einen  leac)it«nde  d 
»tarken.  geschninden  aod  engelgleichen  Leib  r.  157 — 196,  die 
Märtyrer  erstrahlen  im  Schmuck  ihrer  Wunden  v.  197 — 206.  Im 
Himmel  ist  ewige  Freude  v.  '^07 — 216.  Daran  schUeßea  eich 
Ermahnnngen,  wegen  dieser  Herrlichkeiten  die  Heimat  im  Himmel 
zu  suchen,  aber  doch  nicht  das  weltliche  Amt  tu  Temachlassigeo 


•ehr  holpriges  Godicht  »inos  jicwisten  AndrcM  Pfl&ob,  du  die  F^h«!  rtoeh 
einuml  eniblt.  Mit  auvdTficklichvr  Boz umnähme  «uT  Lnthvr  dichtet  M. 
Elajncaciui  lainctn  .Htm  PfritTiii  «ilri  Hui»tor  R^ck«,*  s.  S.  &  Ü  d«« 
Mullescbvn  Neudruck»  Nu.  36,  der  liiS  iu  I.elpxif;  crvclieint  und  sehr  üb* 
befADgon  Belbet  Pdtnis.  l'aiiluR.  Uagdilon^i,  Mose»,  ZaohäDs.  die  niKchildlgM 
Ktndor  in  derben  mund&rllichiMi  ADsdiflckon  reden  lailL  Der  Stnff  Irt 
»lieh  in  «■indni  (iriminschnii  MUfrhtMi  rpftretcn,  A«f  .i'rnii  Schnips"  BfirKcn 
und  fein  cnglitcbeii  Vorbild  wcüt  die  Kinlcituiig  dos  Neudruckes  S,  VII  hin. 
Die  Gßitehichti!  kommt  «chon  in  dor  ItiogrAfihio  dos  Arscnin«,  des  t-lniAhen 
des  Arkadiut  uud  Hunvriua,  ver,  die  Thcodoni»  Sturditaf  626  Ton  ihm  gibt, 
und  die  Bolt^  in  d<ir  Zdittehr.  f.  du«h.  Phil.  Bd.  XX.  S.  338  nebet  uiitjn 
BeleifOD  aus  der  ijattisti  acliäu  LiUrutur  pitteilt. 

•)  Werke  od.  ^.  t.  KaUbt  Bd.  23,  ä.  113  ff. 
•)  Bd.  21.  S.  180  BT. 

*)  Bohadc.  Satiren  und  raaqnille  aas  dar  Itcfonnatiotiiieit,  Hannernr 
1856  I  S.  Ü9  II.  u.  11  S.  15  S. 


9 


T.  S17 — 38ß.  Daraar  enihlt  Bans  Prcmnian  seineo  Weg  zur 
Rfille,  aber  deren  Ausseben  er  zur  Warniing  berichten  soll 
V.  287— 3U.  Ihre  Gestalt,  Lage,  die  Plagen  der  Verdammten 
werden  bescbrieben  v.  3IA— 360.  Im  Gegensati  \m  den  Seligen 
leb«o  sie  nicht  in  Ciotracht.  sondero  in  Daß  und  Neid  t.  3R| 
bis  364,  sie  verfluchoD  Qvtt  v.  366  —  370,  ihre  leiber  siod  nicht 
hell,  gondern  ichwarz  v.  371 —380,  ihr  Jammergeschrei  erfOllt  die 
HfiUe  V.  381—406.  Kiozelne  Stimmet)  werden  laut,  durch  die 
der  Dichter  bestimmte  LaitUjr  seiner  Zeit  charakterisiert,  ein 
Wucherer  407  —  534.  ein  schlemm  er  hafler  und  hartherziger  Bauer 
T.  535  —  646,  ein  Jüngling  v.  617 — 734,  «lue  putiadchtigc  Uame 
V.  735— 8I'2,  ein  schmeichlenBoher  Hofberr  v.  813  —  924.  Das 
Schema  ist  bei  allen  dä^^ielb».  Der  Venlammte  gibt  in  einer 
Klage  ober  sein  früheres  Leben  eine  Schilderung  seiner  Laster, 
dann  verspottet  ihn  der  Teufel  in  einer  öestalt,  die  an  deine 
Vergehungen  erinnert,  den  Wacherer  als  armer  Handwerker,  der 
um  ein  Darlvben  bittet,  deu  äcblemmer  als  Uöllenwirt,  den  Jflng- 
liog  aU  i!ecbkumpan,  die  Jungfrau  als  adeliger  Tftnztr.  Hit  einer 
erneuten  Kla^ie  wint  jede  Penon  abgetan,  nur  dem  Wucherer 
nntwortet  der  Teufel  noch  einmal,  die  Klage  des  Hofhemi  vrird 
gleich  durch  ein»  Rott«  Teufel  abgeschnitten,  Es  folgt  ein  Klage- 
lied aller  Verdammten  über  die  Groß«  und  ewige  Daner  der 
Strafen,  die  beim  jüngsten  Ocriclit  noch  eine  Stftigerung  erfahren 
V.  925—10-^8.  Davon  wacht  Uans  Fromman  auf  v.  1029—1034. 
Den  Schluß  des  Gedichtes  bilden  ErmahnuDgeti.  Der  Verfasser 
betont  die  Wahrheit  des  Geschauten,  aber  seine  Onfähigkeit,  es 
angemessen  darst^illen  zu  können  v.  1035—1090.  Er  warnt  bei 
der  Dnguwißhüit  du»  LebL>ii«endeit  vor  HntraH,  Geiz,  üunucht, 
Zorn  und  Neid,  Saufen,  Gotteslästerung,  Zank,  Wucher  und  Dieberei 
V.  1091 — 1174.  Die  Obrigkeit  soll  für  gut  Gericht.  Ordnung  und 
christUohe  Lehre  sorgen,  Gewalt  und  Plagen  der  Untertanen 
meiden  v.  1175—1192.  Denn  das  Weitende  ist  nabs  v.  1198  bis 
1306.  Der  Tod  raiTt  ,die  Beioh.><ten  und  Mächtigsten  dahin 
V.  1207—1280.  Die  nötige  Buße  und  der  Widerstand  gegen  den 
Teufel  kann  mit  Hilfe  des  heiligen  Geistes  geleistet  werden 
r.  1331  —  1262.  Dos  Gedicht  schließt  mit  einer  Bitte  au  Christum 
um  Erlösung  und  Gnade  v.  1263—  1820.  Di«  Qossmtzahl  der 
Verse  ist  also  1360. 


10 


Die  Ausgaben  des  Hanns  Fromman. 
Ehe  ein  Veri;leicli  mit  der  erveiterieo  Bearb«ilung  tdd  15S8 
vorgenrtinineii  wini.  ist  lu  benioksichtigen,  ob  diese  Ausgabe  deo 
vom  Verfasser  letztlich  gewollten  Text  enthalt.  LtenD  in  demselben 
Verlane  j^t  Iä8i>  eine  2.  Auflage  tn  8"  herausgekomineD.  Das 
vou  mir  benutzte  und  einzige  mir  bekannte  Exemplar  betindet 
sich  io  Wolfenböttel. 

Ks  z«igt  sich,  daß  diei«  Auflage  bis  io  die  Einutbeiten  der 

Orthographie   mit  der   vorit;eD  Ubereinstimint.     Audi  sie  bat  die 

obd.  Schreibung  ai  wie  158'i.   «loch   mit  deriH'lbeu  lokonisßqueDZ. 

vgl.  HF  8^  :  waiO  A  3j,    Zaiehen  H  'i^.    Mnii^ter  0  i,,    Saittenspit 

£  I,,  tniiiimuff  y  3j;    nebecuiuandur:    aiu  mai»t(^u  C  4j   allermeist 

6  3,,  Scbtraitl  D  2,  schweill  D  3, ;  fälschlich:  gestraiflt  El, :  mbd 

ei    i^t    ei    geüchriehen   in   Kleiderlein   El,,    Geist  6  3,.     Beide 

Ausgabeu    verdumpfcii   &  zu  ind  'j    io    Bohr  82  A  3,  —  85  A  3,. 

Vom  Solzer  stammen  geringu  AbwvicliuageD  wie  82  F  4^   Biß 

auff  die  l^itite   Himnietrart  =  86  C  ti,  .  .  hinnefari. 

Der  Test  ist  ISSf»  -ix  verachlechtert. 

82  C  2,    Ir  Leib  ist  schwan  gleichvie  ein  Brandt  .  .  Vernug 

.  .  Muß  .  .  Wird. 
6{^  B  1),  Ire  Leib  .  .  Vennßgen  .  .  M&ssen.  daco  auch  aiog. 
82  F  2,  Darauff  Christus  mit  seinen  Gseltn 
Vber  vna  wird  /•ia  Vrtheil  felln 
Auch  seinen  Stab  vber  vds  brechu 
65  C  4b    UraQß'  das  Kndvrtl  vber  vns  all 
Ergehen  wird  |  mit  hellen  schall  ) 
dann  wie  1582! 

Vor  dem  Erücheinen  de»i  „Treuen  Eckart"  ist  noch  eine  dritte 
Auflage  erschienen  Augsburg  15H7,  S'^.  Sie  i^t  ein  Nachdruck 
der  Ausgabe  von  1586  (oder  einer  ihr  ungefähr  gleichlauteaden). 
ä^  »ie  uucli  die  beiden  verderbten  Stullen  hat.  Sunst  ist  disr  Test 
in  dem  nicht  sehr  sorgfältigen  Nachdruck  mehrfach  rerschlechtert. 
Der  Druck  zeigt  noch  Sparen  <J«r  ^Itun  Aug^burgor  Sprache '). 
Kr  hat  die  Schreibung  ai  Tör  alton  Diphthang  etwas  häufiger  als  1 582 
vgl.  1582  A  3,  eigen  —  1587  A  3,  atgen,  82  B  1,  gemein  —  8T 

')  Vfcl.  K.  V.  Ilaliiler.  (inindla^fui  der  ntid.  UoUTrteini.  StraDliiint 
1890,  S.  17—«. 


A  ä,  gemaio,  82  C  2,  Geister  —  87  B  2,  Gsister,  so  regelm&Oig, 
82  C  ^,  er  heist  —  87  B  2,  baist,  docb  rUschlich  ai  in  87  C  2, 
Schalmaien  —  82  E  2,  Schulraejen,  ei  geschrieben  in  87  C  7, 
iDäinunff,  8*2  F  3,  mainting,  weiß  87  A  .%  (nonst  aiich  waiB,  z.  B. 
A  6,)  82  A  3,  waiB.  P«roer  schreibt  diese  Ausgabe  regelmäßig 
Ar  mhd  uo  ä,  wo  1582  u  bat:  z.  B.  Gät,  Böü  (82  C  4,  BueQ) 
Olät,  tut,  Wucher,  hochmAt,  Tuhr,  genüg  u.  s.w.  Audi  ist  der 
Umlaat  Dicbt  in  dem  Cmfange  bezeichnet  wie  158'i  vgl.  158j 
A  4,  geiückt.  RcrQckt  —  1587  A  4,  gotuckt.  geruckt,  82  C  4, 
gÖIdeo  —  87  B  4,  Gulden,  82  0  I,  vnscliftldtg  —  87  D  I,  vn- 
scbuldig,  82  [)  2,  dfinkeo  —  87  B  <>,  dunclctiti.  Auch  üKbeJdet 
dieser  Druck  noch  umgelautetes  natid  u  und  alten  Diphthong  : 
vifl.  A  2,  Sünder,  Wkünimert,  A  2,  hülfl,  A  4,  hUpsrb,  A  fi,  gründ- 
lich. A  t>,  Voglück,  färwar,  It  2,  verkündigun,  R  Ü^  für  u.  a.  w,, 
und  A  2}  Trb,  gem6le,  ITim.  A  3,  fAlt.  A  4,  grasü.  A  i,  rAlTen, 
sdfe,  8  6,  r&ren;  dach  auch  A  6,  wfinscht,  ü  ti«  rämpltt,  »chfim. 

Von  soDstJgen  Ausgaben  Aa  Hanns  Protnman  erwiihnt  Qrtese, 
Tresor  de  livre;  rar^ü  «t  pr^cieux  B.  VU  Dresden  186.S  noch; 
(Magdeburg)  1594  8",  Nürnberg  1594  8",  9.  1.  Ifil3.  Weiler, 
Annnlon  der  poetischen  National litterstar  B.  II  Freiburg  i.  B.  bat 
unter  seinen  Erganzangcn  zu  Q&d#ke»  ßibliograpliie  Ringwaldts 
(Grundriß»  S.  5i:i  — 517)  8.383—385  noch  eine  Ausgabe  s.  I. 
1607  S".  Leider  konnte  ich  trotz  der  Hilfe  des  Auskunitsburenus 
deutscher  Bibliotheken  keine  Rxemplare  aufTinden. 


n.    Der  „Treue  Eckart"  und  sein  Verhältnis  zum 
„Hanns  Fromman". 


I.   Absicht  und  Einkleidung  der  Neubearbeitung. 

Im  Jahre  1588  erschien  «ine  neue  Bearbeitung  des  Hanns 
Fromman :  Christliche  Warnung  |  des  Trewcn  Eckarte.  [  Darifieo 
die  ge-  j  l^eoheit  des  Himels  vnd  |  der  Hell«n,  sampt  dem  zu- 
stande aller  I  Gottseligen  und  verditmpteQbögriffen,  |  allen  Frommen 
ChristcD  zum  Trost,  den  |  verstockten  SfiBdorn  zur  vor-  |  waraung, 
in  feine,  gute  |  Reim  gofasaet.  |  Durch  |  Bartholi)meum  Kingwaldtl 
Pfarherm  in  Langfeldt  |  .  .  .  Gtsdruckt  zu  Fiaockfurt  an  der  Oder, 


19 


darcli  Andreatn  Eichorn  I  Anno  I  ACDLXXXVin.    T>iese  ßearbei- 
iaag  erweitert  die  erat«  Aiu^abe  von  1360  auf  3938  Verse. 

b)g  fragt  sich,   welche  Gründe  die  nonbtnalige  Beschäftigung 
mit  diesoD]  Stoffe  veraolaßt  liabeo.     Die   Absicht  der   Schrift 
epritiht  Ringiraldt  in  einer  Vorrede  in  Prosa  aus.  die  für  die  ge- 
reimte von  1582  eintritt.    Sie  ist  gerichtet  an  seinen  Patron,  den 
Graren  von  Hanstein      ,A1I   dieweil    denn  jetzunrt  die  Menschen' 
kinder  (wie  zur  Zeit  Noha)  reclitsciiatTen  Rob  I  sicher  I  gottloU  l  vnd 
vorgeseen  sindt  |  vnd  nebcD  den  t  der  Tag  des  Berro  |  so  nahe  herbei 
itoRimen  I  das  aticli  irot  allbereit  |  etliche  kinder  (denselben  zu  erleben) 
Ia<^chteD  geboren  sein",  so  habe  er  , allen  Gott  üeligeo  vnd  betrAbtea 
Christen  zum  Trost  I  den   vnbu^fertigen   SAadem   aber  zur   toi 
Warnung"  den  Eckurt  geachrieben.    Also  im  niiiblick  auf  das  nahe 
Weitende  werden  die  Oeheimnisse  tod  Himmel  und  B4lle  dargelegt, 
um  die  Menschen  lu  bc«sem  oder  lu  trüsten.    Diese  eigentflinl iebe 
Spannung  bat  sich  »Iso  in  den  Jahren  I&82— 88  gesteigert.     Sl 
flndet  sich   auch    in   seinem   auüführlichsten    Werk,   der  „Lauter 
Warheit"  die  zuerst  Frankfurt  8.  0.  1585   erschien,   also    gerade 
in   der   Mitte   zwischen   den   beiden    Bearboilungen   des    Trunen 
Elckart«    liegt.     Er    vuHangt,    Vorrede  A  3,,    dall    „alle    getrewe 
HauTshaiter  vber  QotLes  gehetmni!)"  ihre  Stimme  gegen  die  Sünder 
Briii>ben,  ,ob  sie  noch  deren  etliche  |  so  in    des    TeuBots    Baadan 
zu  seinem  willen  gefangen  liegen  |  erledigen  möchten."     Denn  dii 
2.  Tita.  3   TOD   Paulus  geweii^sagten  Zeichen   für  den  Untargai 
der  Welt  seien  schon  da,  es  gäbe  nur  noch  Titelchristen,  «od  ü\i 
Laster  herrschten  fri-i.     Von    ihrem  Untergänge  rerkflndeten  ,dift 
BtammeiD   Prediger  am   Himmel  l  als  da  sind   grosse  Winde  ]  er- 
sctireckliche  vogewitter  |  Kometen  |  nAchtliche  Straten  |  und  die 
offt  befinsterung  der  fftrnembsten  Liecliter  |  neben  feindlicher  »n- 
blickoog  I  zasammunkAnfnen  I  viid  gleich  wichtiger  berathschlaguog 
dar  jrrenden  Planeten"  ■).        Weitere  Zeichen    fbr  das  Ende  sind 


'* 


4 


')  LW  A2|,i.  Wl«  aebr  R,  -kieniüt  die  Sliiumun^  froitoter  KreiM 
auBsprieht,  laigen  die  HngblSltPr  der  Zeit.  Weller  führt  a.  a,  O.  «Iltin 
Ton  1565— 6S  aoktio  &»  Abur  die  7mchaa  am  Himmat  Nc.  333,  3S3,  37i, 
877,  413.  41.^,  475,  535,  äbm'  Wulkonbrfielie,  Übcrsrh««ininung«n  und  Ua- 
gtiwittor  N...  864,  3G5,  367.  476,  478,  4M,  502.  515,  519,  550,  566.  Dm 
Ant  Jobm  PincQÜiiB  fibc  1567  oine  Sanmlnng  lolchar  Wandaradehtft 
seit  1517  Lu  i  TuUoD  licraiu.    Der  boitu  Beweis  f&x  doo  in  der  Bulelunc 


13 


ibm  Teuerungen  1582,  83,  84,  97,  Ilrandschaden '),  der  .zanok 
am  Rein*"),  den  der  Enbischof  Oobliard  tou  Köln  mit  seinetn 
Domkapitel  fQbrte  um  den  Besitz  des  IHstums,  die  TArkengefahr, 
die  päpstliche  Liga  u.  s.  «.  BedeuleodereD  Eindruck  mußt«  auch 
die  Pest  auf  ilm  macbeo,  die  in  Schlesien  and  der  Mark  I88&, 
darunter  aucli  Fraukfurt  a.  0.,  Drusaun  und  vielen  audereii  Städteu 
seiner  Nachbarschaft  so  hellig  wütete,  daÜ  in  Hrestnu  z.  H.  von 
•tOOOO  Binwobnern  9000  starben  *>■  Bei  dieser  greifbaren  Nabe 
des  ({üttlicben  (iericbtes  glaubte  er  darcli  eine  neue  Ansmalang 
Ton  Himmol  und  Hölle  am  bssteii  wirken  zu  kdanen. 

Das  Erscbeinangsjahr  1588  ist  auch  wdIiI  kein  zufalliges. 
Es  blieb  nicht  bei  der  Ahnung  des  Wellendes,  man  suchte  es 
auch  za  berechnen.  Lehrreich  ist  dafür  der  Anhang  zu  Gabriel 
Itollenbagens  oben  angefahrtem  Huoli:  „Zugabe  Etlicher  Warham^irj 
ab«r  bey  vielen  atteo  rad  newen  Qelerten  glaubwirdiger  |  LAgen" 
cap.  12  .Vom  j&ngsten  Tage."  S. '231— 47.  Hierin  ervaüiat  er 
unter  anderen  Feütsetzungec  dieaej  Tagus  auch  das  Jahr  1588. 
Weil  vonn  Auseug  der  Kinder  Israel  aus  Bgypten  bis  zur  Zer- 
stAmng  des  jerusalemischen  Tempels  1588  Jabro  vergangen  soien, 
SU  solle  auch  im  Ib^fi.  Jahre  nach  Christo  enlveder  die  Welt 
ußtergehen,  oder  sonst  eine  groUe  Veränderung  eintreten,  ber 
Pfarrer  Oregorius  Weiser  gibt  in  seinem  .Christlicher  Bericht  | 
Von  Vnaterblig-  |  keit  und  Zustand  der  Seelen  {  nach  Jhrem  Ab- 
schied |  Vnd  letzten  Handeln!  der  Welt"  *  Risleben  1588  (die  Vor- 
rede ist  vom  1.  Oktober  1582)  8.  129—130  als  Kesultatc  der 
Horcchnuiigen  des  Weltunterganges  an  1530,  1688,  1600,  1613 
usw.     Weiler  fahrt  a.  a.  0.  No.  (5d6  an  „Mew«  Zeittung.  Vnd  or- 


S.  i  butoTileD  /ugMiiiiiionlikTig  v>>n  lli!roriiikti»n  iiii-il  VI  iiii(liirg«iichinht<:r)  liegt 
in  den  Worten  der  Vurrode-  .So  man  alle  Hi«t.»rioti  'lurchlii<«itU  wird  inui 
nirgonda  findon,  dkll  jotnaU  lo  tiel  Wunduneichon  auf  einanduT  gangun 
wKrcn  nU  itiiger  Zeit  .  .  .  daß  ihn  Z weif ol  Gntt  etwa«  (iroUui  im  .Sinn  hut.' 
(AnKoffihrt  ■auch  Jaiimien  ■.  a.  0.  S.  417). 

•]  LV.  Frftrikfurl  «.  O.  töSS  S.  4.      Idi  tilU-ro  da»  Work  nach  dJuacr 
vcrmehrtuii  AuHrkc  vgl.  ben. :  .Welch  brunst  vnd  fewr  gewiit  bcdoiil  l 

Un»  ChrialUM  «ririt  in  kurUi-r  tcit  t 
Die  Kantic  weit  mit  Kewr  nnii^ndn*. 
»)  LW.  8.  5. 

*)  JansBAD-Psslor,  Gmehichco  riet  d«nt«ch>!iL  Volke*  B.  Vit,  Fmiburg 
1909,  S.  406. 


u 


[um, 

ank    J 

tldt     j 


k 


schreckliche  Prophecevung  ...  so  eich  rib  88.  J&r  aDfangeo  werden*, 
Haüßl  IbHT.  Ond  der  Setivi^ersobn  d^s  für  Utn^waldts  Kcbrift- 
Gtellcrei  H«hr  wichtigen  Frankfurter  Prolessors  Andreas  Moskulus, 
Andreas  Prütorius,  schreibt  in  seinem  „Hrabeion,  d.  i.  Kbrendank 
oder  aller  Grltidtu>r  Kleiuud'  Franckrurt  a.  O.  It>84  von  «der  »cbrO' 
liehen  Trübsal  vod  dem  greulichen  ach  md  weh",  das  im  Jah 
lä^tf  dbor  die  Welt  liereinbrechoii  wird.')  So  wftnseht  Ringwaldt 
selbst  dem  Örafen  voo  Honstein  and  dessen  QemahLin  ia  der 
Vorrede  7.1101  Treuon  Eckart  Gottes  Schutz  ,in  die:tein  sehr 
wDuderbarlicfaem  1  gefehrlichem  vad  beschwerlicbem  Jare",  und 
ebenso  spricht  er  sich  llber  dies  kritische  Jahr  aas  ia  L  W 
8.  1  —  2.  trotzdetn  er  nocb  nrei  andere  Berechnungen  des  Welt- 
unterganges gibt:  ca  1635  und  I$M.*|  Und  der  Umsland.  daS 
er  die  Vorrede  mm  Tr.  B.  am  4.  April  1588  als  dem  Todestage 
Herzog  Friedrichs  II.  von  Dänemark  datiert  —  sie  maß  damuli 
in  Wirklichkeit  spilter  abgi'faUt  sein  —  erhalt  eine  passende  Er- 
klärung durch  die  Worte  Rollen iiagens,  daQ  man  die  Prophezeiaag 
für  die  QetUbrlichkeit  des  1088.  Jahres  ßingotroffen  glaubte,  »eil 
,die  alte  boUbaffte  Königin  in  Frankreich  CaUiarina  Hedicaea,  vad 
der  [{ochl&hlich  Kf^nii;  Fridericu::  in  Dennemark  I  sind  in  dem 
Jabr  gestorben".  Der  etwas  skeptische  Bollenhagen  bemerkt 
allerdings:  «Als  wenn  die  andern  ewig  gelebt  hcttAn".  Ringwaldt 
hat  wohl  mit  Absicht  sein  Ruch,  durch  Unruhen  und  Plag(>n  der 
froheren  Jahre  erachreckt,  für  die  besonders  schwere  Zeit  im  J 
1588  erscheinen  lassen. 

Zum  Träger  der  Haii<llung  ist  statt  des  Hanns  Frommao  doi 
getreue  Eckart  gemacht,  die  Gegenfigur  tum  uDg<'>treaeD  Sibich 
der  UorlungcDsage,  der  typische  Vertreter  der  Manoentreiie.  Auck. 
im  16.  Jahrhundert  ist  die  Uarlungensage  sehr  bekannt,  wie 
ausführlich«  Erwähnung  bei  Agrikola  zeigt').  Durch  die  Ver- 
binduDg  mit  der  Tannhaueersage,  die  literarisch  zuerst  im  15. 
Jahrhundorts  in  der  M&hriu  Uermauns  von  Sachseoheim  sieb  zeigt  *i, 

*)  Chr.  W.  S|iivker,  Lubcn«geHcli>i:hti^  de»  AndTcns  Mtiacolna.  Fruä- 
fort  *.  0.     !»S8.  S.  373. 

")  LW.  ß,  «19  u.  ai8. 

^)  AuDIi!4(unft  rmiriMiiiir  ditulachcr  Spriohwi^rtiir,  T«il  II,  Spever  iSf!. 
Na.  667. 

*)  W.  Hertx,  DoDUehe  Sm^o  im  BUaLi.  8tuU«ut  IS73,  8.  ilA.  - 
Er.  ScIiiiiiilL,  ätuilien  und  CliuaklnriiLikoti,   i.  Heihe,  Herlin   1901.  S.  M. 


L 


aiiiltt  der  gisrmaniKcbe  Hclil  itllin^iblich  zum  iSittenpreiligiT  burab. 
Er  ist  ab  Waroer  der  SSBder  anstatt  des  g«wohiilicb«a  Wald- 
bruders «elir  b«liebt.  So  to  ri«ni  Faütoacliiispiel  von  jQrg  Wickram') 
153^  uud  besondere  bei  llaiis  Sachs,  wo  er  aoflritt  im  Ptutnaclitü- 
apiel  .der  FÖrwitz",  im  ,Horge»J&d  Veneria",  ia  .Ein  clagred 
Deutjichlanilvti  und  gesprech  mit  Jetn  getreweo  iickhart.")  Er 
gilt  hier  meisbeDs  als  der  Vertreter  sittticbcr  Aaäcti&uuugeu  uhoe 
oiae  beModere  Verknüpfung  mit  doo  rvligiöoen  Üedanken  von 
Strafe  und  ReloUaDOg.  [>och  der  VeoBsberg  verwandelt  sieh  id 
die  Hölle.  In  dem  erstt  1586  bei  A.  Kichorn  in  Frankfurt  a.  0. 
gedruckten,  aber  bereits  1^49  iii|i8pandau  aufgeführten  „Trostäpiel 
Ten  der  Oeburt  Obiisti,  VDod  Heredis  btuthundes"  ■)  sagt  der 
Teafäl  Blendelustns  v.  1275:  , Meine  Wohnung  ist  in  Venus  Berg". 
Der  Pfarrer  Florian  Üaul  sagt  in  seinem  «TaDiteuffel' *),  wer  l>ei 
dem  gottlosen  Tanzen  unversehens  stürbe,  würde  in  .Nobis  Krug 
oder  Venus  Berge'  fahren.  Eine  „Wunderliche  Zeittuiig"  von  1590 
berichtet,  wie  ein  Pfeifer  and  ein  Trommler  im  VenuBberge  den 
lifillixcheii  Oustulteo  xmn  Tanif  uutspieleu  müssen.  Und  tn  der 
S.  Schrift,  die  der  Band  der  Beritner  Bibliothek  entliält.  einer 
Klage  dfr  Ritern  über  ihre  Kinder,  heißt  es  K  I,.:  „Ir  ^eid  sehen 
LeibhaOttg  im  Venus  Berge  |  da  der  Uoffertige  Tauffel  Haff  helt". 
So  kommt  depn  auch  Eckart  in  Verbindung  mit  der  Hölle. 
Arentin  sagt  in  eeiaer  Chrenika  Frankfurt  a.  M.  ISßfi  BL  52,: 
^Heccard.  den  haben  die  alten  f&r  ein  Richter  voter  das  Uior  der 
Uelieu  gesetzt,  der  die  Lout  gewarnt  viid  gelehrt,  wie  sie  ^ich  in 
der  Hell  Hollen  Iialten^.  Dnd  die  (leatalt  Eekarts  muQte  Ringwaldt 
für  seine  Sittenpredigt  auch  darum  als  geeignet  (tr^cheint!».  weil 
Andreas  MudkuLus,  der  auf  ihn  großen  Binßaß  geübt  hat,  wie  noch 
gezeigt  werden  wird,  Uontschlaud  miteineni  Vonusberge  vergleicht  *) 

')  Uciurg  Wickram,  Wnrkn  Bd.d,  hRrRuxgcgcbniiT.  J.  Rolt«,  Lit-Vravin. 

'J  WiTki-,  lioraurtfjC.  you  A.  v.  Kdlcr,  tittiUgarlur  [.it.  Vmritiii  Bd,  7. 
H.  183  S.,  Hd.  II  S.Str.,  8.  352  ff.  P&r  dio  x>n>ligun  inblroichun  Ervikh- 
eaogcD  boi  FisctiHrt  v.  ».  v^l.  Kerlt  «.  a.  0.,  S.  •iii—1tS8:  Bolte,  Bin- 
loiLung  XU  Wickratn»  PiMtuscliUHpinI. 

'}  HcrauNt;.  vQti  Etulte.   M&ikiicbo  Furücliungtiu  No.  18.   Borliti  I8M. 

*>  loh  iitimunB(:liilouiTlii-atruuiI>iabuL*iun,l'VMkr.a.M.  1587.  n<l.I  179,. 

*)  ti:l.  .Huion  T.^iill'ul-.  tVatikf.  a.  0  I^Ü.l.  it  7,:  .UvutachlAiiil  lut  der 
<  unuradiBiublu  toufTel  gar  büaoinuu  *ad  oiiLgDnuiutiti  |'  daii  jfUnndvr  mabr 
Dicht  I  tchaiii  vud  vrbarkuil  im  V>>uusburi[  |  vud  rur  leilten  in  Aoa  hinder- 
houiurti  ijawuKUD  tut  |  ni*  boj  ms  JeuUchon.' 


]« 


Die  boiiutzuDg  der  Figur  des  trauen  ßckarts  also  ließ  d( 
Üharnkter  eeines  Werken  als  Büßpredigt  starker  henrortreten, 
beim  Hanns  Rrominan. 


3.    Die  Veränderungen  des  Textes  von  1562. 
Die  Grweit«run);  tod  1360  auf  3938  Veite,  wie  aio  im  Treaen 
Eckart  von  1588  vorliogt,  iit  uicht  immer  zum  Vorteil  des  Werkes 
rorgeDommen.     Das   zeigt   sich   an   der  DisposiÜen   des  Stoffes. 
1582  gliedert  sich  die  Beschreibang  des  Himmels  klar  in  die  des 
Ortes  uod  seiner  Bevobcer,   vgl.  S.  8.     Wiederholuiigen  konamen 
nielit  vor.     15S8  dagegen   bricht  er  Cfters  eine  Schilderung  ab» 
Dm  Bte  wieder  aufzanehmen.     Er  beschreibt  b  5,  —  B  6,  die  Eio- 
rtclituDg  des  himmlischen   Hauses,  hört  dann   damit  auf,    weil  «a 
zu  viel  ftlr  menüchlichea  Rennen  sei.     Doch  nimmt  er  die  Schil- 
derung sofort  wieder  negativ  auf  K  7,  —  C  5,  in  dem  Abscbni 
gFemere   BeschreibuDg   des    mmeU".      Hierin   spricht   er    aach 
schon  über  die  himmliscbeu  Bewohner.  G  6,  —  D  &|  ist  ein  ganz 
ähnlicher  Abschnitt:     „Peruer  bericht  |  Vom  zustande  des  Himela 
vod  aller  Qottsoligcn".     Er   bezeichnet  ihn  selbst  als  ,Be(»etitii> 
Priorum".    Und  dann  greift  er  dies    nochmals  auf  D  5,  —  E  3, 
„Ferner  bericht  vom  zustande  der  Qottaeligen  |  Als  nemiich   du 
eie  Gott  schawen  |  vnd   was  eie   wol  daruon  babep".     In  diesen 
Abschnitten    tauchen    neben    iieuoo   Gedanken    immor  wieder  die 
alten  auf.     Er  SuDert  sich  über  die  Eigenschaften  der  himmlischeD 
Leiber   auaführlich  3  mal:  B  8,  —  C  1,,  D  6,  — D  7„  E  Ü,.     Das 
letzte  Mal    beginnt  er  denn  aacti   seine  Schilderung   mit  einen 
„wie  obgedacht**.     Eine  ebenso   ungoschicktr  Verweisung   ist  es, 
wenn  er  die  Erzählung  B  8,   von   den  Gott   lobpreisenden  Engeln 
erst    fortsetzen    will    „Von   hinnen  aulT  dem  f&ufften   ßlat    da  et 
wird  haben  besser  atat";  vgl.  ähnlich  D  7,.    BesoDderen  mißbrauch 
treibt  er  mit  dem  Zuge,    daß    im   Himmel  alte   leuchten.     1582 
spricht  er  davon  nur  v.  157  ff.,  197  f\'.     1588  dagegen  erzUiU  er, 
daß  di«  Drejüinigkoit  den  gauicu  Himmel  erleuchte  B  7|,  daß  die 
Gestirne    funkeln  B  7,,    ebenso  die  Engel  R  7,    und    die    Anser- 
wahlten  B  81.     Ihre    Leiber   sind   ein   „reines    Fewr"  R  81,    aus 
ihnen  leuchtet  Friede  und  Gerechtigkeit  Clj;    sie  teucbtea  wie 
Halbgotter  C3,.    Der  Thron  Gottes  ist  nie    .ein   heller    Blitt* 
C&ii  ihn  amstehen  die  Engel,  ,die  fewrigen  vnd  atarkau  Ueldt* 


.1.      I 


It 

CA,:  sie  göDOflo  aocli  den  MeiucbcD.  daß  sie  „leuchten  ¥rte  di« 
Stein"  C  5,.  I>u  Ansdiaaeo  der  gluttvollen  Oottiieit  durchdriogt 
die  Seligeo  wie  eio  Stnbl  C  6,,  t\v  haben  je  nach  ibrer  Wirk- 
äankeii  auf  Erden  venchiedeneD  Glanz  CS,  —  D  2,.  Der  neue 
Himmel  ftinkelt  .wie  eio  Sehmaragd"  D  8,.  nod  die  Erde  mit 
ihren  Pflanzen  »nach  CbristaUeabmidi'  EI,.  £«  ist  klar,  daß 
ein  sokhea  hell  in  hell  gemaltet  Qem&lde  nnr  ermfidend  wirken 
kann. 

Doch  Terdeatlicht  er  dorcb  weitere  AnsfAhrnng  -rieles, 
das  1582  nur  Angedeutet  ist  Er  macht  die  Sehildemng  de« 
Himmels  ]68'2  v.  Hl  —iO-2  dadarcb  nnnfilliger.  daS  er  darin  T«r- 
scbiedene  CbOre,  riele  Zimmer,  hohe  Tbore,  in  allen  Farben  de* 
Regenbogens  gi&nzend  and  .aas  lanter  Inflt  gABucht",  beschreibt 
R  &„  und  den  Eckart  Tafeln,  Stähle  und  Bfloke  darin  sehen  tafit 
ß  ßf  Die  H6Ue  wird  1582  t.  315  —  360  knapp  geschildert  aU 
eine  linstere  Grabe,  in  dar  ttet^  Kacht,  Doooer  and  Bliti,  Hanger 
und  Durst.  Hitie  und  Kalte.  Sande,  Tod  und  Teufel  herrscht 
1&S8  wird  sie  K  >>,  —  E  ti,  mit  einer  Uailstabe  TLTglichen,  deren 
Baok«  .mit  aller  valut  rberpicht*  rind.  Die  TAr  iit  nach  der 
Vorstellung  der  Zeit  .eines  Trscho  Weit  aufgesperrter  tieffer 
Racbn*"),  Würmer  und  Schlangen  kriechen  darin  umher,  wie  ein 
Meer  wallt  .ein  gf-schmeltzte  £ii«D  glnt'.  Wahrend  1^82  v.  157 
bis  196  nur  knn  die  rier  EigemchaRen  der  hinnliscfaen  Leiber 
betfcbriebon  werden,  ihr  Glaoa,  ihre  Gaidnriiidigkeit,  ihre  St&rie, 
ihre  AlldnrchdriDgllchkeit  und  ÜDverittiUefekeit,  so  ist  e«  ein 
Vort«il  der  Schilderaog,  wenn  158S  die  8tirke  de«  verklärten 
Leibes  dadurch  erläutert  wird,  dall  Eckart  1000  Zentner  Silber 
wie  .ein  stiiek  gewandt"  trtgt  D  ',,  daß  er  durch  FlQne  und 
Berge  geht  D  7,,  daä  die  Seligen  mit  scharfem  üesicfat  in  die 
Sonne  und  die  HoUe  echaDen  kooneo  D  7  i.  Die  paar  Verae  1562 
T.  Sßl— 36-(  aber  d«D  gagaoaeitigao  BaB  der  Verdammten  werden 
\b^  E,  —  F  I,  in  60  v.  dafcia  nagafUrt,  daü  xw«i  Kuritumpaae 
ond  ein  Weib  mit  ihrem  VerfDhrer  streitend  und  jammernd  dar- 
gestellt werden  und  enifali  wird,  vi«  .DntzbrAder  1  Beuber  |  Zecb- 

*)  Tgl.  41«  UwUllnt  ifl  dw  rmlommtiam  s, ».  in  tM*rm  li«S 
uuh  d«B  Ftaae,  der  in  4Mr  'ImMOtla  4m  iliaHAea  liL  voa  F.  r»f  t  nd 
U.  Kocb'  1904.  Bd.1  &XM  wliJinytia  M,  «d«f  I>«r«r<  «rMry- 
tüeh«  Itoittf  ud  im  W*k«*fi<te  i«  4et  IM«««  faMtoa. 

Vfiacr,  innim»  mumm  COkMi  ' 


i 


t8 


»p4 


gesellen "  sich  rorllDcheD  und  gegenseitig  Schuld  an  ihreni  tTngiäck 
gaben.  M 

QaoE  neue  Abachnitte  sind  in  der  Schilderung  von  Himmel 
und  Hölle  ,Iin  Himmel  ist  nur  einerley  Sprache"  C  7,  —  C  8, 
.die  Gottseligen  haben  nicht  gleiche  gaben  vnd  gUnts"  C  8t  bis 
D3i,  „Im  Hiinel  ist  kein  Neidt'  D2|  — 0  3},  „Im  Bimal 
Verden  wir  einander  kennen'  D  3,  —  D  5,,  nVon  heaUctieT  m 
gestatt  der  bAsen  Feinde  |  Vnd  von  der  plage  j  weldie  die  ve 
dampt«D  von  jhnen  haben'  116^1  —  U  7i,  und  „Gottes  Zorn  ist 
aller  TenfTel  vnd  vordsmpten  gröüt«  plage*  H  7,  -  H  8|.  Aach 
diese  Zusätze  zeigen  das  Bestreben  des  Verfasüers,  dmcb  ausfOhr- 
Uche  Darstellung  des  HimmeU  und  der  Holle  sein  Work  ein- 
dringlicber  zu  machen.  Hier  hebt  er  auch  im  Oegensati  zu  lö82 
Selige  mit  Namen  hervor  und  belebt  so  betrfichtlicb.  C  8i  -  D  -2| 
sieht  er  neben  Kircbenvltom  auch  Luther,  Melanchthon,  der  Knr- 
först  Jobann  Friedriob  singt  mit  Josaphat,  Samuel  nnd  David  ein 
Tedeum,  und  seine  Gemahlin  Sibylle  steht  bei  der  hl.  Klisabetb, 
Maria  und  Sara.  Noch  mehr  zeigt  sich  dit-su  künstlerische  Vet^ 
meDschlichung  des  Odltlichen,  die  das  Mittelalter  auszeicbnot, 
D  3,  ~  D  &,,  vo  Bckhart  von  Juda,  Jesoph,  Benjamin  und  ße- 
bekka  begrOUt  wird,  wo  so  wenig  sozialer  Unterschied  herrscht, 
daß  David  mit  dem  armen  Lazarus,  der  SchAcber  mit  Johannes 
spricht,  itQd  Zacheus  „mit  den  vnschuldgen  kinderlein"  i<:pielL 
Auch  Vordammte  werden  mit  Namen  aufgeführt  B  7j.  W« 
Ringwaldt  daran  eigentümlich  i»t,  wird  die  UDtersuchaag  dn 
Quellen  :u  seigen  haben. 

Neben  diesen  mehr  poetischen  und  mystischen  Zusätzen  zn 
der  Schilderang  vod  ]5$3  tindet  sich  eine  Aniahl  dogmatischer, 
die  besonders  den  Pfarrer  charakteriaieren.  Es  kommt  ihm  wie 
seinen  Amtsgenossen  darauf  an,  eino  objektiv  richtige  Darstellaog 
von  dem  Wesen  Gottßs  und  seinem  Verhllltni<i  tum  Menschen  sn 
gebun.  Er  rOhmt  danim  an  den  Himmlischen  Ü  7,,  daß  sie  das 
Wesen  der  Dreieinigkeit,  das  Ocbeimnia  des  Sohnes  und  der  Aus- 
gießung  des  Geistes  kennen  usw.  Er  beschreibt  das  Wesen  der 
Dreieinigkeit  C  6,  —  C  6,  und  D  7,  ausfiklirlicher.  Ton  Christi 
QegeDwart  beim  Abendmahl  spricht  et  B  2,,„  über  sein  Erl&sungs- 
werk  von  der  durch  Adam  versclmldeten  Erbsfinde  nnd  den  Uater- 
sohied  der  van  ihm  gescheokten  Gerechtigkeit  von  der  durch  das 


I 

J 


1». 


Oeseti  C  1,  —  C  3,  in  92  v.  8o  b«tont  aueh  Eckart  gleich  am 
Aofang  B  2,  und  B  3,  —  B  4,.  daß  man  dut  an»  Unadeii  selig 
werden  booiie,  auch  die  Selif^D  sind  es  nicht  durch  ihr  Verdienst 
geword«!)  D5„,.  1&82  wei£  er  aocU  B  1,  roD  den  Prophet«a 
und  Patriarchen  zu  berichten,  daß  sie  fär  die  Menschen  bitten, 
trotzdem  er  gleich  hinzafOgt,  daß  man  nar  Qott  .rAfTen  ao  Ynd 
die  Verstorbnen  rohen  lahn"  soll.  Das  völlige  Vi>T8chwoigen 
dieses  Zuges,  iro  er  sonst  den  ganzen  Stoff  von  1.082  ho  »OTg- 
^tig  verwertet,  &eigt  auch,  daß  «r  den  ÜberkommeneD  Stoff 
immer  icohr  bewußt  protestantisch-ilogmati^ch  nuiigestalt«t.  Doeli 
er  ist  nicht«  weniger  aln  ein  graßer  Dogmatiker.  Kr  begriindst 
I.  B.  den  Vorrang  der  Seligen  vor  den  Engeln  auf  ganz  ver- 
schiedene Weiae:  C  2,,  weil  die  Engel  oor  nach  dem  Gesetze 
»elig  geworden  .tind,  ivir  aber  au5  Gnaden.  C4,,  weil  unser  ür- 
l0!>er  Chriütus  gerechter  iot  aU  sie,  C  6,,  weil  er  unser  Bruder 
ist.  Ein«  verschiedene  Begrßodung  der  Ootteskindschaft  liegt 
darin,  daU  C  3,  Christus  den  menschlichen  Leib  ^.als  eine  Braut 
Hat  seiner  Gottheit  angetrawt",  and  0  4,,  daß  die  Menschen 
seines  Blutes  wegen  lu  Gottes  Kindern  gesalbt  sind.  Eine  Un- 
klarheit ist  es  auch,  wenn  er  in  dem  gegen  1582  neuen  Abschnitt 
„Bericht  I  von  dem  zustande  des  newen  Himmels  I  rnd  der  newen 
Erden"  D  8,  —  E  2,  (100  v.)  runachirt  aus  der  Einkleidung  des 
Gedichtes  heraasiRiIlt,  indem  er  die  Ver&nderung  von  Himmel 
und  Erde  beschreibt,  wie  sie  nach  dem  Wel^terioht  eintreten 
wird,  und  dann  nochmals  alles  schildert,  wie  in  den  vorher- 
gehenden Abschnitten.  Er  scheidet  also  gamicht  zwischen  der 
Vorstellung  von  dem  Schicksid  de<i  EiDielnen  und  dem  der  ganien 
Menschheit,  üoadcrn  setzt  unbefangen  beides  als  eins. 

Noch  mehr  als  diese  dogmatischen  Zage  rerrateo  den 
protestantischen  Seelsorger  dio  zahlreichen  Ermahnungen  und 
Warnungen,  die  eu  denen  von  l.'>82  hinzagekommeii  sind.  In 
der  Vorrndc  lobt  er  seinen  Pstron  wegen  der  Gedanken  an  den 
Tod,  Ton  denen  er  sich  einen  sehr  beilsamen  Einfluß  auf  das 
Leben  der  Mensdien  verspricht.  Deshalb  fohrt  er  die  Andeatungen 
von  1582  viel  weiter  aas.  Die  46  Verse  ans  dem  Klagelied  der 
Verdammten  vgl.  S.  9  Ober  das  jüngste  Gericht  werden  so  einem 
besonderen  Abschnitt  I.  1,  —  L  5,  von  19Ö  v.  Der  Gedanke  von 
der  Dnwidcrstehlichkeit  des  Todes,  der  15S2  v.  1907—1330  au»- 

3' 


^ 


L 


gesprochen  wird,   wird  in  dem  eigentlichen   Gedicht   fortff«ll 
dafür  aber  in  3  folgenden  Abschnitten,  in  denen  die  Einkleidonft 
des  Werkes   aufgegeben  ist,   ausfübrlicli   dargestellt    und   an  be- 
stimmteD   Personen    verdeutlicht:    „Ein  Qesprecb  des    Todes  mit 
einem  Oottloeen  Reichen  Uftnoc"  K  5.  —  K  1„   188  v.,   ,EUd  6e- 
Bprech   des   Todes    mit    einem    Gottfbrchtigen    Reichen    Herra* 
Kl)  —  K  7,.    288  T.,   dam    in   einem   angehängten    Morale   reo 
108  V.   und  in   „Äpogtrophc.     Oder  gewandte  Bede  I  ein»   Uige- 
malten  Todtenkopifs  I  zu  vineni   jedern  Menscheo  1  seine    Sterbli^ 
keit  7.U  ernennen"   L  6,  —  R„  92  v.     Die   Darstellung  der  Slaekt 
dee  Todes,  die  in  der  Art  der  Totentänze  gebalten  ist,    wird  au 
der   TOD    1582    1588  J  8„,    abemommen :     doch   gem&ß    s«ibcb 
oben   S.  18—19  angedeuteten   religiösen   and    protestantiscfa-dog- 
matischen   Tendeaien   für  die   Neubearbeitung   fügt  er  biblia^ 
Gestalt«»  hinzu,    wie  Salomo,    Absalon,   Simsoo,   und   ersetzt  teil- 
weise klassische  Namen  wie  Platen,  Cieer«,  Plantus,    Vergil,  Orid, 
Holana,    Lukretia  durch  Kirchenvater,   und  protestantische  Theo- 
logen   wie    Melanchtlioii,    Luther.    Gigas,    Muskulus.      Er    stellt 
mrkuQgBYoll  <lar,  wie  der  gottlose  Reiche  unvorbereitet  und  naet 
heftiger  Gegenwehr  dem  Tode  folgen  muß,  wahrend   der   Froauor 
bOflich&t  in  di'n  mit  Gold  bogcblageneii  Uimmvlttwagen  eingeladea 
wird.     Ihn  zeichnet  Ringwaldt  ah  Vorbild  für  seine    Pfarrkiodsr, 
wie  auch  den  Kckart  am  Anfong  des  Gedichtes.    Sein  Qebet  Ton 
164  T.  soll   ein  Musterbeispiel   sein  fUr  Gebete   um    ein    seligei 
Ende.     E»   gehört   völlig  zur   homiletischen   Literatur    und  icigt 
dieselbe  Tendenz,    wie  das   Qebet  [-^.ckarbi  B  3,  —  4,,   RingwaUtt 
Schrift   „der  91.  Psalm  neben   Siben  andoni  schönen    Liedeni  ii 
Sterhensleurrten  lu  gebraui^hen"    Frankfurt  a.  0.  1577,    der   Ab- 
schnitt der  LWS.  384—414.  „Ilericht  {  wie  sich  ein  Christ  gegee 
dam   Tod   bereiten  |  vnd    wider   denselben    in    seinem    stfiodleii 
Ritterlich    kempfen    sol",    das    Abscfaeideo    det»    guten     Baro   toi 
Speoulum  mundi,  Frankfurt  a.  0.  1590  1115,   „innig   Qebet  ein« 
sehr  acbwacben  Chriatens"  im  Anhang  zum  Treuen  Eckart  Uli,.,, 
die  Zusütze  zum  TrB  von  1590:  die  Bede  eines  sterbenden  Haas- 
rater?   und  einer   Hausmutter.     In   diesen    Abschnitten    petti  er 
vttUtg  in  das  Fahrwasser   der   seeisorgerischeo    Ennahaungeii  bit- 
ein.    Abschnitte  wie  J  2,  —  J  4,,    oder  der  schon   erwähnte  no 
jQagsten  Gericht  oder  „E^idlichcr  ßcsehlns  vnd  Vormanimg*  habet 


kaum  mehr  etwa»  mit  Poesie  su  tua.  Mui  gUubt  ihn  aaf  der 
Kans«l  seiner  Dorfkirche  zu  aehen,  wenn  «r  die  Schilderong  des 
letzten  Tages  mit  den  Worten  eialeitet:  „UM  fleiUig  iu\  vnd 
schlummert  nicht".  Doch  zeigt  gerad«  das  Gberwuchem  dieser 
Betrachtungen  gegenöber  denen  r«]  IbSi  Richtaog  and  Zweck 
der  NeabeurbftitUDg  vod  1588. 

Einer  bo^ondcrcn  Betrachtung  bftdflrfen  noch  die  QgstaHen 
der  Verdammten.  Der  „Treue  Eckart"  behalt  s^lmtliche 
FigurcD  Ton  1582  bei,  den  Wucherer  als  2.,  F  3,  —  K  4„  den 
Bauer  als  9.,  H  3,  —  H  6|,  den  Jüngling  ala  7.,  Q  G,  —  0  8|, 
die  PutzjuQgfrau  ob  8.,  0  8,  —  H  3,,  den  Hofherro  als  5.,  0  2< 
bis  6  4,.  Neu  hinzu gckomTnea  sind  als  I.  ein  verdammter 
Lutheraner,  F  2,  —  F  3,,  als  3.  ein  Jankor,  F  4,  —  F  8i,  ata  4. 
ein  Forst,  F  8,  —  G  2,,  als  f!.  ein  Hofprediger,  G  4,  —  Q  fi,. 
Die  VenoehruDg  dieser  Gestalten  voo  ä  auf  9  Personen  zeigt 
das  Bestreben  Ringiraldts,  die  Fehler  «ciuer  Zeit  noch  umfassender 
zu  erörtern,  ala  ea  iS82  geschehen  ist  Die  Komposition  dieser 
Szenen  iät  verändert:  1582  war  sie  dramatisch,  vgl.  S.  *.),  hier 
ist  sie  moDoIogücb.  (Näheres  a.  anten).  Die  Vigar  des 
Teufel»  iät  for^efallon;  der  Verdammt«  klngt  io  einer  8olo- 
äiene,  die  sich  bei  allen  gliedert  in:  „VerwAn:^chung'',  „Vrsacb 
der  verdamnis" ,  „Vormaaung".  Dramatische  Belebung  zeigt  die 
1.  Szene,  in  der  der  Lutheraner  mit  einem  Sodomiter  redet,  und 
die  3.,  wo  der  Junker  seinen  seligen  früheren  Gärtner  Marx  Heide- 
koni um  Kilhiung  in  der  HOllenbitie  bittet.  Doch  das  sind  nur 
Ansätze,  die  vi^^unttiche  Ftirm  uuch  dieser  Szenen  ist  die  des 
Honolugn.  Das  Aufgeben  der  drumaHschen  Form  schnSclit  xvreifet- 
los.di«^  Lebhaftigkeit  des  Eindruckes  und  sumit  anch  die  moralisobe 
Wirlcsomkeit.  Doch  unseriu  Dichter  niochttj  die  Form  von  1582 
t\ir  eine  grOliere  Anzahl  von  Personen  leicht  zu  weitschweifig  sein, 
und  er  fand  in  der  jedesmaligen  ,Vorroauang'*  ausgiebige  Qe- 
legenheit,  den  mit  beatiumtäu  Zeitgebrecheii  behafteten  Poreonen 
im  AnschluU  an  die  vorhergehentle  „Ursach  der  verdamnlt"  im 
Kinzalnen  ^etne  Warnungen  zukommen  zu  lassen,  die  dem  pro« 
testantiüchen  Pfarrer  Kchlielllicli  auch  mehr  gemUt  waren.  Die 
DarstellQu^  der  Verdammten  wird  1AS8  eine  bestimmter«  and 
lebendigere.  '  Da»  zeigt  besonders  die  Fignr  des  reichen  Bauern. 


33 


i&%2  passen  eioige  Vonrßrfe  garnicbt  zu  ihm,  so  C  2,,  daß  er 
KircbeDgütflr  an  sich  gemsen  habe,  ein  Tonrnrf,  der  1588  ri«b- 
tiger  beim  verdammten  Junker  erhoben  nitd,  F  7i,3,  oder  daß  er 
C  1,  die  annen  Leute  mit  Frohu  gedruckt  habe,  währood  1568 
von  ihm  U4i  gesagt  wird,  daO  er  sich  eeinen  Verpflicbtuogen 
tum  Frohnditisst  eotzogcu  hatte,  nenn  man  ihm  nicht  manchmal 
,wer  komnieEi  mit  der  Ledarfeil".  Gerade  diese  Figur  wird  1688 
zu  dem  aiugezeichoeteu  Lebensbild  einer  Mensch eoklasse,  deren 
schlecht«  EigeDBCbaften,  ihren  Neid,  6eiz,  Hinterlist,  Bingwaldt 
auf  aeiaer  Dorrpfarrc  in  Langenfeld  manchmal  erfuhren  haben 
mochte,  wenn  er  sein  Oebalt  haben  wollte  und  nun  als  Decem 
unreifes  Korn  bekam  oder  „vom  oberschorff  |  Mit  Staub  vormengt 
den  AchterworfP'.  Dali  auch  der  Lutheraner  F  i,,  der  Wucherer 
F  4i,  der  Junker  F  5,  ihr  Oiirecht  gegen  die  Pfarrer  beklagen, 
macht  diese  Stellen  persönlicher  und  lebenswahrer.  Jüine  iüi&licbe 
Vcrlehendigung  geben  die  Ansittze  [»orsönlicbvr  Schilderung,  die 
nur  1588  vurkommeu:  Der  verdammte  Uofherr  ist  „Ein  Mao  im 
brausen  bar",  der  Hefprediger  „ein  hochgelart  Tbeologui  im 
rothen  Bart",  der  Bauer  „ein  vntersatzter  knauaf*,  der  JUngliog 
„vher  achtl  vnd  zwantzig  Jar",  der  gottesfurclitigc  Reiche  K  1, 
.Kleio  von  Per&on  ]  im  gelben  Hart".  Uaü  die  recht  allgemein 
gehaltenen  Vorwürfe  von  1682  durch  HinzufOguug  lebensvoller 
Züge  1588  schärfer  und  genauer  werden,  findet  sich  mehr  oder 
miuder  bei  jeder  Person,  vgl.  wie  der  üchmeichlorischo  Ratgeber 
das  Verhältnis' £u  seinem  Herrn  schildert,  0  2,  —  3i,  oder  wie 
1682  das  Verhalten  der  Putzjuuglrau  in  di;r  Kirche  G  It  and 
beim  Tanz  B  1,  dargestellt  wird,  und  wie  1588  H  1,  u.  H  1,  usw. 

DaLt  tiingvraldt  den  Treuen  Eckart  von  1688  zu  einem 
obrisUicUen  Üausbuiche  machen  wollte,  zeigen  auch  die  aogc- 
hflDgtvD  Gebete  und  Lieder:  1.  ^Gebet  |  vmb  einen  Gotseügen 
Wandel  {  vnd  vmb  ein  seliges  ende",  1-1  Str.  ^.  „Ein  innig 
Qobet  eines  sehr  schwachen  Christens,  li  8tr.  3.  Ein  Fein  Liedt 
vmb  Vergebung  der  Sändan,  8  Str.  4.  „Ein  Lied  |  darinu  ein 
jeder  Christ  ermahnet  wirdt  |  sich  gegen  dem  Jfingsten  tage  ]  vnd 
seiner  letzten  stunden  |  gelöst  zu  machen",  8  Str.  6.  ,Eia  Lied 
von  der  ewigen  freudeu",  13  Str.  <!.  „Ein  fein  Sommer  liedt",  19 
Str.     7.  Bin  feia  Liedt  l  darinnen  gelehret  |  Wie  ülcb  ein  .lunger 


. 


3S 


Mansoli  \>ey  Leuten  T«rbalten  sol*',  14  Str.  8.  Du  Benedicit«, 
8  Str.  9.  Ein  Oratiw,  9  Str.  10.  Ad  }4asatum.  7  Str.  Ho.  5 
ist  ein  lyrisches  Lied  uod  gebort  mit  zum  Iteetea,  was  Bingwaldt 
äb«rliaQpt  gedichtet  hat.  Man  ^wird  xwar  von  einein  Meoschen 
des  16.  Jhs  kaum  dos  r&Uige  AuflCs«n  d«r  Naturrargän^  in  dia 
lyrische  Form  de»  GeßihlB  ervarten  dfirfeD;  er  beschreibt  allzu- 
IsDi;«,  was  Ii«rch«,  Storch,  Taube  osn.  im  PrühÜDg  tun.  Doch 
(gleich  (Ilt  Anfang  UBt  von  der  Maelit  dos  Frühlings  etwas  spüren: 
„Das  Eis  ist  gar  aergangen  |  der  'Rohreiff  folt  ucfat  mebr  t  Ea 
habaa  angefangen  |  die  Beam  zu  knuspen  sehr".  Und  echten 
Aiudrnck  gaben  der  reia  religiösen  Stimmung  dor  protostantiscbon 
Pfarrer  Worte,  die  die  Wiederkehr  des  Sommers  .nach  allem 
kumner  und  mancher  kalten  Nacht'  ein  ^Figure"  dessen  Deimen, 
daß  Christus  „dia  hoch  vertcrbt  Natur«  |  noch  ciog  Formirea  wird  | 
Vnd  einen  Sommer  machen  |  dar  Ewig  soL  besteho".  In  unauf- 
dringlichem Symbolismus  setzt  er  das  Erdealebeo  dem  Winter 
gleich:  ,,0  HBrr  |  vns  thut  noch  frieren  |  auflf  Erden  manißfalt  I 
Wil  sich  denn  schier  verlieren  |  der  raube  Winter  k&tt",  und  vDnscht 
sich  dahin,  „d&  E^g  Sommer  ist".  Mo.  6  seioboet  einen  Jüng- 
liog,  der  das  Qegonstüek  zu  dem  Verdammten  ist,  No.  10  wendet 
sich  an  Bingwaldta  Kritiker.  Ein  derartiger  Anhang  ist  auch  bei 
der  L.  W.,  und  in  seinen  „Evangelia  AulT  alle  Sontag  vnnd  Fest" 
Frankfurt  a.  O.  1581  schlieUt  er  an  die  gereimte  Wiedergabe  der 
Pcrikopen  und  Episteln  Lieder.  Das  Vorfalireii,  religiöse  Idooa 
dorcb  sangbare  Lieder  zu  verbreiten,  ist  ja  seit  Otfried  ofl  geübt, 
and  Bingwaldt  erinnert  an  ihn  auch  darin,  daü  er  In  der  L.  W. 
eine  allbekannte  Vollramelodie  benutzt,  um  den  weltlichen 
Text  T.U  verdrängen.  Ein  Lied  der  Kriegslonte  „wider  den 
Dapst"  und  „wider  den  Erbfeind"  ist  gedichtet  „Im  Thon  |  Vom 
StArtiebecher".  Kr  verwendet  noch  die  Melodie  des  „tumben 
Brftdorleinü"  im  Speculum  mundi,  Frankfurt  a.  0.  1590  C  (»t.  wo 
der  Diener  Hippokratzens,  Reumaus,  ein  Trinklied  darnach  singt, 
und  die  Melodie  „Der  Onckug  hat  sich  tu  tode  gefallen",  die 
der  trunkene  Ilippokratt  E  7g  anstimmt,  und  in  der  ihm  nach 
«einem  Tode  der  Obertvuffel  Fessimus  ein  „Epigraomm"  singt. 
Die  Polemik  gegen  diese  Qesänge  zeigt  sich  besonders  darin,  daß 
nur  die  b&sen  Oosellen  im  Specolum  mundi  dtose  Melodien  singen, 
die  Frommen  verwenden  Kirchenlieder,   di«  Leidtragenden   beim 


M 


Be^boU  des  B«ro  ^Mit  fried  uod  freud",  di«   FsmiUc  des    ge-.] 
rnngenea  Pastors    „Erhalt   vns   Herr   hey   deiDem    Wort",    dieser 
aellMt   _In   dich   hab  ich  gehoffet  HBrr".   und   die   Karger   dscIi 
BefreiuDg  der  Stadt  .Wer  öott  nicht  mit  ras  diese  zeit". 

Das  Bestreben  nach  größerer  ADSchaulichksit  und  tieferer 
religiöser  Wirksamkeit  hat  es  mit  sich  gebracht,  daß  auch  der] 
Wortlaut  1588  last  völlig  verändert  ist.  Selbst  sich  gänzlich  ent- 
sprecheade  Stücke,  wie  i.  B.  die  Kla^e  des  verdammt«a  JiingliDgs 
nnd  der  Putrdame.  aas  denen  er  unbedenklich  große  Stücke  hätte 
äberoehmen  können,  haben  kaum  eioen  ganzen  Vers  gemeinsam. 
Noch  aus  vinem  andern  Grande  bat  er  eine  ganze  Anialil  Stellen 
geändert:  weil  seine  Temtechnik  Ib^B  eine  andere  geworden  ist 
Doch  sie  soll  in  einem  besonderen  Teile  beEprocben  werden.  Hier 
aird  noch  die  beiden  veränderten  Ausgaben  dea  .Treuen  Eckart, 
zu  beachten,  die  Ringwaldt  1590  und  lö^'J  erecbeiuen  ließ. 


3.    Die  Auflagen  von  iSgo  und  1592. 

Der  Treue  Eckart,  der  in  seinen  moralischen  Partien  so  anf 
das  Leben  seiner  Zeit  einging  und  den  ewig  anziehenden  Stoff  I 
vom  Ausgang  des  Menauben  aad  der  Welt  behandelte',  alles  in 
der  volkstümlichen  Form  der  Reimpaare,  war  bald  vergriffen. 
Wohl  bald  nach  dem  i.  August  ibSd  hatte  Ringwaldt  die  zweite 
durchgesehene  und  vennehrte  Auflage  für  den  Verleger  fertig. 
Rr  schlieUt  dae  Buclt  nicht  ab.  ohne  in  der  Vorrede  die  haupt- 
ijüchlichsten  Ereignispe  für  das  „sehr  hitzige  |  vnfruchtbare  |  vnd 
hocbbetn'ibte  1589.  Jahr"  nachzutragen,  die  den  Ernst  der  Zeiten 
von  Neuem  vor  Auges  rdcken  sollen:  das  Ertrinken  zweier  adliger 
Studenten  in  der  Oder  bei  Frankfurt,  Brände  in  Lebus  und  Stern- 
berg. Die  Vorrede  kann  uiclit  vom  9-  Juli  ^ein,  dem  Todestage 
der  beiden  Adligen,  vgl.  daä  Datum  der  Vorrede  von  1588,  denn 
der  Brand  von  Sternherg  iist  erst  auf  ilen  l'.  August  datiert.  Imi 
Druck  erscliien  am  Buch  1590,  wieder  bei  Andreas  Eichorn.  Uer^ 
Titel  hat  gegen  15BS  dcu  liusale  »vnd  jtzt  von  jm  aufls  newe 
wieder  vberseben  vnd  gemehrt". 

Der  Druck  zeigt  gegen  1588  einige  Verbeiiseruagen.    Den'' 
Wortlaut  ist  richtig  gestellt  90  11  ;!,:„.  .  was  vol  vor  ooth  Er- 


95 


fluiden  werd  im  andern  Todt",  68  U  2,  .ward";  der  ZuKammenbaog 
arfordert  den  canj.,  ebensu  wie  der  Treu«  Eckhardt  von  1590  bat 
1588  darauf  den  Vers:  »W»  fem  ne  wArden  glcuben  nicht'. 
90  B  63:  „Es  glentzten  alle  ding  darinn*-,  88  B  5,  „glentzcn'- ; 
die  Schilderung  steht  vorher  und  oadiher  im  praet.  Ungeschickt 
ist  der  Ausdrndc 

1388  B  6,  Wenn  er  ein  wenig  von  den  dingn 
Will  auf  die  }tuog  zu  reden  briogn, 

Imsar  1590  B  7,   Wenn  er  von  diesen  hohen  dingn 
Eiu  vJ^rtlein  wil  zu  wegc  bringn, 

Qnt  ist  das  Ersetzen  der  bei  der  S<^lderuQg  des  Aaschauens 
der  Gottheit  störenden  Verse 

88  D  6,  Vnd  uneicr  feind  lu  svhandt  getnait^t 
Oott  sey  gelobet  Tag  vnd  Nacht 

doreb  90  K  li  Vnd  vas  durch  uine  hohe  macht  | 
Zu  jrer  sfissen  ruh  gebracht 

Die  Vei«ehen  Ton  1950  beschritnkeo  sieh  fast  nur  darauf, 
daU  einigemal  da»  Hchnrache  e  apokopiert  ist.  x.  B.  B  S,,  E  3j,  L2,. 

Wichtigur  sind  die  Einschäbe.  Et;  sind  folgende:  1.  Für 
die  I  Str.  SU  ß  6,,  daLt  ihm  nur  negative  Beschreibung  des 
Uimmeix  möglich  sei,  90  B  7,  zwei  andere,  die  ea  nur  weiter 
aosFQhren.  •£.  Hinter  der  Str.  88  C  't,,  daU  die  Enget  Gott  ehren, 
sind  90  C  (J|  —  7i  7  Str.  über  die  CliriKtolwgie  eingeschoben. 
3.  Hinter  88  C  61— 7],  wo  die  Ehrung  der  Engel  damit  begiändet 
wird,  dal3  Christus  unser  Bruder  ist,  fflhren  3  Str.  90  0  7,-8, 
dies«  Ehrung  aus.  4.  Eine  Str.  u-eiter  sagt  90  C  8]  hinter  ^S 
C  6  t .  daß  wir  Gottes  Angesicht  scliauen  solleD.  dies  sei  das  höchst« 
Out(l  Strt,  5.  Dies  wird  gegen  88  iJ  <;,  t-rwcitert.  dalJ  für  eine 
weggetu£jcno  Str.  (wer  Gott  uioht  zu  üehe»  begehrte,  wjire  besser 
nie  gelnren)  ('.  neue  eingeschoben  werden  POC  8j  l>  I  j  über 
den  Nutzen  dei  Anblicks  der  Gottheit.  C.  Hinter  88  D  5,,  daß 
Johannes  mit  den  unschuldigen  Kinduiii  spielt,  D  7,  4  Str..  die 
das  gute  Giuvenielimen  des  Jesaia  mit  Manasse.  ^der  schwerlich 
im  Üimoiel  ist)  des  Uria  mit  David,  Pauli  mit  den  vuo  Ihm  v«r- 


M 


folgten  Chriüten  schildert-     ?•   3  weitere  Stropfaeo  fUhren  E  3  i, ; 
gegen  88  D  7j    das    Wissen    der  Seligen    um   die   Prädestioation 
aus.    8.  Hinter  K8  Fl  2,,    daü  bei  der  AUgegenwart  der  Seliges 
Cbristuü  noch  vielmehr  das  vermßge,  1  Str.  B  5,,  die  dies  Recht 
«der  persAnlicli  Majestät"   noch   mehr  betoot.    9.    Gleich   bioter 
der  nächstoo  Str.  88  £  2.,,  daß  wir  dioä  Wunder  ao  Christ«  erst 
im  Jenseits  verstehen  90  E  5j   1  Str.,  auch  wir  nerdeti  so  geartet 
sein.     10.  Hinter  88  £  2,,   alles    geht   im   Himmel  den  SioDfla 
eotgeijeng^setzt,  zu  90  E  6  ,   I  Str..  eine  dogmatiäch-philiisophischai 
BemiDiszeoz:  Hier  müssen  wir  uns  mit  der  Zahl  begnägeQ  (liaben 
also   Dicht  die   Sabätanz   der    Dinge).     U.  Hinter  88G4i,  maal 
soll    uicht  um  UorrengUQät   sich    die    Hölle   venüeneo,    90  G  7, 
]   Str.  über  Herreogunitt.     Er  wird  zwiRcheti  1588  tmd  1590  vohl 
fersötilicb  ibj-on  Wandel  erfahren  haben: 

,0  Herren  gunst  iverd  kleine  leit ) 
Recht  voller  unbestendigkeit  | 
Vnd  wird  (wenn  man  sich  lang  mit  heckt) 
Einmal  mit  leichter  schuld  vorkleckt". 

12.   Hinter   der  Klage  des  Hofpredigers  ist  gegen  88  G  6^^ 
1>0  H  4m  ein^oschciboti    „Klagv   äiaus   vornehmeu  und  verdampt 
Juristeng"  19  Str.,  und   dahinter    1.^.   .Klage   eines   vordamptenl 
Dorffpredigers"  2ti  Str.     Das  Gedicht  von  1588  ist  also  um  73  Str. 
vermehrt  oder  von  3988  auf  4230  Veree. 

Im  Anhang   «ind   zwischen   Lied   No.  '2  und  3  eiDgesebobenj 
I.    „Rede   eines  sterbenden  Hausvater"  21  Str.     2.    ,Bedd  einer^ 
sterbenden  HaiiUmutter"  17  Str.    3.   .fieacbreibung    eine»    Wid- 
wers  I  sampt  angebengter  vermannag"  6  Str.,  iwiscben  Lied  9  und 
tO  „Ein  Abendssgen"  7  Str.     In  Lied  No.  &  ,Eia  Lied  tod  der- 
uwigca  freuden"  ist  Str.  'i  fortgelassen,  daß  der  Teufel  dann  setnei.' 
Lohn  bekommt.    Die  Schilderung  des  Tr.  E.  selbst  legt  ja  Wert 
darauf,  daß  die  Höllenatrafen  etrig  daaern. 

Ich    ächlicUe   hier  gleich  das  Verzeichnis  der  Abweicbiinc 
der  'i.  Auflage  :ii),    um    sie  mit  denen  der  2.  Auflage  zumsiii«i' 
lu  charakterisieiäD. 

Die  dritte  Auflage  ist  ebenfalls  bei  A.  Eichom  erscbieoeii 
lind  «war  L692.     Weon  tiOdeke  einen  Druck  ohue  Jabi,  der  audi 


J7 


tni  A.  Eichorn  erschienen  ist  and  atle  AbweichUDgdD  der  dritten 
AaHage  hat,  ah  den  1.  dieser  neuen  B«dsktion  nnnimmt,  so  ist 
das  nicht  berechtigt.  Denn  er  iit  ein  wortgetreuer  Abdruck  der 
AoAuge  von  1592,  die  wir  somit  al»  diu  1.  uDKehen  mässeo. 
Binem  Werk,  du  neubearbeitet  erscheint,  wird  nicht  erst  die 
Jahreszahl  nachtraf^lich  hinsugefu^  War  etj  vielleicht  Sitte,  hei 
einein  2.  Abdruck  deäiietben  Jahres  die  Jahreszahl  fortsulassen  ? 
Wenigstens  trägt  ein  2.  Abdruck  deti  HoKniiteufeUi  von  Andrcai 
Muskulös  aus  dem  Jahre  1&5S  ebenfalls  keine  Jahreszahl  (vgl. 
dan  Eiemplar  der  Borliaur  Bit>)iothuk).  Das  Datum  der  Vorrede, 
das  Gddeke  fQr  diesen  Onick  auf  den  9.  Juli  1^89  äetzt,  ist  be- 
reits bei  dem  vnn  1590  und  auch  da  nur  tingiert  vgl.  S.  24,  auch 
S.  14.  Weller  laßt  sich  a.  a.  0.  dadurch  verleiten,  ihn  vor  den 
von  15^  zu  setzoD.  Der  Text  unterscheidet  sich  nicht  viel  von 
dem  von  1590.  Der  Wortlaut  weicht  hie  und  da  ein  wenig  ab, 
z.  fi.  90  B  4,  „Ich  bat  den  Uerm  |  das  er  mich  weit'  erhalten, 
92  B  4,  .Da  bat  ich  Gott  |  das  er  mich  weit",  90  6  8,  .Oe- 
hcucbelt  vod  betrogen  hah",  92  H  4^  „geheuchelt  vnd  getädtet 
hab^  Der  Wortlaot  ist  verbeasert;  90  B  7,  „Sondern  da- 
uon  I  was  zu  erfahru  |  Müst  mun  ins  atidro  Leben  spara",  92  „muQ", 
das  Folgende  steht  90  wie  92  im  ind.;  90  C  8,  die  Seligen  haben 
mit  den  Engeln  den  Anblick  von  Gottes  MajesUt,  .Wer  diese  sieht  I 
geht  aufgericbt".  Da  die  Beziehung  von  irdieee"  auf  Majestät 
etwa.s  unklar  ist,  ist  92  D  It  ge&odert:  »Wer  diesen  (den  Anblick) 
schmeckt  |  geht  autgericht":  90  K  8,  ..Wo  bleibstu  meine  Kasten 
vol",  Q-2  LSj  „Wo  bleiben  meine  Kasten  vol".  Die  ziemlich 
b&uSgen  fatscheo  Synkopen  and  Apokopcn  tiicd  »ft  verbessert 
I.  B.:  92  »8^  Dieweil  des  HBrren  Angesicht |90  B  8,  Uerm),  92 
D  6,  „Zu  deme  wist  !  das  auch  die  Leut "  (90  D  5,  dem),  92  G  4| 
Vnd  wftnscheD  [  das  nur  balde  kem  (90  B  :^|  bald),  92  L  ^i  vnd 
sich  Dicht  unir  gelfick  vorlassen  (90  B  '.',  glAck),  92  M  4,  Be- 
kommen eine  new  Figur  (90  M  l|  ein).  Anderseits  wird  auch 
1592  gegen  1590  ein  Wort  ausgelassen:  90  B  H,  HieraufT  su  sag 
ich  euch  gar  fiey  .  .  Wenn  sie  gleich  all  beinander  wem  Uso* 
uod  ..all''  fehlen  9^  II  8i)-  ^i"*^  Assonanx  ist  vurbcssert:  90Q'2| 
vmbjonsl-bruiist,  92  0  3,  vmbsunst'brunst.  Dagegen  ist  der  reine 
Keim  vorscbleehtert  90  F7,  mus-linsteruus  (92  F8,  flnstemifl), 
90  0  7,  vemiuc'lit'gesucht   (92  tL  3^  vermocht). 


38 


Auch  liier  sind  wieder  eine  ganr.«  Reihe  Zusatte:  a)  gegeo 
SB  b  7, ,  90  B  li>t  I  C  1 1  siad  92  C  1 ,  i  Strophcu  uiageschobeu, 
die  rationalistisch  erküren,  daß  trotz  des  LeuchteDS  der  Gottheit 
Doch  die  Gestirne  zu  ihrem  Preise  bleiben,  b)  Qegeo  HS  Ci,  90 
G  2i  sind  92  C  2|  2  Strophen  neu,  d&ü  der  himmtische  Leib  als 
SubstauE  kein  Akzidcaz  ertrügt,  c)  Ougeu  88  C  2,.  90  C  4,  stobt 
I  Str.,  daL'i  die  Seligen  mit  Clinsto  „gar  ein  kucha*  geworden  sind, 
d)  Gegen  88  C  3,,  90  C  4|  besagt  93  G  4,  I  Str.,  daß  das 
.meascblich  Fleisch"  zur  Himmelsköuigin  gemacht  werden  soll, 
c)  Qegeti  88  C  dj,  ^0  R^/Tt  sind  die  7  christuiogisdien  Str.  noch 
'd'i  ü  7i.-j  um  2  vermehrt,  daß  sich  Christi  beide  Naturen  weder 
mischen  noch  treunon  lassen,  and  daß  er  sich  ,iu  b)pler  Art" 
offenbart  habe,  f)  Gög«»  88  C  G..,  90  C  8^  sind  92  D  1,,^  nach 
der  Str.,  daß  der  Stralil  <iüttes  alles  durchdringt,  b  Str.  zuge- 
setzt: Wie  beim  Menschen  die  Liebe  vom  Anblick  ausgeht.,  so  aus 
Gottes  Augen.  ^)  Bei  der  Atlwissvnhcit  der  Oottäeligen  gegen 
88  D  S,,  90  E  -2^  sind  92  E  3,— 4i  2  Str.  neu:  Sie  verstehen  auch 

.  .  die  art 
der  wosentlicben  kegcnwart  | 
(Darumb  mau  zanckt  an  allem  end> 
Des  Herren  Christ  1  im  Sacrament". 
b)  Gegen  88  E  1 1  und  90  E  4|  ist  92  E  5,  die  Schilderung 
Kiüuter  uüd  Blumen  duK  himmlischen  Jerusalems  von  2  auf  3  Str. 
erweitert,  und  der  Wortlaut  sehr  geändert,  i)  sind  92  E  7| 
hinter  der  Str.  88  K2i,  90  E  j,  daU  sich  im  Jenseits  viele 
schSmen  werden,  Christo  die  Allgegenwart  nbgesprochen  in  hüben. 
4  Str.  viDf^'uüchultet;  wieder  eine  Glmstoluj^ie.  k)  Ulnter  der  Klage 
des  verdftmmten  Junkers  ist  gegen  88  P8,,  90  0  3,  92  Ü  4, 
eingeschoben:  „Clago  einer  verdampton  Bdlcnfrawen",  26  Str. 
1)  bei  der  Schilderung  der  Putzdame  sind  ?egen  88  H  li,  90  H  8i 
92  J  3,  2  Str.  mehr,  daß  sie  aus  HulTart  nicht  bei  Gastmählern  aii. 
m)  Gegen  88  L  [,.  1^0  L  8.  sind  92  AI  4|,3  2  Str.  aeu,  daß  dif 
Heligeu  in  das  Stummgut  Üottes^  eingesetzt  werden,  n;  Gegen 
SS  L  3|,  90  M  2,  ist  92  M  .'>,  I  Str.  neu,  daLl  jeder  gerichtet 
wird,  c)  Gegen  88  L3;.  1)Ü  M  2,  hat  92  M  6,  l  Str.,  dall 
mancher  verstockt  wie  Judas  stirbt,  p)  gegen  SSL  4,,  90  H  3| 
92  M7|  1  Str.,    daß  Christus  ein   Mensch    mit  gCttUcher  Kraft 


1 


i 


29 


^  0  g^eo  S8  L  7,,  90  M  *ij  bintfir  der  Str..  daLt  der  KOrpnr 
lies  UeoscheD  ein  MadensBcti  ssi.  92  N  i,/'ii  1  Str.:  )9iem  ^ht 

«B   bald   80. 

Dia  Qessintzahl  der  tagesettten  Strophen  ist  also  63,  die 
letzte  Aasgabti  des  Treuen  Eckart  hat  434^  Vers«. 

Die  Zusätze  von  l-'i90  und  1592  halten  sieb  in  dar  beim 
Tr.  £.  l.'iSS  charalcterisierteii  Ricbtnng.  Sie  sind  entweder  eine 
nicbtesagende  Verbreit«rang  No.  1,  m,  n,  o,  n,  oder  sie  malen  die 
Situation  genauer  aiu  No.  6,  7,  (,  h.  I,  oder  sie  spinnen  dogma- 
tische Gedanken  aas  No.  3,  4,  5,  o,  d  und  bringen  neue  hinzu 
No.  10,  a,  b.  besonders  über  die  Christologie  üo.  2,  e,  g,  i,  p, 
Wirkung  auf  das  cbristUche  Leben  erstreben  No.  Vi,  13,  k. 

Uieninter  ^ind  dem  Verfasser  besonders  wichtig  die  Strophen, 
die  eine  Lebre  v»d  Christo  enthalten,  zusammen  17.  In  dieser 
Zeit  des  Kampfes  um  die  Kod  kordien  forme  1  ßr  die  Abend- 
mahlslöhre  hat  K.  tren  zur  orthodoxen  Kirche  gehalten.  Der 
Bruderkrieg  mit  den  Kalvinisteii  ist  ;iutten)rdentlich  heftig  ge- 
wesen; die  lüngsten  und  zahlreichüten  Abschnitte  des  auaftihr- 
liohsten  mir  bekannten  FaobkatEÜogE  der  protestautiecben  Scbrift- 
stelterei,  des  tieorg  Draudiu«  Bibliotheca  Librorum  (j'erouinicorum 
Cl&ssiea,  Frankfurt  a.  M.  1611,  beziehen  sich  darauf.  Die  ganze 
Itßinische  Unduldsamkeit  zeigt  sieh  im  „Eißlebiscben  Christlieben 
Ritter"  des  Uartin  Binkbart,  Eisleben  t613,  vo  die  Gestalt  der 
»SarcMphila,  der  Bab^loniscla-ii  Ittiren,  mit  jhrom  Drachen,  orst^ 
lieh  des  Papsts  als  Antichristä  Uiaut"  ist  und  dson  2U  Kalviu 
geht  und  „heißt  Phrenophila  rai  deutet  Menschliche  Vernunft  an". 
In  der  Mark  tobten  diese  Kryptokalnniateahftodel  besonders  heftig. 
Der  einfluLireichste  Theologe,  der  Professor  Andrei!«  Muskulu»,  ist 
der  erbitterste  Streiter:  1573  erscheinen  die  PropositJones  de  vera 
reali  et  sobstaotiali  praeseutia  corporis  et  sanguinis  Jesu  Christi 
in  SacTsmento  Altaris,  1676  Retutatio  opposita  necessitati  pfay- 
üioHe  locationis  in  corpore  Christi  clarificato  et  glorioso,  1577 
.WiderlegQDg  Aus  Heiliger.  Göttlicher  Scbrifft,  der  Newen  Calai- 
nistischen,  NuHtorianischei),  Philosophischen,  fleischlichen,  nichtigen 
vDd  vnwabrhafftigen  gedancken  vod  fdrgeben  vom  Leibe  Gottes 
vnd  Mariv  Soo  .  .'.  Bei  Johann  Qeorg  erwirkte  er  ein  Schrift- 
stück ^Artieuli  de  coena  Dominica',  das  61  Fragen  enthielt,  von 
denen  49  tu  bejahen  und  lü  tu  verneinen  waren,  und  das  allen  mar- 


M 


kucJico  OcMHwBB  TOffcdcttt  vsnc,   it  nn  aiibl'  ft  ntis 
timiem»  «oi  approWnt,   »c  atsoris  oMfimsttiaif  pw/i 

addant').  Bin^aldt  artrtnt  £me  ftlg» 
LW  I87--201.  im  SpceoloiB  mandi  omS  Atr 
dm  Bm  ent  §eme  StcUug  zum  Abendmahl  klarleg«i,  ^m  «- 
Db  whBort,  ODd  dieser  sebiltzt  ncfa  ^löcUidi,  eine  tnfflidM 
Sufwe  tbcr  Jtk.  1  zb  toreu.  wie  Christiu  Oott  oad  XeaMb  ii 
S  n|p>trcni)t«n  Per»o&«D  sei.  Zar  möglichsten  Verbr«ifau)g  diwer 
GedinkeD  hatte  Rin^irildt  s«b6o  frtber  in  den  Etis^Ua  ge- 
dichtet C  t,  „Ein  WeibsaobteD  Li<*d  ,  tod  einigiteit  beider  Natareo  ; 
in  Gbristo".  S  ß,  .Ein  Lied  toq  einigteit  b«ider  Natarto  inChmto'. 
In  Fnnkfort  %.  O.  »cbeiot  der  Streit  andi  nacb  dem  Tode  des 
Mttatalua  1581  getobt  za  fcabea.  In  dem  Lobgedicbt  auf  Jokana 
PabridnA  r&hnt  er  de«8e&  Standb&ftigkeit  gegen  die  KalräneteB, 
und  in  dem  Epitbalamium  tod  1598  preist  er  Ar  die  Qegner- 
Rcbalt  gegen  tie  die  Pai^inn)  \V(>QEe),  Pelargnii,  Pistor.  Chemnitz. 
in  dem  tod  1595  Weni«l,  Cbristophonis,  Pelargns,  Hagürtftr 
Heyne,  Becker.  Ooltx.») 

Derartige  Eioscbflbe  in  den  Aasgabeo  des  Tr.  £.  1590  tmd 
1592  zeigen  also  wieder,  wie  S.  mit  seinem  Werke  auf  das  Leben 
aaioer  ^it  wirken  vilL 


■)  8piek«r  a.  ■.  O.  R.  24S. 

*}  In  diesen  OMfchtvo  list  er  <Ue  Aulgsb«,  je«!«  Tonehinareii  QttA 
•hieln  ^i  NsBi«n  rod  SUnil  lu  N^ertBcn-  Kr  iMleTit  dieae  trMtlnt  Auf- 
gelle dnrcb  BiKnclie  Sdivrie,  b«»on>leTi  inb^in^  sur  Ktadvrreiolitain,  KiiHler 
U)figk*lt.  dnrefc  N«dc«n  nii  TmiikliHt,  durch  pcnftnlieli«-  Brinn«ntiig«9. 
•Iitrcb  Auff«Haniait  aidi  (ecentettis  nxotrlaken.  flAbtre  poetiicbe  Zille 
hat  er  geviü  dtmlt  nitbt  rerfolgt.  Wenn  Jkniti«D  m.  ».  0.  Bd.  S,  S.  IM 
als  ]le««j«  dftfllj,  .wie  ijoiatto«  nn4  '^At  di«  Yolkitiliditani;  in  d«r  Refonn« 
tioiiai«it  gewArden  war',  «inigo  Vera«  «n<  Ringw*ldU  EpiUikljuniaiD  tou 
1596  annihn.  m  l&Ot  lich  die«  völlig  unborrchtigtc  Urteil  —  er  hkttc  Hieb 
nnr  Ann  I.  Teil  von  Kingaraldte  OMiicht  ikntii*«h«n  tiravcken  —  lüleia  ut 
soiaem  Steadpookt  crklkrrn,  d»B  die  fiefonnatioii  eine  SUnng  nad  Vtr- 
iictil«chteruiiK  di>r  i1eiit«eh<^»  Kultur  hM]<fnt<:t.  ««lil  ij#  die  PieUt  gegen  du 
hiiiUiriicii  Owordonc  («rnitMCii  l&lll. 


III.  Der  Vers-  und  Reimgebrauch  Rlngwaldts; 
Bemerkungen  zu  seiner  Sprache. 


I.  Dte  Vertiechnlk. 

Vorbemerkungen:  Hevar  wir  auf  die  Verstechnilt  Ringwaldts 
eingehen,  ist  einiges  Allgomeiae  über  den  Sprechvers  des  16.  Jahr- 
hunderts vorauszuschicken.  Ala  einziges  anerkanrites  Prinzip  gilt 
für  diesen  Vers  eine  geregelt«  Silbencahl,  die  gewöhnlich  bei 
Versen  mit  »tumpfem  Ausgang  8,  bei  aolchen  mit  klingendem 
Ausgang  9  Silben  betr&gt').  Dagegen  ist  der  Rhythmus  dieser 
Verse  sehr  verschieden.  Die  neuerdings  vielfach  vertroleiie  Be- 
hauptung, daß  ohne  Rücksicht  auf  Wort-  und  Satzakzent  Überall 
ein  gleichmäßiges  Alternieren  unbclunter  und  betonter  Silben  an- 
innehmen  sei*),  ist  durcbttus  nicht  erwieeen.  Sie  ist  schon  des- 
halb unwahrscheinlich,  weil  dieser  Vors  auch  im  Drama  angewandt 
wird,  wo  zum  Verständnis  ein  Hem-irtTaten  der  Stammsilben  und 
ZujQcktreteii  der  Nebensilben  unbedingt  erfonlerlioh  ist,  nie 
diese  denn  auch  schon  in  Hans  Sachsem  OrigioalmanuskripteD 
▼iel  KU  sorgtos   behandelt   wurden,   um  von  den  Dar3t«Ueni,    die 


>)  Y|l.  die  Vorrodn  de»  iloubichcii  Oicnro  läjM,  Knumiin  Albt^m»  im 
Vorwort  ilar  Fabeln  von  15A0.  Adam  Puur.hinaiin  im  arüiiiilkhan  Bericht 
de«  dftiitMJion  MoitUirgcxang«' *  15%;  dir  SL«IIeii  linilnn  lirb  bri  P.  KauT- 
msnn,  I>«aUehp  MMrik.  >MaTbnrK  1907.  S.  141. 

*)  so  II.  i'knl.  DouUcbe  Metrik  1[|  do§  tinindrUics  der  gorm.  lliil.*, 
Stnilbtirg  IfKXS:  h\  Siran.  DoaUchR  Varslohro, Mftnehon  1907^  A.  ßnglert, 
Die  Khjrthmik  (lioharU,  MUnchoia  1903:  J.  Popp,  Diu  MoLrik  und  Hbytli- 
mik  Tb.  Marnan,  lUtlo  lS!t9;  K.  Üelin,  Zur  Uhjlhmik  dor  kanon  lUim- 
pura  dM  1$,  Jahrhnndcrta.  Karlarabe  1895:  W.  Somioer,  Die  Metrik 
Raa*  SacbioDs,  Hall«  •.  S.   1$S3. 


S3 


(larnucb  ihre  Bollen  lernt«ii,  »inen  sireng  alteTniereodeu  Uhytbmas 
EU  ervarteo '),  besonders  den  Handwarkegeaellen  jener  Zeit.*) 

Es  ist  ferner  eine  merkwürdige  Erscheitjung,  Aüii  der  Wider- 
ütreit  deti  Wort-  und  SatzakzBDt«»  gegen  einen  altärniereaden 
Rhj'thmD»  hei  den  eiDiielnen  Diclitem  zuDimrat  Hidk  Sachs  baut 
in  seiner  Jugend  75  %  der  Verse  rein  jambisch,  im  Alter  nur  35 
bis  40^'},  bui  Fiscbart  wie  bei  Miiroer  lättt  ^icli  ein  stetes 
Steigen  der  Änzabl  der  Verse  wabmebroen,  die  den  altem iercndoti 
Rhythmos  vernachlässigen. ')  Wenn  nun  gar  F.  Saran  (a.  a.  0. 
S.  3051  mit  Helm  (S.  70)  dem  Teuerdank  104,  8  %  Verstöße  an- 
streicht, ao  hat  Küster  (S.  15)  unbedingt  Becht  damit,  daß  eio 
solches  Prinzip,  das  in  jeder  i^eile  mehr  als  einmal  verletzt  wird, 
kein  Prinzip  sein  kann.  Datt  kein  reeielmäßiger  Wechsel  vf.n 
Hebung  und  Senkung  stattgefunden  haben  kann,  zeigt  sich  z.  B. 
bei  Fischart  darin,  daß  gerade  Silben,  die  nach  jeoer  Auffassung 
in  der  Seakunf;  stehen  müßten,  zu  betonen  sind,  da  sie  parallel 
anderen  in  Aotitheüen,  Wortspielen  und  Binnenreimen  sind.^) 

So  ist  also  im  Sprechvers  dea  H!.  Jahrhunderts  die  natOrliche 
Betonung  der  W6rter  beibehält«»  worden,  die  dabei  ofl  genug 
rein  jambisch  sein  kann").  Der  Unterschied  vom  altd entgehen 
Keimrer^  beruht  darin,  daß  jetzt  Synkope  der  Senkung,  eweisilblg« 
Senkung,  Fehleo  odor  Stehen  des  Auftaktes,  zweisilbiger  Auftakt 
iD  Zusammenhang  mit  der  gleichen  Silbenxabl  aller  Vors«  ge- 
bracht sind'). 

I)  vgl.  F.  Vogt.  Bi:M|nv«hunif  von  GniflorU  MotjU  Fitduu-U  in  Koch* 
Stildien  tur  v«tk1.  L:tßratDr){e«diiol]te,  Bd.  V,  Burlin  I90&,  S.  IA5. 

*)  »gl.  A.  KöBte».  (Tbor  Sprecbv«»«  du«  16.  Jahrhund«rta,  Berivlil.-- 
der  SlirJwitichen  iteaellscbart  der  Wissenschaften'.  pbU. -hisL.  Kl.  Bd.  .17, 
Lutpiu  1905.  S.  2.  Ks  ist  unvur»tfindlEcb,  JaU  V.  i^aran  a.  h.  O.  S  StM 
iw  .ilternierHiid«  Bi>U>nunK  bei  UiletUntciiauSüIiruiigen  llmi»  SiicliiMcbN 
Kllkeki-  bos'iuilorii  gut  und  charakteristucfa  g«fund«ii  hat. 

»)  »gl.  k.  KftstoT  8.   15. 

*)  fgl.  RnglRrtH  Tabellen  a.a.O.,  8.  13,  19,  33,  38  und  J.  Popp  S.  33. 

')  K«t»pi(de  gibt  T.  Vügl  a.  a.  O.  S.  153. 

')  Tgl.  xa  ilin««r  AuiTjusiing  P.  Vi>gt  ■.  r.  0.  R.  152:  A.  RA«t«r 
-B-a.  CS.  15:  J.  Minor.  Nutiliochduiilscbu  Mfttrik'  8traßburit  1S98,  S.  3:14  : 
V.  Kaufmann,  DeutMihr  Metrik*,  !;.  MI--H4:  K.  Pilg«r,  Dk  DratnUi- 
Meningnii  der  Sunanna  im  lli.  Jnlirhnndirn.  Halte  a.  S.  187$,  S.  19— :f(>: 
K.  QBdokft  iu  taiaer  Atgngabe  des  Hans  Sacbn,  I)d.  1,  Letpiig  18T0.  S.  XVI. 

')  Kil.  SiAvur«,  iJiat  KntsteLuiig  iin  AoMlscht-n  R(>iiiivi>ne,  iii  Paul- 
ItrauiiL'i  Ui^itrAgvii,  Bd.  IS,  S.  184  .\niii. 


38 


Die  Zeugnisse  der  Tlieoretilier,  die  man  für  (tie  Verletiung 
des  Wortakzentes  anrühren  wollte,  sprechen  nicht  dagegeo:  vgl. 
die  ErklSrang  P.  Vo^ta  (a.  a.  0.  S.  154  Ann.)  de»  Zeuguisses 
Albert  öliogera  gegeu  i''.  Saraa,  A.  Kftster  (a.  a.  0.  S.  8)  fiber 
die  Worte  Puschmanns  vom  .gemeinen  Vers"  gegen  Jollinak  >). 
Im  Gegenteil  ist  HetoDODg  nach  dem  Wort-  und  Satzakzent  er- 
wiesen darch  die  Art,  wie  Otlngcr  in  äeioer  Onimmatik  einen  Vers 
abteilt,  den  F.  Vojft  a.  a.  0.  S.  155  anßbrt: 

Do  8oU  I  al  hnere  |  nj  vor  t  meiden 
Dann  Gott  ]  wil  keinen  [  buerer  |  leiden 
Dsniiub  bat  |  er  geben  |  artzeacy 
Uon  Ehe  I  stand  wider  |  dhuArerey. 

Diese  freie  Versmesgung  findet  sich  im  „Hanns  Fromman" 
1582  noch  recht  häoäg  und  zeigt  ibre  Spuren  in  allen  WerVen 
Bingwaldta  Sie  steht  aber  scbon  in  Konknrreni  mit  einem  neuen 
Versmaß,  das  bereit  im  H.  P.  vorherrscht  und  e9  alimablicb  fast  ganz 
verdi^ngt:  dem  4  bobigeo  Vers«  mit  »tumpfvm  Ausgang,  in  dem 
nach  dem  Muster  antiker  Verse  het«nte  Silbe  aU  Länge,  DnbeU>nte 
als  Kürze  gesetzt  wird,  und  Hebung  und  Senkung  regelmäßig  ab- 
wechseln. Klassisch  gebildete  Dentsche,  die  ihr  Obr  an  dem 
lateinischen  jambiscbeD  und  trtfchftiscbou  Versmailv  geschult  habun, 
verwenden  solche  Veree.  Sixt  Htrck  bemäbtsicb  in  der  „Sasanna", 
iu  der  „Juditb",  in  der  „Tragödie  wider  die  Abgötterei',  »eine 
Sprecbverse  in  rogolmaßigen  4füßigen  Jambün  lu  bauen*).  Paul 
Rebhuhn  setzt  diea  fort  Br  will  Verse  machen  .noch  der  La- 
teiner art,  die  sie  hatten  in  metricis  tii>chaicis  et  jambicifi.  welchen 
die  deutst^hen  reim  etilicher  raaaß  gemäß  sind",  ond  „nicht  wider 
den  Akzent  stolpern").     Seine   Tersehieden  langen    troehSisohon 


1}  Damit  ist  nncfa  J.  Minor«  AufTMuiing  hinCBIlig,  dar  sieb  in  A»r 
2.  Auflage  seiner  Metrik.  tSlrallburg  19m.  K.  34l-4:i  für  Am  lakti>r«iLf{i>n 
Vera  iinUcbeicicit  iinf  Omml  ilnr  ZnugniMe  iiit  ThniriftiltiT,  ta»  iIoiiüii  ilic 
beiden  obun  «rwaiiiilim  ilin  wiahLig«!«!!  «im].  Hiu  /lOUgiii«  <lo»  Klajux  ti|iri4;ht 
gOTwl«  fßr  iIni  sktnn  tili  er  Rüde  Priiicip.  ifine  VonlA&t!  lii-ticlicn  sich  niU 
uf  den  Sitr.akxiriit  vinnilbiifur  Wörli^r,  wie  Minor  MOlhat  leiift. 

*j  Tgl.  F.  Vogt  iti  Vtigt  IL  Kudi,  Üuiflhiohl«  der  d«u Uefa« n  LiU-raluH, 
l«i|»ig  und  Wien  1904,  Bd.  I,  8.  301. 

*)  tgl.  »u  diesen  itiotTtBoheii  GrundD&tton  an«  der  Vorr«d«  lur  K\Mg 
de»  armen  Mannci  und  dem  Nneliwort  inr  Uocbieit  von  Kuia  Paul  Rebhoni 


QDtl  JMobischen  Ters«  finden  jedoch  nicht  di«  rechte  Nacbfnlge. 
Mao  ist  KU  sehr  an  den  freien  Acl)tsitbncr  gew&hnt,  vgl.  die 
Wormsfir  Bearbeitung  sainer  „Sosanna"  Vön  1 538  in  dieser  Form; 
ab«r  «Dderseibi  werde»  untur  seinem  Einfluß  Dramen  in  reij;el- 
maÜigeo  4  füßigen  Jamben  gebaut:  der  Tobias  des  Hans  Acker- 
maDB  von  1639,  der  Jo«epli  des  Tiebolt  Gart  1640,  die  Heirat 
laaats  von  üads  Tieruiff  1644,  der  R«iclifl  Mann  und  Arme  La^urus 
1548  nnd  Herodea  nnd  Johannes  der  T&ufer  Iö45  6ea  Johannes 
Krüßingar ').  IHeser  letite  Schrift-iteller  ist  besonder»  wicbtig  för 
Biiigwaldt  geworden,  da  die  zweite  ileaibeitung  des  Lazarus, 
Dresden  1555,  bedeuiend  auf  den  üaas  Froiumaii  und  docIi  das 
SptTotiin)  mntidi  eingewirkt  hat,  ohne  daU  R.,  wie  es  seinem 
volk-^tümiiilien  CtiArakter  ent^ipncht,  die  eingelegten  5-  und 
ßinUigeii  Jamttvn  der  Neubearbeitung  beachtet  hatte. 

Da«  einzige  metrische  Prinzip,  da<t  E.  von  Anfang  bis  Ende 
seiner  Silirilt^tellerei  befolgt,  ist  die  gleiciimAßige  Silbenfabl, 
die  immer  8  betrügt,  auch  bei  den  retbt  Terschicdetiirtigen  Vi-rw-n 
des  Uann»  FroDiman.  Diei>e  Zahl  wird  ohne  Vcr^tuniRittlung  der 
Wörter  erreicht.  Synkopen  und  Apokopen  kommen  nicht  ei>hr 
h&iifig  vor  und  nntert^cheiden  sich  nicht  vom  Gebrauch  anderer 
Dichter  derselben  Zeit.  Nur  an  einer  Stelle  des  U.  F.  ist  ein 
Wort  Kugunsten  der  Silbenzahl  gelindert: 

U.  F.  E'Jt  £s  ^^^  9">'^  ^ii  Heuchler  seien*). 
Der  freie  Achtsilbner  aod  der  Übergang  zur  festen 


Dramen,  beriitiag.  lon  H.  PUm,  Stiittgutci  Ut.  Toreb  1S&9.  S.  ISi— 83, 
E.  Hag)fner,  Refonibet Hebungen  auf  dem  Ocbiot«  der  deotMben  Dichtong 
de«  SVL  uod  XVIL  J&hihuitderU,  Berlin  181»;.  8.  13. 

■;  H.  Palm  S.  ISfi-SD,  E.  Uöpfner  S.  IS— 14. 
■)  Englert  bringt  n.  n.  O.  S.  64  3  B»lji[)iele  aui  RißKWftldU  Witrkon, 
Imi  danoii  er  in  FrotndwnrUTD  diu  SilbiTnukl  üb«ri«eliritt<-n  lia1)«n  »oll.  Doch 
laotet  der  1.  Vcr»  nadi  Tr.  K.  8S  ,Wie  SalnioD  sagt  aotT  Wucher  !<>}■*,  (E, 
Ueat  mil-Tt.E.W)  Satouioii).  Uas  :;.  BeUpi«!  aus  Uutar  Warheit  S.  ilö  mit 
dem  Worte  .Mniiks"  alimin^  duch  hat  R.  dabei  vuhl  die  Fonn  .Hoiik'*  im 
Siuu,  die  er  *ehr  liAnliit  |[ebiBucht.  Wirklivli  ftberjchriltea  hat  R.  ab«r  die 
8  labl  der  Silben  durch  die  ungewAhnlicfaon  klingenden  Koinu  L  W  S.  9S 
,BchuIdig  —  unuednldiK'  und  in  folgendem  Ver*  des  Tr.  E.: 

88  U  8,     Verflucht   sey   OhriBtu«  md  ä.  Peter,  da  da«  S.  at  Sankt  la 
loteii  tat. 


j&mbijichen    B 

^^^m^^^^i 

etonung:    tm  H.  F.  1&RS    üind   noch  etw&   V»             ^^M 

■Her 

Varae  ohi» 

1   feste   La^e  der  Abieatstellen   f^baut.    In  der             ^^| 

Rearbttitung  von 

1588  sinkt  diese   7,M   erhobliclt.     Kine   Anzahl             ^^| 

ätellen,  die  B.  »onat  uDbvdenklicb  1588  b&tti;  äburnehiaeu  ktSnii>eD,      *       ^^| 

sind 

nur  aus  metrischen  QrDndeti  geändert:                                                        ^^| 

tt'J  A  3i 

Aber  eben  zur  selben  zeit                                              ^^H 
Als  man  mir  halt  das  Grab  bereit                             ^^H 

Vnd  mir  lu  gut  di«  Qloukcn  klun^en                             ^^M 
Vod  die  Sch&ler  zu  Grabe  suogen                              ^^| 

88  rt  4i 

Ytid  sih,  da  man  midi  !itngätr&i;n                              ^^H 
Vor  mittag  als  es  acht  geschlagn                                       ^^H 
Vud  mir  die  gautxe  Schul  gcsuogn  |                                  ^^H 
Dazu  die  Glocken  wol  geklungn                                      ^^| 

8-i  A  4, 

Vber  viel  U&rner  |  scharpfe  Stein                                    ^^H 
Vber  viel  Wasser  groß  vnd  klein                               ^^H 

88  B  &, 

V  1  mar  ebenso,  doch  v.  2                                            ^^| 
Vod  Tber  Wasser  groß  rnd  klein                               ^^H 

$3  D  8t 

Ein  Hell  vnd  Himmel  glaubt  Ich  nicht                            ^^H 
Hielte  nur  fAr  ein  PfafleDgedicht                                  ^^H 

88  G  7i 

Ich  hielt  die  Fredigt  rem  Qoricbi  |                             ^^^| 
Nur  Tor  ein  lauter  HÄnch  getidit                                  ^^H 

82  E  li 

0  HofTart  vnd  scbondliche  Pracht                                      ^^^| 
Du  haät  mich  in  ixe  noth  gebracht                            ^^| 

88  0  8, 

Vnd  «pracli  |  0  du  vortluchte  pracbt                                  V 
Du  hast  mJcb  in  die  notb  gebracht 

83  E  I, 

Auch  mnst  ich  tragn  Sammet  vnd  Seid 
ScbAn  QQrtel  |  Ketteu  vud  Üescbmeid  | 

Bundt  B/'ck  ]  Horten  j  g&ldone  Ilaubii  | 
Qeitraiffte  ItAck  |  Marderne  schaabn 

88  G  8a 

Ich  schafft  mir  epringer  |  gAtdno  baubn 
Qezngne  Borten  |  Marderschaabn                                     ^^^ 
Vnd  scidtie  Jopen  scb6n  beschnbrt  |                              ^^H 
Ab  meinem  staodt  |  wo]  nicht  gebAhrt.                         ^^H 

82  E  2, 

Die  Putzdatne  klagt,  die  Mutter  habe  Hie  aurgezogea            ^^H 
„Nach  der  leidigen  Welt«  laatl'"                               ^^H 

88  H  2a 

„Dean  aie  bat  [  nach  der  Werlet  laofT"                     ^^M 
sie  aufgelegen.                                                                      ^^H 

J 

86 


Aach  1590  rerbegaart  «r  Doch  2  Yen«,  die  158S  nicht  rein 
jambisch  gebaot  sind: 
TrE  88  D  Ij  Gefordert  hat  CLriatlicho')  Schul 
»0  D  3,  Ücfördcrt  hatte  Kirch  vod  Schul 
88  L  4]  AofT  solches  ohn  grübeln  gebavt 
90  M  8 1  In  ewrem  hertzeu  drauff  gebawt. 
POr    die    folgenden   Nacbveise    des    Obergaoge«    Ringwaldb 
roD  der  freien   2ur  feslea  jamhiscfacti    Betonung  liehe  ich  aaUer 
dem  .Hanns  Frominan"    und    dem  „Treuen  Eckart'   in  seinea  3 
TOD  Riug-vraldt  selbst  besorgteD  Ausgaben  1588.  IddO,  1592,  noch 
das  Drama  „Planum"  heran,  seine  letzte  Schrift  iFraDkfurt  a.  0. 
1597),  gelBgeutlit!)]  uucli  ihi  Sp«culum  muii'li  (Frankfurt  a.  O  1S90). 
Di«   „Laat«r  Wdrheit",    xuerst    Krankfurt  a.  0.  1&86,  uigt  kein 
TOB  den  späteren  Scbriften  vfrschiedenes  Bild,  die   Gpitbalamipo 
ron  159^,  1^93,  1595  zeigen  das  alte  Prinzip  noch  stärker,   ah 
die  gleichzeitigen  larigcreu  Qedichte,    da  in  ihnen  riete  metrisch 
schwer  zu  bewältigende  Mamen  vorkommen. 

I.    Am    li&ufigstea    tritt  I58'i  natürlich  beim  ersten  Vers- 
fuU  der  Kall  ein,    daß   die    erste  Verssilbe    stark   betont  werde» 
muÜ,  so  daß  zwei  Senkuugen  hintereinander  folgen.     Solche  Verse 
kommen  in  sAmmtlicheo  Schriflen  ftingvraldts  bis  zulvtzl  vor,  z.  ü. 
HF  $'J     A  -2i   Frcuodtticli  in  ^lleri  gtitn  aufnehme» 
0  4]  Spöttestu  u6ch  de^  vnfalä  tniiu 
TrE  88    Ca:,  Cbristam  von  S^l'nd  erM'set  säin 
Sp.m. 90    B  63  Juncker  er  ist  vor  fnscr  thfi'r 
PI.  97     L  22  JÄ'rlichen  Zinsen  zu  erhalten. 
beKondeni  bftufig  ist  dieiier  Fall  bei  den  Konjunktionen,  z.  B- 
aber,  sondern,  item,  oder,   und  sie  machen  im  Tt\K  88  and  des 
folgenden  Werken  fa.<tt  nnr  diese  erste  Art  des  rliythmischen  VerMs 
aus,  während  U  F  82  auch  viele  andere  Wörter  stehen.     Der  Zu- 
sammenschlulJ  von  vier  Verdien  zu  einer  Strophe  und  der  dadurch 
nötige  Sinneaabschnitt  erfordern  diese  Verbindangs worter  imTiG 


■)  Dm  Original  liot  .CbriHtUnh',  ducb  sind  9  Silben  eifnrderiicli,  imtl 
oiD  e  am  Scblnsse  bleibl  btla»  funelteDÜich  fort.  i.  B.  I58S  BS,,  Vif, 
Q  1,.  1^88  B4,.  f)  l,,  1)  1,  luw.  EbenRO  blt^ibt  AbtrüftBiiKiM  e  maiiehinal 
nUih^n,  t.h.  1582  Di,,  0  3,,  liS»  B  A,,  C  7,,  D  1„  E7,,  F  &,  .  K  3^ 
hie  AuRgabG  d4Mt  H.  F.  1^82  hl  anjrgnUUger  duLn  il«  IV.  S.  15SS. 


»T 


und  den  beiden  Dramen  öfteni,    als  die  fortlaufenden  Beimpaare 
dm  II  F.     , Sondern"  kommt  am  Vtrsatifang  %.  B.  vor 

1582:  B3t  2  X,  B  3j,  CS,,  C  3,,  D  Ij,  D2,.  E  1,.  P  8„ 

1588:  Bfi,.  B7s.  C  2,,  CS,.  C  7j.  D  I,,  D  2,,  D  3,,  D  4|, 
0  5i,  Dbt,  DB],  E  1„  G2v,  BSi,  B4,,  13  S^,  E  6„ 
E7„  F  1|,  F4„  F5i.  F  6,.  P  63.  P  7„  P 8j.  0  I,. 
Q6„  0  7,,  Hl,,  H9,,  H33.  HS«,  H8i2x, 
II,  2x,  I  3,,  rSs,  r4a,  [5,,  16,,  K  2j. 
K3i.  E5i,  K6,,  KTa,    L  h,  L  3]  2>c.  L  5,, 


G5i, 
H8a, 

L7a. 


Im  Ganzen  aber  sinkt  die  Zahl  der  Falle  im  Tr  E  88  ge^ea 
H  P  82  von  nngefihr  7  ti  anf  3  %. 

II.    Die  xweisilbige  Senkung  tritt  nach  der  ztreitan  Hebung 
ein,  der  Wen  beicinnt  mit  einer  Hebang,  i.  B. 
U  F  82     A  2 1   V-ad  euchs  gA'nstig  gefölleo  l&fan 

D  1 1   Welche  ffdclter   mit  K6td  vnd  Qh\t 
F  2j  W^lchs  jr  M^nich«u  bed^nckon  s6lt. 
Hier  zeigt  sieb  nun  deutlich  1588  der  Übergang  zam  regel- 
rechten  jambiKchen    Tonfall;    denn    gegenüber   den   ungefthr  70 
Füllen  dea  UF  finden  sich  1588  nur  8  Fälle,  s.  B.: 
CS,  I>le  dort  toter  der  Engel  schärn 
F  82   I^'^  ^^^  leiden  {  vnd  trägen  miis. 
Davon   sind   3  dar«h   Eigenn&men   und  I  durch  ein  Fremd- 
wort hervorgemten,  die  auch  bei  andern  zeitgenüssiscben  Diohtero 
den  gewöhnlichen  Vers  sprengen:') 

ß  4 1   Vod  sprach  |  Eckart  ich  sage  dir 
J  8  3   Wo  ist  Kato  1  Terentius 

Philip.  Latherns  |  Brectios 
D  I  3  Das  Te  Deum  land&mns  singen. 
In  den  Ansätzen  von  1590  kommt  diener  Fall  nur  einmal  Tor: 
N  3 1   Mir  ein  Gbriätlicb  goläite  göbn , 
«besHo  1593 

0  7,    I'D  TOSÖliger  pein  ertrign. 
Zieht  man  die  dr?i  Fftlle  des  Speculum  mundi  R  6,,  Lli, 
0  4,.  fOr  die  Eigennamen   und  den   ersten   Fall  M&i  f&r  ein 
PreDMiwort  ab,  so  bleibt  nur 
^  >)  fgL  EDgUrta.a.0.  8. 12,    Fspp  t.  a.0.  8.  64/6$. 


as 


E  S  t  N6111  1i«n  Kw&ding  (Gevatter)  ]  dies  rechte  wd 
Im  Ftsgium  fiode  icli: 

Bis  V'Dd  ist  memaud  zur  selben  stuodt 
t'o  dieMäwur'j  doch  hiß*  ich  u4cli 
F  4i   Er  war  i-ater  das  Bätt  gekr6chD. 

TIT.    Der   WoTtattsent   macht  hinter  der   dritten    Hebung" 
tw«i  unbetonte  äilbeu  nötig,  der  V«r3  beginnt  mit  einer  Tonsilbe 
Ich  finde   1582  ungeführ  äO  Fälle,  s.  B. 

B  1 1    UMlig  I  Ü6ilig  I  MkhUg  vnd  B^ia 
n  I  1    PQ'r  dem  strengen  Gi^ttes  Gericht 
K  1 1    Oöttes  A'ngsicht  ^wig  verm^idn. 
In  der  dreimal  so  uitiraiigreicheti  Oeittalt  von  1S$8  nur 
drei  Fälle: 

C  3i    A'ls  seind  wir  oacli  fihliohem  örda, 
E  2  i    Dka  es  nach  der  gintieo  Person 
0  5|    Di  ich  b6i  Jerdbeam  klär. 
Dieser   Fall   kommt  bei   den  Zusätzen   von  1590  und  rÄ93~ 
überhaupt,  nielit  mehr  vor,  ebensowenig  im  Plagium  von  1597. 

In  den  bisher  angeführten  Fällen  treten  zweisilbige  Senkungea 
nur  dann  hervor,   weDti  der  Vers  mit  einer  Tvosilbe  beginnt, 
ihii   nicht    2ivei    Hebungen   aufeinandertrefTeii   können.     FUngt 
dagegen  mit  einer  unbetooteti  Silbe  an,  so  muß  Cftsur  erfolgeoj 
ebenso,  wenn  2  zweisilbige  Senkungen  vorkommen. 
1582  Sndeu  sich  folgende  Verse: 

E  li    GeisträifTte  Rj^'uk  II  M^rderne  schaubn 
E  ^2    Ließ  sie  verg^bn^^  |1  schlähen,  vnd  pä&'cku\ 
E  i|    Den  gm^iuen  Niita  ||  hi-Qtig  verdirbt 
F  2 1    Auch  seinen  StAb  |{  vber  vns  bräehn 
F  3  1    Hftrt  Gottes  Wort  i|  Hetet  vnd  wieht. 
Ferner:  C  I3    Höllischer  r^ilT  y  glOliger  Flamm. 

In  der  Bearbeitung  von  1588  findet  sich  dieser  Vers  nnr  einmal: 
Gefördert  hat  II  Christliche  Schul, 
er  ist  aber  1590  verbessert,  s.  oben  S.  S6. 


>)  Original  .Main*. 
^  Uivr  mit  Truilidi  die  Senkung  eigentlich  nnr  Ar  das  Auge  nldit 
das  Ohr  im, 


89 


Dafßr  hat  Tr.  E.  1S90H52:  DergtUittoD  wilt  HsHien  xusp^t 
Aach  ist  «obl  Sp.  m.  B  Sjza  lesen: 

Tud  Dach  dem  Md  II  Bchimflicher  miß. 
Im  PUfinuin  findet  sich  kein  derartiger  Falt 

Außtsr  (teu  bisherigen  rierhebigeo  Verteil  kommeD  im  U.  F.  82 
ebenso  wie  bei  Haas  Sachs,  Muroer,  Fischart  auch  dreihebige 
Vene  vor,  die  Silbenzutal  jedoch  bleibt  sich  immer  gleich.  Es 
raQssen  wohl  folgende  Verse  I5S2  drcibcbijt  gelesen  werden,  wenn 
auch  fa!«t  in  allen  auf  eine  <ler  drei  Ilebungen  eine  uäbcDtonige 
Silb«  folgt,  die  bei  nachdrficfclichem  Vortrag  als  Nebenbebnng  in 
den  drei  Hanpthebangca  hin2utr«tcn  würde: 

k  3i  EiD  aber  doch  Christlich  G«aiclit  (Chriatikh) 

B  2,  Vor  j'hneo  nach  Ui'ttlicher  irt  (G5  )tllc)iflr| 

B  4,  Vnchrifltlieh  vnd  Heidnischer  wäiß,  (V'n<'hrl4tlich?) 

C  3«  Damit  sich  der  kdia«  erquick 

1>  4)  So  spS'ttisch  rnd  hd'nischer  w^jB  (itpAtlbch) 

£  1 1  0  Höffart  vnd  »cbAndlicIie  Priicbt  (UölQUt) 

Als  Ü£mut  vnd  OA'ttliche  Uhr  (D6mät) 

0  1 1    So  k6m  I  vDd  veratick  nicht  dein  U6rtz  (nicht) 
0  2i    Mit  ^rnüt  vmb  den  h<iiUgi>n  Geist  (v'mb^. 

In  der  Bearbeitung  von  I5ä8  finde  ich  diese  Versart  nor: 
D  7a    D«r  auÜgäug  der  dritten  Person  (aäBging) 
L  4]    AufT  sälcbes  ohii  grfi'boln  gebawt 

Der  letzte  Fall  ist  IbdO  verbessert,  s.  oben  S.  36.  DaTÜr  hat 
Tr.E.  1690 

U  5}    Der  g&ntcen  weit  setzen  lu  Bp6t 

N  3t    In  einer  vo^ndtichen  fr^wdn  (vn^ndllcheti). 

Tr.  E.  9-i,  Sp.  in.,  PI.  veison  keiaen  derartigen  Fall  aaf. 

Alle  oben  behandelten  Versarten  zeigen  stumpfen  Ausgang. 
Es  finden  sich  im  U.  F.  läH2  aber  noch  eine  Aosahl  von  Versen, 
die  bei  nur  acht  Silben  klingend  reimen.  Siö  müssen  a\&a 
mit  einer  Hebung  beginnen  oder  eine  Senkung  oder  auch  eine 
Uebarig  uuterdrQcken.  Dieser  Fall  ist  bei  den  Sprecbversen  des 
16.  Jahrhondert«  nicht  ungewöhnlich,  bei  Fischart  und  Morner 
sowie  in  andern  achtsilbigcu  Beimpaargedichlen,  auch  im  Kirchen- 


40 


licdfl  flndefc  sich  dies«  ,nnikehmng  des  Rhythnos' ').     Der&rtif;e 

Vorsfl  treton  msist  paarweis  auf.     K»  mintl  t'i;Igen(la  im  H.  F.  Ibü-i : 

C  4 1    Zu  dem  kam  ein  Teulfel  gangen 

Mit  eim  alten  Bock  vmbfiuiKen 

D  3  1    IdaDohera  das  seine  abdrungen 

Vnd  XU  schedliolieiii   KauS*  zvruDgen 
D  4      Auir  das  du  oi&clist  lu  allD  FroDameo 

Ynd  nicbt  io  die  H«lle  korameii 
El]    Ad  fein  Usellea  VDd  ans  springeQ 

Lernet  bulerlieder  singen 
E  2  j    HArt  wie  die  Schabneyon  kltnguu 

Wir  wAlln  stattlicli  vmliher  springen 
E  '^a   Nach  dem  h&rt  ich  einen  schreien 

Ra  iiiu.st  ^ewiü  ein  Heuchler  £eiea 
£  3i   Souil  guDst  TOD  mir  em[>ßeng«D 
Dal3  Jii  diu  Augn  vborgiengen 
E  4 1    Mit  eisern  kolbeo  vnd  brangon 

Mit  Gabeln  )  Krücken  vnd  staugeu 
Q  ij    Werdens  auch  nicitt  die  leiig  treiben 
Noch  iu  der  Welt  ewig  bleiben. 
Ein  klingender  Ver»  reimt  tntt  eiuuni  stuiupfen: 
0  2a    Denn  vnser  absclieid  geht  daher 

Viiid  kombt  vm  all  stunden  neher. 
Man  darf  den  zvreiltfu  Beim  nicht  uehetr  lesen,  sonderQ  Kin(;waldt 
liAt  /irr  :  niar  gereimt.  So  sind  auch  weitere  Folgerungen  auf 
eine  al^zentvidrige  IletaDung  hieraui<  nicht  abxaleiten'). 

Ein  deutliche«  Zeicheti  fbr  die  Veränderung  der  Versteohiiik 
bei  Riugnaldt  ist  es  nun,  daß  in  allen  folgenden  Werken  keine 
Vers«  mit  klingendem  Auttgaiig  vurkommcn,  außer  im  Tr.  £.  96 
H  8 1  Zether  (spracli.  er)  vaä  ahr  Zether 
Verflucht  sey  Christo»  vud  8.  Peter. 
Doch  kann  man  dioa  Verspaar  leicht  in  ein  wenigstens  ffir  das 
Äuge  stumpfreimendes  verwandeln: 

ZHher  (sprauh  är)  vnd  aber  Z^tlir 
VerQucht  sej  Christus  ind  Sankt  Pötr. 


■]  a.  Baglerb  •.•,(>.  8.  69—10  und  Aacn.  8.  TA 
>]  Tgl.  Minor,  Nlid.  H^trA '  &.  330  gogeti  dl«  wigdbliobos    FUle  d«) 
All  bei  Üouiiiivr  untl  *  S,  338  gogvii  die  boi  Uelui. 


«1 


Dadurch    wird   auch  der  zweite,   sonH  neuasilbfga  Ten  («.  nhen 
8,  34  Anm.  2)  normal  achtsilbig. 

Aus  der  obigen  ZusammenstelluiiK  Kcbt  deutlich  hervor,  daß 
Biofjwaldtfi  Vene  mehr  und  mehr  rein  jarabiüch  wurden.  Dies 
junbische  Versmaß  ist  außer  in  den  g«nanTit«n  i>chrift«n  doch 
angewandt  ia  der  .Lauter  Watheit".  Frankfurt  o.  0.  1585,  dcMib 
Dar  im  eigeDÜfchen  fiediclit;  der  Anhang  enthalt  ebenso  wie  der 
das  .Treuen  Eftkart'  noch  andere  VersmaLle  (über  die  eingelegten 
Lieder  des  Speculnm  mimdi».  oben  8.  :23 — 24],  femer  In  dem  allge- 
meinen  Teil  seiner  vier  HüchzeitiigedifbU!:  «Vergleichunji  d«a 
heiligen  Khe^taiideit  mit  dem  hohen  Geheimniü  der  lieiligeti  Drej'- 
faltigkeit-,  Prankfurt  a.  0.  158S.  .Bpitbalamium  der  127.  Psalm*, 
Frankfurt  a.  0,  1592,  ,Kpithalainiura  Vom  Lob  der  frommen 
Weiber  Syr.  26*,  Frankfurt  a.  0.  I59S,  „Epitlialaraium  Vom 
ZuMtand  einen  Betrfibten  Widtwers'',  Frankfurt  a.  O.  )S!)5;  ferner 
in  dem  Lobgedicht  in  des  Doktor  J.  Fabricius  Cbrietlichem 
Konengarten .  Frankfurt,  x  0.  1584.  Die  .Evamgelia''  Frank- 
furt a.  O.  1.^)81.  haben  Aia»  Versmaü  nur  rnm  1.  Ailventsäonntag 
hi»  Evangelium  am  Scnntati;  uacb  dem  dritten  Königstag,  (die  ange- 
hängten Gebete  und  Lieder  «ii>d  In  verschiedeuen  Metren  gedichtet 
außer  dem  ersten)  und  dann  noch  einmal  am  25.  nach  Trioitatis. 
Die  Übrigen  Evangelien,  die  Lieder  und  (iebete.  das  .HandbAcIilin 
Oeiat1i(;he  Lieder  und  Gebettin".  Frankfurt  a.  0.  1586,  das  seine 
frühere  Schrift,  den  „DI.  Psalm  neben  Siben  andern  schAnen 
Liedern",  Frankfurt  a,  O.  1577,  mit  enthält,  der  »weite  Teil 
der  Bpitbalaroien,  sind  in  den  verschiedenen  Metren  des  pro- 
testantischen Kirchenliedes  abgefaßt.  Doch  verwendet  er  zwei- 
mal im  Haiidböühlin  „den  thon  Integer  vitae  scelerisqne  purus" 
in  .ein  be^rebuU  Lied"  riid  „ein  Lied  nach  dem  lOssen".  Doch 
bildet  er  nur  die  Silbenzabl  nach,  vgl.  z.  U.  D  Ij:  „Geliebten 
freund  was  Unit  jr  so  vertagen  |  mit  vielen  aeiiRtien  |  heulen  vnd 
wehklagen  [  Harumb  das  dieser  Leib  sol  in  die  Erden  ]  gelegst 
werden",  oder  den  Adonius  D  4g:  jm  können  vertrawn. 

Wie  oben  gezeigt  ist,  kommt  ftingwaldt  immer  mehr  zu 
einem  regelmüBigen  W<!ch?el  von  Hebung  und  Senkung.  Jedoch 
bis  in  seine  spMeäten  Werke  linden  sich  Vorsc,  iu  denen  das 
Metrum  Fremdwörtern  und  Eigennamen  zuliebe,  die  sich  ja  so 
schwer  dem  alternierend eu  Ilbythmus  fügen,  ein  ffeierati  ist.     Man 


48 


vergleiclie  riic  RemoTfcimgen  oben  S.  37  mit  Anm.,  femer: 
TrE    C7;   Polon  McsopliotaDJer 
Sp.  M.  R  ß  1  So  za  Cana  geschehen  isi 
M  ä)  Gar  viel  Contrai)ii;toriaJ) 
PI.  D  1 1  Amen  |  Amen  |  ich  fahr  daher 
O  h'i  Sih  ija  ßiiin))»U  >  vrilkum  zu  Laoi). 

Schwierig  ist  es  auch,  Wörter  mit  der  Betonung  J_J A 

regelmäOtgen  V^ersmaB  aniupaH^eii.  Der  bette  Ausweg  ist  dft 
wohl,  (leri  Nebi?nt«n  mit  dem  Vervakinnt  zii^iammenrallen  zd 
lassen'),  da  die  dem  Wort  vorhergehend«  Silbe  ebenfalU  betont 
ist.  &o  kann  audi  für  ein  modernes  Ohr  di-r  Huuptlon  dot  Wortes 
zarficktreten.  Das  ündet  man  dann  auch  bis  tuletzt  bei  Knf;- 
watdt,  z.  H. 

TrE  88  ß  7,  Die  ohn  aufThAren  l'&r  sich  steht 
Tr  E  90  E  5 1  Sand  Paulus  bat  hinrichten  la^sn 
Tr  E  92  OA9  Des  Oeitzes  mich  abwendcQ  lassn 
Sp.  m.  K  :2 1  Ehruester  Hurr  tt&rgnieister  klug 

P).  BT]  Satnpt   10  Landsktiecbtea  |  »chueil  bereit 
Leichter  noch  ist  dio  Akzentrerschiebnng,  die  bei  :!  slIbigBi 

7nsammetigP8et2ten  Verbalfumien  mit  dor  Betonung  J eintritt^ 

nenn  eine  stark  belimte  Silbe  vorhergeht  Englert  sieht  (a.a.O. 
S.  27)  mit  Recht  ein  feines  rhythmische«  üofQhl  darin  und  führt 
als  Beispiele  an: 

Tr  E  B  7 ,  Denn  wi«  ein  Kuh  ein  Thor  ansieht 
D  3 1  Sich  lassen  groOe  pein  anlef^n. 
Über  das  Verhältnis  von  Vers-  und  Salzakient  bei  BiDK- 
woldt  ist  nicht  viel  zu  sagen.  Mau  muU  beachte»,  daß  im  r^el* 
m&Qigen  jambischen  Verse  die  siougematic  lletonang  der  Prosa  ^ 
auch  TOD  modernen  Dichtern  nicht  streng  beachtet  werden  kaoo*).  ^M 
Man  muß  aber  bei  Ringwiildt  ein  7.ur&ckrallen  in  den  freiereu  ~ 
ftlij-thmus  annehmen  in  Fällen,  wo  bei  jambischer  Betonung  ein  I 
einsilbiger  AKikel  oder  ilerartigos  Prunoroen  vor  einsilbigem 
haupttonigen  Wort  Jen  Iktus  bekäme.  Engli*rt,  der  ».  a.  0.  S.  SO 
darauf  hiniretst,    sieht   mit    Durecht  darin   eine    Hfirt«  im   alter- 


rohrt 


i 


')  »il.  EoBlörl  a.«.  0.  S.  25. 

*]  TgL  fiber  diese  Frage  und  solche  .Fehler"  b«i  Uuu  Sach«  Hnwr 
ft.  a.  0.'  S.  337.  Kar  durch  derarti);«  Dng^>i««litrurtigt4  Aniprfith«  gelangt 
I.  B.  tlislm  (u  «eJnen  ungdieaärlichüD  i^ihluo. 


«B 


nierenden  Vers,  wflhrenci  Hch  Hoch  i\»nn  nur  «inn  Nactiwtrlattg 
des  toftoraD  VcrsmaQes  zoi^  Ks  bt  liaum  möglich,  daÜ  Ring- 
waldt  rein  jambisuhd  Verse  t.  B.  mit  folgeiuleii  von  Englert  an- 
gerührten  tieferu  wollte: 

Tt  E  B  6 1   Bis  ich  stund  SfTeuUicb  alldär 

K  3t  Ji  irir  sind  nu  (wie  es  auch  bleibt), 
vgl  auch: 

H  P  C  I ,   W^Do  mich  G6U  nicht  erhalten  hat 

Q3i   Vnd  «ich  halt  in  der  schwiichheit  Teia 
Tr  E  88  D  7  )  Jft  es  wird  jhnen  auch   die  iit 

E  8  t  Wie  m&m  oiut  |  per  Aolitho«iu 

Sp.  m.  M  7 ,   Das  sein  thdn  sey  ein  HÄllgeschmiis 

PI.  A  6;  Pflrt  ur  Stricks   nach   deni  IMhineriräld. 

Sehr  selten  Ündet  sich  der  einsitbi^e  Artikel  vor  einäilbi^m 
haupttoDtgon  Wort  an  der  Stelle,  wo  im  regutmalligon  Vers  der 
Ton  liegt. 

vgl.  2.  B.   1582 

C  I )  Tnd  die  iträtf  von  der  sfinden  hAlx 
B  1 3  Daon  der  Tödt  greiff  mich  bl&tzlich  an. 
Im  Tr.  E.  ist  mir  kein  ilerarliger  Ven  begegnet,  nur  Sp.  m. 
L4|   kommt  vor: 

A'ia  eiD  Schiff  dss  man  schlichten  tdi. 


Der  Strophenbau. 

Die  Strophe  besteht  aus  1  Bciinpaar  nur  im  .Hanns  Prom- 
man".  Gewöhnlich  werden  2  Reimpaare  lusammengenomine». 
DIm  Ist  konacquent  du rrh geführt  in  den  übrigen  Im  i  Hebungs- 
rers  abgefaßten  Werken,  außer  in  der  .Lauter  Wahrheit".  Sic 
druckt  oft  fi  Verse  in  einer  Strophe,  wie  einmal  auch  der  Tr  K 
Id88  F  6  2.  besonders  am  Schlue^fe  der  einzelnen  Abschnitt«,  vgl. 
h  W  88  S.  2,  3.  10,  14,  1d  u^w.  Ollers  sind  in  ihr  die  einzelnen 
Strophen  nicht  abgesotst,  S.  1,  2,  9,  13,  15.  22  usw.,  vornehmlich 
m  kOneren  Abscimiiten.  Im  Speculum  mandi  zorreiQt  maacb- 
mal  der  lebhafte  Diatog  die  Stmpho.  und  es  wird  dann  tod  neuem 
anget'angen. 


u 


2.  Der  Reimgebrauch  Rmgwaldls  im  H  F  und  Tr  E 
Alle  in  8  silbigen  Vvr«en  abt^efaDten  Gedicht«  RiogiraMts 
außer  eiuer  bestimmten  Oruppe  von  Verscu  de»  U  F,  s.  S.  40, 
und  einem  Verspiisr  der  „L:iiit«T  Warlieit*  (oben  8.34  Anm.  3) 
haben  mäonlictien  Keim,  der  überhaupt  am  Ausgang  des  Mittel- 
alters vorherrscht',!.  t)iiher  ist  Syalfope  im  Beim  bei  Infinitiveu 
und  unileren  Formen  sehr  hlluäg,  um  sie  stumpf  erscheinen  zu 
lassen.  Manchmal  jedoch  bleibt  daA  Rchwaclie  e  stehen,  besonden 
wenn  m  oder  n  vorberReht:  1582  A  'i,  aiiirnelimen  ~  Bchamen. 
A  3i  IcluDReti  —  sungen,  A  4  i  Namen  —  kamen,  B  1 1  springen  — 
singen,  I.'>88  B  4?  frommen  —  kommen,  B  5  i  kamen  —  oamen, 
B  7i  Wuhnen  —  Rrooen,  R  By  frommen  —  weggenommen  osw. 
Auf  den  Versbau  bat  das  natürlich  keinen    Binfluß. 

(jew{}hnlich  reimen  ja  'i  Versieüen.  DaU  alle  4  Versseileo 
einer  Strophe  reimen,  kommt  Tr  K  S8  "2  mal  vor:  O.SjDaekn  — 
backn  —  schnackn  —  packn,  H  ß  i  man  —  gethan  —  kan  —  dran, 
Spßcnlum  mundi  A  lii/Ti.  C  7  3.  Hier  reimen  auch  öfters 
3  Voree;  entweder  spricht  sie  einer  C4a,  oder  iirei  C  iJ^  C  3i, 
C  5),  C  81,  C  82,  D  1|  usw.,  oder  drei  C  Si-  Dasselbe  Wort 
reimt  Tr  E  B  8  ,  „an",  H  F  G  1  ,  ab  -  drub  (davon),  LWS.  39" 
„seind".  ROlirendcr  Reim  findet  »ich  H  F  C^  Hell  —  hell  (cUnu), 
Herr  —  her  (herbei). 

Dem  Keim  zuliebe  Oickt  liingirnliU  Qflers  Wjjrtsr  and  kanej 
Siite  ein. 

1582  finde  ich  nur 

B  2]  Vnd  iüt  jhnen  ein  flchV^ne  Krön 
Vor  alten  Auöerwelten  schon. 
1588    kommt  das    bedeutend  häufiger  vor,    ebenso  io  seine 
Sbrigen  Werken, 

z.B.  b  b*i  Mit  einem  Werck  |  so  man  geschwindt  | 
Im  liBUs  der  groUen  Kejser  findt 
B  7 ,  Hieranff  »0  sag  ich  euch  gar  frey 

Das  solche  gresae  iiierde  sey 
C  7|   Derhalben  (wie  zuuor  gedacht) 

Schawt  da«  jbr  hie  den  anfang  macht 


>>  8.  Ff.  Raurrmsiiu,  DeuUchc  Miitrik>  S.  IS». 


F  5 1  0  weh  DD  ist  mir  (iri«  man  pflegt 
ZuMgOD)  das  Cantat  gelegt 
uiw..  Tgl.  u.  «.  C  81,  E  1*1,  H  7j,  J  7g,  L  5,. 

Uie  Uairoe  sind  größtODteils  rein.  Doch  reimt  R.  ohne 
KOckEicht  auf  Quantität  16S2  A  4,  Herrn  —  kern,  A4)  Saal  — 
OcbseDsta),  li  1  3  ootli  —  Ontt.,  :tn  —  laiin,  K  4  ,  ilanion  —  Lohn: 
1588  B  3'j  regiert  ~  wirdt,    U  5:;  wohlgethan  —  kan.   K  Ti  äal 

—  Ocbiwnstal,  l)  2j  ziel  (wegen  des  e  ist  i  schon  gelängt)  — 
wil,  D  Tg  straffn  —  schalTu,  K  .I7  siil  —  spiel,  P  3i  Herrn  —  be- 
kchra,  J  e  j  biß  —  ließ,  L  2i  mal  —  rberall,  L  8  t  gestalt  —  ab- 
gemalilt. 

Doch  linden  sich  eine  Anzahl  aääonisrejnder  Beim«;  und 
iwar  sind  es  158$  iro  Verhältnis  etwa  4  mal  so  viele,  als  1582: 
168;>  lAhle  ich  8  Falle  auf  HJtSO  Vers«,  i;>88  dagegen  \ii  PuWe 
auf  3938  Verse.    Sie  gliedern  sieh  eo: 

1.  a  —  9.  82  B  4  1  Qott  —  bat,  ebenso  C  1 1  n.  F  3^  au  — 
darnoD  62  E  1 1,  P  4 1. 

i.  e-i.    8«  E  8v  Zeohgeselln  —  wÖIIn. 

».i~i.    88  Bßi   Bilt  -  erFAIIt,   ebentoCi^CSi    willit 

—  erf&lln,  ebenso  E  '2 1,  F  1 1,  J  4  ,,  K  5 1,  C  5  ^  atickn  —  dchickn, 
vormügn  —  vtnbzufliegn.  E  2  i  lliegn  —  niflgn,  K  8^  vorraflgn  — 
abzuflicgn,  1)2-2  gratulim  —  fflhm,  Li3i  spfirt  —  wirdt,  Ü  4» 
Urftdr  —  Oliedr,  DTj  f&r  —  jlir,  E  tf  j  thier  —  berföhr,  Fli 
Thier  —  fflhr,  K  7  j  angetribn  —  vbn,  V  ij  nflbtii  —  srhwitzn,  P  63 
mir  —  für,  J  83  herför  —  mir,  0  1  %  nidr  —  drübr,  G  1  ^  sticlni 

—  spicku,  G  61  8|>&rt  —  vorlierts  G  7i  Tarirn  —  f&hn],  H  81 
wiiisn  —  mbüsn,  3  'ij  S&niln  ~  entbind»,  J  di  Chriitn  —  rüsln, 
K^j  gebühr  —  deklinir,  K  b  i  Jubilini  —  fähni,  LSj  Christ  — 
geb&st,  L  da  Fflrst  —  wirst,  L  83  regier  —  füiir. 

Hierher  gehören  auch  die  beiden  einzigen  Pille  von  adae- 
Dierendem  Reim  in  den  weiteren  Rearbi^itnngen  da.^  TrE:  Ü2 
Ü8j  liebn  —  vbn,  Klj  wissn  —  mfissii. 

4.  i  —  V.    82  kfimbt  —  nimbt,  ebenso  68  K  S], 

5.  0  —  I«.    88  F  7  I  sonst  —  brunst,  0  4]  gewust  —  kost. 

6.  *»'  —  «I.  K  4  1  Freund  —  seind,  ebenso  C  2j,  D  4  j,  B  81 
euch  —  Beich,  ebenso  K  8j,  C  61  jederzeit  —  Ireudt,  C  6»  fruudt 

—  Horrligkeit,  D  2 1  freadt  —  Einigkeit,  1)  6 1  freudt  —  seligkeil, 
E  1  a  manclierley  —  new,  K  2 1  new  —  Gantorey,  £  4 1  fraudt  — 


cwigkeit,  cbCDS»  H  3 1,  E  4 1  kleidn  —  frsndn,  E  8 ,  Rewh  —  frej. 
F  3|  Leut  —  Mit,  ebenso  Q  2j,  K  Ij  Iiciit  —  jederaeit,  K  7a 
Cliristenlent  —  altez«it,    V  Sj  Ueat  —  aogelegenheit,   F  7  |  gleich 

—  euch,  ebenso  L  5i,  L  6,,  V  83  Leut  —  ffirbcsoheidL  O  Ij 
Himelreich  —  euch,  U  5i  Acbarleut  —  seldt,  J  I  j  beuln  —  hertse- 
keiln,  K  "i,  feind  —  freundt.  K  5j  leut  —  streit,  L  4i  bcscheidn 

—  freudn.  Ebenso  88  1»  6j  Herrllgkeit  —  Heupt  (vgl  die  schlo- 
sische  Form  h6t  für  Haupt). 

7.  r—l.    88  F  Oa  Juncker  —  tunckel. 
S.  n  —  m.    88  C  3  3  inn  —  stimm,  D  2 1  an  —  kam,  ebenso 
HS),  D  23  ruhtn  —  thun. 

9.  g  —  h.   8'2  D  4i  versag  (vcreab)  —  Tag. 

10.  ff—k.    82  kranck  —  langk  AS,,    88  D  Öj  Sclimaragd 

—  ausgestrackt,  H  I  3  verlang  —  kranck,  H  "i  i  gang  —  staack. 

M.  p  —  h.  88  B  7|  Hocherliobn  —  vbenogn,  C  5i  asg  — 
h&b,  L  5 1  tag  —  faab. 

12.  9  Tiur  in  einem  Reim:  8t}  H  Si  meigd  —  getreid,  J  5] 
Klawn  —  saugD. 

\i.  b  —  d.    88  B  61  genad  —  hab. 

U.  M  —  /.  88  B  3  j  auch  ~  draaff.  D  Sa  krtfft  —  gemacht, 
£  7]  krairt  —  maubt,  K  81  auch  —  laafT. 

15.  seh  —  8t.    88  B  3»  Geist  —  fleisch. 

16.  9ck  —  :   88  C  1 1  fleisch  —  weis,  ebcDso  L  7j. 

17.  Der  eine  Vers  hängt  t  an:  88  C  6  j  wolgeachicki  —  Aageo- 
bliok,  I)  5 ,  «tftck  -  auffgertckt. 

16.  n  —  t.   88  K  6»  fort  —  Bott. 

Die  Mehnahl  dieser  As^otiatiKeii  zeigen  den  md.  Dichter. 

Der  Reim  a~  0  hi  im  mhO,  beModersi  liäulig  im  Bairiscbea '). 
Datu  würde  da»  Oberpraliische  Araberg  passen.  Doch  Btatnmt 
der  Reim  sicher  von  Bingwaldt  her,  denn  am  diese  Zeit  seheideo 
auch  di»  K.inzleien  des  öNtiichen  MiUeldeulf:clilaiids  nicht  streng 
zwischen  a  und  0,  ebenso  Luther  and  die  andern  ostmittel deutschen 
ächriftslcller*).  Ga  kommen  in  K-'s  Werken  auch  gelegentlich 
Vertauiwbongea  tod  a  u.  o  ror'):  fi  ^  &  vrsoch  Bv  3  Sj,  R&rsteo- 


4 


>)  vgl.  H.  Paul,  nihil.  Gral^.^  lUll«  1!t04,  $  Hl. 
■j  K.  T.  B&b<lvr.   ÖrundlaguD  tlex  nlid.  LiuUjitemi.  Stnfibiug  1890, 
S.  163—167. 

>)  kli    ifvbrKiichi«    Rlr   di«    Stall«nti&cli*rvi>ie    fulgunde    AbkRntmgeii; 


«olde  —  Olde  E  88  C  7  „  Mooir  Tr  B  f)  8^  «  =»  1:  Bohr  H  F 
A  23,  do  U  F  A  4,  (doch  auch  dl,  z.  B.  U  F  B  2,>,  nachohtneo 
£t  A  4,.  duran  Ev  O  ^^Q,  ilorauir  Ev  N  7^ 

KesoDd«rs  deutlich  xeigcn  sicli  di«  ICigPos« haften  des  ind.  io 
folgenden  Rc)in«n:  e  —  6,  i  —  4,  ei  —  Mi.  Kingwuldt  behält  Id 
den  ini-iEiteD  Palleo  noch  das  e  bei,  wo  e»  im  obd.  und  dann  im 
spateren  Dlid.  zu  6  gentiidet  wird,  wie  ^icli  ja  auch  bei  Luther  fast 
nutflie  Formen  auro  finden'):  ilelle  TrK  B  4|.  rerlescheo  LW  157, 
ichwaren  LW20'2,  gewelb  SpKSf  Doch  kommen  Nohoii  Sotiwin- 
hmgea  vor:  TrE9(l  H  3j  iwelff  —  derselbe  Teit  Tr  E  92  H7, 
jwölff;  SchepSen  TrE  L3,  —  Schöpffen  Tr  B  9i  M  fti,  Leflor 
LW2I9-  Uffeb  LW  2il. 

Ringwaldt  entmndet  mhd.  ü  in  antind»  PI  F  (t).  OUerge- 
liebt  Ev  C  I  j.  er  behalt  das  mhd.  i  Iwi  in  wirdig,  t.  H.  LW  ^89. 
und  den  Wörtern  desselben  Sutnnies.  Er  verwendet  nebeneioander 
die  Suffiifunnen  •nufl  -nüs  uiid  -iiis.  Die  beidt-n  ersten  sind  die 
obd.  GestaiL,  die  dritte  di«  aiA^  vgL  W(>luho)d,  mhd.  Oranmattk* 
§  268.  Vgl.:  BeKrebo&n  Tr  E  A  3i.  ebenso  TrE  90,  TrE  ÜÜ 
A3i.  aber  Begrobnis  Xr  E  90  nnd  n  A  4i. 

Eutrundet  iitt  eu  in  leichten  Ev  J  Si,    freindschad  Rv  b  83. 

Der  Wechsel  zwischen  0  —  u  ist  ebenfalls  md.  0  statt  mhd. 
u  ist  beeondera  liftoflg  vor  Nasalen  (vf;l.  v.  Habder  S-  186),  im 
obeis&cbsischen  Dialekt  auch  vor  r  (Fruotcu  §  48j.  Hingwaldt  hat 
es  abweichend  vom  nhd.  in:  sie  worden  TrE  B  6|,  forcht  H  F 
A4,,  »cbos  (SchuU)  PI  K  3i,  gonsten  PI  F  8],  Kompan  PI  K  7^, 
Schotter  Sp  D  6],  verdros  Ev  B  1 1,  Tomierung  Er  d  7i,  sie 
worfTeu  Et  d  7,;  ebenBO  tnd.  0  statt  mhd  ü:  gSnstig  E  9i  B^;, 
gottrftrchtig  H  F  D  3,,  dArffon  -  dfirlTen  HP  B  1  3  Oleii-hes 
Schwanken  zeigt  sich  in  vormligeo,  das  die  häufigere  Form  ist, 
I.  B.  TrE  D  61,  dafar  Tr  E  92  El,  vermdgen,  einmal  er  mflcht 


ETangelia  Frankfuii  &.  U.  IMI  —  Bt,  Uuin«  Promman  Amberg  15S9  —  HF, 
Handb&ehlin  Fruikfurl  m..  O.  158G  —  Hb.  die  rertchiedcineri  Epilhnlkuiicii 
=  E  88,  98,  93.  9.i.  Tn-ii^^r  Eek«rt  F^nkfiirt  s.  lt.  1588  =  T(  E.  Ff*iik. 
furl  a.  O.  1.590  =  Tr  R  Ä',  Frjnkfurt.  «.  U,  läua  -  Tr  E  92.  J-uutcr  Vfu- 
hvit  1&88  ^«ohl  Kr>nkfurt  a.  U.  w,:j[on  der  (il«iclilioil  dor  Typun  und 
Auftstattuag  mit  dum  Treuen  B«k«rt)  —  LW,  Speculuin  Biundi  Frankfurt 
a.  0.  1590  —  Sp.  PI»«iuin  PVanlfhirt  a.  0.  1597  —  PI. 

')  Tgl.   C.  dank«,    Onitidi(([e    iler   SakrJfUpraeli«    Lvtliors.     GJIrllta 

1863.  §  as. 


M 


Ev  Q  i-2  neban  gewObalichera  „machte",  auch  ^«r  kAmpt*  E  95 
A  '/i,  statt  üblichem  ,körapf  i.  B.  Tr  E  A  i,,  anch  ^bekimpt* 
LW  173,  datier  der  Iteim  i  —  b,  h.  obeoS.  45.  md.  u  ^tatt  mhd. 
6  findet  sicli  io:  dappet  Ev  J  lg,  ludemClodeni)  Ev  F  5|,  btnfurt 
SpLSj,  ä  ülutt  mild,  d  durch  FormübeKragung:  erverluhr  Ev  h  43, 
kbuäeu  PI  K  Ij.  mlul.  Ü  ist  gewahrt  iu:  ich  kand  TrK  B  ii, 
ich  hab  kund,  oeben  gewöliDlichem  „konnte'*,  ich  gundtTr  R  F  4  1 
»oben  „er  gont"  (gOnnte)  £v  d  7],  rergfint  LW  246,  vonergund 
PI  L  3i,  puchen  LW  245,  Wulle  Sp  ß  7i,  Trummel  Sp  M  2». 

Der  R«im  y  ^  h  ist  deswegen  m&glicli,  weil  im  md.  in-  and 
aaslnutendes  g  spirantisch  ausgesprochen,  anderseits  li  zu  eb  yn- 
dichtet  wird.  (Pranke  a.  a.  0.  §  98  u.  101).  g  tritt  für  cb  ein 
I.  U.  in:  Hßtrligkeit  TrE  D  63,  Manligkeit  LW  182,  er  xeugt 
(lieht)  LW  162,  negste  E  93  A  di;  Wechsel  von  g  und  zu  oh 
VHrdichtotem  li  findet  sich  in:  gecltgsam  LW  108,  geragt  LW 
162  —  gerahlich  Tr  E  K  7  a,  Sheher  Tr  E  J  C, ,  —  Seyger  Tr  E  90 
Käi,  csgeNchegG9äB3i,  dem  Reim  geschah  -lugEvC2i.  Auf  die 
Aussprache  von  g  ala  j,  die  sich  vorwiegeod  in  Brandenburg, 
Ponimorn,  Oüt-  und  WcstpreuUcn  findet,  douloii  Formeo  bin  wie 
gemehgt  —  beeeght  Tr  K  F  8],  das  abgespiegne  TrE  L  61-,  Co- 
mvdig  8p  A  6i;  Reime  wie:  geleget  —  geäehct  Üb  Ü  2i,  wegn 
—  drebn  PI  L  23  (vgl.  dregn  LW  327).  Aus  dieser  s«hwftdi«reB 
Aussprache  erklären  sieh  auch  Ringwaldts  Assonanien  nuter  No.  12, 
vgl.  vcfBcbweigti  —  Ireyen  Hb  A  tii,  erzeigt  —  beschcidcnheit  PI 
B  7  t;  Wieb  das  gänzliche  Fehleu  des  g:  gekreit  (rgl  krolgeu 
Sp  U  4)  j)  Sp  H  ^a.  Die  erwähnte  Verdichtung  di>s  h  lu  eh  tindet 
sich  ?..  B.  in:  sacht  H  F  I)  äa,  er  schmecht  L  W  120,  es  ge- 
schieht L  W  191,  Schuch  Sp  A  7»,  rauch  (rauh)  PI  G  4a.  Floch 
PI  K  li.    Anderseits  die  i^chreibweiue:  Hobmut  L  W  189. 

Die  unter  No,  10  angefülirten  Assonanzen  y — 4  sind  darch 
die  VerhiirtUDg  des  g  vor  t  und  am  Kiide  ermöglicht. 

r  —  /  iNo.  7)  wechseln  in:  Baibier  TrK  J  8,,  Kindelbier 
E  93  1)73,  der  Tubel  (Täuber)  SpCli,  umgekehrt:  Enner 
(Ärmel)  PI  F  (j  >. 


3.   Bemerkungen  zu  Rlngwaldts  Sprache 
Eine  voIlsUndigf  Itphandlnng   der  Sprache    RingwaMU  wilre 
iiasht!  einer  bcsondereu  Arbelt. 


tk 


Icli  ftllire  bler  im  ADScbloß  an  den  BeiiDKabrandi  lonSclist 
noch  einige  Merkmale  seiner  Sprache  an,  die  md.  oder  obd.  Cb»- 
rakUr  zeigen.  Uocli  IflUt  »ich  dab«i  nicht  immer  sagen,  wie  riel 
von  diesen  Jürscheinungen  dem  Drocker  zuziuchreiben  ist  und 
nicht  fiingwaldt  selbst  Ferner  weise  ich  noch  auf  gewisse 
Altertüialichkeiten  und  Mundurlliclieit  in  der  Sprachu  bin,  sowie 
auf  bemerkenswert«  Erschein uuge»    iu    Ringwaldts   bilderreichem 

sta. 

Mitteldeutsch  sind  fulgondc  Er^cheinuogen : 

nid.  i  für  itihd.  htru-*  e  in  Stammsilben,  das  bei  liUther  nur 
bis  1529  vorkommt  (Franko  §27),  findet  sieb  in:  Ltrchc  TrE 
E  1 ,,  doch  Tr  E  il'2  E  5  j  Lerche,  wider  8p.  id.  M  8a,  auch  ^wieder" 
Er  S  2  1  geschrieben,  fiir  gow&hnticho«  „weder",  schirbeln  (Soherbea) 
PI.  F  8|.  DaRegen  kommt  das  hei  LuÜier  vor  15i8  sehr  häufige 
iiid.  1  statt  e  in  liildungs-  und  FlMionsailbcn  (§  2fi)  nur  beim 
Deminutiv  ver:  Feustchin  Tr  B  U4i,  FlSchin  Ei»6  E  G],  Hertzchio 
PI  C  6],  straucbheuchin  PI  U  7i,  In  der  Anwendung  dieses  Suf- 
fixes wie  auch  in  der  md.  Form  -ichen  in  TMicben,  PMichen  PI 
C  S«  xeigt  R.  ein  stärkeres  Hervortreten  de.i  Dialekts  als  Luther, 
der  für  gewöhnlich  -lin  verwendet  (§  30(.  Auch  R.  hat  es:  s.  B. 
Klßlin  Kv  D  8,.  Vftlklin  LW  -IIb,  tilchlin  Sp  0  1 ,,  gewöhnlich  aber 
-loin:  SAnlein  E  88  I)  4-2,  Flesclilain  Sf»  A  «i,  Köbcrlutu  Sp  B  3|, 
TAokleiD  PI  H  K,,  .Stedtlein  PI  K  1 1.  Doeh  aucli  das  schwsb.- 
«lera.  -Ic  findet  sich  vereinielt:  Trönckle  L  W  63,  Hemodle  PI  B8i. 

Rein  nd.  ist  es,  wenn  »taU  ei  w\^.  im  tnhd  i  steht  in:  sich 
beflieesen  LW201  (bsfieissen  L  W  206^,  mine  fbs  Kr  b  2i,  dinem 
Vater  Ev  i  1  j. 

Ebenso  kommt  vor  md.  ü  =  it\hä.  w  ohne  Diphthoogierung: 
sputaen  L  W  62,  Sturlcut  Ev  H  7;  'r  =  mhd.  V«  in:  rflspern  8p 
A  7  I  und  Lftde  PI  E  &i;  ü  =  mhd.  tl  in:  ful  8p  B  3,,  Tibel 
(in  ,brat  mir  einen  Tflbel*  -  Tauh.r)  Sp  C  l». 

m4.  f  für  inhd.,  nKd.  «i  hat  gelegentlich  auch  Luther  (§  39). 
Bei  Bingwaldt  schwankt  der  Gebra«ob  in:  Eh  TrE  GSj  — Ey 
TrE90  n  (2.  Sheher  (Seiher,  Sieb)  Tr  K  J  8  a  —  Seyger  Tr  E  90 
K  5i,  vgl. auch  den  Beim:  Jerusalem—  daheim  Ev  D  Ct-  Seinet- 
wegen werden  wir  die  verschiedene  Vokaliaierung  bei  Ringwaldt 
eelbsk  anaehmau. 


so 


mrf.  ä  für  A,  dessen  nnfänglichefl  Vorkommen  bei  Lutlier  wohl 
rom  SeUer  herrolul  (§  43),  findet  sich  in  bar  (her)  Sp  H  1 1.  har 
(Herr)  HP  D  Sj. 

md.  j>  für  mhd.  b  zeigt  sich  in:  «ntpern  HP  Pä|,  Püivem 
TtE  F6i,  Posch  TrE  M  7,,  die  purü  Hb  A4,,  Futtermilch 
PI  J  1,,  Pub  Sp  B  I|. 

Wie  im  nd,  ist  yp  unversdiobfln  io:  Troppen  —  kloppen 
LW  110,  Klfippel  LW  205,  Kropp  PI  0  3,,  Schftpp  ESA  ES, 
(xur  Form  vgl.  DWIt,  das  bd.  .Scliepffe**  iüt  auch  die  g«wöb»- 
Uche  Form  bei  Ringwaldt,  s.  B.  Tr  K  LS|).  AndersoiU  wird  pp 
in  falsch  analoKischer  Verschiebung  zu  pr  iu:  sclitepiren  Tr£ 
M  li  (aus  nd.  sIepen  vgl.  DWII),  supfTü  L  W  40,  zapfTela  (mbd. 
sabelon,  xapl«D).  Dagegen  ist  „sich  verscliiiapireu"  Tr  E  N  )  j 
schon  im  mhd.  Nebenfonn  2U  „«ohnappcii"  (DWB),  dchupfTen 
(Schuppen)  ist  die  korrrekt«  ubd.  Form.  E«  ist  sehr  Traglich,  ob 
die  falecbeo  Verschiebungen  üingwaldt  zuiuschreiben  sind,  da  er 
reimt  TrK  H  li  Kapff—  gab. 

md.  d  atau  ntMd.  i  üiidet  sich  iu;  dapflbr  L  W  116,  gedreucke 
E  95  E  8^,  Heerdrummel  PI  D  1 1,  DroB  PI  Dl,.  In-  und  au»- 
laatond  in:  Miedlitig  LW  442,  Stad  B  88  B2i,  werd  Sp  E  5u 
zubereid  Bv  B  4i,  Bradfisch  Et  D  7,. 

Die  Äblautsrpihe  ist  geslflrt  Im  mhd.  „wegen",  vgl.  ich 
erwäg  Tr  E  F  4 1 ,  er  Tberwug  Tr  K  D  1 1 ,  sie  beirogea  Tr  E  U  6  >, 
bewogen  TrEK6|,  unbcwogeu  TrE  F  63.  Die««  Störung  tritt 
durch  das  verb.  „gewaheo*'  ein,  und  zwar  luerst  im  md.  (s.  Wein- 
hold, mhd.  Gram,'  1883,  §  351). 

In  einer  Anzahl  von  Abweichutgen  Bingwaldts  von  der 
Sprache  Lutlters  läßt  Hich  ein  mehr  obd.  Cliurakter  erkennen. 

Luther  schreibt  den  Umlaut  von  a  e.  Und  der  Korrektor 
seiner  Werke,  Chr.  Walthcr,  rOgt  in  »einer  zweiten  Scliridgegen  die 
Machdrucker  der  lutherischen  Bibel  ans  Frankfurt  a/U.,  unter  deoeo 
sich  auch  iler  bvkannt«  Sigmund  Feierabend  befindet,  die  Er- 
setzung des  6  durch  £.<)  Fabian  Frangk,  der  sotD*  1531  er- 
schienene und  auf  Lutbßr  uad  die  kaiserliche  Kamlei^prache 
gegründete  „OrUiographia  deutsch"  15:18  in  Frankfurt  u.  0.  um- 


>}  Tgl.  du  bei  T.  Bkhdor  S.  46/47  wi«d<ir  Abgedruckt« 
Vklthors. 


:kt«  WortT4irsaieluUa^H 


51 


arbeit«t«,  und  der  Johann  rnn  Küstria  Lesen  und  Schreiben  bei- 
gsbtscht  hatte,  mag  aaf  die  Kmetzang  des  e  dnrch  t  }&\aüuü  gehabt 
haben.  Denn  er  will  A  geseilt  haben  „jnn  deriaatiuis"  von  Wörtern  mit 
a.').  Bei  Bingwaldt  schwankt  der  Oebrauch.  Seine  Frankfurter 
Drucke  zci^eo  e  uoch  nie  die  gewt^hüticbe  •Sclireibweia«  des  Umlauts, 
doeh  kommt  gelegentlich  schon  X  dalQr  vor,  und  ftftertt  setxen 
Bpätera  Auflagen  ü,  wo  vorher  «  stand,  vgl.  TrE  A  ^a  Oreffin  — 
TrE  y^  Ä  -i,  GrAffin,  TrK  A  3»  Bogrebnfis  —  Tr  K  92  Aj  Be- 
grtbnfts  (doch  92  A  4i  auch  Regrebnis),  Tr  E  J  ß|  Stende  — 
TrE  92  L2jStAnde,  TrE  A  7j  hendol  —  TrE90A7i  liindel, 
LW  S.  m  empter,  Beigen  —  L  W  1597  S.  155  Ämpter,  Bülgen. 
Das  gleiche  ctymologiaclie  Prinzip  herrscht  wohl  bei  der  Schrei- 
bang  ha  rOr  g&wjtbniiches  ea,  vgl.  Tr  R  A  5a  Sewiscfi  —  Tr  E 
90  A  r>;  «tiwisch,  Tr  E  A  fi-j  heupt  —  TrE90  .A  63  hJupt,  L  W 
2X1   teuflen  -  Tr  K  90  H  4|  tluffen. 

Der  Umlaut  von  v,  0  wird  von  t5'J6  an  in  Lntheri  Drucken 
immer  regelmäßiger  geseilt  (Pranke  §  *25),  wahrend  das  obd.  ihn 
nicht  bat.  Denn  dio  obd.  Mundarten  haben  vor  ge<leckti;r  Nasalia, 
Liquida  +  Mnta,  tz,  pf,  ck  gewöhnlich  ksinon  Umlaut  im  Gegen- 
ntz  zn  dem  md.  (v.  liahder  S.  202 — 205),  vgl.  den  Augsburger 
Druck  t\m  Hanns  Frommnn  S.U.  Die  Dmcke  des  „Treuen 
Kckart"  ans  Prankfurt  a.  0.  zeigen  quo  <las  Bild,  daß  15S8  noch 
Afters  die  unumgolauteten  Pormeii  tttuhen,  wo  spHer  Umlaut  eio- 
tritt.  Vgl.  Tr  K  A  5a  öffentlich— Tr  E  90  A  5j  fiffentlich,  Tr  E 
B  la  wolle  —  Tr  R  92  R  1 ,  wfille ,  Tr  B  R  3j  geduldig  — 
TrE  90  B  43  gedfiltig,  Tr  E  B  Ci  wunderlich  —  Tr  E  92  B  7, 
wftndcrlich,  TrE  Cl,  uuuornickt  —  TrE92  CSj  vnuorrftckt, 
TrE  I>  5,  vnschuldig  —  Tr  t:  90  Ü  7,  vnschfildig.  Ringwaldt 
bat  jedenfalls  selber  nnumgelautete  Formen  gebraucht,  wie  die 
Iteime  zeigen:  Tr  B  C  4j  gnind  —  angezundt,  TrE  F  81  mund 
—  angerundt,  Tr  K  L  81  bedunckn  —  getrunckn  (TrE  90  M  7i 
hat  bedänckn). 

Auch  andere  obd  Elemente,  auf  die  v.  Bahder  8.  ß3  bei 
den  omd.  Uicht4rn  im  Unter«ebi«d  von  der  Prosa  Luthers  hin- 
weist, tindeii  sich  bei  Itingwaldt.  Kr  hat  gelegentlich  „han"  und 
„lau"  für  .haben"  und  .lassen"  :  abelan  BFA  i,,    gelabn  TrE 


1}  Orthograpbia  aouUch,  Ausgab«  Wittenberg  I53!I  J  8,  -  K  1,. 


Fli;  selteneT  ist  ban:  3p  ü  1 1.  Das  obd.  ttion  =  tan  bindet 
sich  mit  md.  d  eionial  im  Eeim:  «Die  kreuterloin  und  blnnien 
scboD  i[  Verbleiben  auch  bei  einem  dbon''  Ti  E  E  1  i,  Tr  E 
K4).  Dagegeu  vermeidet  Tr  E  <J*2  E  äi  diesen  Reim,  vgLf 
obtio  S.  28  Mo.  b.  Den  Beim  do  hat  er  «ucli,  z.  B.  HF  £4t 
do  —  also.  Ober  die  DiphtliüngieruDg  de»  -Itn  vgl.  S.  49.  Vo 
Verbum  „soin"  bat  Kiagwaldt  noch  Formen,  die  Luther  nur  im 
Anfang  lüigt  (Frauke  §  -243):  Tr  E  D  ij  sie  sciiid,  dwcli  Tr  E  92 
E  äs  hier  „sie  sind".  Das  ist  da«  Gewöhnliche.  Aber  auch  TrB 
93  E  '2t  bat  im  Beim  Feind  —  aeind.  Der  iiiipt.  bis  findet  äich 
I.  B.  TrE  N  li,  er  was  Ev  X4i,  gewest  ist  die  gebriuchliirhe 
Form  2,  B.  LW  147  wie  bei  Luther.  Vom  praet.  -  praes.  turren 
dnden  sich  noch:  er  thar  Tr  E  J  2-i,  mit  md.  d  dar  Sp.  P  &|,  tJiurst 
£v  l)  8],  AbleituQgeD:  die  thorst  PI  G  I^,  tfirstigUch.  Die  md. 
und  die  obd.  Form  von  Jeder"  und  Jetzt"  finden  sich  nebeneinander: 
jeder  L  W  101,  jder  L  W  lÖO,  jetit  TrE  A  5j,  —  jtzt  Tr  EM 
A  5|,  jetzund  Tr  E  A  6i  —  jtzund  Tr  K  A  6|.  Doch  Bingwiildt 
g«brauctil,  wuiiigstenä  im  Reim,  die  obd.  Fvrin:  TrEtJS  Ü2i 
jetzt  —  sitzt,  P  li  jetz  ~  sitz.  Er  schreibt  im  Beim — gehört, 
auf  ort  I.  B.  Tr  E  B  43.  auf  Wort  Tr  E  C  8,.  D  4,,  D  7,,  F  2,. 
F8|.  Sehr  h&uüg  ist  das  pt.-];>raet.  ohne  ge-  gebildet,  wabr«nd 
diese  Formen  bei  Lulhür  seit  15'i4  seltener  werdeo  (Frank«  §  233), 
z.B.  £v  B  1,  macht,  tlv  C  6,  gössen,  Kv  D  4,  funden,  LW43ä 
konten,  S[i  B  4,  ^'augcu,  Sp  D  Oj  tban,  griffon. 

Merkwürdig  ist  das  alte  pt  praes.  in  doo  prosaischen  SpieU 
anwei^iuiigen  des  Sp.  und  PI.  Sp  E  ä,  sagende,  Sp  U  1,  keicb«ade, 
Sp  K  I ,  sprechende,  PI  A  4,  bitt«nde,  doch  aacb  ohne  e:  Fi 
J  I,  sitiend. 

Die  obd.  Form  der  Negation  „nlt",  die  Luther  nur  bia  1524 
gebraucht  (Pranke  §  IS),  wird  neben  der  lod.  „nicht"  von  Ring- 
waldt  angewandt,  sogar  beide  Debeneioaader  LW  165. 

Der  Sprachiirhat]:  Ringwaldts  weist  außer  heute  unge- 
brftuchticheD  Zasammen Setzungen  noch  eine  gaoze  ADiabl  Wörter 
auC,  die  mir  im  mbd.  vorkommeo.  Außerdom  finden  sich  riele 
rein  mundartliche  Au^drQcke.  Sie  sind  aber  gerade  im  „Haans 
Fromman"  und  .Treuen  Eckart"  weniger  häufig  aU  in  den  aiid«m 
Werken,  da  K.  für  diesen  Stoff  sich  einer  mehr  gehobenen  Sprache 
bedient,    &h  t.  B.  für  die  vülkstümtich  derben  ErmahDongen  der 


s» 


„Lauter  Warheit"    oder  gar  die   lästigen  Sxenen  des  .Speculam 
mundi"  und  ^Plüginm". 

M.lid.  W  0  rte  r^  die  Iieote  nicht  mehr  gebrftachlich  sind, 
«ind  folgende  des  H.  F.  und  Tr.  E.:  beiten  Tr  E  L  8,,  bejsorge 
TrE  A  3„  bflkloibon  TrE  L  8„  beseliaidii  =  schlau  TrE  H  5, 
„in  lireUicn*  gewesen  sein  TrE  A,  7i  =  entiflckt  gewesen  sein 
(mißvvrstäiidlicb  an»  entbretten  von  ahd.  brettan  zücken,  vgl. 
DWB);  man  „darff"  Tr  E  DA,™  egere,  aucb  im  Tenerdank  und 
bei  Lother  (DWB),  Darr  Tr  E  E  4„  ding  (Oorichtatag)  Tr  E  J  8 , 
za  jeder  „fahrt"  TrE  E  2,,  es  ffißt  (paBt)  Tr  E  ß  2,,  die  fuse 
(aus  ml.  fuaa  Achtelnote.  DWIt)  TrE  D  :>,,  er  gebalir  fbenahm 
sieb)  TrE  P  4,,  geschwind  (klag)  TrE  D  2,,  doch  IB  dieser 
gpciiellen  Bedeutung  erst  im  Sltereo  nhd.  (DWB),  geseß  (Woho- 
aiti)  Tr  E  K  3,,  glast  U  F  B  4},  Onatz  Tr  E  L  7,,  mir  liebet  es 
HF  B  4,,  lassen  (mhd  lajjen  =  gJlDiaen)  TrE  C  8,,  der  rath 
(Vonat)  TrE  K  3,,  er  „ttunf  bei  der  Taufe  lallen  {=  begann) 
TrE  »OH  4,,  wanken  lassen  (bewegen)  TrEHl,,  Wind  (Wind- 
bund) Tr  E  J  6, ,  die  «od  H  F  A  4,,  zubern  (mhd.  bern  =^  sdilagen 
mit  md.  PrSfix;  Tr  E  90  N  2,. 

Mundsrtliehe  Ausdrflcke,  die  meistens  md.  Charakter 
leigen,  sind  im  HF  und  TrE  folgende:  AchterworfT  (=  Spreu, 
parallel  steht  Oberschorff)  TrE  HS,;  brange  (Prange,  Pfahl) 
H  F  E  4,,  ein  nd.  Wort,  vgl.  Scbillcr-LObbcn,  mnd.  W  B,  Bremen 
1875/81,  nach  PI  H  1 ,  ffini.,  in  DWB  nur  masc;  sich  mit 
Herrengunst  .hecken"  =  abgeben  Tr  E  90  G  ",;  denom.  von 
hacken,  eiu  md.  Wort,  das  nichts  mit  dem  gemein  hd.  , hecken", 
sieb  foitpllanzen,  m  tun  hat;  biur  noch  mit  dem  alten  rcflexiren 
Gebrauch  (DWÜ).  Die  Kakelej  (Geschwäti)  Tr  £  J  3,  von 
kakeln,  nd.  Wort  (DWB).  Die  TenfTe!»  karr  Tr.E  H;3,;  dies 
fem.  ist  in  den  Dordischen  Sprachen  und  dem  md.  gobräuchlioh, 
die  obd.  Form  iet  „der  Karren"  (DWB).  Diu  Kaul  (--  Kugel) 
TrE  F3»,  ein  wesentlich  md.  Wort  Der  keil  (Blitz)  TrE 
H  7),-  es  herrscht  hier  die  allgemein  verbreitete  VorBtcllung  vom 
„Donnerkeil",  vgl-  keilen  =  klopfun  und  das  „liertzekeün"  TrE 
E  3j,  .1  1,.  Der  knaust  (mnd.  knüst,  Knorren)  Tr  E  H  S,,  ein 
nd.  Wort,  das  aber  auch  im  md.  und  hd.  verbreitet  ist;  im  Iß. 
Jahrhundert  ixt  es  auch  als  nd.  Name  häufig  (DWB).  Der  kaol 
TrE  N  ],,  liier  st  s.,  im  mhd.  sw  6.,  in  der  bildlichen  Bedeutung 


04 


„Grobian"  b«i  obd.  und  md.  Dicbtern  fDWBl.  koftbl  TrEK*,. 
schon   mhd.   in  Geoivgis  und  Kxodus,   auch  nd.  im  GOItJ&gi!<ch«D 
(DWB),    vgl.  mild.  kDovel  =  Knüchel.   krtitzäiner  Tr  E  90  U  4, , 
ursprüiigtich   ein   slav.    Wort,   seit  dem'H.  Jb.  im  ind.,    im  16. 
jedoch    schon    bei     Fischart;    bei    Luther    hXnRg    (DWB).     laur 
Tr  G  ^6,,    vgl.   mnd.    Iflr  =  heiintückigcher    Mensch,    doch   aJs 
Schimpfwort    im    Iß.   uad    17.   Jahrhundert    übd.    und    md.  go- 
bräuchlich  (DWil).   P.dtworff  TrE  90  N4,  (palte  mnd.  =  Lappeo, 
Petzen,    s.  auch  Palte  hd.  ^  langer  grober   Wolleorock,    DWK. 
Rieb  Tr  E  90  N  -1, :  ditt«e  au  das  Dd.  eriuuerode  Form  far  „Kipp«" 
findet   sich    immer    bei   Luther,   doch  auch  z.  B.  bei  Hans  Saclu, 
8.    DWB.     schmitzein    Tr  E   Hl,   =  schmütitelii,    it.    za    mhd. 
smutien,    lächeln,   aach  im  obd.  mundartlich  gebrauchlich.     Der 
schnepffTrE  H  tij  =  Schnabel,  weiterverschoben  aus  „schaeppe", 
da3  seit  dem   15.  Jb.    im   nd.    bezeugt  ist,    dann   aach  im  md. 
Unsere    Stelle    ist    der   1.   Beleg   im   hd.,    s.  DWB.     Davon  Tr  E 
G  8,  schnepf&ach  (vorlaut),  uDverschoben  Tr  E  90  J  3,  schneppiscb. 
üchulappen  Tr  E  90  H  3 ,  =  Schuhe  flickeD.    ein  von  R.  vielleicht 
selbst  i^cbildetes  Wort  (im  DWB  ist  unsere  Stolle  als  die  einzige 
aufgeführt)    nach    dem    mnd.    s.    scbolapper.    stsfrr  Tr  B  B  6„ 
vgl.    ahd.    stiari,    mhd.   stiuro,    uicht   iri    M.   Heynes  WArterbacb 
rerzeiclinet,  doch  im  mnd.  als  stör  vorkommend  und  auch  sonst 
in  nd.  Mundarten,    vg).  ten  Doornkaat,    üstfries.  WB  uad  Friach- 
bier,    preiiU.    WB.    stocken  ^  hansein    Tr  K  J,    tmnd.   stokenj, 
davon  der  Ausdruck  Stockiiarr.     Tackel  'I^  E  J  7i,  mnd.  tahsl  — 
Änsrüstung,  ein  reiu  nd.  Wort,    vgl.  ten  Doornkaat.    Thas  Tr  E 
H5i  =  Tenne,  ebenfalla  nur  nd.,  vgl.  mnd.  tas.   treug  (Trockoe) 
TrE  C  8i.     abtreugen  Tr  E  L  4,;    vgl.   die  mnd.  Nebenfonnen 
droeghe,  druyge  zu  droge.  dmge  bei  Scbiller-LUbbeo.     Doch  auch 
im  hd.  mundartlich  i.  B.  in  Lutbere  BibelQber^ctzuog,  s.  llcyn«^ 
WH.    vbergutüKchflii  Tr  E  92  ü  ö,;  vgl.  die  Nebenform  gutscheln 
zu    kitzeln    DWB,    die    dort    nur  al.i    Üroliicb    anfgetUhrt    wird, 
»riderprotzeln  TrE  G  7i;   s.  mnd.  protfllen,  iL  za  praten,  schles. 
prattelD.   DWB.    zu  zottc  gehen  Tr  E  90  D  Uialid  lota,    mhd. 
zott«  =  berabhaugendc  Baare  »der  Filden,   dabei  der  Begrifl'  der 
Unordentlichkeit,  vgl.  mhd.  zoten,  nachlAsaig  gehn. 

Wie  dse  Vorhergehende  üöigt,    stimmt  der  Druck  des  H.  V. 
Amberg  158:^   mit  dem    ia    Frankfurt  a.  O.   erschieDeneu   in  der 


M 


Sprai^he  Qbereio.  ahd.  Einflnß  zeigt  sich  d&riD,  daß  g«leg«QUich 
.11  für  ei  geschrieben  wirrf,  vgä.  S.  10— 31,  fenier  in  der  Sclireibweiße 
Huell  C  4,  (vgl.  V.  Baljder  S.  4),  doch  D  I,  Biiß.  Die  Schreibung 
b«aolbeii,  die  auch  LuÜier  bat  (Frauke  §  112),  ßndet  eicli  in  den 
abrigeii   Werke»  RingvraMtä  nicht. 

Zum  Hewoi»  seiner  an«ohaiilioIieQ  Redeweise  st«Ut 
J.  nolt«  in  der  ADB  Bd.  28,  S.  642  ans  der  LW  die  Ausdrücke 
rOr  „gdbaDRt  werden"  zusammitii.  Riogwatdt  ist  sehr  reich  an 
derben  Itildcrn  und  Vergleichen,  die  er  meist  dem  Tierreich  ent- 
lehnt. Sie  tioden  »ich  auch  im  U  F  and  Tr  E,  obgleich  ebenso 
wie  die  maudftrUichvn  W<^rt«r  seltener  al«  in  den  andern  Werken: 
vgl.  HV  A2,  belcümmert  aein,  ,vie  die  fetten  Beckenschvoin', 
die  irdischen  Patä$te  sind  gegen  den  himinliüclien  „gleich  wie  ein 
alter  Ouhsenstal"  A  4],  nach  tield  gierig  sein  „wie  im  Trog  ein 
Schwein"  Cd,,  schinden  und  geizen  „wie  ein  Rah  and  ein  Jag- 
bund" C  3j,  einwn  boiTärtigen  Üaag  haben  „wie  ein  Irisches  FettH 
Prerd"  E  I,.  TrE:  unwi.4SHnd  in  einer  Sache  sein  „wie  eine  Kuh 
ein  Thor  ansieht"  B  G, ,  der  irdische  Gesang  mit  dem  himinli.when 
verglichen  „klapt  wie  ein  G&Dsgeschrei  kegen  eiDer  Symphone/' 
1)3,,  „wie  ein  gMchwsner  Fuchs"  aar  Hölle  ßthren  Ö4,,  be- 
trügen „als  värsohmititer  rab"  0  6,,  widerspenstig  sein,, als  ein  Tier" 
(}  7, ,  «cbmutzig  daiiitzen  „wie  «in  besudelt  HutterfaU"  F  i^, 
.,wie  ein  flieg"  prozessieren  J  ß,,  „wie  ein  Han"  unbesorgt  essen 
und  trinken  .17,,  verdorren  „al»  ein  besn"  iin  Alter  L  öj. 
ebenso  finden  sieb  riele  metaphorische  Ausdrücke:  die  Armen 
werden  nuriinkgesotit  =  „müssen  binden  retttu"  HF  K3,,  ,^ 
den  Strauch  fahren"  Tr  E  D  8,  =-  in  die  Hölle  kommen,  „einen 
beissen  WunderkopfT"  haben  Tr  £  F  3i  =  mürrisch  sein,  ein 
„reebUtr  Wetterhan"  sein  TrE  P  8,  —  unbeständig  sein,  darauf 
sahen,  eeiaen  Braten  zu  spicken  TrE  Gl,  =  auf  eigenen  Vor- 
teil bedacht  sein,  die  Taubäii  geschwind  schießen  Tr  E  G  3|  = 
voreilig  sein,  „mit  einem  flitz  die  Fliegen"  kehren  Tr  E  G  3,  = 
mit  dem  Namen  .Pill'- schellen,  „schmieren"  G  5,  =  schmeicheln, 
,treaß"eln"  0  5,  =  schelten,  ein  „stummer  hundt"  sein  0  üi  ^ 
verstockt  sein,  den  „htay  tu  llolf  gekocht  vorklecken"  0  6,= 
hOliiiuhe  Gunst  verlieren,  „gele  Suppen  fressen"  G  6j  =  schlemmen, 
„mechtig  grob  .spinnen"  G  7,  =  Zoten  reißen,  „zn  wasser  führen" 
G  7,  =  anführen,  „nicht  ein  £h  zatret«D"  0  8,=  geziert  gehen. 


56 


stob  besehen  „wie  ein  PRkir  im  gang"  H  2t  ^  stolz  sein, 
Gewissen  in  die  aacb  legn"  90  H  Sj,  ^  ihm  Trauer  bringen, 
„aufgießen"  90  H  4|  =  sclieltan,  „abziehen"  90  H4i=durch- 
pr&getn,  „zu  naß  seio"  90  H  4,  =  betmoken  sein,  „aolcbe  Metten 
lialteii"  90  H  Si  =i  derartiges  tan.  mit  der  „Lederfeil"  komtnea 
H  4|  =  durchprügeln,  „den  kuotzen  bindern  Ohm"  h^boa  U  4], 
oder  „den  Jecken"  J  ßj  oder  „viel  hnndea  fliegen"  haben  J 
6,  :=  voll  Tflcke  Min,  jubeln  „das  in  cwerm  FlAchs  |  Das 
allerbest  gespftnste  wachs"  -1  3,  =  sicher  sein,  „liederlich  die 
Habs"  begießen  und  „mit  dem  Speck  gefebrlich"  schieilca 
K'2i  oder  den  „SauORanum  dekliniro''  K  i^  —saufen,  der  Teufel 
bescbleiclit  die  Meoschcri,  indem  er  i<ic  ^init  meinem  kotli  za 
schmiere»  meint"  oder  ihnen  „sein  atricklein  rra^  die  hAmer 
legn"  will  K  8,,  ein  rückftlHiger  Sünder  ist  gleich  einem  Menschen, 
der  „mit  dem  Hundt  nach  arger  (ist  |  Das  abgespiegne  vider 
friät"  L  *>!■  ^<>c)<  vi<:l  bliifigor  als  hier,  wo  alc  fast  nur  bei  den 
Typen  der  Verdammten  vorkommen,  sind  dieite  Auedrücke  in  der 
LW.  Derb  anschaulich  »ind  ?..  B.  folgende:  der  Mensch  in  de 
Händen  des  Wucherers  wird  angeredet: 

8.  81-  »0  weh  dem  |  der  mit  einem  Hadr  (Haderlumpen) 

In  seiner  notb  von  diesem  Badr 

Sich  mua  die  Kolbu  lassen  rcibii 

Darinn  die  Grillen  in  rortreibn". 

lu  Armut  geraten    „.  .  von  dum  Schneinuu  bratii 

8.  35     Zum  dArren  Keaenbrodt  gerathn". 
S.  36    „.  ■  auf  die  letzt  mit  bloßen  fAssn  | 
Nach  UangersdorlT  hat  reisen  mäsim''. 
Der  Wird  kehrt  sich  dem  Spieler  so 

S.  80    „Das  er  widrumb  nach  Tasch  foidt  rehrt". 
Kleider  versatMn  = 

S.  99     „Lan  in  die  Schal  der  Juden  goba 

Das  sie  darnach  kein  Dcnt«cli  vorstehn", 
und  viele  andere. 


IV.    Die  Quellen  des  „Hanns  Fromman"  und  des 
„Treuen  Eckarts". 


In  der  Kehandlang  der  Qu«l)«n  böiiehe  ich  mich  fast  anr 
auf  (]«n  Tr.  E-,  da  wie  goieigl  hier  der  ganze  Stoff  dos  H.  F. 
aafgenomman  ist.  HeaierheD8*«rtc  Dntentchiede  werden  jedocb 
erürtert. 

1.  Die  Beschreibung  des  Himmels  und  der  Hölle: 
b)  Ihre  üerährnng  mit  der  Eeitgendssiscbsn  Predigt- 
Literatur. 
Der  allgetnciiie  Zu9»inin«nbang  dos  Tr.  E.  mit  der  Visions- 
Uterator  ist  S.  C— 8  tienurgehobeD.  Doch  laßt  sich  die  Linie, 
in  der  dos  Werk  Ringiraldts  steht,  nucb  rinl  genauer  xieliea. 
Denn  gerade  ho,  wie  in  Deutschland  mit  dem  AufliommeD  der 
klnoiazenstscheD  Reform  im  II.  Jb.  durch  di«  «ingehende  i^e- 
sehfifligung  mit  den  lotzton  Itingen  Gedichte  vom  jun^^iten  Gericht, 
vom  Schicksal  der  Seelen  nach  d«ro  Tode,  rotn  bim mlischen  Jerusalem 
TOD  den  Klerikern  verl'aüt  wiirdün.  sn  wotti-lfcm  auch  in  dieser 
Zeit  neuen  religidseo  Aufschwungs  die  proteatan tischen  Geistlichen 
miteioandtT,  diu  Freuden  des  Himmels  uud  die  Schreckeo  der 
Holle  eindringlichst  ihran  Pfarrkindern  lu  schildern  nnd  zwar  im 
Oegeniati  im  damaligen  VisioDüliteratuT.  Sagt:  doch  JobanaeB 
Gigas,  in  „Vom  ewigen  Leben  eine  kurtze  Predigt",  Alten  Stettin 
1569  (Gjcemplar  in  der  Berliner  Bibtiothek)  B  1]:  Wer  wissen 
will,  wie  es  im  Jenseits  aussieht,  ,dor  muß  solchK  nicht  erforschen 
OD  den  leichtfertigen  Vmblauflera  [  LAgncrn  red  losen  Hummeln  | 
die  sich  erfarne  Sch&ler  nennen  vnd  sagen  ]  das  ^U  entz&ckt  t  in 
der  Helle  vnd  im  Himcl  frewesun  sein  |  sondern  mus  «ich  ßotte» 
wort  kemoD  berichten  lassen".    Kine  große  Anzahl  dieser  Schriften, 


58 


meist  nachträglich  gedruckter  Predigten.  (;ibt  Aer  Dchon  erwähnte 
Katalog  des  Georg  Draudius  an.  Über  das  juDgäto  Gericht  liaodelD 
B.  Fabvr.  6.  Maior,  Andr.  Muskulus,  Alei.  Dtzinger.  Die  Selig- 
keit der  Frommen  habeo  zum  Gegenstände  Werke  wie  des  Joh. 
Oi^ag  «Predigt  vom  ewieon  Lebea*,  Stettin  1570,  H.  HamelmanDS 
Predigleii,  Dartmuiid  I57:J,  des  Matthesius  «Himlisclie  bej-woh- 
Dung  aller  Gläubigen^,  Hamburg,  dea  Joh.  Mulmano  .Epulam 
coelest«*  in  Vi  Predigte»,  Wittenberg.  Auch  Predigten  über 
Hinniel  und  Hölle  zusammen  erscheinen.  Vnd  hinter  des 
Leuchter  „8])ic(:el  von  dt-r  enigen  Freudt  vud  Uerrligkeit  | 
der  eutgegea  gesetzten  Uellischen  Pein"  Frauklurt  1604  und  d 
Sig.  Suevi  „ Kirchen reclinimg  .  .  .  wie  es  eigentlich  vber  Msö 
vnnd  fromme  Leuth  zeitlich  vnd  ewiglich  wittern  werde".  Wittt'n- 
berg  1.^74,  fahrt  Üraudius  an  den  Trauöii  Eckart  Kingwaldts, 
Ferner  envllhnt  er  unter  dem  Stichwort  „BuQpredigteri  j  Tod 
Watnnngen"  mitten  unter  antlern  Werken  eine  Ausgabe  des  Tr.  E. 
Magdeburg  ItiOT,  und  gesondert  eine  8.  AiiF^gabe,  Hamburg  15^1 
Also,  ein  ungefährer  Zeitgenosse  betrachtet  Bingwaldts  Schrift- 
stellerei  unter  demselben  Qeitichtapnakt  wie  die  seiner  Amts- 
brüder '). 

Das  gewaltig«  liedürfnis  der  Zeil  nach  solchen  Schriften  zeigt 
die  Vorrede  zu  Mich.  Neander»  ..MeDscben  Spiegel",  lUeld,  den 
1.  Mai  1587').  Er  sagt  von  .seinem  Buch,  das  denselben  Inhalt 
hftt,    wie  die  erwibsten,    er   ha.b«   es    bereits    vor  20  Jahren  ge- 


:i 


')  Wid  »ehr  K.  mil  der  scitgcnÖ»9is<hcii  PrndigtliMrBtiir  «ueb  in  ■ei» 
S.  didukUaolion  Hauptvciko.  ilcr  LVi\  ia»uaitDQaht.ztgU  ^i^igt  <lcr  Ab.iclintU.  itt 
Katalog*  ,Kri«i:8g<>t>i'Lt  rnd  Munilinn*.  vi-  <i.  R<ri<)liiii  ^CbruiÜicb«  Krieg!- 
louiiitiiili*  FfftiikTurl  a,  U.  1539  «n^efülirl  wird,  Mich,  EichlviB  .Oalatlic 
Krtcgtwaffun'  l.tiing»  IdR4.  Mil;hlll^i  M  uskului'  ,Knvg«lifidbI«iti  ..  «&i*oit' 
Rricgeu  viind  Eri<'giiriT-hUii  . .  üiooni  Judvii  ClmHUii  lU  wincm  tob  nfithen* 
L«ipziK  159).  Tilemnnu  Bvale»  .MiIim  Clirisliftiiu«'  1573.  nad  swiadiw 
ihncQ  Ringwaldls  .Lauliir  Warbfit'.  Er  «eistsclb&t  anf  diaou  ZosanuBto- 
baug  hin,  WHiiu  er  ä.  8/9  «ugt.  er  btha  aaiae  BnUpMdigt  ui  alle  Stlad* 
.iii  ein  luitig  Dild  gebracht 

Das  ciii«iii  jodern  i»t  bekand 

Vud  ofit  gubraucbet  wird  iui  Landi 
AU  ncmlicb  |  mnen.  Oiriitian 

Vurgticbcn  oinoiu  Kriotceünian'.  • 

')  £iik  Exomplv  d«r  Schrift   bdind«!  nioli  in  dei  Detliaar  BiUiatkek.! 


Bchriebeo.  Es  sei  aber  nicht  gedruckt  worden,  sondern  „Bud 
lu  Haud  in  viel  hundert  Exemplaria  vmbgeaehrieben  worden*. 
Dud  immer  aeien  Itufibhandler  zu  ihm  gebonunen.  „das  sie 
et  aaS  jhr  eigen  kosten  zum  Druck  fördern  vnd  rerlegen 
wollten  I  dieweil  sie  die  Exemplaria  j  wenn  sie  derselben  nur  viel 
hett«ii  I  alle  luucrkaulTei]  wCisteo".  t^beosu  betont  Gregor  Weimer 
in  Minem  „ChrisÜicher  Bericht  |  Von  Vnsterblig-  |  kuit  vnd  Zu- 
stand der  Seelen  j  nach  jhrem  Ai>scliied  |  Vnd  letzten  Uendeln 
der  Welt  |  Sampt  grAadUcher  vnd  aus-  |  ßliriicher  erktttiung  aus 
den  8chrißten  der  Veter  |  lt«m  Herrn  |  Dr.  [Martini  Lutlieri  | 
Jotiaania  Uatbesii  |  D.  Martini  Miri,  vnd  |  Johauuiü  Oigantis  |  In 
Prag  rnd  Antwort"  1588  i  die  V«rrede  ist  schon  Peritz,  I.Oktober 
I&8'2  datiert)  ■),  daU  übor  divs.^  Dinge  «chon  die  Kirchenvltter 
Augustio,  Cbrysoätomuä,  hernbürd  usw.  geüCtiriebeD  hatten,  Kbenso 
Luther  und  andere  davon  »nit  allein  in  predigten  mbndliob  { 
sondern  auch  io  viel  Hi^cheru  vud  ScbritUen  |  genugsam  vnd  aua- 
f&hrlichcn"  gehandelt  häiteu.  Er  nimmt  Rir  sei»  !i'2H  S.  sturkea 
Buch  uQr  die  Originalität  der  li'orm  in  Anspruch,  dafi  .diese 
Materia  an  keinem  ort  sonst  in  Fragstfkck  vorhanden".  Qenau 
wie  Bingwaldt,  vgl.  S.  12,  verspricht  er  sich  bei  den  gefihr- 
Uohen  Zeiten  viel  von  der  Wirksaoikeit  dioäcs  Stoffes. 

Bingwaldt  sber  schreibt  in  Versen,  und  das  hat  sicher  di« 
ungeheure  Verbreitunj;  .«eines  Werkes  gefördert  In  einer  zeit- 
geofissischen  PropUeicihung  über  das  bevorstähcnde  Ende  der 
Welt  heiüt  es:  „Da  die  teutüchen  Le^er  jetzunder  Alles  in  Keimen 
lesen  wollen  und  schier  ihnen  soosten  Alles  lu  schwer,  so  es  nicht 
in  Reimen  geschrieben  ist,  so  innU  man  ihnüD  auch  alles  in  Reimen 
eindmckeu,  ao  gOttlicbur  Straf  und  Wundorgericbten  und  dem 
nahe  bevorstehenden  jüngsten  Tag,  ob  sie  etwan  in  sich  gehen 
und  sich  erschrecken  und  enteetsen  wollen".     Ähnlich  drückt  sieb 


^)  Kin  P>i«i>iplaT  b«fiiid«l  sich  in  WulfunbCUul  und  isl  mit  einoT  Ang. 
gibf  doE  Tiuu«D  KckAftE,  Elambur^  1591,  in  einem  aeitgenütaischun  Bande 
xUNainnifii  giibnndnii,  cbniiso  win  vinv  Aiisgttbu  Ae»  Tr.  E.  Alt«n  Stnltin  IS09 
dorveltiktn  DiblioUiuk  iiiil  Mulchiur  BiscbolTs  .V'itii  |  Rwigvu  I.nhun  |  der 
Audentühltun  Kinder  |  (Jottua  |  Aohl  I'rr.digUüi :  |  Item  |  Vum  awigen  Toilt 
rand  I  TerdaruDia  der  GotUnien  |  Soehs  Prvdigten*.  RiUfald  1597. 


60 


k 


der  Superintendent  Poljkarp  Leiser  in  d«r  Vorrode  zu  Dedtkinds 
Christticliein  Ritt«r  aus,  desaen  2.  Aufl.  1590  erschien,  (dio  L  ist 
nach  A  (h  ^c^  I57t>):  Weil  die  Loate  leicht  dos  gftttlicbeo  Wortes 
Uberdrtlsssig  wurden,  so  sei  es  nötig,  „das  man  dasselbig  Gottes 
Wort  au9  mancherley  weise  dem  gemoloeD  Manne  mit  QeisUichen 
äesao^en  |  Reimen  vnd  Spielen  |  vnd  welcher  ^estalt  es  immer 
gescbelien  kan  |  bavbriuge  viid  einblewe."  Bingwaldt  selbst  gibt 
ja  seine  „Kvangelia"  in  Iteimeo  heraus,  und  er  U8t  keine  Ge- 
legenheit unbenutzt,  seeUorgeriitch  zu  ffirkea.  Für  den  Tr  E  r^l. 
S.  19-21. 

Der  „Treue  Eckart"  steht  nun  io  außerordeutticb  engem  Za- 
sammcuhange  mit  den  Prosaachriften  über  Himmel  und  UClle. 
Dnd  zwar  glaube  ich.  daß  Ringwaldt  für  die  Darstellung  de3 
llimmelg  benutzt  das  W^rk:  „Spiei^^l  dvs  ewigen  Lebens.  Der 
Artikel  vnsercs  ChrlRtlicht-n  Qlaubcns.  Ich  Otanbe  ein  Ewiges 
Leben.  Ausgelugt,  M.  Christopharus  Irenaeus"  MDLXU.  D&tum 
der  Vorrede;  Kapla  a.  Saalv,  Michaelis  1^71  ').  Das  Buch  ist 
108  Bogen  in  4"  stark. 

Fflr  Ringwaldt  ist  zunächst  cap.  XVI  wichtig  geworden:  Geist- 
liche Eigenschafflen  so  der  Auüerwelten  leibe  dort  liahcn  worden 
Qq3,— Zz-lj.  Besonders  folgende  Punkte:  1.  Vnaere  Qeistlicb« 
Leibe  |  werden  durt  weder  speixe  noch  tranck  bed&rffeD.  2.  Oosere 
Loibe  werden  dort  keiner  kleidun^  noch  hehsusung  bedfirffco, 
vgl.  hierfür  TrE88  B  8,  — C  I,:  „liie  babon  wir  eündliclie  vnd 
vnbehende  Leiber,  Im  Hiniel  werden  wir  QeistlEche  und  herrliebe 
Leiber  haben",  ferner  C  6t,  1>  61,  El]  genau  dieselben  Oe- 
danken.  Vgl.  noch  den  frQhcroo  Abschnitt  Mm  1, —  Mm  4, 
„Wir  werden  dort  keiner  Kriuickheit  |  noch  gebrechen  des  Leibs  I 
vnterworffan  sein'  =  Tr  E  B  8,.  4.  Die  leiba  der  Außerwelten 
werden  dort  weder  schlummern  |  schlaffen  noch  ruhen  =  Tr  G 
Ü  3].  6.  Vnsere  Leihe  worden  dort  klar  helle  vnd  durchsichtig 
sein,  vgl.  dazu  die  S.  16/17  angeftihrten  StolIoD,  bes.  B  7,  und 
C  Bf.  Die  AueerwAhlten  sollen  den  Olans  der  Engel  erreichen. 
Vt  1,  — 2i  =  Tr  E  B  7,  —  8,.     7.    Vngere  Leiber  werden  dort 

')  über  IrcQtni  und  selno  bcdeulendo  RoUe  im  Klichenloben  jener  ZtA 
s.  Honoffs  ItcaleiiZfklo|i6die,  Bd.  9,  S.  411—418.  Gcr«dft  t«in  Spüigal  im 
ovignn  LDben,  der  äcm  Samninlwerk  STinbnliim  Ajiostili eiim  anf^obert,  hat 
ä  AuQagrn  orlebU     leb  b«ituloEu  d»  ICiompiDr  dar  Berliner  Bibliothek. 


bfibead  rod  ffescIiwindseiD,  vgl.  bes.  Tr  E  B  8,.  D  6,,  E  2|.f. 
wird  dabei  aucb  Ww  j,  aaf  Christi  6«hotidigkcit  hingewieaen, 
wie  Tr  B  £  3i,j.  8.  Vniiere  Leibe  «erden  dort  so  subtil  sein 
dw  sie  nichU  wird  fcAnaen  auffbalt«D  |  lisdurch  iie  nicht  kommen 
kAndton  -  Tr  E  D  7|.  fiesouden  ist  cap.  17  T«U  2  und  cap.  18 
voll  RiDgwaldt  benutzt  wordün:  Vnt«r£Cht«d  vad  viigleichcit  der 
Ueiligea  rad  seligea  Menschen  votereinaader  selbst,  Bbb  4i  -' 
Coc  3i,  und  Wo  sich  denn  Bolch  Vntorachsid  der  Klariieit  |  di- 
gmt«t  vnd  ander  Belobnuog  |  an  den  Auserwelten  wird  borrärfln, 
C(x  3|  —  Eee  4i.  liier  lehrt  Irenfius,  wer  auf  Erden  mehr  getan 
habe,  stehe  auch  in  höherem  Qlanze.  Paulas  als  Apostel,  Samuel 
und  Je««ia  aU  Propheten,  ßahel  und  S&ra  aU  Cromme  Frauen 
ragten  über  andere  ibreügteichen  hinaus.  Er  fDUrt  dann  cup.  18 
als  Theologen  Jesaia,  Paultu,  Luther  auf  und  llUt  sie  in  größerer 
Klarheit  erscheinen,  ebenso  die  Märtyrer,  woblUtige  Frauen  wie 
Martha,  Maria,  Sara,  christliche  Kaiser  und  Potentaten  wie  David, 
Qiskia,  Jusia,  Josapbat,  Konstautin,  Theodosiuii,  Arkadius,  die 
B&chsittcheii  Kurfürsten  Johann,  Friedrich  und  Johann  Friedrich. 
HingwaIdL  muU  diese  Stelle  ror  Augen  gehabt  haben,  wenn  er 
mit  Kennt^iiiig  der  Einteilung  dieser  bevonugten  Seligen  auch 
weitans  die  meisten  Namen  Ternendet  in  dem  Abschnitt  C8]bis 
D2i  .Die  Oottäeligeu  haben  nicht  gleiche  gaben  vnd  glaatz", 
vgl.  oben  S.  18. 

Ich  führe  nur  folgende  Verse  «o,  die  die  Gleichheit  sofort 
aufweisen : 

Tr  B  Ü  1|      „Auch  ward  ich  in  derselben  jchar  | 
Johannem  Friederich  gewar  | 
Von  Sachsen  |  der  in  seinem  standt  | 
F&r  Carolo  das  Wort  bekandt. 

Derselbig  stundt  vorklerel  hall  | 
Beim  Josaph&t  vnd  Samuell  | 
Vnd  aampt  dem  Dauid  |  das  ee  klang 
Das  Te  Deum  laudamas  sang". 

Man  sieht  also,  wie  weit  aich  Ringwaldt  seiner  Vorlage  an- 
schließt, wenn  sich  anch  nicht  verkennen  laßt,  daß  er  diese 
Namen  io  eine  ganz  hübsche  Siene  gebracht  hat,  wie  sie  Gott 
lobsingen.     Dis  Verhältnis   der  Seligen    zu  den  Engeln  wird  von 


Irenius  cap.  20  behandelt:  Kngel  vnd  miimohen  iri>rden  dort  ein 
liebliche  Gemeinschaft  rod  6esprech  haben,  Nnn  l,  —  Nno  2i  ■= 
Tr  E  C  fi|i  —  Tj.  Getreu  sind  auch  wieder  cap.  32  und  2S  rer- 
wandt:  Wir  werden  dort  einander  k«tinen,  und  Die  Aul^rwelt«o 
«erden  dort  freundlich  Gespräch  {  miteinander  halten  Nnn  3i  — 
Ooo  4i.  BiDgwaMt  beweist  dies  teilweise  mit  denselben  (irttoden 
wie  Irenäas:  Punkt  2  von  cap.  2ß  besagt:  ^So  wir  Uott  selbs  in 
seinem  O^ttlichen  wesen  |  rnd  seinen  Son  vneern  Herrn  Jesum 
Chri^tnin  .  .  kennen  vnd  sehen  werden  {  Wie  viel  mehr  werden  wir 
alle  Auserwelten  vnd  selige  Manschen  |  ja  auch  die  Verdampteo 
kennen". 

Tr  G  D  3t  Str.  4  des  Abschnittes: 

„Aach  also  |  das  man  aus  dem  licht 
Dem  Scliflpffer  ins  gemfltlie  sieht  1 
Sült  man  denn  nicht  |  den  man  vnd  frawn 
Viel  leichter  in  das  Hertze  schaffn?" 

Puukt  b  fribt  an:  ,Die  einander  nio  g-esehen  haben  |  bekennen 
oßt  einander  aus  eingebung  des  an^ebornen  geblSts  vnd  Natar 
(dies  wird  im  nädisten  Punkt  an  Adam  und  Eva  nachgewieseii). 
. .  Alle  AaHertvelteD  werden  von  eioem  seligen  Heosohen  erkanf 
werden". 

Die  Str.  2  des  Abschnittes  Tr  £  D  3,  bezieht  sich  auch  aof 
Adam  lind  Kva,  und  die  nächste  fährt  ans: 

.Also  vnd  nach  viel  mehrem  grundt  | 
Kennt  man  sich  dort  im  newen  nundt  | 
In  welchem  Oottee  ßildloi?  klar 
Ist  wider  aufferbawet  gar." 

Wie  Iren&us  stellt  R.  dann  die  Selij^en  im  Qesprtche  dar. 
Dort  erzählen  sitt  sich  aber  nur  ihr  Leben  (das  sie  doch  Hs 
Seiige  wiäsen  müilteD),  bei  Biogwaldt  wird  Kckart  von  ihnen 
frenudlich  begrüßt,  der  Kiadrigere  gesellt  sich  zum  Höheren, 
Zacheus  spielt  mit  den  unschuldigen  Kindem,  s.  S.  IJt  und  iB/i6: 
also  ein  lebensvolleres  Bild.  cap.  24  Es  wird  einerley  zuoge  nid 
sprach  I  vnter  vnd  bey  den  Aaserwelien  sein  —  Tr  E  88  C  7,-8, 
gim  Uimel  ist  nur  einerley  Sprache.'  Wie  IreoftUB  hllt  Ringwatdt 
das    Hebräische    THr   die    Crsprache.     FUr    oap.  3$    Es  wird  dgrt 


63 


eine  liebliche  Oeselhchsft  |  Coacordia  |  eintrochtigkeit.  rnd  Freund- 
scliafTtderAusemreltenoneargnon  |  oeid  |  äbgaoBt  |  zsDck  |  Lestetn 
Tnd  schmetien  |  f>mg  sein  vnd  bleiben  siehe  Tr  t^  D  ä,  —  ]>  3, 
,Iin  Uitiiel  ist  kein  Neidt"  uod  D  4,  —  5,.  Auch  cap.  2G  ist 
benutzt:  In  jenem  Leben  wird  der  Auservelteii  wi8s«u  nicht 
mehr  stilckwerk  I  sondern  retchlicb  |  fartrufflich  vnd  niicb  gegebener 
roaü  volUtommeD  sein*).  Besonders  nahe  kommt  Tr  G  88  D  7^ 
bi»  f^i  der  Doterabgclmitt  „Wir  werden  auch  dort  f6rtrefliche| 
Uochgelorte  Theologen  sein",  denn  sie  verstebeD  die  Erbsünde 
Üreifaltlgkeit,  Christi  Geburt,  die  Todesstunde  jedes  Menschen, 
alle  Geheimnisse  Gottes,  vgl.  auch  Zusatz  No.  7  vom  Tr  K  1590 
S.  S6.  Christus  ist  selbst  ilir  Lehrer  Oggg  '2,  -  Tr£  B  S,,  Ich 
erwähne  nur  kurx  csp.  27  Gott  wird  slle^  in  allem  sein,  das 
eigentlich  nur  wiederhatt  tind  alles  auf  das  Anschauen  der  Gott- 
heit Kurtickftüirt,  wie  die  oben  S.  16  genannten  Abschnitte  des 
Tr  £.  Eingebender  ist  wohl  scUieQlich  das  2S.  und  letzte  Kn- 
pitel  benutzt:  I>ic  Auserwolteu  vnd  Seligen  |  werden  sich  im 
Ewigen  Leben  frewen  Kkkk  3,  —  Odddd  3,.  Ich  hebe  daran» 
hervor,  daU  Irün&us  wie  Kingw&ldt,  s.  Ü.  18,  anr  die  Euth&llung 
göttlicher  und  menschlicher  Natur  in  Christo  und  des  Wirkens 
des  heiligen  Geistes  Gewicht  legt,  auch  auf  die  Erkenntnis  der 
üreieinigkeit.  Der  Abschnitt  Aaaaa  3,  ff.  über  .die  ächfine  Lieb- 
liche Muäjca"  im  Uiminel  ist  von  Bingwaldt  B  8,  und  D  2|  bis 
D  3i  stark  benutzt.  Dngefäbr  wdrtlich  ist  übernommen  in  Tr  K 
8ä  D  2^  folgende  Stelle  Aaaaa  4,:  .Grossa  Potentaten  |  Fürsten 
Tnd  Herrn  halten  in  diesem  Leben  mit  grosser  vnkostjreCaDterej-", 
Gott  aber  hat  so  viel  tausend  Stimmen  zur  Verfügung,  dnÜ  ihre 
wenigen  nicht  zu  vergleichen  siud  (KingwaUlt  spricht  in  seiner 
derben  Manier  von  einem  „Qi.nsge3chre7  gegen  einer  Sjmphone;") 


')  Von  bcanndcrotn  tnt«T«(ap  i*t  hief  •Ena  a6br  ta»KhrU<iiM  UnlaH 
N■tllrgcschichl^  diu  sich  aber  allv  4  RliiiiMDle  entteekt  und  tum  Wuan*- 
■eliatio  ilar  S^ligon  gMccbnct  wiril.  Mi-iliwrirdig  iit  «a,  daÜ  hier  dei  geiittu« 
Inhalt  dot  S  Teil)  der  Uurigarlo  (DenktiUlor  No.  32)  wieder  auftaucht,  der 
aag  des  Iiiilor  de  dWeriiitbW  nquamm  aUnimt  und  hUr  d»  Joantjes  RaptUt« 
Nukpoliiunti«  H»giA  iialnralit  Buch  I  entl(>hut  ist.  Tgl.  Asaa  1,  — 3,  Bei- 
■piol  Ko.  4  u.  5  =  Muriftiirlo  v.  89— DO,  Beiapifll  Nc.  11  =  t.  59— ßO,  Aua  2, 
«ntJitlt  ferner  dio  KUlu  v.  43—49.  r.  1 13—14,  v.  65—56,  Aau  8,  v.  61— «6, 
T.  79— M,  *.  95-lOi. 


L 


64 


darum  soHon  'lie  Cbristen  ^den  fjoi^eb  irie  hie  IntoDieren  vnd  ange- 
fangän  vleissi^nachsitt^en  mAgen  bili  wir  mit  den  Himliüchen  Chorali- 
bas im  liiMierD  Chol  mit  erhaben  Stimme  1  das  ewige  Te  Oenm 
laudamus  aaST  viel  hundert  Tausent  Stimmen  PigurireD",  und 
zwar  (Übbbb  lO  Hrr^licb  vnd  Lustig  mit  TeDorireo  |  DiscaDtirenl 
AltieroD  I  Bassieren*'.  Bei  eioer  solchen  nahnn  Berührung  Riog- 
waldts  mit  Ircnäus,  die  sich  besonders  in  Einzelheiten  zei^  muä 
man  dirolcten  KinflaU  aonebman '). 

Doch  liat  Ringwaldt  diuiebeii  noch  andere  Werke  benutit, 
die  alle  dem  oben  behandelten  außeroidentlicb  ähnlich  sind.  Bs 
sind  immer  dieselben  ZOge:  nur  in  der  Art  der  Zug&mmenalellang 
und  in  geringfilKigen  Kinzelh«iteu,  wie  sie  oben  heirorgehoben  sind, 
ließ  sich  die  Vertrautheit  Rin^^waldUi  mit  IrenSus  erkeaneo. 

Dm  den  Kreis  kennen  m  lernen,  aus  dem  der  Treue  Eckardt 
hcrTorgegongen  ist,  muß  man  weiter  auf  die  protetttantiflche  Predigt- 
literatur eingubeu  und  ihre  überraschende  Gleichheit  auf  ganz 
bestimmt«  Quellen  zurfickführen,  aus  denen  wieder  ßingwaldt 
auch  selbständig  schöpft.  Es  werden  sich  dabei  auch  noch  Kioiel- 
ziige  linden,  die  Biogwaidt  auch  hat,  die  sich  aus  diesea  gemrio- 
schaftlicben  Quellen  erklären;  auch  die  Ueschreibung  der  Holle 
wird  behandelt.  Ich  bescliräuku  mich  auf  folgende  Werk«:  den 
schün  erwäbnteo  Menschenspiegel  des  Nuaudor,  der  zwar  erst 
15{)0  gedruckt  ist,  aber  nach  der  Vorrede  A3,  bereits  1560 
bandschriftlich   genau   in    derselben  Gestalt   vorl^,   die    „Fi^nfl 


')  Fraglich  dagegon  ist  o»,  ob  Ringiraldt  aucb  dcsselbDii  Verfassers: 
.Spiejjol  JoT  Hello»  vud  dt>r  EUctandt  der  Vur>iainpt«D.  Ault  Oottcs  Wort  | 
derVoUr  und  D.  Liiüiurs  ScIiriftL-n  . .  .*  gekannt  hat.  Das  Datum  der  Vor- 
red«  i*t  MatÜ  Lichtmeß  1579,  rrscliicniin  ist  das  ßucb  1681  in  UratL 
Gin  Eitmplar  befindet  sich  in  der  Minis  Cur  ialbiblioLbi^  in  CaUe.  Ei  ul 
^Vl  Bogen  in  4°  Rtuk.  Zwkt  gibt  <ti  niBnnliii  licrührtingspunlct«  twiscliFB 
beidon  Weikun:  x.  B.  unttiiridit  bni  Irunftu»  cap.  i,  Hl  42h  —  4€b  Sbnr 
die  „k&nfftigc  <)iial  I  MarU^r  Tnd  [Vtn  {  der  VcrdKmptea  in  d«ir  Hcitaa* 
TtT.  88  ß6,,t,  odfr  ca|).  XI  .Der  V<!TdA]ii|it4tn  8Anden  werden  dort  oft«i< 
hmr'  den  S  Str.  Ti  B  J  1,  untvn  und  J  1^  otii<n,  udor  DO«li  mvlir  der  ktmr 
Absclinitt  DI.  1^98,  ,woriiinKU  ain  ini|{leicbiiit  »der  tnlcrecbeid  ia  d«n  Vw 
damplen^  ond  Blatt  300-301,  .dl«  crfiato  Struflit  vnd  Plag«  «eidtti  dii 
TiiufTd  aUBiteheo'  dem  Tr  E  88  K  S,  —  7,.  Aber  das  10.  KapiC«!.  da«  r«cht 
Mtnffibrht'h  flbor  die  Inatuauii  di'r  H<3lle  rcdel,  itl  RingiraldU  S«bildeniii(t 
von  den  Verdsuimton  doch  lebr  imihalich,  und  die  andern  Bertthning^ 
puiiktu    siud  lu  •llKeui«ii3. 


135 


OttorpreiJigten  aus  «lem  Qesiohbe  BxActiietis  am  37.  Capitet.  [tau 
sin«  Predigt  von  den  Eagein",  Leipzig  1563,  des  SuperiDtendänton 
Philipp  Wagner,  .Vom  »frigen  I^ben  eine  kurUe  Predigt*  de» 
Johannen  ütgas.  Allen  Stettin  lbfi\*.  das  bereits  oben  erwabote 
Wark  Gr«gor  Weiser».  Dies  Bucli  gibt  nur,  wio  der  VerlaesereeHMt 
bekennt.  ».  oben  S.  59,  neben  Stellen  aus  den  Kircbenvilern,  die 
Worte  LuthürR,  des  Mathesius,  des  Miras  und  Oieas  wieder.  Mathesius 
iltfchon  ISiJö  geüitorben,  die  Predigt  de»  Gigas  'nl,  wie  eben  bemerkt, 
156!^  gedruckt,  Miras  hielt seioe  Predigten  avA  der  Vorrede  b  1  wn 
Watit-  und  Krönuogstage  Kaiser  Budoir»  11-,  der  am  19.  Oktober 
1576  zur  ßegieruDg  kam.  Der  Inhalt  des  Werkes  also  liegt 
groÜenteiU  ror  dem  Buch  dos  Irenaus,  jedenfalls  gaoz  vor  dem 
„UaDDs  FromiDan".  leb  ziehe  aaüerdem  Doch  das  erwahnto  Bach 
Mekbiur  KiM^hofTit  heran. 

Die  merkwürdige  Stelle  im  Tr  B  B  6i,  daß  man  im  Himmel 
□ur  des  Herrn  rechte  Uand  fand,  erklärt  eich  naoh  Weiser  S.  19 
bis'iOgo.  daß  der  Himmel  unter  anderen  Namen,  die  ver- 
schwenderisch aufgezahlt  werden,  auch  die  Bezeichnung  .Hand 
dei  Herrn"  habe  nach  SapienÜa  3  und  Psalm  31  v.  t>.  Der 
Pfurer  Kaspar  Haber  handelt  hierüber  in  »siebentzig  Schlaft 
reden  oder  PuucWrr  (vgl.  Urandius  u.  a.  0.).  Daß  dvr  Anblick  Guttes 
Speise  und  Trank  und  Kleidung  entbehren  lasse,  erz&lilt  äiga« 
Bli.1,  auch  BischofT  S.  151,  Weiser  S.  186/87.  Die  Klarheit 
und  Helligkeit  der  himmlischen  Leiber  bespricht  Neaoder  8.  181, 
Wagner  beä.  F  1),  Weiser  ä.  4-^4  IT^  BiächofT  S.  2:19  ff.  Gerade 
bei  der  Schilderung  der  himmlischen  Leiber  hat  Uingwaldt  noch 
andere  Quellen  gehabt,  als  den  Irenäos.  Die  Kehendigkeit  der 
SaligeD  wird  von  Weiser  dareh  den  Vergleich  mit  den  GedaiikeD 
veranschaulicht,  genau  »v  wie  Tr  K  'ii,  ebenso  spricht  Neander 
8.  181*- 83.  Wagner,  [liticboir  8. -^'^4.  Weiser  veruscliaulicht 
6.  4'2d  die  Alldurcbdringlichkoit  der  hiinoilischen  Leiber  dadurch, 
daß  „kvinu  Wandt  |  keiue  Maur  j  oder  etwa»  anders  |  es  3ey  so 
stark  oder  fest  |  als  es  jmmer  w<Mle  |  hindern  kAoae*';  das  stimmt 
vSIlig  mit  Tr  E  D  7i.  Doch  ebentio  drücken  sich  aus  Gigas 
H2,,  Neander,  Wagner.  Wenn  Weimer  a.  a.  0,  fortführt,  dall 
die  Uimmliscben  darch  alles  hiudurchkotinuen,  ^wie  die  Vogel 
durch  die  Lnäl  |  and  die  Fische  durchs  Wasser*,  80  vgl.  Tr  E 
B&t,  wie  Eokart  durch  die  himmliächeo  Qemächer  schwebt,  «fo 

W*|U«(.  ItlUfiaultKi  «glfeuui   l.cLIJiil  •< 


I 


6« 


sauflle  I  wie  ein  tisoli  im  Bdeer".  Der  Unterschied  der  Seligen 
wird  roD  Weiser  8.  333,  Bisohoff  S.  259  ff.,  S.  296  fr.  bt'haQdelt. 
doch  Dicht  in  so  engem  Zutmuirnenliaitpe  mit  Rioi^waMt,  wie  von 
Irenäus.  DieQesellschaft  der  Auüierwahlten  und  Kngel  leigt  Wsgner 
J2,,  BiscbaffS.  188,  Weiser  S.43(>ff.,  auch  ihren  liebIich«D  Gesang, 
vgl.  Docb  ßiscboff  S.  197,  392.  Daß  mao  im  Himmel  Adam,  Darid, 
MariA  uud  all«  Prophctun,  Apostel,  Märtyrer,  aach  fromme  Be- 
gentea  wie  Johann  Friedrich  von  Sachsen  kennt,  ist  von  Neander 
S.  337  Q.  341,  von  Wagner  F€,,  von  Gigas  B  3,  ror  IrcnJkus 
(s.  S.  61),  von  Biscliofl'  S.  119  und  Weiser  ä.  340  ff.  später  be- 
tont worden.  Doch  ist  die  Dbereinstimmung  mit  Rlngwoldt  bei 
IreD&u»  die  engste.  Die  Weisheit  der  Seligen  erwähnt  Weiser 
io  dem  Abschnitt  S.  436  IT.,  «benso  Bischoff  8.  161,  S.  2-25-'243. 
Die  Frcadc  an  Chmto  und  der  Dreieinigkeit  führt  aucb  Weiser 
im  obigen  Abschnitt  an,  Bischoff  S.  182,  die  liebliche  Muaik,  aber 
Dicht  so  genau  gleich  Ringwaldt  wie  Irenüu«,  Weiser  a.  a.  0.« 
Bischoff  S.  197,  392.  ^ 

Die   Schilderung   der    UOlle    mit    ihren    Martern    wird    ron^" 
Weiser  S.  395  ff.  in  ,Von  der  ewigen  jminerwerenden  HellischcD 
Pein  vud  Marter"    vbeuso    beschrieben    wie  bei  Bingwaldt.     AI 
Einzelheiten,    auch    daß   ein    starker  Wind  das  Feuer  noch  me 
anfache.  ?gl.  H  "i  —  8i  „Gott««  Zorn  ist  aller  Touffei  |  vod  top-' 
dampten  graste   pl&ge'^,    etimmeu    iibereiii.     Doch    anob    Biubofl 
malt  die  Hölle  gan£  ftbnlich  ans  S.  571/573,   die  Gedanken  sind 
eben  jedermann  gelöufig.     Die    Marter   der   Gottlosen    ist    nicht 
gleich,    Weiser  S.  403  ff.  =  Tr  E  6a  —  7,.    vgl.    auch    Bischoff 
S.  506/7.     Die  größten  Freunde,  Kinder  und  Kltem  verfluchen  sich 
gegenseitig  TrEE  8,— P  I,  und  Gott  TrE  E8,  =  Neander  S.  262. 
Weiser  S.  41!^,  Bischoff  S.  443.    Weiser  kommt  besonders  JrE  U 
2 1,3  nahe,  daß  eine  Tochter  ihrer  Mutter  an  ihrer  Verdammnis  Schuld 
gibt  Die  Marter  durch  die  Teufel,  die  selbst  geplagt  werden,  NeaDiltr 
8.  191,  Weiser  S.  3a5/8fi,  ist  =  Tr  E  H  6i  —  7,    ^Von   Iiesücher 
vngestalt  der  bisen  Feinde  j  Vnd  von  der  plage  |  welche  die  ver- 
dampteo   von  jhnen    haben",    die   geplagten    Seelen    klagen   bei 
Neander    S.     192,     Weiser  S.    389/90    ganz    wie    bei    R.,    vgl 
den    Abschnitt    BVorrbuschong'     bei     den     oioxelnen     Typen, 
fast    wörtlich    so    in    der   „Klage    einer    hohen   vordampteo  Per* 


CD 


67 


eonen"  E  81   Str.  4,   in   der    der    verdamiDteii    JtmgfMu    H  2i 
Str.  4. ') 

Die  große  ObereinstimmuDg  der  Schriften  Qber  Himmel  und 
Brille  mit  d«m  Tr  E  erkUrt  sich  daraas,  daß  sie  all»  diesulbca 
Quelleo  vor  sich  bab«»,  von  deren  Autorität  sie  nicht  abtuweicheu 
vagen:  die  Bib«l,  Luther,  die  KiTchetivMer. 


b.  Der  Kiafluß  der  BibeL 
Die  protestantischen  (Geistlichen  der  Reformation  bescbäftigeD 
lieh  ein^ohl^nI]ur  uts  früher«  Generationäu  mit  der  Bibel.  Und 
sie  woiüt  genu^  Stellen  über  Himmel,  Halle  und  jüngstes  Gericht 
auf.  Matth.  'J4  und  '2b  v.  31  ff.,  wo  über  das  Weitende  gehandelt 
wird,  I.  Kor.  15  über  die  bimmliscben  Leiber,  Apok.  Johannis 
cap.  4,  cap.  20,  cap.  21,    Daniel  cap.  7,  cap.  12  v.  2 — S,   Je&aia 


*)  Dieter  ZuBammcnbang  mit  der  pTotcitantiicbon  rredigtlitcriitar  dsr 
Zeit  ist  P.  SioUk  in  leiner  Kchrifl  .BftrtbnlnmäQM  kingi>s]<jt  Soin  Lubcn 
und  seine  Werke,  Fiankfnrt  a.  U.  WJ9,  tAllig  Ti-iborgiin  gobliobcn.  tx»  isl 
■rr«fnhrend,  wenn  or  S.  t>  die  «igtatämltehe  o»cli«tologi«cli«  Stimniung  King- 
waldU  daraua  crkllrt,  daß  diu  HimmoInuicbiMi  der  Hiobziger  Jahre  ilim  bei 
■einer  aristo t<iliKc)i  ■  {ilnlnm tinchc-n  Anscbauung  Ton  dur  Well.  Hie  „bin 
daliin*  ^it  unviTündtrlich  giill,  [1543  «ncliien  de«  K^pcrnikuii  ili^  reruliilin- 
nibuB  oibiuni  cudeiitiiiiii !)  dun  tiedanken  lom  WiilluntuigwiK  riugugobnn 
litilten.  Siclek  nimmt  auch  noch  olgno  Berechniuij;  dos  VTeltendes  an  un[«r 
dorn  FinfluB  dpr  RenchlintcheD  KabbAÜatik.  ha*  Tcrdnakelt  tSIlig  das  Bild 
des  cinrachoD.  «onig  gulobrtoD  Ourf^farrers  ond  nimnil  ihn  am  einnin 
Kreise  hoiain«.  dfn  gcradn  iiv  allgomoin«  AUnnnph&Te,  nicht  diu  benitBu' 
literarische  Aneignung  von  UedankcD  diiroli  den  EiDiolDcn  charaktcriiicrt. 
Die  RriiB.rtuiig  dos  Writnndn»  g«lit  auf  die  durch  l.uthi^r  hpTTnrgorufcnc 
rcligiOtie  Rrn^giing  lurfick,  rgl.  iliu  Einleitung.  Ann  ihr  buiaii»  wcrdno  dieve 
BorAclinungnn  aUgomcm  ruranilalldl,  tgl.  B.  IS/H.  Sotehu  Tcmuchc  nind 
•chon  <]le  ApnkaljrpAen  Danielü  und  JohanniH  in  der  Bihd.  Dur  Hinweis 
auf  d«n  NuuplaUiniHinus  Ar  Aiete  «igen  tu  ml  ich«  ^JeislLuriehtung  iit  au  iiioli 
llchtfx.  Aber  dies  .Schauen  der  Gottheit'  gelangt  im  Chridtontum  lUt 
Geltung  durch  den  KircLuiitaLeTAuguiitin.  Erbat  auch  auf  Kingwaldt  ein- 
gewirkt, wie  K^ieigt  werden  loll.  Die  Beziehung  aaf  die  Zeit,  vodutch 
alch  doch  alluiii  «tno  Abgrenzung  und  Beurteilung  RIogHaldt«  enn'tglicht, 
fehlt  hei  Sielek.  Wis  er  bringt,  stammt  ans  BoUb,  WlppeU  kleiner  Bio- 
gTtphie  TOD  1T51  und  HoiTmann  v,  F.  V.i  bcTonujjt  merkwfiidig  die  van 
dieiem  in  .Spendun  lui  deutschen  LiUiraturgetchicfatu"  11,  ä.  17  IT.  aller* 
dingi  gut  nusgewfthltan  Zitat«,  wfVrtlicb  abg«schri«biin  i»t  3.  ü—il  ^ 
itoITmann  S.  39— 4a 

5» 


cap.  30  und  65  sind  wohl  die  Hauptstelleo,  die  bei  alleo  aoge- 
fObrt  oder  ausgelegt  weiden.  Der  Nachweis  für  den  EiDÜuB  der 
eiDielneo  RibelsteUen  auf  den  Tr.  K.  kann  gespart  werden,  weil 
RiDgvaldt  selbst  Ton  1588  an  die  Belegstellen  lu  Heineo  Warten 
am  Rande  vermerkt,  wahrend  sie  1682  noch  Fehlen.  Audi  hierin 
zeigt  sich  das  Bestreben  1588,  dies<?  Phantasien  über  Himmel 
und  Holle  als  eine»  authentischen  auf  die  Bibel  gestützten  Be- 
richt erscheinen  zu  lai^sen.  Oaram  ist  ra  auch  nicht  richtig, 
wenn  E.  WolfT  in  seiner  Biuleitung  tu  Auszägen  aas  Tr.  E.  ond 
L.  W.  in  KQr«cbDen«  NaUoDall)t«ratur  B.  U)  S.  474  in  dieser 
Wanderung  durch  Himmel  und  Halle  nur  eine  Form  fQr  seine 
didaktischen  BstschUge  »elit.  So  |>latt  ist  Ringwaldt  nicht.  Zvar 
gelingt  es  ihm  nicht  und  liegt  es  auch  gamicfat  in  seiner  Absiebt, 
das  Belehrende  fem  zu  halten,  das  wird  den  deutschen  Dichtem 
erst  viel  spfiter  möglich,  aber  Abschnitte  wie  „die  Gottseligen 
liaheo  nicht  gleiche  gaben  und  glantz",  «Im  Hiroel  werden  wfr 
einander  Icennen".  „Oottes  Zorn  i$t  aller  Teußel  vnd  vordanipten 
grAste  Plage"  ^iiid  gewiß  da«  Zeichen  einer  Poesie,  di«  fernab 
von  der  Absicht  zu  belehren  an  den  Phantasien  über  das  Ober- 
weltliche  sich  ergötzt,  freilich  unter  starker  Zuhilfenahme  fremden 
Gates. 

c  Der  Einfluli  Luthers  und  der  Patristik. 
Auch  Luther  hilft  der  Erfindungskraft  Bingwaldts  und  seiner 
AmtsgenoBsen,  besonders  durch  das  Ausmalen  der  einzelnen  Ge- 
danken. Zwar  finden  sich  bei  einem  so  auf  das  irdische  Leben 
mit  seiner  Tatkraft  gerichteten  Manne  rvrhiiltnisniaßig  nicht  viele 
Stellen  über  dieüo  Dinge,  aber  sie  werden  bei  seiner  AotoiitdU 
om  Bo  eifriger  von  seinen  Nachfolgern  benutzt.  Selbst  sein  be- 
kannter köstlich  kindlicher  Brief  an  seinen  Sohn  Hans  wird  von 
Bischoff  S.  311  bei  einer  Aufzälilung  der  hiinmhscbeu  Freuden 
nach  12  Punkten  verarbeitet.  Derselbe  Mischoll'  führt  S.  21 1  an. 
daß  Luther  die  Kraft  der  himmlischen  f/oiber  dadurch  %-eran- 
schaulicht,  daß  sie  mit  eiiium  Finger  uine  Kirche  tragen  uud  mit 
•incr  Zehe  einen  Turm  versetzen  können.  Das  ist  ähnlich  Tr  E 
D  7,,  daU  Eckart  lOOfi  Zentner  Silber  wie  ein  StAck  Uen&nd  an 
der  Hand  tragt.  Dnd  aus  einer  Predigt  Luthers  Ober  I.  Kor.  15 
teilt  Weiser  S.  30t)  mit,  wie  der  Aublivk  tiottes  den  hiuimÜsdisa 


«9 


Loib  so  behend  m&che.  daß  er  sich  nach  Belleben  Im  Himnael 
QQd  aaf  der  Erde  Lurametn  k&nne  «wie  ein  FAncktein"  und  durch 
Mauern  und  W&nde  &ehe  and  tiäre,  vgl.  Tr  E  K  2).  Aus  d«r- 
eelben  Predigt  fahrt  Irenaus  im  Abscliniti  Bbb  4i  ~-  Ccco  »i  and 
Wei8«r  S.  333  eine  Stelle  an,  die  di«  Scbildemng  de»  Uimmols 
dadurch  belebt,  daB  bestimmte  Selif^e  mit  N:imen  genannt  werden; 
diese  Worte  sind  wohl  da«  Vorbild  lur  ähnliche  Ansmalnngea  der 
folgenden  protestantischen  Predi^literatur:  die  Seligen  haben,  j« 
nachdem  sie  auf  Etdeii  gelebt  haben,  verschiedenen  Qlaux.  aAlsl 
das  8.  Paulus  ein  Apostel  {  Samuel  oder  Jesaia  [  ein  Prophet 
gewesen  ist  |  vnd  dergleichen.  Das  einer  mehr  gethan  oder  ge- 
liddcn  halt  in  seinfina  Ampt.  Also  wird  die  fromme  Sara  uder 
Kahel  |  etwas  sonderlichs  sein  {  fAr  andern  Frawen".  Die  Stelle 
neben  den  darauf  beruhenden  Au^fÜliruDi^en  des  Irenaus  wird 
wohl  Uingwaldt  Tr  C  P  1 ,  —  D  2i  benutzt  hahiio.  Er  iH  aacli 
beeinflußt  durrh  die  l'ischreden  Bd.  (i2,  S.  I  IT  ,Cber  das  ewige 
Leben')"-  üier  wird  der  neue  Himmel  und  die  neue  F.rde  ge- 
priesen, Laub  und  Klumen  glänteo  wie  Smaragde  (S.  8),  and  all« 
Kreaturen  haben  goldene  Haut  (S,  0»  -  Tr  E  E  1  j.  Doit  herrscht 
Gerechtigkeit  und  friede,  alle  Krankheiten  sind  rerhannt  —  Tr  E 
K8,— Cli.  Aach  hier  wird S.  9  aof  die  Rewegüchkeit  und  Schnellig- 
keit der  Seligen  hingewiesen.  Cberdeii  vcrsiihiedenen  Glani,  von  dem 
uuch  dK  S.  221  ff,,  235  fl,,  43  S.  3t;8  die  Bede  ist.  und  der  daher 
allen  Naclifolgem  als  authentischer  Zog  der  himmlischen  Herrlich- 
keit erscheint,  ist  schon  gohandolt.  Orundstelle  dafilr  ist  Daniel 
cap.  12  V.  3-  Die  merkwürdige  Überlegung  bei  Ringwaldt  „Voser 
Ohr  ist  in  Chridto  gifisser  ab  f&r  dem  füll"  TrE  C2|  -  C  3| 
ist  aas  Luther  62  S.  9  entlehnt.  Die  Engel  haben  in  sich  die 
Einheit  der  Natur  de;»  Engels  und  der  Flamme  ^  TrE  B  8|,  «e 
sind  Qenossen  unarer  bimmliacheo  Freude  .5  3.  196  f.,  302  — 
TtEC  6,;  sie  sind  nnsre  dienstbaren  Geister  it>  8.  15&,  157  f.  - 
C  7i').     Über  die  Holle  sagt  Luther  nicht  viel.     Er  lehnt  es  6S 


']  Idi  sitlero  n*ch  dor  Grlaoger  Auagab«,  sclireibi-  jsdocli  nlelit  du 
Ksgtitcr  auK.  sondern  fnhre  mir  Üxv  HauptitoIIen  an.  Üai  vollrtftndtge  Ver- 
■ndints   l&Ut  lieh  Hort  nnWr  den  ciui9:«ln«!n  BtichwOrtorn  leicht  AndeB. 

■)  Dioati  KügTllohro  Lutlinrs,  Aw  auch  pets&fiUchu  Schutaongel  an- 
iiiniml^  t-  K.  43  S.  I4G,  17  8.  19U  IT.,  bat  nndi  oiniMi  mnrkirnrdigoD  KinQufl 
auf  KiDgwaldl  Kubabt.    46  Ü.  IM  iia|[l  m:  .Da  tiiid  div  Kngal,  oad  wohMo 


70 


8.  If>  ab,  deh  darab«r  za  ftußem,  mfljnt  aber,  ffir  das  Volk  mSga 
man  es  rnhig  erörtern.  Seine  Abhandlung  59  S.  tfSdflr.  ^Ein 
gottloser  Mcnacli  ist  ein  Contrafeit  oder  Bild  des  Teufels,  worin 
die  EigenscbafUiD  der  Röson  und  ODt«o  oebeociDandei^estellt 
werden",  erinnert  an  Ringwaldts  „Collatio  Kegni  Dei  cum  Satbutae' 
TrE  E7, -8,. 

Doch  bat  Luther  bei  diesen  Gedanken  mehr  dadurch  aal 
seine  Zeit  gewirkt,  daß  er  sie  aussprach  und  ausmalte,  als  d. 
er  sie  cum  ersten  Male  dachte.  Denn  er  stOttt  sieb  dabei  auf 
die  Kirchcnvilter.  Hieraus  schöpft  auch  Ririgtratdt  vricder  ttelbst- 
standig  seine  Keuutnisiie,  cbuiiso  die  andern  Geistlichen.  Ireaaus 
I.  K.  zitiert  vor  allem  Augustin,  dann  Tertulüati,  Origioes,  Gregor 
von  Naiiauz,  Uregorvon  Nys^a,  Chrysustomus,  Kuehmus,  Prosper, 
Heda,  Anäelm,  Berubard  von  Klairvaux.  Üieie  Kirchenviter  sind 
mit  ihrer  Auslegung  und  Ausmalung  bibllecher  Gedanken  die 
eigentlichen  Urheber  der  mystischen  Rüder  über  das  JaoMits, 
vor  allem  Augu^tin  mit  seinen  wuudorvollen,  cclil  Dcuplatonischeo 
äymnencharakter  tn^endeo  Worten  Über  die  Gottheit  and  ihr» 
Wohnung.  Derartige  Stelleu  sind  auch  den  ungebildeteren  EU 
jener  Zeit  leicht  durch  Auszüge  aus  den  KircheuTAtern  zu^nglicfa. 

Ich  leite  speziell  Ringwaldts  Vertrautheit  damit  ab  von  der 
Lebrt&ligkoit  des  Audrvaü  Muskulus  und  aus  dessen  Werk 
„Loci  Communes  Sacri,  Ei  Patribus  Ortliodoxis  Ecclesiae  Docto- 
ribus  prae«ipuc  Cältectis".  Htngwiddt  wurdu  1543  au  der  Uni* 
versität  Frankfurt  a.  0.  immatrikuliert 'j.  Eude  IH'i  kam  Mus- 
kulös nach  Frankfurt')  und  guivanti  bald  sehr  bedeutenden  Einfluß. 
Per&Onlicb  kam  er  auch  noch  sp&ter  mit  K.  zusammen,   er  enli- 


laOfl 

ii,f" 


^ 


den  Rluthandun,   die  es  an  den  UMon  der  CardinKl  iind  RtschoS«  edtsun- 
karten,  i\i:ti<iu  ei  iiiclit  Iiat  scmaiiguU  an  Halb,   WciHbuit,  AnschUge,  Kraft. 
List  und  allarlni   Prnktilcon,   d^nnilotnu    urnt   gxT   anaturAtlan*.     Dem  «nl- 
spricht  K«[iituoHt«iiii  der  S.  Teil  do*  Spvculimi  miuidi,    <ro  die  AneofalAgc  do 
Bischofs  und  K&rdinali  (I)  gegnn  die  luthcnicbe  SUdt  du^Mtellt  werdftn.1 
All  M   lURi  AuBcnt«n   geknmnien   ist,   oTschlUgt   ein  Engel  (Akt  V  6tai» 
I)  d«o  Kardinat  nnd  »nriir^  ilxrsur  don  Bischof. 

')  Ns«ligcwtes<!n  Tun  Baltu,  ADB  Bd.  28  B.  640,  mi«  Am  UnWersitlU-, 
matrlkola. 

'z  rgl.  Chr.  W.  Spiekcr,   LobiMiagMchicht«    du  Andr«u  Mnakolc 

l'nuikfLLit  ^.  0.  lUS,  S.  320. 


V 


niertp  ihn  lAAR').  R  irird  «ohl  immer  in  Frankfbrt  stu- 
diert haben,  di  seine  Bitern  dort  lebten,  und  da  der  Kar- 
Türst  JoachiiD  II.  sehr  darauf  sah,  diu  die  Laodealnader  die 
bviinitiche  Dniversitfit  besuchton  ^.  In  Wittenberg',  wo  er  nsch 
WippcP)  gewesen  sein  saII,  steht  sein  Name  niebt  in  den 
Matrikeln,  wie  Bolte  zei^  Als  im  Jahre  155'2  der  Universität»- 
betrieb  durch  die  Pest  gestOrt  wurde,  mag  er  schon  nach  der 
Sitte  der  angehenden  Tbealogcn  der  damaligen  Zeit  (vgl.  t.  B. 
LW  219)  eine  Stelle  als  Lehrer  bekleidet  haben.  Seine  Schrifl- 
stellerei  iet  durch  d&s  Wirken  dieses  änBerst  tatkräftigen  und 
Jtrcitü ächtigen  orthodoien  Lutheraners  beeioflaßt  worden.  In 
aHem  steht  er  treu  auf  seiner  Seite.  Den  Theologen  Staphilus, 
gegen  den  Musculus  \5biS  eine  Schrift  erließ,  weil  er  ihn  der 
Lehre  beechnldigt  hatte,  daß  die  Gottheit  in  Christo  rait  gestorben 
Mi*),  verdammt  Riogwaldt  LWS.  383.  Die  Verleihung  des 
Gnadenjahres  an  die  Pfarrwitwen.  das  Muakulns  trotz  aller  Pro- 
teste de»  Frankfurter  Magistrate  vom  Kurüttrsten  Johann  Georg 
erlangt  hatte*),  preist  er  L  W  S.  331.  Die  Klagen  der  LW 
S.  311— 332  über  die  schlechte  Behandlung  der  Kirche  erinnern 
aof  das  He^timmtest«  an  die  Streitigkeiten  zwischen  Muakulns  nnd 
dm-  SUdt  Frankfurt  a.  0.*).    Die  33.  Applikation  der  LW,  die 


')  In  i«r  Sclirift  .KpillisIainlDm :  Tom  Lob  d«r  fronmMi  "WeHieT. 
Spr.  26",  Frankfurt  a.  <).  1533,  Ton  dar  sich  ein  Eiomplar  in  der  Berliner 
Bibluthek  beliitdol,  singt  «r  iloit  IHviA  Miiikulus  an:  ,8ein  Vatoi  hat  mich 
ordinirt  |  iot  sibn  md  dr<siBig  jareii*,  ilao  1556,  nicht  1567,  wie  Ufideke  im 
OnuxiriB  Dipiat- 

*)  A.  Zimmormftnn.  (Jeschiebtn  der  M«rkBran«lBnlnirKnft!<ir  Joachim  I. 
und  II.  Berlin  I94I  S.  250.  L>ic  Vvrfägung  bkni  IMl  liüiau«  und  wurde 
].'(64  wif^dorhnlt. 

')  {iah.  Jakub  Wipp«!)  Nacbricbt  t«o  dem  Leben  and  den  Schriften 
dei  Banholamlns  RingirKldl,  I  Bl.  4*,  Vorrede  Toin  SI.  kngntl  1751,  g  <• 

*)  Spleker,  s.  k.  0.  8.38/89. 

»)  Spieker  S.  887, 

*)  Spieker,  cap.  S  S,  ll«ff.,  siehe  berattis  4u  GnUcbti^n  Am  rem 
KurRirsten  1573  ain^eaetztcn  Schiodigericbtu,  iMä  S.  191  ff.  abgedruckt  ist, 
TgL  auch  diu  Sati«  aat  ia  SchriA  doe  Moakoli»  .Vom  j{tiit[(t«ji  Ta(0' 
Erfurt  1559  V.  4,;  »Je  sind  g<aiM  dimlb*  vi«  LW  81»'30  „EÜiebe  B« 


7t 


,alle  Befebt  Fftiften  |  rud  m  liel  andere  AmptB  Peraomol 
OeutUehM  TDJ  Weltlich»  SteiMU"  lar  Einigkeit  enuhai,  hat  ihr 
Vorbild  iD  Worten  (l«r  Schrift  .rom  jQDg«t«ii  Tage*  Erfurt  1659 
D  7,.  trotzdem  di«  Grandstclle  hierfltr  3fatth.  24  r.  12  ist,  die 
dM  Crtalteo  d^r  Liebe  aU  dae^  der  Zeicben  de«  JOngsten  TagM 
lulut.  I>ie  Worte  des  Mascula^  im  .Fluchteaflel*.  der  xacrst 
l&d6  erschien,  «da£»  Dinoandt  jetziger  leit  «ich  ^Iber  f&r  eio 
Kri^fsmanQ  belt  |  es  «ey  denn  dafs  er  nn  wol  wundpc  |  mart«m| 
mnd  lästern  kan">),  rind  gleich  LW  .XL  Oebür  eines  Kriags- 
maDoe«''  ä.  86,  .Wer  äucbeo  kau  |  ist  ein  Mum'.  Derselbe 
wörtliche  ZusammeDhang  itt  mit  dem  .Uoseoteuffel'  tod  Ibib: 
«Alle  Nation.  Wahlen,  Spanier.  Fraoioseti,  Polen,  Vngeni,  Tattern. 
TfirckeD  haben  jhre  Kleider  .  .  .  wi«  sie  es  von  jbren  Eltern 
emprangen.  behalten,  aliein  TeatschUod  bat  der  mnerschÄmpte 
TeofrelgarbeseBgäD»)-  ^  LW  S.  97-100  .Die  Polen  bleiben  bey 
jfarer  Kleidaog  |  die  Deatfcben  aber  nicht**,  beä.  S.  98.  wo  aacb 
Str.  5  wie  bei  Musbulgs  der  Vorwurf  sieb  Ündet,  daß  durch  den 
Aafwaod  für  die  neuen  Moden  beutseblaud  arm  und  das  Ausland 
reich  wOrde.  Bei  einer  solcben  Obere institnmung  bat  Ringwaldt 
diesen  Gedanken  von  Muskulu.«,  troudem  dieser  Appell  an  den 
Patriotismus  der  Zeit  sehr  gelanfig  iatM-  I>u  orthodoxe  Luthof- 
tum,  auf  das  bereits  bingcwieseii  wurde,  bat  er  auch  von  aeiuem 
Lvhrer  äberrwcnmcn.  Die  Beschlüsse  der  Synode  von  Torgau  1576. 
die    dem    Tbeologeugeic^k    steuern   Bollten,    und   an    däcen   die 


nJMM  Eirdi«wfit«r  20  «ch-.  Und  die  (olsandw  Veita,  was  die  hohoi 
H«T«i  mit  .TiHtirung  der  liRi*tli«b(s  g4it«r*  legooaen  hitt«ii.  *>jUcn4«icB 
Kddleute.  H6t^<ft  unil  Daurni.  worden  1.  W  3W  fl.  nur  auaitanibn-  in  .V>iti 
im  tntvn  VUitAÜDn*,  .Etlichr  Edellcat«  Tristtat  bbcIi  Kirchen  Güt«t  )U 
■Ich',  .Dar  Bflr(«r  ut  itM  Worte  calt*,  .IW  BaaeT  iat  Vndanckbar'. 

■}  Im  TliPBlniniiiiRbfiloniin).  Frankforl  n.M.  l&ST,  Bd  1  Bl.   173,. 

*}  IIPMDt«uffcl,  berauBg.  von  M-  Osborn,  lUllc  »■  S.  18M  in  dvn  Ken- 
driHkM. 

*)  Tgl.  eine  Aniahl  Bulc^atetlen,  die  U.  Osbora,  di«  Toafalalitcrklnr 
des  XVI-JiiliHiiindartii,  KtTlin  189»,  K,  101  Anin.  1  gibt.  Doch  «r  b«ni(itfct 
tiirht,  dail  diuHD  trefilifhc  Knnulinuri^  mat  LutLur  tnrflckKoht,  >Ivr  tn  s«inei' 
.Ue«rpr«4liKt  vuIbt  dpu  TUrkt-n'  U39  dtc  Tfirken  den  UeuUchi^  «Is  ICnttO' 
an  MKÜixb«!!,  li«»ch<rldüii(Tr  KIvtdutiK,  |{«siU«Uir  ft«dearoüe,  U«bonam,  ohf' 
baT«iii  Lcbeu,  |[eurdni.>Un  VcHiIÜtn iHii.-D  dei  Stuted  hinsUdlt  [3t  ä.  tll|.  vfL 
duu  nuuL  L.  W. 


n 


Brand «nbuTf;er  Muskulu»  ur<1  Cornenis  teilnahmen'),  wurden  nuf 
HescbluB  der  Sjnode  von  I<«biis  im  Juli  1570  fSmtlirhen  GeUt- 
lidiBD  der  Neumark,  deron  Konsistorialpr&äident  MuskuluK  seil 
IÖß6  irar.  znr  Untemcbrin.  vorliegt*),  üiid  Riugiraldt  bat  als 
einer  der  eratan  OeisUicheo  der  KomUiurei  Lagovr  unterschrieben^). 
Er  empli«blt  «11011  LWS.  SM/Si  die  au*  d^ii  Torgauer  Be- 
eehlQBMn  hervorgegangene  Konkord ienformel,  Seine  Hewunderung 
fUr  Muskulös  spricht  er  einmal  aus,  wo  er  dem  Doktor  Wenzel. 
(l«r  ihm  das  lateinische  Lobpedicht  Tiir  seinen  Tr.  E.  gcsehrifben 
hat,  wQnscht:  .AulT  das  jr  irbct  manche  i^it  )  wie  Muskulus 
gelebet  |  Vnd  aUo  Christi  herrligkeit  |  auf)  Erden  lang 
erhebet*)".  Auch  die  Wahl  des  Stoflefi  tum  Tr.  V.  Iiat  Muskulun 
mitbmtimmt  mit  apinen  Werken  .Vom  Himmel  vnd  der  Hellen", 
Krankfurt  a.  O.  1559.  und  „Vom  jöiigsteii  Oerieht".  Erfurt  15511. 
Doch  TcnniÜl  man  die  liebewlle  Vertiefung  und  Ausmalung,  <ti<a 
Kingwuldt,  allerdiiifrtr  nach  fremden  Mustern,  zeigt:  der  StoCT  ist 
;Luch  hier  der  gleiche. 

ts  seinen  Loci  commune»  nnn  sind  die  Quellen  «liea^r  Art 
protestantigcher  Schrit^tollcn?i  Eu^ammeni^ofaßt  Ob  Riiitfi'Bl'lt 
nun  gerade  iliex  HuL'h  vor  sich  [[«habt  hat,  oder  ob  er  an«  den 
Kollegien  oder  sonstigen  Schriften  iles  Muskulus  gelernt  hat,  laUt 
aich  nicht  sagen.  Jedenfalls  schuldet  er  wohl  dem  Manne,  Aej  m 
gut  in  <len  Kirclienvätem  Beticheid  wußte,  «eine  Kenntnisse.  V.* 
bandelt  sich  besonders  um  folgende  Abschnitte*}:  B«nd  [1  c.  XXV 
Retiurrectio  Mortunrum.  be^.  quaei^lio  I,  Resurrectio  «lualis  fulura? 
KL  175*  —  177,,  und  quaeat  3..Qualis  sit  futurn  corporum  cluri- 
fieatit),  Qui»  «tatu:<.  Quue  agilita:'.  iptanta  gloriflcatio?  Dann  c.  XXVI 
ludicium  exln-mum,  bes.  tjuaest.  -2,  i^uanta  »it  futurn  ira  in  die 
iudiei?  Quantus  Uemor  impiorutii,  laetitta  piorum  ?  Quantas  cru- 
ciatus  malorum  in  igne  aeterno  Bl.  189,—  191 1.     e.  XXVII  Vita 


')  0.  W.  Mähten.  i.f4t»cbi<bto d«T  WiN«n»cbaft«n  in  drr Mvk  Branden- 
barg.  tkrltn  uoil  Uipti;  1781,  S,  39S. 

*)  Spuker  S.  277. 

0  *i.Q.  K«atfr,  AIIm  aBd  Neaw^teLia  T.4,  Berlin  17$9,  8|>.  i67;fi8. 

*■)  KpiUialkmlou)  .Vrrglpitbiii  *  ""^^fcilipm  Illn-itjniU'»  1  tult  dem 
b«hcn  <leli*liBnla  d^r '  t-u»—  'w^-  ii^irt  •.  11.  IÄK8,  K  3^ 

V   Ith  tiUcro  ~ic  ftchrlfl   ba- 

Btfiht  VI«  i  lUtkan 


74 


Hirn  kae 


■L  3.   (fBUte   fiC   fiff»  ptn^    ImdIib 
MTitoHtafM?    HL  ltT,_  19»,:  e. 


—  IST 


ftrtan   I ■!■   te    Mm?   BL  ^09,  —  iiOz. 

idvvibt  da»  Vmmkkk»  IrnmUm  m  De 
C.4  (ILHl  197,  —  IWi}:  I>  ^ 
«•  SuUc«  a*eD  S.  16/17)  äeit  «1 
T.  4)  UM  nmmx  ftx  «rtt,  imimi  qsifli.  mBh 
Iw.  dbUs  fmfmtMs  aec  KMOta,  Mite  Mft  (—  Tr E  B }t) 
•tb  on.  (--  Tr  E  8  7,)  nllBa  öW  IfiiJHriBri,  mIIbm  aas  o- 
«n»4Iiiiii.  8ed  cibni  et  potii«  «taaista  cnt  rin»  Cfcrilti  «t 
TrteititH,  et  eoDteaplitüi  pu»  »rdu  oeol«  iptias  dniuUä 
I-  Tr  E  C  6,)  rt  amdw  U<ti«.  st  ita  dieam.  libri  ritae.  id 
Mteniae  Teriuti*  et  maBie  Mpi«stsae,  et  Terbi  Dei,  qua 
CbrifU  Itn  risk,  abi  qaic^sid  dos  uoi  Utet,  mapüartwa  tA 
tTr  K  b  7^).  Obi  ratio  iiirti>tfi4f  est,  cor  Ue  dactes  est,  mt  irtt 
reprobiUr  («drttii^h  =-  Tr  E  D  7,).  Car  Ueta  tagBBai  ammaftm. 
et  ille  io  senritotem  redactos.  Cur  alias  io  ntero.  alioa  io  iafiülis, 
aliiu  in  iaveotnte,  alini  in  »«aecUite  (-^  dem  Zassti  Toa  1990 
E  3)  ZQ  Tr  E  1589  D  7,j  .  .  Ibi  omniam  boaum  omnibns  pafc^ 
ibi  OBio«t  invicem  luaa  cogitatioaes  cogooeMat,  (  —  D  3,)  ibi 
Dultai  superior  superbus  erit,  oallm  ioferior  invidos  {-^  D  i^ 
Über  die  EieeuEcharten  der  geiittlichen  Leiber  wird  Rd.  11  BL  18St 
Cyprian,  De  KenurrectioDe  Christi  zitiert:  Post  nsurrectjonem 
corpo»  DOD  sggravabit  animaoi,  sed  erit  caro  sioe  mole  et  pea- 
der«,  agUii  et  mobilis  fB8,,  Ü  7j)  nullis  clausa  obstamlit. 
vitu  et  tudita  penetraoB  omnia  et  attingeas^  «{ooenmque  to- 
laerit  »\ne  impedimeot'i  discurrens  (=TrE  D7i,  K  2i).  Dar 
Vergleich  der  Auferstand enen  mit  den  Engeln  wird  besonders  bei 
TertuUiaa  In  Keäurrect.  Lib.  (Bd.  II  BL  185,)  behandelt  =^  TrE 
\i  8,,  B  2,.  Di«)  tJnglvichlieit  der  Gotteeligeo  an  Uabea  and 
Ulani  bespricht  Augaetin  De  Sancta  Virgine  (Bd.  II  BL  196,)  — 
Tr  E  C  8i  -  n  "ii.  Doch  es  herracht  kein  Neid,  Augustia  Bi- 
poflit  Tract  67  cap.  14  fll,  Bl.  197,):  Non  erit  . .  aliqoa  invidis 
inparis  charitatis,  quoDiam  regnabit  ia  omnibus  imitas   cJiaritatü 


7ft 


*=  Tr  E  D  2j  —  D  9,.  Ein  Teil  ihrer  Freude  itt  diu  Gemein- 
schaft der  Engel,  vgl.  Augiistin  Contra  ludaeoa  Lib.  cap.  *il  (tl, 
bl.  197,)  —  Tr  IC  C  Gj.  Auf  ihr  VcriiAltnts  zu  deD  Menachen 
geht  ein  ClirymstoinuB  Ad  Hebr.  1.  Homilia  [11.  Bl.  210]);  sie 
Verden  als  ihre  Diener  bezeichnet  TtBCK].  Dagegen  i^l 
altes  in  der  Hölle  umgekehrt.  AuKustin  erArtert  daa  gani  auo- 
I  fllhrlich  Do  Triplici  Habitu  Lib.  cap.  1  (11,  S.  209^  ~  21fli)-  Kr 
vergleicht  sie  miteinander  wie  R.  E  7,  —  P  l  ■.  J  1,  (l.  S.  70|: 
Regnum  Dei  plenum  e^t  Ineis  et  iiavis,  et  charitatis,  et  sapientiao, 
et  gloriae,  et  honaitatie,  et  dulcedinis.  et  melodiu^,  et  Uetitiai-, 
et  beatitadinis  fiereuniä  et  üinnis  boui  ineflabiliä,  quod  nee  dici, 
uec  cogltari  potest.  At  lacu»  infemi  pleaus  est  täDubrarum,  di«- 
cordiae,  odii,  stiiUitia«,  tniseriae.  turpitudiois,  iLmaritudiois.  ofTen- 
sioniK,  doloris,  adinstioni»',  siti?.  fami«,  ignis  iiiextinguibilis,  iriH- 
titiae,  vindictae  perenuis  et  omnis  ineffabilts  mali.  qnud  dcc  dici 
nee  CDgitHri  poteat.  Auch  diu  Hcwolmcr  sind  verschieden.  Cives 
coeli  8unt  iuHti  bominei)  et  Angeli;  quorum  rex  Deus  est  omni- 
potens.  At  contra  civeü  infemi  sunt  iinpii  homines  et  Domones, 
qnornm  princeps  est  Diabolus.  Satiat  iustos  visio  sanotorum  bo- 
minam  et  Angelorum,  et  super  omnta  ipsios  Dei:  Cniciat  impios 
et  pcccatores  visin  hominum  damaatoniiii  et  Docmvuuin,  et  ^uper 
omnia  ipsius  Diaboli  ^=  Tr  G  B  8t  o.  H  6,.  Die  Schrecken  und 
Qualen  der  H6lle,  wie  sie  dann  weit«r  aufgezählt  werden,  <iind 
gleich  den  bei  Ringwaldt  bes.  E  ß,  n.  KT,  genannten').  Den 
Unterschied  zwischen  diesem  Leben  und  jenem  drückt  Augustin  Lib. 
contra  ludaeos  eil  (U,BI.  197 i)in  Worten  auä,  die  gar  keincD  Zneifcl 
lassen,  daß  davon  Stellen  wie  Tr  K  B  8,  -  C  I ,,  E  3,,  E  4 ,  ab- 
hängig sind.  Kiogwuldt  !Jelb»t  zitiert  einmal  J  1,  Aa^ustin  für 
die  Vorstellung,  daß  beim  jQngsten  Gerieht  die  SQnd«  lebondig 
und  bloß  dastehen  wird,  vgl.  dam  eine  Stelle  »us  den  Meditatitiries 
(11,  Bl.  lt)4i|'').  Wei»>er  a.a.O.  S.  all  IDhit  eine  andere  tüelle 
aus  einer  Predigt  Augustius  au,  die    noch    besser  lu  Ringwaldts 


')  Diese  Schildcraug  Augnslius  itva  llimmcl  uoil  H4U«  i«t  «uwuhl  imcli 
itia\  luhdt  a1*  naeli  der  Form  dor  in  graOcr  Anxthl  nobftneinui(toTgeA«Uten 
Partdlr^Uundrückr  itulir  thnlJcb  ik-niM  üllcnliurf-RchorurDojikiiiaiurNii.XXX 
»bgndruckUn  ProMurtöck  nb«t  Ilimmul  und  HüUv.  Uio»  ijtt  Eirur  uocb  reiabtr 
■U  Au^unLiii  Dil  PGll«  tlu»  AuNilnicki.  ahur  wuh]  ihm  iiau}it(o«Uuit. 

'*)  Uierauf  geht  «udi  woU  Uiupilli  v.  91— 9S  turück. 


WmiUm  r«K. 


lek 


mm*t  peUIcs  fiBi.    Dw  iveüt  m«  liMr  ZHak.  du 

«M^  BiM  Mi  4«  SMk  h« 
MNM  «her  Ae  Ewigk«!,  4 
wJR.  vcw  «■  T«fil  fliMa  *lMlliig.  M  gnt  wie  «e  Welt,  ia 
dw  W«M  totti«ct.  4d  0  aOi  10080  Mk  «■  Kinkäs  «<«- 
alkM.  SmfnUL  M  ««U  6r«w  ikht  adM  giliM  Das 
ölric^H  SaaM  wh  &rt  ia  jeder  Ifalfrfcra  SeMft.  M  Maabal« 
,T«a  HiBMl  f»4  der  Bdka*^  C  «.,  ,?•■  )&>««>■  Ta«e*  P  5,. 
Waiav  a.  a.  O.  S  3«7.  BiaekiC  &  MO.  Ha  virl  ate  aieht  «ia 
Briie  AUS  dtnkie  F-*i«fc— g  aaaelMa.  B.  »artodart  dai 
GWfhBM  aack  eCaa«;  dcM  ir  ipnGfat  tm  «acn  ^fthlffn  to 
bffak  wie  dM  Erdfaicfc;  Atr  Vefel  MOt  alle  lOOOOO  Jabr  dM 
10.  Teil  «iaae  Hira^onM  veg.  so  daB  t*  aatk  I  Maiioo  Jahre 
1  Kom  wfcre').  Maa  ncfat,  ikn  uS  da«  iiKinfcl  Bild  okU 
gtanf.  ei  reckoH  dakai.  Dad  e»  Uät  .-nd  im  Oanxen  keü 
KrtOarer  DniendiMd  denken,  ab  laisdiea  dca  Imappan  aad  aa- 
icfcaaücbep,  to  ihrer  Känc  uad  KUibeil  die  Phaatasia  errafasdea 
aad  ftOtaeadea  Woitea  des  Mrsbkers,  ..der  aar  eini^tarraa  Ul 
in  den  t;lati2reicbMi  Widencbeis,  ia  dem  er  gevaaa  seiner  selbit 
iwd  illtr  tHoea  Tirgaew«**  (a.  l  O.  :>.  18i.  ood  dea  langatmigea. 
Taa  defBatiscIieD  Eiosckabea  uad  attehterDco  HimreiaeB  oatet- 
briKfaeoen  fa«l  gevfrapUech  graaacn  SchiMeraagea  einer  auf  du 
TaUaeUiebe  gvricfatctea  Zeit 


2.  Die  Schildening  der  Verdammten. 
a|  Ihr  Zasammenhaae  mit  fr&bereD  abolichea  Scfari 
In  einer  giai  andern  Eotwjcklaa^steibe  steht  die  Schild«: 
Biagwaldts   der   wehklagenden    Verdanuaten.     Di«    (Ar  j^e 


*)  *fl.  dMgegen  4m  flkkliaia  ia  A«r  Aius»be  *•■  Dealfle,  lfiach«a 
taao.  S.  3M  in  BlcbUta  d«r  WeUbelt.  cBp.  1 1 :  Ton  tmnervIhreadeB  V«k 
der  H4llc  tf«n  kkiiD  audi  kxuB  r*|>.  U  .Ton  gnnUUgrr  FreQ<l«  im 
Hteaclrriehj*  bei  B.  tMtniiUt  fiodeo.  i>ie  AludieUeit  »Uiit  oA  «u  du 
(•aMinwmea  HcnnUuDf  lUt  Eirch«ii<iU«r  und  d«r  «o«  ikmtm  yfyim— 
BiMatdlM. 


n 


vollkomnien  dramatiMihe  Fasauof;  io  der  An^b«  ron  1^82  zeifit 
d«ti  i;escliicbUJcli«D  ZueaiDmenhatig,  in  dem  aie  stehen:  den  d»s 
mittelalterlicben  Dramas.  Schon  d«r  Dichter  des  Wjntier 
Passiotisspiels  lADt  i,  18KIT.  nach  der  VorftthruDg  Adams  und 
Etu  die  ä«ele  eines  usurarü,  ein««  mooHclii,  einer  incuDtricis  nuil 
eioee  spoliaLoris  dnrch  die  Teufel  lierbeischleppea.  um  die  FotKeii 
d«r  Silode  der  ersten  Menscheo  auriuwciReu*).  In  deo  Oster- 
spiplen,  zuent  itn  Innsbrucker,  wird  die  Höllenfahrt  Christi  tu 
eiaer  Satire  auf  die  Stande  verwandt,  indem  Lucifer  IQr  die  du- 
durch  befreiten  Seelen  neue  lierbeigchleppen  läßt.  Jn  dem  wohl 
oharakUiristiNchgteQ  Teufelsspiel,  das  den  2.  Teil  ile»  bald  nach 
14(i4  aby^efaßten  KedenUoerOstempiels  bildet*),  wünscht  er  v.  1 144fr- 
in  sein«  Uewalt  tu  bekommuii  wokeror,  rover,  velscheuer,  inolken- 
U>rcr  {Milchzauberer),  gokeler,  kakenbecker,  logbener,  bruvrer, 
ofTerman  (MeßDcr),  kottter.  sctirjrver  usw.  Uie  Teufel  bringen  ihm 
auch  allerhand  Leute:  Sclimter,  Schneider,  Kleischer  usw.;  der 
versoffene  Pfaffe,  der  Hier  wie  WasM;r  trinkt  uDd  nur  Ganiv 
(r.  1785  f,  1770  fr.).  erinnert  lebliaf\  au  Uiugwaldts  Dorfpfarrer  in 
den  Zasätzen  des  Tr.  £.   1590. 

In  einem  Schauspiel  vorn  jfln^tea  Ta^  d«s  Klost«ni  Rheinau 
bei  SchaffhauHen  von  14t{4')  hält  zunaohdt  Christus  den  Ver- 
dammten ihre  SQnden  summarisch  Tor,  v.  355  —  603,  danu  klagt 
eine  achSne  und  reiche  Person  v.  667—86,  etQ  Fluchet  t.  801  bis 
8i0,  ein  Wuchorur  und  ünkeuscher  v,  ft25  —  850.  Dazwischen 
h&hnt  der  Teofel  wie  im  „Hanns  Promman'*.  Das  ist  &cltOQ  eine 
Erweiterung  der  ÜOlleDszcne.  Draprfinglich  treten  die  Seslen 
nacheinander  auf,  bekennen  ihre  Sünden  und  werden  dann  in  die 
Hölle  gCKchickt.  Diese  uiuttülogiscboFuttsung, die  sich  luerst  im  Wiener 
Pa$sioDE.spiel  findet*),  hat  auch  der  Tr.  E.  1588.  Der  Hohu  und 
die  Kritik  des  Teufels  aber  die  Sei bstank lagen  der  Verdammten, 
die  auch  dar  H.  F.  leipt,  kommt  luornt  im  Erlauer  Spiel  vor*). 
Dieser  ZuKammenhaug  KingwuldtK  mit  dem  Drama  zeigt  sich  auch 
im  Speculom  mandi.     Die   Figur  des  Keumaus  ist  der  bekannte 


■)  lisrauag.  Toa  Proning.   Das  Drama   ilm  Uittclalten.    Kanchosrs 
Nftüoii>lIit.  No.  U,  1.  ■}  ibid. 

*)  Mone,  Scihftuipiele  de«  M irr«lalt«rii,  Rubralir  ItU«.  Bd.  I. 

*)  Wirlli,  UieOiter-uiidPuuuDtpielr,  ll>lla  läSd.  ä.  IW.  *)  iUiL 


78 


Knecht  Rubin  dea  Salbenkrämers  der  Ostenpiel«;  du  Oebahreo 
des  Pesgjinus.  der  beim  Anblick  des  tot«n  Hip}>oknitz  „die  BrilUD 
von  V«iiedig  von  alten  Schuhen  gemacht"  auTsetit  und  sich  närrisch 
dabei  anstellt,  die  Dogeschicklicbkeit  des  Mains  ii  der  AnsftbuDg 
seines  Amtes  (vgl.  das  Redentiaer  Spielj,  die  PrOgel,  die  er  er- 
hilt,  sieben  in  einer  Reihe  mit  der  üblichen  Volkskomik  dieser 
SUDen.  Das  Frohlocken  der  Teufel  an  der  Leiche  de»  Hippoknti 
erinnert  an  ihr  Benehmen  an  der  Leiche  deü  Berodes  z.  B.  im 
Beiiediktbeu rener  Weibnachtsäpiel,  nnd  das  Lied  des  Pessimus 
nach  der  Melodie  .der  Uuckug  bat  sich  zu  todc  gefalleD"  an  den 
Teiifelstanz  nach  Volksliedern  im  Atafelder  Passiansspiel. 

In  den  Teufelsspieten  werden  immer  nur  einige  ohne  ein 
bestimmtes  Prinzip  aus|;enählte  PerMDon  vorgestellt.  Den  Trpeo 
Rin^aldts,  die  sich  vom  Landesherrti  bis  zum  ßauem  entreckec, 
entsprechen  noch  mehr  die  Totentänze;  denn  sie  st«UeD  ja  die 
Laster  aller  Stande  dar.  Die  Worte  de.«  Todes  mm  gotUoMD 
Reichen  Tr  K  L  8,  kommen  eebr  nahe  denen  des  Todes  im  lübisch- 
reralüchen  Totentanze  von  146S  ').  Der  König  dieses  Tanzes 
erinnert  an  die  «Clage  einer  hoben  vordampteii  Personen"*),  wie 
der  Edelmann  an  den  Junker,  und  der  Wucherer  an  den  de« 
Tr.  E.     In  ,de>i  Uodes  Uanz",  LQbock  14S9  und  U9t;  >),   spricht 


')  kbgndnickt  bei  Se«liaHnii.  Di»  TnUntinsc  il<d  Miudiüt«».  Nordtm 
und  Leipzig  189:1. 
tgl.  8.  70, 71 

To  doHciu  dkiisie  rupu  ik  al^heincn« 
Pawer,  kuiicr  tinde  alle  erMturoB, 
AnoBi  Tjlt  nnde  kleae. 
Tr«d«t  Turt  ««ut«  DU  «d  help«t  uen  trweo. 
TrE  JS, 

Ach  hab  ich  doch  JDa  onhoKin  ) 
Die  Uenidi«»  kiodl  i;«noiiim«n  bio  | 
Vod  Dem  sie  Dodi  veg  jmniordar  | 
On  vaUrscheidt  der  Ütende  klu. 

Icli  kloptr  fo  bald  beim  bnheo  Slan  | 
Als  wol  bof  einein  tlirt«n  an  | 
Acbl  keiner  P«al  |  verUoh  diu  Krön  | 
Vnd  Wilder  hfit  noch  yat  rertcbun. 
*)  ».  t.  B.  Aea  Vonrurr«.  a.  0.  B.  TS,  daB  er  aich  oinbt  ntn  das  R»c&t 
geiQinuierL  hat  und  anno  Leute  placken  liell. 

')  Hcrauig.  vun  H.  Ba«tUck«,  Stuttgart«  Ut  V.,  nbingen   187G. 


79 


der  —  hier  gottlose  —  |Keichfl  v.  79  ff.  genan  $o  von  der  Ver- 
gäoglichkeit  irdischen  Gut«»,  wie  im'  Tr.  E.  der  (romme,  „de 
JuDkhei"  V.  784  ET.  in  einer  Weise,  die  aa  die  SchildeinDf;  dea 
Uippokratz  im  Speculum  uiundi  and  dun  vurdammteD  Jüugling 
des  Tr.  E.  streift,  die  Qestalt  des  Bsuern  berQbrt  sieh  v.  1199  er. 
ebenfalls  mit  der  Hingwaldts.  ÜaO  «ich  die  Persuneo  in  den 
Totentanien  und  TeureUspielea  in  gleicher  Weise  selbst  cbarak- 
teri'^ieron,  i«b  gans  erklarltcli.  Dem  mitte l&lterlictioD  durch  die 
BoUpredigten  erschüttert«!)  Menschen  iat  der  Tod  der  Bete,  der 
tum  Oericbl  and  zur  Verdammnix  Itolen  soll,  er  bringt  dem  Teufel 
die  Bente,  sie  arbeiten  beide  zusanunoD.  Man  ündet  sie  auf 
bildlichen  Darstellungen  zusammen,  vgl.  DOrere  Stich  „Ritter, 
T(k1  und  Teufel'^M-  I>er  Tod  überantwortet  die  Seele  dem  Teufel 
aucli  in  der  „Trogcdia  Von  einem  vngerechten  Itichter",  Wulfeu- 
bätUI    1592  >). 

In  der  Every manlitcratur  suchen  der  Teufel  und  Ted 
den  Menschen  in  ihre  Qewalt  zu  bekommen*},  werden  aber  durch 
Moral itätentiguren  daran  gehindert  Die>i<>  Literatur  liat  auch 
Honst  EinflulJ  auf  Kiugwaldt  gehabt,  n&mlich  auf  da«  Gespräch 
des  gettlcaeu  und  frommen  Heichen  mit  dem  Tode,  TrE  J  5}  bia 
K  I,,  K  1,  ~  K  7,.  Dies  Motiv  int  ihm  nahe  gekommen  durch 
Stricker;)  Düde»chen  SchUimer.  der  auf  dem  Hekastus  den  Otrechter 
Schutroktors  Georg  Macropedius  von  1538  ruht  und  der  Hearbeitung 
durch  Jasper  Gennep').  Bolle  hat  wohl  Kecht  damit.  Strickers  Drama 
EinQuQ  auf  Biogwaldts  Spccutum  mundi  suiuschrcibcn  |in  der 
AD  B).  Die  Motive  der  ijzenen  I  1,  3,  4,  5  linden  sich  auch  bei 
B.  m  I  und  S  »teilt  steh  der  Tod  vor  und  spricht  mit  dem 
Schlfimer  ganx  so,  wie  in  den  oben  erwähnten  Abschnitten  Aes 
Tr.  £.    Dasaelbe  Motiv  kann  R.  noch  von  einer  andern  Seit«  lu- 


I)  u1do^eBl^iJl]lid«  geben  n.  a.  Seelmann  a  a.0.  S.  56.  J.  K.  Wesaelj, 
dla  OeaUUUn  des  Todoi  nod  Aea  Toufela  in  dor  'laist«llü&il«n  Kunst^ 
L^tiglSIS,  S.  113  U.  119. 

*)  liD  Austai^e  abgedruckt  in  Henog  Heinrich  .toliu*,  Sclwuspielfl. 
StntlgaTtflf  Lit  V.  No.  36,  18W. 

*)  v|[l.  datfir  die  Dantultun.g  dur  Hckaatuilituratur,  di«  Bolle  io  aeiaer 
Eitdeitung  znin  VfideBchon  Srliltuinr  Striektire  gibt,  fiordsti  uod  Leiptig 
1889,  S.  8—33. 

*)  Bolte,  S.  46-47. 


80 


g^pagen  mn.  KM!)  tibenietzt  Rans  Sachs  den  Relcastus 
ÜIakrope<liut 'I-  Kt  rorv*Ddet  ^asselb«  MoUt  noch  einmal,  wo  der 
ToH  ein#n  R«JcheQ  im  Glflck  übereilt,  und  in  der  „Tragedia  dtn 
jangst«n  0«TichteH" ').  Ic)i  halt«  &udi  diesen  Einfluß  Itlr  wabr- 
ftoht'inlich.  «eil  Hans  Sachs  auf  Ringwaldt  auch  eingewirkt  tu 
liab«D  geheint  in  der  Heschreibiing  der  Holle  aU  «ioes  Bades  in 
Tr  K  K  61,  iliu  voii  ihm  im  „hull-bad"  gegebcQ  wird').  Ikmli 
welch  ein  Doterschied  ist  zwischen  den  GvervmaDspieloD,  die  die 
Macht  der  Reue  und  der  lu^uten  Werk^  im  Sinne  der  Kirche  zeigen, 
und  der  Schrofl'beit  <Jes  Lutherauer»,  iler  den  böäen  Beich 
rettungslos  in  seinen  Sünden  untergehen  liltt. 

Ich  leite  diese  Enlschiedeuheit  des  protestantischen  Pfarrers 
und  Oberhaupt  die  Nebeneinanderstelluog  eines  gottlosoii  und 
eines  Trommen  Sterbenden  von  den  i>rotefltaDtitcheu  Lazarus 
draraeo  ab.  Die  beiden  Stoffe  berUbren  sich  ja  sehr  nah», 
nahe,  daß  6vorg  Uacropedius  ^oinvu  Uelcustus  von  1538  im  Li 
ru»  loendiGUs  ron  1541  verwertet*).  E»  tindei  sich  auch  hier 
QcgcntiberstelluDg  eines  unbnBfertigen  und  eines  gottergebeoea 
Todes  beim  reichen  Mann  und  beim  Lazarus,  wie  schon  in  des 
französischen  MoralitAtun  im  1&.  Jh.  ein  Trommer  und  ein  goU- 
toser  Uaon  in  ibrem  Verhatteo  zum  Tode  gezeigt  werden  *)-  Wi 
sie  stellt  Kingwaldt  beide  in  gleicher  Lebenslage  dar;  dnnD 
sonst  liebt  er  den  Kontrast  des  sittlichen  Lebens  bei  sich  glei 
stellenden  Personen  zu  xeigeti  und  durch  ßeiäiiiel  und  Oegeo- 
beispiel  seine  liußpredigt  eiodringiielier  zu  gestalten:  vgl.  im 
Speculum  mundi  den  boseu  Hippokratz  und  den  guten  ttaru,  ihre 


?1 


>)  Bolte,  Kinleitung  lum  DäiJ««rheii  SehlAmtr.  8.83.    . 

*)  Hai>«$«cb«,  W«Tke  cd.  r.  KolluT  »d.  fi,  1S7  IT.,  Bd.  I,  437  ff.,  Mll. 
lÜOfl. 

)]  Werko  Bd.  3,  8.  593  ff.  —  Y.yimi  iat  die  Vvrateltung  ron  der  HMk 
ilt  Bxl  >lit  «Alfihß  UiiT  uud  niclil  bUifi  aaf  Huh  .'ikch)  b«ichrlakt,  tgl. 
Dranl»  N>rTi:iift<liiII  licrauKn;.  «011  Zaincki-,  ti.  i'Ji,  doch  lind  m  aufterdir 
8Ull>>  im  .WiUcli«!)  (>adt',  die  nicht  iti  Itancht  kommt,  nar  kiino  tt«dMi*- 
arlun,  tgl.  limit  und  Muriiui,  die  ^lUMiialun^  bcvundon  luit  doa  lUukini 
wird  UaBs  Snchiena  KiKODlum  s«[n  and  ron  Ringwaldt  iiJteh|[efthmL  •«•in. 
Dm  <iodichl  IUds  Sscbsena  und  RinK'aMu.  ftllenliii|8  In  der  Form  d« 
.H«iiiiH  »uiuDiau*.  wird  tniuunen  bviiuUt  von  UionytiV»  Ktcia,  tjtl-  aaUs. 

')  fgl.  Bolt«.  Eiul.  nun  Dlldncbea  ScUDmur,  S.  38. 

^JBollvU.  16/17. 


81 


Roeohte  R«umau.v  und  Bernbard;  >□  der  Lauter  Warlieit  die  Ab- 
schnitte „Wol  der  frommen  Herrschaft"  S.  235,  „Weh  der  bfigen 
Herrscliari"  S.  '235.  „Be£ch^ejbun^  eines  frommen  RicbUsrtt"  8.25l>, 
„  Beschreibung  eines  b&üvn  Kichters "  S.  25(S,  „Vom  Lohn 
fromer  Jurist*»"  S.  2R7,  ,Von  straff  aller  bAsen  Juristen" 
S.  368,  „BeschreibuDg  eines  from^n  Sohnes"  S.  296,  „ü»- 
schreibuDg  einer  fronien  Tocht«r"  S.  .300,  „Beschreibung 
einer  bV-fieo  Tochtm"  S.  IWl,  „Boschreibung  eines  fromen  Knechts'* 
8.  803,  „Heschreibung  eines  bAsen  Knechts"  S.  305,  „Beschreibung 
einer  rrom4>D  Msjjil"  S.  S07,  ,J{cD€breibun^'  uiner  b^-sen  Magd'* 
8.  309.  Bingwaldt  ist  durch  ein  ganx  beetimmtes  Laurusdrama 
beeinflußt  worden,  durch  die  „llistoria  vom  Reichen  niiD  rnd 
armen  Laearo"  des  Johannes  Krügioger.  doch  nicht  in  der  ärm- 
lichen Oestsit  von  IM3,  sondern  in  der  sehr  veiitudcrteu  He> 
srbtfituiig  von  I55o,  die  eine  Menge  neuer  Nebenfiguren  and 
Einxelheiten  gibt.  ]>ifl<ier  KialluU  tritt  im  Speculum  mundi  in 
Tage.  Zwsr  braucht  das  den  3.  Akt  bei  KrQgiii^'er  i'bllende  Qisb- 
tnabl  des  reichen  Nabal  an  sich  kninen  Rioduli  auf  das  von 
friscbesletn  Leben  «rfollte  Oelage  des  QippoJLrati  gehabt  zu  haben. 
Es  liegt  sogar  näher,  hier  an  den  [>tide3clien  Scblümer  I  S  zu 
denken.  Aber  die  tiestalt  d«!t  Stocknarren,  der  bei  Krüginger  ein 
komisches  Tischgebet  spricht  und  einen  huinoristiäch  sein  sollenden 
Vortrag  über  die  Armut  hflH,  0  4i  —  P  2|.  erinnert  an  die  Figur 
des  Beomaus  Sp.  in.  I  3  mit  seinem  Scbleoinierliede.  Uier  also 
liegt  die  pcrsSulicho  Beziehung  Ringwaldls  zu  deu  obuu  betonten 
Motiven  des  Dramas  im  Mittelalter.  Der  Teufel  singt  hier  Y  l|,t 
auch  lin»  Lied  naeh.  das  der  Reiche  vor  meinem  Tode  angestimmt 
hat,  wie  PessiiQus  im  8p.  m.  11  4  eine  Weise  „in  Hypokratzens 
Tbon".  Die  Teufel  treiben  ihr  Spiel  mit  Nabal  J  ),-J  3„  wie 
II 4  de«  Sp.  m.  mit  Uippukratz.  Besoudem  die  merkwtlrdigo 
Eplsodeoßgur  Abs  Si^hneiders,  der  in  Kriigingers  Spiel  von  Nabal 
zum  Essen  dabehalten  wird  und  Q  1|— Q3  den  Reichen  plOtilioh 
eindringlich  crmahnt,  erinnert  sehr  an  den  Tuchmacher,  den 
Uippokrati  auch  zurücli behalt,  und  der  sv  krallige  Worte  gegen 
das  Saufen  ttndet  I  5.  Allerdings  hätte  der  trockne  Krüginger 
nie  die  Ausgelassenheit  und  den  grotesken  Schabernack  gegen 
diew  Figur  so  darstellen  können,  durch  den  ihre  Sittenpredigt  gut 
motiviert  wird.     Diese  führt  dann  in  wirklich  küiisüerischar  Weise 

W«|aor  ,  Ulsiviiau  ibU«MI  MUuI  *> 


SS 


das  Auftretea  des  Pfarrers  und  seine  Vertreibung  herbei.  An 
wörtlichen  Anklängen  RingwaldU  findet  sicii  hier  beim  Tode  des 
Reichen: 

KrügiDger  8  2i  Langt  wasser  her  das  man  jbn  kAI 
Sp  m  £  8}  Urin^  wssiter  her  |  vod  kblet  ja. 
Wörtliche  MerQbrungen  kommen  viel  liäußger  im  «Hsana 
Frtfinman"  vor,  und  ivrar  gerade  bW  der  Kigur  «ie*  Wucherer» 
und  des  reichen  ftauero,  der  Nabal  heiUt  wie  bei  Kriiginger. 
Aus  dem  Vorbild,  dem  Riiigwaldt  in  diesen  buiden  Figuren  g^fidgl 
ist,  erklärt  sich  die  tileichlieit  der  Vonrürfe  b«i  beiden  uod  der 
Uiii:)tand,  ilaLl  iniuiclit;  Ziige  eher  für  einen  reichen  Qriiiiilherra 
wie  Nabal  als  für  einen  Itaaern  pas«eu,  vgl.  oben  &.  22.  He<<iii- 
flusKUDg  bix  in  den   Wortlaut  hiiiPin  tindet  sich: 

Kr  V  4i  Zetir  wo  »ein  du  mein  gütteu  tag 

Darinii  ich  alzeit  frölicb  lag 
BF  C  3i  Setter  vre  ist  diu  zeit  geblibn 

In  der  ich  hat  groß  Prewd  getribn 
Kr  V  4|  Alzeit  »nil'  mein  rcichthumh  gepuchl 
Die  armen  leutb  voracht  gob»bt 
H  F  D  I,  SoDdern  aiiH'  mein  Reichthunib  gebucülit 
Vnd  nur  mein  eigen  nuti  gesucht 
Kr  X  l|  Daran  breogt  mich  das  b^se  gelt 

ÜTOS  hotTjirt  I  vnd  die  ttchoAde  weit 
HF  D  3i  Dazu  bringt  mich  die  leidig  Welt 

äroLt  Wucher  [  ÜotTart  j  Üeitx  vod  Geld. 
Bei  Krfigingor  X  1 1  und  Kingwatdt  HF  0  4,  wird  der  Vt 
wurf  gemacht,    daß  der  Teufel  ud  der  Verdummniit  ScUntd  ha 
und  er  antwortet 

Er  X  1|  Uasia  mich  denn  nn  lernen  nennen 

AulT  der  wüll  wulstu  mich  nit  keimen 
HF  C4,    Der  TeulTel  sprach  |  0  mein  Oe^iell 
Kenstu  mich  erst  hie  in  der  Hell. 
Einige  Anspieluagt-n    und    '/.(ige   im  11  F  gehen  «Tonfalls  unf 
Krüginger  zurück.     Der  Wucherer  spielt   auf   das   Qleiohnis  Viioi 
armen  Liizurus  an  in  den   Worten  C4|:    ^i^iri   trApfflein   Wamsen 
hab  ich  nicht".     Der  Teufel  kommt  zu  ihm  .Oleich  wie  ein  armiT 
Uandworgsmuti"  uod  bittet  um  ein  Darlehen  wie  der  arme  SvlU- 
citus  bei  Krüginger  Akt  L,     Die  Klage  des  Nabal  HFL)  2|: 


8^  __ 

Aach  keiner  ArmeD  Leate  Kind 

Zar  Schal  von  mir  geiSrdert  sind, 

wird  erklärt  darch  die  Daretellung  bei  Kr&gtnger,   daß   er   sich 

weigert  einen  jungen  begabten  Mann  tut  Universität  zn  schicken. 

Es  ist  etwas  unklar,  wenn  bei  B.  Nabal  D  2j  angeredet  wird: 

Wie  rfimpfit  jr  bo  die  lange  Nalsn  ? 

Ich  gtanb  jr  esst  vom  bratnen  Halän  | 
Secht  lieber  secbt  |  wie  er  sich  stellt 
Ich  glaub  nicht  daTs  Jhm  halb  gefeilt 

Es  wird  sofort  verstÄDdlioh  durch  Kr  V  4i: 

Wil  jhn  die  hellkost )  kosten  lan 
Ob  er  sie  auch  geniessen  kan 
Wie  r&mpfft  er  sich  |  es  gfelt  jhm  nicht 
Das  jhm  solch  ehr  von  vns  geschieht. 
Und  dann  X  2i: 

Wilst  TDser  gmeine  speis  nicht  han 
So  las  dir  wilpret  richten  an. 
Also  die  Hohnreden  des  Teufels  wie  Oberhaupt  die  ganze  drama- 
tische Form  dieser  Szenen  im  Hanns  Frommann,  vgl.  oben  S.  21, 
werden  sich  durch  dies  Vorbild  erklaren.  Erst  1588  macht  B. 
sich  dann  frei  und  führt  die  epische  Form  auch  in  diesem  Teil 
seines  Werkes  durch.  Schlagend  erweist  den  Einfluß  des  dra- 
matisierten Gleichnisses  vom  reichen  Mann  und  armen  Lazarus, 
wenn  in  der  Erinnerung  an  die  Brüder  des  Beleben  der  Teufel 
bei  Nabal  im  H  F  —  und  nur  bei  dieser  Figur  —  hinweist 
auf  die  andern  gleichen  Charakters: 

H  F  D  1 1  Deins  gleichen  seind  vit  in  der  Welt 
Welche  wuchern  mit  Koro  vnd  Gelt 
Aber  ich  will  sie  k&rtzlicb  findn 
Vnd  hieher  an  dein  seitten  hindn. 
Kr  H  Ij  Deins  gleichen  seind  viel  in  der  weit 
Ihn  wirdt  auch  teglich  nachgestelt 
Bis  ich  sie  bring  hieher  zu  dir, 
dann  geht  er  nach  Luk.  16  v.  28  auf  seine  Brüder  ein. 

So  wird  wohl  auch  das  gottergebene  Sterben  des  Lazarus 
und  der  plötzliche  Tod  des  Beichen  hei  seinem  Gastmahl  auf  die 
erwälinten  Abschnitte  des   Treuen  Eckhart  Einfluß  gehabt  haben. 


daher  Hiebt  gerectitlertigt,    wenn   Holte   In  sein 
Jörg  Wickrams  Fastnachtsspiel  vom  treuen  £c 
„Auf  Wickram  fuUt  wohl  auch  . .  Bingwaldt,  der 
Süiner   Himmel-   und    UOlIeafabrt   Hanns  Froma 
weiterten    Bearbeitung    zum    treuen    Eckart   ui 
Urteil    tritlt    nur    für    den  Titel  zu.     Uei  Wicki 
hard  zum  Kinde,  seinem  Vater,   dem  Pfafien,   d 
Edelmann,  dem   Ratsherrn,   dem   Herrenknecht,  i 
Ehebrecher,  Spieler,  Säufer,  Landsknecht,  Bauer 
Gotteslästerer,     [(esouders  in  der  Figur  des  Kind 
wohl  der  EinQuß  deä  Tutentanies.     Bingwaldt  li;: 
davon:  den  Pfaffen,  fidelmann,  Batsherm,  Itiiii< 
von  Wickram  nur  in  den  herkömmlichen  Fm 
eine  direkte  Kerührung  findet  sieb  nirgend- 
ist  eine   andere.     Bei    R.    ist   Eckhard    di 
Himmel  und  Hölle  besucht,  die  Schilder' 
dabei  nur  Episode,  die  er  erlebt,  und  k- 
gibt,  wie  die  den  gewöhalicben  W;i' 
bei  Wickram.     An   diesem  Urteil  :• 
ersten  Blick  merkwürdige  Überein 
waldt  wie  bei  Wickram  am  Scbl^ 
Todes   mit   einem   Edelmannc 
wörtliche  Anklänge.    Ringwald 
mehr  Geschick  erklingen,   al- 
getisiert,  warum  ihn   die  S 


8A 


^ 


Didaktiker  denselben  Stoff  immer  wieder  bearheitcn.  Ks  werden 
VAD  Ilrant  in  s«jnetn  Narren^chifT  vielfacli  ilieseltaeo  Laster  i;«- 
yuitWIt,  wie  v»ii  Rinpwaldt.  So  handelt  c«]'.  "2  von  den  scblechten 
Rfite»,  cap.  3  vom  Geiz,  cap.  4  vnm  Klüiderluiut,  cap.  IH  ron 
der  Bulilcrci.  cap.  '2S,  87  foQ  Gotti^l&sterei,  eap.  43,  85  rou 
Wellsifberltvit,  cap.  5ii  toh  ungerechter  Obrigkeit,  cap.  77  vom 
Spiül,  cup.  »3  vomWuclier.  U«i  Tlionius  Uurncr  wird  in  der 
NarreDbe$cliworung')  die  Tninkenlieit  mit  ibr«D  Folgen  gostrafl 
S.  ßfi  ff.  „Vtt  der  flcMi-ben  rioindn  treUen',  die  Putzxuclit  und 
Liftdorliebkeit  der  Jüntflinge  S.  47  (T.  .FoDtiistcn  hoitien'*,  die 
Mhleohte  Justii  S.  Hl  tl.  ,Üie  federn  spibst'ii",  Aas  Heraiispressen 
von  Geldern  aus  den  Dotertanen  durcJi  allerlei  Vonrände  S.  107  (T. 
„von  blaweii  enteii  predigen".  Fiscliart  ereifert  sich  besonders 
iu  »einer  Hoarbeilung  des  Eulenspiegel  *)  ober  den  Wucher  v.l>87'iff., 
V.  »880  fr.,  Qber  die  Bestechlichkeit  der  AmUleute  v.  II  781  ff., 
böM  Richter  l-il»2ff..  die  Kleidermoden  7&S5  ff.,  die  Folgender 
Tninkenfaeit  S070  ff.  ])nch  weder  an  Itrant  und  Mamcr,  noch 
ui  Fisctmrt  lallt  sicli  eiae  wörtliube  Anlehnung  änden').  Diese 
lltiitipiele  sind  feraer  ausgewählt,  sie  ateheo  im  üuMmmoobuiig 
mit  allen  mögliohcn  anderen.  Kraot  z.  B.  macht  sich  über  Sohrullon 
und  Grillen  seiner  Uitmen^ehen  lustig;,  die  durchaus  nichts  von 
dem  Hii  sich  haben,  was  die  Sittenprediger  alü  SQnde  bezeichnen. 
Nach  dem  treffenden  Urteile  ^larnckes')  sind  er  and  sein  Krein 
bei  aller  moralisch i>ii  Strenge  „in  allen  kirchlich  •politischen  An- 
gulegeobeiten  furchtsam  und  zuräckbatlend  .  .  gleichsam  zu  dem 
äatze  der  Veizweiflung  gelangt:  unter  Jedem  Regiment,  unter 
allen  Verhältnissen  ist  gut  leben,  wenn  nur  jeder  einzelne  wahr- 
haft gut  iat".    Diid  iu  ihrer  Abgeschlossouheit  vom  tätigen  Leben 


<)  banaKg.  Ti>n  M.  Spsnier,  Halle  u.  H.  1694. 

<)  Vnrkc,  herftuig.  *on  A.  Hkiiffnn,    ßd.   II,   Knr>ehaeTa   Nstioiutllit. 
Na.  IS. 

^  An  ilioaD  Literatur  orinnert  bei  It.    wohl  nur 
I.W  405:       Der  Miüirtcti  lutt  nd  ([«Hfindigt, 

„AU  L'twa  Jur«Ji  <)«iu  Plaüeh  botrogn 
Vau  hau  am  Nsneiiieil  gccogn.* 
Bs    Ut    iliititir    nii'bt    riclibij^,    woiiii    Hi'iurioli   Kurx    in    «eioar  deiiUtJian 
LitentarKetchichu  U*.  Leipiig  188$.  S.  &t  laicc   R.  habe  Seteitiui  Brant 
and  »ein  Niuranachiff  UGh«r  |{ekMiDt~ 

*)  Ei&leituug  tum  HaiTetischiir  S.  XII 


_  8fi 

hatten  sie  donjenigen  für  tima  ^nma,  der  dorch  Leidensdiaftai 
daR  Qleichgevricht  der  S«ele  atürt  Die  Kritik  der  ÖfleDtliebM 
ZasUndü,  wie  sie  Hingwaldl  in  sainun  Typen  des  verdammteii 
reichen  Uerm,  des  Schmeicblers,  des  Hofpredigerä,  des  Junken 
gibt,  ist  eret  in  dieiter  Lebandigkeit  und  Sdiärfe  mdglicb,  nacli- 
detn  Luther  die  Notwendigkeit  der  Reform  de«  pulitiächen  Lebet» 
aus  religiösen  äcsitifatspunkteu  seineu  ZeitgeDOSien  klar  gemaclil 
hatte  ')•  I>eD  Vorteil  Tür  die  Poesie,  den  dies  RiaTrenden  nf 
ii»a  Leben  mit  äicti  bring:«n  mußte,  kaiiii  man  leicht  erkennen, 
wenn  man  die  Schilderungen  Brants,  die  mit  gelebrteo  Aospielangen 
und  klassischen  Belegen  dberladen  sind  und  ,nar  eine  vom 
mflh«e]ig8l«n  FleJÜe,  von  zahlreichen  Nachtir»chen  tengendo  Kom- 
pilation" 0  i^enannt  werden  dürfen,  mit  Blngwaldts  Gestalten  vsn 
gl«icht,  die  so  garnichls  von  Hucl^tulelirflaiukeit  an  ^iuli  habei, 
wenngleich  das  bis  in&  Einzelnste  gehende  Ausmalen  alltäglicher 
VcrhalUiiaso,  wie  c»  sich  in  der  LW  öfters  zeigt,  (i.  B.  LW  3.35 
bii)44,  i32-U'i,i20-'2'n.SG6-Ül\  u.a.),  durchaus  nicht  poelüdi 
ist  Doch  du.1  trifft  für  den  Tr.  K.  nicht  zu.  Hier  hindert  ihn 
diu  Notwendigkeit,  eine  ganze  Anzahl  Gestalten  anzuführen,  dann. 
bei  der  einzelneM  zu  breit  zu  nerdon. 

b)  Der  Einfluß  der  TenfelsUterator. 
Der  Inhalt  der  Klagen  der  Verdammten  bei  Rtugwaldt  be- 
riiliit  sich  nun  nahe  mit  den  Worten  der  evangelischen  Pfiurvc 
in  ihren  Tonfetsbachern.  Der  Teufel  löst  den  Narreti  in  der 
didaktischen  Literatur  ab  unter  dem  Rintluase  LuUilts,  vgl.  dl« 
£inloitung ').     Luther  selbst  nimmt  (19  S.  14)  vürachiedane  Teuful 

■)  vgl.  diiffir  I.  1).  ilii:  Auslxgnn);  äet  83.  Pabluts  ro«  1590  (tii.  39, 
S.  HÜ  ff.).  Et  brinitl  .Oenmlii«  und  Obarkeit*  unter  don  gemctnuuico  Be- 
griff Üottea  uai  ueiiiil  sie  beiile  mhi  Gig«utuni,  doeseti  «r  ticb  in  gl«icliM 
yfo'ne  aammmt  (S.  331).  Di«ic  AneAaiiiung  btiKl  aber  Hclillrftte  Kritik  b 
alcb,  iliinn  wii-  die  rlirlttllcho  O^iiirliido  dor  Obrigki^tt  ^^horfiun  ■«!»  *«11, 
m  6oU  auch  .ati«  Obcrkeit  Gott  iinsphNi,  and  nmb  smiiuiivillen  Kedil  nad 
Kriodcn  halte.»  .  .  .  I>Rnn  die  tiemoin^n  «ind  niolit  so  ihr  dgen,  «tc  Siu 
iiiid  Hiinde,  «elcJiv  Oott  tnsi  ihn  w  eigoit  liat  gegeben,  ■■mdem  er  Ut  ildJ 
nill  «udi  drtiincu  tuin*  (S.  238). 

■]  Zarncke  a.  a.  0.  8.  XX. 

*)  über  diese  Scliriftun  haTidvlt  aUBflltirlich  M.  Osborn,  Dl«  Teufels- 
likratur  des  XVI.  JulirliuiiderU,  Itc.rlin  1693:  auf  ihr  TuhJUtnis  ku  Luüur 
wird  be».  6,  ITi} — 74  liiiig«wi<wtiu. 


«T 


I 
I 

I 


na,  nir  jedes  Lajtter  einen.  ISßft  sctireiH  dor  Pfnrrer  Jodokuä 
Hocknr  „Der  Teuflel  »elbs"  uud  bebandelt  ausltilirlich  Ana 
Wügen,  die  Krjctiaffung,  die  Anzahl,  den  Zweck,  den  Ursprung 
usw.  des  Teufels.  Er  sieht  iu  jedem  Unglflckitrall  sein  Wirken '). 
lliu^nraldt  steht  diesem  Kreise  besonders  nah«  dadurch,  daU 
Andreas  Muskulus  der  cifrijtstc  und  bedoutoud.-'tü  Sclirift- 
-■»tellcr  tiabri  gewüseq  ist').  Oabont  meint  a.  a.  O.  8,  20,  er 
b&be  dcD  Haui'UntitnU  für  dieM  Literatur  gegeben.  Er  ist  ina 
Tfaealrum  Diiiboluruin  mit  dem  .HosonteufTor  1A5.'>  vertreten,  „vou 


■)  T^l.  bcfl.Tlii'alrani  niubnltmim'.  Krankrurl  a.  M.  1387,  Bd.  t  Bl.  SX,«. 
Idi  >iii«ru  <(i«  Tvtiri'lnjiflirinan  nacli  4i««er  SMiimlHng,  ilic  Riogmund  PQy«r- 
«bund  alu  i-tn  gUtii^jidvi  Kuitpicl  u:ine*  lInU)rnithinunf'ag;«i«tc«  iii«ir»t  IM9 
jiuUuirrtv.  Kino  '2.  AiilL  vncUion  IA7Ö,  div  $.  wtudoniin  voraiulut«  in  2 
gvniill  igen  Koli&iiti'ii. 

*)  no  «ptixioll  |irt>tc8t«n tischen  4'Iwraktun«  dur  Tinifolitiitvrttl-ur  inl  »idi 
midi  A<-^>idiiu  Alburtiniis  bswiißt  in  fl«iTioni  W«rke  .Lueir«n  KAtiiKToidli 
TMil  SiMilongcjnidl',  MAnchoii  tSIf!,  Ii«r«ua|;.  «•>]]  lt.  v.  I.llkncmn,  Kftnclintirii 
Natlonallii.  II.  itt.  F.N  w»  in  Htium  I3fil>  «urbol«ti  worden,  .all  die  nemtm 
UmUDv,  •liu  inn  IciüTolt  niunun  iiiUtuücrt  sGindt",  lu  kaufen  (0  sbor  n  s.b,U, 
S.  196).  9o  itcbrauchl  ur  di»  nnxeichDung  Narr  und  Tnnfd  nobciiein&iiileT. 
a.  41  hulLU  V»  t.  It.:  ,l>Lu  drittu  Tachl^  der  HolTirt  odor  d«r  «Iritt«  Strick, 
mit  iruldioni  di<!  Toufet  die  Hotlcrtintui  rfthoh,  iit  die  V(imKite«nh«il'. 
(ticicb  dmraiir  sa|[t  er,  .utiicbe  HufltirUiiikiTeu  ««ind  rvntinitwn*,  8.  49  ubcnxi, 
S.  !f5!{  .Vun  mdinnig«n  jung«n  Uobnumiii*.  Unidi-  Bcu)i<!biian|t4in  tnmuiiiiiMi 
Ö.  37U:  .Von  dimi  tlTuo^cD  baufTcii  4ot  Narrun  vnd  Veidambtiin,  viiiid  vnti 
diT  1(leitu>n  HiiEfthl  dor  Woiadii  vnd  Seli^it".  K.  v.  Lilionkron  scheint  mir 
ribriguiiH  du  bcwuSu-  Anknfipfon  d«r  kaUiolitcben  Reaktion  an  die  Scfa»- 
laHtik  bei  ihm  iii  (ibffichAtxcin.  Das  S<lionia  d«r  T:>dsfind6n,  b«i  dem  *.  1» 
»ich  mir  Th^nio«  tou  Aqiiimi  beruft,  i*t  der  vvrburgehenden  }!oit  aiicb  gani 
geUiiliti,  tgl.  t.  II.  Wickrain  .dii!  «icbiMi  llauiittaat«r'  Bd.  3,  Hhiih  Saüha 
.<Uii  sivbon  liaubilasUii''  M.  I.  8db»t  A.  Muakuliis  biibaiiitell  Bd.  i  «einer 
loui  00 in II) IUI i'B  Kii))it«l  mit  du»  Ubcmcliriften ;  AdulUnum  Ftiriiiciktio,  l.niua 
Ubidii,  Cragiulau  I^)brii:t«ti,  A1ariUl^  Ru|ieTbia,  ildiuiii  Ira,  liitidia,  UuUdeiii 
du  dgi>ntli«hc  Scbuma  flir  di(>  Stiuduti  bei  den  l'ruliut&nten  der  Oukaliig 
wird,  »gl  des  Muakiilas  Schrift  .Vom  jiinKstfiii  Tage"  und  die  Vonode 
Kcyörabends  «um  Theatrum  l>iaboli<ruiii.  Iiiuiolbuit«n  bei  Alhertinn», 
vriit  .Vea  dar  Weiber  FürwiLs",  .Uotlart  vod  l-ijrtclkeit",  ,yod  dur  fticblor 
KtgonnüUigk«iten*,  .ton  Cf  gonnAUigon  B6rg»ni  vnnd  Wiieli«r«m*,  .von  den 
närriücbe»  Tauticreittu',  laigeo  en|{at«  Bur5)iru]i|;  miL  Seliriflon  det  Tliea- 
trum  ll.  nie  Hßlle  wird  im  6.  Seelengujaidt  in  der  nn»  bckannton  Woite 
Ijc»(.hi1deif,,  vifl.  I.  ß.  bei  den  lehnerlei  Uart«rn  dur  VerdaiiinileB  Ü.  SM  H, 
die  b.,  aueb  Uuuricli  Seuaea  Qleloluua  nixd  auyeftiixt. 


S8 


itTeuffelsTyranney"  I5ßl,  dem  „Flitchteuflel",  FrOhjahr  1556. 
mm  „Elieteuifel",  Herbst  1556.  RingwaWt  teill  die  Anüicbt  von 
ilen  vieloD  Teufolii  uod  ilirooi  verderblicbeii  Wirken;  er  meiol 
(LW  Einleitung  A4,),  daß  zu  dies«n  Z«itdti  „nicbt  alLetß  die 
gtsebwiodeston  vnd  arglistigen  Üeister  |  wider  i]ie  Geuäine  OoUea 
streiteD  .  .  tJonderu  es  bemähet  eich  such  ein  jedes  Teuitelicliea 
(wia  scblim  as  auch  sein  mag)  dem  Reiclie .Christi  eineu  epot  b«; 
rufögn".  Vgl.  auch  oocl  bes.  LW  S.  7,  S.  53/55  und  Sp.  m.  Act  V  3, 
HO  Peior  d«U)  Pe^simus  soiue  Tat^n  schildert.  Hier  stiebt  du 
Vorstelluug  von  der  UerrseUaft  des  Teufels  murkwQrdig  genug  ab 
von  der  im  volksitümliclien Geist  des  Mittelaiters  gehaltenen  komisdieu 
Prügelasene.  Osborn  bebt  a.  a.  0.  S.  207/8  mit  Hecht  die  Khn- 
lichkeit  swischen  der  Toufolstiteratur  und  Blnitwaldta  „LauU-r 
Warheit"  liervor:  „Seine  Lautre  Wahrheit  klingt  ganz  nnd  gir 
vh  ein  in  Reime  gebrachtes  TenreUboch".  Er  weist  dann  auf 
einige  Motive  hin,  8.  20i<ß.  Auch  tur  das  Speculum  mundi  meint 
er,  daß  die  Ansfälle  gegen  tyrannische  Färsten,  verbummelte 
Adlige  und  die  Brrnaliiiungen  an  die  Prediger  an  diese  Teufel»- 
literator  erinnern.  Wir  werden  sehen,  daß  es  auch  für  den  Treuen 
Eckhart  zutritt.  Doch  darf  dieser  Zusammenhang  nicht  zu  eng 
aoganommen  werden.  Man  muU  immur  noch  die  Schriften  Latlien 
heratixiehen,  die  :«owübl  auf  Ringwaldt  wie  auf  diese  Literatv 
eingewirkt  haben. 

I.  Bei  der  näheren  Ketraclituug  von  Ringwaldts  GeHtalt«n 
kOnnen  wir  unbeachtet  huDen  die  dos  verdammten  Lutbe- 
ruQors;  denn  nie  ist  nur  eine  Au.<<rdhrung  von  Mattb.  10,,:  alao 
ist  seine  Phantasie  auch  hier  durch  die  Bibel  befruchtet  worden. 
Die  nicht  sehr  lebendigen  Vorwürfe  ähneln  am  meisten  denen 
gegen  den  Bauern. 

'2.  Der  „Juncker  Üeits  und  WucherteuÜel"  des  Pfarrers  .Albert 
vun  BUnckeiiburg  ist  zn  farblos,  um  mit  der  „f^lii^KC  eines 
grossen  Wnchrers"  verglichen  zu  werdea;  er  ist  nur  eine 
Sammlung  von  Sprüchen  dus  Alten  und  Neuen  Testamente». 
.Aber  in  dem  BSchmeichelteuffel"  dos  Hennuno  Ueinrich  wird  sus- 
führticli  ein  Wort  Luthers  erörtert  (Th  D  1587,  Bd.  IT  107,},  au« 
dem  die  ganze  Polemik  ihre  Nahrung  schöplt:  ,Wer  etwas  leihet  | 
vnd  diüber  oder  besKem  nimpl  |  der  ist  ein  Wucherer  |  vnnd  ver- 
dampt  I  älä  ein  Dieb  |  Bauber  und  UArder".     Dnd  er  fordert  io 


* 


I 


der  Schrift  «An  die  Prarrhprm  wider  den  Wacher  zu  prcfÜgAD' 
1&40  (Bd.  23  S.  280  fr.)  dazu  auf,  Dicht  abzulausen,  dan  Volk  da- 
vor eu  warnen.  Das  hat  Uingvaldt  aucli  tirftan,  hier  und  LW  S,  -iS 
big  35.  Kr  ist  «in  würdiger  Sohülwr  st'ines  Meistere,  der  so  weiU 
blickend  zwidcheii  dem  Ideal  und  der  jeweilifceti  Möglicbkfit  es 
Jiu  verwirklichen  unterscheidet,  wenn  er  LW  S.  29  zulaßt,  ..Man 
sol  «in  bjtliclia  uemen",  wie  Luther  a.  a.  0.  S.  308  iu  dcu  stür- 
mischen Zeiten  ra&Uige  Zinsen  erlaubt').  Die»  Zvitlaster  be- 
kämpften auch  die  .Newcnieittungen",  deren  Zusamtnenhaog  mit 
K.  schon  angedeutet  i?t.  In  NömboTK  erscliien  löHI  „Newe 
lejtnug  Von  eiaein  Reichen  liawrcii.  welcher  ein  grosser  Wucherer 
gewesen".  Str.  8  klingt  nahe  an  diese  Schilderung  an;  „Er  wart 
nur  aufr  die  t]]ewre  /«it  |  Schint  vnd  schabet  die  arme  Leut  |  In 
kein  Kirch  er  ntt  kam  |  Veracht  {iottci  wort  not  an  dem  cnd  | 
Hat  uiclit  erafifuugen  das  Sacrainenl".  FQr  das  Verstaodais  dieser 
gauzen  Polemik  irt  lu  beachten,  dalt  neuLtchland  noch  faat  aus- 
svlilioßlich  Agrarstaat  war,  in  dem  es  nur  frei  kündbare  unver- 
zinsliche I>artehen  und  uul'  lauge  ICoit  berechneten  vcminüliclien, 
aber  unköudbareo  Rentenkauf  gab.  Der  sich  roelu*  und  mehr  ent- 
faltende Handnl  bedingte  dit.>  Rtitwickluiig  zur  freien  KQndbarkeit 
der  Oarlelien').  Ua  hierauf  das  Oosetz  nicht  vorgesehen  war,  .so 
„stellte  sich  eine  unerschO}! fliehe  Falle  von  Kunstgriflen  zur  Uin- 
gebuiig  des  tiesetzes,  zur  Ausbeutung  der  Nut,  zum  schiiüde^tcu 
Wucher  ein"').  Man  sieht  ans  solchen  Charakterisiertingen.  wie 
sehr  R.  sich  dem  wirklichen  Leben  seiner  Zeit  zuwandte. 

3.    Der  Typus  des  verdammten  Jankers  zeigt  durch  das 


')  Die«  Beatrubun,  den  b«it«b<!n<len  VerliAltniuon  gerocht  >u  woriton 
nnd  leine  VorwArf«  gQnau  abiUjtrtnicii,  um  m  eniiKglicihiMi.  sie  pTftktftcli  ta  vor- 
wortrii,  icigt  sich  uoeh  ■'ifluni  kU  win  »chfloer  Charakter  tilg  bei  ihm,  m 
5.34  .Ein  Christ  mag  (fütoc  haben',  bei  den  Ermihnungen  gu|>en  ilu  Spiul 
S.  8*  .KurUiToil  |)«Dir«t-,  gKKi-'ii  cj«ii  KloiiJcrlHin«  S.  91  ,Mnn  tiing  fiiu 
Rbronkloid  haben",  gegen  die  StfciUuclit  S.  120  .t^in  Moiw»r  mag  ninn 
dwn*  u.  s.  w. 

*)  t'lDiann.  Leben  des  dooteeben  Vnlkea  bei  Beginn  ilnr  Neninlt, 
Halle  a.  5.  18Ü3,  S.  71  f.:  .In  einem  ZciUlter,  da*  tw  der  KuturiilwiTlM>h«ft 
xur  RoldvirtKühAft  Jlbcrg«gan([flti  war,  war  die  Idco  T<>n  dor  Unrrii<ibtbarhi>it 
d«!  Oeld««,  ]{ipf«'liiJ  in  dem  kircblinh^'n  Ziii«verb"t>  iiichi  aiifr<'«hUiierhalt«n-. 

*)  SL  Bitter,  DtiuUehü  ^eachichte  im  Zeitalivr  der  ■  iijgunru forma tion 
und  d«B  drfiiÜijuUu'itreu  KrioKCd.  l^d.  I,  SluttKut  1889,  S.  39. 


»0 


Gcspr&ch  mit  seinom  ^öligen  Oftrincr.  den  er  am  einen  kühlenden 
Tropfen    Wassern    bittet,    den   Zu^ammeDbang'   mit    Jon    Lazarus- 
ilriiiiitin,  der  schon  bototil  isU     Vielleiclit  gülit  lite  AufTaäsuti};  des 
Armen  als  Gärtner  auf  ein  «ulchea  Vorbild  tiirück.     [>er  tlucbende 
und  saufende  Hijipokratz,    ilor   den   KinflaU  Ton  Krilf^ingers  and 
Strii'kers    Spiel    merken    lälit,    bildet    uin    S«it«u$l(ick    zu    dieser 
Figur,    uucti    in    meiner    Brbilterung    gegen    den    die     Wahrheit 
redende»  Pfarrer,  vgl.  Tr  K  P  5}.     Der  Vorwarf,   daß  die    EdeU 
leute  Kirchengutor   au   sicli   reiKen,    wird  wiederholt  LW  S.  32i 
.lOtlicIii:  Ktlelleute  reiUeti  auch   Kirchen  Gßtctr  zu  sicli".     GegBO 
daj  wüste  Leben  der  Adligen  und  ihre  Bedrückung  der  Schwaclieren 
eifert  auch   LiiUior:  (Bd.  3S  S.  i40)  „Solcbs  Adels  und  JuDckeni 
ist  üeutäuhland  jetzt  voll,   die    in    den    Itierhäusem   pcsiilcntzfin 
und  veiUtanzeii,  und  nur  das  Messer  »U)rteii  kuiiuen  widur  arme, 
elende,  wehrlose  Leute".     Über  tbre  Harte  geK^i)  die  Bauern  klagt 
er  Bd.  4-^.  35  ff.,  ö5.  141».     Man  kaufte  auf  den  Markten  Trakutc, 
die  das  Schicksal  eines  sulchen  Junkers  btihandelu:  ^t)ntcbreuklii-li<.- f 
Warhafitige  1  zeitung,  von  einem  Baw-  |  rcn,  welcher  seinem  Juncker 
vmh  I  Korn  zu  leihen  gebeten,  dos  er  jhm  tbat  |  versagen".     Der 
Hauer  erhängt  sich  mit  seiucr  Familie,  der  Junker  versinkt  in  die 
Erd«;   er  stirbt  hier   nach  ~J  Monattin.     Die  schaurige    Ov;äcliii;hle 
soll  sieh  am  24.  April   1^0  zugeirageii  haben.     Den  /usammou- 
hang   zwi^hcn    doiu  Vprhaltl^n    der  ICdelleute  gegen  die  Prediger 
und  der  KutuinLition  :sf»rtdit  Luther  klar  aus:  |l)d.  21,  '27}  ,Maii 
Findet  wob)  etliche  Hiilzeii  inid  Fili'.eii  auch  unter  dem  Adel,  die 
fürgebcii,  man  dOrl'  liiulurt  tredor  Pfnrrherru  »ech  Prediger,  mau 
liubs  in   nüoherii  und  kfinuun  c«  von  ilim  selber  tvohl  lernen." 

4.  Die  Vurwürte  bei  der  Ueütalt  des  hohen  verdamratrn 
Herrn  kommon  auch  im  i.  Teil  des  .Schrapteuffel*'  von  Ladwig 
Milichiu;*  Tur,  „Womit  das  Voick  beschweret  werde".  Bs  wird  hier 
u.  a.  getadelt  1.  ihr  vcrächwunderiMchur  Hofhält,  &.  ihr  Luxus  in 
der  Kleidung,  li.  ihre  Sehwelgerei,  7.  ihre  vielen  Bauten,  8.  ihre 
Tyrannei  iu  Frohn  uuil  Dienst,  fibemilUiigen  Abgaben  und  Zt^llen. 
Der  Vorwurf,  daß  der  Flirst  auf  die  Jagd  gehe,  keine  Saehes 
höre.  Sondern  aIle.H  i^einen  Bäten  überlasse,  der  LW  S.  "i'-iö  — 240 
Doob  mehr  ausgesponnen  wird,  wird  im  „Jag  Tcuffel"  des  Cyriakos 
Spaugenberg  Tb  D  158",  I  Bl.  205,,,  erhoben  und  Bl.  207,  ge- 
sagt:   „Sie    deU    tnehrertbuils    sich   wenig    vmb   jre   Vaderttuuen 


annemmen  |  sorgen  nicht  viel  fAr  das  Ref^ment  |  haben  weni^ 
tnfihe  in  verbfining  armer  Leute  |  lassen  solche  fachen  auff  andere". 
Wieder  ist  Luther  der  Urheber  solcher  Worte.  Er  ist  der  Jagd 
als  einem  uDscfauldigen  Vergnflgen  nach  getaner  Arbeit  nicht  ab- 
geneigt vgl.  bes.  Bd.  22,  S.  97,  das  auf  das  genaueste  einstimmt 
mit  LW  S.  '230  „Herren  können  nicht  allezeit  Sachen  bdren". 
Sie  solleo  sich  nicht  auf  ihre  B&te  verlassen,  wie  es  TrE  (il  1, 
bis  2,  eingeschärft  wird,  =  Bd.  22  S.  97,  ähnlich  56,  S.  231  ff.; 
vgl.  LW  S.  232  „Herren  kfinnen  sich  nicht  auf  Elehte  bernfftin". 
Bingwsldt  hatte  ein  Keispiel  fUr  einen  verschwenderischen  Herrn, 
der  seine  Pflichten  gegen  das  Vulk  vergaß,  an  Joachim  IL  Seine 
Vorliebe  für  Turniere  nnd  Feste,  seine  schrankenlose  Freigiebig- 
keit  vergrößerten  die  Schuldenlast  immer  mehr.  Da  er  sich  nicht 
einschränken  wollte,  wurden  neue  Zölle  und  Zinsen  auferlegt  und 
die  alten  erhöht.  Hei  seinem  Tode  hatte  er  2  Millionen  Thaler 
Schulden  >). 

5.  Die  enge  Verbindung  dieser  Gestalt  mit  der  des  vor- 
dämmten  Rates,  die  der  Tr  E  zeigt,  flndet  sich  auch  im  eben 
erwähnten  „Sclirapteuffel".  Der  11.  Punkt  des  2.  Teiles  rügt  es 
ThD  15<i9,  BI.  393,,  „wenn  die  Herren  den  SpitzhÖten  |  losen 
Teuschem  vnd  Obrenmeickern  zuuiol  gehör  geben  |  vnd  darnach 
zu  schnell  v^theilea^  anstatt  ThD  1569,  Bl.  393,  ^auff  die  Kanzelei 
zu  gehen  md  es  selbst  anzuhören".  In  dem  „Sclirapteutfel**  wird 
auch  im  10.  Punkt  des  2.  Teils  bittere  Klage  geftthrt  über  die 
Geschenke,  die  man  den  Riclitern  geben  muß;  der  Vorwurf  über 
Verschleppung  des  Prozesses,  nnd  daß  mancher  sich  trotz 
seines  Rechtes  mit  einem  Teil  der  ihm  geschuldeten  Summe  bu- 
gnflgen  muß,  um  nicht  alles  zu  verlieren,  wird  hier  ThD  1.^6'J, 
Hl.  391,  auch  erhoben  (vgl.  Tr  E  G  3i„).  Ringwaldt  hat  den 
„SchrapteufTet"  wohl  gelesen.  Die  Parteilichkeit  uud  Hestechlicli- 
keit,  die  LWS.  240-249  noch  ausfölirlicher  erörtert  wird,  wird 
auch  im  „Gerichts  Teufl'el"  des  Georg  am  Wald  getadelt,  vgl. 
über  das  Abweichen  von  den  Gesetzen  Th  D  1587,  Bd  II  Bl.  194,, 
die  Bestechlichkeit  Bl.  190,-  Die  Anekdote  von  Alexander,  der 
beim  Anliören  einer  Partei  sich  das  eine  Ohr  zuhielt,  um  es  für 
die  andere  oflien  zu  behalten,    vgl.  LW  S,  237,   findet  sich   hier 

>)  MübHuu  11.  a.  U.  S.  48U  uud  462. 


K 


U  Bl.  I»7,.  An  Torraif  Oer  die  VtmMtpy«^  4«r 
(vgL  awli  LW  S.  i4S)  BL  197,.  In  Bi&mU  irnJuk.  Ckrjwam 
kliVt  Th  D  II  Bl.  tn.  Vstügn  ia  fftricktr  Wtise  aria  LeM  IbM- 
die  IwrnichxnitcliffD  Uenrhte.  Diete  Plgw  det  Site*,  der  Ar 
Mtoea  Herrn  die  Uotertueo  drärkt  nod  »cfa  Mch  berMcbert,  ut 
«ine  »feziclU  ErscbeiDVDg  der  Zeit  I>«cia  die  ■■rhewJii  Tcni* 
tMÜl^nlt  der  Fürvten  »tbat  ein  des  alten  SdiMba^vffieMH 
abcrgeor^Klet  A|ipelbtJoDsgeridiL  Die  Folge  war  bei  der  Mogtifea 
Zrntnliiiening  dN  Hiebt  aocfa  du  Emdringea  ftcsUicber  B^ 
amtoD  in  die  Schoffin^rtcble  ■).  Die  HiBbrandM.  die  sich  wo 
dievcr  VerijtiickuDg  von  Venraltiuig  uttd  Jnrtiz  er;g»t>en,  weil  der 
VtfTfeil  des  Färsten  und  das  Recht  der  Bärger  roO  derselbeo 
Belritrde  xa  focben  «ar,  »clieiBen  in  der  Matt  bMooders  whliniB 
gtwtttD  »  seJD.  Das  beweint  cid  VerM  JmelriiBt  L  ai  uinf 
Rate  und  Amtaleule*). 

(;.  Ui«  Vorwürfe,  die  dem  rerdammten  Ilcfpredlger 
gemaclit  werden,  floden  «icli  alte  im  ,Schineiviielt<!uff<>l''  de« 
UomiuiD  lläiDricb;  denn  er  ist  aoAMbHe&lieli  gegen  die  Heuefael* 
predigsr  gericlitet.  Rjogwaldt  nennt  seil»  Person  AnuAt  nadi 
Amoti  cap.  7  und  spielt  auf  ^ein  Verbalteo  ge^en  diesen  Proptieten 
an.  Als«  eine  biblische  Figur  ist  liier  du  Modell,  darum  ist 
die»c  Oestali  wieder  tittmlicb  matt.  Die  Qescliidile  toq  Aiimw 
und  Aroojia  wird  aacb  von  Heinrich  Th  0  1687,  Bd.  tl  Bl.  1]*>, 
Kfürlert.  Er  Udelt  Hl.  107,,  daß  .die  Uberiierren  der  Voder- 
tliaaen  8cbweilä  vnd  Blut  auritaugen  |  scbindeu  md  schaben  .  .  vnnd 
ein  Sohnetcbler  dsau  stillschweiget  |  vnnd  grossen  Herren  sn 
jhrer  Tjrauuej'  heuchelt''.  Als  Grand  dafür  gibt  er  wie  Riogwaldt 
Bl.  107,  an,  .daß  man  .tie  nicht  enürucn  |  jr  rngiiad  nicht  mff 
sich  laden  |  Boodem  jhrer  geniessea  wil  |  gut  schencke  |  dicke 
Bfliohtpfenniiig  1  Uigliche  Pfröndisn  T»d  C<)llat;i:en  einnemeo  k&a". 
Dagetjen  hat  Bivh  ttchoo  Luther  gewandt,  z.  II.  Bd.  'A?,  S.  2d5. 
R.  spricht  darüber  auch  LW  S.  ^70  IT.,  .Vom  Ampt  aller  fromen 
Pridicantan*',     und   er    stellt   im    Speculum    mundi   dem    pQicbt- 


*}  Tgl  M.  Itictor,  s.a.0.  &(l. 

*)  abgedniclil  bi'i  j^  im  m  ermann,  Garehichtc  der  Hark  unter  Joacliim  L 
tmd  IL  Bortin  1841,  S.  2&5  fT.  Kin  Voraiich,  die  Itccht9pll«g«  zu  TBibuuom, 
d(a    Kurtirsl  Jahans    Ueorg    tnacbte,    ichßilcrUi    kllglieh,   vgl    MSbaea 


93 


* 
¥ 


tttiMen  Pfarrer  d«a  HippokraU  deo  wüsten  des  KrhafTt  und  den 
allzu  angstlichon  uad  g«^duldtgco  äes  Fnustus  «ntge^en.  Denn  «r 
h&t  von  iieinem  Iteraf  eine  :4«hr  hohe  Meinung,  vgl.  die  pnudil- 
vollen   Wort«  Liitlien«  Ud.  äU,  S.  -J30. 

7.  Die  »Klage  einer  ledigen  vod  verdampten  Maons 
Persooflo^  steht  ebenso  itk  die  der  nVerdampteu  Jungrero'^  ab- 
Mits  Ton  den  andero.  l>enn  sie  schildern  nicht  StAade,  sondeni 
Lebensalter.  Der  Jfingling  ist  gottlos,  zotet,  hat  keiae  AuUtrililt, 
Kt  ausächweirend.  flucht  nnd  sftufl,  Hangt  gern  Streit  an.  Oas  itit 
i-iii  vrtdil^'erüttoltes  Mall  von  Sünden,  aus  dem  sich  jeder  buli- 
fertigi-  Sünder  seine  eigene  tinraasäuchen  kann.  Die  Figur  ist 
somit  nicht  sehr  lebendig.  Die  hier  nur  kiirs  angedeoteteii  Laster 
werden  weitpr  ausgcruiirt  in  der  LW,  vgl.  die  7.  Ucbüht  übur 
den  üehorsam,  die  \K  über  das  Saufen,  die  10.  über  Aaa  Spiel, 
die  IL  fiher  das  Fluchen,  die  12.  über  den  Kleiderliuus,  die  13. 
aber  ilie  8treitducht.  die  14.  über  die  Unzucht.  Dieselben  L-isUt 
wurden  auch  ge),'uiUvlt  im  „Sp'icitoufl'ol",  „SaullU-unul",  „Fliich- 
lennel",  „Ihiseiileunel",   ^.Hufente-ull'ör. 

6.  Die  in  der  „Klage  der  vordain]iten  Jongrurn"  gi>- 
Bchilderlen  prächtigen  Kleider  der  PutijungTran  bilden  oin  be- 
.«»iidors  helieliteit  Thcinn  der  protestantischen  Sit.h:n]i rediger.  It. 
erörtert  diesen  Punkt  auch  noch  LW  S.  W— 100.  Scharfe  Oe- 
setze  M'urden  dagegen  <>rla.«9en.  K.  erwähnt  LW  07  selber  die 
Ma^^dühurger  Kloidtirordnung  von  l&83'|,  i^chon  1580  h.itte  der 
Rat  vuu  Kerlin  eine  ahtilii-ho  Varfügung  erlassen*).  Die  alte 
märkische  Kinfachlieit,  die  im  lioHarlj^teiirel  des  Joachim  Wcstpfahl 
gepriesen  wurde  (Th  D  IJJST,  II  Bl  31 ,).  wrar  vergthwuiideu.  Unter 
Juu4;hiu]  IL  war  solcher  Luxu"  ningerisson,  daU  Johann  Oeorg 
strenge  Oesetze  dagegen  er]a.ssen  mttUte').  Man  klagt  be.tondern 
Ober  iiie  darin  liegende  Hofl'nrt,  die  dfn  Untcrscliied  der  Stünde 
verwische,  vgl.  LW  S.  %  ,Biii  Slanti  treibt  den  andern".  Diese 
Stelle  ist  entnommen  ans  Lutht-r  tid.  AM,  8.  2W.  Im  lIolTiirts- 
teufel  werden   Th  D  I5B7,  Kd.  II   Rl.  26,    die   kostbaren    Kleider, 


>)  weitere  Bn»|iii^le  «lolU  OnboTn,  Kinlitiliiiifi;  sum  Himuilt^nf«!  S.  XI 
iiiHAinnion. 

*}  KQDtiE,  Versuch  uEunr  blatorisclion  Sdi[lderuD|  der  BeaUeatiiladt 
Berlin.  Bd.  I.  Berlin  179«.  S.  309. 

*)  UDhiea  o.  a.  O.  S.  £ll. 


die  Borten,  KrOsen,  schmale  Schoflrscliuhe  unir.  genau  beschrieben 
wie  TrE  0  8j.     Auch  die  .vbuug  ror  dem  Spiegel*   wird  Bl.  28| 
nicht  verg«s»eD.     Der   ^TaDEteuffel*    des    Florian    Daul    i<cbitilert 
die  Kleidung  Tli  D  1687.  B<1.  I  Kl.  1S-Jj  ebenso,  den  neu«n  Krau«- 
teufel  bek&mpfl  luerat  der  Pfarrer  Job.  Strauß  (Osbom,  Teafek- 
lit.  S.  lO-l).     Und  auch  die  Neweu  Xcittunifen  fehlea  nicht.     Nebea^H 
den    Alteren^   die   dio    Hluderli>.>i)OD   didurch   lu   verleiden   xuchea,^ 
daÜ  sie  echrecklicbe  Wondergäburten  damit  bekleidet  sein  lassto, 
finden  Kich  auch  solche,  die  die  neue  gpauische  Tracht  befehden, 
bflsoaders  die  grollen  ,OGkrfee".     Eine  „Warlmfflige  Newe  xoytung 
...  von  eines  Kauffmana  Tochter  j  to  grossen  vbennut  mit  dicken 
KrAoen  getrieben  |  vnd  den  Sathan  geruRl  jhre  su  helffcn".    Köln 
1583,  berichtet  «on  swlch  einem  „Toiipelwoit  gekrfis*    (TrE  Q  8-); 
^Mit  doppelt  Kruse»  schone  |  au  Kragen  rnd  an  hend  |  aiiBgenehrt 
an  alle  wonne  |  biß  vber  die  Ohren  iteb«nd  |  das  hinder  tlieil  war 
vor  angesbelt  |  gezieret  aufl  mancherlei  weise  |  daran  spart  sie 
kein  Oelt**.     Der  Teufel  aber,  den  sie  zu  Hilfe  rief,  „thot  jr  deaj 
Hiilll  vmbdrilhoD  |  das   Angesicht   biU  auf!  den  ruck".     Eiu  aoge-' 
lifingtes  Lied  .Von  dem  jetzigen  Pracht  |  etlicher  JungTrawen  vnd 
MAgden'  schildert  nach   den   einleitenden  fflr  die  damnii(*e   Mode 
sehr   interessanten   atrophen  gani   ähnlich   wie  li.   ihre    UofTart. 
Hier  zeigt  sich  wieder    einmal    seine   iiugehOrigkeit    zu    dJetem 
vfllkdiflmlichBten  Zweige  der  Literatur,  die  die  Verbreitung  seiner 
Werke    teilweise    erklärt.      Vgl.    .Üar    schmale    Schu    Pantoffels 
dran  I  wenn   sie  w<Md   zu   der  Uocbieyt  gan"  und  Kingwaldt     Sn 
gar  TorKuinpITcn  kund  ich  Uinn  |  In  meinen  schmaln  geschnfirtcn 
Hcliun  ...     In  hochzeit  ehren  hicil  ich  mich  |  FAr  allen  Leuten 
precbtiglioli**,     auch    folgende    Schilderung:    „Dos  Soatagf  sti'hen 
sie  vor  der  Thfir  |  koropt  denn  ein  schlechter  (iae\  herfbr  |  fQr- 
fiher  kan  er  nicht  tretten  j  sie  lachen  jhn  aiiß  mit  grosser  »ehmach : 
rnd  weisen  jn  mit  Ungern  nach"    mit  Kiogwaldtii  Versen.     Man 
mdUte  annehmen,  R.  habe  diese  Gedanken  hieraus  enUehnt,  wenn 
nicht   im    „TantzteuHel"  derselbe  Hochmut   den   Jungfrauen  zum 
Vorwurf   gemacht,    wurde    und    mar    auch    bei    Gelegenheit   d» 
Tanxes,  wie  bei  H.,  vgl.  Tb  D  1569,  Hl.  2fil,;  „die  albern  |  annen 
vnd  diu  nit  kiniig  tantxen  ki^nnen  j  vnd  haben  nitschAne  kleider 
dieselben    werden   rerlacliet  |  verhöuot  |  versjmtteb".     Ober  ihren 


DS 


I 


Müßiggang,  doD  die  Eltern  erlaoben,  handelt  auch  Joaohim  West- 
pfähl  im  „Faulteaffel".  Th  D  1569.  Bl.  4]7i. 

9.  Hit  der  «Klage  eines  vordampteu  Rawren"  pchlieilfin 
die  Tfp«n  <ler  Verdamtniea  1588  ab.  Diese  Gestalt  liegt  R. 
am  nücl)3ten  und  ist  <t«her  die  lebendigste.  Ol>er  die  Miß- 
guDKt  der  Baueni  gegen  die  Pfarrer  spricht  Luther  öflors, 
bes.  Bd.  Ai  S.  27,  33,  nber  iliri>  Undankbarkeit  gegea  die  OntteK- 
gabcn  Itit.  bJ  S.  2"^'^.  Kine  lllastrution  nur  sind  die  äbrigens 
aaschauliolien  5  Strophen  Tr  B  H3,  —  4i  über  die  Gewinnsucht 
den  Baiieru  und  iiein  Slrebeii,  sich  seinoD  Pflicliten  lu  KQtziolien, 
zu  den  Worteu  Lutlierü  Bd.  I)f>  S.  132:  „Der  Kaur  hat  Moltr 
diebinclie  Nflgt^l  an  den  Fingern  nnd  ist  nicht  bäurisch,  sondern 
rtoctorisch  genug,  du  Seine  m  nichen,  wo  mnn  nicht  fleiUif;  draur 
8iehi;t;  damHelbRn  muß  man  sthart  auf  die  Schanze  üeliOD.*^  Br 
diarokterisiert  Mdtti  Leute  allgemein  Itd.  *23  S.  fi'2f>/27:  ßs  gäbe 
Bauern,  „die  nicht  einen  Pfennig  geben  weder  Pfarrberr  noch 
Machbar,  wnnn  sie  glekdi  UiiDgersnot  leiden  müßten,  sondern 
geizen,  reiLlen,  kratzen  za  sicli,  steigern  und  iibertlieuren,  ffilseheii, 
veruntreuen,  nehmen,  stehlen,  rauben  heimlich,  wo  sie  mügeo,  es 
sei  der  Herrschaft,  Pfarrberr  oder  Nachbar".  Ihre  Plüeliten 
werden  ihnen  aueli  auseinandergesetzt  im  1.  Teil  des  „St'^hrap- 
Teuftel",  „Was  man  den  HerrschaiTlen  schuldig  seh,  und  in  dem 
beeondern  Abäehnitt  «Von  Goiätlichen  Renten  vnd  Ofltem"  auch 
die  gegen  die  Pfarrer.  Hier  findet  sirh  auch  der  Vorwurf  Th  0 
15G9,  Itl.  H71,  wie  bei  K.,  „dall  mau  sagt  |  die  Kirchondienar 
gehen  roüesig  |  vnd  haben  gute  tage". 

10.  In  dflr  Hoarbeilung  dex  Tr  K  von  1^90  iftt  als  1.  ticii« 
Oertalt  TM  den  bisherigen  Figuren  iler  Verdummten  hinzugetreten 
der  «vorneme  und  verdaniptti  Jurist".  Die  Vnrwürfe  über 
HeuguDg  dee  Keclits  »iiid  bei  ihm  ahnlich  wie  beim  Sclimeiohler, 
er  ist  über  ein  Anwalt.  Itinßwaldt  hatte  die  Vorwürfe  »-cUon 
früher  auNgefühn  in  der  LW  S.  'HV*—  im,  „Schlimmer  Proeura- 
tor,  Mancher  trAstet  sich  eine»  scharfsinnigen  Juristen".  Auch  er 
ist  eitit'  Kigur  des  Leben»,  Zur  Zeit  Johann  Gcorga  „war  in  der 
Mark  kein  gewine!,  Benbt:  sondern  Richter  und  Advokaten  hc- 
lialfen  »tich  bald  mit  dem  Wimischen  Kci;ht,  bald  mit  dem  Her- 
kommen und  alten  teutschen  Gesetzen,  wie  auch  den  vcrschiedotien 
ätjitat^u,   soweit  sie  ta  uuth  ihrem  UuUöuken  und  dem  Anteil, 


^ 


98 


deo  sie  an  die  b«zahl«nilen  Partcieu  nsünnto,  B&telloh  &nd«o, 
und  es  war  dariD  eine  grolJe  VerwirruDg'J,"  önd  gerade  das  neue 
rOmischt!  Rüclit,  i\as  die  gülehrten  Beamten  der  kurrü rötlichen 
Kanzlei  aul'bracliten,  miUfiel  sehr  uod  besonders,  da  allerlei  halb- 
gebildetti  Schreiber  und  WiukeladTokatcn  atiHraLen*).  Biaen 
solclieD  l&ßt  K.  im  I'Ugtum  Act  V4  id  DioiTf^olbstandigenErwoiterung 
de»  Originnls  iles  Daniel  Kramer  von  den  beiden  Kiililem  Rumpelt 
und  Pittack  vorbauen.  Der  Vorwurf,  daß  der  verdammte  Jurittt 
grade  die  i weife lliaftesten  Sachen  anDnahm.  weil  sie  da«  uieii^te 
Geld  einbracbtoD,  eigenllich  der  einiige.  findet  sich  auch  sonst. 
z.  H.  Th  D  1587  im  Gerich  täte  u  fei  »d.  II  Hl.  iOi,:  »Die  falscb« 
Juristeit  I  wenn  sie  schon  wissca  und  rersteho  dall  einer  ein 
vngerecht  vnd  bijse  euch  bat  |  so  rahten  sie  einem  nit  darvon  | 
.<endeni  nur  darzu  j  fürgebcnd  sie  W(>lleti  die  aacb  »ol  gevioneu*. 
VVetm  lt.  d»Dii  zweimal  betont,  d&U  die  Juristerei  gut  sei,  <laU 
der  schlechte  Anwalt  !<ic  aber  verderbt  habe,  io  stimmt  doe 
genau  mit  Luther  Uberein,  der  sich  in  seinen  Tischreden  vielfach 
ubfullig  über  die  Juristen  itnßcrt.dag  Amt  aber  «olbittaUeiDfln  „feinen 
Heruf  gelten  laüt.  Uesonders  oahe  kommt  li.  Bd.  62  S.  279/80. 
Dieäc  etwas  matte  Figur  wird  dadurch  belebt,  dall  »ie  geschildert 
wird,  wie  sie  lut  Strafe  für  ihre  Geldgier  auf  eioem  Pferde 
slticnd  einen  goldnen  giflhcnden  Zaum  in  der  Uand  bat.  Volks* 
tümlichc  Vorstollnng  der  Ufillenstrafe  ist,  daU  ^eio  Mund,  der 
lalsL'be  Urteile  üjiracli,  krutiim  iüL,  und  die  Fäuste,  mit  denen  er 
scblechte  Glossen  schrieb,  ihm  abgehauen  äind  (trotzdem  er  die 
Vittgel  halt).  Ebenso  wird  schon  iu  oinern  Handbuch  der  Haierei 
vom  Berge  Atboü  ein  Vielfraß  mit  ckelbafton  äuchon  gefüttert, 
ein  Dieb  auf  einem  Oeld^ack  gepeinigt,  Uerrad  von  L-indaperg 
ItQt  in  iler  HOlle  ihres  hortus  deliciarnm  den  Geldgierigen  und 
Wucherern  glühendeä  Üold  in  die  Hände  und  den  Mund  gießen, 
dein  Auflaurcr  werden  die  Obrcu  gezwickt,  der  PuUulirriu  machen 
die  Teufel  die  Toilette  (vgl.  U.  Osbom  a.a.O.  S.  lt-1-2).  In 
der  erwähnten  Tnigiidia  Von  einem  vngerecbten  Kichter,  Wolfen- 
btitteL  15U2.  trägt  rier  Tod  den  Teufeln  auf,  dorn  leichter  die  be* 
gehrlicben  Augen,  das  Leckermaal,  mit  dem  er  uugeredite  Urteile 


* 


))M0hsen  a.  jlO.  S.  344. 

*j  «|{1.  11.  Uluiaan,  S.  23  und  11. 


J7 

l^sprocheD  hat,  das  trügerische  nnd  unbarmherzige  Herz,  die 
«liebischeD  Hände  und  die  zum  Bösen  schnellen  Ffiße  zu  durch- 
stechen. Die  verdammte  Edeirrau  von  1592  läßt  B.  auch  Flachs 
iiDd  Oarn  in  der  Hölle  wiegen  und  „leinwand  apeck  schmer  khes 
und  butter"  um  sich  her  haben. 

11.  Die  „Klage  eines  verdampteu  Dorffpredigers** 
bietet  ein  ganz  erstaunliches  Kulturbild,  das  LW  211/12  noch 
am  einige  lebenswahre  Zflge  verstärkt  wird.  Je  weiter  die  Be- 
formation  sich  aasbreitete,  um  so  mehr  Frediger  wurden  verlangt. 
Bei  den  schlechten  BesoldungsTerhftltnissen,  vgl.  bes.  LW  311-332, 
war  großer  Mangel  an  wirklich  töchtigen  Leuten  besserer  Stände, 
die  eine  ordentlicba  Ausbildung  hatten  genießen  können,  vgl. 
LW  31fi.  Seihst  Luther  mußte  öfters  frühere  Handwerksgesellen 
auf  neue  Pfarrstellen  schicken.  Dem  Hippokratz  im  Speculum 
mundi  rät  Faustns  D  3^: 

Laß  deinen  Kfister  ordinirn 

Oder  nim  sonsten  einen  an  | 

Der  lesen  vnd  auch  schreiben  kau; 

denn  „die  Albern  schlechte  bsoldung  nemen".  Daß  ihr  Auftreten 
öfters  nicht  der  Würde  ihres  Standes  entsprach,  ist  verständlich. 
Ringwaldt  selbst  will  nach  der  Vorrede  zu  den  Evangelien  zeigen, 
daß  die  Dorfpfarrer  noch  etwas  anderes  können,  „als  des  Kruges 
und  des  Ackerbawes  warten".  Er  steht  auch  mit  dieser  Ge- 
stalt der  Teufelsliteratur  nahe,  denn  im  Sabbaths  Teuffei  werden 
die  Dorfgeistlichen  wegen  ihres  Lebenswandels  getadelt,  bes.  Th  D 
1575  BI.  472,  473,-475,.  Es  heißt  474j,  sie  „gehen  .  .  in  den 
Dörfern  zun  Junckherrn  oder  Schultheissen  vnd  Heimbürgem  zu 
gast  I  oder  kegelen  mit  den  Bawren  vnter  der  Linden  vmb  ein 
Mafi  Bier  fQr  die  lange  weil  |  oder  zecben  unter  den  Lauber- 
hütten  t  daß  sie  stickende  |  wickende  [  wackende  voll  werden  |  daß 
sie  auch  bißweilen  Bock  vnd  Hut  verlieren".  Vor  dem  vielen 
Saufen  werden  die  Pfarrer  auch  gewarnt  im  Saufteuffel  Th  D  1575 
Bl.  275i.  Der  Vorwurf  Bingwaldts,  daß  der  Pfarrer  in  der  Be- 
trunkenheit beinahe  ein  Kind  in  der  Taufe  ersäuft  habe  und  bei 
einer  Trauung  seines  Qesichts  und  seiner  Sprache  nicht  mehr 
mächtig  war,  ist  ohne  Weiteres  glaublich,  wenn  man  ein  Schreiben 
Joachims  IL  vom  3.  April  15(i8  liest,  aus  dem  hervorgebt,   daß 


98 

der  eigne  Sohn  des  Andreas  Mnskulus,  Johannes,  als  Pfarrer  dei 
Lebuser  Vorstadt  in  Frankfurt  a.  0.  beim  Äbeodmahl  den  Kelch 
ansgescbüttet  und  darauf  mit  Füßen  getreten  hat'}.  Aach  sein 
sonstiges  Leben  kommt  der  Schilderung  unsres  Gedichtes  nahe. 
Die  Figur  ist  recht  lebendig  dargestellt  und  gebt  wohl  auf  ein 
wirkliches  Vorbild  zurück. 

12.  Aach  die  „Klage  einer  verdammten  Edlen  frawen" 
wird  infolge  persönlicher  Erfahrungen  entstanden  sein.  Vielleicht 
geht  der  Stoßseufzer  1590  No.  11  über  die  Qunst  bei  Hofe  auf 
das  Wirken  einer  solchen  Frau  zurück.  Er  führt  in  dieser  auf 
die  Klage  des  verdammten  Junkers  folgenden  Oestalt  die  Ad- 
deutuDgen  aus,  die  er  dort  92  G  2,  über  die  „Jcsebel"  and 
G  4i,3  über  die  „kurz  gebundne  Weiber"  gegeben  hat.  l>ie 
bartiierzige  Edelfran  ist  mit  dem  tyrannischen  Herrn  für  die 
protestantische  Scbriftstetlerei  durch  1  Reg.  21  aufls  Engste  ver- 
bunden, vgl.  auch  den  „Schrap  TeuEfel"  ThD1569  Bl.  193,. 
Doch  ist  sicher  aus  dem  Leben  geschöpft',  wie  sie  den  Pfarrer 
haßt,  aus  Geiz .  hinten  und  vorne  im  Haushalt  ist,  ihr  Gesinde 
bangem  läßt  und  es  schindet,  usw. 


')  Tgl.  Spieker  a.  a.  0.  S.  127. 


V.  Die  weiteren  Ausgaben  des  „Treuen  Eckarts**. 


Nach  der  Aasgabe  tod  Frankfurt  a.  0.  1592  hat  sich  Bing- 
waldt  nicht  mehr  um  sein  Werk  gekämmert.  Die  Ausgabe  o.  J. 
und  die  von  Frankfurt  a.  0.  1596,  die  noch  za  seinen  Lebzeiten 
erschienen,  stimmen  bis  auf  einige  orthographische  Schwankungen 
mit  der  von  1592  äberein. 

Sein  Werk  wurde  bald  nachgedruckt.  Zuerst  in  Hamburg 
1591.  Der  auch  sonst  etwas  veränderte  Titel  hat  den  Zusatz: 
„Itzt  aber  anfTs  Newe  Jdermennigtichen ,  auch  einfeltigen  zu 
besserer  betracfatung  mit  21  Kupffer  stflcken  |  vnd  Figuren  ge- 
ziret".  Gödeke  bezeichnet  diese  Nachdrucke  als  „interpoliert". 
Das  ist  nicht  richtig.  Er  hat  woh)  aus  der  Tatsache,  daß  die 
Ausgabe  Hamburg  1591  eine  Anzahl  Verse  enthält,  die  Frank- 
furt a.  0.  1 588  fehlen,  geschlossen,  daß  diese  Strophen  interpoliert 
seien.  Jedoch  ist  die  Hamburger  Ausgabe  ein  einfacher  Abdruck 
der  erweiterten  Bearbeitung  Frankfurt  a.  0.  )  590. 

Neu  sind  die  Kupfer,  die  künstlerisch  ganz  unbedeutend, 
doch  zur  Verbreitung  des  Werkes  sicher  viel  beigetragen  haben. 
Es  sind  folgende:  1.  B  1,  Ein  Lehrer  sitzt  mit  einer  Rute  in  der 
Hand  an  einem  Tisch,  vor  ihm  stehen  lesende  Schüler  (das  Bild 
soll  Eckarts  Erziehung  illustrieren.  Da  es  nicht  paßt,  wird  es 
ursprünglich  fQr  einen  andern  Zweck  gemacht  sein).  2.  B  2,  Ein 
Mann  liegt  auf  dem  Krankenbette,  seine  Frau,  Prediger  und  Ärzte 
stehen  um  ihn  (Eckarts  Krankheit).  3.  B  4i  Ein  Mann  fährt  in 
einer  Aureole  gen  Himmel  (Eckarts  Verzückung).  4.  B  4)  Ein 
Engel  geleitet  ihn  über  einen  Regenbogen,  der  über  ein  wogendes 
Meer  gespannt  ist,  gen  Himmel.  5.  B  6|  Gottes  Hand  und  Arm 
ist  aus  Wolken  sichtbar,  daraaf  wird  eine  nackte  Seele  von  zwei 
Engeln  gestellt,  die  Worte  „Heilig  Heilig  Heilig  ist  unser  Herre 

T 


100 

liiiKrrt  .iü  KiM   'L:.:iWid-:a  dun.  diui  *S4CS£;  £<!<äa  äarxr 
au=^.;. .     '.    B  7;    Ein   Miao    &brt    rs     ^emä.'^itäaL  -i-a  b 
Hinin:-:.     B:L2«ax  -t*bea  U   Sodbhl    -dBrii^r   ä  ii*JiS  t« 
:t   iem  eiri-:hriei-^t:  ist  "-"".     7.  C  4,    O»  V^t-t  ä*!i:v^  ei: -ix 
Sut*  iif  rir.-  v.>r  i'.m  Ii«en.Je  Brb*L      Es    ijB  -äii*^  RsaiH 
_Erf  r«;Lrt  'i:^  Sbrift".   •Ilioetn^^rc  ^i*  iZ^ifse^zts  iesnw 
Ervn*r-iEB«Qi.     *.  IM)   I»i«  Selieen  =0».*   i»  en»iita.  t-rsa;- 
■_'*:Ulit  lim  Me  S-jan*.  io  iJ«r  der  Sprvc«    Et,  J.A,  !  ■  s/x.  > 
Sili^eri    hiitet    teälw-^ii-?    Kreme    in    der    HmxA.    *if  öetK  ^^■ 
Nam^D -t-eheo:  Paulu'.  J<-:Apba.  Lstfaer   ofr.      ^,    E  ^.  £i '!il 
rin?;  f'D  AVoIken  be^reozt.  duin    *"^~.  4araB      H«"*' ßj-Itrs 
uii>er  Herr  Z^b^itli."     10.    F  4j    Die   Verdamatea  vcf^  ii  in 
Hielte rira-.h'rn  e«^cbl>^ppt.  wi«  ne  am  den  GhUmib  herrMtuaa. 
Cb-rr  einzelnen  it-irhl    .huren  rnd  bnben'.   »Tolsaaf«*,  tkf^ 
iionzea  ..Vngn^-'U".     11.    Ein  Mino  z^lt  gw^üi^  Mtwen  \i^- 
Ad  der  Waii.l  .l.;r  Sprach:  r»er  viel  Tor^bt   winft  Twl-iclbJ: 
12.    0  5:    Ein    Hau^r  mit  z^rrisseneD  Kleidern   bittet  tvt  tiM 
h''>chmütieen  Junker.     13.    H  li  Ein    Mann    fleht  Tor  «aen  V^- 
n<:hmeD.  hinter  <lem  ein  S>jli]at  als  Wache  fleht.     14.    H '^  Qi 
Manu  im  Talar  bufl  in  -ler  Stabe  umher.    Bibeln  L'esen  aaf^ 
Fußb-'U-D.  an  Jor  Wan-l  ?tfht:  ..<Jh  Weh  O  Weh-  iKlw«  da  H»f- 
pr^iigt-rii.     i:».    J  ];    Ein   Bauer  trägt   einen    Korb    vill  Eiern 
dem  .luri^t-vn.     1-;.    J  ^^  Ein.;  Ranfüt-ne.   dabei   der  Dor^-r^Jisa 
17.  J  jj   Zwei  L-; Ute  ^e!.en  mit  Schilden   und   Schwertern  vii  i^ 
an<k-r.  ein  Iiritter  lieci  t-jt  am  Boden:  im  Hinten^ruade  eineSuJ'^ 
1--.  J  4-,    Eine    lJ:ime    miioht    Toilett«,    ihre     Magd    steht   'librL 
19.  Ein  Bauer  freut  'icli  über  einen  Beutel   mit   Geld,  den  er  in 
■k-r  Han.)  halt  K  d-,.     -2>.K  L  Tj    Iier   Tod    holt    den    Beiehen  wb 
der  TalVl,    dabei  die  W-rl-^:    _\Veg    Weg    ich    kan    deiner   nidß 
«arten-,   i'l.  0  "i^  Ein  Tvtenk-pf.  aus  dessen   Mond-  und  Aag«o- 
huhlen  Ähren  sprieCen. 

Diese  Bilder  Ijabe  ich  auch  in  den  Magdeburger  und  Erfnrtet 
Drucken  und  dem  von  Alten  Stettin  1009  gefunden.  Sie  sind 
ein  Nachdruck  ilieser  illustrierten  Ausgabe  nach  dem  Teit  rffli 
löUO.  l)ie  Bilder  sind  durchweg  in  Holzschnitt  medergegeben: 
di<:  Ausfüliruiig  ist  so  schlecht  daU  man  kaum  einlas  deutlieh  er- 
kennen kann,  vgl.  z.  It.  die  Ausgabe  Magdeburg   1624. 


Ich  stelle  im  Potgcndoii  die  Ausfrabeo  nadi  OAdoko  und 
Weller  zuKamnieii.  Für  No.  4,  27,  31,  von  denen  Riumplare 
□iclit  tiiicligc wieset)  »m\,  gebe  ich  solche  an.  Von  viele»  Auf- 
lagen, bei  denen  diese  Angab«  auch  felilL,  liabe  ich  troti  ün(«r- 
fllülziing  des  Au^kuiiftcilturuaus  der  deuUchc»  llibtiotlivkc-n  in 
Berlin  kvin  P^xeinplnr  aullindun  können,  ebeniiowenit,'  für  No.  20 
und  26. 

^  1.  Prankfurt  a.  0.  1588  (die  Ang»bo  Wellers:  FrAiikfari  158'2 
ist  unrichtid».  2.  Frankfurt  a.  0.  IftSg.  3.  Vomoiirt  Krank- 
rurt  a.  O.  l.')90.  4.  o.  O.  l.niK)  (Kiemplar  in  MDnclien).  5.  DHU« 
AuH.  Frankfurt  a.  0.  I5D2.     6.  o.  J.,  Abdruck  der  Aus^ibc  I5<,);!. 

7.  Frankftirt  a.  0.  U96.  8.  Frankfurt  a.  0.  1609-  9.  bei 
Jwhiiiiii  Kichorn,  Frankfurt  a.  0.  1621.  10.  Johann  Eicboni, 
Frankfurt  a.  0.  o.  S.  (Kerlin,  K&nigl.  llibliothek).  Illasthcrtfl 
Nachdrncke:  11.  Hamburg  Iditl  bei  P.  Kretier.  13.  Leipzig 
1691.  13.  Nürnberg  i:iit4.  14.  Hamburg  159fi  bei  J-  Binder, 
ly  Hamburg  Id97.  Iti.  Hamburg  lö9S.  17.  Erfurt  l&US.  18.  Ham- 
burg KiOl.  11).  Magdeburg  llt<>7  (vielleicht  di>r  „Kurfze  Auszug" 
Magdeburg  1607).  ^0.  o.  0.  ICO?  (OrSsae,  Literürgesohichtc  Hd.  5 

8.  fi03).  n.  Erfurt  IfiOfi.  22.  Erfurt  1609.  23.  Alten  Stettin 
1609.  24.  Magdeburg  11)09.  25.  Magdeburg  lfi24.  26.  Erftirt 
1638.  21.  Königsberg  1644  (l^iemplar  iu  der  Stadtbibl.  Uam- 
buig).  25.  0.  O.  1667.  26.  Magdeburg  1667  {F.  v.  Blauken- 
hüTg,  Literar.  Zusätze  zu  SuUer«  Theorie  der  »vhöneD  Knuste, 
Leipzig  17'.I7  Bd.  2,  S.  260).  27.  Erfurt  1668.  28.  o.  0.  1669. 
211.  Königsberg  ]6»4.  80.  Hambn^  l(i92.  31.  Magdeburg  1698 
(Exemplar,  Konigl.  Bibliotliek  Berlin).    32.  Berlin  1738. 

Eine  nd.  Übersetzung  der  2.  Auß.  von  1590  mit  den  Bildern 
der  .4u.<gabe  Hamburg  1591  in  HohHcliriitt  erst-liien  .13.  Hamburg 
1598  bei  Tbeod.  Wolder.  34.  Eine  ad.  Übersetzung  im  Mainiscript 
ui  tu  Wolfenbüttel  (Bolte  A  D  B). 

Der  «Kurtie  AaBzug"  des  Treuen  Eckarts,  den  OOdeke  an- 
fflhrt,  ist  1595  bei  Drbao  Gaubisch  nacli  dem  Tit«l  bereits  io 
2.  Auflage  erschienen,  doch  ist  kein  früliereT  Druck  bekannt. 
[tag  dünno  Bttchloin  iu  12"  ist  nichta  anderes  aln  eine  sehr  ge- 
kürzte Ausgabe  des  Hanns  Fromman.  Der  Einfluß  des  Treuen 
£ckart  seigt  sich  nur  in  folgender  Stelle: 


103 


HF  82  A  3,    Daramb  seid  still  md  Wxet  za 

Was  ich  Hanns  Fromman  sagen  thu 
K.  A.  Dar&inb  seid  still  md  häret  lu 

Was  ich  Kckhardt  euch  8ag«u  ttiu. 
Sehr  oft  werden  eine  Aniahl  Verse  kur£  2nsanin]engefaßt>  o(l 
Blich  einfauh  etwas  rortg«tasä«ti,  z.  B.  die  Hcschreibuug  der  Mär- 
tyrer im  Himmel  oder  der  Hülle,  wie  sie  1582  zum  2.  3lal  ein- 
setzt UeeoDders  ungern  vormißt  m»ti  den  Text  von  1582  bei 
den  QostalteD  der  Verdammten,  da  die  Figar  des  Teufels  und 
sein  Q«»prJicl)  mit  ibuuu  Qbcrall  fcbtt.  Daü  diese  Bearbeitung 
VOR  einem  sehr  nittenstreagen  Pfarrer  ütammt,  geht  vietleicfat  Ja- 
rans  hervor,  daLI  der  Text  von  H  F  82  D  3,  .Vnd  mich  an  lose 
Bilge  hieng'  1593  lautot:  „Vnd  inicli  an  böse  Bursche  hing", 
und  dnU  beider  Klage  der  Pukjiiiigfrau  alles  furtgcfallea  ist,  was 
ilire  Koketterio  zeigt,  daJl  sie  Üahlenlieder  singen  lenitä  und 
jedem  ins  Gestellt  sah.  Neu  ist  gegen  den  Text  des  H  V  ein 
tarblosor  Appendix  von  ii  Versen,  üödek«  erwähnt  noch  einen 
Druck  Magdeburg  KiOS  uad  Magdeburg  1607.  Dieser  letztere 
gibt  auf  dem  Titel  an,  daß  es  ein  'A.  Abdruck  ist.  Wie  daa 
Kxemplar  der  Oottinger  Bibliothek  zeigt,  ist  diese  Auflage  mit 
der  Eislobeu  I59&  völlig  gleichlautend. 


VL   Die  Einflüsse  des  Treuen  Eckardt. 

1 

OiMeke  führt  in  seinem  Grundriß  als  durch  Ringwaldt  be- 
einflußt an  „Bine  Newe  |  AVtiböndige  |  sehr  ächfine,  rnd  dorchaofi  | 
Christliche  t  Cumoedia  |  Vom  ZusUmde  :]  Im  Himmel  vnud  in  der 
Hellen.  Zum  |  theil  auU  der  Oeixtreichen  materia  so  weiland  |  Herr 
Qartbülome  Ringvralt  |  etc.  vnter  der  |  Persöu  deß  Trewen  Eckhart« 
tractirt  |  \'Dd  gehandelt,  gezogen.  Jetzo  aber  |  mehrertlieila  vom 
neven  |  conctiiirt  vnd  ;|  Allen  frommen  Christlichen  Ilertzen,  Zum 
Trogt  I  dun  Gottlosen  aber  zum  Schrecken,  in  diese  Form  |  bracht 
rnd  verfertiget  :  Durah  :|  Andrecn  Uarttmunn  .  .  .  Magdeburgk, 
mOO".  Der  Verfasser,  Theologe  uud  Magister  der  Philosophie, 
ist  vohl  identisch  mit  einem  A.  Hartmann,  der  1586  als  Dnter- 
Dotarius  am  Kousisterium  zu  Dresden  mit  80  Uuldeo  Uesoldung 


lOS 


anerostellt  wurde  und  1593  als  KnnzIeiKokret&r  an  die  Stlftsre- 
fieniog  KU  Merseburg  kam').  Die  KomtVdie  ist  ^m  roehrmalen 
im  MoQat  Martiv  nechst  abgewicbenen  99.  Juves  in  der  Cliur- 
r&rstttchen  Stadt  md  Festung  Dreßden  |  mit  einem  »onderlicbßD 
apptausD  tarn  aulicorum,  (\asm  concirinm  ptiblirie  agirt  rnnd  fßr- 
geitellet  worden"  (Vorrede  A  3,).  Auch  iu  dieser  Uestalt  aUo 
fand  Itingwaldts  Werk  seiaeo  Beirall.  Denn  die  KomCdie  echlicßt 
äicb  außerordoDtlicii  eog  ao  iba  aa.  Wo  e$  irgend  gvht,  wird 
einfach  der  Wortlaut  genommen;  dem  Verfasser  kommt  es  siolitlich 
darauf  an,  nicht  das  kleinste  Stück  nnbenuttt  la  lassen.  Kr  folf^ 
der  2.  Auflage  von  1590  (oder  einem  Nachdruck  von  ihr).  Denn 
er  benutzt  nicht  die  Klage  der  verdammhm  Edeifrau,  auch  nicht 
die  sonstigen  KiDschübe  ron  Ibd'i,  vohl  aber  die  de»  i>orfpredigerB 
IV  3  und  dc8  Juristen  V  1,  forner  >.  ß.  den  Zusatz  1590  Ni>.  6 
in  n  2,  Ng.  7  in  II  3,  No.  2  auch  in  1  3  ohne  die  Erweiterung 
9'2  ^fo.  e.  Hartmann  verwendet  Ringn-aldt«  Ruch  folgendermaßen: 
Der  Prolog  fibernimnit  den  Eingang  vor  der  „Narratio".  I  1  u.  2 
werde»  der  gute  und  der  bj>se  Reiche  aas  dem  Anhang  im  (üe- 
aprach  mit  Kckliart  daige«tclU,  jedoch  nicht  eingehend.  13  ver- 
wendet die  etwa«  gektlnte  Narratio.  I  4  benutzt  die  .gewandte 
Rede  eines  abgemahlten  Todtcnkopffa",  der  sich  zum  ganzen  Tod 
auswflchat,  im  Qeapräch  mit  dem  gottlosen  Reichen.  1  5-6  geben 
die  vielt^Hig  sich  wiederholenden  und  breit  ausgesponnenen 
Schilderungen  wieder  in  den  Abschnitten  „Eckardt  köniiit  in  den 
Uimel",  „Fernere  beschreibung  des  Himmels",  „Im  Himmel 
ist  nur  einericj  Spraolie",  „T>ie  Qottseligcn  bubon  nicht  gleiche 
gaben  vnd  glantt",  SuQO  G  verwertet  aas  „Femer  bericht  |  vom 
lustande  des  tlimels  rnd  aller  Oottseügeri"  noch  die  Stelle  vom 
Anblick  der  l!)Dgel  90  C8].3  und  der  thronenden  Dreifaltigkeit 
90  C  83-  D  1,.  II  1  ist  =■  „die  Oottseligon  haben  nicbt  gleiche 
gaben  vnd  ghintz",  „Im  Himmel  ist  kein  Neidt",  „Im  Himmel 
worden  wir  einander  kennen".  II  2  atellt  die  Figuren  aus  „Die 
Gottsetigeo  haben  nicht  gleiche  gaben  vnd  glantz**  und  „Im 
BiEomel   werden  nir  einander  keoaen"    ziemtich  selbständig  dar, 

'J  Tgl.  M.  PüTstcnau,  Zur  Gcacliichtc  dor  Uuaik  iiud  ilva  TlioaUwn 
In  DretdöT),  Dreadcn  1(U1,  Btl.  I,  S.\W  Kran. 'i.  YgL  uucli  dort,  welche 
Vertuinflnngei»  der  Va-tsM«r  fiihryn  mafit«,  nm  soin  Werk  ■iifTflhren  ig 
kABnio,  gcgoii  da«  intrigni«it  «iirdc. 


104 


113  itt:=„Fomcr  bericht  vom   |  mstandc  der  Grtttseligen  |  Als 
oemtich  |  das  sie  GoU  schawen  |  vui]  was  sie  wol  <taruuu  hubuu"' 
mit  Einsohilben  aus    „Perner  beriolit   |    vod  zustande   des  HimelH 
TDd  aller  Oottseligon".     II  4  ist  =  „Boricbt   rom   zustande    des 
newen  Himels  |  vnd  der  newen  Erdeo".    II  5  ist  der  Epilog  des 
Engels  =TrE  90  K  8|,s  ron   den  Worten  an;    „Vnd  damit  kh» 
nu  kurtK  bescblics".  11  6  =  „Vonnanung  tdi]  bescblas  rom  Uimel" 
90  B8«-P2,.     III  I  ist  niclit  aas  Itingwaldt:  eine  Sobmauä«rei; 
Personen  sind  der  Uurr  FreßhaDS  mit  seinem  Knechte  und  Gasten; 
hier  herrscht  wohl  der  EintluU  der  Laiarusdramen.    III  2  der  Tod 
überrascht  den  Roichon  dabei;  nach  einigeo  selbeUndigea  Worten 
Kchlicßl  die  Szene  sich  an  das  Qeä|)räch  des  TihIcs  mit  dem  g\ttL- 
loeen  Relcbeo  mit  geringen  Änderungen,  der  Teufel  holt  ihn,  der 
Tod   schildert    einen    Frommen    nach    dem    Gcspr^cli   mit  einem 
goUesfllrcbtägen    Reichen    bei    R.     Ill  3  =  90  L  4,  -  7,.  sehr  ge- 
kflnt     III  4  Tod  und  Oinstian  -=  90  L  7,  -  M  1,.     IV  J-2  =  Tr 
E  90  PSiSr.;  es  folgen  mehr  selbätändige  Iteden  der  Teufel  und 
des  Bügels.     IV  6  der  Teufel  fHbtt  vor  Mabal  and  VoUsaufer  nach 
90  Kß,,  Ehebrechoiin  und  Uurcr  nach  F  90  (i, -.,     Es  folyoü  di»; 
Klage  des  JüDglings,    der  Jungfrau,    des    Lutheranern    und   Sodo- 
tniters,  dos  Üorf^farrers.  nnterbroclien  von  Bedon  Loziftrs,  Streit 
mit  dem  Engel  ustr.     V  1  werden  bervorgeschlepiit  der  Wucherer, 
„Gottloser  reicher  Mann"  (Jankor),  „Banerherr"  (hohe  verdammt« 
Person),    „Aniasiae"    (Ilofprediger).     Diese     Namen    sind    sicher 
wcgCD   der   beabüiclitigtea  AurTührung   bei  Hofe  geändert  worden, 
gegen   diu   schon    so    intrigiiiert   wurde.     Auch  hier  unterbricht 
LQiifer,  und  eine  Person  „Niemand"  ermahnt.     Uaun  ist  benultt 
nLesterung  vnd   letzte  Klage  eines  vordamptcn"   and   „Wunsch 
vnd  Wehklage   der  vordampten".     Den    Schluß    bildet   ein    Tanz 
des    Todes   und    der   Teufel.     Der  Ädmouitor   spricht   die  Worte 
TrE90  K4,-6,,  der  Epitßgus  ist  =  „des  Tichterä  zugäbe  raA 
Bescblus". 

Eine  -m  vollständige  Übernahme  des  Textes  des  Tr  B  laflt 
sich  natürlich  vil  uur  gewaltsam  erlaDgcn.  Der  Dialog  leidet  auß 
Empändlichste  unter  den  unausgesetxten  Vorträgen  der  einzelnen 
Personen.  Die  dramatische  Form  ist  völlig  zersprengt,  wenn  der 
Engel  lA  dem  Eckart  erz;lihU,  wie  im  Uirnmel  alles  ans  Luft 
geschaffen  sei,   wie  die  ganze  Welt  dagegen  nur  ein  Öcbseii&tall 


105 


sei,  wid  im  JenseiU  hiVchite  Ehre  uDd  Prcuitc  hfrrscbe,  oder 
w«iin  Eckart  von  den  Seligen  in  derselben  Szaiiv  erfuhrt,  daß  im 
Himmel  nnr  eine  Sprache  sei,  und  die  Hinimliaclien  nicht  gleiche 
üaboD  hätten.  Hartmann  klebt  zu  svhr  an  der  Vorlage,  vrc&n  er 
U  3  denselben  StolT,  den  er  bereits  vorher  auf  das  Aos^ebigst« 
diirgcbi^ten  hat,  aocfa  einmal  anbringt  mit  den  Worten  E  3i: 
„Wolaa  tkkbart  |  kom  |  folge  mir  |  Noch  einmal  vor  dm  Himmels 
Thßr".  Sehr  uDgeacliiclit  ist  es  auch,  wenn  IV  'i,  nachdem  die 
eine  Hälft«  der  Verdammten  vor){ef11brt  iüt,  der  Engel  ohne  Moti- 
vlt!riing  fortgeht  und  dann  V,  wieder  mit  Eckart  zar  Hfrllenpforte 
kommt,  woriuf  dann  die  2.  Hältlu  ersi-heinL 

Doch  fuhrt  er  manche  Andentung  Ringwaldts  gane  schiiii  au», 
die  dramatisch  nntibar  i.'^t.  Er  nimmt  II  2  aus  den  Abschnitten 
,,IMe  Gottseligen  liaboii  uitlit  gleiche  gaben  rud  glantz''  und  „Im 
Uimcl  worden  vir  einander  kenReR,"  die  er  schon  II  I  benutzt, 
die  Piguren  berauH,  die  Ringtraldt  persönlich  nennt:  Paulus, 
I.uthur,  Johann  Friedrich,  David,  Lazarus,  Jesaia,  Job.  den  Schacher 
uew.,  auch  den  Marx  Ileidi-korn  aus  der  „Klage  des  vurdampteu 
Jnnckera'*.  Dramatische  Wirkung  läßt  aicli  freilich  nicht  dadurch 
erreichen,  daß  er  jede  einiolnc  Person  kurx  vorstellt.  Doch  maclitc 
eo  sieher  auf  seine  Zuschauer  Kindruek,  wen»  Jeaaia  den  Spruch 
cap.  53,4,  Job  cap.  1!>,  i.'iu.:;«  oder  Luther  einige  Vers«  aus  „ein 
fest«  Borg"  benagte.     Ahnlich  ist  es  IV  :). 

Auch  üelb.stHiMligö  Figuren  fügt  er  ein,  um  den  »o  undra- 
mati»cheii  Stoll'zu  bulubeu,  x.  K.  1  5  Petrus  und  die  beiden  Seligen 
Chiron  und  Nathaiia«l,  III  4  Petrus  und  Engel,  eine  Zanki^zene 
zwiH-hen  Teufel  und  Engel;  die  rolkstüm liehen  Prügel  Iwkommt 
aber  der  aus  der  UoUe  entlaufene  Bauer.  Dem  Vulksscbauspiel 
gehört  auchderScIilußan,  wo  während  de»  Teufullanxes  „Richetlein 
vom  Himmel  loLI  gehen".  Darauf  „gehet  in  der  Hellen  da«  Fowor- 
werek  an". 

Am  interessantesten  unter  diesen  immerhin  geringfügigen  Zu- 
s&tzon  ist  I  1  die  recht  lobendige  Potoniik  gegen  die  Fastnachta- 
gebrauehe.  Dero  Verfasser  kam  es  darauf  an;  denn  in  der  Ein- 
gäbe  um  AuflTihrung  dos  Stückes  ao  den  Herzog  von  SacliHen- 
Altenburg>)  sagt  or,  das  StOck  künne  „binnen  UTagenn,  s<ind«r- 
licb  inn  der  ietzkCnlligen  Fit^tnavlittag  .  .  .  abgespielet  werden". 

•)  vgl.  Fntstenatt  «.«.0.,  S.ßj. 


106 


Die  Komftdfe  Ist  noch  einmal  »I.«  „Hlmmelsfyeird  rnd  |  Hcllon- 
pcjii"  encliien«n  Altenburg  Ii)l9.  Der  Titel  trägt  den  Zusati 
„VDd  jetiü  wieder  cum  Druck  verfertiget".  Sie  ist  im  Oanzon 
Dur  ein  Abdruck  dar  1.  Autl.  mit  den  gewi^lmlicliea  Abweichungen 
in  der  Ortlmgrapliie  und  den  gelegend iclien  kleinen  VorQoilvrungoD, 
die  sich  aus  ilem  neuen  Satz  orgobon.  Das  Personenverceiulinis 
A  ii'4^  =  1600  M  4,-7,  weist  stfttt  106  112  Personen  auf, 
doch  $inil  nur  statt  der  G  unschuldigen  Kindlein  8  gezählt,  die 
Worte  bleiben  dieselben,  vgl.  KiOO  D  7,  mit  1619  Dl],  t^tatt 
des  einen  stuinineri  TuureU  werden  2  gefordert,  der  Argunientalor 
wiM  h  X  geüäliU,  1600  nur  einmal.  Die  Kauptabweichung  isi, 
daß  die  enge  Bezieimng  auf  die  Fastnacht,  in  der  das  Stück  zuerst 
HufgftQlirt  wurde,  turtgelasseii  ist,  vgl.  idiou  die  Worte  des  Argn- 
meatalors  leOO  B  I,  und  1619  A  5,.  dann  den  Text  1600  B  Sj 
mit  Itil»  A  7,.  Aber  wenn  nuoh  gegen  IßOO  H  *i,,  1619  A  8^ 
die  inttife^antcii  Verse  ri-lilun,  wiu  man  in  ilie  Hilti^r  zieht,  UID 
Komödie  zu  ä[>iolcn,  und  andere  wiudor  herumlaureu  „mit  Laruen 
und  mit  liuü  geschwerit",  so  sind  doch  die  Zeilen  stehen  ge- 
blieben, daU  die  Alantier  sich  als  Weiber  verkleiden,  und  umge- 
kehrt. Dio  geuaue  Zeitnagsbe,  die  für  die  Auflittbrung  von  1599 
paQte,  „daU  jet^t  die  Mertien  Lafit  »o  scharff"  IßOO  B  6|,  ist 
ltil9  A  >l,  beseitigt.  Erweitert  sind  die  Worte  des  2.  Engels 
D  r<f  von  4  auf  14  Verse  lttl9  1)2,.  die  2  Von«  des  Juda, 
Joseph,  llenjainin  auf  lU  Verse.  lil  1  wird  selbständig  gegen 
liiOO  dutf  verspätete  Kommen  des  Eptkur  damit  motiviert,  daQ  er 
über  der  iieaen  Zeitung  uuü  lUlimen  das  Essen  vergessen  habe. 
Skeptisch  möint  Freßlians  Ifil!»  R  il,:  „New  Zeitung  sind  otft- 
mals  erdicht,  Uk  den  Schreibern  nur  Pfenning  tragii". 


IL 

üartjnann  und  durrh  ihn  Rtngwaldt  hat  mit  seinem  Werke 
KinIluB  gehabt  auf  Ambrosius  Papo  in  seinem  Drama:  „Christinni 
Hominis  Sors  et  Fortuna  )  Dn^  ist:  |  Vom  (]li\ck  rnd  Zustand  eines 
rechten  Christen  |  .  .  .  Durch  |  Anibrositim  Papen  Magdeburgen- 
sora  I  we,yland  Prarrherm  zu  Lfltkeu  Ammcnß=  {  lebOD  im  h^rtx- 
stiflt  MsgdeburKk  |  ",  Ungdeburg  1612. 

Diu  Personen  des  Cliristian  und  der  Treuen  Kokhardü.  die 
bei  UaitmaiiD  1 1  autlretän,  sind  bei  Pupe  12,  1U8  verwandt. 


107 


Bei  Ilartmann  beginnt  die  Sunc  so  ß  I,: 

Christiio 

iäS  solt  tiner  von  wuaders  wegn 
Sich  jttt  bald  mit  dun  fAsstin  »ega 
So  bunci  treibt  mans  in  Tag  liinein  | 
Bey  Juni;  rnd  Alt  |  b«>  gros  rod  klein. 

Bei  Papc  I  i: 
Trew  Rckhard 

Ich  muß  fiirwur  midi  «-tindern  8«hr  | 

Dafl  man  jtzt  lind  so  wenig  Ehr  | 
Heyn  Alten  so  wol  |  als  beyn  Jungen. 

Er  weist  K  4|,  B  5i,  C  6;  auf  eine  Schrift  hin,  in  ilvr  ciu 
Verstorbener  ub«r  «cinon  Aufeatlialt  i»  üimincl  und  Hölle  be- 
richtet, vvclil  diu  Haitinaiimi  iider  Tielleieht  Kingwaldt  sclbitt. 

Zu  dieser  Schrilt  hat  wohl  auch  lleziehung  Tapes  KomOdie, 
die  Qödeke  GrnndriU  U*  S.  3fi8  anmbrt:  Mundus  immundus. 
Du  i»t:  Ein«  uewe  Christliche  Actioti  oder  SpivI,  darin  otltch« 
maßen  rermeldet  vird,  wie  nicht  »Hein  die  jetxige  Welt  gesinnt 
ist,  viid  lebet:  sonitcrn  auch,  was  es  gemcini^'lich  f&rti  AuUgan^ 
gewinnet,  vnd  wie  sie  in  der  Hellen  jbia  Tliorheit  und  Muth- 
wiUen  bekla^n,  vod  was  Hie  fAr  Marter  leiden,  tur  Wamiiog 
bcscliriebeo  . .  Magdeburg   161:2. 

Leider  ist  mir  kein  Exemplar  davon  l>ekanDt. 

III. 

BoUe  8»gt  in  der  ADII,  von  Itingwaldt  w\  auch  irohl  bedn- 
tlußt  ein  Werk  des  Diunysiu:«  Klein.  Hs  ist  die  „Tragico-Comoedia. 
Von  einer  ho<:liitotwondigeii  WullHihrt  bcedcs  in  die  HAU  vnd  in 
den  Himmel .  . .  Heschrieben  vnd  aufT  ettlichen  KuptTer- Blatten 
Figurlichen  entwortl'en  durch  Üianjsium  Klein  von  (^Liliiigen. 
Tübingen  1622*.  QroU  8".  Das  Werk,  daa  nach  der  überlangen 
(50  Seiten!)  Vorrede  S.  37  ,auÜ  ettliube  Poetischen  Gedichten  |  vnd 
mein  selbs  Gedencken"  besteht,  ist  in  der  Haupteache  eiuu  »ehr 
dQrflige  nnd  hOchst  iLUgeächicktc  Zusitmmensctznng  ans  zeit- 
genössischen (iedichten.  Der  Vorraiuer  hat  Kingwaldta  Werk 
benubit  und  /.war  den  „Hanns  Froniman'^,  der,  zuerst  in  Slld- 
deutschlaad  gednickt,  dem  Schwaben  eher  in  die  Uflade  kam,  »La 


108 


der  „Treue  Eckarl".  Akt  IV,  „TeulTcl  1  Wucherisch  Seol"  ist 
fa-Ht  =  HF  C  3 1-  D  1 ,.  da»  GeNprücli  des  Wuclierere  mit  Aem  T«ufel 
ist  völlig  bei bühal teil.  IV  3  „Teuflei  |  Nabals  Seel"  -  HF  IM  i  — 
I>  3i  mit  gmngf»  AtuliTuiigcti.  IV  4  „Zwen  Tcuflcl.  Hoclirerlig 
1111(1  Vcrliurt  Weibsbilds  Seel"  E  li  —  E  ä,.  ZuübU  ist,  dnQ  die 
Putidnme  auf  der  Bühne  ein  TculcUkiDiJ  gebiorl  in  Gestalt  einoä 
Hundes.  IV  5  ,Z\rea  Teuffel  |  Guttlos  JAogliogs  S«el^UP  D 
3|— £1|.  Zusatt:  Der  Teufel  trinkt  24inal  auf  die  Vertreter  der 
einzelnen  Lüster,  vm  sieber  übemoiomen  ist.  IV  (>  „Zween  TculTel  | 
H,mclileT8  Seel"  -  H  P  E  -i,  -  E  4,.  Des  Heuchlers  Klag«  ist  gö- 
nommen  aas  der  de«  „gantien  Chorea"  ü  F  F  1 1,  der  Schluß  ist 
zugedichtet.  Die  Autlillirun^  beschränkt  sich  eigentlich  nur  auf 
diu  Holle,  die  Scbilderung  (t«ti  Himmels  wird  auf  sehr  ungeschickte 
Weise  dadurch  angckuapft,  duU  Et»  zu  Aufaug  des  Strickes  vom 
Himmel  auf  die  Bflhno  gekummeu  ist,  iro  eiu  Spiel  ron  den 
Schrecken  der  Hölle  aurgefiilirt  wird.  Zum  ikliluU  will  sie 
iliro  Nachkommen  crmäbnen,  sich  davor  lu  hüten,  und  ibriuu 
sagen,  wie  es  im  Himme]  aussehe.  Als  Epilog  8.  38—42  .zeucht 
die  Eva  ein  Exemplar  auß  dem  Brmel  |  oder  änderst  wa  Ihrem 
Kleid  herfßr  |  ließt  dasselbig  ab  |  dieses  Inhalts"  (!|,  uud  nun 
folgt  HP  A  4,  —  K  3,  etwas  gekürzt.  Kbonsu  ungeschickt  ist  ea, 
wenn  das  „Weltkind"  dem  aus  der  Hölle  gekommenen  Markos 
Kurtius  S.  4—»  seinen  Traum  —  über  die  Hdlli>  erzählt.  Er 
ll&tte  ihn  vergeäsen,  hatte  er  ihn  nicht  aufgeschrieben.  „Jetzt 
liQt  «r  den  bescbribuen  Traum  ab".  Dnd  es  folgt  das  „hell-bad" 
Hans  Sachsen»  (Werke  Hd.  3,  S.  593  fl.)  fast  unveräudorl ;  vgl. 
oben  S.  80.  Er  hat  Hans  Sachs  auch  eingehend  benutzt  in  dem 
angehängten  Schwank  „Possen  Hpil  von  einer  Heuraths  Werbung*' 
—  „Die  IS  schÄn  cyoer  junckfrawen"  (Werke  Bd.  ö,  8. 176—178). 
Zu  den  U<>llen9zeoen,  die  er  ja  dem  H  F  eDtlebnt,  gibt  er 
Zusätse  in  Gestalt  von  Bühnenanweisungen  über  die  Art  der 
Strafe.  Üa  wird  einem  Verdammten  ein  Nagel  durch  den  Mund 
in  den  Kopf  geitctilagen.  so  daß  die  Spitze  hinten  lieranskommt, 
oder  durch  die  Zunge,  oder  ein  ätück  Hotz  wird  in  ileu  Kojit 
getrieben,  daß  Blut  herrorspritzt.  Diese  und  andere  BühueDkaiffe 
werdet]  dann  S.  46  ff.  erklärt.  Sie  sind  bczetchuond  für  die  An- 
tprfiohe  des  Publikums  an  die  OaTstellung  nnd  Ausstattung  auch 
(tea  Onueligoa,   die   durch    das  Aoflreteu   der  engUscben   KomO- 


109 

dUnten  henorgerufeD  waren.  Auf  sie  beroft  er  sieb  direKt  fUr 
sein  Pos»«nspiel  (S.  60),  „dsU  itch  die  Cotnoediantcu  beßuissigen 
n&ssön  t  wofern  si(>  andorat  jbre  OoiniBdia;*  Wrhumet  haben  wAllen  | 
i'lUicIie  kurtxweilif^e  vnd  lücherliclio  SchwüDck  viid  Putzen  durbo)' 
eiDEufTiliren:  Wie  ilnnn  die  EnßellikDder  dies«r  Zeit  sulcli«  gut  vml 
meisterlicli  zu  Werck  zu  stiMlon  |  vor  anderen  vcrrb Cimet  sein." 

Kin  bosonderus  iDteress«  beanapruclieo  die  von  Klein  ent- 
wiirren«n  Kupfer.  Die  2  Bilder  da  Himmels  und  die  \2  der 
Hülle  zei^n  gaox  imügoioiclinet,  wie  man  sich  beide  zu  jener 
Zeit  dactkte.  Von  don  Tafeln  über  die  Ui>ll«  illustrieren  I  — 1> 
dus  „hell-bad"  llan»  Sachsens.  Er  hat  das  Oedicbt  durch  Hin- 
weise auf  die  Itilder  in  die  einzelnen  Szenen  abgeteilt.  Je  3 — 4 
sind  auf  ctnerii  Kupfer  voroiiiigt.  Alle  zeigen  eine  groܫ  Fi^urcii- 
fUlle,  ilio  einzelnen  Porsoiien  sind  teiliTei^  vorzügticli  »ufgcfiiUt, 
die  Qualen  in  der  liolliävlic»  U:id$tube  werden  mit  unerschüpf- 
licher  Pliantasic  immer  neu  rariierL  Doch  ist  die  Komposition 
des  Oanzeti  nicht  sehr  guH-hlossen.  Voa  den  Qbrigen  Kupfern 
geben  einige  mittelalterliche  Polteriiualeii  wieder,  für  2  stammt 
der  Vorwurf  nu^  Dantes  Divina  Comedia,  die  Vorstel(un)f  des 
hQllitichen  Eismeeres  ist  nus  Inrero»  32.  Gesang,  die  d«!)  drei- 
köpfigen gefesselten  Luzifer  aus  lufeioo  34.  Oe«aug. 

IV. 

Ocrvinn»  sagt  in  der  „Qes4:h{cli to  der  deuLtrhen  Dirlitiinp" 
lid.  'i*  S.  4G1>  iJtHir  Mo8cliero»!clis  Oesichlu  PhilsiTiderii  ren  Sittc- 
v&lt,  daß  er  darin  neben  andern  Satirikern  des  10.  Jhs.  anf 
Ringwaldt  niht,  „deitäen  ,i:hristlii:he  Wiiniiiiig  des  treuen  Bckart* 
nnch  Form  und  Iplialt  al^  ein  Vorläufer  des  Philander  betrachtet 
werden  kann".  Die  Ansicht  hat  zun&chst  viel  tut  sich.  Moscheroütch 
kennt  und  benutzt  ja  die  „Lauter  Warheit"  6fters,  besonders  in 
Meiner  Insomnis  Cura  P.irentam,  Straßbiirg  lt>53,  vgl.  als  die 
umfangreichsten  Zitate  S.  154  — 1&7  =  LW  54-60,  S.  IG2-H)4 
=  LW  S.  296-irW.  S.  189-  191  =  LW  800—308.  S.  259—61 
=  LW  äft3-87  etwas  gekörzt,  S.  2^il  — 2f!9  =  LW  303—811. 
Aueb  in  den  „Oesichten"  zitiert  er  Itd.  II,  Straßburg  164^,  im  „A 
la  Mode  Kehrauß"  LW  S.  98/99,  und  im  „Soldatentoben"  Bd.  11, 
Striißburg  1Ü50,  S.  537—558  .ntellt  er  aus  der  LW  eini'n  Soldateo- 
lebtbriof  von  640  Versen  zosainmeo. 


110 

Es  findaa  sich  auch  gemig  ÄbDÜchkeiten  mit  dem  Tr  E. 
Im  4.  Oesicbt  über  das  Totenheer,  „Gesiebte"  Bd  I  *,  StraBbarg 
1643,  führt  der  Tod  Pbilander  in  die  Hölle,  wo  er  die  Klagen 
der  Verdammten  vernimmt,  besonders  die  des  verdammten  Herrn, 
8.  164/65.  Im  5.  Oesicbt  ,Jjetztes  Gericht"  sind  nnter  den  zum 
Gericht  eilenden  Figuren  auch  aoe  dem  Tr  E  bekannte,  besonders 
8.  243/44  „Oberkeiten,  Edelleut,  Amptleut".  Im  6.  Gesicht 
„Hollen-Kinder'  spricht  er  über  betrunkene  Prediger,  die  ihren 
eignen  Zank  auf  die  Kanzel  tragen  wie  Tr  E  92  H  7„  S.  352/353, 
und  über  ihre  Nachgiebigkeit  gegen  die  Herren  S.  354.  Wie 
eine  in  Prosa  aufgelöste  „Klage  eines  vordampten  hoben  Herrn' 
mutet  an  in  dem  7.  Gesicht  „Hofl'-Schuie"  die  Kl^e  des  Fürsten 
8.  491/92.  Doch  wir  wissen,  daß  diese  Polemik  dem  großen 
Kr«is  der  Predigtliteratar  angebürt,  und  Moscberosch,  der  so 
sorgßlltig  das  geistige  Eigentum  anderer,  auch  das  Hiogwaldts, 
kenntlich  macht,  führt  überall  als  seine  spezielle  Quelle  den 
Theologen  Meyfart')  an,  so  fOr  dies  letzte  Beispiel  sein  Buch 
De  extremo  iudicio  lib.  II  cap.  16  p^.  258  und  lib.  I  c«p.  2 
pag.  178.  Dieser  hat  besonders  in  seinen  BQcbem  vom  jüngsten 
Gericht,  vom  himmlischen  Jerusalem  und  hOlliacheD  Sodoma*) 
sehr  ausfDbrlicb  über  denselben  StofT  wie  Ringwaldt  gebandelt, 
aber  bei  der  angedeuteten  ungeheuren  Verbreitung  dieser  Ge- 
danken l&ßt  sich  trotz  mancher  merkwürdiger  Übereinstimmungen') 


')  vgl.  über  ihn  RoalenzjklopBdiu  f5r  protoat.  Theologie  and  Kirche  ^ 
Ild.  13  S.  44-47. 

')  neu  gedruckt  Ilermaniiaburg,  Miasianabausdruckcrci,  1881,  als  .drei 
Dützliclic  Tractatc",  ein  Zeichen  flir  die  Lcbens^igkoit  und  Belicblhctt 
Holcbor  Gedanken  beim  Volke. 

^  leb  fübro  nur  einige  Hauptstellen  an.  Im  Himmlischen  Jerusalem*, 
Nüniburg  1633,  verteilt  er  lid.  I  S.  386  bei  der  biramlischeu  Muait  die 
Stiiniucn  in  Diahant,  Alt,  Tenor,  Bali  wie  U.  Tr  E  38  D  2,  nnd  spricht  wie 
er  von  fugiren,  iiitoniren,  vsn'rcn,  repetirun,  Hnlliscbes  Sodoma,  Hcrmannt- 
bürg  1881,  S.  ü35  SC.  Im  himmliscben  Jenisalem  rfibnit  er  Bd.  II  S.  168,69 
unter  den  mit  hölieruni  Glanz  Begabten  auch  Jobaiin  Priedrich  von  Sachsen 
nnd  David  wie  Tr  E  88  Dl,.  Über  loaterhaftc  Forsten,  Ratgeber,  Ricbber. 
Bürger,  spricht  er  Hiillisclica  Sudouia  S.  539,  607,  689/90.  705/6,  Jüngstes 
Geriebt  u.  a.  cap.  X  u.  XI.  über  die  allgemeine  Schilderung  vgl.  Himm- 
lisches Jerusalem  Bd.  I  c.  22,  c.  30,  c.  32,  Bd.  II  c.  11,  c.  ISflf.,  c.  IG,  c  17, 
23,  26,  llfilliaches  Siiduina  I  24,  27,  28,  30  II  4,  7,  8,  II,  12.  Doch  ist 
alles  unendlich  viel  leiclicr  und  phantaaievuller  als  bei  B.    Aber  die  Laster 


in 

ein  durch  ihn  Moscherosch  verinittelter  Einfluß  des  Tr  E  nicht 
nachweisen.  Gervinua  überblickte  bei  seinem  Urteil  noch  nicht 
den  größeren  Zusammenhang  dieser  Visionsliteratur,  vgl.  auch 
A.  Wagner,  Visio  Tungdali,  Erlangen  1882  S.  VI  über  Uervinuä. 
Wir  wissen,  daß  Moscherosch  in  der  Form  auf  die  oben  S.  7 
angefühlte  Literatur  zurflckgeht,  wenn  wir  im  6.  Gesicht  des 
Philander  S.  283  lesen,  daß  er  auf  dem  Scheidewege  zwischen 
Himmel  und  Erde  zwei  Personen  sieht  und  erkennt,  „daß  es  zwen 
Soldaten  |  der  eine  Namens  Ogneus  (Onens,  der  Held  der  St. 
Patrikslegende),  der  ander  Tondalus  waren". 


VII.  Bibliographisches  zu  anderen  Werken 
Rlngwaldts. 


Die  Bibliographie  zum  „Hanns  Fromman"  und  „Treuen 
Eckart"  ist  bereits  gegeben.  Ks  folgen  noch  einige  Ergänzungen 
und  Berichtigungen  zu  der  Bibliographie  der  andern  Werke,  die 
Gödeke  Grundriß*  S.  513—517  und  Weiler,  Annalen  der  poetischen 
Nationalliteratur  B.  II  S.  383—385  gegeben  haben. 

1.  G^Ideke  nimmt  fälschlich  die  unter  No.  2  und  3  aufge- 
führten Schriften,  den  91.  Psalm  neben  Siben  andern  schönen 
Liedern  1577  und  Trostlieder  in  SterbensIeufTten,  Frankfurt  a.  0. 
1581,  nicht  zusammen.  Richtig  ist  es  in  Brummer,  Deutsches 
Dichterleiikon,  Eicbstfttt  nnd  Stuttgart.  Es  ist  dasselbe  Werk. 
Der  Titel  lautet:  Der  91.  Psalm  neben  Siben  andern  sch<^nea 
Liedern  in  sterbensteufften  zugebrauchen.  Das  Buch  enthält  noch 
5  Gebete  in  SterbensIeufTten  und  2  Prosastücke.  Ein  Exemplar 
hat  Wackemagel,  Das  deutsche  Kirchenlied  bis  zu  Anfang  des 
17.  Jahrh.  Bd.  IV  S.  1128  nachgewiesen  in  der  Bibliothek  des 
Halleschen  Waisenhauses.  Ringwaldt  hat  die  Lieder  Boch  einmal 
abgedruckt  im  „Handbüchlin  |  Geistliche  [  Lieder  vnd  Gebetlin" 
usw.,  Frankfurt  a.  0.  1586,  12<*.  Er  sagt  darüber  in  der  Vorrede 
A  2i,,:  „Als  ich  l  ans  Verleihung  Göttlicher  gnaden  Anno  7?  den 


werden  weltfremder,  §um[n«ischer  gotngt,  andere  Bemerkungen  nbomnchem 
dieau  Stellen.  Die  lobeosTullcD  knappen  Figuren  der  Verdammten  bleiben 
ein  Verdienst  Uingwaldta. 


112 


91.  Psal.  neben  andern  Liedern  in  sterbeDsleutTt«!!  zii|;ebntichen  | 
in  Druck  Iiab  außgeboa  liis^en  |  hat  solchn  meine  einfeltige  arbeit 
vielen  guthurUigen  Leuten  nalgefatlen  |  ist  weit  lnoinmen  (vor- 
scbickt)  vnd  nacti gedruckt  worden  | .  Als  faab  icli  sie  auflia  ocwe 
rborsehen  |  vnd  jneD  noch  viel  andere  Daaitlis  Psalmen  |  vnil 
etticite  feine  Lieder  mebr  zngetlian".  Die  Lieder  stoben  in  dicMr 
Aufigabe  unter  Nu.  XIII— XX.  vgl.  Waekeniagel,  Bd.  IV  S.  II29. 
3.  Dia  ^Christliclie  Lieder  und  Oebctlcin  tn  geschwinden 
Storbensliaren".  Magdeburg  1)^08  4^  die  QJideke  unter  No.  5  er- 
vahnt,  sind  identisch  mit  dem  „HandbAchlin".  Weiler  gibt 
richtig  au  nüeiütliclie  Lieder  .  ." 

3.  Die    Komödie    Hart.manTiii   soll    nach    ^Deutanhe   Monat^o 
schritl",  Leipzig  1799  S.  )3-i  neu  aurgeleßt  sein  KOni^sbcr};  ll>45. 
S  ^    Duell  i^t  dm  wolil  ein  Vcrwi-clislung  mit  dem  Sp4>4:iilum  inuudi. 

4.  Die  Lauter  Warheit  hat  auOer  den  von  Qffdeke  und  Weller 
erwäliolen  Ausgaben  folgende:  Frankfurt  a.  0.  159*2  (W,  8«Dnen- 
kalb,  Historiach- krit.  Abhdl.  Ober  einige  merkwürdige  Scliriftettj 
weil.  11.  ß.s  in  „8ml.  d.  Oesellsclialt  d.  freien  Künste",  11  Leipxig ' 
1 7üb ;  ein  Exemplar  besitzt  die  Stadtbibliotbek  in  Danug^ 
Fniokfurt  a.  0.  159S  (F.  v.  Blankonburg,  Lit.  Zoslitze  tu  Sulzorti 
Theorie  d.  schönen  Künste,  Leipzig  17{>T,  Hd.  U  S.  260),  Erfurt 
I51>2,  Kilnig^berg  lOM  (Deutsche  Monatsaohrifl  a.  a.  0.),  Erfurt 
1797  (0.  0.  Küster,  Altes  und  Neues  Berlin  1'.  4,  Berlio  174i9 
S'p.  4f>7— 70).    E}feni[>larä  haben  sich  nicht  auffinden  lassen. 

Der  von  Sonnenkalb  fälschlich  „am  Tage  aller  Heiligen  1585" 
datierte  Druck  —  denn  &»  ist  das  Dutuni  der  Vorrede  —  lu  Erfurt 
bei  Jacob  Siege  ist  wohl  identisch  mit  OOdekes  Nummer. 

Zitiert  wird  die  LW,  woraufEberhard  a.a.O.  vcrveisi,  im  Qytsi- 
nasmn  de  exercitio  academicorum  Argentinae  1ii2]  12",  das  von 
Q.  Gum)>elzheimer  verfaßt  ht;  ein  li^xeniplar  hesltst  die  König!. 
KiblioUiek  in  Berlin.  Benutit  ist  L  W  S.  17.  S.  240.  S.  348, 
8.  29-ii/293.  Der  von  K.  M.  v.  Weber  komponiert«  Abschnitt  der 
LW  S.  2!)0  „Beschreibung  einer  frommen  Magd'  ist  aus  dem 
1.  Teil  von  des  Knaben  Wunderhorn  iiliernommen. 

&,  Der  Vergleich  des  Khestandes  mit  der  heiligen  Dreifaltig- 
keit ;»(  neu  nufizelegt  15<)2  S''  (0.  O.  Küster  a.  a.  0.).  Gin 
Exemplar  habe  ich  nicht  finden  können. 


HR 

Das  Rosetum  Chriatianuin  ist  nicht  1585  aondorn  1594  zuerst 
gedruckt  bei  Ringwaldts  Verleger  A.  Eichoro.  Ein  Exemplar  be- 
findet sich  in  Manchen  Abc.  2490.  Gewidmet  ist  es  Graf  Martin 
von  Hohenstein,  dem  auch  der  Tr  £  zugeeignet  ist  Der  Verfasser, 
Jobann  Fabricius,  stammt  aus  ßeskow  und  ist  damals  Pastor  in 
Zielenzig.  Das  Buch,  das  wegen  seiner  durcligefübTten  Vergleiche 
des  Christentums  mit  einem  Garten  sehr  geschmacklos  ist,  entb&lt 
unter  den  angehäagten  Gpigrammata  Doctissimorum  Amicorum 
Boseti  als  Beschluß  L  5i— tii  ein  Gedicht  Ringwaldts  von  50  Versen 
im  gew&hnlicben  Vierhehungsmaß.  FOr  die  derbe  Art  des  Verfassers 
und  seine  Vergleiche  mit  dem  Tierreich  sind  bezeichnend  die  bei 
Wippel  §  10  abgedruckten  Verse  und  folgende: 

,Vnd  mach  tat  Wolffen  vnnd  f&r  Beer  l 

Ein  fest  beschloßnen  Zaum  vmbher 
Auff  das  die  Thier  vnnd  Wilden  Schwein 

Nicht  leichtlich  mögen  brechen  ein 
Allda  dein  wotgezirte  gabn  | 

Mit  jrem  rässel  vmbzugrabn". 

Andere  Auflagen  sind  15i)5  s.  \,  ^2"  (Katalog  der  Fasten- 
mease  zn  Frankfurt  a.  M.  und  des  Ostermarktcs  zu  Leipzig,  gedr. 
bei  H.  Grossius  1596),  Nürnberg  !59ß  12'>  (Katalog  der  Fasten- 
messe ZQ  Frankfurt  a.  M.  1596). 

6.  Das  Original  von  Ringwaldts  Plagium  bat  noch  folgende 
Auflagen  erlebt,  die  QOdeke  II  §  115,  60  h  feiden:  Wittenberg 
1594  80,  Tübingen  1607  (Eberhard  a.  a.  0.). 

7.  Vom  Epithalamium  von  1595  sollen  2  Aufl^en  in  Frank- 
furt a.  0.  1595  erschienen  sein  (Rotermund,  Gelehrtes  Lexikon, 
Bd.  VI  Bremen  1819). 

Dies  in  deutscher  Sprache  verfaßte  Gedicht  ist  in  seinem 
I.  Teil  entlehnt  und  etwas  vermelirl  in  „Thalassio  oder  Brautt 
Lied  I  Von  dem  Zustandt  eines  Betrübten  |  Wittwers  |  Hiebcror 
Tom  dem  D.  Barth.  Ringewaldt  p.  m.  Pastore  zu  Lan-gcnfeld . . . 
geschrieben:  |  Nun  aber  . .  auß  dem  Lateinischen  in  deutsche 
Bythmos  auff  begehr  vertirt  .  .  durch  Jacobum  Ncandrum  prae- 
ceptorem  aulicum"  zur  Hochzeit  seines  Prinzipals  Abraham  von 
GrQneDber^.    Groß-GIogau  1612. 

W«|iat,  fitaRwildti  gctriDcr  Eckhut  S 


lU 


Nicht  erwäliiit  bei  Göd«lie  und  Wolter  »inil  Tolgeucte  Werku: 

8.  „KpithalatniHm  |  Der  CXXVU.  pHalm,  in  l  Reim  Teriiret  1 
Za  sondern  Eli-  |  rori . .  Herrn  M.  Casparo  Irmiäso  .  .  Vnd  Jung- 
frawcD  MAKGARKTHKN  . .  Herrn,  Goorgea  Krarapit7.es  ..Tochter.. 
Geschrieben,  durdi  K&rtliolomeuni  Riiif^nalilt,  Prarrborm  in  Lang- 
feldt .  .  Gedruckt  zu  Frankfurt  an  der  Oder  bei  Andreas  Kiclioru. 
Anno  Clo  L)  XCU"  (Bertin,  Köuigl.  Bibliothek). 

9.  „Kpithaiamtum  |  Vom  Lob  der  frommen  Weiber  Sjr.  2fi  | 
Zu  Honctern  ehren  ..  Herrn,  Michaeli  Frommio  ..  Vinl  . .  Jnog- 
fraircn,  Margaretlicn  .  .  Herrn  Magistri  Sebastiani  Weckers  .  . 
Tochter  .  .  durch  B&rtholoraeum  Ringwaldt  Pfarrhcrrn  in  Lang- 
feldt  I  Anno  1593  Gedruckt  zu  Franckfurt  an  der  Oder  .  .  .  durch 
Andreain  Eicliom".  (Berlin,  Königl.  Bibliothek.)  Ich  fahre  dar- 
aus als  Doue  Daten  zu  seinem  Loben  sn,  dall  ihm  nach  D  1, 
seine  zweite  Frau,  die  er  nach  dem  Ejiithalamium  vom  4.  August 
1595  „vor  Vierdthalb  Jarn",  al^o  Anfang  ]b'3'i  heiratete, 
trotx  seine«  hohen  Alters  noch  einen  Sohn  gebar.  Nach  B  3, 
wurde  er  1598  von  einem  viertägigen  WechselÜeber,  „den  Quar- 
lanen",  sehr  heilig  gepackt.     Man  hatte  ihn  sogar  schon  tot  gesagt. 

10.  in  Prosa:  „'Äehen  |  Audechtige  ge*  1  bet,  wider  das  or- 
schrcckli-  |  che,  rnd  zuvor  vnerbfirte  We-  |  sen  dea  TeufTels,  so 
er  jetzt  aus  Gottes  |  Verheiignis,  mit  schleinigor  Besitzunge  |  vieler 
Menschen,  an  etlichen  |  Orten  vbet  |  Item  [  Von  Ankunfft,  Art  mJ 
Kigen-  )  sebafR  des  Tonffots  vnd  des  TArckens  |  rod  wu  von  jhnen 
beyden  zu  halten.  |  Item  |  Gin  kurtz  Latein,  an  die  jenigen,  so 
sich  I  vemefamen  lassen,  daß  sie  ja  so  lieb  vnter  |  dem  Ti^rckca  als 
jhrer  Chriätlichen  |  Herrschafft  wohnen  weiten".  Frankfurt  a.  0. 
]5il6,  B.  A— E  BI.4,  8». 

Nach  A  äg  ist  das  Werk  entstanden  infolge  des  WQteos  dea 
Teufels  in  Spandau;  die  Geschichte  ist  eine  der  beliebtesten  und 
gruseligsten  für  die  interessierten  Kreise.  Nach  D  4i.3  hat  ihm 
der  Junker  Christoph  v.  WarnsdorfT  in  Wanderin  bei  Zieleosig, 
der  8  Jahre  iu  der  Gefangenschaft  der  Tfliken  gewesen  war,  viel 
von  diesen  geschrieben,  was  ICs  Keuutnisse  hier  und  da  in  der 
L  W  von  ihnen  erkUrt.  lob  kaun  aus  diesem  Werk  aneb  ein 
Datum  fOr  sein  Leben  mitteilen:  Nach  D  4,  ixt  Bingwaldt  vor 
3i>  Jahren,  also  155ä  tu  Pioükc  in  Polen  dieses  Junkers  Lehrer 
gewesen.    Er  war  dort  Pfarrer.    Das  stimmt  su  s«in«o  8«oati);cD 


• 


115 

"n.  daß  er  2  Pfarrstollen  vor  der  in  Laogenfeld  bekleidete, 
''i^undcrcm  Interesan  aber  ist  eine  eigcnbändige  Widmung 
iMta   in   dem  Exemplar  der  Lübecker  Stadtbibliothek  vom 
sril  ISüa.    Sie  lautet: 

plarissimo  et  pstaatiss.  Viro,    domino    Leonliardo  (der  Name 
l^raiisgescIinitteD)  i.  u.  Doctori  nee   non,   Elictoris   Branden- 
-i  Coiisiliario,  domino  sno  obserrandtseimo,   dono  ddt  antor, 
tiauaQ  GoDsuetudinis  crga  12  Aprilis  Anno  1595. 

B.  R.  propria  manu 

(Original :  ppmu) 
'.lelbe  Hand  der  LQbecker  Bibliothek  enthält 

11.  in  Prosa:  „Siebentxehen  |  andecbtige  Gebetlein,  aus  |  den 
{ütihen  Historien  genom*  |  men,  jtziger  zeit,  wider  den  Blut-  | 
tigen  Tflroken  zuge-  |  brauchen.  |  Item,  eine  kurtze  vermah-  | 
l,  an  die  Christlichen  Kri^ß-  |  lente,    wie  sie  sich  verbalten 

len,  damit  ]  jbnen  Christas  bejstehn,  vnd  reichen  Sieg  |  wider 

D  me<;htigeD  Erbfeind  |  vorleihen  mAge.  |  Item,  eine  kleine  vor- 

ahnang  |  ae  alle  Beichsstende".    Frankfurt  a.  0.  1595,  B.  A— E. 

r  glaubt  auch  hier  ao   fest   an    den  Tenfel,    daQ  er  B  6}  —  7, 

inen  Eiorzismns  liefert. 

Ausfütirlicb  sind  diese  beiden  Prosaschriften  besprochen  bei 
d.  Beck,  Die  Erbauungslit  d.  evgl.  Kirche  Deutschlands,  Bd.  I 
S.  234-238. 

12.  „Er  soll  bei  einem  Einfalle  des  Fürsten  von  Schwarzen- 
berg  etliche  Reime  auf  denselben  gemacht  haben,  welche  ein 
Gest&ndnis  von  seiner  Gioßmuth  in  Leiden  ablegen  und  noch 
itzt  TOD  alten  Leuten  in  der  Neumark  als  ein  Sprüchwort  im 
Munde  gefüret  werden"  (Wippel  §  13). 


Vfrlng  von  M.  &  H.  Marcus  in  Breslau,  Kaiscr-WilhelmstT.  8 


Wort  und  Brauch. 

Volkskundliche  Arbeiten 

namens  der  Schlesischcn  Gesellschaft  für  Volkskunde 

in  Zwänglern  Heften  hcrausgtyebcii 


Dr.  Theodor  Siebs 


Dr.  Max  Hippe 

SlvJiblUiathtliu  In  BiwIh 


Lne  SaiDnilang  Tnn  Arbeiten,  die  wir  unter  dem  Titel  .Wort  nml 
Ijritiiiih''  haraiHgv^boii,  soll  fineti  n«lini<.'n  MM'/ii  rOr  iiiiTfKiigri'iclM'rL',  ilem 
Gvbieto  der  VulkskuDdo  mi^rotiüreiida,  nisiufHcliaftliclie  Untufslicliugeit.  glcitdl- 
viel  tih  dietolbvii  aus  unserer  lju8ollti.'hsft  ndur  anderen  in  gloiolittr  Itiolitnng 
arbuilciideii  Kri-isori  liurvutgohou. 

rWr.rt  tind  ItraiicL^  Kird  daher  nicht  mir  Arbniloii,  wcicbp  schlcttMcbo 
llingu  bvliaiidotn,  Auriisbirio  gtitilbroii,  sonderM  ulWn  Ue'Hikgvn  »tTin  su-hoii, 
ilii:  ihren  ri<>gcn«tniicl  nu«  ilom  «uitua  GebJuto  der  VolkiAiind«  Aberbnupt 
iinLn«hiii(!ii. 

L>vr  Titol  „Wort  imil  Br»uab"  iit  kain  l'rogtnititii.  Kr  null  nifitil 
doir  Inliftlt  der  iieuon  S<>iii<  fiuf  ttln  btviliiiiiiitits  Toil^eblH  der  V  <lk«kutiilc 
boat'Li-ilnkuu,  )Uiid«rii  ludiglicb  «iu  kursva  cbuiiiktcmtj»cbcd  K«nit\  vrt  dvt 
Sauinilung  soin. 

[>fe  Herausgeber 

Riihttr  liiiii  folgcnilu  lleDv  orBvIitiinniti 

I,    Krlclivrt,  ilcrniiiiin:   Die  deulsclieii  FaiuiliuntiaDioR  nnch  Uri'slBUOT  <|u(jlleu 
•\ii»   13.  11.   14.  Jnlirbnnilrrla C,4(t  M. 

i.  JiWMjlike,  Krii'h:  ).,aieiiiisi:li-runiauiseliün  Krenidw&rtvdiuab  itur  HeliluBisohun 

Mtindnrt 5,60  M. 

3.   TOU  Vnvrnrth,  WoU:    Die.  !(>i-}iiosiiicli»  Miinilsrt   iii   itinin  LMitrorUIlnissuii 

^■famiiiaiiiub  und  giMigrii]diiKdi  ilargcsttdlt.  Klit  '.'  Karlen  .  .  S.fiO  H. 
1.   Uoba,  Kmll:   lUe   Niiti<>nitIli}!iniion   dur   aiiro|>Ai»cheii   Vi>Uc«r.    Mit   Nolon- 

beil«(ju *,«  U. 

Im  bruvlc  bofindon  Hick: 
y    d«  Vfjl,    Karl:     lifibL'ialiI-l''orichungoii.     Itio    Scliriflvii    dea    II.    Ju- 

boiinci  I'ractoTius. 
C'.    J Qrgpniieii,  Wilhelm:     Martinnliodi^r. 

A.  ritoik«.  tum.  EdHvd  Tnwtodft  BniMnek««!  la  IlMiliu 


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